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Sonderbeschreibungen:
für 70 Ztr. Schüttung mit zwei kupfernen Dampfpfannen
 von 220 und 110 hl Inhalt.
Zwei Tiefbrunnen von etwa 45 m Tiefe,
m Maschinenhaus wurde eine Sulzersche
Dampfmaschine von 150 PS mit Lindescher Eismaschine
 von 300 000 cal. stündlicher Leistung
aufgestellt. .
im Kesselhaus drei Flammrohrkessel von je
100 am Heiztläche.

auch einen ständig wachsenden prozentualen Anteil
des Flaschenbieres am Gesamtgeschäft. Zu Beginn
dieses Jahrhunderts stand die Schloßbrauerei mit
ainem Flaschenbierabsatz von über 100000 hl = 30
Millionen Flaschen an zweiter Stelle unter den Berliner
 Brauereien.
Das Geschäftsjahr 1886/87 brachte eine weitere
Steigerung des Absatzes um mehr als 10000 hl und
eine Dividendenausschüttung von.7 %. Das nächste

Trommelmälzerei

Jahr gestattete bei 70 000 hl Gesamtabsatz (12 500 hl
Zuwachs gegen das Vorjahr) die Ausschüttung
ziner Dividende. von 10 %, Schon zwei Jahre später
konnte der Bierausstoß die 100 000-Hektoliter-Grenze
 überschreiten. Die Dividende betrug 12 %
und hielt sich in Zukunft bis zu Beginn des Welt-&lt;rieges
 im Durchschnitt auf 10%. Schwankungen
(zwischen 8 und 12 %) waren durch den Einfluß der
jeweils herrschenden Konjunkturverhältnisse bedingt.
Dem ständig steigenden Absatz konnte die bisherige
 technische Einrichtung nicht genügen, so daß
eine gründliche Reorganisation derselben nötig
wurde. In den Jahren 1889/91 wurden daher {olzende
 Neubauten und Neueinrichtungen vorzenommen:

Ein Kühlhaus mit drei Kühlschiffen.
Ein Darrgebäude mit Zweihordenmalzdarre.
Ein Sudhaus. enthaltend ein Doppelsudwerk

"ine pneumatische Trommelmälzerei
mit sechs Keimtrommeln, System Galland, für
je 100 Ztr. Gersteverarbeitung.
Slektrische Beleuchtungsanlage für
sämtliche Räume der Brauerei.
Der fortschrittliche Geist, der bei der Brauereieitung
 herrschte und sie veranlaßte, sich alle techschen
 Neuerungen schnellstens zunutze zu machen,
vird am besten durch die Tatsache dokumentiert,
laß sowohl die pneumatische Mälzerei wie auch die
J)ampfpfannen die ersten waren, die in Berlin zur
\ufstellung gelangten. Sie haben sich aufs‘ beste
jewährt und sind zum Teil noch heute in Betrieb.

Der immer weiter steigende Umsatz machte sehr
jald eine Stärkung der Betriebsmittel nötig, die im
‚ahre 1893 durch Erhöhung des Aktienkapitals um
‚00000 M. auf 2220 000 M. bewerkstelligt wurde.