Gruppe HN Brauereianlagen und -einrichtungen,
Ventilatoren in Umlauf gehaltenen Raumluft für die
Drehersche Brauerei in Triest ausgeführt, wo die
leuchtwarme Atmosphäre in den Gärkellern erhebliche
 Betriebsschwierigkeiten verursachte.
Während diese Neuerungen sich im Brauereibetriebe
verhältnismäßig rasch durchsetzen konnten, bestanden
 über die Betriebssicherheit der maschinellen
Lagerkühlung lange Zeit große Bedenken. Mit
Rücksicht auf den großen Mangel an Lagerraum entschloß
 sich die Dortmunder Aktienbrauerei als erste
im Jahre 1881 die sogenannte „stille‘* Kühlung mit
natürlichem Luftumlauf, wie sie später für diese
Zwecke allgemein angewandt wurde, in einem großen
Block von sechs Kellern einzurichten. Die zu den
Lagerkellern gehörigen Eisräume wurden dadurch
überflüssig und konnten in wertvolle Lagerkeller umgewandelt
 werden. Schon zwei Jahre nach der
Durchführung der ersten großen Lagerkellerkühlung
war es eine feststehende Meinung in der Brauerwelt,
daß diese Leistung der Lindeschen Maschine von

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uch die kleineren Unternehmungen ihren Kältejedarf
 auf maschinelle Weise decken.
Schließlich wird die moderne Kältemaschine von
lenBrauereien im ausgedehnten Maße auch zur
&lt;unsteiserzeugung sowie zum Konservieren der
Hopfen- und Hefevorräte herangezogen. Die
Mälzereien bedienen sich ihrer bei der Kühlung
ler Tennen und Keimanlagen und sichern sich damit
len Vorteil eines durchlaufenden Betriebes. In den
?3aß-und Flaschenbierniederlagen der
3rauereien, in Hotels, Gast- und Schankvirtschaften
 und ähnlichen Betrieben halten
ägene Kälteanlagen die Bier- und Lebensmittelzorräte
 stets frisch und liefern bisweilen auch Eis für
len eigenen Bedarf und die Kundschaft. Bei den
‚etztgenannten Fällen gelangen mit Vorteil die
„indeschen Kleinkältemaschinen „Rheinland‘“ und
‚Autopolar“ zur Aufstellung, die von der Gesellschaft
Linde nach eigenen Patenten im wohlfeilen Reihenbau
 erstellt werden.

Aluminiumtankkeller für 3200 hl mit Ventilationskühlung.

Kleiner FaB- und Flaschenbierkühlraum.

noch größerer Bedeutung sei als die 1876 erstmals
durchgeführte Würze- und Gärbottichkühlung. Ermöglichte
 doch die Kältemaschine durch die einfache
Bereitstellung beliebig großer und zu jeder Zeit verfügbarer
 Kältemengen das bisher auf die kältere
Jahreszeit beschränkte Brauen untergäriger Biere
in einem das ganze Jahr durchlaufenden Betrieb und
erfüllte so eine der wichtigsten Voraussetzungen für
die Entwicklung des Braugewerbes zu einer achtunggebietenden
 Industrie. Mit der Umstellung der
Brauereien auf maschinelle Kühlung ließ sich infolge
beträchtlicher Ersparnisse an Zeit und Arbeitsaufwand
 eine größere Wirtschaftlichkeit des gesamten
 Brauereibetriebes und außerdem eine bessere
Qualität des erzeugten Bieres erzielen, so daß heute

Außer zahlreichen Kleinkältemaschinen mit stündichen
 Leistungen von 200 bis 15 000 Kalorien wurden
und 11000 Großkältemaschinen in den letzten
50 Jahren von der Gesellschaft Linde für die verschiedensten
 Zwecke geliefert, darunter allein weit
iber 3000 Maschinen an 2000 Brauereibetriebe des
n- und Auslandes. Die Gesamtkälteleistung aller
„indeschen Großkältemaschinen beträgt rund 1,2 Milijarden
 Kalorien pro Stunde oder 28,8 Milliarden
Salorien pro Tag. Dieser Tagesleistung entspricht
lie Schmelzwärme einer Eismenge, die in einem
jüterzug verladen 36 000 Eisenbahnwaggons zu je
.0 t einnehmen würde. Denkt man sich die einzelnen
Waggons aneinander gereiht, so würde dieser Zug
von Berlin bis nach Hannover reichen.