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(62) 1842 Aug. 25
daß dem Absatze der Zeitung in Hannover aus meinem Angriffe
auf die Opposition Schaden erwachsen wird; im Gegenteil ist
man dort ziemlich allgemein so weit gekommen, daß meine aus-
gesprochenen Ansichten als wahr angenommen werden.“

Wenn es mit Ihrer Ansicht von der Sache übereinstimmt, so :
schicken Sie mir auch den Juste-milieu-Artikel zur Kritik. Man
muß die Sache leidenschaftslos besprechen. Erstens sind ganz all-
gemeine theoretische Erörterungen über Staatsverfassung eher
passend für rein wissenschaftliche Organe als für Zeitungen. Die
wahre Theorie muß innerhalb konkreter Zustände und an be- 20
stehenden Verhältnissen klargemacht und entwickelt werden.

Allein, da es nun einmal geschehn ist, so ist ein Doppeltes zu
berücksichtigen. Bei jeder Gelegenheit, wo wir in Streit mit andern
Tagesblättern geraten, kann man uns, geschehe es früher oder
später, die Sache aufmutzen. Eine so deutliche Demonstration z:
gegen die Grundpfeiler der jetzigen Staatszustände kann Schär-
fung der Zensur, selbst Unterdrückung des Blatts zur F olge haben.
Auf diese Weise ging die Süddeutsche Tribüne unter. Jedenfalls
aber verstimmen wir eine große, und zwar die größte Menge frei-
gesinnter praktischer Männer, welche die mühsame Rolle über- 26
nommen haben, Stufe vor Stufe, innerhalb der konstitutionellen
Schranken, die Freiheit zu erkämpfen, während wir von dem be-
Juemen Sessel der Abstraktion ihre Widersprüche ihnen vor-
demonstrieren. Es ist zwar wahr: Der Verfasser des Juste-milieu-
Artikels fordert zur Kritik auf; aber 1. wissen wir doch alle, wie 2
die Regierungen auf solche Herausforderungen antworten, 2. ist
es nicht genug, daß jemand sich der Kritik unterwirft, die ihn
öhnehin nicht um Erlaubnis fragen wird; es fragt sich, ob er das

gehörige Terrain auswählt. Zeitungen fangen erst dann an, das
passende Terrain für solche Fragen zu sein, wenn diese Fragen 30
Fragen des wirklichen Staats, praktische F ragen geworden sind.

Ich halte es für unumgänglich, daß die Rh. Zeitung nicht so-
wohl von ihren Mitarbeitern geleitet wird, als daß sie vielmehr
umgekehrt ihre Mitarbeiter leitet. Aufsätze wie der berührte geben
die beste Gelegenheit, einen bestimmten Operationsplan den Mit- zs
arbeitern anzudeuten. Der einzelne Schriftsteller kann nicht in
der Weise das Ganze vor Augen haben als die Zeitung.

Sollten meine Ansichten nicht mit den Thrigen übereinstimmen,
so würde ich, falls Sie es nicht für unpassend halten, in den Anek-
dotis als Anhang zu meinem Aufsatz gegen Hegels Lehre von der «
konstitutionellen Monarchie diese Kritik liefern. Ich halte es aber
für besser, wenn die Zeitung selbst ihr eigener Arzt ist,

Indem ich bald Ihre Antwort erwarte
Ihr Marx.