Fortschritte in der Ausführung und Lagerung der glasemaillierten
Stahllagertanks für Brauereien.

Sonderbeschreibungen:

Seit längerer Zeit führen viele Brauereien Klage,
daß die Lagertanks und die freistehenden Gärbottiche
 trotz mehrmaligen Grund- und Lackanstriches
 von außen im Laufe der Zeit rosten. Besonders
 hört man diese Klage von Brauereien, die
nasse und feuchte Keller haben.
Wenn auch die Tankfabriken die Gefäße vor der
Ablieferung bzw. während der Fabrikation von
außen gründlich abstrahlen, d. h. von Zunder befreien
 und anschließend anstreichen, so wird dieser
Übelstand durch das mehrmalige Anstreichen nach
der Montage nie zu beheben sein. Die Feuchtigkeit
der Keller und vor allem das salzige Tropifwasser
der Kühlleitung wirkt auf den Anstrich derart zerstörend,
 daß ein Rosten trotz besten Anstrichs im
Laufe der Zeit unvermeidlich ist.
Um nun diesen Übelstand ganz auszuschalten, ging
das Großtank-Emaillierwerk
Paul Thyssen &amp; Co., Merzbrück, Kreis Aachen,
im Jahre 1926 zur Außenemaillierung seiner Tanks
über. Die von ihm hergestellten, nahtlos autogen
geschweißten Stahllagertanks (Thyssen-Tanks) aus
einem Stück werden außen in Qualität und Aus-"ührung

 wie die Innenemaille emailliert. Die helllaue
 Außenemaille der Thyssentanks schützt die
Tanks vor Einflüssen, die zur Rostbildung führen
zönnten. Zudem kommt auch hierdurch der
lauernde Anstrich und die damit verbundenen
aufenden Kosten in Fortfall.
Diese technische Neuerung wurde sofort von
zielen Brauereien sehr begrüßt, so daß heute nur
liese Tankausführung für eine modern eingerichtete
3rauerei in Frage kommt.
Das Großtank-Emaillierwerk Thyssen, das die
;rsten außenemaillierten Tanks geliefert hat und
nfolgedessen die größten Erfahrungen sammeln
zonnte, liefert heute die idealste Ausführung durch
seine innen und außen doppelt glasemaillierten
Tanks von unbegrenzter Wertbeständigkeit.
Da für Nahrungsmittel als Aufbewahrungs- bzw.
_agergefäße fast ausschließlich Glas und Porzellan
ler Vorzug gegeben wird, damit keine Trübungen
ınd Geschmacksbeeinflussungen eintreten, so ergibt
jich bereits hieraus die Folgerung, daß für die Braundustrie
 das reine Glasgefäß, d. h. der glasamaillierte
 Tank zur Gärung und Lagerung das
sinzig. idealste Gefäß ist. In diesem Gefäß wird die
beste und sauberste Reinigung erzielt. Es wird daher
 der verwöhnteste Feinschmecker bei hellem
Bier oder Bier nach Pilsener Art, das im glasemaillierten
 Tank gelagert hat, keinerlei Geschmacksbeeinflussung
 feststellen können.
In der Lagerung bzw. Form der Tanke weisen die
I’hyssentanks verschiedene technische Verbesserungen
 auf.
So ist in Figur I eine Lagerung von konischen
Boden- und Satteltanks dargestellt. Der große
Vorteil der konischen Tanks besteht darin, daß am
vorderen Boden sowohl der höchste als auch der
tiefste Punkt ist, da die Mittelachse horizontal und
der größere Boden vorne liegt. Der weitere Vorteil
besteht darin, daß die Tanks, da sie fast ganz gefüllt
werden können, gut ausgenützt sind. Die lange Luftleitung,
 die bis heran von dem hinteren Boden zu
dem vorderen heruntergezogen wurde und vielfach
schlecht zu reinigen war, fällt fort. Die Luftarmatur
kann sofort an dem vorderen Boden angebracht
werden.