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Sonderbeschreibungen:

Wie sich früher die Bürger ihr Bier selber brauten, so
machten sich früher auch die Brauer ihr Pech oft selbst. —
Und wenn heute auch kaum noch Hausbrauer existieren, so
gibt es doch noch Brauer, die ihr Pech selbst herstellen.
Mit den gesteigerten Ansprüchen an das Bier steigerten
zwangsweise die Brauer ihre Ansprüche an die Rohmaterialien,
Hilfsstoffe, an die Apparatur, die Methoden und damit nicht
zuletzt an das Pech.
Die Allgemeinheit der Brauer ist deshalb auf den Bezug
von Kaufpech angewiesen, das die allmählich entstandenen
Pechfabriken in fein durchgebildeter, auf wissenschaftlicher
Forschung und Erkenntnis beruhender Arheitsweise her
stellen.
Tatsächlich hat sich immer mehr die Erkenntnis durch:
gesetzt, daß sich die reinen Harzölpeche, wie sie die frühere
Pechsiederei herstellte, in der Praxis technisch und wirt
schaftlich ungünstig auswirken.
Hier sind es die Nachteile, wie z, B. Sprödigkeit, Risse
bildung, .Abplatzen, großer Pechverbrauch, die auf natürlichen
 physikalischen Veränderungen — insbesondere auf
dem starken Verdunstungsverlust — beruhen.
Auch die später aufgetauchten sogenannten Paraffinpeche,
 die einen Fortschritt bedeuten, konnten diese Nach
teile nicht beseitigen.
Brauerpech soll bekanntlich nicht allein als Isolierschicht
zwischen Bier und Faßwand liegen, es soll die Faßwand auch
gleichzeitig so imprägnieren, daß für nichts weiter mehr Raum
ist, insbesondere nicht für schädliche Lebewesen.
Es hat sich‘ gezeigt, daß die biologische Reinheit aller
Bier enthaltenden Gefäße in hohem Grade abhängig ist von
der Beschaffenheit des Pechüberzuges auf der Faßwand.
Außer der Klebkraft, die nur auf der Oberfläche zu wirken
 braucht, muß Brauerpech auch noch Imprägnierkraft besitzen,
 um die Zellen in der ganzen Holzstruktur vor eindrinvenden
 Keimen und Fermenten zu schützen.

Für die Beurteilung, eines Brauerpechs ist deshalb nicht
sein Anfangszustand, sondern sein Dauerzustand maßgebend.
Mammutpech, das seinen Charakter während des
Pichprozesses käum verändert, bietet bei jedem Pichsystem
alle Vorteile in bezug auf Betriebssicherheit und Wirtschaftichkeit.
 Die Vervollkommnung der Pichereimaschinentechnik
ınd damit der Übergang zur Fließarbeit bei der Pichung
7on Transportfässern mit Mammutpech schaffen geradezu
deale Zustände, nämlich höchsten Grad biologischer
Reinheit im Bierfaß, bedeutende Ersparnis auf dem
Pichkonto. Damit ist der Beweis. erbracht, daß die Gelanken,
 bei der Schaffung des Mammutpechs richtig waren.
Die Richtigkeit der Erkenntnis von der Beschaffenheit
3ines hervorragenden Brauerpechs wird auch durch die beleutende
 Umsatzsteigerung der Mammutfabrikate bestätigt.
Nichtsdestoweniger wurden die Mammutfabrikate im
Laufe der Jahre noch weiter vervollkommnet.
Mit der Schaffung eines transparenten (durchsichtigen)
Mammutpeches ist dann auch der alten Anhänglichkeit an
iransparente Harzölpeche, wie man sie früher ausschließlich
 für Biertransportfässer verwandte, Rechnung getragen.
Mammutpech transparent hat alle Mammutvorteile,
 aber nicht die Nachteile der transparenten Harzölpeche.

Mit dem Ersatz der Gärbottiche und Lagerfässer aus
Holz durch Metall- und Eisenbeton- (Zement-) Gefäße fiel den
Mammut-Auskleidungsmassen die Aufgabe zu, ein
Innenbelag zu sein, der, billig und leicht zu handhaben, ein
vollkommener Ersatz für Emaille ist. — Mammutierte
efäße bieten alle Gewähr für absolute Betriebssicherheit.
Laufende Untersuchungen durch eine Reihe wissenschaftlicher
 Brauereistationen in Deutschland ‘und im
Auslande geben vollkommene Gewähr für durchaus einwandfreie
 Ware.

In unserer Abteilung „Brauereifabrikate“ werden hergestellt
Mammut-Auswasch- und Entpichpech } für alle
Mammut-Einspritzpech Fichsysteme
Mammut-Anstrichmassen
zur Innenauskleidung von Gär- und Lagerbehältern
 aus Holz. Eisen und Eisenbeton (Zement)

CHEMISCHE WERKE MARIENFELDE A.G. BERLIN-MARIENFELDE
FERNSPRECHER: Südring 3040-3041 = TELEGR.: Conservierung Berlin-Marienfelde - BAHNANSCHLUSS