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Sonderbeschreibungen:
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"“"ANNOVERSCHE WAGGONFABRI:
“TIENGESELLSCHAFT(HAWA)

"DR. LINDEN

Hawa ... neute ein festumrissener Begriff, der Er-{ahrung,
 Schulung, Tradition kündet! Die Hannoversche
 Waggonfabrik Aktiengesellschaft
(Hawa) in Hannover-Linden steht in der
reichen Gliederung ihres Werkaufbaues, in ihrer Frzeugung
 mit festen Formen, mit scharfer Silhouette vor uns.
Sie wußte in unermüdlicher Arbeit und mit wachsendem
Erfolge auf dem Gebiete des Waggonbaues mit
Scharfsinn gepflegte praktische Technik zu bieten. Fs
würde nach mannigfachen Seiten aufschlußreich sein, Ursprung,
 Wurzel und Eigenart des bedeutenden Werkes
aingehend .klarzulegen, doch können wir mit vorliegender
Publikation nur einen kurzen Hinweis bringen. Aber
wer denkend aufnimmt, wird auch aus dem Wenigen
eine deutliche Sprache heraushören, wird hinter nüchternen
 Angaben das Wirkliche, das Figentliche finden.
Anfänge des Werkes: 1873; Begründung der Aktiengesellschaft:
 1898, 1908 Fertigstellung des 3000.,. 1923
aber schon des 40000. Hawa-Waggons, Anlage, Einrichtung
 und Organisation des Werkes bieten alle Voraussetzungen,
 jährlich etwa 600 Personen- und über 6000
Güterwagen fertigzustellen. In den geräumigen Werkhallen
 finden sich neben zahlreichen menschlichen Arbeitskräften
 etwa 1000 der modernsten Maschinen und
Apparate. In umfangreichen Konstruktionsbüros weiß erfahrenes
 Personal zuverlässige fabrikatorische Fortschritte
 aufzufinden und allen Bedürfnissen zu dienen.
Kein Wunder, wenn bei so glücklicher Vereinigung mannigfacher
 Mittel die Hawa-Waggons im Mittelpunkt des
Interesses stehen und nicht nur von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschait,
 von deutschen Landes- und Privateisenbahnen,
 sondern auch von ausländischen und überseeischen
 Bahnen in ausgedehntem Maße verwendet
werden,
Aus dem Hawa-Werk gehen u. a, hervor: Personenwagen,
 Salon-, Speise- und Schlafwagen, Post- und Gepäckwagen,
 Straßenbahnwagen, Omnibusse, Güterwagen
und besonders Kühlwagen, ferner Selbstentlader, Tiefladewagen,
 Kesselwagen und Säurewagen. Wichtig für
die Brauindustrie sind die für den Transport des Bieres
bestimmten Kühlwagen. Bier, das im Leben der Völker
nie Nebensächliches bedeutete, spielt in der Gegenwart
eine ganz besondere Rolle, Aber um das Bier den Bevölkerungskreisen
 in ieder Jahreszeit in gutem Zustande
ınd auf die sparsamste Weise zugänglich zu machen,
hat die Brauindustrie Spezialkühlwagen nötig. Die
bisher für den Transport von Bier benutzten Fahrzeuge
bieten nicht die Garantie, daß sie jedweden Verlust
durch Verderb ausschließen.

Wann genügt denn nun ein Kühlwagen allen An-.prüchen?
 Wann wird durch ihn die Erhaltung des
3ieres auf dem Transportwege in jeder Beziehung sicherzestellt?
 Kurz gesagt, wenn er Schutz gegen Wärme,
’euchtigkeit und Bakterienzufuhr bietet. Wie vielfache
'erwendung gezeigt hat, finden diese Postulate in den
‚awa-Kühlwagen ihre Verwirklichung. Sie bekunden in
‚onstruktion und Ausführung aufs deutlichste die Kraft
les Werkes und die Tendenz seines Schaffens. Von
tenntnisreichen Fachkonstrukteuren nach den neuesten
irfahrungen und Errungenschaften auf dem Gebiete der
Zis-, Kälte- und Waggonbautechnik nach den Wünschen
les Bestellers entworfen und in höchster Durchbildung
inter Verwendung gediegenster Materialien hergestellt,
’erdienen sie die Beachtung aller Brauereileiter,
Über die Bauart nachstehend nur das Wichtigste.
Vände, Fußboden und Dach weisen das bestgeeignetste
Närmeisolationsmaterial auf. — Der Wagenkasten ist
nit einem normalen Güterwagenuntergestell fest verwunden
 und erhält zur größeren Sicherheit gegen ein
7erkanten des Kastens durch starke Stöße und gegen
ine Zerstörung des Isolationsmaterials ein speziell ausebildetes
 eisernes Gerippe. — Alle Wagen werden mit
„‚uftdruckbremse und mit durchgehender Dampfheizung,
ıuuf Wunsch auch, zum Schutz gegen starke Kälte, mit
”reßkohlenheizung, ausgerüstet. -— Im Inneren zeigen die
Vagen entweder einen — an einer Stirnwand auf-’‚ehängten
 — Eisbehälter aus verzinktem Eisenblech mit
\blaufrohr für das Schmelzwasser oder zwei — an
‚eiden Stirnwänden angebrachte — herausnehmbare
:isgerüste, bestehend aus zwei übereinander liegenden
(44 Stangen Eis ä&amp; 25 kg fassenden) Lattenrosten aus
lichenholz. — Die Türen sind so gestaltet, daß der
Nagen luftdicht abgeschlossen ist. — Das Figengewicht
ler Wagen wird so gehalten, daß die Tragfähigkeit dem
Öchsten. Effekt gerecht wird
Um es zum Schlusse nochmals zu betonen: Infolge
einer exakt thermischen Durchbildung bietet der Hawa-Cühlwagen
 in jedem Gebrauchsfalle höchste Nutzbarkeit,
Ait. gründlichster Sachkenntnis, mit eindringlicher Verrautheit,
 gegebenenfalls . unter Erschließung neuer Geichtspunkte
 hergestellt, garantiert er verderbnisfreie
3eförderung, schließt er Verluste aus. Hawa-Kühlwagen
ıelfen als Transport- und Wirtschaftsmittel modernster
7rägung mit, die Wettbewerbsfähigkeit des einzelnen
3etriebes zu erhöhen, helfen mit, Ruf und Ruhm des
leutschen Bieres in der ganzen Welt zu begründen!
R.... Bln.