(62) 1842 Aug. 25

279
Der Rutenberg beschwert mein Gewissen. Ich habe ihn an die
Redaktion der Rheinischen gebracht, und er ist gänzlich impotent.
Über kurz oder lang wird man ihm den Weg weisen.

Im Fall der erzbischöfliche Aufsatz nicht das Imprimatur von

; der höheren Zensurpolizei erhält, was raten Sie? Gedruckt muß
er werden, 1. unsres Landtags, 2. der Regierung, 3. des christ-
lichen Staats wegen. Soll ich ihn vielleicht Hoffmann und Campe
zuschicken? Für die Anekdota scheint er mir nicht geeignet.

61. Arnold Ruge an Marx in Bonn; Dresden
1842 August 7
Nach dem Abdruck in: Aus d. lit. Nachlaß v. K. Marx, Fr. Engels u. Ferd, Lassalle. Hg. v.
F. Mehring. Stuttgart 1902. I, p. 192. — Bruchstück. — Den vollständigen Text des
Briefes siehe S. 3221.
Was Sie damals berührten: die Freien und die Philalethen, beide

‚5 existieren nicht. Es ist dies eine Manier, mit ‚losem Pulver zu schießen‘,

wie sich ein alter Freund von mir !), der die Philalethen zuerst im Jahre

1830 getauft hat, ausdrückte, die zu nichts führt und nur beweist, wie

schwach wir auch sogar in der Erkennung von praktischen Problemen bis

jetzt sind. Sie haben damals die Sache schon richtig als bloßen Zeitungs-
» versuch charakterisiert.

62. Marxan Dagobert Oppenheim in Köln; [Bonn
1842 August ca. 25]
Original: Historisches Archiv Köln, Akten der Rheinischen Zeitung. — Gedruckt bei Hansen,
Rheinische Briefe u. Akten z. Gesch. d. polit. Bewegung 1830—1850. Essen 1919. Bd. I,
n. 356—358

WE

Lieber Oppenheim! Einliegend ein Manuskript von Ruge.
Nr. 1 wird unbrauchbar sein; Nr. 2 über die sächsischen Zustände
werden Sie wohl brauchen können.

Schicken Sie mir den Aufsatz von Mayer *) in der Rheinischen

1 Zeitlung] über das Kommunalwesen und, wo möglich, sämt-
liche Aufsätze von Hermes gegen das Judentum. Ich will
[hnen dann sobald als möglich einen Aufsatz schicken, der letz-
tere Frage, wenn auch nicht abschließen. doch in eine andere
Bahn bringen wird.

Geht der Aufsatz über Hannover durch? Versuchen Sie
wenigstens bald mit einem kleinen Anfang. Es ist nicht so sehr
um diesen Aufsatz selbst zu tun als um eine Reihe tüchtiger Ar-
beiten, die ich Ihnen dann von jener Seite her versprechen kann.
Der Verfasser desselben schrieb mir gestern: „Ich glaube nicht,

1) Theodor Olshausen

2) Im Original Meyer