Gruppe INa Brauerei- und Kellereimaschinen.

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Die Elektrizität in der Brauindustrie
Mitteilung der AEG

Die Finführung der Elektrizität in Brauereien ist ebenso alt
wie die Geschichte der Elektrizität selbst. Sie wurde begünstigt
 durch die zahlreichen Vorzüge des elektrischen
Stromes, die dieser Energieform gerade in Betrieben, bei
denen es auf peinlichste Sauberkeit ankommt, zu der weitestgehenden
 Verbreitung verholfen haben, so daß es heutzutage
wohl kaum eine größere Brauerei gibt, die
ohne dieses moderne Hilfsmittel auskommt.
Früher wurde die insgesamt benötigte
Kraft von einer zentral aufgestellten
Dampf- oder sonstigen Kraftmaschine
erzeugt und von dieser einen Stelle aus
durch lange, staubaufwirbelnde Transmissionen
 unter großen Verlusten in
alle Betriebsräume verteilt. Bei Verwendung
 elektrischer Antriebe. hingegen
wird die Energie nahezu verlustlos: durch
dünne Drähte zu jeder beliebigen Stelle
einer Anlage geleitet, so daß :also ohne
Schwierigkeiten die Möglichkeit besteht;
die Antriebe soweit zu unterteilen, wie es
für eine wirtschaftliche Betriebsführung
zweckentsprechend erscheint. Hierdurch
wird außerdem noch eine große Übersichtlichkeit
 der ganzen Anlage erzielt,
was für die Sudhausantriebe, bei denen .
in den meisten Fällen für den Antrieb der Maischpfanne,
Pumpen usw. eine Regulierung der Drehzahl erforderlich ist,
Sesonders ins Gewicht fällt,
Über die Wahl des wirtschaftlichsten Stromsystems für
Brauereien läßt sich generell keine Angabe machen, Im allgemeinen
 arbeiten diese Betriebe mit Rücksicht auf die verhältnismäßig
 zahlreichen Reguliermotoren mit Gleichstrom,
jedoch .können gegen die Verwendung von: Drehstrom keine
Bedenken aufkommen, da: auch bei dieser Stromart für eine
Regulierung der Motordrehzahl
 verschiedene Möglichkeiten
 bestehen, In Betrieben,
die ihren Strom nicht selbst erzeugen,
 sondern in Form von
Drehstrom. von einem Elektrizitätswerk
 beziehen, wäre
es auf jeden Fall dringend zu
empfehlen, eine Wirtschaftlichxeitsberechnung
 für OGleichstrom
 und für Drehstrom aufzustellen.
 Man wird in vielen
Fällen, wenn nämlich bei den
Reguliermotoren, bezogen auf
die jährliche Gesamtbetriebsstundenzahl,
 verhältnismäßig
kurze Zeit mit verminderter
Drehzahl gefahren wird, Zu
dem Ergebnis kommen, daß die
Gesamtbetriebsunkosten für
Gleichstrom infolge der hierbei
 notwendigen Aufstellung
von Umformern und dadurch
bedingter erheblich höherer
Kosten für Abschreibung und

Jerzinsung wesentlich höher liegen. Zu berücksichtigen ist bei
ler Wahl der Stromart auch der außerordentlich einfache Aufau
 der Drehstrommotoren. Im Bild 1 ist ein Drehstrom-Joppelnutmotor
 dargestellt. Es ist. dies eine Maschine ohne
eden Bürstenapparat für konstante Drehzahl, welche die elekrischen
 Vorzüge des Schleifringmotors mit denen des einfachen
Aufbaues des Kurzschlußankermotors in
sich vereinigt, Es wäre jedenfalls ratsam,
bei Neuprojektierungen zur Klärung dieser
Frageneinen Spezialisten zu Rate zuziehen.
“ Die Spannung wird in Brauereien mit
Rücksicht auf Erdschlußgefahr noch
immer verhältnismäßig niedrig gewählt,
as ist jedoch zu berücksichtigen, daß die
Stromstärke um so größer wird, je kleiner
die Spannung ist, und daß die Technik
schon seit längerer Zeit Isolationsmaterialien
 zu liefern imstande ist, bei denen
selbst in den feuchten Räumen einer
Brauerei auch bei höheren Spannungen
die Gefahr von  Erdschlüssen ausgeschaltet
 ist. Es besteht daher keine Notwendigkeit
 mehr, die Kabel- und Verteilungsanlagen
 durch Wahl niedriger
Spannungen unnötig zu ‚ verteuern.
Bild 2 = zeigt eine moderne Lichteitungsverlegung
 im Gärkeller einer Brauerei,
Die Bauart der Motoren muß je nach dem Verwendungs-‚weck
 gewählt werden, Die Antriebsmotoren der Transıortmaschinen
 für das Malz werden im allgemeinen in
ıffener Bauart ausgeführt werden können, jedoch ist zu
‚jerücksichtigen, daß diese Betriebsanlagen ziemlich starker
Staubentwicklung ausgesetzt sind, so daß ein besonderer
Schutz der empfindlichen Lager unbedingt ratsam ist. Für
lie Sudhausantriebe und die Nebenbetriebe (Faßwaschmaschinen,
 Flaschenspül- und
?7illmaschinen usw.) empfiehlt
sich eine tropf- oder spritzwassersichere
 Bauart, die
einen Schutz der Wicklung
zegen das Wasser bietet,
jedoch wird man auch hier in
vielen Fällen durch erhöhte Aufstellung
 der Motoren oder ähnıichezweckentsprechende
 Maßı1ahmen
 mit der billigeren offenen
 Bauart auskommen können.
Es ist daher bei Neuanlagen
der Erweiterungen bzw. bei
Modernisierung veralteter Anagen
 empfehlenswert, die
Fragen der wirtschaftlichsten
Antriebsform mit einer Elekirizitätsfirma
 zu besprechen.
Jie AEG liefert die vollstänlige
 elektrische Einrichtung
jür Brauereien und Mälzereien
und stellt jederzeit. Spezialingenieure
 zur Projektbearbeitung
 zur Verfügung,

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