Korrekturen an einer Korrespondenz

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ein!” Krug Wasser, und alle zwei Tage etwas 17 ein korr. in einen
Warmes zu essen, Nach acht Monate ?® schwan- 18 Monate korr.in Monaten
den aber die Kräfte, und um ihn länger quälen
zu können, mußten sie‘®* den lebendigen Leich-
; nam in einen besseren Kerker schaffen, und er er-
hielte ?® einen Behalter gleicher Erde, er konnte
das Tageslicht wieder sehen, er konnte wieder
sehen * wenn es Tag u. Nacht wurde. In diesem
Behalter blieb er wieder ?? 4 Monate angeschmie-
o det. Während dieser Zeit wurden nun die Ver-
handlungen gepflogen, man sandte die Subskrip-
tionsliste an das hiesige Landgericht * um die
Richtigkeit der Unterschriften sowohl ** wie des
Bildes zu untersuchen. Das hiesige Gericht sandte
15 die Akten mit dem glänzendsten Beweis zurück,
das ® alles in größter Richtigkeit sei. Doch man
glaubte dem hiesigen Gerichte nicht. Nun wurden
alle Subskribenten in ganz Hannover, derer
einige Tausend waren ?* einzeln vorgeladen,*”
„ von denen ? fast alle sich noch gut erinnerten,
daß es dieselbe Platte sei, worauf subskribiert ge-
worden ist?®, nur einige bemerkten, sie könnten
dieses nicht mit Gewißheit mehr behaupten, und
diese einige waren Freunde oder Verwandte des
»5 quaest. /Ehrenmannes/ Biedermanns. Trotz aller
möglichen Kaution ® die der junge Mann stellen
wollte, ließ man ihn nicht frei %, und erst nach
zinem ganzen Jahre, nachdem man noch alle
nögliche Mühe sich gegeben ihn zu einem Ge-
zo ständnisse 3 zu veranlassen, wovon ®%® er nichts
wußte, entließ man ihn mit dem Endresultate,:
„wegen Mangel an Beweisen“ freigegeben! —
Welche herrliche Genugtuung!
Da dem Unglücklichen nie erlaubt wurde *
;z an seine Angehörigen ® schreiben zu dürfen °°,
er auch nie einen Brief von den Seinigen emp-
fing, weil alles unterschlagen wurde”, so mußte
sein junges Weib?, mit welcher er erst ein Jahr
verehelicht, glauben, er sei in Mörderhand ge-
wo fallen, und sie starb aus Gram. So kam er vor
etwa sechs Wochen hieher zurück, und fand ein
5des Haus, Menschenhände haben dem Schuld-
losen ® geraubt, was ihm ein Gott verliehen —
Freiheit und Gattin und dem Kinde die Mutter!

1 nach sehen Komma ein-
zefügt ;

2 wieder korr. in abermals
® nach Gericht Komma
ngefügt

* nach sowohl Komma
üngefügt

5 8 korr. in ß

8 nach waren Komma ein-
zefügt

7 nach vorgeladen Komma
zestr. u. Punkt gesetzt

’8 von denen . . erinnerten
corr. in Beinahe alle sich
«rinnerten sich noch deut-
ich

geworden ist korr. in
vorden

0 nach Kaution Komma
ungefügt

4 Jieß man ihn nicht frei
%orr. in ward er nicht frei-
zegeben

32 nach Geständnisse ein-
zefügt über Sachen

38 wovon korr. in von
denen

3 nach wurde Komma ein-
gefügt

35 nach Angehörigen ein-
gefügt zu

386 zu dürfen gestr.

37 wurde korr. in wurden
38 junges Weib . . verehe-
icht korr. in junges erst
'sei/ ein Jahr mit ihm ver-
zhelichtes

% Schuldlosen ,‚ . Kinde
torr. in Schuldlosen die
aöchsten Güter geraubt,
7reiheit und Gattin und
seinem Kinde