Gruppe I Brauereien,

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Aktiengesellschaft Hackerbräu, München.

Der „Stammbaum“ kann bis
zum Jahre 1417 verfolgt werden,
 weshalb sich diese Jahreszahl
 auch in der Schutzmarke
 der AHackerbrauerei
verewigt findet. Als man
München noch in vier fast
gleich große Stadtviertel einteilte,
 befand sich darunter
auch das „Haggenviertel‘“. In denMatrikelbüchern der
Pfarrei St. Peter, zu deren Sprengel das Haggenviertel
 gehörte, sind schon die einzelnen Besitzer von
Haus- und Braugerechtsame des „Prewm Haggenviertel“
 aufgezeichnet. Das Wahrzeichen des
heutigen Hackerbräu, 2 gekreuzte Äxte, trug schon
damals der „Haggenbrew“. Das kleine Brauhaus
nahm im Laufe der Jahrhunderte an Ausdehnung zu.
Es wurden Grundstücke dazu gekauft, der Betrieb
erweitert und modernisiert und neue Bierkeller angelegt.
 Als der Betrieb inmitten der Stadt sich nicht
weiter ausdehnen, der Nachfrage nach dem beliebt

sewordenen Stoff nicht mehr genügen konnte,
vurden im Jahre 1863—1865 neue große Brauereiınlagen
 in der Bayerstraße erbaut und mit allen
echnischen Neuerungen der damaligen Zeit ausrestattet.
 Auf dem gleichen Platze steht heute noch
lier inzwischen zur Großbrauerei gewordene Betrieb,
ı1achdem er bereits im Jahre 1881 in eine Aktienresellschaft
 umgewandelt wurde. Aus der Höhe des
jründungskapitals von 3600 000 M. mag ersichtlich
‚ein, welch’ enorme Entwicklung das Unternehmen
is dahin schon genommen hatte. Nachdem die
Jackerbrauerei in den letzten Jahren noch andere
rrößere Brauereien, so die Münchener Kochelyrauerei
 und die Schloßbrauerei Tutzig in sich: aufrenommen
 hat, zählt das Unternehmen heute zu den
rrößten Aktienbrauereien Bayerns. Das Hackerıräubier
 ist nicht nur in München, im übrigen
3ayern und im Reiche sehr verbreitet, sondern die
3rauerei unterhält auch ein bedeutendes Exportzeschäft,
 so daß sie das Schlagwort „Hackerbräu hat
Weltruf“ mit Recht in ihren Anpreisungen benützt.

Gabriel und Jos. Sedlmayr,
Spaten-Franziskaner-Leistbräu A.-G., München.

Zwei große Brauereien sind hier
seit 1922 zu einer Aktiengesellschaft
 vereinigt; in beiden wird
a gesotten. Das Stammhaus der
Eur Spatenbrauerei liegt in der Neu-NL
 nauser Straße, Seine Geschichte
fan %p läßt sich urkundlich bis 1470 ver-Schütz
 Markg folgen, mit großer Wahrscheinlichkeit
 reicht sie aber zurück bis ins 14. Jahrhundert.
 Der Name Spatenbrauerei stammt aus der
Besitzzeit einer Familie Späth, welche von 1622 bis
1724 in den Grundbüchern als Eigentümer des Brauhauses
 erscheint. Der aus einer alten Brauerfamilie
 stammende Hofbraumeister Gabriel Sedlmayr
erwarb dann 1807 von der Familie Süßmair diese
Brauerei, die von den 57 Münchener Brauereien der
damaligen Zeit noch zu den kleinsten zählte. Damit
begann für die Spatenbrauerei die Zeit der Entwicklung
 und der Blüte. Schon 1812 waren Verbesserungen
 und Erweiterungen vorgenommen und
die Brauereianlage auf den Stand gebracht, wie sie
an dem im Deutschen Museum befindlichen Modell
ersichtlich ist. Als Gabriel Sedlmayr 1839 starb,
hinterließ er seinen Söhnen Joseph und Gabriel einen
Betrieb, der im Bierabsatz bereits die vierte Stelle
ınter den Münchener Brauereien einnahm. 1842

rennten sich die Brüder. Der
\ltere (Joseph) erwarb von
Johann Haindl die Leistbrauerei
n.der Sendlinger Straße, wäh-‚end
 Gabriel (der Jüngere) den
‚äterlichen Besitz behielt.
Die Geschichte‘ der Leistrauerei
 dürfte verschiedenen Anzeichen nach im
4. Jahrhundert. beginnen; der erste urkundliche
Jachweis stammt aus dem Jahre 1547.
Die beiden Sedlimayr galten bald als außerzewöhnlich
 tüchtige Fachleute und genossen als
;olche einen besonderen Ruf in der ganzen Brauervelt.
 Sie erweiterten ihre Kenntnisse noch durch
vissenschaftlichen Unterricht und durch Reisen ins
‚usland. Ihre Überlegenheit in der Kunst des Bier-‚rauens
 wußten sie mit großer .Tatkrait in ihren
Irauereien zur Geltung zu bringen. Die Erfolge
‚lieben auch nicht aus. Die Anlagen im Stadtinnern,
l.h. die Leistbrauerei in der Sendlinger Gasse und die
Spatenbrauerei in der Neuhauser Gasse wurden zu
lein. Gabriel verlegte 1851 die Spatenbrauerei in
lie neue, in großen Ausmaßen erstellte Brauerei in
ler Marsstraße, Joseph kaufte 1861 den Franziscanerkeller
 in der Hochstraße und erbaute dortselbst
:;benfalls eine große moderne Brauerei, an welch