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        EIGENTUM
DES
INS" 0'TS

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IK
        <pb n="3" />
        Die Finanzwirtschaft im Deutschen Reich
und der Fiuß der öffentlichen Einnahmen
dargestellt auf Grund der finanzstetistischen Ergebnisse für das Rechnungsjahr 1926/27
“{inanzbedarf
Zuschußbedarf‘

Allgemeine Verwaltung,
Finanz-u. Steuerverwaltung

Rechts-u, Staatssicherheit

Spezielle
‚Deckungsmittel
PErwalt MER
EHEM Ten de
DER U TEC

Erwerbsvermögen

Schulwesen

Steuern vom Einkommer
und Vermögen

Wohlfahrtewesen

Steuern vom Grundbesit:
und Gewerbebetrieh

Wohnungswesen

1;

„ „Gehäudeentschuldung:
Y BEE REES

Allgemeine
DeckungsrniH


“Verkehrswesen

Stevern vom Umsatz
und Vermögensverkehr

 SRUE Som Verkehr

Krieoslasten

Steuern vom Verbrauch
und Aufwand

ZU

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Sonstiges

Sonderleistungen

Aus leichsbaren


StRA30O

18334 30
        <pb n="4" />
        /inanzen und Steuern

im In-und Ausland

Ein statistisches Handbuch

Bearbeitet im

Statistischen Reichsamt

{ „
._.

Y.

X

A
X

Berlin 1930

Verlag von Reimar Hobbing in Berlin SW 64%
        <pb n="5" />
        VORWORT

ie umfassenden Erhebungen und Untersuchungen, die das Statistische
) eichsam während der letzten fünf Jahre auf dem Gebiet der deutschem
Finanz- und Steuerstatistik im Zusammenwirken mit den Statistischen Landesämtern
 und mit Unterstützung der Reichsfinanzverwaltung durchgeführt hat,
haben sich zu einem Bild des öffentlichen Haushalts zusammengeschlossen,
wie es in dieser Vollständigkeit noch ‘niemals geboten worden ist. Die Eryebnisse
 liegen großenteils bereits in einer Reihe von Veröffentlichungen vor;
diese sind aber nach Zahl und Umfang so angewachsen, daß es für den einzelnen
 Benutzer schwierig geworden ist, sich einen Überblick zu verschaffen.
Es wird daher hier versucht, eine zusammenfassende Darstellung zu geben.
Mit dem jetzigen Stande der Bearbeitung ist zunächst eine empfindiche
 Lücke für die Finanzwissenschaft geschlossen worden. Aber die Bedeutung
 dieser Ergebnisse geht heute über den Rahmen der Finanzwissenschaft
 und der Finanzpolitik weit hinaus, Die strukturelle Entwicklung:
Deutschlands hat dahin geführt, daß die öffentliche Wirtschaft/mehr als die
Hälfte des Sozialprodukts kontrolliert, also einen weitaus größeren Teil der
Volkswirtschaft beherrscht als früher. Diese Tatsache ist sowohl für die Finanzverwaltung
 als auch für die Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung
zeworden. Die öffentliche Hand kann ihren erhöhten Bedarf auf die Dauer
aur decken, wenn sie sich der Gesamtwirtschaft möglichst reibungslos einfügt
and das Abgabensystem der Leistungsfähigkeit derselben anpaßt. Die private
Marktwirtschaft hingegen ist in ihrer allgemeinen Weiterentwicklung wie auch.
in ihrem besonderen Bewegungsverlauf von der Finanzpolitik anfs stärkste mitbestimmt.
 Die gegenseitige Abhängigkeit beider Bereiche wird sich vor allem
darin auswirken, daß von den Erschütterungen des einen der andere stets mitbetroffen
 wird, Eine genaue statistische Erforschung der gesamten öffentlichen:
Finanzgebarung ist daher heute ebenso wichtig wie die allgemeine Wirtschaftsstatistik,
 Sie ist Voraussetzung sowohl für alle Finanznolitik als auch für die
Wirtschaftspolitik.
Gilt dies für die moderne Wirtschaftsverfassung überhaupt, so ganz besonders
für die deutsche Politik der Gegenwart. Nur bei genauester Tatsachenkenntnis
wird sie die Klippen der Finanz- und Wirtschaftsschwierigkeiten zu umschiffen
vermögen. Umfassende statistische Erkenntnisse und Grundlagen, wie sie hier
geboten werden, sind daher im gegenwärtigen Zeitpunkt wie nie zuvor unentbehrliches
 Hilfsmittel einer zielbewußten Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Statistisches Reichsamt
Wagemann
        <pb n="6" />
        Inhaltsverzeichnis

Vorwort.....
[. Einleitung
1. Die Aufgabe der Finanz- und Steuerstatistik...
2. Das statistische Material........
8. Der Aufbau des Handbuchs.........

Seite
3

3
10

Erster Hauptteil

Deutsche Finanz- und Steuerstatistik

IL. Überblick über Verwaltungsaufwand, Steuer- und Lastenverteilung im Deutschen Reich
1. Der Verwaltungsaufwand und die Verteilung der Staatsaufgaben
a) Der Personalstand der öffentlichen Verwaltung (Beamtenstatistik und Besoldungsordnungen).
 . -
b) Polizei........
c) Wohlfahrtspflege...
d) Schulwesen....
e) Wegebau.....
2, Die Verteilung der Staatseinnahmen (Finanzausgleich). ...

17
42
19
50
30

3

II. Finanzbedarf und Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28
1. Der Finanzbedarf der öffentlichen Verwaltung und seine Deckung........., 103
Anhang: Gesamtübersicht über die Ausgaben des Reichs in den Rechnungsjahren
 1913 und 1925 bis 1930... .„ 112

9),

Die Ausgaben, die Speziellen Deckungsmittel und der Zuschußbedarf der einzelnen
Gebietskörperschaften in den verschiedenen Rechnungsjahren nach Aufgabengebieten
 |
2) Die Entwicklung des Zuschußbedarfs der einzelnen Aufgabengebiete der
öffentlichen Verwaltung in den verschiedenen Rechnungsjahren.......... 114
Die Verteilung "des Zuschußbedarfs der einzelnen Aufgabengebiete der öffentlichen
 Verwaltung auf die Gebietskörperschaften....... sd 115
Die Verteilung des Gesamtzuschußbedarfs der einzelnen Gebietskörperschaften
 auf die Aufgabengebiet@..........0.0.0.00000000000000104004100+ 122
d) Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung in den
einzelnen Aufgabengebieten ..... Cena nenn nn nn 125
2) Die Zusammensetzung "der Speziellen Deckungsmittel der öffentlichen Verwaltung
 in den einzelnen Aufgabengebieten.......... care ID
i} Hauptübersichten nach Aufgabengebieten (Grundzahlen). ‚+. 130

3.

Der Zuschußbedarf der einzelnen Aufgabengebiete in den verschiedenen Ländern
'einschließlich Gemeinden und Gemeindeverbände) in den Rechnungsjahren
[913/14 und 1927/28 .....

;84
        <pb n="7" />
        IV. Die Allgemeinen Deckungsmittel der öffentlichen Verwaltung Seite
1. Die Allgemeinen Deckungsmittel in vH des Zuschußbedarfs ................ 192
2. Die Erträge aus dem Erwerbsvermögen der öffentlichen Gebietskörperschaften
a) Reich.... 199
b) Länder......... „0... 206
c) Gemeinden und Gemeindeverbände .. .. 210
3. Die Einnahmen aus Steuern und Zöllen........0..00000004 ....... 2238
4. Der Abschluß in der Ist-Rechnung der öffentlichen Körperschaften ........ 247

V. Zwei Sondergebiete: »Kriegslasten« und »Öffentliche Verschuldung«
A. Kriegslasten
L. Innere
a) Die inneren Kriegslasten (ohne Kriegsversorgung).......
b) Die Kriegsversorgung. .
2. Äußere
a) Das Londoner Ultimatum.
b) Der Dawesplan ....
ce) Der Youneplan ....

wen BOL
. 954

255
255
258

B, Die Öffentliche Verschuldung im Deutschen Reich
1. Gesamtübersicht über die Schulden von Reich, Ländern und Gemeinden
(Gemeindeverbänden)
a) Die Vorkriegsverschuldung ........
5) Die Schulden am 31. März 1928............
c) Die Schulden am 31. Dezember 1929 ......
2. Die Arten der Schulden
a) Die Altverschuldung.............1
b) Die Festwert- und Valutaschulden..........-c)
 Die ausländische Neuverschuldung ............-4)
 Die inländische Neuverschuldung -......
e) Die Schulden aus öffentlichen Mitteln ...
Die Schulden der einzelnen Gebietskörperschaften
a) Die Schulden des Reichs ............
b) Die Schulden der Länder und Hansestädte. .
6) Die Schulden der Gemeinden .........
VI. Statistik der Reichssteuern
li. Einkommensteuer
a) Lohneinkommensteuer ...... 315
b) Veranlagte Einkommensteuer. 329
©) Körperschaftsteuer . MB
2. Einheitswerte. .. 358
3. Vermögensteuer . . . 377
4. Erbschaftsteuer .. , ‚400
5. Umsatzsteuer s...0.00000000440 © ae ke A Learn Ann Rn n Lu 407
5. Beförderung-, Kraftfahrzeug- und Vermögenverkehrsteuern ... . ....... .. 432
7. Verbrauchsteuern ....... 436
3. Zölle....... 461
VII. Kurze Übersicht über die wichtigsten Landes- und Gemeindesteuern (Realsteuern)
l. Stellung und Bedeutung der Realsteuern im deutschen Steuersystem ....... 470
2. Das Realsteueraufkommen im einzelnen ..........00000000040000 000040000 473
3. Überblick über das geltende Realsteuerrecht (1929)
a) Grund- und Gebäudesteuer .........0.0..0.40- Eee nenn an LK nun us 479
0) Gebäudeentschuldungsteuer ....... .en.0000000 184
c) Gewerbesteuer ....0000.00000 er REN RER EA u0 4 485
4, Die Gemeindezuschläge .... 187
        <pb n="8" />
        Bo

VIIL Steuerstatistische Einzeluntersuchungen Seite
FL. Untersuchungen über Wirtschaftslage und Besteuerung der deutschen Landwirt-.
 2. Die Besteuerung gewerblicher Unternehmungen im deutschen Steuersystem.. 513
3. Die regionale Steuerkraftverteilung im Deutschen Reich................... 525
4, Volkseinkommen und Finanzbelastung im Deutschen Reich ..... 5538

Zweiter Hauptteil

Statistik ausländischer Finanzen und Steuern
(Unterlagen zum internationalen Vergleich)

IX. Verwaltungsaufbau und Finanzwirtschaft in Großbritannien. Frankreich, Belgien,
ftalien und den Vereinigten Staaten von Amerika*) |

Erster Abschnitt: Verwaltungsaufbau und Finanzbedarf
A. Vorbemerkung
1. Die Bedeutung des Aufbaues, der Ausdehnung und der Intensität der öffentlichen
 Verwaltung für einen internationalen Vergleich des öffentlichen Finanz-DEdArESe
 kr EN KH EREFERFG BEKSERENLEEEERKLKE a DAS
Methodisches zur Durchführung des internationalen Vergleichs des öffentlichen
 Finanzbedarfs ...... . be „43H DO
Übersichten zum Verwaltungsaufbau und öffentlichen Finanzbedarf nach
Staaten
1. Großbritannien (Vereinigtes Königreich)
a) Verwaltungsaufbau
Zentralverwaltung........... zexm« DOR
Anlage: Britisches Reich............. . We ee00000000 566
Staatliche Bezirksverwaltung, nachgeordnete Gebietskörperschaften
und ihre Finanzwirtschaft (Finanzausgleich und Finanzkontrolle) 570
b) Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände)
nach Ausgabezwecken....... .. 574
c) Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten..... Wann DO
d) Richtziffern zum Personalstand der öffentlichen Wirtschait.. ........ 576
2, Frankreich
a) Verwaltungsaufbau
Zentralverwaltung..........0.0.0000000000000r Kara DT
Staatliche Bezirksverwaltung und nachgeordnete Gebietskörper-SEN

Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
 (Finanzausgleich und Finanzkontrolle)........... 584
b) Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände)
nach Ausgabezwecken ........0..000000000k 00 vn 4. Eu pr DO
c) Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten......00...0.....00000. 588
d) Richtziffern’zum Personalstand der öffentlichen Wirtschait .......... 588
3. Belgien
a) Verwaltungsaufbau
Zentralverwaltung.......00.0000r0 0000ER ae DS
Staatliche Bezirksverwaltung und nachgeordnete Gebietskörper-SCHafteN.
 ...00.000000000 010100 HUE a44u0nau u DIR
Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
 (Finanzausgleich und Finanzkontrolle)........... 59%
b) Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden und (jemeindeverbände)
nach Ausgabezwecken ............. .. 596
c) Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten.... „ 598
d}) Richtziffern zum Personalstand der Staatswirtschaft . 598

*) Im zweiten Abschnitt werden auch die Steuer- und Zolleinnahmen Österreichs sowie Steuersysteme und
Einkommensverteilung in den Niederlanden und den Vereinigten Staaten von Amerika behandelt; der Finanzsedarf
 der Vereinigten Staaten wird in X aufgeführt.
        <pb n="9" />
        4. Italien
a) Verwaltungsaufban
Zentralverwaltung........ We00000000 599
Nachgeordnete Verwaltung und Lastenausgleich.... ............. 608
Steuerverteilung ........0000.000010000rr ER Herner 605
b) Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände)
nach Ausgabezwecken ‚.......0.. en... ge20«m 505
c) Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten.... W0000000 08
d) Richtzilfern zum Personalstand der Staatswirtschaft. 0.0.0. 608
Anhang: Die Deckung des staatlichen Finanzbedarfs in Großbritannien, Frankreich,
 Belgien und Italien........0.00000000000 0010000 ‚..... nun 009
5. Vereinigte Staaten von Amerika, Verwaltungsaufbau
Bund..........- .. 609
Staaten ......... .. ... 613
Lokalverwaltung ........00.0000000000 . „rnb4 wirmenes0« GL
Bundesdistrikt von Columbia, Territorien und Einflußsphären...... 616

Seite

GC. Internationaler Vergleich
1. Die Struktur der öffentlichen Verwaltung
a) Organisation und Aufgaben der Zentralverwaltung.................« 616
b) Organisation und Aufgaben der regionalen Verwaltung............0. 627
2. Der öffentliche Finanzbedarf nach Ausgabezwecken .. z....&amp;gt;== ÖM6
3, Der öffentliche Finanzhedarf nach Ausgvabearten ... ... 658

Zweiter Abschnitt: Steuer- und Zolleinnahmen
Steuerrechtlicher Überblick über die. Steuersysteme Belgiens, Frankreichs,
Großbritanniens, Italiens und Österreichs
1, Die Steuern vom Einkommen, Ertrag und Vermögen .
a) Allgemeiner Überblick über das System der Steuern vom Einkommen,
Ertrag und Vermögen...... Pr 670
b) Die Bemessungsgrundlagen. . 4 678
©) Die Tarifbestimmungen
«) Die Tarifbestimmungen bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag 678
ß) Die Tarifbestimmungen der Vermögensbesitz- und Erbschaftsteuern 688
2. Die Steuern vom Vermögensverkehr und Umsatz
a) Die Steuern vom Vermögensverkehr ....
b) Die Steuern vom Geschäftsumsatz....
Die Steuern vom Verbrauch und Aufwand einschließlich der Transportsteuern

a) Steuerrecht. ........ „00000 700
b) Mengen- und Belastungsziffern „zur Verbrauchsbesteuerung ........... 702
Das Steuer- und Zollaufkommen des Staates und der staatlichen Unterverbände
 in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Österreich (einzeln
und gruppenweise) ... .040044 708
Steuersystem und Einkommens- sowie Vermögensverteilung in Frankreich, .
Großbritannien. den Niederlanden und den Vereinigten Staaten von Amerika 738

A.

R

(N

Dritter Ahachnitt- Staataschnlden

1. Großbritannien. ...
2. Frankreich .....
3. Belgien. .....
4. Italien ...0.00000000 000000
5. Internationaler Schuldenvergleich ..........
6. Schuldenlast und Reparationen...

EN
1.200 TB
.. 751
754
757
ac
        <pb n="10" />
        — 8 -

X. Der Finanzausgleich in ausländischen Bundesstaaten Seite
A. Übersichten zur rechtlichen Regelung und zur Statistik des Finanzausgleichs
L. Österreich .... 776
2, Schweiz........ 781
3. Vereinigte Staaten von Amerika .. ‚ 784
B. Internationaler Vergleich. ... 787

XI. Material zur Entwicklung der Finanzen ausländischer Staaten
L. Staatseinnahmen und -ausgaben in enger Anlehnung an, die’Original-Ausweise
 (Staatsrechnungen bzw. Voranschläge)
bersichten
Belgien ...
Bulgarien. ...
Dänemark...
Finnland ..........
Frankreich ............
5roßbritannien .......0...0....00.
Australischer Bund .........
Britisch Indien ...
Kanada ...
Südafrikanische Union .
itaien........
Japan .....
Jugoslawien ..
Niederlande. .
Norwegen .
Österreich ..
Polen u wu
Rumänien ..
Schweden .............
Schweiz....
Spanien. ......
Fschechoslowakei.......
Türkei.....-Union
 der sozialistischen Sowjet-Republiken (Rußland) .....
Vereinigte Staaten von Amerika .....
Textliche Erläuterungen ...

807
808
809
810
811
812
813
814
815
816
817
819
820
821
822
823
824
825
826
827
828
829
830
831
832
. 833
‚ 834

2. Staat$shaushalt und Kassengebarung in Frankreich, Großbritannien,
Italien und den Vereinigten Staaten (1925/29) ... vayumes SEM
3, Steuer- und Zolleinnahmen
Internationale Übersicht nach Hauptsteuergruppen ..
Staatsschulden
Internationale Übersicht über die innere und äußere Verschuldung ....... 848
Ergänzungen und Berichtigungen. . „0... 850
Anhang: Verzeichnis der finanz- und steuerstatistischen Veröffentlichungen des Statistischen
 Reichsamts...........000000000 0000 4444 852
Wichtigste Quellen- und Literaturangaben für die Finanzen und Steuern
des Auslandes... Ser0000000000 856
.. 865

Sachregister ..
        <pb n="11" />
        J

1. Die Aufgabe der Finanz- und Steuerstatistik

I. Einleitung

Die wachsende Bedeutung, welche in allen modernen Staaten der Finanz- und Steuerstatistik
 beigemessen wird, findet in dem stetigen Ausbau derselben während der letzten J ahrzehnte
 ihren sichtbaren Ausdruck, Diese Entwicklung ist nicht nur als einfache Folgeerscheinung
 der mit steigender Zivilisation immer weitergreifenden statistischen Erforschung
des Staats- und Gesellschaftslebens anzusehen, sondern hat darüber hinaus ihre besonderen
Ursachen.
Ursprünglich waren finanz- und steuerstatistische Zahlen im wesentlichen als eine Handhabe
 zur Prüfung der öffentlichen Finanzwirtschaft gedacht, sei es, daß die Staatsregierung
selbst oder das Parlament gegenüber der Regierung sich dieser Kontrolle bedienen wollte.
Da sich der vollständigen Erfassung der öffentlichen Finanzwirtschaft außerordentlich große
Schwierigkeiten entgegenstellten, begnügte man sich lange Zeit mit Teilstatistiken, die hauptsächlich
 die großen direkten Steuern betrafen. Obwohl diese Steuerstatistiken eine
amfassende Finanzstatistik, die sowohl sämtliche Einnahmen als auch sämtliche Ausgaben
des öffentlichen Haushalts aufgliedert, nicht ersetzen konnten, kam doch auch ihnen bereits
an hoher Wert zu. Sie gaben zum erstenmal zuverlässigen Aufschluß über die als Steuerquellen
 hauptsächlich in Betracht kommenden Wirtschaftskräfte eines Landes und ermöglichten
 eine gewisse, wenn auch nur ganz rohe Nachprüfung der Lastenverteilung.
Kigentliche finanzstatistische Erkenntnisse konnten daneben in gewissem Umfange aus den
Voranschlägen und Gesamtabrechnungen gewonnen werden, die den gesetzgebenden
Körperschaften in Reich, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden von den Finanzbehörden
 vorgelegt wurden, sowie aus den Kassennachweisen, aus denen die Erträge
einzelner Einnahmequellen zu ersehen waren. Das hierdurch gebotene Material war jedoch
30 umfangreich und in sich so uneinheitlich, daß nur ein enger Kreis von Fachleuten daraus
‚ür wissenschaftliche oder finanzpolitische Zwecke Nutzen zu ziehen vermochte. Letzte
Schlußfolgerungen über die gesamte Finanzgebarung der öffentlichen Körperschaften mußten
mangels einer Zusammenfassung überhaupt versagt bleiben.
Die Kosten des Krieges und die Übernahme neuer Aufgaben durch die öffentliche Hand
haben in der Nachkriegszeit zu ständig wachsenden Gesamtziffern in den öffentlichen Haushaltsrechnungen
 geführt. Infolge der gesteigerten Anforderungen, die der Fiskus an die
Leistungsfähigkeit der Wirtschaft, insbesondere der Steuerzahler, stellte, hat auch das allgemeine
 Interesse an der öffentlichen Finanzgebarung eine starke Belebung erfahren. Hinzu
kommt, daß der Umbau des deutschen Finanzwesens durch die Reform von 1919 und die
Auswirkung der Inflation derart tiefgreifende Wandlungen der ganzen finanzwirtschaftlichen
Lage mit sich brachten, daß auch bei den Verwaltungsbehörden selbst das Bedürfnis nach
vollständigen und bis in die Einzelheiten aufgegliederten Zahlenunterlagen sich stärker
geltend machte. Daher erschien neben den großen Sonderstatistiken, die über die Einkommen-,
Vermögen-, Umsatz- und Verbrauchsbesteuerung nunmehr für das ganze Reich einheitlich
durchgeführt wurden, auch eine umfassende Finanzstatistik als unabweisbare Notwendigkeit,
Nachdem ein immer größerer Teil des Volkseinkommens von den Kassen der öffentlichen
Wirtschaft aufgesogen wurde, spielten Staat und Gemeinden nicht nur als Steuereinnehmer,
sondern auch als Renten- und Gehaltszahler sowie Auftraggeber für die Wirtschaft eine
immer größere Rolle. Neben der Verteilung der Steuerlast interessierte nicht ‚ninder die
Verwendung der gesamten öffentlichen Gelder, nämlich einmal die Frage, ob ein öffentlicher
Bedarf in dem vorliegenden Ausmaße überhaupt als notwendig anzuerkennen sei, und dann
die weitere Frage, ob derselbe den einzelnen Volksschichten bzw. Gebietsteilen auch entsprechend
 zugute komme. Das Interesse war somit auf die Gesamtverflechtung zwischen
öffentlicher und privater Wirtschaft gerichtet. Daß deren Erforschung nur auf statistischem
Wege, und zwar durch eine die Finanzen sämtlicher öffentlicher Gebietskörperschaften
arfassende Statistik bewerkstelligt werden kann, bedarf keines Beweises. Denn das Tatsachenmaterial
 ist infolze der verschiedenen Verwaltungsorganisation und Aufgabenverteilung
        <pb n="12" />
        — 10 —
sowie der großen Unterschiede im Aufbau des Haushalts so vielgestaltig und unübersichtlich,
daß nur eine nach einheitlichem Verfahren bewirkte statistische Aufbereitung Ordnung
hineinbringen und die erwünschten Aufschlüsse vermitteln kann,
Aus dieser Erkenntnis heraus ist im Jahre 1925 erstmals eine vollständige Finanzstatistik
für das Deutsche Reich in die Wege geleitet worden. Sie liegt heute abgeschlossen vor für die
Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28 °). Während die Finanzstatistik die
Gesamtheit der öffentlichen Einnahmen und Ausgaben darstellt, verbleibt daneben den
Steuerstatistiken vor allem die Aufgabe, die Staatseinnahmen intensiver zu bearbeiten und
in Sonderuntersuchungen einzelnen wichtigen Fragen weiter nachzugehen,
Eine derart allseitige Durchforschung der öffentlichen Finanzwirtschaft erweist sich nicht
nur für die Zwecke der öffentlichen Verwaltung und der Volksvertretung als notwendig,
sondern liegt vor allem auch im Interesse der Wirtschaft. Jede Steuer macht sich in der
privaten Wirtschaft zunächst als Kostenelement geltend, beeinflußt also die Wettbewerbsfähigkeit.
 Die Gesamtsumme der aufzubringenden Steuern stellt heute einen sehr erheblichen
Kostenfaktor dar. Angesichts der dringenden Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der
deutschen Wirtschaft auf dem Weltmarkt zu fördern, muß die optimale Gestaltung des
Steuersystems als eine vitale Frage für die deutsche Wirtschaft angesehen werden. Zur
Lösung dieser Frage die entsprechenden Unterlagen bereitzustellen, ist mit eine Hauptaufgabe
der Finanz- und Steuerstatistik.

2. Das verfügbare finanz- und steuerstatistische Material
Die vom Statistischen Reichsamt durchgeführten finanz- und steuerstatistischen Arbeiten
beruhen auf einem Material, das einerseits von den öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften,
 andererseits von den Reichsfinanzbehörden geliefert wird mittels ausgefüllter Fragebogen
 (Nachweisungen), die vom Statistischen Reichsamt im Einvernehmen mit den zu
befragenden Stellen verfertigt sind. Die Eintragungen in dieselben sind den verschiedenen
bei der Verwaltung vorhandenen Unterlagen entnommen. Genaue Kenntnis der Zahlengrundlagen
 ist deshalb Voraussetzung für ein richtiges Verständnis der statistischen Ergebnisse. Zur
Erleichterung des Überblicks sind in der folgenden Übersicht die wichtigsten Arten der finanzund
 steuerstatistischen Veröffentlichungen des Statistischen Reichsamts nach ihren Zahlengrundlagen
 und ihrer üblichen Veröffentlichungsform zusammengestellt; die nur auswertenden
Statistiken sind dabei nicht berücksichtigt, da sie lediglich das Material einer oder mehrerer
der hier aufgeführten Veröffentlichungen weiterverarbeiten.
Finanz- und steuerstatistische Veröffentlichungen des Statistischen Reichsamts?)

i. Art der Ver-'! Laufende Übersichöffentlichung
 ten über den
Paichsetat

2, Berichtszeit- -
raum
3. Zahlenunterlagen


Rechnungsjahre

Etatzahlen, im allgemeinen
 Sollzahlen
 (für das jeweils
 erste der eriaßten
 Rechnungsjahre
 Istzahlen
 der Haus:
haltsrechnungen)

t. Vorläufige Veröffentlichung

5. Endgültige
Veröffentlichung


St. Jahrb. £. d. Deutsche
 Reich, Sonderbeilage
 z. Wirt:
schaft, u. Statistik

Reichsfinanzstatistik.
 (Einnahmen .
und Ausgaben von
Reich, Ländern
and Gemeinden}

Nachweisungen
der Steuer- und
Zolleinnahmen
in Reich, Ländern
 und Gemeinden

zn "
Vierteliährlich

Steuerstatistiken
nach Arten und
Gruppen der
Steuerobjekte
und Steuersubjekte,
 sowienach
Gebieten
Zalenderiahre

Rechnungsjahre

Rechnungsergebnisse,
 Ist zahlen
für die Rechnungsjahre(Haus-



Kassenzahlen ohne
Rücksicht auf
Zugehörigkeit
zum Rechnungsjahr,
 Ist zahten
 im Berichtszeitraum


Veranlagungszahlen,
 Sollzahlen
 für den
Veranlagungsabschnitt
 (Kalenderiahr)


Zeitschrift »Wirtschaft und Statistik«,
Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reichs
Bände der Statistik des Deutschen Reichs” und
Einzelschriften zur Statistik des Deutschen Reichs

1) Das Zahlenmaterial der Abschnitte I1I—V nach dem Bearbeitungsstand Mai 1930
2) Über die Schuldenstatistik für Reich, Länder und Gemeinden {Gemeindeverbände) vel. S. 264
        <pb n="13" />
        „11

Demnach zerfällt das Zahlenmaterial in vier große Gruppen: a. Etatzahlen, b, Rechnungszahlen.
 e. Kassenzahlen., d. Veranlagungszahlen.

a. Etatzahlen
Die Etatzahlen ihrerseits gliedern sich in drei verschiedene Unterarten. Sie beziehen sich:
entweder auf die unverbindlichen Voranschläge, die von den Staatsregierungen
bzw. Kommunalverwaltungen und ihren Finanzressorts den gesetzgebenden Körperschaften
 bzw. Kommunalvertretungen zur Beschlußfassung und Genehmigung vorgelegt
werden,
oder ’auf die genehmigten und für 'die Verwaltung [verbindlichen Haushaltsanweisungen
 (Haushaltspläne)
oder schließlich auf die von den Volksvertretungen zur Entlastung der Verwaltung
endgültig genehmigten Haushaltsrechnungen, die, im Gegensatz zu der nur mutmaßlichen
 Finanzgebarung der Voranschläge und zu der Sollrechnung der Haushaltspläne,
die Istrechnung der tatsächlichen Finanzgebarung darstellen,
Da am Etat häufig nachträgliche Änderungen vorgenommen werden und da die Etats
viele Durchgangsposten und Doppelverrechnungen enthalten (beispielsweise sind im Reichs-°tat
 die Steuerüberweisungen an die Länder mit aufgeführt), sind ihre Gesamtziffern nur
unter großen Vorbehalten verwertbar. Außerdem stößt eine statistische Auswertung der
Etatzahlen insofern auf Schwierigkeiten, als die zahlreichen Einzelrechnungen der Länder
und Gemeinden keine einheitliche Gliederung aufweisen. Aus diesen Gründen ist eine amtliche
 Etatstatistik bezüglich der Haushaltsvoranschläge und der Haushaltspläne bisher
in Deutschland nicht durchgeführt worden. Jedoch wird im Statistischen J ahrbuch für das
Deutsche Reich laufend ein Überblick über die wichtigsten Posten der Haushaltspläne
and der Haushaltsrechnungen des Reichs und ihre Entwicklung in den drei letztverflossenen
 Jahren gegeben. Eine ausführlichere Darstellung des Reichshaushalts bringen
die »Statistischen Übersichten zum Reichshaushalt für die Rechnungsjahre 1926 bis 1930«
(Sonderbeilage zu W. u. St., Heft 9 1930). Schließlich bietet der vom Reichsfinanzminister
am 28. April 1930 dem Reichstag vorgelegte »Finanzielle Überblick über den Haush
 alt 1930« umfangreiches statistisches Material. Auf Grund dieser Unterlagen ist immerhin
lie Möglichkeit gegeben, einzelne Etatansätze mit den entsprechenden Zahlen der Haushaltsrechnungen
 oder mit den entsprechenden Kassenzahlen zu vergleichen.
Bis zum Jahre 1926 waren auch die Haushaltspläne der Länder im Statistischen Jahrbuch
für das Deutsche Reich mit einigen summarischen Zahlenangaben enthalten. Diese Ver-Öffentlichungen
 wurden eingestellt, sobald in den Ergebnissen der Reichsfinanzstatistik
brauchbarere Unterlagen vorhanden waren.

b. Rechnungsergebnisse
Die Rechnungsergebnisse sind die finanzstatistisch wichtigste Unterart der Etatzahlen.
Man versteht unter diesem Begriff die endgültig genehmigten Rechens chaftsberichte der
tatsächlichen Finanzgeb arung, wie sie von den einzelnen Gebietskörperschaften jeweils
für einen bestimmten Rechnungsabschnitt vorgelegt werden. Sie sind im Gegensatz beispielsweise
 zu den Kassenzahlen unabhängig von Zufälligkeiten und gewährleisten die endzültige
 rechnungsmäßige Verteilung der Einnahme- und Ausgabeposten auf die einzelnen
Rechnungsabschnitte. Denn in den Rechnungsergebnissen werden die für ein bestimmtes
Rechnungsjahr beschlossenen Einnahmen und Ausgaben diesem Rechnungsjahre selbst dann
zugerechnet, wenn die Zahlungen in der Kassenrechnung schon früher oder erst später
erscheinen. Das spielt eine Rolle z. B. bei Steuerstundungen über das Ende des Rechnungs-Abschnittes
 hinaus oder bei nachträglicher Verausgabung, etwa infolge Nichteinhaltung einer
vereinbarten Erfüllungsfrist für einen öffentlichen Auftrag; vorzeitige Vereinnahmungen oder
Verausgabungen kommen dagegen in den Kassenrechnungen verhältnismäßig selten vor.
Infolgedessen bieten die Rechnungsergebnisse die beste Basis für einen Vergleich der
Finanzgebarung verschiedener öffentlicher Körperschaften. Sie dienen deshalb der Finanz-Statistik
 als Unterlage.
        <pb n="14" />
        „12 —

Das Rechnungsjahr der Gebietskörperschaften im Deutschen Reich ist durch die Reichsabgabenordnung
 (13. Dezember 1919) einheitlich auf den Zeitraum vom 1. April bis zum
31. März festgesetzt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt bestanden in den einzelnen Ländern
abweichende Regelungen.
In den Rechnungsergebnissen müssen auch die nach Abschluß der Rechnungsperiode eingehenden,
 aber für sie gültigen Zahlungen noch berücksichtigt werden, Zu diesem Zweck
werden die Rechnungen über den 31. März hinaus offengehalten. Der endgültige Abschluß
ist in den einzelnen Ländern verschieden geregelt, jedoch ist für die Zwecke der Finanzstatistik
 ein allgemeiner Abschluß zum 30. Juni vorgesehen. Da überdies die Ausfüllung,
Einsendung, Nachprüfung und Aufbereitung der für die Reichsfinanzstatistik erforderlichen
Fragebogen einen weiteren erheblichen Zeitaufwand notwendig macht, so können die nach
zahlreichen Finzelfragen aufgegliederten Ergebnisse der Reichsfinanzstatistik immer erst
geraume Zeit nach dem Ende des Rechnungsjahres veröffentlicht werden.

c. Kassenzahlen
Den Rechnungsergebnissen haftet der Nachteil relativ später Greifbarkeit an. Um auch
dem Bedürfnis nach möglichst frühzeitiger Bereitstellung statistischer Unterlagen zu genügen,
stellt das Statistische Reichsamt, wenigstens für das wichtigste Teilgebiet der öffentlichen
Einnahmewirtschaft, die Steuern und Zölle, die vierteljährlichen Isteinnahmen der
öffentlichen Steuerkassen von Reich, Ländern und Gemeinden in besonderen
 Nachweisungen zusammen. Diese Nachweisungen geben somit nur ein Bild der
Kassengebarung bei der Steuer- und Zollverwaltung im Berichtszeitraum. Ihre Angaben
sind mit den Rechnungsergebnissen der Reichsfinanzstatistik nicht ohne weiteres vergleichbar,
weil sie nur ein Teilgebiet der öffentlichen Finanzwirtschaft umfassen und außerdem stark
durch Zufälligkeiten beeinflußt sind (oder wenigstens sein können). Ähnliche laufende Kassenberichte
 werden auch von einzelnen öffentlichen Verwaltungsstellen, z. B. von der Reichshauptkasse?),
 herausgegeben. Aber diese Kassenberichte enthalten weder eine Gruppierung
des Zahlenmaterials nach seiner Zugehörigkeit zu den einzelnen Rechnungsabschnitten, noch
können sie ein irgendwie vollständiges Bild der gesamten öffentlichen Kassengebarung geben,
da sie von den einzelnen Stellen getrennt veröffentlicht werden und eine zentrale statistische
Aufbereitung derartiger Kassenberichte nicht stattfindet. .
d. Veranlagungsergebnisse
Das Urmaterial der Steuerstatistiken ist von dem der Finanzstatistik insofern grundsätzlich
verschieden, als es in keinerlei unmittelbarem Zusammenhang mit dem Etatwesen steht.
Es entstammt vielmehr der Veranlagung der einzelnen Pflichtigen durch die Steuerbehörden
and gibt die von den Pflichtigen rechtmäßig zu zahlende Steuersumme an; diese ist infolge
von Steuerstundungen, Steuerausfällen und Steuerberichtigungen nicht mit dem tatsächlichen
Steueraufkommen identisch. Die Steuerstatistik verwertet die Steuerso1llzahlen, weil diese
eine schnellere Verarbeitung zulassen als die Steueristzahlen. Denn die letztgenannten sind
erst der statistischen Bearbeitung zugänglich, nachdem das oft längere Zeitabschnitte umfassende
 Veranlagungsgeschäft abgeschlossen ist und sie für Finanzausgleichsberechnungen
ausgewertet worden sind.
Auch im Bearbeitungsabschnitt unterscheiden sich die Steuerstatistiken von den Finanzstatistiken.
 Denn sie gehen im Gegensatz zu diesen nicht von Rechnungsjahren aus, sondern
legen den Veranlagungsabschnitt der einzelnen Steuern zugrunde, der sich meist mit dem
Kalenderjahr derkt.

3. Der Aufbau des Handbuchs

Das vorliegende Handbuch versucht eine zusammenfassende Übersicht über die wichtigsten
Ergebnisse der Finanz- und Steuerstatistik zu vermitteln. Es gliedert sich in zwei Hauptteile,
deren erster dem deutschen Finanz- und Steuerwesen gewidmet ist, während der zweite
die Finanzen des Auslands, wenn auch mit verschiedener Ausführlichkeit, behandelt.
I 1) Monatliche Nachweisungen dep Reichshauptkasse; abgedruckt im Statistischen Jahrbuch f. d. Deutsche Reich (z.B.
1929 9. 421).
        <pb n="15" />
        — 13 —

Nach den kurzen einleitenden Bemerkungen des I. Kapitels wird zunächst im II. Kapitel
an Überblick über den Verwaltungsaufwand und die Lastenverteilung im Deutschen Reich
geboten. Die Darstellung fußt im wesentlichen auf der Einzelschrift 6: »Verwaltungsaufbau,
Steuerverteilung und Lastenverteilung im Deutschen Reiche. Den Ausgangspunkt bildet
ine kurze Abhandlung über den Personalstand der öffentlichen Verwaltung in Reich, Ländern
und Gemeinden. Dabei ist das Personal nach Besoldungsgruppen unterteilt und ‚die Besoldung
 innerhalb jeder einzelnen Gruppe ersichtlich gemacht, so daß dem Leser ein Einblick
 in den Aufbau der Personalkosten ermöglicht wird. Anschließend werden die allgemeinen
Grundzüge des Verwaltungsaufbaus und der Lastenverteilung im Polizei-, Wohlfahrts-, Schulwesen
 und im Wegebau dargelegt. Um die praktische Anwendung dieser Grundzüge zu
veranschaulichen, ist für jedes der genannten Aufgabengebiete die tatsächliche Lastenverteilung
 in den fünf größten Ländern und in der Hansestadt Hamburg in systematischen
Tabellen zusammengefaßt und außerdem an Hand der Verteilung des Zuschußbedarfs bejeuchtet
 worden. In Ergänzung zu der Lastenverteilung wird in gleicher Weise, wenigstens
in den Grundzügen, die Verteilung der öffentlichen Einnahmen (Finanzausgleich im engeren
Sinne) behandelt.
Die Hauptaufgabe des III, Kapitels besteht darin, die Ausgabenwirtschaft der öffentlichen
Verwaltung und die ihr zur Verfügung stehenden speziellen Deckungsmittel darzustellen.
Hierbei ist von besonderer Bedeutung, daß nicht nur die Ergebnisse eines einzigen Jahres,
Sondern der drei Rechnungsjahre 1925/26 bis 1927/28 und außerdem des letzten Vorkriegsjahres
 1913/14 gebracht werden, so daß sich sowohl eine Vergleichsmöglichkeit zwischen
Vor- und Nachkriegszeit als auch ein Bild von der Entwicklung in den ersten Jahren nach
der Währungsstabilisierung gewinnen läßt.
‚Der Abschnitt 1 bietet zunächst an Hand der Abschlußbeträge einen summarischen Überolick
 über den öffentlichen Finanzbedarf und seine Deckung. Um die Bedeutung der absoluten
 Zahlen möglichst deutlich zu veranschaulichen, sind neben ihnen auch die ent-Sprechenden
 Beträge je Kopf der Bevölkerung nachgewiesen worden. In zwei weiteren Zahlenübersichten
 wird gezeigt, welcher Anteil an der Deckung des reinen Finanzbedarfs auf die
speziellen und welcher auf die allgemeinen Deckungsmittel entfällt und wie sich die Abschlußbeträge
 verhältnismäßig auf die einzelnen Körperschaften verteilen.
_In dem Abschnitt 2 finden sich alsdann die eingehenderen Nachweise. Als Grundlage sind
die in der Hauptübersicht S. 130 für jedes Aufgabengebiet in weitgehender Ausgliederung
dargebotenen Grundzahlen zu betrachten, Auf ihnen bauen sich die vorangehenden Übersichten
 der Verhältniszahlen auf, in denen die Entwicklung und Verteilung des Zuschußbedarfs
 sowohl nach Gebietskörperschaften als auch nach Aufgabengebieten, ferner die
Zusammensetzung der öffentlichen Ausgaben und der speziellen Deckungsmittel nach Aufgabengebieten
 erläutert wird.
Schließlich behandelt der 3. Abschnitt den Zuschußbedarf in den verschiedenen Ländern,
und zwar sowohl hinsichtlich seiner Verteilung auf Land und Gemeinden als auch hinsichtlich
des Kopfbetrages, der in jedem Lande auf die einzelnen Aufgabengebiete entfällt. ;
Im IV. Kapitel erfolgt die Darstellung der allgemeinen Deckungsmittel der öffentlichen
Finanzwirtschaft, Es wird zunächst deren Anteil an der Deckung des Zuschußbedarfs.nach-3ewiesen,
 und alsdann werden in je einem besonderen Abschnitt die Erträge aus dem Erwerbsvermögen
 der öffentlichen Hand und die Einnahmen aus Steuern und Zöllen gezeigt. In
“nem Schlußabschnitt folgt eine kurze Erörterung der öffentlichen Kassengebarung.
Das V. Kapitel ist den beiden Sondergebieten »Kriegslasten« und »Öffentliche Verschuldung«
gewidmet. Es enthält in seinem ersten Abschnitt eine kurze Erläuterung der sogenannten
Em und äußeren Kriegslasten und im zweiten Abschnitt eine. verhältnismäßig umfassende
arstellung der öffentlichen Verschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden (Gemeindeverbänden).

x Das umfangreiche VI. Kapitel enthält die wichtigsten Ergebnisse der Reichssteuerstatistik.
ach Möglichkeit sind dabei gleichfalls die Zahlen für mehrere Jahre angeführt.
. Im VIL Kapitel wird eine kurze Übersicht über die wichtigsten Landes- und Gemeindesenern
 (Realsteuern) sowohl hinsichtlich des geltenden Rechts als auch des Aufkommens
en.
        <pb n="16" />
        14 —

Das VIII Kapitel zeigt an Hand einiger Beispiele, in welcher Weise die Steuerstatistik
zur Untersuchung bestimmter weitreichender Wirtschaftsprobleme nutzbar gemacht werden
kann. Abschnitt 1 und 2 bringen interessante Ergebnisse aus den Sonderuntersuchungen
über die Steuerbelastung von Landwirtschaft und Industrie. Der Abschnitt 3 fußt auf Band 7
der Einzelschriften: »Die Steuerkraft der Finanzamtsbezirke«. Er vermag auf diesem knappen
Raum natürlich nur in sehr großen Zügen ein Bild von der regionalen Steuerkraftverteilung
im Deutschen Reich zu geben. Im Abschnitt 4 werden Größe, Gliederung und Entwicklung
des deutschen /Volkseinkommens dargestellt und die Anteile errechnet, die hiervon auf die
Finanz- und /Soziallasten entfallen.
Die zunehmende Verflechtung der wirtschaftlichen und staatsfinanziellen Beziehungen mit
dem Ausland legten es nahe, dem deutschen Teil einen internationalen Überblick anzufügen.
Den Finanzen der mit Deutschland durch die Reparationsleistungen besonders verknüpften
Länder wurde eine verhältnismäßig eingehende Darstellung gewidmet. Sie umfaßt außer
Finanzen, Steuern und Schulden auch den Verwaltungsaufbau und das öffentliche Personal.
Eine knappe Übersicht über den Verwaltungsaufbau erschien für das Verständnis der Statistik
und vor allem für den internationalen Vergleich unerläßlich. Die Bundesstaaten Österreich,
die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Amerika wurden unter dem Gesichtspunkt des
bundesstaatlichen Finanzausgleichs behandelt. Übersichten über die Entwicklung der
Finanzen von der Vor- zur Nachkriegszeit bis zur Gegenwart in 26 europäischen und außereuropäischen
 Staaten schließen den internationalen Teil ab. Die Darstellung fußt auf
authentischen, zum großen Teil amtlichen Quellen. Sie konnte aber nur in einer dem
Rahmen dieses Handbuches entsprechenden knappen Form gebracht werden.
Das IX. Kapitel behandelt den Verwaltungsaufbau und die Finanzwirtschaft in Großbritannien,
 Frankreich, Belgien, Italien und den Vereinigten Staaten von Amerika '). Organisation
 und Aufgaben von Staat und nachgeordneten Gebietskörperschaften, die Struktur
ihres Finanzbedarfs und ihrer Steuersysteme sowie die Probleme der Verschuldung und der
Reparationen sind darin ausführlich behandelt. Die Übersichten und textlichen Ausführungen
sind, obgleich nicht auf einen Vergleich mit Deutschland abgestellt, immerhin geeignet, auf
die Frage: Wie sind bestimmte Probleme, die gegenwärtig Deutschland interessieren, in
wichtigen Staaten des Auslandes gelöst? eine gewisse Antwort zu geben,
Das Kapitel X bietet in knappen Umrissen eine Darstellung des Finanz- und Lastenausgleichs
 in ausländischen Bundesstaaten (Österreich, Schweiz und Vereinigte Staaten von
Amerika) in der Annahme, daß eine kurze Orientierung gerade darüber von besonderem Interesse
 für Deutschland ist.
Kapitel XI gibt unter möglichster Anlehnung an die amtlichen Originalquellen weit aufgegliederte
 Übersichten zur Entwicklung der staatlichen Finanzen in 26 europäischen und außereuropäischen
 Staaten. Staatsausgaben, Staatseinnahmen und Staatsschulden für ein Vorkriegsjahr
 und die letzten fünf Nachkriegsjahre von 1925 bis 1930 sind hierbei besonders
ausgewiesen,
Als Anhang ist dem Handbuch ein Verzeichnis der finanz- und steuerstatistischen Veröffentlichungen
 des Statistischen Reichsamts und ein Verzeichnis der wichtigsten aus-Jändischen
 Literatur beiyvefüyt. Ein ausführliches Sachrergister schließt das Werk ab.

1) In diesem Kapitel wird hinsichtlich der Vereinigten Staaten nur der Verwaltungsaufbau dargestellt, im übrirem
88i auf Kanitel X verwiesen.
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        Erster Hauptteil

Deutsche Finanz- und Steuerstatislik
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        5 4 Weiwirtechalt mm
BIK SOLAR SS 46

IL. Überblick über Verwaltungsaufwand, Steuer- und
Lastenverteilung im Deutschen Reich

Il. Der Verwaltungsaufwand und die Verteilung der Staatsaufgaben
a. Der Personalstand der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
am 31. März 1927 und am 31. März 1928
Die Erhebung des Personalstandes der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich nach
dem Stande vom 31. März 1927 umfaßt die Personalkräfte der Hoheitsverwaltungen des
Reiches und der Länder (einschl. Hansestädte) sowie der Kämmereiverwaltungen der Ge-Neinden
 mit mehr als 2000 Einwohnern und der Gemeindeverbände. Von der Erfassung
der Verwaltungskräfte in den Gemeinden mit weniger als 2 000 Einwohnern wurde abgesehen,
da die Verwaltung dieser Gemeinden häufig durch Gemeindeangehörige im Ehrenamt
der im Nebenberuf erfolgt; die Lehrpersonen in diesen Gemeinden sind dagegen erfaßt
worden, Erhebungen von Personalkräften in Betrieben irgendwelcher Art (z. B. Reichs-Jahn,
 Reichspost, Domänen, Straßenhahnen, Elektrizitäts- und Gaswerke) wurden nicht
angestellt.
Wie aus Übersicht 1 auf S.20/21 hervorgeht, waren in der öffentlichen Verwaltung im Deutschen
 Reich am 31. März 1927 insgesamt 925 095 Beamte und Angestellte tätig. Hierzu
zommen 114105 Militärpersonen (Reichsheer und Reichsmarine), 34 243 ehrenamtlich oder
aebenberuflich tätige Personen und‘ 231 675 Arbeiter für dauernde Verwaltungszwecke.
Die Gemeinden und die Gemeindeverbände haben mit 395530 — 42,8 vH den stärksten
Anteil an der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten (ohne Militärpersonen). Die
Länder kommen ihnen mit 367 169 == 39,7 vH recht nahe, während das Reich nur 121 509
= 13,1 vH der Gesamtzahl beansprucht. Auf die Hansestädte, in denen Hoheitsverwaltung
und Kämmereiverwaltung schwer zu trennen sind, entfallen 40 887 = 4,4 vH. Die hohe Anzahl
der Personalkräfte in den Gemeinden (Gemeindeverbänden) findet ihre Begründung in der
Zählung der von einer Landesschulkasse besoldeten Volksschullehrer in Preußen, Waldeck
und Schaumburg-Lippe bei den Gemeinden; in Oldenburg ist das Volksschulwesen eine ge-Neindliche,
 in den übrigen Ländern eine staatliche Einrichtung.
Von Interesse ist das Verhältnis der einzelnen Personalkategorien zueinander in den verschiedenen
 Gebietskörperschaften. Folgende Übersicht gibt darüber Aufschluß:

Gebietskörnerschaft

Planmäßige
Beamte

Außerplannäßige
 Beamte
 und
Beamtenanwärter


Beamte |
insgesamt

Angestellte

in UyET

Reich (ohne Militärpersonen).........
Länder (ohne Hansestädte) ..........
Gemeinden (Gemeindeverbände) (ohne
Hansestädte) .....
Hansestädte |

Insvesamt.

14,2
30,5
10,1
“A

746

3,9
0,4

2,0
14

BG

78,1
90,9

79,1
69,0
y Z
97

21,9
9,1
20,9
31,0
! 168

Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Beamtenschaft in den Ländern und der sehr starke
Anteil der Angestellten in den Hansestädten. Begründet liegt dies bei den Ländern darin,
laß sie vorwiegend jene Verwaltungszweige in ihren Aufgabenkreis einbeziehen, die die
Aufrechterhaltung der Staatsautorität (Polizei, Rechtspflege) und die Erziehung (Schule)
Jezwecken und demzufolge in der überwieyrenden Mehrheit mit Beamten besetzt sind.

Finanzen und Stenarn
        <pb n="19" />
        8

Beim Vergleich der Anteile der verschiedenen Personalkategorien in den einzelnen Ländern
(Land, Gemeinden und Gemeindeverbände insgesamt) ist festzustellen, daß hier erhebliche
Unterschiede bestehen. Bayern nimmt mit 86,3 vH planmäßigen Beamten die erste Stelle
ain, während Hamburg mit 61,9 vH den geringsten Anteil von planmäßigen Beamten aufweist.
In mehreren Ländern ist der Anteil der planmäßigen Beamten in Land und Gemeinden annähernd
 gleich, in anderen Ländern bestehen hier jedoch erhebliche Unterschiede, so besonders
in Sachsen und in den beiden Mecklenburg. Unter den außerplanmäßigen Beamten, die im
Deutschen Reich insgesamt nur 8,6 vH ausmachen, ist Württemberg mit 20,2 vH führend.
In den meisten Ländern — Ausnahmen bilden Oldenburg, Waldeck und Schaumburg-Lippe —
ist der Anteil der Angestellten in der Gemeindeverwaltung verhältnismäßig erheblich höher
als in der Landesverwaltung. In den vier süddeutschen Staaten bleiben die Anteile der Angestellten
 unter 15 vH; Bayern hat insgesamt nur 4,5 vH Angestellte, das Land allein sogar
aur 2,5 vH. In den übrigen Ländern (einschl. Hansestädte) mit Ausnahme, Waldecks, liegt
der Anteil der Angestellten zwischen 36,3 vH (Hamburg) und 15,2 vH (Anhalt).
Übersicht 1 gibt fernerhin Aufschluß über die Besoldung der Beamten und Angestellten.
Innerhalb der Reichsbesoldungsordnung vom 30. April 1920, die für sämtliche Gebietskörperschaften
 bei der Erhebung maßgebend war, umfassen nach dem Beschäftigungsverhältnis
die Gruppen AI bis AIII den unteren Dienst,
A IV bis A VI den Kanzleidienst,
5 A VIIbis A IX den gehobenen mittleren Dienst, ;
A X und höher den höheren Dienst.
Die nachstehende Übersicht veranschaulicht die vH-Anteile der Beamten und Angestellten
 an den derart zusammengefaßten Besoldungsgruppen in den einzelnen Gebietszörnerschaften.


Besoldungsgrunne

Reich
ohne‘ ee
Militär- | Militär- |
personen | Personen

Länder

Gemeinden
und
Gemeindeverbände


Hansestädte
 I

Insgesamt


in vT

Beamte .
AI bis ANIL.....
AIV » ANYVL.....
AVII » AIX.....
A X und höher .....

Angestellte
I bis HI.......
IV oo» VIs......
VII » TX.......
X und höher „.....
3eamte und Angestellte
AT bis AIZL....
&amp;amp; „AV...
4 1 » AIX.....
„und höher... .

5,1
16,5
39,1 |
93

16,6
53,6
6,9
12,9

“

m

32,1
10.0

89,2
6,9
1,8
ar

„Xi

16,6
34,0
34,1
1523

25,4
h4,7
4

=

A1F
143

6,8
24,9
57,5
10.8

30,3
56,7
9,3
7

£

74

He]

18,0
36,3
34,5
11.2

8,7
74,0
11,6
Kr

15,1
48,0
27,4
os

11,2
32,0
44,2
12,6

25,1
61,1
8,4
54

13,6
36,8
38,2
11.4

Von der Gesamtsumme der Personalkräfte entfallen etwa gleich hohe Anteile auf die
oeiden mittleren und etwa gleich niedrige auf die beiden äußeren Gruppen. Im einzelnen
jetrachtet erhält der größte Teil der Angestellten in sämtlichen Gebietskörperschaften seine
Vergütung nach den Besoldungsgruppen IV bis VI. Unter den Beamten ist diese Einheitlichkeit
 nicht vorhanden. Im Reich überwiegen hier ebenfalls die Besoldungsgruppen
A IV bis A VI, was auf den starken Anteil der Steuerbehörden am Personalstand des Reichs
zurückzuführen ist. Bei den Ländern und Hansestädten halten sich die beiden mittleren
Gruppen die Waage. Die Tatsache, daß die Lehrpersonen an Volksschulen in einigen Ländern,
insbesondere in Preußen, bei den Gemeinden nachgewiesen werden, läßt den Anteil der
Gemeindebeamten an den Besoldungsgruppen A VII bis A IX auf 57,5 vH steigen. Von den
Militärpersonen sind nahezu 90 vH in der Gruppe AI bis AIIT aufgeführt.
        <pb n="20" />
        „19 —

Übersicht 2 gibt eine eingehende Darstellung der gesamten Personalkräfte der öffentlichen
Verwaltung im Deutschen Reich, zusammengefaßt zu den vier erwähnten Arten des Be-Schäftigungsverhältnisses
 und verteilt auf die einzelnen Verwaltungszweige. Gleichzeitig
vermittelt die ‚Übersicht die Kenntnis von den verschiedenartigen Anteilen der Beamten
und Angestellten am Gesamtpersonalstand der einzelnen Verwaltungszweige. In den vier
weiteren Übersichten 3a bis 3d ist in gleicher Weise der Personalstand der Hoheitsverwaltungen
 des Reichs und der Länder insgesamt sowie der Kämmereiverwaltungen der
Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hoheits- und Kämmereiverwaltungen der Hansestädte
 "aufgeführt. Zur Ergänzung dieser Übersichten dient folgende Aufstellung, die den
vH-Anteil der einzelnen Verwaltungszweige an der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten
wiedergibt und fernerhin den vH-Anteil der einzelnen Gebietskörperschaften an den gesamten
 Personalkräften der verschiedenen Verwaltungszweige aufzeigt.

Verwaltungszweig

Reich |

Länder

Gemelinden
 und
Gemeinde-



Hansestädte


Zu-3amM-



Anteil der
einzelnen
Torwaltungszweige
 an
der Gesamtzahl'der
 Beamten
 und
Angestellten

in vo

I. Allgemeine Verwaltung ‚.......
IL _Staats- und Rechtssicherheit...
1 Polizei zsu..ıunarere ı
2, Rechtspflege ........0000.000
3. Reichswehrministerium und
nachgeordnete Dienststellen
(ohne_Militärpersonen) ......
UL Bildungswesen s......00..000004
1. Verwaltungsbehörden (einschl.
allgemeine Schulverwaltung)
2, Schulwesen (ohne Schulver-Waltung)....0000.00000000000

a) Volks-, Fortbildungs- und
Mittelschulen .......0.0.0.«
Höhere, Fach- und sonstige
Schulel.......0.00000.10000
3. Kunst, Wissenschaft, Kirche.
[V. Wohlfahrts-, Gesundheits- und
Wohnungswesen (ohne Ministe-NUM)
 .....0- :
Einrichtungen (Anstalten u. dgl.)
L. Einrichtungen des Wohlfahrtsund
 Gesundheitswesens .....
2. Sonstige Einrichtungen ver-.
 schiedener Art ........0.000
VI. Wirtschaft und Verkehr.......
1. Wirtschaftsförderung........
x 2. Verkehrswesen s.......0.....0
IL Finanz-, Steuer- und Schulden-&amp;gt;
 VErWaltUNg s0.00000r0 000000000
HL Abwicklung der Kriegsschäden. «
Insgesamt (ohne Militärpersonen)
Militärpersonen 2..0.0.00000000

8,0
4,2
0,5
0.4

00
0.2

34

4

5,4
1,9
6.4

69,3
190

13,1
100 |

39,1
77,9
74,9
94,1

38,0

38,5
35,0 |

33,1

43,2
68,8

5,8
8,6
11,9 |

33,4
82,2
18.2

51,2
11,4
17,4

17
6,5
72 |
5,5

100
100
100
100

|

58,3 |
57,6 |
61,6 |
638 |
52,5 4,3
23,9 | 49 |

3,5

100 1
ze

100 |
,

100

100

100
100

85,9 6,9 ]
82,3 91
77,9 | 10,2 * 100
5,8
6,5
18
32

100
100
100
100

100
IN0

100 1
100 |

9,5
26,4
17,4
8,0

1,0
31,4
0,7
28,1
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100

x Von der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten nehmen allein die Verwaltungszweige
Staats und Rechtssicherheit 244 497 = 26,4 vH, Bildungswesen 290 575 = 31,4 vH und
‚Manz-, Steuer- und Schuldenverwaltung 127 755 = 13,8 vH, insgesamt also 71,6 vH in
Anspruch, Einzelne Verwaltungszweige, nämlich das Reichswehrministerium mit seinen
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21 931 53 422
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7107 1741| 28| 12972
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 Lehrpersonen, — *) Einschl. der in Eigen-Schulverbänden bei Gemeinden unter 2 000 Einwohnern und bei Gesamt-2


Übersicht 1

Reichs, der Länder und der Gemeinden!)
ım 31. März 1927*)
Aßerplanmäßigen Beamten | Zahl der Angestellten für dauernde
Jeamtenanwärter Verwaltungzwecke

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6 Nr, 3503 — III, Wahlperiode 1924/27). — *) Einschl. der aus der Landesschulkasse ee
"hülverbänden Beh d EL REES I HE Q a der Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern.
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        22 —

nachgeordneten Dienststellen und Heer und Marine sowie die Abwicklungsstellen der Kriegsschäden
 sind reine Reichsangelegenheiten. Auf das Reich entfallen fernerhin nahezu 70 vH
der Personalkräfte der Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung; hierin kommt der Aufbau
der Finanzverwaltung im Reich zum Ausdruck. Von besonderem Interesse ist die Aufgabenverteilung
 zwischen Ländern und Gemeinden, die hier allerdings nur für alle Länder
insgesamt gegeben ist. Die Rechtspflege ist eine rein staatliche Angelegenheit, andererseits
 werden Beamte und Angestellte bei den Anstalten und Einrichtungen verschiedener
Art (Feuerlöschwesen, Straßenreinigung, Kanalisation, Friedhöfe, Schlachthäuser u. dgl.)
nur von den Gemeinden nachgewiesen, da diese der gemeindlichen Selbstverwaltung
unterstehen. Überwiegend Aufgabe der Länder sind die Polizei, die Pflege von Kunst und Wissenschaft
 und die Förderung der Wirtschaft. Die Gemeinden betätigen sich vornehmlich im
Wohlfahrts-, Gesundheits- und Wohnungswesen (85,9 vH) und den Einrichtungen auf diesen
Gebieten (82,3 vH), sodann im Verkehrswesen, das auch das gemeindliche Bauwesen umfaßt,
Die Nachweisung von 63,8 vH der Volks-, Fortbildungs- und Mittelschulpersonalkräfte bei
den Gemeinden ist wiederum auf die oben erwähnte Aufführung der Volksschullehrer einzelner
 Länder, vor allem Preußens, bei den Gemeinden zurückzuführen.
Die Verwaltungszweige, in denen vor allen anderen die Autorität des Staates zum Ausdruck
zommt, sind besonders stark mit Beamten besetzt. Dasselbe ist der Fall bei den entsprechenden
Verwaltungszweigen der Gemeinden. Als Beispiele hierfür sind Polizei und Schulwesen zu
nennen. In anderen Verwaltungszweigen, wie im Wohlfahrts-, Gesundheits- und Wohnungswesen
 sowie in der allgemeinen Verwaltung sind die Angestellten stark vertreten, wie folgende
Übersicht zeigt:

Polizei

Schulwesen

Wohlfahrts-,
Gesundheitsınd
 Wohnungswesen


Allgemeine
Verwaltung

Zebietskörperschaft

Beamte ! Angest. ' Beamte |! Angest.

Beamte ! Angest.

Beamte | Angest.

Reich .....,

98,6

72,4

27,6

58,9 | 41,1

Länder (ohne Hansestädte)

98.6

14

59 1

0.9

74.9

28,1

65,9 | 34,1

jemeinden (Gemeindever- ı
verbände)..............}
Hansestädte...........24 | 95,3 | 47 | 880 |

2.6

51,3

63,0 37,0
|
66,7 | 58.2 | 41,8

no | 333

Auch in dieser Übersicht zeigt sich die stärkere Einstellung von Angestellten in den Gemeinden,
 insbesondere aber in den Verwaltungen der Hansestädte. Der Anteil der Angestellten
 am Personalstand der entsprechenden Verwaltungszweige des Reiches und der Länder
ist, abgesehen von der allgemeinen Verwaltung, weitaus geringer.
Nebenberuflich und ehrenamtlich tätige Personen sind insbesondere beim Schulwesen und
beim Wohlfahrts-. Gesundheits- und Wohnungswesen nachgewlesen.
        <pb n="23" />
        Übersicht 2.
Personalstand der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich*) (Reich, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände)
 nach Verwaltungszweigen am 31. März 1927

9 —

Zahl der Beamten und Angestellten
1er Besoldungs- (Vergütungs-) Gruppen!)

Von der Gesamtzahl
der Spalte 6 entfallen auf
Beamte | Angestellte
Anzahl | vH JAnzahl | vH
A sw

m.
„anl der
nsbenberuflich

x,ehrenamtlich

beschäftigten

Personen
1L

Verwaltungszweig

A
PP.
A HI

„A
höher

insgesamt
5

i. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane, Auswärtige Angelegenheiten
 „....0...0000...00000000
2, Ministerien des Innern, der Landwirt-Schaft,
 des Gewerbes, der Industrie, des
Handels, des Verkehrs, der sozialen
Maßnahmen und des Gesundheitswesens
{ohne bei- und nachgeordnete Stellen)
Innere Verwaltung des Reichs und der
Länder sowie Allgemeine Verwaltung
der Gemeinden und Gemeindeverbände
{ohne Polizei). ven
Summe I
4 Stants- und Rechtssicherheit
L. Polizei
2. Rechtspflege
a) Justizministerien .........0..000
b) Gerichte.....0000.0000r eaneunn
6) Strafvollzug .... F de sa
Summe 2
“ Heeres- und Marineverwaltung (ohne
Miltärpersonen)
a) Reichsheer.....-.
b} Reichsmarine ..

zır) 975 759 1 988]

4039 2661| 65,91 ı 378) 34.7

22

311 |

1198) 3816| 1 6411

3 966

3239|
| 87
| 72 18,8

69

12234 | 37 103! 21 144| 9442
12862 ' 39 276| 22 719) 13 071

79.923
87 928

50.110 | 62,71 29 813|_37,3
56 010 | 63,7| 31 918! 36,8

4.304
4 395

47963 ı 97 334| 13 457| 2 4201
69 175) 173| 316
6028 23961! 16 339 13 000
1287 | 11 453| 826 383
7384 | a5 E00 17.338! 13 7891

{61 174

556831 96,6 5491| 3,4

1.382

733
59 41 8
13.949
74 100}

690 | 24,1| 43] 5,9;
50875 85,6| 8543| 14,4 |
12416 |_ 89,0] 1533 110
63 81) 86,8| 10.119| 28,7 :

"67
123
190

Summe 3
Summa II

775 | 2710| 1900| 454!
267° 1711| 1064 342
1042| 4421| 2964! 796
56 389 1137 344| 33 759| 17 005]

5 899 3380 67,0] 2 459) 42,1
33841 1949: 57,6) 1435| 42,4
9223 53291 57,8) 3894 42,2
244 497] 224 993 | 92.01 19504 80°

1572

al. Bildungswesen
1. Ministerien des Unterrichtswesens, des
„ Kultus, der Kunst und Wissenschaft, .
2, Schulwesen
a) Allgemeine Schulverwaltung .....
b) Volks-, Fortbildungs- und Mittel-A

%) Höhere, Fach- und sonstige Schulen
Summe 2
3, Kunst, Wissenschaft, Kirche ........
Summe II

2 2956| 225) 324)
647! 2105| 1395| 1343
2932‘ 4402197103| 4539
“718 1706, 13.030) 34379
529% ı 8213211 = 40 261
4260| 6581! 5345| 8178
9625 15 089/217 098| 48 763]

A 4 85,7| 1381| 14,8
5490) 4338 79,0] 1152| 22,0
208 976 204.787 | 98,0] 4189| 2,0
508301 48911 | 96,21 1919 38
265 296! 258 036 | 97,3 720 2,7
243641 15043 ı 61,7] 9321| 38,8
290 575| 273 863 : 94,2] 16 712° 5,8

3
220
12.129
2207
(4 556
911
15 470
7789

8
NV, Wohlfahrts-, nn und Wehnne ® +.
Wesen (ohne Ministerien) ......... d
dgl.) des
7. Einrichtungen (Anstalten ul.
Wohlfahrt. und ESS esenS SUwiß
SONstige gemeindliche Einrichtung Ve
Schiedener A ]
ME Wirtschaft und Verkehr
Ü Wirtschaftsförderung A
2. Verkehrswesen (einschl. BER de .
Gemeinden) rer
Summe VI

4.023 | 25 644! 10815) 3 462

43 944]

22 747 |

52,8) 21 197! 48,2

85 463}
12 685!
10247 14060 12522| 3957 40786
12 960 | 17 796! 15342| 7373| 53471)
133 | a - 709 1824
218! 6031 1664 972° 3457
8964 64 767| 41 154} 758° 122479
9315 | 65 867) 43 0 9270) 127755
251 | e 1066 427! 3044)
527! 3145| 3621| 1125 8418
778 | 4445| 4687| 15521 _11 462}
*Stordom Mittärpersonen 125 631 |340 726,353 342/105 396| 925 095)
Mel um ee m 2
Militärpersonen insgesamt 101849 | 7828] 2052| 2376| 114 1058 114.105 | 200.0) — | — | nn
Oh Sakzeept ; Gesamtsumme i 227 486 1348 554/355 3941107 772} 1039 200 83 555 | 85,0|155 €45\ 15,0 | 34 242
„ = 21) Reichsbesoldungsordnung vom 30. April 1920 (RGBI. 1920 S. 805)

3 596
259

498
757

2

661
664

34 242
        <pb n="24" />
        Übersicht 3a

24

Personalstand der Hoheitsverwaltungen des Reichs*) am 1. April 1927?)
DT a a = | Zahl Te
Von der Gesamtzahl nehender
 Spalte 6 entfallen auf "beruflich
— a
amtli
Angestellte N N
tigten
a
ıl

Verwaltungszweig

nsgesamt
6

Allgemeine Verwaltung
. Oberste Reichsorgane, Auswärtige Anrelegenheiten

a) Oberste Reichsorgane (ohne Volksvertretung)
 s......00000000000.0n
b) Auswärtige Angelegenheiten.....
Summe 1

7 581 15) 8
aa AL
100 | 369 +2] 1522
37' 105 19l 44

150
2283 |
2433!
“205

59| 39,83) 91| 60,7
1380 | 60,41 _ 903| 39,6
1439| 59,7] 994| 40,9
136 | 66,3| 69| 83,7

3; Volksvertreter ee
3 Reichsministerium des Innern, Reichsministerium
 für Ernährung und Landwirtschaft,
 Reichswirtschaftsministerium,
 Reichsverkehrsministerium und
Reichsarbeitsministerium (ohne beiund
 nachgeordnete Stellen) „........
Innere Verwaltung (ohne Polizei).....
Summe I
[I. Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei (einschl. Reichswasserschutz) .
2. Rechtspflege
a) Reichsjustizministerium.........
b}) Reichsgericht ...........0.000000
Summe 2
3. Heeres- und Marineverwaltung (ohne
Militärpersonen)
a) Reichsh6er .........,,,
b) Reichsmarine ....

88 | 428| 241 4580|
236 | 1761 7971 421
461 | 2668| 1499| 2487|
407 | 320 ü 32!
11 18! 17l 34
16| 6 2| 131
27| 83 4 165!

1.207
3215
7060
800°
50
238
318 |

902 | 74,7] 305! 25,3
1680| 52,8 15351 477
4157| 68,9| 2908| 47,7
789) 98,6| 11] 1,4
71 | 88,8 9| 11,2
_ 205) 86,1| ___33| 18,9
276 | 86,8| 42 18,2

Summe 3
Summe II

3380 57,2 2459| 42,1
1949 57,61 14351 42,4
53291 57,8| 3894| 42,2
6394| 61,5 in 38,2
440 | 725,2! 145| 24,8
175 | 88,8 22! 11,2
135 7514| 44 24,6
137 | 56,81 104! 43,2
447 | 72,4) 1170| 27,0
sel 265 241 1149| 612,8)
137 1191 435| 133] 1896 5] 0,3}
38| 287 281 244 650 340 523
a BZ KK
175] 1553| a3 a7 2628 346 | a3
248] 4606 578 a42| 28691 1494| 77,2]

775 | 2710) 1900| 4854|
267 | 1711 10641 342
1042 4421! 294| 79
1476 4a 3.048: 0
52| 229 = 221
{
24| 44 76 53!
31 41! 40 67
—_ Bl Une 8
68! 2203| 1971 149

III. Wissenschaft und Kunst............0.0
IV. Wohlfahrtswesen (ohne Ministerium)
1. Wirtschaftliche Fürsorg8.,..........
2. Gesundheitswesen .............000004
3. Reichsarheitsverwaltung ............
Summe IV

Yo
VI. Wirtschaft und Verkehr (ohne Ministerium)
1. Wirtschaftsförderung ‚...00.00000000
%. Verkehrswesell......0.0.0.0000000010040
a) Binnenwasserstraßen ...........
b) Seewasserstraßen..............0
o) Luftfahrwesen ..... 22. 000000
Summe 2
Ayumme VI

VII. Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung
1. Reichsfinanzministerium ............
2. Steuer- und Zollverwaltung.........
3. Reichsbauverwaltung .......0..0000000
1, Finanz- und Schuldenverwaltung....
Summe VII

39 ] 217) _ 168, _266| 690
5775 | 44816 27 792| 5679 84062
110 ] 109 47 159 815
225 1950 51‘ 315 3.008
6.149 | 47 092| 28 915! 6419) 88575

531 77,0! 159 28,0
71769 85,£ 12293| 14,6
556 68,8% 2259| 31,8
189 398 1819| 60,6
74 045 | 83.6l 14 5830| 16.4

VIII. Kriegslasten
L. Behörden (ohne WVersorgungsdienst-30er
 kr HENKE
Versorgungsdienststellen (einschl.
Raeichsversorgungsgericht) ,..........
Summe VIH
Summe I—VIXE
Außerdem Militärpersonen?)
1. Reichsheer ....... ...
2. RENT dk Kb HE HER HE
Militärpersonen insgesamt
Gesamtsumme

| |
251 | 1 300 1066| 427) 1723‘ 66,91 1311 43,7
} | 1
527° 3145 3621) !125 204 86,11 1174 13,9
778 | 4445| 4687| 1 5EP 777 | 76,3| 2485| 217,
9227| 61 062 39 007 17 717 r7434 | 78,7| 26 555| 22,9
38.886 6667| 1654 1 000 — | — |
12963! 1161 398; 14 100,0 — —
101849 | 7828| 2052| f 76! 11% 105 | 114 105 | 200,9|_— | — .
a PONTE | ma
111076 | 68 890| 41 059; [4589| 235 614 | 209 059 | 88,7| 26 555| zz] .

*) Ohne Saargebiet. — *) Vgl. Reichstagsdrucksache Nr. 8503 (III. Wahlperiode 1924/27). Das Personal der Dienststellen
die nach den Grundsätzen der Reichsfinanzstatistik zu den Betrieben rechnen (Reichspost, Reichsdruckerei, Gesetzsammlungsamt
Reichsmonopolamt für Branntwein und Neckarbauverwaltung zu Lasten der Neckar A.-G.), ist nicht mitaufgelührt. — 2) Reichs
hesoldungsordnung vom 30. April 1920 (RGBl. 1920 8. 805). —?) Nach dem Reichshaushaltsplan 1927.
        <pb n="25" />
        25 —

Übersicht 3b

Personalstand der Hoheitsverwaltungen der Länder*) am 31. März 1927
Zahl der Beamten und Angestellten
3er Resoldungs- (Vergütungs-) Gruppen!)

Verwaltungszweig

Von der Gesamtzahl
der Spalte 6 entfallen auf
| Angestellte
Anzahl| vH
TI

ia
Zahl der
nebenberuflich

d,ehrenımtlich

veschäf“=tigten

Personen
a1

AI
bis
A 11T

4 €

MA

Ks
AT
z

APII AX
}* ! und |
A | höher

insgesamt

Beamte

Anzahl | vH
8

2

6

7

I. Allgemeine Verwaltung .
4. Oberste Staatsorgane, Auswärtige Angelegenheiten
 es ver res ena
inisterien des Innern, der Landwirtm
 "des Gewerbes, der Industrie,
des Handels, des Verkehrs, der sozialen
Maßnahmen und des Gesundheitswesens
(ohne bei- und nachgeordnete Stellen)
3, Allgemeine innere Verwaltung (ohne
Ministerien) ......0..00000101000 0100
Lt. Sonstige innere Verwaltung (ohne
Polizei) .... en. na.0n
Summe I

|
138] 353! 190] 203]

984 I

„61 | 77.31 2203| 22,7

770) 575} 1191]
2726 | 7269| 6365) 293)
1216| 6507| 2283! 1332
43038 | 14899) 9413| 5759|
38.0963 | 71 092) 8994) ı 690]

2759)
19 293

2387| ir Wi 15,8
38821 72,01 Saul 28.01

22

11338
34.874

5670! 50,0| 5668| 50,0°
22650! 65,9] 11 724| 34,1 |

u
54

7. Staats- und Rechtssicherheit
L. Polizei....... see.
2 Rechtspflege. ........00000000r000 0
a) Justizministerien........0...0000
9) Gerichte USW. ...00000000100000
2) Strafvollzug ......010000-00000000
Summe 2
Summe H

120 748 |

119.046 | a8,6] 1 202 1,4}

23

s8| 157 1156| 282
5904 | 22030 15489, 12586
283 ' 10682 718 357
7245 | 32 869) 16.363| 13 225,
45 908 1103 961 25 257! 14 924|

653
56 009
3.040
69 702
104501

619| 94,8! 34| 6,2
48747 87,0| 7262| 13,0
11.816! 90,61 1224 9,4
61182 | 87,8| 8520| 12,2
180 228 | 94,6] 10222 5,4

62
115
177
300

IL. Bildungswesen
{. Ministerium des Unterrichtswesens,
der Kunst und Wissenschaft........
2. Schulwesen
a) Allgemeine Schulverwaltung. ....
5) Volks-, Fortbildungs- und Mittel-Schulen
 2) rırı rer RR Hr
©) Fachschulen .......0.....0.0000+4
d) Höhere Schulen,........00..0.0404
3) Sonstige Schulen...............
Summe 2
3. Kunst und Wissenschaft
a) Hochschulen. .......00..0.0000000
b) Sonsties Einrichtungen .........
. Summe 3
Summe III

Zz1

2905| 225) 32al

915]
1548) 1446| 93.41 102) 6.61
59127
4187
‚6 498
1256
22 616}

784 | 85,7| 131) 24,31

3

:6| 120) 298 1060]
1498| 67 136 489]
252 1395| 2342
232 2723| 12 934'
66! 638‘ 500
5168| 775185] 17 334)

12

4
198
609
5

99,5| 2356| 0,5
93:7| 265 6,8
98;9| 179 1,1
95,6 5544
99,0 9 1,0'

3512
715
98
8
4.345
157
Bi
206
3
4557

Q29 ı

2527
A
3 549
2

2480| 633] 5581|
1523| 1676 1232
S 209 6812|
6 _ 9 _ 5
8472| 74 7928| 94 529!

11221 8231| 73,41 2990| 26,6 |
5453 3612| 66,21 1841| 83,8
166741 11843 71,0| 4831 29,0 |
951 681 71,6 27 28,4
110200 | 104354 | 94,6| 5946| 5,4

4571!

hne
Y. Wohlfahrts- und Gesundheitswesen (0 ®
Ministerien) en

293] 610) 203] 4 30]

a san] 1917 | za) gas| 25,1 |

116

7 Einrichtungen (Anstalten u. dgl.) des
Wohlfahrts- und Gesundheitswesens.....

25001 2588| 301) a0) 5 ee9 1 4118| 72.0) 1551) 27.4}

29

V
L Wirtschaft und Verkehr
be ung Wirtschaft, Gewerbe, Industrie
2% Handel {ohne Ministerien)......
"kahr (ohne Ministerien)..........
Summe YI

2125| 2845| 2270 3191] 1041
3299| 2214 1153 7581 7424
5424| 5059| 3423| 3949 17855

8.584 | 35 1.847 17,7] 15
6877| 92,6| __547| 7,4" __ _ 1
15461 | 86,6] 2394| 13.4| 18

a0 Finanz-, Steyer- und Schuldenverwaltung
1. Seesereinifeian see
Y Hogerwaltung ER MER Ha ee ie
© pochbauverwaltung ......... .
4. Finanz. und Schuldenverwaltung ...
Summe VE
Summe I—YII

94} 280) 317 443]
391 109/ 621 21
83| 429] 1037 768
32 718! _ 683 346
748 | 1536| 2099 1578]
63 077 135 075115 724 52 3931

11341
&amp;gt;31
A7
Rn

88,1 135| 71,9 2
52,8| 109) 47,2 3
81,3| 483 1877 1
79,8 461 20.2 15
°&amp;gt; 1 80,9| 1188| 29.7 21
„zz 551 | 90,8) 3x618) 92 | 5103

67 169

*) Ohne x 5). — ?) Bei Preußen, Oldenburg,
NO Saargebiet, — ı ; dnung vom 30. April 1920 (RGBI. 1920 8. 805). 2) , IC
Tele und Schaumburg Ladpe ed ar DEE Fr org des Landes hesoldeten Lehrpersonen zur Vermeidung von Doppelzählungen
*"S0nalstand der Gemeinden zurerechnat.
        <pb n="26" />
        26 —

Übersicht3e
Personalstand der Kämmereiverwaltungen der Gemeinden*) !) (Gemeindeverbände) am 31. März 1927

Verwaltungszweig

ka

Allgemeine Verwaltung ................

[I. Polizei.

III. Bildungswesen
1. Schulwesen
a) Allzemeine Schulverwaltung. ....

b) Yolks-, Fortbildungs- und Mittelschulen?),....
 ““:
c) Höhere, Fach- und sonstige
Schulen .....0..0000000 0100 nn en
Summe 1

2. Kuust, Wissenschaft, Kirche........
Summe II

IV

Wohlfahrts-, Gesundheits- und Wohnungs-WESEN
 een ..

Zahl der Beamten und Angestellten
der Besoldungs-( Vergütungs-) Gruppen?)

Al AI AVIE
bis bis bis
ANL | AYVI ı AIX

AX
und
höher

insgesam

3

6

8035 | 20 885 11393) 4 696]

45 009 ı

3794 | 20331! 2390) 511!

27 956

561 | 1 843l

1 046!

241

3 691

2734| 26811124 207l 3670

133 292

_797| 1028| 7777| 17084
4092| 5552|133 030| 20 995
484 | 1880 2673) 782!
4576 | 74411125 7038| 21 777]

26686
163 669

5828
169 497

3 601

22 708! 9646| 1 788]

37 743

Von der Gesamtzahl
der Spalte 6 entfallen auf

Zahl des
nebenheruflich

od.ehren
amtlich
beschäftigten

Personer

Beamte | Angestellte
Anzahl | vH Anzahl: vH
2 1 8 | _9 7 10

ar

28 889 | 83,0) 16 8670| 3701

4 26)

24728! 88,51

8228| 77,5 '

1 257%

2750 | 74,5]

941| 25,5

03

130172 | 97,7) 3120) 2,80

8 44)

25600 | 2 1086|_ 4,7
158522 | 96,9| 5147| 3.1

134
9.90

2364 | 40,6| 3464| 59,4
180 888 | 04] 8611| 5,7, 106%

19 376 |

51,3| 18367) 48,7 |

m 59f

V. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.)

I. Einrichtungen des Wohlfahrts- und Ge-SundheitsweS@NS,.......000000000000

2, Sonstige gemeindliche Einrichtungen
verschiedener Arb......000. 02-0000
Summe V

VI. Wirtschaft und Verkehr
i. Allgemeine Förderung der Wirtschaft
(einschl. Verkehrsförderung).........
2. Verkehrswesen
a) Allgemeine Bauverwaltung......
b) Sonstiges Bauwesen ............
Summe 2
Summe VI

VIL Finanz- und Steuerverwaltung (einschl.
Vermögensverwaltung) ...- ex
Summa I—VYII

15644 | 15925| 2479! 3137| 37185
1255| 11904| 2470] 1044 16673
16 899 | 27 829! 4949| 4181] 53858

22471 | 60,4| 14714) 39,6 |

172

13266 | 79,61 3407! 20,4
35787 | 66.4| 18 121} 33.6

167

a 939)

514) nl 457)

126'

1 868

1269| 67,9)

5399| 32,1

mA

1448| 5139 78] 2078 16 191
5080 _3087 24751 77 11219
Asna! e926! 10006I 265 27410
7042| 8997) 10468) 2776] 29278

10713‘ 66,2| 5478| 38,8
_7836' 69,8] 3383 30,2
10540 A909] RR6L 39.2

man

„1

A9!

19818 | 67.7| 9400| 30.3

m

2855 | 16 776 11882] 1176
26.935 |1924 067187 426| 36 905]

rl 8338 25,9! 64
30" 530 | 312 135 | A 82 795 20,9 | 2851

*) Ohne Saargebiet. — !) Gemeinden mitjwmehr als 2000 Einwohnern. — ?) Reichshesoldunsgordnung vom 30, April 192
(RGBL 1920 S. 805). — °) Einschl. der aus einer Landesschulkusse mit Zuschüssen des Landes besoldeten Lehrpersonen 8ow!
sinschl, der in Eigen-Schulverbänden bei Gemeinden unter 2 000 Einwohnern und bei Gesamt-Schulverbänden beschäftigten Lehr
nersanen.
        <pb n="27" />
        27

Übersicht 38
Personalstand der Hoheits- und Kämmereiverwaltungen der Hansestädte am 31, März 1927’)

Verwaltungszweig

:. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staats- und Verwaltungsorgane
2, Allgemeine innere Verwaltung.......
3, Sonstige innere Verwaltung (ohne
Polizei) ..... EHRE
Summe I

I. Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei are
2, Rechtspfleg@.....000000000000 10100
a) Gerichte USW. ......0.0.0.0.00000
b) Strafvollzug .... YO RR RR
Summe 2
Summe 1I

IL Bildungswesen
1. Schulwesen
8) Allgemeine Schulverwaltung. ....
b) Volks-, Fortbildungs- und Mittel-SCHULE
 0 Kr EEE LA BEL GER BEE
©) Fachschulen ...........0.....000
d) Höhere Schulen. .............00
8) Sonstige Schulen.........,.....
Summe 1

2. Kunst und Wissenschaft
2) Hochschulen. .....0000000000000
b) Sonstige Einrichtungen .........
Summe 2

3. Kirche, ..........

Summe 11

Sg
YV. Wohlfahrts-, Gesundheits- und Wohl ”
Weser
dgl.) des
7 Ei Anstalten u,
Wonttanme N eb Mr
Sonstige gemeindliche Einrichtung: Ever
Schledener Art. 44 ale ni
An Wirtschatt und Verkehr 7.
1. Landwirtschaft, Gewerbe, Tau
Und Handel..;.,...... HER
2. Verkehr

E Summe VI

VIEL GL
Ainanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung
3 Pte uOrverwaltung A
3; Fe hbauverwaltung RE Ka FE EN
* Manz- und Schuldenverwaltung ....
Summe VII
Summe I—YI

i: Gemein-Davon
 Sütfallen auf die a die
den?) und den Yrmeindeverband ES
Der dtzemeinden Hamburg, Br ;
beck)

Zahl der Beamten und Angestellten
der Besoldungs-(Vergütungs-) Gruppen?)

Von der Gesamtzahl
der Spalte 6 entfallen auf

1 Zahl der
nebenberuflich

ul.chrenamtlich

beschäftigien

Personen
Al
"—

AI ANY
bis, bis
AIIZ_ AVI

A
AuX

AX
und
höher

insgesamt
a*—

Beamte | Angestellte

Anzahl | vH | Anzahl | vH
7 8 | 9 | 0

3

42 148 108| 119 417 ı
9 157 Zi 19 256}
12 _ 524 235 _4l _ 812
63, 3829| 4414| 179 1485

325 77,9
161 629
378 | 46,61
884 | 58,2

92 .. BD:
95! 87,1 65
434] 53,4 4
621! 47,8} 74

5591| 1032| 1781 11670
1866| 824‘ 373
m _ _108| &amp;gt;
112° 2637| 982 _ 399
"4981! 8228| 1964| 577

11120} 95,8]

550! 4,7

7

1923 60,6
600 00,0
2523 61,8
13.643 | 86,6|

1248! 49,4
309 34,0
1557| 38,2
2107| 23,4

5
3
—
20

142! sel
AM 223 5760) 380,
30, 57 12 2%
25 63| 338 1225
4 8 38 _ &amp;amp;
273| 49] 6318| 1932

251
6557
440
1651
112
9011

142 | 56,6|
5844 | 89,11
307 | 69,8
ı 460 88,4
_102 |_ 92,1
7855| 87,2)

109| 43.4 |

5

7183| 10,9
133| 30,2
191| 27,6
107 8,9
1156| 72,8

170
46
221

12) 801 140
141 | __374|__260 164
1531 454! 2271| 304

243
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1182

95 | 39,2!
233 |_ 24,8)
328 | 27,7

148| 60,9
2706| 75,2
854| 72,8

3
2

426; 2947| 6584| 2226

10 193

8183 | 80,8

2010| 79,7

225

131 2123| 3569| 201] 3024

1007 | 38,8)

2017| 66,7}

145

280 | 4898|

369) 389]

5 936

2036 | 34,3]

3900| 65.7 1

159

6! el Ze zZ 145 99 | 68,38
245 2067 840 _ 172|_ 3324 _ 1815| 546}
251 | 2134) 878! 2068| 3469| 1914| 55,2

Sl 317, A
1509| 40,4 3
1555| 44,8 ;

8, 107 20 138 46. 33,8 92| 66,7
25| 65) 1% 325 1168| 527 157 483
30‘ _ 291] 197 567 349| 616 218 38.4
68| _463| 2407| 9, 1030 563 | 64,7| 467! 45,3
6195| 9622| 11 185/ 3885| 408871 28210 | 69,0| 12677| 37,0 | 628

30| 192] 306) 5 723 | 581 | 80,4) 142) 6| 119

lern K ser ir di i r 1t der drei Hanse*
Städte, bersicht umfaßt die Ergebnisse sowohl für die Landesverwaltung als auch für die Gemeinder erwaltungen }
Si %) Reichsbesoldungsordut us vom 30. April 1920 (RGBEL 1920 8. 805). — 3) Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern.
        <pb n="28" />
        RR

Die Erhebung des Personalstandes am 31. März 1928 unterscheidet sich von der Erhebung
am 31. März 1927 insofern, als der Personalstand der Gemeinden mit 2 000 bis 5 000 Einwohnern
 nicht mehr erhoben wurde, Die im folgenden mitgeteilten Zahlen sind als vorläufige
 Ergebnisse zu betrachten.
Seit dem 1. Oktober 1927 besteht für die Beamten in Reich, Ländern und Gemeinden
(Gemeindeverbänden) keine einheitliche Besoldungsordnung mehr, vielmehr haben das Reich
und jedes Land eine eigene Besoldungsordnung. Für den 31. März 1928 wurde daher der Personalstand
 des Reiches nach der Reichsbesoldungsordnung, der Personalstand der Länder
und ihrer Gemeinden und Gemeindeverbände nach der jeweiligen Landesbe soldungsordnung
erhoben. Um einen Vergleich zwischen dem Personalstand der einzelnen Gebietskörperschaften
zu ermöglichen, wurden die Gruppen der verschiedenen Landesbesoldungsordnungen, die
dem gleichen Beschäftigungsverhältnis entsprechen, einer Gruppenzusammenfassung der
Reichsbesoldungsordnung eingefügt. In dieser Zusammenfassung sind in den Gruppen B 1
vis B 8 die höheren Beamten mit festen Gehältern enthalten. Die Gruppe A 1 stellt die normale
 Spitze des höheren Berufsbeamtentums dar, Die Besoldungsgruppen A 2a bis A 2c
ımfassen den übrigen, größeren Teil der höheren Beamten. In A 2d bis A 3 liegen die Spitzenstellen
 der mittleren Beamten; A 4a bis A 4c umfassen den gehobenen mittleren Dienst,
A 4d bis A 56e den einfachen mittleren Dienst. Die Gruppen A 6 bis A 9 enthalten die Beamten
jes einfachen Bürodienstes, A 10 bis A 12 diejenigen des unteren Dienstes. In den Gruppen
A 2a bis A 2e ist der größte Teil der beamteten Lehrpersonen an höheren Schulen, in A 43
bis A4c der überwiegende Teil der Volksschullehrkräfte enthalten,
Wie aus Übersicht 4 hervorgeht, waren in den erfaßten Gebietskörperschaften im Deutschen
Reich am 31. März 1928 insgesamt 936 268 Beamte und Angestellte beschäftigt. Außerdem
waren 114 105 Militärpersonen, 58 728 nebenberuflich oder ehrenamtlich beschäftigte Personen
und 251 657 Arbeiter für dauernde Verwaltungszwecke vorhanden. Trotz der Nichterhebung
der Gemeinden von 2 000 bis 5 000 Einwohner haben die Gemeinden und Gemeindeverbände
mit 389 446 = 41,6 vH den größten Anteil an der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten,
allerdings kommen ihnen die Länder mit 382 783 = 40,9 vH recht nahe; das Reich folgt mit
122 984 = 13,1 vH, während die Hansestädte wie am 31. März 1927 4.4 vH des (jesamtpersonals
 umfassen.
Die folgende Zusammenstellung bietet in großen Zügen einen Vergleich zwischen der Zahl
der Beamten und Angestellten der einzelnen Gebietskörperschaften an den beiden Erhebungsdaten,
 wobei zu beachten ist. daß es sich für den 31. März 1928 um »vorläufige Ergebnisse«
nandelt.

Personalstand am

Gebietskörperschaft

31. März 1927

Beamte | Angestellte | Summe

31. März 1928

Beamte

‚ Angestellte | Summe
HH

5

Reich (ohne Militärpersonen) ..............0 26555 | 121509 122 984
vH... RE a 21,9 100 100
Länder 200.000 rk AKA KE2s 333551 33618 | 367 169 382 783
ML Ca EEE HER KRAE HER BERN BE WEUE A 90,8 9,2 100 100
ere er ErR Lu 266.035 55372 | 321407 330 116
sata &amp;amp; 82,8 17,2 100 100
—_—_— 233944 | 21776 55 720 34 847 59 330
een 60,9 39,1 100 58,7 100
U HE 28043 . 12629 40 672 27 317 13 738 41 055
vH... RRRRERKRNR RER R EEE 68,8 312 100 665 338 100
Mnsgesamt | 756 527 | 149 950 | 906477 | 761 972 174 296 | 936 268
vH... 83,5 16,5 100 81,4 18,6 100

'
) Ohne die Gemeinden mit weniver als 5 000 Einwohnern.
        <pb n="29" />
        — 929 —

Die höheren Ziffern von 1928 dürften einerseits wohl auf eine schärfere Erfassung der Personalkräfte
 aller Gebietskörperschaften u. a. auch an den Kunstinstituten der Gemeinden
zurückzuführen sein, sodann bei den Ländern zum Teil auf der Neueinstellung von Kräften
infolge der Ausführung der Aufwertungsgesetze beruhen.
Insgesamt ist in der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich gegenüber dem 31. März
1927 eine Zunahme um 3,3 vH der Beamten und Angestellten festzustellen. Diese Zunahme
verteilt sich mit 5 445 (0,7 vH der. Zahl der Beamten am 31. März 1927) auf Beamte und 24 346
(16,2 vH der Zahl der Angestellten am 31. März 1927) auf Angestellte. Die Zunahme an Beamten
 ist relativ am stärksten bei den Gemeindeverbänden und beim Reich, während sie bei
den übrigen Gebietskörperschaften, mit Ausnahme der Hansestädte, wo sogar eine Verminderung
 erfolgte, nicht sehr erheblich ist. Die Zahl der Angestellten blieb im Reiche bei leichter
Verminderung nahezu konstant; die stärkste Zunahme ist bei den Ländern erfolgt, doch haben
auch Gemeinden, Gemeindeverbände und Hansestädte eine erhebliche Zunahme von Angestellten
 aufzuweisen.
Auf die Anteile der Beamten und Angestellten am Gesamtpersonalstand der Gebietskörperschaften
 des Deutschen Reichs wirkt sich die stärkere Vermehrung der Zahl derAugestellten
im Vergleich zum 31. März 1927 in einer Verminderung des Anteiles der Beamten von 2,1vH
aus, Nur im Reich hat sich der Anteil der Beamten um ein geringes gesteigert. In den übrigen
Gebietskörperschaften verminderte sich der Anteil der Beamten; am stärksten erfolgte diese
Den erg bei den Ländern um 3,1 vH. Der Anteil der Angestellten hat sich entsprechend
arhöht.
Übersicht 5 gibt einen Überblick über den Personalstand der einzelnen Gebietskörperschaften
nach Verwaltungszweigen. In der nachfolgenden Aufstellung wird diese Übersicht durch die
Wiedergabe der vH-Anteile der Gebietskörperschaften an den einzelnen Verwaltungszweigen
ergänzt. Gleichzeitig gibt diese Aufstellung den vH-Anteil der einzelnen Verwaltungszweige
an der Gesamtzahl der Beamten und Angestellten wieder.

Verwaltungszweig

{. Allgemeine Verwaltung ........ |
IL. Staats- und Rechtssicherheit ...
MM. Bildungswesen. .......0000.000 |
"V. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.) |
d,Wohlfahrts- u. Gesundheitswes.
V. Wirtschaft und Verkehr .......!
VI. Besondere Anstalten u. Einrichtg.
VIL Sonstige Verwaltungen u.Behörden
IM, Finanz-, Steuer- und Schulden-VOTWAlbUNg
 vr er ern eek nnn
IX. Kriegslasten...........00.00000
Insgesamt .... |
Außordem Militärpersonen ...........

Reich

Länder

Gemeinden


9,4
4,2
32 1

31,7
79,8
38,3

42,4
9,2
57,5

— 8,6 50,9
6,7 34,9 30,3
= 9 = 91,0
1,2 12,2 57,1
70,4 14,0 12,6
00 — 7
13,1 ] 40,9 | 35,3
100

Jemeinde- ‘
verbände '

14,9
0,7
06 |
33,4
21,7
0,3

Hansestädte


1,6
6,1
3,4
71
6.4
a

Zu
am mean

00
100
100

100
100
100
100

AA

Anteil d. einzelnen
 Verwaltungs-

 an der
Gesamtzahl
ler Beamten
a.Angestellten

8,8
26,8
31,6

7,5
5,5
1,9
3,6
3,3
18
100

Größere Veränderungen in den vH-Anteilen der einzelnen Verwaltungszweige sind im Verzleich
 mit 1926 nicht zu verzeichnen. Lediglich die Aufführung der Katasterverwaltung
ler Länder beim Verwaltungszweig VIII (Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung) anstatt
m Verw.-Zw. I (Allgemeine Verwaltung) bewirkte eine Abnahme des vH-Anteils der Länder
del der Allgemeinen Verwaltung.
Beachtlich ist die erstmalige Ausgliederung der Gemeinden und Gemeindeverbände, Letztere
 sind mit 33,4 vH an der Gesamtzahl der Personalkrälte der Einrichtungen (Anstalten
1. del.) des Wohlfahrts- und Gesundheitswesens beteiligt. Einen erheblichen Anteil haben
die Gemeindeverbände weiterhin mit rund 20vH der Beamten und Angestellten in den Verwaltüngszweigen
 Wirtschaft und Verkehr (hier vor allem durch den Straßenbau) und in den sontigen
 Verwaltungszweigen (hier vor allem durch die Wohlfahrtsverwaltung).
        <pb n="30" />
        U
Personalstand der Hoheitsverwaltungen des Reichs und der Länder sowie der
a (Vorläufige
Zahl der

Jebietskörperschaft

1
Dis
38

| A2a | A2d | Ada
; A1 bis } bis bis
A260 A3 Ade
5

Reich!) ohne Militärpersonen®)............
Militärpersonen?) ,....00.0000.000
Preußen Dan ver KR EEE WE KREE
Gemeinden u. Gemeindeverbände*) 5;
Zusammen ....
Bayern Dana ge KR CE RERKKREG BER BA
Gemeinden u. Gemeindeverbände .,
Zusammen ....
Sachsen Laer Hr KR KR Han
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ...-Württemberg
 Laer KRCE BRREKTE
Gemeinden u, Gemeindeverbände ..
Zusammen ....
Ta dar rk KEREERE KK BE IE
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ....
Thüringen De BE KK KERLE
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ....
Der KERLE ER
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ...
Mecklb.-Schwerin Land ...0..00000000r00 000000000
Gemeinden u. Gemeindeverbände .
Zusammen ...
Oldenburg Lad KEANE
Gemeinden u. Gemeindeverbände®}
Zusammen ...
Braunschweig Land......0.00.00000 001000004000
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ....
Anhalt A
Gemeinden u, Gemeindeverbände ..
Zusammen ....
I
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen .,,.
Mecklb.-Strelitz Land.......000000000000 000040000
Gemeinden u. Gemeindeverbände ..
Zusammen ..,.
Waldeck LE eaper ER Ka
Gemeinden u. Gemeindeverbände‘)?)
Zusammen ‚...
Schaumb.-Lipps Land......00000000000000110000000
Gemeinden u. Gemeindeverbände*}®)
Zusammen „...
‚änder (ohne Hansestädte) insgesamt
EA A 482 "4 956 8214 105 367
Gemeinden u. Gemeindeverbände .. 927 517 13 487 168 523
Zusammen .... x 409 “73 21701 | 273 890
Hamburg ...00000000000400 0000ER EEK 63 415 946 6 001
Bremen... 28 476 142 | 1811
U 16 158 621 69%
Hansestädte zusammen®) .... 107 © ‘051 1150 8505
Reich insgesamt
Reich ohne Miitärpersonen?) „.,... 323 € 5848 + 2247 37 939
N 482 373 46 956 | 8214 105 367
Gemeinden u. Gemeindeverbände .. 927 1641 22517 13 487 168 523
Hansestädte ,....0..0000r0000r00 | 107 En 2051 , 1150 8 505
Zusammen ‚... 1839 | 6439 {7 372 25098 | 320334
*) Ohne Saargebiet. — 1) Stichtag für das Reich: 1. Juli 1928 (vgl. Reichstagsdrucksache Nr. 724 — IV. Wahlperiode 1928 —)
Jes Reichsheeres und der Reichsmarine, — *) Einschl. der aus der Landesschulkasse mit Zuschüssen der Länder besoldeten Lelır
‚eschäftigten Lehrpersonen. -— °} Einschl. der Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern. — 7) Dazu 644 Angestellte bei den Staats-—

 31 — Übersicht 4
Kämmereiverwaltungen der Gemeinden und Gemeindeverbände am 31, März 1928 *)
gebnisse)
mt
Beamten
Ai | A6 410 | Ay
is bis is
A5o | A9 A12 | S°samt
a 9

Zahl der Angestellten
_ "ir dauernde Verwaltungszwecke
X. vIr ıy | ı jnsun
 bis bis bis
höher IX vI HI gesamt
u a 8 | a is
6157| 36214 | 7347| 96681, 189% | 2218 | 17970 | 4219 | 26303 | 122 984
2707 1705 |106859 |_114105  — | = = 14105 —_
5434 | 46 948 | 45 219 150 298 377 | 852 23660 | 3675 |’) 285 564 |’) 178 862 4565 | 14 991
20%; 39475 | 8602 | 241552 3385 | _9557 ! 36126 16413 | 65481 | 307 033 27200 9943
15 530 86423 | 53821 | 391 850 3 762 10409 | 59786 20 088 94 045 485 895 31 765 114 464
1 864 14 035 707 59 606 128 1.939 793 | 1 454 4314 63 920 38 7296
1105 | 10486 | 3487 | 20866! 306 | 439 1293] 797 | 2835| 23701 5738 13791
1969 24521 | 12224 80 472 434 2.378 | 2 086 2 251 7149 87 621 5771 21 087
454 13 264 2670 40 638 | 335 244 2525 528 3632 [ 44 270 272 4384
704 7.994 | 1205| 17277 370 1058 5363 | _1287 | 8098 | 25375 2128 14 090
1158 21 258 3875 | 5795, 1 1302 | 7888 1815‘ 11730 | 69 645 4300 ; 18 474
708 4 247 4 149 | 22905 | 108 191 . 292 482 | 1 073 23 978 480 | 999
Sl 1949 ' 1522 5874 107 2207‘ _570| 1374| 2278 8152 2003 *_ 4988
1018 8196 5671 28 779 215 418 862 1356 | 3351 32 130 2.483 | 5987
818 5125 | 2866 | 22 350 311 830 | 948 950 3 039 | 25 389 4 226 952
71 1798 __ 373 4175 205 486° 96 | 805 2412 6587 2335 5568
"6 923 | 3236 26 525 516 1 266 1 914 1755 5 451 31 976 6 561 6 520
554 1.022 | 1332 ı 12367 | 84 261 960 | 929 2234 14 601 62 2644
45 119. 172 _2481 A629 1388 ° 35 1867 4348 136 2273
3 22.3 1 504 14 848 ! 130 340 2 348 L 285 41101 18 949 498 4917
2369 1722 11 825 55 64 312 714 1145 12 970 1091 1 551
1793 | 271 | 3538 5° 987 64 314 - 381 495 37 4052
4162 | 1993 15 3683 | 111 451 936 1028 1526 17 889 1470 5603
407 | 1.099 5375 166 | 110 540 310 1126 6501 1.206 720
A118 1091 |___ 8 77 _5%6 22 „23 2004 WE 9
815 1217 6 466 174 187 1 076 602 2.039 8 505 1543 1693
377 485 1716 42 | 45 453 | 286 826 2542 61 234
15 2 2882 NK 5S 39° 13 586 348 65 KA
52" 507 4 598 57 10: 852 399 | 1412 6 010 716 876
639 59% | 40701 6| 26 | 1454 76 | 562 4637 — 879
8m 102 __909 . 6 28) _ 18 „82 139 _ 683 ‘061
964 698 4 979 752 191 1.044 6 020 483 1 940
238 264 | 2330 - 33 11 168 2498 27 | 124
4 541 _ 1.000 30 335° 92 427 MATT 23 MA
6,0 318 3 330 87 | 488 | 103 645 | 3 975 450 1.068
1897 22 929 Z 244 49 309 1.238 75 —
5 BB] 181 _ ® A 5 1065 2% _ 22 BB
35 1110 1! 11 285 99 414 | 1 524 187 98
131 924 6 27 75 12 115 1.039 211 145
22147 LA 8 52 u A, 82 | ___60_
153 1 071 10 30 127 21 188 1259 293 ı 205
12] 104 - 23 127 6
DZ 8 12 36 287 1 „B6_
401 12 | 855 12 5 414 2 86
bo 8| 87 = 9 79 216 8&amp;amp;% 50
Al = Fo 5) ..2 1% 2 oo
52 313 - 14 101 414 100 96
88 987 | 69312 335 574 1634 | 4593 31497 9485 ) 47 209 |*) 382 783 14 303 34 969
06'263 | 15963 302400 4552 ° 12434 ı 48028 22032 | 87046 389446 42339 148 145_
155 250° 85 97" 337 974 71288 17027 | 79525 31517 | 134 255 772 229 56 642 183 114
£ 761 1R 909 u 1 498 490 9236 11 642 4551 590 15 654
FR 586 an 121 226 1.096 1.523 8 109 28 1.978
202 |. 40 | 235 |___279 |___573 _ 2395 16 28
Ur 517 1 659 951 | 10611 13738! 41055 62 18 350
18% 2218 ! 17.970 | 4219 26 303 122 984 145% 50 193
1634 4593 | 31 497 9 485 |?) 47 209 |7} 382 783 11303 34 969
3 2 ._ 400 4 552 12434 | 48 028 | 22 032 87046 | 389 446 42 39 148 145
Ba L- 27317, 517 1 659 951 | 10611 | 13738 | 41 055 __034 18.350
5 202.295 | 96 173 . 761972 | 8599 | 20904 | 98446 | 46 347 | 174296 | 936268 , 58728 | 251657
 rsOn an Al ‚der im“ Bereich des Reichswehrministeriums beschäftigten Personen. — *) Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften
Mate °) Einsehl. der in”Eigen-Schulvorbänden bei Gemeinden unter 5000 Einwohnern und bei Gesamtschulverbänden
{It tariflich nicht gereyelten Vergütungen,

A m
        <pb n="31" />
        — 39 —
Personalstand der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich (Reich, Länder,
(Vorläufige

Verwaltungszweige

Beamte An- A Beamte An- Su
gestellte sammen gestellte sammen

Reich

Länder

Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane (einschl. Volksvertretung)
und Auswärtige Angelegenheiten ......0.0...0
Ministerien des Innern, der Landwirtschaft, des
Gewerbes, der Industrie, des Handels, des Verzehrs,
 der sozialen Maßnahmen und des Gesundıeitswesens
 (ohne bei-u.nachgeordnete Stellen?))
Innere Verwaltung des Reichs und der Länder
sowie Allgemeine Verwaltung und!Finanzverwal-‚ung
 der Gemeinden und Gemeincaverb“ ce
ohne Polizei). ....-.... 100.0 010 000 nn nrEEe
Summe 1....
I. Staats- und Rechtssicherheit
L. POHNZEi aas00rer rennen HENKE HEN
X. Rechtspflege
a) Justizministerien!) .......00.0000000000000
h) Gerichte .....0.00000000000 00er EEE
2) StrafVOllZUg ve a KR KK KR ERIK ER KR
Summe 2 ....

1596 | 1082 ! 2678

731

265

268

4

27 | 1301

9266 |

418

7 6824

1753 | 2016 | 3769 15 468
4313 |! 3485 | 7148 | 18465

6846
7 529

22314
25 994

122 722
77 10 | 87
207 35 242
396

117 544 1776
617 47
51416 | 15184
10809 ___ 465
2842 15696

119320
664
66 600
11274
78 538

RA !

3. Heeres- und Marineverwaltung
a) Reichsheer .......0.0.0.00000000 00000000000
3) Roichsmarin® ‚...00.00..01 0000ER EEK
Summe 3....,
Summe M,...

3.368 2552 | 5.920
1.924 1569_|__ 3493
5292 | 4121 | 9413
6298 | 4166 | 10464

180388 | 17472 | 197858

1. Bildungswesen
„.. Ministerien des Unterrichtswesens, des Kultus,
der Kunst und Wissenschaft?) ........0..0000
4 Schulwesen
a) Volks-, Fortbildungs- und Mittelschulen?). .
5) Höhere, Fach- und sonstige Schulen......
Summe 2....
;. Kunst, Wissenschaft, Kirche ,........0000000
Summe HI ....
NV. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.) des Wohlfahrtsund
 GesundheitsweseNS ..........0000000000. 0000
/. Wirtschaft und Verkehr
1. Wirtschaftsförderunf v..0..0.000...0.0...1 0.00
2. Verkehrswesen (einschl. Bauwesen d, Gemeinden)
Summe V,...
/l. Besondere Anstalten und Einrichtungen ‚........
III. Sonstige Verwaltungen“ und Behörden (Wohlfahrtis-7erwaltung,
 Schulverwaltung u. dgl.) einschl. Wohnungs-
 und Siedlungsw8seN .......0..000000000000
MIN. Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung .......
L. Finanzministermen |). .0...0000000000000 000400
3, Hochbauverwaltung des Reichs und der Länder
!, Finanz-, Steuer- und Schuldenverwaltung*)...
Summe VIII ,...

801 141 942
69260 | 2337 | 71597
21483 __ __682 22 165
90 743 | 3019 93 762
12651 6179 18 830
104 195 9339 | 113534
4 433 1614 6'047
8.657 | 2.058 10715
6.398 673 7071
15055 | 27 | 17786

67 | Tin | Tess
467 | iz | 638

160
353
13

223 | 383
269% 3 049
2919 3 432

305

96

41

3269 | a9 | 4118
!
859 111 970
2.056 724 2780
5 856 6.840 13 696
3e71 | 7675 | 17446

515
562
74.740
IE R17

160 675
317 879
11561 ‚86301
12038 | 87855

(X. Kriegslasten
1. Behörden der inneren Kriegslasten ..........
%. Versorgungsdienatstellen „...........0.0.000700
Summe IX ....
Summe I—IX ....

TI 2102 3.876 u —
7174 | 1376 | 8550 -—_ —
8948 | 3478 | 12426 #4 N U
96681 | 26305 | j22984 | 335574 | 47209 | 382783
| |
9 191 | „1 9191
14914 „0 14914 —
114.105 | „| 114105 — ) U a
210786 | 26303 | 237089 | 335574 | 47209 | 382783

Außerdem Militärpersonen
1. DeiCHSÄOEE a0 ka KK SEE HE KR KO KW
A ET A
Militärpersonen insgesamt .... '
Casamisumme

*) Ohne Saargebiet, — *) Ohne Hansestädte, Anhalt, Lippe, Mecklenburg-Strelitz, Waldeck und Sehaumburg-Lippe. — 2} Ohne
ınd Schaumburg-Lippe sind die mit Zuschüssen des Landes besoldeten Lehrpersonen zur Vermeidung von Doppelzählungen dem
pure, Waldeck und Schaumburg-Lippe in Eigen-Schulverbänden bei Gemeinden unter 5000 Einwohner und bei Gesamtschul

Übersicht 5
jemeinden und Gemeindeverbände) nach Verwaltungszweigen am 31. März 1928*)
Örgebnisse) ;
 ———“ F, ab ——
mit mehr NEUN Tamöhnern | Gemeindeverbände Hansestädte Insgesamt
Beamt: An- zu- 8 An- Zzu- An- zu- | An- ZuU-LO
 gestellte sammen _ I Heamte gestellte | sammen Beamte gestellte | sammen Hharate gestellte |! samınen
ad 12 18 (4 ) 16 7 48 19
. = - — — a —— ———

76 | we | 445] 26031 1516! 4119

‚230

755 '

3.985

24685 | _10086| 34771, _ 5612| 6582| 121904 | 405|  495| 900] 47923| 26025| 73948
5 10066| 34771 __ 5612| _ 6582| 12194) 405] 4905| 9000| 47923| 26025| 73948
24685 | 10086] 347 5612| 6582| 12104 881 a 1345| 53756] 28206! 82052
10.287 so7| 10884]
1997| 1480| 3477|
583 250 833
2580| 170] 43101

150263! 5048! 155311
694 57. 751
53620 | 16699} 70319
11.392 715 12107
65706] 17471 | 83177
3368| 2552 ] 5920
_ 1924| 1 @ 3.493
= ZZ, a _ U 5292| 4121| 9413
a DE EN BEER
20258 | 2376| 2264| 1452| 299] 1751| 12867| 2327 | 15.104] 221261] 26640| 247 901

_ _ = 801 | 141 | 942
S 638 | 3389 | 5) 134 027 111 27 138| 5626 823 6440 205635| 6576| 212211
D635] _ 1535| 28170 | _ 1036 367 | 1403 1904| _432| 233 51058! 3016| 54074
157273 4924 | 162 197 1.147 394 1541 7530 1.255 8785, 256 693 9592| 266 285
477 | 5462 7939 116 159 275 350 836 | __ 1186: _16061| 12807| 28268
—z zz — | 159| 2275| 3350| __836| __ 1186; _16061| _12807| _28 868
(59 759 10886! 170136| 1268| 5583| 1816) 7880| 209 9971' 273555 | 22540] 296 095
54121 20 ar | as79 1 35 - 8166! 23 en] 859 | 4 141 5000) 36017 | 34208 315
10511 203 | 414 | 507 357 864 88 57 | 1455| 9623| 2898 | 12521
521 4992| 15014 __ 6941| 3219| 10160| 1813] 1317| 3120| 2082] 1208 38 424
—m SC] _10160|__ 1813| _ 1317] 3130| 25527] 12897 | _ 38 424
(0238 | 5195| 15428 | 7448 | 8576 | 11024 | 1901| 1374 | 8275| 35150| 15795| 50945
2409| 3831| 16240 27 24 51l 1309 247° 1556] 13745| 4102| 17847
1
28141 6522 was] zen] 305] 6653 | 1131 an] aa] 20233! 13650| 33892
_ ii _ . _ _ - — — 1374 271 1645
11992 | - | vn = — 200 166| 366 | 2818| 1207| 4025
; 3790| 5782| 1038| 1324| 2362 | 489 495 984 | _ 95115] 24010 | 119125
mE A567 |__ 4891 4955| __ 984|_95115| 24010] 119125
192 37001 5721 1088 | 1324| 2362 689) 661| 1350| 9307| 25488| 124705
1774| 2102| 3876
7174| 1376| 8550
7174] 1376| __ 8550
8948| 3478| 12426
8948| 3478| 12426
761972 | 174296 | 936 268
99 191 | — 99 191
_ 14914) — 14.914
MT , | N 114105 | — | 114105
531 62563 | 330 nel 34847] 24483| 59 | 27317 | 13738| 41055| 876 077 | 174 296 | ı 050 373

zT — De
ey EL EAN.
7555| 62563] sone 34847! 24483! 59330| 27317] 13736| aros51

Reich, x . 8) Bei Ben, Oldenburg, Waldeck
: Hangestägte, ; -Strelitz, Waldeck und Schaumburg-Lippe. — *) Bei Preußen, € ) ;
Areekalstand der Gometeden et, Keoklen burg Ohne Finanzverwaltung der Gemeinden. — *) Einschl. der in Preußen, Olden:
"9 beschäftigten Lehrpersonen.
Flnänzen Und Stayam
        <pb n="32" />
        j4 —

Anhang

Die Besoldungsordnungen
1. Das Reichsbesoldungsgesetz vom 16. Dezember 1927
(RGBIL 1927 I, S. 349)
Die Gehälter der Reichsbeamten setzen sich zusammen aus dem Grundgehalt, dem Wohaungsgeldzuschuß,
 den Kinderzuschlägen und den Zulagen. Man unterscheidet im Reichsbesoldungsgesetz
 vier Besoldungsordnungen, nach denen das Grundgehalt gewährt wird:
Die Besoldungsordnung A für aufsteigende Gehälter (hier steigen die Grundgehälter von
‚wei zu zwei Jahren bis zur Erreichung des Endgrundgehaltes), die Besoldungsordnung B
tür feste Gehälter, die Besoldungsordnung C für Soldaten der Wehrmacht (8. Übersicht 4, 5
ınd 6) und die Anlage zur Besoldungsordnung A für Polizeibeamte beim Reichswasserschutz.
Daneben besteht eine Diätenordnung für die außerplanmäßigen Beamten.
Der Wohnungsgeldzuschuß wird nach der Ortsklasse des dienstlichen Wohnsitzes und nach
‚jeben Tarifklassen bemessen (Übersicht 7). Gemäß 89,2 des Reichsbesoldungsgesetzes ist
Jer Reichsminister der Finanzen ermächtigt, den Hundertsatz des auszuzahlenden Wohnungsyeldzuschusses
 zu erhöhen; zur Zeit werden 120 vH der in der Tabelle aufgeführten Vollsätze
als Wohnungsgeldzuschuß gezahlt.
Die Kinderbeihilfe beträgt für jedes eheliche Kind und jedes den ehelichen Kindern gleichestellte
 Kind bis zum vollendeten 21. Lebensjahr jährlich 240 ZA. Für Kinder vom vollen-Jeten
 16. bis zum 21. Lebensjahr wird ein Zuschlag nur dann gewährt, wenn sie sich in der
3ehul- oder Berufsausbildung befinden und ihr eigenes Einkommen 30.7.4 im Monat nicht
arreicht. Für Kinder, die wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen dauernd erwerbsınfähig
 sind und nicht ein eigenes Einkommen von mindestens monatlich 30.7 haben,
wird‘ der Kinderzuschlag ohne Rücksicht auf das Lebensalter weitergewährt.

2, Die übrigen Besoldungsgesetze
Die Besoldungsgesetze der Länder sind ähnlich wie das Reichsbesoldungsgesetz aufgebaut.
Jedes Land 'hat eine Besoldungsordnung für aufsteigende Gehälter; die meisten Länder
haben daneben eine Besoldungsordnung für feste Gehälter und eine Besoldungs- (bzw. Vergütungs-
 bzw. Diäten-) Ordnung für nichtplanmäßige Beamte bzw. Beamtenanwärter. Hochschullehrer,
 Lehrer an Volks-, Mittel- und Fachschulen, Polizeibeamte und wissenschaftliche
Assistenten haben in mehreren Ländern eine eigene Besoldungsordnung. Verschiedenartig
ist der Kinderzuschlag. In den meisten Ländern entspricht er dem Reich, in sieben Ländern
(z. B. Preußen, Bayern) ist er je nach der Zahl der Kinder gestaffelt. Die Wohnungszuschläge
sind einheitlich für Reich, Länder und Gemeinden geregelt.
‚Aus den Besoldungsordnungen der ‘Länder werden zwei, die für Preußen und Hamburg,
dargestellt.‘
a. Das, Preußische Besoldungsgesetz vom 17. Dezember 1927
(Pr. G. 8. 1927, $. 223).

Die Regelung der Beamtengehälter in Preußen lehnt sich eng an die Reichsbesoldungsordnung
 an.: Auch hier erhalten die planmäßigen Staatsbeamten neben dem Grundgehalt
zinen Wohnungsgeldzuschuß, Kinderbeihilfen und Zulagen. Das Preußische Besoldungszesetz
 unterscheidet ebenfalls eine Besoldungsordnung A für aufsteigende Gehälter und eine
Besoldungsordnung B für feste Gehälter. Neben diesen besteht eine Besoldungsordnung €
ür Gehälter mit Mindestgrundgehaltssätzen, nach welcher Hochschulprofessoren und
Wlitglieder der staatlichen Orchester .besoldet werden. Volksschullehrer, Mittelschullehrer
ınd Gewerbe- und Handelsoberlehrer erhalten ihr Gehalt nach einer eigenen Besoldungs-»rdnung.
 Die Kinderbeihilfe beträgt für das erste und zweite Kind je 240 ZA, für das dritte
        <pb n="33" />
        Rn

ınd vierte je 300 X. und für das fünfte und jedes weitere Kind je 360 AM jährlich. Für
ıichtplanmäßige unmittelbare Staatsbeamte besteht eine eigene Vergütungsordnung. Einzelheiten
 zu den preußischen Besoldungsordnungen sind aus den Übersichten 8 und 9 zu ersehen.


b. Das Beamtenbesoldungsgesetz für Hamburg vom 4. Oktober 1927,
(Hamb. G. u. VBl. 1927, S. 439)
Die Besoldungsordnung Hamburgs (ähnlich in Bremen und Lübeck) weicht hinsichtlich
Ihres äußeren Aufbaus von den übrigen Besoldungsordnungen des Reichs und der Länder ab.
Während die Besoldungsordnungen der Länder mit den höheren Beamtengruppen beginnen
(z. B. Preußen, Gr. 1a, Ministerialräte 8 400 bis 12 600 AM), beginnen die Hansestädte mit
den unteren Beamtengruppen (z. B. Hamburg, Gr. 1, Amtsgehilfen, 2300 bis 3 150.2).
Die Besoldungsordnung Hamburgs ist als Beispiel herausgegriffen und in der Übersicht 10
aufgeführt worden. Die Besoldungsordnung Hamburgs vereinigt Grundgehalt, Wohnungszeldzuschuß
 und örtliche Sonderzuschläge in einer Summe. Für jedes eheliche und den
&amp;gt;helichen Kindern gleichgestellte Kind wird bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres ein jährcher
 Zuschlag von 240.7. gewährt. Falls Reichsbeamte in Orten, in denen hamburgische
Beamte ihren dienstlichen Wohnsitz haben, besondere Zuschläge oder Zulagen — vor allem
wegen Steigerung der Wohnungsmieten — erhalten, können den hamburgischen Beamten
"ntsprechende Zuschläge oder Zulagen gewährt werden. Weiterhin besteht in Hamburg
°% in Sonderplan (B) für Beamte, die auf Vertrag gegen Vergütung anzustellen sind (z. B.
Distriktsärzte, Senatsmitelieder).

3. Der Reichsangestelltentarif
vom 2. Mai 1924 in der Fassung vom 6./7. Februar 1928.
Die Angestellten, die bei Reichsbehörden oder bei solchen Betrieben, die einer Reichs-Jehörde
 unterstellt sind, beschäftigt werden, beziehen ihr Gehalt nach den Sätzen des Reichsängestelltentarifs.
 Die Dienstbezüge bestehen wie bei den Beamten aus einer Grundvergütung
dem Wohnungsgeldzuschuß, den Kinderzuschlägen und Zulagen. Für die Bemessung der
Grundvergütung sind die Vergütungsgruppen des Tarifs maßgebend, die in großen Umrissen
Aus den nachstehenden Auszügen zu ersehen sind (Übersicht 11}. Die Wohnungsgeldzuschüsse
“Ichten sich nach dem dienstlichen Wohnsitz des Angestellten und werden nach dem für die
Reichsbeamten maßgebenden Ortsklassenverzeichnis festgesetzt. Für die Höhe des Woh-Aungsgeldzuschusses
 und die Kinderzuschläge finden die Bestimmungen der Reichsbesol-Jungsordnung
 sinngemäß Anwendung,

4. Die Besoldungsordnungen der Gemeinden
Die Besoldungsordnungen der Gemeinden lehnen sich im großen und ganzen an die Be-Soldungsordnungen
 der Länder, zu denen sie gehören, an, wenn auch festzustellen ist, daß
viele Gemeinden eigene Besoldungsordnungen aufweisen, deren Grundgehälter mehr oder
weniger von den Grundgehältern der Besoldungsordnungen der Länder abweichen.
In mehreren Ländern besteht eine Gleichstellung der Kommunalbeamten mit den Länderbeamten
 auf gesetzlicher Grundlage, wenn auch nicht in’allen Fällen von der schematischen
Anwendung der für die Bezüge der Staatsbeamten maßgebenden Grundsätze auf die Bezüge
ler Kommunalbeamten gesprochen werden kann. Diesbezügliche Gesetze sind in Preußen,
Bayern, Sachsen, Württemberg, Thüringen, Mecklenburg-Strelitz und Anhalt erlassen worden.
In den übrigen Ländern besteht eine gesetzliche Gleichstellung nicht.
Hervorzuheben ist im Rahmen der oben erwähnten Gesetze die Besoldungsordnung für
p: Perschaftsbeamte (d. s. Beamte der Gemeinden, Amtskörperschaften usw.) in Württemberg,
. Inn Besoldungsordnung unterscheidet die Besoldungsordnung A für aufsteigende Besoldungsen
 (18 Gruppen), eine Besoldungsordnung C.für feste Gehälter und eine Besoldungsord-Bine
 für die Beamtenanwärter, Die Kinderbeihilfen sind nach Zahl der Kinder gestaffelt.
RE Städte wie z. B. Berlin, München (mit gestaffelten Kinderzuschlägen) und Stuttgart
96H eigene Besoldungsordnungen.
        <pb n="34" />
        — 36 —

Übersicht 6a

Deutsches Reich

Besoldungsordnung A (Aufsteigende Gehälter)

Besoldungsgruppe

etzige | frühere

A XIII

2

A XII
A XI

2 bh

A XI

de

A XI
AX

„d

A XI
AX
AX

1

A IX
A VIIE
AYVYU

‚bh

A IX

C

AVII
A VIII

Ld

| 4

5a! AV

5b

A VI
AYII

36

A VI
A VII

A VI
AV

A VI

8a| AV
AIV

Amtsbezeichnung

Ministerialräte, Direktoren bei
Reichsämtern und Landesfinanzämtern;
 Finanzgerichtsdirektoren
USW.

J)berregierungsräte und Regierungsräte
 als Mitglieder bei Reichsmittelbehörden,
 Finanzräte, Wirtschaftsgerichtsräte


ÖOberregierungsräte, Ministerialbürodirektoren,
 Oberstaatsanwälte,
Konsuln I. Klasse usw.
Regierungsräte, Konsuln II. Klasse,
Posträte usw.
Ministerialamtmänner, Zollräte,
Steuerräte usw.

Verwaltungsamtmänner ..........

Regierungsoberinspektoren u. Oberregierungssekretäre
 bei Reichs
mittelbehörden

Regierungsoberinspektoren im Sekretariats-
 und Registraturdienst,
Oberzollinspektoren, Oberpostin-3pektoren
 usw.
ÖÜberregierungssekretäre, Ministerialkanzleivorsteher

Sondergeprüfte Obersekretäre und
Sekretäre (künftig wegfallend)

Photographen, Lifhographen, Kupferstecher
 usw.
Ministerialkanzleisekretäre, Betriebsleiter
 usw.

Revierförster und Förster........

Oberwerkmeister, Maschinenmeister,
Betriebsmeister usw.

Hausinspektoren, Sekretäre.......
Assistenten

Anfangs- und
Endgrundgehalt
‚RM jährlich

Wohnungsgeldzuschuß

{Tarifklasse}

8 400 bis 12 600

1. u. 2. DASt.!) II
ab 3. DASt. IT

5400 » 970(

IT

7000 » 970C

ill

4800 » 840C

1. bis 3. DASt. IV,
ab 4. DASt. 111

4800 » 780

1. bis 3. DASt. IV,
ab 4. DASt. II

4800 » "7000

1. bis 3. DASt. IV,
ab 4. DASt. 11

3000 » 5800

1. bis 3. DASt. V,
ab 4. DASt. IV

4100 » 580(

U

2800 » 500%

1. bis 3. DASt. V,
4, DASt. IV

2800 » 4200

1. bis 3. DASt. V,
ab 4. DASt. IV

2800 » 4200

1. bis 3. DASt. V,
ab 4. DASt. IV

2300 » 4200

1. bis 5. DASt. V,
ab 6. DASt. IV

Die Bezüge werden vom Reichsminister
der Finanzen in Anlehnung an die
Sätze der gleichen Beamten in den
Ländern festgesetzt
2400 bis 3600

| 2350 » 3500
2000 » 2700

1} Dienstaltersstuft
        <pb n="35" />
        97

Besoldungseruppe

jetzige | frühere

Noch: Deutsches Reich
Besoldungsordnung A (Aufsteigende Gehälter)

Amtsbezeichnung

Anfangs- und
Endgrundgehalt
AM jährlich

Noch: Übersicht 6a

Wohnungsgeldzuschuß

(Tarifklasse)

DO}

3p |

A IV
AV

A IV
AV
AI
A IV

01)

11) |

A II
AI

2

A III
AI
Al1-Post-,

 Telegraphen-, Postbetriebsu.
 Telegraphenbetriebsassistenten
(weiblich)
Kraftwagenführer, Kanzleiassistenten,
 Maschinenmeister

Betriebsassistenten, Ministerialamtsgehilfen,
 Oberbotenmeister, Maschinisten,
 Oberpostschaffner

Amtsgehilfen, Steuer- u. Zollwachtmeister,
 Postschaffner, Kastellane
18SW.
Heizer, Hauswarte, Postboten usw.

Deutsches Reich

1 700 bis 2700

1700 » 2600

1600 » 2400

1500 » 2200

1500 » 2100

1.—4. DASt. VI,
ab 5. DASt, V

1.—4. DASt. VI,
ab 5. DASt. V
1.—6, DASt. VI,
ab 7. DASt. V

1.—6. DASt. VI,
ab 7. DASt. V

Übersicht 6b

Besoldungsordnung B (Feste Grundgehälter)

Besoldungsgruppe

jetzige | frühere

B?7

B6

BS

BA

B3

B2

B 9

Bi

Amtsbezeichnung

Reichskanzler ....

Reichsminister ..

Staatssekretäre, Präsidenten des Reichsverwaltungsgerichts,
 des Reichsgerichts, des Rechaungshofs
 des Deutschen Reichs, des Reichs-Snanzhofs


Zotschafter ...

Ministerialdirektoren, Oberreichsanwalt, Präsident
der Reichsschuldenverwaltung

Senatspräsidenten und Präsidenten

Ministerialdirigenten, Gesandte, Generalkonsuln
I. Klasse, Präsidenten, Reichsgerichtsräte,
Reichsanwälte usw. =»

Reichsverwaltungsgerichtsräte, Reichsfinanzräte
und Präsidenten der Oberpostdirektionen (soweit
nicht in B6 und BZ)

Gehalt in
AM
Jährlich

45 000

36 000

24 000

19 000

18 000

17 000

16 000

14 000

Wohnungszeldzuschuß

"Tarifklasse)

U

11

) Bei Gewährung einer ruhegehaltsfähigen und unwiderruflichen Stellenzulage stets Tarifklasse V desWohnunssseldzuschusses
        <pb n="36" />
        28

Übersicht 7
Besoldungsordnung C (Soldaten der Wehrmacht)

Deutsches Reich

— WERNE. NEE — Wa ——

desoldungs

runDe

Dienstgrad |

Gehalt in
AM
jährlich

Chefs der Heeres- und Marineleitung, Generale,
Admirale
Zeneralleutnante, Vizeadmirale, Generalstabsärzte
Generalmajore, Konteradmirale, Generalstabsärzte,
 Generalstabsveterinäre
Jbersten, Kapitäne z. S., Generalärzte und Generalveterinäre

berstleutnante, Fregattenkapitäne, Generaloberärzte,
 Generaloberveterinäre
Majore, Korvettenkapitäne, Oberstabsärzte, Oberstabsveterinäre

Yauptleute, Kapitänleutnante, Stabsärzte, Stabsveterinäre

Iberleutnante,
Leutnante f 7“)

24. 000

4
3

19 000
16 000

12 600

9 700

fe

7700 bis 8 400

4800 » 6900

‚2400 » 4200

}

Yberärzte, . Oberveterinäre. Assistenzärzte, Veterinäre

)bermusikmeister. .............
Tufbeschlaglehrmeister .....

3400 » 4200
3400 » 4000
2500 » 3600

LO
1

DD]

Jeckoffiziere (künftig wegfallend) ..............

2800 » 3600

3

14
5
(6
17
18
19
20
21
99

Musikmeister ..... ...
Unterwaffenmeister ....... a. A
Iberfeldwebel, Unterärzte, Unterveterinäre......
Feldwebel......... . KERKER LK E
Unterfeldwebel, OÜbermaate ......0..0..0.0000000000
Unteroffiziere, Maate, Stabsgefreite ............
Obergefreite ......-. s EA
Gefreite ............
Oberschützen, Obermatrosen ......-.
Schützen. Matrosen ....

2400 » 3000
2200 » 2800
2 400
2.340
2.040 bis 2160
1.920
1680 bis 1800
1410
1.260
1080

Übersicht 8

Wohnungsgeldzuschuß

‚hresbets;

v in A. für Tarifklasse

Ortsklasse

Sonderklasse......

2100 | 1680 1 320 960
1.800 1440 1146 840°
1500 | 1200 900 660
1140 900 720 540
840 660 540 | 39% |

720
612
504

A

m
I.

3

396
288 |

Wohnungsgeldzuschuß

(Tarifklasse)

II

TIT

1. DASt.) IV,
ab 2, DASt. 1
IV
1. bis 3, DASt. V.
ab 4. DASt. IV

IV
in der 1. bis 5.
DASt. V,
ab 6. DASt. IV
in der 1. bis 4,
DASt. V,
ab 5. DASt. IV
V

IV

vz
VI
VI
VI
VI
VII
VII

"T

YII

528

444
372
288
„6 |

336
288
240
180
1297

1 Dienstaltersstufe — DA. St.
        <pb n="37" />
        39 —

Übersicht 98

Preußen
Besoldungsordnung A (Aufsteigende Gehälter)

Besollungs-




1a

1b

Le

‚d

Ja

2 b?)

26
ad

32

3b

36

+2

| b8)

Le

id

A

{a

Ib

Amtsbezeichnung

Ministerialräte, Direktoren, Vizepräsidenten,
Landforstmeister, Finanzräte, Polizeiobersten
Direktoren ....... .
Jberforstmeister, Oberregierungsräte, Oberschulräte

Jberstudiendirektoren und Direktoren an besonders
 bedeutungsvollen Schulen
Abteilungsdirektoren, Polizeioberstleutnante. .
Regierungsräte, Forsträte, Studien- und Schulräte,
 Erste Staatsanwälte, Polizeimajore
Amtsräte ........
Katasterdirektoren, Vermessungsräte ........

Landmesser, Kreis- und Kriminalräte ......,

\mtmänner, Registraturverwalter, Polizeihauptleute
 .
Kanzleidirektoren, Oberlehrer usw. .........

L. Abtlg. Oberschullehrer, Gerichtskassenkuratoren

2. » Kriminalkommissare ..............
)bersekretäre, Inspektoren....... .. ......

Ministerlalregistratoren, Polizeioberleutnante,
Polizeileutnante _ N
Sondergeprüfte Obersekretäre und Sekretäre
(künftig wegfallend)
Törster .,.

- 004% n a 09

Ministerialkanzleisekretäre, Obergerichtsvollzieher,
 Oberlandjägermeister Ve
Sekretäre, Landjägermeister, Ministerialbüroassistentinnen
 ; “ nn &amp;amp;
Verwaltungsassistenten, Werkmeister, Maschinenmeister
 a
7olizeihauptwachtmeister, Kriminalassistenten,
Öberlandjäger
Büroassistenten ..

Anfangs- und
Endgrundgehalt
AM jährlich

Wohnungsgeldzuschuß

(Taritklasse)

8 400 bis 12 600

1. u. 2, DAS.) IL,
3. DASt. II

8000 » 11500
6200 » 10600 |

desgl.
1

6200 » 10200
5400 » 9600
4400 » 8400

II

III

1, bis 3. DASt. IV,
ab 4, DASt. II

desgl.
Lt. bis 5, DASt, IV,
ab 6. DASt, III
3600 » 7200 [1. bis 5. DASt. IV,
ı ab 6. DASt. III
4800 » 7000 1. bis 8, DASt. IV,
. ab 4. DASt, III
3600 » 6600'1. bis 5. DASt. IV,
ab 6. DASt. III

4800 » 7800
3600 »- 74001

3000 » 5700
3900 » 5300
2800 » 5000 1. bis 83:DASt. V,
We „ab 4, DASt, IV
2800. ». 4600 1. bis 8. DASt. V,
; ru ab 4.DASt, IV
2800.» 4200 | 1.- bis 3. DASt, V,
24 u 4 ab 4, DASt. IV
2400 ». 4200 |1: bis 5, DASt. V,
eu | ab 6, DASt. IV
2300 » 4200 | :. desgl,
2
2000 » 3500
2400 » 3200

2000 » 5000

2000 » 2700

—. +
En
Q Dienstalt, i ä 1 ähi Tarifklasse III des Wohnungsgeldersstufe
 = DASt. — %) Bei Gewährung einer ruhegehaltsfähigen Zulage Tarifklas
Schusg0, — *) Bei Gewährung ar Tuheschaltsfähieen Zulage Tarifklasse IV des Wohnungsgeldzuschusses.
        <pb n="38" />
        +0

Noch: Übersicht 9a

Noch: Preußen
Noch: Besoldungsordnung A (Aufsteigende Gehälter)

Besollungs-



Amtsbezeichnung

Anfangs- und
Endgrundgehalt
AM jährlich

Wohnungsgeldzuschuß

(Tarifklasse)

35

Kanzlisten, Strafanstaltshauptwachtmeister ..

1700 bis 2600 | 1. bis 4. DASt. VI,
ab 5. DASt. V
1600 » 2400 11. bis 6. DASt. VL
ab 7. DASt. V
desgl,

(0 a2)

Ministerialamtsgehilfen, Amtsmeister ........

(0b

Justizwachtmeister, Hausmeister, Hausinspektoren,
 Hochschulpedelle
i. Polizeioberwachtmeister ............00000
2, Polizeiwachtmeister .... 5
3. Polizeiwachtmeister mit weniger als 4 Dienst-Jahren

Amtsgehilfen, Kassengehilfen, Pförtner ......

1600 » a]

0Oe

2160 » 2340
1860 » 1980
1410 » 1500

V
VI
VII

A.

}

1500 » 2200

L. bis 6. DASt. VI
ab 7. DASt. V

Aufseher, Wärter ..

1500 » 2100

IT

1) Bei Gewährung einer ruhegehaltsfähigen Zulage Taritklasse V des Wohnungsgeldzuschusses,

Übersicht 9b Preußen
Besoldungsordnung B (Feste Gehälter)

Besol-Jungs-





0

1
D)

Amtsbezeichnung

Ministerpräsident. ...
Minister.........
Staatssekretäre .......... ykim
Oberpräsidenten, Kammergerichtspräsident, Präsident des
Oberverwaltungsgerichts
Ministerialdirektoren, Oberlandstall- und Oberlandforstmeister,
 Oberberghauptmann
Regierungspräsidenten, Präsidenten .............0..00.
Gesandte, Ministerialdirigenten, Präsidenten, Berghauptleute

Direktoren und Professoren der Kaiser-Wilhelm-Institute,
der Porzellanmanufaktur usw.
Präsidenten der großen Landgerichte, Generalstaatsanwälte,
 Direktoren
Universitätskuratoren, Direktoren...........
Institutsdirektoren und -professoren...........
Kurdirektor in Nenndaorf .

Gehalt in
AM
jährlich

3

40 000
36 000
24.000
29 000

18 000

17 000
16 000

15 000

14 000

13 000
10 000
7000

Wohnungsgeldzuschuß

(Tarifklasse)

A

{1
IH

I

H

IH
I
IV
        <pb n="39" />
        |

Übersicht 10

Hamburg

A. Allgemeiner Besoldungsplan

Besoldungs-



25
24
23
22
21
20

19

18
17

16

15

14

13

12

1
LO

3

2
A

Amtsbezeichnung

Staatsräte, Oberbaudirektoren ...
Senatsräte, Präsidenten, Direktoren .....
Direktoren, Oberstaatsanwälte .. v.
Ordentliche Professoren. ............ Sa
Öberregierungsräte, Oberbauräte, Direktoren .......... .. 2...
Außerordentliche Professoren ......
Studienräte, Bauräte, Schulräte, Geistliche .. IREEKEER
Regierungsräte, Richter, Gewerberäte, Staatsanwälte.........
Bürodirektoren.....
Studienräte, Landmesser, Oberförster
Volksschullehrer ,.... -
Amtmänner.
Technische- und Zeichenlehrer ....
Lehrer .........
Oberinspektoren .....
Inspektoren, Polizeikommissare .....
Haushaltungslehrer ..........
Öbersekretäre . we
Obersekretäre, Förster, Kapitäne....... a
Sekretäre, Werkmeister, Oberwachtmeister... ..........0.000.
Technische- und Verwaltungssekretäre, Maschinisten....
Assistenten, Wachtmeister ..
Assistenten ..... __- -.
Betriebsgehilfen, Hausmeister, Pedelle, Justizwachtmeister....
Amtsoehilfen. Hanswarte. .

Anfangs- und Endgrundgehalt

AM jährlich

22 500
17 000
10000 bis 15 000
10000 » 14000
8000 » 12000
7500 » 11500
6100 » 11500
6100 » 11000
7000 » 10400
6100 » 10400
4800 » 9000
6100 » 8800
4800 » 8800
4200 » 7600
4800 » 7000
4200 » 6600
3500 » 6500
3750 » 6300
3750° » 5600
3300 » 4500
2900 » 14400
2850 » 3850
2500 » 3550
2300 » 3350
2200 » 3150

1 Der besseren Vergleichbarkeit halber in umgekehrter Reihenfolge aufgeführt.

5. Ortsklassenverzeichnis
Welcher Ortsklasse ein Ort oder Ortsteil angehört, ist aus dem Ortsklassenverzeichnis zu
achen, das auch für die Länder, Gemeinden und sonstige Körperschaften bindend ist. Um
zu 8toßen örtlichen Verschiedehheiten des standesgemäßen Wohnungsaufwandes gerecht
na Ten ist der Wohnungsgeldzuschuß neben dem Rang des Dienstgrades nach der Größe
ka den örtlichen Teuerungsverhältnissen des Dienstortes abgestuft, und zwar in 5 Ortsan
 Die höchsten Zuschläge werden in den der Sonderklasse angehörenden Städten
Me Dies sind Altona, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln,
Class Schafen, Mannheim, München, Stuttgart und Wandsbek. Nach den Sätzen der Orts-Men
 A bis D werden die Zuschüsse für alle übrigen deutschen Städte und Gemeinden be-
        <pb n="40" />
        A

Übersicht 11

Reichsangestelltentarif

Verzütungs-



“HIT

11

V

71

YII

YIN

X

CT

XII

XIII

Bezeichnung der Tätigkeit

Angestellte der Vergütungsgruppen I und II
sind nicht vorhanden

Angestellte mit vorwiegend mechanischer Tätigkeit

\ngestellte mit einfacheren Arbeiten........
Angestellte mit schwierigerer Tätigkeit .....
Angestellte mit gründlichen Fachkenntnissen

Angestellte, sofern sie neben gründlichen vielseitigen
 Fachkenntnissen selbständige Leistungen
 aufweisen
Angestellte mit selbständiger Tätigkeit in Stellen
 von besonderer Bedeutung

Angestellte in besonders verantwortlicher Stellung


Vissenschaftliche und technische Angestellte
mit abgeschlossener Hochschulbildung sowie
zleichwertige wissenschaftliche, technische,
kaufmännische und sonstige Angestellte mit
antsprechender Tätigkeit

Desgl. in besonders verantwortlicher selbständiger
 Tätigkeit
Desgl. in besonders verantwortlicher selbständiger
 Tätigkeit, die sich durch hochwertige
Leistungen aus Gruppe XI herausheben

jruppen-, Sektions- und Abteilungsleiter beim
Ministerium

Anfangs- und
Endgrundvergütungssatz

AM jährlich

1270 bis 2 123

1439 » 2336
1 663 » 2680
1963 » 3441
2486 » 4270

2820 » 4884

32388 » 5591

41054 » 7140

4707 » 8206

5424 » 9355

6811 »12417

Wohnungsgeldzuschuß

(Tarifklasse)

|. bis 13. 0Z.1) VI
ab 14. 0Z. V
V

r

L. bis 11. OZ. V
ab 12. 02. IV

L.bis 11. OZ. IV
ab 12. 02. II

TI

I

bis 9. OZ. III,
ab 10. 0Z. II

t) 0Z. = Ordnungszahl des jährlichen Grundvergütungssatzes,

b. Polizei

Nach der räumlichen Abgrenzung des Wirkungsbereiches unterscheidet man eine Ortspolizei,
 der die innerhalb von Einzelgemeinden ausgeübte Polizeigewalt zusteht, und eine
Landespolizei, die über den Ortsbereich hinaus im ganzen Land oder in größeren, als staatliche
 Verwaltungsbezirke abgegrenzten Landesteilen (z. B. in Regierungsbezirken oder Kreisen
in Preußen) tätig wird. In sachlicher Hinsicht teilt man ein: in Verwaltungspolizei, Sieherneitsdienst
 und polizeilichen Sonderdienst. Die größten Aufwendungen erfordert der polizeiliche
 Sicherheitsdienst. Er umfaßt: die Schutzpolizei (die in Bayern, Sachsen und Thüringen
 als Landes-, in einigen anderen Ländern als Ordnungspolizei bezeichnet wird), die Landjägerei
 (Gendarmerie) und die Kriminalpolizei. Der polizeiliche Sonderdienst umfaßt die Gezundheits-,
 Bau-, Gewerbepolizei u. dgl. Unter Verwaltungspolizei ist vor allem die polizeiliche
 Verwaltungstätigkeit der Landes- und Ortsbehörden zu verstehen. Die Abgrenzung
        <pb n="41" />
        43 —

des Sicherheitsdienstes, auch des polizeilichen Sonderdienstes von der Verwaltungspolizei ist
übrigens nicht immer streng durchführbar und nicht in allen Ländern in einheitlicher Weise
arfolgt. ,
An den Lasten des Polizeiwesens sind Reich, Länder und Gemeinden beteiligt.
Das Reich ist erst in der Nachkriegszeit zum Mitträger der Polizeilasten geworden. Es trägt
die Kosten für den Reichswasserschutz, dem die Verkehrssicherung auf den Wasserstraßen
obliegt, und ist außerdem durch einen alljährlich unter die Mehrzahl der Länder verteilten
Zuschuß an den Ausgaben für die Schutzpolizei beteiligt.
Die Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden ist in den einzelnen deutschen Ländern
verschieden geregelt. Die teilweise recht bedeutenden Unterschiede werden durch die beiden
üachfolgenden Aufstellungen ersichtlich gemacht; diese zeigen außerdem, daß die Lastenverteilung
 der Nachkriegszeit erheblich von jener der Vorkriegszeit abweicht: Die erste
Übersicht veranschaulicht die Unterschiede zwischen Reich, Ländern und Gemeinden im
yanzen, die zweite jene unter den Ländern im einzelnen.

Übersicht 12
Der Zuschußbedarf der Polizei m
im Reich, in den Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten
Gemeinden
(Gemeindeverbände)
Anteil am
Zuschußbedarf

sämt!.
Verwaltungs-


in vH

zechnungsjahr


1918/14, ......
1925/26 .......
1926/27. ...... } 213,6 | 3,42 | 35
927/28. ...... ] 206,6 | 3,31 | 30 |

Y

38.2

1,56

6,9

97,0

172

5,4

266,8

4.39

9,8

176,5 | 2,90

uU

240,5

3,9 8,4 185,6 3,05 |
4,97 | 9,9 | 209,0 3.44

5

302.0 |

1

Hansestädte

Insgesamt

Von dem Betrag in Sp. 13
entfallen in vH

Rechnungsje

 Kopf
der Bevölkerung

AM
bzw. ZA

‚ntei) am
‚uschußbedarf

sämtl.
Verwaltungs-


in vH

in
Mill, 4
zw. AM

ie Kopf
der Bevölke-


M
bzw. AM

‚ntel
ım Zuschuß-


sämtl.
Verwaltungs-


nn wit

auf die

jahr

in
Mil. A
ZW. RM

auf das
Reich | Länder

Gemein- ı
‘den (Ge-'meinde-




Hansestädte


10

8

va

n

17

918/14...
925/26 „.....}
er
‚927/28... }

193

14,4

10,04

199,5 | 3,45
* 665,1 | 10,66

83,7 ° 0,0 | gg2 | 486 7,2
5,7 | 29,2 40,1 | 266‘ 4,1
4,9 | 38,2 . 368 ‘ 27,9 | 37
5,0 27,7 | 405 | 28,01 3.8

275

17.00

15,04 | ZU
28.7 ‘ 17,70 7,8 | 746,2 11,96 |

664,1 | 10,64 |

. Im allgemeinen sind für die Kostentragung auf dem Gebiete des Polizeiwesens folgende
Yerteilungsprinzipien maßgebend: Die Ortspolizei, sowohl als Sicherheits- wie als Verwal-Ungspolizei
 oder Sonderdienst, geht grundsätzlich zu Lasten der Gemeinden, die Landes-Polizei
 wird in allen ihren Funktionen grundsätzlich vom Lande unterhalten. Die Gemeinden
        <pb n="42" />
        14

Übersicht 13
Vergleich des Anteils!) der einzelnen Länder (ohne Hansestädte) und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände)
 am Zuschußbedarf der Polizei

Von 100 A bzw. AM Zuschußbedarf entfallen im Rechnungsjahr
1913/14 1925/26 1 1926/27 ‚ 1927/28

Land

Preußen (einschl.
Waldeck) ......-...
Bayer .....0000000004
Sachsen .............
Württemberg. ........
Baden .....0.0.0000004
Thüringen .......0.0«
TesSeN s.0..0.00000000
Mecklenburg - Schwerin
Oldenburg ...........
Braunschweig ........
Anhalt ........0..0.0000
LÄPD arekarerne ren
Mecklenburg-Strelitz ...
Schaumburg-Lippe....

auf die
auf das | Gemeinden
Land :Gemeindeverbände)


auf die
auf das ko
Land |(Gemeinde-De
 verbände)

49,5 50,5 63,2 36,8
55,3 44,7 60,0 40,0
31,8 58,2 44,0 56,0
30,7 59,3 17,5 52,5
56,0 144,0 63,8 | 36,2
38,3 51,7 37,1 62,9
25,3 14,7 56,8 | 43,2
45,2 48 59,2 30,8
59,7 30,3 56,9 33,1
71,6 28,4 9 | 7,1
30,2 59,8 30,1 | 69,9
36,4 63,6 41,4 58,6
69,7 | 30,3 67,6 32,4
60,5 39,5 56,7 43,3

auf das
Land

58,7
60,2
44,2
43,4
56,4
39,0
52,3
50,1
a5
Os
25,9
21.
59,5
58.0 |

auf die
Gemeinden |
(Gemeindeverbände)


41,3
39,8
55,8
56,6
43,6
61,0
47,7
39,9
36,5
29,6
74,1
57,9
40,5
42,0

auf die
auf das ‚Gemeinden
Land | (Gemeindeverbände)


61,6
60,1
47,0
49,8
59,0
40,3
50,3
52,9
59,1
73,4
29,4
44,5
62,5
52,2

38,4
39,9
53,0
50,2
41,0
59,7
49,7
37,1
30,9
26,6
70,6
35,5
37,5
47,8

——— 1
t) Bezüglich der absoluten Höhe des Zuschußbedarfs in den einzelnen Jahren vel. 8.27

sind nur insoweit an den Kosten der Landespolizei beteiligt, als staatliche Polizeikräfte im
ortspolizeilichen Dienste verwendet werden. Über die Regelung der Lastenverteilung in diesem
speziellen Falle unterrichtet die nachstehende Tabelle.

)bersicht 14
Die Kostenverteilung für die staatliche Ortspolizei in einigen Ländern

Gebietskörperschaft


Land....

jemeinde .........

Preußen?!) !

Bayern

Württem- | Baden
0 berg . nn
1925/26 1925/26 1925/26 1925/26
L918/14| bis Jıs1a704 bis 1913/14) bis |1928714 bis
1927/28 1927/28 1927/28 [1927/28
7

Ti925/26 1925/26
913/14} bis Jıo13704 bis |
1927/28 1927/28

"

Y

2

U,
1

u l

BL

|
4/ 10
|
fr

Hr

1

17
{N

1/7.

Beitrag
der
Stadt
Münsehen


1/ 2\|Beitrag|!
der
Stadt
Dresden


Bei- | 6 6/
4 0 | 90 1

— 1) Ausnahmen 8. Einzelübersicht Preußen, — % Die Stadt München trägt ®/,9 der Kosten,
Die Übersicht.umfaßt nur die fünf größten Länder und die Hansestadt Hamburg. Von den
kleineren Ländern ist in der Nachkriegszeit nur Schaumburg-Lippe (früher auch Waldeck)
öhne staatliche Ortspolizei. In einigen von ihnen (Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Anhalt,
Lübeck) werden die Kosten für die staatliche Ortspolizeiverwaltung in voller Höhe vom
Lande getragen. Dagegen erheben Hessen, Braunschweig und Bremen (ebenso wie Württemberg
 und Thüringen) Beiträge von den Gemeinden. Lippe beteiligt, wie die meisten großen
Länder, die Gemeinden quotenmäßig an den Kosten der staatlichen Ortspolizeiverwaltung.
Mit 66,6 vH verlangt es die höchste Gemeindequote, Preußen mit 33,3 vH die geringste,
Die Einzelregelung der Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden ist für die fünf
zrößten Länder und die Hansestadt Hamburg!) tabellenmäßig zusammengefaßt, Dabei ist
der Reichszuschuß für die Schutzpolizei als spezielle Deckung für die Ausgaben des Landes
1) Über die kleineren Länder vgl. Einzelschrift 6, »Verwaltungsaufbau«, S. 3618.
        <pb n="43" />
        45

erwähnt, Nicht mitaufgeführt ist die Gendarmerie, weil ihre Kosten stets in voller Höhe vom
Lande aufgebracht werden. Nur Preußen erhält, abweichend von dieser Regel, einen Reichszuschuß
 zu den Gendarmeriekosten als Entgelt für die Abwehr der KEinschleppung von Rinderpest
 an der Ostgrenze.‘ 1913/14 wurde ein solcher besonderer Reichsbeitrag für die Gendarmerie
 an der österreichischen und russischen Grenze für die Verhinderung des Viehschmuggels
 gewährt.

Übersicht 15
Verteilung der Polizeilasten in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Preußen

Verteilung des
Aufwands

‚913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Land

Gemeinde?!)
1913/14 und 1925/26 bis 1927/98

I. Sicherheitsdienst


\) Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Schutzpolizei
(1913/14 Schutzmannschaft})


;

3,

b) Kriminalpolizei

J. Verwaltungs-Polizei
 und
Sonderdienst

1925/26 ff.: In voller Höhe Iür
Landespolizei
Spezielle Deckung:
Reichszuschuß

2. Zu ?/;, falls staatliche Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst ausüben
Spezielle Deckung:
Überlassung der Dienstgebäude durch die
Zemeinden 3

),

in voller Höhe für Ortspolizei in
jemeinden der Provinzen Hannover?)
 und Grenzmark (Posen) sowie
 der Umgebung Potsdams

1. wie a) Ohne spezielle Deckung

2,
\ wie a)
3.

1. wie 1a) Ohne spezielle Deckung
2, wie 1a

i. In voller Höhe für gemeindliche
Irtspolizei

Zu ?/s, falls staatliche Polizeikräfte
len Ortspolizeidienst ausüben,
‚ußer in Gemeinden der Provinz
Hannover?) und Grenzmark (Posen)
;owie der Umgebung Potsdams;
Überlassung der Dienstgebäude an
las Land?)

vie a)

wie Ia bei 2 ohne Umgebung Potslams


3. wie Ia ohne Umgebung Potsdams

g ) In Westfalen und der Rheinprovinz ist die Sicherheitspolizei Aufgabe der Amter (bis 1927 in der Rheingrovinz
 ‚der Bürgermeistereien). Die Kosten wurden auf die Gemeinden umgelegt. In den sieben östlichen Provinzen und in
&amp;amp; uleswig-Holstein Obliegt die Wahrnehmung der örtlichen Sicherheitspolizei außerhalb der Städte den Amtsbezirken. N
yosten trägt größtenteils das Land, der Rest wird von den Amtsbezirken auf die Gemeinden umgelegt. — *}) Soweit sie EC
P 1: HANnNOverschen Städteordnung unterstehen, — ®) Unentgeltlich, soweit sie am 1. April 1909 den Zwecken der staatlichen
9lizei unentgeltlich dienten.
        <pb n="44" />
        1

A

Noch: Übersicht 15
Noch: Verteilung der Polizeilasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Bayern

Verteilung des
Aufwands

1918/14

a

1925/26 bis 1927/25

1913/14

Gemeinde
1925/26 bis 1927/28

I. Sicherheitsdienst


A) Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Sechutzpolizei
(1913/14 Schutzmannschaft)


b) Kriminalvolizet

I, Verwaltungspolizei
 und
Sonderdienst

in voller Höhe,
falls staatliche
Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst
 ausüben
Spezielle Deckung:
Beitrag der Stadt München?)


wie a}

.. In voller Höhe
für Landespolizei


2. wie Ia

3,

Zuschuß an
kreisunmittelbare
 Städte?)

ti. In voller Höhe
für Landespolizei

Spezielle Deckung:
Reichszuschuß

2, ZurHälfte, falls
staatl. Polizeikräfte
 denOrtspolizeidienst

ausüben?!)

3. Zu 7/0 für der
durch staatl
Polizeikräfte
ausgeübten
Ortspolizeidienst
 in Mün
hen

1. wie a)
Ohne spezielle Dek
kung

PX
; wie a)
3

1. wie 1913/14

* wie Ia
3.

2.

L. In voller Höhe
für gemeindliche
 Ortspoli-Yei


2. Beitrag der
Stadt München
an das Land}

wie a}

1. wie Ial
Spezielle Deckung:
Zuschuß von Land
an kreisunmit
telbare Städte?

2, wie Ia2

Li. wie 1918/14

2. wie Land (ohne
Anmerkung)

3. Zu %/,9 für den
durch staatl
Polizeikräfte
ausgeübten
Ortspolizeidienst
 in München


wie a)

1. wie 1913/14

3,
N wie Ia
3. |

1. wie IL21912/14

1) 1/2 des Botrages, um den der durch Finanzgesetz bestimmte Aufwand die Gesamtsumme. von 1200000 A
übersteigt. — *) In ausmärkischen Bezirken in voller Höhe. — *) Die kreisunmittelbaren Städte erhalten einen Zuschuß zu
den Kosten der Bezirkspolizei, dessen Höhe jeweils im Staatshaushalt bestimmt wird. Seit 1923 erhalten sie diesen Zuschuß
nicht mehr, sofern sie einen Beitrag zu den Kosten einer staatlichen Polizeiverwaltung leisten.
        <pb n="45" />
        Noch: Übersicht 15
Noch: Verteilung der Polizeilasten in den Rechnungsjahren 1913/14
) und 1925/26 bis: 1927/28

Sachsen

Verteilung des
Aufwands

I. Sicherheitsdienst

A) Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Schutzpolizei
(1913/14 Schutzmannschaft)


b) Kriminalvolizei

I. Verwaltungspolizei
 und
Sonderdienst

Land

1913/14 1925/26 bis 1927/2£

i. In voller Höhe
tür Ortspolizeidienst
 in Dreslen

Spezielle Deckung:
Beitrag der Stadt
Dresden
Zuschuß zur
städt. Polizei in
Leipzig

1, In voller Höhe
für Landespolizei

Spezielle Deckung:
Reichszuschuß

2,

2, Zu 2%, falls
staatl. Polizei
kräfte denOrtspolizeidienst

ansühen

1. In voller Höhe:
für Landespolizei

2. wie a1
3. wie a2

iny er Höhe

1. wie Ib 1

1. wie Ial
Ohne spezielle Dekkung


2, wie Ial
3. wie Ila2

2. wie Ia2

Gemeinde

1913/14

1925/26 bis 1927/28

1. In voller Höhe
i{ür gemeindliche
 Ortspolizei

Spezielle Deckung:
Zuschuß des Landes
 für Leipzig
Beitrag der
Stadt Dresden
an das Land

li. wie 1918/14
Ohne spezielle Dek-Eung


2.

Zu 8),, falls
staatl. Polizeikräfte
 denOrtspolizeidienst

ausüben

wie a)

u. wie Ial
1913/14
Ohne Spezielle Dekkung

2. wie Ia2

wie Ia)

Württemberes

BE |
IL Sicherheitsdienst

A) Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Schutzpolizei
(1913/14 Schutz.
Mannschaft)

EN
b) Kriminalpolizei

In voller Höhe für
Landespolizei

|. In voller Höhe
für Landespolizei

Spezielle Deckung:
Reichszuschuß
In voller Höhe,
falls staatliche
Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst
 ausüben

Spezielle Deckung:
Femeindebeitrag
und kostenlose
Überlassung der
Diensiräume
Zurch die. Gemeinde


1, wie 1913/14

{n voller Höhe für
Ortspolizei

‚wie a

1, In voller Höhe
tür gemeindliche
 Ortspoliel


2.

Beitrag an das
Land, falls
staatliche Polizeikräfte
 den
Ortspolizeidienst.
 ausüben;
 kostenlose
 Überlassung
 derDiensträume
 an das
Land

2, wie a2

IL Verwaltungsund
 Sonderdienst


wie Ib !1. wie Ib 1913/14

2, wie Ia2

‚wie Ia wie 1a
        <pb n="46" />
        AR

Noch: Übersicht 15
Noch: Verteilung der Polizeilasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Baden

Verteilung des
Aufwands

Land
1913/14 11925/26 bis 1927/2%

1913/14

Gemeinde
1925/26 bis 1927/28

I. Sicherheitsdienst


Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Schutzpolizei
(1913/14 Schutzmannschaft)


[n voller Höhe in
den Städten, in
denen staatliche
Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst
 ausüben

1. In voller Höhe
für Landespolizei

Spezielle Deckung:
Reichszuschuß

1. In voller Höhe
für gemeindliche
 Ortspoli
zei

1. wie 1913/14

Svezielle Deckung:

b)} Kriminalpolizei

II. Verwaltungspolizei
 und
Sonderdienst

Beitrag der Städte in
Höhe von 0 der
festen Bezüge der Po-HKzeimannschaft,
 Stellung
 der Diensträume

1, In voller Höhe
für Landespolizei


2, wie a)

l. wie I1b1

2,

Versorgungsgebührnisse
 für
lebenslänglich
angestellte Beamte
 ganz, Gehälter
 und
Equipierung zu
4.0 falls staatliche
 Polizei- |
kräfte den Ortspolizeidienst
 |
ausüben

1, wıe al
Ohne spezielle Dekkung


2, In voller Höhe,
falls staatliche
Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst
 ausüben


l. wie Ial Y)
Ohne spezielle Dek
kung

2

Beiträge der
Städte, in denen
 staatliche
Polizeikräfte
den Ortspolizeidienst
 ausüben
 an das
Land in Höhe
von ©/,9 der festen
 Bezüge deı
Polizeimannschaft,
 Stel
lung der
Diensträume

1.

V wie a}

9

J

L.

2.

Gehälter und
Equipierung zu
5/,o falls staatliche
 Polizeikräfte
 den Orts
polizeidienst
ausüben

wie al

{wie 1a1913/14 1

+ wie Ia

2. wie Ia

2. wie Ia2

DD

3, wie 1a2

1) In der Nachkriegszeit können die Gemeinden für die Kosten der ihnen übertragenen landespolizeilichen Aufgaben vom
Lande insoweit Ersatz verlangen, als die Ausgaben die Kinnahmen nicht decken.
        <pb n="47" />
        1

Noch: Übersicht 15
Noch: Verteilung der Polizeilasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28
Hzmbhur-Verteilung

 des
Aufwands

1913/14

1925/26 bis 1927/28

Gemeinde
1925/26 bis 1927/28

I. Sicherheitsdienst


2) Sicherheitspolizeiliche
 Aufgaben und
Schutzpolizei
(1913/14 Schutz:
mannschaft)

9) Kriminalpolizei

IL Verwaltungspolizei
 und
Sonderdienst

i. In voller Höhe für
Landespolizei

2. In voller Höhe für
Ortspolizei

wie Ia

wie Ia

1. wie 1913/14
Spezielle Deckung:
Reichseuschuß
2, wie 1913/14

wie 1913/14 Ia

i. wie 1913/14 Ia 1

9),

In voller Höhe für
OÖrtspolizei mit Ausnahme
 der Baupolizei
in Bergedorf, Cuxhaven.
 Geesthacht

In voller Höhe für Baupolizei
 in Bergedorf,
Cuxhaven, Geesthacht


c. Wohlfahrtspflege
Die Wohlfahrtspflege!) umfaßt als Hauptgebiete die allgemeine Fürsorge (früher Armen-Pflege
 genannt) und die Sonderfürsorge, die Jugendwohlfahrtspflege und die Krisenfürsorge,
Früher fiel in ihren Aufgabenbereich auch die Erwerbslosenfürsorge, die heute durch eine
Selbständige Versicherung abgelöst ist.
‚Der Sonderfürsorge obliegt außer der Betreuung hilfsbedürftiger Minderjähriger und
nicht versicherter Wöchnerinnen die sogenannte »gehobene Fürsorge«, die sich auf Kriegsbeschädigte,
 Kriegshinterbliebene, Klein- und Sozialrentner usw. erstreckt. Alle übrigen
wirtschaftlich notleidenden Personen unterliegen der Obhut der allgemeinen Fürsorge.
Als Arbeitsgebiete der J ugendwohlfahrtspflege sind namentlich hervorzuheben:
Öffentliche Jugendhilfe, Pflegekinderschutz, Vormundschaft, Schutzaufsicht, Jugendgerichtshilfe
 und Fürsorgeerziehung. Die Krisenfürsorge nimmt sich der aus der Arbeitslosenversicherung
 ausgesteuerten Erwerbslosen an, soweit sie in einem Gewerbe tätig waren, das
als krisenfürsorgeberechtigt erklärt worden ist. 1913/14 war die Arbeitslosenfürsorge ein
Teilgebiet der Armenpflege; sie wurde nur wirksam, soweit die Voraussetzungen für eine
(nanspruchnahme der Armenfürsorge vorlagen.
Träger der Fürsorge waren 1913/14 Orts- und Landarmenverbände, seit der Fürsorge-Pflichtverordnung
 vom 13. Februar 1924 sind es Bezirks- und Landesfürsorgeverbände.
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit dieser Körperschaften regelt sich nach Landesrecht.
In den meisten Ländern sind Bezirksf ürsorgeverband: die den unteren Verwaltungsbezirken
 entsprechenden Gemeindeverbände (z.B. Kreise in Preußen) einschließlich der
Staditkreise und der kreisfreien Städte, Landesfürsorgeverband: die Länder selbst oder ein
Verwaltungsbezirk höherer Art (z. B. Provinzen in Preußen).

VL . 4181,
1) Val. KEinzelschrift 6, Verwaltungsaufbau, 8. 4
 inanzen und Steuern
        <pb n="48" />
        50

Übersicht 16
Verteilung der Lasten für Armen- bzw. Wohlfahrtspflege in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28
Preußen

Lastenträger

1913/14

1925/26 bis 1927/28

i. Ortsarmenverband


[. Bezirksfürsorgeverband

Stadtkreis, Landreis,
 Amtsbezirk in
len Hohenzollernschen
‚‚anden, Stadtgemeinde
3erlin u. Landgemeinde
Telgoland.

Gemeinde oder selbständiger
 Gutsbezirk

II. Landarmenverband

Jeder Provinzialverand
 mit Ausnahme von
Istpreußen u. Hessen-Nassau;
 Bezirksveryände
 Kassel u. Wiesoaden,
 Landeskommunalverbände
 Lauenburg
ınd der Hohenzollernschen
 Lande; die Kreisverbände
 in Ostpreußen
und Stadtgemeinden
Berlin und Breslau sovie
 Helgoland

II. Landesfürsorgeverband

wie 1913/14
edoch unter Gleichstellung
 Ostpreußens
nit den übrigen Provinzen


Armenfürsorge 1913’ 4

Aufwand für Tandarmenwverban.


I. Ortsarme

Beihilfe an notleidenden
 Ortsarmenverband


ILL. Landarme

100 yH

{II. Anstaltspflege!)


a) Ortsarme

1. Allgem. Kosten
für Anstalten
2. Beerdigungskosten


b) Landarme

LO v4

bh)

Ortsarmenverband



100 vH

Spez, Deckung:
Notfalls Beihilfe vom
Landarmenverband

a) Sonstige
Kosten: 100 vH
Spez, Deckung:
Mindestens 662), vH
Beihilfe vom Kreis

Wohlfahrtspflege 1925/26 bis 1927/28

Verteilung des
Aufwands

Landesfürsorgeverband

Sonder- ?)
Allgem. Fürsorge ] fürsorge

I. Bezirkshilfsbedürftige


1]. Landeshilfsbedürftige


‚00 vH | 100 vH

[IL Anstaltspflege!)

ı) Bezirkshilfsbedürftire


\}

Allgem. Kosten
ler Anstalten,
Fürsorgeaufwand
 einschl,
3Zeerdigungszosten


a) wie Allgemeine

Fürsorge

b) Landeshilfsbedürftige


X 100vH

b)100vH

Bezirksfürsorgeverband

Allgem.
Fürsorge

Sonder- ?)
fürsorge

70 vH

70 vH

Aufenthaltsgemeinde _

Allgem. | Sonder- ?)
Fürsorge | fürsorge

30 vH

30 vH

1) Für Geisteskranke, Nichtvollsinnige, Epileptiker und Krü it Bie si
d USInT U ppel. — ?) Soweit sie sich auf Schwerbeschägi Wer”
arwerbsbeschränkte erstreckt, betriff Vorw: : . . erbeschädigte und Schwer
jr sio aufwendet. „ betrifft sie nur die Verwaltungskosten der Arbeitsvermittlung. Diese trägt jeder Fürsorgeverband:
        <pb n="49" />
        Noch: Übersicht 16
Noch: Verteilung der Lasten für Armen- und Wohlfahrtspflege in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

51

Bavern

Lastenträser

Armenfürsorge 1913/14

913/14 !

1925/26 bis 1927/28

Aufwand für

Kreisgemeinde

Distriktsgemeinde

Heimatgemeinde
PA

L Ortsarmenverband,

Kein Ortsarmenverband
 im Sinne des
Unterstützungs-Wohnsitzgesetzes;

Heimatgemeinde

a:

[lL. Bezirksfürsorgeyerband

|. Bezirk, unmittelbare
 Stadt für Sonderfürsorge

Gemeinde, unmittelbare
 Stadt für
ıllgemeine Fürsorge
ınd Fürsorge für
Hilfsbedürftige,
Minderjährige

I. Hilisbedürftige

mit Heimat!)

50 vH
des Zuschusses, den
Distriktsgemeind.
an notleidendeGe-Meinden
 leisten

Zuschuß an Mnotleidende
 Gemeinden
 -
Spez. Deckung:
50 vH von Kreisgemeinde


100 vH
Spez. Deckung: Notfalls
 Zuschuß von
Distriktsgemeinde

IL Anstalts- 100 vH
fürsorge Bau von Anstalten
‚) Bau und Ver-| für RT
nige, Epileptiker,
waltung Krüppel, Geisteskranke,
 Entbin-Jdungsanstalten


100 vH
Unterhaltung und
Verwaltung von
Kranken und Bezchäftigungsan-

 Armenkolonien,
 Anstalten
 zur Erziehung
verwahrloster
Kinder

U, Landarmen-Verband

Kein Landarmenverband;
 für gewisse
Leistungen abweichend
 vom Heimat-Prinzip
 treten Staat,
Kreisgemeinde und
Distriktsgemeinde
Bin

[Il Landesfürsorgeverband

Teils das Land, teils
der Kreis

9) Verpflegung 75 vH
von Geistes- | des Aufwandes von
kranken Distrikts-od.kreisunmittelbaren
 Gemeinden


Zuschuß an notleidende
 Gemeinden

Ypez. Deckung:
75 vH von Kreisremeinde


100 vH
Spez. Deckung wie I.
(Kreisunmittelbare
 Gemeinden bis
75 vH Kreiszuschuß)


Wohlfahrtspflege 1925/26 his 1927/28
Bezirksfürsorgeverband

Verteilung des
Aufwangdes

Landesfürsorgreverband

Aufenthaltsgemeinde

Allgem.) Sonder-.
 5 :
sorge fürsorge ?)
* 15

Allgem. Fürsorge

Kreis

Sonderfürsorge ?)
Land | Kreis
Tan 72

Allgem.
Fürsorge

Sonder-[ürsorge
 ?)

a
————— 7
1. Bezirkshilfsa-



„and ©

Zuschuß an überbürdeten
 Für-‚orgeverband
 *)

wie Land

Zuschuß an
überbürdeten

Landes- und
Bezirks-Jürsorge-

 5

Zusehuß an
überbürdeten

Bezirks-Jürsorge-

 95

100 vH | wie Allgem. | —
Notfalls Fürsorge °})
Zuschuß
vom Land
und Kreis

Seit 1.4.1927
30 vH Ersatz
 an
Bezirksfürsorge-

 7}

BE

IL Landeshilfgs-



Zuschuß an über
bürdeten Lan
Jesfürsorgeverand
 (Kreis)

100 vH
Spez.Deckung
Notfalls
Zuschuß
19m Land

wie Kreis
Allgem,
Fürsorre

UL. Anstalts-Ppfle
 80?)
Bezirkshilfgbedürftiee


43

a) Allgem. Kosten
A.Anstalten Zuschuß
 an überbürdeten
 Lanlesfürsorgever-

 (Kreis)

\) Allzomeine
Kosten der
Anstalt
100 vH
Svez.Deckung
wie II
Sonstige
&amp;lt;osten
30 vH

a] wie I

a) 80 vH |
Spez.Deckung
wie IT

Sonstige
Kosten
50 vH

20 vH
Spez.Deckung
Notfalls
Zuschuß von
Land und
Kreis

xje TI

NT
b) Landeshilfsbedürftieg


b)) 202—

b) 100 vH

1 hy 1090. ur

ur y Die Armenlasten für Beamte, Offiziere, Notare, Staatsbedienstete ohne Pensionsanspruch wurden zu 100 vH vom Land, sowie
1" Lhrer zu 100 vH von der Schulgemeinde getragen. Auch die Kosten für Hilfsbedürftige ohne Heimat trug zu 2 bie A
Vormn Sit sie Sich auf Schwerbeschädigte und Schwererwerbsbeschränkte erstreckt, betrifft sie nur die Verwaltungs il 6 tiker und
Krantttlung, Diese: trägt jeder Fürsorgeverband, der sie aufwendet. —— *) Für Geisteskranke, Se Ni  derjährige
Zuseper — *) Der Aufwand für Ausländer wird zu 80 vH_vom Land und zu 20 vH vom Kreis getragen. — °) % rn nd don sie
end 10ß an überbürdete Gemeinden. — *) Die Bezirke als Bezirksfürsorgeverbände können ab 1.4. 1927 für {.“_. R been Di zündet
ist Eiltig 7U tragen haben, von den Gemeinden, in deren Gebiet die endgültige Fürsorgepflicht für den Hilfsbe ud Ta Konis
8 zu 30 vH Ersatz Verlangen. — 7) Für Minderjährige 100 vH. Spez. Deckung: Notfalls Zuschuß vom Land un fe
        <pb n="50" />
        32

Noch: Übersicht 16
Noch: Verteilung der Lasten für Armen- bzw. Wohlfahrtspflege in den
Rechnungsjähren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Sachsen

“913/14

Lastenträger

1925/26 bis 1927/28

Aufwand für

Armenfürsorge 1913/14

Landarmenverband

! Ortsarmenverband

2

I. Ortsarmenverband:

Gemeinde, Festung Königstein


II. Landarmenverband:

I. Bezirksfürsorgeverband:


Bezirksverband, bezirks-[Ireie
 Stadt

I. Landesfürsorgeverband:


I. Ortsarme

II. Landarme

100

‚H

100 vH

II. Anstaltspflege

„and

Land

a} Ortsarme

b) Landarme

100 yH

[n Landesanstalten
501) sonst 1600 vH

Wohlfahrtspflege 1925/26 bis 1927/28

Verteilung des
Aufwandgs

I. Bezirkshilfsbedürftige


(I. Landeshilfsbedüritire


[II. Anstaltspflege3)


a) Bezirkshilfshedürftige


b) Landeshilfebedürftige


Landesfürsorgeverband

Allgem. Fürsorge ı

Sonderfürsorge?)


100 vH

100 vH

7} Allgem. Kosten
der Landesanztalten

Sonstige
Kosten in Landesanstalten

50 vH

wie in der allgem.
 Fürsorge


b) 100 vH

Bezirks{ürsorgeverband

Allgem, Fürsorge

Sonderfürsorge®)


1m

668/. vH

ı 66%, vH

a) Allgem. Kosten
der eigenen Anxtalten

Sonstige Kosten
in
UL. Landesanstalten
 381/, vH
2, sonstigen Anstalten

A62/. vH

wie in der allgem.
 Fürsorge


Aufenthaltsgemeinde
i Sonderfürsorge?)

an

Allgem. Fürsorge

1

331/g vH | 8331/4 vE

a) Allgem. Kosten
der eigenen Anatalten

_ Sonstige Kosten
in
1. Landesanstalten
 16%/, vH
2. sonstigen Anstalten

831/. vH

wie in der all
gem. Für
sorge

‘43

*) Die restlichen 50 vH trägt das Land. — *) Soweit sie sich auf Schwerbeschädigte und Schwererwerbsbeschränkte erstreckt;
betrifft sie nur die Verwaltungskosten der Arbeitsvermittlung, Diese trägt jeder Fürsorgeverband, der sie aufwendet. — 2?) FüI
Geisteskranke, Nichtvollsinnige, Erileptiker und Krüppel.
        <pb n="51" />
        Noch: Übersicht 16
Noch: Verteilung der Lasten für Armen- bzw. Wohlfahrtspflege in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Württemberg

Lastenträger

Armenfürsorge 1913/14

1913/14

1925/26 bis 1927/28

Aufwand für

Landarmenverband!)

i. Ortsarmenverband:
Gemeinde

[. Bezirksfürsorgeverband:

1. Amtskörperschaft und
Stadt Stuttgart Iür
Sonderfürsorge
2, Gemeinde für allgem.
Fürsorge

I. Ortsarme

Beihilfen an überbürdetenOrtsarmen-



II. Landarme

100 vH
Spez. Deckung:
Beitrag vom Land

1. Landarmenverband:
„Gesamtheit der im
Kreis vorhandenen Ober-3mtsbezirke


II. Landesfürsorgeverhand:

esamtheit der Amtskörperschaften
 und der
Stadt Stuttgart

UT. Anstaltspflege

a) Ortsarma

Sonstige Kosten!):
Neckarkreis .. 80 vH
Schwarzwald
Kreis ....... 75 »
Jagstkreis .... 50 »
Donaukreis ... 50 »

5) Landarme

bh) wie IT

Wohlfahrtspflege 1925/26 bis 1927/28
Bezirksfürsorgeverhband

Verteilung des
Aufwanda

Landesfürsorgeverband

Allgem, Fürsorge |

Sonderfürsorge?)


Allgem. Fürsorge

Sonderfürsorge?)


Ortsarmenverband

100 vH

Sonstige Kosten?):
Rest, der von dem
zugehörigen Landarmenverband
 nicht
vedeckt worden ist

Aufenthaltsgemeinde
Allgem.
Für-3ATOR


a

L. Bezirkshilfsbedürftige


——— A nn.
IL Landeshiltsbedürftige


Yan (Ze
AL Anstalts-Pflege
 2)
R) Bezirkshiltgbedürftigoa


5) Landeshilfsbedürftioe


Zeihilfen an überbürdeten
 Fürsorgeverband


100 vH
Spez. Deckung:
Beitrag vom Land?)

A) Allgem. Kosten:
zum Teil vom Land,
lem Landesfürsorzeverband,
 den
Irtsfürsorgever-»änden,
 zum Teil
ron der freien Wohl-'ahrtspflege.

Sonstige Kosten
50 vH

3) 100 vH
Svez. Deckung: wie IT

Beihilfe an
tberbürdeten
Bezirksfür-3orgeverband


7E YH 43

4)

Allgem.
Kosten wie
dei der Allzem.
 Fürsorge

Sonstige
Kosten
371/. vH)

bh) 25 vH4)

100 vH
Spez. Deckung:
Votfalls Beihilfe
vom Landes-HKirsorgeverband


45 bis 75 vH
Spez. Deckung:
Votfalls Beihilfe
vom Landesfürsargenverband


a) wie Landesfür- | a) Allgem.
sorgeverband Kosten wie
bei der Algem.
 Fürsorge

Sonstige
Kosten
3717) vH d\

bis zu 80 vH
(Die Stadt
Stuttgart trägt
als Bezirksfürsorgeverband

und Aufenthaltsgemeinde

75 vyll)4}

0 Land Württemberg lei iträ, i inen Kosten der Anstalten, soweit
18 ni istote Beiträge an den Landarmenverband und trug die allgemeinen SC
stnicht durch freie Wohlfahrtspflege bestritten wurden. — *) Sowoit sie sich auf Schwerbeschädigte und Schwererwerbsbeschränkte
) Tec, betritft sie nur die Verwaltungskosten der Arbeitsvermittlung, Diese trägt jeder Fürsorgeverband, der sie re a —
} Fun ürttemberg beteiligt sich das Land durch Beiträge an den Lasten des Landesfürsorgeverbandes. — *) 25 vH trägt das .
7 Geisteskranke, Nichtvollsinnige, Epileptiker und Krüppel.
        <pb n="52" />
        Ad

Noch: Übersicht 16
Noch: Verteilung der Lasten für Armen- bzw. Wohlfahrtspflege in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Baden

1913/14

Lastenträger

1925/26 bis 1927/28 .

Armenfürsorge 1913/14

Aufwand für

Landarmenverband

Ortsarmenverband

-

I. Ortsarmenverband:
Gemeinde, abgesonderte
Gemarkung

I. Landarmenverband:
Kreis

[. Bezirksfürsorgeverband;

1. Verbandsfreie Städte
und Gemeindeverbände
 für die Sonder:
fürsorge;
2. Gemeinde für allgem.
Fürsorge

{I. Landesfürsorgeverband:

Land für Sonderfürsorge;
 Kreis für allgem.
Fürsorge

I. Ortsarme

Il. Landarme

III. Anstaltspflege

a) Ortsarme

Freiwillige Beihilfe ar
Ortsarmenverband

100 vH

Sonstige Kosten:
wie I

100 vH
Spez, Deckung:
Freiwillige Beihilfe
vom Landarmenverband


Sonstige Kosten:
wie I

(Die allgem. Kosten trug das Land)

b) Landarme

100 yH

Wohlfahrtspflege 1925/26 bis 1927/28

Verteilung des
Aufwandsa

[. Bezirkshilfsbedürftige


IX. Landeshilfsbedüritire


II. Anstaltspflege?)

a) Bezirkshilfsbedürftige


Landesfürsorgeverband

Allgem. Fürsorge | Eee

I 331/, vH

100 vH

| 100 »H

b}

Bezirksfürsorgeverband

Allgem. Fürsorge

Sonderfürsorge!)


100 vH

331/., vH

a) Sonstige Kosten

Aufenthaltsgemeinde
Sonderfürsorge*)


831/, vH

a) 100 vH 3}

10 v4

b) Landeshilfebedürftige


b) Sonstige Kosten?)

3}

100 vH

100 vH
Wenn früherer Aufenthalt
 in Baden nachreawlesen


1) Soweit sie sich auf Schwerbeschädigte und Schwererwerbsbeschränkte erstreckt, betrifit sie nur die Verwaltungskosten der Ar:
beitsvermittlung, Diese trägt jeder Fürsorgeverband, der sie aufwendet. — %) Für Geisteskranke, Nichtvollsinnige, Epileptiker und
Krüppel. — _*) Die allgem. Kosten der Anstalten sowie 100 vH aller Kosten für Ausländer und aus dem Ausland gekommene. die
noch nie in Baden einen gewöhnlichen Aufenthalt gehabt haben. trägt das Land.
        <pb n="53" />
        33

Noch: Übersicht 16
Noch: Verteilung der Lasten für Armen- bzw. Wohlfahrtspflege in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Hamburg

1913/14

L

[. Ortsarmenverband:
Stadt Hamburg, Marschlande,
 Geestlande, Ritzebüttel,
 St. Pauli, Bergedorf


IL Landarmenverband:
and

Lastenträger

1925/26 bis 1927/28

I, Bezirksfürsorgeverband:

Stadt Hamburg; Stadt Cuxhaven
 und die Gemeinde
der Landherrenschaft Ritzehüttel;
 Städte Bergedorf
ınd Geesthacht sowie die
Gemeinden derLandherren:
zchaft Bergedorf; Gemeinden
 der Landherrenschaft
Geest- und Marachlande?)

(I. Landesfürsorgeverband:
 *
Land

Aufwand für

IL. Ortsarme

I. Landarme

III. Anstaltspflege?)

a) Ortsarme

| b) Landarme

Armenfürsorge 1913/14

Landarmenverband

4

190 77H

Sonstige Kosten)
100 vH
(einschl. Ausländer)

Örtsarmenverband

I

100 vH
Spezielle Deckung:
Zuschuß vom Land

Sonstige Kosten‘)
. 100 vH
jausschl. Ausländer)
Spezielle Deckung:
Zuschuß vom Land

A.

Verteilung des Aufwands

&amp;gt;

I. Bezirkshilfshedürftige

IM Landeshilfsbedürftige

I. Anstaltspflege?)
a) Bezirkshilfsbedürftire

b)} Landeshilfshedürfties

Wohlfahrtspflege 1925/26 bis 1927/28
Bezirksfürsorgeverband a
A x
Ernie | Sonderfürsorge!)

Landesfürenrgeverband

Allgemeine
Fürsorge

Sonderfärsorsrall

0
—

1n0 vH

100 vH

100 vH

100 yH

Sonstige Kosten‘)
50 vyH

Sonstige Kosten‘)
KOyrH

Sonstige Kosten *)
100 vH

©) Soweit sio sich auf Schwerbeschädigte und Schwererwerbsbeschränkte erstrockt, betrifft sie nur die Verwaltungskosten der
Sr Deitsvermittlung. Diese trägt jeder Pürsprgovorbang der sie aufwendet. — *) Die Gemeinden ‚haben bei der Denn A
Kran Seaufgaben den Bezirksfürsorgeverbänden Hilfe zu leisten. — 2) Für Geisteskranke, Nichtvollsinnige, En En
zo —4) Die allgem. Kosten der Anstalten trägt das Land. -—*) Außer für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Gleic
elite und für Krüppel unter 18 Jahren, für die das Land sämtliche Kosten fräet.
        <pb n="54" />
        56 -

Die Fürsorgeberechtigten unterteilt man je nach der für sie lastenpflichtigen Körperschaft
in Bezirks-, Landes- und Reichshilfsbedürftige. Bezirkshilfsbedürftig sind außer allen
Fürsorgeberechtigten, die bei Eintritt der Hilfsbedürftigkeit ihren gewöhnlichen Aufenthalt
in einem Bezirksfürsorgeverband haben, auch jene Personen, die mindestens eine Woche lang
am Ort eines Bezirksfürsorgeverbandes in einem entgeltlichen Dienst- oder Arbeitsverhältnis
tätig waren, sowie ihre Frauen und noch nicht 16 Jahre alten Kinder. Tritt innerhalb einer
Woche nach Beendigung eines solchen Dienst- oder Arbeitsverhältnisses Erkrankung ein,
so sind die etwaigen Fürsorgekosten für Kur und Verpflegung während der ersten 26 Wochen
vom Bezirksfürsorgeverband des Dienstortes zu tragen (nicht von jenem des gewöhnlichen
Aufenthaltsortes). Landeshilfsbedürftige sind vor allem jene reichsdeutschen Personen,
die bei Eintritt der Hilfsbedürftigkeit keinen gewöhnlichen Aufenthalt haben, sowie alle
Ausländer. Reichshilfsbedürftig schließlich können im wesentlichen nur unmittelbare
Reichsangehörige sein. — Der Einteilung in Ortsarme und Landarme, wie sie im Rechnungsjahr
 1913/14 üblich war; lag ein gleichartiges Einteilungsprinzip zugrunde. ,
Wie die Abgrenzung der Kompetenzen, so wird auch die Aufbringung der Kosten im einzelnen
 durch Landesrecht geregelt. Infolgedessen zeigen die Länder vielerlei Verschiedenheiten.
 Für die fünf größten deutschen Länder und die Hansestadt Hamburg macht
Übersicht 16 die Örtliche und sachliche Zuständigkeit der Fürsorgeverbände,
sowie die Lastenverteilung in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 # ersichtlich. Dabei
ist die Lastentragung für Reichshilfsbedürftige und für Ausländer nicht besonders aufgeführt
worden, weil sie in jedem Falle durch das Reich bzw. durch das Land oder den Landesfürsorgeverband
 erfolgt. Ebenso sind die verschiedenen Arbeitsgebiete der Sonderfürsorge (Fürsorge
für: I. Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Gleichgestellte, IL. Rentenempfänger der
Invaliden- und Angestelltenversicherung, III. Kleinrentner und Gleichgestellte, IV. Schwerbeschädigte
 und Schwererwerbsbeschränkte, V. Wöchnerinnen, VI. Minderjährige) nur zusammenfassend
 dargestellt, da die Lastenverteilung für alle diese Gebiete einheitlich erfolgt.
Die Jugendwohlfahrtspflege wird durch selbständige oder anderen Fürsorgebehörden
(z. B. Wohlfahrtsämtern) angegliederte Jugendämter ausgeübt. Die Kosten der Jugendämter
 tragen allgemein jene Körperschaften, die Träger der Bezirksfürsorge sind (z. B. Kreise
in Preußen). Als Zentralorgane der Jugendwohlfahrtspflege sind in allen Ländern, außer
Anhalt, Landesjugendämter errichtet. Ihre Kosten werden regelmäßig vom Land getragen,
nur in Preußen sind die Provinzialverbände aufbringungspflichtig.
Von einigen weniger bedeutenden Ausnahmen abgesehen, ist die Aufbringung der allgemeinen
 Verwaltungslasten für die Jugendwohlfahrtspflege mithin im ganzen Reichsgebiet
einheitlich geregelt. Spezieller Fürsorgeaufwand erwächst der Jugendwohlfahrtspflege
aus der Unterstützung Minderjähriger und aus nicht pflichtmäßigen Aufgaben, in der Hauptsache
 aber aus Fürsorgeerziehung. Die Kosten der Fürsorgeerziehung sind in den einzelnen
Ländern verschieden verteilt. In der Regel sind neben den Fürsorgeverbänden die Länder,
und häufig auch die Gemeinden und Gemeindeverbände belastet. — Die nachstehende Übersicht
 17 zeigt, wie die Lasten der Fürsorgeerziehung in den fünf größten Ländern und der
Hansestadt Hamburg aufgebracht werden,
Die Erwerbslosenfürsorge, die bis 1. Oktober 1927 in Wirksamkeit war, verursachte
eine beträchtliche Belastung durch den eigentlichen Fürsorgeaufwand und durch die Unterhaltungskosten
 für Arbeitsnachweise und Landesämter für Arbeitsvermittlung. An der Aufbringung
 waren beteiligt: die Arbeitgeber und die fürsorgeberechtigten Arbeitnehmer, die
Gemeinden, die Errichtungskörperschaften der Landesämter, das Land und das Reich. Da
die Arbeitsnachweise je nach Lage des Arbeitsmarktes ganz verschieden belastet waren,
wurde mit Hilfe von Bezirksgefahrengemeinschaften und einer Reichsausgleichskasse ein
Gefahrenausgleich erstrebt. Zur Erwerbslosenfürsorge kam seit November 1926 die Belastung
 aus dem Gesetz über die Krisenfürsorge, Diese Lasten werden zwischen dem Reich
und den Errichtungsgemeinden der Arbeitsnachweise aufgeteilt. — Die produktive Erwerbslosenfürsorge
 endlich arbeitete mit Darlehen und verlorenen Zuschüssen aus Mitteln der
Erwerbslosenfürsorge. Zur verstärkten Förderung der Notstandsarbeiten gewährten Reich
und Länder Zuschüsse.
        <pb n="55" />
        37

Übersicht 17
Die Lastenverteilung der Fürsorgeerziehung in den Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28
in vH)

Lastenträger
An kenn

and .

*rovinzialverhand


Preußen

Lastenverteilung
2

8

a) 331/,

Bayern

Lastenträger | Lastenverteilung

S

+

‚and

Kreis

Sachsen

Lastenträger

Lastenverteilung

‚and

100
bei Minderjährigen
ohne gewöhnlichen
 Aufenthalt
und Ausländern
in allen übrigen
Fällen: 662%/y

a) Bezirksverband


b) 100
Yeubau- und Umbaukosten


Stadt und
Landkreis

Württemberg

7
Sek
‚and

Lastenträger

Lastenverteilung

a) 40
(ür Minderjährige
mit gewöhnlichem
Aufenthalt

b) 50
ür Minderjährige
ohne gewöhnlichen
 Aufenthalt

Landesfürsor-*everband


A) 4

&amp;gt; wie Land

94 )

Aufenthalts.
Femeinde

20
ür Minderjährige
mit gewöhnlichem
Aufenthalt

Bezirk, unmittelbare
 Stadt

‚ufenthaltsgemeinde


Lastenträger

‚and

Gemeindeverhand,
 verjandsfreie

Stadt (Bezirksfürsor-


\ufenthaltsyemeinde


20,
'alls Bezirk nicht
von der Gemeinde
anfordert
20
zuf Anfordern des
Jugrendamts

Baden

Lastenverteilung

10

8) 331/g
{ür Minderjährige
mit gewöhnlichem
Aufenthalt in
Baden

b) 100
jür Minderjährige
ohne gewöhnli-Shen
 Aufenthalt
in Baden und
Ausländer
Wie Land a)

Wie Land a)

&amp;gt;) Bezirksfreie
Stadt

1n0

Aufenthalts- |!
remeinde

3317.

Hamburg

Lastenträger Lastenverteilung
al DM
Land ] 100

‚ufenthaltsgemeinde


Die Arbeitslosenversicherung (Gesetz vom 16. Juli 1927) ist auf dem Grundsatz der
Selbstverwaltung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgebaut. Versicherungsträger ist
lie Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung. Ihre Außenstellen
sind die Landesarbeitsämter und die Arbeitsämter. Die zur Durchführung der Aufgaben benötigten
 Mittel werden durch Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber aufgebracht,
Die Arbeitslosenversicherung ist also nicht zur Wohlfahrtspflege zu rechnen. Der Beitrag
zerfällt in einen Landes- und einen Reichsanteil, wird aber einheitlich mit höchstens 3 vH
les Einkommens (seit 1. Januar 1930 mit 3,5 vH) durch die Krankenkassen erhoben.
Länder und Gemeinden sind an den Lasten der Arbeitslosenversicherung nicht beteiligt,
loch hat das Reich bislang fortdauernd beträchtliche Zuschüsse beisteuern müssen. Zur
Zeit wird eine Neuregelung vorbereitet, die die Erwerbslosenversicherung völlig selbständig
 und selbstverantwortlich gestalten soll.
Die beigefügte Übersicht 18 veranschaulicht zusammenfassend die Veränderungen in der
Lastenverteilung der Erwerbslosenfürsorge seit 1924.
        <pb n="56" />
        18

Die Lastenverteilung in der Erwerbslosenfürsorge in
SR A
Als Lastenanteil
Ge

Verteilung des Aufwands

Arbeitgeber und Arbeitnehmer
8810
bis 1. Febr. 19261. April 1927 | 1. Okt. 1927
Febr. 1926 bis bis {Erwerbs-*
 1. April1927 | 1. Okt, 1927 | losenversicherung)


bis |1.Febr. 1926
8 bis
Febr. 1926 |, A pi] 1927
—

)ftentl. Arbeitsnachweise. .....
„aNdesämter .......000.000000
Türsorgeaufwand bzw. Versicherungsaufwand!)
 ............
Ingedeckter Fürsorgeaufwand .
Xrisenfürsorg® ..............
Zeichsausgleichskasse?) .......
Jefizit nach Erschöpfung der |
Reichsausgleichskasse. ......

Is Ma }
7: | 3a

2
MI

/s

I

% |
1

%

I

%
|

ff

1
1) Ein eventueller Fehlbetrag beim Versicherungsaufwand wird aus dem bei der Hauptanstalt gebildeten Notstock abgedeckt.
‚usgleichskasse wird zunächst das trotz Bezirksausgleich verbleibende Defizit des Fürsorgeaufwands gedeckt.
Übersicht 19
———— Der Zuschußbedarf des Wohlfahrtswesens
im Reich, in den Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten
— &amp;gt;
Gemeinden
(Gemeindeverbände)

Rech-1ungs-
 |
jahr

Anteil
je Kopf 2m Zu-33,
 der Be- schußbe-Mi
 nn darf sämtl.
völkerung Verbzw.
 er
| A bzw. | waltungs-RM
 RM zweige in
vH

in b Kopf
Mill.g | 00T 0m
b völkerung
ZW.
RM A bzw.
AM

antel
ım Zuschußbe-
 |
jarf sämtl].
Verwaltungs-
 |
zweige in
+H

in
Mil.A
bzw.
BAHN

Anteil
je Kopf | am Aa
- sSchußbeder
 56 darf sämtl,
völkerung Ver-AM
 bzw. | waltungs-RM
 zweige in
yH

913/14
‚925/26 |
926/27 |
927/28 |

55,4 0,96 2,6 50,9 ı 0,90 | 40 289,9 1 514 | 16,1
452,7 7,25 9,4 291,9 4,80 10,7 © 1089,7 17,93 | 28,1
782,3 12,53 12,9 423,8 „6,97 14,8 | 13837 / 22,76 | 31,8
7509 |. 12,03 11,0 222,2 3,65 | 78 ' 1305,7 *° 21.48. ‘27.9

Hansestädte

Insgesamt

Yon dem Betrag in Sp.13 entfallen
 in vH I
„auf die

ante auteil
- : 5 am Zu- ; *5 aM. Zu-Koch
 in | je Kopf | Se hußbe im © op chußbeyungs-
 | wa. | der Be- | darf ı ar. | der Be | darf
jah — |völkerung‘ sämtl. 4 |völkerung | sämtl.
Jahr ba A bzw. | . Ver- Ba A bzw. Ver
AM RA waltungs-| AM AM waltungs-|
 Zweige in zweige in
a vr
0} N 11 ©

+uf Gedas
 N ] meinden | Hanse-Reich
 Länder ie städte
zerbände) .

6
913/14 | 24,3 | 16,98 ı- 18,8 | “4205|. 727 077 \ 182 | 1.1 | 68,9 | 58
1925/26 | 78,8 | 4866 25,2 | 1913,22 | 20,66 163 | 287 1 163 | 569 | 4
‚926/27 92,4 57,06 26,8 | 2682,3 | 42,98 19,7 29,2 15,8 ; 51,6 3,4
‚927/28 88,0 54,34 22,4 | 2366,8 | 37,92 | 15,8 / 81,7 9,4 | 55,2 | 3,7

— yelle

1}

Übersicht 18

len Rechnungsjahren 1925/26, 1926/27 und 1927/28
antfällt auf
neinde '
(seit 1. Okt seit 1. Okt.
1. April 1927 bis 1. Febr. 1. April 1927
1927 bis | (Erwerbs- 1, Febr.1926 |. 1926 bis | 1927 bis | (Erwerbs-Okt.
 1927| losenver- * . 1.Apri 1927| 1.Okt.1927 losenversicherung)
 sicherung)

Reichseit
 1. Okt.
bis 1. Febr, 1. April 1927
1 Fehr. el 1926 bis | 1927 bis } (Erwerbs-.
 . 1.April1927! 1,0kt.1927 losenversicherung)


15

%
a

fa

“

fa

Ya

1

1

Dieser Notstock wird gespeist aus Beitragsüberschüssen der Landesarbeitsämter und Reichsdarlehen. —?} Aus der Reichs-Die

 wertschaffende Arbeitslosenfürsorge wird heute durch Darlehen oder Zuschüsse von
seiten der Reichsanstalt gefördert, Für Maßnahmen, die eine besonders günstige Wirkung
auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt versprechen, kann der Reichsarbeitsminister Darlehen und
Zinszuschüsse aus verfügbaren Reichsmitteln bewilligen; Voraussetzung ist dabei meist, daß
auch das Land, dem die Maßnahmen zugute kommen, Darlehen und Zuschüsse in gleicher
Höhe gewährt.
Die Arbeitslosenversicherung basiert auf einheitlichem KReichsrecht. Dagegen weist die
Verteilung der Wohlfahrtslasten innerhalb der einzelnen Länder beträchtliche Verschieden-1eiten
 auf. Um diese Verschiedenheiten zusammenfassend zu beleuchten, bringt die nach-Übersicht

 20
Vergleich des Anteils!) der einzelnen Länder (ohne Hansestädte) und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände)
 am Zuschußbedarf für das Wohliahrtswesen

Von 100% (bzw. AM) Zuschußbedarf entfallen im Rechnungsjahr
1925/26 \ 1926/27 \ 1927/28
auf die
Gemeinden
(Gemeindeverbände)


Land

uf das
Land

Preußen (einschl.
Waldeck) ..........
3ayeM ee0ere een
3achsen ‚...........0
Nürttemberg.........
Baden ......0...0..0000
Thüringen 0.0.0.0...
Hessen s00s0000000000
Aeckl.-Schwerin ......
Mdenburg ...........
Braunschweig ........
Anhalt .....00.00000004
ZADUO sr rer ke kn
deckl.-Strelitz .......
Schaumburg-Lippe....
+) Bezüglich der absoluten Höhe des Zuschußbedarfs in den einzelnen Jahren vgl. 8.116 ff.

78,8
76,7
73,3
73,1
FRA
Pa

10,2 89,8
13,6 86,4
21,3“ 78,7
37,7 62,3
30,9 69,1
14 70,6
18 70,2
14 64,6
16,9 83,1
29,2 70,8
13,9 86,1
38,1 61,9
29,9 | . 70,1
26,0 74,0
        <pb n="57" />
        —— BO —

stehende Übersicht 20 einen zwischenzeitlichen Vergleich des Anteils der einzelnen Länder und
ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) am Zuschußbedarf. Eine weitere Zusammenstellung 19
charakterisiert die Bedeutung des Zuschußbedarfes für das Wohlfahrtswesen im Reich, in den
Ländern, Gemeinden und Hansestädten insgesamt,
d. Schulwesen
Die Regelung des Schulwesens!) gehört zum Kompetenzbereich der Länder. Die Verteilung
 der Schullasten ist von Land zu Land verschieden und innerhalb der einzelnen
Länder wiederum für jede Schulart besonders geregelt. So ergibt sich für den Vergleich

Zahl der Schüler und Lehrkräfte
(auf Grund der schulstatistischen

Schüler
und Lehrkräfte

Preußen
‘einschl.
Waldeck)

Bayern | Sachsen | Württem- |
berg

Baden | Thüringen | Hessen

Schüler insgesamt .........
davon:
an höheren Schulen .....
Lehrkräfte:
a) hauptamtliche.........
b) nebenamtliche!) .......
davon:
an höheren Schulen ..... | 25 841

6151382 ! 1 285838 |

854 072

432163 | 434108 | 282787 | 244 609

504 413 |

86 887 |

55 603

38 137 | 36 189 | 29.584 | 21 718

28976! 23220 10823 | 11 x 7 559 6 196
23519 | 5542 ] 995 2276 1757 2302
| 5519] a31s3l 18801 20%41 1278| 1238
k &amp;amp; ;
2) Nebenamtliche Lehrkräfte sind nur an Berufs- und Fachschulen beschäftigt,
Jer Schullasten die Notwendigkeit einer Unterteilung nach den vier Schularten: Volksschulen,
Tortbildungs- und Fachschulen, Mittelschulen und höhere Schulen.
Die absolute Höhe der Schullasten insgesamt hängt in erster Linie von der Zahl der Lehrkräfte
 ab, die ihrerseits wiederum durch die Zahl der Schüler bestimmt wird. Aus diesem
Grunde ist der Einzelbesprechung der verschiedenen Schularten eine Zusammenstellung der
Lehrpersonen und der Schüler in den deutschen Ländern vorangestellt worden. Dabei wurden
die Lehrer und Schüler der höheren Schulen der entsprechenden Gesamtzahl getrennt gegenibergestellt.

An den Volksschullasten sind regelmäßig Land und Gemeinden beteiligt. Häufig sind
jedoch nicht die politischen Gemeinden als solche Träger der Schullasten, sondern besonders
zu diesem Zweck gebildete Schulgemeinden (wie in Anhalt, Lübeck, Lippe und Schaumburg-Lippe)
 oder Zusammenschlüsse mehrerer politischer Gemeinden, die in den verschiedenen
Ländern bald als Schulsprengel oder Schulgemeinden, bald als Schulverbände oder Gesamtschulverbände
 bezeichnet werden. Die in Preußen und Schaumburg-Lippe bestehende Landesschulkasse
 hat lediglich für die Auszahlung der Gehälter, Alterszulagen, Ruhegehälter und
Ainterbliebenenbezüge Sorge zu tragen. Die Mittel hierzu erhält sie durch Staatsbeiträge
and Beiträge der Schulverbände. Land, Schulverbände und Gemeinden sind also auch in
7reußen und Schaumburg-Lippe die alleinigen Träger der Volksschullasten,
In der Vorkriegszeit waren die Länder an den persönlichen Volksschullasten vielfach
nur durch allgemeine Zuschüsse in unbestimmter Höhe beteiligt, heute ist ihr Lastenanteil
nahezu: ausnahmslos fest bestimmt; darüber hinaus sind sie häufig zur Leistung von Zuschüssen
 an bedürftige Gemeinden oder Schulverbände verpflichtet. Einzelne Länder haben
sogar den gesamten persönlichen Schulaufwand selbst übernommen, so Bayern, Hessen,
Braunschweig und Mecklenburg-Strelitz, Baden nur für etatsmäßige Lehrkräfte. In anderen
Ländern erfolgt nur die Zahlung der Gehälter und sonstigen Bezüge an die Lehrkräfte unmittelbar
 durch das Land, jedoch haben die Gemeinden den auf sie entfallenden Lastenanteil
1) Vgl. Einzelschrift 6, Verwaltungsaufbau, usw. S. 5238.

51

zurückzuerstatten. Bei der Rückerstattung hat entweder jede Gemeinde den tatsächlich auf
sie entfallenden Lastenanteil zu tragen (wie in Württemberg), oder aber die Gesamtheit der
Gemeinden kommt für den Gemeindeanteil als ganzes auf (wie in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Schwerin,
 Lippe und Schaumburg-Lippe, teilweise in Bayern). In diesem letzteren
Falle wird der Lastenanteil der Gemeinden von ihrem Überweisungsanteil an der Reichseinkommen-
 und Körperschaftsteuer abgezogen und dadurch ein zwischengemeindlicher
Lastenausgleich herbeigeführt. — Die sächlichen Volksschullasten werden vorzugsweise
 von den Gemeinden und Schulverbänden getragen; die Länder beteiligen sich an ihnen
regelmäßig nur durch Ergänzungszuschüsse an leistungsschwache Gemeinden,
Übersicht 21

in den Ländern und Hansestädten
Erhebung im Schuljahr 1926/27)

Mecklen- - | Mecklen- | Sehaum- ] .
burg- | Oldenburg a | Anhalt Lippe burg- burg-Lippe Hamburg | Bremen | Lübeck
8 schweig Strole g-Lipp
Schwerin trelitz

92316

91 894 '

71 453

51 316

32 512

15827! 7009|
1 899 '

184 778

53 961

22 384

10 6483

10 266

: 892

4 43°

m Ans

1 520

45

2.973

2 972
681

2666 17
394 4 103 z
512 | 446 | 249 | 11 | 107 40 |

792
91
428 |] 179

576

1
}

Wie sich die Lastenverteilung im einzelnen gestaltet, ist für die fünf größten Länder und
die Hansestadt Hamburg aus den beigefügten Übersichten 22 zu ersehen, die gleichzeitig einen
Vergleich der Vor- und Nachkriegsverhältnisse ermöglichen.
An den Kosten des Fortbildungs- und Fachschulwesens nehmen außer Schulverbänden,
 Gemeinden und Ländern auch andere an der beruflichen Fortbildung der Jugend
interessierte Körperschaften des öffentlichen Rechts teil, wie Handels-, Gewerbe-, Landwirtschaftskammern,
 Innungen u. dgl. Vornehmlich beteiligen sich diese Körperschaften an
der Einrichtung und dem Betriebe von Ersatzfortbildungsschulen!) (namentlich Fachschulen),
während die Schulverbände und Gemeinden im allgemeinen nur Lastenträger für Pflichtfortbildungsschulen
 sind. Ländliche Fortbildungs- und landwirtschaftliche Fachschulen werden
vielfach von Gemeindeverbänden unterstützt, zum Teil sogar völlig von ihnen unterhalten.
In der Nachkriegszeit nimmt auch das Land an den Kosten der allgemeinen Pflichtfortbildungsschulen
 in erheblichem Umfange teil. Es leistet Zuschüsse für Fortbildungsschulen
der Gemeinden, Schulverbände und anerkannte privat- oder öffentlich-rechtliche Korporationen.
 Die Kosten für staatliche Fachschulen werden in erster Linie vom Lande getragen;
für nichtstaatliche Fachschulen leistet das Land vielfach Zuschüsse.
Für den Besuch von Ersatzfortbildungsschulen (nicht für jenen von Pflichtfortbildungs-3chulen)
 wird ein Schulgeld erhoben. Außerdem dienen zur Deckung der Unterhaltungskosten
derartiger Schulen in vielen Ländern Beiträge von Arbeitgebern und Lehrherren.
In Sachsen, Württemberg und Thüringen ist die gesamte Lastenverteilung bei den Fortbildungsschulen,
 in Baden, Hessen, Lippe, Schaumburg-Lippe und Lübeck die Aufbringung
der sächlichen Schullast für das Fortbildungs- und Fachschulwesen in genau der gleichen
Weise geregelt wie bei den Volksschulen. In den übrigen Ländern haben meist die
Errichtungskörperschaften für die sächlichen Kosten aufzukommen. — Die Regelung in
den fünf größten deutschen Ländern und der Hansestadt Hamburg ist nachfolgend
(Übersicht 23) für die Jahre 1913/14 und 1925/26 ff, überblicksweise zusammengestellt.
1) Ersatzfortbildungsschulen nennt man Schulen gewerblicher, kaufmännischer oder sonstiger fachlicher Art, deren Besuch
von dem Besuch einer allgemeinen Pflichtfortbildungsschule befreit.
        <pb n="58" />
        Verteilung der Volksschullasten in den Rechnungs
Preußen

7erteilung des
Aufwands

Land

Zweckverband
(Gesamtschulverbände)
| 1925/26 bis
1918/14 | 1927/28

Gemeinde
1918/14 a
AS
&amp;gt;

| 1925/26 bis
(913/14?) | 1927/28)

‚Persönlicher
Aufwand
”, Gehälter

age an
chulverbän-&amp;lt;.
 Zusehügse
r Alterszuıgen
 an Al-3rszulage-


Irgänzungs-‚uschüsse
 an
eistungsıchwache

jehulver- |
yände?)

. Grundgehäl- |
ter
Beiträge für '
\lterszulagen
an Alterszufagekassen

Spez. Deckung: |
!. 8. Anmerkung |
}
? Beiträge und
Zuschüsse i
vom Land

&amp;amp; . Yigenchulver-
 1
nände:; :
vie Zweck- | |
verband '
‚913/14 N
als Glieder |
3ines Ge- |
samtschulverbandes:

3eiträge an
lie Gesamtschnlverbän-
 |
Je {anteilig}

jeıtrag an die
‚andesschul-;asse
 bei Ge-‚ältern
 nur für
taatsbeitragsjerechtigte

ichulstellen

I. Ruhegehälter

. Anteil an
Ruhegehälcern.

u wie I2

nteil an Ruhe-‚ehältern
 in
"orm von Beirägen
 an die
3ezirks-Ruheehaltskassen

12. Deckung:
Anmerkung?)

jeitrag für
taatsbeitragserechtigte

nd erhöhter |
beitrag für
ichtstaatseitragsberech:

gte Schulellen
 an die
‚andesschul-"aeg


als Eigenschulver-


vie Zweckverband

1913/14
‚ wie Ib

\) als Eigenzschulverband:

wie Zweckverband
 1925/26£f.
1. und 2.
jpeg. Deckung:
8. Anmerkung?)
&amp;gt;) als Mitglied
Bines Gesamtsohulver-

 |
Zeiträge an
Gesamtschulverband

Spez, Deckung:
8. Anmerkung?)

Ib UUNEE-‘ld
 an die Ei-‚enschulver-

 und die
zemeinden als
Titglieder
ines Gesamtchulverban-



II. Hinterbliebenenbezüge


.. Anteil an
Hinterbliebenenbezügen

wie I2

0. 00€
sbenenbezüan
 in Form
m Beiträgen
2 die, Bezirks-Vitwen-
 und
Vaisenkassen
ve2. Deckung:
Anmerkung?)

Srgänzungsmuschüsse
 an
eistungsıchwache
 Ei--enschulver-

 und Ge- |
neinden als
Zitglieder
‚ines Gesamtschulverban-



Vertretungs-:osten,
 soweit
6 nicht von |
ler Landesschulkasse
 gezahlt
 werden
Yoez. Deckung:
„. Anmerkung?)

ı als Eigenzchulver-


vie Zweckverband
 l
1913/14
») wie Ib

YV. Sonstiges

wie 12

in voller Höhe
Spez. Deckung:
„ Anmerkung®) |

ı) als Eigen-&amp;gt;chulver-


vie Zweckrerband
 '
«913/14 ;
wie Ib

z, Sächlicher
Aufwand

‚aubeitrag
Zn Schulverände
 mit
sicht mehr
ıl8a 7 Schul-‘tellen

zeihilfen für
3Zauten an unermögende

‘chulverbäne
 mit 25 und
reniger
chulstellen |
MZUg8- 3. wie 1913/14 1
:osten
wie AI2 | 2 wie1913/14 2

„u. wie A2

er ‚döhe
Ausnahme
x Umzugs-:;osten,
 die vom
Staat gezahlt |
werden
jpez, Deckung: |
Beihilfe vom
Land |
a. Land 1913/14
?1und 2 und |
\nmerkung ?)

n voller Höhe
ıinschließlich
ler Umzugs- '
zosten®)
Ypez, Deckung:
vie 1913/14

' als Eigen- a) als Eigenzachulver-
 schulbände:
 verband:
vie Zweck- wie Zweckerband
 verband
1913/14 1925/26
a) wie Ib Spez, Deckung:
1. 8. Anmerkung‘)

„] vergl. Land
(1923/14
{BI und 2
3.) 1925/26 f 24.8
|! b) wie Ah

7reuben. ?) in Posen und Westpreußen gelten abweichende Sonderbestimmungen. -  *) Die Ergänzungszuschüsse und für
) Gastschulbeiträge, Fremdenschulgeld, Ergänzungszuschüsse vom Land an leistungsschwache Schulverbände, bei Gesamtschul-"'remdenschulgeld,
 für leistungsschwache Eigenschulverbände außerdem Ergänzungszuschüsse vom Land. — *) Das Beschulungsgeld
‚Andesschulkasse vergütet und sind in den Beiträgen der Schulverbände an die Landesschulkasse enthalten. — Bayern. !) Nur
‚ezüge wird zunächst vomLand bestritten, den Gemeinden aber durch Kürzung ihrer Anteile an Einkommen- und Körperschaftsteuer

x

ahre 13/14 und 1925/26 bis 1927/28
Bayern (mit Volksfortbildungsschulen)
Zweckverband u. dgl. ' .
" (Schulsprengel) Gemeinde
Zn CC
9 28 a 15

Übersicht 22

‘) Zuschüsse an
die Kreise
* In voller
Höhe:
)ientsalterslagen
 bei
}emeinden
inter 10 000
dinw.; für
temeinden
ıit 10 000
Zinw. und
nehr statt
dienstaltersulagen

&amp;gt;ausch-’eträge


- VOlHer
;öhe bei vor-| I
‘bergehend
3Zeschäftig-;en
 (Aushilfgchrer)
 in den
Zemeinden
&amp;gt;hne orts- |
itatutarische |:
Gehalts--egelung

Zuschüsse an
überbürdete
Gemeinden
\pez, Deckung:
"uschuß vom
Land

ao voller Höhe
lür Schulen des |
Schulsprengels ı
Spez. Deckung:
ı) Beiträge der |
Mitgliedsgemeinden
 |
5) Zuschuß vom |
Land ;
c) Zuschuß vom |}
Kreis

. voller Höhe |}
.dr gemeindliche
jcehulen einschl.
{es Gehalts für
Aushilfslehrer in
Gemeinden mit
ortsstatutarischer
Gehaltsregelung
) Beiträge der Mitgliedsgemeinden

an Zweckverband
Spez, Deckung: -
7. Zuschuß vom
Land
2, Zuschuß vom
Kreis

Schüsse zu
on Ruhege-‚Altern
 in
*orm von Bei- ;
Tägen an die,
Xreispensions- |
\nstalten

hlbetragsdekzung
 bei den
Areispensions-Anstalten


nA UEeMEINAdEN MI
Oortsstatutarischer
Gehaltsregelung:
irgänzung zu den
Bezügen aus den
Kreispensionsanstalten


N. voller
Höhe mit
Ausnahne
 der
osten
ür Fach-‚ehrer


‚uschüsse
an israeli-‚ische
 Ge '
neinden?)

N. voller
Höhe für
‘achlehrer?)


üschüsse (Un-‚erhaltsbei-

 zu den
Ainterbliebel6nbezügen
 in |
Form von Zu- ]
3chüssen an die
&amp;lt;reisvereine

/uschüsse an die
Kreisvereine
zur Unterstützung
 der Hin-‚erbliebenen


n Gemeinden mit
ortsstatutarischer
Gehaltsregelung:
rgänzung zu den
Bezügen aus den '
Kreisvereinen

"Uschüsse an
die Kreise

Wie AIb

ı voller Höhe
ir Schulen des |
Schulsprengels |
and bei Volksschulen
 mit
&amp;lt;lösterlichen
Lehrkräften
‘pez. Deckung:
Beiträge der
Mitgliedsgemeinde

Zuschüsse der
Temeinden zu
den Klosterarhallen.


u In voller Höhe
für gemeindliche
Volksschulen
2, Zuschüsse zu den
Klosterschulen
3. Wie A Ib ohme
spez. Deckung

nn
wie A IV ;

"uschüsse
an die
Kreise
WG
1913/14

uschüsse an
überbürdete
Zemeinden und
Schulsprengel
jpez. Deckung:
zuschuß vom
Land

191,
edoch
'eine Zu-;chüsse

ürSchulıprengel)}


a) Or 4101x
für Schulen des
Schulsprengels
Ipez Deckung:
"uschuß vom
Kreis an überbürdete
 Schul-Sprengel


voller
döhe für
;prengel
;chulen
\DeZ.
Deckung:
’eiträge
‚on den
Mitzieds-




Wie AIV1,
spez. Deckung:
'uschuß vom Kreis
an überbürdete Gemeinden


a) In voller
Höhe
Spez.
Deckung:
Zuschuß
vom Kreis
«1 Beiträge

ler Mitzlieds-


 an
Zweckverband


4

Orhan e nungaj ü önlichen und sächlichen Bedarf gewährt.‘ —
5 gajahr 1925/26 auch das Beschulungsgeld werden für den gesamten persönlichen un: wäh
‚Srbänden außerdem rl der angeschlossenen Gemeinden. — *%) Das Besechulungsgeld vom Land, N v2
ür grand und für leistungsschwache Mitgliedsgemeinden Ergänzungszuschüsse vom Land. — ®) Die Umzugskosten En von der
mit ®hälter, — *) Der persönliche Aufwand für die Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerinnen einschließlich der Verso gung:
Wirkung vom 1.April 1927 ab durch Kürzung ihrer Anteile nur an der Einkommensteuer) angerechnet.
        <pb n="59" />
        4

Noch: Übersicht 22
Noch: Verteilung der Volksschullasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28
Sachsen (mit Fortbildungsschulen !)

Verteilung

des
Auf{wands

Land

1925/26 bis
1913/14 | 1927/28

Zweckverband

Schulverband | Baht nen
gesetzter
1913/14 Schulbezirk

Gemeinde

aL. Als einfache
Politische | Schulgemeinde | Schulbezirk
Gemeinde 1925/26 bis
1918/14 1927/28 _
"7 8

A

Persönlicher
Aufwand
.. Gehälter

I. Ruhegehälter

II. Hinterbliebenenbezüge


V. Sonstiges

Jächlicher
Aufwand

4) Fortlaufende |Zu 2/3
Beihilfen an:
die Schulgeneinden

») Zuschüsse an
%edürftige
Schulgemeinlen


n voller Höhe|
für die Schu-;
len des Zweckverbandes

Spez, Deckung:
Umlagen der
Witgliedsge- |
meinden

ı) IovollerHöLnicht
 für
fachlehrerinnen)

1) Beihilfen für
Fachlehrerin-3en
 an die
Schulgemeinlen


a voller Höhe
für Fachlehre-,
rinnen
SpeR, Deckung:
Nie I

[n voller
Höhe

{n voller Höhe

N wie A 1 a!'-* Einzelne
9 } und b  ' nersönliche
0) Einzelne son-| \ufwendunstige
 persön-| eR besonliche
 Aufwen-| ierer Art in.
lungen in voller Höhe
roller Höhe |b) Zuschüsse
an bedürftiyo
 Schulbe-|
zirke

a voller Be wie 1913/14
tür die Schu-|s. „x
en des Zweck- mr Deckung:|
‚erbandes mit Umlagen der
\usnahme der| Mitgliedegerom
 Land ge- „, Meinden
;ragenen Auf-/Zuschuß vom
yendungen Land bei Be-Spez.
 Deckung: dürftigkeit
Wie I

+) Zuschüsse anla) wie A IV pfwie AIV
bedürftige
Schulgemeinden

») Einzelne son-|wie 1913/14 b |
stige sächlishe
 Aufwenlungen
 in
roller Höhe

wie AIVY

Jmlage als Mit-Yilgemeinde

an Zweckverband

Spez, Deckung.
Zeihilfe vom
Land, Landes:
zuschuß bei
Bedürftigkeit

ın voller Höhe/Zu !/,®)
für gemeindliche
 Schulen
Spez. Deckung:
Vie bei polilt|
schen Gemeinden


wie I
Spez, Deckung:|
Beihilfe” vom
Land

n voller Höhe
für Fachlehrerinnen

Spez, Deckung:|
Beihilfe vom
Land

vie »

In voller Höhe
 für ger
mneindliche
Schulen mit
Ausnahme
der vom Land
zetragenen
Aufwendungen

2. Umlage als
Mitgliedsgemeinde
 an
Zweckverband
Spez, Deckung:
Zuschuß des
Landes bet
Bedürftigkeit


wie AI wie AI
Spez. Deckung:| Spez. Deckung:
Landeszuschuß ‚Wie bei nolitibei
 Bedürftig-| schen Gemeinkeit
 den

wie AIVY 1und?

1) Ab 1. April 1928 heißen die Fortbildungsschulen Berufsschulen. — %) Durch Kürzung des Gemeindeanteils an der Reichs
inkommen- und Körperschaftsfeuer, Für Gutsbezirke gelten einige Sonderbestimmungen.
        <pb n="60" />
        Noch: Übersicht 22
Noch: Verteilung der Volksschullasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Wiürttemberrs

Verteilung
des Auftwands

1913/14

Land

1925/26
bis 1927/28

Zweckverband {Schulverband}

| 1925/26
1913/14 bis 1927/98

Gemeinde
ana TT 19256
1913/14 bis 1927/28

Oo

A,Persönlicher
Aufwand
ZI. Gehälter

I. Ruhegehälter
 und Hinterbliebenen

bezüge

IL. Sonate

3. Süchliecher
Aufwana

i. Anteil, soweit
nicht durch
leste Gemeinleanteile
 oder
Bezirksgemeindeanteile

gedeckt
Zuschüsse an
leistungsschwache
 Gemeinden
 und
Schulverbände


In voller Höhe?

wie 12

Zuschüsse
an leistungsschwache
 Gemeinden
 und
Schulverbände
zu Schulhaushayuten


wie 1912/14

wie 1913/14

!. Vergütungen
für über das
festgesetzto
oder ortsübliche
 Arbeitsmaß
 hinausyehende

Dienstleistung
im Hauptamt
2. wie 1918/14
(12)

wie 1913/14

Feste Anteile für
Schulen des
Zweckverbandes,
abgestuft nach
Bezirksgemeindezrößen

Spez. Deckung:
Zuschüsse des Landes
 an leistungsschwache
 Schulverbände;
 Umlagen
 der Mitgliedsgemeinden


% vH in großen
Städten, 65 vH in
len mittl.Städten.
45 vH in den
übrigen Gemeinlen
 des errechaeten
 Durchschnittsgehalts!)

für Schulen des
%Zweckverbandes
Spez. Deckung:
une 1913114

{n voller Höhe für
Schulen des
Zweckverbandes
Spez. Deckung:
um FI

n voller Höhe für
Schulen des
Zweckverbandes,
zoweit nicht vom
Land getragen
Spez. Deckung:
ume 1918114 (1)

wie AL
(jedoch Landeszuschüsse nur für Schul.
hausbauten)

A Jr ———
a) Gleiche Lasten für eigene Schulon
 wie Zweckverband jedoch
ohne spezielle Deckung

5) Umlage als
Mitgliedsgemeinde
 an
Schulverband

h) wie 1913/14 (b}

Spez. Deckung
zu a) u. b}:
Zuschuß des Landes
 an leistungsschwache
 Gemenden


A) Io voller Höhe
für gemeindl.
Sehulen

a) In voller Höhe
tür gemeindl.
Schulen, s0-weit
 nicht vom
Land getragen

b)wie Ib

b} wie 1913/14 (b)

Spez. Deckung
zu a) u. b):
ma TI

SA
wie AllIau.b
{jedoch Landeszuschüsse nur für
Schulhausbauten}

‚Die Beiträge d Ä i i tsächlichen Besoldungsaufwand für das Lehrerer
 Zweckverbände und Gemeinden werden nicht aus dem tatsächlichen oldung: “
©hS0RAl, sondern nach einer Durchschnittsbesoldung errechnet, Dieser ist für plan- und außerplanmäßige Ge Kr (Oste
klager ianen je verschieden hoch, jedoch ohne Rücksicht auf die Einstufung in das Klassenverzeichnis für alle ben “ Bei (sr
) Bl C, ab 1, Oktober 1927 D) festgesetzt. Der nach Abzug dieser Beträge verbleibende Besoldungsaufwand entfällt au .
"99080 für genehmigte Privatanstalten für Krüppel, nichtvollsinnize und verwahrloste Kinder.

"inanzen und Steuern
        <pb n="61" />
        66

Noch: Übersicht 22
Noch: Verteilung der Volksschullasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28
Baden

Verteilung des
Aufwands

\, Persönlicher
Aufwand
[. Gehälter

I. Ruhegehältar


IL. Hinterblie-___benenbezüge

[V. Sonstiges

Land!‘

na 1925/26
1913/14 | is 1027/28

zemeinden, die
ler Städteordnung
 nicht unjerstehen
 und
Zweckverbänle:

In voller Höhe
 außer den
Gehältern für
Handarbeitsehrerinnen
 und
ainigen Sonderleistungen

Spez. Deckung:
.. Jahresbeiträge
der Gemeinden
nach Maßgabe
der Schulkinderzahl,

Jahresbeiträge
der Gemeinden
mit mehr als
5000 Einwohzern
 die nicht
ler Städdteordzung
 unteriegen,
 nach
Maßgabe der
Sahulstellen.

An voller Höhe
für die gesetzlich
 gebotenen
Lehrstellen der
3emeinden
und Zweckverzände


n voller Höhe
Tür die etatsnäßigen
 Leh-’er
 und Schuleiter
 mit Ausnahme
 der
Ruhegehälter
ler auf Antrag
ler Stadtveryaltung
 in
Städteordıungsstädten

n den einstveiligen
 Ruhe-3ztand
 versetzsen
 Haupt-‚ehrer

n voller Höhe

In voller Höhe

\) Städte der
Städteordnung:

In voller Höhe
ler auf Anordaung
 staatl,
Schulbehörden
antstandenen
Reisekosten
ınd Tageszebühren
 an
‚m Dienst beändliche
 Leh-&amp;lt;er

ı Gemeinden,
lie der Städterdnung
 nicht
unterstehen
und Zweckverbände:

In voller
Höhe außer
inigen Sonlerleistungen

Jpez. Deckung:
wie I

'n voller Höhe
tür den sonstizen
 gesetzlich
zebotenen Aufwand


Zweckverband (Schulverband)

1925/26
1918/14 L bis 1927/28

in voller Höhe Gehälter
 der Handarbeitslehrerin-

 ferner einige
3onderleistungen
Spez. Deckung:
“Jmlagen der Mitqliedsgemeinden


In voller Höhe den
über das gesetzliche
 Maß hinauszehenden
 Aufwand
 für Schuler
les Zweckverban
des
Spez. Deckung:
une 1913/14

3ewisse Sonderleistungen

Spez. Deckung: '
wie I

in voller Höhe für
den sonstigen
übergesetzlichen
Aufwand dür
Schulen des
Zweckverbandes
Spez. Deckung:
Umlage der Mitgliedsgemeinden


13/14 | 1925/26
A010 E bis 1927/28

Gemeinde

a) Städte der |a) In voller Höhe
Städteord- den über das
nung: gesetzliche Maß
In voller hinausgehen-,
Höhe in Anl wan
onstige Ge-| für gemeindl
8 den © | Sehulon
1.In voller b) wie 1913/14 €
Höhe Gehälter
 der
Handarbeitslehre-

 ferner
 einige
Sonderleistungen

3. vgl. Spez.
Deckung:
Land
1913/14
oc) Umlage als
Mitgliedsgemeinde
 an
Zweckverband


Städte der
Städteordnung:
Ruhegehälter
der auf Antrag
der Stadtverwaltung
 in den
ainstweiligen
Ruhestand versetzten
 Hauptlehrer


a} Städte der
Städteordnung:

In voller
Höhe ausschl.
der auf Anordnung
 staatl.
Schulbehörden
antstandenen
Reisekosten
und Tagesgebühren
 an im
Dienst befindliche
 Lehrer

wie Zweckveband
 (jedoch fü
gemeindliche
Schulen}

Do) Sonstige Gemeinden:

L. Gewisse
Sonderleistungen


2. &amp;amp;
wie Ib2
3.
und ©
8)

ı) Den persönlichen und sächlichen Aufwand der Anstalten für nicht vollsinnige Kinder trägt das Land.
        <pb n="62" />
        — 67

Noch: Übersicht 22
Noch: Verteilung der Volksschullasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/1928

Noch: Baden

Verteilung des
Aufwands

8, Sächlicher
Aufwand

Land

44 | 192506
161814 - bis 1927/28
Kt BI

a) In voller Höhe
lie Umzugskosten
 der
Zweckverbände
 und Gemeinden,
 welchederStädte-

 nicht
unterstehen
and
Zuschüsse an
bedürftige Gemeinden
 zu
Neu- und Umbauten


a) Zuschüsse an
Gemeinden
zu Neu- und
Umbauten
auf Antrag

3) In voller Höhe
die Umzugskosten


Zweckverband (Schulverband)

1913/14

1925/26 bis 1927/28

In voller Höhe fir
Schulen des
Zweckverbandes
außer Umzugskosten

Spez. Deckung:
wie AT

wie 1913/14

Gemeinde
; 1925/26
1913/14 yis 1027/28

a) Städte der
Städteordnung:

In voller Höhe
für städtische
Schulen
Sonstige
Gemeinden:
In voller
Höhe für gemeindl.
 Schu:
len außerUm:
zugskosten
Spez, Deckung:
Zuschuß des
Landes an be-Zürftige
 Ge:
meinden zu
Neu- und Umbauten

3) wie AIf(e)

a) In voller Höhe
für gemeindl.
Schulen außer
den Umzugskosten

Spez, Deckung:
Zuschuß des Landes
 zu den Neuund
 Umbauten
auf Antrag

b) wie 1913/14
AIN{(c)

Hamburr

Verteilung des
Aufwande

A.
 8T8önlicher
Aufwand
LI Gehälter

1 Ruhegehälter
 und Hinterbliebenen-



I, Bonstir

BR.
Sächlicher
Aufwand.

1913/14 |

In voller Höhe
für die Stadtgem.
 Hamburg
und die Landyem.*)
 sowie
Alterszulagen
für Bergedorf
und Cuxhaven
In voller Höhe

In voller Höhe
{für die Stadtgem,
 Hamburg
und die Landrem.


2} wie A IIT 2) 2)

5) Für Bergedorf
und Cuxhaven
Ersatz der ;
Neu- und grö- |
Beren Umbautan
 4

Land
1926/26

1926/27 bis 1927/26

in voller Höhe für Stadtgem. Hamburg
 und die Landgem. sowie Alterszulagen,
 Frauen- und Kinder-Zuschläge
 für Bergedorf. Cuxhaven
und Gaasthacht

In voller Höhe

wie 1913/14

a) In voller Höhe
für Stadtgem,
Hamburg
b) 80 vH für Landgem.


a} wie A IIL
1918/14
&amp;gt;) Für die übri- b) Für Cuxhaven,
zen Städte;' Bergedorf und
Aufwendun- Geesthacht:
gen für Neu- Aufwendungen
und größere für Neu- und
Umbauten, ?) größere Umbauferner
 Auf- sen ?)
wendungen o) Für Landgefür
 Bücher meinden:
und Lern- 1. Aufwendunmittel
 gen für Neuund
 größere
Umbauten ?)
in vollerHöhe
80 vH des
übrigen sächiehen
 Bedarfs

®) wie A III (2)

1913/14

x

in voller Höhe
Grundgehälter
für Bergedorf und
uıshaven

'n voller Höhe für
die Stadtgem.
Bergedorf und
Muxhayen

In voller Höhe für
dergedorf und
Duxhaven mit
Ausnahme der
ewilligien Neuind
 größeren
Umbauten ?}

A
Gemeinde

1925/26

1926/27bis1927/28
; -

In voller Höhe Grundgehälter in
den Stadtgemeinden Bergedorf,
Cuxhaven. Geasthacht

wie 1913/14,
außerdem in
ler Stadtgem.
Geesthacht

a) wie 1925/26
b) 20 vH in den
Landrem.

In voller Höhe in
len Stadtgem. |
Bergedorf,Cuxhaven,
 Geesthacht,
 soweit
nicht vom |
Lande getragen

a) Bergedorf,
Cuxhaven,
Geesthacht:
[n voller Höhe
5) Landgemeinden:
 20 vH
des sächlichen
Bedarfs
Für a u. b
mit Ausnahme
 der vom
Lande getrazenen
 Neuund
 größeren
Umbauten ?}

m w. die
} i ten. nur ersetzt, wenn
ra b Schulgeldeinnahmen ?) Für Neu- und größere Umbauten werden die Kos
ittel zug‘ der Schulgeldeinna, .— 9)E
tel vo Senat und der Bürrerschad bewilliet sind.
        <pb n="63" />
        A

59

Die Verteilung der Lasten für Fortbildungsschulen und
Preu

/erteilung des Aufwands

ir

“ro vinz

1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
————_n Se

1913/14

1925/26 bis 1927/28

Gl
DEE

A. Persönlicher
Aufwand
i. Gehälter und Sonstiges
a) Fortbildungsschulen }

uschüsse an Kreise, Gemeinden und Zweckverbände
 *}

Zuschüsse an Gemeinden,
 Zweckverbände,
Kreise für ländliche
und gärtnerische Fortbildungsschulen


b) Fachschulen

i. 100 vH für staatl. gewerbl. Fachschulen
Spez. Deckung?
Zuschüsse von Provinzen, Kreisen, Gemeinden
 (1913/14 auch Zweckverband)
\ wie 8]

400 vH für landw,|1ı. 100 vH für eigene
Winterschulen der Obst- und Weinbau-Provinz
 fachschulen
Zuschüsse an Land | 2. Zuschüsse für staatl
und an Zweckver- Fachschulen
bl 3. Zuschüsse an Zweckverbände
 und Kreise
für landwirtschaftliche
 und gärtnerische
Fachschulen
„ Zuschüsse an Kreis®
für Wanderhaushal“
tunesschulen

1913/14

1925/26

{I. Ruhegehälter und
Iinterbliebenenbezüge
A) Fortbildungsschulen

Li. Anm, !)
* Zuschüsse an Gemeinlien
 und Zweckverbände
 für gewerbliche
and kaufmännische
Fortbildungsschulen

vie Ia

D}) Fachschulen

1. In voller Höhe für
staatl. Fachschulen
Zuschüsse an Gemeinden
 und Zweckverpände
 bei besonderer
Vereinbarung

wie Ib 1, jedoch ohme
»pezielle Deckung
"uschüsse für gewerbiche
 Fachschulen der
?rovinzen, Kreise,
weckverbände und
‚emeinden bei be
onderer Vereinba-‚ung


wie Lu

{in voller Höhe für eigen?
Obst- und Weinbat”
fachschulen
Spez. Deckung:
Zuschuß vom Land bei be
sonderer Vereinbarung

B. Sächlicher
Aufwand

Die Lastenverteilung entspricht völlig jen#

y Für Provinz Posen und Westpreußen im Jahre 1913/14 Zuschüsse (für A1 in voller Höhe). — %) Der Unterricht an 1ä0d
jezüge bei diesen nicht in Frage. — *) Von Arbeitgebern werden Beiträge erhoben. — *) Ab 1. April 1928,

Übersicht 28
Fachschulen in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Ben
EB GR A ea Kr u ——
5 Zweckverband u. dgl. (Handelskammer, i
Kießs Sn ' Landwirtschaftskammer usw.) © Gemeinde
1913/14 | 1925/26 bis 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 bis 1927/28 i 1913/14 | 1925/26 bis 1927/28
A Ba An DR ana Sa a
-—- Mi
1. wie 1913/14
Spez. Deckung:
Zuschüsse vom
Tand
Zuschüsse der Provinzen
 und Kreise
für ländliche und
gärtnerische Fortbildungsschulen

Zuschüsse an
Zweckverband
u. dgl, (seit 1. AprL
1928)
Umlage als Mitgliedsgemeinde
 an
Zweckverband

In voller Höhe | 1. In voller Höhe
für ländlicheFort- | für eigene Fort-Yildungsschulen
 pildungsschulen
Spez, Deckung? Spez. Deckung:
Zuschüsse vom Zuschüsse von
Land Land und Pro-HNZEN

Zuschüsse an Ge
meinden und
Zweckverband
zür ländliche und
gärtnerische
Fortbildungssehulen


2. Zuschüsse an
Zweckverbände

un voller Höhe | 1. wie 1913/14 je
“ür eigene Fach- doch keine Zuschulen
 3) schüsse von Ge-Spez.
 Deckung: meinden
Zuschüsse von
Land, Provinzen,
Kreisen und Gemeinden

Zuschüsse an das | 2, Zuschüsse an pge-Land
 für staatl. meindliche Fach:
Fachschulen schulen

in voller Höhe
für gemeindliche
Fachschulen
Spez. Deckung:
Zuschüsse vom
Land

L, wie 1913/14
Spez. Deckung:
Zuschüsse von
Land, Zweckverbänden
 u, dgl. Zuschüsse
von Provinzen und
Kreisen für landıo.
und gärtnerische
Fachschulen
Zuschüssean Kreise
für landwirtschaftliche
 Fachschulen
und Wanderhaushaltungsschulen

Zuschüsse an Land
für staatliche gewerbl.
 Fachschulen

‚In voller Höhe ;
°ür landwirtsch.
Winterschulen
Ind ländl. Wanderhaushaltungs-

 des Krei-88

Zuschüsse an
Land, Zweekverhände
 und Ge-ı
üeinden

1. wie 1913/14
Spez. Deckung :
Zuschüsse vom
Land, von Pro- |
vinzen und Gemeinden


‘. Zuschüsse an
Land für staatl.
zewerbl. Fachjchulen
 und an
Zweckverbände
tür landwirtschaftliche
 und ı
gärtnerische
Fachsehulen

2 Zuschüsse an das
Land und die
Zweckverbände

wie 1a?) wie 183)
Spez, Deckung: Spez. Deckung : ?)
_ „.. Omlagen der Mit-| Umlagen der Mit
In ‚voller Höhe fü, gliedsgemeinden ; gliedsgemeinden an
eigene gewerbliche , Zuschüsse vom Land! Gemeindeverband
Forthildungs- Zuschüsse vom Land
schulen ®) und Gemeinden
Spez, Deckung : |
Zuschüsse vom Land

wie Ia?2} wie Ia
Spez, Deckung ? Spez. Deckung : ?)
Wie I a, jedoch ohne | Nur Zuschüsse vom
Zuschüsse von Pro- | Land
vinz und Kreis

wie Ib1 wie Ib wie Ib
Spez. Deckung? Spez. Deckung: *) | _ Spez. Deckung:
Zuschüsse vom Land | Wie 1913/14 Nur Zuschüsse vom
bei besonderer Ver- Land bei besoneinbarung
 derer Vereinbarung

wie Ib1
Spez, Deckung:
Wie 1918/14

wie Idı

wie Ib1
Spez. Deckung:
Zuschüsse vom Land:
bei besonderer Ver
einbarung

ie Gehälter und Sonstiges *) (AI)

"hen °rtbildungsschulen wird nebenamtlich gegen Stundenvergütung erteilt, daher kommen Ruhegehälter und Hinterbliebenen -
        <pb n="64" />
        70 —

Noch: Übersicht 23
Noch: Verteilung der Lasten für Fortbildungs-!) und Fachschulen in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Bayern
Kreis 1 Bezirk | Gemeinde

Verteilung des
Aufwands

1913/14 und 1925/26 ?} bis 1927/28

Persönlicher
und sächlicher
Aufwand?)
ı) Gewerbliche Fortbildungsschulen


Zuschüsse an die Gemeinden


Zuschüsse an Gemeinder

In voller Höhe
Spez. Deckung:
Zuschüsse des Landes und
Kreises
In voller Höhe für ge
meindliche Anstalten‘
Spez. Deckung :
Wie a

&amp;gt;} Gewerbliche Fach- -
schulen

„In voller Höhe für [In voller Höhe für die
Anstalten des Lan- Anstalten des Kreides
 *) 168%)
7 ;'hü di Spez. Deckung:
i BEE 566 an CO | Zuschüsse des Landes
hr die &amp;amp; und der Bezirke
3. Zuschüsse an die Gemeinden
 [2. EEE an Ge-Zuschüsse

 für gewerbliche
 Fachschulen des
Kreises

1) Die Verteilung der Lasten für Volksfortbildungsschulen entspricht völlig jener für Volksschulen. — *) In der Verteilung de:
Lasten für Fortbildungs- und Fachschulen ist im Jahre 1925/26 und in den folgenden Jahren gegenüber 1913/14 keine Änderung
ingetreten. Die gewerblichen Fortbildungsschulen heißen jetzt Berufsfortbildungsschulen. — *) Für den persönlichen und sächlicher
Aufwand gelten völlig übereinstimmende Grundsätze. — *) Vom Interessenten der Industrie werden Beiträge erhoben.

Sachsen (Fachschulen) ')

Verteilung des
Aufwands

Land

313/14 u.1925/26|
bis 1927/28

Bezirk ?)
1925/26
bis 1927/28

Zweckverband u. del.

1918/14 1925/26
9187 | bis 1927/28

Gemeinde
1925/26
1918/14 | krtog

A,
Persönlicher
Aufwand

Gehälter, Ruheehälter?)
 und
Hinterbliebenen-Jezüge


In voller Höhe
für staatl. Anatalten

Zuschüsse an
nichtstaatl.
Anstalten

Zuschüsse Oder
Unterhaltung
von Freistellen
an Anstalten
ler Zweckverände
 oder Geneinden


&amp;gt;

I. Sonstires

xie 1

3. Sächlicher
Aufwand

wie A I jedoch
A 12 in Einzelfällen


wie AI

1) Die Lastenverteilung der Fortbildungsschulen
ichtet das Land Beiträge zur Ruhegehaltskasse für
‚astenpflichtig

’n voller Höhe
für Anstalten
les Zweckverbandes

Spez. Deckung :
Zuschüsse vom
Land; Umlagen|
der Miütgliedsgemeinden


in voller Höhe
für Schulen de:
Zweckverbandes

Spez. Deckung :
Zuschüsse vom
Land und Bezirksverband


L. In voller Höhe
für Anstalten
der Gemeinde
Spez. Deckung?
Zuschuß vom
Land
2 Umlage als
Mitgliedsgemeinde
 an
Zweckverband
In Einzelfällen:
 Beiträge
an fremde Anstalten


wie 1913/14?)
Spez, Deckung:
Zuschuß des Lande:
oder Bezirksver“
bandes

wie I

wie I
Spez. Deckung :
Nur Zuschüsse
vom Land

wie I

vie I
Spez. Deckung:
NurZuschußdes
Landes

wie A,

vie AI
Spez. Deckung:
Zuschüsse von
Land in Einzelfällen,
 Bezirks:
verband und Gemeinden


wie AT

wie AI
Spez. Deckung”
Zuschuß des Lande“
in Einzelfällen 0d*'
des Bezirksver”
bandes; Zuschu
an fremde nich‘
eiaatl. Anstalten

entspricht völlig jener der Volksschulen. — %) In der Nachkriegszeit en!
jandwirtschaftliche und gewerbliche Beamte und Lehrer. — ®) 1913/14 nich
        <pb n="65" />
        71

Noch: Übersicht 23
Noch: Verteilung der Lasten für Fortbildungs- und Fachschulen in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Württemk&amp;gt;- &amp;gt;

Verteilung
les Aufwande

A
Persönlicher
Aufwand
‘“hälter und Son-3tigos!}


} Fortbildungs-3chulen:
 Gewer-3e-
 und Han-ı
delsschulen

) Fachschulen

and

1913/14

1925/26
bis 1928/28

O0 vH des Zuschußbedarfs
 in
?orm von Beirägen
 an die
Gemeinden und
ichulverbände®)

Zur Hälfte

L. Ackerbauschulen
 und
landw. Win-;erschulen
 :
&amp;lt;n voller Höhe:

wie 1913/1465)

3. Frauenar- | 2. Frauenarbeitsheitsschulen?):/
 schulen ?);
Beiträge an Zu 2/5
‘+emeinden %)

aweckverband u. del.

1913/14

1927/26
bis 1927/28

{n voller Höhe
Spez. Deckung:
vgl. Land
Beiträge der Mitzliedsgemeinden


Zur Hälfte für
Anstalten des
Zweckverbandes

Spez. Deckung:
Tmlagen der Mitiedsgemeinden


Gemeinde

1913/14

1925/26
bis 1927/28

“ür gemeindl.Anstalten
 in voller
Höhe
Spez. Deckung:
vgl. Land.
Umlage als
Mitgliedszemeinde
 an
Zweckverband

Tür gemeindl. Anstalten
 zur Hälfte.
Umlage als Mitzliedsgemeinde
 an
Zweckverband

in voller Höhe
für Frauenar- |
arbeitsschulen?)
Spez. Deckung :
Beiträge vom
Land *)

Für Frauenarbeitszehulen:

Zu 3/6)

Sala

3. Sächlicher
Aufwand

) Fortbildungs-3chulen:
 Gewerbe
Ind Handelsschulen


a
Fachschulen

wie A na)5)

vie A b) 1
Tnez, Deckung :
Zuschüsse von |
Zemeinden

L. Ackerbauıchulen:

In voller
"Töhe

Landw. Winerschulen;

Beiträge zur
arsten Ein-:ichtung


wie A

In voller Höhe
für Anstalten
des Zweckverbandes

Spez. Deckung :
we A

wie Az 5)

1. Frauenarbeitsschulen:

In voller
Höhe

}, Ackerbau und
landw, Winterschulen:

Zuschüsse an
Land

Tür gemeindl. Anstalten
 in voller
Höhe,
Imlage als Mitgliedspemeinde
 an
Zweckverband

A. -Landw. Winter-3zchulen:

In voller Höhe,
zoweit nicht von
Amtskörper-;ehaften
 ) getragen

Spez. Deckung:
vol. Land
2. Frauenarbeitsschulen:

In voller Höhe

{öno ühegehälter und Hinterbli benenbezüge werden 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28 für Fortbildungs- und Fachschulen in voller
She vom Lande Getragen en 2 Die sonstigen Kosten werden in voller Höhe von den Gemeinden getragen. Tadel a
an der Schulgeldeinnahmen. — 4) Die Gemeinden erhalten den 1 300.4 übersteigenden Betrag des Gehalts je ce CT
ehe elle bis zum Höchstbetrage von 900 4 ‚außerdem den 3,20.X übersteigenden Betrag vom Tagegeld Mn Dad ee N
ie Gen bis zum Höchstbetrag von 1,60.4. — *) Der Aufwand für Schulräume und Inventar wird von den Schul vor Et
Auf. Gemeinden getragen. — %) Es wird Schulgeld erhoben. — 7) Die Amtskörperschaften beteiligen sich Dun an gem
Wand der landwirtschaftlichen Winterschulen; von einer besonderen Spalte für diese Lastenträger wurde abgesehen.
        <pb n="66" />
        Noch: Übersicht 23
Noch: Verteilung der Lasten für Fortbildungs- und Fachschulen in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Baden

Verteilung
des Aufwands

A
Persönlicher
Aufwand
[. Gehälter ?)

(X. Sonstiges

B. Sächlicher
Aufwand

Land

1912/14

ı) Allgem, Fortbildungsgchulen:

Auf Antrag: Zuschüsse
 an Gemeinden
bis 6000 Einwohner

b) Gewerbliche Fortbildungs-
 und Handels:
zchulen: Beiträge und
Zuschüsse an Gemeinien
 sowie Zuschüsse für
Handelsabteilungen an
Gewerbeschulen und für
sonstige kaufmännische
"Interrichteknran

») Gewerbeschulen:
14. In Städten der
Städteordnung: Von
dem durch Sehulzeldern
 nicht gedeckten
 Aufwand:
55 vH
2. In den übrigen Gemeinden:
 Zuschüsse

a) Gewerbl. Fortbildungsschulen
 :
Zuschüsse an Gemeinden

Handelsschulen :
Beihilfen an Gemeinden

3) Gewerbeschulen ;
wie I{(e)

Imzugskosten in voller
Höhe 2%

1925/26 bis 1927/28

a) Allgem. und gewerbl
Fortbildungsschulen:
In voller Höhe innerhalb
 des gesetzlichen
Rahmens

b) Gewerbe- und Handels
schulen (Fachschulen):
Zur Hälfte

a) wie I(a)

») wie I (b), jedoch Notstandsbeihilfe
 in volle
Höhe

‚) Allgem, u. gewerbl,
Fortbildungsschulen:
1. Umzugskosten in
voller Höhe
2. Für Bau und Einrichtung
 allgemeiner
Fortbildungsschulen:
Beihilfen an bedürftige
 Gemeinden
&amp;gt;} Gewerbe- und Handelsschulen
 :
Umzugskosten zur
Hälfte

Gemeinde

1913/14 |

1925/26 bis 1927/28

‚) Allgem. Fortbildungszchulen:

In voller Höhe
Spez. Deckung:
vol. Land

a) Allzem. und gewerbl.
Fortbildungsschulen:
In voller Höhe den
über den gesetzlichen
Rahmen hinausgehenden
 Aufwand

b) Gewerbliche Tortbildungs-
 und Handels
schulen:
In voller Höhe
Spez. Deckung:
Beiträge und Zuschliesse
 som Land

b) wie Land (b}

c) Gewerbeschulen:
L., In Städten der
Städteordnung: Von
dem durch Schulgelder
 nicht gedeckfen
 Aufwand: 45 vH

2. In den übrigen Gemeinden:
 In voller
Höhe
Spez. Deckung für 0) 2.
Zuschüsse vom
Land

,) wie (a) jedoch ohne spez,
Deckung.

a) wie I (a)

c)
je I(bu.
99V wi

b) wie I (b)
(Notstandsbeihilfen v#-Land}


{n voller Höhe mit Ausnahme
 der Umzugskosten
 2

a) Allgem. u, gewerbl. For
bildungsschulen: In yo)
ler Höhe ausschl, UM
zugskosten
Spez. Deckung:
val. Land

b) wie Land (b)

1) Ruhegehälter und Hinterbliebenenbezüge werden 1913/14 und 1925/26 if in voller Höhe vom Lande geiragen. In den al}
meinen Fortbildungsschulen wird der Unterricht nebenamtlich erteilt, so daß Ruhegehälter und Hinterbliebenenbezüge nicht 6°
stehen. -— %}) Die Umzugskosten für Lehrkräfte an den Gewerbeschulen in den Städten der Städteordnung werden zu 55 vH v®”
Land und zu 45 yH von den Städten getragen,
        <pb n="67" />
        {3

Noch: Übersicht 23
Noch: Verteilung der Lasten für Fortbildungs- und Fachschulen in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Hamburg

Verteilung
des Aufwanda

Ar
Persönlicher
Aufwand
- Gehälter, Ruheschälter
 und Hinterbliebenenbe-


4) Fortbildungsschnlen


b) Fachschulen
{L. Sonstiges
1) Fortbildungs-Schulen


b) Fachschulen.

Land

1912/14

1925/26

1926/27 bis 1927/2P

3

+

‚Für Stadtgezem.Hamburg:

[In voller Höhe
1, Zuschüsse an
Landgem. in
Höhe der
Hälfteder Ge-3amtkosten


In voller Höhe

wies

in vo”er Höhe

wie I | wie I(au. b)

1.In der Stadt
Hamburg :
In voller Höhe
2. 80 vH in den
Landremeinder

wie ff

In voller Höhe

Gemeinde

on Wei“

1913/14 1925/26 ‘1926/27 bis 1927/28

x

3Zergedorf, Cux-'1aven
 und Landzemeinden
 :;
In voller Höhe
Spez. Deckung?
Zuschüsse vom
Land an Landgem,
 in Höhe der
Hälfte der Ge-Samtosten.


wie a

wie I

i. In den Städten
Bergedorf, Cuxhaven
 und Geesthacht:

In voller Höhe
) 20 vH in den
Landgemeinden

A188

"&amp;gt; E— * ik

* Sächlicher
Aufwand
a) Fortbildungs-Schulan


b) Facheen—

wie AT

xiea AT

wie AI

L wie AIL1
2. In den sonstigen
Stadt- u. Landzemeinden:
 Für
Neu- u. größere
Umbauten:
[n voller Höhe
Für den sonstigen
 Sachaufwand:
 In den
Landgem. 80 vP

In voller Höhe

wie AI

vie Al

1. In den Stadtgemeinden
 Bergedorf,
 Cuxhaven
n.Gesthacht: Für
Neu-und größere
Umbauten : —
‚ür sonst, Sachaufwand
 :
In voller Höhe
In den Landgemeinden:
 Für
Neu- u. größere
Umbauten: —
Für sonst. Sachqufwand:
 20 vH

Unter dem Namen »Mittelschule« werden hier alle Schularten zusammengefaßt, die über
das Lehrziel der Volksschule hinausgehen, jenes der höheren Schule aber nicht erreichen
(Bürgerschulen, gehobene Volksschulen, mittlere Schulen).
An den Lasten derartiger Schulen sind in der Regel Land und Gemeinde bzw. Land,
Schulverband und Gemeinde beteiligt. In Sachsen, Württemberg, Thüringen, Hessen, Hamburg
 (und Baden 1913/14) ist die Lastenverteilung für Mittelschulen ebenso geregelt wie jene
für Volksschulen, in Preußen besteht eine Landesmittelschulkasse, die in ihren Funktionen
der Landesschulkasse entspricht. Keine öffentlichen Mittelschulen bestehen in Mecklenburg-Strelitz
 und Schaumburg-Lippe. In sämtlichen Ländern wird für den Besuch der Mittel-Schulen
 ein Schulgeld erhoben. — Die Lastenverteilung in den fünf größten deutschen
Ländern ') macht die beigefügt Zusammenstellung ersichtlich.

in den
/26 und in dt
i ‚hre 1925, reglieder
h im Ja berbau ans
ya hule als 0
i men Sen Oolksse
a
in der He Anstalten.
bes ittelschulen al
?) In Hamburg ha Ein
folgenden Jahren gibt es
Würden
        <pb n="68" />
        Die Verteilung der Mittelschullasten*) in den

Preußen
KH
Land
1913/14 [1925/26 bis 1927/28 |u925/26 Dis1927/21

Bayern

Verteilung
les Aufwands |

‚and

Kreis
1913/14

1913/14 1.925/26bis1927/26|

\ Persönlicher
Aufwand
\) Gehälter

rundgehalt in 10 voller Höhe für
roller Höhe. Al-| öffentl. mittlere
;erszulagen in vol-/ jehulen (bei pererHöhe,
 undzwar| Önlichem Auf-!
„| wand in Form von!
In Form von Bei-— geiträgen an die |
‚rägen an die| „‚andesmittel-Alterszulage-
 zhulkasse)
rassen, sofern Geneinden
 Mitglie- Spez. Deckung‘
der der Alters- veschulungsgeld
zulagekassen m Land. Ersind
 und die Al- nzungsz uschülsse”
barszulagen ° m Land im
ür die Volks- öl
ichullehrer gel- /nwermögensfalle
senden Sätze ? ihilfe für private
ıicht überstei- gittlere Schulen
gen
im übrigen un- |
mittelbar

aschulungsgeld
ın die Gemeinten
 für öffentl.
nittlere Schunin
 Höhe der
Tr Volksschuen
 geltenden ]
'ätza \
gänzungszuchüsse
 an lei- 1
tungsschwache
jemeinden.Beiıllfen
 für prirate
 mittloro]
Schulen

schuß an den ı ı.: In voller Höhe
vreis für die | für die La-‚ateinschulen
 teinschulen
Zuschüsse an
lie nichtstaatl
and nichtgemeindl.
 Mäd- |
zhenmittelschulen


n voller Höhe
für die Kreisınstalten
 (La-;einschulen

'pez. Deckung:
Zuschuss des
Tandes

3} Ruhegehälter

voller Höhe, une
war in Form von
jeiträgen an die |
luheyehaltsassen,
 sofern Gen1einden
 Mitlieder
 der Ruheehaltskassen

ind, im übrigen
nmittebar

wie a}

ie al

n voller Höhe ı
[für die Lateinachulen


wie b}) 1913/14

ı Hinterbkebenenbezüge


ı voller Höhe

na a}

vie a}

vie b) | wie b) 1913/14

‚3 Sonstires

m voller Höhe

via al

win a}

vie a}

wie b) 1913114

1

al

I. Sächlieher |
Anifiwand

n voller Hahn

wie Ia}

rn Ko

ie Ia) 1
'nterhaltung der
Anstaltsgebäu- |
18 nur wenn |
lem Staate unantgeltlich

übereienet

a voller Höhe
für die Kreis“
anstalten (Laz;einschulen)

262. Deckung:
Zuschüsse vor
Gemeinden
Unterhaltung
ler Schulge
äude dureh
Nie Gemeinden

4 7
\ Mehrere Gemeinden können sich zur Unterhaltung einer Mittelschule zusammonschließen. In diesem Falle haben die beteiligt“?
Die Verteilung der Lasten für höhere Lehranstalten (Gymnasien, Realgymnasien,
Dberrealschulen, Realschulen, Progymnasien, Aufbauschulen usw.) ist im großen und ganzen
anheitlich geregelt. Grundsätzlich tragen für die staatlichen höheren Lehranstalten das Land,
rür die gemeindlichen höheren Schulen die Gemeinden und für durch Stiftungen errichtete
'öhere Schulen die Stiftungen den gesamten Schulaufwand persönlicher und sächlicher Art.
Jas Land leistet fast überall Zuschüsse zu den Gemeinde- oder Stiftungsanstalten, ebenso
die Gemeinden zu staatlichen und zu Stiftungsanstalten. sofern ein Interesse an der

Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
BE A

Übersicht 24
Baden
Zweckverband
1 Adel | Gemeinde
1925/26 bis 1927/28
A —

S
+
5»
25 x
= Fa
1913/14

Gemeinde
1913/14 | 1925/26 bis 1927/28

o
n
&amp;lt;a
a
8
N

Land

o

10

I

13

% voller Höhe für | wie a) 1918/14
die Gemeinde-Astalten


2
az
3
Ss
a
&amp;amp;
3
AS
Sg
3
&amp;lt;
3
N
.
4.8
x
a
zZ
a
Ba
33
°
3
5 OD
Ü
£ sr
Bad
ud
a
%

Zur Hälfte

ur Hälfte für| 1. Zur Hälfte für
Schulen des gyemeindl. Schu-Zweckverbandes
 len
'vez. Deckung : ), Umlagen als Mit-Umlagen
 der Mit- gliedsgemeinde
zledsgemeinden an gr kwer-Jan


5
5m
Ca
3
CC
aß
Ss.
SS
355
Si
ERE
485
HR
m
ZEN
HS
"ax
‘Sa
be
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aa
=
3 .£
te
Dr
m
Ss
A
SE
a
S
Sa
m.
Z-7


wie a} 1913/14

9

| Voller Höhe für ı
Gemeindeanstal-©,
 die nicht Laeinschulen
 aind

In voller Höhe

A

3

vie b)

wie a) 1913/14

In voller Hähe ı

Wie a}

wie a} 1913/14

wie a) | wie a)

wie a)

wie Ia}
Zuschüsse an
&amp;lt;reise für La-%WMschulen

Interhaltung der
len. Kreisen zur
Verfügung gestell.
©0 gemeindlich.
Schuleebänga

‚ wie Ta) 1913/14

Zuschüsse an Ge
meinden zu Neuund
 Umbauten
In voller Höhe
lie Umzugskosten


Für Schulen des
Zweckverbandes:
in voller Höhe
außer den Umzugskosten

Spez. Deckung:
wie Ia

In voller Höhe
Tür gemeindliche
Schulen, außer
len Umzugskosten

3pez. Deckung :
Zuschuss des Lanles
 zu Neu- und
Umbauten auf Antrag

2. wie Iaj2

Jnterhaltung
ler von den Ge
neinden dem
;taat nicht üb:
ignetenAnstalt
vebäude der
Gateainschulen

"Meinden Umlagen an die Sitzgemeinde zu entrichten.

Erhaltung der Anstalt besteht. Mehrere Gemeinden können sich auch zur gemeinsamen
Unterhaltung einer höheren Schule zusammenschließen. In Sachsen, Württemberg und
7 hüringen ist die Lastenaufbringung für das höhere Schulwesen ebenso geregelt wie jene für
las Volksschulwesen; jedoch wird in allen Ländern für den Besuch der höheren Schulen ein
Schulgeld erhoben. — Für die fünf größten Länder und die Hansestadt Hamburg ist auch
die Lastenverteilung im höheren Schulwesen tabellenmäßig zusammengefaßt worden
Übersicht 951.
        <pb n="69" />
        16 —

Übersicht 25
Die Verteilung der Lasten für Höhere Schulen in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Verteilung
les Aufwands

Preußen .

1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Zweckverband
Land u. dgl.
! (Stiftungen usw.}

Gemeinde

1913/14

Land

Hamburg
1925/26 bis 1927/28

Land | Gemeinde

Rn

 —

Persönlicher
und sächlicher
 Aufwand


In voller Höhe
für staatliche
Anstalten?)

Spez. Deckung:
Zuschüsse von
Gemeinden

2. Staatszuschüsse
 für gemeindliche
 und Stiftungsanstal-

 3)

3,

Zuschüsse für
private Höhere
Lehranstalten
für die weibliche
 Jugend *)

{n voller Höhe für
eigene Anstalkan


Spez. Deckung:
x) Staatszuschüsse?)

9) Gemeindliche
Zuschusseh)

i. In voller Höher
für gemeindliche
 Anstalten

Spez. Deckung:
Staatszuechüsse?)


2. Zuschüsse an
tremde Austaltan
 1)

[n voller In voller Höhe
Höhe

Spez, Deckung:
Beitrag der Stadt
Cuxhaven für
las staatliche
Lyzeum in Cuzhaven


Beitrag der Stadt
Cuxhaven an
das Land für
staatliches Lyzeum
 in Cuxhaven


1) Falls Interesse an der Erhaltung der Anstalt besteht. -— *%) Für das Gehalt und den sächlichen Aufwand a s
Bewirtschaftungszuschuß an die Anstaltskasse ohne Trennung des persönlichen und sächlichen Aufwandes, Die speziellen
Deckungsmittel beziehen sich nicht auf Ruhegehälter und Hinterbliebenenbezüge. -— %) Ohne Trennung des persönlichen
ınd sächlichen Aufwandes. — *) In Höhe der Hälfte des Haushaltsfehlbetrages nach Ausscheidung der Ruhegehälter und
Hinterbliebenenbezüre, sofern die Gemeinde die andere Hälfte trägt.

a

Verteilung
des Aufwands

Persönlicher
und sächlicher
 Aufwand


Land

L. In voller Höhe {für
staatliche Anstalten

2. Zuschüsse an die gemeindlichen
 Anstaltan


Zu 1. 1925/26 HM:
Spez, Deckung:
In Einzelfällen Bei
Iräge derGemeinden und
der Bezirksverbände

Agcaher-A



1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
| Gemeinde

Berirkaverband

1925/26 ff:
Zuschüsse in einzelnen
Fällen an die Träger
der Höheren Lehranstalten


{n voller Höhe für die
Anstalten des Zweckverbandes

Spez. Deckung:
Beiträge der Mitglieds
gemeinden außerdem
1925/26 Zuschüsse in
Einzelfällen vom Bezirksverband


i. In voller Höhe für die
gemeindlichen Anstalten


Spez, Deckung:
Zuschüsse des Landes,
Nur 1925/2677 In
Einzelfällen Zuschiüsse
 der Bezirksverbände

2. Umlage als Mitgliedsgemeinde
 an Zweckverband


3. Nur 1925/26 ff:

{n Einzelfällen vercragliche
 Beiträge für
staatliche Anstalten an
3as Land

1) Die Ruhegehälter und Hinterbliebenenbezüge werden in voller Höhe vom Lande getragen.
        <pb n="70" />
        za.

Noch: Übersicht 25
Noch: Die Verteilung der Lasten für Höhere Schulen in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Bayern

Verteilung
des Aufwandes

Land ö
1918/14 | 1925/26 hia1927/28

Kreis
1913/14 | 1925/26bis1927/26

Gemeinde

1913/14

1925/26bis1927/28

3

‘. Persönlicher
Aufwand

a) Gehälter

\ Ruhegehälter
und Hinterbliebenenbe-



0) Sonstiges

x Sächlicher
Aufwand

. In voller Höhe! 1.
für staatliche|
Anstalten

In voller Höhe
für die staatlichen
 Anstalten
 und ehemaligen
 Kreisanstalten


In voller Höhe für! wie 1913/14
(einschl. 8pez,
li. je eine Lehre-| Deckung}
rinnenbil- |
dunegsanstalt

2. Zuschüssefürdie| 2
nicht staatlichen
 Oberrealzehulen,
 Realschulen,
 Progymnasien
 und
Nichtstaatlichen
 Lehrer- !
innenbildungsanstalten
 an |
Kreis und Gemaeinda


Zuschüsse anl 2. die sonstigen
nichtstaatliche Kreisanstalten
and nichtge- Spez, Deckung:
neindliche Hö- Zuschuß des
1ere Mädchen- Landes
schulen und
lyzeen sowie
ın die Krei-:;
 für nicht
staatliche Leh
rerinnenbildungsanstal-



A, wie a)l

wiesl

2. In voller Höhe
für die nichtstaatlichen

Oberrealschulen,
 Realschulen
 und Pro-&amp;gt;ymnasieD


vie a 1 ohne spez, ! wie 1913/14
Deckung *

1. u. 2. wie a)

3. In voller Höhe wie a1
BStellvertre- |
tungskosten für’
die nichtstaatlichen
 Oberrealschulen,Real-

 und
Progzvymnasien

wie al und 2
(außer Stellvertretungskosten

naı a9)

wie al
1913/14 ohne spez
Deckung

wie Ia)1
Spez, Deckung:
In Einzelfällen
Unterhaltung .
der von den Ge-| 2. Wie Ia2
meinden gestellten
 Schulge- | 3
bäude durch die
Zemeinden

1. Wie 1913/14

In voller Höhe für
Kreisanstalten
Spez. Deckung:
wie Land

1. Wie1913/14 2:
(einschl. spez,
Deckung)

2. In Einzelfäller
Unterhaltung
ler von den
Gemeinden gestellten
 Schulgebäude
 durch
die Gemeinden

In voller Höhe
für die ehemaligen
 Kreisansfalten
 auch in-30weit,
 als sie
bisher von den:
Gemeinden be-|
stritten worden‘
sind, DieUnterhaltung
 der
Schulgebäude
durch das Land
setzt deren
Übereignung
durch die Gebäudeeigen-

 (Kreis
oder Gemeinde)
voraus

7
AN

In voller Höhe für/wie 1913/14
gemeindliche ohne spez.
Anstalten Deckung
Spez. Deckung:
Zuschuß des Lan
des außer füh
Höhere Mädchenschulen


{In voller Höhe für|wie a)
Höhere Mädchenschulen


wie Ia
Spez. Deckung:
Zuschuß des Lan
des

wie a}

i. Wie I a, ohne[wie 1913/14
spez, Dekung |L1. und 2.

2. In Einzelfäller
Unterhaltung
ler von den
Gemeinden
dem Land oder
Kreis überlasgenen
 Schulgehäaäudeae
        <pb n="71" />
        8 —

Noch: Übersicht 25
Noch: Die Verteilung der Lasten für Höhere Schulen in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Württemberg
1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Baden

Verteilung
des Aufwands

Aufwand für

1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Land

Gemeinde

Land

Qemeinde

[. Persönlicher
Auiwand

Il. Persönlicher
Aufwand

a) Gehälter

1. In voller Höhe für
staatliche Lehranstalten


1913/14
In voller Höhe für gemeindliche
 Anstalken

Spez. Deckung:
Zuschuß des Landes‘
1925/26 ff
60 vH für Ööffentliche
 gemeindliche
Anstalten

a) Gehälter und
Sonstiges

1. In voller Höhe fü
Gymnasien und
Lehrerbildungsanstalten


1913/14
1. In voller Höhe
für die Realan
stalten
Spez, Deckung:
Zuschüsse des
Landes

2. Nur 1913/14 Zuschuß
 annichtstaatliche
 Anstalten

2. Nur 1913/14. Zuschüsse
 an die Gemeinden
 für Realanstalten

Nur 1925/26 Zur
Hälfte für gemeind:
liche Realanstalter
und Höhere Mädchenschulen


Zu ?/, für die ge
meindlichen Höheren
 Mädchen
schulen

ı Nuri1925/26 ff: 40vyH
für öffentliche gemeindliche
 Anstalten


In voller Höhe für
von Gemeinden unjerhaltene
 private
Schulen und Klasgen
 2)

3. Nur 1913/14
Zu */, für die gemeindlichen
 höheren
 Mädchenschuten


1925/26 ff: Zur
Hälfte für die ge
meindlichen Real
gehulen und
Höheren Mädohenschulen


0) Ruhegehälter
und Hinterbliebenenbe-



L. 1913/14. In voller
Höhe

2, 1925/26. In voller
Höhe für staatliche
gemeindliche und
bestimmte Privatancstalten


8) Sonstiges

I. Sächlicher
Aufwand

1.und 2. Wiea 1und2

3. Nur 1925/26ff
Vertretungskosten
für gemeindliche
Anatalten

1. Wie Lad

2. Nur 1913/14
Zuschüsse an gemeindliche
 und Privatanstalten
 insbezondere
 für Schulhanshauten


1913/14 wie a)

1925/26 ff: In volle:
Höhe für gemeind
liche Anstalten aus
8er Vertretungskosten
 und für private
Schulen und Klas
sen?) der Gemein
hen

1912/14 wie I a 1913/14
Spez. Deckung?
Zuschuß des Landes
insbesondere für
Schulkausbauten
925/26 ff: In voller
Höhe für gemeind-.iche
 und von Gemeinden
 unterhaltene
 private Schulen
ınd Klassen?)

5} Ruhegehälter
und Hinterbliebenenbe-



II. Sächlicher
Aufwand

1913/14. In voller
Höhe für sämtliche
staatlichen und gemeindlichen
 Austalten

1925/26 wie 1913/14

1. In voller Höhe für
staatliche Anstal-+aen


2. 1913/14. Umzugskosten
 für das Lehrpersonal
 an gemeindlichen
 Realanstalten
 und Höheren
 Mädchenschulen
 in voller
Höhe
1925/26 wie 1913/14, |
jedoch nur zur
Hälite

1913/14, In voller
Höhe für Realan“
stalten und Höher“
Mädchenschulen
mit Ausnahme de!
Umzugakosten

1925/26 df:
' Wie Land II %
Zur Hälfte die
TImzugskosten
In voller HN
den übrigen AUF
wand der 8%
meindlichen A?
ataltan

2) Die Staatszuschüsse werden in Pauschalbeirägen, nicht ausgeschieden nach persönlichem und sächlichem Aufwand, gewährt‘
bemessen werden sie nach dem persönlichen Aufwand, — *) Die von den Gemeinden unterhaltenen Anstalten tragen öffentliche?
boailweise auch privaten Charakter und erhalten Beiträge vom Land.
        <pb n="72" />
        79 —

Der Zuschußbedarf des Schulwesens im Reich,
in den Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten

Übersicht 26

Reich

Länder

Gemeinden
(Gemeindeverbände) .

mech-Anteil


n ı je Kopf am Zum
 ; der Be- schußbe-ML
 ’arf sämtl.
völkerung Veor- |
bzw. =
£. A bzw. | waltungs-A
 AM zweige in
vH

aungs-{ahr


in
EA
BZW,
AM

je Kopf
der Berölkerung

A bzw.
ZH

Anteil
am Zuschußbe-

 sämtl.
Verwaltungs-

 in
vH

in
Mil
bzw.
RM

je Kopf
der Bevölkerung

M bzw.
AH

Anteil
am Zuschußbe-

 sämtl.
© Verwaltungs-

 in
vH

‚913/14 1,1 0,02 0,1 322,1 71 25,2
‚025/26 4,5 0,07 | 0,1 354,5 14,06 81,8
926/27 5,4 0,09 | 0,1 | 874,9 | 14,39 | 30,5
‚927/28 3,9 0,06 0,1 1 000,0 16,45 32,7

572,3 10,15 ] 81,7
728,4 | 11,98 18,8 °
771,2 | 12,69 / 17,7
384,2 14,55 18,9

Hansestädte

insgesamt

Von dem Betrag in Sp. 13
entfallen in vH

RechaUungS-




in
Mil.
0ZW.
ZA

je Kopf
der Bevölkerung,

M bzw.
AM

Anteil
am Zu-‚chußbe-


sämtl.
Verwaltungs-

 in
vH

in
Mill.X
bzw.
AH |

A
z am Zu-8
 Kopf nfbeder
 Be- darf
zölkerung! sämtl.
AM bzw. waltungs-AM
 Zweige in
vH

auf die

auf
das
Reich | Länder ı

Gemeinden
 ı
(Gemeinde-



Hansestädte


0

IX

19

‚913/14
925/26
1926/27
1927/98

32,7
57,9
63,9
75.4 |

22,85
35,76
39,46
46,56

17,8
18,4
18,5
19,2 |

928,1
. 645,4
1 715,3
1 963,5 ı

16,06 |
26,37
27,48
31,46

17,1 0,1 34,7
14,0 0,8 51,9
12,6 0,8 51,0
18,1 0,2 50,9

61,7 8,5
44,3 3,5
45,0 3,7
45,0 3.9

Vergleich des Anteils!) der einzelnen Länder (ohne Hansestädte)
und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbänden) am Zuschußbedarf für das Schulwesen
Von 100 X bzw. AM Zuschußbedarf entfallen im Rechnungsjahr

Übersicht 27

1913/14

1925/26
! auf die
Ge-Cr
 EP meinden
AD (Gem.-Verb.)


Land

1926/27

1927/28

| a die
e-2
 SE | meinden
N | (Gem.-Verb.)


: die
auf das e-Tand
 | wand
Verb.)

! . die
auf das Ah
meinden
Land ] (Cem.
Verb.)

©

Üreußen (einschl. ‚Walleek)
tree
Sachsen „1.1... ve.
a SEE
A TEE
Thüringen...
Messen...
Mocklenburg-Schwerin _. is
EB ars
Braunschweig .... “
pe
A trennen
erlebe Sri Hm |
chaumburg-Lippe. Wannen

34,1 65,9
35,5 | 64,5
38,1 61,9
15,3 54,7
35,1 54,9
44,2 55,8
40,1 59,9
33,9 1
38,3 41,7
13,3 16,7
37,7 12,3
37,3 12,7
53,0 47,0
68,7 | 31,3

45,0 55,0
76,0 24,0
58,8 41,2
525 : 47,5
74,0 | 26,0
53,1 | 36,9
79,6 20,4
30,2 19,8
44,7 55,3
30,1 19,9
35,8 14,2
2,3 | 87
85,2 | 14,8
56,9) A311

43,7 56,3
77,0 23,0
59,4 40,6
50,9 49,1
74,0 26,0
52,7 37,3
30,5 19,5
30,9 19,1
41,6 58,4
78,6 21,4
35,8 14,2
93,0 7,0
85,5 14,5
50,7 49,3

44,2
77,3
57,7
51,9
73,1
62,8
79,6
78,8
44,1
79,0
87,5
21,4
85,1
61,0

8

55,8
22,7
42,3
48,1
26,9
37,2
20,4
21,2
55,9
21,0
‘2,5
8,6
14,9
39.0

% Bezüglich der absoluten Höhe des Zuschußbedarfs in den einzelnen Jahren vel. 8.116 £f.
        <pb n="73" />
        30 —

Wie sich die nach Schularten und Ländern verschiedene Verteilung der Schullasten im
Gesamtanteil von Reich, Ländern, Gemeinden und Hansestädten am Zuschußbedarf für das
Schulwesen auswirkt und welche Anteile in den einzelnen Ländern auf Land und Gemeinde
entfallen, zeigen die Übersichten 26 und 27 für die Vor- und Nachkriegszeit.

e, Wegebau

Die Regelung der Wegebaupflicht der verschiedenen Gebietskörperschaften (Länder, Gemeindeverbände
 und Gemeinden) ist innerhalb des Deutschen Reichs außerordentlich uneinheitlich.
 Dieser Überblick kann infolgedessen nur die allgemeinen Grundzüge der bestehenden
Lastenverteilung wiedergeben,
Die Straßen teilt man in der Regel, je nach dem ursprünglichen oder hauptsächlichen
Träger der Bau- und Unterhaltungslast, ein in Staats-, Provinzial-, Kreis-, Bezirks- (Distrikts-)
und Amtsstraßen sowie Gemeindestraßen und Gemeindewege. Die dem nachbarlichen Verkehr
 zwischen mehreren Gemarkungen dienenden sogenannten Vizinal- und Kommunikationswege
 sind bald den Kreis-, Bezirks- oder Amtsstraßen, bald den Gemeindestraßen und -wegen
zuzurechnen.
Bezüglich der Lastenverteilung ist zu unterscheiden zwischen den Kosten für den Bau und
den Kosten für die Unterhaltung der Straßen und Wege. Beide gehen zu Lasten der Länder
und Selbstverwaltungskörper, deren Sache das Wegebauwesen grundsätzlich ist. Das Reich
hat nach Artikel 7 der Reichsverfassung das Gesetzgebungsrecht über den Bau von Landstraßen,
 soweit es sich um den allgemeinen Verkehr und die Landesverteidigung handelt,
Dem Lande liegt allgemein der Bau und die Unterhaltung der sogenannten Staatsstraßen ob.
Die dabei entstehenden Kosten hat es regelmäßig zu tragen; nur in Baden werden die Gemeinden
 in gewissem Umfange zur Beitragsleistung herangezogen. In einigen Fällen ist die
Wegebaupflicht für frühere Staatsstraßen auf Gemeindeverbände übertragen worden, so in
Preußen auf die Provinzen, in Anhalt auf die Kreise, in Hessen auf die Kreise und von diesen
seit April 1927 auf die Provinzen. Für die Straßen der höheren Gemeindeverbände (Provinzialstraßen)
 wird vom Lande in Preußen ein Beitrag zum Bau und zur Unterhaltung,
in Hessen seit April 1927 ein feststehender Jahresbetrag für die Unterhaltung gewährt.
Am häufigsten treten die Gemeindeverbände erster Ordnung (Kreise in Preußen) als Eigentümer
 der Kreis-, Bezirks- (Distrikts-) oder Amtsstraßen und als Hauptträger der Bau- und
Unterhaltungslast auf. Allerdings sind in fast allen Ländern andere Körperschaften an den
Kosten dieser Straßen mitbeteiligt. Die Länder leisten Zuschüsse zum Teil durch Dotation;
Hessen beteiligte sich bis 31. März 1927 durch einen besonderen Anteil an den Bau- und durch
einen jährlich fest bestimmten Betrag an den Unterhaltungskosten. Außerdem wird ein Teil
der Kosten durch Zuschüsse der Provinzen (in Preußen und bis 1927 in Hessen) sowie durch
Beiträge der Gemeinden aufgebracht. Eine Besonderheit ist es, daß der aus preußischen
Stadt- und Landkreisen zusammengesetzte Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk selbständig
Verkehrsstraßen innerhalb seines Gebietes baut und unterhält.
Für den Bau und die Unterhaltung der Gemeindestraßen und -wege gibt zumeist das Land
(in Preußen und Hessen die Provinz) sowie der untere Gemeindeverband (Kreis in Preußen)
Beihilfen. In Sachsen hat der Bezirksverband seit 1925/26 die Hälfte der gemeindlichen Wegebaulast
 übernommen. Vielfach schließen sich mehrere Einzelgemeinden zwecks gemeinsamer
Lastentragung zu Wegeverbänden zusammen, Nach demWegerecht aller deutschen Länder
liegen Bau und Unterhaltung der Ortsstraßen und -wege den Gemeinden ob, die Lastenverteilung
 für sogenannte Ortsdurchfahrten (Chausseestrecken, die durch bewohnte Ortschaften
laufen) ist dagegen in den einzelnen Ländern verschieden geregelt. Teilweise gelten sie als
Bestandteil der Gesamtstraße und unterliegen der für diese gültigen Lastenregelung, teilweise
haben die Gemeinden für diese Strecken einen höheren Lastenanteil zu übernehmen.
Brücken im Straßenzuge gelten als Bestandteil der Straße; ihr Bau und ihre Unterhaltung
ist Sache des Wegebaupflichtigen. Die Brücken über die großen schiffbaren Ströme stehen
in einigen Ländern (so in Hessen, Anhalt und Teilen von Preußen) im Eigentum des Landes,
das in diesem Falle auch die Kosten ihrer Unterhaltung trägt. Die Brücken über die reichsagenen
 künstlichen Wasserstraßen werden größtenteils vom Reiche unterhalten.
        <pb n="74" />
        81

Übersicht 28
Wegestieuern und Wegevorausleistungen in den Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28
Bemerkungen

Land

Wegesteuern und
Wegevorausleistungen

Beteiligte
Körperschaften

Preußen?!)

Vorausleistungen

Provinzen, Kreise, Gemeinden


Bayern

Vorausleistungen

Bezirke, Gemeinden

Nur von Unternehmern von Betrieben

n Geltung bis 31. 3.1927
n Geltung bis 31. 3. 1926
LO vH des Steueraufkommens
werden im voraus für den
Wegebaustock abgezogen

Sachsen

Zugtiersteuer

zZezirksverbände, bezirksirelie
 Gemeinden

Württemberg
3aden
’hüringen

m Lande Thüringen war ‘das
Wegebauwesen bis zum Jahre
1927/28 noch nicht einheitlich
geregelt

Hessen

Jas neue Straßengesetz (in Kraft
jeit 1. 4. 1927) ermächtigt den
Provinzialtag bzw. den Pro-7/inzialausschuß
 die Fahrzeugnhaber
 zu Wegevorausleistunven
 heranzuziehen

Mecklenburg-Schwerin


ı) Wegebenutzungssteuer
 (Zugtiersteuer)
3) Vorausleistungen

Land, Wegeverbände
(Ämter), Gemeinden

Zua): In Geltung bis 31. 3, 1927
Zu a) und b): Die Ämter werden
ab 1. 7. 1926 an ‘Stelle der
WegeverbändeamAufkommen
betejliet

Oldenburg

Negesteuer

‚andesteil Oldenburg:
Amtsverbände, Gemeinden

‚ndesteile Lübeck und
Birkenfeld: Landesverband,
 Gemeinden

Braunschweig‘

)
3}

Zugtiersteuer
Sonderzuschläge zur
Grundsteuer
Vorausleistungen

Kreisgemeindever-)ände;
 Zuschläge der
Gemeinden
&amp;gt;») Kreisgemeindevervände,
 Gemeinden
8) Land, Kreisgemeindeverbände,
 Gemeinden


Zu a): In Geltung bis 31.3, 1928
Die StadtBraunschweigerhebt
als kreisfreie Stadt eine eigene
Zugtiersteuer
Zu c): Nur von gewerblichen
Unternehmungen

Anhalt
Lippe

Wegebenutzungssteuer
(Zugviehsteuer)
a) Vorausleistungen
9) Fahrzeugsteuer (Zugjersteuer)


Kreise
{) Land
5) Amtsgemeinden, Gemeinden


Zu a): In Geltung bis 31, 3. 1926
Zu b): Ausdehnung auf Dorfgemeinden
 nur hinsichtlich der
Besteuerung der Zurkühe

Cocklenburg-‘
Strelitz

a) Wegebenutzungssteuer
 (Zugtier- und |
Fahrzeugsteuer)
b) Vorausleistungen |

Land, Wegeverbände,
Gemeinden

Zu a): Wegeverbände und Gemeinden
 nur insoweit, als
sie verkehrswichtige Kunststraßen
 zu unterhalten haben

war) Waldeck ist unberücksichtigt geblieben, Es bestanden Wegevorausleistungen, an denen Land und Kreise beteiligt
°B. Die Gemeinden waren berechtigt, selbständig eine entsprechende Abgabe festzusetzen.
“Mänzen und Steuern
        <pb n="75" />
        Noch: Übersicht 28
Noch: Wegesteuern und Wegevorausleistungen in den Rechnungsjahren
1925/26 bis 1927/28

8

Land

Wegesteuern und
Wegevorausleistungen
Vorausleistungen
Wegesteuer (Zugtiersteuer)


2 T
Beteilieta
Körperschaften

Bemerkungen

Schaumburg-Lippe

Hamburg

Land, Kreise, Gemein
den
Land, Gemeinden

in Geltung bis 31. 3.1926
Die Gemeinden einschließlich
der Stadt Hamburg erhalten
das örtliche Aufkommen
Die Stadt Bremen, der Kreis
und die Hafenstädte erhalten
das örtliche Aufkommen
{In Geltung bis 31. 3. 1926

Bremen

Fahrzeugsteuer (Zug- | Land, Kreis, Hafentiersteuer)
 städte
Fahrzeugsteuer | Land

Lübeck

In der Nachkriegszeit hat sich gegenüber der Vorkriegszeit allgemein eine Verschiebung der
Wegebaulast vom kleineren auf den größeren Lastenträger vollzogen. So ist in Preußen eine
zrößere Anzahl von Kreisstraßen auf die Provinzen übernommen worden; in Hessen sind
am 1. April 1927 alle Kreisstraßen in Provinzialstraßen umgewandelt worden; in Mecklenourg-Schwerin
 ist die Unterhaltungslast für Nebenchausseen den Ämtern übertragen; in
Sachsen und Württemberg beteiligen sich die Bezirksverbände bzw. Amtskörperschaften am
Bau und an der Unterhaltung von Kommunikationswegen bzw. Nachbarschaftsstraßen.
Als spezielle Deckungsmittel der Wegebaukosten wurden vor dem Kriege zum Teil Wege- und
Shausseegelder erhoben. Außerdem kommen die in einigen Ländern noch bestehenden Verpflichtungen
 der Gemeindeangehörigen zur Leistung von Hand- und Spanndiensten sowie
‘hauptsächlich für Ortsstraßen) Anliegerbeiträge in Betracht. Von denjenigen, die eine Straße
ın erhöhtem Ausmaße benutzen, werden, seit dem Kriege in erweitertem Umfange, sogenannte
Wegevorausleistungen erhoben. Diese dürfen seit 1926, die Brückengelder seit 1927 von

Übersicht 29
EEE Der Zuschußbedarf des Verkehrswesens (Wegebau und- unterhaltung,
Wasserstraßen u. dgl.) im Reich, in den Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten

Rachnungs-




1918/14
1925/26
1926/27 |
1997/98 |

Rechıungs-




‚913/14
‚925/26
‚926/27
927/28 |

Peich

Länder

Gemeinden
(Gemeindeverbände) a

in
Mil.
bzw.
RM |

e Kopf
der Be-/ölkerung

A bzw.
AM

Anteil
am Zuschußbe-

 sämtl.
Verwaltungs-

 in
vH

&amp;amp; je Kopf
MM der Be-MilL.X

w zölkerung
zn | AM Dow.
0 RM

Anteil
am Zuschußbe-
 |
larf sämtl.
Verwaltungs-

 in
HH

in
Mill.
bzw.
RM

je Kopf
der Bevölkerung

M bzw.
RM

Anteil
am Zuschußbe-

 sämtl.
Verwaltungs-

 in
vH

48,2 0,83 42 2 „al
‚57,8 2,53 3,3 95,0 1,56
35,4 2,17 2,2 95,7 | 1,57
79.9 288 26 109.8 VB

2 318,9 „66 1,2
3,5 547,4 9,01 14,1
a | 564,4 9,28 13,0
3.2 656.3 10.80 14.0

Hansestädte

Insgesamt

Yan dem Betrag in Sp. 18
entfallen in vH

Anteil
; am Zuoc
 Kopf zschußbeder
 Be- darf
völkerung: sämtl.
A bzw. | nn
AM zweige in
AT

Anteil
i am Zu-6
 Kopf achußbeder
 Be- { darf
völkerung | sämtl.
A ba. walk
AM »weige in
AT

auf die

in
MillL.A
bzw.
AM

in
Til
DZW.
RM

zuf
das
Raich

Länder

Gemeinden

(Gemeinde-



Hansestädte


23,1
36,3
36,2
33,7 |

16,18
22,41
22,37
20.82

12,6
11,5
10,5
8,6

469,5
336,6
331,7
979,8 |

8,12
13,41
13,33
15,70 |

4,6 10,3 16,9
7,1 18,9 ‚11,4
6,2 16,3 121,5
6,5 18,4 11,2

67,9 4,9
65,4 4,8
67,9 4,3
67,0 3.4
        <pb n="76" />
        A

Kraftfahrzeugen nicht mehr eingezogen werden, statt dessen wird ein Zuschlag zur Kraftahrzeugsteuer
 erhoben.
Die Wege- und Chausseegelder sind in der Nachkriegszeit auch für die übrigenFahrzeuge
meist durch eine Wegesteuer in der Form einer Zugtier- oder Fahrzeugsteuer abgelöst worden.
Die Verwendung dieser Steuer ist unterschiedlich geregelt. Stets nehmen an ihren Erträgen
lie Gemeindeverbände erster Ordnung (z. B. Kreise in Preußen) oder die Gemeinden und
Wegeverbände teil, die Länder dagegen nur in Ausnahmefällen. Welche Länder in der Nachkriegszeit
 Wegevorausleistungen oder Wegesteuern erheben und welche Gebietskörperschaften
an deren Erträgen teilnehmen, zeigt die Übersicht 28.
Als wesentlichste Deckung der Wegebaulasten ist in der Nachkriegszeit die reichsrechtlich
yeregelte Kraftfahrzeugsteuer eingeführt worden. Sie wird vom Reich erhoben und nach
Abzug von 4 vH als Verwaltungsentgelt an die Länder abgeführt. Diese haben sie (seit Juni
1926) in voller Höhe zur Wegeunterhaltung oder (seit Juli 1927) zur Unterhaltung der öffentlichen
 Brücken zu verwenden.
Die Verteilung ihres Anteiles an der Kraftfahrzeugsteuer haben die einzelnen Länder unterschiedlich
 geregelt. Alle Länder verwenden ihren Anteil als Deckung für die Kosten der
Staatsstraßen soweit solche vorhanden sind; in Preußen wurde 1925/26 der ganze Betrag an
lie Provinzen überwiesen, 1926/27 zu drei Vierteln an die Provinzen und zu einem Viertel
an die Land- und Stadtkreise (mit Ausschluß Berlins); in Hessen wurde in beiden Jahren
ler ganze Betrag an die Provinzen abgeführt. Verschiedene Länder überweisen den Gemeindeverbänden
 erster Ordnung (Kreise in Preußen) und den Gemeinden Anteile an der Kraftfahrzeugsteuer,
 teilweise jedoch nur soweit diesen die Unterhaltung großer Durchgangsstraßen
obliegt. Sachsen führt einen Anteil des ihm überwiesenen Betrages an einen Wegebaustock ab.
Die beigefügten Übersichten charakterisieren die Bedeutung des Zuschußbedarfs für das
Verkehrswesen im Reich, in den Ländern, Gemeinden und Hansestädten (Übersicht 29) und
lie Verteilung des Zuschußbedarfes auf Land und Gemeinden in den einzelnen Ländern und
Rechnungsjahren (Übersicht 30).
Außerdem sind für die fünf größten deutschen Länder und dieHansestadt Hamburg die Grundzüge
 der Lastenverteilung in Tabellenform (Übersicht 31) zusammengefaßt worden. Um die
Bedeutung der einzelnen Gebietskörperschaften für den Wegebau ersichtlich zu machen. ist
Jabei auch die Länge der von ihnen zu unterhaltenden Weostrecken angeführt.

Übersicht 30
Vergleich des Anteils?) der einzelnen Länder (ohne Hansestädte) und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände)
 am Zuschußbedarf für das Verkehrswesen (Wegebau und -unterhaltung, Wasserstraßen u. dgl.)
Von 100.4 bzw. .2.4 Zuschußbedarf entfallen im Rechnungsjahr
1927/28
| auf die
auf das en
Land | (Gem,-Verb.)
 -

Yreußen (einschl. Waldeck).
ZayOM rer e
Sachsen ....000000000000
Württemberg .........000
Baden. ...00.0000100000000
Thüringen ....0.0000000000
ÄOSSCN 220er ee res
Mecklenburg-Schwerin ....
IHdenburg .......000004040
Braunschweig ............
Anhalt een
DE arte r rare RER
Mecklenburg-Strelitz......
Schaumburg-Lippe........

14,5 35,5 6,2 23,8 4,7
28,4 71,6 23,6 76,4 31,4
35,4 64,6 38,4 51,6 , 36,8
25,8 74,2 21,3 | 78,7 32,6
27,4 72,6 33,9 | 66,1 20,5
21,4 78,6 30,3 59,7 31,5
2,5 77,5 11,0 39,0 11,4
14,3 55,7 65,0 55,0 44,4
23,1 36,9 23,1 76,9 18,8
14,9 75,1 32,2 57,8 22,3
28,8 11,2 3,2 96,8 8,5
24,4 35,6 1) 21,7 78,8 34,7
73,9 | 26,1 | 71,0 | 29,0 | 70,7
26.9 „31 47.3 597 51.9

95,3
68,6
53,2
57,4
79,5
58,5
38,6
55,6
81,2
67,7
1,5
65,3
29,3 |
488

5,3
28,0
39,7
30,0
19,2
33,7
8,3
42,6
24,0
31,9
3,6
43,6
74,6
33.2

94,7
72,0
60,3
70,0
80,8
‚66,3
91,7
57,4
76,0
68,1
26,4
56,4
25,4
66.8

l) Bezüglich der absoluten Höhe des Zuschußhedarfs in den einzelnen Jahren vgl. S. 116 ff
        <pb n="77" />
        3.

Übersicht 31
Verteilung der Wegebaulasten in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Preußen“)

Verteilung
des Aufwands

[. Bau

I. Unterhaltung

‚änge des Landstraßennetzes*)

im Jahre 1925/26

Land

Jotationen?) an Provinzen
 und Kreise

je I

Provinz

a) In voller Höhe für
Provinzialstraßen
Spez. Deckung:
Dotation?}

ö) Zuschüsse an Kreise,
 Wegeverbände
und Gemeinden

a) wie Ia
Spez. Deckung:
3. wie Ia
2. 1925/26 ff. Wegevorausleistungen

3. Kraftfahrzeugsteuer

1925/26 100 vH
1926;27 ff. 75 0H

o) wie Ib?)

