iM, 2. Braugewerbe und Maschinenindustrie.

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Zum Abschluß des Mälzungsprozesses wird das
Grünmalz unter Beobachtung bestimmter Temperaturen
 mit einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit
 getrocknet. Zu diesem Zweck werden seit jeher
Hordendarren verwendet. Die Verbesserungen derselben
 beschränken sich im allgemeinen auf Einzelheiten,
 z.B. Vermehrung der Horden von zwei auf
drei, Einführung mechanischer Wender, Erleichterung
 des Beladens und Abräumens der Horden. In
dieser Hinsicht stellt die Vertikaldarre einen besonderen
 Fortschritt dar, die trocknungstechnisch
aber genau wie eine gewöhnliche Hordendarre
arbeitet. Die bereits ausgeführten, fortlaufend
arbeitenden Malzdarren haben sich nicht bewährt,
da beim Trocknen des Malzes ein bestimmter Zusammenhang
 zwischen Entfeuchtung und Temperatur
eingehalten werden muß.
Der Mittelpunkt eines jeden Brauereibetriebes ist
das Sudhaus.
Durch die Größe des Sudwerkes wird die größtmögliche
 Erzeugungsmenge eines Betriebes auf lange
Zeit hin festgelegt. Wegen der an sich sehr langen
Lebensdauer einer Sudhauseinrichtung trifft man
auch in großen Betrieben vereinzelt noch alte
Bottiche und Pfannen mit schweren Kettenrührwerken,
 denen man den Ursprung aus einem früheren
technischen Zeitalter anmerkt.
Jetzt legen die Brauereien einen besonderen Wert
auf eine zweckmäßige und schöne Ausgestaltung der
Sudhausneubauten. Dieses Bestreben wird besonders
in einigen ausländischen Brauereibetrieben ersichtlich,
 die wegen des höheren Bierpreises und wegen
geringerer Steuerbelastung wirtschaftlich besser gestellt
 sind als die deutschen Brauereien.
Der vorteilhafte Eindruck moderner Sudhäuser ist
nicht zuletzt bedingt durch die Vereinfachung der
einschlägigen Maschinenanlage. Nach Einführung
der Dampfheizung für die Pfannen und des elektrischen
 Einzelantriebes der Pfannenrührwerke und
Pumpen treten im Sudhaus außer den Oberteilen der
mächtigen Pfannen und Bottiche nur die übersichtlich
angeordneten Bedienungsorgane in Erscheinung, wodurch
 die Bedienung und Sauberkeit des Sudbetriebes
vorteilhaft beeinflußt wird.
Im Aufbau des Sudhauses hat sich seit langer Zeit
wenig geändert, er ist nur verschieden, wenn statt des
Läuterbottichs ein Maischfilter Verwendung findet.
Im Gegensatz dazu haben die Fortschritte der
Technik das Aussehen der

us dem Keller herausnehmen zu müssen. Die Einührung
 der Großgefäße für die Gärung und Lagerung
les Bieres brachte für viele Betriebe eine erwünschte,
‚essere Ausnützung der vorhandenen Kellerräume.
)Jamit ist zugleich eine Verminderung des Kälte-‚ufwandes
 für 1 hl lagerndes Bier verbunden, da um
:o weniger Kälte notwendig ist, je mehr Lagerraum
n einem Keller untergebracht werden kann.
Die Gärbottiche und Lagerfässer aus Holz, die
ıuufend hohe Aufwendungen für Unterhaltung be-'nspruchen,
 werden allmählich ersetzt durch Gefäße
us Stahl, Aluminium und Eisenbeton, die ein Vielaaches
 der früheren Holzbehälter fassen. Der beriedigenden
 Lösung dieser Frage gingen langjährige
Jersuche und zahlreiche Fehlschläge voraus. Zuerst
‚ersuchte man es mit Gefäßen aus Stahlblech, die
anen mit einem Sonderanstrich zum Schutz des
3ieres vor Berührung mit dem Eisen versehen
varen. Dieser Anstrich war wenig zuverlässig und
außte oft erneuert werden. Im Emaille ist jetzt ein
‚eeigneter Überzug für Eisengefäße gefunden. Auch
lie Anwendung von Aluminium hatte anfangs mit
ichwierigkeiten zu kämpfen. Das Aluminium muß
inen sehr hohen Reinheitsgrad besitzen, andernfalls
-önnen schädliche Korrosionserscheinungen aufzeten.
 In neuester Zeit wurde im nichtrostenden
“ruppstahl ein idealer Baustoff für Brauereigefäße
refunden, dessen Preis aber noch hoch ist.
Bis jetzt hat noch keiner der erwähnten Baustoffe
ür Großgär- und Lagergefäße entscheidende Vorsile
 vor den anderen aufzuweisen. Die Urteile über
lie Eigenschaften der einzelnen Bauarten lauten
ıicht einheitlich, was wohl auf die unterschiedliche
);ehandlung und die verschiedenartigen Ansprüche in
:en einzelnen Betrieben zurückzuführen ist. Da es
ich bei der Anschaffung von Gärgefäßen und Lageranks
 um ziemlich hohe Ausgaben handelt, spielt der
’reisunterschied bei den einzelnen Ausführungen für
iele Brauereien eine wesentliche Rolle.
Mit der Betrachtung des Ausstoßes des fertigen
3ieres in

Versandfässern und Flaschen
c&lt;ommt man auf ein Gebiet, das wohl die meisten
Sondermaschinen aufweist. Da von der Behandlung
ler Versandfässer und Flaschen die Beschaffenheit
jes Bieres in den Händen des Verbrauchers wesentich
 abhängt, bringen die Brauereien den Neuerungen
ıuf diesem Gebiet erhöhte Aufmerksamkeit entvzegen.
 Auch können die Herstellungskosten durch
;traffe Rationalisierung beim Bierausstoß sehr herabzedrückt
 werden. Fließarbeit war hier schon lange
blich, bevor dieses Wort in aller Mund kam.
Der größte Teil des Bieres verläßt in hölzernen
“ersandfässern den Betrieb. Deren Füllung erfolgt
elbsttätig durch einen mit Druckausgleich arbeiten-Gär-

 und Lagerkeller
wesentlich verändert. Die Größe der Gärbottiche
und Lagerfässer aus Holz ist beschränkt durch die
Forderung, die Gefäße nach einem Zeitraum von ein
bis zwei Jahren zum Neubepichen der Innenfläche

Die deutsche Brauindustrie der Gegenwart