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Dichtungen aus dem Jahre 1837
Stolzverbissen kehrt er eilend,
Auf dem wohlbekannten Weg,
Wut und Schmerz den Busen teilend,
Halten Geist und Auge weg,

Und er stürzt mit Sturmesschritten
Zu der eig’nen Wohnung hin,

Ind vor seinen Stoß’ und Tritten,
Tür’ und Riegel offen fliehn.

Raubt der Dienerin die Leuchte,
Wehrt der Hand, die zitternd trägt,
Angstschweiß deckt die Stirn, die feuchte,
Die der Arme stumm sich schlägt.

Einen Mantel läßt er prangen,
Purpurn von der Schulter walln,
Schmücket sich mit gold’nen Spangen,

Läßt das Haar herunter falln.

An des Busens Heiligtume
Preßt er goldverziert ein Schwert,
Schwang es einst zu hohem Ruhme,
Seiner, der Geliebten wert.

Rückwärts trägt auf Windesflügeln
Ihn sein Lauf zum frohen Sitz,
Ach! er kann sein Herz nicht zügeln,
Seine Blicke rolln Vernichtungsblitz.

Bebend tritt er in die Pforte,
In das helle Festgemach,
Parzen sprechen Fluch und Worte
Ihrem Onfer zischend nach.

Stumm gebeugt naht er und traurend,
Stolzgehüllt in Prachttalar,

Alle Gäste packt es schaurend,
Allen scheint er wunderbar.

Wie ein Geist scheint er zu schreiten,
Einsam durch den vollen Saal,
Doch die Paare weitergleiten,
Und es schäumt der Festpokal.

Mögen auch die Reihen schwellen,
Nur Lucinde glänzt hervor,

Und in üppig vollen Wellen
Strört die Brust aus leichtem Flor.