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Dichtungen aus dem Jahre 1837

Als steige zwischen unsrem Bund ein Zischen,
Das die Dämonen höhnend in ihn mischen.
Lucindo, Es ist die Glut, die dir noch nicht bekannt,
Das alte Leben, von uns abgewandt,
Noch einmal läßt’s den Abschiedsgruß uns hören,
Dann wagt es nimmer mehr sich zu empören.
Doch wie, Beatrice, wie wirst du mein?
Beatrice, Mein Vater will ’nem Menschen mich verbinden,
Ich haßt’ ihn, wenn ich Menschen hassen könnte,
Doch sei gewiß, du sollst bald mehr von mir vernehmen,
Wo wohnst du, süßer, holder Herzensfreund?
Lucindo. Bei Pertini.
Beatrice. Ich werd’ ’nen Boten senden,
Doch deinen Namen, sicher voll, wie Töne,
Die Sphärenlauf in seinem Kreise schlägt?
Lucindo (ernst). Ich heiß’ Lueindo, ich!
Beatrice. Lucindo, süß,
Süß klingt der Namen, mein Lucindo
Ist meine Welt, mein Gott, mein Herz, mein alles,
Lucindo. Beatrice, das bist du selbst, und du
Bist mehr, wie alles, bist Beatrice,
(er drückt sie heftig an seine Brust, die Tür springt auf, Wierin tritt ein.)
Wierin. Ha schön! ha Schlange, ha Beatrice,
Du marmorkalte Tugendpuppe, ha!
"‚ucindo. Was soll’s, was soll’s? Was hast du hier zu schaffen,
Bei Gott, ich sah noch nie ’nen schön’ren Affen.
Vierin. Verdammter Knabe, was es soll, es soll, .
Wir sprechen uns, du mein Rivale, du,
Ein Mensch, geformt, um Menschenform zu hassen,
Ein Wicht, von eitler Frechheit aufgeblasen,
Ein Druckpapier, um Federn abzuwischen,
Ein Held, für die Komödie, wie geschaffen.
Lucindo. Und wie gesagt, ’nen ganz vollkomm’nen Affen!
Doch schämt euch, Worte streitend hier zu wechseln,
Hier gleicht der Mut ’ner Straßenorgel nur, ‘
Die zu ’nem Bildnis spielt und Schlachten lügt,
Bald kann es gelten.
Wierin. Bald, gleich, gleich Knabe, laß mich mit dir sprechen,
Es es es, ha ’s überrinnt mich kalt,
Beatrice, ich schaff den Buhlen fort. 40
Lucindo. Schweig’, Wicht, ich folg dir gleich, gleich auf der Stelle.
(Pertini tritt ein.)
Pertini. Was ein Geschrei? Seid ihr auf off’ner Straße,
(zu Wierin.)
Schreit ihr so, Krähe, wart”, ich stopf’ den Mund.