Gruppe I Brauereien,

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MALZBIERBRAUEREI
GROTERJAN &amp; Co
AKTIENGESELLSCHAFT

m Bereich des norddeutschen Brauereigewerbes hat die Erzeugung obergäriger Biere seit
jeher einen überaus wichtigen Rang eingenommen, ja bis ungefähr zur Mitte des vorigen Jahrhunderts
 wurde diese Brauart fast ausschliefflich gepflegt. Damals galt das Bier nicht nur als ein
vorzügliches Genuffmittel, sondern es spielte obendrein im täglichen Speisezettel des Volkes keine
geringere Rolle als etwa das Brot, wie ein geläufiges Sprichwort aus jener Zeit bekundet: „Bier
und Brot — eine Kost!“

Diese zugleich erquickende und nährende Wirkung eignet unter allen Getränken in höchstem Mafe
dem Mahkbier, wie man das nach dem obergärigen Verfahren hergestellte, dunkle, vollmundige
und alkoholarme Gebräu heute bezeichnet. Es ist seit alter Zeit so tief im Geschmack und
Bedarf des Volkes verwurzelt, daff es auch nach Einführung der sogenannten Lagerbiere, bayerischer
 oder Pilsener Art, nichts von seiner Beliebtheit eingebüfft hat.

Im Gegenteil, die technischen Fortschritte bei der Erzeugung sowie die gesteigerten Ansprüche
hinsichtlich der Diätetik haben in den letzten Jahrzehnten den Konsumentenkreis des Malzbieres
noch verbreitert. Es unterscheidet sich von den anderen Biersorten dadurch, daff es bei gleichem
Extraktgehalt weniger gehopft und vergoren ist. Dafür kommen, . wie schon der Name andeutet,
die Vorzüge des Malzes besser zur Geltung; so werden ihm leicht verdauliche Nährstoffe erhalten
 und besondere Geschmackswerte verliehen.

Das Malzbier eignet sich daher in hohem Grade für den Genuff weiter Kreise, um so «mehr, als
der Alkoholgehalt nur etwa ein Drittel des gewöhnlichen Lagerbieres beträgt. Wie sehr das
Malz als Nährsubstanz geschätzt ist, geht schon aus dem Umstande hervor, daff es in mannigfachen
 Präparaten auf dem Heilmittelmarkt zu finden ist. Das Malzbier aber bietet allein den
Vorteil, die Wirkung des Malzes nicht nur in heilsamer, sondern zugleich auch in genuffreicher
Form für den Konsum zu erschlieffen. So erfüllt sich in ihm gewissermaffen der Trinkspruch:
„Wohl bekomm’s“, denn es ist seiner ganzen Zusammensetzung nach auf Bekömmlichkeit abgestimmt.
Die Malzbierbrauerei Groterjan &amp; Co. Akt.-Ges. widmet sich als einziges Unternehmen schon
seit 40 Jahren ausschliefflich der Erzeugung dieses Spezialbieres. Bei sorgsamster Wahrung der
Tradition werden die neuesten Errungenschaften der maschinellen und biologischen Brautechnik
verwertet und die strengsten Anforderungen an die Hygiene erfüllt. Für absolute Keimfreiheit
bürgt die Pasteurisierung jeder einzelnen Flasche.

Die Groterjan-Brauerei hat ihren Sitz in Berlin, Prinzenallee 78—80; das Grundstück reicht
bis zur Travemünder Strafe und bedeckt eine Fläche von, ız 000 qm. Der Betrieb ist mit zwei
Dampfmaschinen von 100 und 175 PS, sowie mit zwei Kältemaschinen von zusammen 300 000
Kalorien Stundenleistung ausgestattet. Die Zahl der Beschäftigten beläuft sich auf 500 Personen.