Gedichte

A

Den Faust, den kann nur das Laster erheben,
Er will ja nur für sich selber leben,
Er wagte zu zweiflen an Gott und Welt,
Vergaß, daß Moses gelungen sie hält.
Die dumme Grethe, die mußt’ ihn lieben,
Statt ihm ins Gewissen recht zu schieben,
Wie er dem Teufel verfallen sei,
Und der jüngste Tay käme bald herbei.

Q
Die „schöne Seele“, die könnt man noch nutzen,

Doch müßt’ man sie erst mit Brill’ und Nonnenkapp’ stutzen.
„Was Gott tut, das ist wohlgetan!‘““

So fängt der wahre Dichter an.

Schlußepigramm an den pustenden Meister
So knete deine Kuchen nur zurecht,
Dann bleibst du immer noch ein Bäckersknecht.
Wer wollte auch von dir verlangen,
Du solltest dich an Goethen hangen?
Er hat ja selbst dein Handwerk nicht gekannt,
Wie käm’ er zu Genie dann und Verstand?

Harmonie
Kennst du das süße Zauberbild,
Wo Seelen ineinander fließen,
In einem Hauche sich ergießen,
Melodisch voll und freundlich mild?
Sie glühen auf in einer Purpurrose,
Und bergen sich verschämt im weichen Moose
Und walle weit durch Flur und Land,
Das Zauberbild wirst du nicht finden,
Kein Talisman vermag’s zu binden,

Nicht kündet’s Strahl und Sonnenbrand.

Es ist in ihrem Scheine nicht entsprossen,

Hat keine Erdennahrung je genossen.
Drum bleibt es ewig prangend stehn,
Ob schwingt die Zeit den raschen Flügel,
Apollo faßt der Rosse Zügel,

Ind Welten stumm im Nichts vergehn,
In sich hat’s eine Kraft sich selbst erzeuget,
Die keine Welt. die selbst kein Gott ihm heuget.