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Dichtungen aus dem Jahre 1837
„Dann sammeln sich die Kräfte,
Voll Feuer und kühner Lust,
Und in dem Todgeschäfte,
Ertönt der Sang aus der Brust.
„Ihr möget spielen, ihr möget schlagen,
Und hüpfen um meinen Kahn,

Ihr müßt ihn zum Ziele tragen,
Ihr seid mir untertan.“

Zauberschiff
Romanze

Flieht Schifflein ohn’ Segel und Leuchte,
Flieht Erdkreis um ohn’ Rast,

Der Mond blinkt ’nab ins Feuchte,
Verwittert steht der Mast.
Ein Steurer finster es lenket,
Fließt durch die Wange kein Blut,
Sein Hirn kein Gedanken denket,
Sein Auge schießt kein’ Glut.
Da branden wohl rings die Wellen,
Da stößt’s in Klippenbank,

Das Schifflein schwankt, ohn’ zu schellen.
Taucht auf, wie's niedersank,
Bis eine Meerflut quillet
Im blut’gen Wellenbad,

Zuckt Steurers Herz und schwillet,
Das zeugt wohl böse Tat.
Dann heulen drunter, drüber,
Die Geister Rachgeschrei,

Dem Steurer wird’s düster und trüber,
Das Schifflein schießt vorbei.
Wohl schaut es ferne Lande,
Wohl grüßt es Bucht und Küst’,
Dann blinkt’s im Spiegelbrande,
Bis Flut es niederküßt.