— 376 — Bei einer Aufgliederung der landwirtschaftlichen und verwandten Betriebe nach Betriebsgrößen zeigt sich die analoge Erscheinung. Nach der Zahl haben die Klein- und Parzellenbetriebe allgemein eine sehr große Bedeutung, nach der Fläche spielen sie dagegen nur innerhalb der Weinbaubetriebe und der gärtnerischen Betriebe eine ge- wichtige Rolle, denn diese. beiden Betriebsarten sind ihrer intensiven Wirtschafts- methode entsprechend vorwiegend auf kleine Flächen angewiesen. Umgekehrt liegt in der Forstwirtschaft das Schwergewicht entscheidend bei den Betrieben mit ganz großer Fläche. Die Fläche der landwirtschaftlichen Betriebe schließlich ist größten- teils in der. Hand von Bauernwirtschaften (5 bis 100 ha). — Die im Durchschnitt für den Hektar ermittelten Einheitswerte sinken bei den landwirtschaftlichen und gärt- nerischen Betrieben ziemlich regelmäßig mit der Zunahme der Betriebsgröße; bei den Weinbaubetrieben und forstwirtschaftlichen Betrieben ist die Bewegung uneinheitlich; jedoch 1äßt sich für die Betriebsgrößen zwischen 5 ha und 2000 ha in der Forstwirtschaft ein stetes Steigen des durchschnittlichen Hektarwertes beobachten. — Im Gesamt- durchschnitt erreicht der Hektarwert der landwirtschaftlichen Betriebe jenen der Wein- baubetriebe nicht einmal zu einem Drittel und jenen der gärtnerischen Betriebe nicht einmal zu einem Siebentel, übersteigt aber jenen der forstwirtschaftlichen Betriebe um mehr als das Doppelte (Übersicht 47). Eine spezielle Betrachtung der gewerblichen Betriebe und ihre Aufgliederung nach Wirtschaftsgruppen läßt das starke zahlenmäßige Übergewicht der kleingewerblichen Betriebe erkennen. Die relativ höchste Zahl der Betriebe stellen die »übrigen‘ Handels- gewerbe« (außer Geld-, Bank- und Börsenwesen und Tabakhandel) und das Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe, daneben die Bäckerei, das Holz- und Schnitzstoffgewerbe sowie die Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren. Die »übrigen Handels- gewerbe« nehmen auch nach dem Anteil am Rohvermögen die erste Stelle ein; neben ihnen steht das Geld-, Bank- und Börsenwesen und erst in weitem Abstande folgen die Textilindustrie, der Maschinen-, Apparate-, Fahrzeugbau und die Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren. — Der durchschnittliche Rohvermögenswert je Betrieb ist nächst dem Bergbau am höchsten in der Zuckerindustrie und im Geld-, Bank- und Börsenwesen (Übersicht 48). Die Verschuldung der ‚Gewerbebetriebe ist, abgesehen von den vorwiegend klein- gewerblichen Wirtschaftszweigen, zumeist sehr beträchtlich; sie erfaßt in der Regel mehr als die Hälfte der Betriebe der einzelnen Wirtschaftszweige. Gemessen am Roh- vermögen beträgt sie im Geld-, Bank- und Börsenwesen 83,2, im Versicherungswesen 31,5 vH; auf mehr als 50 vH stellt sie sich außerdem im Salzbergbau und Salinenwesen sowie in der Tabakindustrie, Eine Verschuldung von weniger als 15 vH des Rohvermögens wird allein für die Forstwirtschaft (3,2), für die Ärzte (7,3) und für die Fleischerei (14,7) nachgewiesen. Im »übrigen Handelsgewerbe« ist die Verschuldung mit 45,5 vH recht hoch, aber dennoch entfällt auch vom Einheitswert der weitaus größte Anteil (mit 21,8 vH) auf diesen Wirtschaftszweig. Den nächsthöchsten Anteil an der Einheitswert- summe stellt der Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau (mit nur 6,8), die Textil- industrie (6,6) und die Gruppe »übriger Bergbau« (außer Salzbergbau und Salinenwesen) und Torfgräberei (6,6). Abgesehen von der chemischen Industrie (5,1) haben alle weiteren Wirtschaftszweige einen Anteil an der Einheitswertsumme von weniger als 5 vH. — Nach dem durchschnittlichen Einheitswert je Betrieb stehen Bergbau und Zuckerindustri® Metallhütten und Großeisenindustrie allen anderen Wirtschaftszweigen voran. Am geringsten ist der durchschnittliche Einheitswert bei den freien Berufen sowie in der Bäckerei, Fleischerei, Schuhmacherei usw. (Übersicht 48). (Die für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau in Übersicht 48 aufgeführten Zahlen erstrecken sich nur auf die von nichtnatürlichen Personen betriebenen Unternehmungen dieser Art.)