Gruppe I Brauereien.
zwei Jahre vorher Moritz Scharpenseel, ein geborener
 Bochumer, die „Bochumer Bierbrauerei
M. Schärpenseel“ ins Leben gerufen hatte. Beide
Brauereien brachten einen Stoff zum Ausstoß, der
sich weit und breit verdienten Rufes erfreute.
Während des großen Krieges wurden die beiden
Stammhäuser miteinander zur Schlegel-Scharpenseel-Brauerei
 A.-G. verbunden,
2ine Zusammenlegung, die sich in der Folge als
äußerst glücklich erwiesen hat, weil sie über das rein
wirtschaftliche Moment hinaus infolge zweckmäßiger
Rationalisierung des Betriebes einen erfreulichen
Einfluß auf die weitere Qualitätssteigerung des Erzeugnisses
 ausübte.
Eine weitere Stärkung erfuhr das Unternehmen
durch eine Reihe anderer Angliederungen. Die
„Victoria-Brauerei A.-G.“, das „Herner Brauhaus“,
die „Recklinghauser Brauerei vorm. Pott und Göbel“
und eine ganze Reihe anderer Brauereien größeren
und kleineren Umfanges sind der Schlegel-Scharpenseel-Brauerei
 angegliedert worden. Eine wertvolle
Erwerbung war auch der Ankauf der „Mälzerei
Giersleben‘“ in Anhalt, die, in einer der besten
Gerstengegenden Deutschlands belegen, durch ihr
hochklassiges Produkt der Schlegel-Scharpenseel-Brauerei
 A.-G. in bezug auf die Güte des Braumalzes
eine Grundlage gegeben hat, die ihr ein stets gleichbleibendes
 und immer denselben Charakter tragendes
Bier von höchstem Wohlgeschmack gewährleistet.

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Auf der größten Nachkriegsausstellung, der
jesolei (Große Ausstellung für Gesundheitspflege,
soziale U und Leibesübungen, Düsseldorf),
1926, hatte die Schlegel-Scharpenseel-Brauerei A.-G.
3änen Ausschank. Mit Rücksicht auf ihre Leistungen
arhielt sie die höchste Auszeichnung, welche für
Brauereien in Betracht kam, die Goldene Medaille.

Außer dem „Pilsner‘‘ der Schlegel-Scharpenseel-3rauerei
 A. -G. erfreuen sich auch die übrigen zum
\usstoß gelangenden Sorten weitgehend wachsender
Zeliebtheit; wir nennen hier die in Bochum seit
angem zum Volksgetränk gewordenen „Schlegel-3old‘“,
 „Deutsch-Schlegel-Pilsner“, ferner „Doppel-3ock“,
 „Lebensbronnen‘“ und — nicht zu verzessen!
 — das in einer bisher nicht erreichten Güte
ı1ergestellte „Altbier‘, das Freunden einer feinen
;jommerlichen Durstlöschung als billiger und dabei
Jollwertiger Ersatz für eine leichte Rhein- oder
Moselwein-Bowle freundlichst empfohlen sei!
Allen Schlegelbieren — hell oder dunkel, nach
Ailsner Art oder altbier-säuerlich — darf ‚der
Schluß- und Ruhmesvers der Bochumer Bierhymne
zesungen werden, der da lautet: .
Doch nicht minder dir zum Ruhme
Schäumt im Glas dein kräftiges Bier.
Liebes Bochum, Prosit! Blume!
Einen Ganzen komm’ ich dir!