Gruppe I Brauereien,
kann der Dortmunder Bürger heute in allen größeren
Städten sein angestammtes beliebtes Getränk erhalten.
 Bei aller Bedeutung, die der Versand für die
Dortmunder Brauereien gewonnen hat, bleibt die
engere Heimat das zuverlässige und sichere Absatzgebiet.
 Das Anwachsen der Stadt Dortmund zu
einer Großstadt und die Zusammenballung großer
Menschenmassen im Industriegebiet haben dieses
heimische Absatzgebiet in ungeahnter Weise erweitert
 und gefestigt.
Außer dem hellen „Dortmunder“ stellen die
niesigen Brauereien ein dunkles Bier her und vor

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/erbindung mit der Beliebheit des Dortmunder
3ieres den Grundstein für den heute weitverzweigten
\bsatz und die Größe und Bedeutung der Dortnunder
 Brauindustrie gelegt. Der Ausstoß stieg von
162000 hl im Jahre 1874 auf 1340000 hl im Jahre
1900 und auf 1682 000 hl im Jahre 1913.
Kriegs- und Nachkriegszeit geboten der Aufwärtsantwicklung
 der Dortmunder Brauindustrie jähen
Zinhalt. Der beste Beweis für die Not dieser Zeit’ist
ler Rückgang der Zahl der Brauereien von zwanzig
vor dem Kriege auf heute acht. Der Rohstoffmangel

Teil aus dem Gäarhaus der Dortmunder Ritter-Brauereil, 4A.-G.

allem ein Bier nach „Pilsener‘“ Art, das sich großer
Beliebtheit erfreut.
Den Bemühungen um die Herstellung eines erst-Klassigen
 Bieres reihte sich von jeher die Sorge um
die Pflege des Bieres bis zum Ausschank an. Der
umfangreiche Versand der Dortmunder Brauereien
wird durch einen großen erstklassigen Wagenpark,
heiz- und kühlbare Eisenbahnwaggons sowie Lastwagen
 besorgt. Auf die Eisversorgung der Kundschaft
 wurde von jeher größter Wert gelegt.
Der schnellen Steigerung des Ausstoßes konnte man
nur. Herr werden durch eine vorzügliche Betriebsorganisation
 und durch fortgesetzte Verwertung aller
technischen Neuerungen und Errungenschaften. Um-Sicht
 und Tatkraft fleißiger Unternehmer haben in

ınd die aus der Not der Zeit geborenen Kontingenierungsvorschriften
 brachten die Betriebe fast zum
Zrliegen, ihre Betriebseinrichtungen wurden zum
Teil durch die Verpflichtung, alles Kupfergerät an die
Teeresverwaltung abzuliefern, vernichtet.
Nach dem Kriege wurden die Kontingentierungsrorschriften
 leider noch lange beibehalten. Dazu kam
las Verhängnis der Inflation, unter der die Braundustrie
 ganz besonders gelitten hat, weil sie mit
dücksicht auf die geschwundene Kaufkraft der breiten
Massen die Preise nicht auf den kalkulatorisch erorderlichen
 Stand bringen konnte. Diese verhängnisrollen
 Erscheinungen wurden für die Dortmunder
3Zrauindustrie speziell noch dadurch verschlimmert,
laß gerade in dem Augenblick, in dem die Verhältnisse