AV, 6. Die Nebenprodukte der Bierbrauerei., 217
ljeutende Werte gehen dadurch ver-‚oren.

Kohlensäure.
Die bei der Vergärung der Würze entstehende
&lt;ohlensäure entweicht bei der Verwendung offener
järgefäße zum größten Teil in die Luft und geht
verloren. Neuerdings geht man da und dort dazu
iber, die Gärung in geschlossenen Gefäßen vor sich
gehen zu lassen. Dabei wird die Kohlensäure .aufrzefangen,
 gereinigt, komprimiert und in den Handel
zebracht.
Die Kohlensäure stellt ein sehr zu beachtendes
Jebenprodukt der Brauerei dar. Für jeden Hektoliter
;rzeugten Bieres können 2 kg {flüssige Kohlensäure
rewonnen werden, die einen Verkaufspreis von 1 bis
? RM. darstellen. Denkt man sich die Kohlensäure
ler deutschen Brauereien so verwertet, so kommt
nan auf ungeheure Zahlen. Hier liegen noch reiche
Zntwicklungsmöglichkeiten; die Zukunft muß Wege
veisen, Aufbereitung und Absatz der Kohlensäure
möglichst wirtschaftlich zu gestalten.

beseitigt, wenn man das nicht schon früher getan
hat, den Bittergeschmack, indem man koagulierbares
Eiweiß zusetzt und aufkocht. Man kann auch einen
indifferenten, mineralischen Niederschlag erzeugen,
der die gleiche Wirkung hat. Nach abermaliger
Filtration wird eingedickt.
Aus solchen Hefeextrakten kann man auch sog.
Suppenwürzen darstellen. Zu diesem Zwecke werden
die Extrakte vermischt mit Auszügen verschiedener
Gemüse. Jede Fabrik hat hierfür ihre besonderen,
geheim gehaltenen Rezepte.
Wir haben gesehen, wie vielseitig
die Verwendung derinden Brauereien
überschüssigen Hefe ist. Leider muß
aber festgestellt werden, daß diese
Verwendungsmöglichkeiten von vielen
Brauereien Deutschlands noch nicht
genügend ausgenützt werden; groß
ist noch die Zahl derjenigen Brauer,
die nach alter Väterweise die Hefe
dem Abwasserkanal übergeben. Be-