Gruppe I Brauereien,

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Die
inchener Brauindustrie.

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Nicht immer war es so, daß Bayern als das „Bierland“
 bezeichnet werden konnte. Es gab eine Zeit,
in welcher man in Bayern mehr Wein.als Bier getrunken
 hat. Das ist allerdings schon lange her.
Denn im 9. Jahrhundert schon wurde in fürstlichen
Krongütern Bier hergestellt, Aber nicht für das gewöhnliche
 Volk, sondern für die Fürsten selbst und
ihre Hofhaltungen. Ludwig der Fromme verlieh
dann später Privilegien zum Bierbrauen an einzelne
Klöster: die geschäftstüchtigen Mönche, die sich
längere Zeit das Gebräu nur für den eigenen Bedarf
herstellen durften, erwirkten die Erlaubnis zur Bierabzabe
 an die Bevölkerung, und so kam das Bier in
Bayern immer mehr zur Aufnahme, aber auch zur
Beliebtheit. Es dauerte jedoch lange, und zwar bis
zum 14. Jahrhundert, bis das Bierbrauen von den
Landesvätern einzelnen Bürgern erlaubt wurde und
damit das „Prey“-Gewerbe entstand. In diese Zeit
fallen die Anfänge der heutigen Münchener
Brauereien. Welchen Umfang das bayerische Brauzewerbe
 angenommen hat, ist allgemein bekannt.
Sicherlich trug die für den Gersten- und Hopfenbau
besonders geeignete Bodenbeschaffenheit vornehmlich
 für die immer. weitere Verbreitung des Bieres
als Volksgetränk bei. Das allmähliche Wachstum

les einstigen Dorfes „Munichen‘“ zur Stadt und zur
Zesidenz des Landes erklärt die Entwicklung,
velche Gewerbe und Handel in München erfahren
1aben. Das Brauerhandwerk hat mit dieser Ausiehnung
 tapfer Schritt gehalten und um die Mitte
les 19. Jahrhunderts hatte die Münchener Bierarzeugung
 bereits eine halbe Million Hektoliter ereicht.
 Sie stieg dann bis zum Ausbruch des Krieges
uf fast vier Millionen Hektoliter. Fachleuten ist ja
ı1ekannt, daß München die Heimat ist von beühmten
 Pionieren der Braukunst. 1821 wurde von
jedlmayr schon die erste Heißluftdarre eingerichtet,
834 gelangte durch Sedlmayr der erste Saccharoneter
 in München zur Verwendung; um 1840 wurde
lie erste Mischmaschine eingerichtet und 1845 von
’schorr die ersten großen Lagerkeller mit Eis--ühlung
 erbaut. Mit Einführung der Eisenbahnen
ınd der Dampfierverbindungen begann der Weltruf
‚es Münchener Bieres, der auch durch die lange
Jnterbrechung der Geschäftsverbindungen durch die
Criegszeit nichts eingebüßt haben dürite.
Die Münchener Brauereien haben sich heute in
Ääroßbetriebe konzentriert, deren Entwicklung und
3edeutung nachstehende Zeilen gewidmet seien.

Aktienbrauerei zum Löwenbräu in München.

Die Anfänge dieses Bräuhauses
lassen sich bis zum Jahre 1383 zurück
 verfolgen. Seine Wiege stand
nächst der Frauenkirche in der
Löwengrube. Dort blieb der
Bratereibetrieb bis anfangs des
19. Jahrhunderts. Noch heute befindet
 sich an einem der dortigen
Häuser ein altes, in Stein gehauenes Löwenrelief,
das an die ehemalige Braustätte erinnert.
Ein tüchtiger Brauer, Georg Brey, welcher
am 9. Oktober 1818 das Löwenbräuanwesen in der
Löwengrube erworben hatte, errichtete 1826 Ecke
der Nymphenburger und Dachauer Straße ein neues
Bräuhaus, welches mächtig florierte und im Jahre
1839/40 bereits die höchste Sudzahl der Münchener
Brauereien erreichte. Ende der vierziger Jahre verlegte
 Brey. der als ein unermüdlicher Vorkämpfer

les Brauwesens bezeichnet werden kann, den
ranzen Betrieh nach.der Nympenburger Straße, wo
ich das Löwenbräuunternehmen heute noch beändet.
 Im Sudiahre 1865 hatte die Löwenbrauerei
jereits den vierten Teil des gesamten Malzzerbrauches
 aller Münchener Brauereien aufzuveisen.
 Am 8. Januar 1872 wurde das Unternehmen
n eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren
veitung zunächst Ludwig Brey, der Sohn des Obenzenannten,
 übernahm. Außer einigen kleineren Betrieben
 wurden die Mathäserbrauerei, die Unionsjrauerei
 Schülein &amp; Co. A.-G., sowie das Bürgeriche
 Brauhaus (Münchener Bürgerbräu) in den Berieb
 der Aktienbrauerei zum Löwenbräu aufrenommen,

Heute ist die Aktienbrauerei zum Löwenbräu in
München die größte Brauerei Bayerns und eine der
‚edeutendsten und größten Brauereien überhaupt. Ihr