»9 487 km

Kreis

Gemeinde oder
Wegeverband

2) In voller Höhe für
Kreisstraßen
Spez. Deckung?!
I. Dotation?)
2. Provinzialeu-Schüsse

7) Beihilfe an Wegeverbände
 und Gemeinden

a) In voller Höhe für
Gomeindestraßen und
‚wege
Spez. Deckung:
Provinzialzuschüsse,
Kreisbeihilfen
&amp;gt;») Falls Gemeinde Mitzlied
 eines Wegeverbandes,
 Umlage an
diesen

ı) wie Ia a) wie Ia
Spez. Deckung: | Ohne spez. Deckung
£. Wie Ia , . In voller Höhe für
2 1925/26 ff? Wege | übernommene Untervorausleistungen
 | haltung Kon, Pro-1926]27
 ff. 25 vE vinzialstraßen *)
der Kraftfahrzeug- ! Spez. Deckung
steuer (zus. mit dem insgesamt:
Stadtkreis) Provinzialzuschuß,
! Yreisbeihilfen
1925/26 ff? Wege-»orausleistungen

1926/27 ff.: nur Stadttreise
 25 vH der Kraft-“ahrzeugsteuer
 (2usammen
 mit den Land
kreisen)
3) wie Ib

87115 km

Bayern

NR

Verteilung
des Aufwands

[. Bau

I. Unterhaltung

„‚änge des Landstraßennetzes*)

im Jahre 1925/26

Land ' 4913/14 Bezirk (Distrikt)

a) In voller Höhe für Staatsstraßen

5) Zuschüsse für Bezirksstraßen
Spez. Deckung.:
zu a und b 1925/26 f].2 '
Kraftfahrzeugsteuer

In voller Höhe für Bezirks-Distrikts-)
 Straßen
Spez. Deckung:
Landeszuschüsse?)
1925/26 und 1926/27:
Wegevorausleistungen
1925/26 ff. Kraftfahrzeugsteuer

wie Ia

wie I, jedoch ohne Landeszuschüsse


7343 km |

13689 km

Gemeinde
der Wereverband

a) In voller Höhe für Gemeindestraßen
 und -Wege
Spez. Deckung:
1925/26 und 1926[27:
/egevorausleistungen
b) Falls Gemeinde Mitglied
zines Wegeverbandes, Umjage
 an diesen

wie I a und b

*) Einbezogen sind nur die öffentlichen von Ort zu Ort führenden Wege mit künstlich befestigter Fahrbahn. Die Erhebung
iber das Landstraßennetz ist von den Ländern durchgeführt, Vollkommen vergleichbare Ergebnisse liegen nicht vor. —
Preußen. !) Im allgemeinen gelten die angegebenen Grundsätze, jedoch provinz- und kreisweise Verschiedenheiten. —
) 1913/14 feste Beträge nur für Bau und Unterhaltung der Straßen, 1925/26 ff.: 5,5 vH der Einkommen- und Körper-;chaftsteuer
 (10 vH des Landesanteils) für verschiedene Aufgabengebiete, darunter den Straßenbau. — *} Provinzen
aaben auch Straßen der Kommunen und Kommunalverbände lediglich in Verwaltung, —- &amp;lt;) Kreise und Gemeinden haben
such Provinzialstraßen nur in Verwaltung, — Bayern. !} Auch die Kreise leisten freiwillige Zuschüsse.
        <pb n="78" />
        X

Noch: Übersicht 31
Noch: Verteilung der Wegebaulasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Sachsen

Verteilung
des Aufwands

[Bau

MI. Unterhaltung

Länge des Land-Straßennetzes*)

im Jahre 1925/1926

Land

a) In voller Höhe für
Staatsstraßen
außerhalb der Orte

“ Kosten der Ortsdurchfahrten
 der
Staatsstraßen, soweit
 nicht die Gemeinden
 verpflichbet
 sind
Spee. Deckung zu
a) und b):
Kraftfahrzeugsteuer
1925/26: 100 vH
1926127 ff: 50 »
0) Landesbeihilfen an
Gemeinden

wie Iabise

2 945 km

Bezirksverband

1913/14: Beihilfe an
Gemeinden
"925/26 ff,: Die Hälfte
des Aufwandes der.
ıicht bezirksfreien
zemeinden für
Kommunikationswege
 mit Durch
gangsverkehr
Spez. Deckung
1925/26?
Aufkommen der
Zugliersteuer (zus
mit den bezirksfreier
Gemeinden) *)
1926/27 ff.: 50 vH?)
der Kraftfahrzeugsteuer
 (zus. mit den
bezirksfreien Gemeinden}


wie I

Bezirksfireie
Gemeinde

Sonstige Gemeinden
oder Wereverhbände

a) In voller Höhe für
Kommunikationswege
 und Ortsstraßen
b) Sonderkosten für
Ortsdurchfahrten der
Staatsstraßen
Spez. Deckung zu
3) und b)+
nal. Begirksverband

1913/14.
A) wie bezirksireie Gemeinden
 a) und b)
Spez. Deckung
insgesamt:
Landesbeihilfe, Beihülfe
 des Bezirksverbandes

Falls Gemeinde Mitglied
 eines Wegeverbandes,
 Umlage an
diesen
1925/26 ff:
wie 1913/14; jedoch
nur die Hälfte des
Aufwandes für Kom-Munikationswege
 mit
Durchgangsverkehr
Spez. Deckung:
nur Landesbeihilfe
7) wie 1913/14

wie

wie I 1913/14 und
1925/26 £.; außerdem
in voller Höhe für in
Verwaltung genommene
 Staatsstraßen
Spee. Deckung:
Landesbeihilte

Gemeindestraßen
16 900 km

Württemhar

O

ı Verteilung
des Aufwande

Land

Amtskörperschaft

Gemeinde

5 a

I. Bau

I. Unterhaltung

Länge des Land
Siraßennetzes*)
im Jahre 1925/26

a) In voller Höhe für Staatsstraßen
 außerhalb des Ortsetters!)
 ,
») Beiträge an Amtskörperschaften
 und Gemeinden
Spez, Deckung 1925/26 ff.?
Kraftfahrseugsteuer

wie Iaund b +

9 682 km

in voller Höhe für freiwillig
übernommene Straßenbauten
(Nachbarschaftsstraßen)
Spez. Deckung:
Landesbeiträge

Freiwillige Übernahme der
Nachbarschaftsstraßen nach
den einzelnen Bez.-Satzungen
Spez. Deckung:
2Mmp FT

a) In voller Höhe für Staatsstraßen
 innerhalb des Ortsgbters
 7)
b) In voller Höhe für Güterbrücken
 an Staatsstraßen
5) In voller Höhe für Gemeindastraßen
 und -wege
Spez. Deckung:
Landesheiträge

wie Ia. b und © ;

6 9983 km

„.*) Einbezogen sind nur die öffentlichen von Ort zu Ort führenden Wege mit künstlich befestigter Fahrbahn.
Die Erhebung über das Landstraßennetz ist von den Ländern durchgeführt. Yemen PEZESCHNE a
ween Nicht vor, — Sachsen. ?) 10 vH der Zugtiersteuer gingen an den Wegebaustock. — *) Davon 5 v. 6:
$gebaustock — Württemberg. ?}) D.h. des geschlossenen Wahnbezirks eines Ortes.
        <pb n="79" />
        — 86

Noch: Übersicht 31
Noch: Verteilung der Wegebaulasten in den Rechnungsjahren 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28

Baden

Verteilung
des Aufwands

I. Bau

II. Unterhaltung

Länge des Landstraßennetzes*)

im Jahre 1925/26

Land

a) In voller Höhe für Landstraßen


Spez. Deckung:
Gemeindebeiträge bis zu */, der
Kosten?)
j) Dotationen an Kreise
3) Zuschüsse für Kreisstraßen und
Gemeindewere

ı) Zu %/4 für Landstraßen mit
Ausnahme der innerhalb des
Drtsetters?) der großen Städte
gelegenen Landstraßenstrecken
Svez. Deckung:
4925/2618: Kraftfahrzeugsteuer
5) wie Ib
3) Zuschüsse an die großen Städte
für die Landstraßenstrecken
Jes Ortsetters %\

3 058 km

Kreis

a) In voller Höhe für Kreisstraßen

Spez. Deckung:
Landeszuschuß, Dotation, |
Gemeindebeiträge bis zu 1/4 der
Kosten
b) Kreisbeihilfen*) für Gemeindewere


In voller Höhe für Kreis
straßen
Spez. Deckung:
Dotation, Gemeindebeiträge
yon durchschnittlich */, der
Kosten

1409 km

Gemeinde
oder Wegeverband

a) In voller Höhe für Gemeindewege?}

Spez. Deckung:
Landeszuschuß, Kreisbeihülfen*)

Beiträge für Landstraßen
bis zu !/z der Kosten
Beiträge für Kreisstraßen
bis zu */, der Kosten
b) Falls Gemeinde Mitglied
eines Wegeverbandes, Umlaye
 an diesen

a) In voller Höhe für Gemeindewege

Regelmäßig zu */4 für
Landstraßen?)
Beiträge für Kreisstraßen
von durchschnittlich 1/, der
Kosten
Große Städte: In voller
Höhe für Landstraßen innerhalb
 des Örtsetters
Spez. Deckung:
Landeszuschüsse
b) wie Ib

6060 km

Hamburg

Verteilung
des Aufwands

Il. Bau

II Unterhaltung

Länge des Landsiraßennetzes*)

im Jahre 1925/26

Land

Gemeinde?)

a) In voller Höhe für Staatsstraßen einschl, der
Straßen und Wege der Stadt Hamburg
o) In voller Höhe Übernahme der Baulast für
gewisse Gemeindestraßen
Spez. Deckung zu a und br
1925/261t: Kraftfahrzeugsteuer
7925/26: Aufkommen der Wegesteuer (Zugtier
steuer) aus dem Stadigebiele Hamburg
[926/27ff: Aus der Abgabe für die Erschließung
der Marsch- und YVierlande

[n voller Höhe für Gemeindestraßen und -wege,
soweit nicht vom Lande gebaut
Spez. Deckung:
1925126: Örtliches Aufkommen der Weaesteuer

wie Ia

Spez. Deckung:
1925/26 wie I
1926127: Kraftfahrzeuasteuper

wie I

insgesamt 614 km

*) Einbezogen sind nur die öffentlichen von Ort zu Ort führenden Wege mit künstlich befestigter Fahrbahn. Die
Erhebung über das Landstraßennetz ist von den Ländern durchgeführt, Vollkommen vergleichbare Ergebnisse liegen nicht
vor. — Baden: *) In Baden umfaßt der Begriff »Gemeindewege« auch Gemeindestraßen, — *) Wenn ein gemeindl.
Verkehrsinteressean dem Bau besteht. — %) D,h, des geschlossenen Wohnbezirks eines Ortes. — *) Freiwillig an über“
Dürdete Gemeinden. — *) Bei wirtschaftlich schwachen Gemeinden und bei Gemeinden, für welche die Landstraße nur von
s‚eringem Wert sind, ermäßigt sich der Anteil. — Hamburg. !) Mit Ausnahme der Stadt Hamburg.
        <pb n="80" />
        — 87 —
2, Die Verteilung der Staatseinnahmen (Finanzausgleich)
Die Steuerverteilung bis in die letzten Einzelheiten darzustellen, würde über den Rahmen
des vorliegenden Handbuches hinausgehen. Aufgabe dieses Abschnittes kann es deshalb
nur sein, einen zusammenfassenden Überblick zu geben über die wichtigsten Besteuerungsrechte
 der einzelnen Gebietskörperschaften und deren finanzwirtschaftliche Bedeutung. Dabei
 sind zugleich die Veränderungen der heutigen Besteuerungskompetenzen gegenüber jenen
der Vorkriegszeit ersichtlich gemacht,
a. Die Reichssteuern und die Reichssteuerüberweisungen
Das Reich mußte in der Vorkriegszeit seinen Finanzbedarf nahezu ausschließlich durch
indirekte Steuern, Zölle und Matrikularbeiträge decken, seit der Finanzreform von 1919
ruht seine Finanzwirtschaft außer auf indirekten Steuern und Zöllen vor allem auf den direkten
 Personalsteuern und der Umsatzsteuer.!) Die beigefügten Übersichten stellen die vom
Reich vor und nach dem Kriege erhobenen Steuern zusammen; dabei sind die Überweisungsteuern
 von den in ganzer Höhe für Zwecke des Reiches verwendeten Steuern gesondert
(Übersichten 32 und 33).

Übersicht 32

Die vom Reich teilweise bzw. ganz an die Länder überwiesenen Steuerarten
Rechnungsjahr 1913/14 | ME 26,

Rechnungsjahr 1913/14

Steuern vom Einkommen u. Vermögen
Erbschaftsteuer 1. Einkommensteuer
2, Körperschaftsteuer

Steuern vom Verkehr
| Kraftfahrzeugsteuer

Steuern vom Umsatz u. Vermögenverkehr


Steuern vom Verbrauch u. Aufwand

Zuwachssteuer

1. Umsatzsteuer
2. Grunderwerbsteuer
3. Kapitalverkehrsteuer

4. Gesellschaftsteuer
” 5. Rennwettsteuer
*) Nur im Rechnungsjahr 1925/26 erhoben

| Biersteuer

Sonstige Steuern

— Börsensteuer (Börsenbesuch
 und Börsenzulassımeg‘)
 *}

Die Anteile der Länder an den Reichsüberweisungsteuern sind seit dem Landessteuergesetz
vom 30. März 1920, das die erste Regelung enthielt, verschiedentlich neu geordnet worden.
Die dadurch bewirkten Veränderungen der Länder- und Gemeindequoten zeigt nachstehende
Übersicht (34).
„Neben der Festsetzung einer Gesamtquote für das Reich und für die Länder erfordert
die Verteilung der Reichsüberweisungsteuern die Ermittlung eines »Verteilungschlüssels«,
Mit dessen Hilfe der Ländergesamtanteil unter die einzelnen Länder verteilt werden kann.
Diese »Schlüsselanteile« werden nach den Bestimmungen des Finanzausgleichgesetzes getrennt
 für Einkommen- und Körperschaftsteuer ermittelt. Sie entsprechen für jedes Land
der Summe der Rechnungsanteile seiner Gemeinden, deren Feststellung ebenfalls im Finanz-Ausgleichgesetz
 geregelt ist. Nach den dort getroffenen Bestimmungen ist der Rechnungs-Anteil
 einer Gemeinde gleich ihrem Steuersoll. Sind an einem Steuerfall mehrere Gemeinden
beteiligt, so wird das entsprechende Steuersoll nach Maßgabe der örtlichen Beziehungen des
Steuerpflichtigen (Wohnsitz, Ort der Leitung, Grundbesitz, gewerbliche Betriebstätte) zerlegt,
 Doch muß bei der Einkommensteuer auf die Sitzgemeinde (bzw. die Sitzgemeinden)
Mindestens ein Viertel des Steuersolls entfallen, während jede Belegenheitsgemeinde, nach
dem Verhältnis der Einkünfte des Steuerpflichtigen aus dem in dieser Gemeinde belegenen
Örundbesitz oder in dieser Gemeinde betriebenem Gewerbe zu seinen gesamten Einkünften,
“M Steuersoll zu beteiligen ist. Steuern vom Lohneinkommen entfallen in voller Höhe auf

!) Über die B ; .
Ö edeutung der einzel. ; "
Örperschaften a Sr inzelnen Steuerarten innerhalb des gesamten Steueraufkommens der verschiedenen Gebiets
        <pb n="81" />
        — 38 —

Übersicht 33
Die ausschließlich vom Reich erhobenen und verwendeten Steuerarten

Rechnungsjahr 1913/14

Rechnungsjahr 1925/26

Rechnungsjahr 1926/27.

Steuern vom Einkommen und Vermögen
Li. Besitzsteuer auf Grund des‘ Kapitalertragsteuer?) wie 1925/26
Gesetzes vom 3. 7. 1913 Vermögensteuer ;
Wehrbeitrag (einmalige . Vermögenzuwachssteuer?)
Steuer auf Grund des Ge- 4. Erbschaftsteuer
setzes vom 3. 7.1913

Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr
| 1. Obligationensteuer (ein- | wie 1925/26, jedoch ohne Aufmalige
 Steuer zum Geldent- sichtsratsteuer
wertungsausgleich beiSchuldverschreibungen)

Wechselsteuer
Notensteuer der Privatnotenbanken

Wertpapiersteuer
3örsenumsatzsteuer®)
Aufsichtsratsteuer‘)
‚ Versicherungsteuer
? Lotteriestener

i. Wechselstempel
2. Banknotensteuer
3. Stempelabgaben: Grundstückübertragen,
 - Gesellschaftsverträge
 ab 1.10.
1913, Aktien (ab 1. 10. 1913
nur ausländische), Anteilscheine
 bis 1. 10. 1913, Kuxe,
Renten- und Schuldverschreibungen,
 Gewinnanteilschein-
 und Zinsbogen. Kaufund
 sonstige Anschaffungszeschäfte.
 Vergütungen an
Mitglieder von Aufsichtsräten.
 Schecks. Versicherungen
 ab 1.10. 1913. Spie
und Wette (Lotterielose,
Spieleinlagen, Wetteinsätze)
Personenfahrkarten. Fracht
urkunden, Erlaubniskarter
für Kraftiahrzeuge

Steuern vom Verkehr
Beförderungsteuer:°) wie 1925/26
a) Personenbeförderungsteuer
b) Güterbeförderungsteuer
Steuern vom Verbrauch und Aufwand
Branntweinmonopolzusgleich‘®)

Essigsäuresteuer
Tabaksteuer®)
Zuckersteuer®)
Zündwarensteuer
Leuchtmittelsteuer
Spielkartensteuer
Weinsteuer
Salzsteuer
Reichsanteil aus dem Süß
stofimonanoal

1. Brausteuer und Übergangs- I
abgabe von Bier®)?)
3. Branntweinsteuer:
Verbrauchsabgabe
Betriebsauflage
3. Essigsäureverbrauchsabgabe

4. Schaumweinsteuer
3. Tabaksteuer
8, Zigarettensteuer
7 Zuckersteuer
Salzsteuer
9, Zündwarensteuer
{0. Leuchtmittelsteuer
L1. Spielkartenstempel

1.—7. wie 1925/26
3. Schaumweinsteuer ab 1.7.
1926 )
Reichsanteil aus dem Süßstoffmonopol,
 ab 1.9. 1926
Aüßstoffstener

Sondersteuer
Statistische Gehühr) | wie 1913/14 | wie 1913/14 7)

1} Die Erhebung der Kapitalertragsteuer ist durch Art. I. $ 6 des Gesetzes über die Berücksichtigung der Geldentwertung
in den Steuergesetzen vom 20, 3 1923 vorläufig eingestellt. An ihre Stelle trat der Steuerabzug vom Kapitalertrage im
Rahmen der Einkommensteuer, — *) Die Vermögenzuwachssteuer ist durch $ 26 des Vermögenssteuergesetzes vom 10. VIII.
1925 bis 81. XII. 1928 außer Hebung gesetzt, — ?) Die Bezugsrechtsteuer wurde mit Wirkung vom 1. IX. 1925 außer. Hebung
zesetzt und ab 1. V. 1926 aufgehoben. — *) Trat mit Wirkung vom 1.1.1925 außer Kraft. — ®) Wird von der Deutschen
Reichsbahn-Gesellschaft erhoben und bis zum 31, XII. 1925 an das Reich abgeführt. Ab. 1.I. 1926 wird nur der Betrag
ıbgeführt, der nach Überweisung von 250 Mill. ZA (seit 1. I. 1927,290 Mill. ZA) auf das Konto des Agenten für
Reparationszahlungen verbleibt. — % Verpfändete Einnahmen auf Grund des Gesetzes über die Londoner Konferenz
vom 30. VIII. 1924. — 7?) Ab. 1. X. 1928 Statistische Abgabe. — ®) Der Sollbetrag der Reineinnahmen wird den Bundesztaaten
 auf die Matrikularbeträge angerechnet. — *) Der Geltungsbereich der Brausteuer erstreckt sich nicht auf Bayern,
Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen. Dem Reich fließen von diesen Bundesstaaten nur Augsgleichshaeträge zu-
        <pb n="82" />
        Übersicht 34
Übersicht über die Anteile der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände) an den
Reichsüberweisungsteuern
{in vH des Gesamtaufkommens)

89 —

at

Steuerart

Einkommen- u. Körperschaftsteuer
 ‚........
Umsatzsteuer ..........
Grunderwerbsteuer?)....
Erbschaftsteuer ........
Kraftfahrzeugsteuer. ....
Rennwettsteuer ........
Börsensteuer ....

Nach dem
Landessteuergeselz
 vom
30. März 1920

ab 1. April 1920

662%:
10-+5
50
20

}

Nach dem
Finanzausgleichgesetz
 vom
23, Juni 1923

Nach der IL
Steuernotverordnung
 vom
4 Fehruar 19924

. Nach dem
Anderungsgesetz
vom
10. August 1925

ab 1. Avril 1928

ab 1. Febr. 1924 | ab 1. Okt. 1925

5

75
1 10415
96

9C
20
96

0 75
|*9)*P} 35
96

[1

64
Ey

100

Nach dem
Übergangsgesetz
vom
9, April 1927

ab 1. April 1927
—

*) 75
u) 30
96

9%

1) Ab 1. April 1921 75 vH.—*)Die Länder erhalten 10 vH,die Gemeinden 5vH; ab 1. April 1923 erhalten die Gemeinden
15 vH, — *) Folgende Länder erheben die Grunderwerbsteuer in voller Höhe selbständig: Preußen seit Ende 1923,
Sachsen und Anhalt seit Anfang des Rechnungsjahres 1924/25. — *) Nach dem Grunderwerbsteuergesetz vom 12, September
 1919 (RGBI, S. 1617) bereits seit 1. Oktober 1919. — %) Nach dem Erbschaftsteuergesetz vom 10, September 1919
(RGB}I. 8. 1543) bereits seit dem 1. September 1919. — %} Bei Einführung einer Wegesteuer 100 vH. Nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz
 vom 8. April 1922 (RGBIL, I. S. 396) bereits seit 1. Juli 1922, — ?) Nach dem Gesetz über Wetten bei
öffentlich veranstalteten Pferderennen vom 4. Juli 1905 (RGBI. 8. 595) und nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz vom
8. April 1922 (RGBI. I. 8.398) in Kraft seit 1. Juli 1922, betrug die Überweisung 50 vH. — %) Bis 13, Februar 1924. — *) Ab
14. Fobruar 1924. Die Börsensteuer ist mit dem 31. 12. 1924 weggefallen. — 1% Garantie eines Ländergesamtanteils an der
Einkommen-Körperkraft und Umsatzsteuer in Höhe von 2 100 Mill. AM ‚je für 1925/26 und 1926/27 und für dieselben Rechaungsjahre
 Sondergarantie eines Ländergesamtanteils an der Umsatzsteuer aus einem Aufkommen von mindestens
1500 Mill. ZA. — 1) Garantie eines Ländergesamtanteils an der Einkommen-, Körperschaft und Umsatzsteuer in Höhe
von 2600 Mill. AA, je für 1927/28, und 1928/29, Die Sonderrarantie für die. Umsatzsteuer kommt in Fortfall. —
42) Ab 1. April 1926 30 vH.

Übersicht 35

Die Schlüsselanteile der Länder in dem Verteilungsschlüssel für die Einkommensteuer
und Körperschaftsteuer

Land

Preußen ‚.......
Bayern .........
Sachsen. ........
Württemberg. ...
Baden .... 1.
Thüringen. ......
Hessen... ... vw...
Meckl.-Schwerin &amp;amp;
Oldenburg, we
Braunschweig. Ku
Anhalt, .... 2...
ADDE,
Meckl.-Strolitz. .s
Schaumbg.-Lippe
Hamburg...
Bremen 1...
Üüheek ‚11.
Summe ....

Einkommensteuer

im VII. (endgültigen)
Verteilungsschlüssel
Steuersoll 1925) mit
Wirkung vom
1. April 1926
Dis 231. März 1928

im VIII, (vorläufigen)
Verteilungsschlüssel
‚Steuersoll 1927) mit
Wirkung ab
1, April 1928

Schlüssel- |.
_ant eil_ | in vH
3.

Schlüssel» |. ur
anteil in vH

' 598 051 0831
238 829 455
302 151 563
14 171.099
91 534 786
57 763 883
49 722 032
18 170 872
16.301 256 '
20 266 136
13 656 102
4 149 846
2.492 59%
1375 251
03 624 912
30 989 782
7.030 746
2670 281 348

59,845
8,944
11,315
4,276
3,428
2,163 |
1,862
0,681
0,611
9,759
9,521
0,155
9,093
9,052
3,881
1,161
0.263

662629231 60,847
234449315 8,510
310.253 845 11,261
111445169 4,045
91653093 3827
55630913 2,019
52812167 1,917
19.092892 ' 0,698
15.383 400 | 0,558
19514493 0,708
12854084 9,467
4067337 1,148
2411341 9,087
1288038 1,047
16768536 288
37637641 1,866
7216116 ' 0,262
2755 107 611 100.0

100.0

Körperschaftsteuer

m VII. (endgültigen)
Verteilungsschlüssel
Steuersoll 1925) mit
Wirkung vom
I, April 1926 bis
31. März 1928

im VIII, (vorläufigen)
Verteilungsschlüssel
{Steuersoll 1927) mit
Wirkung ab
1. April 1928

Schlüssel- |; ur
anteil 2
7

Schlüssel- |;
„anteil ] in vH
8 9

225 955 124
38 191 997
34 370 251
15 795 816
13.972 858
7 861 531
5.093 526
1.290 399
1 866 970
3 405 980
2.992 699
370 132
396 635
98 045
14 066 258
3.436 878
659 572
369 824 671

61,098
10,827
9,294
4271
8,778
2,126
1,877
0,349
0,505
0,921
0,809
0,100
0,107
0,027
3,804
0,929
0,178
100.0

62,154
9,382
8,217
3,540
3,325
2,194
1,979
0,286
0,541
0,867
1,082
0,084
0,051
9,032
4,089
2,026
0,201
507 885 257 | 100.0
        <pb n="83" />
        — 90 —

die Gemeinden, in denen die Lohnsteuerpflichtigen ihren Wohnsitz hatten. Der tatsächliche
Überweisungsbetrag jedes Landes wird somit durch vier Faktoren bestimmt:
1. durch die Höhe des Steueraufkommens im Reiche:
2. durch den Gesamtanteil der Länder;
3. durch die Summe der Rechnungsanteile aller Gemeinden im Reiche;
4. durch die Summe der Rechnungsanteile des Landes selbst,
Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht das Beteiligungsverhältnis der Länder und
Hansestädte an den Einkommen- und Körperschaftsteuerüberweisungen.
Die weitere Verteilung der Reichssteuerüberweisungen innerhalb der einzelnen Länder
yehört zum Kompetenzbereich des Landesrechts. Im allgemeinen hat dieses nur die Gemeinden
 und Gemeindeverbände an den Reichssteuerüberweisungen beteiligt, Zweckver-Übersicht

 über die Verteilung der Reichssteuerüberweisungen auf Land und Gemeinden (Gemeinde

Land

Preußen ........
Bayern ......,..
Sachsen, ........
Württemberg. ...
Baden ..........
Thüringen. ......
Hessen. ..0......
Meckl.-Schwerin .
Oldenburg
Landesteil Oldenburg
 e...0.0.-Landesteil
 Lübeck
u. Birkenfeld ..
Braunschweig. ...
Anhalt..........
Lippe...........
Meckl.-Strelitz,..
Waldeck........
Schaumbe.-Linne

Einkommen- und Körperschaftsteuer

1925/26

1926/27

1927/28

Land

Gemeinden

(Gem,-Verb.)


Gezand
 [TER
Verb.)

Land oem
Verb.)

455 |%) 45
‘60 |*) 40
145/47| )55/53°)®)
66% 331g
65 35
55 |’) 45
65 35
A0-—80| #1 40-—20

‘55 2%) 45 14955 *) 45
160 1) 40 160 ') 40
47 |) 53 | 47 9) 3
6625 3311 66% 334
65 35 | 65 35
55 |7) 45 | 55 ") 45
65 35 65 35
60-—80[8) 40— 2" 40-18) 40—20

42er, 57141

4261|

en ao) ann)

42%) 5714
50 40
50 40
60 40
66% 331
150/55| 2)50/45%
ig hy on

428)
58
CN

“gr ju)

42/4}
60

57)
40
40

Umsatzsteuer

1925/26

1926/27
Gemein-

 |! den
(Gem.-ı
 Verb.}

1927/98

Land

Gemeinden

| (Gem.-Verb.}


Gemein-

 | den
(Gem.
Verb.
Eu

+1n

‘) 40/45
') 40/50
3) 40/45
40
65
40
50
3V76/858/,

®) 60/55
;) 60/50
+) 60/55
60
35
60
50
| 3)25/14%/,

45
50
45
40
65
10
50
B31/. |

55
5) 50
55
60
35
60
50
162/.1

45 | 55
50 |%)50
45 | 55
40 | 60
65 | 35
40 | 60
50 | 50
830 | 168

40

0

40 60

40 |

60

40
50
50
40
7ER
“45
oa

60
50
50
60
25
‘) 60/55

10
50
0
"7

60
50 |
50
50
5

40 | 60
50 | 50
50 50
50 | 50
75 25
45 | se
92

&amp;gt;

*) Hamburg, Bremen, Lübeck sind wegen der besonders gearteten Verhältnisse nicht aufgeführt. 1) Einschließlich 5,5 vB
'ı) Die Verteilung, die nach dem Verhältnis der Solleinnahme des Landes an Einkommen-, Kapitalrenten- und Vermögensteuel!
an Umlagen zu diesen Steuern erfolgt, wirkt sich dahin aus, daß das Land etwa 60 vH und die Gemeinden (Gemeindeverbände) etw3
wird vom Gemeinde- und Bezirksanteil, ab 1. Oktober 1925 vom Gemeindeanteil ein Betrag für die Staatskasse abgezogen, de!
dem Kommunalanteil werden die auf die Gesamtheit der Gemeinden entfallenden Anteile an den Schullasten für die Landeskasse e1
in Abzug gebracht. — *) Von den Gemeindeanteilen kommen 2 vH zugunsten der Landesschulkasse in Abzug, — **) Von den An
30 vH. im Rachnungsiahr 1927/28 50 vH des Anfwandes der Landesschulkasse vorwer in Ahzug gebracht. — 11) Ab 1. Juli 192

bände und Gemeindeteile nur in Einzelfällen. Dabei ist aber die Gesamtquote der Gemeinden
in den einzelnen Ländern — entsprechend der Aufgabenverteilung zwischen Land und Gemeinden
 — sehr verschieden. Bei der Unterverteilung des Gesamtanteils aller Gemeinden
wird häufig nicht allein die Steuerkraft der einzelnen Gemeinde, sondern auch ihre verhältnismäßige
 Belastung zugrunde gelegt, denn gerade in Gemeinden mit geringer Steuerkraft
(Arbeiterwohngemeinden) werden meist hohe Ansprüche an die Verwaltung gestellt. Ein
solcher Lastenausgleich wird teils durch unmittelbare Zurückstellung gewisser Beträge der
verteilbaren Steuersummen für den Ausgleichszweck (Ausgleichsfonds), teils durch Vornahme
der Verteilung nach der Bevölkerungszahl oder einer »veredelten Bevölkerungszahl« (Staffe-Jung
 nach der Einwohnerzahl), teils auch unter Heranziehung anderer obijektiver Merkmale
(Schulkinderzahl. Fürsorgelasten usw.) bewirkt.
        <pb n="84" />
        01

Trotz gemeinsamer Grundzüge weist die Unterverteilung im einzelnen von Land zu Land
recht erhebliche Verschiedenheiten auf. Diese können in ihren rechtlichen Grundlagen hier
nicht behandelt werden?). Wie sie sich im Gesamtanteil von Land und Gemeinden auswirken,
zeigt Übersicht 36 für die Rechnungsiahre 1925/26 bis 1927/28.

b. Der Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken
Neben den Reichsüberweisungsteuern brachten die Reformen der Nachkriegszeit als grundsätzliche
 Neuschöpfung den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken. Dieser
wurde durch die dritte Steuernotverordnung (14. Februar 1924) ins Leben gerufen und letztmalig
 durch Gesetz vom 1. Juni 1926 neu geregelt. Er hat die Aufgabe, die nach der Inflation
 bei Ländern und Gemeinden bestehende Finanzknappheit zu beheben und diesen gleichverbände)

 in Hundertteilen des dem Lande jeweils zustehenden Anteils an Reichssteuern*“

Übersicht 36

"A

Grunderwerbsteuer

Yan... EEE re ren.
1925/96 | 1926/97

Kraftfahrzeugsteuer
1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Ge-Mmeln-

 den
(Gem.-|
 Verb.)
aaa

Rennwettsteuer
1925/26 ] 1926/27 | 1927/28

1927/28
A
Me1n-Land
 | den
(Gem.-|
 Verb.)

Ge-Mmein-

 | den
(Gom.-Verb.)

id 15
an

Gemein-

 den
(Gem.-Verb.)

m

Gemein-

 den
(Gem.-Verb.)

24 95

ı Ge- Ge- Gemein-
 mein- mein-Land'
 den ‘Land| den |Land| den
(Gem.-, (Gem.- (Gem.
' Verb.) | Verb.) Verb.)
a6 025297 298 529 2

tm)
18

- 100
50 | 50
&amp;gt; 100
50! 0
So 50 |
5) 50
50 50;
(7

— 100
50 50
— 100
50 50
50 50
50 50 *
50 50
50 50

— 100
sol 50
— 100
50! 50
50 | 50
30 | +50
so! 50
so! 0

- 100
100 —
100 —
100 —
100 —
100 —
— 100
100 —

— 100
100 —
50 50
100 —
100 | —
100 | —
100
100

—— ‚4 100
100 —
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100 | —
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100 —
100 —
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100 —
100 —
100 —
100 —
100 —

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100 |!

alationen an di i i *) Einschließli i ie Landesschulkasse. — *) Ab 1. Oktober 1925. —
N &amp;amp; d. Landkreise. — *) Einschließlich 2 vH Beitrag an die Lan esschulkasse . ‘
Mnschließlich des Pb nach dem rohen der Jahre 1912 mit 1919 zu den Solleinnahmen der Gemeinde oder des Kreises
x VE erhalten, — 5) Der Gemeindeanteil wird um 16 Mill. 2.4 zugunsten der Landeskasse gekürzt. —*%) Für das erste Halbjahr 1925
hätzungsweise einem Drittel des gesamten pers. Aufwandes für die öffentlichen Volks- und Fortbildungsschulen entspricht. — 7} Von
alten, — %) Von dem Anteil der Gemeinde werden 40 vH für die Übernahme der gesamten pers, Volksschullasten auf das Land
on an Einkommen-, und Körperschaftsteuer, die den zu einer Schulgemeinde gehörigen politischen Gemeinden zufließen, werden
"hält das Land 4 vH des Gesamtlandesanteils zum Zweck von Zuschußleistungen für die Unterhaltung der öffentl. Brücken zurück,

Zeitig die Mittel zur Erfüllung neu auferlegter Pflichten (Wohlfahrtspflege, Schul- und Bildungswesen,
 Polizei) und zur Förderung des Wohnungsbaus zu liefern.
Die reichsrechtlichen Bestimmungen über den Geldentwertungsausgleich sind Rahmen-Vorschriften.
 Es ist den Ländern weitgehend Spielraum gelassen, sie ihren besonderen wirt-Schaftlichen
 Verhältnissen und ihrem Steuersystem anzupassen.
„Nach den Rahmenbestimmungen des Reichsrechts sind Gegenstand der Besteuerung alle
bis zum 1, Juli 1918 bezugsfertigen oder nach diesem Stichtag unter Verwendung öffentlicher
 Beihilfen fertiggestellten Gebäude. Es bleibt den Ländern überlassen, bestimmte Gebäudearten
 (vor allem die landwirtschaftlich genutzten) von der Besteuerung auszunehmen.
Im Hinblick auf den Charakter der Steuer als einer Inflationsgewinnsteuer sind eine große
5 Vol Einzelchritt Nr. 6: „Verwaltungsaufbau usw.“ S. 144 ff.
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        92

Anzahl besonderer Befreiungs- und Ermäßigungsvorschriften gegeben, durch die weitgehende
Gerechtigkeit im Einzelfall ermöglicht werden soll. Die Festsetzung des Steuersatzes ist dem
Landesrecht überlassen, doch fixiert das Gesetz vom 1. Juli 1926 in den Bestimmungen
iber die Verwendung des Aufkommens indirekt einen Mindestsatz. — Der Ertrag der Steuer
soll nach dem Reichsrecht verwendet werden: Zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs
Jer Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) einschließlich des Aufwandes für Wohlfahrtspflege,
 Polizei-, Schul- und Bildungswesen, sowie zur Förderung der Bautätigkeit auf dem
Gebiete des Wohnungswesens, insbesondere des Baues von Kleinwohnungen. Seit dem
30. Juli 1926 dürfen für den allgemeinen Finanzbedarf nicht weniger als 20 vH der Friedensmiete
 und nicht mehr als 30 vH der Friedensmiete und 20 vH des darüber hinausgehenden
Teiles erhoben werden, Beim Bauanteil der Steuer ist nur die Untergrenze fixiert (mindestens
 15 bis 20 vH der Friedensmiete). Außerdem sind Beiträge, die aus der Besteuerung
oder der Grundschuldbelastung der mit öffentlicher Beihilfe errichteten Neubauten aufkommen,
 ausschließlich zur Förderung des Wohnungsbaus zu verwenden. a
Diese Rahmenbestimmungen sind in den einzelnen Ländern sehr verschieden ausgestaltet
worden. Schon der Name der Steuer ist nicht einheitlich (Hauszinssteuer, Aufwertungsteuer,
 Gebäudesondersteuer usw.). Ebenso ist die Form der Erhebung verschieden. Von
den beiden im Reichsgesetz freigestellten Erhebungsformen wählten:
Die besondere Aufwertungsteuer: Sachsen, Thüringen, Oldenburg für den Landesteil
Oldenburg (vom Rechnungsjahr 1926 an), Braunschweig, Anhalt, Lippe, Mecklenburg-Strelitz
 (und Waldeck).
Die besondere Steuer vom Grundvermögen: Preußen, Bayern, Württemberg, Baden,
Hessen, Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg für die Landesteile Lübeck und Birkenfeld,
Schaumburg-Lippe, Hamburg, Bremen und Lübeck,
Auch bezüglich der Abgrenzung der Steuerhoheit sind sämtliche vom Reichsrecht eingeräumten
 Möglichkeiten in Anspruch genommen worden. In den Rechnungsjahren 1925/26
bis 1927/28 erhoben:
I. eine reine Landessteuer mit Beteiligung der Gemeinden (teilweise auch Gemeindeverbände)
 am Steueraufkommen: Preußen (bis zum 30. Juli 1926 hatten die Gemeinden
ein Zuschlagrecht), Bayern, Baden, Thüringen, Mecklenburg-Schwerin (bis zum
31. März 1926 hatten die Ämter, die Städte und die ihnen gleichgestellten Gemeinden
sin Zuschlagrecht), Braunschweig, Lippe, Mecklenburg-Strelitz. Bremen, Lübeck (und
Waldeck); ;
eine Landes- und Gemeindesteuer nebeneinander: Württemberg (dessen Gemeinden
außerdem noch das Zuschlagrecht zur Landessteuer besaßen), Anhalt und Hessen (wo
Gemeinden und Gemeindeverbände eine eigene Steuer neben der Landessteuer erhoben);
eine Landessteuer mit Zuschlägen der Gemeinden allein: Schaumburg-Lippe und Hamburg,
 mit Zuschlägen der Gemeinden und Gemeindeverbände: Sachsen und Oldenburg?),
Die Bedeutung des Geldentwertungsausgleiches bei bebauten Grundstücken für die Finanzoolitik
 der einzelnen Länder veranschaulichen die Übersichten auf S.234ff., aus denen auch die
Verschiedenheiten in der Verteilung und Verwendung des Steueraufkommens ersehen werden
können.
c. Die Landes- und Gemeindesteuern
Durch die Übernahme der Steuern vom Einkommen und Vermögen auf das Reich und
durch die Schaffung der Abgaben zum Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken
wurde eine weitgehende Umstellung auch der Steuersysteme der Länder und ihrer Gemeinden
notwendig, Denn vor dem Kriege bildeten gerade die direkten Steuern vom Einkommen
und Vermögen neben jenen vom Grundbesitz, Gebäudebesitz und Gewerbebetrieb die Grundage
 der Landes- und Gemeindefinanzen.
1913/14 war die allgemeine Einkommensteuer in allen deutschen Staaten eingeführt, nur
in den beiden Mecklenburg trat sie erst am 1. Juli 1914 in Wirksamkeit, und Waldeck hielt
noch an der alten Klassensteuer fest. Neben der allgemeinen Einkommensteuer wurde in
Preußen, und ähnlich auch in Sachsen, Hessen, Oldenburg und den beiden Lippe, eine allyemeine
 Vermögensteuer als Ergänzungsteuer für den Staat erhoben. Im Gegensatz dazu

I) Über die landesrechtlichen Bestimmungen im einzelnen vel. Einzelschritt Nr. 6: „Verwaltungsaufbau usw.“ 8. 197 ff.
        <pb n="86" />
        93

zelangten in Bayern, Baden, Württemberg, Anhalt, Waldeck und den Hansestädten staatliche
 Ertragsteuern als Ergänzung der Einkommensteuer zur Hebung. Das badische Steuersystem
 nahm eine Sonderstellung ein, insofern es die Steuern vom Grund- und Gebäudebesitz,
 vom Gewerbebetrieb und Kapitalvermögen als »Vermögensteuer« nach vier verschiedenen
 Katastern erhob. ;
Für die Steuerverteilung zwischen Staat und Gemeinden bestanden vor dem Kriege im
wesentlichen zwei Regelungen: Preußen, Hessen und Schaumburg-Lippe überließen die
Realsteuern ganz den Gemeinden, die übrigen Staaten beanspruchten sie zugleich mit den
Gemeinden. Erhoben wurden die direkten Gemeindesteuern teils als selbständige, eigene
Steuern, teils durch Zuschläge zu den direkten Staatssteuern.
Außer den Personal- und Realsteuern erhoben die Staaten im allgemeinen noch die
Wandergewerbesteuer, die Stempelsteuern und die Erbschaftsteuer, soweit diese reichstechtlich
 zulässig war, Den Gemeinden wurden neben ihrem Realsteuereinkommen meist
lie Wanderlager-, Getränke-, Lustbarkeits- und Hundesteuern überlassen. Die Gemeindeverbände
 endlich deckten in fast allen Staaten ihren Steuerbedarf durch Umlagen, die von
den zugehörigen Gebietskörperschaften nach dem Verhältnis der direkten Staatssteuern
aufzubringen waren; in Bayern, Lippe und Waldeck waren Zuschläge zu den direkten Staatssteuern
 vorgeschrieben; in Anhalt und Bremen bestanden eigene Kreissteuern. . *
Durch die Reichsfinanzreformen der Nachkriegszeit sind die Landessteuersysteme einüeitlicher
 geworden. Die wichtigsten Einnahmequellen der Länder und Gemeinden sind
aeute die Reichssteuerüberweisungen und die Abgaben zum Geldentwertungsausgleich bei
bebauten Grundstücken. Von den großen direkten Steuern der Vorkriegszeit blieben den
Ländern die Grund- und Gebäudesteuern sowie die Gewerbesteuern überlassen, die nach
Ausdrücklicher Bestimmung des Finanzausgleichgesetzes als Objektsteuern erhoben werden
sollen.
Von ihrem Rechte, Realsteuern zu erheben, machen auch alle deutschen Länder Gebrauch,
Die Steuerverteilung zwischen Land und Gemeinden ist in Preußen, Schaumburg-Lippe
And Mecklenburg-Strelitz dahingehend geregelt, daß das Land nur den Grundbesitz, die
Gemeinden Grundbesitz und Gewerbebetrieb besteuern. 'In Mecklenburg-Schwerin wurde
die Gewerbesteuer im Rechnungsjahr 1927/28 für das Land außer Hebung gesetzt. In allen
übrigen Ländern sind Land und Gemeinden zugleich an der Besteuerung‘ des Grund- und
Gebäudebesitzes und der Gewerbebetriebe beteiligt. Die Gemeinden erheben ihre Realsteuern
 meist in Form von Zuschlägen zu den Landessteuern, nur vereinzelt nehmen sie durch
Jberweisungen unmittelbar am Aufkommen aus den Landessteuern teil.
Die Wandergewerbesteuer und die Stempelsteuer blieben auch nach dem Kriege vorwiegend
als Landessteuern bestehen. Daneben wurde den Ländern und Gemeinden das Zuschlagtecht
 zur Reichsgrunderwerbsteuer verliehen. Die Wegesteuern, die auf Grund eines Reichstahmengesetzes
 in einer Reihe von Ländern eingeführt wurden, sind überwiegend den Ge-Neinden
 überlassen, ebenso die Wertzuwachssteuern, die nach reichsgesetzlicher Vorschrift
% erster Linie bei Veräußerung von Erwerbungen aus der Inflationszeit zu erheben sind,
Die Getränkesteuern fielen als Landesstenern überhaupt fort, aber auch von den Gemeinden
darf seit 1. April 1927 nur noch eine Biersteuer erhoben werden, Dagegen muß nach reichs-36setzlicher
 Vorschrift in allen Gemeinden eine Vergnügungsteuer zur Hebung gelangen;
die Länder können jedoch das Erhebungsrecht auch von den Gemeinden auf die Gemeinde-Verbände
 übertragen. Die Hundesteuern sind, wie vor dem Kriege, mit wenigen Ausnahmen
emeindesteuern. ;
‚Bei den Gemeindeverbänden ist in einigen Ländern an die Stelle des Umlagesystems
die Erhebung von Zuschlägen zu den Landessteuern unmittelbar von den Steuerpflichtigen
Setreten. Überweisungen erhalten die Gemeindeverbände in Braunschweig aus der Gewerbe-Steuer
 des Landes, in Anhalt aus der Grundwertsteuer des Landes.
. Zur Veranschaulichung dieser allgemeinen Regeln sind die Vor- und Nachkriegsteuer-‚Ysteme
 der fünf größten deutschen Länder und der Hansestadt Hamburg in der Übersicht 37
‘“Sammengestellt worden?).
a ns eingehonders Darstellung des Landes- und Gemeindesteuerrechte enthält die Einzelschrift Nr. 6: „Verwaltungsusw.“
 S 948
        <pb n="87" />
        en Id —.

Übersicht 37

Landes- und Gemeindesteuern
Preußen

1. ‚Re henDenlahr 19LS/TA | Rechnungsjahre 1925/26, 1926/27 und 1927/28

I. Land

ı. Einkommensteuer
2. Ergänzungsteuer
1 Steuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen

f
Steuern vom Grundvermögen
Steuern vom Gewerbebetrieb im Umherehen

Stempelsteuer

5. Stempelsteuer
6. Eisenbahnabgabe
7. Wirtschaftsabgabe in den Hohenzollernschen
Landen

Umlagen!)

Il. Provinzen
| Umlagen?)
III. Landkreise
1. Umlagen *)
2. }
;—
"uschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer
Schankerlaubnissteuer
7ergnügungsteuer ®)
‚Jundesteuer
Jagdsteuer
Wertzuwachssteuer ?)

i. Umlagen?)
2. Wanderlagersteuer (Aufkommen der Staatssteuer®)

3. Betriebsteuer®)
4. Grundstückumsatzsteuer
5. Schankerlaubnissteuer
 —
7. Hundesteuer
3. —
7). Anteil an der Reichszuwachssteuer, ’) außerdem
 Zuschläge dazu

0. —
Im übrigen:
Sonstige indirekte Steuern auf Grund $ 1
des Kreis- und _Provinzial- Abgaben-Gesetzes
 vom 23. Anril 1906

‚0. Beherbergungsteuer bis 30. Sept. 1925
Im übrigen:
Sonstige indirekte Steuern oder Beteiligung
am Aufkommen indirekter Steuern der kreisangehörigen
 Gemeinden auf Grund $1 bzw.
5 6 des Kreis- und Provinzial-Abgaben-Gesetzes
 vom 23, April 1906
26. Aug. 1921

]

IV. Ämter (Bürgermeistereien) in Westfalen und Rheinprovinz
Umlagen?®) | Umlagen*)

V. Gemeinden
L. Zuschläge zur Einkommensteuer oder eigene
Steuern
2. Zuschläge zur staatlich veranlagten Grundsteuer
 bis zu 200 vH oder eigene Steuern!!)
Zuschläge zur staatlich veranlagten Gewerbesteuer
 bis zu 200 vH oder eigene Steuern
Warenhaussteuer (Aufkommen der Staatssteuer)


2. Zuschläge zur Steuer vom Grundvermögen
oder eigene Steuern!)
3. Zuschläge zu der vom Lande veranlagten
Gewerbesteuer

d. —
3. Betriebsteuer (nur in Stadtkreisen)
7. Wanderlagersteuer (Aufkommen der Staatssteuer)!?)

3. Grundstückumsatzsteuer (nur in Stadtkreisen)

9. Schankerlaubnissteuer (nur in Stadtkreisen)
0. Lustbarkeitsteuer

Sonderzuschläge bis
5. Zweigstellensteuer: zu 20vH der be-6.
 Schankgewerbesteuer: | stehenden Gewerbesteuerzuschläge

7. Wanderlagersteuer (Aufkommen der Landessteuer),
 außerdem Zuschläge bis zu 100 vH
Zuschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer (nu!
in Stadtkreisen)
Schankerlaubnissteuer 14)
Vergnügungsteuer

9.
0.
        <pb n="88" />
        95

Noch: Übersicht 37
Noch: Landes- und Gemeindesteuern
Noch: Preußen

A Data) | Rechnungsiahre 1925/26, 1926/27 und 1927/28
Noch: V. Gemeinden

11. Hundesteuer
12. Jagdsteuer 2)
13. Getränkesteuer !?) ß
14. Wertzuwachssteuer (nur in Stadtkreisen) ®)
15. Beherbergungssteuer bis 30. Sept. 1925
16. Ankündigungsteuer
17. Wohnungsluxussteuer
Im übrigen:
Sonstige indirekte Steuern auf Grund $ 1 des
Kommunal-Abgaben-Gesetzes vom 14. Juli
1893
VI. Kommunale Zweckverbände
Umlagen der Verbandsglieder nach Maßgabe ihrer Beteiligung an den zu erfüllenden Aufgaben
Oder ihres der Kreis- bzw. der Provinzialbesteuerung zugrunde zu legenden Solls der Staats- und
Staatlich veranlagten Steuern order eines anderen in der Satzung zu bestimmenden Maßstabes.

*) Von den Stadt- und Landkreisen nach Maßgabe des Solls der Einkommensteuer und der staatl. veranlagten Rea]-steuern
 einschl. der Betriebsteuer zu entrichten. — 2) Von den Stadt und Landkreisen nach Maßgabe der Über-Weisungen
 aus der Reichseinkommen- und Körperschaftsteuer und der vom Lande veranlagten Realsteuern zu entrichten.
7 Von den Gemeinden und Gutsbezirkon zu entrichten, im übrigen vgl. Anmerkung 1. Die Grundsteuer kann durch eine
Grundwertsteuer ersetzt werden. — *) Von den Gemeinden und Gutsbezirken zu entrichten, im übrigen vgl. Anmerkung 2,
*)In den Gemeinden mit 2000 Kinw. und darunter. —.°) Aufkommen in den kreisangehörigen Gemeinden. — ?) Der 40°,ige
Anteil an der Reichszuwachssteuer verbleibt den Stadtkreisen in voller Höhe; am Aufkommen kreisangehöriger Gemeinden
ist der Landkreis bei Gemeinden von 15 000 Einwohner mit 7/2, im übrigen mit!/4 beteiligt. ®) Aufkommen in den Gutsbezirken.
 — 9%) Verpflichtung zur Erhebung bei Veräußerung von Erwerbungen in der Zeit vom 1. Jan. 1919 bis 31. Dez, 1924,
°) Von den Gemeinden und Gutsbezirken nach Maßgabe der direkten Staatssteuern mit Ausnahme der Steuer vom Gewerbe
trieb im Umherziehen zu entrichten. 14) Höherbelastung der Bauplätze zulässig. — ») Ab 1. April 1927 darf nur noch der
örtl. Verbrauch von Bier bosteuert werden. — ») In den Gemeinden mit mohr als 2 000 Einwohnern. — 4) In kreisähgehörigen
 Gemeinden nur bei Nichtgefährdung des Aufkommens des Landkreises, — 1) In kreisangehörigen Gemeinden
bei Verzieht des Landkreises, Gegebenenfalls Beteiligung an der Kreisjagdsteuer.

Bayern

Rechnungsjahr 1913/14 | Rechnungsjahr 1925/26 und ;
1. Jan. — 31. Dez, 1926/27 | Rechnungsjahr 1927/28

—

L Land

1. Einkommensteuer
2. Kapitalrentensteuer
3. Grundsteuer
14. Haussteuer
a) Mietsteuer
‚ b) Arealsteuer
D. Gewerbesteuer
*. Steuer vom Gewerbebetrieb
im Umherziehen (einschließlich
 Wanderlagersteuer) !)
7. Erbschaftsteuer von Eltern
und Großeltern ?)
8. Grubenfeldabgabe
9. Malzaufschlaggefälle:
2) Aufschlag von Malz
b) Übergangsabgabe:
von Bier
Von geschrotetem Malz
10. Gebühren 3) und Stempelabgaben


|

| wie 1913/14

5.)
6. wie 1913/1411)

Od

wie 1925/26

8. Grubenfeldabgabe
)

10. Gebühren?®), Stempelabgaben
Krei IL Kreise
a emlagen (Zuschläge zu den | Kreisumlagen (Zuschläge zu Son | wie 1925/26
irekten Staatssteuern) 4) direkten Landessteuern) 4)
        <pb n="89" />
        36

Noch: Übersicht 37

Noch: Landes- und Gemeindesteuern
Noch: Bayern

CE

JE —

1. Distriktsumlagen 5) i

2. Anteil an der Reichszuwachssteuer

\

3.

—

L,

1. Gemeindeumlagen (Zuschläge
 zu den direkten Staatssteuern)
 ©)
2,
eh

4. Warenhaussteuer
5. —
6. Wanderlagersteuer (örtliches
Aufkommen der Staatssteuer)

7. Besitzveränderungsabgaben :
a) Besitzveränderungs- [®)
gebühr
b}) Gebührenäquivalent

a

9). Verbrauchsteuern:
‚echtsrheinisch: Lokal-,
Maiz- und Bieraufschlag
linksrheinisch: Bier-, Malz-Wein-,
 Obstwein-, Essig
aufschlag
Brennstoffaufschlag
Futteraufschlae

ul.

11.

Hundeabgabe
Sonstige örtliche Abgaben:
nur rechtsrheinisch: Lustbarkeitsteuer;

40 prozentiger Anteil an der
Reichszuwachssteuer und
Zuschläge zum Gemeindeanteil
 an der Reichszuwachssteuer
 10\

12.

18.

AL Bezirke (1913: Dir’
1. Bezirksumlagen °)

IV. Gemeinden
Gemeindeumlagen (Zuschläge
 zu den direkten Landessteuern)
 °)
Grundwertabgabe (Bauplatzsteuer)

Warenhaussteuer
Filialsteuer ;
Wanderlagersteuer (örtliche
Aufkommen der Landessteuer)

Zuschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer


2,
3,

%
d.
5.

7.

3. Örtliche Abgaben: °)
Gewerbesondersteuern:;
Lohnsummensteuer
Wirtschaftskonzessionsabgabe

Verbrauchsteuern:
Wein-, Fruchtwein-, Bier-,
Schaumwein“, Trinkbranntweinsteuer


0.

Aufwandsteuern:
Wohnungsluxussteuer, Reit
tierabgabe, Hockersteuer,
Personenaufzugsteuer
Hundeabeabe

1.

12. Vergnügungsteuer

13. Wertzuwachssteuer 1)

1. Bezirksumlagen(Zuschläge zu
den direkten Landessteuern)

DD —

3. Biersteuer in den ausmärkischen
 Bezirken und in Gemeinden
 ohne gemeindliche
Biersteuer ab 1. Okt. 1927
L Vergnügungsteuer in ausmärkischen
 Bezirken

|. wie 1925/26

2, Verwaltungskostenabgabe ”)
3
+73

4.
ö,
3

7.

wie 1925/26

3,

9. Verbrauchsteuern:
Bierstener

10. 1

Li.

19.

» wie 1925/26

‘3.

1) Das örtliche Aufkommen der Wanderlagersteuer wird an die Gemeinden überwiesen. — *) Nach Maßgabe des 559 des
Reichserbschaftsteuergesetzes von 1906, — %) Einzelne Gebühren haben Steuercharakter; die Stempelabgaben durchweg. —
‘) Sie werden mit den direkten Steuern erhoben, — *) Von den Gemeinden und Eigentümern ausmärkischer Grundstücke
als Beiträge auf der Grundlage der Gemeindeumlaren zu entrichten. — %) 1913 erheben die Ortschaften (als Gemeindeteile)
Ortsumlagen in Form von Zuschlägen zu den direkten Staatssteuern, 1925/26 ff nur soweit die Gemeinden ihre Umlagen
nicht voll in Anspruch nehmen. — *) Mit dem Charakter einer Kopfsteuer, Sie kann erhoben werden. — ®) Als Zuschlag zur
staatlichen Gebühr. — ?) Die »örtlichen Abgaben«, die im Gesetz nur allgemein umschrieben sind, können Gewerbesondersteuern,
 Verbrauch- und Aufwandsteuern sein. — 21%) Steueranteil und Zuschlag hierzu dürfen 30 vHI der Wertsteigerung
nicht übersteigen. — 4) Ab. 1. April 1926 Verpflichtung zur Erhebung bei Veräußerung von Erwerbungen in der Zeit vom
|. Januar 1919 bis 831. Juli 1924.
        <pb n="90" />
        37

Noch: Übersicht 37
Noch: Landes- und Gemeindesteuern

Sachsen

Rechnungsjahr 1913/14 n Rechnungsjahre 1926/27
(is Jan bis 31. Den.) | Rechnungsjahr 1925/26 und 1927/28
I. Land

EA ——

.. Einkommensteuer |
‘. Ergänzungsteuer
? Grundsteuer

$
2.
3. Grundsteuer (40 vH des ört-‘lichen
 Aufkommens)
Gewerbesteuer (40 vH des
örtlichen Aufkommens)
5. Steuer vom Gewerbebetrieb
im Umherziehen
Stempelsteuer
Schlachtsteuer
Bergwerksabgaben:
Grubenfeldsteuer
Schurfsteuer
I. Bezirksverbände
Umlagen ®)
Zugtiersteuer °)
IGetränkesteuer
Jagdsteuer
Schankerlaubnissteuer !
Hundesteuer
Vergnügungsteuer
in den selbständigen Gutsbezir
L. Grundsteuer (60 vH des’
2, Gewerbesteuer Ort ms4)
3. Zuschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer

1, Wertzuwachsteuer 7)
3. Vergnügungsteuer

1.
eb
?, Grundsteuer ab 1. 10. 19261)
-„ Gewerbesteuer
5.
| wie 1925/26
3.

&amp;gt;. Steuer vom Gewerbebetrieb
im Umherziehen
3. Stempelsteuer
7. Schlachtsteuer (einschließlich
 Übergangsabgabe {für
zollausländisches Fleisch)
Bergwerksabgaben:
Grubenfeldsteuern
Schurfsteuer

Umlagen ?)

1. Umlagen ®)
9 —
2, wie 1925/26 %)
1,
21 wie 1925/26

1

an
1. Zuschlagsteuer zur Grundsteuer
 bis zu 150 vH ab 1. 10.
1926 %)
2, Zuschlagsteuer zur Gewerbesteuer
 bis zu 150 vH
3.
4} wie 1925/26 7)
5,

Ze
3}
4, Anteile an der Reichszuwachssteuer

is

jesetzliche Bestimmungen über
Steuererhebung und Steuerverbote
 bestehen nicht. Die
Steuern werden auf Grund
eigener Steuerordnungen erhoben,
 die genehmigungspflichtig
 sind
Anteile an der Reichszuwachssteuer


III. Gemeinden
L. Grundsteuer ] 60 vH des
2. Gewerbesteuer rm
3. Wanderlagersteuer
4. Zuschläge zur Reichsgrunderwerhsteuer

5. Schankerlaubnissteuer
2 m
/. Wertzuwachssteuer 7}
3. Zugtiersteuer (bezirkfreie Gemeinden)
 °)
J. Getränkesteuer
‚0. Vergnügungssteuer
il. Hundesteuer
12. Örtliche Abgaben auf Grund
des 81 des Gemeindesteuergesetzes
 in der Fassung vom
ı 20. Okt. 1920 ;
IV. Kommunale Zweckverbände (1913: Gemeindeverbände)
Beitragsleistung der Mitglieder nach Maßgabe der Satzung

Zuschlagsteuer zur Grundsteuer
 bis zu 150 vH ab 1. 10.
1926 !) *)
2. Zuschlagsteuer zur Gewerbesteuer
 bis zu 150 vH
3,
N } wie 1925/26 .
“”Feuerschutzsteuer
Wertzuwachssteuer 7)
0. C wie 1925/26 ®
{1.7 wie )
12.

*}) Bis zum 30. Sept. 1926 Beteiligung an der bisherigen Grundsteuer wie 1925/26. — ?) Von den Gemeinden und Gute-)ezirken
 nach dem Verhältnis der direkten Staatssteuern mit Ausschluß der Ergänzungsteuer und der Steuer vom Gewerbe-)afrieh
 im Umherzichen zu entrichten. Der Bezirksverband kann einen hiervon abweichenden Unterlagefuß beschließen.
) Von den Gemeinden und Gutsbezirken nach dem Verhältnis der Grundsteuer {ab 1926/27 auch der Gewerbesteuer) und
hre Anteile, — 4) Abzüglich 2 vH an den Ausgleichsstock. — *) Abzüglich 10 vH für den Landeswegebaustock, — %) Bei
ler Getränkesteuer darf ab 1. Sept. 1927 nur noch der örtliche Verbrauch von Bier versteuert werden. — 7) Ab. 1. Okt. 1925
)esteht Verpflichtung zur Erhebung bei Veräußerung von Erwerbungen nach dem 31. Dez. 1918.

5.
nanzen und Steuern
        <pb n="91" />
        &amp;amp;

Noch: Übersicht 37

Noch: Landes- und Gemeindesteuern

Wiürttemberes

Rechnungsjahr 1913/14 3 a ,
(1. Avril 1913 “bis 31. März 191 4) | Rechnungsjahr 1925/26, 1926/27 und 1927/28

Il. Land

1. Einkommensteuer
2. Kapitalsteuer
3. Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer
1. Wandergewerbe- (u. Wanderlager-} Steuer
5. Liegenschaftumsatzsteuer
5. Wirtschaftsabgaben:
[. Abgabe von Wein und Obstmost (Umgeld)
:I. Biersteuer:
&amp;amp;) Malzsteuer
b) Übergangsteuer von Bier und geschrotenem
 Malz
Erbschaftsteuer von Abkömmlingen und
Ehegatten *?)
3. Zuschlag zur Reichserbschaftsteuer ?)
). Sporteln ?)}

X} .
3.
N } Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer
5. Zuschlag zur Reichsgrunderbsteuer
Bo—

+
Y. Nyorteln ®

Il. Amtskörperschaften

1. Amtskörperschaftsumlage *) 1. Amtskörperschaftsumlage ©)
2. Wandergewerbe- (u. Wanderlager-) Steuer 2. —
ainschließlich der Ausdehnungsabeabe

Il. Gemeinden

L. Zuschläge zur Einkommensteuer
2. Umlage auf Grundeigentum, Gebäude und Gewerbe
 (Gemeindeschaden)
Zuschläge zur Kapitalsteuer
Warenhaussteuer
Zuschläge zur Wandergewerbe- (und Wanderlager-)
 Steuer
5. Bauplatzsteuer ®)
7. Wohnsteuer
3. Rekognitionsgebühr %
9. —
10. Verbrauchsabgaben auf Bier als Zuschläge zur
Staatssteuer
11. Verbrauchsabgaben auf Gas und Elektrizität
12, Zuschläge zur Liegenschaftumsatzsteuer
13. Hundeabgabe
L4. 40 prozentiger Anteil an der Reichszuwachssteuer

LS.
18.}

1. —
2. Umlage auf Grundeigentum, Gebäude und Gewerbe
 (Gemeindeschaden)
3.
zu
RB

6. Baulandstener
7. Einwohnersteuer
3. Rekognitionsgebühr °)
9. Fremdenwohnsteuer (bis 30. Nov. 1925)
10. Getränkesteuer auf Wein. Schaumwein, Bier.
Branntwein ”)
11. Gassteuer
12. Zuschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer
13, Hundesteuer
14. Wertzuwachssteuer ?)

15. Vergnügungsteuer
16. Sonstige Steuern auf Grund Art. 25 des Ge
meindesteuergesetzes vom 30. Juli 1923
"91 Der 1995

1) Gemäß $ 59 des Reichserbschaftsteuergesetzes, — ?!) Gemäß $&amp;amp; 58 des Reichserbschaftsteuergesetzes 30 vH der Reichs
steuer. — 2) Einzelne Tarifnummern des Sportelgesetzes haben Steuercharakter, —“*) Von den Gemeinden des Oberamtsbezirk‘
Auf der Grundlage der direkten Staatssteuern in Anlehnung an die Gemeindebesteuerung zu entrichten. — *} Von
len Gemeinden des Oberamtsbezirks auf der Grundlage der direkten Landessteuern in Anlehnung an die Gemeinde
besteuerung auf der Grundlage der Gemeinderechnungsanteile der Reichseinkommen- und Körperschaftsteuer und 2
L, April 1926 außerdem nach dem Anteil der Wohnbevölkerung zu entrichten. °) Wird von den Bürgern erhoben, die da“
15. Lebensjahr vollendet haben und nicht im Gemeindebezirk wohnen. — 7) Ab. 1. April 1927 darf nur noch der örtliche
Verbrauch von Bier versteuert werden. Die Gemeinden mit mehr als 4 000 Einwohner sind zur Besteuerung verpflichtet. —
‘) Wird lediglich als Zusehlag zum Grundsteuerkapital im Rahmen der Gemeindeumlage erhoben, — *) Die Gemeinde”
‚ind verpflichtet, ab 1. Okt. 1925 eine Wertzuwachssteuer bei Veräußerung von Erwerbungen in der Zeit vom 1. Ja®-919
 bis 31. Dez. 1924 zu erheben. In den übrigen Fällen kann sie erhaben werden.
        <pb n="92" />
        JU

Noch: Übersicht 37
Noch: Landes- und Gemeindesteuern

Baden

Rechnungsjahr 1913/14 (1. Jan. bis 31. Dez.) | Rechnungsjahr 1925/26, 1926/27 u. 1927/98 +

1. Einkommensteuer
. Vermögensteuer:
2. auf das Liegenschaftsvermögen
3, auf das Betriebsvermögen

I: Land
Tv

2. Steuer vom Grundvermögen
3. Steuer vom Betriebsvermögen (ab 1926/27 auch
Gewerbeertrag) 4)

4. auf das Kapitalvermögen
9. Wandergewerbesteuer (mit Wanderlagersteuer)
‚ (70 vH des Aufkommens)
%. Gewerbesteuertaxen der Reichsausländer
Weinsteuer !)
3. Biersteuer?)
) Fleischsteuer (einschl. Steuer von eingeführtem
Fleisch)
0. Grundstückverkehrsteuer
- Hundesteuer (Taxe !/, des Aufkommens)
- Verwaltungstaxen 2)
&amp;amp; Zuschlag zur Reichserbschaftsteuer

A. —
5. Wandergewerbesteuer (mit Wanderlagersteuer)&amp;gt;)°)

0,
} _
3
9. Fleischsteuer (einschl. Steuer von eingeführtem
Fleisch)
10. —
‘1. Hundesteuer (!/, des Aufkommens) ”)
2. Verwaltungstaxen ®)
3. Jagdsteuer
4. —

II. Kreise

8
1. Kreisumlagen ®)
3. —
&amp;lt;

L 30vH des Aufkommens der staatlichen Wander-Zewerhestaner


4. —
2. Steuer vom Grundvermögen
3. Steuer vom Betriebsvermögen (ab 1926/27 auch
Gewerbeertrag‘) *)
4. Anteil an der Wandergewerbesteuer des Landes 5)

IIl. Gemeinden

Temeindeumlagen:
L auf das Einkommen
;' uf das Kapital- l .
% auf das Liegenschafts- } Vermögen
* auf dag Betriehs-R

 Warenhaussteuer
Z Zuschläge zur Grundstückverkehrsteuer
3 Verbrauchsteuern: . Aügel
%uf Bier, Wein, Essig, Branntwein, Geflügel,
Wildbret, Brennstoffe u. a. m.
X Anteil an der staatlichen Hundesteuer @/ 2 des
Aufkommens), außerdem Zuschläge bis zu
(0, 7, 50 vH
* Müstbarkeit
4. Maier CE an der Reichszuwachssteuer,
19, _ *Ußerdem Zuschläge dazu %)
(3

U

Steuer vom Grundvermögen
Steuer vom Betriebsvermögen!) (ab 1926/27
auch Gewerbeertrag *)
Anteil an der Wandergewerbesteuer des Landes %)
Zuschläge zur Reichsgrunderwerbsteuer
Getränkesteuern 1):
auf Bier, Wein, Schaumwein, Trinkhranntwam

7
&amp;amp;

9. Hundesteuer (!/, des Aufkommens der Landessteuer),
 außerdem %/, des Aufkommens aus den
Zuschlägen
10. Vergnügungsteuer
11. Zuwachssteuer 12)

12. Fremdensteuer (bis 30. September 1925)
13. Örtliche Abgaben nach 8 2a des Steuerverteilungsgesetzes
 vom 4. August 1921 (1926/27
vam 7. Juli 1926)

x ü i 1 — 2?) Als Malz- und
SL Besteht au inakzi d dem Weinohmgelde. Für Kunstweine gelten besondere Vorschriften. ab He
U rangetonen RE nd Taxen haben Steuercharakter, — 4) Mit dem Gewerbeertrag An en
wu Sbaueg und. des stehenden Gewerbes veranlagt. —- 5) Unter gewissen Voraussetzungen: Kreisanteil 60 v. 1: um Wr N Ark
7. ner 1bis 3, —*) Unter gewissen Voraussetzungen: Kreisanteil 60 vH des Ertrages der DET ve m EN et enten
0 Aufkommens aus den Gemeindezuschlägen. — *%) Von den Gemeinden nach Maßgabe der Gemeindeu a En
Bet; A Röstouer und Zuschläge dürfen zusammen 30 vH der Wertsteigerung nicht übersteigen. — 10} Hs + 18 Et
aan Steuern von denjenigen Betrieben erhoben werden, die besonders hohe Lasten verursachen Men © 12 Se var
on Qt haben, —1) Ab, 1. April 1927 darf nur noch der örtliche Verbrauch von Bier versteuert wer ern Verne
brige "Orbungen in der Zeit vom 1. Januar 1919 bis 81, Dezember 1924 muß die Steuer ab 1. Augusi
“ kann sie erhoben warden.
        <pb n="93" />
        Noch: Übersicht 37

Noch: Landes und Gemeindesteuern
Hamburg

Rechnungsjahr 1913/14 ; DR Rechnungsjahr 1926/27
(1. Jan. bis 31. Dez.) | Rechnungsjahr 1925/26 | und 1927/28

Wu Land

1. Einkommensteuer
2. Grundsteuer }
3. —
4. Wanderlagerbetriebsteuer
5. Erbschaftsteuer ;
a) von Abkömmlingen
b) Zuschlag zur Reichserbschaftsteuer

3. Immobilienabrabe

9. Wertzuwachssteuer

L0. Stempelabrabe

11.
AM —

13.

Lustbarkeitsteuer nur für
das Gebiet der Stadt Ham-Durg


Pf
5.1

[6. Hundesteuer
L7. Löschabgabe ;
iR

19. Anmeldungsgebühr
20. Tonnengeld a.
21. Auswanderiugsabeabe‘

bzw. Gebiet der Stadt Hamburg

3. Grundsteuer
3, Gewerbesteuer

2.)
4 wie 1926/25
4.

A. Wanderlagerbetriebsteuer

5. —

Jr —

6. Immobilienabgabe

6. Immobilienäabgabe bis 16.
Febr. 1927
Steuer bei Veräußerung von
Bauwerken auf iremdem
Grund, ab 17. Febr. 1927

Li. —

7.

8. Zuschlag zur Reichsgrunderwerbsteuer

9. Wertzuwachssteuer ab 4.Nov.
1925
10. Stempelabgabe
11. Wegesteuer (Zugtiersteuer)
12. Wohnsteuer bis 30. Sept. 1925
nur für das Gebiet der Stadt
Hamburg
18. Lustbarkeitsteuer

x

9.4

wie 1925/26 :

10.)
1.
1} 7

‚3. Lustbarkeitsteuer "

14, Steuer für Lustfahrzeuge auf
der Alster
15. Reitpferdesteuer; nur für das
Gebiet der Stadt Hamburg
L6. Hundesteuer
17. Löschabgabe
8. —

14. —

15.}

| wie 1925/26

16.
17.)
18. Abgabe für die Erschließung
der Marsch- und Vierlande

19. Anmeldungsgebühr
20. Tonnengeld
21. Auswanderungsabeabe

19.) .
a wie 1925/26
121.

Il. Gemeinden

* 1 *

L;

Die Städte Bergedorf, Cuxhaven und. Geesthacht
Grundsteuer (80 vH des örtl. 1. wie 1925/26 (Geesthacht
Aufkommens der Landes- 100 vH 2
steuer)
außerdem Zuschläge bis
zu 50 vH
        <pb n="94" />
        11

Noch: Übersicht 37
Noch: Landes- und Gemeindesteuern
Noch: Hamburg

Rechnungsjahr 1913/14 | . ;
(1. Jan. bis 31. Dex.) Rechnungsjahr 1925/26

Rechnungsjahr 1926,27
und 1927/28

Noch: II. Gemeinden
Gewerbesteuer (75 vH des
örtlichen Aufkommens der
Landessteuer)
Wertzuwachssteuer . ab 4.
Nov. 1925 (80 vH des örtlichen
 Aufkommens der Lanlessteuer)

außerdem Zuschläge bis
zu 50 vH
4. Gemeindezuschläge zur
Reichsgrunderwerbsteuer

2. wie 1925/26 (Geesthacht
100 vH)

3. wie 1925/26 (Geesthacht
100 vH)

4. wie 1925/26

5

—

Steuer bei Veräußerung von
Bauwerken auf fremdem
Grund ab 17. Febr. 1927 (das
örtliche Aufkommen der
Landessteuer)
5. wie 1925/26

5. Wanderlagerbetriebsteuer
(örtl. Aufkommen)

3. Wanderlagerbetriebsteuer
(das örtliche Aufkommen der
Landessteuer)
Wegesteuer (das örtliche Aufkommen
 der Landessteuer)
Lustbarkeitsteuer (das örtliche
 Aufkommen der Landes
steuer)
9. Hundesteuer (das Örtliche
Aufkommen der Landessteuer)

Im übrigen ist das Steuerrecht
 der Stadtgemeinden
in Art. 6 der Hamburgischen
Städteordnung vom 2. Jan.
1924 geregelt 1)

Dim

I —

Be

&amp;amp;

9. Hundesteuer (örtliches Aufkommen)


]

wie 1925/2639)

10,

9.

A

Im Übrigen: örtliche Abgaben
auf Grund der Landgemeindeordnung
 vom 12. Juni 1871
Art. 3q,e:
außerdem:
Staatszuschüsse zur Deckung
größerer Ausgaben,
Rückerstattung von 75 vH
der Einkommen-, Wertzu-Wachs-
 und Grundsteuer an
Bergedorf und Cuxhaven,
Unterstützung leistungsschwa-Cher
 Gemeinden aus Mitteln
 der Landherrenschaften

Landgemeinden
1. Grundsteuer: Zuschläge bis! 1. Grundsteuer (30 vH des örtzu
 50 vH lichen Aufkommens der Landessteuer)

außerdem Zuschläge bis zu
50 vH
Gewerbesteuer (30 vH des
örtlichen Aufkommens der
Landessteuer)
Wertzuwachssteuer (30 vH
des örtlichen Aufkommens
der Landessteuer)
außerdem Zuschläge bis zu
50.vH
L wie 1925/26

Gemeindezuschläge zur
Reichserunderwerbsteuer
        <pb n="95" />
        102 —

Noch: Übersicht 37

Noch: Landes- und Gemeindesteuern
Noch: Hamburg

Rechnungsiahr 1913/14

Rechnungsijahr 1925/26 | Rechnungsjahr 1926/27

Noch: II Landgemeinden
BO —

5. Steuer bei Veräußerung von
Bauwerken auf fremdem
Grund ab 17. Febr. 1927
(das örtliche Aufkommen der
Landessteuer)
5. wie 1925/26

6. Wanderlagerbetriebsteuer
{das örtliche Aufkommen der
Landessteuer)
Wegesteuer (das örtliche Auf.
kommen der Landessteuer)
3. Lustbarkeitsteuer (das ört
liche Aufkommen der Lan:
dessteuer)
Hundesteuer (das Örtliche
Aufkommen der Landessteuer)

Im übrigen ist das Steuerrecht
 der Landgemeinden in
Art. 3 Abs. 1 Nr. 5 der Hamburgischen
 Landgemeindeordnung
 vom 2. Jan. 1924 ge
regelt !)
Landherr
Zur Unterstützung der‘ Stadt
Geesthacht werden den Landherrenschaften
 zur Verfügung
gestellt:
10 vH des Aufkommens
der Grundsteuer in der Stadt
Geesthacht
15 vH des örtlichen Aufkommens
 vom Landesanteil
an der Reichseinkommen- und
Reichsgrunderwerbsteuer
15 vH des Landesanteils
an der Reichsumsatzsteuer
nach dem Verhältnis der
örtlichen Bevölkerung zur
Gesamtbevölkernung

Te —

&amp;amp;

3.s

wie 1925/262%)

10.)

aschaften
Für den Lastenausgleich in den
Landgemeinden werden den
Landherrenschaften zur Verfügung
 gestellt:
20 vH des Aufkommens
der Landes-Grundsteuer in
den Landgemeinden
20 vH des Aufkommens
der Landes-Gewerbesteuer I
den Landgemeinden
20 vH des Aufkommens
der Landes- Wertzuwachssteuer
 in den Landgemeinde»
20 vH des Landesanteils
am Aufkommen aus der
Reichseinkommen- und Körperschaftsteuer
 in den Landvemeinden
 .
20 vH des Landesanteils
an der Reichsumsatzsteue”
nach dem Verhältnis de
Bevölkerungszahl der Land
remeinden

1) Das Steuerrecht der Stadt- und Landgemeinden ist außerdem in $ 3 des Gesetzes, betr.Wei dgemeinden
und Städte an den staatl. Steuereinnahmen, vom 30. Juni 1920 geregelt, — *) Für das N ee ET Dar
Steuerrecht der Stadt- und Landgemeinden ist außerdem in 58 18, 19° des Gesetzes über die Finanzwirtschaft der HamburgischeP
Stadt- und Landgemeinden vom 22. März 1926 bzw. 6. Juli 1927 geregelt.
        <pb n="96" />
        —. 103

IIl. Die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26.1926/27 und 1927/28

Die finanzwirtschaftliche Auswirkung der gesamten öffentlichen Verwaltungstätigkeit
‚Reich, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände) kommt nach folgenden Gesichtspunkten
Sezliedert zur Darstellung: Ausgangspunkt der Untersuchung sind die Ausgaben, die
den Gebietskörperschaften in Ausführung der ihnen obliegenden Aufgaben entstehen.
Die Ausgaben werden gegeben für jedes Aufgabengebiet nach Ausgabearten (persönliche
Ausgaben, sächliche Ausgaben usw.). Die Summe der Ausgabearten ergibt nach Ausschaltung
der Doppelzählungen die Bereinigten Ausgaben, die nach Absetzung der Einnahmen aus den
Verrechnungen mit außenstehenden Gebietskörperschaften den Reinen Finanzbedarf bilden.
Der Reine Finanzbedarf wird bei den Untersuchungen der Ausgaben in den Vordergrund
'Teten, da dieser finanzwirtschaftliche Begriff den Bedarf der Gebietskörperschaften an
“genen Mitteln darstellt. Diese eigenen Mittel sind in erster Linie die Speziellen Deckungs-Mittel,
 d.h. die bei den einzelnen Aufgabengebieten für spezielle Leistungen eingehenden
“genen Einnahmen (Gebühren, Beiträge, Rückerstattungen, Miet- und Zinseinnahmen
2, dgl), Einnahmen aus Fondsentnahmen, Grundstücksverkäufen, Schuldenaufnahme usw.
Der nach Abzug der Speziellen Deckungsmittel vom Reinen Finanzbedarf verbleibende
“ngedeckte Rest ist der Zuschußbedarf des betreffenden Aufgabengebietes.
Die Summe des Zuschußbedarfs der einzelnen Aufgabengebiete bildet den Gesamt-“uschußbedarf,
 der durch Allgemeine Deckungsmittel seine Befriedigung findet. Die All-5°Mmeinen
 Deckungsmittel stehen also in keiner unmittelbaren Beziehung zu den einzelnen
Aufgabengebieten, sondern treten dem Bedarf der Gesamtheit der Aufgabengebiete (Gesamt-“üschußbedarf)
 als Deckungsmittel gegenüber.
. Unter den Allgemeinen Deckungsmitteln werden verstanden die Einnahmen aus
Steuern und Zöllen, ferner die Erträge aus dem Erwerbsvermögen, d. h. aus dem Allgemeinen
ünd- und Kapitalvermögen sowie den Unternehmungen und Betrieben?).
Der Aufbau und die Gliederung des Zahlenmaterials basiert auf der Einzelschrift Nr. 10:
Die Ausgaben und Einnahmen der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich für die
Sochnungsjahre 1913/14, 1925/26 und 1926/27«, Dieses Quellenwerk der Reichsfinanzstatistik
et die Finanzwirtschaft der gesamten öffentlichen Verwaltung (Reich, Länder,
äNsestädte, Gemeinden und Gemeindeverbände) in erschöpfender Form zur Darstellung.

I. Der Finanzbedarf der öffentlichen Verwaltung und seine Deckung
N Umfang und Bedeutung der von der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich zu er-‚üllenden
 Aufgaben zeigen in den Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28 wesentliche Verderungen
 im Vergleich zur Vorkriegszeit. Die wirtschaftliche Notlage hat den einzelnen
Gebietskörperschaften in verschiedenem Umfange neue Aufgaben, insbesondere auf den
bieten des Wohlfahrts- und Wohnungswesens, zugewiesen und sie teilweise gezwungen,
die Erfüllung anderer Aufgaben einzuschränken oder ‚aber bestehende Einnahmequellen
ärker auszuschöpfen und neue Einnahmequellen zu suchen. Die veränderte Lage am Geld-Ind
 Kapitalmarkt hat die Deckungsfrage schwieriger gestaltet, Änderungen in der Ver-(ilung
 der Aufgaben einerseits und der Steuern andererseits zwischen den verschiedenen
Se ietskörperschaften?) haben bedeutende Verschiebungen in der finanzwirtschaftlichen
z rüktur zur Folge gehabt. Die nachstehenden Zahlenübersichten haben die Aufgabe, diese
“Saämmenhänge zu veranschaulichen. Sie gehen deshalb von der Gesamtheit der Aufgaben-An

 Untersehi i AN inen Deckungsmittel ergeben sich die
3 jed zwischen der Summe des Zuschußbedarfs und der der gemein: 2 &amp;amp; A
Kr ätegabep Oder Mehreinnahment des betreffenden Rechnungsjahres, die verrechnet mit den A Ma
N 17 Den Abschlußbeträgen den Abschluß des Jahres ergeben, Vgl. hierzu auch die Ausführungen in Einzels ?
“5 34*. — 2) Vol, hierüber Einzelschrift Nr. 6.
        <pb n="97" />
        — 104 —
Gesamtüberblick über die Finanzwirtschaft der öffentlichen Verwaltung im
Beträge in MilLX

Bezeichnung

Reich !

Länder

ohne
‘913/14 | 1025/26 |_1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28
ı ; an
2375,8 | 53210 | 65614 | 7153,0| 1711,7 | 3.364,6 |! 3.696,8 | 3 987,0

„RT

Reiner Finanzbedarf..............
Davon sind gedeckt durch
5pezielle Deckungsmittel
a) Verwaltungseinnahmen ....... |
9) Einnahmen aus Anleihen, Fondsentnahmen
 u. dgl. ...........
Spezielle Deckungsmittel insgesamt
(Summe a und b) .....
Mithin
Zuschußbedarf ..........0.00000004
Davon sind gedeckt durch
Allgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen %)*)
Überschüsse .........0.0..0...
Fehlbeträge ......0..0.0.0.00000
b) Steuereinnahmen s.....0.....00
\llgemeine Deckungsmittel insgesamt
(Summe a und B) 0...........000
Mithin
Jnterschied zwischen Zuschußbedarf |
ınd Allgemeinen Deckungs-,
nitteln?)
Adehreinnahmen........0.00000
oder ;
Mehrausgaben „.........0..03 b
Außerdem aus Vorjahren?)
Überschüsse (Bestände)®) .....
Fehlbeträge ........0000000000
Mithin Abschluß
Mehreinnahmen 2.....0000000000
oder
Mehrausgaben ..........0.00000.
De |
1) Für alle Rechnungsjahre nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet, — *) Abweichungen in den Summe?
ind gegeneinander abgeglichen. — *} Einschließlich der »Sonstigen Allgemeinen Deckungsmittel«e. — 3) Einschließlich

; !
315,2 | 526,8 | 40 588,3
116,7] 105,11 262,1 | 338,4
' |__ 338,4

! {
431,9 | 631,9 826,2 | 926,7

2170.4 | 4805,6 | 60681 | 6850,61 41 279,8 | 2782,7' 2870,6 | 3.060,3

496,5 | 170,0 ) 197,5 | 280,5
— bp | Jura: —
781,6 2396,0 | 2 497,3 | 2 753,8

175,9 | 260

zebiete aus und stellen die Zahlen der Abschlußrechnung vergleichsweise gegenüber, UM
ın eindrucksvolles Bild von den Grundzügen der öffentlichen Finanzwirtschaft in der Vor“
ınd Nachkriegszeit darzubieten.
Der Reine Finanzbedarf der gesamten öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
Detrug :

Im Rechnungsjahr 1913/14 = 7,2 Mrd. MA,
» 1925/26 = 14,5 » AM,
» 926/27= 17,2 » » ,
» 1927/28 = 18,8 » ».
Auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet betrug der Reine Finanzbedari:
Im Rechnungsjahr 1913/14 = 124,20 4,
‚925/26 = 231,78 AM,
‚926/27 = 275,61 .» ,
‚927/28 = 300,76 »

=
HS — Übersicht 1
Jeutschen Reich für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)
zw. AM?)
a STEPS
Gemeinden. (Gemeindeverbände) N Reich, Länder, Gemeinden
HN age Hansestädte | (Gemeindeverbände) und.
Hansestädte Hansestädte
18714 | 1920/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28
br. LT BE BL 6 78 21

2785,9 | 5324,8| 6437,4| 7056,6 | 305,0| 4551| 505,2| 573,3 | 71783 | 14 465,5 | 17 200,8 | 18 770,8

531,2| 958,8] 1086,9| 1 163,7 |
450,8 | 490,4 1004,4! 1 210,8}

69,7 102,1 | 109,1 | 107,8 |
52,0 | 50,7} 72,71

981,1 1 1759,3 1922,7'
09 ms) 1 647,8

2 025,1
759,9

982.0 1 449,1 | 2091,2 | 2374,5 |

121,7 | 140,8! 159,8 | 180,5 | 1 741,0 | 2787,2 | 3 570,5

3 785,0

‚803,9 38756] 4346.1| 4682.11

183,3 | 314,3 345,4 | 392,8 |

5437,8 | 11 728,8 | 13.630,38

14 985,8

479,0
1 502,9 ı

412,1 | 643,5| 563,9 |
3.204,2 | 3584,3 | 4 085,9 |

41,0 ı

22,2; 48,2] 53,8

392,5 | 568,8 | 1120,6| 1 350,8
ı 4045,8 | 10578,1 | 11675,4| 13 540,5

130,8 |

246,6 |

281,4] 344,0

1781,99! 3616,22! 4227,7| 4649,81

[71,8 | 268,8! 329,6 | 397,8

3 038,4 ! 11 146,9 | 12 796,0 | 14 891,3

399,0 1 581,4 | 834,3 | 94,5
9191| 3343

&amp;gt;

259,4 | 11841 22.3

„1,5 |

45,8 |
15,9

5,1
9,

234,2

284,8 67,7 |

46,9 |

0.41

59,0 |

13,5

385,7 |

13,5 |
m] 7922| 9 — 24! — | 3331
} 1 1 . ' { 41 „#
© Aeräüdung (Anfrandung), Eee I er eeehies (Mehreinnahmen) und Fehlbeträge (Mehrausgaben)
Sieht man von der veränderten Kaufkraft von AM gegenüber M ab, so ergibt sich für
las Rechnungsjahr 1925/26 gegenüber dem Rechnungsjahr 1913/14 eine Steigerung von 86,6 vH.
Die Entwicklung in den drei Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28 ist insofern von größter
Sedeutung, als die Steigerung von 1925/26 zu 1926/27 um 18,9 vH im Rechnungsjahr 1927/28
ne Abschwächung erfährt. Die Steigerung gegenüber dem Reinen Finanzbedarf des Rech-“PSsjahres
 1926/27 beträgt 1927/28 mit rd. 25 A. je Kopf nur 9,1 vE.
Die dem Reinen Finanzbedarf zunächst zur Verfügung stehenden S peziellen Deckungs-A\ttel
 konnten sich der Entwicklung des Reinen Finanzbedarfs nicht anpassen. Die Spe-Kilen
 Deckungsmittel betrugen im Rechnungsjahr 1913/14: 1,7 Mrd..% oder rd. 30.4 je
AOP£, im Rechnungsjahr 1925/26: 2,7 Mrd. AM oder rd. 44.7 je Kopf; das bedeutet eine
Ss Berung der Kopfbeträge um rd. 46 vH (gegenüber der Steigerung von rd. 87 vH Dem
19 Finanzbedarf je Kopf), Vom Rechnungsjahr 1925/26 zum Rechnungsjahr 1926/27 be-A
 die Steigerung mit 13,35 AM je Kopf rd. 30 vH des Betrages von 1925/26, vom „m
"1926/27 zum Rechnungsjahr 1927/28 mit 3,44 A. je Kopf 6 vH des Betrages von 1926/27.

212,1 25,4| —
1

495,4 | 84,8 | 239,8
1
        <pb n="98" />
        — 106 —

Gesamtüberblick über die Finanzwirtschaft der öffentlichen Verwaltung im
Beträge in MA bzw. AM
Länder

Bezeichnung

Reich |

ahne

918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28
Ei

Reiner Finanzbedarf .............
Davon sind gedeckt durch
Spezielle Deckungsmittel
a) Verwaltungseinnahmen .....
b) Einnahmen aus Anleihen,
Fondsentnahmen u. dgl... ...
Spezielle Deckungsmittel insgesam“
(Summeaundb) ...............
Mithin
Zuschußbedarf .........0.0000000004
Davon sind gedeckt durch
\llgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen?)*)
Überschüsse ............
Fehlbeträge .............
b) Steuereinnahmen. .........,
Allgemeine Deckungsmittel insgesamt
(Summe a und b) ........ ....
Mithin
Jnterschied zwischen Zuschußbedarf
 und Allgemeinen Deckungsmitteln?)

MehreinnahmenN......00.0.000000000
oder
ehrausgaben v...00000000000000

11.10 | 85.26 ' 105.13 | 114,62

30,37

!
55.35 | 60.81 | 6558

112) 2,7351 261 | 265
{ 1 !
„43 5,51! 529° 221 1

5,59 8,67! 9,28 9,67
1
2,07 | 1,73! 431 5,57

3,55 | 8,26! 7,90 4,86
| l
3755 | 77.001 7.28 | 109.76 | 2271| 4495| A722

15.24

50 24

3,05
28 91

0,57
5 81

3,71 | 7,25 I
eK 19 | 101.85

8,81! 280! 23,25' 461
41,08 ! 45,30

3.87 | 39.41 |

31,286

75

109.19

2368 | 4221! 4433 ı 4991

6291

AR)

66

PH: -.

274) 2891 0423

«
1) Für alle Rechnungsjahre nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet. — *) Errechnet für 1913/14 nach
/ahre nach der Wohnbevölkerung am 16. Juni 1925. — *®) Überschüsse (Mehreinnahmen) und Fehlbeträge (Mehr

Die Steigerung der Speziellen Deckungsmittel insgesamt vom Rechnungsjahr 1913/14 zum
Rechnungsjahr 1925/26 ist in erster Linie auf eine Steigerung der Verwaltungseinnahmen, die
Steigerung vom Rechnungsjahr 1925/26 zum Rechnungsjahr 1926/27 in erster Linie auf eine
Steigerung der Einnahmen aus Anleihen, Fondsentnahmen u. dgl. zurückzuführen; an der
Steigerung vom Rechnungsjahr 1926/27 zum Rechnungsjahr 1927/28 sind beide Gruppen der
Speziellen Deckungsmittel in etwa gleichem Maße beteiligt.
Der Gesamtzuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung ist von 5,4 Mrd. oder
34,084 je Kopf im Rechnungsjahr 1913/14 auf 11,7 Mrd. A oder 187,92 AM je Kopf, d. h.
also auf etwa das Doppelte im Rechnungsjahr 1925/26 und in den folgenden Jahren weiter auf
13,6 Mrd. ZA (218,40 ZA je Kopf) und 15,0 Mrd. AM (240,11.A.M je Kopf) gestiegen.
Die Steigerung des Zuschußbedarfs je Kopf der Bevölkerung ist also in den Nachkriegsjahren
noch recht erheblich; sie beträgt vom Rechnungsjahr 1925/26 zum Rechnungsjahr 1926/27
mit 30,48 ZA je Kopf 16,2 vH und vom Rechnungsjahr 1926/27 zum Rechnungsjahr 1927/25
mit 21,71 AM je Kopf 9,9 vH. Der Gesamtzuschußbedarf je Kopf liegt dementsprechend
im Rechnungsjahr 1927/28 gegenüber dem Rechnungsjahr 1925/26 um beinahe 30 vH höher.
Dem Gesamtzuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung stehen Allgemeine Deckungsmittel
 in annähernd gleicher Höhe gegenüber; ihre Entwicklung entspricht demzufolge
angefähr der Entwicklung des Zuschußbedarfs, Mit der Steigerung des Zuschußbedarfs
der gesamten öffentlichen Verwaltung von 5,4 Mrd. X im Rechnungsjahr 1913/14 auf

Übersicht 2
Deutschen Reich für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)
e Kopf der Bevölkerung?)
Gemeinden (Gemeindeverbände) | | Reich, Länder, Gemeinden
A ; Hansestädte (Gemeindeverbände)
Hansestädte und Hansestädte
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 l 1918/14 | _1925/26 | 1926127 | 1927/28
MO Ba a5 67 * 2 202
49.42 | 8759| 105,89! 116.08 | 213.15 | 281.05 | 311,97 ° 354,06 | zapa | 281,78 | 27561 | 300,76

9,42 15,77 | 17,88 |
8,00 | 8,07 | 16,52 |

19,14 | 48,71 | 63,08 / 67,37 | 66,59 16,97 | 28,19 | 30,81 | 32,45
19,92 | 36,35 | 23,88 | 31,29 |. 44,88 | 13,15 | 15,67 | 26,40 / 28,20
| |
39.06 | 85.06 | 26,96 98.68 | 111,47 | 30.12 | a8 / 57,21 60,65

17,42 23,84 34,40 |

i |
. )
3200 268.75 | 1149| 77.02 | 128.09 | 194.09 | 213.32 242.59 | 94.08 | 187,92 | 218.40 | 240.11

6,78 | 10,58 | 9,28 |
26,66 ' 52,70 58,96 | 67,21 '

]
28,68 | 13,73 | 29,73 | 33,21 1 17,17 ' 9,12] 17,96 | 21,64
91,39 | 152,26 | 173,79 | 212,44 | 216,96

81,61] 59,48! 69,54 | 76,40 | 120,07 ! 165.99 | 208,52 | 245,65 °

87,17 | 178,81 205,03 238,60

3,06

|
0.39 |

4.27

1.95 | 0,53 | 8,02 1 28.40 | 9.80 |

6,91 | 9,32 | 13,837 | 1,51

der ortsanwesenden Bevölkerung am 1. Dez, 1910 (Gebietsstand vom 16. Juni 1925), für 1925/26 und die folgenden
Ausgaben) sind gegeneinander abgeglichen. — *) Einschließlich der »*Sonstigen Allgemeinen Deckungsmittel«e,

15,0 Mrd. ZA im Rechnungsjahr 1927/28 läuft parallel eine Steigerung der Allgemeinen
Deckungsmittel von 5,0 Mrd. X im Rechnungsjahr 1913/14 auf 14,9 Mrd. AM im
Rechnungsjahr 1927/28.
Von verschiedener Bedeutung für die Steigerung in den einzelnen Rechnungsjahren sind die
beiden Hauptgruppen der Allgemeinen Deckungsmittel, die Überschüsse aus dem Erwerbs-7ermögen
 und die Steuereinnahmen.
Die Überschüsse aus dem Erwerbsvermögen gingen von rd. 1 Mrd. X im
Rechnungsjahr 1913/14 auf 0,6 Mrd. ZA im Rechnungsjahr 1925/26, d. h. beinahe um die
Tälfte zurück und stiegen in den folgenden Rechnungsjahren auf 1,1 bzw. 1,4 Mrd. AM.
Die Steuereinnahmen stiegen von 4,0 Mrd. X im Vorkriegsjahr auf 10,6 Mrd. ZA im
Rechnungsjahr 1925/26 und in den folgenden Jahren weiter auf 11,7 bzw. 13,5 Mrd. AA.
An der Finanzwirtschaft der gesamten öffentlichen Verwaltung sind die Gebietskörperhaften
 in verschiedenem Maße beteiligt.
Das Reich und die Gemeinden (Gemeindeverbände) haben an dem Reinen Finanzbedarf
ler gesamten öffentlichen Verwaltung mit jeweils einem Drittel den Hauptanteil; im Rechıngsjahr
 1913/14 ist der Anteil des Reichs mit 33,1 vH niedriger als der Anteil der Gemeinden
Mit 38,8 vH; im Rechnungsjahr 1927/28 steht dem Anteil des Reichs in Höhe von 38,1 vH
In Anteil der Gemeinden von 37,6 vH gegenüber. Die Länder sind an dem Reinen Finanzbedarf
 der öffentlichen Verwaltung mit etwa 22 vH und die Hansestädte mit rd. 3 vH beteiligt.
        <pb n="99" />
        — 108

Übersicht 3
Die Veränderung der Kopfbeträge für Reich, Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Hansestädte
insgesamt in den einzelnen Rechnungsjahren
Steigerung (Minderung)

Bezeichnung

Reiner Finanzbedarf ...... dm
Davon sind gedeckt durch
Spezielle Deckungsmittel
a) Verwaltungseinnahmen ......-b)
 Einnahmen aus Anleihen, Fondsentnahmen
 u. dgl. ........

Spezielle Deckungsmittel insgesamt
{Summe a und b) ..........00.0.
Mithin
Zuschußbedarf ........... ..
Davon sind gedeckt durch
Allgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen
Überschüsse ..............
Fehlbeträge ...........0.00.
b) Steuereinnahmen. ...........-Allgemeine
 Deckungsmittel
insgesamt (Summe a und bh ..... {

1925/26 1926/27
zegenüber | gegenüber
1913/14 1925/26

1927/28
gegenüber
1926/27

1927/28
gegenüber
1925/26

a Kopf | in vH

u A :
ie Kopf | in vH

&amp;amp; Kopf | in vH

je Kopf | in vB

107,58 | 2866| 4383 | 1891

25,15 | 9,71

68.98

205

11.22! 2662| 2.62

2.3

1,64

53

4,26

15,1

2,52 ' 19,2 ‘

10,73

68,5

1,80

6,8

12,53

850.0

!
13,74; 45,6 | 18,35; 304 | 8,44 | 6,01

16.79 38,3

93,84 | 997 | 30.48 | 16.2 |

27! 299 | 5219

‚978

— 8,05 | — 46,9
99.49 | 142.1

83,84

96.9

3,68

20,5

12,52

137,0

17.58

10.4

29,89

16,0

47.47

28.0

91.44 | 104,9 | 26.42 | 146 | 33,57 | 16,4 | 50,99 | 32.6

Übersicht 4
Die Verteilung des Reinen Finanzbedarfs, des Zuschußbedarfs und der Deckungsmittel der öffentlichen
Verwaltung im Deutschen Reich auf die Gebietskörperschaften für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26,
1926/27 und 1927/28?)
in vH

Bezeichnung

Reich

Länder | Gemeinden
|  .___ (Gemeindeverbände)
ohne Hansestädte

Hansestädte

‚9131925 |1926 | 1927 1913 |1925 |1926 ' 1927 [1913 | 1925 ee 192% 1918 11925 |1926 | 1927
91411926 [1927 192811914 1926 |1927 | 1928/1914 | 1926 |1927 | 1027 ‘1914 | 1026 |1927 | 192
2|314 5 617181 9!10l11|12)13 14115 | 16117

Reiner Finanzbedarf....
Verwaltungseinnahmen(a)
dinnahmen aus Anleihen,
Fondsentnahmen und
dergleichen (b) .......
Spezielle Deckungsmittel
insges. (Summe a u. b)
Zuschußbedarf .........
Erwerbsvermögen (a)?)
Überschüsse .........
Fehlbeträge..........
Steuereinnahmen (b)....
Allgem. Deckungsmittel
insges. (Summe a u. b}

33,1 36,8 38,2!
46 9,8 8,5]

1] 23,8 23,3 21,5! 21,2
8,21 32.1 29,9! 29.31 29.0

38,8) 36,8 374 8
542 54.5 56,5! 57,5

43 3 22 3,1
zıl sal 57 544

8,5) 35,2 20.1!

1 |
7,91 15,4! 10,71 15,9} 19,2

59,3! 50,1; 60,9) 68,8]

sl 40 zul 43

11,8/ 18,8 13,8! 8.0] 24,8! 23 23,1| 24,5
29.9 41 0 44.5| 45,71 23.5! 23.3l 21.1 20.4

56,4| 52,9 58,6] 622
33.2 33.0: 31.9! 31,3

7,01 5,2| 4,0) 48
24 07 05) 26

411 | Y 4,0
39) 52) 2.4 26
35,8i 42,1| 43,3] a 25,4| 23,0; 21.1] 20,41 35,4| 32,5! 33,0 a 3.41 241 26 27

1) Für alle Rechnungsjahre nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet. — *) Einschließlich der »Sonstige?
\lgeemeinen Deckungsmittele,
        <pb n="100" />
        — 109 —

Bei den Speziellen Deckungsmitteln ergeben sich für die Gemeinden (Gemeindeverbände)
 in allen Rechnungsjahren die weitaus größten Anteilsätze, und zwar sowohl bei den
Verwaltungseinnahmen als auch bei den Einnahmen aus Anleihen, Fondsentnahmen u. del.
An den gesamten Speziellen Deckungsmitteln sind die Gemeinden und Gemeindeverbände in
den vier Berichtsjahren mit rd. 53 bis 63 vH beteiligt; der Anteil der Länder ist mit rd. 23
bis 25 vH in allen Rechnungsjahren annähernd gleichgeblieben. Auf das Reich entfallen im
Vorkriegsjahr 12 vH; in den Nachkriegsjahren sinkt der Anteil des Reichs an den Speziellen
Deckungsmitteln überaus stark von rd. 19 vH im Rechnungsjahr 1925/26 auf 8 vH im Rechaungsjahr
 1927/28. Diese Entwicklung ist in der Hauptsache auf den entsprechenden Rück-Jang
 des Anteilsatzes der Einnahmen aus Anleihen, Fondsentnahmen u. dgl. zurückzuführen.
Am Zuschußbedarf der gesamten öffentlichen Verwaltung hat das Reich in allen Betichtsjahren
 den größten Anteil; er beträgt im Rechnungsjahr 1913/14 knapp 40 vH und
steigt in den Nachkriegsjahren von 41 vH bis auf 46 vH des jeweiligen Gesamtzuschußvedarfs,
 Demgegenüber gehen die Anteile der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände)
nd der Hansestädte ständig zurück, Die Gemeinden (Gemeindeverbände) sind mit 33,2 vH
Js 31,3 vH nächst dem Reich am stärksten am Gesamtzuschußbedarf beteiligt; auf die
Länder entfallen 23,5 bis 20,4 vH, auf die Hansestädte die restlichen 3,4 bis 2,6 vH.
Bei den Allgemeinen Deckungsmitteln entfällt ein von Jahr zu Jahr ständig steizender
 und jeweils größter Anteil auf das Reich; gegenüber rd. 36 vH im Vorkriegsjahr be-'rägt
 der Anteil in den Nachkriegsjahren rd. 42 bis 46 vH. Demgegenüber geht der Anteil der
Länder von Jahr zu Jahr zurück, und zwar von rd. 25 vH im Vorkriegsjahr auf rd. 20 vH
(927/28. Die Gemeinden (Gemeindeverbände) waren im Rechnungsjahr 1913/14 mit 35,4 vH
veteiligt, während der Anteil 1925/26 nur noch 32,5 vH ausmachte und 1927/28 auf rd. 31 vH
‘urückging,
„Von besonderem Interesse ist hier die Entwicklung der Anteilsätze der verschiedenen Ge-%etskörperschaften
 an den Steuereinnahmen der öffentlichen Verwaltung. Der Anteil
ües Reichs, das jeweils den größten Teil der Steuereinnahmen beansprucht, stieg‘ von
10,3 vH im Vorkriegsjahr auf 44,7 vH. im Rechnungsjahr 1925/26 und in den folgenden
Rechnungsjahren auf 45,5 vH und 46,9 vH. Die absoluten Steuereinnahmen des Reichs sind
dabei von 1,6 Mrd. 4 im Rechnungsjahr 1913/14 auf 6,4 Mrd. A.A, d. h. auf etwa das Vier-:äche
 im Rechnungsjahr 1927/28 gestiegen. Auf die Gemeinden (Gemeindeverbände) ent-‘allen
 im Vorkriegsjahr rd. 37 vH, in den Nachkriegsjahren rd. 30 bis 31 vH der Steuer-“Mnahmen;
 trotz der Steigerung der absoluten Beträge bei den Steuereinnahmen der
Gemeinden (Gemeindeverbände) von 1,5 Mrd. A im Vorkriegsjahr auf 3,2 bis 4,1 Mrd. AM
N den Nachkriegsjahren ist also ihr Anteil an den Steuereinnahmen nicht unerheblich
“ürückgegangen. Der Anteil der Länder ist von 19,3 vH im Vorkriegsjahr auf 22,7 vH im
Rechnungsjahr 1925/26 gestiegen, in den folgenden Jahren jedoch trotz steigender absoluter
Beträge langsam zurückgegangen.
‚Die Änderungen in der Verteilung des Reinen Finanzbedarfs und der Deckungsmittel auf
die Gebietskörperschaften, die in der Nachkriegszeit im Vergleich zu dem Rechnungsjahre
(913/14 eingetreten sind, blieben auf die finanzwirtschaftliche Struktur der einzelnen Ge-'etskörperschaft
 nicht ohne Einfluß.
Übersicht 5 gibt einen Einblick in diese Zusammenhänge. Es werden hier, um die
Jarheit der textlichen Erläuterung, die sich auf die Hauptmomente beschränken muß,
Nicht zu gefährden, im wesentlichen nur die Verhältuiszahlen der Übersicht berück-Ächtigt
 (die entsprechenden Grundzahlen finden sich in der Übersicht 1 auf S. 104/105).
a der gesamten öffentlichen Verwaltung (Reich, Länder, Gemeinden [Gemeindeverbände]
g Hansestädte) wurden im Rechnungsjahr 1913/14 rd. 25 vH des Reinen Finanzbedaris
ob Spezielle Deckungsmittel und rd. 70 vH durch Steuern und Erträge des Erwerbs-Ren
 Bens gedeckt. Es verblieben etwa 5 vH als Mehrausgaben. Dieses Bild änderte sich im
S Chnungsjahre 1925/26 insofern, als nur noch rd. 20 vH des Reinen Finanzbedarfs durch
rel Deckungsmittel gedeckt werden konnten. Dieser Rückgang wurde vor allem verin
 acht durch den angespannten Kapitalmarkt im Jahre 1925, der eine Schuldaufnahme
der m Maße etwa des Jahres 1913 nicht erlaubte. Obwohl die Einnahmen aus Anleihen USW.
Sesamten öffentlichen Verwaltung vor. 760 Mill. X 1913/14 auf rd. 980 MilL AM im
        <pb n="101" />
        1)

Die Deckungsmittel und der Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im
in vH des

Bezeichnung

Reich | Länder

ohne
18/14 | 1925/26 | 1926/27 [1927/28 | 1915/14] a ä
5 7 8 9

Reiner Finanzbedarf.............
Davon sind gedeckt durch
jpezielle Deckungsmittel
a) Verwaltungseinnahmen .......
7) Einnahmen aus Anleihen,
“ondsentnahmen u. dgl. ......
jpezielle Deckungsmittel insgesamt
[Summe a und B) .............
Mithin
Zuschußbedarf...............0.0.0.
Davon sind gedeckt durch
Allgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen?) 3)
Überschüsse. ..............
Fehlbeträge ..........0..0000
2} Steuereinnahmen. ............
\llgemeine Deckungsmittelinsgesamt
(Summe a und b)............
Mithin
Jnterschied zwischen Zuschußbedarf
 und Allgemeinen Deckungsmitteln?)

‚JehreinnahmenN........0.0.000000000
oder
Tehrausgsaben .....

!
100 | 100 | 100 * 100 | 100 | 100 } 100 ! 100

VIF

2,5
655! 5,0

84! 157° 1521 148

5,9

9) 68

3.1 ! Z.1

85

86 97! 75
a1.4 | —_- 925 | 9528 ı

‚o |

1
25,2! 18,8 | „22,3 | 23,2

1
18! al 77] 768

cCA

3,5

6,3 '

2901| 5,1 | Sn 7,0
7] nal 676 6.1

AA

0,7 ir
38.9 81.0

g8,9 |

a4

a5 2

14,7 | 76.3 | 72.9 | 76.1

'+ = 5 m 1
m] 04 | 490 4! 0,7
1 | |
2) Für alle Rechnungsjahre {nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet. — %) Überschüsse (Mahrein
.Jlgemeinen Deckungsmittele,
Rechnungsjahr 1925/26 gestiegen sind, entsprach doch dieses Verhältnis nicht der Entwicklung
des Reinen Finanzbedarfs, der von rd. 7 Mrd. / 1913/14 auf rd. 14 Mrd. AM 1925/26 gestiegen
var. Aus diesen Gründen erklärt sich die geringere Bedeutung der Anleihen als Spezielles
Deckungsmittel. 1925/26 deckten die Anleihen nur noch 6,7 vH. des Reinen Finanzbedarfs
segenüber 10.6 vH 1913/14.
Auch bei den Allgemeinen Deckungsmitteln treten grundlegende Veränderungen zur Vorxriegszeit
 ein. Die Erträge aus dem Erwerbsvermögen gehen stark zurück, die Rentabilität
ler Betriebe und Unternehmungen hat noch nicht die Vorkriegshöhe erreicht. Das hat zur
7olge, daß 1925/26 nur noch 4 vH des Reinen Finanzbedarfs gegenüber rd. 14 vH im
Rechnungsjahr 1913/14 durch Erträge aus dem Erwerbsvermögen gedeckt werden können.
Jas Sinken dieser Einnahmen zwang die öffentliche Verwaltung zu scharfen Steuererhöhungen
1913/14 = rd. 4 Mrd. A, 1925/26 = rd. 10,5 Mrd. 2. Steuereinnahme), um die Verwaltung
'ebensfähig zu erhalten. 1913/14 wurden rd. 56 vH, 1925/26 dagegen 73 vH des Reinen
*inanzbedarfs durch Steuern gedeckt,
Die Entwicklung in den Jahren 1926/27 und 1927/28 geht dahin, daß die Einnahmen aus
Schuldaufnahme wieder an Bedeutung gewinnen. Auch die Erträge des Erwerbsvermögens
ıehmen in steigendem Maße an der Deckung des Reinen Finanzbedarfs teil.

{il

Deutschen Reich für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/281}
keinen Finanzbedarfs ;
Gemeinden (Gemeindeverbände)
dansestädte
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28
La AT U U

Übersicht 5

| Reich, Länder, Gemeinden
Hansestädte (Gemeindeverbände)
und Hansestädte
913/14| 1925/26] 1026/27 1027/28 | 1918/14 | 1025/26 | 1026/27 | 1027/28
Sa Ur 18 19 20 al

100 | 100

190 | 100

100 | 100 | 100 | 100 1

100 | 100 1 100 | 100

0! 21801 169] 165 22,8 | "241 26] 1881
X F
92 3156] 7a! il sl 100 | 12,7 |
1
a2] 320°] 336 30,0] 3009| 316] 31,51
' |
28 675] 66a | 60,1 | 69,1 | 68,4 68,5

ar! us
10.61 67

11,2

10,8
34

16

LE

5.2

24,8 | 18,9 | 20,8 '
75,7 | 81.1 |

20,2
79,8

4.8

An

in

10.1

8,0 | 17

34

14:8

4,0 !

72
67,91 721
244] n938

54,0 |

Zar

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50.0

AL

73,1

!
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59.4

2021 mi!

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Do

4.0

4.8 05

! ' | 1
'hmen) und Fehlbaträge (Mehrausgaben) sind gegeneinander abreslichen. — 3) Einschließlich der »Sonstigen

x In den einzelnen Gebietskörperschaften entspricht die Entwicklung im wesentlichen der
7%8amtrichtung. Interessant ist, daß bei den Ländern und besonders bei den Gemeinden die
3edeutung der Anleihen usw. im letzten Berichtsjahr größer ist als im Rechnungsjahr
313/14, Damals wurden rd. 16 vH, im Rechnungsjahr 1927/28 jedoch bereits 17 vH des
einen Finanzbedarfs durch Anleihen gedeckt.
Die Entwicklung der Erträge des Erwerbsvermögens ist in den einzelnen Gebietskörperhaften
 nicht einheitlich. Im Reich haben sie fast die Bedeutung der Vorkriegszeit wieder
"Teicht, ebenso in den Gemeinden. Wesentlich anders sieht jedoch das Bild bei den Ländern aus.
„Die Länder deckten im Rechnungsjahr 1913/14 29 vH des Reinen Finanzbedarfs durch
“Tiräge aus dem Erwerbsvermögen. Rund 43 vH dieser Erträge wurden von den Staatseisenahnen
 aufgebracht, die 1925/26 auf das Reich übergegangen waren. Daraus erklärt sich
las völlig veränderte Bild bei den Ländern im Rechnungsjahr 1925/26, wo nur noch 5 vH des
einen Finanzbedarfs durch Erträge aus dem Erwerbsvermögen gedeckt werden.
Diese strukturellen Unterschiede der Deckungsmittel im Vergleich von Gebietskörperhaft
 zu Gebietskörperschaft und vor allem im Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit sind
70N großer Bedeutung für die Beurteilung der Finanzwirtschaft der öffentlichen Verwaltung.
Anhang, Finanzwirtschaftlicher Gesamtüberblick über die Ausgaben des Reichs für die
°chnunssjahre 1913 und 1925 bis 1930.
        <pb n="102" />
        Anhang

— 112 —
Finanzwirtschaftlicher Gesamtüberblick über die Ausgaben
19131) (Haushaltsrechnung) 1925 (Haushaltsrechnung)

ausgeben | Olli Aweben | ler
insgesamt und Vergütungen negesamt und. Vergütungen
in vH in vH
in vH der | in vH der
in der in Keen | in der in EEE
fill. |Gesamt- | Milk | 9ER {nn Zu Gesamt- [Mi Au | EN
Jausgaben | Gehälter ausgaben | Gehälter
U8W. I USW.

Aufyabengebiet

. Die Gesamtausgaben der Hoheitsverwaltungen
 (einschl. der
Steuerüberweisungen an die
uänder) betragen ..........0..
Hiervon gehen an die Länder
1. als Steuerüberweisungen ...
» für Zwecke polizeilichen
Schutzes ..........0...00004
u, 2. zusammen ....
Es verbleiben ....
II. Davon entfallen auf die Kriegsjasten

.. Äußere Kriegslasten (einschl.
Sonderleistungen).......... |
Innere Kriegslasten (außer
Xriegsversorgung) .........
3. Kriegsversorgun$..........
Kriegslasten insgesamt....
Es verbleiben ....
:V.*Davon entfallen
1. auf Finanz- und Steuerver-Walt
 2...000000000000000 4
2. anf Schuldendienst ........
I, u. 2. zusammen ....
Bleibt für die Aufgaben des
Reichs (ohne IIL u. IV.) ... |
7. Davon gibt das Reich aus
L. für die Wehrmacht ........
&amp;gt;. für soziale Zwecke, und zwar:
a) für Zuschüsse zur Sozialversicherung
 .......0....
b) für Erwerbslosenfürsorge. |
n) für sonstige soziale Zwecke
'einschl. Gesundheits-WESEN).
 ...0000000000 00 |
3. für das Wohnungswesen -..
» für wirtschaftliche Zwecke,
und zwar:
a) für Landwirtschaft, Gewerbe
 USW. ..00..000000
0) für Verkehr............
für kulturelle Zwecke...... !
für alle übrigen Verwaltungs-;weige
 (Oberste Reichsorzane,
 auswärtige Angelegenıeiten,
 innere Verwaltung,
Dolizei, Rechtspflege, 1913: '
Zolonien).........0..0.001 690| 2,9
1. bis 6. zusammen .... | 2 Er 54,9
'\ Nach dem Gebietsstand von 1925 (ohne Saargebiet). — 2

378,5 | 100,0 | 359,8 | 100,0 | 7903,9 | 100.0 | 612,6 | 100.0

25825 | 38,7 |

— 187,9 ag 2 —
_ — 770,4 | 351° 02— | —
378.5 | 100.0 | a598| 20001 51235| er9 1 612.6 | 100.0

980.2 18,7 |

52,5 2,6
625 2,6
‚316.0 974

594,3 | 7,5
427,2: 18,0
3101,7| 39,2
90818 | 924m

18,1 2,9
35,3 5,8
53,4 8,7
EEQ OO | af

ı —
3598 | 200.0 |

7811 3,3 |
219,7 | 9,2
297,81! 12,5

2,3 0,6‘
28 06

460,4 | 5,8 | 301,5 49,2
111,6 | 1,4 5,7 1,0
572,0) 7,21 307,2 50,2

2 018,2 | 84,9 | 857,5 99,4 | 14598) 28,5 | 252,0 | 41,1

‚e21,8 | 76,6 | 328,4! 91,31 _ sol j87,3| 30,6

4,2 / 2,3 ]
0,0 0,0

04 3,3 | —
"60,2 2,0 0,9 0,1

|
30] 0,8 2,5 | 0,7 |
34) 0141| — _
71 | 03 0,7 0,2 34,9 0,4 4,5 0,7
26 2,2 1,7 9,5 182,4 2,8 7,5 12
4.1 0,2 1.0 0.3 27,9 9.4 3.4 0,6

|
38,5 | 0,5 4,1 | 0.7
11 031 —

23,2 6,4 | 102,1 13 | 443 7,2
A fr
357,5 99,4 | 14598! 18,5 | 252,0 41,1
Jach der Reichstagsvorlage.

— 118 —
Übersicht 6
jes Reichs für die Rechnungsjahre 1913 und 1925 bis 1930 7”
Ta 7 rereemew En mE wessen rennen ba — EFF NEE
‚926 (Haushalts- {1927 (Haushalts- 1928 (Haushalts- 1929 | a
rechnung) | rechnung) rechnung) (Haushaltsplan) 1930 (Haushaltsplan)”)
Ausgaben a en
Insgesamt und Vergütungen
DT | in vH
in vH der
in der in
Mill. ZM |Gosamt- |Mil. u |PEDOn
ausgaben | Gehälter
USW.

Da-.
 | runter
Ausgaben! Gehälte
nsgesamt! und
' Vergütungen

in Mill. ZA
10
a

Da- Darunter
 runter
\uszaben | Gehälter! Ausgaben | Gehälte:
negesamt! und insgesamt! und
! Vergü- Veorgü-|
 tungen tungen
in Mill, AM
1415

16

10166,8 | 729,7
262051 — | 30118! —
2084| — | 222) —
2828,9 0 ZZ “On
SELL
82536! 6483‘ Agsag | mo97

11 788,3

779,5

11 088,7

795,2

11574,3 | 100,0 | 804,8 | 100,0
3.389,9 | 2383| — | —
195,0 171 —
3584,99 ' 81,0‘ — _
79894 69,0 ° 804.8 | 700.0
x

3412,5

3.286,9
195,0
2 481,°
7 606,8

199,2
3611,7
8176,86

"705

795.2 |

1 23096 |

1 779,2 —

|
2178,55 1 — ‘ 1907,2
497,0 | 16,3, 325,0
1 818,0 459 | 1 743,9
4493,5 | 62,2 72976,1
36831 | 717,3 36307

1882,7 | 16,8

11,6 1,4
47,3 5,9
58,9 7,3
na59 | 927

491,6 ; 15,5 293,5 ] 14,9
1486,0 | 38,0 | 1 616,4 | 42,0
3287,2 | 53,5  13689.1 | 56,0
AB72 53,5 36891 | 56,7
3.066.4 ° 594.8 | 22883.7 | 672,8

17,2 31211 27
46,3 ' 1720,6 14,8
63,5 1 3915,4 | 33,8
317) 40740 352

488,6 ; 315,2 | 567,2 | 364,3
358,4 14,1 552,4 14,7
_847,0 ' "329,3 17 119,6 | 379,0

589,4 | 386,7
630,2 5,8
12196 | 392,5

587,1
514,3
1 101,4

391,7 605,7 5,2
5,9 | 1061,5 9,2
207.6 1 1667,2 ° 14,4

401,6 | 49,9
4,8 0,6
406,4 | 50,5
339,5 | 42,2
245,3 30,5

22194] 265,5] 2144 208,8
704,2 | 193,9 1

2.463,5 | 324,8

2 529,3

334.1 | 2406,8 | 20,8

769,4 | 212,3 |

827,0 | 237,9 | 752,5

222! 06! 68

25,7 | — ]
510,2 ! 1,0
0
60,3 | 4,6 |
169.5 |

346,7 | —
351,0 | 0,5

4166 | u |
571,41 0,0

611,7, — | 9 5,0
629! 001 43511. 88

|

1189 5,2 | 77,4 | 6,1
6941 — 38,1

655 | 6,8 | co,7 | 0,5 | 6,8! 0,9
23,5 — 14,7 | 0,1 — _—

153,3 | 44] 1011 51 1346, 53 1577| 57
200,9 92] 231,1 9,8 ] 232,2 ] 11,6 ] 195,8 | 12,9
28.2 3.2 396 3,8 40,1 43 3741| 45

145,4 | 2,8 5,91 07
223,4 19 | 183,1 1,6
36,6 0,8 4,9 0,6

|
15,9) 2492| 121,9 | 57,1 126,1
a A LT St —
22194 | 265,5 21441 | 293,8 | 24635

1
59,6 124,3 | 620 | 121,4 21 | 65| 79
50 zung! sun ameel mal ame! an

 nanzen und Seas
        <pb n="103" />
        — 114 —

2. Die Ausgaben, die Speziellen Deckungsmittel und der Zuschußbedarf
der einzelnen Gebietskörperschaften in den Rechnungsjahren 1913/14,
1925/26, 1926/27 und 1927/28 nach Aufgabengebieten
Während in dem vorangehenden Abschnitt die gesamte Finanzwirtschaft der öffentlichen
Verwaltung ohne Berücksichtigung der einzelnen Aufgabengebiete untersucht wurde, stellen
die Ausführungen des folgenden Teiles die einzelnen Aufgabengebiete in den Vordergrund,
Da in diesem Rahmen nur die wesentlichsten Momente der Entwicklung gegeben werden
können, behandeln die Untersuchungen vorwiegend den Zuschußbedarf. Es sei daher aus-Jrücklich
 darauf hingewiesen, daß die Haupttabelle auf S.130 ff den gesamten Zahlenstoff in
3rschöpfender Ausgliederung bringt.

a. Der Zuschußbedarf der einzelnen Aufgabengebiete der öffentlichen
Verwaltung in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28
Der Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich (Reich, Länder, Gemeinden
 [Gemeindeverbände] und Hansestädte) beträgt im Rechnungsjahr 1913/14 rd.
5,5 Mrd. X. (Übers. 7). Im Rechnungsjahr 1925/26, dem ersten Jahr der finanzstatistischen Erhebung,
 in dem die Folgen des Krieges und der Inflation voll zur Auswirkung kommen, liegt der
Zuschußbedarf um 6,3 Mrd. AA über der Vorkriegssumme und steigt unaufhaltsam weiter im
Rechnungsjahr 1926/27 um 1,9 Mrd. ZA und im Rechnungsjahr 1927/28 um 1,4 Mrd, AM,
aeträgt also 1927/26 rd. 15 Mrd. AA. Die Steigerung ist neben dem durch die verminderte
Kaufkraft des Geldes bedingten Mehrbedarf der öffentlichen Verwaltung vor allem zurückzuführen
 auf die Kriegslasten und auf die Aufwendungen für umfangreiche Wohlfahrtsmaßnahmen,
 die durch die wirtschaftliche Notlage der Nachkriegszeit erforderlich wurden.
Im Vergleich zu 1913/14 steht 1927/28 einer Minderung des Zuschußbedarfs von 1 Mrd. AM
bei der Wehrmacht eine Steigerung des Zuschußbedarfs allein für jene Aufgabengebiete, die in
Anbetracht der Geringfügigkeit der in der Vorkriegszeit für sie aufgewendeten Beträge als
neue Aufgabengebiete anzusehen sind, in Höhe von insgesamt rd. 5 Mrd. A. gegenüber,
und zwar für Kriegslasten 3,6 Mrd. AA, für Wohnungswesen 1 Mrd. AM und für die Erwerbslosenfürsorge
 0,4 Mrd. AM.
Im einzelnen zeigen die wichtigsten Aufgabengebiete folgende Entwicklung:
Die Kriegslasten waren vor dem Kriege ohne jede Bedeutung. Seit 1925/26 sind sie das
Aufgabengebiet mit dem absolut höchsten Zuschußbedarf, obwohl im Jahre 1925/26 noch
300 Mill AA aus der »Äußeren Anleihe von 1924« als Deckung zur Verfügung stehen. Die
Zunahme geht auf die von Jahr zu Jahr steigenden Zahlungsverpflichtungen in Erfüllung des
Londoner Abkommens zurück. (Vgl. hierzu den besonderen Abschnitt über Kriegslasten S. 251)
Der Zuschußbedarf des gesamten Wohlfahrtswesens zeigt 1925/26 im Vergleich zur
Vorkriegszeit mit rd. 1,5 Mrd. AZ. eine Steigerung um das 3'/,fache. Von dieser Zunahme
entfallen nicht ganz 0,9 Mrd. ZA auf die Wirtschaftliche Fürsorge und etwas über
J,4 Mrd. ZA auf die Erwerbslosenfürsorge. 1926/27 erhöht sich der Zuschußbedarf des
gesamten Wohlfahrtswesens weiter um °/, Mrd. AM, sinkt aber 1927/28 bereits wieder
um 0,3 Mrd. AM,
Diese auffällige Bewegung wird durch die Erwerbslosenfürsorge bestimmt. Ihr Zuschußbedarf
 steigt 1926/27 infolge der außergewöhnlich großen Arbeitslosigkeit mit 459,5 Mill. AM
auf das Doppelte von 1925/26 und fällt 1927/28 um 505 Mill. ZA und somit noch unter die
Höhe von 1925/26. Ursache dieses Rückganges ist die Änderung der gesetzlichen Grundlage
in der Sozialversicherung?), die für die öffentliche Verwaltung eine starke Entlastung bringt.
Ferner ist bei einem Vergleich mit dem Vorjahr zu beachten, daß 1927/28 bei den Gemeinden
(Gemeindeverbänden) im Gegensatz zu den Vorjahren die Aufwendungen für Notstandsarbeiten
 unter den Aufgabengebieten erscheinen, in deren Rahmen sie ausgeführt werden,
und andererseits die Kosten für die seit dem Herbst 1926 eingeführte Krisenfürsorge!) nicht
wie 1926/27 bei der Wirtschaftlichen Fürsorge, sondern bei der Erwerbslosenfürsorge nachyewiesen
 werden.

) Vol. Einzelschrift Nr. 6 8. 425 bis 435.
        <pb n="104" />
        115 —

Die Entwicklung des übrigen Wohlfahrtswesens wird nach dem Kriege im wesentlichen durch
lie Wirtschaftliche Fürsorge bestimmt, weniger durch die Jugendwohlfahrt, das Gesundheitswesen
 und die Leibesübungen. Der Zuschußbedarf der Wirtschaftlichen Fürsorge nimmt
1926/27 gegenüber 1925/26 um 298,4 Mill. 7A zu. Die Steigerung hängt insofern mit der
Arbeitslosigkeit zusammen, als die Wohlfahrtserwerbslosen ') der Allgemeinen Fürsorge, dem
Hauptteil der Wirtschaftlichen Fürsorge, zur Last fallen und ferner bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden)
 die Kosten der Krisenfürsorge, in die die ausgesteuerten Erwerbslosen seit
dem Herbst 1926 überführt werden, 1926/27 der Wirtschaftlichen Fürsorge zugerechnet sind.
1927/28 hält die steigende Tendenz bei der Wirtschaftlichen Fürsorge an, obwohl bei den
Gemeinden (Gemeindeverbänden) der Aufwand für die Krisenfürsorge im Gegensatz zu
1926/27 unter der Erwerbslosenfürsorge erscheint. Es ist aber zu beachten, daß der Verwaltungsaufwand
 der Jugendwohlfahrt, des Gesundheitswesens und der Leibesübungen
1927/28 unter der Wirtschaftlichen Fürsorge aufgeführt ist,
Das Wohnungswesen ist eigentlich erst nach dem Kriege zu einem Aufgabengebiet der
öffentlichen Verwaltung geworden. Sein Zuschußbedarf beträgt 1925/26 °/, Mrd. AM und
steigt in den beiden folgenden Jahren um 104,3 bzw. 132,1 Mill. .Z.A4 bis auf rd. 1 Mrd. RM
für 1927/28. Der Umfang der öffentlichen Betätigung wird bei diesem Aufgabengebiet sehr
beeinflußt durch die Möglichkeit der Anleiheaufnahme sowie durch das Aufkommen aus der
Hauszinssteuer, soweit sie zur Förderung der Bautätigkeit bestimmt ist.
Das Aufgabengebiet Wirtschaft und Verkehr erhöht 1925/26 seinen Zuschußbedarf
Segenüber 1913/14 mit 522,6 Mill. AZ. nicht ganz auf das Doppelte. Es ist dies sowohl durch
die Unterstützung der privaten Wirtschaft seitens der öffentlichen Hand bedingt als auch
durch die Unterhaltung und durch den weiteren Ausbau der Verkehrsanlagen. Der Zu-Schußbedarf
 des Verkehrswesens, das den wesentlichsten Teil der Ausgaben und Einnahmen
dieses Aufgabengebietes beansprucht, sinkt 1926/27 gegenüber 1925/26 infolge höherer Anleiheeinnahmen,
 die das Mehr des Reinen Finanzbedarfs restlos ausgleichen, um 5 Mill. A.
Die erhebliche Zunahme im Jahre 1927/28 erklärt sich unter anderem dadurch, daß im
Gegensatz zu den Vorjahren bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) die Kosten der Not-Standsarbeiten
 (zum großen Teil Wegebau) unter den Aufgabengebieten nachgewiesen sind,
N deren Rahmen sie ausgeführt werden.
Der Zuschußbedarf für den Schuldendienst und die Schuldenverwaltung ist 1925/26
infolge der Inflation um !/, Mrd. A. geringer als 1913/14. In den folgenden Jahren 1926/27
und 1927/28 steigt er anhaltend um 306,1 Mill. A. und 183,4 Mil. AM und überschreitet
damit die Vorkriegshöhe um die Hälfte. Als Ursachen sind die Ablösung der Markanleihen und
die seit der Stabilisierung eingetretene Neuverschuldung zu nennen.
Die Allgemeine Verwaltung und die Finanz- und Steuerverwaltung, die zwecks
Vergleich der einzelnen Berichtsjahre im Zusammenhang betrachtet werden, steigern ihren
Zuschußbedarf 1925/26 gegenüber 1913/14 nicht unerheblich. 1926/27 dagegen ist der Zu-Schußbedarf
 etwa gleich hoch wie 1925/26 und nimmt erst 1927/28 stärker zu. Eine gleiche
Entwicklung finden wir bei dem Bildungswesen und auch — wenn man von der Wehr-Macht
 absiceht — bei der Staats- und Rechtssicherheit. Der Grund liegt darin, daß bei
diesen Aufgabengebieten die persönlichen Ausgaben eine große Bedeutung besitzen und
daß die persönlichen Ausgaben im Rechnungsjahr 1927/28 infolge der Besoldungserhöhung
Vom Oktober 1927 ansteigen.

b. Die Verteilung des Zuschußbedarfs der einzelnen Aufgabengebiete
der öffentlichen Verwaltung auf die Gebietskörperschaften
Die folgende Übersicht über die Aufgliederung des Zuschußbedarfs der öffentlichen Ver-X
 ältung auf die einzelnen Gebietskörperschaften gibt einen Einblick in die tatsächliche Auf-U
 und Lastenverteilung der öffentlichen Wirtschaft. Sie zeigt, in welchem Umfange
hie SAnzelnen Gebietskörperschaften an der Aufgabenerfüllung und an der Deckung der
rbei entstehenden Kosten beteiligt sind.

I

‚Als Wohlfahrtserwerbslose werden die Erwerbslosen bezeichnet, die keine Erwerbslosenunterstützung erhalten, sei es,
® die Voraussetzungen zu deren Bezug nicht erfüllen, sei es, daß sie wegen des Ablaufs der Höchstdauer ausgesteuert sind.
        <pb n="105" />
        bg

Die Entwicklung des Zuschußbedarfs in den einzelnen Aufgabengebieten der öffent
Zuschußbedarf ;
von Reich, Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden)
 und Hansestädten!
insgesamt in Mill. bzw. AM**)
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28
A

Aufgabengebiet .

a =

FE 3 «

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten.
2, Volksvertretung des Reichs
und der Länder...........
? Innere Verwaltung des Reichs
ınd der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Gemeinden
 und Gemeindeverbände
 (ohne Polizei).......
Summe I...
IL. Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei sea 4 RES RRE
2. Rechtspflege ..............
3. Wehrmacht...............
Summe II...
IX. Bildungswesen
1. Schulwesen ...............
2, Wissenschaft und Kunst...
A
Summe IH...

62,7 | 50,7 66,4 | 77,0
6,2 23,0 | 22,3

- 120l+ 15,7
19,27— 32

257,6 | 513,3 501,3 643,2
327,4 | 590,1 590,7 742,8 |

f
+ 257 | 12,0
+ 262,7 + 0,8

99,5 665,1 664,1
52,5 250,1 2786
738,3 | 624,6 672,1
20904 | 1589,8| 16148

{
46,2 ı + 465,6 1— 1,0
341,7 | + 97,6'+ 28,5
737,8 |— 1.113,71 + 475
18257 | — 550,6 4 75,0

328,1 1 645,4 ]
18,1 | 287,3
78,7 | 147,3
i124,9 | 2079,9

715,3 | 19635 | + 717,3 + 69,9
310,1 371,7 | + 169,2 |+ 22,8
141,9 | 152,4 | + 686 — 54
21673 | 24875 [+ 955011 74

IV. Wohlfahrtswesen
i. Wirtschaftliche Fürsorge ...
2. Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen
 u. Leibesübungen
3. Erwerbslosenfürsorge (einschließt.
 Arheitsvermittlung)
Summe IV ..
V. Wohnungswesen .............
VI. Wirtschaft und Verkehr
1. Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
und Handel ‚.....0.0....004
2. Verkehrswesen (Straßen,
Wege, Wasserstraßen, Verkehrsförderung)
 ...........
Summe VI...
VIL Anstalten und Einrichtungen
verschiedener Art............
/IIX. Finanz- und Steuerverwaltung . .
[X. Schuldendienst und Sehuldenverwaltung
 0000er
XA. Kolonien. ................00.
X. Sonstige Ausgaben und Ein-1

XI. KriegslasteB ...........0......
Summ Ibis XI...

234,9 | 1403,2 ! 1566,0 14 869,9 4 298,4
183,4 |] 372,3 | 388,6 | 410,3‘ 188,9 + 11,8
23| 426,0.) 89,5 | 30514 4337 + 459,5
20,5 ° 198,2 / 2682,38 | 2 366,8 | +1492,7 + 769,1
4 | 756,8 | 861.1 ] 998,2 ' © 755.4 + 1048

11048

100,6 | 256,0
169,5 836,6 |
570,0 | 1092,68 !

203.9 |

288.3

- 1554: + 499

831,7 979,8 = 367,1  — 49
1137,6 | 126811. 5226 | + 45,0

204,1 |
217,4 |

2414| 248,8 | 292,8 | + 8713 + 74
592,6 | 636,1 | 651,8 [+ 375,2 + 483,5
193,4 | 499,5 682,9 | 76,3 + 30641
. ' . 328. .

169,7
228

62,4 | 410,6 | 15,9 10,9 ı 5,8
41,3 877 | 31786,1 | 36642 | 1 26764 + 458,4
ME NE
5 437,3 | 1} 728,3 | 13 630,3 | 14 985,8 | + 6 291,0 | + 1 902,0
X 1
*) Beachte die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S. 130 1f. — **) Abweichungen in den Summen durch

Übersicht 7
lichen Verwaltung für die Rechnungsjahre 1918/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28*)
Veränderung des Zuschußbedaris

117 —

Aufgabengebiet

AA
1927/98 | 1927/28 1925/26 1926/27 | 1927/28 | 1927/28
zegenüber | gegenüber gegenüber | gegenüber | gegenüber | gegenüber
1926/27 K 1925/26 1 1918/14 BL 1926/27 1925/26
12

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten
2, Volksvertretung des Reichs
und der Länder
3. Innere Verwaltung des Reichs
und der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Gemeinden
 und Gemeindeverhände
 (ohne Polizei)
Summe I
Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei
2, Rechtspflege
3. Wehrmacht
Summe II
III. Bildungswesen
1. Schulwesen
2. Wissenschaft und Kunst
3. Kirche
umme JH
IV. Wohlfahriswesen
1. Wirtschaftliche Fürsorge
2. Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen
 u. Leibesübungen
3. Erwerbslosenfürsorge (einschließl.
 Arheitsvermittlung)
Summe IV
V. Wohnungswesen
7I. Wirtschaft und Verkehr
1. Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
und Handel
2. Verkehrswesen (Straßen,
Wege, Wasserstraßen, Verkehrsförderung)

Summe VI

- 1061+ 26,31
391.

19,1

+ 8310| + 18,01

+ 61,9 -
14,9 |

2743

1221

3,0 |

F

141,9 [+ 129,9 1 99,8 1 — 2 + 2831 + 95,3
{51,9 + 152514 2802| + 0414| + 257 | + 258

821 |+ 81,1 |+- 233,4
63,1 [+ 91,6 |+ 64,0
65,7 | + 113,2 J— 64,2
210.9 | + 285,9 }— 26,8

— 02
+ 11,4
+ 7,61
+ 49|

+ 12,4 | + 12,2
+ 22,6 | + 36,6
+ 98) + 181
+ 1,1 + 186

- 248,2 | + 318,1 |+ 778 |
&amp;gt; 616|+ 844 |+ 148,8
5 105|+ S1 + 87,2'
320,2 | + 407,6 '+ 84,9
- 162,8 | + 461,2 (+ 370,38
26,7 + 38,0 1+ 108,0
505,0 |— 45,5 [4 18856,5 ' + ee — 5608| — 10,4
315,5 | + 453,8 |+ 355,0 | + 40,2 | — 11,8 | + 287
832114 286414 5295711 © 4138| + 1538| 4 312

+ 421 + 14,5 | + 19,8
+ 7,91 + 19,9| + 29,4
— 87 + 7,4) + 3,5
+ £2| + 1248| + 29,6

761 8393 1m

154.5

+ 19,5 |

RI + 12,6

- 148,1 * 143,2 | 78,21 — a + 178 | + 17,1
- 18051. 1755 |+ 9471 + 41 + 2115| + 16,7

|
“ 435|4+ 50,9 ]4+ 1283| + 8,42| + 27,5| + 211
15,5 [+ 59,0 |+ 272,6 | + 7,3 | + 24| + 120,0
183,4 | + 489,5 - 58,8 |* + 168,8 + 36,7 | + 283,1
, 0,3 + 50,0 / — 314 + 28
‚488,1 |-+ 946,5 |4+ 64804 | + 16,9 | + 154 | + 34,8
NEE u RE
. 1355,5 | + 3.257,5 + 115,7 | + 16,2 | + 9,9 | + 27,8
\brundung (Aufrundung) der Zahlen,

VII Anstalten und Einrichtungen
verschiedener Art
7I11. Finanz- und Steuerverwaltung
IX. Schuldendienst und Schuldenverwaltung

&amp;lt;A. Kolonien
X. Sonstige Ausgaben und Einnahmen

XI. Kriegslasten
Summe I bis XI
        <pb n="106" />
        — 118 —
Die Verteilung des Zuschußbedarfs der einzelnen Aufgabengebiete der öffentlichen Verwaltung
in

Aufgabengebiet

Länder
. ohne
913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 102728 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
LE ALL
8 S

I. Allgemeine Verwaltung
L. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten.
N. Volksvertretung des Reichs
und der Länder...........
Innere Verwaltung des Reichs
ınd der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Ge-:
meinden und Gemeindeverbände
 (ohne Polizeil).......
Summe I...
.I. Staats- und Rechtssicherheit
1. POlZEL ses
2, Rechtspflege .............. |
3 Wehrmacht...............
Summe II... |
.[I. Bildungswesen
1. Schulwesen ....0....0....0. |
2. Wissenschaft und Kunst...
3, Kirche eeseeeeeeree
Summe IM... !
:V. Wohlfahrtswesen
.. Wirtschaftliche Fürsorge ...
}, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen
 u. Leibesübungen
\. Erwerbslosenfürsorge (einıchließl,
 Arbeitsvermittlung)
Summe IV...
/. Wohnungswesen .............
“ Wirtschaft und Verkehr
Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
ınd Handel ..............|
Verkehrswesen (Straßen,
Vege, Wasserstraßen, Verrehrsförderung)
 ...........
Summe VI...
“II. Anstalten und Einrichtungen '
verschiedener Art............
7IIL Finanz- und Steuerverwaltung . . |
X. Schuldendienst und Schulden-!
Verwaltung ..................
X A. Kolonie sec
X. Sonstige Ausgaben und Ein-HahMel
 see
XI. Kriegslasten ...........0....0.
Summe 1—XI...

5] 78,9] 842] 836 /
{
38,1 | 49,7] 486 | 40,2

zo4l 1271 o3l 94
5831 4n0l 488! 33

28 | 19
13,7 | 11,6 |
29,21 32,2) 27,7 |
1,2 191 15 1,6
00 100 "00 100
88,3 | 58351 551) 52,0!

| a zz 27,0
nr) 27,3 28,1 25,9

14,2 / 40,1 |
5,2 939
az] _

36,2 | 40,5
93,21 93,2
8310| 340

0,3 0,3 0,2
7,6 6,6 7,9 |
0,8 | 1,4 "3,77
A
13! 1,3 16)
25,5 23,5 | 28,3 5,2 73 2
42) 39 18 20,9 | 18,8 | 18,3
1,2' 35,6 | 48,8| 74,81 165‘ 35,9| 27,9 8,9
‚3,2 | 28,7 | 29,2 | 81,7 | 12,1 | 15,2 15,8 9,4
26! 59 40l 218] 275 276

13,0 | 42,8 | 28,2 |
0,3 | 18,9 | 16,3 | 18,4 | 16,9 11,4 | 11,5 11,2
Vf a ER SET EN | MB | HS,
8,5! 17,5| 28,4 | 20,6 | 26,5| 25,0] 200! 19.6

35,9 | 69,1 69,6
46,4 | ö14 70,5
100

79,5 | 40,0 | 9,8
793| 3271 132

8,5 ) 78

98! 10%

100 100 100
59,9 41.0 24,5 |

AA
| 23,5 | 2} 21.1

20.4

Übersicht 8
auf die Gebietskörperschaften für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28*)
‚X
A
5emeinden(Gemeindeverbände)|
Tansestädte
1918/14 | 1025/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1926/26 | 1026/27 | 1927/28
10 m ——“ aß KW T6 N m

Aufgabengebiet

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten
2, Volksvertretung des Reichs
und der Länder
Innere Verwaltung des Reichs
and der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Gemeinden
 und Gemeindeverbände
 (ohne Polizei}

44

84| 651 7z0
131 206! 6,5

‚5

| 69,6 !- 66,7 {
52,7 | 605 | 6,6 |

70,2 |
60,8 !

21

u,9° 0,8
18! 16

9,9
1,7

jumme I
[I. Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei
2. Rechtspflege
3. Wehrmacht
Aumme XI
IHN. Bildungswesen
1. Schulwesen
2. Wissenschaft und Kunst
3. Kirche
umme III
IV. Wohlfahrtswesen
1. Wirtschaftliche Fürsorge
2. Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen
 u. Leibesübungen
3. Erwerbslosenfürsorge‘ (einschließl.
 Arbeitsvermittlung)
Summe IV
V. Wohnungswesen
7I. Wirtschaft und Verkehr
1. Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
und Handel
}. Verkehrswesen (Straßen,
Wege, Wasserstraßen, Verkehrsförderung)

summe VI
VIL Anstalten und Einrichtungen
verschiedener Art
VIIL Finanz- und Steuerverwaltung
IX. Schuldendienst und Schuldenverwaltung

X A. Kolonien
X. Sonstige Ausgaben und Einnahmen

XI. Kriegslasten
iymme I—XT

48,6 | 26,5 | 27,9
2 1451 1151 1141

72 | 42. 37
3,6 42) 53
09] 25 24

3,E
5,
22€

51,7 | 44,33 | 45,0 | 45,0 35 | 35 3,8
23,1 | 27.1 27,4 26,2 | 48 4,7 4,5
12,2 6,9 8,6 8,5 0,3 | 0,1 : 0,0 |
541 308 401! 4001 34 3834| 36|
391 36'
8,2 7,8
1,3 24| 1,0 1,1
A a,
5,8 4,1 | 8,4 8,7
6.1 5,2 6,2

6.1

1739

7

{*

67,9 | 05,4
30.7 | 53.9 '

| 67,0
58,2 | 56,9

4,9
42

43
24

2,1
20

80 wo |
20.5! 206! 11,6

7,9
&amp;gt;41}

1,
F41

3,3
2

2x

1

07

25,6! 164 | wg; |

10.9

”

2» ©

A F

=
5832| 334 | 319° ars

3,4

&amp;gt;77

VL

‘1 Beachte die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S. 130 ff.
        <pb n="107" />
        — 120 —
Die Verteilung des Zuschußbedarfs der einzelnen Gebietskörperschaften auf die Auf
in

Aufgabengebiet

Paich

Länder

ohne

‚913/14 | 1925/26 | 1926/27 1997/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1920/27 | 1927/28
| 3 - a EEE

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten. |
2. Volksvertretung des Reichs
und der Länder...........
3. Innere Verwaltung des Reichs
and der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Gemeinden
 und Gemeindeverände
 (ohne Polizei).......
Summe I...
I Staats- und Rechtssicherheit
1. Polizei e.0000000 0er ren
2. Rechtspflege ..............
3. Wehrmacht. ...........0.0.
Summe II... I

0,8

0,8

19

0,9

3.4 |

07

3,2

0,2

31

12

no

11

9,3 |

AR

4

0.4

0,1 } 2) SS 0 05) 52| 5,21 57
08° 18! 13 1,2 | 10,2 59: 581 63

0,1
30,1
80,2

401 35
0,1 0,1
13,0 1 11,1 |
17,1 14,7

3,0
0,1
10,8
13,9 ]

6,9 ] 9,8 | 8,4| 99
11,3 8,6 9,0! 10,4
18,2 |

184! 174! 208

II. Bildungswesen
L. Schulwesen .......0.......0. |
2, Wissenschaft und Kunst...
3, KONG rar EN RREEREN
Summe III... *

0,0
0,1 |

0,1 0,1 0,0
0,5 ] 0,3 0,4
0,0 0,1 1
0,5 0,5 |
8,5
72

25,2
6,4
54 |
37,0 |

31,3 | 30,5 | 32,7
63] 67: 76
5,0| 44 4,3
DL m 2
426 | 4686| 448

0,1) 0,6

‚V. Wohlfahriswesen
ı. Wirtschaftliche Fürsorge ... |
2. Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen,
 u. Leibesübungen '
3. Erwerbslosenfürsorge (einschließl.
 Arbeitsvermittlung)
Summe IV...
V. Wohnungswesen .............
I. Wirtschaft und Verkehr
L, Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
and Handel ..............
Verkehrswesen (Straßen,
Wege, Wasserstraßen, Verzehrsförderung)
 ...........
Summe VI... !
VIL Anstalten und Einrichtungen
verschiedener Art............ |
7JXL. Finanz- und Steuerverwaltung . . |
1X. Schuldendienst und Schulden-Verwaltung
 essen
X. A. Kolonien 20.000
X. Sonstige Ausgaben und Ein-HE

XI. Kriegslasten................. ]
Summe 1—XI1... |
Zuschußbedarf insgesamt in Mill. M'

25

361 3,7
25° 25
3,2 7,2 | 43) 901 57] 87 1,1
9,4 12,9 | 11,0 4,0 | 10,6 3 14,8 7,8
0,4 0,8 | 0,8 00| 88) 8,2 9,0

xt

2,0 1
„5
1

0)

n

E&amp;amp;

1.2

43
13

2 2,6 52 3,5
4,4 | 3,8 | 11,8 10,0

3,3
79

6
5,

„5

3

'8

„d

21

10,1
{5

2

5,8

ta

12.0

u *

— 29 | — 0,2 - . — 0,0 | 0,7
1,9 | 566| 52,8| 53,5
100 100 100 100

0,8

Va

100 100 | 100 100
!
170,4 | 4 805,6 6 068,1 | 6 850,6 | 1279,8 2 7832,7 | 2870,6 | 3 060,3

*) Beachte die Anmerkungen zu Übersicht

!
14 (Hauptübersicht) S. 130ff.

121 — Übersicht 9
yabengebiete für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28*)
vH
3emeinden(Gemeindeverbände)|
Te —— Hansestädte
Hansestädte
1918/14 | aha 1926/27 / 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 1926/27 |] 1927/2%
OO! a3 15 16 a7

141 1,3 14]
021 02) 021 08

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane und
auswärtige Angelegenheiten
2, Volksvertretung des Reichs
und der Länder
3. Innere Verwaltung des Reichs
und der Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung der Ge
meinden und Gemeindever
bände (ohne Polizei)

2,1 ; 14 |- MM
3,8 8,0 2,7 8,1 | summe 1
II. Staats- und Rechtssicherheit
7,8 | 8,8 | 21] 73 1. Polizei
30! a3] 42] 4 2. Rechtspflege
nn ARD Dee 3, Wehrmacht
a} 10,8 | ir 11,3 | 11,9 Summe II
' III. Büdungswesen
7,71 18,9 | 1178| 2184| 185) 192 1. Schulwesen
2,0 2,1 3,1 4,3 4,0 | 32) 2, Wissenschaft und Kunst
03) 02, 01 0,1 0,0 | 0,0 3. Kirche
20,0 | 21,2 | 0 22,8 | 22,5! 22,4 Summe IN
1V. Wohlfahriswesen
21,2! 20,5 | 1. Wirtschaftliche Fürsorge
2. Jugendwohlfahrt, Gesund-1!
 61 | heitswesen u. Leibesübungen
ı 3. Erwerbslosenfürsorge (ein-4,6
 | 1,3 0,0 3,3 2,6 1,1 schließl. Arbeitsvermittlung)
En ET Da a
31,9 27,9 | 132 25,1 | 26,7 22,4 Summe IV
12,2 | 18,2 0,0 14,8 | 12,9 15,6 V, Wohnungswesen
VI. Wirtschaft und Verkehr
1. Förderung von Landwirtschaft,
 Gewerbe, Industrie
und Handel
2, Verkehrswesen (Straßen,
Wege, Wasserstraßen, Ver-17,7
 141° 13,0 | 140 | 126 | 11,5] 10,5 | u} kehrsförderung)
19,2 15,2 | 18,0 | 15,4 el 12,5 | 11,2 2,3 | Summe VI
| VIL Anstalten und Einrichtungen
10,4 5,8 | 5,2 5,7 8,8 | 5,8 8 6,7 6,2 verschiedener Art
26! 384 8,1 1,6 2,5 2,0 2,8 1.7 | van. Finanz- und Steuerverwaltung
| 1%. Sehuldendienst und Schuldenverwaltung

‘X. A. Kolonien .
1 X. Sonstige Ausgaben und Einnahmen

XI. Kriegslasten
Summe I—XI
Zuschußbedarf insgesamt in Müll...
1 bzw. AM

nn
100 | 100 ] 100 ! 100 | 100 | 100 | 1200
L 803.9 une | 4346, | 46821 | 183,3 |. 314,3 | 345.4 | 392,
        <pb n="108" />
        — 122 —
Die Verteilung des Zuschußbedarfs der gesamten öffentlichen Verwaltung auf die einzelnen
 Gebietskörperschaften zeigt die unverkennbare Tendenz einer steten Erweiterung der
Aufgabengebiete des Reichs. Von rd. 40 vH in der Vorkriegszeit ist der Reichsanteil am
Gesamtzuschußbedarf in den Nachkriegsjahren auf rd. 46 vH gestiegen bei gleichzeitigem
Sinken der Anteile der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte.
Die Beteiligung der einzelnen Gebietskörperschaften an dem Zuschußbedarf der Allyemeinen
 Verwaltung hat sich in den Berichtsjahren nur unwesentlich verändert. Die
stärkere Beteiligung des Reichs am Zuschußbedarf in den Nachkriegsjahren ist vorwiegend
auf den weiteren Ausbau der Auslandsvertretungen zurückzuführen. Der Rückgang bei den
Ländern hängt mit dem Fortfall der Ausgaben für die ehemaligen Landesherren zusammen.
Auf dem Gebiete des Polizeiwesens hatten vor dem Kriege die Länder und die Gemeinden
(Gemeindeverbände) ziemlich gleichgroße Anteile am Zuschußbedarf. Das Jahr 1925/26 belastete
 das Reich mit rd. 30 vH, die Länder mit rd. 40 vH und die Gemeinden (Gemeindeverbände)
 mit rd. 27 vH. Diese Anteilsätze haben sich in den folgenden Jahren nur unwesentlich
 verändert. Die bedeutenden Abweichungen in der Nachkriegszeit gegenüber dem
Rechnungsjahr 1913/14 sind durch eine weitgehende Verstaatlichung der örtlichen Sicherheitspolizei
 verursacht, an deren Kostentragung sich das Reich nicht unerheblich beteiligt.
(s. auch Einzelschrift Nr. 6, S. 367 ff).
Beim Schulwesen lassen die starken Veränderungen in den Anteilsätzen der Länder
und Gemeinden (Gemeindeverbände) am Zuschußbedarf sehr deutlich eine veränderte Beteiligung
 dieser Gebietskörperschaften an der Kostentragung erkennen. Während die Gemeinden
 im Jahre 1913/14 mit rd. 62 vH des Zuschußbedarfs belastet waren, haben sie
in der Nachkriegszeit nur rd. 45 vH. aufzubringen. Demgegenüber ist der Anteil der Länder
von 35 vH auf rd. 52 vH gestiegen,
Das Wohlfahrtswesen hat nach dem Kriege eine grundlegende Neugestaltung erfahren.
Krieg und Inflation stellten die öffentliche Verwaltung vor Aufgaben, die mit denen der
Vorkriegszeit kaum zu vergleichen sind.
Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben in der Nachkriegszeit den größten Anteil
am Zuschußbedarf. Mit rund einem Drittel ist das Reich vorwiegend durch die
immer stärkere Beteiligung an den Kosten der KErwerbslosenfürsorge belastet. Der Anteil
der. Länder ist nur gering und geht im Jahre 1927/28 nach Inkrafttreten des Arbeitslosenversicherungsgesetzes
 erheblich zurück.
Dem Wohnungswesen kommt eine größere Bedeutung erstmalig im Jahre 1925/26 zu.
Der Anteil der Gemeinden (Gemeindeverbände) am Zuschußbedarf ist entsprechend ihrer
starken Beteiligung an der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) steuer weitaus der größte und
zeigt eine stete weitere Zunahme. Der Anteil der Länder ist mit 27,5 vH in den Rechnungsjahren
 1926/27 und 1927/28 nahezu gleichgeblieben,
Das Aufgabengebiet Wirtschaft und Verkehr hat hinsichtlich der Beteiligung der
zinzelnen Gebietskörperschaften in der Nachkriegszeit gegenüber 1913/14 nur geringere
Änderungen erfahren. Durch den Übergang der Verwaltung der Wasserstraßen auf das
Reich wurde der Anteil des Reichs am Zuschußbedarf erhöht, die Anteile der Länder und
der Hansestädte verringert; die Gemeinden und Gemeindeverbände haben mit 61 vH vor
dem Kriege und rund 55 vH nach dem Kriege den größten Anteil am Zuschußbedarf behalten.
Der Anteil der Länder am Zuschußbedarf der Finanz- und Steuerverwaltung hat
sich in den Nachkriegsjahren durch die Schaffung der Reichsfinanzverwaltung erheblich
verändert. Von rd. 40 vH des Zuschußbedarfs im Jahre 1913/14 ist der Anteil der Länder
auf rd. 9 vH im Jahre 1925/26 zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum hat das Reich seinen
Anteil nahezu verdoppelt und in der Folgezeit ungefähr auf gleicher Höhe gehalten.

c. Die Verteilung des Gesamtzuschußbedarfs der einzelnen Gebietskörperschaften
 auf die Aufgabengebiete
Im vorangegangenen Abschnitt wurde gezeigt, in welchem Umfange die einzelnen Gebietskörperschaften
 an der Erfüllung der der öffentlichen Verwaltung gestellten Aufgaben
beteiligt sind und in welchem Maße sie zur Deckung der in Durchführung dieser Aufgaben
erwachsenden Unkosten beizutragen haben. Im folgenden Abschnitt soll ein Einblick in die
        <pb n="109" />
        123 —

Bedeutung, die den einzelnen Aufgabengebieten im Rahmen des Gesamthaushalts der verschiedenen
 Gebietskörperschaften zukommt, vermittelt werden. Die vorstehende Übersicht
 9, die die Anteilsätze des Zuschußbedarfs der einzelnen Verwaltungszweige bei den verschiedenen
 Gebietskörperschaften an dem jeweiligen Gesamtzuschußbedarf enthält, läßt
die Unterschiede in der Bedeutung der einzelnen Verwaltungszweige in den verschiedenen
Gebietskörperschaften und im Vergleich der Vorkriegs- mit der Nachkriegszeit erkennen.
Als Anhaltspunkt für das jeweils verschiedene Gewicht der einzelnen Anteilsätze sind in der
letzten Zeile die absoluten Beträge des Gesamtzuschußbedarfs in Mill. X bzw. RAM angeführt
 worden. (Die jedem einzelnen Anteilsatz entsprechende absolute Zahl kann aus
ler Hauptübersicht (Übersicht 14) entnommen werden).
Beim Reich beherrschte im Rechnungsjahr 1913/14 der Aufwand für Heer und Marine
ast den gesamten Haushalt; er erforderte mit rd. 1,7 Mrd. X 80 vH des gesamten Zuschußbedarfs
 des Reichs. In der Nachkriegszeit ist hier eine grundlegende Wandlung eingetreten.
 Die Aufwendungen für die Kriegslasten sind stark in den Vordergrund getreten
and beanspruchen mit einem Zuschußbedarf von 2,7 bis 3,7 Mrd. AM mehr als die Hälfte
des gegenüber dem Vorkriegsjahr stark gestiegenen Gesamtzuschußbedarfs; in größerem
Abstande erst folgen die Anteile der Aufwendungen für Wehrmacht und für das in seiner
Bedeutung für den Reichshaushalt gegenüber dem Rechnungsjahr 1913/14 stark gestiegene
Wohlfahrtswesen. Eine größere Bedeutung hat in den Nachkriegsjahren als Folge der Erzvergerschen
 Finanz- und Steuerreform auch die Finanz- und Steuerverwaltung im Rahmen
des Reichshaushalts gewonnen.
Bei den Ländern weisen die Anteilsätze der einzelnen Verwaltungszweige am Gesamt-Zuschußbedarf
 in der Vor- und Nachkriegszeit eine bemerkenswerte Einheitlichkeit auf.
In allen Berichtsjahren steht das Bildungswesen bei einer Steigerung seines Zuschußbedarfs
von 0,5 Mrd..X/ im Rechnungsjahr 1918/14 bis auf 1,4 Mrd. AA im Rechnungsjahr 1927/28
nit einem Anteiksatz von 37,0 vH bis 44,6 vH an erster Stelle. Ihm reihen sich in größerem
Abstande die Aufgabengebiete Staats- und Rechtssicherheit sowie Wirtschaft und Verkehr
an, Das Wohlfahrtswesen, das im Rechnungsjahr 1913/14 von geringer Bedeutung war,
1at in der Nachkriegszeit seinen Anteil am Gesamtzuschußbedarf erheblich gesteigert. Das
70r dem Kriege bedeutungslose Wohnungswesen beansprucht in den Nachkriegsjahren mit
'd. 9 vH einen nicht unbedeutenden Teil des gesamten Zuschußbedarfs, Der Anteil des
Verwaltungszweiges Wirtschaft und Verkehr ist im Vergleich zum Vorkriegsiahr trotz Steige-"ung
 der absoluten Beträge etwas zurückgegangen.
Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) ist in den Nachkriegsjahren gegenüber
dem Rechnungsjahr 1913/14 eine erhebliche Verschiebung in der Bedeutung der einzelnen
Aufgabengebiete eingetreten. In der Vorkriegszeit hatte das Bildungswesen im Gemeindehaushalt
 die größte finanzielle Bedeutung; mit einem Zuschußbedarf von 0,6 Mrd. „X oder
:d, 34 vH des Gesamtzuschußbedarfs stand es an der Spitze der Aufgabengebiete, Ihm folg-N
 in einigem Abstande die Verwaltungszweige Wirtschaft und Verkehr, Wohlfahrtswesen
nd Anstalten und Einrichtungen. Die Anteilsätze der genannten Aufgabengebiete in den
Nachkriegsjahren zeigen als wesentlichstes Moment die Umschichtung in der Bedeutung
von Bildungswesen und Wohlfahrtswesen für den Gemeindehaushalt. Das Bildungswesen
ist zurückgetreten hinter das Wohlfahrtswesen, das im Gemeindehaushalt der Nachkriegs-Jahre
 das bedeutendste Aufgabengebiet darstellt und mit 1,1 bis 1,4 Mrd. A. rd. 28 vH
is 32 vH des Gesamtzuschußbedarfs beansprucht. Daneben tritt nächst den Verwaltungs-“Weigen
 Bildungswesen und Wirtschaft und Verkehr das Wohnungswesen als eines der den
Gemeinden in der Nachkriegszeit erwachsenen neuen Aufgabengebiete anteilmäßig hervor.
Gegenüber dem vollständig bedeutungslosen Anteil von 0,1 vH des Gesamtzuschußbedarfs
ir Vorkriegsjahr beansprucht das Wohnungswesen in den Nachkriegsjahren mit 0,5 bis
6 Mrd. A. rd. 12 bis 13 vH des Gesamtzuschußbedarfs.
| Auch bei den Hansestädten hat das Wohlfahrtswesen anteilmäßig das Bildungswesen
N Seiner Stellung verdrängt und beansprucht in den Nachkriegsjahren einen etwas grö-“ren
 Teil des Zuschußbedarfs als das Bildungswesen. Mit weiteren nicht unbedeutenden
Anteilen am (Gesamtzuschußbedarf folgen in den Nachkriegsjahren die Aufgabengebiete
Ohnungswesen, Staats- und Rechtssicherheit und Wirtschaft und Verkehr.
        <pb n="110" />
        Übersicht 10 — 124 —
Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung in den einzelnen Aufgabengebieten
für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1927/28 *)
a— BRechnungsiahr 1927/28, b— Rechnungsiahr 1913/14

Aufgabengebiet

Ausgaben?)
in Mill
bzw. AM?)

I. Allgemeine Verwaltung
1. Oberste Staatsorgane
 und auswärtige .
Angelegenheiten... | b
Volksvertretung des
Reichs und der,
Länder. ..........42

835 ı
64,1 |

22,7
1

2

innere Verwaltung
des Reichs und der
Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung
der Gemeinden und
Gemeindeverbände ı,
‘ohne Polizei) .... ‚S

808,7
240.2

Summe I { N

914,8
415

II. Staats- und Rechtssicherheit
 ;
Bat a
1. Polizei.........../?
2. Rechtspflege. .... N
3. Wehrmacht...... LS

808,7
217,9
656,8
341,7
768,0
(819.1

Summe II 5
IIJ. Bildungswesen
1. Schulwesen ...... f
2. Wissenschaft und
Kunst. ......0... 31
3, Kirche ...........5

2 233,5
2 378,7

2 233,1
1 146.2

498,0
166,4
154,3
97

&amp;amp; T
Summe II ® |

2 885,5
1 392.4

IV. Wohlfahrtswesen
Li. Wirtschaftliche
Fürsorge Va
Jugendwohlfahrt,
Gesundheitswesen
u. Leibesübungen, RE
Erwerbslosenfürsorge
 (einschl. Arheitsvermittlung).
 . { T

1 765,9
302.1

864,6
23898

526,0
DD
&amp;amp; 3 156,5
Summe IV ® |

Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf
Zuschüsse , Fondsund
 Unter- |! bildung,
stützungen, | Gewährung
insbes, v.Darlehen;
wirt- | Neubauten,
3chaftlicher ‚ Grundstücksund
 | ankäufe
ıozialer Art, wie sonst
Beiträge Ausgaben
an Zweck- außergeverbände
 xöhnl. Art

Persönliche Sächliche
Ausgaben Ausgaben
(ausschl. . (einschl.
Arbeiter- ' Arbeiterlöhne}
 löhne}

56,8 ' 36,2
27,8 | 11,6

Sl
0,1

3,03
1.0

0,6
59,5

18,8 | 78,2 | 0,0
934 672 -

3,0
95

0,0
N.1

67,1 |
58,6
65,0 |! 26,1.
58,2 22,9

23,6
241

6,0 | 2,9
79 70
0,6 5,7 | 2,8
20 | 6,9 | 15,0

|

78,7 1E7
78,6 15,5
70,9 25,1
67,4 28,1
35,8 55,4
24% | A410

0,7
2,7
2,0
0,0
0,2
61,7 32,8 | 0,8 4,7
354 * 36.8 04 27.3

0,0
0,5
0,0
0,1

0,0
l 0,1

65,4
57,4
42,2
36,3
1,3
23

|

11,5
10.4

15,7
13.8

0,8
7,0
13,1 | 0,7
23,4 2,8
1,3 | 0,2
110 1,1
7,4 0,7
12,2 | 8,1

32,2
32,5
15
1,9
14,6
125

11,8
5,0
95,7
93,6
19,8
174

58,0
518 |

8,7
78 |

23,3
31,5

65,3
532

2,5
45

0,4
2,9

26,2
178 |

44,0
45,3

10,4
RR

16,9
21.2

2,5
| 9,9

52,2 0,0
25,5 3,0
12,1 25,8 | 48,1 | 13,8 i 0,9
| 18,4 39,2 26,5 14.1 | 8.8

*), 1; und %) Anmerkungen siehe nächste Seite.
        <pb n="111" />
        125 —
Noch: Übersicht 10
Noch: Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung in den
einzelnen Aufgabengebieten für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1927/28
Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf

Aufgabengebiet

V. Wohnungswesen .... X
VI. Wirtschaft und Verkehr
1. Förderung v. Landwirtschaft,
 Gewerbe, a
Industrie u, Handels h

Verkehrswesen
(Straßen, Wege,
Wasserstraßen, Ver- N
rehrsförderung) .. BC

Summe VI 4 %

VIL Anstalten und Einrichtungen
 verschiedener
Alt en

(a
ıb

VIIL. Finanz- und Steuer- a
verwaltung. ........ dB
IX. Schuldendienst und a
Schuldenverwaltung . an

X. A. Kolonien ..... uf
X. Sonstige Ausgaben und a
Einnahmen . sw a
XL Kriegslasten........ Se
a
Summe I-—XI Gi .

Ausgaben!)
in Mill. 4
bzw. RM?)

2

1 628,7
313

444,1
164.8

1.708,5
855,7
2 152,8
10205

686,6
4205

117,4
247.7

711,7
478.8

33,1
37,8
2,7
3 685,9
62,5
18 811,0
7 184,7

Persönliche | Sächliche
Ausgaben Ausgaben
(ausschl. (einschl.
Arbeiter- Arbeiterlöhne)
 ! öhne)

Zuschüsse | Fondsund
 Unter- bildung,
stützungen, | Gewährung
insbes, v. Darlehen;
wirt- Neubauten,
schaftlicher Grundstücksund
 ankäufe
sozialer Art, | sowie sonst.
Beiträge Ausgaben *
an Zweck- | außergeverbände
 ! wöhnl, Art

Sonstige
Ausgaben
(einschl.
Verzinsung
und
Tilgung der
Schulden)

53

1,4
110

1,0
13

2,0
1.2

91,9 | 8,7
93.1 3.3

20,0 19,8
23,3 | 28.8

21,9
291

35,3 3,0
28 ! 40

10,3
84

‚34,9
33,0

3,9 | 47,2
2,1 45,2

3,7
11,3
3,6
10.1

12,8 81,8 76 |
10,8 | 32,4 1 5,3

44,7
41.4

11,9 51,6
85 | 43.3

0,8
8

30,6
307

541
16.7

78,9 |
75,7

15,6 ; 00
20,9 15

3,0
17

2,5
0.2

24 |
0,5

0,5 |
08 |

0,3 |
0,1

96,8
99,1

50 |

25

323

9,3

79,9

17,2,
37,4
1.8

2,4
16,0
8.6

1,8
16,2
D0

49,3
20,8
89,3
100
| 22,7
A144 { 13,0

29,3
9,6
03

26,9 |
30,8 |

1°5
27,7

19,2
7,8

„. *) Beachte die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S. 1301f. —- !} Ausgaben insgesamt olıne die an Gebiets-AÜrperschaften
 geleisteten Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u. dgl. sowie die durch Erstattungen von anderen Verwaltungsqeigen
 Und durch Entgelte von den Betrieben gedeckten Ausgaben als Doppelzählungen ; nachgewiesen is6 also die Summe
Han 2 der Übersicht 14 (S. 130ff.) bei den Ausgabearten Nr. 1—7 für Reich, Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und
Über städte „insgesamt“ nachgewiesenen Beträge; im Rechnungsjahr 1927/28 sind die sächlichen Ausgaben um den in der
ß ©rSicht 14 unter Ausgabeart Nr. 9 nachgewiesenen Betrag erhöht und um den unter Einnahmeart Nr. 11 nachgewiesenen
“ag vermindert worden. — *) Abweichungen in den Summen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen.

d, Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung in den
einzelnen Aufgabengebieten
ee Übersicht über die Zusammensetzung. der ‚Ausgaben der öffentlichen Verwaltung
in $Tsicht 10) will die Bedeutung der. verschiedenen Ausgabearten bei den einzelnen Verwal-VRSZweigen
 veranschaulichen. Es werden die Ergebnisse von nur zwei Berichtsiahren einander
        <pb n="112" />
        — 126 —
regenübergestellt, aus denen sich jedoch die wesentlichsten Entwicklungsmerkmale der
ainzelnen Ausgabearten innerhalb der verschiedenen Aufgabengebiete klar ersehen lassen.
Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung hat sich in den beiden
Berichtsjahren zum Teil recht erheblich verändert. Je nach der Art des Aufgabengebietes
weichen die Anteilsätze der verschiedenen Ausgabearten stark voneinander ab. So hat bei
dem Aufgabengebiet Staats- und Rechtssicherheit der Personalaufwand im Jahre 1913/14
nur 35,4 vH der Gesamtausgaben beansprucht, im Jahre 1927/28 dagegen 61,7 vH. Eine
ähnliche Steigerung weist das Wohlfahrtswesen bei den Zuschüssen und Unterstützungen,
insbesondere wirtschaftlicher und sozialer Art auf. Umgekehrt haben die Sachausgaben
beim Wohlfahrtswesen und ebenso bei der Finanz- und Steuerverwaltung einen beträchtlichen
 Rückgang ihrer Anteilsätze am Gesamtaufwand im Jahre 1927/28 gegenüber der Vorkriegszeit
 erfahren.
Die Verteilung der Ausgaben der gesamten öffentlichen Verwaltung auf die verschiedenen
Ausgabearten in den vier Berichtsjahren geht aus folgender zusammenfassenden Übersicht
Nervor:

Übersicht 1

Die Zusammensetzung der Ausgaben der öffentlichen Verwaltung !ür die Rechnungsjahre 1913/14,
1925/26, 1926/27 und 1927/28 *)

Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf

Rech-1ungS-



Ausgaben!)
in MILK
zw. ZA

Zuschüsse und
&amp;gt;ersönliche Sächliche Unterstützungen,
Ausgaben Ausgaben nsbesondere wirt-{ausschl,
 (einschl. schaftlicher und
Arbeiterlöhne) | Arbeiterlöhne) | Sozialer Art,
Beiträge an
Zweckverbände

1913/14

7184,7

30,E

27,7

1925/26

14 484.4

24.5

12,9

1926/27
1927/98 }

17 232,1
188110

%
"69

21,1

145

1095

12%

*) Beachte die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S. 180 ff, —

Fondsbildung,
Gewährung
von Darlehen,
Veubauten, Grundztücksankäufe
 sowie
 sonstige
Ausgaben außeryewöhnlicher
 Art

Sonstige
Ausgaben
(einschl.
Verzinsung
und Tilgung
ier Schulden)

21.4

13,0

18,8
18,7 | 19,5
17 227

I) Siehe Anmerkung !) zu Übersicht 10-Der

 größte Teil der gesamten Ausgaben entfällt in der Vor- wie Nachkriegszeit auf den
Personalaufwand; der Sachaufwand steht den persönlichen Kosten nur wenig nach. In
gleichmäßigem Abstand folgen im Vorkriegsjahr die außergewöhnlichen und sonstigen Ausgaben
 sowie die Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere wirtschaftlicher und sozialer
Art. Die Nachkriegsjahre zeigen ein nur wenig verändertes Bild. Lediglich die sonstigen
Ausgaben, die zum weitaus größten Teil Kriegslasten enthalten, treten in der Nachkriegszeit
 stark hervor. Die Anteile der persönlichen und sächlichen Ausgaben am Gesamtaufwand
sind im allgemeinen von Jahr zu Jahr zurückgegangen. Nur der Anteil der persönlichen
Kosten weist im Jahre 1927/28 infolge der Besoldungsneuregelung eine geringe Zunahme
auf. Der Anteil der Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere wirtschaftlicher und
sozialer Art ist im Jahre 1925/26 gegenüber 1913/14 erheblich angestiegen und geht erst
im Jahre 1927/28 wieder merklich zurück. Die Ausgaben außergewöhnlicher Art haben
anteilmäßig 1925/26 gegenüber 1913/14 beträchtlich verloren, 1926/27 und 1927/28 abe!
wieder an Bedeutung gewonnen. Der Anteil der sonstigen Ausgaben zeigt von Jahr zu
Jahr eine stete Zunahme infolge der 1925/26 einsetzenden und seitdem ansteigenden
Kriegslasten, die ungefähr 85 vH der hier nachgewiesenen Beträge ausmachen.
        <pb n="113" />
        197

Übersicht 12

Die Zusammensetzung der Speziellen Deckungsmittel der öffentlichen Verwaltung in den einzelnen
Aufgabengebieten für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1927/28 *)
A =— Rechnungsiahr 1927/28, b— Rechnungsiahr 1913/14

Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf

Aufgabengebiet

Spezielle
Jeckungsmittel

.nsgesamt
n Mill..g
zw. DM

Rück-|
 erstattungen
Gebühren, von Unter-3eiträge
 sowie | siützungen
ebührenartige | sozialer Art;
Entgelte Stiftungen,
Zuwendungen
u. del.

Schuldenaufnahme;

*ondsentnahme,
Rückzahlung
7zon Darlehen,
Grundstücksrerkäufe
 sowie
anstige außer:
gewöhnliche
7eräußerungen

Sonstige
Einnahmen
’einschl.Miete.
7acht, Zinsen,
Erlös aus
Verkäufen)

I. Allgemeine Verwaltung

L. Oberste Staatsoryane
 und auswärtige
Angelegenheiten. . ‚+4 b
2. Volksvertretung des
Reichs und der
Länder.... SR
\
Innere Verwaltung
des Reichs und der
Länder sowie Allgemeine
 Verwaltung
der Gemeinden und
Gemeindeverbände
"ohne Polizei) .....

[a
‘bh

Summe I { %

6,4
14

0,4
0.1

160,0
823

166,8
83.7

92,9
91,6

X

3,8 |
243

61,4 |
58,9}
62,5 03 |
59.4 u

).

7,0
8,2

9

68,3
75,7

185 | 19,7
24,6 15,3
17,8 19,4
24.2 15.2

(T. Staats- und ARechts-Sicherheit


1. Polizei ...........
2, Rechtspflege. ....
3. Wehrmacht. .....

&amp;amp;

ıb

Summe II {

64,2
18,4
314,7
189,1
31,0
835

409,9
2910

0,0
0,8
0,0
81,9 0,0
82,3 | 0,1

77,9
31,0
90,7
37,4
0,9
'o

19,1
7,0
8,9
12,0
34,3
13,1
57 | 124
25,7 | 119

UT, Bildungswesen

‘&amp;amp;
1. Schulwesen ....... ıb
2. Wissenschaft und fn
Kunst......0000.. 00
8, ME i04 run]

Summe HI &amp;amp;

270,3
217,5
124,8
48,4
1,8
1.0

396,9 |
266.9 |

57,6
47,9
756 |
47,1
3,1
4,7

620 |
478

1,3
2,9
1,5
5,6
15,8
VB

1,4
34

30,6
42,2

i
|

10,5
709

10,8 | 12,1
34,8 | 12,5
72,7 8,4
56,4 21,3
54,6 | 11,0
40.9 8.1

D 4
}) Be .
Beachte. die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S. 130 ff.
        <pb n="114" />
        — 128 —
Noch: Übersicht 12
Noch: die Zusammensetzung der Speziellen Deckungsmittel der öffentlichen
Verwaltung in den einzelnen Aufgabengebieten für die
Rechnungsjahre 1913/14 und 1927/28
a — Rechnungsiahr 1927/28, b — Rechnungsjahr 1913/14

Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf

Aufgabengebiet

IV. Wohlfahrtswesen
1. Wirtschaftliche
Fürsorge en S

2. Jugendwohlfahrt,
Gesundheitswesen
2. Leibesübungen . . } °
Erwerbslosenfürsorge
 (einschl. Ar-Jeitsvermittlung)
 . 2a

a
Summe IV... A

V. Wohnungswesen ..... 6
71. Wirtschaft und Verkehr
', FörderungvonLandwirtschaft,
 Gewerbe,
[ndustrieu. Handel. { N

Verkehrswesen
Straßen, Wege,
Wasserstraßen, Verzehrsförderung)
 .. ‚{ ®

Summe VI... n

yYII. Anstalten und Einrichtungen
 verschiedener
Art...

fa
\b

Finanz- und Steuerverwaltung
 ..........{&amp;amp;
IX. Schuldendienst und
Schuldenverwaltung . A % '
X. A. Kolonien......... Ja

X. Sonstige Ausgaben
und Einnahmen ..... a
XI. Kriegslasten......... 5

summe I bis XI... f

Spezielle
Deckungsmittel

‚.nsgesamt
in Mill
bezw... MM

Rück- Schulden- s
. aufnahme; £ onstige
Sr RngEn | Fondsentnahme, ! Einnahmen
von Unter- | Rückzahlung
ü ron 1 } ; (einschl.Miete
3tützungen | von Darlehen, | (einschl. ;
30zialer Art; | Grundstücks- ı Pacht, Zinsen,
Stltungen, | verkäufe sowie | Erlös aus
£ ! sonstige außer- |
won a | gewöhnliche ' Verkäufen)
+ GEL | Veräußerungen

Gebühren,
3eiträge sowie
zebührenartige
Entgelte

67,8
61.1

19,1 49,8
„3,7 | 40,1

21,0
2.1

ı 10,1
24,1

144,7
208.8

93,3
56.3

6,3
! 40

21,3
22.6

9.1
10.1

51,5 |
al

0,3 | 0,1
6,9 4,0
41,1 14,6
46,5 12,2
06 0,2
02 |! 08

95,9
87.0
35,9 8,4
28.1 ; 13,2
91,6
924

764,0
270,9
335,2
29.9

62,6
648

13,1
——

0,7
98

E9,7
491

16,9
23.1

706,2
383.1

21,3 | 36 |
25,7 | 0,9
19,8 341
25,9 oo!

69.4
66,0
69.4 7,7
63.5 9,7

368,8 |
UT7.8

389,8 |
5.0

57,6 !
45,5 |
|

4,0
2,5

31,6
47

1

6,8
7.3

89,0 |
40

8A
30.6 |

0,0
30

18 15,8
(4 0,8

31,7
74

0,5
18,2

89

8,8
6.3

78,8
82,5

0,3

‚00,0

27,8 |
85,7

38.1
|
E88

0,0
27

30,8
38.5

31,1
1,0

25,2
4.8

15.6

52,1
100.0

3 785,0 38,9 | 4,3
yo | 821 | 31

| 46.5 | 10,5
43.6 11.2
        <pb n="115" />
        — 129 —

e. Die Zusammensetzung der Speziellen Deckungsmittel der öffentlichen
Verwaltung in den einzelnen Aufgabengebieten
Die Übersicht 12 gibt einen Einblick in die Zusammensetzung der Speziellen Deckungsmittel
 in den einzelnen Aufgabengebieten. Sie enthält ebenso wie die Übersicht über die
Zusammensetzung der Ausgaben (Übersicht 10) nur die Ergebnisse der Rechnungsjahre
1913/14 und 1927/28,
Die Speziellen Deckungsmittel der einzelnen Aufgabengebiete zeigen in ihrer Zusammen-Setzung
 im Jahre 1927/28 gegenüber dem Vorkriegsjahr ein auffallend verändertes Bild. Bei
der Staats- und Rechtssicherheit, dem Bildungswesen und den Anstalten und Einrichtungen
verschiedener Art hat sich das Schwergewicht der eigenen Einnahmen durchweg auf die Einnahmen
 aus Gebühren und Beiträgen verschoben. lie Anteilsätze dieser Einnahmearten
än den gesamten Speziellen Deckungsmitteln der genannten Verwaltungszweige haben im
Jahre 1927/28 gegenüber 1913/14 erheblich zugenommen. Bei anderen Verwaltungszweigen
(z.B, Wohlfahrtswesen, Wirtschaft und Verkehr) steht der Ausgabensteigerung eine starke
Erhöhung des Anteils der Einnahmen außergewöhnlicher Art (Schuldenaufnahme usw.)
Segenüber.
„Die Verteilung der Speziellen Deckungsmittel der gesamten öffentlichen Verwaltung auf
die einzelnen Einnahmearten und ihre Veränderung in den Berichtsjahren läßt die nachfolgende
 Übersicht, die auch die entsprechenden Ergebnisse der Jahre 1925/26 und 1926/27
enthält, erkennen.

Übersicht 13

Die Zusammensetzung der Speziellen Deckungsmittel der öffentlichen Verwaltung
für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28 *)
Von dem Betrag in Sp. 2 entfallen (in vH) auf

Rechnungsjahr


1918/14 ..
1925/26
1926/27
1927,98

—_

{
a

Spezielle
Yeckungsmittel
insgesamt
in MilLA
bzw. AM

| 741.0

2 737.

3 570,5

3 785.0

Gebühren,
Beiträge sowie
yzebührenartige
Entgelte

FC:

Rückerstattungen
on. Unterstützungen
sozialer Art,
Stiftungen, Zuwendungen
 u. del.

0

x

£%73

Schuldenaufnahme,
Fondsentnahme,
Rückzahlung
von Darlehen,
Irundstücksverkäufe
sowie sonstige
außergewöhnliche
Veräußerungen

132.6

35,7
46,2
ws

Sonstige Einnahmen
(einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlös
aus Verkäufen)

11,2

11,8
8,7
10,3

Sn
*) Beachte die Anmerkungen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) S 130 ft

Im Rechnungsjahr 1913/14 hielten sich die Einnahmen aus Schuldenaufnahme „USW.
Ad die Einnahmen aus Gebühren und Beiträgen mit je etwa 43 vH der gesamten Speziellen
Deckungsmittel fast die Waage. Das Jahr 1925/26 brachte eine starke Verschiebung der einzelnen
 Einnahmearten. Die Gebühren und Beiträge sind mit ihrem Anteil von 48,5 vH
4 den Speziellen Deckungsmitteln die bedeutendste Gruppe, der erst in großem Abstand
die Einnahmen außergewöhnlicher Art (Schuldenaufnahme usw.) mit 35,7 vH folgen.
li Im Rechnungsjahr 1926/27 ist das Bild wieder wesentlich verändert. Die außergewöhn-‚hen
 Einnahmen sind sowohl absolut als auch relativ stark angewachsen. Diese Entwick-AN8
 Scheint auch im Jahre 1927/28 noch nicht zum Abschluß gekommen zu sein. Die Ein-Sahmen
 aus Gebühren und Beiträgen dagegen zeigen eine entgegengesetzte Tendenz, sie
Relieren von Jahr zu Jahr immer mehr an Gewicht. Die sonstigen Einnahmen und die
nk etstattungen von Unterstützungen sozialer Art haben innerhalb der Speziellen Deckungs-"tel
 nur eine nebensächliche Bedeutune.

"nünzon und Steuern
        <pb n="116" />
        Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs, der Länder, der Gemeinden (Gemeinde
in 1000 A

Länder
Ausgabe- und ohnc Hans
Einnahmearten HT nt LS EA Sa
1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
- EEE NN ET EEE "———————
1. Allgemein®
1. Oberste Staatsorgane!?) und

- Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- !
ohne) Znseeeam tn inch, Arbeiter: 1 20 | ng | 32814 | 38522 |
Davon?
Gehälter und Vergütungen ...0.0000.004 11 035 | 25 780 29 120 34 220
Versorgungsgeb ührnisse (einschl. Hinferbläebenenbezlige)}
 ....0000.000000 1248 | 3528 3694 4302 ı
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter- | |
OA 177551 26873} 27119 1
Zuschüsse und Unterstützungen, ins-Koqmdlore
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)”)........
. Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
+ Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-U

‘, Sonstige Ausgaben®).........0..00004
An Gebietskörperschaften geleistete Zu- '
schüsse, Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
Erstattungen an andere Verwaltungs-1WEIg@T).
 000000000 Heer KEN
‚0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9) ;
1 Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrieben!)
 ....0001000 nr En Henn
2, Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)‘)......
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) ...000000000nu 000000 EE N
|4, Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinder
(Gemeindeverbänden)®) ........0....«
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
‚6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!) ......00.0000007000
/ Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art!®); Stiftungen, Zuwendungen
 U. dgl ...0.0.000000000 00000 80
ı. Schuldenaufnahme;  Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundıtücksverkäufe
 sowie sonstige außer
zewöhnliche Veräußerungen..........
‚9, Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)")
20. Spezielle Deekungsmitt el insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüg
N OO) rrerren nenn NK RER RK KAERG

3761| 48071 48911 5427

3522 | 3669 | 408
1285‘ 1222 | 1385
| |
1 403 13651 169%

17

76
38 119 |

d
66)
!
12

5
52

46
32

105

8

3

44 202 | 6593 |

6 366 |

nn
7 448

70488 | 44202 | 6508

6366 '

„u

3
44193 65711 63391 74
38

) 112
55 454 326 | 3a Se
a a an N _ E 7
1114 9 274 | 6 572 | 60863 238 136 175
| \ | } | ——
15.981 40009 | 55871] 644251 43960 | 6435| 6164| 72

-) Für alle Rechnungsjahre nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet, — Für die Rechnun; 927128%
verbände insbesondere für den persönlichen oder sächlichen Aufwand geleistete Zuschüsse EEE a een at als pf
dern und bei den Hansestädten ist der Schuldendienst grundsätzlich insgesamt bei »Schuldendienst und Schuldenverwaltung“ Ds
den Gemeinden (Gemeindeverbänden) sind die Restausgaben für Vorjahre in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 be Se
nachgewiesen beim Reich: die Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u. dgl. an Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Ho
meindeverbände) und Hansestädte; bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden): die Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen U dgl gs
den Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern und den Gemeindeverbänden im Rechnungsjahr 1927/28. Über den Bretatit
lührungen in Nr. 10 der Kinzelschriften zur Statistik des Deutschen Reichs, Seite 9* und 10*, — ®) Zuschüsse, Bolt
Deutschen Reichs, Seite 23* bis 26*, — °) Hier sind nachgewiesen beim Reich: die Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen U- dgl ind?
stattungen u. dsl. vom Reich, von Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten; bei den Gemeinden (Gin
Er be 3 Karla a n zu a MEANS die Rückerstattungen von Unterstützungen sozialer Ark DE
nungsjahren i E 5 00)
Gemeindeverband. — *) Ohne Volksvertretung 913/14 und 1925/26 unter »*19. Sonstige Einnahmen«, in den Re

Übersicht 14
’erbände) und der Hansestädte in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927,28)
)ZW. AM?)
BR
Gemeinden (Gemeindeverbände) ı a
aa insgesamt
Aädte .
N d EEE EEE A ALL
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 .
NEE — = b SS DN
Verwaltung
Auswärtige Angelegenheiten

31

1806 | 31621 3.202

3436 | 17850 | "37277 | 40907 | 47985
„I arrao| 36211 | 40 875
5537 | 56% | (6510
zum | 20 243 ] 29452 |. 30252
2623

2438 | 2422
724 | 780

2613
823
1.435

757 ' 1085 | 1214

92} 1075| 1647 |
&amp;gt; iz i-62


5

A 1627 | 1204| 2725
38.124 | 102 52°. 467
24 30 35
"4472| 4483 | 5552 |, 04.204 | 00048 | 70202 | 52 a0E

2830 ı

Se
, . f | :
m Da Ha D_ nn et
472 4 48? 5552 . .

820

27 | 33.
552) 64118 | 60326 | 73265 . 83 455.
1361 1266| 8992] 6463| 599

830 |

» 47:

483 |

2

110 | 21 7:
1141 519 | a3ı | 448
161 | "uses | 0621| 6 | a2
4261| 4335| 5391 | 62735 50705. | 66370 |. 77 031

794 |

One Ptgbni i i dung) der Zahlen, —*) An öffentlich-rechtliche Zweck-Önliche
 cr ’Mi8s6.— ?) Abweichungen in den Summen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen, ) - C ckowche
 Oder sächliche Aunssaben, Sondern als Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände unter 4. — *) Beim Bl Dt a
7 Sen, bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) dagegen grundsätzlich auf die einzelnen Aufgabengebiete aufgetei 6 Pier in
täl deeastige Ausgabene, in den Rechnungsjahren 1926/27 und 1927/28 in den verschiedenen Ausgabespalten ‚a den (Ge
Reich &amp;gt; bei den Ländern und Hansestädten: die Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u, dgl, an Reich, Länder, On Ne ekdton
"Orkeol Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Hansestädte, — ?) Betrifft nur Erstattungsverkehr bei en nn Un En
Tretaet "2 den anderen Rechnungsjahren und bei den übrigen Gebietskörperschaften im Rechnungsjahr 1927/  OE A
Län, tungen u. dgl. von Gemeinden (Gemeindeverhänden) als Doppelzählungen. Vgl. Nr. 10 der EEE zu Beiträge, Er
ben Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten; bei den Ländern und Hansestädten: die Zusel Ti In Beekuinee.
16, Geb En Zuschüsse, Beiträge, BE Re dgl. Km ‚Reich, A WM ba di
al X, Beiträ i ührenartige Enigelte« nachgewiesen. — T r 1e1ind A
Son 1926/27 ME LT En verschiedenen ES Nahebıroepotten enthalten. - 2) Einschließlich Gemeinden und
        <pb n="117" />
        | 4572

| Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Länder

Ausgabe- und
Einnahmearten |

Reich LH
De I ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1027/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
ER a EEE
Noch: I. Allgemeine
9, Volksvertretung des

. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ..........0.00.000004
Davon:
ehälter und Vergütungen ....0.0.000000
Tersorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ......000000u00000
2. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-NO)
 Cr Ka CHE KR RR BR KA EM
Zuschüsse und Unterstützungen, ins-(a
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)*) .......
„ Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
;. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstitcksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhnlicher
 Arbı.......00000000 00000000
. Sonstige Ausgaben’) ......0.00000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl."}
ı. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIg@?)
 0000000001 ann NEE ENKAEEEN
‚0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrieben}
 e.....000n000 0000ER EEG
‚2, Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) ve.00.000000000 000 n nn nn
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
ügl. von Reich, Ländern, Gemeinden
'Gemeindeverbänden)}”).........00.1+-5.
 Reiner Finanzbedar? (13 abzüglich
14) 200000000000 r Kenn
:8. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte*)........0.0.000000004
7, Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art?!°); Stiftungen, Zuwendungen
 u.dgl.....000000000nt rer eE
3 Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundtücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen.........,
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) !?)
20. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) vu...0.01
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.
20) HER KEEEE HEHE ER EL d
Un bis 2 Yel. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

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er Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000 A bzw. AM?
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1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 1913/14 | 1925/90 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 ! 1927/28
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Noch: Übersicht 14

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3722 | 3475 | 4.259

3050| 2903| 3612
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57 5 | 1

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        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28’)

Ausgabe- und
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1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
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Länder

Noch: I. Allgemein®
3. Innere Verwaltung des Reichs und der Länder sowie Allgemeine
8745 | 14473 | 16548 | 18700 | 72016 | 152868 | 157352 | 174 295
zar8| 1620| 117 197 | 224 598 | 137 360
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ı. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- ı
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Davon:
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Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbläebenenbezüge)
 ....0.00000.0 0000
. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-DANN

Zuschüsse und Unterstützungen, ins-E
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)®) ......,
„ Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
zowie sonstige Ausgaben außergewöhnlicher
 Artbassccanennun0n0n 000 FGG
', Sonstige Ausgaben?) ....000.00000000
3. An Gebietskörpersehaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
» Erstattungen an andere Verwaltungs-WORT)
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1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-Me
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12, Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
13. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) 40a Er DEREK REFLEFERE
‚4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
"Gemeindeverbänden)”).............«
15, Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
16. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte! ).......0000000000000
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendungen
 U. dgl ...0.0000000000400
18. Schuldenaufnahme;  Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerrewöhnliche
 Veräußerungen.... &amp;amp; x
», Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)“)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) .......,
4. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.

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12507 | 26758 | 30266 | 304791

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Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n 1000 A bzw. AM?)
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Se einden (Gemeindeverbände) Hansestädte 12) Snsgesaund
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1913/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28 . 1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
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Verwaltung
Verwaltung der Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Polizei)1?)

115782 | 262.098 | 248586 | 344043 | 2953| 5245! 5545] 5806 | 199 496 | 434684 | 428032 | 542935
448 071
94 864
191 218

3221 1731
5889 | 1886| 1124!
14869 1 2333] 3724|

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1572
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1 422
13.981

6 045
14 869 |

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2333 | 3724

21 566 | 25247 | 25 153
66721 9484| 3760

42 127
8 899

514
68 |

310 435 781
232 | 19] 215°

27 012
8894

30 481 30 465
10163 | 3883
1861| 782 | 93m

48 429
9 136
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1361! 1999!

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6998 | 7238| 8305

342 099 | 653643 | 639341

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815 725

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215.941 | 425823 | 402 397

393

393
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679 | 2656 | 877 ) 2 464

579 |

2656 | 877

2 464

215.262 | 423167 | 401520

551 885 |

5461| 699%

7238 | 83805

483! 4921| 3439|

4831

139

2155| 227

1534| 12433 | 10749 | 9682
339.386 | 638554 | 627 714; 803 187
48467 | 92934 | 90912] 982096

— —
214.779 | 473246

6859
32852 | 397481 14181 2118| 2145| 22451

7024.| 8077

15.341 |

33813 |

362

0737

416

481

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970

1 784 | 472

562

20282 | 10112 | 12224 | 29544
12569 | 20486 | 22761 31553
82.288 | 125266 | 126 871 | 159965
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4 | 357028 | 334561 | 451573 | 3872 | 4525 | 4250| 5524| 257598 | 513288 | 501 342 | 643 232
Aeindeyaraı
Verbände) und Steuerverwaltung der Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern.

1623 | 99371 11854 | 28200 3011 19
) ; | | nr
9469 | 15731 | 18308 | 26902 1581 2203| 3256|
2065 | 61216 | eas20 | 25430: 1500| aaa ame ae
        <pb n="119" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)
Länder

Ausgabe- und Reich ohne Hanse
Tinnahmearten “mm Fk AA m
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
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I. Allgemeine
(Sum

L. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt .........0.000000000
Davon:
Gehälter und Vergütungen ....0.0000000
Versorgungsgebührnisse feinschl. Hinterbliebenenbezüge)}
 ....000.00000000
;. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-JöhNe)
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„ Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
kt. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)*) .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden“)
3. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-UNO
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” Sonstige Ausgaben?) .....0..00..000000H
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
3. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIgO!)
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10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
(1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-A

i2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)?) .....
!3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
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!4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)”)...........0..,
15. Reiner Finanzbedarf (13 abzügl
18) eerere ran LER RR ER ER KERG
16. Gebühren, Beiträge sowie gebühren
artige Entgelte!) .......0..0.0000000004
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!®); Stiftungen, Zuwendun-Yen
 U. dßlı...00001507 nenne
+ Sehuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außeryewöhnliche
 Veräußerungen..........
19, Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) *!)
20. Spezielle Deckungsmittel ins.
gesamt (Summe 16 bis 19) .,......
21. Mithin Zusehußbedarf (15 abzügl.
1) bis 1?) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

44762 50413 | 58483 |
38238 43531 | 50556
6524| 6882 7927
312900 44288 | 435221

76 866 |

160 245 | 164507 | 182 210
122.769

32 519

37476 |
46 015

34393 |

38727

45 602

51 169

1 148

1687| 2664'

300

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320

870

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150

3 005
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1384| 2199|
= 384 |
62221 2836

5073| 5305
40.274 | 518
1377! 11007

4885 | 5 838
156 | 105
1 196 | 1 483

B 866

32410 | 89104

103 994 | 110088 | 156 557 | 213 347

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217169 | 241 82%

32410 | 89104

103 994 | 110.088 |

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156 557 | 213347 | 217169 | 241 82

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443

459

265 |

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6682

A 199

31508 | 88789 | 103551
13763 | 253601] 21425

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109629 * 156292 ! 206222 | 210487 ' 23762
22 279

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3981
1182 | 1040 1,930 |
14945 | 26445 | 22628 | 28606 | 25110
| | L / | i | ——
16563 | 62346 | 80923 | ‚85933 | 131 182 | 161 395 | 166 073 | 192 6

+ 164

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n 1000. bzw. AM?)
BE
Gemeinden (Gemeindeverbände) ı insgesamt
Städte A A. nn
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
SC . 1 LE ALL
Verwaltung
me I)
115782 | 262008 | 248.586 | 344 043 |

= 13T

8578| 8907|
7040| 7387
1538| 1670}
2756| 2995:

9843 | 218994 | 475683 | 472413 | 594 579
8180} ‚| 380653 | 382 429 | 492 558
1663 2. | 9000| 89984! 102021
94.201 | 200.183 | 209 205 | 209228
2028| 4631| 4254 | 4199
006) . 1m 1572
14869! 2333| 3724| 1391

212606 | 201 447
49492 | 47 140
120122 ı 116319

290 390

53 653

43 988 °

140 996

2776

3542

1636 |
4 869

322) 1731
1886 1124 1422
3333 3724 | 13 981

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21.566
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25247 | 25 153
3484| 3760
1361| 1999 |

42 127
8899 |
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727
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532 |
mas |

1663 28322 | 34089] 31911 | 51827
217! 47024 | 10270 3.935 9 604
14] 19721 1328| 9441 6710

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425 823 | 402397 ! 554692

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2464
15.200 | TE TE mn, ma
262 | 423 167 | 401520 | 501 885

8547| 1214 | 12462 | 15301

4831 4921! 342091 4831

217 '

234.1

1650 | _- 10905 | 9716
n J
411126 | 725184 | 724230 | 909332
497751 | 101940 | 97.403 | 104 280

Da vi ——Ü—
214779 | 418.246 | 398080 | 547004’
15341 | 33813 | 32852 | 29748!

227
15 074

8547 | 11927] 12111 |
1454| 2218

2381

02 | 10er! a6! am

973 | ı04| 472 | 562

162 | 9,937 | 11854 | 28.300 ' 110 301 191 20282 | —_- 2 | 29 661
949] 15731! 18398 | 26902! 1s8' 207! as! 148 21.089 | 23382 | 32270
205 ae wa] wa) 7061 306 | a | ai wm na | 0a m
Po ZZ a a
172714 | a7 02e 334561 | 451573 | 6922| 9382 | 9189 | 12353 | 327381 |. 590149 | 590746 | 742 559
        <pb n="120" />
        _— 138

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs:
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28?)

Ausgabe- und
Einnahmearten

A

Reich En
ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
EN — — tr a SEE EEE
IL. Staats- und
1

Länder

L. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- !
Yöhne) insgesamt ......0.000.00000000
Davon:
Fehälter und Verglitungen ‚..0.0.0..0000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ...0.0.0000.0000000
» Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-WR)
 VER ER BE
„ Zuschüsse und Unterstützungen, ins-Ka
 sndere wirtschaftlicher und sozialer
4 Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Sehulverbände usw.)?) .......
» Verzinsung und Tilgung der Schulden?)
» Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten ,' Grundstücksankäufe
zowie sonstige Ausgaben außergewöhn-Hoher
 Alberreeirbebkkk KO KM KRaR KL
7. Sonstige Ausgaben!) .......0.0.00000000
3, An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®)
» Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIg@')
 0000000000000
10, Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
‚1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DON
 rar reee nern RER E RER AK EKEEEN
2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und IQ) oeswwn0000nn nern
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
Agl. von Reich, Ländern, Gemeinden |!
‘Gemeindeverbänden)”)........0..0.0-5.
 Reiner Finanzbedart (13 abzügl.
5. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte! ).....0...0.00.000000004
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art?!°); Stiftungen, Zuwendunzen
 U.dBlcweunr nun: Ok enmwe
Sechuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundzstücksverkäufe
 sowie sonstige außeryewöhnliche
 Veräußerungen,.... .
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
’1. Mithin Zuschußbedart (15 Aabzügl

3 246 | 3.094 | 2737 | 86 671 | 391 367 | 393 209 | 449 0097

3048) 2588 |

2224

321372 | 317956 |
1 69995 / 75253 |
20 351 | 94283 | 99670 | 106824

355 531

511 |
3.221 | 2217 | 174g |

Y

6

4 604

21447
28

17900 | 19798
&amp;amp;

187 869 | 208 418

202 181

758° 23013 |

zz } 2370

194386 ! 213729 | 206666.

a a
142.409 | 510158 X BlaeTE | BEI

194 336

213 729 | 206 666 ı

N a ES a HL a
112409 | 510158 ! 512875 | 57800

20189 | 216043 | 245039 | 250 170

194 336

[3729 | 206 666

92220 | 294115 | 267836 | 32789

1871

15074 ] 15995

14 544

388
792 | 12 016 11170

„8

|
2

a 960
m
95878

4051 | 27260 | 27290
. 194.299 | 213617 | 206553 | 388169 | 266826 | 240546 | 301%

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 A bzw. AM?) .
en SEE
‚Gemeinden (Gemeindeverbände) | Hansestädte !?) | insgesamt
A... a a
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
_— Z a bl
Rechtssicherheit
Polizei

71408 | 129789 | 132 397 | 142413 | 131351 41010 | 40414! 419321 171304! 565412 | 569113 | 636 091
473 705 | 467 844 | 514887
91707 | 101269 | 121 204
33 804 iso | Yale! alter

34 608 | 833 615
6 407 | 6799| 7915
237091 21681 5791| 8154| 10070

11285 | 18210 | 21553

76

87

väl

N

‚2

80 | 108

„9 |

15

5678
4197 |

4998 | 5255| 5630 '
94 | 233 | 185

5698 | 4998| 5255| 5630
497 | 94 | 233 | 185

993 1 3805| 3608 | 3825
556‘ 1540! 91 153
21843 | 46863] 55418 | 669823 1

335 |

3649

x

28 901 22722] 23795
1568 100! 161
22607 | 237755 | 265042 | 271544

nn 44C
112.426 | 205886 | 218627 | 2482401

440
240479 | 960341 | 995 040 | 1 080 212

15644 | 50461

49 809

52 196 |!

2761 388 |

453 |

422

276 |

388 | 453 422

12.150 | 204.998 | 218 174 | 242918 |

15644

50461 | 49809.

52 196

1
2007 | ze | 22311 1208!

17703 | 20242 | 18039

|
22286 | 236 374 | 267 512 | 269 417
723579 | 727074 | 810372

110 m nl! klei
9053 | 202370 | 215 942

241 710
30553 | 1244| 4419] 4507| 49281 14889 | 42938 | 47609 | 0025

11774 | 23445 | 27 107 |

143 | 183 |

793

4

zz

4

143 | 220

13 |

4

562 | 136 2062 | 1659 | 2720| 189%
470 912 | 1.283 | 13743 | 12537 | 12289
8 ea | wo | | aaa
u nn Ci —ma——— EEE
004 | 176 a70 | 185585 | 208973 | 14367 | 27524 | 24348 | 28664 | 199540 | 665 119 | 664095 | T46 156

“1 bis 12) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131.
        <pb n="121" />
        An

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs.
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28?)
N a AN

Ausgabe- und
Ainnahmearten

a ohne Hans
1913/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
a — NEN

Reich

Länder

Noch: IL Staats- und
2. Rechts

L. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ‚...0..0000000000400
Davon:
Gehälter und Vergütungen .......0...
Versorgungsgebührnisse einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 „..0000000000000
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-KO
 earserer ar0 KR ER Ka SEE REF E
Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
‘, Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?} .......
+ Verzinsung und Tilgung der Schulden *)
*, Fondsbildung, Gewährung von Dar-Jlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-N

1 Sonstige Ausgaben) ern e
3, An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.)
5% Erstattungen an andere Verwaltungs:
ZWEIBE.) eeserrer RE KR
10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9
‘1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-A
 "
;2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
WE RE ae rn OR BE HE SER E
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)}?}..............
5. Reiner Finanzbedart (13 abzüg!
6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!) ce
7. Rückerstattungen von Unterstützunger
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun
een U Bla ER BE diaa wer
4. Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außergewöhnliche
 Veräußerungen..........
;9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!
20. Spezielle Deckungsmittel ins
gesamt (Summe 16 bis 19) .......
1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl

3039| 4604. 4801| 5637| 217862 381 945 | 412057 ' 438 480
8 005 2949 3401 |
1699| 1852| 2 236 |
1984 1528 1564 1

78367 |
123.458 | 131 208

91 638

155 157

9

7829 !

"9119 +

12 116

4730 |
'31

6149 | 6853 1 10863
4 3 30
366 |

es

680 | 572

ı 439

A 6451| 7201

324545 | 519751 | 559020 |

wm 218

; 439

6619 |

6451 | 7201

A a U
324545 | 519751 | 559020 | 617 218

145

dAT

A755

R79

3439° 6619! 6451‘ 7201 324300
1750 1 2187 156 700

Ba uanamernna
5{9 304 | 559245 | 616 339

257 535 | 274 572

m 159

180

448
6 330

15

16 |

21 355

27 004 |

24.783

1.765 [200 1800 ! 179206 | 284612 | 200585 | 207 9%
Lu
2015| 4854| 4247| 5401 | 145094 | 234692 | 259710 | 318 402
* .
') bis !?) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 180/181.

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000. bzw. AM ?)
AA)
Gemeinden (Gemeindeverbände)
tädte
1018/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
SEE EL

— 141 —

Hansestädte!?) insgesamt
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

kechtssicherheit
exe

9538 | 17480 |

19335 | 21931
16565 | 18960 |
2770| 2971|
86711 8235| 70081

230.439 | 404.029 | 436 198 |
„| 821818 | 360 612
. 82 711 | 85 581
95.906 | 134113 | 140971

466 049
371 350
94 698
164 628

7 DAS

AR

118

732

9 | 7948 | 9265 |

12 848

304

1714| 2382
3

15178 | 6453| 8567|
156 x 3

13.245
33

a“

ar

iRG

97

518 | 909

731

{4 001

26.696 :

29539 | 33114]

341.985 | 553066 | 505 910

657 534

{4 001

26696 | 295309 | 33114

a

307

191

A

FF

&amp;gt;

S66

126

13869 ı 26304 | 29348 | 32868

341 608 | 552 227

595 045 |

656 407
285 406

TO

12544 | 33010

12 463

165 329 | 272 829

289 770

1338
27 936
8.406 | 15.790‘ 14675 | 142048 189006 | 302176 | 316412 | 814680
ı | [ | { | |
| 5403 | 10505 | 14675| 17924 | 152512 | 250051 | 278 632 | 341 728

1 162 | 73 267 |
22 605 aM! aan!
        <pb n="122" />
        — 142 —

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Länder

Ausgabe- und
Einnahmearten

aan Sn en Ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 1926/27 | 1927/28
EEE EEE EEE SE NE
Noch: IL Staats- und
3. Wehr

Reich

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt .....000000000000000
Davon:
Zehälter und Vergütungen ..0.0.000.000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 .......0.00000000 0
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-EA

Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
. Zuschüsse und Beiträge an Zweckver
bände (Schulverhände usw.)}®) .......
Verzinsung und Tilgung der Schulden)
:. Fondsbildung, Gewährung von Dar
lehen; Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-00
 BA BETA N
7. Sonstige Ausgaben‘) .......0.0000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®)
3%. Erstattungen an andere Verwaltungs
ZWEIB@T) ee000eer ern
‚0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9‘
1. Erstattungen von anderen Verwaltungs
zweigen und Entgelte von den Betrie
BOB) a0 EEE KR KRCKBE BEN EC KM
2. Verrechnungsverkehr zwischen Ge
meinden (Gemeindeverbänden)®) .,..
‚3, Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 19) essen
.4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)®).............
‚5. Reiner Finanzbedart (13 abzügl
.6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte*)..........0..0000.0000
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°®); Stiftungen, Zuwendunven
 u.dal....... .. -

439 343 |2)232 498 [12246 235 [2)275 063 |
328 372 [129287 344 [2793 862 [2278 261

110 9717| 45 154 | 52 373 | 62802 |
365 045 | 399 621 425 195 |

3.588

629574 | 35192 |

56806 | 67739

2683 | zo |

1563 | 124

821 812 | 683 262 |

704.225 | 769 239

„821812 | 633 262

704.225 | 769 239

5%

ı 821 802 | 633 262 | 704 225

768 887
290

986

266

216

0

Schuldenaufnahme;  Fondsentnahme
Rückzahlung von Darlehen, Grund
stücksverkäufe sowie sonstige außer
zewöhnliche Veräußerungen..........
‚9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!
20. Spezielle Deckungsmittel ins
gesamt (Summe 16 bis 19) .......
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl. | —mu———
20) eesseenenren nenn nr E EEE 00400 1738318 | 624 634 | 672 086 | 737 843 |
N . 5
1) bis 11) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131. -— 1?) Vermindert um den Besoldungsabzug (gem. $ 19 des Reichs-Besoldunf
31 888 (000) AA 1927/28,

(5,

ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000. bzw. AM”)

— 140

Noch: Übersicht 14

„Pemeinden (Gemeindeverbände) (Gemeindeverbände) Hansestädte ‚insgesamt *
“ädte . SEE
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
NEE EEE mn 7 aa E“— A
Rechtssicherheit
Nacht

439 343! 232 498 | 246 235 | a
187344 | 193862 | 212261
45 154 | 52873 | 62 802
746 624 | 365045 | 399621 | 425195

35881 2—m N m

{
Ta

Da

629574 | 35192 | 56806 | “67739

* ® | = +
&amp;gt; 8271 1.563 | 1 242

bn
7821812 | 035262 | 704225 | 700 20

a
A

! 352
821 802 |, 633 262 | 704 225 | 768 887
266 | 361 2290

101

20 108
10.646
31.044
N ' ; 7706 ea 672 086 | 757805
AO,
“°8 vom 30. April 1920) in Höhe von etwa 32000 (000) ZA im Rechnungsjahre 1925/26, 32467 (000) X. 1926/27 und
        <pb n="123" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Länder

Ausgabe- und
Einnahmearten

Reich D
Ohne Hanı®
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 ı 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Staats- und Rechts
(Sum

'. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- |
Jöhne) insgesamt ....0.00000000000000
Davon:
Tehälter und Vergütungen ...... 0000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 .......000000004
». Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-JöBDE)
 ereeerereee nA
;. Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
i. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
5. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhnlHcher
 Artıseeereereer ern
". Sonstige Ausgaben®) .......00..0000000
3, An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°®)
4. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWOIgE
 ] ar er Krer EKREEER ERKRFEE
10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
11. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DD
 era
‘2, Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) ....
13. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) oa rer KERLE EG
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)®)..............
15. vo Finanzbedarf (13 abzügl
16, Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!) ....0.0000.000000004
7 Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-SH
 U. rc Ku
‘&amp;amp; Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundzstücksverkäufe
 sowie sonstige außergewöhnliche
 Veräußerungen..........
:9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!)
20. Spezielle Deckungsmittelingsgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.
20) er rrrrk EHRE E

442382 | 240348 | 254130 | 283 437 | 304 533 |
330638 | 193397 | 199394 | 217 886 |
111744| 46951 | 54736 65 551
747024 | 370250 | 403266 | 428507

773 312 805 266 | 887 489
624950 | 649054 | 704520
. 148 362 | 156 212 |
111989 1 217741| 2308781

182 969

261 981

3 588

13

7849| 9120)

12116

A

29 574 |] 35 192 !

67739 |
210075 | 203423 |

19.334 |
132

ml
8
933 1 3379] a

30 661
8

2683| 188296

„942

1825251 | 834217

924 405 | 983 106

436 954 | 1.029 909 | 1 072 795 | 1 105 227

ı 825 251 | 834217 ' 924.405 | 983106

236 054 | 1.020 000 | T oma 705 [110028

35%

20 434 |

216 490 |

245714 | 251 09

1825241 | 834217 | 924 405

982 754

416 520

———
813.419] 8270811 944 178

‚ 4023 |

2016! 2403|

2074

158 571

272 609 1

200567 | 285 76

71580] 898 | 21274
0915| 7516 | 10778

20 108

2539
22147 |

7

30€

6

10 775

39 020 |

35 953 |

Ch

84 008 | 10480 | 34455 | 32067 | 188207 311001| 220820!
“ 1 1 £ { L L ——
| 1740333 823787 | 889950 | 949797 | 235263 | 501518 | 500255] 620®

9

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000 A bzw. AA?)
‚Gemeinden (Gemeindeverbände) . insgesamt
“ädte ar m = m
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
icherheit insgesamt
me 11)

— 145 —

71498 | 12979 | 132397 | 142413 |

22673 |

58490 | 597521 63864 | 841086 | 1 201.909 | 1.251 544 | 1377 203
49338 | 50182 | 52978
9152| 9570‘ 10886
14462] 16390! 17977

114 682

113 691
15.107 | 18706
21 553

123 114

1098 498
278 704

19 298

5036

376 334 | 620 663 | 672 187 | 732 174

1285 !

18 210 |

23 709

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37

30

IE

A444

8 056 | 9344 | 12 863
1 em 5255 560
497 94 233 185

678
197

4.998 | 5 255
4 233

5630
185

993 |
556

3 805 3 608
1540 91
Jbe65 | 88a

3825
153

3953 |
1
128 |! 162

2929 |
4

2555
3
168

650 684 |
713

70 546 88096 | 104779
1573 103 194
238 800 | 268 4131 273516

71 Ban

66 983

140

a5 a7 |

La
(12426 | 205386 | 218 627

440
243 340

. . . . . 440
u | are 70848 | SER TE (EEG | RUE Le 2506 984

388 | 453 | 422

261 a! 83

422

276 |

12750 | 204.998 | 218174 | 242 918

29 645 | 77157 | 79.348 |

85 311

2097 2628| 22311 1208 22673 | 237213 | 268378] 270 895
1 © ı |
110.053 | 202370 | 215942 | 241710] 29513 | 59062 | 58916 | 67025 '2381327| 1909068 | 2026 345 | 2235 667
u 774 | 23 445 | 27 107 | 30 553 ! 8 456 | 17 963 | 17515 | 17 391 ) 181 204 | 316 oa | 337 593 | 335 721

»

32

70

4

7

153

2201

13

4

23 74804] 2520 24261] 234
|
912 579 1.264 | 3.033 | 34.796 | 50 481 49 565 50871
__
80 FA —|-— LI —————
25.900 | 20358 9748 | 21.038 ' 200 957 | 269264 411 531 | 409 940
|
Tate , N S | 1 |
470 | 185585 | 208975 | 197101 38029 | 39023 | 46588 |2090 370 | | 539 804 | 1 614 813 | | 825 726

1) bis 12) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

“nanzen Und Stauarn
        <pb n="124" />
        114186

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28%

Ausgabe- und
Einnahmearten

Reich:
| 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Lander

a ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

IX. Bildungs
1. Schul

+. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- ı
löhne) insgesamt Rene RANK AR ER EAKE
Davon: .
Fehälter und Vergütungen ......000000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinferbliebenenbezüge)
 s.....0.0.0.0000000 4
*. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-JÖHNE)
 ı Ki KEEr Da DR KEFREE KR HE
3, Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
ı. Zuschüsse und Beiträge an Zweockverbände
 (Schulverbände usw.)?}) .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden *)

130 229 {12516 207 9562 549 |19630 064
410988 | 449983 | 503 832
105219 112566 | 126 232
23297! 29014! 31956| 38993

1 085

I yo00-1
 983 Ol

"71

1473 | 69n| 8514| 129%

106 487 lız1208 525 '1831201 533 [131240 759

%. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
zowie sonstige Ausgaben außergewöhn-N

7. Sonstige Ausgaben) ...0....0...000.000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®)
3, Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIRO!)
 Hr ER RER HRG KEN HERE
10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
'1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-|
 N
12, Verrechnungsverkehr zwischen Ge
meinden (Gemeindeverbänden)®) .....
:3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 19) veesererer ee nnn nn
:4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)?).............
;5. Reiner Finanzbedart (13 abzügl
A AA
:6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte! ). ....000.00000000000
7 Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-OD
 U AR ‘
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundztücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen,.........
‚9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!"
20. Spezielle Deckungsmittel ins
gesamt (Summe 16 bis 19).......
41. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüg.
920) DE 4

y381 | 7868 | 14 a77 | 16374
440 237 1 36 | 15
176308 | 185 980

Ana

+ ACGE

84.620 '

1090 174457 | a300|

3 884

WE ME Sl
8355927 | 941177! 995273 7 125 184

ı 090

24A57T | 52394 !| 8884

355 927 |

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041177 | 905078 In 125 18

8679

58021! 81628

a 331

| 090

1a

347 248

883 156 | 913.645 ' 037 855

‚9 847

23257 | 31562 '

n9 326

MM

240

246

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3 859

1684
3 462

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_ — ——
316 38770 | 378%
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322 062 | 854540 | g74875 11 000 02

1 090 |

„814

x RR Qt x : s ür
1) bis 1) Vgldie Anmerkungen auf Seite 130/131. — 2%) Beim Land Preußen sind die Anteile am persönlichen Aufwand #
die unter 4, Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände nachrewiesen.

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n 1000 A bzw. AM?)
EEE EEE TEEN
Ge: x . .
„Zemeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte 2) ken
Alte .
1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
NN VE NE | EN EEE ARE EEE.

vesen
Vesen

500 124 661 395 697617 | 769 063 |
561 431 | 585 923
99964| 111694|
183.539 | 185 763

27955 |

50803| 54 128| 62087] 658 310| 1228405 1314205 | 1 461 215
43.049| 45804 | 52 907 ' 1015 468 | 1081712 | 1 205 136
7754| 8324 | 9181 212 937 | 232 584 | 256 080
3.6391 99%! 11545 sam 227 809| 257 889

5510

3421

10.892

13 202

16 770

329

520

12309

1 168

3 308 |

20367! 25920 | 34 727
269 644 315 308
9838| 16896

3 949
3.283

62423 | 68003
5894| 9838

74 157
1&amp;amp; 8965

405

391

150.436 | 271 353 |
3983| 58941

15591 |
5 840 '

52806 | 93013
3.000 | 503

122550 1
57

5431
55

1470|

2 638

6 357

130 403 | 72 144
63351 2054

110.027 145 282
542 594
765 963 | 285 803

"r

18 480 |

677001 87248

99 822

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103 102 | 242 55€

453 036

1248
81880 | 68 186 | a Pr 2518 981

{057 738 | 1.155 187

1 248
1 208 2345

29 980 |

16

19

11 961

8227! .9877'

12196

112911 8227| er] 12 196

41745 | 4 040511 | 1145311 | 1200129

39280 | 61880! 68186 | 31548

33 685 |
a
758 060 | 881 818 | 970888! I 110512

1

65

67

nA}

92 375 |

1
225 779 | 256 118| 272982

39269 | 61815

68 120! 8151411145667 | 1831246 | 1 958047 | 2233 763
104 2971 133712 | 158719 | 155 708

79184 | 106 782| 1233941

119.336 |
2422| 3004

5266| 3673!

5285| g3a5ı

m 3.709 |

2668 | 3.359

£

54 364 79.224 91 815 | 28 405 | 58 550 ] 82 708
19492| 24704 7196] 20063] 22758 | 28 476
En
| 158396 ' 199673 | 226267‘ 6568 | 8877| 4275| 6157 217520 | 185 889 | 242698 270 251
29 Et ——————————— SE
4 | 728 422 | 771 216 | 864.244 | 32701 | 57938| 635864| 75357! 928 147 | 1645357 | 1 715348 | 1963 512
YOlkes,
ch Ben .
‘Wen als Beiträge an die Landesschulkasse 1925/26: 100 124 (000) AA, 1926/27: 118 109 (000) AM, 1927/28: 122 477 (000) AM
        <pb n="125" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28’)
Länder

Ausgabe- und
Zinnahmearten

Reich nn
CZ De em ohne Hanse
‚918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Üben ALL. ——
Noch: II. Bildungs
2, Wissenschaft

- Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- f
löhne) insgesamt .....0.00.00000000000
Davon:
Tehälter und Vergütungen ‚..00..0000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinferbliebenenbezüge)
 ......0.000000000
1. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-Kölle)
 errerer rer
»„ Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
t. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)!} .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
}\. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-MONEr
 Alter ar VER REN EHRE EEEG
7. Sonstige Ausgaben?) ......0000000000
3, An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Hratattungen u. dgl.®)
3, Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIBET)
 2er kee KR E
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-OD
 rk HR
„2. Verrechnungsverkehr zwischen dGemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
:3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) 0er r ehr Kabarrb aber ah
‚4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden}”) ..............
5. a Finanzbedart (13 abzügl.
6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!) seen
‚7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-A
 N
Schuldenaufnahme;  Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grund-;tücksverkäufe
 sowie sonstige außersewöhnliche
 Veräußerungen ..... ...
‚9. Sonstige Einnahmen (einschl, Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) 1)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 18 bis 19) .......
1. Mithin Zuschußbedart (15 abzügl.

10671 4013 |

3942 '

4816 | 46 905 | 127 662 | 130 521 | 149 587
110 957 | 112 613 | 126 076
16 705 | 17 908 | 23 511
76 593 | 96 690 | 106 619

972 1 38370
95 | 643
551} 12420 | 4709 | 4893 I

4030 |
657 | 786

12061 5721|

11879 | 19157

1120 |

7018| 8828| 10218
5

141

60

381

22 008
108

24871 |
75
1.053 |

27750 | 4949
42

34

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219 |

zn |

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— de — FFC N SE A
2985 | 22291 | 20861 | 29911 * 109946 | 287272 | 264358 | 316 468

2 985

22291 | 20861 | 29911 |

109 946 | 237272 | 264358

nm
316 463

18

19 |

19}

i
198 | 3206! 46761 568

2985 | 22273! 20842
108 |

29892 - 109748 ' 233966 ! 259682 | 310815

241 |

16772 |

49 012 '

56046 | 61278

1 749

696

a7 | 1397

ng

549

934 | 4038

77 |
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113
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mn

9556 |

non | 1215

PRO a HE
553 I 27389 | 59013 | 68869 | 78897
_ ti ————— — nn a
2800 | .21775 | 20302 | 29339 | 82409 | 174053 | 190614 | 231 9%

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000 A bzw. AM
BE. m SA
Gemer z -
= enden {Gemeindeverbände) Hansestädte 12) insgesamt
tädte
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 ] 1927/28
vesen ;
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10597 | 42034 | 47101] 46003 | 1822

766 | wa | 179 725 | 188 573 | 210148
7a12‘ . 150567 | 166 830 | 182 287
37 | | 20 168 / 21743 | 27 858
4200! 54007 | 132642 | 144477 | 160 191

39561 | 44298

44970
3124

5679
337 | 375

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11989 | 39785 | 39 E05 |

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18811 384] 3573]

5151 |

14227 | 20576

26 062

711 2470 2433|

2940 |

8248 | 29507 | 43716 | se377
48 106 169 127
4186| 23831 1853| 2953

48 106 169 102
+186 | 2383 1853 | 2953 }

15224 | 15851! 19066 | "14726
4091 603 5101 540 1
412 | 5731 | 4705 ] 6150 |

ve 3258| 3207|
11 »

388 1 38990 | 44021 | 50183 | 65494
528 | 678| 546 582
651 | 6790 | 5411 ] 6 788
1.908
167 049 | 395861 | 434929 | 506 566

1.908
1908
48.016 | 120720 | 138484 | 145014!

8102 | 15578 !

16226 | 15177

1 749

1749
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313 |

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120407 | 133.058 ı

142 619

6102 | 15578

16226 | 15177

263 | 1321 ° 1891] 1983)

35

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4645 | 6321 7683

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131 464 | 140 637

6 102

15 578

16191 | 15 145

166 487

390 903 | 428 181 | 496 487
22784 | 81472 | 88754 | 94375

5675 | 30 054 |

30.283 | 30646 |

229! 20931 2114| 2110

3] 700] 26| 379

2781 1468 | 1 264

1 862

2 7068| 13902 | 937% 15: 1688| 8517| 14857] 13422
5 2468 | 1880| 2789 6044 | 12163 | 13241! 15169
2 0 a] Kar | ra are
15 | Tr | ass | 97495 | 5629 | 13459 | 13916 | 12867 | 118.063 | 287283 | 310065 | 371 659

“) bis 2) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 180/131.
        <pb n="126" />
        50)

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
ı,änder

- Reich ee
Ausgabe und ohne Hans
Einnahmearten DAN iss SA Ss
1913/14 | 1925/28 | 1926/27 | 1927/28 ! 1918/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
dd kids Em
Noch: IIL Bildungs

2

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ....0..00000000000000
Davon:
Gehälter und Vergütungen .....0.00000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ....0..0.0.00000000
». Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-VÖHDE)
 vr Kr KRCE KR RE Ka Hl
Zuschüsse und Ep ehem ron, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
„ Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.}*) .....,.
i. Verzinsung und Tilgung der Schulden *)
Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
3owie sonstige Ausgaben außergewöhn-HOROT
 ADte KEKE KE KEN KE BREI
7. Sonstige Ausgaben!) v....0.00000000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u, dgl.®
% Erstattungen an andere Verwaltungs
ZWEIBET) erkennen EHER
.0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DER
 LE KR KR KK FE KEG
2. Verrechnungsverkehr zwischen Ge:
meinden (Gemeindeverbänden)®) .....
13. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) veereeerereneene ann AEN
Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden}”)..........0...
15. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
LA) ARE KORLLER KIA KR BEE RER KLEE
i6. Gebühren, Beiträge sowie gebühren:
artige Entgelte!).......0.0.0.10.00000
17. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-Zen
 2 El ck Br RE KR WE
18, Sehuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außergewöhnliche
 Veräußerungen.........-.
19. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) 1)
20. Spezielle Deckungsmittel ins
gesamt (Summe 16 bis 19) .......
21. Mithin Zusehußbedarf (15 abzüg!

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1 1979| 5719| 68890 | 135770 | 127701 | 133 770

) bis I” Vel die Anmerkungen auf Seite 130/131.

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
1000. bzw. AM?) ;
EEE TEEN nn Lama
Gemei, z % .
Gemeinden (Gemeindeverbände) | Hansestädte 12) —_—_—
ll
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Wesen
Kirche
5a] a! a)

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1859] 1526] 1892| 1.978
1241 ] 1567 1601
285 | 325 | 877
890 | 2141 | 2343

539 | 875

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10586 | 0500| 18282

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10512 | 10484

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210 94) 1491
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824 | z01. il 1m
a ni
9658| 0171| 12186] 12889] 155]

102

557 640 | 1.335
MO) 107 154
97] 1726| 089 | 1887
' 0| 78.705 | 187 299 ] 141 897 | 152 378
        <pb n="127" />
        — 152 —

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)

Ausgabe- und —
1 © | ohne Hans?
Einnahmearten ns a m 09 SE
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Bildungswesen
(Sum
4817 | 178 359 | 644847 | 694071 | 780 778
wor! 522647 | 563287 | 630 680
„| z02200| 130783| 15009
1985 ! 63187 1 105 686 | 128 732 | 1457399

- Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ...........00000000 |
Davon:
Behälter und Vergütungen „.......00.
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hin-Ferbliebenenbezlge)
 ....0.000.00u00 0m
&amp;gt; Sächliche Ausgaben (einschl. ArbeiterjölDe)
 arena ON
. Zuschüsse und Unterstützungen, ins-Me
 adere wirtschaftlicher und sozialer
ı. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
3. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-HABE
 AT Dr a ar KR KR ER KEG
7, Sonstige Ausgaben!) .......0..0.0.0.0.000
3, An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
4, Erstattungen an andere Verwaltungs-A

10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
!1. Erstattungen von anderen Verwaltungs
zweigen und Entgelte von den Betrie:
DER ren k EN E KA nKEAG
+2. Verrechnungsverkehr zwischen Ge:
meinden (Gemeindeverbänden)®) .....
3, Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
nd 12) een Kr RE FE REIHE FREE
‘4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)®)...........0.0.
5. Ga Finanzbedarf (13 abzüglich
‚6. Gebühren, Beiträge sowie gebühren
artige Entgelte! ).........0000000000
- Rückerstattungen von Unterstützungen
sozlaler Art!°); Stiftungen, Zuwendunzen
 u.del.o..00..000044 . +.
* Schuldenaufnahme; Fondsentnahme
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen..........
‚9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!)
20. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19} .......
21. Mithin Zuschußbedarf (15 Aabzügl
'} bis 1) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

2211 8911] 16753

28 667

69961 | 14928 |
106487 | 2085251 201533! 2407%

141 |

1

160

881

31300 | 32729} 42127] 6588
549 a12ı 701 57

2402 | 2576

164

84839 | 173407] 176849!

186 454

27884 | 28234! 30514

584772 | 1319 044 | 1 307 346 | 1 575.88

4 075 | 27 884 |

28 234

"839514

ag
5834 772 | 1314 644 | 1 387 946 1157

IQ

9

€

8877! 61327] 86204| 929

4075 | 27866! 28215 | 39495
108! 233! 23! a4!

525 895 | 1 25331711 301 042 | ı 482 4

26628 | 0269| a0 93605

b

BA

2665 | 1045] 10631 1752

5689 | 1608) 4794| 575
113 7552 | Kon 14187] 15618
- A
85 | 498 | 540 558 | 52 534 / wu 107053] 116
X ) rn sm
3890 | 27368 | 27675 | 38942 | ATS 361 | 1 164.368 | 1 195 309 1 1 365 77

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 A bzw. AM?)
SE EEE
Gemeinden (Gemeindeverbände) * .
nn SELL Insgesamt
a
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | ‘1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Asgesamt
ne 111)
511355 | 703 977 | 745 608 | 818.007 |
631.097 | 694 189|
114512 | 123 =
227 323 | 253 ass]

— 153 —

284 315
420 423

17.526 |

33040| 42443| 52 1531|
74 3301
20 091

1409] 3212 '

3775| 4108
391

91187 | 1942911 206941

240 665
269849 | 315 505
11 800 20 091

43997 |
78 020 |

62530 | 68 208
8288| 11800

405

150 484 271 460 |
78020 | 8288

31.653
5574 |
18914 |

79 or 113 499 |
3857| 1087|
73 524 | 91 984 |

139 319
1214

7048 |
66

47283 | 5844
17 5

6 746

m 17115
7189| 4186

161 630 | 212818
11683) 1271
271 405 | 292 614

105 997

al

E

103773 | 249 359

Ba a 3.156
211.588 |4 188 958 | 1301954 |1 468 221

45 891 *

77 680 | 84444

3 156
96 725 | 1496 126 | 2609 166 ! 2801 978 | 3179 883

1 768

1768
10384 | 12967
Al
262481 | 280 683

1416

8 556 |

10384| 12967

[1416] 8556

O0 172 17 fang m mm
172 ' 4180 402 |1 291 570 | 1 453 487]

45 891

77680 | 84444

96 725 *

$3.978 | 169026| 176056] 187 618
u br -
36 194 | ron 37611 115514 | 1 265 869} 45680 '
1
136 852; 153726! 5 495

Es

19972

56

22.866 | 220 436

771615 | 84342 '

96 659 ' 1391 844 | 2370 174 | 2529 113 | 2884 465
say! 6157| 127127] 215200| 247525| 250142

5 766

6 4395

4187| 29801

3673

7

9114| 5319| 4124

5511

| |
35818! 68905 | 109 240 37455 | 74046 | 97 466
17 930 | 21 466 | 21 450 32261 26106) 43799
TOT = re a nn a
| 194787 | 247078 | 271 240 7195 | 5986 266 931 ! 290235] 361801! 396 917
609 177 — { 1 1 | | ı x 1 | EEE
177 | 816589 | g968435| 994629| 38405 | 71619| 77814 | 88224 | 1124913 | 2079 939 | 2 167 313 | 2487 549
        <pb n="128" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Länder

Ausgabe- und
Einnahmearten

Reich ME
ha Ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
u ———————— mn rn. mE
IV. Wohlfahrt
1. Wirtschaftliche

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ....0..0.0000000000 00
Davon:
‚zehälter und Vergütungen ‚..0.0.0.0.0000
Zersorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezlge)
 „.0.000.000.0000000
„ Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-U
 A vw
Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Sehulverbände usw.)?) .......
», Verzinsung und Tilgung der Schulden *)
Fondsbildung, Gewährung von Dar-'ehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
;owie sonstige Ausgaben außergewöhnice
 Artıekı Gr HC KA KR FRER KR
‚ Sonstige Ausgaben!) .........0000000r
„ An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®)
ı Erstattungen an andere Verwaltungs-BWEIROT)
 | Ka Li RE FE DEF RER
L0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
11. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DOM
 ) er er era kr nun Hann
.2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3, Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
And 12) veeserereenne rn nn
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
1gl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)?).....0...000000
5, Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
5. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte? ).......0.i0.00000000
Rückerstattungen von Unterstützungen
‚ozialer Art*!*); Stiftungen, Zuwendunzen
 u.dgl....... -
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grund-‚tücksverkäufe
 sowie sünstige außer-‚ewöhnliche
 Veräußerungen,.........
3. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)‘?)
'0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.

2113

az! 4m 5.065 | 3364 | ‘13567 | 15.350 | 17 786
11104 | 12414 | 14 271
2463 | 2936| 3615
6667 14262 } 30427

932

81
AS

54 353

261 551 | 307 476

421 284

2929 ' 125531 39618 | 31578
1536‘ 7254| sm8| 129

101

1 367

664

3778 | 823) 2311 | 782
39 | 3710 2
zu] mel anal are

58 975 |

n — EN - — EEE aa essen
282 218 | 380821 | 445009 | 19822 | 76229 | 111 444 | 128788

58 975

989.018 | 380821 ı

445 009 )

19329 |

76229 | 111444 |

‚og 128

4
1.856 | 354 !

958

58 975 | 282 218.

330 821 | 445 009

19321 | 74373 | 111089 | 12847

&amp;gt;

29:1 403

yaco | san! as! Au

192 '

»

2523
„385 |
4908 |

2774| A086 | 109
al 1sal 29
de
„825 | 8602| 16®

En kn va — dr
54.067 | 281 712 | 330338 | 443462 | 12248 | 67548 | 102487 | 112425

1) bis 1?) Vgl, die Anmerkungen auf Seite 180/131. — 1) 1913/14: Armenfürsor: 5 : 26/28;
OR Ygl. d: } p 0/1381, : ge sowie sonstige allgemeine W. flege, 192%
) Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) ist im Rechnungsjahr 1927/28 der Verwaltungsaufwand für J NE Gosun”

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n 1000 ‚A bzw. AM?)
A ——— Anal. .*
Gemeinden (Gemeindeverbände | . .
—— ( ndeverbände) Hansestädte ??) insgesamt
5ädte
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28
hl SS AA | AO | = L—— zz“ zx=—.
xesen
7ürsorge 13) 14) 15)
15525 | 74503 | 78 040 | 123 949 2543) 5478| 6114 | 7038| 23545| 97399| 103676! 153838
|
70226 | 111964 4925| 5538| 6414) | 8780| 391 692 | 136 944
7814| 11985 553 | 576 | 9572| 1 m 16 895
322760 | 242729 | ._.- 46211 6735 95330 | 288409 | 361563] 295790

656.980 | 651 843 |
5 7m 10.099 na
3.661 15321 6091 6.066

6633| 34161] 422241
134| 370 841 | 1679]

154575 | 791 335 | 1046 298 ] 1 137 355
. {
6 103 15 202 16718 | 15.260
5762| 1532! 6091 6066

7916| 18156] 26712} 31332 |
1474 2928 372 1 646
31663 | 136 528 146 097 | 149 491

215 |

716 |
x

641 354
63 78

40 172
1730
33'728 | 168 183 | 180232] 189326

A |

31

5

"A 131 672
245 252 | 984 600 | 1 247150 | 1 351 020

HH ki BD
12276 | 45349| 56634| 56789

nt 4 42019
SER LSESSUCELTAGUNG I aSE SOß

® 26297

3 / 26.297
37535 | 132090| 161344! 178708
|

37535 | 132090| 161344 | 178708 |
207 717 | "852510 | 1085807 14146015] 12276| 45340| 56684| 56789]

2373| 36683 | 348431 424741
a
205 344 | 815 927 | | 050964

5!

| 83 |

68 |

2379 | 38 616 | 35 280 | 42 800
295 911 | 1217690 | 1 549426 | | 733 750

V103541 | 12271: 45272] 56552| 5672)'
51741 7574| 210591 2521] 7571 680! 1391 181

83311 20266] 26845!

32 007

23.086 | 64.484 | 77422 | 28311] 1375| 3188| 4098| 5156| 24465| 67678| 81713!

83 508

| |
5301 6014| 20223| 2396| Se 5 67! aı3| 13518| 10%0| 24412! 35203
11.345 1 671 12 372 16 097 | 904 | 1920 570 588 14 745 |] 14 130 | 13 275 | 17.045
|
fe ! a a a
15906 | 90748 | 131077| 148585 | 8172| 5793| 6084| 6575| 61059 | Ti2 87 | 146 246 | 167 7638
9438| 716084 | 919 887 | 959.956 | 9099| 39479| 50467| 50146 | 234852 | I 104823 | I 403 179 | | 565 987
‚926/27 ; ; ine Wohlfahrtspflege. —
A6itswen 2 41927/28: Fürsorge nach der Reichsfürsorgepilichtverordnung vom 13. 2. 1924 sowie sonstige allgemeine Wohlfahrtspflege,
"wesen und Leibesübungen. bei der Wirtschaftlichen Fürsorge nachgewiesen. — 1°) Einschl. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.)
        <pb n="129" />
        ‚56

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28?)
Länder

Ausgabe- und
Rinnahmearten

a Ohne Hanse
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
SO SE 0 BEE EEE EEE. TE
Noch: IV. Wohlfahrts
2, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen

Reich

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- '
löhne) insgesamt ......0.00000000004000
Davon:
Zehälter und Vergütungen 2.0.0.0...
7ersorgungsgebührnisse (einschl. Hin- |
terbliebenenbezüge) ...00...000000000
ı„ Sächliche Ausgaben (einschl. ArbeiterlöHDe)
 eeeerrern een n nn
Zuschüsse und Unterstützungen, insjesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
„ Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
» Verzinsung und Tilgung der Schulden*)
:. Fondsbildung, Gewährung von Dar-‚ehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
j1owie sonstige Ausgaben außergewöhn-BT
 EN
7, Sonstige Ausgaben”) .......0.0000004
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl. ®}
), Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIBE
 ) Gr 4krr re NR EEK NO
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
11. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DO
 era ek eek nNRAKEN N
„2, Verrechnungsverkehr zwisehen. Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
;3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
URL) aan KR KK Ka KRIEG KK ER
;4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
igl. von Reich, Ländern, Gemeinden
‚Gemeindeverbänden)®) ..........0....
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
„6. Gebühren, Beiträge sowie gebühren-Artige
 Entgelte*).,....0.00.0000000000
17. Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-PO

Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundztücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen..........
9, Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen )!!)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl
90) 2000

612 | 1150| 1176 | 1426 | 15795 | 29132 | 30555 | 33157
909 | 953) 1161 | 24584 | 26 757
221 | 223 275
zus] mu)

23.558 |
. 5574 | 5971 |
18 809 31512 | a3 787 |

99

11007 | 114541] 106381

4 288 | 10 262 | 10300 | 14131
842) 375 |
7

3

eu 4248 | 74 7527
80 21 29

a

9103 | _ 32015 | 30 428

| 266 |

15782 | 15247 | 15626] 54976 | 107212 | 115898

4292 757

1266 | 15732 | 15247 | 15626 |

54976 | 107212 ı

115 898 | 122 757

48 |

238 '

381

83

1266‘ 15732

15247 |! 15626

54 828

A
106 974 | 115518 | 122 375

„18

“ar

113 !

14667 | 35502 | 39015 | 40703

G

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62

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‚137! zu |
5612| 35] 3%
EA rk,
39286 | 43537 | 47300

„632

356

16571 |

——— = p—— wx - ————_—
„262 | 15583 | 15.085 | 15487 | 38257 | 67688 | 71981 | 75%

N bie 2) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131. -— 13) Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänd: ist im Rech jahr 1927/28
yiesen. — 4) Einschl. Einrichtungen (Anstalten u. dgl.}. indeverbänden) ist im Rechnungsja

Wen wirtschakt ei
304 Tier 27 546
— 357 .
Noch: Übersicht 14
ler-Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
"1000. bzw. AA
N —
Gem: » . -
‚enden (Gemeindeverbände} | Hansestädte 12) insgesamt
Adte
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
U DELL

Vesen N
Md Leibesübungen!?)14)

45 558 | 143 878 | 157 544 | 170 495 / 7201 | 18 505 | 17 900 | 21 538 | 69 166 | 192 645 | 207 175 226 626
231 536 148591 | 155 818 176839| 16910 | 20 436 | 173 642 | 186 038 | 204 172
990 | 1 102 19 003 | 21 137 22 458
34 080 | 34405! 176 703 | 403 941 | 416 221 496 375

14 788 |

40474 | 39772 |

56 822

550

35271 39891 65501

19825] 65 2) 65515 | 88 140
26047 126 m 2.090
34 381 61951 11085 20 538

Me 04 100 1.685
4334| 6195! 11085| 20538

FE

62614 | 78113] 106106 | 134910|
4155| 2618| 401| 734|

a 27551 5763!
1 | 3

3.380 }

82543 | 85116| 119803| 145817
4 306 2644 438 770
14674| 38607| 39458| 39488

5548| 6940) 65391

9042

313 20

817 230 | 668 731

15.056
830 634

84905 | 55460| 61750] 65885

. . 15.056
404 432 | 795 634 | 861 627 | 1 034 902

120 452 |

10 347 |

1 130799
2075 | 10.062 | 10 174 | 13 829

3075.
nn a m
10240 | 607168 | 58 557 | 696353 |

240905 | 55460] 61750| 55588|

7093| 30425] a3708| 34804
Wr —
1 a 576 743 | 624 849
799 | 936007] 248482 |

221 9252| 307271 a4 130] 35 209
61707| 555161 392105] 754845| 817321 | 855 066
10068 | 25531| 28101| 20383! 117534 | 297158 | 315708| 281561

220 362

8461| 15706! 19005] 27819

11

31

45

179 1 8478| 15772 | 19318| 28052

689] 61 728) 35 976 | =.’ 94 855
N 951 | 21 015 | 33619 | 30260] 40259
a En ——— N a ft
16672 | 361 074 | 875076 19737 | 26418 | 28980] 22202| 208 755 | 882525 | 433 755| 444 727
128 67 Y 1 x .
Ya ZZ dt
| 260071 | 263775 | 286 472 | 15.157 | 28978 32725 | 33314| 183350 | 372320 | 383564 410 338
Srwal: 8
tüngsauftwand für Jugendwohlfihrt, Gesundheitswesen und Leibesübungen bei der Wirtschaftlichen Fürsorge nachge-
        <pb n="130" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs:
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28’)
Länder

Ausgabe- und Reich DL
z ohne Hans®
Einnahmearten — —— — EL PLZ
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
SELL
Noch: IV. Wohlfahrts
3, Erwerbslosenfürsorg®

;. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- |
löhne) insgesamt ‚.....0..0.0000000000
Davon:
;zehälter und Vergütungen ‚0.00.0000
Tersorgungsgebührnisse (einschl. Hin- |
terbliebenenbezüge) ........00.0.00040
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-SAOÄDE)
 a a KERNE LE RE
;„. Zuschüsse und Unterstützungen, ins-Andere
 wirtschaftlicher und sozialer
Lt. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)}?) .......
&amp;gt;». Verzinsung und Tilgung der Schulden*)
5. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhnlicher
 Alfereeserereennreennennennne
1. Sonstige Ausgaben®) ...0...0000000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
2 Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIg@T)
 200000000 r nn
10. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DE
 ak Gi KR KR KR EEE
2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)‘) .....
!3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
‚4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
‘Gemeindeverbänden)®)..............
.5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
‚6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!).........0.0..0000000
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-KOM
 1: GEL EC BER HER DEE Bi
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundztücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen..........
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)*)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.
| 4 Z za EEK RA a

1067

1 109

652 |

41}

470) 430

123

956

574 |

366 |

433

398

153
a al el

35

‚21 3380|

445

502

x 1 10001 | 315315 |

204 212 |

187 | 110706 | 213602 | 7660

7”

589 |

7a

23699! 129 851 | 140 984

66 846 | 152 160
19

20 759

35.100 | 60000 | 1200|

150 | 12142 |

19731 1 18260

m

460 214 | 310227 | 350914 | a7 | 10407! 38087! ıe788

7

160214 | 510227

350974 | 875

194077 | 386487 '

Le
127 63

33344 | 58843

97

7

160 214 | 510227 | 350974 |

373 | 160733 | 327 594
354 | 411

wu
126 652

14

1843 | 69619 |

52 276

VO | 77 456

137?

2935 | 3705
ATS | aaa seem

356

A

JE

372 | 15 '

27 | 155436 | 436903 | 291 997 |

1) bis 12) Vel, die Anmerkungen auf Seite 130/131. — ®) Bei den Gemei ; A
; . n Ss 5 ö emeind verbä ind i jahr 197%
lie Arbeiten ‚durchgeführt sind, — !% Im Rechnungsjahr 1927/28 sind bei N ie Beh abe i
and Unterstützungen, insbesondere wirtschaftlicher und sozialer Art«, die auf Grund früherer Gesetze a Ueahlt Debren Sinschl!“
5 N ;Täg

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
11000. bezw. AM?)
zz Sn EA NN VE
Ze 2 = hä .
Jemeinden (Gemeindeverbände) | Hansestädte!?) insgesamt
A L AA ne L_—
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 ! 1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 ! 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

vesen
einschl. Arbeitsvermittlung) 13)

599 |

1 663

"6

814 |
ar

wol 34131 3210)

1.900

30

25

4653

1586

3192} 3010

1777
125
7614

10 10 z3 | 221 | 200
2255| 4284 | 3184 | a] | 11 04€

Ar

“677

) 365

83 |

62633 |

129 172

14)26 937

RR

4 933
210 |

5433| 79

725 | 278 283 | 663 522

239 608

721 17924 | 22561
47] 1431| 4385

:4)34 808
12 |

263 ] 49 |

!
„95 18 717 | 22 853
47 1431 4 385

34 884
12

082
30

288 764
88
771 34541 6450|

2321| 1295 |

233

|

1082 m] 572 069
50 497 | 88

241 970
1
19 968

509

327| 5060| 2618!

31 | are

453 8419 |

62278

8

11382 | 12872] 5080

"55809 | 507 258 | 1308 355 |

545 957

949

9
5019 | 165403 | 430880 | 61324

2! 6182|

13 939 |

92| 6182| 139391

8

11382 | 12872!

5 080

107 | 16541 1

18196 | 1904

7

116 |

107| 49885| 77081

2999
542 009

ii 2
2912 | 148 862 ı 421684 | 59420

'r 62 | 12830
592

ı 963
110 7

5340| 481 19) ! | 272 335

75| 951

2285

)

497 |

75 1646| 3289

424

31 6414] 42570 |

IN

ic

44 | 6533! 42852:

123

326 140 | 143 903
405} 530! 7092
F
1089 | 45165 | 876811 | 151542
„5| 4544| 2251| 436026 | 895524 | 390 467
8 Aus al .
treuen Od Einnahmen für die wertschaffende Erwerbslosenfürsorge bei den Aufgabengebieten nachgewiesen, für deren Zwecke
©h der Zahl, Zungen nach dem Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. Juli 1927 unter »3. Zuschüsse
ungen an die Arbeitsnachweise unter »4. Zuschüsse und Beiträge an Zweekverbände« nachgewiesen.

5
67
192
        <pb n="131" />
        1 ö(0)

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28?)

. Länder
Ausgabe- und Reich m
i a
Einnahmearten | m Ohne Hanse
) 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
—— 5% FE A ——
Wohlfahriswesen
(Sum

Persönliche Ausgaben (ausschl.Arbeiter- "
löhne) insgesamt oo.r..0000000000004
Davon:
zehälter und Vergütungen ‚....00.00.
7ersorgungsgebührnisse (einschl, HinterbliebenenbezUüge)
 ...0...0000000000 0
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-'öLNE)
 4.2 eek Kirn ER HR KR KERN
. Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)°) .......
» Verzinsung und Tilgung der Schulden *)
» Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-HODOr
 Alte 42 00000 HK EEE EREE EEK
?, Sonstige Ausgaben®) ....0....00000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zu- |
schüsse, Beiträge, Erstattungen u. dgl.®) |
3. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWOlTE
 N GE RK RO ER KR
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
A. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-BD
 er e er ern nn EEE
2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
1311 00 5)
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
del. von Reich, Ländern, Gemeinden
'Gemeindeverbänden)”).........0.0..00
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
IE) ereererer nr E
6, Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!*)..,.....0.0000.000000
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art?!°); Stiftungen, Zuwendun-300
 U Bl ern Kr RER KR REEREER G
Schuldenaufnahme ; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außergewöhnliche
 Veräußerungen.........,
3. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) !)
‚0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
;1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.

2725

598 | 6456 | 7153 |
4 993 | 5 422 6 030
975 ] 1034 / 1123
20 828 24192 | 25455

19160 | 43100 | 46375 | 51373
41 425

2509

35.028 | 37431 |
8072 | 8944 |
41 559 ] 48 494 |

216

9 948

a |

21073

68 015

54.579 |

372 569

634.245 | 636 134 |

7404 ! 133521 | 263520 | 53369
2401 | 82121 6367] 1716
a7

) 161 |

18

23699 | 1312398 |

141 648

11 790
1479 |

71917 | 162225 | 116 101
3750 |

23 | 35 100 | 60.005 | 1219 |

11317 *

„5459 | 26767! 88818

0268 | 458 164

356 295 | 811609

714 671

377518 | 613779 | 379 126

50 268 | 458 164

356 295 | 811609 !

74671 | 377518 | 613779 | 37912

49 | 35438 |

59 578 |

1 619

60 268 | 458 164

456 295 | 8/1 609 *

14 522

342 080

—————————————
554201 | 377 507

„85 |

wol 15161

16067 | 37701 |

43595 | 45892

4601 12

1843 | 69654 | 52276
|
2389 / 3305 | 3908 | 6871
aa
4912 | 5433 | 78071 | 60668

9590 | 82253 ] 10493
2877 | 4054| 438)
23645 | 50200 | a0 808

| 55356 | 452731 | 782324 | 750.946 | 50877 | 291871 | 423839 | 222 19

‘) bis I) Vel, die Anmerkungen auf Seite 130/181.

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
"1000 .4% bezw. AM?
BE AA
Gemeind indeverbänd ’
a m. (emalt Lover ne) Hansestädte !?) insgesamt. .
Et
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/22 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1907/28
N = — 1 ss —
Insgesamt
me IV)

51 682 | 218 743 | 235619 | 294.448 | 9.744 | 25 646 '

25 609 | 20] 93 8 | ze) (nk 060] 382 36
“264 667 | 280 40 | 34 892
; | 26 i0h| ; 8 320 | 39 473
272 r 204.949 | "#68 83 | 799 780

200 423 | 213 852°
18 320 | 21767 |
234817 | 605023] 671046! 664084

267 785°

24217

26 6683

1 429 |

1675

15 934 '

37 539 '

45 101

05 931 |

586 177 |

825 925

735 601 |

7211

42621 | 51646 |

39 999

175 125 | 1.134 888 | 1775 335 | "1 465 102
52234
26 616

6.497 | 26 343 |
380421 9158!

34022! 48786 |
215611 266161

134

s80! 11121 17331

9082] 35 we "AX'5017
40190 | 9158| 2156

1 0 175 025 |
5679| 60241

421581 | 166242} 14
8611 23811 m

5792 ‘7701 | 3967
8 73 85

97534 | 276 433 722.905 427 958
7229 | 9782| " 965] 2501
"48729 ] ‘257 486 | “305 871] 248782
. “ 57075
743 796 | 2 721 288 [5 971.030 | 3 562 415
“14. 157.096
4606 148 zu) ‘185 488 |“ 71093 486

37 388 | 146 922 |

159.086 | 159041

5 1

“an |

nt 146 728
561648 |1 773 415 '2 369 701 |2 243 928 |

47209 | 112191] 181 255

10.347
127 753 |

146 749

10.347 ı

40702 | 148 334 |

185458 | 193 486

520 046 11 025 081

2 184 244 | 903 692

47209 | 112191 | 131255 | 117406

11738 | 119228 | 146 493 81 008
. 8 kn“ 7
kl
691 356 |2 453 726 |3 639 080 | 3 130 825
125940 | 319070 | 345872 | 313992

11573| 83649] 86747 | 9183

36

141 | 168

206 |

"Sana. ZEN
509 375 || 541 432 |2 097 497 ] 1 824 509
99048 | 254176 | 271826 | 2455731

A7 193 ı 112050| 131087! 117200

10 825 | 26 908 | 30.043 | 21.011 *

3590| 36 604! aan 90a 206.206)

1386| 3338| 4424| 5334

32 987 | 89'983 | 143 882 | 111 682

58 78 ; '
8 68696 | 264182 | 1155201 76193 80350| 418991 | 273961
30 01 | ] ; 3 Pad /
S| 42209 36 824 | 51 ss | 35783 | 51154] 48067‘ 64397
ZA A
451 a 713 830 | 518 853 | 29196 | 270 008| 540 557 |" 956 813 | 764 032
289 936 71 09 ; | a . 1 | + u 1 x
9707 | 1385 667 | 1 305 656 | 24284 | 78820 92437| 88 004 | 420 453 | 1 913 169 |2 682 267 | 2 366 792

T.

"Manzen Und Steuern

A AA
1
        <pb n="132" />
        4;

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
| Länder

Ausgabe“ und
Einnahmearten

Reich nu
ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

V. WohnungS5

Porsönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- ”
löhne) insgesamt .......0.00.0.0000- 10000
Davon:
Jehälter und Vergütungen ‚...0.0.00000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ......000.0000000
Sächliche Ausgaben (einschl, Arbeiterl‚ÖNN®)
 are 0nen nenn rennen nnnEE N
„ Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
Fondsbildung, Gewährung von Dar-Jehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhnlicher
 Artas....0000r0n00 nn Harn E NEL
1. Sonstige Ausgaben”) .......000000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
4. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEig0')
 20.0.0000 00 0000000 NnET
:0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
.1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DO
 ed aee rer
„2, Verrechnungsverkehr zwischen Ge
meinden (Gemeindeverbänden)®) .....
13, Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) o..0000000000000 00 EanEEN
‚4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
ägl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)*).........0000)
5. ir Finanzbedarf (13 abzüglich
[6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte*").........0000000700
‚7. Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-700
 U.dgl 0.000000 00 0000ER
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grund-;tücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungeh..........
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)*) |
x0. Spezielle Deckungsmittel ins- |
gesamt (Summe 16 bis 19) ........
1, Mithin Zuschußdedarf (15 abzügl.
BÖ) we eer en enAEE MRE MEER EEE

368 |

2095

493

nr

727

404

168

mn

"X

ABC

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106 | 1 471

A

29208 | 11107 |

14 775
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3389 | 21.065 | 160 645 | 69 291

3.244 |12)239353 |) 269158 (19) 365313
1.255
11359 | 1274| 1078

3393 |

21065 | 160656 | 69368 !

3401 | 281853 | 304394 | 385 922

392 | 21065 | 160656 |

69368 | 3401

281853 | 204394 | 385 922

11 13706 |

26 469

“65 | 160 656

401

281 852

CD ——
290.658 | 359 453

102 }

57

4/1

3766 | 92 | .105.998 |
998 | 859 4017 |!
4764| 951 | 110015 |

19 014 |

1244 | 40 866

18541 | 8488
5383] 5@

10.328

PP

AD
20342 8224 | 41454 | 53980 | 8548
— 1372 | 20114 | 5064 | 40026 | 157 | 240398 | 236678 | 273%

1) bis 1) Vel, die Anmerkungen auf Seite 180/181. — 1%) Einschließlich der Beträge, die di ; i ände) 9
Et tn ) aließlich der Beträge, die die Gemeinden (Gemeindeverbän‘ )

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000. bzw. AM?)
a FE
Zem! . . ..
Temeinden (Gemeindeverbände) | Hansestädte !?) | insgesamt
tädte A. DE
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1018/14] 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
a N ET A
wesen

28 | 18981 | 19.445 | _-17572
 | 17919 k 20 870 |
7409 | ie 1877|
20] 10552) 972] 14342|

652

636 |
634)

n3 |
706 |
R

a2] 20501| 20977| 23952
18 909 | 19 280 |
1592| 1696|
423| 115021 104721

50)

21 980
1974
15 105

x

6

220

24! 4026| 4976 | 5117
1 nl A 4747 |
44] 21786 | 36612! 55970

176! 70271

373. 4 444

6623|

12671

'| 36 159 | 15 0421
944| 217861 266121

19 523
57 984

17.924 651550 | 846 481 | 987 686 |
81| 3307 160° 8821
1] 1075| 13908| 26 818 |
1.058 |
19.853 | 719228 | 935 279 | 1119 368 |

4 598 |

60 520 | 63.276 | 74 092

29 155 | 488 I) 1.359 560 | 1‘) 1 496 382
811 3307 160 2137
1] 124384 15 182 27 896
. . ; 1.058
31 310 I 082 621| 1464 628 1 656 711

4664| 61475| 64298| 82052

95

304

95

1153 |

304 |

43%

1153|

439

19848 | 717075 | 934075 |1 118 838

4604| 61475| 6420| 82052]

31

11112] 1568| 1.359 '

3} 1113} 15 100 | 27 828
31302 || 070355! 1449224| | 628 349

a 705963 | 933611!" H7 474

4664) 6°

751 64728‘

82 057

661 30311 3713] 3345

321 |!

188 |

218! 66| 4354|

3958| ‚ 3635

21] 19271 1058 | 1490

£

221| 1947 | 1058| 1.496

6 ln .
068 113) 236 317 12) 381 532 |15) 457205 | 4590| 14 517] 18274| 20551 | 27668 | 291792| 554 345) 581 656
985 | 13 381 | 18191 | 37344] 226) 1 174| 171 | 1 15 432 28 a 48 372
a a
255 556 | 404493 409385! 4500| 15564| 19637| 20946| 29938| 313 525 | .588126| 635159
505 | 450407 | 529118 | 618 090 | 74| 459l1| 44661 | 6l wi] I 364 168m | 861 097| 993 190
len La
“ndern als Darlehen erhalten und selbst verbaut oder als Darlehen weitergeleitet haben. — *) Einschließlich der sich aus
        <pb n="133" />
        164 —

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Reich Länder
OO Ba Ohne Hanse
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
RL
VI. Wirtschaft
1. Förderung von Landwirtschaft.

Ausgabe- und
Zinnahmearten

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ......0.0....000000000
Davon:
jehälter und Vergütungen .0..0000000
7ersorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ....... #.
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-ÜBEO)
 4 2 Kak SE DE SE EEE
Zuschüsse und Unterstützungen, ins-KEDRSETS
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
Verzinsung und Tilgung der Schulden“)
Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
jowie sonstige Ausgaben außergewöhn-HET
 Abe ir kr KR KK KR KRKEE
', Sonstige Ausgaben”) ......0..0.000000
. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u, dgl.°)
3. Erstattungen an andere Verwaltungs-2WEIR0)
 VER LER TEKEE
:0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-BOB")
 een Ka WR wo
12. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
ud. 12) 04 EA r EEE KA KU EA
+, Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
igl. von Reich, Ländern, Gemeinden
Gemeindeverbänden)®)..............
&amp;gt; Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
:6, Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!) 0000. Cure
‘ Rückerstattungen von Unterstützungen
3ozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendunsem
 W. dessen enrre nennen
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerrewöhnliche
 Veräußerungen......
4. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)**)
»0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19).........
ı1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl.
BO) errrkrer eK RE REKEN

n9l 5454| 5367 | 6256 | a2473 | 65988 | 66602 | 73572
4434| 5218 | 51767 ] 57 229
933 2087 14 895 | 16 343
2494] 28051 wor | auss

‚110

62

3195 | 54287 |

31 395

27899 |

78 101

30 420 | 39 808

Cüy

759 |

3

393 | 3414|

90 992 |

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4800 |

21 689
79

28 360 |! 60453 | 62492
185 17 / 131
3926 | 94 » 801

zw] a!

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125 |

23

7042 | 34858

153 340 |

101 074 |

108 589

9215 Pe 9219 198 | 920 380

7 042 | 34 853

153 340 | 101 074 | 108.589 | 215824 | 212126 |

Dan 380

9 |

5 DO

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RSS

153 340

101 074

108 264

a———
513564 | 211778 | 229 646

+ 664 1 23974

l
1713

1249| 6031 1174| 11a | 10760

KQ

‚9

18 667
174! 21261 26781
6674 | 1512| 22506 |

19 538

11053 '

=4 969 | e577

12279 '
19836 | 36488 | 35275 !

13015 | 13765
a nn
mann | 00389

368 | 33341 | 130834 | 81238 | TI776 | 178289 | 132277 | 139%
EEE ; nA x 192725
1) bis °) Vgl, die Anmerkungen auf Seite 130/131. — 18) Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) sind im Rechnungsiahr
achrewiesen.

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n1000 A bezw. AM? ;
EEE NND ET
„Gemeinden (me vörmdt) | Hansestädte 1%) insgesamt
tädte nn a
1918/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
—— he Sc — ZU — AA
and Verkehr
Gewerbe, Industrie und Handel!*)

4748| 7179| 63421 8279

532 | 756 | 827 1 842 | 38 42.) 2987] 79 198|
640 | 694
116 ' 133
368

88 948

6973| 870
206 | 473
6151 | 19823 28 034

7654

70 831
18 117
87 708

625

37 542

11411 ] 16 794
. vn! Km 2226
5369 1171 3.860 7960 *

348

1759 | 1651

van | 3372

114466 | 103 153

94 792

4

un 268 1533! 1937 2250
5.369 1171! 3860| 7.960

2056 |
970

17 380 26 822 | 38 328
549 2321 602
3131 | 1633 |

757 |
„1

1507| 2911

1330 *

x |
35895 | 506611. 181178 | 156 833
734‘ 2248| ‘ 5533
4684| 12252

an |

3316

-—_ 4651 |

. 36
40846 | 82156 | 84806 | 119087

2.955 |

1390 |

‚758

„ 89°

168 432: | 317 223 |

36
456 121 456 313

8

519 | 1046| 789! 1168
War | er ı0 | aaior | HET 2006| am aa
9227 81110 | 84.107 | 118 791 | 2955 | 4300| 578

|
5191 1046| 2789| 1168

A892 |

za | an] 4.268
511739] 452221| 450 867
63! some! ayner

2158 | 2175| a | 3521
ee sam
7069 | 58935 |
3599 | 4487 1] dir

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540 |

1 079 | R95 |

1 242

aız87| 17400] 9994| 113202
14935 | 19 021 | 25.2821 26 757
ame] 55 | 146 202 | 162 588
FT — .. — N EL ‚A
! ı| 40485 | 647921 1059] 3015| | 2985 | 100578| 255976} 305931 | 288 280
le Ay .
Sgab M N .
N und Einnahmen für Förderung des Verkehrs unter Förderung von Landwirtschaft. Gewerbe. Industrie und Handel

5636 | 23514 | 30 382
1907 6561 | 10.129 | 10.304 |
a
1604 | 700 | 40873 | 50478 |

10.686
        <pb n="134" />
        166 -

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Reich m
A BE
1913/14 | 1926/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1025/26 | 1926/27 | 1927/28
Noch: VI. Wirtschaft
2. Verkehrswesen (Straßen, Wege,

Ausgabe- und
Einnahmearten

. Persönliche Ausgaben (ausschl, Arbeiter- ]
löhne) insgesamt .....00.0000000000000 |
Davon:
Jehälter und Vergütungen .....0.00.000
Versorgungsgebührnisse (einschl, Hinterbliebenenbezüge)
 .....0.0.0.0000000 0
u Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-JÖHNe)
 vera re rer een N HAHN
Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
„. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
» Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
;, Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-KOT
 AT dr RR KU RS KL
7, Sonstige Ausgaben®) ......0.0000000000
An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
„ Erstattungen an andere Verwaltungs-SWOISUT)
 LEE HE EEERRR KR HR KR
‚0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9}
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Beotrie-00H
 ) ers r ernennen ern
23. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) 0000000000104 00H ra KERLE
A. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
gl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)”).........0..0...
‚5. Reiner YFinanzbedarf (13 abzüglich
„6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte*).......0..0.000001 000
„7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendunzen
 U.dgl...0000000000000 000 .

1875 | ‚8286! 9806| 10887 |
1688 | 7454

202271 31016 | 31785 | 35027
24208 | 24109 | 26624
6 808 | 7626 | 8403
51.098 | 47962 53906

187 | 832

608 | 814

169 | 53465

66 093 | 61324

6 800 | 28 631 |

22399 | 50380 |

| 7340| 86701 8730
2.339 5861 14781 1193

10 772 |

82336 | 91739

96 398 |

96959 | 55977! 76244 | 86698
28 0

1 su wen 12115 | 6286 | 12867 | 11639 | 9 562

;2.687 | 182.440 | 200890 | 231104 ! 160058 | 158 912 | 177TIA | 195 118

52637 | 182449 | 200890 | 281104 |

EEE Me
(69 958 | 158 912 | 177774 | 195 18

ol 2302| 14081 | 12017 | 1158

52629 | 182443 | 200885 | 231094 | 167 656

144 831 | 165 758

vn
183 535

4194 | 20351 | 25456 |

26160 | 109%4| 5218| 5453|

A846

7

185

:8. Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außeryewöhnliche
 VeräußerungeN..........
19. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)‘?)
20. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüglich

191781 73941 | 39981 62461 | 652%
4791 | sassl 3544| 4411) 2143] 35®
items See eis EEE As
4478 | 24598 | 65502 | 51193 | 88436 | 49782 | 70082] 736

48 151 | 157845 | 135383 | 179901 | 79220 | 95049 | 95676 | 109 836

1} bis 2) Vgl. die Anmerkungen auf Seite
jachgewiesen.

. x * . ; 8
30/131. — 1%) Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) sind im Rechnungsjahr 1927

— 167 — .
Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 M bzw. AM?)
EEE ——— Ln EEE
Gemeinden (Gemeindeverbände) | .
Ameinden (Hemeindeverbünde) Hansestädte 1?) insgesamt
tädte .
ANNE. a a
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/98 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
ind Verkehr
Vasserstraßen, Verkehrsförderung)!?)
43 430 | 97 836 | 101074 | 113155 1 6716 | 14234 | 14565 16450 | 72248] 151 ara | 157181 | 175520
84 945 | 86057 | 97348 | 11870 119801 a87ır | 128 a 131344 | 147 767
12 891 | 15.017 | 16807 ' 2 364 | 2585 | 2789 22895 | 25 zn 27 768
213 182 ] 432 494 | 399659 | 445048 22742] 43706] 47364 | 51 541 262 565 | 580763 | 561 ara | 611 819

ss | 5187| 7366| 1:356

90

135! 0980| 10541

13149 | 412031 39414 | 61519
4.700 17681 5440 5.085
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38.459 | 14972 | 29560 | 62159

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191.907 |
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197923 | 312063 | 573 256
7835 | 282! 1554

56826 | 33007 |
28 |

28332 | 49444
34

386 464 | 369 243 8 508.377 | 805 796
8062| 7891 3361| 1588
33021 | soz27| 778101 5074

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63 397 |

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526 | 46185 | 5357 | 66sE

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54417 | 748 371 | 855 746 |1182 278

86428 | 91112

91271 | 118522

8.436 | 21.950 | 14 952 | 27416 | 183| 2346| 1414! 2038
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“5981 | 726 421 | 840793 | 1154862! 86240| 88766 | 89859 | [16 484
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_- 38.383 | _—_ 41 045

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852 506 | I 142 461 |: 297 295 | 1685 974
25633 | 25846 | 30121 | 34961 | 98 562 | 113.229 | 130 735 | 150 547

2514 | 2557| 4759| 251891

1019 | 146 |

zz: |

3 580 | 2888 | 4 783 25 288

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470 | 90601 | 187521 | 364166 | 31812 | 21780! 18786 | 41485 |
19 75
8 | 24 051 | 14.415 | 24600 | 4632| 470! 4727| _-dam

27 043 DV N
| 179028 | 276 400 | 408532 | 63006 | 52472 | 58638 | 82769

252 693 / 152 352 ] 304023 | 490 061
28218 | 37 &amp;gt; 26 - 40.297
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383 053 | 305 875 | 5017 | 706 198

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547398 | 564 393 | 656329 | 25.144 | 36294 | 36225 | 33715 | 469453 | 836586 | 831677 | 979781

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“ Attraben und Einnahmen für Förderung des Verkehrs unter Förderung von Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie un
        <pb n="135" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
. Länder
Ausgabe- und . . Reich F Se
. { ohne Hanse
Einnahmearten | —— 7
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Wirtschaft und Verkehr
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Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ........0.0.0000000004
Davon:
‚ehälter und’ Vergütungen ....0.0.0000+
7ersorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
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Jächliche Ausgaben (einschl, Arbeiter-ÖHNE)
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Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverhände
 (Schulverbände usw.)%) .......
. Verzinsung und Tilgung der Sehulden)

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98 929 | 100 460

2 403 |

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518% | 76686

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28 563 | 85 441

39 090 | 48 537

2 6061 2236| 1216
3 —_

Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-TE
 DEN

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131

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3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
» Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWOHDO').
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0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
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2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) ‚....
‚3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl, 11
RU. U ar ersincn KR KR EEE KR KR kn
14. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
’Gemeindeverbänden)?)..........-5.
 Reiner Finanzbedart. (13 abzüglich
6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte!).......0..00000000004
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-[u
 aan kw
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerrzewöhnliche
 Veräußerungen..........
Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)*)

10325) uam l mol au!

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16241 | 12365

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17 | 53922

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1.152 | 26110 | 88008 !

8533 | 13503

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0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
$ - Zuschußbedarf (15 abzügl.

91000 | 292003 | "20.007. 149588

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1) bis 2) Vel. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
N 1000 A bzw. AM*)- ; ; 5
EN PA EEE
Gemeinden (Gemeindeverbände .
en ( Zn le) | Hansestädte !?}) insgesamt '
ädte SE
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/98 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
NN — ET ——— sm — a ı - ET
Nsgesamt en
ne VI)
48.178] 105015 | 107417
91918 | 91927
13097! 15490|
229 sa] 452317 427 693 |

121 434] 7248 | 149901 15392] mal om } san 206379 264 468
14441 | u) - 192088  194109| © 218 687
WO Luger stm rm
52348 1 - 330 - 645303 “642941 | 699 527

10.698 16 598 24.160! 23034
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33828 | 16143 233420 70118

438 |

1894| 2632| 29641° 46861! 155759] 142568| 156310
L- 7328| 5 7377| ‘738
o38311 16143! 233420] »z01i8

03.963 | 215 303 338 884 | 611 584
9.008 8.384 514 | 2156
29 402 | 40 258 | 56 951 BALS

0508 34514 | 31 245 |
18

50774 |

422.359 | 419 904 | 689 558 962 629
93131 8625 584 | 7121
36 613 | 54 378 82 494 | 97 327

&amp;gt;

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33 |

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329499 | 856 712

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. . 1.092
123 415 | 4.057 103 |+ 544 252 res zer 2 965 998

29 378 | 955021 97032 |

16 046

* 16 046
25 855 47 231 54 306 67 726

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25 855 | 472311 s4n06| 67 72

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03.644! S09481| £5c852 |1301 069 |

89378 95502| 97032 wall

1

10594 |
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5 785356 | 922 I

24 125 | 17 701 | ano |

| | | |
183 | 2349 | 1428 | 2054 | 13 412 | 42 821 | 3149| 45315

270 13

3 19

43 16 ı

5604| 121 36!

1
217 836 | | 454 200 | | 749 516‘| 2 136 842
171 843

$1430| 663011 26121 | wamol

25907 |

26514 |

30 695 | 235 616 1

46 0521 187 z02! w50 ara?

30161 3477| sem} ul 0)

146

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77

T—.: ae! 5678 '

26531

22477 | 21610] 42713 284480 | 169752 | 403997 603353
24 665 |
30612 | 4707| 4740| 6257 43153! 56427| 1 359 | 67054
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MB Ta a fa
7 196627! 317273 | 540010] 64902! 5380) 57 044 |] 84663 447805 | 3616838 | 611 908 | 868 781
Wars ij 1 —. N „A ı L | ı ı
88 729 | 604878 | 721 121 | 24203 | 39309| 38560| 36698 | 570031 |! 092 562 || 137 608 | 1 268 061

157 626 | 96 237)
        <pb n="136" />
        — 170

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)
. Länder
Ausgabe- und Reich . —— nn
Einnahmearten ro
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

VII. Anstalten und

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- "
löhne) insgesamt ......... ..
Davon:
Zehälter und Vergülungen ‚...0.00000000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinferbliebenenbezüge)
 ‚.....0.00000000
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-JÖBDE)
 44 Kr HR RER KERN a4
Zuschüsse und Unterstützungen, ins-N
 wirtschaftlicher und sozialer
» Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)®) .......
+. Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
i. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-ACDOr
 Alte rrik ke RR HERNE kn
rn, Sonstige Ausgaben) ........000000000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®)
). Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIB@T)
 2000er ANNE
‚0, Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
.1- Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DEN’)
 ar er DER ER HERR REF BE KE
‚2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
‚3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) veererrernnee en
.4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
gl. von Reich, Ländern, Gemeinden
‚Gemeindeverbänden}").............0
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
‚6, Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte). Kr kn
7. Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!®); Stiftungen, Zuwendun-760
 U, dgl esse rerere nennen nen
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 VeräußerungeN..........
‚3. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!)
0. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
'1. Mithin Zusehußbedarf (15 abzüg!
“) bis. #) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131.

a1

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
n 1000 AM bzw. AM?)
EEE VE "WA
N. . . .. | .
vemeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte 12) insgesamt
tädte . m BL
1913/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28 | 1013/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1907198 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Zinrichtungen verschiedener Art

32941 | 62074 | 59557 74958 | 3810| 52571 6451 | 66] „36751 | 67301 | 66 008
53 556 | 50748| 64161 |
8518 | 8809| 10797 |
175 407 | 282518 | 308004] 339358 |

81 954
69 870

12 085

10943 | 14584| 19226] 20319"

186.350 | 297.102 | 327230

359 677

488 |

3108| 33901 1954!
+ m 20
9558| 18257] 3471

111!

27
11

40 1

36

1300| —_

3 430

1990

1.956
7 199

T

A)

| 2403 |
67199 | 95581

2796 3.400
182581 4731

4
4722

99.374 / 122375 | 201117 |
3843 278 570
1053 | 1706! 1399|

650
6

3648| 525 8616!
n 31

131 a 103022 |» 127 670 | 209 733
4728| 3848| 278 | 571
3501 1053| 1706] 12%

Fa

Da
9 4n3 |

. . 2192 |
483 920 | 516 346 | 659 669

21 375. |

23539 | 310291

85979

2192
430888 | 487452 | BAT a75 | 695 647

7 662
7 098 | 1884

7 662

606 | 1075

606 !

1075 | 2098

1884

0R 857 482845! 514248 | 650122 |

21375 | 3582|

31 029 | 85 979 *

1832| 1099| a4sı2l 20941

‚132 | 1979 | 4 542 | 3.994
429 100 | 484398 | 540735! 682 107

}

a FE ————— — zn
%7 725 | 460866] 509706! 646128:
8809| 159 168 | 189 136 |

21 375 |

„a. 532

31029] 35979

216 516 |

3500 6354! 72201 78761

102399 | 165522 | 106 475

9A 23972

5833| so! sam]

15520 |

Q

3!

„1

5542 5067 |

5504| 15532

41113 | 642651 122029 1 100657 | 41172! 64605 | 123222
16041 | 30932 | 24885! 26289! 16 431 | 31200! 25128| 26621
A mn
1] 236280 | 283881 | 380 368 225 0260| 242 961 | 201894 | 389 767
24.586 | 225825 | 265765 | 16037| 16851 | 23017| 26575| 204071 | 241437| 248 2842| 292340

99 218 |
        <pb n="137" />
        Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/2814
‘ Reich Länder — A
fa SE
' 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Ausgabe- und
Einnahmearten

VII. Finanz- und

L. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ...i...00..00.0000000
Davon:
Gehälter und Vergüiungen ...0..0.0.00000
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ..00.000.0.00un00
:. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-WÖRNE)
 eK KÖRBE HER
.„. Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
. Zuschüsse und Beiträge an Zweeckverbände
 (Schulverbände usw.)%3) .......
5. Verzinsung und Tilgung der Schulden“
3 Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-Hcher
 Artareeerrrernen nern an
', Sonstige Ausgaben") .1....0.0.0000000
4 An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl. °)
\, Erstattungen an andere Verwaltungs-BWOZOT)
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:0, Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
‚1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-Den)
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‚2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
;3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und AR) vr Kr Kak €
'4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinder
(Gemeindeverbänden)®)..............
+5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
‚6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte*")................0.04
‚7. Rückerstattungen von Unterstützunger
zozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendungen
 3. dB LEERE ER KR ..
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außer:
zewöhnliche Veräußerungen..........
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen) *
0. Spezielle Deckungsmittel ins
gesamt (Summe 16 bis 19) .......
21. Mithin Zuschußbedarf (15 abzügl

2722 ' 262560 | 379986 | 435214 | ı23 267
28319 301456 315441 364 341
403 | 61104 | 64495
854 | 76215 | 89060

35121 1 36654 | 41224

272838 | 28098
7 883 / 8556 |
15845 | 11867 '

32 176

9 048
7 850

31

06€

20386 ! 18 051

18 978
16.978

2885
320
23215

423 262 335
7369 | 3460 27
1146| 38781 26%

74 489

1 245 | 1594 |

4 7023 |

78.065.

460406 | 488 641

567177 | 162215

59906 | 56128 |

zo 577

18 065

460 406 | 488 641 | 567177

162 215

59.006 | 3561228

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‚.Q

&amp;lt;

63 203

BA5

170

61

716

460 397 | 488 637 | 567 173

99 02

P——— A
59361 | 55953! 52516

3! 40112! 237095 | 40285

10 555

2839

1 6627

‘4956

354

24 | 10222
24 | 50688

9087! 8634
46251 | 48919

iS

75

"7e

93

12074 | 20989

2 260 |

1 763

77992 | 409709 | 442386 | 518254 | 86938 | 55372 | 5*€92 |
A # K
\ bis 22) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131. — 1) Im Rechnungsjahr 1927/28 sind die Finanzverwaltung der Gemeinde

une
50 759

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 A bzw. AM ;
EEE ERECEEEEEEEE
Gemei Indeverbä
„mein en (Gemeindever ände) | Hansestädte!?) insgesamt
AA CZ
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1025/26 | 1926/27 | 1927/28
N Ly  * LL z— — a —— —— HL — 2 — ——

Steuerverwalt

4617! 123217 | 143175] 83662] 15374|. 4862| 5068| 52820 | 187550 | 525760] 564 833 | ‚565 927
108868 | 124890| 74439) 3767 | 4er) sm| 472 „il „476.079
14349 | 18 285 9231 1.105 / ‚681 705 | | aagei| gig6r| 084:
5355] 24507] 23642| 12068] 3359! ‚1469| 1300] 1260 | 51700 118 036 | 125 869 | 11198:

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85 | 8
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1416 | 562!
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1910
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'20222| 21804
3933| 17681
79090! 114071 6245] 9800

386 |

9016 |

al

66 208 | 156 805 | 1682741 1000001

. - — . . N 1
20315 | 6900| ga] Ta! a6 708! eRA0ET| mergie } 797 241

3
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3
6.036 | 1155| 7811
TI
77299 | 004 Aw” 5828
7427 673977 | 715734 | - 720 600
298 | 353 | 28.064 | 06.068) 6a) 56 809

1083 | 6036

1 155

RE A
85 120 | Ten nen

167119 | 992471

20315 9980 ea

8661 4101 FF 57%2| 13181

70

mL
54.254 | [a7 359 | 162 863 | 93 485

ı 13

686C| 8281|

16334 | 256561 06251 14915)

1175

261

14° 2
400 | "92 ia
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nn 17608 El al a a
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Sn N 319 | 132 068 | 75787| 4582| 6241| 7960] 514] 217432 | 592641 | 636106 | 651 607
Verbände) und die Steuerverwaltung der Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern unter »138 Innere Verwaltung« nachgewiesen,
        <pb n="138" />
        174

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/2821)

Ausgabe- und |
Einnahmearten |

Reieh Si
. ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
——))) &amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;) 1

Länder

IX. Schuldendienst und
des Reichs und der Länder sowie nicht aufteilbarer Schuldendienst

„ Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- *
löhne) insgesamt ......00000000000000
Davon:
tehälter und Vergütungen ‚0.0.0.0...
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ....0...00.0.0000000
; Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-WROB)
 Kr EEK KREE KEG EN ‘
„ Zuschüsse und Unterstützungen, ins-Daemon
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?) .......
4, Verzinsung und Tilgung der Schulden‘)
„ Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
zowie sonstige Ausgaben außergewöhnlicher
 Artbasc.00000er ernennen
', Sonstige Ausgaben‘) ............0070
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.°)
%. Erstattungen an andere Verwaltungs-ZWEIRO)
 air EEE DEE KR HKEKEE
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
‚1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-ED)

2, Verrechnungsverkehr zwischen ÜGemeinden
 (Gemeindeverbänden)?) .....
3. Boreinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) veerereere rer
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
/Gemeindeverbänden)®)..............
Reiner Finanzbedarf! (13 abzüglich
5. Gebühren, Beiträge sowie gebühren-Artige
 Entgelte). ...000000000000000
Rückerstattungen von Unterstützungen
zozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-FOR
 U. ABl er Kr KERN E
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außerzewöhnliche
 Veräußerungen,.........
% Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)*)
x. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........,
:1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüglich

° zı91 1 153661 16189!

; a1

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601

666

1482

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218 539 '

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334 476

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25 371 | 48 414 |

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gl

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355

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865 | 232394

MO 721 | 111566

358421 | 552875

158.305 | 26454 | 40888 | a9

9721 | 111566 | 858421 | 552875

158 305 | 26454

49838 | 81 954

1750 | 40 | 9! 35

355 !
538 |

866 | 534

A797

111526 358412 | 552340

57950 | 25916
19 |

DD
48973 | 81420

78

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Para

155

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2336 | 5419
| 3135
Dr A
881 | 241 | 10 9
—— zn A le A a
111.124 | 351861 | 541 364 | 15335) | 25555 | 46562 | 70 506

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6

217 945

1) bis 12) Vel f 80/131 13) B Reicl ‚hulde!
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Noch: Übersicht14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeındeverbände) und der Hansestädte
n 1000 A bzw. AM?)
"PEN he NEE a
Gemeinden (Gemeindeverbände) | Hansestädten) insgesamt
A... DA Si
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
Schuldenverwaltung
ler Gemeinden und Gemeindeverbände!?)

=

1 2] 1s8l 2333] 7068| 16478 |. 17513
1005| 75 14 774 16 549
1858! 1704 1964
1544! 42231 8148 | 3534

50 188 |

49484 | 820121

48 290 '

soss7| 7231] 18910]

30 124 |

474 489 | 181 991 | 483 812 | 688 677

1 938
47

21

419
17

351
0!

-— 1.959
10 | 51
874 3432

3

355 |

581

nn
50188 | 40484 |

82 012 |

v
50 277

50948 | "7814|

19 049 | 30 560 | 479 157 | 194 818

0
509 320 | 715 166

82012 | 50277| 50943 | 7814| 19049| 3056

578 | e74| 569
4TT 052 | 1942401 508446] TIA 597

50188 | 49 484 |

AA
iC 188

4

1

"0277

50943 | 7314!

-5

192992

1343| 97)

37 | 155

2174

254| 8667 5951
1622| 472 | 257 23375
33 | a6] 31656
RT SR ee nn an aa
49484 | 82012| 40511| 48179| 7254| 19049| 30559| 469665 | 193417 | 499485 | 682 941

ie = s &amp;amp; x, ®
% Erundsätzlich insgesamt bei »Schuldendienst und Schuldenverwaltungt nachgewiesen, bei den Gemeinden (Gemeinde
        <pb n="139" />
        ; Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
; Länder

176

Ausgabe- und . . Reich Se
Zi ohne Hanse
Zinnahmearten | HR ns
) 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

X A.

in Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ‚Core ee era nn
Davon: \
ehälter Und. Vergütungen ‚00.0.0000.
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 .w..... Se
3 Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-..Jöhne)
 Keira kann n nennen ine
5. Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
ÄLTER EEE ER
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)®) .......
;.. Verzinsung und Tügung der Schulden“)
i. Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn-HCHer
 Artıs er Lk HE KERN
7. Sonstige Ausgaben‘) ........0.0000000,
8. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.)
9. Erstatiungen an andere Verwaltungs-"
 WWElRO DEE RE RR Karel nal KA
:0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
11. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DE
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:2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemöeinden
 (Gemeindeverbänden)‘) ch
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 18) ek a RE EEE ES * 44
i4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
(Gemeindeverbänden)®) .....1...0...0..
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglick
LA) rrerer er
6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte: ).,..000000000000000
7, Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art?*); Stiftungen, Zuwendun-A

3. Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außersewöhnliche
 Veräußerungen..........
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!)

„1650 |

1 495

55

2

082

3091 |
6449|

ud 095

38 095 |

336
386

140. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
11. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüglich

32 759

Noch: Übersicht 14
der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 4 bzw. RM?) ;
BEN. ————— *
Ge . . ..
„ömpinden (Gemeindeverbände) | Hansestädte ı insgesamt
er BE LLLL
J918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1027/28 | 1918/14 | 1925/96 | 1026/27 | 1927/98 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Kolonien

—_—_

207

89 |

3091
2.40

38.095]

16 |

36

290}

zo 750 |

&amp;gt;

EN bis 1) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131

“nanzen Und Steuern
        <pb n="140" />
        178

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)

Ausgabe- und |
Einnahmearten

Länder

a a a Ohne Hanse
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
EN EEE 7 — 7 — FEN — *— A N

Beich

X. Sonstige Ausgaben

», Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter-Jöhne)
 insgesamt .0..0.00000000000000
Davon:
Zehälter und Vergütungen ...........
Versorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 ......00000000000
'. Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-Wr
 KR KARA ER G
Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
«. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)% .......
5, Verzinsung und Tilgung der Schulden“)
8. Fondsbildung, Gewährung von Dar-Jehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
sowie sonstige Ausgaben außergewöhn
LT
+ Sonstige Ausgaben“) ..........0.0000
3. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.)
* Erstattungen an andere Verwaltungs:
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‚0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-DON)
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2. Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 12) v000000000 00000 EEE
4 Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinder
(Gemeindeverbänden)®})..............
5. Reiner Finanzbedart (13 abzüglich
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3. Gebühren, Beiträge sowie gebührensrtige
 Enteeltal®%). nn

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9 632

9205

6509
708

27682

720”

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90
4 768
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504 | 11055
172241 18642
3465| 1655

2698| 24780 |

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31168 | 39487

2.698 |

24 780 |

31 168 |

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2149 |

24 051 |!

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7

3589 |

26 | 105%

', Rückerstattungen von Unterstützunger
sozialer Art!°); Stiftungen, Zuwendun-TER
 U ler GER RER KR ER KR
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme.
Rückzahlung von Darlehen, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige außeryewöhnliche
 Veräußerungen..........
‚9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen )!)
20. Spezielle Deckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) ........
11. Mithin Zusechußbedarf (15 abzüglich

y

6382] 446
2174| 868
8676| 210
LLLLLLLLL_ N nn
— 364| 18924] 22167] 1490
1) bis 2%) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/181. — 1%) Bei den Ländern insbesondere nicht aufteilbare Ruhegehälter, Fürst?

1
179 Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 A bzw. AM?)
N R——
Gemeinden (Gemeindeverbände) |
Mate
1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Hansestädte 12) insgesamt
« 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
———0 zz a | bl 1 AS

nd Einnahmen!?)14

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1 014 |

10 078

9211 | 6509
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9738 | 9211 &amp;amp; 807
645! 483 | 912

132

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1448 | 179 |

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„79

19 |

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261 | 3053 '
183] 6938|
‚1801 10.180}

503. 11055
17615] 18642
34651 1655

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454 |

5608

2128

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"a888! 32511 | Lei 39 440

Gr

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92128 47E

152

4°C

325 | 79
28477] 31319| 36645
26| 10505

3339

311

102 |

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64.729 | um 13099 8553
ezn| 2253| 2207| 8638
65601 7881! 1540 | 27 785
———
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874 | — 6273 | — 4 081 |—e2 352 | 1059| 1589| 10859
Machagi Ü i
u _ } w
8ungen. — 1) Beim Reich, bei den Ländern und bei den Hansestädten einschl. nicht aufteilbarer Schuldenaufnahme.,

ı
        <pb n="141" />
        „Su

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs,
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28!)
Länder

i- Reich | _ A
Ausgabe und . ohne Mans
Einnahmearten TE EV SE
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1025/26 | 1926/27 | 1927/28

XI.

Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter-Jöhne)
 insgesamt .....00..000000000000
Davon:
Zehälter und Vergütungen .....0.000004
7ersorgungsgebührnisse (einschl. Hinterbliebenenbezüge)
 .......000000000 0
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-FH)
 Cr DER ER FW
Zuschüsse und Unterstützungen, ‚insesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
. Zuschüsse und Beiträge an Zweckverbände
 (Schulverbände usw.)?%) .......
» Verzinsung und Tilgung der Schulden *)
Fondsbildung, Gewährung von Dar-Jehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
zowie sonstige Ausgaben außergewöhncher
 Artavesseekeeeeenen ernennen
:. Sonstige Ausgaben?) .......0..0000000
j An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®}
» Erstattungen an andere Verwaltungs-%WEIg@?)
 ee eeen nenn
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
1. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-Beeren,
 E00 von den Aehrier
2, Verrechnungsverkehr zwischen Gemeinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
und 18) 4 e4r Kr HERREN KU E
4. Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
dgl. von Reich, Ländern, Gemeinden
‚Gemeindeverbänden)”)..............
5. Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich
6. Gebühren, Beiträge sowie gebührenartige
 Entgelte. ..0.00000000000000
' Rückerstattungen von Unterstützungen
sozialer Art!°); Stiltungen, Zuwendunzen
 U. dglo..00000000000 0000
Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Zückzahlung von Darlehen, Grundz;tücksverkäufe
 sowie sonstige außerrewöhnliche
 Veräußerungen..........
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete,
Pacht, Zinsen, Erlöse aus Verkäufen)!!)
0. SpezielleDeckungsmittel insgesamt
 (Summe 16 bis 19) .........
1. Mithin Zuschußbedarf (15 abzüglich

62769 | 63338 | 67240 |
53 425 | 53 504 56 795
9344 | 9834 | ze)
v8 709 | am 751 | ars n01!

00 |

=— 17 419 22814 10 035
[2 28) 1)
62514 ' 2419 198 12719 631 }? 3292897

35001 3500| as00|

62.516 | 3.101681 | 3.287034 | 2689 873

82516 | 3101681 | 3287084 | 3 689373

42 516 1.3 101 681 : 3287034 | 689377

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402

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330 058 | 73 342)
53202] 36987 |
383 946 | 110.918 |

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21 252 |
21 252 |

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25 206

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41 264 | 2717735 | 3176 116 | 3664 16’

KO . 5a, BD
*) bis !!) Vgl. die Anmerkungen auf Seite 130/131. — 1?) Versorgungsgebührnisse usw. infolge des Krieges von 1870/71 und de be
Anleihe von 1924« und aus den Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner Abkommens (Schuldverschreibungsdiens
‚Xußere Anleihe von 1924« zur Deckung von Jahresleistungen in Erfüllung des Londoner Abkommens.

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000 A bzw. AM?)
BE
Gemei d * 3
A meinden (Gemeindeverbände) _ Hansestädte
a
1918/14. | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
ii EU — Pa — le 5 FI Ze

Kriegslasten

62769 | „63338! 67240
53 425 | 53.504 |" 56.205
9344| 9884 | 70445
— | 508792 | arz751 1 Sıs201

500

20 22 | 10.035
62 516 |2419 198 12719 631 | 3292897
3500| 3500 | 3500

62 516 [3101 681 | 3287 03a) 3689 373

»

3287 034 | 3689 373
402

516

; wi vl |

AD |

AB

163

330058! 73342 | 11.507
!
21 53202] 36 987 13.136
21.252 | "383 046 | 1096| 2520 208
Aition 31 264 | 2717 735 Ta176 116 | 3664 165
iichon Beeren — 29 Hier sind die Kriegsversorgung und die äußeren Kriegslasten einschl. der Zahlungen aus der „Äußeren
Ihn - Gesellschaft und Dienst der Industrieobligationen) nachgzewiesen. — 14) Davon 329 958(000} AM
        <pb n="142" />
        182

Noch: Die Ausgaben und die Speziellen Deckungsmittel des Reichs
in den Rechnungsjahren 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28)
Reich Länder
* 1013/24 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Ausgabe- und
Sinnahmearten

ohne der
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
— ———— zuaeitiet——— ——

Summe

. Persönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiter- ]
löhne) insgesam® .......0.0000.000000
Davon:
vehälter und Vergütungen ‚00.0.0.0..0004
Versorgungsgebührnisse (| einschl. Hin- )
FerbliebenenbezUige) s...0..00000000004
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-WE)
 ee EHRE RG
Zuschüsse und Unterstützungen, insbesondere
 wirtschaftlicher und sozialer
Zuschüsse und Beiträge an Zweckverände
 (Schulverbände usw.) ‚.,....
«. Verzinsung und Tilgung der Schulden“)
Fondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksankäufe
‚owie sonstige Ausgaben außergewöhn-N

Sonstige Ausgaben”) ......0000000000
. An Gebietskörperschaften geleistete Zuschüsse,
 Beiträge, Erstattungen u. dgl.®) *
Erstattungen an andere Verwaltungs-WIDE)
 aaa KR TEN RE KL RR RR
0. Ausgaben insgesamt (Summe 1 bis 9)
*. Erstattungen von anderen Verwaltungszweigen
 und Entgelte von den Betrie-A
 ...
3. Verrechnungsverkehr zwischen Geneinden
 (Gemeindeverbänden)®) .....
3. Bereinigte Ausgaben (10 abzügl. 11
BUG. BZ) ap GE War RE = HE ERE R
Zuschüsse, Beiträge, Erstattungen u.
1gl. von Reich, Ländern, Gemeinden
Gemeindeverbänden]}’)..............
5 Reiner Finanzbedarf (13 abzüglich n
Ö) HERR ERROR RK KR nn ner
6. Gebühren, Beiträge sowie gebühren- z
artige Entgelte} ). 0.0
? Rückerstattungen von Unterstützungen }
‚ozlaler Art!°}; Stiftungen, Zuwendun- .
CU 8
+. Schuldenaufnahme; Fondsentnahme,
Zückzahlung von Darlehen, Grund-;tücksverkäufe
 sowie sonstige außer- 43
gewöhnliche Veräußerungen,......... ‘167271 105117 | 262133! 338
9. Sonstige Einnahmen (einschl. Miete, | | 2
Pacht, Zinsen, Erlöse ausVerkäufen)?!) ‘ 53273 278455| 809831 91
0. Spezielle Deckungsmittel ins- Se aa a ————
gesamt (Summe 16 bis 19) ........ 431 900 | 631881! 826167 | 926
{ Mithin Zuschußbedarf (15 abzüglich mem re rrr —
AO) eererererrr rt etrrEE Er 444-4 + ] 2 170375 | 4805634 | 6.068093 | 6850566 | 1279761 | 2732 732 | 2870609 | 3060 21

474.604 | 741 351 | 788 745 889 675 | 757 482 | 1764 848 | 1 856 380 | 2059 801
359 751 | 612574 | 648278 | 7296837
114853 | 128777 | 140467| 160038)
769 102 | 1 169482 | 1.119781 975 722

626 864

71 618

258 792
89 0

| oe 744 365
1692! 21023] 202%
109 469 | 289 758 | 290690! 303 161

1378473 | 5521889 | 6561910 | 7154788 | 1808 120 | 3703 147 | 4122514 | 4n7608

Noch: Übersicht 14
ler Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte
21000. bzw. AM?)
SEE - ON
x =. . 8 l
wemeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte 12 insgesamt
Hält BL BE  L
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 1927/28
a —; "A "A

l bis XI
387 943 1624 240 ı 691 806 | 1 901 713 94.272 | 175 472 | 183 069 | 203 853 (2214 301 [4305 911 em 999 [5055 043
1401 501 | 1445 571 | 1639 951 3 | 150 525 | 167 104 / 175 074 | . [3673 886 | 3736 142 4 182 526
| 222 739 | 246 234 | 261 762 | 24947 | 25 965 28 780 | | 732 025 783 857 872 517
x 1737 814 1.805 348 | 1931 101 | 69500 | 127 652 | 146 619 | 153 855 | 1989 211 | 3.556 299 3637 543 | 3697 542

37622 647 776 | 902 726 |

818 504 | 9 204 | 47 915 | 58 424 |

54 ang}

&amp;gt; mxx«=—_-414
 wm wm) 405 358
770118 | 249553! 609419) 912421

'
72.291 ' 107 859 | 120526 ' 144 431 | 142 1012 1.263 3 2136'
43666 | 117043 | 207619| 270019 50 887 7231 18 910 30 124 |

573 158 | 1252874 | 1871 582 | 2.155 997 |
3315| 36581| 7221| 1692|
‚09014 | 320 147 381 el A|

93 u 114249 | 118689 |
422| 2326 504
162 | 196 | 189

148 766 | 1538 263 | 2035 475 3224 872 | 3510 981
354 | 166 221 | 2475 100 | 2748 379 | 3352 670
187 | 297 650 | 860 476 968 696 | 966 632

zz. . | 154 872 '
1977 263 | 5 na 38a m Ye 301

j En ; . ; 165 219
318 502 | 476 053 | 527 664 604 527 | 7 482 358 Im 344 m 200 837119 960 694

| 172761

0347

"183 063
30 622 | 215 sa] 255 035] 280 199

221 zus! os os 1 200 00 1

1806 641 | 5628 752 | 6 728 715) 7871479)

318502 | 476058 | 527004]

594 180 ı

110 796 | ] 1
0726 | 304 002 | 296337 | 314892 |
785.915 [5324 750 16437 377 | 7056588 | 304979] A455 116| 505 194 | 573341 | 7178 309 |14 465 480|17 200 776/18 770 801
1
87 882 | 703 381 | 785 107 | 203 90] 58 104 | 86 402 | 94 240 | 91.004 | 732 257 | 1.326 053 | 1.449.065 | 1.471 066
47897 | 103 194 | 154.200 |. 152204 244! 3549| 4460| se 53119 | 108458 | 161098 | 163 657

13523 | 20 937 | 2247 | 20 839 | 223427 | 663 861) 745 027) 726 632

0223 | 490 363 | 1004 366 | 1210779 | 2011| 3677| 50669) 72671 | zu 977.919 | 1647 760 | 1759936
{
4211 152219 147046 | 216041 1 9149] 12198] 10388! 311404]! 105677] 323071 e11665| 39454
Ta a Pe
1973 | 1440 127 2091 226 | 2874484 | 180 400 [4740 660 [2.787 201 13510 4808785 012
] | 1 L . 1 1 1
J TE
08042 [3875 625 14.346 149 | 4682 100 | 183271 | 314290 | 345437 | 392 842 | 5437 349 ||| 728 279|13 630 288 14 985 789

\ bis 12) Val. die Anmerkungen auf Seite 130/131.
        <pb n="143" />
        — 184 —
3. Der Zuschußbedarf. der einzelnen Aufgabengebiete in den verschiedenen
 Ländern (einschl. Gemeinden und Gemeindeverbände) in
den Rechnungsjahren 1913/14 und 1927/28
Die bisherigen Ausführungen beschränkten sich auf die Gebietskörperschaften Reich, die
‚änder in ihrer Gesamtheit, die Gemeinden und Gemeindeverbände insgesamt und die Hansestädte,

Die hier gegebenen Zahlen der einzelnen Länder sind nur als Ergänzung bzw. Anhang des
un den Teilen IH, 1 und 2 gegebenen Materials gedacht, nicht aber als geschlossene Darstellung
 der Finanzwirtschaft der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden, ‘ ...
Es wurde der finanzwirtschaftlich besonders wichtige Zuschußbedarf gewählt, und zwar
n der. Umrechnung über die Bevölkerungszahl der einzelnen Länder.

Die Verteilung des Zuschußbedarfs der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindever
in

: II. Staats- u.
Insgesamt (I bis X) | „.. Rechtssicherheit
1913/14 1927/28 1913/14 \ 1927/28
Hand | Gmd, Land Gmd, Land Gmd. | Land Gmd.
ee A ST

AN

Areußen ......., ...
Bayer ........000: -
Sachse ses eeeeeAKKE HE
Württemberg 2....00000.0000000000
A
Thüringen ....... HE HER
ÄOSSC Er HERREN
Mecklenburg-Schwerin .......,....-38,2


50,0
44,4
46,2

61,8
50,0
55,6
53.8

34,5
56,4
37,3
46,4

65,5 |
43,6
62,7
53,6
52,1
47,0

69,2
80,9
63,0
644

30,8
19,1
37,0
35,6 |

75,7
77,8
67,7
70,8

24,3
22,2
32,3
9.2

10,8
19,2
42,7
56.2

59,2
50,8
57,3
13,8

47,9
53,0
51,3

77,2
70,8
N
356

22,8
29,2
36,4
14.4

73,7
66,1
65,6
31.0

26,3
33,9
34,4
19.0

DE

ldenburg areeseee rer
3raunschweig ........ en
Ana ee ere
ÄÜPPS 040000 ee rer E
Mecklenburg-Strelitz ..............
Waldeck. ....00.000000000 nr
Schaumburg-Lippe............0000 |

47,1
57,°
58,2
uf

9
"my

3,0
6,8
"7,9

85,3
85,0
61,6
64.7

14,7
15,0
38,4
25.3

85,2
73,4
821 |

14,8
26,6
17.9

37,0 | 43,0 | 4”

N

10.3 &amp;amp;

: Die vorstehende Übersicht enthält die Anteilsätze für den Zuschußbedarf des einzelnen
Landes und den der Gemeinden (Gemeindeverbände) desselben Landes am Zuschußbedarf
von Land und Gemeinden (Gemeindeverbänden) zusammen. Sie stellt neben der Gesamtıeit
 der Aufgabengebiete nur einige für die Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden
‚Gemeindeverbände) interessante und wichtige Aufgabengebiete heraus?).
Die von Land zu Land verschieden geregelte Verteilung der Aufgaben kommt in den inneraalb
 eines Jahres stark voneinander abweichenden Anteilsätzerl zum Ausdruck.
Bei einem Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit wirkt sich die Neuregelung der Lastenzerteilung
 in den einzelnen Aufgabengebieten mehr oder weniger stark in der Änderung der
Anteilsätze der Länder sowie der Gemeinden (Gemeindeverbände) aus.
Am stärksten hat sich die Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden bei dem Billungswesen
 verschoben. In sehr vielen Ländern sind die persönlichen Ausgaben der Volksschulen
 (Lehrergehälter) nach dem Kriege weitestgehend von den Ländern übernommen
worden (vor allem in Bayern, Baden, Hessen und Braunschweig). Dadurch steigt der Lasten“
?) Ausführliche Darstellung der Aufgabenverteilung und Lastenverteilung der öffentlichen Verwaltung im Deutscher
Zeich, 8. Einzelschrift Nr. 6 S. 363 ff.

IS —

anteil des Landes bei fast allen Ländern, zum Teil auf 70 bis SO vH, wie z. B. in
Bayern, Baden, Hessen und Braunschweig, während 1913/14 in der Mehrzahl der Länder
las Land und die Gemeinden (Gemeindeverbände) je rund zur Hälfte die Kosten des
Bildungswesens tragen.

