XLIV „Kritik der Politik“ gemeinsam mit Ruge. Wie wenig zahlreich auch die noch vorliegenden Briefe sind, enthalten doch die Stücke, welche der Zeitspanne von Herbst 1841 bis Frühjahr 1844 entstammen und mit den von Marx damals verfaßten oder geplanten publizistischen Arbeiten in engstem Zusammenhange stehen, zugleich höchst wertvolles Material zur Geschichte der Anekdota, der Rheinischen Zeitung, der Deutsch-Franzö- sischen Jahrbücher. Auf Richtung und Führung der beiden letzteren hatte Marx als Redakteur einen bestimmenden Einfluß ausgeübt; die hier wiedergegebenen Briefe und Dokumente — insbesondere die zwischen Marx und Kuge gewechselten Briefe?) — sind ein höchst bedeutsamer Bei- trag zur Geschichte dieser publizistischen Organe der revolutionären De mokratie und des philosophischen Kommunismus im vormärzlichen Deutschland. Eine Analyse und Kommentierung dieser Briefe wäre gleichbedeutend mit einer Geschichte der Anekdota, der Rheinischen Zei: tung, der Deutsch-Französischen Jahrbücher. Wir erhoffen von der Ver- öffentlichung dieser Briefe nicht nur einen Anstoß zu Forschungen über Marxens Jugendentwicklung, sondern vor allem; eine Anregung zu mono- graphischer Behandlung der Rheinischen Zeitung ® und der Deutsch- Französischen Jahrbücher, in deren Geschichte Karl Marx eine so be- deutende Rolle gespielt hat und die umgekehrt in der Entwicklung von Karl Marx so wichtig gewesen sind. Wir haben die Absicht, nach dem Erscheinen des zweiten Bandes, der die Schriften und Briefe des jungen Engels — ebenfalls bis Anfang 1844 — bringen wird, über das hier Dargebotene hinaus in einem Ergän- zungsband eine reiche Auswahl von zeitgenössischen Dokumenten zu publizieren, die zusammen mit. dem Inhalte der ersten zwei Bände eine umfassende Quellensammlung zur Geschichte der geistigen Entwicklung und des literarischen Schaffens von Karl Marx und Friedrich Engels in ihrer „vormarxistischen“ Periode darstellen wird. Wir werden in diesem Ergänzungsband die beiden Teile der „Posaune“, an deren Gedanken- inhalt Marx sicherlich einen bedeutenden Anteil hat, vollständig zum Abdruck bringen, ferner einige Aufsätze und Briefe aus dem Kreise deı Junghegelianer, viele unveröffentlichte Briefe von und an Ruge zur Ge- schichte der Deutsch-Französischen Jahrbücher, mehrere Zeitungsartikel und Notizen, die zum Verständnis der Marxschen und Engelsschen Auf- ı) Hinzuzufügen ist noch der „Briefwechsel von 1843“ aus den Deutsch-Franzö- sischen Jahrbüchern (1/1, 557—575). 2) Über die Rheinische Zeitung erschien 1927 eine fleißige Dissertation von H. König („Die Rheinische Zeitung von 1842—43 in ihrer Einstellung zur Kultur- politik des Preußischen Staates“. Münster i. W.), die jedoch im eigentlichen ge- schichtlichen Abschnitt gegenüber den früheren Darstellungen F. Mehrings, G. Mayers und Joseph Hansens fast nichts neues bietet und in den analvtischen Teilen mehr in die Breite als in die Tiefe geht.