(17) 1837 Aug. 20
glaub’ ich, hat, und welche selbst in letzter Analvse einige Veränderungen
erlitten.

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[An Frau Marx]

Mein lieb gut Hansje! Du sollst sehn, wie ich hier ökonomisch
geworden bin. Du erhältst ein großes Schreiben, und ich schreibe Dir
nur einige Zeilen. Die Wirkung ist für Dich dieselbe. Ich habe ge-
schrieben an Karl, Dein Fleisch und Blut, gewiß auch in Deiner Seele
geschrieben, und somit nimmst Du ja an allem Anteil. Wahrscheinlich
hast Du auch noch nicht geschrieben, und so gestaltet sich das Ganze zu
der besten Harmonie. N

Lebe wohl, Du mein teures, zweites besseres Ich. Ich freue mich,
daß heute die größere Hälfte der Badezeit vorüber ist, denn länger als
drei Wochen bleibe ich nicht, der Husten sei fort oder nicht. Doch glaube
ich, daß er etwas zu weichen beginnt.

Grüße und küsse herzlich die liebe Schwägerin? und ihre Kinder, z;
sowie die Unsrigen und küsse Dich selbst. Besseres findest Du doch nicht.

Dein Marx.

Den 14. Ich wollte noch ein Schreiben abwarten und erst dann
schließen. Da indes, wie es scheint, ich heute keinen Brief habe, so will
ich diesen doch abziehen lassen. Ich war gestern mit Müllers in Koblenz. 2
Ich habe bei Spankern zu Mittag gegessen, die sehr froh waren. Nach
Tisch hab’ ich Küppers besucht. Die Dame war nur zu Haus, Julius
und Mme. Preuße. Die Dame hatte Sonnabend Westphalen und Jenny auf
dem Dampfschiff getroffen oder vielmehr in Bingen, Wie sie mir sagt,
gingen [... 1]

17. Der Vateran Marxin Berlin; Bad Ems [1837
ca. August 20]

Original: Archiv der Sozialdemokratischen Partei, Berlin

, Bad Ems, den [...]®
Lieber, guter Karl!

Ich weiß nicht, ob Du nicht bei Empfang dieses Schreibens meinen
Brief, den ich der lieben Mutter [geschickt] bereits wirst empfangen
haben. Doch glaube ich es. Indessen, da ich mich gerne mit Dir unter-
halte, und da es Dir vielleicht angenehm sein mag, jemanden zu sehn,
mit dem ich mehrere Tage freundschaftlichen Umgang gepflogen, so 26
benütze ich die gütige Bereitwilligkeit des Überbringers, um Dir einige
Zeilen [zu] überschicken.

Der Überbringer ist ein junger wackerer Mann, Erzieher des Sohnes
des Prinzen Karl. Ich lernte ihn hier kennen, wo ich, der ich mich nicht
leicht anschließe, großenteils isoliert bin. Ich ha[be] mit Herrn Heim «&
manche angenehme Stunde zugebracht, und soweit man in kurzer Zeit
einen [Menschen] kennen lernen kann, glaube ich in demselben einen
sehr braven, gemütlichen und recht [schaffenen] Mann gefunden zu haben.

1) Die Fitwe von Samuel Marx.

2?) Der Schluß des Briefes fehlt.

%) Hier und bei den folgenden von uns durch eckige Klammern bezeichneten
Stellen Papier beschädigt.