Gruppe I Brauereien,

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Faßbierstabelraum

triebe stillegten. Auch für uns ergab sich zur
Stärkung unserer Stellung in Berlin, und um mit den
neuentstandenen Großkonzernen unseres Gewerbes
gleichen Schritt halten zu können, die Notwendigkeit
eines Anschlusses. Dieser kam im Jahre 1920 durch
Fusion mit der Lindener Aktien-Brauerei in Hannover
 zustande. Die Verschmelzung der beiden Gesellschaften
 geschah auf Grundlage der selbständigen
Weiterführung beider Betriebe. Unterstützt durch
die langsam einsetzende Besserung der allgemeinen
Lage und wirtschaftlich gestärkt durch den Zusammenschluß,
 blühte unser Unternehmen rasch auf
und eroberte sich wieder seinen alten Platz in der
Berliner Brauindustrie,
Nachdem im Jahre 1924 die Inflation überwunden
und wieder stabile Verhältnisse eingetreten waren,
konnte daran gedacht werden, die Schloßbrauerei
auch wirtschaftlich wieder selbständig zu machen.
Sie wurde daher im Jahre 1925 von der Lindener
Aktien-Brauerei wieder abgetrennt und am 1. Oktober
 1925 als Aktiengesellschaft mit 1500000 M.
Kapital neu gegründet. Der Reservefonds wurde mit
500000 M. dotiert. Der Tatsache, daß der Ort
Schöneberg inzwischen aufgehört hatte, als selbständige
 Gemeinde zu existieren und in die Gemeinde
Groß-Berlin aufgenommen worden war, wurde dadurch
 Rechnung getragen, daß wir die neuerstandene
Aktiengesellschaft „Schloßbrauerei Aktiengesellschaft,
 Berlin‘ nannten.

Durch die mißlichen Verhältnisse der Jahre 1914
xs 1919 waren auch die technischen Betriebsmittel
;tark in Mitleidenschaft gezogen worden. Beginnend
nit dem Jahre 1920 setzte daher eine umfangreiche
Zeorganisation des technischen Betriebes ein. Das
Sudhaus wurde durch Aufstellung eines Maischeilters
 für 90 Ztr. Malzschüttung vergrößert, im Gärceller
 wurden die Holzbottiche größtenteils durch
noderne Großgärgefäße aus Zement und Aluminium
arsetzt. Schon im Jahre 1911 hatten wir die ersten
\luminiumgärbottiche aufgestellt. Die guten Er-'ahrungen,
 die in rund zehnjähriger Betriebszeit mit
jiesen gemacht wurden, veranlaßten uns, nach und
ıach fast unseren ganzen Gärkeller mit solchen auszurüsten.
 Der Lagerkeller wurde modernisiert und
n seiner Kapazität vergrößert, indem die überılterten
 Holzfässer durch Metalltanks ersetzt wurden.
Jnsere Mälzerei erweiterten wir durch Aufstellung
ron acht Keimtrommeln von je 100 Ztr. Fassungs-:aum.
 Das alte, aus dem Jahre 1890 stammende
Zesselhaus wurde abgerissen und an seine Stelle ein
Veubau gesetzt. Statt der alten Flammrohrkessel
nit Handfeuerung haben. wir zwei große Wasser-‘;oOhrkessel
 von je 400 qm Heizfläche mit autonatischer
 Kettenrostfeuerung aufgestellt. Die
3aschenabfüllerei wurde durch Aufstellung einer
nodernen Reinigungs- und rFüllmaschine für
5000 Flaschen Stundenleistung vergrößert, die in