(31) 1840 Mai 29 243 vielle für mich empfindliche gänge vielmahls handlen müssen wo ich 5chpätter bereyt habbe — aber nichts bedaure ich mehr als das ich mir und die meinige von W[estphalens] so hab behandellen lassen — und hier ist das Mänliche personal nicht den handelenden theil. — ich achtete mir selbst zu Hoch als das ich in einen Brief an dir je etwas davon er- wähnt — Seit dreyviertel jahr wurde der H. S[chlink] verschont und ich muste an allem Schuld habben so betret in ein halbes jahr niemand unsre Schwelle — selbst neujahr kam niemand und der gutte landgerichtsrath durfte uns nicht mehr besuchen, wie die Faml[ille] W[estphalen] das Un- 19 glück betraf ging [.?.]?) um zu trösten unsre Mädchen gingen 14 Tage [danach] hin um Ihre theilnahme zu bezeigen, in der Zeit [.?.]?) der Herman er ging Edgar besuchen er traf eines [. ? .] Jeny in Edgars Zimmer den in Famille [. ? .] wurde er gahr nicht aufgenommen benam sich [wie] [. ? .] eine vornehme Fremde und Schprach [. ? .] winnen — ist dies den ein betragen, das man verdauen kan nie wirst du die Mora- liche opfer für deine Famillie bringen, welche wir alle für dir gebracht — Das Glück kan dir lächelen und du kanst mit deinem gutten Herzen [.?. ] was du deine Geschwister glaubst Schuldig zu seyn [.?.] aber das was wir alle für dir geduldet und gel [itten, kannst] du nie er- 2 setzen — ich mus sagen Carl [. ? . ] begreiffe, man kan in ein Mäd- zhen welches ma[n] liebt, die Schönste und erhabendste Tugenden an- erke[nnen], doch hat jede Famillie einen grundzug welche sich [.?.] verhältnisse gleicht bleibt — die der Famille W [estphalen] ist, das exal- terte, kein juste millieu findet da nicht Stat — entweder wird man in die Himmlische Sfären versetzt oder man mus sich mit den abgrund begnü- gen — so ist mit den H. S[chlink] den Brief wo W. von H. S[chlink] habben wurde an mir geschrieben, und diese wahr der art das jeder ver- nünftige mensch damit zufrieden seyn kan, sonst würde ich Sie Ihnen nicht mitgetheilt habben, und ich erinnere mir den ausdruck wo H. S[chlink] jo sagt es wäre weit entfernt von Ihm eine Dame die algemein geliebt und geachtet wäre beleidigen zu wollen — (nun frage ich dir was hat dies mit den gutten Ruf gemein) so verhält es sich und du kanst den brief lesen wen du herkomst — Wen klatschereyen in meiner art wäre ich hätte dies alles dir längst und noch vielmehr gesagt So leid mir’s thut dies alles 5 sagen zu müssen, so mus es doch einmahl vom Herzen, und wie der Him- mel wieder klar und Heitter wird, wen er sich des gewitters entlässet So kan ich auch wieder alles geduldig ertragen wen mein Herz sich einmahl luft gemacht hat — und ist es eine innige überein Stimmung der. Seele mit dir Carl, welches diesen Zauber hervorbringt, so wäre mir’s eine un- ın möglichkeit die jeny ein hartes Wort zu sagen, es ist mir immer als könte ich damit dein Herz brechen — dies Schreibe ich auch meine übermensch- liche geduld zu — [Nun] zu der kalte wirklichkeit, ich kan nicht umhin die Bemerkung [zu machen], das ich nur den brief bekomme, wen der inhalt [.?.1]1%9 # ist, und mir vielleicht sorgen komen zu erfreuen [.? .] hätte — — ich überschicke dir ein Zeuchnis des H. [.? . 1] soltes du nicht auf diese !) Fohl ich hin ?) Etwa kam 2 Etwa unerfreulich