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Sonderbeschreibungen:
SD

ein Kessel- und Maschinenhaus wurde neu angelegt
und eine künstliche Kellerkühlung nach System
Linde eingerichtet. Die stetig gesteigerte Nachirage
 führte in den folgenden Jahren zu wiederholten
 Erweiterungen der Keller. .
Da die Beliebtheit und der Export des Rizzibräus
ständig zunahmen, erwies sich die Aufstellung eines
dritten Sudwerkes als notwendig. Die Neuanlage
wurde der Firma J. Goeggl &amp; Sohn in München
übertragen und nach den Plänen derselben im Frühjahr
 1897 begonnen. Im August des nächstifolgenden
Jahtes konnten die umfangreichen Brauereineubauten
 von der Firma übernommen werden. Im
Stile der italienischen Renaissance ausgeführt, zewähren
 die beiden Gebäudetrakte, deren Stirnseiten
der Bahn zugekehrt sind, schon von außen einen
imponierenden Anblick. Ihre innere Einrichtung
steht vollkommen auf der Höhe der Zeit und ermöglicht
 in ihrer überaus praktischen, wohldurchdachten
Anordnung einen äußerst rationellen lohnenden Be-‘rieb.
 Die ganze Anlage ist durch ein Schienengleis
nit dem Hauptgleis der Bahnstrecke Kulmbach—Hof
verbunden, und das Bier wird von den Abziehhallen
direkt in die Waggons verladen.
Die ausgezeichneten Erzeugnisse der Rizzibräu
wurden auf allen beschickten Ausstellungen mit
ersten Preisen bedacht und erfreuen sich nicht nur
n allen Teilen Deutschlands höchster Anerkennung,
sondern wurden in Friedenszeiten auch nach
Amerika exportiert.

vaten, und über 130 Jahre lang wurde auf dem ehenaligen
 Klostervorwerk eine kleine Brauerei im
°rivatbesitz betrieben. Hieraus entstanden dann im
„aufe der letzten Jahrzehnte die Neubauten der
\ktiengesellschaft, die im Jahre 1884 nach dem Erwverb
 des Besitztums von Herrn Heinrich Hering, in
"irma Simon Hering, gegründet wurde. Mit ihren
trößeren Mitteln und durch zielbewußte Leitung
vurden nun fortlaufend Neuerungen und Verbesseungen
 von weitreichender Bedeutung vorsenommen.
 Unter pietätvoller Schonung ‘ eines
"eils des ehrwürdigen alten Mönchshofes als Wahr-‚eichen
 vergangener Jahrhunderte errichtete man
ıohe und stattliche Neubauten und versah sie mit
Zinrichtungen, die das Vollkommenste darstellen,
vas auf brautechnischem Gebiete zu erdenken war.
50 wurde das Unternehmen zu einer Exportbrauerei
ıllerersten Ranges umgestaltet, die ihre Absatzzebiete
 und ihren Ruhm weit über Deutschlands
üjrenzen besitzt.
HMielt sich die Biererzeugung anfänglich noch in
verhältnismäßig bescheidenen Grenzen, so wuchs
;jie von Jahr zu Jahr, die Nachfrage nach dem ausvezeichneten
 Stoff nahm beständig zu und die Proluktionsmöglichkeit
 steigerte sich bis auf 150000 hl
m Jahre.
Es konnte natürlich nicht ausbleiben, daß die Erzeugnisse
 der Brauerei auf allen beschickten Ausstellungen
 volle Anerkennung und damit die höchsten
7reise erwarben. Im ganzen besitzt die Brauerei
Mönchshof eine silberne und 15 goldene Medaillen
ınd fünf Staatspreise. Der Versand der Biere erolgt
 ausschließlich in eigenen Spezialwagen, und
lie bahn- und zollamtliche Abfertigung des täglichen
/ersandes wird an Ort und Stelle, der Verladehalle
n der Brauerei, vorgenommen, da eine eigene
ndustriebahn den Mönchshof mit der Reichseisen-Jahn
 verbindet.

Kulmbacher Exportbrauerei „Mönchshof“
Aktien-Ges,
Die Ausübung des Braugewerbes in Kulmbach ist
sehr alten Datums. Die Beschaffenheit der Ltrft und
des Wassers hatten den Platz gleichsam zur Bierstadt
 vorausbestimmt. — Unter ganz besonders
zünstigen Bedingungen arbeitet in dieser Hinsicht
lie Kulmbacher Exportbrauerei Mönchshof. Ihr
Entstehen reicht bis in die graue Vorzeit zurück.
Jas alte Zisterzienserkloster Langheim, das. im
Jahre 1340 gestiftet worden war, hatte in Kulmbach
sine Zweigniederlassung, von welcher im Jahre 1349
auf der Blaich bei Kulmbach ein Vorwerk errichtet
wurde. Unter den Gebäuden dieses Vorwerks, die.
neben Wohnungen aus Stallungen, Tennen und Gereideschüttlagern
 bestanden, in welch letzteren, wie
der Chronist sagt, eine ziemliche Quantität Getreide
aufgeschüttet werden konnte, befand sich auch eine
Schupfe zur Wahrung der Kufer und Fässer, Es
xann also zweifellos angenommen werden, daß wir
hier die ersten Anfänge der Brauerei Mönchshof vor
uns haben, und daß diese kleine Sudstätte die Wiege
des später so berühmt gewordenen Kulmbacher
Bieres bedeutet. — Nach der Säkularisation der
Klöster kam das Besitztum in die Hände von Pri-Markgrafen-Bräu

 Kulmbach,
Umittelbar am Bahnhof liegt das „Markgrafen-3räu‘“,
 welches im Jahre 1910 auf der ehemaligen
;raustätte von Hans Petz gegründet, sich durch
eine vorzüglichen Erzeugnisse aus den besten Rohnaterialien
 einen guten Ruf zu sichern gewußt hat.
hr Absatzgebiet außerhalb Bayerns erstreckt sich
‘ber einen großen Teil Deutschlands. Im Übersee-'xport
 gehen die Produkte nach den verschiedensten
irdteilen. Im Jahre 1916 wurde die lange schon betehende
 Exportbierbrauerei Louis Weiß, „Schwanenıräu“,
 aufgenommen. Hierbei mag erwähnt werden,
:aß diese Brauerei im vorigen Jahrhundert als erste
ulmbacher Brauerei Bier auf dem Landweg bis
ach Hamburg exportierte. Weiterhin. wurde im
ahre 1919 eine der ältesten Kulmbacher Privat-»rauereien,
 die Exportbierbrauerei Christian Pertsch,
ingegliedert.