{V., 6. Die Nebenprodukte der Bierbrauerei. 213
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Malzausputz. Jerinnen wieder unlöslich geworden ist und sich als
Unter der Bezeichnung Malzausputz, Malzabfall, Schlamm (Oberteig) mit den Trebern abgesetzt hat.
Malzpolierabfall, Malzpolierstaub oder Malzstaub ie Mengen der einzelnen Bestandteile der Treber
versteht man den Abfall von der Malzputzerei, der "Vechseln natürlich in gewissen Grenzen nach der Bein
 der Hauptsache aus Gerstenspelzen, mehr oder Chaffenheit des Malzes, nach dem Maisch- und Abweniger
 Malzbruch, Malzmehl besteht; vereinzelt uterungsverfahren. Man kann annehmen, daß im
kommen in ihm auch ganze Malzkörner und etwas Mittel. vom eingemaischten Malz in den Trebern
Malzkeime vor. Vielfach wird dazu noch der ’Wrückbleiben: % der Trockensubstanz, % des Roh-Gerstenausputz,
 bestehend aus Unkrautsamen, Droteins, % des Rohfettes, % der stickstoffreien
Gerstengrannen, Gerstenspindeln usw. gemischt. “xtraktstoffe und % Ger (esamtasche,
Der Malzausputz kann daher sehr verschieden zu- Die durchschnittliche Zusammensetzung der
. . Trebertrockensubstanz ist folgende:
sammengesetzt sein, je nachdem der eine oder der .
andere Bestandteil überwiegt. Im Durchschnitt hat "kg KO N
er einen Gehalt von 12 % Protein, 50—55 % stick- Stickstoffreie Extraktstoffe ; 47,9%
stoffreien Extraktstoffen und 2 % Fett. Rohfaser . ........ . 185%
Aschebestandteile . 2. 2. 30%

Er hat also einen verhältnismäßig großen Nährwert,
 kommt aber wegen seines hohen Spelzengehaltes’
 lediglich als Rauhfutter in Betracht. Als
solches kann es in seinem Werte mit gutem Wiesenheu
 verglichen werden. Vorwiegend wird der Ausputz
 an Rindvieh, aber auch an Pferde verfüttert.

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Abbildung 2 ermöglicht einen Vergleich des Futterwertes
 von Malzausputz mit dem von gutem
Wiesenheu.
Biertreber.
Bei der Bereitung der Bierwürze wird bekanntlich
das geschrotete Darrmalz mit erwärmtem Wasser
eingemaischt. Durch die Wirkung der im Malze
vorhandenen Diastase wird dabei in erster Linie die
Malzstärke in Maltase‘ und Dextrin übergeführt.
Nach Beendigung der Verzuckerung wird der erhaltene
 Malzauszug, die Würze, durch Abläutern von
den ungelösten Teilen des Malzes getrennt und mit
Nachgüssen von Wasser ausgewaschen. Der übrigbleibende
 Rückstand stellt die Biertreber dar.
Von den Bestandteilen des Darrmalzes gehen nach
der Würzegewinnung in die Treber über:
Sämtliche Spelzen, von den Kohlenhydraten insbesondere
 das nicht aufgeschlossene Stärkemehl und
schwer lösliche Körper, nahezu alles Fett, und von
den Eiweißkörpern der in Wasser unlösliche Anteil
und derienige Teil des löslichen Fiweißes, der durch

Ihr Wassergehalt ist rund 75 %, ‚Der Stärkewert
vird zu 12,2 angegeben, die Verdaulichkeit ist beriedigend.

Auf Grund der Zusammensetzung eignen sich die
Treber vorzüglich als Viehfutter. Die frische, möglichst
 noch warme Ware ist ein begehrtes Futtermittel
 für Rindvieh, besonders für Milchkühe, denen
man 10—20 kg pro Tag und Stück mit Spreu oden
Häcksel vermischt geben kann. Auch für Mastrinder
ınd Schweine sind sie sehr geeignet, dagegen sind
sie für Pferde und Schafe wegen ihres hohen Wassergehaltes
 weniger zu empfehlen.
Die nassen Treber sind nur sehr kurze Zeit haltbar,
sie beginnen hauptsächlich im Sommer sehr schnell
zu gären und werden unbrauchbar. Man versucht
laher, dieselben zu konservieren. Das älteste Verahren
 war das Einsalzen mit Kochsalz und Finstampfen
 in Gruben, doch brachte das Verfahren
licht den gewünschten Erfolz. Man unterwarf die
Treber auch der künstlichen Finsäuerung nach Art
ler Silofutterbereitung. Die Treber wurden zu
liesem Zwecke mit Milchsäurebakterien geimpft und
ler Säuerung überlassen. Es entstanden dabei aber
jeträchtliche Substanzverluste (4—5 %) und außerlem
 beobachtete man, daß das Vieh die sauren
Treber nur in geringen Mengen vertrug. Nach
4. Stouffs gelingt die Konservierung bis über zehn
Wonate durch Anfeuchten mit verdünnter Salzsäure.
Man verwendet dabei auf 1000 kg Futtermasse 1 kg
j3prozentige rauchende Salzsäure, die in 200 1
Vasser gelöst wird.
Ein weit besseres Verfahren ist das Trocknen,
vobei die Treber bis auf 7—10 % Wasser entwässert
ınd so unbegrenzt haltbar werden. Man verwendet
Jazu am besten kontinuierlich arbeitende Trockenrommeln
 oder Muldentrockner.
Im Prinzip bestehen die Trockentrommeln aus
nnen geheizten rotierenden Trommeln, deren äußere
*äche die Heizfläche ist. Das Trockengut wird auf