Das Wohlfahrtswesen nimmt vor allem die Gemeinden (Gemeindeverbände) in An-;pruch.
 Die Aufwendungen für das Fürsorge- und Gesundheitswesen haben in beiden Rechhungsjahren
 zum großen Teil die Gemeinden (Gemeindeverbände) zu bestreiten, während
lie Erwerbslosenfürsorge 1927/28 auch die Länder stärker belastet. Der Anteil des Landes
st in beiden Jahren in Preußen am geringsten, da die preußischen Provinzialverbände die
Aufgaben der Landarmenverbände bzw. Landesfürsorgeverbände wahrnehmen. Etwas ähniches
 gilt zum Teil für die Kreise in Bayern.

Übersicht 15
NEE auf die beteiligten Gebietskörperschaften für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1927/28
Y
———&amp;gt;——F

. TIL. Bildungswesen
1913/14 1927/28 1913/14 | 1927/28
Land | Gma. | Land | Gmd. | Land | Gmd. | Land Gma.
2a 12 18000 as 16 17

VI. Wirtschaft
und Verkehr ‘
1913/14} 1927/28
Land | Gmd. | Land | Gma.
18 20 21__

————

40,7 59,3
48,5 51,5
46,3 53,7
57,8 | 42,2
41,9 58,1
50,9 49,1
44,7 55,3
418,6 514 |

50,2
78,7
61,0
610

49,8
21,3
39,0
39.0

e,o
13,3
35,1
27,9
35,8
14,5
"5,4
156

91,4
86,7
64,9
72.1

10,2
13,6
21,3
37,7

89,8
86,4
78,7
62,3

‚4
30,1
43,7
30,8

71,3
69,9
56,3
69.2

19,9 80,1
37,3 62,7
43,7 56,3
32,7 67,3
75,8
59,9
76,6
53,7

70,4
67,4
78,4
80.3

29,6
32,6
21,6

64,2
55,5
16
nn

30,9
29,4
29,8
35,£

69,1
70,6
70,2
4,6

29,7
26,3
26,6
51

70,3
73,7
73,4
49.9

39,8 60,2
52,6 47,4
87,9 12,1 |
87,0 13,0

46,0
79,7
34,C
90°

61,7
70,1
65,4
21

37,0 63,0
37,5 62,5
12,9 87,1
45,3 54,7

63,3 36,7
50,7 49,3 €° 2
68,8 31.2 61,5 |

X,
53,8 |

5 79 26,1
776 | 32,4 67,6
70,8 | 34,2 | 65,8

38,5

„0

Bei dem Aufgabengebiet Staats- und Rechtssicherheit sind dagegen die Anteils-Yerschiebungen
 1927/28 gegenüber 1913/14 in den einzelnen Ländern weniger groß, da die
Lastenverteilung zwischen Land und Gemeinden (Gemeindeverbänden) im allgemeinen gleich-Seblieben
 ist und die Kosten der Schutzpolizei zum großen Teil und die des Reichswasser-Schutzes
 ganz vom Reich getragen werden. Die Länder selbst sind weitaus am stärksten
belastet allein schon durch die Kosten der Rechtspflege, die überwiegend von den Ländern
aufzubringen sind.
Diese hier nur angedeuteten und mit wenigen Zahlen erläuterten Unterschiede in der Lasten-/erteilung
 zwischen Land und Gemeinden (Gemeindeverbänden) in den einzelnen Ländern
"On Aufgabengebiet zu Aufgabengebiet werden durch die Zusammenfassung der Lasten des
vändes und seiner Gemeinden (Gemeindeverbände) ausgeschaltet. .
Die Unterschiede in der Kopfbelastung von Land zu Land einschließlich der Gemeinden
nd Gemeindeverbände treten deutlich hervor in dem Gesamtzuschußbedarf (S. 186). Neben
der Entwicklung in den einzelnen Jahren, die ein ständiges Wachsen der Belastung erkennen
äßt — in den Ländern und ihren Gemeinden (Gemeindeverbänden) insgesamt stieg der
Gesamtzuschußbedart je Kopf der Bevölkerung von 56,524 1913/14 auf 110,92 AM
        <pb n="144" />
        RG

Übersicht 16
Der Gesamtzuschußbedarf in den einzelnen Ländern (einschl. Gemeinden und Gemeindeverbände)
für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28 je Kopf der Bevölkerung
ün A bzw. AM)

Land
(einschl. Gemeinden
und
Gemeindeverbände)

Rechnungsjahre

Land
einschl. Gemeinden
und
Gemeindeverbände)

Rechnungsjahre

1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 1926 | 1927 | 1928
4 28

1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928
Y

„201 5

Länder, Gemeinden
(Gemeindeverbände)
und Hansestädte insgesamt............

Preußen. ............
Bayern o....0..0.00000
Sachsen. ........0.004
Württemberg ........
Baden s...0.000004004
Thüringen. ..........
Hessen. ..........0.00.

Mecklenburg-Schwerin
Oldenburg. ..........
raunschweig. .......
Anhalt..........00000
BIDDO:) KREEEE RR ELEEE
Mecklenburg-Strelitz. .
Waldeck ............
Schaumburg-Lippe ....
Jamburg ...........
3reMeN s.00000000004
Lübeck s....0..0000004

52,711 88,56| 98,66! 115,15
44,75/ 81,70| 76,73! 83,24
54,39) 96,82| 109,68| 121,06
15,18| 94,64| 107,67| 115,81
28,33| 68,08! 77,56| 82,98
19,96! 94,79) 102,43| 119,79
26,93] 69,57| 75,74 77,13
29,41| 73,28| 87,39| 100,17
26,96 213,39! 229,28! 261,13
53,71| 148,22| 186,11| 207,04
72,141 141,66! 141.60 169,77

56,52} [10,92| 121,17 130,35
35,95| 111,86| 122,67| 130,86
53,55! 100,40| 104,15| 110,03
51,12| 111,61| 126,29| 141,85
56,95 106,08! 112,95| 123,11
50,49| 115,99| 128,23| 135,97
42,71| 85,22! 96,37| 100,59
53,62| 112,89| 122,47| 133,23

Die Bevölkerungs- und

Größen

Hevölkerungs-



Siedlungsweise!)

Von je 100 Einwohnern
wohnen in Gemeinden Sn

Land,

Bevöl- Fläche
kerung ] {in 1.000
‘in 1.000) akm)

Zahl der
Einwohner
auf 1 qkm

mit mehr als | mit 2 000 bis | mit weniger
100 000 100 000 als 2000
Tinwohnern ' Einwohnern | Einwohnern

Zreußen*) v0... 000000000
SAAL ak 4 EHE RER
Sachsen e..000000000004 00000
Württemberg ....0...000000004
Bade s.0.0000000000000 0000
TREO ae GG
Hessen s.0000000000 000000000
Mecklenburg-Schwerin .......
AeNDUIE ass
Braunschweig ....0...00000000
LippO s.0000000000000000 0000
Mecklenburg-Strelitz ‚........
Waldeck v......00000000 00000
Schaumburg-Lippe s..........
Hamburg ....0.0.0001000000000
Sr N
Dübel
Deutsches Reich*)....

38 120
7380
4992
2580
“312
609
347
“4
5

|

291,7
76,0
15,0
19,5
'5,1
“8

131
97
333
13?
WE
17
17
51
85
a

29
18
35
13
17

30

1
*

&amp;gt;

U

a

a

16
153
339 €
128 0,3
j%) 62411 | 6) 468.7

H
2775
322
430
13

u.

6
x

A;

*) Ohne Saargebiet. — 1) Auf Grund der Wohnbevölkerung nach der Volkszählung am 16. Juni 1925, Vgl. Statistisches
istisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1928 (47, Jahrgang), S. 25 bis 27. — 3) Als »berufszugehörig« gelten die zu den
Berufszählung am 16. Juni 1925, Vgl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1927, S. 24. — *) Nach dem Stande
n den Summen infolyze der Aufrundungz der Zahlen.

— 187 —

1925/26 und auf 121,17 7. 1926/27, um im Rechnungsjahr 1927/28 den Betrag von 130,35 AM
zu erreichen — sind die Unterschiede von Land zu Land bedeutungsvoll.
Die Kopfbelastung im Gesamtzuschußbedarf beträgt, um drei Beispiele heranzuziehen,
N Sachsen im Rechnungsjahr 1927/28 141,85 AZ, in Oldenburg 83,24 ZA und in Hamburg
261,13 AZ... Es wäre verfehlt, wollte man aus dieser unterschiedlichen Belastung Schlüsse
ziehen auf eine zweckmäßige oder unzweckmäßige Verwaltung, auf rationelle oder unrationelle
 Geschäftsführung. Bei einem Vergleich der Finanzwirtschaft einzelner Länder unter-%nander
 (einschließlich ihrer Gemeinden und Gemeindeverbände) müssen Tatsachen Berücksichtigung
 finden, deren Einfluß auf die Gestaltung der Finanzwirtschaft der Länder
1icht exakt meßbar, jedoch zweifellos vorhanden ist.
Die strukturellen Verschiedenheiten der einzelnen Länder werden in der folgenden Überächt,
 die nur die wichtigsten Daten geben will, deutlich erkennbar.
Die Größe der einzelnen Länder und ihre Bevölkerungszahl zeigen die größten Unterschiede.
Jie Bevölkerungszahl Preußens beträgt z. B. fast das 30fache derjenigen Hessens, etwa das
Yache der von Baden, und rund das 100fache der Bevölkerung von Mecklenburg-Strelitz.
Nicht minder bedeutend sind die Unterschiede in der Bevölkerungsdichte. Sie beträgt
7, B. in dem Industrieland Sachsen 333, in dem Agrarland Mecklenburg-Strelitz 38 und in
lem Stadtstaat Hamburg 2775. Mit der Bevölkerungsdichte hängt eng zusammen die Sied-Ungsweise
 der Bevölkerung. In Preußen z. B. wohnen 29 vH der Bevölkerung in Städten
mit mehr als 100 000 Einwohnern, in Bayern dagegen nur 18 vH, während in dem Industrieand
 Sachsen sogar 35 vH in den Großstädten wohnen. Eine Ausnahme machen auch hier
Wieder die Stadtstaaten Hamburg, Bremen, Lübeck, in denen 94 bzw. 87 vH der Bevölkerung
Mm Stadtgebiet des Staates wohnen.
Nirtschaftsstruktur der Länder
a AAN

Berufsgliederung?)
Von je 100 Einwohnern a
sind berufszugehörig zu?)

5 Besetzt
Soziale Stellung?) Gebiet?)
Von je 100 Einwohnern
gehörten zur Gruppe

‚And- und . | Sonstige
Torstwirt- Industrie | Handel (einschl,
schaft, und und | Berufs-Gärtnerei
 | Handwerk | Verkehr lose)

Mithelfende
Familien-Selb-
 Angestellte angehörige,|
ständi und Arbeiter Haus-1g0
 Bokerin angestellte.
. Rentner

invHder | jn vH der
Bevöl- Fläche
kerung

41
34

18
13
17
12
16
3
5

19
'8

17
13
9
4
7
3
E

45
3°
A

13
13

|

5
y

|

36

26

7

- = | ek
7 | 7

0

„i

6

‚Mürbuch für das Deutsche: Reich 1928 {47. Jahrgang), S.5,8,9. — 2) Nach der Berufszählung am 16. Juni 20 A
zo nen Wirtschaftsabteihungen zählenden Erwerbstätigen und deren Angehörige ohne eigenen Haupterwerb. — En ach der
Jahre 1925, Vgl. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1928 (47. Jahrgang), S. 28. — ®%) Nichtübereinstimmung
        <pb n="145" />
        — 188 —

Die gleichen Unterschiede finden sich naturgemäß in den kleinen Gemeinden mit weniger
als 2000 Einwohnern. In Bayern und Mecklenburg-Schwerin z. B. wohnen 52 vH
der Bevölkerung in Gemeinden mit.weniger als 2 000 Einwohnern, während in Sachsen nur
24 vH und in Preußen 34 vH der Bevölkerung in den kleinen Gemeinden wohnen. Diese
Untersehiede in der Siedlungsweise haben einen bestimmenden Einfluß auf die Finanzwirtschaft
der einzelnen Länder. Nachstehende Übersicht vermittelt eine Vorstellung von den Unterschieden
 in der Finanzwirtschaft, hervorgerufen lediglich durch das Moment der Gemeindezröße.
 Es wurde das Reichsgebiet gewählt, um Zufälligkeiten, die bei der Beobachtung
zleiner Gebiete möglich sind, auszuschalten.

Der Gesamtzuschußbedarf der Gemeindegrößenklassen
je Kopf der Bevölkerung im Rechnungsjahr 1925/26 ').
Gemeinden mit
mehr als 100 000 Einwohnern .....
50001 bis 100 000
25001 » 50000
L0001 » 25000
5001 » 10000
2001 » 5000
weniger als 2000

‚.. 98,20 AM
NE Here K04000 76,59 »
ee0000000000 68,21 »
LUKRWERHREHEE Alm wnnrween ODE F
een0000000 + 40,61 »
...... 30,07 »
a

') Aus: »Wirtschaft und Statistike, 8. Jahrg, 1928, Nr. 22, S. 826.

Der Zuschußbedarf der Verwaltungszweige in den einzelnen Ländern (einschl. Gemeinden
je Kopf der
an MM

Land .
‚einschl. Gemeinden
und
Gemeindeverbände)

Oberste
Staatsorgane
1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928

Innere
Volksvertretung |
Verwaltung
1913 / 1925 | 1926 | 1927 | 1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928 | 1914 | 1926 | 1927 | 1928
TA TAT

reUußen. ............
Bayern .............
Sachsen. ............
Württemberg ........
Baden ac0..0000000004
Thüringen. ..........
Hesse. ..........00.
Mecklenburg-Sehwerin

3,49
),98
1,95
6

0,03
0,11
0,13
0.27

2,03
9,11
0,13
9.20

0,03
0,13
0,14
0,24

0,18 |
0,23
0,21
0,28
0,08 | 0,26
0,10 0,31 °
0,16 | 0,24 |
9111 023

9,16
9,19
0,21
0.27

0,17 ı
0,19
0,25
0,26

4,77
4,00
4,09
5.06

| 8,35 | 10,56
7,16 | 6,74 | 8,94
7,21 ° 6,63 | 9,26
7.60 | 8.15‘! 11.14

2,96
2,37
1,26
na

0,15 | 0,25
0,19 0,16
0,21 | 0,19
0.29 0.28

0,26
0,21
0,31
0,41

0,26 0,24 |!
0,31 0,25 |
0,25 0,24
1.231 0,28

4,52
3,34
4,20
3.43

7,81 | 9,52 | 12,65
6,68 | 6,88 | 9,35
9,44 | 7,89 | 11,90
758 | 8,63 | 10,04

Oldenburg. ..........
Braunschweig. .......
Anhalb............04
Lippe... ss
Mecklenburg-Strelitz. . 5,50 , 5,38 5,58
Waldeck ............ | 2,85 | 2,95 2,44
Schaumburg-Lippe ... ] 3,35 | 3,39 3,76
Hamburg ........... 2,12 | 2,23! 2,64
Bremen .............} 3,06 | 3,47 | 3,09 | 4,94
Lübeck ............. 3,13 | 4,96 | 5,58 5,25
Insgesamt.... | 0,81 | 0,17 | 0,17 | 0,20 |
;) Beachte die Anmerknngen zu Übersicht 14 (Hauptübersicht) Seite 114 $.

0,22 0,29
2,46 0,47
0,23 0,24 |
1.23 1 0,23

5,11
3,85
4,46
357

6,81 | 6,69 | 8,88
6,34 | 5,72 | 8,56
7,53 | 7,10 | 8,79
3.99 | 3.96 | 5,38

13 0,79 0,73 0,83
2,06 0,14 0,08 0,12
2,07 0,21, 0,19 0,27
138 | 034 0,31 ! 0,84
0,15 | 0,35 | 0,44 | 1,10
0,28 | 0,70 0,77 | 0,79
0,08 | 0,21 | 0,19 | 0,21 |

6,40 ° 8,19 | 12,15
9,28 | 9,35 | 9,73
a 5,87 | 8,15
271 | 2,77 | 2,8
3,88 ie a 5,90
1,30 | 1,45 | 1,58 | 1,79
1,30 | 1,45 | 1,58) 1,7
449 808] 781! ON

—— 189 —.

Der Zuschußbedarf je Kopf in den Gemeinden mit weniger als 2 000 Einwohnern beträgt
nithin noch nicht ein Fünftel des Zuschußbedarfs je Kopf in den Großstädten.
Daraus ergibt sich, daß Länder, deren Bevölkerung zum größten Teil in kleinen Gemeinden
wohnt (z. B. Bayern) eine niedrigere Gesamtbelastung haben als Länder, deren Bevölkerung
vorwiegend in Groß- und Mittelstädten wohnt (z. B. Sachsen). Die oben angegebenen Zahlen
(Übersicht S. 186) bestätigen diese Behauptung. Der Gesamtzuschußbedarf beträgt im Rechnungsjahr
 1927/28 in Bayern 110,03 je Kopf der Bevölkerung, in Sachsen 141,85 je Kopf
der Bevölkerung, Diese Einflüsse, obwohl nicht genau feststellbar, sind vorhanden, und
müssen bei einer vergleichenden Betrachtung der Finanzwirtschaft einzelner Länder berücksichtigt
 werden. Hinzutreten die Momente der Berufsgliederung und der sozialen
Stellung der Bevölkerung, die wiederum mit der Siedlungsweise eng zusammenhängen,
und ebenfalls bei vergleichenden Untersuchungen von Land zu Land Berücksichtigung
inden müssen.

Trotz dieser weitgehenden Vorbehalte sind die Kopfzahlen die gebräuchlichste Methode,
um bei Vergleichen zwischen Gebietskörperschaften von verschiedener Größe die absoluten
Beträge auf eine gemeinsame Basis zu bringen. Sie stellen jedoch nur eine rohe Beziehung
ler von der Bevölkerungszahl zur absoluten Finanzzahl (in unserem Falle »Zuschußbedarf«)
ohne die vielen anderen, oben angedeuteten Momente zahlenmäßig zu berücksichtigen. Deshalb
 sollte die Kopfzahl lediglich Ausgangspunkt, nicht aber Endpunkt vergleichender Be-Tachtungen
 sein.

Übersicht 18
ind Gemeindeverbände) für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28
Bevölkerung *)
Zw. AM)

Allgemeine
Verwaltung
insgesamt
1913 | 1925 [1926 1927
"914 1926 | 1927 | 1928
14

Polizei

Rechtspflege

A
Staatsund
 Rechtssicherheit
insgesamt
1925 | 1926 | 1927
1926 | 1927 | 1928
27 | 28 1729

1913 | 1925 | 1926 ! 1927 | 1913 | 1025 1926 ' 1927 1913
1914 | 1926 | 1927 ] 1928 | 1914 | 1926 | 1927 1928 | 1914
39 18051 17 aa 1 aa ak Rt

5,32
5,03
5,09
6,54 !

8,94 | 8,54 '0,76
7,50 | 7,04 | 9,16
7,55 za 9,65
8.151 8,62 | 11,64
8,22 10,03 | 13,15
7,18 7,35! 9,81
2,09 8,33 | 12,45
8.10! 9,14 | 10,73

1,64 7,69
2,78 7,27
3,09 6,67 |
279 | 6.90

7,33
6,87
7,66
584 |

3,97
8,03
8,90
6.19

2,34 ° 3,68 |
3,71 5,66
2,61 ] 3,54
2.64 | 3,45 |

4,20
5,52
4,32
3,82

5,22
6,44
5,70
4.47 |

5,98 11,37 | 11,53 | 14,19
6,49 12,93 | 12,39 | 14,47
5,70 10,21 | 11,98 14,60
5.43 | 10.35 | 9.66 | 10,66

5,56
5,81
5,62
5.99

2,84
1,74
3,14
152

2
3.
8,4.
1£m

6,91
KR
E97
41

7,79
4,53
8,68
5,34 |

2,65
1,04
3,31
4.29

3,15
2,57
3,97
5,05

3,81
2,78
3,43
5.29

4,35
3,45
3,87
6.04

12,14
7,98
12,55
12,38
3,13 | 5,46 | 5,20 | 6,21
4,67 | 8,87 | 8,61 | 10,61
4,26 | 9,03 | 9,02 | 10,04
140 3,901 4,24 | 5,74
5,02 10,17 ' 10,22 | 13,00
1,57 4,34 4,55 4,87
A 5,33 5,22 | 6,28
14.90 | 24,67 26,41 | 31,69
12,57 | 23,34 | 19,67 | 22,84
7,57 | 13,14 | 14,99 | 18,19
6,05 | 1147 | 1161 | 14,03

5:44; 7,40 | 7,08
5,86 | 6,98 | 6,35
5,27 8,76 8,29
3691 6091! 6823

9,35
9,22
10,20 |
8,50 ı

1,35
2,76
2,58
22

2,
5/6 47
4,54 | 4,60
3.04 .*

40

2,96
5,97
5,46
23.64

1,78
1,91
1,62
0.18

2,77
3,81
4,49
0,86

2,80
3,64
4,42
1.03

3,25
4,64
4,58
2,10

359 12,69! 14,30 18,56
5,9% 12,27 12,38 | 12,29
414 8,30 2,45 | 12,18
419° Sa7zl 53! 634
5,81 7,72
209 | 7,41 | 6,07 | 11,94 | 8,23 | 19,03 | 13,86 | 15,12 4 4 SD
2 711 793 7e3| 514) 927 9,32 1167| 2, 87
538 a4, | 345 8,64 | 2,60 3,93 | 4,39 | 5,39
538 | 8,46 | 8,17 | 10,52 3,45 7,54] 7,22 | 8,

7,88
2,08
3,93
256
        <pb n="146" />
        A
iz

Noch: Der Zuschußbedarf der Verwaltungszweige in den einzelnen Ländern
1925/26, 1926/27 und 1927/28
(in MA

Land
(einschl. Gemeinden
und
Gemeindeverbände)

Schulwesen

Wissenschaft | i
und Kunst Kirche

Bildungswesen:
insgesamt

913 19251926 | 1927 | 1913 | 1925 | 1926 | 1027| 1913 abe 1927 Dj 1926| 1927
914 [1026 1007 1928 | 1914 | 1926 | 1927 | 1928 | 1914 100 1007 100 1914 | 1926 | 1927 | 1928
WE Sa an er

EUßEN. 000000000040
JayerN s.00000000000
jaCchseN............«
Württemberg ........
E14.
Chüringen...........
ES rare b0n
Tecklenburg-Schwerin
denburg...........
3raunschweig........
Mae een
ÜPPS reinen
Aecklenburg-Strelitz. .
Naldeck ............
chaumburg-Lippe . .’.
Tamburg ........0.0
3reEMEN 2 ..0000000044
‚ÜDeCK 2.0.000000000400
Insgesamt....

5,64/25,2926,52/30,81 86| 3,96! 4,47| 5,50| 1,17] 2,17| 1,97| 1,9919,67/31,42|32,96/38,30
3,.12/25,01/25,62/28,02| ‚84| 4,15) 4,13| 4,46| 2,19| 4,52| 4,67| 5,18117,15|33,68 |34,42|37,66
:,94 30,29 31,15 35,43! 2,63| 4,96! 4,86| 6,10| 0,95| 0,82 0,86| 1,09119.52/36.07 36,87/42,62
5,31 25,34 26,25 29,61 | 1,68! 3,51/ 4,18| 4,34| 3,76| 5,04| 4,99| 5,55'120,75/33,89 35,42|39,50
7,52/30,29/31,63|35,66| 3,66| 6,32| 7,48! 8,07| 0,86| 1,97| 1,88| 1,8022,04 38,58 40,99|45,53
„1327,69/28,78132,36| 0,90| 3,54| 3,56| 4,19| 1,89| 2,37| 2,49| 2,37|16,92/33,60 |34,83|38,92
5,14/28,46|28,07[31,44| 2;32| 6,70| 6,68| 7,73| 0,85| 1,65] 1,49| 1,57/18,31|36,81 126,24|40,74
2,60/26,26 27,03 30,08| 2,60| 5,66 5,16 6,09| 1,82/ 0,90| 1,07| 1,59/15,02132,82/33,26 137,76
5,83126,80 26,84 28,33| 0,28| 1,49| 1,43| 1,57} &amp;gt;,20| 0,31! 0,37] 0,51/116,31 128,60 28,64 130,41
3,53 29,86 /30,33/34,09| 1,39! 4,13| 4,71| 5,47| 1,78| 0,76| 1,57! 0,96|116,70/34,75/26,61 40,52
1,46 25,85 25,34/28,61| 0,43| 0,68| 2,11| 3,24| 2,00| 1,18‘ 1,31| 1,24|17,89/27,71|28,76 33,09
1,35 20,04/20,54|23,97| 0,23! 1,01| 0,91| 1,08| 2,45| 0,38| 0,36| 0,3c!110,03|21,43|21,81 125,38
157'26,97/26,99|30,41| 1,33| 1,77 3,59| 4,15| 2,10| 3,04| 3,11! 2,52]12,00/31,78J33,69|37,09
„22 24,10|22,34/24,08| — | 0,32 0,27| 0,36{ 0,50| 2,65| 2,87| 2,47|| 9,72/27,07!25,48126,91
4,21/21,25/22,06 27,70| 0,04| 0,23| 0,18| 0,20] 0,13| 0,21| 0,22| 0,24|| 8,38|21,69 122,46 28,14
2,04/35,08|39,31 46,40| 4,77/ 9,39| 9,73| 8,61 0,13| 0,19} 0,03| - 26,94144,66 49,07 |55,01
7,29/36,63 38,48 46,53 1,91| 5,17 5,38) 5,891 — | — - 29,20141,80143,86|52,42
8,5699,81 43,09147,73 ES SS a] en] af an 50.02/55,18
6.04'26.29 27.40131.40| 1.99! 4,26! 4,64. 5,48! 1.36 2.34 2.24 E36 19.29.52. 000 90502

Land
/einschl. Gemeinden

® on Verkehrswesen |
Landwirtschaft Gewerbe (Straßen, Wege, Wassorancwir
 ; ” straßen, Ver -
Industrie und Handel färderung)

Wirtschaft und
Verkehr
insresamt

und
Gemeindeverhände)

913 | 1925 | 1926 | 1927
914 | 1926 | 1927 | 1928

1913 1925 | 1926 | 1927 1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928 iı 1914 | 1926 | 1927 | 1928
wc

dreußen......... ...
3ayerN .....00000004
Sachse kr nn
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Mecklenburg-Schwerin
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Aecklenburg-Strelitz. .
Waldeck ............
Schaumburg-Lippe ...
Tamburg ...........
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Insgesamt....

200 |
1,95
4,99
1,74
“88
„71
45
‚00
‚48
67
150
4,29
1,60
1,36
3,28
1,66
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To
1.73 |

4,04 2,82
3,40 3,15
„13 1,14
LI6 483
5,70 5,00
„36 | 1,91
48 | 3,98
‚06: 1,27
22 217
54 61
C2 1,08
‚06,0
199 an
‚54,56
54 0,46
2,48 | 1,80
01 | 0,52
120 9,61 |
3,57 | 2.80 }

3,35 7,21 | 10,19 | 10,72 | 12,54
3,58 6,28 | 9,35 10,23 ! 11,10
1,46 5,85 | 11,58 | 10,17 11,70
5,72 2,34 | 16,42 | 17,56 10,54
5,78 8,40 | 13,50 | 11,95 3,99
2,07 5,69 | 8,26 | 8,31 ° 9,04
4,76 5,01 1,52 11,03 2,84
1,23 7,781 9,25 | 9,32 , 3,80
‘42 3,39 ',28' 9,09 61
‚86 8,34' 9,33 1,95 3,24
277 578 9,88 5,44 0,10
10 5,33 2,41, 3,48 7,57
&amp;gt;72 7,84 | 9,48 | 2,69 1,47
‚15 9,57 | 13,29 | 3,88 3,6C
46 8,60 11,53 | 13,55 10,52
2,39 9,46 24,52 | 23,38 23,12
1,34 | 43,66 | 17,53 | 20,01 3,90
a 4,04 | 16,35. ! 19,52 16
3,32 | 7,29 | 10,87 ! 11,16 81

7,21 | 14,23 | 13,54 ] 15,89
7,23 | 12,75 | 13,38 | 14,68
6,84 | ‘2,71 111,31 13,16
2,08 20,58 | 22,39 26,26
11,28 | 19,20 | 16,95 19,77
6,40 | 9,62 | 10,22 11,11
7,43 | 15,00 | 15,01 17,60
8,73 ' 10,31 | 10,59 15,03
9,87 14,50 11,26 13,03
9,01 10,87 | 13,56 15,10
5,8 ' 10,90 | 7,52 11,87
6,62 13,47 | 4,54 18,67
8,4* 0,47 | 10,99 14,17
‚0,93 14,83 | 15,44 14,75
8,88 | 12,07 | 14,01 20,98
10,12 | 27,00 25,18 25,51
‘4,85 17,54 | 20,53 | 14,24
‘98 | 17,55 | 20,13 | 19,35
9.02 | 14.44 | 13.96 | 16.13

Noch: Übersicht 18
einschl, Gemeinden und Gemeindeverbände) für die Rechnungsjahre 1913/14,
€ Kopf der Bevölkerung
zw. RM)

3l —

. . Jugendwohlfahrt, | Erwerbslosen- -
Wirtschaftliche ! Gesundheitswesen Teirsoren (einschl. | Wohltahris
Fürsorge 1. und Arbeits- 1 WHEN
Leibesübungen ' vermittlung) insgesamt

Wohnungswesen

DS — —— zz
1913 | 1925 1926 | 1927/1913 | 1925 | 1926 | 1927| 1918 | 1925 | 1926 | 1927 | 1913 | 1925 | 1926 | 1927 1913 | 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928 | 1914 | 1926 1927 1928| 1914 | 1926 | 1927 | 1928 | 1914 | 1926 | 1927 1028] 1914 1926 | 1927 | 1928
18 [19/20 [21159 "00 104 "95 196 27 | 28 29130 81 [a2 | 58 2a "ag [a0 ar

3,36 /13,69/18,54/19,58] 3,06/ 5,73| 5,99| 6,38] 0,04| 5,18| 7,70| 1,19 6,46|24,60|/32,23127,15, 0,03 | 13,14! 14,43! 16,45
2,39/10,17/12,40|12,98| 2,88 4,29 3,45! 3,77| 0,05| 3,02| 5,80/ 1,17 5,32/17,48|21,65|17,92| 0,06 9,30 7,04| 8,35
n7214,62/17,67|18,58| 3,41| 6,33 6,83| 7,80| 0,02| 4,44/ 9,48| 2,98] 6,15/25,39|33,98|29,36| 0,02 1,88 16,31] 22,17
403 9,57/10,56/10,51{ 2,53| 4,24| 5,31! 5,47| 0,09| 2,59 4,41! 4,43] 4,65/16,40/20,28120,41| 0,04 6,47| 7,73| 7,9
402.12,38/16,24/15,59| 3,96| 6,38| 5,46 6,37| 0,08| 2,14| 7,92 2,65|! 7,06 20,90|29,62'24,62[ 0,25 8,63! 10,98) 11,63
‚90/10,10/10,99/11,15] 1,30| 2,99/ 3,20| 3,33| 0,02| 3,34| 7,89| 1,05| 3,22116,43|22,08/15,52| 0,02 3,47| 5,59 6,56
384/13,53/18,79/17,70| 2,53| 5,22| 5,11{ 5,101.0,03| 3,83| 9,90| 2,59| 5,40 22,58/33,80|25,39 0,05 6,10] 8,84| 12,12
338/11,13/12,61/16,95| 1,64| 3,56| 4,43| 4,33| — | 1,76 3,51| 0,38|| 5,0216,45/20,55/|21,66/ 0,01 | 2,51 5,80| 6,59
466| 9,19] 9,43/10,06] 1,50| 3,20| 2,97/ 3,70] 0,01| 2,95 3,22 0,98) 4,17/15,34 15,62|14,74| 0,07 | 5,74| 2,04| 1,69
%,47(13,67/14,42/15,56| 1,84 4,22 4,85| 5,07/ 0,01! 2,36! 2,04| 0,93|| 4,32/20,25 21,31 21,55| 0,17 4,12| 10,29| 10,93
3,04/10,21/11,76|13,26| 1,81 4,37 4,38| 4,68| 0,09 3,48| 8,28| 1,42|| 4,9418,06/24,42 19,37] 3,24 10,44! 11,59! 14,87
‚57| 6,70| 7,17! 7,49| 1,14| 1,64| 1,76] 2,53} — | 4,27| 8,02| 2,99|| 2,71 12,61|16,95 13,02 3,53| 4,19| 4,54
4,36[10,48| 9,48/11,10| 2,22} 3,05! 3,44 4,06| — | 1,31| 3,46! 0,77|| 6,58 14,84 16,38 15,93 1,31) 4,40| 8,04
),42| 3,89 5,14| 6,29| 1,24 2,10, 2,83| 3,58| — | 0,34! 0,71| 0,61|| 1,66| 6,33| 8,68|10,48 1,67| 3,85| 5,48
),92| 8,43| 9,01] 9,22| 0,47/ 2,50| 1,89 3,54| — | 1,46 5,12| 2,31] 1,39/12,39l16,02|15,07 4,83) 6,99| 10,05
7,09|25,35|33,83/34,39|13,23 22,09|24,82/23,24| 3,02/ 7,53| 3,05| 1,4220,34154,97/61,70159,04 38,60 14,45| 48,30
5,64/23,20 25,35 22,42| 4,68| 6,29! 8,21/14,65/ — | 2,45 8,59| 4,94/10,32'31,94 42,15142,01 — 5,61 6,9%
1,88/18,75/22,56 22,82} 2,86/10,86 10,43/12,24| — | 6,67/22,01| 9,67|| 4,74 36,28/55,00'44,73 za 12,66) 23,83| 24,14
5.13[13,19117.19/17,99| 3,15] 5,72| 5,90! 6.33| 0,04! 4.49| 7,35! 1,58l| 6.32/23.40 a BAEE 0,05 11.80 12.99 15,27

Anstalten und
Einrichtungen

Finanz- und Steuerverwaltung


‚ Schuldendienst und
Schuldenverwaltung

Sonstige Ausgaben
und Einnahmen

1913 | 1925 | 1926 | 1027
1914 | 1926 | 1927 | 1008
MO CE

1918 | 1925 | 1926 | 1927
it | 2025 | 2027 . ons]
18 159 1790 7 5

1913 | 1925 | 1926 / 1927 | 1913 | 1925 | 1926 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928 I 1914 | 1926 1927 | 1928
AERO SE fm ALL dt
»o 23 Da DR 28 27 28 29

339] 3,64 | 3,71
2,96 3,39 | 3,25
4003| 4,19 | 4,22
4300| 3,86 | 3,61
3,93| 4,96 | 5,22
2,38/ 2,88 | 2,28
HOl| 5,24 5,84
265! 2,36 2,04
16 1,53 1,26
27%6| 5,32 1,81
286/ 2,92 332
1,42 1,31; 1,21 ‚50
1,40 2,20 | 1,92 &amp;gt;07
5 1.11 | 267 83
9,94 1,39 1,39 | 39
3181 10,57 | 15,44 | 768
0,64/ 10,31 1.40 14.00
459 9,23 ' 10,67 | 11757
WE Ka
3,53 387 99) aca

4,50
3,37
5,29
3,93
5,01
2,94 |
6,97
2,72
1,52

1,99
3,12
2,32
3,45
4,06 |
2,60
4,49
3,90
1,51
&amp;gt;80
‚75
1,5E
1,79
1,87
1,69
3,58
1,75
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2,83 | 11 2,19
2,02 | 2,05 1,11
3,03 | 3,14 ' 2,33
3,28 | 3,29 ° 1,55
3,55 | 2,73 1,74
4,16 | 4,33 | 3,23
4,35 4,73 | 2,65
4,57 3,05 | 2,92
123 102) 9,97
es x 4,03
5,14 | 3,58
1,58 1,47
2,81 | 3,96
9,84 | 0,52
2,02 | 1,89
69 | 4,53
1,92 | 2,86
3,21 | 4,88
3.10 2.14!

3,57 | 1,28
6,05 | 1,22
1,43 | 9,41
0,97 | 2,94
0,73 | 0,70
1,65 | 0,49
3,56 | 0,60
4,67 1,66
‚89 0,93
09 2,51
„6 5,18
0,84 1,27
1,02 4,71
2,41 | 2,04
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1,87 5,60
4,36 | 1,32

2,01 26 | 0,42! 0,60 0,19
2,82 3,23 0,12 0,10 0,07
1,38 2,51 0,17 0,15 0,18
1,76 2,93 0,17 ı 0,17 | 0,26
1,27 2,43 Öl
221 3,531 0,89 | 0,82 1,00
1,92 1,57' _ —_ 1,19
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4,36 5,02 25 3,25 0,30
‚79 2,85 “25E 2,09 2,02
124 07,17 „26 1,16
5,16 2,43 9,03 1,04 1,74
495 5,78 41? 277 1,18
‘150,07 — 0,68 —
„10 0,58 0,19 25 8,70 | 3,56
5,72 113,07 92,72' 22 0,81; —
3,87 |39,76 - 0.02 | 0,01
7,70 | 15,83? 0,02| — | — —
2,37 2.27] 0,01 al 0,25 | 0,17

K.* PB
0
3,12
4
2,14
2,95
2.93
        <pb n="147" />
        1y92

IV. Die Allgemeinen Deckungsmittel der öffentlichen
Verwaltung
1. Die Allgemeinen Deckungsmittel in vH des Zuschußbedarfs
a, Die Steuereinnahmen und Erträge des Erwerbsvermögens als Allgemeine
Deckungsmittel beim Reich, bei den Ländern, den Gemeinden
(Gemeindeverbänden) und bei den Hansestädten
Als Allgemeine Deckungsmittel stehen der öffentlichen Verwaltung die Einnahmen aus
liem Erwerbsvermögen und aus den Steuern zur Verfügung. Die Anteile der Überschüsse
‚us dem Erwerbsvermögen an der Deckung des Zuschußbedarfs sind 1925/26
m Vergleich zu 1913/14 bei allen Verwaltungskörpern stark zurückgegangen. Am
stärksten ist 1925/26 gegenüber 1913/14 der Rückgang bei den Ländern, nämlich von
38,8 vH auf 6,2 vH, als Auswirkung des Übergangs der Eisenbahnen an das Reich.
3eim Reich ergab sich 1925/26 sogar die Notwendigkeit geringfügiger Zuschüsse. Seit
925/26 haben die Überschüsse des Erwerbsvermögens als Allgemeine Deckungsmittel
ei allen Verwaltungskörpern mit Ausnahme der Gemeinden (Gemeindeverbände) ständig
ın Bedeutung gewonnen. Bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) wurden 1925/26 10,6
1913/14 : 15,5) vH des Zuschußbedarfs durch die Überschüsse des Erwerbsvermögens
zedeckt. 1926/27 beliefen sich die Erträge ihres Erwerbsvermögens auf 14,8, 1927/28
jagegen wieder nur auf 12,0 vHI des Zuschußbedarfs. Von dem Zuschußbedarf des
Reichs, der Länder, der Gemeinden (Gemeindeverbände) und der Hansestädte insgesamt
vurden durch die Überschüsse des Erwerbsvermögens 1913/14 18,3, dagegen 1925/26

Die Allgemeinen Deckungsmittel der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
in vH des
RL
Gemeinden (Ge-;
 meindeverbände)
ohne Hansestädte
1918 | 1925 | 1926 | 1927 [sole 1926 m] 1913 1925 | 1926 | 1927
94 | 1026 1927 | 1928 | 1914 | 1926 | 1927 | 1928 | 1914 | 1926 | 1927 1928
Sn Han al 10 | 11 | 12 | 18.
‚00 | 100 | 100 | 1001100 | 100 | 100 | 100 | 100 1 100 | 106 ! 1m0

Bezeichnung

Zuschußbedarf .....0000000000000
Davon sind gedeckt durch
Allgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen?)?)
Überschüsse ....0.....0.
Zuschüsse .....00000404
b) Steuereinnahmen ..........7
Allgemeine Deckungsmittel insgesamt
 (Summe a und b)....
Mithin: .
'nterschied zwischen Zuschußnedarf
 und Allgemeinen Dekkungsmitteln:

dehreinnahmen ....0..0.0000004
oder
Mehrausgaben ...........0.040 1 16.8] el 8,6) 0,6| 03) 64! 6.1] nl 12) 67! 2.7 07
*) Für alle Rechnungsjahre nach dem Gebietsstand von 1925 ohne Saargebiet. — ?) Überschüsse (Mehreinnahmen)
ınd Zuschüsse (Mehrausgaben) sind gereneinanGer abgeglichen. — %) Einschl. der »Sonstigen Allzemeinen Deckungsmittelt.-”

aur 4,8 vH gedeckt. In den beiden folgenden Jahren, 1926/27 und 1927/28 ist dieser
Anteil jedoch wieder auf 8,2 bzw. 9 vH gestiegen.
Von größerer finanzwirtschaftlicher Bedeutung als die Überschüsse des Erwerbsvermögens
 sind die Einnahmen aus den Steuern. Beim Reich ist der Anteil der Steuern
an der Deckung des Zuschußbedarfs von 75,1 vH im Rechnungsjahr 1913/14 auf 98,5 vH
im Rechnungsjahr 1925/26 gestiegen. Bei den Ländern zeigt sich entsprechend eine Steizerung
 von 61,1 auf 87,7 vH, bei den Hansestädten von 71,3 auf 78,4 vH. Dagegen ist
bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) 1925/26 gegenüber 1913/14 eın geringfügiger
Rückgang des Anteils der Steuern an der Deckung des Zuschußbedarfs zu beobachten.
1926/27 zeigen alle Gebietskörperschaften mit Ausnahme der Hansestädte einen ge-’ingeren
 Anteil der Steuereinnahmen an der Deckung des Zuschußbedarfs. 1927/28 ist
lagegen der Anteil der Steuern gegenüber 1926/27 ganz allgemein gestiegen.
Waren im Deutschen Reich 1913/14 die Einnahmen aus Steuern und Zöllen etwa
nermal so groß wie die Erträge des Erwerbsvermögens, so verhalten sich 1927/28 Steuerinnahmen
 und Erträgnisse aus Erwerbsvermögen etwa wie 10:1. .
Zusammen belaufen sich die Allgemeinen Deckungsmittel 1913/14 beim Reich auf 83,2,
)ei den Hansestädten auf 93,7, bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) auf 98,8 und
»ei den Ländern schließlich auf 99,9 vH des Zuschußbedarfs. Zur Erklärung der sich
)eim Reich 1918/14 ergebenden hohen Differenz zwischen Zuschußbedarf und Allge-Neinen
 Deckungsmitteln ist daran zu errinnern, daß das Reich in größerem Ausmaße
Ausgaben im Hinblick auf die später einkommenden Einnahmen aus dem Wehrbeitrag
setätigt hatte und dazu kurzfristige Kredite, Kassenmittel u. ä. in Anspruch nahm. Für
lie Länder, die Gemeinden (Gemeindeverbände) und die Hansestädte hatten diese
Jeckungsmöglichkeiten vor dem Kriege nur geringe Bedeutung. In den Nachkriegsähren
 spielen sie bei allen Gebietskörperschaften eine völlig untergeordnete Rolle.
Die Einnahmen aus Erwerbsvermögen und Steuern zusammen decken 1927/28 bei
len Ländern 99,2 vH des Zuschußbedaris, bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) 99,3,
)eim Reich 99,4 vH. In den Hansestädten übersteigen die Allyvemeinen Deckungsmittel
len Zuschußbedarf sogar um 1,3 vH.

— 198

Übersicht 1
ür die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28) m
/uschußhedarfs

| Reich, Länder, Gemeinden
Hansestädte (Gemeindeverbände)
und Hansestädte

EEE

Bezeichnung
%
NEE.

1913 1925 | 1926 | 1927
1914 | 1926 | 1927 | 1928
—
“7

1913 1925 | 1926 1927
1914 1926 | 1927 1928
ls m
18 19 of 1

"  ——

5 8

Zuschußbedarf
Davon sind gedeckt durch
Allgemeine Deckungsmittel
a) Erwerbsvermögen ?)°)
Überschüsse ;
Zuschüsse
b) Steuereinnahmen
Allgemeine Deekungsmittel ins =»
gesamt (Summe a und bh)
Mithin:
Jnterschied zwischen Zuschußbedarf
 und Allgemeinen, Dekkungsmitteln:
 *
1,3 Mehreinnahmen .
63 | , oder
| 145 | 46 | — 73 | 50 | 6,1 | 0,6 | Mehrausgaben
} A
? Einsehl. Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner Abkommens. — %) Ausschl. der »Nicht aufteilbaren Beträges,

90 | 100 | 100 1 100 14 100 I 100 1 100 100

n
X
Nanzen und Stanam
        <pb n="148" />
        — 194 —
Von dem Gesamtzuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich
‘Reich, Länder, Gemeinden [Gemeindeverbände] und Hansestädte) werden durch Einnahmen
 aus Erwerbsvermögen und Steuern zusammen 1913/14 92,7, 1925/26 95,0.
1926/27 93,9 und 1927/28 99,4 vH gedeckt.
b. Die Steuereinnahmen und Erträge des Erwerbsvermögens
als Allgemeine Deckungsmittel in den einzelnen Ländern
Ein Vergleich der Bedeutung, .die den beiden Gruppen der Allgemeinen Deckungsmittel
für die Deckung des Zuschußbedarfs des Landes und seiner Gemeinden (Gemeindeverbände)
 in den einzelnen Ländern zukommt, zeigt größere Verschiedenheiten. Der
Gesamtzuschußbedarf von Land und Gemeinden (Gemeindeverbänden)
zusammen wurde 1913/14 in Mecklenburg-Schwerin zu 50,9, in Anhalt zu 41,1
und in Braunschweig zu 37,7 vH durch Erträge des Erwerbsvermögens gedeckt. Relativ
gering erscheint dagegen der durch Einnahmen aus staatlichen und kommunalen Erwerbsvermögen
 gedeckte Teil des Gesamtzuschußbedarfs in Hessen (8,7 vH), in Waldeck
(15,5 vH) und in Württemberg (17,1 vH). Umgekehrt zeigen 1913/14 den stärksten
Anteil der Steuereinnahmen an der Deckung des Gesamtzuschußbedarfs Hessen und
Iidenburg (je 96,6 vH), ferner Sachsen (82,9 vH) und Waldeck (81,1 vH). Auffallend
niedrig sind 1913/14 die auf Land und Gemeinden (Gemeindeverbände) entlallenden
Steuereinnahmen in Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin, wo sie nur 33,1
und 48,9 vH des Gesamtzuschußbedarfs decken.
Die Nachkriegszeit zeigt im Vergleich zur Vorkriegszeit in der Zusammensetzung der
zuf Land und Gemeinden (Gemeindeverbände) zusammen entfallenden Allgemeinen
Deckungsmittel weitgehende Verschiebungen. Mit Ausnahme von Hessen und Bremen
‘1926/27 auch Waldeck) ist in allen Ländern ein Rückgang der Bedeutung der Einnahmen
 aus dem Erwerbsvermögen von Land und Gemeinden (Gemeindeverbänden) zusammen
 zu beobachten. Dagegen ist die Bedeutung der Steuereinnahmen von Land und
Gemeinden (Gemeindeverbänden) zusammen in der Nachkriegszeit in fast allen Ländern
zestiegen.
Die größten Veränderungen in der Zusammensetzung der auf Land und Gemeinden
‘Gemeindeverbände) zusammen entfallenden Allgemeinen Deckungsmittel zeigen Meck-‚enburg-Schwerin,
 Anhalt, Mecklenburg-Strelitz und Schaumburg-Lippe, d. h. diejenigen
Länder, die 1913/14 einen relativ hohen Teil des Gesamtzuschußbedarfs durch Einnahmen
zus dem Erwerbsvermögen deckten. Über den Umfang dieser größeren Veränderungen
unterrichtet nachstehende Übersicht.
Von dem Gesamtzuschußbedarf des Landes und der Gemeinden (Gemeindeverbände)
werden gedeckt durch Einnahmen

aus

Mecklenburg-Schwerin ..
Anhalt s.c..0.00000.0000
Mecklenburg-Strelitz....
Schanmburg-Lippe ..... |

Erwerbsvermögen
vor _______ Nach
dem Krieg
vH a
nn

Steuern
vor "
2 dem Krieg
a vH a

50.9
1,1
60,4
33.7

zwischen zwischen
13,1 u. 18,9 48,9 76,4 u. 95,6
10,1 » 20,0 63,7 81,8 » 86,2
24,6 » 31,7 33,1 64,3 » 70,5
12,6 » 15,5 63,5 77.5 » 92,8

Die relativ geringsten Verschiebungen in der Zusammensetzung der Allgemeinen
Deckungsmittel zeigt demgegenüber ein Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit in Hessen
ınd Waldeck.
In Hessen werden vor dem Kriege durch Einnahmen aus dem Erwerbsvermögen 8,7
ınd durch Einnahmen aus Steuern 86,6 vH des Gesamtzuschußbedarfs vedeckt. Nach
        <pb n="149" />
        - 195 —

dem Kriege belaufen sich dagegen in Hessen die Einnahmen aus dem Erwerbsvermögen
 auf 14,7 bis 15,5, die Einnahmen aus Steuern auf 74,6 bis 79,0 vH des
Gesamtzuschußbedaris.
Ein Vergleich der Zusammensetzung der Allgemeinen Deckungsmittel der Länder
allein zeigt für das Rechnungsjahr 1913/14 in allen Ländern mit Ausnahme von
Mecklenburg-Schwerin, Braunschweig, Anhalt und Mecklenburg-Strelitz ein mehr oder
minder großes Übergewicht der Steuereinnahmen über die Erträge aus dem Erwerbsvermögen.
 Am wichtigsten erscheinen die Steuereinnahmen als Allgemeine Deckungs-Mittel
 in Baden mit 91,4 vH. In Hessen belaufen sich die Steuereinnahmen auf 84,5,
in Sachsen auf 83,6 vH des Zuschußbedarfs. Die relativ kleinsten Teile des Zuschußbedarfs
 decken dagegen die Steuern in Mecklenburg-Strelitz mit 17,5 vH ‚und in
Mecklenburg-Schwerin mit 35,5 vH. In Preußen sind die Einnahmen aus dem Erwerbsvermögen
 mit 47,1 und die Einnahmen aus Steuern mit 52,9 vH des Zuschußbedarfs
annähernd gleich groß.
Im allgemeinen zeigt sich naturgemäß eine gewisse Relation zwischen Steuereinnahmen
und Erwerbsvermögenserträgen, derart, daß, wo die letzteren einen hohen Anteil des
Zuschußbedarfs decken, auf die ersteren ein geringerer Anteil entfällt und umgekehrt.
Hessen, das, wie vorerwähnt, einen besonders hohen Teil seines Zuschußbedarfs durch
Steuereinnahmen deckt, leistet sogar Zuschüsse in Höhe von 9,5 vH des Zuschußbedarfs
än das Erwerbsvermögen. In Waldeck werden nur 9,0 vH des Zuschußbedarfs aus
Erträgen des Erwerbsvermögens gedeckt. Auch in Baden und Sachsen ist die Deckung
des Zuschußbedarfs durch Erträge des Erwerbsvermögens mit 17,5 und 24,0 vH relativ
niedrig. Dagegen zeigen Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin mit 74,7 und
50,0 vH die höchsten Anteile des‘ Erwerbsvermögens an der Deckung des Zuschußbedarfs.
Infolge des Übergangs‘ der Eisenbahnen an das Reich mußte sich die Zusammensetzung
 der Allgemeinen Deckungsmittel der Länder in der Nachkriegszeit grundlegend
ändern. Die Einnahmen aus Steuern haben gegenüber den Erträgen des Erwerbsvernögens
 im allgemeinen stark an Bedeutung gewonnen. Lediglich Baden deckt 1925/26
und 1926/27 einen geringeren Anteil seines Zuschußbedarfs durch Steuern; 1927/28
erreichen aber auch dort die Steuereinnahmen wieder die Bedeutung, die sie 1913/14
als Allgemeines Deckungsmittel hatten.
Die weitestgehenden Veränderungen in der Zusammensetzung der Allgemeinen
Deckungsmittel gegenüber 1913/14 zeigen in der Nachkriegszeit Preußen, Mecklenburg-Schwerin,
 Anhalt, Mecklenburg-Strelitz und Schaumburg-Lippe. Der Umfang dieser
Veränderungen ergibt sich aus folgender Übersicht:
__Von dem jeweiligen Zuschußbedarf werden gedeckt durch Einnahmen ‘

aus

VOr

Erwerbsvermögen
nach
dem Krieg

AH

VOFr

Steuern
nach
dem Krieg
EL

zwischen zwischen
BrOUBEN Leere 47,1 3,9 uw 8,0 52,9 90,4 u. 91,3
Mecklenburg-Schwerin .. 50,0 10,5 » 20,4 35,5 75,0 » 108,4
lt ee erer 58,2 20,5 » 27,4 31,0 77,0 » 80,3
Necklenburg-Strelitz.... . 74,7 30,5 » 39,3 17,5 59,8 » 63,5
“haumburg-Lippe ..... | 42,3 17,9 » 22,8 i 532 72.0 » 86,7
Dagegen zeigen bei einem Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit diejenigen Länder die
Telativ geringsten Verschiebungen in der Zusammensetzung ihrer Allgemeinen Deckungsde
 die schon 1913/14 nur einen verhältnismäßig kleinen Teil ihres Zuschußbedarfs
en Erträge des Erwerbsvermögens deckten. In Waldeck, das 1913/14 mit 9,0 vH: von
Di Ländern den geringsten Anteil des Zuschußbedaris durch Einnahmen aus dem
TWerbsvermögen deckte, beträgt nach dem Kriege der durch Erträge des Erwerbs-PA
        <pb n="150" />
        — 196 —

Die Allgemeinen Deckungsmittel der
in den Rechnungsjahren 1913/14.
1913/14 1925/26 *
Einnahmen aus Einnahmen aus
Erwerbs- St Krwerbs- St,
vermögen!) BCE vermögen!) Cuern
invHdes| - invHdesi;: invHdes! ; c in vH des
n 1.000 Zusehuß-| 1.000 Zusehuß] Mi 1.000 Zusehuß-| 1000 Zusechußbedarfe
 |_ @ | pedaris! AM | pedarfs | AM | hedarfs

Gebietseinheit

Preußen .........0.00000++++ Land..... 352 092 47,1 395 125 52,9
Gemeinden E 169906 | 14,0 ‚021374 | 84,4
zusammen | 521 998 26,7 416 499 72,8
Bavern ...0.000000000000000+ Land,.,... | 53667] 29,1 124644 | 67,7
Gemeinden | 27577 | 14,9 154 995 | 84,1
zusammen 31244 | 22,0 2796391 75,9
Sachsen „...............0.00 Land..... 26124| 24,0 91183 | 83,6
Gemeinden' 26154| 19,1 112518 | 82,3
zusammen 52278 21,3 203 701 82,9
Württemberg ............... Land..... 11 741 18,3 49 575 77,3
Gemeinden 11916 16,0 59864 | 80,2
zusammen 23657 17,1 109439 | 78,8
Baden + Ras En 4 para an N ea 9277| 17,5 48376 | 91,4
Gemeinden " 18281 | 23,8 53966 | 70,4
zusanımen ‘ 27558 | 27,2 102342} 79,0
Thüringen. .................. Land,....y 13627| 42,9 19 798 62,3
Gemeinden | E119| 18,7 25 397 | 77,5
zusammen * 19746} 30,6 15195 ° “0,1
Hessen .....000004000444444 Land..... | 2789|—9,5 | 24805! 84,5
Gemeinden 87591 282,2 34 741 88,2
zusammen“ 5970 8,7 39546} 86,6
Mecklenburg-Schwerin ....... TLand..... 11384| 60,0 | 6730| 35,5
Uemeinden 5801| 39,3 57491 66,0 |
zusammen 7185| 50,9 16479| 48,9
Ildenburg ......0..0.0000.0.00 Land..... 3960| 38,9 67051 65,9
Gemeinden 453 4,0 12012 | 705,0
zusammen 4413 20,4 18 717 86,6
Braunschweir ...,........... Land..... 8432| 54,1 6871 14,1
Gemeinden | EZI5| 15,8 9683| 35,6
zusammen 9147 37,7 16 554 51,6
AR a see Tünd,.... | 3 069 38,2 4 440 51,0
Gemeinden 074 17,2 5 088 81,4
zusammen | 51431 41,1 | 95281 63,7
WPD sereerre 0 Land,.... | 554 | 22,8 1849| 76,2
Gemeinden 638 | 34,5 1 268 58,6
A 3.117 2,9
Mecklenhurg-Strelitz ‚........ Land...,. 2950| 74,7 691 17,5
zemeinden 263 19,2 1 066 "7,8
zusammen 2213° 50,4 1.757 3.1
Land...., 42 9,0 410 37,8 22| 11,3 1796| 91,5
emeinden 176 | 18,7 734 77,8 190 9,9 | 1612| 84,0
zusammen ; 218 15,5 1144! 97,1 "x 10,6 408 27,8
Schaumburg-Linde .......... Land.....* 331 | 42,8 416 | 53,2 | 2376| 20,4 1596| 86,7
Gemeinden ! 131 | 22,2 455 | 77,1 69 4,1 1671| 99,4
zusammen 462 | 33,7 8711 53,5 445 | 12,6 3267| 92,8
Hamburg .....0...0.0.000000 Hand..... | ; »
gen } 31682 | 24,6 | 96603| 75,0 0858| 4,4 | 1899821 77,2
BreEMEN s..0.00000000400400400 Land..... ) x
Gemeinden 6747| 14,7 | 27548| 59,8 8508| 171 | 42370| 844
Lübeck er Tand 1] 2
Gemeinden y | 2613| 31,7 6609| 78,6 | 2780| 15,3 14206 | 78.4

62986| 0,4 |1457335:; 90,4
267443 | 10,1 2234743 84,2
304291 7,7 13692078! 86,6
16447 | 116 317162| 79,2
12822 | 12,6 265174 | 77,9
39269 | 12,0 582336 | 78,6
2 784 2,3 194 140 | 92,4
26 903 7,8 286.287 | 82,5
29687 | 5,4 480427 | 86,2
14366 | 11,9 106 604 | 88,3
15989 | 10,5 113267 | 74,1
30355 | 21,7 219870 | 80,3
4 538 3,5 108683 | 84,5
24527 | 77,6 112922 | 80,9
290651 10,9 221606 | 82,6
‚3853| 79,9 56481 | 87,0
7060| 70,5 55382 | 82,1
0913| 15,2 11863 | 81,6
4424| 5,9 64403 | 85,8
19154 | 24,9 55709 | 72,4
23578 | 15,5 20112| 79,0
3714| 10,5 30.496 | 86,4
4096! 16,8 17855 | 73,2
7810| 13,1 | 48351 | 81,0
| 447 7,4 14743 | 75,2
527 6,1 21288} 85,4
1974| 6,7 360311 80,9
7425 28,1 19234 | 72,9
1790| 8,1 16836 | 75,5
7215| 19,0 | 36070} 74,2
3482| 20,5 13090 77,0
- 138 | — 0,9 15554 | 95,9
344 | 10,1 28644 | 86,2
1143| 17,1 6052| 20,4
145 3,3 3427| 77,1
1288| 11,6 9479| 85,1
2821 39,3 4288| 59,8
487 | 14,8 2436| 74,2
NR 21" "9a B413

Übersicht 2

Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände)
1925/26, 1926/27 und 1927/28
A — | —
1926/27 1927/28
Einnahmen aus Einnahmen aus
Erwerbs- St | Erwerbs- St.
vermögen!) ME vermögen!) SUR
invHdes| ; invHdes}; invyHdes ; invHder
n 4 0. Zuschuß-| + 000 Zuschuß-| 200 Zuschuß-| 1.000 Zuschuß-KAM
 | hedarts AM bedarfs RAM |_bedarfs AM _bedarfs
10 + 12 iR as 16 “m

37

Gebietseinheit

EEE

88585 | 5,4 1483976 137 951 97,3 Preußen v.......00.00044++ Land
396 147 | 13,0 ‘2565891 | 344 649 87,9 Gemeinden
484732 10,4 |4.049 867 482 600 ' 89,1 zusammen
34016! 7,9 336 692 | 49977 70,9 87,6 Bayern ........0000000004: Tand
70 560 | 20,9 244 615 64 685 18,3 82,7 Gemeinden
104 576 13,6 581 308 ' 114 662 14,1 35,6 zusammen
16615 7,0 208 695 25568 | 9,7 95,0 SACHSEN +42: 4 ke Lünd
57 025 14,5 323 305 42 622 9,6 90,7 Zemeinden
73640 | 11,7 532 000 58 191 9,6 92,5 zusammen
8584! 6,5 121 226 9 0097 6,1 98,7 Württemberg .............1 Land
28 102 | 17,6 130 703 | 23 200 13,6 92,2 Gemeinden
36.686 | 12,6 251 929 32 209 | 10,1 95,2 zusammen
7263 5,2 114 448 82,2 11 126 7,4 137697 | 91,5 Land
36 521 23,2 121 132 | 77,0 33 655 20,5 139 194 54,9 Gemeinden
43 785 14,8 | 235 581 79,£ 447801 14,2 276 892 88,1 zusammen
11070 | 23,6 57 573 70,8 14254 | 16,6 63 929 | 74,5 Thüringen...........0...... Land
16.223 22,0 55 646 75,6 4111 18,6 | 61 112 | 80,4 Gemeinden
27293 | 17,6 | 113219| 78,0 3365| 17,5 * 195041) 77,2 zusammen
3216! 3,9 67176 | 81,3 4,0 76280 | 82,8 Land
22 035 26,7 55 910 67,8 26,1 62 596 | 71,6 Gemeinden
25 250 15,3 123 086 74,6 14,7 138 875 77,4 zusammen
6159 | 16,6 | 40.238 | 108,4 20,4 33084 75,0 Mecklenburg-Schwerin .,.... Land. ©
6059 20,6 23.365 | 79,6 17.1 26201 2783 Gemeinden
12219 | 18,4 636031 95,6 18,9 59285! 76,4 zusammen
2882| 16,6 14108, 81,3 14,7 16069 | 82,0 Oldenburg 4.......00.04++0+ Land
2954 Pt 20 482 83,7 14,8 21998 | 85,3 Gemeinden
5836| 18,9 34590| 82,7 148 38067! 38,9 . a _—
"0903 35,5 21986 | 71,6 7291 19,9 26017 | 71,0 Braunschweig .........:.... Land
3678| 15,1 17.050 | 70,1 4018] 16,7 21112 | 87,6 Gemeinden
14581 | 26,5 39036 70,9 1308' 18,6 129° 77,6 zusammen
4328! 21,7 15564 78,1 5725 | 27,4 16762 | 80,3 Anhalt ...0.000000000000040 Land
1291 7 16 360 91,5 1425 22,3 16 477 83,3 Gemeinden
5618 / 14,9 31924 | 84,4 3150| 20,0 / 33240 | 81,8 zusammen
853 10,5 7229| 89,1 824 9,3 6654! 75,2 Lippe 4000004000000000 0000 Land
1295| 28,3 33661 73,4 884 | 18,7 | . 35121 74,2 *omeinden
2148| 16,9 10595 | 83,5 708! 12,6 10.166 | 74,8 zusammen
2319| 31,0 4713| 63,1 2555| 930,5 | 5316| 63,5 Mecklenburg-Strelitz ........ Land -.
900 | 285 3085| 80,7 696 | 14,4 | 3997| 826 Gemeinden
81 28,5 7799| 69,0 250] 24,6 | 93131 70,5 "zusammen
HA 14,2 1925| 90,5 i37| 6,3 . 2009| 98,1 Waldeck ...........00+++++ Land
414 19,7 1 448 69,0 196 | 23,1 1619 75,4 Gemeinden
716 17,0 3374| 79,8 5341 14,7 | 3628! 84,3 zusammen
393 | 17,9 1720| 78,4 523 | 22,8 1648| 72,0 Schaumburg-Lippe ......... Land,
258 | 12,9 1917| 95,6 151 | 6,0 2.082 | 82,5 Gemeinden
651 | 16,5 3637| 86,6 6731| 14,0 37301 77,5 zusammen
Land
677 12,0 | 2167511 22.0 366011 12,9 276939| 90,0 Hamburg ...0..00000000000 { Gemeinden
5 . | Land
12790 20,8 49 738 | 78,9 13530 / 29,3 55780 | 79,5 Bremen .........00000000r { Gemeinden
. Land
3685| 20,8 14929 | 82,4 3655| 16,9 | 17299 ) 79,6 | Lübeck 2.00.0000 { Gemeinden
| ;

1) Nach Abzug yeleisteter Zusck
        <pb n="151" />
        1958 —

vermögens gedeckte Teil des Zuschußbedarfs zwischen 6,3 und 11,3 vH. Die Steuereinnahmen
 von Waldeck deckten vor dem Kriege 87,8 vH, nach dem Kriege zwischen
90,5 und 93,1 vH des Zuschußbedarfs. Hessen, das 1913/14 Zuschüsse in Höhe von
9,5 vH des Zuschußbedarfs an das Erwerbsvermögen leistete, deckt in der Nachkriegszeit
 durch Erträge des Erwerbsvermögens zwischen 3,9 und 5,9 vH des Zuschußbedarfs.
Die Steuereinnahmen dieses Landes beliefen sich 1913/14 auf 84,5 vH, nach dem Kriege
auf 81,3 bis 85,8 vH des Zuschußbedarfs.
Im Haushalt‘ der Gemeinden (Gemeindeverbände) spielen 1913/14 die
Einnahmen aus dem Erwerbsvermögen als Allgemeine Deckungsmittel im allgemeinen
eine geringere Rolle als im Haushalt der Länder. Als Ausnahmen erscheinen die Gemeinden
 (Gemeindeverbände) von Hessen, Baden, Lippe und Waldeck. Entsprechend ist
daher in der Regel das Übergewicht der Steuereinnahmen gegenüber den Einnahmen
aus dem Erwerbsvermögen bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) noch größer als
in den Ländern. .
Den kleinsten Teil des Zuschußbedarfs decken 1913/14 durch Einnahmen aus dem
Erwerbsvermögen die Gemeinden (Gemeindeverbände) in Oldenburg mit 4,0 vH, den
höchsten dagegen die Gemeinden (Gemeindeverbände) in Mecklenburg-Schwerin mit
39,3 vH. Umgekehrt zeigen 1913/14 die Steuereinnahmen der Gemeinden (Gemeindeverbände)
 in Mecklenburg-Schwerin mit 66,0 vH den geringsten Anteil an der Deckung
des Zuschußbedarfs. Die höchste Bedeutung erreichen dagegen die Steuereinnahmen der
Gemeinden (Gemeindeverbände) in Oldenburg. Sie übertreffen hier die Höhe des Zuschußbedaris
 um 5,0 vH.
Ein Vergleich der Zusammensetzung der den kommunalen Selbstverwaltungskörpern
zur Verfügung stehenden Allgemeinen Deckungsmittel in der Vor- und Nachkriegszeit
zeigt nicht entfernt Verschiebungen von dem Ausmaß, wie sie bei einem Vergleich der
Zusammensetzung der Allgemeinen Deckungsmittel der Länder in Erscheinung treten.
Auch die bei den Ländern mit Ausnahme Badens zu beobachtende Entwicklung — Zunahme
 der Bedeutung der Steuereinnahmen und Abnahme der Bedeutung der Erwerbsvermögenserträge
 — ist bei einem Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit bei den
Gemeinden und Gemeindeverbänden nicht zu erkennen. Relativ am größten ist der
Rückgang der Einnahmen aus dem kommunalen Erwerbsvermögen in Mecklenburg-Schwerin
 und in Lippe. Er konnte in den Gemeinden (Gemeindeverbänden) beider
Länder nur zum Teil durch gesteigerte Steuereinnahmen ausgeglichen werden. Die
größten Veränderungen hinsichtlich der Bedeutung der Steuereinnahmen der Gemeinden
und Gemeindeverbände zeigen sich dagegen in Schaumburg-Lippe, Oldenburg, Hessen
und Baden. Die Gemeinden (Gemeindeverbände) in Schaumburg-Lippe und Baden
konnten nach dem Kriege einen erheblich größeren Teil ihres Zuschußbedarfs durch
Einnahmen aus Steuern decken als vor dem Krieg. Umgekehrt decken die Steuereinnahmen
 der Gemeinden (Gemeindeverbände) in Hessen und Oldenburg nach dem Krieg
einen erheblich geringeren Teil des Zuschußbedarfs als vor dem Krieg.
Die wichtigeren Veränderungen in der Relation zwischen den Einnahmen aus Erwerbsvermögen
 und Steuern veranschaulicht die nachstehende Übersicht:
Von dem jeweiligen Zuschußbedarf der Gemeinden (Gemeindeverbände) werden gedeckt durch
Einnahmen

Ball akt Een
Hesse o.....0..0.00000000
Mecklenburg-Schwerin . !
Öldenhurg ......0..0000+
Lippe ....0.0000000000000 I
Schaumburgz-Liope .....

a VOr

23,8
22,2
39,3
4,0
34,5
22.2

KErwerbsvermöger
nach
dem Krieg
"aa

zwischen
17,6 u. 23,4
22,3 » 26,7
16,8 » 20,6
6,1 » 14,8
3,3 » 28,3
41 » 12.9

A, u
Steuern a
vor | nach
dem Krieg
Hm

70,4
88,2
66,0
105,0
68,6
77.1

zwischen
77,0 u, 84,9
67,8 » 72,4
73,2 » 79,6
83,7 » 85,4
73,4 » 77,1
8275» 994
        <pb n="152" />
        199 —

2. Die Erträge aus dem Erwerbsvermögen der öffentlichen‘
Gebietskörperschaften

Nachdem im vorhergehenden Abschnitt der Reinüberschuß des gesamten KErwerbs-Vermögens
 in seiner Bedeutung als Einnahmequelle für die Finanzwirtschaft des Reichs,
der Länder und der Gemeinden einschließlich Gemeindeverbände aufgezeigt worden. ist,
Soll in diesem Abschnitt ein Überblick über die Zusammensetzung des Erwerbsvermögens
nach Erwerbsarten und seine Aufgliederung nach Überschüssen und Zuschüssen gegeben
werden. Die wichtigste Erwerbsart der Gebietskörperschaften bieten naturgemäß die
verschiedenen Arten der Erwerbsbetriebe, die nachstehend für Reich, Länder und Gemeinden
 in weitgehender Ausgliederung gebracht werden. Als Betriebe sind dabei nicht
Nur die in eigener Verwaltung der Gebietskörperschaften befindlichen Betriebe erfaßt,
Sondern auch die vergesellschafteten, verpachteten und konzessionierten Betriebe sowie
auch die Beteiligungen an Betrieben. Außer den Erwerbsbetrieben umfaßt das Erwerbsvermögen
 noch das Grund- und Kapitalvermögen, soweit es nicht zum Verwaltungsoder
 Betriebsvermögen gehört. Sowohl für die verschiedenen Betriebsarten wie auch
für das Grund- und Kapitalvermögen werden die auf sie entfallenden Überschüsse und
Zuschüsse gebracht. Die Überschüsse und Zuschüsse sind dabei nicht identisch mit dem
Gewinn oder Verlust im privatwirtschaftlichen Sinne; sie können und dürfen daher
nicht als Maßstab für die privatwirtschaftliche Rentabilität des öffentlichen Erwerbs-Vermögens
 ‘gewertet werden. Die nachstehend gebrachten Überschüsse und Zuschüsse
Stellen vielmehr lediglich diejenigen Beträge dar, mit welchen das Erwerbsvermögen die
Haushaltrechnung der beteiligten Gebietskörperschaften beeinflußt, und zwar stellen die
Überschüsse des Erwerbsvermögens diejenigen Beträge. dar, die an die Hoheitsverwaltungen
 des Reichs und der Länder und an die Kämmereiverwaltungen der Gemeinden
abgeführt und zur Deckung des Haushaltsbedarfs verwendet worden sind, während um-Zekehrt
 die Zuschüsse jene Beträge sind, die aus allgemeinen Mitteln des Haushalts an
das Erwerbsvermögen geleistet worden sind. Die Auswirkung der Überschüsse und Zu-Schüsse
 im Öffentlichen Haushalt ist demnach eine grundverschiedene. Während die
Überschüsse den Bedarf der Gebietskörperschaften an allgemeinen Deckungsmitteln, insbesondere
 an Steuern um ihren eigenen Betrag vermindern, wird dieser Bedarf durch
die Zuschüsse erhöht. Zur Klarstellung der finanzwirtschaftlichen Beziehungen des
Erwerbsvermögens zum öffentlichen Haushalt ist es deshalb notwendig, die Überschüsse
ünd Zuschüsse der einzelnen Erwerbsarten unabgeglichen zur Darstellung zu bringen.
Dies geschieht im folgenden für das Erwerbsvermögen des Reichs, der Länder und der
Gemeinden und Gemeindeverhände

a. Die Erträge des Reichs aus dem Erwerbsvermögen
A Für die Betriebe des Reichs ergibt sich bei Zusammenfassung und gegenseitiger
‚rechnung der Erträge und der Zuschüsse (einschließlich Darlehen und Beteiligungen}
Olgendes Bild:

Rechnungsjahr

1913/14 .....

A

196 er

ES

Überschuß oder
Zuschuß (—)
in Mil oder ZA

1

983

174,4

199.5
        <pb n="153" />
        200 —-Näheren

 Aufschluß über Art und Bedeutung dieser Beträge ermöglicht erst ihre Zeregung.in
 Überschüsse und Zuschüsse, in Beträge regelmäßiger und außergewöhnlicher
Art, sowie schließlich in die einzelnen Betriebsarten. Es seien zunächst die Erträge
und dann die an Betriebe geleisteten Zuschüsse behandelt, innerhalb dieser beiden
Gruppen werden jeweils zuerst die regelmäßigen Überschüsse und Zuschüsse, sodann
lie Posten außergewöhnlicher Art dargestellt.
Die Einnahmen des Reichs aus betriebswirtschaftlichen Erträgen regelnäßiger
 Art betragen (in Mill. 4 bzw. AM):

darunter

Rechnungsjahr

INSzesamt



Reichs-Ausgleichungs-


 für die
Überschüsse
lar Reichs-Postund

Telegraphenverwaltung


Dost

&amp;gt;

1913 eeeeeeeeeeeen
1925/26 vereeereee ee
1926/27 eereereeeenene 32.2 1°) 12,0
1927/28 20.0.0... ] 119,7 Is) 70,0 ! —

Reichs- Reichsbahn
 | bank

27.2

27,6

&amp;gt;

3,0
‘) 299

Reichs- |
Aruckereil

Viag
usw. 1)

x

4,7

3,5

2,6

6,3
48 | 74

?) Reichsbeteiligte Unternehmungen, insbesondere Vereinigte Industrieunternehmungen A, G. — *) Aussehl. der AuSszleichungsbeträge
 von Bayern und Württemberg an das Reich für die Überschüsse der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung.
 — 5) Wegen der Verrechnung der Ablieferungsbeträge in der Rechnung der Deutschen Reichspost vel. Fußnote 1
ınten. — %*) Vorzugsdividende der Deutschen Reichsbahn-Gesellsehaft.

Die vorstehende Aufstellung zeigt, daß beim Reich in der Vorkriegszeit (1913/14)
lie betriebswirtschaftlichen Überschüsse regelmäßiger Art beträchtlich höher waren als
in jedem der hier dargestellten Nachkriegsjahre. Das Schwergewicht lag bei den Verkehrsunternehmungen
 — Post (Reichspost und Ausgleichungsbeträge der Länder Bayern
and Württemberg an das Reich für den Überschuß der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung)
 und Eisenbahnen (Reichseisenbahn in Elsaß-Lothringen) —, auf die nahezu
vier Fünftel der regelmäßigen Erträge entfielen. Das letzte Nachkriegsjahr, das Rechnungsjahr
 1927/28, zeigt das gleiche Bild, sogar noch in verstärktem Maße. Die Ableferung
 der Reichspost an den Reichshaushalt (70,0 Mill. A.) 1) und die Einnahmen
les Reichs aus den Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (29,9 Mill. XA)
machen 83 vH der Gesamterträge regelmäßiger Art aus. Ganz anders verhält es sich
in den beiden vorhergegangenen Rechnungsjahren, die deutlich den Charakter der Überzangszeit
 von der Inflation zur gefestigten Währung tragen. Im Rechnungsjahr 1925/26
hatte das Reich weder von der Reichspost noch von der Reichsbahn erwerbswirtschaftliche
Einkünfte erzielt. Das Fehlen eines Überschusses der Reichspost war in den besonderen
Verhältnissen nach der Währungsfestigung begründet. Der Postverwaltung sollte durch
den Fortfall einer Ablieferung an den Reichshaushalt die Möglichkeit gegeben werden;
lie nötigen Betriebsrücklagen anzusammeln und die in der Inflationszeit zwangsläufig
zurückgestellten betriebstechnischen Verbesserungen durchzuführen. Auch aus den Vorzugsaktien
 der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft erzielte das Reich 1925/26 keine»
Gewinn, da diese erst im Laufe dieses Jahres in den Besitz des Reichs übergeganget
waren. Wenn auch das Rechnungsjahr 1926/27 bei beiden Verkehrsunternehmungen
Erträge des Reichs ausweist ”), so bleiben diese doch in ihrer absoluten Höhe wie auch
in ihrer anteilsmäßigen Bedeutung weit hinter den entsprechenden Beträgen des Rechnungsjahres
 1927/28 wie auch der Vorkrierszeit (1913/14) zurück.

1) Die Verrechnung erfolgt bei der Reichspost z, T. in anderer Weise als im Reichshaushalt. Die in der Reichshaushaltszechnung
 für 1927/28 vereinnahmten 70,0 Mill. R.4 aus der Ablieferung der Reichspost werden in der Rechnung der Reichs
past. hereits im Rechnungsiahr 1926/27 nachgewiesen. — 2% Vol. Anmerkung 1
        <pb n="154" />
        — BOT

Die Einnahmen des Reichs aus den übrigen Betrieben treten naturgemäß in Jahren
mit hohen Erträgnissen der Verkehrsunternehmungen stark in den Hintergrund. Anders
dagegen verhält es sich in den Rechnungsjahren 1925/26 und 1926/27, in denen wegen
des Fehlens der Überschüsse der Verkehrsunternehmungen das Schwergewicht der
detriebswirtschaftlichen Einnahmen des Reichs bei den übrigen Betrieben lag. Von
Jiesen sind als die wichtigsten die Reichsbank und die Reichsdruckerei zu nennen, zu
denen in den Nachkriegsjahren noch einige andere Unternehmungen, insbesondere die
Vereinigte Industrieunternehmungen A. G. (Viag), eine Dachgeselischaft für verschiedene
industrielle Unternehmungen und Beteiligungen, treten. Bemerkenswert ist bei diesen
Einnahmen noch, daß in der Vorkriegszeit der Anteil am Reingewinn der Reichsbank
weitaus an erster Stelle stand; in den Nachkriegsjahren hat diese Einnahmequelle infolge
des im neuen Reichsbankgesetz für die Gewinnverteilung vorgesehenen Schlüssels stark
an Bedeutung verloren, dafür sind die Einnahmen aus industriellen Unternehmungen,
insbesondere aus der »Viag«, fortgesetzt im Steigen begriffen.
Neben den regelmäßigen Erträgen der Betriebe verfügt das Reich auch noch über eine
Anzahl Einnahmen außergewöhnlicher Art, die in diesem Zusammenhang
Zu behandeln sind. Ihre Höhe zeigt folgende Aufstellung (Beträge in Mill. X oder AA):

Rechnungsjahr

insgesamt

darunter
Reichs- )
getreidestelle

Münzwesen 1) |

a

CE
(925726 erereee rer
926/87 aeteeee ee
9927128 1. Beam

23,4 23,4 —
133,7 131,0 Er
150,1 61,6 2) 87,8
87,5 83,5 | 1,0

2) Abzüglich der Prägekosten. — ?) Davon 85,5 Mill. ZA für Zwecke der Landwirtschaft.

In erster Linie sind hier die Erträge aus dem Münzwesen zu nennen, ferner in den
Nachkriegsjahren 1925/26 bis 1927/28 die Überschüsse der Reichsgetreidestelle, Diese
dinnahmen weisen entsprechend ihrer Natur als einmalige Erträge von Jahr zu Jahr
starke Schwankungen auf. Die Einnahmen aus dem Münzwesen hielten sich im Vor-Kriegsjahr
 1918/14 in engen Grenzen; die demgegenüber ganz erheblich höheren Beträge
der Nachkriegsjahre, insbesondere des Rechnungsjahres 1925/26, stehen mit dem nach
Beendigung der Inflation durchgeführten Aufbau der neuen Reichsmarkwährung in
Zusammenhang. Die Überschüsse der Reichsgetreidestelle fallen hauptsächlich in das
Rechnungsjahr 1926/27, sie wurden fast vollständig für Zwecke der Landwirtschaft ver-Wendet.


Es liegt in der Natur der Betriebswirtschaft, daß nicht nur Erträge erzielt werden,
Sondern gegebenenfalls auch Zuschüsse zu leisten sind. Bedenklich ist dies
iedoch nur dann, wenn sie zur Deckung eines Fehlbetrages aus der laufenden
Betriebsführung gegeben werden, weil sich daraus ergibt, daß der betreffende
Betrieb unrentabel wirtschaftet. Anders sind ‘jedoch die Zuschüsse außer-SeWwöhnlicher
 Art — häufig in Form von Darlehen gegeben — zu beurteilen. Diese
lienen in der Regel zur Erweiterung oder Vervollkommnung der betriebswirtschaftlichen
 Einrichtungen, stellen also eine werbende Anlage dar, die sich im Laufe der
Jahre durch höhere Betriebsüberschüsse bezahlt macht. Derartige Zuschüsse werden
deshalb auch häufig aus Anleihemitteln bestritten.
Zuschüsse zur laufenden Betriebsführung hat das Reich in den hier beträchteten
Rechnungsjahren nur in verhältnismäßig geringem Maße geleistet. Von erheblicher Bedeutung
 sind dagegen in den Nachkriegsjahren die Zuschüsse und Darlehen
‘ür außergewöhnliche Zwecke. Ihre Höhe ergibt sich aus der nach-$tehenden
 Übersicht (Beträge in Mill. ‚4 oder AM):
        <pb n="155" />
        202

Rechnungsjahr



Zuschüsse (Darlehen)
für außergewöhnliche
Zwecke

inszesamt


davon
yedeckt | .
durch verbleibt |
\nleihen

Jeutsche
Reichsbahn-

 |
schaft!)

Von Spalte 2 entfallen auf

Kraftverkehrs-




Wasservirtschaft-


Unternehmungen
 ?)

Viag®) ı

Deutsche
Werke
AG.

3

925,26 .....
1926/27 ......
927/28...

255,6 _— 255,6
16,9 ‘*) 2,6 73
19,5 |9 3.1 7,4 |

220,0 LE | 145 9 18 18,2
5) 0,6 07 | 128 7) 0,7 2,1
9 — 05 7,5 — 2,5

?) Ankauf von Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. — ?) Hauptsächlich Rhein-Main-Donau-A. 6.
nd Neckar A. G, — *) Vereinigte Industrie-Unternehmungen A. G. — *) Anteilsbeträge der Anleihe des Reichs von 1927.
— *) Außerdem 80,0 Mill, ZA zur Ausführung des vereinbarten Bau- und Beschaffungsprogramms zur Behebung der
Arbeitslosigkeit und Belebung der Wirtschaft und 11,2 Mill. ZA zur Förderung begonnener neuer Eisenbahnen. — *) Zur
"örderung begonnener neuer Eisenbahnen 27,4 Mill. Z.4. — 7) Steuern gelegentlich der Umstellung der Deutsche Werke A.G.

Eine überragende Stellung nimmt hier der Ankauf der Vorzugsaktien der Deutschen
Reichsbahn-Gesellschaft im Rechnungsjahr 1925/26 ein, der nahezu 1! Mrd. AM
arforderte. Die Mittel dienten zum großen. Teil dazu, der Reichsbahn nach den
Schwierigkeiten der Inflationszeit die nötigen Betriebsmittel zu geben und ihre Betriebsnrichtungen
 auf eine technisch hohe Stufe zu bringen, um sie dadurch instand zu
setzen, die großen Lasten zu tragen, die ihr bei der Erfüllung der deutschen Reparationsverpflichtungen
 (Beförderungsteuer, Schuldverschreibungsdienst) auferlegt sind. Die
nächstwichtigste Gruppe von Betrieben, an die das Reich außergewöhnliche Zuschüsse
ınd Darlehen zahlt, sind wasserwirtschaftliche Unternehmungen, namentlich die Rhein-Main-Donau
 A. G. und die Neckar A.G. Es handelt sich bei diesen Unternehmungen um
7rojekte, die verkehrspolitische Zwecke (Kanalbauten) verbinden mit der Schaffung
elektrischer Kraftwerke. Solange die Kanalbauten noch im Entstehen begriffen sind,
ıst mit Überschüssen nicht zu rechnen. Weitere Betriebe, die vom Reich außergewöhnliche
Zuschüsse erhielten, sind hier unter »Deutsche Werke A.G.« zusammengefaßt. Es
aandelt sich um ehemalige Heeres- und Marinewerkstätten in Spandau und Kiel, deren
Irganisation gelegentlich der Liquidierung der Deutsche Werke A.G. wegen der geänlerten
 Verhältnisse gänzlich umgewandelt werden mußte. Im Zusammenhang hiermit
stehen auch die kleinen an die Viag gezahlten Beträge als vertragsmäßige Wiederrstattung
 von Umgründungssteuern. Kleinere Zuschüsse erforderten schließlich noch
verschiedene Kraftverkehrsgesellschaften.
Zu den betriebswirtschaftlichen Erträgen treten als Einnahme aus dem Allgeneinen
 Grund- und Kapitalvermö gen (einschließlich sonstiger Erträge)
olgende Einnahmen (in Mill. X oder AM):

Rechnungsjahr

Erträge
oder
Zuschüsse (—-)'
insgesamt

egelmäßiger
Art

A g VENEN
und zwar Erträge 5
außergewöhnlicher Art

aus der Betriebs- | sonstige Erträge
mittelrücklage!) l!oder Zuschüssel—

EEE — 0,6 0,1 ; — ] — 0,7
ED a a EHER 62,8 58,8 — | 4,0
926/27 20000 Are EG 57,0 50,7 | m N 6,3
927/28 .... A) 253,2 43,5 ; 190,0 2 19,7

:j Aus der Rücklage zur Verstärkung der Betriebsmittel der Reichshauptkasse. — ?) Einschl. Anteilsbeträge der Anleihe
les Reichs von 1927 {1926/27 2,0 Mill. AZ, 1927/28 0,9 Mill. A.)
        <pb n="156" />
        203

Wie vorstehende Aufstellung zeigt, hatte das Allgemeine Grund- und Kapitalvermögen
beim Reich in der Vorkriegszeit keinerlei Bedeutung. Die Jahre 1925/26 bis 1927/28
zeigen dagegen als regelmäßige Einnahmen namhafte Beträge, die allerdings in ständigem
 Rückgang begriffen sind. Es hängt dies damit zusammen, daß der hier wichtigste
Posten, die Zinsen aus der Anlegung von Kassengeldern, von Jahr zu Jahr
:nfolge der ständigen Verminderung der Kassenreserven des Reichs zurückgegangen ist.
Die überaus starke Steigerung der außergewöhnlichen Einnahmen im Rechnungsjahr
1927/28 geht in erster Linie auf die Inanspruchnahme der Rücklagen zur Verstärkung
der Betriebsmittel der Reichshauptkasse (190,0 Mill. AA) zurück. Daneben ist noch
ine einmalige Einnahme aus der Tätigkeit der Devisenbeschaffungsstelle in Höhe von
“3,1 Mill. ZM zu nennen.

Übersicht 3

Die Erträge des Reichs aus den Betrieben in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

EA

-_ | Art der Überschüsse (Erträge)
1608 oder Zuschüsse

l. Deutsche Reichspost®) ..

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt
davon gedeckt durch Anleihen
SW a SEE HE HM
verbleiben

(A. Ausgleichungsbeträge von
Bayern und Württemberg
an das Reich für den Über-Schuß
 der Reichs-Postand
 Telegraphenverwaltune


* Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
 (1913/14
Reichseisenbahn in Elsaß-Lothringen


'berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
ür außergewöhnliche Zwecke
insgesamt
Javon gedeckt durch Anleihen
USW.

verbleiben

Rechnungsjahr
1913/14.1)| 1925/26 | 1926/27 1927/28

in Mill. X oder AA?)
6

»

79.9

12.0

70,0

1.0

AT

Dr

30 ' 29.9

»”»0.0

0.6

220.0

0.6

lach i 5 i i i i tistik des Deutschen Reichs
Nr. 10 3°h dem Gebietsstand von 1925 (ohne Saargebiet). Vgl. hierzu Einzelschriften zur Statistik de: on ;
1a 14*. — ?) Abweichungen in den Summen durch AÄufrundung (Abrundung) der Zahlen. — A Ce
rwalen ANgSsbeträge von Bayern und Württemberg an das Reich für den Überschuß der Reichs-Post- und Telegrap
ungen, —. +) Anteilsbeträge der Anleihe des Reichs von 1927.
        <pb n="157" />
        Noch: Übersicht 3 — 204 —

Noch: Die Erträge des Reichs aus den Betrieben in den
Rechnungsiahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Rechnungsjahr
913/141)| 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
_ in Mill. X oder AM?)
4 25 22526

Betriebe ‚| Art der Überschüsse (Erträge)
, oder Zuschüsse

3. Kraftverkehrsgesellschaften
 u. 2.

berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

9

0,6 ] 0,1
0.0 —_

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt
davon gedeckt durch Anleihen
|
verbleiben

2,2

26 | 0,3

al

07 | 0,5
‚04 |9 01
03 | 04

‚1

4. Wasserwirtschaftliche
Unternehmungen

Yberschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ..........,
außergewöhnlicher Art......
huschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt
davon gedeckt durch Anleihen
USW. 000007 V
verbleiben

O1

0,1 i 0,1

4,5

7,5
N 7 HY 22
5:3

4 Rn

5. Gewerbliche und industrielle
 Unternehmungen
(Reichsdruckerei, Viag,
Deutsche Werke A. 6.)

)berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

47

z 4

10.5

| 12,2
3.0

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
tür außergewöhnliche Zwecke
insgesamt

20.0

7

278

225

lavon gedeckt durch Anleihen
18W, .
verhleihen

% 15.1090 0,7
18

0.0

1.3

5. Münzwesen (abzüglich
Prägekosten)

"berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

23.4 | 131.0

ELA AA

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt

lavon gedeckt durch Anleihen
verbleiben

Anmerkungen siehe Seite 203
        <pb n="158" />
        Noch: Übersicht 3
Noch: Die Erträge des Reichs aus den Betrieben in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

u (Art der Überschüsse (Erträge)
Betriebe ' oder Zuschüsse

/. Reichsbank ....

)berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außervewöhnlicher Art......

Rechnungsjahr
913/14 2)| 1925/26 | 1926/27 | 1927/28:
in Mill. X oder ZA?)
3

6

2716 | 12,2

22 | 255

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt

davon gedeckt durch Anleihen
USW. erereeeeir ernennen
verbleiben

5, Reichsgetreidestelle .....

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Arb...........
außergewöhnlicher Art......

87.8

1,0

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt

davon gedeckt durch Anleihen
verbleiben

). Sonstige Betriebe.......

Öberschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insvesamt

0,2

2,4

1,8
207

0

19

davon gedeckt durch Anleihen
USW... SEELE KH
verbleiben

Summe 1 bis 9:
Betriehe insgesamt:

Yberschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......

Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
insgesamt

davon gedeckt durch Anleihen
HSW. 20004 ...
verbleiben

\bgeglichener) Reinüberschuß
(-zuschuß) ‚......0000000004

153,3
23.4

23,8
133.7

32,2 | 119,7
50.1 |. 87,5

72

06 | 22

255.6 |

16.9 | 10.5

4% 96 19 3,1
256 | 73 | 74

176,7 |— 98,3 | 174.4 199.5

Anmerkungen siehe Seite 2038.
        <pb n="159" />
        — 206 -—
b. Die Erträge der Länder*) aus dem Erwerbsvermögen
Die Erträge der Länder aus ihren Betrieben werden durch ihren gegenüber der
Vorkriegszeit außerordentlich starken Rückgang gekennzeichnet. Sie betrugen — bei
Zusammenfassung und gegenseitiger Aufrechnung sämtlicher Überschnß- und Zuschuß-SER
 a Rechnungsjahr 1913/14 469,3 Mill. 4
1925/26 142,5 Mill. AM
„926/27 Ba “
” » 1927/28 .......... 175,6 ”
Wie beim Reich ist auch bei den Ländern erst durch Zerlegung der zusammengefaßten
Beträge in Überschüsse und Zuschüsse regelmäßiger und außergewöhnlicher Art sowie
lurch ihre Aufteilung auf die einzelnen Betriebsarten näherer Einblick zu gewinnen.
Die regelmäßigen Erträge der Länder aus ihren Betrieben belaufen sich auf (in Mill. X
der AM):

Ca“

darunter

Rechnungsjahr

insyesamt


and- und En
forstwirt- Zn
chaftliche | BERG
3etriebe Hütten

Staatseisen-



Post!)

Elekrizitäts-



Banken

Lotterie

X}

WD13/14......
1913/14 (ohne
Eisenb. u. Post)
1925/26 20.000000
1926/27 0.000000.
LS

506.8

178 1

257,8)
68,5 130,5
‚36,3 89,6
195,1 138.4 |

4
80
12.9

244.6

„1

7.4 | 19.8

6,0 16,1
7,2 19,1
6.7 24.9

1) Nach Abzug der Ausgleichungsbeträge von Bayern und Württemberg an das Reich für den Überschuß der Reichs-Postund
 Telegraphenverwaltung.
In der Vorkriegszeit wurden die betriebswirtschaftlichen Einnahmen der Länder —
lie Länder als Gesamtheit betrachtet!) — entscheidend beieinflußt durch die Über-3chüsse
 der Staatseisenbahnverwaltungen. Annähernd die Hälfte der regelmäßigen
Betriebsüberschüsse des Rechnungsjahres 1913/14 gingen auf diese Einnahmequelle zuück.
 Aus dieser Tatsache erklärt sich, daß durch den im Jahre 1920 vollzogenen Überzang
 der Staateisenbahnen auf das Reich die Gestaltung der Einnahmen der Länder aus
‚.hren Betrieben grundlegend verändert wurde (vgl. Anm. 1). Nicht nur, daß sie in der
Gesamthöhe bedeutend zurückgegangen sind, auch in der Zusammensetzung haben sie
sich stark umgeschichtet. Die weitaus erste Stelle nehmen jetzt mit einem Anteil von nahezu
drei Vierteln der Gesamterträge die Einnahmen aus den land- und forstwirtschaftlichen
Betrieben ein, die in der Vorkriegszeit nur etwa ein Drittel ausmachten. In ihrer absoluten
 Höhe sind diese Einnahmen jedoch beträchtlich gesunken, was in der Hauptsache
auf das Land Preußen zurückgeht, dessen Domänen- und Forstbesitz durch die Gebietsabtretungen
 im Osten besonders betroffen wurde. Der erhebliche Einnahmerückgang im
Rechnungsjahr 1926/27 ist eine Folge der niedrigen Holzpreise dieses Jahres und der
antsprechend zurückgegangenen Überschüsse der Staatsforstverwaltungen. Von den
ibrigen Betriebsarten weisen die Bergwerke — hauptsächlich infolge des Verlustes der
lem preußischen Staate gehörigen Saargruben — in ihren regelmäßigen Erträgen gegenüber
 der Vorkriegszeit gleichfalls eine starke Minderung auf, doch zeigt die Entwicklung
.n den Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28 eine fortgesetzte Steigerung der Überschüsse.
 Das gleiche gilt für die Lotterieeinnahmen, die im Rechnungsjahr 1927/28 den
antsprechenden Betrag des Vorkriegsjahres 1913/14 überschritten haben. Die Einnahmen
ler Länder aus den Staatsbanken halten sich in den hier dargestellten Rechnunegsjahren

+} Der nachstehende Abschnitt bezieht sich nur auf die Länder ohne die Hansestädte. Die Hansestädte nehmen wegen
ihrer Vereinigung von staatlicher und gemeindlicher Finanzwirtschaft eine Sonderstellung ein, insbesondere tragen ihre
betriebswirtsehaftlichen Einnahmen ausgesprochen gemeindlichen Charakter. — 1) Bei einer Zerlegung der Betriebsüber”
schüsse auf die einzelnen Länder ergibt sich für viele Länder ein wesentlich anderes Bild als für die Gesamtheit. Nur 2eht
jer Länder — wenn auch die größten — verfügten vor dem Kriege über eigene Staatseisenbahnen. Von diesen waren bei
zwei Ländern (Württemberg und Baden) im Reechnungsjahr 1913/14 in der laufenden Betriebsführung Fehlbeträge zu Ver“
zeichnen. In zwei weiteren Ländern (Bayern und Mecklenburg-Schwerin) spielten die Eisenbahnüberschüsse lediglich eine untet”
zeordnete Rolle, sie betrugen etwa 10—15 vH der laufenden Erträge der Betriebe. Nurin Preußen, Sachsen, Hessen und Olden
Are stellten sie mit ‚einem Anteilsbetrag von etwa 50—60 vH den Hauptteil der receimäßigen Retrichenhorenhiiasp dal.
        <pb n="160" />
        207 —

der Nachkriegszeit mit 6 bis 7 Mill. AM. weit unter dem Vorkriegsbetrage (17,4 Mill. A),
da nach Beendigung der Inflationszeit erhebliche Rückstellungen zur Schaffung der
gesetzlichen Reservefonds gemacht werden mußten. Bemerkenswert ist schließlich noch die
Entwicklung der Einnahmen aus Elektrizitätswerken. In der Vorkriegszeit war hier nur
ein kaum nennenswerter Betrag vorhanden; demgegenüber weisen infolge der zunehmenden
 Beteiligung der Länder an der Elektrizitätzwirtschaft die Rechnungsjahre
1925/26 und 1926/27 eine Einnahme regelmäßiger Art von je 4,4 Mill. A.A, das Rechnungsjahr
 1927/28 sogar eine solche von 6,0 Mill. AM auf.
Erträge außergewöhnlicher Art finden sich bei den Betrieben der
Länder nur in einigen wenigen Fällen. Sie betragen (in Mill. 4 oder AM):

A

darunter

[912/14 ...
1925/26 ...
1926/27 ..
1997/98

Rechnungsjahr

insgesamt

land- und
forstwirt- Bergwerke,
schaftliche Hütten
Betriehe

Staatseisenbahnen


16,1 2,2 0,0 \ 12,8
12,1 12,1 — «
3,2. | 1,6 1,5 =
0.3 0.3

In den Rechnungsjahren 1926/27 und 1927/28 spielen die außergewöhnlichen Erträge
eine untergeordnete Rolle. Im Rechnungsjahre 1925/26 ist ein höherer Betrag bei den
land- und {forstwirtschaftlichen Betrieben vorhanden. Bei den Beträgen des Vorkriegs-Jahres
 handelt es sich hauptsächlich um Anleiheanteile, die im Rechnungsjahr 1913/14
In den betreffenden Betrieben noch nicht zur Verwendung kamen. .
Wie beim Reich gehören auch bei den Betrieben der Länder Zuschüssezuder
\aufenden Betriebsführung zu den Seltenheiten. In den Rechnungsjahren
1926/27 und 1927/28 finden sich derartige Beträge in nicht. nennenswertem Umfange,
\m Rechnungsjahr 1925/26 nur ein einzelner Posten von etwa 6 Mill. AZ. bei den
Bergwerken. Das Vorkriegsjahr 1913/14 weist bei den Staatseisenbahnen einen Fehlbetrag
 in der laufenden Betriebsführung von 15,4 Mill. 4 auf; hiervon entfallen
43 Mill. 4 auf Württemberg und 11,1 Mill. X auf Baden.
„Über die Zuschüsse außergewöhnlicher Art an die Betriebe der
Länder gibt nachstehende Übersicht Aufschluß (Beträge in Mill. 4 oder AM):

darunter

Rechnungsiahr

(918/14 1
1925/26 1.
1926/27 1.
1927,98

insvresamt


'and- und
forstwirt-Ahaftliche

Natriahr

Bergwerke, | Staats-Hütten
 »isenbahnen

37,4 1,0 5,5
31,4 1,4 3,7 —
13,9 2,6 | 2,2 | —
19.4 9.8 26

28,1 |

Straßenbahnen,

Verkehrsunter-

 PA

wasserwirtschaftliche

Unternahmnnoan


Elekbrizitäts-



0,2 - 0,3
6,2 10,9 4,1
0,1 2,7 3,0
0.1 a LEN

1 ' ı 5
Von den Nachkriegsjahren weist das Rechnungsjahr 1925/26 den höchsten Betrag
*üf; dies erklärt sich aus dem besonderen Charakter dieses Jahres, das in die Über-SaNgszeit
 zwischen Inflation und fester Währung fällt. Wie die vorstehende Aufstel-UNg
 zeigt, erstrecken sich die Zuschüsse (Darlehen) für außergewöhnliche Zwecke in
den Nachkriegsjahren außer auf die Bergwerke, deren Betrieb dadurch ‚rationalisiert
"erden konnte, vor allem auf die im Neuaufbau begriffenen elektrizitäts- und wasser-Wirtschaftlichen
 Unternehmungen. Bei den letzteren handelt es sich zum Teil um die
Sleichen Projekte, die auch vom Reich Zuschüsse erhalten (Rhein-Main-Donau A. G.
Nd Neckar A. G.). Im Vorkriegsjahr 1913/14 waren vor allem bei den Staatseisenbahnen
 und Berewerken Zuschüsse für außercewöhnliche Zwecke erforderlich.
        <pb n="161" />
        208 —

Die Einnahmen der Länder aus dem Allgemeinen Grund- und Kapitalvermögen
 (einschließlich sonstiger Erträge) spielen eine erhebliche Rolle. Es geht
dies darauf zurück, daß die Länder zum Teil über beträchtlichen Grundbesitz verfügen.
 Ferner sind hier auch diejenigen Einnahmen und Ausgaben der Länder nachgewiesen,
 die — ohne zum Grund- und Kapitalvermögen zu gehören — ihrer Natur
nach den Allgemeinen Deckungsmitteln zuzurechnen sind. Es betragen (in Mill. 4
oder AM):

Rechnungsjahr

1913/14 00.0.0000
[925/26 20.0.0000
[926/27 20.000000.
1927798 2

Erträge oder
Zuschüsse (—-)
insgesamt

27,2
27,5
72,5
104.9

und zwar Erträge oder Zuschüsse (—
un außergewähnregelmäßiger
 Art | Ka
5 = licher Art

31,2 - 4,0
45,4 | — 17,9
59,5 13,0
60.0 449

Aus vorstehender Aufstellung‘ ist zu entnehmen, daß die regelmäßigen Erträge des
Grund- und Kapitalvermögens in den Nachkriegsjahren fortgesetzt gestiegen sind.
Gegenüber 1913/14 weisen sie eine beträchtliche Mehreinnahme auf. Die außergewöhnlichen
 Erträge zeigen — dem Charakter dieser Einnahmen entsprechend — starke
Schwankungen. Im Rechnungsjahr 1925/26 ist ein außergewöhnlicher Zuschuß vorhanden.
 Er geht auf eine vom Lande Preußen vorgenommene Rücklage zum Ausgleich
von Mehraufwendungen an persönlichen und sächlichen Ausgaben (20.0 Mill. ZA)
zurück.
Übersicht 4 Die Erträge der Länder*) aus den Betrieben
in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927,28
Rechnungsjahr
1918/14 1)| 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
in Mill. ‚X oder AH’)
3 +4 Ö

1. Land- und forstwirtschaftliche
 Betriebe

2. Bergwerke, Hütten
u. del,

3. Post und Telegraph?) ..

4. Staatseisenbahnen. .....

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

178,1 | 130,5
3,2 12,1

1.0

14

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art ....,.
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außervewöhnliche Zwecke

39,5 | 40 |
906 |

0,0 | 6,1 |
ä,5 | ME

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

4,

|

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ........... 244,6 ı
außergewöhnlicher Art...... 12,8 | =
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung: 15,4 —
für. außergewöhnliche Zwecke; 28,1 -

89,6
1,6

1 138,4

0,0
26

9,8

8,0 | 12,9
1.5 4741

011 20,0
22 1 26

*) Ohne Hansestädte. — *) Nach dem Gebietsstand von 1925 (ohne Saargebiet). Vgl, hierzu Einzelschriften zur Statisti
des Deutschen Reichs Nr. 10 S. 14*, — ?*) Abweichungen in den Summen durch Aufrundung ’Abrundung) der Zahlen. —
’) Nach Abzug der Ausgleichungsbeträge von Bayern und Württemberg an das Reich für den Überschuß der Reichs-Post
und Telerraphenverwaltung.
        <pb n="162" />
        209 — Noch: Übersicht 4
Noch: Die Erträge der Länder*) aus den Betrieben in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Rechnungsjahr
1913/14 1)| 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
in Mill. ‚X oder RA?)
50208

Betrieb | Art der Überschüsse (Erträge)
etriebe ; oder Zuschüsse

9. Straßenbahnen und | Überschüsse und Erträge:
Kraftwagenlinien regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

0.2

0,9 | 1,3 | 1,5

0,1
{2

= ] 0,0 | 0,0
6,2 0.1 0,1

6. Wasserwirtschaftliche
Unternehmungen

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

0.0 | 0:4 | 0,4

106,9 | 27 2,2

7. Elektrizitätswerke......

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse: . ,
zur laufenden Betriebsführung
für außerrewöhnliche Zwerke

0,1

4,4

4,4 | 6,0

0,5
0.3

4,1

— 0,0
3,0 2,6

8. Münzwesen ..... ..

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

05 | 2,7
Da 1 5.

2,0 | 0,3
"20.0

nn

— pP *

9. Banken ..

berschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

17,4 6,0 | 7,2 | 6,7
0,1

1,5

zu U

03 | 41

10. Lotterie. .............

Yberschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

19,8

6,1 | 19,1 ] 24,9

LL. Sonstige Betriebe......

Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke

2.1

3,9 |

4,3
0,1

13,9

0,1
0.8

05 | 0,5
29 | 229

| 0,4
2,4

Summe 1—11: Betriebe ins-Sesamt


Überschüsse und Erträge:
regelmäßiger Art ...........
außergewöhnlicher Art......
Zuschüsse:
zur laufenden Betriebsführung
für außergewöhnliche Zwecke
Abgeglichener) Reinüberschuß |

506,8
16,1

168,5 | 136,3 ] 195,1
121 © +8 9,3

16,1
37,4
469.3

6,7 0,6 0,4
31,4 13,9 19,4
142,5 125,0 175,6

Mn .
Aumerkungen Siehe Seite 208,
“Mänzen und Steuern
        <pb n="163" />
        — 210 -—
c. Die Erträge der Gemeinden und Gemeindeverbände
aus dem Erwerbsvermögen

Das Erwerbsvermögen der Gemeinden und Gemeindeverbände wird nachfolgend nur
mit seinem wichtigsten Bestandteil, den Erwerbsbetrieben, zur Darstellung gebracht.
Das Kapitalvermögen bleibt völlig unberücksichtigt, während das Grundvermögen nur
insoweit in die Darstellung einbezogen ist, als es in den Gemeinden bis zu 100 000 Einwohnern
 und in den Kreisverbänden zusammen mit den land- und forstwirtschaftlichen
Betrieben erfaßt ist und deshalb nicht von den Ergebnissen der Betriebe getrennt werlen
 kann.

Die Betriebsüberschüsse und -zuschüsse der Gemeinden und Gemeindeverbände 1927/28

Gebietskörperschaften


zemeinden .........
Kreisverbände ......
’rovinzialverbände . .
Amter?)............
Insgesamt ....

in
Mill. AM

585,4
15,4
6,4
0.6

6077

““berschüsse

———

in vH der [je Kurt der
Überschüsse | völkerung?)
insgesamt in
Da

36,3
2,5
”

‚0,73
0,63
0,17
0,55

in
Mill. AZ

59,0
79
“r

Zuschüsse

n vH der
Zuschüsse
ınsgesamt

in vH der !
)berschüsse

86,6
9,9
8.1
04

11,8 |
51,8
39,1
50.0

“of I 13,1

je Kopf
der Bevölke-


in
VA

2,00
0,41
0,11
044

)) der beteiligten Gemeinden (Gemeindeverbände). — *) der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen.

Die Betriebe der Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Hansestädte) haben im
Zechnungsjahr 1927/28 insgesamt 607,8 Mill. AM Überschüsse erbracht und
79,7 Mill. RM Zuschüsse erfordert. Die Zuschüsse betragen also 13,1 vH der Überzchüsse.
 Dabei bleibt zu berücksichtigen, daß die Zuschüsse in der Hauptsache nicht
zur laufenden Betriebsführung, sondern für außerordentliche Zwecke (Neuanlagen, Ausbauten
 usw.) verwendet worden sind. Der größte Teil der Überschüsse (96,3 vH) entfällt
 auf die Gemeinden. Auch je Kopf der Bevölkerung der beteiligten Körperschaften
sind die Überschüsse in den Gemeinden wesentlich höher als in den Gemeindeverbänden.
Der Anteil der Gemeinden an den Zuschüssen ist dagegen geringer. Er beträgt nur
56,6 vH. Dementsprechend ist auch das Verhältnis der Zuschüsse zu den Überschüssen
Dei den Gemeinden geringer als bei den Gemeindeverbänden. Während die Zuschüsse der
Gemeinden nur 11,8 vH der Überschüsse ausmachen, betragen die entsprechenden Veraältniszahlen
 für die Kreisverbände 51,3 vH und für die Provinzialverbände 39.1 vB-Die
 Betriebsüberschüsse und -zuschüsse der Gemeinden nach Größenklassen 1927/28
————

jemeinderrößenklassen

ijemeinden mit
nehr als 100 000 Einw.
30.000 bis 100000 »
25000 » 50000 &amp;gt;»
10000 » 25000 »
3000 » 10000 &amp;gt;»
2000 » 5000 »
2000 »

“emeinden insgesamt...

in
Mil 74

268,6
51,4
18,9
15,7
32,6
43,2
95.0

595 4

*berschüsse

Zuschüsse

in vH der
Überschüsse
insgesamt

e Kopf
ler Bevölke-


in
RM

in
Mill. ZA

in vH der
Zuschüsse
insrasamt

| je Kopf
in vH der! "der Be- ;
Über- völkerung
schüsse ZH

1,01
4,40
7,45
211
2,70
100 a S
| 10,75 | 690 | wo | | 253
. | 11,8 | 2,00

1) der beteilirten Gemeinden,
        <pb n="164" />
        = 3] —

Die Betriebsüberschüsse der Gemeinden entfallen zu 45,9 vH auf die Großstädte mit
über 100 000 Einwohnern; der zweitgrößte Anteil (16,2 vH) entfällt auf die Gemeinden
is zu 2000 Einwohnern. Der Anteil jeder der übrigen Gemeindegrößenklassen an den
Überschüssen liegt unter 10vH. Auch je Kopf der Bevölkerung der beteiligten Gemeinden
 sind die Überschüsse in den Großstädten am größten. Sie betragen dort
17,30 AM, um dann in den unteren Größenklassen ziemlich gleichmäßig bis auf
5,69 2.4 in der Größenklasse bis zu 2 000 Einwohnern zu sinken. Die Zuschüsse sind
lagegen in den Großstädten verhältnismäßig am niedrigsten. Sie betragen dort nur
1,01 AM je Kopf der Bevölkerung, während die Zuschußbeträge je Kopf der Bevölke-"ung
 der beteiligten Gemeinden in den übrigen Größenklassen sämtlich über 2 AM be-;ragen,


Die Betriebsüberschüsse und -zuschüsse der Gemeinden nach Ländern 1927/28
LS Zuschüsse

Länder

in ‘in vH der
iD, SC | Übsrchuse,
insgesamt

je Kopf
der Bevölke-


in
DU

in
Mill. AM

in vH der
Zuschüsse
insgesamt

in vH der
Therschümze |

je Kopf
der Bevölke-


in
ABM

Ar

’reußen (einschl. Waldeck)
N
Sachsen ........0....00.
Württemberg ..........
Baden... een
Ma
TOsseN een
Übrige Länder ........
Deutsches Reich, |
(ohne Hansestädte)

366,8
54,9
14,7
27,6
34,0
4,0
8,9
«4£5

585.4

62,7 |
11,1
7,6 |
47
SR

11,02
9,27
9,51
10,94
5,00
2,02
4,42
ar
10,73 |

62,4 11,7 2,05
11,4 12,2 1,81
7,6 11,7 1,53
5,5 13,8 2,10
56 11,4 2,77
15 7,5 1,43
27 9,9 | 2,66
33 | 15,6 2,09
69,0 | 100 ' 11,8 | 2,00

1) der beteiligten Gemeinden.
Die Betriebsüberschüsse und -zuschüsse der Gemeinden sind ziemlich gleichmäßig auf
lie einzelnen Länder verteilt. Der größte Teil der Überschüsse und Zuschüsse entfällt
üaturgemäß auf das größte Land Preußen, das mit 62,7 vH an den Überschüssen und
02,4 vH an den Zuschüssen beteiligt ist. Je Kopf der Bevölkerung der beteiligten Ge-MNeinden
 sind die Überschüsse in Baden mit 15.7.4 und in Hessen mit 14,42 AM am
höchsten. An dritter Stelle steht Preußen mit einem Überschußbetrag von 11,02 AM je
Kopf der Bevölkerung, Die beiden Länder Baden und Hessen weisen gleichzeitig auch die
löchsten Zuschußbeträge je Kopf der Bevölkerung auf. Er beträgt in Baden 2,77 AM,
Während er in Thüringen mit 1,43 AM am niedrigsten ist. Innerhalb Preußens sind die
Überschüsse in der Provinz Hessen-Nassau mit 17,80 ‚2X und in der Rheinprovinz mit
4.48 RM je Kopf der Bevölkerung der beteiligten Gemeinden am höchsten.
Die Hauptertragsquelle der Gemeinden und Gemeindeverbände bilden die Ver-“°Tgungsbetriebe.
 Auf sie entfallen sowohl in den Gemeinden wie auch in den
“meindeverbänden rund zwei Drittel der Überschüsse insgesamt. Unter den Versor-SUNgsbetrieben
 nehmen wiederum die Elektrizitätsw erke eine Vorrangstellung
"° den Gas-und Wasserwerken ein. Der Anteil der Elektrizitätswerke an
den Überschüssen der Gemeinden ist nämlich mit 35,4 vH höher als derjenige der
"88- und Wasserwerke zusammen, der nur 31,6 vH beträgt. Von diesen 31,6 vH
“Ntfallen 21,0 vH auf die Gaswerke und 10,6 vH auf die Wasserwerke. Bei den Ge-Meindeverbänden
 werden die Überschüsse der Versorgungsbetriebe fast ausschließlich von
ee Elektrizitätswerken aufgebracht, denn der Anteil der Gas- und Wasserwerke an’den
(Perschüssen beträgt bei den Kreis- und Provinzialverbänden nur 2,6 bzw. 4,1 vH.
‚ANerhalb der einzelnen Gemeindegrößenklassen ist der auf die Versorgungsbetriebe ent-“ällende
 Anteil an den Gesamtüberschüssen sehr verschieden. Am größten ist er mit
        <pb n="165" />
        37,5 vH in den Großstädten. Auch in den Gemeinden von 10 000 bis 100 000 Einwohnern
iegt der Anteil noch über dem Durchschnitt von 67 vH. In den Gemeinden bis zu
5 000 Einwohnern liegt er dagegen weit unter dem Durchschnitt. In den Gemeinden von
2000 bis 5000 Einwohnern erbringen die Versorgungsbetriebe 35,7 vH und in den
3emeinden bis zu 2 000 Einwohnern sogar nur 11,3 vH der Überschüsse.

— 212 —

Nächst den Versorgungsbetrieben weisen nur noch die land- und forstwirtschaftlichen
 Betriebe einen größeren Anteil an den Gesamtüberschüssen der Gemeinden
 auf. Er beträgt 24,2 vH, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß in den Überschüssen
 der landwirtschaftlichen Betriebe auch die Erträge des Grundvermögens der
emeinden bis zu 100000 Einwohnern enthalten sind. Innerhalb der einzelnen Gemeindegrößenklassen
 sind die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im umgekehrten
Verhältnis wie die Versorgungsbetriebe an den Überschüssen beteiligt. Die Überschüsse
der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind nämlich in den Gemeinden bis zu
2000 Einwohnern am größten. Sie erbringen in dieser Größenklasse nicht weniger als
36,1 vH der gesamten Überschüsse. ,
Die Überschüsse aller übrigen Betriebsarten der Gemeinden bringen zusammen nur
3,8 vH der Gesamtüberschüsse auf. Auffallend niedrig ist insbesondere der Anteil der
X reditunternehmungen mit 0,8 vH, Bei den Kreis- und Provinzialverbänden ist dazegen
 der Anteil der Kreditunternehmungen an den Gesamtüberschüssen wesentlich
zrößer; er beträgt bei den Kreisverbänden 11,1 vH und bei den Provinzialverbänden
25,5 vH. Dafür ist bei den Gemeindeverbänden der Anteil der land- und forstwirtschaftlichen
 Betriebe niedriger als bei den Gemeinden; er beträgt bei den Kreisver-»änden
 10,1 und bei den Provinzialverbänden 5,1 vH.
Die Verteilung der Zuschüsse auf die einzelnen Betriebsarten weicht erheblich
on derjenigen der Überschüsse ab. Hinsichtlich der Zuschüsse stehen nicht die Versorgungsbetriebe
 sondern die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe an erster Stelle.
Sie erfordern in den Gemeinden 40,7 vH, in den Kreisverbänden 47 vH und in den Provinzialverbänden
 sogar 80 vH der Zuschüsse insgesamt. Ein beträchtlicher Teil dieser
Zuschüsse wird jedoch für das Grundvermögen der Gemeinden und Kreisverbände aulzewendet
 worden sein. Erst an zweiter Stelle folgen bei den Gemeinden die Versorzungsbetriebe
 mit einem Anteil von 25,5 vH der Zuschüsse. Davon entfallen 18,5 vH
auf die Wasserwerke; und zwar handelt es sich vornehmlich um Zuschüsse, welche die
zleineren Gemeinden für die Wasserversorgung ihrer Bevölkerung geleistet haben. Erıeblich
 sind außerdem noch die Zuschüsse, die auf die Gruppe der Sonstigen Betriebe
antfallen. Diese erfordern nämlich in den Gemeinden 19,4 und in den Kreisverbänden
14,7 vH der Gesamtüberschüsse.
Betrachtet man die Betriebsüberschüsse und -zuschüsse hinsichtlich der Zahl der
beteiligten Gemeinden, so zeigt sich, daß die größte Zahl der Gemeinden
ın den Überschüssen und Zuschüssen der land- und forstwirtschaftlichen
Betriebe beteiligt ist. Es haben nicht weniger als 40426 Gemeinden, das sind
78,8 vH aller Gemeinden, Überschüsse oder Zuschüsse land- und forstwirtschaftlicher
3Zetriebe nachgewiesen, Der kleinere Teil dieser Gemeinden, etwa ein Achtel, hat Zur
schüsse leisten müssen, während die restlichen Gemeinden Überschüsse erhalten haben-Die
 überaus hohe Zahl der beteiligten Gemeinden erklärt sich dadurch, daß in ihr auch
liejenigen Gemeinden mit unter 100000 Einwohnern enthalten sind, die Überschüsse
der Zuschüsse des Grundvermögens nachgewiesen haben. Entsprechend der großen Zahl
ler beteiligten Gemeinden sind die auf die einzelne Gemeinde entfallenden Überschüsse
ınd Zuschüsse verhältnismäßig gering. Auf die einzelne Gemeinde entfällt ein durchschnittlicher
 Überschuß aus landwirtschaftlichen Betrieben einschließlich Grundvermögen
zon 4000 .2M und ein durchschnittlicher Zuschuß von 5900 AM.
Die nächstgrößte Zahl der Gemeinden ist an den Überschüssen und Zuschüssen der
Wasserwerke beteiligt. Insgesamt haben 6097 Gemeinden Überschüsse aus der
Wasserversorgung erzielt und 7167 Gemeinden Zuschüsse an sie geleistet. Das sind
zusammen 25.9 vH aller Gemeinden. Unter diesen Gemeinden befinden sich mehr als
        <pb n="166" />
        — 213 —
11 000 ländliche Gemeinden mit unter 2000 Einwohnern. Insbesondere sind in Süddeutschland
 verhältnismäßig viele kleine Gemeinden gezählt worden, weshalb diese Länder
auch besonders hohe Anteilziffern aufweisen. In Württemberg sind 82,9 vH aller Gemeinden
an den Überschüssen und Zuschüssen der Wasserversorgung beteiligt, in Baden 71,8 vH
und in Hessen 66,7 vH, während der entsprechende Anteil in Preußen und Sachsen nur
15,4 bzw. 18,2 vH beträgt. Die weite Verbreitung der kommunalen Wasserversorgung
in den süddeutschen Ländern, die aus diesen Ziffern gefolgert werden kann, ist wahrscheinlich
 durch die Bodengestaltung verursacht, welche die Wasserversorgung in
diesen gebirgigen Ländern schwieriger gestaltet als im Flachland. Innerhalb Preußens
3ind die Gemeinden mit Überschüssen und Zuschüssen der Wasserwerke in den industriereichen
 Westprovinzen besonders zahlreich.
Die Zahl der Gemeinden, die an den Betriebsergebnissen der Elektrizitäts-Werke
 beteiligt sind, beträgt 6 386 gleich 12,5 vH der Gemeinden insgesamt. Etwa
ein Viertel dieser Gemeinden hat Zuschüsse geleistet. Da die Zuschußgemeinden meist
kleinere Gemeinden sind, betragen die Zuschüsse je beteiligte Gemeinde nur 2 200 AM,
während der auf die einzelne Gemeinde entfallende durchschnittliche Überschuß
15 100 AM beträgt. Soweit die Überschüsse und Zuschüsse auf kleinere Gemeinden
entfallen, handelt es sich vorwiegend um gemeindliche Beteiligungen an größeren Kraftwerken.
 Die Beteiligungsmöglichkeit an größeren Kraftwerken ist vor allem in den
industriereichen und dichtbesiedelten Gebieten des Westens und Südwestens gegeben,
deren Gemeinden daher auch die größte Beteiligungsziffer an den Betriebsergebnissen der
Elektrizitätswerke aufweisen. So sind z.B. in Westfalen 39,7 vH, in Hessen-Nassau
34 vH und in der Rheinprovinz 30,9 vM der Gemeinden an den Betriebsergebnissen der
Elektrizitätswerke beteiligt, während in den übrigen preußischen Provinzen durchschnittlich
 nur 3,1 vH der Gemeinden beteiligt. sind. Unter den Ländern steht das
Land Baden mit einer Beteiligungsziffer von 38,3 vH an der Spitze.
An den Überschüssen und Zuschüssen der Gaswerke sind verhältnismäßig wenig
Gemeinden beteiligt. Insgesamt sind es 1 161 meist größere Gemeinden, darunter 149 Zu-Schußgemeinden.
 Je beteiligte Gemeinde sind sowohl die Überschüsse wie auch die Zu-Schüsse
 höher als bei den Elektrizitätswerken. Auf die einzelne beteiligte Gemeinde entfällt
 ein durchschnittlicher Überschuß von 121 200 AM und ein Zuschuß von 6 200 AM.
Von den übrigen Betriebsarten weist nur noch die Gruppe der Sonstigen Betri
 ebe eine die Tausendgrenze überschreitende Beteiligungsziffer von 3 328 Gemeinden
gleich 6,5 der Gemeinden insgesamt auf. Davon haben 1185 Gemeinden, also reichlich
%In Drittel, Zuschüsse erfordert, die je beteiligte Gemeinde 11 300 ‚A. betragen, während
der durchschnittliche Überschuß je beteiligte Gemeinde nur 5 300 AM beträgt.
‚Die Zahl der Gemeinden, die an den Betriebsergebnissen der Verkehrs-undKreditunternehmungen
 sowie der Schlacht- und Viehhöfe beteiligt ist,
bleibt unter der Tausendgrenze. Am niedrigsten ist die Zahl der Gemeinden mit Über-Schüssen
 und Zuschüssen der Verkehrsunternehmungen; sie beträgt nur 166, wovon 64 Zu-Schußgemeinden
 sind. Auf die 102 Überschußgemeinden entfällt ein durchschnittlicher
Überschuß von 288 100 AM. Die 64 Zuschußgemeinden haben durchschnittlich einen
Zuschuß von 84 800 AA leisten müssen.
B Bei den Gemeindeverbänden , insbesondere den Kreisverbänden, ist die größte
nn ebenfalls an den Ergebnissen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe einschließlich
de Grundvermögens und der Elektrizitätswerke beteiligt. Die Überschüsse und Zuschüsse
rn Gas- und Wasserwerke sind dagegen sehr selten. Dafür sind verhältnismäßig mehr
“Meindeverbände mit Betriebsergebnissen der Kredit- und Verkehrsunternehmungen
Vorhanden,
s der Übersicht auf S. 220/21 ist ein Überblick über die Entwicklung der Reinüberbis
 1o Sse bzw. Reinzuschüsse*) in den Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26
" 927/28 gegeben. Die Reinüberschüsse der Betriebe insgesamt betragen im Rech-Ungsjahr
 1927/28 für die Gemeinden und Gemeindeverbände zusammen 527.9 Mill. AM.

N
0 D: . N N .
) Die Reinitberschisse (-zuschüsse) sind durch Abgleichung der Überschüsse nnd Zuschüsse gebildet.
        <pb n="167" />
        Zetriebsart

14
Überschüsse und Zuschüsse der Betriebsarten der Gemeinden
Rechnungsjahr
iberschüsse

Beteiligte Gemeinden
(Gemeindeverbände)
de LM Wohnbevölkerung
meinden
(Ge- in vH
Zahl | meinde- in der Ge-Ver-
 | 1000 Ein-| samt-4
 wohner | bevölgesamt
 kerung
4 5

Betrag

in vH je bein
 v. | je Kopf | teiligte
der Ge-Über-
 der Be- | meinde
. völke- | (Gechüsse
 un meindeins
 | ,} he. verband
gesamt | 1 m 100

in
1000
RA *)

215

Übersicht 5

und Gemeindeverbände des Deutschen Reichs!)
1927/28
7-gchüsse

——— N

Beteiligte Gemeinden
(Gemeindeverbände)
in vH 5 e
der Ge- ' Wöhnhevölkerung
meinden
{(Ge- | in vH
meinde-|. in der Ge
hang ) 1000 Ein-| samt-Anne
 wohner | bevölzesamt
 kerung
T 1%

Betrag

A | Je DE-"age
 ie Kopt | die
in Zu- der Be- | meinde
0 N völke- {Ge-100
 schüsse meinde-BA"
 rung \
RA”) | ins- . verband
in A lin 100€
gesamt E
— Hz

Betriebsart

o
.

meinden

L. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke ......
b) Gaswerke ......0.0.0000000
c) Wasserwerke............
2. Verkehrsunternehmungen?) ...
3. Kreditunternehmungen ......'
4. Schlacht- und Viehhöfe?).... )
5. Land-u. forstwirtsch. Betriebe?)
6. Sonstige Betriebe ...........
Betriebsarten insgesamt....

4602| 9,0 33382,6
1012° 2,0 28414,1
5097 11,9 31 403,8
102 0,2 13957,4
550 1,3 7 594,3
311 0,6 10 584,2
5651| 69,5 236519,6
2143 4,2 16 009,1
537459 | 73,0 | 545714,3

56,8
47,9
52,9
23,5
12,8
17,8
61,5
27,0

207325,4 365,4 | 6,21 | 45,1
122640,5 21,0 | 4,32 | 121,2
62208,3 10,6 | 1,98 ı 10,2
29.390,1| 5,0 | 2,11 | 288,1
4797,99 0,8 | 0631| 74
6260,6| 1,1 0,59 | 20,1
141344,8! 24,2 | 3,87 | 4,0
11403,9l 7,91 0,71 5,3
585 3714| 200 | 10,73 | 156
Är

92,0

l. Versorgungsbetriebe |
a) Elektrizitätswerke ...... 6,7 8,9
b) Gaswerke .............. u _ —
6) Wasserwerke............ ‚2,0 55,5 1,8 :29,6| 217,9 | 2,34 | 21,6
3. Verkehrsunternehmungen .... 1, 0,2 24,5 | 0,6 50,0 8,4 2,04 | 50,0
3. Kreditunternehmungen ...... 1 | 0,2 1 10,6 | 0,3 0,9 0,2 0,08 10,6
14, Schlacht- und Viehhöfe...... - —— — . a —_ —
5. Land-u. forstwirtsch. Betriebes) ! 101 | 17,3 | 868,4 | 20,7 168,9/ 28,51 0,19 | 1,7
5. Sonstige Betriebe ........... 1) 98 26,1 | 0,6 3,1 0,5 | 0,12 a
Betriebsarten insgesamt....] 125 | 21,4 1069,8 | 25,5 | 592,5‘ 100 0,55 4,7
Kreis

1. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke ...... 210 | 27,3 12687,2 32,4 #062 64,6
b) Gaswerke ............., 2 03 135,5 0,8 49,3) 0,3
€) Wasserwerke............ Mu ] 1,4 1.070,5 2,7 361,5/| 2,8
2. Verkehrsunternehmungen .... 56 7,3 39%,4 10,2 ı 312,2 8,5
3. Kreditunternehmungen ...... 89 | 11,6 43241 11,0 1700,5| 11,1
4, Schlacht- und Viehhöfe...... - _ — zn 2
5. Land-u. forstwirtsch. Betriebes) 252 32,8 ] 14125,4 | 86,1 1548,5| 10,1
5. Sonstige Betriebe ........... 38 | 4,9 | 2338,3 | 6,0 | 474,6| 38,1
Betriebsarten insgesamt.... | 436 | 56,7 | 24 441,2 | 62,4 | 15 382,9| 100

0,78 47,3
0,36 24,7
0,34 32,9
0,33 | 23,4
0,39 | 191
0,11 6,1
0,20 | 12,5
9,65 | 35,3
Provinzial

1. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke ...... 20 721,8 | 45,5 | 3903,7| 61,2 0,19 | 390,4
b) Gaswerke .............. 3 277,5 7,7 0,6| 0,0 0,00 0,6
c) Wasserwerke............ 328,5 | 0,8 258,2| 4,1 9,79 258,2
%. Verkehrsunternehmungen .,.. 3614,9 8,5 6,6 0,7 0,00 2,2
3. Kreditunternehmungen ...... 25 960,3 60,7 627,6| °5# 0,06 148,0
Lt. Schlacht- und Viehhöfe...... 4383,5 10,3 208,9 ? 0,051 6%6
3. Land- u, forstwirtsch. Betriebe 14044,5 298 324,5 0,02 | 46,4
3. Sonstige Betriebe ........... 11773,4 27,5 45,8 0,7 3,00 | 114
EEE EN — +4 —— Lo m
Betriebsarten insgesamt.... 37 743,7 | 88,3 | 6375,9l 100 | 0.17 | 335,6
4 ü
+) Abweichungen in den Endsummen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen. — 1) Ohne Saargebiet, Hansestädt®
Schlacht- und Viehhöfe unter den Sonstigen Betrieben nachgewiesen. — °) Einschließlich Allgemeines Grundvermöge
\Allrzemeines Grundvermögen.

1. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke
b) Gaswerke
c) Wasserwerke
2, Verkehrsunternehmungen?)
3. Kreditunternehmungen
4. Schlacht- und Viehhöfe?)
5. Land-u. forstwirtsch. Betriebe ?)
6. Sonstige Betriebe
Betriebsarten insgesamt
1. Versorgungsbetriebe
1) Elektrizitätswerke
)) Gaswerke
c) Wasserwerke
Verkehrsunternehmungen
Kreditunternehmungen
Schlacht- und Viehhöfe
» Land-u. forstwirtsch. Betriebe®)
&amp;gt;» Sonstige Betriebe
Betriebsarten insgesamt
1. Versorgungsbetriebe
8) Elektrizitätswerke
b) Gaswerke
c) Wasserwerke
24. Verkehrsunternehmungen
3. Kreditunternehmungen
4. Schlacht- und Viehhöfe
5. Land-u. forstwirtsch. Betriebe®)
6. Sonstige Betriebe
Betriebsarten insgesamt ;
1. Versorgungsbetriebe
2377,9 | 5,2 0,06 3,8 a) Elektrizitätswerke
7 257,0 0,1 2,00 2,5 3) Gaswerke
-_ - — - c) Wasserwerke
859,4 30,0| 1,2 0,03 30,0 Verkehrsunternehmungen
1592,4 336,2! 13,38 0,13 336,2 Kreditunternehmungen
m _— — - Schlacht- und Viehhöfe
7 002,3 2027,1] 80,0 0,09 43 5. Land- u, forstwirtsch. Betriebe
°78,8 4 49 0,2 | 000 49 3, Sonstige Betriebe
22 861,7 ] 53,5 | 2522,0/ 100 | 0,11 | 211,0 Betriebsarten insgesamt
ir (seußische Gutsbezirke, — *) In den Gemeinden bis zu 5 000 Einwohnern sind die Verkehrsunternehmungen sowie die
“Meinden bis zu 100 000 Einwohnern, — *) In der Rheinprovinz und in der Provinz Westialen. — *) Einschließlich
        <pb n="168" />
        — 217

Überschüsse und Zuschüsse der einzelnen
Rechnungsjahr

T)herschüsse
Beteiligte Gemeinden Betrag
: Wohnbevölkerung iu vH .
af HL se ee nm sem == | Jg Kopf je
1er Ge- in | inyl in | der U ' der Be- | beteiligte
4einden | der i Größen-| Über- | völke- | Gemeinde
ins- | 1000 Ein-' Gesamt-/1000 .XZ.4*| klassen | schüsse \ rung in
sesamt | wohner ‘ bevölke- a E 28- | in AM | 1000 AM
N nn rung | _____ gesamt | gesamt |

Gemeinderrößenklassen

Zahl

Elektrizi

Gemeinden mıt
mehr als 100 000 Einw. ! 44
50 000 bis 100 000 » 45
25000 » 50000 » 101
‘0000 » 25000 » 261
5000 » 10000 » 372
2000 » 5000 » i 819
1» 2000 &amp;gt;» 2960
Größenklassen insgesamt | 4602

15522,1 100 124178,0\ 69,9 | 462 8,00 | 2822,8
3239,55 98,8 21276,5| 10,3 41,4‘ 6,57 472,8
3409,9 | 89,1 21651,5| 10,4 44,3 6,35 214,4
3974,55 | 80,2 16914,0| 8,2| 37,1 | 4,26 64,8
2581,3 60,3 * 10697,2| 5,1| 32,8 | 4,14 | 28,8
2580,2 ! 39,0 82734 4,0] 19,2 | 3,21 10,1
2075,22 10,0 4334,8l 2.1 461 2,09 1,5
9.0 | 33382,6 | 50,31 207325,4| 100 | 35,£!| 6,21 45,1

(1as

zemeınden. Mit
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 &amp;gt;»
25.000 » 50000 »
10000 » 25000 &amp;gt;»
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1». 2000 »
Gjrößenklassen insgesam:‘

+4
N

100 15522,1 100
98,7 3209,3 98,0
86,8 3377,1 88,3
70,1 3534,33] 71,3
38,9 1 755,5 | 41,0
11,9 911,0 | 13,8
0,21 104,8 | 0,5
2,0 28 414,1 | 47,9

79 708,9| 65,0 29,7 5,14 1811,€
14.302,90 11,7 278 446 3178
11704,0) 9,8 28,9 0347| 118,2
'0542,8| 8,61 28,1 | 2,98 45,4
43314) 3,5 | 12,3 | 247 |. 17€
18375 15 43 | 202 2.C
212,9 02 02] 2,03 2,5
122 640,5| 200 |; 210 | 432| 121.2

237
246
262
8*
1 012

Wasser

zemeinden mM.
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100.000
25.000 » 50000 »
10000 » 25000 »
5000 » 10000 &amp;gt;»
2000 » 5000 »
.„» 2000 »
Größenklassen insgesar‘

44
‚5

100 15522,1 | 100 31 107,5| 50,0 11,6‘ 2,00 707,0
72,9 25599 74,1 3 881,0 6,2 75 1,52 110,9
70,3 27198, 72,6 6669,4| 10,7 13,7 2,46 83,4
58,3 2956,1 ° 59,6 55196 8,9 22,1 1,87 28,
15,4 1953,3 | 45,6 3635,5 58 11,9 1,86 12,
35,3 2398,8 36,2 | 5258,1 8,5 12, 2,19 64
9,8 | 3233,7 | 165,6 6137,21 9,91 6,5 | 1,90 1,9
11,9 | 31 403,8 | 52,9 | 62 208,3! 100 | 10,8 | 1,98 10,2

ar
197
287
719
+ 679
6 097

Verkehrsunter

Iemeinden Mic
mehr als 100 000 Einw. 5
50 000 bis 100000 =» 9
25.000 » 50000 » 17
10000 » 25000 &amp;gt;» 31
5000 » 10000 » 10
2000 » 5000 »
1!» 2000 »
Größenklassen insgesam!

56,8
39,6
14,9
e 4 |

1 405,2
431,5
563,8
490,5
66,4

73,5
41,5
14,7
9,9
16°

26 443,1] 20,0 48 2,32 10577
1 954,9) 6,7 38 21,37 102,9
599,8| 2,0 22, 1,06| 353
346,5) 2,2 0,7 | oz] 11.2
45,8| 0,1] 0,1 069 46

"0.2 | 13957,4 | 0 | 59 zu! 288.
102 | 0,2 | 139574 | 3,5, 29390,1| 100 | 5,0| zu] 2

*) Abweichungen in den Endaummen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen. . 4
1} Ohne Saargebiet, Hansestälte und preußische Gutsbezirke. — 23 In den Gemeinden bis zu 5 000 Einwohner

Betriebsarten in den Gemeindegrößenklassen?)
1927/28
Zuschüsse
Beteiligte Gemeinden Betray
N a Wohnbevölkerung in vH . | je bein
 Tr] [ar Ta ie Kat | Set
Zahl | meinden I der IB Größen-| der Zu- völke- vn
{hs- | 1000 Ein:| Gesamt-/1000 Z.4*| klassen | Schüsse | TA” | meind
bevölke- ins- ing. |. 78 On
ı gesamt | wohner | zn gesamt | gesamt AL | 41000.%
FRAU T

11

tätswerke

6, 61,0
58,1 206,4
108,6 387,9
292,8 205,5
825,0 | ') 995,8
*, 1340,7| 2.8 \ 38566

1,6 |
tg
#4
Ün

0,9
1

OS
af

30,5
31€
Sr
2.
2

784

—
100

Werke

91,0 2,6 53,6 5,8
25,7 0,7 24,1 2,6
142,7 2,9 | 285,6 | 0,9
153,5 26| 219,8] 23,8
228,1 er 285,4 | VE
441 | 0,2 | 555 60
3] 685,2] 1,2| 924,01 100

5

0,59
0,94
2,00
43
Mr

53,6
24,1
28,€

10
23
72
42
149

x
9,9
3,0
€

PP

"35 |

€‘

Worke

4,2 118,7 3,4 19,1 0,1
6,1 234,0 6,1 475,5 3,7
10,0 470,5 9,5 304,8 2,4
12,5 523,5 12,2 957,3 7,5 |
4 | 17,9 1170,5 nr 22479 | 7,8
2 13,9 3 627,9 17,5 8 794,3 68,7
671 220 6181 | ze 12798,9 | 200 |

2

0,16
2,03
0,65
1,83
m

9,6
7,9
9,
2,

6
147

£

x

lehmungsen

37,5
6
A

2978,22 19,2 3533,99 65,1 | 25,0
622,7 18,0 1129,2 20,8 ] 10,6
721,8 18,9 | 539,9 9,9 77
155,2 | 3,1 | 90,1 | 37 | 1,4
80,5 191 13331 2,5 21°

1,19
1,81
0,75
0,58
1,66

252,4
141,1
28,4
9,0
10,3

ed

{| 45584 | 27,71 54264 | 100 |

9 |

„19 | 84,8

Sind die Verkehrsunternehmungen unter den Sonstigen Betrieben nachgewiesen.

Übersicht 6

Gemeindegrößenklassen

ı t(temeınden mit
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 &amp;gt;»
25000 » 50000 »
10000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1» 2000 »
Größenklassen insgesamt

| Gemeinden mit
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 »
25000 » 50000, »
10000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1» 2000 »

Größenklassen insgesamt

Gememden mıt
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 »
25000 » 50000 &amp;gt;»
10000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 &amp;gt;»
1» 2000 »
Größer klassen insresamt

| Gemeinden mıt
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 &amp;gt;»
25.000 » 50000 »
10000 » 25000 &amp;gt;»
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1» 2000 »
_ Größenklassen insgesamt
        <pb n="169" />
        __ 9218

Noch: Überschüsse und Zuschüsse der einzelnen
Rechnungsjahr

“""-avechüsse

Pateiligte Gemeinden
in vr | Wohnbevölkerung
ler Ge- in in vH
neinden der
ins- }1000 Ein-| Gesamt
resamt | wohner | bevölke
. rung

Betrag
in vH
in der der _
1000 Größen-| Über-AM
 * klassen | schüsse
) ins- ins-|
 gesamt | gesamt

zemeindegrößenklassen

F

je Kopf Je
der Be- | beteiligte
völke- | Gemeinde
rung in
in AM | 1000 AA

Kreditunter

zemelInden Hııv
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 »
25000 » 50000 »
'0000 » 25000 » |
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
‘» 2000 »
irößenklassen inem---—

20,5 3214,3
27,1 908,4
25,4 1.0194
5 18,7 985,8
92 14,6 625,9 '
177 fa 576,7 |
“Bi 66 | 263,8
€ 2,3 | 7594,3

810,2 16,9
5 9,6
593,3| 12,4
783,5! 16,3 |
640,6! 18,8 '
1016,6| 21,2
1,3} 492,22 10,38
12,8 | 4 = 100

20,7
26,3
26,6
19,9
14,6

Vo
0,9
1,2
1,7

4,25
51
0,58
0,79
r2

90,0
35,5
20,5
12,6
72
5,7
1,8
- A

ER

Schlacht- und

‚remeinden mıt
ehr als 100 000 Einw. ’
30 000 bis 100000 &amp;gt;»
25.000 » 50000 »
10000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
|» 2000 »

7
5
45
102
132

38,6 5406,0 34,8
81,2 1146,2 38,2
39,5 1574,22 41,1
20,8 1553,3 ] 81,8
20,9. 904,51 21,1

1560,6| 56,9 1,9 2,66 ı 209,4
794,5| 12,7 2,5 0,69 53,0
598,7 9,6 1,2 0,38 13,3
676,2| 10,8 | 1,6 ] 0,44 | 6,6
630,7‘ 10,0 1,9 0,70 4,8

Größenklassen insgesamt

zır| 0,6 | 105842 | 27,8 | 6260,6l 20

‚27 | 0359| 2041

Land- und forstwirt

'remeinden mit
‚mehr als 100 000 Einw. »
50 000 bis 100000 »
25000 » 50000 &amp;gt;»
‚0000 » 25000 »
5000 » 10000 &amp;gt;»
2000 » 5000, »
LE» 323000

5 18,2 5 600,9 36,1 775,0 0,6 0,3 0,14 96,9
24 50,0 1705,5 49,4 ° 7284,4 5,2 14,2 4,27 303,5
69 60,5 2371,4 62,0 6116,7 4,3 12,5 | 2,58 88,6
202 61,0 299,8 60,4 9365,5 6,6 20,5 | 3,13 46,4
423 66,9 2859,3 86,8 11303,4 8,0 | 34,6 3,95 26,7
714 77,7 | 5126,1 77,4 | 24 642,1| 17,4 57,1 4,81 | 14,4
33 211 69,3 | 158597 | 76,7 | 81 857,7| 57,9 | 86,1 5,16 2,5
35651 | 69,5 | 36519,6 | ‚61,5 | 141 344,8| 100 | 24,2 | 387! 40

Größenklassen insgesamt

Sonstige

Gemeinden 1,
mehr als 100 000 Einw. I 20
50 000 bis 100000 » 26
25.000 » 50000 » 60
‚0000 » 25000 » 152
5000 » 10000 » 224
2000 » 5000 » 483
L» 2000 » 1178 |
Größenklassen insgesomt | 2143!

45,5
54,2
52,6
46,9
2

5 698,5
1.918,5
2003,9
2369,6 |
555.6
43,
920,‘
16 009,4 |

2009,7/ 17,6
467,9 12,9
973,1 8,5 |
= 13,1
353.6) 11,9
130,7 128,8
- er 17,2
27.0 | 114039 100

4,8
2,9
2.0

2,35
9,77
2,49
9,63
2,87
3
4
” 7\ |

00,5
56,5
16,2
9,8
6,0
4

7

„*) „Abweichungen in den Endsummen durch Abrundung (Aufrundung}) der Zahlen. — !) Ohne Saargebiet, Hansestädte
lie Schlacht- und Viehhöfe unter den Sonstigen Betrieben nachgewiesen. — *) Einsehl. Allgemeines Grundver

“10

Noch: Übersicht 6
Betriebsarten in den Gemeindegrößenklassen!)
1927/28
TEN PN A
Zuschüsse
Beteiligte Gemeinden Betrag
in vr ohnbevölkerun Is Kopt | Je,beder
 Üe s in vH in der der Be- | (euligte
"“hl | meinden 3 der 1000 Größen-| der Zu- völke- Gen
ins- | 1000 Ein-| Gesamt-“ klassen | Schüsse | "X meinde
bevölke- AM *) ins- ins- |, UPS | a
gesamt | wohner rung gesamt | gesamt in ZA 1000.28
— EL *

lehmungzen

„8 4854,1 31,3 2047,33 68,6 | 14,5 0,42
12 136,7 1 2,0 15,5 0,5 0.1 11
2 18 526 | 4 33,2 1,1 0,5 0,68
5 1,5 / 76,3 25] 2185 7,8 | 3,3 | 2,86
12 1,9 83,4 1,9 | 155,21 52 24| 1,86
54 2,4 165,0 2,5 336,8 | 11,8 | 4,1 | 2,04 ı
112; 2021| 91,8 0,4| 180,2 6,0 1.41 | 1,96
ln ZB ET SL OT
190 | 0,4 | 5499| 02 | 2067| 20 | as om]

582,4
7,7
6,6
43,7
2,9
6,2
1,6
57

temeinden mıt
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 »
25.000 » 50000 »
10000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1» 2000 &amp;gt;»
Größenklassen insgesamt

Viehhöfen

18,2
16,7
17,5
16,0
13.4 |

6 274,3
559,3
632,7
781,2 |
579.1 |

410,4 |
16.2
16,5
15,8
13,5

313,5 ı 20,4
574,7 43,9 |
121,8 7,9
235,3 | 15,3 |
192,3 | 12,5!

2,2 1 0,05
6,3, 1,21
17 | 0,19
3,6 | 0,30 |
3,0 | 0,33

9,2
34,3
6,1
4,4
2,3

izememnden mit
mehr als 100 000 Einw.
50 000 bis 100000 »
25000 » 50000 »
L0000 » 25000 »
5000 » 10000 »
2000 » 5000 »
1» 2000 »
Größenklassen insgesamt

20
53
85 |

174 | 0,5 | 8826,6 | 1,9) 1537,5 | 700

221 071

——

schaftliche Betriebe®)

18 40,9 5908,8° 38,1‘ 22771 8,1 16,2 | 0,39 |
23 47,9 598,9 46,8 7000,55 24,9 65,5 | 4,38
45 39,5 455,1 38,° 3950,22 14,1 2664| 2,71
129 | 39,0 963,1 39,6 4363,55 | 15,5 66,1 | 2,22
199 31,5 ı 360,5 31,8 3831,3 13,6 58,9 2,82
442 | 20,0 1351,3 | 20,4 27377 9,7 238,4 | 2,03
3919 8,2 2259,9 | 10,8 3949,91 14,1 24,8 1,74 |
1775 95) 15897,7 | 26,8 | 28.110,53 200 | 407 | 1,77 |

# Gemeinden mit
26,5 | mehr als 100 000 Einw.
04,4 50000 bis 100000 »
87,8 25000 » 50000 »
33,8 10000 » 25000 »
„9,2 5000 » 10000 .»
6:2 2000 » 5000 »
1,0 1» 2000 »
3,9 ı Größenklassen insgesamt

Betrieben

ı Gemeinden mit
5 949,8 44,4 42,1‘ 0,62! 270,4 mehr als 100 000 Einw.
1 797,8 13,4 16,8 1,49 '05,8 50000 bis 100000 &amp;gt;»
803,7 | 18,5 | 26,7 1,42 50,1 25000 » 50000 »
900,2 6,7 13,6 0,76 11,8 10000 » 25000 &amp;gt;»
621,2 | 46 9,5) 109| 741 5000 »‘ 10000 »
372,4 10,2 | ‚16,8 1,60 ' 5,2 2000 » 5000 &amp;gt;»
a 360,1 7,2 6,0 1,73 1,4 1» 2000 »
25,6 | 13 405,3 | 200 | 19,4 | 0,88 | 11,3 [ Größenklassen insgesamt
U A
a0eerC@ßische Gutsbezirke. — *) In den Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern sind die Verkehrsunternehmungen sowie
er Gemeinden bis zu 100 000 Einwohnern.
        <pb n="170" />
        221 —

Reinüberschüsse (-zuschüsse) der Betriebsarten der
1913/14 1925/26

e Kopf | in vH je Kopf, ın vH
ler Be- a 7 der Be- ————
in völke- des | des Zu- in völke- des |des Zu-| der
rung | Finanz- | schuß- rung | Finanz- | schuß- | Real-1000
 in | bedarfs | bedaris | 1000 |in AZ | bedarfs | bedaris | steuern
* BEN ERS M k! *) | mn
%”) der Gemeinden ZA”) der Gemeinden (Gem.-Verb,)
(Gem.-Verb.) x
insgesamt | insgesamt
3 4 z R 771008 9 | 10

Betriebsart

Gemeir

ı. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke.... ' 2.11 3,3 | 140 018 | 2,36 | 3,2 45 | 14,6
b) Gaswerke ........... 2,2) 5,0 | 82943 1,40 1,9 2,7 8,7
6) Wasserwerke ........ 9,9 1,4 ze 0,60 | 0,8 1,2 3,7
3, Verkehrsunternehmungen?) 0,2 0,3 | 20206) 0,34 |] 0,5 0,7 | 2,1
3. Kreditunternehmungen ... 11 1,7 261! 0,00 | 0,0 0,0| 00
i, Land- und forstwirtschaftliche
 Betriebe*) ......... 22883| 0,42 | 1,0 15‘ 18513| 0,31 0,4 | 06 29
5. Sonstige Betriebe®)....... 4736 0,0908 | 0,31 12658| 0,21 | 208 0 1
Betriebsarten insgesamt.... |234234! 4,26 | 99 | z5,3 35532 5991| 8,2 | ans a7

Gemeinde

L. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke.... ]
b) Gaswerke ...........
ec) Wasserwerke ........
2, Verkehrsunternehmungen
3. Kreditunternehmungen ...
L. Land- und forstwirtschaftliche
 Betriebe*)..........
5. Sonstige Betriebe®):......
Betriebsarten insgesamt.... }

1682| 0,03!
222! 0,001 0,4!
1% 0,03 |
8263! 0171 22,2)
- 73 0,00!
nr | 0,00
8401 0.171 22,2 i

0,7 es) 0,091 20,5; 0,7
— 468 0,01 0,01. 0,1
0,1* 120) 0,00 0,0. 00
27 103 | 0,00 1. | 0,0 ı
33. 2603| 0,011 AZ! 0,1
9,0 3044| 0,061! 0,4 |
20 | 176 0,00 | 0,0 0,0:
3,8 | 3096 | 0,06 03 O£

; Übersicht 7
Gemeinden und Gemeindeverbände des Deutschen Reichs!)
1926/27 1927/28

! Veränderungen je Kopf
5. der Bevölkerung 1927/28
gegenüber

Je Kopf in vH je Kopf '
1 der Bein
 völke- des | des Zu-| der in vÖölke- des | des Zu-| der
rung | Finanz- | schuß- | Real- rung | Finanz- | schuß- / Real- | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27
1000 | in.Z | bedaris | bedarfs | steuern | 1000 | in A | bedarfs | bedarfs | steuern
AI) mm m GT Y N - —- =
) der Gemeinden (Gem.-Verb.) AM ) der Gemeinden (Gem.-Verb.)
insgesamt insgesamt
11 [38 | 18 114 17 736 07 [a8 179"
Hl

in vH
21 | 22 | 28

den?)

6,01 15,381 +276,9| + 45,3| + 8,9
8,6 9,2 + 47,6| + 46,4| 4 16,5
1,5 3,7 + 112,8| + 38,8! + 5,1
07 | 1,8 \+ 344,4 + 17,6|— 28,6
0,1 | 0,1 — 98,6 0200
N | |
39 748 067 | 0,8 0,1 3,4 | 113.235 1,91 | 2,0 3,4 8,5 + 2548| + 316,2 + 185,
6619| 0,11 0,1 021 06| 2722 nd 0,0 0,1 02 |— t44— 12 54,5
493028 | 8,31 | 94| 13,9 | 425 |516326| 8,70] 9,2 | 25,8 | 88,8 | 4 204,2 + 45,2 + 47

Verbände

9251 0,17 | 08 1,2 lı3714| 0,26[ 214° 1417| — +7667l + 188,9| + 52,9
= | 0,01 001 — . — _ _ —_ ,
264 0,00 | 0,0 001 — 425 0,01 ı 0,0 0,1 ;
381 | 0,01 | 0,01 2000 — 197 | 0,00 ] 0,0; 0,0 .
2791 0,01 | 0,0 | 00 1634| 0,031 0,41 0,2 j— sad + 200,0} + 200,0
. 1 z | :
9074| 0,06 «| 04 | van 4 20 0,07 | . 051 — . + 16,7; + 16,7
SS! 0,00 „ 0,0 = — 4611 0,01 | + 01 — . . .
6625| 0,12] 0,6 |] os! — | 1570| 0,22 0,9 1656| — + 294 + aan + 823

Scsamt?)

i. Versorgungsbetriebe
a) Elektrizitätswerke.... 1,92 2,9 | 144892 | 2,38 | 4,8 4,8
b) Gaswerke ........... 1,36 4,3 | 83411 | 1,37 1,6 2,2
c) Wasserwerke ........ 0,39 | 1,2 | 35923 0,59 10 0,9
2. Verkehrsunternehmungen?) 0,06 | 0,2 | 20103 0,33! 2041 05°
3. Kreditunternehmungen „.. 0,60 1,9 864 | 0,01 0,0 0,0
4. Land- und forstwirtschaft- ; |
liche Betriebe%.......... 22 80 0,40 C 15469 | 0,29 ] 0,3 0,4 |
5. Sonstige Betriebe®)....... | 4719] 0,08 | v 0,31 12834| 0,24! . 0,2 0,3 |
. m ——— m =
Betriebsarten insgesamt... | 242 635 4,30 | 88 | 13,6 [358 408 | 5,90 | 8 9,8

*) Abweichungen in den Endsummen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen. — *) Ohne S biet, HansestäC
1925/26 und 1926/27 eine Ausgliederung der Betriebe nach Betriebsarten a erfolgt. "Die ii Gemeinde?
den Ergebnissen der einzelnen Betriebsarten enthalten. -— *) Für das Jahr 1927/28 sind in den Gemeinden bis zu 5.000
und forstwirtschaftlichen Betriebe ist das Grundvermögen der Gemeinden bis zu 100 000 Einwohnern, der Kreisvorbänd®

196281 | 3,23} 2 16
4173] 1,71 1,6 2
%99 0,77 0,7 +
33538 0,55 0,5 | 08) —
7 6851| 0001| 0,0 —
36 674 0,60 0,6 0,9 —
65
DS 111 02 021 —
499653 | 9,41 79 | 11,6 -

‚217183, 3,57 8,1,
'21 716 2,00 1,7
19834 0,82 0,7
24161] 0,40 0,3
3445| 0,06 0,0 |
109295 | 1,80 £
2261| 0,04 | €}
52789% | 8,68 56,

3,
2,8
1,2
96
0,7

+4 288,0} + 50,0} + 10,5
+ 47,1) + 46,0} + 17,0
+ 110,8] + 39,0} + 06,5
+ 566,71 + 21,2 — 27,3
= 90,0 + 500,0|
+ 350,0 + 5207| + 200,0
— 50,0) — 83,3| — 63,6
rel al za 78

7

Die Preußische Gutsbezirke. — *) Für die Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern ist in den Rochnungsjahren A150
Sn 2 000 Einwohnern sind deshalb für diese Jahre zur in den Ergebnissen der Betriebsarten insgesamt,  Daen TE nd
ang nern die Verkehrsunternehmungen unter den Sonstigen Betrieben nachgewiesen, — *) In den Ergebni
der Ämter mit enthalten. — 5 Einschl. Schlaeht- und Viehhöfe.
        <pb n="171" />
        992

Davon entfallen 516,3 Mill. AZ. auf .die gemeindlichen Betriebe und 11,6 Mill. AM
auf die Betriebe der Gemeindeverbände. Im Jahre 1913/14 betragen die Reinüberschüsse
der gemeindlichen Betriebe nur 234,2 Mill. X und diejenigen der Gemeindeverbände
3,4 Mill. 4. Die Reinüberschüsse der Gemeindebetriebe sind somit gegenüber 1913/14
auf reichlich das Doppelte, diejenigen der Gemeindeverbände um etwa ein Drittel angewachsen.
 Trotzdem die Reinüberschüsse in der Nachkriegszeit zahlenmäßig wesentlich
höher sind als diejenigen des Vorkriegsjahres 1913, ist ihre finanzwirtschaftliche Bedeutung
 für den Haushalt der Gemeinden nur unwesentlich gestiegen. Im Rechnungsjahr
 1913/14 betrug der Anteil der Reinüberschüsse am Zuschußbedarf der Gemeinden
15,1 vH und im Rechnungsjahr 1927/28 15,3 vH. Die Deckungskraft der Reinüberschüsse
 für den Haushalt der Gemeindeverbände hat sich sogar um mehr als die
Hälfte vermindert. Der Anteil der Reinüberschüsse am Zuschußbedarf der Gemeindeverbände
 ist nämlich von 3,3 vH im Jahre 1913/14 auf 1,5 vH im Jahre 1927/28
zesunken. Gemessen an dem Aufkommen der Realsteuern betragen die Reinüberschüsse
der Gemeinden im Rechnungjahr 1927/28 38,8 vH. &amp;gt;
Aus der Reihe der einzelnen Betriebsarten ragen die Reinüberschüsse der Verkehrsunternehmungen,
 der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sowie der Elektrizitätswerke
 durch ihr besonders starkes Anwachsen gegenüber 1913/14 hervor. Den größten
Steigerungssatz weisen die Reinüberschüsse der Verkehrsunternehmungen
auf, die sich je Kopf der Bevölkerung mehr als verfünffacht haben, obwohl die Verkehrsunternehmungen
 im Rechnungsjahr 1927/28 nur für die Gemeinden mit über 5 000 Einwohnern
 gesondert erfaßt sind. Diese hohe Steigerung ist vor allem durch die Verkehrsanternehmungen
 der Gemeindeverbände verursacht, die im Jahre 1913/14 einen Reinzuschuß
in Höhe von 1,7 Mill. 4 erforderten, während sie im Jahre 1927/28 einen Reinüberschuß
von 197000 A. abwerfen. Absolut fallen die Reinübe:-schüsse der Verkehrsunternehmungen
gegenüber den landwirtschaftlichen Betrieben und den Elektrizitätswerken nicht ins Gewicht,
 da sie 1927/28 nicht ganz 5vH der Reinüberschüsse insgesamt ausmachen.
Die Reinüberschüsse der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe
einschließlich des Grundvermögens sind 1927/28 reichlich viermal so hoch wie diejenigen
der Verkehrsunternehmungen. Gegenüber 1913/14 sind sie ebenfalls erheblich gestiegen,
und zwar je Kopf der Bevölkerung um 350 vH. Dieses Anwachsen ist jedoch ausschließıich
 durch die Betriebe und das Grundvermögen der Gemeinden verursacht, da die landwirtschaftlichen
 Betriebe einschließlich des Grundvermögens der Kreisverbände in allen
Rechnungsjahren mit einem Zuschuß abschließen, der von 73 000 X im Jahre 1913/14
auf 3,9 Mill. AM im Jahre 1927/28 angewachsen ist.
Die Reinüberschüsse der Elektrizitätsversorgung machen 1927/28 mit
217 Mill. AM rd. 40 vH der Reinüberschüsse insgesamt aus. Die Zunahme gegenüber
1913/14 beträgt, je Kopf der Bevölkerung berechnet, 288 vH; sie ist damit wesentlich
größer als diejenige der Gas-und Wasserversorgung, deren Reinüberschüsse
in derselben Zeitspanne nur um 47 bzw. 110 vH gestiegen sind. Auch zahlenmäßig erreichen
 die Reinüberschüsse der Gas- und Wasserwerke zusammen nicht die Höhe des
Reinüberschusses aus Elektrizitätswerken. Besonders stark ist die Zunahme der Reinüberschüsse
 aus der Elektrizitätsversorgung bei den Gemeindeverbänden; sie beträgt dort
1927/28 gegenüber 1913/14 766 vH.
Eine beträchtliche Abnahme der Reinüberschüsse weisen neben den sonstigen Betrieben
 vor allem die Kreditunternehmungen auf. Sie sind von 33,8 Mill. 4
im Jahre 1913/14 auf 3,4 Mill. AM im Jahre 1927/28, also auf den zehnten Teil zurückvegangen.
 Insbesondere im Haushalt der Gemeindeverbände hat sich die finanzielle Bedeutung
 der Kreditunternehmungen völlig verschoben. Während die Kreditunternehmungen
 vor dem Kriege die Hauptertragsquelle der Gemeindeverbände darstellten — von den
8,4 Mill. 4% Reinüberschüssen im Jahre 1913/14 erbrachten die Kreditunternehmungen
8,3 Mill. X, also fast den gesamten Reinüberschuß — steuern sie 1927/28 nur noch rd
ein Siebentel zu den gesamten Reinüberschüssen der Gemeindeverbände bei. Die Ursach®
für die Minderüberschüsse der Kredituntnernehmungen ist in den Aufwertungsverpflichtungen
 und in dem Kapitalverlust durch die Inflation zu erblicken.
        <pb n="172" />
        223 —
3. Die Einnahmen aus Steuern und Zöllen
a. Die Gesamteinnahmen im Deutschen Reich

Die Einnahmen aus Steuern, Zöllen und Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner
Abkommens beliefen sich für das Rechnungsjahr 1927/28 auf 13 540,5 Mill. A.4. Sie
übersteigen das entsprechende Ergebnis von 1926/27 um 1 865,1 Mill. AM oder 16 vH.
Gegenüber den Einnahmen für 1925/26 ist 1927/28 eine Steigerung um. 2 962,3 Mill.
RAM oder 28 vH eingetreten. Sieht man von der veränderten Kaufkraft von 4 und
AM ab, so übertreffen die Einnahmen für 1927/28 die Einnahmen für 1913/14 um
)494,7 Mill. RA oder 234,7 vH.
Werden die Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner Abkommens nicht berücksichtigt,
 so verbleiben für 1927/28 als eigentliche Steuer- und Zolleinnahmen
12 660,4 Mill. AM. Diese Gesamtsteuereinnahme im engeren Sinne bedeutet gegenüber
dem Vorjahr eine Steigerung um 1 744,7 Mill. AA oder 16 vH, gegenüber 1925/26 eine
Steigerung um 2541,1 Mill. ZA oder 25,1 vH, gegenüber 1913/14 -— wieder Mark
Zzleich Reichsmark gesetzt — eine Zunahme um 8 614,6 Mill. AM oder 212,9 vH.
_ Infolge der Einführung der Umsatzsteuer und der. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer hat sich im Vergleich zur Vorkriegszeit nach dem Kriege die Zusammensetzung
der Gesamtsteuereinnahmen im Deutschen Reich weitgehend verschoben. 1913/14 entäelen
 auf die Steuern vom Einkommen und Vermögen 37,8 vH aller Steuereinnahmen.
Weitere 19,2 vH erbrachten die Steuern vom Verbrauch und Aufwand. Die Steuern vom
Srundbesitz und Gewerbebetrieb waren mit 16,5 vH, die Zölle mit 15,8 vH, die Steuern
om Vermögenverkehr allein mit 9,8 vH an der Gesamtsteuereinnahme beteiligt.
1925/26 stehen die Einnahmen aus den Steuern vom Einkommen und Vermögen mit
27,9 vH hinsichtlich ihrer Bedeutung noch immer weitaus führend an der Spitze. Es
‘Olgen die Steuern vom Umsatz- und Vermögenverkehr mit 19, die Steuern vom Verrauch
 und Aufwand mit 15,9 und die Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb
Mt 14,9 vH der Gesamtsteuereinnahme. Auf die neu in Erscheinung getretene Gebäudetschuldung-
 (Hauszins-) Steuer entfallen 12,4 vH, auf die Zölle dagegen nur 5,8 vH der
Steuereinnahmen insgesamt.
7 Abgesehen von anderen kleinen Änderungen verschiebt sich im weiteren Verlauf die
“Usammensetzung der Gesamtsteuereinnahme insofern, als die Steuern vom Umsatz und
Vermögen stark an Bedeutung verlieren, die Zölle dagegen stark an Bedeutung geinnen.
 Die Steuern vom Umsatz und Vermögen, die 1925/26 19 vH der Gesamteteuer-Annahme
 erbrachten, sind 1926/27 nur noch mit 13,3, 1927/28 mit 12,1 vH beteiligt,
Der Anteil der Zolleinnahmen ist dagegen von 5.8 vH 1925/26 auf 8,6 vH 1926/27 und
)9 vH 1927/28 gestiegen.

b. Die Steuereinnahmen des Reichs, der Länder, der Gemeinden
(Gemeindeverbände) und der Hansestädte

„Auch in der Zusammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen der einzelnen Gebiets-“ÜTperschaften
 ergeben sich gegenüber 1913/14 in der Nachkriegszeit weitgehende Ver-‘Chiebungen,
 Durch die einschneidende Änderung: der Steuerverteilung zwischen Reich,
Ländern und Gemeinden und durch den Einbau neuer wichtiger Steuern hat sich die
“üSammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen des Reichs, der Länder, der Gemeinden
Gemeindeverbände) und der Hansestädte nach dem Kriege bis zur Unvergleichbarkeit
“it den Vorkriegsverhältnissen gewandelt. |
‚Von den Gesamtsteuereinnahmen des Reichs entfielen 1913/14 40,4 vH auf die
Sinnahmen aus Zöllen. Weitere 41,5 vH wurden durch die Steuern vom Verbrauch und
Aufwand erbracht. 1925/26 sind die Zolleinnahmen nur noch mit 13,8 vH, die Steuern
in Verbrauch und Aufwand mit 31,3 vH an der Gesamtsteuereinnahme des Reichs belet,
 Auf die Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr entfallen. dagegen Im
”Sichen Rechnungsjahr 29.2 auf die Steuern vom Einkommen und Vermögen 18.1 vH
        <pb n="173" />
        221

Übersicht 8
Die Zusammensetzung der‘ Gesamisteuereinnahmen im Deutschen Reich für die Rechnungsjahre
1913/14 und 1925/26 bis 1927/28

Steuerart

I. Steuern vom Einkommen und Vermögen:
4, Einkommensteuer (einschl. Körper-SchaftsteUeFr)....000..00000000000
 000
2. Vermögensfelel......0....00.00000000
3. Erbschaft- und Schenkunssteuer, ...
4, Einmalige Abgaben vom Einkommen
und VermÖözel 4a ar Ka KR EEG
{I. Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb:

1. Grund- und Gebäudesteuer ........
2. Gewerbesteuern (einschl. SondergewerbesteueIN)......000000000000000

Sonstige Besitzsteuern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirk@ .............
‚II. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer:
1. Zur Deckung «des allgem. FinanzhedarfS
 vers erereere rennen Ran
2, Zur Förderung der Bautätigkeit.....
IV. Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr:

1, Umsatzsteler.......0.0.00000.0.000000
2, Grunderwerbsteuer ({einschl. Wert-ZUWaChSSteUEF).
 ers eerenerer
3. Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern)...
Steuern vom Verkehr:
|. Beförderungsteuer .....0..00.0.0.0000400
3, Kraftfahrzeugsteuer .......0..0.000000
3. Sonstige Steuern vom Verkehr.....
Steuern vom Verbrauch und Aufwand:
L, Getränkesteuern .....00.0.0000000000
%. Tabaksteuer ... 4 *i dk®
ZucKkersteuer ‚...0.0.0000000r00000rre
L. VergnügungsfeuleF .....00.000000000r
», Hundesteuer. ....000.0000000000 000
3. Sonstige Verbrauch- und Aufwand-ES

VII Zölle erreeeeen ern Hek
VEIT. Nicht aufteilbare Steuerreste ‚........
* Summe I bis VEI....
‘ingedeckte) Matrikularbeiträge der Länder
an das Reich vesererere ren arena nEe
Gesamtsteuereinnahmen... .
Hierzu
‘onderleistungen in Erfüllung des Londone:
Abkommens:
2) aus dem Schuldverschreibungsdienst dei
Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft .....
b) aus dem Dienste der Industrieobligationen
Gesamtsumme. ...

Boträge
in 1000 A bzw. AM

Anteil der einzelnen Steuerart
an den Gesamtsteuereinnahmen
in vH

1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
TU 7-7

1913/14/1025/26|1026/27 1927/25
67 8

o
EN

390 198| 2 458 173, 2 636 002! 3 275 403l
78 788/ 270442| 359513] 441 900
61008! 27330| 234684| 72140
7301 260693] 48322| 26593

34,41 24,3 | 24,1 | 25,9
K9, 27 83 | 85
15 | 031 03) 06
\ 1
0,0 0,6| 0,41 0,2

435 524! 871 519| 1002 4981 1102591] 10,8 | 8,61 9,2
44| 571 6,0:

8,7
6,2

574.297| 650302| 798 695|
75444) 23 326)

54 354|

7131 06

0,7

I Of

662 936!
595 484

795 672]
229 102)

823 452/
850 261

6,5
5,9 |

7,3
6,7

6,5
6,7

1 403 214!
145 - 193 053|
249502) 321 875|

582 551
211 405
364 766|

378 814)
271 746)
381 149)

ı 13,9
19

8,1

6,9
3.0

3.6

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6?

22

{2

39517/ 318 300
4 371 58 003
1 507! 8367

311 980
104 647
4 877

349 186
156 232
4 754
598 825
793 906
224 457
75 035
58 505

1,0} 3,1
0.1 | 0,6
00 01
10,6 5,6
12 61
40, 23
04 0,8
0,5 06

2,9
1,0
0.0

2,8
12
0,0
5,4
6,0
I 2,85
06
0,5
0,4
9,9
100

{27 707
50 284
161 099
17.193
18 566

563 040
615 546
236 233
83 258|
60 175

573 303
712 381
285 074
76 445
61 067

5,3
65
26
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100 363/ 52 969
540 5) 590 44! MO vu
—9683' 27303 4.529
‘ 045 847/10 119 287/10 915 722| 12 660 428

52 690
250 7761

2,8
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4 045 84710 119 287110 915 722° 12 660 4361

una

396 Zn 572051! 605371
i__ 62471! 1837624 274 667,
4 045 847. 10 578 18411 675 397| 13 540 474)

vn

[n den beiden folgenden Jahren bleiben die dem Reich zufließenden Einnahmen aus de”
Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr mit 15,6 und 16,5 vH anteilmäßig nicht
unerheblich hinter dem entsprechenden Ergebnis von 1925/26 zurück, weil sich die Um”
satzsteuersenkung vom Herbst 1925 und April 1926 infolge der Umsatzsteuergaranti®
für die Länder und Gemeinden für 1926 vorwiegend bei den Einnahmen des Reichs aus“
wirkte, und die von 1926/27 auf 1927/28 eingetretenen Mehreinnahmen des Reichs aus
der Umsatzsteuer den Einnahmerückgang 1926/27 gegenüber 1925/26 nicht ausgleiche?
konnten. Dagegen ist 1926/27 und 1927/28 sowohl der auf die Steuern vom Einkommen
und Vermögen als auch der auf die Zölle entfallende Anteil an der Gesamtsteuereinnahm®
des Reichs gestiegen. Von den Gesamtsteuereinnahmen des Reichs entfallen auf Steuer?
vom Einkommen und Vermögen 1926/27 24, 1927/28 24,5 vH. Der Anteil der Zollein
nahmen beziffert sich 1926/27 auf 20,7, 1927/28 auf 22.8 vH.
        <pb n="174" />
        205 —

Bei. den Ländern entfielen 1913/14 auf die Steuern vom Einkommen und Vernögen
 75,4 vH der Gesamtsteuereinnahmen, während die Einnahmen dieser Steuern
1925/26 mit 42,1 1926/27 mit 39,6 1927/28 mit 44.0 vH an den Gesamtsteuereinnahmen
deteiligt waren.
Umgekehrt haben in der Nachkriegszeit die Steuern vom Grundbesitz und Gewerbeoetrieb
 für die Länder stark an Bedeutung gewonnen. Ihr Anteil an der Gesamtsteuereinnahme
 ist von 5,3 vH für 1918/14 auf 17,1 vH für 1925/26 gestiegen. Für 1926/27
Wird er mit 16,5, für 1927/28 mit 15,8 vH nachgewiesen.
Der Anteil der nach dem Kriege neu in Erscheinung tretenden Gebäudeentschuldung-‚Hauszins-)
 Steuer beträgt in allen Jahren mehr als ein Viertel der Gesamtsteuereinnahmen.
 Dabei ist zu berücksichtigen, daß ein Teil dieser Einnahmen für die Förderung
des Wohnungsbaus festgelegt ist. und zwar in den drei Jahren rd. 9,5 vH der Gesamt-Steuereinnahmen.
 ;
Bei den Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr ergab sich
1913/14 ein Anteil der Steuern vom Vermögenverkehr (die allgemeine Umsatzsteuer be-Stand
 damals nicht) von 12,1 vH der Gesamtsteuereinnahmen der Länder. Nach dem
Kriege entfielen auf die Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr zusammen 1925/26
11,0, 1926/27 12,1, 1927/28 — nach dem Fortfall der Umsatzsteuergarantie — 8,3 vH.
Für die Gemeinden (Gemeindeverbände) hatten die Einnahmen aus der
Einkommensteuer 1913/14 bei einem Anteil von 52,0 vH der Gesamtsteuereinnahme eine
Seringere Bedeutung als für die Länder. Der Anteil der Steuern vom Grundbesitz und
Gewerbebetrieb betrug 39,3 vH, so daß auf wenige wichtige Steuern insgesamt über
90 vH der gemeindlichen Steuereinnahmen entfielen. Deren Zusammensetzung in der
Nachkriegszeit ist wesentlich durch den Anteil der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer bestimmt, auf die in den Rechnungsjahren 1925/26 bis 1927/28 zwischen 17 und
20 vH der Gesamtsteuereinnahmen entfallen. Der Anteil der Einkommensteuer an der
Gesamtsteuereinnahme betrug nach dem Kriege zwischen 25,1 und 28,9 vH, der der
Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb zwischen 32,8 und 39,9 vH. Die Real-Steuern
 zusammen erscheinen daher nach dem Kriege als die wichtigste Einnahmequelle
der Gemeinden (Gemeindeverbände), während vor dem Kriege der Einkommensteuer
diese Bedeutung zukam. Bei der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) steuer ist wie bei den
Ländern zu berücksichtigen, daß ein Teil der Einnahmen in seiner Verwendung zur Förderung
 der Bautätigkeit festgelegt ist. Er belief sich 1925/26 auf 10,1 vH, 1926/27 auf
12,7 vH, 1927/28 auf 12,9 vH der kommunalen Gesamtsteuereinnahmen. Die Zusammen.
setzung der Gesamtsteuereinnahmen unterscheidet sich nach dem Kriege bei den Ge-Mmeinden
 (Gemeindeverbänden) ferner dadurch wesentlich von den Vorkriegsverhältnissen,
daß durch die Beteiligung an der Umsatzsteuer die Steuern vom Umsatz und Vermögen-Verkehr
 einen nennenswerten Teil der Gesamtsteuereinnahme ausmachen, und auch die
Bedeutung der Steuern vom Verkehr sowie vom Verbrauch und Aufwand gestiegen ist.
Auf die drei wichtigsten Steuergruppen — Einkommen- und Körperschaftsteuer, Real-Steuern.
 und die Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer — entfielen 1925/26 76,7 und
1926/27 78,1, 1927/28 schließlich 81,6 vH der gemeindlichen Gesamtsteuereinnahmen: *
Auch bei den Hanse: *“ädten zeigt ein Vergleich der Vor- und Nachkriegszeit
Weitgehende Verschiebungen. Von den gesamten Steuereinnahmen der Hansestädte entüelen
 1913/14 64,1 vH auf Steuern vom Einkommen und Vermögen, 25,5 vH auf
Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb, 8,7 vH auf Steuern vom Vermögenverkehr.
k der Nachkriegszeit verringerte sich der Anteil der Einnahmen aus Steuern vom Ein-Mmen
 und Vermögen auf zwischen 36,3 und 43,8 vH. Ferner war nach dem Kriege
“üch der Anteil der Einnahmen aus den Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb
Mit zwischen 18,8 und 21,2 vH der Gesamtsteuereinnahme niedriger als 1918/14. Be-101
 Cnswert ist dabei, daß der Anteil an den Gesamtsteuereinnahmen 1927/28 gegenüber
% 3/14 bei der Grund- und Gebäudesteuer auf die Hälfte gesunken, bei den Gewerbe-„Suern
 dagegen auf mehr als das Neunfache angewachsen ist, Der Anteil der Gebäude-“Nischuldung-
 (Hauszins-) Steuer. der sich 1925/26 auf 29 1 vH der Gesamtsteuereinnahme

F inanzen und Steuern
        <pb n="175" />
        — 226 —

Zusammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen von Reich, Ländern, Gemeinden (Gemeinde
. in 1000 A
Reich Länder
1918/14 | 1925/26 1926/27 | 1927/28 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
BR BL 8

Steuerart

I. Steuern vom Einkommen und Vermögen:
1. Einkommensteuer (einschl. Körpergchaftstener).
 .....0....00000000 00 00r
CM DO
8, Erbschaft- und Schenkungsteuer....
4. Einmalige Abgaben vom Einkommen
und. Vermögel au. kan KEE
’*_ Steuern vom Grundbesitz und Gewerbeetrieb:

l. Grund- und Gebäudesteuer ........
3. Gewerbesteuern (einschl. Sondergewerbesteul@IN)........0.000000000000

2, Sonstige Besitzsteuern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirke ......,.0.0..
1II. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer:
ı. Zur Deckung des allgemeinen Finanz-DedatlS
 are ra rk KR KERNE
3. Zur Förderung der Bautätigkeit. ....
[V. Steuern vom Umsatz und Vermögen
verkehr:
1x UmSatzsieHeE ar Kr Ka KERLE R
2, Grunderwerbsteuer (einschl. Wert:
ZUWACHSSiOUCT), rk vr Kr Hrn nen en
3. Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern). ..
7. Steuern vom Verkehr:
1, Beförderunzsteller au che Ka kn
92, Kraftfahrzeugsteuer .......0..0.0.0000
3. Sonstige Steuern vom Verkehr.....
Steuern vom Verbrauch und Aufwand
1. GetränkesteuerN .....0.0.00000000 000
2, Tabaksteuer .......0000000000 00H
3. Zuckersteuer 4.0.0. 000 0 Cr RE
4, Vergnügungsfeucr ......0000000001
5, HUndestoera. ka Ka ca Kuren
5. Sonstige Verbrauch- und Aufwand-SIOHOIÜ
 va Gr RR EHE KR RISK
YIE: ZUH0e Sr a KA BERG HELEN HE
VIII, Nicht aufteilbare Steuerreste .........
Summe I bis VIIL.,..
‘Ungedeckte) Matrikularbeiträge der Länder
an das Reich ......0000000 000 nn E nenn
Gesamtsteuereinnahmen. .. .
Hierzu:
Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner
Abkommens:
A} aus dem Schuldverschreibungsdienst der N
Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, .,... — 396 426| 572 051 605371| — — he
b) aus dem Dienste der Industrieobligationen I — 62471| 187624 274667| — — | — | —
Gesamtsumme... {| 630 559/4 731 359|5 3124305 356 814| 781 618|2 396 102|2 497 2702 753 755

4

der Hansestädte stellte, ist seitdem stark ‚gestiegen und erreicht 1927/28 33,2 vH. Die
Einnahmen aus den Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr erbringen schließlich in
den Hansestädten nach dem Kriege zwischen 6,7 und 9,5 vH der Steuereinnahmen
insgesamt.
c. Der Anteil von Beich, Ländern und Gemeinden (Gemeindeverbänden)
und Hansestädten an den Gesamteinnahmen

An der Gesamtsteuereinnahme ist das Reich 1913/14 mit 39,2, 1927/28 mit 43,3 Ex
zeteiligt. Auf die Länder entfallen 1918/14 20,4 und 1927/28 21,7 vH der Gesamt-;steuereinnahme,
 auf die Gemeinden und Gemeindeverbände entsprechend 37,1 und

Übersicht 9
verbänden) und Hansestädten für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
bzw. AM
FE — A NEE...
“emeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte
4918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 ' 1926/27 | 1927/28 "
. 1 12 13 u) 1500 160007

297

“——

Steuerart
I. Steuern vom Einkommen und Vermögen:
1. Einkommensteuer (einschl. Köürperschaftsteuer)

2. Vermögensteuer
3, Erbschaft- und Schenkungsteuer
4. Einmalige Abgaben vom Einkommen
und Vermögen
[T. Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb:

1. Grund- und Gebäudesteuer
2. Gewerbesteuern (einschl, Sondergewerbesteuern)

3. Sonstige Besitzstenern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirke
[IT. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-}
Steuer:
ı. Zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs

2. Zur Förderung der Bautätigkeit
V. Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr:

[. Umsatzsteuer
2, Grunderwerbsteuer (einschl. Wertzuwachssteuer)

3, Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern)
V. Steuern vom Verkehr:
i. Beförderungsteuer
2. Kraftfahrzeugsteuer
3, Sonstige Steuern vom Verkehr
VI. Steuern vom Verbrauch und Aufwand:
1. Getränkesteuern
2, Tabaksteuer
3. Zuckersteuer
1. Vergnügungsteuer
5. Hundesteuer
6. Sonstige Verbrauch- und Aufwandsteuern

WVIL Zölle
VIII. Nicht aufteilbare Steuerreste
Summe X bis VIM
{(Ungedeckte) Matrikularbeiträge der Länder
an das Reich
Gesamtsteuereinnahmen
Hierzu:
Sonderleistungen in Erfüllung des Londoner
| Abkommens:
3) aus dem Schuldverschreibungsdienat der
a = 6 [@# ı = Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft
DL — Se b) aus dem Dienste der Industrieobligationen
4 502 910[5 204 16413 584 2794 085 a87| 130 760} 246 558] 281 418] 344 018 | Gesamtsumme
2,3 vH. Der Anteil der Hansestädte beläuft ‚sich schließlich 1913/14 auf 3,3, 1927/28
auf 2,7 vH,
x Der Anteil von Reich, Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten
% den Einnahmen aus den einzelnen Steuerarten ist in der Nachkriegszeit, soweit die
9er weisungssteuern in Frage kommen, durch die Veränderung der Steuerverteilung,
A es sich um die eigenen Steuern handelt, durch Steuererhöhungen, und bei beiden
des Srgruppen schließlich durch genauere Erfassung und Veranlagung oder durch die in
die Wirtschaftlichen Entwicklung bedingte Steigerung der Steuererträge beeinflußt. Auf
oh Vorkriegsverhältnisse braucht hier wegen der vollkommenen Umstellung des deuten
 Finanzsystems nicht eingegangen zu werden.

"nf
        <pb n="176" />
        Zusammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen von Reich, Ländern, Gemeinden (Gemeinde
in

Steuerart

Reich Länder
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 1926/27 | 1927/28
RB NH SB

a

‚ Steuern vom Einkommen und Vermögen
1. Einkommensteuer (einschl. Körperschaftsteuer)......000000..000000000

2, VermögensteUeF...........0.000044
3. Erbsachaft- und Schenkungsteuer....
". Einmalige Abgaben vom Einkommen
und Vermögen s...000000000000000
«I. Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb:

1. Grund- und Gebäudesteuer ........
2. Gewerbesteuern (einschl. Sonderge-WwerbesteuerN)........0.000000001000

3. Sonstige Besitzsteuern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirke .............
III. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer:
ı. Zur Deckung des allgemeinen Finanz-11211),
 SE
2%. Zur Förderung der Bautätigkeit.....
V Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr:

1. Umsatzsteuer ................,....
2. Grunderwerbsteuer (einschl. Wert-ZUWACHSStEUET).
 essen
3, Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern). ..
Steuern vom Verkehr:
1. Beförderungsteuer ................
3. Kraftfahrzeugateuer ...............
3. Sonstige Steuern vom Verkehr.....
7 Steuern vom Verbrauch und Aufwand
', Getränkesteuern ........0..0..0000
) Tabaksteuer .......0..000000000000
Zuckersteuer ‚......000.00.000000000
VergnügungSteuer ‚...0000000004004
Hundesteuer uk ke KR ER RE E
Sonstige Verbrauch- und Aufwand-11115
 A
VII. Zölle ereeereeeeeen RER EE
7EXX. Nicht aufteilbare Steuerreste .........
Summe I bis VII...

- 9,8
— 6,8
2,6 0,6
7.0 14

14,2 ‚ 14,6 642 ı 42,1
79 | 81 | 95 1 —
08 123 17 | 00
1
21 | 05

39,6 | 44,0
0,0 0,0

23
„a

13,7. 1 13,6 | 12,5
44 © 29 3,3

17,8
2,5

| 19,4 | 18,0
9,5 9,6

= 23,5
3,0 . 0,0
10,0 | 5,7
25 | 75
0,3 | 0,1

3 11,2 | 7,4
20! 0,0 | 2,3 | 0,7
I
| 63 1 53 9,8 | 2,9
‚68 | 64 - =
| ol 01 | — | 0,8
A um m. 0.1

8,8 | 48
0,6 0,7
2,7 2,8

12 | 1,5
920 | 0

in 10,7
3,6 4,4
10,2 5,5
5,8 0,7
EN
u,0 Lt
50 1 09 | 100

10,5
14,5
4,1
0,6

Dy

1,0
1

. 21
0,1 0,1
5 0,6
100 | 100

El

f
vr

0

Bi]

„0

Die sich ergebenden Anteilziffern bei den Reichsüberweisungssteuern können die gesetzliche
 Steuerverteilung nicht ganz genau widerspiegeln. Während die Überweisungen
für die einzelnen Rechnungsjahre bei den Steuereinnahmen des Reichs ganz genau abgerechnet
 sind, fällt die Unterverteilung zwischen Ländern und Gemeinden (Gemeindeverbänden)
 für einige Reste jeweils in die Zeit nach dem Rechnungsabschlußtermin.
Die Verteilung der Einnahmen aus Einkommen- und Körperschaftsteuer auf Reich:
Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Hansestädte, wie sie aus den vorliegenden
Ergebnissen der Reichsfinanzstatistik hervorgeht, bringt daher nur ungefähr die gesetZliche
 Steuerverteilung zum Ausdruck. Auf das Reich entfielen 1925/26 17,0, 1926/27
24,5, 1927/28 24,4 vH.
Die annähernde Übereinstimmung der gesetzlichen Vorschriften über die Verteilung
des Aufkommens aus Einkommen- und Körperschaftsteuer mit der auf Grund der
Finanzstatistik für 1926/27 und für 1927/28 festgestellten Beteiligung von Reich, Ländern,
 Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten an den Gesamteinnahmen au$
diesen Steuern ist vornehmlich darin begründet, daß weder 1926/27 noch 1927/28 die
Garantiebestimmungen bezüglich der Höhe der Mindesteinnahme der Länder und ihrer

Übersicht 9a
verbänden) und Hansestädten für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
7H ;
Gemeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte De st ‘
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 1925/26 | 1926/27 ] 1927/28 | REAL
10 11 18 | 8 la ae ae a

— 229 —

£. Steuern vom Einkommen und Vermögen:
1. Einkommensteuer (einschl. Körperschaftsteuer)

2. Vermögensteuer
3. Erbschaft- und Schenkungsteuer
4. Einmalige Abgaben vom Einkommen
und Vermögen
II. Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb:

.. Grund- und Gebäudesteuer
2, Gewerbesteuern (einschl. Sondergewerbesteuern)

3. Sonstige DBesitzsteuern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirke
III. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer:
1. Zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs

2. Zur Förderung der Bautätigkeit
IV. Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr:

1. Umsatzsteuer
2, Grunderwerbsteuer (einschl. Wertzuwachssteuer)

3. Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern)
Steuern vom Verkehr:
1. Beförderungsteuer
2, Kraftfahrzeugsteuer
3. Sonstige Steuetn vom Verkehr
VI. Steuern vom Verbrauch und Aufwand:
1. Getränkesteuern
2. Tabaksteuer }
3, Zuckerstouer
4, Vergnügungsteuer
5. Hundesteuer
6. Sonstige Verbrauch- und Aufwandsteuern

VIL, Zölle ;
VIII. Nicht aufteilbare Steuerreste .
Summe I bis VIH ;

52,0 |

28,9 | 25,1 | 27,9
ZZ ZZ

59,5 | 43,8 36,7 | 36,3
46 | 0,0 0,0 0,0

25,2
10,7
‘4

| 15,9 | 17,8
| 148 | 154

17,6
16,5

2,2 |
1,1

13,0 | 9,8
79 8,8

11,0
10,2
2,0

|

{1

A|

8

2,2

7,0 | 72,
0 | 127

6,7
12.9

45 | 18,3
176 | 141

16,1
121

55 | 6,3
5,2 | 5,2
0,2 0,2

3,0
5,9
0,2

4,5
3,7
13

47
3,5
1,2

2,3
3,2
1,2

5,2

13

x

a1

!

1,1
0.2

1,9
0.1

2,6
7.1

I,3
1

0,7
0,0

0,8
0,0
0,0
1,3
0,5
0,0

C

y

1,1
1

A U
100 100

nn

Ta

"3 | 100

Gemeinden (Gemeindeverbände) ‚einschließlich Hansestädte aus Einkommen-, Körper-Schaft-
 und Umsatzsteuer insgesamt zur Anwendung kamen und sich die Bestimmungen
les 835 des Finanzausgleichsgesetzes nur wenig auswirkten. Die Gesamteinnahmen von
Ländern, Gemeinden (Gemeindeverbänden) und Hansestädten aus Einkommen-, Körperschaft-
 und Umsatzsteuer lagen 1926/27 über der Garantiesumme von 2 100 Mill. AM,
1927/28 über der Garantiesumme von 2 600 Mill. A... Der gesetzlich vorgeschriebene
Anteil des Reichs am Aufkommen der Einkommen- und Körperschaftsteuer wurde mithin
Alcht vermindert.

‚Bei der Umsatzsteuer kann die gesetzliche Verteilung — 30 vH des Aufkommens an
Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Hansestädte, 70 vH an das Reich — 1926/27
licht zum Vergleich mit den Ergebnissen der statistischen Erhebung herangezogen werden,
 da die Beteiligung der Länder und Gemeinden am Umsatzsteueraufkommen in die-‚m
 Verhältnis unter Zugrundelegung eines Gesamtaufkommens an Umsatzsteuer von
1500 Mill. AM (Sondergarantie) vorgenommen wurde. Dieser Betrag wurde im Rech-AUngsjahr
 1926/27 durch das Umsatzsteueraufkommen nicht erreicht, daher verminderte
Sch der Anteil des Reichs an den Umsatzsteuereinnahmen auf 48,2 vH, der Anteil der
        <pb n="177" />
        — 230 —

Der Anteil von Reich, Ländern und Gemeinden (Gemeindeverbänden) an den Einnahmen
in

”"teuerart

Reich Länder
Z SS 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | ‘1926/27 1927/28
% 3 4 5 6 Tu 8 9

euern vom Einkommen und Vermögen:
Einkommensteuer (einschl. Körper-401

"ermögeNSfeUer....0.0000000100000
rbsehaft- und Schenkunegsteuer....
inmalige Abgaben vom Einkommen
md Vermögen esaseerenee nenne
Steuern vom Grundbesitz und Gewerbebetrieb:

L. Grund- und Gebäudesteuer ........
2. Gewerbesteuern (einschl. Sonderge-WwerbesteueN).......0.0000000000000

Sonstige . Besitzsteuern, Naturaldienste,
 öffentliche Lasten der selbständigen
 Gutsbezirke .............
IT. Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer:
1. Zur Deckung des allgemeinen Finanz-DATE
 eek EL EHER KR RER
2. Zur Förderung der Bautätigkeit. ....
V Steuern vom Umsatz und Vermögenverkehr:
 )
1. Umsatzsteuer ..............0.0..00-2.
 Grunderwerbsteuer (einschl. Wert-ZUWaChSSiGUET).
 0er
3. Vermögenverkehrsteuern verschiedener
 Art (einschl. Stempelsteuern)...
”_ Steuern vom Verkehr:
1. Beförderungsteuer .......000000000
2. Kraftfahrzeugsteuer .......0..0.00000.
3. Sonatige Steuern vom Verkehr.....

17,0
— 1 100,0
57,6 99,7
00.0 ! 100.0 |

24,5
100,0
99,8
100.0

24,4
100,0
99,6
100.0

38,1
00,0
22.4

41,0 | 37,5
3 | 0.2

37,0
0.3

5,3

37,8 | 33,8 |
143 | 11.2

31,3

ı1

11.4

4,3
3972

60,9
324

60,1
31,0
Bun

71,5 |
33,0 | 06 |
53.8 |! 75,3
00,0 | 100,0 |
00.0 4,0

48,2 | 69,9
0,5 0,6 '
78,1 | 76,3 1
100,0 | 100,0
4,0 4,0 |

— 12,6 24,9
12,9 | 8,2 4
32,6 21,6 | 18,8

15,2
2,4
20.0

_ | 32,4 |
— 13:8

28,3 |
16.4

26,4
40

- Steuern vom Verbrauch und Aufwand
l. Getränkesteuern ‚......0.000000000r
3. Tabaksteuer acer
} ZueKersteuer vaserere ee
* Zergnügungsteuer .....0.0.0.00000000L
JundesteUßT......00000000000001100
Sonstige Verbrauch- und Aufwand:
A EN ...
VIT. Zölle are KREIEREN KEREER
/ZIT. Nicht aufteilbare Steuerreste .........
Summe I bis VIH,... |

31,4 | 81,3 82/1 82,3
00,0 | 100,0 100,0 | 100,0 |
00,0 | 100,0 100,0 | 100,0
91,1 ; 53,9 | 57,2 | 57,4
00,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0
„04 —-2
 | 4221 Ant | a3,3 1

12,0 |

4,5

4,8

8,5
al
295

‚ 2291 207

ar

Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände) einschließlich Hansestädte erhöhte sich entsprechend
 auf 51,8 vH. 1925/26 betrug der Anteilsatz des Reichs an der Umsatzsteuerännahme
 71,5 vH, der Anteil der Länder, Gemeinden (Gemeindeverbände) und Hansestädte
 28,5 vH. Nach Wegfall der Sondergarantie für die Umsatzsteuer beläuft sich
1927/28 der Umsatzsteueranteil des Reichs auf 69,9, der der übrigen Gebietskörverıchaften
 auf 30.1 vH.

. Bei dem zur Deckung des allgemeinen Finanzbedarfs bestimmten Teil der Einnahmer
zus der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer ergibt sich 1926/27 und weiter 1927/28
sine stärkere Beteiligung der Hansestädte. Ihr Anteil ist von 1,7 vH 1925/26 auf
5,5 vH 1926/27 und 6,7 vH 1927/28 gestiegen, da Hamburg erst seit 1926/27 Einnahmer
aus der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer zur Deckung des allgemeinen Finanzyedarfs
 heranzog. Bei den zur Förderung der Bautätigkeit ausgewiesenen Beträgen ist
lagegen der Anteil der Gemeinden (Gemeindeverbände) 1926/27 und 1927/28 erhehlich
yegenüber 1925/26 gestiegen, der Anteil der Länder dagegen zurückgerangen.

931 —

Übersicht 10
Aus der einzelnen Steuerarf für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
rH .
NN ——— N ——— N Te
Gemeinden (Gemeindeverbände) Hansestädte Insgesamt
1913/14 zone | 2000/07 | 0776| 1913/14 E 1926/27 | 1927/28 | 1918/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
10. 11 12 | 3 14 15 | 16 17 18 | 19 | 20 21

56,2 | 37,6 | 34,1 | 34,8

5,7 4,4
10,0 0,2

3,9 3,8
0,0 0,1

100,0
100,0
100,0
100.0

100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
100,0 | 100,0 ! 100,0

87,0 | 58,5 | 63,5 | 65,2 67 | 87 | 27 | 3,5
90,1 82,3 | 85,0 84,2 98 | 34 38 | 44
94,7 | 100,0 | 100,0 | 100,0 5,3 | 0,0

100,0 ı 100,0 | 100,0
100,0 | 100,0 | 100,0
100,0 | 100,0 | 100,0

100,0
100,0

100,0

34,0 | 32,6 | 33,2 |
545 | 621 | 621

= |

7 | 65
73 55 |

6,7
69

100,0 | 100,0 |
100,0 100.0

100,0
100.0

15,1 | 25,4 + 14,0 - “0,8 | 1,5 0,9
Di | 86,5 ' 87,4 | 88,0 4,8 | 4,7 4,7 4,0
18° 21 | 22 2,6 1,8 1,0 |] 0,9 1,1
—_ _— a Bm a Pa — | —
ii | 62,3 | 66,0 | 67,9 | _ 1,3 17 | 1,7
100,0 | 828 | 819 | 932 — 3,4 1,7 1,9

— 100,0 100,0 | 100,0
100,0 | 100,0 ı 100,0 100,0
100,0 | 100,0 | 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0 100,0

€ 1
. 14

‘3.17

nn

100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
100,0 100,0 100,0
02,0 160, 100,0
90,0 100! "20,0 100,0
100,0 | 100,0 1000 __=—
1
100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0

93
30°

— 99

37.1 | 31,7

‚Die Verteilung der Einnahmen aus der Grund- und Gebäudesteuer zeigt seit 1925/26
nen Ständig wachsenden Anteil der Gemeinden (Gemeindeverbände). |
Auch bei den Gewerbesteuern sind die Beteiligungsquoten der Gemeinden (Gemeinde-‚rbände)
 1926/27 und 1927/28 höhere als 1925/26. Infolge des schnellen Anwachsens
ler Einnahmen der Hansestädte aus den Gewerbesteuern — die Anteilsquoten der Hanseädte
 an der Gesamteinnahme aus Gewerbesteuern belaufen sich 1925/26 auf 3,4,
1026/27 auf 3,8, 1927/28 auf 4,4 vH — ist jedoch die Beteiligung der Gemeinden (Gea
 indeverbände) an dem Gesamtertrag der Gewerbesteuern von 85,0 vH 1926/27 auf
4.3 vF 1927/98 zurückgegangen.
d. Die Steuereinnahmen der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden
(Gemeindeverbände) für 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28 ;
‚Pin Vergleich der Steuereinnahmen in den einzelnen Ländern muß die verschiedene
SVölkerungsstärke berücksichtigen und hat daher von den Steuereinnahmen je Kopf
        <pb n="178" />
        232 —
der Bevölkerung auszugehen. Die Gesamtsteuereinnahmen der einzelnen Länder und
ihrer Gemeinden betragen je Kopf der Bevölkerung:

1912/14

Baden ...... Da
FICESER uk
Württemberg ........0.000000000004
SRCHSCH EHRE EEE N
Bayem een
DTOUBEN SEE EEE R RER la
Oldenburg. ...0.0000000000000000 00
Braunschweig... .. SA
Thüringen... ERRAREL EEE
ÄANBal be rer
Mecklenburg-Schwerin............
 ÄPDO see kka rn KAAREM REEL EG
Schaumburg-Lippe .........0...0..0.
Mecklenbure-Strelitz 2.0.00

47,76
46,45
44,90
42,38
40,63
40,47
238.75

33,49
29,92
28,77
25,75

21,85
20,64
18,67
16.71

1927/28 | AM
Sachse... HERE
Baden ees0rrererke nenn KK
Württemberg .......0.0 0 000000004
Preußen ...
Hessen. ......

Braunschweig. .... -...000000000
Anhalt.........-.. Wen
Bayern ........ RER hm
Mecklenburg-Schwerin............
Aecklenburg-Strelitz .............
Schaumburg-Lippe .......0....00004
Thüringen. ... ..
Oldenburg. ......0.0.0000000000400%
Waldeck ..........000000000000
Linne. .

93,52
93,43
93.20

86,80
83,49
77,35
76,84
68,64
64,24
61.22

Wie aus vorstehender Übersicht erkenntlich ist, lassen sich die Länder ohne Hansestädte
 — die Hansestädte nehmen als Stadtstaaten infolge ihrer größeren Siedlungsdichte
 und ihrer besonderen Wirtschaftsstruktur eine derartige Sonderstellung ein, daß
ihre Einbeziehung in einen länderweisen Vergleich der Steuereinnahmen je Kopf der Bevölkerung
 unangebracht erscheint '— nach der Höhe der Kopfbeträge 1913/14 in 3,
1927/28 in 5 Gruppen einteilen. In den beiden Vergleichsjahren zeigt sich eine jeweils
verschiedene Besetzung der einzelnen Gruppen. Hessen, das 1927/28 allein in der zweiten
Gruppe steht, findet sich 1913/14 in der ersten Gruppe. Auch Bayern, das 1927/28 in
der dritten, und Oldenburg, das 1927/28 in der fünften Gruppe erscheint, gehören
1913/14 noch der ersten Gruppe an. Ganz allgemein sind 1927/28 gegenüber 1913/14 in
den Abständen, mit denen die einzelnen Länder aufeinanderfolgen, aber auch in den
Abständen der Gruppen Änderungen erfolgt. Die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen
 sind — absolut gesehen — 1927/28 größer als 1913/14. Jedoch beläuft sich 1927/28
der geringste Kopfbetrag (61,22 AM in Lippe) auf 47,1 vH des höchsten Kopfbetrags
(129,99 AM in Sachsen), während 1913/14 der geringste Kopfbetrag (16,514 in
Mecklenburg-Strelitz) nur 35,0 vH des höchsten Kopfbetrags (47,46 4 in Baden) erreicht.
Die Feststellung der Abweichungen der Kopfbeträge in den einzelnen Ländern von
dem für die Summe aller Länder ohne Hansestädte festgestellten Durchschnitt zeigt
folgendes Bild:

1913/14

Durchschnitt aller Länder ........
Baar ER HHRRE KR A CRG
Hessen rear re rk era en
Württemberg .........0.00000000000
Sachsens eek
Bayer ar rare ren ERERLEREEER
Preußen eeesereerereeen ea ak
Yldenburg. .. . ERRANG
Braunschweig. ...-. = 2..... 00.000
Thüringen.......... W004
241110) MN
Mecklenburg-Schwerin............
Waldeck ....- E Üllhawmneeen
EA U
Schaumburg-Lippe .............0..
Mecklenburg-Strelitz .....0.0.0...0...

100,0
17,8
114,6
110,8
104,6
100,2
99,9
956

82,6
73,8
71,0
63,5
53,9
50,9
46,1
40.7

1927/28
Durchschnitt aller Länder ........
Sachsen. .........000. 0 era
Baden .......... 0RRRM
Württemberg ..... SA
Preußen ... .ö
‚Tessen. ... ka
3Zraunschweiß........0.0.0.0 000004
Anhalt...........- 29a)
Bayern ... 5
Mecklenburg-Schwerin ............
Mecklenburg-Strelitz .............
Schaumburg-Lippe ..... 2.0.0.0...
Thüringen. . 2.00
de: ea are HELGE
Waldeck ......0000000000000000000
"inne...

100,0
117,1
106,7
104,7
103,4
91,9
84,2
84,1
83,9
78,2
75,2
69,7
69,2
61,8
57,9
85 1
        <pb n="179" />
        989 _

Es ergibt sich, daß die Kopfbeträge der Länder Sachsen, Baden und Württemberg
1913/14 wie auch 1927/28 über dem Durchschnitt liegen. Auch in Preußen übersteigt
1927/28 der Kopfbetrag die durchschnittliche Höhe. Dagegen bleiben die Kopfbeträge
der Länder Hessen und Bayern, die 1918/14 über dem Druchschnitt lagen. 1927/28
darunter.
Die Gestaltung der Einnahmen aus den einzelnen Steuerarten ist für die einzelnen
Länder nach dem Kriege im wesentlichen durch die Umstellungen im Finanzsystem des
Reichs bedingt. Die Beteiligung der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden an den Einnahmen
 einzelner Reichssteuern ergab die Notwendigkeit, einen Verteilungsschlüssel für
die Überweisung an die Länder festzusetzen. In den je Kopf der Bevölkerung verschiedenen
 Einnahmen der einzelnen Länder aus den Reichsüberweisungssteuern zeigt
Sich die Auswirkung der jeweiligen Verteilungsschlüssel.
Bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer erfolgt die Verteilung unter die einzelnen
Länder im wesentlichen auf Grund des Steuersolls. Der Verteilungsschlüssel (je einer für
die Einkommen- und Körperschaftsteuer) besteht aus den sogenannten Schlüsselanteilen
der einzelnen Länder. Diese bestehen aus den Rechnungsanteilen der einzelnen Gemeinden,
 denen die selbständigen Gutsbezirke gleichstehen. Rechnungsanteil einer Gemeinde
lst das Steuersoll, das auf sie entfällt. Die Bevölkerungsdichte wird lediglich in der
Garantiebestimmung berücksichtigt, daß der Kopfbetrag der Einkommen- und Körper-Schaftsteuerüberweisung
 an ein Land nicht unter 80 vH des Reichsdurchschnittes sinken
Soll (vgl. 8 35 des Reichsfinanzausgleichsgesetzes). Nach oben ist mithin durch besonde
hohe Steuerleistungsfähigkeit eine weitgehende Differenzierung der Kopfeinnahmen möglich,
 und nur für die leistungsschwachen Länder wird aus dem Reichsanteil ein Über-Weisungsminimum
 garantiert. 1925/26 liegen. die Kopfbeträge zwischen 35,21 AA in
Sachsen und 21,10 AM in Mecklenburg-Schwerin. Da 80 vH des Reichsdurchschnitts
26,15 AM betragen, liegen 1925/26 die Einnahmen von Mecklenburg-Schwerin
(21,10 AM), Anhalt (24,65 AZ.) und den kleineren Ländern unter dem Mindestbetrag.
Der Kopfbetrag in Schaumburg-Lippe (26,30 A.) erklärt sich aus der Verbuchung von
Testlichen Einnahmen aus 1924/25. Durch die Ausschüttung der Nachzahlungen für das
Rechnungsjahr 1925/26 und früherer Jahre im Rechnungsjahr 1926/27 wurden die nach-Sewiesenen
 Einkommensteuereinnahmen dieser Länder stark beeinflußt. Die Wirkungen
der Einführung des VII. Verteilungsschlüssels, der für diese Länder einen erheblichen
Rückgang ihrer Einkommen- und Körperschaftsteuereinnahmen nach sich ziehen mußte,
Wurden durch die Nachzahlung auf Grund des 8 35 ausgeglichen. Für 1926/27 zeigen die
J® Kopf der Bevölkerung berechneten Einnahmen bei den auf Grund des $ 35 dotierten
Ländern geringere Abweichungen von den Kopfbeträgen der anderen Länder. Sie sind
© Lippe, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und Schaumburg-Lippe höher als
m Bayern und Oldenburg, in Lippe, Mecklenburg-Schwerin und Schaumburg-Lippe auch
höher als in Hessen und Thüringen. Die Unterschiede in den Kopfbeträgen der nicht für
den $35 in Frage kommenden Länder sind infolge des neuen Verteilungsschlüssels ver-Stärkt
 worden. ‘So betrugen z. B..die Kopfbeträge in Sachsen und Bayern 1925/26 35.21
und 29.07 7.4, 1926/27 42,80 und 24.51 AM.
„Für 1927/28 wurde die Gestaltung der Kopfbeträge in den einzelnen Ländern zum Teil
Wiederum durch die Ausschüttungen auf Grund des $ 35, zum Teil durch die Verteilung
“Mes Teiles der Länderquote der Einkommen- und Körperschaftsteuer nach dem Umsatz-Steuerschlüssel
 beeinflußt. Das erstere hatte 1927/28 geringere Bedeutung als 1926/27, da
die Zahlungen nur für ein Rechnungsjahr zu erfolgen hatten und im Verhältnis zum Anteil
in Sinzelnen Landes nach dem VII. Verteilungsschlüssel, wenn auch noch, erheblich, so
och weniger als 1926/27, ins Gewicht fielen. Anhalt erhielt 1927/28 keine Ausschüttunsen
 nach $ 35 mehr, dafür aber Bayern und Oldenburg, die 1926/27 bei Einführung des
Pan Verteilungsschlüssels besonders ‚betroffen worden waren. Doch hatte in diesen
de, len die Nachzahlung nach $ 35 in Bayern fast keinen, in Oldenburg bei weitem nicht
we. Einfluß auf den Ausfall der Kopfbeträge wie in den anderen Ländern. Auch die
Irkungen der Verteilung von Einkommen- und Körnerschaftsteuermitteln nach dem
        <pb n="180" />
        — 234

Die Steuereinnahmen der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) nach
in 1000 X

Bayern ı Sachsen
Ge- N Ge- Ge-Land
 | meinden | ins- | Land Imeind. ins- | ng | meind. ins-(Gem.
 | gesamt ANC |(Gem.- [gesamt | +20 |(Gom . | gesamt
Verb.) ; Verb.) Verb.)
- # 8 9 10 11

Steuerart

Zech-‚UngS-



. Einkommensteuer (einschl.
Körperschalftsteuer)

‚/14; 297 581
925/26 | 510 353,
926/27 | 586 033
927/28 | 718062
‚913/14 | 60318
1925/26 22
1926/27 37
927/28 195
13/14
125/26
926/27
927/28
913/14
925/26
926/27
‚927/28
413/14
925/26
926/27
927/28

520 8809| 418390 7528| Zw 463/129 991| 71 983| 88 112/160 095
530 611 240 964, 31 382! 83 112/214 494| 80 069| 95 707/175 776
8613| 94 646[1 12 429 69 865/182 294/102 345/112 547/214 892
49.334) 16739 7301] 98 5901237 891|124 887|143 047/267 934
»
I | = — | 6012

2, Vermögensteuer,Erbschaftund
 Schenkungsteuer

3. Grund- und Gebäudesteuer

232 408
243 739
233 403
3222
4 681
"466
1 AG

156 326
356 901
;48 208
190 093
11 310
356 144
141 784
528 793
56.
29

56 326]
589 790
Be

2613| 44 852, 57465| 5103 12069| 17 172
5518| 46035| 61 553| 8531| 12 805| 21 336
TC
2615| 70 475! 93 090| 21 009 24 957| 45 966
th, 4728| 18521 23 249 248 261 509
4. 825} 21 019| 38 048| 59068] 21 380. 30 922| 52 303
46250} 12 171] 32 253| 44425] 16074 22050| 38 123
57 ar0f 17 700' 42026! 59 726| 26 613 28 956| 55 569
2610] — 1285| 1285
4602 — 493 493
7500) — 1688| 1 688
0) 2410) — 3120| 3120

Li, Gewerbesteuern (einschl,
Sondergewerbesteuern)

5. Naturaldienste, öffentliche
Lasten der selbst. Guts-2ezirke,
 sonstige Besitzstenern

3. Gebäudeentschuldung-(Hauszins-)
 Steuer
+) Zur Deckung des allgemeinen
 Finanzbedaris

42 508]

313/14
925/26
926/27
127/28
913/14
925/26
1926/27
1927/28
1913/14 s m — — =
1925/26 21 883| 24 637| 46 519| 15 239| 19 305| 34 544
1926/27 10.738| 9623| 50 361| 17 680| 21 939| 39 618
927/28 8.885 — | 28885] 10 498| 13229 23 728
218/14 2101| 4113| 16214) — | 5781! 5781
325/26 7065| 13 102| 18 168| — 5| 14545! 14 541
1926/27 7796| 14361} 191571 — 1| 15749| 15 749
1927/28 5213| 16 972] 23184| — Il 18947| 18846
(913/14 — — — _— -
1925/26 34.187 341871 7877| — 7877| 3105| — 3 105
1926/27 | ‚03| 61052! 350849| ‚3829| — | 13829 2283| 3981| 6263
1927/28 BI 39 957 1937| 3901| 5895| 19796| 4785| 4783| 7568
‚913/14 4.048 4 143 8191| 5524 9| 550? 71701 1104| 5274
1925/26 15 724 6546| 52569| 11081! 1160| 1124“ 568 2939| 0507
1926/27 „3 023 7496| 30519| ‘2060 20| 1208C 3099| 402! 8501
927/28 19 579 8008‘ 38577 2291) 1126| 12417 ‘978! 493! 9471
913/14 _ = 35498! 35498. 4443 3003| 47 446' 5622| 4694| ‚1316
‚925/26 140 183) 40183' 7200| 29838 47038 uU 661| 25 955| 36 616
926/27 - 1324°1, 2491| 9012| 3287 4909 9762| 24 833 35 595
197/28 - 118236 3326‘ 5000 29036! 74036 7476| 22776| 25 259
913/14 - ı— 5950 5950| — - 57%6— 576 - 212 212
925/26 = 17722| 17722 — | 4892| 48921 — 1614 1612
926/27 | — 4125 4125| — 627| 6271 — | —57| —5
927/28 — — — — —— — — m —
918/14 | — 30044) — — 30044|—3 626° — — 3626-3955 — |—395

13 277] 80 868
13 0086| 75 033
36 164] 78 118
48 724| 48 724
72 .993| 72 993
106 192411086 1724

D) Zur Förderung des
Wohnungsbaues
7. Umsatzsteuer

3. Steuern vom Grundbesitzwechsel


3. Kraftfahrzeugsteuer

0. Sonstige Steuern vom Vermögenverkehr
 und Verkehr

11. Steuern vom Verbrauch
und Aufwand

12, Nicht aufteilbare Beträge

13. (Ungedeckte) Matrikularbeiträge
 der Länder an das
Reich
Gesamtsteuereinnahmen

313/14 | 395 [25| : 021 3/4| I 416 499/124 644[1.+ Taler 639| 91 183|112 518/203 16
925/26 | 457 335| 7 234 743| 3 692 078/317 162 265 174 582 336|194 [401286 287/480 +4
926/27 | ı 483 976! 1 565 891| 4 049 867/336 692244 615 581 3081208 695 325 305 532 008
327/28 | | 570 446| 2 873 840| 4 444 286|40| 118292 822/693 940[251 201/402 4951653 69

235

Übersicht 11

len Rechnungsergebnissen für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Zw. AM

Württemberg | Baden Thüringen Hessen
Ge- UI Ge- 7 Ge [UT Ge TU
N meinden ins- meinden 1a8- meinden| ins- meinden| ins-Laz
 3 (Gem.- | gesamt | Land {(Gem.- | gesamt Land (Gem,- gesamt | Land | (Gem.- gesamt
Verb.) Verb.} Verb.) Verb.)
2 18 u .n 17 $ 19 20 21 3 23

9 695

‚04 |
2851
16.225 |
‘173 |

44 049 |
71 827
79 130 |
110 634
4 an

44 005
12604 |
11 608
53 199 |
‘2.906
0
Ol

Da
26 93€
24 623
34 353

4 Las
59 540
56.231.
37 552
12 906 |
0
01

6.862
23 439
8 713

Z1
22 77°
19 802
74 610

ws 15 ZU
+)640 28875
13241 23073
33323 28179
— 18871 5 ac
== |
— 5

7315| 35065
6351 | 45225
‚2256| 35329
5972| 44151
— 5433
z {9
0
3.

1887
— |

4402
539
7380
E72
3109 |
2705
2426
103!

23 973
32.748
13 369
18.665
16382
20 09°
245

28.375 ,
{9 144
51 348
53 977
‚9491
80T
12

27 565
20 464
24.067
114
6 165
1612
4 949

22.359
35 240
12 824
16 136
E“
Da
Sm
157 9

22 359
52 805
53 288
70 208
3630
‚+ 261
21 348
0 167

ı 227
5.967
‚102
+ 342

i 808 ı
E562
5025
35 941

0586| 10586
9992| 17229
2177| 15212
4444 | 23672
_ zol ;508| 4606
9.075 7214| 14380
10 822 3463| 14370
“2547 3752| 16475
2 131, — 12 12
184 1841 — 104 104
189 | 1189| — 1 1
166 1661 — —

23
319
5 540
„199

Zd
1278 |
5772
mn

672
813 |
19
1

57
810
1
1

103

4849 |
9681
Mn 277
5014
3 481
4 9509

7 340
707

‚2.189;
6 757|
8097)
5584|
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+“
8 964
2879 |
=}
“254
129 |
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11044
13 996
13 966
10 897
11 649
19 454

18 363
22 960 |
23.844
15 261 |
20 778
4.706

A
Sn

3603 | 17382
7683 ] 15 780
3349 17239
7° 2022
3565 7633
4876 9746

9 060
17.086
14 310
3882
9732
11 840

.1011 | 20071
2386| 29473
1981] 26291
2297| 6179
51 9 783
En 11 840

‚29!
1869

091
‘458
265
“977

1 060
mn

18 151 ı
8274 '
1999
4.239
10 452
IQ 121
'1 663

3337| 5903 | 15.240
5399| 6585! 16984
5956 4103: 0591
3610 764| 4374 N
2038| 5.301) 7339| "80
1597| 521 7008| 1943
53E 5402| 8753| 2137

47
|

5196| 10354
1 785 | 11.296
39831 6620
830 837
‚769 3 630
909 | 3857
&amp;gt; 105 A DA

4 364
4 645
2704

4161
4 761 )
21699
ME,
4382
2082
1821

8525
9 409
5404
345
3 680
3281
3 451

1 298
1 199
* 630

462
39
4°

„358
315
463
6
566

1945
3581
5278

1945| 1417
3581| 2514
5378| 55

1417|
2514
3.725
228
47
453
504
149.
5 450
5.334
5347
1402
708
; | —24 |
— 1202

_ 1071
= 1837
68 2739
1083 © — 1083
44 414
452 — ı 452
501 1 602
481 | 1244‘ 1725
106 2332| 3438
043, 1898 | 2941
1] 2256° 3247
- 1.269 |— 1.269
— 1206 |— 1206
0 2| —2
„1040 — |—1040

819
788
88
320, 10827
786 13314
493 | 12508;
‚837 | 15327
876 | — 874
1905| 190
— |
1768| — | — 1068 1 — 2 200

9

€ 55
1

‚575

45195 4805 74741 59546
11863 354403, 55709 20112
13219 67 176 55 San 123 086
125041 | 76280 | 62596! 138 875

18 376
08 683
14 448
37 697

33.966 | ıU2 342
12922] 221.0
21 132 | 255 Bol
130 194 | 274 299

9798 25597
6481 55 382
57573 55646 |
33.929 | 61 H2

Ar

Be

XI
        <pb n="181" />
        __ 936

Noch: Die Steuereinnahmen der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeinde
1925/26 bis 1927/28

Rech-1ungS-



_ Mecklbg.-Schwerin | Oldenburg | Braunschweig
Ge ] 2 Ge | Gemeinden!|
 ins- meinden| ins- meind. | ins-Land
 | (Gom.-' gesamt | Land | (Gem.- | gesamt Land ((Gom,- gesamt
Verb.) | | Verb.) | | Verb.}
TSTTTRTU a a a  TAT |

Steuerart ;

. Einkommensteuer (einschl.
Körperschaftsteuer)

913/14 ] 2686
925/26 ' 10 207
‚926/27 16 981
„927/28 1 15527 |

EC 6870
4015 14227
3.931 | 20 917
52781 20805
— 151
— 2
=) 2
— 3

+ 200 |
"416
5 883
7 433 |

3334
7 268
7635
8 403

A
6 684
.3 518
15 836

4 801
7876
3913
1754

5 506 3307
6040| 15 916
5367 | 15 280
7982| 19736

. Vermögensteuer,Erbschaftund
 Schenkungsteuer

1913/14 151
1925/26 Z|
1926/27 29
1927/28 CA

1335
2
1

— 1.335
1 0
— | 1
— 0

1 085 |

1.085

j. Grund- und Gebäudesteuer

2376
5978
&amp;gt; 754
"028
1913/14 ı 537
1925/26 1810
1926/27 | 1884
"927/28 571
‚913/14
1925/26
1926/27
1927/28

1653
3784
4 289
» 581
66
2065
3011
3402
- 3.588
—_ 782
— 864 |
— 792

4.029
10 761
11 042
"3 A091
1 603 218
3875 465
4 895 624 |
2974 709
3588
782
864
797

2601 |
3.150
3184
* A582

3.195
5.099
5243
905

520
1022
627
949

1482| 2002
2050 4071
2.391 4018
“152° 5001
291 734 | 1025
372 | 1 en 1615
552 865 | 1417
299 | 19101 1.5392

L. Gewerbesteuern (einschl,
Sondergawerbeasteuern)

12 230
823 1288
714 1337
803 521%
152 152
313 313
301 301 |
486 486

Naturaldienste, öffentliche
Lasten der selbst, Gutshezirke,
 sonstige Besitzsteuern

Gebäudeentschuldung-'Hauszins-}
 Steuer
1) Zur Deckung des allgemeinen
 Finanzbedarfs

— &amp;amp;
— 6 “
Z | | =

913/14
925/26 |
926/27
927/28
913/14
925/26
926/27
927/28
913/14
925/26 |
926/27 |
927/28

3 874
5694
3620

2729| 6603
3.231 9925
2374| 5994
1 633
3975
3 980

2068 | 1605
2155| 1783
1285| 2045
317 178
466 575
211 416

26,

3 592
1 046
A ZA

1 433
1 184
7 361

5.025
5.230
rNaoc

b) Zur Förderung des
Wohnungsbaues

517

ı 116
3.975
3.980
7721
754
474 \

04°

765
3 871
UN

765
3821
4 754

/. Umsatzsteuer

502
824.
199
776
1 142
1175

4274
4 578
2673
24
1 839
2249
% arg

368 2022
433 2136
819 1320!
—_ 157
400 | 05
386 | 1215
5903| 1267

3.390
3.569 |
3139
157
149
16€
1 8509 I

167
18
Te.

3214
3627
7182
186 186
889 | 1185
863 | 1126
1701 1 Ss6O

3. Steuern vom Grundbesitzwechsel


913/14 |
925/26 |
926/27 |
927/28

24
1 063
1107
1 182

3. Kraftfahrzeugsteuer

- 1.069
732 72206
651! “843
49 475
195 | 1956
64| 521
75 344
188 248 |
343| 343
406 | 406
‚412| 1412
918/14 - 2— 3l|— 3
925/28 — 2— 9— 9
926/27 | = 1 1
927281 — | — —
1913/14 | — 5061 — (1 a]

‚913/14
1925/26
‚926/27
“927/28
913/14
‚925/26
1926/27
027/98

‚ 069
| 474
&amp;gt; 192
426
761
156 |
769
56

358
680
' 003
304
402
420
471

277
407
559
243
1 195
1 426
! 556

635
087 |
561
047
5%
846
027

C£S |
407
BR.

225 448
381 | 788
522) 1230
‚379 | 1884
1027| 2438
2181| 272
4911 2041

‚0. Sonstige Steuern vom Vermögenverkehr
 und Verkehr

HH,
M4z
551

1. Steuern vom Verbrauch
und Aufwand

235 235 — 313, 913
ı 186 188 — 1187| 1187
09° 099 — 971 971
284 BE! — 979| 979
278 28| — | ‚77 Te
173 1723| — 198 ü
7| 7 — — 0|-—
— 248 | — |— 461 a! — |

2. Nicht aufteilbare Beträge

3. (Ungedeckte) Matrikularbeiträge
 der Länder an das
Reich
Gesamisteuereinnahmen

313/14] 6730 374 16479
‚925/26 | 30496 | 178. 48351
1926/27 | 40238 23365 | 63 605
1927/28 | 33084 26201) 59285

705 1201
4743‘ 21286
‚4 108 | 20482
‘(6.069' 21 998 |

„117 6871| 9683 165%
‚6031 .9234 | 16836 | 36 07°
34 590 | 21 986 | 17.050 | 39 0%
38 067 | 26017 | 21 112 | 47 129

237

Noch: Übersicht 11
verbände) nach den Rechnungsergebnissen für die Rechnungsjahre 1913/14 und
2 1000. bzw. AM

Lippe | Mecklbg.-Strelitz | Waldeck | Schaumbg.-Lippe
Ge- Ge- 1 a Ge- A Ge- . Ge-2
 |meind. ins- meind.| ins- meind,| ins- meind.| ins- | meind,| ins-(Gem.-
 gesamt | Land \(Gem.- gesamt | Land |(Gem.- | gesamt| Land (Gem.- | gesamt| Land |(Gem.- | gesamt
| Verb.) Verb.) Verb.) Verb.) Verb.)
NT a" ar 88 Sa a6 zz - a TE TU a

46?
Wr

*, 7£8
3470 865.
„290 | 11030
5493 | 13515
153
0
A331. 472 213, 288 501, 202
272 2929 688! 640| 1328 586
151. 2785 682° 613! 1295 \ 480 |
75 4556 625° 598! '223! 507
4 865 64 1 65| 174
2766| 3929| 327 330 657 28
2889| 409% | 248 153 401 27
169%! 29921 2307| 238 545 27'
39 | 39) — Z1 z1.
17 17| — | 9| 9
56 | 56| — 30 | 30
52 | 52) — | 2 29

oo7 | 1 030
925 | 2513
823 2865
380 | 4146
= | 24

DaU LM
620 | 58.
778 |. 492
927 | 594

Si
20
ı 269
1521 |

2b. z3l.1 617
570 6931 .1.264
657 771 | 1429
756; 2787| 1543

94 „94
A ST

Sb
909
879 |
935
ki: 3 174
484 | 512
224 | 551
585! 612
— 215 | 215°
— | 48 | 48
— 69! 69 |
— I 32: 32

111
323
399
427

105 137 A U 6L
527 264 2792, 299 1403| 702
325| 329 654, 2300| 482| 782
2271 349 5761 2300| 2506| 806
25, 20 45 4| 291 33
u) 82]. 6) 147! 153
7 99 104 7° 17 | 177
54] 120 174 6! 207] 212
_ 7 7 — |. 1415| 15
Z | 2, a = 01 3
— 1 7| 72] = 1 ; 2. 27
— | 151 H5| — Ta

A

2691 4437| 6283| 2321 860, 057' 115| ıı72'
2724 5074 0060| 209/ 815! 864, 150| 1014)
1924 3444| 632! 221] 853° 2739| 1384| 8731
(m — pi —— | — Ol kr
1244! 3338| 628| — | 2628| =
1 728 | 3479| 606 — | 2606| 22
1942| 40881 832 — 632

381 | 1561 537| 2761. 105, 381
213 93 2307| 283! 104 | 387
193! 126| 319] 288} 1107| 395
—_ — I — 52| 158! 210
168 | — | 168] 8&amp;amp; 218} 302
29l — 219) 171 278! 295

DE
29.
74R

1045| 2133
291 | 2589
749 | 1497
72, 2
228 | 1228
443 |  893|
327] 845

419 | 513
619| 426!
380! 258
1 19
133]! 127
103 80 /
202} 187
49|° 93
145 9%
216! 144
139 8
38 82
4; en

932] 514,
044 555
439 3191
2 —
260| 68
1863| 103
389] 136
Taz) 225
241 | 390
260. 578

213
178
108
12
108
216
276

72.
7X
426
12
176
319
412

ı —
141 | 195
172| 156
93] 106
_ 14
— | 127
— | 138
— 141
14 1
| 1
52 2
ul 27
13 136
35, 84
19 3

336| 277| 261 303
328| 282] 20| 302
200| 166| 30] 19%
„14| — 1.4 4
127| 42! 47|. 89
135| 38| s51| 88
1411 24 60| 84
a9| 42 42
152| 35! 2230| 65
2251 52| S1| 103
26 9| .35
31 i| ‘32
34: — 34
30 1l 39
— 22 2
— 561 5
— 47| 47
— | 45 4
— | | 3
| 3l 3
— — 31— 3
wu 7 — — 34

ar
es

294.
507
744
43 |
154 |
264
y

294
507 |
744
195
313
397
267
222
055
Un

225
390
dr

52
59
33
91

223
120
138
62.
262
268

220
230
238

250
265
264
39 46 38
167 167 149
16€ 166 119
15° "58 85
1. 18. — — 3 —3
23 23 — 53 53 ]
N | — 5
Pl Ta amt

X
|

222
1055
1019
1130
— 64,
317 |

%

| 111

„9 |

— 50 1 -—111

9 479
10.595
10.166 |

SI
+ 288
4713
5 316

. Vor
2436
3.085
3.997

{57 410 734 | 14€
5724| E79 1612 3408
1799 | 1925| 1448 3374
3313 2.009 | 1619: 3628]

416 | 455 | _ 871
596 1671| 3267
‚720! 1917| 3637
1648 2082| 3730

en

219
        <pb n="182" />
        — 238 —
Noch: Übersicht 11
Noch: Die Steuereinnahmen der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände)
 nach den Rechnungsergebnissen für die Rechnungsjahre 1913/14 und
1925/26 bis 1927/28 in 1000 4 how. AM

Steuerart

i. Einkommensteuer (einschl,
Körperschaftsteuer}

1. Vermögensteuer, Erbschaftund
 Schenkungsteuer

3. Grund- und Gebäudesteuer

L. Gewerbesteuern (einschl,
Sondergewerbesteuern)

5. Naturaldienste, öffentliche
Lasten der selbst, Gutsbezirke,
 sonstige Boesitz-3teuern

Gebäudeentschuldung-‘Hauszins-)
 Steuer
a) Zur Deckung des allgemeinen
 Finanzbadarfa

b) Zur Förderung
Wohnungsbaues

des

7. Umsatzsteuer

3. Steuern vom Grundbesitze
wachsal

9. Kraftfahrzeursteuer

L0. Sonstige Steuern vom Vermögenverkehr
 und Verkehr

i1. Steuern vom Verbrauch
und Aufwand

12. Nicht aufteilbare Beträge

13. (Ungedeckte) Matrikularbeiträge
 der Länder an das
Raich

Gesamtsteuereinnahmen

Rechnungs-



1913/14 *
1925/26 ı
1926/27
1927/28 '

1913/14
1925/26
1926/27
1927/98

1913/14
1925/26
1926/27
[927/28

1913/14
1925/26
1926/27
(927/2P

L913/14
1925/26
926/27
1927/28

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28
913/14
925/26
1926/27
1927/28

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28

1913/14
1925/26.
1926/27
1927/28

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28

1913/14
1925/26
1926/27
1927/98

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28
1913/14

1913/14
1925/26
1926/27
1927/98

Länder insgesamt
Länder olıne Hansostädte
1 Gemeinden| .
Land ca ‚ insgesamt
erb.) |
nA

Hamburg


Bremen

Lübeck


AR

49

En

57 137
84 689
76 529
91 601

17313
18 583
21 977
26 947
1822
6
-

4 284
4 803
4 864
6 166

530 422
1007 614
987 995
1 211 589

781 042
924 455
899 665
[ 129 457

1311 464
* 932 069
ı 887 660
"351 046

1.390 198
2040 144
1.991 030
&amp;gt; 475 761

4017
39
2
EQ

266

92 424
26
68
505

92 424
2E
68
905

98 529
70
79
274

25 501
24 324
19 247
30 520

2 888
5872
5 763
5 628

1 003
1 825
2 001
* 845

27 39%
329 328
338 432
345 382

378 736
510 170
636 554
719 217

406 132
839 498
974 987
‘ 064 590

435 524
871 519
ı 002 498
| 102 591
179 258
574 297
650 302
798 695
54 354
66 632
75 444
73326

€
15 048
20 270
29 330

989
3849
3 893
4516
2874

446
574
694
' 956

16 226
82 118
72 752
0 946

161 592
472 708
552 692
572 645

177 818
554 826
625 444
763 597

—

51 479
66 632
75 444
73317

51 479
66 632
75 444
73317

39 218
40 958

7 568
9968
11117

3471
2237
3 188

426 413
484 947
494 579

225 484
259 302
273 514

651 897
744 249
768 193 |

662 936
795 672
323 452
595 484
729 102
350 261
399 748
456 770
264 429
97.115
191 826
210 283
270 231

41 653
35 866 |
55. 148

180
906
531

1570
2965 |
3000

227 648
236 478
2A3.097

324 432
452 887
590 986

552 081
689 365
701 289

7760
9341
5446
+27
Ca
“Er
zOrk

2453
3 034
1 830

854 |
964
547

177 368
219 299
133 258
18 691
15 826
15 649
20 099

211 312
224 133
123 347
71 495
166 965
184 820
239 214

388 681
443 432
256 605

L 341
2162
2 323
2427

361
480
526 |
BE

90 186
182 791
200 469
959 23173

163
375
567
299
287
393
870
328
1 247
1.105
+ 148
1 0
175  02— ‘
1 306 ! to ln Dar |

75
138
„10

18 758
29 606
41 174

36 148
69 023
106 076
6005
13.739
12 066
14 257

54 905
98 628
147 950

55 666
100 441
149 984
91 951
88 060
84 833
95 189
124 302
273 140
261 984
279 468
9 638
27 303
4529
— 46 305

87 337
84 511
81 406
X) 9672

62 202
224 991
213 163
196 598
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27.127
4329

122 178
265 222
255 868
273 179
9 639
27 127
4 529
Tu Ad A511

96 603
189 982
216 751
270 9%Q

27 548
42 370
49 738
"5 780

6 609
14 206
14 925
17 206

781 618
2 396 102
2 497 270
2 757% 765

] 502 910
3.204 164
5 584 279
1 085 8827

ZPA 52.
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2415 286
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2 IRZ ABI
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        — 0830

Umsatzsteuerschlüssel treten in den Kopfbeträgen für 1927/28 nur unerheblich in Erscheinung.
 Die Gestaltung der Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer
je Kopf der Bevölkerung entspricht im wesentlichen noch deren Aufkommensverhältnissen.
Die Verteilung der Umsatzsteuer, die bis zum 1. Oktober 1925 ganz im Verhältnis zur
Zahl der Bevölkerung erfolgte, richtet sich seitdem zu einem Drittel nach dem Verhältnis
des Aufkommens in den einzelnen Ländern, zu zwei Dritteln nach deren Bevölkerungszahl
 unter Zugrundelegung der jeweils letzten Volkszählung.
Die stärkere Berücksichtigung der Bevölkerungszahl wirkt sich dahin aus, daß die
Kopfbeträge bei der Umsatzsteuer weit einheitlicher liegen als bei der Einkommen- und
Körperschaftsteuer. Die 1926/27 gegenüber 1925/26 geringfügig stärkeren Unterschiede
zwischen den einzelnen Ländern erklären sich aus der Änderung des Verteilungssystems.
Die Berücksichtigung des Aufkommens im Verteilungsschlüssel mußte notwendig für
diejenigen Länder die höchsten Umsatzsteuereinnahmen je Kopf der Bevölkerung ergeben,
 in denen das Aufkommen im Verhältnis zur Bevölkerung hoch ist. Am größten
ist denn auch der auf den Kopf der Bevölkerung entfallende Anteil an der Umsatzsteuersinnahme
 in den Ländern Sachsen, Württemberg, Baden, Braunschweig, Anhalt und
Preußen. Der höchste Kopfbetrag entfällt 1925/26 auf Württemberg (7,03 AM),
1926/27 und 1927/28 auf Sachsen (7,89 und 4,72 AM). Den niedrigsten Kopfbetrag
zeigt in allen drei Vergleichsjahren Waldeck (6,01, 5,85 und 3,53 AM).
Bei der Verteilung der Kraftfahrzeugsteuer sind bis zum 15, Juni 1926 je zur Hälfte
die Bevölkerungszahl und der Gebietsumfang maßgebend. Die Folge ist, daß 1925/26
die Kopfbeträge an Kraftfahrzeugsteuereinnahmen in Ländern mit größerer Siedlungsdichte
 am niedrigsten und in Ländern mit geringster Siedlungsdichte am höchsten sind.
Im allgemeinen bewegen sich die Kopfbeträge entgegengesetzt zum Grade der Siedlungsdichte.
 Es entfällt 1925/26 der höchste Kopfbetrag (2,04 AM) auf Mecklenburg-Strelitz,
der geringste (0,62 AM) auf Sachsen. Seit dem 15. Juni 1926 ist der Verteilungs-Schlüssel
 für die Kraftfahrzeugsteuer geändert. Maßgebend für die Verteilung sind seitdem
 je zu einem Viertel die Bevölkerungszahl und das örtliche Aufkommen und zur
Hälfte der Gebietsumfang. Bedingt durch diese Abänderung des Verteilungsmodus wird
die Streuung der Kopfbeträge zugunsten dünn besiedelter Länder etwas abgeschwächt,
bleibt aber im wesentlichen doch bestehen. Nach wie vor zeigt den höchsten Kopfbetrag
Mecklenburg-Strelitz (1926/27 3,51 AM, 1927/28 5,19 AM), den geringsten dagegen
Sachsen (1926/27 1,25 AA, 1927/28 1,90 AM).
_ Fließen die Einnahmen aus den Reichsüberweisungssteuern den Ländern für sich und
ihre Gemeinden (Gemeindeverbänden) auf Grund reichsgesetzlicher Bestimmungen zu,
50 richtet sich die Bedeutung der Landes- und Gemeindesteuern im Rahmen der Gesamt-Steuereinnahmen
 danach, welcher Teil des Zuschußbedarfs nach den finanzpolitischen
Beschlüssen der einzelnen Körperschaften unter Berücksichtigung der Einnahmen aus
Reichsüberweisungssteuern noch durch weitere Steuereinnahmen zu decken jst. Die
Höhe der Landes- und Gemeindesteuern je Kopf der Bevölkerung hängt somit von der
Gestaltung des Gesamtsteuerbedaris und der Einnahmen aus Reichsüberweisungssteuern
ab. Die verschiedenen Steuerarten innerhalb der Gruppe der Landes- und Gemeinde-Steuern
 zeigen dabei notwendig größere Unterschiede als die einzelnen Reichsüberwei-Sungssteuern,
 da in den einzelnen Ländern jeweils wirtschaftliche, soziale und politische
Rücksichten darüber entscheiden, welche Steuerarten mehr oder minder stark ange-Spannt
 werden.
Wie groß im einzelnen die Unterschiede der Kopfbeträge der großen Landes- und Ge-Meindesteuern
 bei einem Vergleich der Länder sind, ergibt sich daraus, daß z.B. 1927/28
die Kopfeinnahmen aus der Grund- und Gebäudesteuer in Thüringen nur etwa ein
Niertel derjenigen in Baden betragen, die Kopfeinnahmen aus den Gewerbesteuern in
Taunschweig sogar weniger als ein Viertel derjenigen in Württemberg. Auch bei der
Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer bestehen trotz der Reichsrahmengesetzgebung
Qoch große Verschiedenheiten. Der Kopfbetrag der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steusreinnahme in Lippe erreicht 1927/28 noch nicht ein Viertel desienigen in Sachsen.
        <pb n="184" />
        — 240 —

Die Steuereinnahmen der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeinde
in bzw. AM je

——

Steuerart

Rech- n n
vungs- [zeugen | Bayern |sscnsen| De | Baden | Ka | Hessen A
jahr . ” |

1. Einkommensteuer (einschließlich
 Körperschaftsteuer)

913/14
925/26
926/27
927/28

23,38
32,55
31,10
37,90
1,72
5,00
9,00
Yo1

18,89
29,07
24,51
31,95
0,19 |

33,31
35,21
12,80
53,28
1,25 |

18,07
2784
30'50
42:54 |
0,57 |
0,00
2100

20,63
30,07
28,45
37,46 |
6,02
0,00
0,00 |

24,78
30,85
26,66
32,77
1,25

27,35
33,57
26,02
32,44 -
4,24
0,00 -
0,00
9700

10,74
21,10
30,80
30.46

2, Vermögensteuer, Erbschaft- und
Schenkungsteuer

3/14
925/26
926/27
927/28

0,24
0,00
0,04
900

3, Grund- und Gebäudesteuer

313/14
925/26
926/27
297/98

7,32
15,46
18,02
8,69 1
3,27 |
9,46
11,62
13,77

8,35
8,34
0,86
2,50
3,38
8,00
5,97
8'092

3,57
4,27
4,70
9,14
0,11
10,48
7,59
11,05

+1,64
‚9,05
23,64
24.60

[0,43
27,16
719
704
4,49
6,17
9.17
12,91
3,31 0,09
0,35 011
0,01 | 0,12 |
901 1! 0110

8,26
12,79
11,20
17.39

6,30
15,97
16,26
79.92

4, Gewerbesteuern (einschließlich
Sondergewerbesteuer) .

113/14 |
25/26 |
26/27 |
27/98 |

8,00
2,71
431
16,89

3,59
0,67
0,58
2.11

2,50
5,75
721
5:82

5, Naturaldienste, öffentl. Lasten
der selbst. . Gutsbezirke, sonst.
Besitzsteuern ,

113/14
325/26
926/27
927/28

1,18 | 2,38, 0,27 0,55
149° 0062| 0.10 087
161 | N0l | 0,34 | 103
1,63 | 032 | 062 | 1,19

5,01 5,61
0,08 1,16
0,00 1,27
— 116

;, Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
 Steuer €
a) Zur Deckung des allgemeinen
Finanzbedarfs

913/14 |
925/26
926/27 |
327/28

10,81 1
12,56 '
12,76
11,24 |
‚3,25
14,28

9,23
10,08
1170

16,20
14,94
15,53
9,76
14,54
21,10

4,72
6,46
6'96

7,94
9,86
10,20
6,60
8,93
10.57 |

10,80
9,73
10,59

14,90
21,70
"9.32

9,80
4,62
8:78

b} Zur Förderung d. Wohnungsbaues


113/14
325/26
926/27
997798

5,26
6.21
7.43

2,16
3,42
5,86

1,26
4,71
5,99

4,59
7.20
870

7. Umsatzsteuer

2,42
5,86
5783

13/14
325/26
926/27 |
927/98

6,30 *
731
413 7

6,30
6,77
3,88
2,36
2,46 |
2,58 |
3.11

6,92
7,89 |
4.72

7,03
7,04
4.61

6,59
7,30
1.30

6,483 ı
6,9% |
4,07

6,33 I
6,93 |
3.97

6,34
6,74
3,91

8. Steuern vom Grundbesitzwechse)

13/14
325/26
926/27 |
927/28
913/14
925/26
926/27
927/28
18/14
325/26
326/27
27/28

1,65
31
351 |
1,69

1,20
2,91
3:14
3775

1,74
4,05
3,90
448

2,04
3.17
3,01
3:75

0,55
2,26
2,37
261 |

1,27 | 0,04
2,78 2,73
2,42 I 3,1
5A r AR

9, Kraftfahrzeugsteuer

9,90" 1,07
1,58 „‚ 1,86
237! 266
1,95 0,80 1,10
‘,38 1,5 2,10
‚32 1,62 1,69 ı
51 1,66 1,89
1,01 6,89 2,35
3,68 6,37 7,93
3,45 | 6,60 7,09
3,06 9,94 7,01
153/14 0,17 | - 0,08 0,04
325/26 0,46 0,66 0,32
926/27 | 0,11 0,08 |— 0,01
987198 — —
uana ln 0,86 — 053 I 0.82
913/14| 40,47
„25/26 | 96,85
926/27 | 105,42
727/28 | 114,80
Ken 41,33 '

9,91
1,66
ya9

0,84
1,54 |
2.30

0,88
1,55 |
599

3,79 |
1,35
&amp;gt;01

1,59
3:25
4.16
0,74
2,90
2.24
1724

LO. Scnstige Steuern vom Vermögenverkehr
 und Vorkehr

‚16 — 0,15
‘26 9,35 0,29 |
2,25 9,34 0,27
1,28 7,38 0,31
4,79 5,05 1,65
5,34 5,76 3,39
4,94 5,41 , 3,29
6,36 6,56 3,29
— 0,04 ‚- 0,41 — 0,93
0,26 CP 0,44
= 0,05 9.00 |— 0,01
o59 1 9.

3,18
1,05
1,07.
1,18
1,35 3,39
2,55 1,99
117 2,07.
2,39 2,07
0,99 0,00
0,89 — 0,01
0,00 | 0,00

11. Steuern vom Verbrauch und
Aufwand

‚2. Nicht aufteilbare Beträge

(3. (Ungedeckte)Matrikularbeiträge
des Landes an das Reich
‚  Gesamtsteuereinnahmen

net I_ n79

0,50
35,.
37.
x
15.49 |

9%
76,84
30,72 |

26,4.
39,15
90,64
102,04
47.26 |

25,1
71,73
93,68
86,80
26,54

!) Ohne Matrikularbeiträge:

48.59 4

— 241 -

Übersicht 12
verbände) für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
Xopf der Bevölkerung

N Länder insgesamt.
Olden- , Braun- x Mecklbg.- Schaumb.-| Ham- | x Wi
burg | schweig Anhalt | Lippe | Strelitz | Waldeck Lippe burg | Bremen Lübeck | olıne | einschl.
| Hansestädte

25,95
30,60
24,5C
8.55

20,85 235,51 14,69 } 7,66
31,71 24,65 25,32 22,79
30,28 31,19 33,83 25,78
39,16 37,99 30,49 37,17
2,19 | 0,46 | 1,95 0,23

16,08
21,64
22,60
26,93 |

10,40
26,30
29,56
32,01
I 2,01

00,01
73,48
66,40
77,18
3,9
0,00
0,00
006

57,80
54,84
64,77
79,19
6,08 |
0,02
1
9,6
17,30
16,95
16,54
3,30
11,36
11,48
13,27 1

0,75
37,50
37,90
47,36
2,28

23,2! 24,05
31,76 32,69
30,82 31,67
38/17 39,14
1,64 1,70
0,00 0.00.
0,00 0,00
0.00 | 0,00
721 7,54
391 139%
15,92 15,95
17,28 17,43
3,15 3,10
9:13 9720
10,21 | 10,34
12.40 | 1263

2,76
3.00
3,00
200
„61
2,35
7,50
2,65
7,48
2,36
240
"99

4,05
311
7196
792

1,43
8,34
7,88
1981

3,32
8.12
7,83
7,37
0,43
4,0)
2,42
3.28

2,0
8,25
7,91
3,38
1,63
4,65
4,96
5.48

4,62 1,29
14,18 * 1462
1164 16,18
10,20 16,72
0,86 0,71
1:46 3,19
1,85 | 3,67
3,07 4.40

25,13
21.10
VAR
2,1

8,60
14,26
15,59
4.17
3,83
4.49
541
9,65

2,07
„22
281
304

2,61
11:19
11,58
8.41

0
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17,59
24,71

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2,02 0,13 0,32
0.44 0,37 | 0,05
0:62 137 | 056
029 ı 2031 0,22 |

),00

3,60

07

0,911 0,94
1.10 ' 107
1:23 1'20
1.19) 116

*
017

10,01
10,36
14.09

‚14
"81

12,64
(4,35
968

5,26
4,93
51a

10,63
913
783 |
|
7,86

9,62 7,94
5:46 8,01
5,65 8,20

34,03
34,51

22,34
29,38
32.67

27,12 |
17,43 |
24.46

10,72 10,62
12:15 12,66
12.47! 1302
9,08 |, 9,54
11726 | 11:60
12,85 13,44
6,39 | 6,41
7,24 7,27
4,17 4,18
1,60 1,68
3,01 3,07
327 | . 3,34
4.21 4,27

3,91
1,89 |
31

1,52
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9.43

9,51
9:84 |
1149

3,84
3,67
3.81

— 4,38
2,99 | . 6,26
388 |‘ 6112

36,14
31,12
46,47)
6,73
8,10
4,59

0,53
2,67
2,15

12,27
23,10
23,04

6,22
6,47
3,86
0,33
2,74
2,90
3,35

6,40
z19 |
4,33

6,08
7,32
421

5,70
6:32
3785

6,59
5,60
3,82
311
1,60
2,87
369

6,01 6,30
5,85 6,24
3:53 ' 4.07
0,27 0,09
2,27 1784
2,40 1,83
2,50 | 1,74 |

7,24
8,94
5'238

6,5
7,51
4,20
3,10
3:75
4.10
411

0,38 0,22
2,36 3,50
2,23 2,53
3101 238

0,13
1,59
111
a

5,15
5,45
6:04 |
6,70

4,48
6,38
6,85
7.13

116 |
1797
Zi
17 |

0,89
1,56. |
2,44

0,84
1,43
209

0,87
1.46
917

2,04
3,51
5.19
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al
239
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1,60
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3.99

0,88 |
1,34
7.13

0,48
Hu
1,67
4,09 1,00
2,68 0,84
249 | 116
2,66 2,56
1,58 1,16
5,48 027
4,02
4,03
0,00
0,15
1,02

0,45
113,
1.65

0,90 | 0,89
1,61 1,60
2.39 2,37
1,55 1,59
1,39 1,41
1,33 1,36
1,48 1,51
2,17 2,15
4,36 4,38
4,18 4,17
4,44 ‚4,42
0,01 - 0,17 | — 0,17
— 0,45 0,44
-_ 0'07 | 0.07
1021 —00 '—. 0,80! — 0,80
40,53 41,79
A 92,12 93,68
1.36 99,3C 101,21
132,86 111,04 113,57
5761! 41,33! 42,59

0,59 '
1,07
1:62
1,42
1,29
1,25
146
1,6"

3,81
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40°
03
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0,59
2,89
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na

Lk
0,70
0,87

0,27
1,33
0,95
0,72
26°
211
1,50
— 0,06
0,95
— 0,27

0,75
1,67
570 1
82
2,47
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X97 |
0,92
0,54
0,68
— 0.06

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95,1
164,81
‘88,07
128,29
96,23 |

91,97
25,04
46,60
63,92
92,99

1940

Nantean ana Stan
        <pb n="185" />
        2492 —

Der Anteil der einzelnen Steuerart an den Gesamtsteuereinnahmen der einzelnen Länder und
tem, = Gemeinden, Gem.-Verb. = Gemeindeverbände in
Steuerart

Rech- ı Sn Preußen Bayern Sachsen Württemberg B
DES Gem, |. Gem, Gem. |_ Gem, |.
jahr | Land | /Gem,-|insges.| Land (Gem.-| insges.| Land | (Gom.-|insges. | Land (Gem.- | insges.
Verb.) Verb.} Verb.) Verb.)
hf

. Einkommensteuer (einschließlich
 Körperschaftsteuer)


13/14 zu
325/26| 41
926/27} 39,5
n87/28| 45,7 |
Vermögensteuer, Erb- 1913/14
zchaft- u. Schenkung- 1925/26
3teuer 1926/27
1927/28
Grund- und Gebäude- '1913/14| — 25,1
steuer 1925/26} 16,0 16,0
1926/27| 16,4 | 17,5
1927/28i 14,9 | 17,0 ı
0,7 10,9 |
0,3 15,9
0,3 | 17,2
7.3 18,4 |

29,
33,0
4,1
0,0
0.0
9.0
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170
16,3 |

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15,9
36,
31 x
34.

I
41,2
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19,7
6,3

78,3
33,
34
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3.
10,4
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26.9 | 36,6
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20,3 |
10,6
13,9
13.4 |

54 10,7| 83
4,4 4,5 4,4
45 44 | 4,4
841 62! 70

8,5
15,4
14,5
10.5

40,0
28,5
33,2
31°C

25:6
204
24,4
21,2

%
24,

Gewerbesteuern (ein- „1913/14
schließlich Sonder- ‚1925/26
zewerbesteuern) 1926/27
“927/28

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98 | 6,6
110! 36
1201 44

117
14,
13
14,4 |

8,2
10,1
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0,3
110 |
77
10:6 |

0,2 | ö,2
10,8 | 10,9
6,8 7,2
72 85

6,1
11,
10,
76

27,°
17,
18;
21.0

17,6
14,9
14,7
145

Naturaldienste, öffent],
Lasten der selbst, Gutsbezirke,
 sonst. Besitzıteuern

Gebäudeentschuldung-/Hauszins-)
 Steuer
a) Zur Deckung desallgem.
 Finanzbedaris

913/14
1925/26
1926/27
927/28

= 4,0 | 2,9
— 261 1,5
— 24 | 15
Si 22| 14

1,7
1,7
3.1
0.8

0,9
0,8
1,3
03

—_ 1,2] 0,6
_— 0,2! 01
— 95| 03
— 0.8! 05

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201 10
2,0 | 1,1
201 1.0

913/14|
1925/26| 19,6
1926/27| 22,1
927/28| 21,0

56 114)
6,0 11,9
57 | 111]

15,6
16,2
16:2

77
8%
7,6

1,7
12,9
125

2,5 11,6 '
20,1. 10,2
16.7! 901

16,8
14,1
120

4,6
8,0
75

6,5
54
46

5,5
6,7
„0

3) Zur Förderung des
Wohnungsbaus

13/14) — |
325/26] 11,8
926/271 10,5 |
9727/28| 10,2

11,5 | 1156| 116’ 0,81
13:8 | 126] 126 15
13,7 | 124| 1251 17)

6,7)
8,0 |
8,0

— 1 17,0 | 10,2 |
— | 226 | 137
— | 2633| 162

4,7
7,0
10,3

05 ; 26
0,3 | 35
go! 50

'. Umsatzsteuer

‘913/14| —
1925/26| 7,3 |
1926/27| 8,3
1927/28| 46

30 671
„11 6,91
al! Be

65! 93
121 39
7.2 —

80| 7z9| 6,7] 721
87| 85| 68| 74:
42) 42| 38] 36
5,7) — | 5121| 28
31 —00| 51 | 301]
33/—00| 4#9| 30|
33]—00| 47! 29

6,7
6,2
3,0
5,8
3,6 |
2,8
3.3 |

9,8 8,2
8:3 78
29 40

. Steuem vom Grundbesitzwechsel


1913/14) —
1925/26| —
1926/27 —
1927/8281 — |

5,7
5,3
5,2
6.3

4,0
32
3:3
41

9,7
17
1,4
16

2,7 |
5,0
5,9
5,8 |

2.1 | 38
58 | 48
51 | 40
wall 37

;. Kraftfahrzeugsteuer

1918/14| —
1925/26| —
1926/27/— 0,0
:927/28| 0.1

|
1,5
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2,0 |
1,8
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116 | 84
99 | 10,7
a |— 0,2
0,8
3383| 0,1

16 | —
11) 1,2
o| 12
54| 01 | 2° 08
39 | 10 24, 06
39| 01 | 16| 05]
35) 01! ES! 05
70 42 SA! 17,7 44
55| 91) 76 44. 80
5,2 77 | 67 | 32] 68
50| 571 541 59! 50
ol
79017
— on —

1.1 |
17
5x1

0. Sonstige Steuern vom [1913/14 15,0
Vermögenverkehr und !1925/26| 3,1
Verkehr [1926/27 2,9
1927/28 3.2 |
i1. Steuern vom Verbrauch {023704 -
und Aufwand 1925/261 —
1926/27] —
"1927/28
1913/14
|t025/26
“926/27
927/28

0,4 | 4,7
D,3 1,4
0,3 1,3 |
0.3 1.3

4,3
3,5
3,6
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0,2
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El

Gesamtsteuereinnahmen

413/14
325/26
„926/27
927/28

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‚00
‚00
100

100 LU 100
100 _ 10C 100
„100 | 100 100
150 | 100 | 100 1 100

100

AN

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100

{0
N

2413

Übersicht 123
hrer Gemeinden (Gemeindeverbände) für die Rechnungsjahre 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28
nn Gem, = Gemeinden, Gem.-Verb. = Gemeindeverbände

Baden Thüringen Hessen Meckibg,-Schwerin | Oldenburg
Gem, |, Gem. | Gem. |. Gem, |. Gem. |,
„and | (Gem,.- | insges. | Land (Gem.- | insges. | Land (Gem.- |insges.| Land |(Gem.-|insges.| Land | (Gem.-|insges.
Verb.} Verb.) Verb.) Verb.) Verb.)
16 17 18 19 20 | 21 22 23 24 5 | 26 97 28 29

ZB.
31,6
12,4
_ ] 0,0
- 0,0
41,4. |. 21,5
31;. | 283
35,4 | 26,9
331 | 254
17,6 9,2
7 64
80 9,0
11‘ 09

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38,2
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41,6
— 7,0
— 0,0
— 0,0
— 0,0
21,6 | 16,7
14,8 14,2
15,5 | 15,1
15,7 ' 15:5
31 01! 1,2
32) 39 | 35
44| 35! 39
44| 69| 58
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m 14 | 09
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22,9 | 21,2
16,8 | 18,4
2.31 25,1

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12,3
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— | 36,8 21,1
— 44, 1,6
_ 37 | 1,3
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9,4
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67

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0,7 0,4
0,0 0,0
00! 00

0,7
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0,0 | 0,0
02 | 61
00] 00

36
0.1

6,8 9,8
7,8 | 11,6
32! 1031

8,3
9,8 ,
8.6 |}

15,8
14.1
13:9

15,6
13,8
136

15,5
13,9
13,8

14,1
25,4
18,8 |

19,8
22,2
19,1

16,7
23,5
19.0

12,7
16,6
10,9 |

15,3 | 13,7
13,8 | 15,6
9.1 | 101

14,01 76} 10,2
15,3 | 87] 114
14,21 93| 114
22| 0,8! 1,4
33] 281 30
201 191 19
9,3) 95| 94
102 | 104 | 103
511 60] 56
13| 0,8
511 41
5,9 | 46
58 | 49

4,0 9,6
30 | 9%
891 89 |

69 | 22 1,4
8:8 7.0 | 6:4
89 761 80

1,8 6,0 4,1
‚ 68| 145 | 01
781 1551 —

5,1
8,0
85

ur)

6,2| 3,3
17,0 | 63 |
521 67

8,6 5,2 |
9,1 54
4,3 29

6,9 | 73
72] 78
361 Al

11,2
12:2
65

93] 68 7,4
10,0 | 69 85
531) 351 43
181 — 10 06] — | 02] 01
32] 20 43 30| 25| 60! 38
34 | 18 37 | 27| 28 48| 35|
34 | 21 29 | 2525| 361 45! 40

4,2 1,4
9 | 47 |
16 43
17 te

4,2 0,0 3,3
33 33 32
3,0 34 35
39 3a 24

1,8
3,1
3,9

—_
—

91 25] — nal — 19 09] 351 —
15| 44) = | 221 = 33 15] 37l 3ı
20| 581 — 30l o4l 431 20l 661 25
a; |

2,2
35
4.8

2,4
4,8 |
562

13 | 1,7
20 3l
25! 41
20| 55
5,6 | 4,5
. 54
zn! 53
1,2
3:3
32
26
23 1,4
8 | 0,5
0,0| 0,0

0,9 0,1
3 0,7 | 01
06 0,7 0,1
' 0,7 0,2
1
8 | 36 | 104; 20| 82 57
53 6,0 6,0 — 9,8 4,5
6'9 5,4 5,4 — 9,6 | 4,7
’ 4,2 5511 — 8,7 43
0 | ;
AO 16 |— 0,8 | — | 55 30
&amp;gt; 1,7 0,9 — 1,3 0,6
- 00 |— 0,0  — 0,0 |— 0%

0,5 15,8
0,4 2,2
0,4 2,2
04 nn

ee

5,9| 0,5
58 | 11
36| 03
23! 63
0,8| 1,9
— 75 ]
- 6,0
5'4

2,8
4.1
24
14

11,2
27
3C
2

16,
13

;

23
2,8
2,2
24

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— |— 0,0 1— 0,C
— |—01| 00
= 0,0} 00

ww
09

100 100 100 1.
| 100 100 100 19
| 100 100 100 100
100 100 100 100 |

100
I0
100
100

100 0
100 100
_ | 100 10€
190 100 | 100

‚OC
10C
106
100
PD

‚00 00
100 100
100 , 100
100 | 100

20 | 100

1086
        <pb n="186" />
        — 244 —

Noch: Der Anteil der einzelnen Steuerart an den Gesamtsteuereinnahmen der
+em. = Gemeinden, Gem.-Verb. = Gemeindeverbände jahre 1913/14 und 1925/26
Braunschweig Me ET P
Rech- | — —— — ; A .
„1 Gem. | Gem. Gem, Gem,
ae Land a insges. | Land {(Gem.- |insges. | Land (Gem.- |insges. | Land |(Gem,- | insges
| Verb.) Verb.) Verb.) Verb.) a
Van Way 1 ae + 73 Ua le 7 as mt | IT

Einkommensteuer (einschließlich
 Körperschaftsteuer)


3/14) 66,7
25/26} 51,3
926/27} 40,5
127/28| 45,2 ı
13/14| 15,1 | —
325/26) — | —
926/27 -— | —
N

51,0
4
39,
41,9

{/4, 1
39
43
47,8

x
20,2
26,2
33.3

30,0
30,2
34,6
1077

AL
50,1
57,7
54,2
15,0

0d,4
32,3
42,3
41,6

00,7
43,7
52,8
19,8
— | 9,2 |

+/,2 ı 62,6
37,0 38,0
3,3 26,7
2.0 1 34,5

Ay
37,4
36,7
44,5

‘. Vermögensteuer, Erbschaft-
 u, Scheukungsteuer

1, Grund- und Gebäudesteuer


6,4
11,0 |
11x
10,3
1'D6

3,3

1,6

3,1 | -

1,5

913/14] 7,2
925/26] 10,5 |
‚926/27 7,4
927/28! 7,1

15.7
12
14
14

0,9
126
10,5
Wa

8,5
82
7

4,8
10,2
8,7
127

10,9
11
9,4
9,4

22,7 | 15,5
18,7 | 14,0
[8,2 12,2
‘70 | 120°

26,2 | 10,4 |
1372| 13:2
10,2 | 129
95 | 10.7 |

17,0
13,5
11,2
10,0

Gewerbesteuern
(einschl. Sondergewerbesteuern)


913/14| 40} 7
‚925/26| 1,9 | 7
11926/27| 25} 5,
1927/28| 1,21 57
= 0,1
— 0,0
— 0,2
&amp;amp; 0,1

3,.
4:

18,7
en
7,

8,C
13;
12
S

3,0
Sr
3,4
4.

31 |
9,6
4,5
6,8
56| 22
0,3| 0,1
0,9 | 0,3
0,8| 0,3|

2,6 | —
06 199 |
95 | 17,0 |
95 | 146

9,9
7,6
7.1
BE

+4
10

Naturaldienste, öffentl. 1913/14
Lasten der selbst, Guts- ‚1925/26
Jezirke, sonst. Besitz- |1926/27
steuern 1927/28
Gebäudeentschuldung-Hauszins-)
 Steuer
a) Zur Deckung des allgem,
 Finanzbedarfs

0,C
0,
0.
00

C
C

— | 20,2
— | 2,0
— | 22|
— | 08

1348
0,7
0,5
n3

1913/14
1925/26
1926/27
1927/28

18,7 | 8,5
18,4 | 6,9
82 1 112

13,9
13,4
(50

13,
51
CM

3,1
7,7
3.4

24,7 | 4,7
18;3 | 4,9
1391 34

17,4
13,0
a4

67

)) Zur Förderung des
Wohnungsbaus

+913/14
1925/26
1926/27
1927/28

4,0 |
ZA —
831 —

2
RR
7

16,
1

10,4
8,4
Ar

56
57 |
6,21

% 17,0
01 | 21,8 '

7,0
9.4

S
zo
fr

'. Umsatzsteuer

913/14
925/26
926/27
927/28

8,
4.

C

8,

12,0 | 8,7
118 | 57
601 27

10,8
94
4,0

8
6,3
0,6
2
17
381

;. Steuern vom Grundbesitzwechsel


‚913/14
925/26
1926/27
927/26

1

1

| 11
1 4,4
26 281 Si
69 44
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62
04 9%
12 37
12] 9
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in

£,
5.72

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913/14
1925/26
1926/27
1927/28]

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149
3,3
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0,
2
32

2,7
2,5
4,1

1,5
2,8
36

5
8,3 |
10,9

5. Sonstige Steuern vom j1913/14
Vermögenverkehr und [1925/26
Verkehr 1926/27
1927/28

7,0

1

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24
27

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2,3 |
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131

— 1
5,1
4,9
4,5
0,91 3,6!
7 6,9
— | 54
— | 4,0
1,7‘
1,0

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A

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1. Steuern v. Verbrauel
und Aufwand

913/14
925/26
926/27
927/28

1,9
2,8
Kg 2,5
20 | 2,9
&amp;gt; — 0,1 |
04

ve
A
A

‚2, Nicht aufteilbare
Beträge

23/14
925/26 —
926/27 —
927/28) —

1
*

=

On

Gdesamtsteuereinnahmen

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925/26| 100 5
‚926/27| 100 14. IC
927/28| 100 | 100 1 10€

160

10. , 106
1100 {| 100

100
100
100
‚ 100

1
1C
10

Noch: Übersicht 13
inzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) für die Rechnungs-18
 1927/28 (in vH) 5 Gem. = Gemeinden, Gem.-Verb. = Gemeindeverbände
A = — ———————————
Länder insgesamt
Waldeck Schaumburg-Lippe m
öde an —  Ham- iz |_ohne Hansestädte | einschl.
Gem. Gem. . burg | Bremen | Lübeck Gem. Hanse-Land
 | (Gem.- | insges. | Land | (Gem.- | insges. | Land (Gem.- | gtädte
Verb.) Verb.) | Verb.)
48 TUT UT aa Wa U a 58 N

— 945 —

58,7
34,5
40,4
16/1

72,5 71,1
36,5 | 35,4
33,9 37,6
36,7 | 41,9

4
35,7
38,2
45,9
20,9 |

63,9 68,2
41,5 38,6
40,2 39:3
3718 | 41,4

58,5
44,6
35,3
33.8

62,2
43,9
44,2
48,3

63,8
33,8
32,6
35,6

64,2 52,0 56,5
| 421 28,9 34,9
39,6 25,1 31,3
I 44,0 27,9 | 34,5

z | 4

4,1 |

ee |

4,0 US Vo es
— 0, — ,
— 0,0 — ‚1 0,0
_— 0,0 — 0,0
3,3 25,2 17,7
113,7 15,9 14,9
13,5 17,8 | 15,8
12,5 17,6 15,3
2,0 10,8 7,3
3,4 14,8 9,8
2,9 15,4 10,2
3,3 16,5 1,1
_ 3,4 2,2
— 21 |. 12
— 2,1 1,2
= 1,8 1,0

18,7
16,4
7
715

20,4
23,2
19:3
: 159
3,8
2,4
3,1
4

. 13,2 6,6 26,1
18,7 | 242 215 12,8
17,4 25,1 215 9,1
18,2 | 243 | 216 1 11,3
09 | 64 |. 36 0,0
0,4 88 | 47 7,9
04 | 89 4,9 94
4 10,0 5,7 ! 108
33 | 17 0,0
01 O1 zu
1,4 | 0,7 —
05) 03 &amp;gt;

10,4
13,8
11:6
10.1

3,5 6,6
91 4,0
78 | 47
8.1 73

10,3

0,0 |

9,7 15,4
6,4 91
7:8 8:8
87; ZZ . a
10'9 = En
28 12,1 "9,9 174 | 1,5 9,3 4,1 5,8
89 10,8 98 16:4 |... KO 83 | 43 | 51
7 6,6 55 ) 101 1.4 53 2,0 33
= 1,9 1,2 _— 0,9 0,4 5,4 4,8 5,4
z 7,9 37 ° 226 2,8 2,7 3,4 5,1 |. 34 |
= 9,3 4,0 | 2,2 2,7 2,4 3,2 4,7 3,5 |
8,7 39 15 229 23 2,9 44 3

18,1
15.1

17,9
20,1
19°

— nk | —
17,8 1 11,3
19,4 7,2 12,5
18,0 6,7 | 115
11,1 9,5 10,1. 10,2
199 | 9'5 12,7 114
17,4 9,6 12,9 11,8

6,6 6,8
6,3. 7,2
3,0 3,7
2,3 4,7 3,9
0,7 5,2 3,3
0,56 | 5,2 3,3
0,7 5,9 3,8

5,0 —
7,9 =
L2 —_

2,5 |
4,5
6.2

2,7 _ 1,3 0,3 | 0,4
20 1,6 1,8 0,6 07 |
3,1 | 2,4 2,7 9,7 1 1,0
3,9 4,3 1,1
1,0 1,7 0,7 '
0,9 1,3 | 0,8
10 1.2 1,5

0,5
0,9
12

, 0,8 1,1 1,0
12 | 19 1,6
1,5 26 2,1
25 9,8 0,4 3,7
42 2,9 0,4 1,4
1.1 | 28 0,3 1,3
1.0 2.8 0,3 1,3
28 , 7,2 4,1 5,1
7 1,7 7,0 4,7
2, | 1,7 5,9 41
2,1 2,8 4,8 39
00 1— 0,6 | — 0,4
— 0,8 0,5
— 0,1 0,1
100 100
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100 10C

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» 0,1 1.5 2,3 0,0
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100
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        — 946 —

Wesentlich erschwert wird eine gesonderte Betrachtung der Grund- und Gebäudesteuer,
 der Gewerbesteuern und der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer dadurch,
daß zwischen der Grund- und Gebäudesteuer und der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
Steuer durch das Prinzip der Vorbelastung des bebauten Grundbesitzes durch die Gebäudeentschuldung-
 (Hauszins-) Steuer eine zum Teil sehr enge Beziehung besteht. Hieraus
erklärt sich z.B. der geringe Kopfbetrag der Grund- und Gebäudesteuer und der hohe
der Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer in Sachsen, Weiter bestehen auch Verschiedenheiten
 von Land zu Land in der Abgrenzung der Steuerobjekte der Gewerbe-(Kapital-)
 Steuer einerseits und der Grund- und Gebäudesteuer andererseits, da in dem
einen Lande das gewerbliche Grundvermögen durch die Gewerbe- (Kapital-) Steuer nicht
betroffen wird, in dem anderen Lande aber zum Gewerbekapital rechnet. Es erscheint
somit angebracht, die beiden Realsteuern und die Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer
zusammen zu betrachten. Der höchste Kopfbetrag entfällt 1925/26 auf Baden
(47,87 AM), 1926/27 auf Preußen (55,45 AM), 1927/28 wieder auf Baden (63,72 RM).
Den niedrigsten Kopfbetrag weisen dagegen 1925/26 Oldenburg (19,36 AM), 1926/27
Anhalt (18,85 A.4), 1927/28 Lippe (19,60 AM) aus.
Im Unterschied zur Vorkriegszeit ist nach dem Kriege die Zusammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen
 nach Steuerarten in den einzelnen Ländern stark durch die Beteiligung
 der Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) an der Einkommen-,
Körperschaft- und Umsatzsteuer beeinfiußt. Ferner mußten die Einführung der Gebäudeentschuldung-
 (Hauszins-) Steuer als Landes- und Gemeindesteuer, die praktische
Überlassung der Kraftfahrzeugsteuer an die Länder und Gemeinden und umgekehrt der
Übergang der Vermögensteuer auf das Reich notwendig die Zusammensetzung der Gesamtsteuereinnahmen
 der Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) nach dem
Kriege verändern.
1913/14 zeigen alle Länder die überragende Bedeutung der Einkommensteuer im
Rahmen der gesamten Landes- und Gemeindesteuern. Die größten Anteile der Einkommensteuer
 an den Gesamtsteuereinnahmen entfallen 1913/14 auf die Länder Thüringen
(80,6 vH), Anhalt (80,0 vH) und Sachsen (77,1 vH), die niedrigsten dagegen auf Württemberg
 (39,7 vH), Mecklenburg-Schwerin (40,5 vH) und Baden (42,5 vH). Der Anteil
der Realsteuern (Grund- und Gebäudesteuer und Gewerbesteuern) zusammen bewegt sich
1913/14 zwischen 8,5 und 43,2 vH der Gesamtsteuereinnahmen. Er ist am größten in
den Ländern Württemberg (43,2 vH), Mecklenburg-Schwerin (33,1 vH) und Baden
‚90,7 vH), am geringsten dagegen in Sachsen (8,5 vH), Thüringen (9,3 vH) und Schaumygurg-Lippe
 (10,2 vH).

Auf Einkommensteuer und Realsteuern zusammen entfallen 1913/14 in den einzelnen
Ländern zwischen 73,2 vH (in Baden) und 95,3 vH (in Waldeck) der Gesamtsteuereinnahmen.


Werden für 1927/28 die Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer einerseits, die
Realsteuern und die Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer andererseits länderweise zusammengefaßt
 und in bezug auf ihre Bedeutung im Rahmen der jeweiligen Gesamtsteuereinnahmen
 verglichen, so ergibt sich folgendes Bild: Die höchsten Anteile der Gesamtsteuereinnahmen
 erbringen die Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer zusammen
in den Ländern Lippe (56,1 vH), Mecklenburg-Strelitz (49,1 vH) und Thüringen
(47,9 vH), die niedrigsten in den Ländern Baden (35,2 vH), Hessen (35,7 vH) und
Preußen (36,6 vH). Demgegenüber zeigen die Realsteuern und die Gebäudeentschuldung:
(Hauszins-) Steuer zusammen die höchste Beteiligung an den Gesamtsteuereinnahmen in
den Ländern Hessen (56,4 vH), Baden (53,8 vH) und Preußen (51,8 vH), die geringste
dagegen in den Ländern Lippe (32,0 vH), Oldenburg (34,6 vH) und Mecklenburg-Strelitz
(35,4 vH).

Der Anteil der beiden untersuchten Steuergruppen zusammen an den Gesamtsteuer-:innahmen
 der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden (Gemeindeverbände) bewegt sich
1927/28 zwischen 81,0 vH (in Bayern) und 92,5 vH (in Schaumburg-Lippe).
        <pb n="188" />
        — 247 —
4. Der Abschluß in der Ist-Rechnung der öffentlichen Körperschaften
Wenn auch in dem Haushaltsplan (»Haushalts-Soll«}) der öffentlichen Körperschaften
Meist die Gesamthöhe der Ausgaben mit der der Einnahmen übereinstimmt, der Haushalt
 also »balanciert«, so wird doch im Rechnungsergebnis (»Haushalts-Ist«) dieser Zu-Stand
 fast nie erreicht. Selbst bei genauester Vorausschätzung der Ausgaben und Einnahmen
 ist eine Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse vom Voranschlag unvermeidbar.
 Auf der Ausgabenseite mag es noch leichter möglich sein, die Höhe der Ist-Beträge
genau mit dem Soll in Übereinstimmung zu bringen. Doch treten auch hier .in jedem
Jahr Bedürfnisse unvorhergesehener Art auf, denen Rechnung getragen werden muß,
wie auch andererseits manchmal Aufwendungen, die beabsichtigt waren, nicht getätigt
Werden. In verstärktem Maße gilt diese Unsicherheit für die Einnahmeseite des Haushalts,
 Die Bestimmung der Höhe — insbesondere bei den Steuern, aber auch bei Gebühren
 und Anleihen — liegt zum großen Teil außerhalb der Einfiußsphäre der öffentlichen
 Körperschaften; namentlich sind es wirtschaftliche, ferner soziale und gelegentlich
auch politische Momente, die für das Maß des Einnahmeeingangs entscheidend sind.
Aus dem vorstehend Ausgeführten ergibt sich, daß es der Natur der Ist-Rechnung
entspricht, wenn bei ihr die Gesamthöhe der Ausgaben und der Einnahmen nich t miteinander
 übereinstimmt. Das Überwiegen der Ausgaben oder das der Einnahmen, wie
auch die Höhe der vorhandenen Spanne läßt jedoch in vielen Fällen keinen Rückschluß
auf das finanzwirtschaftliche Ergebnis des betreffenden Rechnungsjahres zu, da die Ur-Sachen
 hierfür außerordentlich verschieden sein können und nur durch besondere Unter-Suchung
 des Einzelfalles zu klären sind.
Von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung des Haushalt-Ist-Abschlusses ist
die Frage der übertragenen Ausgabebewilligungen. Es ist zu prüfen, wie sich die Höhe
der aus dem Vorjahr übernommenen (übertragbaren) Posten, für die das Vorjahr auch
die Mittel bereitstellen muß, verhält zu der Höhe der aus dem Berichtsjahr in das
Nächstfolgende Rechnungsjahr übertragenen Bewilligungen. Diese letzteren gehen zu
Lasten des Berichtsjahres. Übersteigen nämlich die aus dem Vorjahr übernommenen
Ausgabeposten die in das folgende Jahr abgegebenen Ausgabebewilligungen, so wird der
Ist-Abschluß dadurch entsprechend belastet; er erscheint ungünstiger, als es der tat-Sächlichen
 finanzwirtschaftlichen Lage entspricht. Liegt dagegen der Fall umgekehrt,
überwiegen also .die ins folgende Rechnungsjahr übertragenen Ausgaben die aus dem
Vorjahr übernommenen, so gibt der Ist-Abschluß ein zu günstiges Bild wieder. Nur
wenn der unwahrscheinliche Fall vorliegt, daß die aus dem Vorjahr übernommenen mit
den ins nächste Jahr übertragenen Posten übereinstimmen, können diese Beträge bei
der Beurteilung des Ist-Abschlusses außer Betracht bleiben.
„Das Überwiegen der Ausgaben oder der Einnahmen in der Ist-Rechnung kann fernerhin
 auch damit zusammenhängen, daß Ausgaben getätigt wurden im Hinblick auf Einüahmen,
 die in vorhergehenden Jahren bereits verrechnet sind oder die erst in späteren
Jahren erwartet werden. Als Beispiel hierfür ist der Abschluß des Reichs für das
Rechnungsjahr 1913/14 anzuführen. Der scheinbar ungünstige Abschluß dieses Jahres
(Mehrausgaben von 364 Mill. X) ist auf Rüstungsausgaben zurückzuführen, die im
Vorgriff auf die Einnahmen aus dem Wehrbeitrag erfolgten. Im Voranschlag 1913
Waren diese Einnahmen bereits mit 417 Mill. 4 eingesetzt, sie gingen jedoch erst in
Höhe von einigen hunderttausend Mark ein. Im umgekehrten Fall kann in einem Jahr
Sin besonders hoher Ist-Überschuß erzielt werden, ohne daß er zu günstigen Schluß-Folgerungen
 berechtigt, da er möglicherweise durch bestimmte, bereits getätigte Aus-Saben
 der Vorjahre oder bewilligte Ausgaben der folgenden Jahre festgelegt ist.
Die zwangsläufig vorhandene Spanne zwischen Ausgaben und Einnahmen wird, 80-Weit
 sie sich auf der Minusseite bewegt, durch die notwendig vorhandenen Kassenmittel
Susgefüllt. Nehmen die Mindereinnahmen größeren Umfang an, so müssen kurzfristige
Kredite (Kassenkredite) aufgenommen werden. Häufig stehen auch Überschüsse aus
Vorjahren‘ zur Verfügung, Ihre Höhe ist nicht immer aus dem rechnungsmäßig über-Aommenen
 Betrag zu entnehmen. In einigen Ländern ist es üblich, daß derartige Posten
        <pb n="189" />
        — 248 —
jeweils auf das übernächste Rechnungsjahr übertragen werden. Bei dieser Methode kann
beispielsweise einem Überschuß, der zwischen den Rechnungsjahren mit gerader Jahreszahl
 übertragen wird, bei den Rechnungsjahren mit ungerader Jahreszahl ein noch
höherer Fehlbetrag gegenüberstehen. In einigen Ländern besteht ferner die Regelung,
daß Überschüsse (oder Fehlbeträge) überhaupt nicht auf die Haushaltsrechnungen übernommen
 werden, sondern sämtlich einer besonderen Vermögensrechnung zufließen.
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, ist also eine zutreffende Beurteilung des
Rechnungsabschlusses einer öffentlichen Körperschaft erst auf Grund einer ins einzelne
gehenden: Untersuchung möglich. Es wird deshalb mit Rücksicht auf den eng gezogenen
Rahmen der hier gegebenen Darstellung von einer näheren Stellungnahme zu den Abschlußzahlen
 des Reichs, der Länder und der Hansestädte abgesehen; für Länder und
Hansestädte aus dem Grunde, weil in den Ergebnissen dieser beiden Gebietskörnerschaften

Übersicht 14 &amp;amp;
Die Abschlüsse in der Finanzwirtschaft der öffentlichen Verwaltung für die Rechnungsjahre 1913/14
und 1925/26 bis 1927/28 0
Beträge 1913/14 in Mill, X, 1925/26, 1926/27 und "1927/28 in Mill. ZA !)

Bezeichnung

1913/14?) | 1925/26 | 1926/27

a

Ua

1927/28

SU

Reich?)

Ist-Abschluß: .
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—). . —524,18 — 41,13
Überschüsse (-+), Fehlbeträge (—) aus Vorjahren ı + 782,15 + 257,97
Gesamt-Abschluß: ;
Mehreinnahmen (-+) oder Mehrausgaben (-—)... } — 242.86 |: + 562.15 | + 2572.97 | + 216.84

Länder nt)

[st-Abschluß:
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—)..' — 1,68
Überschüsse (+), Fehlbeträge (—) aus Vorjahren" +7 31,04
Gesamt-Abschluß:
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—)... | + 29,36

— 166,67
+ 61,03

I

*  — 175,85
+ 55,73

| — 25,99
+ 125,61

| — 105,64 | — 120.12 | + 99,62

Gemeinden und Gemeindeverbände®)%

Ist-Abschluß: ;
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—). .. — 118,41 — 28,49
Überschüsse (+), Fehlbeträge (—) aus Vorjahren - + 67,75 | — 46,87
Gesamt-Abschluß: ; .
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (-—). .. ı + 212,08 | + 2542 | — 50.66 | — 75,36

Hansestädte

Ist-Abschluß: '
5 EU ind DI Mehrausgaben (—) ..: -— 11,47 | — 45,50 — 15,87 | + 5,01
erschüsse ehlbeträge (—) aus Vorjahren! — 0,43 | + 58,9% 13, — 241
Gesamt-Abschluß: #80 (—) : 7 16 |
'Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—). .. | — 113,90 + 13.46 — 24 + 261

Insresamt?3)

Ist-Abschluß:
Mehreinnahmen (+) oder Mehrausgaben (—)...! — 398,98 | -— 581,38 | —834,30 | — 90,59
Überschüsse (--), Fehlbeträge (—) aus Vorjahren | + 385,65 | 41.076,76 + 919,08 + 334,31
Gesamt-Abschluß:
Mehreinnahmen (-+) oder Mehrausgaben (—)... | — 13,33 | + 495,38 + 84.78 +4 243,71
1) Abweichungen in den Summen durch Abrundung (Aufrundung) der Zahlen. — %) Gebietsstand von 1925 ohne Saar
zebiet. — 2%) Ohne Saargebiet. — *) Ohne Hansestädte.
        <pb n="190" />
        — 249 —
die Finanzwirtschaft eines einzelnen Landes — bei den Ländern: Preußen, bei den
Hansestädten: Hamburg — weit überwiegt und den Gesamtzahlen die entscheidende
Richtung gibt.
Anders sind die Abschlußzahlen der Gemeinden und Gemeindeverbände zu beurteilen,
die die Zusammenfassung einer großen Anzahl einzelner Finanzwirtschaften darstellen.
Dadurch werden Zufälligkeiten ausgeglichen, das »Gesetz der großen Zahl« setzt sich
durch und läßt die allgemeine Entwicklungsrichtung zur Geltung kommen.
Die Ergebnisse der Gemeinden und Gemeindeverbände zeigen beim Ist-Abschluß in
den Nachkriegsjahren 1925/26 bis 1927/28 einen fortgesetzten Rückgang der Mehrausgaben,
 nämlich von 260 Mill. A. im Rechnungsjahr 1925/26 auf etwa 30 Mill. AM im
Rechnungsjahr 1927/28. Die Erklärung dieser Entwicklung geben die aus Vorjahren
übernommenen Beträge. Infolge der unerwartet hohen Reichssteuerüberweisungen im
Rechnungsjahr 1924/25 hatte dieses Rechnungsjahr durchweg sehr günstig abgeschlossen.
Gegen 300 Mill. Z.M Überschüsse wurden bei den Gemeinden (Gemeindeverbänden) auf
das nächstfolgende Rechnungsjahr 1925/26 übertragen. Es war deshalb in diesem Jahr
möglich, erheblich mehr zu verausgaben, als Einnahmen für dieses Rechnungsjahr einzingen,
 Das Rechnungsjahr 1926/27 zeigt im allgemeinen noch das gleiche Bild, wenn
auch die Spanne zwischen Ausgaben und Einnahmen, wie auch die aus dem Vorjahr
übertragenen Überschüsse erheblich niedriger als im Vorjahr sind. Auch weist der Gesamtabschluß
 (Ist- zuzüglich der Vorjahrsbeträge) jetzt erstmalig eine Mehrausgabe auf.
Einen Umschwung bedeutet das Rechnungsjahr 1927/28. Die Spanne zwischen Ist-Ausgaben
 und Ist-Einnahmen ist auf einen absolut, vor allem aber relativ sehr kleinen Betrag
 gesunken. Aus dem Vorjahr werden erstmalig nicht Überschüsse, sondern Fehl-Deträge
 übernommen, so daß sich als Gesamtabschluß ein Fehlbetrag von 75 Mill. AM
ergibt.
Die Gestaltung der einzelnen gemeindlichen Finanzwirtschaften wird von dem oben
gezeigten Durchschnittsergebnis naturgemäß häufig abweichen. Auch mögen erhebliche
Unterschiede zwischen der Entwicklung der einzelnen Gemeindegrößenklassen bestehen.
Im großen ganzen kann jedoch — mit allem Vorbehalt — das hier gegebene zusammenfassende
 Durchschnittsergebnis als typisch für die Gestaltung der Gemeindefinanzwirt-Schaft
 der Rechnungsiahre 1925/26 bis 1927/28 angesehen werden.
        <pb n="191" />
        251

V. Zwei Sondergebiete: „Kriegslasten“ und „Öffentliche
Verschuldung“

A. Die Krieaslasten

In der öffentlichen Finanzwirtschaft Deutschlands spielt die Liquidation des Krieges eine
3roße Rolle, Die gesamten Kriegslasten beliefen sich beispielsweise im Rechnungsjahr 1927/28
auf etwa 3,7 Mrd. AM. Das sind rund ein Fünftel der gesamten Ausgaben von Reich, Ländern
 und Gemeinden (Gemeindeverbänden), die im gleichen Jahr einschließlich Sonderleistungen
 18,8 Mrd. ZA betrugen. Da die Kriegslasten, abgesehen von der Verzinsung
and Tilgung der deutschen Reichsbahn- und Industrieschuldverschreibungen (880 Mill. ZA),
vom Reich getragen werden, ist der Reichshaushalt durch diesen Posten besonders stark
elastet.

In den drei Rechnungsjahren von 1925/26 bis 1927/28 sind die Kriegslasten von 3,1 Mrd. AM
um nahezu 590 Mill. ZA auf 3,69 Mrd. AM gestiegen. Diese Zunahme von annähernd 20 vH
seht in erster Linie auf die sogenannten »äußeren Kriegslasten«, das sind die Zahlungen in
Erfüllung des Londoner Abkommens. zurück.

1. Die imeren Kriegslasten
Bei den inneren Kriegslasten lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden, die Kriegsversorgung
 (die Versorgung der Offiziere und Beamten der alten Wehrmacht, der Kriegsbeschädigten
 und Kriegshinterbliebenen, der vertriebenen und verdrängten Beamten usw.)
und die übrigen inneren Kriegslasten (die Ausgaben für die besetzten Gebiete usw.
und die Entschädigungen verschiedener Art).
„In ihrer Gesamtheit beliefen sich die inneren Kriegslasten in den Jahren 1925 bis 1927 auf
jährlich etwa 2 Mrd..AZA. Sie betrugen im Rechnungsjahr 1925/26 2 021,5 Mill. AA, im
Rechnungsjahr 1926/27 1 977,5 Mill. ZA und im Rechnungsjahr 1927/28 1 910,1 Mill. AM,
Sind also von 1925/26 zu 1927/28 um rd. 110 Mill. .AZ.M oder 5 vH zurückrerangen.

a. Die inneren Kriegslasten (außer Kriegsversorgung)
Die Abtretung deutscher Gebiete und die Entschädigung der hieraus verdrängten Reichsängehörigen,
 die Rheinlandbesetzung und der Ruhreinbruch, die Durchführung der im Ver-Sailler
 Vertrag geforderten Entwaffnung und Entfestigung, die Entschädigung und Abfindung
der enteigneten Deutschen in den Kolonien und im Ausland sowie andere mit dem Krieg
und seinen Folgen im Zusammenhang stehenden Entschädigungen und Leistungen stellen
SToße Anforderungen an die deutschen Finanzen. Zur Abwicklung der genannten Aufgaben
Mußten besondere Behörden und Einrichtungen geschaffen werden. Als wichtigste seien
folgende genannt: Reichsministerium für die besetzten Gebiete, Reichskommissar und Reichs-Vermögensverwaltung
 für die besetzten rheinischen Gebiete, Reichsentschädigungsamt für
Kriegsschäden und Reichsausgleichsamt, Kriegslastenkommission, Heeresfriedenskommission
und Reichskommissariat für Reparationslieferungen. Der Aufwand all dieser Behörden
belief Sich im Rechnungsjahr 1925/26 auf 22,9 Mill. ZA (darunter 19,7 Mill. ZA persönliche
 Ausgaben: Gehälter und Versorgungsgebührnisse) und ging dann bis zum Rechnungs-Jahr
 1927/28 auf 20,8 Mill. A. (darunter 16,8 Mill. 7.4 persönliche Ausgaben) zurück.
. Auch der Gesamtaufwand für die inneren Kriegslasten außer Kriegsversorgung ging —
im Gegensatz zu den äußeren Kriegslasten und auch im Gegensatz zur Kriegsversorgung —
nn Laufe der Jahre sehr stark zurück. Im Rechnungsjahr 1925/26 betrugen die Ausgaben
19 die inneren Kriegslasten außer Kriegsversorgung 594,3 Mill..AZA4, im Rechnungsjahr
926/27 noch 491.5 Mill. AZ. und im Rechnungsiahr 1927/28 nur mehr 293,7 Mill. AM.
        <pb n="192" />
        359

Die Kriegslasten für die Rechnungsjahre
in Mill. 4%

Innere Kriegslasten | Innere Kriegs
Ausgabe- bzw. | (außer Kriegsversorgung) (Kriegs
Zinnahmearten _ ” _, —
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 |

1918/14 | 1925/26

+
Weltz

o

6 .
EM

Ausgaben
?ersönliche Ausgaben (ausschl. Arbeiterlöhne)
 insgesamt ........... ..ı
davon:
Gehälter und Vergütungen .......
Yersorgungsgebührnisse einschl. Hinterbliebenenbezüge
 .............
XriegsversorgUNg.0....0.00.0000100004
Sächliche Ausgaben (einschl. Arbeiter-1
 PEN
?ondsbildung, Gewährung von Darlehen;
 Neubauten, Grundstücksverkäufe
 sowie sonstige Ausgaben ...
Sriegsentschädigungen .............
Terwaltungskostenentschädigungen an
Länder und Gemeinden ..........
Ausgaben insgesamt .... |
Einnahmen
Schuldenaufnahme ................. |
/erwaltungseinnahmen .............
Einnahmen insgesamt .... !
Zuschußbedarf .... |

19,7 | 176 16,8
18,1 * 166 | 14,8 |
‘6 2,0 2,0
451,2 267,1

"43,0
|
— 35,8

_ | 2,7
62,5 | 1.339,1
_ | 41,6

557,2 |
— 2 174 | 27 | 9

594,8 |

491,5 | 203,7

36
625 | 14272

— 71 S | 6,6 — | —
50,5 ] 38,4 18,0 21,3 | 38
50,5 109,9 / 24,5 | 21,8 i 3,5
543,9 | 381,6 269,2 413 | 14237

*) Abweichungen in den Summen durch Auf- oder Abrundung der Zahlen, — !}) Abweichend von den übrigen Tabellen
'en Staatsbeamten den »Sächlichen Ausgabene zugerechnet (18,4 Mill. AM).

Über die wichtigsten Ausgaben gibt folgende Tabelle Aufschluß:
in Mill. AA)
1925/26 | 1926/27 | 1927/28

TSF ea

Ausgaben für die besetzten Gebiete, Grenzgebiete und
das Saargebieß .......0.00000000000000 000000440
Entschädigungen verschiedener Art...............
Leistungen infolge des Versailler Vertrages (außer
Londoner Abkommen). 0.

) !
125,4 123,6 | 120,0
218,8 187,1 83,0
|
136,8 | 84,1 11.4

Bei den Ausgaben für die besetzten Gebiete, Grenzgebiete und das Saargebiet handelt e8
äch um Entschädigungen und Fürsorgemaßnahmen aus Anlaß des Einbruchs in das Rheinand
 Ruhrgebiet, um kulturelle, wirtschaftliche und soziale Fürsorge im besetzten Gebiet
ınd im bedrängten Osten, um Darlehen an die oberschlesische Eisenindustrie und für Bauten im
7esetzten Gebiet usw. Diese Ausgaben sind die Jahre hindurch verhältnismäßig stabil geblieben-Anders
 verhält es sich bei den »Entschädigungen verschiedener Art«. Diese zeigen im Betichtszeitraum
 einen starken Rückgang. Fast ausschließlich sind es Zahlungen auf Grund
ler Gewaltschädenverordnung vom 28, Oktober 1928!) und des Liquidationsschädengesetze®
vom 20. November 1923°): »Entschädigungen für den durch Liquidation oder Einbehaltung
0 ROBLTI 8. 1018. — # ROBLI S. 1148.

253 ——
Übersicht 1

‚913/14, 1925/26, 1926/27 und 1927/28
ZW. AM *)
asten Äußere Kriegslasten
versorgung) U Pt Da
1926/27 | 1927/28 | 1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
44 ' 13

Insgesamt
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
14 a8 6 7

&amp;gt;
&amp;gt;

40

11

50,4
Fk 42,0
7,8 8,4
‘) 1.391,7 | 1513,7
44,9 | 48,6

45,7

62,8 ı 2633 | 672
58,4 | 535 | 656,8
10,4
15137
598,8 © 49%,1 ! 315,7

— | —

62,5

9,3 | 9,8 |
339,1 | 13917

O.1

2,2

1 080,1

1 309,5 | 1 7792

17,4 ı 228 ; 10,0
080.1 ‘ 13095 | 17792
3,5 3,5 3,5
31017 ' 3287.00 | 36894

3,5
ı 486.0

=
1616,4 |

_. | 408041 !

1309,5 | 17792

62,5

330,0
2,5 0,7 —
0,5 0,7 — | 330,0
| 485,4 | | 615.8 — | 7502

5
' 0,5
| 1300. | 779.

wa.

330,0 | 71,5 6,6
54,0 | 394 18,6
388,9 | 110,9 25,2
1
27117 31761 | 36642

41 |

vurden hier die Kosten für die Versorgung und Unterbringung der aus den abgetretenen und besetzten Gebieten verdräng-Angetretenen

 Verlust« und »Ersatz der durch Abtretung deutscher Reichsgebiete entstanlenen
 Schäden sowie der Kriegsschäden in den ehemaligen deutschen Schutzgebieten und
Mm Ausland«. Hierfür wurden verausgabt im Rechnungsjahr 1925/26: 213,4 Mill. AM;
926/27: 182,0 Mill. Z.A; 1927/28: 78,3 Mill. A... Die Abwicklung dieser Aufgaben zeigt
ich in dem starken Rückgang der Ausgaben’).
„Auch die »Leistungen infolge des Versailler Vertrages (außer Londoner Abkommen)«
äingen von Jahr zu Jahr stark zurück, Den weitaus wichtigsten Posten bildet hier die Ein-Ösung
 der für Reparationssachleistungen begebenen Reichsschatzanweisungen »E«, die im
Rechnungsjahr 1925/26 127,5 Mill. Z.AX und im Rechnungsjahr 1926/27 noch 69,1 Mill. AM
Torderte. Bei der großen Geldknappheit im Jahre 1924 waren an Stelle von Bargeld für
eparationssachleistungen, besonders für die englische Sanktionsabgabe vor dem 1. September
924, für Reparationszwangsleistungen anläßlich der Ruhrbesetzung usw. Reichsschatzan-Yeisungen
 (Serie »E«) begeben worden. Diese waren zu einem Viertel noch im Rech-\ungsjahr
 1924/25, zur Hälfte im Rechnungsjahr 1925/26 uhd zum letzten Viertel‘ im
Tachnungsiahr 1926/27 fällie.

Außer den genannten Ausgaben spielten die Entwaffnung und Entfestigung und die damit
’erbundene Umstellung von Fabrikbetrieben eine gewisse Rolle, ebenso die Entschädigungshlungen
 an die Länder für das durch den Versailler Vertrag verlorene Staatseigentum.
Joch auch diese Ausgaben sind im Lauf der Jahre immer mehr zurückgegangen.
} ; R dann
*) Die Gewaltschäd d. d das Liquidationsschädengesetz waren jedoch nur vorläufiger Art und wurden
(UM Kriegaschädensehlußgesetz vom 30. März 1928 {RGBl.I. 8.120) abgelöst, das in den folgenden Jahren nochmals große
aben yvarırsachta
        <pb n="193" />
        9254

Die Abdeckung der inneren Kriegslasten außer Kriegsversorgung hat zumeist durch ANgemeine
 Mittel (Steuern und Betriebsüberschüsse) zu erfolgen. An Speziellen Deckungsmitteln
 stehen nur geringe Beträge zur Verfügung. In der Hauptsache handelt es sich hier
um Zinseinnahmen von ausgeliehenen Darlehen und um Verkaufserlöse insbesondere bei
der Liquidation von Kriegsgesellschaften, Die in der Übersicht erscheinenden Einnahmen
aus Schuldaufnahmen (1926/27: 71,5 Mill. AM; 1927/28: 6,6 Mill. ZA) sind Anteilsbeträge
an den Reichsanleihen, die in der Finanzstatistik nach Maßgabe der außerordentlichen Ausgaben
 auf die einzelnen Verwaltungszweige aufgeteilt wurden.
b. Kriegsversorgung
Den wichtigsten Teil der inneren Kriegslasten bildet die »Kriegsversorgung«, Dadurch,
Jaß an Stelle der früheren allgemeinen Wehrpflicht eine kleine Söldnertruppe trat, die nach
dem Versailler Vertrag nicht mehr als 115.000 Mann‘) zählen darf, wurde die Pensionierung des
größten Teiles der Offiziere und Beamten der alten Wehrmacht notwendig. Weit umfangreicher
 sind jedoch die Aufwendungen für die Versorgung der Kriegsbeschädigten und der
Kriegshinterbliebenen. Hinzu kommt noch die Versorgung und Unterbringung der aus den
abgetrennten Gebieten verdrängten Staatsbeamten und der Angehörigen der ehemaligen
Kolonialverwaltung.
Zur Bewältigung dieser Aufgaben ist ein besonderer Behördenapparat (Versorgungsdienststellen
 usw.) notwendig, der einen Aufwand von jährlich etwa 60 Mill. AM erfordert. Die
persönlichen Ausgaben (Gehälter und Versorgungsgebührnisse) dieser Stellen beliefen sich
im Rechnungsjahr 1925/26 allein auf 43 Mill. A. und sind bis zum Rechnungsiahr 1927/28
auf 50,4 Mill. ZA gestiegen.
Die eigentliche Kriegsversorgung zeigt im Berichtszeitraum eine stark steigende Tenlenz.
 Dies geht einmal auf Erhöhung der Renten und Pensionen zurück, dann aber auch
auf eine Zunahme der Rentenempfänger. Erst im Laufe der Jahre kam manches Kriegsleiden
 zum Vorschein oder brachte eine Minderung in der Erwerbsfähigkeit. So stiegen
die Versorgungsgebührnisse usw. von 1339,1 Mill. ZA im Rechnungsjahr 1925/26 auf:
1391,7 Mill. ZA im Rechnungsjahr 1926/27 und auf 1 513,7 Mill. ZA im Rechnungsjahr
1927/28. Jedoch dürfte diese Bewegung schon in den allernächsten Jahren abbrechen und
aus natürlichen Gründen (Todesfälle, Wiederverheiratung der rentenbeziehenden Witwen
and das Hinauswachsen der Waisen aus dem Unterstützungsalter). ein anhaltender Rückgang
 einsetzen,
Wie weit sich der Kreis der Pensions- und Rentenbezieher erstreckt, zeigt für das Jahr
1927 folgende Tabelle:

Versorgungsempfänger

Renten- bzw. Ruhegehaltsempfänger.....

Hinterbliebene
a) Witwe... ee
b) Waisen........ wn400
ce) Eltern ..

