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Sonderbeschreibungen:

Gärkelle:

Die Einrichtungen der Radeberger Exportbierbrauerei,
 die ganz auf die Herstellung nur der einen
Biersorte eingestellt sind, wurden immer mehr
vervollkommnet, die besten Rohmaterialien zur
Herstellung des deutschen Bieres von Pilsener
Typ verwandt, so daß dieses sich einer steigenden
 Beliebtheit erfreute und insbesondere seit
den 90er Jahren großen Absatz fand. Nachdem
bereits 1889/90 über 31000 hl abgesetzt wurden,
stieg dieser Absatz im Jahre 1900 auf 98309 hl,
L910 auf 191659 hl, 1913/14 auf 230777 Hl.
Selbstverständlich blieben
die Weltkriegsjahre nicht
ohne starken Einfluß auf Erzeugung
 und Absatz, doch
hat nach Überwindung des
Krieges der Ausstoß des
Radeberger Pilsner wieder
eine Höhe erreicht, die diejenige
 der Vorkriegszeit
längst überschreitet.
Die Erzeugung eines so
vorzüglichen Bieres von besonderem
 Typ erforderte
natürlich eine ständige Vervollkommnung
 des Betriebes
 und der Einrichtung.
Das vorzüglich eingerichtete
Sudhaus, die Läuterbottiche,
Kühlschiffe, der Gärkeller
mit Aluminiumgefäßen von
1 Mill. Liter, die Lagerkeller
 mit den emaillierten
 Stahltanks von etwa
7 Mill. Liter — alles ist

Lagertanks

ı1ach den neuesten Erfahrungen der Technik mit
nodernsten Apparaten ausgerüstet.
Selbstverständlich geschieht auch das Füllen der
*ässer und der Flaschen mit den neuesten autonatischen
 Abfüllmaschinen. Die Flaschenbier-Abeilungen
 in Radeberg und Dresden sind für die
?üllung von etwa 12—15 Millionen Flaschen einzerichtet.

Für den Versand besitzt die Brauerei außer
öäänem zahlreichen Fuhrpark dreißig Spezialäsenbahnwagen.
 Eigene Laboratorien prüfen den
Betrieb technisch und wirtschaftlich.
 Die zahlreichen
Nebenbetriebe und Werkstätten
 entsprechen ebenfalls
 den neuzeitlichen Anforderungen.

Im ganzen darf gesagt
werden, daß der ganze Betrieb
 in jeder Weise mustergültig
 eingerichtet ist und
es ermöglicht, das „Radeberger
 Pilsner“ ständig als
erstklassige Marke zu
liefern.
Seit 1920 ist die Radeberger
 Brauerei zusammengeschlossen
 mit der
Brauerei zum
Feldschlößchen in Dresden.
Das Feldschlößchen, eine
ursprünglich kleinere Braustätte,
 wurde im Jahre 1838
durch den baverischen