232 Kommerzienrat Dr. W. Sobernheim, Berlin:
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Fachkreise hinaus in der wissenschaftlichen Welt Außerdem sind für jedes Land die Fachzeitschriften
vielfache Beachtung und Anerkennung gefunden mit genauen Angaben verzeichnet.
haben. Zunächst ist hier zu erwähnen die von Oberst Jedem Hauptteil ist ein besonderes alphabetisches
Dr. h. c. Fritz Schoellhorn selbst in Angriff ge- V erfasserverzeichnis mit Angabe der Nummern,
hnommene und im Sommer 1928 fertiggestellte um- ‘mnter denen die Schriften zu finden sind, beigegeben,
(assende las den praktischen Gebrauch in wünschenswerter
Veise erleichtert.
Die ganze Brauerwelt und ganz besonders die
vissenschaftlich interessierten Kreise schulden dem
/erfasser größten Dank für seine aufopferungsvolle
ahrelange Hingabe an dieses unendlich mühevolle
Verk, das in seiner Ausgestaltung und Ausstattung
n jeder Hinsicht als vorbildlich bezeichnet werlien
 muß.
Die Ergänzung dieser Bibliographie bildet eine bei
len Anstalten in Berlin, Weihenstephan und Wien
ıufgestellte
Cartothek der gesamten Fachzeitschriftenliteratur,
ın deren Vervollständigung und Weiterführung
tändig fortgearbeitet wird. Wie diese wird die Biblio-;raphie
 mit Hilfe besonderer von Oberst Dr. Fritz
°choellhorn bereitgestellter Mittel durch die Gesellchaft
 in ihrem Jahrbuch ergänzt und fortgeführt.
Ganz besonderes Interesse haben die Veröffentchungen
 über „Bier und Bierbereitung bei den
“Ölkern der Urzeit“ gefunden, die den Ursprung der
lierbereitung bis zum 7. Jahrtausend v. Chr. zurück-‚erfolgen
 und nachweisen, daß nicht Ägypten, wie
nan seither annahm, sondern Babylonien das älteste
3ierland der Welt gewesen ist.
Völlig neue Erkenntnisse sind es, die hier aus der
jeschichte der Brauerei mitgeteilt werden. Die
Jntersuchung des Assyriologen Dr. E. Huber zeigt,
laß die Ägypter die Malz- und Bierbereitung mit der
&lt;enntnis des Kulturgetreides erst von den ältesten
3ewohnern der Euphrat- und Tigrisebene, den Babyoniern,
 übernommen haben. Dokumentarisch wird
ller nachgewiesen, daß dieses älteste Kulturvolk der
Menschheit schon 7000 Jahre v. Chr. Bier gebraut
ınd es als einen wichtigen Teil seiner Nahrung be-‚ständig
 genossen hat. Anzunehmen ist, daß die
3abylonier, wenigstens in der Zeit nach Hamurabi
im 2. und 1. vorchristlichen Jahrtausend), bereits
len Hopfen als aromaspendendes Würzmittel mit
’erwendet haben. Es ergibt sich dies daraus, daß
lie Hebräer während ihrer Gefangenschaft in
3abylonien (vom 7. vorchristlichen Jahrhundert ab)
lie Verwendung des Hopfens gekannt haben. Die
Tatsache der Hopfenverwendung zur Bierbereitung
in vorchristlicher Zeit war zuvor in Fachkreisen
‚öllig unbekannt; datierte man doch bisher die
dokumentarische Nachweisung des Hopfens auf die
Zeit des 8.—10, nachchristlichen Jahrhunderts,
Auch über die Bierbrauerei in Ägypten bringen die
Forschungen Dr. Hubers neues ergänzendes Material,
nsbesondere ‘aus bis jetzt nicht beachteten Grah-Bibliographie

 des Brauwesens.
Im ersten Teil dieses Werkes ist die: Brauereiliteratur
 lateinischer Sprache verzeichnet. Dann folgt
in dem zweiten, dem weitaus größten und umfangreichsten
 Teil, die deutsche Brauereiliteratur mit
nicht weniger als 1751 selbständigen Büchern und
Schriften, wozu außerdem noch schätzungsweise an
die 500 Veröffentlichungen verschiedener Art, wie
Kalender, Jahrbücher, Berichte von Versuchsstationen
 und Festschriften kommen. War schon
die Sammlung und Verarbeitung dieses ungeheuren
Materials aus dem deutschsprachigen Brauereischrifttum
 mit unendlicher Mühe verbunden, so hat
der Verfasser mit ganz besonderer Hingabe den
Iritten Teil, die fremdsprachige Brauereiliteratur,
ınter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit und. ohne
Rücksicht auf die großen Kosten zu sammeln und zu
bearbeiten unternommen. Mit Unterstützung erster
Fachleute aus dem englischen und französischen
Sprachgebiet, aus Schweden, Dänemark, Norwegen,
aus der Tschechoslowakei, aus Rußland, Holland,
[talien und Ungarn ist es ihm gelungen, auch dieses
auf den ersten Blick kaum durchführbar erscheinende
Unternehmen erfolgreich zu Ende zu führen und weit
über 1300 Veröffentlichungen in fremden Sprachen
nachzuweisen.
Das Werk umfaßt die Brauereiliteratur der ganzen
Welt in folgender, systematisch ausgearbeiteter
Gruppierung:

HL Fremdsprachige Brauereiliteratur:
i. Englische (540 Bücher und Schriften).
?. Französische (215 Bücher und Schriften).
3. Schwedische (196 Bücher und Schriften).
4. Dänische (69 Bücher und Schriften).
5. Tschechische (141 Bücher und Schriften).
5. Russische (80 Bücher und Schriften).
I—10, Holländische, norwegische, italienische und ungarische
 (66 Bücher und Schriften).