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Dichtungen aus dem Jahre 1837

Sirenensang
Ballade

Die Welle rauscht gelinde,
Und spielet mit dem Winde,
Und hüpfet hoch hinauf;
Da sieht man’s beben, schweben,
Sich neigen und sich heben,
Das ist Sirenenlauf.
Sie schlagen voll die Leier,
In hehrer Himmelsfeier,
In süßen Melodien;
Sie wissen alle Ferne,
Die Erde und die Sterne
{In ihren Sang zu ziehn.
Er faßt so tief, so selten,

Man kann den Ton nicht schelten,
Der Gluten weiterhaucht,

Als suchten Allgewalten,

Den Lauscher fest zu halten,
Bis Flut ihn untertaucht.
Es scheint zu schwelln, zu sprießen,
Ne Welt aus Wogen fließen,
Geheimnisvoll und hehr,
Wie wenn in Wassertiefen
Die Götter alle schliefen,
Im dunkelblauen Meer.
Da naht auf Kahn und Wellen,

Die wonnig um ihn schwellen,
Ein Sänger hoch und mild;

Er blickt so frei, so offen,

Wie Liebe und wie Hoffen
Verklärt sich Sang und Bild.
Die Leier herrscht die Tiefen,

Najaden, die da schliefen,
Sie leihn ihr trunken Ohr,

Und alle Wogen klingen

Vor seinem Spiel und Singen,
Und tanzen hoch empor.
Und horch’, da hallt’s gleich Sehnen,
Gleich fernen Zaubertönen
Von der Sirenen Sang;
Den Jüngling zu bestricken,
Die Göttlichen sich schmücken,
In Schönheit und in Klang: