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Sonderbeschreibungen:

Neueste automatische Faßreinigungsmaschine Modell RAV

Oscar Bothner, Maschinenfabrik, Leipzig

Die Gründung der Firma erfolgte im Jahre 1866 durch Herrn
Oscar Bothner in Leipzig. Der Geschäftszweig bestand zunächst
 im Verkauf von Apparaten und einfacheren Einrichtungen
 für Brauereien und Mälzereien, die jedoch nur zum
Teil im eigenen Betrieb hergestellt werden konnten. Nach
25lährigem Bestehen und guter Einführung trat im Jahre 1891
Herr Ernst Drechsler als Ingenieur in die Firma ein. Durch
die starke Arbeitskraft des Genannten und Auswertung seiner
langjährigen praktischen Erfahrungen, sowie eine gleichzeitige
sehr rege Reisetätigkeit erfuhr die Firma eine vollständig
neue Entwicklung und weitere Ausdehnung. Neben den bisherigen
 Faßwaschanlagen und Einrichtungen für Weichenlüftung
 wurden insbesondere auch pneumatische Transportanlagen
 in größerem Umfange und in verbesserter Ausführung
 hergestellt. Im Jahre 1896, als sich Herr Bothner
infolge Krankheit von der geschäftlichen Betätigung zurückziehen
 mußte, wurde Herr Drechsler Teilhaber der Firma
und war nun insbesondere auch bestrebt, alle Bestandteile
des Verkaufsbereiches im eigenen Betrieb zu erzeugen. So
entstand das im Jahre 1903 bezogene Fabrikgebäude mit
größeren Wohnhäusern in der Kronprinzenstraße, Im Jahre
1906 starb der Gründer der Firma, Herr Oscar Bothner,
seine Erben blieben am Geschäft beteiligt bis 1916. Von
dieser Zeit an war Herr Drechsler Alleininhaber der Firma
und nahm im Jahre 1920 zur Unterstützung seinen Neffen,
Herrn Paul Romberg, als Teilhaber auf. Letzterer war schon
1903 als Ingenieur in. die Firma eingetreten und konstruierte
im Jahre 1904 auf Anregung seines Onkels die erste, 1905
in die Praxis gekommene, vollautomatische. Faßreinigungsmaschine
 mit Unterantrieb. In fortschreitender Entwicklung
wurde diese durch eine Anzahl Patente geschützte Maschine
von Jahr zu Jahr weiter vervollkommnet und fand infolge
ihrer großen Vorzüge und hohen - Rentabilität einen überraschenden
 Anklang. Schon in den folgenden fünf Jahren sind
gegen 300 derartige vollautomatische Faßreinigungsmaschinen
geliefert worden. In diesen lebhaften Entwicklungsjahren
reichten die neuen Fabrikräume nicht mehr aus und mußten
durch einen Neubau für Montage, Lager und Büros erweitert
werden. Hand in Hand hiermit ging auch eine bedeutende
Vergrößerung der maschinellen Einrichtungen,
Die Maschinen der ersten Bauperiode bestanden aus getrennten,
 zu gemeinsamer automatischer Arbeit verbundenen
Apparaten, Diese Bauweise wurde im Jahre 1911 aufgegeben.
An ihre Stelle trat der bereits im Jahre 1909 von Herrn Romberg
 konstruierte und durch weitreichende Patente geschützte
Vollautomat mit gemeinsamem Beschickungstransporteur für

;ämtliche Arbeitsstationen. Durch Spezialisierung auf dieses
7abrikationsgebiet ist unter sorgfältiger Auswertung langähriger
 Betriebserfahrungen ein sehr hoher Grad der Vollcommenheit
 im Bau dieser Automaten für die Faßreinigung
&gt;rreicht worden.
Vorstehende Abbildung . zeigt die neueste Ausführung ‚der
Zaschine für vollständig selbsttätige Außen- und Inneneinigung.
 Die schmutzigen Fässer werden auf eine Zulaufjahn
 gelegt und von dieser periodisch durch Zubringerarme
1ach der Abnahmestelle des .Faßtransporteurs angehoben.
Hierauf wird das Faß unmittelbar vom Transporteur in tiefer
‚age erfaßt (DRP.) und nach der Vorfüllstation, Bürstnaschine,
 Spundlochsuchervorrichtung, den drei Spülstationen
ınd einer Entleerungsstelle getragen, Es findet also kein Einollen,
 sondern ein Eintragen der Fässer in alle Arbeitstationen
 der Maschine statt. Der durchgehende Faßtrans-;orteur
 bewegt sich während der Weiterbeförderung der
’ässer mit gesteigerter Geschwindigkeit, so daß eine längere
geinigungszeit auf sämtlichen Stationen erreicht wird.
Auf der Vorfüllstation wird das Faß durch antriebslose
Zichtorgane (DRP.) symmetrisch eingestellt und nach‘ Arreierung
 des Spundloches in oberer Lage teilweise mit heißem
Nasser gefüllt. Die Arbeitsweise der Vorfüllstation (DRP.)
st bei jeder Faßgröße vollautomatisch. In der mit dem: Spundıch
 nach oben gerichteten Lage erfolgt hierauf die Überragung
 zur Bürstmaschine ohne Wasserverlust. Während
er lebhaften Rotation des Fasses unter den Bürsten dieser
‚rbeitsstelle -findet gleichzeitig eine innere Vorweichung und
in Ausschwanken mit dem eingefüllten Wasser statt. Von
ier Bürstmaschine gelangt das Faß auf die ebenfalls mit anriebslosen
 Richtorganen ausgestattete Spundlochsuchevorrichung.
 Nach Fixierung des Spundloches in unterer Lage entleert
ich restlos das eingefüllte Vorweichwasser, und das Faß wird
uf die rotierenden Ausspritzdüsen für die Innenreinigung
‘;bertragen, deren Ventile sich automatisch öffnen und
chließen. Vor dem Verlassen der Maschine wird das geeinigte
 Faß zum völligen Austropien der Spülwasserreste
ıoch auf eine Entleerungsstelle oder bei winklig gelegener
«blaufbahn auf einen automatischen Wendeapparat abgesetzt.
Bisher hat die Firma Oscar Bothner über 700 derartige
aßreinigungsanlagen in allen Brauereien der Welt aufsestelit.
 Diesen Vollautomaten ist die Lieferung von etwa
000 einfacheren Faßwascheinrichtungen in nicht- oder halbıutomatischer
 Ausführung im wesentlichen vorangegangen,
‚um Teil ist sie auch gleichzeitig erfolgt.