Versorgungsempfänger insgesamt .... |

Anzahl der
Kriegs- Offiziere und Bebeschädigten
 amten der alten
und Wehrmacht
hinterbliebenen | und deren
(außer Sp. 3) | Hinterbliebenen

786 660

42038

376 981
917 890
225 162

|
|

17.214
4 808 |

106 A9%

€4 060

Zusammen

828 698

394 195
922 698
225 162

2370 753

Einschließlich der Familienangehörigen (Frauen und Kinder der Renten- bzw. Ruhezehaltsempfänger)
 dürfte sich die Gesamtzahl auf etwa 4.4 Millionen stellen (= 7 vH der
Bevölkerung).
1 Davon 100000 Mann Reichsheer und 15000 Mann Reichsmarine. .
        <pb n="194" />
        955 —

In den obengenannten Beträgen der Kriegsversorgung sind nicht enthalten die Unterstützungen
 an das invalide ausgeschiedene Arbeiterpersonal früherer Heeres- und Marinebetriebe
 und die Versorgungsgebührnisse infolge Abtretung von Gebieten usw. Außerdem
zahlt das Reich noch jährlich 3,5 Mill, Z.4 an die Länder und Gemeinden als Verwaltungskostenentschädigung
 für die Feststellung und Auszahlung der Zusatzrenten, Die gesamten
Ausgaben für die Kriegsversorgung betrugen im Rechnungsjahr 1925/26: 1 427,2 Mill. AM,
im Rechnungsjahr 1926/27: 1 486,0 Mill. 2.4 undim Rechnungsjahr 1927/28: 1 616,4 Mill. AA.
Die Speziellen Deckungsmittel sind bei diesem Aufgabengebiet naturgemäß nur gering
and spielen, gemessen an den Ausgaben, gar keine Rolle. Fast die gesamten Ausgaben sind
daher aus Allgemeinen Deckungsmitteln (Steuern usw.) zu bestreiten.
Im Gegensatz zu den äußeren Kriegslasten und den sonstigen inneren Kriegslasten finden
Wir den Posten »Kriegsversorgung« auch schon in der Vorkriegszeit, Es handelt sich hier um
die Versorgungsgebührnisse usw. infolge der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 ‚und infolge der
Expedition nach Ostasien, Im Rechnungsjahr 1913/14 betrugen die gesamten Ausgaben
für Kriegsversorgung 62,5 Mill. 1). Von diesen waren aber 21,2 Mill. X durch die von
China zu zahlende Entschädigung gedeckt, so daß an allgemeinen Mitteln für die Kriegslasten
 im Rechnungsjahr 1913/14 nur 41.3 Mill. ‚X benötigt wurden.
2. Die äußeren Kriegslasten
a. Das Londoner Ultimatum
Die Deutschland durch den Versailler Vertrag grundsätzlich auferlegte Verpflichtung
Zur »Reparation« ist von der Reparationskommission ziffernmäßig auf 132 Mrd. Gold-Mark
 festgesetzt worden.
Der im Londoner Ultimatum vom 5. Mai 1921 eingefügte Entwurf eines Zahlungsplanes
3ah für diesen Betrag die Zerlegung in 3 Klassen von Bonds vor:
A Bonds 7° "Ird, A, 4
B

ZUSAMMEN „... =

€

Hinzu trat noch die Verpflichtung zur Tilgung der belgischen Kriegsschuld an die
alliierten Mächte, die (mit etwa 5,6 Mrd.6./) auf Grund des Artikels 232 des Versailler Vertages
 Deutschland auferlert wurde.

b. Der Dawesplan
Der Sachverständigenplan (Dawesplan), der am 1. September 1924 in Kraft trat, setzte
Unter Gewährung einer vierjährigen Schonfrist, während der nur reduzierte Annuitäten zu
Zahlen waren, den Umfang der jährlichen Leistungen auf 2,5 Mrd. GC. ohne zeitliche Be-STenzung
 fest. Die Annuität des ersten Dawesjahres*) von 1 Mrd. G.X wurde zum Teil aus
“Mer internationalen Anleihe im Betrage von 800 Mill. GA gedeckt, die bis zum Jahre 1949
Setülgt sein soll.
Die Annuitätenzahlungen sollten vom 5. Jahre (1928/29) ab, das als Normaljahr gelten
Sollte, aus folgenden Quellen in dem angegebenen Betrage bestritten werden:
U. Beitrag aus dem ordentlichen Staatshaushalt........ . 1250 Mil. GA
3. Beförderungssteuer, die der Reichsbahn auferlegt wurde ............ 290 » »
3. Der Jährliche Zins- und Tilgungsdienst auf die Reichsbahnschuldver-Schreibungen,
 mit denen die Reichsbahngesellschaft in Höhe von 11 Mrd.
GM belastet wurde....... ... ...
Der jährliche Zins- und Tilgungsdienst auf die Industrieschuldverschreibungen,
 mit denen in Höhe von 5 Mrd. C.A die deutsche Industrie belastet;
 wurde

300 » &amp;gt;»
Summe .... 2500 Mill. GA

Sa
Megerechnet auf den Gebietsstand von 1925. — %) Das Dawesjahr lief vom 1. September his zum folzenden 31. August.
        <pb n="195" />
        — 256 —
Diese Summe war einer zukünftigen Veränderung nach Maßgabe von 2 Faktoren unterworfen:


1. Eine Veränderung der Kaufkraft des Goldes um mindestens 10 vH sollte eine Revision
 der Zahlungsverpflichtungen im Sinne einer Erhöhung bzw. Verminderung rechtfertigen,

2. Ein Besserungsschein (»Wohlstandsindex«) sollte nach Maßgabe mehrerer Einzelindices
 eine Steigerung der Annuitäten hervorrufen, und zwar in den Jahren bis 1933/34 nur
auf die Hälfte der Normalzahlungen, vom folgenden Jahre ab auf die gesamte Normalzahlung
im gekennzeichneten Sinne einwirken. Als Grundlagen für den »Wohlstandsindex« sollten
die Veränderungen folgender Posten gegenüber dem Durchschnitt der Basisjahre dienen:
a) Die Gesamtsummen der deutschen Ein- und Ausfuhr;
b) Die Einnahmen und Ausgaben des Reichshaushalts und mehrerer Länder nach Abzug
der Leistungen auf Grund des Versailler Vertrages;
c) Der Eisenbahnverkehr (nach Gewichtsmengen);
d) Der Gesamtverbrauch an Zucker, Taback, Bier und Branntwein;
8) Die Gesamtbevölkerung Deutschlands;
f) Der Kohlenverbrauch je Kopf der Bevölkerung. A
Der aus diesen Einzelreihen gewonnene Index sollte geeignet sein, den Wohlstand des
Jeutschen Volkes widerzuspiegeln und eine entsprechende Zusatzleistung rechtfertigen.
Die beiden Faktoren Goldindex und Wohlstandsindex brachten eine starke Ungewißheit
hinsichtlich der Höhe der zukünftigen Zahlungen mit sich. zu der noch die weitere Ungewißheit
 über die Dauer der Zahlungen trat.
Die Verteilung der Zahlungen Deutschlands an die Gläubigerstaaten hatte nach Maßgabe
 des im Spa-Abkommen vom 16. Juli 1920 enthaltenen Verteilungsschlüssels zu geschehen.
 Im Pariser Finanzministerabkommen vom 14, Januar 1925 wurde dieser Verteilungsschlüssel
 durch interne Verrechnungen abgeändert und gleichzeitig die Höhe der
Prioritäten festgesetzt, die vor Anwendung des Verteilungzsschlüssels von der Gesamtsumme
der deutschen Leistungen abzusetzen waren.

Verteilungsschlüssel für die deutschen Reparationszahlungen

NE N

Gläubigermächte

Frankreich ....0.0.000000000000004
Großbritannien ......0..0.000000 004
[talien. ....... Er
Belgien....... ERMEEMME
Japalle rer. a nr Hrn HN
Jugoslawien .......--- &amp;amp;4
Portugal. ........00000000 00400
Rumänien .....0.0.000000000000004
Oriechenland ...- Se

-H der nach Abzug der
Prioritätszahlungen zur
Verfügung stehenden
Sımme

54.45

23,05
10,00
4,50
0,75
5,00
0,75
1.10
0,40
100.00

Als erste Priorität war der Zins- und Tilgungsdienst der deutschen äußeren Anleihe Mn
[924 anerkannt worden. Die übrigen Prioritäten umfaßten neben der belgischen Ki a
schuld die Kosten der Kommissionen sowie rückständige und laufende Besatzungsko5 ar
und Spezialansprüche, unter denen diejenigen der Vereinigten Staaten von Amerika her”
zuheben sind.
        <pb n="196" />
        — 957

In den in der folgenden Übersicht dargestellten deutschen Rechnungsjahren 1925/26 bis
1927/28 wurden im einzelnen folgende Ausgaben für äußere Kriegslasten (Zahlungen in
Erfüllung des Londoner Abkommens) verwendet:

Übersicht 2
Die Deckung der äußeren Kriegslasten
in Mill. ZM

Erforderliche Beträge

1925/26

| 1926/27

1927/28

N

Gesamtbetrag der äußeren Kriegslasten ...

Durch spezielle Deckungsmittel gedeckt

Aus allgemeinen Deckungsmitteln zu
_ ‚decken Kr
Es standen zur Verfügung:
Aus Sonderleistungen:
1. Reichsbahnschuldverschreibungen. .
2. Industrieschuldverschreibungen ...
Sonderleistungen zusammen. ...

Aus Beförderungssteuer ... -
Insgesamt zur Verfügung ........
Unterschied zwischen den zu deckenden
Beträgen und den zur Verfügung stehenden
Mitteln

| 080.1

330.0

"50 1

2306 4

62,5

458.9

145,8

504,7

145 4

1 309,5

1 779,2

0.4

1 309.1

1 779,2

572.1

187,6
759,7

605,4
274,6
880.0

261.0

u 301,9

ı 020,7

1 181,9

288.4 | „597.3 ‘

Mc) Der Betrag von 301,9 Mill, ZA übersteigt deshalb den zur Zahlung vorgesehenen Betrag von 290 Mill. @M, weil die
m thode der monatlichen Zahlungen gewechselt wurde, Bis zum 31. 8. 1927 wurden die monatlichen Zahlungen für den Monat
{m Monat überwiesen, im Monat September eine Nachzahlung und vom Oktober 1927 ab die Zahlungen vostnumerando geleistet.

Die ausgewiesenen speziellen Deckungsmittel stammen im Jahre 1925/26 aus dem Rest der
Einnahmen aus der äußeren Anleihe vom Jahre 1924, soweit sie nicht im Vorjahre verwendet
Yürden. Die speziellen Deckungsmittel der Jahre 1926/27 setzen sich aus Kursgewinnen in
Höhe von 328 000 ZM und Erstattung von zu viel geleisteten Barzahlungen in Höhe von
130 000.2. zusammen.
Die Forderungen der Gläubigermächte an Deutschland wurden durch ein verzweigtes
System von Pfändern und Kontrollen gesichert. Der maßgebende Exponent dieses Systems
Var der Reparationsagent, der unter Umständen berechtigt war, einen gewissen Einfluß auf
die öffentliche Finanzwirtschaft Deutschlands zu nehmen.
Nach dem Dawesplan, der vom 1. September 1924 bis 31. August 1929 in Kraft war, sind
Verpflichtungen von insgesamt 7.970 Mill, G.X durch Z.A-Zahlungen an den Generalagenten
für Reparationszahlungen abgegolten worden: hiervon entfielen auf
das 1. Annuitätsiahr 1000 Mill. GA
1220
15°

3.
4.
5.

Zusammen .... 7970 MILGCA

“nanzen und Steuern
        <pb n="197" />
        — 258 —
Die Verwendungszwecke, denen diese Summe zugeführt wurde, sind in der folgenden Aufzliederung
 nachgewiesen: ;

Verwendung

I. Prioritäten:
a) Dienst der deutschen Auslandsanleihen von 1924 ......
b) Kosten der Kommissionen ».....0.00.000000000 00400400
c) Rückständige Besatzungskosten ......... een EEE
d) Laufende Besatzungskosten ..... KIEW KERAEE
** Belgische Kriegsschuld ..... een ran EHE
RestitutioneN ..........0..0.00.000 .
Amerikanische »Mixed Claims« ...-.

Summe ....

[I. »Reparationen&amp;amp;« o...0.0000000000010 00004007000
Diskont ..

Summe ....
Gesamtsumme ....

MlLGMA

vH der
Gesamtsumme

440,5
74,1
273,6
707,7
323,1
79,6
135,4

d,ö
0,9
2,4
8,9
4,1
1,0
7X

)
}

2 034,0 25,6
5 924,0 ' 74,8
291! 0,4
59631 | 77
7970,0 | 200,0

1) Abzüglich gewisser Beträge, die sich aus Zins- und Kursdifferenzen ergeben.

c. Der Youngplan.
‘Die krisenhafte Lage der deutschen Wirtschaft und die Erkenntnis der Unerfüllbarkeit
der durch den Dawesplan und den Besserungsschein Deutschland auferlegten Leistungen
förderten die auch vom Reparationsagenten getragenen Bestrebungen um die Revision der
deutschen Zahlungsverpflichtungen. Durch politische Unterhandlungen und unter Hinzuziehung
 von Sachverständigen wurde versucht, das Problem der Reparationslasten Deutschlands
 der endgültigen Lösung entgegenzuführen. Als Ergebnis wurde dem deutschen Reichstag
 ein Vertragswerk unterbreitet, dessen Kernstück der Pariser Sachverständigenbericht
vom 7. Juni 1929 darstellt, der nach dem Vorsitzenden des Sachverständigenausschusses
»„Youngplan« genannt wird,
Der Sachverständigenbericht vom 7. Juni 1929 wurde bereits durch das Haager Protokoll
vom 31. August 1929 grundsätzlich gebilligt. Die Verhandlungen auf der zweiten Haager
Konferenz vom Januar 1930 ergaben zahlreiche Ausführungsbestimmungen sowie Sondervereinbarungen
 und den Komplex der Liquidationsabkommen.
Die wesentlichsten Veränderungen, die der Youngplan dem Dawesplan gegenüber erbrachte,
sind folgende:
Der Youngplan enthält eine Annuitäten-Tabelle; in der die Dauer der Zahlungen,
ihr jährlicher Gesamtbetrag und der Anteil jeder Gläubigermacht festgesetzt ist. Die jährlichen
 Leistungen laufen in monatlichen Raten, die am 15. jedes Monats fällig werden, bis
zum 31. März 1988. Für den einleitenden Zeitabschnitt, der am 31. März 1930 endet, wurde
eine Dauer von sieben Monaten (beginnend am 1. September 1929, dem Ende des Dawesjahres
 1928/29) vorgesehen. :
In diesen Annuitäten sind die Zahlungen an die Vereinigten Staaten aus den Mixed
Claims und rückständige Besatzungskosten, die unter dem Dawesplan als Prioritäten ge-Jeistet
 wurden, nicht enthalten; sie sind vielmehr Gegenstand eines Sonderabkommen$
zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten geworden. Die Zahlungen an die Vereinigten
 Staaten sind abweichend von denjenigen an die sonstigen Gläubigermächte nicht
am 15. jedes Monats, sondern in gleichen Beträgen am 31.März und 30. September jedes
Jahres im Gesamtbetrage von 3 169,7 Mill. AA zu entrichten. Auch die Leistungen 2B
Belgien auf Grund des Markabkommens (mit insgesamt 607,6 Mill. AA), das die An”
sprüche Belgiens aus den während der Besetzung in Umlauf gesetzten deutschen Marknoten
regelt, sowie der Schuldendienst für die Dawesanleihe von 1924 sind in diesen Annuitäten
nicht enthalten.
        <pb n="198" />
        ‚77  Übersicht3
Die Zahlungsverpflichtungen Deutschlands auf Grund des Deutsch-Amerikanischen
Abkommens vom 28, Dezember 1929
in 1000.22.

259 —

An- "Deutsches
nui- | Haustäts-
 haltsjahr
; endend
[ahre 91 März

Be-Annuität


‚Mixed
Ülaims +
Bezatzungs-

 !)

‘Deutsches’
Haus-1altsjahr,

endend
31. März

Mixed
laims 1)

An-Satzungs-




nuiväts-



Mixed
Jlaims?)'

Besatzungs-



Annuität
(Mixed
Claims -+
.Be-Satzungs-

 *?)

5

&amp;amp;

5

&amp;gt;)

nr

&amp;gt;

1929/30

40 800,0 ı

25 100,0

65 900,0

30.
31

1958/59
1959/60

40 800,0
40.800,0

35 300,0
35 300,0

76 100,0
76 100,0

‘930/31
1931/32
1932/38
1933/34
1934/35
1935/36
1936/37
1937/88
1938/39
{939/40

40 800,0 |
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0

25 500,0
25 300,0
25 300,0
8 600,0
8600,0 '
8 600,0
8 600,0 |
6 400,0 '
16 400,0 |
8 600,0

56 300,0
36 100,0
56 100;0
59 400,0
39 400,0
39 400,0
39 400,0
37 200,0 -
57 200,0
59 400.0

32
3

L960/61
1961/62
"962/63
1963/64
1964/65
965/66
966/67
1967/68
1968/69
1969/70

40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0 |
40 800,0
40 800,0-40
 800,0
40 800,0
40°800,0
40:306.0 |

35 300,0
35 300,0
35 300,0
35 300,0
35 300,0
35 300,0 |

76 100,0
76 100,0
76 100,0
76 100,0
76 100,0
76 100,0
40 800,0
40 800,0
10 800,0
40 800.0

Rn

3
d
9
‘0
11

3
9
10
11

12
3

1940/41
1941/42
1942/43
1943/44
[944/45
1945/46
1946/47
1947/48
1948/49
1949/50

40 800,0
40 800,0 ı
40 800,0
40 800;0 |
10 800,0
40 800,0
10 800,0 '
10 800,0
10 800,0
10 800,0

18 600,0
25 300,0 ı
25 300,0
25 300,0
25 300,0
25 300,0
75 300,0 -
25 300,0
25 300,0
35 300,0

59 400,0
56 100,0
56 100,0
56 100,0 |
56 100,0 1
56 100,0 ]
56 100,0 |
56 100,0
56 100,0 }
76 100,0

12
4X
CA

970/71
‚971/72
‚972/73
1973/74
1974/75
1975/76
976/77
‚977/78
978/79
1979/80

40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
10 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0

40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
40 800,0
{0 800,0

7
5
7
19
20
21

Pa
5]

=

I
;Q
51

22
23
4
25
26
27
28
29

„950/51
"951/52
‚952/53
1958/54
954/55
‚955/56
‚956/57
"957/58

40 800,0
40 800,0
10 800,0
40 800,0
10 800,0
10 800,0
40 800,0
40 800,0 ]

35 300,0
35 300,0
35 300,0
35 300,0
35 300,0 *
35 300,0
35 300,0
35 300,0

76 100,0
76 100,0
76 100,0
76 100,0
%6 100,0
76 100,0
76 100,0
76 100,0

32

1980/81

40 800.0

jumme. .

N 40 800,0
| 048 100,0 | 3 169 700,0

2 121 600.0

Barwert
541,9
per
1. Okt.
1929

723 893,4 | 412 761,2 | 1.136 654,6

1) "Zahlbar in gleichen Halbjahresraten, jeweils am 30. 9. und 31.3.

Gesamtzahlungen nach dem »Youngplan« Übersicht 4
in Mill. AM

Annui-)
läts.
Jahr

Rechnungs-


endend
31. März

Tährliche Zahlungen

. an Ver.' an .
Annui- em Belgien | Daweos-! insräten
 von (Mark- | anleil
Amerika Yon is | anleibe | gesamt

Kumulation der jährlichen Zahlungen ;
insgesamt


Annuitäten


an Ver, an
Staaten Belgien
‚ von {Mark-'
 Amerika | ford.)

"1

1929/30

1930/31
1931/32
1932/33
1933/34
1934/35

676,9 |

1 641,6
618,9
672,1
| 744,9
; 807,5

65.9

16,2

66,3 . 21,5
66,1 | 21,5
66,1 | 21,5
59,4 | 26,0
59,4 | 26,0

51,8

88,0
86,7
35,4
84,1
82.8

BioO.8

1 817,4
793,2
1 845,1
1914,4
1975,7 |

676,9

2318,5
3 937,4
5 609,5
7354,4
9161,9 |

65.9

132,2
198,3
264,4
323,8
383,2

16,2

37,7
59,2
80,7
‚06,7
32,7

51,8

139,8
226,5
311,9
396,0 |
478,8

810,8

2628,2
4421,4
6 266,5
8 180,9
10.156.6
        <pb n="199" />
        NE! — 260 —
Noch: Gesamtzahlungen nach dem »Youngplan«
in Mill. AM

Annuitäts-



LU
11

12
'3
4
)
ö
7

}
20
1

22
23
4
ÜD
6
7
8
29
30
21

32

36
am

38
39
40
41

42
43
A 4

ÄR

AG

_„

5
9
50
Al

52
53

5
6
7
58
zq

Rechnungs-

 7
endend * Annui
31, März | täten

1935/36
"936/37
937/38
1938/39
1929/40

1 833,5
880,3
„919,8
938,1
983.4

1940/41
1941/42
‚942/43
1943/44
‚944/45
945/46
1946/47
‚947/48
‚948/49
949/50

2.09%,1
2114,6
2131,9 |
2 128,2
2141,4
2137,7'
2 133,4
2 149,1
2 143,9
"240,7

1950/51
1951/52
"952/53
953/54
954/55
1955/56
1956/57
1957/58
958/59
1959/80

2 283,1
7 267,1
2270,1
2277,2
2 288,5
2 283,7
2 278,1
2.285,7
2317,7
29045

1960/61
1961/62
962/68
963/64
‚964/65
1965/66
‚966/67
‚967/68
‚968/69
1989/70

2.304,4
2 322,2
2314,1
7326,5
2.326,0
2352,7

566,9
566,1
; 575,9 |
| 589.2

1970/71
1971/72
972/73
973/74
974/75
975/76
976/77
977/78
‚978/79
1979/80

602,9
613,1
621,5
624,9
527,6
634,2
537,9
644,6
654,7
' 6506

980/81
981/82
982/83
983/84
‚984/85.
‚985/86
1986/87
1987/88

670,5
687,6
691,8
703,3
583,5
‘25,1
331,4
397 8 |

Jährliche Zahlungen

an Ver. , an
Staaten ' Belgien Dawes- |
von ‚ (Mark-  anleibe '
Amerika | ford.)

59,4
59,4
57,2
57,2
504

26,0
26,0
26,0
26,0
26.0

81,5
80,2
78,9
77,6
76.3

59,4
66,1
66,1
66,1
66,1
66,1
66,1
66,1
66,1
76.1

26,0
20,1
20,1
20,1
20,1
20,1
20,1
20,1
20,1
9.3

75,1
73,8
72,5
11,2
59,9
58,6
57,3
56,0
34,7
232.0

76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76.1

3,3
3
23
7,3
3
9,3
3
3
2,3
3

76,1
76,1
76,1
76,1
76,1
76.1

33

9,3
7,3
9,
3,3
9,3

40,8
40,8
40,8
40.8

40,8
40,8
40,8
40,8
40,8
40,8
40,8
40,8
40,8
40.8

40,8

— |

}

insgesamt


2 000,4
2 045,9
2.081,9
2.098,9
2 145,1

2.256,6
2274,6
229,6
2 285,6
22975
2292,5
2286,9
2301,3
2 294,8
2358,1

2.368,5
2 352,5
2 355,5
2 362,6
2373,9
2 369,1
2 363,5
2371,1
2 403,1
23799

2389,8
2 407,6
2.399,5
2411,9
2411,4
2 438,1

1 607,7
: 606,9
(616,7
1 630.0

643,7
653,9
662,3
665,7
' 668,4
675,0
678,7
‚ 685,4
1695,5
1700 4

711,3
587,6
691,8
703,3
683,5
25,1
931,4
897.8

Kumulation der jährlichen Zahlungen

Annuitäten


an Ver.
Staaten
von
Amerika

an
Belgien
(Markford.}


Dawes- insanleihe
 | gesamt

10 995,4
12875,7
14 795,5
16 733,6
18 717,0

442,6
502,0
559,2
516,4
575,8

158,7
184,7
210,7
236,7
262,7

560,3 '
540,5
719,4
797,0
373,3

12 157,0
14 202,9
16 284,8
18.383,7
20 528,8
22 785,4
25 060,0
27 350,6
29 636,2
31 933,7
34 226,2
36 513,1
38 814,4
41 109,2
43 467,3
45 835,8
18 188,3
50 543,8
52 906,4
55 280,3
57 649,4
50 012,9
52 384,0
54 787,1
27 167.0

20 813,1
22.927,7
25 059,6
27 187,8
29.329,2
31 466,9
33 600,3
35 749,4
37 893,3
40 134.0

735,2
301,3
867,4
233,5
999,6 |
065,7
131,8
197,9
264,0 |
; 340.1

288,7
308,8
328,9
349,0
369,1
389,2
409,3
429,4
449,5
458,8

948,4
022,2
094,7
165,9
235,8
304,4
371,7
437,7
502,4
534.4

42 417,1
44 684,2
46 954,3
49231,5 .
51 520,0 |
53 803,7
56 081,8
58 367,5
50 685,2
52979,7

* 416,2
492,3
568,4
644,5
720,6
1 796,7
872,8
: 948,9
2.025,0
2101.11

468,1
477,4
486,7
496,0
505,3
514,6
523,9
533,2
542,5
551,8

' 534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
5344

55 284,1
57 606,3
59 920,4
72 246,9
74 572,9
76.925.6

2177,2
2253,3
1329,4
2 405,5
2481,6
25577

561,1
570,4
579,7
389,0
598,3
07,6

| 534,4
534,4
534,4
534,4
| 534,4
5344

39 556,8
71 964,4
14 363,9
76 775,8
79 187,2
31 625,3
33 233,0
34 839,9
36 456,6
38 086.6

78 492,5
30 058,6
81 634,5
83 223.7

2598,5
2.639,3
2 680,1
57009

507,6
607,6
507,6
607.6

| 534,4
534,4
| 534,4
15244

34 826,6
36 439,7
38 061,2
39 686,1
91 313,7
72 947,9
74.585,8
96 230,4
77 885,1
295447

2 761,7
2 802,5
2 843,3
2 884,1
2924,9 |
2.965,7 '
3.006,5
3 047,3
3 088,1
3 128.9

507,6
607,6
607,6
507,6
507,6
507,6
507,6
507,6
607,6
207.6

| 534,4
| 534,4
1 534,4
ı 534,4
! 534,4
534,4
534,4
534,4
| 534,4
1 5244

39 730,3
21 384,2
93 046,5
34.712,2
26 380,6
28 055,6
79 734,3
01 419,7
03 115,2
4. 215,6

01 215,2
02 902,8
04 594,6
06 297,9
07 981,4
08 906,5
09 837,9
10 735,7

3 169,7
3 169,7
3 169,7
2169,7
3 169,7
3 169,7
3 169,7
3 169.7

507,6
507,6
607,6
607,6
507,6
607,6
607,6
607.6

{ 534,4
‚534,4
. 534,4
534,4
534,4
534,4
534,4
15344

106 526,9
108 214,5
09 916,3
111 609,6
13 293,1
114 218,2
115 149,6
16.047,4
        <pb n="200" />
        261 —
Die Annuitäten des Zahlungsplans sind endgültig fixiert und keiner zukünftigen Veränderung
 durch Indizes im Sinne einer Erhöhung unterworfen,
Die Anmuitäten zerfallen in einen geschützten und einen ungeschützten Teil. Der
angeschützte Teil ist nicht aufschiebbar sowie mobilisierungsfähig und mit gleichbleibend
512 Mill..ZA jährlich festgesetzt; hierzu tritt noch der für die äußere Anleihe von 1924
zu leistende jährliche Schuldendienst, der in den Annuitäten des Dawesplanes mitenthalten
war. Der geschützte Teil der Annuitäten ist unter den Bestimmungen eines Moratoriums bis
zur Dauer von 2 Jahren unter Verzinsung des Betrages mit bis zu 5,5"/ p. a. transfergeschützt
 und nach einjähriger Laufzeit des Transferschutzes bis zu 50 vH des transfergeschützten
 Betrages bis zur Dauer von einem Jahr auch aufbringungsgeschützt. Der dieser
Schutzklausel unterstellte Teilbetrag ist entsprechend der jährlichen Veränderung der
Gesamtannuität veränderlich.

Übersicht 5
Die Aufteilung der Young-Annuitäten in geschützte und ungeschützte Anteile
in Mil. ZA

innui- Becher
täte- 1 Jahr,
4 b ) endend
jahr | 31. März

1929/30

1930/31
931/32
1932/33
1938/34
1934/35
1935/36
1936/37
1937/38
1938/39
1939/40

A

9
10
11

12
13
1A

"940/47
941/42
1942/43
(943/44
1944/45
‚945/46
946/47
1947/48
"9048/49
1949/50

N
12

1:
18
19
20
21

22
23

"950/51
951/52
952/58
‚953/54
‚954/55
‚955/56
‘956/57
‘957/58
1958/59
1959/60

25
5
?

3
30
31

32
2

‚960/61
961/62
‚962/63
963/64
964/65
QRRIKG

5
MS
rm

Summe

Annuitäf
und
Dawesanleihe


reschützte
Annuität

Dawesanleihe


Prankreich


A

BE

728,7

64,9 |

51,8

500,0 |

729,6
705,6
757,5
„829,0
890,3
915,0
960,5
998,7
2015,7
2 059.7

1 029,6 ;
006,9
060,1
| 132,9
195,5
221,5
268,3
307,8 !
326,1 }
‘371.4

88,0
36,7
35,4
34,1
32,8
31,5
30,2
78,9
77,6
763

500,0
500,0 '
500,0 "
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0 |
500.0

2171,2
2 188,4
2 204,4
2 199,4
2211,3
2 206,3
2 200,7
2 215,1
2 208,6
272.7

484,1
502,6
519,9
516,2
529,4
525,7 |
521,4
537,1 |
| 531,9
‘628.7

75,1
73,8
72,5
71,2
69,9
68,6
57,3
66,0
64,7
39.0

500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500.0

2 283,1
7 267,1
2 270,1
2277,2
2 288,5
2.283,7
2278,1
2285,7
2317,7
59945

671,1
655,1
' 658,1
665,2
676,5
671,7
666,1
673,7
705,7
„682.5

500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0
500,0 |
500,0 |
500.0

. 692,4 500,0
710,2 500,0
702,1 500,0
714,5 500,0
! 714,0 500,0
740,7 500.0
78 460.0 | 54.281.868 ı 15244 | 18 500.0

Davon
ungeschützte Annuitä*
Groß- |
Bri- Japan
tannien
9

Italien

Jugo- .
alawien (Portugal (Insgesamt

10

"u |
SE

42,0 |

55,01 6,6

6,0 | 24 |

663,8

42,0 |
42,0
42,0 I
42,0 ]
42,0 |
42,0
42,0 |
42,0
42,0 |
120

550 66
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 | 6,6
55,0 | 66
55,0 ° 6,6
55,0 ° 6,6
55,0 | 6,6
55,0 | 6,6
550! 66

6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
5 |

2,4
2,4
2,4
2,4
24
74
2,4
2,4
2,4
„4

700,0
698,7
697,4
696,1
694,8
693,5
692;2
690,9
689,6
688,3

42,0
42,0
42,0
42,0 '
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0

55,0 66
55,0 6,6
55,0 66
55,0 6,5
55,0 | 66
55,0. 6,6
550 66
55,0 6,6
55,0 | 6,6
5501 66

6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0
6,0.
6,0
6,0
6,0

2,4
2,4
2,4
2,4
24
74
7,4
2,4
2,4
74

687,1
685,8
684,5
683,2
681,9
680;6
679,3
678,0
676,7
644.0

42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42.0 *

55,0 6,6
55,0) 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6
55,0 6,6 |
55,0 6,6

6,0
6,0
6,0 |
5,0
6,0
6,0
6,0
2,0
60
6.0

2,4
2,4
2,4
2,4
74
24
&amp;gt;54
2,4
2,4
24

612,0
612,0
612,0
612,0
612,0
612,0
612,0
612,0
612,0
612.0

55,0
35,0
55,0
55,0 |
55,0
55,0
1 554.0 | 2 035.0

42,0
42,0
42,0
42,0
42,0
42.0

6,5 6,0 2,4 612,0
6,6 6,0 2,4 612,0
6,6 6,0 2,4 612,0
6,6 6,0 7,4 612,0
66 1 60 54 612,0
66 1 60 2,4 612,0
2442 | 2220 | 88.8 | 241784
        <pb n="201" />
        Noch: Übersicht 5 — 262 —
Noch: Die Aufteilung der Young-Annuitäten in geschützte und
. ungeschützte Anteile .
in Mill. ZM

Annuitäts-



Rechnungsjahr,
endend
31. März

Annuität
und
Dawesanleihe

geschützte
Anunität

Anunitäts-



Rechnungsjahr, |
endend
31. März

Anunität
und
Dawesanleiho

geschützte
Anunität

+

38
39
40
41

966/67
1967/68
1968/69
1969/70

566,9
566,1
575,9
‚589,2

1 566,9
. 566,1
‚575,9
589,2

7
51

1978/79
1979/80

L 654,7
1 659,6

1 654,7
1 659,6

1 670,5
687,6
691,8
‘ 703,3
683,5
925,1
931,4
897,8
Summe.... 38 810,1 _
Insgesamt. ...| 112270,1 |  88091,7
Mit dem. 31. 3. 1966 erlischt die ungeschützte Annuität und der Gesamtbetrag der
Anmnuität ist nunmehr als geschützt zu bezeichnen. Die gesamten Verpflichtungen Deutschlands
 in der Zeit vom 1. 4. 1966 bis 31. 3. 1988 sind zur Deckung der» Außenzahlungen«
zu verwenden, Die diesen Leistungen zugrunde liegenden Interalliierten Kriegsschulden
unterliegen gewissen, in den Abkommen festgelegten Moratorien, deren Genuß den deutschen
Äquivalenten für diese Außenzahlungen nicht versagt werden kann. ;
Die Aufbringung der Leistungen erfolgt aus Zahlungen
1. der Reichsbahn, die mit 660 Mill. Z./ jährlich festgesetzt sind, bis zum 1. April 1966
laufen und gegebenenfalls die Beförderungssteuer, die im Dawesplan geschaffen worden
war, enthalten sollen, .
2. des Reichshaushalts, aus denen der Restbetrag der Annuitäten abzudecken ist.
Ein Anteil von 76 vH der gesamten Zahlungsverpflichtungen des Youngplans ist in, einem
Sondermemorandum zur Abdeckung der interalliierten Kriegsschulden der Reparationsgläubiger,
 die die Bezeichnung »Außenzahlungen« erhalten haben, bestimmt worden.
Vom 1. April 1966 ab sollen unter dem Youngplan nur noch die zur Deckung der Außenzahlungen
 erforderlichen Beträge von Deutschland geleistet werden. In den Außenzahlungen
liegt auch die Möglichkeit eines Nachlasses begründet, der bei einer Streichung interalliierter
Schulden ‚anteilig Deutschland. und der im speziellen Genusse des Nachlasses stehenden
Macht zufallen soll. In der Zeit vom 1. April 1966 bis zum Ende des Youngplans werden
alle Nachlässe restlos Deutschland zugute kommen.
Die Pfänder und Kontrollen des Dawessystems werden durch den Youngplan beseitigt
 und die finanzpolitische Selbständigkeit des Reiches wieder hergestellt; ebenso sind
die hypothekarischen Belastungen der Reichsbahn und Industrie für die Zwecke der Aufbringung
 der Reparationsleistungen aufzuheben. Die Reichsbahn-Gesellschaft haftet nur
noch aus einem Schuldanerkenntnis in Höhe der bereits oben erwähnten Teilannuität.
Das Büro des Reparationsagenten wird aufgelöst, und alle Aufgaben als Treuhänder der
internationalen Zahlungsgeschäfte werden an eine unter Beteiligung der Notenbanken gegründete
 »Bank für internationalen Zahlungsausgleich« (B.I.Z.) übertragen, die
die Kooperation der Zentralbanken fördernd beeinflussen und neue Möglichkeiten für
internationale Finanzgeschäfte schaffen soll. &amp;amp;
Eine der wesentlichsten Aufgaben der B. I. Z. ist gemäß Haager Protokoll vom 31. 8. 1929
Anlage I, Absatz VI die Verteilung der im »Gleichzeitigen Memorandum«') zum Youngplan
festgesetzten '»Nettokriegsschuldzahlungen« (Außenzahlungen) auf die einzelnen Gläubiger-1)
 Vgl. hierzu die Einzelschrift zur Statistik des deutschen Reiches »Die interalliierten Schulden«, sowie die Darstelluns
der Einnahmen der Reparationsgläubiger im zweiten Hauptteil dieses Buches Seite 766 1f.

52

1980/81
981/82
1982/83
983/84
984/85
985/86
1986/87 --1987/88
        <pb n="202" />
        — 2683 —

Die Leistungen, die auf Grund des Youngplans und der damit im Zusammenhang stehenden
 Abkommen Deutschland insgesamt auferlegt wurden, bestehen in folgenden Summen:

in ML AA

Forderungen aus

Zahlbar ,
vom 1. Sept. 1929 | vom 1. April 1966
bis 31. März 1966 bis 31. März 1989

Insgesamt

K

. Youngannuitäten .......... .
FL. Zahlungen an die Vereinigten Staaten von
AMT ben er HAKEN EEK
III. Zahlungen an Belgien auf. Grund; der Markforderungen
 u.00000000 4000ER
IV, Zahlungen für den Schuldendienst der Dawesanleihe
 .....

Summe ....

76 925,6

33 810,1

110 735,7

2557,77 |

. 612,0

3 169,7

607,6
1534,4 *  1534,4
81 625,3 | 34422,1 . | 116 047,4

607,6 | —

Wie bereits oben erwähnt, sind die Fälligkeitstermine für die einzelnen Verpflichtungen
verschieden gelagert. Die Zahlungen auf die Youngannuität sind in Zwölftelraten, am 15.
jedes Monats zu leisten. Neben der Summe der monatlichen Raten bedeutet also auch die
Annuität jedes Jahres den Wert der im Laufe des Jahres zu leistenden Zahlungen, ausgedrückt
auf den Mediotermin des Jahres. Da das Jahr vom 1. April bis 31. März läuft, ist der Wert also
auf den 1. Oktober jedes Jahres abgestellt. Dasselbe gilt für die Zahlungen an Belgien auf
Grund der Markforderungen, die an demselben Termin zu leisten sind. Die Zahlungen an
die Vereinigten Staaten liegen dagegen in halbjährlichen Raten auf dem 31. März und 30.
September jedes Jahres. Die Zahlungen für den Schuldendienst der äußeren Anleihe von
1924 sind an den im Anleiheplan vorgesehenen Terminen (15. April und 15. Oktober) fällig;
darüber hinaus können jedoch Tilgungen durch freien Rückkauf erfolgen, deren Termin sich
lach der Markt- bzw. Kassenlage richtet.
Um die Gesamtbelastung für die Deutschland auferlegten Zahlungen zu ermitteln,
Wurden die Barwerte!) der gesamten Leistungen zum.Satze von 5,5 °/, errechnet und in der
folgenden Übersicht zusammenvestellt.

in Mil. AM

Forderungen aus

bis 1966 | bis 1989

Insgesamt

*

{. Youngannuitäten ....... . — "P
IL. Zahlungen an die Vereinigten Staaten von
- Amerika ........ ..
TIL. Zahlungen an Belgien auf Grund der Markforderungen
 s.s0.000000000000 0000ER EEE
I, Zahlungen für den Schuldendienst der Dawes-1)
 A
Summe ....

30 949,9

2 795,8

33 745,7

1049,7 |

574

1.107,1

313,3 |

313,3

946,7 _ 946,7
332596 | 2853,22 | 361128

Von diesen Zahlungen können gewisse Teile der ungeschützten Annuität mobilisiert werden,
d.h, es können Teilbeträge zukünftiger Zahlungen bereits in der Gegenwart auf dem Anleihe-Wege
 beschafft und den Gläubigern überwiesen werden. Dabei können die Gläubiger natur-5°mäß
 nur den Anspruch auf den gegenwärtigen Wert und nicht den nominalen Wert der
Zükünftigen Zahlungen erheben.
Liegt Men et einer Annuitätenreihe versteht man den Wert aller Zahlungen, bezogen auf einen bestimmten Termin,
n der Gerenwart, so entadricht der Barwert dem Gerenwartswert.
        <pb n="203" />
        — 264 —
B. Die öffentliche Verschuldung “
Einleitung
Die Schuldenaufnahme ist — neben den Einnahmen aus Fonds und aus Veräußerung
von Vermögensbestandteilen — die wichtigste Einnahmequelle des außerordentlichen
Haushalts der öffentlichen Gebietskörperschaften. Ihre Einordnung unter die Deckungsmittel
 des außerordentlichen Haushalts bedeutet, daß die Erlöse aus Schuldenaufnahmen,
den Grundsätzen einer geordneten Finanzwirtschaft entsprechend, ihre Verwendung regelmäßig
 zur Befriedigung des außerordentlichen Bedarfs finden, d. h., zur Deckung desjenigen
Bedarfs, der nicht in regelmäßigen Zeitabständen wiederkehrt und daher die Bereitstellung
besonderer Mittel erforderlich macht.
Die Gestaltung des außerordentlichen Bedarfs hängt ganz von den jeweiligen Aufgaben
der öffentlichen Hand ab. Die Höhe der öffentlichen Verschuldung steht somit im engsten
Zusammenhang mit Art und Umfang der von den öffentlichen Körperschaften zu erfüllenden
Aufgaben. So führte z. B. in der Vorkriegszeit die Ausdehnung der gemeindlichen Betätigung
 auf neue Wirtschaftsgebiete, insbesondere auf die Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgung,
 zu einer starken Steigerung der Gemeindeschulden. In den Jahren nach dem
Kriege traten zu den Aufgaben des Wiederaufbaues und der Fortführung begonnener, durch
den Krieg unterbrochener Unternehmungen in großem Umfang neue Aufgaben meist sozialer
Natur (Wohnungsbau, Erwerbslosenfürsorge) an die öffentliche Verwaltung heran, welche
nur unter weitgehender Inanspruchnahme der Kapital- und Geldmärkte durchgeführt werden
konnten.
Die Heranziehung von Anleihen zur Ausgabendeckung der öffentlichen Hand ist mit vielfältigen
 finanz- und allgemeinwirtschaftlichen Wirkungen verbunden.
Für die einzelne Körperschaft bringt die Kreditaufnahme eine auf Jahre und oft Jahrzehnte
 sich erstreekende Verzinsungs- und Tilgungspflicht mit sich. Für die Höhe der jährlichen
 Zins- und Tilgungsquote ist nicht nur der absolute Betrag der Schulden von Bedeutung.
 Sehr wesentlich fallen die Bedingungen, unter welchen die Schulden aufgenommen
worden sind, ins Gewicht. Insbesondere Zinssatz und Zeitpunkt der Fälligkeit der Schulden
beeinflussen die öffentliche Finanzwirtschaft. Entscheidend ist weiterhin, ob die aufgenommenen
 Kapitalien vom Kreditnehmer unmittelbar verausgabt oder an Dritte weiterverliehen
 worden sind. In letzterem Fall ist in der Regel auch die Zins- und Tilgungslast an
die letzten Empfänger übergegangen. Die Höhe der Belastung wird endlich auch dadurch
wesentlich beeinflußt, ob die Beträge, welche unmittelbar verausgabt worden sind, für werbende
 oder nicht werbende Anlagen verwendet worden sind. Bei den Anleihen für werbende
Zwecke (Unternehmungen aller Art) ist der Schuldendienst in der Regeldurch eine entsprechende
Steigerung der Erwerbseinkünfte im Gefolge der Investitionen gesichert, während die Verzinsung
 und Tilgung für die nicht unmittelbar »produktiv« angelegten Kapitalien aus allgemeinen
 Mitteln (Steuern) aufgebracht werden muß.
Neben der finanzwirtschaftlichen Bedeutung kommt den öffentlichen Schulden auch eine
hohe volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Bei der Aufnahme der Anleihen treten die öffentlichen
 Körperschaften in Konkurrenz mit der Kreditnachfrage der Privatwirtschaft: Je
größere Summen sie dem Kapital- und Geldmarkt entziehen, desto beengter wird die Kreditmöglichkeit
 für die Privatwirtschaft. Die Verwendung der Anleiheerlöse zur Bezahlung
des Sachaufwandes beeinflußt in hohem Maße den Konjunkturablauf der Sachgüter produzierenden
 Industrien (Baugewerbe, Maschinenindustrie u. dgl.)J, .. 0...
Von besonderer Bedeutung ist die Verflechtung mit der Allgemeinwirtschaft beim Aus-Jandskredit
 der öffentlichen Hand. Durch Auslandsanleihen werden aus einer fremden Volkswirtschaft
 Mittel zur Deckung des Bedarfes der inländischen öffentlichen Körperschaften
herangezogen. Die Aufnahme der Kredite bringt einen Devisenzufluß und damit eine vorübergehende
 Entlastung der sogenannten Zahlungsbilanz, Die Verzinsung und Tilgung dagege”
bedeutet auf kürzere oder längere Dauer eine Belastung der finanziellen AuslandsbeziehungeN,
die letzten Endes nur durch eine Mehrausfuhr oder Mindereinfuhr von Waren ausgeglichen
werden kann. Hieraus ergibt sich die besondere Wichtigkeit einer »produktiven« Verwendung
der öffentlichen Auslandskredite.
        <pb n="204" />
        — 965 —-Vom

 Standpunkt der Gläubiger sind die Zinsausschüttungen auf öffentliche Anleihen
eine der wichtigsten Quellen des Renteneinkommens. Im Rahmen des gesamten Volksvermögens
 sind die Schulden, welche Reich, Länder und Gemeinden aufgenommen haben —
ebenso wie die Schulden der privaten Wirtschaft — Nominalausdruck desjenigen Teils der
Kapitalbildung, welcher auf dem Umweg über die Kreditgewährung an Dritte durch Umwandlung
 von Geldkapital in Sachkapital in Form von Gebäuden, Maschinen und sonstigen
Anlagen vor sich gegangen ist. In welchem Ausmaß und an welcher Stelle diese Geldkapitalien
 tatsächlich zur Neubildung von Sachkapital benutzt worden sind, ist aus den Angaben
über ihre Verwendung zu erkennen.
Die skizzierte allgemeinwirtschaftliche Bedeutung der öffentlichen Schulden kommt je-Joch
 nur dem Teil der Schulden zu, welcher von den öffentlichen Körperschaften auf den
Kreditmärkten in weitestem Sinn aufgenommen worden ist. Nur die »Schulden aus
Kreditmarktmitteln« kommen als volkswirtschaftliches Bindeglied zwischen der nominellen
 Geldkapitalbildung einerseits und der Sachkapitalbildung andererseits in Betracht,
und nur sie stellen eine Belastung des Geld- und Kreditmarktes dar, nicht dagegen die » Schulden
 aus öffentlichen Mitteln«, d. h. die Beträge, welche aus Kreditgewährungen
der öffentlichen Körperschaften untereinander (Reich an Länder, Länder an Gemeinden
usw.) herrühren. Diese entstammen zwei Quellen: aus Anleihen und aus laufenden,
zumeist ordentlichen Haushaltsmitteln. Soweit sie aus eigenen Anleihen der Kreditgeber
stammen, ist die aus ihnen für Geld- und Kapitalmarkt entspringende Belastung schon durch
die Schulden aus Kreditmarktmitteln erfaßt. Soweit sie dagegen aus Haushaltsmitteln
Rießen, sind sie keine Kreditmarktbeanspruchung, sondern ein Teil der Steuerbelastung der
Wirtschaft.
Bei der Bildung von Gesamtziffern der öffentlichen Verschuldung aller Gebietskörperschaften
 müssen deshalb die Schulden aus öffentlichen Mitteln ausgeschieden werden. Bei
der Betrachtung der Verschuldung der einzelnen Körperschaften dagegen bedeuten die
Kredite, welche an andere öffentliche Körperschaften geschuldet sind, genau so eine finanz-Wirtschaftliche
 Belastung für die kreditnehmende Körperschaft wie ihre Kapitalaufnahmen
auf den Kreditmärkten. Die Summe der Schulden der einzelnen Körperschaften je für sich
kann somit nur durch Addition der Schulden aus Kreditmarktmitteln und aus öffentlichen
Mitteln gebildet werden.
!.. Gesamtübersicht über die Schulden von Reich, Ländern
und Gemeinden‘)
a. Die Vorkriegsverschuldung
In der Vorkriegszeit ist eine zusammenfassende Erhebung über die Verschuldung von
Reich, Ländern und Gemeinden, wie sie erstmalig durch die Reichsfinanzstatistik für den
31. März 1928 erfolgt ist, nicht durchgeführt worden. Dennoch ermöglichen die für die Zeit
vor dem Kriege vorliegenden Einzelstatistiken eine zuverlässige Schätzung. Danach stellt
Sich die Gesamtverschuldung der“ öffentlichen Körperschaften im damaligen Reichsgebiet
Wie folgt dar:

Körperschaften

1908 | 1914
in Mill. 4

1908 | 1914
in vH a

5
A

Reich, ............ . 4.003,5 4917,9 162° 15,1
Bundesstaaten .....000000000000000 13.301,6 16 840,4 58,9 ME
Gemeinden und Gemeindeverbände ... 73636 | — 10800,0 BA
Summe.... | 246687 | 325585 | z00,0 | 2000
Die öffentliche Verschuldung betrug somit unmittelbar vor Ausbruch des Krieges
pe Clähr 32,6 Mrd, X. Der Hauptteil (ungefähr die Hälfte) dieser Schulden entfiel auf die
ündesstaaten, während die Gemeinden mit einem Drittel beteilixt waren. Auf das Reich traf
1) Einschl, der Gemeindeverbände.
        <pb n="205" />
        — 266 —
ein Anteil von ungefähr 15 vH. Gegenüber dem Stande von 1908 hat sich die gesamte öffentliche
 Schuld bis 1914 um 7,9 Mrd. A, also um durchschnittlich 1,3 Mrd. X im Jahr erhöht.
Gleichzeitig ist eine. Verschiebung in der Verteilung der öffentlichen Verschuldung auf die einzelnen
 Körperschaften festzustellen. Der Anteil des Reichs und der Bundesstaaten ist zurückgeyangen,
 während sich der Anteil der Gemeinden und Gemeindeverbände gehoben hat.
Das Anwachsen der Verschuldung ebenso wie die Verschiebung innerhalb der Körperschaften
 bedeutet die Fortsetzung einer Entwicklung, die auch für den Zeitraum von 1881
bis 1908 zu beobachten war. Für die Jahre 1881, 1891 und 1901 stehen Vergleichszahlen
über die Verschuldung von Reich, Bundesstaaten und Gemeinden über 10 000 Einwohnern
zur Verfügung. Diese Vergleichszahlen umfassen zwar nicht die Schulden der kleinen Gemeinden
 und der Gemeindeverbände, sie geben aber einen wichtigen Einblick in das Anwachsen
der Verschuldung und die Veränderung der Anteile von Reich, Ländern und Gemeinden,

Körperschaften

1881

1891

3 UT

1901 | 1908 | 1914
—m—A-—— - Krk
E 5 6

Reich e0.0.000000000000
Bundesstaaten .........
Gemeinden?) ...........
Summe....

267,8 ! 1317,8
5244,33 | 9 230,0
771,8 1 400,5
6 283,9 11 948,3

ın Mill, X
2395,7
10 796,7
3 097,7
16 290,1

|

4003,5 ! 4917,9
13 301,6 16 840,4
5295,7 7 775,0
22600,8 | 29 533.3

Reich s..0.0.0.000000000004
Bundesstaaten .........
Zemeinden!),.... ..
N Ohne Gemeinden unter 10000 Einwohner und ohne Gemeindeverbände,
Im Jahre 1881 bestand die öffentliche Schuld in der Hauptsache aus den Anleihen der
Bundesstaaten, neben denen die Schulden der Gemeinden und des Reichs wenig Bedeutung
hatten. Auch an der Gesamtzunahme der Verschuldung von 1881 bis 1914 sind die Bundesstaaten
 mit den weitaus größten Beträgen beteiligt. Trotzdem ist der Anteil der bundesstaatlichen
 Schulden an der gesamten öffentlichen Verschuldung von 83,4 vH im Jahre 1881
auf 57,0 vH im Jahre 1914 zurückgegangen, während.der Anteil der Gemeinden sich mehr
als verdoppelt, der Anteil des Reichs sich vervierfacht hat.
Diese Veränderungen gehen darauf zurück, daß einmal ein großer Teil der bundesstaatlichen
 Aufgaben, die vor 1870 durch eigene Anleihen finanziert worden sind, nach der Reichsgründung
 mehr und mehr auf das Reich überging, und daß ferner durch die wachsende Zusammendrängung
 der Bevölkerung in den Städten eine Verschiebung der bundesstaatlichen
 Aufgaben nach den Gemeinden hin eintrat, insbesondere auf dem Gebiet des Ausbaus
der lokalen Verkehrsmittel und der lokalen Versorgungsbetriebe.
b. Die Schulden am 31. März 1928
Der Gesamtschuldenstand
A Die Gesamtsumme der von den öffentlichen Gebietskörperschaften auf den Kreditmärkten
aufgenommenen Schulden belief sich am 31. März 1928 auf 14,6 Mrd. AM und zwar waren
daran beteiligt:
Reich .....
Länder .........
Hansestädte ...........0..000.
Gemeinden und Gemeindeverbände

in vH
4,8 11,0 14,7 17,7 16,7
83,4 | 77,8 | 66,3 58,9 | 57,0
12,3 11,7 19,0 23.4 26,3

7 130,7 ML, AM = 48,8 vH
297 } RO »
7»
Ho»
zusammen. ... 14 598,6 Mil. 7M —-- 100.0 vH

Dem Nominalbetrage nach ist die Verschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden am
31. März 1928 — bedingt durch die Geldentwertung — wesentlich geringer als in der Vorkriegszeit.
 Sie beträgt nur etwas mehr als 40 vH des Vorkriegsstandes. Bei einem Vergleich
zwischen Vorkriegs- und Nachkriegszeit ist aber zu berücksichtigen, daß der Gebietsstand
        <pb n="206" />
        267

des Reichs und der Länder: gleichfalls kleiner geworden ist. Weiterhin muß die starke Verschiebung
 der Zinskosten, welche sich. ungefähr verdoppelt haben, bei der Beurteilung der
öffentlichen Verschuldung in Rechnung gestellt werden. Ferner erscheinen die mit der Verselbständigung
 der Reichsbahn und Reichspost sowie staatlicher und städtischer Gas-, Wasserund
 Elektrizitätswerke usw. auf diese neugebildeten Rechtssubjekte übergegangenen Schulden
 heute nicht mehr als Belastung der öffentlichen Körperschaften.
Unter Berücksichtigung dieser Umstände kann man annehmen, daß die Verschuldungsgelastung
 von Reich, Ländern und Gemeinden schon am 31. März 1928 den Stand unmittelbar
 vor Kriegsausbruch wieder erreicht hatte. Die Kaufkraft der seit der Währungsstabilisierung
 neu zugeführten Kapitalien für den Kreditnehmer ist jedoch wesentlich geringer
als die der gleichen Beträge in der Vorkriegszeit.

- Übersicht 6
Die Schulden von Reich, Ländern und Gemeinden am 31. März 1928 &amp;gt;
in 1000 ZA

Art der Schulden

I. Altverschuldung ‚........
Il. Festwert- und Valutaschulden
 ....-III,

 Neuverschuldung
1. Auslandsschulden......
2. Inlandsschulden
a) langfristige.........
b) mittel-- und kurzfristige
 ...... .
Inlandsschulden zusammen
Summe d. Neuverschuldung
[V, Schulden aus Kreditmarkt-Mitteln
 insgesamt (Summe
Tbis ID ee
Desgl. in vHoası......0.
V. Schulden aus öffentlichen
Mitteln ..

VI. Gesamtverschuldung .....
Außerdem:
Ablösungsschulden für Neubesitze
 nern
Streitige Altverschuldung®)

Beich

Länder

Hanse- ı Gestädte!)
 meinden?)

Insgesamt

Desgl.
in vH

5

4

4 547 834,5

28 490,9 I

97 225,8

1 048 593,4

5722 144,5 |

39.2

| 011 958,1

32 280,6 '

39 758,6

89 591,7

1 173 589,0 |

8,0

383 907,7

511 912,3 1

219 063,9:

541 504,8

2.156 388,6

14,8

500 000,0

286 786,1 |

6095,9 I

2570 421,5

3 363 303,6

23.0

187 000,0

438 157,5
724 943,6
| 236 855,9

33 403,8 |
39 499,7 |
958 563.6

1.524 595,5
4095017,1 |
4.636 521,8

2183 156,8

15,0
38,0
598

687 000,0

1 570 907,7

5 546 460,4
7702 849,0

7 130 700,2
48,8

1297 627,4 |
89

395 548,0
27

5774 707,0
39,6

14 598 582,6 1
100,0

100.0

202 112,6

24 728,2

767 037,0 Is) [993 877,8]

7 130 700,2 |

1 499 740,0

420 276,2

65417440 153 02—

700 000,0 774,0 | 10 770,5 17 431,0 | 728 975,5 | —
Br 1522,0 86,0 | 80 324,8 81932,8 | —

4 Die inschl. ihrer Gemeinden. — ?) Einschl. Gemeindeverbände, — *) Vom Schuldner für berechtigt gehaltene Beträge.
Reklammerte Summenzahl enthält Doppelzählungen, vgl. u. S. 268.— *) Aufrechnung nicht möglich, vgl. o. 8. 265.
; Im Gegensatz zu den Verhältnissen in der Vorkriegszeit liegt heute das Schwergewicht
der öffentlichen Verschuldung mit 48,8 vH der Gesamtsumme beim Reich, das infolge der
Übernahme der Eisenbahnanleihen von den Ländern und infolge der Kriegsanleihen eine
hohe Altverschuldung, außerdem die zur Abtragung von Kriegslasten aufgenommene »Außere
Anleihe von 1994« (Dawesanleihe) mit 883,9 Mill, Z.% am Stichtag aufzuweisen hatte.
Umgekehrt sind die Länder durch den Fortfall der Eisenbahnanleihen wesentlich entlastet
worden, sodaß auf sie heute nur noch 8,9 vH der Gesamtverschuldung entfallen. Die Ver-Schuldung
 der Gemeinden hat trotz der Verselbständigung zahlreicher kommunaler Unter-Jehmungen
 relativ zugenommen. Ihr Anteil an der Gesamtschuld ist von rd. 33 vH im
Jahre 1914 auf rd. 40 vH im Jahre 1928 gestiegen.
        <pb n="207" />
        — 268 —
Von der Gesamtverschuldung entfiel auf die einzelnen Schuldenarten:
Altverschuldung ........ ; 5722,1 ML AM = 39,2 vH
Festwert- und Valutaschulden . m - 8,0 »
Ausländische Neuverschuldung 14,8 »
Inländische Neuverschuldung . 38,0 »
zusammen, ... 14 598,6 Mill. ZA = 100,0 vH
Nicht eingerechnet sind bei der Altverschuldung die Ablösungsschulden für Neubesitz und
die noch streitigen Altverpflichtungen.
Der bedeutendste Posten der Gesamtschuld entfällt mit 7 702,8 Mill. AA oder 52,8 vH
auf die Neuverschuldung, das sind die seit der Währungsbefestigung auf den Kreditmärkten
des In- und Auslandes neu aufgenommenen Schulden. Die Altschulden, das sind die durch
die Aufwertungsgesetzgebung wiederaufgelebten Markschulden, haben mit 5 722,1 Mill. AA
oder 39,2 vH noch einen sehr erheblichen Anteil an der Gesamtverschuldung, während die
Festwert- und Valutaschulden aus der Kriegs- und Geldentwertungszeit mit 1 173,6 Mill. AM
oder 8,0 vH an Bedeutung hinter den beiden ersteren Schuldenarten zurückbleiben.
Neben den auf den Kreditmärkten (im weitesten Sinne) aufgenommenen Schulden waren
die öffentlichen Körperschaften noch in beträchtlichem Ausmaß unter sich verschuldet.
Die Höhe dieser gegenseitigen Verschuldung (Schulden aus öffentlichen Mitteln) ist wegen
der bei einer Aufrechnung entstehenden Doppelzählungen nicht genau zu ermitteln. Der rechnerische
 Gesamtbetrag beläuft sich auf nahezu 1 Mrd. ZA und verteilt sich auf die einzelnen
Körperschaften wie folgt:
ReCE: erw eerreeren wa
Länder ..........
Hansestädte ...-..... $
Gemeinden und Gemeindeverbände .

202,1 ML ZA = 20,3 vH
947 » » = 2,5 »
2 7»
zusammen.... 993,8 MllL.Z£ % = 100,0 vH
Die Schulden aus öffentlichen Mitteln müssen, wie oben erwähnt, bei der Bildung der Gesamtziffer
 der öffentlichen Schulden außer Betracht bleiben, da sie nach außen keine Schulden
der öffentlichen Hand darstellen. Für die Betrachtung der Schulden der einzelnen Körperschaften
 sind sie jedoch den Schulden aus Kreditmarktmitteln hinzuzuzählen.

Die Formen der Neuverschuldung
In der Vorkriegszeit bestanden die öffentlichen Schulden vorwiegend aus Inhaberpapieren,
 die Reich, Länder und Gemeinden unmittelbar — nur unter Heranziehung eines
Emissionshauses — auf dem offenen Markt absetzten. Demgegenüber haben sich gegenwärtig
 die Formen der öffentlichen Geldbeschaffung grundlegend gewandelt.
Diejenigen Schulden, welche — im Wege der Wertpapierausgabe -— durch unmittelbares
Herantreten an den Markt und die Eigentümer der Geldkapitalien entstanden sind, d. h.
die Schuldverschreibungen, Schatzanweisungen und Schatzwechsel, machen nur noch etwa
43 vH der gesamten Neuverschuldung aus. Ausschlaggebende Bedeutung für die öffentliche
 Geldbeschaffung hat heute vor allem der Schuldschein sowie andere Formen der
Schuldverbindung mit den Gläubigern wie die Hypotheken und Kontokorrentkredite, auf
welche Schuldformen zusammen rd. 57 vH der Neuverschuldung entfallen.
Eine starke Verschiebung erfährt dieses Verhältnis der beiden Hauptgruppen von Schuldformen,
 wenn man die Auslandsschulden, welche 28,0 vH der Gesamtneuverschuldung ausmachen
 und die Inlandsschulden, welche mit 72,0 vH an der Gesamtneuverschuldung beteiligt
 sind, getrennt betrachtet. Von den Auslandsschulden sind rd. 88 vH Schuldverschreibungen,
 während bei den Inlandsschulden nur rd. 30 vH auf Schuldverschrelbungen,
 Schatzanweisungen und Schatzwechsel entfallen. Die Veränderung in den Schuld-[formen
 ist also hauptsächlich am inländischen Kapital- und Geldmarkt vor sich gegange?-
        <pb n="208" />
        269

Die Formen der Neuverschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden
Stand am 31. März 1928
in 1000.72

Form der Schulden

Reich |

Länder

Hansestädte!)


Gemeinden?‘


Übersicht 7

Insgesamt

Desgl.
in vH

7

1. Auslandsschulden
Einzelanleihen ..........
Anteile an Gemeinschaftsanleihen
 .......0.....
Anteile an Sammelanleihen
kurzfristige. ......0..0..0..
EN
Summe der Auslandsschulden
Desgl. in yYH.a.......,

2. Inlandsschulden
a) langfristige
Schuldverschreibungen. . .
Tilgungsdarlehen. .......
Hypotheken. ...........
Summe der langfristigen .
Schulden ........0.0.000004
Desgl. in vH.........
b) mittel- und kurzfristige
Schatzanweisungen. .....
Schatzwechsel u. Wechsel
Kontokorrentschulden .. .
Sonstige ......- “
Summe der mittel- und
kurzfristigen Schulden
Desgl. in vH.ı........
Summe der Inlandsschulden
Desgl. in vH.....,...
Gesamtsumme der Neuver-Schuldung..............

Desgl. in vH...........

883 907,7 1

375 484,5 I

142 833,9

3 610,1
132 817,7

76 230,0

383 907,7 ı

511 912,3 -

23,7

219 063,9
10,2

41,0

500 000,0

235 000,0
48 205,9
3 580,2

4 544,8

1 551,1

500 000,0
149

286 788,1 |
8,5

6 095,9
0.2

40 000,0

226 619,6
158 440,8
3 606,4
49 490,7

5 000,0
7 200,0

147 000,0

21 203,8

187 000,0 |
8,6
687 000,0 ı
12,4

488 157,5
20,1
724 943,6 |
18,1

83 403,8
1,5
39 499,7
0,7

1570907,7 | 1236 855,9 | 258 563,6
20,4 ı 16,0 | 3.4

316 957,4

66 625,8
127 914,1
21 774,2
8 233,3

541 504,8

25.1

381 138,1
739 429,2

449 854,2

2 570 421,5
76.4

13 000,0
100 987,8
316 033,7
094 574.0

1 524 595,5
69,8

4.095 017,1

78,8

4.636 521,8 |
60.2

1 719 183,5

66 625,8
131 524,1 ı
230 821,9 |
8 233,3

2 156 388,6
100,0

1 116 138,1
1792 180,0
454 985,5

3 363 308,6 ı
100,0

244 619,6 |
306 628,6 |
319 640,1 -
1 312 268,6

2188 156,8 |
100,0
5 546 .460,4 ı
100,0

7702 849,0
100,0

22,3

0,9
1,7
3,0
0,1

28,0

14,5
23,3
5,9

43,7

8,2
4,0
4,1
17,0

28,3

720

100,0

*) Einschl. ihrer Gemeinden. —?) Einsehl. Gemeindeverbände.

_ Diese Entwicklung steht im Zusammenhang damit, daß das Schwergewicht der öffentüchen
 Kreditaufnahme sich von Reich und Ländern nach den Gemeinden verlagert hat, die
1n der Gesamtsumme der öffentlichen Schulden in der Vorkriegszeit nur mit 33,2 vH, an der
Neuverschuldung am 31. März 1928 jedoch mit 60,2 vH beteiligt sind. Damit sind von den
öffentlichen Körperschaften gerade diejenigen die Hauptgeldnehmer geworden, welche — von
den Großstädten abgesehen — auch in der Vorkriegszeit den Emissionskredit nicht ohne
Weiteres in Anspruch nehmen konnten. Während bei Reich, Ländern und Hansestädten
Angefähr 85 vH der Schulden aus Schuldverschreibungen, Schatzanweisungen und Schatz-Wechseln
 bestehen, entfallen bei den Gemeinden auf die unmittelbare Kreditaufnahme auf
den offenen Märkten am 31. März 1928 nur 16.8 vH aller geschuldeten Beträge.
        <pb n="209" />
        — 270. —

Die Verzinsung der Neuverschuldung
Die Zinsbelastung, die Reich, Länder und Gemeinden für die bis zum 31. März 1928 neu
aufgenommenen Kapitalien zu tragen haben, berechnet sich auf einen Jahresbetrag von
etwas mehr als !/, Mrd. AA,

Übersicht 8
Die Verzinsung!) der Neuverschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden
Stand am 31. März 1928

Art der Schulden

I. Auslandsschulden. ......
[T. Inlandsschulden
Schuldverschreibungen
Tilgungsdarlehen ....
Hypotheken ........,
Mittel- und kurzfristige
Inlandsschulden insgesamt
Neuversehuldung insgesamt

Durchschnittlicher
Nominalzinssatz in %,

Jährliche Zinslast
in Müll, AM

Zeich | Kn-Hanse-

 | Gemeinstädte?)!
 den?)

Zu-3am-


6

Reich | Tän-Hanse-

 | Gemein-| a
{a 2 8
städte*) | den?) | men
10 | 11

a 8 14

5

r

228

7.000 | 6,278 | 6.118! 6.791|| 6.687

61,9 | 321] 13,4| 36,8|| 144,2

6,455
7,010 |
— 5,888 1
6,300 | 7,050

6,477
7,438
4,820
8,002
6,688 | 7,526 | 7,252 402,2
6297] 7,440|| 7,094 | 103,7 | 81,8| 16,0| 3449| 546,4

72,3
133,3
21,9
174,7

6,082 | 6,846
6E9P| Er

1) Bei den Schulden der Gemeinden unter 10 000 Einwohnern ist der Zinssatz nicht ermittelt worden. Bei der Bildung
von Gesamtzilffern sind jedoch .diese Schulden dadurch berücksichtigt worden, daß für die einzelnen Arten der Schulden der
Durchschnittszinssatz der nächsthöheren Größenklasse eingesetzt wurde. — 2) Einschl, ihrer Gemeinden. — %) Einschl.
Gemeindeverbände.

Im Vergleich mit dem Nominalbetrag der am 31. März 1928 geschuldeten Beträge bedeutet
dies einen durchschnittlichen Nominalzinssatz von ungefähr 7,1 °%.
Für die einzelnen Körperschaften ergeben sich merkliche Unterschiede in der Zinshöhe;
30 konnten die Hansestädte auf Grund ihrer wirtschaftlichen Beziehungen nach dem Auslande
 sich zu günstigeren Bedingungen Kredit verschaffen als die übrigen Körperschaften.
Am höchsten liegt der Durchschnittszinssatz mit fast 7!/, °, bei den Schulden der Gemeinden.
Die Höhe des durchschnittlichen Zinssatzes wird erheblich durch die Art der Schulden
beeinflußt. Im allgemeinen war der Auslandskredit billiger als der Inlandskredit. Bei den
Inlandsschulden ist die Schuldverschreibung die relativ billigste Geldbeschaffungsmöglichkeit
 geblieben. Der auffallend niedrige Zinssatz der Hypotheken ist darauf zurückzuführen,
daß hier auch zu sozialen Zwecken gegebene, verbilligte Hypotheken (Arbeitgeberdarlehen)
erscheinen, welche den Nominalzinssatz herabdrücken. Den höchsten Durchschnittszinssatz
haben naturgemäß die mittel- und kurzfristigen Schulden. Er überschreitet am 31. März 1928
bereits den Satz von 8 °/, und ist am höchsten bei den Gemeinden, bei welchen er 8!/, %/
ibersteigt.
Die gesamte Zinsbelastung, die den öffentlichen Körperschaften aus ihren Kreditmarktschulden
 erwächst, ist auf über 800 Mill. pro Jahr — nach dem Stand der Schulden am
31. März 1928 — zu veranschlagen.
Daran sind beteiligt:
das Reich mit...... ‚+ 815,0 Mill. ZA
die Länder mit ......... RA7 » 0»
die Hansestädte mit ............. 22.6 2 x»
die Gemeinden und Gemeindeverbände mit 402,2 » »
zusammen .„... 824,5 Mill. ZA
        <pb n="210" />
        Übersicht 9
Die Verwendung der Neuverschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden
nach dem Stande der Schulden am 31, März 1928
in 1000.72

Art und Form der Verwendung

Reich

Länder.

Hanse- '
städte1)

Ge- 1 amt | Desgl.
meinden?)! 5605261: a

6

;r

ı, Kriegslasten..........
2 Versorgungsbetriebe
Elektrizitätsversorgung .....
Gasversorgung .....0.00000000
Wasserversorgung. ..., .....

li. Art der Verwendung (Verwendungszweck)
.. 1088 695,2 |

}
191 551,1 |

1 1088695,2 ı 16,6

6, 750,0

314 550,4
114 935,7
103 216,6
582 702,7

506 101,5
114 935,7
109 966,6

7,7
1,7
1,7

Summe....
3. Wasserwirtsch. Unternehmungen
4. Verkehrswesen
Straßen, Wege, Wasserstraßen,
51 PN
Verkehrsunternehmungen ...
Summe....
5. Wirtschaftsförderung
Landwirtschaft?) ...........
Wohnungswesen ............
Sonstige .... 200
Summe. ...
6. Sonstige Verwaltungszweige
Vermögensverwaltung .......
Verschiedene Unternehmungen
Kommunale Anstalten und
Kinrichtungen .......0..0
Wohlfahrtswesen ...........
Bildungswesen. ....0.0..0..00
Sonstige ... _—_-Summe.
 ...
7. Kassenreserve und BetriebsmittelfondsS
 ..........0.0.0000044
Gesamtsumme der Beträge, für
die eine Verwendung im einzelnen
 festgestellt worden ist
3. Beträge, für die eine Verwendung
Nicht festgestellt ist:
Unterschied zwisch. Reinerlös
u, Nennbetrag der Schulden 45 380,0
Schulden der Gemeinden unter
10000 Einwohnern ....... _ 926 595,4
Sonst.(nichtaufgeglied. Beträge) 331,8 141027,8 1 —
Summe.... 45 711,8 | 36 010,0 ' 1044 760,8 | 1126 482,6 | —
Gesamtsumme. ... { | 570 907,7 | | 236 855,9 | 258 563,6 ı 4636 521,8 | 7702849,0 | —

191 551,1
230 .589,3

12,7
5,9
186

4,1
17,0
1,2

2,1
1,6
2,8
25

582 281,6 | 8,9

100.0

Unmittelbar verausgabt..........
Als Darlehen oder Beteiligung
Weitergeleitet an:
Private Wirtschaft ..........
öffentliche Unternehmungen
und Zweckverbände .......
Gemeind. u. Gemeindeverbände

2.

Form der Verwendung
| 308 124,0 | 689 662,1 | 237 386,9 | 3 518 955,2 | 5754 128,2 | 88.0

25 144,1 |

142 877,1 |

4045,8 |

264 851,4 |

436 918,4 |

6,3

56 351,2 |
25 011,7
346 214,3
nn 1546,8 | 771 352,4 | _772 899,2
| 1570 907,7 | | 236 855,9 | 258 563,6 | 4 636 521,8 | 7702 849.0 | -

470 611,2. 6,8
268 292,1 ' 3,9
1175 821,6 | 17,0

Summe....
Form d. Verwendung nicht festgest.
— Gesamtsumme. ...
4 Der inschl, ihrer Gemeinden. — ?) Einschl. Gemeindeverbände. — *} Einschl, Aufwendungen für eigene Betriebe. —
gen Beträge, für welche die Verwendung festgestellt ist.
        <pb n="211" />
        —
Dazu kommen für die Länder und Hansestädte zusammen noch rd. 15 Mill. 7.4, für die
Gemeinden und Gemeindeverbände rd. 27 Mill. A. Zinslasten aus ihren »Schulden aus
öffentlichen Mittelne.

‘Die Verwendung der Neuverschuldung.:
Insgesamt ist für einen Betrag von 6 576,4 Mill. ZA (85,4 vH der Neuverschuldung) die
Verwendung im einzelnen festgestellt worden. Hierbei darf angenommen werden, daß sich
die nicht erfaßten 14,6 vH — abgesehen von dem Ausnahmefall der Kriegslastenausgaben
des Reichs — annähernd gleichartig auf die einzelnen Ausgabezwecke verteilen. ©
Nach großen Gruppen gegliedert, ergibt sich folgendes Bild von der Verwendung der öffentjichen
 Neuverschuldung:

Verwendungszweck '

in Mill. AM

| in vH

3 DT

KriegslasteN ......00000000000000400L 1 088,7 16,6
Versorgung und Verkehr............. 990,1 80,8
Wirtschaftsförderung ................ | 467,0 22,8
Verschiedene Verwaltungszweige...... | 448,3 22,0
Kassenreserve und Betriebsmittel ..... 582,3 ; 8,8
Summe.... | 6 576,4 | 200,0

Nach Abzug der 582,3 Mill. ZA (8,8 vH) Betriebskredite und der 1 088,7 Mill. AM
(16,6 vH) Kriegslastenschulden (des Reichs) bleiben 4 905,4 Mill. ZA Neuverschuldung,
welche für die einzelnen Hoheits- (bzw. Kämmerei-) Verwaltungen und Unternehmungen
von Reich, Ländern und Gemeinden verausgabt worden sind.
Fast ein Drittel der gesamten Neuverschuldung (30,3 vH) diente dem Ausbau der Versorgungsbetriebe
 und des Verkehrswesens. Innerhalb des Gesamtbetrages, der von Reich,
Ländern und Gemeinden für Versorgung und Verkehr aufgewendet worden ist, entfällt der
größte Einzelbetrag (833,9 Mill. ZA = 12,7 vH) auf den Ausbau der Straßen, Wasserstraßen
 und Häfen, während die Verkehrsunternehmungen durch den Ausfall der verselbständigten
 Reichsbahn und Reichspost nur mit 391,9 Mill. Z.X/ = 5,9 vH beteiligt sind.
Für die Versorgungsbetriebe sind aus den Anleihen der Länder und Gemeinden insgesamt
731,0 Mill. ZA = 11,1 vH verwendet worden. Weitaus der größte Teilbetrag (506,1 Mill. ZA
= 7,7 vH) entfällt auf die Errichtung und den Ausbau der Elektrizitätswerke. Hieran sind
auch die Länder mit erheblichen Aufwendungen (191,6 Mill. A.) beteiligt, während Gasund
 Wasserversorgung mit ihrer mehr örtlichen Gebundenheit fast ausschließlich in der
Anleiheverausgabung der Gemeinden erscheinen.
1 467,0 Mill. AA = 22,3 vH der Neuverschuldung sind von Reich, Ländern und Gemeinden
 zur »Wirtschaftsförderung« verausgabt worden. Im Vordergrund steht hier als
völlig neuartige Aufgabe die Förderung des Wohnungsbaues, wofür insgesamt 1 121,2 Mill.
AM == 17,1 vH Anleihemittel verwendet worden sind. Der Hauptteil davon (791,5 Mill, ZA)
entfällt auf die Gemeinden, während Reich und Länder nur mit rd. 27 vH beteiligt sind.
Es verbleiben noch 1 448,3 Mill. ZA = 22,0 vH, welche für verschiedene Verwaltungszweige
 verausgabt worden sind. Hierunter fallen hauptsächlich die im engeren Sinne öffentlichen
 Aufgabengebiete, so die kommunalen Anstalten und Einrichtungen wie Kanalisation,
Feuerlöschwesen usw., das Schulwesen sowie die Krankenhäuser und sonstigen Zweige der
Wohlfahrts- und Gesundheitspflege, Der größte Betrag (424,0 Mill. ZA = 6,5 vH) entfällt
 auf die Vermögensverwaltung, d.h. in der Hauptsache auf die Beträge, die die Gemeinden
 zum Ankauf von Grund und Boden verausgabt haben. _
Zu einem großen Teil sind die öffentlichen Schulden nicht. unmittelbar verausgabt, sondern
als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet worden. Dabei handelt es sich zunächst
um Darlehen, welche Reich und Länder an die Gemeinden gegeben haben, zu einem großen
Teil sind aber auch Anleihemittel an die private Wirtschaft, namentlich zur Förderung des
Wohnungsbaues und der Landwirtschaft gegeben worden.
        <pb n="212" />
        273 —

Übersicht 10

Territoriale Aufteilung der Schulden von Reich, Ländern und Gemeinden
Stand am 31. März 19281)

Absolute Beträge in Mill. AM

Kopfbeträge in AM

Gebietsteile

Gejamt-





Anteil*) | Sohul- + Schulen
 s
an den ger der Ge-| Zu- MS
Schul- Länder | meinden| sammen gesamt
den bzw. | und Ge-| (Sp.4 (Sp.3
des Anteil®)' meinde- | und 5) | und 6)
Reichs | „20, ‚verdiesen
 ‘ bände

Schul- Schulden
 den
des der
Reichs ' Länder

Schulden

der Gemeinden'

und Ge- |
meindever-



Zu- insjammen!|
 gesamt
(Sp. 9 | (Sp.8
und. 10)! und 11}

&amp;gt;

4
x

A

3

10

u [ae

Üstpreußen .....
Grenzmark Posen-"Westpreußen
 ...
Brandenburg ....
Berlin ..........
Pommern .......
Niederschlesien. . .
berschlesien ....
Sachsen. ...... ..
Schleswig-Holstein
Hannover kW
Westfalen Venen
Hessen-Nassau .
Rheinprovinz ....
Sigmaringen IE
"Teußen zusammen. .

2 256 3491

257,8| 23,71 151,51 175,2!

433,0

114,25 10,511 6715|

77,66! 191,91

322 485
2 592 430)
4024 154
' 878 781|
3 132 198
1 379 408
277 476
. 519 365
3190 619
4811 219
2.39 871
7 256 978
71 840
8 120 173

38,0 3,5 25,2
296,2! 27,2 232,0
459,8 42,3/ 422,6
214,7 19,7| 134,1
357,9 32,9! 262,9
157,6 14,5 95,7
374,5 34,4 230,4
173,6 16,0) 191,2
364,5| 33,5! 250,4
549,7/ 50,6 437,4
273,9| 25,2| 319,6
329,1 76,3/ 1034,8
8,2 0,8 2,9
1355,4) 400,5! 3 790,8

28,7| 66,7
259,3: 555,5
464,9| 924,7
153,8| 368,5
295,8| 653,6
110,2! 267,8
264,91 639,3
207,1] 380,7
283,9 648,5
488,01 1 037,7
344,8, 618,7
1 111,1| 1 940,2
3,7 11,9
4191.4| 8 546.81

114,25/ 10,51| 75,83 86,34 200,59
14,25/ 10,511 89,50 100,01 214,26
14,25, 10,51] 105,03 115,54 229,79
14,25! 10,511 71,37 81,88 196,13
114,25 10,51| 83,92 94,43 208,68
114,25/ 10,51/ 69,36 79,87 194,12
214,251 10,51| 70,31] 80,82! 195,07
114,25 10,511 125,82 136,33 250,58
114,25 10,51| 78,48| 88,99 203,24
*14,25/ 10,51 90,92/ 101,43 215,68
‘14,25/ 10,51/ 133,35| 143,86 258,11
114,25/ 10,51| 142,59] 153,10 267,35
114,251 10,51] 40,90 a 165,66
114,251 10,511 99,45! 109,96| 224,21

Nordbayern __—_
Südbayern ......
Balz
dayern Zusammen...

3147 907|
3 299 932
931 758]
7 379 594)

359,7
377,0
106,5
343,2!

162,5|
170,3
4
380,9

239,4
207,9
88,8
536,0

401,8 761,5'
378,2 755,2
136,8| 243,3
916,9] 1 760,C

114,25]
114,25
114,25]
114.251

51,61| 76,04
51,61/ 63,00
51,61! 95,26
51611 72,64

127,65
114,61
146,87
124,25]

241,90
228,86
261,12
238.50

Ver a
Württemberg euer
er me
Chüringen. Ei fbhmes
essen Keane ran
Mocklenburg.
Schwerin Kern
Ydenburg Sa
 äunschweig N
pühalt . 76 ste
; A
AAN
Saldook „0 0ee
hm bu Tine ;

4 992 320|
2 580 235
2312 =
1 609 300
ı 347 279|

570,4
294,8
264,2
183,9
(53.9

137,5
26,2
102,9
83,7
21,0

515,8
204,2
287,1
119,5
180,2

553,4] 1 223,7
230,41 525,2
390,0 654,3
203,2 387,1
201,2 355,1

114,25| 27,54
114,25 10,15
114,25 44,50
114,25 52,03
114,25 15,57

103,33)
79,14
‘24,17
74,27
133,77

100,87]
89,29
168,67|
126,30
149,34

245,12
203,54
282,92
240,55
263.59

674 045
545 172
501 875
351 045
163 648
‚10.269
55 816
48 046

77,0
66,3
57,3
40,1}
18,7
A
6,4!
5.5!

50,2 33,3
28,5 36,6
27,9 28,6
18,5/ 22,9
8,0 8,4
10,1 7,1
1,2 1,7
0,5 79

83,5
65,2
56,6
41,4
16,4
17,2
2,9
2,7

160,5
131,41
113,9)
81,51
35,11
29,8
0
8,2

114,25]
114,25)
MS
114,25
114,25
114,25
114,25
114.25

74,49
52,35
55,63
52,67
48,93
91,37
21,26
10.41

49,40
67,17
57,07
65,20}
51,45
64,58
31,11
45.41

2
119,52
112,70
117,87
100,38
155,95
52,37
55.82

238,14
233,77
226,95
282,12
214,63
270,20
166,62
170.07

Änder (hrovinzen)
Zusammen...
Tansestägte |
Taburg Sie
men MN
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:0 791 279]

6 945,7)

1297,6| 5774,7| 7 072,3 14 018,0 114,25}

21,35| 94,99!

116.24

230,59

NE A) a ———

152 523
338 846!
127 9711

131,7
38,7
14,6

211,6 211,61 343,2
150,5 | 150,5 189,2
33,5 33,5 48,1

114,25
ee
114,25

183,56
444,19
261,57

183,56! 297,81
un 558,44
261,57| 375,82

Ünsestägte
Bm l62410619| 7 130,7)
62 410
Reichssumme. .

16192401 185,0l 895,5 | 895,5! 5ar

114 95! 244,26

244,26| 358,51
| 119,66) 233,91

| 7467,9) 14 598.6

I

) 6 Bar vn
Ohne Schulden aus öffentlichen Mitteln, — 2) Rechnerisch ermittelt auf Grund der Einwohnerzahlen und der Kopfbeträge.

"inänyen und Steuern
        <pb n="213" />
        274

Von der Gesamtneuverschuldung sind unmittelbar verausgabt worden 5 754,1 Mill. AA
= 83,0 vH. Davon entfällt der größte Betrag mit 3 519,0 Mill. A. auf die Gemeinden.
Weitergeleitet wurden insgesamt 1 175,8 Mill. AA = 17,0 vH und zwar etwa die Hälfte
(547,2 Mill. AZ.) von den Ländern und etwa ein Drittel (346,2 Mill. „Z.X) von den Gemeinden.
Von den weitergeleiteten Beträgen ging über ein Drittel (436,9 Mill. AM = 6,3 vH) an
die private Wirtschaft.

Die territoriale Aufteilung der öffentlichen Schulden?)
Die Höhe der öffentlichen Schuld und auch ihr Anwachsen ist innerhalb der einzelnen
Gebietsteile des Reichs sehr verschieden und hängt in erster Linie von den Aufgaben, welche
die Körperschaften zu erfüllen haben, ab. In der Übersicht 10 ist der Versuch gemacht
worden, die gesamte öffentliche Schuld nach territorialen Gesichtspunkten aufzuteilen, und
zwar ist für jeden größeren Gebietsteil (Land, Provinz) im Deutschen Reich zu den Schuldaufnahmen
 seiner Gemeinden (Gemeindeverbände) der Anteil an der Reichsschuld bzw. an
der Schuld des betreffenden Landes hinzugerechnet worden.
Auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, beträgt die Gesamtsumme der von Reich,
Ländern und Gemeinden auf den Kreditmärkten aufgenommenen Schulden 234 AA. In den
ainzelnen Ländern schwankt die Belastung zwischen 359.7. bei den Hansestädten und
etwa 170.7. bei einigen kleinen Ländern mit überwiegend ländlicher oder kleinstädtischer
Siedlungsweise (Waldeck, Schaumburg-Lippe). Von den größeren Ländern haben noch sehr
hohe Beträge Baden (283 AA), Hessen (264...) und das industriereiche sächsische Wirt-Übersicht
 11
Die Schulden von Reich, Ländern und Gemeinden am 31. Dezember 1929
in 1000.77

Art der Schulden

Reich

Länder

I. Altverschuldung.............
IL. Festwert- und Valutaschulden
[11I. Neuverschuldung
1. Auslandsschulden ........'
2, Inlandsschulden
a) langfristige ............
b) mittel- und kurzfristige
Summe der Inlandsschulden
Summe der Neuverschuldung
‚V, Schulden aus Kreditmarktmitteln
 insgesamt (Summe I
bis MD ae.
Desgl. in vH.............
V. Schulden aus öffentlichen Mitfer
 er reenE N n “m 139 065,9
VI. Gesamtverschuldung......... | 9.351 139,7 | 1.981 995,7 |

Hansestädte)


87 255,9
36 690,4

250 040,8

30 071,8
‚72 847,8

202 919,6
452 960,4

576 906,7
28

19315,3
596.222.0

Gemeinden?)


Insgesamt

3

ı 075 177,5
112 455,9

5 384 211,3
951 037,7

745 077,0

2 608 841,7

3 965 027,4
2.929 278,6

5 073 180,8
5 580 721,1

6 894 306,0
7 639 383,1

ı 653 901,9
4262 743,7
X

8 827 016,4 !20 597 992,6 |
42.9 | 100.0

1 112 640,1
9.939 656.5

2)[1271021,3]|
a

Desgl.
in vH

u

26,1
4,6

12,7

29,5
27,1
56,6
89.3

100.0

1) Einschl, ihrer Gemeinden, — *) Einschl, Gemeindeverbände. Bei den Gemeinden unter 10000 Einwohnern sind die
Beträge auf Grund der Ergebnisse bei den größeren Gemeinden geschätzt worden. -— 3) Die eingeklammerte Summe?”
zahl enthilt Doppelzählungen, vgl. o. 5.3268. — 14) Aufrechnung nicht möglich, vgl. o. 8. 265.

schaftsgebiet (245 .X.A). Gering ist die Verschuldung in Württemberg (204 AA), welches
wenig Großgemeinden aufweist. Auch in Preußen bleibt die Verschuldung mit 224 A. untet
dem Reichsdurchschnitt, was hauptsächlich durch die auf eine große Bevölkerungszahl
umgelegte Verschuldung des Landes bedingt ist. Die für Bayern festgestellte Zahl von 238 Ah
liegt deshalb ziemlich hoch, weil die Verschuldung des Staates durch besondere AufgabeP
(Ausbau der Wasserkräfte und Großschiffahrtswege) über den Durchschnitt der Staats
schulden angewachsen ist.

1) Ohne Schulden aus öffentlichen Mitteln.
        <pb n="214" />
        — 275. —

Innerhalb Preußens ist die Verschuldung infolge der verschiedenartigen ‘wirtschaftlichen
Struktur der einzelnen Provinzen sehr uneinheitlich, In der Rheinprovinz treibt die Anhäufung
 von industriereichen Großgemeinden die Verschuldungsziffer bis auf 267 A. hinauf.
Dem stehen — von Sigmaringen mit 166 .7.X abgesehen — die dünn besiedelten Gebiete
Ostpreußen mit 192 .7.% und Pommern mit 196 AM gegenüber, Die Verschuldung Berlins
bleibt, trotz der absolut hohen Summe, mit einem Kopfbetrag von 230 AM etwas unter dem
Reichsdurchschnitt.
Insgesamt zeigen die Kopfzahlen das schön’ in der Vorkriegszeit beobachtete Überwiegen
der Verschuldung im Westen und Süden Deutschlands.

c. Die Schulden am 31. Dezember 1929?)
‚Die gesamte öffentliche Schuld hat in dem Zeitraum vom 31. März 1928 bis 31. Dezember 1929
In starkem Maße zugenommen und belief sich am 31. Dezember 1929 — ohne die gegen-Seitigen
 Schuldbeziehungen -— auf 20,6 Mrd. AM. Die Steigerung beträgt rd. 6 Mrd. AM
der 41,4 vH des Standes am 31. März 1928, .
An der Steigerung der öffentlichen Gesamtschuld sind die einzelnen Körperschaften wie
‘olgt beteiligt:

Stand am 31. März 1928

Reich ........
Länder .......
Hansestädte .......... 2... ..
Gemeinden und Gemeindeverbände..

48,8 vH
8,9 »
2,7 »
De 30,6»
zusammen .... 14598,6 Mill. ZA = 100.0 vH

7130,7 Mil. „ZM =—
297.“

Zunahme April 1928 bis Dezember 1929
Reich 2.....0000000000 2220,4 Mill. AM = 31,1 vH
Länder ........... 545,3 » 42,0 »
Hansestädte ......... 181,4 45,9 »
Gemeinden und Gemeindeverbände . 3 052,3 52,9 »
zusammen .... 599,4 Mill. .Zw - ‘1,4 vH

Reich 2....0.0.0000000
Länder „............-Hansestädte
 ................0
Gemeinden und Gemeindeverbände

Stand am 31. Dezember 1929
351.1 Mil @4

Kal

"zusammen .... 20 598,0 Mill. „2.

U +

154 vH
. &amp;gt;»

00.074

Die stärkste Steigerung — rd. 3 Mrd. AM oder 52,9 vH — zeigen die Schulden
der Gemeinden, bei denen im betrachteten Zeitraum noch ein großer Teil des nach dem Wäh-"Uhgsverfall
 angestauten Kreditbedarfs zu decken war. Die Länder- und Hansestädteschulden
nd mit 545,3 Mil. AM = 42,0 vH bzw. 181,4 Mill. AM = 45,9 vH prozentual in un-S®fähr
 gleichem Ausmaß angewachsen, während sich die Reichsschuld um 2 220,4 Mill. AA
‘der 31.1 vH vermehrt hat.
Das Verhältnis der Anteile der einzelnen Körperschaften an der Gesamtsumme der
Ateditmarktschulden hat sich in entsprechender Weise verschoben. Der Anteil des Reichs
St von 48,8 vH am 31. März 1928 auf 45,4 vH am 31. Dezember 1929 zurückgegangen, während
“Ch der Anteil der Gemeinden von 39,6 vH auf 42,9 vH gehoben hat. Der Anteil der Länder
ind Hansestädte an der Gesamtsumme ist fast unverändert geblieben.

AR U
Di ;
® Schulden der Gemeinden unter 10 000 Einwohner sind geschätzt.
        <pb n="215" />
        — 276 —
Die Entwicklung der einzelnen Schuldenarten ist in folgender Weise vor sich gegangen;
Stand am 31. März 1928
5 722,1 Mill. 2A = 39,2 vH
11736 » » = 80 »
21564 » » = 148 »
5 546,5 » = 380 »
“0RRMIT 7 ff = 100,0 vH
Zu- bzw. Abnahme April 1928 bis Dezember 1929
..— 337,9MillL AA = 5,9vl
2226 » 7 = 190 »
452,5 = 21,0 »
107“ = 110,2 »
zusammen .... -+ 5999,4 Mill. AM = 41,4 vH

Stand am 31. Dezember 1929
5 384,2 Mill. ZA = 26,1 vH
951,0 » » = 46 »
2 608,8 » » == 12,7 »
.... 11653,9 » » = 566 »
zusammen .... 20 598,0 Mill. AM = 100,0 vH

Altverschuldung..........
Festwert- und Valutaschulden . .
Ausländische Neuverschuldung .
Inländische Neuverschuldung . .

Den stärksten Rückgang zeigen die Festwert- und Valutaschulden (— 222,6 Mil. AA =
19,0 vH), deren Anteil an der Gesamtsumme der Kreditmarktschulden damit auf 4,6 vH
yesunken ist. Die Altverschuldung ist absolut (— 337,9 Mill. ZA = 5,9 vH) zwar stärker
zesunken, ist aber an der Gesamtverschuldung immer noch mit 26,1 vH beteiligt.
Auslands- und Inlandsschulden sind in verschiedenem Ausmaß gestiegen. Die Inlandsschulden
 weisen mit 6 107,4 Mill. ZA Zunahme eine Steigerung um 110,2 vH auf und ihr
Anteil an der Gesamtverschuldung ist damit von 38,0 vH am 31. März 1928 auf 56,6 vH
am 31. Dezember 1929 gestiegen. Demgegenüber ist die Auslandsschuld mit 452,5 Mill. AM
Zunahme nur um 21,0 vH angewachsen und ihr Anteil an der Gesamtverschuldung ist infolge
des starken Zugangs an Inlandsschulden von 14,8 vH auf 12,7 vH zurückgegangen. Die Ursachen
 hierfür liegen hauptsächlich in der Versteifung der internationalen Kapitalmarktlag®
und in politisch bedingten Hemmungen der Auslandskreditaufnahme.
Eine Entwicklung, welche für die Verhältnisse am Geld- und Kapitalmarkt bezeichnend
ist, weisen die Inlandsschulden auf, wenn man sie in lang- und kurzfristige Schulden gliedert

Stand am 31. März 1928

Inlandsschulden
langfristige ...........
mittel- und kurzfristige...

3 363,3 Mill. AM = 23,0 vH
. 2182 » » = 150 x
zusammen .... 5546,5 Mill. AM = 38,0 vH
Zunahme April 1928 bis Dezember 1929

Inlandsschulden
langfristige ......
mittel- und kurzfristige...

2 709,9 MilL ZA = 80,6 vH
‚0... 33976 » » = 155,8 »
zusammen .... 6107,4 Mill. AM == 110,2 vH
        <pb n="216" />
        — 277 —
Stand am 31. Dezember 1929
Inlandsschulden
langfristige ...,.... ‚.... 6073,2 ML ZA — 29,5 vH
mittel- und kurzfristige........ . RB680"

Zusammen

7

Während demnach die langfristigen Inlandsschulden mit 2 709,9 Mill. ZA eine relativ
Seringe Steigerung von 80,6 vH aufweisen und damit ihren Anteil an der Gesamtneuverschuldung
 von 23,0 vH am 31. März 1928 auf 29,5 vH gebracht haben, sind die mittel- und kurz-[ristigen
 Schulden mit 3 397,6 Mill, Z.X Zunahme um 155,8 vH doppelt stark gestiegen.
Auch ihr Anteil an der Gesamtsumme der N euverschuldung hat sich von 15,0 vH auf 27,1 vH
last verdoppelt.
Der Anteil, welchen die einzelnen Gebietskörperschaften an dem Steigen der Inlandsschulden
 haben, ist sowohl bei den lanzfristigen, wie bei den mittel- und kurzfristigen Inlands-Schulden
 außerordentlich verschieden.
Bei beiden Inlandsschuldarten sind die Steigerungen beim Reich und bei den Hansestädten
Weitaus am stärksten. Während sich das Anwachsen aber bei den langfristigen Schulden auf
etwa das 3 fache (Reich) bzw. 5 fache (Hansestädte) noch in verhältnismäßig engen Grenzen
hält, stellt die Steigerung, bei den kurzfristigen Inlandsschulden beim Reich, verursacht
durch die angespannte Kassenlage des Reichs, auf etwa das 9 fathe des Standes vom März 1928
nen Ausnahmefall dar. Demgegenüber ist die Vermehrung der lang- und kurzfristigen
Inlandsschulden bei den Ländern und bei den Gemeinden relativ geringer,
Die Schulden aus öffentlichen Mitteln haben insgesamt eine Zunahme von 277,1 Mill, AM
erfahren, sodaß ihr rechnerischer Gesamtbetrag von 993,8 Mill. Z.X% am 31. März 1928 auf
1 271,0 Mill. AZ am 31. Dezember 1929 angewachsen ist. Auf die einzelnen Körperschaften
verteilten sich die Schulden aus öffentlichen Mitteln wie folet:

Stand am 31. März 1928

Reich...
Länder...........-Hansestädte
 ....... ...

202,1 MilL AM =
24,7
Summe .... 993,8 Mill. A.-Gemeinden

 und Gemeindeverbände ..

20,3 vH
2,5 »
22 »
100,0 vH

Stand am 31. Dezember 1929

Reich...........
Länder..........
Hansestädte ..

139,1 Mill. ZA = 11,0 vH
19,33 » » = 15».
1126» » = 815»
Summe .... 1271,0 Mil. ZA = 100,0 vH

Gemeinden und Gemeindeverbände ....

© Die Schulden aus öffentlichen Mitteln sind demnach bei den Ländern und Hansestädten
Kceblich zurückgegangen, sodaß ihr Anteil an der Gesamtsumme der Schulden aus öffent-„chen
 Mitteln von zusammen 22,8 vH am 31. März 1928 auf 12,5 vH am 31. Dezember 1929
ssunken ist. Bei den Gemeinden dagegen ist der Anteil von 77,2 vH auf 87,5 vH gestiegen,
daß die Gemeinden jetzt fast mit 8/. der Schulden aus öffentlichen Mitteln belastet sind.
        <pb n="217" />
        — 28 —
Die Entwicklung der öffentlichen Schulden
Zu- (+) bzw. Abnahme (—) der Schulden
Länder
Zu- bzw. Abnahme
in 1000 AA | “nv

Art der Schulden

Reich |
* Zu- bzw. Abnahme )
in 1000 7.4 |“ in vE

5

I. Altverschuldung ............
IX. Festwert- und Valutaschulden
IT. Neuverschuldung
1. Auslandsschulden ........
} Inlandsschulden
a) langfristige ...i.......
b) mittel- und kurzfristige
Summe der Inlandsschulden
Summe der Neuverschuldung
Schulden aus Kreditmarktmitteln
 insgesamt (Summe
I bis III) 2000000000000
{V. Schulden aus öffentlichen Mitteln
V. Gesamtverschuldung .........
. 4
1) Einschl, ihrer Gemeinden, — *} Einschl. Gemeindeverbände. Bei den Gemeinden unter 10 000 Einwohner sind die
zahl enthält Doppelzählungen, vel. o, S, 268, — 4) Aufrechnung nicht möglich, vgl. 0. 5. 265.

_ 2499 1 0— 18
“748,9 | — 2,8
+ 35 085,3 | + 6,9
+ 150 678,4 | “4 52,8
+ 360 727,5 + 82,8
+ 511 405,9 + 79,5
+ 546 491.2 4 442

2. Die Arten der Schulden
a. Die Altverschuldung
Unter Altverschuldung sind hier diejenigen Verpflichtungen von Reich, Ländern und Gemeinden
 (Gemeindeverbänden) zusammengefaßt, welche auf Grund des Ablösungsgesetzes
‘Gesetz über die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 16. Juli 1925) oder des Aufwertungs
gesetzes (Gesetz über die Aufwertung von Hypotheken u. a. Ansprüchen vom 16. Juli 1925)
oder auf Grund allgemeiner Vorschriften gemäß $ 242 BGB. durch Ablösung und Aufwertung
von Markschulden alterWährung entstanden sind. Die Altverschuldung ist somit eine recht
liche Folge der Aufwertungsgesetzgebung. Ein für die Aufgabenerfüllung der Gegenwart
‚erwendbarer Kapitalzufluß war mit ihrer Entstehung nicht verbunden. .
Am 31. März 1928 belief sich die Altverschuldung (ohne Neubesitz und streitige Schulden)
aller öffentlichen Gebietskörperschaften auf 5 722,1 Mill. AA und zwar entfielen davon auf:
Ablösungsverpflichtungen.................. 5 365,3 ML ZMX = 93,8 vH
Aufwertungsverpflichtungen .........0.0..050 356,8. » » = 62 »
Den Hauptanteil der Altverschuldung st&amp;amp;1lt das Reich (4 547,8 Mill, Z.4 = 79,5 v1)
infolge der Ablösung der Kriegsanleihen und der — mit den Eisenbahnen auf da$
Reich übergegangenen — Vorkriegsschulden der Länder. Bei den Ländern ist aus dem
letzterwähnten Grunde (von den Hansestädten abgesehen) die Altverschuldung ganz. gering“
fügig (28,5 Mill. ZA = 0,5 vH). Bei den Gemeinden, welche in größerem Umfange Hyp°
theken aufzuwerten und Vorkriegsanleihen und im Zusammenhang mit der Kriegswohlfahrtspflege
 aufgenommene Markschulden abzulösen hatten, macht die Altverschuldunz
1 048,6 Mill. AM aus, wovon ein Drittel (340,6 Mill. AA) auf Aufwertungs- und zwei Drittel
(707,9 Mill. ZA) auf Ablösungsschulden entfallen.
Zur Altverschuldung hinzuzurechnen sind noch Verbindlichkeiten aus der Ablösung vol
Neubesitz. Diese können jedoch von den Gläubigern nicht gekündigt, ihre Verzinsung kan?
zur Zeit nicht gefordert werden.. Sie sind nur beim Reich von größerer Bedeutung
(700 Mill. .@7./N. Berner sind noch zu berücksichtigen diejenigen Beträge. welche sich al

279

Übersicht 12

7om April 1928 bis Dezember 1929
vom 1. April 1928 bis zum 31. Dezember 1929
Hansestädte ?) ; Gemeinden ?) | ; Insgesamt
Zu- bzw. Abnahme Zu- bzw. Abnahme Zu- bzw. Abnahme
in1000 AM ) in vH in 1000 AM | in vH ‘ in 1000 AM | in vH

m

N

1f

3)

9969,9
3 068,2
30 976,9

— 10,3
— 77
+ 14,1
+ 398,3
+ 417,5
+ 413,7
A 75.2

+ 26 584,1 + 16
+ 228642 + 25,5
+ 203 572,2 | + 87,6
4 1.394 605,9 + 54,38
1 404 683,1 + 92,1
2.799 288,9 + 68,8
+ 3.002 881,8 + OE8

— 337 933,2 |
— 222551,3 |
L 452 453,1

— 6,0
— 19,0
+ 21,0
+ 80,6
+ 155,8
+ 210,2
+ 85.2

&amp;gt;
+

23 975,9
139 444,0
163 419,9
1 1943968

+ 2 709 877,2
+ 3.397 564,3
+6107441,5
+ 6 559 894.7

+

‘181 358,7 + 45,9
- 54129 — 21,9
175 945,8 + 41,9

+ 3.052 309,4 + 52,9
+ 345 603,1 + 45,1
32979125 + 52.0

+ 5999 410,0
*) [+- 277 143,5]
“u

+ 414

3eträge auf Grund der Ersebnisse bei den größeren Gemeinden geschätzt worden. — 3) Die eingeklammerte Summenndgültige

 Belastung aus zur Zeit noch streitigen Schulden ergeben werden. Diese können
nsgesamt zwischen 227,3 Mill. ZA und 81,9 Mill. Z.A liegen. Dadurch würde sich die Ablösungs-
 und Aufwertungsbelastung der öffentlichen Gebietskörperschaften auf ungefähr
81/. Mrd. 7 M erhöhen.

Die Altverschuldung von Reich, Ländern und Gemeinden
in 1900 AM

Übersicht 13

Art der Altverschuldung

Reich

Länder

Hanse- Ge- a Desgl.
städte?) | meinden?) in vH
eh

Ablösungsschulden !) ..... 244...
Aufwertungsschnlden ...........
Summe...
Desgl. in vH...
Außerdem:
\blösung von Neubesitz?).......
treitige Altverschuldung
a) Bewilligung der Schuldner...
b) Forderung der Gläubiger ....
ls zum 31. März 1928 waren von
der ursprünglichen Altverschul-Jung
 bereita getile® ......0....

4 547 834,5 |

Stand am 31. März 1928
16849,5 | 92705,6 | 707 946,9] 5 365 336,5 98,8
11 641,4 4 520,1 340 646,5! 356 808,0 6,2
28 490,9 97 225,8 |) 1048 598,4| 5722 144,5! 100,0
0,5 Ha 18,3 100,0
714,0 | 10770,5 17 431,01

4 547 884,5
79,5
"00 000.0

728 975,5 |
81 932,8 |
297 9251.1

86,0
264,7
252 1655 ) asso3l 46594 | 90 521,31

350 926,5 | —
Stand am 31. Dezember 1929
Altverschuldung insgesamt®) ... j 419 00 | 28 051,0 | 87 255,9 |*) 1.075 177,5 sas4211,0 | —
Desgl. in vH... ı 77,9 20,5 1,6 20,0 100,0

1 ‘ .
1) Einlösungsbetrag der Auslosungsrechte. — *) Nennbetrag. — *) Einschl. ihrer Gemeinden. — *) Einschl. Gemeinde-’erbände.
 Bei den Gemeinden unter 5 000 Einwohner ist nur die Summe der Altverschuldung festgestellt worden; diese ist
schätzungsweise auf Ablösungs- und Aufwertungsschulden aufgeteilt worden, — 5) Für die Gemeinden unter 10 000 Einwohner
Sind die Beträge geschätzt. — % Ohne Ablösung von Neubesitz und streitige Beträge.
        <pb n="218" />
        280 —
Bis zum 31. März 1928 hatte sich die ursprüngliche Höhe der Altverschuldung durch Tilgung
schon um insgesamt 350,9 Mill. AZ. verringert. Bis zum 31. Dezember 1929 ist der Stand
um weitere 337,9 Mill. AZ. zurückgegangen, so daß an dem letzteren Stichtag die Altverschuldung
 5 384,2 Mill. AM betrug, welche sich in fast der gleichen Weise auf die einzelnen
Körnerschaften verteilten wie am 31. März 1928.

b. Die Festwert- und Valutaschulden
Unter Festwert- und Valutaschulden sind diejenigen Schulden aus der Kriegs- und Geldentwertungszeit
 zu verstehen, welche von Anfang an auf eine andere Grundlage (fremde
Valuten oder Sachwerte) als auf Markwährung lauteten und somit durch die Geldentwertung
nicht betroffen wurden.
Insgesamt machten diese Schulden am 31. März 1928 aus:
Schweizer Valutaschulden deutscher Städte aus den
Kriegsjahren ......... ..... ......
Yalutaschulden des Reichs (während des Krieges in
Amerika untergebrachte Schatzanweisungen) ....... 94 » »
Schuld des Reichs an die Deutsche Rentenbank...... 782,6 » &amp;gt;»
Schuld des Reichs an die Reichsbank................ 1994 » &amp;gt;»
3. Festwertschulden von Reich, Ländern und Gemeinden 136,9 » »
zusammen .... 11736 Mill. AM.

Die hohe Schuld des Reichs bei der Rentenbank und Reichsbank ist im Zusammenhang
mit der Währungsstabilisierung (Darlehen zur Haushaltsanierung usw.) entstanden.
Von den eigentlichen Festwertschulden, d. h. denjenigen Anleihen, welche in den letzte?
Monaten der Geldentwertungszeit aufgenommen und auf eine wertheständige Grundlage
gestellt wurden, waren am 31. März 1928 — soweit erfaßt — noch 136,9 Mill. ZA geschuldet
Diese verteilten sich auf die einzelnen Körperschaften wie folgt:
Reich .. 20,6 Mill. A./” 14,6 vH
Länder....... 2AR 7 33,3 »
Hansestädte .......0.0.00000000004 39,8 29,2 »
Gemeinden und Gemeindeverbände ... .. 44,2 . 82,9 »
Summe .... 136.9 ML AZ = 100.0 vH

Ak Wertbasis für die Festwertschulden kommen in Betracht: Feingold, Roggen, sonstig®
Sachwerte (Kohle, Kali, Holz, Kilowatt) und fremde Währungen, wobei als Bewertung“
yrundlage fremdeWährungen überwiegen. In Millionen .Z.X, entfielen am 31. März 1928 auf
lie einzelnen Bewertungserundlaven:

Da

Schnldner »

Reich.. . Ve.
Länder ........-.
Hansestidlt ern RER EEIEN
Gemeinden und Gemeindeverbände

Summe....

Feingold | Roggen

Sonstige
Aachwerte

Fremde
Währunger

Zuagmmen

So
0,6 — Sn | 20,0 20,6
1 14,2 17,9 0,1 323
14,0 — — ' 25,8 39,8
| 10,1 8,2 0,5 44,2
| 40,1 | 2283 ! 260 | 46,5 | 136.9

Die Festwertschulden des Reichs lauten vornehmlich auf fremde Valuten (Dollar), hingege?
diejenigen der Gemeinden und Gemeindeverbände auf Feingold. Bei den Hansestädten über‘
wiegen zwar die auf fremde Valuten lautenden Anleihen, jedoch ist auch die Goldbasıs P
starkem Maße gewählt worden. Bei den Ländern treten Feingold und Valuten in den Hinter
yrund gegenüber Rorgen und sonstigen Sachwerten (Kali).
        <pb n="219" />
        — 91 —

Gegenüber dem Stande am 31. März 1928 sind die Festwert- und Valutaschulden am 31. Dejember
 1929 hauptsächlich durch Tilgungen beim Reich um 222,6 Mill. ZA = 19,0 vH
‚urückrerangen auf einen Betrag von insgesamt 951.0 Mill. AM.

c. Die ausländische Neuverschuldung
Von der gesamten Neuverschuldung in Höhe von 7 702,8 Mill. AM entfielen am 31. März
(028 2 156,4 Mill. 2.4 (28 vH) auf Auslandsschulden, d.h. auf solche Verbindlichkeiten,
lie unmittelbar oder durch Vermittlung von Banken im Ausland aufgenommen worden waren.
An der gesamten Auslandsschuld waren beteiligt:

Reich... 383,9 Mil. AM = 41,0 vH
Länder........... 511,9 23,7 »
Hansestädte .. .... 219,1 0,2 »
Großstädte .. 412,9 ul»
übrige Gemeinden und Gemeindeverbände.. 128,6 6,0 »

zusammen .... u .ı9,4 Mill... = 100,0 vH
Der größte Einzelbetrag entfällt mit 41,0 vH auf die »Äußere Anleihe« des Reichs von 1924
‚Dawesanleihe), die zur Erfüllung von Reparationsverpflichtungen diente. Länder und Ge-Neinden
 sind in ungefähr gleicher Höhe an der Auslandsschuld beteiligt (23,7 vH bzw. 25,1 vH).
Von den Gemeinden haben aber die Großstädte (Gemeinden über 100 000 Einwohner) mit
[9,1 vH weitaus den stärksten Anteil an der Auslandsschuld gegenüber einem Anteil von
5,0 vH der übrigen kommunalen Körperschaften. Der verhältnismäßig hohe Anteil der Hansestädte
 (10,2 vH) ist in den besonderen Auslandsbeziehungen der Stadtstaaten begründet.

Übersicht 14
Die Auslandsschulden (Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach Schuldarten
in 1000 AM

Art der Schulden

Reich |

Länder

Tansestädte
 1}

Großstädte


Übrige
Körperschaften“


Ins- Desgl.
zesamt | in
vH

©
x T
“a a

Änzelanleihen ..... 20000
Desel. in vH El
Temeinschaftsanleihen eK
‚ Desel. in vH KEEP KH
A Deeclanleihen „...00000000000
„Desgl, in vH EEE
Kurzfristige Schulden ........
SE
"nstige Schulden ............
N
Sesamtsumme ; Se
Desgl. in U
Desel, in vH der gesamten |
Neuverschuldung „02.0...

AUslandsschulden insgesamt. ... |
Desel. in vH ..... N

Stand am 31. Mär” 1928
383 Dal 375 484,5 | 142 833,9 |
51,4 21,8 8,8

309 684,1
18,0
31 705,6
47,6
55 882,2
42,5
14 700,0
6,4
110,7
87

72734 | 1 719 183,5] 29,7
0,4 . 100,0
34 920,2 66 625,8
52,4 100,0
72031,9 131 524,1
54€ 200,6
7074,22 230 821,9!
3,1 200,0|
7522,6 8 233,3]
913 100.0

3,1
6.1

3 610,1
2,7
32 817,7
57.5

76.230,0 '
33,0

10,7

383 907,7]
11.0:

511 912,3
23,7

219 063,9
10.2

412 8682,5
19.1

128 822,3 7156 388,6
6,0 | 1200,0|

100.0

56,3|

41,4 | 84,7 |

23,7 | 45 | ; 4 A

1 066 726,3| 546 997,6‘ | 250 040,8 | 603 059,2 | 142 017,8 | 2608 841,7| —
40,9 21,0 9,6 23,1 5,4 100,0 —

Stand am 31. Dezember 192921

3) Ei
Neinde u SChl. ihrer Gemeinden. — *) Gemeinden unter 100 000 Ei 1 'bä *) Für di
N unter 10 000 Einwohner sind die Beträge pen ADD 000 lohnen and Henne werhände, ) Für die Ge
        <pb n="220" />
        — 282 —
Unter den Auslandsschulden der öffentlichen Körperschaften stehen mit 79,7: vH die
Einzelanleihen weitaus an erster Stelle, Ganz allgemein kommt die Kreditform ‚der Inhaberschuldverschreibung
 nur für die im Auslande bekannten Kreditnehmer in Betracht.
Daher sind die Einzelanleihen, welche am 31. März 1928 im Umlauf waren, zu 51,4 vH vom
Reich, zu 21,8 vH von den Ländern, zu 8,3 vH von den Hansestädten und zu 18,0 vH von den
Großstädten aufgenommen worden, ;
Der Versuch, auch den Gemeinden und Gemeindeverbänden mit einem international
weniger bekannten Namen den Zutritt zu den ausländischen Kapitalmärkten zu ermöglichen,
ist mit den »Gemeinschaftanleihen« und den »Sammelanleihen» gemacht worden.
Von den Gemeinschaftsanleihen waren am 31. März 1928 noch 66,6 Mill. AZ = 3,1 vH der
Auslandsschuld im Umlauf; daran waren die Großstädte mit 47,6 vH, die übrigen gemeindlichen
 Körperschaften mit 52,4 vH beteiligt. An Sammelanleihen der kommunalen Kreditinstitute
 liefen am 31. März 1928 noch 131,5 Mill. ZA = 6,1 vH der Auslandsschuld um,
die sich zu 42,5 vH auf die Großstädte, zu 54,8 vH auf die übrigen gemeindlichen Körperschaften
 verteilten. Einen kleinen Restbetrag aus einer Sammelanleihe hat ferner ein Land
erhalten.
Die kurzfristige Auslandsverschuldung tritt mit 230,8 Mill. AA = 10,7 vH der Auslandsschuld
 gegenüber der langfristigen Auslandsverschuldung stark zurück. Hauptsächlich beteiligt
waren daran die Länder mit 57,5 vH und die Hansestädte mit 33,0 vH, während auf die Gemeinden
 insgesamt nur 9,5 vH (davon 6,4 vH Großstädte) entfielen.
Bis zum 31. Dezember 1929 hatten die Auslandsschulden insgesamt einen Stand von
2 608,8 Mill. A. erreicht, waren also um 452,5 Mill. .Z.4 oder 21,0 vH gestiegen. An dieser
Steigerung waren am stärksten die Gemeinden (+ 37,6 vH), und zwar wiederum hauptsächlich
 die Großstädte, beteiligt.

Übersicht 15 .
Die Auslandsschulden (Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden, gegliedert
nach Geldgeberländern und nach Zinssätzen
Stand am 31. März. 1928 in 1000.22

Geldgeberländer und Zinssätze

Reich

Länder

Hansestädte!)


Gemeinden a
ins- davon
ant2)| Großgesamt?)
 | agre

Ins- [Desglgesamt
 | m
vH

8

Geldgeberländer
Vereinigte Staaten v, Amerika
England .......00......000004
Holland .......0.00.000000004
„111 ET
Sonstige Länder ...... 4.00.
Summe. ..,
Zinssätze
311 3:
Zwischen 6 und 7% ......0-Pfr
 H 3 EMMA HEHERNHN EEE
Zwischen 7 und 8%. ....... |
8%, und darüber...........
Zinssatz nicht festgestellt ...
Summe. ...,
Durehschnittszinssatz in % . |

404 436,1
232 640,5
48 460,0
57 273,9
141 097.2

384 647,3
25 276,5
47 543,2
46 572,2
78731
511 912.3

163 210,4
40 860,0
3.99%6,1
5 997,4 |
519 063,9

883 907.7

883 907,7 |

245 722,5
218 996,3
23 500,9
11.092,7

147 960,0
11 130,0
59 973.9

1
883 907,7

12 600.0

511 912,3

lg 04 *O

7,000 | 6,278 | 6.118

369 734,9
197,2
44 778,6
(5011,7
14782,3 '

279 201,0
38 170,1
33 055,9
7 386,6
4 868.9

BA 504 RR

2126225

105 092,5
112 560,8
177 994,6
134 242,1
8 263,7
2251.0

104 510,2
111.006,8
40 572,7
35 882,2
710.7

504,9

412 682,5

6,79? | 6,922

322 028,7)
395 974,2}
49 777,9)
'24 855,2]
163 752,7

&amp;gt; 156 388.6

498 775,0|
342 687,1 '
145 377,0!
145 334,8!
8 2007|
{5 951.0

156 3Z69.E

KB 6S6 |

61,8
18,3
7,0
5,8
76

100.0

283,1
159
58,1
6,8
ot
0,7

4000

1) Einschl. ihrer Gemeinden. — *%) Einschl. Gemeindeverbände. — 3) Ohne Berücksichtigung der Schulden der Gemeind®®
ınter 10000 Einwohnern.
        <pb n="221" />
        283 —
Der Anteil der einzelnen Körperschaften an der Gesamtauslandsschuld stellt sich demnach
ım 31. Dezember 1929 wie folet dar:

Reich .......-Länder............

Hansestädte ................ =.
Gemeinden und Gemeindeverbände ........
Summe ....

66,7 ML AA = 40,9 vH
547,0 » » = 21,0 »
250,0 » » = 9,6 »
745,1 » 2». = 28,5.»
“02,8 Mill. Z2M — 100.0 vH

Unter den Geldgeberländern stehen die Vereinigten Staaten von Amerika weitaus an
rster Stelle (61,3 vH der Auslandsschuld). Dann folgen England (18,3 vH) und Holland
7,0 vH). Die in diesen beiden Ländern direkt untergebrachten Anleihebeträge sind jedoch
weit geringer; diese Länder haben ihre Bedeutung erst durch die Übernahme abgezweigter
Tranchen von Amerika-Anleihen erhalten. Der relativ hohe Anteil Englands erklärt sich vor
illem aus einer bedeutenden Tranche der Dawesanleihe sowie aus Anleiheaufnahmen der
Aansestädte und einiger Großstädte. |
Die Zinslast ist im Vergleich mit den inländischen Zinssätzen nicht als hoch zu bezeichnen.
Am höchsten stellte sich die Zinsbelastung für die Dawesanleihe und für die Beteiligungen an
Sammelanleihen, da bei letzteren außer dem Zinssatz von 7 °/; auch noch ein (im Inlande vernn
 Verwaltungskostenbeitrag von durchschnittlich '/, “/, an die Kreditinstitute zu
zahlen ist.

Von der Gesamtsumme der Auslandsschulden in Höhe von 2 156,4 Mill. ZA am 31. März
1928 ist für einen Betrag von insgesamt 2 064,1 Mill. AA die Verwendung im einzelnen
Tmittelt worden.
Sieht man von dem Sonderfall der Däwesanleihe des Reichs, welche für Kriegslasten (42,8 vH
les Gesamtbetrages) verausgabt ‘worden ist, ab, so hat die öffentliche Auslandsschuld zum
ößten Teil zur Finanzierung der Elektrizitätsversorgung und der übrigen Versorgungs-’etriebe
 Verwendung gefunden. Fast ein Viertel (501,2 Mill. A.) des aufgeteilten Gesamt-)etrages
 ist den Versorgungsbetrieben zugeflossen. Da die Versorgungsbetriebe hauptsächlich
Setätigungsgebiet der Gemeinden sind, so entfallen zwei Drittel der den Versorgungsbetrieben
‘ügeflossenen Auslandsmittel auf die gemeindlichen Auslandsschulden, ;
Weitere 803,9 Mill. AM = 14,7 vH. des aufgeteilten Gesamtbetrages sind von Ländern,
Hansestädten und Gemeinden für das Verkehrswesen verwendet worden. Hierunter fallen
2 erster Linie die großen Aufwendungen von Hamburg, Bremen und Preußen für den Ausbau
ler Seehäfen. Bei den Gemeinden handelt es sich hauptsächlich um die Kapitalversorgung
ler lokalen Verkehrsmittel. {
Eine weitere wichtige Rolle in der Verwendung der Auslandsmittel spielt die »Förderung
der Wirtschafte (148,0 Mill. ZA = 7,2 vH). Hier stehen im Vordergrund die Auslands-“lttel,
 welche das Land Preußen zur Kreditversorgung der Landwirtschaft aufgenommen
13%. Für den Wohnungsbau haben nur einige Länder, Hansestädte und Gemeinden Auslands-“lttel
 verausgabt (insgesamt 57,6 Mill. ZA).
Einen beachtlichen Teil ihrer Auslandsschulden (268,9 Mill. ZA = 13,0 vH) haben Länder
nd Gemeinden nicht selbst verausgabt, sondern. an wirtschaftliche Unternehmungen (zunet
 als Darlehen) weitergeleitet, Der größte Anteil der weitergeleiteten Beträge entfällt
uf die Versorgungsbetriebe (168,3 Mill. AZ.) und auf »Wirtschaftsförderung« (42,1 Mill. AM).
A sammenfassend ergibt sich, daß die Auslandsschulden der Länder und Gemeinden haupten
 ich dem Ausbau der Versorgungsbetriebe und der Verkehrsmittel dienten, d.h. der-Ben
 Wirtschaftszweige, welche bei der gegenwärtigen Wirtschaftsstruktur in erster Linie
solch gsgebiet der öffentlichen Hand sind. Sie haben weiterhin die Kapitalversorgung
a &amp;lt; Wirtschaftszweige unterstützt, welche wie die Landwirtschaft und der Wohnungsbau
7 mit besonderen Schwierigkeiten selbständig Auslandskredit heranziehen können.
        <pb n="222" />
        Zr.

Die Verwendung der Auslandsschuldern
Stand am 31. März

insgesamt
in vH der | in vH der
GET Neusumme
 der 4
festgestellten SE
: Beträge ung

verliedert nach

Verwendungszwecke
{(Verwaltungszweige)

in 1000 AA

Reich | Länder

"A

Li. Kriegslasten .......0...00000000000
2, Versorgungsbetriebe
. Elektrizitätsversorgung ..........
Gasversorgung ........0.000000000
Wasserversorgung .....0.0...00.00.000
Summe....
Desgl. in vH....
3. Wasserwirtschaftl. Unternehmungen
4. Verkehrswesen
Straßen, Wege, Wasserstraßen,
Häfen o.....000.0000000000000
Verkehrsunternehmungen ........
Summe....
Desgl. in vH....
5. Wirtschaftsförderung
Landwirtschaft .......0.0..000040
Wohnungswesen .....0...000000
Sonstige ......0.0000000 00000
Summe. ...
Desgl. in vH....

883 907.7 !

428

286

883 907,7

368 817,1
62 556,1
69 814,9
501 188,1
200,0
16 350,2

17,9 72,9
3,0 54,4
3.4 63,5
24,8 68,6

160 185,8

160 185,8
34,0
16 350,2

0,8 | 36,1

155 335,9
148 602,7
303 938,6
100,0

7,5 18,8
7,2 34,9
147 23,9

71 422,6
4 603,1
76 025,7
25,0

86 028,3
57 567,9
4 449,0
148 045,2
100,0

4,2 27,5
2,8 50}
02 6,4
28 96

82 644,4
12 365,0
2 502,5
97 511,9
65,9

6. Sonstige Verwaltungszweige
Vermögensverwaltung (insbesondere
 Grundvermögen) ........
Verschiedene Unternehmungen... .
Kommunale Anstalten und KEinrichtungen
 ‚..0..0.000000000000
Wohlfahrtswesen „.....0.0.00000007
SCHUlWESCN: 2 were
SONStik® aeseeeerneneenn nn
Summe....
Desgl. in vH....
7. Kassenreserve u. Betriebsmittelfonds
Gesamtsumme der Beträge, für die
eine Verwendung im einzelnen festgestellt
 worden iSt..............
Desgl. in vH....
8. Beträge, für die eine Verwendung
nicht festgestellt worden ist
Unterschied zwischen Reinerlös
und Nennbetrag der Schulden. .
Schulden der Gemeinden unter
10000 Einwohner ............
Sonstige (nicht aufgegliederte Be-ÜÄRe)
 are ennnnnK a 31 486,8
Summe.... 92 243,1
Desgl. in vH.... 100.0
Gesamtsumme.... 2156 388,6
Desgl. in vH.... ı 100,0
} Einschl. ihrer Gemeinden. —*) Einschl. Gemoindeverbänd e. —*\ Form der Verwendung nicht festgestellt. — *) ginschl

4 200,0
18 225,6

- 3 657,1
- 88,4
HH Fir 45,0
26 216,1
81,9
103 062,8

 D8D ——
Übersicht 16

(Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden
1928 in 1000 AM
Körperschaften

gegliedert nach Form der Verwendung
als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet an

Hansestädtel) | Gemeinden?)

unmittelbar
verausgraht

nrivabe öffentliche | Gemeindens]| zusammen
Wirtschaft Unternehmungen

— u —

10

11

a

13

208 631,3 208 279,2 2524,0 | 156 300,9
_— 62 556,1 62 014,8 294,2 247,0
6 750,0 63 064,9 62 626,5 — 7188,4
6 750,0 334 252,3 332 920,5 2818,2 163 738,4 | 1712,9
1,8 68,7 66,4 0,6 82,7 0,8,
163502 |

883 907,7

fl

160 537,9
541,3
7 188,4
168 267,6
83,6
16 350,2

78 863,5
10.521,5
89 385,0
29.4

5 049,8
133 478,1
138 527,9
45,6

155 275,9
130 673,7
285 949,6
94.1

60,0
17 928,9
17 988,9
6,9
723,0 | 8093,7
2 210,0 —
| 2938,0 | 80987
2,0 55

60,0
17 928,9
17 988,9
5,9

|

3 374,9
36 018,2 ]
1.946,6
41 839,7
27.9

9,0
9184,6

51 970,4
52 070,4
1.946,6
| 105 987,4
71,6

25 241,2
5 497,5
292,5
81 031,2
21,0

34 057,9
5 497,5
2 502,5
42 057,9
28.4

9.193,6
6,2

19.209,8
271,9

9 637,3
7 061,2

25 486,0
9 364,3

11 692,0

— | 7561,2
42177 284.7

7561,2
16 194,4

614,0
7 159,9
1.131,9
2 394,6
30 782,1
37.4
15 382.8

6 125,2
894,9
1 068,6
474,1
25 261,8
30,7 |
10011.1

6739,2
11 233,4
2 288,9
2.913,7
58 025,5
70,5
128 456.0

453,5 | 25,0 | —
565 Zr | zul
14,8 52 9,5

478,5

24 234,1
29,5

183 639,6 | 517 246,3
8,9 25,1

1 795 246,8
87.0

45 994,9
29

205 251,2
9,9

17 652,5
0,9

Il

268 898,6
13,0

f

24 243,6
17566,8 12) 17 566,8
I
— 224 669,7 | 31 486,8
35 424,3 24.258,55 |‘) 782072
a RA 26,3 5) 60,4
219 063,9 | 5415048 |9 18685441
10,2 | 251 |5 85,8
}
‘8
“S8chl, 17 566800 AA, für die die Form der Verwendung nicht festgestellt ist.

1319

14 214.6

1 197,0

18 945,9

+ 3534,3 14 214,6 1 197,0 185,9
3,8 15.4 138 20,5
VE
49 529,2 | 219 465,8 | 18 849,5 287 644,5
2,8 10,2 0,9 13,8
        <pb n="223" />
        — 286 —
d. Die inländische Neuverschuldung
Nach dem Stande am 31. März 1928 hatten Reich, Länder und Gemeinden insgesamt
5 546,5 Mill AA auf den inländischen Kapital-. und Geldmärkten aufgenommen. Die inländische
 Neuverschuldung übertrifft somit die Auslandsschuld erheblich und stellt mit
/2 vH den bedeutendsten Posten aller Schuldaufnahmen seit der Stabilisierung der Währung
Jar,
Übersicht 17
Die Inlandsschulden (Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach Schuldarten

in 1000.22

Gemeinden

Art der Schulden

Reich

Länder

Hansestädte?)


x

2 davon.
ins- .
zeamt2) Groß-Ins-




Desgl.
bin

R

An

Langfristige Schulden
Schuldverschreibungen .. .
Tilgungsdarlehen ........
Hypotheken .... „

Summe der langfristigen
Schulden .............
Jesgl. in vH ........000
Aittel- und kurzfristige
Schulden
Schatzanweisungen ......
Schatzwechsel und Wechsel
Kontokorrentschulden ...
SONStig® s0s0000000040000
Summe der mittel- und
kurzfristigen Schulden. .
Desgl. in vH .....0.0040.
Summe der inländischen
Neuverschuldung ......

Desgl. in YvHoo.........00
Desgl. in vH der Gesamtneuverschuldung
 „..ı..

Langfristige Schulden .....
Mittel- und kurzfristige
Schulden . -

Summe der inländischen
Neuverschuldung ......
Desgl. in vH... Ve

Stand am 31. März 1928

500 000,0[

235 000,0
48 205,9
3 580,2

— | 381 138,1!
4 544,81 ı 739 429,2]
1551.1] 449 854,2!

285 950,6)
313 563,8]
155 065.1

| 116 138.1 | 20,1
792 180,0 ) 832,5
454 985,5 8.2

500 000,0
149

286 766,1]
8,5

8 5 2 570 421,5/
0,2 76,4}

754 579,3]
22.4

8 363 208,6
100,0

80.6

40 000,01

226 619,6
158 440,8
3 606,4
49 490,7

5 000,0!
7 200,0)
"—
21 203,8!

13 000,0
100 987,8
316 033,7
094 574.0

10 000,0
27 729,9)
22 465,3
415 427.4

244 619,6
306 628,6
319 640,1
2199686

4,4
5,5
58
33.7

147 000.0

187 000,0)
8,6

438 157,5]
20,1)

38 403,8'
1,5‘

1 524 595,5|
69.8)

575 622,8
26,4

2183 156,8
100,0

294

687 000,0]
12.4)

724.943,6| 39 499,71 4 095 017,1] ı 330 201,91
18,7| 0,7} 76 24,0
15 al 88,3| ‚76,3

5 546 460,4 |
700,0 \

100.0

43.7|

72,0 |

Stand am 831. Dezember 1929)
437 464,5| 30 071,8| 3 965 027,4] 1 414 663,0]
1792 847.81 2 9929 9278 6] 1 443 002.1!

| 640 617,11

5073180,8 1 52,2

679 709,77

=o8 Bas ol

5580721,1 * 47,9

5 320 326,8! | 236 3495|
28.51 10.6

202 9196| 6898 306,0] 2857 665.1 11 653.901,9 | 2000
ET 50.2 24,5 100.0

4
1) Einschl. ihrer Gemeinden. — *}) Einschl. Gemeindeverbände, — 2 Für die Gemeinden unter 10000 Einwohner sind die
Zeträge geschätzt worden.

Die Bedeutung, welche die einzelnen Gebietskörperschaften für den Inlandskapita*
ınd Geldmarkt haben, ist eine grundsätzlich andere als beim Auslandskredit. Während die
5ffentliche Auslandsschuld im großen gesehen durch die Schuldaufnahmen des Reichs und
ler Länder (einschließlich Hansestädte) bestimmt wird, ist für die Höhe der Inlandskredit®
vor allem der gemeindliche Bedarf ausschlaggebend. Am 31. März 1928 waren an der In
Iandssehuld beteiligt‘
        <pb n="224" />
        287

Reich ......
Länder .............
Hansestädte ....
Gemeinden und Gemeindeverbände ......
davon Großstädte...

687,0 ML AA = 12,4 vH
724,9 » 131 »
39,5 0,7 »
NaR A 728 »
24.0

1... 28330,2
Summe .... 5 546,5 Mill. ZA = 100,0 vi
Nahezu %, der inländischen Kreditmarktbeanspruchung geht von den Gemeinden und
Gemeindeverbänden aus. Die Länder und vor allem das Reich sind mehr wegen der Höhe
ihrer Einzelemissionen als wegen ihres gesamten Bedarfs von Bedeutung. So hat z. B. die
Auflegung der 500 Mill.-Anleihe des Reichs den Anleihemarkt des Jahres 1927 nachhaltig
beeinflußt.
Innerhalb der Gemeinden geht die höchste Kreditnachfrage ‚von. den Großstädten aus,
auf welche rund ein Drittel der gesamten kommunalen Inlandskredite entfällt: jedoch sind
die Großstädte für den kommunalen Inlandskredit lange nicht von so großer Bedeutung als
für den Auslandskredit.
Hinsichtlich der Art und Zusammensetzung unterscheiden sich die Inlandsschulden
Sehr stark von den Auslandsschulden. Während bei den letzteren die langfristigen Verbindlichkeiten
 (fast 90 vH) weitaus vorherrschend sind, spielen bei den Inlandskrediten die mittelund
 kurzfristigen Schulden mit 2 183,2 Mill. ZA (= 39,4 vH der Inlandsneuverschuldung)
sine beträchtliche Rolle.
Neben diesem Unterschied in der Laufzeit besteht bei den Inlandsschulden auch eine weit-Sehende
 Differenzierung der Schuldform. Die Form von Inhaberpapieren (Schuldverschreiungen
 und Schatzanweisungen‘) haben nur 1360,8 Mill. Z.X = 24,5 vH. Die größten Teil-Seträge
 bilden die fast ausschließlich von Gemeinden aufgenommenen langfristigen Tilgungs-Jarlehen
 (1 792,2 Mill. ZA = 32,8 vH) und die mittel- und kurzfristigen Darlehnsschulden
( 312,3 Mill. ZA = 23,7 vH). Ansehnliche Beträge entfallen ferner auch auf die Wechselünd
 Kontokorrentschulden (zusammen 626,3 Mill. AM = 11,3 vH) und auf den Hypotheken-Kredit
 (455,0 Mill. AM = 8,2 vB).
Bis zum 31. Dezember 1929 hat sich die Inlandsneuverschuldung um 6 107,4 Mill. ZA
der 110,2 vH vermehrt und beträgt damit insgesamt 11 653,9 Mill. Z.A4. Die Zunahme geht
hauptsächlich anf die außerordentlich starke Vermehrung der mittel- und kurzfristigen
 Schulden, welche insgesamt um 3 397,6 Mill. AZ. oder 155,8 vH angewachsen
And, zurück. Diese starke Zunahme ist in erster Linie auf die in den letzten Jahren stets
ängespannte Kassenlage des Reichs zurückzuführen, dessen mittel- und kurzfristige Ver-Schuldung
 eine Zunahme von rd. 1'/, Mrd. .Z.4 aufweist. ,
Damit hat sich auch der Anteil der einzelnen Körperschaften an der Inlandsneuverschuldung
Verschoben; die Verteilung sah am 31. Dezember 1929 wie folgt aus:
3320,38 Mill. ZA = 28,5 vH
1236,33 » » = 106 »
202,9 » 1,7 »
Gemeinden und Gemeindeverbände ........ 6894,3 » 59,2 »
Summe .... 11 653,9 Mid
Die obenerwähnte Mannigfaltigkeit in der Form der Inlandsschulden drückt sich auch
in der Zusammensetzung der Gläubiger aus, Während sich bei den Auslandsschulden fast
Me ließlich die Form von Wertpapieren findet, tritt bei den Inlandsschulden der sogenannte
Ge ktkredite (rund ein Viertel der Gesamtsumme) gegenüber den bei Banken und privaten
aus Digern aufgenommenen Schuldscheindarlehen zurück, eine Erscheinung, welche sich
3 den Besonderheiten der gemeindlichen Schuldaufnahme erklärt.
) Ohne die am offenen Markt begebenen Schatzwechsel.
        <pb n="225" />
        -— 288 —

Jbersicht 18
Die Inlandsschulden (Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach Gläubigern und Zinssätzen
Stand am 31. März 1928 in 1000.72

Gemeinden

Gläubiger und Zinssätze

Reich

Länder

Hansestädte?)


ins- |
resamt 2?)

davon
Großstädte


Insresamt


Desgl.

in
vH

8

Gläubiger
Inhaberpapiere .............
Girozentralen u. Landesbanken
Eigene Sparkassen .........
Sonstige Sparkassen ........
Träger der Sozialversicherung
Sonstige öffentliche Versiche-TUNSEN
 ver rereeeene
Private Versicherungen .....
Hypothekenbanken .........
Sonstige Banken ...........
Sonstige Gläubiger .........
Gläubiger nicht festgestellt . .
Summe....

Zinssätze
Bis 6% ... 4.
Über 6 bis 5% - WER
Über 8 bis 10 .....
Über 10% eeseterrene res
Zinssatz nicht festgestellt ...

Summe....

500 000,0 -
ı 12 000,0 1

1175 000,0 |

887 000.0

512 000,0
175 000,0

687 000.0

533 995,9 »
4 36 704,4
59243,3 |

1.107,8
527,0
1 294,0
A2 711,7
15 779,3
3 580.2

794 943.6

182 198,9
513 253,4
28 872,8
619,0

724 943.6

5 000,0
906,1
1 463,0 |

6 700,0 |

. 000,0
3 650,0
| 682,8
3097,9

39 499.7

20 667,1
12 081,3
5 025,0
1 726,4

39 499,7

394 138,11
064 516,9]
294 935,1
79 092
224 916,1

295 950,61
303 844,7
89 973,0
11 718,2
55 454,3

1 433 134,0} 25,8
113221,3| 20,7
296 841,2| 5,#
79.043,7| 1,4
285 622,41 5,2

15 017,7!
36 403,3
319 092,0
328 247,7
135 137,8
{ 203 568,7
095 017.1.

1 263,0
13 248,4
19 196,8
216 504,5
57 983,5
55 065.1

22 825,5
36 930,3
321 386,0
379 609,4
367 599,8
210 246,8

0,4
0,7
5,8
6,8
6,6
21,8

330 201.5

546 460.4

ing 0

480 027,4
684 647,7
323 591,1
199 519,7
307 231,1

192 217,2! 1 194 893,3}
815 190,1] 2 384 982,4
294 M 857 488,4
28 665,8 200 138,7
— 9308 957,5

21,5
43,0
15,0
3,6
16,4
nn 0

ngF 017 1! 1 230 201.9

” 546 460.

%
Durchschnittszinssatz in %/, .| 6,082 | 6,846 | 6,661 | 7,588 | 6,929 | 7,208 | —
LLL A i
1) Einschl. ihrer Gemeinden. — *) Eiuschl. Gemeindeverbände, — ®) Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt. — *) Meist
Staatsbanken. — ®*) Reichspost. — *%) Ohne Berücksichtigung der Schulden der Gemeinden unter 10000 Einw.
Der Zinssatz der Inlandsschulden liegt, den Verhältnissen des deutschen Kapital- und
Geldmarktes entsprechend, über demjenigen der Auslandsschulden. ;
Durchschnittszinssatz nach dem Stand am 31. März 1928
Ausland . Inland
2... 7,000 6,082
6,2708 6,846
6,118 6,661
... 6,783 7,5383
insgesamt .... 6,686 7,203
Dabei ist außerdem zu berücksichtigen, daß die tatsächliche Verzinsung der Anleihen durch
den niedrigen Begebungskurs sich noch höher stellt, ;
Während die Verwendung der Auslandsanleihen zum überwiegenden Teil im Rahme?
der Versorgungsbetriebe erfolgte, wurden mit Hilfe inländischer Kredite die Bedürfnisse de!
Kämmereiverwaltungen, auf welche am 31. März 1928 2 836,0 Mill. AA = 51,1 vB
der Inlandsschulden entfallen, in stärkerem Maße befriedigt. Insbesondere sind dem Wohnungs-
 und Siedlungswesen (1 063,6 Mill. AM == 19,2 vH), dem Verkehrswesen (678,6 Mill
AM=12,2 vH) und dem Wohlfahrtswesen (292,4 Mill. ZA = 5,3 vH) beträchtlich?
Beträge zugeführt worden. Die für die Versorgungs- und Verkehrsbetriebe aufgewendetel
Beträge sind zwar nominell auch erheblich (473,1 Mill. AA = 8,5 vH), treten aber hinter
den übrigen Verwendungen, insbesondere bei den Gemeinden und Gemeindeverbändel
stark zurück.
        <pb n="226" />
        — 289 —

Übersi®ht 19

Die Verwendung der Inlandsschulden (Neuverschuldung) von Reich, Ländern und Gemeinden
Stand am 31. März 1928 in 1000 .XM

Art und Form der Verwendung

Reich

Länder

Hansestädte?!)


Gemeinden
z davon
insau]
 Be

Ins- }Desgl.
in
zesamt | vH

pn ' 8

ı. Gegliedert nach Art der Verwendung
A. Hoheits- und Kämmereiverwaltungen

Allgemeine Verwaltungen ..
Bildungswesen ‚......1.....
Wohlfahrtswesen ..........
Wohnungswesen ...........
Förderung der Wirtschaft ...
Verkehrswesen (Straßen, Wege,
 Wasserstraßen) ......
Kommunale Anstalten und
Einrichtungen ... ehe
Summe....'

62 888,6
135 801,5'
225 639,8
782 318,8
52 s22.0

16 DM
54 149,2]
39 118,9
297 &amp;gt;44
19 574,4

350 634,2
149 823,
292 436,2
063 596,8'
172 478,5

6,38
2,7
5,8
19,2
31

460 144.41 99 101.5]

678 609.6]

12.2

128 402,01 65 885,7]
£ 847 817.1| 8122422

128 402,0{
2 835 981 41

2,3
51.1

8, Vermögensverwaltung (insbesondere
 Grundvermögen) ...
Unternehmungen und Betriebe

Versorgungsbetriebe .......
Verkehrsunternehmungen ..
Sonstige... Wer
Summe....

4 583,3 |

1 164,6 |

1
885 176,4) 232 518,7]

390 924,3}

721

71 982,4
14794

31 365,3
15 884,0
38 246.23

883,1
995,6
‚878.8

198 450,4
154 565,5
235 480.0

68 717,71
78 816,4
‚00 243.5

229 815,7
243 315,0
339 201,3
812 382.01

4,1
4,4
8.1

/6 461.8

145 495,6

588 495.9

267 877

114.6

D, Kassenreserve und Betriebs-Mittelfonds
 Ser E rer REG
5. Art der Verwendung nicht
festgestellt ................
Summe A bis E....

77 589,8

120041,6 | 31691 | 253 025.4] 118 3385,11 453 825,4]

8,2

20 000,7 | 128943 | 1020 502,3| 99 228,2: 1053 397,2] 19,0
100,0

687 000,0 | 724 943,6 | 39 499,7 | 4 095 017,1] I 330 201.

2, Gegliedert nach Form der Verwendung
Vnmittelbar verausgabt ....... | 424.216,3 | 425 890,5 |
AS Darlehen oder Beteiligung
Weitergeleitet an:
Private Wirtschaft ‚.......
öffentliche Unternehmungen
and Zweckverbände .......
Gemeinden und Gemeinde-Verbände


35 007,9 | 3.018 036,2| 1 248 689,21 3 903 150,9] 70.4

261 892.1] 79 819.9

38738911 70

113,1 | 36666,4) 169,7] 2511454) 45

164 239,7 |!
962 782.7

60 566,1
299 053,1 |

29450 |

24636,9) — 1
323 195.3! 81 512.6)

Rn Summe....
Orm der Verwendung nicht festgestellt


249 442,61 4,5
887 977.21 16.0

2. 1546,8 | 753 785,5] 755 332,4] 18,6
Nesamtsumme. ... | 687 000,0 | 724 943.6:| 39499,7 ! 4 095 017.t! I 330 201.9| 5 546 A60 4! 100.0

——
) Kinschl, ihrer Gemeinden, — *) Einschl. Gemeindeverbände. — ®) Davon 204 787.5 Tausend AM für Kriegslasten.

Der weitaus größte Teil der Inlandsschulden wurde von Reich, Ländern und Gemeinden
weWittelbar verausgabt (3 903,2 Mill. ZA = 70,4 vH), während 888,0 Mill. ZA = 16,0 vH
die Ctgeleitet wurden, davon 387,4 Mill, ZA = 7,0 vH der gesamten Inlandsschulden an
© Private Wirtschaft.
“nanzen und Steuarn
        <pb n="227" />
        — 290 —
e. Die Schulden aus öffentlichen Mitteln
Neben der Verschuldung der öffentlichen Hand gegenüber der privaten Wirtschaft sind
Reich, Länder und Gemeinden in beträchtlichem Ausmaß unter sich verschuldet. Diese Beträge
 stellen für die einzelnen Gebietskörperschaften Schulden aus öffentlichen Mitteln dar.
Begründet sind die Schulden aus öffentlichen Mitteln darin, daß die finanzschwächeren
Körperschaften die ihnen durch die besonderen wirtschaftlichen Notstände der Nachkriegszeit,
 insbesondere auf dem Gebiete des Wohnungs- und Wohlfahrtswesens erwachsenen Aufgaben
 nicht ohne die Kredithilfe der daran gleichfalls interessierten übergeordneten Gebietskörperschaften
 durchführen konnten.
An der rechnerischen Gesamtsumme der am 31. März 1928 nachgewiesenen Schuldverhältnisse
 aus öffentlichen Mitteln von rd. 1 Mrd. ‚2. waren als Schuldner heteiligt:

‚0. 202,1 Mill. ZA = 20,3 v4
. 24,7 » » = 25 &amp;gt;»
Gemeinden und Gemeindeverbände ..... .... 7610 » » = W112 »
Summe .... 993.9 MilL_ AM == 100.0 yH

Reich .........-.
Länder .........0.01-.00-Hansestädte
 ...

Der Hauptbetrag der Schuldefi aus öffentlichen Mitteln entfällt mit 767,0 Mill, ZA =
77,2 vH auf die kommunalen Körperschaften, die als ausführende Organe die letzten Trägel
des Kreditbedarfs waren, und zwar sind es in erster Linie die mittleren und kleineren Gemeinden.,
 welche auf die Finanzhilfe übergeordneter Körperschaften angewiesen waren.

Übersicht 20
Die Schulden aus öffentlichen Mitteln von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach Gläubigern
Stand am 31. März 1928 in 1000.72.

Schuldner

Reich area
Länder ‚......... RB
Hansestädte!) ........0....04
Gemeinden über 10000 Einwohner
 und Gemeindeverbände
Gemeinden unter 10 000 Einwaohner
 .

Summe.... ı

EA A

Gläubiger

Ge-„fer

Reich !Länder?| nd
meinde-Yarhänd:


ZUammen


Hauszins-



Gläubiger
nicht |
festgestellt.

Ins- ‚Dose!
gesamt 2%

201 30 0
18617.21 91109

202 112,6
24 728.2

202 112,6)
24 728,2!

20,3
25

‚43 963.2| 221 144.5] 38 731.4* 403 830.

2023 875.1)

607 14a)

12

. a | 359322, 159 322,6! 16,0
361 104,1] 230 844.4] 38 731,6! 630 680,1! 203 875,1] 159 322,6! 993 877.61 109.9

1
1) Einschl. ihrer Gemeinden. — 2) Einschl. Hanzsestädte.

Das Reich tritt als Schuldner von öffentlichen Mitteln überhaupt nicht auf, dagegen I”
scheint es als Geldgeber (Gläubiger) der übrigen Körperschaften an erster Stelle. Von den
insgesamt 834,6 Mill. AA, bei denen der Gläubiger festgestellt ist, sind 361,1 Mill. AM av
Haushaltsmitteln des Reichs zur Verfügung gestellt. Davon ging mehr als die Hälfte wieder
an die Länder. Die Länder haben wieder, und zwar teilweise aus denselben Mitteln, Kreditt
in Höhe von 230.8 Mill. AZ. an die Gemeindeverbände und die Gemeinden gegeben.
        <pb n="228" />
        201 —

Übersicht 21
Die Schulden aus öffentlichen Mitteln von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach der Form der Verwendung
Stand am 31. März 1928 in 1000.7M

Form der Verwendung

Unmittelbar verausgabt.......
Weitergeleitet an
private Wirtschaft .........
öffentliche Unternehmungen u.
Zweckverbände ..........
Gemeinden und Gemeindeverbände
 ....

Summe....
Gesamtsumme. ...

Reich

Länder

12 088.4

[104 052,3

22092.5

63 879,4
190 024,2
202 [12.6 ı

Hansestädte
 1)

Gemeinden
iber 10 000
Einwohner
und
Gemeindeverbände


Gemeinden
unter
10 000
Einwohner ?)

Insgesamt


10 663,5

462 789.7

3) 485 541.6

13854,2 | 121 167,3

3) 2390728

a9 1 11132,4

3) 33 256,8

178,7 ! 12 625,0
14.064,7 | 144 924,7

?) 76 683,1
13) 349 013,6
24 728.2 | 6077144 | 15c%' 1 9938778

1) Einschl. ihrer Gemeinden. — 2) Verwendung nicht, festgestellt. — %) Ohne Gemeinden unter 10 000 Einwohnem.

Von den Schulden aus öffentlichen Mitteln sind 485,5 Mill. A. durch die Körperschaften
selbst verausgabt worden. Als Darlehen oder Beteiligung wurde der hohe Betrag von 349,0 Mill.
AM von den Schuldnern an andere Empfänger weitergeleitet. Man kann annehmen, daß
mit der Weitergabe der Kredite auch die Belastung mit dem Schuldendienst zum größten
Teil abgewälzt werden konnte. Als Empfänger dieser Darlehen erscheint an erster Stelle die
Private Wirtschaft, worunter, entsprechend dem Zweck der Kredite, vornehmlich gemein-Nützige
 Siedlungsgesellschaften, Baugenossenschaften, Landwirte, notleidende Privatunterüchmungen
 aller Art usw. zu verstehen sind. Sie haben zusammen mehr als zwei Drittel
Aller weitergeleiteten Beträge (239,1 Mill. A.) erhalten. Hierin kommt die eigentliche
Veranlassung der gegenseitigen Verschuldung der Körperschaften — Notstände der privaten
Wirtschaft — zum Ausdruck.
_ Der weitaus größte Teilbetrag, mehr als die Hälfte der Schulden aus öffentlichen Mitteln,
St für das Wohnungswesen verwendet worden (533,1 Mill. ZM = 54,0 vH). Von dieser
Gesamtsumme treffen die Hauptbeträge mit 165,4 Mill. ZA und 353,3 Mill. ZA auf
Länder und Gemeinden. Von den Wohnbaukrediten wurde wiederum mehr als die Hälfte
(294,6 Mill. AM) an dritte und vierte Schuldner weitergeleitet. davon allein 215,1 Mill. ZA
än die private Wirtschaft.
. Für die wertschaffende Erwerbslosenfürsorge wurden insgesamt 169,1 Mill. AA = 17,0 vH
der Schulden aus öffentlichen Mitteln verwendet. Der Hauptanteil entfällt hier auf die un-“lttelbare
 Verausgabung durch die (Gemeinden.
Neben diesen beiden Hauptverwendungszwecken spielen die Kredite für Wohlfahrtswesen
"It 23,4 Mill. 7.4 = 2,3 vE und die sonstigen Zwackkredite mit 108,9 Mill. ZA = 10.8 vH
MUr eine untergeordnete Rolle.

Die Bedeutung der Schulden aus öffentlichen Mitteln ist mit der allmählichen Beseitigung
der besonderen Notstände der Nachkriegszeit im Absinken begriffen. Bei den Ländern und
Hansestädten sind sie schon bis zum Jahresschluß 1929 erheblich zurückgegangen. Bei den
Gemeinden haben sie zwar noch zugenommen, jedoch ist die Steigerung wesentlich geringer
als hei den übrigen Schuldarten (vgl. 0. S. 277).
        <pb n="229" />
        — 202 —

)bersicht 22
Die Schulden aus öffentlichen Mitteln von Reich, Ländern und Gemeinden,
gegliedert nach Bestimmungszwecken
Stand am 3231. März 1928 in 1000 AM

Bestimmungszwecke

I. Kredite für Wohnungswesen
Unmittelbar verausgabt ............
Weitergeleitet an:
private Wirtschaft .............0.
Mfentliche Unternehmungen und
Zweckverbände ......00.000000000
3emeinden und Gemeindeverbände

Zusammen. ...
Summe L....

‚I.‘ Kredite für wertschaffende Erwerbslosenfürsorge

Inmittelbar verausgabt ............
Weitergeleitet an:
private Wirtschaft ...........0.000
öffentliche Unternehmungen und
Zweckverbände ......0...0..0.00000
Gemeinden und Gemeindeverbände

Zusammen. ...
Summe II....

III. Kredite für Wohlfahriswesen
Unmittelbar verausgabt ..........0.
Weitergeleitet an:
private Wirtschaft .............0,
öffentliche !Unternehmungen und
Zweckverbände ........0.0.000004
Gemeinden und Gemeindeverbände

Zusammen, ...
Summe IIl....

[V, Kredite für sonstige Zwecke
Unmittelbar verausgabt ............
Weitergeleitet an:
private Wirtschaft .............0.
öffentliche Unternehmungen und
Zweckverbände .....0.00.000.000000
Aemeinden und Gemeindeverbände

Zusammen, ...
Summe IV....

V. Verwendung nicht festgestellt!) ......
Summe I bis V....

Reichl Länder

Hansestädte)


Gemein- |
den 4)

Ins- 'Desgl.
in
yesamt | vH

i 088,4

1 664,3

235 774,0 |

238 526,7

91 893,1 |

12 728,8

110 508,4

215 130,3

18.921,38
53 537.0

6 970.6 |

18 921,3
60 507,6

164 351,3
165 az9.7 |

12 728,8 |

117 479,0
353 253,1

294 559,1

14 393.1 !

53% 085.8

520

912,3 |

‚870.1 1

148 872,4

152 655,7

. 683.7

2 691,8

4 375,5

2.333,3 |

7 452,4
2294.6

7 452,4
4 627.9

4 017,0
5929,3 | I 870.1 |

12 438,9
161 312,2

16 455,8
169 111,5

17.0

25284 |

13 431,7

15 960,1

201.6 *

4 840,5

5 042,1

594,0

178,7 *
394,0 380,3 ' 6 493,6
0] 200e! 10ms]

250,0
| 403,1

250,0
? 175,8

7 467,9
9z480| 2.3

9 087,7

4 600,8

54 710,7

78 399,1

10.475,5 *

923,7 |

3 126,6

14 525,8

3 171,3
7 415.2

31,9 |

3 429,9
1 956,6

5 633,1
2 371,8

21 061,9
30 149,6 | 5556,4 |

955,6 |

8518,1
73 223.8 |

20 530.7

a

108 929,8

10.8

1593226) 15,9
GR — am a
202 112.6 |%) 24 728,2 | 2) 607 714.4 ı 993 877,8 | 700-0

1) Gemeinden unter 10 000 Einwohnern. — *) Ohne Gomeinden unter 10000 Einwohnern. — *) Einschl. ihrer Gemeinden.
;} Einschl. Gemeindeverbände,
        <pb n="230" />
        9293

3. Die Schulden der einzelnen Gebietskörperschaften
a. Die Schulden des Reichs

Der größte Teilbetrag der öffentlichen Schulden, die Reichsschuld, belief sich am 31. März
1928 auf 7 130,7 Mill. ZA. Der Gesamtbetrag der Schulden des Reichs setzte sich wie folgt
zusammen:

I. Altverschuldung. . . ‚... 4547,8 ML ZA = 63,8 vH
II. Sonstige vor dem 1. April 1924 entstandene
 Schulden ... ‘0. 10120 » » = 142 »
IIT. Neuverschuldung
1. Auslandsschulden .............000. 883,9 » » = 124 »
2. Inlandsschulden .. 00 6810 &amp;gt;» » = 96»
Neuversehuldung insgesamt .... 1570,9 Mill, AM =— 22,0 vH
Summe IbisIX.... 7130,7 Mill. ZM = 100,0 vH

Den Hauptteil der Reichsschulden stellt mit 4 547,8 Mill. ZA = 63,8 vH die Altverschuldung
 dar, d.h. die Verpflichtungen, welche dem Reich durch das Gesetz über die
Ablösung öffentlicher Anleihen vom 16. Juli 1925 (Anleiheablösungsgesetz) auferlegt worden
sind. Von dem erstmalig im Juli 1925 erscheinenden Gesamtbetrag der Altverschuldung des
Reichs in Höhe von 4 800,0 Mill. A. sind bis zum 31. März 1928 durch Auslosung schon
252.2 Mill. Z.M getilet worden.

Unter den vor dem 1. April 1924 entstandenen Schulden, welche mit 1 012,0 Mill. AM =
14,2 vH am Gesamtbetrag beteiligt waren, sind die wichtigsten Beträge das Darlehen von der
Rentenbank (782,6 Mill. ZA = 11,0 vH) und die Schuld an die Reichsbank (199,4 Mill. AM
= 2,8 vH). Das Darlehen von der Rentenbank wurde dem Reich anläßlich der Gründung
 der Rentenbank im Oktober 1923 zur Haushaltsanierung in einer Gesamthöhe von
1 200 Mill.Rentenmark (zum Teil zu 6°, verzinslich, zum Teil unverzinslich) eingeräumt,
Die Schuld an die Reichsbank stammt aus einer im Jahre 1923 erfolgten Überlassung
von Devisen seitens der Reichsbank an das Reich zum Zweck der Durchführung besonderer
Maßnahmen zur Stützung des Markkurses, welche aus Anlaß des Ruhrkampfes erforderlich
wurden. Die 9,4 Mill. AA Dollarschatzanweisungen = 0,1 vH stellen den Restbetrag der
vor Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg in Amerika begebenen Schatzanweisungen
dar, deren Einlösung noch nicht vollständig beendet ist. Die übrigen Beträge der vor dem
L. April 1924 entstandenen Schulden stammen aus der Zeit, da das Reich die ersten Schulden
n fester Währung zur Deckung seines Kreditbedarfs und zur Schaffung eines wertbeständigen
Zahlunesmittels aufnehmen mußte.

Unter der Neuvers chuldung, welche 1 570,9 Mill. A. oder 22,0 vH der Gesamtschuld
Mismacht, steht an erster Stelle die »Äußere Anleihe von 1924« (Dawesanleihe), welche mit
383,9 Mill. A. oder 12,4 vH gleichzeitig den Anteil der Auslandsschulden an der Reichs-Schuld
 vom 31. März 1928 darstellt. Diese Anleihe sollte dazu dienen, Mittel zur Leistung
von Zahlungen, die im Vertrag von Versailles und dem Londoner Abkommen vereinbart
worden sind, zu beschaffen. sowie Devisen oder Gold zur Stützung der deutschen Währung
bereitzustellen.

Von den Inlandsschulden, welche mit 687,0 Mill. ZA oder 9,6 vH der Gesamtschuld an
Bedeutung hinter der Auslandsschuld 1928 etwas zurückblieben, entfällt der Hauptbetrag auf
die 500-Mill.-Anleihe von 1927 (7,0 vH). Fast der gesamte übrige Betrag (175 Mill. AM =
2,4 vH) bestand aus kurzfristigen Inlandsschulden. Von den Inlandsschulden dienten ebenfalls
192,8 Mill. ZA für Kriegslastendeckung, während der Rest für die allgemeine Aufgaben-°üllung
 verfügbar war.
        <pb n="231" />
        Öbersicht 28
Die Reichsschuld
Stand am 31. März 1928 und am 31. Dezember 1929

— 204 —

Art der Schulden

31. März 1928

in Mill. | j vH

[. Ablösungsschulden
Anleiheablösungsschuld mit Auslosungsrechten *)
" Sonstige vor dem 1. April 1924 entstandene oder
begründete Schulden
a) Darlehen von der Rentenbank .............
a) Schuld des Reichs an die Reichsbank ......
2) Auslosb. Schatzanweisung. d. Reichs v. 1923 »K«
1) Unverzinsl. Schatzanweisungen des Reichs »E«
e) Dollarschatzanweisungen des Reichs von 1923
:) Schatzanweisungen des Reichs von 1923 (Goldanleihe),
 fällig 1935 .......0.00000000000 00H
x) 6 prozentige Schatzanweisungen des Reichs von
1023, Säle LOSE vr r re Hr LENEFEMEEHS
h) Auf Dollar lautende Schatzanweisungen des
Reichs?) ....- SA
Summe IL...

4547,8 | 63,8

782,6
199,4
0,6 |

21,0
2,8
0.0

18.8 '

0.3

1.3

0.0 |

0,1 |
10120 | JE2 |

[IX. Neuverschuldung
L. Auslandsschulden (einschließlich mittelbarer)
a) Deutsche Äußere Anleihe von 1924 (Dawesanleihe)®)
 20.0
b) Für Rumänien ausgestellte unverzinsliche
Schatzanweisungen ®) .....0.00000000000000
71/, prozentiges Darlehen eines deutschen
3Bankenkonsortiums*?) „.....0.0000000000000
Summe der Auslandsschulden....
2. Inlandsschulden
a) Anleihe des Reichs von 1927 ...........
b) Kriegsschädenschuldbuchforderungen .....
e) 7 prozentige Schatzanweisungen des Reichs
von 1928 (Folge I u. II) und Schuldschein-TA

d) 7 prozentige Anleihe des Reichs von 1929
a) Meliorationskredit ......0..000.000000000000
©) 7 prozentige Schatzanweisungen des Reichs
‚tolpe 1) Von ED river
Summe (abis)....

883.9 |

12.4

383.9 |

12,4 |

500,0 |

7,0 |

12.0

na

512.0

»7a

Kurzfristige Inlandsschulden
Unverzinsliche Schatzanweisungen d. Reichs
Reichswechsel 0.0.
Betriebskredit bei der Reichsbank .......
Sonstige Darlehen®) ......... . 7m
Summe (gbisk)....
Summe der Inlandsschulden...,
Summe HI....
Zusammenfassung IbisIHI....

0,5
135,0 1,9
175,0 | 2,4
887,0 | 26
‚5709 ' ren

al

zn 7

Außerdem:
a) Anleiheablösungsschuld ohne Auslosungs-FeCHtE
 sererer er R RR RRRRERKRG
b) Sicherheitsleistungen ..

42.1

31. Dezember 1929

in Mil. | in vH

4 193.7

140

550,6
190,3
04

5,9
2,0
0,0

18.3

0,2
0,0

1,3

9.4

0,1

710.4

| 8,2

826,7

88

30,0

0,3

210.0

2,3
114

1 066,7

500,0
957.6

5,4
10.2

102,7
“83.0

1,7
2,0

132,2

1,4
20.1

| 875,6

10,2
4,0
117,1 1,2
144,7 | 15,4
8820,38 | 35,6
1387,41 | 46,9
S a——
351.4 | 100.0

743.2 -

|ı—

1) Der angegebene Betrag stellt den Einlösungsbetrag der Auslosungsrechte ohne Berücksichtigung der Zinsen, jedoch
unter Absetzung der ausgelosten Beträge dar, -— ?) Umgerechnet über Parikurs (und zwar: 1 $ = 4,20 AA, 1£ = 20,43 AH)
— 3) Ausgefertigt auf Grund des Gesetzes über das Abkommen zur Beilegung der finanziellen Streitigkeiten zwischen Deutschland
 und Rumänien vom 8, Februar 1929, — 4) Das den Kredit gewährende deutsche Bankenkonsortium hat die Mittel von
ımerikanischen Banken beschalit, Dieses Darlehen erscheint in den vom Reichsfinanzministerium verölfentlichten Übersichten
 über die Reichsschuld unter kurzfristigen Schulden (»Sonstige Darlehen«). — *) Ohne das unter III 1e aufgeführte
Darlehen. —®) Überschlägliche Ermittlung, da der Umtausch der alten Markanleihen noch nieht abreschlossen war.
        <pb n="232" />
        205 —

In dem Zeitraum vom 31. März 1928 bis 31. Dezember 1929 hat sich die Reichsschuld
 um 2 220,4 Mill. ZA auf einen Stand von 9351,1 Mill. AM erhöht. In der Zusammensetzung
 der Reichsschuld sind damit auch größere Veränderungen eingetreten. Der
Gesamtbetrag gliedert sich am 31. Dezember 1929 wie folet:

I. Altverschuldung. . . .„...x 4193,7 Mil, AM = 44,9 vH ( 63,8)!)
I. Sonstige vor dem. 1. April 1924
entstandene Schulden ........ 70.4 » » = 82 » (14,2)
(IT. Neuverschuldung
1. Auslandsschulden ; . 1.0. 10667 » » = 114 » ( 12,4)1)
2. Inlandsschulden ........... 3320,3 — RB = (9,6)
Neuverschuldung insgesamt .... 4387,1 77" mr 22,0)
Summe I bis 11 .... 93511 7" 0 vE /100.01-)

Die vor oder anläßlich der Stabilisierung entstandenen Schulden haben sich durch die Einlösung
 von Auslosungsrechten und die laufende Tilgung des Rentenbankdarlehens um zusammen
 595,7 Mill. 7. ermäßigt. Davon entfallen auf die Altverschuldung 354,1 Mill. AM,
Jeren Anteil damit auf 44,9 vH. der Gesamtschuld gesunken ist, und auf die sonstigen vor dem
L. April entstandenen Schulden 241,6 Mill. RAM, deren Anteil nur noch 8,2 vH ausmacht.
Dagegen hat sich die Neuverschuldung, trotz der Tilgungsraten einiger Schulden (Dawes-Anleihe,
 kurzfristige Darlehen), um 2 816,1 Mill. AA erhöht; sie ist jetzt mit 46,9 vH an
der Reichsschuld beteiligt gegenüber nur 22,0 vH am 31. März 1928,
Weitaus am stärksten ist die Zunahme, bei der inländischen Neuverschuldung, welche um
2 633,3 Mill. AZ. gestiegen ist und damit ihren Anteil an der gesamten Reichsschuld von
9,6 vH auf 35,5 vH erhöht hat. An dieser Steigerung sind die kurzfristigen Inlands-Schulden
 mit einer Zunahme von 1 269,7 Mill. 7. sehr stark beteiligt. Ihr Anteil an der
Gesamtschuld ist von 2,4 vH auf 15,4 vH am 31. Dezember 1929 gestiegen,
Den Hauptteil der kurzfristigen Inlandsschulden bilden mit fast 1 Mrd. RAM die unverzinslichen
 Schatzanweisungen. Das Reichswechselkontingent ist mit 375 Mill. ZA nicht
voll in Anspruch genommen worden (Höchstbetrag 400 Mill. A./). Das Anwachsen der kurzfristigen
 Inlandsschulden um mehr als 1'/, Mrd. AA spiegelt die Anspannung der Kassenlage
 des Reichs wider.
Die übrigen Inlandsschulden haben sich um 1 363,6 Mill. ZA vermehrt und sind dadurch
gegenüber 7,2 vH am 31. März 1928 jetzt mit 20,1 vH an der gesamten Reichsschuld beteiligt.
Die Vermehrung der langfristigen Inlandsschulden geht hauptsächlich zurück auf die Eintragung
 der Kriegsschädenschuldbuchforderungen?) im Betrage von 957,6 Mill. ZA und
auf die 7prozentige Anleihe des Reichs von 1929 im Betrage von 183,0 Mill. ZA. Hinzu-&amp;lt;ommen
 noch 102,7 Mill. AZ. 7prozentige mittelfristige Schatzanweisungen des Reichs von
1928 (Folge I und II) und 132,2 Müll A. Tprozentige Schatzanweisungen des Reichs von
1929 (Folge D).
Die Auslandsschuld des Reichs, welche am 31. März 1928 aus 883,9 Mill. ZA (Dawes-Anleihe)
 bestand, hat sich durch Tilgung zunächst auf 826,7 Mill. A. für diese Anleihe
Vermindert. Hinzugekommen sind jedoch 30,0 Mill. A. für Rumänien ausgestellte unver-Ansliche
 Schatzanweisungen?). und 210,0 Mill. .Z.A des 7'/,prozentigen Darlehens eines
deutschen Bankenkonsortiums. Die letztere Schuld ist formell zwar im Inland aufgenommen,
Wird aber, da das Bankenkonsortium, welches dem Reich als Gläubiger gegenübersteht, sich
den Darlehnsbetrag im Ausland beschafft hat, zu den (mittelbaren) Auslandsschulden getechnet.
 Im ganzen hat sich somit die Auslandsschuld um 182,8 Mill. ZA vermehrt und
"nen Stand von 1 066,7 Mill. 2. oder 11,4 vH der Reichsschuld erreicht. Sie ist damit
/Wär absolut gewachsen, ihr Anteil an der Gesamtschuld ist jedoch infolge der starken Zulahme
 der Inlandsschuld zurückgegangen.
Mi WG den Nolan 21 Mitn 1088 3 Ve, Mom Qyanta sur ande Karla dor
6n zur Beilegung der finanziellen Streitigkeiten zwischen Deutschland und Rumänien vom 8. Februar 1929.
        <pb n="233" />
        Gläubiger, Zinssatz, Laufzeit

A. Gläubiger
I Ausland. au 6s were nns

[1 Inland
1. Inhaberpapiere .......° 00.0000
2. Anstalten
Staats- und Landesbanken .....
Hypothekenbanken ............
Sonstige Banken ‚........0.000
Sparkassen .....0.0000000000000
Träger, der Sozialversicherung ..
Sonstige öffentliche Versicherungen
Private Versicherungen ...0....
Summe der Anstalten....
3. Öffentliche Gläubiger (Reich und
Länder) ....0..000000000 000000
4. Sonstige Gläubiger ............
5. Gläubiger nicht festgestellt .....
Inland zusammen.... "
Insgesamt. ...

— 296

Die Schulden der Länder und Hansestädte,
Stand am 31. März 1928

Länder

Preußen | Bayern ı

Sachsen | hd | Baden
BL
6

210 000,0 | 182 700,0

279225 | &amp;amp;

48 296,3

190 535,1 | 125 906,2 |

86 355,3 | 20000,0 '

33 094,6

— 340,6
— 30 000,0
— 14 780,3
_ | 45 120,9

519,0
3 000,0
1 999,8

1 020,5 1 404,0
“7 499,5 4 785,1
18 520.0 6 189,1

‘4518,8

129 309,3 | 14 927,0
| 27000,0
0,4 125,0
819 844,7 / 213 079,1
529 844,7 | 395 779,1

22 262,4 2 806,5
4 375,3 —
334,6 — —
131 847,6 28 995,6 | 65 795,0
159 770,1 28 995,6 | 114 091,2

11 181,5
7 000,0

— 207 —
Übersicht 24

gegliedert nach Gläubiger, Zinssatz und Laufzeit
in 1000 AM

Länder
Thü- | übrige ins- desgl.
ringen | Hessen | Länder || gesamt N ‚X 1)
Sn 9

Hansestädte?)
Ham- “ ins- desgl.
burg | Bremen | Lübeck | gesamt lin vH 1)
3 15 |_16

x
Seele Da

7810,1 | 351834

511912,3 | 34,5

103 860,0 | 104 073,9 | 11 130,0 |} 219063,9 | 583,8

56841,7 | 5583,1 | 61 976,1

580 292,0 | 39,1

76 112,7 | 28 970,3 | 13 280,9 || 118363,9 | 29,1

14220,0 | 30955 ı
4.045,3 |

36 704,4 |
3638,1 |
42711,7
2871,1 | 10262,1 59243,3
- 1.107,8 1.107,8
_ 527,0 527,0
170911 | 7141,8 | 35350,5 || 1439323 ı

17 528,4
3 638,1
2287,2

2,5
2,2
2,9
4,0
0,1
0,0
9,7

1.000,0 | 13 950,0
550,0 -
1.393,0 | 513,1
963,0 500,0
6 700,0

14 950,0 3,7
8 650,0 2,1
1 906,1 0,5
1 463,0 0,4
6 700,0 1,6

8 100,0

10 606,0 | 14963,1 | 8100,0 || 33 669,1

8,3

5670,0 | 6338,9 | 96170 |
— 7 404,0 |
9795,0| 14442 | 50124
89 397,7 | 19 508,0 | 119 360,0 ;
89397,7 | 27318,1 154 543,4

202 112,6 ]
45 779,3 *
15 711,6 |
987 827,7 |
‚ 499 740,0 |

13,6
3,1

13927,0 | 9997,7 | 803,6 ||
11 678,8 40| —
9 304,7 2 500,7 962,9 !'
121 629,1 56 435,8 | 23 147,4
225 489,1 | 160 509,7 | 34 277,4

247282! 6,0
11682,8 2,8
12 768,3
201 212,8 |
420 276,2 |

3. Zinssatz

Di rei EEE E HE
Über 6 bis 8 Yar00000000000 Krere ren
Über 8 getreu eek ea v4.
Zusammen. ...
Zinssatz nicht festgestellt ‚...........
Insgesamt. ...
Durchschnittszinssatz in %9 ........0.0

163 815,4
66 029,3

58 406,2
55 685,0
147170,1 | 28995,6 | 114 091,2
— 12 600,0 ı
395 779,1 | 159 770,1 |
6.428 | 6.5883

529 844,7

395 779,1 ı

529 844,7
5.341

28 995,6 | 114 091,2
6,629 6,398

&amp;amp;. Laufzeit
Langfristige Schulden:
Schuldverschreibungen ............ 180 811,6 61 282,2 - 65 096,3
Tilgungsdarlehen ........... 2.4... 15 140,3 9 701,2 4 785,1 6 347,6:
Hypotheken .........0.0.0000001000 Ce 11,0 nn
Summe der langfristigen Schulden .... 195 951,9 | 709945 | 47851 714488
Mittelfristige Schulden .............. 214693,0 115 827,2 | 70 779,8 | 2 210,5 9 447,4
Kurzfristige Schulden ............... _ 673386,3 84000,0 | 17995,8 33 200,0
Insgesamt .... | 529 844,7 | 395 779,1 | 159770,1 | 289956 | 1140912

1} Derjenigen Beträge, für die der Gläubiger bzw. Zinssatz festgestellt ist. — *) Einschl. ihrer Gemeinden, — 3) Einschlanter
 10000 Einwohner.

14.690,4 | 6912,6 | 26 098,4
57 667,3 | 20 405,4 115.993,9 ı
17040,0 | = — ı 12481,3
a
89397,7 | 273181 | 154 543.4

526 164,1 35,4
931 484,5 62,6
29 491,3 2,0
14871400 | 100.0

210478,2 | 89205,7 9978,7
14.286,8 | 70 304,7 19 270,8
25,0 — 5 000,0
224 790.0 | 159 510,4 | 34 249,5

309 662,6 |
03 862,3
5 025,0
418 549,8

74,0
24,8
1,2
100,0

89 397,7 | 27318,1 | 154 543,4
7.102 | 6240| 6,922 ||

12 600,0
1 499 740,0 |
6,512 |

699,1 999,4 27,9 |
225489,1 | 160 509,7 |34 277,4
) % 1
5,551 5,948 | 6,625 '

1 726,4
420 276,2 —
5,790 ——

51 801,7 583,1 63 789,9
28711 123281 17 849,8
181,0 277,4 | 3110,9
— LO 2774 | __3.110,9
54853,7 | 131808,5 | 84 750,5
17 504,0 7929,5 | 34 547,3
17040,0 | 6 200,0 | 35 245,7
89397,7 | 27318,1 | 154 543.4

656 563,4 43,8 256 197,8 60,9
83 639,9 5,6 35 227,0 8,4
3 580,2 0,2 1 551,1 0,£
743 783,6 | 149,6 292 975,9 69,7
494 938,8 88,0 i 21395,5 ! 2621,2 | 5702,1 ] ) 29 718,8 | 7,1
261 017,7 17,4 34 137,8 | 44 218,1 | 19 230,6 97581,5 | 23,2
1499 740,0 | 100,0 | 225 489,1 | 160 509,7 | 34 277,4 I 420 276,2 | 200,0

L * x 3
06 Tausend 2.4 Schulden, deren Laufzeit nicht untergeteilt ist. — 4) Unter Berücksichtigung der Schulden der Gemeinden
        <pb n="234" />
        — 298° —
b. Die Schulden der Länder und Hansestädte
Die 15 Länder wiesen am 31. März 1928 eine Gesamtverschuldung von 1 499,7 Mill. AM
auf, die drei Hansestädte eine solche von 420,3 Mill. Z.X. Auf den Kopf der Bevölkerung
betrug die Schuldenlast bei den Ländern rd. 25 AM, bei den Hansestädten, die neben ihren
staatlichen gleichzeitig vielfältige kommunale Aufgaben zu erfüllen haben, rd. 260 AM.
Von den gesamten Länderschulden entfielen auf Preußen allein 530 Mill. ZA oder mehr
als ein Drittel. Bayern, das besonders große Ausgaben für den Ausbau seiner Wasserkräfte
zu leisten hatte, folgt mit 396 Mill. ZA oder etwas mehr als ein Viertel der gesamten Länderschulden
 an zweiter Stelle. Mit einem über 100 Mill. A. liegenden Anteil treten ferner noch
Sachsen und Baden hervor. Die Prokopfbelastung ist im allgemeinen bei den kleineren Ländern
höher als bei den größeren. .
Von den Hansestädten ist naturgemäß Hamburg mit 225,5 Mill. AZ. absolut am höchsten
verschuldet. Jedoch treffen auch auf das viel kleinere Bremen 160,5 Mill. Z.A4, während
Lübeck nur 34,3 Mill. ZA aufweist. In diesen Beträgen sind neben den Schulden der Stadtstaaten
 auch die Schulden der zu ihrem Gebiet gehörigen kleineren Gemeinden (Bremerhaven,
 Cuxhaven usw.) enthalten (insgesamt 17,5 Mill. AM).
Bis zum Schluß des Jahres 1929 ist die Gesamtsumme der Schulden der Länder auf nahezu
2 Mrd. AM (1982,0 Mill. ZA), die der Hansestädte auf 596.2 Mill..Z2.X angewachsen.

a) Gläubiger, Zinssatz und Laufzeit ;
Der Gesamtbetrag der Länderschulden in Höhe von 1 484,0 Mill. A, für welche die
Gläubiger im einzelnen festgestellt werden konnten, setzte sich am 31. März 1928 zusammen
aus 511,9 Mill. AA (= 34,5 vH), welche an ausländische, und 972,1 Mill. ZA = 65,5 vH,
welche an inländische Gläubiger geschuldet wurden. Unter den Inlandsgläubigern standen
mit 580,3 Mill, ZA (= 39,1 vH) weitaus an erster Stelle die in Inhaberpapieren verkörperten
Schulden. Von den unter »Anstalten« zusammengefaßten Gläubigern, welche insgesamt
143,9 Mill. AM (= 9,7 vH) ausmachten, waren die wichtigsten die Träger der Sozialversicherung
 (59,2 Mill. ZA = 4,0 vH), die privaten Kreditbanken (42,7 Mill. ZA = 2,9 vH)
und die Staats- und Landesbanken (36,7 Mill. ZA = 2,5 vH). Außerdem spielte eine wichtige
Rolle als Geldgeber der Länder das Reich, welches den größten Teil der unter »öffentliche
Gläubiger« (202,1 Mill. AA == 13,6 vH) aufgeführten Beträge zur Verfügung stellte. Diese
Darlehen des Reichs an die Länder waren meist wieder zur Weiterleitung an dritte Empfänger
 bestimmt.
In den einzelnen Ländern wich die Zusammensetzung der Gläubiger von der dargestellten
durchschnittlichen Zusammensetzung zum Teil stark ab. Im größten Land, Preußen, verteilte
sich die gesamte Schuld nur auf drei Gläubigerarten: 210,0 Mill. ZA Auslandsschulden,
190,5 MiL AZ Inhaberpapiere und 129,3 Mill. AZ. öffentliche Gläubiger (Reichskredite).
Württemberg und Thüringen hatten keine Auslandsschulden, dafür waren in diesen beiden
Ländern die Inlandsinhaberpapiere (69,0 vH bzw. 71,2 vH) stärker an der Gesamtschuld
beteiligt. Die Staats- und Landesbanken wurden nur von Thüringen (14,2 Mill. AM)
und Hessen (3,1 Mill. AA) nennenswert in Anspruch genommen, während private Bankkredite
 vor allem von Bayern (30,0 Mill. Z./) und Baden (8,0 Mill. ZA) benutzt wurden.
Die Träger der Sozialversicherung kamen bei allen Ländern, außer Preußen, als Gläubiger
vor, am stärksten war ihr Anteil an der Gesamtverschuldung bei Württemberg mit rund
17,0 vH, am geringsten bei Thüringen mit 3,7 vH.
Bei den unter »übrige Länder« zusammengefaßten kleineren Ländern machte der Auslandskredit
 mit 35,2 Mill ZA weniger als ein Viertel des Gesamtbetrages der festgestellten Gläubiger
 aus, während auf die Inlandsgläubiger mehr als drei Viertel entfielen. Von den Inlandsgläubigern
 waren die Inhaberpapiere mit rd. 41,0 vH (62,0 Mill. ZA) an der Gesamtverschuldung
 beteiligt, was etwa dem Gesamtdurchschnitt der Länder entspricht. Der Anstaltskredit
 spielte bei den kleineren Ländern mit 35,4 Mill. AM = 23,5 vH im allgemeinen eine
weit größere Rolle als bei den größeren Staaten, und zwar traten bei den kleineren Ländern
neben den obengenannten Anstalten auch Hypothekenbanken sowie private Versicherungen
als Gläubiger auf.
        <pb n="235" />
        — 299 —

Für die Hansestädte war charakteristisch das Überwiegen der Auslandsgläubiger
(219,1 Mill. ZA = 53,8 vH), welches durch die verhältnismäßig starke Auslandsverschuldung
 von Bremen und Hamburg verursacht wurde, während bei Lübeck die Auslandsschulden
nur etwa ein Drittel der Gesamtverschuldung ausmachten. Darin drückt sich die enge
Verbindung der Hansestädte, insbesondere von Bremen und Hamburg, mit den ausländischen
Kapitalmärkten aus.
Nach der Laufzeit betrachtet, bestanden die Schulden der Länder insgesamt je zur Hälfte
aus langfristigen (743,8 Mill. ZA = 49,6 vH) und mittel- und kurzfristigen (756,0 Mill, ZA =
50,4 vH) Schulden. Von diesem Verhältnis wichen in stärkerem Maße nur ab Württemberg,
bei welchem die mittel- und kurzfristigen Schulden über 80,0 vH der Gesamtverschuldung
ausmachten, und Baden und Thüringen, in welchen beiden Ländern die langfristigen Schulden
äüberwogen.
Bei den Hansestädten waren die langfristigen Schulden mit 293,0 Mill. ZA = 70 vH
ausschlaggebend, gegenüber 127,3 Mill. AM = 30 vH mittel- und kurzfristiger Schulden,
Dieses Verhältnis erklärt sich aus dem starken Anteil der Auslandsschulden, welche fast ausschließlich
 langfristigen Charakter haben.
Bei den Zinssätzen, zu welchen die Schulden der Länder aufgenommen wurden, läßt sich
allgemein beobachten, daß der Durchschnittszinssatz bei den größeren Ländern infolge des
stärkeren Anteils der billigeren Auslandskredite niedriger liegt als bei den kleineren Ländern.
In noch stärkerem Maße als bei den Ländern prägt sich diese Tendenz bei den Hanse-Städten
 mit ihrem großen Anteil an Auslandskrediten, Altschulden und Festwertanleihen aus.
Die Durchschnittsverzinsung für ihre Schulden beläuft sich auf 5.790 ° /as während sich für die
Länderschulden ein Satz von 6,512 °/, ergibt.

ß) Verwendung

Von dem Gesamtbetrag der Länderschulden, dessen Verwendung festgestellt werden
Konnte, in Höhe von 1 401,6 Mill. „2. (Stand am 31. März 1928) wurden 815,4 Mill. AM
= 58,2 vH,zur Durchführung der Aufgaben der Hoheitsverwaltungen verwendet. Die größten
KEinzelbeträge entfielen hiervon auf Wohnungswesen (300,8 Mill. AM = 21,5 vH des Ge-Samtbetrages),
 Verkehrswesen (227,9 Mill. AA = 16,3 vH), Förderung der Wirtschaft
(189,2 Mill. AM = 13,5 vH) und Wohlfahrtswesen (60,8 Mill. AA = 4,3 vB). '
346,9 Mill. AM = 24,8 vH fanden Verwendung für die Unternehmungen und Betriebe,
insbesondere zum Ausbau der Versorgungsbetriebe (191,6 Mill. AA = 13,7 vH).
Als Betriebsmittelfonds zur Deckung laufender Ausgaben diente der verhältnismäßig
hohe Betrag von 222,3 Mill. AM = 15,9 vH der Gesamtverschuldung,
Bei den einzelnen Ländern sind innerhalb der Hauptverwendungszwecke zum Teil starke
Verschiebungen festzustellen, welche auf die besonderen Verhältnisse der betreffenden Länder
(wirtschaftliche Struktur, Anteil am besetzten Gebiet, Ausbeute von Wasserkräften, insbesondere
 für Elektrizitätsversorgung usw.) zurückzuführen sind. So hatte z. B. Preußen
besonders hohe Aufwendungen für die Landwirtschaft, Bayern und Baden für Elektrizitäts-Versorgung,
 das dichtbevölkerte Sachsen für den Wohnungsbau usw.
Unmittelbar wurden von den Ländern nur 762,5 Mill. AA oder 50,8 vH der Gesamtsumme
der aufgenommenen Schulden verausgabt, während insgesamt 737,2 Mill. ZA (= 49,2 vH)
an die private Wirtschaft (246,9 Mill. AA = 16,5 vH), an öffentliche Unternehmungen und
Zweckverbände (355,3 Mill. ZA = 23,7 vH) und an Gemeinden und Gemeindeverbände
(135,0 Mil. ZA = 9,0 vH) als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet wurden. Auch
hier sind bei den einzelnen Ländern in ihren besonderen Verhältnissen begründete Verschiedenheiten
 zu beobachten.
Bei den Hansestädten ist fast der gesamte Betrag der Schulden (385,0 Mill. AM =
92,0 vH) unmittelbar verausgabt worden. Für ein Drittel (138,7 Mill. ZA = 33,0 vH)
der Gesamtschuld konnte die Verwendung nicht festgestellt werden; es handelt sich hier
hauptsächlich um die Altverschuldung, welche bei den Hansestädten, im Gegensatz zu den
Ländern, einen starken Anteil an der Gesamtschuld hat.
        <pb n="236" />
        Art und Form der Verwendung

Art der Verwendung
A. Hoheits- und Kämmereiverwaltungen
Allgemeine Verwaltungen ...........
Bildungswesen ..........0.0.00000100444
Wohlfahrtswesen .......0.0.000000000000
Wohnungswesen ......000000000001000
Förderung der Wirtschaft ...........
Verkehrswesen (Straßen, Wege, Wasserstraßen,
 Häfen) ......00000000000000
Kommunale Anstalten und Kinrich-FUNgeN
 .00.000000000 10010 a RE
Summe....

B. Vermögensverwaltung (insbesondere
Grundvermögen) ......0.00000000.004

OD. Unternehmungen und Betriebe
Versorgungsbefriebe ...........00.00004
Verkehrsunternehmungen.............
Land- und forstwirtschaftliche Betriebe
Banken und Sparkassen .............
Sonstige Unternehmungen ...........
Summe. ...

D. Sonstige Verwendungen (insbesondere
KassenreservVe) .......0.0.0000001000
Summe A bis D....
E. Schulden, deren Verwendung nicht erfragt
 worden ist .....0000000000000004
F. Unterschied zwischen Reinerlös und
Nennbetrag 2.0000
Summe A bis F....

Form der Verwendung
Unmittelbar verausgabt ...........0..0004
Als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet
 an:
private Wirtschaft .,.....0..00000000
öffentliche Unternehmungen und Zweck-Verbände
 ..00.00000000 000000000 K 00
Gemeinden und Gemeindeverbände ...
Summe....
Form der Verwendung nicht festgestellt
Gesamtsumme. ...:

— 300

Die Schulden der Länder und Hansestädte,
Stand am 31, März 1928

Länder
Preußen | Bayern | Sachsen | Württem-| Baden
a

&amp;amp;
Be

3 063,9
5 245,0 7 000,1
924,0 | 25163,1
14693,0 | .32297,8
22457,9 31 345,9
87990,9 | 68 096,8

492,7
2 208,4
6 617,6
54 296,1 |
4 811,5

26 697,2
1.404,0 |

45,0

6 278,6
19 473,3
2 852,0
21 056,6

11 799,9 ı

831 310,8 | 166 967,6 . 80226,2 | 28 101,2 | 49 705,5

11,0

52 983,3
3 555,2
2 969,9
29 417,0
88 925,4

| 72338,1 |

28 734,1
11 576,7
606,8
3.193,3
14 546,0
58 6586,9 |

25 336,7
2 661,0

30 000,0 ]
20 716,0
123 054,1 |

13 020,5
41 018,2

67 336,3
187 572,5

92 822,2
882 843.8

18 822,4 .
157 716.6 28 101.2

17 874,0
108 597,7

23 199,2

7859,2 | 1283,38 |

94,6

190731 ‘ 55761 | 770,2 | 894,4 | 5398,9
599 844,7 3957791 159 770.1 | 28.095.6 114091,2

256 423,1

2132184 ı 63015,1 |

56 977,8

125 556,0 |

35 151,8
140 168,0
7 240,8
182 560.7

3700,0 | 4210,5
58278,0 | 24 785,1
34 777,0
96 755,0 | 28 995,6

23 425,5

80 919,4
66 946,3
273 421,7

31 181,7
2 506,2
57 113,4

529844,7 | 3957791 | 159770,1 | 289956 | 1140902

— 301 —
Übersicht 25

gegliedert nach Art und Form der Verwendung
in 1000.27

Länder
brige ıl Desgl. ı Ham- &amp;amp; Desgl.
Übrige "insgamt| = 5] nz | Bremen | Lübeck || Insgesamt | in 1)
100

NEE

Thürin- | Hessen
gen
8

432

13

14 215 1} 16
SG

1 455,7
1 347,2
8 776,5
19 256,8
4 698,6

— 9651,7
2664,9 | 3555,1
z— 13 008,6
6 535,8 | 27 548,9
7 469,5 | 14 183,0

14 709,0
22 020,7
60 768,4
300 798,9
189 222,2

1,0 13174 2145,9
26  1181,9 256,5
4,3 4633,0 4575,6
21,5. 28046,1 . 38 595,5
13,5} 5321,5 | 1223,7
16,3 | 394931 | 40 648,7 |

3 463,3
1 388,3
10502,8
69 355,2
6 545,2
80 141,8

1,8
0,5
3,9
25,9
2,4
29,9

1 294,2
2713,6

12 445,9

26 536.2

227 926,2

47 980,7

16 670,2 | 94483.4 | 815245,5 |

58,2 |

205,0 / 684,3 “
80 148,0 | 88130,2 | 4007,8 |

889,3
172 286,0

0,3
64,2

836,8 | 4200,0 | 3885,6 | 8933,83

o61

10 736,3 | 9416,8 | 985,0 ı

21 138,1

79

7806,9 | 2166,7 |
65,0 =
' 449,3 277,4
. 4 710,2
160,0 | 1083,4
9 481,1 8 237,7

2185,3 '
2 629,2
4 072,7
250,0
8 430,3 |
17 567,4 |

191 551,1 13,7 * 6750,0. 512,5 0—
20 487,0 1,51 9402,4 359,1 | 1643,0
9.376,2 0,7 376,0 | — 466,8
38 153,5 2,7 — 113,1 | —
87 373,2 6,2 237,8 31224 73,8
346 940,9 ; 24,8 | 16766,2 | 41071 | 21838.6

7 262,5
11.404,6 |
842,8
113,1
3 434,0
23 057,0

2,7
4,3
0,3
0,0
1,8
8,6

13 216,4 | 2.000,0 '
5151 | 311079

18 213,5 |!
(34 149,9

280 284,9 |
1 401 604.7

16,4 1
100.0

23 313,3 | 10 143,7 | 18 207,7
{30 963,8 | 111 797,8 | 25 284.1

51 664,7 |
268 145,7

19,8
100,0

{2415,7 | 749,9 |

15 669,8 ||

60 771,5

84 537,7 |

45 396,0 | 8777,0

138 710,7

5 466,9
39 397.7

— 4539,7! 4723,9! 37 363,8
273181 | 154 543,4 1499 740,0

99876 | 3215,09 | 116,3
225 489,1 160 509,7 | 34 277.4

18 419,8
420 276,2

SO 892,0

146431 | 107 351,6 Il

#62 521,9

50,8

205 139,6

148 284,5 | 31 610,6 |

285 034,8 |

92,0

12049,4 |] 3211,7 | 2638,91 17,900,0 |
23,7 7 557,4 145,0 — 7 702,4
9,0 178,7 7913,5 — 8 092,2 1
49,2 1 19785,5 | 11270,2 2638,9 | 33 694,6 |
|
- - - — 564,0 | 954,9 | 27,9 1 546,8
|
89 397,7 27 318,1 | 154 543,4 || ı 499 740,0 | 100,0 | 225 489,1 | 160 509,7 |z34277,4 420 276,2 |

232154 |

7440,7 | 242294

246 929,3

4,3
1,8
1,9
8.0

2\ Derjenigen Beträge, für die die Verwendung festgestellt ist. — *) Einschl. ihrer Gemeinden.
        <pb n="237" />
        302
Die Schulden der Gemeinden in den einzelnen Größenklassen und der
Stand am 31. März 1928

(iemeinden mit einer Einwohnerzahl von
nehr als | a 1 AO ME | 1 bis | ZU-100
 000 100.000 | 50000 25000 | 10000 | sammen

Gläubiger, Zinssatz, Laufzeit

Übersicht 26
Gemeindeverbände, gegliedert nach Gläubiger, Zinssatz und Laufzeit
n 1000.24
Gemeindeverbände

Provinzialverbände


Kreis- | zusammen
verbände

Insgesamt | ea

| Gläubiger, Zinssatz, Laufzeit

4

A. Gläubiger
U
”. Inland
1. Inhaberpapiere ............
Anstalten
Girozentralen und Landesbanken
 .....0.0.0000000004
Eigene Sparkassen ........
Fremde Sparkassen .......
Träger der Sozialversiche-N

Sonstige Öffentliche Versicherungen
 ............
Private Versicherungen ....
Hypothekenbanken ........
Sonstige Banken..........
Summe der Anstalten. ...
Öffentliche Gläubiger
Reich, Länder und Gemeinden
Hauszinssteuer ............
Art der öffentlichen Gläubiger
 nicht festgestellt ....
Summe der öffentl. Gläubiger
4 Sonstige Gläubiger ........
&amp;gt; Gläubiger nicht festgestellt
Inland zusammen. ...
Insgesamt. ...

432 851,8]

56 092,9 | 27 876,0
59 420.0 | 33 413,4 '

271441 | 17.566,81 561 531.6

9 ang.0)

35699 | 194959

566 445.5

47 304,6 | 133 502,7
12387,2 ° 40 718,3
3766,4 | 13 616,7
37 777,8 | 31 535,7
1 484,3] 2089,8
232484 4513,0
9.455,4 46 554,1
16504,4/ 32 558,6
392 659.8! 321 051,5

103 892,3/
30 902,4
1 7180|
55 454,3|

84 379,2
41 190,1
27 907.8

769 078,8
215 198,0
29 0097

9 71 7

164 499.5

1 549,5 4 813,8
7 466,8 5 861,7
53924,5 57557,5
37 936,5 | 19 123,5
330 250.7 | 8370 565,3

7937,4
31 089,9
287 491,4
306 123,0
; 845 4927 92

42 208.7 48 915,1
95 031,9 19 816,E

50 872,1 | 65 884,3
1 953,5 ı 28 352,6

308 380,2
175 154,5

47 740,6| 68 731,7
69 z 24 864,6
z67 190,5| 105 770,7
115 512,7 580 788,5
608 424.61 636 831.3

72.8256. 94 236,9
20 744,7 18 218,7
09 548,3 | 117 270,2
566 782. | _ 603 861,0
594 658.6 | 631 005.1

159 = 159 322,6
159.322,6| 642 857,4
—— 133 009,8
931 737,9 1 931 517,7
192 302,9. 5 119 257,7
209 869.7] 5 680 789.3

Zinssatz
U An
Über 6 bis 8% ..0..000000000040
Er SU REF CEL HERE
Zusammen....
Zinssatz nicht festgestellt........
Insgesamt. ...
nrechschnittszinssatz in 9% 3 ....

139 284,9| 230 910,2 | 225 099,6 | 225 883,8 ‘25678, | 1.946 856,5
134 914,4 248 324,6 | 214 183,6 229 052,9 14280 1 840 762,3
334 225,2 157 596,6 | 155 375,4 | 176 068,4 - 823 265,6
MELDE ZELLE Lam,
608 4246| 636 831,3 | 594 658,6 | A31 005,1 | 139 964,0 4610 884,4
1.069 904,8] 1.069 904,8
A EZ
631 005,1 | I 209 869,7) 5 680 789,5
6.6941 | 6.958 2 96

608 0206 636 831,3 | 594 658,6
5.292 A774 6.714

Laufzeit
‚‚angfristige Schulden
Schuldverschreibungen ........
Tilgungsdarlehen .............
Hypotheken .......0.0000000000
Summe der langfristigen Schulden
Mlittelfristige Schulden era
Kurzfristige Schulden ...........
Laufzeit nicht festgestellt $......
Insgesamt. ...
Desgl. in vH....

17 759,3 |
‘74 819,2
19 965,4 |
442 544,0 |
489 299,2] 133 435,2 '29 450,7
156 662,4| 75 064,3 59 010,4
El Er er
2 608 424,6 636 831,3 | 594 658,6 | 631 005,1 |
399 97 97 2.6

3 395,1 | 938 358,2
568 194,2| 2 391 449,9
53 516,61! 431 554,5
A =] — m
725 106.1] 3 761 362.8

325 440,5 1201 393,9
—- 558 710,3
159 922,6 159 322,6
1 209 869,1 5 680 789,3
A 18,5) 86,8
1) Derjenigen Beträge, für die Gläubiger bzw, Zi .
ier Schuld: mel ger bzw. Zinssatz und Laufzeit festgestellt sind, — *) Ei &amp;amp; -G
ulden der Gemeinden unter 10000 Einw. — 1) Schulden aus Öffentlichen a

42

2 336,8

6 582,9

8919,61 570451,3 | 12,7

A. Gläubiger
TI. Ausland
IT. Inland
1. Inhaberpapiere
2. Anstalten
Girozentralen und Landesbanken

Eigene Sparkassen
Fremde Sparkassen
Träger der Sozialversicherung

Sonstige Öffentliche Ver
sicherungen
Private Versicherungen
Hypothekenbanken
Sonstige Banken
Summe der Anstalten
3. Öffentliche Gläubiger
Reich, Länder und Gemeinden
Hauszinssteuer
Art der öffentlichen Gläubiger
 nicht festgestellt
Summe der öffentl. Gläubiger
4. Sonstige Gläubiger
5. Gläubiger nicht festgestellt
Inland zusammen
Insgesamt
B, Zinssatz ;
Bis 6%
Über 6 bis 8% .
Über 8%
Zusammen
Zinssatz nicht festgestellt
Insgesamt
Durchschnittszinssatz in % 3
C. Laufzeit
Langfristige Schulden
Schuldverschreibungen
Tilgungsdarliehen
Hypotheken
Summe der langfristigen Schulden

40 477,7

8 736,7

49 214.4

615 659,9 |

13.8

130 616,4
13 162,7
1.850,0

‚70 504,9
67 503,8 |
15 184,5
23.378,0

301 121,3
80 666,5
17 034,5

1 070 200,0
295 864,6
79 043,7
224 916,1

93,9
6,6
1,8
5.0

37 038,6

60 416,6

2 873,6
3 000,0
9918,4
11 265,4
209 725.1

2 428,0
2313,4
24 791,2
0 869,1
316 972,9

5 301,6
5313,4
34 709,6
22 134,5
526 698.0

15 239,0
36 403,3
322 201,0
328 257,5
2 372 125,3

0,3
0,8
7,2
7,4
52.0

10 043,2

85 415,9
28 720,6

95 459,1
28 720,6 |

403 839,3
203 875,1}

9,0
16

10.043,2
7 045,0
37 792,8
205 083,8
307 420,6

159 322,6
767 037,0
151 591,5
2 064 879,0
5971 292,7
6 541 744.0

‚14 136,4
11 536,6
95 568,5
546 951,2
553 534.0 °

124 179,7

3,5
17,1
24

18 581,6
133 361,3
852 035,0
260 954.6

87.8

63 197,6 248 163,7
67 531,5 148 641,6
76 691,5 156 728,8
307 420.6 | 553 534.1

311 361,2
316 173,1
233 420,3
860 954,6
860 954,6
6.785

2.258 217,8
2 156 935,4
1 056 686,0
5 471 839,2
069 904,8
6 541 744,0 ]
6.560

41,38
39,4
19,8
100.0

307 420,6 | 553 534,0 |
7.370 6.460

47 884,9
429 905,3
19 768,6
497 558,8 *
151 043,1 ] 263 588,4 |, ‘ 464 982,3 Mittelfristige Schulden
55 499,0 99 807,3 658 517,7 Kurzfristige Schulden .
— — 159 322,6 Laufzeit nicht festgestellt *)
307 420,6 553 534,0 | 860 954,6 | 6541 744,0 Insgesamt
47 85 18,2 100,0 | I Desgl. in vH
Lesen unter 10000 Einw., deren Laufzeit nicht untergeteilt ist (insgesamt 261,4 Mill, ZA). — ?) Unter Berücksichtieung
Inu

37.477,7
109 823,2
3 266,1
150 567,0
        <pb n="238" />
        — 304 —
Bei den Hoheits- und Kämmereiverwaltungen, für welche 172,3 Mill. AM = 64,3 vH
des festgestellten Betrages aufgewendet wurden, entfiel bei den Hansestädten, im Gegensatz
zu den Ländern, bei welchen das Wohnungswesen an der Spitze stand, der größte Einzelbetrag
 mit 80,1 Mill, AM oder 29,9 vH auf das Verkehrswesen (insbes. Seehäfen). Auch bei
den Unternehmungen und Betrieben standen nicht die Versorgungsbetriebe (7,3 Mill. ZM
= 2,7 vH), sondern die Verkehrsunternehmungen mit 11,4 Mill. ZA = 4,3 vH, dem Charakter
der Hansestädte als Handelsstädte und Hafenplätze entsprechend, im Vordergrunde.

c) Die Schulden der Gemeinden ?)
Die gesamte Kommunakschuld belief sich am 31. März 1928 auf 6 541,7 Mill. AA. Sie
kam somit dem größten Einzelbetrag der öffentlichen Schulden, der Reichschuld, ziemlich
nahe. Der Hauptteil davon (5 680,8 Mill. ZA = 86,8 vH) entfiel auf die Gemeinden
im engeren Sinn, auf die Gemeindeverbände entfallen nur rd. 13 vH (861,0 Mill. AA),
davon der größte Teil auf die niederen Gemeindeverbände (Kreise usw.). Von den Gemeinden
 waren die Großstädte mit ihren vielgestaltigen Aufgaben am stärksten verschuldet
(2 608,4 Mill. AM = 39,9 vH der Kommunalschulden), die Gemeinden von 10001 bis
100 000 Einwohner weisen insgesamt 1 862,5 Mil. AM = 28,4 vH auf, während sich für
die kleineren Gemeinden meist ländlichen Charakters infolge ihrer großen Anzahl der beachtliche
 Anteil von 18,5 vH oder 1 209,9 Mill. AM ergibt.
Örtlich betrachtet, treten naturgemäß die preußischen Gemeinden mit rd. 4,3 Mrd. AM
oder fast zwei Drittel der gesamten Kommunalschuld am meisten hervor. An zweiter
Stelle folgen mit einem Anteil von rd. 9 vH die Gemeinden und Gemeindeverbände in
Sachsen (603,5 Mill. AZ.) und dann erst wegen des mehr agrarischen Charakters des Landes
die bayerischen Gemeinden. Auf die Gemeinden der übrigen Länder entfallen zusammen
nur 16,4 vH oder etwas über 1 Mrd. AM Kommunalschulden. Innerhalb Preußens
drängt sich die Verschuldung auf die westlichen Provinzen und Stadt Berlin zusammen.
Auf Hannover, Westfalen, Hessen-Nassau, Rheinprovinz und Berlin entfallen zusammen
2 692,9 Mill. AA oder 42,7 vH der preußischen Kommunalschulden.
Bis zum 31. Dezember 1929 war die gesamte Kommunalschuld auf nahezu 10 Mrd. AM
(9 939,7 Mill. Z.A) angewachsen, und zwar sind die Großstädte in ihrer Bedeutung für
die Gesamtschuld noch weiter gestiegen (4,4 Mrd. AM oder 47,3 vH gegen 2,6 Mrd. AM
oder 39,4 vH am 31. März 1928). Die Verteilung der Kommunalschuld auf die einzelnen
Gebiete hat sich jedoch nur geringfügig verändert.

a) Gläubiger, Zinssatz und Laufzeit
Der Gesamtbetrag der Gemeindeschulden, für welchen die Gläubiger im einzelnen festgestellt
 werden konnten, belief sich am 31. März 1928 auf 4 476,9 Mill. ZA. Von dieser
Summe wurden 3 906,4 Mill. AA oder 87,3 vH inländischen Gläubigern geschuldet, während
auf die ausländischen Gläubiger nur 570,5 Mill. ZA = 12,7 vH entfielen.
Den weit überragenden Anteil an den Auslandsschulden hatten, wie bereits mehrfach
ausgeführt, die Großstädte, welchen im allgemeinen ein größerer Kreis von Geldquellen zur
Verfügung stand als den kleineren Gemeinden. Auf die Großstädte entfielen rund drei Viertel
der gesamten von den Gemeinden und Gemeindeverbänden im Ausland aufgenommenen
Schulden. Innerhalb der Gesamtverschuldung der Großstädte nahmen mit 432,9 Mill. ZA
= 21,2 vH die Auslandsgläubiger einen entsprechend über dem Durchschnitt liegenden
Anteil ein. In der Größenklasse 50 001 bis 100 000 Einwohner war der Anteil der Auslandsverschuldung
 mit 56,1 Mill. ZA = 10,5 vH noch verhältnismäßig hoch. In den drei übrigen
Größenklassen und bei den Gemeindeverbänden war er sehr gering; er sank bei der Größenklasse
 10 001 bis 25 000 Einwohner bis auf 5,2 vH. der Gesamtverschuldung und betrug bei
den Gemeindeverbänden insgesamt nur noch 1,2 vH.
Bei der inländischen Verschuldung bildete die wichtigste Kreditquelle der Gemeinden mit
2.372,1 Mill. AM = 53,0 vH der Anstaltskredit. Unter den Anstalten traten als Hauptgläubiger
 die Girozentralen und Landesbanken (1 070.2 Mill. ZM = 23.9 vH), die privaten

2) Einschl. Gemeindeverbände.
        <pb n="239" />
        — 305 —

Kreditbanken (328,3 Mill. ZA = 7,4 vH), die Hypothekenbanken (322,2 Mill. AM =
(,2 vH), die eigenen Sparkassen (295,9 Mill ZA = 6,6 vH) und die Träger der Sozialversicherung
 (224,9 Mill. ZA = 5.0 vH) hervor.

Der Anstaltskredit wurde von allen Größenklassen üer Gemeinden, ihrer Größe und ihren
Aufgaben entsprechend, in Anspruch genommen; und zwar wächst seine Bedeutung, je
xleiner die Gemeinden werden. Daß bei der Größenklasse unter 10 000 Einwohner bei den
Anstalten Eintragungen nicht vorhanden sind, geht darauf zurück, daß für diese Gemeinden
die Gläubiger im einzelnen nicht festgestellt worden sind,
Die Inhaberpapiere, welche an der Gesamtverschuldung der Gemeinden mit 615,7 Mill. AM
= 13,8 vH beteiligt waren, spielten, ebenso wie die Auslandsschulden, nur bei den Groß-Städten
 eine größere Rolle. Von dem Gesamtbetrag der Inhaberpapiere kamen über drei
Viertel auf die Großstädte, an deren Gesamtverschuldung sie einen Anteil von rd. 23,0 vH
(468,8 Mill. 2.4) hatten.
Von wesentlicher Bedeutung waren für die Gemeinden noch die öffentlichen Gläubiger (vor
allem Reich und Länder), welche mit 767,0 Mill. AM = 17,1 vH der Gesamtverschuldung
ausmachten. Am bedeutendsten war der Anteil der öffentlichen Gläubiger in den Größen-Klassen
 10 001 bis 25 000 Einwohner (18,3 vH) und 25 001 bis 50 000 Einwohner (15,0 vH).
Die größeren Gemeinden konnten sich leichter auf den Geld- und Kapitalmärkten eigene
Kredite beschaffen.
Nach der Laufzeit betrachtet setzten sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände
 insgesamt zusammen aus 458,9 Mill. AM = 66,7 vH langfristigen und
2123,5 Mill. ZA = 33,3 vH mittel- und kurzfristigen Schulden. Annähernd das gleiche
Verhältnis zwischen den beiden Schuldenarten findet sich bei allen Größenklassen wieder,
mit Ausnahme der Provinzialverbände, bei welchen mittel- und kurzfristige Schulden einer-Seits,
 langfristige Schulden andererseits ungefähr je die Hälfte der Gesamtverschuldung aus-Machten.
 Die ganz kurzfristigen (unter 1 Jahr laufenden) Schulden traten nur bei den gTÖ-Beren
 Gebietskörperschaften (Provinzialverbände, Großstädte) stärker hervor.
„Bei den langfristigen Schulden waren ausschlaggebend mit 2 821,4 Mill. AM = 442 vH
die Tilgungsdarlehen und die Schuldverschreibungen mit 986,2 Mill. ZA = 15,4 vH. Die
Schuldverschreibungen waren jedoch, wie oben erwähnt, nur bei den Großstädten von Bedeutung,
 Für die kleineren Gemeinden bildeten die Tilgungsdarlehen (einschl. Anteile an
Sammelanleihen der Kreditinstitute) das fast ausschließliche Geldbeschaffungsmittel für
langfristigen Kredit,
Die Zinssätze der Schulden der Gemeinden bewegten sich im allgemeinen in allen Größen-Klassen
 um den Durchschnittszinssatz der Gesamtverschuldung (6,560°/,) herum. Nur die
P TOvinzialverbände (7,370 °/,) wichen infolge des höheren Anteils der kurzfristigen Kredite
Stärker nach oben ab, während die ganz großen Städte (über 500 000 Einwohner) infolze des
Silligeren Auslandskredits merklich darunter bleiben (6,191 °/,).
Die Unterschiede, die sich in den Gläubigern, Zinssätzen und in der Laufzeit bei den Ge-Meinden
 der einzelnen Gebiete zeigen, sind in Übersicht 28 dargestellt. Sie hängen
N erster. Linie von dem Ausmaß der Verstadtlichung in den einzelnen Ländern und Provinzen
MB In Gegenden, in denen viele Großstädte vorhanden sind, werden die für Großgemeinden
(/Dischen Merkmale im Gesamtbild der örtlichen Kommunalverschuldung stärker hervorik
 in dünner besiedelten Gegenden die für ländliche Gemeinden und Landkreise charak-“Tstischen
 Momente. Daneben werden auch rein territorial bedingte Momente (die vor-N
 ‚gend industrielle oder agrarische Struktur der Gebiete, die Lage nahe der Grenze oder in
“etzten Gebietsteilen) von Einfluß.
a zeigt sich z. B. im Anteil der ausländischen Gläubiger eine gewisse Abhängigkeit von
u ea nahe der Grenze, indem die Gemeinden in Westfalen, in der Rheinprovinz, in Baden
dis In der Pfalz eigene Gemeinschaftsanleihen im Ausland aufgenommen haben und auch
die Valutaschulden aus der Kriegszeit sich in der Hauptsache auf die badischen Städte und
A Gemeinden der westlichen Provinzen Preußens zusammendrängen. Hinsichtlich des
Nteils der Inhaberpapiere treten die großstadtreichen Gegenden (besonders Rheinprovinz,

Finanzen und Steuern

an
        <pb n="240" />
        — 306 —
Die Schulden der Gemeinden in den einzelnen Größenklassen und der
Stand am 31. März 1928
Gemeinden mit ‚iner Einwohnerzahl von a
P als 50001 | 25001 | 10001 | 1 bis ni
0} Ce 50.000 | 25.000 | 10.000 | sammen

Art und Form der Verwendung

ıl—
6

Art der Verwendung
\. Kämmereiverwaltungen
Allgemeine Verwaltungen ........
3ildungswesen .............0..00
Nohlfahrtswesen ‚....0.0000000000
Wohnungswesen ..............
förderung der Wirtschaft .......
Straßen, Wege und Wasserstraßen
Anstalten und Einrichtungen. ....
Summe....
3. Vermögensverwaltung (insbesondere
Grundvermögen) ......... 2

10.843,31 6970,2 15773,6
26 500,3 | 282598 28 563,1
208586 22917,3 297738
141 464,6 | 190 443,1 !06 006,9
3 849,1 1564,3 3202,3
70427,8| 66517,2 71 695,2
26847,0| 21144,5! 372595
40 898,8 | 300 790,6 ° 327 816.5 ; 392 274.4

50 827,3
139 639,6
141 826,8
908 935,6
28 373,3
333 250,1
168 927,8
871 730.4

41 584,5 | 55 089,1 |

arsı8,7| aı0,11

375 335.4

;. Unternehmungen und Betriebe
Versorgungsbetriebe „............
Verkehrsunternehmungen ........
Land- und Forstwirtschaft ......
Sparkassen und Banken.........
sonstige Unternehmungen .......
Summe...,

24027,2 | 617521 | 57119,0 | 56 420,2 |
41 257,3 | 20 101,9 | 16 921,0 | 5 265,4
30534,1 | 10519,9 9882,5| 12161,6
20.301,4| 1091,1| 8470,77 54316
35013,8 | 27702,4 12115,0| 14631,3'
71 133.8 1211674 | 1045082 | 93 910.1 |

499 318,5
283 545,7
63 098,0
35 294,8
109 462,5
990 719.5

D. Sonstige Verwendungen (insbesondere
 KassenreservVe) ............
Summe A bis D....

237 007,9 50 767,7 32 325,5 31 269,6 |
990 625,0 | 527 814,8 | 512 169.0 | 558 597,2 ı

351 370,8
589 206.0

Von der Summe A bis D dienten
der wertschaffenden Erwerbs-Tosenfürsorge
 2.000000 rn
5. Schulden, deren Verwendung nicht
erfragt worden ist ..............
Summe A bis E....

960374 | 230008.1 | s3ss23l ara244!

907 147.2

| . |
317 799,6 109.016,5 82 489,7 72 407,9 ! 209 869,7 k 091 583,3
208 424.6 | 636 881.3: 504 658.6 | 881 005.1 1 209 889.7 | AAN 789-3

Form der Verwendung
Unmittelbar verausgabt .........
Als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet
 an:
yrivate Wirtschaft ............
jffentliche Unternehmungen und
Zweckverbände .............
Hemeinden u. Gemeindeverbände
Summe, ,..
Form der Verwendung nicht festgestellß
 ......00 00000000
Gesamtsumme....

(67 204.7 | 575 663.7 | 535 257.5

565 190.0 | 279 194.7 4.422 510.6

21 563,2 | 52692,7! 56531,4| 6181201 —
\ .
19 656,7 | 8 360,2 | 2690,3 | 3483,1 | =
114,7 179,4 ' 520,0 | -
nn A A SE
41 219,9 611676 | 504012] 6581511 =

297 599,2

34 190,3
814,2
20” 603.8

|
ee 930 675,0 | 930 675.0
|= 608 424.6 | 636 831,3 | 594658,6 | 631 0051 |! 209 869.7 !5 680 789:3

Übersicht 27
Gemeindeverbände, gegliedert nach Art und Form der Verwendung
in 1000 .AM
‘jemeindeverbände
Provinzial- Kreis- ) |
verbände | verbände | zusammen

— 307 —

Art und Form der Verwendung

+

ı°n

zB

Art der Verwendung
A. Kämmereiverwaltungen
Allgemeine Verwaltungen
Bildungswesen
Wohlfahrtswesen
Wohnungswesen
Förderung der Wirtschaft
Straßen, Wege und Wasserstraßen
Anstalten und Einrichtungen
Summe
B., Vermögensverwaltung (insbesondere
Grundvermögen)

978,2
1.940,3
55 065,5
14 188,4
17 624,7
97 794,3
326,8
197 918,2 |

18 022,9)
6 965,0
50 305,3
124 937,7 |
14 172,8
132 755,9
3 175,7
350 335,3

19 001,1
8 905,3
115 370,8
39 126,0
31 797,6
230 550,2
3 502,5
548 253,5

69 828,4 1,6
148 544,8 3,4
257 197,6 6,0
148061,71 26,6 ı
60 170,8 1,4
563 800,3} 18,0
172 430,3 ' 4,0
2420.033,9 | 856,0

13 561,0 |

12 067,9 | 25 629,0 |

400 964,3 |

g2

13 249,0 33 941,6 ||
6 829,7 20 339,2
2 803,9 7 734,2 |
13 404,0 10 181,7
1 563,2 5 797,9
37 849.8 | 77 994.6 |

47 190,6
27 169,0 |
10 538,1
23 585,7
7 361,1
115 844.3

546 509,1 12,6
310 714,6 7,2
73 636,1 1,7
58 880,5 1,4
116 823,6 2,7
41 106 563.9 256

C. Unternehmungen und Betriebe
Versorgungsbetriebe
Verkehrsunternehmungen
"‚and- und Forstwirtschaft
;parkassen und Banken
Sonstige Unternehmungen
Summe

19 983,4 | ” 20451,0) 40434,4 |
269 312.4 460 848,8] 730 161.2 |

391 805,1 '
4 319 267.2 |

9,1
100.0

D. Sonstige Verwendungen (insbesondere
 Kassenreserve)
Summe A bis D

Von der Summe A bis D dienten
der wertschaffenden Erwerbslosenfürsorge

E, Schulden, deren Verwendung nicht
erfragt worden ist
Summe A bis E

12688 23 |

53 535.9 N

66 224.2 |

273 366.4

38 108,2 | 92685,2| 130 798,5 |
307420.6 | 5535840. sen 9546.

2 222 376,8 —
6 541 744,0 —

Form der Verwendung
Unmittelbar verausgabt
Als Darlehen oder Beteiligung weitergeleitet
 an:
private Wirtschaft
öffentliche Unternehmungen und
Zweckverbände
Gemeinden u. (GGjemeindeverbände
Summe

262 931,7 |

429 487,7

697 419.4 *

5119 930.0 1

912

22 639,0 | „70 780,5 |
10 770,5 |] 22 522,8 /
6 079,3 | 30 743,1
38.4R8.9 124 046,3 |

93 419,5 }

386 018,7 |

6,9

33 293,3
36 822,5
163 535,2

67 483,6
37 636,6
491 138.9

1,2
0,7
x

A — | 1930 675,0
307 420.6) 553 534,0 | 860 9546 | 6541 744,0) —

Form der Verwendung nicht festgestellt

vesamtsumme

1) Derijeniren Beträge, für die die Verwendung festgestellt ist.
        <pb n="241" />
        — 308 —
Die Schulden der Gemeinden!) nach Gebieten,
Stand am 31. März
nn km
(4

Gläubiger, Zinssatz, Laufzeit

FTENZ
Üst- an Bran- — | Pom- Nieder-! Ober- | 5. pn. | schtes- | Han-}eU-
 | west  dCD- | Berlin: mern | schle- schle- Sen wig- no-Ben
 L7 burg sien sien Holstein | ver
ßen

A. Gläubiger
{. Ausland ........0...0004
I. Inland
L. Inhaberpapiere ..... |
2. Anstalten
Girozentralen und
Landesbanken .... ı
Zigene Sparkassen ..
Jremde Sparkassen. .
Träger der Sozialversicherung
 .....
Sonstige öffentl. Versicherungen
 ......
Priv. Versicherungen
Hypothekenbanken .
Sonstige Banken ...
Summe der Anstalten
4, Öffentl. Gläubiger
Reich, Länder und
Gemeinden .......
Tauszinssteuer ......
\rt der öffentlichen
Gläubiger nicht
festgestellt .......
jumme der öffentlichen
Gläubiger .......+..
Lt. Sonstige Gläubiger ..
&amp;gt;. Gläubiger nicht festgestellt
 ............
‘nland zusammen. ...
Insgesamt. ...
Zinssatz
Bis Garner ame ]
Jber 6 bis 8% 0000000000 |
Jber So era rr kb ee
Zusammen. ... |
Zinssatz nicht festgestellt. .
Insgesamt. ...
Jurchschnittszinssatzin %/,*)
Laufzeit
„angfristige Schulden
Schuldverschreibungen ....
Filgungsdarlehen .........
Aypotheken .............
Summe der langfristigen
Schulden .....0.0.0.0.000000
Aittelfristige Schulden”)...
Kurzfristige Schulden .... ı
uaufzeit nicht festgestellt?)
Insgesamt. ...

59 | 0,01
0,0 | 0,0 |

1
21,7 |

28,4 |

0,8

1,1 |
17,7 |

12,01 06] 41
0,1 | 1841| 124

17,2
25

63,1 |

13,4

3,7
31 |
0,0
146) 2,5]
0414| 0,1
58 | 44
27 | 0,2
22.0 | 13,9!

47,1 |
15,7
4,9
74 | —

26,4
5,0

22,5
10,5
0,2
19

60,2
17,3
14 |

33,3 ]
6,3
0,3 |

63,1
15,1 |
3,2
a

45,5 | 748
8,4 | 21,6
211] 12
52 6:8

15.3 |

65

04° — 0,3
451 — 0,7
‘8,3 4,0 | 24,7
3,9 8,5 2,2
2221 4,91 66,1

15 0,7 0,5
0,9 0,0 0,4
255 3,2] 231
27,3 | 1,2 2,6
49.5 | 5161 115.8

06 | 1
2,5 0,7
25,7 | 8%
18,2 | 188
| pen
108.2 | 132.1

7,0 |
5,8 |

1,8
0,3

2 196 |
64 | 22,7

7,9
2,9

19,3 |
8,7

13,8 |
10,4

83 | 13,31] 82
10,0 90] 83

3,81 1,31

a | =

1.8

58

5 |

; A
Al 361 SL
al
4A

66! 38| 224 | 424 Sl 33,8 ' 25,9 252 |
05 | 0,2 9,1 150 | 2,9 4,7 6,3 8,5
63,1 | 11,0 | 78,9 172,3 | 50,8 | 89,8 | 1206| 89,4 | 58,0 | 2
152,2 | 28,6 | 2544 er) 148,9 | we 110,2 | 255,7 | 213,0 | 2552
SA SE N N N EA
! 6
168,1 | 28,6 | 254,4 | 465,0 | 149,7 | 296,7 | 122.3 | 256,3 | 217,1 | 272“
302,9 | 47,2 | 82,4 |
145,1 Set 74,5
16,9 | 35,5 | 87,3
465.0 117,2 | 244,3
32,5! 52,4
149,7 | 296,7
6.770 | 7.050

10,0 | 00 | 21,7
35,4 | 15,1 118,4
1271 351 154

191,5
130,9
225

13,4 | 17,7
81,3 | 121,9
10,6 | 26,9

0,1
36,9
174

18,4
156,7
20,7

12,4 35
16.0 145
85 17

Pi
186,7 110,
39,6 | 5A
37,2 Mn
361
an | 2
4
—— ' f
agjst
*) Einschl. Gemeindeverbände. — *) Winschl. der Schulden der Gemeinden unter 10 000 Einw., deren Laufzeit nicht untergeteil
jchtigung der Schulden der Gemeinden unter 10000 Einw-——

 309
3egliedert nach Gläubiger, Zinssatz und Laufzeit
1928 in Mill. AA
N E——
)lat+

a Übersicht 28

les- x
{ ! iN-West.
 sen- NEN
al as- | P!
mn | Nas vinz
sau
a
12 | a8

DIB- |Nord-| Süd- Bayern, Würt-| p
ma- |/Preußen bay | zu- ‚Sach- tem. Baz
 &amp;lt; ay- ı bay- | Pfalz - em.
en iC em | em en | 30h berg den
ge

\ übri-Thü-
 .
nü Hes-| ge {Reichszen
 | sen Län Isumme
? der
24 | 25 | 26, 27

5 | an

1

3

27,7 | 19,9 |
! 957

91,0

318,9 | m az,5 1 15,4 | 90,0 | 62,2 | 32,7 | 44,4 | 4,8] 14,0 | 3,4} 570,5
343,2 | 51,9 | 5,9 | 9,5 | 67,3 | 86,0! 20,81 78.11 761 76| 81} 615.7

157,1

06,7 | 56,5 | 246,4
24,5 | 23,3 | 65,7
8,9 | 5,7 19,2
49] ai ar

0,3

819,6 | 31,8 | 23,5 6,7 62,0 | 38,6 25,9
221,1 | 9,9 | 1244| 38 2611 61 10,8
47,4 | 1,0 0,6 | 08 24) 92 11,1
158,9 | 7,2 | 6,91 3,0 71 | 16,21 7,1
0,7 0,2 20' 041 0,2
0,0, 0,2 02| 231 04
25 5,33 144 23,7! 03
1,7] 0,0 271 175] 22
48.3 | 20,0 |! 131,2 | 114,1 | 57,9

24,5 | 15,6 | 56,1 278
95| 43| 84 96
23| 03| 14 50
1224| 6,7] 41! 25
27) 03) — mM
16 14) — | 21
49 151 | 06 3,9
235 32] 18! 8,1
81.4! 47,0 72.3 60.1

1 070,2
295,9
79,0
224,9:

33 | 0,9 0,1
50 | 0,9 12,7
51,0 | 14,9| 48,9
28,7 | 20,6 | 130,4
m ED
259.1 | 128.0 555,2

— 8,6 4,3
= 284 0,0
— 2591 66
— 2649| 54 |
0.3 11808,0 | 62,9 |

15,2
36,4
322,2
328,3
23721

38,6 18 | 92,9
14,3 | 23,6 | 41,1

0,2 | 257,5 |
0,0 | 163,5

6,0

2 | 02 | 19,1
— 031 0,3

| 3,4
19.9 | 15,9

28,0
y8 |

66 27,7 | 183,4
0911| 28] 0,2

403,8
203,9

159,3
52,8 | 51,4, 149,4 ud 498,7 | 14,0 | 86 13,9 | 36,5 | 87,7 | 30,5 | 40,6 125 | 40,0 | 20,5 767,0
37 | 711 167 | 00 2116| 27 17: 17 61 1216| 22 1121 1,01 1,3 66 1516
| |
26,8 128,8 | 214,9 | 26 |12091 | 84,7 | 114,6 ! 42,0 | 241,3 | 241,9 | 90,7 | 75,0 | 59,1 | 85,1 | 62,7 2064,9
nn EN ——  ———— U WE iS nn m AL 1
725 951,1 1093,2 | 3,5 '3970,6 | 216,3 | 179,0 | 87,2 482,5 | 541,8 | 202,0 288,8 | 127,3 | 206,3 | 158,1 "5071,8
"00,2 ' 571.0 184” 3,# 4289,5 ' 253.4 | 216,5 102,7 | 572,6 | 603,5 ' 234,7 | 327,8 | 132,0 | 220,3 | 161,4 5541,7

98 | 8,9 | 15,3

1a ml 70

5,91] 9,5| 65

31 138,4 | 332,0 | 0,9 |1433,1 122,6 | 82,3 34,2 | 239,2 | 237,4! 73,1
74 1196 572.1 0.2 15337 3586| 736 , 416 1730 1722 692
53,5 55.4 | 18221 01 | 7024 14,9 | 15,6! 491 35,3 | 51,1 | 26,2
m I Set | 66149 1. Al | 262
399 313g 1086,33 1,2 3759,2 196,1 | 171,7 | 80,7 ' 648,5 | 460,8 | 169.1
SO ö77 | 97, "a7 520,3 57,3) 44,8 | 21,0 ° 124.0 | 142,7 | 65#
100,2 | 371,0 ] 1184,22 —, 289,5 25,4 216,5 | 102,7 572,6 | 603,5 | 234,7
059 | 388 | 6627 6.470 1 6.649‘ 6,299 | 6.341 | 6.243 | 6.305 | 6.001! 6570

127,4 | 35,1 | 73,8 39/1
83,5 | 41,3 496 | 33,1
52,5 15,4 x 41,5
268,4 | 91,7 | 165,5 | 118,7
644° 403° 548 47,7
327,8 | 132,0 ] 220,3 | 161,4
6,560 | 6,761 | 6.457 | 6.407

2 258,2
2 156,9
1.056,7
5 471,8
1.069,9
55417
6.560

an 37,9 | 215,4 — 544,7 | 62,6
ne 140,6 | 402,3 , 1,0 1ı862,4 | 104,4 |
21 27.4 758 | 0,5! 299,0 | 20,3

!
38,8 | 24,7 | 126,1 | 138,7 | 52,3
112,7 | 37,5 | 254,6 | 265,5 | 108,9
15.6 | 10,9 | 46,9 | 59,2 | 10,3

99,5
86,0
6,6

76 761 9/7
68,9 97,7 | 77,3
12,71 64) 10,3

986,2
2821,4
451,3

73,1 | 427,6 463,4 | 171,4 192,1 89,3 111,8} 97,3 4258,9
21,5 111,1 93,7 | 45,0 98,0 27% 80,0 | 43,8 , 1 465,0
4,7 | 16,7 26,8 7,1 267 9,5] 19,0 | 13,4 ] 658,5
3,4 | 17,2. 19,7 112 Li 209) 95| 69) 1593
102,7 | 572,6 | 603,5 | 234,7 | 327,8 ' 132,0 | 220,3 | 161,4 | 6 541,7
a0] 2 | 1 500 871 8,31 25] 100,0
Ude Re '
‘6lchssumme 261.4 Mill. A.X. — ®) Schulden aus öffentlichen Mitteln der Cemeinden unter 10 000 Einw. — 4 Unter Berück

35 | 905,9
132 1014
Bar
3

1
        <pb n="242" />
        Art und Form
ler Verwendung

Art der Verwendung
Kämmereiverwaltungen
Allgemeine Verwaltungen ...
Bildungswesen ...........
Wohlfahrtswesen .........
Wohnungswesell ..........
Törderung der Wirtschaft
Straßen, Wege, Wasser-Straßen
 ...000000 000. wu
Anstalten und Einrichtun-BON
 Zar RER EEE
Summe A....
3. Vermögensverwaltung (insjesondere
 Grundvermögen) |
Unternehmungen und Be-Triebe

/ersorgungsbetriebe ......
/erkehrsunternehmungen . .
Land- und Forstwirtschaft |
Sparkassen und Banken...
Sonstige Unternehmungen
Summe €©....

). Sonstige Verwendungen (inshesondere
 Kassenreserve) ..
Summe A bis D....
Von der Summe A bis D dienten
 der wertschaffenden
Örwerbeslasenfürsargre....

5. Schulden, deren Verwendung
nicht erfragt worden ist...
Summe AbisE....

Form der Verwendung
Unmittelbar verausgabt......
\ls Darlehen oder Beteiligung
weitergeleitet an:
yrivate Wirtschaft ........
5ffentliche Unternehmungen
und Zweckverbände .....
remeinden und Gemeindeerhände
 ....0.0000000000r
Zusammen ....
?orm der Verwendung nicht
festgestellt ..........000«0.
Insgesamt ....

310 -
Die Schulden der Gemeinden!) nach Gebieten,
Stand am 831. März
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De

Ostreu-



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 | Bran- ) Nieder-| Ober- | Schles-’osen-|
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Tan-N0-



11

17 9,3 2,3 zu
68 14 5,9 8,0
6:1 0,71 30,4, 190
27,1 71 | 286 54,5
041 — 14,7 2.1
46! 44| 314] 128

3,5
8,3
6,8 18,0
24,6 41,0
5,1 | 12,4
17,8 | 33,8
7,01 63 2,0 6,6 47.
a En
68,6 ! 123,1 | 63,7 | 102,6 93,6 |

2,0 0,3
al 2,2
231 10,3
44,2 | 36,8
0,2 ] 2,0 |
2234| 3721|

41,7
54,0
07
285

SE 0,7 5,0 9,5
84,9 | 14,5 118,2 | 1081

57
——
118.6

9,8 | 0,6 | 9,8 | 44,2 |

3686| 16. 58° 981 126! 279

8,6) 0,2
5,8 0,0
22) 0,0
0 | 0,7
20 | 0,2
29.6 | 141 |

9,0 | 51,7 4,1
351 87,7 3,6
29 0411 23
8090| — 35
34| 42] 1
268 | 1437 149!

29,4; 13,0
4,6 4,8
4,61 2,4
22) 01
5,0! 3,3
45,8 ‘ 23,5 |

18,8 10,0 17:2
9,3 8,9 60
3,5 3,9; 141
7,0 ] 5,5 | 0,8
89 328
as! a5! 33M

41! 1,11 18,6 | — / 5,5 |
1084 | 474 | 1684 2980 | 90.7!

26,8 6,8 | 6,1 | es 167
2075 | 908] 10501 1542 | 184

431 1.3)

79 | 146

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17.1 |

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59,7 | 11,2
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86,0 | 169,0
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59,1 | 89,4 |
{449.7 ) 2967

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90,3 | 62,9 | 372
0563 | 2741 79

‚37.4 | 20.2 |

187.7 | 423,8

107.3 | 220,2

100,8

195.9 | 188.3

„180

52] 0868| 165| 233] 121 | 243 10,81 3,6 |
2,0 | 0,0 | 49! 791 281 1,30 57 25 |
1 | | . | | O4
04! 01) 02 — |” 0,9 51 | 341 238 08
786 09 186 412 | 15,5 | 308 2275| 1881 69
| ; ı 6
232] 724] 42! — | 2] 357! 140] a6] 210) =
68,1 | 28,6 | 254,4 | 465,0 | 149,7 | 296,7 | 122,3 | 256,3 | 2171 | 278

16:8

— 31]

- Übersicht 29

egliedert nach Art und Form der Verwendung
928 in Mill. AA
"nm "———
)lete
= „Sig | N
Vest. Sn ‚Rhein- SE ‘Preußen Nord-| Süd- |
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‚6,8 1,6 30,6 0,0 100,9 4,8 3,3
30,7 43 231,3 | 0,2 1943| 9,1 9,7
36,2 3 226,3 | 0,0 753,5 | 30,0 | 12,7
40° 1,4 5,9 0,0 49/1 0,7 0,6
52.9 29,8, 112,8! 01] 445,4 ] 12,4 | 5,8.
SH 5,6 4361| 00! iz1,3| 41 | 3,2
238.7 | 131,9 472,5 | 0,5 !1717,8 | 62,4 | 35,8
130,7 | — | 308,5 | 9,5 | 9,3 | 81 | 26,9 | 16,8 |

2,6 1,0 18 1,3 2,7 69,8
32: 29] 38 30 36 1485
72 65 3,9| 32 45 2572
43,9 | 78,0 23,5 2a 29,6 1148,1
0,3 1,7] 49| 0121| 0,0) 60,2
14 | 22,1 | 8,51 11,8| 16,51 562,8
6,5 | 13,8) 124 | 19] 122) 24| 5121| 36% 1704
40,7 | 138,9 | 184,7 | 70,4 | 124,4 | 48,3 | 75,2 | 60,5 2420,0
10,0 12,4 74 178] 627

388 | 82

217 279
10 48
6,5 4,7
51 | 23 |
18,6 ] 5,8
De 58
79,9 | 45,5 |

76,0 —
95,9 —
6,3 —
17,7 | —
19,6 | —
215,5 —

303,6 | 37,5 30,8
245,8 | 7,3 7,9
504 | 3,5| 1,3
55,1 | 0,8 | 0,7
83,7 | 40| 75
788.6 | 581 | 4838

10,5 78,9 70,1 233,7 | 31,0 | 6,9| 10,9 11,5, 5465
1,5 16,7 271 3414| 88 11 68, 1,2] 310,7
12, 60 87| 16| 1060| 05, 37 17{ 736
0,1 | 1,6 10 — | = 10! ol | 0,2] 58,9
0,4 | 11,9 821 1,9 | 131 461 211] 34] 116,8
13.7 | 115,1 | 115,1 | 40.4 | 421 | 1411 23.6 | 17.7 "11068.6

48 6886|
389.1 | ag

AS 8) 226,9 5141| 65
950.0 | 0,8 3.086,68 | 130,1 | 99,8

22 183,8! 1986| 38,5 9,4
64,8 | 294,7 | 336.1 124,8 | 1882

18] 10,5| 628
71,6 127.1 | 90,7 1

391,8
42194

3
54' 1231 6090| 00] 1844| 132] 32,

8.2 | 24,7

28.6 | 59 | 10.9

zoll 55] 741

273.4

11 |
410 | 416,7 | 2342 29 X 202,9 8 123,3 116,7
WE |
2) 871,0 111842 | 3,5 142895 | 253.4 | 2165

37,9 277,9 | 287,4 ] 110,4 139,5
102.7 | 572.6 | 603.5 | 234.7 | 327.8

60,5 |! 93,2 | 70,7 |; 222,4
132.0 220.3 | 1614 185417

3,9

300,1 [1023,68 | 1,7 3549,9 | 190.0 | 175,4

74,2 | 439,6 | 425,3 | 159,7 | 208,2

23.3 1 153,0 | 103,0 5 119,9

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10,4

5141| — |
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201,8 | ı2,8| 12! 8,5! 2241 56,7 / 12,3 / 56,8 9,01 11,3 15,7 1
5,7 ol — 204] 10l 72) 09 — 1 581 03 06'
278! 04| 00! 00| 04 | 6,9 | 0,0 | 0414| 10l 041 | 1,4
2814 | 141 | 1,2| 85 23,8 | 70,7 | 13,2 | s6,9 157 116 a7}

386,0
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ı 6

|

1

1) Einschl. Gemeindeverbände,
        <pb n="243" />
        — 312 —
Land Sachsen, Berlin) stark hervor, während im Anteil der öffentlichen Gläubiger (Kredithilfen
 übergeordneter Körperschaften) die Gemeinden der Grenzgebiete und der besetzten
Gebiete (z. B. Oberschlesien, Land Hessen) besonders auffallen.
{m Zinssatz der Kommunalschulden bestehen Unterschiede, die zwischen 7,1 °/4 bei den
Gemeinden der kleineren Länder und rd, 6 °/, bei den sächsischen Gemeinden schwanken,
abgesehen von Berlin, für dessen Schulden sich eine besonders günstige Durchschnittsverzinsung
 ergibt (5,7 °%/).
Der Laufzeit nach weisen die Gemeinden in den größten außerpreußischen Ländern (Bayern,
Sachsen, Württemberg) eine höhere Quote langfristiger Schulden auf als die preußischen
Gemeinden, Innerhalb Preußens ergibt sich in Gebieten, in denen viel Großstädte vorhanden
sind oder auch eine einzelne Stadt den Ausschlag gibt, der größte Anteil kurzfristiger Schulden
z. B. in Hannover, Schleswig-Holstein, der Rheinprovinz und Hessen-Nassau).

ß) Verwendung
Von der Gesamtverschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände, für welche die
Verwendung im einzelnen festgestellt werden konnte, in Höhe von 4 319,4 Mill. ZA (Stand
ım 31. März 1928), haben zur Durchführung der Aufgaben der Kämmereiverwaltungen
2420,0 Mill..AA = 56,0 vH Verwendung gefunden. Die Hauptbeträge entfielen hiervon
auf Wohnungswesen (1 148,1 Mill. AZ. = 26,6 vH), Straßenbau (563,8 Mill. ZA = 18,0 vH),
Wohlfahrtswesen (257,2 Mill. AA = 6,0 vH) und Anstalten und Einrichtungen (172,4 Mill.
AM = 4,0 vB).
Ein verhältnismäßig hoher Betrag (401,0 Mill. ZA = 9,3 vH) wurde für die Vermögensverwaltung,
 hauptsächlich zum Ankauf von Grundstücken verwandt.
Den Unternehmungen und Betrieben wurden 1106,6 Mill. AK = 25,6 vH zugeführt;
Jdaran hatten den größten Anteil die Versorgungsbetriebe mit 546,5 Mill. AA = 12,6 vH
and die Verkehrsunternehmungen mit 310,7 Mill. ZA = 7,2 vH.
Als Betriebsmittel wurden 220,0 Mill. ZA = 5,1 vH der Gesamtverschuldung verwendet,
während für einen Betrag von 2 222,4 Mill. Z.A4, wovon allein weit über die Hälfte (1 209,9
Mill. 7.) auf die Gemeinden unter 10 000 Einwohner, der Rest auf die Vorstabilisierungsschulden
 entfiel, die Verwendung im einzelnen nicht festgestellt werden konnte.
{In den einzelnen Größenklassen entfielen die Hauptbeträge im allgemeinen auf die
zleichen Hauptverwendungszwecke, jedoch waren innerhalb der einzelnen Größenklassen
Verschiebungen in der Bedeutung: der Verwendungszwecke zu beobachten, welche auf die
Jurch Größe, Lage, wirtschaftliche Struktur usw. der einzelnen Gemeinden bedingte Verschiedenartigkeit
 der Aufgaben zurückzuführen sind. So überstieg z. B. bei den Gemeinden
das Wohnungswesen mit einem Anteil von etwa 30 vH den Durchschnittsanteil der gesamten
yemeindlichen Körperschaften, während es bei den Gemeindeverbänden nur etwa ein Fünftel
ler Gesamtverschuldung ausmachte. Der Anteil der für wirtschaftliche Unternehmungen
(Versorgungs- und Verkehrsbetriebe) verwendeten Schulden ist natürlich bei den Großyemeinden
 mit ihrer ausgedehnten Selbstverwaltungstätigkeit am höchsten, während sich
die kleineren Gemeinden und die Gemeindeverbände mehr auf die Erfüllung der Pflichtaufgaben
 (Kämmereiverwaltungen) beschränken. Bei diesen treten dagegen die Straßenbauaufwendungen
 in den Vordergrund.
Unmittelbar verausgabt wurden von den Gemeinden über neun Zehntel des Gesamtbetrages
 (5119,9 Mill. AA = 91,3 vH), während nur 491,1 Mill. AA = 8,8 vH weiterzeleitet
 wurden. Von den weitergeleiteten Beträgen erhielt den größten Anteil mit
386,0 Mill. AM = 6,9 vH die private Wirtschaft.
Wie sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Art und Form
ihrer Verwendung territorial ausgliedern, ist im einzelnen aus der Übersicht 29 zu
antnehmen. Dabei fällt insbesondere die größere Reichhaltigkeit der ermittelten Verwendungszwecke
 in den Gebieten mit einem hochentwickelten Gemeindeleben (z. B. Rheinprovinz)
 auf, während in anderen Gegenden (z. B. Grenzmark, Pommern, Brandenburg)
nur für die Erfüllung der vordringlichsten Pflichtaufgaben Schulden aufgenommen wurden.
        <pb n="244" />
        313 —

VI. Statistik der Reichssteuern
1. Einkommensteuer

Steuerrecht
Vor dem Kriege lag die Besteuerung des Einkommens in der Hand der Länder, die
(914 sämtlich eine Einkommensteuer erhoben. Nach dem Kriege erfolgte eine grundegende
 Neuregelung des Einkommensteuerrechts. Durch Gesetz vom 29. März 1920
wurde eine allgemeine Reichseinkommensteuer für die physischen und durch Gesetz vom
50. März gleichen Jahres eine besondere Körperschaftsteuer für die juristischen Personen
zeschaffen.

Die Inflation machte zahlreiche Umänderungen dieser Gesetze, namentlich ihrer Tarife,
ı1otwendig. Nach der Währungs-Stabilisierung wurde sodann ein neues Einkommen- und
Körperschaftsteuergesetz geschaffen (am 10. August 1925). Diese Gesetze sind mit einigen
Modifikationen noch heute in Gültigkeit.

Der Einkommensteuerveranlagung unterliegen alle physischen Personen,
leren Jahreseinnahmen (nicht Einkommen) 1300 A. übersteigen. Ausgenommen
ind jedoch die Lohn- und Gehaltsempfänger, da deren Steuer durch unmittelbaren Abzug
/om Arbeitsentgelt an der »Quelle« erfaßt wird. Die Veranlagungsgrenze von 1300 AM
°”Thöht sich je nach der Familienstärke um feste Beträge,
Objektiv steuerpflichtig sind nach eingehender Bestimmung des Gesetzes folgende acht
Arten von Einkünften:

l. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
Gewerbebetrieb
sonstiger selbständiger Berufstätigkeit
nichtselbständiger Arbeit
Kapitalvermögen
Vermietung und Verpachtung
7. Andere wiederkehrende Bezüge
8. Sonstige Leistungsgewinne.

‚In den Einkünften sind die abzugsfähigen Ausgaben (Werbungskosten, Sonder-©istungen
 und Schuldzinsen), soweit sie mit ihnen in wirtschaftlichem Zusammenhange
tehen, nicht mehr enthalten. Die Summe aller Einkünfte ergibt dann nach Abzug
derjenigen zulässigen Ausgaben, die nicht mit einer bestimmten Einkommensart in wirt-Chaftlichem
 Zusammenhange stehen, das Einkommen. Steht das so ermittelte Ein-Ommen
 eines Pflichtigen in offensichtlichem Mißverhältnis zu seinen Ausgaben, so
‘änn der Verbrauch der Besteuerung zugrunde gelegt werden; jedoch nur, wenn
© mindestens 15000 AM jährlich beträgt und wenigstens um die Hälfte höher ist als
las ermittelte Einkommen.
Von dem nach diesen Grundsätzen festgestellten Einkommen wird ein steuerfreier Ein-“Ommensteil
 in Höhe von 720 AM im Jahre abgezogen, der grundsätzlich gewährt wird,
Wenn die Einnahmen eines Steuerpflichtigen ganz oder zum Teil aus Arbeitslohn be-Stehen,
 sonst aber nur, sofern das Jahreseinkommen 10 000.2. nicht übersteigt. Das
’etbleibende Einkommen wird um die Familienermäßigungen gekürzt. Dadurch gewinnt
u das sogenannte »steuerbare Einkommen«, auf das nun die Steuersätze Anwendung
üden. Diese sind vestaltelt und hetrauen:
        <pb n="245" />
        — 314 —
für die ersten vollen oder angefangenen 3000.22. des Einkommens 10,0 vH,
&amp;gt; » weiteren » » 1000 , 12,5 »
» J00 15 »
J00 20 »
anfı 25
30

a

34
für die weiteren Beträge des Einkommens ..

}

Alle Pflichtigen, deren Einkommen auf nichtselbständiger Arbeit beruht, unterliegen
zrundsätzlich dem Steuerabzug vom Arbeitslohn. Eine Veranlagung findet
regelmäßig nur dann statt, wenn das Einkommen (nach Abzug des steuerfreien Einkommensteils,
 aber vor Abzug der Familienermäßigungen) 8 000 AM übersteigt. Erfolgt
aine Veranlagung, so erscheint der Pflichtige mit seinem gesamten Einkommen
und seiner gesamten Steuerschuld in der Statistik der veranlagten Einkommensteuer. Bezieht
 ein Lohnsteuerpflichtiger mit einem Gesamteinkommen unter 8 000 AM mehr als
500 A. sonstiges Einkommen, so findet eine Veranlagung nur für dieses sonstige Einkommen
 statt (nicht aber für das Lohneinkommen). In diesem Falle erscheint somit das
Lohneinkommen in voller Höhe in der Lohnsteuerstatistik.
Dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterliegen nur Lohnempfänger, deren Jahreseinkommen
 1200.22. übersteigt. Das Einkommen wird um einen Pauschbetrag von
1200 AM gekürzt (720 AM steuerfreier Einkommensteil, je 240 AM Werbungskosten
und Sonderleistungen). Der steuerfreie Betrag erhöht sich bei Vorhandensein einer
Familie und mit der Zahl der Kinder. Der Steuersatz beträgt 10 vH.
Die Einkommenbesteuerung der nichtnatürlichen Personen sucht sich dem Sonder-;harakter
 der verschiedenen Personenarten anzupassen und ist infolgedessen weit weniger
sinheitlich. Das Körperschaftsteuergesetz unterscheidet drei Hauntgrunppen
von steuerpflichtigen Unternehmungen, nämlich:
L. die Erwerbsgesellschaften in ihren verschiedenen Rechtsformen;
2. die Betriebe und Verwaltungen von Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie
öffentliche Betriebe und Verwaltungen mit eigener Rechtspersönlichkeit, soweit sie
nicht nach näherer Bestimmung des Gesetzes dienen:
a) der Ausübung der öffentlichen Gewalt;
b) lebenswichtigen Bedürfnissen der Bevölkerung, zu deren Befriedigung diese auf
die Betriebe und Verwaltungen angewiesen ist (Versorgungsbetriebe);
3) gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken;
A) kirchlichen Zwecken;
3. alle übrigen Körperschaften und Vermögensmassen des bürgerlichen Rechts.
Außer den bereits (unter Ziffer 2a, b, c und d) genannten ist noch eine ganze Reihe
weiterer Unternehmungen ausdrücklich von der Körperschaftsteuer befreit. Die wichtig“
sten unter diesen sind: Die Deutsche Reichspost; die Monopolverwaltungen des Reichs;
die staatlichen Lotterie-Unternehmungen; die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft; die
Reichsbank; die Rentenbank; die Deutsche Golddiskontbank; die Bank für deutsche
Industrieobligationen; Staatsbanken, die bestimmungsgemäß vorwiegend Geschäften
staats- oder allgemeinwirtschaftlicher Art dienen; öffentliche oder dem öffentlichen Ver“
kehr dienende Sparkassen, wenn sie sich auf die Pflege des eigentlichen Sparkassenver“
zehrs beschränken.
Unbeschränkt steuerpflichtig sind mit ihrem gesamten Einkommen (nach Abzug der
Werbungskosten und Sonderleistungen) alle Körperschaften, deren Sitz oder Ort der
Leitung im Inlande liegt.
Beschränkt steuerpflichtig sind:
L. mit dem Einkommen, das aus dem Inlande bezogen wird (inländischem Einkommen)
alle Körperschaften, Vermögensmassen, Betriebe und Verwaltungen der vorgenannte?
Art, wenn der Sitz und der Ort der Leitung im Auslande liegt;
        <pb n="246" />
        - 315 —
2. mit gewissen inländischen Kapitalerträgen
alle Körperschaften und Vermögensmassen des öffentlichen und des bürgerlichen
Rechts ohne Rücksicht auf den Sitz und den Ort der Leitung.
Als Mindesteinkommen ist die Summe der Vergütungen jeder Art zu versteuern, die
ın Aufsichtsratsmitglieder gewährt wurden; vertraglich nicht zugesicherte Tantiemen,
Entschädigungen, Belohnungen usw. können hinzugerechnet werden.
Der Steuersatz ist für die einzelnen Gesellschaftsarten verschieden. Er beträgt:
1. nach festem Tarif 20 vH des Einkommens bei Erwerbsgesellschaften sowie bei Betrieben
 und Verwaltungen von Körperschaften des öffentlichen Rechts;
?. nach degressivem Tarif
für die ersten angefangenen oder vollen 8000 AM des Einkommens 10 vH,
» weiteren » » » 4000 » » » 12,5 »
» » » 4000 » » » 15 &amp;gt;»
» »# 4 000 » » » 20 &amp;gt;
7 8000 » 25 »
‘:ür alle weiteren Beträge 30 vH, mit der Maßgabe, daß die Steuer 20 vH des gegesamten
 Einkommens nicht übersteigen darf. — Diese Regelung erstreckt sich auf
Gesellschaften m. b. H. und Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, sofern deren
Sitz oder Ort der Leitung im Inlande liegt und weder das Stammkapital oder die
Summe der Einlagen noch das bei der letzten Veranlagung festgestellte Vermögen
len Betrag von 50 000 ‚AM übersteigt.
Die übrigen Gesellschaften m. b. H. und Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften:
werden nach festem Tarif mit 20 vH besteuert;
nach festem Tarif 10 vH des Einkommens: Bei allen übrigen Körperschaften und
Vermögensmassen des bürgerlichen Rechts, ohne Rücksicht auf beschränkte oder unbeschränkte
 Steuerpflicht, sowie bei den Privatnotenbanken, gewissen Hypothekenbanken,
 Schiffsbeleihungsbanken usw., schließlich bei beschränkt steuerpflichtigen
Erwerbsgesellschaften ($ 4, Abs. 1,3 Körp St G.) und Betrieben oder Verwaltungen
im Sinne des $ 2 Nr. 3 Körp St G. mit gewissen Einkünften (83 Abs. 2 Nr. 4 bis 11
E St G.), soweit diese nicht in einem inländischen Betriebe der Land- und Forstwirtschaft
 oder in einem inländischen Gewerbebetriebe angefallen sind.
a. Statistik der Lohneinkommensteuer

Eine statistische Aufbereitung der Lohneinkommensteuer liegt vor für die Jahre 1926
\nd 1928, eine Statistik der veranlagten Einkommensteuer für die drei Jahre 1925
bis 1927, Aus diesem Grunde wird im folgenden, um die zusammenfassende Betrachtung
iller natürlichen Pflichtigen, ihres Einkommens usw. zu erleichtern, in erster Linie die
“Ohnsteuerstatistik für 1926 dargestellt. Einige wichtige Übersichten für 1928 schließen
Ach an (Übersicht 11 bis 14), so daß auch die Entwicklung von Lohneinkommen.
1nd -steuer ersichtlich wird,
‚Dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterliegen grundsätzlich alle physischen Personen.
71 Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit. Von diesen erfaßt die Lohnsteuerstatistik
ber nur diejenigen, die nicht veranlagt worden sind, deren Gesamteinkommen also
Yeniger als 8000 AM beträgt, während alle übrigen in der Statistik der Einkommenfeuerveranlagung
 nachgewiesen werden. Steuerpflichtige mit einem voraussichtlichen.
ähreseinkommen unter 1 200 AM bleiben von vornherein unbesteuert; außerdem sind
Me Personen, deren Einkommen wohl 1200 AM, nicht aber den ihnen aus sonstigen.
STünden (Familiengröße) gewährten zusätzlichen Ermäßigungsbetrag übersteigt, von der
euer befreit. Tatsächlich wird infolgedessen im Reiche nur wenig mehr als die Hälfte
Mer Pflichtigen besteuert. Die Steuerbefreiten (mit einem Einkommen über 1200 AM)
Melon allerdings keine nennenswerte Rolle. Dagegen erreicht ein sehr hoher ProzentzZ
 der Pflichtigen die Zwölthundertmarkgrenze nicht; das sind vor allem Hausgestellte,
 Landarbeiter und jugendliche Arbeitnehmer; namentlich die weiblichen
\rbeitnehmer stellen einen relatiy hohen Anteil dieser unbesteuerten Pflichtigen.
        <pb n="247" />
        216

Übersicht 1
Zahl und Gesehlecht der Lohnsteuerpflichtigen
Reichsergebnisse für 1926 und 1928
“hnsteuerpflichtige
ınsgesamt

bezeichnung

männlich | weiblich

| vH der
überhaupt | Gesamt-‚zahl


auf 1000
der Bevölkerung

entfallen

5

Steuerbelastete ............0.00«
Steuerbefreite ......0..0.00.010000
nbesteuerte................4
Summe ....

10.599 313 1 892 949 12 492 262 563,74 200
348 130 14 603 362 733 1,56 5,8
5213832 5177377 10.391 209 44,70 166
6 161 275 7084929 | 23246 204 | 100,00 372
1928
ı 136 464 2354001 13490 465 56,48 216
365 275 49.908 415 183 1,74 6,3
4 873 798 5 106 471 9.980 269 41,78 160
16375537 ! 7510380 23 885 917 | 200.00 | 383

Steuerbelastete ..
Steuerbefreite ...
Unbesteuerte ...

*mme. ..

In den einzelnen Ländern sind die Unbesteuerten entsprechend der verschiedenartigen
Nirtschaftsstruktur mit verschieden hohem Anteil vertreten. Groß ist ihre Bedeutung
ıamentlich in Ländern mit agrarischem Gepräge (wie Mecklenburg-Schwerin und
Strelitz, Lippe und Waldeck), gering in Ländern mit städtischem Charakter (wie
TJTambure. Bremen. Lüheck). Die Steuerbefreiten machen nur in Schaumhbure-Linpe

Steuerpflichtige, steuerbelastetes Lohneinkommen
LS)
© hnsteuerpflichtig”

Bevölkerun‘

Gebiet

überhaupt


vH '
| der |.
einbau insgesamt
summe|

Vinhesteuerte | Steuerhefreite

vH der | ; vH der
iiberhaupt | Sp. 4 überhaupt | Sp. 4
Tas
Sn

Deutsches Reich ............. |
Länder ı
PFrOHDER GE KERLE KGG !
Bayern 2r000000 00000000000 au |
SaCNSC 0444er KER AH}
Württemberg ......0.00000000
BON 0er kr nen r RER KG
Thüringen. .....000.0000000000
Hessens...
SE
Mecklenburg-Schwerin ....... )
Uldenburg. .....0000000000000 |
BraunschwWeiß.......0.0.00000000
TTS
Bremen ...00000000 00000
a A
Lübeck 0.0.0000 0000000000000 |
Mecklenburg-Strelitz .........
Waldeck ......0..0.0.00000000000
Schaumburg-Lippe ........-62410619

 | 200,00 | 23246 204 | 103912091 44,701 362735| 1.8

8.120173 31,08 4583518 !
7379594 11,88 2094276 |
992320 | 38,00 | 2293592
1580235 | 4,18 883 137
1312462 | 2,71 746 314
609300 | 2,58 558 321
347279 | 9,76 449 09
152 523 1,8. 543 438
574.045 , 0° \ 241 886
45172 9,87 157257
01875 | 9,81 "92824
51 045 9,56 33 564 |
&amp;gt;38 846 154 84.249
63648 | 9,26 54 783
27971 21 50.941 |
10269 ° 9,18 41 552
55 816 ] 0,09 12.355 |
48046 | 0,06 15 101

6477319 14,42
931029 44,46
115078 48,62
400208 45,82
293 645° 839,85
294977 ' 52,88
177 914 | 39,62 |
180637 | 383,24
152958 63,24
69722 14,34 |
87713 45,62
54917 41,12 |
58301 31,64
35008 33,90 .
21315. 34,98 |
27785 . 66,87
6829 55,27 /
5704| 238.37

229 328
32 541
31 829
16.279
15.992
‘2 909
5739
2136
&amp;gt;19
7 478
+ 561
716
069
801
641
4 203
223
569

2,57
1,55
1,39
1,8%
5,4
?
gt

l
1;

1
GC

2:
2,
D

— 17.

mehr als 3 vH aller Pflichtigen aus. Der relativ höchste Anteil am Lohneinkommen
und an der Lohnsteuer entfällt naturgemäß gerade auf jene Gebiete, in denen (umgekehrt)
 die Lohnsteuerbelasteten im Verhältnis zu den Pflichtigen insgesamt
und im Verhältnis zur Bevölkerung besonders. zahlreich vertreten sind. Das sind
wiederum vor allem die drei Hansestädte und daneben Preußen und Sachsen (Übersicht 2).
Bei Betrachtung der Lohneinkommenszahlen ist zu berücksichtigen,
 daß die Einkommen in der Statistik als Nettosinkommen
 ausgewiesen werden, d.h. nach Abzug der
Pauschbeträge für Werbungskosten und Sonderleistungen
in Höhe von 480 AM jährlich, für jeden Steuerbelasteten mit
sinem Bruttoeinkommen von mehr als 1200 A.
Noch deutlicher als in den Lohnsteuerzahlen der Länder prägen sich die Unterschiede
der Wirtschaftsstruktur in den entsprechenden Zahlen der Landesfinanzamtsbezirke aus.
Auch hier weisen einen hohen Anteil Unbesteuerter namentlich die Agrargebiete auf, einen
hohen Anteil Steuerbelasteter neben den städtischen, die schwerindustriellen Landesfinanzwntsbezirke
 infolge der dort vorherrschenden Männerarbeit (Düsseldorf, Münster). — Durch
‘ine große Bedeutung der Lohnsteuerbelasteten im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung und
lurch einen hohen Anteil an der Reichssumme des Lohneinkommens und der Lohnsteuer
gen unter den Landesfinanzamtsbezirken neben Berlin, Unterelbe und Unterweser,
eipzig, Dresden, Düsseldorf und Münster hervor (Übersicht 3).
Ein hoher Anteil an der Reichssumme des Lohneinkommens besagt nichts über die
Gestaltung des Durchschnittseinkommens je Pflichtigen in den verschiedenen Gebieten,
da er wesentlich. von der Häufigkeit der Lohnsteuerbelasteten abhängig ist. Tat-Sächlich
 weisen auch unter den Ländern Lübeck und Bremen trotz relativ hohen Anteils
an der Reichssumme. des Lohneinkommens ein niedriges Durehschnittseinkommen je
Steuerbelasteten auf, wohingegen außer in Hamburg und Sachsen auch in Baden diese
Ziffer sehr hoch. ist (Übersichten 4 und 5).

ind Lohnsteuer in den deutschen Ländern 1926
CE _ "u

Übersicht 2

Steuerbelastete

Steuerbelastetes
Finkommen

Steuer

Gebiet

vH der
Überhaupt | Eder Reichs-Sp.
 4 | summe
5
N ns
12492262 | 52,74 | 200,00 | 20618641 | 100,00 | 99% 857 | 700,00

Betrag in vH der
1000 RA Reichssumme

18000

Betrag in Ti der
gichs-1000
 AM —

[4

Deutsches Reich
Länder
Preußen
Bayern
Sachsen
Württemberg
Baden
Thüringen
Hessen
Hamburg
Mecklenburg-Schwerin
Oldenburg
3Zraunschweig
Anhalt
Sremen
Lippe
Lübeck
Meecklenburg-Strelitz
Waldeck
Schaumburg-Lippe

7 876 871
1130 706
| 146 685
466 650
436 677
250 435
264 443
360 665
86 209
85 057
‚01 490
76 931
‚24 879
18 974
38.985
25€
5 303
8 738

54,01
58,99
49,99 |
52,84 |
58,51 |
414,86
58,88
66,37
35,64
54,09
52,63
57,60
87,78
34,64
13,97
20,24
12,92
57.86

63,05 ' 12988634 |
9,05 | 1824394
9,18 935 351
3,74 762190
3,50 745 735
2,00 403 425
2,12 423 923
2,89 688 690
9,69 131 413
0,68 127 655
0,87 152 520
0,62 113828
ve 93 518
1,75 29 310
„x 57 485
2,10 20 350
0,04 7862
0,07 12358 '

62,99 | 630 573 |
8,85 86 600
9,38 91 638
3,70 35 467
3,62 36 358
1,96 18.036
2,05 | 20 223
2,34 38211
164 6126
1,62 5674
9,74 6931
9,55 | 5018 |
9,94 10.108
9,14 1349
2,28 2776
0,10 927
0,04 355 |
0,06 487

63,25
8,69
9,15
3,50
8,68
1,81
2,083

KK)
2,57
0,76
9,50
2,0:
9,14
2,26
0,05
0,04
0,08
        <pb n="248" />
        — 318

Steuerpflichtige, steuerbelastetes Lohneinkommen und
&amp;gt;
Bevölkerung: ! Lohnsteuerpflichtige

vH
iberhaupt| üer insgesamt |
Reichs
summe

Unbesteuerte

Steauerbefreite

Gebiet

” vH der
iberhaupt | Sp. 4 |

N vH der
überhaupt | Sn.

4

»

6

27 8

Deutsches Reich .............
Landesfinanzamtsbezirke
SC are re a HERR
Ärandenburg .......0.0.00000000
FORLAU rer Genre e
armstadt .....0.0.00000000000
FreSdeN. 2000er
üsseldorf ....00000000000 00
IANÖVOE er EHRE RERE TEE
Carlsruhe ....0..0.0..0.0000000004
CASSCT sa £ RE REKEN
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Königsberg 1. Pr. ............
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Mecklenburg-Lübeck .........
HÜRCHCR 407 € 5 4 EHEN HEHE
Münster (Westf,)............0.
NÜFZDENS. dr k 4ER ER EEE
)berschlesien ‚......0.0000000
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Schleswig-Holstein ...... ..
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Interelbe .....0.000000000000
Interweser......0.0.0.0.000000004
Vürzburg ee

62410619 | 100.00 | 23 246 204 | 10391209 | 44,70 |

362733 | 1.56

1024 165
1656 170
157 880
347279
306 595
866 119
750 810
312 462
426 309
„376 040
‚256 349
685 725
3 551 753
959 064
3 299 932
1985820 |
1385 163
379 278
467 436
519 365
122 678
652 075
736 284
152 523
338 846 |
694 499

6,45
4,26
5,06
„16
1,70
5,79
3,01
&amp;amp;
54°)

2 198 367
1 004 576
ı 309 095
449.096 |
1033 611
1659503 |
256 955
746 314
853 644 |
"114501
635.548
| 259 981 |
394 151 |
361 014
911241 |
825 175 |
729 162
417 736
142 949
583 209 |
568 610
208 066
502 140
543 438
84.249
153 a73 |

765 099
505 602
"77 A49
77914
124 007
591 079
555 551
193 645
140 146
450 764
413 332
591 071
569 503
211 645
104 690
561 771
351 557
222 743
57 467
294 938
377 555
415 538
324 423
80 637
58 301
174.782

34,80 5543] 0,25
50,38 9070 0,90
79,89 15439 1,18
29,62 6739) 1,50
41,02 15110! 71,46
35,62 29 537 1,78
14,20 | 25303 2,01
39,35 | 15 992 2,14
39,85 15 098 ee
40,45 8611 1,67
35,08 | 12 884 2,03
54,85 16719 1,38
18,02 | 19516 1,40
58,62 5148 1.43
14,41 10 762 1,18
36,26 34614 2,99
8,211 13 479 1,85
13,32 14.382 7,44
10,20 | 1822 1,28
50,57 6282 1,08
16,47 8858 8
5,76 16 663 1,84
“3,88 ‚3.657 2,27
33,24 2136 0,39
31,64 1069| 0,58
38,51 8300 | 1,83

Dr

d

?

x
»

Bla
71
8.

Im Gegensatz zum Pflichtigeneinkommen ist das Durchschnittseinkommen je‘ Kopf der
Zevölkerung von beiden Komponenten abhängig, einmal von der Durchsetzung der Be-‚ölkerung
 mit Lohnsteuerbelasteten, sodann von der Einkommenshöhe. Infolgedessen
ückt diese Beziehungszahl eindeutig die gewerbereichen Gebiete in den Vordergrund.
Jas sind von den Ländern die drei Stadtstaaten, ferner Sachsen und Preußen ({Yberachten
 4 und 5).

In Anwendung auf die Lohnsteuer führen die entsprechenden Beziehungen zu
;twa den gleichen Ergebnissen. Auch hier wird der Unterschied zwischen Gewerbe- und
Agrargebieten im allgemeinen sinnfällig, da in den Agrargebieten infolge der größeren
Kinderhäufigkeit der mittlere Steuersatz meist niedriger ist als in den gewerblichen
Yistrikten (Übersichten 4 und 5.

Ein Vergleich des Durchschnittseinkommens der Steuerbefreiten mit jenem der Steuer“
yelasteten macht ersichtlich, daß die Steuerbefreiung nicht immer (wenn auch in der
Regel) auf. ein unterdurchschnittliches Einkommen zurückzuführen ist, sondern oft
allein in der (bei den Steuerbefreiten) größeren Kinderhäufigkeit ihren Grund hat-30
 ist z.B. in Lübeck und Bremen das Durchschnittseinkommen der Stenerbefreiten
1öher als jenes der Steunerbelasteten (Übersichten 4 und 5}.

- 915

Lohnsteuer in den Landesfinanzamtsbezirken 1926
-
Steuerbelastete

Übersicht 3

Steuer

Gebiet

vH der . vH der . vH der
überhaupt [E A Reichs- | U Reichs- SE Reichs-D-
 | summe A summe summe
Ba 12 a8 a 15

12492262 | 58,74 | 100.00 | 20618641 | 100,00 | 996857! 100,00 , Deutsches Reich

TLandesfinanzamtsbezirke
Berlin
Brandenburg
Breslau
Darmstadt
Jresden.
)üsseldorf
Tannover
sarlsruhe
vassel
Söln
‚Önigsberg 1. Pr.
uCipzig
Magdeburg
Mecklenburg-Lübeck
München
Münster (Westf.)
Nürnberg
Oberschlesien
Ildenburg
“chleswig-Holstein
itettin
Stuttgart
Thüringen
Unterelbe
Unterweser
Würzburg

1427725 64,95
489904 48,77
516207 39,4£3
264443 18,88
594494 7,52 |
038 887 2,67
576 101 "3,79
136 677 8,5%
198 400 58,88
645126 57,88
209332 22,90
552 191 13,87
705 132 |] 50,58
144221 | 89,95
495 789 ] 54,41
108 790 ! 60,75
364.126 | 49,90
180611 ] 43,£
83 660 | 58,5.
281 989 | 48,3
282197 | 42,2;
475865 | 52,40
264060 | 43,85
360 665 | 66,87
124879 | 67,78
270791 | 59,66 |

11,43
3,92
4,13
2,12
1,76
7,82
= Art

2616 967 |
706 596
781 802
423 923 |
900 833
1811270
030 325 |
745 735
819 386 |
„097 592
340 935 |
„034518
071 364
219 650
822 692
821 673
560 546
276 250
126 061
467 992
419 008 |
774 146
126 013
688 690
193 518
441 156 ]

12,69
8,79
2,06
4,37
R
‚00
3,62
1,97
br &amp;gt;

145820 | 14,68
30 874 8,10
34119 | 3,4
20223 ı 2,08
40 739 | 4,05
89 410 | 2,97
47 110° ‘de
36 358 ‚be
41 026 ‘16
54219 ‚44
15 598 ‚öt
50 899 7
47 607 LE
10.285 0
40 689 108
84 034 14
25 031 5x
11044
5 660
22 958
19.020
35 954
8 981
38211
10 108
20880 |

a
%

1,02
‚20
‚07
A
9

..

,

2,17 |

N9 u

In der Regel rekrutieren sich die Steuerbefreiten natürlich doch aus den Pflichtigen
Mit geringerem Einkommen. Eine Gruppierung der steuerbelasteten und steuerbefreiten
Einkommen läßt das deutlich erkennen. Sie zeigt nämlich, daß nur 1,83 vH der Steuerbefreiten
 ein Einkommen von mehr als 3 000 AM beziehen, während von den Steuerbelasteten
 immerhin 11,14 vH der Pflichtigen und 29,71 vH des Einkommens auf diese
höheren Einkommensgruppen entfallen. Zudem ist auch innerhalb der unteren Gruppen
die Schichtung der Steuerbelasteten wesentlich günstiger. Immerhin liegt aber auch bei
den Steuerbelasteten nach der Zahl der Pfiichtigen der Schwerpunkt in den Einkommens-3Tuppen
 unter 1500 AM, wohingegen der höchste Anteil des steuerbelasteten Einkom-Mens
 und der Lohnsteuer auf die Gruppen zwischen 1500 und 3 000.2 entfällt. —
Der vom Einkommen erhobene mittlere Steuersatz steigt mit der Einkommensgruppe,
da die auf feste Mindestbeträge lautenden Ermäßigungen in den unteren Gruppen natürlich
 ein viel größeres relatives Gewicht besitzen (Übersicht 6).

Nach ihrer Summe spielen die Ermäßigungen demnach in den untersten Einkom-Mensgruppen
 die relativ größte Rolle, umgekehrt wächst der Anteil der Ermäßigungsberec
 htigten an den Steuerbelasteten insgesamt mit steigender Einkommensgruppe,
denn in den unteren Einkommensgruppen sind ledige weibliche und jugendliche Arbeitlchmer
 am häufiesten (Ühersicht 71
        <pb n="249" />
        — 300 ——

Übersicht 4 Die Durchschnittshöhe des Lohneinkommens und der Lohnsteuer je Kopf des
Sa Pflichtigen und der Bevölkerung in den einzeinen Ländern 1926 in AM
Steuer

Gebiet

’Steuerbelastetes | Steuerbefreites
Einkommen Einkommen

ä je Kopf
38° | der Be-Pflichtigen
 | völkerune

7 je Kopf
8 . der Be-Pflichtigen
 völkerung

je
Pflichtigen

x in vH des
je Kopf gtauerbelader
 Be- | teten Einvölkerung
 | xommens

Deutsches Reich ..........
Länder
Preußen .... WERE
Bayern..... Se
SACHSEN zn K EHEN
Württemberg ........0.....
Baden arena CRLHEM
Thüringen „....0000000000404
HESS een HERR
Hamburg .....0.000000000005
Mecklenburg-Schwerin .....
Oldenburg .........0.000004
Braunschweig ........0.....
Anhalt .....000000000040000
Bremen see
LiPPe eeerere ee
Lübeck. 000er
Mecklenburg-Strelitz ...:...
Waldeck. ..0..0.0.000000000
Schaumburg-Lippe .....

1657

3720

1 397

8,1

80

16,0 | 4,83

1649 341
' 613 247
688 388
633 295
708 322
611 251
603 315
910 598
524 195
501 234
503 304
480 324
550 571
545 179
‚475 449
1620 185
1 483 141
1 414 os |

1 442 8,7
„329 5,9 |
297 8,3
„+ 309 8,3
449 10,0
197 5
432 72
533 7,8
158 4,7
331 “1
152 2
286 3
589 70
185 1,8
ı 529 *7
1025 | 11,2
1161 4,6
1156 | 13,7

16,5
iz |
18,4 |
13,7
15,7
11,2
15,0
33,2
9,1
10,4
13,8
14,3
29,8
8,2
A 21,7
74 8,4
67 6,4
56 1041 1

30
77
30
76
83
72
76
106
%
57

4,85
4,75
4,73
4,65
4,88
4,47
4,77
5,55
4,66
4,44
4,54
4,41
5,22
4,60
4,83
4,56
4,52
2394

Übersicht 5 Die Durchschnitishöhe des Lohneinkommens und der Lohnsteuer je Kopf des Pflichtigen
 und der Bevölkerung in den einzelnen Landesfinanzamitsbezirken 1926 in AM
Steuerbelastetes
Einkommen

Gebiet

Deutsches Reich ..........
Landesfinanzamtsbezirke
Ve
Brandenburg. .............
TE
Darmstadt. ...............
ÖÜTUSdEB ar cr KR R ER
Düsseldorf .........0.0...00
Hannover ses
Karlsruhe ......0..0..0.00000
Kassel v0... 0 ee
Königsberg i. Pr...........
Leipzig 000000000 20er
Magdeburg ......0....000000
Mecklenburg-Lübeck .......
München 20.000
Münster (Westf.) ..........
NUDE erh er RE KERE
Jberschlesien .............
Oldenburg ........00.00000-Schleswig-Holstein.........

StCÜBIL ı 44 ı HERE
Stuttgart .........0..000004
Thüringen 27 4ıe.. 00er kn rs
Unterelbe, .......0.000000000
ÜUnterweser ‚.......00.00000
Nürzbure

je
Pflichtigen

1651

1833
1442
L515
‘603
515
743
524
708
644
701
629
873
519
523
659
643
: 539
530
507
660
. 485
1627
1613
1910
1 550
1629

je Kopf
der Bevölkerung


je ı je Kopf
DB der Be-Pflichtigen
 ' „ölkerung

je
Pflichtigen

0)

1397

8.1

80

650 1351
266 1182
248 | 156
315 432
391 233
468 718
275 295
322 „449
338 335
325 564
151 192
385 355
302 283
229 182
249 276
365 1 641
235 ı 259
200 1 389
270 1 388
308 1371
197 1158
292 1307
245 L191
598 1 533
571 | 1 589
260 1510

1,9 |
|
5,6
7,2
8,1
3,1
8,7
10,0
8,3
56
68
24
0
5,3
4,2
8,0 %
7,1 f9
4,5 61
5,4 63
7 EN
4,8 67
8,2 76
9,4 72
2,8 106
5,0 81 |
7.4 | 77

1}

je Kopf
der Bevölkerunf


16.0

36,2
11,6
10,8
15,0
VE
23,1
'2,6
15,7
16,9
16,1
6,9
19,0
13,4
10,7
12,3
16,9
‚0,5
8,0
12,1
15,1
9,0
13,6
10,9
33,2
29,8
12.3

in vH des
steuerbelasteten
 Einkommens_

Fe

za

48

5,6
4,4
4,4
4,8
45
49
‚6
4,9
5,0
4,9
15
4,9
4,4
47
5,0
6
4,5
4,0
4,5
4,9
4,5
4,6
4,5
5,6
5,2
47
        <pb n="250" />
        321 —

Übersicht 6
Die verhältnismäßige Bedeutung der einzelnen Einkommensgruppen und ihre durechschnitiliche
Steuerbelastung (Reichsergebnisse für 1926)

Einkommensgruppen

mn,
31 bis einsgesamt.........
Dis 1900.7M 000000000000
über 1 200 .2.4 bis 1 500 AM
sgesamt a: bis 1500 AM...

über 1 500 .2.4 bis 1800 AM
*» 1800 » » 2100 »
» 2100 » » 3400 »
&amp;gt; 2400 ». » 3000 »
Nsgesamt b: über 1500 AM
bis 3000 ARM .........0.0.

ber 3 000 ZA bis 3 600 AM
&amp;gt;» 3600 » » 4200 »
&amp;gt;» 4200 » » 5000 »
üsgesamt c: über 3000 AM
bis 5000 RM...

ber 5 000 2.4 bis 6 500 AM
” 6500 » » 8000 »
Usgesamt d: über 5 000 AM
bis 8000AM ........... |
"SR. |

Steuerbelastete

Steuerbefreite
Einkommen

Pflichtige |

Einkommen |

Steuer

Pflichtige

überhaupt


vH :
aller $
Pflich 1000 AM
tigen

vH de
EBinkom-


insgesamt


in
1 000
AM

vE ae des
Steuer kom
‚ 108- mens
gesamt {Sp. 4}

über- vH der
über- | iohhaupt
 | $igen |

in
1.000
AK

vH des
Einkom-


insgesamt

‘212

L

5

6

T

8

9 | 10111

12 492 262| 200,00|20 618 641| 100,00|996 857| 100,00| 4,83

1362 733! 200,00|506 677! 200,00

5604834| 44,87| 4 208 161|
1460156! 11,69| 1968 168|
7064990 56,56] 6 176 329|

20,41|107 514. 200 2,55
9,55| 74.278 7,45| 3,77
29,96|181 7902| 18,24! 2,94

166 1174| 48,81]157 164
70345 19,89! 94 378
236 519| 05,201251 542

81,02
18,63
49.65

‘310 169| 10,49
072615| 8,59
717 364| 6,22
874810) 7,00

2.153 936
2.086 825
1 742 950
2.330 829

10,45| 93.2391 9,361
10,72/100 244| 10,06
8,45| 89 5 8,99
11.311129928 13.03

4,38
4,80
5,14
5,57

53089 14,64| 86 622
32.939| 9,081 63 930
20 u 5,64| 45 728
13106! 8,61| 34242

17,10
12,62
9,02
6,76

4 034 958| 32,30° 8 314 540

40 331413 009)

4143| 4,97

119 578| 32,97|230 522!

45,50

471 601
296 826
274 241

8,78. 1542291
2,08] 1 152 938'
2,79% 1252 115]

7,48} 93 8911
5,59| 74 a9]
6,07} 83 359

9,42| 6,09
7,44| 6,44
8,36| 6,66

4134| 1,74] 13 435
1310| 0,86| 5064
706| 0,19| 3170

2,65
1,00
0,62

| 042668| 8,35] 3 947 344

19,14|251 445) 25,22| 6,87

6150| 7,69) 21 6691

4.27

226017] a8] 127270 6,17 Sen m 6,81
97877! 0,78| 699510] 3,39| 49422! 4,96| 7,07

= 0,10 200
100| 0,03l 72

0,40
0,14

824 = 2,69| 1 972 222)
24952 0,20| 208 205|

Goal 070| 73,65 6,90 | 468) 0,73] 2752| 0,64
7,01| 14541) 1,46! 6,98 28). 0,01 192) 0,04

Übersicht 7

Die Häufigkeit der Ermäßigungsfälle in den einzelnen Einkommensgruppen
Reichserrebnisse für 1926

Steuerbelastete

Pflichtige

Ermäßigungsberechtigte

Einkommensgruppen

bis 1500 Aererreren ee
Über 1500.24 bis 3000 AM...
&amp;gt; 3000 » » BO00 » ee
» 5000 » ... Ra
Summe....

Münzen Und Steuern

überhaupt

vH der
Reichssumme


überhaupt

A der
Reichssumme


vH der
Spalte 2

2

4

6

56,55 3.047 164
32,30 2.946 833
8,35 | 846 267
2,80} 296 796 ;
| 12492262 | 1200.00 | 7 137 060 | 100,00 | 67,13
21
        <pb n="251" />
        — 322 —

Von den ermäßigungsberechtigten Lohnsteuerbelasteten entfällt in den Großstädten
2in weit höherer Prozentsatz als in den Mittelstädten oder im Reichsdurchschnitt auf
kinderlose Ehepaare, dafür sind namentlich die Ehepaare mit zwei und mehr Kindern in
den Großstädten seltener. In den Mittelstädten sind demgegenüber die Ermäßigung5sberechtigten
 mit zwei und mehr Kindern sogar ein wenig häufiger als im Reichsdurchschnitt,
 der allerdings durch die Großstadtverhältnisse wesentlich mitbeeinflußt ist.
Übersicht 8
Die Aufgliederung der steuerbelasteten Ermäßigungsberechtigten nach ihrer Kinderzahl im Reich
sowie in den Groß- und Mittelstädten 1926
Ermößigungsberechtigte
davon | .
mit a

Einkommensgruppen

insgesamt


verhei-|-—.
ratet 6 und
ohne 1 |2Kin- | 3 Kin- | 4 Kin- 5 Kin- mehr
Kind Kind | dern | dern | dern | dern KinvH
 der|VA der/vIl der vIL der/(vl} der vH der, dern
Sp.2  Sp.2 | Sp.2! Sp.2 | Sp.2 | Sp. 2 NM Sr
PD. 4

“a

Deutsches Reich
U
über 1500 2.4 bis 3000 AM ....
» 3000 » » 5000 » ....
» 5000 » ... ..

Summe ....

Großstädte
bi LÖ00 Zt ba ni ri wenn
über 1 500.2. bis 3000 AM ....
» 3000 » » 5000 » ....
&amp;gt; 5000 » 24... w..

Summe ....

Mittelstädte
bis: 1LO00 ZM Lrrkkka EHRE
über 1500 7 bis 3000 AM ....
» 3000 » » 5000 » ....
» 5000 3 2 eeeeenenen Kae
Summe ....

3 047 164
2 946 833
846 267
296 796)

7 137 060!

939 908!
330 374'
414 879)
157 862’
5 843 023'

200 955
239 962!
68 083!
26 405’
535 405!

1,45 0,42
3,18 0,75
3,86 1,71
3,92 1,64
88,08 | 30,73 ‘ 19,57 | 7,88 | 2,55 0,76

0,23
0,33
1,15
1,18

3

52,46
40,02
40,35
38,57
14.10

28,40
31,70
30,69
29,39
30.34 1

13,75 |
18,47
18,08
20,68
16.98 |

0,96 0,22 0,10
2,07 0,89 0,75
2,63 1,00 0,46
2,41 9,86 | 0,58
6,13 | 1,80 | 0,46 | 0:20

414,89
31,08
32,11
32.80

80,73
31,06
29,31
26,32

17,07 |
22,27
21,25
292 50

5,46 |
10,81
9,53
10.91

0,34 \ 0,17
0,74 | 0,30
2,00 | 1,17
166 | 1,17
200 | 0.80 | 0,80

36.48 | 80.48 | 20.20

8.64

4 4 A :
Da die nichtselbständige Arbeit im Gewerbe am weitesten verbreitet ist, spielen die
Mittelpunkte der gewerblichen Tätigkeit, also die Städte, für die Gestaltung des Lohneinkommens
 und der Lohnsteuer die Hauptrolle. Von den Lohnsteuerpflichtigen insg®
samt wohnen 36,1 vH in Groß- und weitere 6,5 vH in Mittelstädten (mit mehr als
50 000 Einwohnern). Noch höher ist der Anteil der Groß- (42,2) und Mittelstädte (7,4)
an den Lohnsteuerbelasteten und am Lohneinkommen (46,5 bzw. 7,8). Die Lohnsteue
schließlich wird zu 7,9 vH in Mittelstädten und zu 51,3 vH in Großstädten aufgebracht
Für eine statistische Betrachtung der Lohnsteuer und des Lohneinkommens sind somit
die Verhältnisse in den Groß- und Mittelstädten von besonderer Wichtigkeit. Eine Gegenüberstellung
 der einzelnen Städte läßt die Verwaltungszentren der Industrie (z.B.
Duisburg, Düsseldorf, Mannheim) und die Handels- und Verkehrsmittelpunkte (z. B.
Frankfurt a.M., Leipzig, Hamburg) gegenüber den reinen Werkorten der Industri®
(Hamborn, M. Gladbach, Buer, Sterkrade) hervortreten. Allerdings kommen die Unterschiede
 nicht so deutlich zutage wie bei der Einkommensteuer; sie werden hauptsächlich
im Durchschnittseinkommen je Pflichtigen sichtbar. Auch die Mittelpunkte der behördlichen
 Verwaltung sind teilweise an einem erhöhten Pflichtigeneinkommen erkennbar
(Übersichten 9 und 10).
        <pb n="252" />
        323 —
Durchsetzung der Bevölkerung mit Pflichtigen, Durchschnittsbeträge und Steuerbelastung
in den Großstädten 1926

Gebiet

Deutsches Reich........
Durchschnitt aller Großstädte
 .......

Großstädte
ACH OD rn nk ER FE
AltONa&amp;amp; are
AUgSbUrg ....0..00000004
Barmen .....0..0.0.00.000400
Berlin ses
BOCHUM 200000000
Braunschweig .........
3remeN s.0.0000000000
Breslau .........0..000
ÖhemnitZ..............
Dortmund ............
Dresden v....0.0000000000
Duisburg ......000.000000)
Düsseldorf. ............
Älberfeld .............0.
Erfurt v..0..000000000000
Essen ee
Frankfurt a. M.........
Gelsenkirchen .......... 1
Halle a.d. Saale .......
damborn ..........0004
Hamburg ......0.00000:
Tannover ‚....0...00000
lindenburg (Oberschl.) .
Karlsruhe .............
Kassel ....0.00.0.00000000
Kiel ee er
Königsberg 1. Pr........'
Krefeld 2200er
ADAM REN FAM
Hübeek.
Ludwigshafen a. Rh. ...
Magdeburg ............
Marl
Mannheim ............
Mülheim (Ruhr)........
München .............0.
M. Gladbach...........
Münster (West£.) ......
Nürnberg KRREEEERRERE
Überhausen............
Plauen a
Stettin ee
Stuttgart L....0er
Wiesbaden. .........0

Auf 1000 der
Bevölkerung entfallen

Steuerbelastetes

Einkommen

Steuerbefreites

Einkommen

Steuer

Pflich- | Steuer-| Steuer-| Unbe-‚tige
 ‘ bela- | be- | steunSSe-
 gtote | freite orte
samt

SE
Kopf
der
Bevölkerung

AM | AR
6 7

je
Je Kopf
Oflich- der
tigen | Bevölkerung

RAM | RM

vH des
steuerbela-


Einkom-


12

je
Pflichtigen

AM

a“
Kopf
der
Bevöl:
keruns
AM

3

3

8

+

10

11

372

200

| 5,8

166 1 1651 | 330

1397| 8,1 ı 80

— 16,0 * 4,83

497 | 312 | 41

181 | 1818| 568 ı 1587 | 6,3 | 97 | 30,3 | 5,3£

438 308
498 282
468 311
487 305
546 355
450 282
496 315
555 374
480 280
513 259
4153 352
533 353
437 315
481 314
485 275
479 278
434 243
520 307
500 292
430 295
373 340
481 318
534 326
445 219
453 327
419 260
544 254
487 315
449 261 |
501 236
454 251
480 317
426 324
517 258
512 313
440 264
427 331
451 298
494 279
442 312
493 320
359 277
561 164
533 313
558 336
414 | 314

84 122 | 17
24 213 " 1786
61 151 ° 1540
32 179 1539
1,4 190 1838
10,3 168 1755
41 A777 1577
32 178 1549
4,8 19% 1744
47 29 1991
R3 93 1904
3,8 176 1685
5,0 117 2066
29 165 2003
36 207 1807
27 98 69%
8,9 182 862
2,0 21 959
14,8 194 860
7A 128 1880
12,8 20 139
1,8 161 1908
39 205 1600
37,8 188 1617
46 122 | 2148
69 181 1797
26 287 1704
36 169 1792
75 ‘81 1630
29 22 2089
28 200 2081
51 157 1482
0 95 2166
42 255 1838
4,0 194 1739
24 173 2163
100 87 1mn2
17 1851 1910
8,8 206 466
27 122 840
5,8 167 1589
12,8 68 1918
8,0 389 1033
48 215 | ‘600
21 220 | ı988
27 | 9% | 1624

545 1400
490 1509
478 1326
470 \ 1557
650 ' 1351
495 1819
49% 1194
579 1591
488 17280
500 1446
669 1851
595 1359
651 1892
628 1788
497 | 468
471 | „399
452 ! 1764
601 149%
542 1934
555 1310
473 1778
607 ‘539
522 1871 |
354 1372
702 1583
468 1341
432 1419
565 1681
425 1281
492 1801
523 1423
470 1533
702 1972
475 1287
545 481
572 607
566 ı 784
370 1497
409 1483
574 1676
508 383
532 943
334 245
500 317
651 1594
511 | 1606

11,8 89
3,6 94
8,1 z1
5,0 73
1,9 102
18,7 8%
4,9 7
5,2 81
6,1 88
6,8 98
15,3 100
5,2 86
94 N
5,2 | 112
5,3 94
3,8 | 84
15,6 95
29 Mu
28,5 88
9,3 9%
22,7 66
2,7 06
5,4 81
51,9 64
7,3 120
9,3 94
361 85
6,0 ° 99
96‘ 80
52 127
4,0 114
17 | 72
11,8 * 123
5,4 9?
6,0, 93
39 121
17,8 86
2,5 104
13,1 63
12,9 97
8,1 77
26,7 93
9,9 105
6,3 80
3,3 106
43 90

27,4 5,02
26,6 5,42
21,9 4,59
22,1 | 4,71
36,2 5,57
25,1 ° 5,07
24,9 ° 5,01
30,3 5,28
24,5 5,08
25:4 5,08
35,1 5,24
30,5 5,13
35,1 5,40
35,0 5,67
25,8 5,19
23,5 | 4,98
23,0 | 5,09
34,1 | 5,68
25,5 | 4,71
28,3 5,10
22,5 | 4,77
33,8 5,56
26,5 5,09
14,0 3,95
39,4 5,61
24,5 5,25
21,6 5,00
31,3 5,55
20,7 4,88
26,4 5,87
28,6 5,47
22,8 14,85
39,7 5,66
23,9 5,08
29,1 5,34
32,0 5,60
28,4 5,08
31,2 5,46
17,5 4,29
30,4 5,29
24,5 4,88
25,8 4,86
17,2 5,15
24,9 4,98
35,5 5,46
285 5,57
        <pb n="253" />
        Übersicht 10
Durchsetzung der Bevölkerung, Durchschnittsbeträge und Steuerbelastung in den Mittelstädten 1926

39-Auf

 1000 der
Bevölkerung entfallen

Steuerbelastetes

Einkommen

Steuerbefreites

Tinkommen

Steuer

Gebiet

Hflich- | Steuer-| Steuer-„H89
 | bela- ; be-Een
 stete | freite

Unbesteu-



Jo
je Kopf
Pflich- } der
tigen ;| Bevöl-:
kerung
RM _ RM
m

“°
je Kopf
Pflich-! der
tigen Bevöl;
‚kerung
RM RM
9

je
Je Kopf
Pflich- | der
tigen | Bevölkerung

BL
10 11

vH des
steuerbela-


Einkom-


12

Deutsches Reich........
Durchschnitt aller Groß-Städte
 ....00.00.000000
Durehschnitt aller Mittel-Städte
 ......... 1004.
Mittelstädte
Bamberg .......0.0000000
3Zeuthen (Oberschl.) ....
Bielefeld ‚.......0.0..0.00.
BT
Bottrop .....0000000000
Brandenburg a. d.H....
BUT ses ereee een nenes
Castrop-Rauxel ........
DOttbUS secesar een
Darmstadt.............
Dessall ..0000000000004
EINE ver rkenN
Flensburg s.......0.000.
Frankfurt a, 0. ........
Freiburg (Breisgau).....
2471 0
Ger reeerene
Cladbeckae. rn r«
GleEiwWitZ .00000000000004
Görlitz var 44 SEK
Hagen (Westf.) ........
Hamm (Westf.)........
Harbürg......000000004
deidelberg.............
CME een
Alildesheim ............
Tel ererene nn
Kaiserslautern .........
Koblenz. ...0..0.0.00000004
LIeRDÜIE eek RE
Offenbach a. M. .......
Oldenburg ............
Ösnabrück ............
Pforzheim .............
Potsdam .....0..0.000000
Recklinghausen ........
Regensburg ............
Remscheid. ............
Rost0Ck 0..0.0.0.0000004000
SONNE er e
Sterkrade .............
Til era re
Te ee
Wanne-KEickel,.........
Wattenscheid ..........
Wesermünde ...........
Würzburg ......0...00000
Zwickau . ern

372

200 | 5,8

166

1651 | 330

1397‘ 8,i

80 | 16,0 | 4,83

497

312

41

181

1818 | 568

15837 |

6,38

97

830,3 | 5,34

432

263 ı 84

161

1740 | 458

1590! 13,4

86 | 22,5 | 4,92

424
379
507
411
402
427
362
328
484
425
403
183
490
509
415
311
4156
397
351
314
399
427
569
403
445
412
379
397
536
453
465
453
517
475
399
350
490
423
490
423
133
360
457
482
324
349
444
400
411

269 4,0
236 86
313 3,4
204 2,8
225 22,4
282 11,1
286 16,7
253 12,9
331 1,8
287 3,2
308 3,7
206 22,7
269 65
308 4,6
280 41
214 3,5
3ll 3,6
251 18,3
234 15,9
251 , 34
257! 4A
241 8,7
360 4A
187 | 46,5
282 9,8
262 5,0
239 6,0
267 45
234 26
203 211
289 42
280 0,3
272 89
266 0,4
359 1,5
295 13,8
246 8,0
292 12,1
275 5,0
281 5,3
315 30,0
185 71
216 13,6 |
286 0,6
248 10,7
174 11,7
327 75
243 | 0,7
201 | 6,8 !

1.743 | 469
1397 * 329
1622 508
1927 | 393
1.918 | 432
1547 | 436
1493 428
61 1843 467
151 1515 502
135 2057‘ 590
91 | 1657 510
254 | 1558 | 321
215 | 1869 | 503
197 &amp;gt; '574 | 484
130 779 | 498
% 496 | 320
141 491 | 464
127 * ‚704 | 428
101 1739 | 407
260 | 1595 | 400
138 | 1988 | 484
ı77 | 1961 | 473
204 | 1794 | 647
169 ! 2362 | 442
153 1808 | 511
145 171647 | 431
133 1943 | 465
125 1746 | 466
299 . 1959 | 459
248 1754 357
172 ‚71687 488
173 | 1753 490
236 | 1636 445
208 | 1602 426
239 * 1914 687
41 1615 477
236 ı 1825 448
119 | 1634 477
210 | 1514 | 416
137 | 1749 A491
87 | 1653 821
168 * 1590 | 294
228 | 2419 | 522
195 | 181 | 517
65 826 | 453
164 756 ' 306
110. 1613 527
157 1946 | 472
204 2082| 418

1382 5,5 22,4 4,78
{487 12,7 14,0 4,25
1385 4,8 26,1 65,15
1572 44 21,4 5,46
1943 43,5 19,0 4,41
1150 12,8 18,9 4,88
"940 32,5 19,0 4,44
1875 24,2 22,22 4,76
1140| 2,1 24,1 4,81
583 5,1 32,8 6,55
‚303 | 48 25,0 4,89
1072 | 24,3 13,3 4,15
14951 9,8 24,1 4,80
1143 5,3 23,5 4,87
1535 6,3 27,3. 5,47
379 4,8 14,9 | 4,65
271 46 21,5; 4,64
748 32,1 18,7 4,87
1350 21,4 17,6 4,32
113 3,7 19,1 4,79
1698 7,5 25,1 5,18
1776 | 15,4 24,0 5,06
1660 7,6 33,0 5,121
1641 76,2 23,8 5,88
1918 18,8 25,7 6,08
1347| 6,8 22,1 5,1%
1607 | 9,7 22,9 4,98
1588! 7,1 23,5 5,04
1487 3,5 25,3 6,88
1151 24 17,0 4,77
"439° 6,1 251 65,25
1.267 0,4 254 5,17
1754 15,7 21,4 4,80
1323 0,5 20,4 4,77
134 2,1 38,4 5,69
1915 26,4 22,8 4,79
1398 11,2 22,0 4,9
1356 16,4 23,2 4,86
221 61 20,4 | 4,91
‘An 7,8 23,7 4,82
1722 51,7 N 225 4,38
1215 8,7 70 12,9' 4,39
1532 20,8 132 2851 5,4
2000 1,1 86 24,5 | 4,78
1824 19,5 84 20,91 4,6%
2001 23,4 81 1411 461
1467 11,0| 77 25,8 4,80
1476 ‘1,0 | 100 | 24,3 | 6,15
l1ı418! 961 108 | 271 57%
        <pb n="254" />
        Übersicht 11
Die verhältnismäßige Bedeutung der einzelnen Einkommensgruppen und ihre durchschnittliche Steuerbelastung
(Reichsergebnisse für 1928)

3925 .

Steuerbelastete

Pflichtige

Einkommen

Steuer

Steuerbefreite
Einkommen

Pflichtige

Einkommensgruppen

m vH
über- aller
haupt ! Pflichtigen


in 1000
AM

vH de
Einkkom-


insges

{ «vH der
in 1 000 Steuer
AM insees.

vH der
Einkom-


(Sp.4}

H
über- | aller
haupt Pflichtigen


| vH des
in 1000 nn
RM Mens
insges.

+

5

DO

7

8

Q

10

11

12

insgesamt ....

3 490 465| 200,00126 153 320. 200,001 204.056! 200,00] 4,80 |415 183 200,001614 651] 200.00

bis 1900.AMeseereenenen
iber 1 200.2. bis 1 500.2.
insgesamt bis 1500.22

4763 297 35,81| 4 023 268} 16,38]
(476 822° 10,95 1994549] 7,68
6 240119! 46.26l 6 017 817| 23,01

98 561 8,78/ 2,45
69943! 5,81| 83,51
168 504| 73,99) 2,80

‘173 467 41,781159 294| 25,92
72603| 17,49| 97881) 16,92
246 070| 59.27|257175| 41,84

ber 1 500.7. bis 1 800.2.
? 1800 » » 2100 »
&amp;gt;» 2100 » » 2400 »
&amp;gt; 2400 » » 3000 »
insgesamt über 1500 .2M
bis 3000 AM

“ 422182] 10,55
315 660 27
072 713 7,95
| 389 866! 7030|

2341 910) 8,06]
2561942 9,80
2406 837 9,20
3704033 14.16

90857] 7,55
106 987| 8,89
106 338 0
179589 1491

3,88
4,18
4,42
4.85

62 281
41 982
28 199)
23 158'

15,001102 096! 16,61
70,11| 81 613| 13,28
6,79| 63 074 10,26
5,58| 60798! 9,89

5 200421] 38.6411 014 722) 42.12) 483764! 4018| 439

155 8920|

27.481807 581] 50.04

ber 3 000.2. bis 3 600.AM
&amp;gt; 3600 » » 4200 »
&amp;gt;» 4200 » » 5000 »
insgesamt über 3 000 ZA
bis 5000 AM

705020 5,221
415 537 3,08]
3532351 262

2 303 752
1 609 520
1618 818

8,87)
6,15
6,19

123.115] 10,28!
93 7,75)
1004511 8,34

5,34
5,80
621

7 780)
3414
1 583

1,88| 25 243
080] 13 294
0,88| 7110)

4,11
2,16
1,16

1473 908! 70,92 5 582 090!

21.15}

816 024] 26,32!

