1.Q

Dichtungen aus dem Jahre 1837
Da trieb sie ein tiefes Streben,
Dort zog sie’s, wie Zauberband,
Zu kalt war ihr das Leben,
Zu arm das Erdenland.

Männerl und Trommerl
Märlein
Ei Trommer]l is kei Männerl und es Männer] is kei Trumm,
Die Trommerl ist gar zu klug und das Männerl is gar dumm.
Die Trommerl is gebunden und ’s Männerl is gestellt,

Und die Trommer]l bleibt sitzen, wenn’s Männer] auch fällt.

Und ’s wütend Männerl, das schlägt sie und ’s klein Trommerl, das klingt,
Und ’s lustig Trommerl, das klappert und es Männerl, das springt,

Und ’s Männer] schneidt Gesichter und ’s Trommerl] lacht es aus,

Da ruft’s ganz entsetzlich, das Männerl durch das Haus:

„Ha! Trommerl, He! Trommerl, was lachst da, was klapperst sohohl, ı
Du treibst mir de Narrn und schneidst mer Fratzen wohl!

„Verwünschtes Trommerl, das grinzt de, das treibst de mer zur Schand’!
Was klapperst, wenn i schlag’ und was hängst da, wo i band!

„Hab ich drum dich aus dem Holzstamm zu ’ner Trommerl raufgebracht,
Daß de ’s treibst so für dich, als hättst’s dich schön selber gemacht!
„Sollst tanze, wenn i schlag’ und schlage, wenn i sing’,

Sollst weine, wenn i lach’ und lache, wenn i spring!“

Das Männerl, das grinzt auf de Trommerl in der Wut,

Und donnernd zerschlägt er’s und de Trommerl springt Blut.

Dr

Und ’s Trommerl hat kei Männerl und es Männerl hat kei Trumm,
Und ’s Männer] geht ins Kloster und es Männerl wird frumm.

Menschenstolz
Als ich diese stolzen Hallen
Schaute und der Häuser Riesenlast.
Und der Menschen stürmisch Wallen,
Und die unruhvolle Fieherhast:

Fühlte ich der Pulse Schlagen,

Und der Seele stolze Riesenglut,
Sollen dich die Wellen tragen,

Hin ins Leben und in Meeresflut?