Gruppe IMla Brauerei- und Kellereimaschinen

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Enzinger Union-Werke Aktien-Gesellschall

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Zwei Namen sind es, die gerade jetzt, anläßlich
 des 50jährigen Filterbau- Jubiläums,
wieder besonders hervortreten und unlösbar
mit der Geschichte der deutschen Brauindustrie
verknüpft sind:
Lorenz Adalbert Enzinger, der Gründer der
Enzinger Werke, Aktiengesellschaft in
Worms, und
Heinrich Stockheim, der Gründer der Union-Werke
 Aktiengesellschaft, Maschinenfabriken
 in Mannheim.
Besonders eng verbunden sind diese beiden
Namen mit dem gewaltigen Aufschwung der
Enzinger-Union-Werke Aktien-Gesellschäft,
Mannheim
zu der sich die beiden vorgenannten Unternehmungen
 im Jahre 1924 zusammenschlossen.
Betrachtet man den Werdegang dieser
beiden fusionierten Werke, so ‚spiegelt sich in
ihm der Werdegang der deutschen Brau-Industrie
 wieder.
50 Jahre sind nunmehr verflossen, seit es
Lorenz Adalbert Enzinger gelang, nach mancherlei
 Versuchen den Bierfilter zu erfinden,
der bahnbrechend auf die gesamte Brauindustrie
 einwirkte. Selbst aus einer Brauerfamilie
 stammend, war er mit den Bedürfnissen
und Nöten des Brauergewerbes auf das beste
vertraut. Dieser erste Filter, dem noch die Verwendung
 von Filtrierpapier zugrunde lag, war
in seinem Anfangsstadium im Gebrauche noch
verhältnismäßig teuer und es ist das besondere
Verdienst Heinrich Stockheims, im Jahre 1887
einen Filter geschaffen zu haben, der unter Verwendung
 von Filtermasse bedeutend verbilligend
 auf die Bierfiltration einwirkte. Der
große Vorteil gegenüber den alten Filtern lag
darin, daß durch Waschen diese Filtermasse
nehrmals verwendet werden kann, während

jas Filtrierpapier nach einmaligem Gebrauch
arneuert werden mußte. ;
Der nun zwischen diesen beiden Firmen entstehende
 Wettstreit wirkte sich auf die bahn-»rechenden
 Arbeiten dieser beiden Altmeister
leutscher Brautechnik außerordentlich beruchtend
 aus. Die Vorteile, die aus dieser
zeistigen Konkurrenz für den Kellereinaschinenbau
 einerseits und für die Technik
andererseits entstanden, sind nicht hoch genug
zu bewerten. Nicht nur, daß der Filterbau
durch ständige Verbesserungen und Neuerungen
schließlich zu dem heutigen hohen Stand der
Bierfiltration führte, sondern es wurden auch
auf anderen Arbeitsgebieten des Faß- und
Aaschenkellereiwesens bedeutsame Neuerungen
Jurchgeführt. Besonderen Wert. legte man
Jarauf, die zeitraubende Handarbeit, durch
ıygienisch einwandfreie, maschinelle Vorrichungen
 zu ersetzen. So z. B. wurde der Druck-‚egler,
 der den Transport der Gebinde von der
Schwankhalle nach dem Abfüllkeller und
zurück zu dem Versandraum überflüssig
nachte, auf den Markt gebracht. Auch .die
1eute allgemein benutzten Isobarometrischen
Faßfüller, welche die früher gebräuchlichen,
ımständlichen, schwierigen und nicht immer
ıygienischen Abfüllmethoden ersetzten, sind
an geistiges Produkt dieser beiden Pioniere
leutscher Brautechnik und ihrer Mitarbeiter.
Die nach dem Kriege einsetzende Umstellung
ınd noch im Gange befindliche Entwicklung
auf Flaschenbier stellte die Unternehmen vor
die Lösung neuer technischer Probleme.
Der Enzinger Flaschenfüller hatte sich schon
ängst Weltruf erworben.
Was die Reinigungsmaschinen anbetraf, so
nußte der Übergang von dem System der
3Zürstenmaschinen auf bürstenlose Reinigungsnaschinen
 entsprechend den‘ Anforderungen
jes Marktes vollzogen werden. Die Be-