5,73

12777) 3.08) 45647! 7.48

ber 5 000.24 bis 6 500.2. |
” 6500 » » 8000 » *
Insgesamt über 5 000.2.
bis 8000.7.A41

382 451} 2,85/ 2.161 335
154 802! 1.16} 1 104 049

138 2 11,54|
7394| 86.14|

6,43
6.69

3.059] 0,50
874 0,14
678! 0.16! 39883 0.64

558!
190!

537 2538| 3,98] 3 265 384

Äber 8000.77

212 °45| 17,68! 6,52
22 010) 48 esıl

8387864! 0.29) 303 807!

‚og!

li 00 BE) a0

Ergebnisse der Lohnsteuerstatistik 1928
Nach der Statistik für das Jahr 1928 hat die Zahl der Lohnsteuerpflichtigen um
639 713 oder 2,75 vH seit 1926 zugenommen. Dabei hat sich das Verhältnis der drei
Pflichtigengruppen zu der Gesamtpflichtigenzahl in der Weise verschoben, daß der Anteil
der Steuerbelasteten von 53,7 vH auf 56,5 vH und der Anteil der Steuerbefreiten von
1,5 vH auf 1,7 vH gestiegen ist, während der Anteil der Unbesteuerten einen Rückgang
von 44,7 vH auf 41,8 vH aufweist. Kommt in jener Gesamtzunahme der Pflichtigen
Vörnehmlich der Zuwachs an Erwerbstätigen zum Ausdruck, so tritt in dieser Ver-Schiebung
 der Gruppenanteile in erster Linie die bessere Wirtschaftslage des Jahres 1928
in Erscheinung.
Naturnotwendig wirkt sich die Zunahme der Steuerbelasteten in Verbindung mit
der Erhöhung des Lohn- und Gehaltsniveaus in einer beträchtlichen Steigerung des Ge-Samteinkommens
 dieser Pflichtigengruppe aus. Das steuerbelastete Einkommen hat sich
Seit 1926 mit einer Zunahme von über 5'/a Mrd. AM um 26,8 vH erhöht. Das Durch-Schnittseinkommen
 ist mit 1939 AZ Mie steuerbelasteten Pflichtigen um 17 vH gestiegen.
Das erhöhte Lohnniveau kommt auch zum Ausdruck bei der Einkommenschichtung.
Der Anteil der untersten Gruppe (bis 1500 2.4) ist sowohl hinsichtlich der Pflichtigen-Zahl
 als auch des Einkommens stark zurückgegangen. Gehörten 1926 56,6 vH aller
Steuerbelasteten und 30 vH des Einkommens in die Einkommensgruppe bis 1500 AM,
50 lauten die entsprechenden Vergleichszahlen für 1928 46,3 vH bzw. 23 vH. Alle
inderen Gruppen dagegen weisen eine nicht unerhebliche Zunahme an steuerbelasteten
P flichtigen und steuerbelasteten Einkommen auf.
        <pb n="255" />
        — 326 —

Mit der Steigerung der Einkommen hat die Zunahme der Steuerbeträge nicht Schritt
gehalten. Die Gesamtsteuersumme stieg nur um 20,8 vH, der durchschnittliche Steuerbetrag
 je belasteten Pflichtigen nur um 11 vH. Die Ursache dieses Zurückbleibens liegt
in den Ermäßigungen des Steuersatzes, die durch die sogenannte Lex Brüning zum
1. Januar bzw. 1. Oktober 1928 vorgenommen wurden.
In den einzelnen Ländern hat sich die Zahl der Pflichtigen bzw. deren Verteilung
auf die Gruppen der Steuerbelasteten, Steuerbefreiten und Unbesteuerten keineswegs einheitlich
 entwickelt. Die Gesamtzahl der Lohnsteuerpflichtigen ist zwar in den meisten
Ländern gestiegen, jedoch in Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Bremen und Lübeck
zurückgegangen. In bezug auf den verhältnismäßigen Anteil der Steuerbelasteten und
Unbesteuerten zeigt sich eine besonders große Verschiebung in Sachsen, Württemberg,
Thüringen und einigen kleineren Ländern.
Ein Überblick über die Großstadtergebnisse bietet im wesentlichen dasselbe Entwick-'ungsbild
 wie beim Reich. Allerdings ist die Zunahme der Einkommen mit 24,8 vH
und die der Steuerbeträge mit 17,7 vH geringer als im Reichsdurchschnitt. Dagegen stieg
die Zahl der Pflichtigen stärker als im Reich, was zum Teil auf Umgemeindungen zurückzuführen
 ist. Im übrigen zeigen die einzelnen Großstädte entsprechend ihrer verschiedenartigen
 wirtschaftlichen und sozialen Struktur eine durchaus verschiedene Entwicklung.

Übersicht 12
Steuerpflichtige, steuerbelastetes Lohneinkommen und Lohnsteuer in den deutschen Ländern 1928

Gebiet

Deutsches Reich ..

Lohnsteuerpflichtige

Un- .
besteuerte

Steuer- |
befreite

Steuerbelastete

Steuerbelastetes

Einkommen

Steuer

insresamt.


über- | vH
der
haupt Sp.2

über- | vH
der
haupt | &amp;amp; p.2

han vH | vH der
über | der |Reichshaupt
 Sp. 2 | summe

Betrag vH der
in 1000 ıReichs-RAM
 | summe

Betrag
n 1 00C
RM

vH der
Reichs
eunmme

4

5 | 6

f

S

9

10

41

3

13
"va

23 885 91719980 2269| 42,78[415 183] 7,7413 490 465! 56.48| 100.00|26 153 320! 200,00 11 204.056! 700.00

Länder

Preußen!) ..........
Bayern 0.0.0.0...
Sachsen .........00.
Württemberg .......
Baden ... E40
Thüringen .........
Hessen ver kb
Hamburg ..........
Mecklbg.-Schwerin ..
Ildenburg .........
Braunschweig ......
ANNAlb ac.
Bremen ............
Lippe 0000000000000
Lübeek ......000000
Mecklenburg-Strelitz.
Schaumburg-Lippe ..

‚4 865 34016364 989| 42,821259 349! 1,74| 8 241 002! 55,44| 61,09116 159 2601 61,79
2.234 207|1 006 127| 45,031 41 083] 2,84| ı 186 997| 53,73| 8,80] 2274027! 8,69 1038281 8,0
2379 051 | 855 158| 35,951 38 821 | 1,63] ı 485072| 62,42| 11,01l 2761661. 10,66 123140) 10,3
913 6241 357 959| 39,181 19306 2,11| 536 359|58,71| .3,98' 10075001 2,85 44902) 37
790 743] 299 242| 37,84’ 15 a 1,90| 476464|60,26 3,581 925098) 3,54 42499) 32
235 776| 40,58} 14.980] 2,58| 330 227 56,84 24) 572002l 2,19 23659) 2,7
167 160 nn 7695| 1,69| 281 571 | 61,69 2,09) 5469211 2,09 24980) 2
198 = 33,77' 2264| 0,39| 386 444 nn 2,86) 341444! 3,22 143960) 40
147 119| 62,77) 1,521 37 667| 36,77| . 164141) 0,68: 0,8
70 787| 45,74] 1,871 81 S 7 0,60 153 w 0,58 | 0,0
33 641| en 2,201 109358! 55,42! 0,81 198234! 0,76 0
59 903| 42,44] 22381 1,59) 79 00 55,97| 0,58 149405 0,57 0,8
66 651 36,63| 784| 0,43} 114 505 62,94 0,85 232617 0,89 088
27 1 45,12] 641| 1,06 32 59 50 0,24 55082! 0,22 2311! 0,0
14 710| 27,04} 655! 1,20 39037! 71,76! 0,29! 71599 0,27 3423| 0
20 nn 58,99| 8893| 2,56| 13 ao 6 0,710| 25240| 0,10 1120| 0
4948| 32,47 - 3,84) 9 z06) 63,69) vn 15743) 0,06 | 6211 90
{

748 244] 62,1%

1) Einschl. Waldeck.
        <pb n="256" />
        2397

Übersicht 13
Durchsetzung der Bevölkerung mit Pflichtigen, Durchschnitisbeträge und Steuerbelastung
in den Großstädten 1928

Auf 1000 der Bevölkerung
 entfallen

Steuerbelastetes

Kinkommen

Steuerbefreites

Finkommen

Steuer

zebiet

Deutsches Reich........
Durchschnitt aller Großstädte
 __

Großstädte
ARCHE. ee
Altona sera
Augsburg v.....000000.
Barmen 2... 000000000
Berlin ve
Bochum EEE E THREE
Braunschweig .........
Bremen ass. eek
Breslau v0... 0000000.
Ühemnitz .... 0.0.0400.
Dortmund ............
Dresden. ......0...0000
MWiSbUrg are
Yüsseldorf ............
NMlberfeld v...........0.
Erfurt ... kt ME
ESS ar
Frankfurt a. M.........
Gelsenkirchen-Buer ....
Halle a. d, Saale .......
Hamborn .........0
Hamburg 10.000101
Hannover ........
Harburg-Wilhelmsburg ;
Hindenburg (Oberschl.) .
Karlsruhe 2.0.0.0...
Kassel...
Kiel LT
Köln HE Eee RER
Königsberg I PT aan
Krefeld „LT
A DS ee
Lübeek, 2.
Ludwiehsafen a. Rh.....
Magdeburg 1...
Mainz „DU
Mannheim EEE
Mülheim (Ruhr). .......
München £....2
M. Gladbach TA
Münster RR KK era EEE
Nümberg 11.
Überhausen EEE
lanen 1...
Stettin 1
Mtüttgart 11H
Wiesbaden...

Pflich- ı Steuer-/Steuer-  Un-„tige
 bela- ! be- besteu-InS£e-
 gstete | Ireite | erte
samt

je Kopf je Kopt
des der Be-Pflich-
 . völketigen
 |! rung

je Kopfjje Koptjie Kopf Kopf: vH des
des der Be-| des der Be-: steuer-Pfiich-
 | völke- | Pflich- | völke- | belast.
tigen | rung | tigen | rung | Eink.

X

6

FF

Q

9

10

11 | a2

383

216 | 6,7

160 ı 1939 !

|
419 , 1480 | 19,3 | 4,00
172 | 2124 | 687 |1545 | 6,81 107 | 34,6 | 5,04

500

303 |

4.4

384
496
493
4186
568
438
536
549
467
521
457
487
452
485
487
486
183
484
363
474
444
514
560
520
410
422
449
533
480
460
473
484
428
432
496
447
425
487
440
505
397
510
393
556
486
521
266

245
315
319
347
378
244
326
344
263
382
298
355
300
301
282
302
272
308
224
318
281
340
350
409
208
285
276
241
287
256
283
349
314
301
296
302
327
289
294
291
245
329
286
274
303
358
272

6,2
2,9
8,9
6,6
2,0
9,4
5,2
2,4
82
25
8.0

133
178
165
132
187
185
205
202
201
129
‘51
28
47
180
200
183
203
175
132
151
150
172
207 .
205
181
133
165
287
190
195
186
130
‘08
130
194
141
94
189
143
204
144
176
9%
273
i72
161
93

2.095
2 148
1921
1854
2133
2231
1.656
2023
1.994
2.063
2106
2008
2301
2267
2169
2167
2139
2.304
2052
2288
1843
2172
1 891
2147
1767
2477
2131
2.093
2258
2041
2 140
2101
1843
2696
2114
2220
2243
2142
2247
1772
2455
1.949
2177 '
1851
2041
2.209
2128

513 1555
677 1490
613 1410
643 1365
807 1246
544 1942
637 1371
69% 1664
524 1370
789 1332
628 1933
713 1267
690 1992
683 1614
611 1334
655 1578
582 1824
Zi1 1753
460 1993
727 1512
518 1993
739 1471
661 1354
878 1654
369 1569
706 1703
588 1546
505 1430
648 1768
522 1474
606 1656
734 1345
580 1608
813 2484
626 1320
670 1531
732 1649
619 1752
661 1463
515 1635
601 1661
641 * 1443
622 1981
508 1273
618 1226
792 1741
579 | 1.356

9,6 10
4,3 110
12,5 386
9,0 85
25° 118
18,2 1 105
7,1 92
4,0 103
44 9%
12,6 97
15,4 99
5,22 9
10,8 112
6,3 119
6,7 108
0,5 | 102
15,2 | 100
24' 121
14,8 86
9,1} 115
25,4 | 82
27) 114
5,55 92
9,21 105
32,8 66
6,8 ı 131
11,2 ' 106
5,9 102
6,5* 117
13,8 97
6,6 104
5,9 * 105
8,2 88
081! 14
8,1! 102
56 112
25: 115
15,9 1 100
45 118
16,8 74
13,3! 27
z,01 91
22,1 99
11,9 8
13,6 99
37] 114
2,4 10 |

24,8! 4,83
34,7 | 5:18
27,5 4,48
29,4 4,57
42,6 6,28
25,7 4,78
30,3 4,75
35,3 5,07
25,1 4,79
37,1 4,70
29,5 14,70
35,3 4,95
33,7 ° 4,88
35,8 | 5,24
30,3 4,96
30,8 4,71
27,3 4,68
37,4 5,26
19,3 | 4,19
36,7 | 5,05
23,0 | 4,45
38,8 | 5,24
32,3 | 4,88
0 | 4,90
13,9 |! 3,76
37,3 | 5,28
29,4 4,99
24,7 14,89
33,6 5,18
24,7 4,78
29,4 4,85
36,6 4,99
27,8 14,80
43,1 5,80
30,3 4,85
33,7 5,04
37,5 6,22
28,8 4,66
34,6 5,24
21,6 4,19
31,0 ° 5,16
29,9 | 4,66
28,2! 4,58
23,0 4,88
30,0 4,86
40,9 | 5,16
30.0 | 5.19

4,1
5,4
3,9
5,1
0,3
8,3
1,3
7,4
6,0
12,8
1,8
4,0
5,6
20,9
4,0
7,3
4,1
3,7
9,3
4,0
4,4
5,1
0,3
6,1
4,3
4,6
9,1
3,1
10,3
8,0
4,8
11,2
9,4
11,1
2,1
18
        <pb n="257" />
        328 —

Übersicht 14
Durchsetzung der Bevölkerung mit Pflichtigen, Durchschnittsbeträge und Steuerbelastung
in den Mittelstädten 1928

Auf 1.000 der Bevölkerung
 entfallen

Steuer- | Steuerpelastetes
 befreites
Zinkammen Einkommen

Steuer

zebiet

Deutsches Reich........
Durehschnitt aller Groß-Städt
 ......0.000000000
Durchschnitt aller Mittelstädte
 ...... ji
Mittelstädte
Bamberg ....0.00.00000400
Beuthen (Oberschl.) ....
Bielefeld .....000000000
Bonn „...... _—_-Bottrop
 s...0.- +. 0004
Brandenburg a.d.H....
Castrop-Rauxel ........
GOttDUS: » Krk ki: ka
Darmstadt. ............
Dessall ver ra rare nee
Elbing 0...00000000 00
Flensburg ...0..00.000000
Frankfurt a. 0. ........
Freiburg (Breisgau).....
Fürth 00000. 2 eyanene
ÜBtA sekeeken kan Ka
Gladbeck .............
GleiwitZ s...0.000000000
Görlitz 000000000000040
Hagen (Westf.) ........
Hamm (Westf.)........
Heidelberg. .......000..
Heß arernessa nenn
Hildesheim ........0.000
CHE
Kaiserslautern .........
Koblenz zz....000.. nn
LiegnitZ ....0.000000004
Dffenbach a. M. .......
Oldenburg .....000.00004
Osnabrück .....0.00000
Pforzheim .......0.00000
Potsiall zer ennr nn
Recklinghausen ........
Regensburg ...........
Remscheid. ...........,
Rostock .....000000044
Solingen......0..0000.000
Sterkrade .......0..0000
TTIEE 25km
Wanne-Eickel .........
Wattenscheid ‚.........
Wesermünde ..........
Würzburg v...000.000000
Zwickau ... Se

flichtige

n8ge-3amt


Steuer-| Steuer-/  Unbela-
 be-  besteustote
 | Ireite | erte

je Kopf [je Kopilje Kopf|ie Kopfije Kopfije Kopf| vH des
des der Be-| des |der Be-| des der Be- steuer-Pflich-
 | völke- | Pflich- | völke- u völke- | belast.
tigen | rung | tigen | rung tigen | rung | Eınk.

m

&amp;amp;

}

(a

17

12

383° 216

6,7
323 | 4,4 | 172
7.9 |

160

1939 | 419 ' 1480 ° 9,8
‚1545| 6,8 | 107] 34,6 |
1633 18.0 | 97) 26.2! 4,68

89 | 19,3 | 4,60

500 |

462

531
381
551
408
362
541
409
519
411
463
538
461
539
474
576
491
104
384
547
416
429
394
518
397
424
464
560
549
494
439
558
524
449
302
189
499
479
412
428
370
424
460
356
392
450
393
497

222
251
341
202
232
330
265
335
275
342
221
250
261
276
286
319
229
271
261
290
243
217
286
258
280
271
230
236
313
259
261
297
320
231
221
337
226
302
279
213
219
278
268
238
348
243
2094

7,6
15,8
3,6
3,3
21,0
10,3 ı
15,4
6,8 |
0,6
4,8
16,7
3,2
6,8
6,5
5,3
10,2
18,0
18,2
7,4
4,9
7,0
5,5
13,0
8,4
9,7
7,1
0,6
2,5
3,6
8,8
72
4,1
13,7
14,1
8,1
6,8
3,8
20,7
11,0
5,2
7,6
11
10,6
4,7
24
43

302 | 2176
114 | 1780
206 | 1977
203 | 2287
109 | 2188
201 | 1774
128 ! 2064
177 1921
136 | 2401
116 | 2026
300 | 1776
208 2105
271 2137
192 7216
285 1876
162 850
157 2106
95 1784
279 1980
121 2240
179 2311
71 2452
219 2086
131 2181
134 2220
186 | 2066
329 . 2360
310 f 202
(77 2058
180 2189
288 209
220 1937
125 2415
57 2186
254 2235
154 2032
246 2124
106 2055
128 2038
146 1789
200 7456
174 2141
87 2086
143 1993
97 1831
147 | 2272
191 2923|

482 | 1.408
434 | 1548
575 | 1570
462 | 1610
508 2104
585 1215
548 ' 1926
643 1174
659 1566
693 1412
392 1178
527 1625
559 1267
612 1532
537 ‚367
590 251
482 984
484 1629
517 1267
651 1758
562 1842
532 1656
59% 2002
549 | 487
522 | 595
560 467
543 ‚629
4719 256
645 1510
567
548
576
772
494
493
586
480
621
569
381
537
595
558
475
538
552
598

10,7 | 102
244| 23
5,6| 97
5,3 | 117
44,1 | 85
12,575
2,6 | 84
8,0 | 90
0,9 | 129
6,8 | €
9,6 | 72
5.1 ' 9%
8,6‘ 103
99 113
2,2
128 80
35,7 83
29,6 | 77
941 91
8,6. 110
2,8 | 13
9,1 27
26,0 88
12,5 | 103
15,4 |! 106
10,5} 98
10 | 122
a1 | 92
5,5 | 102
— | 109
15,51 99°
10,1 ] 88
5,33 129
27,0 92
21,4 110
12,0 9%
8,7! 104
52 9%
41,5 36
15,0
9,2
13,3
1,9
21,4
3,2
3,7
74

22,5 4,67
18,3 4,22
33,1 | 4,91
23,6 | 5,12
19,8 38,97
24,6 4,21
22,2 4,05
30,2 4#,70
35,4 5,86
33,7 | 4,86
15,9 | 4,06
24,9 | 4,72
27,0 | 4,88
31,3 | 5,22
23,9 ı 4,46
7 | 4,35
19,0 | 3,94
20,8 4,30
23,8 4,61
31,9 4,90
27,5 14,89
27,5 5,18
25,0 4,20
26,6 4,84
29,6 4,76
26,6 4,75
28,1 5,28
21,8 4,55
31,9 4,93
28,3 6,00
25,8 4,71
26,0 8,53
41,3 5,35
21,2 4,30
24,2 41,90
32,3 A471
23,5 4,90
28,3 4,65
23,9 421
16,4 4,81
27,2 6,07
27,7 4,66
22,9 4,10
18,7 3,9%
31,6 4,9%
28,0 56,08
2 A?
        <pb n="258" />
        399

b. Statistik der veranlagten Einkommensteuer
Bei einem Vergleich der Daten aus drei verschiedenen Rechnungsjahren, wie ihn die
nachstehenden Tabellen bieten, muß berücksichtigt werden, daß die Veranlagungsgrenze
(1 100 A.) ebenso wie der steuerfreie Einkommensteil und der Pauschbetrag für Sonderleistungen
 am 1. Januar 1926 erhöht worden sind.

Übersicht 15

Vergleich der Einkommensund
 Einkommensteuerverhältnisse in den Veranlagungsiahren 1925, 1926 und 1927 für das Reich

Gebiet

Deutsches Reich 1925
» » 1926
» 19927

Einkommen
Betrag

Bevölkerung


Pflichtige

überhaupt


auf
1 000
der
Bevölke:

runs

„ö ‘
. Kopf! je
x ‚der Pflich-1000
 ZA  Bevöl- tigen
kerung
_ RM) Ak
5 7

3

5

52 410 6191 3.907 554| 62,6
52 410 so] 3 763 = 60,3
52 410 619] 4015531! 64,3

i2 779 964
12 646 469
14 514 600

205 3271
203 3360
233 ı 3615 ı

Festgesetzte Steuer
Betrag
. vH
3 ‚Je des
in Pflich- Ein-1000
 AM tigen kom-Mens

Ak | (8.8)
0 11

Pflichtige
überhaupt


3 670 560] 1333 093| 363
2.948 419] 1284970) 436
3152 674| 1 544337| 490

10,43
10,16
10.64

Übersicht 16

Die veranlagten Einkommensteuerpflichtigen, deren Einkommen und Steuersoll in den
deutschen Ländern (1927)

Gebiet

Preußen „...........0.
Sachsen 2eeeee ren
Württemberg .........
Baden .. ee0e0n

Chüringen PER Rebekka
U OSSO era re rer
lamburg ...........0.
Mecklenbure-Schwerin

Yldenburg "A
Braunschweig .........
Anhalt „,.. „1
Bremen... Ken.

Lippe... 5
Lübeck tn kenn nn ne
Mecklenburg-Strelitz ...
Waldeck Or EREHEEN
Schaumburg Lippe. KaEE

Bevölgerung


38 120 173
7379 594
4992 =
2 580 235
2.312 462

609 300
347 279
152 523
574 045

545 172
501 875
351 06
338 8346|

163 648)
27 971
110269
55 816|
48 046

Einkommen a
Pfiichtige _ ' Betrag

überhaupt‘


auf
1000 * in
der
Bevöl- 1000 AM
kerung

36 | je
OP | pgich-Bevöl-
 | tigen
kerung
AM | RM
8 -

2314848] 60,7
524280 71,0
324 7191 65,0
202 06 78,5
141 416| 61,2

8530576| 224
L 501 2051 203
L472 5011 295
64i 690 249
495 834° 214

3685
2863
4535
3166
3.506

113.155
103 796
33.267
41 561

70,3
77,0
72,2
61.7

343 267| 213
301 220 224
503 O7 436
133892 199

3.034
2.902
6042
3222

50 392 92,4
36254| 72,2
19994| 57,0
248411 733

(27 674|
114 994
66 wo
[71 952

234 ' 2534
229 3172
190 | 3334
507 | 6922

LO 828!
8 136
6 ES
5 489
3717

66,2
63,6 |
56,0
98,3
A

31 914!
37 z
18 302
12 465
10 076

195 2947
291 4585
166 2964
223 | 2271 |
210 | 2711

Festgesetzte Steuer
Betrag
in je IvHM des
‚hp. Ein-1000
 Füieh Zom-AH
 tigen mens
LA
3 1410

Pflichüge


iberhaupt


11

1.842 9661904 279! 491 | 10,60
354 550/130 823| 369 8,71
282 628/189 269 670 ' 12,85
147 848| 67 a 455 | 10,49
:12849| 48674! 431 | 9,82

93 2897
74.582
75 769
33 714!

32 632!
27 628!
70 778
11.964

350 |
370
934
2355

9,51
9,17
14,07
8.94

36 8411| 8718
29 9471 10 710
16.507} 6268
22 380} 26 014

237
358
380
1 1682

6,83
9,31
9,40
15.13

8827| 24761
7342| 396
5040| | zo
4060| 740
3535| 727!

281 7,76
540 10,68
270 7,48
182 | 5,94
206° 7,22
        <pb n="259" />
        4

Übersicht 17
Einkommen und festgesetzte Steuer ;
nach Gemeindegrößenklassen in den Veranlagungsjahren 1925, 1926 und 1927
E- un Testgesetzte Steuer
Pflichtige | Betrag _ Pflichtige | _ Betrag
üpan |VHder!| . vHder| 11... |vYHderi in vH der
en = ind 090 Sn Tree N 1.000 Es
summe summe summe) AM |summe
TI SON

1925
Deutsches Reich ....
Yımme ,
aller Großstädte ...
aller Mittelstädte. ..
aller Gemeinden bis
50 000 Einwohner ..

&amp;gt;410 619 200,0013 907 554/ 200,00| 12 779 964| 100,003 670 560l 260,00)1 333 095) 100,00
{
5711309 26,7811 017874 26,05| 5268074, 41,22| 984 726| 26,83| 679 490) 50,97
1549781 5,69] 181 194| 4,64| 809 = 6,34] 174 006| 4,74] 90 07 6,76
[
42149529) 67,531” 7084861 69,31| 5 702 045 52.442511828| 68.43| 563516| 42.27

1926
Deutsches Reich ...
\nmme
aller Großstädte ...
aller Mittelstädte ..
aller Gemeinden bis
30 000 Einwohner...

! i
62 410 619| 100 .00]z 763 526 w0.00hr 646 460| 200.00 948 419 200.001 284 970 200,00
6862 490) 27,02]1 000906} 26,59] 5 307 zz 41,971 8388613 30,14| 693 779 53,99
2517 a 5,631 178220) 4,74| 806 SS 6,38] 155 566| 65,28| 59 04 6,93
2.030 904! 67.3517 584400! 68,67| 6532 114° 51,650 anal 64,58| 502148! 39,08

1927
Deutsches Reich ....
\umme
aller Großstädte ...
aller Mittelstädte ..
aller Gemeinden bis
50 000 Einwohner...

1 } { 3 1
2410619; 100,60[1 015 531] 200,00l14 514 6001 200.006 152674 ml 544.337) 109,00
!
7016 809| 27,27 Lo73342) 26,73| 6.158 en 42,43| 959697 30,44| 827 565 53,59
:452576| 5,53 m 4,69 919897| 6,34 165684 6,26| 107 185 6,94
“ 941 234! 67,20|2753 910) 68,58| 7436595 51,242027293| 64.30] 509617 239.47

Wenn man von diesen Rechtsänderungen absieht, so ergibt sich für das Jahr 1926
regenüber dem Vorjahre eine Abnahme der veranlagten Pflichtigen um 3,69 vH. Dieser Rückzang
 wurde im Jahre 1927 nicht nur völlig ausgeglichen, sondern sogar durch eine Zunahme
 um 2,76 vH (gegenüber 1925) abgelöst. In den gleichen Zeiträumen verminderte

Gliederung der Einkünfte aus den einzelnen Quellen nach ihrer aus
Reichsergeb

Einkünfte aus

Einkünfte überhaupt |— u —
Pflichtige
| __-Pflichtige
 | Betag I | überhaupt | EA

Einfache Finkünfte

Betrag
in vH der
1000 AK Sp. 3

kpl

‚and- und Forstwirtschaft........
zewerbebetrieb .........0..0..0.04
onstiger selbständiger Berufstätigjichtselbständiger
 Arbeit (soweit
VEranlagt) vu. c. ar Kern Le EHE
Xapitalvermögen (soweit veranlagt)
7ermietung und Verpachtung .....

479 283
456 855
199 535

1 055 634
7875 987

919 378
1 554 416
106 544

52,15 1 494 498 | 72,70
88,27 4 505 993 57,21
53.40 | 396267 | 42,14
|
52 612 33,28 563541 | 32,52
13 698 6,83 64 135 13,26
36630 * 21,87 147 878 27,20

940 460 '
732 609
483622 |
545 638

58 093
100 458
'61 762

Übersicht 18
Die Einkommensquellen im Deutschen Reich 1925
Steuerpflichtige

30 ı

Einkünfte

Betrag
z vH der auf den
in | Summe | Kopf des
„000 AM | aller Pfiichtigen
; Einkünfte | Bi

| vH aller
überhaupt | Pflichtigen


Land- und Forstwirtschaft ..........00.. 1 479 283 27,90 2055634 | 14,99
xewerbebetrieb ........0000000000000000 + 456 855 46,38 7875987 | 57,42
sonstige selbständige Berufstätigkeit ..... 199 535 3,76 940 460 6,86
Nichtselbständige Arbeit (soweit veranlagt) 158 093 2,98 „732609 * 12,68
Kapitalvermögen (soweit veranlagt) ..... 200 458 3,78 | 483 622 3,52
Vermietung und Verpachtung ........... 761 762 14,87 545 638 3,98
\ndere wiederkehrende Bezüge und sonstige
"eiStungsgeWINNE 0.0000 46 548 0,88 82 228 0,60
Summe der Einkünfte.... | 5302534 | 100,00 | 13.716178 | 100,00

1.390
3206
4713
0959
2413
716
1.767

sich das Einkommen um 1,04 vH und stieg dann wieder um 13,57 vH. 1926 hat also
lie Zahl der Pflichtigen weit stärker abgenommen als das Einkommen, was beweist, daß
lie Krise dieses Jahres auf den niederen Einkommen stärker gelastet hat als auf den
ıohen. So nahm denn auch das Dufchschnittseinkommen und die Durchschnittssteuer je
Pflichtigen in diesem Jahre noch zu. Ebenso beruht das Einkommenswachstum des Jahres
1927 weniger auf einem Hinzutreten neuer Pflichtiger, als auf einer Ausweitung des
Einkommens der früheren Pflichtigen. Darauf deutet auch die gleichzeitige Erhöhung
les durchschnittlichen Steuersatzes hin (Übersicht 15).
Im Jahre 1927 weisen unter den Ländern neben Waldeck und Oldenburg, Hessen und
Württemberg mit ihrer verhältnismäßig bedeutenden Landwirtschaft die zahlreichsten
veranlagten Einkommensteuerpflichtigen auf 1000 der Bevölkerung auf. Das höchste
Einkommen je Kopf der Bevölkerung und des Pflichtigen und dementsprechend auch die
höchste Steuer entfällt dagegen auf die gewerbereichen Hansestädte, vor allem Hamburg
ind Bramen und auf das industriereiche Sachsen (Ühersicht 161.

Übersicht 19
chließlichen, vorwiegenden oder geringeren Bedeutung für den Pflichtigen
Wlsse für 1925

Vorwiegende Einkünfte
Pflichtige | Betrag
2 | vH
iberhaupt/ der
nn SP2
8 9

Geringere Einkünfte
Pflichtige | Betrag
ST ER a VE
iberhe d
‘berhaupt | 9% 1000.04) Sp
1x

Einkünfte aus

in der
000.2K | sp. 3
7 +

!
224.821 | 15,20 421 159 | 20,49 22,68
740832 | 30,15 «223477 | 40,98 | 6,58
48 758 24,43 | 450360 | 47,88 | 4233| 22,17
71.990 | 45,54 | 1 056 694 | 60,99 33 491 | 21,18 |
17453 | 8,71 190 926 | 39,48 ‚69307 | 84,46
43 264 | 5,68 112114 | 20,55 631 868 | 82,95

139 977 6,81
146517 | 2,86
938 | 9,98
|
112374 | 6,49
228561 47,26
285 646 | 52,35

Land- und Forstwirtschaft
Gewerbebetrieb
jonstiger selbständiger Berufstätigeit
 ;
ıichtselbständiger Arbeit (soweit
veranlagt)
Kapitalvermögen (soweit veranlagt)
Vermietung und Verpachtung
        <pb n="260" />
        Gebiet

1925
Deutsches Reich
Summe
aller Großstädte
‚ Mittelstädte

1926
Deutsches Reich
Summe
ıller Großstädte
; Mittelstädte

1927
Deutsches Reich
Summe
ıller Großstädte
» Mittelstädte

— 332 —

Die verhältnismäßige Bedeutung der einzelnen Einkunftsarten im Reich

Summe aller
Einkünfte

aus Land- und Forstwirtschaft


aus sonstiger
aus Gewerbebetrieb | selbständiger
Berufstätigkeit

, Betrag
Pflich- 3 1 000
tige RM

Pflichtige | Betrar Yfichtige ) Betrag Se | Betrag
Hl ve vHI vH vH | aper- | vH! JH
über- |T wa über- in 1000 über- in 1.000
der der der G der der der
a E AM Igpra| sap 12) AM Igpra| MAP Ep AM sp
* an 15 ' 12 14 RR

| |
1302534113 716 178lı 479 28527 ,90/2 055 63al14,00/2 456 855/46 ,33 7 875 9876742] 199 x 3,76| 940 460; 6,98
|
15 807 1,24! 30 ie 04 781 47961,2913 309 03500 97 440 7,64| 533 417) 9,59
7499 3,14| 12368! 1,44| 142 89659,87| 564 38465,65| 15 055 6,31| 72 145/T8,39

, | ] ;
5409 92913 872 zazjı 367 827 25,28| 1 943 491124,01|2 396 wa 667 HA 196 338] 2,63 | 976 502. 7,0%
1
320 — 5702 «| 14110) 207 24675 0,43| 762 ager) 201 s050,14 92 0 7,03| 538 837 9,45
250302! 870847) % ze 2.68 9757 1,12| 138 832065,47! 54236862,28| 14 596] 5,88) 77737 8.99

!
5887 267 [5 873 865}1 455 yareaele 139 -_ 2499 166.42,45 8660 709l54,56|205 ml 3,60) 084 g9ıl 6.88
! &amp;amp;
9007 6615642} 15869| 1,09| 29198| 0,44| 798 were 362483054,79| 9% 413 6,63! 595 20
270315] 993512] 7142| 2,64| 12910| 1,30] 141 17952,23| 604 Teer 14 435 5.34) 81 426) 8 29

Übersicht 20
owie in den Groß- und Mittelstädten in ihrer Entwicklung 1925, 1926 und 1927
BE aa, b—
Zinkünfte

333

aus nichtselbständiger
Arbeit (soweit veranlagt)

aus Kapitalvermögen
(soweit veranlagt)

| aus Vermietung und
Verpachtung

dürch andere wiederkeh
rende Bezüge und sonstige
 Leistungsgewinne
Pflichtige ! Betrag
va |. (va
‚ber: | Ser [1090| der
LP 8p.2|_ 7 |8p.8
28 29 | 30 | 31

Pflichtize ' Betrag

Pflichtige | Betrag
3A in1000| ©.
5p.2|_ “4 | sp.
A 22 ;

Pflichtige |! Betrag
. HE. vE
über- A | in 1 000
haupt © | AM IE
TE Ta a6

über- , JM in1000 | 7%
Aanpt Sp. MS.
18 17 ' 18 1“

überhaupt

20

158 093 | 2,98
79.084 | 6,20
3087 | 5,48 |

| !
| 732 609 22,63) 200 458 | 2,78) 483 622 | 3,52
[
118 406 8000 100 708 | tm 277 294 | 4,98
135.550 25,771 16616 6,96| 33750 | 3,93

761 762] 14,37 5a5 638 | 2,08 | 06540 | 0,88 | s2 228] 0,00
10226 zn 252510 54| 12 301 007 41 | 0,75
41 8471 17,541 37049 | 4,31 1665 | 0,70 4388 | 0,51

1
168 036 | 3,71

ı !
1 851 414! 73,35! 300 213 | 6,55, 634 903 | 4,58°
36 770 | 6,57 | 1198 ») 0 136 157 10,31| 363 249 6,7|
"2805 ı 5.121 141767! 16,28| 23824 | 9,52! 46289 | 5,32

902 5e3| 16,08| 637331 | 4,59 1 78448 | 7,45 | 161 526 | 2,76
93 815 1,65
2833| Z,01

205 | 26.50 281 225. 49
A9539| 19.79 44096 | 5.06

9442} | 3,30 | 2.206 170] 23,00] 420 491 | = 843 090 | 5,31 | 1004 586) z7.0) 758 805 | a78| 107 884 | 7.83 | 180 351 | 1,14
102 0 7,04 | 1 444 040 22,85] 75 510 | 12,08 nd 7,30| 235 866| Sn 352452 | 5,38 | 28 ed 1,97 86 wor| 1,31
14839 | 5.49 | 168 040| 26,911 30951 |17,45| 59427| 5,98! 54135; 20,08| 54091 | 5,44| 7634| 2,82 12880 | 1,30

Übersicht 21

Die verhältnismäßige Bedeutung der einzelnen Einkommensgruppen und ihre Belastung in de”

1925

Einkommensgruppen

Einkommen
Pflichtige Betrag
vH der 5 vH der
überhaupt | Reichs- A Pa Reichs-Summe
 —_ summe

Festgesetzte
Steuer
in 1000 | vH der
RM Spalte *
—

Dis 1500 7 ie KR RER 1 863 705
iber 1: AM bis : VOO Kal s00000 | 054 087
7000 » » 5000 » 2.0.0... 453 806
5C)0 » » BO) en 219 760
8000 » 1200 » 2.0... 152660 |
12000 » 15.000 » ...... 65234
16C0 » 5000 » 00000 Sea
25C)0 » &amp;gt; 50000 » ...... 31 686
50 000 » » 160000 » 2.0.0... 9108
» 100000 » . 2.0. 3317
Summe .... | 3907554

47,70 1614222
26,98 2243 742
11,61 1742536
5,62 1375872
3,91 | 1496 423
1,67 | 898 900
1,39 | 1.063231
9,81 | 1068 645
1,23 611 476
0,08 664 917
100,00 | 2 T79 964

12,63 107 264 '
17,56 118 395
13,68 101 511
10,77 91 418 | ;
11,71 | 114922
7,03 87155
8,32 131220 2%
8,36 195830 18,7
1,78 156 448 er
_ 5,21 | 228930 Mn
100,00 | | 333 093 | 20,8

/ranlagungsjahren 1925, 1928 und 1927 (Reichsergebnisse)
—)————

19°
.__Finkommen De Festgesetzte | —_ Einkommen | Festgesetzte
Pflichtige Betrag Steuer Pflichtige Betrag Steuer
{ vH der! ; vH der] ; vH der! ; vH der| ;
derhaupt Reichs- m Fa Reichs- mn P A Es Sr überhaupt |Reichs- m A Reichs- m A ke na
——_- summe | Bumme N P- ________ | summe rn Summe] P-8
 7 10 1° zr 14 17 15 18 19

199“

716419 | 465,61! 1554999 12,80 |
098.103 29,78 2311654 18,28
136.260 11,59 1670529 18,21
24371 5,43 275307 10,08
47330 3,91 445082 "1,4?
63765 1,69! 877346 6,94
52911 1,41, „037185 8,20
M14 09,83 | 1049611 | 8,80
435 0,25! 633962 5,07
nn a7 "90 704
763 526 | 200,00 | 12 646 469 1200.00

34873 2,24
112703 4,88
107672 6,45
92150 7,28
117291 8,12
84216 9,6C
123011 12,86
185778 17,7
160203 265,27
267072 38,77
| 284 970 | 10,16

1751843 | 43,63 ' 1603358 11,06 35512 2,21
1171542 29,18 2475578 17,06 120167 4,85
490877 12,23 1878678 12,94 121162 6,45
232472 | 5,79 1449903 9,99 104999 7,24
172705 | 4,30 1694411, 11,67 137867‘ 8,14
75618 | 1,88 1040 857 | 7,17 100233 9,63
65118 | 1,62 1277435| 8,80 151897 11,89
38687 | 0,96 1302734] 8,98 230800 17,72
11784! 0,29. 794439 | 5,47 200776 25,87
4885 0,12 997207| 6,87 340924 | 34,19
4015531 1200.00 14514600 200,00 | 1544337 | 20,68
        <pb n="261" />
        — 334 —
Das steuerlich erfaßte Einkommen der natürlichen Personen
——H————
Yeranlagtes Einkommen
vH der
Pflichtige Reichssumme


TU Ir

Einkommensgruppen

Insgesamt ....
bis 1 500 AHA 000000 Ver E re aERE
über 150044 u 3 OH uns
» 3000 » » 5000 » 2......
&amp;gt; 5000 » » 8000 » vw...
» 8 000 10009 2 200.0.
10 000 al N OR seen
12 000 af De
16 000 ...
25 000 ee000n
50 000 We000n
100 000 MC Sn
200 000 “9000 » 2...
500 000 670000 » Bawa
1.000 000 .s

3763526 100,00

12646469 | 100.00

' 716 419
098 103
136 260
104 371
38 178
59 152
53 765
532 911
1143
7435
2 783
843
114
49

45,61
29.18
115

554 999 12,80
311 654 | 18,28
670529 | 183,21
275307 | 10,08
797 491 6,81
S47 591 „12
377 346 4
037 185
049 611
633 962 AI
377699 2,98
246886 1,95
75429 0,60
99780 n.59

Die Einkommensteuer der natürlichen
A
Veranlagte Einkommensteue:h
: | vH der
Betrag in | x aha
1000 24 | Boichs

Einkommensgruppen

vH der
Pflichtige Reichs-*
  summe

335
im Deutschen Reich für 1928 nach Einkommensgruppen
Tohneinkommen

Übersicht 22

Pflichtige

zn | Betrag in |
ZUM 1000 ZA

vH der
Reichssumme


| vH der
Pflichtige Reichssumme


ı Betrag in vH der
1.000 RM | Mer
13
33771787 | 100.00

10 .

12 854 995

100,00

21 125 318

100,00

(16618521

100.00

7.301 509 56,80
4154 536 32,32
1.048 818 8,16
325 157 2,53
24 975 | 0,19

6427871
8 545 062
3.969 013
1974 975
208 397

30,43
40,45
18,79
9,35
0,98 |

9017 928
5 252 639
ı 485 078
529 528
113 153
59 152
63 765
52911
31143
435

54,26
81,61
8,98

7982870 | 28,64
10.856 716 32,15
5 639 542 16,70
3 250 282 9,62
1005 888 | 2,98
647 591 1,92
877 346 2,60
. 037 185 3,07
‚049611 3,21
633 962 1,87
377 699 1,12
246 886 0,73
75 429 0,22
90.780 | 0,27

DS.

“oc
106
9,01
0,00
0,00

17

Personen im Deutschen Reich für 1926
Tohnsteuer

Zusammen

Pflichtige

vH der
Reichsaumme


nn N vH der
| Betrag in Reichs-1.000
 AM summe

| vH der
Pflichtige Reichssumme

a

Betrag in | Zn dr
1000 7.4 | Reichesumme


u
zn

Insgesamt ....

2948 419

100 .00

| 284 970

; 100,00

8 1500 Zr aeee kl k- PEG Rn RE
iber 15002 bis 3000 AM 0.0.0.
3000 » » 5000 » 00000
5000 » » 8000 » 000000
8000 » » 10000 » 2......
10.000 » » 12000 » 2.0.0000
12.000 » 6 090 _-16000
 &amp;gt; 25 000 eenaen
25 009 “MM en;
50 000 Sa
100 000 €
200 976 Da
500 000 u.
000 000 » e

972 042
033 392
430 628
204 022
88 160
59 142
63 760
52 909
31 140
9.435
2783
8343 #73
114 | 0,00
49 0.00

34873
"12 703
07 672
72.150
n0 966
56 325
34.216
23011
‚85 778
160 203
120 529
88 015
27 886
20 647

2,71
8,77
8,38
7,17
4,75
8,35
7,55
9,67
| 14,46
| 12,47
9,38
6,85
2,17
92 20

Teils Folge, teils Voraussetzung des Gewerbereichtums dieser Gebiete ist ihre Ver-;tädterung.
 Denn die Städte sind wichtigste Konzentrationspunkte des gewerblichen Einxommens
 und damit des Einkommens überhaupt. Vor allem stellen die Großstädte einen
weit größeren Anteil der Reichs-Einkommensumme als ihrer Bevölkerung entspricht.
Noch höher ist ihr Anteil an der Steuersumme, da in ihnen die großen Einkommen stärger
 vertreten sind als im übrigen Reichsgebiet (Übersicht 17).
Die überragende Bedeutung des Gewerbes für die Einkommenschöpfung in Deutschland
 wird auch durch eine Aufgliederung der Einkünfte bestätigt. Insgesamt sind die
Einkünfte aus Gewerbebetrieb 1925 rd. viermal so hoch wie jene aus Landwirtschaft. Die
Zahl der Pflichtigen ist demgegenüber nur um etwa zwei Drittel höher, weil in der
Landwirtschaft die Durchschnittseinkünfte je Bezieher erheblich geringer sind als im
Gewerbe. Die nach ihrem Gesamtbetrage ebenfalls sehr bedeutenden Einkünfte aus

12 492 262

100,00

996 857

100 00

15440681 | 200,06

2 281 827

100.00

7064 990 56,56 181 792
4.034 958 32,30 413 009
1.042 668 | 8,35 | 251 445
324 694 | 2,59 | 136 070
24952 | 0,20. ! 14 541,

18,24
41,43
25,22
18,65
1.46

8.037 032
5 068 350
1 473 296
528 716
113 112
"6142
°C

52,05
22,83
2,54
2,43
273

216 665 9,50
525 712 23,04
359 117 15,74
228 220 10,00
75 507 3,31
56 325 2,47
84.216 2,69
23011 5,39
85 778 8,14
160 203 7,02
120529 | 5,28
88.015 3,86
27886 | 1,2
20 643 1.34

R
0,01
0,00
HT

m

Nichtselbständiger Arbeit stammen zudem größtenteils auch noch aus der Betätigung im
Gewerbe. Die Bezieher von Einkünften aus Gewerbebetrieb sind ebenso wie jene von
landwirtschaftlichen Einkünften in mehr als 60 von 100 Fällen ausschließlich
*uf diese eine Einkunftsquelle angewiesen (Übersichten 17 und 18).
Im ganzen stammt über die Hälfte aller Einkünfte in Deutschland aus dem Gewerbe.
Aber die relative Bedeutung dieser Einkünfte ist ebenso wie jene der Einkünfte aus
Landwirtschaft in den letzten Jahren stetig zurückgegangen; dagegen haben die Ein-Künfte
 aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen und aus Vermietung: und
Verpachtung verhältnismäßig an Bedeutung gewonnen. In den Groß- und Mittelstädten
Stehen neben den gewerblichen die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit im Vorder-STund,
 im Reichsdurchschnitt stehen mit gleichem Gewicht neben diesen noch die Einkünfte
 aus Landwirtschaft (Übersicht 201
        <pb n="262" />
        300.

Die verhältnismäßige Bedeutung der einzeinen Einkommensgrupper
(Reichsergebnisse für
Eir

£ x \ iger
Land- und Forstwirtschaft | Gewerbebetrieb He
Pflichtige Betrag Pflichtige Betrag Pflichtige
Make fa ef 3 A
ühan, |VH der|: vH der| über- |vH der|: vH der! har. va de:
Nee Me 7 /Reichs- MED Mn u MT ee Es
summe . summe summe summe Summit
——  /emmef Summe] jmamme]_____ mummef — — [summ
; ; “ 8 ' »$ 9 10!

Einkommensgruppen

BE

‚029728! 69,61} 741 449| 36,07|1 086451
922.093! 67,41| 707328| 86,40| 981 576
958 297| 65,86| 745 489| 34,841 966 564
324 409) 21,93| 675317| 832,85| 726 675
333 330| 24,37| 684693| 35,23| 791 54
368 848! 25,35| 756 583| 35,36 314 249
93 064 6,29| 348 411| 16,95! 325 010
83846| 6,73| 313 350 16,701 330 068
95 0 6,56| 356838! 176,68! 370 608
23 228) 1,57| 140654! 6,84| 164 302
21 0 1,57| 129675! 6,67| 155797
24682! 1,70| 149475! 6,99| 180 855
1925 1470429| 99,40|1 905 on 92,7 1123024838
bis 8000.ZM ........... 1 1926 1360679| 99,48|1 835046! 94,402 259 315
19927 [1447227 99 4712008385! 93.87|2 382 2176

44,22/1 012551,
40,96| 941 408
38.68| 914 984

12,86
2220|
10,56

m 38,82
80370 39,09

29,58|1 612 728
33,04|1 733 549|
12,58|1 787 339°

20,48
22,61
20,64

5 20,07
a0 905 19.11

13,231 283 853!
13,7711 290 970°
14,83|1 446 389

16,80
16,84
16,70

24.245! 12,85
24.064 11.70

in 044 814|
6,50| 982 5%
7,24|1 138 494)
73,72/4.953 946/
74,27 |4 948 5238|
93.3315 287 206!

18,26| — | —
12,82| 21102! 10,75
1215| 20949| 10.12

62,90| — ] —
54,55| 161168! 82,0
3105| 164678) 80.07

1925
über 8 000 bis 12 000 .2X / 1926
1927

5121| 0,85
4533| 0,38
4939| 0,34
1542! 0,11
1179| 0,09
12301 0,08
1222 0,08
845| 0,06
002! 0,07
693! 0,06'
419/ 0,08!
479 0,08
0,59 5,72
0,51 4,6%
0,52 4,67
198| 0,01} 13273| 0,65
124 0,01] 8077| 0,42|
163! 0,07| 11039 0,57
78| 0,00| 19282| 0,94
48° 0,00| 10544) 0,54
81 0,001 207941 0,97
276| 0,01| 32555 1,58
172| 0,01 18621 0,96
944! 9.01! 31833! 1.48

48 704| 2,37
43016 2,21
46.706. 2,18
213211 2,04
6243! 0,84
69131 0,79
24059 1,77'
16.589 0,85
9768! 0,9?
1,18
0,72|
07

75 226
67257
79 591

8,07 736 230
2,81 4
3.18| 772 949
1,28| 419562! 5,881 —
1,08| 359208| 4,68 786
1,27| 4370801 5,05] 9619
1,08| 523 9%0| 6,65| —
0,96| 451823| 5,89| 6784
1,741 563865! 6,51) 8775
!
0,65 jdn 00
0,60) 485419 6,38
0.72) 620169 7.161

93 — | —
8,54} 16 0 8,35
8,92| 17189 83

—, 12000 » 16000 2A

( 1925 !
1926 |
| 1927
( 1925
| 1926
19927

30 176
25 945
31607
26 471]
22 940
28571
16.057:
(4325
«8.2891

4,03
4,68

= 16000 » 25000 AM

3,80
427

| 1925 |
1926
) 1927
| 1925
8000 » 50000 ZA 1 1926
1927

3 wo
4 251

1,8
7

L47 980)
130 467
‘58 088!

6,03|2 228886! 28,23
5,45|1 950 967 25,44
6.3212394063 27.64!

34 202) un
298934 1793

) 1925,
1926
| 1927
[1925
100000 AK ....... 4 1926
] 1927
1925
300002 ........ 4 19261
1997

4692 0,79| 318397! 4,04|
1660l 0,29| 314680 4,10
50831 0,24 4127561 4,77)
1795| 0,06! 3797581 4,88) — | — N
2042 0,09| 453395! 6,91) 1195| %%
27191 0,17 566684) 6,54 2231
6487| 0,25 608155) 8,87) — | — n
6 702 0,88| 768 075) 10,01 968! 0% f
8802| 0,35! 079440) z1,31| 10861 %
ı 479 283| 100,00|2 055 634 700,00' 456 855| 100,00|7 875 987 200,06 — | — g
1367 ar 200,00|\ 943 491! 700,00|2 396 484| 100,00|7 667565! 100,00! 196 338 m m
1455 121| 100,00|2 139 842! 100,00|2 499 166| 100,00|8 660 709! 100,00| 205 598 10%

Summe ....

1925
1926
1927

®
. Ä Übersicht 23
innerhalb der verschiedenen Einkunftsarten und Veranlagungsjahre:
1925, 1926 und 1927)
künfte aus
a ——— EEE EEE nn Sn ——
selbständiger | nichtselbständiger Arbeit Kapitalvermögen Vermietung
tätigkeit ‚(soweit veranlagt) (soweit. veranlagt) und Verpachtung . &amp;gt;
Betrag Pflichtige | Betrag | Pflichtige | Betrag Pflichtige' Betrag
EN Sn Fr Vera —— EEE, KA
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Me / Reichs: ; — | Wr / Reichs. Me Mn w m Beiche- Man Ra m 00 Reichs
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22538! 1,02| 41218! 9,80
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8,58! 24145| 1,30 14898| 4,96 57901 9.
3,67! 28621 1,30| 19252 4,58| 74449 8,83
11.365 | 6,76 | 75217] 4,09 9371 | 5 59113 | 0,2
13011! 6,691 86635| 3,981 11701 | 2,78| 736231 8,72
141 327 2,63 | 285 542 95,11] 271 972
160842 | 7,27 1401857 | 95,66| 365 781

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95003] 8,76

135 348 |
‘134 505

23,86 |
12.40 \

875 715
375 061

88,47
34 58 |

Sa m] um| 32,61
169630 | 15,68 | 65425 | 33,65

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551 139 | 29,77 |
657419 | 29,80

se 1,88| 55 |
7044| 1,67| 68 763

5.0 —
8.16 4193|

0,421 was] 5,35

108 820
133 310

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12.29 | 28269

14,27
14,54

329 425 17,79
387985 | 17,59 |

22 2
3489| 0,88

38 554
48 260 |

6.07
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1610 '

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132 857
171 822

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10.57\ 401564| 18.20

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516 725
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56,73 | 124 042

62,03 | 1492 109
63,80 | 1773 510

80,59 |
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4,49| 225 525 | a6,
4,06| 286 493 | 33,98

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4 313 | 8,69

1.947
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1,25

128 774 | 6,96
162 001 7,34

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1077

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54 765
75 015

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8,90

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0.02) 13574!

1,79

- 6793| 0,90
20367| 2,69
084 591 . 168 el — 1851 | ya | on 213 | 200,00| 634 903 | 200,00) — — a
‚00 | 194421 | 200,00 | 2206 179 | 100,00 | 420 491 | 700,00| 843 090 | 700,00| | 004 586 | 100,00] 758 803 | 100,00
Pina, !
4RZen und Steuern
        <pb n="263" />
        _— 338

Die Überlegenheit der gewerblichen Einkommensbildung und die besondere Bedeutung
Jer großen Einkommen im Gewerbe wird durch eine Aufgliederung nach Einkommenszruppen
 unterstrichen. Von den Einkommensteuerpflichtigen insgesamt entfielen in den
Irei Veranlagungsjahren 1925 bis 1927 stets rd. 75 vH (1927 nur 72,9 vH) auf die Einkommensgruppen
 unter 3000 AM und 11 bis 12 vH auf die Einkommensgruppe von
3000 bis 5000 A.A4, während auf die Gruppen über 25 000 AM nicht einmal je einer
von 100 Pflichtigen kam. Am Einkommen waren die Gruppen unter 3 000 AM dagegen
zur mit rd. 30 vH beteiligt, während auf die Pfiichtigen mit Einkommen über 50000 AM
von Jahr zu Jahr steigend 10 bis 12 vH des Einkommens entfiel. Der Anteil der
oberen Einkommensgruppen an der Steuer war infolge des Staffeltarifs naturgemäß
noch höher (Übersicht 21).

Stellt man dieser Aufgliederung nach Einkommensgruppen nun eine solche nach Einzunftsarten
 gegenüber, so wird ersichtlich, daß die Einkünfte aus Gewerbebetrieb im
Vergleich zu jenen aus Landwirtschaft eine bemerkenswerte Höherschichtung aufweisen,
ınd daß vor allem die hohen Einkunitsgruppen im Gewerbe wesentlich stärker besetzt
sind. Fast ausschließlich in die mittleren und höheren Gruppen fallen die Einkünfte
aus nichtselbständiger Arbeit, die ja allerdings von vornherein eine Auslese der hohen
Zinkünfte darstellen; nach dem absoluten Einkommensbetrage haben sie 1927 die Landwirtschaft
 überflügelt (Übersicht 23).

Die Aufgliederung läßt weiterhin erkennen, daß durch die Wirtschaftskrisis des Jahres
1926 vor allem die mittleren Einkommens- und Einkunftsgruppen betroffen worden
ind. — Übrigens ist die Summe der Einkünfte notwendig größer als das Einkommen,
la in ihr die abzugsfähigen Ausgaben, die nicht in wirtschaftlichem Zusammenhange
mit einer bestimmten Einkommensart stehen, noch enthalten sind. Ebenso ist die Summe

Durchschnittseinkünfte je Pflichtigen nach Einkunitsarten
m
Es entfallen durchschnittlich auf den

Gebiet

‚us Land- und | N MS SEE Ser
zorstwirtschatt aus Gewerbebetrieb ständiger Berufstätigkeit

1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1026 | 1007
0

925 | 1926 | 1927

Deutsches Reich ....

1390 | 1a21 | van |

3.206 | 3200

3 465

4713 | 4.974 | 5 277

Länder
DEOHÄREE ze KRR
3ayeIN are neees
SACHS er en REKEN R EG
Württemberg ..............
2
Thüringen ....0.000000000000
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Tamburg ...0.00000000000042
Mecklenburg-Schwerin. ......
Yldenburg .....000000000004
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Anhalt .........0.0.0000000004
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Aecklenburg-Strelitz .......
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Schaumburg-Lippe .........

567
175
652
95
‚a0

1558 588 |
311 355
556 665
982 1049
959 1.086
1270 1381
976 1105
2397 2071
1837 2140
„609 1550
„69% 1641
198 627
1063 068
558 ‘582
‚314 1745
283 1227
1176 1559 |
1700 | 1617

3.159
2 776
4114
3.034
3.028
2.950
2510
4571
2860
2686
2 861
2854
5.088
2423
3.399
2 369
1 708
2247 |

3.159
2.806
3.898
2863
3248 |
&amp;gt;884 |
&amp;gt;662
4834
2 804
2778
&amp;gt; 752
&amp;gt; 736
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433
«623
545
1674
2.383

3417
301
4395
3117
3294
3.129
1949
5.036
3.087
2 751
2.954
3.027
5078
3 763
3889
2 590
1809
2583

4925 5160 ' 5453
3725 + 162 4512
1932 53094 3320
1154 + 452 4 791
4274 1789 5092
3840 3676 23822
4553 1842 5.334
5618 5523 7 069
4218 41167 1870
3691 4041 4109
4014 + 354 4143
4 001 : 578 4381
569% 7221 7774
3437 4 3644
5298 405 5 940
3686 3780 | 4401
4 300 3.356 | 4 041
3558 5 108 4171

vn

O&amp;amp;

%
v02
‘798
12
671
L219
392
846
383
1612

f
der Pflichtigen mit Einkünften größer als jene der Pflichtigen mit Einkommen, da
'ahlreiche Pflichtige Einkünfte aus mehreren Quellen beziehen.
Das Einkommen hat im allgemeinen schneller zugenommen als die Zahl der Pflichtigen.
Jas beweisen die stetig steigenden Durchschnittsbeträge je Pflichtigen. Für das Gewerbe
liegen die Durchschnittseinkünfte im Jahre 1927 in allen Ländern und Landesfinanzamtsbezirken
 (außer Kassel) über jenen des Jahres 1925. Die landwirtschaftlichen Durchschnittseinkünfte
 sind dagegen in einigen Ländern und Landesfinanzamtsbezirken zurückzegangen.
 In allen Ländern und Landesfinanzamtsbezirken (außer Berlin) gesunken
ind die Durchschnittseinkünfte aus Kapitalvermögen, da in den letzten Jahren eine
elativ große Zahl von Beziehern geringerer Kapitaleinkünfte neu hinzugetreten ist.
Allerdings erfaßt die Statistik im wesentlichen nur Zinsen von Hypotheken und Sparzuthaben,
 weil die übrigen Kapitalerträge »an der Quelle« besteuert und nur dann
veranlagt werden, wenn das Gesamteinkommen 8 000 AM übersteigt (Übersichten 24
ınd 25).
Aus dem tatsächlichen Einkommen ergibt sich das steuerbare durch Abzug des steuerreien
 Einkommensteils und der besonderen Ermäßigungen. Die Vergünstigung eines
‘teuerfreien Einkommensteils genießen nur die Einkommen unter 10000 AM, sowie,
&amp;gt;hne Rücksicht auf die Höhe ihres Einkommens, alle diejenigen Pflichtigen, deren Ein-1ahmen
 ganz oder zum Teil aus Arbeitslohn bestehen. Die Ermäßigungen spielen
xbsolut und relativ in den unteren Gruppen die Hauptrolle, da in diesen die ermäßigungs-)erechtigten
 Pflichtigen absolut und im Verhältnis zum Einkommensbetrag am zahl-°eichsten
 sind. Ein abweichendes Bild ergibt sich naturgemäß bei den Ermäßigungen für
deine G. m. b. H.-Einkommen (Übersicht 26). Verschieden sind auch die Ermäßigungs-)erechtigungen
 für Stadt- und Landgebiete, da sie ja im wesentlichen von der Kinderläufigkeit
 abhängig sind. In den Mittel- und besonders in den Großstädten sind die
Tamilien ohne Kinder bedeutend häufiger, dagegen jene mit zwei und mehr Kindern

— 889. __

A den deutschen Ländern 1925, 1926 und 1927
RM
VENEN
Xopf des Pflichtigen mit Einkünften
aus nichtselbständiger aus Kapitalvermögen
Arbeit (soweit veranlagt)
(soweit veranlagt) . CE
1925 | 1926 | 1927 I
a
1 a

Übersicht 24

aus Vermietung
und Verpachtung

durch andere wiederkehrende
 Bezüge und
sonstige Leistungsgewinne

1925 | 1926 / 1927
20 21 22
755 | 1767 | 2059 167%

(925 | 1926 | 1927

10959 | 1018) 11347 | 2413

2u5 | 20051 716 | 706

{1956 ı 11992 12191
8431 8239 8547
1364 1747 12111
7894 7803 | 8345
3473 | 10171 | 10782
}132 9.245 | 9324
3703 3761 | 9022 ı
3476 3517 | 13927
3180 7129 | 7266
5051 4729 | 5102
9548 8 755 8822
1621 1816 ‘2192
2625 2.057 3.035
7259 6527 7 455
1978 1383 2100
"973 | 6047 | 6140
4562 | 2230 2879 ı
"814 7225 | 8344

2383
2196
2524
2.968
2536
458
5
433
1.437
974
1 415
1.320
3260
1464
; 594
084
1.667
1526

2154 | 2072 71T 738 808
1963 1827 515 541 589
“127 | 19061 780 810 806
140 | 1984 513 525 568 |
&amp;gt; 462 ' 2480 560 597 593
1744 ° 1631 FOR 587 622
179 1787 512 528 ° 545
3095 3109 1041 014 993
1 188 992° 526 502 550
815 2.7151 628 664 | 688
1359 1333 930 749 798
1190 1130 626 527 518
3136 2782 877 067 041
1141 1154| 358 39 4
287 1.293 691 734 | 76°
880 | 1007 507 | 444 532
197 | 1.359 335 | 405 | 383
965 838 939 | 901 537

2170 2414
2241 2104
1909 159%
49% | 649
366 ! S4l
2074 1642
3272 1807
4151 4308
1943 18N
1492 1320
1370 154
1958 72646
3 641 5723
899 1326 |
1 745 2441
1 857 1 402
2688 1419
2647 | 2055

1 841
1.960
1.362
721
460
1586
1831
3.958
1 801
ı 093
1 194
1 702
2762
1.037
1.800
1.180
1 786
1 867
        <pb n="264" />
        — 340 —
Durchschnittseinkünfte je Pflichtigen nach Einkuniftsarten
in
Es entfallen durchschnittlich auf den

Gebiet

aus Land- und
Forstwirtschaft |

aus sonstiger selbaus
 Gewerbebetrieb | ständiger Berufstätixkeit


1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927
a EL

Deutsches Reich ....
Landesfinanzamtsbezirke
3er rer ek
3randenburg ........0.0.00.04
3reslal 20.00000000000000000
QJarmstadt ı 4 ru ri HERE
IresdeN ves0eer ee
Yüsseldorf .......00.00000004
Tannover 0.000000
a EEE
Kassel veseerere
SÖl Gar KR RHHRREK RER
&amp;lt;önigsberg 1. Pr. ..........
N AT ATIEETT
Magdeburg ......0.0.0.000004000
ecklenburg-Lübeck .......
München s...0.00000000004000
Münster (Westf.) ...........
Nürnberg s.0..0.00000000000E
Übersechlesien ‚.........0...0
ldenburg v....0.0.00000000004
Schleswig-Holstein..........
Stettin v..000.000000004000000
Stuttgart ......0....0000040
Thüringen ......00.0000000000
Interelbe ...............4 ]
INterweser 2...0..0.0.0000000
NÜürzburg 2...0.000000000004

1390 | | 421

FaT7i

3206 | 3200 ı

3465 '

a3 | 4974| 5277

23271 72669
1543 1664
1645 1457
976 1105
1545 1588
ı 845 | 1.895
748 ° 1681
959 1086 '
999 ‘197
133 1219
823 675
570 1759
465 1703
370 2204
522 1531
575 . 1718
159 1215
466 1377
621 1563
055 2030
723 | 1692
981 1056
71 1255 | 1362
107 | 2397 2071
1671 | 2063 | 2063
921! 978 | 1150

4022 | 4114
2998 2946 |
2877 | 2729
2510 | 2662
3779 | 3542
3723 | 3478
2714 2726
2028 13248
3175 ‘057
1872 982
2433 2668
1368 1166
2906 852
2867 892
2806 803
3189 243
7835 1812
2692 735,
2724 887
887 957
1758 1898 ı
3000 833
2 885 7819 '
4571 1834
5088 5273
2643 2807

4341
3.126
3.031
2949
3.939
3.988
2928 '
2.294
3 135
3179
2761
£ 739
3.115
3.134
3.048
3691
3 024
2856
1843
3.139
1956
1095
3 084
103€
2078
2923

5639 | 60791 6549
4182 47591 5049
4403 4514| 4713
4553 4842| 5334
4298 4511! 47038
5349 5313 57038
4244 | 4506 4558
4274| 4789 5092
1898 1850 993
1612 1690 ‚970
4484 199% 1077
3670 5707 014
4410 41682 789
4337 “323 1944
3434 21922 1241
4 902 5052 2
4112 1294 684
3627 4210 1369
3754 415 1429
7 209 446 602
5155 1577 5739
141 1.439 4782
3853 3657 | 3822
5618 ] 6523 | 7069
669% | 7221| 7774
4432 | 4901 | 5324

Bedeutung der Steuerermäf’gungen in den
Reichsergebnisse
Dan

Der Besteuerung, un-;‚erworfenes
 Einkomnen
 (nach Abzug des
steuerfreien Einkommenstells}


inkoammen

Tarifmäßige

Steuer in
„000.7

Zinkommensgruppen

-. Betrag
Zi | .
ichtige |; 4000 .AM

na . Betrag
P
flichtige |] in 1.000 AM

a FE

is 1500 A v0 ee
iber 179 AA bis © RM
301 &amp;gt;» » BB 92,
5000 » » 800 » ..
8000 » » 12000 »* ..
‘2000 » » 16000 &amp;gt;» .. ]
‘6000 » » 25000 » ..
5 000 0» » 50000 » ..
EN RM. a
$umme.... I

2 095 336 433 588 143 298
747 076 593 053 59 202
45 274 320 679 32 020
37 723 172 588 17.227
36 396 326 288 38 486
52 510 861 190 97 845
52 622 032 623 ‚40 350
31 290 055 251 201 009
12.333 1.269 767 387 394
' 3670560 | I} 065027 | 1516831
Yu Billiekeitserlaß bezw. Ermäßigung auf Grund persönlicher Verhältnisse. — 2) Ermäßigung für kleine G.m. bb. H-—

 341 — .
; Übersicht 25
N den Landesfinanzamtsbezirken 1925, 1926 und 1927 TU
AM
Kopf des Pflichtigen mit Einkünften

durch andere wiederkehrende
 Bezüge und
- sonstige Leistungsgewinne

1925 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927
17 18 19 20 21 22
10959 | 11018 | - 113471 2413' 2115| 2005| 2716| 2706| 7551 1767| 2059| 167

1925 | 1926 | 1927 | 1926 | 1926 | 1927
Al 12 1 23 1 14 15% | 16

15 218
11.249
0395
9703
‚0123
3 646
9435
8473
3719
3 268
9927:
2518
0446
3604
3806 °
1223 ‘
3187
"569 |
„475 |
0.026
2981 |
7916 |
3.983
3476
2625 |
7962

15 122
11112
10.080
8 761
‘0.698
13.455
9134 |
10.171
11 405
9837
9342
12.578
10.506
7.905
8304
0844
7931
7852
5134
2017
3602
815
067
{3517
12 057
_-15

 306
10679 |
9934
9022
„1192
13 927
9282 |
10.782
11518
0422
9292
2.898
0411
3080
3974
41.247
7767 |
7783
7002
0021
943°
33€”
Se
92”
30%
3 60°

3.048 3.165 3.297
1 982 1503 1384
1 835 1340 1267
"945! 17911 1737
2.303 1997| 1784
2997 2874, 289%
1578 1470 1324
2536 462 2480
717 574 "492
660 532 ° 2535
384 ' 156 ' 026
&amp;gt; 702 1228 &amp;gt; 000
‚479 250 180 |
| 453 193 048
&amp;gt; 548 "256 : 136
2290 369 2041
2.036 ı 832 | 1601
1686 | 965 1259
89% 746 668
205 1.907 1742
669 1469‘ 1253
SE 128 1981
E 722 T 623
; m oe

1934 | 2359 3387 5779 4496
591 615 2120 2018 1823
716 765 1742 1769 1364
528 545 3272| 1807 881
734 728 1967| 1667 1420
762 810 2319 2819 | 1687
702 766 ‘568 1445 | 1.394
597 59 366 51, 460
560 579 3346 72305 1767
57 563 7378 2419. 2248
X4 Xi 801 1757 1541
376 ww 838 1530 1317
552 54 657 1802 468
328 575 899 1885 1713
8 541 710 2741 2528 28372
j 320 593 718 1542 1474
ki 478 542 1,548 15291 1401
767 7A 833 1691 1586 1267
691 761! 810 1356 | 1218 1069
598 645) 726 1574‘ 1947 1365
598 688 ] 741 ı 1924! 1670 1535
506 519 562 487 565 654
600 579° 2617 2038 1629 1573
2041 2014 | 1993 | 4151| 4308 3958
“ 877 | 1067 | 1041 30 5723 | 2762
" | 446 | 459 466 | 1158| 1325 | 1.346

1 991
572
751
512
708
770

’erschiedenen Einkomm:
ür 1925
EIS

Übersicht 26

‚teuerermäßigungen

nach dem Familienstand

Summe der
Armäßirungen

nach
$ 56 EStG!)

nach
857 EStG2)

VFestgesetzte

teuer in
000 AM

Zahl der
Fe SE Betrag in | ey [Betrag in Sy [Betrag 0 | Dohens in
fichtigen| „Elıo- | xKinder |1000.2.4 | Pfiohtigo | z O0 gg) Pflichtige |, 000" 7 4 | Pfiichtige 1000 2A
En frauen i
aa 3 a A
3 | 8 9 10 17 IR ‘BR

17

' 675 856! 1577476| 2530693 33882 116252 2470 235
551 577| 622569| 1.086 168, 138867 46913 ı 867 206
302493| 290308, 475796j 29181 21604 242 166
62480 156857| 239 053 24579 10547 843 187
20101 117.153 :69038/ 22751 | 10064 994 372 |
53948| 52474| 73711) 10085 | 3994 521 281 |
5123| 43907 62304 8513| 2688 468 206
2% 700| 25903| 36993| 5056 511 | 121 17
„10331 997 14806 191! — 2 — | _ |
"048 609 2.896 624| 4688 562| 174905 | 212573 | 8526 1670
komm an

}
ZF
26
ES
97
88
71
3
372 ı

7923431 36 36€
598 696' 40760
324.263; 30 449
173 214! 25 467
130.537| 23842 °
58223 10694
48017| 9052
27228| 5182 |
10331 1991
3 262 852, 183 803 )

107 264
118 395
:01 511
91 418
114 922
87/155
131.220
195 830
385 378
i 337 093
        <pb n="265" />
        342 —

Übersicht 27
Verhältnismäßige Bedeutung der Ermäßigungen nach dem Familienstand im Reich sowie in den Großund
 Mittelstädten 1925

Gebiet

Deutsches Reich.......
Summe aller (45) Großstädte
 ....

Einige Großstädte
Bochum „.............
Gelsenkirchen .........
damborn s..0.0.000004
Öberhausen ...........
Berlin ee
JhemnitZ s....00000004
Dresden ..............
Frankfurt a. M. .......
LEiPZIS 0000000000000
Stuttgart .... EREE |

Tarifmäßige

Steuer
in
1.000
ARM

516831

733 286

3774
2,521
ı 192
1 651
213 016
17 719
31 151
32 165 |
42 290
24 748 |

Ermäßigungen
nach dem
Tamilienstand

In vH der
tarif-1
 000 X
RM | Steuer

174 905 | 11,53

51472; 7,02

489° 12,96
358 14,20
244) 20,47
212! 12,84
12415| 5,83
10911 6,16
926| 6,18
873 | 5,82
2392] 5,66
1547| 6,25

Gebiet

Summe aller (49) Mittelstädte
 ....

Einige Mittelstädte

Beuthen (Oberschl.) ...
30ttrOP 000000000000
ZU vereee
Solingen ces
Wattenscheid .........
3Zielefeld. .............
JottbusS seen een
TOTER ARCHE ee men
Xaiserslautern.........
Mienbach a. M. .......

Tarifmäßige

Steuer

ın
L 000
AM

100 710 ı

1 590
561
653
2.109
108
7 460
2268
3 659
2391
3271

Ermäßigungen
nach dem
Familienstand

ın
1 000
AH

vH der
tarıfmäßigen

‚ Steuer

10197 | 10.13

2151 123,52
133 28,71
157! 24,04
174 8,25
86 21,08
367 4,92
73 7,63
244 6,67
189 | 7,90
237 | 7,25

Übersicht 28

Die Schichtung der Ermäßigungsberechtigten nach der Kinderzahl im Reich, in den Großund
 Mittelstädten 1925
Krmäßigungsberechtigte

Gebiet

Deutsches Reich ....
Summe aller Großstädte .........
Summe aller Mittelstädte.........

davon ohne
Kinder

davon mit j

‚nsyesamt

1 Kind

vH der
\perhaupl| Spalte 2

überhaupt vH der
_| Spalte 2
G

überhaupt [Y} der
1 5p.3

‘

3 048 609

913 107 | 29,95 27,09
305 886 41,67 211 900 28,87 135 415
137 841 | 46 408 ! 33,67 | 38953 | 28,26 | 28704

65} 763

21,38
18,45
920.82

734070 .

Ermäßigungsberechtigte

davon mit

Gebiet

Fi m Zn N
5 6 und mehr

Kindern
; el ; TE ee nr der
berhaupt Pa | überhaupt VE überhaupt "ap a überhaupt R 2
9 Z 10. 11 12 | 23 15 | 16

Deutsches Reich ... ER wae
Summe aller Großstädte .........
Summe aller Mittelstädte.........

343 445

11,%7 166552 5,46 | 77686 ‘ 2,55‘ 69988 | 2,30
51981 7,081 18490 2,52! 6419: 0,87 3979 ; 0,54
{
13729 | 9,96 5804 ı 4,21 | 2402 ° 1.74! 1841 | 1,3%
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        CA 3 X) galt artschalt Aa gm ;
OR u) 7 £. Kiel Ha A Cn 45
DAS de

erheblich. weniger zahlreich als im Reichsdurchschnitt. Innerhalb der Mittel- und Großstädte
 haben die Familienermäßigungen auch bei den veranlagten Pflichtigen die
relativ größte Bedeutung in den Städten, die vorwiegend den Charakter von Arbeiterwohngemeinden
 tragen. (Übersichten 23 und 24).
Während das Schwergewicht der Pflichtigen und der Einkünfte in den mittleren und
unteren Gruppen liegt, entfallen die höchsten Anteile des festgesetzten Steuersolls infolge
der größeren Bedeutung der Ermäßigungen in den unteren Gruppen, namentlich aber

Übersicht 29
Verteilung der festgesetzten Steuer auf die Einkommensgruppen im Reich, in den Groß- und Mittelstädten
 1925, 1926 und 1927

. Summe Summe
Deutsches Reich | aller Großstädte | aller Mittelstädte
Festgesetzte Steuer i

Einkommensgruppen


Pflichtige

über- | der
haupt me
„(ma
DD}

Betrag
sa
m | der |
1.000 |Reichs-RM
 'summe

Betrag
vH in 55h
an der ] der
. |Reichs-| 1,900 |Reichshan
 summe RA summe
7 R 9

Pflichtige

Pflichtige

vHx
über- der
aaupt Reichssumme


10

Betrag
"vB
1.000 | Een
Reichs-AM
 Isumme
ı2 | 33

1925

A
über 1 500 bis 3 000 A.
” 3000» 5000 »
5000» 8000 »
8000» 12000 »
12000» 16000 »
16000» 25000 »
25.000 » 50.000 »
&amp;gt; 50.000 » 100.000 »
&amp;gt;100 000 ZH 10..0..
Summe

2095336 57,08| 107264‘ 8,05] 439 699| 44,65| 27151| 4,00| 79004! 45,40| 4653| 5,16
747076 20,35| 118395 8,88| 199 218' 20,28| 35423| 5,21| 36732' 21,11| 6185‘ 6,86
345 274/ 9,41] 101511‘ 7,62|111299| 11,30] 35257 5,79] 20742| 11,92| 6310| 7,00
187 723 5,712| 91418! 5,86| 73787| 7,49| 37833| 5,57| 13456| 7,78| 6621| 7,85
‘36396! 3,72 \14922' 8,621 70782| 7,19| 60928 8,97| 11577| 6,65] 9682| 10,75
62510| 7,70 87155| 6,64' 33798| 3,43| 47666| 7,01| 5018| 2,89| 6962| 7,73
52622| 1,42! 31220) 9,84‘ 29821| 3,08) 74865 11,02| 4388| 2,52l 10924 12,13
31290 0,85| 195830 14,69| ‘8658| 1,90|117649| 17,31| 2308| 1,38| ‘4315 15,89
9027| 0,25| 156448| I1,73| 5602| 0,57| 97495| 14,35| 577| 0,83| © 744| 10,82
3306| 0.09 228930| 17,17 2062| 0,21 145 223| 21,87| 204! 0,12| 14691 16,31
3670 560| 700,00| | 333 093| 100,00 984 726|100,00| 679 490| 200,00| 174 006! 200,00| 90 087| 100,00

1926

8 1500 ZH ae00re
über 1.500 bis 3 000 AM
*” 3000» 5000 »
5000» 8000 »
8000» 12000 »
12000» 16000 »
16000» 25000 '»
25.000» 50000 »
* 50.000 » 100 000 »
100 000. @ 4

Summe

972 042! 32,97] 34873| 2,71] 239 803| 26,99| 9908 1,0
0333921 35,05| 112703| 8,77{ 271 391| 30,54| 33253: 1,79
130 628| 14,60| 107672| 5$,38| 133 879| 15,07| 35984| 5,19
204022] 6,92| 92150| 7,17| 76554| 8,61| 36180| 5,27
‚47302| 5,00| 1172911 9,13] 74827| 8,42] 60571| 8,73
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31 1401 1,06 185778! 14,461 18922| 2,13| 113 890| 16,42
7435| 0,32| 160203' 12,47| 6045! 0,68| 103 472 24.92)
3 789| 0,13| 267073' 20,791 2491 | 0,28! 183 992! 26,52
2.948 419! 200,00| | 284 970| 200,00| 888 613! 100.001 693 779 700,00|

40 1041 25,78| 1617| 1,82
50.302! 32,33} 5885| 6,61
25383| 16,32| 6587| 7,40
14521| 9,38| 66711 7,49
12.244| 7,87] 9721| 10,92
5438| 3,50] 7155| 8,03
4279 2,761 9867| 11,08
1423| 1,561 14226} 15,98
646| 0,42 10760] 12,08
226| 0,14! 16554| 18,59
155 566! 200.00| 89 043! 100.00

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5000» 8000 »
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25 000 » 50000 »
50 000 » 100.000 »
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551171 2,06
38 686| 1,23
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4885 0,15
3 152 674! 100 .00'

35512' 2,30} 237 546! 24,75| 10322| 1,25) 41,332' 24,95] 1726) 1,61
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'21 1621 7,84| 150 859] 15,72| 40805| 4,93 27610 16,67| 7194| 6,71
104 999| 6,80| 86 802| 9,04| 41255| 4,98! 15770| 9,52 7302| 6,82
137 867| 8,93| 88 166| 9,19| 71747| 8,67| 14263| 8,61] 11260| 10,51
‘00233| 6,49| 40777| 4,25| 54289| 6,56| 6232| 3,76| 8232| 7,68
151 897| 9,84| 36995| 3,86| 86958| 10,51| 5142 3,10] 11936| 11,14
230 800| 14,94| 23 362| 2,43| 140 328| 16,96| 2921| 1,76 17128 15,99
200 776| 13,00! 7304| 0,76| 124 752| 15,07 836| 0,501 13868| 12,94
340924 22,08} 3157| 0,33|221512| 26,771 287| 0,17 22420) 20,92
544 337| 100,00 959 697] 200.00| 827 565 106.06’ 11€ '.100.06 107 155| 200.00
        <pb n="267" />
        —- 3

Durchsetzung der Bevölkerung mit Pflichtigen und Durehschnittsbeträge an Einkommen
1925 19926

Auf Einkommen | Festgesetzte Steuer
1000 mn
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Gelsenkirchen ............
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Hannover ......0....0.0.00.
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Münster (West£.) ..........
Nürnberg ....000.000000004
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Wiesbaden. .............00.

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27,0
46,8
19,9
68,4
60,1
— 20,0 74
12,62 51,8 321
12,36 51,0 248
9,42 44,8 165
12,01 57,5 303
10,16 I 467 190
12,44 “7 326
14,62 67,0 370
10,63 59,5 268
11,42 42,2 258
11,68 51,7 2
9,97 66,9 29
12,41 55,2 35%
10,74 37,8 17 E
12,20 69,6 3 HE
11,04 52,7 28 “ 452
10,19 57,7 2% 5014
11,85 57,4 28 467
10,80 27,9 127 453
11,24 65,5 292 4454
12,34 55,8 267 4786
14,60 | 73,4 432 5888
11,74 76,3 374 | 4902

10,97
11,10
12,78
11,52
18,50
10,82 |
11,56
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12,25
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12,06
13,48
10,85
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12,31 x
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528 |

— 345 —

Übersicht 30
und Steuer in den Großstädten nach Veranlagungsjahren 1925, 1926 und 1927

19926

1077

Festgesetzte Steuer.

Einkommen

Festgesetzte Steuer

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13,07

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48,6

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13,44

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28,8
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758
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435
742
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11,22
11,16
11,93
71,03
14,27
9,76
11,14
14,84
11,35
14,30
11,67
12,95
11,12
12,48
11,42
10,80
12,62
14,86
9,47
12,67
8,14
14,15
12,28
7,91
12,68
11,08
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12,91
10,71
11,65
14,03
10,38
17,86
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10,12
12,65
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11,72 no
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11,70 63,3 78
9,94 30,3 Ye
10,96 69,9 340
12,28 57,7 294
13,23 | 79,2 | 518
11,56 79,9 418

5328
5659
5395
4 808
6 104
5210
4524
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4 795
6736
5475
5470
5 245
6 164
5534
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6 443
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4,743
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5.967
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53,1 881 13,91
33,0 743 12,28
36,4 678 12,24
62,1 964 14,87
18,8 601 10,34
36,2 586 11,40
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31,3 | 687 11,93
61,0 | 1127 15,22
34,1 780 12,66
51,8 824 13,38
24,7 684 10,99
56,5 1010 14,10
46,8 740 11,95
35,7 13 12,20
29,9 781 12,66
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13,8 Al 9,91
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46,9 846 | 18,06
22,0 536 10,21
56,1 815 | 12,61
4,3 1027 * 14,90
32,0 565 10,84
34 2 796 11,41
291 640 11,51
38,7 642 11,88
52,4 954 13,21
22,2 623 11,16
46 2 639 12,18
38,€ 830 12,88
36,9 702 10,81
36,9 656 21,97
15,6 583 10,79
39,2 635 11,62
35,5 703 12,08
74,3 | 1015 14,35
51,8 732 12,38

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        — 346 —
Durchsetzung der Bevölkerung mit Pflichtigen und Durechschnittsbeträge an Einkommen
on 996

Auf | Einkommen
1 000
der Berölkerg.'

ent-Fallen

veranl,
licht.

Festgesetzte Steuer

Auf
1 000
ler Beölkerg

entfallen

veranl.
licht.

Einkommen

Gebiet

je Kopf | 38
der Be Pflieh-VOLKE-
 | tigen
rung

je Kopf | 1% 79” | ges
anlagten 5
der Be- : Ein-Söll
 Pflich- komvölke-
 | Aigen | om:
rung mens
RM | AM

je Kat :
je
Sa Pflich-VOKE“
 | tigen
rung
AM |
4 10

Deutsches Reich ....
Durchschnitt aller Mitiel-SIEGER
 ar FRE
3ZamMberg acer
Beuthen (Öberschl.) .......
Bielefeld 2..00.000000000400
BON eereeerere ee e
Bottrop .000000000000000
Brandenburg a. d. H. ......
BUET rare
Castrop-Rauxel ...........
ÜOttbus a0.00000000000000n
Darmstadt ..............0.
Dessalle...0000r0000 rer en
A
Äensburg .......0..0.0.00000.
Arankfurt a. O. .......000.
freiburg (Breisgau) .......
N
Gladbeck sauer rn
GleiwitZ er000e een
ALU er ER REKEN KE
Hagen (Westf) ...........
Hamm (Westf.) ...........
darburg as.0000ere rennen
Aeidelberg................
HEeE ererererere ern ene
Aildesheim .........00000
Tindenburg (Öberschl.) ....
TORE ae BEER
Kaiserslautern ............
KOblenZ ver ri Hr KR
LiegNibZ veeeeeeeeeee
Iffenbach a. Mo ...........
Jidenburg a....0.0.000000000-Jsnabrück
 ...............
Morzheim ......0...0..00.00.
Pofsdam ee
Recklinghausen ...........
Regensburg .... .2........
Remscheid..... 2... ...
Rostock ....... a
Solingen. ...0..0.00000000.444
Sterkrade aa cc Han
TUSi ee
rer RER
Wanne-Eickel ............
Wattenscheid .............
Wesermünde ............0.
Würzburg ......000000 00.
Zwickau .....

2.6

Ar

u;

10.47?

60,3

203 | 3 360

51,0
67,3
73,0
66,3
68,8
18,0
47,5
20,4
24,4
62,0
62,0
51,8
34,3
69,7
49,8
60,7
69,4 .
59,0
21,0
38,8
57,8
619

228
296
233
481
306
73
196
69
95
329
334
242
109
206
208
307
288
306
82
159
226
267

4 469
4.397
3192
7 254
4 443
4 052
4 133 |
3372
3898
5.304
5393
4 669
3.194
2958
4 170
5.052
4151
5195
3892
4114
3919
5207

11,2 229 | 4526
11,86 287 | 4632
9,34 167 3649
17,12 41 7174
10,95 313 ‘4600
7,68 76 ı 4216
11,64 195 * 4177
7,22 79 3702
8,11 9% 3002
12,59 343 5554
11,07 368 5605
11,20 23 4773
9,38 im 3221
8,98 » 3514
10,29 3.863
10,56 5342
11,74 3.935
13,66 5171
8,17 3.678
11,171 4 44€
10,78 3 744
10,84 5 202
—- 5422
11,87 4614
11,25 6.158
9,58 4895
11,90 4.292
8,43 —
9,34 55,7 4 12C
13,80 58,5 4.083
9,92 63,5 4525
9,99 54,1 3521
13,05 52,1 5 163
10,00 75,5 4434
10,41 51,1 4.393
11,20 69,8 4601
11,87 61,9 3 498
9,10 32,8 4 149
9,95 47, 4017
11,06 58, 3.530
21,55 65,0 55 4056
11,95 68,6 270 3933
7,78 27,5 88 3188
8,87 47, 134 2840
8,82 57,7 248 4304
10,17 63,2 299 4727
7,72 23,3 84 3615
5 7,30 22,4 80 3554
17 “ 8,19 56,3 217 . 3862
35 | 512 10,98 ] 62,4 | 307 | 4917
33 624 | 12,17 55.0 274 | 4988

40,2 4 944
68,1 5387
29,6 4.673
60,5 4280
22,3 3.726
55,7 4.049
57,8 4650
62,1 4572
56,5 3643
50,9 5 748
71,9 4419
50,9 229 4497
72,4 349 4824
51,4 340 5542
32,5 {17 3608
48,6 197 4058
52,1 263 4232 |
52,7 263 4199 '
57,3 309 4568
2, 90 3469
54,( 24 0474
60, 3 3786
67, 296 4377
22,1 78 3535 |
22,7 72 3162
55,1 202 | 3663
58,E | 320 4662 |
3 271 | 5128

Übersicht 31
und Steuer in den Mittelstädten nach Veranlagungsjahren 1925, 1926 und 1927
1926 1927
, Festgesetzte Steuer

Auf 1000 | Einkommen
der Be-.
 völkerung
je Kopf = Mesa vH des | entfallen ,
Bevölkerung Pflichtigen ; Einkommen- veranlagte
© Pflichtige

Festgesetzte Steuer

je Kopf der je
Hevölkerung | PRAichtigen

je Kopf der | je steuer-Bevölkerung
 belasteten „vH des
Pflichtigen | Pinkommens

WA

RM

BE
A = ırua%

HL

RE
a9
ml

20,6 | 436 | 10.16

&amp;amp;

A7

64,3

233 ' 23615

24,7 | 490 ‚| 10.64

25,8 572 11,04
314 554 10,92
15,1 | 448 9,04
88,2 142i 18,84
34,2 578 10,92
6,1 389 . 8,00
23,6 563 | 12,07
6,2 46 7,80
7,0 24 7,32
48,9 853 | 14,26
15 74 11,27
a 635 ! 11,68
498 8,90
887 9,20
442 9,56
572 10,09
530 | 11,40
788 | 13,95
361 | 8,14
626 | 10,97
3 425 9,65
27,6 534 11,09
20,5 AM) | 21,81
22,8 2 11,00
50,3 812 | 12,51
12,9 480 | 9,42
27.1 527 © 20,73
21,4 | 429 9,32 4 201 454 9,47
22,8 447 9,54 4620 522 10,16
28,3 508 9,85 4710 552 10,05
17,8 418 9,31 4024 504 10,81
32,8 27 | 22,21 5698 785 12,19
32,3 476 ] 9,65 4 486 530 10,37
22,5 492 ] 9,93 4690 551 10,61
32,8 533 10,21 5.040 612 10,90
42,6 781 1281 5646 Rs 12,12
13,7 4on | 16 4.295 9,41
17,8 on 90 4.030 9,18
20,5 9,90 316 4 604 12,03
29,4 ' 11,09 339 4673 (A 12,47
”7,4 167 71,6 325 4 545 61C 11,42
6,C 5 28,7 1 3 858 349 7,44
un 2,97 49,4 48 3.002 _— 341 8,48
? 292 9,92 61,6 286 | 4800 3 | 621 10,91
3 574 10,88 67,9 | 341 5018 410,6 685 | 11,9%
; 296 7,70 28,4 100 3540 7,6 286 7,54
284 | 7,48 25,4 93 3 649 7,0 294 7,58
366 1 8,70 53,9 221 4 106 19,4 &amp;gt; 389 8,75
578 | 10,91 63,5 339 5.343 38,3 641 | 11,28
728 12,78 62,6 334 5340 47.4 889 14,18

11,65
11,89
1 10,04
| 19,49
11,51
' 7,81
| 18,89
7 64
760
14,16
12,85
12,29
9,20
| 9,68
10,30
11,18
12,16
14,10
7,40
10,94
10,64
11,48
11,51

12,82
9,66
10,44

2
18,9
33,5
35.1
        <pb n="269" />
        — 348 —

infolge des gestaffelten Steuertarifs auf die oberen Gruppen. Dabei ist in den letzten
Jahren der Anteil der mittleren und vor allem der oberen Einkommensgruppen am Steuersoll
 noch dauernd gestiegen. So entfielen im Reiche auf die Einkommen über 25 000 AM
1925: 43,6; 1926: 47,7; 1927: 50,0 vH der Reichssumme. In den Groß- und Mittelstädten
treten diese Tendenzen eher noch deutlicher hervor. Denn von vornherein sind schon
in den Mittelstädten die mittleren, in den Großstädten die mittleren und oberen Einkommensgruppen
 mit höherem Anteil am Steuersoll beteiligt als im Reichsdurchschnitt
“Übersicht 25).
Die Behelfsbesteuerung nach dem Verbrauch spielt keine große Rolle. Über ihre Anwendung
 im Jahre 1925 berichtet die nachstehende Übersicht:
Besteuerung nach dem Verbrauch im Deutschen Reich 1925

Bezeichnung

Der Besteuerung zugrunde gelegter Verbrauch ...............
Tarifmäßige Steuer ............... SA
Steuerermäßigungen:
nach dem Familienstand .............- RER R
nach 856 EStG .......... Se „EEE
Festgesetzte SteUEr ............0.. ER CR EE
Festgesetzte Steuer in vH des der Besteuerung zugrunde gelegten
Verbrauchs. .

Pflichtige ‘ Betrag AM

3245
3.245

30 927 928
14711 014

2722
107

548 304
22973
14 138 351

17.47

Ebenso kommt dem Inlandseinkommen der beschränkt steuerpflichtigen Ausländer nur
ine relativ geringe Bedeutung zu:

Zahl, Einkommen und festgesetzte Steuer der beschränkt
Steuerpflichtigen 1925

„  Ausländer-Bezeichnung
 En
land

a ET AA
Einkommen in ZA veeeeeere een
Festgyesetzte Steuer in AM ...

21 077
52 672 239
7044 578

Bei der hervorragenden Bedeutung der Groß- und Mittelstädte für Deutschlands Wirtschaft
 und Finanzwirtschaft erscheint die Entwicklung ihrer Einkommensverhältniss®
vesonders wichtig. Dabei zeigen sich die herausgestellten Entwicklungstendenzen in besonders
 scharfer Ausprägung. Unter den Groß- und Mittelstädten treten die Verwaltungszentren
 der Industrie und die Handelsmittelpunkte durch hohe Pflichtigenziffern,
hohe absolute Einkommen- und Steuersummen und infolgedessen durch hohe Kopfheträge
an Einkommen und Steuer deutlich hervor (Übersichten 30 und 31).
c. Statistik der Körperschaftsteuer

Noch deutlicher als in der veranlagten Einkommensteuer prägt sich die ungünstig®
Konjunkturlage des Jahres 1926 in den Zahlen der Körperschaftsteuer aus. Die Körper”
schaftsteuerpflichtigen haben in diesem Jahre um 9,92 vH gegenüber dem Vorjahr
abgenommen; das Körperschaftseinkommen ist allerdings in der gleichen Zeit nur um
3,09 vH gesunken. Das Durchschnittseinkommen erscheint also auch bei den Körper”
schaften im Jahre 1926 höher, weil durch die Krise für viele einkommensschwache Unter“
nehmungen die Steuerpflicht überhaupt ausgeschaltet wurde. Ebenso wirkt sich de
Aufschwung des Jahres 1927 mehr in einer Ausweitung der Einkommen als in eine
Zunahme der Pflichtigen aus; die Summe der ersteren liegt um 39,78 vH, die Zahl der
letzteren nur um 3.5 vH höher als im Jahre 1925 (Übersicht 32}.
        <pb n="270" />
        240

Übersicht 32
.Gesamteinkommen und festgesetzte Steuer nach Körperschaftsarten im Deutschen Reich

Körperschaftsarten

1925
Alle Körperschaftsarten ....

davon
A. Erwerbsgesellschaften ‚...........00
B. Betriebe und Verwaltungen von Körperschaften
 des öffentlichen Rechts .....
5. Alle übrigen Körperschaften und Vermögensmassen
 des bürgerlichen Rechts

1926
Alle Körperschaftsarten ....

davon
A, Erwerbsgesellschaften ...............
B. Betriebe und Verwaltungen von Körperschaften
 des öffentlichen Rechts .....
J. Alle übrigen Körperschaften und Vermögensmassen
 des bürgerlichen Rechts

1927
Alle Körperschaftsarten ....
davon
A, Erwerbsgesellschaften ...............
3. Betriebe und Verwaltungen von Körperschaften
 des öffentlichen Rechts .......
7. Alle übrigen Körperschaften und Vermögensmassen
 des bürgerlichen Rechts |

Einkommen und zu versteuerndes
 Mindesteinkommen

Festgesetzte Steuer

Pflichtige | Betrag
vH der| x vH der
ale Im 009 Reichssumme
 summe

. vH der vH
;n.1000 (de der
RM | summel Spalte 4

1

5

BB

40 076! 100,00| | 908 437| 200,00| 371 003] 200,00

19.44

35899 89,58| ı 886 333| 98,84

367 863! 99,.75|

19,50

294| 0,78) 9565| 0,50| 1876| 0,51 19.61
3083| 9,69] 12 520) 0,66

z6 102! 700,00\ ı 849 525| 200,00}

359 944| 200,00| 19,46

31411] 87,07) 1813 886| 98,07|
604 2,67) 25578| 1,38
4087) 11,82) 6] 0,55 10061 0.28] 10,00

41 299!

100,00'

2667 6641 100,00)

521 419

100.00

19,55

34 682}

83,98! 2 600 762| 97 4”
2 482) 6,07! 54 209'
4 136] 00 12 eo]

509 3323|

97.68|

19,58

10839| 2,08)

19,99

wol pl 9,82

Den weitaus größten Teil der Körperschaftsteuerpflichtigen und nahezu das gesamte
steuerpflichtige Körperschaftseinkommen stellen die Erwerbsgesellschaften. Doch ist ihre
elative Bedeutung seit 1925 alljährlich zurückgegangen. Sehr wesentlich an Bedeutung
Sewonnen haben dagegen die Betriebe und Verwaltungen der Körperschaften des öffentlichen
 Rechts. Daraus darf jedoch nicht ohne weiteres eine Zunahme der Betätigung der
Öffentlichen Hand im Wirtschaftsleben gefolgert werden. Vielmehr erklärt sich diese
Steigerung hauptsächlich aus dem Ablauf der Schonfrist ($ 32 Körp.St.G.) für ehedem
Steuerfreie Körperschaften dieser Art (Übersicht 32).
Wie in den Reichs-, so ist auch in den Länderzahlen der Einfluß der Konjunktur
deutlich sichtbar. 1926 nehmen die Pflichtigen in fast allen Ländern absolut ab, um
dann aber 1927 überall, außer in Hamburg und Mecklenburg-Strelitz, sogar den Stand
von 1925 wieder zu übersteigen. Das Einkommen nimmt 1926 nur in Preußen, Hamburg,
Bremen, Hessen, Lübeck und Braunschweig zu, 1927 in allen Ländern, mit Ausnahme von
Mecklenburg-Strelitz. Eine stark überdurchschnittliche Steigerung weist es in Preußen,
Hamburg und Bremen auf. Die Entwicklung der Steuer entspricht im ganzen jener des
Einkommens, wenn auch der mittlere Steuersatz in den einzelnen Ländern geringe
Schwankungen aufweist, die jedoch mehr als 1 vH nur.in Mecklenburg-Strelitz
ausmachen (Übersicht 33).
        <pb n="271" />
        — U

Gesamteinkommen und festgesetzte
Körperschaftsteuerveranlagung

Einkommen u. zu versteuerndes
 Mindesteinkommen

Festzesetzte Steuer

Gebiet

Pflichtige Betrag
* vH der in vH der
überhaupt Reichs- Reichs:
P” Summe | 1000 ZA | summe

in | vH der | JH der
1000 A. | Reichs- | grar40 A
summe

Deutsches Reich ....

40 076

wn.a0 | x wanası | anne

„4
37! 003 100.00 19,44

Länder
Preußen ee rerrerere een
BOLD rk HERRN EG HERR KEG EEG
Sachsen eeseeeeeere een EEG
Württemberg ereseerererer een
BRÜCK LEKRHRER EEE aaa
TÜHTINZEN. 0440 HEERES WERE
ESSEN sera ER AL
Hamburg e..cererereee een
Mecklenburg-Schwerin .......00.0.000.
ÖLEN UNE kr REEL
Braunschweig ..0..000000000000000040
Anhalt eeeeeeere rer
Bremen rer erere ee er
LÄPPS 4444 EERr Rena I EEE TG
DD sr RHEINL RRMAnEREG
Mecklenburg-Strelitz ‚......0...000000
Waldeck eeeseree ee
Schaumburs-LinDde .eıseeer ee

25 120
3553
3558 '
! 461
1336
09!
71
; 549
27€
183
Dan

62,68 | 1190008 | 62,86
8,87 182876 | 9,68
8,88 170036 | 8,91
365 | 78767 | 4,13
3,33 69 915 | 3,66 *
2,72 38197 | 2,00
47 23784 | 1,25
3,87 34824 | 4,44 |
9,69 5448! 0,29
0,46 8757] 0,46
9,62 2172 | 0,64
2,55! 7570 | 0,92
101 18697 | 0,98
0,29 1672 0,09

231 707 |] 62,45 | 19,47
35295 | 9,61! 19,30
32917 | 8,87 19,86
15331 | 4,13 | 19,46
134401 3,62 | 19,22
7300 | 1,97 | 19,11
4623 | 1,25 | 19,44
16670 4,49 | 19,65
1026 0,28 | 18,88
1725 0,46} 19,70
2390 0,84; 19,64
3477 0,94 19,79
3 671 0,99 19,63
324 0,09 19,88
612° 0,17 19,56
u 334 | 0,09 ° 19,00
u? 0,03 | 133 / 0,04 19,62
749 0.01 | 28 0.01 i 18.79

20

ı
I | 27 |
5 | g08 |

In den Zahlen der Landesfinanzamtsbezirke treten im ganzen die gleichen Verhältnisse
zutage, Außerdem wird ersichtlich, daß die stark überdurchschnittliche Steigerung des
Einkommens in Preußen allein auf die Einkommensentwicklung in den Landesfinanzamtsbezirken
 Berlin, Münster und Düsseldorf zurückgeht (Übersicht 34).
Unter den Erwerbsgesellschaftell als der weitaus wichtigsten Gruppe der steuerpflichtigen
 Körperschaften stehen nach der Zahl der Pflichtigen und der Bedeutung des
Einkommens die Gesellschaften m. b. H. und die Aktiengesellschaften im Vordergrunde-Beide
 Unternehmungsformen haben nach der Zahl der Pflichtigen seit 1925 an Bedeutung
verloren, während der absolute Betrag des Einkommens (nach einem Rückgang 1926)
bei beiden gestiegen ist. Allerdings ist die Einkommenssteigerung bei den Aktiengesellschaften
 größer gewesen, so daß diese heute mehr als 70 vH des Gesamteinkommens
aller Erwerbsgesellschaften auf sich vereinen, wohingegen die Gesellschaften m. b. Hkaum
 25 vH aufbringen. Da das Verhältnis bei den Pflichtigen nahezu umgekehrt
(62,8 : 22,6) ist, übersteigt das Durchschnittseinkommen einer Aktiengesellschaft das
einer Gesellschaft m. b. H. um etwa das Achtfache (Übersicht 351.

304

Übersicht 33

Steuer in Reich und Ländern
1925, 1926 und 1927

1926
Kinkommen u. zu versteu- | Festgesetzte
erndes Mindesteinkommen Steuer

19V

Einkommen u. zu versteuerndes
 Mindesteinkommen

Festgesetzte
Steuer

Pflichtige_| Betrag |-H der | ade
n vHder Her] 1000 |Reiehs-| 1
über- KA In Reichs- RM | Summe! P
haupt |summe| 1000 AA summe —
9, 11 18
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Pflichtige Betrag
üpan |VHder in vH der
über |Rejchs-| 1000 |Reichshaupt
 |summe| ZA | summ-AD
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in vH der va der
1.000 Reichs-| Sp. 18
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22

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36 102 ‘100,00 | | 849 525 [100,00 | 359 944 | 100 00 ] 19,46 \ 41 299 | 200,00 |» 667 664 100.00 | 52| 419 | 100,00 19,55

22147 | 61,34 | 1211843 | 65,52 237152) 65,89 | 19,57 | 25375 61,44 11740960) 65,26 ' 341 603 | 65,51 | 19,62
3470| 9,61 151428] 8,19 28728 in nn] 3.995 | 96) 188.295 7,06 wu 6,87 19,02
3259| 9,03; 142424 | 7,70 27580 66 19,33 3698| 8,05 208 “ 7,83 40755 282) 19,51
1244| 3,45 55957| 3,03) 10699! 2,97 19,12 1602| 2388| 91307 2,4 17626 38 | 2008
1266! 351° 69463! 3,76| 13401 | 3,72 | 19,29 1413 1) 54 3,50 18287 3,61 20,67
99! 2,771 a1567 1,71] 5766| 2,60| 18,27 1134| 2,75 43911 1,65 8079| 1,85 | 18,40
707| 1,96 | 24765 1,34| 4829| 1,34 19,50! 8291 2,01 | = 146 7612} 1,46 | 29,57
1402| 3,88! 92748 5,021 18259 5,07 | 19,69: 1433| _ 126693, 4,75 4989| 4,79| 19,72
261 | 0,72 4662| 0,251 862 0,24 18,49 3201 0,78 6179 028 | m.
190 0,53 6937| 0,87 1360| 0,38 | 29,67 228 | 0,55| 9342 0,351 1839| 0,35‘ 19,69
| var 15568 | 0,84 3058| 0,85 | 19,641 268] 0,65) 20962 0,01 in 0,79 | 19,59
179| 0,50 8184! 0,44| 1617| 0,45 | 19,76} 2541 0,62| 32099 zn 6355 1,28 | 19,80
= 10 26553 | 1,44‘ 5253| 1,46| 19,78 404 0,98 | 57117| 2,741 11368 | 2,18 | 19,90
79| 0,22 109%| 0,06; 210! 0,06| 29,16 9! 0,23 1920 0,07| 374 0010
vl 0,39 | 4642| 0,251 911| 0,25 19,63 035| 5101| 0,29| 9% 0,19 | 19,49
% 0,26 1141| 0,06 | 2205| 0,06| 17,97 ;) vi0| 1463| 0,06| 289] 0,05 | 19,75
27) 0,07 m 55 | 0,02 | 19,87 w 0,08] 778 0,03| 1155| 0,08 19,08
271 0.071 263] 0,01 49) 0,01 We 30! 0,071 ze 0,01 52| 0,01| 18,84

Das Durchschnittseinkommen ist sowohl für Gesellschaften m. b. H. wie für Aktien-Sesellschaften
 seit 1925 wesentlich gestiegen. Bei einer Gruppierung des Einkommens muß
ch infolgedessen ein verhältnismäßiger Bedeutungsverlust der unteren Gruppen fest-;tellen
 lassen. Tatsächlich haben bei den ‚körperschaftsteuerpflichtigen Unternehmungen
\sgesamt und bei den Erwerbsgesellschaften im besonderen sämtliche Gruppen unter
ner Million hinsichtlich des Einkommenanteils an relativer Bedeutung verloren; einen
flichtigenzuwachs (von 1925 auf 1927) weisen dagegen schon alle Einkommensgruppen
Über 50000 AM auf. Speziell bei den Aktiengesellschaften läßt sich ein starkes An-Wachsen
 der Einkommen von mehr als einer Million und bei den Gesellschaften m. b. H.
Ane beträchtliche Zunahme der Einkommen über 200 000 A. beobachten (Übersicht 36).
Die Erwerbsgesellschaften haben ihren Sitz naturgemäß vor allem in den Brenn-Pünkten
 des Wirtschaftslebens, also namentlich in den Großstädten. Auf diese entfallen
denn auch mehr als 50 vH der Pflichtigen und über 60 vH des Einkommens und der
Steuer, Die größere Höhe des Einkommensanteils im Vergleich zum Pflichtigenanteil
eweist, daß gerade die leistungsfähigsten Gesellschaften ihren Sitz in den Großstädten
        <pb n="272" />
        Gebiet

Deutsches Reich ....
Landesfinanzamtsbezirke
3er era
3randenburg .......... aM
BYreSlal 0er rer eK
Darmstadt .... “WER ERBREE
Dresden ee.
Düsseldorf 2.00.00
Hannover seen
Karlsruhe sereeee re
Kassel 2er
ZÖ ee er a G
Königsberg 1. Pr. .....0.0.0000000000000
LÖÄDZIE re re nern nren HERPA HEN
Magdeburg .........00000000000000000
Mecklenburg-Lübeck .... .........
München see re
Münster ee
Nürnberg s.0.000000 rer
)berschlesieN .....0.000000000001 000000
Ildenburg.......0..0000000100 0100000
Schleswig-Holstein ..............0.000
Mei eek KR R RE na
SERIE era r ar RK HE
Thüringen ...0.00000000100 rer e ee
Jnterelbe.....0..0000000000000 000000
InNterweser ..0.0.000000000 000

Erwerbsgesellschaften

\ 1 Aktiengesellschaften, Kommanditgesellsch.
 auf Akt., Kolonialgesellschaften
\ 2 Bergbautreibende rechtsfähige Vereinigungen
 und nichtrechtsfählge Berggewerkschaften
 ‚.......0.0..0000000000
\ 3 Gesellschaften m. beschränkterHaftung
\ 4 Genossenschaften ‚.......0..000000000
\ 5 Sonstige Personenvereinigungen mit
wirtschaftlichem Geschäftsbetriebe ...
« &amp;amp; Anstalten, Stiftungen und andere
Zweckvermögen des bürgerlichen
Rechts, sofern sie einen. wirtschaftlichen
 Geschäftsbetrieb unterhalten ..
Summe aller Erwerbsgesellschaften ....

352 —

Gesamteinkommen und festgesetzte
Körperschaftsteuerveranlagung
1925
Einkommen u. zu versteuerndes
 Mindesteinkommen | Festgesetzte Steuer
Pflichtige Betra;
ee in vH der | H der
an in ie der |, 0A Reichs | a alge 4
eichs- eichs- palte
berhaupt Summe 11000 AM | sem summe
4

8

40.076 | 200,00

1 908 437

100,00

371 003 | 100,00

19.44

/ 394
922
407
211
498
1266
82°
336
786
382
567

356 532
32 905
51 894
23 785
67 481
157 464
77 335
69 915
155 769
108 716
10 875
ft 102555
” 103 367
782 10 768
4,43 80 837
5,91 083728
3,01 59 408
0,881 17627
9,40 8144
&amp;gt;27 | 22215
1,53 23 307
3,67 | 78916
“I 2,85 38 742
2 8,87 84 824
4 | 1,01 18 697
un! 1421| a2631 |

18,68
1,72
2,72
1,26
8,54
8,25
1,05
7,66
2.16
‚26

68 829
6 386
9 988
4623
12 864
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15.113
13 441
30 746
21 230
2054
20.053
10.339
2057
15 225
20218
‘1.683
3452
1 604
1.267
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57°

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1,72
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1,25
3,47
8,30
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u
5,4

29,81
19,41
19,25
19,44
19,06
19,56
19,54
19,22
19,74
19,58
18,89
19,55
19,68
19,10
18,88
19,49
19,67
19,58
19,70
19,21
19,51
19,46
19,09
19,65
19,63
19 67

ZU
SS
77T

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3
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zebnısse TUT

ankommen und zu versteuerndes Gesamt-Mindesteinkommen
 ein-Pflichtige
 Betrag SO
Er En — Sm je Br
vH der vH des N hs-&amp;gt;flichtigen
 x Betrages x
aller In aller gesell-Erwerbs-
 ! 1000 AM | Erwerbs- | schaft
gesell- gesellschaften
 | schaften AM

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 |

£

8 577

23.89

1289 812 | 6838 |

150 380

245
3.391
3.049

0,68
65,16
8,49
7164

43 020 2,28
525 107 27,84
20 791 1.10
6 602 | 0.35

‘75 593
22 4497
6819

zn |

11 228

49 | 0,14 | 1.001 0,05 20 427
35 899 100.00 | \ 886 333 100,00 52 546

158

Steuer in den Landesfinanzamtsbezirken
für 1925, 1926 und 1927
nn 7}
. 1926 1927
Einkommen u. zu versteu- Festgesetzte ‚ Zinkommen u. zu versteu- | Festgesetzte
rndes Mindesteinkommen | Steuer erndes Mindesteinkommen Steuer
Pflichtige _ Betrag in [vH der | ger Pflichtige Betrag in |vHaer|yprger
über- |YHder| im vHder| 1000 !Reichs- über- |YHder| in |vHder}) 1000 {Reichs-Reichs-
 Reichs-| 7% |summe| SP- 11 Reichs-/ 1000 |Reichs-| 74 |summe! Sp-18
haupt (summe |1 000 A |summe haupt |summe| AA |summe
9 10 11 1% 18 14 | 15 | 16 17 , 18 19 20 | 21 | 22
"NE -—— a Ta u = ea]
36 102 | 200,00 | ı 849 525 ! 100,00 | 359 944 | 200,00 | 79,46 | 41 299 | 100.00 2667664| 200,06 " 521 419 | 100.00 | 19.55

Übersicht 34

6324 | 17,52
820 2,27
1280 3,65
‚7071 1,96
1425 3,95
2680 ' 7,42
‚841 5,20
266 8,51
575 4,36
‚078 5,76
605 1,67
834 5,08
547 4,29
Sl” 1,48
m 4,99
„10.
8,7”

396 116 '
30 455
44 218
24 765
51 560
"86.293
71 407
69 463
‘48015 |
93 948
10.157
90 864
’3 B76
10741
76 490
13817
42 105
25 543
21

21,42
1,65
7,89
1,34
2,79
10,07
3,86
3,76
3,00
5.67
404

77388 | 21,50 19,541
5949| 1,65 19,58
8511| 2,87 19,26
4829| 1,84 | 19,50
9731| 2,70 18,87
36722 10,20 | 19,71
13926] 3,87 | 19,50
13401 3,72| 19,29
29089 8,08 | 19,65
18278 5,08 19,46
1910 7,83 28,80
7799 4,95 19,59
4549 4,04 19,69
2035 0,57 18,95 |
4065 3,91 18,89
12345 5,21 19,68
8239 2,29 19,57 |
5056 1,40 19,79
9
y nm

6884 | 16,67
1017 2,46
1675 4,06
829 | 2,00
1636| 3,96
3067 | 7,48
2137 5,17
1413 3,42
1794 1,34
282 8
689 0167
7062 99
763 4,27
530 1,28
2066 5,00
2524 5,11
1266 3,07
372 0,90
20 A 48
235 7,81
IT E.
699 020509
“76
. 433
„8 404
4,78 | 29,57 663

543 622| 20,38 | 106061 20,34 | 19,51
50282! 1,881 9903 1,90 | 19,69
65087 2,44 12646 2,42 | 19,43
38896| 1,46 7612 1,46 | 19,57
84 736| 3,18 16299 3,12 | 19,24
285 518| 10,70 56469 10,88 | 19,78
108 432| 4,07 | 21287 4,08 | 19,68
93443| 3,50' 18287 3,61 | 19,57
214 650| 8,05 42352 8,12 | 19,78
130 165! 4,88 5359 4,88 | 19,48
13312' 0,650 2543 0,49‘ 19,10
124157 4,66 24456 4,69 19,70
135953 5,10 2689 5,16 19,78
13137 0,49 2489 0,48‘ 18,95
91335 3,42 16980 28,26 18,59
'51842 5,69 29905 5,74 19,69
58 209! 2,18 11283 2,16 19,88
44860 1,68 8905 1,71 19,85
9159 0,84, 1805 0,85 19,71
29523 1,11 5726 1,10 19,40
22436 0,°* 4332 0,83 19,31
91696| 83,4“ 17705 3,89 , 19,31
44653 1,67 8220 1,68 | 18,41
&amp;gt;," 126693| 4,75, 24989 4,79! 19,72
0,67 . 57117) 2,14 | 11368 2,18 | 19,90
161| 38751) 1,45| 7542) 1,45| 19,46
Übersicht 35

1ZZ
99
2

x
9

3392

Ad
1, 26570
1.47 | 32833 |

253
1,/8| 6424|

Erwerbsgesellschaften und deren Durchschnittseinkommen
1925, 1926 und 1927

Abab
ML _
Einkommen und zu versteuerndes | Gesamt:
Mindesteinkommen ein-ZN
 nn
Pflichtige Betrag SOME)
yHder } vide je ErvH
 der vH des
über. | Pflichtigen x Betrages werbs-}
 | aller m aller | geselllaupt
 Erwerbs- | 1000.24 | Erwerbs- schaft
gesell- geseHschaften
 schaften | RAM
rk A SE

1927
Einkommen und zu versteuerndes : Gesamt-Mindesteinkommen
 ein-Pflichtige
 Betrag Kaaen
m— nn e -
vH der vH des Derbi
x Püichtigen . Betrages
über- aller m aller gesellhaupt
 Erwerbs- .| 1000 .A.4 | Erwerbs- schaft
gesell- gesell- |
— hie sehalten‘ "IM
12 +8 “14 18

5

28,32 | 1289650 | 72,70 |

176 061

7828 | 22.57 | 1870513 | 71,92

238 952

207 0,66 48 440 2,67
20 106 64,01 | 451 405 24,89
3.163 10,07 18 969 1,04 |
559 1,78 4 159 0,28 |

234 010 214 0,62. 51 950 2,00
22 451 21 793 62,83 | 642105 | 24,69
5997 3.965 11,48 .23:989 0,92
7 440 | „800 2,31 8579 | 30,38 |

242 757
29 464
6050

10 724

51 | 0,16
Sl 4lı 100,00
Finanzen und Stenam

1.263 0,07 |
1813886 | 100.00

24 765 | 82 ' 0,24 | 3626 Ö,14 |
57 747 34 682 700.00 \ 2 600 762 700,00

44 220
74 929
        <pb n="273" />
        30
U

Gliederung des Gesamteinkommens aller Körperschaften
Reichsergebnisse für 1925,
Einkommens
bis 8000 AM | über 8000 bis 50000 AM
Pflichtige Betrag Pflichtige Betrag
vH in vH P vH in vH
Sen / der 1000 der Den der | 1000 ' der
Sp.2 | AM Sp. 38 1Sp.2| AM Sp. 3
— A

insgesamt .
Betragl
flich- | im
ige 1000|
AM

Körperschaftsarten

40.076 |1908437| 24951 | 62,26 | 58 623 '
36.102 11 849525| 23606 | 65,89 | 51 233 !
11.299 |2667664| 25947 | 62,88 | 57728 |
1925 | 35899 |1886333| 21 115 | 58,82 | 53643 | 2,84 | 9786 | 27,26 203 448 | 10,79
Irwerbsgesellschaften ‘
; 61,29
RES 1926 | 31411 |1813886| 19252 | 617,29 | 45981 | 2,58 | 7917 [500 162 141 | 8,94
1927 1 34 682 12600762| 20075 | 57,88 | 49080 | 1,89 1 9167 | 26,43 | 191 668 | 7,37

10.066 | 25,12 | 208 585 | 10,93
8.180 | 22,66 | 166 964 | 9,03
9751 123,61 | 202064 | 7,57

Aktiengesellschaften, _
Kommanditgesell- 11925 |
schaften auf Aktien, / 1926 |
Kolonialgesell- }
schaften 1927 |

3577 |1289812| 2998 | 34,95 | 8882 | 0,69 | 2651 | 30,91 | 60800 | 4,71
7 325 11289650| 2681 | 36,60 | 8319 | 0,65 | 72215 |830,24 | 49781 | 3,86
7828 |1870513| 2460 | 31,43 | 7735 | 0,42 | 2342 |29,92 | 541211 2,89

Zergbautreibende
rechtsfähige Ver- 1025
einigungen u. nicht- +1926
rechtsfähige Berggewerkschaften
 1927

245 | 43020 112 | 46,71
207 | 48 440 80 | 38,65
214 | 51 950 81 | 37,85

326 | 0,76 |
219 | 0,45 |
220 | 0,42

54 |22,04| 1090| 2,68
59 |28,50 | 1290| 2,66
39 | 24301 11561 2,23

23391 | 525 107| 15006 | 64,15 | 39024 | 7,48 |
20106 | 451 405| 13283 | 66,07 | 32480 | 7,20 |
21793 | 642 105| 13373 | 61,36 ' 4522 | 65,38 |
|
1925| 3049| 20791| 2500 | 81,99
3enossenschaften ... 5 1926| 3163 | 18969| 2702 85,42
1927| 3965 | 23989| 3431 | 86,53
AED i 1 N
*\ Wegen Wahrung des Steuergeheimnisses in die nächstniedrigere Gruppe verlegt

5491 | 27,75 | 130 942 | 24,94
5.149 | 25,61 | 101 891 | 22,57
199 | 28,45 | 126 170 | 29,65

4591 | 22,08
4185 | 22,06
5515 | 22,99

|
185 | 25,91 8551 | 41,23
408 | 12,90 | 7254| 38,24
462 | 11,65 | 8020| 33,43

1aben. Die Bedeutung der Mittelstädte (mit mehr als 50000 Einwohnern) tritt demgegenüber
 sehr stark zurück. Unter den Großstädten nimmt wieder Berlin eine Sonderstellung
 ein. Seine Bedeutung als Verwaltungszentrale und als wichtiges Konsum-,
Jandels- und Industriezentrum hat zur Folge, daß mehr als ein Drittel aller Pflichtigen
mit rd. 30 vH des Einkommens hier veranlagt werden, Im übrigen zeigt sich unter
len Städten eine deutliche Scheidung je nachdem es sich um industrielle Produktionsıder
 Verwaltungszentren handelt. Ein hohes Körperschaftseinkommen haben nur
lie letzteren und die Handelsmittelpunkte (Übersicht 37).
Die verhältnismäßige Entwicklung der Pflichtigen und des Einkommens (bzw. der
Steuer) spiegelt sich im Durchschnittseinkommen (bzw. in der Durchschnittssteuer) ]®
&amp;gt;fichtigen wider. Im Reichsdurchschnitt ist das Einkommen je Pflichtigen ständig g®
;tiegen, weil das Einkommen sich. stärker entwickelt hat als die Pflichtigenhäufigkeit-Inter
 den Ländern weisen nur Preußen, Hamburg, Bremen, Lübeck, Baden, Hessen
ınd Braunschweig eine ständige Steigerung auf, während in den übrigen

; Übersicht 36
ind der wichtigsten Körperschaftsarten nach Einkommensgruppen
‚926 und 1927
AR. -
zruppen
AA... A...
über 50000 bis 200000 2A | | über 200000 bis 1000000 AA über 1000000 AM
VE _—_ _FPflichtige | Betrag _ _Pflichtige Betrag
über- | vH in vH über- vH in | vH über- vH in vH
der 1.000 der der 1000 der der 1.000 der
haut | Sp2 | AM | gp.3 ‘ haupt | ara | RA | gp3 haupt Sp.2 | 24 | 89.3
LI RU a9 1770 ar a a“

SD

3424 | 8,54 | 335821 | 17,60 | 1364 | 3,420 568 568 | 29,79! 271 | 0,68 | 736840| 38,61
2855 | 7,91 [| 285572 15,44 119 3,31 | 503 859 | 27,24 | A 0,73 | 841 2 46,52
3570 | 8,64 | 353573 | 13,26 | 1615 8,91 | 687382 | 25,77 416 | 7,01 |1366917 | 57,24
3375 | 9,401 331 565 17,58 1353 | 3,77 | 562581 | 29,82 270 | 0,75 |} 73509 | 38,97
2.806 | 8,98 281 273 | 15,51 1177 / 3,75 496.086 | 27,35 259 | 0,83 | 828405 | 465,67
3465 | 9,99 344028 | 1328| 1568 4,62 | 669152 | 25,78 407 | 1,18 !1346834 | 51,78

1725 20,11 | 177340 | 18,75
1 382 | 18,87 | 144334 | 11,19
1627 | 20.78 | 167951 8,98

973 | 11,35 | 417072 | 32,34
831 / 11,34 364 089 | 28,23
1064 | 18,59 | 473076 | 25,29 |

230 | 2,68 625718| 48,51
216 5 723127 | 66,07
335 | 4,28 11167630 | 62.42

31! 12,65 3472 | 8,07 *
30 14,49 | 3080 0]
37 | 7291 41321 7,95

40! 16,838 | 19651
23 / 21,21 | 9567 |
30 | 14,02 | 13714 '

45,68
19,75 /
26,40

8! 3,27 | 18481 | 42,96
15 7,25 | u 70,78
14] 6541 32728] 63,00

1537 ° 6,57 | 148111 | 27,25 | 1,89 121133 | 28,07
{332 6,62 | 127960 | 28,85 | 1,57 | 119275 | 26,42
i 709 | 7,84 | 163378 | 25,24 | _ 175097 | 27 6
57 1” | 5206| 26,04 0,23 | 2413
47 | 1,49 | 4 358 22,98 / ; | 0,19 / 3172
62 1,56 5783 | 24,11 10 0,26 4671 |

9,14 |

90897 | 17,81
+»! 697991 16,46
147938 | 22,26

Ländern das Jahr 1926 einen Rückgang des durchschnittlichen Einkommens bringt.
Vor allem in Bayern, aber auch in Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg und Lippe wird
lieser Rückgang auch im Jahre 1927 nicht wieder ausgeglichen. Ähnliche Unterschiede
 zeigen sich bei einer Gegenüberstellung der Landesfinanzamtsbezirke. Ein be-SONnders
 starkes Steigen der Pflichtigeneinkommen läßt sich hier in den Bergbaubezirken
Yüsseldorf und Oberschlesien beobachten. Es dürfte die Folge von Unternehmungs-&amp;lt;ONZentrationen
 sein. Eine starke Erhöhung der Durchschnittseinkommen weisen außerlem
 Berlin, Brandenburg, Darmstadt, Karlsruhe, Kassel, Mecklenburg-Lübeck, Münster,
Schleswig-Holstein, Unterelbe und Unterweser auf (Übersicht 38 und 39).
Ebenso lassen sich innerhalb der Groß- und Mittelstädte (mit mehr als 50 000 Ein-Vohnern)
 erhebliche Unterschiede in der Entwicklung des Einkommens je Pfiichtigen
9eobachten. Ausschlaggebend sind dabei in jedem Falle besondere Verhältnisse, 0 daß
Anne Zusammenfassende, für alle Städte oder einzelne Städtegruppen gültige Erklärung
licht möglich ist (Übersicht 40).
        <pb n="274" />
        — 356 —
Gesamteinkommen, festgesetzte Steuer und
Körperschaftsteuerveranlagung

Einkommen
ınd zu versteuerndes
Mindesteinkommen
Dlichtige Betrag
n H der 8 | vH der
über- EL A ın 1 £ n
yaupt ı SOOHS- | 000.24 | Reichs“ |

Gebiet

Festgesetzte Steuer

in vH der
„000.2.4 | Reichs- vH der
summe  °P-4

Deutsches Reich. ...'
3emeinden mit 100 000 u. mehr Einwohnern
jemeinden mit 50 000 bis unter 100 000 Ein-WOHDEr
 1444er RERAHKEREHRREEG
xemeinden mit unter 50 000 Einwohnern.
Einige Großstädte?)
0 EAN
ESS ee er rear AR R ER KKR
Frankfurt a. Moses
Aelsenkirchen 2er
Ludwigshafen a. RB. ..0..00000000000000
Zaren ernannt
Zei rer
Duisburg sseeee ee eerrErAHEKRR KEG
SÜDECK are rer rt v..
Mülheim (Ruhr) ......4.... W000 |
Emige Mittelstädte?)
jastrop-Rauxel 2.....0000000000000000000
A TEA .
darburg esse eek 85
AOPEE eben ER ER RE Bann “66
IWICKALE aaa «HER RR HERR 2,26 |
N EEE 0,51
ZUCKER 0,74 1
3ladbeek eeserere een} „1 0,81
Zotsdam ...... CAKE nee a 55 2,14 €
SOLiNgeN arena 63 2,46 764 | 0,70
1) Die Relativzahlen der Spalten 3, 5, 7, 10, 12, 14, 17, 19 und 21 beziehen sich auf die Summe aller Großstädte. —

371003 | 100,00 | 19,44
233129 | 62,84 | 19.39

19,48
19.538

19,92
19,76
19,81
(9,86
(9,67
19,41
19,31
19,11
19,56
18.86

19,72
19,85
19,82
19,86
19,66
17,82
9,6“ 16,81
0,6” | 19,28
7] 1059| 18,25
143 | 0,67! 18,72

Durchschnittsbeträge an Gesamteinkommen und festgesetzter Steuer
192b 1926 . 1927
f 1 Pflichtiven entfäl‘
Ya
‚erstouerndes Pe eiotete
Mindest- Steuer
‚inkommen

Gebiet

äinkommen
und zu Fest:
rateuerndes a
Mindest- Steuer
nkommen

Einkommen
und zu | Fostgesetzte
rersteuerndes SE
Mindest- Steuer
inkommen

RE

Sr
— u.

Deutsches Reich ....
Länder ;
7reußen o...0.0.00000000000 |
Bayern ...0.0.00000000000 I
Sachsen .................
Württemberg 1........... |
BAdeR wessen una ]
Thüringen .........0.0.00004 |
ACSSCH ar EEG BERRE NEE
damburz ..... en

17620 | 9257

51231 ! 9970

54594 | 12625

+7 373
1 471
+7 790
53 913
52 332
35 011
33 452 |
54 761

9224
9.934
9251
‚0493
0.060
6691
6502
10 762

54 718 10 708
+3 639 8279
‘3 702 8 447
‘4 982 8600
14 868 0.585
31 599 5772
‚35028 6830
66 154 13.024

58 610° 13 462
47 133 8 962
56 488 11 021
56 996 11 004
56 131 12 942
38 722 7124
46 919 9182
88 411 17 438

Steuerbelastung nach Gemeindegrößenklassen
1925, 1926, 1927

391

Übersicht 37

Festgesetzte
Steuer
in vH der va
1000 |Reichs-| der
AM |summe! Sp. 18
20 21 22
36 102 ji 1849525 100,00 | 359 944) 100,00| 19,46 * 41299 | 100,00 2067 700,00 | 521 419 00mm | 19,55
i 1 «
18658 | 51,68 | 1 237 282 66,90 | 240 557| 66,83 19,44] 20158 | 48,81 | 1 722 824 64,08 | 336 141 | 64,47 | 19,51
2261 | 6,26 | 112 208 | h 21981] 6,171 0 2598 6,29 177 533 006 34.967 6,70 | 19,70
15183 | 42,06 | 500035 | 27.03] 97406 27,06 | 19,48 1 18543 | 44,90 | 767 307 28,76 | 150311 | 28,88 | 19,59

Einkommen |
und zu versteuerndes
Mindesteinkommen
Pflichtige Betre
3 H der x vH der
über- | YH in x
Reichs- Reichshaupt
 ln 1000 AM Reiche
9 10 19

Einkommen
und zu versteuerndes
Mindesteinkommen
Pflichtige Betrag
über- |YHder/ in vH der
ARUDE Reichs-| 1000 |Reichs-30P%
 |Samme AM summe
16 17 18 19

70 0,87 | 183277 |
305 1,64! 44925
599 3,75] 123806
104° 9,56 | 11797:
58| 0,31! 7229:
145 | 0,78 4 093
324 | 38,89 | 396 116
289 1,55 8781
142| 0,76| 4642
951 051! 5695

1,07 | 2644| 1,70‘ 19,91
3163| 8903| 83,70 19,82 |
9,01 24382 10,14 19,69
9,95 | 2339 0,97 19,88 |
9,58 | 1374| 0,57 19,07
0,33 7921 0,38 19,2
2,02 | 77388| 32,17 | 19,54
0,71| 1684| 0,70 | 19,18
0,38 911| 0,38) 19,03
9,46‘ 1120! 0,46 | 19,67

78 1,891 19590| 1,14
373 1,85 55198| 2,20
760 3,77 165125| 9,58
97| 0,48 | 12308! 0,71
72 | 0,386 / 9576| 0,56
182! 0,90 6863| 0,40
5884 234,15 543622 81,55
2511 1,2" 17064| 0,99
146 0,75, 5101|. 0,30
891 0.44 3470 0.20

3.908 '
‚0919
12592
2440
1806 .
1.326
36 061
347 |
994
674 |

1,16 | 29,95
3,25 | 19,78
9,70 | 19,74
0,78 | 19,82
0,54 | 18,86
0,89 | 19,32
11,55 | 19,51
1,00 | 19,61
0,30 | 19,49
0,20 | 19.42

9,40 ]
2 2,30
5 1,65
29 1,28.
55 2,43
1 062
18! 09,29
6) 0,26
36 | 1,59
46| 2,08
| Die Relativzahlen der Spalten 3, 5, 7, 10, 12, 14, 17. 19 und 21 beziehen sich auf die Summe aller Mittelstädte.

4,71 | 19,94
15,87 | 19,97

6299| 3,55 256 3,59 | 19,94
6319| 3,66 247 8,67 | 19,78
0,41! 211| 0,72 37| 0,11} 17,64
0,54 102! 0,06 18| 0,05 | 17,65
0,27 32 0,02 6| 0,02 | 18,75
| 1,27 1329| 0,75 257 | 0,78 | 19,34
69! 2,65 730] 0,41 138 | 0,89 | 18,90

6 Pflichtigen in Reich und Ländern (1925, 1926 und 1927\ im RM
——— ESEL Kr
1925 1976
Mr Se Bm
Auf *. ”flichtigen: ent}#
Tinkommen Zinkommen
und zu und zu
ersteuerndes Festgesetzte , ersteuerndes | | Ostgesetzte
Mindest- Steuer Mindest- Steuer
‘ankommen ankommen

Übersicht 38
927

Zinkommen
und zu | Festgeaetzte
rersteuerndes St.
Mindest- euer
einkommen

YScklenburg-Schwerin ....
Idenburg 11
raunschweig ;.... 1
Malt...
remen tkm r4 44h kn
De ee
‚übeck A
Mecklenburg-Strelitz .....
Waldeck BER REERELEE ha
Schaumburg-Lippe Veen

19 739 3719
47 854 9428
3686 9559
79 864 15 804
16 279 9086
21 160 4098
22 348 4374
19 536 3714
22 595 4 422
5 963 1 105

17 862 3.303
36 511 7158
54 331 12 636
45 721 9.034
72 351 14313
3873 2658
‘2690 6415
12 138 | 2171
10519 2037
9 741 1815

19309 | 3528
40 974 8 066
78 216 15321
26 374 25 020
41 379 28 139
20 000 38%
34.938 6 808
34 833 6881
| 24.313 4844
9.200 1733
        <pb n="275" />
        — 358

Übersicht 39

Durchschnitisbeträge an Gesamteinkommen und festgesetzter Steuer je Pflichtigen im Reich
und in den Landesfinanzamtsbezirken
in AM

Gebiet

1925

Einkommen
und zu
rersteuerndes:
Mindest- |
sinkommen

Festgesetzte
Steuer

1926 I 1927
Auf 1 Pflichtigen entfällt
Einkommen
und zu | Festgesetzte
versteuerndes
Mindest- Steuer
einkommen

w:

Deutsches Reich ....

47 620

9257

51231 | 9970

64594 :; 12625

Landesfinanzamtsbezirke

Berlin vers esenene nenn
Brandenburg ......0..0.0.07
Breslau ......0.00000000004
Darmstadt ........0.00.004
Dresden s.....00000000000
Düsseldorf .......0.000.0004
Hannover o.....0.0.00000000
Karlsruhe ......00.000000400
Kassel s..0..0000000000000
A
Königsberg 1. Pr..........
Leipzig ..0.00.000000000 000
Magdeburg .....00.0000000
Mecklenburg-Lübeck ......
München s...0000000 00000
Münster (West£.) .........
Nürnberg ....00.0000000000
Oberschlesien „...........
Oldenburg s.....0000000000
Schleswig-Holstein ‚......
NET
Stuttgart .......0000000
Thüringen ......0.00.0..00000
Unterelbe ‚........0.000000
Unterweser .....0...0.000000
Würzburg ....0...0.00000000

48 219
35 689
36 883
33 453
45 047
48 213
39 019
52 332
87 217
45 641
19 112
49 784
60 343
20317
15 491
13 804
419 220
50219
50 900
24 385
38 021
53 684
33 954
54 760
46 280
74.923

9.309
6926
7099
6502
8587
9431
7625
10 061
17215
3913
3610
7734
11873
3881
8 568
8 538
9679
7835
10.025
4684
7419
10 449
6 480
10 762
9.087
14 740

62 637
37 140
34 545
35 028
36 182
59512
38 787
54.868
93 978
45211
16 788
49 544
47 693
20 776
42 494
51 641
36 999
88 384
40 582
28 672
31 965
44 856
30818
66 154
72351
61 716 |

12 237
7255
6 649
6 830
56 829
13 702
7 564
10.585
18 469
8.79%
3.157
9 705
9393
3.936
7814
10.138
7240
\7 495
7971
5553
6213
8576
5631
13 024
14.313
12075

78 969 15 407
49 441 9737
38 858 7550
46 919 9182
51 795 9 9%63
93 094 18 412
50 740 9 961
66 131 12 942
119649 27 608
57 040 NH3
19321 3691
60 212 11 860
77.115 15 256
24 787 46%
44 209 8219
60 159 11 848
45 979 8912
120 591 23 938
45 795 9 025
28 525 5532
29 025 5604
56 989 11.004
37 970 6 990
88 411 17 438
141 379 28 139
58 448 11 376

2. Statistik der Einheitswerte
a. Rechtsgrundlagen
Die Statistik der Einheitswerte stellt eine systematische Zusammenfassung der Ergebnisse
 der auf Grund des Reichsbewertungsgesetzes vom 10. August 1925 (RGBL I
5.214 ff.) unter einheitlichen Gesichtspunkten und in einheitlicher Durchführung vorgenommenen
 Bewertungsarbeit dar. Der Begriff »Einheitswert« bedeutet in diesem Zusammenhang,
 daß sowohl für die Reichsvermögensteuer und Reichserbschaftsteuer als
auch grundsätzlich für alle nach den Merkmalen des Wertes einzelner Vermögensarten
von den Ländern und Gemeinden erhobenen Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuern für
ein und denselben Gegenstand ein einziger Wert, nämlich der Einheitswert, maßgebend
 ist.
Den Einheitswerten und ihrer statistischen Erfassung und Auswertung kommt insofern
 eine besondere Bedeutung zu, als sie — wie im Entwurf des SteuervereinheitlichungSgesetzes
 vorgesehen -— in Zukunft die einzige und einheitliche Grundlage auch für die
        <pb n="276" />
        359 —

Übersicht 40
Durchschnittsbeträge an Gesamteinkommen und festgesetzter Steuer je Pflichtigen in den
Groß- und Mittelstädten
in AM

Gebiet

1925

Einkommen
und zu
versteuerndes
Mindesteinkommen


estyesetzte
Steuer

1926 | ____ 1927 ”
“uf 1 Pflichtigen entfällt

Einkommen
und zu
versteuerndes
Mindesteinkommen
 |!

Einkommen
und zu
m
7estgesotzte ı Versteuerndes
Steuer Mindesteinkommen


Festgesetzto
Steuer

“

Deutsches Reich ....

Summe aller Großstädte...
Summe aller Mittelstädte . .
{mit mehr als 50 000 Einwohnern}


47620

55 659
42738 |

9257

10 792
8 328

51231 |

9970 |

66 314 12893 |
49 628 9722

64 594

85 466
68 334

12 625

16 675
13 459

Einige Großstädte

Augsburg s0.0000000000040
SS are
Frankfurt a. M...........
Gelsenkirchen ............
Ludwigshafen a. Rh. .....
Barmen eessrerere rer
Berlin ee
Duisburg .......00000000-Lübeck
 eeesereeere er
Mülheim (Ruhr) .........
Einige Mittelstädte
Castrop-Rauxel ..........
GHeiwitz see
Harburg 2.0000
Hemer
Zwickan 2......0.0000000
Bottrop ... UHR RR
Buer.... SA
Gladbeck ...............
Potsdam .....00eeeee rn
Solingen ... LE HERE

194 849
121 783
(43 489
165 645
287 262
34 463
418 219
24 875
22 350
16 625

38 814
24 060
28 419
32 898
56 508
6639
9309
4754
4371 |
3 135

220 326 43 467
119 478 23 720
79 858 15843
‚36 318 27 065
78 054 15.337
15 501 2742
5972 989
6474 1244
12649 2.308
12.123 2273

189 671
\47 295
177.119
13.433
124 638
28 228
62 637
30 384 |
32 690
59 947 |

577 667
314.327
86 171
142 862
81 945
12 500
5111
5 000
22.278
7478

|

37 771
29 190
34 881
22 490
23 690
5462
12.237
5827
6415
11 789

115 444
62712
17 171
28 379
16 182
2357
722
833
4222
1 370

251 154
147 984
217 270
126 887
33 000
37 709
78 969
67 984
34 938
238 989

50 103
29 273
42 884
25 155
25 083
7 286
15 407
13.335
6808
7573

149 545
104 698
233 296 46 519
94.313 18612
10 048 1 762
7.286 1 286
4571 857
40 273 7 788
10 580 2 000

Realsteuern der Länder und Gemeinden bilden sollen. Unter diesem Gesichtspunkt ist
namentlich die regionale Aufgliederung dieser Ergebnisse für die Verwaltung der einzelnen
 Gebietsteile (Länder, Landesteile, Städte usw.) wertvoll, da die Einheitswert-Statistik
 die erfaßten Vermögensgegenstände am Ort ihrer Belegenheit und nicht,
wie die Vermögensteuerstatistik, am Ort des Sitzes des Steuerpflichtigen, ausweist
und so in ihrer Aufgliederung weitgehenden Aufschluß über Schichtung und Struktür
 der in bestimmten Gebieten vorhandenen Vermögensteile gibt. Darüber hinaus liegt
die Bedeutung der Einheitswertstatistik darin, daß sie eine Art Bestandsaufnahme aller
\m Reichsgebiet belegenen Vermögensgegenstände darstellt. Sie greift insofern über den
Umfang der Vermögensteuerstatistik hinaus, als in ihr wenigstens grundsätzlich auch die
Kleinen, nicht der Vermögensteuer unterliegenden Vermögensteile sowie die Vermögen
der öffentlich-rechtlichen Körperschaften enthalten sein sollen. Lediglich das sonstige
(Kapital-) Vermögen fehlt in der Einheitswertstatistik völlig, da für diese Vermögensart
Sin Einheitswert nicht festgestellt wird. Für den ersten Hauptfeststellungszeitraum 1925
bis 1927 ist jedoch das Ziel der Bewertung aller Vermögensobiekte nicht erreicht worden.
        <pb n="277" />
        — 360 —
Mit Rücksicht auf die Überlastung der Finanzämter mußte von der restlosen Erfassung
der nicht vermögensteuerpflichtigen Vermögen abgesehen werden. Es fehlen also in den
Ergebnissen der Statistik 1925 im wesentlichen die kleinen Vermögen unter 5 000 AM
und die im Eigentum öffentlich-rechtlicher Körperschaften oder sonstiger von der Vermögensteuer
 befreiter Personen stehenden Vermögen. Bei der KEinheitswertstatistik
1928, deren vorläufige Ergebnisse für Reich, Länder, preußische Provinzen und bayrische
Regierungsbezirke in der Übersicht 44 gebracht werden, wurde insofern eine weit größere
Vollständigkeit in der statistischen Erfassung erzielt, als nunmehr wenigstens die kleinen,
 nicht der Vermögensteuer unterliegenden landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen
und gärtnerischen Betriebe sowie Grundstücke zur Anschreibung gelangten. Es fehlen
jedoch auch in der Einheitswertstatistik 1928 noch die Einheitswerte der kleinen g
werbiichen Betriebe, an deren Feststellung ein steuerliches Interesse nicht bestand, ferner
das Kapitalvermögen, für welches — wie erwähnt — ein Einheitswert nicht festgestellt
wird und zum weitaus größten Teil die Vermögen öffentlich-rechtlicher Körperschaften,
Die Ermittlung der Einheitswerte erstreckt sich auf die wirtschaftliche Einheit und
arfolgt für das Gesamtvermögen und folgende Vermögensarten:
a) das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, Weinbau- und gärtnerische Vermögen,
d.s. alle Vermögensteile (insbesondere Grund und Boden, Gebäude, stehende und
umlaufende Betriebsmittel, Nebenbetriebe und Sonderkulturen) einer wirtschaftlichen
 Einheit, die dauernd einem landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen, Weinbau-
 oder gärtnerischen Hauptzweck dienen; .
das Betriebsvermögen, d.i. das dem Gewerbebetrieb,‘ den ihm gleichgestellten Betrieben
 und freien Berufen (mit Ausnahme der reinen Kunst und der reinen Wissenschaft)
 gewidmete Vermögen;
das Grundvermögen, d.i. der Grund und Boden einschließlich der Bestandteile (insbesondere
 Gebäude und des Zubehörs) soweit er nicht zu den vorbezeichneten Vermögensarten
 gehört, sowie grundstücksgleiche Berechtigungen.
Hinsichtlich der Bewertung ist für das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, Weinbau-
 und gärtnerische Vermögen der Ertragswert, für das Betriebsvermögen der gemeine
Wert, für das Grundvermögen teils der Ertragswert, teils der gemeine Wert maßgebend.
Dem Charakter der Einheitswertstatistik als einer Inventur entsprechend, stellen die
in ihr enthaltenen Werte (mit Ausnahme des Einheitswertes der gewerblichen Betriebe)
Rohvermögen dar. Die auf den landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen, Weinbauund
 gärtnerischen Betrieben sowie den Grundstücken ruhenden Schulden sind also
nicht abgezogen bzw. werden in der Einheitswertstatistik überhaupt nicht ausgewiesen.
Dies ist lediglich bei den gewerblichen B etrieben der Fall. Bei ihnen
lreten das Rohvermögen (also das investierte Kapital) und die Schulden und sonstigen
Abzüge (z. B. Abzüge auf Grund des Schachtelprivilegs) in Erscheinung. Ihre Differenz
bildet dann den KEinheitswert der gewerblichen Betriebe (also Reinvermögen). Die
Einheitswertstatistik vermittelt daher einen tieferen Einblick in das gewerbliche Betriebsvermögen
 als die Vermögensteuerstatistik, zumal außer der Verschuldung der gewerblichen
 Betriebe noch eine Aussonderung der Betriebsgrundstücke der gewerblichen Betriebe
 erfolgt und so das Verhältnis zwischen dem in Grund und Gebäuden angelegten
Kapital und dem gesamten Rohvermögen des Gewerbes bzw. einzelner Wirtschaftszweige
erkannt werden kann.
b. Statistik

b}

Die Hauptergebnisse der Einheitswertstatistik sind für die beiden ersten Hauptfeststellungszeitpunkte
 (1. Januar 1925 und 1. Januar 1928) in der Übersicht 37 zusammengestellt.
 Das gesamte von der Einheitswertstatistik erfaßte Roh vermögen beträgt
demnach für 1928 221,1 Mrd. AM, der Einheitswert 141,0 Mrd. AM, ;
Bei einer Gegenüberstellung dieser Summen ist zu berücksichtigen, daß Einheitswert
und Rohvermögen landwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher usw. Betriebe einander
        <pb n="278" />
        361 —

Übersicht 41
Ergebnisse der Einheitswertstatistik 1925 und 1928

Schulden
Rohvermögen und sonstige | Einheitswert
Abzüge

Betriebsart

Zahl der
Einheitswertfest-



in 1000 AM

4 | 8

1925

Landwirtschaftliche Betriebe ........
Forstwirtschaftliche Betriebe ........
Weinbaubetrieb® .........000.0000000
Gärtnerische Betriebe ... ..
Landw., forstw. usw. Betriebe insgesamt

Gewerbliche Betriebe ......-Betriebsgrundstücke
 ...............
Gewerbliche Betriebe abzüglich Betriebsgrundstück®
 .............0.0.
Bebaute Grundstücke insgesamt .....
Unbebaute Grundstücke insgesamt ..

Landwirtschaftliche Betriebe ........ı
Forstwirtschaftliche Betriebe ........ |
Weinbaubetriebe ...................
Gärtnerische Betriebe .... fen
Landw., forstw. usw. Betriebe insgesamt

Gewerbliche Betriebe .........1....
Betriebsgrundstücke ....... u
Gewerbliche Betriebe abzüglich Betriebsgrundstücke
 „.........00040ı
Bebaute‘ Grundstücke insgesamt ....
Unbebaute Grundstücke insgesamt ..

1.950 114
16 192
10 701
24 599
2 001 606

28 300 539
835 420
65 108
229 456
29 4830 5223

— 28 300 539
Sem 835 420
— 65 108
— 229 456

29 430 5238

1 302 878

83 942 848
20 380 428

2542 764
209 647
6 056 895

63 562 420
49 903 216
2843 471
145 739 630

2) 26 476 761
49 903 216
2843 471
37 025 697 | 108 653 971

37 025 697

4 505 312
46 676
48 922
43 222
4 644 132

1928%
34 811 524
1.502 517
145 542
286 118

34 811 524
1 502 517
145 542
286 118
368 745 701

86 745 701

1 680 504

132 834 549
27 079 405

105 755 144
3 964.778 73 920 436
409 229 4 643 462
10 698 643 | 221 064 743 | 79903206 |

25 733 055
73 920 436
4 643 462
141 042 655

f *) Einheitswert der gewerblichen Betriebe == Rohvermögen abzüglich Schulden. Rechnerische Abweichung ist zurückzu-Uühren
 auf Freilassung der cinem freien Beruf gewidmeten Gegenstände bis zu einer Höhe von 6000.24 im Einzelfall
(in 1925 = 59 962 000 AM; m 1928 = 118 882 500 AA). — *) Vorläufige Ergebnisse.

völlig entsprechen, während bei den gewerblichen Betrieben zur Ermittlung des Gesamtbetrages
 an Rohvermögen die sogenannten »Betriebsgrundstücke« zwecks ‘Vermeidung von
Doppelzählungen in Abzug gebracht sind.‘ (Entsprechende Abzüge konnten. bei den
übrigen Vermögensarten nicht erfolgen, da die vorläufigen Ergebnisse der Statistik noch
keine Angaben über die Betriebsgrundstücke in der Landwirtschaft usw. enthalten.) Zur
Ermittlung des Einheitswertes wird das Rohvermögen gewerblicher Betriebe außerdem
um Schulden und sonstige Abzüge vermindert. Gegenüber den Ergebnissen. der..ersten
Einheitswertstatistik (1925) sind sehr erhebliche Zunahmen — im Rohvermögen um
52 vH, im Einheitswert um 30 vH — zu verzeichnen. An dieser Steigerung sind alle
Vermögensarten, wenn auch in verschiedenem Ausmaße, beteiligt. (Auch der Einheitswert
der gewerblichen Betriebe ist von 46857 Mill. AA in 1925 auf 52 812 Mill. AM in
Las ‚gestiegen; das in obiger Zusammenstellung in Erscheinung tretende Sinken hängt
Sdiglich mit dem hier zur Vermeidung von, Doppelzählungen notwendig gewordenen
"echnungsmäßigen Abzug der Betriebsgrundstücke zusammen.) Noch sehr viel stärker
N der Wert hat die Zahl der statistisch erfaßten Einheitswertfeststellungen zugenommen.
araus ]äßt sich ein wesentlicher Grund für die Steigerung der bei der zweiten Hauptleststellung
 ausgewiesenen Werte erschließen: nämlich die 1928 im landwirtschaiftlichen,
        <pb n="279" />
        — 362 —

forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Vermögen sowie im Grundvermögen durchgeführte
völlige Erfassung auch der kleinen und kleinsten wirtschaftlichen Einheiten, die ein Ansteigen
 der Zahl .der Einheitswertfeststellungen im Gefolge hatte (in der Landwirtschaft
z.B. um 131 vH, bei den bebauten Grundstücken um 56 vH und bei den unbebauten
Grundstücken um 95 vH).
Daß die Vermehrung der landwirtschaftlichen usw. Betriebe im wesentlichen auf die
Neuerfassung der kleineren Betriebe zurückgeht, wird aus dem verhältnismäßig geringfügigen
 Zuwachs des Flächeninhalts der erfaßten Betriebe ersichtlich (Übersicht 38).
Das gleiche geht auch aus der Gegenüberstellung der durchschnittlichen Betriebsgrößen
sowie des Durchschnittswertes je Betrieb hervor, wie er in Übersicht 39 für das Reich
vorgenommen ist. Die durchschnittliche Betriebsgröße der erfaßten Betriebe ist in der
Landwirtschaft von 14,90 ha 1925 auf 7,59 ha 1928, der Durchschnittswert je Betrieb
von 14 514 AM 1925 auf 7727 AM 1928 gesunken. Diesem Sinken steht gleichzeitig
eine leichte Steigerung des Durchschnittshektarwertes von 974 AM 1925 auf 1017 AM
1928 gegenüber, eine Erhöhung um nur 4,41 vH. Auch diese Steigerung dürfte nur zu
einem Teil der Ausdruck der bei der Neubewertung 1928 vorgenommenen Wertkorrekturen
 sein und andernteils wiederum mit der starken Vermehrung der kleinen Betriebe
zusammenhängen. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei den forstwirtschaftlichen, Weinbauund
 gärtnerischen Betrieben, Besonders stark tritt die erhebliche Zunahme der kleinen
Betriebe im Weinbau in Erscheinung.
Für die Erhöhung des Wertes des Rohvermögens der gewerblichen Betriebe von
83 943 Mill. ZM auf 132 835 Mill. ZA dürften in erster Linie die Neuinvestierungen
im Zusammenhang mit der Rationalisierung der Betriebe maßgebend sein, daneben auch
noch der Umstand, daß 1928 die Zahl derjenigen Betriebe, die nach Steuerkurswerten
bewertet werden (d.h. für die ein Rohvermögen sowie Schulden und Abzüge nicht
bekannt sind), gegenüber der ersten Hauptfeststellung sehr stark zurückgegangen ist;
infolgedessen gelangt das Rohvermögen dieser meist verhältnismäßig großen Betriebe erst
jetzt in tatsächlicher Höhe zur Anschreibung. Der Vermehrung des Rohvermögens der
gewerblichen Betriebe steht jedoch eine verhältnismäßig noch größere Vermehrung der
Schulden und Abzüge gegenüber. Beide Zunahmen kommen sich in absoluten Zahlen
verhältnismäßig nahe. Während das Rohvermögen um 48,9 Mrd. AM gestiegen ist,
stiegen gleichzeitig die Schulden und sonstigen Abzüge um 42,9 Mrd. AM. Die Neuinvestierungen
 im Gewerbe dürften demnach zu einem erheblichen Teil durch Aufnahme
von Schulden erfolgt sein. Bei der Neufeststellung der Einheitswerte für 1928 verzeichnet
die Hälfte aller gewerblichen Betriebe Schulden und Abzüge, während dies 1925 nur bei
etwas über einem Drittel der Betriebe der Fall war. Die Verschuldung selbst, d.h. der
Anteil der Schulden am Rohvermögen, ist ebenfalls weiter gestiegen, sie beträgt 1928
50 vH gegenüber 44 vH bei der ersten Einheitswertfeststellung. Infolge der verhältnismäßig
 starken Vermehrung der Schulden konnte sich der Einheitswert der gewerblichen
Betriebe — wie bereits oben erwähnt — nur um 13 vH auf 52 812 Mill. AM erhöhen.
Die Einheitswertstatistik 1928 erfaßt insgesamt 4374 007 Grundstücke mit einem
Einheitswert von 78,6 Mrd. A... Hiervon entfällt der Hauptteil auf bebaute Grundstücke,
 deren Einheitswert sich gegenüber dem Vorjahre um 48 vH erhöhte, während der
Einheitswert der unbebauten Grundstücke sogar um fast zwei Drittel gestiegen ist. Bei
der Steigerung dieser Werte dürften sich zwei Ursachen auswirken: einmal die nunmehr
durchgeführte Erfassung auch der kleineren Grundstücke und außerdem die Höherbewertung
 des zwangsbewirtschafteten Grundbesitzes.
Die absolute Höhe der Einheitswerte in den einzelnen Vermögensarten ist mit der
Wirtschaftsstruktur, der Flächenausdehnung und dem Bevölkerungsumfang länder- und
finanzamtsweise verschieden (Übersicht 42). Die Auswirkungen der regionalen Verschiedenheiten
 werden deutlicher erkennbar, wenn man. sie mit Hilfe von (allerdings
rein fiktiven) Durchschnittsbetrieben vergleicht. Es zeigt sich, daß innerhalb der
landwirtschaftlichen und verwandten Betriebe, entsprechend den natürlichen Wirtschaftsbedingungen
 der einzelnen Betriebsarten, die durchschnittliche Betriebsgröße
vom gärtnerischen Betrieb über den Weinbaubetrieb und den landwirtschaftlichen
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        — 363 —
Betrieb bis zum forstwirtschaftlichen Betrieb ansteigt, während der durchschnittliche
Hektarwert sich gleichzeitig vermindert, Innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe
zeigt sich die gleiche Tendenz eines Steigens des Hektarwertes mit dem Sinken der
durchschnittlichen Betriebsgröße auch bei einem Ländervergleich.
Für die gewerblichen Betriebe sind außer dem Einheitswert auch Rohvermögen und
Schulden gegeben. Den höchsten Durchschnittsbetrag (je Betrieb) an Rohvermögen
weisen die Gebiete mit starker gewerblicher Konzentration auf, so die Hansestädte
Hamburg und Lübeck und die beiden Landesfinanzamtsbezirke Berlin und Düsseldorf.
 Die Verschuldung beträgt im allgemeinen mehr als ein Drittel des Rohvermögens;
50 vH des Rohvermögens übersteigt sie in den Landesfinanzamtsbezirken Berlin und
Unterelbe, aber dennoch ist in diesen beiden Bezirken der durchschnittliche Einheitswert
 je Betrieb weitaus am höchsten (Übersicht 43).
Der Durchschnittswert bebauter Grundstücke ist einmal von der Art der Bebauung
und ihrer Lage, in gewissem Maße auch von ihrer durchschnittlichen Größe abhängig.
Infolgedessen ist der Durchschnittswert bebauter Grundstücke am höchsten in Gebieten
mit starker Bevölkerungskonzentration (Berlin, Unterelbe, Karlsruhe, München, Kassel).
Für den Durchschnittswert un bebauter Grundstücke ist die durchschnittliche Flächenausdehnung
 von größerer Bedeutung, vor allem jedoch die Art der späteren Verwendung,
 ob für gewerbliche oder Wohnzwecke; er ist weitaus am höchsten in Ober-Schlesien
 (es handelt sich hier vielfach um zukünftige Grubenfelder), sodann im Landesfinanzamt
 Unterelbe und München (Übersicht 43).
Entsprechend ihrer besonderen Wirtschaftsstruktur spielen in den Großstädten
als Vermögensarten nur die gewerblichen Betriebe, sowie die bebauten und unbebauten
Grundstücke eine nennenswerte Rolle. Der Durchschnittswert je gewerblichen Betrieb
Ist besonders hoch in den Städten mit Schwerindustrie; diese weisen eine verhältnis-Mmäßig
 geringe Zahl an Betrieben, aber eine hohe Einheitswertsumme auf (Hamborn,
Düsseldorf, Bochum, Frankfurt a. M., Essen und Gelsenkirchen). In Städten mit einer
hohen Zahl von Betrieben (z. B. Berlin, Hamburg, Bremen, Dresden). ist . der
durchschnittliche Betriebswert nivelliert. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ist aber
dennoch die Einheitswertsumme in diesen Städten (einschließlich Frankfurt a. M.) am
höchsten (Übersicht 45).
Durch hohen Durchschnittswert der bebauten Grundstücke ragen unter den Groß-Städten
 neben Berlin, München, Breslau, Leipzig, Stettin und Wiesbaden hervor. Je Kopf
der Bevölkerung spielt aber der Durchschnittswert bebauter Grundstücke namentlich in
Städten mit ausgesprochen wohlhabender Bevölkerung (wie Frankfurt a.M., Wiesbaden
 und Bremen) eine Rolle. Die unbebauten Grundstücke weisen höchste Durch-Schnittswerte
 in Augsburg, München, Stuttgart, Dortmund und höchste Beträge je
opf der Bevölkerung in Köln, Mainz, Chemnitz, Dortmund und Duisburg auf (Über-Sicht
 45),
 Gruppiert man die Einheitswerte der verschiedenen Betriebsarten nach Wertgruppen,
50 findet man, daß nach der Zahl allgemein die Betriebe mit geringem Einheitswert
Stark überwiegen. Auf die Einheitswertgruppen unter 6 000 AM entfallen, abgesehen
Yon den bebauten Grundstücken (44,0) überall mehr als 50 von 100 Betrieben, bei den
lorstwirtschaftlichen (70,5) und Weinbaubetrieben (74,6) sogar mehr als 60 vH aller
Betriebe, Der Anteil dieser unteren Gruppen an der Einheits wertsumme ist aber
Stets sehr gering, am geringsten bei den fiorstwirtschaftlichen (1,6 vH) und bei den
Sewerblichen Betrieben (3,8 vH). Der Schwerpunkt liegt meist bei den mittleren Beriebsgrößen.
 Die Einheitswerte zwischen 10000 und 100000 A. stellen bei den
landwirtschaftlichen Betrieben 52,7, bei den gärtnerischen Betrieben 61,3 und beim
bebauten Grundbesitz 52,0 von 100 .A.4 der Einheitswertsumme. Bei den Weinbaubetrieben
 liegt der Schwerpunkt stärker in den unteren Gruppen, beim unbebauten
Grundbesitz verschiebt er sich etwas nach oben. In den höchsten Gruppen (Einheitswerte
 über 1 Million) liegt das Schwergewicht bei den forstwirtschaftlichen (50,5) und
den gewerblichen Betrieben (50,0) (Übersicht 46).
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        Gebiet

A, Deutsches Reich 1925 .
19281)
B. Länder
Preußen .............4
5 (24 SE
Sachsen. ..............
Vürttemberg ..........
3adeN area
'hüringen.........4..,
IeSSEN era
Jamburg ........0.0....
Tecklenburg-Schwerin . .
Ydenburg ............
"raunschweig .........
N
TOM serie ern
111 AP
1
Tecklenburg-Strelitz ...
+. WaldeeK occ00000000000
® Schaumburg-Lippe.....
‚andesfinanzamtsbezirke
7
Brandenburg ..........
3FreSla see
Darmstadt ............
‚ )resden s....0010000000
‘, Düsseldorf ............
', Hannover.............
Tav.: Abt. Hannover ....
Abt, Braunschweig
3. Karlsruhe. ............
9. Kassel................
0. Köll es
1. Königsberg. ...........
12, Leipzig veeeeeeeeee
13. Magdeburg ............
14. Mecklenburg-Lübeck ...
dav.ı Abt, Schwerin .....
Abt, Lübeck ......
5. München. .............
6. Münster .......0.0..0.0004
7. Nürnberg ........0.....
8. Oberschlesien ..........
‚9. Oldenburg ‚..........0
0. Schleswig-Holstein ....,
1, Stettin s..0..0.0.000000
Stuttgart .............
Thürmgen........00..4
‘4, Unterelbe .............
5. Unterweser............
6. Würzburg s.....0..0.0.000

— 34 —
Verteilung der Einheitswerte auf die Länder und Landesfinanz

Landwirtschaftliche Betriebe
ınd landwirtschaftlich genutzte
 Betriebsgrundstücke

Forstwirtschaftliche
'atriebe und forstwirtschaftlich
 genutzte
Betriebsgrundstücke

Weinbaubetriebe
und weinbaumäßig
genutzte Betriebsgrundstücke


jahl der | Flächen-3etriebe
 | inhalt

KEin-Winheits-
 |. Zahl Filichen- Einheits- | Zahl | Flä- } heitswert
 in derBe- inhalt | wert in |der Be-/ chen- wa
1000 AM | triebe 1.000.7.£ ] triebe | inhalt | 1 000
hen na | AM

ha

A

| 950 Ha ben 300 539] 16 192} 2 112 am 835 420| 10 zo 20 688| 65 108
1505 312/34 217 117/34 811 524| 46 676| 2 789 842| 1 502 517| 48 922| 47 235/145 542

076 135{19 430 034/17 745 858| 5280| | 369476| 441 550
266 724| 3.939 167| 3717031] 2933| 221992| ‘13663
'04 062] 1075 946| * 348 900 862 68 211 26 475
90 603/ 758 601| 964320| 1346 85 495 60 970
78.256| 516642 631.237] 1267 80 386 71 024
27337) 704 797| 861 193| 2187 82 047 42082| -
33822| 346 603| 580 124 413 47 334 23698| 2 508| 2 588| 10 871
1 486 19 522 32 360 1 8 ‘“ 8 — -
13 589] 1036 085| 790 085 348 61 550 11 849} — _— —
201 185| 514068| 570 896 31 4717 12341 — — —
471| 217308| 389538 45 51 099 26269 — #— | —
7800 46 770| 246 625 13 11.977 6836| — _—
#2 17.918 31396[ — — -_ —
3321 84 724 43 470 332 12 959 5374) —
532 17 481 202901 — m _— —
3522| 167601| 138 564 56 7625 1703| —
3788 45 815 43 907 17 5265 1335 — |
7260 23 169 44 747 1 2675 13501 —

5183| 11.550| 39 590
1496| 4049 9650
5 9 3
939 2866| 2210
570 1627! 2757

1188| 12229| 17578
16 368| 2777 922| 1893 781| 369
2819| 1881 556| 1885 717| 367
33822| 346603! 580 124| 413
2388| 666 435/ 818497| A401
71064 401985| 720951| 367
58 277| 3.015 012| 2904 121| 820
13 597| 2537 774| 2015 914| 654
14680 477238| 888 207| 166!
78.256] 516642! 631237| 267
06 .257| 648 728| 734102| 599
77039 606447| 751058| 233
»7123 _627875| 1358519| 315l
1674| 409512| 530403| A461'
7828! 1898 351| 2850 730| 2831
(9235| 1 262417| 1003 174| 412
6293| 1170206| 894196| 403
2942| 92211| 108978 9
‚9374| 2.360 .935| 2354 654| 2016
4600| 1475910 1591690| ! 722
8217| 1258 885| 928240! 384
6430| 576153| 603293| 147
7808| 466173| 513222| 64
5256| 1234 569| 1533 990| 267
'7380| 2718 385| 1691505} 112‘
4788| 799574| ° 008 227| | 378
0083| 743166] 1397833| ‚313
1486| 19522| 32360
2221! 17918| 3139
19.133] 319347] 134 136

261 405 59910 — — —
209 878 59 491 32 29 32
47 334 23.698 2008 2588| 10871
35 758 14 342 5 9 30
25 849 82691 -
22 984 52 554
61 724 21906
51 259 30 648
30 386 71 024
36 109 34 453
49 979 ‚3 547
58 568 14 564
32 453 ‚2.133
84 325 36 510
67 847 13.265
67 781 13 242
67 22
100 897 56 087
126 944 16 070
70411 35 708
56 326 15 928}
2967 841
30 357 13.196
‚14618 W631
00 799 70 927
75930 50 396
8 8
50 683 21 seo)

570| 16271 2757
2071| 4031| 13.380
3077! 7483| 26 169

"nl

— 365 — Übersicht 42
Amtsbezirke nach der Einheitswertstatistik 1925 WET
Gewerbliche Betriebe

Gärtnerische Betriebe
mit Ausnahme der
Weinbaubetriebe und
gärtnerisch genutzte
Betriebsgrundstücke

Grundstücke (einschl. der nicht landwirtachaftlich,
 forstwirtschaftlich oder gärtnerisch
 genutzten Betriebsgrundstücke)
Bebaute Unbebzaute
Grundstücke Grundstücke

Schulden und
| sonstige Abzüge
Zahl Röl- Einheitsvermögen
 wert KR
der in | Zahl Betrag in | Zahl der | Einheits-Betriebe
 der in Grund- | wert in
1000.24 1000. 2A
Betriebe|1 000.2 stücke !1 000 AM

Ein-Zahl
 | Flä- | heitsder
 Be-| chen- | wert ir
“riebe | inhalt | 1000
AM
ha
11 | 12 em

Zahl der| Einheits-Grund-
 | wert in
stücke |1 000 AM

14 | 15 l 16

17 | 18

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21 | 22 _

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602 2793| 4894.
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286 308| 3467
189 324 2559
83 51 1171
45 33 527
227 504| 2840
29 45 501 |
12 17 68 '
7 1n 1597

735 049 50 363 789 248 986 [2 367 351 | 29 828 zz 1 458 405' 30 815 303] 129 910 | 1 821 880
124 252| 5978 475/ 46388 | 2331 370| 3780607! 190 802! 4119695| 14201 272 707
64 558! 6873 508| 56234 2531029! 4521 557| 2311532| 5298375! 26774 | 316509
50142 2753640 19008 | 940 864| 1824 162 87021] 1699978| 3407 61 273
41 456/ 2873913] 21281 | 1 280 939| 1 656 603 77365! 1 803.449| 11899 | ' 108 242
42296 1665179 16029 | 611815, 1087 186| 1832721| 1180662! 4702 46 118
39693] 1213170] 9037| 448226! 764 058 63965! 975 553| 7085 62 425
23 340 3912598 12405 72251 943| 1826 379 33424| 1730139) . 3 606 94.887
13485| 323555| 5466 116 1188| 209114 49167| 341 956 930 4 565
14.300| 2384078! 5433 150 250| 238 412 32062 303 200| 3451 14 640
10290/ 472013| 4545 162339| 322 668 22380) 371 111 395 4904
8058| 538005! 2953 196 608 344 392 19117 270306 231 3496
13374 883242| 5070 426998| 609 010 10154| 668 978| 1843 20 594
4 250 90125| 1592 27 544 65 560 7411 73.357 239 2752
2038| 234 167/ 1663 105 325 128 571 8 574 151 946 669 5 828
2549 57233! 1161 18 597 38 435 4 759 47 8251| :85 392
1.350 32 340 289 10943 21 252 1580 25039|. . 174 1994
1.167 19 780 578 3371 16.361 2325 26 346 46 267

524| 6 9625
3146| 5629l 29327
693| 1027' 9301
412! 371 3107
566 2251| 13 562
2124| 2183! 19338
1706| 1576| 13 19€
649 939 69837
1067 2688| 625°
4%| 1454| 707:
2520) 1605| ‘&amp;gt; 670
741 2611| 7414
265/ 574! 2308
8835| 1005| 8240
7811 3288| 923813
6507| * 2061 7110
311 2518| 3570
296| 0694| 2541
2991 2874| &amp;gt;41
212 z14l 7276
337| 228, 1236
144| 231] 1505
% 97 932
353 ‚362 6419
455| 868 4776
852/ 2705| 7858
615/ 2799| 5005
%24| 1653| ‚2226
83 51 1171 ]
2691 2364| 3227

72 950| 16 473 430| 26012 7865811 7232530
2016| 1678 727| 18354 | 552 955| 1 165 555
50931 2259581| 25644‘ 2872572 1395990
39693! 1213170| 9037| 448 226| 764 058
77 402| 2733 99| 23722 | 978 730| 1765 970
82303| 8420 175| 28383 803 728, 4 898 253
B1 988] 3392330! 25 451 321 837! 2174 231
56 449| 2318 251! 16 313 914 465| I 491396
25 8539| 1074079| 9138 407 372 682 835
41 456| 2873 913| 21 281 280939] 1 656 603
59111| 3368 345| 19275 453591| 7781 912
711561 3937512: 14714 597121} &amp;gt;489 056!
26925 1021028| 13510 440834| 578 861
87 156| 4139512| 32512 552299| 2755 586
72047| 3397 434| 23 51€ 110538| 2387 119
9433| 635790] 8873 245 853| 391 179
'5 659 377 654| 6592 134327| 244 891
3 774 258 136| 2281 JI1 8626| 146 288
61 994| 3020972 22507 329440| 759 7861
36 857| 4369800 30205 533 840| ‚471 440
‘0438| 1825 828| 14545 623434| 253 315!
ı7165 603848| 5598 212367 419513
12640] 345531| 4958 1429991 207044
38 0801 1212089| 15274 485 427| 736960
33876| 1277195| 11953 488 810 291777
51 707| 2796198! 19212 750 200 857 335
15789 1744889| 676° 532 712| * 145 830
23340 3912598 240% 251 943| ı 826 379
13 374| 883 242 5.070 426 998| 609 010
21820 11316741 9336 3784961 767 507

78.300| 7339 180| 30424! 534485
118382| 1526815| 17889, 123252
74.937| 1800124/ 3128| 46444
63.965! 975553/ 7085| 62425
154 102| 2264617! 13100] 100091
236 804| 4010439! 23211 | 288931
151159 2358427| 6714| 94137
96 0650|, 1616 287| 4906 | «76 316
55 109| 742 191| 1808| 17822
77365! 1803449| 11.899! 108 242
90613| 2476 194| 4910! 89524
154972/ 2610712| 13548 | 250272
49115 852385| 2538‘ 27162
157430 3033758| 3674 216 418
141989| 2382965| 2467; 40787
67093| 574760| 2521 13558
53367| 3866983| 1011. . 4947
18726| 188066| 15:0 8610
88.826 °209288| 6661 145 866
232556! 7 596989| 499° 229053
63580 .273088| 444C 73632
21903| 471543 649 29812
27057| 277121 2468 12078
93017| 1.129305: 8775 55249
54937! 938398; 1852 25758
89375| 1720720 3418 61333
43313! 1240950| 473° 46271
33424| 1730139| 360€ 94887
40154) 668 5 1843 20 594
28.2061 637319 3100 53210

\ Vorläufige Ergebnisse (Stand am 15. 6. 19301.
        <pb n="282" />
        _—_ 366 —
Durchschnittliche Betriebsgrößen sowie Durchschnittswerte je Betrieb bzw. Grundstück und ie
DEE ———
Landwirtschaftliche ! Forstwirtschaftliche | x N
Betriebe Betriebe Weinbaubetriebe

Durch-Sn
 Durchliche
 | schnittswert |
Be
rebs- je ;
wöße getriep I ha |
ha AM | AM
ww: 4

Durch-«A
 Durchliche
 ‘ Schnittswert
Bevriebs-
 3 .
größe ' Betrieb 59 ha
ha AM | AM

Durchnl
 Durchliche
 | schnittswert
Ber
Tiebs- | % | .
zröß@ | potrien 1° 22
ha | AM ' AM
a 10

Gebiet

A. Deutsches Reich 1925 .
19282
B. Länder
L. Preußen ..............
3. BO are re rk
&amp;gt; Sachsen...............
‘, Württemberg. .........
5, Bade e....0.0.000000004
? Thüringen. ............
” Hessen ...............
Hamburg o.....000..000
@ Mecklenburg-Schwerin. .
0. Oldenburg .........00
1. Braunschweig .........
&amp;gt; Anal are
* Bremenasseee een
Dierk nr RG
Lübeck ...............
Mecklenburg-Strelitz ...
Waldeck ..............
Schanmburg-Lippe.....
A hamirke

14,90
7,59

14.514 | 974
7727 | LOL7

130,48
59,77

5] | 395
32 190 | 539

1,93 7 603 | 3M7
0,97 2975| 3081

18,05 16493 | 913
14,76 13940! 943
0,33 12963 | ı 254
8,37 10643 | + 271
6,60 ' 8066 | 222
5,53 ' 6763 | „222
4,13 6921 | 1673
13,13 21776 | 1658
23,76 18126 | 763
‚7,03 18922 | 1111
‚3,19 23650 | 1793
‘4,97 25166 | 1680
8,06 14136 | ı 752
9,08 15394 | 1 693
12,85 38138 | ı 161
17,58 39342 | 827
2,09 | 11591 | 958
‚0.25 | 19800 931

218,06
75,68
79,13
63,51
63,44
37,51 |
114,61
8,12
176,86
51,83
ı 135,53
921,31
39,03 ' 16186
136,15 30 411
309,72 | 78 539
2 674,88 11350500

322
512
388
213
884
Sl
501
98C
192
261
514
571
415
223
254
505

2,22
2,70
1,88
0,92
2,85
1,03

7638 | 3428
6451 2384
5995 3189
ee6 | 1604
4836 | 1694
4335 ' 4 201

5. LardacFnanr
Bert ıı 4 WE a
Brandenburg ..........
Breslall ı....0000.00 40
Darmstadt ............
5, Dresden ......0.....0..
3. Düsseldorf ............
”, Hannover .............
dav,: Abt. Hannover ...
Abt. Braunschweig
3. Karlsruhe ............
9. Kassel ....0.0.0.0000000
10. Kölle
i1. Königsberg. ...........
12. Leipzig vera
13. Magdeburg............
14. Mecklenburg-Lübeck ...
dav.: Abt, Schwerin...
Abt, Lübeck .......
5. München. ........00.000-6.
 Münster ....0000000000- .
‚7. Nürnberg .....0....000. „C?
‚8. Oberschlesien ......... 5,81
‚9. Oldenburg ........... 6,76
©. Schleswig-Holstein .... 22,34
"1. Stettin v.4..0.00000000. 35,13
72, Stuttgart .......0.00000 3,43
3. Thürmgen............. 5,30
"4. Unterelbe ............. 13,13
25. Unterweser............ 8,06
26. Würzburg............. 8,16
J 1
1) Vorläufige Eryebnisse (Stand am 15. 6. 1930).

10,29 ı 14839 435
26,11 17810 682
22,71 22769 002
413 6921 1673
0,68 13119 | 1228
5,65 10146 * | 793
19,04 18353 963
22,34 17746‘ 794
10,6° 19899 1861
6,50 8066 ' 1222
A700 6909 1132
74 7705 287
20239 * 517
12728 ; 25”
22306 | 504
20376 ! 798
19316‘ 764%
37042 1182
15770 | 997
13890 | * 07°
11870 | 737
16.560 | * 04”
18466 | 1101
27762 | 1 242
21873 | 622
10637 | 1 261
6409 | 1 208
21776 | 1658
14.136 | 1752
11094 | 1 359

708,41 189 457
571,87 189 348
114,61 57381
89,17 35765
70,43 225832
149,98 64 401
94,37 33 495
369,083 189 167
63,44 56057
143,75 57517
40,53 10987
503,39 141 474
70,39 26 320
365,04 158 052
164,67 32195
168,19 32 860
7,89 2 458
50,04 27895
73,71 21158
183,36 92989
063,44 312434
46,35 13133
113,69 49423
023,37 362775
73,14 } 51471
41,47 | 21788
8,12 / 7957 |
95,09 | 41030 |

267
331
501
401
320
427
351
500
884
400
271
281
374
433
198
195
333
55€
28
50;
29:
28: -_
435 — —
35 — —
70 2354 | 2554
525 —
980 — ] in —
m | 2,70 | 6448 | 2382

— 367 — Übersicht 43
Hektar in den Ländern und Landesfinanzamtsbezirken nach der Einheitswertstatistik 1925
EEE N ———— N
7
ie . . 4 x Durchschnittswert
Gärtnerische Betriebe Gewerbliche Betriebe 59 Grundstück

Durch- ı |
schnitt- | Durchliche
 schnittswert
Be- .
triebsgröße
 | Betrieb 36 ha
ha "Au Zi
. 12 18

Roh- | Schulden und sonstige | Ein-SL
 Abzüge heitsmögen
 .
je A MS ——| wert je
s vH : 8
Betrieb |ger Betriebe des Bühs / Di Betrieb
mit Roh- ö
AM _ vermögen VETINORONE AM AM
i4 ar e

Be- | Unbebaute
 baute
Grund- | Grundstücke
 | stücke
RAM AM
Ta

182 | 9331 | 7026
0,91 6620‘ 7304

60 906
79044 '

85,46 | 44,46 |] 76 360
49,62 | 60,15 95 8332

36 607 |
31 427

19 626 | 13 563
18644 | 11347

1,40
1,04
1,32
0,82 '
7,91 |
1,31
0,90
1,16
1,65
1,78
1,07
1,71
0,61
0,72
2,22
1,56 |
1,38 |
1.88 !

9484 6768 68518
5844 5583 48 116
8895 6695 41770
9254 11287 54.917 |
14.260 15563 69 324
8 130 6173 39 370 |
7541 8 369 30 564
8586 | 7395 167 635
10912 6564 23 994
10 342 5803 26 859 |
12123 11248 45871 °
13 538 7886 66 767
14108 22881 66 042
11706 16147 21.206
12510 5630 114 900
17285 11025 22 453
5663 | 4 104 23 956
21746 | 11521 16.950

38,87 46,39
87,38 38,99
34,17 36,82
37,90 34.16
61,33 14,57
87,89 36,74
22,76 36,94
58,14 57,55
40,53 35,90
87,99 89,11
44,16 34,89
36,64 | 36,64
87,90 ° 48,34
87,45 30,56
81,59 44,97 |
45,54 32,49
21,40 83,83
49.562 17.04

93 850
50 258
45 009
49 498
60 192
38 16°
49 59
181 535
21.257
27 655
35 718
66 579
84 221
17 301
63 334
16 018
37 866
5833 '

40580
30427
27477
36.380
39.960 +
25.704
19249 |
78 251
15507
16.672
31.357
42 739
45 537
15 426
63 087
15 078
15 742
14 019

21129 | 14024
215911 19203
17 007 11 821
19 535 17 984
23311 9.097
889% 9 808
15251 8811
51 763 26.314
6:955 4 908
9 457 4242
16.582 ' 12416
14.140 15 135
16 660 11174
9 898 11513
17 722 8711
10.049 4611
15 847 11 459
11332 5815

18368 | 10475 225 818
9328 5204 27 069
13 422 9.056 44 366
7541 8 369 30564 |
8660 6024 35322 '
9 104 8857 102 307 |
7735 8371 41 376
10 689 7391 41 068
5921 2818 42 056
14260 15563 69324
4234 6649 56.983
10017 12132 55 336
8709 4024 37 921
9311 | 8200 47 495
13.377 "243 47 156
11730 5892 32717 |
11508 | 6960 24117 |
11962 5 108 68399 |
4681 4277 48 730
10226 10181 50 310
3667 5 428 45 151
10 450 6518 35 179
be 10.375 9 603 27.336
2,48 12 135 4883 31 830
1,90 | 10518 ] 5504 37 702
0,82 9223 11140 54 078
1,29 8138 6263 38 107
1,16 8586 7395 167 635
0,61 | ‚14108 | 22881 | 66 042
1,35 12121 8814 51.864 |

35,65 59,88 379279
29,59 32,93 30127
50,35 38,61 34026
22,76 36,94 ı 49599
30,84 835,79 41258
34,48 45,17 134014
31,04 38,96 51987
28,89 39,44 66 067
35,78 37,92 44580
51,88 4457 60192
32,60 43,15 75413
20,67 40,56 108 544
50,17 43,17 32630
37.30 87.49 AT TAB
39,64 3268 47221
45,05 38,66 27708
42,09 835,56 20877
60,48 43,20 48898
34,30 44,00 59068
177 35,10 50781
25,96 34,14 42862
32,61 35,16 | 37936
39,22 41,38 | 28842
40,11; 4004| 31781
35,28 38,27 ° 40894
87,15 33,98 49459
36,62 36,26 37731
583,14 57,55 181585
837,90 48,34 | 84 221
42.78 233.44 | 40542

99144 93782
18794 12897
27409. 24022
19249! 15251
22816 14 6%
59 515 16 936
26 519 15 602
26420 16827
26737 13 468
3990 23311
47063 27327
34 980 16 846
21 499 17.355
31617 19271
33 133 16.783
20 130 8567
15.639 7 246
38 762 13 701
28386 24872
39967 15467
30993 20023
24440 21529
16380 10242
19.353 12 141
23373 17081
35920 19253
25 024 8659
78251 | 51763
45 537 | 16 660 |
35174 | 16599

17.568
6890
14 848
83811
7641
12 448
14 021
15 556
9 857
9097
18 233
18 473
10 702
15827
16533
5378
4893
5702
21 898
15.278
16 584
45 936
4 894
6296
13 908
17 944
9772
26314
11.174
17 164
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Viederschlesien .......0....
Oberschlesien ....0...000000
Sachsen s...0.0000000000000
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Hannovet s...0..0.00000000
Westfalen sc..00..000000000
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Preußen „...

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Niederbayern ..........
Schwaben .......0....00
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Unterfranken 1 .........
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Bayern ....

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Württemberg .......0.0.0004
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Thürmgen ....0000000000040 1
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Mecklenburg-Schwerin en]
Idenburg e....0.0.0000004000
Braunschweig .............
Anhalt ......00000000000000 0
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ÜbeCk sererereeenee ann
Mecklenburg-Strelitz 1]
Waldeck. .........0.00000000
Schaumburg-Lippe ........ |
Deutsches Reich... |

— 368 —
Einheitswerte im Reich, den Ländern, preußischen Provinzen und

Landwirtschaftliche Betriebe '
und landwirtschaftlich
renutzte Betriebsrrundstücke

Forstwirtschaftliche
3etriebe und forstwirtschaftlich
 genutzte
3etriebsgrundstücke

Weinbaubetriebe
ınd weinbaumäßig
zenutzte Betriebserundstücke


jahl der | Flächen-Betriebe
 | inhalt

Ein-Üinheits-
 | Zahl Flächen- Einheits- ! Zahl | Flä- heiter
wert in |der Be- inhalt | wert in ji Be-| chen- in
. 000 ZA | triebe 1000 .2.A| triebe | inhalt | 1000

ha

141 9165| 2945 874| | 917 356
1114 11.026 18 839
35 683| 2 895 290} 2 063 276 1302| 291 207
37 827| 2 540 953| 1 789 771 153| 124610
26879| 556 308| 285971 67 28 591
66 010| 2046 719] 2 133 671 574 262614
81519| 632670 760 733 148| 139685
49 915! 1 948 141| 2 999 802 861! 122481
73336| 1271 876| 1 549 906 272 28 471
57 080| 3.088 206} 2 896 989| 1663| 178 033
;08 130| 1 557 759| 1556 067| 3427| 185 089
319.690| 867 861| 1066 847| 16891 108972
+75 890| 1584 074| 2 104 038| 11047! 238 141
16 489 65 850 63 597 624 12216
411 478122 012 606!” 206 a64l 21 530] 1 892 al

2n2! 172 559l

74 989

05.367
48 703
9073
ı20227| 30] 26)
69356| -
91332 12) a2
13924 — | —
997581 — |— —
870901 — | — | —
617201 3807 43 17 650
‚07 529| 20 184! 21 226| 51930
8 981

398 101] 24 o33| 25 630!

69 670

33 753| 1186 328
2888| 924 949
"7544| 716 586
18.955 550 821
53.285] 709 615
30.456| 555 112
40427! 488 797
34.633| 283 684
41 981] 5 415 892

135 009] 1522 52 080
382 539 784 20 652
'96 464{ 1837 28 618
:75 875 585 9413
05851 387 37 632
J98 9141 1148 20 236
524 012 936! 52181
395 636| 1 159] 8474
= 14 202] 8 ae 229 86!

181461 — | — | —
2426 2 8 5
71301 — I — | —
3.343 1! 261 164
u —
106201 — | — | —
22535! 12) 2606| ı284
3855| 12970] 13880 48 956
107 166) 13 485l 14 520! 50 409

04.291! 1064 460| 1450378| 865 85 159 50 876 9 17
;74.938| 1214 528| 1497076] 6995 97492 89708| 3489 1511 3251
353.364 947010 1268 666| 5616| 160632| 153784] 3865 = 5034
137527 729331| 893177 1175| 75 ie 58 977 2 1 1
203.962 451668 338 852/ 954 35 092| 20175] 2039| 2756| 17158
1367/ 17152 25485 1! 8 8
49.917 1048 274| 379512] 283| 6753| 23624
13669| 548 117| 568 138 * 4 u 904|
19435 234274 417350| 123/ 99 199 75546
:5605/ .55378| 279790) 23| 16743 8402
3191| 17474 29169) — — / — 4
12385| 84781| 131097| 325| 8687 6173
570| 17536/ 24924 - - _—
&amp;gt;887, 178895| 182714| 60| 7754 2815| —
&amp;gt;108 55837/ 57263| 53 7580| 3670| — |
2637, 23900| 46 767| 2 3631| 258] — | —
4 505 312/34 217 117/34 811 524 46 676/ 2789 az] 1 502 517| 48 - 47 235 145 542

369

Übersicht 44
SEN BES

)ayerischen Regierungsbezirken nach der Einheitswertste:
—— A N A ——
Gärtnerische Betriebe i i
mit Ausnahme der Gewerbliche Betriebe
Veinbaubetriebe und VE
gärtnerisch genutzte huld d
Betriebsgrundstücke a
A —  Rinheite
Zahl Roh inheits
vermögen wert V
Be in Zahl Betrag in Zahl der | Einheits- | Zahl der | Einheits-Betriebe
 1000.74 | der in 1000.7.4| Grund- | wert in | Grund- | wert in
Betriebe| 1 000 AM stücke |1000.7.A| stücke | 1000 AM

Ein-Zahl
 Flä- heitsler
 Be-| ehen- | wert in
“riebe | inhalt | 1000
ARM
nn
11 +7

Vi

21 | 22

312 610 2922'
453| 739° 8421
1737| 6556! 33.056
549| 971) 5650
62 71 526
925| 1314| 10926
163! 2272| 1806
1321| 2741! 21 263
1545| 4173 20019
3991| 2411! 17788
937| 900 8934
4283 2227| 17767
3916| 3255 “al
9 1 64
25 200] 26 gel 179 462 |

34.363| 1555683| 21496 | 996703! 556470 69 557] 1 188 040 39891 42301
31 170| 29432 321| 40793 [20 09 148| 9 329 612 91 799/11 438413 44176 791 527
78.993| 2558 933| 36281 | 13090411 245 390 64 582} 2219 124| 12367 275 516
41066 1868 210| 22877 | 1 102327| 762348 80 149) 1334 329| 53211 52345
7406 149829] 3616 85 419 63 682 16.374] 154712 1 163 ! 5375
66 274! 3450 863| 44827 | 1929447| 1517580| 138326 2651502) 7129 75 687
24 205| 1115813| 12522! 567799| 546730 40998| 859832 39%7' 66028
72476| 4793756 47123 | 2516 161| 2.270 294| 257091| 3274 746! 929%‘ 152420
18082/ 2516627/ 27840 | 1665799 846934| 126939 1742649| 21 701 102 802
39.060| 4282 196| 44476 | 2397 382! 1877520| 230702 3221939] 18663 141 512
107730/ 6769 106/ 53088 | 3460027 3300492| 346 619| 5 365 295! 30616 | 378 662
73867 7652670 35578 | 4 474 664| 3 172 174| 151 168! 3566 923| 12982 183 882
204 565| 21 010751| 84313 12970 151| 8 028 186| 56256610 225 899| 61384) 851365
3219 51817] 1546 21517 30 109 6 173 37 767 84 367
952 476l 87 208 575| 476 376 |53 592 sa5lar 547 520] &amp;gt; 283 043147 281 170) 262 838 | 3 119 784

S11| 69| 5681
So 55 361
1401| 433! 2662
233| 2185| 1369
170 77 259
140 12 683
3161 629 3269
398 2206| 2037
2325} 2394! 16321

141507] 4903 819| 20623 | 3592727/ 308502
7437 346652 5245 168 296| 177 364
28.388, .004440| 13154 464465 538378
5971] 1629015 11328; 381 748| 746567
2730 372 706| 4348| 201940| 170 195
8911 828026 8308| 393284! 433865
13.827 719415 7825 344.912} 373896
18 199| - 1063343| 8968 541 173) 420597
176 9x0] 10 867 416! 79799 5688 545! 4 169 364|

78 0311 2 309 411
32235 230335
55543 581 592
54 947| 1119026
29586| 236111
57 199| 465 108
39 595| 450990
76.924| 626 685
124 060! 6019 =

14431! 204 755
754 5034
1937 30783
5848| 97473
698 8 762
2235 14 674
2685| 30206
5100| 41189
33 688 | 432 825

z 3061| 25588| 186116| :0 440403! 85153 5487 000 4.936 Sl 332 151, 6 793317/ 27831] 302748
5886 1 2 12958 | 72640 1586 w 41362 2462703 2117939 211 605| 2661 2 21797 | 242483
574 566 8810 56346| 4430 468| 33066 | 2792 972| 1636512; 166 610| 2844 642 129588| 248325
571) 2761| 5475 18.876/ 2269221 27 802 | 1215956 1050757] 44 885 1.463 591] 5971 48 925
94| 582 5538 72958 1718397| 21959| 913798| 799852| 1.111645 1251352) 1ıı 973 | 58 459
299 1419 9937 25342 6093 139| 17404 3848 591| 2242555| 34121! 2476100! 3177' 94286
MI 528 4318| 15616/ 597265 11224! 357953 238034) 2352 496704, 1271, 5410
187 30 2048 ‚8814| 506589 8516| 289227 215577 447211 431312 5306 20 240
1660| 1185) go21' 13611| 634484/| 7592| 316015 317594| 39809 519641| 1519] 20874
176 2837| 2095 10152/ 801225 5886| 393055 407349| 233855 373013 437° 8428
89 54 1.266 14.324/ .959291| 8691! 151731| 805655| 12876! 790432 1624! 16983
48 33 554 6349| 191852| 2986| 112072 79119 5261! 120082 591 3885
228 “ 2792 2491 184 .134| 2077| 144988| 138906| 1.2995 234092 894 5968
35 41 548 3.427 94 635| 2078 50121 44271 6739| 78830 257 | 484
41 16/ 142 2555 70094| 2969| 38354) 31490 32761 39105 405 2654
7 aıl 245 1 441 80 724 848| 46740| 233921 4774 46455 62 ‚602
13222 39 174| 286 118 | | 680 504 | 132 834 549| 833 788 lg 903 206l52 812460 3964 zel75 920 azıl 409 229 | 4 643 462

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Gewerbliche Betriebe sowie bebaute und unbebaute Grundstücke
Gewerbliche Betriebe
Nohn- TI ————
‚ Schulden und sonstige
be- Roh- Abzüge
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. Braunschweig ....
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39. Breslau ..........
0. Chemnitz ........

155816| 7237
85 653 3.100
65 522 2705
187099} 3290
024 165} 72950
111249 2279
467251 2689
94. 9%6]| 12252
571390 6545
31 655 8 198

281 189] 1180| 16,20
278 468 1 62,51
306 616| 2102| 77,70
265 162 1897 57,65
473 430| 26 012] 35,65
246 657| 1465| 64,28
209 785| 1789! 66,53
349 026| 4484| 36,59
587512) 4476| 68,88
592.963! 4135| 50,48

102397 36,41
130 951) 47,02
104 086| 33,94
110027 41,49
865 811| 59,88
136 227| 55,22
84361| 40,27
415647 48,95
374 718) 54,50
263 0901 37,96 :

180 284| 24 911] 1157
157 104} 50679 846
214.522} 79 306| 1296
166 242| 50529! 889
232 530] 99 144| 1797
346 4861152 034| 1 640
„37 821] 51 254} 939
577 410] 47 128| 1.958
312 152) 47693| 560
438 975| 53 547! 1324

11. Dortmund .......
12, Dresden .........
3. Duisburg ........
1, Düsseldorf. .......
15. Elberfeld ........
IB, Erfurt 0.00.0000
7. Essen ......0.000]
18. Frankfurt (Main)...
19. Gelsenkirchen ....
20. Halle (Saale) .....
2. Hamborn ........
12. Hamburg ........
23. Hannover ........
14, Karlsruhe ........
25. Kassel.,.........
16. Kiel.............
7. Kö esse
28. Königsberg (Pr.) ..'
29. Krefeld . 8 (fr) ..
30. Leinzig ..........
31. Ludwigshafen .... 01 869
32. Lübeck .......... 20 788
33. Magdeburg ....... 93 959
34. Mainz ........... 08 537
35. Mannheim ....... 147 486
36. Mülheim (Ruhr) .. 27 400
37. München ........ 80 704
38. M. Gladbach ...... 15302
39. Münster (Westf.).. 06418
10. Nürnberg ........ ‘92 494
il. Oberhausen ......| 05438
42, Plauen .......... 11436
13. Stettin „.........) 354 466
4. Stuttgart ........ 341 967]
15. Wiesbaden ....... 102737
Großstädte insgesamt 167117

21 743] 4509| 545 436| 1689| 37,45
19.157| 19815| ı 076 694| 5196| 26,22
72798| 4392| 692014| 1675 238,13
32633| 9074| 2819 468| 3796| 41,83
67577| 4437| 384123| 1895| 42,70
35579 3022| 209857{ 1861! 61,58
70524| 5193| 943425| 2490| 47,94
67520| ‘2341| ı 853 656| 5383| 42,61
08512 2108| 151689| 1082 51,82
94.575| 2880| 337255| 1604| 55,69

199 461| 36,56 |
426 392] 39,60
311768| 45,05 |
343 374| 47,64
"60351 4174|
86 764 41,34
363 161 38,49
381.968] 47,57
47873) 81,56
30510 38,69 |

160 924102 223} 1 433
»52 158| 32 912! 1 053
01 925] 91 513| 1473
F75 714/162 631| 3411
223 604] 50 395| 1334
‚22 695| 40 601| 905
/44 258/143 320| 1 582
330 244/148 306] 3 915
301 208{142 888| 1 445
776 0052| 95 851] 1419

4145
21 463
7993
2428
3044
3229
4662
3 061
6757
71 554)

511411| 2558| 48,73
860 861| 11 417 53.09 |
751 988| 3493| 48,70
274 948| 1887| 77,71
381 533} 1986| 65,24
212911| 2313 71,63 |
865 267] 3740| 25,50
421 234 2170 70,89 |
297 866| 1536| 22,78
439 401! 3337 38,67

286 804. 56,08
233 741| 57,85
155 460| 47,84
37 468| 49,99
10.856 55,26
95428 49,51
97 358| 48,10
17027 51,52
18095/ 39,64
‚23 9 43.30

224 588|196 147| 1774
790 748| 83 434| 1 659
568 344| 71 105! 1344
53 070| 63 044! 1 051
76 022] 57 826| 1028
107 129] 33 177] 501
065 748| 72 688! 1522
204 011| 66648 729
179 584| 26 577| 1.370
338 246) 43 530| 1 381

' 484
' 985
003
2726
4 505
2272
0 802
2317
2451
7 550'

143 294
233 827
420 311
245 018
952 255
414 525
762 436
213519
179 778
766 977

901| 60,71
647| 82,97
1498| 62,40
372] 50,88
2944| 65,34
i 382| 60,82
5027! 55,79
068! 46,09
546 63,07
"631 67.051

55 245| 38,55
05 234| 45,00
71 222} 40,78
108 866! 44,43
528 861| 55,53
283 856) 68,47
348 301| 53,80
38 732] 41,55
95432 53,08
70111 37 49

87 982| 59 2867| 864
128 324| 64 647| 1062
61 521] 653311 890
35 958| 49875 1253
‚51 297100 177! 1824
44 334| 63 527| 1138
61 915| 79 792| 1266
26 003| 54 382| 093
79 567] 40623| 9%
09 249 67 450 * 297

236| 42902 /B81| 68,18: 15487| 36,09
4313| 187566| 944| 45,07; 67078) 35,76
3471] 560744| 791| 51,59 | 250686| 44,70
7865| 918506| 1146| 52,71 | 415115 45.19
3607| 199302] 1420| 39,36 | 68510 34,37
wm 116, 44,82 24.314 205] &amp;amp;.,.o |

35 415] 28 653/ 336
22 318| 28 360| 1098
310 7206| 89 515| 1221
502 702} 63 916| 1470
130 606| 36 209| 1 271
692) 76 335] 1 530

a

Übersicht 45
ahebaute Grundstücke

in den Großstädten nach der Einheitswertstatistik 1925
AN
Bebaute Grundstücke
Durchschnittswert

Zahl Einheitsder
 wert 5 .
. je je
Srund- {3 G / Grund- Einücke
 000 ZA stück wohner
AM AM

Zahl Einder
 -  heits-Grund-
 wor
stücke
1000.27

Durchschnittswert

Je Je
Grund- Einstück
 wohner
RM RM

————m—m—
5

12

9 364
7153
5 565
10 046
78 300
9382
749%
36 788
9910
10 235

233 724
210 383
183 753 -
252 014
7339 180 |
196 296 |
206 838
611 534
667 254 }
451 941

24 960
29 412
33 019
25 086
93 732
20 923
27 593
16 623
67 331
44 156

1 500 579
1133 197
1.110, 19
1347 1054
1824 30 424
929 539
1410 RR
2073 1.807
1.198 774
1 363 1 389

15617
7 284
9844
24.008
534 485
11 869
1223
20 099
22 592 |
55 288

26 973
37 740
51 003
22 778
17 568
22 020
16 751
11123
29 189
39 804

100
39
59
128
133

{
41
167

14 690 |
22 862
15470 |
20.351
8 642
6466
22 762
21 486 |
7225 |
990

352 979
144 322
316 922
727 940
271 401
187 888
459 284
1 194 890
154 814
263 964

24 028
50 053
20 486
35 769
31 405
29 058
20 178
55612
21 428
a7 ME

1.097
1 848
1162
1683
1620
1.386
976
2556
742
1357

929
6 189
2.328
1.830
517
213
2 100
119%
502
251

417 689
57 654
40 090
45 456
12.928
4.382
51.113
41 734
17 538
5167

51 334
10.931
17.221
24 8395
25 006
20 572
24 340
34.894
34.937
20 585

148
109
147
105

1

Kl
4
VYr

3330
28 468 |
15 477
6358
S 560
8 736
39 179
7525
11.327
20 866

113 724
673 776
674 503
210 816
255 653
214 073
166511 |
350 296
196 862 |
1 288 157

34 151
58 795
43 581
33 158
45 981
24. 505
29 774
46 551
17 380
61 735

39
1551
159%
1447
1 493
1.001
1 666
1251
1502
1 897

322
889
558
; 574
865
565
6702
871
474
7856

6799
88 852
15 890
12 183
17 856
3 749
141 704
15.988
6791
83 253

21.115
30 755
28 477
7 740
20 643
6635
21 144
18 356
14.326
29 150

84
104
18
an
57
T
1922

3573
8373
9 503
6 086
8 840
9881
17.112
5965
6 432
14416

74 068
150 706
440 407
181 635 |
424 394 |
131 167
266 880
106 737
151 074
506 237

20 730
17.999
46 344
29845
48 008
13 275
74 035
17 894
23 488
42053 |

727
248
498
1673
1715
1030
861
926 |
1420 |
1 545

90°
66
2 &amp;amp;
1.007
2699
1 640
2462
781
335
201°

13 646
5817
6583
21 049
32 984
7693
75 146
5912
11 581
46 049

15.079
8774
28 499
20 902
12 221
4691
38 646
7570
34 569
22 887

134
48
22
194
133
f,
1
ol
109
117

5303 75 340
5883 152 182
1936 299 622
17.339 711 832
4639 279 086
"a ———
606 290 | 6623 06.

14 207 715 1222 12 800
25 868 1366 1736 9651
60 701 | 1177 | 422 14.976
41 054 2082 | 59% 23 577
60 161 2716 36C 702°
291 1593 | 87827 | 174362

10 477 121
5 559 87
35 487 59
39 559 69
19 524 68
Q.1 X 4
        <pb n="285" />
        Einheitswertgruppe

bis 3000.22
iber 3000 » 6000 » I
&amp;gt; 6000 » 10000 »
10000 » 20000 »
20000 » 30000 »
30000 » 50000 »
50000 » 100000 »
100000 » 250000 »
250000 » 500000 »
500000 » 1000000 »
1000000 » 2500000 »
2500000 » 5000000 »
5000000 ZA. 00000000
Insgesamt. ..

Betriebsgröße

unter 2 ha
2 bis » 3»
3.» 2» 5»
5 » » 10» |
10» » 20 »
20 » » 50 »
50 » » 100 »
00» 2» 200 »
0» 0» 500 »
500 » » 1000 »
1000 » » 2000 »
2000 ha und darüber......
Insgesamt...

— 372 —

Die verschiedenen Betriebsarten
Reichsergebnisse
N EEE... EN
Forstwirtsech-"” -*- Betriebe ' Weinbau
KYinheitswert zahl | Fl-N
 der | chenin
 vHder | Be- | inhalt
1000 | Gesamt-| triebe
MM | summe ha
al
10 11

"‚andvi-tschaftliche Betriebe
|  Einheitswert
Zahl Flächen- |-—— m
der inhalt in vH der
‚etriebe | 1000 Gesamt-|
ha AM | summe

591034) 871624) 699127| 2,47| 10104| 42652| 74161 9,89| 6025) 2%
182 733| 2.028 594 1743545| 6,16| n 22422| 55751 1,67| 1ı959/ 3081
;37 244| 3.009855, 2627709| 9,29| 341) 25949) 65031 ,78| 1309| 32372
41 644 5326 500 4796 046| 16,96| %9| s3a7ıl 14030) 1,68| 913 3%
21 140| 3.145 044| 2.953.064! 10,43| 547 48955 13426| 1,61| 208 1618
12.112 3415856 3517281]. 12,43| 620 83939| 2302 2,87| 188) ı43
i4 126| 3.107 471| 3654 139| 12,91] 625| 37012| 44136 | 5,28! 97| 1480
0080| 2748 419 2980676 10,53' 560| 249392! 88068| 10,54) 40) 1308
5205| 2.373 715/ 2168 715 n.00 251| 230419] 88025| 10,54 5) 92
1019| 2069 880| 2044398 7,22 72 330012| 122646 | 14,68 616
146) 834.397| 1006 806/ 8,56| 0! 529339 233018 27,89) — —
27 102025! 84559| 0,20) 33 189414 103771 | 12,421 — | —
“ 28875 24474 0,09] 12| _169935| 84843 | 10,15 eh
950 11429 062 25228 300 539| 200,00| &amp;amp; 192) 2 112 817 835.420 100,00| 10701) 206%

Landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, Weinball“
Reichsergebnisse d&amp;amp;

Landwirtschaftliche Betriebe
Zahl der | Flächen- a
Betriebe inhalt Vinhe teen

nn 5
Forstwirtschaftlich®
Zahl der Flächen-Betriebe
 inhalt __

iber- | | | in £ über- | | „BB
\Aupt vi ba ” 1000 AM vH (je ha haupt X Ka,
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a | mm DO
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542 041| 27,80] 414897] 1,43) 852424 3,01) 2055| 4928| 20,501 3740 0,1
41991) 7,28| 351256 1,21| 561878| 1,99) 1600| 9061 5,611 2209 01
36983 12,16| 935849 3,22 1327506| 4,69| 1418| 1001 6,75| 4226 0,0
377.080! 19,34| 2710725 9,33 3190789| 11,27) ı ız7| 2658) 16,451 18874) 08
122241 16,53! 4571 205| 15,73) 4626 281! 16,85) 1 012| 1720) 20,71) 24004) 131
"46 379| 12,64| 7502 662| 25,81 7249 108| 25,62| 966| 1537| 9,51 188% %
55388) 2,84| 3691 680| 12,70 33576241 11,86 9101 964) 5,97 69484 57
4406| 0,74! 1948 963| 6,71| 1689505 5,97! 867| 823| 5,09| 116988 6,5
3619| 0,44| 2716 725| 9,35 2574014| 9,10| 947! 7651| 4,73| 239562 m
3410| 0,17| 2334559 8,08 1900310 6,72 814| 2316| 1,96 220877 10,8
948| 0,05| 1246284! 4,20 726654 2,57! sea) 197 1,80 274614 130
__ 195) 0,07 u 2 Dre
249 681! 700,00|29 062 252| 100,00|28 297 834| 100,00 974| 16 158 100,00 2 112 817 1009

— 378
‘ach Einheitswertgruppen
ür 1925
etriebe Gärtnerische Betriebe Gewerbliche Betriebe 7 Bebaute Grundstücke | Unbebaute Grundstücke
Anbeitewert Zahl ı Fiä- | Finheitswert Einheitswert Einheitewert zn) | Finheitswert
A | vH der Br Di in | vH der | der in vHder ‘ der in vH a De in vH der
a aa a RT 555 ae
467.776| 635 SS) 1,35| 604 599| 1026 976| 2,06| 90 683| 136 359 4,79
260 511} 1166 545! 2,47 512911| 2.289097| 4,59| 42 886| 187.551 6,60
86 143/ 1463339 7,09] 418 199| 3'293 639 6,60| 25023! 197.225! 6,94
75 882! 2486 510| 5,26| 460 780 6 564 943 13,16| 23.767 3397401. 11,95
51672 1508 459| 3,19] 197 543| 4844 644 _9,71| 9475| 233761. _ 8,22
51434| 1981 225' £,19| 169:307| 6 514 282| 13,06| 7831| 302427 10,64
19.922! 2784295) 5,89! 116.830 8.024.043] _16,08| 6001| 417496 14,68
27.237 4197379| 3,88| 47.133| 6 923 930| 13,87| 3014| 449 614| 15,81
9279 3583376/ 7,"°) 9771| 3.337.949) _ 6,69] _650| 222403) 7,82
5538| 3842713} 8,13| 3629| 2486849) 4,98| 221 148 384| 5,22.
4372| 5.136 461| 10,861 1631| 2398:915/ 4,81 73) 109 790| 3,86.
045 3618 104} 7,65 293| 995444 1,99 17| 55983 1,97
836/14 878 534| 31,46| 138| 1202506| 2,41 6| 42:738| 1,50
5108| 20,00) 24 599| 32 6a7l229 456| 200,00| 1 291 647/47 282 799| 100,00|2 542 764/49 903 216| 200,00|209 6472 843471. 200.00
‘ 5

i ößen
Di gärtnerische Betriebe nach Betriebsgr.
heitswertstatistik 1925
Et
EL
Einheitswert ;

Übersicht 47

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Zahl der | Flächen-Sn
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000, vH |; über-Ra
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nn Gärtnerische Betriebe —
Zahl der  Flächen- __
Betriebe inhalt Ei Einheitswert |

“-"tawert

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956 | 0,16] 363. 3110} 75,79| 5141| 24,85) 18 9064| 29,16) 3 602| 20 772| 84,49) 13 322 40,80| 143.554 | 62,58 10776
744 im 337 ] 9834| 8,78 2277| 11,01! 7018) z0,78| 3082| 1722| 7,01 e 12,66) 24745 | 10,79| 5988
43 0,17 334 | 375| 8,47! 3380| 16,34 9445| 24,51 2704| 1149| 4,67 4330 18,29| 21124 | 9,21| 4868
*%31 | 0,59] 261 | 00 4,67 3324 16,07| 9779| 15,02| 2942| 651) 2,65| 4314| 18,22| 17367! 7,57 4025
"319 | 9,88l 3051 08l 7,90 2810 18,58| 8760| 13,45 3117| 1192| 0,78) 2545| 7,79 9875| 4,20) 3880
Sl 22 376 | 50/ 0,56| 1697| 8,20| 5481| 8,42/3230] 76 0,81| 2297 7,04 7602| 2,85| 3344
2148| 30) 3621 2 0,21) zo) am) zen] a3el3cr 18/ 0,07| 1173 3,59| 3560| 1,65| 3034
505 5,21) 372 5| 0,05/ 6791 3,28| 1917! 2,94| 2823| . 4| 0,02| 2524| 1,61 el 0,65 2840
0840 10,88 m] ıl 0,02| 2600| 2,901 915 17,40) 1524| — um 1 i— | —
7592 10,96 415 | - &amp;gt; ll * —
2 14,82] 451 | - —
ES) 2205/3014 ZZ ET
"255 | 200,00 395 | ori mm 20 688| 200,00] 65 1081 200,00) 3 147] 24 584/700,00| 32 647| 100,00| 229 395 | 200.00] 7026
        <pb n="286" />
        57

Wirtschaftszweig

.. Landwirtschaft ......,....-- ne.
2, Forstwirtschaft ........00.000000000 1000400
3, Weinballs.....000nke rennen KAHN
L. Gewerbliche Gärtnerei, Tierzucht, Milchwirtschaft
 und Fischerei .........0000000000000
Salzbergbau und Salinenwesen .............
i. Übriger Bergbau und Torfgräberei..........
. Zement- und Ziegelindustrie .........0.0.00+
3. Keramische- und Glasindustrig .............
39. Übrige Industrie der Steine und Erden......
+0. Großeisenindustrie ......0.0.0000000000000004
ıl. Metallhütten USW........00000000000000 00040
12. Übrige Eisen- und Metallgewinnung ........
13. Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren
14. Herstellung von Edelmetall- und Schmuck-TI

(5. Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau.....
16. OLE terhrisihe Industrie, Feinmechanik und
ptik...... ..

/. Chemische Industrie. .......0.0000- 020000000
8 Texiilindusirit..a.u.0000 HEREKELLLKEEEG
%. Dapierindustrie ......0...0.00000000000000 0000
*  Vervielfältigungsgewerb8 ...........0..0000074
‚eder- und Linoleumindustrig ..............
Xautschuk- und Asbestindustri@...........,
Holz- und Schnitzstoffgewerbe .............
', Musikinstrumenten- und Spielwarenindustrie
25. Mühlenindustrie. .....0.000000000000 00000 ner
26. Bäckerei und Backwarenindustrie,..........
27. Zuckerindustrie „....0.000000000000 000000000
28, Fleischerei... 0.0.0000 n nn
29. Mälzerei und Brauerei........0000000000000 0
30. Branntweingewerbe..........0..0000000000002
31. Tabakindustrie.......0..00.000000000000040000
33, Übriges Nahrunes- und Genußmittelgewerbe. .

33. Schuhmacherei und Schuhindustrie .........
34. Übriges Bekleidungsgewerbe................
35. Baugewerbe (einschl. der Baunebengewerbe). .
36. Wasser- und Gasgewinnung und -versorgung. .
37. Elektrizitätsgewinnung und -versorgung.....
38. Handel mit Tabak und Tabakwaren........
39. Geld-, Bank- und Börsenwesen.............
10. /Tbriges Handelsgewerbe ...................
'1. VersicherungswWeSeN.....0.0 2000000000
'2, VerkehrswesSeN....0...00.00.00000000000 00000
43, Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe........
14. Theater-, Musik-, Sport- und Schaustellungs-ZA
 EEE
15. Unterricht und Erziehung ....0.00000000004
16. Freie Berufe (soweit nicht in anderen Wirtschaftszweigen
 enthalten) ‚.........0...0.004
17. Ärzte USW. 0000000000000 EEE EEE HEN
18. Apotheken s..0.000000r00 000er are an EEE
19. Gesundheitswesen u. hygienische Gewerbe usw.
Wirtschaftszweige 1 bis 49 zusammen.... |

&amp;gt;3h'T der Betrie:

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1aupt

2
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0.00

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9,01
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0,06 ı
0,02
0,18 |
5,98
2067 | 0,16 |
2979| 1,01
14.241 | 2,20 |

5 484
X 426
6.203 '
1332
15483 |
539
36 820 |
3.256
26761 |
78 509
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3563 |
2620
4349 |
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0,42 °
1,58
2,48
2,88 |
1,20 °
704
72
125
107
1,08
1,02,
4,21
0,28
0,20 |
0,34 |
125

31.923 1,47
44 979 1 g8
12.286 „60
1587, 3,22 |
2799 2,22
6 789 1,30
7148 | 0,55
102.967 | 31,20
1316 | 0,201
2995 | 2,17
65953 | 12,85
0,27
0,18
5843 1,45
1608 2,90
3.900 2,46
‚6833 | 1,80 '
291 647 | 100,00

5ewerbliche Betriebe
Reichsergebnisse der
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1000 AM vH | schnittswert
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1.084 |
3.248 |

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0,00
2,00

296 603
54.225
141 232

141 636
407 937
301 718
654 797
697 527
348 640
786 559
243 753
458 508 |
} 672772

0,18
0,52
4,20
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rs

20 185
2.934 796
3.953 236
99 908
157 349
54 818
060 052
155 228
268 604
47 939

A“
0,0
0,58
4,67
254 904 0,82
4 495 167 5,72
1620 299 | 2.0f

123 321
146 342
113 777

2173 155 | 196 272
847 356 7313
721.397 | 48 541
312 214 71 674
303 370 31 887
182 665 138 897
813 554 20 889
267 625 ? 832 194
326 814 2,C' 30 896
324 336 1,05 10 500
524 801 0,67 | 1666 034
576 878 0,73 ı 10 621
217 694 1,55 341 761
474 853 0,60 | 181 241
631 012 0,80 145 094
| 455 545 1 R&amp;amp; 89 910

„61
1,78
167 |
9,98
2,17
0,40
14,52
4,00
1,64
2,34
3,55
0,25
9,15
47 701 0,06
76 458 0,10
178522 | 0,48
249 397 / 0,82
78 668 810 | 100,00 '

478 665
1 362 509
; 313 464
773 930
A 703 607
312 155
1 425 156
3881 833
‚213 534
838 866
* 791.337

14 99%
30 292
18 170
487 668
608 648
18 59%
1 598 371
46 857
722 139
65 686
16 820
55 752
69.403
8 164
6587
54 156
en,
60 906

— 375 —
lach Wirtschaftszweigen
inheitswertstatistik 1925
SS A N Ta
Schulden und sonstige Abzüge
Zahl der Betriebe Betrag Durch-AA
 —————— va MC
v in v Verschuldun;
überhaupt | der Sp.2 | 1000 AM | der Sp. 4 Va
‘3

7 —

164
5
21

65,60 | 22 014
25,00 35
91.30 1147

29,68 | 134 231
3,25 7.069
35,81 54 624

1321
118
627
3 463
1169
? 285
528
169
1187 |
22 600

18,82
84,89
66,08
52,88
18,92
35,92
71,15
80,09
69,58
99 49

26 079
222 904
109 022
152 688
210 836
102 682
314 489
93 723
179 710
346 206
74621 !
582 378
624223 '

18,41
54,64
33,58
23,31
30,22
29,45
39,98
38,44
89,19
36,65
29,30
35,20
38.52

19 742
„ 889 013
‚768 774
44 091
97 204
44.937
395 623
554 572
51 399
59 567
63 031
203 182
104 159

1185 | 57,32
7 788 60,00
5993 | 42.08

3646
10.374
3.397
5646
5.053
319
25 636
1510
5822
26 908
260
‚6.176
2127
. 495
2214
3042

66,48
50,78
54,76
49,82
32,68
59,18
29,52
16,87
21,76
34,27
92,58
29,78
69,69
57,06
50,90
49.67

719 389
915 925
291 864
189 364
319 585
62 715
536 401
78 385
290 042
123 584
211 586
85 007
346 634
179 110
322767
596 299

33,10
39,52
81,67
23,81
839,78
34,88
29,57
29,28
35,07
14,99
40,81
14,73
28,46
87,71
51,15
40,96

197 309
184 685
85 918
33 540
63 247
[96 599
20924
51 910
49 818
4 593
813 794
5255
162 969
119 806
145 785
74 148

|

5328
2705
19 331
939
ı 804
5771
5 364
‚67 630
653
6 182
31 473

16,69
28,24
26,74
59,16
54,45
34,37
75,04
41,59
49,62
22,08
31,01
29,65
43,19

182 119
573 127
1440 795
254 392
565 977 |
134 186
501 474
599 850
788 548
579 418
556 217
32 458
56 279

38,04
12,06
33,55
32,87
23,22
12,98
83,16
45,54
81,46
31,50
19.92

34 181
45 110
22 802
270 918
313 734
23 252
i 771 341
51 303
ı 513 856
93 727
10 806
80 762
79 490

| 021
708

42,95
49,47

4 055 18,05 8 442 17,69
2.203 18,97 5609 7,38
3876 65,69 72451 19,14
3827 | 22,73 48 876 19,59
458 118 835,46 | 34981701 44.46

8 002
2546
18 692
12771
76 360

Übersicht 48

SEE
_____ Einheitswert
Betrag in | Durch-1000
 AM vH schnittswert
1 Ak
12 '

52587 0,11
1.049 0,00
2101 0.00

| 210 347
52 457
91 358

116.157 0,25 16 554
187 578 0,40 1.349 482
; 104 253 6,56 2776 613
562 636 1,29 85 846
520 860 1,10 117 496
249 483 0,53 39 227
488 068 1,03 657 774
150 860 | 0,82 714 978
301 194 0,64, 176 446
2.352 784 4,97 30 710
92 733
247 846
78 655
5,07 437 050
8,58 152 307
142 108 333
4,34 55811
1,07 32 574
0,87 321 660
7,80 15 255
7,45 64 851
7,16 20 494
1,48 8926
2,68 1.024 716
1,04 9.056
2,00 265 306
0,68 | 113 707
0,65 71.260
1,86 54 459

191679 |
3216 791
1 120 125

0,638 9291
1,67 17 596
1,89 12 364
1,21 | 360 011
2,64 445 330
0,38 10 600
4,64 306 706
21,80 25 578
0,49 175 756
3,05 51 563
1,78 | 13 634
0,28 31 893
0,12 34 896
23 248 0,05 3979
28 171 0,06 2427
306 029 0,65 51 869
201 268 0,43 11.957
47 282 799 200,00 36 607

296 584
791 439
393 768
571 338
‚ 246 480
177 968
2 192 333
0 307 275
231 295
443 510
&amp;gt; 262 687
109 808
57 194
        <pb n="287" />
        — 376 —

Bei einer Aufgliederung der landwirtschaftlichen und verwandten Betriebe nach
Betriebsgrößen zeigt sich die analoge Erscheinung. Nach der Zahl haben die Klein- und
Parzellenbetriebe allgemein eine sehr große Bedeutung, nach der Fläche spielen sie
dagegen nur innerhalb der Weinbaubetriebe und der gärtnerischen Betriebe eine gewichtige
 Rolle, denn diese. beiden Betriebsarten sind ihrer intensiven Wirtschaftsmethode
 entsprechend vorwiegend auf kleine Flächen angewiesen. Umgekehrt liegt
in der Forstwirtschaft das Schwergewicht entscheidend bei den Betrieben mit ganz
großer Fläche. Die Fläche der landwirtschaftlichen Betriebe schließlich ist größtenteils
 in der. Hand von Bauernwirtschaften (5 bis 100 ha). — Die im Durchschnitt für
den Hektar ermittelten Einheitswerte sinken bei den landwirtschaftlichen und gärtnerischen
 Betrieben ziemlich regelmäßig mit der Zunahme der Betriebsgröße; bei den
Weinbaubetrieben und forstwirtschaftlichen Betrieben ist die Bewegung uneinheitlich;
jedoch 1äßt sich für die Betriebsgrößen zwischen 5 ha und 2000 ha in der Forstwirtschaft
ein stetes Steigen des durchschnittlichen Hektarwertes beobachten. — Im Gesamtdurchschnitt
 erreicht der Hektarwert der landwirtschaftlichen Betriebe jenen der Weinbaubetriebe
 nicht einmal zu einem Drittel und jenen der gärtnerischen Betriebe nicht
einmal zu einem Siebentel, übersteigt aber jenen der forstwirtschaftlichen Betriebe um
mehr als das Doppelte (Übersicht 47).
Eine spezielle Betrachtung der gewerblichen Betriebe und ihre Aufgliederung nach
Wirtschaftsgruppen läßt das starke zahlenmäßige Übergewicht der kleingewerblichen
Betriebe erkennen. Die relativ höchste Zahl der Betriebe stellen die »übrigen‘ Handelsgewerbe«
 (außer Geld-, Bank- und Börsenwesen und Tabakhandel) und das Gast- und
Schankwirtschaftsgewerbe, daneben die Bäckerei, das Holz- und Schnitzstoffgewerbe
sowie die Herstellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren. Die »übrigen Handelsgewerbe«
 nehmen auch nach dem Anteil am Rohvermögen die erste Stelle ein; neben
ihnen steht das Geld-, Bank- und Börsenwesen und erst in weitem Abstande folgen die
Textilindustrie, der Maschinen-, Apparate-, Fahrzeugbau und die Herstellung von Eisen-,
Stahl- und Metallwaren. — Der durchschnittliche Rohvermögenswert je Betrieb ist
nächst dem Bergbau am höchsten in der Zuckerindustrie und im Geld-, Bank- und
Börsenwesen (Übersicht 48).
Die Verschuldung der ‚Gewerbebetriebe ist, abgesehen von den vorwiegend kleingewerblichen
 Wirtschaftszweigen, zumeist sehr beträchtlich; sie erfaßt in der Regel
mehr als die Hälfte der Betriebe der einzelnen Wirtschaftszweige. Gemessen am Rohvermögen
 beträgt sie im Geld-, Bank- und Börsenwesen 83,2, im Versicherungswesen
31,5 vH; auf mehr als 50 vH stellt sie sich außerdem im Salzbergbau und Salinenwesen
sowie in der Tabakindustrie, Eine Verschuldung von weniger als 15 vH des Rohvermögens
wird allein für die Forstwirtschaft (3,2), für die Ärzte (7,3) und für die Fleischerei (14,7)
nachgewiesen. Im »übrigen Handelsgewerbe« ist die Verschuldung mit 45,5 vH recht
hoch, aber dennoch entfällt auch vom Einheitswert der weitaus größte Anteil (mit
21,8 vH) auf diesen Wirtschaftszweig. Den nächsthöchsten Anteil an der Einheitswertsumme
 stellt der Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau (mit nur 6,8), die Textilindustrie
 (6,6) und die Gruppe »übriger Bergbau« (außer Salzbergbau und Salinenwesen)
und Torfgräberei (6,6). Abgesehen von der chemischen Industrie (5,1) haben alle weiteren
Wirtschaftszweige einen Anteil an der Einheitswertsumme von weniger als 5 vH. — Nach
dem durchschnittlichen Einheitswert je Betrieb stehen Bergbau und Zuckerindustri®
Metallhütten und Großeisenindustrie allen anderen Wirtschaftszweigen voran. Am
geringsten ist der durchschnittliche Einheitswert bei den freien Berufen sowie in der
Bäckerei, Fleischerei, Schuhmacherei usw. (Übersicht 48). (Die für Landwirtschaft,
Forstwirtschaft und Weinbau in Übersicht 48 aufgeführten Zahlen erstrecken sich nur
auf die von nichtnatürlichen Personen betriebenen Unternehmungen dieser Art.)
        <pb n="288" />
        — 37 —
3. Vermögensteuerstatistik
a. Steuerrecht

Die Reichsvermögensteuer ist geregelt im Artikel I des Gesetzes über Vermögen- und
Erbschaftsteuer vom 10. August 1925 (RGBL.I S. 233 ff.). Im Rahmen des Steuersystems
fällt ihr die Aufgabe zu, eine Vorbelastung der auf dem Vermögensbesitz beruhenden
besonderen Leistungsfähigkeit durchzuführen. Sie stellt also im wesentlichen eine Form
der Besteuerung des fundierten Einkommens dar und tritt insofern als wirkungsvolle
Ergänzung neben die Reichseinkommensteuer.
Die persönliche Steuerpflicht ($8 2 und 3 VStG.) erstreckt sich auf natürliche
wie nichtnatürliche Personen einschließlich der offenen Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften
 und gewisser Kreditanstalten des öffentlichen Rechts. Das Gesetz unter-Scheidet
 unbeschränkt und beschränkt Steuerpflichtige; bei den ersteren wird das
Sesamte Vermögen, bei den letzteren nur das im Inland belegene Realvermögen von der
Vermögensteuer bzw. der Statistik erfaßt. Auf Grund besonderer Vorschrift von der
Vermögensteuer befreit (84 VStG.) und daher in der Statistik nicht erfaßt sind die
Vermögen, die
a) im Eigentum öffentlich-rechtlicher Körperschaften stehen, ferner die Reichsbank, die
Deutsche Golddiskontbank usw.;
b) gemeinnützigen, kirchlichen oder mildtätigen Zwecken dienen;
6) Steuerfreiheit auf Grund völkerrechtlicher Grundsätze und zwischenstaatlicher Vereinbarungen
 genießen;
d) unter die Freigrenze von 5000 AM fallen, sofern sie sich in Händen von unbeschränkt
 Steuerpflichtigen befinden ($8 Abs.1 VStG.).
_ Unter Gesichtspunkten finanzpolitischer, steuertechnischer und zugleich sozialer Art
And außerdem Steuerbefreiungen für leistungsschwache Steuerpflichtige vorgesehen. Sie
kommen nur in Frage bei unbeschränkt Steuerpflichtigen mit Vermögen bis 30 000 AM
(88 Abs. 2 VStG.). Die Vermögen dieser Pflichtigen sind in der Statistik der Ver-Mögensteuerveranlagung
 vollständig enthalten; die auf Grund von Befreiungen ausfallenden
 Steuerbeträge sind gesondert ausgewiesen,
Die sachliche Steuerpflicht erstreckt sich auf das gesamte bewegliche und unbewegliche
 Vermögen der Steuerpflichtigen nach Abzug der Schulden. Es umfaßt folgende
Vermögensarten, die in ihrem Umfang und in der Art ihrer Bewertung durch das Reichsbewertungsgesetz
 festgelegt sind (vgl. Einheitswertstatistik):
1. das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen,
2. das Betriebsvermögen,
3. das Grundvermögen,
4. das sonstige Vermögen.
Bestimmte Gegenstände unterliegen nicht der Vermögensteuer und sind daher nicht in
der Statistik enthalten, insbesondere:
1. die gemäß 8 39 RBewG. nicht zum sonstigen Vermögen gehörigen Gegenstände, z. B.
Hausrat, Ansprüche auf Renten, Kapitalabfindungen usw.;
gewisse Gegenstände und Rechte, deren Wert eine bestimmte Grenze (meist
1000 AM) nicht übersteigt bzw. die sich in Händen von besonders bezeichneten
Besitzern befinden, z. B. Werke der bildenden Kunst usw. im Eigentum des Urhebers
Oder nach dessen Tode im Eigentum seiner Frau und Kinder; Schmuckgegenstände
u.ä. im Werte unter 1000 AM, Kunstgegenstände und Sammlungen, die vor dem
1. August 1914 angeschafft sind usw. ($ 38 RBewG.).
par der anderen Seite sind in gewissem Umfang in der Statistik Doppelzählungen von
Tmögensteilen enthalten. Sie entstehen dadurch, daß der Vermögenswert der steuer-Parchtigen
 Gesellschaftsunternehmungen einmal bei der Gesellschaft selbst mit dem
cn len Wert, außerdem aber die Anteile an dieser Gesellschaft bei den Anteilseignern noch
an mit dem halben Kurswert als sonstiges (Kapital-) Vermögen erfaßt werden. Eine
UÜderung dieser Doppelzählungen tritt allerdings durch das sogenannte Schachtel-)
        <pb n="289" />
        — 378 —
privileg ($27 RBewG.) ein. Nach diesem bleiben Beteiligungen einer Gesellschaft an
einer anderen unter bestimmten Voraussetzungen bei der Vermögensermittlung der
Anteilseignerin außer Ansatz.
Die Vermögensteuer als dauernder Bestandteil des Steuersystems hat niedrige Steuersätze
 zur Vorausetzung. Das Schwergewicht des Tarifs liegt für natürliche und nichtnatürliche
 Personen einheitlich bei 5vT ($7 VStG.). Für kleine Vermögen unter
50 000 A. ist eine Degression vorgesehen, und zwar beträgt der Steuersatz für Vermögen
bis 10000 AM 11T,
über 10000 » 20000 » 2»,
» 20000 » 30000 » 3»,
» 30000 » 50000 » 4».
Auf der anderen Seite tritt seit dem 1. Januar 1927 bei Vermögen über 250 000 AM
für bestimmte Teile eine Erhöhung des Steuersatzes ein, aber nur für Vermögen, welches
nicht der Ertragsbesteuerung durch Länder und Gemeinden unterliegt, d.h. also für das
sonstige (Kapital-) Vermögen und das Auslandsvermögen. Lediglich in diesen Fällen
beträgt der Steuersatz für Vermögen
über 250000 bis 500000 AM 5,5 vT,
500000 » 1000000 » 6 »,
1000000 » 2500000 » 6,5 »,
2500000 » 5000000 » 7 &amp;gt;»,
5 000 000 AM 75».
Nach wie vor bleibt jedoch im allgemeinen für die Hauptteile des Vermögens, namentlich
für das inländische landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen
Betriebsvermögen und Grundvermögen der Höchstsatz von 5 vT bestehen

Ergebnisse der Vermögensteuerveranlagung:
EEE AN „NE

Pflichtige

Betrag in

Vermögensart

1928

1924

1925

1927

| 1924 | 1925

ı, Landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches
 und gärtnerisches
Vermögen ...00000000000r 00
Betriebsvermögen .........0..
Grundvermögen .........00000
Ausschließlich im Ausland be-Jegenes
 landwirtschaftliches
usw., gewerbliches und .Grund-VErMÖßEN
 0000000000000 000000
Sonstiges Vermögen ..........
5. Rohvermögen ‚.....0000000000
A
8. Steuerpflichtiges Gesamtver-MÖgEN
 000200000 r anne ne
9. Veranlagte Vermögensteuer....
LO. Ausfälle an Vermögensteuer gemäß
 8 8 Abs.2 Z.1 und 2
VStG.?) und zwar:
VA DE
ZiHer Z uwuwrscesemunnn nen
11. Jahressteuerschuld ...........

552425 | 1369823 |
028.065 | 968 315
088407 | 19245020 |!

1 293 480 1 409 484 '
946 831 | 1007 888 |
1186638 | 1413790

31 796 |
52557
20230

25999
46 290
6 490

_ 359
401 108 | 639 608
‚612283 | 2600 209
316045 1197563

759 642
2543 714 |
1.280 807 '

_ 17
6217 9491
110.800 | 108271
1424 103%
2878003 | 109272 | 97772
5.878 003 595 403

2612 283
2612 283 |

20 | 2543 714
2600209 | 2543714 |

y 91170 788 311 749 227 844 793 3 t
‘\ 128 569 210 368 276 681 | 325 427 1 | 7
2521 113 1 601 530 1 517 806 1 707 783 591 39)

1) Für 1928 vorläufige Ergebnisse. — ?) Die Ausfälle im Jahro 1924 sind durch Art. II 8 7, Abs. 2a und b der 2. BeN.V.0-‘)
 Pflichtige, denen auf Grund des Art. IT 8 7, Abs. 2b der 2. St.N.V.O. ein Viertel der Vermögensteuer erlassen worden 38%

379 —
b. Steuerstatistik
Eine Untersuchung über die Entwicklung des steuerpflichtigen Vermögens und der Vermögensteuer
 selbst im Deutschen Reich kann sich im wesentlichen nur auf die Jahre nach
der Stabilisierung der Währung erstrecken. Zwar bieten diese Zahlen auch eine gewisse
Vergleichsmöglichkeit mit der Besteuerung des Vermögens in der Vorkriegszeit und im
Jahre 1919, doch ist diese — ganz abgesehen von den völlig veränderten politischen und
wirtschaftlichen Verhältnissen — durch die grundverschiedenen rechtlichen Voraussetzungen
 der Vermögensbesteuerung äußerst beschränkt. Dies erhellt schon allein aus der
Tatsache, daß bis zum 31. März 1920 die Vermögensteuer in Händen der Länder lag.
Diese hatten fast alle nach dem Beispiel der Preußischen Ergänzungssteuer von 1893
Vermögensteuern eingeführt, aber die Steuern wichen, entsprechend ihrer verschiedenen
Aufgabe im jeweiligen Steuersystem des Staates, stark voneinander ab; andererseits erhob
das Deutsche Reich nur einige außerordentliche Abgaben vom Vermögen, die keine
ständigen Glieder im organischen Steuersystem waren, z. B. Wehrbeitrag und Besitzsteuer
von: 1913, Vermögenszuwachssteuern und nach dem Kriege Reichsnotopfer 1919 (vgl.
hierüber »Die deutsche Vermögensbesteuerung vor und nach dem Kriege«, Band 337 der
St. d.D. R.). Auch die Veranlagungsergebnisse der ersten Reichsvermögensteuer für das
Jahr 1924 (ausführlich im vorerwähnten Bande dargestellt) sind nur unter starken
Vorbehalten mit den Veranlagungsergebnissen der Reichsvermögensteuer 1925, 1927 und
1928 zu vergleichen. Denn durch die Steuerreform des Jahres 1925 sind auch in der
Sesetzlichen Grundlage der Vermögensbesteuerung erhebliche Änderungen eingetreten,
die vor allem die Bewertung der steuerpflichtigen Vermögensobjekte betreffen,
Den Ausgangspunkt der Grundlage der statistischen Erläuterungen bildet eine Darlegung
 der Veranlagungsergebnisse in absoluten Zahlen (Übersicht 49). Für das Reich

Reichsargehniesa für 1924, 1925, 1927 und 19281)
ww Zn Cl ESS GET AETEE a
aM ' Zu-bzw.Abnahme gegenüber dem Vorjahre in v.
Pflichtige Betrag
1925 1927 | 1928 1925 10927 | 1998
zegen- "egen- | gegen- gegen- gegen- | gegen
über über über über über übe)
1924 | 1925 | 1927 | 1924 | 1925 | 1927
oder - + oder— +oder— * adar— Foder—! 197

Übersicht 49

EEE

Mn

Vermögensart

1. Landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches
 und gärtnerisches
Vermögen .
2. Betriebsvermögen
3, Grundvermögen
4 Ausschließlich im Ausland belegenes
 landwirtschaftliches
usw., gewerbliches und Grundvermögen
 ;
5. Sonstiges Vermögen
6. Rohvermögen \
7. Abzüge ;
8. ‘Steuerpflichtiges Gesamtvermögen

9. Veranlagte Vermögensteuer
10. Ausfälle an Vermögensteuer gemäß
 8 8 Abs.2 Z.1 und 2
VStG.?) und zwar:
Ziffer 1
Ziffer 2
11. Jahressteuerschuld

24597 | 26076 | — 11,76 — 5,57| + 8,97)— 18,23 — 5,39] + 6,01
4119| 51540 |-— 5,81/'— 2,22| + 8,56J— 11,92 — 0,37| + 11,7:
25342 | 34929 | + 14,39 — 4,69| + 19,14[+ 30,94 — 4,33! + 37,809

16207 | 19911 | + 59,46| + 18,77| + 29,85] + as + 70,76| + 22,86
‘12.223 | 132386 | — 0,46| — 2,17 + 13,14l— 2,28 + 3,651 + 17,97
13193 | 17037 | + 278,921 6,95| + 16,38 + 629,60} + 26,96| + 29,13!
9% 919| 115232 1 — 0,46 — 2,17 $ a 1, + a + 16,4
427 5051— 0,461 — 2.17! + 13,14l— 32,21! + 5,98! + 18,30

6| + 764,66| — 4,96 + 12,76] + 98,05! — 4,51! + 12,23
11! + 63,62/ + 31,52| + 17,62|+827,88| + 34,61| + 19,68
4731 — 36,48] — 5,23) + 12,52] — 33,87| + 3,02| + 17,59
1 F { 1 1 1 s
"dingt, —. s) Pflichtige, denen auf Grund des Art. Il 57. Abs, 2a der 2, St.N.V.O. die Vermögensteuer erlassen worden ist
        <pb n="290" />
        — 380 —

ist dabei die Gesamtentwicklung in den Jahren 1924, 1925, 1927 und 1928
arsichtlich gemacht, für die Länder und Landesfinanzamtsbezirke dagegen nur der Zustand
 im Jahre 1927. Allerdings ist der Entwicklungs verlauf nicht in allen Teilgebieten
 des Reichs der gleiche, aber die Entwicklungstendenzen sind in großen
Zügen einheitlich, so daß eine Beschränkung auf das letzte statistisch endgültig aufbereitete
 Jahr (für 1928 liegen nur vorläufige Ergebnisse vor) aus Raumgründen geboten
erschien.
Die Reichsergebnisse der Jahre 1924 bis 1928 lassen in den beiden ersten Veranlagungsabschnitten
 (1924 bis 1925 und 1925 bis 1927) keine einheitliche Entwicklungsrichtung
für die einzelnen Vermögensarten untereinander oder im Vergleich zum Rohvermögen
bzw. zum steuerpflichtigen Gesamtvermögen und zur Vermögensteuer erkennen; dagegen
tritt im letzten Abschnitt 1927 bis 1928 deutlich eine alle Vermögensarten und auch die
Vermögensteuer selbst ergreifende Zunahme in Erscheinung, die jedoch in ihrem Ausmaß
sehr verschieden ist: verhältnismäßig am geringsten im landwirtschaftlichen usw. Vernögen,
 am stärksten im Grundvermögen (Übersicht 49). ;
Die Entwicklung des landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen
 und gärtnerischen Vermögens geht mit der des Betriebsvermögens
 parallel. Beide Vermögensarten zeigen in den beiden ersten Abschnitten
ain Sinken sowohl in der Zahl der erfaßten Pflichtigen wie auch im Werte selbst. Erst
die Veranlagung 1928 (vorläufige Ergebnisse) bringt für beide wiederum einen Zuwachs,
so daß nunmehr 1409484 Pflichtige mit einem landwirtschaftlichen Vermögen von
26,1 Mrd. AA und 1027889 Pflichtige mit einem gewerBlichen Betriebsvermögen von
51,5 Mrd. AM ausgewiesen werden. Hiermit sind jedoch weder in der Zahl der Pflichtigen
 noch im Vermögenswerte die Beträge der Veranlagung 1924 wieder erreicht.
Der Rückgang beider Vermögensarten von 1924 auf 1925 hängt im wesentlichen mit
jer Veränderung der gesetzlichen Grundlage der beiden Veranlagungen zusammen.
Namentlich bei dem landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Vermögen
 lagen die 1925 zum erstenmal festgestellten Einheitswerte meist unter dem Vermögensteuerwert
 1924. Ein weiterer Grund für den Rückgang ist vor allem in der Zunahme
 der Schulden und sonstigen Abzüge zu erblicken, die zu einem nicht unerheblichen
 Teil darauf zurückzuführen sein dürften, daß nach der Vorschrift 1924 die Aufwertungsschulden
 nicht abzugsfähig waren. Demzufolge weist nämlich nunmehr eine
gewisse Anzahl von Betrieben ein steuerpflichtiges Gesamtvermögen von weniger als
5000.24 auf; diese Betriebe sind daher vermögehsteuerfrei und werden von der
Statistik auch mit ihrem Roh- bzw. mit ihrem Betriebsvermögen nicht mehr erfaßt.
‘Das [gewerbliche] Betriebsvermögen unterscheidet sich von dem Rohvermögen der
übrigen Vermögensarten dadurch, daß alle Schulden und sonstigen abzugsfähigen Beträge,
 soweit sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit dem Gewerbebetrieb stehen;
bereits in Abzug gebracht sind; demgegenüber enthält das Rohvermögen der übrigen
Vermögensarten sämtliche Schulden und abzugsfähigen Lasten. Vgl. S. 360).
Der weitere Rückgang bei beiden Vermögensarten im Jahre 1927 hängt wohl, ebenfalls
 nur mit der vorerwähnten Zunahme der Verschuldung zusammen, da eine Neubewertung
 der Landwirtschaft in diesem Jahre nicht stattfand, sondern lediglich
das Betriebsvermögen neu bewertet wurde, Die Aufwärtsentwicklung des landwirtschaftlichen
 usw. Vermögens, wie sie in der Veranlagung 1928 (Zunahme der Pflichtigen
um 8,97 vH und des Wertes um 6,01 vH) zutage tritt, dürfte im wesentlichen mit der
Neufeststellung der Einheitswerte 1928 und mit den, bei dieser Neubewertung vOIgenommenen
 Korrekturen (d.h. der Nachholung einer an sich schon 1925: vorzunehmenden
 richtigen Bewertung) zusammenhängen. Die Steigerung des Betriebsvermögens in
der Pflichtigenzahl um 8,56 vH und im Werte um 11,75 vH dürfte zu einem erheblichen
Teil mit der Neu- bzw. Höherbewertung der Betriebsgrundstücke zusammenhängen:
außerdem aber auch ein Ausdruck der Neuinvestierung von Kapitalien in der Industrie
Rationalisierungsmaßnahmen. usw.) sein (Übersicht 49).
Die Entwicklung des Grundvermögens verläuft noch unregelmäßiger. Infolyze
 der neuen Bewertungsvorschriften brachte die Veranlagung 1925 gegenüber jener
        <pb n="291" />
        —. 381 —

des Vorjahres ein sehr erhebliches Steigen des Vermögenswertes und der Pflichtigenzahl.
1927 trat ein leichter Rückgang ein, der jedoch 1928 wieder durch eine beträchtliche
Zunahme (der Pflichtigen um 19,14 vH des Wertes um 37,83 vH) abgelöst wurde. Die
Steigerung im Werte des Grundvermögens 1928 dürfte wesentlich auf die Höherbewertung
 des zwangsbewirtschafteten Grundbesitzes durch die Einheitswertfestsetzung
1928 zurückzuführen sein (Übersicht 49).
Die einzige Vermögensart, die eine stetige Entwicklung aufweist, ist das sons tige
(Kapital-) Vermögen. Hier ist seit der Stabilisierung ein ständiges Anwachsen
sowohl der Pflichtigenzahl als auch des Vermögensbetrages festzustellen. Besonders
stark war das Steigen des Kapitalvermögens im Abschnitt 1925 bis 1927, in dem eine
Werterhöhung um 70,76 vH eintrat. Die gleiche Bewegung, wenn auch in verminderter
Stärke, hielt 1928 an; die Veranlagung brachte in diesem Jahre eine erneute Steigerung
des Kapitalvermögens um 22,86 vH gegenüber dem Vorjahre. Der Zuwachs des son-Stigen
 (Kapital-) Vermögens dürfte im wesentlichen der Ausdruck der gefestigten Wirt-Schaftslage
 sein, die eine Kapitalansammlung, wenn auch in relativ bescheidenem Maße,
ermöglichte (Übersicht 49).
Die Entwicklung des gesamten Rohvermögens, als der Summe der einzelnen
 Vermögensarten, zeigt 1925 einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahre,
1927 einen geringen Anstieg und 1928 zum Teil infolge höherer Bewertung, vor allem beim
Grundvermögen, einen nicht unerheblichen Zuwachs von 20,2 Mrd. AM oder 17,97 vH.
Das Rohvermögen hat damit den Betrag von 132,4 Mrd. AM erreicht und die 1924
Ausgewiesene Höhe nicht unerheblich überschritten (Übersicht 49).
Die Entwicklung des steuerpflichtigen Gesamtvermögens geht im
Sanzen der des Rohvermögens parallel. Ihre Abweichungen sind durch die Entwicklung
der Schulden und sonstigen Abzüge bedingt. Die Schulden und sonstigen Abzüge sind
m Jahre 1925 gegenüber 1924 ganz erheblich gestiegen (um mehr als das Siebenfache).
Diese Schuldenerhöhung dürfte einerseits mit der Abzugsfähigkeit der Aufwertungsschulden
(vgl. 8. 380), andererseits mit der Aufnahme von Auslandskapital im Zusammenhang
 stehen. Auch in den folgenden Veranlagungen ist ein stetiges Steigen der Verschuldung
 festzustellen: so bei der letzten Veranlagung 1928 um weitere 29,13 vH. Infolgedessen
 konnte sich trotz verhältnismäßig starker Zunahme des Rohvermögens das steuer-Pflichtige
 Gesamtvermögen 1928 nur auf 115,2 Mrd. A. erhöhen (Übersicht 49).
Bei Beurteilung der Höhe der ausgewiesenen Schulden ist zu beachten, daß diese
Schulden lediglich im Zusammenhang mit landwirtschaftlichem, forstwirtschaftlichem
Dder gärtnerischem Vermögen, Grundvermögen und sonstigem Vermögen stehen, daß
hingegen die mit den gewerblichen Betrieben im Zusammenhang stehenden Schulden und
Lasten von der Vermögensteuerstatistik nicht ausgewiesen werden können, weil sie vor
Festsetzung des Betriebsvermögens in Abzug gebracht werden. Im ganzen gesehen haben
Sich die Schulden innerhalb der einzelnen Veranlagungen stets stärker vermehrt als das
Rohvermögen bzw. das steuerpflichtige Gesamtvermögen.
Da das steuerpflichtige Gesamtvermögen unter Zugrundelegung des Steuertarifs die
Rechnungsgrundlage für die Vermögensteuer selbst bildet, geht die Entwicklung sowohl
der veranlagten Vermögensteuer als auch der Jahressteuerschuld
Mit der Entwicklung des Gesamtvermögens parallel. Die veranlagte Vermögensteuer
deckt sich insofern nicht mit der tatsächlich zu entrichtenden Steuer, der Jahressteuer-Schuld,
 als ein erheblicher Teil der natürlichen steuerpflichtigen Personen aus sozialen
Gründen innerhalb bestimmter Vermögens- und Einkommensgrenzen von der Steuer-‚Ahlung
 befreit ist. Außerdem ist seit 1927 die Übereinstimmung in allen Fällen gestört,
x denen ein höherer Steuersatz als 5 vT für einzelne Vermögensteile in Frage kommt,
x Zunächst das gesamte steuerpflichtige Vermögen mit diesem höheren Satz berechnet
. und erst nachträglich bei Festsetzung der »Jahressteuerschuld« der für das
® indische Realvermögen zuviel berechnete Steuerbetrag wieder in Abzug kommt. Der
100 Rückgang der veranlagten Vermögensteuer und der Jahressteuerschuld im Jahre
b 35 gegenüber 1924 ist sowohl eine Folge der Erweiterung des Kreises der Steuer-“Eünstigten
 und der Tarifermäßigung für große Vermögen als auch der veränderten
        <pb n="292" />
        — 382 —

Reichsvermögensteuerveranlagung für die
ı = Natürliche Personen

‚andwirtschaftches,
 forstwirtchaftliches
 und
gyärtnerisches
Vermören

Betriebsrzermögen


Grundvermögen

Sonstiges
Vermögen

Gebiet

&amp;gt;flichtige |

Betrag Betrag
in | Pflichtige in
1000 ZA 1000 ZA |
— —m— mA

Betrag
Pflichtige in
1000.24 |

Betrag
&amp;gt;flich- | in
tige | 1000 AM

1550 717| 31526 158| 975 142| 22378 6791 ı 080 682| 19304 976[ 399 821| 6 144 155
1708| 269753| 52923 30 177 949| 7725| 924870 1287 73.117
1 552 425| 31795 911| 1 028 065| 52556 629° 088 407| 20229 847| 401 108! 6217 27!
1369 588| 25948 191| 355 163! 12747037| 243 944| 26 413 202! 638 359| 9427 90
235 51235| 113152! 33542 851 1.076 76416] 1249 62807
1.369 823| 25999 426| 68 315| 46 289 888' 245 020| 26 489 618| 539 608| 9490 712
1927 alı293274' 24553448| 338267] 11956 572| ‘185 521| 25260 807| 757 959| 16 099 565
b \ 206 43 801 08 564| 34 162 664 1117 80733] 1683 107 082
zus. ! ı 293 480| 24597 249| 146 8311 46 119236! 186638] 25341 541| 59642! 16206 6%
1928 a {1409 197| 26 024 835
b 287 51 247
zus. [ 1409 484| 26 076 082

A, Deutsches Reich

A
B. Länder

658 341| 14751 241| 172705| 6697695| 3596 990| 15704 208| 442520| 9942 “
115 24099| 65045! 21 707 854 502 32 455 709 49 je
458 456| 14775 341| 537750] 28405 549| 697 492| 15736 664| 443 2229| 99928
34 Bayern .........1927 a | 262198 3895511| 105940 1227035] 115255| 2271 899| 82679| 1410 x
b | 42 3.022 9634| 2508 153 179 14 286 157 7 7
zus. 1 262240| 3898533] 15574 3735187| 115434) 2286 185| 32836 14187
3
3. Sachsen .........1927 2 51747 1.112967| 75455| 1380591| 112879| 2649181 66416 394
b 9 846| 10941! 3064412 86 6417 218 16 iS
Zus. 51756! 1113813| 36396 4445003| 112965| 2655598] 66634) 1410%
4. Württemberg ....1927 a 96 456| 1047135| 43110 581262/ 530211 821232| a38612| 7% ze
b 4 12 570 4266| 1395 799 67 5 440 51 1 05
zus. 96460 1059705| 47376] 1977062] 53088) 826672| 38663| 73
, 6
3. Baden ..........1927 a) 61166 599823| 32059/ 467906| 47349/ 931431| 21190) 55 Un
b 12 656 3834| 1249069 z1 3 782 38 78
Zu8. 61178| 600479| 35893| 1716975| 47420 5213| 212281 59
5. Thüringen ....... 1927 46276! 676478| 25931 348 445| 37968 481 427| 19135
b 2 150 2984 539 434 31 1.538 23
zus. 46278 676628| 28915 387879} 37999 182 965} 19158
7. Hessen ..........1927 a' 4994| 512218| 24224 229.050] 29432! 478 880| 16759
b 2 203 2279 142 813 33 1579 14
zus. | 49966| 512420] 26503 571868| 29465 480 459| 16 773
3. Hamburg .......1927 al 2198 54776} 13192| 391383| 19627/ 720562| 16772
b 1 651 4484| 641 811 66 11417 355
zus, 1199 55 427 7676| 2033194) 19693 01.978) 17127
3. Mecklb.-Schwerin. 1927 a 12399| 563 692 8247 :15508| 11417/ 138098] 11332
b 6 64 764 79 552 19 463 29
zus. 12405| 563755 9011 195061] 11436| 138561| 11361

„. Preußen.........1927 2]
b
zus. !

314721
1,09
3157
498
1 352
286300
634469
657%?
177 0
589
759

— 383

Kalenderjahre 1924, 1925, 1927 und 19281)
? = Nichtnatürliche Personen

Übersicht 50

Roh-Vermögen?)


Abzüge

Steuerpflichtiges
Gesamtvermögen


Veranlagte
Vermögensteuer


Ausfälle an Vermögen- ]
steuer gemäß 88 Abs. 2%)! Jahres-Ziffer
 1 | Ziffer 2 steuerschuld
les Vermögensteuergesetze
Bich- | BO Paich- | Botrat
tige |1000{ tige 1.000
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"Mlich- | Betrag ich- | Betrag | Betrag Betrag |
tige in SE in |Pflichtige in [Peichtige 1
10002 | "8° | 000.74 | 1000.24 RM
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1553 4] 79.353 968] 314 703| 1 320 085| 2 553 441| 77 932 120] 2 553 4411375 730[)91 170! 2 852 |5)128 569) v705]2462 271372 173
a 842 31445689 1342| 104174/ 58842 31339633| 58842218771 — |— — | 58 842/218 771
12283 110 799 6571 316 045| 1 424 259 2 612 283/109 271 754| 2 612 283/594 501491 170| 2 852 [1128 569] 7052521 113/590 944
nn 045/ 74 536 443/1 196 727/10 361 090| 2 485 045/ 64 073 623| 2 485 045/237 027l788 311| 5 648 | 210 368 5 543|1486 366/224 835
Be 164 33734574] 836/ 30344| 115164 33 698 824/ 115 164165980) — | — — ‚= | 115 164/165 980
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9882 2533172) 162 8711) 9882 2524012
75474 11334610] 194414/ 1302257 375 474. 10 015 469
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°0091| 9620 706/ 104355 1030252. 90091 858183
| |
4119 3183251] S7160 334931] 134119) 2842 165
4357 415 151 46| 19561 4357 1412 990
8476| 4598401] 57206 236887) 1384761 4255 155
4722 2557286 37 a 345 134| 94722] 2206 813
3928| 1 254 099 52 1307| 3923l 1252 608
5645| 3811 386 37525/ 346 441| 98645! 3459 422]
M
5484] 1620446] 35561) 220360) 76484 1596470
3024 42131 22 592| 3024 641395
7508 2.462576 35563 22092 79508 2 237 873
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2
S Sn 993 922/ 15893 225146 23194 6770|
20 80612) 2 92 809 80 484
3 1074534 15913 225200 24.003! 848 194

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75 474| 38 349|143 930| 1 046
78 905| 22 698| 40 411| 292] 17 196! 20 962
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30 091] 38 015| 40 411) 2921 28 382} 36 169
34 119| 10 126| 50 928| 369 58733] 9041
4357| 6984 — | — 4357| 6977
38 476| 17 110] 50 928| 369 73 090} 16 018
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3923 6253 — _ 3923| 6186
38 645 14 487| 29 912| 216 | 58 132! 13 665
76484 5570| 25728! 186' 39.368| 4924
3024 31400 — | — 3024| 3140
/9508| 8710| 25728| 186 42392| 8064
70631 4429| 28 642| 203 34027! 3883
2318| 2176) — | — 2318| 2174
72.949 6605| 28 642! 203 | 36 .345| 6057
31484 7781| 2624 19] 3120) 1083! 25740! 7366
4869 8275) — vn — — 4869| 8262
36.353! 16 .056| 2624| 19| 3120 1083| 30 609| 15 628
23.194| 3350| 6134! 44| 2703 82| 14 a57| 2970
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        Gebiet

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10. Oldenburg ....... 1927 a
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11. Braunschweig .... 1927 a}
m
12. Anhalt .......... 1927 a}
ze
13. Bremen ‚........ 1927 .
&amp;gt;,
14, Lippe ........... 1927 a
; zus
15. Lübeck ......... 1927 a
m
16. Mecklenb.-Strelitz 1927 a}
zus,
17, Waldeck ........ 1927 al
zu
18. Schaumburg-Lippe 1927 ?
zul

C. Landesfinanzamtsbezirke
1. Berlin .......... 1927 &amp;amp;
Ka
2. Brandenburg .... 1927
Au:
3. Breslau ......... 1927 a
zu
4. Darmstadt .......1927 a
zu

— 8384. —
Noch: Reichsvermögensteuerveranlagung für
2 -— Natürliche Personen

andwirtschaftiches,
 forstwirtchaftliches
 und
yärtnerisches
Vermögen

Betriebsvermögen


Garundvermögen

Sonstiges
Vermögen

Betrag
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Betrag Betrag aa Betrag
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_ _ 237 339 283
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4 883 276 976 15
5568| 178 246 3476671 0671
1786| - 35998 140457| 18562]
_ _ 667 426 10
1786| 35998 8078831 18 572|
5606| 119 540] 3003| 35 z61| 3 286|
1 „1 295 26 905 -
5607| 119551] 732981 62667| 3286
640| 233241 1846! 3649] 3312
—- — -322| 84688 5
640 23324/ 2168 1211801 3317
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— — 85 17 561 3
2040| 920151 1553 372m! 2016
3017! 39527| 1067| 10807] 9er
2 7 76 10079 1
3019| 39534/ 1143! 20386! 958
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173 896| 11461
109 404| 5993
457 6
109 8611| 5999
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813 36
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36 938
14.747
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4.122 888| 56 757
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4.130 429| 56 802
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4836 973 319
39.931 1480 059
24 224 229 050
2279 442 813
26 503 671 863

52 240
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43 032
35
43 067
29 432
33
29 465

— 385 —
die Kalenderjahre 1924, 1925, 1927 und 19281) Noch: Übersicht 50
b = Nichtnatürliche Personen

Rohvermören?)


Abzüze

Steuerpflichtiges
' Gesamtvermögen


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733:726| 12599| 107 189)
238408| 12 109
972 134] 12611] 107 298
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720 889| 8321| 64940
21082 739 177] 12343
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9355| 1 410 678) 12355
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1502| 590776] 32 543 2842| 590099 2842| 2898 — = —
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0 4621 303| 62 892 798 6431 104 450! 3818 618‘ 4450| 16 587° 33604| 240 0772
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72040! , 45947 06 353| 2318| 445488| 2318 217 | "zu
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60 074| 15219
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2318| 2174
36 .345/ 6057
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        Gebiet

5. Dresden ......... 1927 @
zus.
6. Düsseldorf ...... 1927 al
zus
7. Hannover ....... 1927 a
zn

davon;
Abt. Hannover. .... 1927 a
zus
Abt. Braunschweia . 1927 a |
zus)
8. Karlsruhe ...... 1927 a]
gen
9. Kassel .......... 1927 a]
zus
10. Köln „.......... 1927 a]
zus.
11. Königsberg ...... 1927 a
zus )
12. Leipzig ......... 1927 al
zu 1
13. Magdeburg ...... 1927 a]
zus. |
\4. Mecklb.-Lüheck .. 1927 a}
zus |
davon: ;
Abt. Schwerin ..... 1927 % |
ZUS. |

— 386 —
Noch: Reichsvermögensteuerveranlagung
4 — Natürliche Personen

; Landwirtschaftliches,
 forstwirtıchaftliches
 und
gzärtnerisches
Vermögen
| Betrag
FPflichtige | in
1000 AA

Betriebsvermögen


Grundvermögen |

Sonstiges
Vermögen

Betrag
‚Pfichtige in
1000 AM

Betrag 3 Betrag
paichtige | in | Pa | in
1.000 AM 189 | 1000 AM
4

28 730| 663 =
8 422
28 738! 664 352
33 8631
3
33 866'

33 390
4349
37 739

594 016
1 127 727
1721 744

50.997
21
51 018!
93.349| 1824 420
25 1 662|
93.374! 1826 082
74.898| 1 144 084
103 3 158
75 001! 1147242

30 810
129
30 939

609 138
14 102
623 240

572 916
118
573 034°

50 25°
8 709
58 968

779 526
3 807 020
4 586 546

38530] 1321 9%
261 1357
38 ze 1323 302

112 256
21
119 977

2 432 032
2 405
7” A224 A237

S7 621
5657
63 278

654 862}
1 368 210
5 023 073

65 744 744 913
98 2467
RE RAD! mat ATO

80 453)
21
80 464|
31 803|
10!
31 813)

1 662 945
2242
7 665 187
769 088
163
769 251
599 823
656
600 479

39 791
3819
43 610
17 830
1 838]
19 668

454 483
910 816
1 3685 299
200 380
457 394
657 774

49790| 808 120| 41 103|
36 1444 50
49826) 809564} 41243
25108| 335964| 24551)
67 1714 48
265175| 337678! 24 599l
47349| 931431| 21190
71 3 782 38
47420 935218! 21228
51674 1386 672
47 3626
51721! 1390 298
77974 1509292
16 1514
77990| 1 510 807
19555 429 087]
44 3.356
19599 432 444]
61'882
65
61947
74.213
95
74 308
17 820
27
17 847

490 700
18%
492 546

254218
698
254 830
559 156
593
559 748

61 166|
2)
51 178!

32 059!
3 8
35 893

467 906
1 249 069
"716 9751
476 796
2 536 746
3.013 547

58 702!
7
58 709

582 073
1293
583 366

36 287]
4.998
41 nB,l

962 024
‚81%
970 170
808 485
1125
809 610
250 620
3 531
954 151
785 175
257
„87 78?

672 190
197
672 388
967 260
2361
»70 2211
449 037
424
449 461
87614! 2358756
32, 1713
87 646| 2360 469
16121 724 167
6 64
161271 704231

49 504
6 000
55 504
14 560
1 555
16 115

635 362
| 726 351
2 361 712
243 975
224 860
468 834:

412 065 786 575
6592| 1936 684
18 657° 7723259
53 690 664 162
5014] 1743 969
58 704) 2408 131
12355 182 105
1221 185 162
13 576 367 267

734 124
2370
nf 4%

254 873
873
nen 746

13848) 632 615 9504| 133193| 13 23 160 388| 12677
6 64 887 96 943 22 1179 30
13854| 632579| 10341| 280136| 18 254 1861 567| 12707

197 419
621
492.033

— 387 —
ür die Kalenderjahre 1924, 1925, 1927 und 19281}
) — Nichtnatürliche Personen

Noch: Übersicht 50

Ausfälle an Vermögensteuer
 gemäß 8 8 Abs. 2°)
Ziffer 1 | Ziffer 2
"gs Verm“ * *euergesetze
‚ Pflich- rag inl Pilich- PAS
| tige |10001 tige | 1000
| AM Ak
18 ! 19 in 21

Rohvermören?}


Abzüge

Steuerpflichtiges
Gesamtvermögen


Veranlagte
Vermögensteuer


Jahressteuerschuld


a Betrag
ti in,
89 1000.24}
ar

Pflich- Botrag
tige in
5° |1 000.24
1%

Betrag 3a’ rag
Pflichtige | in | Pfichtige | | AM
100 RMI AM
14 l 15 16 17

Betrag
jchti in
°flichtige 4000
| AM
22 23

10

85 118, 3.010 782| 49078| 471 963
4486! 1 143 176 16 129
39 604. 4 153 958| 49 094| 472 092
23 630| 4495 922| 68 228| 642 354
8737| 3.810.157 16 308,
32.367! 8.306 079] 68 244 | . 642 662
78 002| 4974 309| 98 245| 708 424)
5827! 1376 240 67 6724|
83 829| 6 350 549] 98 312! 709 099

85 118| 2534 928|
4486| 1 142 837
39 6041| 3.677 765

85 118 10.327
4486! 5 cos
39.604) 15991
‚23 630] 16 463!
8737| 19 277|
22.367] 35 740

20397| 148! 10244| 333!
el "u en "zegl
27617| 100] es 518!
617 199! 10815 "sel
«m aesl 21 291) 720]
4.005 “eg 21791 700]

54 477| 9532
4486| 5622
58 9631 15 154
79 198] 15332
8737| 18 874
37 935| 34 206
102 2051 14.275
5827| 6738
108 032] 21 013

123 6301 3 847 995
8 737! 3 809 448
132 367) 7 657 442

178 002| 4 258 302’
5827| 1.375 293
183 829' 5 633 595

178 002| 15 649]
5827| 6798
183 8209| 22 448]

125 934 8415 157| 69.786| 496 080
3897| 916 346 20 324
"29 831| 4331 5028| 69 806| 496 404
52 .068| 1 559152| 28 459| 212 344
1930| 14659894 47 350
3998| 2 019 046| 28 506| 212 694
722 2557 286| 37473 345 134
3923 1 254 099 52| ‘ 1307
98 645 3.811 386| 37525| 346 441
102 851) 3 405 915] 53527/ 518 532]
5076| 2549 811 39 1981|
07927] 5.955 726 33 566| 520 512
24.316/ 3.623 730| 41 287 454 186
6024| ı 729 187 13 459
30 340| 5 352 917| 41 300 454 645
4096| ı 890 332] 35656 570 925)
1680 234108| 43) 1885
5776| 2 124440] 356991 572 810
9787| 3 521 574] 56.207] 555 977)
Oel 1945 174| 54 2183,
100 487| 5466 748| 55 2611 558 160°
152 331 | 4.854 737 79 786] 785 754
ı 5161| 17518771 56 1056,
57 492| 6.606 614| 79 842| 786 810
33285 1 394 393| 22 915| 305 728'
1290 ı87709| 28 213
4575! 1 582 102] 22943] 205 941!

125 934| 2 913 852
3897| 915840
129 831° 7829 691

72097| 9584
3897| 4486
75994| 14 070
30 108 4690
1930 2262
22.038| 69438
54 .209| 7479
3923| 6186
38 132| 13 665
58 034! 10 951
5076| 12 648
63 110| 23 598
59 594| 11 190
6024| 8508
75 618l 19 699
29 630 4449
1680| 1129
31 3101 5578
62 719] 11 431
6700| 9584
69 419! 21 015
88 667| 14 412
5161| 8624
93 828! 23.036
21 268! 4195
12901 904
22558! 5100
!
26 104 862885| 26104 3766| 6874 50| 3175 93| 160586! 3336
886| 98636 8386| 1469 — — — be 886 469
26990| 961521| .26990| 4235| 6874| 50| 8.1275. 931 6 9a 3 804

39290) 281 14 ie 502}
29. 281 14547 508)
zur 7 y 219|
q07 v0a4 Ten)
29 „ 216! 10 M 3151
29912 216° 106011 315]
33 a25) 237 u 402! 360]
25 zer 11 492 360]
37 a 271. 16828 Ss
37899 azı' 168231 52
18 @ 1341 5847| 200
8 619 3) sea! 200
20 # 144! 3110541 357
20014 Tal 1054| 357
44 = 3221 19067| 595
44597 322) 19067! 595
8 - 59| 3962| 118
8055| 9 3962 5 J

124 316| 3 164 566|
6024| 1728 463
130 340 4 893 029

152 331| 4 062 808
5161| 1750 582
157 4921 5 813 390

%6 104| 1 122 992 17805| 268912
886° 98806 23 131
*6.990\ 1 221799| 17 828| 259042
        <pb n="295" />
        — 388 —
Noch: Reichsvermögensteuerveranlagung für
a = Natürliche Personen

Landwirtschaft-‚iches,
 forstwirtschaftliches
 und
gärtnerisches
YVarmäran

Betriebsvermögen


Grundvermögen

Sonstiges
Vermögen

Gebiet

Betrag
Pflichtige | in
1.000 AA

Betrag
Pflichtige in
1000 ZA

Betrag
Pflichtige in |
1000 AM
m

pfiich- | Betrag
tigo m
50 | 1 000.7.M

Q

Abt. Lübeck ...... 1927 @
zus
{5. München ‚....... 1927 %
zn
{6. Münster ......... 1927 a’
zus
17. Nürnberg ....... 1927 &amp;amp;
&amp;gt;,
18, Oberschlesien ee 1927 &amp;amp;
zus
19. Oldenburg ....... 1927 a ,
zu
20. Schleswig-Holst. . 1927 &amp;amp;
zus
21. Stettin .......... 1927 2
pn
22, Stnttyart ....... 1927 a
‘ b
zus. |
23. Thüringen ....... 1927 a
va
24. Unterelbe ....... 1927 &amp;amp;
zus,
25. Unterweser ...... 1927 a
ka
26. Würzburg ....... 1927 &amp;amp;
u

2273| 91
2 a 91651
132.369 2318 102
16 825
‚32 385/ 2318927
78935 1411 821
9 335
78 944) 1412 156

2851 48 912
384 88 219
3.235 1837 131

4588 73 550
5 432
1593 73982
52 618) 1.247 717
79) 7599
52697| 1255317
92991| 1437 280
31 1.204
93022! 1438 484
36 380
63
36 443

3580 57 461
18 258
3 598 57722
805 903
3.684
809 587
779 084
949
780 033

48 393
4 242
52 635'

581 862
1.203 001
1 784 86?

40.029
79
40 108
37 804
31
37 835)
669.926| 26 804
5.128 54
675 054| 26 858
148093| 1249| 259737| 8 457
256 514 6 182 5
404608| 12503 2599201 8462!
9653) 99648| 7 470|
6 320 5
9659) 99968] 7475)
34 9% 592 973}
22 643
35016. 593 616l
28323 480529| 213201 347 181
60 2713 54 1538
28383 1832421 21374) 348 71°
54062; 829193| 39083| 746 7%
67 5440 51 13%
54129 3346321 39134) 74810
103401 so1320l 20040 325 2
31 | 1.538 23 1 Se
1371 502858| 20063) 326 2°
|
19627 920 562! 16772) 6M 467
66 11417 355 22 %
19693 931978) 171271 657%
18562/ 330220 8070| 233
10 813 36 32 2
18572| 3310421 8106 2863
g
26257) 354256| 15846) 235 S ;
ä7 1 558 24
96.2940 23558141 887m 9357

60 300
6915
67 215'

840 572
2 147 763
2988 335

74.865| 989754
16 1652
74.881| 991 406
22555| 541 115
1 8
22556! 541 123
17 04 428 531
1] 648
“7046| 429179

34.875
3245
38 120
10 745
u
11 719

375 509
835 3%
| 210 905

87 544
78 955
166 499
299 are]
345 Deal
544 794
325 961
394 012
719 973
599 424
1 402 545
2.001 969
27 844! 375 649
3266| 665 970
31 1101 1041619
13 192) 391 383
4 DA 1641 811
7676| 2033194
7309| 140 457
12341 667 426
3543! 807 883
22672 269 664
2147| 469 755
24819! 739419

1 330 964
12 919
| 343 884
391271 1271022
11 980
39.138! 1272002
100.176! 1102 131,
4| 12570
100 180] 1114 7011
48.868] 696 420
2, 150
48870) 696 570
2 198 54.776
ı| 651
2199 55427
178 35998
35 ol
587 655
546
588 201

22 386,
2 559!
14 945
22711
1.965
4 676

?) Für 1928 vorläufige Ergebnisse. — *) In Fällen, in denen bi nıtürlichen Personen das gewarbliche Batriebsvermögen über
zekürzt. Das Rohvermögen weicht in derırtizen Fällen von dar Summe der einzelnen Vermögansarten um den Minuabetrag ab. gb
Art. 11 87. Abs. 2a der 2. St,N.V.O. dia Vermögensteuer erlassen worden ist. — *) Palichtige, denen auf Grund des Art. II 87, AbS-—

 389 —
die Kalenderjahre 1924, 1925, 1927 und 19281) Noch: Übersicht 50
5 = Nichtnatürliche Personen

Roh- | Abzüge
vermögen?)

Steuerpflichtiges '
Gesamtvermögen


Veranlagte
Vermögenstener


Ausfälle an Vermögensteuer
 gemäß $&amp;amp; 8 Abs. 22) Jahres-Ziffer1
 | Ziffer 2 steuerschuld
7Tes Vermögensteuergesetzes
a Be- . Betrag Betrag
Pflich- trag u] Pflich- in Pflchtige | in
tige | 1000. tige | 1000 1.000
PM RM PM
18 | a9 0220 ] ? 22 23
5213| 860
404) 435
5617! 1295
99 122 13 453
4361| 5931
103 483! 19 385
91 439| 13 181
6960| 10 594
38.399) 23 775
53732 5940
3319| 4140
57 0511 10.080
17954 2989
983 1260
18937 4249
13359| 1994
664 385
140231 2379
16678| 8204
2629| 1745
49.3071 9950
36.686/ 6244
2066| 1945
38 752! 8189
70.287| 9283
4409| 7009
74.6961 16 292
41 190| 5120
3306| 3265
44 49) 8385
25740) 7366
4 869! 8262
30 609! 15 628
12707 2525
1273| 3337
139801 5863
34.918/ 3606
2202| 2314
37.1201 5919

Pflich-| Betrag | pgjen-| Betrag Betrag Betrar
tige in es in Pfüchtige in [PR 40
110007] * | 1000 AM 1000 AM RM
10 12 13 ‘4 15 8 37

7181 271401| 5110
404 88 903 5
"6585| 360 304| 5115
83604 4951 528/110 806! 815460| 183 604| 4 127 873
4361| 1 215 109 &amp;amp; 4520 AM 1 210.397
R7.965! 6 166 637110 888! 319979| 187965 5338 271
$0 834| 4 466 840| 83.383! 608 344| 160834 3 852 130
6 90) 2 150 251 23 321 6960| 2 149 611
57794 6.617 091| 83 406| 108 665| 167 794| 6 001 741
108 063| 2 403 646| 57989 337927! 108 063| 2 060 765
3319| 845 749 59 3813 3319 841 781
111.382| 3.249.395 58.048! 341741] 111382 2902 546
35.824 ' 099 740| 20 568| 226 821
983| 256 748 4 19
36 807! ı 356 488| 20572] 226 840
25.179| 694 1801 12909 91 051
„5664| 80637 6 277
5843| 774816/ 12915) 91 327]
73.251 2687 789| 46 706] 509 545
2 629| 3639261 27 1664
5880| 3.051 715| 46 733| 511209
58.366 2.424.067| 42417| 652918] 68 366| 1 768 586
2066| 399 243 46 658 2066| 398 491
70 432| 2.823 309| 424631 &amp;lt;53576| 70432) 2 167 077
5 “1
‘8510| 3276 852] 56824 348469] 138 510| 2 922 090
ie 409 1 421 896 46 1.956 4 409| 1.419 733
2.919 4698 748| 58.870, 350426 42 919| 4341 823
30 553| 1 808 011) 36 988| 226.281] 30 553| 1 667 949
Ss W6l 668 667 22 592 3306 667 917
8591 2.566 677| 37010) 226874] 23850 2335 866
N 404) 1.994 9871 17303| 361497| 31 484| 1 631 948
&amp;amp; A 1.676 849 199| 6 800 4869| 1 669 807
953! 3.671 836| 17502 3682971 36353 3301754
4 082 739 177| 12343 98282| 21082 639981
n 273 671 501 12 338 1273 671 104
3355| 1 410 678 12355! 98620! 22355! 1311084
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2025 1446 264| 25 457/ 140 159| 73 925| ı 302 818
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27 1918 578| 25478| 1405371 6127! 1774 682
1
ichuldet, 5 ; ; jeb: ögen ergebenden Minusbetrag
?) Die 17. *Nderes Vermö ber vorhanden ist, ist das Rohvermögen um den sich beim Betriebsverm Sen. 5
Zn Ausfälle im Jahre 1924 sind duroh Art. II 87, Abs. 2a und b der 2. St.N.V.O. bedingt. — *) Pflichtige, denen auf Grund des
SEN. VO. ein Viertel der Vermögensteuer erlassen worden ist.
        <pb n="296" />
        — 390 —
Bewertungsmethode. In den beiden folgenden Veranlagungen 1927 und 1928 tritt erst
ein langsames, dann ein stärkeres Steigen der veranlagten Vermögensteuer sowie des
Steueraufkommens ein, das außer mit dem Zuwachs des steuerpflichtigen Gesamtvermögens
 auch mit den seit 1927 wirksamen höheren Tarifsätzen für bestimmte Vermögensteile
 zusammenhängt (Übersicht 50).
Das Rohvermögen stellt die Summe aller überhaupt im Eigentum des Veranlagten
vefindlichen steuerpflichtigen Vermögensobjekte dar; lediglich das Betriebsvermögen ist
hierbei um die zugehörigen Schulden und Abzüge vermindert. Infolgedessen enthält es
zahlreiche Vermögenswerte doppelt, z.B. einmal als Sachkapital beim Unternehmer,
sodann aber auch noch als Geldkapital beim Kreditgeber. Einen zutreffenden Einblick
in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Steuersubjekte gewährt es somit nicht;
aber der entstehende Fehler ist verhältnismäßig gering, weil die wichtigste Vermögenskategorie,
 das Betriebsvermögen, als Reinvermögen nachgewiesen wird. Statistisch ist
das Rohvermögen insofern interessant, als es eine Aufgliederung nach Vermögensarten
rmöglicht, die für das steuerpflichtiges Gesamtvermögen nicht durchführbar ist, weil ein
Teil der Schulden und fast alle sonstigen abzugsfähigen Lasten keiner bestimmten Vernögensart
 zugerechnet werden können.
Einen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße sehr hohen Anteil an der Reichssumme
 des Rohvermögens stellen von den Ländern namentlich: Hamburg, Bremen,
Sachsen, Preußen, daneben in geringerem Umfange: Anhalt, Braunschweig und Lübeck.
Das sind vor allem Länder mit regem Handel oder gut entwickelter Industrie. In diesen
ist gleichzeitig auch der Reichsanteil des Vermögenswertes meist größer als jener der
Üflichtigenzahl, während die agraren Gebiete umgekehrt einen höheren Pflichtigenals
 Vermögensanteil ausweisen (Übersicht 51).
Eine Aufgliederung des Rohvermögens nach Vermögensarten veranschaulicht die übertragende
 Bedeutung des Betriebsvermögens. Im Reiche liegt sein Hundertanteil während
der vier Veranlagungsjahre nahe bei 40 vH, obwohl es als einzige Vermögenskategorie
Reinvermögen darstellt. Allerdings hat es von 1924 auf 1928 stetig an relativer Bedeutung
 verloren; aber doch nicht in gleichem Ausmaße wie das landwirtschaftliche usw.
Vermögen, das seit 1925 vom Grundvermögen überflügelt ist. Grundvermögen und
sonstiges Vermögen haben seit 1924 erheblich an relativer Bedeutung. gewonnen (Übersicht
 51).
Auch in den Ländern steht allgemein das Betriebsvermögen mit weitaus höchstem
Anteil am gesamten Rohvermögen im Vordergrunde; in Hamburg und Bremen ist es
sogar absolut im Übergewicht. Dagegen weisen einen höheren Anteil des landwirtschaftlichen
 Rohvermögens als des gewerblichen Betriebsvermögens nur Oldenburg, Waldeck,
die beiden Mecklenburg und die beiden Lippe auf. In den letztgenannten sechs Ländern
ist das landwirtschaftliche dem gewerblichen Vermögen sehr wesentlich überlegen. In
ner Anzahl von Ländern mit entwickeltem Gewerbe (wie Preußen, Sachsen, Hamburg,
Bremen, Lübeck) oder mit vorherrschendem landwirtschaftlichem Zwergbetrieb (Baden)
antfällt auch auf das Grundvermögen ein höherer Anteil als auf das landwirtschaftliche
Vermögen. Überhaupt den geringsteh Anteil stellt das landwirtschaftliche Vermögen in
Sachsen und den drei Hansestädten; in fast allen übrigen Ländern steht das sonstige
Vermögen: an letzter Stelle; eine Ausnahme macht Mecklenburg-Schwerin, wo der
zeringste Anteil auf das Grundvermögen entfällt (Übersicht 51).
In den agraren Gegenden treten, im Vergleich zur Bevölkerung, die Pflichtigen
stärker hervor als die Vermögenswerte. Diese Tatsache deutet schon darauf hin, daß das
Durchschnittsvermögen in der Landwirtschaft relativ gering ist. Tatsächlich weist im
Reiche die Landwirtschaft von allen Vermögenskategorien das geringste Durchschnittsvermögen
 je Pflichtigen auf; gegenüber der entsprechenden Ziffer für gewerbliches
Betriebsvermögen bleibt das landwirtschaftliche Durchschnittsvermögen um weit mehr
ıls die Hälfte zurück, Wie im Reichsdurchschnitt so weist auch in den meisten Ländern
das Betriebsvermögen den höchsten Durchchnittsbetrag je Pflichtigen auf. Eine Ausnahme
 machen Oldenburg, Lippe und die beiden Mecklenburg, in denen das landwirtschaftliche
 Durchschnittsvermögen an erster Stelle steht. Dagegen entfällt in Preußen,
        <pb n="297" />
        391

Bayern, Württemberg, Baden, Hessen und Hamburg auf das landwirtschaftliche Vermögen
 der geringste Durchschnittsbetrag von allen Vermögenskategorien; der Grund
liegt teils in der Industrialisierung, teils in der Bodenzersplitterung dieser Gebiete
(Übersicht 51).
Wie im. Verhältnis zu den entsprechenden Ziffern anderer Vermögenskategorien, 80
weisen die Durchschnittsvermögen auch innerhalb gleicher Kategorien von Land zu Land
wesentliche Unterschiede auf. Beispielsweise liegen die extremen Werte für landwirtschaftliches
 Vermögen mit 9815 und 45446 AM in Baden und Mecklenburg-Schwerin.
für Betriebsvermögen mit 17 836 und 115026 in Waldeck und Hamburg (Übersicht 51).
Im Durchschnittsbetrag des steuerpflichtigen Gesamtvermögens wird der Vermögensreichtum
 der einzelnen Gebiete zusammenfassend charakterisiert. Die entsprechende
Reichsziffer ist in ihrer Höhe und ihrer Entwicklung sehr stark vom Betriebsvermögen
beeinflußt. Beide Ziffern (Betriebsvermögen und steuerpflichtiges Gesamtvermögen je
Pflichtigen) bewegen sich seit 1925 in aufsteigender Richtung, haben aber 1928 den
Stand von 1924 noch nicht wieder erreicht. Unter den Ländern steht Hamburg mit
weitaus höchstem Durchschnittsbetrag an der Spitze; ihm folgen die beiden anderen
Hansestädte, Sachsen, Preußen und Anhalt. Am ungünstigsten stehen neben Waldeck die
beiden Lippe und Hessen da. Die Ziffern der Landesfinanzamtsbezirke spiegeln genau die
gleichen Verhältnisse und Tendenzen wie die Länderziffern wider. Einzelne Unterschiede
werden dabei deutlicher sichtbar, weil die Landesfinanzamtsbezirke in ihrer Abgrenzung
den natürlichen Wirtschaftsgebieten besser angepaßt sind (Übersicht 51). ;
Eine Gruppierung des Vermögens und der Pflichtigen nach der Vermögenshöhe läßt
erkennen, daß in allen Vermögenskategorien die Pflichtigen mit geringem Vermögen am
zählreichsten sind. Das tritt besonders ausgeprägt beim sonstigen Vermögen und beim
Betriebsvermögen in Erscheinung. Für beide Vermögensarten spielen namentlich auch
die Pflichtigen mit Vermögen unter 6000 .A.A. eine wesentliche Rolle. Auf die Ver-Mögensgruppen
 unter 20 000 AA entfallen in allen Vermögenskategorien drei Viertel
aller Pflichtigen und mehr. Für das Vermögen selbst liegt der Schwerpunkt naturgemäß
in höheren Gruppen. Verhältnismäßig am tiefsten liegt er für das landwirtschaftliche
Vermögen und das Grundvermögen. Während in diesen beiden Kategorien von 100 AM
Vermögen 33,1 bzw. 27,8 auf die Gruppen unter 20 000 A. und 70,8 bzw. 70,6 auf
die Gruppen unter 100 000 AM entfallen, sind es beim sonstigen Vermögen entsprechend
Nur 20,9 und 51,1 und beim Betriebsvermögen sogar nur 11,3 und 24,0 (Übersicht 52).
Für das steuerpflichtige Gesamtvermögen spielen die Pflichtigen mit Vermögen unter
5 000 2. nur eine recht geringe Rolle; dagegen stellen die Vermögen unter 20 000 AM
doch auch hier noch rd. 70 vH aller Pflichtigen. Vom Gesamtvermögen selbst entfallen
18,2 vH auf die Gruppen unter 20 000 und 44,9 vH auf die Gruppen unter 100 000 AM.
Die Schichtung des steuerpflichtigen Gesamtvermögens ist also besonders stark durch jene
des Betriebsvermögens beeinflußt. Außerdem kommt ihr zustatten, daß viele kleiue
Rohvermögen steuerfrei sind und somit im steuerpflichtigen Gesamtvermögen nicht
*Tscheinen (Übersicht 52).
Die großen Vermögen sind meist Gesellschaftsvermögen. So sind die Pfiichtigen mit
Vermögen über 1 Million in überwiegender Mehrzahl nichtnatürliche Personen (Über-Sicht
 53). — Setzt man die veranlagte Vermögensteuer oder die Jahressteuerschuld der
Cinzelnen Vermögensgruppen zu den entsprechenden Vermögensummen in Beziehung,
50 wird die Wirkung der Degression deutlich sichtbar. Zugleich zeigt sich, daß der
Anteil der Jahressteuerschuld am steuerpflichtigen Gesamtvermögen in den unteren
Vermögensgruppen für natürliche Personen geringer ist als für nichtnatürliche, während
den oberen Gruppen umgekehrt der mittlere Steuersatz der natürlichen jenen der
"ichtnatürlichen Personen übertrifft. Diese Verschiedenheiten sind einesteils aus den
Besonderen Ermäßigungen für natürliche Personen zu erklären, andernteils darauf
Zürückzuführen, daß die großen Vermögen natürlicher Personen häufiger nicht un-Mittelbar
 gewerblicher Verwendung dienen und wegen des Fehlens einer vorgän-Slgen
 Landes- oder Gemeindebesteuerung einem erhöhten Steuersatz unterliegen
(Vgl.S, 378). Da bei den nichtnatürlchen Personen die hohen Vermögen eine bedeutend
        <pb n="298" />
        — 392 —
Verteilung der Pflichtigen und des Rohvermögens auf die Länder und Landesfinanzamtsbezirke nach
für das
A ——
Rohvermögen Vom Rohvermögen
| (Reichssumme | Landesfinanzämter =
= 100 - 7
)  ——_ landwirtzchaftliches,

Ba Betriebsschaftliches
 S
und gärtne- vermögen
risches vH
Vermögen

A. Deutsches Reich .... * 100,00

1924
1925
1927
19281)

100,00 | 100,00 |

28,7 47,4
24,0 42,7
21,9 41,1
19,7 38.9

B. Länder
; Preußen eereereeeeeeeee een
SANT asp per SEHR EERE EU Mine
"ACDSED er eee
Württemberg ............0.0..,
Baden vereinen ee
01151
Hessen erkereer een
Hamburg ..e.00eeeee res
Mecklenburg-Schwerin ........
Oldenburg s.00sere ee
- BraunschWeig ....00.000000000
Z Analtereere
". Bremen are
„Derek rahmen
SE
* Mecklenburg-Strelitz .........
7, Waldeck see
?. Sehaumburg-Lippe ‚..........
C. Landesfinanzamtsbezirke
L. Beier
2. Brandenburg ................
3. Breslatl vers nn
1, Darmstadt ........0..0.00.00.0..
3. Dresden esse
3. Düsseldorf 2.................
7? Hannover eresserrere es
davon: Abt. Hannover. ,.......
Abt. Braunschweig... ..
3, Karlsruhe .,.....,.... Wk
9, Kassel era
10. Kölle rer
11. Königsberg eseseeeeee eek
12. Leipziger ee
13. Magdeburg e....0.0000000000
|4. Mecklenburg-Lübeck ‚........
lavon: Abt, Schwerin ‚........
Abt, Lübeck ..........
‚5. München esse dere
‚6. Münster eeereerereree ee
7. NÜMDeT Bere
‚8. Oberschlesien .........0.......
19, Oldenburg .......00000000000.
20, Schleswig-Holstein ...........
21. Stettin ee0eeerrr een
SM N
23. Thüringen o.0.0.000000000004004
24, Unterelbe .....0...00.0.0000000
23. UnterwesSer s.....0re een
%. Würzburg e.c0ereer ern ee
3 Vorlänfige Ergehnigan

61,08
11,82
8,00
4,13
nr ”1
no

55,57 61,38
14,76 10,10
7,47 8,57
5,44 4,10
2.88 2.40
3,78 779
2,87 4
1,43 y
0,94 | 3
1,14 CAR
7,91
"683
0,88 %
0,35 021
0,19 0,22
0,15 0,16
0,14 0,07
0.12 0.08

21,4 41,2
34,4 83,0
121,5 46,2
23,1 43,0
158 450
22 * 10 '
2 3
55,27
18,”
22,*
34,0
48,2
57,2
LE 279
RB 48,5
52 1 21,0
52,1 26,3
147 33.2

Fr
vn8
v7
“80
456
254
1,26
0,21
0,18
0,09
0,08

1927

6,45
4,26
5,06
2,16
3,69
5,19
5,01
8
195
? m
5

4,79
4,55
4,11
9,87
7,62
5,20
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5,21
718
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24
12
2,19
3,95
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12,15
3,56
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7.40
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1,0
39,0
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51,0
26,9
32,0
34,5
11,4
572
8
81,5
32,5
45,1
50,F
e4,T
22,0
49,8
AP

|
38,5
28,1

1,29
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6,5
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1,09
0,22
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7 2,61
2 4,19
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148 | 327
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2.99 1.71

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25,4
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21.7
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55,8
57,2
286

"5
47,1
| 2,5
2,6
PR

105
54
2.72

!
|

n

— 598 Übersicht 51
Vermögensarten und nach der durchschnittlichen Höhe der einzelnen Vermögensarten je Pflichtigen
Tahr 1927 ;
————————————— N  — «
Jer Lände bzw. . a
100 ontfell. auf Auf einen Pflichtigen entfallen vom

Grund- | sonstig.
ver- Vermögen
 | mögen
vH vH

Det a .
ıchaftlichen, "
forstwirt- £ Be Grund- | sonst. Eee
schaftlichen | “998-7 | Ver- |? ichtigen
and gärtne- | VeI- una | mögen Gesamtdee
 mögen ® © vermögen
RAM AM RM RM RE
1n ya —

Gebiet

A

18,3 | 85,6
2,5 | 8,8
22,6 14,4 |
26.4 | 15,0

20 481
18 980
19 016
18 500

61 [22
47 805
48 709
50 141 |

18 587
21 276
21 356
24 706

15 500
14 838
21 335
20 185

41 830
37 602
38 888
40 039

A. Deutsches Reich

22,9
20,1
27,7
de
24,5
19,7
24,7
25,8
12,9
12,9
17,8
16,2
23,4
13,6
24,7
13.8
13,6
179

14,5
12,5
14,6
16,0
14,7
12,9
14,6
18,0
16,E
PS

22 439 52822
14 866 32.315
21 520 51 449
0986 41 731
9815 47836
14621 34 165
10255 25350
25206 115026
5446 21647
5114 21338
279%9 38 707
27138 5398562
20156 74567
21 322 19 001
36443 55895
45 105 | 24000
13 095 | 17 836
0 891 1

22562 22546
19805 17121
23508 21175
15572 19026
19722 26 368
12710 16480
16.306 17070
47325 8386
“2116 15629 |
9937 10976
15261 11330 |
11360 14204
17825 29155 '
10049 | 11212
18596 | 18164
12009 | 13097 |
10.948 | 5340
3408 | 10.233

42532
26 674
15 146
30 728
35 069
28 147
24.259
90 825
35 337
26 49%
37 254
40 826
58 648
24.047
17795
36 304
20 072
26 130

B. Länder
1. Preußen
? Bayern ,
Sachsen
Vürttemberg
3aden
/hüringen
Hessen
Tamburg
Tecklenburg-Schwerin
Iidenburg
Braunschweig
Anhalt
Bremen
Lippe
Lübeck
Mecklenburg-Strelitz
i,. Waldeck
1R Schaumburg-Lippe

13,4
11,8
16,8
11,2
17,4
13,1
9,0
197

30,3
19,6
20,6
24,7
27,7
38,0
18,0
18,6
16,2
24,5
23,4
28,2
20,3
27,6
16,
er
13,
20,6
20,€
22,
2,
19,
PT

07,7
14,5
13,8
‘4,6
0
159
178
117g
18,6
146
“2
2
0
‘4
17,2
16,2
16,2
16,0
13,1
1,7
2,4
1,2
(0,2
(5,5
2,8
56
Br

5. Landesfinanzamtshezirke
.. Berlin
4. Brandenburg
7? Breslau
1. Darmstadt
5. Dresden
6. Düsseldorf
7. Hannover
Tann: Abt, Hännover
Abt. Braunschweig
8. Karlsruhe
9. Kassel
10. Köln
ı1, Königsberg
12. Leipzig
13. Magdeburg
14. Mecklenburg-Lübeck
davon: Abt. Schwerin
Abt, Lübeck
München
Münster
/. Nürnberg
3. Oberschlesien
‘9. Oldenburg .
2% Schleswig-Holstein
Stettin
Stuttgart
. Thüringen
4. Unterelbe
25. Unterweser
26. Würzburg

37117 134574 63721
24 532 26179 14967
31 150 37065 22054
10 255 25350 16306
23 118 45622 22475
16 921 77780 19557
21 682 31971 1529
20695 31307 I6 248
14 180 33444 13413
9815 47836 19722
9937 729% 26881
10904 242550 19372
31 261 29093 22065
‚9527 5598 24359
16.932 41022 14847
144908 27053 13198
15 660 22255 12190
0.322 42390 16107
‚7517 33910 23821
17888 44459 15464
13 240 31766 18524
23990 234526 20789
25 178 21928 10350
34402 25849 | 16.953
32500 29177 * 17026
11127 41013 15419
14254 33482 12456
25206 115026 , 47325
20156 94567 17 825
10700 | 29792 | 13532

42 651
16 307 |
17.979
17 070
20 144
34.322
11351 °
11 942
10 360
26 368
27 550
26 717 |
14 410
22 069
12 928
15 685
15 585
16 040
20 185
20 617
13 885
17 912
10614
19451
'6315
9.117
16 263
38 386
29 155
14 8597 |

97 453
28 844
36 559
24 259
41 047
57 85
30 646
29 498
33 407
35 069
50319
37 540
27 770
48 803
36.912
36 864
35 625
41273
28 400
35 769
26 05°
30 64)
26 404
33 444
30 768
30 380
27 855
90 825
58 64E
23312

28,
185

17,9
16,8 |
129
        <pb n="299" />
        — 394 —
Vermögensarten nach Vermögensgruppen.

Landwirtschaftliches,
forstwirtschaftliches und
gärtnerisches Vermögen
Bee a A
SCh#3 Betrag in‘
fichtige | vH ben vH
a

Vermögensgruppe

Betriebsvermögen
Pfiichti ] Betrag in |
üichtige | vH 1000 RM vH
f 1 -

U
iber 6000 bis 10000 AM...
5 10000 » 20000 » ..
20000 » 30000 » ..
30000 » 50000 » ..
50060 » 100000 » ..
100° % » 250000 » ..
UP ° 7)00) » ,
CI»
000
X AAO

376582 | 29,72| 1056036! 4,29| 396223 | 41,85| 1246 446 | 2,70
321561 24,86 2519 459| 10,24| 185243 19,56 1453367] 3,15
424 390 25,08| 4 556 266| 18,53 177 322 wen 2 505 476 | 5,43
16018 8,7 2825 7201 11,49 57 440 6,07 1403 247 3,04%
85393 6,60 3255 2 13,24| 47691 / 5,04) 1835 805 | 3,98
17405 8,67! 3191591 12,98| 37898 | 4,00 2644352 5,72
5466 1,20 2261 169 9,19| 25147. 2,65 3885399| 8,43
3787 9,29 1311210 5,88 9554! 1,07 3334830} 7,28
829 0,14. 1255341 4,71 5244 0,65 3653870 7,98
819 0,06 1205938 f,°° 3209 9,34) 4894415 10,67
165 0,01) 548689] 2, 1031 0,11 3595935 | 7,80
65! 0,00 6105531 2,“ 82° 0,09 15666092 | 33,98
293480 | 709,00124 597 249‘ 200.001 946831 | 100.00 46 119 236 | 100,00

UmmMmMete

Steuerpflichtiges Gesamtvermögen, veranlagte Vermögensteuer und Jahressteuerschuld der natürlichen
a = Natürliche Personen

women A
Steuerpflichtiges
Gesamtvermören

Veranlarte Vermögen-Vermögensgrrnne



Zahl I
der
Pflichtigen

Betrag in
1000 A

v.T.des |
. steuer-Betrag
 in pflichtigen |
1.000 .7M Gesamt- |
vermögens
(Sp. 3)

vH der
Gesamtsumme

{Sp, 4)

bis 6000 AM 100000000 en
über 6000 bis 10000.2 ..
10000 » 20000 » ..
20.000 » 30000 » .
30000 » 50000 »
50000 » 100000 »
100 000 » 250000 »
250.000 » 500000 »
500 000 » 1000000 »
1000 000 » 2500000 » ..
2.500.000 » 5.000000 » .."
» 5.000000 AM...

261 246
4.306
727 402
11.999
732 145
19 458
279 334
11683
215 003
14.174
36 894
16 585
59 279
15 718
3965
7578
315
"593
950
2974
360
984
155
A14
2.432 848
110 866

1 438 690
23 832
5732 050
96 490
10.357 587
288 589
6829 272
289 503
3.237 595
555 689
7359 903
| 186 160
1788 392
"490 975
„771 106
660 384
+ 470 059
3221 163
2 859 033
1566 225
1209 632
3442 145
ES11 489
5533 19%
64 564 810
34 354 352

1 439
24
5732
96
20 682
577
20 456
86°
32 863
2223
16 724
5931
43 934
12 455
25 890
13314
20473
16 143
8 300
22.937
8263
7434
‘1224
79 109
255 979 | 3,9%
IT) 4,98 /

0,56
0,01
2,24
0,06
8,08
0,34
7,99
0,561
12,84
1,30
18,25
3,47
17,16
7,28
20,11
27,78
8,00
9,43
7,15
13,40
2,23
10,19
4,39
16,23
100,00
100.00

}
Summe .... a
h

Übersicht 52
Steuerpflichtiges
Gesamtvermögen
‘ Pflichtige | vE | Betrag in | 4x
| 1000 AM
a8 a9 520 21
367262 | 30,95| 1291412| 5,11 391077 51,48! 845940 5,9 265552! 10,44| 1462522 | 1,48
245303 20,67} 1937498 7,64 107382 I4,14| 859398 5,?°° 739401 29,07 5828540 5,89
268371 22,62| 3801728 15,00 116916 "5,89 680579 10, 751603 29,85! 10 646 176 | 10,76
110 780 9,34 2712624 10,701 47709 #28! 1176937 7,26| 291017, 11,44| 7118774 7,20
94.307 7,95 3621093 14,29| 40664 *35| 1574882 9,72| 229177| 9,01) 8793285 | 8,89
65 915 | 5,55| 4519230 17,83| 30760 &amp;lt;05| 2138059 218,19| 153479| 6,03! 10546064 10,66
27685, 2,33| 4052699 16,99| 17521 2,31| 2640649 16,29 74997 | 2,96\ 11279367 | 11,40
5180‘ 0,44 1747929 6,90| 4820 0,63| 1657284 10,23 21543 | 0,85) 7431491 | 7,51
1412 9,12| 942107 3,72 1.806 0,24| 1235374 | 7,67 9708| 0,38| 6691221 | 6,77
371 2,03| 514241 2,03 774 0,10| 1133835| 7, 4924| 0,19 7425258| 7,61
42 ‚00| 138818 0,55 138 0,02 475 107 2,98] 1344| 0,05| 4651777 | 4,70
10 0,00| 62 16° 0,24 75 2 788604 | 14,87 969 = 17 044 685 | 17,28
a a A BR a A de el
' 186 638 | 2700.00| 95 341 54: 100.00| 759642 | 100.00| 16 206 646 | 100,00 5483 7|4 | 100,00 98 919 162 | 100,00

Reichsergebnisse für 1927
RR .
Grundvermögen Sonstiges Vermögen

Pflichti | Betrag in | jchti | Betrag in
fichtige | vH | 1000 AM | vH | Pflichtige! vH 1000 ZA vH
en HS ER WE TE HE 8 at]
10a TE Ss 15 17
CE —

und nichtnatürlichen Personen nach Vermögensgruppen, Reichsergebnisse für 1927 Übersicht 53
b = Nichtnatürliche Personen a
Ai TA a
Jahressteuerschuld

y.T. des | va
je Zahl | Betrag | SE . der je
N ; chtigen a ea
"Richtigen . der | A Fan aan Pflichtiger
Pflichtigen | 1000 ZA | vormögens (Sp. 9)
AM ' — (Sp. 3) AM

Vermögensgruppe

40 035
4306
137 415
11.999
568 996
19 458
227 775
11.683
215 001
14.174
36 894
16 585
59279
15718
13 965
7578
5115
4 593
195°
2974
360
98
15
N 814
105 #406 940
1543 | 110866

211 '
24
1.108
9
16 116
- 577
16672
868
32 863
2223
46 723
5930
43.934
12452
24.629
13.305 |
18 565
16 116
15 918
22 867
6 960
17 242
9255
77 965
232 953
169 665

0,15
1,00
0,16
1,00
1,56
2,00
2,44
3,00
3,99
4,00
4,99
=n0
“9
20

0,09
0,01
0,47
0,06
6,62
nA

5
€
ß
&amp;amp;
28
30
73
74
153
157
341
358
741
29%
„ 766
ı 75€
3629
3 509
8163
7689
19.333
17 522
59 710
35 780
16€
1 53C

a bis 6 000 .2M
e über 6000 bis 10000 .AM
a» 10000 » 20000 »
» 20000 » 30000 »
» 30000 » 50000 »
50000 » 100000 »
100.000 » 250000 »
250.000 » 500000 »
500.000 » 1000000 »
a » 1000000 » 2500000 »
a » 2500000 » 5000000 »
a » 5000 000 AM
4 Summe .

