140 Zur Redaktionstätigkeit an der Rheinischen Zeitung
24. Nov., Nr. 328, p. 2, c. 2. Red. Fußn. zum Feuilleton über das
Schillerfest in Leipzig: das dort vorgetragene Gedicht Mosens wurde in
der RhZ bereits mitgeteilt.

24. Nov., Nr. 328, Beibl., p. 1, c. 1. Red. Fußn. zu der Rede des
Dr. Coremans „Die niederdeutschen Belgier, ihre Sprache, ihre Literatur“.
Die Redaktion bringt die Rede „als einen Beitrag zur Charakteristik der
deutschen Partei in Belgien“; sie stimmt zwar nicht mit den
literarischen Urteilen des Redners überein, begrüßt aber „andererseits jede
Bestrebung, die deutsche Nationalität zur Anerkennung im
Ausland zu bringen, als eine bedeutsame Antizipation der Zukunft und zo
als Beweis des wiedererwachten Selbstgefühls“‘.

27. Nov., Nr. 331, p. 4, c. 3. Polemische red. Fußn. zum berich-
tigenden Briefe E. E. Hoffmanns (Darmstadt) an die Redaktion über die
Gründung eines Vereins deutscher Kaufleute und Industriellen, der jähr-
lich „merkantile Kongresse“ veranstalten sollte.

8. Dez., Nr. 342, p. 2, c. 3. Red. Fußn. zur Korr. aus Stettin über die
Gründung eines englischen Jagdklubs in Freienwalde, Hinterpommern:
„Wir nehmen vorstehende Korrespondenz ihres kuriosen Inhalts wegen
auf, müssen es aber auffallend finden, daß Bürger über die Unbilden

einiger Junker lamentieren, statt sie durch Mittel, die ihnen rechtmäßig 20
zustehen, selbst in die gebührenden Schranken zurückzuweisen. Mit der
Behauptung der Unangemessenheit der jetzigen Jagdgesetze stimmen wir
überein.“ — In der Inhaltsübersicht führt diese Korr. den Titel: „Die
Hasen-Ritter“, Cf. 1/1, 266 14—15, 3042932.

16. Dez., Nr. 350, p. 2, c. 3. Red. Fußn. zur Korr. aus Schleswig-Hol- 25
stein über den „Kampf zwischen Deutschtum und Dänentum“: die Red.
tritt für die Deutschen ein. „Es wird nun die Aufgabe aller deutschen
Blätter sein, sich ihrer Kompatrioten anzunehmen. Es ist eine große, ehren-
volle, unerhörte Tatsache für Deutschland, daß seine abgerissenen Glieder
sich nach ihm zurücksehnen. Es gab eine Zeit, wo eine deutsche und
sine liberale Gesinnung Gegensätze schienen. Um das Vaterland zu
lieben, muß man ein Vaterland haben, aber nur ein Land der Fr ei-
heit kann das Vaterland von Männern sein. Die innere Auf-
erstehung Deutschlands wird die Wiedergewinnung aller seiner losgeris-
senen Glieder unmittelbar zur Konsequenz haben, denn nur die Lethargie 35
des ganzen Körpers konnte den Schein eines fremdartigen
isolierten Lebens seiner einzelnen Glieder heraufbeschwören.“

23. Dez., Nr. 357, Beibl., p. I, c. 1. Red, Fußn. zu einer Korr. aus
Oldenburg: Die Redaktion bedauert das Verbot des Subskribenten- und
Abonnentensammelns auf Werke der Literatur.

27. Dez., Nr. 361, Beibl., p. 2, c. 2. Berichtigung zum Artikel über
„Das geheime inquisitorische Verfahren“: der im Artikel beiläufig er-
wähnte Mainzer Prozeß (gegen den Bund der Geächteten und der Deut-
schen) fand nicht vor Geschworenen, sondern vor dem Zuchtpolizei-
gericht statt, „ein Irrtum, der freilich weder den Tatsachen an ihrem 45
Interesse, noch dem Räsonnement an seiner Schärfe Abbruch tut.“

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