Gruppe I Brauereien,

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Der Grundstein der Patzenhofer-Brauerei wurde
m Jahre 1855 in der Neuen Königstraße in Berlin von
jeorg Patzenhofer gelegt. Er hatte, ein Münchener
3rauersohn, in seiner Vaterstadt das Braufach erernt
 und einige Jahre in ihr als Braumeister gewirkt.
Schließlich begann er auf Grund seiner gesammelten
3rfahrungen als erster in Norddeutschland in Berlin
ijefdunkles Bier zu brauen. Auch hier erweiterte
ich der Abnehmerkreis nach kurzer Zeit beträchtlich,
;o: daß Patzenhofer sein Unternehmen vergrößern
nußte. Er erwarb in den 60er Jahren ein Grundstück
n der ietzt nicht mehr vorhandenen Papenstraße

Gegenstück zu dem im Norden gelegenen Stammhaus
gewonnen. Im Jahre 1896 wurde dem Unternehmen
die Brauerei „Zum Waldschlößchen“ in Dessau am
gegliedert. Dieser neuen Abteilung III folgte bald
die an der Spree gelegene Borussia-Brauerei in
Nieder-Schöneweide, welche im Jahre 1898 in den
Besitz der Schultheiss-Brauerei überging und als Abteilung
 IV die Aufgabe hatte, die geschäftlichen Beziehungen
 im Südosten Berlins und in der dortigen
Umgegend zu pflegen und zu erweitern. Eine weitere
bedeutende Ausdehnung erfuhr die Brauerei durch
den im Jahre 1910 erfolgten Ankauf der Brauerei

Qudhaus einer Brauereiabteilung.

Pfeifferhof in Breslau, die sich als Abteilung V erireulich
 entwickelt hat. Im Jahre 1913 kamen die
Unionsbrauerei, die jetzt stillgelegte Abteilung VI, im
Jahre 1917 die Brauerei Spandauer Berg, die inzwischen
 an die C. A. F. Kahlbaum A.-G. vermietet
wurde, und im Jahre 1919 die Brauerei Pfiefferberg
hinzu, die unterdessen nach gleichfalls erfolgter
Stillegung verkauft wurde,
Diese Vereinigung zahlreicher, räumlich getrennter
 Betriebe in der Hand einer Gesellschaft erzab
 die Notwendigkeit einer bestimmten Zentralisation
 in kaufmännischer und technischer Beziehung.
So wurde 1897 in der Voßstraße eine Zentralstelle
geschaffen, die bald nach Roesickes Tode nach den
Grundstücken Roonstraße 6—8 am Königsplatz verlegt
 wurde, auf denen jetzt die Verwaltung und die
Seneraldirektion sich befinden.

ınd errichtete dort ein Sudhaus nebst Mälzerei. Die
Cellereien mußten außerhalb des damaligen Berliner
Neichbildes auf einem dem Friedrichshain gegeniberliegenden
 Hügel „Friedrichshöhe‘“ angelegt werlen,
 auf dem der große Brauereibesitz entstand, der
etzt die Abteilung Nordost bildet. Im Jahre 1871
vurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft
imgewandelt. Die treibende Kraft in ihm war der
‚ekannte Reichs- und Landtagsabgeordnete Friedrich
joldschmidt. Er erkannte ebenso wie sein Freund
?oesicke sein Ziel darin, die erforderlichen
‚eistungen innerhalb seiner Betriebe mit immer geingerem
 ökonomischen Kraftaufwand ausführen
ind die Bedürfnisse der Konsumenten immer besser
ınd wohlfeiler befriedigen zu lassen. Das Emporschnellen
 der Absatzzahlen hat seine Energie und
‚eine Unternehmungsliust aufs treffendste bewiesen.