7
0
14
2,
20,0°
3,5
RS}
yl
10
7,
7,97
9,50
s 6,88
01 13,48
5,75 2,99
5,01 10,16
5,12 3,97
5,02 45,95
381 100,00
' 4,94 | 100,00

7a”
792
1 854
1757
4.003
3515
9385
7713
22.952
17717
72413
”7 1ae

') Pflichtige siehe steuerpflichtiges Gesamtvermögen.
        <pb n="300" />
        — 3096 —

Betriebsvermögen nach Wirtschaftszweigen,
A ——————&amp;gt;——
Pflichtige
Natürliche Personen 1 Nichtnatürliche Personen
vH | vH
überhaupt | der bett, | uberhanpt | der Ba
Zweires ZWEIFES

Wirtschaftszweig

4

DE

ı. Landwirtschaft ......0.0...00000000001 10
2. Forstwirtschaft ....... 200000000041 244
3. Weinball eeeeererereer ea
it. Gewerbliche Gärtnerei, Tierzucht, Milchwirtschaft
 u. Fischerei ........0..0.00.0000
&amp;gt;» Salzbergbau u. Salinenwesen ...........
3. Übriger Bergbau u. Torfgräberei ........
”. Zement- u. Ziegelindustrie..............
°, Keramische- u, Glasindustrie ...........
J. Übrige Industrie der Steine u. Erden ...
9. Großeisenindustrie ......0.0.00000000000000
1. Metallhütten USW. ...0.0000000000000004
2, Übrige Eisen- u. Metallgewinnung ......
.3. Herstellung v. Eisen-, Stahl- u. Metallwaren
*, Herstellung v. Edelmetall- u.Schmuckwaren
‚5. Maschinen-, Apparate- u. Fahrzeugbau ..
‚6. Elektrotechnische Industrie, Feinmechanik
17. Uhemische Industrie.......0....0000000000
18. Textilindustrie .....00.0000000000 0000
N DEE
!'0. 7ervielfältigungsgewerbe ...............
1. ueder- u. Linoleumindustrie' ............
12, Kautschuk- u. Asbestindustrie ..........
23. Holz- u, Schnitzstoffgewerbe ...........
4. Musikinstrumenten- u. ‚Spielwarenindustrie
’5. Mühlenindustriß ......000000000000400000
Bäckerei u. Backwarenindustrie .........
Zuckerindustrie .....00000000000001 00000
OS a FREE EL
Mälzerei u. Brauerei ....0.0...0000000000
3ranntweingewerbe ......000.00000000000
‘. "abakindustrie 0.000000
-. Jbriges Nahrungs- u. Genußmittelgewerbe
3, schuhmaeherei u. Schuhindustrie .......
4. ”"briges Bekleidungsgewerbe ............
35. 3augewerbe (einschl. der Baunebengewerbe)
36. Wasser- u. Gasgewinnung u. -versorgung
17. Elektrizitätsgewinnung u. -versorgung ...
‘° Handel mit Tabak u. Tabakwaren ......
39. Geld-, Bank- u. Börsenwesen ...........
10. Übriges Handelsgewerbe ...............
41. VersicherungsweseN »....0..00000000000000
12, Verkehrswesen 20er
43. Gast- u. Schankwirtschaftsgewerbe ......
14. Theater-, Musik-, Sport- u. Schaustellungs-YEWEIDE
 arerkrere rn R KR
15. Unterricht u. Erziehung ...............
16. Freie Berufe (soweit nicht in anderen Wirt-Schaftszweigen
 enthalten) ..............
47, ATZLO USW. 0000000000000 EL
48, Apotheken ...0.0000000010 00er eG
19. Gesundheitswesen u. hygien. Gewerbe usw.
Summe ....

%3
22
18

| 200,00
= 1200,00
100,00

5482
3
120
4125
2379
1980
297
58
685
49 727
1313
5 429

93,85
2,94
17,29
39,19
39,74
76,82
38,47
32,77
49,46
92,27
74,69
56.45

359
99
574
837
032
201
475
119 |
700
+4 1658
445 f
4 189 |

6,15
97,06
82,71
30,81
20,26
23,18
61,53
67,23
50,54
7:73
25,31
13.55

84,05
46,28
65,84
73,73
74,85
90,80
59,14
92,13
72,36
96,26
99,28
13,31
78,98
71,47
87,95
70,06
54,96
95,44
87,74
92,79
13,15
20,70
93,54
24,76
84,69
28,06
93,08
98,69
76,44
77,88
2514 100,00
5.087 ) 100,00
6 004 97,79
8372 | 95,42
838 267 88,53

9 759
2014
3661
3736
5.995
1349
249
14.377
1 602
2315
65 739
41
44 783
2633
1677
1980
3747
13.199
19.789
47217
28
436
9624
1525 |
48 A78
257
18 981
34 838
ı 775
888

x 852
2338
5012
1331
2350
947 |
172
4645
612
367
476
267 |
463
‚ 051
791 |
846 {
1719 |
630
2 765
3 669
185
1670
665
4633
4 902
659
‚422
786

15,95
58,72
34,16
26,27
25,15
9,20
40,86
7,87
27,64
3,74
0,72
86,69
1,02
28,58
32,05
29,94
35,04
4,56
12,26
7,21
36,85
9,30
6,46
76,24
15,81
1,94
6,97
131

547
253

28,56
22,17

136 2,21
402} 4,58
108564 | 147

397

Reichsergebnisse für 1927

NEE

Insgesamt
1!
überhaupt

Natürliche Personen
H
Betrag | ie
in Wirt-1000
 AM schaftszweiges


vH der
Geamtsumme

(Sp. 6)

3

263 0,03
22 | 0,00
18 0,00

5 841
102
694
5.962
3411
5181
772
177
1.385
53 895
1 758
9618

0,62
0,01
9,07
1,68
9,36
9,55
"08
n,02
0,15
5,69
0,19 |
101

38 640
139
39 147
23.317
71.375
67 126
26 705
11.999
23.992
134 756
35 076
274 507

42,17
0,08
1,42
20,28
13,14
28,11
1,71
7,35
9,94 |
33,94
28,38
9,56

11611
4352
14 673
5 067
9.345
10 296
421
59 022
2214
23 182
56 215
308
45 246
3684
2468
2826
13 466
13 829
22554
50 886
213
2106
10 289
6 158
293 380
916
20 403
136 624
2322
1141
2514
5087
6 140
8 774
94683) |

137 861 13,16
124 449 4,32
436 505 13,24
131 881 16,77
181 970 24,94
130 987 28,35
8829 5,52
580 489 47,20
39 744 19,01
278 892 52,02
601 751 20,20
5 455 1,61
166 063 92,30
158 978 13,71
61 439 27,75
50 003 78,95
190 021 21,97
88 725 32,03
270173 87,64 |
480 220 52,40
“ 1.083 0,69 |
18160 1,63
96 633 66,69
88 302 8,18
3 883 035 41,28
1.535 0,58
171 476 10,82 |
1 620 552 84,29
0,25 35586 | 29,99
0,12 16 991 53,43
0,27 20 289 100,00
9,54 34 183 100,00
1,65 295 740 95,16
0,93 101 392 63,72
100,00 11 956 572 25,93

Übersicht 54

Betriebsvermögen
Vichtnratts int . Ya

AmemT

Insgesamt
Bet: vH der
“ a Gesamt-3
 summe
000 ZA | (Sp. 12)

Betrag )
in
1900 AM

vH des
betr.
Wirtschafts-



‚0

1041
15 837
4 420

100,00
100,00
100,00

110451 | 0,24
15.837 0,03
4420 | 0,01.
91 620 0,20
178 168 0,39
2.749 069% 706
609 517 1.2
543 29 1,18
238 802 1,52
559 443 2,38
163 295 0,35
241 259 0,52
1.280 988 2,78
123 832 0,27
2874 381 6,23

52 980
178 028
2709 922
486 201
471 920
171 675
. 532 738
151 295
217 267
846 232
88 756
2 599 474

57,88
99,92
98,58
29,77
86,86
71,89
98,29
92,65
90,06
66,06
21,67
90:44

909 862
1754 012
1860 965
654 486
547 736
331 116
131 036
649 424
169 339
257 273
65 364
334 393
38 876
000 519
160 002
213 817
674 730
188 282
447 574
436 228
156 783
ı 098 959
48 269
2691441 |
5 536 089
252 37
413 715
302 120
83 091
14 807

86,84 1.047 723
95,68 2 878 461
86,76 3.297 470
88,23 786 367
75,06 729 706
71,65 »462 102
94,48 159 865
52,80 1.229 913
80,99 209 083
47,98 536 166
9,80 667 114
98,89 339 848
7,70 504 939
86,29 159 497
72,25 221 441
81,05 263 820
78,08 364 751
67,97 277 007
62,36 717 746
47,60 916 448
99,81 157 866
98,87 * 117119
33,81 144 903
96,82 2779 743
58,77 9419 124
99,42 263 908
89,18 1 585 191
15,71 1 922 671

2,27
p,24
7,15
1,71
1,58
1,00
0,35
2,67
9,45
1.16

i

1,45
1,74
7,09
2,52
9,48
„57
8
“60
7,56
7,99
„34
2,42
9,31
6,08:
20,42
0,57
3,44
4,17

118 676
31.798
— — 20 289 0,04
aan — 34 183 0,07
15 056 4,84 310 796 | 0,67
57 733 36,28 159 124 1 0,35
34 162 664 24,07 | 46 119 236 100,00

0,26
0,07
        <pb n="301" />
        —— 398 —
Übersicht 55
Rohvermögen der beschränkt Steuerpflichtigen und Auslandsvermögen der unbeschränkt Steuer-Pflichtigen
 nach Vermögensarten in Reichsergebnissen der Jahre 1924, 1925 und 1927

Vermögensart

L. Landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches
 und gärtnerisches Vermögen

2. Betriebsvermögen ..

3. Grundvermögen ........

4. Ausschließlich im Ausland belegenes
landwirtschaftliches, usw. gewerbliches
 und Grundvermögen

5. Sonstiges Vermögen ...

6. Rohvermögen insgesamt ..

...

davon a) Natürliche Personen .....

b) Nichtnatürliche Personen

Jahr

1924
1925
1927

L924
„925
1927

1924
1925
1927

1924
1925
| 0927

1924
1925
1927

1924
1925
19927

1924
1925
1927

1924
1925
1927

Rohvermögen der beschränkt
 Steuerpflichtigen
 (Ausländer)

Pflichtige

Betrag
in1000 AA

3

4 052
3.327
3.725

179 924
78 345
94 932

2488
1.168
1 323

304 140
144 286
199 421

25 988
25 117
24.076

1 628 808
1 676 554
1 452 983

433
741

11318
9720

30 834
28 332
27 313

2 124 191
1 908 905
1 747 224

30 399
27 873
26 814

1 954 036
| 791 201
ı 576 536

435
459
499

170 155
117 704
170 688

Im Ausland belegenes
Rohvermögen unbeschränkt
 Steuerpflichtiger
 (Inländer)

a Betrag
Pflichtige in 1000 AM

5

439
418

12 344
19311

235
344

87 787
406 303

422
507

11 788
19 045

359

17 089

129 008
444 659

65 262
68 417

63 745
376 242

größere Rolle spielen als bei den natürlichen, ist im Gesamt durchschnitt der mittlere
 Steuersatz für die nichtnatürlichen Personen wesentlich höher als für die natürlichen
 (Übersicht 53).
Aus der Gruppierung ihrer Vermögen läßt sich bereits entnehmen, daß das Hauptbetätigungsfeld
 der nichtnatürlichen Personen die kapitalintensiven Wirtschaftszweige
sind. Eine Aufgliederung des Betriebsvermögens nach Wirtschaftszweigen zeigt denn
auch, daß die nichtnatürlichen Personen nach Pflichtigenzahl und Vermögensumme
vor allem in Wirtschaftszweigen wie Bergbau, Zuckerindustrie, Gas-, Wasser-, Elektrizitätsversorgung,
 Geld-, Bank-, Börsen- und Versicherungswesen stark vertreten sind.
Von den landwirtschaftlichen und ähnlichen Unternehmungen erscheinen als Pflichtige
mit Betriebsvermögen von vornherein nur die nichtnatürlichen Personen, da deren Vermögen
 ‚kraft Gesetzes als Betriebsvermögen gilt. In Wirtschaftszweigen, die vorwiegend
als Kleingewerbe betrieben werden, herrschen nach der Pflichtigenzahl wie nach dem
Vermögensanteil die natürlichen Personen vor, so besonders in der Bäckerei, Fleischerei,
Schuhmacherei. Gärtnerei sowie im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe.
        <pb n="302" />
        Übersicht 56
Steuerpflichtiges Gesamtvermögen je Pflichtigen und auf den Kopf der Bevölkerung in den Großstädten
im Jahre 1927
Steuerpflichtiges Gesamtvermögen
Betrag je auf den
Pflichtige in | Pflichtigen | Kopf der A
1000 AM RM ARM
5 5

— 399 —

I, ARCÄON Ver 1 4ER BEE
2. Altona ...... Kerr en
% AUFSÜULE: 1414ER EEE H EEE
1. Barmen cases
5. Berlin. ......... Vera
6. Bochum eerereeeeee
7. Braunschweig SA
3. Bremen eereeer eee
9, Breslau ....... -
‚0. Chemnitz ... .....
Ll. Dortmund .. ee
12. Dresden 1... 2000000
3, Duisburg .......0.00000000000
14. Düsseldorf ... ...00000000000
5. Elberfeld ..... .0.00.0000000000
6. Erfurt ers
7. ESS are
18, Frankfurt (Main).............
19. Gelsenkirchen Keane n KERNEL
20. Halle (Saale) .........0.0..000

155 816
227 430
165 522
187 099
1 024 154

7215
7697
5341
6 390
21 894

374 414
442 603
346 124
361 274
11 878 884

51 894
57 503
64 805
56 537
97 453

2.403
1.946
2091
1931
2952

211 249
146 725
294 966
557 139
333 851

3 881
6324
19.909
12 795
'0 895

241 367
298 899
228 658
880 211
728 833

62 192
47 264
61 714
68 793
65 896

1143
2.037
4 165
1580
2183

321 743
511 946
272 798
432 633
167 577

8.050
23 730
7566
15.890
6 969

661 8330
502 294
418 811
949 684
452 115

82 215
63 308
55 354
122 699
64 B75

2057
2455
1535
4.507
2 698

135 579
$70 524
467 520
208 512
[94 575

5997
[0.112
22 608
3.348
6 734

231 105
170 720
3021 292
203 224
460 034

38 537
115 775
133 638
60 700
68 315

1 705
2488
6 462
975
2364

21. Hamborn. ....... 0. 000000000
22. Hamburg. ....... AR
23. Hannover ........00000000400
’4. Harburg-Wilhelmsburg .......
%. Hindenburg .......00000000000

126 618
079 126
422 745
105 765
122671

1648
32 585
16 346
2793
1538

82 171
3 194 140
977 347
147 439
59 786

49 861
98 025
59 791
52 789
38 872

649
2.960
2312
1.394
4837

’%. Karlsruhe A
27. Kassel Here
28. Kiel a... nn tra
29, NEE EEE Hk
30. Königsberg (Pr)...

145 750
171 670
213 881
700 222
279 926

5464 |
6342
6043
27 339
7347

293 123
421 161
199 070
1 811 060
367 764

53 646
66 408
32 942
66 245
50 056

2011
2453
931
2586
1314

31. Krefeld .... SA
32. Leipzig. Le
33, Ludwigshafen ......0.020000
M. Lübeek ‚.....0.
5. Magdeburg ... 200er
36. Mainz ver ee
37, Mannheim ES RD REREREE MMC
38, Mühlheim (Ruhr) ......0.00000
30. München ...........
10, M, Gladbach PExE
Hl. Münster (Westf) 2.0.0.0...
BR. Nümberg........
BB, Oberhausen ..........0.000000
4. Plauen...
15, Stettin Kar
16. Stuttgart ....... ee...
7. Wiesbaden ..........0001110C
Summe der 47 Großstädte ....

131 098
579 159
"01 869
120 788
297 020

7234
24 315
2930
4323 |
9 897

303 386
| 752 649
149 090
212 548
506 435

41 939
72 081
50 884
49 167
51 171

2314
2581
1 464
1 760
1 705

108 537
247 486
"27 400
580 704
15 302

4519
B 761
4 200 |
23 309
3823

220 878
824 440
218 5%
1 852 163
196 326

48 878
94.103
52 047
79 461
51 354

2.035
3331
1716
2721
1703

106 418
392 494
105 436
111.436
254 466

5 104
13 482
1 863
4776
698

233 114
B27 221
192 552
208 347
476 696
198 474
423 689
44 202 040

45 673
61 357
103 356
43 624
71 170
68 363
37 770
7 |

2191
2 108
1826
1870
1873
3 505
3191
2599

341 967 17531
132 776 7334
17010088 | 570 889

|

Arm
dung Unter Berücksichtigung der nach der Volkszählung (16.6.1925) erfolgten Gebietsveränderungen (Ein- und Umgemein-
        <pb n="303" />
        — 400: —

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist das Handelsgewerbe (ausschließlich Tabakhandel
und Geld-, Bank-, Börsenwesen). Es stellt von 100 Pflichtigen mit Betriebsvermögen
(natürliche und nichtnatürliche Personen) 31 und von 100 AM Betriebsvermögen 20,4.
Nächst ihm weisen das Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe (14,4), die Bäckerei (7,0),
die Hertellung von Eisen-, Stahl- und Metallwaren (5,7) und das Baugewerbe (5,4)
die höchsten Pflichtigenanteile auf. Nach dem Vermögensanteil stehen dagegen Textilindustrie
 (7,2), Chemische Industrie (6,2), Bergbau (ohne Salzbergbau) und Torfgräberei
 (6,0), Geld-, Bank- und Börsenwesen (6,0) und Gast- und Schankwirtschaftszewerbe
 (4,2) voran (Übersicht 54).
Das Rohvermögen der beschränkt Steuerpflichtigen (Ausländer) besteht zum überwiegenden
 Teile aus Grundvermögen. Er stellt aber insgesamt nur einen kleinen
Bruchteil des festgestellten Vermögens überhaupt dar und hat zudem seit 1924 ständig
abgenommen. Eine noch geringere Rolle spielt das im Auslande belegene Rohvermögen
unbeschränkt Steuerpflichtiger (Inländer). Nach der Statistik hat es sich von 1925
bis 1927 mehr als verdreifacht, beträgt aber dennoch 1927 nur 444 659000 AM
Übersicht 55).

Das steuerpflichtige Gesamtvermögen der Großstädte ist wegen deren überragender
Bedeutung für Deutschlands Wirtschaft und Finanzwirtschaft in einer besonderen
Übersicht zusammengestellt. Es zeigt sich, daß das Durchschnittsvermögen je Pflichtigen
 außer in Frankfurt a. M. namentlich in Städten mit Schwerindustrie sehr
hoch ist (Düsseldorf, Essen, Oberhausen, Dortmund); es folgen Handelsmittelpunkte
wie Hamburg, Mannheim, Berlin. Eine hohe Vermögensquote je Kopf der Bevölkerung
 findet sich gleichfalls vor allem in Frankfurt a. M., außerdem in Bremen,
Düsseldorf, Stuttgart und Wiesbaden, also namentlich in Städten mit relativ hoher
Pflichtigenzahl. Sehr gering ist das Vermögen im Verhältnis zur Bevölkerung in
Städten mit überwiegender Arbeiterbevölkerung, wie Hindenburg, Hamhborn, Gielsenkirchen.
 außerdem in Kiel (Übersicht 586).

4. Erbschaftsteuer

Die Erbschaftsteuerstatistik 1928 umfaßt die Fälle des Erwerbes von Todes wegen,
lie Schenkungen unter Lebenden und die Zweckzuwendungen, die im Kalenderjahre 1928
ler Erbschaftsteuerveranlagung unterlegen haben. In die Statistik sind außerdem die
steuerfreien Fälle des Erwerbes von Todes wegen durch Ehegatten und durch Schenkung
 an Ehegatten aufgenommen. die im Jahre 1928 zur Kenntnis der Finanzämter
yekommen sind.
Die Statistik lehnt sich eng an den im Reichserbschaftsteuergesetz festgelegten Tarif
an, der nach dem persönlichen Verhältnis des Erwerbers zum Erblasser sowie nach
ler Höhe des Erbanfalls progressiv gestaltet ist. Zum Verständnis der nachstehenden
Übersichten und Ausführungen erscheint es notwendig, die wichtigsten Tarifbestimmungen
 des geltenden Erbschaftsteuergesetzes (vom 22, August 1925) kurz darzustellen:
Nach dem Grad der Verwandtschaft wird die Erbschaftsteuer in fünf Steuerklassen
arhoben. Steuerklasse I umfaßt die Erbanfälle der dem Erblasser am nächsten stehenden
Angehörigen, der Ehegatten (soweit nicht steuerfrei) und der Kinder in weiterem Sinne
‚einschließlich der Stiefkinder, Adoptivkinder, anerkannten unehelichen Kinder usw.)-Nach
 den Sätzen der Steuerklasse II werden die Erbanfälle der Abkömmlinge der in
Klasse I genannten Personen besteuert, also in erster Linie die der Kindeskinder. Die
Steuerklasse III umschließt die Erbanfälle der Eltern, Stiefeltern und Geschwister.
Steuerklasse IV umfaßt die steuerpflichtigen Erwerbe der Großeltern und entfernteren
Voreltern, Geschwisterkinder, Schwiegereltern und Schwiegerkinder. Die Erbanfälle
aller übrigen Personen sowie die Zweckzuwendungen vehören der Steuerklasse V an.
        <pb n="304" />
        — 401 —

Nach dem Werte des Erbanfalls gliedert sich der Steuertarif für jede Steuerklasse in
23 Stufen, und zwar beträgt die Erbschaftsteuer

in der Steuerklasse 7
I
IV

2 bis 15 vH
4 « 25 »
Ä 40 »
50 »
60 »

Bei Erwerben im Werte von 100000 AM bzw. 1000 000.7. kommen an Erbschaftsteuer
 zur Erhebung
in der Steuerklasse I
IT
N

Senne n0 40004 4,5 bzw. 9,5 vH
km Bm em € 9 » 19 »
‚000000404 13,5 » 28,5 »
....0.4 18 » 38 »
RER RER R ER HHG 54 Q4 » 44 ».
Die höchsten Sätze werden bei Erwerben im Werte von mehr als 10 Mill. AM er.
feicht.

In den Steuerklassen I und II bleiben Erbanfälle von nicht mehr als 5000 AM steuer-(rei.
 In den übrigen Steuerklassen liegt die Freigrenze tiefer. Der Erwerb des Ehegatten
isf steuerfrei, wenn im Zeitpunkt des Entstehens der Steuerschuld Kinder usw. leben.
Nach den Ergebnissen der Statistik wurden im Jahre 1928 rd. 51 000 Steuerfälle von
den Finanzämtern erledigt mit einem von Todes wegen bzw. durch Schenkung angelallenen
 Vermögenserwerb im Werte von 974,5 Mill. AA, Die auf Grund dieser Erwerbe
lestgesetzte Erbschaftsteuer betrus rd. 63.5 Mill. AM.

Übersicht 57

Erwerb von Todes wegen und durch Schenkungen unter Lebenden nach Steuerklassen
Veranlagung 1928

Steuerklasse

Ü

1928 Summe ....
1927 Summe ....|

Erwerbsanfälle

Zahl

vH der
Erwerbsanfälle

ns asarmdt

31 139
1087
5633
4381
7 601
50 841 100,00
69 936 | =

Vermögensanfall !

Wert des
Erwerbs in
1000 AM

vH des
Wertes
insgesamt

756 631 ‚7,64
41.335 4,24
84578 8,68
48 555 4,98
43 450 4,46
974 549 100,00
1089629 | — |

Festgesetzte Steuer

z vH der
Betrag in festges.
1000 AM Steuer
ı insresamt

34 133 53,75
4072 6,41
10.097 15,90
6 803 10,71
8 403 13,23
63 508 100,00
57 557 —

Am Wichtigsten für das Gesamtergebnis der Erbschaftsbesteuerung ist die I. Steuer-&amp;lt;lasse
 (Ehegatten, Kinder und die den Kindern gleichgestellten Personen). Obwohl der
Tarit gerade für diese Steuerklasse die geringste Anspannung zeigt (2 bis 15 vH), brachte
lie Steuerklasse I 53,7 vH der gesamten Erbschaftsteuer auf, nämlich rd. 34 Mill. AM,
Nächstdem lieferte die Steuerklasse III den höchsten Steuerbetrag. Sie trug zu dem
SMeuerergebnis 10,1 Mill. ZA = 15,9 vH beir Ihr folgte die fünfte Steuerklasse, die
3,4 Mill. 2.4 = 13,2 vH an Erbschaftsteuer zu tragen hatte. An vierter Stelle steht die
"lerte Steuerklasse’mit 6,8 Mill. AM oder 10,7 vH, während die zweite Steuerklasse für
das Ergebnis der Erbschaftsbesteuerung von geringster Bedeutung war; denn für die ihr
‘gehörigen Steuerfälle wurde eine Erbschaftsteuer von nur 4,1 Mill. AM = 6,4 vH der
5%Samten Erbschaftsteuer festvesetzt.

inanzen und Steuern
        <pb n="305" />
        402

Anders verteilen sich auf die Steuerklassen die besteuerten Pflichtigen und die Werte
der erworbenen Vermögen. Nächst der Steuerklasse I fielen die höchsten ererbten Werte
in die Steuerklasse III; die Zahl der Vermögensanfälle war, abgesehen von der Steuerklasse
 I, am höchsten in der Steuerklasse V. Die Steuerklasse II ist nicht nur an der festgesetzten
 Steuer, sondern auch an der Zahl der Steuerfälle überhaupt sowie an deren Wert
am schwächsten beteiligt, Die prozentuale Verteilung der Vermögensanfälle, deren Wert
und die festgesetzte Erbschaftsteuer geht aus der Übersicht 57 hervor.
Die Beanspruchung der Erbanfälle durch die Erbschaftsteuer nimmt mit den ansteigenden
 Steuersätzen von Steuerklasse zu Steuerklasse zu, und zwar bewegt sie sich von
4,51 bis 19,34 vH des Erwerbswertes. Im einzelnen betrug sie in vH des Wertes der
steuervflichtigen Erwerbsanfälle in der Steuerklasse

L
[IX
NV
.r

4,51
9,85
11,94
14,01
19.34

Im Gesamtdurchschnitt ergab sich eine Belastung des erbschaftsteuerpflichtigen Erwerbes
 durch die Erbschaftsteuer in Höhe von 6,52 vH des Erwerbswertes.
Aufschlußreich sind auch die je Veranlagungsfall berechneten Erbanfälle und Steuerbeträge.
 Teilt man den Gesamtwert der Anfälle in den einzelnen Steuerklassen und die
für sie festgesetzte Erbschaftsteuer durch die Zahl der Anfälle, so ergibt sich für jede
Steuerklasse die Durchschnittshöhe der steuerpflichtigen Zuwendungen und die im Mittel
je Veranlagungsanfall festgesetzte Erbschaftsteuerschuld.

Steuerklasse

Wert des Erwerbs je
Veranlagungsfall
RAM

Festgesetzte Erbschaftsteuer
 je Veranlagungsfall

RM

A

47.0... ..CT..
14.0... ......

Insgesamt ....

24 298
38 027
12 751
11.083
5716
19 160

109%
3746
1522
1553
106

ı 249

Während der Wert der Erwerbsanfälle im Durchschnitt von Steuerklasse zu Steuerklasse
abnimmt, ist das Besteuerungsergebnis je Veranlagungsfall in der Steuerklasse I (Ehegatten,
 Kinder usw.) am niedrigsten, am höchsten in der Steuerklasse II (Kindeskinder
usw.). In welcher Weise die Erträge der Erbschaftsteuer aus den nach der Höhe des Erwerbs
 aufgegliederten Erwerbsanfällen fließen, geht aus der Übersicht 58 hervor. Naturgemäß
 gehört die Mehrzahl der Erwerbe der untersten Größenklasse an, während zum
Besteuerungsergebnis in erhöhtem Maße die mittleren und großen Erwerbe beitragen.
Da das Schwergewicht der Erbschaftsteuer in der Steuerklasse I mit einem Anteil von
last 54 vH an der festgesetzten Steuer liegt, ist auch die Feststellung von Interesse, in
welchem Umfange die einzelnen Tarifstufen zu den Ergebnissen in dieser Steuerklasse beigetragen
 haben. Diesem Zwecke dient nebenstehende Übersicht.
Bei dem Besteuerungsergebnis der in die Steuerklasse I fallenden Erbschaftsteuerfälle
ist zu berücksichtigen, daß die Erwerbe durch Ehegatten überwiegend steuerfrei sind-Bei
 Nichtbestehen dieser Befreiungsvorschrift hätte die Steuerklasse I eine erheblich
höhere Erbschaftsteuer ergeben, und zwar hätte sich die Steuer nach der Statistik um
etwa 16,8 Mill. AM erhöht; der Ausfall ist aber noch erheblich höher. da viele steuerfreie
        <pb n="306" />
        - 403 —

Erwerbe, insbesondere Schenkungen, nicht zur Kenntnis der Finanzämter und daher auch
nicht zur statistischen Anschreibung gelangt sind. Die Statistik der steuerfrei bleibenden
Erwerbe durch Ehegatten für das Jahr 1928 umfaßt rd. 9 500 Fälle mit einem angefallenen
 Vermögenswert von etwa 327 Mill. AM.

Übersicht 58
Erwerb von Todes wegen und durch Schenkungen unter Lebenden nach Wertstufen
Veranlagung 1928

Wertstufen

Frwerheanfälle

Zahl

vH der
Erwerbsanfälle

insresamt

Wert des Erwerbs ' Festgesetzte Steuer

in | vH des
1000 A. , Wortes |
insgesamt

‘ vH der
in festı
 gesetzten
1000 ZA Steuer
insgesamt

PA

„bis 10000 AM 0000
über 10000 bis 20000.AM..ı
20000 » 30000 » ..|
30.000 » 40000 » ..
10.000 50000
50.000 00000...
00.000 50.000
‚50 000 200 000
200 000 300 000
300 000 100 000
100 000 500 000
500 000 300 000
600 000 700 000
700.000 800 000
300.000 » 909000
900000 » 1000 000
1000000 .7.M

Summe ....

59,78
20,78
7,39
3,69
2,14
3,70
1,21
0,42
0,51
0,21
0,09
0,03
0,05
0,02
0,01
9,00
9,07
50841 | 100,00

16,58
15,07
9,28
6,58
4,94
13,32
6,67
3,61
6,14
3,67
2,20
0,86
1,49
0,61
0,61
0,20
8.22
| 974549 | 100,00

161 533
146 881
90 414
63 639
48 099
‚29 823
64 980
35 201
59 825
35 808
21 446
8380
4 542
5.980
5972
1.942
80 084

6.830 10,75
5 684 8,95
4.197 6,61
3.330 5,24
2869 4,52
9442 14,87
4 669 7,35
2609 4,11
4515 7,11
3.236 5,09
1.903 3,00
1008 1,59
1626 2,56
915 1,44
537 0,85
176 0,28
9 961 15,68
63 508 | 100,00

) Übersicht 59

Die Veranlagungsergebnisse der Steuerklasse I nach Wertstufen
Veranlagung 1928

Wertstufen

Krwerhsanfälle 'Vermögensanfal!! Festgesetzte Steuer
vH der
festge- | vH des
setzten Ver-Steuer
 | mögensins-
 anfalls
gesamt
RR

En

„bis 10.000.724 .....
ber 10.000 bis 20 000.%,
20.000 » 30000»
30000 » 40000 »
40000 = 50000
50000 100 000
100.000 150 000
150.000 200 000
200 000 » 200 000
300 000 » 400 000
400 000 » 500 000
500 000 » 600 000
500 000 » 700000 »
700 000.7 +

5. Wa
.......
10.0.0...
.......
.......
10. .0.]
17 sw...)
„0 0....

Summe 1928 ....

4753 47,38
8462 27,17
2951 9,48
538 4,94
870 | 2,79
474 4,73
167 1,50
188 0,60
1 0,74
9 20,30
42 0,14
19 0,08
0,06
42 0,14
31 139 | 1200.00

105 438
117.527
71 204
52 081
38 658
101 646
53 330
30 456
53 428
30 799
19 214
5527
11.336
65 987
756 63] | 200,00 |

2103 6,16) 1,99
2940 8,61 2,50
2132 6,25 | 2,99
1817 5,38 3,49
1 545 4,53 4,00
4576 183,41 4,50
2669 | 7,82 5,00
1682, 493 5,52
3218! 9,83 6,02
2050 5,00 6,66
1346 3,94 7,01
418 1,22 7,56
910 2,67 8,08
6727 1971 10,19
34 133 | 1200.00‘ 4,51

(+
        <pb n="307" />
        404 —

Übersicht 60

Steuerfreie Ehegattenerwerbe
Veranlagung 1928

Steuerfreier Erwerb durch Ehegatten

Auf Grund gesetzlicher Erbfolge .....
Auf Grund Verfügung von Todes wegen
Durch Schenkung .. ..
Summe 1928 ....
Summe 1927 ....

Zahl der
Arwerbsanfälle


1379
7 734
411

7 24
17

vH der
Erwerbsanfälle

insgesamt

14,48
81,20
4.32

200,00

Wert des
Erwerbs
in 1000 AM

30 417
287 156
9 791

327 364
319 565

vH des
Wertes
insgesamt

9,29
87,72
2,99

200,00

Nach der Art der Verfügung über die Zuwendung der Ehegatten untereinander ergibt
sich ein Vorherrschen der testamentarischen Verfügungen, die über 81 vH der Fälle ausnachten.


Das schwierige Veranlagungsgeschäft der Erbschaftsteuer, das sich oft über Jahre hinaus
 hinzieht, bringt es mit sich, daß die Veranlagungsergebnisse eines Kalenderjahres
nicht die wirklichen Besteuerungsergebnisse des Berichtszeitraumes wiedergeben. Dies
gilt ganz besonders auch für die vorstehend dargestellten Ergebnisse von 1928, Die Erbschaftsteuerveranlagung
 1928 hat wahrscheinlich ein zu niedriges Ergebnis gebracht,
weil ein großer Teil der Steuerfälle wegen Nichtvorliegens endgültiger Vermögensbewertungen
 nicht abschließend bearbeitet werden konnte. Vielmehr sind nur solche Erwerbsanfälle
 erfaßt worden, für die auf den Stichtag des 1. Januar 1928 neu festzusetzende Einheitswerte
 bereits rechtskräftig vorlagen. Die hierdurch entstandenen zahlenmäßigen
Minderergebnisse werden, wie es sich bereits jetzt übersehen läßt, durch Mehrergebnisse in
den nächstfolgenden Jahreserhebungen ausgeglichen werden. Um die Vergleichsfähigkeit
für die folgenden Jahresergebnisse zu gewährleisten, ist eine Trennung der veranlagten
Erbschaftsteuerfälle nach dem Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld notwendig
geworden.
Die Übersichten 56 bis 58 sollen einem Vergleich der Ergebnisse der gegenwärtigen
Erbschaftsteuer mit den Ergebnissen der Erbschaftsbesteuerung vor dem Kriege dienen.
Für diesen Vergleich ist zu berücksichtigen, daß sich das gegenwärtige Gesetz erheblich
von dem vor dem Kriege geltenden Erbschaftsteuergesetz unterscheidet.

Übersicht 61

Erwerb von Todes wegen und durch Schenkungen unter Lebenden nach Steuerklassen
Veranlagung 1914

Steuerklassen

Steuerklasse I ......00.0.000004
Steuerklasse IT.......0.0000004
Steuerklasse ‘ Trocs0000000004'
Steuerklasse "V ......0.00000001
Steuerklasse Y..........00000 01
Steuerklasse VI und VII ....,
Summe ....}

Erwerbsanfalle

Zahl

vH der
Erwerbsanfälle

nsgesamt

35 431 34,57
34 653 33,82
2724 2,66
7427 7,25
20 682 20,18
1.557 1,52
102478 | 100,00 ı

WE EEE TEE
Vermögensanfall | Festgesetzte Steuer

Wert des
irwerbs in
1000.44

vH des
Wertes
insresamt

‘ vH der
Betrag in | festgesetzten
1.000.4 Steuer
insgesamt

305 548 38,85 15 491 ‘28,29
219 569 27,92 13,281 24,25
22916 2,91 1741 3,18
41 043 5,22 3322 6,07
132 601 126,86 17 738 32,39
64 755 8,24 3.187 5,82
786434 ı 100,00 | 54 761 100,00
        <pb n="308" />
        405 —

Der Kreis der erbschaftsteuerpflichtigen Erwerber ist im Vergleich zu der Regelung
lurch das Vorkriegserbschaftsteuergesetz in dem Gesetz vom 22. August 1925 durch Einbeziehung
 der Ehegatten, der Kinder, der Personen, denen die rechtliche Stellung ehelicher
 Kinder zukommt und der Abkömmlinge von Kindern erweitert. Auch die Steuersätze
 sind höher, die Befreiungsvorschriften durch Ausdehnung der Steuerpflicht nach
unten abgeschwächt.
Nach dem Grad der Verwandtschaft der Erben zum Erblasser kamen in den beiden
‘u vergleichenden Gesetzen folgende Klasseneinteilungen und Grundprozentsätze zur Anwendung.


Erwerberklassen

Chegatten. 2.
Alnder: .
1. Abkömmlinge 1.Grades (eheliche Kinder) .....
2, Die unehelichen Kinder der Mutter ...........
3. Die vom Vater anerkannten unchelichen Kinder
P rsonen, denen die rechtliche Stellung ehelicher
Kinder zukommt .............00.
An Kindes Statt angenommene Personen ..........
Zingekindschaftete Personen, denen die rechtliche
„Stellung ehelicher Kinder zukommt -............
Stiefkinder .............
\bkömmlinge der Kerr rn E ERBE
\bkömmlinge der an Kindes Statt angenommenen
„Personen. ......
Äültern ...... Seren
Stiefeltern TEA
Yoll- und halbbürtige Geschwister.................
Yroßeltern und entferntere Voreltern ............0.
\bkömmlinge 1. Grades von Geschwistern ‚........
\bkömmlinge 2. Grades von Geschwistern .........
Schwiegereltern . . .
Schwiegerkinder KELEHE „8
Teschwister der A
Verschwägerte im 2. Grade der Seitenlinie .........
Übrige Erwerber. ....... 5
Mändische Kircefeeneerrr 4014400 r Haar ken k Ent
“Wendungen an kirchliche, mildtätige oder gemein-Nütziee
 Stiftungen oder zu solchen Zwecken .....

Nach dem Gesetz
vom 3. Juni 1906
und $4.des
‚Gesetzes über
Änderungen im
Finanzwesen vom
3. Iuli 1918

Steuerzlassea


Grundor0ozentsatz


rei

frei

Tel frei
rei | frei
117 6

frei | frei
al 6
I / 6
II 6
Frei frei
Un
I
[il
1
II
u
MV
I
ul
IV
[V
N
VI

vun |

Nach dem Gesetz
vom 22, August 1925

Steuerklasse


Grundprozentsatz


3) |

21)

2
2
9

2
2

2
2
4

iT

T

11
1
I
iV
Tr

4

vi
r

V
V
7

14
14
14

N
Y Wenn Abkömmlinge lehen. stenerfrei.

Die Steuersätze, die sich zur Zeit zwischen 2 und 60 vH des Erwerbswertes bewegen,
Matten vor dem Kriege eine Spanne von 2 bis 25 vH.
R Übersicht 62 stellt die Ergebnisse der Erbschaftsteuerveranlagungen 1914 und 1928 nach
z.erberklassen dar. Gegenüber den Ergebnissen der Veranlagung 1928 fällt die hohe
ahl der Veranlagungsfälle auf.
ge bersicht 63 vergleicht die Ergebnisse der Veranlagungen 1914 und 1928 nach Wert-
        <pb n="309" />
        406 —

Übersicht 62
Ergebnisse der Veranlagungen 1914 und 1928 nach Erwerberklassen

Erwerber

ER

Ehegatten ......... .
Kinder: Abkömmlinge 1. Grades.........
Die vom Vater anerkannten unehelichen
 Kinder.............
Personen, denen die rechtliche Stellung ehelicher
 Kinder zukommt .......0.00..00004
An Kindes Statt angenommene Personen....
Eingekindschaftete Personen, denen die rechtliche
 Stellung ehelicher Kinder zukommt. ,
Stiefkinder............ Se
Abkömmlinge der Kinder ....
Eltern... ve
Voll- und halbbürtige Geschwister .........
Großeltern und entferntere Voreltern.......
Abkömmlinge 1. Grades von Geschwistern ..
2. » » ..
Schwiegereltern. .... .... a
Schwiegerkinder .... .
Geschwister der Eltern........0.00...,00000
Verschwägerte im 2. Grad der Seitenlinie...
Übrige Erwerber ... ...
Insgesamt. ...

Zahl der
Erwerbsanfälle

1914| 1928
3

2578
28211

5

18

142

11
153

YO

14
154
1 087
\ 916
5717
4147 |
15
219

535

34 8%
5
34 653
4851
130
} 2421
445
2131
22 239

Fat

102 474 '

Wert des
Erwerbs
in 1000 A
bzw. AM
{914 | 1928

Festgesetzte
Steuer
in 1000 X
bzw. AM
1014] 1928
7

79931
662 709

3.878
29 532

733

359

FA

'1

7001 |

273
8 343

638 !

9
469

B
222
4072
“997
14 538 9 100
4 —
13 281 6573
1776 -—
4) 31 8
1 1022 223
262 —
1284 —
20 925 8 402
974 "49 ' 54761 | 63508

K) Ymmm

19.097
286 452
63
219 569
20 718
; 494
14 625
3.032
17 293
197 356

41 334
‘10.045
74533

R

786 A434

1) In den Erwerbsanfällen der Schwiegerkinder sind auch die der Stiefkinder enthalten. — *} Einschl. Stiefeltern. —
3 Einsechl. Stiefeltarn.

Übersicht 63

Ergebnisse der Veranlagungen 1914 und 1928 nach Wertgruppen

Zahl der
Erwerbsanfälle

Wert der
Erwerbsanfälle in
MÜLL bzw. AM

Erbschaftsteuer in
Mill. A bzw. AM

Wertgruppe

1914 | 1928

‚914 | 1998

1914 |! 1928 _

bis 10000 A bzw. AM ..
über 10 000
bis 30000 »
über 30000
dis 100 000 »
über 100000
bis 500000 »
über 500 000
bis 1000000 »
über 1000000 »

88628 |

30 393

211.2

161,5

2,5

6,8
9,9

9779 |

14323 |

160,5 |

237,3 |
241,6 |
217,3 |
52,8 | 36,8 | 4,9
54,4 80,1 4,9

3175 |

4 844

162,6. |

15,6

7B4

1 193

144.9 |

16,9

78
30

55
33

4,3
10,0

Summe ....

102474 | 50841 | 786,4 ] 974,6 | 54,8 | 63,5
        <pb n="310" />
        A007

5. Umsatzsteuer
a. Steuerrecht

Die Vorstufe des heutigen Umsatzsteuergesetzes bildet das »Gesetz über den Warenumsatzstempel
 vom 26. Juni 1916« (RGBl. S. 639). Nach dessen Bestimmungen
wurden alle gewerblichen »Warenumsätze« mit 1vT versteuert. Das Gesetz bildete
einen Teil des Reichsstempelgesetzes; die Erhebung der Steuer erfolgte jedoch jährlich
auf Grund einer Anmeldung mit Selbstveranlagung. Mit dem »Umsatzsteuergesetz
vom 26. Juli 1918« (RGBL S. 779) wurde die Steuer aus dem Bereiche des Stempel-Steuergesetzes
 herausgenommen und zur selbständigen KReichssteuer erhoben. Das
Umsatzsteuerrecht hat seitdem noch eine große Reihe von Veränderungen erfahren,
bis es schließlich zu der Neufassung des Gesetzes vom 8. Mai 1926 (RGBL I S. 218)
kam, die heute noch in Kraft ist.
Zusammenfassend ergibt sich bis zum 1. August 1925 bzw. bis zum 1. April 1926
3ine Mehrheit von Einzelsteuern, die nur in ihrer gemeinsamen Grundlage, der Ab-Stellung
 auf den Umsatz, übereinstimmten. Folgender, nach dem Gesetz vom 15. April
1930 (RGBl. I S. 137) ergänzter Auszug aus dem Kommentar zum UStG. von Popitz-Kloß-Grabower
 (3. Aufl. 1928) diene zur besseren Erkenntnis der verschiedenen Steuerarten
 und Besteuerungsformen seit dem Bestehen des deutschen Umsatzsteuerrechts.
Es waren zu unterscheiden:
l. Die allgemeine Umsatzsteuer auf alle Umsätze innerhalb gewerblicher
und beruflicher Tätigkeit auf allen Stufen des Wirtschaftslebens vom ersten Umsatz
des Urerzeugers oder Herstellers oder Einführenden bis zum letzten Umsatz an den
Verbraucher. Sie betrug — von der Vorstufe des Warenumsatzstempels abgesehen —:
vom 1. August 1918 bis 31. Dezember 1919
1. Januar 1920 » 31. Dezember 1921
lL. Januar 1922 - 31. Dezember 1923
Li. Januar 924 30. September 1924
1. Oktober 9924 31. Dezember 1924
1. Januar 1925 . 30. September 1925
1. Oktober 1925 » 31. März 1926
L. April 1926 » 31. März 1930
1. April 1930 an beträgt der Steuersatz
2, Die Luxusumsatzsteuer, die nur die Umsätze bestimmter sogenannier
Luxusgegenstände erfaßte und im Gegensatz zur allgemeinen Umsatzsteuer nicht auf
allen Wirtschaftsstufen, sondern nur auf einer, erhoben wurde, und zwar entweder als
Kleinhandelsteuer oder als Herstellersteuer. Sie betrug:
vom 1. August 1918 bis 31. Dezember 1919 ................. 10 vH,
1. Januar 1920 » 31. Dezember 1924 000.000 15 »
\, Januar 1925 » 30. September 1925 wewrwram 1 „
1.Oktober 1925 » 31. März 1926 ... 75
Seit 1. April 1926 ist sie aufgehoben.
3. Die vier erhöhten Umsatzsteuern auf ‘Leistungen bestimmter Art. und zwar
a) die Anzeigensteuer,
b) die Beherbergungsteuer, ;
2) die Verwahrungsteuer und
1) die Steuer auf die Vermietung von Reittieren.
6 Diese Sondersteuern sind am 1. August 1925 außer Kraft getreten. Seit 1. April 1926
fol. zum 31. März 1930 gilt also nur die allgemeine Umsatzsteuer!). Für diese gelten
Olgende Rechtsbestimmungen:

"a
\ Wegen der erhöhten Besteuerung der Großumsätze im Einzelhandel siehe unter Steuersatz.
        <pb n="311" />
        — 408 —

Der subjektiven Umsatzsteuerpflicht unterliegt, wer eine selbständige
gewerbliche oder berufliche Tätigkeit ausübt. Es handelt sich also in erster Linie um
die Gewerbetreibenden und die Angehörigen. der freien Berufe. Wichtig sind für die
Abgrenzung der subjektiven Steuerpflicht vor allem zwei Begriffsmerkmale:
1. Der Steuerpflichtige muß tätig sein, d.h. irgendeine Art von Arbeit leisten.
2. Er muß selbständig sein, d.h. seine Tätigkeit muß auf seine eigene Rechnung und
unter eigener Verantwortung erfolgen. Es scheiden Beamte, Angestellte, Arbeiter
und Gesinde aus der Steuerpflicht aus: steuerpflichtig sind vielmehr nur »Unternehmer«,

Steuergegenstand sind die innerhalb selbständiger gewerblicher oder beruflicher
 Tätigkeit im Inland ausgeführten Lieferungen und sonstigen Leistungen. Ihre
Ermittlung erfolgt mit Hilfe obligatorischer Deklaration des Pflichtigen.
Steuermaßstab ist das für die Leistungen vereinnahmte Entgelt. Die Steuer
liegt jedoch nicht auf dem einzelnen Leistungstausch, sondern auf der Gesamtheit der
Leistungen und Vereinnahmungen innerhalb eines Zeitabschnitts, des Steuerabschnitts.
Der Steuerabschnitt umfaßt im allgemeinen 12 Monate, und zwar den Zeitraum, für
den regelmäßig Abschlüsse gemacht werden.
Der Steuersatz beträgt seit dem 1. April 1926 0,75 vH. Mit 1. April 1980
erhöht er sich auf 0,85 vH. Er erfährt gleichzeitig eine Staffelung auf 1,35 vH bei
Unternehmen, deren Gesamtumsatz einschl. des steuerfreien Umsatzes im jeweils vorangegangenen
 Steuerabschnitt 1 Mill. AM überstiegen hat, und zwar
1. bei Unternehmen, die überwiegend im Einzelhandel umsetzen, für den gesamten
steuerpflichtigen Umsatz,
2, bei Unternehmen, die nicht überwiegend im Einzelhandel umsetzen, für die steuerpflichtigen
 Umsätze, die im Einzelhandel erfolgen oder bei denen die besonderen
Sicherungsvorschriften ($ 13 Satz 2) nicht innegehalten werden.
Der Steuerbetrag errechnet sich durch Multiplikation dieses Satzes mit der Gesamtheit
 der in einem Steuerabschnitt vereinnahmten Entgelte. Steuerbeträge unter
5 AM werden im gemeinen nicht erhoben.
Die Steuerzahlung erfolgt in der Mehrzahl der Fälle durch vierteljährliche
Vorauszahlungen, deren Höhe sich nach den Entgelten bestimmt, die aus steuerpflichtigen
Umsätzen des vorangegangenen Vierteljahres vereinnahmt sind. Diese Zahlungsweise
hat ein Ansteigen der Ziffern für den ersten Monat jedes Vierteljahrs zur Folge. Größere
Firmen haben jedoch bis 1927 häufig monatliche Vorauszahlungen geleistet, deren Höhe
sich meist nach den im vorangegangenen Monat aus steuerpflichtigen Umsätzen vereinnahmten
 Entgelten richtete. Auf diese nach $19 Abs. 2 UStG. möglichen monatlichen
Voranmeldungen hat dann der Reichsminister der Finanzen durch Erlaß vom 19. Fehruar
1927 verzichtet.

Als Ausnahmen von diesen allgemeinen Bestimmungen sind im Umsatzsteuergesetz eine
Anzahl subjektiver und objektiver Steuerbefreiungen vorgesehen. Sa sind von der subiektiver
Steuerpflicht befreit:
li, Das Reich:
a) als Veranstalter des Post-, Telegraphen- und Fernsprechverkehrs ($3 Nr. 1); zum Postverkehr
 gehören auch die Kraftwagenlinien der Reichspost ($ 25 DBY;
b) als Unternehmer von Schlachthöfen, Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerken ($3 Nr. 2);
3) als Verwalter des Reichsgesetzhlatts oder von seinen Behörden herausgegehener Amtsblätter
 ($ 28 DB);
2. Die Länder: |
a) bis c) wie bei 1a bis c, wobei an die Stelle des Reichsgesetzblatts die Gesetzsammlungen
der Länder treten;
d) als Inhaber von Desinfektionsanstalten und ähnlichen Anstalten (8 26 DB);
3. Die Gemeinden und Gemeindeverbände:
a) als Unternehmer von Schlachthöfen, Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerken (83 Nr. 2
des Gesetzes) und als Inhaber von Desinfektionsanstalten und ähnlichen Anstalten ($ 26
DB);
b) als Veranstalter bestimmter Arten von Vorträgen (83 Absatz 1 Nr. 2 DB);

3] DB = Durchführunzebestimmungen.
        <pb n="312" />
        — 409 —
4. Beförderungsunternehmen wegen der auf Gesetz beruhenden Leistungen für den Post-, Telegraphen-
 und Fernsprechverkehr (83 Nr. 1);
5. Veranstalter bestimmter wissenschaftlicher Vorträge und die dabei tätigen Dozenten nach
Maßgabe des $3 DB;
6, Blinde und Blindenbeschäftigungswerkstätten nach Maßgabe des $2 DB;

7. Gemeinnützige und wohltätige Unternehmen nach Maßgabe des $3 Nr. 3 des Gesetzes (vgl.
88 29ff. DB); diese Befreiung kann auch für an sich nicht befreite Verwaltungs- und Geschäftszweige
 der zu 1—3 genannten öffentlichen Verbände, insbesondere der Gemeinden, in
Betracht kommen.
8. Nichtöffentäiche Schulen und Erziehungsanstalten nach Maßgabe des 83 Nr. 4;
9. Privatgelehrte, Künstler und Schriftsteller mit einem Umsatz von nicht mehr als 6000 ZA
(83 Nr. 5); diese Freigrenze erweitert sich mit 1.4.1930 auf 18000 A,
10. Handlungsagenten und Makler mit einem Umsatz von nicht mehr als 6000 AZ ($ 3 Nr. 6).
Unter den sachlichen Steuerbefreiungen sind 4 Gruppen zu unterscheiden:
1. Zur ersten Gruppe gehören die Befreiungen von:
a) Umsätzen im Bank- und Geldverkehr und in Edelmetalirohstoffen ($2 Nr. 2 und 3);
b) Verpachtung und Vermietungen von Grundstücken, soweit es sich nicht um eingerichtete
Räume handelt ($ 2 Nr. 4).
2. Zur zweiten Gruppe gehören die Befreiungen von:
a) Beförderungen im Sinne des Beförderungsteuergesetzes ($ 2 Nr. 5);
b) Umsätze der im Rennwett- und Lotteriegesetz genannten Gegenstände ($ 2 Nr. 6);
c) Leistungen, die der Gesellschaftsteuer und der Aufsichtsratsteuer unterliegen ($ 2 Nr. 7);
d) Versicherungen im Sinne des Versicherungsteuergesetzes ($ 2 Nr. 8).
3. Zur dritten Gruppe gehören die Befreiungen von:
a) Umsätzen aus dem Ausland und in das Ausland (Ein- und Ausfuhr, $2 Nr. 1a und c);
b) die ersten Umsätze nach der Einfuhr im Großhandel ($ 2 Nr. 1b);
c) Umsätze des sogenannten feinen Handels ($ 7);
d) Beförderungsleistungen bestimmter Art nach $ 20 Nr. 1 bis 3 DB;
e) Warenrabatte, Rückstandsrücklieferungen bei Genossenschaften und die Leistungen der
Revisionsverbände ($ 2 Nr. 14, 15);
f) Hingabe von Sprengstoffen der Bergwerksunternehmer an ihre Arbeiter ($ 44 DB).
4. Zur vierten Gruppe gehören folgende Befreiungen:
a) gewisse Leistungen, die mit der Sozialversicherung im Zusammenhang stehen ($2 Nr. 9
Ges. und $ 21 DB);
b) Naturalleistungen an Angestellte und Arbeiter ($ 2 Nr. 10); ,
c) Umsätze aus landwirtschaftlichen Naturalleistungen ($ 2 Nr. 13);
d) Eigenverbrauch in der Kleingartenwirtschaft usw. ($2 Nr. 12);
e) Naturalverpflegung in Erziehungsanstalten ($2 Nr. 11).
Schließlich ist bis zu einer gewissen Höhe auch der Eigenverbrauch steuerfrei.

b. Statistik
ll as Istaufkommen der Umsatzsteuer läßt in den Jahren 1924 bis 1929 keine einheitw
 le Entwicklungsrichtung erkennen. Der wesentlichste Grund dafür liegt in der stufen-On)
 Herabsetzung des Steuersatzes. Da der Steuersatz am höchsten im Jahre 1924
Sin hatte auch das Umsatzsteueraufkommen seinen höchsten Stand in diesem Jahre. Mit
bis jodem Steuersatz fiel es von 1924 bis 1926 um 52,4 vH, stieg dann aber von 1927
Ko 1928 bei gleichbleibendem Steuersatz wieder um 4,2 vH. Die Verschlechterung der
Sea tur 1929 brachte auch die Entwicklung des Umsatzsteueraufkommens zum Stillda
 nd (Übersicht 64). Bei der Aufgliederung nach Kalendervierteljahren ergibt sich für
wi Steueraufkommen, unabhängig von Sonderbewegungen der Konjunktur, ein geen
 Rhythmus, der hauptsächlich saisonbedingt ist. Es zeigt sich. in der Regel ein
Sonmäßiges Ansteigen des vierteliährlichen Aufkommens vom 2. bis 4. Quartal.
        <pb n="313" />
        — 410 —

Übersicht 64
Aufkommen an Umsatzsteuer und daraus errechneter steuerpflichtiger Umsatz im Deutschen Reich
1924 bis 1929

Jahr

1924, ....
LOB aa
1926...
1927.....
1928, ....
1929. ....

Insgesamt '

1. Vierteljahr

2. Vierteljahr ı 3. Vierteljahr |] 4. Vierteljahr

Steuer | Umsatz
in Mill, | in Mrd.
RAM AM

Steuer
in Mill.
HH

Umsatz
in Mrd.
AM

Steuer
in Mill.
AM

Umsatz
in Mrd.
AM

Steuer ı Umsatz
in Mill. | in Mrd.
AM RM
8 9

Steuer | Umsatz
in Mill. | in Mrd,
RM | RM
10 ] 11

2

‘)

i 888 76,7 400 15,2 447 17,1
1531 106,8 405 25,5 408 25,6
899 109,7 250 24,1 205 26,9
937 125,0 214 28,6 224 29,8
007 134,3 242 32,2 243 32,4
1006 | 134,2 233 31.1 | 246 32,9

509 19,+
410 26,2
212 28,0
238 31,8
255 34,1
258 | 3431

5321 24,9
308 29,5
232 30,7
261 34,8
267 35,6
269 35,9

Aus dem Aufkommen der Umsatzsteuer lassen sich die versteuerten Umsätze der Wirtschaft
 errechnen. Überblickt man an Hand der so gewonnenen Umsatzzahlen die Umsatzentwicklung
 in Deutschland seit der Währungsstabilisierung, so sind vier Abschnitte
deutlich erkennbar. .
Der erste Abschnitt reicht vom 1. Vierteljahr 1924 bis zum 4, Vierteljahr 1925. In
dieser Zeit stieg der durch die Umsatzsteuer wertmäßig erfaßte Umsatz um 94,1 vH, von
15,2 Mrd. AM auf 29,5 Mrd. AM. Ein langsames Wiedereinsetzen normaler
Wirtschaftsverhältnisse (Wiederauffüllung der Läger) kennzeichnet diesen Zeitabschnitt.
In dem darauffolgenden Abschnitt, der sich vom 1. bis zum 3. Vierteljahr 1926 erstreckt,
 liegt der Umsatz tiefer als im Jahre 1925, und zwar erreicht er seinen tiefsten
Stand im 1. Vierteljahr 1926. Diese Erscheinung steht unmittelbar im Zusammenhang
mit der rückläufigen Konjunktur, die gleichzeitig auch Preisrückgänge zur Folge hatte.
Mit der Beendigung der wirtschaftlichen Depression Ende 1926 nimmt der Umfang
der Umsätze langsam wieder zu und erreicht, nur durch eine leichte saisonbedingte Senkung
 der Umsätze im ersten Halbjahr 1927 und 1928 unterbrochen, im letzten Vierteljahr
 1928 einen neuen Hochstand. Diese Umsatzbewegung bringt die Erholung der
Wirtschaft seit Anfang 1927 deutlich zum Ausdruck, wobei allerdings auch eine teilweise
starke Erhöhung des inländischen Preisniveaus nicht ohne Einfluß blieb.
Der vierte Zeitabschnitt umfaßt das Jahr 1929 und steht unter dem Zeichen ‚einer
gewissen Stagnation. Die aus der Umsatzsteuer errechneten Umsätze zeigen gegenüber
dem Vorjahr keine wesentliche Veränderung, sie liegen in der zweiten Hälfte des Jahres
noch ein wenig über dem Stand von 1928. Tatsächlich hatte aber ein mengenmäßiger
Rückgang der Umsätze bereits Ende 1928 eingesetzt. Diese Gegenbewegung von Umsatzwert
 und Umsatzmenge erklärt sich daraus, daß die stattgefundene starke Hebung des
Gesamtpreisniveaus eine wertmäßige Umsatzsteigerung bei sinkender Umsatzmenge ermöglichte.
 *
Von Interesse ist eine Darstellung des Umsatzsteueraufkommens in den Landesfinanzamtsbezirken.
 Sie gibt insbesondere Aufschluß über den Umfang, in dem die einzelnen
Landesfinanzämter zu dem Reichsergebnis beitragen. Da der Steuersatz in den Jahren
1927 bis 1929 unverändert geblieben war, lassen sich aus dem Umsatzsteueraufkommen:
auch ohne Umrechnung mit dem Steuersatz, Schlüsse auf den Wirtschaftsablauf ziehen
(Übersicht 65). .
Unter den 26 LFA.-Bezirken steht Berlin mit rd. 13 vH des Umsatzsteuerauf“
kommens im Deutschen Reiche bei weitem an der Spitze. Ihm zunächst kommen die de?
Hauptteil des rheinisch-westfälischen Industriegebiets umfassenden LFA.-Bezirke Düsseldorf
 und Münster und dann der ebenfalls ein hoch entwickeltes Handels- und Industrie
zentrum umfassende LFA.-Bezirk Leipzig. An letzter Stelle stehen hinsichtlich des Umsatzsteueraufkommens
 die Landesfinanzämter Oldenburg, Unterweser, Oberschlesien und
Mecklenburg-Lübeck mit einem Anteil am Reichsaufkommen von rd. 0.5 bzw. 1 bzw
1.2 vB.
        <pb n="314" />
        111 —

Übersicht 65

Aufkommen an Umsatzsteuer nach Landesfinanzamtsbezirken 1927 bis 1929

Landesfinanzamtsbezirke


Bevölkerung
in vH
der
Reichssumme


91218)

1999 |

a7

2 in vH
m der
1000 ZA | Reichssumme


in
1000 AM

in vH
der
Reichssumme


in
1000 AZ

in vH
der
Reichssumme


———

y

Pa

2

&amp;amp;

Q

Berlin ....... He
Brandenburg AA
Sreslau.... eeEEunE
Järmstadt. He
Eden ul
Aeldorf „222
Tannover. He
Karlsruhe. . in
Geb
Shlesberg 222er
WÜDZIE ee
Magdebur ERS BE nn nrm
Mecklenburg Lübeck 420
EEE er
Velen
OBEN 00
onsehlesien.....1122
Oldenburg... ;
Schleswig-Holstein etw
Ye
BR
7
Unterelbe... n
Weser 1
Virzburg, .. 1. herken
Deutsches Reich....

4024 165 ı
2656 170
3 157 880
i 347 279
2.306 595
3.866 119
3 750 810
2312 462
2 426 309
3.376 040 '
2 256 349
2 685 725
3.551 753
959 064
3.299 932
4.985 820 |
2.385 1638
1379 278
467 436
! 519 365
2.122 678
2 652 075
736 284
152 523
338 846
1 694 499

6,45
4,26
5,06
2,16
3,69
6,19
5,01
8,71
2,89
6,41
3,61
4,80 |
5,69
1,54
5,29
#99
2,82
2,21
1,75
&amp;gt;48
2.40
1,25
2,78
1,85
0,54
2.79

118 180
29214
37 262
F7 137
41 531
78 416
48 192
34 780
39 096
15 988
16 251
57351
50 312
12 196
39 425
58 438
27 228
11315
4747
23 568
21 463
39 722
22 933
24 028
9499
9 001

12,61
3,172
3,97
1,88
4,43
8,37
5,14
8,71
4,17
4,91
1,78
5,12
5,87
2,30
4,21
7,30
2,90
2,21
0,51
2,51
2,29
4,24
2,45
2,56
1,01
2 03

132 324
31.993
40 623
17974
46 978
32.213
51 515
36 997
44 864
48 820
16 351
52 106
53 180
12 406
42 787
72 075
28 323
12 241
4681
24477
21 920
43 905
23 538
25534
9787
19 200

13,14
3,18
4,03
1,78
4,67
8,16
5,21
3,67
4,46
685,
1,62
6,17
5,28 |
1,23
4,25)
7,16
2,81 '
2,22 °
0,46
2,43
2,18
4,36
2,34
2,54
0,97
1.93

134 767
32 365
39 355
17 711
47 245
82 088
52 335
36 307
42 463
47 043
16 120
59 886
52 204
12 810
43 106
73 455
27 989
12 250
5 103
25 375
22 538
44 059
22 523
27 836
10 241
18 821

13,40
3,22
3,91
1,76
4,70
8,16
5,20
3,61
4,22
4,68
1,60
95.
5,19
1,27
4,28
7,80
2,78
1,22
0,51
2,52
2,24
4,88
2,24
2,77
1,02
1.87

1

62 410 619

100.00 ]

937 263

45 00

ı 007 002

100.00 | ‘1 005 995

100.00

Im ganzen ist der Anteil der Landesfinanzämter an den Reichszahlen von 1927 bis
1929 gleich geblieben. Gleichwohl läßt sich in den Anteilsziflern bei einzelnen Landesünanzämtern
 eine steigende, bei anderen eine sinkende Tendenz erkennen. Zu ersteren gehören
 vor allem Berlin, Brandenburg, München, Stuttgart, Unterelbe, zu letzteren Darm-Stadt,
 Düsseldorf, Karlsruhe, Köln, Königsberg, Leipzig, Magdeburg, Nürnberg, Thürin-Sen
 und Würzburg,
Man darf die auf Grund des Steueraufkommens errechneten Umsätze jedoch nur als
Schätzung werten. Genauere Umsatzzahlen vermag die Veranlagungsstatistik zu geben.
Bei dieser ist zu unterscheiden zwischen dem steuerpflichtigen Umsatz und dem Ge-Samtumsatz.
 Für das Jahr 1925 liegt nur der steuerpflichtige, Umsatz vor,
der infolge der zahlreichen Steuerbefreiungen (vgl.S.408) wesentliche Teile des tatsächlichen
 Umsatzes nicht enthält. Dagegen ist für die Jahre 1926 und 1927 der Versuch
Semacht, den Gesamtumsatz (steuerpflichtigen zuzüglich steuerfreien Umsatz) zu
“mitteln. Entsprechend sind 1926 und 1927 auch neben den Steuerbelasteten
(mit steuerpflichtigem Umsatz) auch die veranlagten Pflichtigen ıinsgesamt
(mit steuerpflichtigem oder [und] steuerfreiem Umsatz) festgestellt worden. Allerlings
 sind die gefundenen Ergebnisse nur als Annäherungswerte zu betrachten, da es in
der Natur der Sache liegt, daß die in den Steuererklärungen enthaltenen Angaben über
den Steuerfreien Umsatz von den Finanzbehörden nicht immer genau nachgeprüft werden
Können. Das Rückgrat dieser Darlegungen bilden deshalb die zuverlässigeren Daten des
Sfeuerpflichtigen Umsatzes.
        <pb n="315" />
        — 412 —

Die beigefügte Übersicht veranschaulicht den Unterschied zwischen diesen beiden
Pflichtigen- und Umsatzarten. Es zeigt sich, daß die Steuerbelasteten den Veranlagten an
Zahl nur wenig unterlegen sind, weil die Mehrzahl der Pflichtigen mit steuerfreien
Umsätzen zugleich auch steuerpflichtige Umsätze getätigt hat. Beträchtlich ist dagegen
 der Unterschied zwischen dem steuerpflichtigen Umsatz und dem Gesamtumsatz.
Die größte Rolle spielen die steuerfreien Umsätze naturgemäß im Handel und Verkehr.
Die befreiten Umsätze des Ein- und Ausfuhrhandels und des Zwischenhandels, des Geldund
 Kapitalverkehrs und vieler öffentlicher und gemeinnütziger Unternehmungen, insbesondere
 der Reichsbahn, machen sich hier stark geltend. Unter den drei Hauptwirtschaftszweigen
 folgt die Landwirtschaft und erst an letzter Stelle die Industrie. In der
Landwirtschaft und Industrie hat sich die Bedeutung des steuerfreien Umsatzes von 1926
auf 1927 vermindert, im Handel und Verkehr hat sie gleichzeitig zugenommen.

Übersicht 66

Gegenüberstellung der Veranlagten und Steuerbelasteten sowie des Gesamtumsatzes
und des steuerpflichtigen Umsatzes
Reichsergebnisse 1926 und 1927

Wirtschaftszweige

* Veranlagte


' Steuer- &amp;gt; der
belastete | Sp. 2

Steuer- |
Es pflichtiger vi der
Umsatz | Sp.5
in Mill. AA in Mill. AM |

7

Insgesamt
darunter:
Landwirtschaft ......000000000004
(SEO ya EEE EEE EG MG
Handel und Verkehr ............

4766628 | 4658 681

ı 872 379 1 868 872
| 274 637 1 242 858
1 401 138 1 340 802

19926

97,7

134 862

106121 | 28,7

99,8 7730 6&amp;amp; 062 78,4
97,5 63 476 57574 90,7
95,7 61 282 40638 | 66,3

1927

Insgesamt
darunter:
Landwirtschaft ......0.00000000000
[NduStie. 0 .00000000000000 010000
Handel und Verkehr ............

4211 801 |

4064328] 965 |

1 208 871 1 204 169
1.307 195 1 261 908
1465985 ! 1 388 827

99,6
96,5
94,7

165 054 '

7951
78 413 |
75 897

122 012 |

6718
67 852
45 409

23,9

84,5
86,5
59,8

Vom steuerpflichtigen Umsatz (engerer Begriff) entfiel 1925 etwas mehr als die Hälfte
des Umsatzes auf die Industrie und mehr als ein Drittel auf die Wirtschaftsgrupp®
Handel und Verkehr; dagegen war die Landwirtschaft nur mit 6,9 vH und die Wirftschaftsgruppe
 freie Berufe und Gesundheitswesen nur mit 1,8 vH an der Umsatzsumme beteiligt.
 Anders verhält es sich dagegen mit der Verteilung der Steuerbelasteten. Der
größte Teil gehört der Landwirtschaft an, während der Anteil der Steuerbelastetenzahl in
der Industrie sogar noch ein wenig geringer war als jener der Gruppe Handel und Verkehr.
 Der gegenüber der Industrie niedrigere Umsatz des Handels und Verkehrs ist teil
weise eine Folge der steuerlichen Sonderstellung zahlreicher Handelsumsätze. ,
Zahlenmäßig spielen in der deutschen Wirtschaft die Kleinunternehmungen zwar die
größte Rolle.
So haben von 100 Pflichtigen 88,0 einen Umsatz von weniger als 20 000 AM und 66,5
einen Umsatz von sogar weniger als 5000 AA. Indessen fällt ihr Umsatz verhältnis“
mäßig wenig ins Gewicht, sind sie doch am Gesamtumsatz nur mit 15,6 bzw. 5,3 vH heteiligt.
 Demgegenüber stellen die Unternehmungen mit Umsatz über eine halbe Million
 AA, die noch nicht 0,5 von 100 Steuerbelasteten ausmachen, fast die Hälfte des
gesamten versteuerten Umsatzes. Am schärfsten ausgeprägt sind diese Verhältnisse in der
Industrie. Auf 81,02, die von 100 Steuerbelasteten einen Umsatz unter 20 000 AM aufweisen,
 entfällt hier nur ein Umsatzanteil von 8,81 vH, während die 1,16 (von 100)
Steuerbelasteten mit Umsatz über 500 000 AM rd. die Hälfte des industriellen Umsatzes
        <pb n="316" />
        u 413 —

iberhaupt stellen. In der Gruppe Handel und Verkehr weisen die mittleren Umsatzstufen
 einen erheblich höheren Pflichtigen- und Umsatzanteil auf als in der Industrie;
geschwächt sind dafür die Umsatzstufen über 500 000 AM. Umsatz und Pflichtige der
Landwirtschaft konzentrieren sich auf die beiden untersten Umsatzstufen. Von 100 AM
des Umsatzes entfallen 64,65 auf die 98,41 von 100 Steuerbelasteten, die einen Umsatz
inter 20 000 AM aufweisen (Übersichten 67 und 68).

Übersicht 67
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Umsatzgrößenklassen für das Deutsche Reich im
Jahre 1925
Grundzahlen

Insgesamt

Landwirtschaft


Industrie

Handel
und Verkehr

Freie
Berufe und
Gesundheitswesen


Umsatz-.
7rößenklassen

Steuerpflich-


Steuer | Umsatz
jelastete! in
ı 000
ZM

Steuer- ]
belastete

Stouerpflich-


Umsatz
in
1000
CD

Steuerjelastete


ME
Stouer- Pazer
be- | Umsatz
in
lastete 1.000
AM
11
681 344| 1349 890] 588 586] 1 168 2061153 256) 273 629

»

a

bis 5000.27. ... 13207498] 5416 26111 784 312|2 624 536]
über 5000 AM 1.
bis 20000 AH [|

338 5351 3 506 705

427 680! 4578 8211 47 494| 452 323

über 20000 AM }
bis 100 000 AM
über 100000 AM }
bis 500 000 AM
über 500 000 AA }
bis 5000000 AM

450 5211 18797 158]

26 60111 041 4091

177 0801 7 526 835]

233 689] 9708 457} 13 1511 510 454

104 6111 21 315 554)

5 490lı 036 569]

47 23 9 885 785|

50 ale 095 seal

1 87) 297 837

22 350 27 047 wo] 369) 372 526]
1 ası) 19 197 ol sl 51 ort

13 465117 344 674 8 325) 9 120 12] 191! 209 673

äber 5000000.2.A

1 078115 501 328! 9 104 397
Summe. ... a 121 102 262 813[2 041 8607 077 644{1 258 715/55 125 2171 308 58/8 211 6391215 688 |1 848 313
in vH ,... 100 100| 142,32 6,92| 26,09| 53,90 2708 87,87| 4,47 1,81

50] 3 540 ee]

Die Schichtung des steuerpflichtigen Umsatzes ist aus technischen Gründen
aur für das Jahr 1925 feststellbar. Aber für die beiden folgenden Jahre stehen ent-;prechende
 Zahlen. der Veranlagten und des Gesamtumsatzes zur Verfügung. Da
die steuerfreien Umsätze vor allem im Handel eine Rolle spielen (vgl. S. 412), entfällt auf
die Gruppe Handel und Verkehr ein wesentlich höherer Anteil des Gesamtumsatzes als des
steuerpflichtigen Umsatzes, infolgedessen ist der G es am t umsatz je Veranlagten in der
Industrie nur wenig höher als im Handel und Verkehr,
Die Verteilung des Gesamtumsatzes auf die verschiedenen Umsatzstufen läßt eine beträchtliche
 Höherschichtung (gegenüber dem steuerpflichtigen Umsatz) erkennen. 1926
hatten 0,65 von 100 Veranlagten mit 55,16 von 100 AM des Gesamtumsatzes einen Umsatz
 von mehr als 500 000 und 86,84 von 100 Veranlagten mit 12,63 von 100 AM des
\esamtumsatzes einen Umsatz von weniger als 20000 .2.4, während 1925 die ent-Prechenden
 Ziffern für Steuerbelastete und steuerpflichtigen Umsatz auf 0,49 und 45,22
Zw, 87,0 und 15,56 lauten. An der Höherschichtung nehmen von den Wirtschaftszweigen
Yör allem Industrie sowie Handel und Verkehr, von den Umsatzstufen ganz besonders
ine über 5 Mill. AA teil. Es wird also ersichtlich, daß Träger des steuerfreien Um-3afzes
 in erster Linie Großunternehmungen sind (Übersichten 69 und 70).
        <pb n="317" />
        Lid 4

Übersicht 68
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Umsatzgrößenklassen für das Deutsche Reich im
Jahre 1925
Verhältniszahlen in vH

Umsatzerößenklassen

bis 5000 .2M v0...
über 5000.72 bis
20000 AM o...0.0.0.
iber 20 000.2 bis
100000 AM ......
über 100 000 AA bis
500000 AM ......
über 500 000 AM bis
5000000 AM ....
über 5000000... .

Summe.... I

Insyesamt

Landwirtschaft


Industrie

Handel und
Verkehr

Freie Berufe
und
Gesundheits-Wesen

Steuer-Stouer-
 pflich-‚belastete|
 tiger
ı Umsatz

Steuer-Steuer-
 pflich-5olastete|
 tiger
T!’msatz

‚ Steuer-Steuer-
 | pflichhelastete|
 tiger
Umsatz

Steuer-Steuer-
 pflichbelastete|
 tiger
Umsatz

Steuer-Steuer-
 pflichbelastete|
 tiger
ı Umsatz
4

8

WR

10

66,47

5,30 | 87.39 |

37.08

5413 ‘ 245

44.97 3.06 |

71,05 ! 14,81

21.53

10,26 |

11,02

27,57

26,89 6.36

32.68 | 11.98

22.02

24,47
27,62

9.34

18,38

1,30 '

14,72 |

14.07

13.67

17,85 | 25,41

6.10 |

2,17 ! 20,84

0,27

14,65 | 3,75

0,74 | 16,11
31,47 | 0,64 | 23,87 0,09 | 11,34
28,12 ! 0,02! 9,26 ' 0,00 | 5,65
!
100 | 100 | 100 | 100 | 100

17.93

3,84 | 26.42

0,46
0.03

26,45
18.77

0,02
OD O0

726
ae

1,07
A 09

100! 100 | 100

100

100 |!

Aber auch bei einem Vergleich der Gesamtumsatzzahlen für 1926 und 1927 zeigt sich
eine Verschiebung zugunsten der höheren Umsatzstufen. Diese beruht jedoch nur zum
kleinen Teil auf der Besserung der Konjunkturverhältisse; im wesentlichen ist sie vielmehr
 durch eine Änderung der Gesetzesgrundlagen verursacht. Die Erhöhung des steuerfreien
 Eigenverbrauchs der Landwirtschaft hatte ebenso wie die Senkung des Steuersatzes
 (Steuer unter einem gewissen Minimalbetrag wird nicht erhoben) eine Schmälerung
 der untersten und eine relative Bedeutungszunahme der übrigen Umsatzstufen zur
Folge. Absolut gesehen haben schon die Umsätze über 5000 AM zugenommen. Da
jedoch das Maß der Steigerung mit der Höhe der Umsatzgruppe wächst, haben einen G ewichtszuwachs
 nur die Umsätze von mehr als 500 000 AA aufzuweisen. Eine abweichende
 Entwicklung ergibt sich für die Landwirtschaft. Diese weist, infolge der
Rechtsänderungen, in der untersten Umsatzgruppe einen erheblichen Verlust an Veranlagten
 und Umsatz nach; dagegen haben alle übrigen Umsatzstufen absolut wie relativ
an Bedeutung gewonnen (Übersichten 69 und 70).
Wesentliche wirtschaftliche und soziologische Bedentung kommt auch der Rechtsform
der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmungen zu. Unter den Steuerbelasteten (engerer
Begriff) stehen nach der Zahl die Einzelpersonen im Vordergrunde. Je nach dem Charakter
 der verschiedenen Wirtschaftszweige sind sie vorwiegend Landwirte, Kaufleute,
Handwerker usw. Auch nach dem Ausmaß des Umsatzes liegt das Schwergewicht in allen
Wirtschaftszweigen bei den Einzelpersonen; abgesehen von der Industrie, entfällt auf sie
in allen Wirtschaftszweigen mehr als die Hälfte der Umsatzsumme. Aber dennoch kommt
den Gesellschaftsunternehmungen allgemein ein im Verhältnis zu ihrer Zahl außerordentlich
 hoher Umsatzanteil zu. Nach der Statistik des steuerpflichtigen Umsatzes (engerer
Begriff) von 1925 spielen unter den. Gesellschaften nach ihrem Umsatzanteil die Aktiengesellschaften
 die größte Rolle, obwohl sie der Zahl nach am geringsten vertreten sind-Sie
 weisen also die höchste Umsatzintensität auf. Die absolut und relativ größte Bedeukung
 kommt den Aktiengesellschaften der Wirtschaftsgruppe Industrie zu, unter denen
sich die Großunternehmungen des Berghaus und der Eisenindustrie, der ehemischen und
olektrotechnischen Industrie befinden (Übersichten 71 und 72).
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        Bemerkenswerte Verschiedenheiten läßt der regional gegliederte Umsatz der Wirtschaftszweige
 erkennen. Sie können für den steuerpflichtigen Umsatz (engerer Begriff)
in ihrer Entwicklung während der Jahre 1925 bis 1927 dargestellt werden. Die Gesamtantwicklung
 dieser Jahre ist charakterisiert durch ein stetiges Ansteigen der Umsatzsummen
 und der Pflichtigenzahl in allen Wirtschaftszweigen außer in der Landwirtschaft,
 die im Gegenteil (wesentlich infolge Rechtsänderung) eine Verringerung der
Pflichtigen um mehr als ein Drittel und einen erheblichen Rückgang der Umsatzsummen
aufweist. Einen, im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsumfang, sehr hohen Umsatzanteil
aaben Länder und Landesfinanzamtsbezirke mit lebhaftem Handel und entwickelter In-Justrie,
 z.B. die Länder Sachsen, Hamburg, Bremen und die LFA.-Bezirke Berlin,
Düsseldorf, Unterelbe, Unterweser. Geringen Umsatz weisen dagegen die agraren
Gebiete auf, z.B. Bayern und Oldenburg bzw. Brandenburg, Breslau, Königsberg usw.
‘vgl. Übersicht 74). Zugleich ist in den agraren Gebieten der Durchschnittsumsatz je Pflich-‘gen
 wesentlich niedriger als in den gewerblichen Bezirken, wie aus dem Verhältnis von
Pflichtigenzahl und Umsatzsumme hervorgeht. Die agraren Gebiete werden dadurch deutlich
 als solche erkennbar, daß sie mit höherem Hundertsatz an der Reichssumme des
iandwirtschaftlichen Umsatzes als an jener des Gesamtumsatzes beteiligt sind. Entsprechendes
 gilt für die Industrie- und Handelsgebiete. Höheren Anteil am Industrie- als
ım Gesamtumsatz des Reiches hat unter den Ländern namentlich Sachsen, unter den
LFA.-Bezirken Münster, Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Stuttgart. Die Umsätze in Handel
ınd Verkehr spielen naturgemäß vor allem in den drei Hansestädten und daneben auch
m LFA -Bezirk Berlin eine bedeutende Rolle (Übersichten 73 und 74).

Auf eine entsprechende regionale Aufgliederung auch des Gesamtumsatzes und der
Veranlagten (weiterer Begriff) ist verzichtet worden, weil sie im ganzen das gleiche
Bild zeigen würde. Unterschiede entstehen im wesentlichen nur dadurch, daß die
Handelsgebiete mit ihren relativ bedeutenden steuerfreien Umsätzen im Gesamtumsatz
tärker hervortreten.

Die Entwicklung des steuerpflichtigen Umsatzes (engerer Begriff) ist außer für die
Länder und Landesfinanzamtsbezirke auch für die Großstädte ersichtlich gemacht, da
liesen als Zentren der Wirtschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Von einer
Aufgliederung nach Hauptwirtschaftsgruppen ist dabei abgesehen, weil die Umsätze der
Uroßstädte zum ganz überwiegenden Teil aus Industrie und Handel stammen. Der
Reichsanteil der Großstädte an der Zahl der Steuerbelasteten wie auch an der Summe
les steuerpflichtigen Umsatzes ist von 1925 bis 1927 stetig gestiegen. Stärker zuge-Ommen
 hat der Anteil der Steuerbelasteten (von 192,6 auf 232,9 vT), dennoch ent-;Pricht
 er auch 1927 noch nicht dem Anteil der Großstädte an der Reichsbevölkerung
272,8 vT). Der Anteil des steuerpflichtigen Umsatzes ist nur wenig gewachsen (von
165,5 bis 472,9 vT), aber er ist an sich sehr hoch, da gerade die Steuerbelasteten mit
dohen Umsatzeummen in den Großstädten wohnen.

Mehr als ein Zwanzigstel der Steuerbelasteten und mehr als ein Zehntel des Um-Satzes
 entfällt allein auf Berlin, dessen Anteil an der Reichssumme des Umsatzes 1927
loppelt so hoch ist ale sein Anteil an der Reichsbevölkerung. Das ‘ist übrigens noch
N einigen weiteren Großstädten der Fall, so in Bremen, Elberfeld, Mannheim, ganz
"sonders siark überlegen ist der Umsatzanteil in Düsseldorf und Frankfurt. Dem-Segenüber
 weisen Kiel, Gelsenkirchen, Mülheim a. d. Ruhr, Hamborn und Hindenburg
\lso Städte mit überwiegender Arbeiterbevölkerung) sogar einen geringeren Umsatzals
 Bevölkerungsanteil auf. Höher als der Anteil an der Gesamtzahl der Steverbelasteten
 ist jedoch der Anteil an der Reichssumme des Umsatzes in allen Städten:
N allen liegt also der Umsatz je Pflichtigen über dem Reichsdurchschnitt. Die Ent-Vicklung
 des Umsatzanteils von 1925 bis 1927 ist in den einzelnen Städten sehr ver-“chieden.
 Eine fortdauernd über der reichsdurchschnittlichen liegende Umsatzsteigerung
Äßt sich nur in neun Großstädten beobachten (in Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf,
Essen, Mannheim, Wiesbaden für die Jahre 1925, 1926 und 1927, außerdem ın
Harbure-Wilhelmshure und Hindenhure O.S.. die aber erst seit 1926 Großstadt sind).
        <pb n="319" />
        — 416 —
Schichtung des Umsatzes nach Hauptwirtschaftsgruppen
Grund

msgesam!ı

‚andwirtschaft

Umsatzgrößenklasser

Veranlagte | Umsatz in 1000 AM
1926 | 1927 | _1926 | 1927
. £ 4 5

Veranlagte '
1926 | 1927

Umsatz
An AN
1926 | 1927

—————

bis 5000 AA......
über 5000 ZA bis
20000 AM 2.0.0 8
iber 20000 ZA bis
100 000 AM .....
iber 100 000 A. bis
500 000 AA .....
iber 500 000 ‚A. bis
5000 000.27M....
über 5 000 000 AA.

3012 961 2262 646] 5646255 | 5125964
1126 628] 1223495| 11389550 12438433
482 231 ] 553.340 20100142 23093093!
114010| 1342321 233380955 | 27661 941 *
28474| 35120| 35942863 | 44770 179 |
2324| 2968| 38444210 | 51964 224
4766 628| 4211 801| 134 861 975 | 165 053 834 |
100.0 100,0 100.0 100,0

576 844| 8723811 2699056 | 2177203
259951) 296 489| 2249775 | 2564 897
29187| a2823' ı 131032 | 125240
5064) 6627 1118121 1: 276 744
421 539| 403545 | 534 399
12 12! 128167] 145842
‚872 379 |208871| 7729696 | 7951 521
392 287 Pr 4®

Summe, ...

Schichtung des Umsatzes nach Hauntwirtschaftsgruppen

Verhältnis

Insgesamt
Veranlagte Umsatz
1926 | 1927 1926 | 1927

Landwirtschaft
Veranlagte | Umsatz
196 | 1087 | a6 Tr

Umsatzgrößenklassen

5
4,19 3,11 84,22 | 72,16 34,92 | 27,38
8,44 | 7,54 13,88 | 24,53 2,11 32,26
14,90 13,99 1,56 2,72 14,63 15,75
17,31 16,76 0,32 0,55 14,46 | 16,06
26,65 27,12 0,02 0,04 5,22 | 6,72
28,51 31,48 0,00 | 0,00 1,66 | 1,83
ZN LOL
' 100,00 100.00 * 100,00 | 100.00 | 100.00 ! 100.00

4

HA

9
N

bis 5000 ZAM...... &amp;gt; 63,21
über 5000.72. bis|
20000 RM... |
iber 20 000 AA bis |
100 000 AM .....!
über 100 000 AZ. bis |
500000 AM ..... 1
über 500 000 AZ. bis;
5000000 AM...
über 5 000 000 2.
Summe... ..

53,72
23,63 29,05
10,12 13,14
239 | 319
0,60 0,83
0,05 0,07
100.00 | 100.00

Eine auffallend starke Steigerung der Umsatzsummen weist Düsseldorf auf (Übersichten
 75 und 76). In einigen Großstädten zeigte sich jedoch eine rückläufige Entwicklung
des Umsatzes. Sie ist wohl in der Hauptsache bedingt durch Verlegung des Standortes
oder des Sitzes der Geschäftsleitung größerer Unternehmungen.
Die zeitliche Entwicklung und regionale Verteilung des Umsatzes konnte nur für
die Hauptwirtschaftszweige ersichtlich gemacht werden. Wichtig ist daneben jedoch
auch die Verteilung auf die Wirtschaftsgruppen im einzelnen. Aus Raum- und Sachgründen
 erschien dabei eine Beschränkung auf die sieben größten Länder und die drei
Hansestädte zweckmäßig. Die Angaben beruhen auf der Statistik des steuernflichtigen

4

AM

im Deutschen Reich in den Jahren 1926 und 1927
zahlen

Übersicht 69

Industrie

Handel und Verkehr

Freie Berufe
und Gesundheitswesen
1 Umsatz
Veranlagt® | in 1000 AM”
1926 | 1927| 1926 | 1927
18 | 16 20 21

Veranlagte
1926 | 1927
10 11

Umsatz
in 1000 AM
1926 | 1927
[Da 13

| Veranlagte
1926 | 1927 '
‘4 15

Umsatz
in 1000 AM
1926 1927
16 7

591 887| 650 839] 1426 464| 1415591] 611 043 598 123| 1272 345) 1 280 709132 se7/121 ao3] 248 390] 252 461
338 829| 363 490] 3504 sr 3791040 46491 ı] 494 093| 4 986 674| 5.350 316} 62 937| 69 423} 648 744| 732 180
"79 968] 206 238] 7 706 - 8869578] 252419 288 144]10 466 831/11 988 351] 20 657| 26 138) 795 472 982 728
18 420] 57 soal 10 080 917112 003 612 57 532 67 465/11 777 552/13 921 193) 7075] 2 ea] 362 z66| 460 392
14 166 17 428/18 536 199/22 906 566| 13 e77| 16 907[16 772 363/21 056.273] 210 2461| 230 756| 272 941
1.348 1 695/22 220 957/29 426 141 956 1 253[16 006 309122 299 755 8 8 88 777 92 486
A LO mm
1274637! | 307 19563 475 701|78 412 528| | 401 138| | 465 985]61 282 074/75 896 597/218 474 229 750| 2 374 504| 2 793 188
26.7 81.0 47,1 47,5) 29,4 34,8 45,4 46,0 4,6 5,5 18 1,7

1927
im Deutschen Reich in den Jahren 1926 und
zahlen in vH

Übersicht 70

Industrie

a
1

Handel und Verkehr

Freie Berufe und
Gesundheitswesen
Veranlagte | Umsatz
11926 | 1027 | 7926 | 1927
8 9 0 21

BE ne
Veranlagte | Umsatz |
nd 1927 ! 1926 | 1927 |
Se MER EEE | A
0 a1 19 13
54,28 | 50,55 2,25 1,81 | 43,65 | 40,80 2,07 ' 1,69 60,69 | 57,15 I 10,46 | 9,04
|
26,58 27,81 5,52 4,83 ! 33,18 | 33,70 8,14 ' 27,05 28,81 | 30,22 1 27,32 | 26,22
\
!
14,12 | 15,78 12,14 11,31 18,01 19,66 | 17,08 ' 15,80 9,45 | 11,38 33,50 35,18
3,80 4,40 15,88 15,31 4,11 4,60 19,22 18,34 0,05 | 1,14 | 15,26 | 16,48
1.11 1,33 29,20 29,21 0,98 1,15 27,37 27,74 0,10 | 0,11 9,72 9,77
DL 0,13 35,01 37,53 0,07 0,09 26,12 29,38 0,00 | 0,00 3,74 3,31
00.00 ! 00.00 1 100.00 | 100.00 | 100,00 | 100.00 | 100.00 ! 100,00 100,00 |100.00 ! 100.00 | 100,00

Umsatz
1926 | 1927
18 -

Umsatzes (engerer Begriff) von 1925. Danach entfallen im Reich von 100 Steuer-°lasteten
 42,32 auf die Landwirtschaft, die ja auch von den selbständigen Erwerbs-Atigen
 den weitaus größten Teil umfaßt. Daneben spielt das Handelsgewerbe (außer
Bank. und Börsenwesen) nach der Zahl der Steuerbelasteten die wichtigste Rolle. Von
len Wirtschaftsgruppen der Industrie und des Handwerks entfallen auf das Bekleilungsgewerbe
 7,6, auf das Gast- und Schankwirtschafts- bzw. auf das Nahrungs- und
Genußmittelgewerbe je 4,6, auf das Bau- und Baunebengewerbe 4,3 von 100 Steder-Oelasteten,
 An der Umsatzsumme ist die Landwirtschaft dagegen mit nur germngem
Anteil beteiliot. Mit fast einem Drittel entfällt der weitans höchste Anteil auf das

“inanzen amd Stange
        <pb n="320" />
        4 ı

Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz innerhalb der Hauptwirtschaftsgruppen
Grund

Insgesamt

Landwirtschaft

Rechtsformen

Steuer- | Betrag in
belastete 1.000 AM

Steuer- | Betrag inbelastete
 | 1000.22

3

3

nd

1. Insgesamt. ......... ..
darunter:
EA A
Kommanditges. a. A.
1. Genossenschaften .........0..0.00000
5. Offene Handelsges. .........0....0.
Kommanditges.
6. Einzelkaufleute (Handwerker usw.)
und sonst. gewerbetreibende Einzel-NeErsoNeN........


4825121 ‘* 102262813 2 041 860 | 7 077 644

11 573

19 244 491

6

11 670

37 585
26 010
+01 Q11

10.128 344
2.280 069
14 786 052

225
; 468
SR

31 725
12.287
7098

450593 | 47107882

27 AR |

248 970

Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz innerhalb der Hauptwirtschaftsgruppeb
Verhältnis
nn

N

Insgesamt

Landwirtschaft

Rechtsformen

m -

x | Steuerpflichtiger
Steuerbelastete Thupatz

| Steuerpflichtiger
Steuerbelastete Umsatz

— 419 -
Ve Übersicht 71
nach Rechtsformen für das Deutsche Reich im Kalenderjahre 1925 Se
zahlen
Industrie ! Handel und Verkehr

Treie Berufe, Verwaltung, .
Hoorwesen “ind Kirche | Gesundheitswesen und
Theater, Schaustellungs- hygienische Gewerbe
gewerbe usw,
Steuer- | Betrag in | Steuer- | Betrag in
belastete | 1000 AM | belastete | 1000 AM

_ Steuer- 5 Betrag in | Steuer- Betrag in
belastete 1 000 .ZM | belastete | 1000 AM

| 258 715 | 55 125 217 | [ 308 858

38211 639

65827 | 914539 | 149861 | 955714

7821 | 16993177

3543 |

2 166 199

100 '
509
21
311 |

56 230

53 |

17.215

18537

5 546 236
657 270
&amp;gt; 717 582 |

18148 ‘ 23439790
20 241 1 608 581
46 414 5.997 232

89 010
911
36 666

166 | 21 583
35 | 1020
495 12475

45
54055

1164754 |

1936711 | 1170588 ‘ 24301090 |

„590 |

1676232 *

&amp;amp;1 269 | 453 478

nach Rechtsformen für das Deutsche Reich im Kalenderjahr 1925
zahlen. in vH

Übersicht 72

"NEFFEN. —_ SE

| | Freie Berufe, Verwal-3
 tung, Heerwesen u.
Industrie Handel u. Verkehr Kirche, Theater,
Schaustellungsgewerbe
Steuer-Steuer-
 Na
belastete | pflichtiger
Umsatz

Gesundheitswesen
und hygienische
Gewerbe

Steuer- he Steuerbelastete
 A
Umsatz

 _—_ Steuer-$
 pflichtiger
nelastete Umbatz

He a
19 18

&amp;amp;r Insgesamt ....
darunter:
2, Akt.-Ges,; Kommand.-Ges. a.A.....
4. Genossenschaften ...........0.0000
5. Offene Handelsges.; Kommanditges.
6. Einzelkaufleute (Handwerker usw.)
und sonst. gewerbetreibende Einzel-DErsONEN.
 ........00 een

100,00

100,00

100,00 | 100,00

0,24
0,78
0,54
2,11

18,82
9,90
2,23
14,

0,00
0,01
0,07
0.03

9,16
0,45
0,17
0,31

50,79

A607

1,83

23.52

Handelsgewerbe (außer Bank- und Börsenwesen). Es folgen das Nahrungs- und Genußmittelgewerbe
 (13,4 vH) und die Textilindustrie (6,9 vH). Alle übrigen Wirtschafts
gruppen haben einen Umsatzanteil von weniger als 5 vH (Übersichten 77 und 78).
Ähnlich liegen die Verhältnisse auch in den Ländern; in Preußen stimmen sie natur
gemäß weitgehend mit dem Reichsdurchschnitt überein, den sie entscheidend bestimmen.
Die Landwirtschaft tritt nach der Zahl der Steuerbelasteten vor allem in Bayerl:
Württemberg, Baden, aber auch in Hessen noch stärker hervor als im Reichsdurchschnitt,
 nach dem Umsatzanteil überragt sie den ÄReichsdurchschnitt allerding®
nennenswert nur in Bayern (unter den aufgeführten sieben Ländern!). In den Hansestädten
 spielt die Landwirtschaft nur eine ganz geringe Rolle; statt dessen treten dort die

100,00 | 100,00 I 100,00

100,00

100,00 |

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15,81

0,27 5,67
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1,55 4,21
355 | 15,69

2,15
0,77
0,03
0.47

6,15
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0.10
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0,04
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97 54 %

39,79 | 90.12 | 63.60

11.42 |

18,33 40,88 48,56

Umsätze des Handelsgewerbes (außer Bank- und Börsenwesen) noch stärker in den
Vordergrund als in den übrigen Ländern. In Hamburg entfällt auf sie sogar mehr
als die Hälfte der Umsatzsumme. So stark im Vordergrunde stehen sie in Bremen
Wicht. Dort tritt neben dem Handelsgewerbe und neben dem Nahrungs- und Genuß-Mittelgewerbe,
 das ja gleichfalls in allen Ländern von wesentlicher Bedeutung ist,
Noch die Textilindustrie hervor. Auf diese entfällt auch in Württemberg, Thüringen,
Baden und vor allem in Sachsen der höchste Umsatzanteil neben dem Handels- und
Vor dem Nahrungs- und Genußmittelgewerbe. In Hessen treten dafür Maschinen-,
Apparate-, Fahrzeugbau und Leder-, Linoleum- usw. Industrie mit relativ hohem
Umsatzanteil hervor (Übersichten 77 und 78).
        <pb n="321" />
        — 420 —
Übersicht 73
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen in Reich, Ländern und
Landesfinanzamtsbezirken in den Jahren 1925 bis 1927

Grundzahlen

darunter

Gebiet

A. Deutsches Reich (ohne
S5aargebiet) A!
B. Länder
Preußen (ohne Saargebiet) .

Bavern (ohne Saarpfalz) ...

Sachsen .....0.0.000.000004

Baden .... Bere

Thüringen ...

Hessen...

Hamburg 2...

Mecklenburg-Schwerin .....

Braunschweig .............

Oldenburg .......

Anhalt ....

Bremen ...

Lübeck. ....00.0000000404400

Insgesamt

Landwirtschaft


Jahr

„teuer
pflicht.
Steuer- Jmsatz
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Mill.
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Steuerbelastete


1925
‚926
„9927

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4658 681
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102 267
106 121
122 012

2041 860
* 868 872
204 169

7078
6 062
6 718

‘025 2633620 61033 0555821
926 2568081 64456 986 170
927 2274773 74691 648 387
925 775217 10322 431679
‚926 745549 10273 394971
‚927 614784 11208 260 634
‚925 344949 11233 67826
‚926 333592 11137 66866
1927 328740 1296 53772
1925 288706 4375 61928
1926 254041 4285 22995
1927 1949221 4867 61937
1925 217268 3666 117665
1926 202759 3852 99648
‚927 148478 4444 42240
925 132241 2416 52254
926 135348 2419 551832
„927 117409 2757 37227
‚925 137975 1845 65494
926 131432 1810° 59669
927 112448! 2210} 39846
925 272657 3022 3.042
‚926 70683 3158| 299
927 75571 3485 2.967
1925 49366 781; 21447
1926 46882 849. 17799
1927 42530 973° 12718
‚925 53369 523° 30123
1926 53622 535 29680
1927 41 239 573 16.937
925 38625 833. 13261
1926 36191 893° 11830
1927 35 839 972° 10716
1925‘ 22543 571° 6784
‚926 21 576 582 6.356
1927 20877 667 5 403
7925 20332 885 733
1926 21277 067 1 250
1927 21632 1278 1 202
‚925 12 686 172 4.991
926 12321 174 4739
1927 11346 | 225 3.446
1925 7516! 261 676
1926 ) . 7376 | 280 | 657 '
1927 7663 314 736°

4416
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308
343
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Steuerbelastete


' 258 715
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| 261 908

55 125
57 574
67 855

694 147 32569
683 054 35 305
697032 41 886
160776‘ 5256
161851 5080
161458 5629
125847 6929
119798 6662
122113 7833
68255 2647
69849 2574
70070 ' 3051
47716 2076
49723 2212
50928 | 2650
42180} 1508
40454 | 473
40 097 1695
33831) 1003
33 570 965
33779 1239
21074 1088
20549 1030
21456 214
13673 278
13 698 314
13 875 364
12 041 271
12 182 265
12.273 291
12 803 452
12 132 499
12411 532
7222 337
7013 359
7079 412
7032 423
7210 527
7 261 59C
4 540 88
4 340 90
4476 122
2437 114
2453: 125
2536 136

Handel u.
Verkehr

Steuer
pflicht
Umsatz

in
Mill.
RAH
10

Steuerbelastete


9

! 308 858
! 340 802
| 388 827

38 212
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45 409

757824 22921
776082 24 216
804 463 27177
156598 3878
164761 4201
168 805 4598
‘31445 3790
28308 3991
133800 459
50912 1373
54332 1428
55924 1552
43874 1 338
46130 1438
47787 1585
32.173 680
34 812 742
35 354 833
32 561 673
32 880 691
33 548 793
42957 1845
41282 2034
44855 2170
11.947 306
13.039 358
13.537 400
9 744 244
10 322 268
10 525 292
10.539 278
10 298 299
10.777 331
7163 164
7010 167
7181 186
10 864 438
‚0977 507
‘1237 54
2685| SE
2797 | 59
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3 605 | 145
a3! 166
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        — JE —

Noch: Übersicht 73
Noch: Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen
 in Reich, Ländern und Landesfinanzamtsbezirken
in den Jahren 1925 bis 1927
Grundzahlen

darunter

Gebiet

Jahr

Insgesamt

Steuerpflicht,

Steuer- | Umsatz
in
belastete Mill.
AM

Landwirtschaft


Steuerbelastete


‘teuer
oflicht.
Umsatz

in
Mill.
KA

Industrie

Steuerbelastete


Steuerpflicht,

Umsatz
in
Mill.
Ri

Handel u,
Verkehr
Steuerpflicht,

Umsatz

in
Mill.
Rd

Steuerbelastete


‚6

Mecklenburg-Strelitz ......

Waldeck ..

Schaumburg-Lippe ........

1925
A
927
‚925
‚926:
1927
1925
1926
1927

6 192
6723
6647
7 701
7057
5570
4158
4 171
3 860

114
129
148
58
59
71
3
53
63

1786
2162
1 881
4629
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2021
1.920
1541

27
26
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2216
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24
22 |
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1.973
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1925
1926
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1925
1926
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1926
L927
1925
1926
1927
1925
1926
1927
1925
1926
1927

1925
1926
1927
1925
‘926
927
925
„926
“927
1925
1926
1927
1925
1926
L927
1925
1926
11927

252 053
249 240
255 892
205 892
205 487
170 766
237 180
229 923
189 700
137 975
131 432
112 448
169 338
164 710
156 640
180 668
180 578
183 960

249 674
245 262
208 801
84 421
80 575
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217 268
202 759
148 478
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163 933
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127 351
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3 800
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1729
1957
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2016

2722
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2143
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97 652
61 431
111 472
105 272
63 210
65 494
59 669
39 846
43 901
43 146
33 051
24.062
25 326 |
22 901

139 702
131 510
91 631
32 828
29 868
25 249
117 665
99 648
42 240
93 460
83 844
48 317
127 607
114 940
51 223
75 160
68 058
48 622

52
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556
456
528
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56 907
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33 570
33 779
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54.972
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53 292
54.212
55 502
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26 098
26 568
47 776
49723
50 928
51627
51 328
52 323
63 439
62 682
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28.209
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27717

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2863
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80 198
79 665
83 280

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5 656
6514
972
1.089
1218
1390
1531
1720
673
691
793
1 410
L 549
1 744
2762
289%
3.285

48465 1320
51455 1398
53318 | 1565
20 659 519
20 733 559
21 658 621
43874‘ 338
46130 1438
47 787 | 1 585
52734 1726
53572 1827
55020‘ 1978
68946 1969
72178 2108
75410 2290
26480 793
26 980 | 827
28 459 937
        <pb n="323" />
        N — 422 —
Noch: Übersicht 73
Noch: Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen
 in Reich, Ländern und Landesfinanzamtsbezirken
in den Jahren 1925 bis 1927
Grundzahlen

darunter

Gebiet

Leipzig ...

Magdeburg ...0.00.000000040

Mecklenburg-Lübeck
a) Abt. Schwerin .......

5) Abt. Lübeck .........

München ...

Münster ...

Nürnbere ..

Yberschlesien ..

...

Ydenbure .....

Schleswig-Holstein.........

Stettin ....

Stuttgart .

[hüringen ee

Unterelbe ...

Unterweser ..

».....

Würzburg ‚..... 0200000000

Jahr

‚925
‚926
‚927
925
1926
1927

1086
‚926
1927
„925
1926
‚927
1925
“936
1927
‚925
926
‚927
‚925
926
927
925
926
927
‚925
‚926
‚927
925
926
927
„925
1936
1927
995
936 -
„927
925
926
‚927
‚925
926
„927
1925
1926
1927
1925
1926!
1927|

Insgesamt

Steuerbelastete
 |

A

175 611
168 882
172 100
244 130
241 090
222 670

54 148
52 282
47 871
12563
12 364
12722
347 645
341 231
295 230
272 273
261 775
239 484
244 394
236 481
92 910
9% 482
93 394
53 933 |
44 801 |
45 171
34 320
119 444
7212
116 218
148 715 '
147 369 |
137 927 |
301 124
263 734
201 214
140 593
143 510 '
24 520
72 657°
70 683
75571
20 332
21.277
21632
183 178
167 837 |
126 644

Landwirt- l
schaft

Steuerpflicht.

Jmsatz
in
Mill.
PM

Steuer‘
pflicht.
Umsatz

in
Min.
AM

Steuerbelastete
 '

5

6647
5455
7524
5221
5636
6 269

23 925
23 720
20 721
96 997
92 753
71 138

132
7
127
675
577
Z14 |

380 22548 '
%2 19351
103 14 012 |
329 252% |
353 2385
400 2422
4708 197 503
4+907 183 369
5276 96047
7350 93925
"361 37702
3583 59380
3437 130581
3233 20608
3545 75760 |
1192 57188
247 52519'
443' 21549
563 25983
567 26110 |
593 15062
2397 45506
2592 44656
3016! 41691
2265 76563
2410 72660
2686 60260
4457 71 140
4367 29274
4956 64689
2543 54705
2542 57477
2902 38578
3022 3.042
3 158 2969 |
3 485 2967}
885 733
1067) 1250
‚278‘ 1202
2177 103595
2133] 90994
2387] 48827|

203
182
216
23
19
25
580
168
445
311
298
309
246
203
190
159
'24
‘14
33
81
67
325
291
349
487
102
479
312
238
212
185
178
200
[E}
3
4

6
3
20
83
46
153

: i Handel u,
Industrie Verkehr
Steuer-»flicht.

Umsatz

in
Mill.
Rh
10

Steuerpflicht,

Steuer- Umsatz
in
belastete | Mil.
EZ

67311 !
53 916
55 775
58 599
67 728
68 669

4.037
3 799
4439
2724
3 002
3324

73 794 '
71.342
75 349
65 563
68 696 |
71 060 ı

2 380
2442
2852
1745
1977
2 147

15 568 320
15 550 364
‘5790| 419
3.969 141
3.928 156
4022 170
70525 2140
73085 2281
72302 2482
32196 4675
30.186 4575
32372 5402
32169 1949
52893 691
52.998 914
16.095 590
16 144 551
6558 7B6
9261 241
9 265 228
9362 248
32760 227
32103 1326
32 658 568
32 563 821
33 398 89%
34397 1034
59689 2687
71446 2623
71706 3106
15887 587
43909] 545
43449 ° 784
21074 088
20549 030
21 456 214
7032 423
7210° 527
7 261 690
38082 167
35873 1108
36158! 1233'

13 394
14 717
15.337
5 189
5 169
5387
58 190
73 353
75 361
82 505
30 952
34.939
52 902
55 336
56 679
20 260
21 697
2718
3.269
3520
8 580
35 210
34 768
36 112
33 277
35 003
36 668
52 530
56 016
57 684
34.113
36 944
37 535
42 957
41 282
44 855
0 864
0977
11.237
35 506
36.072 |
36 765

340
398
447
158
171
197
ı 890
2 058
2.239
2271
2.395
2770
198
297
395
424
455
525
230
2497
2697
303
934
1053
913
1 067
1 126
1 394
1452
577
718
785
880
ı 845
2 034
2 170
438.
507
546
790
846
364
        <pb n="324" />
        Übersicht 74
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen in Reich, Ländern und
Landesfinanzamtsbezirken in den Jahren 1925 bis 1927
Verhältniszahlen in vH

— 4DD =

Insgesamt |

Landwirtschaft


Industrie |

Handel u.
Verkehr

Gebiet

Jahr

Steuer- | Steuerbe-
 , pflicht.
lastete ! Umsatz |

Steuer- ! Steuerbe-
 pflicht.
Jastete ! Umsatz

Steuerbe-

 '

Steuerpflicht,

Umsatz
a

Steuer- | Steuerbe-
 | pflicht.
lastete ! Umsatz
10

x

BB

A, Deutsches Reich ....
"ohne Saargebiet)

925
926
1927

100,0
100,0
100.0

100,0
100,0 |
100.0

100,0
100,0
100,0

100,0
100,0
100.0

[00,0
100,0
100.0

100,0
100,0
100.0

100,0 |
100,0
100.9

100,0
100,0
100.0

B. Länder
Preußen (ohne Saargebiet) ...

‚925
926
927
925
926
927
925
996 |
927
925
226
927
925
726
927
925
926
927
925
926
‘927
925 1
926
927
925 |
926
927
925
926
927
925 ı
926
927
925
‚926
927
925
926
927
925
926
927
925
926
927
925
‚926
927
‚925
‚926
1997

54,58
55,13
55,97
16,07
16,00
15,13
7,15
7,16
8,09
5,98
5,45
4,80
4,50
4,35
3,65
2,74
2,91
2,89
2,86
2,82
2,77
1,51
1,52
1,86
1,02
1,01
1,05
111
115
1,01
0,80
0,78
0,88
0,47
0,46
0,51
0,42
0,46
0,53
0,26
0,26
0,28
2,15
0,16
3,19
0,13
0,14
0,16
2,16
0,15
0.14

59,68 51,69
50,74 52,77
51,21 | 53,84
10,09 | 21,14
9,68 | 21,13
9,18 | 21,64
10,98 | 3,32
10,49 | 3,58
10,63 | 4,46
4,28 | 7,98
4,04 | 5,58
3,99 5,14
3,59 | 5,76
3,64 | 5,33
3,64 | 3,51
2,36 2,56
2,28 2,95
2,26 2,09
1,80 3,21 |
1,71 3,19
1,81 3,31 '
2,9% | 0,15
2,98 | 0,16
2,86 9,25
0,76 1,05
0,80 | 1,95
0,80 | 06
0,61 ‚48
0,60 ‚59
0,5 | 1,41
9,81 3,65
0,84 263
0,80 | 2,89
0,56 | 0,33
0,55 | 0,34
0,55 0,45
0,87 | 0,04
1,00 | 0,07
1,05 * 0,10
aı7 | 0,24
0,16 | 9,25
0,18 } 0,29
026 | 0,03
0,26 | 0,04
0,26 | 0,06
0,11 0,09
d,12 | 0,12
0,12 | 0,16
0,06 | 0,23
0,06 | 0,22
0.068 | 0.21

62,39 55,15 59,08
62,42 54,9% 61,32
54,86 55,24 61,73
14,26 12,77 9,54
13,48 13,02 8,82
11,73 12,79 8,29
4,75 10,00 12,57
5,08 . 9,64 11,57
5,11 ! 9,68 11,54
4.13 5,42 4,80
3,79 5,62 4,47
3,07 5,55 4,50
2,73 3,80 3,77
2,47 4,00 3,84
2.13 4,04 3,90 '
2,50 3,35 2,74 '
2,82 3,26 2,56 |
2,86 3,18 2,50
189 2,69 1,82
2,00 2,70 ‚68
2,11 2,68 ‚83
0,18 1,67 1,97 |
0,21 1,65 1,29 *
0,21 70 1,79
2,57 1,09 0,50
2,66 1,10 0,54
2,84 1,10 0,54
1,38 0,9% 0,491
1,52 0,98 0,46
LI9 93,97 0,43
1,24 1,02 0,82
1,34 0,98 0,87
1,41 3,98 0,78
9,89 257 0,61
0,81 0,56 0,62
3,91 0,56 0,61
0,09 0,56 0,77
ö,21 0,58 0,91
0,30 2,58 1,02
0,30 3,36 3,16 |
0,35 03,35 16
0,34 0,35 0,18
0,08 0,19 0,21
0,08 0,20 | 0,22
0,10 0,20 | 0,20
0,38 0,18 9,08
243 9,18 9,10
2.46 09,18 9,09
3,11 0,13 , 0,03
3,20 | 0,13 ] 0,03 |
9211 0.13 ' 0,03

57,90
57,88
57,92
11,96
12,29
12,15
10,04
9,57
9,63
3,89
4,05
4,03
3,35
3,44
3,44
2,46
2,60
2,55
2,49
2,45
2,42
3,28
3,08
3,23
0,91
0,97
0,97
0,74
0,77
0,76
0,81
0,77
0,78
0,55
0,52
0,52
0,83
0,82
0,81
0,21
0,21
0,21
0,29
0,27
0,27
0,13
0,15
0,15
0,09
0,09
8.09

59,98
59,59
59,85
10,15
10,34
10,13
9,92
9,82
10,12
3,59
2,51
3,42
3,50
2,54
2.49
vn
‚83
‚83
1,76
‚70
1,75
4,83
3,00
4,78
0,80
0,88
0,88
0,64
0,66
0,64
0,73
0,74
0,73
0,43
0,41
0,41
1,15
1,25
1,20
0,15
0,14
0,16
0,36
9,36
0,37
3,10
0,11
0,12
0,08
0,07
0.07

Bayern (ohne Saarpfalz) .....

Sachsen ..

»

Württemberg ...............

Uhüringen ..

Hessen...

Mecklenburg-Schwerin .......

Hambure ..

Oldenburg...

Braunschweig FRWENEEL EEE

Anhalt

Bremen

Mecklenburs-Strelitz Kern

Waldeck
        <pb n="325" />
        Noch: Übersicht 74 A
Noch: Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen
 in Reich, Ländern und Landesfinanzamtsbezirken
in den Jahren 1925 bis 1927

Verhältniszahlen in vH

Gebiet

Schaumburg-Lippe ..........

C. Landesfinanzamtsbezirke
Berlin ...

Brandenburg ..

Breslau .

Darmstadt ...

Dresden ..

Düsseldorf ...

l Land-Insgesamt
 wirtschaft

Jahr

Steuer- | Steuer- Steuerbe-
 | pflicht. | belastete
 | Umsatz lastete

Steuerpflicht.

Umsatz

»

\

‚925
‚926
1927

0,09 0,05
0,09 0,05
0.09 | 0.05

0,10 !
0,10
0.13 '

0,13
0,13
0.16

1925
„926
1927
1925
1926
1927
1925 »
1926
1927
1925
1926
1927

5,22
5,35
6.30

12,64
12,90
12,91

0,13
0,11
0,18

0,74
0,51
0,74

4,27
4,41
4,20
4,92
4,94
4,67

3,08
3,09
alt

4,96
5,22
5.10 |

7,86
7,52
7,86

3,98
4,03
3,88
1,80
171
1,81
4,48
4,41
4,46
7,87
8,26
894

5,46
5,63
5,25
3,21
3,19 |
3,31

7,21
6,98
6,70

2,86
2,82
2,77
3,51
3,54
3,85

1,89
2,00
241

1925
1926
1927
1925 3,74
1926 3,88
19271 4.53

2,15
2,31
2,74

2,88
3,15
3.21

1,18
1,35
1.90

1,72
1,96
2.17

Industrie

Handel
und Verkehr

Steuerbe-



Steuerpflicht.

Umsatz
=—

Steuer- ' Steuerbe-
 pflicht,
lastete | Umsatz
A

+

0,09 0,04
0,09 0,04
0.09! 0.04

0,07 |
0,07
0.07

0,05
0,05
0.05

7,05
6,76
6,80

12,20
13,25
{2.91

10,69
10,59
10,49

15,19
13,92
14,35
2,54
2,68
2,68
3,64
3,77
3,79
1,76
1,70
1,75
3,69
3,81
3,84
7,23
7,18
7.23

4,03
4,07
4.04

2,83
2,92
2.93

3,46
3,64
3,59
4,40
4,37
4.32

4,60
4,54
4,51
2,69
2,70
2.68

3,70
3,89
3,65

1,82
1,68
1.83

2,49
2,45
7.42

4,65
4,50
4.46

5,25
4,97 |
5,00
9.19 | 6,13
| 5,94
10.86 | 6.00 |

5,16
5,15
5.924

Hannover

a) Abt. Hannover ........

b) Abt. Braunschweie .....

Karlsruhe ...

Kassel ..

Köln .....

Königsberg ..

Leipzig .......... «

1925
1926
1927

5,17 }
5,26
5.14

3,58
3,58
3,47

6,84
7,04
7,61

6,77
6,60
6.52

4,23
4,36
4.40

1925
1926
1927
1925,
[926
1927

1,75
1,73
1,90
4,50
4,35
3.65

1,56
1,63
1,60
3,58
3,64
3,64
4,21
4,26
4,39
4,62
4,73
4,69
1,62
1,59
1,65

1,61
1,60
2,10

2,66
2,77
3,11

2,13
2,10
2.11

5,76
5,33
3,51

2,73
2,47
2.13

3,80
4,00
4.03

4,29
4,23
4,03
5,61
5,58
4,95
2,80
2,73
2,71
1925 3,64 6,50 1.17 1,86 5,35
1926 3,63 6,08 | 1,27 1,93 5,14
1927] 4,24 | 6,17! 1,72 vd 5,21

4,10
4,13
4.15

3,27 |
3,37
3.18
1,57
1,69
162!

3,70
3,84
3,84
1,58
1,55
1.56

3,77
3,84
3.90 '

3,35
3,44
3 44

4,24
4,22
4,56

4,03
4,00
3,96

4,43 5,27
4,57 5,38
4,64 3,43
0,90 2,02
0,95 | 2,01
0,97 2,05
7,32 ' 5,64
6,60 ] 5,32
6,54 | 5,43

3,45
3,44
3,45
1,36
1,38
1,37
3,50
3,54
3,49
4,52
4,50
4,36
5,15
5,19
5,04
2,07
2,04
2,06
6,23
6,01
6.28
        <pb n="326" />
        — 425 — Noch: Übersicht 74
Noch: Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Hauptwirtschaftsgruppen
 in Reich, Ländern und Landesfinanzamtsbezirken
in den Jahren 1925 bis 1927

Verhältniszahlen in vH

Gebiet

Magdebure ...

Mecklenburg-Lübeck
a) Abt. Schwerin ..

b) Abt. Lübeck ....

München ...

Münster

Nürnberg...

Überschlesien

Oldenburg‘ ..

Schleswig-Holstein .....

Stettin.

Stuttgart

Chüringen ee

Interelbe

Unterweser

.2+

Würzburg aa

Insgesamt

Land- | 3
wirtschaft Industrie |

Jahr

Steuer- | Steuerbe-
 pflicht.
lastete | Umsatz |

Steuer- | Steuerbe-
 | pflicht.
lastete | Umsatz

Steuer- Steuerbe-
 pflicht, !
lastete ' Umsatz
oo

ne

„925
„926
1927

5,06
5,18
548 |

5,11
5,31
5,14 *

4,75
4,96 ]
5,91

9,54
9,52
10,63 |

5,45
5,45
5,44

4,94
5,21
4.90

925
‚926
927

1,12
1,12
1,18
0,26
0,27
0,31
7,20
7,32
7,26
5,64
5,62
5,89
5,07
5,08
4,75
2,00
2,00
1,57
0,93
0,97
0,85

0,86
0,91 |
0.90 ‘

1,11
1,04
1,16
0,12
0,13
3.20
9,67
9,81
11.30

2,87
3,00 |
3,22
0,32
0,31 |
0,37
8,19
7,72
6,62
4,39
4,92
4,60
3,48
3,35 |
2,83
2,25 |
2,05 |
1,70
1,17
1,34 !
1,00
4,59 ]
4,80
5,19
6,88
6,63
7,13 |
4,41
3,93
3,16
2,61
2,94
2,98

1,24
1,25
1,25

0,58
0,63
0.62

‚925
1926
1927
1925
1926
1927
1925
1926
1927
925
‚926
1927
1925
L926
1927

2,32
9,33
5,33 J
4,60 |
1,62
4.32

0,32
0,32
0,32
5,60
5,88
5,73
6,53
6,45
6.53

0,26
0,27
0,25
3,88
3,9%
3.66

7,19
6,94
7.03

4,60
4,69
4,93
6,40
6,45
6.29

8,48
7,95
7,96

3,36 |
3,05 |
2,91
417
1,18
1,18
0,55 |
0,53 |
0,49
2,34
2,44
2,47

4,14
4,26
4.20

3,53
2,94
2,82

2,80
2,81
1,79
1,27
1,40
1,25
2,23
2,39
3,46

1,07
1,13
1,16
0,74 0,44
0,75 0,40
0,74 0,37
2,60 2,28
2,58 2,30
259° 2,81
2,59 | 1,49
2,69 | 1,56
2,73 | 1,52
4,87
4,56
4,58
2,88
2,68
2,63
0,18 1,97
0,21 1,79
0,21 1,79
0,08 0,56 0,77
0,21 0,58 0,92
0,30 0,57 1,02
2,59 | 3,02 212
2,41 | 2,89 | 1,9
2,28 | 2,86 | 1,82

‚925
„926
1997

925
‚926
1927
7925
„926
1927
‚925
1926
1927
1925
1926
1927

2,48
2,51
2,86
3,08
3,16
3,39
6,24
5,66
4,95
2,91
3,08
3,06
151
1,52
1,86
0,42
0,46
0,53
1925 | 3,80
‚926 3,60
1927 | 3,12

3,75
3,89
5,01
8,38
6,92
5,37
2,68
3,08
3,20
2,9% 0,15
2,98 | 0,16
2,86 0,25
0,87 0,04
1,00 | 0,07
105 | 0,10
2,13 | 5,07
2,01 | 4,87
1.96 1 4,06

2,22
2,27
2,20
4,36
4,12
4,06
2,49
2,40
2.38

Handel
u. Verkehr

Steuer- | Steuerbe-
 | pflicht.
lastete | Umsatz
ın

5,01 4,57
5,12 | 4,87
5,12 4,73

0,89
0,98
0,98
0,40 0,41
0,39 0,42
0,39 0,43
5,21 4,95
5,47 | 5,06
5,43 | 4,93
6,30 | 5,94
6,04 | 5,89
5,11 6,10
4,04 | 3,13
4,13 | 3,19
4,08 ! 3,07
1,55 1,11
1,62 1,12
1,63 1,16
0,63 0,60
0,63 0,61
0,62 0,59
2,69 2,10
2,59 2,30
2,60 2,32
2,54 2,39
2,61 2,62
264 248

1,02 |
1,10
1.10 |

4,01
4,18
4,15

3,65
3,57
3.48
1,88
1,93
1,94
4,83
5,00
4.78

2,61
2,75
2.70

3,28
3,08
3,23

0,83
0,82
0,81
2,71
2,69
2,65

1,15
1,25
1,20
2,07
2,08
2.12
        <pb n="327" />
        Übersicht 75
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz 1925 bis 1927 in den Großstädten
Grundzahlen

— 426 —

— ax |

Großstädte

Einwohnerzahl
 nach
dem Stand
v. 16. Juni!
1925

Steuerbelastete

1925 |

1926

1927

Steuerpflichtiger
Umsatz in Mill. ZA

1995

1926 | 1927

8

Deutsches Reich ....

Summe aller Großstädte.......

N
Z ANNE syn kn REES
*, AUgSbUIS eeeeereree en eee
% DAN var Kr Fa ER
%. Berlin essen
A N
. Braunschweig ............
Bremen ... 8. n HE

9, Breslatt ı. case ik EEE
10. ÜhemnitZ 0000000000000
11, Dortmund ....00.0000000000
12, Dresden 2... . 0000000004
3, Duisburg ......00000000004
14. Düsseldorf ......0.0..00.0000
N
16. Erfurt .. een

[7 ESSOD wer Kar ARE KEIL GE
18, Frankfurt a. M.........0..
[9, Gelsenkirchen ............
20. Halle a. Sı es0000000000000
21. HambOril ı: a ck kr Ka
22, Hamburg ...........00000
23. Hannover s.....0.0000000004
24. Harburg-Wilhelmsburg ....

25. Hindenburg 0. S..........
26. Karlsruhe ..........0.00000
27. Kassel oc...0.0000000000040
28, Kiel air kiiikeekke kennen
20. Öl are rk HERE RER
30. Königsberg i. Pr. .........
31, Krefeld rer erek rn rn
32. Leipzig ve.

33, Lübeck zecseeeee ee
34. Ludwigshafen a. Rh. ......
35. Magdeburg ........ ......
36, Mainz vereinen
37. Mannheim 2.eeeeeere eek
38. Mülheim a. Ruhr ..........
39. München ...0.0000000000000
40. M.-Gladbach .............
11. Münster i. Westf. .........
12. Nürnberg .....0.0000000004
43, Oberhausen ......0.0.0.000
14. Plauen o..0.000000000000000
15. Stettin v....0000000001010
16. Stuttgart ........0.00000000
17. Wiesbaden . Seas

62 410 619

17 024 022

155 816
227 430
165 522
187 099
024 165
211 249
146 725
204 066

557 139
333 851
321 743
519 157
272 798
432 633
167 577
135 579

170 524
167 520
208 512
194 575
‚26 618
079 126
422 745
105 765

122 671
145 694
171 661
213 881
700 222
286 666
‚31 098
79 159

‚20 825
‚01 869
297 020
108 537
247 486
127 400
580 704
{15302

106 418
392 494
105 436
111.436
254 466
341 967
132 776

4 825 121

929 170

7749
10 815
8913
9 507
52 053
6 996
8 764
18 166

29 533
18 847
13 673
39 554
9 500
20 506
9804
6 659

14 733
27913
6374
8 578
2490
56 776
24 295

7598 '
8 689
11132
35 442
11867
7506
43 223

6947
4302
5551
7316
13.381
5185
39 941
6622

5387
24 964
3 500
7798
12992
20 775
7054

q 658 68T

911 047

7299
10.839
8.332
9 680
249 240
6983
5.068
18.229

27 563
17 414
12 288
36 385
9329
19.955
9443
&amp;amp; 724

14 941
26 484
5681
8952
2705
54 500
23 280
4 203

3649
7431
8 306
9746
35 321
12.217
7696
40 301

6 801
3 940
14.918
6 809
13 065
4971
41 060
6571

5155
22 501
3526
7061
13372
20011
8002

4 064 328

946 392

7865
11.085 |]
8203
9.940 |
55 892 |
6942
8303 |
18 614

28 462
18 830
13.121
37 802
9695
20 754
9731 |]
6992

15 770
27 129
6 208
9225
292
69 327
24 352
4 486.

4 041
7871
8 469
10 025
37 011
2911
7887
12 398

7.059 |
3.983
15 208
6836
13 406
5043
43 116
6603

5436
23 859
3555 |
7123 '
13849 |
20 868 |
8184

102 263 ' 106 [21 ! 122 012

47 602 |

49 886

57 696

439
633
491
469
{2 923
546
364
821

397 469
700 791
467 520
471) 567
13691 15749
468 441
408! 437
989 1190

| 148
020
767
1 865
651
' 102
609
365

1173
988
903
1874
497
| 908
575
392

1.337
1 220
1.068
2153
644
2646
660
410

980
2 139
379
525
348
2 944
1 210

1 189
2166
227
595
121
3.064
1215
187

1 504
2674
284
601
139
3 384
1 292
931

404
432
287
2073
421
458
2209

112
103
424
316
2221
444
418 /
2 139

138
430
495
356
2437
513
521
2436

257
287
630
307
BO1
262
831
2348

276
210 |
571
300
38
231
1889
328

307
246
767
346
1.186
245
2.086
381

235 233
‚221 1029
105 303
294 294
549 630
„235 4110
218! 307

275
11
332
336
6897
1277
373
        <pb n="328" />
        Übersicht 76
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz 1925 bis 1927 in den Großstädten
Verhältniszahlen in vr

— 427 —

Großstädte

Einwohner-'
zahl nach
lem Stand
vom
16. Juni
1925

Steuerbelastete

Steuerpflichtiger
Umsatz in Mill. AM

1925 | 1926 |

1927

1925 | 1926 | 1927

Deutsches Reich ....

1 000

[ 000

1000 |

1 000

1000| 1000| 1000

Summe aller Großstädte .... |
Le ABC Kr kenn Een
2. AltOna sera
3. Augsburg ....0.0.0.0000000000
1. Barmen essen
\ Berlin ee
), Bochum s0..0000000000004
7. Braunschweig ............
. Bremen ... ee...
9. Breslau ......0.00.000000404
\0, Chemnitz .......0.0...0000
DM er temeReEn |
12, Dresden v.....00000000400
‘3, Duisburg ERKEKAHEREREHLEN |
4. Düsseldorf ...............
45, Elberfeld . WERE I
L6. Erfurt Da
(7. Essen KERRR EL DA KRKE KR AGEE |
(8, Frankfurt a. Mi...........
(9, Gelsenkirchen ............
20. Halle a. Sa...
21. Hamborn 20
38. Hamburg 10.000
23. Hannover ...........
4, Harburg-Wilhelmsburg ....
25, Hindenburg 0.8. .........
26, Karlsruhe v0...
27, Kassel...
28, Kieler
29. KM ae
30, Königsberg i. Pr. .........
31. Krefeld 20.
32, Leipzig . 5
A N
M, Ludwigshafen a. Rh. ......
3. Magdeburg yes |
36. Mainz „NT
37. Mannheim TON
38. Mülheim a, Ruhr...
39. München ER RaRK EEE EEE
0. M.-Gladbaeh
4. Münster i. Westf, brkt6uuMs |
5 Nümberg 1...
(3. Oberhausen 11.1
4. Plauen "N
BD Stettin 111.
6. Stuttgart 1.
WR. Wiesbaden

19.77

192,57 |

195,56 |

232.85

465.49

470,09 | 472,87

2,50
3,64
2,65
3,00
4,48
3,38
2,35
4.73

1,61
2,24
1,85
1,97
52,24
1,45
1,82
3.76

1,57
2,33
1,79
2,08
33,50
1,50
1,73 |
3,91

1,94
2,73
2,02
2,45
62,96
171
2,04
4,58

4,29
6,19
4,80
4,59
126,37
5,34
3,56 |
8.03 |

3,74 ] 3,84
6,60 | 6,48
4,40 4,26
444 4,65
129,01 129,08
4,41 3,61
3,84 3,58
932 9.75

3,93
3,35
5,15
3,92
4,37
5,93
2,68
2.17

5,12
3,91
2,83
3,20
4,97
125
2,03
1.38

5,92
3,74
2,64
7,81
2,00
4,28
2,03 |
1,44

7,00
4,63
3,23
9,30
2,39
5,11
2,39
1.72

|

11,23
9,97
7,50
18,24
6,37
10,78
5,9%
3.57

11,05 10,96
9,31 10,00
8,51 ı 8,75
17,66 ] 17,65
4,68 | 5,28
17,98 21,69
542 5A
369 23.36

|

7,54
7,49
3,34
3,12
2,03
7,29
6,77
1,69

3,05
5,78
1,32
1,78
2,52
‚3,84
5,03

3,21
5,68
„22
„92
0,58
3,87
5,00
3.90

3,88
6,67
1,53
2,27
0,72
‚7,06
5,99
1.10

9,58
20,92
3,71 ;
5,13
3,40
28,79 |
11,83 |

11,20
20,41 |
2,14 ]
5,61 |
1,14
28,87 '
11,45
1,76

12,33
21,92
2,33
4,93
1,14
27,73
10,59
1.89

1,97
2,33
2,75
3,43
1,22
4,59
2,10
‚0,88

1,57
‚80
2,31
7,34
2,46
1,56
8,96

0,78
‚59
‚78
2,09
7,58
2,62
1,65
3.65

0,99
1,94
2,08
2,47
9,11
3,18
1,94
10,43

3,95
4,22
2,81
20,27
4,12
4,48
21.60

1,06
3,80
4,00 /
2,98
20,93
4,18
3,94
20.16!

1,13
3,52
4,06
2,92
19,97
4,20
4,27
19.96

|

1,94
1,63
176
1,74
3,97
2,04
0,91
1,85

1,44
0,89
3,22
1,52
2,73
1,07
3,28
1,37

1,46
2,85
3,20
1,46
2,80
1,07
8,81
i,41

1,74
0,98
3,74
1,68
3,30
1,24
‚0,61
1,62

2,51
2,81
6,16
3,00
7,83
2,56
7,90
3.40

2,60 |
1,98 +
6,32
2,83
8,79 |
2,18
17,80
3.097

2,53
2,02
6,29
2,83
9,72
2,01
17,10
3.12

1,70
6,29
1,69
1,79
4,08
5,48
2.13

112
5,17
9,73
1,62
2,69
4,31
1.46

‚11
4,83
3,76
„52
2,87
4,30
1,72

1,34
5,87
0,87
1,75
3,41
5,13 |
201

2,30
11,94
1,03
2,87
5,37
12,08
2.13 |

2,20
9,70
2,85
2,77
5,94
10,46
2,89

2,25
9,11
2,72
2,75
5,65
10,47
3.06
        <pb n="329" />
        Wirtschaftsgruppen

I. Landwirtschaft ..............
II. Gewinnung von Salz (einschl.
SAKMCÜ) are kr KEEERE EEE
IL. Gewinnung und Verarbeitung
von Kohle vereeeeeeeeen
[V. Übriger Bergbau und Torfgräberei,
 Erzgewinnung, Eisen- und
Metallgewinnung .............
V. Industrie der Steine und Erden
7I. Herstellung von Eisen-, Stahlund
 Metallwaren ............
7II. Maschinen-, Apparate- und
Fahrzeugbau ...........0....0.
/IIT. Elektrotechnische Industrie,
Feinmechanik und Optik .....|
IX. Chemische Industrie .........
X. Textilindustrie „............. |
XL. Papierindustrie und Vervielfälti-,
gUNgsgeWeErDb® .......000000400
XIL Leder- und Linoleumindustrie,
Kautschuk- und Asbestindustrie
XIII. Holzverarbeitungs- und Schnitz-StOffgewerbe
 ...........0.0.0.0000
XIV. Musikinstrumenten- und Spielwarenindustrie
 ..............
XV. Nahrungs- und Genußmittel-BOWETÜE
 © gap 4 HEN FH RE
XVI. Bekleidungsgewerbe .......... |
XVIL Bau- und Baunebengewerbe .. |
XVII, Wasser-, Gas- und Elektrizitätsgewinnung
 und -versorgung ..
XIX. Handelsgewerbe, außer Bankund
 Börsenwesen „...........
XX. Bank- und Börsenwesen, Versicherungswesen
 .............
XXI. Verkehrswesen ee]
XXIL Gast- und Schankwirtschafts-A

XXI. Freie Berufe, Verwaltung, Heerwesen
 und Kirche ...........
XXIV. Gesundheitswesen und hygie
nische Gewerbe ............,
Summe ....

‚26

Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Wirtschaftsgruppen
Grundzahlen

. Preußen Bayern
Dontschen Reich |upng Searcbietlich, Saarplalz)| Sachen
"flich- | Um- Pflich- | Um- fieh-| Um- fich-| Umbige
 satz tige | satz tige satz tige | satz
5 "a UT 8 sn

2.041 860| 7 077 644]

' 055 521! 4 416 485'431 679| 1.008 730] 67826] 336 381

143} 208 8831|
352) 12320

116| 138 751
268| 1 575 610

13| 14541] al

94 156

3.080 arm
27 283] 1.900 687

210 20002 238! 2524701 2286| 117117
12494| 1 060333| 4129 258698| 1984| 216 9%

119 695]

2.910 219}

66 478| 1736 955| 15.247) 248 640| 10.628| 354 810

22.069] 4367989] 2742| 2442 293] 2070 375 sn] 2823| 593 828
33 582| 1 642 299
7187 2583386
27399 7.054 049
27811] 2250680
29310 1454 826
157925) 2628 sl
7 8083| 306 ass]
|
223 804| 13 724 147
365 245 4 170 062
205 020 4317 826
1 - 684 200]

262 |

zZ san]

24)

1
ı 030 942| 32 958 0291 596 907|19 990 568/120 560! 3 175 553110 580] 3.305 98
1 167813| 5752 113244| ges] 10222] 865) 119
48.962| 886404| 31055| 495411) 3994 5168| 3314) 77°
219.399] 4.199393| 124 110] 2321 872| 31 181) 636 7611 16683 295
65827| 914539| 35 a 561166 9569) 84713 6815) 912
| 4%
149861 933774) 90342 Se
ES „POS SENIO6[ 16.005 95:81 806 |
825 121/102 262 813| 2 633 620l61 032 580/775 217/10 322 472/344 ul 125810

tür a . Übersicht 77
ar die sieben größten Länder und die drei Hansestädte im Jahre 1925
n 1000.72

— 429 —

Vürttemberg | Baden | Thüringen | Hessen
ich | Um- | Pfich-| Um- Pin | y
+5 in
86 | satz tige | satz 8 tige | Umsatz
A 2 1 8 } 34 735

Lübeck | Bremen
Pfiieh-| Um- |Pfiich-| Umtige
 | satz | tige | satz
20 | 21 ı 22 F 28
65494| 134 1101 3042| 13347] 2676| 5957| 733| 5889

Pflieh- | Um (|Pflich- Umtige
 satz tige satz
16° 7 238 | 59

:61928| 291 660]117 665/ 193 080l 52254| 176 6221
( | 5 093) 1 aa] we 12 114 917]
3 il 8 4
99 1085 a6) rar 315)

— 1
al

5 198!

»9|
504]

42 285 © 48 574 S EC
53.194| 1197| 72843| 2898! 109126]
5467| 127 a6 3754| 79 498]
756) 219 006] 517) 84708]

32| 7605] 45| . 12886]
691| 42017| 357) 29506l

61
57]

33444) 14|
135sıl 22

12 533
3 569
16 830
27625

' 0051

166 806|
21) 244 382]

2936| 44 785) 1 956) 45 522]

182

5558| 5683|

sı2] 155061] 654) 90382

58 11861] 158!

!
971 13593| 1829| 81795 947]
441 ' 80255| 285) 82165 Wi
570° 551444| 2573| 259469| 1446
138 1 10] 9561

47 505]
25 481]
398 7561
64 362]

675/ 10761| 1060| 27479]
2246| 81911| 2254| 115 205|
340| 27915] 322/ ‚53 743)
- 31 064 a2 64 zı]
1518| 142319
4 646) 51 113]
41! 18351!

91] 17ı7z) 2201 8179
17| 3828| 42| 8913
25, 1068] 80l 8778
8 462
3315
260| 5 677] 670) 23525

2128| 33 141 oa]
1089| 161 464 6727)

675141 1011)

75 9011

129 665| 5596|
105] 3542| ı 985)

100 159]

178) 25 582]

40811]

29 255
366| 28968| 1220| 146 232
Mi 4595) 2082| 16311
505| 11.6181 1554| .56 698

2
104/ 531580] 8943| 569685] 6708
60;
32 216189 11238] 91 220l 10 159
i 6
“5 1706911 8315| 152962! 5885
sel 2750) 48)
8 53
5) 1183 231! 33 931] 1.135 360] 24 180)

262 298]
69 m]
% 603

6 344
9361|
5 814!

257658| 2401| 304 ss
61 we] 6700| 83407
81 201! 40251 99930!

13 699]

23

4268] 13| 41923

ae 3.093

561 051)

26 086

598 zo 33 ses) 1 534 865

3 005) 118 739] 8431] 365 862

31) 1 = 317 2 = W 602 9% = 22 m 17} 138 1538
77] 188911 1317| 25628] 1145 13 “ 11 936| 2386| 134478 219! 5511| 2562| 29172
989) 168 zaa] 8 309) 173479} 6 661) 105 277) 61995] 6 sr] 152 zu] 507] 11304| 1 784) 41 602
2326) 28 766] 2 401] 21 7] 1 934 31 724] 14176 1602| 46 - 212 3 7 - 9 735
Ö 26) as 320| 5 562) 37 a6 3 z00|__ 1953| 3 860) ___20 407 3000| 29 072] 443 2798 ame
°98 706! 4 375 465 217 268| 3666 332/132 241] 2416 00 var 975] ı 845 207| 72 657| 3022 2131 7516| 261 anı) 20 332] 005 122
        <pb n="330" />
        430 —
Steuerbelastete und steuerpflichtiger Umsatz nach Wirtschaftsgruppen
Verhältnis

Wirtschaftsgruppen

Mn | Preußen | Bayern | Sachsen
f . . fa me
0. Saargeb.) (0. Saargeb.) | (0. Saarpfalz)
E | Umsatz AD | Umsate | Per | Sie Fee Um
KT KT U U

I. Landwirtschaft ..............
[L. Gewinnung von Salz (einschl.
SALE de ee 4 KERN HERE
[IL. Gewinnung und Verarbeitung
von. Kohle ....00u0e eek
V. Übriger Bergbau und Torfgräberei,
 Erzgewinnung, Eisen- und
Metallgewinnung .............
V. Industrie der Steine und Erden
YI. Herstellung von KEisen-, Stahlund
 Metallwaren ............
/TI. Maschinen-,Apparate- und Fahr-ZEUgDal.
 seen een
7111. Elektrotechnische Industrie,
Feinmechanik und Optik .....
X. Chemische Industrie .........
X. Textilindustrie ..............
XI. Papierindustrie und Vervielfälti-ZUNgsSgeWerbe
 .....00000000000
XII. Leder- und Linoleumindustrie,
Kautschuk- und Asbestindustrie
XIIL. Holzverarbeitungs- und Schnitz-StOffgeWerbe
 ........00.0.000007
XIV. Musikinstrumenten- und Spielwarenindustri@
 ........0..0.04
XV. Nahrungs- und Genußmittel-BOWÜLDS
 aakr er. 0ER ak ER EA |
XVI. Bekleidungsgewerbe ..........|]
XVII Bau- und Baunebengewerbe .. I
XVIIL Wasser-, Gas- und Elektrizitäts- |
gewinnung und -versorgung .. |
XIX. Handelsgewerbe, außer Bankund
 Börsenwesen ............
XX. Bank- und Börsenwesen, Ver- |
SicherungsWeseN, .............
XXI. Verkehrswesen ..............
KXXIL Gast- und Schankwirtschafts- |
geWEIDE e0rere ern reee
XXI. Freie Berufe, Verwaltung, Heerwesen
 und Kirche ...........
XXIV. Gesundheitswesen und hygie- |
nische Gewerbe .............
Summe ....

42,32 | 6,92
0,00 | 0,20 |
1,68 |

40,08 |
0,00 |
0,01 |

794

5.69 |

0,77

19,66 !

2,99

0,23

158

1.00

9,14

0.01 | 0,75

0,06 |
0,56

3,13
1,86

0,08
0,47 |

4,31
1,74

0,03 |
0,53 |

2,45
2,51

0,08 1,04
0,58 | 1,93

2.48 |

2,85

2,52 |

2,85 |

1,97 |

2,41 |

3,08‘| 3,16°

1.46

4.27

0.48

4,00

27 1

3,64

0,82 | 5,297

0,70
9,15
5,57

0,70 | 1,68 ı
0,14 | 2,78
0,39 | 4,64
2,20 | 0,55 | 1,81 |
0,59 | 1,24 |

0,55
A |
0,36 |

1,36 *
2,22
6,13
2,06 1

0,86 | 1,25
0,25 | 1,88
2,76 | 19,19

1,58

1.43 |

1.10 | 4,25

7.61

0.48 |

0,79 |

0,73 |

0,87

3,27 |

2,57 | 3,16 |

2,26 |

3,03 |

43.45

3,78 | 2,35

0.16

0,30 | 0,06 |

0,15

3,12 |

0,46

0,81 !

n,62

4,64 | 13,42
7,57 | 4,08
1,25 4,22
0,67 |
32,23 !
0,16
2,87
4,11 4,71 |
0,89 |

4,77 ° 13,46
7,92 4,44
4,49 | 4,47 |
9,02 | 0,73
22,67 | 32,75
0,22 | 0,18 |
118 1 0,81 !
3,80 |

3,68 '
6,08 |
3,07 |
0,03 | 0,69 |

6,04
11,05 |
4,52

11,37
3,86
3,52

3.01 | 0,35

21,37

5,55 |

30,76

2,06 | 29,43

0,251 0,11
0,86 0,69
40) 3,52
1,36 | 0,921 1,28 | vn 4 ve 0,81
le 2409| aa] 07
100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 1100.00

3,10} 0,91 |
00,00 | 100.00 |

N Übersicht 78
lür die sieben größten Länder und die drei Hansestädte im Jahre 1925
':ahlen in vH

5.1

Württemberg |!
SE
“ " | Umsatz
00 ar
ch 2
56,09 | 6,67 ) 54,16 | 5,27 I

Thüringen

Hessen

Hamburg

Lübeck

Bremen

OMflich- Umsatz
igo nn
14 178

°flich- Umtige
 Satz

Pflich- | Umtige
 satz
ET

”flich- | Um- , Pflich-| Umtige
 satz | tige satz
50 1 5% 222 | 28

39,51 | 7,81 | 47,47 1 7,271 4,19 | 0,44 |

9,00 | 2,28 | 3,61 | 0,67

0,12 1 0,05 | 0,01 | 0,50 0,05 | —
0] \ 00 ) 0m]
0,00 | 0,05 | 0,01 | 0,72 0,02 | 0,00 | 0,17 |

5,03 | 0,97 | 0,04! 1,32 | 0,04 | 0,39 | 0,02 | 0,41 | 0,06 | 0,43 | 0,04 | 12,80
0,56 | 1,22 | 0,55) 1,99 | 2191| 4,52 | 0,50 | 2,28 | 0,49 | 0,98 | 0,76 | 0,52 |
2,84 | 3,29 | 213 | 2483| 2,69 | 1,50 | 2,42 | 2.13 | 2,77 | 1,90
0,32 | 5,59 | 0,35! 6,00 | 0,39 | ası | 0,371 8,40] 0,90 | 2,99 | 0,77 | 4,54 1 0,78 | 3,12

0,68 3,11 | 0,84 | 223] 0,72 1,97 0,49 | 0,58 | 0,91 | 1,21 | 0,66 | 1,08 | 0,92
0,15 183 | 0,13 | 2,24 | 0,14 1,05 0,18 | '4,44 | 0,35 | 3,81 | 0,23 | 1,46 | 0,21 | 1,01
0,54 | 12,60 | 0,26 | 7,08 1,09 | 16,50 0,25 | 1,51 | 0,44 | 1,78 | 0,33 | 0,41 | 0,39 | 9,91
0,51 | 3,77 | 0,72 | 26 | 0,47 | 1,68 | 1,13 | 2,14 | 1,01 | 1,15 | 1,06 | 0,9
9,50 | 1,84 | 0,77 | 3,14 | 110 | 7,71 | 0,33 | 1,53 | 0,45 ] 0,12 | 0,38 | 0,37
310 | 3,541 423] 4,14 | 3,37 | am 2,91 ] 1,63 | 3,46 | „| 3,30 | 2,66
0,05 | 0,10 1,56 | 1,69 | 0,03 | m | 0.15 | 0,61 | 0,20 | 0,11 | 0.14 | 0,03

0,47 | 2,54
0,74 | 3,04
3,84 3,69
0,06 | 0,58

E19 | 12,15
5,55 4,94
04! 3,90

4.12 | 15,54 |
5,17 | 2,49 |
3,83 | 4,17
0,03 ] 0,75
27,04 | 15,62 | 30,98
0,14 0,07
0,61 | 0,70
3,82 | 4,73

10,86 ı 4,60 13,96 | 3,30 | 10,08 | 4,87 | 11,08 | 6,00 | 16,52
2,90 | 6,78 | 3,35 | 9,22 | 2,76 | 9,93 | 1,91 | 10,24 | 1,84
4,00 | 4,21 | 4,411 5,54 | 3,31 | 6,72] 4,44 | 7,64 | 6,41
0,57 1 0,02 | 0,26 | 0,02 | 139 | — |
|
23,22 | 18,91 | 32,43 | 46,64 | 50,78 | 39,98 | 45,43 | 41,47 | 41,33
0,14 | 0,02 0,16 | 0,05 | 0 | 0,23 | 0,05] 0,43 | 0,17
0,87 | 0,56 | 0,86 | 0,65 | 3,28 | 4,45 | 2,92 | 2,11 | 2,76 | 3,30
5,04 | 4,36 | 3,67 | - 3,36 | 4,32 | 8,7) 4,70
46 | 1,31 | 161 1 0,77 | 1,10
2060| 081 | 280 111] - 0,% | “4 1,07 } 5,76 0,91
190,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 [100,00 100,00 |00,00 100,00 100,00 1100,00

03

3,34

312
460

158

3,86 |

187

0,66 |

:.10 | 0,60

483 | 0,81 1 2,55 1,02
100,00 | 100,00 | 100.00 100,00 !
        <pb n="331" />
        _— 432

6. Beförderung-, Kraftfahrzeug- und Vermögenverkehrsteuern
a. Die Reichseinnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer
und der Beförderungsteuer
Der Anteil des Aufkommens aus der Kraftfahrzeugsteuer und Beförderungsteuer an
den gesamten Reichseinnahmen aus Steuern und Zöllen schwankt in den Rechnungs;
jahren 1925/26 bis 1928/29 zwischen 5,5 und 6 vH. Im einzelnen zeigt sich dabei
folgende Entwicklung (Isteinnahmen):

Rechnungsjahr
1925 | 1926 * 1927 | 1928 | 19292

Beförderungsteuer
a) Personenbeförderung ............... 175606 168 313 177 592 185 766 187 136
b) Güterbeförderung ................. 142694 143 667 171 594 168 314 176 522
Kraftfahrzeugsteuer . E44 58 439 105 158 156 216 181 365 209 482
Zusammen ....), 376739 | 417138 | 505402 | 535445 | 573140

in 1000.74

2) Nach den monatlichen Ausweisen des Reichsfinanzministeriums.

Trotz ihres summarischen Charakters läßt bereits diese Übersicht bei einer vergleichenden
 Betrachtung der einzelnen Jahresbeträge die hauptsächlichen Wesensunterschiede
 der beiden Steuern hinsichtlich ihrer Abhängigkeit von der allgemeinen
Wirtschaftslage in Erscheinung treten: Während das Aufkommen aus der Beförderungsteuer
 in Depressionszeiten beeinträchtigt wird, zeigen die Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer
 bisher auch in Zeiten konjunktureller Verschlechterung der Wirtschaftslage
ein anhaltendes Wachstum.
In den steigenden Erträgen der Kraftfahrzeugsteuer spiegelt sich die zunehmende
Motorisierung Deutschlands. Allerdings darf das jährliche Wachstum ihres Aufkommens,
 wie es die vorstehende Übersicht zum Ausdruck bringt, nicht ausschließlich
auf den steigenden Kraftfahrzeugverkehr zurückgeführt werden. Vielmehr ist die
Ertragsteigerung im Rechnungsjahr 1926 mit durch die Einführung neuer, teilweise
erheblich erhöhter Steuersätze verursacht worden. Während aber in den ersten
zweieinhalb Monaten des Rechnungsjahres 1926/27 die Steuer noch nach den alten
Tarifen erhoben wurde, galten im Rechnungsjahr 1927/28 lediglich die neuen Steuersätze.
 Mit Beginn des Rechnungsjahres 1928/29 wurde wiederum ein neues Steuergesetz
mit vollkommen geänderter Bemessungsgrundlage erlassen.
Außerdem enthalten die Jahressummen der obigen Übersicht Beträge, die auf Grund
von Zuschlägen zur eigentlichen Kraftfahrzeugsteuer seit dem Rechnungsjahr 1926/27
(ab 15. Juni 1926) erhoben werden. Diese Zuschläge sind aber von ursprünglich 25 vH
auf 15 vH (im Rechnungsjahr 1929/30) ermäßigt worden.
Wäre die Besteuerung auch in den früheren Jahren nach den gegenwärtig geltenden
gesetzlichen Bestimmungen erfolgt, so dürfte die Steigerung des Ertrags der Kraftfahrzeugsteuer
 von 1925/26 bis 1928/29 durchschnittlich jährlich mit etwa 20 vH anzunehmen
 sein,
Die Entwicklung dieser Steuer zeigt also ein strukturelles Wachstum, dessen Auftriebskräfte
 sich auch in der Krisis 1925/26 und in der anschließenden Depression, aber
ebenfalls in dem seit Anfang 1928 zu beobachtenden Konjunkturrückgang mit Erfolg
durchgesetzt haben. Ob künftig die Zunahme im bisherigen Ausmaße erfolgen wird,
kann gegenwärtig nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Die günstige Entwicklung
ihres Steuerobjektes sowie die Zuverlässigkeit ihres Aufkommens haben die Kraftfahrzeugsteuer
 als Überweisungssteuer zu einer wertvollen Einnahmeauelle der Tänder
        <pb n="332" />
        — 433 —
zemacht: nach dem Reichshaushaltplan von 1929/30 steht sie mit 199,7 Millionen AM
ın vierter Stelle innerhalb der einzelnen Steueraufkommen, die an die Länder überwiesen
 werden.
Im Gegensatz zu der Ertragsgestaltung der Kraftfahrzeugsteuer unterliegt das Aufzommen
 aus der Beförderungsteuer, d.h. aus der Personenbeförderungsteuer und aus der
Güterbeförderungsteuer, konjunkturellen Einflüssen. So zeigt die obenstehende Übersicht
m Rechnungsjahr 1926/27, das zeitlich mit einem allgemeinen wirtschaftlichen
Tiefstand und nur zum Teil mit einem beginnenden Aufschwung zusammen-‘ällt,
 einen Rückgang des Ertrages der Personenbeförderungsteuer. Bei der Güterbeförlerungsteuer
 wirken sich die depressiven Kräfte in einer Verzögerung des Wachstums,
las auf der trendmäßigen Ausweitung der volkswirtschaftlichen Umsatztätigkeit beruht,
us, Dagegen führt der wirtschaftliche Aufschwung und Hochstand im folgenden Rechlungsjahr
 zu einer Steigerung der Beförderungseinnahmen, die sich entsprechend in dem
Ertrag der Beförderungsteuer auswirkt. 1928/29 und 1929/30 hält bei der Personenveförderungsteuer
 die Aufwärtsbewegung an. Die Anfang 1928 einsetzende Konjunkturıbschwächung
 sowie die ungewöhnliche Kälte im Winter 1928/29 verursachten einen
Rückgang im Aufkommen der Güterbeförderungsteuer für 1928/29. Dagegen wird das
£rgebnis des letzten Rechnungsjahres durch die Erhöhung der Beförderungstarife der
Reichsbahn vom Oktober 1928 sowie durch das Nachholen der infolge des Frostes zu
Jahresbeginn ausgefallenen Transporte begünstigt.
Da die Beförderungsteuer an die Verkehrseinnahmen anknüpft, ist deren Entwicklung
lür das Steueraufkommen entscheidend. So bestimmen die konjunkturellen Veränderun-3eh
 der Einkommen letzten Endes den Ertrag der Personenbeförderungsteuer, wie die
Füterbeförderungsteuer in ihrem Aufkommen schließlich von der konjunkturabhängigen
xüterbeförderung, allerdings ohne die steuerfreie Beförderung von Kohlen und Koks
aller Art, beeinflußt wird. Bei der Aufstellung des Reichshaushaltplans erweist es sich
50omit als notwendig, das Aufkommen der Beförderungsteuer mit Rücksicht auf die vor-Mssichtliche
 konjunkturelle Entwicklung der den Steuerertrag bestimmenden Faktoren
MNZzUsetzen.

b. Die Reichseinnahmen aus den Vermögenverkehrsteuern
„Die Vermögenverkehrsteuern brachten dem Reich seit dem Rechnungsjahr 1925/26
lie nachstehenden (Ist-) Einnahmen:

"A

Kapitalverkehrsteuer A
Vechselsteuer „.........000011111H
STunderwerbsteuer!) ........ ...0.0000000
Versicherungsteuer WERK ER RKEER KR ER ARE
Zennwett- und Lotteriesteuer
a) Totalisatorsteuer ....... Wen
b) andere Rennwettsteuer .. +...
©) Lotteriesteuer ...... Da
Zusammen .... 1

Rechnungsjahr
‚925 | 192% [| 1927 | 1928 | 1929%
in 1000.24
| 165387 | 148 666
36 396 48 147
28 058 37 891
45 997 52850

‚03 423
52 607
30 687
40 174

16.977
14 292
34.539
z02699 |

15.092
15 221
35

15 855
17 756
42 784

15.947
'6 581
VIA

15015
18 050.
52.147
3292 869

2492 Naar

363949 |

359 414

a
EACH den Landesbehörden erhobene Grunderwerbsteuer ist hierin nicht enthalten, — *) Nach den monatlichen Ausoichsfinanzministeriums.

‚Für das Aufkommen dieser Steuern 1) sind, von der Höhe der Steuersätze abgesehen,
die Vermögensbildung, namentlich aber die Bewegung von Vermögenswerten entscheidend.
Da Vermögensbildung und Vermögensverwendung ökonomische Vorgänge funktionaler
Verbundenheit darstellen. ist infolgedessen die Ertragsentwicklung dieser einzelnen

a
') Die Z 5 ö jat bestritten. Während sie von
8 © Zurechnung der Rennwett- und Lotteriesteuer zu den Vermögenverkehrsteuern ist, € A NN
eieborg (Grundriß der Finanzwissenschaft 4. Aufl., Leipzig 1928, 5. 140) einbezieht, bezeichnet sie Damen Krk Ver
Steuern, Handwörterbuch der Staatswissenschaften. 8. Bd., 4. Aufl., Tana 1928. S, 587) als Aufwandst .
Sinanzen und Stanarır
        <pb n="333" />
        __ 434 —

Steuern letzten Endes Ausdruck sowohl überwiegend konjunkturbedingter Vermögensdispositionen
 als auch gleichzeitig mehr strukturellen Vermögenswachstums. Damit sind
aber auch die ökonomischen Bestimmungsgründe des Steueraufkommens generell
aufgewiesen.
Die Kapitalverkehrsteuer gliedert sich in vier Einzelsteuern, die nachstehend
 mit ihren Ist-Erträgen seit dem Rechnungsjahr 1925/26 aufgeführt sind.

Rechnungsjahr
1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 19291
in 1000 AAO)

I. Gesellschaftsteuer
a) Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften
 auf Aktien............
Gesellschaften mit beschränkter Haf-6)
 Bergrechtliche Gewerkschaften.......
d) Andere Kapitalgesellschaften. ........
e) Andere Erwerbsgesellschaften und die
übrigen juristischen Personen........
Zusammen ....

Il. Wertpapiersteuer
a) Inländische Schuld- und RentenverschreibungeN
 ‚...0.00000000100r0 000
Ausländische Schuld- und BRentenverschreibungel
 ......00000000000004
Ausländische Aktien und andere Anteile
 sowie ausländische Genußscheine
Zusammen ....

27389 | 46519

483 015

| 9954 | 11381
‚381 715
34 93
1.655 1429 1.803
40147 | 58287 | 62007

10.579
428
96

3 382

20 940

17 937

714

2335

64

125
9 221

221
23 496

2220
20 791

54 895

12 081
351
262

1429
69 018

12 258

372

1175
13 805

KA

11.475
| 945
171

1384
45 269

9891

1.349

3514
14 754

HI. Börsenumsatzsteuer.
IV. Aufsichtsratsteuer . ... RER —
J—IV, Kapitalverkehrstener zusammen ......... | 103423 | 165387 | 148666 | 131018 | 89 773

*) Abweichungen in den Summen durch Aufrundung der Zahlen. — !) Nach den monatlichen Ausweisen des Reichsfinanzministeriums,
 — *) Die Aufsichtsratsteuer ist durch das Körperschaftsteuergesetz vom 10, August 1925 aufgehoben
worden, Bei diesen Beträgen handelt es sich demnach nur um Pesteinnahmen.

Für das Aufkommen der Gesellschaftsteuer sowie der Wertpapiersteuer
 sind die Verhältnisse des Kapitalmarktes entscheidend. Angebotsgröße und
Nachfragestärke am Kapitalmarkt seit der Währungstabilisierung haben neben den Veränderungen
 der Steuersätze die Entwicklung dieser Steuern bestimmt, da der Gesellschaftsteuer
 mit allerdings zum Teil wesentlichen Ausnahmen hauptsächlich erste Kapitalinvestitionen
 in Aktien, Anteilen usw. inländischer Gesellschaften, der Wertpapiersteuer
erste Kapitalanlagen in festverzinslichen Werten inländischer und ausländischer Gesellschaften
 sowie in Aktien usw. ausländischer Gesellschaften unterliegen. Neben den Steuerbefreiungen
 beeinträchtigen die nach der Verschiedenheit der Objekte abgestuften Steuersätze
 und deren Veränderungen die Erkenntnisse, die aus dem Steueraufkommen über
die Kapitalmarktlage gewonnen werden können; wie sie auch andererseits verbieten,
die Veränderungen des Steueraufkommens lediglich aus der Entwicklung des Kapitalmarktes
 erklären zu wollen. Immerhin läßt die voranstehende Übersicht die Zusammenhänge
 zwischen der von der jeweiligen Konjunkturphase abhängigen Kapitalmarktlage
und dem Aufkommen der Gesellschaftsteuer und der Wertpapiersteuer erkennen.
        <pb n="334" />
        — 435 —

So ist die Ertragsteigerung im Rechnungsjahr 1926/27 auf die damalige konjunkturbedingte
 Aufnahmefähigkeit des deutschen Kapitalmarktes und auf die Aufnahmewilligkeit
 ausländischer Kapitalmärkte zurückzuführen. Mit dem stärker einsetzenden, sich
um die Jahreswende 1927/28 dem Maximum nähernden allgemeinen Konjunkturaufschwung
 tritt eine konjunkturelle Verknappung des inländischen Kapitalangebotes bei
zunächst gleichbleibenden ausländischen Angebot ein, die sich entsprechend in der Entwicklung
 der Wertpapiersteuer auswirkt. Nicht so unmittelbar wie die Wertpapiersteuer
ist die Gesellschaftsteuer mit den Veränderungen des Kapitalmarktes verbunden, denn
ihr unterliegen nicht nur die Emissionen von Aktien, Anteilen, Kuxen usw., durch die
eine Gesellschaft sich Mittel verschafft auf dem Kapitalmarkt, sondern auch jene, die
für Fusionszwecke oder als Entgelt für Sacheinlagen erfolgen. Zweifellos ist die Gesellschaftsteuer
 durch die Konzentrationsbewegung der Industrien in den letzten Jahren
begünstigt worden.
In Abhängigkeit von der Entwicklung des Effektenmarktes steht das Aufkommen
der Börsenumsatzsteuer. In dem Ertrag des Rechnungsjahres 1926/27 spiegelt
Sich die damalige Effektenhausse wider. Dagegen wird das Aufkommen der folgenden
Jahre von der rückläufigen Bewegung der Effektenumsätze ungünstig beeinfiußt. Schlüsse
auf die Entwicklung der Effektenumsätze aus dem Aufkommen an Börsenumsatzsteuer
darf man allerdings nur mit Vorbehalt ziehen, da der Steuertarif je nach der Art
der gehandelten Wertpapiere und nach der wirtschaftlichen Stellung von Käufer und
Verkäufer verschiedene Sätze vorsieht, und außerdem die Steuersätze sich wiederholt
geändert haben.
Die zunehmende Beanspruchung des Wechselkredits in Zeiten des konjunkturellen
Aufschwunges und Hochstandes bringt es mit sich, daß die Wechselsteuer besonders
 in derartigen Phasen der Wirtschaftsentwicklung eine günstige Ertragsgestaltung
aufweist. Der hohe Ertrag des Rechnungsjahres 1925/26 ist allerdings zum Teil aus
dem damaligen Steuersatz von 2 vT zu erklären, der erst am 1. September auf 1 vT
ermäßigt wurde. Aber selbst wenn man dies berücksichtigt, bleibt der Ertrag in diesem
Jahr höher als im folgenden, da die Hochkonjunktur von Februar bis September 1925
ne starke Anspannung des kurzfristigen Wechselkredits mit sich brachte. Die an-Schließende
 Depression mit ihrem geringeren Kreditbedarf führt entsprechend zu einer
Senkung des Wechselsteuerertrages im Rechnungsjahre 1926/27. Dagegen begünstigt die
im Zusammenhang mit dem neu einsetzenden Konjunkturaufschwung zunehmende
Finanzierung mit Hilfe des Wechselkredits den Steuerertrag der beiden folgenden
Rechnungsjahre.
Da aus dem Steuerertrag annähernd der Umfang der monatlich neu gezogenen
Wechsel errechnet werden kann, ist die Entwicklung der Wechselsteuer von sympto-Matischer
 Bedeutung für die allgemeine Konjunkturbeobachtung geworden.
Ebenfalls konjunkturbeeinflußt ist der Ertrag der Grunderwerbsteuer. Wie
Aus der Übersicht zu entnehmen ist, sinkt das Aufkommen allerdings bereits im Rechengsjahr
 1928/29 ab, während die Wechselsteuer in dieser Zeit ihre Aufwärtsbewegung
a Stat, Diese unterschiedliche Entwicklung erklärt sich daraus, daß die Dynamik
ste Kapitalmarktes, des Marktes des langfristigen Leihkapitals, die Dynamik des Grundauge
 Smarktes bestimmt, das Angebot an langfristigem Kapital sich aber im Konjunkturve
 Schwung verknappt, so daß mehr und mehr auf den kurzfristigen Kredit zurück-Y
 en wird, zu dem auch der Wechselkredit rechnet. Infolgedessen sinken mit der
m Tengung des Kapitalmarktes im Rechnungsjahr 1928/29 die Umsätze am Grundstücksärkt
 und damit der Steuerertrag, während die Wechselsteuer noch steigt. ;
Gegensatz hierzu hat der Wiederaufbau des durch Krieg und Inflation zerstörten
:  Mcherungsgeschäftes zu einer Jahr für Jahr steigenden Zunahme der Versic hebar.
 8ssteuer geführt, so daß sich stärkere Konjunktureinflüsse bisher nicht bemerk-Depp
 konnten. Ebenso weist die Entwicklung der Reichseinnahmen aus der
a teriesteuer seit 1925/26 eine anhaltende leichte Aufwärtsbewegung auf, wäh-Ni
 die Rennwettsteuer sich unter Schwankungen auf einem gleichbleibenden
1veau gehalten hat.
        <pb n="335" />
        -— 436 —
7. Verbrauchssteuern .
Die Reichseinnahmen aus Verbrauchssteuern
Herstellung und Absatz verbrauchssteuerpflichtiger Erzeugnisse
Der Verbrauchsbesteuerung unterliegen im Deutschen Reich Tabakerzeugnisse
 aller Art (Zigarren, Zigaretten, Rauchtabak, Kau- und Schnupftabak), Zigarettenpapier,
 Bier, Branntwein, Trauben- und Fruchtschaumwein, Zucker, Stärkezucker, Rübensäfte,
 Zündwaren, Leuchtmittel (Metallfadenlampen, Gasglühkörper, Brennstifte u. a.).
Spielkarten, Essigsäure und Süßstoff. Die ausführlichen statistischen Ergebnisse übeı
Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, Besteuerung und Verbrauch der steuerpflichtigen Erzeugnisse
 sind für die Rechnungs- bzw. Betriebsjahre 1926/27 bis 1928/29 in den Bänden
350 und 364 der »Statistik des Deutschen Reichs« veröffentlicht worden.
Vor dem Kriege waren die Verbrauchssteuern und Zölle die Haupteinnahmequellen
des Reichs, Ein Vergleich zwischen den Ergebnissen der Verbrauchsbesteuerung in den
Rechnungsjahren 1912, 1913 und 1924 bis 1927 ist in Band 350, S. 129 ff. vorgenommen
worden.
Die Verbrauchssteuern sind nach der Übernahme der Einkommen- und Vermögensteuern
 auf das Reich und nach Einführung der Umsatzsteuer im Reichsetat zwar an
Bedeutung zurückgetreten, doch liefern sie zu den Gesamteinnahmen einen recht ansehnlichen
 Beitrag. Der prozentuale Anteil der Verbrauchssteuern an den Gesamteinnahmen
des Reichs betrug in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 21,2 vH, 19,9 vH und 19,7 vH;
der prozentuale Anteil der Zölle 13,1 vH, 14,7 vH und 12,2 vH.
Die Isteinnahmen des Deutschen Reichs aus Verbrauchssteuern und Zöllen erreichten
im Rechnungsjahre 1927 2 940,5 Mill. AM und übertrafen damit das Vorjahrsergebnis,
das sich auf 2 461,9 Mill. AM beziffert hatte, um 19,4 vH und den Haushaltsvoranschlag
für 1927 (2 908,5 Mill. AA) um 1,1 vH. Die Zunahme von 478,6 Mill. AA entfällt
überwiegend auf die Zölle, deren Aufkommen von 940,4 Mill. AM in 1926 um 33,0 vH
auf 1 250,8 Mill. AM in 1927 stieg; bei den Verbrauchssteuereinnahmen stellte sich ein
Zuwachs um 11,1 vH von 1521,5 Mill. AM auf 1 689,7 Mill. AM ein. Im Rechnungsahr
 1928 sind die Zollerträge infolge der guten inländischen Ernte und der absinkenden
Konjunktur um 146,2 Mill. AM oder,11,7 vH hinter den Isteinnahmen des Vorjahrs
zurückgeblieben. Zur Deckung dieses Ausfalls reichten die Mehrerträge aus Verbrauchssteuern,
 die sich auf 83,3 Mill. AM oder 4,9 vH beliefen, nicht aus, so daß das Gesamtaufkommen
 aus Verbrauchssteuern (1 773,0 Mill. AA) und Zöllen (1 104,6 Mill. AM)
im Rechnungsjahr 1928 mit 2 877,6 Mill. AA um 62,9 Mill. AM oder 2,1 vH geringer
war als 1927; die Isteinnahme überragte indessen noch den .Haushaltsvoranschlag für
1928 (2 802 Mill. AA) um 75,6 Mill. AM oder 2,7 vH. Auf den Kopf der Bevölkerung
entfielen an Verbrauchssteuern und Zöllen 1926 39,08 AM, 1927 46,43 AM und 1928
45,17 AM, an Verbrauchssteuern allein 1926 24,15 AM, 1927 26,68 AM und 1928
27,83 AM. Die Rückstände an Verbrauchssteuern und Zöllen betrugen am 1. April 1928
112,1 Mill. AM und am 1. April 1929 111,1 Mill. AM.
a. Tabak
Der Tabak ist die ertragreichste deutsche Verbrauchssteuerquelle. Der Tabakverbrauch
wird durch ein gemischtes Steuersystem erfaßt. Die eingeführten unbearbeiteten Tabakblätter,
 Halb- und Fertigfabrikate unterliegen Gewichtszöllen. Der Rohtabakzoll beträgt
80 AM für 1dz. Den Hauptanteil an den Tabakabgaben hat die nach den Kleinverkaufspreisen
 der Erzeugnisse bemessene Fertigfabrikatsteuer (Tabaksteuer). In den
Rechnungsjahren 1927 und 1928 betrug der Steuertarif für Zigaretten 30 vH der Kleinverkaufspreise,
 für Zigarren, Pfeifentabak und steuerbegünstigten Feinschnitt (d.h. für
feingeschnittenen Rauchtabak, zu dessen Herstellung mindestens zur Hälfte Tabakblätter
inländischer Herkunft verwendet worden sind) 20 vH, für anderen Feinschnitt 45 vH,
für Kautabak 5 vH und für Schnupftabak 10 vH der Kleinverkaufspreise. Außerdem
unterlagen die zur gewerblichen Herstellung von Zigaretten bestimmten Tabakmengen
        <pb n="336" />
        — AT —

ınd die eingeführten Zigaretten einer Rohstoffsteuer (Material- bzw. Ausgleichsteuer)
von 400 AM je dz. Selbsthersteller von Zigaretten hatten 1,50 AA für 1000 Stück
Zigarettenhüllen zu entrichten. Für Tabakersatzstoffe, Kleinpflanzertabak und Fehlmengen
 sind ebenfalls Abgaben festgesetzt. Die Gesamteinnahmen vom Tabak lassen sich
‘tür das Rechnungsjahr 1927 auf 875,9 Mill, AM oder 13,84 AM je Kopf der Bevölkeung
 und für 1928 auf 957,1 Mill. ZA oder 15,02 AM je Kopf der Bevölkerung
berechnen gegenüber 775,2 Mill. AM bzw. 12,380 AM für 1926. Diese Summen setzen
sich folgendermaßen zusammen:

Rechnungsjahr ! Rechnungsjahr ! Rechnungsjahr
1926 1927 1928

Bezeichnung der Einnahmen?!)

Tabaksteuer........... „Hk
Material- und Ausgleichsteuer. =
Materialnachsteuer ..............
V’abakersatzstoffabgabe .......... /
Rohtabakzoll...................
Tabakfabrikatzölle .......

Zusammen .... |

je Kopf
1 000 AM | der Bevölkerung

RM

| je Kopf
‚000 Z.4 | der Bevölkerung


1000 AM

je Kopf
der Bevölkerung

AM

535 051 8,49
103 729 | 1,65
73520 | 1,16
81 0,00
50 450 | 0,96
2333 0.04

564217
128 478
1112
99
830 127

10,49
2,03
0,02
9,00
er

722 461
147 955

11,34
2.32

106
84 602

0,00
1,33
0.03

71

a0

75164 | 12.30 | 875864 ı 1384 ı 957104 | 15,02

‘) Die Steuerbeträge sind Isteinnahmen. Die Zollbeträge sind aus den Ergebnissen der Handelsstatistik berechnet worden.

Zu der weiteren Vermehrung der Einnahmen vom Tabak in den Rechnungsjahren 1927
ind 1928 haben vor allem die anhaltende Steigerung des Verbrauchs und die Verstärkung
der Nachfrage nach besseren Qualitäten beigetragen. Die seit der Währungsstabilisierung
beobachtete mengenmäßige Zunahme des Genusses von Tabakwaren erklärt sich nicht
allein durch einen größeren Konsum der einzelnen Raucher; ohne Zweifel ist daneben
die Ausbreitung der Rauchgewohnheit innerhalb der Bevölkerung, insbesondere unter
dem weiblichen Geschlecht, von wesentlichem Einfluß gewesen. In den Wintermonaten
des Rechnungsjahres 1928 ging die Nachfrage nach Tabakerzeugnissen infolge der starken
Ausdehnung der Erwerbslosigkeit und infolge der durch die ungewöhnliche Kälte ver-Arsachten
 Verteuerung der Lebenshaltung zurück, so daß die für das Rechnungsjahr 1928
derechnete Verbrauchsmenge die Vorjahrsergebnisse nicht ganz erreichte; diese rückäufige
 Verbrauchsbewegung spiegelt sich indessen in den Isteinnahmen des Rechnungsjahres
 1928 noch nicht wider, sondern wirkt sich erst in den ersten Monaten des
Rechnungsjahres 1929 aus.

Herstellung und Verbrauch von tabaksteuerpflichtigen Erzeugnissen gestalteten sich
N den Rechnungsiahren 1926 bis 1928 wie folgt:

Gattung

nette
Öigaretten ee
Kautabak................ “ /
Zigarettenhüllen Eee R KK a |
Tab
Veinschnitt Ki
Schnupftabak . .

Hergestellte Mengen Versteuerte Mengen ;
1926 1927 | 1928 1926 | 1927 | 1928 _

6086,4 |
29 113,4
262,0
217935 |

6 968,5
31 934,4
243,1
20.928.3

in Mill. Stück
7 008,4 5 897,9 | 6 601,4
32 559,3 28 823,1 31 855,5
229,1 266,9 | 252,0
33 327.8 1 723,7 | 22570
in dz
356 947
4 352 /
22 101

6 570,7
32 379,9
231,7
76866

363463 ! 361918
7695 ' 5525
1
23 147 23.220

371 883
3754
272026

{
        <pb n="337" />
        — 438 —

Aus den versteuerten Tabakerzeugnissen berechnet sich ein Rohtabakverbrauch von
L198 152 dz in 1926, 1257 511dz in 1927 und 1240306 dz in 1928. Diese Mengen
ergeben, bezogen auf den Kopf der Bevölkerung, 1,90 kg in 1926, 1,99 kg in 1927 und
1,95 kg in 1928. Am Gesamtgewicht des verbrauchten Rohtabaks waren die Zigarren
mit rd. 35 vH, Rauchtabak mit rd. 32 vH und Zigaretten mit 29 bis 30 vH beteiligt.
Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen in den Rechnungsjahren 1927 und 1928
503 bzw. 508 Stück Zigaretten, 104 bzw. 103 Stück Zigarren, 602 bzw. 590g Rauchtabak,
 36 bzw. 35 g Schnupitabak und je 4 Stück Kautabak.
Am Mehrertrag der Tabakabgaben ist hauptsächlich die Fertigfabrikatsteuer beteiligt.
Das in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 entstandene Soll der Tabaksteuer (Steuerwerte)
 sowie die aus den Steuerwerten berechneten Mengen, Kleinverkaufswerte und
durchschnittlichen Kleinverkaufspreise der Tabakerzeugnisse betrugen:

Rechnungsjahre

96er
1 ODT er RE
98er

; Zigaio
 Ziga- Kau- ]
Zigarren retten | tabak Teen

Pfeifen- | Fein- | Schnupf-| Zutabak
 | schnitt | tabak ı sammen

Soll der Tabaksteuer (Steuerwerte) in Mill..Z.M4
158,1 374,7 | 2,38 ] 2,5 |
180,5 461,1 2,2 3,4 |
182,9 459,8 ! 20 | 4.1

43,6 | 2,5 1,4 585,1
45,3 | 2,1 1,4 696,0
45,7 2.1 1,3 697,9

Aus den Steuerwerten berechnete Mengen

1926 een
1
28 ers

in Mil. Stück

5979,7 | 29 156,1
6634,6 | 32 768,0
6588,6 | 31 601,0

266.3

‚ 6995
KL

723

379,7
3°13
372.0

n 1000 dz

Ä3
4,8
3.8

23,3
22,9
22.3

\in 1000 d7
Rohtabak!!
1.216,6
1.274,7
‚ 1232,8

Durchschnittliche Kleinverkaufspreise

je Stück in AM

ie ker in AM

LI 26 essen
LOST ver re
98 er

13,2 4,5
136 4,7
13,9 48 |

17,1 | „I 5,74 10,49
17,3 | „1 5,94 | 12,28
17.5 6.13 12.40

DE tn ar
LI ereeeeeee ee
LOS

Kleinverkaufswerte in Mill..A.44
45,7 218,1 | 5,5
43,5 + | 2267 | 4,6
40.4 . | 228,2 ! 4,7
| N
1 Sämtliche Tabakerzeugnisse, umgerechnet in Rohtahak-!


}

je kg
Rohtabak 1)
in AM
5,85 19,63
5,88 21,40
5,89 22.17

13,6 2 388,5
13,5 2 727,8
13,1 2 733,5

Die erhebliche Steigerung des Solls der Tabaksteuer im Rechnungsjahr 1927
erklärt sich, abgesehen von der Verbrauchssteigerung, durch die Umänderung des Verhältnisses
 zwischen Fabrikat- und Rohstoffsteuer für Zigaretten. In den beiden ersten
Monaten des Rechnungsjahres 1926 belief sich die Tabaksteuer für Zigaretten noch auf
20 vH der Kleinverkaufspreise, die Materialsteuer auf 900 AM je dz; seit dem 1. Juni
1926 gelten die bereits obenerwähnten Sätze von 30 vH (Tabaksteuer) und 400 AM
(Materialsteuer). Das Soll des Rechnungsjahres 1928 weicht infolge des Rückschlags, den
die Aufwärtsbewegung des Verbrauchs im Winter 1928/29 erfuhr, nur wenig von dem
Voriahrsergebnis ab.
Die durchschnittlichen Kleinverkaufspreise lassen erkennen, welchen Einfluß die
steigende Nachfrage nach Tabakerzeugnissen höherer Preislagen auf das Mehraufkommen
an Tabaksteuer ausübte. Der Gesamtwert der Tabakerzeugnisse, für deren Versteuerung
Steuerzeichen gekauft worden sind, ist im Rechnungsjahr 1927 um 339 Mill. A.A4 oder
14,2 vH gestiegen, während sich die Verbrauchszunahme,in Rohtabak nur auf 4,8 vH
stellt. Auch im Rechnungsiahr 1928 erhöhte sich noch der Kleinverkaufswert. und zwar
        <pb n="338" />
        _ 4839

ım 6 Mill. AM oder 0,2 vH, obwohl die aus den Steuerwerten berechneten Fabrikatnengen,
 in Rohtabak dargestellt, um etwa 3,3 vH abgenommen haben. Von den Gesamtzusgaben
 für Tabakgenuß, die für 1927 auf 2728 Mill. AM und für 1928 auf
2 734 Mill. AM berechnet worden sind, legten die Verbraucher rd. 56 vH in Zigaretten,
otwas mehr als 33 vH in Zigarren, 8,5 vH in Rauchtabak und den Rest von 2 vH in
Kau- und Schnupftabak an. Der Aufwand für Tabak betrug je Kopf der Bevölkerung
37,91 AM in 1926, 43,07 AM in 1927 und 42,91 AM in 1928.

Die Isteinnahmen aus der Tabaksteuer (Fabrikatsteuer) hoben sich von 535,1 Mill. AM
n 1926 um 24,1 vH auf 664,2 Mill. AM in 1927 und weiter um 8,8 vH auf
722,5 Mill. AM in 1928. Bei der Beurteilung der Ergebnisse der Rechnungsjahre 1926
ınd 1928 dürfen die Einflüsse steuergesetzlicher Änderungen nicht unberücksichtigt
oleiben. Die zum Vergleich herangezogenen Erträge des Rechnungsjahres 1926 enthalten
1och etwa 51/2 Monatszahlungen für Zigarettensteuerzeichen zum Tarif von 20 vH, da
sich die am 1. Juni 1926 vorgenommene Neuregelung des Verhältnisses zwischen Wertund
 Gewichtssteuer für Zigaretten erst von September 1926 an auswirken konnte. In-'olgedessen
 tritt im Rechnungsjahr 1927 bei den Einzahlungen eine größere Steigerung
in Erscheinung als bei dem oben nachgewiesenen Steuersoll. Die weitere starke Zunahme
der Isteinnahmen im Rechnungsjahr 1928 erklärt sich zum Teil dadurch, daß der in den
Monaten Januar bis März 1929 eingetretene Rückgang des Steuerzeichenverkaufs sich
noch nicht geltend machen konnte, ferner aber auch durch die besonderen Zahlungen,
zu denen die Zigarettenhersteller infolge der Verkürzung der Zahlungsfristen durch das
Gesetz vom 31. März 1928 verpflichtet worden waren.

Das Soll der Materialsteuer berechnet sich aus den in die Zigarettenherstelungsbetriebe
 gebrachten Tabakmengen für das Rechnungsjahr 1927 auf 145,1 Mill. AM
ind für das Rechnungsjahr 1928 auf 150,6 Mill. AM. Die Isteinnahmen aus der Materialsteuer
 und der Ausgleichsteuer übertrafen 1927 mit 128,5 Mill. RM den Vorlahrsertrag
 (103,7 Mill. A) um 28,9 vH; bei dieser Gegenüberstellung muß indessen
Jerücksichtigt werden, daß im Rechnungsjahr 1926 die Einzahlungen erst von Septemmder
 an stark zu fließen begannen, weil sich die Zigarettenhersteller in Anbetracht der
3Toßen Bestände, die beim Inkrafttreten des neuen Steuersystems nachsteuerpflichtig
36Worden waren, erst wieder vom Beginn des Rechnungsjahres 1926 an in stärkerem
Jmfange mit Tabak zu versorgen begannen. Infolge des weiteren Anwachsens der steuer-Yichtig
 gewordenen Mengen hob sich die Isteinnahme dann im Rechnungsjahr 1928
Weiter um 15,2 vH auf 148,0 Mill. AM.
Von dem Gesamtsoll der Tabaksteuer und Materialsteuer entfielen in den Rechnungsjahren
 1927 und 1928 rd. 72 vH auf Zigaretten, 21,5 vH auf Zigarren, 5,5 vH auf
Rauchtabak, 0,5 vH auf Kau- und Schnupftabak und 0,5 vH auf Zigarettenhüllen,
Die Materialnachsteuer, die für Zigarettentabak und Zigaretten erhoben wurde, die
ch am 1. Oktober 1925 in den Herstellungsbetrieben und Tabaksteuerlagern befanden,
Srachte im Rechnungsjahr 1927 nur noch einen Restbetrag von 1,1 Mill. AM ein, wähhd
 sie sich im Vorjahr auf 73,5 Mill. A. belaufen hatte. Von Oktober 1925 bis März
1928 sind an Materialnachsteuer insgesamt 92,0 Mill. AZ. vereinnahmt worden; die im
Rechnungsjahr 1928 noch eingezahlten Beträge sind so gering gewesen, daß sie nicht
ehr getrennt nachgewiesen wurden.
In den Reichshaushaltsplänen waren die Einnahmen aus der Tabaksteuer, Material-Ind
 Ausgleichsteuer, Materialnachsteuer und Tabakersatzstoffabgabe für die Rech-N
 Ngsjahre 1927 und 1928 mit 780 Mill. A. veranschlagt gegenüber 655 Mill. AM
vo 1926, Die Isteinnahmen aus diesen Tabakabgaben brachten in allen drei Jahren ein
LE die über die Voranschläge hinausgehende Summe betrug 1,8 vH in 1927 und
1.6 vH in 1928 gegen 8,8 vH in 1926.
iS Rückstände an Tabaksteuer einschließlich Materialsteuer und Tabakersatzstoff-298gabe
 bezifferten sich am 1. April 1928 auf 58,9 Mill. A. und am 1. April 1929 auf
59,8 Mill. 2.4:
        <pb n="339" />
        — 440 —

In den Rechnungsjahren 1927 und 1928 haben auch die Zolleinnahmen vom
Tabak erheblich mehr eingebracht als 1926. Da die Einfuhr von unbearbeiteten Tabakblättern
 in 1927 nach dem vorjährigen Rückgang wieder stark anstieg, hob sich der
Zollertrag für Rohtabak von 60,5 Mill, A. in 1926 um 32,5 vH auf 80,1 Mill. AM in
1927; im Rechnungsjahr 1928 war eine weitere Zunahme um 5,6 vH auf 84,6 Mill. AM
zu verzeichnen. Dagegen verminderte sich das Zollaufkommen für Fertigfabrikate, zum
Teil infolge der Vergünstigungen, die den im Saargebiet ansässigen Herstellern bei der
Einfuhr von Rauchtabak, Zigarren und Zigaretten in das deutsche Zollgebiet gewährt
wurden.
Die Einfuhr und Verzollung von Tabak und Tabakerzeugnissen gestaltete sich nach
den Ergebnissen der Handelsstatistik wie folgt:

Rechnungs-Jahre



L9Z6 are
DORT de ser
[98

Einfuhr von Tabak und Tabakerzeugnissen

Von: der Einfuhr
wurden verzollt

insgesamt

davon entfiel auf
Rohtabak

x. ALD- .
Rohtabak  Dertie
nisse

Menge
in dz

Wert in
Mill, AM
3

Menge | Wert in
indz | Mill RA

4Z

d

780298 176,7
1034446 | 256,3
1 097 174 254.6 |

756 779
1.007 025
1 060 451

171,9 756544 ' 20553
250,9 ‚1.002005 24.963 |
247,5 | 1.057 894 19609 |

Berechneter

Zollertrag
in
1000 AM

8
62 783
81 958
86 582

# ‘ !
Da die Einfuhr von Tabakerzeugnissen gering ist, entfällt fast die gesamte Zolleinnahme
 auf unbearbeitete Tabakblätter. |
Die Zollsätze betrugen in der Berichtszeit für Rohtabak 80 A. je dz, für Zigaretten
und feingeschnittenen Rauchtabak im allgemeinen 9 000 .A.M je dz, für anderen Rauchtabak,
 Kau- und Schnupftabak 5000 .A.4% und für Zigarren 7500 .RM je dz. Diese
Zollsätze ermäßigten sich für Erzeugnisse, die auf Kontingentsbescheinigung aus dem
Saargebiet eingeführt wurden, und zwar für Zigaretten auf 28 AM je dz, für Rauchtabak
 auf 14 AM und für Zigarren auf 40 AM je dz.
Zieht man zur Berechnung der Gesamtbelastung des Tabakverbrauchs die oben aufgeführten
 Teilergebnisse des Steuersolls und die Zollerträge zusammen, so ergibt sich,
daß von den Gesamtausgaben der Bevölkerung für Tabakgenuß in den Rechnungsjahren
1926 bis 1928 rd. 34 vH auf Tabakabgaben entfielen. Die höchste Belastung trugen die
Zigaretten mit durchschnittlich 41,5 vH der Kleinverkaufspreise, während sich bei
Zigarren und Rauchtabak die Belastung durch Tabaksteuer und Zoll zwischen 24 und
29 vH der Kleinverkaufspreise bewegte.
Die Ausfuhr von Tabak und Tabakerzeugnissen ist nur von geringer Bedeutung; nach
den Ergebnissen der Handelsstatistik wurden in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928
aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet 9 980 dz, 11243 dz und 16479 dz im Werte von
5,7, 7,5 und 7,3 Mill. AM ausgeführt.
Im Rechnungsjahr 1929 sind durch das Gesetz zur Änderung des Tabaksteuergesetzes
vom 22, Dezember 1929 die Steuersätze für tabaksteuerpflichtige Erzeugnisse (mit Ausnahme
 von Zigarren, Kau- und Schnupftabak) erhöht worden. Die Tabakfabrikafsteuer
beträgt seit dem 1. Januar 1930 für Zigaretten und für Pfeifentabak 33 vH, für feingeschnittenen
 Rauchtabak 60 vH der Kleinverkaufspreise, die Materialsteuer für
Zigarettentabak beträgt 500.2. je dz und die Steuer für 1000 Stück Zigarettenpapier
 5.7.4 (ab 1. August 1930 2,50 A.4). Die Solleinnahme aus der Tabakbestenerung
ist für 1930 auf 1106 Mill. AZ.4 veranschlagt worden (mithin + 236 Mill. A. gegenüber dem
ursprünglichen Voranschlag für 1929).
Erwähnt sei schließlich, daß die Zigarettenherstellung durch das Gesetz
vom 22. Dezember 1929 bis zum 31. März 1931 kontingentiert worden ist. Diese
Frist wurde durch Ver, v. 26. Juli 1930 um ein Jahr verlängert.
        <pb n="340" />
        — 441 —
b. Alkoholische Getränke
Die zweite Stelle unter den Verbrauchsabgaben haben die Einnahmen von den
ılkoholischen Getränken inne. Die Reichseinnahmen, die aus dem Verbrauch
von Bier, Branntwein, Wein und Schaumwein geschöpft wurden, stiegen von
526,6 Mill. AM in 1926 auf 686,8 Mill. AM in 1927 und weiter auf 754,5 Mill. AM in
1928, Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen 1926 8,36 AM, 1927 10,84 AM und
1928 11,83 AM an Reichseinnahmen aus dem Genuß von Alkohol. Diese Gesamtbeträge
verteilten sich auf die abgabepflichtigen Erzeugnisse und auf die verschiedenen Einnahme-Juellen
 wie folgt:

Öezeichnung der Einnahmen?!)

Rechnungsjahr
1926

je Kopf
1 000 AM | der Bevöl-ı
kerung
AM

Rechnungsjahr |
19927

Je Kopf
1000 ZA ' der Bevölkerung

AM

Rechnungsjahr
1928

je Kopf
1000 AM | der Bevölkerung

RM

.

diersteuer....... .
BierZOlla.0rer ee
Yinnahme aus dem Branntwein-MONOPOL
 ......0..00000000400404 227227 3,61
3ranntweinzoll ........0..000000 4275 2,07
Weinsteuer..........0.0..000000 7782 2,28
Schaumweinsteuer .............. 6.303 210
Weinzoll.......0..000000000044440 | 27065 0,43
Schaumweinzoll. ... ee 633 0,01
Zusammen .... | 526 643 | 8,36 |

360 221
372

5,69
0,06

261 028 4,12
5263 ‚0,08
814 0,01
15771 0,25
39184 | 0,62
758 ! 0,01
686771 | 10.84

396 895
3.927

6,23
0,06

4,66
0,09
15 181 | 0,24
34641 | 0,54
817 * 0,01
"6A A450 | 11.83

*) Die Steuerbeträge sind Isteinnahmen. Die Zollbeträge sind aus den Ergebnissen der Handelsstatistik berechnet. _

Bier

In den Rechnungsjahren 1927 und 1928 waren die Bierabgaben mit über 50 vH
* den Erträgen der Alkoholbesteuerung beteiligt. Die Isteinnahmen aus der Reichsbiersteuer
 übertrafen im Rechnungsjahr 1927 mit 360,2 Mill. A. das Vorjahrsergebnis
(240,8 Mill. RM) um 49,6 vH. Diese besonders starke Zunahme erklärt sich durch die
M letzten Rechnungsvierteljahr 1926 in Kraft getretene Erhöhung der Biersteuersätze
m 33 vH und durch die weitere Steigerung des Verbrauchs; ferner muß berücksichtigt
Verden, daß die Isteinnahmen des Rechnungsjahrs 1926 nur etwa 101/2 Monatsbeträge
lärstellen, da infolge der am 1. Januar 1927 wirksam gewordenen Verlängerung der
“älligkeitsfristen in den Monaten Januar und Februar 1927 nur geringe Einzahlungen
3tleistef worden waren. Die weitere Vermehrung der Biersteuererträge um 10,2 vH auf
396,9 Mill. AM in 1928 war durch die anhaltende Verbrauchssteigerung bedingt.
, Die Voranschläge für die Biersteuer sind 1926 (235 Mill. ZA) um 2,5 vH und 1928
370 Mill. RAM) um 7,3 vH durch die Isteinnahmen überflügelt worden, während 1927
die Isteinnahmen hinter dem Voranschlag (362 Mill. Z.4) um 0,5 vH zurückblieben.
ee Biererzeugung im deutschen Zollgebiet erreichte 1927 51,6 Mill. hl und 1928
7 Mill. hl gegen 48,3 Mill. hl in 1926. Von diesen Mengen wurden in der Berichtszeit
„ ’H versteuert, 2 vH steuerfrei als Haustrunk abgelassen und 1 vH steuerfrei ausge-Det,
 Die Biersteuer ist eine nach Biergattungen (Stammwürzegehalt) und.nach dem
alang des Bierausstoßes der Brauereien gestaffelte Fertigfabrikatsteuer. Von den ver-Jg
 ten Mengen entfielen etwas mehr als 96 vH auf Vollbier, das seit dem 1. Januar
bie 7 einen Stammwürzegehalt von 11 bis 14 vH besitzen muß, etwa 2%, vH auf Einfachbier
 td. 1 vH auf Starkbier und der Rest auf Schankbier. Die Steuersätze für Inlandsde
 % betrugen seit dem 1. Januar 1927 je nach der Höhe des jährlichen Gesamtausstoßer
1 g Brauereibetriebe für Vollbier 6,00 bis 8,15 AM je hl, für Einfachbier 3,00 bis
075 2.4 ie hl. für Schankbier 4.50 bis 6.1195 .2.4 ie hl und für Starkbier 9.00 bis
        <pb n="341" />
        — 442 —
12,225 AM je hl. Erzeugung und Versteuerung von Inlandsbier entwickelten sich wie
folgt:

Rechnungsjahre

1986 br era kn u re
LE rar rbb nr ke kenka nn
OS ke

Biererzeugung

Versteuerte Mengen
inländischen. Bieres

x davo 3 davon
im ganzen | Vollbier ‚im ganzen | vollbier

009 hl

%

48 342 46 222
51 619 49 414
54 995 52553

46 749
49 895
53 157

44 908
47 988
51 062

Steuersoll
für Inlandshier

im ganzen | ‚davon

1000.22
7

277 552
366 750
391 629

268 749
356 049
379 750

Die durchschnittliche Belastung des versteuerten Inlandsbieres betrug 1926 5,95 AM
1927 7,35 AM und 1928 7,37 AM je hl Bier.
Die versteuerten Mengen ausländischen Bieres beliefen sich 1926 auf 176 879 hl, 1927
auf 195 865 hl und 1928 auf 198 368 hl. Die Zollsätze betragen seit der am 1. Januar 1927
vorgenommenen Erhöhung um 50 vH für Bier in Fässern 12 A. und für Bier in
Flaschen 18 .2.M je dz. Außerdem wird für eingeführtes Bier der höchste Satz des
Steuertarifs für Inlandsbier erhoben. Fast die Gesamteinfuhr war Vollbier. Das Soll
an Bierzoll und Biersteuer betrug für die genannten Mengen 1926 3,7 Mill. AM, 1927
und 1928 je 5,5 Mill. AA. Die durchschnittliche Zoll- und Steuerbelastung des eingeführten
 Bieres stellte sich 1926 anf 20,80 AM, 1927 auf 27,99 AM und 1928 auf
27,49 AM je hl. Nach den Ergebnissen der Handelsstatistik sind in den Rechnungsjahren
 1926 bis 1928 182 475hl, 193 527 hl und 198 450 hl Bier im Werte von 5 bis
6 Mill. A. eingeführt worden. Verzollt wurden in diesen drei Jahren 298 422 dz:
310270 dz und 326 601 dz; die Zollerträge für diese Mengen sind auf 2,6 Mill. AM
für 1926, 3,7 Mill. AM für 1927 und 3,9 Mill. AM für 1928 berechnet worden.
Aus dem Geltungsbereich des Biersteuergesetzes wurden 1927 624 085 hl und 1925
638 000 hl ausgeführt gegen 544437 hl in 1926. Nach den Ergebnissen der Handelsstatistik
 hat sich die Ausfuhr aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet von 483 157 hl im
Rechnungsjahr 1926 auf 552 602 hl in 1927 und auf 571 647 hl in 1928 gehoben; die
Ausfuhrwerte stiegen in diesem Zeitraum von 29 auf 34 Mill. AM,
Der deutsche Bierverbrauch hat 1927 mit 51,17 Mill.hl die Vorjahrsmenge
(47,96 Mill. hl) um 6,7 vH übertroffen. Das Rechnungsjahr 1928 brachte eine weitere
Zunahme um 6,6 vH auf insgesamt 54,55 Mill. hl. Auf den Kopf der Bevölkerung entfiel
ein Konsum von 76,11 Bier in 1926, 80,8 ] in 1927 und 85,61 in 1928.
Bei einem Vergleich mit dem Vorjahr, dessen Ergebnisse (281,6 Mill. AA) erst im
letzten Viertel durch die Erhöhung der Steuer- und Zollsätze beeinflußt waren, zeigt die
Steuerstatistik eine Vermehrung des Gesamtsollertrags der Bierabyaben um 32,2 vH auf
372,2 Mill. ZA, Im Rechnungsjahr 1928 haben die Bierabgaben infolge der weiteren
Verbrauchszunahme eine Erhöhung um 6,7 vH auf insgesamt 397,1 Mill. AM auf
zuweisen. Das Soll der Reichssteuer und der Zoll für Bier betrugen nach den Ergebnissen
der Steuerstatistik je Kopf der Bevölkerung 4,47 AM in 1926, 5,88 AM in 1927 und
6,23 AM in 1928. Die Durchschnittsbelastung des deutschen Bierverbrauchs durch
Reichssteuer und Zoll ist von 5,87 AM in 1926 nach voller Auswirkung der neuen Abgabensätze
 auf 7,27 bzw. 7,28 AM in 1927 und 1928 gestiegen. In zahlreichen Gemeinden
 wird außerdem der örtliche Verbrauch von Bier durch eine Gemeindebiersteue?
belastet; diese darf 7 vH des Herstellerpreises nicht überschreiten.
Die Isteinnahmen an Biersteuer und die aus der Handelsstatistik berechneten Zollerträge
 ergeben zusammen 243,4 Mill, AM in 1926, 364,0 Mill AM in 1927 und
400,8 Mill. Z.A4 in 1928 bzw. je Kopf der Bevölkerung 3.86.24, 5.75 .R.M und
6.29 RM.
        <pb n="342" />
        — 443 —
Die Biersteuerrückstände beliefen sich am 1. April 1928 auf 1,8 Mill. AM und am
1. April 1929 auf 2,0 Mill. AM,
Durch das Gesetz zur Änderung des Biersteuergesetzes vom 15. April 1930 ist die
Biersteuer mit Wirkung vom 1. Mai 1930 um durchschnittlich etwa 44 vH erhöht worden.
Die wichtigsten Steuersätze für Vollbier bewegen sich seitdem — je nach dem Ausstoß
der Brauereien — zwischen 9,50 AM und 12 AM je hl. Das Soll der Biersteuer für
1930 ist auf 550 Mill. AM veranschlagt worden. Die Biersteuer gehört jetzt auch zu
den Überweisungssteuern. Die Länder sind mit Wirkung vom 1. April 1930 in Höhe
von einem Sechstel (91,6 Mill. A.4) am Biersteueraufkommen beteiligt; daneben erhalten
die Länder Bayern, Württemberg und Baden wie bisher Sonderentschädigungen von
zusammen 59.4 Mill. AM: dem Reich verhleibt demnach 1930 ein Soli von 399 Mill. AM.

Branntwein

Auch der Verbrauch von Branntwein hat in den Rechnungsjahren 1927 und 1928
Nicht unbeträchtliche Mehrerträge abgeworfen. Die Isteinnahmen aus dem Branntwein-Monopol
 haben den Stand des Rechnungsjahres 1926 (227,2 Mill. AM) im Jahre 1927
um 14,9 vH übertroffen und insgesamt 261,0 Mill. AM erreicht. Im Rechnungsjahr 1928
hat sich die Aufwärtsbewegung fortgesetzt; die Einnahmen stiegen um 13,8 vH auf
297,0 Mill. ZA. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen 1926 3,61 AM, 1927
4,12 AA und 1928 4,66 AM. Zu der Zunahme im Rechnungsjahr 1927 hat seit August
1927 vornehmlich die am 1. Juni 1927 in Kraft getretene Erhöhung der Hektolitereinnahme
 um rd. 18 vH, nämlich von 280 AM auf 330 AM je hl Weingeist, bei-Setragen.
 Im Rechnungsjahr 1928 wirkte sich die erhöhte Hektolitereinnahme voll aus,
lerner war die namentlich in dem sehr kalten Wänter 1928/29 beobachtete Verbrauchs-Steigerung
 auf die Besserung des fiskalischen Ergebnisses von Einfluß.
Die Voranschläge, die in den Reichshaushaltsplänen für die Einnahmen aus dem
Branntweinmonopol enthalten waren, sind in den drei letzten Rechnungsjahren durch
die Isteinnahmen übertroffen. worden, und zwar 1926 (172 Mill. AM) um 32.1 vH,
1927 (249 Mill. AM) um 7,9 vH und 1928 (270 Mill. AM) um 10,0 vH.
Die Branntweinerzeugung im deutschen Monopolgebiet, die von der Reichsmonopol-Verwaltung
 übernommenen und abgesetzten Mengen und die Endbestände betrugen in
den Betriehsiahren 1926/27 bis 1928/29:

Betriebsjahre
(Oktober
bis September)

SZ )

1926/27 ie
La7a8 N 1
1928/29 5

' vn
x 7 pe Mi
Branntweinerzeugung V on der Zonspol

im Sanzen

davon waren
ablieferungs-£pal


über- | abgesetzte
nommene M.
Mangan li engen

hl Weingeist

1.870 667
2 806 413
2242 117

171 460
210 153
233 576

1700 202
2 596 791
2 009 669

2312 286
2424 160
2611 353 |

——

Branntweinhestände

der Monopol- in den
verwaltung | Eigenlagern
am Schluß des
Betriebsiahres

7

349 743 21.036
503 801 39 773
227 474 24.976

MN
*) Einschl. der hesehlaenahmten Mengen.

Bis Monopolverwaltung verwertet den Branntwein durch Verkauf des unverarbeiteten
ma nntweins. Branntwein wird abgegeben zum regelmäßigen und zum besonders er-4ßigten
 Verkaufspreis, zum Essigbranntweinpreis, zum allgemein ermäßigten Verkaufs-Dis
 und zum Ausfuhrpreis. Nur für die Mengen, die zu den drei erstgenannten Verli
 Wspreisen abgesetzt werden, werden Preise erzielt, die über den Übernahmepreisen
gen, während die übrigen Menven zu Verlustpreisen verkauft werden.
        <pb n="343" />
        — 444
Von der Reichsmonopolverwaltung wurden abgegeben:
Branntweinabsatz zum

Betriebsjahre
(Oktober
bis September)

regelmäßigen

/erkaufs-Dreis


besonders Essig- ———
ermäßigten branntwein- - davon
Verkaufs- A ii (ar
] m ganzen ' für Motor
preis Dres | MS | branntwein |

allgemein ermäßigten |
Verkaufspreis

al Weingeist

Ausfuhrpreis


im ganzen

8

2312 286
2424 160
2611 353
Der regelmäßige Verkaufspreis wurde nach Aufhebung der Gemeindegetränkesteuer
mit Wirkung vom 1. Juni 1927 von 430 AM auf 500 AM je hl Weingeist erhöht. In
Angleichung an diese Preisänderung wurde der besonders ermäßigte Verkaufspreis von
225. AM auf 250 AM heraufgesetzt. Der Essigbranntweinpreis betrug bis Ende Juli
1929 70 AM je hl Weingeist. Der allgemein ermäßigte Verkaufspreis wurde am 30. März
1928 von 30 AM auf 40 RM je hl Weingeist erhöht. Der Verkaufspreis für Motorbranntwein
 belief sich 1926/27 auf 15 .AM; er wurde vom 1. Oktober 1927 ab auf
18.ZM je hl Weingeist festgesetzt. Die Reichskraftsprit G.m.b.H., die fast ausschließlich
 für den Bezug von Motorbranntwein in Frage kommt, hat jedoch für den ihr
gelieferten Alcohol absolutus vom 1. Juni 1928 an 20 AM und vom 1. Oktober 1928
an 22 AM gezahlt. Der Ausfuhrpreis hat bis zum 31. Dezember 1926 27 AM, von da
ab 38 AM je hl Weingeist betragen. Am 1. Juni 1929 ist der regelmäßige Verkaufspreis
 auf 600 A. je hl Weingeist, der besonders ermäßigte Verkaufspreis auf 330 AM
je hl Weingeist und der Motorbranntweinpreis auf 31 AA je hl Weingeist erhöht worden.
Der Essigbranntweinpreis betrug ab 1. August 1929 80 AM je hl Weingeist.
Von jedem Hektoliter Weingeist, für den der regelmäßige Verkaufspreis oder für den
regelmäßiger Branntweinaufschlag oder regelmäßiger Monopolausgleich entrichtet ist,
ist ein bestimmter Betrag, die sogenannte Hektolitereinnahme, als Reineinnahme an das
Reich abzuführen. Die Hektolitereinnahme betrug bis zum 31.Mai 1927 280 AM,
sodann bis zum 31. Mai 1929 330 AM und seitdem 400 AM je hl Weingeist. Von dem
zum besonders ermäßigten Verkaufspreis verwerteten Branntwein, der zur Herstellung
von Heilmitteln, Riech- und Schönheitsmitteln und Essenzen verwendet wird, war vom
Beginn des Betriebsjahres 1926/27 bis zum 31. Mai 1927 ein Betrag von 90 AM je hl
Weingeist als Reichseinnahme gemäß $ 92 Abs. 2 BMG. abzuführen; bei den Erhöhungen
des Preises auf 250 AM bzw. 330 AM wurde die Abgabe auf 100 AM bzw. 132 AM
je hl Weingeist festgesetzt. Alle Mengen, die zu den übrigen Verkaufspreisen verwertet
werden, sind abgabefrei.
Die zum regelmäßigen Verkaufspreis abgegebenen Mengen sind zum weitaus größten
Teil zu Trinkzwecken bestimmt; nur rd. 35 000 hl Weingeist wurden durchschnittlich in
den Betriebsjahren 1926/27 bis 1928/29 für Heilmittel, Riech- und Schönheitsmittel,
Essenzen und sonstige Zwecke abgesetzt.
Die Gesamteinfuhr von Trinkbranntwein, Sprit und Brennspiritus erreichte nach den
Ergebnissen der Handelsstatistik in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 47 769 dz,
34 102 dz und 34 202 dz im Werte von 3,86 Mill. AM bzw. 4,47 und 5,38 Mill. AM.
Ein sehr erheblicher Teil der Einfuhr entfiel auf den Spritveredelungsverkehr, nämlich
34 122 dz in 1926, 18 154 dz in 1927 und 17 468 dz in 1928. Die Einfuhr zollpflichtiger
Erzeugnisse bewegte sich in aufsteigender Richtung. Die verzollten Mengen und die Zollerträge
 betrugen nach den Ergebnissen der Handelsstatistik:

1926/27 aeeeeeeeeee
(927/28 eeseereen
1928/99

695 124 51 892 144 027
663 134 | 52692 | 139 789
661 782 57 922 138 113

1 341 552
1 547 935
1729 039

167 472 79 691
179065 ° 20610
1 o77217 24 497

‚rent

Rechnungsjahre

Verzollte |
Menge
dz

Zollertrag
in.ZM

Betriebsjahre

Verzollte
Menge | Zollertrag
dz ın AM

A
98 ers

10.363 4 274 778
12 749 | 5 262 854
14.990 6 018 410

LI26/27 00000000000?
1927/28...)
[998/99

13 349 5417 611
11642 4 799 083
16 427 6 503 997
        <pb n="344" />
        _—_ 445 —

Über die Hälfte der verzollten Einfuhr entfällt auf Rum. Der Zollsatz für Rum be-‚rägt
 hauptsächlich 350 AM je dz. In zweiter und dritter Linie folgen Arrak (Zollsatz
350.2.M je dz) sowie Kognak und anderer Weinbrand (wichtigster Zollsatz 375.AM je dz).
Die von der Reichsmonopolverwaltung gegen Entrichtung des Ausfuhrpreises abgesetzten
 Mengen sind in den Rechnungsjahren 1927 und 1928 stark zurückgegangen. Sie
vbezifferten sich 1927 auf 62 972 hl Weingeist und 1928 auf 3 762 hl Weingeist gegen
352 218 hl Weingeist im Rechnungsjahr 1926. Die Ausfuhr von Branntwein und
Branntweinerzeugnissen in den Betriebsjahren 1926/27 und 1927/28 betrug 82 989 hl
Weingeist und 24 539 hl Weingeist.
Der inländische Branntweinkonsum entwickelte sich unter Berücksichtigung der abıeferungsfreien
 und der eingeführten Mengen wie folgt:
Branntweinverbrauch
zu Trinkzwecken ‘zu gewerblichen Zwecken
. | je Kopf der
Im ganzen | Bevölkerung
nl Weingeist | 1 Weingeist

überhaupt
je Kopf der
Bevölkerung
1 Weingeist

hl Weingeist

Rechnungsjahre (April bis März}

O8
OT

323 786 | 1,31
788.569 1,25
921411 | 1.45

| 407 240 2,23
703 733 ] 2,69
| 837 146 2,88

2231026 ı 3,54
2 492 302 3,94
2 758 557 4,33

Betriebsiahre (Oktober bis September)

926/27 a
‚927/28 See]
2

43 872 1,34
326 303 1,30
381 568 1,38

ı 570 923 2,48
i 772 808 | 2,79
| 960 121 3.07

|

2 414 795 3,82
2599 111 4,09
2 841 687 4.45

Die abgabepflichtigen Mengen bezifferten sich in den Betriebsjahren 1926/27 bis
1928/29 auf 929 216 hl Weingeist, 911387 hl Weingeist und rd. 974 000 hl Weingeist;
lavon trugen die vollen Abgabesätze 1926/27 878 728 hl Weingeist, 1927/28 860 374 hl
Weingeist und 1928/29 rd. 918 000 hl Weingeist. Der Anteil der abgabefreien Mengen
im gesamten Branntweinverbrauch ist von 61,5 vH in 1926/27 auf 64,9 vH in 1927/23
ind auf 65,7 vH in 1928/29 gestiegen.
_ Die Ergebnisse des Rechnungsjahres 1926 und des Betriebsjahres 1926/27 sind durch
Vorratskäufe beeinflußt worden, die im Dezember 1926 und im Januar 1927 im Hinblick
\uf die bevorstehende Erhöhung des regelmäßigen Verkaufspreises vorgenommen wurden.
Infolge dieser Vorversorgung blieben die Absatzmengen des Rechnungsjahres 1927 und
les Betriebsjahres 1927/28 hinter der Vorjahrshöhe zurück. Der tatsächliche Trinkverrauch
 dürfte sich in diesen beiden Jahren kaum geändert haben. Dagegen ist zu ver-“uten,
 daß die höheren Absatzziffern des Rechnungsjahres 1928 bzw. des Betriebsjahres
1928/29 auf einen Mehrverbrauch während des außerordentlich kalten Winters 1928/29
“Urückzuführen sind; aus der starken Zunahme des Trinkspritabsatzes im 2. und 3. Viertel
les Betriebsjahres 1928/29 (223873 hl Weingeist und 152526 hl Weingeist gegen.
146 989 hl Weingeist und 122 992 hl Weingeist im entsprechenden Zeitraum des Vorjahrs)
Ju aus dem erheblichen Rückgang des Verkaufs im 4. Viertel (73 385 hl Weingeist, im
„OrJahr 170 711 hl Weingeist) kann ferner gefolgert werden, daß sich das Spirituosen- Yerbe
 vor dem Inkrafttreten der erhöhten Verkaufspreise (1. Juni 1929) in gewissem
Mfange noch zu den niedrigeren Preisen eindeckte.
(908 Reineinnahme des Reichs aus dem Branntweinmonopol betrug im Betriebsjahr
, 26/27 256,6 Mill. AM und im Betriebsjahr 1927/28 264,7 Mill. AM, Die Isteinnahme
A Betriebsjahr 1928/29 stellte sich auf 327,0 Mill. AM, nn
w Isteinnahmen des Reichs und die auf Grund der Ergebnisse der Handelsstatistik
\ echneten Zollerträge ergeben für die Rechnungsjahre 1926 bis 1928 ein Gesamtauf-1
 Mmen von 231,5 Mill. RM, 266,3 Mill. AM und 303,0 Mill. AM bzw. auf den Kopf
4er Bevölkerung 3.68 AM. in 1926. 420 .A.M in 1927 und 4.75 AM in 1928.
        <pb n="345" />
        — 446 —
Die Steuerrückstände betrugen am 1. April 1928 10,5 Mill. AA und am 1. April 1929
10,9 Mill. AM.
Durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes über das Branntweinmonopol vom
15. April 1930 ist mit Wirkung vom 20. Mai1930 eine Branntweinersatzsteuer
 eingeführt worden. Dieser unterliegt der Übergang von weingeisthaltigen
Stoffen, die nicht Branntwein im Sinne des Monopolgesetzes sind (Wein, Südwein, Obstwein,
 Kräuterwein, Malzwein, Kunstwein u. dgl.), in einen Trinkbranntweinherstellungsbetrieb.
 Als Übergang gilt auch die Gewinnung solcher Stoffe im Herstellungsbetriebe.
Die Steuer ist für 1hl Weingeist gleich dem Betrag, um den der regelmäßige Branntweinverkaufspreis
 den Branntweingrundpreis übersteigt. Die Solleinnahme für 1930 ist
auf 500 000 AM veranschlagt worden.
Schaumwein und Wein.
Aus der am 31. März 1926 aufgehobenen Wertsteuer für Wein und Most aus Trauben,
weinähnliche und weinhaltige Getränke, Trauben- und Fruchtschaumwein ist im Rechnungsjahr
 1927 ein Restbetrag von 0,8 Mill. AM vereinnahmt worden, während im Vorjahr
 die Einzahlungen noch 17,8 Mill. AM betragen hatten. Dagegen weisen die Isteinnahmen,
 die auf Grund der neuen Schaumweinsteuer erhoben wurden, 1927
eine beträchliche Zunahme auf. Die neue Schaumweinsteuer ist eine Mengensteuer, die
durch Anbringung eines Steuerzeichens an der Umschließung zu entrichten ist. Bei einem
Vergleich der Ergebnisse der Schaumweinbesteuerung in den Rechnungsjahren 1926
(6,3 Mill. ZA) und 1927 (15,8 Mill. AA) muß jedoch in Betracht gezogen werden, daß
das neue Schaumweinsteuergesetz erst am 1. Juli 1926 in Kraft getreten ist und daß die
Einzahlungen in den Monaten August bis Dezember 1926 gering waren, weil die Steuer
erst 3 Monate nach Entnahme der Steuerzeichen fällig wird und außerdem in der Übergangszeit
 auf Antrag ein Zahlungsaufschub von 3 Monaten stattfinden konnte. Erst in
zweiter Linie hat 1927 der steigende Verbrauch zur Vermehrung der Steuereinnahmen
beigetragen. Im Rechnungsjahr 1928 zeigt sich ein leichtes Absinken der Isteinnahmen
um 3,7 vH auf 15,2 Mill. A.4, Da der Verbrauch stabil geblieben ist, erklärt sich diese
Bewegung allein aus der Tatsache, daß in den Rechnungsjahren 1926 und 1927 auch
beträchtliche Nachsteuerbeträge für diejenigen Schaumweinmengen eingezahlt worden
sind, die sich bei Inkrafttreten des Gesetzes außerhalb der Herstellungsbetriebe oder
der Zollniederlagen befanden. Die Isteinnahmen an Schaumweinsteuer haben die Voranschläge
 1926 (4,0 Mill. AM) um 57,6 vH, 1927 (13,7 Mill. AM) um 15,1 vH und
1928 (15,0 Mill. ZA) um 1,2 vH überschritten. Herstellung und Absatz von Schaumwein
 nahmen folgende Entwieklung:

Rechnungsjahre

Herzestellte

Mensen

Versteuerte Mengen
ed *  ausinl
 ünbchet ländische

Unter Verbrauch
Steuerüber- ! .
im
wachung
ausgeführt ‘ ganzen

| Steuersoll
in
1000.72

_ 1000 ganze Flaschen
Traubenschanmwein

1926 2.0...
DT ee
1927... ee

KORG Kr RE HERR nF
OS ereeraree ee
998

10 440 9104
14 634 | 12 920
13 768 12 922
Pruchtenal asımv

129
201
213

931 856
1 678 | 1674
1767 1 742

J

324 9222 9.233
| 447 13 056 13 121
463 | 13038 13 134

oJ. 854 171
! 1666 335
1727 349

Zusammen

LOG) Gr Kr CR KRERE KE
CE
(9982 N

1371 9 960 129 324 10.076
16312 14 594 | 201 448 14 722
15.535 14 665 213 464 14 765

1 2)8) 9404
4) 13456
5) 13483

2) Nur Angaben für 9 Monate: Juli 1926 bis März 1927. — ?} Außerdem Nachsteuer von 3 511 465 ZA .——?3) Nach Abzug
der Steuererstattungen: 9 380. — *%) Desel, 13 822. — 5) Desel 12206.
        <pb n="346" />
        ns MAT

Nach Abzug der wirklich gezahlten Erstattungsbeträge gemäß 8 8 des Schaumweinsteuergesetzes
 ergibt sich für 1926 ein Reinsollertrag von 9,4 Mill. AM. Außerdem ist
hachrichtlich ein Nachsteuerbetrag von 3,8 Mill. AM nachgewiesen worden. In den
Rechnungsjahren 1927 und 1928 belief sich der Reinsollertrag auf je 13,3 Mill. AM.
Auf je 100 Einwohner entfiel in diesen beiden Berichtsjahren ein Schaumweinverbrauch
von 23 ganzen Flaschen. Die Verbrauchsbelastung beträgt 1 AM für eine ganze Flasche
Traubenschaumwein und 20 A für eine ganze Flasche Fruchtschaumwein.
Weinzoll und Schaumweinzoll brachten in den Rechnungsjahren 1927
and 1928 infolge des steigenden Verbrauchs ausländischer Erzeugnisse höhere Erträge
als 1926. Eingeführt wurden 1927 insgesamt 1371741 dz und 1928 1237608 dz im
Werte von 75,8 bzw. 65,8 Mill. AM gegen 1 026 811 dz im Werte von 46,9 Mill. AM im
Rechnungsjahr 1926.° Davon wurden verzollt 1351977 dz in 1927 und 1234 868 dz
in 1928 gegen 980 187 dz in 1926. Die Zollerträge berechnen sich für Wein und Schaumwein
 auf 27,7 Mill. AM in 1926, 39,9 Mill. ZA in 1927 und 35,5 Mill. AM in 1928.
Die verzollten Mengen und die Zollerträge setzen sich im einzelnen wie folgt zusammen:

Rechnungsjahre

Wein zur
derstellung
von Weinprand,
 Weinssig,
 Schaumwein
 und
NVermutweinl}

Anderer | Eingekochter
ET Traubenmost, Obstwein
Wein und Weine mit ‚nd andere
frischer Heilmittelzusätzen
 gegorene
Most von | und ähnliche weinähnliehe
weinhaltige | änkı
Trauben Getränke Getränke

Schaumwein


Zusammen

Eingeführte Mengen in d?

OB are
OR

259 070 749 161 15.325
300 768 1.042 187 | 21.076
303 368 908 549 20413

364 2891
3.886 | 3824
! 1031 4247

1026 811
1 371 741
1 237 608

Wert der Einfuhr in 1000.72 M

1927 rer
US

11 987
15615
13.920

33 129 1.183
57 694 1 560
49 190 1 595

6 617 46 922
53 907 75 829
14 1103 65 7672

Verzollte Mengen in dz

a9
BL

259 070
301 002
300 854

3371
4216
23.032

702 624
{ 024 108
908 2972

Zollerträge Im

23 292
34 436
20 172

15 289
19 219
2) 90 506

A000 A,

398
494
524

364 2.840
3 886 | 3 762
1031 4085 |

980 187
1.351 977
1 234 868

4 | 633 27 698
39 | 758 39 943
ur | 817 35 458

an SG
) Unter ZoNsicherung, — 2) Einschl. geringer Sonderverzolhungen.

go ehr als die Hälfte der Gesamteinfuhr wurde in der Berichtszeit zum Satze von
in TA je dz verzollt, nämlich 544 881 dz in 1926, 802 225 dz in 1927 und 718 522 dz
OR

d Die Weinausfuhr aus dem deutschen Wirtschaftsgebiet belief sich nach den Ergebnissen
37 Handelsstatistik in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 auf 32 579 hl, 35 059 hl und
401hl Wein und 275 464, 284 484 und 273 133 ganze Flaschen Schaumwein im
        <pb n="347" />
        - 448 -
Gesamtwert von 9,4 bzw. 10,7 und 11,7 Mill. AZ. (davon Schaumwein 0,9, 1,0 und
0,9 Mill. AM).
Die fiskalische Belastung der deutschen Bevölkerung durch Zölle und Reichssteuern
auf Wein und Schaumwein betrug 1926 51,8 Mill. AM, 1927 56,5 Mill. AM und 1928
50,6 Mill. AM oder 0,82 AM bzw. 0,89 AM und 0,79 AM je Kopf der Bevölkerung.
Wenn man auf Grund der Ergebnisse der Steuerstatistik die restlichen Isteinnahmen aus
der Wertsteuer in der Weise verteilt, daß 15 vH der Einnahmen aus der Weinsteuer
als Schaumweinsteuererträge angesehen werden, lassen sich die Gesamteinnahmen vom
Schaumwein auf 9,6 Mill. AM für 1926 und auf 16,6 Mill. AM für 1927 berechnen;
 im Rechnungsjahr 1928 betrugen sie 16,5 Mill. AM.
An Steuerrückständen aus der Weinsteuer sind am 1. April 1928 noch 1,6 Mill. AM
nachgewiesen worden. Die Höhe der Rückstände aus der Schaumweinsteuer bezifferte
sich am 1. April 1928 auf 0,1 Mill. A. und am 1. April 1929 auf 1,0 Mill. AM,

ec. Zucker, Stärkezucker, Rübensäfte
Die Isteinnahmen aus der Zuckersteuer sind im Rechnungsjahr 1927 mit
224,5 Mill. AA um 21,3 vH hinter der Vorjahrshöhe (285,1 Mill. AA) zurückgeblieben,
weil sich in der zweiten Hälfte des Rechnungsjahres die am 1. August 1927 erfolgte
Herabsetzung der Steuersätze auf die Hälfte ihres bisherigen Betrags auswirkte. In
den Ergebnissen für 1928 tritt der Umfang der Steuersenkung erstmalig für ein
volles Rechnungsjahr in Erscheinung. Da der inländische Zuckerverbrauch die in
den letzten Jahren beobachtete steigende Tendenz beibehielt, ergaben die Erträge
des Rechnungsjahres 1928 mit 158,2 Mill. AZ.M indessen rd. 15 Mill. Z.M mehr als
die Hälfte des Aufkommens in 1926.
Die Voranschläge für die Zuckersteuer sind im Rechnungsjahr 1926 (265,0 Mill. AM)
durch die Isteinnahmen um 7,6 vH überschritten, im Rechnungsjahr 1927 (225,0 Mill. AM)
nicht voll erreicht (— 0,2 vH) und im Rechnungsijahr 1928 (140.0 Mill. AM) wieder
um 13,0 vH überholt worden.

Die Herstellung zuckersteuerpflichtiger Erzeugnisse gestaltete sich in den Betriebsjahren
 (1. September bis 31. August) 1926/27 bis 1928/29 wie folgt:

Erzeugnisse

1926/27 ! 1927/28 [| 1928/29

DE

Pi

Zucker, berechnet in Rohzuckerwert ..........
Stärkezucker in fester Form.
Stärkezuckersirup ..... 2.
Rübensäfte und Zuckerabläufe mit einem Reinheitsgrad
von 70 vH und darüher ... N

16 635 469
88 282
432 938

231 204

16 751 333

82 867
470 229

261 221 |

18 635 741
68 295
482 366

192 738

Die Zuckereinfuhr belief sich nach den Ergebnissen der Handelsstatistik, berechnet in
Rohzuckerwert, 1926/27 auf 1418422 dz, 1927/28 auf 841 268 dz und 1928/29 auf
772 713 dz im Werte von 43,3, 21,9 und 20,6 Mill. AA. Die Einfuhr von Füllmassen,
Abläufen und Stärkezucker hielt sich in verhältnismäßig engen Grenzen. Dagegen hat
die Einfuhr von Melasse und Melassekraftfutter in den Betriebsjahren 1927/28 und
1928/29 stark zugenommen; sie betrug in diesen Zeiträumen 138 503 dz bzw. 350 460 dz
im Werte von 1,0 bzw. 3,4 Mill. AM gegen 19 040 dz im Werte von 0.1 Mill. #4 im
Betriebsjahr 1926/27,
Aus dem Geltungsbereich des Zuckersteuergesetzes wurden nach den Ergebnissen de!
Steuerstatistik in den Betriebsjahren 1926/27 bis 1928/29 an Verbrauchs- und Rohzucke!
2056 779dz. 1537196dz und 219243836dz Rohzuckerwert ausgeführt. Für die
        <pb n="348" />
        — 449 —
Rechnungsjahre 1926 bis 1928 lauten die entsprechenden Angaben 2691718 dz,
1518 232 dz und 1052 831dz Rohzuckerwert. Nach den Ergebnissen der Handels-Statistik
 wurden in den Betriebsjahren 1926/27 bis 1928/29 aus dem deutschen Wirt-Schaftsgebiet
 2211570 dz, 1734545 dz.und 2036893 dz Rohzuckerwert im Werte
von 66,6, 57,6 und 44,4 Mill. RA ausgeführt.

Die Entwicklung des inländischen Verbrauchs und der Steuersollerträge ist aus nachstehender
 Zusammenstellung ersichtlich:

Rechnungsjahre

bzw.
Yetriebsjahre


Versteuerte Mengen

Verbrauchszucker
und Rohzucker
{dargestellt in
Rohzuckerwert)

Stärkezucker

und
Stärkezucker-



Rübensäfte,

Zuecker-Abläufe

nd andern
Zuckerlösungen

70 vH und
darüber)

im ganzen | je Kopf |

Az

ke

Rohsollertrag der Zuckersteuer

für
Verbrauchsund

Rohzucker

für
Stärkezucker

und
Stärkezucker-



für
Rübensäfte,

Zuekerxbläufe

ınd andere
Zucker-'Ssungen


zusammen

1 000 Aust,

Rechnungsjahre (April bis März)

L926 ......
1927...
(928...

4842138 23,56 ,
16.009035 25,28 |
16284042 | 25,56 1

551 921 250 142
574 134 210 521
546 872 204 677

280 482 4 636 3.253
198.185 | 3.198 1424
153 899 2333 928 ı

288 371
202 807
157 160

Betriebsjahre (September bis August)

1926/27 ..
1927/28
1928/99

15212419 ! 24,11 554705 236 978
16233129 | 25,57 573273 | 221 808
| 16 930 063 26,51 | 560 913 | 212 882

268907 | 4421 3.035 276 363
153 502 2492 975 156 969
| 160 007 2387 | 983 | 163 377

Der Zuckerverbrauch je Kopf der Bevölkerung hat sich, in Verbrauchszuckerwert
dargestellt, von 21,70 kg im Betriebsjahr 1926/27 auf 23,02 kg in 1927/28 und
Weiter auf 23,86 kg in 1928/29 gehoben. Während somit der Zuckerverbrauch in
Mer allmählich langsamer werdenden Aufwärtsbewegung begriffen war, ist die Verbrauchsentwieklung
 bei Stärkezucker schwankend und bei Rübensäften und Zucker-Abläufen
 rückgängig gewesen. Die Konsumentwicklung der letztgenannten Erzeugnisse
“it indessen für den Ertrag der Zuckersteuer nur von geringer Bedeutung,
Die Steuersätze betragen seit dem 1. August 1927 für Verbrauchs- und Rohzucker
10,50 RAM je dz (vorher 21 AM), für Stärkezucker 4,20 und 9,45 AM je dz (vorher
540 AM), für Rübensäfte, Zuckerabläufe u. dgl. mit einem Reinheitsgrad von 70 vH
Md darüber 3.15 bis 7,35 AM (vorher 12,60 bis 14.70 ARM). Melasse ist steuerfrei.
Der Reinsollertrag der Zuckersteuer ist nach Abzug der Zuckersteuervergütungen und
der Zuckersteuererstattungen für die Betriebsjahre 1926/27 bis 1928/29 auf 276,2,
150.0 und 163.2 Mill. AA.M berechnet worden.

8 Die Zollsätze für Verbrauchszucker betrugen bis Ende Juli 1927 10 AM je dz, sodann
we. Zum 17, Dezember 1928 15.A.4 und seitdem 25 AM je dz; für a
en die Zollsätze in den angegebenen Zeiträumen auf 8 AM bzw. 13 bzw. 2
gesetzt. Stärkezucker wurde in der Berichtszeit unverändert mit 20 AM ie dz und
“elasse mit 4 AM je dz verzollt.

Finanzen und Steuern
        <pb n="349" />
        — 450 -—
Die verzollten Mengen und die Zollerträge betrugen:

Rechnunesijahre

verbrauchszucker


Rohzucker

Stärke-,
Frucht-,
tärbzucker
und
Zuckerfarben.


*üllmasser:
und
Abläufe

Melasse

und
Melasseirraftfutter


Zusammen

Verzollte Mengen ın dz

LET Genre HER RERERRR EA B

345 166 34“ 792
824 667 | 60 541
953 078 7 461

340
937
1 770

402 1 159
| 343 3.177
1699 223 148

691 959
889 665
1 187 156

Zollerträge in 1900 AH

LO26 ee a Kr ER RE
LOST area
[EB dk Kr KR EEE ER EEE

3 452
8 759
12625

2759
493 |
97

6
19
25

3 5 6225
4} 13 9 288
DA 893 13 674

Die Zolleinnahmen sind mithin infolge vermehrter. Einfuhr und unter dem Einfluß
der Erhöhung der Zollsätze um 49,2 vH im Rechnungsjahr 1927 und um 47,2 vH im
Rechnungsjahr 1928 gestiegen.
Die Isteinnahmen an Zuckersteuer und die vorstehend berechneten Zollerträge ergeben
zusammen ein Aufkommen von 233,7 Mill. AM und 171,9 Mill. AM in den Rechnungsjahren
 1927 und 1928 gegen 291,3 Mill. AM in 1926. Auf den Kopf der Bevölkerung
entfielen an Zuckersteuer und Zuckerzoll 4.62 AM in 1926, 3,69 AM in 1927 und
2,69 AM in 1928.
Die Rückstände an Zuckersteuer stellten sich am 1. April 1928 auf 8,3 Mill. AM und
am 1. April 1929 auf 7,7 Mill. AM.
Den Steuern auf Tabak, alkoholische Getränke und Zucker folgen die übrigen
Verbrauchsabgaben hinsichtlich der Ergiebigkeit erst in weitem Abstande. Die Verbrauchssteuern,
 die für Zündwaren, Leuchtmittel, Spielkarten, Essigsäure und Süßstoff
erhoben werden, brachten in den Rechnungsijahren 1926 bis 1928 zusammen nur 27.7
bis 32,0 Mill. AM jährlich.
d. Zündwaren
Die Zündwarensteuer ist eine Mengensteuer, die auf den inländischen Ver
brauch von Zündhölzern, Zündspänchen, Zündstäbchen und -kerzen erhoben wird. Herstellung
 und Verbrauch erstrecken sich fast ausschließlich auf Zündhölzer. Bei den
Isteinnahmen aus der Zündwarensteuer zeigt sich ein Rückgang von 13,6 Mill. AM
in 1926 auf 12,7 Mill. AM in 1927 (— 6,3 vH), obwohl die inländische Nachfrage nach
Zündhölzern 1927 eine weitere Steigerung erfahren hat. Die Abnahme dürfte sich dadurch
 erklären, daß im Vorjahre beträchtliche Rückstände beglichen wurden, so daß
die Einzahlungen 1926 ausnahmsweise hoch waren. Im Rechnungsjahr 1928 steigerte
sich der Ertrag um 2,9vHM auf 13,1 Mill. A... Die Isteinnahmen lagen 1926 um
19,1 vH, 1927 um 6,0 vH und 1928 um 14,9 vH über den Voranschlägen, die sich in
diesen drei Jahren auf 11,4 Mill. AA, 12.0 Mill. AM und 11,4 Mill. AM beziffert
hatten.
Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr und Verstenerung von Zündwaren aller Art ent
wiekelten sich wie folot:

Rechnungsijahre

LO a rk ea rk u rer
192 area
OB

Hergestellte
Mensen

Einfuhr | Ausfuhr

Versteuerte Mengen
L ; -
5 e Kopf der
im ganzen je Cop! &amp;amp;

Steuersoll
in
1 000.2.

133 839 63 8797 !' 126983 2015 12 750
132 443 144 616 | 130 094 | 2054 12 940
127027 | 11 351 2370 132507 2.080 13.257

"onen Stüel-Fe


Stiel
        <pb n="350" />
        — 451 —

Die Verbrauchssteuerbelastung betrug im allgemeinen für 10 Schachteln mit je
50 Stück 6 Ay. Auf den Kopf der Bevölkerung kamen in den Rechnungsjahren 1926
bis 1928 an Isteinnahmen 20 bis 22 A. Die Rückstände an Zündwarensteuer beliefen
ach am 1. April 1928 auf 71280 AM und am 1. April 1929 auf 49135 AM,
Die starke Einfuhrsteigerung in 1928 entfällt auf russische Zündhölzer. Der Zollsatz
für 1 dz Zündhölzer beträgt 50.AXM. An Zündhölzern wurden 1926 97 dz, 1927
284 dz und 1928 7 841 dz verzollt; die Zollerträge berechnen sich auf 4 850 AM in 1926,
14200 ZM in 1927 und 392 050 AM in 1928.
e. Leuchtmittel]
Der Leuchtmittelsteuer unterliegen die zum inländischen Gebrauch bestimmten
 elektrischen. Metallfadenlampen und Brenner zu Nernstlampen, Glühkörper,
Brennstifte, Quecksilberdampf- und ähnlichen Lampen. Die Steuer ist auf 20 vH der
Herstellerverkaufspreise bemessen. Elektrische Metallfadenlampen für Spannungen bis
zu 20 Volt einschließlich bleiben, soweit ihr Energieverbrauch 15 Watt nicht übersteigt,
steuerfrei; ferner sind Brennstifte zu elektrischen Bogenlampen, die nicht zur Licht-"”Tzeugung
 bestimmt sind, von der Steuer befreit. In den unten folgenden Mengengaben
 über Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr usw. sind die steuerfreien Erzeugnisse
lcht enthalten.
Die Isteinnahmen aus der Leuchtmittelsteuer sind von 9,3 Mill. AM in 1926 um
35,3 vH. auf 12,7 Mill. AM in 1927 und weiter um 8,2 vH auf 13,7 Mill. AM in
1928 gestiegen, da der Inlandsverbrauch an Leuchtmitteln, insbesondere von elektrischen
Metallfadenlampen einen starken Aufschwung genommen hat. Gegenüber den Voran-Schlägen,
 die 1926 auf 8,0 Mill. AA, 1927 auf 10,2 Mill. AM und 1928 wieder auf
3,0 Mill. A. bemessen waren, brachten die Isteinnahmen ein Mehr von 16,9 vH in
1926, 24,0 vH. in 1927 und 71,1 vH in 1928.
Die nachstehende Übersicht läßt erkennen, wie sich Herstellung, Einfuhr und Absatz
der wichtigsten steuerpflichtigen Leuchtmittel gestaltet haben:

Rechnungsjahre

Herstellung
von steuerpflichtigen

Auchtmitteln)

Winfuhr |

Ausfuhr

Versteuerte
Mengen

Steuerrohsollertrag

in
1000 AM

Elektrische Metallfadenlampen und Nernstbrenner in 1000 Stück

GE terre
1928 See

76311 4.287 22.779 55 520
93 972 5581 28 348 68 714
38 900 5 141 33 448 70 814

8826
13.057
13 987

(Glühkörner in 1000 Stück

5
W927. meta ne nam
L938 Ze

34 966
37 035
34 716

29 17 906
11 19 454
26 18 465

16.097
17 456
15 068

927
1011
1 0231

Brennstifte in 1000 ke

926...
BTL 28 | 1
1998 ——— 212 ‘224
Der Rohsollertrag der Leuchtmittelsteuer stellte sich 1926 auf 9,9 Mill. AM, 1927
Re 14,3 Mill. RA und 1928 auf 15,4 Mill, A. Die oben nicht näher gegliederten
yestheträge von 14 000 .Z.4, 11000 AM und 119 000 RM entfielen auf Quecksilber-"AMpflampen
 und ähnliche Lampen, 1928 insbesondere auf Leuchtröhren, deren Menge
© letzter Zeit in schnellem Wachsen begriffen ist. Nach Abzug des Steuernachlasses
“Wf Grund des 814 A. B.) bezifferte sich der Reinsollertrag der Leuchtmittelsteuer
N den. Rechnungsiahren 1926 bis 1928 anf 94 136 und 14.6 Mill. ARM

342 0 | 666 |
929 0 Z11 )
933 x 735
        <pb n="351" />
        — 452
1. Isteinnahmen des Deutschen Reichs aus Verbrauchssteuern und Zöllen in den Rechnung:
———— EEE TE KSNNEN TEN
Isteinnahmen Isteinnahmen Isteinnahmen Unte
Vor- im Vor- im Vor- im
anschlag Rechnungsjahr anschlag | Rechnungsjahr | Anschlag | Rechnungsjahr |— —
im 1928 im 1927 im 1928 19
Reichs- In Reichs- |_____ Reichs- DI
ıaushalts- auf deı Gr im auf der un in tauf den
plan im Kopf plan Kopf plan Kopf i
1926 | ganzen |der Be 1927 SANZON der Be 1928 SAaNZEN | ger Be- ganzen
völke . in völke- ı in völkein
 | in rung in 1000 | rung in 1000 | rung in
200 RA 11000 AM | AM 1000RM| RM | AH 00 RM) RH | BAM | 1000 AM
— BL ES She nz | | — a Nr
3 . a W 1

Bezeichnung
der
Einnahmen

Tabaksteuer ...........
Material- und Ausgleichsteuer

Materialnachsteuer .....
Tabakersatzstoffabgabe .
BiersteUer ......0..0.0....
Zinnahmen aus dem
Branntweinmonopol
WEeinsteuer s...........
Schaumweinsteuer .....
Zuckersteuer...........
Salzsteuer.............
Zündwarensteuer .......
Leuchtmittelsteuer .....
Spielkartensteuer.......
Essigsäuresteuer .......
Süßstoffsteuer .........
Statistische Abgabe ....
Verbrauchssteuern zus. ..
Zölle 000er nennen
Verbrauchssteuern u. Zölle:

655 ”
235 000

535 051| 8,49

664 217| 10,4

722 461| 11,3

780 000| 128 478i 2,03
112 0,02
99 0,00,
362 000| 360221! 5,69 !
72000] 227227| 3,61 42000 261 028| 4,12 296 971| 4,6€ + 55227
20 .000| !) 177821 0,28 600{ 1) 814 0,01 = — — 228
4000| 6303! 0,10 137001 15 zu 0,25 15 181| 0,24 + 230
25 000| 285 074| 4,53 225000| 224 457| 3,54 158 218! 2,48 + 200%
2000| *) 1387| 0,02 _ — - 610
14001 13573l 0,22 12000 12723! 0,20 11400] 13 en 0,21 + 218
3000| 9348| 0,15 10.200| 12651| 0,20 3000| 13687 0,22 + 13%
1.800 2109 0,03 2400| 2434| 0,04 2000| 2654 0,04 + 309
2.000 2171! 0,03 2000 200 0,03 | 2000| 2052 0,03 + 17!
600| 462| 0,01 600 442! 0,01 600 530| 0,01 — 138
2500| 2931| 0,05 3000| 3254! 0,05 3000 3210 0,05 + 4
379 300| 1 521 536| 24,15 ! 1 653 500|1 689 Z 28,68 1602 000|1773 012! 27,88 + 142 2%
580 000| 940372! 14,93 | 1 255 000|1 250 824! 19,75 | 1 200 000|1 104 599| 17,34 | + 360 37%
Sr e meem » a OL
959 300| 2461 908 39,08 | 2 908 50012 940 516 46,43 | 2 802 000|2 877 611| 45,17 | 502 608

+ 57 381

+ 5788

2. Berechnete Zollerträge für Tabak, alkoholische Getränke, Zucker, Salz, Kaffee, Kakaobohnen und Tee?)
Berechnete Zollerträge

Rechnungsjahre
192% 1927

Zunahme bzw. Abnahme
mehr (+), weniger (—)
1927 gegen | 1928 gegen
1926 1927 _
im im 1
ganzen | vH | ganzen | {H
in in |
ı 000 .7M 1000.2M |
TU
ma
LIS# 82,54 + 4479 + 5,50
— 498 -21,35|+ 145 + 7,90
+ 1162 45,22| + 195 + 4,8
} 988 +23,.11| + 755 A148
+12119 +44,78| — 4543 —11,59
E 125 +19,74| + 59 7 7,7%
“3.063 !4+49,19| + 4386 +47,9%3
- 46 4+84,89| + 88 486,08
„22.382 4 15,45| +21 429 +12,87
— 1406 '— 5,451 + 3143 | 412,89
1234 14115014 127 14 7.08

Bezeichnung
der
Einnahmen

1998 '

: auf de,
im Kopf '
zanzen der Be
völke
in rung
000 .2,M | AL

. auf den . auf den
m Kopf | im Kopf '
ganzen |der Be- ganzen |der Bo-'
völke- völkein
 rung in rung
000. ZH | RAM 1000 RM | AS

Rohtabakgewichtszol.
Pabakfabrikatzölle ..
Zierzoll ............
Branntweinzoll......
Weinzoll ........0..
Schaumweinzoll.....
Zuckerzoll..........
Salzzoll............
Kaffeezoll ..........
Kakaozoll..........
Teezoll........-150


333
2570
4275
27075
€
A 76
25 792
1978

9,91 5 1% + 607
9,04 1835 0,03 1980
3,04 3732 0,06 3927
9,07 5263 0,08 6018
42 39184 0,62 34641
20° 758 0,01 817
10 9288 0,15 13674
0,00 101 0,00 18°
2,30 | 167288 | 2,64 | 188717
0,41 24 386 | 0,39 | 27529
0.171 11972 | 0.191 12099

1,32
1,02
2,06
0,09
0,54
7,01
‚21
06

10

‘) Restbeträge der mit Ablauf des Rechnungs;
oh äg agsjahres 1925 aufgehobenen Reichssteuer i - inähnlich
EEE Or De % 3) Berechnet auf Grund der een Veen RE
2 Einschl- Ai abgabe. — 7%) Außerdem Saarzölle für Waren aus dem Saargebiet, —_ 8) Von eine

. .; Übersicht 79
lahren 1926 bis 1929 und Voranschläge für die Rechnungsjahre 1926 bis 1929
nn EEE EEE SE EEE
chiede der Isteinnahmen gegenüher Zunahme bzw. Abnahme + Isteinnahmen
den Voranschlägen [ der Isteinnahmen Vor- m
a a 7 ———————  anschlag |  Rechnungsjahr
1927 ; 1928 | 1927 gegen 1926 | 1928 gegen 1927 Rn 19298)
nm = -- —————— eichshaushalts-
 im auf den
im im im | im plan | Ann | Kopf
ganzen vH | ganzen vH | ganzen | vH ganzen vH ! 19298 8NZ0N \ Arne
in in in in in in rung
en 1000 AM | 1000.2.H | 1000 AM | 1000.24 | 11000 7X 1000 RAM RM
7? 18 14 15 7316 17 38 20 22 2 28
+ 129 166 | + 24.14| + 58244 | + 8,77 756 715 | 11,82
157590 | 2,46
114 | 0,00
411811 | 6,43
271420 | 4,24
10940 | 0,17
159024 | 2,49
15564 | 0,24
12961 0,20
2741 0,04
2593 0,04
323 | 0,01
3506 | 0,06
1805302 28,20
1095242 | 17,11
2 900 544 | 45,31
3. Rückstände an Verhranuchseternen und Zällen am 1. Anril 1998 ım* ar- 1. Amril 192945)

— 453 —

Am 1. April 1928
betrug
. die Summe der
Bezeichnung gesamten
der Rückstände a
Einnahmen | Höhe
Zahl in
| 1000.27

Hiervon
waren
zestundet
in
1000 74

Am 1, April 1929
betrug
die Summe der
gesamten Hiervon
Rückstände waren
"1 Höhe ı gestundet
Zahl | in | in
1000 7A 11000 AM
i
24 881
668
103
146
3649
37
1
194

Tabaksteuer %).... A
a FE 5
Binnahmen aus dem Branntweinmonopo!
ESEORGE venrrre rt
Schaumweinsteuer ..........00.. ak
ESÜOROF 2222222 r re
SalZsteuer 2...0re er e rer ee...
Zündwarensteuer .........000000 5
Leuchtmittelsteuer ............... x.
SPielkartensteuer ................ Keen
Üssigsäuresteuer ........0.000 ee...
Süßstoffsteuer ......0.000000040 00 5888
Statistische Abgabe..........0001.
Zölle. u
Zusammen. ...

1300 5,922
600 1779
207 | 10537
‚713 1 601
68 | 108
78 8 264
1 9
13 nz
4 10
0 291

26 020
609
121
179
50
4 494
6%
10
192

1870 |! 29310 ° 2254
— 131 081 | 31] 933

4 256
H 157
12260
3 157

| 2941 “424
7) 1115 1 115
| Ti0055 | 34 165
IH 7115 UNE

Ed wei i &amp;amp; Salzsteuer, die mit Ablauf
tapsan haltige Getränke,‘ Trauben- und Fruchtschaumwein. — *) Restbeträge bzw. Erstattungen an s A
He ucköachen Nr. 95 und 1157 “IV. Wahlperiode 1928, — 5) Ohne die zufolge 8105 Abs. 1 A. 0. noch le benen Men
\heren Darstellung ist hier Abstand zenommen worden, weil die Ergebnisse der Stauerstatistik für
        <pb n="352" />
        —— ABA —

Die durchschnittliche Steuerbelastung betrug bei elektrischen Metallfadenlampen 1926
16 Af, 1927 19 Af und 1928 20 Af je Stück, bei Glühkörpern 1926 und 1927 6 AM,
1928 7 A je Stück, bei Brennstiften 1926 76 Af, 1927 80 Af und 1928 105 A je
zg. Die Isteinnahme je Kopf der Bevölkerung stieg von 15 Af in 1926 auf 22 Af in 1928.
Die Rückstände an Leuchtmittelsteuer beliefen sich am 1. April 1928 auf 10257 AM
und am 1. April 1929 auf 6 069 AM,
Die Zollerträge von Leuchtmitteln sind verhältnismäßig gering. Genaue Vergleiche
lassen sich zwischen den Ergebnissen der Steuerstatistik und der Handelsstatistik nicht
durchführen, weil letztere auch die steuerfreien Erzeugnisse enthält. Da die Einfuhr nur
bei Metallfadenlampen von größerer Bedeutung ist, sei hier vermerkt, daß die verzollten
 Mengen in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 2935 dz, 2 836 dz und 2 570 dz
betrugen; bei einem Zollsatz von 80 AM für 1 dz berechnen sich die Zollerträge für
Metallfadenlampen auf 234 800 AM in 1926, 226 880 AM in 1927 und 205 600 AM
in 1928.

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1) Darunter 1.085 Brennereien, die lediglich von Stoffbesitzernm unter eigener Anmeldung des Betriebs benutzt wordelt
solche für Spannungen bis zu 20 Volt einschl., soweit ihr Energieverbrauch 15 Watt nicht übersteiet, und Brenner zu »Nernst
rischen Bogenlampen. Nach den einzelnen Leuchtmittelarten gegliedert sind die Betriebe in Bd. 364 der »Statistik des Deut
1 Melasseentzuckerunssanstalt.

} 55 —_
f. Spielkarten
Die Spielkartensteuer beträgt 30 A für ein Kartenspiel. Infolge des ständig
steigenden Inlandsabsatzes haben sich die Isteinnahmen von 2,11 Mill. ZA in 1926 auf
2,43 Mill. A. in 1927 und auf 2,65 Mill. AA in 1928 erhöht. Die Voranschläge für
die Spielkartensteuer sind 1926 (1,8 Mill. AM) um 17,2 vH, 1927 (2,4 Mill. AM)
ım 1,4 vH und 1928 (2,0 Mill. AA) um 32,7 vH durch die Einzahlungen übertroffen
worden. Herstellung und Absatz von Spielkarten entwickelten sich folgendermaßen:

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öflichtige Erzeugnisse hergestellt haben

Übersicht 80

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ann &amp;gt;30 daß die Zahl der in Betrieb befindlichen Brennereien 38 782 betrug. — *) Elektrische Metallfadenlampen, ausgenommen
che 2 Quecksilberdampf- und ähnliche Lampen, Neon-, Argon- usw. Leuchtröhren, Glühkörper und Brennstifte zu elek-N
 Reichse, S, 76, angegeben. — ®) Zündhölzer. Nur 1 Betrieb stellte daneben auch Zündspänchen her, — ) Darunter
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        — ABB

Bei den hergestellten Spielen handelt es sich hauptsächlich um solche mit 25 bis
48 Blättern; auf diese Gattung entfielen 1926 7165 634 Spiele, 1927 8 173 646 Spiele
und 1928 8157267 Spiele. Die versteuerten ausländischen Spiele sind in der Steuerstatistik
 nicht gesondert nachgewiesen; die verzollte Einfuhr ist jedoch kaum nennenswert
 (etwa 1 dz jährlich). Für Spielkarten ist der Zollsatz von 240 AM je dz in
Anwendung gekommen.
Die Rückstände an Spielkartensteuer bezifferten sich am 1. April 1928 auf
221026 AM und am 1. April 1929 auf 306 899 AM.

g. Essigsäure
Die Essigsäuresteuer betrug für die zu Genußzwecken bestimmte wasserfreie
Essigsäure bis Ende Juli 1929 im allgemeinen 49,40 AM je dz. Dieser Satz ist gleichzeitig
 mit der Erhöhung des Essigbranntweinpreises am 1. August 1929 auf 54,30 AM
heraufgesetzt worden. Die Isteinnahmen betrugen in den Rechnungsjahren 1926 bis
1928 2,17 Mill. AM, 2,00 Mill. ZM und 2,05 Mill. AM; sie überschritten um ein
geringes bzw. erreichten die Voranschläge, die in allen drei Jahren auf 2,0 Mill. AM
bemessen waren. Die versteuerten wasserfreien Essigsäuremengen beliefen sich in den
Betriebsiahren (Oktober bis September) 1926/27 auf 42 786 dz. 1927/28 auf 39876 dz

— AT

und 1928/29 auf 49532 dz. Steuerfrei zu gewerblichen Zwecken verwendet und. auszeführt
 wurden in den Betriebsjahren 1926/27 bis 1928/29 204 310 dz, 232 456 dz und
306 283 dz. Das Soll der Essigsäuresteuer bezifferte sich in diesen drei Betriebsiahren
auf 2.11. 1.97 und 2.50 MillL AM.

h. Süßstoff
Die Süßstoffsteuer brachte 1926 462 359 AM, 1927 442 157 AM und 1928
530 260 AM ein und blieb damit nicht unbeträchtlich hinter dem Haushaltssoll zurück,
daß jährlich 600 000 AM vorsah.

ji. Statistische Abgabe ,
Die Statistische Abgabe belief sich 1926 auf 2,93 Mill. AA, 1927 auf
3,25 Mill. AM und 1928 auf 3,21 Mill. AA; diese Einkünfte übertrafen die Voranschläge
 1926 (2,5 Mill. AM) um 17,2 vH, 1927 und 1928 (ie 3,0 Mill. ZA) um 8,5
bzw. 7.0 vB.

k. Mineralwasser
Durch das Gesetz vom 15. April 1930 ist im Deutschen Reiche wieder die Mineral-Wasserbesteuerung
 eingeführt worden. Die Steuer beträgt seit dem 16. Mai 1930 bei
Mineralwässern 5 A je l. bei Limonaden und anderen künstlich bereiteten Getränken

Übersicht 81

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Landesfinanzamtsbezirke


Rechnungsjahr 1928/29
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2) Über die wichtigsten Standorte der Herstellung von Spielkarten, Essigsäure, Leuchtmitteln, Zündwaren, Stärkezucke!
tember bis August. — *) Die Zuckererzeugung von Karlsruhe ist zusammen mit der Erzeugung von Stuttgart, von Kassel

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i i  — 9%) Sepnn
 Rübensäften siehe die Angaben in Bd, 364 der »Statistik des Deutschen Reichs«, — *) Oktober bis September ) Sep
äMmen mit Münster und von Nürnbere zusammen mit Würzbur so nachgewiesen.
        <pb n="354" />
        iR _

LO A je 1, bei konzentrierten Kunstlimonaden 1 AM je 1 und bei Grundstoffen zur Herstellung
 konzentrierter Kunstlimonaden 20 AM je 1. Für 1930 ist das Soll der Mineralwassersteuer
 auf 35 Mill. AM veranschlagt worden; davon erhalten die Länder
33,6 Mill. AM, das Reich nur 4 vH = 1.4 Mill. AM für die Verwaltung der Steuer.

1]. Mineralöle
Durch Artikel 3 des Gesetzes über Zolländerungen vom 15. April 1930 ist mit Wirkung
 vom 1. Mai 1980 eine Steuer auf die im Zollinland gewonnenen Mineralöle (Auszleichsteuer
 auf Mineralöle) in Höhe von 3,80 AM für 1dz Eigengewicht eingeführt
worden. Steuerpflichtige Mineralöle sind:
1. Erdöl (Petroleum), Braunkohlenteeröl, Torföl, Schieferöl, Öl aus dem Teer der
Boghead- oder Kännelkohle und sonstige natürliche oder künstliche Mineralöle der
Nr. 239 des Zolltarifs, roh oder gereinigt, soweit ihre Dichte bei 15° C nicht mehr
als 0,830 beträgt;

Versteuerte
Es wurden
Rechnungsjahr 1928/29
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Landesfinanzamtsbezirke


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117,4
5,1

0,3
166,6
887,7
122,3
13

6 255,1

7 263,4
1 230,9
7

0,0
560,2
2,1
0,0
252,1 0,2
| 22 026,0 | 1 929,7

N

1) Für Branntwein, Essigsäure und Spielkarten kann eine Gliederung der Ergebnisse nach Landesfinanzamtsbezirken
) Außardem wurden eingeführt und versteuert: 5,7 Mill. Stück Zigarren, 25,7 Mill. Stück Zigaretten, 7332 dz Rauchtabak
vein. — *) Davon eingeführt und versteuert: 643,8 Tsd. dz Rohzuckerwert, 0,4 Tsd. dz Rübensäfte, Rübenzuckerabläufe
Bemerkung: Angaben über die aus dem Geltungsbereich der Verbrauchssteuergesetze ausgeführten Erzeugnisse siche

59

2. Steinkohlenteeröle, deren Dichte bei 15° C nicht mehr als 1 beträgt; ferner Asphaltnaphtha
 und sogenannter Kohlenwasserstoff sowie Steinkohlenteeröle mit einer Dichte
von mehr als 1 bis 15° C, bei deren fraktionierter Destillation bis 200° C mehr als
15 Raumteile von 100 übergehen. Ausgenommen sind Karbolöle, bei deren fraktionierter
 Destillation bis 200° C mehr als 15 Raumteile von 100 übergehen, wenn sie
mehr als 20 Raumhundertteile Phenole enthalten und zugleich bei ihrer fraktionierten
 Destillation bis 150° C nicht mehr als 5 Raumteile von 100 übergehen.
Die Einnahme an Mineralölsteuer ist für 1930 auf 12 Mill. A. veranschlagt.
Die Übersichten 79 bis 83 stellen kurz die Ergebnisse der Verbrauchsbesteuerung
und die wichtigsten Angaben über die Herstellung verbrauchssteuerpflichtiger Erzeugnisse
 zusammen. Sie bieten zunächst einen Überblick über die Entwicklung der Istainnahmen
 in den Rechnungsjahren 1926 bis 1929 und stellen diese den veranschlagten
Einnahmen gegenüber (Übersicht 79).
Dabei werden zugleich auch die entsprechenden Angaben für Zölle in ®iner Gesamtjumme
 ausgewiesen. Denn die Zölle stehen sowohl nach ihrem inneren Wesen wie

Mengen
NE er
Versteuert!) im

Übersicht 82

" schnungsjahr 1928/29 Betriebsjahr 1928/29 (Sept. bis Aug.)
nn __davon a In- und ausländische Zuckermengen*)
N ie N Rübenzucker-A
 In nr A In- Bi 6 abläufe und Stärkeländischer
 | ]Jändischer 5ndischer - brauchs- |Rübensäfte mit| zucker und
—— 7 Frucht- zugker einem Rein- Stärke-7
 schaum- | in Roh- |heitsgrade von| zucker-Traubenschaumwein
 | wein m Hod- 70 vH sirup
zuekerwert und darüber
1000 dz nn
15 16 | 37

Bier allg Ein-Nsgesamt
 A A 8 geführtes
bier Bier

Schaumwein

insgesamt

„u 1000 ht”
8 ' 9

11

5553 ' #5504
845 844
1712 1705
1.063 1.063
1.839 1.806
2501 2491
1916 1910
2469 2 465
\ 306 1301
. 578 1571
635 634
1243 209
1489 2485 |
460 459
"417 7417
+ 682 4680
+ 05C x 049
34% 540
vw
012
580
834
467
504
532
__ 89 1989 *
53355 | 53157 | 198

601,4 156,6 331,4 258,6 | ; 0,0
55,1 6,9 48,1 314,6 3,2 | 172,1
302,3 267,9 | 33,6 434,6 11,9 —
2594,9 2507,2 | 81,7 194,5 "90 010 2—
181,3 92,4 86,3 | 357,0 14,8
17,0 - 10,2 854,0 61,8
219,9 7,8 , 211,8 653,4 17,3
433,8 430,2 = 147,7 0,2
6336,6 5986,9 325,3 173,3 2,1
1961,&amp;amp; 19236 | 23,9 614,5 20,5
1,9 0,4 1,3 368,8
71,4 2,1 73,1 18,7
502,8 252,3 | 250,5 442,8 317,7
0,1 — &amp;gt; 182,7 26,6
44,6 1,7 27,7 185,3 —
18,0 0,1 | 17,8 543,2 —
35,2 20,0 14,7 345,1 —
0,1 # n4,3 —
58,1 48,7 | 9,4 25,1 -
44,4 2 „ 32,0 569,3 — —
8,7 1,9 | 0,1 6,7 711,0 | 12,7 1 29,3
173,0 124,9 1,1 47,0 | 645,0 | — —
1,1 - 0,2 0,9 649,1 | — &amp;gt;
28,9 d,6 27,6 0,7 780,8 6,7 8,3
1,9 _ 1,9 wu 43,7 — 0,0
1177,1 077,8 0,5 | 98,8 813,0 | _ 08 | __ 99
14.877,48 | 12921,7 212,7 12) 1 742,9 | 16930, 212,9 560,9

33
10
6
*

4
1
Do
2

i : isti. Deutschen Reichse,
Gicht mitgeteilt werden. Für Leuchtmittel und Zündwaren vgl. die Gliederung in Bd, 364 4 An eahes  Pruchtscheumnd
 756,9 Mill. Stück Zigarettenhüllen, — ®) Außerdem eingeführt und versteuert: 0,1 Tsd. gi
N dgl. und 0,1 Tsd. dz Stärkezucker. .
N Bd, 364 der »Statistik des Deutschen Reichse.
        <pb n="355" />
        160 —
Einnahmen von verbrauchssteuerpflichtigen
in
ınnahme davon*) Gesamt- davon
mn Tabak- | —— zz — — sollertrag | =
abgaben |. ____ Einnahme an der Steuererträge vom
iberhaupt Mahal | BF,
im un ıbgaben
’achnungs-| Zoll Tabak- Aus- im Reehjahr
 steuer gleich- | nungsjahr
928/29 steuer 1928/29

Landesfinanzamtsbezirke


ein-Inn
 | geführten
Bier
a
8

Zerlin ....... ...
3Zrandenburg .......0000000000
3reSlEl sk RR ERRAEKEEL BE
Jarmstadt ...4...00000000000
Dresden. 0 .0.0.0000 0000000000
Yüsseldorf au. ı.srn run
TannovVer s...00.00. 0. 000000000
Karlsruhe sie rien rue
Kassel ....... nennen
KÖM eeeeereenn ern en
Königsberg .........000000004
LÄDZIE eer kr Era a kun
Magdeburg ......0....0000001000
Mecklenburg-Lübeck .........
MÜDCHeN ar RER RK ER
Münster. .......000000000000 00
NÜrNDOIS 44 GER EEAEN
Oberschlesien .....0..0.00000040
Oldenburg. ......0.00000100000
Schleswig-Holstein ...........
SCHÜ: ı Kr LEE HERR
Stuttgart ....00.0000000000000
Thüringen ......0.0.000000000000
Unterelbe 0.....0000000000004
UNterweSere....0.0000000000000
WÜTZDUTS a KH ERERKES
Zusammen. ... |

119.995 6201 | 89345 | 24 447 | 44 480
4118 490 | 3626 1 5236
24 512 888 176483 | 4 981 ‘2610
12514 7626 9843 44! 7858
223.915 “1530 | 162365! 50013 | 14 287
17 037 2810 | 14217 ' “8 18608
0 800 4146 46 828 9822 | 14 177
58 453 11403 | 44245 2793" 18239
4690 | 1132| 12201 1.356 | 9720
4181 3.957 | 55581 14643 © 11278
3772 693 | 3079 0 | 4 456
10411 1326 8940 ‘45 ‘7565
14.377 2664| 11707 2 18448
1.359 58 1.300 3.359
36 811 2234| 26964 '613 33.938
41.275 7508 31746 14 36197
1076 467 | 3595 14 35640
659 1121 2512 23 3954
195 110 1.084 1 197
33 701 „797 02092)» 25811) 988
2467 170 2295 0 4186
30 084 1564 | 22635 | 4884 | 20395
5116 697] 14308 108 0654
16 566 679 | 13066 814 4457
9 968 141 | 23334 419 4281
8927 432 7 446 46 | 14274
953 979 83 844 | 721997 | 148 004 | 397 082

43154 407
5220 | 5
2398 | 60
7 858 —
13.372 267
18.320 86
4012 49
8.136 33
7585 40
1.083 57
4 438 6
16618 279
8321 37
3.336
53.929
36 139
35 608
3.908
797
973
4.133 V
20.280 4
10 582 21
3.946 155
H213 21
14.270 1
201629 1627

&amp;gt; . 1
1) Der Rest entfällt auf dia Abgabe für Fehlmengen und auf die Tabakersatzstofi-Abgabe. — ?) Der Rest entfällt auf Rübenzuch

 verwaltungstechnisch in sehr engem Zusammenhang mit der Verbrauchsbesteuerung.
Soweit die Zölle keinen Schutzcharakter tragen (sondern als reine Finanzzölle nur die
Aufgabe einer Verbrauchsbesteuerung erfüllen) oder als Schutzzölle neben einer Verorauchssteuer
 stehen (Zuckerzoll), sind ihre Erträge in einer Sonderübersicht zusammenzefaßt
 (Übersicht 79). Eine ausführlichere Aufgliederung und Behandlung der gesamten
Zollerträge bringt Abschnitt 8.
Da in der Verbrauchsbesteuerung die Steuerstundungen eine wesentliche Rolle spielen,
sind in der Übersicht 79 die Steuerrückstände am 1. April 1928 und 1929 ersichtlich
vemacht. Die weiteren Übersichten (80 bis 83) charakterisieren die Bedeutung der verbrauchssteuerpflichtigen
 Erzeugung und der Verbrauchssteuereinnahmen in den einzelnen
‘‚andesfinanzamtsbezirken. Sie stellen zu diesem Zweck für jeden Landesfinanzamtsbezirk
zinmal die Zahl der Betriebe, die verbrauchssteuerpflichtige Erzeugnisse hergestellt
ıaben, und die Menge der von ihnen hergestellten verbrauchssteuerpflichtigen Erzeugıisse
 zusammen, sodann die versteuerten Mengen verbrauchssteuerpflichtiger Erzeugnisse
ınd die Steuereinnahmen.

Erzeugnissen (Ergebnisse der Steuerstatistik)
000,2

161

Übersicht 83

Reinsollertrag
der
Schaumweinsteuer

im
Rechnungsjahr !
1928/29

Reinsollertrag
der
Leuchtmittelsteuer

im
Rechnungsjahr |
1928/29

Sollertrag Sollertrag
der | der
Zündwaren- Zuckersteuer
steuer im
im Betriebsjahr
Zechnungsjahr 1928/29
1928/29 Sept. bis Aug.)

davon entfallen auf ®) |
Stärke
Roh- und Stärkezucker
Verbrauchs- en
| Stärkezuckerzucker
 f x
sirup

lingangszoll |
vom {
Bier

335
16
273
1505
111
9
50
425
5 993
909
1
19
300
0
14

12 592
237

3 646
182
842
254
1 035
442
1109

2444 2443 0
3712 2979 | 723
‚3 595 13.558
1838 1837
3483 3374
8.283 8072
5703 15 628
4232 4231
644 | 1637
5872 1807
3494 3 485
252 177
43611 41 986
1840 1726
1751 1751
5 138 5.135
3261 3.261
2875 2875
238 237
5380 5.380
5934 | 6719
096 6.095
5135 6135
7461 7383
413 413
7692 7683
163 377 160 007 |

152

4

548
202
116
%
35
38
12
68
7

2
30
7

104
327

193
173

4

10
27T
174

'

d
16
75
Fo

3

62
‘5

3
z

je

)

7
0

9

35

&amp;gt;

u
56
&amp;gt;

E
28 55 52
2 1 10
1082 0 625
0 a TA a

35
0
4
2 387

; 826

äfte und Rübenrzuckerahläufe,

8. Die Einnahmen aus Zöllen
, Die deutschen Zölle tragen zum kleineren Teil rein fiskalischen Charakter (Finanzzölle),
STößtenteils sind sie Schutzzölle. Seit 1873 gelangen nur noch Einfuhrzölle zur Hebung,
Yöhrend vor diesem Zeitpunkt auch Ausfuhrzölle und bis 1861 Durchgangszölle erhoben
Yurden, Diese sowie zahlreiche sonstige Änderungen des Zollrechtes (insbesondere der
°Usätze) sind neben den Grenzänderungen des Zollgebietes bei einem Vergleich der
“Oleinnahmen in den Jahren 1834 bis 1929 zu herücksichtiven.

Vorbemerkungen zur Übersicht 84: ; . ;
Die Zoll- und Steuergesetzgebung hat manche Wandlung erfahren. Größere Änderungen Ca
las Zolltarifgesetz vom 15. ‚Juli 1879, die Handelsverträge von 1892 und 1894, das ze ED
N Kraft getretene Zolltariigesetz vom 25, Dezember 1902 und die hierauf gegründeten vor ee treten.
Während des Krieges waren weitgehende Einfuhrerleichterungen und DE eeeiier
Der Rest derselben ist durch das Gesetz über Zolländerungen vom 17. August in 2 derungen omber
(025 bzw. 1. Oktober 1925 ab in Fortfall gekommen. Gleichzeitig sind erheblic © Änderungen in den
Ansätzen erfolgt. Durch neue Zollgesetze sowie durch Handelsverträge sind abe
ANgetreten
        <pb n="356" />
        — 462 —

Die in der folgenden Übersicht nachgewiesenen Einnahmen stimmen mit den von der Finanz
statistik nachgewiesenen Zolleinnahmen nicht überein, weil nachstehend bis 1913 die Stundungen.
die Erhebungs- und Verwaltungskosten inbegriffen sind und von 1925 ab nicht das Rechnungsjahr.
sondern das Kalenderjahr zugrunde gelegt worden. ist.
Über den jeweiligen Umfang des Zollgebiets vgl. Statistisches Handbuch für das Deutsche Reich.
Teil I, S. 20 #f. sowie die Vorbemerkungen zu Abschnitt VII, S. 20 ff. sowie die Vorbemerkungen
zu Abschnitt VII S. 183 des Statistischen Jahrbuchs für das Deutsche Reich, Jahrgg. 1929.

Übersicht 84

Ertrag der Zölle seit 1834
Bis zum Jahre 1913 nach den Einnahmezusammenstellungen des Reichsschatzamts;
 von 1925 ab nach den Zusammenstellungen des Reichsfinanzministeriums

Deutsches Zollgebiet

[m Durchschnitt
bzw. im
Rechnungsjahre

1834 bis 1935 .......
1836. » 1840.......
841 » 1845 0.000.
‚846 » 1850 .......
851 » 1855 .......
‚856 » 1860 ...,...
‚861 » 1865 .......
1866 » 1870 .......
1871 » 1875 .......
‘876 » 1880 .......
‚881 » 1885 .......
‚886 » 1890 .......
LEN
Beeren
Ki
SM
ED
SS esrreee een
SO ersehen
O8 ı EEE FREE KEEBEM
BO, Re rer nn aaa
Di 1.7 000050000.
erst saeneer ern
MO ereeeee nenne
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N eererrer ern r
WENDT
Mn
| N
Bere
er kerbikemm wenn
N Oeeeieeeee

Kalanderiahr

(OS a herren
1926 26020. EG
kA
8° ae ee...
[990 )

Rohertrag der Zölle!)
(Ein-, Aus- und Durchgangszölle)
 abzüglich der
Ausfuhrvergütungen
und des Betrages der in
Anrechnung genommenen |
Einfuhrscheine
1000 MX

47 544
59 613
75 677
74 053
71 508
76 766
74 591
76 708
117 850
140 016
216 141
321 138
406 445
377 918
364 430
387 654
415 394
463 799
472 016
505 440
494 097
492 910
523 678
536 751
537 682
520 600
643 505
592 531
683 779
590 082
704 470
715 696
779 069
775 156
7922 687

WO Ak
549 796
816 629
1218 628
1 140 589
1 047 794

Betrag
der in
Anrechnung
zenommener
Einfuhrscheine


Roheinnahme
auf den Kopf
der Bevölkerung


1000

2,01
2,27
2,67
2,50
2,28
2,29
2,11
2,03
2,87
3,20
4,74
6,65
8,11
7,47
7,13
7,49
7,94
8,75
8,75
9,24
8,89
8,74
9,15
9,23
9,11
8,71
10,60
9,61
10,93
9,30
10,95
11,01
11,82
11,65
10,73

6 756
9124
7540
14 577
14.880
20 130
22 199
15.038
15 447
21 644
34 266
34 734
59 602
55 445
‚02 239
100 372
23 463
105 566
126 499
68 BI

NAO RA RM
3501 8,79
37 682 13,09
21571 19,27
61 857 ] 17,94
98 189 21 16.39

1) Die Durchganpgszölle sind am 1. März 1861, die Ausfuhrzölle (vom 1. Juli 1865 an nur noch
auf Lumpen) am 1. Oktober 1873 aufgehoben worden. — ?} Vorläufige Zahl.
        <pb n="357" />
        — 168 —

Die Zolleinnahmen betrugen im Durchschnitt der Jahre 1866 bis 1870 nur rd. 60 vH
nehr als in den Jahren 1834 und 1835. Dagegen erbrachten sie im Durchschnitt der
Jahre 1876 bis 1880 schon nahezu das Dreifache und seit 1898 mehr als das Zehnfache des
Jurchschnittsbetrages der Jahre 1834 und 1835. Von der Jahrhundertwende bis zum
Kriegsausbruch stiegen die Zolleinnahmen um etwa 50 vH. Insgesamt ist ihre Entwickung
 in der Vorkriegszeit durch eine kontinuierliche Zunahme charakterisiert. Die Jahre
1891, 1898, 1905 und 1907 zeigen eine besonders starke Steigerung der Zolleinnahmen,
vogegen die nächstfolgenden Jahre einen Rückgang bringen.

Die wirtschaftlich und handelspolitisch anormale Lage der ersten Nachkriegsjahre hatte
ine starke Senkung der Zolleinnahmen zur Folge. Bis 1925 erreichten sie den Stand des
Jahres 1913 nicht wieder, überschritten ihn dann aber 1926 und namentlich 1927 bis
1929 beträchtlich. Verursacht wurde diese Steigerung der Zolleinnahmen vor allem durch
die Zollerhöhungen vom August 1925 und 1926.

Das Anwachsen der Zolleinnahmen ist jedoch nicht allein durch Änderungen im
Zollrecht bedingt, es hängt zu einem guten Teil auch mit der Ausweitung der Wirtschaft
and mit dem Bevölkerungswachstum organisch zusammen. Je Kopf der Bevölkerung
zeigen die Zolleinnahmen infolgedessen eine etwas langsamere Zunahme. Sie schwanken
ın den Jahren 1834 bis 1875 zwischen 2 und 3 4 je Kopf der Bevölkerung, steigen dann
allerdings sehr’ schnell, so daß sie von 1890 ab dauernd über 7.4 betragen und seit 1909
10 AM fortgesetzt übersteigen. Die Ziffern der Nachkriegszeit liegen seit 1926 ebenfalls
über 10, seit 1927 erheblich über 15 AM.
Seit 1894 wird bei der Ausfuhr bestimmter Waren (namentlich Getreide) die Berechtizung
 zur zollfreien Einfuhr gewisser ähnlicher Waren gewährt (Kinfuhrscheinsystem). Der
durch Einfuhrscheine abgelöste Zollbetrag ist seitdem erheblich gestiegen. Er beträgt
seit 1906 mehr als 50. seit 1908 als 100 Millionen im Jahre. Auch in der Nachkriegszeit

Übersicht 85
Die Ausgabe von Einfuhrscheinen
(Bearbeitet im Statistischen Reichsamt)

Ausgestellt bei der Ausfuhr von

1927

Verwendungsiahr!“

‚929

auf den Betrag von 1000 ZH

Roggen ......
Weizen und Spelz ..
Gerste ...
Tafer, ,.....
3uchweizen SA
Speisebohnen ...
Krbsen ....
Linsen Kasun * ieken. ..
E cken
"ütterbohnen, Aainan. 7 Vene KR EKEL
ER kin een inken ......... 0. .
Schweinefleisch. Schweineschi Summe ...

5075 ©
1167
7 449

J

18
55

4:

71 ROl

21 131
17984
2612
7572

‘29
10

“7
745

208
0 845

35 622
25 588

3316
32087 i

48

504
10

(11

383

#3
aß 189

———— ————
Bw . „_r
3 Mo icht Ausstellungsjahr; Erteilung und Verwendung der Einfuhrscheine fallen infolge ihrer Gültigkeiisdauer von
Aten nicht immer in das gleiche Kalenderjahr.
        <pb n="358" />
        — 464 —
stieg der in Anrechnung genommene Betrag sehr rasch an und belief sich 1928 bereits
wieder auf 61,8 Millionen.
Gewährt wurden Einfuhrscheine in den beiden Jahren 1927 und 1928 vornehmlich
für die Ausfuhr von Roggen, Hafer und Weizen; daneben spielt eine wesentliche Rolle
nur noch die nicht zur Viehfütterung verwendete Gerste. In Zahlung gegeben wurden
die Einfuhrscheine in erster Linie bei der Einfuhr von Weizen. 1927 wurden etwa zwei
Drittel, 1928 sogar rund drei Viertel des gesamten Einfuhrscheinbetrages gegen Weizenzölle
 verrechnet. Daneben spielen die Einfuhrscheine bei der Einfuhr von Roggen, Gerste,
Mais und Hafer eine (allerdings wesentlich geringere) Rolle,
Die Zolleinnahmen erreichten in der Nachkriegszeit ihren Höchststand im Jahre 1927:
die Jahre 1928 und 1929 brachten einen nicht unbeträchtlichen Rückgang. Eine Aufgliederung
 der Zolleinnahmen nach den Hauptabschnitten des Zolltarifs läßt für die
wichtigsten Einnahmegruppen eine entsprechende Entwicklung erkennen, so besonders
für die Abschnitte 1 (Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft usw.) und 5 (Bearbeitete
tierische und pflanzliche Spinnstoffe und Waren daraus usw.). Die Einnahmen aus den
meisten übrigen Hauptabschnitten weisen 1928 noch eine Steigerung und erst 1929 eine
Verminderung auf. Eine fortgesetzte Steigerung der Zolleinnahmen läßt sich bei den
Zöllen auf mineralische und fossile Rohstoffe (Abschnitt 2) sowie bei vier weniger bedeutenden
 Zollgruppen beobachten, nämlich bei den Zöllen auf Kautschukwaren (7), Glasund
 Glaswaren (15), Papier, Pappe und Waren daraus (11), edle Metalle und Waren
daraus (16).

Übersicht 86

Die Verwendung von Einfuhrseheinen
‘(Bearbeitet im Statistischen Reichsamt)
Kalenderjahr
1927 | 1928 1929

Verwendet bei der Einfuhr von

zur Begleichung von Zöllen im Betrage
von 1000 ‚4.4

Roggen......
Weizen ....
Gerste zur Viehfütterung ....

Andere Gerste ..
Hafer.......
Buchweizen .
Mais, Dari
Speisebohnen
Erbsen ....
Linsen ..
Futter- (Pferde- usw.) Bohnen .......

Lupinen .....
Wicken ._

Summe ....

3.807
14 030
933
1.460
1303
63

29
153
30
6

z1 891

3437
46 683
2949
2633
1.064
178
3.209
13
362
257
9
40

60 845

4531
67671
12.270
3832
2129
319
6.278
36
614
390
15.
56
48
\ 98 189

1) Abweichungen gegenüber den Jahressummen der Übersicht 79 Spalte 3, sind auf technische Gründe des Anschreibung®
verfahrens zurückzuführen.
        <pb n="359" />
        — 465 —

Wie die Gruppierung der Zolleinnahmen nach den Hauptabschnitten des Zolltarifs, so
zeigt auch ihre Aufgliederung nach einzelnen Waren die überragende Bedeutung der Zölle
auf Lebensmittel und Getränke. Diese erbrachten 1928 und 1929 rund 60 vH der Zollnnahmen
 insgesamt. Von den Lebensmitteln und Getränken wiederum lieferten Weizen
Jd. 10 vH) und Kaffee (rd. 15 vH) den weitaus höchsten Anteil der Zolleinnahmen.
Serste und Butter erbrachten nur noch 3 bis 4 vH aller Zolleinnahmen. Allerdings ent-Bllt
 auf sie damit ein höherer Anteil als auf die Gesamtgruppe »lebende Tiere« (rund
2,5 vH), innerhalb welcher die Rindvieheinfuhr nach der Höhe des Zollertrages an erster
Stelle steht (Übersicht 88).

Nr. N)

8

A

nn

10

7

5
11

3

9

&amp;amp;
3

J
6

Übersicht 87
Zollerträge nach den Hauptabschnitten des Zolltarifs
(Geordnet nach der Bedeutung ihres Anteils am Gesamtzollertrag im Jahre 1926)
Kalenderjahr 7
1926 | 1927 | 1928 | 1929
in 1000 AM

Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und
andere tierische und pflanzliche Naturerzeugnisse;
Nahrungs- und Genußmittel .. A
Mineralische und fossile Rohstoffe; Mineralöle...
Bearbeitete tierische und pflanzliche Spinnstoffe
und Waren daraus; Menschenhaare; zugerichtete
Schmuckfedern; Fächer und Hüte...........
Maschinen, elektrotechnische Erzeugnisse, Fahr-ZEeUBE.
 0 0000000000004 SA
Unedle Metalle und Waren daraus .............
Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse,
Farben und Farbwarent ...0....00. 0000000004
Leder und Lederwaren, Kürschnerwaren, Waren
aus Därmen ......... EEG
Waren aus tierischen oder pflanzlichen Schnitz- oder
Formerstoffen ......
Kautschukwaren. . .
Glas- und Glaswaren .....
Papier, Pappe und Waren darausS..............
Zubereitetes Wachs, feste Fettsäuren, Paraffin und
ähnliche Kerzenstoffe, Lichte, Wachswaren,
Seifen und andere unter Verwendung von Fetten,
Jien oder Wachs hergestellte Waren..........
Feuerwaffen, Uhren, Tonwerkzeuge, Kinderspiel-ZeUg
 ....
Tonwaren. .. ..
Waren aus Steinen oder anderen mineralischen
Stoffen (mit Ausnahme der Tonwaren) sowie aus
fossilen Stoffen.......... ....
Geflechte und Flechtwaren aus pflanzlichen Stoffen
mit Ausnahme der Gespinstfasern ...........
Besen, Bürsten, Pinsel und Siebwaren .........
Edle Metalle und Waren daraus ...............

A31 538

703 908

871 310

821 918

77 387

102 949

112 905

127.233

45 010

92242 |

76587 |

71 558

28 795
26.302

43 288 | 45 610
33.110 | 34554

35 853
26 489

6755 |

7921

7643

7812

4813 | 8 605 | 8 983

6428

4026
3.789
2561
2526 |

7274 9 604
6 984 | Zu
3918
5 8230

8 003

7 887

3565
4936 |

4536

6066

2370

3.398

| 3537 |

3 089

2132 |
. 268

3411
1271

3373 |
1431 |

2669
1 165

B49

897

1225 |

1 150

158
85
55

166 244
75 39
107 113

238
42
164

\bschn tt 12 je W enthält.
wei v zollfreie aren
*) Absehnitg i älde) liefert keinen Zollertrag, weil er nur
Y { (Bücher, Bilder, Gemäl

"inanzen und Steuern

A
        <pb n="360" />
        466 —

Übersicht 88

Zollerträge der einzelnen Waren)
(in der Anordnung des Internationalen Warenverzeichnisses)
Kalenderjahr 1929

Warenbenennung

Zollertrag


Wert der ı Zollertrag
verzollten ı in vH des
Einfuhr | gesamten
Zollertrage:

Zollertrag


Wert der Zollertrag
verzollten | in vH des
Einfuhr | gesamten
Zollertrages

in 1000.22

in 1000.24

2

„3

4

6

4

I. Lebende Tiere ........
Pferde ........ EREEER NE
Rindvieh.... een
SCHWEINE: 4 da #4 EHRE EEE HE
Sonstige lebende Tiere .... 2.
JI. Lebensmittel u. Getränke ..
WEeiZeN ee eer kenn
Rogge a...04 00 r rar kA HAARE ENG
Gerste esse rennen KR AKEG
A
Mais, Darl ......00000000000000400
Re Sereerereern en
Maler kr EEE FNRERAN HE
Mehl, Graupen und andere Müllerei-EIZEHENISSE
 vv He UK AAKAN
Kartoffeln, frisch ..........0..00.0+
Speisebohnen, Erbsen, Linsen.....
Küchengewächse (Gemüse u. dgl.) .
Südirüchte ........ SA
Zucker........ KERKAR KEG
Tea. u a
Kakao, roh ....0.0000000001000000
Fleisch, Speck, Fleischwürste......
Fische und Fischzubereitungen ....
Müch........ N
Bullet rer n) Swen Er ER
Hart- und Weichkäse ............
Eier von Federvieh..............
Schmalz, Oleomargarin ..........
Talg v. Rindern u. Schafen, Preßtalg
Margarine u. ähnl. Speisefette.....
Pflanzliche Öle u. Fette (auch techn.)
GeWÜTZE are
Branntwein und Sprit aller Art...
Wein und Most...... 20000000000
BieL ers se eek rEAN
Sonstige Lebensmittel u. Getränke
{]I. Rohstoffe und halbfertige Waren
Rohseide und Florettseide ........
Wolle u. and. Tier- ) roh, gekremhaare
 ..........] pelt.......
Baumwolle ........ &amp;gt; gekämmtusw.
Flachs, Hanf, Jute
u. dgl, .:........) Abfälle......
Lamm- u. Schaffelle, behaart.....
Kalbfelle und Rindshäute ........
Felle zu Pelzwerk, roh ...........
Sonstige Felle und Häute ........
Federn und Borsten .........0....
Tierfett u. Tran, für gewerbl. Zwecke
Därme, Magen, Goldschlägerhäutchen
 u. del.

26 875
2426
20 816
1 503
2 130

135 326
15327
85 967
7928
26 104

#,8
0,2
1,8
0,1
0,2

28 064
1.949
20 675
3.022
2418

143 556
11 365
88 176
15 607
28 408

2,5
0,2
1,8
0,3
0,2
59,8
10,7
1,0
3,6
0,5
1,6
0,3
0,5

709 010
24 151
17 007
415 066
7867
35 472
3692
4 976

3 801 084
573 817
74.987
378 695
30 924
231 646
51 079
17 011

59,4
10,4
1,4
3,8
0,7
3,0
0,3
0.4

676 903 3.49 236
120 876 460 515
11 123 40 259
40 804 301 626
5835 19 865
17 877 118 534
3477 44521
5 456 17.327

4359
6082
3205
7360
23 828
13 984
13.279
76 420
11 725
26 489
24 009
9 444
2502
35.213
12 096
12 576
6 750
18
167
596
5436
5 103
39 751
4 129
16.258

12 033 0,4
42 173 0,5
33 667 0,8
138 571 1,4
217 033 2,0
189 133 1,2
27 680 ‚7
309 801 14,8
22 385 1,0
94 601 2,2
96818 7,0
82 595 0,8
9 17€ 0,2
435 102 2,9
102 472 7,0
294 767 1,0
122 520 0,6
490 0,0
4 488 0,0
15.037 0,1
27 29 0,5
3.408 0,4
72.395 3,3
5.989 |] 0,3
83 593 1,4
1 406 900 | 21,7
189 0,0

3779 11853
4433 28 102
3831 44 184
18464 | 142499
23253 ° 204 128
12 944 | 175 329
1.968 10 421
187 203 | 367 368
12 683 25 366
27027 85 680
29 148 114 950
10.006 86 803
1510 | 5390
37970 | 457715
12 958 106 314
11.950 280 102
7322 130 669
38 1075
108 1.557
zu 17742
5317 31.119
5 708 5.084
32 455 60 991
4013 6114
16 656 93 034
251777 238 392
6 340

0,8
0,4
0,8
1,6
2,0
1,1
0,2
16,5
1,1
2,4
2,6
0,9
0,1
3,3
1,1
1,7
0,7
0,0
0,0
0,1
0,5
0,5
2,9
0,4
1,5
22,2
0,0

259 623
3

2390 |

75 714 0,0

378 |

66414

0,0

5

50

0,0

2

19

0,9
0,0
0,0

126
242
1

37 990
54.276
11

0,0
0,0
0.0

m | an
125 i 36 401
248 ‘ 56 593
        <pb n="361" />
        467 —

Noch: Übersicht 88
Noch: Zollerträge der einzelnen Waren!)
(in der Anordnung des Internationalen Warenverzeichnisses)
Kalenderjahr 1929

Warenbenennung

Üopfen ...... RakE
Rohtabak RER KEANE RKN ER Han EEEG
Nichtölhaltige Sämereien .........
Jiirüchte und Ölsaaten ..........
AB
Kleie und ähnliche Futtermittel...
Bau- und Nutzholz ..............
Holz zu Holzmasse ..............
Aolzschliff, Zellstoff uswW..........
Jerbhölzer, -rinden und -auszüge. .
Tarz, Kopale, Schellack, Gummi. .
Kautschuk, Guttapercha, Balata ..
Steinkohlen ........000000000044 0
3raunkohlen .. -
Koks ,..... ..
Preßkohlen....... HL ERMRRUREER
Steinkohlenteer, -öle und Derivate
Mineralöle.......0.0000000100 0
ineralphosphate .. ve
ZN
Sonstige Steine und Erden .......
SS SÜNOTEE ik kr RR ER RR MERE EG
SUPfererze .......000.. 0 a00ee
A
Schwefelkies. . . ...
Manganerze ......0..000000000000 0
Sonstige Erze und Metallaschen ...
ÜiSen va
Kupfer... re esse N roh,
Blei *e000..000:45+0++  Bruch,alt,
ee 00) Abfälle,
nk... Le-\luminium
 ...........j Zierungen
Sonstige unedle Metalle)
Sisenhalbzeug, Rohluppen ........
Kalisalze ........... eeeeeeen
Thomasphosphatmehl. KERNE
Schwefelsaures Ammoniak ........
Sonstige chemische Rohstoffe und
N Halbzeuge. are er er r rer
"Onst, Rohstoffe u. halbfertige Waren
IV. Fertige Waren .......
Kunstseide und Florettseidengarn. .
Garn Wolle u. anderen Tierhaaren
aus ) Baumwolle .......0.0.0000000
Flachs, Hanf, Juteu.dgl. ....
“ Seide u. Kunstseide
Wolle u. anderen
Tierhaaren .....
Baumwolle. .......
Flachs, Hanf, Jute
Kles n u. dgl. EACH
Aeidung und Wäsche. ..........
&amp;lt;Uzhüte und Hutstumpen ........
Sönstige Textilwaren...

Zoll- Wort der
€ ı verzollten
CS | minfuhr

Zollertrag
in vH des
gesamten
7ollertrager

Zollertrag


Wert der
verzollten
| Einfuhr

Zollertrag
in vH des
gesamten
Zollertrages

in 1000 AM

in 1000 2A

2

4

o

6

ma

2856
38 020
1551

18 082
264 122
34 423

0,3
7,4
0,1

2275
82014
1 591

9950 | 0,2
248 210 7,8
23.279 | 0,1
0,0
2.0
41 667 0,8
1.394 0,0

479
32 244

5313
516 907 |

0,1 | 543 |
2,7 22186 -
0,2 |
0,2

2.883
1621

40 908
20 052

2 860
110

11,1
0,1
0,0
0,2
4605 | 0,0
7775 0,1

111 359

188248 |!

9,8
0,1 ] 1129
0,0 417

125686 I

235 554

‘075
471 |

6253
5335 |

6353 |
4916

— ı
24 980 |

Pa

— 1
0,2 | 1857 |
=}
„4
9,0
0,2
0,0

19 661

7 849 |

244
2.091
Öö

4182
14224

292 |
957

1.335
9 778

21650 |
73.990

9,1
0,8
6,6
0,4
0,4
1,4
0,2 |
0.7

1172
7929

20 437 | 0,1
73 087 0,7
620394 | 15,5
63 519 0,5
186 494 0,4
177 261 2,1
34 824 0,2
63 209 0,9
86 400 | 1,2
94 104 1,2
0,0
0,3
0,1
0.3

198 509
5056
4973
6320
2125
BR: 510

853 802
75 792
224 630
247 335
47 294
50064

175 256
5466
4111
12 201
1.993
10 640

12.077
{8 177

76 454
‚25 516

1,0 |
15

13 559
13 305

430
3 207
1 024
&amp;gt;77

2724 0,0 502
19 656 0,3 3.264
8316 0,1 878
17.397 0.2 3.700

3 542
20.430 |
6541 |
28 466
90%
        <pb n="362" />
        Noch: Übersicht 88 — UB —
Noch: Zollerträge der einzelnen Waren!)
(in der Anordnung des Internationalen Warenverzeichnisses)
Kalenderjahr 1920

‚ Wert der ı Zollertrag
| verzollten ! in vH des
Einfuhr | gesamten
‚Zollertrage:

Zol- Work der
{ verzollten
Ertrag | fahr

Warenbenennung

Zollertrag


Zollertrag
in vH des
gesamten
Zollertrages

in 1000 AM
2

in 1000.23

-

0

=

WEÜGTE ERREGER mn
Schuhwerk, Sattler- und andere
Lederwaren ....00.00000100000000
Pelze und Pelzwaren.............
Paraffin und Waren aus Wachs oder
Fette. ...0.0.0000000000000 000000
Möbel u. andere Holzwaren. ......
Kautschukwaren.......0...0000000
Zeiluloid, Galalith u. dgl., Waren
daraus (ohne Filme) ...........
Filme, belichtet und unbelichtet ..
Papier und Papierwaren .........
Bücher und Musiknoten .........
Farben, Firnisse und Lacke.......
Schwefelsaures Kali, Chlorkalium. .
Sonstize chemische und pharmazeutische
 Erzeugnisse. ..........
Ton-u. Porzellanwaren (außerZiegeln)
Glas und Glaswaren ........0.0000
Waren aus Edelmetallen..........
“Röhren und Walzen ...
Stab- und Formeisen...
Blech und Draht.......
Bisenbahnoberbaumate-Terre
 REREU BEE
Kessel: Teile und Zubehör
 von Maschinen...
Messerschmiedewaren . . .
Werkzeuge u. landwirtschaftliche
 Geräte....
(Sonstige Eisenwaren. ...
Waren aus Kupfer..........0.000
Vergoldete u. versilberte Waren...
Sonst. Waren aus unedlen Metallen
Textilmaschinen ...........0..00004
Jampflokomotiven, Tender .......
Werkzeugmaschinen.........0.0.0
Landwirtschaftliche Maschinen ....
Sonst. Maschinen (außer elektrische)
Elektr. Maschinen (einschl. Teile). .
Elektrotechnische Erzeugnisse.....
Kraftfahrzeuge, Kraftfahrräder....
Fahrräder, Fahrradteile...... ...
Wasserfahrzeuge ......00000000000
Musikinstrumente, Phonographen
u. dgl. ...000000000000 44 ; 550 A499
Uhren erh rr ere KR R AEG 727 26 914
Sonst. Erzeugnisse der Feinmechanik 461 24 776
Kinderspielzeug .+......00000000004 158 3.153
Qanstige fertige Waren ....... .. 1 15126 64 928

3 625

90 796

0,3

2700

74 784

0,2

0,4
0.0

3 415
119

41 484
5 141

| 0,3
0,0

0,8
0,5
06

3011
4814
7883

14810 0,8
41 145 | 0,4
38 195 0,7

0,0
0,1
0,3

516
681
3 207

4860 |
4293 |
29004 |
16693 |

0,0
0,1
0,3
0,1

0,1

1.296

0,2
0,1
0,3
0,0
0,1
1,1
0.2

4310
738
4 536
164
726
8429
“085

44.393 |
8386
25.239
3.703
4766
50 336
16.363

0,4
0,7
0,4
0,0
0,1
0,7
0,2

0,0

177

985 '

0,0

0,1 1 144
0,0 202

22250 | 0,1
2613 00

0,0
03 |
9,2
2,1
1
9,2
0,0
0,0
0,1
1,0
0,1
9,2
1,5
9,1
2.0

366
3926
1.904
584
1019
1 308

6356
39 369
25.333
5120
1491 |
25 608

0,0
0,4
0,2
0,0
0,7
0,1

252
600
11.201
551
2 461
11643
628
5

8283
8153
60 826
6298
27232
57 436
3211
70

0,0
0,1
2,0
0,0
0,2
1,0
0,1
2.0

&amp;gt; I 438
12 2.059
? 2055
9 194
123 *% 1239290

609% 9,0
22 096 0,2
26 950 | 0,8
3910 0,0
ER A553 1.2

!) Die Zollerträge werden vom Statistischen Reichsamt errechnet durch Multiplikation der zur Einfuhr angemeldet?”
zollpflichtigen Warenmengen mit den zugehörigen Zollsätzen. Wenn die Ziffern der Zollertragsberechnung mit die
Zahlen nicht genau übereinstimmen, die das Reichsfinanzministerium regelmäßig als Einnahmen veröffentlicht, so er N
sich die Abweichung daraus, daß die Zollertragsberechnung auf den abgerundeten Mengen beruht, wie sie statistisch Dh
zewiesen werden, und Stundungen des Zolls, sowie nachträgliche Ermäßigungen oder Erlaß aus Billigkeitsgründen vw. n
erücksichtigen kann. Auch schließt die Zollertragsberechnung die durch Anrechnung von Finfuhrscheinen berpliche
Zölle ein.
        <pb n="363" />
        — 469 —

Die Einnahmen aus.den Finanzzöllen auf Kaffee und Tee sind in den letzten
Jahren stetig gestiegen. Auch die Erträge des Zolls auf Kakaobohnen haben sich
1928, nachdem sie mehrere Jahre lang fallende Tendenz hatten, wieder erhöht. Da die
Zollsätze in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928 unverändert geblieben sind, waren die in
Erscheinung tretenden Mehr- bzw. Mindererträge allein durch die Konsumentwicklung belingt.
 Der Verbrauch und die Zollerträge haben sich im einzelnen wie folgt entwickelt:

Rechyungs-



1

W926 .......
(927 1...
1998 20
(929 1

‘oa

Zollırtrag

e Kopf.
RM

Kakaobohnen
Verzollte Mengen | Zoll-.
 . .  ertrag
im ganzen | je Kopf je Kopf
RM
ir

Verzollte Mengen
m ganzen | je Kop*
dz | kr
a 718

Verzollte Mengen |
im ganzen| je Kopf
dz ‘kg
m

Zollartrag

‚e Kopf
AM

„113037, 1,77 2,30 48 808 0,08 0,17 736 922
285 081 | 2,03 ] 2,64 54 419 0,09 0,19 696 739
‚ 449 980 2,28 2,9% 54 997 0,09 | 0,19 786 521
1 414 797 221 | 2,90 61 802 | 0,10 ; 0,21 | 754 206

4,17 0,41
1,10 0,39
1,23 0,43
Fl 118 0,41

Als Industrieland hat Deutschland ein Interesse daran, seiner Wirtschaft Rohstoffe und
Yalbfabrikate zu möglichst billigem Preise zur Verfügung zu stellen. Diese erbringen inolgedessen
 nur rd. 22 vH aller Zolleinnahmen, obwohl sie das Hauptkontingent der gesamten
 Einfuhr stellen. Ihr Zollanteil setzt sich aus einer Anzahl meist sehr unbedeutenler
 Posten zusammen, beruht aber in der Hauptsache auf dem Mineralölzoll (9,3 bis
U,1 vH) und auf dem Rohtabakzoll (7,4 bis 7,3 vB).
Auch die Fertigwareneinfuhr ist wegen der Gefahr von Retorsionsmaßnahmen nur in
‘elativ geringem Maße mit Zoll belastet. Sie erbringt 15,5 vH aller Zolleinnahmen. Be-Sonders
 wichtig sind die Zolleinnahmen aus der Textilwareneinfuhr.
        <pb n="364" />
        — 470 —

VII. Kurze Übersicht über die wichtigsten Landes- und
Gemeindesteuern (Realsteuern)

1. Stellung und Bedeutung der Realsteuern im deutschen Steuersystem

Die Ralsteuern haben schon vor dem großen Umbau des deutschen Steuersystems im
Jahre 1920 für die Länder und ihre Gemeinden eine wichtige Rolle gespielt, doch wurde
ihre finanzpolitische Bedeutung von den Personalsteuern, der Einkommen- und Ver
mögensteuer, damals übertroffen. Immerhin betrug ihr Anteil an den Gesamtsteuegreinnahmen
 der Länder und Gemeinden zusammen im Rechnungsjahre 1913/14 rund
25 vH.
Die Eingliederung der Realsteuern in das Landessteuersystem war damals in der ver
schiedensten Weise geregelt. Ein eigentliches Ertragsteuersytem hatte
nur das Reichsland Elsaß-Lothringen, bei den andern Staaten fanden sich mannigfach®
Kombinationen von Einkommen-, Vermögen- und Ertragsteuern. So hatten z. B. Bayer}:
Württemberg und Sachsen-Altenburg neben der allgemeinen Einkommensteuer besonder®
Grund-, Haus-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuern. Preußen hatte die Grund-, Haus
und Gewerbesteuern schon 1893 den Gemeinden überlassen, Baden seine Grundsteue!
schon 1906 zu einer partiellen Vermögensteuer umgebildet. Im Königreich Sachsen, IP
Oldenburg und Hamburg wurde weder vom Staat noch von den Gemeinden eine allg®-meine
 Gewerbesteuer erhoben.
Die stärker ausgeprägte Finanzhoheit der Gemeinden in der Vorkriegszeit trug weiter
hin viel dazu bei, die Übersichtlichkeit der Realsteuern zu trüben. So hatten die Gemeil
den z. B. in den beiden Mecklenburg eine vollständige, im Königreich Sachsen eine weit
gehende steuerliche Autonomie. In den andern Bundesstaaten überwog zwar das ZW
schlagsystem, doch war die Höhe der Gemeindezuschläge selten zwingend begrenzt
Außerdem waren die Gemeindezuschläge zu den Landesrealsteuern in der verschiedenste}
Weise mit den Zuschlägen zur Einkommen- und Vermögensteuer verkoppelt.
Die Personalsteuern wurden den Ländern 1920 entzogen und dem Reich überwiesen:
Ihre Überführung in die Steuerkompetenz des Reiches war es in erster Linie, die di®
Länder aus Kostgebern zu Kostgängern des Reiches machte. Die Hauptdomäne der ei
geengten Steuerhoheit der Länder waren nunmehr die Realsteuern. Überdies ver‘
pflichtet der jetzige Finanzausgleich die Länder, Steuern vom Grundvermögen und
Gewerbebetrieb sowie eine Abgabe zum Ausgleich der Geldentwertung bei behaute»
Grundstücken zu erheben.
Demgemäß haben heute alle deutschen Länder diese drei Realsteuern. (Die Kapital
ertragsteuer ist auf das Reich übergegangen.) Preußen, Schaumburg-Lippe und (seit
1927/28) Mecklenburg-Schwerin ‘) nehmen insofern eine Sonderstellung ein, als sie sich be)
der Gewerbesteuer auf die Festsetzung der Steuergrundbeträge beschränken und die Er
hebung der Steuer den Gemeinden überlassen.
Das Realsteuerrecht der Gemeinden ist in den meisten Ländern in der Weise geregelt
daß die Gemeinden innerhalb landesrechtlich vorgeschriebener Höchstgrenzen Zuschläg®
zu den Realsteuern des Staates erheben oder daß sie in der Bewertung der Steuerobiekt®
an landesrechtliche Vorschriften gebunden sind.

