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Sonderbeschreibungen:
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1889 40 lahre Frankenthaler Brauhaus! 1929

Am 1. April 1929 konnte das Frankenthaler Brauhaus, eine
ler bedeutendsten pfälzischen Großbrauereien und seit einem
lahrzehnt die einzige Braustätte Frankenthals, auf ein 40jähriges
 Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum veranlaßt die
Brauerei, einen Einblick in den Werdegang des Unternehmens
 während der zurückgelegten Zeitspanne zu vermitteln.
Die Gesellschaft wurde am 1. April 1889 durch Übernahme
ler früheren Gerhardtschen Privatbrauerei gegründet, Durch
len Tod der Gebrüder Gerhardt wurde die Gerhardtsche
3rauerei am 18. März 1889 erbteilungshalber der Versteigeung
 unterstellt. Steigerer des «Gesamtobiektes war ein
Konsortium, bestehend aus den Herren:
Hofrat Adolf Mahla, Ehrenbürgermeister und Fabrikant,
Karl Karcher, Kaufmann und nachmaliger Geh. Kommerzienrat,

dermann Mündler, Kommerzienrat,
Ferdinand Heintz, Bankdirektor, sämtlich in Frankenthal,
 und
Herr Sigmund Kaufmann, Mühlenbesitzer in Mafınheim.
Von diesem Konsortium wurden die Objekte zum Zwecke
des Weiterbetriebes in die am 1. April 1889 mit einem Kapital
von 300000 M. gegründete Aktiengesellschaft „Frankenthaler
3rauhaus‘ eingebracht und das Unternehmen in den folgenden
iahrzehnten zu einem modernen Großbetrieb ausgebaut.
Aus dem im ersten Geschäftshalbjahr erzielten Ausstoß von
5000 hl geht deutlich die Größe der Brauerei zur Zeit der
Übernahme hervor. Das Streben nach Erhöhung von Proluktion
 und Absatz führte in der Folgezeit zu ganz wesentichen
 Erweiterungen des Betriebs, wozu neben der Vergrö-Zerung
 des Brauereiareals eine mehrmalige Erhöhung des
Aktienkapitals bis auf 800000 M. erforderlich wurde, So
wurde ein neues Sudhaus gebaut, neue Gär«- und Lagerkeller

ıTrichtet, die Kessel- und Kraftanlagen vergrößert und auch
lie übrigen Betriebsabteilungen stets den steigenden Anforlerungen
 entsprechend ausgebaut. Auf Grund dieser großügigen
 Reorganisation des Betriebes, bei welcher alle Fortchritte
 und Neuerungen auf brautechnischem Gebiete umaıssende
 Verwertung fanden, stand das „Frankenthaler Brauiaus‘“
 bald in der Reihe der führenden Pfälzer Brauereien,
wie es sich durch die Erzeugung gehaltvoller und bekömmicher
 Biere rasch weitverbreiteten Ruf zu sichern wußte.
Der Ausbruch des Weltkrieges brachte den erfolgreichen
\ufstieg des „Frankenthaler Brauhauses‘“, dessen Ausstoß
lamals bereits 60000 hl erreicht hatte, vorübergehend zum
Stillstand, Wie allgemein bekannt, wurde gerade die Braundustrie
 während der Weltkriegsjahre infolge der behördich
 im Interesse der Volksernährung verfügten Finschränzung
 der Biererzeugung schwer in Mitleidenschaft gezogen.
uch beim „Frankenthaler Brauhaus‘ gingen Produktion und
\bsatz erheblich zurück und selbst in den Nachkriegsjahren,
lie das gesamte Wirtschaftsleben der Pfalz durch Besetzung,
\btrennuhg wichtiger Absatzgebiete, Inflation und passiven
Viderstand aufs schwerste erschütterten, konnte nur langsam
erlorenes wieder zurückgewonnen, der Braubetrieb sowie
ıas Absatzgeschäft wieder in geregelte Bahnen geleitet
verden. Natürlich wurde auch in den letzten Jahrzehnten
ler Modernisierung des Betriebes stets größere Aufmerkamkeit
 zugewendet, so daß er heute allen Forderungen der
Veuzeit Rechnung trägt und zu größtmöglichsten Produktions-.nd
 Qualitätsleistungen befähigt ist. Durch den Frwerb von
Contingent und Kundschaft verschiedener Brauereien, unter
ndern der Brauerei Otto Metzner in Frankenthal und der
jrauerei Hubach in Grünstadt, konnte der eigene Brau-'echtfuß
 sowie der Kundenkreis wesentlich vergrößert und
ler Bierabsatz bedeutend gesteigert werden.