276 . Sonderbeschreibungen:
aufzunehmen, die den biertrinkenden Bürger vor &gt;inige Jahrhunderte später noch nicht im ent-Mindermaß
 schützen sollten. 'erntesten die Rede sein. Der eigentliche Auf-Im
 allgemeinen wird es sich bei dem Bier oder ;schwung des Bochumer Brauwesens fällt in die Mitte
„Keut‘“ der damaligen Zeit um ein leichtes ober- dies vorigen Jahrhunderts. Und er knüpft sich an die
zäriges Altbier von säuerlichem Geschmack oder (amen zweier tüchtiger Fachleute: Joachim
um ein dem heutigen Malzbier ähnliches braunes 3chlegelund Moritz Scharpenseel, die
Süßbier gehandelt haben, das von den Bürgern in lem heutigen Großunternehmen ihre Bezeichnung
den leihweise herumwandernden Braukesseln der ınd grundlegende Bedeutung gegeben haben. Im
Stadt vielfach selbst zurechtgemacht wurde. Aus 'ahre 1839 war auf Haus Overdyck im heutigen
dieser Heim brauerei, die möglicherweise in der 3ochumer Stadtteil Hamme eine inzwischen längst

Das Hochhaus im Hauptbetrieb Bochum.
Silos, Laboratorium und Geschäftszimmer des Betriebsdirektars.,
 sowie ein Teil des Sudhauses.

primitiven ‚Metherstellung des alten Germanentums
ihre allerersten Wurzeln hat, scheint sich erst ganz
allmählich das Braugewerbe entwickelt zu
haben. Zunächst beschränkt es sich auf kleinere,
höchst einfach eingerichtete, mit Ausschank verbundene
 Betriebe, von denen einzelne dann im Laufe
der Zeit durch die fortschreitende Güte des Erzeugnisses
 zu gewisser Bedeutung gelangten.
Von einer technisch einigermaßen entwickelten
Braukunst konnte natürlich in jenen Tagen und auch

&gt;ngegangene gewerbliche Brauerei eröffnet worden,
n der „Erlanger Bier“, „Augsburger Doppelbier“
ınd „bayrisches Halbbier‘“ hergestellt wurde. Rund
zwei Jahrzehnte später traten dann zwei Unterıcehmen
 ins Leben, die für die hervorragende Entwicklung
 der Bochumer Brauindustrie schicksaljestimmend
 waren. Der aus Bayern stammende
Joachim Schlegel, vormals Braumeister in der schon
»rwähnten Overdycker Brauerei, gründete am
. Mai 1854 die „Bierbrauerei J. Schlegel“. nachdem