Gedichte
Gefunden
Lied

- 4

Was schlingt das Buschwerk Wirbeltänze,
Was walln zur Ferse Maienkränze,
Was wölbt der Himmel seinen Saal,
Was strebt zum Wolkenberg das Tal?
Rausch’ ich entgegen mein Gefieder,

Verhallend schlägt’s am Felsen nieder,
Vermählt sich Aug’ und Sternenlicht?
Ich wälz’ den Blick. er bebt. er bricht.
So rollt denn fort, ihr Lebenswogen,
Stürzt weiter, reißet ein die Bogen,
Von Freiheit golden angehaucht,
Wenn ihr aus Nichts entgeistert taucht,
Noch einmal zuckt der Blick vermessen,
Er blitzt, sich selig zu vergessen,

Wo hätt’ er Welten suchen solln?

Er war in dir zur Welt geschwolln.

Blumenkönig
Phantastische Ballade

4
„Männlein im Sonnenschein,
Willst Blumen, Blumenkönig sein?
Hast gar einen hohen Mut,

Färh? uns mit rosrotem Blut!“

A
25

„ „Blümchen hell und Blümchen bleich,

Habt getrunken mein Blut, habt getrunken,
Nun gebt, nun gebt mir mein Königreich,

Laßt in den Kelch. in den Kelch mich tunken!“ “

2

7}

„Männlein, dein Blut war gar schön,
Laß uns tief Herzlein jetzt sehn,

Willst Blumen, Blumenkönig sein,

Muß glänzen dein Herz im Sonnenschein!“

zZ
„ „Herz mein, Herz mein pocht mir gar sehr,
Strahlt fein durch die Augen, die beiden,
Herz mein geb’ ich euch nimmermehr,
Kann sonst den Blick ja nicht weiden!“ “*