268
(52) 1842 März 5
ob Sie erlauben, daß ich Ihren Aufsatz mit den übrigen inhibierten
in der Schweiz drucken lasse unter dem Titel:

Anekdota philosophica
von Feuerbach, Bauer, Ruge und andern — falls Sie nicht erlauben,
Ihren Namen zu nennen. Mit Ihrem Aufsatz wäre die Sache zu eröffnen
und dann eine Kritik der sächsischen Maßregeln anzuschließen und sie
als Ausfluß des preußischen Systems nachzuweisen usw.

Von Feuerbach kommen Thesen zur Reform der Phil [osophie], von
mir Kritik seines Buches, von Bauer die Lazarusaufsätze,

Ich verspreche mir Wirkung von der Sache, auch der Augenschein, 10
daß diese Maßregel gleich die Anstrengung der Philosophen verdoppelt
und ihnen einneues Organ schafft, muß die Menschen frappieren.

Ihre Kritik von Vatke nehm’ ich sehr gern an. Bringen wir sie in
Leipzig nicht durch, so geht sie nach Zürich.

Bayer dagegen lassen wir wohl lieber laufen. Aber Wirthsz
Ethik, 2. Teil, die althegelisch genug zu sein scheint. wollen Sie die
rezensieren ?

Sie schreiben mir wohl mit B. Bauer zusammen, ob Sie den Plan
der Anekdota billigen und Ihren Aufsatz dazu hergeben. Ich will dem
Buchhändler Buchform. mäßiges Oktav und drei Louisdor Honorar 2
vorschlagen.

Vielleicht haben Sie noch etwas Passendes da hinein. Dann lassen
Sie mir es zugehn.

Bitte um baldige Antwort, damit ich schreiben kann.
25
A. Ruge
Dresden, 25. Febr. 42.

52. Marx an Arnold Ruge in Dresden; Trier
[1842] März 5
Original: Marx-Engels-Institut, Moskau. — Gedruckt in: Documente des Socialismus I
(1902), D. 386

Trier, den 5. März.
Lieber Freund!
Ich stimme gänzlich mit dem Plan der Anekdota phil[osophica]
überein; halte es auch für besser, wenn Sie meinen Namens;
mitnennen. Eine solche Demonstration verbi etet durch ihren
Charakter wohl alle Anonymität. Die Herrn müssen sehn, daß man
guten Gewissens ist.

Bei der plötzlichen Wiedergeburt der sächsischen Zensur wird
wohl von vornherein der Druck meiner „Abhandlung über «
christliche Kunst“, die als zweiter Teil der Posaune er-