Scorpion und Felix

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48. Kapitel
Merten sprang einigemal verzweifelnd auf, als noch immer keiner der
Helfer erscheinen wollte.
„Armer Bonifacius! Doch, wie wäre es, wenn ich selber wagte, vor-
5 läufig die Kur zu übernehmen? Du bist überhaupt erhitzt, das Blut strömt
aus deinem Munde, du willst nicht essen, ich sehe gewaltsame Anstren-
gungen in deinem Unterleibe vorgehen, ich begreife dich, Bonifacius, ich
begreife dich!“ und Grethe trat mit lauwarmem Wasser und Essig herein.
„Grethe! Seit wieviel Tagen hat Bonifacius Mangel an Öffnung? Habe
ich dir nicht vorgeschrieben, ihm wenigstens jede Woche einmal ein
lavement angedeihn zu lassen, doch ich sehe, ich werde künftighin selbst
Geschäfte von solcher Wichtigkeit übernehmen müssen! Bringe Öl, Salz,
Kleie, Honig und ein Klystier!““
„Armer Bonifacius! Deine heiligen Gedanken und Betrachtungen ver-
„ stopfen dich, seitdem du sie nicht mehr in Rede und Schrift von dir geben
kannst!“
„O! du bewunderungswürdiges Opfer von Ideentiefe, o du fromme
Verstopfung!“