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        <title>Werke und Schriften bis Anfang 1844</title>
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      <div>Einleitung 
XV 
der strömenden Fülle könne jeder herauslesen, was er wolle; er sage Alles, 
weil er Nichts sage. 
Welches jene „letzten“ Gedichte sind, in denen Marx „plötzlich, wie 
durch einen Zauberschlag, das Reich der Poesie wie ein ferner Feenpalast 
entgegenblitzte“, ist schwer zu entscheiden. Vielleicht meinte er damit 
den „Spielmann“, und die „Nachtliebe“, die er im Jahre 1841, als er von 
der Poesie schon längst Abschied genommen, im Athenäum publizierte.?) 
Außer den lyrischen Gedichten, den Romanzen, Balladen und Epi- 
grammen enthält das Heft den ersten Akt des „phantastischen Dramas“ 
Oulanem. An grotesken Wendungen gibt dieses Fragment den Roman- 
zen und Balladen nichts nach. Den „felsenschroffen und kecken Empfin- 
dungen“ entspricht die überladene, schwerfällige und unausgeglichene 
Sprachform. Allem Anschein nach wollte Marx eine Schicksalstragödie 
schreiben, denn von Anfang an waltet über allen Personen und ihren 
gegenseitigen. Beziehungen ein dunkles Mysterium. Wie Marx. den Knoten 
zu lösen gedachte, kann man nicht wissen; nur ein Detail der Lösung ist 
in unseren Händen, nämlich, daß der wahre Namen des Helden Manuelo 
ist, — denn dies läßt sich! aus den Buchstaben des sonderbaren „Oulanem“ 
zusammensetzen. 
Nach den holprigen Jamben des phantastischen Dramas ist die Prosa 
des humoristischen Romans eine wahre Erholung, trotzdem der Humor 
darin, wie Marx selbst meint, sehr „erzwungen“ wirkt. Die Figuren des 
Romans — der Schneidermeister Merten mit seinem Sohn Skorpion, Felix 
der Altgesell, Grethe die Köchin, der Aktenmensch Engelbert und Boni- 
facius der Hund — sind kaum dem Leben, viel eher literarischen Vorbil- 
dern entnommen. In Stil und Struktur erinnert dieser Roman an 
E. Th. A. Hoffmann, dessen „Elixiere des Teufels“ beiläufig erwähnt. wer- 
den%®, und an Sterne’s „Tristram Shandy“, der damals in vielen Über- 
setzungen in Deutschland verbreitet war. Auch mit diesem „Roman“ 
wollte Marx in erster Linie das Philistertum verhöhnen, und zwar in den 
Schicksalen und Sitten einer „echt deutschen Kernsippe, einer christ- 
lichen Schneiderfamilie‘“. Dazwischen aber spielt der vom Vaterhaus mit- 
gebrachte Idealismus hindurch in spitzen Bemerkungen und Angriffen 
gegen den geistlosen Formalismus der Philologen und gegen die Spitz- 
findigkeit der römischen Juristen. Die organische Chemie nennt Marx 
ketzerisch, weil sie das Leben durch toten Prozeß erklären wolle; die 
Mathematikerweisheit, die ihr Teil schon in Versen abbekommen hat3), 
1) Unsere im ersten Halbband ausgesprochene Vermutung, daß diese beiden Ge- 
dichte wahrscheinlich schon aus dem Jahre 1837 stammen, hat sich bestätigt. 
%) 1/2, 87 
3) 1/2. 15</div>
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