Gruppe II Brauereianlagen und -einrichtungen, 341
Stelle des vorderen Bodens an einem Stutzen einen
Luftdom „c‘“ angeschraubt. Dieser Luftdom besitzt
ainen abschraubbaren Deckel „d‘“, wödurch der Luftdom
 gleichzeitig als Schau- und Einfüllbüchse Verwendung
 finden kann. Nach unten zeigend sitzt ein
Dreiweghahn „e“, so ‚daß diese Luftarmatur für
Kolonnen und Einzelspundung eingerichtet ist.
Pos. „b“ stellt den Mannlochverschluß dar und „a“
den Füll- und Ablaßhahn (Fckablaufß).

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Um jegliche Luftleitung zu vermeiden und um eine
einfache, jedoch äußerst praktische Luftarmatur zu
erhalten. haben die Tvssentanks an der höchsten

Als weitere technische Verbesserung bringt das
Werk, in Figur II dargestellt, auch Thyssentanks mit
Zwischenboden in stehender Anordnung. Bei dem
bisherigen System der aufeinanderstehenden Tanks
wird durch die Feuchtigkeit des Kellers die
Zwischenlage zwischen den Böden zerstört und
bröckelt im Laufe der Zeit ab, was leicht zu Infektionen
 führt. Durch die Ausführung der Tanks
mit Zwischenboden wird dieser Übelstand ganz bejeitigt,
 wozu noch der große Vorteil der guten Aus-1ützung
 der Kellerhöhe kommt.
Da das Einsetzen des Zwischenbodens durch die
saubere und fachgemäße Fabrikation von außen
nicht zu erkennen ist, also die beiden Zellen wie ein
Tank wirken, so hat die Belegung des Kellers mit
solchen „Thyssen-Tanks“ eine prachtvolle Wirkung.

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Ab? Emaillit- Tanks, Köln-Poll.

D* Firma Munk &amp; Schmitz A.-G. wurde im Jahre 1880 gegründet; sie stellte in den ersten Jahren
hauptsächlich Armaturen her für Brauereien und Brennereien. Als weiterer Fabrikationszweig wurden
Blecharbeiten und später auch die Herstellung von Tanks für Brauereien übernommen, Im Herbst 1918 wurden
neue erweiterte Werksanlagen in Betrieb genommen, die heute auf einem Gelände von ca, 25000 qm Kesselschmiede,
 Kupferschmiede, Blechschweißerei, Sandstrahlerei und Emaillitier-Werk umfassen.
Als alleinige Lizenz-Inhaberin des patentierten Verfahrens zur Herstellung der Emaillit-Lagertanks und Gärbottiche
 D.R.P., befaßt sich die Firma mit Fabrikation und Vertrieb dieser Tanks, die, seit Jahren bekannt,
Irüher von der ehemaligen Tankbau-Gesellschaft m. b. H. Köln vertrieben wurden, während die Herstellung
der Gefäße von jeher durch-die Firma Munk &amp; Schmitz A.-G. erfolgte,
Fmaillit-Tanks werden aus besten S.M.-Blechen bis zu 3,1 m Durchmesser und 10 m Länge fugenlos beiderseits
 geschweißt. Die Schweißnähte werden auf beiden Seiten sauber geschliffen und die Tanks alsdann mittels
Sandstrahlgebläse lupenrein entzundert, Hierauf werden die Gefäße innen und außen mit Emaillit nach dem
oben erwähnten patentierten Verfahren gebrannt.
Die besonderen Vorzüge der Emaillit-Fabrikate bestehen in der außerordentlichen Elastizität der Glasur, also
der hohen Stoßfestigkeit, ferner in der guten Benetzbarkeit der Wandungen (geringe Oberflächenspannung)
sowie in der nachgewiesenen und für die Nachgärung vorteilhaften Isolierfähigkeit. Hierdurch wird u, a, bei
den Emaillit-Gärbottichen das Einmaiuern erspart, wie überhaupt Emaillit-Gefäße nach dem Urteil vieler maßgebenden
 Brauereien und Fachleute in ihren Eigenschaften dem Holzgefäß am nächsten stehen.
Die Firma kann auch Gefäße mit fremder Innenauskleidung resp. zerstörtem Anstrich emaillitieren, sofern derartige
Gefäße nicht allzu stark verrostet sind. Solche Gefäße haben dann die gleiche Haltbarkeit, wie neue Emaillit-Tanks.