Dichtungen aus dem Jahre 1837
Sehnsucht
Romanze

„Was seufzt die Brust, was glüht der Blick,
Was brennen all’ die Venen,

Als drückt’ dich Nacht, als peitscht’ Geschick,
Hinah in Sturm dein Sehnen?“

„ „Zeig’ mir das Aug’, wie Glockenklang,

‚  Gefaßt in Regenbogen,

Wo’s strömt wie Glut, wo perlt Gesang,
Wo Stern’ herüberwogzen!

„ „Mir träumt’ davon, mir träumt’ so schwer,
Kannst nimmer wohl es deuten,

Mein Kopf ist hohl, mein Herz ist leer,
Will mir ein Grab bereiten!‘ *

„Was träumst du her, was träumst du hin,
Was zieht’s nach fernen Landen?

Hier braust die Flut, hier wogt Gewinn,
Hier glüht’s in Liebesbanden.“
„ „Hier wogt es nicht, hier glüht es nicht,
Schon seh’ ich’s fernher blinken,

Micht brennt die Lust, mich blendet Licht,
Muß schier heruntersinken.‘“

Hoch blickt er, bis das Aug’ ersprüht,
Da zucken alle Glieder,

Die Sehnen schwelln, das Herz erglüht,
Entgeistert sinkt er nieder.

Wiener Affentheater in Berlin

„Ei sagt, das Publikum drängt sich wütend fort!
Gewiß ein Talma da, ein Musenort!“

Bit’ Freund, man liebt nicht scharfe Waffen,
Komödie ist’s, gespielt von — Affen.

7
Ich saß und blickt’ in guter Ruh,
Dem reinen Spiel der Bestien zu,
Natur, die war nicht zu vermissen,
Hätt’'n nur noch solln an die Wände