— — . N ja
1) In Mecklenburg-Strelitz haben Ämter und Städte eigene Gewerbesteuern (nicht das Land); die Landgemeinden iD
herechtiot Zuechlüre zu erheben.
        <pb n="365" />
        471 —

Wie der Abriß des geltenden Steuerrechts am Ende dieses Abschnittes zeigt, weisen
die Realsteuern in wesentlichen Einzelheiten auch jetzt noch zahlreiche Unterschiede von
Land zu Land auf. Ihre heutige Regelung ist eine Zwischenstufe zwischen der verwirrenden
 Unübersichtlichkeit in der Vorkriegszeit und der künftigen, in den wesentlichen
Punkten einheitlichen Gestaltung.
Die oben skizzierte erhöhte Bedeutung der Realsteuern für den Haushalt der Länder
and Gemeinden spiegelt sich in ihrem Anteil an den Gesamtsteuereinnahmen deutlich
Wider. Darüber berichtet die folgende Übersicht.

Übersicht 1

Die Anteile der Realsteuern an den Gesamtsteuereinnahmen der deutschen Länder und Gemeinden

nn FE

Land

Summe der Realstenemn (in vH der Gesamtsteuern)
a a 1927
aus- | ein- aus- | ein- aus- | einschließ]l.|
 schließl.| schließl.| schließl.| schließl.| schließ].
der Gehäudeentschuldunegzsteuer

1913

8

Ne
Bayern... Kann E33 ME
She
A
MA
Thüringen... ee
Hessen... 11111. ERRER FREE
Da
en Hansestädte)
Namburg.......00.00. .
premen 1.1.11} KERLE
übeek „111... städte
Länder insgesamt ohne ESSIG
Länder inszesamt mit Ha

25,5
28,5
8,5
13,2
30,4
10,1
24,5
32,9
18,0
7,9
16,6
26,1
14,0
mn 9

25,8
20,9
15,3
37,4
35,0
18,5
26,1
30,4
“7,8
6,0
23,3
20,8
23,1
160

250 21
24,9 | 24,5

28,3 51,8
22,0 12,6
15,5 43,7
35,7 46,7
36,3 53,8
19,3 40,9
28,9 56,4
29,7 16,4
21,8 34,6
13,8 39,1
21,0 40,9
22,1 | 525
18,1 39,4
„x 53,8
46,7 28.3 26,7 | 495
| 465 | 26,0 | 50,0 | 26,5 | 49.8

_ Der durchschnittliche Anteil der Realsteuern ohne die Gebäudeentschuldungsteuer ist
© den Jahren 1925 bis 1927 (Spalten 3, 5 und 7 der vorstehenden Übersicht) gegenüber
1913 (Spalte 2) kaum merklich angestiegen. Eine wesentliche Steigerung liegt eigentlich
MUT in Thüringen, Sachsen und Bremen vor; dagegen haben Bayern, Braunschweig und
Hamburg einen deutlichen Rückgang dieses Anteils zu verzeichnen.
Das Bild wird völlig anders, wenn man die neu eingeführte Gebäudeentschuldungteuer
 in die Realsteuern mit einbezieht (Spalten 4, 6 und 8). Bei dieser Betrachtung er-Weist
 sich ihr Anteil an den Gesamtsteuereinnahmen im Durchschnitt der Länder als
wand doppelt so hoch wie 19138; in fünf Ländern übersteigt er sogar die Hälfte aller
Steuereinnahmen. Daraus geht die finanzpolitische Bedeutung der Gebäudeentschuldungeuer
 klar hervor. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Gebäudeentschuldung-"®uer
 im Laufe des Rechnungsjahres 1927 in manchen Ländern erhöht worden ist.
Leider liegen für die folgenden Jahre noch keine vergleichbaren -Aufkommensziffern vor.
&amp;amp; Die Gebäudeentschuldungsteuer fällt übrigens nicht nur durch die Höhe ihres Aufden
 mens, sondern auch durch ihre teilweise Zweckgebundenheit aus dem Rahmen
io Realsteuern heraus. Ihr Aufkommen soll nach dem geltenden Finanzausgleich en
sol, "eise für den allgemeinen Finanzbedarf verwandt werden. Zu einem rw de
An 6 der Förderung der Bautätigkeit und der Erfüllung gewisser ‚SozialpotTtiee x
zu Sehen dienen. Welche Anteile ihres Aufkommens die einzelnen Länder für diese
°Cke verwandt haben, ist aus folgender Übersicht zu ersehen.
        <pb n="366" />
        — 472 —
Übersicht 2
Verwendung des Aufkommens aus den Gebäudeentschuldungsteuern für den
allgemeinen Finanzbedarf in den deutschen Ländern

Land

In den Rechnungsjahren
1925 + 1926 | 1927

in vH des Gesamtaufkommens

Preußen.....
Bayern ..........
N A
Württemberg ..........0.0000000000000004
Balearen re kr ER KRETKREKL ARE UNE E
Thüringen e.s0eeeree rer nea NEE
TIGSSÜLE. ve RER KR  REERO
Mecklenburg-Schwerin ... Se
Oldenburg ........- 55
Braunschweig ....0.0.000000000000 000000
Übrige Länder (ohne Hansestädte) ......
Bremen ........ T
Lübeck....... .. ..

Durchschnitt:
a) UNgEWORECN. 2010000000104 101000 a Ken
b) am Aufkommen gewogen ...........

49,03
63,70
62,42
68,54
54,76
89,69
76,43
30,49
88,10
86,21
51,67
98,70
70.00

73,06
5266 |

48,66
61,88
50,68
65,37
52,51
67,52
75,06
71,22
79,59
57,78
89,84
52,20
91,74
42.31

47,20
61,16
42,40
54,30
49,11
63,88
68,95
60,10
85,62
59,89
49,05
42,62
93,83
51 49

62,60 | 59,26
52.18 49.20

In der vorstehenden Übersicht ist nur die Höhe desjenigen Anteils an dem Gesamtaufkommen
 der Gebäudeentschuldungsteuer wiedergegeben, der für den allgemeinen
Finanzbedarf verwandt worden ist. Die Ergänzungszahlen zu 100 stellen jeweils den
andern, zweckgebundenen Anteil des Gesamtaufkommens dar. Mit Ausnahme von Hamburg
haben demnach alle Länder im Rechnungsjahrt 1927 einen geringeren Anteil für den
allgemeinen Finanzbedarf verwandt als im Rechnungsjahr 1925. Besonders deutlich ist
diese Entwicklung in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Schwerin, Braunschweig, in den
nicht einzeln aufgeführten »übrigen Ländern« und in Bremen.
Hamburg hat 1925 das Gesamtaufkommen dem Wohnungsbau, im nächsten Jahre
dagegen mehr als die Hälfte den allgemeinen Haushaltszwecken zugeführt. Im Jahre
1927 zählt es zu den wenigen Ländern, die für den allgemeinen Finanzbedarf wenige
als die Hälfte des Gesamtaufkommens verwandt haben. Die meisten Länder habe?
erheblich mehr als die Hälfte diesen Zwecken dienstbar gemacht, insbesondere Bremen
and. Oldenburg.
Auch wenn man nur denjenigen Teil des Gebäudeentschuldungsteueraufhommens del
Grund- und Gewerbesteuern hinzurechnet, der für allgemeine Finanzzwecke Verwendun$
gefunden hat (vgl. Übersichten 1 und 2), so ergibt sich, daß der Haushalt der Länder
and Gemeinden in den ausgewiesenen Nachkriegsjahren in wesentlich höherem Maße vor
den Realsteuern getragen worden ist als 1913.
Um das Bild von der gesteigerten Bedeutung der Realsteuern für die Länder und
Gemeinden abzurunden, ist in der Übersicht 3 der Anteil der einzelnen Realsteuern 29
den gesamten Mehreinnahmen der Länder und Gemeinden gegenüber 1913 mit den
Anteilen anderer ertragreicher Steuern zusammengestellt.
Im Gesamtdurchschnitt der Länder wurden in den Jahren 1925 und 1926 rd. 50 vB:
in 1927 rd. 40 vH der Gesamtbruttomehreinnahmen gegenüber 1913 von den n®@
eingeführten Steuern bestritten: von der Umsatzsteuer und von der Gebäudeentschul
dungsteuer. Überragend ist insbesondere die Gebäudeentschuldungsteuer an den Mehrei?“
nahmen beteiligt, wie der gewogene Durchschnitt für die Länder insgesamt klar I”
        <pb n="367" />
        nn 478 —

Kennen läßt. Auch die Überweisungen aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer
leiben in fast allen Ländern hinter diesem Anteil zurück, teilweise sogar recht erheblich.

Über das durchschnittliche Maß hinaus haben die Hansestädte, Hessen und Sachsen
ıhren Mehrbedarf in besonderem Maße aus der Gebäudeentschuldungsteuer finanziert.
Einen wesentlich geringeren Anteil an den Gesamtmehreinnahmen als in den übrigen
Ländern stellt die Gebäudeentschuldungsteuer in Württemberg, Mecklenburg-Schwerin,
Oldenburg und Baden. In Württemberg und besonders in Baden sind dafür die Grund-Und
 Gebäudesteuern weit überdurchschnittlich am Mehraufkommen beteiligt. In Mecklen-Surg-Schwerin
 war das 1925 und 1927 auch der Fall.
Einem unterdurchschnittlichen Anteil der Grund- und Gebäudesteuern in den Hanse-Städten,
 in Bayern und Sachsen steht ein überdurchschnittlicher Anteil der Gewerbeteuer
 gegenüber; in Bayern und Sachsen allerdings nur in 1925. .
So ist das Aufkommen aus den einzelnen Realsteuern sowohl im Laufe der drei
dargestellten Jahre als auch von Land zu.Land betrachtet, in sehr verschiedenem Maße
N der Gesamtmehreinnahmen der einzelnen Länder beteiligt gewesen. Zählt man die
durchschnittlichen Anteilsziffern der einzelnen Realsteuern zusammen, so ergibt sich,
daß die Realsteuern in den Jahren 1925 bis 1927 mit mehr als 60 vH (in 1926 mit
66 vH) an den Gesamtmehreinnahmen der Länder und Gemeinden gegenüber 1913 beteiligt
 waren. Diese Tatsache läßt klar erkennen, welche Bedeutung die Realsteuern für
die Finanzwirtschaft der Länder und Gemeinden nach der Umgestaltung ihres Steuer-Systems
 gewonnen haben.

2. Das Realsteueraufkommen im einzelnen

Des allgemeinen Überblicks wegen sind in der Übersicht 4 die absoluten Zahlen des
Aufkommens aus den Realsteuern in den einzelnen Ländern zusammengestellt.
Die Einzelschrift 10 zur Statistik des Deutschen Reiches!), der die vorstehenden
Zahlen entnommen sind, gliedert das Aufkommen aus Grund- und Gebäudesteuer nicht
uf, Bei der Gewerbesteuer sind nur allgemeine Gewerbesteuern, Wandergewerbe- und
Wanderlagersteuer und sonstige Gewerbesteuern gesondert aufgeführt; nicht dagegen
Gewerbeertragsteuer und Gewerbekapital- bzw. Lohnsummensteuer. Anhaltspunkte für
die Höhe des Aufkommens aus diesen einzelnen allgemeinen Gewerbesteuern in Preußen
bietet folgende Zusammenstellung aus der preußischen Finanzstatistik?).
Ks betrugen in Preußen im Rechnungsjahr 1927

die Steuergrundbeträge

die Einwohnerzahl

der besteuarnden
 Gemeinden


insgesamt ! je Einwohner

je Steuerbelasteten

DM

DM

DM

Dei der Gewerbeertragsteuer. .........
© der Gewerbekapitalsteuer. ........
Dei der Lohnsummensteuer. ..........

38 118 207
24.321 806
13 796 401

66 794 729
4 757 235
8.303 091

1,75 67,06
0,20 18,84
0.60 236.18

I
Die Vorstehenden Steuergrundbeträge stellen einheitliche Veranlagungsergebnisse dar,
"on denen die Gemeinden ihre Zuschläge erheben. Die Steuergrundbeträge selbst
Verden jedoch nicht erhoben. Sie lassen also keinen zwingenden Schluß auf die
Töhe des Aufkommens der einzelnen Gewerbesteuern zu. Für dieses ist vielmehr die
Höhe der Gemeindezuschläge entscheidend. Die ungewogenen Durchschnitte aus den

1 A .
(020 2DieAusgaben und Einnahmen der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich für die Rechnungsjahre Sn nn Se u
Aüngeiah. , -) »Die Gewerbesteuerpflichtigen und ihre Steuergrundbeträge nach der en A ln
LL on 1927«, Finanzstatistischer Teil der Statistischen Korrespondenz (Beilage zu Nr. &amp;amp;
        <pb n="368" />
        KEY

Die Anteile der wichtigeren Steuern an den Gesamt- (Brutto-) Mehreinnahmen del
Gesamt-(Brutto-)

Steuerarten

Preußen | Bayern | Sachsen | Württem-| Baden

&amp;gt;

a

«

a
6

ie

Übersicht 3
Länder und Gemeinden in den Rechnungsjahren 1925 bis 1927, verglichen mit 1913
Mehreinnahmen = 100
[AA

43

Thüringen | Hessen

Mecklen- B
burg- | Oldenburg wein
Schwerin | SCHWEIS
A

a | Länder
| Übrige Hanse- | insgesamt
Tänder städte (einschl.
_Hansestädte)
un 34

A

19

a

Einkommen- und Körnerschaftsteuer 1925
1926
1927

19,0
14,5
21.4

28,8 5,8 ] 25,7
17,6 16,9 | 249
26,0 24,0 34,5

22,1
16,9
24,8

Grund- und Gebäudesteuer......... 1925
1926
1927

1,4 1,5 19,2
7,8 | 2,4 234 |
8,6 6,4 18,5
19,1 12,3 |
11,6 12,5
12,2 12,7
36,4 47,8 16,4
40,8 45,6 18,2
34,4 40,9 17,3
10,8 15,8 12,7
10,8 17,0 12,2 |
5,3 7.0 53

35,3
31,3
77,4

Gewerbesteuer .................... 1928
1926
1927

3,8
8,7
11,8

Gebäudeentschuldungsteuer ........ 1925
1926
1927

37,8
38,2
34,6

29,3
33,5
27,8

Umsatzsteuer ..................... 1925
1926
1927

16,8 13,3
13,0 13,0
6,2 5,8

Die Einnahmen der Länder (einschl. Gemeinden) aus den Realsteuer
in Millionen A

Gesamtsteuern
(913/14 ! 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

Grund- und

Land

1918/14 | 1925/26
n

5

PreußeN....0..000000000000000
A EA
Sache re Hr RER
Württemberg ..........00004
Baden e..0..000000000 une nen
Thüringen v....4..00 00a nenr
Hesse. seie rennen
Mecklenburg-Schwerin .......
Oldenburg. .....000.007107 00004
Braunschweiß.......0..0.000000
Übrige Länder (ohne Hanse-Städte).
 ......00000000000000
Hamburg.......0000000 100000
BrÖMeIE dir HERE
Lübeck 22.0.0 0nwnnn nn

| 452,5
283,8
207,4
41,0
05,0
17,8
61,9
17,0
18,9
16,8

3674,4 ; 4045,7 | 4444,3
577,4 580,7 * 693,9
478,8 532,1 653,7
219,2 252,1 302,4
219,7 235,6 276,9
111,2 113,2 125,0
121,3 123,1 138,9
48,4 63,6 59,3
35,9 34,6 38,1
35,8 39,0 47,1

256,3 589,3
57,5 61,6
17,2 218
28,4 4911
22,4 62,8
3,0 115
10,6 17:2
40 | 10,8
12 51
20 41

16,9
97,6
27,9
6,7
2471,1

51,5 57,2 60,1 6 nt
189,8 216,8 | 270,9 25,5 | 245
42,4 49,7 55,8 2,9 5
14,2 | 149 17,3 101
5819,9 6358,48 | 7183,7 435,5 | 8715

19,3
8,9 |
19.9

17,1
0,4
11,5

23,4 24,5
30,1 6,3 |
32,6 17,1

29,5
22,4
30,8

15,2
23,9
30,4

25,7 19,4
16,5 15,5
21,6 ° 22,8

13,4
13,9
10.7

11,2
7,6
16,5

21,5 11,2 10,9
15,0 13,0 9,1
22,4 14,0 9,8
7,2 6,2 3,1
7,1 7,1 18
XE 10.2 17

14,7
11,9
149

2,3 13,0
— 1,3 | 14,8
4.0 . 14,0

11,5
13,8
135

16,4
15,9
15,0

12,0
10,3
DL

15,8
15,7
15.8

11,8
12,0
13.0

30,6 44,1 26,3 24,6
35,8 64,1 29,8 31,7
33,8 48,1 23,3 26,1
16,3 14,3 13,6 20,0
17,3 15,4 98 | 22,7
8,3 6,8 6,2 | 11,1

30,5 34,8 47,7
40,7 | 31,4 61,1 |
38,8 | 27,5 53,5
16,9 12,8 | 9,7 11,9
16,3 12,4 | 8,9 11,8
71 6,8 3,7 5,5

37,6
39,2
35,1

Übersicht, 4

für die Rechnungsjahre 1913/14, 1925/26, 1926/27, 1927/28
Zw. AH
Gebäudesteuer

Gebäudeentschuldung- (Hauszins-)
 Steuer
1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 ' 1925/26 | 1926/27 | 1927/28
.* 18 1500006

1926/27 | 1927/28
A

691,9
80,8
25,0
61,3
63,3
2,1
‘5,2
11,0
5,2
4,0

723,5
93,1
46,0
64,0
70,2
11,6
23,7
13,6
3,9
5,0

14,5 | 360,8 |] 446,3
23,2 59,1 44,4
0,5 | 52,3 38,1
19,5 32,8 37,1
9,6 | 14,0 21,0
18 9,1 10,8
4.6 14,4 14,4
49 4,9
De

532,9 .
59,7
55,6
43,9
30,2
12,5
16,5
4,0
22
15 *

840,7
106,9
129,6
17,8
33,6
19,4
26,3
8,2
4,2
5,8

991,8 | 1047,0
121,2 142,5
148,0 184,2
25,6 33,3
43,7 48,6
23,4 27,0
39,3 38,1
13,9 10,0
5,0 5,1
9,1 11,9
12,7 12,0
75,1 96,1
10,9 11,8
5,2 ' 6,2
| mas | 16737

X

O0

6

4

al 6 3 5,3 45 12,0
9,7 30,5 0,0 151 / 20,3, 293 41,7
48 5,6 1,0 3,9 3,9 45 1 - 2,7
2,0 1,8 0,4 0,6 0,7 1,3 5,0
1 003,9 | 11026 | 179,3 | 574,0 650,0 798,7 | 258,9
        <pb n="369" />
        — 476 —
Gemeindezuschlägen bewegten sich im KRechnungsjahr 1927 bei der Gewerbeertragsteuer
 zwischen 500 und 600 vH, bei der Gewerbekapitalsteuer zwischen 1200 und
1300 vH und bei der Lohnsummensteuer zwischen 1600 und 2200 vH. Die Gegenüberstellung
 dieser ungewogenen Durchschnittszuschlagssätze und der Steuergrundbeträge
läßt zwar das tatsächliche Aufkommen auch nicht exakt errechnen, sie läßt aber mit
genügender Genauigkeit erkennen, daß das Aufkommen aus der Gewerbeertragsteuer
das Aufkommen aus den beiden anderen Steuern erheblich übersteigt und daß von
diesen beiden die Lohnsummensteuer ein höheres Aufkommen aufweist als die Gewerbekapitalsteuer.
 Nach den vorliegenden Unterlagen ließ sich diese Schätzung nur für
das Jahr 1927 vornehmen. Die Änderungen des Steuerrechts und Schwankungen de!
Konjunktur dürften diese Verhältnisse für die anderen Jahre in einigem Umfang, wenn
auch kaum entscheidend, verschieben.
Die Grundbeträge der Steuer vom Gewerbeertrag verteilen sich nach dem genannten
Aufsatz aus der preußischen Finanzstatistik auf die einzelnen Gemeindegrößenklassen
wie folgt:

Die relativen Anteile der Gemeindegrößenklassen an den Gesamtzahlen kei der
preußischen Gewerbeertragsteuer

Gemeindegrößenklassen

I. über 500 000 Einwohner ...... %
II. von 100001 bis 500 000 Einwohner.......
III. » 50001 » 100000 » Sera
IV. » 25001 » 50000 » 5 &amp;amp; ARE
V. » 10001 » 25000 » Se
VL &amp;gt;» 5001 » 10000 # Sn
VIT. bis 5000 Einwohner. EEE

Bevölkerung


Steuerpflichtige


Steuerhelastete


Steuergrund-



13,97 32,26
16,19 27,94
5,80 7,13
6,50 8,06
8,20 8,12
5,99 5,30
42,95 11,19
100.00 | 100,00 | 100.00 ! 100.00

Es entfällt also auf die drei preußischen Städte mit einer Einwohnerzahl von mehr
als 500 000 (Berlin, Köln und Breslau) fast ein Drittel der gesamten Steuergrundbeträge
 der Gewerbeertragsteuer, auf die preußischen Großstädte insgesamt mehr als
60 vH. Die ungewogenen Durchschnittssätze der Gemeindezuschläge zur Gewerbeertra5”
steuer im Rechnungsjahr 1927 seien im folgenden mit den entsprechenden Anteile
der Steuererundbeträge, geordnet. nach den Gemeindegrößenklassen, zusammengestellt.

Gemeindegrößenklassen

I u. II (über 100 000 Einwohner)..........0.00000004
II (» 50000 bis 100 000 Einwohner) .......
VI ab 10000 » 50000 » Sa
V hie VII his zu 19000 BEinwohner....

Summe der Steuergrundbeträge
 (in vH
der gesamten Steuer:
grundbeträge) der
Aawerbeertracstenet

60,20
7,13
16,18
16 409

Ungewogener
Durchschnittzuschlag
 (in vH des
Steuergrundhetrage®

529,93
579,38
522.36 1)

Auch diese Gegenüberstellung läßt die Höhe des tatsächlichen Auifkommens in der
einzelnen Gemeindegrößenklassen nicht mit absoluter Klarheit erkennen; immerhin 268
zie mit genügender Deutlichkeit an, daß weit mehr als die Hälfte des Gewerheertr2
steueraufkommens auf die Großstädte entfällt.
1) Berechnet nur für Gemeinden mit 20000 bis 50000 Einwohnern.
        <pb n="370" />
        477 —

Für die Zusammensetzung des Aufkommens aus den einzelnen Realsteuern in Bayern
Un der Übersicht 3) bietet eine größere Veröffentlichung des Bayerischen Statistischen
Landesamts aufschlußreiche Unterlagen!). Danach betrux das staatliche

Vormal-Steuersoll

im Rechaungsjahr


der
Haussteuer

der
Grundsteuer

Bruttoaufkommen

der
Grundsteuer

—

1919 20.000000. 6.934 463 | 5 425 440
1925 200000 11 784 552 5 448 102

5 425 440
10 968 204

Der Staat erhob zu der Haussteuer weder 1912 noch 1925 Zuschläge (abgesehen von‘
der Abgabe zur Förderung des Wohnungsbaues und für Kulturzwecke und von der
Abgabe zum Ausgleich der Geldentwertung bei bebauten Grundstücken). Dagegen trat
4 dem Normalsteuersoll der Grundsteuer ein Staatszuschlag von 100 vH. Dadurch sind
die Bruttoerträgnisse aus der Grundsteuer für den Staat 1925 gegenüber 1913 stärker
ingewachsen als die aus der Haussteuer. Bei dem Vergleich des Aufkommens für das
Land und die Gemeinden zusammen ist jedoch zu berücksichtigen, daß der Staats-Zuschlag
 von 100 vH bei der Grundsteuer umlagefrei ist. Als Gemeinde- und Kreisumlagen
 zusammen wurden im Rechnungsjahr 1926?) bei der Grundsteuer in der Mehrzahl
der bayerischen Städte 675 vH, bei der Haussteuer 450 vH erhoben. Dadurch wird sich
Zwar bei den Aufkommensziffern für den Staat, die Gemeinden und Gemeindeverbände
Zusammen der Abstand verringern, den die Zahlen des Normal-Steuersolls zwischen
Haus- und Grundsteuer zeigen, aber an dem Gesamtaufkommen aus Grund- und Gebäude-Steuer
 für das Land, die Gemeinden und Gemeindeverbände zusammen, wie es die Über-Sicht
 4 für Bayern ausweist, dürfte die Haussteuer trotzdem erheblich höher beteiligt
Sein als die Grundsteuer.
‚Die bayerische Haussteuer wird entweder als Mietsteuer oder als Arealsteuer erhoben.
Die Erstgenannte Erhebungsform wird von denjenigen Gemeinden bevorzugt, in denen die
Vermietung und Verpachtung von Gebäuden die Eigennutzung überwiegt. 1928 gab es
td. 7130 Arealsteuergemeinden und 880 Mietsteuergemeinden. Von den 11,8 Mill. staatlicher
 Haussteuer wurden 8,5 Mill. als Mietsteuer, 3,3 Mill. als Arealsteuer aufgebracht.
Die bayerische Gewerbesteuer setzt sich aus der Betriebskapitalanlage und aus der Er-Tagsanlage
 zusammen. Nach der genannten Veröffentlichung betrug das Aufkommen
‘Ur den Staat im Jahre 1925 bei der Betriebskapitalanlage 3 052 785 AM, bei der Er-Tägsanlage
 7445818 AM. Die Gemeinde- und Kreisumlagen sind für beide Steuern
gleich. Deshalb müssen diese genau entsprechend ihrem Aufkommen für den Staat am
*Samtaufkommen für Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden beteiligt sein.
Für die anderen Länder ist eine nähere Aufgliederung des Aufkommens aus den ein-“lnen
 Realsteuern mangels näherer Unterlagen nicht möglich.
‚Für einen Vergleich des Realsteueraufkommens der einzelnen Länder miteinander sind
die absoluten Aufkommensziffern sehr wenig geeignet. Deshalb ist‘ in der {folgenden
Übersicht 5 das Aufkommen auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet.
Zunächst lohnt ein Vergleich der beiden schon 1913 erhobenen Realsteuern, der Grund-Un
 Gebäudesteuer und der Gewerbesteuer. Im Jahre 1913 überwog das Aufkommen aus
Tund- und Gebäudesteuer das Gewerbesteueraufkommen in allen Ländern; in den
Meisten um mehr als das Doppelte. In den Jahren 1925 bis 1927 hat sich dies Verhältnis
ge sentlich verschoben. Zwar bleibt die Gewerbesteuer auch jetzt noch in fast allen Länvom
 hinter der Grund- und Gebäudesteuer zurück, aber der Abstand hat sich erheblich
Sringert, In Sachsen lag sogar das Gewerbesteueraufkommen in allen drei Jahren über

Da "&amp;gt;.
ÜE ; ; ; ; =. ; istischen Landesamts
{9 Ans Reiner: »Die bayerischen Ertragsteuern im Jahre 1925«, Zeitschrift des Bayerischen Statistischen Lan
28, 8. 140 ff. — 2) Unterlagen für die Höhe der Umlasen im Reechnungsiahr 1925 lagen bei Abschluß der Arbeit nicht vor.
        <pb n="371" />
        — 478 —

Übersicht 5
Die Einnahmen der Länder und Gemeinden aus den Realsteuern in den N
Rechnungsjahren 1913, 1925, 1926, 1927
je Kopf der Bevölkerung in X bzw. AM

Grund- und Gebäudestener



Gewerbesteuer

Gebäundeentschuldung-
 (Hauszins-)
 Steuer

wand

1913 | 1925 | 1926 | 1927 ' 1918! 1925 | 1926 | 1927

1925 | 1926 | 1927

Preußen ......00000+ 104
ET TE
Sachse. ....0.000000004044
Württemberg ............
Baden v..00.000000000 00000
Thüringen. ......... + +.
ASS dr Ra
Mecklenburg-Schwerin ....
Öldenburg......0.0-10-44
Braunschweig. ...........
Sbrige Länder (ohne Hansestädte)................
 231 9,14 877 10,97 1,75 7,32 7,27 6,14
Hamburg ..........0.... 45,13 21,10 7,13 25,72! 0,0 13,06 17,59 | 24,71
Bremen .......0..0.00001 +. 9,64 17,33 16,99 ı 16,54 | 3,34 | 106 | 1106 13,27
Lübeck ......00.00..000000 8,60 14.26 | 15,59 1417 | 3,43 | 4,49 | 5,41 | 9,65
Insgesamt. ... | 7,54 | 13,9% | 5,95 17,48 | 3,10 |-9,20 | 10,34 | 12,63 .

7,32 15,46 18,02 18,69
8,35 8,34 10,86 12,50 ı
3,57 | 4,27 4,70 9,14
1.64 | 19,05 23,64 24,60
10,43 | 27,16 ' 27,19 | 30,04
2,01 7,16 7,48‘ 7,12
3,26 12,79 | 11,20 ! 17,39 |
6,30 | 15,97 | 16,26 19,93
5,61 | 9,35 | 9,50 | 10,65
4.05 | 8,11 | 7,961 9,92

3,27 | 9,46 | 11,62 13,77
3,37 | 8,00 | 5,97 8,02
0,10 | 10,48 | 7,59 11,05
8,00 | 12,71 | 14,31 16,89
4,48 | 6.17 | 9,17 12,91
1.19! 5,64 667 Z,71
3,59 0,67 10,58 12,11
2,50 5,751 7,21 5,82
0,41 2,36 ı 2,43 | 3,99
2,02 3,221 2,81 3,04

22,05 ' 25,82 | 27,04
14,48 16,29 19,14
25,96 29,48 36,64
6,89 ı 9,87 12,82
14,54 18,79 20,77
12,06 "4,43 16,58
19,48 8,91 28,02
12,22 20,47 | 14,60
7,65 0} 9,12
11,54 17,94 | 23,52

15,87 17,42 16,25
36,14 65,15 80,98
22,87 | 32,05 34,82
39,39 | 40,53 47,50
20,16 24,25 | 26,46

lem Grundsteueraufkommen. In Hamburg war das 1926, in Thüringen 1927 auch der
Fall. Dabei ist besonders bemerkenswert, daß in den drei letzgenannten Ländern (ebenso
wie in Oldenburg) 1913 eine allgemeine Gewerbesteuer noch nicht bestand. Aber
zuch in den andern Ländern, insbesondere in Preußen, Bayern, Hessen und Bremen ist
jas Gewerbesteueraufkommen erheblich stärker angewachsen als das Grundsteuerauf-Kommen.

Das Gebäudeentschuldungsteueraufkommen liegt in den meisten Ländern weit über
dem Grundsteueraufkommen. In Württemberg und Baden bleibt es dagegen hinter dem
— weit überdurchschnittlichen — Grundsteueraufkommen zurück; ebenso, wenn auch i
geringerem Maße, in Oldenburg und 1925 und 1927 auch in Mecklenburg-Schwerin.
Ein Vergleich der einzelnen Länder miteinander unter Berücksichtigung aller jeweils
arhobenen Realsteuern ergibt ebenfalls bemerkenswerte Verschiebungen gegenüber 1913-Für
 das Jahr 1913 lassen sich in großen Zügen drei Gruppen von Ländern unter”
scheiden: solche, deren Grundsteuer sowohl wie Gewerbesteuer über dem Länderdurchschnitt
 liegen (Württemberg, Baden, Bremen, Lübeck), solche, die mit beiden Steuer”
arten dem Durchschnitt nahe liegen (Preußen, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Schwerin)
and solche, deren Aufkommen sowohl aus Grund- und Gebäude- als auch aus Gewerbe
steuer unterdurchschnittlich ist (Sachsen, Thüringen, Braunschweig, übrige Länder).
Abgesehen von denjenigen Ländern, die 1913 eine allgemeine Gewerbesteuer nicht
aatten, stand in keinem Falle ein besonders hohes Aufkommen der einen Steuer einem
sesonders niedrigen Aufkommen der andern gegenüber. Allerdings lag in Bremen und
Lübeck das Grundsteueraufkommen höher über dem Durchschnitt als das Gewerbesteuer”
aufkommen.
Die relativ gleichmäßige Höhe des Grund- und Gewerbesteueraulkommens ist in den
Jahren 1925 bis 1927 nicht mehr durchweg gegeben. Nimmt man die neu eingeführte
3ebäudeentschuldungsteuer hinzu, so erscheint die gleichmäßige Höhe der Realsteue!”
aufkommen noch mehr aufgehoben. Beispielsweise rangiert Württembergs Gebäudeent“
schuldungsteueraufkommen 1925 an letzter, 1926 und 1927 an vorletzter Stelle, während
        <pb n="372" />
        _— ATO

sein Aufkommen aus Grund- und Gewerbesteuer an zweiter bzw. dritter Stelle steht.
Umgekehrt erscheint in Sachsen das Gebäudeentschuldungsteueraufkommen weit über-Jurchschnittlich,
 während das Gewerbesteueraufkommen etwas unter dem Durchschnitt
liegt und das Grundsteueraufkommen das niedrigste ist.
Zu den vorstehenden Kopfziffern sei noch ausdrücklich bemerkt, daß sie nur als Auf-Xommens-
 nicht als Belastungsziffern zu werten sind. Sie lassen die
Unterschiede in der Aufkommenshöhe der einzelnen Realsteuern innerhalb
 eines Landes und auch zwischen den einzelnen Ländern deutlich erkennen; über die
Steuerliche Belastung und die Belastungsunterschiede sagen
3ie nichts aus. Sowohl die absoluten Zahlen des Steueraufkommens als auch die Kopf-Ziffern
 sind Produkte zahlreicher Faktoren. Der Steuerdruck ist nur einer dieser Faktoren,
 Wirtschaftsstruktur und Finanzkraft sind die andern. Auch das Steuersystem eines
Landes hat erhebliche Bedeutung für die Aufkommenshöhe.

3. Überblick über das geltende Realsteuerrecht
(Stand vom Rechnungsjahre 1929)

So verschieden die vorstehend gezeigte Aufkommenshöhe der deutschen Realsteuern ist,
0 wenig einheitlich ist — auch heute noch — ihre rechtliche Gestaltung. Zur Verdeutichung
 dieser Unterschiede ist für ihre Darstellung die Form zusammenfassender Über-Ichten
 gewählt worden. Dabei war natürlich eine Beschränkung auf die wesentlichsten
Bestimmungen geboten?). Aber selbst diese lassen sich in einer solchen Form nicht er-;chöpfend
 wiedergeben. Deshalb ist den einzelnen tabellarischen Übersichten eine kurze
'eXtliche Erläuterung und Ergänzung hinzugefügt.

a. Die Grund- und Gebäudesteuer

Die Grundsteuern unterscheiden gewöhnlich drei Grundvermögensarten:
1. bebaute, nicht landwirtschaftliche, d.h. überwiegend städtische Hausgrundstücke;
2. landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Grundstücke;
3. unbebautes Grundvermögen.
Die einzelnen Grundstückskategorien werden, wie die nachstehende Übersicht 6 zeigt,
‘“Owohl in der Bewertung wie auch im Steuersatz verschieden erfaßt.
_ Die Steuerwerte von Preußen, Hessen und Lübeck sind Vorkriegswerte, die etwa dem
Wehrbeitragswert gleichzusetzen sind. Dasselbe gilt auch von der Grundwertsteuer in
Anhalt und von der Gebäudesteuer in Bremen. Der Grundsteuerwert in Baden ist eben-'alls
 ein Vorkriegswert. Er wird jedoch zur Anpassung an die gegenwärtigen Wertver-Wltnisse
 in den einzelnen Gemeinden um 30 bis 50 vH ermäßigt.
Eine Doppelbesteuerung des bebauten Grundvermögens liegt in Bayern, Oldenburg
40d Anhalt vor. Die Grundsteuer spielt jedoch für die bebauten Grundstücke neben der
bäudesteuer in Bayern und Oldenburg nur eine geringfügige Rolle. In Anhalt ist die
je Grenze so gezogen, daß die Grundwertsteuer neben der Gebäudesteuer nur für gewerbgenutzte
 Gebäude und besonders große Wohngebäude (mit einer Grundfläche von
“ehr als 1500 qm) in Frage kommt.
- „Tarife der Grund- und Gebäudesteuern in den deutschen Ländern sind wegen der
T Schiedenen Bemessungsgrundlagen und der verschiedenen Zuschläge, die in fast allen
ii die Gemeinden oder die unteren Verwaltungsbezirke erheben können, nicht ohne
Ste $res vergleichbar. Das muß bei der Beurteilung. der in der Übersicht aufgeführten
Kane ie berücksichtigt werden. Die Gemeindezuschläge werden in einem besonderen
sch ang noch kurz behandelt; in der Übersicht 6 ist nur angegeben, welche Gebietskörperaften
 in den einzelnen Ländern zuschlagsberechtigt sind.

NW gan N
Reich ine eingehendere Darstellung des Realsteuerrechts findet sich in der Einzelschrift 4 zur Statistik des Deutschen
Besteuerung und Rentabilität gewerblicher Unternehmungen«.
        <pb n="373" />
        Land

Preußen o..00000000000000

NUN

Sachsen .....

Württemberg ......0...0.0004

Baden 44.0 H HERE KK

Thüringen ...........0.0004

Hesse ecs.00000 ee e rare

Hamburg .....0..0000000000

— 480 —

Name der Steuer

Grundvermögensteuer

jrundsteuer
Haussteuer?)
a) Miethaussteuer
b) Arealhaussteuer

Grundsteuer
ANNE 2
Grundsteuer
Gebäudesteuer

Grundsteuer

Grundsteuer

Grundsteuer

rundsteuer

Die Grund- und Gebäudesteuern

Steuerobjekt

Bebauter und unbebauter Grundbesitz


Bebauter und unbebauter Grund
und Boden

a) städtischer bebauter Grundbesitz

b) ländlicher bebauter Grundbesitz


Bebauter und unbebauter Grundbesitz
 a. a
Unbebauter Grund und Boden?)
Gebäude einschl. ihrerGrundflächen?)

Bebauter und unbebauter Grundbesitz


Bebauter und unbebauter Grundbesitz


Bebauter und unbebauter Grund
besitz

ER
Bebauter und unbebauter Grundbesitz


— 481

‚Stand von 1929)
SE

Bemessungsgrundlage bzw.
Steuerwert

Jährlicher Steuersatz des Staates
im Rechnungsjahr 1929

Ärgänzungssteuerwert 1917/19

a) für bebaute städtische Grundstücke
 2,4 vT
h) für unbebaute städt. Grundstücke
 3 vT
+ für landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich
 und gärtnerisch
zenutzte Grundstücke: Staf-Feltarif!)
 1,2 vT bis 3 vT (für
den 100 000 AA übersteigen:
1en Teil des Wertes)

jrundsteuerverhältniszahl
{= Produkt aus Fläche und
Bonitätsklasse)
Taussteuerverhältniszahl
(für a = Friedensmiete
für b = Produkt aus überbauter
 Fläche einschl. Hofraum
 u, Ertragszuschlag)

| vII + umlagefreier Staatszuschlag
 von 100 vH

WE

Öinheitswert vom 1. Januar 195

3 vT

irundkataster (= geschätzter.
Mittlerer Jahresreinertrag)*)
iebäudekataster (= 3 vH des
_Semeinen Wertes)
Vermögensteuerwert 1906/08 er-.
mäßigt um 30 vH bis 50 vH

vH
ävK

Bei Steuerwerten®) bis zu
10000 AA 3 vT
Zei Steuerwerten über 10 000
bis zu 20 000 AA 4 vT
3ei Steuerwerten üb. 20 000 .72A
5,85 vT

Für landwirtschaftlich, forstwirt:
Schaftlich oder gärtnerisch ge-Nutzte
 Grundstücke: Einheits
Wert vom 1. Januar 1928
"ür sonstige Grundstücke: Einheitswert
 vom 1. Januar 1925
Jemeiner Wert der Vorkriegs
Zeitz

avyT

a) für Gebäude 1,2 vT
») für das übrige Grundvermözen:
 Stufentarif®) 2 bis 4 vT
{bei Steuerwerten über
100 000 ZH)
für a) 12 vH der Friedensmiete

4) en bebaute Grundstücke: |
Tiedensmiete ” orkriegsrein
) für unbebaute,landwirtschaft- für %) Ba V
lich genutzte Grundstücke des ,
Landgebiets: Vorkriegsreinertrag

“für Sonstige unbebaute Grund
Stücke: Gemeiner Vorkriegs
Wert,

Übersicht 6

"schlagsberechtigte öffentliche
Körperschaften (soweit nichts
besonderes vermerkt, werden
je Zuschläge in vH der Staatssteuer
 erhoben)

Gemeinden

Gemeinden, Kreise, Bezirke

Gemeinden

Gemeinden

remeinden: Steuergrundbetrag
= 0,4 vH (Erhöhung bis um
50 vH möglich)
“reise: Steuergrundbetrag wie
oben, jedoch ohne Erhöhungsmöglichkeit


Gemeinden und Gemeindeverbände


jemeinden, Kreise, Provinzen
‘Umlagen v. demselben Steuerwert
 wie die Staatssteuer)

Gemeinden

"in
8
N
Z
€
n
u
nd
S;
t
©
al
€
T'
14
        <pb n="374" />
        — 482 —
Noch: Die Grund- und Gebäudesteuern

Land

Name der Steuer

Steuerobjekt

Mecklenburg-Schwerin .....

3rundsteuer

3ebauter und unbebauter Grundhesitz


Ildenburg ..........0.0.000.

Grundsteuer

Bebauter und unbebauter Grundbesitz

Bebauter Grundbesitz

ebäudesteuer

Braunschweig ............

ÖOrundsteuer

3Zebauter und unbebauter Grund:
besitz

Anhalt o..000000000000000

Grundwertsteuer
Gebäudesteuer
Grundsteuer

Bebauter!?) und unbebauter Grundbesitz

3Zebauter Grundbesitz
Unbebauter Grundbesitz

Bremen .....

Gebäudesteuer

Bebauter Grundbesitz

Lübeck e000eeee

3
Bebauter u. unbebauter Grund“
besitz

Grundsteuer

*) Für die ersten 10 000 AM 1,2 YT, für die nächsten 30 000 AA 1,8 vT, für die nächsten 60 000 .2.4 2,4 vT, für den Mehr
erhoben, je nachdem ob in der Gemeinde eigengenutzter oder fremdgenutzter bebauter Grundbesitz im Vordergrund steht
errichtet sind, ohne daß dem Gebäudeeigentümer das Erbbaurecht zusteht. -— *) Mit 4 vH anzunehmen. — °) D.. hei eine
vermögens um 11 vH ermäßigt zugrunde gelegt. — 7) Bei dauernd landwirtschaftlichen Zwecken dienenden Grundstücke?
zesamte Ertragswert um mehr als 5 vH hinter dem gemeinen Wert zurückbleibt. Für rein gewerblich genutzte Gebäud®
versicherungswert unter Berücksichtigung der Abnutzung bzw. der gegenwärtige Gebäude- und Zubehörwert zugeschlagel:
wert von 50 000 bis 100 000.7.4 3,6 vT, bei einem Steuerwert über 100 000 AM 4,0 vT. — *}) Nämlich in Dargun, DassoWı
30 000 7.4 8,1 vT, für die nächsten 60 000 ZA 10,8 vT, für den Mehrbetrag 13,5 vT, — *) Für die ersten angefangenen 088
15 000.7 4,0 vT, für den Mehrbetrag 6,0 vT. — **) Wohngebäude mit einer Grundfläche von nicht mehr als 1500 am 817)
Steuerwert). — 1) Im Eingemeindungsgebiet und in den Landgemeinden nur zu 75 vH bzw. 50 vH bzw. 3312 vH arhobel-83



Noch: Übersicht 6

(Stand von 1929)

Zuschlagsberechtigte öffentliche
Körperschaften (soweit nichts besonderes
 vermerkt, werden die
Zuschläge in vH der Staatssteuer
erhoben}

Bemessungsgrundlage bzw.
Steuerwert

‚ährlicher Steuersatz des Staates
im Rechnungsjahr 1929

a
Einheitswert vom 1. Januar 192$

1. In den Städten und 9 größten °)
Landgemeinden bei Grundstücken
 bis zum Wert von
50002. 2,7 vT
bei den übrigen Grundstücken
 5.4 vT

”. In den anderen Landesteilen:
a) beiGrundstücken mit einem |
Gesamtwert für die Wirtschaftseinh.
 b.200000 AZ. :
Staffeltarif 1°) von 5,4 vT
bis 13,5 vT für die zweiten
100 000 AM
5) bei den übrigen Grundstüeken
 13.5 vT

Gemeinden

Xatasterreinertrag (= nachhaltiger,
 durchschn. J ahresertrag)
Xatastermietwert (= mittlerer
Jährlicher Mietwert)

15,12 vH

Gemeinden

6,95625 vH

inheitswert vom 1. Januar 1928

[. für zwangsbewirtschaftete
Grundstücke: 2,4 vH
». für den sonst. Grundbesitz:
Staffeltarif!!) von 2,8 vT bis
5vT für den 60000 AM
übersteigenden Teil des Steuer
wertes

Gemeinden und Kreisgemeindeverbände


Gemeiner Wert vom 1. Juli1914

;tufentarif 1?) + 80 vH Staatszuschlag
 ;
10 vH

Friedensmiete abzügl. 100 AA
Jährlicher Reinertrag
Kapitalwert (= gemeiner Wert
der Vorkriegszeit)

6 vH
95 vT

Gemeinden und Kreise

Semeiner Wert vom 1. Juli1914| 7 v7

trag 3,0 vD 2\ n: 5a 5 5 Ihaussteuer oder als Miethaussteuer
=) Tu? - —?) Die Haussteuer wird in den einzelnen Gemeinden entweder als Arealhaussteu:
Ya) Die Grundfläche von Gebäuden unterliegt jedoch der Grundsteuer, wenn die Gebäude auf fremdem Un En
eiee ar wert des steuerbaren Grundvermögens. — °) Dem Satz von 5,85 vT werden die Bionerwerin an Ed de
Wird äN die Stelle des gemeinen Wertes der Mittelwert von Ertrags- und gemeinem Wert, wenn nac| ala er ‚den
— 8) uf Antrag des Steuerpflichtigen dem gemeinen Wert des Grund und Bodens für die Gebäude en ra er
Klüt. Bei einem Steuerwert bis 20 000.2.4 2 vT, bei einem Steuerwert von 20 000 bis 50 000 wa - 64 Sr ie nehm
voll Z Lübtheen, Neukloster, Zarrentin, Gohlsdorf, Lankow und Ostorf, — *°) Für die ersten 10 000  rnfenen oder vollen
N 5000.24 2,8 vT, für die weiteren angefangenen oder vollen 10 000 A. 3,2 VT, für die weiteren ange ni Is 200.000 2.8
Nder Örundwertsteuer befreit. — 12) Von 1.5 vT (bei3 000 AZ. Steuerwert) ansteigend bis auf 5 vT (bei mehr als
        <pb n="375" />
        4

34

b. Die Gebäudeentschuldungsteuer
Das Reichsgesetz über den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken in der
Fassung vom 1. Juni 1926 enthält eine Reihe von Normativbestimmungen für die landesrechtliche
 Ausgestaltung der Gebäudeentschuldungsteuergesetze. Demgemäß weisen diese
sine weitgehende Übereinstimmung, insbesondere hinsichtlich der Steuerbefreiungen und
Steuerermäßigungen auf. Das trifft insbesondere zu auf die Steuerbefreiungen für Neuoauten
 und bestimmte Einfamilienhäuser sowie auf die Steuerermäßigung wegen laufender
 Geldverpflichtungen auf Grund gewisser wertbeständiger Belastungen, wegen einer
Hypothekenaufwertung, die über die gesetzliche hinausgeht und für den Fall, daß Mieter
oder sonstige Nutzungsberechtigte, Kleinrentner, Kriegsbeschädigte, Erwerbslose o.ä.
zind, die die gesetzliche Miete nicht zahlen können.
Dagegen sind die Bestimmungen über die Bemessungsgrundlagen und Steuersätze sehr
verschieden. Auch die Frage der Steuerpflicht der Landwirtschaft ist ebensowenig einneitlich
 geregelt wie die steuerliche Schonung gewerblich genutzter Räume. Die landwirtschaftlichen,
 forstwirtschaftlichen oder gärtnerischen Zwecken dienenden Gebäude
sind in den meisten Ländern von der Gebäudeentschuldungsteuer befreit. Die Wohngebäude
 des Landwirts und seines Gesindes fallen in Preußen, Bayern und Württemberg
auch mit unter diese Befreiung. Dagegen sind sie in Sachsen, Baden, Thüringen, Hessen,
Braunschweig, Oldenburg, Anhalt, Hamburg, Bremen und Lübeck der Steuer ausdrücklich
 unterworfen; in Baden und Braunschweig allerdings mit einem geringeren Steuersatz,
 in Anhalt und Lübeck mit einem ermäßigten Steuerwert. Und endlich haben die
Länder die Steuerermäßigung für Gebäude, die am 31. Dezember 1918 unbelastet oder
nur zu einem geringen Teil belastet waren, sehr verschieden geregelt. Gerade diese
Steuerermäßigung wegen geringer Belastung des Grundstücks hat erhöhte Bedeutung-In
 der folgenden Übersicht 7 ist deshalb neben dem Steuersatz vermerkt, von welcher
Höhe der Vorkriegsbelastung an der volle Steuersatz Geltung hat.
Die meisten derjenigen Länder, deren Steuerbemessungsgrundlagen dem Wehrbei-;ragswert
 entsprechen oder von ihm abgeleitet sind, haben Ermäßigungen für den Fall
vorgesehen, daß ‚die Friedensmiete hinter einem gewissen, als Mindestertrag angesehenen
Vomhundertsatz des Steuerwertes zurückbleibt. Als ‚dieser Grenzwert gilt in Preußen
und Baden 6 vH des Grundvermögensteuerwertes, in Hessen und Schwerin 5 vH des
Steuerwertes. In Baden wird in solchen Fällen der Steuerwert in dem gleichen Verhältnis
 ermäßigt, wie die Friedensmiete hinter 6 vH des Steuerwertes zurückbleibt. Ähnlich
sieht die preußische Regelung für solche Fälle eine dem Ertrag proportionale Bemeszungsgrundlage
 vor; an die Stelle von 2,4 vH des Grundvermögensteuerwertes, die be
einer Friedensmiete von 6 vH des Grundsteuerwerts 4 vH der Friedensmiete beträgt, tritt
als Bemessungsgrundlage der Betrag von 4 vH der Friedensmiete. Hessen und Schwerin
setzen in diesen Fällen den Steuerwert auf das 20fache der Friedensmiete fest. Eine noch
weiterreichende Ermäßigung der Steuerbemessungsgrundlage kennt die oldenburgische
Gebäudeentschuldungssteuer. Ist nämlich die Friedensmiete höher als 4 vH des Brandkassenwertes,
 so ermäßigt sie sich um *10 dieser Differenz.
Einer wesentlich verringerten Ausnutzung gewerblich genutzter Räume gegenüber
1913 sowie regelmäßig wiederkehrendem längeren Leerstehen von Betriebsräumen der
Saisongewerbe wird in den meisten Ländern durch teilweisen oder vollen Erlaß der
Steuer Rechnung getragen. Darüber hinaus sind in Preußen und Baden für alle gewerblich
 genutzten Gebäude Ermäßigungen vorgesehen; in Baden beim Steuersatz (s. Über“
sicht), in Preußen treten für solche Gebäude an die Stelle der staatlichen Grundver”
mögensteuer nur 4 vH des meist niedrigeren Gebäudesteuernutzungswertes als Bemessungsgrundlage.
 In Sachsen wird die Aufbringungslast auf die Aufwertungssteuer für
gewerblich eigengenutzte Grundstücke angerechnet. Für solche Grundstücke wird !P
Braunschweig der Steuersatz von 45 vH der Friedensmiete auf 40 vH herabgesetzt. I
Oldenhurg die Bemessungsgrundlage um 50 vH ermäßieot.
        <pb n="376" />
        — 485 —

Übersicht 7
Gebäudeentschuldung- (Hauszins-) Steuer
(Stand von 1929)

Land

Preußen ..............

Bayern een

Sachsen ... SU
Württemberg. .........

Thüringen ......0.000
Hessen rer
Hamburg .............
Mecklenburg-Schwerin. .

Oldenburg ............
Braunschweig Cena. E..N

Anhalt ......
Bremen... 4
Lippe...
Lübeck...

Steuerbemessungsgrundlage

Staatliche Grundvermögensteuer (etwa
2.4 vT des Wehrbeitragswertes) ....

Staatliche Haussteuer (in den städtischen
 Gemeinden 2 vH der Friedensmiete
 ..-.

Friedensmiete ..
jebäudekataster (etwa 3 vH des Wehrbeitragswertes)
 ..
Berichtigter Wohnungsabgabewert
(etwa gleich dem Wehrbeitragswert)

‘

Friedensmiete. .. . A
Gemeiner Wert der Vorkriegszeit .....
Friedensmiete. n
Mietzinsstouerwert (etwa gleich dem
Wehrbeitragswert) .....

)

Steuermiete (etwa gleich der Friedens-N
 TA
Friedensmiete. . .

Friedensmiete ....

Kapitalwert (etwa gleich dem Wehrheitragswert)
 ........000.00.0000000
Friedensmiete. .. .
Gemeiner Wert der Vorkriegszeit ......

‚7

Steuersatz

yH

1 200

7” I 850
LIL. 1650
51

7 53

a) 2,16
b) 0,6
s) 1,68
42
1,6065

17

2,45
ö) 16
Ya) 383
b) 45
47

2
2,375

Vorkriegsbelastung?)

vH

nl

über 60

40
50

» 30

50

50
30
40

30

30
40

20

7
50
» 30

*) == Höhe derVorkriegsbelastung (Belastung am 31. Dezember 1918 in vH des Friedenswertes), von der an der volle Steuer-Dee
 Bilt, — 2) Dieser Zuschlag zur este wird nur zur Förderung des Wohnungsbaues und für Kulturzwecke und
dl 20 Rücksicht auf die Höhe der Vorkriegsbelastung erhoben, — *}) Die Gemeinden haben ein Zuschlagsrecht (bis zu 4,8 ke
m Gebäudekatasters). — *) a = für dauernd und vorwiegend vermietete oder vom Steuerpflichtigen selbst dauernd un ı
or wiegend bewohnte Gebäude; b = für Gebäude der Landwirtschaft und Forstwirtschaft (einschl. der OBERE
ker für die übrigen Gebäude (insbesondere gewerblich genutzte, nicht vermietete Gebäude). — *) Dazu kommt eine il
mer desteuer, deren Steuersatz bis zu 0,77 vH. (des gemeinen Vorkriegswertes) gehen darf. — 6) Zuschlagsrecht der c S
die Aden und Gemeindeverbände bis 100 vII der Staatssteuer, — 7) a = für die Wohngebäude der Landwirtschaft, b Te TE .
De Übrigen Gebäude. 8) Für Wohnhäuser der Landwirtschaft bis auf 50 vH ermäßigt. — ?) Von landwirtschaftlich genutzte:
“ebänden wird die Steuer je nach der Größe des Grundstücks nur von %/,g bis */,4 des Stenerwartes erhoben.

c. Die Gewerbesteuern

8 Steuerpflichtig sind alle diejenigen, die ein stehendes Gewerbe betreiben, wenn sie eine
Striebsstätte in dem betreffenden Lande unterhalten.

B Die Landwirtschaft unterliegt der Gewerbesteuer nur noch in Lübeck, Bremen und
Lden (hier nur nach dem Kapital besteuert), in den übrigen Ländern ist sie befreit.
“ndwirtschaftliche Nebenbetriebe (Brennereien, Ziegeleien usw.) unterliegen jedoch
Meist der Gewerbesteuer.
        <pb n="377" />
        — 486 —
Die freien Berufe (Ärzte, Rechtsanwälte usw.) und dann in der Regel auch die ihnen
nahestehenden Berufe (z. B. Dentisten) sind meistens befreit, es sei denn, daß sie in den
Formen gewerblicher Unternehmungen (z.B. Sanatorien) betrieben werden. Braunschweig,
 Lübeck, Bremen, Mecklenburg-Schwerin, Hessen, seit 1927 Oldenburg und seit
1930 Preußen unterwerfen auch die freien Berufe der Gewerbesteuer; jedoch ist auch in
diesen Ländern die Ausübung reiner Kunst und Wissenschaft steuerfrei.
Politisch stark umkämpft ist die Frage der Besteuerung der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften,
 insbesondere der Konsumvereine. Grundsätzlich besteuert werden
 diese in Preußen, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen, Thüringen, Anhalt (ab
1927), Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Lübeck, Bremen; immerhin sind in diesen
Ländern beim Ertrag der sogenannte Kundengewinn!) bis zu einer gewissen Grenze (in
Preußen, Hessen z.B. 5 vH des Barumsatzes) und beim Kapital die Geschäftsguthaben
steuerfrei, In den übrigen Ländern (Sachsen, Braunschweig ab 1928, Hamburg) sind die
Konsumvereine frei, wenn der Geschäftsverkehr sich auf den Kreis der Mitglieder beschränkt;
 von der mehr oder weniger strengen Handhabung dieser Vorschrift hängt es
ab, wie weit sich die Steuerfreiheit auch praktisch auswirkt (strenge Auslegung z. B. in
Sachsen). Hamburg verlangt außerdem entsprechend der Regelung im Körperschaftsteuergesetz,
 daß die Genossenschaft einem Revisionsverband angehört; Braunschweig
stellt für die Steuerbefreiung die Bedingung, daß bei Auflösung des Betriebes das Vermögen,
 soweit es die Einlagen übersteigt, gemeinnützigen oder öffentlichen Zwecken zugeführt
 wird.
Wenn man von Bremen absieht, das vollkommen aus dem Rahmen herausfällt?), so
sind vier Formen von Bemessungsgrundlagen für die Gewerbesteuer vorhanden; die Ertragsteuer,
 die Kapitalsteuer, die Lohnsummensteuer und die Einheitsabgabe (diese nur
in Thüringen). Meist besteht eine Kombination der Ertragsteuer mit einer der beiden
anderen Erhebungsformen, Oldenburg®) und Württemberg beschränken sich auf die Ertragsteuer;
 Ertragsteuer kombiniert mit Lohnsummensteuer haben: Hamburg, Lübeck
und ein großer Teil der preußischen Gemeinden. Alle übrigen Länder erheben Ertragund
 Kapitalsteuer: Bayern, Baden, Hessen, Sachsen, Thüringen, Anhalt, Braunschweig
(hier Kapitalsteuer erst 1927 eingeführt), Mecklenburg-Schwerin, Hessen und Preußen in
den Gemeinden, die nicht an ihre Stelle die Lohnsummensteuer setzen. In Thüringen
kommt zu den genannten beiden Gewerbesteuerformen noch. die Einheitsabgabe von
8 AM je Betrieb.
DieGewerbeertragsteuer
Ausgangspunkt für den steuerbaren Ertrag ist der Gewinn gemäß Einkommen- oder
Körperschaftsteuergesetz, der jedoch entsprechend dem Objektsteuercharakter der Gewerbesteuer
 abgeändert werden muß. Eine völlige Übereinstimmung der einzelnen Länder
herrscht in diesem Punkte nicht; vielmehr sind alle Übergangsformen von der Vverschärften
 Objektsteuer (z. B. in Baden und Hessen) bis zur fast reinen Personalsteuer
(z. B. in Bayern, Hamburg und Lübeck) vertreten.

Die Gewerbekapitalsteuer
Der Gewerbekapitalsteuer zugrunde liegt das gewerbliche Anlage- und Betriebskapital-Auszuscheiden
 ist seit dem 1. April 1927 bei sämtlichen Ländern das Grundvermögen,
welches der Grundsteuer unterliegt. (Im Jahre 1926 war dieses beispielsweise in Preußen
noch nicht der Fall, so daß also eine Doppelbelastung vorlag). Die Bewertung richtet sich
allgemein nach dem Reichsbewertungsgesetz. Zwar besteht vorläufig noch keine unbedingte
 Bindung der Länder an die Einheitswerte (Gesetz vom 23. Mai 1929), aber mit
Ausnahme von Anhalt (»Bewertung nach den Vorschriften der RAO«) legen sämtliche
Länder der Gewerbekapitalsteuer die Einheitswerte zugrunde.
In Thüringen und Mecklenburg-Schwerin sind die Kundengewinne nicht abzugsfähig. — %) Bremen besitzt eine
sogenannte Repartitionssteuer: Die steucrpflichtigen Unternehmungen werden entsprechend ihrem Umsatz und Ertrag ir
Abteilungen eingereiht. Jede dieser Abteilungen hat eine bestimmte Steuersumme aufzubringen, — ®%) In Oldenburg könneP
die Gemeinden neben der Staatsateuer besondere Gewerbesteuern einführen.
        <pb n="378" />
        — 487 —
Entsprechend dem Gewerbeertrag ist auch das Gewerbekapital in den einzelnen Ländern
 verschieden festgelegt.
Die Heranziehung der Schulden zur Besteuerung entspricht der Einbeziehung der
Zinsen bei der Ertragsanlage, Abweichend von diesem Grundsatz jedoch sind in Bayern
die Dauerschulden zu versteuern, während die entsprechenden Zinsen frei bleiben. Umgekehrt
 sind in Mecklenburg-Schwerin sämtliche Schulden steuerfrei, während die Zinsen
besteuert werden. Ferner stellten Baden und Hessen bezüglich der Abzugsfähigkeit auch
der laufenden Schulden noch Bedingungen. Als laufende Schulden darf kein größerer
Betrag abgezogen werden, als das Betriebsvermögen (Kasse, Wechsel, Debitoren, Waren)
ausmacht. In Hessen dürfen ferner als laufende Schulden nicht mehr als die Hälfte des
Gesamtkapitals abgezogen werden. Bezüglich der Besteuerung der Miet- und Pachtgegen-Stände
 ist die Analogie mit der Ertragsteuer nicht so allgemein wie bei den Schulden; in
Bayern, Sachsen, Thüringen, Braunschweig werden diese Gegenstände mitbesteuert, umgekehrt
 läßt Mecklenburg-Schwerin sie steuerfrei.

DieLohnsummensteuer

Während in Preußen die Verwendung der Lohnsummensteuer an Stelle der Kapital-Steuer
 von einem Gemeindebeschluß abhängt, sehen Hamburg und Lübeck die Lohn-Summensteuer
 von vornherein als Ergänzung der Ertragsteuer vor, Ihr unterliegen sämtliche
 Löhne und Gehälter einschließlich Gratifikationen, Tantiemen usw., die an die im
Betriebe beschäftigten Arbeitnehmer gezahlt werden; ausgenommen sind nur die Bezüge
von Gesellschaftern, Lehrlingen und von Kriegs- und Unfallverletzten mit mindestens
50 vH Erwerbsunfähigkeit, in Hamburg auch Bezüge von über 60 Jahre alten Arbeitnehmern.

Der Steuersatz ist in Preußen 1 vT, der jedoch nicht selbst, sondern mit dem von der
betreffenden Gemeinde beschlossenen Zuschlagsatz erhoben wird. In Hamburg beträgt der
Satz 1 vH, in Lübeck 1,5 vH der Angestelltengehälter und 1 vH der Arbeitslöhne mit
der Maßgabe, daß für die über die Zahl von 100 beschäftigten Arbeiter nur */2 vH des
Lohnbetrages zu zahlen ist. Im Gegensatz zu dieser Ermäßigungsmöglichkeit für große
Betriebe besteht in Preußen ab 1929 die Vorschrift, daß bei Betrieben, deren Lohn-Summe
 18 000 AA nicht übersteigt, ein Betrag von 6 000 AM abgezogen wird.

Die Einheitsabgabe
Diese Steuerform besteht nur in Thüringen, und zwar neben der Ertrag- und Kapital-Steuer,
 Sie beträgt jährlich 8 A. pro Betrieb, wozu noch ein Zuschlag der Gemeinden
ünd Kreise +ritt.

4. Die Gemeindezuschläge

Die Gemeinden und Gemeindeverbände erheben in den meisten Ländern Zuschläge zu
den Realsteuern des Staates. Die Verschiedenheiten der Landesrealsteuern, die der vorüergehende
 Abschnitt gezeigt hat, werden durch die Abweichungen in der rechtlichen
Gestaltung und Höhe der Gemeindezuschläge noch verschärft. Somit kommt ihnen nicht
“ur für die effektive Höhe der Realsteuern. sondern auch für deren Unterschiede eine
Sehr erhebliche Bedeutung zu.
„Allerdings lassen sich die Besteuerungsunterschiede zwischen Städten verschiedener
Länder nicht aus deren Zuschlagssätzen ablesen. Dafür ist die Höhe der staatlichen Real-Steuern
 und ihre Stellung im Finanzsystem der einzelnen Länder zu wenig einheitlich.
Die Zuschläge zur Gewerbesteuer haben z. B. in Preußen eine ganz andere Bedeutung
US in Bayern. Die Gewerbesteuerzuschläge in den preußischen Gemeinden sind eigentlich
Ürhebungssätze: da das Land Preußen seinerseits auf die Erhebung der Gewerbesteuern
V6rZichtet, spiegeln sie die volle Belastung durch die Gewerbesteuern wider. Dagegen
hebt das Land Bayern den Gewerbestenergrundbetrag selbst und dazu nach einen
Staatszuschlae von 100 vH.
        <pb n="379" />
        Die Gewerbeertragsteuern
EEE EN
Bemessungsgrundlage:
Gewinn gemäß Einkommensteuergesetz mit folgenden Abänderungen
Hinzurechnung Abzug
&amp;gt;&amp;gt; Zinsen f#-SS



uand

von Schulden zur onstige Dauer
Gründung oder schulden (Schul-Realsteuern
 | grundlegenden ] den zur Verstär-Betriebs-
 kung des Betriebs-}
 veranderung kapitals}

Miete |
und
Pacht

eines Entgelts
für persönliche
Arbeit

Preußen ........

a,

/, des norma
an Miet- u.
Pachtzinses
ınd der über
las übliche
Maß hinaus-‚ehende
 Teil
(ab 1927)
Ta

3ei Einzelfirmen, Personal
gesellschaften, G.m.b.H.
AKG.: 1500 AM insge
samt

Bayern .........

Nein |

Nein

Nein

Nein

Sachsen. ........

Jjem

I ads

ein

Nein

Nein
(vgl. Existenzminimum)

Zei Einzelfirmen, Personal
xesellschaften:
v. d. ersten u AM
90 vH usw. bıs
v.d. neunten uU. zehnte?
1000 .2.4 30 vB x
von dem Rest 20% a
ürhöhung des Abzug$ di
jeden weiteren Mita
nehmer um SE N
20 vH (höchsten }
5000 De des Ertrag“

Württemberg?) ..

ein

iA.

Nein

3adeN ...0.000000

Gewerbe-;teuern,
 S0-weit
 aus Errag
 bezahlt |
der in der |
Bilanz zu- |
ückgestellt

en
Bei natürlichen Person
mit bis 10000 AA Br098
3500 AM

» Ausführliches Verzeichnis s. unten, — ?) An die Stelle des tatsächlichen Gewerbeertrages kann treten entweder 2) 5 vM

RO

Übersicht 8

Stand von 1929)
En EA =

Zuschläge

der Gemeinden
und
Gemeindeverbände?)


yon

Grunderträgen

des Staates

10
‚in vH des Staatssteuergrundbetrages


Nein

'taffeltarif:
„d. ersten 1500 AM 1) vH .
A vom
.d. » 1200 ı 1% » erhuben
£.d. weiteren Beträge 2 *
Die Sätze für die ersten 3900 AM er
mäßigen sich für Lohngewerbetrei
bende auf die Hälfte

i äge aus
Haus 28 Grund
besitz; bei eigen:
Senutzten nt
den SE eproghender
 Mietertragsan:
ichlae

Zrträge bis 1000 AM steuerfrei
Staffeltarif:
für die ersten 3000 AA 0,25 vH nsf.
» » über 120000 AZ. hinausgehenden
 Beträge 1,9 vH

1926 bis 1929
100 vH

Creis-, Bezirks-, Kirchenbauumlagen
 in vH
des Staatssteuergrundbetrages


Nain

Bei natürlichen Personen Erträge bis
1500 AM frei
taffeltarif:
für die ersten 10 000 A. 9, vH us£.
» » über 500000 AM hinausgehenden
 Beträge 3 vH
Zrhöhung der Ertragsabgabe (sog.
»Zange«) bei Erträgen üb. 50 000.AM
und einer Rentabilität von über
20 vH. um 10 vH, 25 vH bzw. 50 vH

jemeindezuschlag in vH
des Staatssteuerbefrages


“teuerbarer Grund-And
 Gebäudeertrag
Ügener Grund-Stücke,
 Sofern nicht
Weniger als 50 AM

1927 und 1928 5 vH

Gemeindezuschlag in vH
des Gewerbeertrages

Urt. des eigenge-Rütaton
 Grundver-Mögeng


Staffeltarif:
für die ersten 4000.74 1 vE
» » nächsten 7000 » 2 &amp;gt;»
» &amp;gt;» » 10000 » 2,75 »
» weiteren Beträge 3,8 »
arhoben mit 150 vH (1928 und
1929)

3 vH des Ertrags erhoben
 mit einem bestimmten
 Prozentsatz
der Gemeinden und
Kreise

z “. har fi ächli ijelte Ertrag.
“*Worblichen Betriebskapitals oder b) 2 vH des Umsatzes, wenn einer dieser Beträge höher jst als der tatsächlich erzie: ag,
        <pb n="380" />
        4a

"hüringen.......

Hessen .........

Tamburg .......

leckl.- Schwerin.

Oldenburg ..... ;

Braunschweig ..

Anhalt..........

Lübeck ... enger)

490 —

Noch: Die Gewerbeertragsteuer»
TS
Bemessungsgrundlage:
Gewinn gemäß Einkommensteuergesetz mit folgenden Abänderungen
Hinzurechnung
der Zinsen für
Schulden zur | sonstige Dauer- ; .
jründung oder | schulden (Schul- Miete |
zrundlegenden | den zur Verstär- und
Betriobs- kung des Betriebs- Pacht
veränderung kapitals)

von
Realsteuern

en

Nein | Nein

;” Einzelfirmen, Persona:
ssellschaften, G. m. b. H»
.KG.: 1500 ZA. Bleibt
ei diesen der Ertrag unter
000 .7.M, so wird er nur
nit 75 vH, bleibt er unter
1000 2A, so wird er DU
mit 50 vH besteuert
"ür nicht körperschaftsteuerpflichtige
 Unterneh:
mer, die im eigenen. Betrieb
tätig sind, 1
\ d. ersten 1000 2.4 90 v7
„d. weit. 1000 » 70?
„d. » 1000 » 40?
d. » 2000 » 207
des Ertrages abzugsfählg
Nain

{ein

Nur für bewegliches
 Betriebsvermö-



ein

' Nein

Nein |
Nein

Vein

Bei physischen Personen
1500 ZA pro Betrieb
inhaber

nt

Nein

I

Nein

Nein

Nein

Nein

a
Nein

Grund-, Genäude-,
 Gewerbesteuer

nur bis 1926 |
einschl.}

Wie Preußen !

Bei Einzelfirmen, Personal
vesellschaften, G.M- b. Be
AK. -3000 ZZ Minsgesal

Nein / Nein

Nein

Nein |

Nein

Stand von 1929)
AN“ ———————————————

— 491

Parıf

von
Grunderträgen

———
Nein

2,75 vII des Ertrages
Bei physischen Personen, 0.H.G., KG.,
G. m, b. H., AKG.: ;
Erträge unter 8000.27. werden‘
nur mit 75 vH ;
Erträge unter 4000 AM werden‘
nur mit 50 vH
besteuert
Steuersatz des Staates 1928: 2,7 vH
Erträge unter 1 200.2 steuerfrei

3 zerbl.
ürtrag der EEE
Yentoten U
lichtigen Grun
;tücke

Nein

Erträge bis zu 3000 AA steuerfrei
Körperschaftsteuerpflichtige 6 vH
lie übrigen Staffeltarif:
für die ersten 8000 ZA 3 vH de
Ertrages usf.
‘ür über 80000 ZA hinausgehend.
‘Beträge 12 vH
Staffeltarif:
f, d. ersten 2000 .Z.M 2 vT 1928
uf vom Stand
‚d. über 96 000 AM 9 vT)} erhoben
Stufentarif:
Erträge bis 2400.27. frei
mehr als 2 400 bis einschl. 2800 AM
0,2 vH usf.
mehr als 30 000 7. 1,3 vH
{927, 1928, 1929 20 vT
Für natürliche Personen Stufentarif
bis 1500 AM Ertrag steuerfrei
mehr als 1500 bis 3000 AM 10 vT
» » 3000 » 5000 » 15»

Nein

Nein

Nein

Nein

Wie Preußen, jedoch umfaßt die erst;
Staffel nur die ersten 1200 .2.A

Nein

Erträge bis 3000 AA steuerfrei
Staffeltarif:
für die ersten 3000 AM 1,5 vH usi
für die über 18000 AM hinaus
gehenden Beträge 6 vH

Noch: Übersicht 8

a

Zuschläge

der Gemeinden
und
Gemeindeverbände!)


des Staates

Gemeinde- und Kreiszuschläge
 in vH des
Staatssteuerbetrages

Gemeinde, Kreise und
Provinzen erheben Zuschläge
 in vH des staatlichen
 Gewerbesteuersolls


Kein Zuschlagsrecht

Amter und Gemeinden
erheben ein Vielfaches
des Staatsgrundbetrages

Gemeinden erheben Zuschläge
 der Staatssteuer


1927, 1928, 1929
11 vH Zuschlag |

Gemeinden und Kreisgemeindeverbände
 in
vH des Staatsgrundbetragzes


928, 1929
bis 12 000 AM
Ertrag 50 vH,
über 12000.ZM
Ertrag 150 vH
Zuschlag

Gemeindezuschl äge "in
vH des Staatssteuergrundbetrages


desel.

#
1) Ausführliches Verzeichnis s. unten.
        <pb n="381" />
        — 492 —
Übersicht 9

Die Steuertarife und die Zuschläge von Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden
bei der Gewerbekapitalsteuer (Stand von 1929)

Land

Preußen .......

Bayem ........

Baden .........

Hessen ........

Sachsen. .......

Thüringen......

Anhalt. ........

Tarif

Kapitalien bis 3000 AA frei
Staffeltarif:
für die ersten 12 000 AM 1 vT
» » darüber hinausgehenden Beträge
2/, vT (vom Staat nicht erhoben)

Kapitalien bis 5000 A. frei
Staffeltarif:
für die ersten 6000.72 0,75 vT usf.
» » über 60 000.72. hinausgehenden
Beträge 15 vT

Stufentarif:
bis 25007 (bei Land- und Forstwirtschaft
 bis 5000 AM) steuerirei
dis 10.000.272. 0,8 vT ;
nehr als 10 bis 20000 2.4 | hohen mit
12 vT 1928 und
mehr als 20000.2.4| 095%
15 vT EN

Kapitalien bis 500 AA frei
Staffeltarif:
die ersten 2000.72 mit 50 vH
die nächsten 2000.72.X mit 80 vH
ler Rest mit 100 vH
angesetzt. erhoben mit (1928) 0.63 v4

Bei natürlichen Personen mit nicht mehr
als 1500.72 Ertrag: Kapitalien bis
5000 .2A frei
3taffeltarif:
für die ersten 10000 AA 1, vT usf.
» » über 1000 000 AA hinansgehenden
 Beträge 2 vT

Stufentarif:
weniger als 20 000 7. werden mit 75 vH
» 10000 » » » 50vH
» » 3000 » » nicht zur
Besteuerung herangezogen
Steuersatz: (1926 his 98\ 25 vT

‘Wie Preußen)

Staatszuschlas


1926 bis 29
100 7H

‚928, 1929 bis!
L00 000 AA
Kapital
200 vH,
über
100000 ZA
Kapital
400 vH
Zuschlag

Zuschlag der
Gemeinden und
Gjemeindeverbände

(Wie bei der Ertragsteuer}


‘Wie bei der Ertragsteuer)


1,6 vT des Kapitals
arhoben mit dem
Prozentsatz der betr.
Gemeinde bzw. des
betr. Kreises

Steuern der Gemeinden,
 Kreise, Provinzen
 von denselben
Steuerwerten

(Wie bei der Ertrag“
steuer)

‘Wie bei der Ertraß”
steuer)

(Wie bei der Ertrag”
steuer)
        <pb n="382" />
        — 493 —
Noch: Übersicht 9
Noch: Die Steuertarife und die Zuschläge von Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden
 bei der Gewerbekapitalsteuer (Stand von 1929)

Land

Braunschweig ..

Mecklenburg-Schwerin
 ....

Tarif

Xapitalien bis 1500 AA frei
Staffeltarif:
ür die ersten 300002 1vT
» » nächsten 30000 AM 1,25 vT
» » 40000 AM 1,5 vr
» » weiteren Beträge 2 vT

Xapitalien bis 5000 AM frei
Staffeltarif:
für die ersten 10000.72 0,3 vT
» » nächsten 20000 AM 0,35 vT
&amp;gt;» » 30 000 BAM 0,4 vT
» den Mehrbetrag 0,45 vT
(1928 vom Staate nicht erhoben)

Staatszuschlag


Zuschlag der
Gemeinden und
Gemeindeverbände

(Wie bei der Ertragsteuer)


Wie bei der Ertragsteuer)


Übersicht 10

Gemeindezuschläge zu den Realsteuern in den preußischen Städten mit mehr als 50000 Einwohnern
in den Rechnungsiahren 1928/29 und 1929/30 nach dem Stande vom Oktober 1929
(Gemeindezuschlag in vH des Steuergrundbetrages
der Gewerbesteuer

der Grundzermäcgansteanar


Stadt

1928 | 19929

vom Gewerbe- '
ertrag

vom Gewerbekapital

1928 ! 1929 ! 1928 | 1929 !
4 5 6 7

von der
Lohnsumme

1928 | 1929
a 9

Aachen ..... HE
Altona .... ve
armen .. Se
EEE
Beuthen .......... +
Beetle
Bochum „CC Sn
Bonn Dh ee
OftrOp era ie
Brandenbuxe (Havel).....
Breslau
Castrop-Rauxel MEN ELEERN
Dottbus 1.1...
Dortmund 1...
Duisburg „1.
Düsseldorf...
Überteld „LT
Übing NN
Örfurt  beew nk RR KR BE u
dessen |

175 225
200 200
150 | 150
200 200
250 275
;50 150
200 300 |
200 200
225 225
250 250
285 340
200 200 |
250 250
en 50
200 200 '
190 190
150 150
300 300
240 ] 240
300 200

500
350
380
425 |
500
244,16
500
500
550
750
560
700
575
575
550
420
400
720
465
[e781

500
350
380
425
625
245
600
500
550
700
525
700
575
575
550
120
100
720
465
590

1 500

| 500

LE 000
760
1 000

' 000
760
{| 000

1500 |
450

2 200
450
1 700

2 500
650
3 500
5100

2 500
650
3 500
| 900

1470 |

2.800
1 583,33
2.100
2.500
1 650

2 800
1 750
2 100
2 500
! 650
1 000
&amp;gt; A000)

700
| 1900

700
ı 900

1 000
54600 |

Om ..
*) Die mit einem * versehenen Zuschlarssätze waren bei Abschluß des Manuskripts noch nicht genehmigt,
        <pb n="383" />
        — 494 —
Noch: Übersicht 10
Noch: Gemeindezuschläge zu den Realsteuern in den preußischen Städten mit
mehr als 50000 Einwohnern in den Rechnungsjahren 1928/29 und 1929/30
nach dem Stande vom Oktober 1929

(Gemeindezuschlag in vH des Steuergrundbetrages
der Gewerbesteuer

der Grundvermörgenstener


Stadt

Flensburg ..... 2.
Frankfurt (Main) ........:
Frankfurt (Oder) .........
Gelsenkirchen-Buer ‚......
Gladbeck ......0..0..00.004
HEWILZ ark kR ER A HG
GÖrlitZ 0000er ee
SEA TA
Halle (Saale) ............
Hamm +.0.000000000000000
Ham BOTTE 4 +: FREE EEE RR
Hannover ..0.0.00000000444
Harburg- Wilhelmsburg ....
HemMe esse
Hildesheim ........0.00.04
Hindenburg . Se

Kassel ‚0.0. 000 seen
KIOL 450 Kb KEG
Koblenz ....0..0.00000000004
AO
Königsberg (Pr). ..........
Krefeld EN Dressr rer
LiegnitZ .....000000000000
Magdeburg ..........0.0.
M. Gladbach „............
Mülheim (Ruhr) ..........
MÜNnSter a.s0000e eek
Jberhausen .........4.00
Osnabrück ............00.
Potsdam v..0000000000400
Ralib0r . ik
Recklinghausen ..........
Remscheid ...............
SOSE a re
Sterkrade .......0..0.00000.
Stettin ....0.0.00000000000 0
Tisitee.00000000 0000000
ACT
Wanne-Eickel ......... 4.
Wattenscheid. ......... +.
Wesermünde ........0.0.0004
Wieshaden . Bea Kae

vom Gewerbe- | vom Gewerbeertrag
 kapital
1928 | 1929 |
4 58

41998 | 1999

von der
Lohnsumme

1928 | 1929
6

1928 | 1929
a gg

250 250
200 200
370 370
210 250
250 250
275 | wo
250 300
300 300
240 250
250 | 250
250 250
375 2) 375
200 200
28,5 218,75
202,5 202,5
4 250 © 350
350
300
300
) 250
') 271
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325
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3 000
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*) 262 n5
*)— 150
‘) 375 85
*) 235 520
200 550
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250 500
250 525
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170 210 550 500
‘“) 350 350 750 750
250 230 500 375
190 190 475 160
200 200 150 450
30 230 550 550
300 300 150 50
300 300 500 500
200 200 400 40C
260 260 780 "00
300 300 550 550
285 ] 285 | 550 ] 550 —
175 200 412,5 500 | 675

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&amp;gt;600 * 2600
000 1.000
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_ 3800 | 3300
— 2600 | 2600
N 1.200 1200
900 N —

i 500
1 000

*) Die mit einem * versehenen Zuschlagssätze waren bei Abschluß des Manuskripts noch ni igt. — *+* Krofold
srhebt* eine eigene Gemeindegrundsteuer, — ?} Bei unbebauten Grundstücken 1928 N A era Grund-;tücken
 1928 250. — %) Bei unbebauten Grundstücken 1928 und 1929 150, — *) Bei unbebauten Grundstücken 1928 400-;)
 Bei unbebauten Grundstücken 1929 400. — *) Bei unbebauten Grundstücken 1928 225. — 7) Bei unbebauten Grund
;tücken 1928 —, — ®) Bei unbebauten Grundstücken 1929 —. — *\ Bei unhehanfen Grundstücken 1928 und 1929 250-0)
 Bei unbahauten Grundstücken 1928 und 1929 400.
        <pb n="384" />
        Übersicht 11
Kreis- und Gemeindeumlagen in den bayerischen Städten mit mehr als 50000 Einwohnern
in den Beechnungsiahren 1928 und 1929

_— 495 —

Stadt

Grundsteuerumlage
n vH der Staatssteuersrundbeträge


Haussteuerumlage
in vH der Staatssteuergrundbeträge


Gewerbesteuerumlage
in vH der Staatssteuergrundbeträge

1928 | 1929
, 7
450

1928 | 1929

1928 | 1929

4

x...

&amp;amp; h

DR

München.......... 0.
Nürnberg ...........0.
Augsburg ........0000
Ludwigshafen: .........
Würzburg. . EX Ba
Regensburg .. ‘
Fürth ...
Kaiserslautern

575

575

450

450

450 |
450

6575 |

675

150

450

450

575 !
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450

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450

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450

450

450

Bambere. ....

\en

450

„Die Umlagen sind einschließlich der Kreisumlagen angegeben, die im allgemeinen bei der
ürundsteuer 75 vH (Regensburg 1928 85 vH), bei der Haussteuer und bei der Gewerbesteuer
X vH (Regensburg 1928 60 vH) betragen.

men Det Se AIG Bezirksumlage enthalten, 1928 mit 65 vH, 1929 mit 60 vH. — *} Darin ist die Bezirksumlage

Somit verbietet sich der unmittelbare Rückschluß aus der verschiedenen Höhe der Ge-Meindezuschläge
 auf die tatsächlichen Besteuerungsunterschiede zwischen Gemeinden ver-Schiedener
 Länder. Dagegen ist ein Vergleich zwischen Gemeinden desselhen Landes sehr
Wohl möglich.
Deshalb sind in den Übersichten 10 bis 13 die Gemeindezuschläge deutscher Großind
 Mittelstädte (mit mehr als 50 000 Einwohnern‘) länderweise zusammengestellt.
Außerdem sind nur Länder mit mindestens 5 Groß- und Mittelstädten aufgeführt, also
Preußen, Bayern, Sachsen und Baden. Für die badischen Städte lagen teilweise keine
Ndgültigen Sätze für das Rechnungsjahr 1929 vor. Soweit auch Gemeindeverhände Zu-Schläge
 erheben, sind diese den Gemeindezuschlägen zugerechnet.
Das Zuschlagsrecht der Gebietskörperschaften ist in Baden anders geregelt als in
Preußen, Bayern und Sachsen. Während in diesen Ländern.die Gemeinden ihre Zuschläge
'n vH der Staatssteuer erheben, weichen die badischen Gemeinden und Kreise auch im
Steuergrundbetrag von der Staatssteuer ab. Sie lassen sich auch nicht grundsätzlich in
Sn festes Zahlenverhältnis zur Staatssteuer bringen, weil diese einen gestaffelten Tarif
hat, während die Steuergrundbeträge und Erhebungssätze der Gemeindesteuern feste Sätze
darstellen. In der Tabelle 13 ist der Steuergrundbetrag mit dem Erhebungssatz (von
Kreis und Gemeinde zusammen) der Übersichtlichkeit wegen zu einem einheitlichen Satz
üsammengefaßt. , N
In der Übersicht 14 sind die Veränderungen dargestellt, die in den Gemeindezuschlägen
des Rechnungsjahres 1929 gegenüber 1928 und 1926 eingetreten sind. In diese Dar-Stellung
 sing alle deutschen Groß- und Mittelstädte mit einbezogen worden, soweit ihre
Zuschläge bei Abschluß des Manuskripts vorlagen. Die Vergleichsiahre 1926 und 1928
And jeweils gleich 100 vesetzt.

Ar qm m . ”
rin in6 vollständige Darstellung der Gemeindezuschläge in deh deutschen Städten mit mehr als 20000 Einwohnern
das Sonderheft 7 von Wirtschaft und Statistik.
        <pb n="385" />
        Übersicht 12 — 496 —
gemeindezuschläge zu den Realsteuern in den sächsischen Städten mit mehr als 50000 Einwohnern
in den Rechnunssiahren 1928 und 1929

Stadt

Gemeindezuschläge in vH der Steuergrund:
beträge der Grund- ıumd Gewerbesteuer?)

Bemerkungen

1928

1999

Leipzig ....0000000000000
Dresden .......00000000000
Chemnitz .......0.0.00.00000
Plauen 20er
Zwiekall 0...

25
150
143,7
125
150

‚50

150
150
195

IS

1) Die Zuschläge müssen auf Grund zwingender gesetzlicher Vorschrift für die Grundsteuer, die Gewerbeertrag- und
Gewerbekapitalsteuer gleich hoch sein.

Übersicht 13
Kreis- und Gemeindeumlagen in den badischen Städten mit mehr als 50000 Einwohnern
in den RBechnungsiahren 1928 und 1929

Grundsteuerumlagen!) Gewerbesteuerumlagen!)
"vom unbebauten ] vom bebauten | vom Betriebs- | vom Gewerbe-Grundvermögen
 vermögen ertrag
1928 | 1929 | 1928 | 1929 | 1928 | 1929 | 1928 | 1929
BB Ram 7 1 8 9
in Reichspfennig je 100 AM
des Grundvermögensteuer- | des Betriebs- || des Gewerbewertes
 vermögens ertrages
Karlsruhe. .......0...00000 85 75 61 34 | 34 522 522
Mannheim?) ......0...000000 Vo 101 | — 28 | — 520 —
Freiburg s....0000000000000 | au 116 | um 38 36 708 684
Heidelberg ..............0, 25 | 127 125 | 127 50 | 51 ] 765 777
Pforzheim see &amp;lt;4 264 64 64 25 25 | 393 393

„}) Steuergrundbeträge und Erhebungssätze von Kreis und Gemeinde sind in einer Zahl zusammengefaßt. — *) In Mann-Jeim
 waren bei Abschluß des Manuskripts noch keine endrültigen Steuersätze für 1929 festgesetzt.

Übersicht 14

Veränderungen der Realsteuerzuschläge im Rechnungsjahr 1929

Anzahl der Städte, deren Zuschläge

Grundsteuer Gebäudesteuer
1929 . 1929
__gegenüber | gegenüber
1928 . 1926 ; 1928 1926
nie- n | nie- Fr nie- n ' nie- | 4.
driger höher | driger | höher | driger | höher driger ' höher
| | A |
ES 1 7 ; © . ®

Veränderung
(in vH der Zuschläge von 1928
und 1926)

Ba

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Zusammen. ...

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Gesamtzahl der Städte....
davon
unverändert ...........

80 2

“+4

1) Königsberg fällt 1926 bis 1929 aus. Krefeld fällt 1928 bis 1929 aus (erheben beide nach dem gemeinen Wert). in
Mains, Darmstadt, Offenbach (Hessen) und Braunschweig. — 4) Liegnitz erhebt seit 1928, QGloiwitz seit 1927 LO
is 1926 Gewerbekampitalsteuer.

zegenüber 1928 und 1926 in den deutschen Groß- und Mittelstädten

höher oder niedriger waren hei der
Gewerbeertragsteuer
1929
I gegenüber Sn
"1928 1926
nied- ne nied- | 1.
en. | höher riger | höher
10 a 18

Gewerbekapitalsteuer | Lohnsummensteuer
1929 a 1929 a
____. gegenüber u u gegenüber
19281026 1988 1926
m | höher Am | höher | der | höher Ne | höher
a An a“ 20 an

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40 5)

3

) Krofeld fällt 1928 und 1929 aus, da die Steuer nach dem gemeinen Wert erhoben wird. — 3) Hierbei fallen aus:
Summensteuer. Braunschweig fällt 1929 zu 1926 aus, da Angaben fehlen. — 5) Liegnitz erhebt bis 1927, ÖGleiwitz

YFinanzen und Steuerr:
        <pb n="386" />
        — 498 —

VIII. Steuerstatistische Einzeluntersuchungen
I. Untersuchungen über Wirtschaftslage und Besteuerung
der deutschen Landwirtschaft

Da es der Rahmen dieses Handbuches nicht gestattet, ausführlich alle Einzelheiten der
landwirtschaftlichen Verhältnisse, soweit sie mit der Besteuerung in Beziehung stehen,
zu beleuchten, bringt dieser Abschnitt nur einen Überblick über das landwirtschaftliche
Einkommen nach der Einkommensteuerveranlagung 1926 und die summarischen Ergebnisse
 einer Untersuchung über Verschuldung, Zinsbelastung und Steuerleistung bäuer-Übersicht

 1

Vergleich zwischen landwirtschaftlicher Betriebszählung 1925 und Einkommensteuerstatistik 1926

Gebiet

Dreußen............
Istpreußen.......
Stadt Berlin......
Brandenburg .....
Pommern ........
renzmark Posen-Westpreußen
 ...
Niederschlesien. ...
Jberschlesien .....
Sachsen..........
Schleswig-Hostein .
‚lannover ......,.
Westfalen ........
dessen-Nassau....
Aheinprovinz und
Hohenzollern ...
1
Sachsen ...........,
Württemberg .......
Bade ..0.0000000004
Thüringen ..........
ClesSeN...00.0000004
Hamburg. ..........
Mecklenbg.-Schwerin
Oldenburg. .........
3Zraunschweig.......
alle cine ne
3reMeN „....00.000004
APPO 0000000000 00H
BÜNGEK vrcr res
Mecklenbg.-Strelitz. .
Waldeck ...........
Schaumburg-Lippc ..
Deantsches Praich ...

inkunftsbezieher nach der! Fläche der Einkommen-Einkommensteuersiatistik
 !steuerstatistik in vH der Ge
n vH der Betriebe nach der'samt{läche nach der Betriebs
Retriebszählung zählung

EEE A

Bezieher von
Einkünften aus
Landwirtschaft

Mäche

Hder vH der
Be- [Fische
xziobe | in !der Be-TON
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Inlabs- | 1000 | züh- (nis [526 20 bis | über |. 5 bie [20 bie über
tung lung 20 | 100 | 100 20 | 100 | 100
- A iu

Km a
in den Betriebserößenklassen von .... ha

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10.217
1891 |
59 447
49 125

24,96 |
07,17
3,67 |
24,65
26.35

14.927
2.065
114
2.007
1 878

57,18| 9,538 0728 81,21| 51,18| 21,41 60,4] dd 45,57
59,12| 2,17| 24,02) 82,01 80,05| 5,36| 29,25) 84,80 57,04
253,331 1,57 94,18 131,84 713,04| 12,62 94,57| 154,28| 403,29
55,73} 6,81 62,80 83,57) 55,68 2470 13. 81,29| 44,20
65.96| 4.50 64.42! 90.87 6493| 12.24 6863| 88.47 61.86

‚1.147
72 066
21 856
38 842
10 258
22 098
72 707
71 063

28,08 388
29,97 | 1492
18,75 529
24,17 | 1412
31,01 981
30,69 | 1630
22,85 | 1059
920 18 DR

54,34 3,75| 58,64
59,16| 8,07 71,80
58,45| 4,85| 53,24
62,90| 10,35| 84,70
73,65| 6,72} 81,18
49,83| 12,26| 86,31
60,14| 9,86| 78,67
28 INl 18.48! 81211

78,71)
02
90,29
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88,89|
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58,52 9,84 64,20
51,86| 17,68 73,36‘
414,95 8,86 58,66‘
57,48| 26,99| 83,57|
48,92 we 83,27
18,21| 26,94} 85,44
38,84| 23,75 75,12)
17.21 3179| 80.23)

73,59| 43,02
86,74) 47,79
87,77| 65,29
85,80| 43,70
86,04) 48,6%
59,41 15,63
69:18 49,47
am gel 10.75

93 252
261 217
54 226
09447
49 615
46 613
51 572
2791
3 591
27 552
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7376
834
3113
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2106 !
407 ozı |

22,58
38,70
29,85
35,08
19,37
27,57
32,81
14,47
14,98
39,84
20,06 |
18,48 |
8,42
18,23 |
8,97
183,21 |
44,35 |
21,96
27 36 |

344
3 689
891
812 |
401
541
339
34
146
344
33
26
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42,07| 12,02| 63,77! 64,39| 18,48) 23,37| 63,52| 60,92) 1736
56,42| 1716| 62,191 79,12 32,99 22,44 64,43 76,75 240
66,05| 9,69 79,01| 91,75 54,86| 22,30) 80,80 90,08| 4437
46,67| 23,76| 72,37| 81,23 14,58| 29,89) 73,47! 74,92) 1985
31,80| 12,88 53,86 62,44 14,72| 20,88 53,58) 50,32 13,00
562,37| 11,59 82,67 84,74) 40,92| 25,17 82,33) 30,52 2000
52,56| 22,12 90,47 73,76\ 19,64| 42.00 87,86 64,71 23%
[41,67| 11,18 77,49 104,46| 108,33| 40,00! 80,00| "09,09 533,08
63,27| 3,31 45,611 95,34| 70,58| 8,93| 52,38 91,87 50
62,66| 17,52 86,47! 79,97 23,01| 40,39 82,93 72,43 2
55,12| 9,24 95,45 91,30 56,67| 26,19| 92,64 85,37 276
52,38| 7,30 93,50 36,40) 65,07| 23,81| 92,31| 92,86 46,00
88,24| 2,33 74,78 1,75) 500.00| 19.72 78,36 92,45| 7800
59,46| 10,55 78,04| 81,18 60,27| 22,72| 79,58! 78,76 46,0
82,61| 3,12 88,36 100,87 89,29) 25,29 93,17 104,34 6400
57,81] 2,26 58,74 95,15 70,0} 7,39 66,65 92,98 Gen
Al 24.15 89,10 83,201 28,171 33,41 89,38! 76,30 an
52,07| 12,23 99,53. 115,06 5 30.20 94,89 110,34) 108
56.13| 11.52: 68.19. 814% 49 24la2 21 g0.00) 77:61 41,27

56
19
158
46
18
23 355
        <pb n="387" />
        — 499 —

icher Betriebe. Wegen dieses Verzichts auf Ausführlichkeit sei auf die verschiedenen
Untersuchungen verwiesen, die in der Einzelschrift zur Statistik des deutschen Reichs
Die Besteuerung der Landwirtschaft« veröffentlicht sind.

a. Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft im Jahre 1926
Bei der Einkommensteuerveranlagung 1926, welche die Landwirte mit einer jährlichen
Roheinnahme von mehr als 1300 AM erfaßte, wurden insgesamt 1407031 Pflichtige
nit 23,4 Millionen ha bewirtschafteter Fläche veranlagt. Ein Vergleich dieser Zahlen
nit der landwirtschaftlichen Betriebszählung 1925 (5,1 Millionen Betriebe mit 41,6 Millionen
 ha Gesamtfläche) zeigt, daß im Reichsdurchschnitt von 100 Betrieben nach der
Betriebszählung nur 27,36 und von 100 ha Fläche nur 56,13 ha steuerlich erfaßt sind.

Übersicht 2
Landwirtschaftliche Pflichtige und veranlagte ländwirtschaftliche Fläche nach der
Einkommensteuerstatistik 1926

Gebiet

anal

Deutsches Reich....
Preußen....
"haumburs-Lippe + vn
een
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Sachsen (Land) Bene nrr m
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Sachsen (Provinz) .......
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Thüringen | +erEMa
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7on 100 veranlagten
landwirtschaftlichen
Pflichtigen sind
mit Versteuer-
 | steuer- | 1ustverlastet
 | befreit anlagt

58,23

30,20
71,49 26,94
78,34 | 1,66
21,94 | 5,05
33.79 | 15.81

1,57
1,57
3,01
0.40

33,67 | 15,79 0,54
33,49 | 14,42 | 2,09
33,44 | 12,88 | 2,68
33,20 | 16,10 | 0,70
31.33 3,82 | 12,85

78,39
77,34
77,24
75,53
75.07

20,26 | 1,85
16,91 5,75
20,65 | 2,11
17,10 | 7,37
22.38 ' 2,55

74,37
73,36
71,59
71,33
70.94

23,91 1,72
26,17 1 0,47
27,78 | 0,63
28,30 | 0,37
265 041

68,30
58,09
57,56
66,99
66.80

30,74. ı 0,9%
30,75 | 1,16
24,92 | 7,52
31,75 1,26
29.95 | 3.25

06,16
55,20
63,93
60.67

29,76 | 4,08
34,26 0,54
35,45 | 0,62
37.38 ' 1,95

58,32
55,82
54,15
51.85

12.17 9,51
42,32 | 1,86
44,14 1,71
42.61 5,54

Gebiet

Deutsches Reich....
Preußen ....
Schaumburg-Lippe........
ÄaDNONEE: . ea Kr En
APPS ars re mese sera mn
3renzmark Posen-Westpreußen
 ...
Schleswig-Holstein. .......
Westfale.......0..000.000+
LübeCck.........000000000
Sachsen (Provinz) ........
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Niederschlesien ...........
Sachsen (Land) .......... '
Braunschweig ........0...« |
Thüringen ...- .näh
Bremen a0000000000000000 |
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Waldeck. ........0.00.000004
Überschlesien ............
Brandenburg. ...........0.
Hessen-Nassau ......0.... |
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Württemberg .........0.+.
Bayer es. ..0.000010000000
Hohenzollern... 20000000

Tessen ..... 44m
Jamburg.......0.0.0000000
Mecklenburg-Strelitz .....-Pommern
 nn khhM
Anhalt .0..0.00.00000000 00H
Istpreußen ...........0.0+t
Mecklenburg-Schwerin ...-Dartia


Von 100 ha Gesamtfläche
 entfallen auf

steuer- | steuerbelast.
 | befreite Verlust-ZetriebelBotriebe
 | betriebe

8

68,34
70,43
99,09
87,97
86.15

19,42

\ 12,24

15,87
0,91
9,88
9.23

14,20

2,15
462

85,57
80,83
80,07
78,95
7 89

6,96
12,64
18,23
5,26
12.91

7,47
6,53
1,70
15,79
9,20

77,62
77,21
76,20
756,27
75.04

20,35 2,08
14,28 8,51
11,76 | 12,04
10,44 | 14,29
198 518

73,38
73,12
71,74
71,26
68.96

6,67
21,82
23,91
18,34
11.91

20,00
5,06
4,35
10,40
19.13

68,37
67,25
65,64
61,26
60.61

27,46
30,00
32,02
35,30
36.36

4,17
2,75
2,34
3,44
2.03

59,88
58,82
57,33
54,90

33,92
2,94
| 8,92
11.98

6,20
38,24
33,75
33.12

53,97 15,08
51,38 | 24,89
49,06 | 10,32
13,86 | 0,88

30,95
23,78
10,62
55,26
        <pb n="388" />
        — 500 —
In der Übersicht 1 ist dieser Vergleich nach Ländern und Landesteilen sowie nach
Betriebsgrößen durchgeführt. Die regionalen Unterschiede bei den Gesamtzahlen sind
mit der verschiedenen Struktur der Landwirtschaft, mit der durchschnittlichen Betriebszröße,
 der Größe der steuerfreien Staats- und Gemeindeforsten usw. zu erklären. Der
zrößte Ausfall liegt bei den Kleinbetrieben, deren Erträge unter der Veranlagungsfreigrenze
oleiben. Doch ist auch zu berücksichtigen, daß der Besitzer mehrerer Betriebe nur einmal,
and zwar an seinem Wohnort veranlagt wird. Aus diesem Grunde wird z. B. in den Großstädten
 mehr bewirtschaftete Fläche veranlagt, als an örtlicher Betriebsfläche vorhanden
 ist.
Von den 1407 031 veranlagten Landwirten wurden 960 006, die auf 16 Millionen ha
ein Einkommen von 1529 Millionen AM erzielten, mit Einkommensteuer belastet.
424 896 Pflichtige mit 4,5 Millionen ha bewirtschafteter Fläche und 421 Millionen AM
Einkünften wurden aus sozialen Gründen von der Einkommensteuer befreit, und 22 129
Pflichtige, die auf einer Fläche von 2,9 Millionen ha 134 Millionen AM Verlust zu verzeichnen
 hatten, kamen für die Einkommensteuer nicht in Frage.
Von 100 veranlagten Pflichtigen sind im Reichsdurchschnitt also 68,23 steuerbelastet,
30.20 sind steuerbefreit und 1,57 sind Verlustbetriebe. Von 100 ha veranlaeter Fläche

Ybersicht 3

Einkünfte nach der Einkommensteuerstatistik 1926

Gebiet

Von 100 AM veranagter
 landwirtschaftjcher
 Einkünfte sind

steuer-1elastet


gteuerbefreit


Gebiet

yı ————
Ton 100 AM vera“
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Steuer- | steuer”
„elastet, befreit

#

Deutsches Reich....

Preußen ....

Schaumburg-Lippe ........
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Hamburg. ............0.000.
Lübeck. .....0000000000000
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Mecklenburg-Strelitz.......
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Braunschweig .............
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Schleswig-Holstein.........
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Sachsen (Land) ...........
Sachsen (Provinz).........
Brandenburg. ........

78,41

82,47

98,88 |
97,67
97,13 |
34,02
92,93
90,58
90,55
39,80
89,51
89,42
38,88
37,72
86,49
86.09

21,59

17,53

1,12
2,33
2,87
5,98
7,07
9,42
9,45
10,20
10,49
0,58
4,12
:2,28
13,51
13.91

Mecklenburg-Schwerin .....
Pommern. ........0.0..0..00
Westfalen ...............0.
Niederschlesien. ...........
Thüringen ........0.0000.0004
Anhalt o..0r0reer een
Oldenburg ................
Rheinprovinz .............
Waldeck. .................
Baden........ Bulk Bi
Istpreußen ...............
Hessen-Nassau ............
Württemberg .............
Öberschlesien ..........,..
Hessen res
BayeMe see see een
Hohenzollern. ........ ©

36,02 13,98
31,95 18,05
30,61 19,39
30,02 19,98
79,39 20,61
79,24 20,76
78,81 21,19
77,91 22,09
74,90 25,10
71,90 28,10
71,10 28,0
70,65 29,3
70,33 29,67
38,70 31,30
56,85 33,15
54,55 35,5
49.02 37,9

sind steuerbelastet 68,34 und steuerbefreit 19,42; 12,24 vH der Gesamtfläche sind mit
Verlust bewirtschaftet.
Die regionalen Unterschiede sind aus der Übersicht 2 ersichtlich.
Wie aus Übersicht 3 zu ersehen ist, sind im Reichsdurchschnitt von 100 AM vera”
agter landwirtschaftlicher Einkünfte 78,41 AM steuerbelastet und 21,59 AM steue”
oefreit. In den Gebieten mit vorherrschendem Kleinbetrieb liegt der Anteil der steueF”
befreiten Einkünfte bedeutend höher. In Bavern z. B. beträgt er 35.45 vER.
        <pb n="389" />
        — 501 —
In der Übersicht 4 sind die landwirtschaftlichen Einkünfte der Steuerbelasteten nach
Landesteilen und Betriebsgrößen gegenübergestellt. Bei einem Gesamtdurchschnitt von
1593 AM hat der steuerbelastete Landwirt mit weniger als 2 ha 358 AM, mit 2 bis 5 ha
737 AM, mit 5 bis 20 ha 1553 AM, mit 20 bis 50 ha 2 768 AM, mit 50 bis 100 ha
4957 AM und mit mehr als 100ha 9372 AM Einkünfte aus seinem Betrieb. Bei

Übersicht 4

Durehschnittseinkünfte je Pflichtigen und je Hektar in AM nach Betriebsgrößenklassen
Einkünfte der Steuerbelasteten in ”
je Bezieher je Hektar
in den Betriebsgrößenklassen in den Betriebsgrößenklassen
—_- von | von | von | von |100ha 3. von . von | von | von |100 ha
18“ unter| 2 ha|5 ha|20 ha/50 ha| und * junter|2 ha|5 ha/|20 ha| 50ha | und
3%. |2 ha| bis | bis | bis:| bis | da- | ‚59°, 2 ha| bis | bis | bis | bis | dar
3a 5 ha|20ha |50 hal100ha| rüber 5 ha |20 ha|50 ha|100 ha| rüber
31 8 a 9 110 131 032 1181 14 | 15

5

Preußen...........
Ostpreußen ......
Stadt Berlin.....
Brandenburg ....
Pommern .......
Grenzmark Posen-Westpreußen
 ..
Niederschlesien. . .
Überschlesien .....
Sachsen. ........
Schleswig-Holstein
Hannover .......
Westfalen .......
Hessen-Nassau .. .
Rheinprovinz und
Hohenzollern ...

1757| 350 724 1598|2 848| 4 213 9283| 901 378
2316! 359| 407| 1033| 2144| 3423| 6433| 46 350
2370| 2 079! 2071! 2069| 2470| 3 225! 8351| 73 2551
1707| 471| 732 a 2179/3338! 9675] 64 | 507
959 23301 506! 1450! 2449| 2927| 79381 62 323

238| 152 | 95
133| 89 64
703 210‘ 85
247 123 | 71
167 190 89

65
50
48
52
61

26
26
13
21
20

2 167!
1921|
1813
1.666
2314
ı 365
n7
L 084!

317
303
240
230
716
317
245
336

518 1511|2372|35301 8532 67
ii 12951] 81
535| 1 545! 3 015! 4733| 14498| 57
698| 1731| 2866| 4213| 9170| 102
685| 1 617! 2920| 4492| 9554| 91
794! 1790| 3303| 5255| 9849| 133
677/ 1694| 3428| 5 129| 10343| 108
648! 1 4651 2 9971 4544) 9715| 139

3261 168 122 80 541 25
314 195‘ 143 97 1269| 230
238 = 138 110, 731 14
270) 229 165 95 65| aM
687 222| 142' 92| zı| 35
327! 255/ 175 | 1121| 8383| 42
269| 224 1) 116 | 801 20
373! 215! 159 1101 691 29

1 472)

4611

ap6l 1 588! 3480| 6 496l 12224] 151

496)

2093| 169 | 122! ‘97!

44

Bayern. ...........
Sachsen, ..........
Württemberg ......

1465| 348
1709| 605
993! 302'

647| 1360| 2507 4327| 10976| 94
1672! 2531| 4342| 8187| 105
2400| 1 429 9 5492| 4 242! 10169] 139

378
645
424

217| 126
202| 144
278| 149 |

85 268" 27
92 | 67 30
91 681 24

Baden „...........
Thüringen...
Hessen... N

962| 330|
1391 230
1041 267

323| 1 356| 2 260| 3 179!
529| 1 540| 2 629| 4 467!
Q58| 1523| 2 878! 4 544|

7797
7 460]
20 365

126
114
160

343| 279| 158 |!
242) 208| 146 !
420) 2290| 174 ‘

761 481 17
941 70| 33
104 661! 26

Hamburg. Se
Mecklenbe.-Schwerin
Oldenburg‘. 444 GmEHE
Braunschweig‘. .....

2426| 1947| 2 873 208 3 536| 4 900
2137| 425| 534| 1 271] 2 467| 3 865
1952| 309| 617|1 | 3 5343
1783| 2891 2294| 2 042! 3 835! 6 045

31000| 311 221411083 232
9333| 54 451| 182| 113
8 109 we | m zu 163
85561 154 | 347| 293! 205

118
72
114
129 |

761 62
631 2
86 58
94 | 40

Anhalt, ...........
Bremen 1.1111
DO ee
Lüberk KR EReee

1348| 209| 741| 1672| 2419| 3214| 5737
2302| 1 232| 1 457| 1 926, 3.179! 4867| 4000
1651| 172 849] 1814 3.836 7055 14.063
2487| 1014! 1 689! 1949| 2720| 4213! 7588

97 | 266
135. | 1 el
123 | 233
90 | 1 136!

247] 158
455 179
277| 175
K48| 199

81
103
129
TE

49 | 24
83 34
120 ] 34
661 45

Mecklenbe.- Strelitz..
Waldeck HEERES
Schaumburg-Lippe .
Deutsches Reich...

2542| 1171| 349|1 182| 2639| 3 923| 10894] 45 237] 120| 101 72 20
1228 215| 577 ı 460| 2744| 3897| 5875| 107, 235| 197 137 9 63 21
1709| 215] 805! 2367| 4 459| 5 200] 10200| 197 | 234| 286! 223 173 9% 61
| 1593| 358| 7357| | 5532 768! 4257| 9372| 9% | 406| 244 149) 9% | 66| 26

|

Einer Umrechnung auf 1ha bewirtschafteter Fläche zeigt sich, daß die Einkünfte © ha
hen steigender Betriebsgröße fallen, und zwar von 406 AA im Kleinbetrieb unter | a
vo herab auf 26 AM im Großbetrieb mit mehr als 100 ha. Wegen der regionaien
Nterschiede wird auf die Übersicht verwiesen.
        <pb n="390" />
        — 5302 —

Aus den oben angegebenen Zahlen —landwirtschaftliche Einkünfte der Steuerbelasteten
und Steuerbefreiten insgesamt 1 950 Millionen AM bei einem Gesamtverlust von 134 Millionen
 AM — 1äßt sich errechnen, daß die Verlustbeträge der Landwirtschaft in der
Reichssumme nur 6,87 vH der Einkünfte ausmachen. In den Gebieten mit vorherrschenlem
 Großbetrieb, z. B. Ostpreußen, Pommern und Mecklenburg, fallen die landwirtschaftlichen
 Verluste gegenüber den landwirtschaftlichen Einkünften stärker ins Gewicht. Ein
Vergleich nach Betriebsgrößen zeigt auch, daß die landwirtschaftlichen Verluste überwiegend
 in den Betrieben über 100 ha nachgewiesen werden. In der Reichssumme betraven
 die Verluste der Großbetriebe 106 vH der Einkünfte,

Übersicht 5
a Verluste nach der Einkommensteuerstatistik 1926
Verlustbetriebe

Cinkünfte

Gebiet

Oreußen 00er
Östpreußen „............
Grenzm. Posen-Westpreuß.
Brandenburg 1..........
BErÜte 454 ara EHRE
Pommern se0.000eee een
Niederschlesien ..........
berschlesien ...........
Sachsen v....0.0.00.00000004
Schleswig-Holstein ......
Hannover. ....0.0.000100004
Westfalen. ..............
Hessen-Nassatl ..........
Rheinprovinz und Hohenzollern
 ... V.

Bayer. ...0.00000000000000
 SACÄSEÜ E55 HEROES EEE
Württemberg .............
Bade. 0000er er
Thüringen .......0.0.0000004
Tessan Rn. e...

Hamburg .....00.0000001000
Mecklenburg-Schwerin .....
Ildenbure . - ...

3Zraunschweig .............
Anhalbß .....0.00.000000000000
BreEMEN e0000000 0000 na Rn
ÄDDE 20er ne

LÜbeCK. 0.000000000000 0000
Mecklenburg-Strelitz...... .'
Waldeck..........0.0.0.000000)
Schaumburg-Lippe.....-....
Deutsches Reich ....|

us Landınd
 Forstwirtschaft


in
1000 AM

1 148 261
67 920
22316
‚03 373
3782
78 186
15916
31.243
‚27,245
80 487
213 169
113 606
71 092

119 976 |

330 794
82 808
05 528

47 070
58 477
48 712

6 410
22 808
A A707

23 504
8 304
1 598
7 0023

1 439
4512
4718
3.579
+ 950 059

|

insresamt


in vH
der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

in den Betriebserößenklassen

in
000.2}

insgesamt


unter von 5 ha
5ha bis
| 90havon

 20 ha
bis
100 ha

von
100 ha
und
darüber

3

UI
&amp;gt;

fa

8
0

14 878
16 722
518
6362
3 900
27557
4821
2.110
1.354
4 308
„973
1135
| 183

3,26
24,62
3,67
15,83
104,50
35,25
4,16
5,75
8,92
5,35
0,93
1,00
1.66

0,89

0.49

2209

102.94
113,80
23,15
145,97
658,96
305,78
27,50
56,72
04,73
73,07
25,5%
13,06
15.48

1,20
0,78
9,52
7,87
1,19
0,51
0,67 |
0,54
2,58
0,22
0,31
0.50

0,72
0,08
1,30
8,35
0,64
0,27
0,54
0,68
0,68
0,16
0,28
0.24

2,52
9,86
2,28
111,85
2,37
1,69
&amp;gt;10
‚87
2,79
9,65
1,00
2,99

2635

2.20

1.785

0.65

1.96

39,77

5 69%
5498
9423

1,72
6,64
0.89

1,47
0,80
n32

0,99
0,38
056

1,79
4,23
133

25,30
109,81
29 58

714
{929
I 943

1,52
3,30
255

0,87 0,75
0,10 0,09
0.85 1.42

2,92
3,04
12.78

28,29
87,35
20.68

919
4 169
575

14,34
62,12
120

1,31 11,15
0,84. 2,14
9.22 0.16

25,86
3,31
162

162,29
252,69
4258

2.392
2882
204
149

10,18
34,71
12,77
189

0,15
0,66
2,88
208

0,71
1,93
9,96
0.26

8,90
20,85
5,70
1 99

11,2%
497,60
» 400,00
93 08

9,94 2,06 0,87
38,14 0,00 | 1,34
1,23 9.00 9,15
| | |
134 063 6,87 0,82 0.62

143
1721
58

6,14
4,99
1.34

69,77
155,48
ı 28,39

940 | z6.34
        <pb n="391" />
        — 503 —
b. Verschuldung, Zinsbelastung und Steuerleistung bäuerlicher Betriebe
Der vorliegenden Untersuchung über die Verschuldung, Zinsbelastung und Steuerleistung
 bäuerlicher Betriebe liegen 1950 vorwiegend nichtbuchführende Betriebe zugrunde,
 für welche die Zahlenunterlagen in Zusammenarbeit des Statistischen Reichsamts
mit der Vereinigung der Deutschen Bauernvereine beschafft und aufbereitet wurden. Die
steuerlichen Angaben der Untersuchung betreffen das Jahr 1928. Die Verschuldung wurde
festgestellt für den 1. April 1929.
Die untersuchten Betriebe wurden nach 7 Wirtschaftsgebieten gruppiert. Die vier
Wirtschaftsgebiete Nordwestdeutschland (Provinz Westfalen, Reg.-Bezirk Osnabrück,
Länder Oldenburg und Lippe), Westdeutschland (Rheinprovinz, Provinz Hessen-Nassau),
Südwestdeutschland (Länder Württemberg, Baden, Hessen und Reg.-Bezirk Sigmaringen)
und Bayern (Bayern ohne Pfalz) wurden zur Gebietsgruppe »Westen« zusammengezogen
and die drei Wirtschaftsgebiete Schlesien (Provinz Ober- und Niederschlesien), Grenzmark
(Reg.-Bezirk Schneidemühl) und Ostpreußen zur Gebietsgruppe »Osten« zusammengefaßt.
Ferner wurden die bäuerlichen Betriebe nach den Besitzgrößen bis 5ha, 5 bis 10 ha,
10 bis 20 ha, 20 bis 50 ha,, 50 bis 100 ha und über 100 ha aufgegliedert. Die Verteilung
der untersuchten Betriebe auf die einzelnen Wirtschaftsgebiete und Besitzgrößen ergibt
sich aus folvender Ühersicht:

Zahl der untersuchten Betriebe

Übersicht 6
in den Besitzerößen

"EL

" EEK

Wirtschaftsgebhiet

insyesamt


bis ) 5 bis 10 | 10 bis 20 | 20 bis 50 [50 bis 100 über 100
5 ha | ha ha ha ba ha

A
Nordwestdeutschland .....
Westdeutschland .........|
Südwestdeutschland ......

4

ee

8

508

4

26

208
469

‚5

3

zö

55

42

‚64

Bayern a.

Westen .....

468

31

31

i21

185

1

2

} 653

l
‚60

299

819

551

72

29

Schlesien. 10.0000
Örenzmark ..........0.0..
Östpreußen .... ........
Osten .... 1 297
Reichssumme ..... || 1950

3

7

3
18
21
9

| 161 z4i | 469 | 693 |

SG

. Wie die Übersicht 7 zeigt, stimmen Besitz- und Betriebsfläche weder im Westen noch
"Osten überein. Die kleineren Betriebe pachten im allgemeinen von den größeren
Betrieben Land zu, doch verschiebt sich das Verhältnis zwischen Besitz- und „Betriebsfläche
 je nachdem, ob in dem Wirtschaftsgebiet größere oder kleinere Betriebsgrößen vorherrschen.
 Bei den kleineren Besitzgrößen bis zu 20ha herrscht im Westen wie ım
Osten die Zupachtung von Land vor. Während in den darüberliegenden Besitzgrößen des
Ostens im allgemeinen Besitzfläche und Betriebsfläche gleich sind, ist im Westen in den
höheren Besitzgrößenklassen die selbstbewirtschaftete Fläche kleiner als die Besitztläche,
Als Grundlage für die Beurteilung der finanziellen Verhältnisse der Betriebe mögen
"och einige Angaben über die Verteilung der Arbeitskräfte und Lohnkosten dienen. Es
Zeigt sich, daß im allzemeinen die Besetzung der Betriebe mit Arbeitskräften im Westen
        <pb n="392" />
        504 —

Jbersicht 7

Betriebsfläche in vH der Besitzfläche

in den Besitzerößen

Wirtschaftsgebiet

bis | 5 bis | 10 bis
3 ha 10 ha 90 ha

20 bis
50 ha

Nordwestdeutschland ......

134,3

107,7
171 | 104,1
107,0 | 103,9

102,3

91,4

Westdeutschland ..........
Südwestdeutschland .......

151,3
141,3

101,0
100,0

Ravern....

1170

102,2

1014

190.1

Westen....

138.6 |

1076 ' 102,9

96.2

SChleSieN vers k 4 HERE
GrenZmark ...............
Osten....1 185,7 | 11015 |] 1033 |

101,8

102,3

Ostpreußen .......

1072

102.1

Im
Durchschnitt

aller
Betriebe

50 bis
100 ha

über
100 ha

&amp;gt;

»

90,3

88,0 | 91,2

102,9
98,5
100.1

50,7

108,2
100,3
100,5
96,5

100.0 !'

93,7

84.3

“100,0
100,0

102,4
100,9
101,8
100.5 | 102,1 | 1017

im Gegensatz zum Osten mehr durch mithelfende Familienangehörige erfolgt. Im
Osten ist die Anzahl der fremden Arbeitskräfte doppelt so hoch wie die der Familienangehörigen.
 Für beide Gebietsgruppen ergibt sich, daß mit zunehmender Betriebsfläche
die Zahl der ständigen fremden Arbeitskräfte auf Kosten der mitarbeitenden Familiennitglieder
 steigt, während die Verwendung nichtständiger Arbeitskräfte zurückgeht.
Diese Verhältnisse sind aus folyrenden Zahlen zu erkennen:

Übersicht 8

Auf 100 ha Betriebsfläche
 entfallen

in der Besitzeröße

ins- | bis | FE 119 bie/20 bis [50 bis| über
ge- 5 10 en 50 100 | 100
amt ha | *- Ya | ha

N8-Ber

samt

KR

SE

ma
in der Besitzgröße
5 bis 120 bis[20 bis/50 bis| übe
“» £9 * 50 | 100 Zn
» ha ha L_—
18'141

Osten

„Jun

Kinder und mithelfende
Familienangehörige. . .
Entlohnte ständige Hiliskräfte


Arbeitstage der nichtständieen
 Hilfskräfte)

210 |

!
a3 | 381 | 177 8

Die Verschiebungen in den Lohnkosten für fremde Arbeitskräfte stellt die Über”
sicht 9 dar. Die Besitzgröße 20 bis 50 ha erscheint danach als am stärksten mit Löhne?
oelastet. Die Unterschiede in den Wirtschaftsgebieten sind in erster Linie durch die
wechselnde Wirtschaftsintensität bedingt.
        <pb n="393" />
        505

Übersicht 9
Lohnkosten je Hektar Betriebsfläche
in AM

Wirtschaftsgebiet

Nordwestdeutschland ......
Westdeutschland ..........
Südwestdeutschland .......
Bayern... wie
Westen. ...

Schlesien ....0.00.0000000000
Örenzmark .......00.0000000
Östpreußen ............00.
Osten... |

inszesamt


62,9

87,1
72,2
60,7
65.6

In den Besitzgrößen‘
bis | 5 bis 10 ‘10 bis 20120 bis 50 150 bis 100| über
5ha ' ha ha 100 ha
4“

x

6

36,9
36,4
69,6
30 R

“ 694 | 46,7
' 50,1 71,8
64,4 | 63,9
14x * =n5

71,3
107,3
88,9
66.6

66,8
142,3
61,1 |
58,8 |
67.9

39,1
33,3
53,2
39,7

54 3

74,0

91,5
F4,0 57,3
788 | 57,2 | 62,5

Verschuldung. — Da die Verschuldung der Betriebe in den einzelnen Wirt-Schaftsgebieten
 sowohl je Flächeneinheit wie auch je 100 A. Einheitswert festgestellt
Werden soll, sei die nachstehende Übersicht über die Einheitswerte diesem Abschnitt vorauUsgeschickt.


Übersicht 10

Einheitswert 1928 je Hektar und in vH des Wehrbeitragswertes

N

Wirtschaftsgehieat



Nordwestdeutschland.
 N
West.
deutschland. .
Südwest.
deutschland. .
Bayern...
Westen ....
Schlesien .... 2.
Ürenzmark ....
Östoreußen . 4
Osten ...ı

insgesamt

in den Besitzgrößer
&amp;gt;} 96 ha 920 bias 50 ha

bis 5 ha

5 hia 106 h-AO

 his 100 hal über 100 ha

ie ha

in
vH!

ieha ı in
a4 VB

LS

.2
vH

je ha
7a

in
vH

je ha ] in
an
34 A}

je ha in
u vH
1a 78

je ha , in
PT vX
14 15

AM

Fa

‚oem 79,61 861.0} 72.4| 964,3| 70.4) 200,1] 20,6] 409.1] 68,1
, N
1 546,4) zul 1 6017| 71.2] 1256,3] 65,11 1 272,3) 74,3) 1 496,9) 69.4] 2.280.6) 74.3]

} 1
Ve 42] 2020,4 14 14474 85,2!
797,0 65,61 991.8! 71.9° 891,8 60,9
916.3 71.7! ı 644.7 81.0’ 12212 74,6'

1 U 84,5
938,6! 71,5'
1044.21 77.1!

033,2| 78,6!
792,7] 65,8'
940.5 70.1!

7694 46 1 754,4| 98,0
726,1! 62,61 456,71 58,1
843.2 69,31 558.5 72,2

1 233,8| 67,9| 1206 nl 67.71 + 772 11934! 4,1 257,4 68,3] 044,2| 73,0 .„I—
607,2| 69,0 759,4| 57,1 598,11 51,9, 542,3! 61,6| 677,5 74,0] 688,6 81,3
748.01 68,21 I— | 831,7] 90,4 2 = 690,4! 62,7] 749,8 69,4| 796,0 70,9
A Lk f n [Z bier m [&amp;gt; (nes Sm A Tara | | fm
812.0 68.1! ı 2000: 677] 1 130.3 +70| 996.4! 63.11 874.0! 64,9| 749,7 70,0 7797 72,1

Die Übersicht 11 gibt für beide Gebietsgruppen die Verschuldungsfälle in den ver-Chiedenen
 Besitzgrößen an. Neben der Tatsache, daß mit zunehmender Besitzfläche
die Zahl der Verschuldungsfälle steigt, zeigt sich im Osten ein viel größerer Umfang
der Verschuldung als im Westen. Bezüglich einzelner Schuldarten sind im Westen die mit
“Unehmender Besitzeröße steigenden Wechselschulden besonders bemerkenswert.
        <pb n="394" />
        . 506

Übersicht 11

Besitzerößen

Von 100 Betrieben sind verschuldet
im Westen

Mit

ins-Be-



Aufwer-


 ı
den

neuen
Hyno-;heken-




son- Wechstigen
 gel-Schul-
 | schulden
 | den

iNS-Z6-



im Osten |
mt

Auf- | neuen
WEeT- Hvypo-‚ungs-
 | thekenichul-
 | schulden
 den

8ON- Wechstigen
 sel-Schul-
 | schulden
 den

*
8.

bis 5ha.......
5» 109 vw0w004
10» 20 9 veww0nn
20.» 50 9 2000000
50 » 100 » 2.00.00.
über 100 » .......
insgesamt.... | 78,3

20,0
21,7
25,5
32,5
Kai

30,0

23,6
30,5
37,9

63,8
54,7
57,8
62,1

5,6
5,9
13,4
20,0
6,2
40

15,0

84,2
86,2
88,7
96,9
052

a)

526 | 4221 | 31,6 | 47,4
58,0 40,0 | 42,0 ! 42,0
53,5 | 42,3 | 444 535
59,4 | 51,6 | 281 65,6
57.1 23.8 524 381
56 | 424 | 80.1 | 52,5

Der Anteil der verschuldeten Betriebe, der im Osten höher liegt als im Westen, ist
am größten in Ostpreußen und am geringsten in Südwestdeutschland. Dabei spielen
die einzelnen Schuldarten eine ganz verschiedene Rolle. So 1äßt sich nicht nur iM
bezug auf die Neuverschuldung mit Hypotheken sagen, daß diese im Osten umfangreicher
ist als im Westen, sondern es kann dasselbe auch für die Vorkriegsverschuldung auf
Grund der Aufwertungsfälle festgestellt werden. Ein weiterer Unterschied zwischen beiden
Gebietsgruppen besteht noch darin, daß im Westen das Schwergewicht bei den Warenschulden
 liegt, dagegen im Osten den Wechselschulden eine ganz erhebliche Bedeutung
zukommt.
Die Übersicht 12 gibt die Schulden je Hektar Besitzfläche an. Im allgemeinen läßt sich
in den einzelnen Wirtschaftsgebieten feststellen, daß die Verschuldung mit zunehmender
Besitzfläche sinkt. Die Unregelmäßigkeiten dabei beruhen vornehmlich auf hesonderen
natürlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen.

Übersicht 12

Wirtschafitsgebiet

Schulden je Hektar Besitzfläche
in AM

inszesamt


in den Resitzerößen

bis
ha

5 bis
10 ha

LO bis
20 ha

20 bis |!
50 ha |

50 bis
100 ha

| über
100 ha

X

Nordwestdeutschland.........-Westdeutschland.
 .............
Züdwestdeutschland. ..........
Bayern .....00.000 nee
Westen. ...

Schlesien ....... ..
Örenzmark.......000000 000000
Ostpreußen ......000000000 000
Osten... .J

163,7
27,3
275.3

SEE

237,9

452,2
370,6

IR &amp;amp;

384,3

a al

743,6 367,3
452,6 233,5
779,2 | 365,3
2602 9942

300.2

194,9
720,0
230,3 |
987.6 |

148,0 | 554
975,0 —
30,2 ' 38628
158,1 4.7
1829 1058

564,8
244.5
71 RK

593,7

— 34166

304.5

256,2 |

399,3 —
334,9 659,5
7
— E . 378,1 _ 322,0
— | 731,9 | 362,3 | 3047 | 3138 | 3752
        <pb n="395" />
        — 507 —

Die Aufteilung der Gesamtverschuldung auf die verschiedenen Schuldarten ergibt
in beiden Gebietsgruppen die größte Last für die Hypothekenneuverschuldung. Die ganz
bedeutend höhere Verschuldung im Osten als im Westen gilt für alle Schuldarten.
Auch bei der Gegenüberstellung der Besitzgrößenklassen wiederholt sich ungefähr
dieselbe Rangordnung der einzelnen Schuldarten. An der Spitze stehen die neuen
Hypothekenschulden, dann folgen die sonstigen (Waren-) Schulden und darauf Auf-Wertungs-
 und Wechselschulden. Weiter ist aus der anschließenden Übersicht zu ersehen,
 daß die ha-Belastung an Aufwertungs- und neuen Hypothekenschulden mit
steigender Besitzgröße zurückgeht.

Besitzgrößen

„bis 5ha .......
9» 10» 2.0.0...
10» 20» .......
20 » 50» SEE
50 » 100 » 2......
über 100» . ....
insgesamt....

Schulden je Hektar Besitzfläche
in AM

im Westen
davon

nNsSge-




Auf-Wwer-





neue
Hyposheken-




s0n- | Wechstige
 sel-Schul-
 | schulden
 den

ins-20-



593,7 58,3 256,5
346,6 56,9 130,8
304,5 53,4 130,5
256,2 :a.1 93,7
182,9 1 80,5
105,8 ‚0 48,9
237,9 | 41,3 | 95.2

265,3 136
152,4 6,5 731,9
106,6 14,0 362,3
99,6 | 13,8 394,7
56,7 | 13,8 373,8
45,6 6,3 375,2
1 88,7 127 | 384,3

Übersicht 13

im Osten . Se

davon

Auf-Wer-





nn S0N- ‚ Wech-Hypo-
 | stige gel-‘heken-
 | Sehul- ı schntschul-
 den den
den

9

in

11

65,0 | 60;1
62,7 | 53,6
102,4 52,4
73,1 54,1
137,9 16,0
91.4 | 150,1 | 98,9 | 43,9

Ein ganz anderes Bild über die Verschuldung ergibt aber die Relation zwischen
Schulden und Einheitswert. Der bei der Verschuldung je Hektar aufgezeigte Rückgang
Mit zunehmender Besitzfläche wiederholt sich nicht. Vielmehr steigert sich die Ver-Schuldung
 in derselben Richtung in den meisten Wirtschaftsgebieten. Auch erweist
Sich der Osten wieder bedeutend stärker mit Schulden belastet als der Westen. Es
Sind besonders die Wirtschaftsgebiete Grenzmark und Ostpreußen, die im Gegensatz
Zu den Betrieben in Südwest- und Nordwestdeutschland die höchste Verschuldung tragen.

Schulden in vH des Einheitswertes

Übersicht 14

in den Resitzeräßen

Wirtschaftsgebiet

a

WOtdwestdeutschland. Bere
su deutschland. een
5. Westdeutschland. Ser
ayern .. KH
Westen ....

Schlesien KR ERKER
Örenzmark
Ostpreußen en

Osten ....

Insvesamt


bis | 5 bis
5 ha | 10 ha

10 bis
20 ha

20 bis
50 ha

“

%

“

5

20,2
40,6
229 |
399

63,4 | 34,9 : 349
28,2 | 186 44,4
38,6 / 25,2 21,4
26,3 43,1 28,9
36,1 | 284 | 292 !
36,7 61,2 30,9 36,8
60,6 41,5 43,1 397
49,3 — 87,2 65,8 58,5
47.0 | — | 64,8 | 36,4 | 45:2

20.2
48,1
22,3
36,3
213

50 bis
100 ha

| über
100 ha

8
m

18,5 14,1
42,8 —
3,9 22,1
21,8 53,6
21,7 | 189
38,2 | —
49,4 / 95,8
50,4 40,5
49,8 | 48,1
        <pb n="396" />
        —— 508 —

Die weitere Aufgliederung der Schulden je 100 AM HEinheitswert nach Besitzyrößenklassen
 und Schuldarten läßt die tatsächlichen Verschuldungsverhältnisse weit
besser erkennen als eine Berechnung der Schulden auf die Flächeneinheit.

Übersicht 15

Besitzgröße

ins-Be-



Schulden in vH des Einheitswertes

im Westen

CC ——&amp;gt;—————————
im Östen
davon

davon

Aufwer-





neue
Iypo- sonstige
‚heken- ı Schulzchul-
 | den
den

Wechgel-




„NS-Z8-



Anuf-WEer-





neue
Hypo- sonstige| Wech-;heken-
 | Schul- | selschul-
 | den schulden
 den

A

anna
al
Es

bis 5ha....... 36,1 3,5 15,6 (6,1 0,9 _ — a —h—
5 # LO srmenas 28,4 4,7 ‘0,7 ‘2,5 0,5 64,7 12,8 40,9 5,7 5,3
10» 20» 2000000 29,2 5,1 '2,5 10,3 5 36,4 12,5 12,2 6,3 5,4
20» 50» 20... 27,3 * 52 10,0 10,6 1,5 45,2 11,4 16,1 11,7 6,0
30 » 100 » ....... 21,7 3,8 9,5 6,7 1,6 ı 49,8 11,0 21,9 9,7 72
iber 100 » ....... 18.9 0.9 8.8 8,1 1,1 * 481 10,6 17,8 17,7 2,0
insgesamt .... | 26,0 | 45 | 104! 97 | 14 | 47,0 | 11,2 | 184 | 12,0 5,4

Um die Bedeutung der einzelnen Schuldarten noch stärker hervorzuheben, bringen
die nachfolgenden Zahlen der Übersicht 16 das Verhältnis der Schuldarten zur Gesamtverschuldung
 in den Besitzgrößen zum Ausdruck. Es betragen die Aufwertungsschulden
im Westen 17,3 und im Osten 23,8 vH, die neuen Hypothekenschulden im Westen 40,0
and im Osten 39,1 vH, die sonstigen Schulden im Westen 37,3 und im Osten 25,7 vx
ınd die Wechselschulden im Westen 5.4 und im Osten 11.4 vH der vesamten Verschuldung-Übersicht

 16 Von 100 AM Gesamtverschuldung entfallen

in AM

Besitzgröße

bis 5ha....
ä» 10» ....
10» 20» ....
20» 50» ....
50 » 100 » ....
iher 100 » ....
insgesamt...

im Westen auf

Auf- | „ne i Hr
wertungs- yDO- | SEO
Schulden | theken- | Schulden
schulden

9,8
16,4
17,6
07

43,2 44,7
37,7 ; 44,0
42,9 ; 35,0
36,6 38,8
‘4,0 * 31,0

40.0

TA

Wechselschulden


2,3
1,9
4,6
BA

Im Osten auf

Da

Auf- ı Hypo sonstige | Wechsel
wertungs- | «poken- | Schulden ! schulden
achulden ‘_ schulden

{+

A

a

19,7
34,38
25,2
“1

63,2 | 89 | 8,2
33,6 | 17,3 | 14,8
356 29 1338
248 | 196 14,5
7 36,7 AS
957 114

+

Die Aufteilung der Betriebe nach Verschuldungsstufen in der Übersicht 17 1äßt
srkennen, daß im Westen rund ein Fünftel und im Osten nur ein Zehntel aller Betrieb®
keinerlei Schulden haben. Die geringste Anzahl verschuldeter Betriebe hat Südwest
deutschland, wogegen Ostpreußen am ungünstigsten dasteht. Für die GebietsgrupPfl
ergibt sich dabei, daß im Westen mehr als die Hälfte aller Betriebe mit weniger MM
25 vH des HEinheitswertes verschuldet ist, während die Verschuldung im Osten be
zwei Dritteln aller Betriebe mehr als 25 vH des Einheiteswertee ausmacht
        <pb n="397" />
        N

Wirtschaftsgebiet

Nordwestdeutschland ......
Westdeutschland ..........
Südwestdeutschland .......
Bayern. .... Er
Westen. ...

Schlesien ..........0..0..0..
Grenzmark ...............
Östpreußen ... . 2.0.00...
Osten. ...

— 509 — Übersicht 17
Von 100 Betrieben sind verschuldet
mit
ü | bis 25 |25 bis 50 | 50 bis 75 [75 bis 100| über 100

ins-Ze-



vH des Einheitswertes

3

5

B

„U

83,3
76,0
69,9 |
825

16,7 | 46,9
24,0 34,6
30,1 32,5
17.5 22.6

20,1
18,3
15,8
Le

8,1 37 4,5
7,2 5,8 10,1
96 | 45 | 7,5
13.0 "68 4,9
6,2

78,5 |

2,7 | 31

20,1

88,7 | 11,3
30,5 19,5
3 | 67 24.
89.09 | 10.1 | 25.9

33,0
19,6
22,0
956

17,9 4,7 4,7
14,6 14,6 ] 7,3
20,7 13,3 12,6
18,99 | 104 | 9,1

Zinsbelastung. Mit Hilfe der Aufwertungsschulden ist es möglich, sich eine
Senaue Vorstellung über die Höhe der Vorkriegsverschuldung zu machen. Ein Ver-Sleich
 mit der Nachkriegsverschuldung ist naheliegend. Wenn sich zeigt, daß sich
Auch die Vorkriegsverschuldung ungefähr auf derselben Höhe bewegte wie die jetzige
Verschuldung, so braucht dennoch die Belastung nicht den gleichen Druck für die
Betriebe zu bedeuten. Es ist dafür einmal maßgebend, in welcher Zeit die Ver-Schuldung
 vor sich gegangen ist, und ferner, welche Höhe der jeweilige Zinsfuß erreicht,
der für die Berechnung der Zinsen zugrunde gelegt worden ist. Beide Faktoren sind
bei der Nachkriegsverschuldung äußerst ungünstig. Abgesehen von dem außer-Ordentlich
 schnellen Anwachsen der Schulden nach dem Kriege im Gegensatz zu der
Vorkriegsschuld wirkt sich der hohe Zinsfuß ganz besonders drückend bei den Betrieben
 aus. Die durchschnittlichen Zinssätze lassen sich aus der Übersicht 18 ersehen.
Danach schwankt der Zinsfuß für die Aufwertungsschulden der bäuerlichen Betriebe
(wohl infolge privater Abmachungen) um die gesetzliche Zinshöhe. von 5 vH. Die
Verzinsung der neuen Hypotheken liegt zwischen 7,0 und 8,2 vH. Auch die Zinsen
‘ür die sonstigen Warenschulden liegen auf derselben Höhe. Am höchsten werden die
Wechselschulden — hauptsächlich Warenschulden, für welche Sicherheitsakzepte aus-Sestellt
 sind —, verzinst. Der Zinsfuß schwankt zwischen 9.0 und 11,5 vH.

Durchschnittszinssätze der Schulden
in vH

Übersicht 18

davan für

Wirtschaftsgebiet

ıNSgesamt


Auf- ; He
wertungs- yo
schulden Zn

sonstige
Schulden

Wechselschulden


ö

Vordwestdeutschland RER RER
wStdeutschland..............
Re dwestdeutschland ERIK RER EEE
ern. Seren
Westen...

alte ter
Ürenzmark 1 TC ee
Ostpreußen. Osten...

7,9
6,7
7,7
54

12 ;

6,9
7,0
7,6

5,0
4,9
1,5
18

8,2
7,0
7,8
ZB

' 8,6
7,2
8.4
z8

| 9,2
10,3
9,0
30
9,2
|
8,2 | 11,0
6,5 1 115
7,6 ı 11,1
|
++ 1,1

4,8 ! 7:8
49 7,2
48 | 7,2
3,3 ; 7.8
Ka 7.5
        <pb n="398" />
        — 510 ——

Die Übersicht 19 zeigt die gesamte Zinsbelastung je ha nach Wirtschaftsgebieten und
Besitzgrößen. Im Osten ist die Zinsbelastung höher als im Westen. Beim Vergleich der
Besitzgrößen ist jedoch zu beachten, daß die mit höheren Schuldzinsen belasteten kleineren
Betriebe auch einen höheren Einheitswert haben.

Übersicht 19

Schuldzinsen je Hektar Besitzfläche
in PH

Wirtschaftsgebiet

ins-B6-



bis
5 ha

5 bis
10 ha

in den Besitzerößen

10 bis
20 ha

20 bis
50 ha

50 bis
100 ha

. über
100 ha

8
——

Nordwestdeutschland ......
Westdeutschland ..........
Südwestdeutschland .......
Bayern..... .

Westen....

Schlesien s.0.0000000i00004
GrenZmark ....0.0.0.000000400E
Jstpreußen .............0..
Osten. ...

13,0
12,0 |
21,1
64

63,9 29,2 22,9 15,2 12,0
38,9 | 166 38,8 48,0 40,1
66,0 | 272 18,3 16,2 | 3,5
26.4 29.1 18,0 17,8 9.8

4,7
36,7
14,3
9,0

22,0 17,8
45,1 27,6 31,8 | 324 1 2—
15,8 15,4 14,5 20,3 | 49,0
69,5 33,0 29,9 29,6 23,8
— _L 25
&amp;gt; ] — | 48,7 | 276 | 282 | 287 ı 278

7,2

50,3

26,2

13,2

Steuerleistung. Da ein großer Teil der bäuerlichen Betriebe unter die steuerlichen
Freigrenzen und sonstigen sozialen Bestimmungen der Reichssteuergesetze fällt, ist die
Heranziehung zu den einzelnen Steuern verschieden. Bei den Zahlen der Übersicht 20
ist deshalb zu beachten, daß im Westen die unteren Besitzgrößen stark vertreten sind,
m Osten dagegen von 297 erfaßten Betrieben nur 20 auf die Besitzgrößen unter 10 ha
antfallen. Infolgedessen fallen im Westen mehr Betriebe unter die Freigrenzen der Reichssteuern
 als im Osten. In welchem Maße die Betriebe in den verschiedenen Wirtschafts”
zebieten zur Steuerleistung herangezogen werden, ergibt sich aus den folgenden Zahlen-Ybersicht

 20
Von 100 Betrieben sind belastet durch

m

Wirtschaftsgebiet

Reichssteuern
ins- Ein-7
 t | kommen-765m
 steuer

Vermögen-



Renten- |
bank-7zinsen


Umsatzsteuer


Landesınd
 GenNeinde-


NSgesanı

Kirchensteuer


Zwangs“
abgabor

m—
7
m

Nordwestdeutschland......
Westdeutschland .........
Südwestdeutschland.......
Bayern . “x
Westen. ...

98,8
38,9
33,4
EL

95 4

Schlesien. .....0..0.000000004
ÜrenzZmark ..000000000004
Istpreußen........00.00004
Osten. ... } 99

49,1
37,5
48,2

A655 RR

63,2
52

55,9
33,2
47,1
m

32,0

6,0
3
_

"a

98,6
80,8
90,4
ey

34,9
75,5
85,3
35.2

93.0

87,0

98,1
95,1
97,3
98,3 | 97,3

98,1
97,6
98,7

100,0
‚00,0
‚00,0
‘NO

94,7
96,2
98,9
906

00,0
00,0
00,0
98,5
nn,
99,6

100,0

94,9

100,0 79,2 | 1000
100,0 43,9 | 1000
100.0 54,0 109,0
9540 OR
100.0) 616 | 1000

Im Hinblick auf die Übersicht 21, die die Steuerleistung je Hektar Besitzfläche angibt
verdient besonders darauf hingewiesen zu werden, daß im Osten die Belastung mit
Schuldzinsen über derjenigen mit Steuern liegt.
        <pb n="399" />
        511 —

Üb ersicht 21
Steuerleistung je Hektar Besitzfläche
in PM

Wirtschaftsgebiet

kr

Nordwestdeutschland ......
Westdeutschland „.........
Südwestdeutschland .......
Bayer ee
Westen. ...
Schlesien .......0.000000000
ATENZMATK are
stpreußen ............000.
Osten. ....

ins-XC-





22,3
44,4
37,9
2.1

5,7

34,3
18,8
199

in den Besitzgrößen

bis 5
ha

5 bis
10 ha

10 bis
20 ha

20 bis
30 ha

26,8 23,6
52,5 | 40,7 |
73,3 49,2
26.2 291

21,9
35,3
35,9
19.4

25,2
39,2
34,3 |
19.3

55,1

.&amp;gt;n

151 | 2,1
- 17,5
17.5

34,6
18,1
136

35,0
A

5.1

50 bis
‚00 ha

über
100 ha

5

22,6 | 14,0
66,8 =
27,4 ) 31,3
22,0 11,2
15,9

306 | —
23,1 16,7
20,8 22,3
21,4

Die in Übersicht 22 folgende Aufteilung der je Hektar Besitzläche errechneten Steuer-(leistung
 nach den einzelnen Steuerarten zeigt, daß mit Ausnahme von Bayern in allen
Wirtschaftsgebieten die Belastung der bäuerlichen Betriebe mit Landes- und Gemeindesteuern
 höher ist als die Belastung mit Reichssteuern. Bei den Reichssteuern liegt das
Schwergewicht bei den Rentenbankzinsen. Bemerkenswert ist auch die Höhe der als
Zwangsabgaben zusammengefaßten Beiträge zur Landwirtschaftskammer, Berufsgenossen-Schaft
 usw. Diese hilfsfiskalischen Abgaben sind im allgemeinen höher als die Rentenbankzinsen.


Übersicht 22
Steuerleistung je Hektar Besitzfläche
in AM

davon Reichssteuern

Wirtschaftsgebiet

Vordwestdeutschland e00000
Westdeutschland Sa
Südwestdeutschland .......
Bayern. s ..
Westen. ...
Schlesien aa
STERZMArK er reren
stpreußen . See
Osten. ... |

ins-Ze-
 insamt
 g0-samt


3

22,3
44,4
37,9
20.1

8,0
‘4,2
3,7
26

25,7

58

34.3

m

Einkom-




16
2,8
2,1
zu

2,0

Vernögen-



2,2
3,3
2,6
ı8

2

1“.

Renten- |
bankzinsen


2,8
5,3
3,5
3.1

a

„andesınd
 Gemeinde-


nsgesamı1

Um-3atz-



Kirchen-| Zwangssteuer
 abgaben

10

1,4
2,8
1,5
1,3

9,7
21,2
22.2
8.0

1,3 3,3
2,6 6,4
17 4,2
Ö5 3,0
12 | 36

4

12,1

14,6 0,7 | 5,1
9,1 04 ° 3,3
9,9 0,4 1 25
x 167 | 0,5 | 3,1

rl der folgenden Übersicht ist für die westliche und östliche Gebietsgruppe die est
" “Uerhelastung der einzelnen Besitzgrößen unter Aufteilung nach Steuerarten gegen“ Wr
estellt, Abgesehen von den Unterschieden in der Höhe und in der Entwicklung der
teuerbelastung zwischen den Wirtschaftsgebieten des Westens und Ostens sei noch an-Merkt,
 daß sich die Spannung zwischen den Personalsteuern (Einkommen- und VernSensteuer)
 und den Realsteuern (Landes- und Gemeindesteuern) mit zunehmender
“Sitzfläche stark vermindert.
        <pb n="400" />
        512 —

Übersicht 23

Steuerleistung je Hektar Besitzfläche
in AM

Steuer-‘'eistung!

insgesamt
 l

davon Reichssteuer

Besitzgröße

ins- Einge-
 komsamt
 | Mensteuer


Landesund
 Gemeinde-



Vermögen-

 steuer

Rentenbank-



Um-8atz-



She Zwangssteuer
 !abraben

w

42:

Q

70

1
5» 10» veeerereeen
10 * OF 444er em
20 » BO» een
50 # 100.5 ri wnmennken
über 100 » ©0000
Westen. ...

55,1 9,8
37,7 8,7
28,3 | 7,6
25,2 9,0
24,6 I 10,3
1509 59

2,4
2,1
1,4
1,8
2,7 1
ER

0,9 4.0
11 35
13 3,4
23 | 34
3,0 | 3,1
1 19

2,5
1,6
1,5
1,5
1,5
0.6

33,7
21,7
15,2
11,5
9,9
7.1

3,0 8,6
2,1 5,2
1,3 42
1,1 3,6
1,2 3,2
0.9 2,0
12 3,6

25,7

8,8

20 ı 22

3,2

1.4

12,1

bis 5ha
5 » 10»
10 » 20 »
20 » 50 »
50 » 100 » .
über 100 »

.....

15,1
22,8
28,1
23,7
20,9
153

6,3
8,5
Pa

0,3 2,9
0,6 4,4
0,5 6,4
0,5 3,5
05 3,1
n3 1,7
6023 | 16 | 27 | 15 | 10,7 | 05 3,1

Osten...

Ole:

Aus den folgenden Zahlen, welche die Steuerleistung je 1000 .A.A4 Einheitswert aufzeigen,
 ist ersichtlich, wie die Belastung mit Reichssteuern im Westen und Osten bei ZUnehmender
 Besitzgröße steigt. Die Landes- und Gemeindesteuern dagegen sowie die
Zwangsabgaben bedeuten in Westdeutschland eine mit steigender Besitzgröße geringe!
werdende Belastung. Die Kirchensteuer belastet die bäuerlichen Betriebe ungleich. Obwohl
 beim Vergleich der Gesamtdurchschnittszahlen keine großen Abweichungen zwische?
dem Osten und Westen bestehen, zeigen sich also beim Vergleich nach Besitzgrößenklasseh
stärkere Schwankungen.

Üb ersicht 24

Steuerbelastung auf 1000 ‚AZ. Einheitswert
in AM

Besitzgrößen

bis 5ha.....
5» 10 » ...4..
10 » 20 » .....
20» 50 5 0.0.
50 » 100
üher 16°

insgesamt.

Nsgeamt


33,4
30,8
27,1
26,8
291

28.0

im Westen
davon

Landes-Reichs-
 | u. Ge- Klnhem-| Karangs
steuern ' meinde- | steuer |abgaben
steuern

5,9
7,1
7,3
9,6

20,5
17,8
14,5
12,3

1,8
1,7
12

4,2
41

insgesamt


12,6
20,2
8,2

Reichssteuern


5,6
8,5
a2

10.0

im Osten
davon

ya PA

mr

Da
Landes- M
u. Ge- |Kirehon-| Den
meinde- | steuer |ab5‘
steuern —z
.n }

9,9
10,2
12,8
12,4
Z5
&amp;gt;

0,3 | 2,4
0,5 3,9
05 | 64
06 | 39
07 | 4
05 22
° a
06 | 38

13.0

Die Höhe des Anteils der einzelnen Steuerarten an der Gesamtsteuerbelastung In den
verschiedenen Wirtschaftsgebieten ist erheblichen Schwankungen unterworfen. Es is
mit Ausnahme von Bayern in allen Wirtschaftsgebieten der‘ Anteil der Landes- und
        <pb n="401" />
        —— 513 —

Gemeindesteuern größer als derjenige der Reichssteuern. Auch bei dem Anteil der
Zeichssteuern, welche die persönliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen berücksichtigen.
 ergeben sich größere regionale Unterschiede.

Übersicht 25

Von 1000 A.M Gesamtbelastung entfallen auf

Reichssteuern

Wirtschaftsgebiet

inagesamt


EBinkommen-



Vermögen-



davon

Rentenbank-



Um-Batz-



‚andesu.
 Gemeinde-



Xirehensteuer


Zwangsabgaben


9
———

Nordwestdeutschland......
Westdeutschland .........
Südwestdeutschland.......
Bavern .

Westen....

Schlesien. .......0..000000
Grenzmark...............
stpreußen. .... We
Osten. ...)

358,4
319,4
255,8
420 0

344,6

404,5
316,2
355 6

364,9

71,2
62,9
56,4
19

98,5
74,6
67,4
91.8

27,9
19,6
92,4
15274

60,8
62,3
39,6
229

7,8

86,7

123,9 | 562 ı

121,0 82,1
9,1 50,9
985 73.6

132,1 63
100,6 68,6
1177 65.8

104,6 | 734 | 119,8 ı

£*- |

436,9 |
477,3
387,8
296 4

469,5 ı

424,2
482,7
499 7

476,4 ]

56,1
58,5 |
46,2
235

148,6
144,8
110,2
150.1

46,8 |

139,1

21,9 149,4
23,4 177,7
21,5 123,2
| 136,9

21,8

2. Die Besteuerung gewerblicher Unternehmungen
im deutschen Steuersystem')

Da eine Untersuchung der Steuerbelastung einzelner Gewerbezweige sich mit den
Mitteln der Einkommen- und Körperschaftsteuerstatistik allein nicht durchführen läßt,
St eine besondere Methode auf betriebswirtschaftlicher Grundlage ausgearbeitet
Yorden. Sie beruht darauf, daß man einige wenige Betriebstypen konstruiert, d.h. ihre
teuerlich wesentlichen Merkmale festlegt; für diese Typen werden die Steuern für eine
Anzahl von Städten auf Grund der dort geltenden Steuergesetze und Zuschläge berechnet,
and: zwar grundsätzlich in derselben Weise, wie es die Veranlagungsbehörde in der
Praxis tut. Man geht also von der Einzelunternehmung aus und betrachtet die von ihr
“U zahlenden Steuern als Kosten, die den »Rohgewinn« schmälern. Der Rohgewinn stellt
"ne Hilfsgröße der Untersuchungsmethode dar, die sich aus dem Reingewinn der Unterlehmung
 und sämtlichen laufend zu zahlenden Steuern zusammensetzt. Alle übrigen
Kosten (Materialkosten, Löhne, Gebühren und Beiträge, Gelegenheitssteuern) sind im
Rohgewinn hicht enthalten; sie gelten als bereits abgesetzt und werden nicht in die Be-“chnungen
 einbezogen. Im einzelnen handelt es sich um die Berücksichtigung folgender
Steuern: Umsatzsteuer, Vermögensteuer, Aufbringungslast, Einkommen- bzw. Körper-“Chaftsteuer,
 Grund- und Gebäudesteuer, Hauszins-' (Gebäudeentschuldung-) Steuer und
*6wWerbesteuer: deren Abzug vom Rohgewinn würde also den Reingewinn ergeben.
u Der Vorliegenden Darstellung liegen zwei Betriebstypen zugrunde; ein kapitalintenn
 7er Betrieb mit 75 vH der Bilanzsumme als Anlagekapital und ein arbeitsintensiver
Betrieb, bei dem fast 60 vH der Bilanzsumme Betriebskapital darstellen. Für jeden
dieser Zwei Betriebe ist ein durchschnittlicher, ein über- und ein unterdurchschnittlicher
Roheewinn als Berechnungsgrundlage angenommen worden: außerdem ist eine Variation

NV x 5 { 4, Berlin 1928). Die in diesem
B 81. »Bosteuerung und Rentabilität gewerblicher Unternehmungen« (Einzelschrift Nr. 4, ? N Mc
dor Athaltenon Pahlınangahen sind im  erentlichen durch neue Berechnungen überholt. Der obige Text bringt die bis:
” a Hauptergebnisse der Neubearbeitung in ihren Grundzügen.
j
Nänzen und Steuern
        <pb n="402" />
        —_ 514 —

veider Typen in bezug auf den Umsatz und entsprechend bezüglich der Lohnsumme in
Betracht gezogen worden. Die steuerlich wesentlichen Abmessungen beider Betriebe zeigt
die Übersicht 26.

Übersicht 26

Abmessungen der konstruierten Untersuchungsbetriebe
(in AAN

| Kapitalintensiver | Arbeitsintensiver
Betriebsabmessungen

Betrieb
-

Grundstücke................-davon:

bebaute ............. kn ERBE C
0 A
Gesamtes Betriebsvermögen (Bilanzsumme) ..............-Eigenes
 Betriebsvermögen... Sa
Schulden ......... r
davon:
Dauerschulden im Sinne der Gewerbesteuer .
Verzinsung der Dauerschulden ...
Umsatz !).....
Löhne und Gehälter 2}......

175 000

125 000

162 500
12 500
500 000
400 000
100 000

112 500
12 500
500 000
400 000
100 000

a
b
a
b
a
b
a
bh

75 000
7500
500 000
000 000
75 000
150 000
26

75 000
7 500
500 000
000 000
250 000
500 000
90
180
15
20

Arbeiterzahl!). ...
Angestelltenzahl!} ...........
Rohgewinne:
durchschnittlich (= 9vH des Eigenkapitals)......
überdurchschnittlich (= 18 » » » Yarawaı
anterdurchschnittlich (== 3 » » » Yes

36 000
72 000
12.030

36 000
72 000
12 000

LE
1) Den Berechnungen sind der Umsatz, die Löhne und Gehälter, die Arbeiter- und Angestelltenzahl einmal mit der kleiner*
Zahl (a), das andere Mal mit der größeren Zahl (b}) zuerunde gelegt.

Diese Abmessungen bilden die Grundlagen für die angestellten SteuerberechnungeP-Ihre
 konstruktive Natur ermöglicht es, sie in dieser Form als in allen Gemeinden bestehend
 zu denken. Es soll aber damit nicht gesagt sein, daß in den betreffenden Gemeinden
 Betriebe dieser Art auch in Wirklichkeit vorhanden sind. Vielmehr verbietet di®
Verschiedenartigkeit der Standortsbedingungen, die errechneten Zahlen als Maßstab
der wirklichen Steuerleistung gewerblicher Unternehmungen in den einzelnen Städten zu
werten; als Maßstab für den potentiellen Steuerdruck hingegen sind sie durchaus auf
schlußreich. .
In diesem Sinne ermöglichen sie in erster Linie einen Vergleich des örtlich verschie
denen Steuerdrucks, wie er durch die verschiedenartige Landessteuergesetzgebung und die
verschiedene Höhe der Gemeindesteuerzuschläge?) hervorgerufen wird. Ferner aber Jäßt
sich nachweisen, wie sich die Änderungen der Steuergesetze und der Zuschläge im Laufe
der untersuchten drei Jahre 1926, 1927 und 1928 ausgewirkt haben. Und schließlich
läßt sich durch Vergleich der Steuerleistungen der verschieden konstruierten BetriebS
typen die Abhängigkeit der Steuerlast von der Betriebsstruktur feststellen. Für den
letzterwähnten Zweck ist neben der rein theoretischen Variierung eine Reihe von Be
triebstypen aufgestellt worden, die die besonderen Verhältnisse einzelner Gewerbezweiß”
zuf Grund betriebsstatistischer Unterlagen berücksichtigen. Die Bedeutung He
steuerlichen Branchenvergleichs soll unten an einem Beispiel gezeigt werden, in dem 0
Steuerleistung des Einzelhandels in Berlin dargestellt wird).

_ ?) Vgl.: Die Realsteuerzuschläge in den deutschen Städten mit mehr als 20 000 Ei i gjahren 1920
bis 1929; in: Beiträge zum Steuerbelastungsvergleich (Sonderheft 7 zu Wirtschaft Sinwohnern im den er Statistisch®”
Reichsamt, Berlin 1930). — % Auszug aus: Die Besteuerung des Einzelhandels im Jahre 1928 lin: Sonderheft 7).
        <pb n="403" />
        — 515 —

In den beiden folgenden Übersichten sind die Steuern für das Jahr 1928 für eine Anzahl
 von Städten zusammengestellt. Für Preußen sind je drei Groß-, Mittel- und Kleinstädte
 mit besonders niedrigen und ebenso viele mit besonders hohen Steuersummen darzestellt,
 ferner ist noch je eine bayerische und je eine sächsische Groß-, Mittel- und
Kleinstadt aufgeführt. Die Übersicht 27 bezieht sich auf den kapitalintensiven, die Übersicht
 28 auf den arbeitsintensiven Betrieb; bei dem ersteren sind die Zahlen nur für den
kleinen, bei dem zweiten nur für den großen Umsatz und bei beiden Betrieben nur für
den durchschnittlichen Rohgewinn aufgeführt.
Ein örtlicher Vergleich zwischen den oben angegebenen preußischen Groß-Städten
 zeigt, daß Berlin und Wiesbaden verhältismäßig niedrige, Königsberg und Glei-Witz
 verhältnismäßig hohe Steuersummen aufweisen. Die Ursache liegt in den unterschiedlichen
 Zuschlägen zu den Realsteuern. Während Berlin an Zuschlägen 200 vH zur
Gürundvermögensteuer, 1000 vH zur Lohnsummensteuer und 425 vH zur Gewerbeertragsteuer
 erhebt. betragen die Sätze in Gleiwitz 275 vH bzw. 3 000 vH bzw. 750 vH. Ähn-Übersicht

 27
Die Steuern des kapitalintensiven Betriebes für das Kalenderjahr 1928 (bei durchschnittlichem Rohgewinn
 und kleinem Umsatz)
(iin ZN

"An

Preußen | Bayern 1

Sachsen

1

. Reichssteuern
‘soweit sie in allen Gemeinden des Reichs gleichmäßig
 erhoben wurden)
1. Umsatzsteuer... .
2, Vermögensteuer .. 4.
3. Aufbringungslast a-GemeindenN..........

Summe I ab-





»

A

1. Landessteuern
Soweit sie in allen Gemeinden jedes Landes
Sleichmäßig erhoben wurden)
1. Staatliche Grundsteuer .....

2, » Haussteuer .
3. Wohnungsbauabgabe . .
4. Mietzinssteuer ......
5. Gewerbekapitalsteuer. . .

Summe Here
Summe I + IT a-Gemeinden!) ... ..
b- » Bin ..
© » AT
d- » SE m

3 750

4 935
2 456
2525
2 601
2670
7 30

B 141
8210
B 286
8 355
BR A424

187

2803

4
«

"90
431
I 500
— 12 591 .
FT 645 | 12660 |
H 714 |

4230

404
279

i 962

H 151

©) A: $ äron sich die örtlichen Verschiedenheiten bei
ler an 8 den landesfinanzamtlich verschiedenen Bewertungsvorschriften erklären sich die örtlichen Verschiedenhelten be
DC Sleichmäßig erhobenen Aufbringungslast. Die Memelnden sind unter III der Übersicht entsprechend mit a, b
ANZzeichnat.
        <pb n="404" />
        — 516 —
Noch: Übersicht 27
Noch: Die Steuern des kapitalintensiven Betriebes für das Kalenderjahr 1926
(bei durchschnittlichem Rohgewinn und kleinem Umsatz)
Gin AM)

[II, Sämtliche Steuern

Vom Rohgewinn unabhängige
Steuern

in den einzelnen Gemeinder
verschieden hohe
Beträre

Gemeinde

(1
a

Summe
L+I1

Ge- |Kirehen-| meindemeinde-
 | bau- ewerbe-Grund-
 ' umlage ' kapitalınd
 Ge- zur Ver-' (K) oder
bäude- , mögen- -Lohnsteuer
 | steuer 3ummen-(L)steuer


2

ö

Preußen
Berlin........4..4444. GI) | b9)
Wiesbaden............ G ve
Hannover ............ € d
Oberhausen ........... G !b
Königsberg 1. Pr....... G 'd
Heiwiltz.............. 0 bh
Bielefeld.........
TEE a ren LEER
Hildesheim ...........
Wattenscheid .........
Recklinghausen .......
Ratibor ...

11 500
11714 |
' 645
„500
1645
{1.500

974
853
741
218
298
| 387

1 750
X 1343
X 15852
Li 1947
K 2413
_, 2359

11645
11.500
11645
11.500
11.500
11.645

731
974
986
L 461
1218
| 724

&amp;lt; 995
K 1373
K 1330
4 2167
U 3186
K 5267

Fulda ,.....
Wilhelmshaven ........
Paderborn ..........00
AED iu
Waldenburg ........00
Weißenfels...

d
a
d
d
d
d

11645 1 150
11431 974
11645 1218
11.645 974
11645 | 1.705
11645 1218

4 310
K 1380
K 728
L 1878
L 2250
K 4657

Bayern
München ............. Gl)
Kaiserslautern ........ M
Schweinfurt. .......... K

d
6
d

12 660
12 591
12 660

1022 58
1024 9%
10281 116

K. 1884
K 1892
K 1896

Sachsen
Leipzig ......0.000000001 GN
Zwickaul........... x
Freital ... N ©

A

11151 538 —
11151 | 645 —
11.151 645 |

K 505
K 606
K 606 |

A

Vom Rohgewinn abhänegige
 Steuern

Steuern
insgesamt
(Sp. 3 bis 9)

Staatl, ! Ge- N
Ge-  meinde- | Körperwerbe-
 gewerbe-| schaftsrtrag-
 ertrag- | steuer
steuer ! steuer

linvH
des
Roh-Bew.

34
ge

o
aan

9

‚0

2265
2151
2427
3.156
3.350
3 507

4 488
4.374
4112
4022
3 844
3 836

19.977) 55,5
20 435| 56:8
21477) 597
21 843| 60,7
22 550| 62,6
27 580) 62,8

1474
2.197
2.303
3.107
2810
3.065

4618
4378
4.334
3.940
3844
324€

19463| 54,1
20422| 56:7
20 598| 57,2
22175) 61,6
22 558| 62,9
24.947} 69:3

2215
1605
1.947
2 961
3 461
32322

4522 19842
4508 19898
4478 20016
4094 21552
3774 22835
3418 | 24 260

55,1
55,3
55,6
59,9
63,4
67,4

251
253
251

569
575
572

2 659
2724
2735

19.103| 53:1
19 .155| 53:2
19958) 530

337
333
333

422 49%
500 ] 4 940
O0 | 4040

17949 4909
18 175) 505
181751 50,5

1) G = Großstadt (über 100 000). M = Mittelstadt (über 50 000), K = Kleinstadt (über 25 000 Einwohner). — 2) Vgl
Anm. 1 auf der vorigen Saite.

lich ist es bei Wiesbaden einerseits, Königsberg andererseits. Die hohen Zuschlagssätze
zur Gewerbesteuer sind charakteristisch für die Industriegemeinden, und hier heben sich
wieder die Bezirke der Montanindustrie dadurch heraus, daß sie besonders hohe Lohn
summensteuern haben. Wie Gleiwitz in Oberschlesien, so weisen beispielsweise Wattelsceheid
 und Recklinghausen im Ruhrgebiet ähnlich hohe Sätze von 2600 bzw. sog?
1000 vH auf.
Die Höhe der Gewerbesteuern und vor allem der Lohnsummensteuern in den Industrie
zemeinden gibt einen Hinweis für die Erklärung der örtlichen Steuerdifferenzen. Den
Gemeinden mit einer stark entwickelten Industrie und mit einer großen Arbeiterzahl
entspringen daraus besonders hohe Lasten. Und zwar bestehen diese Lasten auch, wen»
lie Rentabilität der Industrie gering ist, ja in Krisenzeiten sind sie sogar hesonder®
        <pb n="405" />
        — 517 —
hoch. Aus diesem Grunde sind die Gemeinden, gezwungen, gerade die Realsteuern auszunutzen,
 die ja zum Teil, wie beispielsweise die Lohnsummensteuer, auf die Rentabilität
 der Unternehmung keine Rücksicht nehmen. Schon aus diesen wenigen Zahlen geht
die Wechselwirkung zwischen Lastenverursachung bzw. Gemeindebedarf auf der einen
Seite und Höhe der Gemeindesteuern auf der anderen Seite hervor.
Während die Besteuerungsunterschiede innerhalb Preußens fast ausschließlich auf der
verschiedenen Höhe der Realsteuerzuschläge beruhen?), muß bei einem Vergleich mit den
außerpreußischen Städten auch auf die abweichenden Landessteuergesetze eingegangen
Werden. Zuerst fällt auf, daß von den aufgeführten Gemeinden die außerpreußischen
durchweg eine geringere Steuersumme aufweisen als die preußischen. Während in Preußen
 die niedrigste Steuersumme in Vomhundert des Rohgewinnes beim kapitalintensiven
Betrieb Bielefeld mit 54,1 zeigt, lauten die Höchstzahlen in Bayern 53,5 (Schweinfurt)
und in Sachsen sogar nur 50,5 (Zwickau und Freital). Auch bei Heranziehung der
Zahlen für den arbeitsintensiven Betrieb verschiebt sich das Bild nur wenig. Zur Er-Übersicht

 28
Die Steuern des arbeitsintensiven Betriebes für das Kalenderjahr 1928 (bei durchschnittlichem Rohgewinn
 und großem Umsatz)

(in ZA)

(. Reichssteuern
‘soweit sie in allen Gemeinden des Reichs gleichmäßig
 erhoben wurden)
1. Umsatzsteuer... +:.
2. Vermögensteuer .. a4.
3, Aufbringungslast a-Gemeinden?)..........

IL. Landessteuern
(Soweit sie in allen Gemeinden jedes Landes
Zleichmäßig erhoben wurden)
1. Staatliche Grundsteuer..............
2, » Haussteuer .
3. Wohnungsbauabgabe .
4. Mietzinssteuer ......
5. Gewerbekapitalsteuer. . ..
Summe II ...........,. ..
Summe I + IX a-Gemeinden?) .. .. ...
KR mes?
d- » ES MEERS
- » Se

Preußen |

34.9

ı 944

.—

+

241
14 540
14 586

Bayern |

7 500

1.955
2639
2623
2.739
2792
2 8238

12 094
12 148
12 194
12.2487
19 907

55
318
ER

a9

‚5 67

Sachsen

309

1358
479
2146
14.393

vord pi 4 die Untersehis Io, die sich aus den abweichenden Einheitswerteätzen für 2. 1. 1925 oxgoben, soll hier nicht eingegangen
°0, da im Jahre 1924 nur noch die Aufbringungalast davon berührt wurde. — ?*) Vgl. Anm.
        <pb n="406" />
        — 518 —
Noch: Übersicht 28
Noch: Die Steuern des arbeitsintensiven Betriebes für das Kalenderjahr 1928
(bei durchschnittlichem Rohgewinn und großem Umsatz)
[IXI. Sämtliche Steuern (in AM)

Vom Rohgewinn unabhängige
Steuern

Gemeinde

Summe
[+ IT

in den einzelnen Gemeinden
verschieden hohe
Beträge

Ge- Kirchen-!
neinde- bau-Grund-
 umlage
ınd Ge- zur Verbäude-
 mögensteuer
 ! steuer

Gemeinde-



 oder
-Lohnummen-

 steuer

=

Vom Rohgewinn
abhängige Steuern

Staatl.
Gewerbe-




Gemeinde-
 '
gewerbeertrag-



Körperschaft-



Steuern
insgesamt
{Sp. 3 bis 9)

|invH
des
Roh-89W:

11

10

Preußen

Wiesbaden. ..........0
Hannover .........0.00
Berlins..000.000000000
Königsberg 1. Pr.....1. |
Jberhausen ...........
GleiwitZ ....0..00000.0.000 6
Bielefeld ............0
Tieren nnnen
Hildesheim .........0.0
RatibOr ....0.000.000000
Wattenscheid ......... }
Recklinghausen ......
Paderborn ....... 2.
Wiülhelmshaven........
Fulda s..0000000000000
Weißenfels............
5111 DS
Waldenburg .... .. 2... 7}

U)

2?
d

14 586 611
14 540 1223
4441 698
14540 | 924
‚4 441 873
4 441 1 007

\

14540 524
‚4441 698
14540 707
14540 1241
14441 1047
14441 873
14540 873
14387 ° 598
14 540 | 324
14540! 873
14540 698
14540 | 1222

,
h

A

I

d

Bayern
München .........0.... G
Kaiserslautern ........ M
Schweinfurt........... K

d
6
d

15 633
15580
15633

710
77
714

59
8
H7

&amp;lt; 1566
&amp;lt; 1810|
, 5000
© 3508
Rn 1290)
", 15785
Z 1160
X 2243
£ 2244
X 6662
L 14470]
L 21260

X 5
X 2652
4 2065|
K 5429
L 12 525|
L 15000

K 2225
g 2235|
K 2239

226
227
226

1935
2194
1725
2.900
1 592
' 431
1329
‚924
2016
2571
1 403
598

1 766
\ 382
| 887
2876
1 542
1 486

513
517
515

3850
3636
3218
3216
1612
1 068

22 548| 62,6
23403! 65,0
25082] 69,7
25.088| 69,7
31 498| 87,5
33 682] 93,6
4080 21633! 601
3728 23034) 64,0
3688 23195| 64,4
2588 27602| 76,7
1318 32679] 908
15€ 37 328| 103;7
3984 22012] 61,1
3766 228851 63
3726 | 23042 64.0
2846  26564| 73:8
1730 31035| 86;
1140 | 33388! 92,7

2610
2 669
2 682

21976| 610
22.037) 614
59 1061 616

Sachsen

LeipPZlE a rn PP
ZwWickau.............. M
Freital ............... K

d
A
A

14.393 zz 599 291 364
14.393 € X n9l 287 | 431
143933! a4! — IK zoll 287! a&amp;amp;ı

4384
4332
* 4332

20417) 56:7
20626) 574
20626) 578

1 1G = Großstadt (über 100 000), M = Mittelstadt (über 50 000), K = Kleinstadt (über 25 000 Einwohner). — 2) A
jen landesfinanzamtlich verschiedenen Bewertungsvorschriften erklären sich die örtlichen Verschiedenheiten bei der
sich gleichmäßig erhobenen Aufbringungslast, Die Gemeinden sind entsprechend mit a, b usw. gekennzeichnet.

klärung dieser Differenzen ist einmal zu berücksichtigen, daß die Hauszinssteuer für
Grundstücke, die vom Eigentümer zu gewerblichen Zwecken verwendet werden, in
Sachsen stärker herabgesetzt werden kann als in den übrigen Ländern. Im Gegensat/
dazu ist in Bayern diese Steuer besonders hoch, weil sie in zweifacher Form, als Wohnungsbauabgabe
 und als eigentliche Hauszinssteuer, mit Beträgen erhoben wird, die
jeder für sich dem in Sachsen erhobenen Betrag nahekommen; dabei sind auch die
(staatlichen und städtischen) Grund- und Gebäudesteuern in Bayern durchweg noch
höher als in Sachsen. Besonders augenfällig aber werden die Differenzen bei der Gewerbe
steuer. Die beiden behandelten Betriebe hätten bei der (staatlichen und städtischen) Ka
nitalsteuer in Bayern fast dreimal soviel zu zahlen wie in Sachsen und übertreffen da-
        <pb n="407" />
        519 —
mit auch die entsprechenden Betriebe in vielen preußischen Gemeinden. Dafür stehen
aber die sächsischen und bayerischen Gemeinden annähernd gleich bezüglich der zu zahlenden
 Gewerbeertragsteuern, während diese in Preußen so hoch sind, daß sie eine
etwaige Minderbelastung bei Kapital- und Lohnsummmensteuer gegenüber Bayern nicht
nur wettmachen, sondern schließlich eine besonders hohe Gesamtbelastung verursachen.
Hervorzuheben ist noch, daß im Gegensatz zu Preußen die Gemeinden innerhalb Sachsens
und Bayerns nicht so hohe Differenzen untereinander aufweisen, weil in beiden Ländern
das Zuschlagsrecht der Gemeinden und Gemeindeverbände eng begrenzt ist.
Wie sich der zeitliche Vergleich der drei Jahre untereinander stellt, zeigt die
folgende Übersicht 29, in der der Kürze halber nur Hannover, München und Zwickau als
Beispiele für besonders starke Veränderungen dargestellt sind; die Übersicht bringt die
Taken für den kapitalintensiven Betrieb bei durchschnittlichem Rohgewinn und kleinem
msatz.

Übersicht 29

Veränderung der einzelnen Steuern des kapitalintensiven Betriebes (bei durchschnittlichem Rohgewinn
 und kleinem Umsatz) für die Kalenderjahre 1927 und 1928 gegenüber 1926

1926 — 100

in

'abr

Um-8atz-



2

Aufbrin-




Ver- |
mögensteuer


Grund- und
Gebäudesteuer
staatl, | städt.
5

Haus-Zins-



7

__._._ Gewerbesteuer
Kapitalsteuer al _Ertragsteuer
staatl. | städt. | staatl. | städt,
8 1 9 220 | u

Körper- .
schaft- Steuersteuer
 | Summe

13

Hannover

‚926 1 100 | 100
927 | 92,3| 202,4
928 | 92,3 | 218,1

100 100 100
133,3 | 100 163,2 '
147,6 | 100 163,2 '

1007 — 100 — 100
105,1 | — 104,1 | — | 120,0
105,1 1120| — 122,0 |

100 *) 100
90,5 | 111,7
89,0 | 114,1

München

926
1927
928 |

‘00 * 100
| 192,2
92,3 | 207,1

‘001
126,6
140,2

100 | 100
100 | 104,8
ı 99,6 | 104,8

Wohnungs-
  Miet- |
hau- | zins- |
ab- Isteuer
abe
00 [100 |
40,9! 137,5
154.5/150.0

100
125,7 |
125.7

100 ı 100
131,6 | 85,9
131,6 84,2

100 100 100
89,8 87,5 113,9
88,1 85,2 117,5

Zwickau

926 100 | 100 | 100 | 100 ‚100
927 | 92,3] 1922| 1266| 1247 | 156,0
928 | 92,3 | 207,1 | 140,1 | 143,3 | 215,0

100 100 100 100
180,1 100 125,0 92,0
210,1 100 | 150,0 88,6 |

100 100 100
114,9 | 92,8 | 112,8
133,0 | 89,7 | 118,5

(92 "tlich erkennbar ist hier einmal die Herabsetzung der Umsatzsteuer am 1. April
la 5 von 1 auf 0,75 vH. Auffällig vor allem aber ist die Erhöhung der Aufbringungs-3
 und der Vermögensteuer. Bei der Aufbringungslast ist eine starke Erhöhung der
A Ze von 3,5 vT auf 7,1 vT in 1927 bzw. 7,65 vT in 1928 zu verzeichnen, bei der Ver-Sögensteuer
 1926 wirkt sich die Ermäßigung der ursprünglich veranlagten Beträge um
)n Viertel aus. Für beide Steuern kommt aber außerdem noch in Betracht, daß die
mn Zugrunde liegenden Einheitswerte Änderungen erfahren haben. Im Jahre 1927 trat
üämlich gegenüber 1926 eine Ermäßigung für diejenigen LFA.-Bezirke ein, die bei der
Tsten Einheitswertfeststellung 1925 den damaligen Höchstsatz in Anwendung gebracht
ätten (z.B. LFA. München und Leipzig, daher in München und Zwickau geringere Er-
        <pb n="408" />
        — 520 —

höhung der beiden Steuern). Bei der Neufestsetzung der Einheitswerte für den 1. Januar
1928 erfolgte eine Höherbewertung, die sich jedoch auf die Aufbringungslast des Jahres
1928 nicht ausgewirkt hat. weil dieser dieselben Werte wie 1927 zugrunde gelegt wurden.

Hinsichtlich der Landessteuern zeigt sich einmal in Bayern und Sachsen die Ernöhung
 der Sätze der Hauszinssteuer. Ebenso kommt bei den Zahlen für Zwickau die
Erhöhung des Satzes für bebaute Grundstücke von 2,4 auf 3 vT im Jahre 1927 in Sachsen
 zum Ausdruck; auf diese Steigerung ist aber außerdem die Veränderung der zugrunde
 liegenden Einheitswerte von Einfluß gewesen. Bei der staatlichen Gewerbekapitalsteuer
 in München wird deutlich, daß in Bayern 1926 nur drei Viertel des Gewerbekapitals
 der Steuer unterworfen wurden.

Abgesehen von diesen landesrechtlichen Bestimmungen ist aber die Veränderung deı
Realsteuerzuschläge von ausschlaggebender Bedeutung. Ihre Höhe in den drei behandelten
 Städten ist aus der folgenden Übersicht 30 ersichtlich.

Übersicht 30
Die Realsteuerzuschläge in Hannover, München, Zwickau in den Rechnungsjahren 1926 bis 1928
in vH des Steuergrundbetrages

Hannover

München

Zwickau

Des _
CE
EU
1926 20000000. 0e
1927—1928 ......
2 ar
(27 ka ran ua
1928 ;

Grundsteuer

bei | bei unbebauten
 | bebauten

Grundstücken

2251)
375
375
648
678
100
125 |
150

150
150
150
648
678
100
125
150

Haussteuer



Gewerbesteuer)

vom
Ertrag ı Kapital

| von der
Lohnsumme


360
475
490
433
453
100
125
150

660
725
780
433
453
100
“25
EA

1) Bei Hannover sind in den Zuschlägen zur Gewerbesteuer Berufsschulbeiträge enthalten. — ?) 1, April bis 30. Jun
1926: 150 vH, 1. Juli 1926 bis 31. März 1927: 250 vH.

Diese Übersicht erklärt die Steigerung der städtischen Grund- und Gewerbesteuer in
Zwickau mit der Erhöhung der Sätze von 100 (1926) auf 125 (1927) bzw. 150 vH (1928):
Bei München sind nur geringfügige Steigerungen der Zuschläge vorhanden, während in
Hannover sowohl die Grundsteuer als auch die Gewerbesteuer wesentliche Erhöhungen der
Zuschläge zu verzeichnen haben. Es ist aber zu beachten, daß bei der Gewerbeertraß”
steuer die Beweiskraft der in der Übersicht 29 angegebenen Zahlen vermindert ist; Ver
änderungen dieser Zahlen brauchen nämlich nicht auf Änderungen der Steuer- oder ZW
schlagssätze zu beruhen, sondern können ihre Ursache in der Verschiedenheit der Steuer“
bemessungsgrundlage haben. Da ja die Untersuchungen den Rohgewinn als gleich an’
nehmen, muß wegen der unterschiedlichen Höhe der abzugsfähigen Steuern der verble}
oende Ertrag verschieden sein. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Körperschaft
steuer: die Zahlen für diese zeigen einen Rückgang, obgleich sich die Erhebungsformer m
keiner Weise geändert haben.

Der Vergleich der Zusammenhänge zwischen Besteuerung und Betri® b8-struktur
 wird auf zwei Beispiele für Hannover und Berlin für das Jahr 1928 beschränkt.
 und zwar werden in den Übersichten 31 und 32 alle aus der Übersicht 26 ersicht
        <pb n="409" />
        — 521 —
lichen Variationen der Betriebsabmessungen berücksichtigt. Dabei wird die Gesamtsteuersumme
 in folgende vier Gruppen aufgeteilt:
1. Gewinnsteuern, das sind Einkommen- bzw. Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer,
 die im allgemeinen nur beim Vorhandensein einer Rentabilität erhoben
werden;
2. Vermögensteuern, das sind Reichsvermögensteuer, Aufbringungslast, Grund- und
Gebäudesteuer und Gewerbekapitalsteuer, die ohne Rücksicht auf Beschäftigung
und Rentabilität des Betriebes erhoben werden (fixe Kosten);
Sondersteuern, das sind Hauszinssteuer, Umsatzsteuer und Lohnsummensteuer.
Von diesen gehört betriebswirtschaftlich gesehen die Hauszinssteuer genau SO wie
die Vermögensteuern zu den fixen Kosten, da sie auf die Rentabilität und den Geschäftsgang
 des Betriebes keine Rücksicht nimmt. Im Gegensatz dazu stellen die
beiden anderen Sondersteuern proportionale Kosten dar, da ihre Höhe im Zusammenhang
 mit dem Umsatz bzw. dem Beschäftigungsgrade des Betriebes steht.

Übersicht 31
Die Steuern aller Untersuchungsbetriebe für Hannover im Kalenderjahr 1928
Steuersumme

Betrieb

1. Kapitalintensiver
Betrieb
a) kleiner Umsatz
Dürchschnittlicher
„Röhgewinn.......
Jberdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .
Unterdurehschnittlicher
 Rohgewinn. .
b) großer Umsatz
Durchschnittlicher
Rohgewinn Wehen
Überdurchschnitt-„licher
 Rohgewinn
Unterdurehschnittlicher
 Rohgewinn. .

2, Arbeitsintensiver
Betrieb
a) kleiner Umsatz
Durchschnittlicher
„Rohgewinn.......
Jberdurchschnitt-_
 licher Rohgewinn. .
Interdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .
b) großer Umsatz
Vurchschnittlicher
„ Rohgewinn.......
Überdurchschnitt.
„licher Rohgewinn. .
Tnterdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .

Hauszins- | Umsatz- * Lohnsumsteuer
 stener menstauer

Betrag

a8:
SL Be-=

zB | trag
#31
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} .
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5 830) 24.018.129 34,7| 1944| 8,3| 7500| 82,1
15601) 47,0] 8.129) 24,5 1944| 5,91 7500| 22,6]
83| 0,5 8129| 46,0 v4 11,0| 7500 42,0)

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in

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1
E88
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AH
ne a ke

21 477] 59,7| 4,3 | 5,4 | 4,3
31 240] 43.4 6,2 | 7,8 6,2
15223| 226.9) 3.0 138 13,0

na zu 67.3) 2.4 | 6,1 4.8

33982] 47,2] 8,4 8,5 | 6,8
— 1 48218] 268.00 19 | 47 | 3,7

20 672) A 4.1 | 52 | 4,2
30443l 42,31 6,1 [616,2
mol nıedl 2.8136 | 2,8

23 4038 65,0) 2,3 5,9 4,7
33 1174| 46,1} 3,3 | 8,3 | 6.6
17 656| 147,17] 2,8 | 4,4 | 3,5
        <pb n="410" />
        — 522

Übersicht 32
Die Steuern aller Untersuchungsbetriebe für Berlin im Kalenderjahr 1928
Steuersumme

Gewinnsteuern


Betrieb

Lohnsumn
 x mensteuer
Be- ©: Be- 6&amp;amp; ze u
trag | BE] trag , MM, | Be- SS Be 8 u! Be
78 53 trag Str Mm trag |
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1. Kapitalintensiver
Betrieb

a) kleiner Umsatz

Durchschnittlicher
.Rohgewinn.......
Überdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .
Unterdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .

b) großer Umsatz
Durchschnittlicher
Rohgewinn.......
Überdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .
Unterdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .

6753| 32,8] 5921| 29,7 2 803| 24,0! 3750| 18,8| 750| 8,7| 19977l 65,51 4,0 15,0
16.2001 55,7] 5921| 20.112 803| 9,513 750l 22,71 750] 2.6l 29433) 40.9) 5.9 17.4

4,0

59

449) 3, 5921| 43,3] 2 8083| 20,5 3750| 27.4) 50] 5,51 BB 673l 112.9) 2,7 | 3,4

0 7

5570| 23.01 5921| 25,4) 2 803| 22,01 7500| 22,211 500] 6,5) 23204) 64,7! 2,5 | 5,8 | 4,7

15027 45.915921! 28.712803! 8.51” 00! 22 911 00)

4) 32 751] A 3,3 8,2 | 6,6

66l 0.4| 5921! 32,31 2 803! 25.8! 7 5001 42.21 500]

8.4| ı7 7901 1483) 18 | 44 | 36

2. Arbeitsintensiver
Betrieb

a) kleiner Umsatz

Durchschnittlicher
Rohgewinn.......
Überdurchschnittlicher
 Rohgewinn
nterdurchschnittlicher
 Rohzewinn. .

b) großer Umsatz
Durchschnittlicher
Rohgewinn.......
Überdurchschnittlicher
 Rohgewinn. .
Unterdurchschnittlicher
 Rohegewinn. .

: 4 1
65841 32,2] 5 605] 27,8| 1 944| 9,513 750) 18,312 500| 12,2| 20473| 56.9l 4,3 | 5,1 | 47
{ ! % 1
| 16041] 52,6] 5695) 29,0) 1944| 6,5! 3750| PP) 500] 8.4] 29930) 41.61 6.0 | 7,5 | 6,0
334) 2,81 5695| 20.0] 1944! 13,7! 3 750! 26.412 500] z7.61 14223 118.5 2.8 1 3.6 | 2,8

KL ; ]
4943| 29,71 5695] 22,7] 1944! 7,81 7500 29,95 000] 29,91 25082| 69,7 2,5 | 6,3 | 5,0
3 ! ! i 1 !
| 14 3991 41,7| 5695) 16,51 1 944‘ 5 7500! 21,715 000| 14,5| 34 538! 48,0} 3,5 | 8,6 | 6,9
| | EM | | ]
—l— [5608 26.3] 1944! 9,7] 7 500) 37,215 cool 24,0} 20 139! ze7.8| 2,0 | 5,0 | 4,0

Es ist übrigens zu beachten, daß in Preußen die unter Nr. 2 aufgeführte Gewerbekapitalsteuer
 und die Lohnsummensteuer (unter Nr. 3) nicht nebeneinander, sondern wahlweise
 erhoben werden. Um den Unterschied erkennen zu lassen, ist neben die Über“
sicht 31 für Hannover (wo die Gewerbekapitalsteuer erhoben wird) die Übersicht 32 für
Berlin (mit Lohnsummensteuer) gestellt worden. Ganz allgemein läßt sich in diesem Zusammenhang
 sagen, daß in Städten mit Gewerbekapitalsteuer kapitalintensive Betriebe,
in Städten mit Lohnsummensteuer arbeitsintensive Betriebe eine zusätzliche Belastung
durch den ergänzenden Teil der Gewerbesteuer erfahren.

Einen ziemlich hohen Anteil an der Gesamtsteuerleistung haben im allgemeinen die
Gewinnsteuern. Besonders hoch ist dieser Anteil naturgemäß bei Betrieben mit übe”
durchschnittlichem Rohgewinn, dagegen tritt er fast vollständig zurück bei den Be
        <pb n="411" />
        — 528 —
trieben mit unterdurchschnittlichem Rohgewinn, bei denen sich nach Abzug sämtlicher
Steuern ein Nettoverlust ergibt. Bei den Betrieben mit großem Umsatz allerdings wird
der Anteil der Gewinnsteuern zugunsten der Umsatzsteuer geringer. -
Die als fixe Kosten anzusehenden Vermögensteuern, zu denen in diesem Zusammenhange
 auch die Hauszinssteuer zu rechnen ist, machen im allgemeinen rund die Hälfte der
gesamten Steuersumme aus. Besonders stark wirken sich diese fixen Kosten bei den Verlustbetrieben
 aus, relativ wenig dagegen bei den Betrieben mit überdurchschnittlicher
Rentabilität. In den Städten, die keine Gewerbesteuer vom Kapital haben, wie z. B. Berlin,
 ist entsprechend auch der Anteil dieser Kostengruppe geringer (vgl. Übersicht 32).
Bei den Sondersteuern, die proportionale Kosten darstellen (Umsatzsteuer und Lohnsummensteuer),
 ist der Zusammenhang mit dem Umsatz deutlich ersichtlich.
Als Maßstäbe für die Steuerleistung sind in den beiden vorstehenden Übersichten der
Rohgewinn, der Umsatz, das Eigenkapital und das Gesamtkapital verwandt worden, indem
 das Verhältnis der Gesamtsteuersumme zu diesen Größen berechnet wurde. Die beiden
 letzten Spalten der Übersichten geben gewissermaßen den steuerlichen Belastungskoeffizienten
 einer Kapitalsumme an, die in verschiedenartigen industriellen Unternehmungen
 festgelegt sein kann. Es stellt sich dabei heraus, daß in Hannover die steuerliche
 Belastung eines Kapitals bei Investierung in einem arbeitsintensiven Betrieb mit
verhältnismäßig kleinem Umsatz am günstigsten ist. Sowohl die stärkere Festlegung
des Kapitals in Anlagewerten (kapitalintensiver Betrieb) als auch die Steigerung des
Kapitalumschlags vergrößern den Belastungskoeffizienten. Die Ursache liegt im ersteren
Falle bei den Grundsteuern, im letzteren bei der Umsatzsteuer. Das Bild wird jedoch
wesentlich verschoben, wenn die betreffende Gemeinde statt der Kapitalsteuer eine Lohnsummensteuer
 erhebt, wie die Übersicht 32 zeigt. Hier steht der kapitalintensive Betrieb
am günstigsten da, aber die Steigerung der Belastung bei Erhöhung des Umsatzes ist
auch hier vorhanden.
Die Höhe des Belastungskoeffizienten ist natürlich auch abhängig von der Höhe der
Verzinsung der investierten Kapitalsumme, wie die Zahlen für den überdurchschnittlichen
und den unterdurchschnittlichen Rohgewinn zeigen; denn mit der Höhe des Rohgewinnes
ändern sich ja auch die Gewinnsteuern. Immerhin ist bei Steigerung des Rohgewinnes
auf das Doppelte nur eine Steigerung der Belastung um höchstens 50 vH in den beiden
Übersichten vorhanden.
„Aufschlußreicher für den Zusammenhang zwischen Besteuerung und Rentabilität sind
die Zahlen, die die steuerliche Belastung des Rohgewinnes angeben. Danach ergibt eine
Steigerung des Rohgewinnes auf das Doppelte eine Senkung der Belastungsziffer um
rund ein Viertel. Bemerkenswert ist, daß bei größerem Umsatz die Senkung größer ist als
bei kleinerem Umsatz, während ein Unterschied zwischen kapital- und arbeitsintensiven
Betrieben kaum vorhanden ist. Das Gewicht derjenigen Steuern, die fixe Kosten
darstellen, macht sich naturgemäß um so stärker geltend, je geringer der Rohgewinn
ist; bei den Betrieben mit unterdurchschnittlichem Rohgewinn zehren sie diesen nicht
nur auf, sondern führen einen Verlust herbei. Wichtig ist aber die Feststellung, daß
auch bei überdurchschnittlichem Rohgewinn in allen aufgeführten Fällen mehr als
10 vH des Rohgewinnes durch die laufend erhobenen Steuern in Anspruch genommen
zn und daß bei durchschnittlichem Gewinn dieser Betrag sogar zwischen 55 und
vH Begt.
_ Wichtig sind schließlich noch die Zahlen, die die gesamtsteuerliche Belastung des
Umsatzes ausdrücken. Bei einfachem Kapitalumschlag errechnet sich diese Belastung
(bei durchschnittlichem Rohgewinn) auf rd. 4 vH des Umsatzes, bei zweifachem Umschlag
auf rd. 2,4 vH; mit Rücksicht auf die Umsatzsteuer und gegebenenfalls die Lohn-Summensteuer
 vollzieht sich die Senkung der Belastungsziffer nicht in demselben Maße
Wie die Steigerung der Umschlagsgeschwindigkeit des Kapitals. en
Die Ausführungen über die Besteuerung des Einzelhandels als Beispiel
für einen steuerlichen Branchenvergleich können hier nur sehr kurz gehalten werden.
In den Übersichten 33 und 34 werden die Steuern von 6 Einzelhandelsbetrieben in der
        <pb n="412" />
        — 524 —

Form der Übersichten 31 und 32 angegeben, woran sich eine kurze Erläuterung schließt.
Bezüglich alles Näheren muß auf das S. 514 genannte Sonderheft verwiesen werden, das
auch die Abmessungen der 6 untersuchten Betriebe enthält.

Übersicht 33
Die Steuern von 6 Einzelhandelsbetrieben für Berlin im Kalenderjahr 1928
auf der Grundlage des tatsächlichen Gewinnes

Betrieb

Warenhaus ‚..|
Kaufhaus.....}
Konsumverein '

Möheleinzelhandel
 ..

Textil- ;
einzelhandel ‚.}
Lebensmittelsinzelhandel
 ..

—
GEWiINNsteuern


GL OH
steuern

Sonderstenuern

.
Oo
5
Ba
s
'
{

Hauszinssteuer


Jmsatzsteuer


Lohnsummensteuer


Gesamtsteuersumme
in vH des

As

RM

5
H-DD

a
;
2
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x

3

m

12

7

pr

16
——

ı 692 732/36, 21]877 6208,77] 1 036 B00[22,18(913 500[29,54/154 000| 3,30] 4674 652| 53,89| 3,34110,25| 4,80
16 389 0 7346)14,58| 14400 1 10 800l27,44| 1440| 2,86] 50375] 55,74) 3,50\17.00| 5,95
1
258614, 1741 9,92] 4176l23,78l 7958la5,82l 1100) 6,26] ı7 ine en 1,60l29,09) 4,28

1 600137 6.

waclı4.251

1536134,20]  675l15,03|

40! 0,89]

4491) 31,87) 4,99 18,71) 4,30

112°

147° pr

768/760 480123,54) 36 1,77] 2039| 29,81 3.20lı8,37) 8,00

520l24,04

201] 9,29! z68135,51) 638129.60) 36) 1,66| 2 163] 31,52) 2,5423.26110,30

X
*) a) = Reingewinn bzw. Rohgewinn ausschl. Rabattguthaben und Wohlfahrtsreserve, — b) = Reingewinn bzW.
Rohgewinn einschl. Rabattguthaben und Wohlfahrtsreserve.

Übersicht 34

Die Gesamtsteuersummen von 6 Einzelhandelsbetrieben für Berlin im Kalenderjahr 1928
auf der Grundlage eines Normalgewinnes

Betrieb

in AM

Gesamtsteuersumme
in vH des

Roh- jo | Eigen- | Gesamtatzes
 .
gewinnes a kapitals | kapitals

Warenhaus ............. -
Kaufhaus... ...........- er eek
Konsumverein s............ Wen
Möbeleinzelhandel .........0000000000000
Textileinzelhandel s.....0.000000000000000
Lebensmitteleinzelhandel . ............ ..

4 549 252
44 697
16925
3.358
1631
1 753

55,50 3,25
65,35 | 3,10
69,69 1,54
63,62 3,73
64,75 | 2,55
70,20 2,06

9,98
15,09
18,40
13,99
14,69 |
18.85

4,72
5,28
4,18
3,28
6,40
8.35

Die in der Übersicht 33 zusammengestellten Besteuerungskennziffern sind nicht ohn®
weiteres vergleichbar. Einmal ist bei den drei kleinen Einzelhandelsweschäften der
Möbel-, Textil- und Lebensmittelbranche zu beachten, daß im Gewinn das Arbeitsentgelt
für die Tätigkeit des Betriebsinhabers und seiner Angehörigen enthalten ist. Aus diesem
Grunde ergeben sich einerseits zu hohe Gewinnsteuern, andererseits eine zu gering®
steuerliche Gesamtbelastungsziffer, weil man den zu großen Rohgewinn als Maßstab
nimmt. Ferner erscheint beim Konsumverein die Belastungsziffer des Rohgewinne®
zu hoch, wenn als Maßstab der Gewinn ohne die Rabattguthaben und die Wohlfahrt®”
reserven genommen wird, die, wirtschaftlich gesehen. Gewinne des Konsumvereins dar“
        <pb n="413" />
        — 525 —
stellen (Ziffera in der Übersicht). Bei Hinzurechnung dieser beiden Posten zum
Gewinn ergibt sich eine wesentlich niedrigere Ziffer (Ziffer b). Um aber eine völlig
ainheitliche Vergleichsgrundlage zu schaffen, ist in der Übersicht 34 der Gewinn bei
allen sechs Betrieben mit 8 vH des Eigenkapitals angenommen worden (Normalgewinn).
Dann ‚ergeben. sich für die drei kleinen Betriebe wesentlich höhere Ziffern, und auch
der Konsumverein überragt nicht mehr alle übrigen Betriebe. Dessen Ziffer ist allerdings
 auch bei dieser Berechnungsweise übermäßig hoch, weil nämlich das formal
ausgewiesene Eigenkapital, von dem die 8 vH berechnet wurden, nur sehr gering ist;
in Wirklichkeit stellt aber auch ein großer Teil der Spareinlagen der Mitglieder nichts
anderes als eigenes Kapital dar, und bei Berücksichtigung dieses. Umstandes würde
sich eine wesentlich geringere Besteuerungskennziffer ergeben. Wenn man vom Konsumverein
 absieht, so steht, bei Zugrundelegung der Ziffern für den Normalgewinn, das
Großwarenhaus als die planmäßig nach kapitalistischen Methoden arbeitende Unternehmungsform
 des Einzelhandels am günstigsten da, während die kleinen Geschäfte
höhere Ziffern aufweisen. Vergleicht man jedoch die Zahlen, die sich auf den Umsatz
beziehen, so weist das Warenhaus die zweitgrößte Belastung auf, während der Konsumverein
 weitaus am besten abschneidet. Das erklärt sich daraus, daß der Konsumverein
hauptsächlich Gegenstände des täglichen Massenbedarfs vertreibt, die ein längeres Lagern
‘hrer Natur nach nicht zulassen und infolgedessen einen besonders günstigen Lagerand
 Kapitalumschlag hervorrufen. Im Gegensatz dazu bedingt die stärkere Kapitalintensität
 beim Waren- und Kaufhaus einen verhältnismäßig hohen Steueranteil am
Umsatz, der nur noch vom Möbelgeschäft übertroffen wird, bei dem die als fixe Kosten
anzusehenden Steuerarten eine besonders starke Belastung des im Verhältnis zum Kapital
geringen Umsatzes darstellen.
Genau das umgekehrte Bild ergibt sich, wenn man die Steuerleistung auf das Gesamtkapital
 bezieht. Dagegen ist die Reihenfolge etwas anders, wenn man die auf das
Eigenkapital bezogenen Kennziffern heranzieht. Hier bewirkt der verhältnismäßig hohe
Anteil des Eigenkapitals beim Warenhaus, daß die betreffende Steuerziffer besonders
gering ist.
_Faßt man die Erkenntnisse dieses steuerlichen Branchenvergleichs unter Berücksichtigung
 der Anteile der einzelnen Steuergruppen an der Gesamtsteuersumme (Über-Sicht
 33) zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: Die kapitalintensiven Betriebsformen
Weisen eine Vorbelastung durch die Vermögensteuern auf‘), wie vor allem die Ziffern
für das Warenhaus, sehr deutlich aber auch die für das Kaufhaus und die für das
Möbelgeschäft beweisen. Beim Konsumverein dagegen wird die Vorbelastung sowohl
durch Steuererleichterungen als auch dadurch aufgehoben, daß die Sparguthaben als
Fremdkapital gelten. Der Anteil der Umsatzsteuer an der Gesamtsumme liefert eine
Kennziffer für die Umsatzintensität der Betriebe. Besonders deutlich hebt sich dabei
der Konsumverein auf der einen, das Möbelgeschäft auf der anderen Seite ab. Zwischen
Seiden Grenzfällen liegen die Ziffern für den Lebensmittel- und den Textileinzelhandel,
das Kaufhaus und das Warenhaus entsprechend dem höheren bzw. geringeren Lagerund
 Kapitalumschlag dieser Zweige, wobei der Lebensmitteleinzelhandel am stärksten
Nach dem Konsumverein hinneigt.

3. Die regionale Steuerkraftverteilung im Deutschen Reich
Von besonderem Interesse sowohl für die öffentliche Verwaltung als auch für die
Wirtschaft ist die Erforschung der Steuerkraft einzelner Gebietsteile des Reichs bzw.
ler Länder. Die öffentliche Verwaltung gewinnt auf diese Weise genauere Erkenntnis-Stundlagen
 für die mannigfachen Probleme der Finanzpolitik; die Wirtschaft ihrerseits
Vermag aus der Steuerkraftverteilung sehr weitgehende Schlüsse auf Wohlstand und
Kaufkraft bestimmter Gegenden zu ziehen und danach ihre Absatzpolitik einzurichten
(Marktanalyse).

nn
* io Hauszir ak x A "
War) Die Hauszinssteuer darf in diesem Falle nicht mitberücksichtigt werden, weil mit SE KA mE 03
zoiep ar us und der Konsumverein angenommen sind. Für die übrigen Betriebe wurden die Grundste
SZWecken mit Hilfo der gezahlten Miete errechnet.
        <pb n="414" />
        — 526 —

Ein erster Versuch der Erforschung und Darstellung der regionalen Steuerkraft liegt
vor in Band? der Einzelschriften: »Die Steuerkraft der Finanzamtsbezirke«. Aus
Zweckmäßigkeitsgründen, die im Material gelegen sind, wurden die Finanzamtsbezirke‘)
als die im einzelnen zu untersuchenden Gebietseinheiten zugrundegelegt. Die ausführliche
 textliche Darstellung beschränkt sich dabei nicht auf die Auswertung der
Steuerstatistik, sondern charakterisiert jedes Gebiet nach seinen wirtschaftsgeographischen
Bedingungen, seiner Besiedlung und seiner heutigen Wirtschaftsstruktur, um nach
Möglichkeit eine Erklärung für die Verschiedenheiten der Steuerkraft zu bieten. "
Die Berechnung der Steuerkraft beruht auf einer Zusammenfassung der großen
Personalsteuern des Reichs, nämlich der Lohneinkommensteuer, der veranlagten Einxommensteuer,
 der Körperschaftsteuer und der Vermögensteuer. Zur Ermittlung der
Steuerkraft wird zunächst festgestellt, wie hoch sich die Summe einer jeden dieser
Steuern in dem zu untersuchenden Gebiet (z. B. einem FA.-Bezirk beläuft. Alsdann
werden die 4 Summen zu einer Gesamtsumme vereinigt und diese zu der Bevölkerungszahl
 des Gebietes in Beziehung gesetzt. Der Betrag, der durchschnittlich auf den Kopf
der Bevölkerung entfällt, stellt eine geeignete Meßziffer der Steuerkraft dar. Er wird
darum Steuerkraiftziffer genannt.
Als Ergänzung tritt hinzu die Pflichtigenziffer, welche angibt, wieviel
Einkommensteuerpflichtige auf 1000 der Bevölkerung gezählt werden. Die Zusammensetzung
 dieser Ziffer nach Lohnsteuerpflichtigen und Veranlagten läßt bereits gewisse
Schlüsse zu auf die verschiedene Wirtschaftstruktur der einzelnen Bezirke. Naturgemäß
können die Unterschiede der Wirtschaftstruktur in diesen Zahlen der Steuerstatistik
nur dann deutlich zum Ausdruck kommen, wenn die zugrunde liegenden Gebietseinheiten
 jeweils ganz oder doch überwiegend das Gepräge einer bestimmten Wirtschaftstruktur
 tragen. Da indes die FA.-Bezirke nicht nach wirtschaftsgeographischen Gesichtspunkten
 abgegrenzt sind, sondern oft Gegenden verschiedenen Charakters umfassen,
läßt sich nicht immer eine Beziehung zwischen geographischer Lage und Wirtschaftstruktur
 einerseits und der Steuerkraft und ihrer Zusammensetzung andererseits feststellen,
 weil die Unterschiede sich innerhalb der Gebietseinheit ausgleichen oder doch
verwischen.
Die nachfolgende Abhandlung kann nur einen kurzen Überblick über die Ergebnisse
der Untersuchung vermitteln. Sie muß dabei in der Regel von den Durchschnittsziffern
‘für LFA.-Bezirke ausgehen und kann nur bei Behandlung der eigentlichen Steuerkraftverhältnisse
 auf FA.-Bezirke zurückgreifen. Natürlich haben für die Ziffern dieser
größeren Bezirke die schon gegenüber den Finanzamtsziffern hervorgehobenen Vorhehalte
donpneltes Gewicht.

Steuerpflichtige. Die Durchsetzung mit Pflichtigen ist in den drei nahezu
rein städtischen LFA.-Bezirken Berlin, Unterweser und Unterelbe am höchsten. Weit
voran steht Berlin, wo etwas mehr als die Hälfte der Einwohnerschaft (513,1 je 1000)
zur Einkommensteuer herangezogen wird. Dagegen bleiben Unterweser und Unterelb®
mit einer Pflichtigenziffer von 446,1 bzw. 442,4 schon erheblich zurück. Über 400
liegt die Ziffer ferner noch in den beiden besonders stark industrialisierten Bezirken
Leipzig und Düsseldorf. Auch der LFA.-Bezirk Dresden zählt nahezu 400 Pflichtige auf
1000 Einwohner. Dann folgt in weitem Abstande mit 338,3 Pflichtigen je 1000 der
Bevölkerung der LFA.-Bezirk Münster, der außer seinem Anteil am westfälischen Ind“
striebezirk auch weite Flächen vorwiegend agrarischen Gebiets umschließt. Der LFA-Bezirk
 Stuttgart verdankt seine mit 330,9 verhältnismäßig dichte Pflichtigendurchsetzuns
ebenfalls wohl in erster Linie seiner Industrie, aber daneben auch seinen vielen Kleil”
bauernwirtschaften. In aht LFA.-Bezirken beträgt die Zahl der Pflichtigen 310 bis
320 je 1000 Einwohner. Das sind vor allem Gebiete mit gemischt agrarisch-industrieller
Wirtschaftsstruktur, so die beiden mitteldeutschen LFA.-Bezirke Magdeburg und
Thüringen mit den angrenzenden Bezirken Hannover und Brandenburg: ferner gehöre?

3 Im folgenden abgekürzt FA.-Bezirk und LFA.-Bezirk (Landesfinanzamtsbezirk).
        <pb n="415" />
        — 527 —
aierhin Schleswig-Holstein, Kassel, Darmstadt und Karlsruhe. Die übrigen zehn LFA.-Bezirke
 zählen weniger als 300 Pflichtige auf 1000 Einwohner; ihr Gepräge ist überwiegend
 agrarisch. Vor allem sind es die großagrarischen Gebiete des deutschen Ostens,
in erster Linie Königsberg mit der ganz auffallend geringen Pflichtigenziffer von 153,6,
die den Reichsdurchschnitt nicht einmal zur Hälfte erreicht. Die Ziffer Stettins liegt
zwar erheblich höher, aber mit 245,4 gegenüber den westlichen und südlichen Bezirken
doch auch noch recht niedrig. In Oberschlesien vermag selbst der Einfluß des — allerlings
 nur mehr sehr kleinen — Industriegebietes keinen Ausgleich zu schaffen. Dagegen
ist in der nicht unbeträchtlich höheren Pflichtigenziffer Breslaus (286,9) der Einfluß
der Lausitzer und der Sudetengebirgsindustrie spürbar, ebenso in der Ziffer Mecklenburg-Lübecks
 (284,2) der Einfluß der Hansestadt Lübeck. Auch aus den Ziffern Oldenburgs
294,4) und Kölns (295,2) spricht die gewerbliche Entwicklung bestimmter Gegenden
beider LFA.-Bezirke, andererseits sind sie zum Teil wohl auch auf den Einfluß der
stark verbreiteten bäuerlichen Betriebsform zurückzuführen. Dieser letztere Grund dürfte
namentlich für die Höhe der Pflichtigenziffer Bayerns (LFA. München 274,0 LFA.
Vürnberg 265,8 LFA. Würzburg 273,1) bestimmend sein. — Den überwiegenden
Einfluß der hochentwickelten und bevölkerungsreichen Stadt- und Industriegebiete zeigt
auch die Reichsziffer mit 329,1 je Tausend, die nur von den acht höchsten LFA.-Ziffern
überschritten, dagegen von 18 nicht erreicht wird.

Übersicht 35
Steuerkraftziffer, Pflichtigenziffer und Zusammensetzung der Pflichtigenziffer
in den Landesfinanzamtsbezirken “

Von 100 Pflichtigen
entfallen auf

Yinanzämter

N
Deutsches Reich ...........
4 Berlin......
2. Unterweser ....
3. Unterelbe....
4. Leipzig ......
3. Düsseldorf ..

(6. Hannover... ee
7. Thüringen .... VER RRR KR EE
(&amp;amp; Oldenburg .... REEL
(9. Brandenburg. ...... Ge
‘0. Nürnberg . BEE
1. Würzburg... Se
2, Breslau. vu...
33, Seeelenburg-Lübeek ..-....04-+-A,
 EEE
25, Öberschlesien..................-%,
 Königsbere

5. Kassel.....
7. Dresden ...............
3. Stuttgart ..........-3,
 Karlsruhe...
0 Köln

Steuerkraftzi{fer


RM

57.2

31,9
19,8
17,9
33,6
mx

70,9
7,3
6,6
53,1
31.8

51,2
50,3
18,3
47,0
16.5

16,3
15,6
12,8
41,7
15

11,0
39,8
39,2
32,2
25,9
0.2

flichtigenzilfer


329,1
513,1
146,1
42,4
131,6
102.9

311,1
397,1
330,9
313,4
795.92

319,4
319,7
338,3
274,0
216.5

318,2
15,5
294,4
316,6
265,8

273,1
286,9
284,2
245,4
246,6
53.6

veranlagte
Lohnsteuer | Einkommensteuer


82,1

86,8
85,4
34,8
35,6
38.3

17,9
13,2
14,6
15,2
14,4
1.7

34,6
34,1
78,0
79,2
3 A

15,4
5,9
22,0
20,8
16,6

78,0
31,9
36,7
72,6
78.5

22,0
18,1
13,3
27,4
21.5

77,3
19,4
58,0
30,2
77.4

22,7
20,6
32,0
19,8
22,6
24,0
18,6
20,9
22,3
14,5
18.7

76,0
31,4
79,1
77,7
35,5
31.3
        <pb n="416" />
        — 528 —
Die Pflichtigen setzen sich in fast allen LFA.-Bezirken zu mehr als drei Vierteln aus
Lohnsteuerpflichtigen zusammen. Eine Ausnahme machen nur Oldenburg mit 68,0
ınd München mit 72,6 vH Lohnsteuerpflichtigen. In rund der Hälfte der LFA.-Bezirke
ibersteigt der Lohnsteuerpflichtigenanteil sogar 80 vH. Naturgemäß sind das namentlich
lie Gebiete mit vorherrschendem Gewerbe oder mit landwirtschaftlichem Großbetrieb,
wie Düsseldorf, Berlin, Unterweser, Unterelbe, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Oberschlesien,
 Breslau, Königsberg, Brandenburg. In Kassel, Köln und Münster ist der hohe
Anteil Lohnsteuerpflichtiger nicht allein aus dem industriellen Einschlag, sondern zum
Teil auch aus den ungünstigen Witterungsbedingungen zu erklären, unter denen die
Landwirtschaft gerade dieser Gebiete im Jahre 1925 zu leiden hatte und die das Einzommen
 zahlreicher selbständiger Landwirte derart schmälerte, daß sie aus der Steueroflicht
 ausschieden.
Steuerkraft. Nach der Höhe ihrer Steuerkraftziffer ergibt sich für die Landesinanzbezirke
 die nachstehende Reihenfolge (s. Übersicht 35 8. 537).

Berlin mit einer Steuerkraftziffer von 131,9 AM eröffnet die Reihe mit weitem Vorsprung
 gegenüber den beiden hansischen LFA.-Bezirken Unterweser und Unterelbe,
deren Ziffern mit 119,8 und 117,9 eng beieinander liegen. Nur diese drei nahezu rein
städtischen LFA.-Bezirke haben eine Steuerkraft von mehr als 100.7. Es folgen
dann die Zentralbezirke der wichtigsten deutschen Industriegebiete, des rheinisch-westtälischen
 (Düsseldorf, 72,7) und des mitteldeutschen (Leipzig, 83,6). Der LFA.-Bezirk
Kassel verdankt seine hohe Steuerkraftziffer (70,9) vornehmlich dem Gewicht Frankfurts.
Dagegen hat die Ziffer Dresdens (67,3) eine allgemein günstige Wirtschaftslage des
yanzen Bezirks zur Voraussetzung. Das gilt in gleicher Weise für die LFA.-Bezirke
Stuttgart, Karlsruhe, Schleswig-Holstein und Magdeburg, die eine Steuerkraftziffer von
51 bis 57 AM aufweisen, gilt aber weniger für Köln (51,8) und Münster (48,3), wo
sich große Landschaftsgebiete mit grundsätzlich verschiedenem Wirtschaftsaufbau und
Leistungsvermögen gegenüberstehen. Die bisher genannten 13 Bezirke haben, außer
Münster, sämtlich eine Steuerkraft von mehr als 50,7. und haben alle einen starken
gewerblichen Einschlag. Dagegen ist im Wirtschaftsaufbau der 13 steuerschwächeren
LFA.-Bezirke die Landwirtschaft das wichtigste Glied. Von diesen weisen acht eine
Steuerkraftziffer von 41 bis 47 AM auf; neben Darmstadt und den drei bayerischen
LFA.-Bezirken sind es die Bezirke Hannover, Oldenburg, Thüringen und Brandenburg-Je
 reiner in den LFA.-Bezirken der agrarische Charakter zum Durchbruch kommt, um
30 tiefer liegt ihre Steuerkraft. So beträgt sie in Breslau und Mecklenburg-Lübeck
zaum 40, in Stettin etwas mehr als 30 .A.M, in Oberschlesien nur rd. 26 und in
Königsberg sogar nur 20 ‚AM.

Daß Oberschlesien so ungünstig dasteht, erscheint zunächst auffällig, wird aber
verständlich, wenn man bedenkt, daß der Anteil gewerblich Tätiger an der Gesamtbevölkerung
 im heutigen Oberschlesien geringer ist als in Niederschlesien.

Für die Gebiete höherer Steuerkraft ist somit die höhere gewerbliche Entwicklung
;harakteristisch, dann aber auch das Vorherrschen der bäuerlichen Betriebsform in der
Landwirtschaft. Die steuerstärksten Gebiete liegen, abgesehen von den rein städtischen
LFA.-Bezirken (Berlin, Unterelbe, Unterweser), in West- und Mitteldeutschland, namentlich
 am Saume der Gebirgszüge, von wo sie teilweise weit in das Gebirge hineinragel;
30 vor allem am Rhein entlang und am Neckar. Dagegen liegen die steuerschwächsten
Gebiete in den gewerbearmen Bezirken östlich der Elbe. Große Teile Mitteldeutschlands
sowie Nord- und Süddeutschland weisen im ganzen eine mittlere Steuerkraft. auf.
Natürlich kann eine solche zusammenfassende Charakterisierung großer Wirtschafts
zebiete in nur einer Ziffer keine sehr weitgehenden Erkenntnisse erschließen, denn alle
liese Bezirke umfassen ‚wieder steuerstärkere und steuerschwächere. Teilgebiete. Die
nachfolgende Aufstellung macht deshalb den inneren Aufbau der nach sinkender
Steuerkraftziffer geordneten Landesfinanzamtsbezirke genauer ersichtlich.
        <pb n="417" />
        — 529

Übersicht 36
Die Bevölkerung der Finanzamtsbezirke nach Steuerkraftstufen
Bevölkerung jedes Landesfinanzamtsbezirkes — 100

Von 100 Einwohnern des Landesfinanzamtsbezirkes wohnen in
Finanzamtsbezirken mit einer Steuerkraiftziffer von AM

Landesfinanzamtsbezirke

5 1 10
bis | bis | bis
10 15 | 20 |
#” 2 2Ps® 3

9
bis
25 |

95 2)
bis bis
30 * 40
8

0 30
bis bis
60 | 80
ao

a

Deutsches Reich ..........
l. Berlin 2.00 0000000000
2, Unterweser ...........
3. Unterelbe............. — ,
%. DLeipeiRg ak erı ihn enen 6,1 18,6 ]
5. Düsseldorf ............ 16 11,8 16,2
6. Kassel................ 9,7 134 94 |
7, Dresden s....0.000000 1,9 1171 417
3, Stuttgart ............. 10,1 13,9! 152 |
3. Karlsruhe............. 4,9 13,0 | 14,0 |
0, Köln ereeeeee een 74 19,8 | 14,4
41, Schleswig-Holstein ..... — 252-136 2280| 34,1
12. Magdeburg............ 1,41 29 277 20,0 | 37,6
3. Münster .......0.0.000. 1,7 46 10,6 25,4 | 30,2
» München ............. 17,7 135 81 145! 109 ;
5, Darmstadt ............ 71 124 19,7 10,8 15,8
5. Hannover ............. 5,21 86 149° 22,7' 296 -
17, Thüringen..........44. 121 46 44| 31,2, 464 | 51
13, Oldenburg ............ 11.8 125 59| 60| 356 | 28,2
19. Brandenburg .......... 25 11,7. 16,8 | 255 | 34,5 | 64
30. Nürnberg ..........00. 65 11,2 87] 59! 16,5 | 10,3
*1, Würzburg............. 92 68 50! 16,1 | 24,2 | 11,7
22, Breslau ............00. 6,8! 13,3 17,0‘ 294 | 15,9 | 17,6
53. Mecklenburg-Lübeck ... — 51 41,8 22,8 88 21,5
A Stettin 2...0...0.0.0000 14 269 22,7 2071 14,6 | 1,8
Or Öberschlesien.......... 3,9 42] 25,5 | | 17,5 | 19,7 | 12,2 | -
26. Königsberg ........... | 16,7 | 35,3 | 17,31 12,6] 42| 1,5| 12,4 |

12,0
9.9

4,9
26,9
36,1
13,0 |
13,3
18,3
9,3
5,1
6,8
23,6
14,9
12,8

De | über
1S
100 | 100
10 11

8,0
9,5
ZA |

12,9
31,4
92,9
95,1
41,7
15,5
19,3
79,0
12,9
17,5
25,4
5,3

6,7
18,8
7.1
"24
‚52
| 11,4
4,6
12,2
5,5
12,6
5,0
9,6
17,1
7,1

20,6
5.5

2,4

1,4
16,7
8,4

12,0

‚Nur Gebiete hoher Steuerkraft umfassen die großstädtischen und die ausgesprochen
‘Ndustriellen LFA.-Bezirke. So wohnen in Unterelbe (Hamburg) und Unterweser
(Bremen) sämtliche Einwohner in Finanzamtsbezirken mit einer Durchschnittsziffer
über 60. Dieses Resultat ist jedoch insofern irreführend, als für beide LFA,-Bezirke
(und so für alle Großstädte) sämtliche städtischen FA.-Bezirke in einer Summe zu-Sammengefaßt
 sind, so daß die Unterschiede zwischen Villen- und Arbeitervierteln
Nicht in die Erscheinung treten können. Anders ist von den Großstädten lediglich
 Berlin behandelt. Dort zeigt sich denn auch eine deutliche Gruppierung in steuer-Stärkere
 und steuerschwächere Bezirke. Freilich bleibt die Steuerkraftziffer auch
MM den leistungsschwächsten Finanzamtsbezirken über 25 (Wedding 28,7, Mühlenberg
26,8); aber im ganzen ist die Bevölkerungschichtung doch ungünstiger als beispiels-Weise
 in den LFA.-Bezirken Leipzig oder Düsseldorf, obwohl diese große Landgebiete
Mltumschließen.
Unter den nicht ausschließlich großstädtischen LFA.-Bezirken steht Leipzig an erster
Stelle, Es weist nur Bezirke mit einer Steuerkraft von mehr als 30 AM auf, mehr
als drei Viertel seiner Bevölkerung wohnen sogar in Bezirken mit einer Steuerkraft
über 60 RM und 41 vH in solchen mit einer Steuerkraft über 100 (die Großstädte
Leipzig und Chemnitz). Im Nachbarbezirk Dresden ist die Schichtung der Steuerkraft
benfalls sehr gehoben, reicht jedoch nicht an das Niveau Leipzigs heran. Wenn auch
Dur 1,9 vH der Bevölkerung auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer unter 30 entfallen
(Dippoldiswalde 29,8), so bleibt die Ziffer doch für mehr als die Hälfte der Bevölkerung
Unter 60,.%.A; 100 erreicht nur Dresden-Stadt (107,6) mit 29vM der Gesamtbevölkerung.

Finanzen und Steuern
        <pb n="418" />
        530 —
Die LFA.-Bezirke Magdeburg und Thüringen bleiben gegenüber Leipzig und Dresden
schon sehr erheblich an Leistungsfähigkeit zurück, Beide haben keinen FA.-Bezirk
nit einer Steuerkraftziffer über 100. Auch auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer
über 60 entfallen in Magdeburg (Halle 98,2, Magdeburg-Stadt 76,5 u.a.) nur 29,1, in
Thüringen (Pößneck, .Gera, Greiz) sogar nur 12,2 vH der Bevölkerung. Dagegen weisen
im LFA.-Bezirk Magdeburg größere Landstrecken (namentlich die vorwiegend agraren
Gebiete im Norden und Osten, das Obereichsfeld, einige Bezirke der Harzgegend, Herzberg
 a. d. Elster und Kölleda im Thüringerbecken) mit insgesamt 13,3 vH der Bevölkerung
ine Steuerkraft von weniger als 30 bis zu 15 AM auf (Heiligenstadt 14,6). Auch in
Thüringen wohnen 10,2 vH der Bevölkerung in FA.-Bezirken mit einer Steuerkraftzilfer
unter 30. Neben Frankenhausen am Kyffhäuser sind es Bezirke des Thüringer Waldes
‘Schmalkalden, Ziegenrück, Hildburghausen und Dermbach).
Im LFA.-Bezirk Düsseldorf, dem Hauptbezirk der westdeutschen Industrie, erreicht
die Schichtung der Steuerkraft nicht das hohe Niveau des LFA.-Bezirks Leipzig, liegt
aber höher als im Bezirk Dresden. Düsseldorf-Stadt und Elberfeld umfassen mit einer
Steuerkraftziffer über 100 15,5 vH. der Bevölkerung. Da weitere 54,9 vH in Bezirken
mit einer Steuerkraftziffer über 60 A. wohnen, verbleiben nur knapp 30 vH für die
steuerschwächeren Bezirke, die wie Cleve, Grevenbroich, Dülken, Dinslaken und Geldern
großenteils einen vorwiegend agraren Charakter tragen. Die nicht zu Düsseldorf
gehörigen Teile des rheinisch-westfälischen Industriegebietes werden vom LFA. Münster
verwaltet. Neben Münster-Stadt und Bielefeld (rd. 83) stellen vor allem sie (Dormund
80,3) die 27,5 vH der Bevölkerung, die in Bezirken mit einer Steuerkraftziffer über 60,
und ebenso den größten Teil der 55,6 vH der Bevölkerung, die in Bezirken mit einer
Steuerkraftziffer von 30 bis 60 wohnen. Wesentlich steuerschwächer sind das östliche
ınd südliche Sauerland (Brilon 17,8), das Weserbergland und einzelne Bezirke im Norden
des Münsterlandes, die teilweise bereits in die Heide hineinragen. Insgesamt wohnen
16,9 vH der Bevölkerung des LFA.-Bezirkes in Gebieten mit einer Steuerkraftziffer von
15 bis 30.

Ähnlich liegen die Verhältnisse in den beiden westdeutschen LFA.-Bezirken Kassel
und Köln. Beide vereinigen in sich neben sehr steuerstarken auch ausgesprochen
steuerschwache Gebiete. In Kassel kommen 39,4, in Köln 35,1 vH der Bevölkerung
auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer über 60. 100 überschreitet die Ziffer dort
in Frankfurt (195,4), hier in Köln-Stadt (100,5). Frankfurt rückt die Durchschnittsziffer
 des LFA.-Bezirks Kassel (70,4) so stark nach oben, daß sie außerdem
aur noch von Höchst (80,0) und Wiesbaden (86,6) erreicht wird, während erheblich mehr
als ein Drittel der Bevölkerung des LFA.-Bezirkes in Gebieten mit einer Steuerkrafiziffer
 unter 30 wohnt. Steuerschwach sind vor allem Westerwald und obere Lahn,
Diemel- und Knüllgebirge. Im LFA.-Bezirk Köln gruppieren sich die steuerstarken
Gebiete im industriellen Norden um die beiden Großstädte Aachen und Köln. Am
steuerschwächsten sind Südeifel und Hunsrück. 30,7 vH der Bevölkerung entfallen auf
Bezirke mit einer Steuerkraftziffer unter 30, davon 11,6 vH sogar auf solche mit einer
Stenerkraftziffer von 5 bis 15 .ZM (Offenbach a. Gl. 8,0).
In Süddeutschland zeigen Württemberg und Baden die bessere gewerbliche Entwicklung
und damit auch die größere Steuerkraft. So wohnen im LFA;-Bezirk Stuttgart 36,4,
im LFA.-Bezirk Karlsruhe 38,2 vH der Bevölkerung in Gebieten mit einer Steuerkraftziffer
 über 60. Über 100 hinaus ragen nur die Großstädte. Hier Stuttgart (157,0);
dort Mannheim (114,7) und Karlsruhe (104,1). Auf steuerschwächere Gebiete mit einer
Ziffer unter 30 entfallen in beiden LFA.-Bezirken fast gleiche Bevölkerungsanteile (34,5
bzw. 34,8 vH), jedoch ist die Schichtung in Karlsruhe ein wenig ungünstiger. Steuerstark
sind in Württemberg die Industriegebiete am Neckar und die fruchtbare Bodense®-gegend,
 steuerschwächer neben dem Jagstkreis Teile des Schwarzwaldes und des Südens
von Hohenzollern ostwärts bis zur Grenze. In Baden weisen vor allem die größeren
Städte eine gehobene Steuerkraft auf (Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Pforzheim,
Heidelberg). Eine scharfe landschaftliche Gruppierung ist nicht erkennhar. auch nicht
        <pb n="419" />
        U) Wei yartechalt An AR
A EA
— 531 —

zwischen Rheintal und Gebirgsgegend; die größten zusammenhängenden Gebiete geringer
Steuerkraft liegen im nördlichen Hügelland an der Tauber und auf dem Hochplateau
zwischen Main und Neckar.
Auf ungleich niedrigerem Niveau bewegt sich die Steuerkraftziffer in den drei
bayerischen LFA.-Bezirken. Eine Steuerkraftziffer über 100 hat hier überhaupt nur
München-Stadt (108,7). Auf Bezirke mit einer Steuerkraftziffer über 60 entfallen im‘
LFA.-Bezirk München 25,6 vH (München-Stadt, Augsburg-Stadt 94,5), in Nürnberg 27,0 vH
(Nürnberg-Stadt 93,9, Kulmbach 79,8, Hof 77,6, Bamberg-Stadt 76,4, Fürth 68,6) und in
Würzburg 20,1 vH der Bevölkerung (Ludwigshafen 98,8, Schweinfurt 78,1 und Würzburg
61,6). Dagegen umschließen die Bezirke mit einer Steuerkraftziffer unter 30 nur in Würzburg
 (mit 39,6 vH) weniger als die Hälfte der Bevölkerung. Diese vergleichsweise günstigere
 Bevölkerungsschichtung im LFA.-Bezirk Würzburg beruht auf dem Einfluß der
Rheinpfalz. Denn unter den Bezirken mit einer Steuerkraftziffer über 25 befinden sich nur
wenige aus Unterfranken. Die Reihe der steuerschwächsten FA.-Bezirke setzt sich
dagegen fast ausschließlich aus unterfränkischen zusammen. In Bezirken mit einer
Steuerkraftziffer unter 10 wohnen in Würzburg nur 1,2 vH der Bevölkerung (Hammelburg
 7,7). In Nürnberg dagegen entfällt auf die gleiche Steuerkraftsstufe ein Bevölkerungsanteil
 von 13,7 vH. Dafür ist jedoch umgekehrt die Steuerkraftstufe 10 bis 15
in Nürnberg nur mit 10,2 und in Würzburg mit 16,8 vH besetzt. In Nürnberg lassen sich
Steuerstarke und steuerschwache Gegenden kaum gegeneinander abgrenzen, doch tritt
im ganzen die Umgebung des Fichtelgebirges als steuerstärker, die Gegend zwischen
Naab und Böhmerwald, und die Fränkische Alb mit ihren Ausläufern als besonders
steuerschwach hervor. Der LFA.-Bezirk München steht gegenüber den Bezirken Nürnberg
und Würzburg insofern etwas günstiger da, als nur 9,7 vH seiner Bevölkerung in Bezirken
Mit einer Steuerkraftziffer unter 15 wohnen. Als steuerschwächste Gegenden erscheinen
Bayerischer- und Böhmer-Wald.
‚ Hessen zeigt eine etwas günstigere Bevölkerungschichtung als Bayern im ganzen,
ist aber unter den süddeutschen Staaten diesem nach seiner Steuerkraftstruktur am
Meisten verwandt. Eine Steuerkraftziffer über 100 weist nur Darmstadt-Stadt auf
(106,6), eine solche von mehr als 60 findet sich außerdem in Offenbach (99,5), Worms-(88,1)
 und Mainz-Stadt (69,6). Insgesamt beherbergen diese vier Städte 29 vH der
Bevölkerung. Andererseits kommen 44,4 vH der Bevölkerung auf Gebiete mit einer
Steverkraftziffer von nur 10 bis 30 .7.M. Oberhessen ist im ganzen steuerschwächer
als die Provinzen Rheinhessen und Starkenburg; in diesen beiden Provinzen bleiben
die Bezirke des Odenwaldes und der linksrheinischen Gebirgsausläufer hinter den übrigen
an Steuerkraft zurück.
Unter den norddeutschen LFA.-Bezirken weist Schleswig-Holstein die höchste Durch-Schnittsziffer
 und auch die weitaus günstigste Schichtung auf. In dieser Hinsicht steht
€ nur hinter Bezirken wie Leipzig, Dresden, Düsseldorf zurück. Die Bevölkerung
konzentriert sich in den mittleren Steuerkraftstufen (30—60 = 62,1 vH). Über 100
tagt nur Altona-Blankenese mit einer Ziffer von 111,5 und einem Bevölkerungsanteil
von 5,3 vH hinaus. 60 übersteigt die Ziffer außerdem in Altona (88,4) und Wandsbek
{71,5) mit insgesamt 19,0 vH der Bevölkerung. Schon auf die Steuerkraftstufe 25 bis
30 entfallen nur noch 13,6 vH der Bevölkerung. ' Die steuerschwächeren Bezirke (steuer-Schwache
 gibt es nicht) liegen vornehmlich in Süderdithmarschen und auf dem baltischen
Landrücken.
Gegenüber Schleswig-Holstein bleiben Hannover und das von ihm umschlossene Oldenburg
 wesentlich zurück. Aber auch in Hannover entfällt auf die mittleren Steuerkraft-Stufen
 (30 bis 60) ein Bevölkerungsanteil von 52,3 vH. In Oldenburg ist ihr Anteil
Mit 41,6 vH wesentlich geringer. Aber dafür kommen hier 28,2 vH auf Bezirke mit
ner Steuerkraftziffer über 60 (Delmenhorst 70,4, Oldenburg 62,8), während im allerdings
 weit größeren Hannover diese Steuerkraftstufe nur mit 17,1 vH besetzt ist
(Hannover-Stadt 99,9, Harburg-Wilhelmsburg 98,1, Braunschweig-Stadt 86,7). Neben
Aschendorf mit einer Steuerkraftziffer von 13.3 AM und einem Bevölkerungsanteil
        <pb n="420" />
        — 532 —
von 1,9 vH verteilen sich somit auf die Gebiete mit einer Steuerkraftziffer von 15 bis
530 in Hannover 28,7 und in Oldenburg 40,2 vH der Bevölkerung. Steuerstark sind in
beiden Gebieten vorzugsweise, außer den Großstädten selbst, die großstadtnahen Bezirke.
Auffallend steuerschwach ist. der Westen des Gesamtgebiets von Lingen und Quakenbrück,
 Vechta und Cloppenburg bis zur Grenze und bis zur Küste. Auch Teile der
Lüneburger Heide sind sehr steuerschwach (Bremervörde 15,0).
Im Osten Deutschlands zeigen Brandenburg und Mecklenburg-Lübeck, sowie Niederschlesien
 (Breslau) verhältnismäßig günstige Steuerkraftziffern. Wie in Hannover und
Oldenburg konzentriert sich auch hier die Masse der Bevölkerung in den mittleren
Steuerkraftstufen. Freilich liegt im ganzen der Schwerpunkt doch etwas tiefer als in
Hannover. Es kommen auf die Steuerkraftstufe von 25 bis 60 in Brandenburg 76,8,
in Breslau (Niederschlesien) 62,3 und in Mecklenburg-Lübeck 73,4 vH der Bevölkerung.
In Mecklenburg-Lübeck spielen daneben die beiden Städte Lübeck und Rostock mit
einer Steuerkraft von rd. 68 AM bevölkerungsmäßig eine bedeutsame Rolle (sie umfassen
 21,5 vH der Bevölkerung). Eine Steuerkraftziffer unter 25 hat in Mecklenburg
nur Ludwigslust. In Niederschlesien weist Breslau-Stadt mit 17,6 vH der Bevölkerung
eine Steuerkraft von 75,1 auf, Andererseits kommen aber auf Gebiete mit einer Steuerkraft
 von nur 15 bis 25 AM 20,1 vH der Bevölkerung. Die Bezirke rechts der Oder
bleiben im ganzen hinter jenen des linken Oderufers zurück; hier zählen nur verschiedene
Bezirke des Sudetengebirges zu den steuerschwächsten. In Brandenburg ist die Bevölkerungsschichtung
 beträchtlich günstiger als in Niederschlesien. Auf Gebiete mit einer
Steuerkraftziffer über 60 entfällt allerdings ein geringerer Anteil (10,2 vH), da eine
Großstadt von den Ausmaßen Breslaus fehlt; außer in Potsdam (104,6) liegt die Ziffer
in Forst (81,1), Brandenburg (79,4) Spremberg (69,9) und Frankfurt (62,7) über 60.
Es wohnen jedoch nur 13 vH in Gebieten mit einer Steuerkraft zwischen 15 und 25,
und innerhalb der Mittelgruppen liegt der Schwerpunkt weit höher als in Niederschlesien.
Relativ steuerschwach sind die Ostprignitz, ein großer Teil der Uckermark und fast das
gesamte Gebiet östlich der Oder. Im Spreegebiet ist der FA.-Bezirk Lübben (18,3)
steuerschwach, während in Beeskow die Steuerkraft immerhin 26,2 AM erreicht.
Das weitaus ungünstigste Gesamtbild ergibt sich für die drei ostdeutschen LFA.-Bezirke
Öberschlesien, Stettin und Königsberg. Auf Gebiete mit einer Steuerkraftziffer unter
25 kommen in Oberschlesien und Stettin rund die Hälfte, in Königsberg sogar 81,9 vH
der Bevölkerung. Auf Gebiete mit einer Ziffer unter 30 entfallen in sämtlichen drei
LFA.-Bezirken mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung. 60 übersteigt die Steuer“
kraft nur in Stettin-Stadt (90,2), dem in weitem Abstande Schneidemühl (44,8), Stralsund
 (36,7) und Pyritz (31,0) folgen. In Ostpreußen steht Königsberg mit der Steuer”
kraftziffer 58,4 neben Marienburg (31,0) an der Spitze, in Oberschlesien Gleiwitz (44,3)
neben Beuthen (33,7) und Ratibor (31,0).
Gliederung der Steuerkraft. — An der Zusammensetzung der
Steuerkraftziffer ist in allen LFA.-Bezirken die Lohnsteuer mit mehr als einem
Drittel beteiligt. Verhältnismäßig wenig über einem Drittel liegt ihr Anteil in den
12 steuerstärksten Bezirken, mit Ausnahme von Düsseldorf und Karlsruhe, sowie In
München und Thüringen. In den anderen LFA.-Bezirken, vor allem in den 9 steuer“
schwächsten, übersteigt ihr Anteil wesentlich ein Drittel und erreicht in Oberschlesien;
Königsberg, Darmstadt, Düsseldorf beinahe und in Münster tatsächlich die Hälfte. I»
den Bezirken Münster, Düsseldorf, Köln und Darmstadt ist der Anteil der Lohnsteuer
höher als der aus Einkommen- und Körperschaftsteuer zusammengenommen, dagegen
in den Bezirken Unterweser und Leipzig wesentlich, in Unterelbe, Thüringen, Breslaw
Stuttgart und München ein wenig geringer als jener der Einkommensteuer. In Mecklorburg-Lübeck
 sind die Anteile von Lohn- und Einkommensteuer gleich. Auch der Ant
der Einkommensteuer beläuft sich in fast allen LFA.-Bezirken auf 33 vH um
mehr. Lediglich in den 4 Bezirken Düsseldorf, Köln, Oberschlesien und Königsber5
ist er etwas geringer. Außerdem liegt er in Kassel, Karlsruhe, Würzburg und Darmstadt
nur wenig über einem Drittel. Bis auf 50 vH steigt er in keinem Bezirke. —
Körvderschaftsteuer stellt. unter dem Einfluß der Stadt Frankfurt. in Kasse
        <pb n="421" />
        — 538 —
einen besonders hohen Anteil der Steuerkraftziffer. Ebenso ist sie in Berlin und Unterelbe
 mit wesentlich mehr als einem Zehntel an der Steuerkraft beteiligt, während der
zweite hansische LFA.-Bezirk Unterweser sich als Sitz von Körperschaften weniger
bedeutsam zeigt, aber um so mehr veranlagte Einkommensteuer aufweist. Die Körperschaftsteuer
 des rheinisch-westfälischen Industriegebietes wird vorwiegend im LFA.-Bezirk
Düsseldorf veranlagt. Infolgedessen stellt sie dort mehr als 10 vH der Steuerkraft, während
sie in Münster diesen Hundertsätz nicht erreicht. Außer dem mitteldeutschen LFA.-Bezirk
 Magdeburg haben ferner noch Köln und die süddeutschen Bezirke Karlsruhe,
Stuttgart, Nürnberg und Würzburg einen Hundertsatz der Körperschaftsteuer von mehr
als 10. Nicht ganz 10 vH beträgt der Anteil in Oberschlesien, dagegen in den anderen
Bezirken weit weniger, namentlich in Ostpreußen, wo er nicht einmal 5 vH erreicht,
und im vorwiegend agraren und kleinindustriellen Schleswig-Holstein, wo er 5 vH nur
wenig übersteigt. — Für die Vermögensteuer errechnet sich in fast allen LFA.-Bezirken
 ein Steuerkraftanteil von rund einem Zehntel und mehr, doch steigt er
nirgends bis auf ein Fünftel. Geringer als ein Zehntel ist er in den beiden sehr steuer-Starken
 sächsischen LFA.-Bezirken, namentlich in Leipzig, ferner in dem nur mittelstarken
Würzbürg und im steuerschwachen Königsberg. Königsbergs Steuerkraft zeigt eine auffällige
 Gliederung. Trotz der agraren Struktur des Landes überwiegt die Lohnsteuer
ganz entscheidend und die Vermögensteuer ist fast völlig bedeutungslos. Im Reichsdurchschnitt
 fällt weder auf die Lohn- noch auf die Einkommensteuer ein Drittel der Steuerkraftziffer,
 doch liegt der Anteil der Lohnsteuer etwas über dem der Einkommensteuer.
Die Körperschaftsteuer stellt rund ein Zehntel zur Steuerkraft, nicht viel mehr entstammt
 der Vermögensteuer.
Die Kopfbeträge der einzelnen Steuern zeigen in großen Zügen eine der Steuer-Kraftziffer
 parallele Entwicklungsreihe. Im einzelnen ergeben sich freilich doch. bbeträchtliche
 Abweichungen, wie die Verschiedenheit der Steuerkraftanteile erkennen läßt. Der
Kopfbetrag an Lohnsteuer übersteigt in Berlin 50 AM; in Unterelbe liegt er
bei rd. 44, in Unterweser bei rd. 40 AM. Auch Düsseldorf mit einer Ziffer von 34,4
und Leipzig mit einer solchen von 30,8 A. stehen beträchtlich über dem Durchschnitt.
Für die Mehrzahl der LFA.-Bezirke liegt die Ziffer zwischen 10 und 25. Der Kopfbetrag
 aus Einkommensteuer ist im LFA.-Bezirk Unterweser mit 55 AM am
höchsten. Es folgen Berlin, Unterelbe und Leipzig mit 40 bis 50, Dresden, Kassel, Stuttgart
und Düsseldorf mit 20 bis 30 AM. Eine Einkommensteuerziffer von weniger als 10 AA
findet sich nur in Oberschlesien (8,7 AM) und in Königsberg (6,4 AM). Den höchsten
Kopfbetrag an Körperschaftsteuer hat Berlin mit rd.17 AM. Ihm steht
Unterelbe mit 14,5 AM schon erheblich nach. Kassel und Unterweser bleiben mit 12,7
bzw. 10,8 AM noch weiter zurück. Die entsprechenden Ziffern der übrigen Bezirke
liegen sämtlich unter 8, meist sogar unter 5 AM, Königsberg steht mit 0,9 AM an
letzter Stelle. Der gewogene Mittelwert des Reiches beträgt 5,9 AM. Der Kopfbetrag
an Vermögensteuer beläuft sich in den drei vorwiegend städtischen LFA.-Bezirken
auf rd. 12 bis 13 AM. Außerdem überragen Kassel und Düsseldorf mit über 8 AM,
Leipzig und Dresden sowie Schleswig-Holstein und Magdeburg mit 6 bis 7.7.4 die
Reichsziffer von 6,3 AM.
Gliederung der Einkünfte: — Eine Aufgliederung des veranlagten Einkommens
 nach Quellen vermittelt Aufschlüsse über den Entwicklungsstand der Wirt-Schaft
 in den einzelnen LFA.-Bezirken. Rückschlüsse auf die agrarische oder industrielle
Struktur des betreffenden Gebiets können dagegen aus dem Vergleich dieser Verhältnis-Zählen
 nicht ohne weiteres gezogen werden. Hierzu müßte man erst die Zahlen der
Erwerbstätigen in Landwirtschaft und Industrie heranziehen und zu den Steuernflich-‘gen
 in Beziehung setzen.
_ Wichtig ist vor allem das gegenseitige Verhältnis der landwirtschaftlichen und gewerblichen
 Einkünite, da ja die übrigen Einkünfte teils in mittelbarem Zusammenhang mit
dem mehr agraren oder mehr gewerblichen Charakter des Gebiets stehen (Zz. B. Einkünfte
4Us nicht selbständiger Arbeit), teils für die gesamte Einkommensgestaltung nur von
ANtergeordnueter Bedeutung sind.
        <pb n="422" />
        — 534 —

Im Reichsdurchschnitt ist das Gewerbe der Landwirtschaft überlegen sowohl nach
der Häufigkeit der Einkunftsfälle, wie auch besonders nach der Bedeutung der Einkunftssummen.
 Denn die landwirtschaftlichen Einkünfte weisen in allen LFA.-Bezirken neben
den Einkünften aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung sowie neben
den anderen wiederkehrenden Bezügen und den sonstigen Leistungsgewinnen die geringste
Durchschnittshöhe je Pflichtigen auf. Dabei ist zu bedenken, daß die neben den landwirtschaftlichen
 Einkünften aufgeführten vier Einkunitsarten regelmäßig den Charakter
von Nebeneinkünften tragen. ;
Nach dem Summenanteil übertreffen im Reich die gewerblichen Einkünfte jene aus
Landwirtschaft um nahezu das Vierfache (574,2 vT:149,9). Auch in allen LFA.-Bezirken
 ist der Summenanteil der Einkünfte aus Gewerbebetrieb jenem der landwirtschaftlichen
 Einkünfte weit überlegen. Mit Ausnahme von Oldenburg, Hannover und
München besitzt er sogar in sämtlichen LFA.-Bezirken das absolute Übergewicht. Der

—— 535 —

Tausendsatz der landwirtschaftlichen Einkünfte übersteigt dagegen nur in den beiden
Bezirken Oldenburg und Stettin 300. In einem Drittel der Bezirke liegt er zwischen
200 und 300 und in einem weiteren Drittel zwischen 100 und 200. Die übrigen Bezirke
ı1aben einen Summenanteil landwirtschaftlicher Einkünfte von rd. 50 vT und weniger.
Den Tiefpunkt bezeichnet mit 3,1 vT Berlin. Naturgemäß ist der Anteil landwirtschaftlicher
 Einkünfte in den stark industrialisierten. und in den Notstandsgebieten am
niedrigsten. Sehr gering ist er, bei Berücksichtigung des Wirtschaftsaufbaues, namentich
 auch in Königsberg mit 171,4 vT. — Der Summenanteil gewerblicher Einkünfte
jewegt sich in der weit überwiegenden Mehrheit der LFA.-Bezirke zwischen 500 und
320 vT, höher ist er nur in den beiden sächsischen LFA.-Bezirken und in Unterelbe.
Andererseits sinkt er unter 500 lediglich in den drei Bezirken Oldenburg (425). Hannover
ınd München (ie rd. 4901.

Übersicht 37

Gliederung der Einkünfte in den Landesfinanzamtsbezirk®®
TEE EEE N A —————————
Tan - urch-Vor-
 Auf 1000 Pflichtige entfallen Fälle von | Im Durt”
anlagte Einkünften aus _ | Einkünfte
Pflich- A m aa anderen | sonsti- |
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tige IN ng Land- sonstiger‘ nicht . . wieder- |gen Lei
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 wirt» Berufs- | diger mögen | pach- . ; |
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Landesjnanzamts-



Land-We

Forst- | Gowerb®
wirtschaft

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Mecklenburg-Lübeck....

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Lübeck. ....
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Nürnberg ...
Oberschlesien
Oldenburg .. .
Schleswig-Holstein...
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Stettin......l 55,5 242 4. 45 , a
Stuttgart... | 75,0 58 592 575 u Def
Thüringen ...] 675 351 405 659 2 , 38 80
Unterelbe ...j 68,1 208 36 | 810‘ 51 | 62 | 143
| Unterweser ..| 69,4 1495 | 39 | 756 | 72 | 75 | 3 | ar
Würzburg ...| 72,0 * 1466 ' 578 | 584 25 33 28 | 13

195
126
167
128
225
186 |
216 | 7
226 nn
TOR

10

2
KR

1 389,6 | 32057
603,2 | 40216
702,5 129980
683,8 2 876,7
896,0 125102
1651,0 [37787
529,9 | 37227
5,3 127137
mag 27060

221 12
187 | 42
345 10
277 4

4
1
2
”

534,5 127300
990,0 13 0277
521,1 | 3.1750
643,3 2 871 2?
1 895,3 ; AB
1652,4 | 43080
20685 12 9058
17179 128668
1620,90 12800
24376 30%
1 402,9 12 8050
135,7 131890
986,8 2 835
1416,0 120220
eng 97245

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0
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13 5
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1
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1
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235
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162 ] 5
131 | 10
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2
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820,0 128870
5 900,0 27880
5 90352 9995
m. 1 570,7 12880
206,9 42350
2 |2 671,0 150080
1 1 920,92 a

32
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if Grund der Einkommensteuerveranlagung 1925
NR EEE
'Ohnitt entfallen auf einen Bezieher von l Von 1000 .A.4 Einkünften entfallen auf De
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Onstiger| nicht Ver- | wieder- 6i- Land- | sonstiger| nicht . Ver- | wieder-! Lei-3
 ital-| B tal-) eder el.
Sbtän- selbstän- Kapital-/ mjetung | kehren- | stungs- ‚und selbstän-|salhstän Sg mitS ronde stunge-Wer
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Borufe- | diger ä: pach- en 80 wirt- Berufs- | diger mögen | Pach- | Bezüge | gewinne
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RM | RM | AM | RM | RM | AM PM RM | RM | RM RM | RI RM | RM
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713,3
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‘182,0 |1249,2! 1 981,6
403,0 10.394,91 835,9
553,3 9 703,0! 1 944,8
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is | 13 646,2| 2 997,3
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z63 15534 | 3006,6| 149.9
290,7 ‘2850,6. 4596,61 3,1
572,0 '1965,5 2738,0| 275,7
751,3 1730,2 ! 1782,8| 231,8
512,2 1528,8 18652,4| 178,9
708,4 1885,9 ; 2648,7| 108,4
770,5 2127,55 3710,5/ 48,6
727,6 * 579,6 1496,6! 294,5
1 742,2 7 495.6' 319,4

574,2

68.6

126,3
242,8
74,4
91,5
112,0
105,3
179,9
79,8
75.4 |

35,2
51,0
23,0
29,3
25,7
36,2
39,9
20,9

39,8 45 15
45,4 5,4 38
31,3 3,6 1,2
30,1 4,2 LT
14,0 3,7 5,1
33,1 4,2 0,8
36,8 3,2 . 0,8
34,3 5,1 8
0,2

542,3 106,2
539,55 51,3
538,8 73,1
571,4 59,2
645,2 | 66,1
612,7 | 78,1
489,6 | 55,0
472.4 | 53.2

‘467.9 | 9360.86) 1805.0 } 7z110

19.2

816,5 | 9597,01 1 527,8
274,0 | 34728 2 535,5
898,5 | 137188 7 776,8
"612,3 | 32678. 2 660,1
14843 99973) ı 383,7
1 670,2 ı 125180312 702,2
109,7 0 446,1| 1.479,3
13375 aegaalıdenn

774,4 1289,4
559,9 | 310,4
513,1 .3.079,7
5758 (93891

229,9
158,3
24,2
55,6
2 355,7] 171,4
3801,7| 51,6
2250,9| 266,9
© a] 104.9

584,4 ‘ 569,9
546,7 | 74,8
588,6 | 86,9
615.4 865

91,2
143,8
185,2
149.4

25,4 54,2 4,6 | 0,4
37,9 ) 33,4 4,2 0,9
56,0 | 49,6 7.1 | 2,4
39.9 | 48,7 3,2 1,3
20,7 41,2 3,4 1,1
38,7 29,8 2,1 1,1
25,4 37,8 5,4 0,9
20.9 1 az | 6,9 | 10
41,9 60 | 22
52, £ . 95 | 0,6
31,6 6,6 | 1,6
34,5 4,1 | 0,9
27,4 2,6 0,3
36,6 5,7 1,5
RE 5. 0,3

383,9 | 1 630,3
349,0 | 1 450,1
498.2 | 1 584,8

572,6 104,3 | 85,3
19,2 | 54,9 102,6
521,1 ° 53,0 | 89,5
582,3 | 82,9 | 750

542.3 | 1 903.8

a 991,7 1 410,4
(983,3 7843,0 1560,0
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(12,4 | 8 186,7, 2 036,2
23 5 568,7 2 686,0
aa 54747 896.3

530,9 | 1 987,7
566,5 | 1 765,2
592,9 2 485,1
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461,5 | 1525,0
765,5 | 1594,5
291060 0! 594.8

'890,1| 216,8
!780,2| 130,1
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2129,3] 193,6
2223,0] 242,1
A90f 381.3

583,3 60,8
579,8 94
488,6 57,0
611,9 65,1
611,0 | 50,5
512,4 | 67,5
4925.82 231.5

62,3 27,7
112,3 36,4
95,5 30,7
122,6 , 27,3
89,6 | 25,0
100,6 | 33,6
527 140

7 10 026,5/ 2 203,0 597,8
US 99805 1668,6 697,8
A 79612 956,3 506,4
RS 983,2| 2 424,6 | 599,9
9 | 13 475,8| 3 633,4 | 2 041,5
L057 12625,3| 3.260,4 | 876,8
(817 7962,6| 1 510,7 | 446,1

463,7
864,6
439,4
207,9
3 720,8
2 989,4
1 153,0

&amp;gt;969,% 110,0
119,4 120,4
450,8 ‘75,2
| 384,6! 204,4
6444,8| 15,2
6487,0| 17,0
1 200,5! 205.1

551,9 59,0
516,4 52,6
565,1 51,9
610,6 49,6
656,2 60,0
| 620,7 78,3
595,0 |! 434

93,0 34,7
57,1 18,4
115,1 44,1
67,8 29,5
147,1 59,5
152,9 | 64,6
101,7 16,3

11,9 2,5 1,1
30,0 28 1,3
14,4 2,6 0,6
34,7 29 0,5
51,8 7,7 2,5
58,9 5,1 2,5
36,5 1,7 | 03
        <pb n="423" />
        — DO —

Die Einkünfte aus sonstiger selbständiger Berufstätigkeit
;reten nach der Zahl der Fälle wie nach dem Summenanteil besonders in Gebieten mit
vorgeschrittener gewerblich-industrieller Entwicklung und dichter Besiedelung hervor.
Einen besonders hohen Summenanteil stellen sie mit mehr als 100 vT in Berlin und
Königsberg. Während- jedoch in Berlin der hohen Ziffer auch eine hohe absolute
Einkunftssumme entspricht, ist in Königsberg ihre im Verhältnis überhohe Bedeutung
vor allem aus der Geringfügigkeit der anderen Einkünfte zu erklären. Über dem
Reichsdurchschnitt von 68,6 liegt der Tausendsatz auch in Kassel und Köln mit rd. 87,
in Unterweser und Düsseldorf mit rd. 78, sowie in Breslau und Karlsruhe mit 73 bis
75. Freilich bleibt er etwa in zwei Dritteln aller Bezirke unter 70, aber nur in Würzburg
und Oldenbure unter 50.

537 —
Die Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit spielen vor allem
in den Handels- und Industriezentren eine Rolle. Ihr Summenanteil erreicht in Berlin
nahezu ein Viertel aller Einkünfte und ist weiter vor allem in Kassel und Düsseldorf
mit annähernd 180 vT sehr hoch. In den vier LFA.-Bezirken Karlsruhe, Köln, Unterweser
 und Unterelbe beläuft er sich je auf rd.150 vT. Sonst erreicht er in keinem
LFA.-Bezirk den Reichsdurchschnitt von 126,3 vT, bleibt jedoch noch in sieben weiteren
Bezirken über 100 und sinkt unter 75 nur in Thüringen, Stettin und Oldenburg. — Die
übrigen Einkunftsarten tragen durchweg den Charakter von Nebeneinkünften und
sind als solche im ganzen von geringerer Bedeutung. Immerhin stellen die Einkünfte
aus Kapitalvermögen, ebenso wie jene aus Vermietung und Verpachtung in einigen
LFA.-Bezirken mehr als ein Zwanzigstel der Einkunftssumme, während die anderen
wiederkehrenden Bezücre und sonstigen Leistungsgewinne überall fast bedeutungslos sind.

Übersicht 38

Lfde
Nr.

Li
12
13
4

PP

LS
es

21
25
98

a
On

Gebiet

Deutsches Reich .. „ER
Landesfinanzamtsbezirke

Berl bh ak Ehln ne
Brandenburg ...........0-Breslall.
 0.0..0.0000000000000
Darmstadt ........00.00000.
Dresden 2.0.0000
Düsseldorf ........00.0.0000
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Abt, Hannover ‚0.0.0.0...
Abt, Braunschweig .......
Karlsruhe ..........0.0000.
KASSCh vr KEG

Königsberg i. Pr. ..........
LO rer eG
Magdeburg .....0.00.0.0.00.004
Mecklenburg-Lübeck .......
Abt, Schwerin 00.0.0000.
Abt, Lübeck ..0.000000000
Wüncher SA
Münsteri. West£...........
NÜDOTE er rk HG
Oberschlesien .............
Oldenburg s.....00000000004
Schleswie-Holstein ........

Stettin a. .0.00000000000000G
Stuttgart .......0.000000000-Thüringen
 .....0.0.0.000000000
Unterelbe.........0.0.0000004
Unterweser ....0..0.0..00.0000.
WÜrZDULE si ea

Bevölkerung

1925

62410619 |

4 024 165
2 656 170
3.157 880
1 347 279
&amp;gt; 306 595

3 866 119
3 750 810
? 660 154
1090 656
2.312 462
2 426 309
3276 040

2.256 349
2 685 725
3551 753
959 064
768 993
190 071
3.299 9392

4 985 820
2.385 163
1379 278
467 436
1519 365

2 122 678
» 652 075
736.284
152 523
338 846
ı 694 499

Lohnsteuer

162369983 |

791 509
674 744
737 177
334 601
770 252

375 835
923 101
642 803
280 298
573 608
638 580
830 676

281 666
992 526
930 272
215 743
164714
51029
656 770

462 173
490 546
290 908
93 503
378 684

404 929
583 752
434 922
422 717
129 134
351 615

Steuerpflichtige und Steuersoll der
TE ZZ EEE
"-ommensterernflichtige
insgesamt
Veranlagte auf
Einkommen- zn
der Besteuer
 (Sp. 4 +5) völke-Tun


3 670 560 | 20 540 503 | 329,1

273 270
166 310
168 905
91 763
145 724

2 064 779
841 054
906 082
426 364
9150976

513,1
316,6
286,9
316,5
297.1

181 945
270 560
199 648
70 912
151 046
116316
165 767

| 557 780
| 193 661
842 451
351210
724 654
754 896
9096 443

402,9
318,2
316,7
322,0
313,4
311,1
205.2

64 936
166 654
205 184
56 844
44 871
11978
247 482

346 602
159 180
135 456
272 587
209 585
63 002
304 252

153,6
431,6
319,7
284,2
272,5
331,5
274.0

224 480
143 435
49 195
44 093
106 628

686 653
633 981
340 103
137 59%
ARE 212

338,3
265,8
246,6
294,4
19.4

115 924
192 459
+12 847
75 592
22 013
111 188

520853 245
876211 3909
547769 3158
498309 4424
151147 | 446,1
462803 | 2781

Landesfinanzamtsbezirke im Jahre 1925

. Steuersoll
Lohnsteuer EEE | Körperschaftsteuer | Vermögensteuer } insgesamt
auf den auf den Yo Sr ! auf den auf den
Kopf Kopf ‘ Kop Kopf 3 Kopf
in der Bo- | in der Be- in der Be- in , der Be- Ah der Be-1000.24
 | völke- 1 1000.24 | völke- 1000.24 Völker 1000.24 Völker 1 000.2k | Ykerung
 rung rung rung 2 rung
AB AM nn Ar mE RM

1473907 | 236 | 1333093 | 21.4

371 003

' 59 | 00815

| 63 | — 57,2

210182 52,2 200015 49,7 68 830
46892 17,6 45140 17,0 6.386
49595 15,7 50429 16,0 | 9.988
30 355 | 22,5 21710 | 16,1 | 4623
60907 | 26.4 66650 * 28,9 12 864
"33153 ‚| 34,4 85975 22,2 30 801 | 31 139 8,1 281 068 723
70131 | 187 66937 17,8 15113 4,0 21 581 5,8 173 762 46,3
48 927 18,4 47 360 17,8 9892 3,7 14681 5,5 120 860 45,4
21204 | 19,4 19.577 18,0 5221 | 4,8 6 900 6,3 52 902 48,5
53495 | 23,1 43122 | 18,6 13441 5,8 12 834 5,6 122892 | 53,1
61948 | 25,5 58326 | 24,0 30746 12,7 “21174 | 8,7 | 17219 | 70,9
7A 0695 228 56 883 16.8 21 230 62 19.976 R9 175 051 51.8

12,9 531 046 131,9
4,7 110 861 41,7
4,9 125 565 39,8
4,5 62 756 46,5
64 155 259 67.3

22498 10,0
82621 30,8
70409 19,8
15023 | 15,7
10300 | 18,4
4723 | 24,9
59571 18.1

14471
102 099
64921
15.093 |
10 962
4131
61 165

5,4 2.054
38,0 20 053
18,3 20 339
15,7 2.057
14,2 1357
21,7 | 700
185 15 225

45
5,7
7,2
1,8
8,7
4.6

| 6518 2,9
19 680 7,3
23011 6,5
5394 5,6
4076 58
1818 6,9
18 985 5,8

45541 |
224 453
178 680
37 567
26 695
10 872
154 946

20,2
83,€
50,3
39,2
34,7
57,2
47.0

{

21 999 ZA
39 281 16,5
15.945 | 11,5
7920 17,0
32904 217

73.076
38 268
11 940
7901
30 262

14,7 20218
‘5,0 11.683
8,7 3452
16,9 | 1.604
19,9 4267

4,0
4,9
2,5
3,4 |
2,8

25593 | 5
9808 4,1
4435 3,2
2581 5,5
10.313 6,8

240 886
99 040
35 772
20 006
77 746

48,3
41,5
25,9
42,8
51,2

28144 13,0
58560 22,1
30894 17,8
50578 43,9
13679 | 404 |
30261 * 17,9

26577 12,5
61151 23,0
32234 18,6
55 019 47,7
18742 | 55,3
24 987 14.7

4547 2,1
15 360 5,8
7394 |. 4,2
16 670 14,5
3671 *- 10,8
8387 4,9

9 141 4,5
15.153 5,7
8621 5,0
13 637 11,8
4 505 13,3
5815 35

68 409 32,2
50 224 56,6
79 143 45,6
135 904 117,9
40 597 119,8
69450 | 41,0
        <pb n="424" />
        — 538 —
4. Volkseinkommen und Finanzbelastung in Deutschland 9)
a. Begriffliche Grundlagen zur Volkseinkommensberechnung
Die Berechnung des Volkseinkommens erfolgt zu dem Zweck, einen zahlenmäßigen
Ausdruck für die Größe des Sozialprodukts der deutschen Volkswirtschaft zu gewinnen.
Das Volkseinkommen in diesem Sinn ist als der in Geldeinheiten ausgedrückte Nettoertrag
 der deutschen Wirtschaft aufzufassen, d.h. als der Reinertrag aller wirtschaftlichen
 Tätigkeit der einzelnen Glieder der Wirtschaft sowohl in der Güterproduktion
wie in der Form persönlicher Dienstleistungen. Diese Größe ist — theoretisch betrachtet
 — an zwei Stellen des wirtschaftlichen Kreislaufs statistisch erfaßbar: bei der
Produktion selbst durch eine Addition aller Werte der Güterproduktion wie der Dienstleistungen
 in ihrer Nettoform, sodann beim Einkommen durch eine Zusammenzählung
der Einkommen aller Wirtschaftssubjekte; denn das Einkommen ist nichts anderes als
der (in der Hauptsache geldwerte) Erfolg ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit. Da für eine
Erfassung des Volkseinkommens von der Produktionsseite die deutsche Produktionsstatistik
 noch nicht genügend ausgebaut ist, beschränkt sich die nachstehende Berechnung
 auf den zweiten Weg, für den die Steuerstatistik die erforderlichen Materialien
bereitstellt. Die wichtigste Grundlage bilden die Einkommensteuerstatistiken, und zwar
für die Vorkriegszeit diejenigen der einzelnen Bundesstaaten, für die Nachkriegszeit
die Reichseinkommen-, Lohn- und Körperschaftsteuerstatistik. Die mit Hilfe der Steuerstatistik
 ermittelte Einkommenssumme deckt sich jedoch nicht ohne weiteres mit dem
Sozialprodukt der Volkswirtschaft; sie muß vielmehr in verschiedener Hinsicht ergänzt
und bereinigt werden,
Nicht der gesamte Reinertrag der Volkswirtschaft geht in die Form personalen Einkommens
 über. Ein Teil des Sozialprodukts wird z.B. unmittelbar wieder in Kapital
verwandelt, ohne die Einkommenssphäre überhaupt berührt zu haben. Es handelt sich
dabei um die Investitionen der Betriebe aus eigenen Mitteln, um die sogenannte »Selbstfnanzierung«
 oder »Kapitalbildung über Betrieb«, Daß diese Beträge in die Volkseinkommensberechnung
 einbezogen werden müssen, ergibt sich aus der Überlegung, daß
3 — vom Standpunkt der volkswirtschaftlichen Nettorechnung aus — gleichgültig 1st,
ob der Teil des Sozialprodukts, der der Kapitalbildung dienen soll, den Weg über das
Einkommen und den Kapitalmarkt nimmt oder aber von dem Wirtschaftssubjekt, dem
dieser Teil zufließt, im eigenen Betrieb unmittelbar in Kapital verwandelt wird.
Andererseits sind aus der Summe der Einkommen alle diejenigen Teile auszuscheiden,
die kein Entgelt für wirtschaftliche Leistungen darstellen, da ihnen kein Beitrag zum
Sozialprodukt entspricht. Es handelt sich dabei um Einkommensübertragungen, sei ®
zwischen Privaten (Schenkungen, Almosen), sei es durch die öffentliche Hand (KriegSrenten,
 Wohlfahrtsunterstützungen), sei es auf dem Wege über die Träger der Privatund
 Sozialversicherung (Versicherungsrenten). Alle diese »Einkommen« stellen Doppelzählungen
 mit dem Einkommen der Spender, Steuerzahler oder Versicherungsnehmer dar
und dürfen nur entweder bei diesen oder bei den Empfängern berücksichtigt werden.

b. Methodische Erläuterungen
Der Gang der Berechnung kann hier in Kürze nur für die Nachkriegszeit dargestellt
werden. Für die Vorkriegszeit wurde die Berechnung auf Grund der bundesstaatlichen
Einkommensteuerstatistiken nach analogen Grundsätzen durchgeführt.?)
1. Das Einkommen aus Lohn und Gehalt .
Zahl und Einkommen der Lohnsteuerpflichti gen ergeben sich für die
Jahre 1926 und 1928 unmittelbar aus der Lohnsteuerstatistik. Da diese Statistik für

1) Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind zum Teil vom Institut für Koniunkturf, i jahreshefte Zur
Konjunkturforschung 1930, Heft 4 A), zum Teil von der Friedrich List-Gesellschatt ee rege rsystem,
Verhandlungen und Gutachten der Konferenz von Eiken, Berlin 1930) bereits veröffentlicht worden. Kleine Abweichungen
 ergeben sich durch die Heranziehung neuerer Unterlagen, die inzwischen verfügbar geworden sind. Soweit
das Material der Steuerstatistik durch Schätzungen ergänzt warden mußte, konnte auch auf Untersuchungen des
Enquete-Ausschusses zurückgegriffen werden.
2) Eine ausführliche Darstellung der mit der Berechnung des Volkseinkommens und mit seiner Entwicklung zur
sammenhängenden Probleme wird voraussichtlicht im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden.
        <pb n="425" />
        — 539 —
die Jahre 1925, 1927 und 1929 nicht vorliegt, mußten die entsprechenden Zahlen at
Hand des Lohnsteueraufkommens geschätzt werden. Dabei waren die Störungen, die
sich durch die Änderungen der Lohnsteuergesetzgebung ergaben, auszuschalten. Die
Steigerung, die bei dem so korrigierten Lohnsteueraufkommen festzustellen war, wurde
auf die »vollversteuerten Resteinkommen« übertragen. Unter vollversteuertem Resteinkommen
 ist dabei das Gesamteinkommen abzüglich der Familienermäßigungen, des
steuerfreien Einkommensteils sowie des Sonderleistungs- und Werbungskostenpauschales
zu verstehen. Nur soweit sich die Zahl der Steuerpflichtigen vermehrt hat, mußte
neben dem Zuwachs an »vollversteuertem Resteinkommen« auch der Zuwachs dieser
Pauschalbeträge berücksichtigt werden. Für die Lohnsteuerpflichtigen wurden grundsätzlich
 die Bruttoeinkommen, also die Einkommen einschließlich des steuerfreien Kinkommensteils,
 der Werbungskosten, Sonderleistungen und Familienermäßigungen, in das
Volkseinkommen eingerechnet; denn bei den Arbeitnehmern haben nicht nur die Sonderleistungen
 (hauptsächlich Versicherungsbeiträge), sondern auch das Werbungskostenpauschale
 überwiegend Einkommenscharakter, da die tatsächlichen Werbungskosten im
rroßen Durchschnitt nur einen Bruchteil des Pauschales ausmachen.

Die lohnsteuerfreien Einkommen sind in der Lohnsteuerstatistik nur der
Zahl, nicht dem Betrag nach enthalten. Die Gesamtzahl der Bezieher von lohnsteuerireiem
 Einkommen wurde zunächst mit Hilfe der Berufszählung von Doppelzählungen
(z. B. Beziehern von veranlagtem Einkommen, die im Nebenberuf Arbeitnehmer sind)
schätzungsweise bereinigt. Ebenso wurden Fehler, die ‘sich durch unrichtige Berufsangaben
 bei der Personenstandsaufnahme eingestellt haben (z. B. Eintragung von Sozialrentnern
 als Arbeitnehmer), nach Möglichkeit beseitigt. Die so bereinigte Zahl der
lohnsteuerfreien Einkommensbezieher wurde auf Landarbeiter, Hausangestellte, Hausgewerbetreibende,
 Lehrlinge, sonstige Jugendliche usw. aufgeteilt. Die Durchschnittseinkommen
 für diese Gruppen wurden in Anlehnung an die Lohnstatistik geschätzt.
Der Einkommensausfall durch Arbeitslosigkeit wurde entsprechend berücksichtigt.

Das Einkommen derjenigen Arbeitnehmer, die in der Lohnsteuerstatistik nicht entalten
 sind, weil ihr Einkommen der Steuerveranlagung unterliegt (Einkommen über
3 000 2.4), konnte für die Jahre 1925 bis 1927 der Einkommensteuerstatistik entnommen
 werden: für die folgenden Jahre wurde es schätzungsweise fortgeschrieben.

Einkommen aus Lohn und Gehalt in Mrd, AA?!)

Einkommensbezieher

Lohnsteuerpflichtige ...
Lohnsteuerfreie. .........
Veranlaete Arbeitnehmer

Summe

19925

1926 ı 1927

1928 | . 1920

‘8 21 257 | 28.1—28,5 32,3 =} 33,4-—33,8
| 066 | 71-78 | 74-76 | 68—72
a 1,9 2,2 2,3— 2,6 | 26—28
34,2 | 374-380 | 42.0—425 | 42.8—43,8

1) Ohne die steuerlich nicht erfassten Nebeneinkommen der Arbeitnehmer (s. Zahlenübersicht .....)

9, Die veranlagten Einkommen
Für die Jahre 1925 bis 1927 gehen die veranlagten Einkommen aus der Einkommen-Steuerstatistik
 hervor. Für die Jahre 1928 und 1929 mußten die Ergebnisse durch
Schätzung fortgeschrieben werden. Für das landwirtschaftliche Einkommen, das „Einkommen
 der freien Berufe und das veranlagte Renteneinkommen war mit erheblichen
Veränderungen gegenüber 1927 kaum zu rechnen. Die Entwicklung des gewerblichen
Einkommens wurde auf Grund der Veränderungen von Produktion, Umsatz, Beschäfti-SUungsgrad
 und Preisen geschätzt. Beim Einkommen aus Vermietung und Verpachtung
Wurde die Steigerung der gesetzlichen Mieten berücksichtigt. Über das Einkommen
aus Kapitalertrag vergleiche unten.
        <pb n="426" />
        — 540 —
Im Gegensatz zum Einkommen aus Lohn und Gehalt wurden beim veranlagten Einzommen
 Werbungskosten und Schuldzinsen vom Bruttoeinkommen abgezogen; denn diese
Beträge spielen hier eine große Rolle, erscheinen aber an anderer Stelle wieder als
Einkommen (die Schuldzinsen z. B. beim Einkommen aus Kapitalvermögen).

Veranlagte Einkommen in Mrd. AM

A

nam nad %
Einkommensart

Landwirtschaft ...............
Gewerbebetrieb...............
Freie Berufe s.......0....00.0
elek bw
Kapitalvermögen .............
Vermietung und Verpachtung. .
Renten...

Summe...

‘925

092

21
79 7
9 „0
17 1.9
0,5 6.
05} 0,6
a 0,2
27 | ne

1927 | 1928 | 1929

2,2 2,1— 2,3 ° | 2,1— 2,3
86 | 8,7— 8,8 8,8— 8,9
11 1.1 11
22 | 28—26 2,6— 2,8
0,9 1,1 1,3— 1,4
! 07 | 0,8 0,8
2 1 0,2 ; 0,2
159 | 163—16,9 | 16,9—17,5

3. Die Einkommen unter der Veranlagungsfreigrenze
Die Einkommen, die ihrer Art nach an sich der Veranlagung unterliegen würden,
wegen ihres geringen Betrages jedoch nicht besteuert werden, erscheinen in der Steuerstatistik
 weder nach ihrer Zahl noch nach ihrer Höhe. Sie mußten daher geschätzt
werden. Dies geschah in der Art, daß von der Gesamtzahl der durch die Berufszählung
nachgewiesenen Selbständigen die veranlagten Steuerpflichtigen abgezogen wurden. Für
die so ermittelte Zahl der steuerfreien Einkommen wurden Durchschnittssätze eingesetzt.
Die allmähliche Steigerung der Durchschnittssätze wird, besonders bei den kleinen Landwirten
 und den kleinen Gewerbetreibenden, im Gesamtergebnis dadurch kompensiert, daß
immer mehr Einkommensbezieher in die steuerpflichtigen Einkommensstufen aufgestiegen
sind.

Einkommen unter der Veranlagungsfreigrenze in Mrd. AM

Einkommensbezieher

Landwirte ....000000000004000
Gewerbetreibenede............
Sozialrentner, Altenteiler ......
Summe ....

1925 | 1926 * 1927 [| 1928

0.8 1,1 1,0
0,3 04 0,4
0,9 1.0 1,1
© 0 [ |

1,0
0,4
1,2
26

EHESTEN
1929
az

1,0
0,4
1,2-—1,3
121,9
2.6—2,7

4. Die Einkommen aus Kapitalertrag
Die Berechnung des Einkommens aus Kapitalertrag bietet insofern gewisse Schwierig”
keiten, als weder der Steuerabzug vom Kapitalertrag noch die Einkommensteuerveratlagung,
 die mit gewissen Überschneidungen neben dem Steuerabzug herläuft, alle die
Einkommen erfaßt, die unter volkswirtschaftlichem Gesichtspunkt als Einkommen au
Kapitalertrag anzusprechen sind. Es wurde daher versucht, die Gesamthöhe des Kapitalertrags
 zunächst. auf anderem Wege zu erfassen.
Dividenden und Effektenzinsen, deren Betrag sich an Hand der Bilanzstatistik und
nach den Angaben über den Effektenumlauf ermitteln läßt, sind durch den Steuerabzug
vom Kapitalertrag vollständig erfaßt. Dagegen erscheinen beim Steuerabzug vom
Kapitalertrag nicht und bei der Veranlagung nur teilweise die Spar-, Depositen- und
Privathypothekenzinsen sowie die Erträge aus Anteilen an Gesellschaften m. b. H. Diese
Beträge mußten mit Hilfe der Kreditstatistik und der Körperschaftsteuerstatistik geschätzt
werden. Von der Gesamtsumme des Einkommens aus Kapitalertrag wurden alle Beträge
abgesetzt, die nicht an inländische Einkommensbezieher, also entweder ins Ausland oder
an Banken und sonstige Unternehmungen, fließen. Der von der Veranlagung erfaßt®
Teil des gesamten Einkommens aus Kapitalertrag, der bis 1927 aus der Steuerstatistik
hervorgeht, wurde für 1928 und 1929 entsprechend der Entwicklung des gesamten
Kapitalertrags geschätzt. &amp;gt; ;
        <pb n="427" />
        — 541 —
Einkommen aus Kapitalertrag in Mrd, AM
1927 | 1928

1929
0,5 0,6 0,9 1,1 1,3—1,4
0,9 0,9 1,3 zz} 2,0
14 1,5 2,2 2,8 3,3—3,4

Veranlagter Kapitalertrag .....
Nicht veranlagter Kapitalertrag
Summe .... |

5. Steuerlich nicht erfaßte Einkommen
Neben den versteuerten Einkommen. und den geschätzten Einkommen unterhalb der
Freigrenze gibt es noch eine Reihe von Einkommen und Einkommensteilen, die von der
Steuer nicht erfaßt werden, in die Volkseinkommensberechnung jedoch unbedingt einbezogen
 werden müssen. Zum Teil handelt es sich dabei um Einkommensbeträge, für die
die Gesetzgebung Steuerfreiheit vorsieht, zum Teil um Einkommensbeträge, die sich der
steuerlichen Erfassung entziehen.
Bei den Arbeitnehmern wird das Einkommen aus Lohn und Gehalt durch den Lohn-Steuerabzug
 im wesentlichen vollständig erfaßt, nicht dagegen die Nebeneinkünfte aus
Untervermietung, Sparkassenzinsen, Sozialrenten, gelegentlicher unselbständiger Arbeit,
ferner landwirtschaftlicher oder gewerblicher Nebenbeschäftigung, sei es des Haushaltungsvorstands,
 sei es seiner Angehörigen. Bis zu einem gewissen Grad sind derartige
Einkünfte auch gesetzlich steuerfrei. Die gesamten Nebeneinkünfte in den Arbeiterund
 Angestelltenhaushaltungen liegen nach den amtlichen Erhebungen von Wirtschaftsrechnungen
 zwischen 10 und 20 vH des Haupteinkommens. In die Volkseinkommensberechnung
 sind sie nur mit 5 vH des lohnsteuerpflichtigen Einkommens eingesetzt
Worden, weil die Sparkassenzinsen bei den Einkommen aus Kapitalertrag, die regelmäßigen
 Nebeneinkünfte aus unselbständiger Arbeit zum überwiegenden Teil bereits im
Einkommen aus Lohn und Gehalt erfaßt worden sind.
Schwieriger ist es, den veranlagten Einkommen aus Landwirtschaft, Gewerbe und
freien Berufen die steuerlich nicht erfaßten Beträge hinzuzusetzen. Es handelt sich hier
einerseits um die Differenz zwischen veranlagtem und tatsächlichem Einkommen bei
der summarischen ‚Veranlagung nach Durchschnittssätzen (Landwirtschaft und Kleingewerbe),
 andererseits um die wissentliche oder unwissentliche Unterdeklaration seitens
der Pflichtigen, sei es direkt, sei es indirekt auf dem Umweg über stille Reserven oder
durch Verbuchung privater Verbrauchsausgaben über Werbungskosten. Da für das Ausmaß
 dieser steuerlichen Unterbewertung zuverlässige ziffernmäßige Anhaltspunkte fehlen,
ist. jede Schätzung unvermeidlich mit sehr großen Fehlerquellen behaftet. In der vorliegenden
 Volkseinkommensberechnung wurde zum Ausgleich der steuerlichen Unterbewertung
 ein Zuschlag von 15 vH gewählt. Bei dem Einkommen aus Handel und
Gewerbe wurde er für die Jahre 1925 und 1926, in denen der Buch- und Betriebs-Prüfungsdienst
 noch nicht so vervollkommnet war, mit 20 vH eingesetzt. Es sei noch-Mals
 betont, daß es sich dabei nur um grobe Annäherungswerte handeln kann, die jedoch
auch bei vorsichtiger Beurteilung sicherlich nicht als zu hoch angesehen werden können.
Bei den veranlagten Einkommen aus Gehalt, Renten, Vermietung und Verpachtung
Wurde kein Zuschlag gemacht, da hier die Schwierigkeiten der Kontrolle der Veranlagungsergebnisse
 verhältnismäßig gering sind.

Steuerlich nicht erfaßte Einkommen in Mrd, AM

Einkommensart

N .
eeneinkommen der Arbeitnehmer
Bin Ommen aus Landwirtschait...
Cinken men aus Gewerbebetrieb. ..
Ommen aus freien Berufen ..;
Summe ....

1925

1926 | 1927

1,2 1,3
03 0,3 | 03
1,5 1,5 | 1,3
0.2 0,2 | 2
Zu f

|

EEE
1928 | 1929

1,6 1,7
0.3 0,3
1,3 1,3
a) 0.2
        <pb n="428" />
        — 52 —
6. Überschüsse der juristischen Personen
Um denjenigen Teil des Sozialprodukts zu erfassen, der nicht persönliches Einkommen
wird, sind auch die unverteilten Gewinne der Unternehmungen in Gesellschaftsform zu
berücksichtigen. Dabei handelt es sich um diejenigen Überschüsse der juristischen Personen,
 die nicht als ausgeschüttete Dividenden, Erträge aus Anteilen an Gesellschaften
m. b. H. usw. bereits im Einkommen der natürlichen Personen erfaßt sind. Diese Überschüsse
 wurden aus dem Gesamteinkommen der Körperschaftsteuerpflichtigen durch
Absetzung der Dividenden usw. ermittelt. Für die Jahre 1928 und 1929 wurden die
Ergehnisse der Körperschaftsteuerveranlagung entsprechend dem gewerblichen Einkommen
 bei den natürlichen Personen fortgeschrieben. Für stille Reserven, die von der
Steuer nicht erfaßt werden, wurden 20 vH der Gesamteinkommen hinzugeschlagen.
Dieser Satz ist jedoch, ähnlich wie die Zuschläge auf die veranlagten Einkommen der
natürlichen Personen, als Mindestsatz anzusehen. Die so ermittelte Summe deckt sich
nicht mit der gesamten »Selbstfinanzierung« der Wirtschaft. Sie bleibt dahinter einerseits
 um die im Einkommen der natürlichen Personen. erscheinende Selbstfinanzierung
ler nicht in Gesellschaftsform betriebenen Unternehmungen zurück, überschreitet sie
jedoch andererseits um die aus den Überschüssen der juristischen Personen zu zahlende
Körperschaft- und Vermögensteuer.
Überschüsse der juristischen Personen!) in Mrd, AM

Art

Steuerlich erfaßte unverteilte
Überschüsse. ...............
Steuerlich nicht erfaßte
Überschüsse. ...............
Summe ....

1925 | 1926 | 1927 | 1928

1929

0,5

0,5

08 |

0,8 — 0,9

0,8— 0,9

0,4 . 0,5 0,5 0,5
69 |! 0,9 | 13 | 13— 1,4 | 13— 14

1) Soweit hier zu berücksichtigen.
7. Renten und Rücklagen der Sozialversicherung
In den eben genannten Zahlen für die juristischen Personen ist die Reservebildung
bei den Trägern der Sozialversicherung nicht berücksichtigt, weil diese der Körperschaftsteuer
 nicht unterliegen. Außerdem sind in den Renteneinkommen der Übersichten
 5. 540 sowie bei den Nebeneinkünften der Arbeitnehmer (s. oben) nur die Unfall-,
Angestellten- und Invalidenrenten, nicht dagegen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung
 und der Krisenunterstützung enthalten. Würde man die Arbeitslosenrenten
und den Reservenzuwachs bei den Trägern der Sozialversicherung einfach ins Volksainkommen
 einrechnen, so würden dadurch Doppelzählungen entstehen. Denn S0-weit
 diese Beträge aus öffentlichen Mitteln stammen, sind sie im Einkommen der
Steuerzahler. bereits enthalten; soweit sie aus Arbeitnehmerbeiträgen fließen, sind sie IM
Bruttoeinkommen aus Lohn und Gehalt erfaßt. Man kann daher die Renten und
den Zuwachs der Reserven entweder nur so weit berücksichtigen, als sie in anderen
Einkommen nicht erscheinen, oder aber man muß das Einkommen der Steuerzahler
and Arbeitnehmer entsprechend kürzen. Der erste Weg erschien zweckmäßiger: Es
wurden also von den Arbeitslosenrenten zuzüglich der Reservenbildung die aus Steuer”
mitteln und Arbeitnehmerbeiträgen stammenden Beträge abgesetzt, Nur der Rest ist
für 1925 mit 0,6 Mrd. AA, 1926 mit 0,7 Mrd. AM, 1927 mit 0,9 Mrd. AM. 1928
und 1929 mit 1,2 Mrd. AM ins Renteneinkommen einbezogen.
An sich wäre der Zuwachs der Reserven bei den Trägern der Sozialversicherung nicht
zum Renteneinkommen zu zählen. Er ist jedoch seit 1926 durch die aus Steuermitteln
und Arbeitnehmerbeiträgen stammenden Renten annähernd ausgeglichen worden, SO daß
im Endeffekt in dem eingesetzten Korrekturposten nur Renten erscheinen. 1925 enthält
der Posten allerdings neben den Renten auch Teile der Reservenbildung — die öffentlichen
 Zuschüsse hatten damals nur geringe Bedeutung —, so daß das Renteneinkomm®”
in diesem Jahr gegenüber den anderen Einkommen etwas überhöht erscheint.
        <pb n="429" />
        — 543 —
8. Die öffentlichen Erwerbseinkünfte
Als weiterer Teil des Volkseinkommens, der nicht persönliches Einkommen‘ wird,
müssen die öffentlichen Erwerbseinkünfte einbezogen werden. Es handelt sich dabei
ım die Reineinkünfte von Reich, Ländern und Gemeinden aus Erwerbsbetrieben, Grundund
 Kapitalvermögen nach Abzug der Zuschüsse, aber einschließlich des Reparationsdienstes
 der Reichsbahn. Diese Beträge sind für 1925 bis 1927 der Reichsfinanzstatistik
zu entnehmen. Für die folgenden Jahre konnte ihre Entwicklung auf Grund der
Reichszahlen nur innerhalb sehr weiter Grenzen geschätzt werden.

| | Übersicht 39
c. Die Größe des Volkseinkommens
Das deutsche Volkseinkommen seit 1913
19181) | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 1929
Ebes. . heutiges Gebiet
a TR Ua | ss 1 6 | 7 18

Einkommensquellen

EA

Landwirtschaft?) ..........
Handel und Gewerbe®).....
Vermietung und Verpachng
 een
Kapitalvermögen”). ........
ET
Lohn und Gehalt)........
Summe d. Privateinkommen
Öffentl, Erwerbseinkünfte ®)
Volkseinkommen ..........
Volkseinkommen .......... |

in Mrd. X bzw. AM jeweiliger Kaufkraft
6,0— 7,2 | 51— 6,1 | 32 3,3 | 3,5 | 3,4— 3,6 | 3,4—3,6
i1.1—11,6 | 10,0—11,0 | 11,7 | 11,7| 12,9 13,0—13,2 | 13,1—13,3
0,8— 1,0 0,51 06
5,0— 5,9 1,4 L5
0,4— 0,5 1,6 12
20,.0—21,3 |! 34,9 35,5

0,8
3,3— 3,4
2,6— 2,7
14,5—45,5
48,9 43,5 | 53,5 67,7—69,3
1,1 1,0 1,0 1,8— 2,5
50,0 44,5 54,3 | 56,2 | 62,0—63,0 | 68,0—70,0 | 69,0—72,0

Q,9— 1,1
5,6— 6,6
0,5— 0,6
22.5—24.0

in M bzw. AM je Kopf der Bevölkerung
750 | 750 | 870 | 895 | 980—1 000 | 1 070—1 100| 1 080—1 125

„ .*) Anteil der Einkommensquellen an der Gesamtsumme geschätzt. — *) Einkommen der selbständigen Landwirte. —
Y Einkommen der freien Berufe sowie der Unternehmer und Unternehmungen aus Handel und Gewerbe, soweit es nicht unter
5° Einkommen aus Kapitalvermögen erscheint (z. B, Dividenden). — 4) Nur soweit an natürliche Personen fließend. —
{ Dividenden und Effektenzinsen ohne die ins Ausland oder an Unternehmungen fließenden Beträge, ferner Erträge aus
aıteilen an Gesellschaften m. b. H., Privathypotheken-, Spar- und Depositenzinsen. — %) Einkommen aus Altenteil-, Unfall-,
„uvaliden-, Angestellten- und Arbeitslosenrenten. Nicht erscheinen hier Kriegs- und Wohlfahrtsrenten, weil sie überwiegend
ES Öffentlichen Mitteln stammen und deshalb beim Einkommen der Steuerzahler an anderer Stelle erfaßt sind. — ?) Einarmen
 der Arbeiter, Angestellten und Beamten einschl, ihrer Nebeneinkünfte, insbesondere auch aus landwirtschaftlicher
rer nbeschäftigung, — *) Reinerträge von Reich, Ländern und Gemeinden aus Erwerbsbetrieben, Grund -und Kapital-"
 gen.
In der Übersicht sind die im vorigen erläuterten Einzelposten zum Volkseinkommen
Zusammengefaßt. Wenn im folgenden versucht wird, die wirtschaftliche Bedeutung dieser
Kiffen herauszuarbeiten, so sei an dieser Stelle nochmals betont, daß es sich hier, wie
allen Volkseinkommensberechnungen, nicht um die Ergebnisse exakter statistischer
Thebungen, sondern zum großen Teil um mehr oder minder gut fundierte Schätzungen
handelt, denen ein gewisses Maß von Unsicherheit notwendigerweise anhaftet. Nach den
ybigen Ziffern ist das deutsche Volkseinkommen seinem Nominalwert nach von 1925
Be 1929 von rd. 55 auf reichlich 70 Milliarden, d.h. um etwa 30 vH gestiegen. Bei der
Surteilung dieser Entwicklung sind jedoch verschiedene Momente zu beachten. Zu-Nächst
 der außerordentliche Tiefstand des Jahres 1925, das noch stark unter den Nachau
 kungen der Inflation stand und von dem aus erst. der allmähliche Wiederaufbau
di deutschen Wirtschaft sich vollzog. Die Entwicklung des Volkseinkommens spiegelt
DE Erholungsprozeß der Volkswirtschaft wider; sein gegenwärtiges Niveau wir
Caher bei Gegenüberstellung mit den Normalverhältnissen der Vorkriegszeit richtiger be-\rteilt
 als im Vergleich zum Jahre 1925. dicht
Das Zweite Moment ist die Bevölkerungsbewegung: Zunehmende Bevölkerungs N e
Yfordert schon zur Erhaltung des vorhandenen Wohlstandsniveaus ein wachsendes Volks-Emmen,
 so daß erst bei einer Zunahme auch der Je-Kopf-Einkommen von einer
Thöhung des Wohlstandes gesprochen werden kann.
        <pb n="430" />
        — 544 —
Das dritte Moment ergibt sich aus den Schwankungen des Preisniveaus, die besonders
im Vergleich mit der Vorkriegszeit, aber auch im Verlauf der letzten 5 Jahre störend
ins Gewicht fallen. Zu der Einkommensaufblähung infolge der allgemeinen Geldwertverschiebung
 kommen, besonders in den Jahren nach der Inflation, eine Reihe von
speziellen Momenten, wie z. B. die Erhöhung der gesetzlichen Mieten und die Besoldungsreform
 der Beamten, die ebenfalls eine rein nominelle Einkommenssteigerung zur Folge
haben. Während die allgemeinen Geldwertverschiebungen sich durch Umrechnung der
Einkommen über den Lebenshaltungsindex wenigstens annähernd ausschalten lassen,
werden die speziellen nominalen Steigerungen auf diese Weise nur zum geringen Teil
erfaßt, ohne daß ihre vollständige Ausschaltung auf anderem Wege möglich wäre.
Der 30prozentige Zuwachs des Volkseinkommens seit 1925 erweist sich somit fast
zur Hälfte (bei vollständiger Ausschaltung aller Nominalsteigerungen sogar in noch
höherem Maße) als rein nomineller Natur. Ein weiteres Zehntel des Nominalzuwachses
wird durch die Bevölkerungsbewegung kompensiert. Bei Ausschaltung der allgemeinen
Geldwertverschiebungen mit Hilfe des Lebenshaltungsindex ergibt sich von 1925 bis 1929
eine Steigerung der Realwerte von etwa 18 vH in der Gesamtsumme oder rd. 15 vH
je Kopf der Bevölkerung. Bei Ausschaltung aller rein nominellen Einkommenserhöhungen
wäre der Realzuwachs noch geringer. Trotz der relativ schnellen Entwicklung der
letzten Jahre hat aber das Volkseinkommen seinem Realwert nach den Vorkriegsstand
in der Gesamtsumme eben erst und je Kopf der Bevölkerung noch nicht einmal ganz
wieder erreicht.
Die Entwicklung des Volkseinkommens (1925 = 100) ,
Nominalwert Realwert

lahrt

19139) eeeeeeeeeeee ee
1926 ee
ORT ea CR ER nr ER
LE ereeeeee
1929 ,... era

: je Kopf
insgesamt der Bevölkerung

I

100
104
114—116
125—129
127—133

100
103
112—115
123—127
124—130

|

je Kopf
insgesamt der Bevölkerung

15 120
100 100
103 102
108—110 107—109
115—119 113—117
118-121 113—118

1) Heutiges Gabiet,

d. Die regionale Verteilung des Volkseinkommens
Von dem gesamten Volkseinkommen entfallen knapp zwei Drittel auf Preußen, 1°
etwa 10 vH auf Bayern und Sachsen, je 4 vH auf Württemberg und Baden. Die
relativen Verschiebungen zwischen Vor- und Nachkriegszeit sind gering. Die Je-Kopf-Einkommen
 entsprechen in Preußen ungefähr dem Reichsdurchschnitt, jedoch mit starken
Spannungen zwischen dem agrarischen Osten einerseits und dem industriellen Westen
sowie Berlin andererseits. Bayern liegt im Durchschnitt der Länder am tiefsten, jedoch
erheblich höher als der ganze preußische Osten. Die Hansestädte gehen, ähnlich wie
Berlin, als rein städtische Bezirke am meisten über den Reichsdurchschnitt hinaus, es
folgen die Industriegebiete in Sachsen und im preußischen Westen (vgl. Übersicht 40)-e,

 Die Verteilung des Volkseinkommens nach Berufsgruppen
1. Die selbständigen Gewerbetreibenden
Auf die Selbständigen in Handel, Gewerbe und freien Berufen entfallen nach der BE
rufs- und Betriebszählung von 1925 etwa 3,7 Millionen oder rd. 12 vH aller Er
tätigen. In dieser Zahl sind die mithelfenden Familienangehörigen, ferner die leitenne
        <pb n="431" />
        — 545 —
Das Volkseinkommen der wichtigsten deutschen Länder 1913 und 1926
Volkseinkommen

Übersicht 40

=.

insgesamt in Mrd. AM bzw. Au“

ie Kopf der Bevölkerung
in AM bzw. AM

Land

1913 | 1926 |
heutiges Gebiet

1913 | 1926

altes 1
Gebiet ”
Vorkriegskauf- | Kaufkraft von
kraft 19262

Vorkriegskaufkrait


Kaufkraft von a
19261)
8 a

&amp;gt;

3

BB

5

Ri

Preußen. ... ...... 30,8 | 27,8
Bayern.....00..0000 4,4 4,4
Sachsen ........0..0.0 4,4 4,4
Württemberg ....... 1,7 | 1,7 |
Baden 2.....00.0.0004 1,6 16
Thüringen...../..... .
Hessen. ............ 08 | os I
Hamburg. ..........1 14 | 14
Bremen ............' 0,4 0,4
Übrige Länder?).....'! 45 20
Reich ....] 50,0 445 |

39,0 2 34,3
62 | 56
6,2 | 53
23 | 2%
22 | 20
„2021
12 | a
2,0 17
0,5 0,5
2,7 2,1
63 | 562 |

740
630
895
670
710

1.035 890
880 | 760
1250 1.065
940 / 865
990 875
805.
825.
1 485.
1 480;

640
1315
1205

900
1 845 |
1 685

750 | 1045 | 895
1) Vorkriegsziffern über den Lebenshaltungsindex umgerechnet. — *) 1918 einschl. Thüringen,

Angestellten und Beamten, die man ihrer sozialen Zugehörigkeit entsprechend hierher
rechnen mag, einbezogen worden. Dagegen erscheinen hier nicht die Hausgewerbetreibenden;
 ihr Einkommen ist beim Arbeitseinkommen mit erfaßt. Das Einkommen der oben
genannten Gruppe von 3,7 Millionen Selbständigen betrug im Jahr 1929 einschließlich
des überwiegend hierher zu rechnenden Kapitalertrages etwa 19 bis 20 Mrd. AM oder
rd. 30 vH der Privateinkommen nach Abzug der Renteneinkommen. Zusammensetzung.
Gesamteinkommen und Durchschnittseinkommen dieser Gruppe wird in der nachstehenden
 Zahlenübersicht schätzungsweise dargestellt.

