<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Werke und Schriften bis Anfang 1844</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Friedrich</forname>
            <surname>Engels</surname>
          </persName>
        </author>
        <author>
          <persName>
            <forname>Karl</forname>
            <surname>Marx</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>1823189806</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>Einleitung 
"711 
Hand beinahe zu einem Buch herangewachsen ist und ich in allerlei Un- 
tersuchungen hineingeraten bin, die noch längere Zeit hinnehmen 
werden.“ 1) 
Die Bonner Exzerpte, die zum Teil religionsgeschichtlichen, zum 
Teil kunstgeschichtlichen Werken entstammen ®), sind sicherlich das 
Produkt dieser „allerlei Untersuchungen“. Die Entstehungszeit eines die- 
ser Hefte können wir noch bestimmter fixieren. Jenes Heft nämlich, in 
dem sich die Exzerpte aus Barbeyracs Werk über die Moral der Kirchen- 
väter befinden, enthält zugleich den nicht zu Ende geführten Artikel über 
die Zentralisationsfrage.?) Dieser Aufsatz war als Polemik gegen einen 
Artikel von Moses Hess gedacht, der in der Rheinischen Zeitung am 
17. Mai erschienen war, Daraus läßt sich erschließen, daß die Exzerpte 
aus Barbeyrac wohl um diese Zeit entstanden sind. Dieses Nebeneinander 
von Publizistik'* über aktuelle „Zeitfragen‘“ 4) und! von Exzerpten aus 
einem Werk über Kirchengeschichte erklärt in anschaulicher Weise, war- 
um aus den Studien über Religion und Kunst keine Schrift hervorge- 
gangen ist. Von April bis Juni konnte Marx wegen allerhand hinderlicher 
Umstände wenig arbeiten, und als er sich dann im Juli wieder völlig der 
schriftstellerischen Arbeit widmete, fesselten ihn vor allem Fragen der 
Tagespolitik. War auch die geplante Schrift über die religiöse Kunst 
nicht „akademisch“ gedacht — das Thema hing ja mit Marxens Plan zu- 
sammen, die ideologischen Grundlagen der „christlich-germanischen“ 
Richtung, die mit dem Namen Friedrich Wilhelms IV. verknüpft war, 
einer historisch-kritischen Analyse zu unterziehen —, so erheischte sie 
doch viel gründlichere Studien als die aktuell-publizistischen Artikel. 
Marx hatte zwar allem Anschein nach die Absicht, die Abhandlung „über 
Kunst und Religion“ für Ruges Anekdota fertigzustellen, noch Anfang 
Juli nicht ganz aufgegeben), doch halten wir es für wahrscheinlich, daß 
er seine religions- und kunstgeschichtlichen Studien in Trier, wohin er 
dann Ende Mai übersiedelte, nicht mehr fortsetzte, daß also mit den vor- 
handenen fünf Exzerptheften, die aus Bonn datiert sind und demnach von 
Mitte April bis Ende Mai entstanden sein müssen, seine religions- und 
kunstgeschichtlichen Studien in dieser Periode ihren vorläufigen Abschluß 
gefunden haben. 
Trotz der vielen Versicherungen Marxens in seinen Briefen an Ruge, 
daß er seine Arbeit bald abschließen, ja bald absenden werde, ist es wahr- 
i) 1/2, 274 
?) Vgl. 1/2, 104/105 und 114—118 
3) 1/1, 230/231 
*) Vgl. 1/1, 230 
” Vgl. Brief an Ruge, 9. VIL 1842, 1/2. 277</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
