Gruppe I Brauereien,
Eichbaum-Brauerei Mannheim.
Paßwäsche und in den Abfüllräumen. Wert gelegt
st hier auf hygienische Sauberkeit und auf eine
'asche Arbeit. Mustergültig ist die Flaschenfüllerei
nit ihren modernen Maschinen angelegt; nicht
veniger als 20 000 Flaschen können hier in einer
Schicht gefüllt werden.
Auch die übrigen Betriebsanlagen, sowie Hopfenagerräume,
 die Trebertrockenanlagen, die verschiedenen
 Werkstätten, die Stallungen und Garagen
‚ind zweckmäßig und modern angelegt.
Auf die Herstellung gehaltvoller und bekömmicher
 Qualitätsbiere ist von jeher größter Wert geegt
 worden, die dunklen und hellen Lager- und
3xportbiere besitzen einen alten Ruf und der be-;onders
 kräftig eingebraute Eichbaum-Bock erreut
 sich größter Beliebtheit.
Groß ausgebaut wurde der Fuhrpark, so daß es
nöglich ist, in kürzester Zeit das weit ausgedehnte
\bsatzgebiet mit stets frischem Bier zu versorgen.
In letzter Zeit wurde zur Vervollkommnung in der
3rauerei eine Brunnenanlage erstellt, die
;tündlich bis zu-130 cbm Wasser liefert, und zwar
;jehr gutes Brauwasser. Der Brunnen wurde neu
arbohrt und ist 110 m tief.
Die Biere sind in den letzten Jahren besonders
‚usgezeichnet worden, indem die Brauerei im
lahre 1927 auf der Gastwirtsausstellung in Heideljerg
 und im Jahre 1928 auf der Ausstellung in Mannı1eim
 „die goldene Medaille mit besonderer Auszeichnung“
 erhielt.
Die Abteilung Mannheim besitzt eine Reihe
;#igener Ausschankstellen in Mannheim selbst, in
Schwetzingen, Heidelberg und Bruchsal, darunter
hr Stammhaus „Zum Eichbaum“ in Mannheim, das
jetzt wieder neu erstellt worden ist.
Als Schutz- und Warenzeichen führt die Brauerei
len Eichbaum mit der Bezeichnung „Eichbaum-Bier“,
 unter dieser Bezeichnung ist das Bier in
Unterbaden bestens eingeführt und sehr beliebt.

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Auch die Betriebsanlage der Eichbaum-Brauereiin
 Mannheim ist sowohl der Großzügigkeit
 der Anlage nach als auch der Zwecknäßigkeit
 der räumlichen Gestaltung und der
Mustergültigkeit der Einrichtungen nach ein Musterbeispiel
 für einen modernen Großbetrieb, dessen
Erneuerung 1925 begonnen und jetzt beendet wurde.
Besondere Sorgfalt wurde verwendet auf die Anlagen
 für die Erzeugung von Dampf, Kraft und Kälte.
Dazu dienen drei Dampikessel mit je 154 am Heizfläche
 und automatischer Beschickung, zwei Dampfmaschinen
 von 360 und 420 PS mit Hoch- und
Niederdruck, ein Dieselmotor, drei Dynamomaschinen
 usw. Mit den Dampfmaschinen direkt
gekuppelt sind Ammoniakkompressoren, mit zusammen
 900000 Kalorien, während die Eiserzeugungsanlage
 imstande ist, aus zwei Generatoren
 von zusammen einer Million Kalorien
täglich bis zu 1600 Zentner Kunsteis zu erzeugen.
Dem Brauereibetrieb angegliedert ist eine pneumatische
 Tennenmälzerei, in der der gesamte
 Jahresbedarf an Malz selbst hergestellt und
mittels Saugrohrleitung aus den großen Lagersilos
nach dem Sudhaus transportiert wird. Das 1900
neuerbaute Sudhaus ist ein Schmuckstück, ganz in
Weiß gehalten mit Wandvertäfelung, ein heller
Iuftiger Raum, der ein Doppelsudwerk mit
110 Zentner Schüttung und Abdampfkochung beherbergt.
 Nach den modernsten Gesichtspunkten
ist diese Anlage erstellt, sie gewährleistet höchste
und wirtschaftlichste Ausbeute von Hopien und Malz.
Die Würze wird in sterilen Kupferrohrleitungen
über große Kühlschiffe und Berieseler nach dem
Gärkeller geleitet, wo sie unter Zusatz von Hefe in
modernen Borsari-Eisenbetonbottichen der Gärung
unterliegt. In den Lagerkellern können 48000 hl
Bier in 70 großen Aluminium- und Stahltanks und in
ausgezeichneten Fässern gelagert werden. Diese
Großzügigkeit der Anlare finden wir wieder in der