IL, 3. Das Gast- und Schankstättengewerbe.
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Gewerbearten

Nieder- | 0/ | Zahl der | 9%
‚assungen 9 Ibesch. Männer! 9

Zahl der |
| besch, Frauen

-
/9

--f 1 Betrieb lauf 1000 Pers,
Personen Betriebe

QastlÖöfe ss. .iu0.0404. 040000
Pensionen und Heime, Kaffeehäuser.
Kabarette SW. .....000000000000000
Schankwirtschaften .............0..0+
Mittagstische und Wirtschaften ......
Insgesamt ... sekz um

42570 16,65 79 534 28,28 ı
41287 16,18 9 882 8,50
266 0,10 3878 | 1,20
163039 68,71 1738974 61,90
5114 - 1,99 _2867 * 1,09
255.918 | 100 | 281181 ‚100 |

117970 27,18
67042 15,41
2404 9,55
2966835 | 52,11
8024 | 185
434915 | 100

4,64
1,86
21,71
2,46
213

215,54
536,72
46,05
406,98
469,56
7,80 | 357,88

Betrieben durchschnittlich 2,46 Personen Beschäftigung
 haben, zeigt schon, daß das Gewerbe im wesentlichen
 ein „Kleingewerbe‘“ ist. Vergleicht man in
Anlehnung an das Einteilungssystem des Statistischen
Reichsamtes die Betriebe bis fünf Personen (Kleinbetrieb)
 mit denjenigen bis 50 (Mittelbetrieb) oder
über 50 beschäftigten Personen (Großbetrieb), so
ergeben sich bei 255918 Gast- und Schankstätten
240411 Klein-, 18140 Mittel- und nur 566 Großbetriebe.
 Belegt wird dies für das gesamte Gewerbe
und die dort beschäftigten Personen noch durch
[olgende Statistik:
Verhältnis der Betriebsgrößen und der beschäftigten Personen im
Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe (in % 0).

Bezeichnend für die Verflechtung von Gastwirtsind
 Braugewerbe ist ferner das nachfolgende Verıältnis
 der Gliederung der oben in der Personen-‚attung
 „Selbständige“ zusammengefaßten Berufsätigen
 in Eigentümer, Pächter und leitende
\ngestellte : ;
3igentümer .... ., . 161816=83,0 %
”)ächter ...... 1. 28221= 14,5 %
eitende Angestellte. . 4824= 2,5%

Von diesen drei Ziffern belegt die hohe Zahl der
n Betrieb tätigen Eigentümer wieder den erheblichen
Jmfang des kapitalschwachen Kleinbetriebes. Sowohl
liese Gaststätten als auch besonders die 28221
7achtbetriebe werden als in enger betriebswirtschafticher
 und finanzieller Verbindung mit den Brauereien
;tehend erachtet werden müssen. Bei den Pachtjetrieben
 wird meistens die Brauerei der Verpächter
:ein. Von Interesse ist schließlich noch in der Kette
lieser statistischen Beweise für die Struktur des
jastwirtsgewerbes, daß es in vielen Fällen kleiner
jetriebe nicht einmal als alleinige Erwerbsquelle
auptberuflich geführt werden konnte, sondern der
igentümer gleichzeitig einen anderen Gewerbeetrieb,
 sei es Landwirtschaft, Fleischerei, Bäckerei
'sw. unterhielt. So gab es 1925 im Vergleich zu
94861 Gastwirten im Hauptberufe noch 95 832 Gastvirte
 im Nebenberuf.

Jahr

Kleinbetriebe
setriebe | Personen

Mittelbetriebe
Zetriebe | Personen

Großbetriebe
Betriebe | Personen

1882 .......
1895 0.0.0000
L907 2000004
1925 2000000)

96,55 80,92
94,09 74,62
94,45 | 78,16
92,74 | 63,78

3,44 218,68 0,01 0,45
5,83 24,10 0,08 | 1,28
6,48 | 24,18 ; 0,07 2,66
7,00 | 28,10 | 0,26 | 8.12

Trotz des Rückganges der Kleinbetriebe seit 1882
um 3,79% sind immer noch 240411 Betriebe
=092,74 % der Gesamtzahl Gast- oder Schankstätten
mit höchstens fünf tätigen Personen. Dies Bild ist
aber noch insofern falsch, als bei vielen dieser Betriebe
 überhaupt nur Familienmitglieder tätig sind.
Nach der amtlichen Berufszählung von 1925, deren
Ziffern aus bestimmten Gründen mit der Personenzahlstatistik
 der Betriebszählung nicht übereinstimmen,
 ist folgende Verteilung der Berufstätigen
im Gast- und Schankstättengewerbe zu beobachten:
davon
weiblich

2. Das investierte Kapital.
Für die Erfassung des von der Volkswirtschaft im
jastwirtsgewerbe investierten Kapitals stehen
jaturgemäß nur die Grund- und Stammkapitalsziffern
ler in Form einer Kapitalgesellschaft betriebenen
Jnternehmungen zur Verfügung. Daß diese Zahlen
ber für allgemeine Schlußfolgerungen völlig irreührend
 sind, beweist schon die Angabe, daß es 1925
67 Aktiengesellschaften des Gastwirtsgewerbes mit
‚usammen nur 106,7 Mill. RM. gab. Ende 1926 stieg
'iese Zahl auf 169, Ende 1927 auf 170 Gesellschaften.
[ieran sind die reinen Verpflegungsstätten nur wenig
eteiligt, dagegen im wesentlichen die großen Hotels.
’s ist auch nicht verwunderlich, daß die Form der
apitalgesellschaft im Gastwirtsgewerbe so verschwindend
 selten erscheint, wenn man sich verregenwärtigt,
 daß 92,74 % aller Unternehmungen
ies Gewerbes Kleinbetriebe mit höchstens fünf be-Selbständige

 .. ..
Angestellte ... ve.
Arbeiter........- FRRRNMEEG
Mithelfende Familienangehörige

194 861
78 364
246 564
150 838

29,00
11,70
36,80
22,50

63 297
33 623
143 644
137 427

| 670627 | 100,00 | 377 991

Also 22% % aller tätigen Personen waren unbezahlte
 Familienmitglieder, zu denen die weiblichen
Personen das Hauptkontingent stellten. Der Anteil
der erwerbstätigen Frauen ist mit. 67,2% am
stärksten in Süddeutschland, wo die Beschäftigung
der Kellnerin der Regelfall ist, bei dem geringsten
Stand aber immer noch 552 %.