Gruppe I Brauereien.
durch ausreichende Bierlieferungen ihren Mitgliedern
das Durchhalten in ihrer Existenz zu ermöglichen.
Trotz der Kriegsschwierigkeiten wurden mancherlei
 Betriebsergänzungen vorgenommen, insbesondere
 die Abteilung Stralau dutch Ankauf von
Nachbargrundstücken erweitert. Die Schwierigkeiten,
 die der Krieg dem Brauereigewerbe gebracht
‘hatte, hielten auch nach Kriegsende an.
Doch gelang es, durch Verbesserung der Bierqualität
 und des dadurch gesteigerten Umsatzes, die
ungünstigen wirtschaftlichen Auswirkungen auszugleichen,
 bis dann. die Inflation das Brauzewerbe
 in seinen Grundfesten erschütterte und jegliche
 Berechnungen über den Haufen geworfen
wurden.

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Der Umsicht und den praktischen Erfahrungen des
)»bengenannten Herrn Direktor Göhler ist es geungen,
 trotz vieler unvorhergesehener Schwierigceiten
 den Bau in allen Einzelheiten durchzuführen,
;hne daß dabei die Biererzeugung und die übrigen
echnischen Betriebe eine Unterbrechung zu erleiden
ırauchten.
Mit der Vergrößerung der Brauerei Friedrichslagen
 hielt die Erweiterung der Abteilung Stralau
zleichen Schritt. Hier wie dort wurden neue Grunditücke
 erworben. Vier eiserne Bierkähne wurden
n den Dienst gestellt, ein großer Fuhrpark vollendet
las Gesamtbild eines Greßbetriebes von beachtenswertem
 Umfang.
Die Genossenschaftsbrauerei unterhält Niederagen
 in Lankwitz, Spandau und Waidnannslust.

Die Betriebsanlagen.

Wieder Friedenswirtschait.

Nach dem Stabilisierungsjahr 1924 entwickelte sich
trotz vielerlei Schwierigkeiten die Lage der Genossenschaft
 günstig. Sie konnte nicht nur den durch
den Krieg verlorenen Bierabsatz bald wieder gewinnen,
 sondern im Jahre 1926 den Friedensausstoß
zom Jahre 1914 um mehr als 85 % überschreiten.
Im Zusammenhang mit der Absatzsteigerung sah
man sich Anfang 1925 abermals vor die Notwendigkeit
 eines grundlegenden Erweiterungsbaues
 gestellt, der mit einem Kostenaufwand von
etwa 3,5 Millionen Mark durchgeführt wurde und
nach dessen Fertigstellung die Brauerei für eine
Jahresproduktion von 450 000 hl. eingerichtet war.

Von den Betriebsanlagen der Ge-10ossenschaitsbrauerei
 sei zunächst des
Maschinenhauses gedacht. Dieses enthält eine
Jampfmaschine von 950 PS, einen Dieselmotor von
00 PS und einen Öltank von 120 cbm Inhalt. Zum
WMaschinenbetrieb gehört noch ein elektrischer
Craftanschluß von 200 PS, zwei Luftkompressoren,
wei Vorwärmer, fünf Ammoniakkompressoren von
‚usammen 600 000 Kalorien stündlicher Leistung für
lie Kälteerzeugung, eine Licht- und Kraftanlage mit
zier Dyrnamomaschinen usw. Die Beschickung der

Cine Abteilung des Gärkellers