Gedichte

4?

50 war an dem Schiller auszusetzen,
Er könne nicht menschlich genug ergetzen,

Er treibe die Dinge auch gar zu hoch,

Und zieh’ nicht gehörig am Werkeltagsjoch
Er spiele wohl sehr mit Donner und Blitz,
Doch fehle ihm gänzlich der Straßenwitz.

VI
Der Goethe aber, der sei zu schön,
Tut lieber die Venus, als Lumpen sehn,

Er tät’ es zwar brav von unten greifen,

Doch müßt’ man gezwungen zur Höhe schweifen,
Gäb’ den Dingen gar eine zu hehre Gestalt,
Fehle drum gänzlich der Seelenhalt,

Der Schiller sei doch rechter gewesen,

Da konnt’ man Ideen in Lettern lesen,

Man konnt’ doch sagen, sie seien gedruckt,
Hat man auch die Tiefe nicht recht durchguckt

VII
Auf einen gewissen Kahlkopf
Wie gleich dem glanzgebornen Blitze,
Entsprüht aus fernem Wolkensitze,
Pallas Athene, hehr im Siegesdrang,
Aus Zeus gedankenvollem Haupte sprang,
So ist sie ihm, von Lust durchdrungen,
An seinen Kopf hinangesprungen,
Und hat er’s in der Tiefe nicht ersiegt,
So weiß er sicher, daß es auf ihm liegt.

VII
Pustkuchen (falschen Wanderjahren)

Schiller, meint er, sei leidlich gewesen,
Hätt’ er nur mehr in der Bibel gelesen,
Seine Glocke sei gar ein trefflich Gedicht
Enthielt es nur noch die Auferstehungsgeschicht”,
Und wie auf einem Eselein,
Christus zog in die Stadt hinein,
Auch sollt’ er dem Wallnstein hinzu noch fügen,
Von Davids Siey und Philisterzügen.