Einkommen der Handwerker, Kleingewerbetreibenden und sonstigen Selbständigen
Gesamt- | Durchschnittseinkommen
 einkommen.
in Mrd. AM in AM

A

in. u

Handwerker und Kleingewerbetreibende.
 ...... Wan
Sonstige Selbständige. ........0000.4
Davon:
Freie Berufe. ..... ..
Mittel- und Großunternehmer, Großäaktionäre
 und leitende Angestellte
und Beamte

}
x

2,£

4.2

23

7—10
0.17

3 000—4 000
12 00025 000

3

A 000—7 000

| 8—11 | 25 000—35 000

„*) Anzahl der Allein- und Kleinbetriebe nach der Betriebszählung, vermindert um die Nebenberufsbetriebe und um die
nn Arbeitseinkommen gezählten Hausgewerbetreibenden; die mithelfenden Familienangehörigen {0,6 Millionen), die im
®Xt zu der Gesamtzahl der Selbständigen hinzugezählt wurden, erscheinen hier nicht neben den Betriebsinhabern, Es er-Zoben
 sich also die Durechschnittseinkommen je Haushalt. — *) Der Personenkreis entspricht etwa den veranlagten Staner-Sichtigen
 über 6000 AA.

Finanzen und Steuern
        <pb n="432" />
        — 546 —-2.
 Die Landwirtschaft
Auf die selbständigen Landwirte einschl. ihrer mithelfenden Familienangehörigen
entfallen rd. 20 vH der Erwerbstätigen, aber nur ein weit geringerer Prozentsatz der
Privateinkommen. Das Einkommen der Landwirtschaft hat überdies in seiner Bedeutung
innerhalb des Volkseinkommens gegenüber der Vorkriegszeit wesentlich nachgelassen.
Von dem Gesamteinkommen der selbständigen Landwirte leben gegenwärtig 2,2 Millionen
 bäuerliche Haushaltungen (das ist die Zahl der selbständigen Landwirte ohne mithelfende
 Familienangehörige). Vergleicht man ihr Einkommen mit dem Einkommen
anderer Berufsgruppen, so darf dreierlei nicht übersehen werden. Zunächst fallen im
bäuerlichen Haushalt eine Reihe von Ausgabeposten weg, die z.B. im Haushalt des
städtischen Arbeiters eine nicht unbeträchtliche Rolle spielen (z.B. Fahrgelder und
Sozialversicherungsbeiträge). Ferner hat man zu beachten, daß der Landwirt seinen
Nahrungsmittelbedarf, der etwa die Hälfte seiner Ausgaben ausmacht, größtenteils zu
Erzeugerpreisen erhält. Setzt man die Transport- und Handelsspanne des Nahrungsmittelbedarfs
 mit etwa 50 vH des Erzeugerpreises an, und berücksichtigt man außerdem
die Unterschiede in der Struktur der Ausgaben in den städtischen und ländlichen Haushaltungen,
 so entspricht das Durchschnittseinkommen des bäuerlichen Haushalts etwa
3inem städtischen Einkommen, das um ein Viertel bis ein Drittel höher liegt. Dazu kommt
schließlich, daß in den letzten Jahren das Einkommen für die Landwirtschaft viel weniger
als für andere Berufsgruppen die einzige Grundlage der Lebenshaltung gebildet hat. Es ist
bekannt, daß von der jährlichen Neuverschuldung der Landwirtschaft nach der Inflation
nur ein Teil produktiven Zwecken, wie der Verbesserung und Erweiterung der Betriebe,
zedient hat, während der Rest reine Konsumtivverschuldung darstellt und in Ergänzung
les Einkommens zur Lebenshaltung verwandt worden ist.

3. Die Arbeitnehmer

Bei den‘ Arbeitnehmern halten sich der Anteil der Einkommensbezieher an der Zahl
der Erwerbstätigen und der Anteil des Einkommens am Volkseinkommen annähernd die
Waage. Schaltet man die leitenden Angestellten und Beamten, die ihrer sozialen Zugehörigkeit
 nach oben bereits den Selbständigen zugerechnet wurden, aus, so entfallen auf
die Arbeitnehmer rd. 67 vH der Erwerbstätigen mit rd. 64 vH der Privateinkommen
nach Abzug der Renteneinkommen. In Wirklichkeit ist der Anteil des Arbeitseinkommens
noch etwas geringer, weil bei ihm die Nebeneinkommen aus anderen Einkommensquellen,
z.B. Landwirtschaft, Gewerbe, miteinbezogen sind. Die anteilsmäßige Steigerung des
Arbeitseinkommens von knapp 50 vH der Privateinkommen im Jahr 1913 auf 64 vH
im Durchschnitt der letzten Jahre entspricht der Entwicklungstendenz, die auch in
anderen Industriestaaten zu beobachten ist. So hat sich z.B. in Großbritannien nach
Untersuchungen von Bowley und Stamp der Anteil des Arbeitseinkommens von 1911 bis
1924 von 49vHM auf 57 vH erhöht. Die Gründe für diese Verschiebung liegen zum
großen Teil in dem Rückgang, den in hochentwickelten Industrieländern der Anteil der
Landwirtschaft am Sozialprodukt erfährt. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt ferner
die wachsende Ausdehnung des Großbetriebs und der damit verbundene Übergang früher
selbständiger Existenzen in die Arbeitnehmerberufe. Auch die Zunahme der Frauenarbeit,
 die überwiegend den unselbständigen Berufen zugute kam, hat dazu beigetragen,
das Verhältnis zwischen dem Arbeitseinkommen und den übrigen Einkommensquellen
zu verschieben. In Deutschland kommt noch hinzu, daß unter den Nachwirkungen von
Krieg und Inflation die Einkommen aus Miete und Kapitalertrag in ihrer Bedeutung
innerhalb des Volkseinkommens stark zurückgegangen sind. So hat das Mieteinkommen
anteilsmäßig kaum mehr als die Hälfte des Vorkriegsstands erreicht. Das Kapitaleinkommen,
 das 1913 etwa 12 vH der Privateinkommen ausmachte und im Jahr 1925 auf
2,6 vH zusammengeschrumpft war, hat 1929 mit rd. 5 vH noch nicht die Hälfte seiner
Vorkriegsbedeutung wiedergewonnen.
        <pb n="433" />
        — 547 —
f. Die Schichtung des Volkseinkommens
Die Einkommensschichtung im Deutschen Reich 1913 und 1926

Übersicht 41

Einkommensstufen

Anzahl der .
Einkommensbezieher?) | Einkommen
in vT der Gesamtzahl bzw. Gesamtsumme
1913 | 1926! 1913 | 1926
A = 8

1913 in A
Vorkrierskaufkraft2) |

1926 in ZM
Nachkriegskautfkraft!)

von 0 bis 900 ..
über 900 « 1500...
1500 « 3000 ..
3000 « 6000...
6000 « 9000...
9000 « 12000 ..!
12000 « 20000 ..:
20000 « 100000 ..'
üher 100000 .

von Obis 1200...
iber 1200 « 23000...
« 3000 « 5000...
« 5000 « 9000...
&amp;lt; 9000 « 12000...
&amp;lt; 12000 « 16000...
* 16000 « 25000...
25000 « 100000 ..
über 100 000 .

492
308
146
38

630
290
51
an

233 | 315
247 337
201 131
102 pn
36 2
4 pr
ar} za
-9 . m“

Summe ...

1 000 1 1000

| 1000 | 1000

1) In Anbetracht des veränderten Geldwerts als annähernd vergleichbar gegenübergestellt.. — 2) Lohnsteuerpflichtige.
veranlagte und steuerfreie natürliche Personen.

Bei den natürlichen Personen entfallen 1926 rd. zwei Drittel der Zensiten mit etwa
ein Drittel der Einkommen auf die Einkommensstufen unter 1200 AM, auf die Stufen
bis 3.000 AM sogar über 90 vH der Zensiten mit rd. zwei Drittel der Einkommen; die
Einkommensstufen über 9000 AM umfassen nur rd. 1vH der Pflichtigen mit 13 vH
der Einkommen. Ein Vergleich mit den Vorkriegsverhältnissen ist nur unter großen
Vorbehalten möglich. Auf Grund der bundesstaatlichen Statistiken muß der Reichsdurchschnitt
 für 1913 schätzungsweise ermittelt werden. Vor allem aber können den für
1926 unterschiedenen Einkommensstufen die an Kaufkraft entsprechenden Vorkriegs-Stufen
 nur in sehr grober Annäherung gegenübergestellt werden. Trotzdem wird die Ver-Schlechterung
 der Einkommensschichtung sehr deutlich: besonders die Aufblähung der
untersten Stufen und der starke Rückgang der oberen und höchsten Stufen. Inwieweit
die Einkommensschichtung seit 1926 wieder günstiger geworden ist, läßt sich noch nicht
übersehen, da die Steuerstatistik für die späteren Jahre noch nicht in der erforderlichen
Aufgliederung vorliegt.

yg. Volkseinkommen, Finanz-, Steuer- und Sozialbelastung
Die Frage der Finanz- und Steuerbelastung war in den letzten Jahren einer der häu-Ägsten
 Gegenstände der öffentlichen Diskussion, ist aber nicht immer mit der erforderlichen
 Klarheit behandelt worden. Wenn Fehlschlüsse auf diesem Gebiet vermieden werden
 sollen, so muß eine Reihe von Begriffen deutlich auseinandergehalten werden.
Am umfassendsten ist der Begriff des öffentlichen Finanzbedarfs, d.h.
desjenigen Teiles des Volkseinkommens, der kraft staatlichen Hoheitsaktes überhaupt
I die Kassen von Reich, Ländern und Gemeinden fließt. Er deckt sich (von Übertragungsposten
 aus dem vorigen und ins folgende Jahr abgesehen) mit der jeweiligen Ge-‘amtsumme
 der öffentlichen Ausgaben und Einnahmen und ist seit 1913 von 16 vH des
Volkseinkommens auf rd. 30 vH in 1927 gestiegen. Zum öffentlichen Finanzbedarf im weiteren
 Sinne gehört außer der Etatsumme vom Reich, Ländern und Gemeinden (öffentlicher
Finanzbedarf im engeren Sinne) der Finanzbedarf der Sozialversicherung, der zwar orgaüsatorisch
 aus dem Etat herausgelöst, aber ebenfalls durch staatlichen Hoheitsakt be-Stimmt
 ist. Dieser Sozialbedarf ist von 1913 -bis 1927 von 2,7 vH auf über 7 vH des
Volkseinkommens gestiegen, der öffentliche Finanzbedarf im weiteren Sinne insgesamt
von knapp einem Fünftel auf über ein Drittel des Sozialproduktes.
        <pb n="434" />
        Jahr

(913°) ...
928 are
OD0 eeia er
De

— 548 —
Volkseinkommen und öffentlicher Finanzbedarf
Öffentlicher Finanzbedarf
Öffentliche Wirtschaft
 insgesamt.
vH des’
Volkseinkommens

8

Volkseinxommen!)

in
Mrd. MX
bzw. AM

14,5 1,2 16,2 1,4 # 84 | 48,9
4,3 4,5 26,7 2,8 5,2 17,3 | 81,9
56,2 17,2 2. 830,6 | 3,7 |] 6,6 20,9 | 87,2
52,5 18,8 | 830,1 4,5 | 7,2 23,3 | 87,8

ı) Mittelwerte der Ergebnisse von S. 543. — *% Reiner Finanzbedarf im Sinne der Reichsfinanzstatistik. — *) Gesamtausgaben
 abzüglich Reichszuschuß; 1925 und 1926 einschl. der nicht über den Etat laufenden Erwerbsloseniürsorge aus
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen, 1927 einschl. Arbeitslosenversicherung. — 1) Jetziges Gebiet.

Mit der Feststellung des öffentlichen Finanzbedarfs ist die Frage nach der »Belastung«
der Volkswirtschaft noch nicht beantwortet. Diese stellt sich verschieden dar, je nachdem
 man den öffentlichen Finanzbedarf volkswirtschaftlich vom Standpunkt des Sozialprodukts
 (Finanzbelastung) oder aber privatwirtschaftlich vom Standpunkt des Steuerzahlers
 (Steuerbelastung) betrachtet. Sowohl Finanz- wie Steuerbelastung sind nur ein
Ausschnitt des öffentlichen Finanzbedarfs.
Unter Finanzbelastung versteht man denjenigen Teil des Volkseinkommens,
ler von den öffentlichen Körperschaften zur Erfüllung ihrer Zwecke beansprucht wird. Die
Finanzbelastung differiert mit dem gesamten Finanzbedarf um die öffentlichen
Einkommensverschiebungen : Schuldendienst nichtwerbender Anleihen, Subventionen,
 Kriegs-, Wohlfahrts- und Sozialrenten. Diese Beträge werden von der öffentlichen
 Wirtschaft nicht für ihre eigenen Zwecke beansprucht. Sie fließen vom Steuerbzw.
 Beitragszahler durch die hier nur als Verteilungsorgan fungierende öffentliche Hand
in die Privatwirtschaft an die Rentenempfänger usw. zurück; der für die Zwecke der
Privatwirtschaft verfügbare Teil des Sozialprodukts erfährt auf diese Weise zwar ein®
Verschiebung hinsichtlich der Empfänger, aber keine Schmälerung. Die öffentlichen Einkommensverschiebungen,
 die 1913 nur 3 vH des Volkseinkommens ausmachten, sind nach
dem Kriege infolge der Kriegsrenten und des Ausbaues der Sozialversicherung auf rund

Jahr

[9135 aa vera
(925 2000000000000
CEO aka HER HER
CD aa

Volkseinkommen und öffentliche Einkommensverschiebungen
Öffentliche Einkommensverschiebungen?)
DB)
Öffentliche Wirtschaft
 insgesamt
vH des
Volkseinxommens,


En

44,5 1,2 2,7 0,2 0,5 1,4 3,2
54,3 34 a7 | 0,9! 1,7 4,0 7,4
56,2 | 42 75 | 20 | 3,6 6,2 | 11,1
62,5 43 | 6,9 17 2,7 6,0 9,6

1) Mittelwerte der Ergebnisse von S. 543. — 2% Schuldendienst nichtwerbender Anleihen, Subventionen, Kriegs-, wohn
fahrts- und Sozialrenten. Die ebenfalls als Einkommensverschiebung anzusehenden Darlehen (Wohnungsbauhypoth® Sie
Darlehen an die Arbeitslosenversicherung, Subventionen in Darlehenform) sind in diesen Ziffern nicht enthalten, in
bis 1927 von der Statistik nicht gesondert erfaßt wurden. 1927 machen die Darlehen insgesamt 1,6 Mrd. AM 208 org
die die öffentlichen Einkommensverschiebungen in der Übersicht zu niedrig erscheinen, — 3) Einschl. Erwerbslosenfürs
bzw. Arbeitslosenversicherung, aber nur, soweit nicht aus Etatmitteln stammend. — *} Jetziges Gebiet.
        <pb n="435" />
        549 —

10 vH des Volkseinkommens gestiegen; ihre außergewöhnliche Höhe im Jahre 1926
hängt mit den durch die Wirtschaftskrise erhöhten Aufwendungen für die Erwerbslosenfürsorge
 zusammen.
Zur Finanzbelastung rechnet in erster Linie der öffentliche Verwaltungsaufwand:
 Personal- und Sachbedarf (auch in der indirekten Form der Zuschüsse und Beiträge
 an Zweckverbände) einschließlich der öffentlichen Investitionen. Auch hier sind
neben Reich, Ländern und Gemeinden die Träger der Sozialversicherung zu berücksichtigen.
 Die übliche Bezeichnung dieses Teiles des öffentlichen Finanzbedarfs als »Belastung«
 ist in ihrer wertmäßigen Färbung nicht ganz zutreffend; es handelt sich zwar
dabei um eine Einkommensbeanspruchung für öffentliche Zwecke, doch werden der Privatwirtschaft
 in der Gesamtheit als Gegenwert die öffentlichen Verwaltungsleistungen zur
Verfügung‘ gestellt. Eine Belastung im strengen Sinne, d.h. eine endgültige
Einkommensminderung, liegt nur da vor, wo die öffentliche Einkommensbeanspruchung
 zum Zweck der Übertragung ins Ausland ohne Gegenleistung erfolgt:
so z.B. bei den Reparationszahlungen, die der deutschen Wirtschaft ohne Gegenwert
verlorengehen. Die öffentliche Finanzbelastung (einschließlich Sozialversicherung) ist
seit 1913 von rd. 16 vH auf etwa 28 vH des Volkseinkommens gestiegen; durch die
Kriegsentschädigungen an das Ausland wurden 1927 rd. 3 vH des Sozialprodukts der
deutschen Volkswirtschaft entzogen.

Volkseinkommen und Finanzbelastung
Finanzbelasiune

Jahr

19139) ........
(O5 ee
LI26 0000
19370

Volkseinkommen?)


in
Mrd, A
hzw. AM

44,5
54,3
56,2 |
62,5

Reich, Länder, Gemeinden?) _
davon: Kriegsüberhaupt
 ' entschädigung
ans Ausland

Sozialversicherung?)


ı vH des
Mrd. MX &amp;amp;
Volksein-ZW.
 AM
kommens

Mrd. A
zw. AH

vH des
Volkseinkommens


zw. AM |
kommens

3

N

7

6,0 13,5 10 | 22
11,4 21,0 LI 2,0 19 1 85
13,0 23,1 1,3 | 2,3 17 | 3,0
14,5 23.2 1,8 2.9 2,8 £5

Öffentliche
Wirtschaft
insgesamt

vH des
Mrd. 4 | VolksdZW.
 AM ein«
| kommens
AT

20 | 15,7
13,3 24,5
14,7 | 26,1
173 1 277

' Mittelwerte der Ergebnisse von S. 543, — 2?) Gesamtausgaben, abzüglich Kriegsyersorgung, Schuldendienst, wirt-3chaftliche
 und soziale Zuschüsse und Unterstützungen, Wegen der nicht vorgenommenen Ausschaltung der Darlehen
vgl, Anmerk. ?) der vorigen Übersicht. — 3) Gesamtausgaben abzüglich Rentenleistungen, soweit sie nicht aus Etatmitteln
Kammen und bereits bei den Gesamtausgaben abgesetzt sind; 1925 und 1926 einschl. der nicht über den Etat Jaufenden
TWerhslnsenfürsorre ans Arbeitgeber- und Arbeaitnehmerbeiträgen, 1927 einschl. Arbeitslosenversicherung. — 4) JetzigesGebiet.

Dieser volkswirtschaftlichen Betrachtungsweise wird häufig diejenige des Steuerzahlers
Segenübergestellt. Während im ersten Falle das Kriterium für die Belastungsfrage in der
Art der Verwendung der öffentlichen Mittel gesehen wurde, kommt es für den Steuerzahler
 lediglich auf Art und Höhe der öffentlichen Abgaben an. Eine Vereinigung beider
Gesichtspunkte ist nicht möglich. Den öffentlichen Einnahmen ist (mit Ausnahme der
Fälle spezieller Entgeltlichkeit oder zweckgebundener Einnahmen) der Verwendungszweck
nicht anzumerken. Aber auch wenn sich eine solche Differenzierung der Einnahmen
durchführen ließe, wäre der Steuerzahler wirtschaftlich in keiner Weise durch die Tat-Sache
 erleichtert, daß seine Steuerleistung etwa nur für öffentliche Einkommensverschiebungen
 statt zum Beispiel zu Reparationszahlungen verwandt wird.
‚Es kommt bei dieser privatwirtschaftlichen Betrachtungsweise lediglich darauf an, in-Wieweit
 der Zugriff der öffentlichen Hand von dem einzelnen Wirtschaftssubjekt als Belastung
 empfunden wird, eine Abgrenzung, die.von psychologischen Momenten nicht frei
ist. Soweit der öffentliche Finanzbedarf durch spezielle Deckungsmittel (Gebühren,
Schuldenaufnahme usw.) sowie durch Einkünfte aus Erwerbsvermögen gedeckt wird,
        <pb n="436" />
        — 550 —

tritt er für die Wirtschaft nicht unmittelbar als Belastung in Erscheinung. Als Belastung
betrachtet man vielmehr im allgemeinen nur die Steuern, Zölle und Sonderleistungen?),
d.h. die allgemeinen, Deckungsmittel mit Ausnahme der Erwerbseinkünfte. Diese Gesamtsteuerlast
 ist seit 1913 von rd. 9 vH auf etwa 20 vH des Volkseinkommens
gestiegen. Dazu kommt derjenige Teil der Soziallasten, der nicht über den Etat läuft,
d.h. im wesentlichen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung.
Diese Soziallasten sind seit 1913 von rd. 2% auf über 7 vH des Volkseinkommens gestiegen,
 die gesamte Steuer- und Sozialbelastung entsprechend von 11!/2 auf 27 bis
28 vH.

Volkseinkommen, Steuerlast und Soziallast

Jahr

(913%) .... ;
LO er
LO26 vera r
[987 ar rk kan
LOB8 eeseeeer rer
1990

Volksein-:ommen?)

Mrd. X
bzw. AM

14.5
54,3
56,2
52,5
69,0
70.5

Gesamtsteuerlast?)}

‚,  Soziallasten*)

Steuer- und Soziallasten
 insgesamt

vH
Mrd. A | des Volksbzw.
 AM ein-|
 kommens

| vH
Mrd. A | des Volksbzw.
 AM | ein-|
 kommens

vH
Mrd. |) des Volksbzw,
 AM | ein-+
 kommens

‚0
10,6 |
11,7
1

0 1,1 ; en 11,5
19,5 27 | 50 13,38 | 24,5
20,8 3,4 6,1 15,1 26,9
216 42 6,7 17,7 28,5
20,7 49 7,1 19,2 27,8
+ 2! 204 |. 5,2 | 74 |) 196 27.8

1) Heutiges Gebiet. — ?) Mittelwert der Ergebnisse von S. 548. — 3) Steuern, Zölle und Sonderleistungen (Rentenbank:
belastung, Industrieobligationen, Reichsbahnschuldverschreibungen). -— *) Nur Sozialversicherungsbeiträge (einschl
Erwerbslosenfürsorge bzw. Arbeitslosenversicherung), da die übrigen Soziallasten bereits in den Steuerzahlen miterfaß!
ind. — 5) Geschätzt.

1) Rentenbankbelastung, Industrieobligationen, Reichsbahnschuldverschreibunzen
        <pb n="437" />
        Zweiter Hauptteil

Statistik

ausländischer Finanzen und Steuern

Unterlagen
zum internationalen Vergleich
        <pb n="438" />
        — 553 —

IX. Verwaltungsaufbau und Finanzwirtschaft
in Großbritannien, Frankreich, Belgien, Italien und den
Vereinigten Staaten von Amerika

Erster Abschnitt

Verwaltungsaufbau und Finanzbedarf

A. Vorbemerkung

1. Die Bedeutung des Aufbaues, der Ausdehnung
und der Intensität der öffentlichen Verwaltung für einen internationalen
Vergleich des öffentlichen Finanzbedarfs

In den folgenden Zusammenstellungen werden Unterlagen zum Studium der öffentlichen
 Ausgabewirtschaft wichtiger ausländischer Staaten geliefert, Die Beurteilung und
der internationale Vergleich verschiedener öffentlicher Finanzwirtschaften ist nur auf
rund eingehender Kenntnis des Aufbaues, der Ausdehnung und der Intensität der ihnen
Zugehörigen öffentlichen Verwaltungen möglich. Die Organisation, die Größe und die
Leistungen des öffentlichen Verwaltungsapparates sind die wichtigsten Faktoren für die
Gestaltung des öffentlichen Finanzbedarfs. In dem Maße, wie sie internationale Ver-Schiedenheiten
 aufweisen, wachsen die Schwierigkeiten für den rein zahlenmäßigen interüationalen
 Vergleich des öffentlichen Finanzbedarfs, es sei denn, daß es gelingt, die
hierdurch entstehenden Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Ergebnisse mit in Rechdung
 zu stellen. Die Feststellung der gekennzeichneten Verschiedenheiten ist deshalb
die Wichtigste und unerläßliche Vorarbeit für einen Vergleich der öffentlichen Ausgabe-Wirtschaft
 ausländischer Staaten.
_ Unterschiede in der Organisation der öffentlichen Verwaltungen
führen dazu, daß Ausgaben, die sachlich ein und demselben Gebiet zugehören, in dem
Haushalt bzw. der Rechnung der öffentlichen Körperschaften und auch in den Finanz-Statistiken
 der Länder — soweit solche existieren — an verschiedenen Stellen, bei veriedenen
 Ministerien bzw. unter verschiedenen finanzstatistischen Positionen erscheinen.
2ese Schwierigkeit läßt sich durch eine Aufarbeitung der öffentlichen Ausgaben nach
“nem sachlich orientierten einheitlichen Schema bis zu einem gewissen Grade beheben,
Un Zwar um so besser, je mehr Einzelheiten über die Organisation der Verwaltung in
°R einzelnen Ländern und ihre internationalen Unterschiede bekannt sind- .
La in6 eingehende Darstellung des Aufbaues der öffentlichen Verwaltung wichtiger
under wird demnächst abgeschlossen werden und in Verbindung mit einer Neubearbei-Ang
 des internationalen Vergleichs der öffentlichen Ausgaben auf Grund des Schemas der
deutschen Finanzstatistik zur Veröffentlichung gelangen. Die hier gebotenen Übersichten
über den Verwaltungsaufbau Großbritanniens, Frankreichs, Belgiens, Italiens und der
Vereinigten Staaten von Amerika (S. 562 bis 616) stellen vorläufige Ergebnisse dar. Sie
        <pb n="439" />
        554 —
lassen, obgleich sie noch nicht bis in alle Einzelheiten durchgeführt sind (was schon aus
räumlichen Gründen hier nicht möglich ist), in den Hauptzügen erkennen, wo die hauptsächlichen
 Unterschiede der Verwaltungsorganisation liegen. Sie bieten eine allgemeine
Orientierung über die obersten Staatsorgane, die Aufgabenkreise der einzelnen Ministerien
ınd die Organe und die Aufgaben der nachgeordneten Verwaltung.
Im Anschluß daran wird für jedes Land als Unterlage zur Beurteilung des Finanzausgleichs
 eine Übersicht über die Aufteilung der Lasten zwischen Staat und nachgeordneten
 Körperschaften gegeben.
Die Übersichten über den Verwaltungsaufbau liefern ein ungefähres Bild davon, welche
Umstellungen innerhalb der ursprünglichen Ausgabeetats bei
einem internationalen Vergleich erforderlich sind. Allerdings genügen die
Übersichten bei dem jetzigen Stande der Bearbeitung noch nicht allen an sie zu stellenden
Anforderungen. So kann z.B. aus der Tatsache, daß ein Verwaltungszweig oder ein Einzelgebiet
 der öffentlichen Aufgaben nicht besonders aufgeführt wird, nicht ohne weiteres
geschlossen werden, daß dieser Dienstzweig in dem betreffenden Lande überhaupt nicht
versehen wird. Es ist vielmehr möglich, daß er im Verwaltungssystem nur eine so untergeordnete
 oder eine so selbstverständliche Rolle spielt, daß seine ausdrückliche Nennung
in den Übersichten für überflüssig gehalten worden ist. Im Laufe der weiteren Bearbeitung
 des internationalen Vergleichs des Verwaltungsaufbaues wird versucht werden,
diese Mängel zu beheben und darüber hinaus auch das Ausmaß und die Intensität der
öffentlichen Betätigung auf jedem einzelnen Gebiet begrifflich abzugrenzen und abzustufen.
 Die wichtigsten charakteristischen Unterschiede des Aufbaues der öffentlichen
Verwaltung der untersuchten Länder und ihres Aufgabenkreises treten jedoch schon
hier, in dieser illustrativen Darstellung, in Erscheinung.
Die Feststellung der tatsächlichen Ausdehnung und der Intensität
der öffentlichen Betätigung, die im Hinblick auf einen internationalen Vergleich der
Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Verwaltung außerordentlich
wertvoll wäre, begegnet bei dem jetzigen Stande der Arbeiten noch Schwierigkeiten. So ist
zunächst zu beachten, daß zwischen dem Aufgabenkreis, wie er gesetzlich gezogen wOTIden
 ist, und dem tatsächlichen Grade der Ausdehnung der öffentlichen Verwaltung Unterschiede
 bestehen, die nur auf Grund intimer Kenntnis der inneren Vorgänge in den ein:
zelnen Ressorts der verschiedenen Länder geklärt werden können. Dasselbe gilt für die
Ermittlung des Grades der Intensität der öffentlichen Betätigung. Es liegt schon im
Charakter der Völker begründet, daß hier mehr oder minder erhebliche internationale
Unterschiede bestehen. Eine Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Verwal
tungszweige ist deshalb an Hand des vorliegenden internationalen Vergleichs der öffentlichen
 Ausgaben noch nicht möglich.
Für einzelne Gebiete — z. B. Rechtspflege, Schulwesen, soziale Aufgaben — dürfte ®
im Laufe der weiteren Arbeiten gelingen, die Frage nach der Wirtschaftlichkeit wenig”
stens bis zu einem gewissen Grade zu lösen, soweit geeignete Statistiken über die öffent
lichen Leistungen auf diesem Gebiete vorliegen. Im übrigen hängt die Entscheidun8
über die Frage, ob und in welchem Grade eine öffentliche Leistung mit sichtbarem Effekt
als wirtschaftlich oder unwirtschaftlich anzusehen ist, von politisch oder traditionell be“
dingten Werturteilen ab, denselben, die für die Bewilligung des entsprechenden Haus
haltspostens durch die gesetzgebenden bzw. beschlußfassenden Organe maßgebend ware
Vom rein ökonomischen Gesichtspunkt aus gesehen, ist eine höhere Ausgabe, der ein®
entsprechend höhere Leistung gegenübersteht (z.B. größerer Wehrmachtetat bei en“
sprechend größerem und schlagfertigerem Heer, höhere Kosten der Justizverwaltung he}
stärkerer Kriminalität oder bei Beschleunigung von Gerichtsverfahren durch Einstellung
einer entsprechend höheren Zahl von Richtern nicht ohne weiteres als unwirtschaftlich
anzusehen.
Eine gewisse Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Verwaltung kann grund“
sätzlich mit Hilfe einer Statistik des Personalstandes der öffentlich®
Wirtschaft durchgeführt werden, falls es gelingt, etwa vorhandene Unterschiede in der
        <pb n="440" />
        555 —
Ausdehnung der öffentlichen Betätigung auszuschalten. Trotz lückenhaften und schwer
vergleichbaren Quellenmaterials werden hier einige rohe »Richtziffern« über das in der
öffentlichen Wirtschaft der untersuchten Länder beschäftigte Personal veröffentlicht.
Diese Hinweise mögen genügen, um die Schwierigkeiten eines internationalen Ver-Zleichs
 der Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Verwaltung zu kennzeichnen
und somit vor zu weitgreifenden Schlüssen aus den später folgenden Zahlen über den
Finanz- und Personalbedarf der öffentlichen Wirtschaft in den untersuchten Staaten zu
warnen. Ein verhältnismäßig gut vergleichbares Bild geben die Tabellen indessen von der
Struktur des Finanz- und Personalbedarfs, d.h. von der Verteilung der öffentlichen
Mittel und Kräfte auf die einzelnen Verwaltungszweige, wie sie in den Prozentziffern
zum Ausdruck kommt.

2. Methodisches zur Durchführung des internationalen Vergleichs
des öffentlichen Finanzbedarfs

Das Schema, nach welchem der internationale Vergleich des Finanzbedarfs der
öffentlichen Verwaltung bearbeitet worden ist, berücksichtigt sowohl ver-Waltungsmäßige
 wie volkswirtschaftliche Gesichtspunkte. Die öffentlichen Ausgaben
Werden in doppelter Weise, nach Ausgabezwecken und Ausgabearten, gegliedert. Die
Einteilung nach Ausgabezwecken verfolgt die Absicht, die öffentlichen Ausgaben
der einzelnen Länder für die verschiedenen sachlichen Aufgabengebiete unter Ausschaltung
der gröbsten Verschiedenheiten im Verwaltungsaufbau zahlenmäßig darzustellen und so
sine Vorstellung von dem Aufbau der Haushalte der verschiedenen
Ländernach Sachgebieten zu geben. Für die Gliederung nach Ausgabearten
 hingegen ist die volkswirtschaftliche Struktur des öffent-Li
 chen Haushalts maßgebend. Für die volkswirtschaftliche Wirkung der öffentlichen
 Ausgaben macht es einen grundlegenden Unterschied aus, ob die öffentliche Hand
mit Hilfe der in ihrem Besitz befindlichen Kaufkraft der privaten Marktwirtschaft
Arbeitskräfte und Sachgüter entzieht und sie zur Erfüllung ihrer speziellen öffentlichen
Zwecke in ihre Dienste stellt — Einkommensbindun g —, oder ob die
öffentliche Hand diese Kaufkraft an Dritte weitergibt und somit nur eine Neuverteilung
 dieser Einkommen — Einkommensverschiebung — vornimmt. Im
letzteren Falle wird der Kreis des marktwirtschaftlichen Produktionsprozesses nicht durch
Entzug von persönlichen Leistungen und Sachgütern eingeschränkt, das Einkommen viel-Mehr
 innerhalb der marktwirtschaftlichen Sphäre belassen. Abgesehen von den bei
Solchen Einkommensverschiebungen entstehenden Reibungsverlusten durch Erhebung der
Steuern, durch Veränderung der Nachfrage und Produktionsrichtung und durch Änderung
des Verhältnisses zwischen Spar- und Konsumeinkommen haben — volkswirtschaftlich
Sesehen — diese Einkommensverschiehungen nicht die Bedeutung einer Belastung der
Marktwirtschaft.

di Als Einkommensminderun g werden die öffentlichen Ausgaben bezeichnet,
6 eine effektive Einbuße am Volkseinkommen bedeuten und somit einen Verlust an
Konsum- oder Ersparnismöglichkeiten nach sich ziehen. Hierunter fallen solche Teile
vor Volkseinkommens, die der heimischen Volkswirtschaft durch Übertragung an fremde
lkswirtschaften entzogen werden, ohne daß eine in ihren volkswirtschaftlichen Wirbeen
 noch jetzt spürbare Gegenleistung irgendwann stattgefunden hätte; bei den hier
Hö ändelten Ländern also der auswärtige Schuldendienst, der nahezu in seiner gesamten
Im Krieg verbrauchtes Kapital betrifft. Die hierfür gemachten Ausgaben stellen
 Strengeren Sinne des Wortes eine volkswirtschaftliche Belastung dar.
‚Die Auswahl der Quellen erfolgte unter .dem Gesichtspunkt, der Aufarbeitung
bSlichst weitgehend aufgegliederte Angaben über die öffentliche Ausgabewirtschaft der
“arbeiteten Länder zugrunde zu legen. Da die endgültigen Rechnungsergebnisse in der
Regel sehr summarisch aufgemacht werden und überdies zum Teil mit erheblicher Ver-
        <pb n="441" />
        — 556 —

spätung erscheinen, wurde, soweit die Staatsausgaben in Frage kommen, von den Regierungsvoranschlägen
 ausgegangen. Dem Mangel, der in dem vorläufigen Charakter der
darin enthaltenen Ausgabeziffern begründet liegt, steht der hier ausschlaggebende Vorteil
ainer weitgehenden Spezifizierung gegenüber. Zudem ist es an Hand der Voranschläge
möglich, die Untersuchung zeitlich ziemlich nahe an die Gegenwart heranzubringen.
Die auf Grund von Parlamentsbeschlüssen an den ursprünglichen Regierungsvoranschlägen.
 vorgenommenen Änderungen konnten mangels geeigneter Unterlagen nicht
berücksichtigt werden, jedoch sind die ursprünglichen Voranschläge, soweit das vorhandene
 Material es zuließ, durch etwaige Nachtragsetats ergänzt worden. In dem Bestreben,
 ohne Rücksicht auf die organisatorischen Besonderheiten der einzelnen Länder
sämtliche öffentlichen Ausgaben zu erfassen, wurden außerdem etwa bestehende Sonderetats,
 Fonds usw. mitberücksichtigt.
Für je ein Rechnungsjahr der Vorkriegs- und Nachkriegszeit (1912/13 bzw. 1913/14
bzw. 1914 und 1925 bzw. 1925/26) wurden die Ergebnisse einer Aufarbeitung der Staatsvoranschläge
 bereits in Nr.2 der Einzelschriften zur Statistik des Deutschen Reichs:
„Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und
Nachkriegszeit« veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind hier nach erneuter
 Überarbeitung sowie möglichst unter Berücksichtigung inzwischen verfügbar gewordenen
 neueren Materials übernommen worden.
Hinsichtlich der Ausgaben der nachgeordneten öffentlichen Körperschaften,
 insbesondere der Gemeinden, konnten aus naheliegenden praktischen
Gründen die einzelnen Voranschläge nicht herangezogen werden. Es mußte vielmehr von
den Kommunalfinanzstatistiken der einzelnen Länder ausgegangen werden, deren internationale
 Vergleichbarkeit besonders dadurch erschwert wird, daß über die ihnen in den
einzelnen Ländern zugrunde liegenden Methoden und deren Durchführung nichts Näheres
bekannt ist. Soweit diese Statistiken eine ausreichende Spezifizierung aufweisen, wurde
trotzdem versucht, ihre Ergebnisse, die teilweise durch vorsichtige Schätzungen ergänzt
werden mußten, in das der Aufarbeitung zugrunde gelegte Schema einzuordnen.
Auf eine Darstellung der Durchführung der Aufarbeitung in ihren Einzelheiten muß
hier aus Raumgründen verzichtet werden. Es sei lediglich erwähnt, daß, soweit die zUgrunde
 gelegten Quellen es zuließen, Verrechnungsposten, die eine Aufblähung der Haushalte
 bedeuten, ausgeschaltet wurden, so daß Doppelzählungen im Rahmen des Möglichen
vermieden wurden.
Die Ergebnisse der Aufarbeitung wurden für die bearbeiteten Nachkriegsjahre
 in »Mark-Vorkriegskaufkraft« umgerechnet, um sie auf einen einheitlichen
 Wertausdruck zu bringen. Die Umrechnung erfolgte nach dem Durchschnitt
zwischen Lebenshaltungs- und Großhandelsindex, mit dem etwa bei der Aufstellung der
einzelnen Haushaltsvoranschläge zu rechnen war!). Demnach wurden der Umrechnung
folgende Indices zugrunde gelegt:

Großbritannien .....0.0.001004
Frankreich ...
Belgien .....
Ytalien ..

1925 1928
(1925/26) (1928/29)
170 153
450 568
530 828
500 4792

Auch nach dieser Umrechnung ist ein internationaler Vergleich noch nicht ohne jeden
Vorbehalt möglich, da die angewandten Indices für die einzelnen Länder nach verschie“
denen Grundsätzen aufgestellt werden. Bessere Hilfsmittel zur Anlegung eines einheitlichen
 Maßstabes an die Aufarbeitungsergebnisse stehen indessen nicht zur Verfügung-Die
 in »Mark-Vorkriegskaufkraft« ausgedrückten Ergebnisse der Aufarbeitung wurden
zu der jeweiligen Bevölkerungsziffer in Beziehung gesetzt.
vr. 3) Val hiorzu auch: »Die Staatsausgaben von Großhritannien, Frankreich, Belgien und Italien« (Binzelschrift
TI 4 n
        <pb n="442" />
        — 557
Der Finanzbedarf nach Ausgabezwecken
Zum besseren Verständnis der Gliederung der öffentlichen Ausgaben nach Ausgabezwecken.
 wird nachstehend zunächst eine Übersicht über die bei der Aufarbeitung angewandten
 wichtigsten Grundsätze gegeben, ohne welche bei der verhältnismäßig geringen
Spezifizierung der später folgenden Übersichten über den Finanzbedarf Mißverständnisse
möglich wären.
Unter »Oberste Staatsorgane« werden je nach der staatsrechtlichen Verfassung der
einzelnen Länder die Ausgaben für den Monarchen und seine Familie, die Staatspräsidenten,
 die gesetzgebenden Körperschaften und die Wahlen hierzu, ferner die Ausgaben für
den Kanzler bzw. Ministerpräsidenten verstanden. Die Ausgaben für die Oberhäupter
und Parlamente der Gemeinden und Selbstverwaltungsverbände sind den Ausgaben für die
innere Verwaltung zugeordnet worden.
Unter »Rechtspflege« sind die Ausgaben für die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit einschließlich
 Grundbuch- und Gefängniswesen, ferner die Ausgaben für Sondergerichte,
z. B. Handels- und Gewerbegerichte, zusammengefaßt. Nur die Kosten der Militär- und
Steuergerichtsbarkeit verbleiben bei den Ausgaben der betreffenden Ressorts.
Die Ausgaben für die »Innere Verwaltung« umfassen die Kosten der allgemeinen Staatsund
 Kommunalverwaltung einschließlich der Kosten der Aufsicht übergeordneter öffentlicher
 Organe sowie einschließlich der Ausgaben für die öffentliche Sicherheit und Ordnung,
 d.h. vor allem der Polizeiausgaben. Die Grenzen sind hier flüssig; zudem lassen
Sich oft infolge ungenügender Spezifizierung der in den zugrunde gelegten Quellen enthaltenen
 Angaben praktisch die Ausgaben für die innere Verwaltung und für sonstige
öffentliche Zwecke nicht scharf trennen.
In den Ausgaben für die »Auswärtigen Angelegenheiten« sind die Kosten der Außen-Ministerien
 und des gesamten diplomatischen und konsularischen Dienstes einschließlich
der Beiträge zu völkerrechtlichen Institutionen enthalten,
Die Ausgaben für das »Kolonialwesen« umfassen sämtliche Aufwendungen des Mutterlandes
 für die Kolonien, soweit sie aus den Etats ersichtlich sind. Unter Kolonien sind
Auch die Protektorate, Völkerbundsmandate, Dominions usw. gezählt.
Der Bereich der Ausgaben für die »Landesverteidigung« ergibt sich aus den Unter-Zruppen
 »Heer«, »Marine« und »Militärische Luftfahrt«. Hierunter werden nur die
Ausgaben für die unmittelbare Verteidigung des Mutterlandes aufgeführt, nicht dagegen
die Kosten für die Verteidigung der Kolonien und — bei den in Frage kommenden Ländern
 — für die Rheinlandbesatzung. Es wurde bereits betont, daß die Polizeiausgaben
den Ausgaben für die innere Verwaltung zugeordnet worden sind. Das gilt auch für
diejenigen Polizeiausgaben, die etatmäßig mit den Heeresausgaben verknüpft sind.
Unter Ausgaben für die »Finanzverwaltung« erscheinen zunächst diejenigen der Zolland
 Steuerverwaltung, also die gesamten Kosten der Erhebung und Verwaltung der öffentlichen
 Zwangseinnahmen einschließlich der Steuergerichtsverfahren. Die Ausgaben der
&amp;gt;Schuldenverwaltung« umfassen, untergeteilt nach Verzinsung und Tilgung, den Dienst
der gesamten öffentlichen Schulden mit Ausnahme der äußeren Kriegsschulden sowie der
Schulden der öffentlichen Betriebe. Unter »Sonstiges« werden die Kosten der für die
Verwaltung der Staatsschuld erforderlichen Behördenorganisationen sowie der Teil des
Schuldendienstes aufgeführt, der nicht in Zinsen und Amortisation aufteilbar ist. Mit
Ausnahme der Schulden der öffentlichen Betriebe wurde der gesamte innere Schuldendienst
 unter »Schuldenverwaltung« zusammengefaßt, und zwar ohne Rücksicht auf den
Zweck, zu dem die Schuldaufnahme erfolgt ist. Die Ausgaben für die Verzinsung und
Tilgung der Schulden der öffentlichen Betriebe wurden soweit als möglich von dem
übrigen Schuldendienst abgesondert und den Betriebsausgaben gleichgestellt. Daraus
ergibt sich, daß sie für den Fall eines Betriebsüberschusses überhaupt in Fortfall
kommen). Unter den Ausgaben für das Münzwesen erscheint nur der Nettozuschuß des
Staates, da die Betriebsausgaben der Münze als an sich nicht zu den öffentlichen Ausgaben

l) Val. die weiter unten zu dem Posten »Öffentliche Betriebe« gemachten Ausführungen.
        <pb n="443" />
        nn BBS

gehörig angesehen wurden. Unter der Rubrik »Finanzverwaltung, Sonstiges« werden
sämtliche Überweisungen an andere öffentliche Körperschaften, soweit sie nicht einem
bestimmten Zweck dienen, aufgeführt, d.h. sowohl Steuer- als auch allgemeine Überweisungen.


Die Ausgaben für »Unterricht, Kunst und Wissenschaft« sind gegliedert in die Ausgaben
 für die einzelnen Schularten: Elementar- und höhere Schulen, Fachschulen, Lehrerausbildung
 und Hochschulen sowie ferner in die Ausgaben für Kunst und Wissenschaft
im allgemeinen (Bibliotheken, Forschungsinstitute, Museen, Denkmäler usw.). Die Ausgaben
 für Spezialforschungsinstitute im Interesse bestimmter Erwerbszweige sind jedoch
als Ausgaben für die »Wirtschaft« angesehen worden, Die Schultypen der einzelnen
Länder lassen sich nur schwer in ein Einheitsschema einordnen; auch ist die Spezifizierung
 der zugrunde gelegten Etats und sonstigen Quellen besonders hier nicht immer so
weitgehend, daß eine völlig exakte Aufgliederung möglich wäre. Zu den Fachschulen
‚echnen beispielsweise Gewerbe-, Blinden- und Kunstschulen, nicht dagegen Militärschulen
ınd -akademien, die den Ausgaben für die Landesverteidigung zugeordnet blieben.
Unter »Kirchenwesen« erscheinen die im Rahmen des Gesamthaushalts in den hier
behandelten Staaten verhältnismäßig unbedeutenden Zuwendungen der öffentlichen Körperschaften
 an die kirchlichen Organisationen.
Die Ausgaben für die »Sozialen Aufgaben« umfassen ein ausgedehntes Gebiet der öffent-.ichen
 Tätigkeit, dem eine verhältnismäßig weitgehende Untergliederung gerecht zu
werden suchte. So wurden die Ausgaben für folgende Gebiete besonders zusammengefaßt:
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Arbeiterschutz, Gewerbeaufsicht, Invaliden-, Alters-,
Kranken-, Unfallversicherung und -versorgung, Mutter- und Jugendschutz, allgemeine
Wohlfahrts- und Armenpflege, Wohnungs- und Siedlungswesen und Hygiene. Auch hier
war es nicht immer möglich, die Grenzen zwischen den einzelnen Teilgebieten und gegenüber
 den sonstigen Ausgabezwecken eindeutig zu ziehen und praktisch durchzuführen.
Im einzelnen ist zu bemerken, daß unter »Arbeiterschutz« die gesamte Tätigkeit der
öffentlichen Körperschaften für die Regelung der Arbeitnehmerverhältnisse zu verstehen
ist (Arbeitsvertrag, Arbeitszeit usw.). Die »Gewerbeaufsicht« wurde deshalb unter die
3ozialen Aufgaben eingereiht, weil sie in erster Linie zum Schutze der Arbeitnehmer
erfolgt (Hygiene des Betriebes und der Arbeitsplätze, Schutz vor Unfällen und Berufskrankheiten
 usw.).

Unter Ausgaben für die »Wirtschaft« werden Ausgaben im Interesse und zugunsten
der einzelnen Produktions- und Erwerbszweige im weitesten Sinne verstanden, also vor
allem die Ausgaben zur Förderung der Produktion, des Binnen- und Außenhandels und
insbesondere die sehr erheblichen Ausgaben im Interesse des Verkehrs in allen seinen
Arten. Eine Abgrenzung gegenüber anderen Gebieten öffentlicher Tätigkeit, besonders
gegenüber den »Sozialen Aufgaben«, Jäßt sich auch hier oft nur mit einer gewissen Willkür
 ziehen. So beruht beispielsweise die Subventionspolitik häufig — wenigstens zu einem
Teil — auf sozialpolitischen Motiven (Unterstützung von Industrien zwecks Vermeidung
von Arbeitslosigkeit, Garantie von Mindestlöhnen für die Arbeiter als Subventionsbedingung
 usw.). Dasselbe gilt für die staatliche Kartellpolitik, und auch auf dem
Gebiet der öffentlichen Arbeiten ist häufig eine enge Verknüpfung wirtschaftlicher und
zozialpolitischer Motive zu beobachten. So tragen beispielsweise zahlreiche von der öffent-.ichen
 Hand in der Nachkriegszeit durchgeführte Arbeiten trotz ihrer primär wirtschaftspolitischen
 Bedeutung den Charakter der produktiven Erwerbslosenfürsorge.
Die Ausgaben für »Öffentliche Betriebe« enthalten nur die Nettozuschüsse zu den Betriebsausgaben,
 da auf Erwerb gerichtete Unternehmungen, auch wenn sie im Besitze der
öffentlichen Hand sind, als nicht zur »öffentlichen Wirtschaft« gehörig angesehen wurden
and somit die Einbeziehung der gesamten Betriebsausgaben ein fremdes Element in die
Aufarbeitung hineingetragen hätte. In den Tabellen werden die wirtschaftlichen Ergebnisse
 ‘der gesamten privatwirtschaftlichen Tätigkeit der öffentlichen Hand in einer
Ziffer konzentriert dargestellt, d.h. es erscheint der Saldo, der sich nach Gegenüber-
        <pb n="444" />
        — 559° —
stellung der Überschüsse und Fehlbeträge sämtlicher öffentlicher Betriebe ergibt. Die
Behandlung der einzelnen Betriebe verbleibt einer später vorzunehmenden Darstellung.
Der Überschuß bzw. Fehlbetrag der einzelnen Betriebe wurde durch Gegenüberstellung
sämtlicher Einnahmen und sämtlicher Ausgaben festgestellt, wobei zu den Ausgaben auch
der gesamte Schuldendienst der öffentlichen Betriebe gezählt wurde, und zwar ohne Rücksicht
 darauf, ob er in dem Etat des betreffenden Betriebes oder der allgemeinen Schuldenverwaltung
 verbucht wird. Die Investierungsausgaben öffentlicher Betriebe sind jedoch
bei der Ermittlung des Betriebserfolges ausgeschaltet worden.
Unter den »Ausgaben auf Grund des Krieges« sind nur solche Ausgaben zusammenzefaßt
 worden, die in unmittelbarem und direktem Zusammenhang mit den Kriegsereigaissen
 und deren Abschluß durch die Friedensverträge usw. stehen. Mittelbar sind natürlich
 eine ganze Reihe öffentlicher Ausgaben der Nachkriegszeit durch den Krieg bedingt,
vor allem auch ein großer Teil der sozialen und wirtschaftlichen Aufwendungen. Eine
zenaue Abgrenzung dieser mittelbaren Ausgaben auf Grund des Krieges wäre unüberwindlichen
 Schwierigkeiten begegnet. Die Ausgaben für Verzinsung und Tilgung von
inneren Wiederaufbauschulden sind unter »Finanzverwaltung« gezählt worden (vgl. die
nierzu oben gemachten Ausführungen).
Der Rubrik »Nicht aufteilbare Posten« sind nur diejenigen Ausgaben zugeordnet
worden, für deren Aufteilung sich kein einigermaßen vertretbarer Schlüssel ermitteln ließ.
[m übrigen sind, soweit irgend möglich, summarisch ausgewiesene Posten auf die verschiedenen
 Ansoahbezwecke aufgeteilt worden.

Der Finanzbedarfnach Ausgabearten
Die Gliederung der öffentlichen Ausgaben nach Ausgabearten muß auf die Staaten
Jeschränkt bleiben, da für die nachgeordneten öffentlichen Körperschaften keine geeigaeten
 Unterlagen vorliegen.
Zu der Gliederung nach Ausgabearten ist im einzelnen noch folgendes zu bemerken:
Die Ausgaben, die einen Entzug von Produktionskräften aus der marktwirtschaftlichen
Sphäre, also Einkommensbindung bedeuten (s. S. 555), sind in den Tabellen
nm persönliche und sächliche Ausgaben aufgegliedert worden. Kine einwandfreie
Unterteilung in diese beiden Kategorien war nicht immer möglich, so daß .die betreffenden
Ziffern nicht beanspruchen können, das Verhältnis zwischen Personal- und Sachausgaben
ler einzelnen Länder genau anzugeben. Unter den Personalausgaben sind die Pensionen
besonders ausgegliedert. Diese Zahlungen der öffentlichen Körperschaften sind ein Entgelt
für frühere Leistungen der Pensionsempfänger; im Rahmen des gegenwärtigen Volks-Ankommens,
 aus dem sie gezahlt werden, stellen sie jedoch eine Einkommensvert-;chiebung
 dar.
Die übrigen Einkommensverschiebungen sind untergeteilt in die Gruppen » Verzinsung
Ind Tilgung innerer Schulden«, »Renten und Unterstützungen« und »Subventionen«. Die
feinste und klarste Form der Einkommensverschiebung stellt die Verzinsung und Tilgung
Nnerer öffentlicher Schulden dar. Die Abgrenzung der Renten und Unterstützungen von
den Sachausgaben stößt manchmal auf Schwierigkeiten, da Unterstützungen sowohl in
Form von Geld wie von Sachgütern gewährt werden. Unter »Subventionen« werden Geld-‘Eistungen
 der öffentlichen Hand an einzelne private Erwerbsbetriebe oder Erwerbszweige
angesehen. Sie bewirken eine marktwirtschaftlich nicht oder wenigstens vorläufig nicht
Serechtfertigte Produktionsverschiebung. Sie werden auch vielfach in Form einer Beleiligung
 der öffentlichen Hand an privaten Erwerbsunternehmungen gewährt und tragen
\nsoweit den Charakter von Investitionen.
Die Spalte IX »Überweisungen an andere öffentliche Verbände« gibt ein Bild von
Jen finanzwirtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen öffentlichen Körper-;chaften.
 Bei einer Zusammenfassung der gesamten öffentlichen Ausgaben eines Landes
Ind diese Überweisungen selbstverständlich nur einmal zu berücksichtigen, und zwar
tweder bei der empfangenden oder der überweisenden Körperschaft.
        <pb n="445" />
        — 560 —

Eine Ausgabenart sui generis stellen die in Spalte VI. der Tabellen aufgeführten
Leistungen für die Verzinsung und Tilgung kriegsbedingter auswärtiger Schulden dar.
Die hier erscheinenden Beträge gehen dem Volkseinkommen des zahlenden Staates verloren
 und werden deshalb als Einkommensminderung bezeichnet (vgl. S. 555).
Sie stehen im Gegensatz zum nicht kriegsbedingten äußeren Schuldendienst, der eine
Einkommensbindung — und zwar wiederum eigener Art — bedeutet, und dem inneren
Schuldendienst, der eine Einkommensverschiebung darstellt. ?)
Die Aufteilung der öffentlichen Ausgaben in Ausgabearten vermag, ganz abgesehen
‚on den bereits erwähnten Schwierigkeiten praktischer Natur, die Absonderung der
‚Einkommensverschiebungen« von den übrigen öffentlichen Ausgaben nicht in völlig
axakter Weise zu gewährleisten. So tragen beispielsweise, wie bereits betont wurde,
die Pensionen — volkswirtschaftlich gesehen — Transfercharakter. Ähnliches gilt für
die Gehälter, soweit Leistung und Gegenleistung in keinem gesunden Verhältnis zueinander
 stehen. Bei sächlichen Aufwendungen seitens öffentlicher Körperschaften werden
zuweilen marktwirtschaftlich nicht gerechtfertigte Überpreise gezahlt, die Subventionscharakter
 tragen. Trotz aller dieser Schwierigkeiten kann festgestellt werden, daß bei
denjenigen Ausgaben, die hier als »Einkommensverschiebungen« angesehen worden sind,
der Transfercharakter bei weitem überwiegt, während er bei den übrigen »einkommendindenden«
 Staatsausgaben in den Hintergrund tritt. Angesichts diese Sachlage vermag
die Aufarbeitung zwar keine exakten Daten, aber doch brauchbare Anhaltspunkte für
eine volkswirtschaftliche Analvse der Staatsausgaben zu liefern.
2} Es soll ferner nicht verkannt werden, daß die hier getroffenen begrifflichen Unterscheidungen bei manchen Auszabearten
 nur in einer ganz bestimmten Einstellung fruchtbar sind. So übt eine öffentliche Ausgabe für inneren Schuldendienst,
 nur von der Gegenwart aus betrachtet, eine andere volkswirtschaftliche Wirkung aus als eine Ausgabe für
iußeren, nicht kriegsbedingten Schuldendienst, Von diesem Standpunkt gesehen, fließt das zum Zwecke der Deckung
les inneren Schuldendienstes auf dem Wege der Steuer entzogene Einkommen nur wenige Takte nach der Steuererheung
 in die werbende Privatwirtschaft wieder zurück. Im anderen Falle wird das Einkommen für den in das Ausland
ließenden Schuldendienst für viele Arbeitstakte gebunden, das Volkseinkommen scheinbar sogar geschmälert.
Die Unterschiede schwinden, wenn man die volkswirtschaftlichon Wirkungen der unterschiedenen Ausgabearten
lurch eine Reihe aufeinanderfolgender Jahre hindurch verfolgt. Bei Aufnahme einer Schuld im Inlande stellt
liese nur in Höhe des Gesamtbetrages eine Kapital- bzw. Einkommensbindung dar, während die ausländische Schuldaufnahme
len eigenen Kapitalmarkt um denselben Botrag entlastet, um den er belastet würde, wenn sie im Inland aufgenommen
werden würde. In der gleichen Höhe ist demgemäß auch in dem Lande mit ausländischer Kapitalaufnahme ein zuzätzlicher
 Produktionserfolg des in der werbenden Wirtschaft verbliebenen Kapitals vorhanden, dor ausgeblieben wäre,
xenn dieses Kapital für öHentliche Verwaltungszwecke hätte gebunden werden müssen.

Schema
lt nur für den Fall, daß sämtliche Steuern nicht überwälzt werden und demnach noch im privaten Einkommen enthalten
;ind, An sich müßten die überwälzten Steuern, um zu einer richtigen Rechnung zu gelangen, dem Einkommen zugeschlagen
 werden, um sie später zur Errechnung des Nettovolkseinkommens wieder absetzen zu dürfen.
1. Fall: Schnldaufnahme im Inlande

Steuern
davon

a—r
Nettovolksein-‚ommen=
 private
Einkommen abzügl.
 einkomm6enbindende
 Steuer
nn

Summe
der privaten Einkommen

Einkommensbindung | Einkommensverschiebun“


1. Jahr
2. Jahr
Am Anfang des 2, Jahres erfolgt
 eine Schuldaufnahme
im Inlande in Höhe von
20 Mill, mit 10prozentiger
Verzinsung

100 Mill

10 Mill.

90 Mill.

Einkommensausfall infolge
Verminderung des werbenden
 Kapitals in Höhe
von 20 Mill. = 2 Mill.
Zinsen:
98 Mill, | 10 Mill. | mim |
2. Fall: Schuldaufnahme im Auslande
100 Mill. 10 Mil.

88 Mill.

1. Jahr
2. Jahr | .
an Anfang des 2. Jahres er- ! Kein Einkommensausfall: Mehr an Steuern infolge |
folgt eine Schuldaufnahme ausländischen Schulden- |
m Auslande in Höhe von | dienstes 2 Mill.
20 Mill. mit 10prozentiger Gesamtsteuer:
Verzinsung ä 100 Mill, { 10 Mill. 88 Mill.
Die hier durchgeführte Rechnung läßt theoretisch klar die volkswirtschaftlich gleiche Wirkung der inländischen
ınd ausländischen Schuldaufnahme bei ihrer Betrachtung im Fluß der Zeit erkennen. Sie hat auch Geltung, wen?
lie Frage »Steuererhebung oder Schuldaufnahme?«, die im Falle der Notwendigkeit der Deckung eines neu entstehenden
zusätzlichen Finanzbedarfs immer auftaucht, erörtert werden soll. Theoretisch ist die volkswirtschaftliche Wirkung auch
in diesen beiden Fällen die gleiche; mit dieser Feststellung geraten auch die strengen Unterschiede ins Schwanken, dio bisher
zwischen den einkommenverschicebenden Ausgaben für den inneren Schuldendienst und allen einkommenbindenden Auszaben,
 nicht lediglich solchen, die den äußeren Schuldendienst betreffen, gezogen wurden, Der Erkenntniswert der hier
vorgenommenen begrifflichen Unterscheidungen wird jedoch dadurch nicht in Frage gestellt. Praktisch ist natürlich J9
aach den wirtschaftlichen Verhältnissen — und dies gilt auch für das Problem »Inländische oder ausländische Schuldenauf-(ANmE2E
 — der eine oder der andere Weg der Finanzierung vorzuziehen, was im einzelnen hier nicht näher ausgeführt wer”
an kann.

90 Mill
        <pb n="446" />
        B. Übersichten zum Verwaltungsaufbau

und öffentlichen Finanzbedarf nach Staaten

“nanzen und Steuern
        <pb n="447" />
        1. Großbritannien
a. Verwaltungs
Fläche: 243 179 qkm Zentral
Parlamentarische Monarchie. Im wesentlichen ungeschriebene, auf Gewohnheitsrecht beruhende Verfassungxönig,
 Repräsentant des Staates, Haupt der Staatskirche; ernennt gewöhnlich auf Rat des abtretenden Ministe!
Rechte des Königs in der Praxis meist durch die Regierung oder einzelne Minister ausgeübt. Tatsächlicher Einfluß
Parlament, formell bestehend aus: King in Parliament (König im Parlament);
&amp;gt;arlament gegliedert, in:
3. das Oberhaus (House of Lords) z. Z. 740 Mitglieder, davon 2 Erzbischöfe, 24 Bischöfe der englischen Staats
übrigen erblich. Oberhaus zugleich höchste Revisionsinstanz für Großbritannien und Staategerichtshof
wird ohne weiteres dem König zur Zustimmung vorgelegt.
das Abgeordnetenhaus (House of Commons) 615 Sitze. Mehrheitswahlrecht (relative Mehrheit im Wahl
iberwiegender Machtfaktor im Staate. Bei Finanzgesetzen die Erhöhung von Krediten seitens des Unter
wahl des Hauses bei wichtigen politischen Fragen. Starke Überwachung der Verwaltung durch die Pa!
agierung, formell bestehend aus King in Council (dem König im Kronrat),
ı) Privy Counoil (Kronrat), bestehend aus den aktiven und gewesenen Ministern, Hofbeamten, hohen Richter:
Verordnungen auf Grund gesetzlicher Ermächtigung, Bildung von neuen Ämtern bei neuen Staatsat
nur in kleinen Komitees, Funktionen einer Reichsregierung für das Britische Reich und eines oberster
») Kabinett (gilt formell als Ausschuß des Kronrats), bestehend nach jeweiliger Bestimmung des Minister
Gesetzesinitiative, Überwachung der Verwaltung. Stark abhängig vom Ministerpräsidenten, der auch
Allgemeines über Charakteristisch ist die große Zahl der Ministerien und der Minister (als solche gelten auch die politischen Unterstaatf
Organisation Die älteren Zontralämter vielfach als Boards eingerichtet (unter Kollegien von Ministern), andere stehen unte!
Ministerien, aber auch als Boards „(Ausschüsse des Kronrats) organisiert. In jedem Ministerium ein 0de
politischer Staatssekretär). [Diese zusammen mit den Spitzen der Abteilungen der Beirat des Ministers. DI
vereinigten Abteilungen von mehreren Ministerien.

269°

Territoriale Zuständigkeit ;
Vor NUN EEE
;chatzamt (Treasury), Lormell geleitet durch eıne Kommission, ] Vereinigtes Königreich (für Nordirland durch einen Joint
bestehend aus dem Ministerpräsidenten als 1. Lord des Schatz- Exchequer Board, ein Bindeglied zwischen dem Roichs
amtes, Kabinetts- und anderen Ministern, faktisch geleitet schatzamt und dem nordirischen Finanzministerium) und,
durch den Schatzkanzler (Chancellor of the Exehequer) als | soweit Etats von anderen Ministerien sich auf die übrig“”
2. Kommissar und den Finanzsekretär (Minister, aber nicht Reichsteile beziehen, das ganze Reich
Mitglied der Kommission)
)em »First Lord of the Treasury« als Kabinettschef untersteht
 die Reichskanzlei; er präsidiert dem Reichsverteidigungsrat
 und dem Volkswirtischaftsrat.
‚m Bereiche des Schatzamtes 2 weitere Kabinettsminister: der
1.Kommissar für die öffentlichen Bauten und der Generalzahlmeister;
 letzterer unterstützt zusammen mit den 5
übrigen Lords Commissioners (den Junior Lords of the Treasury),
dem Parlamentarischen Sekretär des Schatzamtes — (sämtlich
»Ministers not in the Cabinet«) — und dem Lordsiegelbewahrer,
sowie dem Kanzler von Lancaster den Prime Minister in
der Führung der Regierungsgeschäfte und der Leitung des Parlamentes
 und der Rerierungspartei

Ministerien ”-“&amp;lt; Zentralämte-Kanzlei

 des Kronrats (Privy Couneil Office) unter dem Lordpräsidenten
 des Rates
Zentralamt für wissenschaftliche und gewerbliche Forschungen
{Department of Scientific and Industrial Research) unter einem
besonderen Komitee des Kronrats
&amp;lt;anzlei des Lordkanzlers (zugleich des Oberhauses) Lord Chanegellor’s
 Office

Britisches Reich

» % 3 1 i ©
) Großbritannien = England, Wales und Schottland, — Vereinigtes Königreich — Großbritannien, Nordirle?

. — 563 —
‚Vereinigtes Königreich) *)
\uftbau
erwaltung Einwohner: 45 631 000 (neueste Schätzung)
3efugnisse der einzelnen Organe ohne formelle Abänderung oft verändert bzw. ersetzt durch Konventionalregeln.
Täsidenten aus den Führern der stärksten Parlamentspartei den Ministerpräsidenten und auf dessen Rat die übrigen Minister;
‘uf die auswärtige Politik, vom Vetorecht kein Gebrauch, Statt dessen durch Einwirkung auf die Minister eine gewisse Vorsanktion.

ürche, 22 Repräsentanten des irischen (auf Lebenszeit gewählt), 16 des schottischen Adels (für das jeweilige Parlament gewählt), die
Winisteranklage). Zustimmung zu Finanzgesetzen nicht erforderlich. Ein zum drittenmal vom Unterhaus angenommenes Gesetz
‘Teis entscheidet). Wahlalter: 21 Jahre (für Männer und. Frauen). Längste Mandatsdauer des Parlaments 5 Jahre. Das Unterhaus
\uses nicht üblich. Gesetzesinitiative de facto den Ministern überlassen. Indirekter Volksentscheid durch Auflösung und Neu-Mentskomitees,
 insbesondere durch das »Committee of Public Aeccountse {ersetzt einen Staatsrechnungshof). +
Au anderen hohen Staatsbeamten, etwa 300 Mitglieder. Aufgabe: Bekanntmachung von königlichen Proklamationen, Erlaß von
äben und Leitung einzelner Zentralämter durch eigene Ausschüsse. Wird fast nie in seiner Gesamtheit zusammenberufen, gewöhnlich
“ichsgerichts durch ein besonderes Komitee sowie eine Reichslegislative für die Kronkolonien und Protektorate; en
:ö8identen aus gewissen Ministern. Verantwortlich dem Parlament. Zahl gewöhnlich etwa 18, Aufgabe: Leitung der Politik,
49 hohen Beamten und Bischöfe der Staatskirche ernennt. . de
Okretäre), d.h. die starke Durchsetzung der Verwaltung mit politischen Beamten (z.Zt. 18.Kabinettsminister und 30 sonstige Minister).
Staatssekretären« {Prineipal Secretary of State), die einander im Unterhaus vertreten können. Die neueren Zentralämter als bürokratische
jehrere Politische‘ Staatssekretäre (Parliamentary Secretary bzw. Undersecretary), daneben ein Permanent' Secretary (nicht-"Sanisation
 der Zentralbehörden nicht einheitlich geregelt. Stark durchsetzt mit besonderen Beiräten, Spezialkommissionen und

PL
Menzministerium mit starker Stellung gegenüber den Zentrainenörden, zugleich Zentralministerium des Staates. Staatsyeushalt,
 Aufsicht über sämtliche Personalabteilungen, Ernennung der Rechnungsbeamten, Genehmigung von neuen
jeinstposten und Festsetzung der Gehälter in allen Zentralämtern, Entscheidung über Pensionen an Ruhestandsbeamte.
A&amp;lt;T unpolitische permanente Sekretär Berater des Ministerpräsidenten bei der Ernennung sämtlicher hoher Beamten, Zentra-‘Slerung
 und Überwachung der Rechtsgeschäfte der Zentralämter beim Anwalt der Treasury; Bindung zahlreicher Einzelokte
 der Verwaltungen, auch im eigenen Geschäftskreis, an Genehmigung durch Treasury
= 0 Zentralministertum enthält die Treasury unmittelbar die Hilfskräfte des Ministerpräsidenten, außerdem folgende Kabinetts-Gichskanzlei
 (Secretariat of the Cabinet). Vorbereitung der Kabinettssitzungen, Führung des Protokolls. Kabinetisekretär
«ugleich Sekretär des Kronrats. Kanzlei für die Kabinettskomitees
Komitee für die Reichsverteidigung (Committee of Imperial Defence) als Überbau der 3 Wehrministerien, bestehend aus Premier,
Wehrministern, Schatzkanzler, Ministern des Äußern, der Dominien, Kolonien, Indien, Präsidenten des Kronrats, 3 Heeres-Chefs
 und dem permanenten (unpolitischen) Sekretär des Schatzamtes sowie gegebenenfalls zugezogenen Vertretern der
x Dominien. Geschäftsführung durch das Kabinettsekretariat
- Volkswirtschaftsrat (Economie Advisory Council), seit 1930 an Stelle des früheren Committee of Civil Research (mit
beschränkterem Aufgabenkreis), bestehend aus Prime Minister als Vorsitzenden, Schatzkanzler, Lordsiegelbewahrer, Präsidenten
des Handelsministeriums, Ackerbauminister und anderen Ministern nach Bestimmung des Premiers und aus Fachleuten der Wirt-Feha8t
 Nach Bestimmung des Premiers auf Grund von Vorschlagslisten, Der Rat veranlaßt Enqueten und Gesetzesvorschläge,
Pe En oder durch Komitees oder durch Expertenausschüsse. Sekretariat besetzt durch zwei Fachleute und einen
'ei1le "9Mtischen Beamten . .
at eS 3 kn U de EA, „onen (Parlamentsrat) für juristische Redaktion der Gesetzestexte und
ommittee für Sammlung der Gesetzestexte
Aupt Ämter in besonderer Abhängigkeit von der Treasury als dem Finanzministerium
Funke lamt (Paymaster General’s Office): Funktionen des Generalzahlmeisters ausgeübt von seinem Assistenten; eigentliche
‚die Fank als ME qm Portefeuille, gewöhnlich Kabinettsminister. Kassenhaltung und Verwaltung der Staatsgelder durch
+ on Englan:
bei e ngsamt (Exehequer and Audit): Rechnungsprütung auf sachliche Richtigkeit und Übereinstimmung mit den Parlaments-Aa
 RAN THE AR SL de SEITE Sa BEE EEE OR DEE ED
Babe tary Committee of Public Accounts, dem eigentlichen Rechnungshof. Das Komitee prüft auch die Zweckmäßigkeit der Ausdatıg
 MM Öffentlichen Sitzungen und überwacht ständig die gesamte Staatsverwaltung
Von Chuldenverwaltung {National Debt Office): gebildet von Kommissaren, darunter Schatzkanzler, Gouverneur der Bank
von England, Paymaster-General. Das Kollegium tritt fast nie zusammen; seine Funktionen erfüllt ein Beamtenstab. Die Bank
Rech Sland hat die eigentliche Ausführung der Schuldenoperationen, ist verpflichtet, dafür einen Hauptkassierer und einen
Tommien Ssbeamten anzustellen
für Häfen für Kommunale Anleihen (Publie Work Loans Commission): Ermächtigung für Anleihen aus öffentlichen Fonds
; Jagen de Te En RE Ta 0 St SE Schul- und andere öffentliche Bauten; 18 unbezahlte Mitglieder hervortouerg:
 Heute, Bankiers (au. ahre ernannt
Ollyer gr Ation (Commissioners of Inland Revenue): Verwaltung der direkten und indirekten Steuern
tändi altung (Board of Customs and Kxeise): Verwaltung der Zölle und Verbrauchsteuern
Sinem Ef abinettskommission für die öffentlichen Bauten (Works and Public Buildings Commission): bestehend. aus
&amp;amp; ame" ea (gewöhnlich Kabinettsminister) als Leiter, den Staatssekretären und dem Handelsminister; zuständig für die
mmias: erwaltung .
der Von für Erschließung des Landes (Development Commission): 8 Kommissare (6 unbezahlt), berät die Treasury bei
gr öndliche TE eines Fonds für die Entwicklung von Ackerbau und Fischerei, zur Gowährung von Anleihen für diese Zwecke und
ünzg (Mi Ayhusteie für die Entwicklung der wirtschaftlichen Hilfsquellen des Kanes
(fern at) — Stantsdruckerei (Stationary Office), — Verwaltung der Krongüter (Ofßee of Crown Lands) .
zul de Eden hi En des Kabinetts bzw. des Kronrats. Ausübung zahlreicher Prärogativbefugnisse des Königs, Kanzlei
Tehfüh- e8 Kronra
Tüng von Forschungen für staatliche und industrielle Zwecke

ulea

ledig ; - ; ines JustizmuEt
 Kanzleigeschätte des Oberhauses als Parlament und als Gerichtshof. Der Lordkanzler erfüllt Bent de S een solchen
ana ters, geteilt mit dem Home Office und einigen Ämtern im Schatzamt. Ist gleichzeitig En N komitecs des Kronrats
as fs Obersten Gerichtshofes für Großbritannien, Präsident des High Court of Justice und des Pr jdent einer gesetzgebenden
. Körpers ser Cichsgerichts. Ernennt Grafschafts- und Friedensrichter, Er ist also gleichzeitig Minister, Präsi
Sri aft und i : t mit dem Kabinett. . $;
57 queSOrg anisation.  okate uedengsorichte (unter der Selbstverwaltung), Handelsgerichte En, be
Raus er häftägerichte (England und Wales), 7 Assisengerichtsbezirke, oberster Gerichtshof (Supreme N
nd als Revisionspericht
Kanalinsem.
        <pb n="448" />
        Großbritannien
Ministerium des Äußern (Foreign Office) unter einem Principal
Secretary of State

— 364

Polizei- und Innenministerium (Home Office) unter einem Principal
Secretary of State

Ministerium für die Dominien (Dominions Office) unter einem
Prineidal Secretary of State

Kolonialministerium (Colonial Office) unter einem Principal Se- |
ecretary of State

Ministerium für Indien (india Office) unter einem Principal Se-;
 oretary_ oE State und einem Rat von 8 bis 12 Mitgliedern 8
Heeresministerium (War Office) unter einem Principal Secretary
of State und einem Armeerat von 9 Mitgliedern rn
Marineministeriuum (Board of Admiralty) unter einem Kollegium
von 8 Mitgliedern, (First Lord of the Admiralty als Präsident)

Luftfahrtministerium (Air Ministry) unter einem Prineipal Secretary
 of State und einem Air Couneil

Staatssekretariat für Schottland unter einem Principal Secretary
_of SA Dee
Handels- und Wirtschaftsministerium (Board of Trade) unter einem
Präsidenten
Abteilung für den auswärtigen Handel (Depart. of overscas trade):
gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt unter einem politischen
Unterstaatessekretär

Ministerium für Gesundheitswesen und Selbstverwaltung (Ministry
of Health)

Verkehrsministerium (Ministry of Transport)

Landwirtschaftsministerium (Board of Agriculture and Fisheries)
unter einem Präsidenten

nterrichtsministerium (Board of Education) unter einem Präsidenten


\rbeitsministerium (Ministry of Labour) a

Postministerium unter dem Postmaster- General

Ministerium für “Kriegerenten- und Unterstützungen (Ministry of
BL ON
Kanzlei des Lordsiegelbewahrers (Lord Privy Seal)
Büro des Kanzlers von Lancaster (Chancellor of Duchy of L.)

Territoriale Zuständigkeit

Vereinigtes Königreich ohne Schottland

Dominien Südrhodesien und die anderen südafrikanischer
Gebiete

Sämtliche Andbron AbErSaeisChEN Gebiete.

Britisch-Indien

Vereinigtes Königreich und Kolonien

u we
Britisches Reich (mit teilweiser Ausnahme der Dominion:
bzw. britische Gewässer

Vereinigtes Königreich und Kolonien

Schottland

GEF NE ar A dat
Vereinigtes Königreich — in Fragen der Handelsschiffahrt **
Britische Reich

England und Wales

Vereinigtes Königreich

Si tonan) aut
England und Wales, teilweise (in einzelnen Funktionen)
Sehottland

England und Wales

Großbritannien:

Vereinigtes Königreich

Vereinigtes Königreich
        <pb n="449" />
        — 565 — Großbritannien

ıtoahen

\uswärtige Angeles; i imdi
genheiten und Geheimdienst, Presseabtei ;
Nertretungen, de VOL 93 Konsuln, 121 lieh beten ET SEE En
kn i 5 z N ; 5 B00 i i i
vt nisterium gemeinsame Abteilung für den auswärtigen Handel (8. unten) Reichsteile (Protektorate),
ce 81n68 Innenmınisteriums: Ernennung der Lordlieutenants in do Aufsicht übe: .
en weiten. TE und der Kanalinseln. Aufsicht über die eh nern Aufsicht über die reservierten An-\u
 fonben tn de A JEW, Gewerbeinspektion. Aufsicht über die N orslaatliehme Londoner Polizei
lich unterstellt die Kronanwälte als OH En der Grafschaftsgerichte und des obersten Gerichtshofes; dienst-Sa
 Anwalt der Treasury). Strafvollzug. Abteilung des öffentlichen A (EEE en HA em Kionfickal
lego der ıL,ernatıonalen und interi i ziel n tn
_misstonere) der britischen. Rezi erimperialen Beziehungen der Dominien, Unterstellt sind di i jgh Com-Farbereitung
 der Reiohskont SE Ka diplomatischen Rechten in den Dominien) 6 Oberkommissare (Hieh Comeen
 nn pr Förderung der Auswanderung nach britischen Besitzungen
ö : ET
der fd ER 7e und So chekandolsant (Empire Marketing Board) zur Förderung der Wirtsehaftsbeziehungen
Kontrolle der Ve 5 der Gesetzoebn Koll
 orber 6 der Verwaltung der Gesetzgebung der Kolonien; Genehmigung ihrer Anlei
bee von Kolonialkoniferenzen ) zung Ihrer Anleihen
t: »Die Kro ür di jen« i
der Kolonialroeierungen. für die Kolonien« in London, ernannt vom Kolonialministerium, handelnd im Auftrag und im Interesse
Kekieelle der infinchen Beseingchung 1 —
er indisch indi Ss
Kontrolle dt Ks Gesetzgebung und Verwaltung und des indischen Staatsdienstes
Cerrito ialayrınee 13772 an
rialarmeo 137723 Maı eilen (
3 7728 nn. -— Berufsheer: i i i i ‚n)
1359905 Mann), — Militärschulen und Akademien; Rn are ein Coll SE er il
let Peteenk SC ) AnlOr sam für die 3 Wehrministerien ein College für Reichsverteidigung
a ommandos (3 eigene Dominienflotten), rd. 3 i °d. 1.800 000 t Sn
äy A Flottenbasis in eb he
ge Ogtapn 8 eilungen; Observatorien in Greenwich und am Kap der Guten Hoff. ; Z ü
Staatliche und private Luftfahrt: b A EEE Hnung; Zuschüsse an Forschungsinstitute
 KeOPOSLLETULGTE N 1 tfa tt; besondere Zusammenarbeit mit den Dominien in Luftfahrtsf. “-MW
 Oteorolokisches Kalt verschiedenen Reichsteilen, etwa 984 Flugzeuge und 52000 Mann A
Zentrale dur.
Yrale der von der allı i
Tischorsi tr allgemeinen Fachverwaltung abgesonderten schottisch z izei i |
en rei und Department of Health (Selbstverwaltungen, EEE ea aba SehOttsche Geneht Sa
RE Wirt VNA EEE TEE ELLE SETS WERFEN,
aS°hitfahrt rtschaftsiragen und Vorbereitung der Reichswirtschaftskonferenzen, besondere Abteilung für Handels
Tor au, Maß- und Gewichtswesen, Pat a
Int Sreitung der Handelsverträge + Paten
$rgeordnet die Handelsat 1 ärti
ünd Indien 1 ndelsattaches in auswärtigen Staaten und die Handelskommi
ern % nd ı missare und Hl: X 1 ini
von CS m Berichten über den auswärtigen Handel und Wirtschaft der beobachteten Länder  ermittlung
Allgemeine Ye an oe a L
ine Üherwach wisse Aufgaben eines Innenministeriums:
darin cat achung der Selbstverwaltung und gewi i inisteri X le de ; —_-Sehıpkende
 Taspoktoren g gewisse Aufgaben eines Innenministeriums; Kontrolle der Selbstverwaltung
ee Wehe hrte und Gere eUheheeeeen Desadee Ken at a ae
bergen der das Krankenkassenwosen; ra SE Ee ere Kontrolle und Aufsicht über die Beamten der Armenpflege;
fatistik ung. esondere Abteilung: General Register Office (0 ö
Dead X Bor Bevälkerung und ea TunE (Oberste Standesamtsbehüörde); verantwortlich für
Afatoke an An Lokalbehörden und private Gesellschaften für Gesundheitswesen und Wohnungsb
Besond, über das gesamte Verkehr ;n und Verwaltung einzelne: en a
be ge ) swesen und Verwaltung einzel Ä I
Nahezu a Elektrizität mit CinaroHlenu en A eigenen Distriktsbehö
Andi En eilung für Wegebau und Vorwaltung des Wegebaufonds Arksbehörden
uandwi Ss Chaft und Ernährun a
Verwa  iTtschaftliches Si S j
Verwaltun 6 es Siedlungswesen; amtliche Lande
“ARdwirtsehaftlicher Onte ED In unabhängige Kommission 8
, Standardie nterricht, Zuschüsse und Subventionen für U i i 1 i
zuge Standardisierung ür Unterricht, Siedlung, landwirtschaftliches Marktwesen
Besondere Ba Rübenzuckerindustrie
Niodere re eilung für Wales A
Su 5 Kal T am -
Nei2o dohnte- En Dores, Tone an BR Schulwesen
08 6 Bere Art er Lokalschulbehörden; technische Inspektion der Uni itä
Cd liche Abteilung in V L pektion der Universitäten
5 ———- Abteilung In Wales erbindung mit dem Gesundheitsministerium
\tboitetz, hängige Kommissionen für Universitäts- und Kultusiragen
(Orwaltung or A eelichtung von Lohnstreitigkeiten
Ufsicht üb ör Arbeitsämter (Labour Excha fü i { 1 i
, HM er die Trade Boards (Cowerbe- EA En Arbeitslosenfürsorge und Arbeitsvermittlung
8 Shüss en EEE und Landwirtschaft X A dfetkht über die A MAI wis Teekanne wie
AN © &amp;amp; 8 AM x ex . ar &amp;amp; 8) Tr
Bst Zur Arbeitelosenversichel ns Stellen für Arbeitslosenfürsorge, Arbeitsbaschaffung, Umschulung und Berufsberatung
Det, Tolegraph, Telephon, Postsparkassen, Auszahlung der Altorrenten
5-4 Ministerin 4 N Auszahlung der Altersrenten
Yersuchung a ı bei vielen Maßnahmen unter besonderer Aufsicht des Schatzamte8
—tteg und jenehmigung von Ansprüchen auf Krie; ronten und Unterstützungen, beı aten. in CO jsory Com-Sotinellas
 As hlreiche Local-Committees und Er ten” beraten dureh ein Central Advisory Com.
= m © T ] S ES EL DA Ta A mmem AALA LA DALE AETAALE
. Sta vorlag nn ES Stütze des Regierungschefs und anderer Minister. Vertretung und Bearbeitung wichtiger Ge-“inelles
 Amt Stütze des Region, »Minister of Unemployment«. Oft Führer der Rogierungsparteien im Oberhaus.
Ya A ütze des Regierungschefs, gewöhnlich Kabinettsminister; Ernennung von Friedensrichtern in Lancaster
von 61 9284 in Indien, b indi:
— hbesoldet, van der indischen Regierung
        <pb n="450" />
        — 566 —
3roßbritannien

Anlage:

‚ehließt ein: Britisches Reich im engeren Sinne, d.h. Großbritannien und die von ihm abhängigen Gebiete (Dependenzen), Britisches
zemeinschaft mit ihren Dependenzen. Das Reich ist kein Föderativetaat; die Reichsteile entweder in Gleich- oder in Unter
lie Krono, Beratung (nicht Gesetzgebung) über gemeinsame Angelegenheiten durch die periodischen Reichskonferenzen und Reichs
In den Londoner Zentralämtern Studienabteilungen für Reichsangelegenheiten; die Zuständigkeit einiger
Gesamtfläche: 34 575 197 qkm

1
Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland | Dominien = ee nteenbjokts mit voller

Großbritannien | Nordirland | ODE

Irischer ı .
Freistaat | Übrige
{Südirland) ; Dominien

"läche: 229607 qkm. Einwohner: | (autonomer Staats-42
 769 196  (Census 1921), Bine teil des Vereinigten
en 44 375 000 (Schätzung ‘ Königreiches).
1928
läche: 13563 qkm,
Tinwohner:
1256 332. {Im Parlament
 von England
vertreten)

‚ehe: 767 qkm,
Zinwohner:
‚50514. Alte,
m wesentlichen
yudalrechtliche
Abhängigkeit
som Vereinigten
&amp;lt;Lönigreich
m Parlament
von England
nicht vertreten)

Fläche: 68447 akm. Kanada
Einwohner: (Bundesstaat).
2972802. Dominion, | Fläche: 9659 882
jedoch in militäri- | qkm. HEinwohner:
scher Hinsicht Be-! 8788 483.
schränkungen unter- !
vorfen

Neufundland (Einheitsstaat),
 Fläch6’
421 522 gkm. Ein
vohner: 262 177. }

‚ustralischer
Staatenbund
Bundesstaat). 7
Fläche: 7703 86%
akm, Einwohner
5425 734

Neuseeland.
Fläche: 267497 ak
Einwohner;
1 344 354.

— 567

; , Großbritannien

Britisches‘ Reich

Reich im weiteren Sinne: Großbritannien und Dominien als gleichberechtigte und selbständige Nationen der britischen Staaten-)rdnung
 zum führenden Staat. Gemeinsames Staatsorgan der britischen Staatengemeinschaft (British Commonwealth of Nations)
Virtschaftskonferenzen sowie durch besonders einberufene Spezialkonferenzen; außerdem Konferenzen der Kolonialzouverneure.
TOßbritannischer Ministerien erstreckt sich auf das ganze Reich oder auf einzelne oder mehrere Reichsteile
Tesamteinwohner: 449 583 000

Abhängige Reichsteile

| = a ds-Sel
 ltungs- | dank Kronkolonien und | sohutzstaaten | Völkerbun
bee Faltung | Andien’) Protektorate | mandate

Malta: Fläche: 316 qkm.
Einwohner: 224 680.
Südrhodesien:?} Fläche:
384 794 qkm, Einwohner:
39 174, Ceylon: Fläche:
55 627 qkm, Einwohner:
1504 549

läche samt —Fürstenstaaten.
1668 821 qkm, Einwohner:
318 942 480. Völkerrechtlich gilt
ndien bereits als eigene Person;
m Verhältnis zum britischen Reich
st die indische Zentralregierung
Cronkolonie, die 9 Provinzen
‚ber Selbstverwaltungsländer; die
ndischen Fürstenstaaten Pro-;oktorate
 (bei der Zentral-‚egierung
 von Indien vertreten
lurch die Fürstenkammer); quasi
'öderativerAufbau Gesamtindiens;
3 Administrationsgebiete (eine
Art Reichsländer) unter direkter
Gewalt der indischen Zentral-:egierung,
 6-700 indische Fürsten-;taaten,
 Fläche: 1848 687 qkm,
Zinwohner: 71 939 000

ronkolonien =
Kolonien ohne oder
nur mit schwach
antwickelter eigener
esetzgebung (da-‚ür
 Gesetzgebungsrecht
 der Krone).
m den Protektoaten
 hat die briische
 Krone volle
Souveränität, nach
ıritischer Definition
st aber ihr Terri-‚orium
 dem Reiche
licht einverleibt.
18 Kronkolonien
ınd Protektorate
[ohne indisohe Fürıtenstaaten)


Malaylıche
Staaten, Sara
wak, Nordborn60,
 Federated
dalay States,
Sansibar) bis
or kurzem
‚gypten, Die
ıritische Krone
hat nur gewisse
Rechte dem beschütztenStaate

gegenüber, aber
keine Souveränität


teils Großbritannien,
teils den Dominien
zugeteilt. 1. Unter
lem britischen
Zeich: Nauru,
2. Unter Großbrisannien:
 Tanganjika,
 Territorium
Togoland, Kamerun,
Palästina, Transjordan
 Territorium.
3. Unter Australien:
New Guinea,
4. Unter Süd-Afrika:
Süd-West;-Afrika

vüdafrikanische
Union (stark 262°
tralisierter Bunde?
staat). Fläche‘
2.060 982 qkm. Bin“
wohner: 7 1566 314

Könier

"Könie

Cönie

'änie

Könige

handelt fast nur als »König im;
Kronrate (King in Council). Die
Rechte der Krone gegenüber den
Reichsteilen sind sehr verschiedenartig:
 in England selbst sehr
gering; in den übrigen Reichsteilen
 Reservation der Gesetze
zur Entscheidung des Königs im
Kronrat möglich; in den Kronzolonien
 auch gesctzgebende Geyalt
 der Krone (im Council). In
allen Reichsteilen Prärogative der
Begnadigung und der Verleihung
von Ehren

rtreton durch Gou- |-ertreten durch
rerneur. Zustim- »Lieutnant Gonungsrecht
 zur Ge- 7grnor8«, unter
jetzgebung auf An- Aufsicht des,
veisung des eng- Xriegs- und des
ischen Innenmi- I[nnenministenisters
 bzw. Reser- , "iums
vation für die Krone |

rtreten durch Gene- |vertreten durch Gover
ralgouverneur ; nor General b7T
cannZustimmungzu Governor, mit v ei
esetzen verweigern schiedener KomP
faktisch nur auf tenz
tat des irischen
Xabinetts) und es
ür die Krone re-„ervieren


ouverneur in den Dominien nimmt ungefähr
dieselbe staatsrechtliche Stellung €iD Ye
ler König in Großbritannien. Regierung
zon Großbritannien bei Dominien, der
Jominien bei Großbritannien und unter”
inander besonders durch Oberkommistart
High Commissioner mit gewissen diplo”
natischen Rechten) vertreten. Mit
:ontrolle der auswärtigen Politik d%%
veiches, Auf Wunsch und Rat I
Jominien ernennt der König eigen?
&amp;amp;esandte der Dominien, die durch Ver
nittlung des britischen Außenamte® be
Jen fremden Mächten akkreditiert worden

x der
1) Neufundlınd wird völkerrechtlich gewöhnlich durch Kanada vertreten. —- ?) Indien und Südrhodesien nehmen nicht 4"
‚utonomen Einheien: Vereinigtes Königreich und Dominien.

' De König als Kaiser von! Könir
Or! ndien
treten durch Gouverneur | vertreten durch Generalgouverneur
(Vizekönig): zugleich militärischer
ÖÜberbefehlshaber, unter der Aufzicht
 des India Office; Provinzgouverneure
 von der Krone er-1annt,
 unter der Aufsicht der inlischen
 Zentralregierung und des
Staatesekretärs fürIndien(Madras,
Bombay und Bengal in direkten
Beziehungen zum Staatssekretär).
In Beziehung zu den Fürstenstaaten
 ist der Vizekönig wesentlich
Kommissar der Krone, nicht aber
Axekutivehef

Cönie

Eingeborene
Fürsten
‘eraten durch
High Commiszioners
 als Vertreter
 der Krone
(mit diplomatischem
 Charakter}


Völkerbundkontrolle


r‚ertreten durch Gouverneur,verpflichtet,

bestimmte Gesetze
'ür die Zustimmung
ler Reichsregierung
"King in Couneil) zu
teservieren. Gewöhnlich
 besondere
Militärgouverneure,
In den Protektora
‚en {hauptsächlich
len indischen Fürstenstaaten)
 ist
Staatshaupt der
heimische Fürst
unter der Suzeränität
 der britischen
Krana

“olonial. Sondern an den Reichskonferenzen teil, Sie gelten zusammen mit Malta als »halbautonome Einheiten: gegenüber den
        <pb n="451" />
        — 68 —
Großbritannien
Noch: Anlage: Britisches

Großbritannien

Nordirland

Kanalinseln . ; Übrige
und Isle of Man | Teischer Preistaät | Dominien

arlament:

)berhaus (House of Lords) z. Zeit
’40 Mitglieder (tatsächlich Anteilahme
 einer kleinen Zahl);

arlament des Ver
sinigten König-‚eichs
 für die
‚eservierten Angeagenheiten:
 Krone,
„rieg, Frieden, Verräge,
 Militär, Hanal,
 Post u. Verkehr,
3stimmte Steuern,
ämtliche Gesetze
elten ohne weiteres
ir Nordirland, wenn
‚je Ausnahme nicht
sstigesetzt ist.

‚rlament von
Großbritan- |
alien.

ırlament von ' Parlamente
"üdirland,

jenat: 60 Mitglie-‚er,
 gewählt aus
ertretern wichtiger
nteressen und Einjehtungen.

ıbgeordnetenhaus:
;a. 100 (auf 20- bis
10000 KEinwohner
. Abgeordneter). Reerendum
 und Volks:
nitiative. Proporjonalwahlrecht,

döglichkeit der
Übertragung gesetzyeberischer
 Rechte
Auf ständische Einäachtungen


aus Unter- und
Jberhäusern. Volles
selbständiges Gejetzgebungsrecht;

zeteilt in den
Zundesstaaten
zwischen Glied- und
Zentralstaat

\ltertümiche
 Ständeıta


Interhaus (House of Commons)
15 Sitze, davon 12 nordirische.
Tehrheitswahlrecht. Parlament
‚at als Reichsparlament univer-'ale
 Gesetzgebungskompetenz für
:ämtliche Reichsteile außer den
Jominien; für letztere nur einzeschränkte
 Kompetenz der Gesetzgebung
 über die Verfassung,
Reichsbürgerschaft. Handelsschiffahrt
 nach Beratung mit
Dominien

‚onst das Parlanent
 von Nordrland:
 Senat:
14 Mitglieder, meist
zewählt vom Unternaus.
 Unterhaus:
;2 Abgeordnete. Pro-‚ortionalwahlrecht


üxekutive durch den Kronrat bzw.
varlamentarische Regierung durch
las Kabinett (zugleich Komitee
les Kronrats). 18 Kabinettsninister,
 weitere 30 hohe poliäsche
 Beamte (Ministers not
u the Cabinet) als Häupter der
%entralämter, deren Wirkungsreis
 sich teils nur auf England,
%eils über verseiledene Reichs-;eile,
 teils auf das ganze Reich
arstreckt, Für Schottland gezonderte
 Provinzialverwaltung
ınter dem Staatssekretär für
Schottland. Der Kronrat bzw.
das Kabinett handelt als Reichsregierung
 hauptsächlich für die
abhängigen Reichsteile

rlament, Regierung
lurchnordirische8
zabinett. (Execuive
 Committee of
he Privy Council
or Northern Ireand).
 Großbritanıische
 Ministerien
zw. des Kabinett
‘ür reservierte Anreleyenheitan


eutenant-30vernor«
 und |
irtliche Autoitäten,
 Kriegsınd
 Innenmini-‚terium
 London

ırlamentarısche ke
gierung durch ko.
ektiv verantwortichen
 Ministerrat
Executive Council),
arnannt vom Gene--algouverneur
 auf
Vorschlag des Preniers
 (President of
he Executive Counäl),
 der vom Abgeırdnetenhaus
 nomi-„iert
 wird, und durch
ndividuell verantvortliche
 Minister,
lie vom Abpgeordıotenhaus
 auf die
Jauer einer Legislaturperiode
 nomiaiert
 und vom Gene-:algouverneur
 er-1annt
 werden

‚rlamentarische Re
rierungen, ernannt
"om Gouverneur aus
jer jeweiligen Re
rierungsmehrheit

linheitliches Gerichtssystem für |Eigene Gerichtshöfe |Kigene Gerichte.
England und Wales; für Schott- | mit Supreme Court | französisches
land eigene Gerichte, judizierend | bzw. norweginach
 schottischam Recht sches Gewohnheitsrecht


vene Gerichte :Unter-’erichte,
 höhere Geichte
 und Oberster
}erichtshof, Richter
rnannt vom Genealgouverneur
 auf
Zat des Ministeriums

Zigene Gerichte

a SE ——
Oberhaus (House of Lords) höchste straf- und zivilrechtliche Revisionsinstanz
 und Staatsgerichtshof, Das Judieial Comittee des Kronrates
in Angelerenheiten der Staatskirche oberstes Gericht

— 569 —
Großbritannien

Reich
Selbstverwaltungs- % | Kronkolonien
kolonien Jrdion und Protektorate Schnizstanten

Völkerbunds-Mandate


“ür übertragene Angelegenheiten
 gewählte
Parlamente (gewöhnich
 bis 2 Kammern).
Resgervierte Angelegenheiten,
 hauptsächlich:
Militärische Angelegenheiten,
 Münzwesen, Ein-Wanderung-,
 Fremdenand
 Paßwesen, Staatsdürgerschaft
 und Auswärtiges.

Entscheidungen über re:
Servierte Angelegen:
heiten beim Gouverneur
bzw. König im Kronrate
Oder dem Parlament
des Vereinigten König-*eiphe


Indische Legislatur geteilt
zwischen Zentral- und Provinzial-"egierung.


Eigene Gesetz- | Einheimische
gebungskörper, Organe, meist
teila gewählt, teils der Fürst, konernannt,
 oft kon- trolliert durch
xurrierend mit Be- High Commisfugnis
 des Gouver- sioner
1eur8 »in Counecile,
in einigen Kolonien
30UVverneur »in
Jouneil« einziger Ge
jetzgeber.

Winheimische Organe,
Fürsten usw. teils
gewählte, teils ernannte
 Organe bzw.
High Commissioner
mit seinem Rate

Töglichkeit einer Gesetzgebung
les Vizekönigsim Kronrate
Zentrale) sowie des Gouverneurs
n den Provinzen (außer dem
Jotverordnungsrecht). Zentrale;
Dberhaus (Council of the State
30 Mitglieder (34 gewählt, 20 Be:
ımte, 6 nominierte Nicht-Beamte).
jesetzgebende Versammlung: 144
\bgeordnete (102 freigewählt),
6 Beamte, 16 Nicht-Beamte,
ıominiert). Einkammersystem in
den Provinzen,
Außerdem: Reichsregierung
‘King in Council) und Parlanent
 des Vereinigten König-*aichs


\ußBerdem :
zeichsregieung
 (King in
Jouneil) seltener das
?arlament des
Vereinigten König-'eichs

7erfassungen der
Tronkolonien und
Protektorate gevöhnlich
 von der
&amp;lt;rone (Reichsregieung)
 gegeben

‘ouverneur und Kxeutive
 Couneil (5 Mitglieder)
 für reservierte
Angelegenheiten;
Minister (Executive
Committee) dem Parla-Ment
 angehörig, vom
Gouverneur ernannt für
Landesangelegenheiten,
Colonial Office in London

‚der Zentralregierung der indischer
Legislative nicht verantwortlich:
7izekönig und Executive
‘ouneil (Ministerium); in den
'rovinzen: Dynarchie, d.h. Vereilung
 der Verantwortung auf
: Kabinette, eines verantwortlich
ijem Gouverneur in reservierten
Angelegenheiten, das andere verıntwortlich
 dem Provinzialparlanent.
 Außerdem: India Office I
‚ondon, das nicht eingreifen darf
„venn indische Exekutive un‘
Legislative übereinstimmen

(ouverneur »in
Council« nicht verantwortlich
 den
lokalen Körperschaften,
 sondern
lem Colonial Office,
Colonial Office London


Winheimische Or
gane, kontrol
lert bzw. in
verschiedenem
Grade beeinflußt
durch den High
Commissioner

Feils einheimische Organe,
 teils Stab der
britischen Vertreter

— A __. FF ER SS ——————„— dt A
Gouverneure in den aLhär ” u Ruiehateilen sind zugleich Vertreter der Reichsregierung und ihr verantwortlich

nn VL
Finheimische und britische Gerichtshöfe : einheimisches Recht und britisches Common Law

"gms 2 L
D EN
erstes Reichsgericht das Judieial Comittee des Kronrates (für die Dominien nur
in Zivilsaehen und außerordentlichen Reichsangelegenheiten)
        <pb n="452" />
        —. 570
Großbritannien
Staatliche Bezirksverwaltung, nachgeordnete Gebietskörperschaften
(Nur England
Sohhatyerwaltung

Nachgeordnete
Verwaltungseinheiten

Staatliche Bezirksverwaltung

Organe
EEE WE

\llgemeines

ıne bezirksmäßige Untergliederung der all
semeinen inneren staatlichen Verwaltung beiteht
 grundsätzlich nicht, Dafür ist das System
1er Inspektion und Kontrolle der nachgeordneten
jelbstverwaltungsbehörden durch Beamte der
taatlichen Zentralbehörden auf den verchiedensten
 Gebieten stark ausgebildet, (Rechıungsprüfer,
 Polizeiinspektoren, Schulinspek:
soren, Inapektoren des Gesundheitsdienstes)
‘ür folgende Sonderverwaltungszweige besteh
in regionaler staatlicher Verwaltungsapparat:
Rechtspflege (County Courts),
direkte Steuern, ‘
Yerbrauchsteuern und Zölle,
Post und Telegraphie,
Arbeitsverwaltung, Elektrizitätsbehörden,
Xrankenversicherung

die juristische Persönlichkeit kommt nieht dem Verband,
 sondern seinem beschlußfassenden Organ zu.
"ie Kirchspielräte sind nicht juristische Personen

Grafschaften
51 Verwaltungsgrafschaften

‘7 Stadtgrafschaften
{County Boroughs einschließlich
 4 Counties
»* a Town)
Grafschaft London
umfaßt
»8 hauptstädtische Bezirke
 und die City of
London

3 bestehen folgende Behörden, die in vieler
{Hinsicht der Selbstverwaltung zuzurechnen
nd, aber staatshoheitliche, oft allerdings nur
“epräsentative Funktionen versehen
Der Lord-Lieutenant (früher Kommandeur
ler Grafschaftsmiliz, jetzt nur noch erster
Friedensrichter und Bewahrer der Gerichtsıkten),
 ernannt von der Krone, Ehren
deamter,
Der Sheriff (Vollzugsbehürde für die Gerichtsırteile
 und Kronverfügungen, zugleich
Wahlbehörde), ernannt von der Krone, Er
ırnennt einen Untersherili,
Friedensrichter, ernannt vom Lord-Kanzler
auf Vorschlag des Lord-Lieutenants
He bilden entweder eine
Quarter Session (Oberes Friedensgericht)
oder eine
Petty Session (Unteres Friedensgericht),
Juarter Session nur eine für den Grafschaftsbezirk

In Stadterafschaften tritt an ihre
Stelle meist der juristisch vorgebildete
Einzelrichter (Recorder),
Petty Session mehrere in der Grafschaft,

Grafschaften

eschlußfassung: .
'rafschaftsräte, bestehend aus Chairman (gleichzeitig
3x offlcio Friedensrichter), Aldermen und Councellors-Direkte
 Wahl, Mandatsdauer: Aldermen 6 Jahre,
ouncellors 3 Jahre, Chairman 1 Jahr

arwaltung:
‚usschüsso des Rats für die einzelnen Verwaltungs
zweige, Ein Ausschuß, das Standing Joint Com“
nittee, besteht nur zur Hälfte aus RatsmitgliederD:
zur anderen Hälfte aus Frigdensrichtern, Es iet das
»berste Organ auf dem Gebiete der Polizei, der Irre»
ınstalts- und Flußbauverwaltung

erwaltungsstab:
n der Spitze: Sekretär der Grafschaft und N
zraischaftsgerichts (Clerk of the Peace), meist Juns*
die Leiter der Hauptdezernate sind:

. Der Kämmerer (Treasurer),
„ Der Polizeidirektor (Chief Constable), h)
' Der Grafschaftsarzt (Medieal Officer of Health)
er Gr.-Straßenbaumeister (Surveyor),
)er Gr.-Baumeister (Chiof Architect),
)jer Gr.-Schulrat (Chief Education Öffleer)
Jer Inspektor des Maß- u, GewichtswesenS,
Der Nahrungsmittelchemiker (Chief Analyst),
Der Direktor der landwirtschaftlichen Abte} tobt
«Director of Agriculture), Neben ihm b98%)
neist eine landwirtschaftliche Untersuchun$#‘
stelle mit einem Agrieultural Analyst,
die Beamten der Ärmenfürsorge, Graf
Daneben bestehen in den verschiedenen "7,
;chaften je nach Größe noch besondere ron“
sernenten für die Rechtsabteilung, das ion
wesen und die verschiedenen Grafschaftsanst®
and Grafschaftshetrieha

Der Sekretär des Friedensgerichts (Clerk of
Ihe Peace), besoldeter Fachjurist, ernannt
vom Standing Joint Committee; bei den
ınteren Friedensgerichten der Clerk to the
ustices
&amp;gt;. Der Coroner, gewählt vom Grafschaftsrat
( Spezialrichter bei nichtnatürlichen Todes-‘len


0
1

Stadtgrafschaften

teschlußfassung: Matadträte
 (9 bis 151 Mitglieder), bestehend Seren
yor (gleichzeitig ex offcio Friedensrichter), A TgosP6ß
und Burgesses-Aldermon gewählt für 6. Bu
{ür 3 Jahre
Verwaltung: Kesdten
Meist Ausschüsse wie bei Grafschaften und St
7erwaltungsstab:
Vie bei den Städten
\ußerdem:
ı. Der Polizeidirektor, x ‚gen8ı
3. Der Inspektor des Maß- und Gewichtsw® ;
3. Der Nahrungsmittelchemiker, jschaftı die
\. Sonderdezernenten wie bei der Sal
sich aus der Größe der Stadt ergebe!

. Großbritannien
ind ihre Finanzwirtschaft (Finanzausgleich und Finanzkontrolle)
ınd Wales)
EEE
Local Authorities)

— 571

Aufgaben

Finanzwirtschaft
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)
DA N

Die Gemeinden und Gemeindeverbände in Großbritannien dürfen nur diejenigen I. Einnahmequelles
Aufgaben versehen, deren Erfüllung ihnen durch allgemeines oder Sondergesetz 1. Sämtliche Verbände haben eine dele-Ausdrücklich
 übertragen oder gestattet ist . gierte Steuerhoheit über die Logal
Rates, beschränkt durch den Instanzenzug
 bei der Veranlagung über
County Committees bis Central Va-Ination
 Committee beim Gesundheitsminister


2, Steuerüberweisungen:
Gewisse Lizenzsteuern (Hunde, Waffen,
 Jagd usw.), bei denen die Steuerhoheit
 dem Staat zusteht, werden von
den Grafschaften bzw. Grafschaftsstädten
 erhoben und bleiben zu ihrer
Verwendung

Ybligatorisch:
Allgemeine Verwaltung und Polizei: Gemeindeaufsicht in bestimmten
Angelegenheiten über Gemeinden im Grafschaftabezirk. Geburtenregister,
Standesamt, Wahlbehörde, Maß- und Gewichtswesen (ausgenommen gewisse
Städte), Kriminalpolizei, Sicherheitspolizei (uniformiert), soweit nicht den
Städten vorbehalten,
L Bildungswesen: Elementarunterricht und Schulfürsorge (ausgenommeı
Städte über 10000 und städtische Bezirke über 20 000 Einwohner)
Höherer Unterricht, Schulaufsicht,
Wohlfahrtswesen: Gesundheits- und Wohnungspolizei
Einrichtung von Anstalten für Tuberkulose, Geschlechtskranke und Kranke
Mit ansteckenden Krankheiten
Einrichtung von Anstalten für Blinde, Taubstumme und Geisteskranke
Wöchnerinnen- und Kinderfürsorge
Nahrungsmittelkontrolle (ausgenommen in Städten mit besonderer Polizei)
Armen- und Altersfürsorge (soweit letztere nicht den Städten vorbehalten ist)
Mitwirkung bei der Durchführung der Alters-, Witwen- und Waisenversiche-FUNgsgesetze

Registrierung von Kriegsverletzten, Mitwirkung bei Gewährung von Kriegsfenten
 und Kriegspensionen, soweit nicht den Gemeinden vorbehalten,
Wirtschaft und Verkehr: Öffentliche Bauten
Wege, Straßen und Brücken mit Ausnahme der nichtklassifizierten Wege in
Städtischen Distrikten und Nichtgrafschaftsstädten
Flußreinigung und Flußbauverwaltung
Allgemeines Verkehrswesen und Verkehrspolizei
Aulassune von Automobilen, Straßenbahnen usw.
Medlungswesen
Swerbepolizei, Registrierung und Kontrolle einzelner Gewerbezweige aus
x’Sundheitspolizeilichen und gewerbepolizeilichen Gründen, soweit nicht den
3eMmeinden vorbehalten, Schutz des jugendlichen Ladenpersonals,
Allgemeine Finanzverwaltung: Mitwirkung bei der Steuerveranlagung
‘ür die Local Rates
Akultativ:
In
ES Von Verordnungen, insbesondere von Polizeiverordnungen auf gesetzlich
Reiten festgelegten Gebieten durch Graischaftsrat, der Genehmigung des Gesund
Forfen mistoriumg bzw. dem Einspruch des Home Office und des Kronrates unter
Schicden, Außerdem Erwerbesbetriebe, Anlagen, Anstalten und Einrichtungen ver-%
 ner Art wie bei Städten
1. Ferafschaften wie bei Grafschaften und Städten
Ve afschaft London hat ungefähr dieselbe Stellung wie die Grafschaften,
ausge ert durch den städtischen Charakter. Die Londoner Polizei ist verstaatlicht
liege men die der City); ihre Kompetenz erstreckt sich auch auf Teile der
Sgenden Grafeschaften

5 Allgemeine Dotationen
Der Staat gewährt:
a) aus allgemeinen Staatsmitteln einen
General Exchequer Contribution
Grant von 45 Millionen £, davon sind
5 Millionen £ beweglich und werden
alle 5 Jahre neu festgesetzt, und
zwar in derartiger Höhe, daß der
Exchequer Contribution Grant im
Haushalt der Grafschaften immer
denselben Bruchteil wie die Einbuße
 an aufgehobenen Lokalsteuern
und Staatszuschüssen wie im Jahre
19928 ausmacht

b) aus dem Road Fund 2,1 Millionen

Der Gesamtbetrag Gr b) verteilt sich
auf Grafschaften und Stadtgrafschaften,
und zwar !/3 nach einem Wohlstandsschlüssel,
 %s nach dem Aufkommen
Aus dem Anteil der Grafschaften
erhalten die Städte und städtischen
Distrikte °/,9, die ländlichen Distrikte
!/,o nach der Bevölkerungszahl. In
gewissen Fällen erhalten besonders benachteiligte
 Gemeinden besondere Zuschüsse,
 Für London gelten besondere
Beastimmunsen

.. Subventionen, abhängig von der Erfüllung
 bestimmter Verpflichtungen
der Verbände, Nachprüfung durch das
zuständige Ministerium
a) Polizei 50 vH der Gesamtausgaben,
wovon ein Teil dureh bestimmte
Steuerüberweisungen gedeckt wird
b) Wohnungswesen: für jedes den Bestimmungen
 genügende Haus 6 bis
12,10 £ jährlich
a) Elementarunterricht mindestens
50 vH der Nettoausgaben
Höherer Unterricht aus Verbrauchsteuerüberweisungen
 807 Milionen
 £
Zwangserziehungsanstalten 50yH
1) Bau von Wegen und Brücken:
1. Klasse 50 vH
2. 25 »
dazu die Hälfte des Gehalts des
Straßenbaumeisters
Der Road Fund wird nach freier
Verfügung des Verkehrsministers einyesetzt
        <pb n="453" />
        Großbritannien

Nachgeordnete
Verwaltungseinheiten

Gemeinden
253 Städte (Municipal
Boroughs)
28 Hauptstädtische Bezirke

‘Metropolitan Boroughs)

' City of London

779 Städtische Bezirke
(Urban distriets)

348 Ländliche Bezirke (urr
diatriete)

Diese umfassen:

12 801 selbständige
Kirehsniele

— 572

Staatliche Bezirksverwaltung

roßere Rıadte erLalten auf Antrag eine eigene
» Quarter Sessione bzw. einen +Recorder«t, Sie
vählen auch einen eigenen »Coroner«

‚e Städte und auf Antrag die großen städtischen
lezirke verfügen über eine eigene »Petty
sessione. An ihre Stelle tritt in den Städten
neist der juristisch vorgebildete besoldete
”olizei-Kinzelrichter (Stipendiary Magistrate)
ie City of London hat eigene Polizeigerichte
Police Courts) im Mansion House unter dem
'‚ord Mayor und in der Guildhall unter einem
‚lderman

Noch: Staatliche Bezirksverwaltung und
ET
Selbstverwaltung

Organe

jeschlußfassung:
Stadträte (wie bei Stadtgrafschaften)
"erwaltung:
ıusschüsse des Rates für die einzelnen Verwaltung”
zweige
"erwaltungsstab:
‚rn der Spitze Stadtsekretär (Town Clerk), meist
Jurist
‚eiter der Dezernate:
1. Kämmerer
Stadtarzt als Vorstand des Gesundheits- und
Wohnungswesens, hat unter oder neben Sn
Sanitäts- und Gewerbeinspektoren als .Or£*
des gesundheitspolizeilichen Dienstes
}. Stadtbaumeister (besonders für Tiefbau)
\. Stadtschulrat
“, Die verschiedenen Leiter der städtischen Zn
riebe (des Friedhofwesens, der Feuerwehr "9

Zeschlußfassung: hend
'tädtischer oder ländlicher Distriktsrat, best near)
aus Chairman (gleichzeitig ex offeio Friedensri€
und Councellors. Mandatsdauer: 3 Jahre
orwaltung:
Distriktsrat bzw. seine Ausschüsse
arwaltungsstab:
n der Spitze Sekretär des Bezirks
Iauptdezernenten:
. Kassenrendant
” Distriktsarzt
Gesundheitsinspektor
MNistriktsbaumeister . setsschül“
/enn über 20 000 Einwohner, 1 Distr!
at
&amp;gt; Verschiedene (wie bei Städten) ri in
ı 7200 Kirchspielen bestehen Kirchspiel "ger
5601 Kirchspielversammlungen (niert
yahlfähigen Einwohner). Nur 6580 Kirc® u ADA0t
ind 380 Kirchspielversammlungen haben A
virtschaftliches Eigendasein.

+

Gebietskörperschaften (nur England und Wales)
AED
Local Authorities) .
Aufgaben

Öbligatorisch:
1. Allgemeine Verwaltung und Polizei: Maß- und Gewichtswesen,
Geburtenregister, Wahlbehörden in gewissen Städten . Ve .
Städte über 20000 Einwohner Kriminalpolizei und Sicherheitspolizei (uniformiert)

Bildungswesen: Elementarunterricht in Städten über 10000 Einwohner
3. Wohlfahrtswesen: Gesundheits- und Wohnungspolizei 2
Nahrungsmittelkontrolle (nur Städte mit besonderer Polizei)
Wöchnerinnen- und Kinderfürsorge .
Mitwirkung bei Armenfürsorge und der Durchführung der Alters-, Witwenund
 Waisenversicherungsgesetze .
Neuaufbau ungesunder Wohnungsviertel, Bereitstellung von Arbeiterwohnunger
Registrierung von Kriegsverletzten, Mitwirkung bei Gewährung von Kriegsrenten
 und Kriegspensionen
Wirtschaft und Verkehr: Verkehrspolizei
Sim und Wege, soweit nicht klassifiziert und von der Grafschaft unterten

Bebauungs- und Fluchtlinienpläne, Baupolizei
Bereitstellung von Land für Siedlungszwecke
Gewerbepolizei. Lizenzerteilung und Registrierung besonderer Gewerbezweige
aus gesundheits- und gewerbepolizeilichen Gründen, Schutz des jugendlichen
Ladenpersonals
Allgemeine Finanzverwaltung: Mitwirkung bei der Steuerveranlagung,
Steuererhebung
), Anstalten: Kanalisierung, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Friedhöfe
'akultativ:
Srlaß von Verordnungen, insbesondere Polizeiverordnungen durch Town-Counci
(Vgl. unter Grafschaft)
3ei Annahme von Adoptive Acts folgende Aufgaben:
Elektrizitäts-, Gas-, Wasserwerke, Märkte, Straßenbahnen, Parks, Bäder, Spiel-Plätze,
 Büchereien, Landmeliorationen usw,
)ie Londoner hauptstädtischen Bezirke haben im wesentlichen die
Stellung von Distrikten innerhalb der Grafschaft, City viela Privilerien

Wie bei Städten
üs fallen weg: Polizei — Alters-, Witwen- und Waisenversicherung — Elementar-Unterricht
 — Maß- und Gewichtswesen . . nn
Gewisse gewerbepolizeiliche Aufgaben, z. B. Gift-, Exnplosionsstoffpolizei usw.

Vie Städtische Bezirke
*8 fallen weg:
Wege und Straßen
Bebauungs- und Fluchtlinienpläne ;
Xriegsverletrtanraoistrie rn ne

ns ; keine Paolizeiver-Weitere
 Beschränkung der gewerbepolizeilichen Aufgaben; kein
So
rdnungsgewalt = ijva Aufgahen
Wolieatarisch: Siedlungswesen., Sonst nur fakultative

Großbritannien

Finanzwirtschaft
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)

5. Verwaltungseinnahmen und Betriebsüberschüsse

6. Schuldenaufnahme nur gestattet auf
Grund allgemeiner oder spezieller gesetzlicher
 Ermächtigung; bei allgemeiner in
der Regel ministerielle Zustimmung notwendig.
 Rückzahlungsfristen werden
durch zuständigen Minister festgesetzt.
Tilgung zwischen 30 und 80 Jahren.
Höhe der Schuldenaufnahme zum Teil
auf ein Vielfaches des Steuerveran-Jagungswertes
 zu den Local Rates inlem
 betreffenden Verband beschränkt

IT Rechnungsiegung und Reochnungsführung
 gesetzlich vorgeschrieben
Die Rechnungen der Grafschaften und
aller Gemeinden mit Ausnahme der
Städte werden in ihrer Gesamtheit von
Bezirksprüfern, die dem Gesundheitsminister
 unterstehen, geprüft. Bei den
Städten erstreckt sich das Recht des
Staates zur zwangsmäßigen Prüfung nur
auf die Abrechnungen für jene Verwaltungszweige,
 für die staatliche Suhventionen
 gegeben werden

98 Zweckverbände Vverschiedener
 Art, beson-Jers:
 Hafensanitäts-,
IJospital-, Straßen-:einigungs-,
 Wasserzersorgungsverbände

jerdem:
227 Friedhofsbehörden

3amerkungen

ie Kosten des friedensrichterlichen Dienstes
ı8w. trägt der Selbstverwaltungsverband, inner-1alb
 dessen die Behörden tätig sind

syK6
LE Bezilt,
Verden die größeren Städte bzw. städtinO NER rung
auf Grund besonderer Verleihung für die 008
örgane verschiedener Sondergesetze, weitere B
die Grafschaft zuständig ist, 80 treten
amte hinzu
"x7]. Stadterafachaften

det die Erfüllung ei i i iten eines Selbstverwal
einer obligatorischen Aufgabe von se
SS Verhandes nicht statt, 80 erfolgt ihre Zwangsetatisierung durch As ln
ni Minister, bei den der Grafschaft untergeordneten Verbänden A de Vor
an kane der Grafschaft, die hinsichtlich gewisser Aufgaben n06:
Tänkte Aufsichtsrechte besitze
        <pb n="454" />
        äroßbritannien!)
CS

b. Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden
EZ ZZ ZZ ZZ
Otaatr2\

Ausgabezweck

212/13 | 1925/26 | 1928/29 '
a8,

Mill. 4
Vorkriegskaufkraft
912/13 | 1925/26 | 1928/29
AL

in vH
SE
912/13 | 1925/26 | 1928/29
8 9 | 10
"A

I. Oberste Staatsorgane .......... ...
If. Rechtspfleg® s....0.0000000004000000
JIT. Innere Verwaltung .........0000000
IV. Auswärtige Angelegenheiten ........
7 Kolonialwesen 20.000000 en
a) Heer, Marine, Luftfahrt.........
b) Zivilverwaltung ...000000000040
2) SONStigOS ver Ka EHG ka
VI. Landesverteidigung s.....0.00.0.0.000010
VIX, Finanzverwaltung ......000000004000
Zoll- und Steuerverwaltung ..,..
bh) Schuldenverwaltung ............
1) Zi eereereeE
7) Amortisation ‚....00.000000004
Y}) Sonstige8 s...00.000000000000
;) MÜünZweSel eier
7) SOnstige8 ....00000000 rer ee
7111. Unterricht, Kunst und Wissenschaft
[X. KirchenweseD ......0000000000000000
X. Soziale Aufgaben .......0...0.00000
XI. Wirtschaft .00.00 ee
2) Landwirtschaft ...........0...040
») Industrie und Handel ‚........,
Verkehr see
\ Schiffahrt a...000000000000000k
Privatbahnen ...............,
Xraftwagenverkehr ..........
Private Luftfahrt ...........
) SONStigES ereeeee eek
ffentliche Arbeiten (Häfen, Kanäle,
 Straßen usW.)...........,.
7
XII. Öffentliche Betriebe ...............
XIII, Ausgaben auf Grund des Krieges .,
2) Kriegspensionen, -renten und
‚unterstützungen (Geld- und Sach-ÜStUNFON]
 vs erh eh Kar KK
Viederaufbauarbeiten ...........
TesatzungskosteN ...............
\usführung der Friedensverträge,
\bwicklung des Dawes-Plans, der
nteralliierten Schuldenabkommen
Sonstige Kriegsverbindlichkeiten. ,

% | 2
34

24

0,96 | 0,35 | 0,2%
2,89 | 0,78 | a7
1,81 | 0,54 | 0,78
0729| 0391 08

63

69 |
z6 1

38

Ya

Te

61 105 2,0 2131| 1,81
48 89 1,65 2,11 1,39
3 13 0,10 0,16 | 0,08
10 3 0:35 | 004 | 0,0
1499 © 1540} 1563 | 5151| 19.27 | 17,6

198
1
73

117

2
Fr

335
12
„321
| 272
46
| 3
1

355
13
341
269
68
4
0
1

661 : 4023 4.739
94 143 171
560 | 3864 4559
454 3267 3599
102: 561 ! 903
4! 36 57
6 2
10 7

ZRTR
3:23
198°
851
0,14
0,10
0.14

50,09 | 62,88
1 1,9
18.12 508%
19,69 40,16
6,98 10,08
045 | 0:64
008 | 0,0
0.12 | 007
209 | 0,8
0,06 | 000
1134| 7521 9,0
1.18 | 12,05| 17
0,65 0,64 | 0,08
0,27 | 0,22 0
020 | 023 09
0220| 023 0@

%

152

20

£

1a

A004

211

33
16
8
“

84 , 158
43° 88
18 2 |
18: 27
„1

4 |
5

0,07 | 0,04 | 08
got! 002) 0-r



195

1271 |
769 |
"iR

I an u

9

1073| 88
0,08 vr
06 020

A

50’

74

| 58
A a

XIV. Nicht aufteilbare Posten.,.........
XV. Insgesamt .....00000000 0044ER KR

——
! $ ' 0
143 | 668 61 | 2910 8030 8060 | 100.00 | 1200-00 | 1200

x ; nie
-) Zur Klarstellung der finanziellen Beziehungen der Zentralregierung des Vereini Öönigrei irland ist ZU "ach
ler Tabelle enthalten. Der Finanzbedarf für die der or ischen Beglarune über easen en Aa en a Sn ausgegliedert Den
inter Finanzverwaltung. Im Jahre 1928/29 betrugen die Überweisungen 5,7 Mill. £ gegenüber den veranschlagten Gesamtau® ot
zemeindeverbände) ist also um 1,2 Mill. £ höher als die in der Tabelle gegebene Zahl. — 2) Ohne Überweisungen an nachg00T% ten
or England and Wales«, 1925/26, die für Schottland und Nordirland den »Siatistical Abstract for £he United Kingdom«, 1928. Die 702 sich
Verwendet wurden jedoch die Zilfern von 1921/22 für beide Gebiete, da die im Gefolge der £-Entwertung im Jahre 1921/23 ;
‚on 1921/22 bis 1925/26 in diesen beiden Landesteilen entsprechen dürfte. „hn war die
Die Gesamtziflern wurden von Verrechnungsposten bereinigt, soweit die vorhandenen Quellen dies zuließen. Unmöglich
‚.beraus summarisch gehalten sind

575 —
Ind Gemeindeverbände) nach Ausgabezwecken
EN
Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände®)
; Mill. 4 je Kopf der
je Kopf der Bevölkerung Vorkriegs- ! Zevölkerung
in 4 Vorkriegskaufkraft | Mill. £ | kaufkraft in vH in. Vor-Hmm
 Sn EA kriegskauf-1912/13
 | 1925/26 1928/29 1925/26 I Kraft
A ai ee VA
1 12 | 3 141 2

Großbritannien‘)

Ausgabezweck

0,62 | 0,61
1,86 | 1,39 ı
0,84 | 0,97
0,51 | 0,69

0,53
1,52
1,47
0.77

2

28

0,21 0,62
0,62 1,79
471 | 13,59
024 | 0,69

I, Oberste Staatsorgane
II. Rechtspflege
III. Innere Verwaltung
IV. Auswärtige Angelegenheiten

7

81

51
3

612
31

1,35
1,06
0,06
2,23

2,34 3,00
; 1,98 2,77
| 0,29 0,16
0,07 0,07
34,18 | 34,57 ]

8
0
1

105
89
13
zZ

0,81
0,69
0.10 |
0,02
1184 \ 24419

2,34
1,98
0,29
0.07

V. Kolonialwesen
a) Heer, Marine, Luftfahrt
b) Zivilverwaltung
6) Sonstiges
VI. Landesverteidigung
VII Finanzverwaltung
a) Zoll- und Steuerverwaltung
b) Sehuldenverwaltung
a) Zinsen
8) Amortisation
y) Sonstiges
c) Münzwesen
d) Sonstiges
VIII. Unterricht, Kunst und Wissenschaft
IX, Kirchenwesen ;
X. Soziale Aufgaben
XI. Wirtschaft
a} Landwirtschaft
b) Industrie und Handel
c) Verkehr
a} Schiffahrt
B) Privatbahnen
y) Kraftwagenverkehr .
) Private Luftfahrt
€) Sonstiges
., Öffentliche Arbeiten (Häfen, Kanäle,
 Straßen naw.}
X Soanstionea

33,14

128

1540

4,62 89,32
2,08 3,17
&amp;gt;39 35,7
04 72,5
2,26 12,45
2,09 „0,79
9,06 0,14
9,09 0,22
2,36
0,02 ı 0,01
730 | 1341

— 104,80
3,78
100,82
79,58
19:98
1,26
0,05
0,15
1,76
0,21 |
17,93 |

396
12
382
b 379
3
1
i

4 763
143
4 604
4561
43
6
10
1169
0

36,62 105,75
1,10 17
35,39 102,22
35,06 101,26
0,33 0,96
0,05 | 0,14
0,08 0,22

97

8,98 25,95
0,00) 0,01
15,92 | 45,97

J

172 1 2070 *

1,87 3,50
0.17 0,96 1,95
0 0,40 | 0,54 |
13 0,41 0758

36 1.033
4 43
1 | 18
2 18

7,94 | 22,93
0.33 0,96
0.14 0,40
0.14 0.41
0.14 | 0,41

913 | 20,41 | 0,58

2

18

0,05 | 0,06 0,10
9,03 0A da

73
&amp;amp;

880
74

6,77 | 19,54
0,56 1,62

XII. Öffentliche Betriebe

1
31,57 ı 2811

118

1422

10,93 | 31 ‚57
6,62 19,13
0,05 | 0,14
0.29 | 055

XI. Ausgaben auf Grund des Krieges
a) Kriegspensionen, -renten und
-unterstützungen (Geld- und Sachleistungen}

b) Wiederaufbauarbeiten
0) Besatzungskosten
*\ Ausführung der Friedensverträge,
Abwicklung des Dawes-Plans, der
interalliierten Schuldenabkommen
NSW.
nstire Kriersverbindlichkeiten

19,13 | 17,01
0,14  2— |
0,55 | 0,40

Z1
1
”„

862
|
25

1,26
549

10,47
0753

42
2

507
22

3,90 | 11,26
07 0,49

— _ 118 | 341
6435 | a
| m820 | 19817 | vos | 13008 | 00.00 | 288.81

XIV. Nich£ aufteilbare Posten
XV. Insgesamt

hei ; eordnet — ir
sa Der Finanzbedarf für die Aufgaben, die sich die Zentralregierung vorbehalten hat, ist Si a Er Er erscheint
% nor cken) insoweit enthalten, als er durch die Überweisungen der Zentralregierung an Nordirlanc Semler Gemeinden und
Obiege tischen Regierung in Höhe von 6,9 Mill. £ — der Finanzbedarf des Vereinigten Königreichs Ann: Local Taxation Betarns
tor Örperschaften Ze) Die Daten für "dio Gemeinden von England und Wales entstammen den A Nordirland auf 1923/24
Och au dr beiden letztgenannten Landesteile beziehen sich für Schottland auf das EAU RG rung der Gemeindeausgaben
| “wirkende Aufblähung der Gomeindeausgaben in Schottland und Nordirland ungefähr der Steige herab
S80iti . : i de hierüber
"rung Von Doppelzählungen bei den schottischen und nordirischen Gemeindeausgaben, da die Übersichten gerade hie
        <pb n="455" />
        576 —

Großbritannien

ce. Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten

Staat

Ausgabeart

Mill. £

Mill. 4
Vorkriegskaufkraft

in vH

Je Kopf der Be
völkerung in M
Vorkriegskaufkraf

912/13] 2925/26| 028/219 12/13] 1925/26 1928/20 1912/13|1925/26l 1028/29 "1012/13 [1025/26 1028
SER 1311925/26[ 1928 /2 / BEMBESIN 1ER
2 3 x 5 6 7 59 10 u u3

I. Personalausgaben:
a) Löhne, Gehälter, Sold
US Wereernansereereenns
5) Ruhegehälterohne Renten
an Kriegsteilnehmer ....
IT. Sächlicher Bedarf ‚.......
[TII. Verzinsung und Tilgung innerer
 Schulden ...........0.
/V, Renten (z. B. Kriegsrenten)
und Unterstützungen .....
Subventionen (Prämien und
Zuschüsse an private Organisationen,
 Gewerbetreibende
 und öffentliche Be- ; |
ErODOEA Ka REECEE ER EUR 2.94 | 1,87
/I. Verzinsung und Tilgung aus- | 0
wärtiger Schulden ‚....... 42 35 2— 502 466° — 5,38 4,43 — | 1113| 1%
_ nn SZ — AS Er St nl am SE
VII. Insgesamt (I bis VI)...... [42 ı 667! 671 2899' 8015 8952' 84,12| 86,07| 85,21 64,11  I77,97| 19“
"III. Überweisungen an andere j { | Au
öffentliche Verbände ...... 27 108 ! 116 547 | 1298 ! 1554 15,88) 13,93 14,79 | 12,10 | 28,81 SA
| 3
Insgesamt (VII und VIE) ı 169 | 775 | 787 | 3446 ! 9313 | 10.506 | 200.00! 100.00| 200.00 | 76.21 | 206.78! zB

d. Richtziffern zum Personalstand der öffentlichen Wirtschaft!)

Gesamtübersicht

Nirtschaftshereich

A
in 1 0800

Krwerbstätige
in der öffentlichen Wirtschaft ..........0000000 000000 ne
n der privaten Wirtschaft ........ un Em FE
Insgesamt .... | 49 357,3

in vH

in v£
der Erwerb#“
+ätioen

100.0 | 1 000.0

4,9
95.1

49,0
951,0

Gliederung nach Verwaltungszweigen

Verwaltungszweir

Personal
des
Staates
ın 11000

in vH

in vT
der
ürwerbstätigen


Personal
ler nacheordneten

Verbände
in 1000

in al

in vT
der
Erwerbs- ;
t+ätiren

Insyesamt

5 1000

‚in vH

a
j nn
Bw?
„ige

A

)ffentliche Erwerbsbetriebe ......
uandesverteidigung (ohne Truppenteile
 in Kolonien) „... .
Sicherheitspolizel ......0...00.40004
Rechtspflege ?) u. Innenministerium
Jnterrichtspersonal (nicht Verwal-{UNg)
 v0000000000 00 Ara H EHER
Finanz- und Steuerverwaltur- ..
"hriga Verwaltung .....

Insgesamt ....

31,8
295,0 | 49,2
20,4 | 34
95 16

9,8

15,2
1,1
0,5
0.

42,9

210.0

100.0 | zo 47m

100.4

ı 920.1 |

x @

19.3

2,2
10,8

295,0
63,3
9.5

2
an] 53
6,7 a5
10

2
zn) ©
A 22,6
. 7 20 11.7
948 W A
5 |
| 100 0 s
49.0

a 1
- ft
1) Auf Grund des Zensus von 1921 und des Cmd. 3053 1929 über das in den einzelnen staatlichen Verwaltungszweigen b05% gs #
Personal. Die Ziffer für das Personal der übrigen Verwaltungen in den nachgeordneten Verbänden ist durch Schätzung
Schottland entiallenden Anteils vervollständigt worden. % zo
2) Nicht enthalten die Zahl der Richter, die aus dem Consolidated Fund besoldet werden und die Zahl der von de
behörden besoldeten richterlichen Beamten.
        <pb n="456" />
        Frankreich
Übersicht über das Zivilbeamtenpersonal in Regierurgsämtern am 1. Januar 1928
(Abdruck aus Cmd. 3053}

577 —

—

Verwaltungszweig

taatseinnahmen:
N POSerrrrerenn eK EEARENTER KR EKRRRBEKN KR EUEEN
Direkte Steuern „.......0..000.0. RO RE RR
Zölle und Verbrauchsteuern ‚....0.000000000000r 00ER
Staatseinnahmen ....
Nndesverteidigung:
Admmiralitäß ıuar0000 KR KEERE KLEE EEE
Kriegsministerium.........0..0.
Luftfahrtministerium ....

. Landesverteidigung ‚.... |
Ävlverwaltung:
I. Zentralverwaltung und FinanZ........000.00000000
IL Reich und Auswärtige8 a.....000.00000000 000004000
WII. Innenministerium und Rechtswesen ....... ...
:V, Unterricht und Museen a....0..00.005000 000000
Y, Gesundheitswesen, Arbeit und Versicherung:
Gesundheitsministerium (England und Wales),...
Schottisches Gesundheitsamt ‚..- ya
Arbeitsministerium ......0.0.0000000000 ....
Andere Abteilungen der Gruppe V .... we.
VI, Handel und Industrie:
Handelsministeriul.....00.00000000000000000 000
Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei....
Andere Abteilungen der Gruppe YI.............
VII, Allgemeine Dienste...... ..
VII. Pensionsministerium v.....0000000 er tr Er RKER
Zivilverwaltung ....
Insgesamt ....

Männer

rauen

Insgesamt

j
nn vH

in vT der
Erwerbstätigen


139 091
16 988
10.589
166 668

51 296
3 160
966

190 387
20 148
11 555
222 090

64,1 9,8
86,8 1,0
3.9 0,6
74,8 11,4
2,6 0,4
13 0,2
0,6 ,1
4,5 0,7

55 422

6813
3435
1353
11 601

939
508
318
1 765
457
588
697
5682

7752
3943
167
13 366
9722
2409
9544
3224

1840
1821
7847
2 662

0,8
0,8
3,2 |
11

1
0,1
0,5
0.2

3816
449
‚0 281
1030

1.946
258
4 222
286

5762
707
14 503
1 316

2,0
02
49
04

0,3
0,0
0,8
0.1

16! 0,2
0,8 9,1
1,0 0,2
13 0,2
2€ 0,4
“Or nn 32
224069 | 72756 | 296825 ! 100,0 | 15,3

ET
Gewerbli i berall ausgelassen. — Die Ziffern des Pensionsministeriums enthalten solche des Personals von An-Alten
 { NETT ART . I am 1. Tamuer 1928, — Die Admiralitätsziffern sind ohne das Verwaltungspersonal der Werften
is orhalb des Vereinigten Königreichs gegeben. Die Zilfern des Kriegsministeriums enthalten nicht das Personal gewisser Zweige,
_ Alßerhalb dieses Ministeriums liegen. Dieses gesamte Personal, das nicht in diesen Ziffern einbegriffen ist, betrug 8 185 Büromt
 und 2 425 technische und andere Arbeiter am 1. Januar 1928. — Die Ziffern des Luftfahrtministeriums schließen nicht das
ek Wältungspersonal der militärischen Einheiten und Befehlsstellen usw. ein, deren Personal sich am 1. Januar 1928 auf 2600
J = Die Ziffern des Arbeitsministoriums schließen das Personal nicht ein, das durch Gebühren bezahlt wird und das am
"”aNlar 1998 sich auf 740 belief.

2. Frankreich
a. Verwaltungsaufbau
Kolon rOPäisches Gebiet: Fläche 550 986 qkm, Bevölkerung 40 743 897 (Stand. vom 7. 3. 1926)
n (einschließlich der Protektorate und Mandate): Fläche 11 049 711: akm, Bevölkerung 59 474 000
Zentralverwaltung

täatsoherhannt

Präsidant dar Repuhlik

Yon beiden Häusern des Parlaments als Nationalversammlung auf 7 Jahre gewählt. Ernennt den Ministeroräsidenten
 und auf dessen Vorschlag die Minister und die Unterstaatssekretäre, hat im übrigen gesetzlich
yestimmte Befugnisse, die sowohl auf dem Gebiete der Gesetzgebung wie der Verwaltung liegen; größtenteils
semeinsam mit den Ministern. Das ihm verfassungsmäßig zustehende suspensive Veto gegenüber Gejetzesbeschlüssen
 ist außer Übung geraten, er kann eins nochmalige Beratung des Gesetzes verlangen
ınd die Kammern für 1 Monat vertazen.

desetzgehung

9

Kammern, beide Gesetzesinitiative. — Diese steht ebenfalls dem Präsidenten (durch die Regierung) zu.
Gleiche Rechte, nur Finanzgesetze müssen zuerst in der Kammer eingebracht werden; Abänderungen der von
hr erledigten finanzgesetzlichen Entwürfe durch Senat kommen praktisch nicht vor. Verfassungsinderungen
 werden von beiden Häusern als Nationalversammlung beschlossen.
.. Senat (314 Mitglieder), indirekte Wahl. x
Wahlorgane: Die im Departement gewählten Mitglieder der Kammer, des Generalrates, des Arrondissementsrates
 und die Vertreter der Gemeinden; Mandatsdauer 9 Jahre; !/z scheidet in dreijährigem
Turnus aus; wählbar alle Franzosen über 40 Jahre,
Kammer (Chambre des Döput6s), 584 Mitglieder, direkte Wahlen: — Mandatsdauer 4 Jahre; auflösbar
lurch Präsident mit Zustimmung des Senats laut Verfassungsbestimmung (außer Übung); wahlberechtigt
Alle männlichen Franzosen über 21Jahre; wählbar alle Franzosen;über 25 Jahre: in.beiden Fällen beıtimmta
 Ausnahmen.

änzen und Steuern
        <pb n="457" />
        Frankreich
Verwaltung
/Exekullve})

u 578 —

1. Regierung, nach der Verfassung: bestehend aus Präsident der Republik und Ministern bzw. Unter
staatssekretären. Minister oder Unterstaatssekretäre (Kabinett) bedürfen des Vertrauens der Kammer
a) Ministerrat (Conseil des Ministres): Präsident (ohne Stimme) und Kabinett. Aufgabe: Beratung
und formelle Entscheidung wichtiger Regierungsmaßnahmen, Verordnungen in bestimmten Fällen:
5) Kabinettsrat (Conseil du Cabinet): Nur Minister bzw. Unterstaatssekretäre unter Vorsitz des Mi
nisterpräsidenten. Aufgabe: Erledigt laufende Angelegenheiten und trifit faktisch alle politisch
wichtigen Vorentscheidungen. Stellung des Ministerpräsidenten im Wachsen.
2. Staaterat (Conseil d’Etat), 35 ordentlich ernannte oder ex officio Mitglieder, 27 außerordentliche (mei
höhere Beamte der Ministerien). Präsident: Justizminister. Aufgabe: Mitwirkung beim Erlaß von
Rechts- und Verwaltungsverordnungen; allgemein beratendes Organ der Regierung,
Allgemeines über die Organisation der Ministerien:
L. Minister
, 2 . . politische Beamte
2, Kabinett des Ministers mit Kabinett-Chef
3. Mehrere sehr selbständige Abteilungen mit Fachbeamten, an der Spitze Direktoren
1. Jede Abteilung verfügt über mehrere Bureaux oder Services. An der Spitze Chef du Bureau bzW
Chef du service
5. Für die verschiedenen Aufgaben der Ministerien gibt es meist besondere Beiräte, die sich aus Fachb®
amten und privaten Sachverständigen zusammenseizen; die wichtigsten sind in der Übersicht aufgeführ

Manche Ministerien umfassen besondere Unterstaatssekretariate mit politischen Unterstaatssekretärel
die z. T, Mitglieder der Regierung sind. Der Aufbau des Ministeriums des Äußeren weicht insofern ab, als
mittelbar unter dem Minister als besonderer oberster Fachbeamter der Generalsekretär steht

‚ufgaben
%in Ministerpräsidium mit eigenem Büro besteht nur in Ansätzen; dem Ministerpräsidenten untersteht die Generaldirekti9®
der Elsaß-lothringischen Angelegenheiten

Ministerien

.„ Finanzministerium (Ministere
des Finances) (nach dem augen-“lieklichen
 Stande ist der
Staatshaushalt einem gelbständigen
 Ministerium anverbraut)

Der Etat des Finanzministerlums
athält auch:
L. den Staatswirtschaftsrat (Con-3eil
 national 6oonomique), dem
alle wirtschaftlich bedeutsamen
Gesetzentwürfe zur Kenntnisnahme
 vorzulegen sind;
„den obersten Staats -Verteidigungsrat
 (Conseil sup6rieur de
[a döfense nationale)

Schatzamt und Kassenwesen: Staatskasso, Departements-Hauptkassen (payeur gen6r6))
Arrondissements-Kassen (receveur particulier} %
Steuern und Katasterwesen: 3 Generaldirektoren: direkte und Stempelsteue”
Katasterverwaltung, Verbrauchsteuern, Zölle 4
Für direkte, Stempelsteuern und Verbrauchsteuern bestehen je 90 Departemor,
Direktionen mit weiteren Unterbehörden. Die Zollverwaltung verfügt über 24 Z
direktionen mit weiteren Unterverwaltungsbehörden und Grenzüberwachungsorganen Re
3taatshaushalt und Abrechnung: Aufsicht über die Rechnungsführung aller
zierungsstellen und der Unterverbände, Selbständige Behörde: Rechnungshof
Vermögensverwaltung (auch Domänen) har
Schuldenwesen: Zahlung der Pensionen und Renten, Abfindung der Kriegsg08 010),
digten, Für die Verwaltung der kurzfristigen Schuld (Bons de la Defense nation®
Autonome ‚Amortisationskasse
Staatsbetriebe, Staatsdruckerei, Münze
Steuermonopolbetriebe:; Tabak und Zündhölzer

2. Justizministerium (Ministere
da la justice}

1er
Rechtspflege: Gerichtsorganisation: Kassationshof, 27 AppellationsgerichtsP0i.
142 Tribunale erster Instanz (jeweils mit entsprechenden Beamten der Staatsal
schaft), 2108 Friedensrichter
Verwaltungsgerichte: Staatsraß und Präfekturräte
Strafvollzug (29 Strafanstalten)
Verwaltung der Ehrenlegion
13 Botschaften
25 Gesandtschaften
187 Konzuln

}, Ministerium für auswärtige Anzelegenheiten
 (Ministöre des
affaires 6trangäres)

ti, Ministerium des Inneren (Ministere
 de liint6rieur)

An’
Allgemeine innere Verwaltung, Spitze der regionalen Staateverwaltunß&amp;gt; 1ge,
zelegenheiten der Departements und Kommunen; Subventionen an
Kommunalaufsicht xrierend
&amp;gt;olizei: Sicherheits- und Kriminalpolizei, Verwaltungspolizei, zum Teil konkw Seine”
mit den Fachministerien. Staatliche Sicherheitspolizei in den Kommunen de Byaus®Di
departements, in Lyon, Marseille, Nizza, Toulon, in Straßburg, Metz und M
staatliche Kriminalpolizeikommissariate über das Land verstreut
Standesamtawesen, Wahlen usw.

3. Kriegsministerium (Ministöre
de la guerre) (mit Conseil sup6-rieur
 de ia guerre}

x etw?
18 Armeskorps, 132 Fliegergeschwader je 12 Flugzeuge; Truppenstärk® MilitS”
306 600 Mann Franzosen mit 150900 Mann Überseetruppen; Waffenfabrikem
schulen usw.; Pulverfabrikation: Staatliches Monopol; Landesaufnahme
üGendarmerie (wesentlich polizeiliche Aufgaben, ea. 30 000 Mann).

6. Marineministerium (Ministere
da la marine)

onn90
Kriegsmarine, mit etwa 56 000 Mann Besatzung, 188 Schiffen und 527 780 D
Hydrographische Abteilung
        <pb n="458" />
        579 —

&amp;gt; —
Ministerien

7. Ministerium für Unterricht und
Schöne Küaste (Ministöre de
Vinstruction publique et des
beaux-arts) (mit Conseil su-P6rieur
 de Vinstruction publique)


5. Ministerium für Handel und
Gewerbe (Ministöre du com-Mmerce
 et de Findustrie). (Die
Post ist nach dem augenblicklichen
 Stande einem selbständiren
 Ministerium anvertraut)

9. Luftfahrtministerium (Mini-8töere
 de !’air})

0. Ministerium für Arbeit, Hy-Zlene
 und soziale Hilfe und
Fürsorge (Ministöre du travail,
de l’hygiene, de l’assistance et
della prövoyance sociales), (nach
dem augenbliceklichen Stande
st der Gesundheitsdienst einem
Selbständigen Ministerium an-Vertraut)

(Beiräte: Conseil supörieur de
V’assistancee publique, Conseil
Supgrieur de l’Hygiene, Conseil
Büp6rieur des Habitations 3
bon mareh6)

u, Kolonialministerium (Ministöre
des Colonies)

2. Ministerium für Ackerbau (Mi
Nistöre de ]’Agriculture)

8, Ministerium für öffentliche
Arbeiten (Ministöre des Tra-Taux
 publies) (Conseil gönöral
des Mines) (nach dem augenblicklichen
 Stande ist die Handelsschiffahrt
 einem besonderen
Ministerium anvertraut)

4, Ponsionsministerium (Ministere
des Pensions)

Frankreich
Aufgaben

Unterricht: Schulaufsicht mit zentralen Generalinspektionen. 17 akademische Bezirksschulinspektionen,
 an der Spitze recteur mit inspecteur acadömique, Beirat: Conseil
academique
Leitung und Verwaltung der Universitäten und höheren Unterrichtsanstalten. Inspektion
der Volksschulen, deren unmittelbare Verwaltung durch die Departements-Volksschulinspektionen
 mit inspeeteur de l’Acad6mie und Conseil d6partemental mit Präfekt als
Vorsitzenden erfolgt
Technische Fachschulen
Künste und Wissenschaften: Kunst- und Musikakademien, Museen, Archive,
Bibliotheken, Schutz der historischen Bauwerke (Commission des Monuments Historiques),
Theater- und Filmwesen, Staatstheater, das selbständige Institut de Franes !)
Allgemeine staatliche Bauverwaltung, soweit nicht von einzelnen Ministerien besorgt
Krisgswaisen: Unterhaltung und Erziehung, besondere Ämter für diesen Zweck in
jedem Departement

Handel und Handelsverträge: Förderung des Außenhandels mit Berichterstattung über
das Ausland (office national), Exportkredite, Handelsstatistik
Gewerbliche Produktion und Preise, Kartelle, Banken, Gewerbliches Kreditwesen,
Angelegenheiten und Subventionierung der Handels- und Handwerkskammern u8W,
Handelsregister, Patentwesen und Markenschutz
Maß- und Gewichtswesen
Post, Telegraphie und Fernsprechwesen

Angelegenheiten und Subventionierung der Luftfahrt, meteorologische Institute; (mit 31 000
Mann) nach dem augenblicklichen Stande: auch Müiülitärluftfahrt

Arbeiterangelegenheiten: Arbeiterschutz, Arbeitslöhne, Gewerkschaftswesen usw.
Arbeitsvermittlungsämter für inländische und ausländische Handarbeiter, Gewerbeinspektion
 mit über das Land verstreuten Gewerbeinspektoren. Besondere Regierungsdelegierte
 beim Bergbau
Zosundheitswesen: Allgemeines Gesundheitswesen und Gesundheitspolizei, Irren-, Taubstummen-
 und Blindenwesen mit Subventionen bzw. Kostenbeteiligung an Departements-Anstalten.
 Gesechlechtskrankheiten- und Tuberkulosebekämpfung mit Subventionen
an Departements und Gemeinden. Einige Staatskrankenhäuser, Hafensanitätsdienst mit
staatlichen Behörden; Staatsgesundheitsamt
Wohlfahrtswesen: Kontrolle und Subventionen bzw. Kostenbeteiligung bei Altersund
 Armenfürsorge, bei Krankenhilfe für Arme, Wöchnerinnenfürsorge und Geburtsprämien;
 Kontrolle durch staatliche Inspektoren; Kontrolle und Kostenbeteiligung bei
Kinder-, insbesondere Waisenfürsorge, besondere Inspektoren (zur Hälfte vom Staat
besoldet), Kontrolle und Kostenbeteiligung bei Unterstützung und Wohnungsfürsorre
für kinderreiche Familien
Wohnungswesen, Subventionen für Kleinwohnungsbau
7ersicherungswesen: allgemeines Versicherungs- und Genossenschaftswesen, Mitwirkung
 bei obligatorischen Alters- und Invaliditätsversicherungen, Aufsichtsamt für Privatversicherungen,
 Subventionen an Pensionskassen für Bergleute und Versicherungsanstalten
 auf Gegenseitigkeit
Bigene staatliche Betriebe: Caisse nationale de retraite, Caisse nationale en cas
de döc8s, Caisse nationale en cas d’aceidents professionelis
Staatliche Sparkasse
Allgemeine Statistik (statistique gönGrale)

Zivilverwaltung, Besoldung der Truppen in den Kolonien

Landwirtschaftliche Aufklärung und Fortbildung: Schädlingsbekämpfung (11
Generalinspektionen, unter diesen Departements-Direktionen), Versuchsstationen,
Jandwirtschaftliches Unterrichtswesen; Beschaffung von landwirtschaftlichen
Arbeitern, landwirtschaftliches Kreditwesen (mit Inspektionen); Nahrungsmittel (Be
trugs)-kontrolle,
Voterinär- und Seuchendienst (Departements-Veterinäre). Tierärztliche Hochschulen
a a EEE 82 Forstdirektionen, Forstakademien
andwirtschaftliches Meliorations- und Bewässerungs- 5
wesen; Elektrizitätsversorgung } Sta Bane zural)
Verwaltung der nicht schiffbaren Gewässer
Landwirtschaftliche Statistik

Wege, Brücken, Flüsse: Unterhaltung und Bau, Öffentliche Gewässer- und Flußschiffahrt,
 Verkehrspolizei und Automobilwesen: Sämtliche Zweige bearbeitet
vom Ingenieurkorps des ponts et chauss6es (11 Generalinspektionen, 4 Küsteninspektionen,
Chefingenieure in jedem Departement, Ingenieure in jedem Arrondissement) .
Handelsschiffahrt und Fischerei (Kontrolle durch Inspektoren). Hafenämter in den
staatlichen Häfen. Nautisches Unterrichtswesen
Eisenbahnwesen: Überwachung auch der Privatbahnen durch Inspektoren
Bergbauwesen, Bergakademien, regionale Inspektionen
Wisederaufhau der befreiten Gebiete

Versorgungswesen und Kriegsgeschädigtenfürsorge, Hinterbliebenenrenten, Kriegergräber

) Umtaut 6 Akademien der Wissenschaften bzw. der Künste (darunter die Academie Francaise), bezieht außer den Staatsäßen
 eigene Einnahmen.

m se
        <pb n="459" />
        Fränkreich

Nachgeordnete
Verwaltungseinheiten

89 Departements

Staatliche Bezirksverwaltung und
I ——————
Staatliche Bezirksverwaltung

— 80 —

1. Präfekt, ernannt auf Vorschlag des Generalrates vom Präsidenten der Republik
Hauptaufgabe: Allgemeine innere Verwaltung, Polizeiverwaltung, Gemeindeaufsicht; Ernennung
ler meisten unteren Beamten innerhalb des Departements, — An der Leitung der Sonderverwaltungs-Aweige
 ist er in verschiedenem Grade beteiligt
2. Kabinett
3, Generalsekretär
«. Präfekturbüros und mehr oder weniger dem Präfekten unterstellte Sonderverwaltungen, gewöhnlich:
&amp;amp;) Departementskasse,
b) Departementsarchiv mit Archivar,
3) Departementsdirektion der direkten Steuern,
d) Fürsorgewesen (Conseil döpartemental d’assistance publique): besondere Organe: Inspektoren,
Ärzte usw. (nur z. T, staatlich) für die einzelnen Zweige der Fürsorgetätigkeit (Säuglingsschutz,
Waisenfürsorge usw.),
-J Gesundheitsdienst (Conseil d6partemental d’hygiöne), meist Gesundheitsinspektion mit De“
partements-Gesundheitsärzten (nichtstaatlich),
ı) Veterinärdienst; Departementsveterinär,
7} Volksschulunterricht (Conseil d6partemental primaire), Departementsvolksschulinspektion,
ı) Wege-, Brücken- und Flußbauverwaltung; schiffbare Flüsse, mit Ingenieur en Chef,
ı) Landwirtschaftliche Abteilung, an der Spitze Directeur agrieole,
x) Verwaltung der Forsten und Gewässer, mit Chef du service
5. Für mehrere Departements fungieren Conseils de pröfecture interdepartementaux als Verwaltungs“
zerichte und in gewissen Fällen als Beschlußbehörde
Die Kostendeckung des Kabinetts (2), des Generalsekretärs und der unmittelbaren Präfektur“
nüros erfolgt zu 331/2 vH dureh das Departement

Jber weitere regionale Staatsbehörden vgl. Zentralverwaltung

381

achgeordnete Gebietskörperschaften
VE ———————T SEE
Selbstverwaltung ;
——BL
Aufgaben

Frankreich

DE

'98chlußfassung: Generalräte; (Vorsitzender:
”räfokt); direkte Wahl, ein Mandat je Kanton;
Uandatsdauer 10 Jahre, Neuwahl in drei-‚ährigem
 Turnus; 2 ordentliche Sitzungen im
Jahre; auflösbar durch Dekret des Präsidenten
le Beschlußfassung kann den Charakter
1, einer Entscheidung,
2, einer Beratung, ;
3. eines gutachtlichen Wunsches
aben, In den meisten Fällen besteht ein Einuüchs-
 oder Genehmigungsrecht des Präsi-*nten
 oder Präfekten!)
rwaltung: Präfekt, ernannt vom Präsidenten
der Republik auf Vorschlag des Generalrates
"Twaltungskontrolle: Departementskom-Mission,
 4 bis 7 Mitglieder, jährlich aus dem
"*eNeralrat gewählt; Sitzung einmal monatlich
"Wwaltungsstab: Eine genaus Trennung
‘Wischen den Stäben der Selbstverwaltung
"nd der staatlichen Bezirksverwaltung ist
aUMm durchführbar

Obligatorisch:
1. Allgemeine Verwaltung: Anlegung der Wahllisten, Unterhalt der
Präfekturgebäude:
N Polizei und Rechtspflege: Unterhaltung der Gerichtsgebäude mit
Ausnahme der Friedensgerichte im Departement, Gendarmeriegebäude;
Jepartementsgefängnisse;
Bildungswesen: Gebäudeunterhaltung der Lehrerseminare und der departementalen
 Schulaufsichtsbehörden; Gehälter der Lehrer an Fortbildungsschulen;

Wohlfahrtswesen: Leitung, Kontrolle und Kostenbeteiligung an der
Armen- und Altersfürsorge; Krankenhilfe für Arme: Leitung, Kontrolle,
Kostenbeteiligung; Unterhalt der Armen ohne gemeindlichen, aber mit
Jepartementsunterstützungswohnsitz;
Errichtung von Anstalten zur Unterbringung von Bettlern;
Wöchnerinnenfürsorge, Säuglingsschutz und Geburtsprämien: Leitung,
Kontrolle und Kostenbeteiligung; Unterstützung kinderreicher Familien:
Leitung, Kontrolle, Kostenbeteiligung;
Beschaffung von billigenWohnungen besonders für kinderreiche Familien:
eitung, Kontrolle, Kostenbeteiligung;
Irren-, Taubstummen-, Blindenfürsorge, Errichtung von eigenen Anstalten
 oder Unterbringung und Bezahlung der Unterhaltskosten in selbständigen
 (privaten oder gemeinnützigen) Anstalten. Sanitätspolizeiliche
Maßnahmen (Impfung, Desinfektion usw.), Durchführung und Kosten
‚ür Departementsbereich mit Ausnahme der größeren Städte,
5. Wirtschaft: Wege- und Brückenunterhalt und -bau; volle Kosten der
Departementsstraßen. Landwirtschaft; Schädlingsbekämpfung; Dureh-Führung
 des Unterhalts und Baues der Hauptverbindungswege (chemins
‘jeinaux de grandes communications) mit Kostenbeteiligung der Gemeinden:

?inanz- und Steuerverwaltung: Kassenverwaltung des Departements
erfolgt durch den staatlichen payeur general. Der Generalrat beschließt
über die Höhe der Departementssteuern innerhalb einer durch Finanzgesetz
’estgelegten Höchstgrenze, darüber hinaus Genehmigung des Staatsrats
&amp;gt;rforderlich. Die Umlegung der auf die Gemeinden entfallenden Reparätionssteueranteile
 erfolgt ebenfalls durch ihn. Veranlagung und Erhebung
ler Departemer‘c°tanern durch staatliche bzw. gemeindliche Organe

außerdem:
seine-Departement
mit Paris

3emerkung: Paris bildet mit einigen umliegenden Kommunen ein eigenes Departement und ist 5
20 Arrondissements eingeteilt, an deren Spitze vom Präsidenten ernannte Bezirksbürgermeister (mair®
‚tehen
ı. Seine-Präfekt, ernannt vom Präsidenten der Republik .
Aufgabe: Allgemeine innere Verwaltung; Genehmigung und Ausführung der Beschlüsse des Ge
meinderats (Conseil municipal) und des Generalrats (Conseil gön6ral)
2, Polizeipräfekt ws
Aufgabe: Polizeiverwaltung von Paris einschließlich einiger Teile der angrenzenden DepartomeP
Die Bezirksbürgermeister sind nur ausführende Organe des Präfekten in ihrem Arrondissement; sie 8
Vorsitzende einer Reihe von Bezirkskommissionen (Hygiene, Schule, Wohltätigkeit usw.]

279 Arrondissements

1, Unterpräfekt, ernannt auf Vorschlag des Arrondissementsrates vom Präsidenten der Republik dert
Zwischeninstanz zwischen Präfekt und Gemeinde (ausgenommen Departementshauptstädte) beson
auf dem Gebiete der Polizeiverwaltung und Gemeindeaufsicht.
2, Arrondissementsrat, Vorsitzender: Unterpräfekt; direkte Wahl, Mandatsdauer 6 Jahre; Ausscheide®
in dreijährigem Turnus N
Aufgabe: Beratung und gutachtliche Äußerung
5, Unterpräfekturbüros und Sonderverwaltungen (z. B. Comit6 sanitaire usw.)
Spielen nur als Friedensrichter- und Wahlbezirke eine Rolle

3024 Kantone

!) Ein kurz befristetes Einspruchsrecht wegen Gesetzwidrigkeit ist die Regel, ein länger befristetes Genehmigungsrecht (Br

"98chlug : Stadtrat (Conseil munici-Dal),
 a unterliegen dem
Minspruch Oder der Genehmigung durch den
räfekten oder den Präsidenten!) HR
YWaltung: £ (Conseil municipal) für
die Sigentliche ale eh für das Seine-De-Pärtement
 Paris unter Einbeziehung der Vor-„Orte
 Generalrat (Conseil g6nöral)
“*Waltung: Präfekt bzw. Polizeipräfekt

; x w er en.
eontacheidung) besteht nur in enumerierten Fäll

“akultativ: Betätigung auf fast allen Gebieten innerhalb sehr weiter gesetzlicher
 Grenzen gestattet
        <pb n="460" />
        Frankreich
Nachgeordnete | St x
aatliche Bezirksverwaltun
Verwaltungseinhsiten g

Noch: Staatliche Bezirksverwaltung und

aa

37 987 Gemeinden

Li, Bürgermeister (maire)

Hauptaufgaben als Staatsorgan: Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft in Sachen der Kriminalpolizei
Organ der Police g&amp;amp;n6rale im Gegensatz zur Police municipale, die gemeindliche Auftragsangeleger
heit ist: ferner Standesbeamter und Wahlbehörde

583 —

Frankreich

nachgeordnete Gebietskörperschaften
EEE EEE EEE NETTE EN EEE EEE EEE ET
Selbstverwaltung
"Organe Aufgaben

Beschlußfassung: Gemeinderat (Conseil municipal),
 direkte Wahl, 12 bis 36 Mitglieder,
Mandatsdauer 4 Jahre; Beschlüsse unterliegen
dem Einspruch oder der Genehmigung des
Präfekten oder Präsidenten

Oblirzratarisch:

1. Allgemeine Verwaltung: Mitwirkung bei der Durchführung alle;
staatlichen Gesetze, Verordnungen usw. Durchführung und Kosten: der
gemeindeweise abgehaltenen Wahlen, Volks- und Berufszählungen usw.
Kosten der Standesamtsverwaltung; Unterhalt und Bau der gemeindlichen
Gebäude, Mitwirkung bei gewissen Militärangelegenheiten

7 erwaltung: Bürgermeister (maire) und Beigeordnete
 (adjoints), gewählt vom Gemeinde-Tat;
 suspendierbar durch Dekret des Präsidenten;
 Ehrenbeamte

2 Polizei und Rechtspflege: Die Polizeiverwaltung (Police municipale)
 und das Recht des Erlasses von Polizeiverordnungen wird vom Maire
als staatliche Auftragsangelegenheit ausgeübt; sie erstreckt sich auf:
a) Eigentliche Polizei (Police proprement dite), Sicherheits-, Ordnungs-,
Gesundheitspolizei usw.),
b) Straßenpolizei (Police de voirie urbaine): Straßen- und Baupolizei,
ce) Landwirtschaftliche Polizei (Police rurale), Seuchen-, Erntepolizei,
Polizei der nicht schiflbaren Gewässer usw.,
d) Wegepolizei außerhalb des Weichbildes der Gemeinden (Police vicinale);
Unterhalt der friedensrichterlichen Gebäude; Kosten der Arbeitsgerichte
"Conseil de prud’hommes)

Verwaltungsstab: In kleineren Gemeinden
gewöhnlich 4 Büros:
1. Sekretariat
2. Standesamt, (l’6tat civil}

. Polizeiverwaltung, an der Spitze der uni
formierten Sicherheitspolizei der Polizei
kommissar, obligatorisch in Gemeinden übeı
5000 Einwohner, ernannt vom Präfekten

2. Gemeindliche Polizeiorgane, besonders Polizeikommissare

3, Eine staatliche Polizeiverwaltung besteht in einigen Städten, vgl. oben Ministorium des Innern

‘. Militärbüro
In größerenStädten darüber hinaus besonders:

&amp;gt; Der Kämmerer und gerebenenfalle ein Vor-Stand
 des Oetroi-Büros; Kämmerer in größeren
Städten eigener receveur, sonst Geschäfte
Aurch staatlichen Steuerbeamten

‘. Hypgienebtiro (in Städten über 20000 Ein-Wohner)
 mit besonderer Kommission

’. Wohlfahrtsamt (bureau d’assistance mit be-Sonderer
 Kommission),oft auch Wohnungsamt
8. Tiefbau-, Hochbauämter

ÄArmenpflegeeinrichtungen, Krankenanstalten
und Versorgungsheime (bureau de bienfais-06,
 hospital, hospice) sind selbständige
Yon besonderen Kommissionen verwaltet
Körperschaften mit besonderen Einnahme
Quellen, Die Gemeindeverwaltung ist in der
Kommission (Vorsitz: Bürgermeister) ver“
treten, Bestimmte gemeindliche Steuer
4uellen bzw, gemeindliche Vermögenserträg-Nlese
 stehen laut Gesetz diesen Anstalten
zur Verfügung.

9 Öffentliche Betriebe sind wenig zahlreich.
Meist mit gemeindlichem Zuschuß oder gegen
bestimmte gemeindliche Gewinnbeteiligung
%n Konzessionäre vergeben, Das gleiche
8ilt von Straßenreinigung und Ausführung
der Meisten öffentlichen Arbeiten

Bildungswesen: Volksschulunterricht; Errichtung und Unterhaltung der
Gebäude von Elementarschulen in Gemeinden mit mehr als 500 Einwohnern
unter Kostenbeteiligung des Staates. Zahlung von Wohnungsgeld an Unterrichtspersonal.
 Höhere Schulen: Bau und Unterhalt der Gebäude in
Städten über 6 000 Einwohner und Departementshauptstädten. Garantie
der Lehrergehälter für mindestens fünf Jahre, Fachschulen unter staatlicher
Subventionierung unter bestimmten Bedingungen obligatorisch, ebenso
Fortbildungsschulen

Wohlfahrtswesen: Durchführung der in Leitung und Kontrolle als Departementsaufgaben
 anzusehenden einzelnen Zweige der wirtschaftlichen,
sozialen u. Gesundheitsfürsorge in der Gemeinde unter Beteiligung an den
Kosten, Besondere ärztliche Untersuchungsstellen, wenn die Zahl der
Verstorbenen in 5 Jahren die durchschnittliche Sterblichkeitsziffer Frankreichs
 überschreitet, Subventionen von Kommunen und Departements;
allgemeiner Gesundheitsdienst, Maßnahmen gegen ansteckende Krankheiten;
Arbeitsnachweise

5. Wirtschaft und Verkehr: Bau und Unterhalt der nicht Hauptverbindungswege
 darstellenden Gemeindestraßen und -wege. Kostenbeteiligung
an den Hauptverbindungsstraßen, Baupolizei in Städten über 40 000
Einwohner obligatorisch. Aufstellung von Fluchtlinienplänen. Durchführung
von Meliorationen, Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung, meist unter
Subventionierung des Staates

6, Finanz- und Steuerverwaltung: vgl. unter Organe
7. Anlage von Friedhöfen
Fakultativ:

[nnerhalb weit gezogener gesetzlicher Grenzen Ausgaben zulässig; besonders
Straßenpflasterung, Straßenreinigung, Parkanlagen, Waschhäuser, Feuerwehr,
Subventionen an Wohlfahrtesanstalten, Subventionen für Bau von billigen
Wohnungen, Subventionen für Siedlungen
        <pb n="461" />
        Frankreich
Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)

— 584 —

Denartements

Gemeinden

I. Steuerhoheit über
|. Zuschläge zu Staatssteuern (Centimes additionnels):
Steuer auf unbebaute Grundstücke.
Steuer auf bebaute Grundstücke
Personalmobiliarsteuer
Patentsteuer

Maximalhöhe der statthaften Zuschläge bei Departements jährlich
durch Finanzgesetz, bei Gemeinden durch Beschluß des Generalrates
 bestimmt
Vizinal-Wegeabgabe (Zuschlägeüber 20 vH bedürfen der Genehmizung
 durch Conseil general)

2. Eigene Steuern:
a) Steuer auf den Reinertrag von bebauten und unbebauten
 Grundstücken,
5) Wohnsteuer nach dem Wohnungsmietwert,
e) Steuer auf den Mietwert von Räumen, die der Aus:
übung eines Berufes dienen,
') Steuer auf den Mietwert möblierter Zimmer,
” verschiedene Verbrauchs- und Aufwandsabgaben:
Steuer auf Balkons und Erker,
 Musikinstrumente, Hausangestellte,
 Beleuchtung und
Heizung durch Gas und Elektrizität,
 Vermietung von Tennis-,
 Golf- usw. -plätzen,
Steuer auf Nachtlokale, Jagdsteuer,
 Kolportagesteuer,
Steuer auf Pferde, Maultiere,
Wagen; Lizenzgebühren als
Zuschlag zur staatlichen Gebühr,
 Steuern auf RBillards,
Vereine, Vergnügungsräume,
Kraftfahrzeuge, Rennbahnen,
 Anschlagzettel, Reklame,
 Automaten, Orche-3trions
 usw.

Minführung der Steuern im Departement unterliegt der Genebmigung
 durch Dekret; überschreiten diese Departementssteuern
50 vH der entsprechenden Kommunalabgaben, so ist Genehmizung
 durch im Staatsrat erlassenes Dekret erforderlich:

Die Tarife der
kommunalen, mit
lem Staat konkurzjerend
 erhobenen
Abgaben dürfen
25 vH der zu Gunsten
 des Staates
3arhobenen Steuern
aur auf Grund Geaehmigung
 durch
ain im Staatsrat
arlassenes Dekret
4berschreiten

Einführung der Steuern in den Gemeinden unterliegt der G®
nehmigung durch den Präfekten

Hundesteuer: obligatorisch; gesetzlich festgesetzter Höchsttarifi
Genehmigung durch Conseil g6n6ral
Müllfuhrabgaben, Kanalisationsgebühren. Prestationen (Arbeit®“
pflicht für 3 Tage, Ablösung in Geld möglich)
Oktrois auf: r
Getränke und Flüssigkeiten (von alkoholischen Getränken, be
Flaschenweine), Eßwaren ausschließlich unentbehrlich®
Lebensmittel
Brenn- und Beleuchtungsgegenstände
Viehfutter, Baumaterial und verschiedene Objekte is
Einführung eines im Generaltarif nicht genannten Okt
ozw. Überschreitung des Maximaltarifs oder Änderung ch
Ausführungsbestimmungen bedürfen der Genehmigung dur
im Staatsrat orlassenes Dekret. Verlängerung eines Oktr0%
für mehr als 5 Jahre im Rahmen des Generaltarifs unterlie®
der Genehmirung durch den Präfekten

A

Ef. Ertragsanteile an den Staatssteuern:
Kraftfahrzeugsteuer: 10 vH des Steuerertrages
Geschäftsumsatzsteuer:
a) Normalsteuer: !/3 von 0,10 des Umsatzsteuersatzes;
b) Kohlensteuer: 1/3 von 0,15 vH. des Umsatzsteuersatzes

Bergwerksäibgabe: 20 vH des Ertrages.
Geschäftsumsatzsteuer:
a) Normalsteuer: 2/2 von 0,10 vH des Umsatzsteuersatzes
h) Kohlensteuer: 2/3 von 0,15 vH des Umsatzsteuersatzes
Vagen= und Pferdesteuer: 5 vH des Steuerertrages
\lkoholsteuer: 250 fr von 1320 fr je hl
WVeinsteuer: 4 fr von 15 fr je hl
)bstweinsteuer: 2 fr von 7,5 fr je hl
3ierasteuer: 0,50 ir von 2 fr je hl

IL Lastenbeteiligung und Subventionen auf wichtigen Gebieten: 7
Grundsätzlich obliegt die Leitung und Kontrolle, sowie die Kosten dieser Tätigkeit in den meisten Fürsorgezweigen dem Dop#"
‚ement. Die Unterhaltskosten der Unterstützungsberechtigten trägt grundsätzlich:
fi. Bei Unterstützungswohnsitz in einer Gemeinde die betreffende Gemeinde
2. Bei Unterstützungswohnsitz lediglich in einem Departement das Departement
8, Bei Unterstützungsberechtigten ohne Departements- bzw. gemeindlichen Unterstützungswohnsitz der Staat

a 8°
Eine Beteiligung der Departements bzw, der Gemeinden an den Unterhaltskosten bzw. an den Leistungen an die Untorstützunf,
berechtigten tritt bei der Armen- und Altersfürsorge, bei der Fürsorge für zahlreiche Familien, bei der Wöchnerinnenfürst 5g
nur ein, wenn die gesetzlich bestimmten, für diesen Zweck zu verwendenden ordentlichen Einnahmen usw. nicht ausreichen Jage®
Zuschläge zu den 4 alten staatlichen Ertragsteuern erhoben werden müssen. Als Verteilungsschlüssel dient der Ertrag eines Zusch
in Höhe von 1vE4E (vyaleur du Centime)
        <pb n="462" />
        En = —
‚epartement-Die

 Departements erhalten:
vom Staat: ;
Armen- und Altersfürsorge: zwischen 50 und 95 vH;
bei einem Zuschlagsertrag je 100 Einwohner über 18 fr:
50 vH, bei einem solchen unter 5 ir: 95 vH
/ugend- und Waisenfürsorge: 2%; für Unterstützte ohne De-Partementsunterstützungswohnsitz
 volle Kosten
Crankenhilfe und Tuberkulosenfürsorge: zwischen 10 und 70 vH,
äbgestuft nach der Höhe dos Zuschlagsertrages je qkm;
bei einem Werte über 15 fr: 10 vH
bei einem solehen unter 2 fr: 70 vH
Tenfürsorge: Departements tragen volle Kosten für Irre ohne
„Semeindlichen, mit departementalem Unterstützungswohnsitz
\ürsorge für kinderreiche Familien: bis 95 vH (vgl. Gemeinden)
Seburtsprämien: 34--67 vH je nach Anzahl der Familien über
4 Kinder und Zuschlagsertrag je Kopf der Bevölkerung,
falls Prämie je‘ nach Beschluß der Gemeinde zwischen
100 fr und 1000 fr liegt
Vöchnerinnenfürsorge: bis 95 vH; Stillprämien: Grundbetrag
‚bis 95 vH (vgl. Gemeinden)
"on der in Pflege gegebenen Kinder unter 2 Jahren:
v
3Jau von großen Verbindungswegen: zwischen 17 und 67 vH
18 nach der Höhe des Zuschlagsertrages je qkm
1 von den Gemeinden:
‚ügend- und Waisenfürsorge: !/s
ge enfürsorgo: 1% bis 1/4 der Unterhaltskosten
Ce und Unterhalt von großen Verbindungswegen: höchstens
/a der Kosten

5385 —

Frankreich
Gemeinden

Die Gemeinden erhalten:
vom Staat:
Armen- und Altersfürsorge: direkte Kostenbeteiligung, wenn die
Anzahl der Unterstützten 10 vT der Einwohner übersteigt
Wöchnerinnenfürsorge: Stillprämien, Teuerungszuschlag 75 vH
Geburtsprämien: 34—87 vH (vgl. Departement)
Gewöhnliche Vizinalstraßen: !/2 von 15 bis 90 vH je nach der
Höhe des kommunalen Zuschlagsertrages je ha bebauten Bodens
Katastererneuerung: 20 bis 40 vH je nach dem Zuschlagsertrag
Die Leistung des Staates steigt über oder sinkt unter diesen
Anteil, wenn die Anzahl der kommunalen centimes additionnels
70 übersteigt oder unter 50 sinkt
Trinkwasserversorgung
Elektrizitätsversorgung &amp;gt; nach einem ges. bestimmten Schlüssel
Volkssehulbauten

von den Departements:
Armen- und Altersfürsorge: schwankt zwischen 830 und 90 vH;
30 vH, wenn Zuschlagsertrag je Kopf der Bevölkerung über
0,20 fr, 90 vH, wenn dieser unter 0,06 fr
Krankenhilfe und Tuberkulosenfürsorge: zwischen 10 und 80 vH;
10 vH, wenn Zuschlagsertrag 900 fr übersteigt; 80 vH, wenn er
unter 20 fr sinkt .
Bau und Unterhalt von großen Vizinalverbindungswegen; Bau und
Unterhalt von gewönlichen Vizinalwegen: !/ von 15 bis 90 vH
je nach Zuschlagsertrag je ha bebauter Fläche
Fürsorge für kinderreiche Familien: zwischen 30 und 90 vH,
berechnet auf Grund eines gemischten Schlüssels:
1. Zuschlagsertrag je Kopf der Bevölkerung,
2. Höhe der Gesamtausgaben in Verbindung mit der Anzahl der
centimes,
3. Fürsorgeausgaben je Kopf der Bevölkerung
Wöchnerinnenfürsorge: 30—90 vH nach demselben Schlüssel wie
bei kinderreichen Familien; Stillprämien: Grundbetrag: 30 bis
90 vH, Teuerungszuschlag 5—21 vH je nach Zuschlagsertrag je
Kopf der Bevölkerung und Anzahl der Säuglinge

Subventionen
‚up ePartements und Gemeinden erhalten für die verschiedensten Zwecke staatliche Subventionen, Zur Subventionierung der un-W
 ängigen Wohltätigkeits- und Krankenanstalten wird benutzt ein Teil des Ertrages der Glücksspielsteuern und des Fonds pari mutuel
le Sttsteuer). Von den staatlichen und kommunalen Lustbarkeitsteuern wird ein Zuschlag als taxe des pauvres mit Genehmigung
8 Präfekten erhoben, dessen Ertrag gleichfalls diesen Anstalten zugute kommt
„‚Kemeinden erhalten noch besondere Subventionen für Feuerlöschwesen, Meliorationszwecke, Überschwemmungsschutz und anderitige
 als oben aufgeführte soziale Fürsorge; der Staat benutzt hierfür einen Teil des Ertrages der Glücksspielsteuern
Der Staat gewährt, außerdem allen den Gemeinden, die während des Krieges zur Aufrechterhaltung ihrer Budgets außerordentliche
Sdite bei dem Cr6dit foncier in Anspruch nehmen mußten, jährliche Annuitäten, die zur Abdeckung dieser Kredite dienen

Ma
N Schuldenautnahme: .
. übersteigt, sind
Anlei Tilgungsdauer 30 Jahre
ea CFen D Slareh im Staatsrat erlassenes Dekret

. Versohiodenes: ; inspruch durch
vario unterliegt dem Einsp
auf von
ti vierten Dakar

"Budget:
„Wird durch Dekret in Kraft gesetzt. Streichung von
Kägaben kann nur stattfinden, wenn genehmigungspflichtige
yernahmen zu ihrer Deckung verwandt sind. Zwangsetatinie
 Zulässig, wenn bestimmte obligatorische Ausgaben
cht Vorgesehen oder Deckung nicht ausreicht

a, Pechnungstührung und Rechnungslegung, sie En
Al Zahlungsanwei h den Präfekten für das
anweisungsstelle durch den Prä re
N hnungsj ahr (Combi Dar exereice). Endgültige Nachprüfung
Aero inung 8n durch Ministerium des Innern und Anerke:
ekret . ,
ng Als Kassenstelle durch Payeur Gön6ral, und zwar tens
iuerationen im Rechnungsjahr (compte par gestion); Pr
eh Rechnungshof

Alle Anleihen sind genehmigungspflichtig, es sei denn, daß
1. die Schuldentügung aus Einnahmen erfolgt, die nicht genehmigungspflichtig
 sind, oder
2. die Tiülgungsdauer 30 Jahre nicht übersteigt, oder
3. der aufzunehmende Schuldbetrag eine Höhe von 3 Müll. dr
oder die dadurch erhöhte Gesamtschuld 3 Mill, fr nicht übersteigt
Genehmigung durch den Präfekten genürt, wenn
1. die Schuldentilgung aus Einnahmen erfolgt, die genehmigungspflichtig
 sind und die Voraussetzungen nach Ziff, 2 oder 3 nicht
vorliegen,
2, die Tilgungsdauer 30 Jahre nicht übersteigt
Genehmigungspflichtig durch im Staatsrat erlassenes Dekret: alle
übrigen Schuldenauinahmen

Verkauf von gemeindlichen Grundstücken usw. ist genehmigungspflichtig
 durch Präfekten . .
Vergebung von öffentlichen Aufträgen über eine mit der Größe
der Bevölkerung steigende Höchstgrenze hinaus (bei 10 000 Einwohnern
 6 000 fr) sind ebenfalls genehmigungspflichtig

Das Gemeindebudget wird in Kraft gesetzt (r6gl6) durch Präfekten
Herabsetzung der Ausgaben nur, wenn genehmigungspflichtige
Einnahmen zu ihrer Deckung verwandt werden
Zwangsetatisierung von Ausgaben und Einnahmen, wenn bestimmte
 oblieatorische Aufgaben nicht vorgesehen sind

Als Zahlungsanweisungsstelle (compte par exerciee) durch Bürgermeister;
 Genehmigung durch Unterpräfekten bzw. Präfekten.
Als Kassenstelle auch für das Rechnungsjahr durch den mit
der Erhebung der Staatssteuern betrauten Percepteur in kleineren
 Städten, in größeren durch den städtischen Receveuı
unter der Kontrolle des Receveur des Finances. Die Rechnungen.
 sind zur Prüfung dem Präfekturrat einzureichen
Rekurs an den Rechnungshof
        <pb n="463" />
        — 980
Frankreich

), Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden
N ——————
Staat!

Ausgabezweck

Mill, AM
Vorkriegskaufkraft |

18308

in vH

914 (1026 | 1928 |

1914 | 1925 1928 | 1914 1925 | 1928
ib tfl 5 a Ban
6 7 &amp;gt; In

I. Oberste Staatsorgane ..............
ıI. Rechtspflege ......0000000000000000 |
«II, Innere Verwaltung ......00.0.0000000
IV, Auswärtige Angelegenheiten ........
7 Kolonialwesent ...0.000000r0 0er en
a) Heer, Marine, Luftfahrt.........
&amp;gt;) Zivilverwaltung s...0.000000000004
a) SONStigeS aaeeee ee eKaNE
/I. Landesverteidigung ................
ZI Finanzverwaltung ...............,. |
ı) Zoll- und Steuerverwaltung ‚....
* Schuldenverwaltung Bere]
. OS ar Ha Kr ER RE HE
Amortisafion s...0..0000000000
‚) SONStiBES een rer
‚) MÜnZWESEN 20000000000 r eG
J) Sonstige8 ae0..0rer rer ern
/IIT. Unterricht, Kunst und Wissenschaft
X, Kirchenweseh .........00000000000400
X. Soziale Aufgaben ‚......0000000000
ZI. Wirtschaft .....0.00000000000 2000
a) Landwirtschaft .........000000000
') Industrie und Handel ‚.........
;) Verkehr essen
2) SCHÜfGAFE ı ai var Ka EEE RE”
” Privatbahnen ,......0000.00000
Kraftwagenverkehr ..........
Private Luftfahrt ...........
:) SonstigeS .....0..000000000400
Öffentliche Arbeiten (Häfen, 7”
näle, Straßen usw.)...
Aonstiges ..

al

40

93
20 |
840 |
ası 1

iz! 281 2131 0,45|. 0,22 0,16
55 | 42 43! 1,46| 0,60] 0,54
9! 121 | 1201 265 | 173 | 2,60
19 28° 2! 0491 040! 0,27

68

232 |

19 |

674

m}

155 |

243 773 ] 1.247 197 139 178 5,20
204 Z10 | 1178 165 | 128 168 1,87
29 59 62 24 ' 10 9l 0,62
10 4 | 7 8 1 1. 0,21
‚946 | vo aa] 1576 ' 917! a] 41.68 |

1,98 2,28
1,83 2,21
0,14 0,21
0,01 0,07
13.07 | 16.47

109 | 14838 23534 898 2671 3356 283,75 | 38,07 ° 42,06
166 905 1005 135 163 143 3,55 2,32 1,79
910 | 13076 20421 737 2354, 2912| 19.149 | 3855 86,42
| 11913 ; 14135 2145 | 2016 30,57 | 25,28
910° 528 | 6127 | 787 95 874 | 19,49 135 | 10,95
635 159 114 22 1,68 0,28
13 = m 10 — =. 028) © —
20 857 2108 16 154 301 | 0,43 | 2,20 | 377
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399 | 2444| 3100! 2324| 440 442 | 8551 627 | 6,5
7 | 07 | 0,12 | 0,09
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01
20
L
231
74
156 |

1461 2105
60 201
34 33
778 | 870
99 | 202
498 462
. 11 |
163 | 195
181 —
96 | 997 |
ex] 4
16
HR

325 263 300
22 11 29
5 6 5
187 2140| 124.
60 | 18 29
126 90 66
— — 1
ol 5% 28
1 | 3
109 89 | 142!
1 17 0
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5,07
X62 AD
YI3 60m
195 | 200
1,59 | 0,25
334 | 198
0,00 0,42
0,02 0.05
2,87 1,27 |]
0.02 0,24
0,55 —
3144 | 26,9

&amp;lt;L

CIE, Öffentliche Betriebe ......

33

CIIT. Arnsgaben auf Grund des Krieges ..
Xriegspensionen, -renten und
unterstützungen (Geld- und Sach-EINEN
 ac kr Kr KR KR ER
Viederaufbauarbeiten ...........
ZesatzungskosteN ..............,
Ausführung der Friedensverträge,
Abwicklung des Dawesplans, der
‚nteralliierten Schuldenabkommen
N AT EA
9) Sonstige Kriegsverbindlichkeiten. .
CIV. Nicht aufteilbare Posten...........
XV, Insgesamt .........0.000000000000000 |

14 431

©

&amp;gt; 266
&amp;gt; 806
E17

75
82
GE

856 | 9
1470 | 10,38
1781 120

n 197

an

5,63 | 4,89
gm! 00

| m Ei |

ar
100,00 | 100,00 | 100‘

5782 | 7015| 7981:

1 Ohne Überweisungen an nachgeordnete Gebietskörperschaften, nur die Überweisungen für soziale Aufe ind, weil si
3emeinden und Departements werden nur Gesamtziffern veröffentlicht. Die letzten Oesichen sich ont Ni N ist nich!
leichen Verhältnis der den Kommunalausgaben gegenüberstehenden Steuereinnahmen zu den sonstigen Einnahmen kann m60
;‚ements entsprechend der Steigerung ihrer Steuereinnahmen von 1923 auf 1925 (Steigerungssatz rund 15 vH) und unter AbzU g
Verbände für 1925. — Die Ausgaben der elsaß-lothringischen Gemeinden mußten überhaupt auf Grund ihrer Stouerei®

— 587
Ind Gemeindeverbände) nach Ausgabezwecken
EEE GE
Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände ?)
‚je Kopf
| U. Be-Ba
 völkerung
in vH in M
Vorkriegszaufkraft

1925

Frankreich

Ausgabezweck

1914 | 1925 | 1928 |__ 1925 | 1925 | 1925 |
EEE N KL ZN SD
u | 12 13 14 15 16

0,42! 0,20
1,40 | 1,03
245 | 299
049 | 0,69
3,03 3,43
4.21 3115
0,61 0,26
0,21 0.02
40,21 | 22,58 '

0,32

1. Oberste Staatsorgane
IX. Rechtspflege
[II. Innere Verwaltung
IV. Auswärtige Angelegenheiten

1,04
2,92
0,53

4,34
4,10
3.21
3,03

V. Kolonialwesen
a) Heer, Marine, Luftfahrt
b) Zivilverwaltung
6) Sonstiges
VI. Landesverteidigung
VII. Finanzverwaltung
a) Zoll- und Steuerverwaltung
b) Schuldenverwaltung
z) Zinsen
‚3) Amaortisation
y) Sonstiges
3 Münzwesen
A) Sonstiges

39 10

22,91
3:45
18,81 |
&amp;gt; 18,81
0,25
0,40
8,27
0,16 |!
5.16

65,77
4.01
57196
“580
34 |
282
3,80 !
10,83 |
0,19 °

81,94
3.50
71.10
4922
21,34
0,54
7,3%

10,80
0,16
3.12

49471 ı

8905 I

100.00 |

219.28

7III. Unterricht, Kunst und Wissenschaft
[X. Kirchenwesen
X. Soziale Aufgaben
XI. Wirtschaft
a) Landwirtschaft
b) Industrie und Handel
6) Verkehr
a) Schiffahrt
8 Privatbahnen
Yy) Kraftwagenverkehr
6) Private Luftfahrt
€) Sonstiges
d) Öffentliche Arbeiten (Häfen, Kanäle,
 Straßen usw.)
a) Sonstiges

3.29

3,29
0,5°
0,1:
4,77
1,53
3,21

6,48
3,27
5,15
3:45
44
»21
172
08
2,20 | 3,47
0,41 0,01

7,33
70
12
3,03
70
Al
1,04
68

0,08
2,78
9,02

71

N —
34,30 | 50,24

XII. Öffentliche Betriebe

XIII. Ausgaben auf Grund des Krieges
ı) Kriegspensionen, -renten und
‚unterstützungen (Geld- und Sachleistungen)

D Wiederaufbauarbeiten
\ Besatzungskosten
Ausführung «der Friedensverträge,
Abwicklung des Dawesplans, der
interalliierten Schuldenabkommen
USW.
3) Sonstige Kriegsverbindlichkeiten
XIV, Nicht aufteilbare Posten
XV, Insgesamt

14,79 18,33
25,40 | 20,21
3,07 2,15

9,71 ] 9,51
133 0.04

St aa Er a
96,50 a 194,84 | a94ı 1 8905| 20000| 219,28

nt Immer eindeutig als solche zu erkennen waren, in den Staatsziffern enthalten, — ?) Über die Finanzen der (oe
nie ulbar, inwieweit darin die Betriebsausgaben der Gemeindebetriebe mit ihren Bruttobeträgen SE zn een N nt Uenar
ler /iel Wahrscheinlichkeit auf Bruttobeträge schließen. — Durch Fortschreibung der Ausgaben sach 9 holen öffentlichen
ah: Mutmaßlichen Brutto-Betriebsausgaben ergeben sich etwa 10,5 Milliarden fr als Ausgaben der nachgeordne
Men geschätzt werden.
        <pb n="464" />
        Zrankreich
6. Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten

588 —

—

Sta,

Ausgabeart

I. Personalausgaben:
a) Löhne, Gehälter, Sold usw. .,...
b) Ruhegehälter ohne Renten an
Kriegsteilnehmer ..........00000
II. Sächlicher Bedarf .................
III, Verzinsung und Tilgung innerer
Schulden 2er
‚V. Renten(z. B. Kriegsrenten) und Unter-EL
 N
V. Subventionen (Prämien und Zuschüsse
an private Organisationen, Gewerbetreibende
 und öffentliche Betriebe) ..
Verzinsung und Tilgung auswärtiger
Schulden Ve

VIL Insgesamt (I bis VI) ...............
VII. Überweisungen an andere öffentliche
Verbände sereererrer er ee
Insgesamt (VH und VEN) ....

Mill. %
Mill. fr Vorkriegskaufkraft


in vH

Je Kopf der
Bevölkerung
in %
Vorkriegskaufkraft
1914 | 1925 | 1928

914 | 1925 ! 1928 | 1914| 1925 | 1928

1914 | 1925 | 1928

4651 4988] 8 705] 1 187| 8398| ı 254]
— | 2200| 29021 — | 3965| 414
683 Ed 8.863| | 9363| 1 131 1.264]
n eo 5 She
246! 4611| 6057| 199| 830 SM

30,81) 12,72) 15,65) 30,28| = 30,62
— Ze 5,17| — | 9,78) 10,11
35,40 16,03| 15,78" 347 27,851 30,86
2 10 35,39! 18,81] u 69,21
5,18! 11,76| 10,791 5.09) 20.44) 21,09

337) 5602 6365| 273 1008| 908| 7,09] 14,29 11,54] 6,96 = 22,17
— | 2177 3071| — 392 438| — | 5,56) 5,47 — | 9,65) 10,8
ven am 2 al m
113 __264| 2390| 02] 47| 34 2,38 0,67 0,42| 2,34) 1,16) 0,8
4.754! 39 201] 56 175] 3 851| 7 056| 8011| 200.00! 200,00) 100.00] 98,26 173.75 195,3

d. Richtziffern zum Personalstand der öffentlichen Wirtschaft

Gesamtübersicht

1913
(Staat und Gemeinden}

1929
(Staat allein}

Wirtschaftsbereich

Örwerbstätige
in der öffentlichen Wirtschaft ..,.......
in der privaten Wirtschaft.............
Insgesamt ....

in 1000

KB An |

in vT der
Erwerbstätigen


|

in 1000 | in vH

in vT der
Erwerbs“
tätigen

———_—

rrh

1 243,7 6,0 59,6 1) 1010,2
_ 196451 |___ 94,0 940,4 | _*) 19 570,6
‚°) 20888,8 | 200,0 1000,0 | *) 20580,8

4,9 490
951 950,2.
| 100,0 1 000,0

Gliederung nach Verwaltungszweigen

Verwaltungszweig

Personal
n 1000

Stay:

ın vH

in vT
ler Erwerbs-



1

Gemeinden

Personal in vH
in 1000

in vr
ler Erwerbs-



Personal
in 1000

A
1929

74

in vH

in vr
jer Br
werbS
rätige?

Vo

Öffentliche Erwerbsbetriebe ..............
Landesverteidigung ‚(ohne Truppenteile in
Kolonien) ......0.0000. FE
Kolonien a erreeeeeEAK er en
Sicherheitspolizei u. Gendarmerie........,
ET N
Jnterrichtspersonal (nicht Verwaltung) ‚.,
Finanz- und Steuerverwaltung
Übrige Verwaltung ....

&amp;amp; Insgesamt Kr

242,1
170,4
96,8
20.0
je
E
©

1090.| '

22,2

4
£

100.

11,6
225

47,5

Pr
(6,8 | 259
8 | 4
25] 14
2 0
RR 77
N a Del 3
250, na
4 | 200.0 | 41,9 ı 11392 | 200.0 Im 49)

zoll.
*) Ausschließlich des Personals in den Kommunen. — *) Einschließlich des Personals in den Kommunen, — * AusschließB%
54,5 Kolonialtruppen und 42,3 Kolonialverwaltungen. — *) Ausschließlich 76,9 Kolonialtruppen und 52,1 Kolonfalvirwallungol
} Ausschließlich 51,3 Inhaber der staatlichen Tabakverkaufstellen. — %) Einschließlich des Personals der staatlichen Gestüt ich
Torfen (Haras und Eaux et Foröts), — 7) Einschlieislich Forstpersonal. -— ®) Bezogen auf das gesamte Personal ausschli®
Jjer Kolonien.
        <pb n="465" />
        589 —

Belgien
Personalstand am 1. Januar 1913 bzw. 1929, zusammengestellt nach dem Annuaire statistique (1913)
bzw. dem Budget göneral (1929)

Verwaltungszweir

Üinanzen .......
Rechtspflege KERLE
Sicherheitspolizei.....
Auswärtiges ..
Inneren N

m NE-DEöpartement ac.....00..0000000100000
Übrige N OPAN SIERT SEE tee
Wilitär esse O4nnn ta An EESE
Unterricht. .... DB aa R
Kunst .,..

EN ee area
SEON ers srere .......[........
Landwirtschaft, .......

Slfentliche Arbeiten e...0000r rer
Et und Telegraphig........0000000000000
yeenbahn 0.00.00... +
brige Verwaltung ®) ar.0000000000 00000
Insgesamt ....

Personal
in 1000

) 46,6
16,5
20,0
1,2 |
41

2,0
470,4
152,8
18

3,7
0,7
) 96,8
4 8,0

21,9
136,9
79,4
77,3
1 090,1

1913

Gemeinden

1929
tagt

Staat

in vH

in vT
der Erwerbs-



Personal
in 1000 '

in vH

in vr
der Erwerbs-



Personal
in 1000

in vT
der Erwerbs-



in vH

Q

107

4,3
1,5
1,8
0,1 |
0.4 |

2,2
0,8
1,0
0,1
02

0,0
1,0
49,1

0,4
19:6 |

0,1
23

60,9 5,3, 2,9
13,5 22 6
28,9 | 25| 1,4
12| 01 0,0
82) 07| 0.4

02 01
43,2 22,5
14,0 7,3
a2 01

j
1

M4 1137| 16 |
623 2649| 77
"01 | 001 0,0

4,4
533,0
154,4
17

0,4
46:8
13:6
0.2

0,2
25,9
75
9.1

0,3
0,1
8,9
07

0,2
0,0
04

) 35

0,2 01
02 01
11,3 | .
10 * 0,7
0,7 0,4
13,9 77
nn 220 29| 31
100,0 |. 11,9 | 1 139,2 | 200,0 Fe

nn

f

a}
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3

gg

475

Br 4

N x Ausschließlich 51,3 Inhaber der staatlichen Tabakverkaufstellen, einschließlich receveur, — ?} Davon Kolonialtruppen 54,5,
ch Davon Kolonialtruppen 76,9. — &amp;lt;) Einschließlich Haras und Eaux et Foröts. — *) Einschließlich Eaux et Foröts, — *) Ein-I
 Hießlich Manufaeture de l’Etat, Monnaies et mö6dailles, Laboratoires, Imprimerie nationale, Caisse des d6pöts. — 7) Bezogen auf
as gesamte Personal ausschließlich der Kolonien.

3. Belgien
a. Verwaltungsaufbau

Europäisches Gebiet: Fläche 30 444 gkm, Bevölkerung 7 932 077 Einwohner (Stand vom 31.12.1927)
Kolonien: Belgisch-Kongo: Fläche 2385 120 qkm, Weiße Bevölkerung 20702 Einwohner.
Kingeborene gezählte Bevölkerung 8121194 Einwohner (1927)
Die nicht gezühlte eingeborene Bevölkerung wird auf mehr als 1000000 geschätzt, so dass die eingeborene
 Bevölkerung insgesamt etwa 10000000 Einwohner betragen dürfte.

Zentralverwaltung

Staatsoberhaupt

Der König, formeller Träger der Exekutive und Repräsentant des Staates. Funktionen auf dem Gebiete der Gesetzgebung
 (Gesetzesinitiative, Auflösung der Kammer} und der Verwaltung (Ernennung und Abberufung der
iniater

 6sotzgebung

Nach der Verfassung gemeinsam vom König, der Abgeordnetenkammer (Chambre des Reprösentants) und vom
Senat (S£nat) ausgeübt; sämtlich Gesetzesinitiative. Abgeordnetenkammer und Senat gleiche Rechte. König
sanktioniert und verkündet die Gesetze; verfassungsmäßiges Vetorecht des Königs von nur theoretischer
Bedeutung, Gleichberechtigung beider Kammern in Finanzirazen

1. Senat. Senatoren für 4 Jahre indirekt gewählt.

2. Abgeordnetenkammer, Mitglieder für 4 Jahre von den
Bürgern gewählt, die das 21. Lebensjahr vollendet
haben und seit mindestens 6 Monaten in derselben
Kommune ihren Wohnsitz haben; obligatorische
Proportionalwahl. Wählbar ist jeder Belgier von 25
Jahren. Erneuerung alle 4 Jahre, (1925 181 Mitglieder).
 Die Abgeordneten erhalten eine jährliche
FEntachädieung

1. von den Wählern zur Abgeordnetenkammer
 (1925 93 Senatoren)
2. von den Provinzialräten (1925
40 Senatoren)
3. vom Senat kooptiert (1925
20 Senatoren}

Söhne des Könirs im Alter von 18 Jahren
Senatoren. Jährliche Entschädigung der
Senatoren
        <pb n="466" />
        Belgien

Verwaltung
Exekutive

— 590 —
Noch: Zentralverwaltung
Die Regierung besteht aus dem König und den Ministern, die des Vertrauens des Parlaments bedürfen
Ministerrat (Conseil des Ministres) unter Vorsitz des Königs berät in gewissen Fällen über königliche Verordnungen.
 Das Schwergewicht der politischen Entscheidung beim Kabinett

Allgemeines über die Organisation der Ministerien, Jedes Ministerium umfaßt das Kabinett det
Ministers mit Kabinettchef und Kabinettsekretär sowie gewöhnlich das Generalsekretariat und eine Reihe von
Direktionen oder Generaldirektionen sowie mehrere‘ Kommissionen, Räte, Beratungsausschüsse, Pensions
'4S8eN USW.

Ministerien

Aufgaben

2

[ustizministerium (Ministäre de
Ina justice)

Ministerium für Inneres und
Hygiene (Ministöre de
Pinterieur et de Phyriene)

R echtspflege: auch Handelsgerichte sowie Militärgerichtsbarkeit; 1 Kassationshof, 3 Appellationß“
höfe, 26 Tribunale I. Instanz, 14 Handelsgerichte und 210 Friedensrichter
Begnadigungen
Strafvollzug; Staatliche Gefängnisse
Kultus; Gehälter an den Klerus
Wohlfahrtswesen: Beteiligung an den Unterhaltskosten für‘ unbemittelte Geisteskranke:
anormale Kinder, Blinde und Krüppel; Subventionen an Wohlfahrtsanstalten der Provinzen
Kommunen und private Anstalten; staatliche Anstalten für Kinderschutz; Erziehungskosten
für Zöglinge der Zwangserziehung; Subventionen an das Nationalwerk der Krierswaisen

Allgemeine innere Verwaltung, Spitze der regionalen Staatsverwaltung
Provinzial- und Kommunalangelegenheiten: Polizeiangelegenheiten, Kommunalaufsicht:
Dotationen an Kommunen
\llgemeine Statistik und Wahlangelegenheiten
Miliz

Iygieneverwaltung: Allgemeine Inspektionen, Desinfektionsdienst, Inspektion des Lebenf
mittelhandels und der Lebensmittellabrikation, Subventionen für hygienische Anlagen un
prophylaktische Maßnahmen; nationales Kinderwerk; Mütterberatungen, Krippen, Anstaltch
ınd Kolonien für sehwächliche Kinder; Subventionierung kommunaler Wasserleitungs- us
Kanalisationsanlagen; Subventionen an das Nationalwerk für Kriegsinvaliden

Ministerium für Kunst und
Wissenschaft (Ministöre des
3elences et, des arte}

Ministerium für auswärtige
Angelegenheiten (Ministöre
des aflairer etrangöäres})

Ministerium für nationale Verteidigung
 (Ministere de la
defense nationale)

Unterrichtswesen: 2 Staatsuniversitäten und Subventionen an die freie Universität voP
Brüssel und an die katholische Universität von Löwen, Staatliche Athenäen; staatliche Lehre!”
»ildungsanstalten. Inspektion des höheren Unterrichts (15 Inspektoren), der Lehrerbildung“
ınstalten (16 Inspektoren) und der Elementarschulen, bestehend aus der Inspection civi
inspecteurs principaux und inspecteurs cantonaux) und der Inspeetion religieuse; Zahlung de
rzesetzlichen Gehälter an das Unterrichtspersonal der kommunalen, adoptierten und adoptable
Elementarechulen und Kleinkinderschulen und der Pensionen für kommunale Lehrer und 1f&amp;amp;
las Unterrichtspersonal an adoptierten und adoptablen Primärschulen und für die Lehrer a0
rovinziellen oder genehmigten Lehrerbildungsanstalten; Subventionen zugunsten der »Begabte
Fonds« der Kommunnen und Arrondissements; Subventionen an Provinzen und Kommune?
‘ür die höheren Lehranstalten und für den Bau und die Ausstattung von Schulen
Zunst und Wissenschaft: Staatliche Institute, Museen, Musikkonservatorien, Archiv“
staatliche Bibliothek und staatliche Akademie der sehönen Künste

39 diplomatische Vertretungen und 36 Konaulate; Adel und Orden

Hoerwesen: Truppenstärke 4086 Offiziere und 63 000 Mannschaften; Munitions- und Waien”
fabriken; Amt für Gasschutz; Militärakademie und Kadettenschule
Gendarmerie (148 Offiziere und 6000 Mannschaften) mit eirenem Budget
        <pb n="467" />
        Ministerien

591 —
Noch: Zentralverwaltung ;

Auigaben

Belgien

aa

inanzministerium (Ministöre
des finances)

Verwaltung des Schatzamtes: 31 agents du tresor und 12 agents auxiliaires
Schuldenverwaltung; Fonds d’Amortissement; Pensionen
3taatshaushalt und Abrechnung, Rechnungshof (cour des comptes) unabhängige Behörde
Direkte Steuern: 11 Direktionen der direkten Steuern mit zahlreichen contröles und bureaux
de recettes
Katasterverwaltung bestehend aus 1 service s6dentaire, der in jeder Provinz 1 bureau de
conservation provinelale besitzt, und dem service aectif, der in ressorts de conservation du cadastre
eingeteilt ist
Zölle und Akzisen mit 6 regionalen Direktionen, die in contröles und in bureaux de recettes
eingeteilt sind

Register- und Domänenverwaltung mit 9 Direktionen für 1 oder mehrere Gerichts-Arrondissements

Münze
Verwaltung der D6pöts- und Konsignationskasse
Liquidierung der Kriegsschäden: Gemischte Schiedsgerichte, belgisches Prüfungs- und
Ausgleichsamt (Office beige de verilication et de compensation)

Cinisterium für Landwirtschaft
(Ministöre de lagriculture)

Winisterium für öffentliche
Arbeiten (Ministöre des
iravaux nublics)

Ünisterium für Eisenbahn,
Marine, Post, Telegraphie,
Telephonie und Luftfahrt-Vesen
 (Ministere des chemins
de fer, marine, postes,
“l6graphes, t6l6phones, et
Wronautigue)

“Oloniatministerium (Ministöre
des Colonies)

Landwirtschaftliches Unterrichts- und Forschungswesen: Staatliche Landwirtschaftsschulen
 und Gartenbausehulen; Landwirtschaftlicher Wanderunterricht; staatliche Agronomen
und agronomische Versuchsstationen, Botanischer Garten, Subventionen für landwirtschaftlichen
Unterricht
Staatliche Wasserstraßen- und Forstverwaltung
MWeliorationen: Kulturarbeiten, Aufforstungen, landwirtschaftliches Bewässerungswesen
Veterinärwesen: Veterinärpolizei und -Inspektion, staatliche Veterinärschulen; Subventionen
an Provinzen zur Verbesserung der Haustierrassen
\llgemeine Förderung der Landwirtschaft: Subventionen an Provinzial-Landwirtschaftskammern,
 Provinzial-Landwirtschaftsgesellschaften und ländliche Kreditgenossenschaften
Seefischerei: Amt für Seefischfang, Fischereischule
Mittelstandsfürsorge, Berufliche Fortbildung, Lehrprämien usw.
Zommunalwegebau; Subventionen für Anlage, Verbesserung und Instandhaltung des Kommunalwegebaues
 und der Vizinalwere

Wegewesen: Verwaltung der Brücken und Chausseen in den Provinzen, Unterhaltung der
Straßen und Kauf von Gelände für den großen Wegebau; Instandhaltung der Wasserstraßen,
Häfen und der Küste
)ffentliche Bauten: Durchführung außerordentlicher Bauarbeiten für andere Ministerien ;
Unterhaltung der Gebäude und Denkmäler des Staates; Kasernierung der Gendarmerie

Eisenbahnangelegenheiten; Amt für Propaganda und Reiseverkehr, höheres Kontrollkomitee;
 Untersuchungsdienst für Eisenbahndiebstähle
Marine: Schiffahrts- und Hafenangelegenheiten; Paketbootdienst nach England
Post, Telegraphie und Telephonie,
3taatsdruckerei
Luftfahrt: Organisation von Luftfahrtlinien; Subventionen

Allgemeine Kolonialverwaltung, Kolonialforschung: Museum für SO
Laboratorium für chemische und onialogische Untersuchungen; staatliche Kolonialschule und
Schule für tropische Medizin: Kolonialyarten
        <pb n="468" />
        Belgien

Ministerien

392 —

Noch: Zentralverwaltung

Aufgaben

m

Ministerium dür Industrie,
Arbeit und soziale Fürsorge
(Ministere de l’industrie, du
travail et de la prövoyance
joclale)

Bergbauwesen: Staatlicher Bergwerksrat, staatliche Bergwerksinspektion und Inspektion für
Explosivstoffe; geologisches Amt; Subventionen an Bergschulen

Industrie- und Arbeitsinspektion: Inspektion der gefährlichen und gesundheitsschädlichen
Betriebe; Arbeitsgesundheitsdienst
Gewerbliche Schiedsgerichte; Gehälter der Greffiers}
Handels- und Gewerbeunterricht: Subventionen an Handels-, Gewerbe- und technische
Schulen; Inspektion des Handels- und Gewerbeunterrichts
Patentwesen
Eiceh- und Moeßwesen

Soziale Fürsorge: Subventionen an Versicherungsgesellschaften, Invalidenkassen, an Arbeits“
losenkassen und -fonds, an Arbeitsvermittlungssteilen, an Krankenversicherungsgesellschaften,
an den Krisenfonds und die nationale Wohnungsbaugesellschaft; Anteil des Staates an der
Schaffung der Alterspensionen, der Witwen- und Waisenrenten

Staatliche Bezirksverwaltung und nachgeordnete Gebietskörperschaften

Nachgeordnete
Verwaltungseinhaeiten


3 Provinzen

Allyemeine
Bezirksverwaltung des Staates

1, Gouverneur, vom König ernannt
und absetzbar
Aufgaben: Allgemeine Verwaltung
und Polizeiverwaltung, an der
4eitung der Sonderverwaltung mit
Ausnahme des Heeres und der
Rechtspflege in verschiedenem
Arade beteiligt; Kommunalaufsicht

2. Der Provinzialgreflier, vom
König ernannt und absetzbar;
Sakretär der Provinz

Selbstverwaltung

Organe
E——

Aufgaben

Zeschlußfassung: Provinzialrat
"Conseil provineial) in direkter
Wahl für 4 Jahre gewählt, erläßt
Jrovinzielle Verordnungen

L. Allgemeine Verwaltung und
Polizei
Kontrolle der Kommunalfinanzen
Prüfung der Rechnungslegung der
Kommunen .
&amp;gt;olizei der Vizinalwege, Provinzialstraßen
 und nicht schiffbare®
Wasserwege (unter Leitung de®
Gouverneurs)
Kasernierung der Gendarmerie

’erwaltung: Ständige Deputation
Deputation permanente), 6 Mitlieder,
 vom Provinzialrat für
ı Jahre aus seiner Mitte gewählt;
ouverneur Vorsitzender mit beratender
 Stimme

2, Rechtspflege
Lokale für Schwurgerichtshöfe, Ge”
richte 1. Instanz, Handelsgericht®
Unterhaltung von Provinzialefänegnissen


3, Bildungswesen
Provinzielle Unterrichtsanstalten:
Subventionierung kommunaler
Unterrichtsanstalten
Unterhaltung der Kathedralkircbeh
Bisehofsresidenzen und Diözesal
Samınara

it, Wohlfahrtswesen Al
Unterstützung Ööffantlichear Wo
fahrtsanstalten
rranfürsorre

&amp;gt;, Wegewesen |
Bau und Unterhaltung der Pr?
vinzialstraßen der
Aubventinen zur Unterhaltung
Vizinalwere

6. Bewässerungs- und Entwässerungsanlagen
        <pb n="469" />
        Vachgeordnste
Verwaltungseinheiten


“4 Arrondissements
 admini-Stratifs


4 320 Kommunen

— 593 —
" x 3 . Belgien
Noch: Staatliche Bezirksverwaltung und nachgeordnete Gebietskörperschaften
Selbstverwaltung

Allgemeine innere
Bezirksverwaltung des Staates

Organe

Aufgaben

‚rrondissement-Kommissar (Comniesaire
 d’Arrondissement), vom
Zönig ernannt, hat unter Auf-‚icht
 des Gouverneurs und der
Jeputation die Verwaltung der
£ommunen mit einer Bevölkerung
ınter 5000 Einwohner zu überwachen,
 Die größeren Städte
ıtehen unmittelbar unter der
Aufsicht des Gouverneurs

|. Bürgermeister (Bourgmestre)
‘usführung der Gesetze und Ver-»rdnungen
 der allgemeinen Vervaltung,
 Organ der Kriminalpolizei
ınd Hilfsorgan der Staatsanwaltichaft
 beim Polizeigericht in den
Xommunen, in denen es keinen
Polizeikommissar gibt
2. Polizeikommissar” (Commissaire
de Police)
FHilfsorgan der Kriminalpolizei, Vertreter
 der Staatsanwaltschaft beim
Polizeiryericht

teschlußfassung: DerGemeinde-’at
 (Conseil communal) für 6 Jahre
wählt. Seine Mitgliederzahl: 7 bis
55 Mitglieder, Vorsitz: Bürgerneister.
 Der Gemeinderat erläßt
Ulgemeine Verwaltungs- u, Polizeizerordnungen


L, Allgemeine Verwaltung und
Polizei
irtliche Sicherheits-, Verkehrs-,
Bau- und Gesundheitspolizei
Verordnungen vom Gemeinderat
erlassen)
‘tandesamtswesen
ı., Rechtspflege
Tiete und Unterhaltung der Räumlichkeiten
 für Friedensgerichte und
Polizeigerichtshöfe
3. Bildungswesen
Wohnung für Kultdiener; Unter-;tützung
 von Kirchenbauten,
Schulbauten, kommunale Unterjichtsanstalten
 und Kunstschulen

7erwaltung: Das Schöffenkolleium
 (College des Bourgmestre
t Echevins), Es setzt sich aus
lem Bürgermeister und 2 bis
7 Schöffen zusammen, Es hat nur
tollektive Autorität, kann aber
vestimmte Dezernate unter seine
Mitglieder verteijlen

Verwaltungsstab:
‚DerBürgermeistervom König
°ür 6 Jahre gewöhnlich aus den
‚Litgliedern des Gemeinderates erı1annt,
 Vorsitzender des Schöffensollegiums
 und des Gemeinderats,
Leitung der Polizei
', Gemeindesekretär (Secr6taire
»ormamunal), vom Gemeinderat eraannt;
 Abfassung der Protokolle
ınd Niederschrift der Verhandungen
 des Schöffenkollegiums und
les Gemeinderats
), Kämmerer (Receveur communa)),
vom Gemeinderat ernannt; Verwaltung
 der Einnahmen und Bezahlung
 der Ausgaben

., Wohlfahrtswesen
Winrichtung von Wohlfahrtsanstalten,
 Wohlfahrtskommissionen
‚Commission d’assistance publique)
Irrichtung von Arbeitslosenfonds

;, Wegewesen
Kommunaler Wegebau mit staatlichen
 Subventionen und Vizinalztraßen;
 Straßenreinigung und -beteuchtung

3. Anstalten
Kommunales Marktwesen und
Schlachthäuser

... Polizeikommissar (Commissaire
de Police), Hilfsorgan der Vervaltungspolizei,
 dem Bürgermeister
anterstellt und vom König ernannt

). Flurwächter (Garde-Champetre),
vom Gouverneur ernannt

Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)

Gemeinden

Steuern

A Kommunaleigene Steuern, Gebühren und Beiträge
“28 begrenzte Autonomie der belgischen Kommunen hinsichtlich der Einahmen,
 Beschlüsse über die Einiührung, Anderung und Aufhebung
700 Kommunalsteuern unterliegen der Begutachtung des ständigen Aus-Schusses
 des Provinzialrates und der Genehmigung des Königs (Regierung)

N
Provinzen

Steuern
A. Provinzialeigene Steuern
Die für die Kommunalsteuern gemachten Angaben
velten sinngemäß auch für die Provinzen

“inanzen und Steuern.
        <pb n="470" />
        Belgien
Noch: Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)

_ B94 —

Gemeinden

Provinzen

B. Zuschläge der Kommunen zu den Staatssteuern (Centimes
additionnels communaux)
zu den Steuern auf die Einkommen bzw. die ihnen gleichgestellten
Abgaben mit folgenden Einschränkungen:

B. Zuschläge der Provinzen zu den Staatssteuern
 (Centimes additionnels provinciaux)
Für sie gelten sinngemäß die entsprechenden Bestimmungen
 über die Centimes additionnels communauxX


A) bei Kapitalertragsteuer Zuschläge nur gestattet, soweit in Belgien
investierte Kapitalien erfaßt werden

b) keine Zuschläge zu der Erwerbsteuer auf die an der Quelle besteuerten
 Löhne, Gehälter und Pensionen und auf die im Auslande
bezogenen und besteuerten Einkünfte
8) keine Zuschläge zu der Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen
2. zu der Steuer auf Mobiliar
3. zu der staatlichen Vergnügungsteuer
4. zu der Hundesteuer
5. zu der Steuer auf gewöhnliche Fahrzeuge

Ihre Einführung, Änderung oder Aufhebung unterliegt der Begutachtung
des ständigen Ausschusses und der Genehmigung des Königs. Genehmigung
des ständigen Ausschusses genügt, wenn die Sätze 25 vH und die Gesamtzuschläge
 20 vH nicht übersteigen

). Beteiligung an den Steuererträgen des Staates
Die Ertragsanteile betragen:
a) 40 vH des Grundbetrages der Grundsteuer für die in den betreffenden
Gemeinden belegenen Grundstücke
b) 20 vH des Grundbetrages der Steuer auf die Einkünfte aus Aktien oder
ihnen gleichgestellten Anteilscheinen
ı) 20 vH des Grundbetrages der Steuer auf die Einkünfte aus Kapitalien,
die in Belgien investiert sind

1) 20 vH des Grundbetrages der Steuer auf die veranlagten Einkommen
aus Industrie-,Handels- und Landwirtschaftsbetrieben, aus freienBerulen,
Dienstleistungen usw., mit Ausnahme der im Ausland oder in der Kolonie
bezogenen und besteuerten Einkommen

» 20 vH des Grundbetrages der Steuer auf die an der Quelle besteuerten
Einkommen aus Löhnen, Gehältern und Pensionen; dieser Anteil
ließt dem »Fonds des Communes« zu und wird zusammen mit den
übrigen Einkünften dieses Fonds nach einem haestimmten Schlüssel
anter die Gemeinden verteilt
!) 25 vH der Vergnügungsteuer
7) 20 vH des in den betreffenden Gemeinden aufgekommenen Grund -
hbetrages der Kraftfahrzeugsteuer

h) 15 vH. dea Grundbetrages der Kraftfahrzeugsteuer in Gemeinschaft
mit den Provinzen, im Verhältnis zu ihren Ausgaben für Bau, Verjesserung
 oder Unterhaltung von Straßen während des vorangegangenen
Tahres

:) 40 vH des aus der Spiel- und Wettsteuer anläßlich der Pferderennen
aufgekommenen Nettoertrages, welcher Anteil einem Fonds zufließt,
der unter Provinzen und Gemeinden mit Bastimmung für soziale
Zwecke aufgeteilt wird

x) 43,75 vH des noch aufkommenden Ertrages der Kriegegewinnsteuer
und dar Steuer auf außerordentliche Gewinne

) 20 vH des Aufkommens der Bergwerksabgabe; jedoch kann dieser
Betrag von dem Ertrag der etwaigen eigenen Bergwerksabgabe der
Aemeinden im folgenden Jahre in Abzug gehracht werden

C. Anteilder Provinzen an den Staatsstouern
Die Ertragsanteile betragen:
a) 10 vH des Grundbetrages der Grundsteuer für
die in den betreffenden Provinzen belegenen
Grundstücke
b) 10 vH des Grundbetrages der Steuer auf die
Einkünfte aus Aktien oder ihnen gleichgestellten
Anteilscheinen
3) 10 vH des Grundbetrages der Steuer auf Ein”
künfte aus Kapitalien, die in Belgien investiert
sind

1) 10 vH des Grundbetrages der Steuer auf die
veranlagten Einkommen aus Industrie-, Handel®“
und Landwirtschaftebetrieben, aus freien Be”
mufen, Dienstleistungen usw. mit Ausnahme de
im Ausland oder in der Kolonie bezogenen und
%esteuerten Einkommen

3) 10 vH des Grundbetrages der Steuer auf die aD
der Quelle besteuerten Einkommen aus Löhne):
Gehältern und Pensionen
f) 8,33 vH des Ertrages der Vergnügungsteuer
3) 10 vH des in der betreffenden Provinz aufge“
kommenen Grundbetrages der Kraftfahrzeus‘
steuer

h) 15 vH des Grundbetrages der Kraftfahrzeugste2®
in Gemeinschaft mit den Kommunen im Wer.
3ältnis zu ihren Ausgaben für den Bau, die Vo 4
3esserung und Unterhaltung der Straßen währe”
les vorangegangenen .‚Jahras

i) 40 vH des aus der Spiel- und Wettsteuer anlößlich
 der Pforderennen aufgekommenen Nette
artrages; dieser Anteil wird einem Fonds über
wiesen, der unter Provinzen und Gemeinden be
Bestimmung für soziale Zwecke aufgeteilt Wir

r
&amp;lt;) 6,25 vH. des noch aufkommenden Ertrages od
Kriegsgewinnsteuer und der Steuer auf au
ordentlicha Gawinnea

) 10 vH des Aufkommens der Bergwerksabsöl
mit der Maßgabe, daß dieser Betrag von abe
Ertrag der etwaigen eigenen BergwerksabE
der Provinzen im folgenden Jahre in Abzug £
aracht warden kann
        <pb n="471" />
        Belgien
Noch: Die Regelung der Finanzwirtschaft der nachgeordneten Gebietskörperschaften
(Finanzausgleich und Finanzkontrolle)

— 595 —

Gemeinden

Provinzen

Dotation

Dotation in Form eines Anteils an dem »Fonds des Communese,
der aus allgemeinen Staatsmitteln gespeist und nachfolgen dem Schlüssel
an die Kommunen verteilt wird:
'/,9 nach dem Katastereinkommen aus bebautem Grundbesitz
‘/io nach dem Katastereinkommen aus unbebautem Grundbesitz
4/19 entsprechend der Bevölkerungszahl und
‘19 entsprechend den Ausgaben für gewerblichen Unterricht und
öffentliche Fürsorge

Lastenbeteiligung und Subventionen

“&amp;amp;gtenbeteiligung und Subventionen des Staates zur Bestreitung
laufender und außerordentlicher Ausgaben, z. B. Lastenbeteiligung an
den Ausgaben für Elementarschulen durch Zahlung der Lehrergehälter
und -pensionen, an den Ausgaben für höhere Sehulen, Fortbildungsund
 Gewerbeschulen, an den Unterhaltskosten für unbemittelte Geistes-Kranke,
 anormale Kinder, unbemittelte Taubstumme, Blinde und Krüppel
30wie an den Verwaltungskosten der kommunalen Arbeitslosenfonds, Subventionen
 zum Ausbau der Wasserleitung und für Wegebauten, Annuitäten
In die Kommunen bzw. an die Societ6 du Credit communal de Belgique
zur Abgeltung ihrer außerordentlichen Kriegsausgaben und als Ent-Schädigung
 für ihre Kriersschäden

Lastenbeteiligung und Subventionen
Lastenbeteiligung und Subventionen des
Staates, z. B. Subventionen an höhere Schulen,
Gewerbeschulen und Lehrerbildungsanstalten der
Provinzen, Lastenbeteiligung an den Spezialfonds
Für öffentliche Wohlfahrt, die ihrerseits die kommu-1alen
 und interkommunalen Wohlfahrtskommissionen
 subventionieren, Beteiligung des Staates
an der Subventionierung des Kommunalwegebaues
von seiten der Provinzen, Beteiligung des Staates
und der Kommunen an den Unterhaltskosten für die
in Zwangserziehungsanstalten untergebrachten Zögine


Hinzu kommen verschiedene Subventionen der Provinzen an die
Kommunen, 80 zZ. B. an Elementarschulen, Fortbildungsschulen und
3öhere Schulen, an die Kommissionen für öffentliche Wohlfahrt sowie
zum Ausbau der Wasserleitung, die Beteiligung der Provinzen an den
Unterhaliskosten für Findelkinder, unbemittelte Geisteskranke, Taubstumme,
 Blinde und Krüppel sowie für anormale Kinder

Budgeotgebarung

Das Budget, vom Schöffenkollegium aufgestellt, vom Kommunalrat be-Schlossen
 und von dem ständigen Ausschuß des Provinzialrates endgültig
Senehmigt
Äwangeetatisierung durch ständige Deputation, wenn obligatorische Aus-Eaben
 nicht vorgesehen sind oder Deckung nicht ausreicht.

Abrechnung

“Stwaltungsabrechnung {(compte d’administration) des Schöffenkollegiums
als Anweisungsstelle (Ordonnateur) unterliegt der Genehmigung der
Ständigen Deputation, vorbehaltlich der Beschwerde an den König.
Kassenabrechnung (compte de deniers) des Kämmerers als Zahlungs-Stelle
 (comptable). Vierteljährliche Kassenprüfung durch das Schöffen-Kollegium.
 Außerdem sind zur Prüfung berechtigt der Gouverneur und
Ger Arrondissementkommissnr

Budgetgebarung

Budget von der ständigen Deputation aufgestellt und
vom Provinziatrat beschlossen, Das Ausgabebudget
 bedarf der Genehmigung des Königs

Abrechnung

Rechnungshof stellt die Abrechnungen der Provinz
fest und erkennt sie für rechtmäßig an. Die von
der ständigen Deputation angewiesenen Zahlungen
werden von ihm mit seinem Visum versehen
        <pb n="472" />
        Belgien

— 596 —
b. Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden
—— AN ———E— A

Staatlı

Ausgabezweck

A411

fx

Mill,
Vorkriegskaufkraft

in vH

1913 | 1925 | 1928
ax 1

1913 | 1925 | 1928 | 1913 | 1925 | 1928
. 6 7 zn DL

I. Oberste Staatsorgane ....... 5
II. Rechtspflege v....000000000000000400
III. Innere Verwaltung v.....00000000000
IV. Auswärtige Angelegenheiten ........
V, Kolonialwesen eiserne
a) Heer, Marine, Luftfahrt.........
b}) Zivilverwaltung v0..000000000000
6) SOnstige8 a..000.0.000000000000 0000
VI. Landesverteidigung .........0.001.00
7II. Finanzverwaltung soccer
* Zoll- und Steuerverwaltung .....
Schuldenverwaltung ............
*) Zi0Se eerrere ern nKn
\ Amortisation .....0.0.000000000
‚) Sonstige8 s...000000000000000
3) MÜNnZWeSeN esse ken
1) Sonstig08 are RER KK KA GER
7IIX. Unterricht, Kunst und Wissenschaft
IX, Kirchen wesen ..s.0.0000010000 0000
X, Soziale Aufgaben ......000000000000
XI, Wirtschaft ...00000rer ee
a) Landwirtschaft ......000000000000
5} Industrie und Handel ..........
2) Verkelit 20er KR ER RKE ER Ka
x) Schiffahrt ....000000000000000
3) Privatbahnen a ra.c00r0000000
‘ Kraftwagenverkehr ..........
* Private Luftfahrt 0.0.0000.
) SONStiReS a er RE KEN
)ffentliche Arbeiten (Häfen, Kanäle,
 Straßen usW.)........0.0000
Sonstiges s...0000.0-- belkme
XII. Ölfentliche Betriebe ...........0.0.
XIII. Ausgaben auf Grund des Krieges ..
*) Kriegapensionen, -renten und
-‚unterstützungen (Geld- und Sach:
GiSIUNEeN) ar er KK NRNHET Kr a
Niederaufbauarbeiten „.........,
BesatzungskosfeN ..........000040
Ausführung der Friedensverträge,
\bwicklung des Dawes-Planes, deı
nteralliierten Schuldenabkommen
;)/ Sonstige Kriegsverbindlichkeiten..

5

30
146 |
195
71

5 |

„X

2371 0,80 | 0,8
4,38 | 1,53 | 1,69
4.11 | 1,76 | 2,89
1,10 | 0,46 | 0,85
0,27 | 0,44 | 0,2
2
02
9657 | 1355| 9,89

20
19

16

16
15

12

4

pr

9

3

3

13
7
4

20

673

840

7

mn

_—_

174 1587 2981
22 126 267
145 1455 26838
130 1028 1223
&amp;amp; 132 1397
275 18
5 | 0 0
7 21 %
10 | 280 585
8
Pe]

141 | 42
18 19 2
8 | 219 250
106 | 157 120
12 20 | 13°
- 42 z
0 0 0
5 4 7
7) +

38,63
Sf 81,96 | 35,28
3233 2890 | Ta
1008 | 2070 U
0:69 20,70 | 14,48
4 28 16,58
5,541 02
we) Ed
, 9,52 | 0,84
8,77 1
1,92 |

6,88
0.42 | 0,78
6951| 658

345

14

m

4

6.58

360
1 N
um
6
7
9
123

501
18
18
bi

3
4 2
2 1
0 3
| - 1
0 1
— ] “4 {
zZ ft
- oo
7 49 s
&amp;gt; 0 C

6,30 4,25
109 | 97,20
0,55 | 7.20
000 MY44
2 312
0,00 | 013
zZ 0,19

5,91
0,24
0.
A
z
0.
Q,VV
0,00
124
5,19
0.00

}
J
0

i |
18
135
1

1
,

4,66 |
0.00

6,51 |
0.00

1477

24°

ı 2974| 2931

197
758
16m

8,9 | 7,90
1526| 6,16
2715 1 0,00

7,96 |
Z 16,0%
‚40 0,18
v
i 100,00 | 100.00 Hr
‚00- 1000

XIV. Nicht aufteilbare Posten...........}
XV. Insgesamt ........0000000000 00400 |
‚*) Laut vAnnuaire Statistique de la Belgique et du Congo Belge von 1925/26« Die dort für 1925 ausgewiesenen Zittern. DC
meinden in Anlehnung an Baudhuin (La Stabilisation et ses consequences, Louvain 1928) geschätzt werden. — 1!) Ohne Ü
xaufkraft 365; in vH 28,72; je Kopf der Bevölkerung in A Vorkriegskaufkraft 46,71

397

ınd Gemeindeverbände) nach Ausgabezwecken
EA ——

Belgien

Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände*)

je Kopf
Mi A der Bevölkerun;

Mül.ge Vor | invE | in 8
kriegs- v7
kaufkraft k Or
riegskaufkraft


je Kopf der Bevölkerung
in % Vorkriegskaufkraft

Ausgabezweck

4913 | 1925 | _ 1928 , 1925 | 1925
11 Ta 13 zum 17

1925 1925
26 ) mr

0,67 0,29
2,16 1,48
2,03 1,71
0,54 * 0,45
9,13 0,43
13,06

0,37
1,82
2,42
0,88
0,16
0,11
0,05
10,44

I. Oberste Staatsorgane
II. Rechtspflege
III. Innere Verwaltung
IV. Auswärtige Angelegenheiten
V. Kolonialwesen
a) Heer, Marine, Luftfahrt
b) Zivilverwaltung
6) Sonstiges
VI. Landesverteidigung

» 38662) | 590% |

46,352)

75,53?)

18,99 31,06
2,42 2,48
5,90 28,07
5,09 20.11
X81 2,59
—Z 1 57
0,00 0,00
0:67 0,51
4,31 5,47
0,94 0,41
3.24 6,74

37,04
3,32
12,78
„5,19
7,36
0,23
3,00
9,94
1,27
0,82
6,80

YII. Finanzverwaltung
2) Zoll- und Steuerverwaltung
3) Schuldenverwaltung
&amp;amp;) Zinsen
ß) Amortisation
&amp;amp;) Sonstiges
ec) Münzwesen
1} Sonstiges

|
J
\ 661

7,94 | 12,94
6,88 11,13
8,88 14,47

/III, Unterricht, Kunst und Wissenschaft
IX. Kirchenwesen
X. Soziale Aufgaben
XI. Wirtschaft
a) Landwirtschaft
b) Industrie und Handel
e) Verkehr
«&amp;amp;) Schiffahrt
%) Privatbahnen
y}) Kraftwagenverkehr
$) Private Luftfahrt
5) Sonstiges
4) Öffentliche Arbeiten (Häfen, Ka:
näle, Straßen usw.)
2) Sonstiges
XII. Öffentliche Betriebe

01

565
737 |

57
113

3,10 7,05
0,54 0,20
0,27 0.10
5,00 0.43
— 0.12
3,00 0,13
&amp;gt; 0,18
229 | 631
- 0,01

6,22
0,22
2,17
42
708
C;10
0,01
0,01
0,22
5,41
0,00

$ 307

47

269 |

6,0)

430

66

5.19 |

3,46

28,90

30,83

EA77 | 226

17,75 ' 28,90

XL. Ausgaben auf Grund des Krieges
ı} Kriegspensionen, -renten und
‚unterstützungen (Geld- und Sach-Jeistungen)

b) Wiederaufbauarbeiten
©) Besatzungskosten
7} Ausführung der Friedensverträge,
Abwicklung des Dawes-Plans, der
interalliierten Schuldenabkommen.
usw.
3) Sonstige Kriegsverbindlichkeiten
XIV. Nicht aufteilbare Posten
| XV. Insgesamt

197 30 2,36 3,85
758 116 9,11 | 14,82
107 16 |! 1,26' 2,10
16,82 | 395 61 4,79 | 7,74
0,15 20 3 0,23 0,39
0,16: 1025 156 12,25 19,98
49,17 | 97,15 | 105,25 | 8331 1273 1200.00 | 162,95

3,85
14,82
2,10

Ächen sich 3 5 ;tä i ; der Finanzbedarf für die kleineren Ge-N
 jedoch nur auf die 17 Städte von 40 000 Einwohnern und darüber. Deshalb mußte der Fir d N
“eisungen an. nachgeordnete Gebietskörvperschaften. — 2) Davon entfällt auf den Schuldendienst Mill, fr 2 388; Mill, 4 Vorkriegs-
        <pb n="473" />
        . 598 —
Belgien .
6, Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten

xt.

Ausgabeart

Mill. fr

Mill, A Vorkrierskaufkraft;


in yH

Je Kopf der Bevölkerung
 in MM
Vorkrierskaufkraft

1918 | 1925 | 1928 | 1913 | 1925 | 1928
ze mg AO AS“

1913 | 1925 | 1928
Pa

1913 | 1925 | 1928
hl

I. Personalausgaben:
&amp;amp;) Löhne, Gehälter, Sold
HOW: HH ARKR HER
b) Ruhegehälter ohne Renten
 an Kriegsteilnehmer

147

656 1427 100 | 140
103 | 127 | — 16 12
9671 929 | 861 1481 91

11,68) 15,03l 16,07 | 12,83| 17,73
_ 2,81 1,34 — | 201] 1,58
22.03! 17.081 9.79‘ 1156 | 1890) 11,55

II. Sächlicher Bedarf „.......
(II, Verzinsung und Tilgung
innerer Schulden .........
[V. Renten (z. B. Kriegsrenten)
und Unterstützungen .....

106

145

‚383 | 25201 nal zu | 247 | 30,22)

24.43| 26,65\ 15,85 | 27,06 31,43

27

512

10751 221 781 10851 667 9.04) 12.2331 2951 10.01] 13%

7, Subventionen (Prämien und
Zuschüsse an private Orga-Aisationen,
 Gewerbetreibende
 und öffentliche Be-|
 31) ) DA
VI. Verzinsung und Tilgung
Auswärtiger Schulden ..... 436 | 1468 | - 144
VIL Insgesamt (I bis VI)...... 450 | 4950 | 8466 | 365 | 7EF | 828
VIII. Überweisungen an andere ' | | | 76
Öffentliche Verbände .....ı 31 | 713 | 1.028 | 25 | 109 | 101! 6,45] 12,60) 10,82| 3,38 | 13,96] 12,7%
Insgesamt (VII und VIII) .} 481 |5663 | 9494 | 390 | 865 | 929 | 200,00] 200,00] 100,00] 52,46 | 110,79 117,4

15.76) 9,581 2,65 | 17.46) 11,30

A _ 7,20 Sn — | a 10
1 93,55| 87,40‘ 89,18| 49,08 | 96,83| 105,18

d, Richtziffern zum Personalstand der Staatswirtschaft !)

Gesamtübersicht

SEN

Wirtschaftsbereich

Erwerbstätige
0 Stall ae ar FE EEE N BE
in der privaten Wirtschaft sowie im Kommunal
dienst 0 HE FEN KEN
Insgesamt ...

In 1000

in vH

| In vT
der Erwerbstätigen


173,0 5,2 52,2
3187 94,8 | __ 947,8
3312,7 200,0 | 1 000,0

Gliederung nach Verwaltungszweigen

Verwaltungszweig

Staatliches
Personal
in 1000

Landesverteidigung ..........00 KR RER
Rechtspflege ........... + DA
Unterricht e..000000000000 01ER RER EEAR RER RER ER R
BSicherheitspolizei ............
Finanz- und Steuerverwaltung $ 20.000 rer «
Übrige Verwaltung .........;
Insgesamt .... | 173.0 l

in vT
der Erwerbs“
tätigen

in vH

89,8 | 20,8
2,0 1,0
16,8 8,5
21,9

EA nn
200,0 | 52,2

2 oB
1) Annuaire statistique de la Belgique et du Congo Belge 1929. Bruxelles (Territoire et population 8.8 #). — ?) DAY
Wasser- und Wegebau Begräbniswesen usw. 14,7, Wohlfahrtswesen (Hospitäler usw.) 2,4.
        <pb n="474" />
        399

Italien

4. Italien _

a. Verwaltungsaufbau

Europäisches Gebiet
Fläche 310 137,13 qkm
Bevölkerung 41 173 000 Einwohner (Ende 1929)

Kolonien
2109000 qkm
2668 000 Einwohner

Zentralverwaltung

Staatsoberhaupt König, formell Träger der ausführenden Gewalt und Repräsentant des Staates; Funktionen auf dem Gebiete der
Gesetzgebung und Verwaltung stark eingeengt durch Funktionen des Regierungshauptes und des großen Rates
des Faschismus, letzterer mit starkem Einfluß auf Art und Umfany der Königlichen Kompetenz

jesetzgebung

Nach der Verfassung König, Parlament, Großer Faschistischer Rat!); die Tagesordnung der Kammern und des Großen
Rates bedarf der Zustimmung des Regierungschefs; Gesetzesinitiative faktisch nunmehr beim Regierungshaupt
bzw. Großen Rat; Parlament hat meist nur nachträgliche Zustimmung zur von der Regierung publizierenden
Gesetzgebung durch Dekret

Senat: Mitglieder (Mindestalter 40 Jahre, für Mitglieder der königlichen. Familie 20 Jahre) vom König auf
Lebenszeit aus nachbenannten Kreisen ernannt: Geistliche Würdenträger, Präsident des Abgeordnetenhauses,
Abgeordnete nach 3 Legislaturperioden, Minister und Staatssekretäre, die Gesandten und Gouverneure der
Kolonien und außerordentliche Gesandte, die Leiter des Kassations- und Rechnungshofes sowie deren Mitglieder
 nach 3jähriger Tätirkeit, Räte am Kassations- und Rechnungshof nach 5jähriger Tätigkeit, Generalstantsanwalt,
 hohe Offiziere, Abteilungsleiter in den Ministerien nach bestimmter Dienstzeit, Mitglieder der
Akademie der Wissenschaften nach 7 jähriger Tätigkeit, namentlich verdiente und solche Personen, die besonders
 hohe Steuern zahlen; oberster Gerichtshof bei Ministeranklage und Hochverratssachen; Senat hat
wesentlich nur konsultative Funktionen

&amp;gt; Abgeordnetenhaus: 400 Mitglieder auf 5 Jahre als berufsständisch gegliederte Vertretung gewählt; aus
den Vorschlagslisten der gesetzlich anerkannten Berufsverbände werden diese vom faschistischen Großrat
nach eiyenem Ermessen dergestalt ausgewählt, daß auf je 100 Kandidaten entfallen:

Landwirtschaft, Arbeitgeber ...............
Landwirtschaft, Arbeitnehmer .........1...000 1°
‘)ffentliche Beamte..........0.0.0.00000000000000 17)
Arbeitgeber u. Angestellte in der Industrie.....
Handelstreibende ............. 14 MRORRAG
Deren Angestellte und Arbeiter ...............
Schiff- und Luftfahrt, Unternehmer ...........
Deren Angestellte und Arbeiter .....,.........
Landtransport u. Binnenschiffahrt, Arbeitgeber
Deren Arbeitnehmer ........000.0.00000001 00000
Bankgewerbe, Arbeitgeber .........0.0000000004
Bankgewerbe, Arbeitnehmer ........00..0.0000000
Freies Berufe und Künstler ...

y Ca

‘ber die Vorschlagliste des faschistischen Großrates
 entscheidet die Gesamtheit der Wähler;
Femeines gleiches,direktes und geheimes Verahren.]
 wird einfache Majorität nicht erreicht,
30 stellen die Verbände eigene konkurrierende
Listen mit 300 Kandidaten auf; dieKandidaten
der Liste mit der größten Stimmenzahl gelten
sodann als gewählt; die restlichen 100 Sitze
werden im Verhältnis der erhaltenen Stimmen
verteilt; passives Wahlrecht haben alle männlichen
 ledigen Italiener nach erreichtem 21., alle
verheirateten nach dem 18, Lebensjahr, außer
Militärpersonen.

3, Großer Faschistischer Rat: Verfassungsmäßiges Organ der Legislative und der Exekutive, muß in allen
Verfassungsfragen gehört werden; daneben höchstes Parteiorgan, das die Parteiämter besetzt; Nominierung
 der Parteikandidaten unter ausschließlicher Berücksichtigung der von den Berufsverbänden gemachten
 Vorschläge; Zusammensetzung: Duce (Regierungshaupt) als Präsident; Oberste Staats- und
?arteibeamte, d.h. Minister, Unterstaatssekretäre, Präsidenten der faschistischen Organisationen, Mitglieder
des faschistischen Nationaldirektoriums, die Präsidenten der gesetzgebenden Körperschaften und der
Sekretär der faschistischen Partei; Oberbau der neuen Parteihierarchie, deren nachgeordnete
Üagan® hoch nicht verfassungsmäßige Staatsorgane sind; Mitgliederzahl neuerdings von 60 auf 20 vermindert


"örwaltung
Exekutive)

Nach der Verfassung: König, Regierung, Großer Rat!)

L. Regierung: Capo del Governo (Regierungschef), Präsident des Ministerrates und Parteihaupt (Duoe,)
der vom König (auf Vorschlag des Großen Rates) ernannt wird und ihm allein verantwortlich die Gesamtpolitik
 bestimmt, die Minister vorschlägt, die der König ernennt; diese sind dem Ministerpräsidenten unmittelbar,
 dem König nur mittelbar verantwortlich; Regierungschef stärkster Machtfaktor; Dekretgesetzgebung
und Gesetzesinitiative: alleiniger Oberbefehl über die faschistische Miliz

KR . . wa ar . : i hauptstelle;
2, Großer faschistischer Rat: Präsentiert dem König die Kandidaten bei Vakanz der Regierungs piscelle;
wird ala höchste Synthese des politischen Lebens, als höchstes Organ, das die gesamte Rogierungstätigkeit
koordiniert und zusammenfaßt, bezeichnet

T’ypischer Aufbau der Ministerien: Ein Minister, ein oder mehrere Unterstaatssekretäre, denen ein besonderes
Sekretariat zur Seite steht; Einteilung in Abteilungen (Divisioni) und Sektionen

‘) Neuerdings noch der Korporationsrat (für die wirtschaftliche und soziale Gesetzgebung und Verwaltung),
        <pb n="475" />
        leere dir at I Re

[talien

Ministerien

i. Finanzministerium
 (Ministero
delle Finanze)

Staatskanzlei
'presidenza del
sonsiglio dei
ministri)

2. Justiz- und Kultusministerium

(Ministero di Giu-3tizia
 © degli
affari di Culto)

\. Ministerium für
Auswärtige Angelegenheiten

‚Ministero degli
Affari Esteri)

Kolonialministerium
 (Ministero
delle Colonie)

». Ministerium für
Nationale KErziehung
 (Ministero
dell’ Educazione
Nazionale)

600 -—
Noch: Zentralverwaltung

Beiräte

Aufgaben und Lasten

Beirat der Rechnungsprüfer, Künstlerischer
 Beirat der Münze und der
staatlichen Druckerei, Kommis-3ion
 zur Überwachung der Notenbank


1. Schatzamt und Kassenwesen {(Generaldirektion für den Staats
schatz), Überwachung der Notenbank, nachgeordnet: Münze, Generaldirektion
 für Domänen und Gebühren, Depositen- und Leihkasse
{cassa depositi ‚6 prestiti) Amortisationskasse für die innere und
äußere Schuld
&amp;gt; Haushalt und Rechnungswesen, Rechnungshof
3. Steuer- und ‚Katasterverwaltung, Steuererhebungskosten
werden auf die Steuerzahler in Form eines Zuschlages zugunsten
les privaten Steuereinnehmers abgewälzt. Generaldirektion für den
Kataster; Generaldirektion für die @irekten Steuern, nachgeordnet:
Steuerinspektorate, Steueragenturen; Generaldirektion für die Zölle
ınd indirekten Steuern, nachgeordnet: Zollämter; Generaldirektion
:ür Monopole und Lotterie, nachgeordnet: Fabrikationsstätten, Großläger,
 Detailläger, Kleinverschleiß der Monopolwaren ist verpachtet
Vermögens- und Schuldenverwaltung, Verwaltung der
Domänen
. Im Haushalt des Finanzministeriums u. a, die Ausgaben folgender
Ämter: Zentralamt für Materialbeschaffung, Staatskanzlei (presidenza
del consiglio dei ministri); der Etat letzterer enthält: Amt für Adel
ınd Orden, Hilfswerk für das befreite Italien, Kommission für
nationale Verteidigung, Wertpapierdruckerei, statistisches Zentralamt
 (dem Korporationsministerium unterstellt), Amt für den Umbau
Neapels, Ausführung der Friedensverträge, Miliz u. a.

3eirat in Beamtensachen, Disziplinarhof,
 Beirat iür Kriminalstatistik


Rechtspflege ausschließlich Verwaltungs- und Militärgerichtsbarkeit;
Publizierung der Gesetze; Überwachung der Staatsnotariate, Staat®-anwälte;
 Strafvollzug und Arbeitshäuser, Gliederung der Gerichts
&amp;gt;ehörden: Kassationshof, 22 Appellationshöfe, 116 Schwurgerichte,
416 Tribunate, 1018 Bezirksgerichte
Xirchenangelegenheiten; Verwaltung des Kirchenfonds: Erteilung
des Placets an Geistliche; Überwachung geistlicher Seminare, religiöser
Vereine usw.

Beirat: Diplomatisches BSchiedsgericht


4 Botschafter, 55 Gesandte, 190 Konsuln, 84 Vizekonsuln; Auslands
schulen; Betreuung und politische Beaufsichtigung der Italiener
Ausland; Auswanderungswesen

3esonderes Komitee für die Angelegenheiten
 von Tripolis und
Öirenaica

Zentralverwaltung für die Kolonien Tripolis, Cirenaiea, Eritrea, Somali
land; besondere Abteilungen für Nord- und Ost-Afrika; kolonialt
Ausdehnung; Informations- und Propagandadienst; Kolonialhes!
ueitung und Beaufsichtigung des allgemeinen niederen; mittlerer
und akademischen Unterrichts (ausschließlich aller gewerblichen F: ach
3chulen) und der Bibliotheken; dem Ministerium unterstehen etW#
‘10.000 öffentliche Elementar- und 115000 Fach- und sonatig®
Schulen; Übernahme der Kosten für Schulbauten in Landgemeinde»
»is zur Hälfte der gesamten Kosten, höchstens 50 000 Lit. Barleistung®
der Übernahme des Zinsendienstes; Verteilung der staatlichen ‚
zchüsse an die Gemeinden entsprechend der Zahl ihrer Analphabete
'ementarschulen: Verwaltung der Elementarschulen, falls die
Gemeinden hierzu nicht verpflichtet sind; Überweisung fester Jahror
zuschüsse (40 bis 80 vH) an die Gemeinden mit eigener SchulverW#
tung nach der Zahl der Lehrkräfte ”
‘ondersohulen und Schulfürsorge: Beiträge für staatlich Te
nehmigte Privatschulen; fester Beitrag für Unterricht an Anorm# a:
este Staatsbeiträge für Abend-, Sommer- und Erwachsenenschule nn
'ester Beitrag von 5 Mill, Lit. zu den Kleinkinderschulen und Kost®
der Lehrerausbildung „ gür
öhere Schulen: Gleiche Staatsbeihilfen für Mittelschulen wie der
Elementarschulen; Besoldung des Lehrkörpers, Sekretariats, hat
Schuldiener; Bereitstellung der Lehrmittel an Gymnasien; Bes“ Be“
lung der Unterrichtsräume für höhere Mädchenschulen 80W10
zoldung des Sekretariats und der Schuldiener; Unterrichtsräuh
Schuldiener usw. für Lehrerseminare; Unterrichtsräume, Sekretal!
und Schuldiener der Fortbildungsschulen
Hochschulen: Die Universitäten sind teils staatlich, teils privat ”
Fachschulen: (Verwaltung durch die Fachministerien, hier nur Su
ventionen) ten
%ewerbeschulen: Übernahme von !/s bis !/a der Einrichtungsko5
und 2; der ordentlichen Ausgaben; Übernahme der Zinsen von
leihen für den Bau von Gewerbeschulen und Versuchsanstalten u
dandelsschulen: Übernahme von ?/; bis 2/3 der ordentlichen A
gaben sowie gegebenenfalls des Zinsendienstes it
„andwirtschaftsschulen: Zuschüsse zu den Zweigen des lands
schaftlichen Unterrichts; Einrichtung von Mustergütern für. für
bildung junger Landwirte; Übernahme des Zinsendienstes hie
aufgenommener Anleihen bis zu 5 vH unst“
Vissenschaftliche Institute und Bibliotheken, Museen, K
akademien, Musikschulen, Schutz historischer Bauten

Beirat für öffentlichen Unterricht;
Beirat für Altertümer und schöne
Künste
        <pb n="476" />
        Ministerien

5. Ministerium des
Innern (Ministero
dell’ Interno)}

Itali
Noch: Zentralverwaltung talien

601

Beiräte

Aufgaben und Lasten ;

3eirat für Gesundheitswesen, Heraldiseher
 Beirat

Allgemeine innere Verwaltung und Schutz der öffentlichen
Ordnung; Kommunalangelegenheiten
Polizei: Besoldung der Polizeistreitkräfte (Landesgendarmerie, Miliz,
öffentliche Sicherheit); Zuschüsse zu den Unterkunftsleistungen an
die Gemeinden; Verwaltungspolizei bei den einzelnen Fachministerien
allgemeine Wohlfahrts- und Armenpflege: Zuschüsse zu den
Wohlfahrtseinrichtungen (besonders Rom und Neapel}; Übernahme
les Zinsendienstes von 2 vH an die Casse Depositi zugunsten be-:timmter
 Wohltätirkeitsanstalten der Gemeinden
Iutter- und Jugendschutz: Staatsbeitrag 30 Mill, Lit.; ferner
Übernahme der Zinsen und Tilgungsquoten von Anleihen im Interesse
ler Ansiedlung kriegsverwaister Bauernkinder; Zuschüsse zur Mutter-‚chaftskasse;
 Zuschüsse an verschiedena Wohlfahrtsinstitute

+esundheitspflege: Gesundheitspolizei, Provinzärzte, Irren-, Taubıtummen-
 und Blindenfürsorge, Versorgung geisteekranker Ausänder;
 Aufwendungen zur Bekämpfung von Tuberkulose, Geichlechtskrankheiten
 und Krebs; Kapitalbeihilfen zur Wasserversorrung
 der Gemeinden; Übernahme des Zinsendienstes für Wasserwerkbauten,
 falls erforderlich

Wohnungswesen: Zuschüsse und Zinsübernahme zugunsten der Bautätigkeit
 der Gemeinden und Körperschaften (Casss economiche);
besondere Zuwendungen zugunsten der Wohnungsbaugenossenzchaften
 für Kriegsbeschädigte und Staatsbedienstete
3tandesämter
Vahlen

Ministerium für
öffentliche Arbeiten
 (Ministero
diLavoriPubbhliei)

3eirat für öffentliche Arbeiten

Jochbauverwaltung

Vege-, Brücken- und Wasserbauten: Straßenbau- und -unterhalung;
 fester Beitrag von 110 Mill. Lit. an die »Verwaltung der Staatstraßen«;
 Bau und Unterhaltung der Straßen I. Ordnung ist grund-:ätzlich
 Staatsaufgabe, der Staat zahlt die Hälfte der Kosten; der
Staat trägt !/4 der Kosten der Straßen II. Ordnung; die Haupt-Kost
 der dem allgemeinen Verkehr geöffneten Militärstraßen trägt
ler Staat

3e- und Entwässerungsbauten: Öffentliche wasserwirtschaftliche
Arbeiten: Wasser- und forstwirtschaftliche Arbeiten im Interesse
ler Flußgebiete gebirgirer Landesteile gehen zu Lasten des Startes;
Bau und Unterhaltung von Flußläufen und Grenzregulierungen;
vasserwirtschaftliche Arbeiten II. Ordnung trägt der Staat zur
Hälfte; wasserwirtschaftliche Arbeiten III. Ordnung zum Schutze
von Anlagen von staatlich anerkannter Bedeutung übernimmt der
Staat zur Hälfte; wasserwirtschaftliche Arbeiten IV, Ordnung
'wichtiger Stromregulierungen und Bachverbauungen) trägt der Staat
dis zu: 1/3; für wasserwirtschaftliche Arbeiten V. Ordnung (zum
Schutze bestimmter Stadt- und Ortsteile) Beihilfen an bedürftige
Gemeinden bis zu !/3 der Kosten
3auten für die Militärverwaltung; Bauten in Süd- und Mittelitalien
\ngenieurkorps: Durchführung der staatlichen Bauten

L Verkehrsministerum
 Aintattap
delle ommuni-Sazioni}


), Kriegsministerium
 (Ministero
della Guerra)

0. Marineministerium
  (Ministero
della Marina)

‘1. Luftfahrtministetium


nstitut für Post, Telegraph und
"TTelephon

Verschiedene Komitees für die einzelnen
 Spezialwaffen

lesgl.

lesgl, Institut für Flugpropaganda

Jberwachung von Post, Telegraph und Telephon und der Handelsmarine;
 Zuschüsse für Hafen- und Kaianlagen, insbesondere für
Senua: Eisenbahn, Straßenbahn- und Automobilverkehr

Militärjustiz; Militärisches Bildungswesen; Effektivstärke
des Heeres: 370 000 Köpfe

Aufgaben wie beim Kriegsministerium. Nautische Institute,
Effektivstärke der Marine: 45000 Köpfe .
71 Schiffe, Tonnage 373 186 (am 1.1.30 im Dienst und im Bau)

“ aitung und Beaufsichtigung des militärischen und zivilen Luft-Jienstes,
 Lufthäfen, Luftfahrschulen, Staatliches Fliegerkorps,
Sanitätsdienst usw.
        <pb n="477" />
        Italien

Ministerien

602 —
Noch: Zentralverwaltung

Beiräte

Aufgaben und Lasten

— A

12. Ministerium für
Landwirtschaft
und Forsten (Ministero
 dell’ Agrizoltura
 8 delle
Foreste)

Provinziale Wirtschaftsräte: Zuschüsse für die provinzialen
Wirtschaftsräte

Landwirtschaft: Mehorationen und Bewässerung, Apgrarkredit:
landwirtschaftliches Schulwesen, Versuchsstationen, landwirtsehaft:
liches Gewerbewesen, meteorologische Observatorien, Jagd und
Fischerei, landwirtschaftliche Statistik: Übernahme der Hälfte de!
Sehälter der Provinztierärzte; Übernahme der Kosten in Höhe von
9 für Ausbesserungs- und Meliorationsarbeiten I. Ordnung, 1/0
“ür solche II. Ordnung; Besoldung der nationalen Forstmiliz; Bei‘
;räge zur Förderung forstwirtschaftlicher Arbeiten; Übernahm®
von 2/3 der durch die Aufforstung gebundener Bodenflächen entstehenden
 Kosten; Beschaffung von Samen und Pflanzen; für Melio-‚ationsarbeiten
 von Bodenflächen im Gebirge übernimmt der Staat
20 bis 35 vH der Kosten und beteiligt sich am Zinsendienst ent
iprechender Gemeindeanleihen; an den Gehältern technischer Anzestellter
 bzw. des Aufsichtspersonals (im Interesse der Bewirt
schaftung von Wald- und Weidegebieten) beteiligt sich der Staa®
mit 75 bzw. 50 vK

Forsten und Domänen: Aufforstung, Forstschulen, Forstschut?
und -polizei, Melioration der Bergweiden, Verwaltung der Staal®
forsten, Kollektivsiedlungen

13. Korporationsministerium
 (Ministero
 delle Corpo-Tazioni}


3eirat für Korporationen, kollegialische
 Behörde mit gutachtlicher
Funktionen, bestehend aus lei-;jonden
 Ministerialbeamten und
Vertretern der faschistischen
Verbände

Korporationen (gemeinsame Berufsverbände der Arbeitgeber ei
Arbeitnehmer), Regelung der Arbeitsverhältnisse, Schlichtul
von Streitigkeiten
Syndikate (beruflich gegliederte Verbände der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer). Kontrolle und Organisation der Verbände. Schul
für gewerkschaftliche Ausbildung

Tarifverträge

\rbeit und Fürsorge: Aufsichtsbehörde für die autonomen Sozial
versicherungszweige und das Arbeitsamt (Arbeitsnachwel®
wesen) Arbeiterschutz, verbilligte Wohnungen und Fürsorge
Tandel und Wirtschaftspolitik: Wirtschaftskorporationen a
Inlande, Handelskammern im Auslande, wirtschaftliches Nac ,
richtenwesen, amtliches Handelsorgan, Handelsverträge und inter
NS Handeiskonferenzen, Zoll- und Eisenbahntarife, Hand®
zachulen

‘ndustrie- und Kreditwesen: Gewerbepolizei, Aufsicht über Maße
und Gewichte, Schutz des Kleingewerbes, Kontrolle der Sparkasse?
und Leihämter, Börsen, Privatversicherungen, Fremdenverkehr

“tatistik: Statistisches Zentralamt, Volks- und Berufszählung, En
hebungen über die Auslandsitaliener, Statistik der industriellen % nd
landwirtschaftlichen Unternehmungen, allgemeine Verwaltungs“ ®
Sanitätsstatistik

Bergwerke und nationale Brennstoffwirtschaft: Bergen
demien, Bergwerkspolizei, geologischer Dienst, Radiumgewinn
Urheberschutz: Markenschutz, Patentwesen
Gewerbeinspektion.
        <pb n="478" />
        — 603 —

Italien

Nachgeordnete Verwaltung und Lastenausgleich
In der italienischen Theorie werden noch heute Staatsverwaltung und Selbstverwaltungskörperschaften (Provinzen und
Gemeinden) unterschieden; die Kompetenzen des Staates und der nachgeordneten Gebietskörperschaften sind aber unter
dem faschistischen Regime nicht reinlich zu trennen. Nur die Verteilung der Lasten ist deutlich vollzogen,

Verwaltungsstufen

Orrane

Hauptaufgaben und Lasten

EEE
92 Provinzen

Beschlußfassung — Verwal:
tung: Präfekt, vom Ministerium
 ernannt, dem Innenministe]
unterstellt. Vizepräfekt. Staatjiches
 Aufsichtsorgan in den Profinzen
 zwecks Sicherung der Ein-1eitlichkeit
 der Exekutive in
Ybereinstimmung mit den allgeneinen
 Richtlinien der Regierung,
ıugleich Präsident des Provinalrates
 und des Provinzialwirtiıchaftsrates,
 Jährliche Versammung
 der Präfekten beim Regie-‚ungschef
 zur Beratung und Entregennahme
 von Instruktionen

(. Allgemeine Verwaltung und Polizei: Leitung des Sicher-‘eitsdienstes,
 im Besitz der Vollzugsgewalt, u. U. mit militärischer
Unterstützung. Der Präfekt berät sich monatlich mit einem Kolegium,
 dem er gleichzeitig die Anweisungen der Exekutivgewalt
ibermittelt. Dieses besteht aus dem Finanzintendanten, dem prozinziellen
 Schulleiter, dem Leiter der religiösen Fonds, dem Vorsteher
Jer öffentlichen Arbeiten, dem Provinzialdirektor der Post- und Telezraphenverwaltung,
 dem Direktor der Wanderschulkurse, dem Leiter
ler staatlichen Bergämter, dem Arbeitsinspektor und den Direktoren
zrößerer Häfen
Schulwesen: Beschaffung von Räumlichkeiten, Beleuchtung, Heizung
 für die Schulbehörden der Provinz
Wissenschaftliche Institute und technische Mittelschulen:
Beschaffung der Unterrichtsräume und Lehrmittel, Besoldung des
Sekretariats, der Gehilfen und Schuldiener
dewerbeschulen: Übernahme des vom Staat nicht aufgebrachten
Anteils für Wasser, Heizung, Beleuchtung
Handels- und Landwirtschaftsschulen: Übernahme der Lasten
nach Maßgabe der Gründungsvorschriften
» Wohlfahrtswesen: Mutter- und Jugendschutz: Bereitstellung
 von Geschäftsräumen für die Provinzialausschüsse für Mutterınd
 Jugendschutz
Waisenpflege: Verwaltung der Waisen- und Findelhäuser, insbesondere
 Fürsorge für verwaiste uneheliche Kinder, Verauslagung
und Verteilung der staatlichen Überweisungen unter die Gemeinden
nach der Bevölkerungsziffer
desundheitspflege: Übernahme der Kosten des Kreis- und provinzialärztlichen
 Dienstes mit Ausnahme der Gehälter der Provinzialärzte;
 die Hälfte der Kosten der Pellagrabekämpfung, */g der
Kosten für Kliniken, Laboratorien und Impfungen; Irrenfürsorge;
Bekämpfung der Volksseuchen
Bereitstellung von Unterkunfts- und Geschäftsräumen der Landesgendarmerie
 (Carabinieri) und des Sicherheitsdienstes
. Wirtschaft und Verkehr. Korporationswesen: Leitung
des Korporationswesens der Provinz
Öffentliche Arbeiten: Bau und Unterhaltung von Straßen II. Ordnung
 ist grundsätzlich Aufgabe der Provinz, die hiervon *%/, der
Kosten übernimmt; Bau und Unterhaltung von Straßen III. Ordnung
 ist Aufgabe der Provinz, die die Kosten zur Hälfte trägt, */4
der Kosten für wasserwirtschaftliche Arbeiten IT. Ordnung. Den Rest
tragen die sonstigen Beteiligten. 10 vH der Kosten für wasserwirtschaftliche
 Arbeiten III. Ordnung. Mindestens !/, der Kosten
für wasserwirtschaftliche Arbeiten IV. Ordnung
institute für Seeschiffahrt: Feste Jahreszuschüsse durch Kostenübernahme
 für Personalgehälter, Ausstattung und Bücher; Aufrechterhaltung
 der inländischen Schiffahrtswege
3eiträge an die provinziellen Wirtschaftsräte, deren Ausgaben daneben
aus Gebühren, Zuschlägen zu den direkten Steuern und freiwilligen
Beiträgen bestritten werden
Ybernahme der Hälfte der Gehälter an die Provinztierärzte; Bekämpfung
 der Viehseuchen
"Sbernahme von %/10 der Kosten für Meliorationsarbeiten; die
restlichen %/,, werden von privaten Nutznießern getragen. An Arbeiten
 II. Ordnung beteiligt sich die Provinz mit */1o
Beiträge für Überwachung der Waldungen durch die staatliche
Forstmiliz +
Zuschuß der Provinzen von 70 Mill. Lit. an die Verwaltung der Staatsstraßen;
 für die das Gebiet einer Provinz durchschneidenden Straßen
I. Ordnung trägt diese die Hälfte der Kosten

Beiräte mit gutachtlicher Tätigkeit:
 Präfekturrat: 3 Mitglieder.
Beratende Funktionen nach Auf-[orderung
 des Präfekten

Beaufsichtigung der kommunalen und. provinziellen Kassenverwaltung;
Rechnungsprüfung

Wirtschaftspolitische Anregungen; Funktionen der früheren Handels-,
Industrie-, Forst- und Landwirtschaftskammern
Berufsschulwesen
Als Sekretariat des Provinzial-Wirtschaftsrates fungiert das Provinzial-Wirtschaftsamt
 (dem Wirtschaftsminister unterstellt) mit mehr
exekutiven Funktionen, vereinigt aus den Funktionen der Büros
der früheren Kammern

Provinzial-Wirtschaftsbeirat
12 bis 28 Mitglieder, unter Leitung
 des Präfekten, tagt in »Sektionen«,
 die für bestimmte Aufzaben
 zusammengestellt werden
‘für Land- und Forstwirtschaft,
Yandel, Industrie und Arbeit);
Präsident, der Präfekt
        <pb n="479" />
        — 604 —

[talien

Verwaltungsstufen
Noch: Provinzen

‚018 Gerichtsbezirke

Gemeinden mit besonderer
 Stellung
BO

Neapel. ........,
8672 Gemeinden
(ständige VeräAngerung
 der
Anzahl der Gemeinden
 durch
Zusammenlezung)


Noch: Nachgeordnete Verwaltung und Lastenausgleich
Hauptaufgaben und Lasten

Organe

Drovinzial-Verwaltungsrat:
’estehend aus 1 Präsidenten
Personalunion mit dem Prä-‚ekten),
 1 Vizepräsidenten und
4 bis 8 Rektoren; tagt nach Auf-'orderung
 dea Präfekten

Berät den Präfekten besonders wegen Straßenerhaltung, Wegebau,
Elementarunterricht, Waisenhäuser, Irrenhäuser, Jagdschutz
Verwaltung der Provinzialsteuern

018 Bezirksgerichte

Jnterste gerichtliche Instanz

Gouverneur (Staatsbeamter, einzetragen
 beim Innenministerium)
nit besonderem Magistrat, dessen
funktionen vorläufig vom Gou-7erneur
 mitverwaltet werden
4 Vizegouverneure, Rektorat (10
Mitglieder)
jemeinderat (80 Mitglieder)
jonderkommissar
3eschlußfassung -— Verwaltung:
 Podestä, ernannt durch
Dekret (Ehrenamt), mit HExe-:utiviunktionen
 (an Stelle des
rüheren Sindaco); Gemeindeekretär
 (Staatsbeamter), ernannt
"om Präfekten, Die meisten
3eschlüsse des Podestä unter-‚gegen
 bei kleinen Gemeinden der
zenehmigung bei größeren der
Prüfung des Präfekten auf Gesetznäßigkeit

Präfekt kann die Abberufung
les Podestä vorschlagen. Jähriche
 Versammlung der Podestä
»eim Präfekten zur Beratung und
intgegennahme von Instrukvionen

jeirat mit gutachtlicher Tätigkeit
nach Aufforderung durch Podestä,
zemeinderat: 6 bis 40 Mit-;lieder,
 vom Präfekten in Geneinden
 über 100 000 Einwohner
‚om Innenministerium aus einer
7on den berufsständischen Verretungen
 vorgeschlagenen Liste
rnannt (an Stelle des bisherigen
+emeinderats und der Gemeinde-‚ersammlung);
 bei Konflikten
zwischen Podestä und Gemeindeat
 entacheidet der Präfekt

Besondere Vollmachten (außer denen des Podestä)

| Allgemeine Verwaltung und Polizei: Polizei, Zivilstande”
veurkundungen, Statistik, Gesundheitswesen, Aufstellung der
Stammrollen
Zinrichtung, Unterhaltung und Überwachung (Bezirksgefängnisse,
Gerichts- und Staatsanwaltschaftsgebäude); Ausbesserung, Beheizung
 und Beleuchtung; gegebenenfalls trägt Gemeinde die Mieten
Die Polizei untersteht bisweilen der Ortsbehörde, die sodann die
Kosten trägt
), Schulwesen: Volksschulen: Beschaffung von Räumlichkeiten,
Beleuchtung, Heizung für kommunale Schulbehörden, Die Aus*
raben der Gemeinden für Schulzwecke dürfen niemals vermindert
verden. Bei steigenden freiwilligen Ausgaben der Gemeinden (speß9
'acultative) müssen 5 vH der Ausgabeerhöhung dem Schulwesen
ugute kommen; Errichtung der Schulgebäude, Beleuchtung, Heizung,
Reinigung ist grundsätzlich Gemeindeaufgabe ,
3rundsätzlich Lasten des Volksschulunterrichts, der unentgeltlich
vom 6. bis 14. Jahre erteilt wird; Verwaltung der Volksschulen IP
den Provinz- und Kreishauptstädten und sonstigen von der Regie“
zung für geeignet gehaltenen Städten, Beteiligung an den Kosten
der staatlichen Schulverwaltung durch a) feste Beiträge, b) 800 Lit.
je Lehrperson, ec) 400 Lit. je sonstige besoldete Person .
3eitrag von 100 Lit. je Schüler von »anormaler Entwicklung« an Hilfs
schulen, deren Errichtung im Belieben der Gemeinden steht
Tauptanteil an Kosten für Kleinkinderschulen und Lehrerausbildung:
hierfür besondere Verwaltungskörper
Unterstützung der schulpflichtigen und unbemittelten Bevölkerung;
soweit private Wohltätigkeit nicht ausreicht
Bereitstellung und Ausstattung der Unterrichtsräume; Instandhaltuns,
Heizung, Beleuchtung
Ausgaben für den Lehrkörper und die Lehrmittel
„ehrerseminare: Lohrkörper, Sekretariat und Lehrmittel
Fortbildungsschulen: Lehrkörper und Lehrmittel .
Wissenschaftliche Institute und technische Mittelschulen
Besoldung des Lehrkörpers
Jewerbeschulen: Übernahme des vom Staat nicht aufgebrachtel
Anteils; insbesondere Kosten für Wasser, Heizung, Beleuchtuns
Yandelsschulen: Sonstige Lasten soht
Kultus: Erhaltung der Kirchen, soweit andere Mittel hierfür nich
zur Verfügung stehen ie
Allgemeine Wohlfahrtspflege: Armenpilege durch di
Jemeinde des Unterstützungswohnsitzes; Aufnahme und Behandlung
son Bedürftigen und in Dringlichkeitsfällen in kommunalen Kranker
äusern
Armen-, Waisen-, Blinden- und Taubstummenpflege Bet
Mutter- und Jugendschutz: Übernahme der Lasten, soweit der
Staat nicht eintritt. Zur Kostendeckung findet u. a. 1/4 der Fremden
steuer Verwendung
gereitstellung der Geschäftsräume für die Ortsausschüsse
Vaisenpflege: Fürsorge für Waisenkinder N
Zesundheitspflege: Unentgeltliche Gesundheitsfürsorge für de!
ärmeren Teil der Bevölkerung d-/a
 der Kosten für Arzneimittel, gemeindeärztlichen Dienst; Gesund”
heitspolizei, Provinzkrankenhäuser; */2a der Lasten für Pellagra”
bekämpfung, ?/3 der Kosten für Laboratorien und Kliniken, Impfung®
wesen, Bestattungswesen, Trinkwasserversorgung, öffentliche Bäder
Abwässer, chemische und bakteriologische Untersuchungsanstalten
in größeren Gemeinden, Überwachung und Beleuchtung der nationa/®
Sportplätze . d
Wesentliche Unterstützung der Gemeinden durch kirchliche UP
private Einrichtungen 44 a8
Wirtschaft und Verkehr: Öffentliche Arbeiten: Die,
Straßen III. Ordnung interessierten Gemeinden tragen die Hö ton
ler Kosten; die Kosten von Straßen IV. Ordnung gehen zu Las
der beteiligten Gemeinden

der Gemeinderat soll gehört werden
’n allen wichtigen Finanzfragen,
»%i der Aufstellung des öffentichen
 Haushalts, vor Schuldensufnahme,
 Steuerauflage usw
        <pb n="480" />
        Verwaltungsstufen

Joch:
Gemeinden

— 605 --Italien

Noch: Nachgeordnete Verwaltung und Lastenausgleich \
Hauptaufgaben und Lasten

Organe

Die Gemeinden zahlen zu den Militärstraßen besonders vereinbarte
Zuschüsse
10 vH der Kosten für wasserwirtschaftliche Arbeiten III. Ordnung
Mindestens 1/, der Kosten für wasserwirtschaftliche Arbeiten IV. Ordnung

Wasserwirtschaftliche Arbeiten V. Ordnung sind ausschließlich Gemeindeaufgabe

Bereitstellung und Unterhaltung der Gebäude für schiffahriskundliche
Institute; Möbel, Heizung, Beleuchtung; Hafen- und Kaianlagen,
Leuchttürme gehen zu Lasten der Gemeinden oder besonderer Gemeindeverbände

4asten für öffentliche Ausbesserungs- und Meliorationsarbeiten II. Ordnung
 in Höhe von *ı0o—"/10 haben die privaten Nutznießer zu
übernehmen
Eigene Bautätigkeit sowie Zuschüsse (Zinsendienst), Abtretung von
Gemeindeland zu Gunsten gemeinnütziger Bauunternehmen
5, Steuerverwaltung: Verwaltung der Gemeindesteuern; Steuererhebungskosten
 trägt überwiegend der Steuerpflichtige
6. Anstalten: Gemeinden über 6000 Einwohner haben öffentliche
Schlachthäuser einzurichten,

Steuerverteilung

A ——————
f. Stauerhoheit über:

Provinzen

200 vH

Gemeinden

1. Zuschläge zur staatlichen Grundsteuer
Höchstsätze:

300 vH

Zuschläge zur staatlichen Gebäudesteuer
Höchstsätze:

nn

75 vH

75 vH

Gewerbesteuern
Höchstsätze in vH auf den der staatlichen Mobiliarertragsteuer unterliegenden steuerpflichtigen Ertrag:
Kat. B 3,0 vH
Kat. C 2,4 vH
Zuschlag zur Ergänzungsteuer auf Gesamteinkommen
20 v.

% 2. Eigene Steuern:
Taßenerhaltungsbeitrag — Wertzuwachsabgabe (auf gewisse Immobilien beschränkt) — Benutzungs- und Verwaltungsgebühren
Steuern auf Wagen und Pferde, Mietswert, Familien- und Herdsteuer,
Hunde- und Viehsteuer, Steuer auf Photographien, Ladenschilder,
Klaviere, Billards, Patentsteuer, Aufenthaltsteuer -
Oktrois (Verbrauchsteuern) auf: Gotränke, Lebensmittel (Schlachtvieh,
 Fleisch, Weine, Eier, Zueker, Honir, Gemüse, Kaffee, Salz,
Ta usw.; Futtermittel, Brennstoffe, Baumaterial, Möbel, Papier
18W, \
Schanklizenzen

Di
UM, £
Staatliche Überweisungssteuern:!)
Kraftfahrzeugsteuer
Anteil am Gesamtaufkommen:

SvYyH

7 vH

Schauspielsteuer
Anteil am Aufkommen der Staatssteuer:
15 bis 22,5 vH

') Dal i örarti i nicht aus.
‘) Dokr. 31. 12, 23. Staats- und Gemeindeetats weisen für 1925 dörartige Überweisungen
        <pb n="481" />
        — 606 —
‘tali
+ 0AAION b. Der öffentliche Finanzbedarf (Staat, Gemeinden
A ——
Gtant)

Ausgabezweck

Mill. Lit

Mil. 4 Vorkriegskaufkraft


I. Oberste Staatsorgane ........0....7.
II, Rechtspfleg@ .......0.000000000000000
IT. Innere Yemen
'V. Auswärtige Angelegenheiten ........
V. Kolonialwesen ....0.00.0.000000000 000
a) Heer, Marine, Luftfahrt ........
b) Zivitverwaltung .....00000000000
EN MA
VI. Landesverteidigung ......0..00040 ..
VII. Finanzverwaltung .....0.00000.00000
a) Zoll- und Steuerverwaltung .....
»} Schuldenverwaltung ............
x) ZiNSON vers erre ern nn Er
3) AMmortisall0l.. ca. na Ken kn
y) SOnaligo9...0.0000100000440
3) Münzwes8l ......000.00000000004
3) Sonstige8.....00000000000 00000
VIII. Unterricht, Kunst und Wissenschaft.
IX. Kirchenwesel .....0000.0000000000000
X. Soziale Aufgaben........0.000000000
AL A
a) Landwirtschaft........0....000000
b) Industrie und Handel ..........
x) Schiffahrt .....0000000000000
ß) Privatbahnel ....00000000440
v) Kraftwagenverkehr ..........
5) Privatluftfahrt .....0...000000
£) Sn ann ver
I) Öffentliche Arbeiten (Häfen, Kanäle,
 Straßen USW.) ......0.00004
HE PA
XII Öffentliche Betrieb8 ...............
XII. Ausgaben auf Grund des Krieges ..|
a} Kriegspensionen, -renten und
unterstützungen (Geld- und ;
Sachleistungen) ....0.00000000000
2) Wiederaufbauarbeiten..........
oe) Besatzungskosten..............
I) Ausführung der Friedensverträge,
 Abwicklung des Dawesplans,
 der interalliierten Schuldenabkommen
 usW.)...........-8)
 Sonstige Kriegsverbindlichkeiten
XIV. Nicht aufteilbare Posten..........
XV, Insgesamt. ........00.00000000000000 4)

I _1925/98 1998/90
2 45
a. 393
105 | 702
14 81
40 351

544" -n0%/9R | 1928/29

34
455
1.055
84
39%

*

74

54

85

78
181

14

12

14

3

AD

09

3 045

3 970

492

19%

681

563
69
446
420
23
3 7
2
16
99
ı 9

5625
589
4818
3.937
881
0
23
195
655
107
416
E 959
%
50
771
211
127
1
15
413
958
76

5736
744
4 784
+4 458
z1
1
32
176
662
120
475

|

456
56
362
341
18
2

911
95
781
63P
147

984
128
BO1
26°

7
37

1

3U

3}

106

14

5

A

21

25

’

7

4

237
47
1
108
25
77

1.907
127
55
769
263
328
1
101
76
953
z

192
38
1
87
20
62
5
62
4

317
15

327
Pr

|

1927

17

155 | 164
12 :

6
7

“497 1777
1217 | 1271
30 3

&amp;gt;

105

305

a

21°

"200
50

nf

| 219 218
1826 | 16 095 | 16 907

37
„901

1 478

2607

‚*) Die den »Bilanei Comunali 6 Provineiali per anno 1925, Rom 1926« (S, VIII, XIV) entnommenen Angaben über die
zliederung von dem hier angewendeten Schema in einzelnen Posten abweicht. Die Ausschaltung der durchlaufenden Posten
körperschaften, — ?) Davon entfällt auf den Schuldendienst in Mill. Lit. 5024: in Mill. 4 Vorkriegskaufkraft 814; in vB.

— 607

und Gemeindeverbände) nach Ausgabezwecken

Italien
' Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände *)
je Kopf
der Bevölkerung

'n M Vorkriegs-


1925/26

in VL

je Kopf der Bevölkerung l A
in AM Vorkrierskaufkraft Mill. Lit.

"1913/14 | 1925/26 | 19281 „5
1.15 | 0,28 0,81 0,49 ' 0,18
5,04 | 2,44 2,69 2,15 1,59
5,75 4,36 6,24 2,45 2,84
0,77 | 0,51 0,50 0,33 / 0,33
2.19 2.18 2.34 0,93 1,42

1925/26 !

1928/29 ! 1925/98

0,22

1,92

4,44
0,35
1,66

33,35

1899 | 9248

1422 | 1231 | 1670

30,88
3,78
24,42
22,00
1,26
0,16
0,11
2,52
;.42

34,95
3,66
29,98
24,46
5,47
0,00
0,15
1,21
4,07
0,66
2,58
12,27
0,58
0,81
4,85
1,81
0,79
0,09
0,09
2,57

833,93 13,14
4,40 1,61
28,30 10,41
26,87 9,80
1,81 0,54
] 0,62 0,07
0,19 0,05
1,04 1,07
391 | 231
0,71 | 0,44
2,81 9,59
171,38 |
0,75
0,38
1,55
1,55
1,94
001
0,60
0.45
5,68 | 1,80
0,02 0,09
0,05

22,75 | 24.13
2,38 3,13
19,48 20,12
15,92 18,75
3,56 0,93
0,00 0,44
0,10 0,14
0,79 0,74
265 | 2,78
0,43 0,50
1,68 2,00
7,92
1,38
3,20
&amp;gt;16
R6
51 |
0,06
0,06
1,67
3,88
0,30
10,10

|

1,04
1,87
12,98
2,57
0,05
5,92
1,87
4,22
0.33

22 2952)

36112)

100,00?)

90,15?)

4,22
0,22
0,11

5,96 |
0,47

15,52

10,51

7,56 7,52
0.19 | 0,02

4,92
0,12

5,35
0,01

7,46
1,81
36
100,00

2,75 4,86 1,96
0,22 0,20 0,15
229 ° o— 0,88 | 0,92 — m =
200,00 | 42,63 65,08 | 701 | 22295 | 3611 * 100,00 90,15

100 00

italienischen Kommunal- und Provinzialfinanzen konnten nur unter gewissen Vorbehalten verwertet werden, da ihre Auf-WS
 der Bruttoausgaben der Betriebe mußte schätzungsweise erfolgen. — !) Ohne Überweisungen an nachgeordnete Gebiets-0,51;
 je Kopf der Bevölkerung in M Vorkriegskaufkraft 20,31.
        <pb n="482" />
        — 608 —
Italien © . .
6. Der staatliche Finanzbedarf nach Ausgabearten

tagt

Ausgabeart

I. Personalausgaben:
a) Löhne, Gehälter, Sold usw.
b) Ruhegehälter ohne Renten
an Kriegsteilnehmer. ....
II, Sächlicher Bedarf.........
‚II. Verzinsung und Tilgung
innerer Schulden..........
IV. Renten (z. B. Kriegsrenten)
und Unterstützungen ......
V. Subventionen (Prämien und
Zuschüsse an private Organisationen,
 Gewerbetreibende
und öffentliche Betriebe) ..

VI. Verzinsung und Tilgung auswärtiger
 Schulden.........
VII. Insgesamt (I bis VI) ....
/III. Überweisungen an andere
Öffentliche Verbände ......
Insgesamt (VII und YIID ....

5 Mill,
MÜL Lit. I Vorkrierskaufkraft

in vH

Je Kopf
der Bevölkerung in A
Vorkrierskaufkraft

‚913/14 | 1925/26|1928/2911913/14| 1925/26l1928/29! 1913/14 | 1925/26/1928/25

}

1913/14|1925/26|1928/2%
ar a8 ia
"—r— "A

3

pn

Q

10

3453! 3689° 439 | 5601| 633‘ 28.10! 20,62 | 20,82 12,66 | 13,96 | 15,52
— | 3397| 5291 — 54 9 — 2,011 2,98 1,36 | 2,22
637 | 4185! 4521) 516! 678! 776 | 32,04‘ 24,98 25,52 | 14,89 | 16,92 19,02
443 | 4818| 47241 359] 780! 819 22,98 28,77 | 26.94 |
1559 | 17171

1
295 1.27

931 9691 0531 6201 7.22

141

ı sa3| 244] 114! 88

var

7281 3.24

4,77 |

3,28 | 22 3,55

1200| 488 SB At A
1786 | 16095 | 16532 | 1446 | 2607 | 2837 | 92,57 | 96.09 | 93.31 | 41,71 | 65.08 | 69.54
1143 | 655 | 11851 116 | 106 | | 74 | 3,91) 6,69 | 3,35 | ze | 4,9
ae 1
| 1929 | 16 750 | 7717| 1562 ' 2713 | 3 040 | 200,00 | 200,00 | 200,00 | 45,06 | 67,73 | 74:53

a. Richtziffern zum Personalstand der Staatswirtschaft !)

Gesamtübersicht

Wirtschaftsbereich

Erwerbstätige
im StaatsdiensStb. .....0.0000000000000 00er
in der privaten Wirtschaft sowie im Kommunaldienat
 A
Insgesamt ....

In 1000

in vn

in vT der
Erwerbstätigen

1 114,4 ) 2,6
29 848,1 96,4 | 964,0
30 962,5 | 100,0 “  1000.0

36.0

Gliederung nach Verwaltungsszweisen

Verwaltung szweir

Landesverteidigung......0000...0.0000-Rechtspflege
 2). ..000.0000004 000005
Unterricht?) ...ı....000.000000+
Sicherheitspolizei........00... ] ;
Finanz- und Steuerverwaltung +++ + 4000004
Übrige Verwaltung Y......

Insgesamt ....

Ataatliches
Personal
in 1000

362,1
35,7
1282.6

527.0

1414,4 l

in vr

32,5
3,2
17.0

472

100.0

in vT der
Erwerbstätigen

11,7
1,1
6,1

7.1

z6.0

1) Nach der Volkszählung vom Jahre 1921. Vgl. Censimento 1921. — 2) In diesen Zahlen sind auch private Angestellte
sinbeerifen.
        <pb n="483" />
        609 —
Vereinigte:Staaten von Amerika
Anhang .

Die Deckung des staatlichen Finanzbedarfs in Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien
auf Grund der Regierungsvoranschläge der Rechnungsjahre 1925 (1925/26) und 1928 (1928/29) nach Bereinigung
von Verrechnungsposten

Vorläufige Ergebnisse

Land

‘In Millionen der Landeswährung

Großbritannien ......0..000004
Fran Kroll ae er dk Ta
Belgien .... - H.:
[talier ..

“In Millionen Mark Vorkriegskaufkraft

Großbritannien .....00000.000
Frankreich .......0.00000000000
Belgien v0....0..-.-. “a
Italien .... ..

{in vH der Staatseinnahmen
Großbritannien .,....000000000
Frankreich .....00.0000 u.
E11: DA
Ätalien .. ..

;n Mark Vorkriegskaufkraft
je Kopf der Bevölkerung
Großbritannien ...00000000000
Frankreich v.....0..0000000002
Belgien s00000000400004000000
Ätalien . -

Steuern und Zölle ' Sonstige Einnahmen !}
1925 bzw. 1928 bzw. | 1925 bzw. 1928 bzw.
1925/26 1928/29 1925/26 1928/29

Insgesamt
1925 bzw. 1928 bzw.
1925/26 1928/29

684
28 498
3 501
14.953

687
44 186
7331
15 71

9% 115
2) 6757 9 275
3) 188 3 2486
5) 2235 | %) 2004

780
35 255
5 344
17 188

802
53 461
9817
17754

8223
5 130
535
422

9 169
6301
217
2703

/

1 152 1533
1216 1323
282 243
362 344

9375
6346
817
2784

10 702
7624
%0
3.047

87,71
80,83
65,52
87,00

35,67
82,65
74,67
88.72

12,29
29,17
74,48
1” 9

14,33
17,35
25,32
11,23

100,00
100,00
100,00
100,00

100,00
100,00
100,00
100,00

182,58
126,32
68,49
60,46

202,80
153,84
91,07
66.26

25,58 33,91 208,16 236,71
29,95 32,29 , 156,27 186,13
36,05 30,89 104,55 121,96
9,04 8,43 69,50 74,69

a ‘) Ausschließlich Aufnahme von Anleihen, soweit nicht besonders vermerkt. — 2) Darunter Anleihe der Kriegs-Pensionskasse
an Löhe von 1250 000 000 fr. — % Darunter Anleihe der Kriegs-Pensionskasse von 100000000 fr. — ?) Darunter Entschädigungs-%
 ungen an Kriegsgeschädigte in Form von Schuldtiteln im Betrage von 400 000 000 fr. —5) Darunter Anleihe zur Konvertierung
end 5jähriger Schatzanweisungen von 777,8 Millionen Lit, und einige weitere geringfügige Anleihen (zusammen 35,5 Millionen
— %) Darunter einige kleinere Anleihen im Gesamtbetrage von 16,5 Millionen Lit.

5. Vereinigte Staaten von Amerika .
[Verwaltungsaufbau
Fläche (ohne Besitzungen) am‘ 1. 1.1920: 7841422 qkm
Bevölkerung (ohne Besitzungen) am 1,7. 1928: 120 013 000 N

Allgemeines

SUndesstaat, bestehend aus 48 Einzelstaaten. Scharfe Kompetenztrennung zwischen Bund und Einzelstaaten, entstanden einmal
durch Übertragung gewisser‘ Rechte auf die Bundesregierung, zum anderen durch Auferlezung gewisser
Beschränkungen gegenüber den Sinaten
Kompetenz des Bundes: Krieg und Frieden, Heer und Flotte, Bundesgerichtsbarkeit (auch regionale Bundesgerichte
in 2 Instanzen), Außenhandel und Binnenhandel zwischen den Einzelstaaten, Währung, Maß und Gewicht, Autorund
 Patentrecht, Postwesen und Postlinien, Bundessteuerrecht und Schutz der Bürger, Die übrigen Staatsaufgaben
fallen den Kinzelstaaten anheim. Verfassungsänderung (insbesondere Kompetenzverschiebung) sehr schwierig, und
zwar nur mit Zustimmung von drei Viertel der Staaten möglich

„A

—
\Uremeines ...

atsoberhaupt. aa

Qyyrm

3

Präsidentschaftsrepublik, scharfe Trennung der Staatsgewalten, stark ausgeprägte Stellung der Jurisdiktionsgewalt
 (Überprüfung sämtlicher Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit). Einengung der Exekulive
 durch detaillierte Gesetzgebung. Bei sämtlichen Wahlen erfolgt die Kandidatenaufstellung gesetzlich
 dureh Primärwahl des Volkes (parteiweise).
&amp;gt;räsident, durch ın den Staaten gewählte Wahlmäuner für eine vierjährige Amtsperiode gewählt (Voraussetzung
 der Wahl: Staatsbürgerschaft durch Gehurt, Mindestalter von 35 Jahren, ständiger Wohnsitz
jeit 14 Jahren in den Staaten); unabhängig vom Parlament, durch dıe Verfassung mit aller Exokutivgewalt
 ausgestattet,
Verfassungsmäßige Rechte: Beamtenernennung, gegebenenfalls durch Siallvertroter; Vertragsabschluß
Zustimmung des Senats erforderlich); Begnadizungen; oberste Befehlegewalt über alle Truppen; belingtes
 Vetorecht gegenüber Gesetzesbeschlüssen des Kongresses, auch gegenüber einzelnen Teilen des
josetzes, Gesetzesdurchführung. Gesetze können von ihm -— bis atf Finanzgesetze — nur angeregt, aber
sicht einzebracht werden. Stellvertreter ist der Vızepräsident, derigleichzeitig den Vorsitz im Senat führt

“Inanzen und Steuerr
        <pb n="484" />
        — 610 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsaufbau

Burn)

Nesetzgebung........

Xongreß, bestehend aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus; beide Kammern haben gleiche Rechte
in gewisser Hinsicht dürfte die Machtstellung des Senats zum Teil infolge seiner Teilnahme an Exekutiv“
'unktionen stärker sein. Wenn beide Häuser eine vom Präsidenten abgelehnte Vorlage mit Zweidrittel
nehrheit beschließen, wird sie ohne Unterschrift des Präsidenten Gesetz. Initiativrecht nur bei de
»eiden Kammern. Die Initiative zu den Finanzgesetzen lag früher vollständig beim Repräsentanter
ıaus, das die Ausgabeschätzungen der Departements zum Rudget zusammenstellte; seit 1921 wird da“
3Zudget jedoch vom Präsidenten selbst mit Hilfe des im Bereich des Schatzamts neu gechaffenen Budget
jüros zusammengestellt und zuerst dem Repräsentantenhaus unterbreitet. Unstimmigkeiten zwischen
jenat und Haus werden durch gemeinsame Ausschüsse beigelegt,
Der Senat (Senate): Die Staaten sind nach dem Grundsatz der Gleichheit vertreten durch zwW*
von der Bevölkerung jedes Staates auf 6 Jahre gewählte Delegierte; jeder Senator hat Stimm“
;echt (Voraussetzung der Wahl: seit 9 Jahren Bürger der Vereinigten Staaten, Einwohner des
betreffenden Staates und 30 Jahre alt). 96 Mitglieder, Senat in einigen Fällen zugleich auch voll
ziehende und richterliche Körperschaft (Tagung in Geheimsitzungen).
Das Repräsentantenhaus (House of Representatives): Die Staaten sind nach Maßgabe ihrer B®
rölkerungszahl vertreten, jeder Staat muß mindestens eımen Repräsentanten haben. Jedes Terrl”
torium (einschließlich Hawaii und Porto-Rico, ausschließlıch der Philippinen) hat einen Dale?
zierten, Vertreter wählbar auf 2 Jahre (Voraussetzung der Wahl: seit 7 Jahren Bürger der Ver
znigten Staaten, Einwohner des von ihnen vertretenen Staates und mindestens 25 Jahre alt):
135 Mitglieder, .
Die Exekutive wird ausgeübt vom Präsidenten, der vom Kabinett, d.h. den Häuptern der 10 Exe
zutivdepartements, beraten wird, die praktisch von ihm allein ernannt werden (unter formeller ZU
ıtimmung des Senats) und ihm allein verantwortlich sind. Kabinett kein staatsrechtlich vorgesehen‘®
;ondern faktisches, rein beratendes Organ, gänzlich abhängig vom Präsidenten. Die Minister dürfe?
ılcht Mitglieder der gesetzgebenden Körperschaft sein, können aber vor die Ausschüsse des Kol
rresses als Zeugen geladen werden. 2
Die Durchführung der Verwaltung liegt bei den 10 »Executive Departmentss und etwa 30 den Präsk
denten in der Bundesverwaltung unterstützenden, unabhängigen Behörden (Independant Establishment®:

Verwaltung ..,.....,
(Exekutive)

»

Allgemeines über Organisation


die Organisation der Departements ist im wesentlichen einheitlich. An der Spitze steht ein Minister oh
5arlamentarische Verantwortlichkeit (secretary), der in einzelnen Ministerien: einen besonderen Tit®
'ührt, Dem »Staatssekretärsg und dem »Schatzsekretäre« ist je ein Untersekretär (Undersecretar)
‚eigegeben. Den Departementchefs bzw. ihren Stellvertretern unterstehen ein oder mehrere »Assistall
jecretaries« als Abteilungsleiter mit den verschiedenen Sachbearbeitern, Die technische Leitung 1i®$
nu Händen eines »Chief Clerk«.

‘ Ministerien

Aufgaben

„na

Staatsministerium (Department of
State); der Staatssekretär ist
gleichzeitige Kabinettsenior

Auswärtige Angelegenheiten, diplomatischer und Konsulardienst, Regelung der Bezichunge
zwischen Präsident und Exekutivorganen der Einzelstaaten, Verträge mit fremden Mächtel-Gesetzgebung
 des Bundes und Veröffentlichung der Gesetze und Beschlügse des Kor
zresses, Paßwesen, Großsiegelbewahrung. Dem Staatssekretär unterstehen u. a. der »Foreif
Service Personnel Boards und der »Economic Advisere. |
14 Botschafter, 37 Gesandte, 1 »Minister-Resident« und Generalkansul, 1 »Agent« und Ge
neralkonsul

Jchatzamt (Department of the
Treasury). Der Schatzsekretär
ıst mit großer Selbständigkeit
ausgestattet

Finanz- und Münzwesen — Währung — Bau und Unterhaltung der öffentlichen Gebäude r
Küstenschutz — öffentliche Gesundheitspflege — Prohibition. Jährliche Vorlage ®
"inanzberichts vor dem Kongreß, n
Der Schatzsekretär ist ex-offleio Vorsitzender ‘des »Federal Reserve Boarde und n
‚Federal Farm Loan Boarde, der »World War Foreign Debt Commissıon« und einer Re
ınderer Kommissionen,
Das Schatzsekretariat gliedert sich in folgende Abteilungen: r
1. »Division of Supplye. Beschaffung von Betriebsmaterial, Rechnungslegung, übe
wachung der Tätigkeit der General Supply Commission. gs
2, »Office of Commissioner of Accounts and depositst. Aufsicht über Buchhaltur
und Rechnungswesen, die Depositen und öffentlichen Gelder, 10g0
3. »Divisıon of Bookkeeping and Warrantse: Führung der Etatkonten und der Be eb“
iiber angewiesene Etatmittel, Verwahrung der regelmäßigen Voranschläge, der Dicke
tragsvoranschläge und der Aufstellungen über wahrscheinliche Fehlbeträge, jähr StB
Aufstellung aller Einkünfte und Ausgaben zur Weiterleitung an den Kongreß.
tistische Berichte. des
&amp;gt;Commissioner of the Public Dehtse: Leiter der Schuldenverwaltung; durch Bun om”
zesetz wird der Schatzsekretär zur Aufnahme von Anleihen ermächtigt. Dem *
missioner« unterstellt ist die jcheß
ı) »Division of Loans and Currency«: beauftragt mit der Ausgabe der öffentli
Schuldsicherheiten, Konvertierung usw.,
b) »Regıister of the Treasury«: Tilgungsabteilung, ng
3) »Division of Accounts and Audit«: Rechnungs- und Rechtsabteilung, Rechter
legung und Kontrolle aller Sehuldenangelegenheiten vom Druck der
heiten bis zur Tilgung, , nder®
»Division of Appointmentse: Personalangelegenheiten des Schatzamts, inebO Sic
Nominierung von Beamten in Verbindung mit der »United States Civil
Commission. m des
»Office of Disbursing Clerks: Scheok- oder Barzahlung aller Verpflichtung?
Nehatzamts.
        <pb n="485" />
        Ba
Ministerien

611 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsanfbau
'ufgaben

"a

Noch: Schatzamt......

“iegsministerium (War Depart-Ment).
 Oberstkommandierender
les Hoeres ist der Präsident. „Un-Nittelbarer
 Ratgeber des Kriegs-Ministers
 ist der Generalstab
‚General Staff).

"arineministerium (Department of
the Navy). Oberster Befehlshaber
der Marine ist der Präsident.

"Nenministerium (Department of
the Interior), Der Minister ist
?leichzeitıg Mitglied der Federal
Power Commission, der National
Forest Reservation Commission,
der Distriet of Columbia Per-Nanent
 System of Highways
Commission (siehe unten).

"Stizministerium (Department of
Justice) unter einem Attorney
General.

7. »Bureau of the Customse: Erhebung der Einfuhrzölle und der ZolNletrafgelder, Schiffsregistrierung
 und Schiffslizenzen, Ein- und Ausfuhr, Eın- und Ausfuhrstatistik.
»Bureau of Budget«: Unter unmittelbarer Leitung des Präsidenten stellt der Direktor
dieses Büros den jährlichen Voranschlag und die dem Kongreß zu unterbreitenden
Ergänzungsvoranschläge auf,
3, »Federal Farm Loan Bureaue: Gewährung von langfristıgen Krediten an Landwirte
 durch Zwischenkreditbanken (Federal Intermediate Credıt Banks),
10. »Office of Treasurer«: Einnahme und Ausgabe der öffentlichen Mittel, die in der
»Treasury«, in den »Federal Reserve Banks« und den Nationalbanken deponiert
werden.
11. »Offiee of the Comptroller of the Curreney«: Währungskontrolle; Überwachung der
Nationalbanken und Berichterstattung, Herstellung und Ausgabe von Banknoten,
ihre Tilgung und Vernichtung. Der Währungskontrolleur ist ex-officio Mitglied des
‚Federal Reserve Boarde. Ihm untersteht
a) der »Director of the Bureau of Engraving and Printing«: Herstellung von Papiergeld,
 Bonds, Stempeln, Schecks und Wechseln,
b) der »Director of the Minte: Überwachung des Münzwesens.
{2. »Bureau of Internal Revenues: Einnahme der Bundessteuern (außer Zöllen),
13, »Bureau of Prohibitione: Durchführung des Alkoholverbots, Durchführung des
Prohibitionsgesetzes und des »Harrison Narcotie Aete.
:4. »Office of Coast Guarde: Küstenschutz, Küstenwacht (Schutz der Seeküsten, Rettung
von Schiffen, Menschen und Eigentum aus Seonot, Beseitigung von Hındernissen
Für die Schiffahrt, ärztliche Hilfeleistungen für amerikanische Hochseefischereifahrzeuge),

15. »Secret Service Division«: Unterdrückung von Fälschungen.
‚6, »Bureau of the Publie Health Servicee: Verhütung der Einschleppung und Übertragung
 gefährlicher Krankheiten, Überwachung der Quarantäne und der Marine-210spitäler,

17, »Supervising Architeet’s Officer: Bau und Unterhaltung der öffentlichen Gebäude,
Vorbereitung der Zeichnungen und Voranschläge und Beaufsichtigung der Bauarbeiten

Heeresverwaltung (Kinde Juni 1929: 137 529 Offiziere und Mannschaften der regulären Armee
und 176 800 Offiziere und Mannschaften der Nationalgarde) Aufgabe des Generalstabes ist
die Aufstellung und Ausführung des Heeresprogramms.
Dem Kriegsministerium untersteht auch eine Reihe von anderen Fachhüros, so besonders
das Bureau 0fInsular Affairs (Verwaltung gewisser Inselbesitzungen und der Wahrnehmung
der Rechte gegenüber den dem amerikanischen Einfluß unterstehenden Inselmächten}, —
das Militia Bureau (Angelegenheiten der Miliz dor Einzelstaaten, Subventionen und Aufsicht),
 -—- die Inland Water Ways Corporation, zusammen mit dem Board of Engineers for
Rivers and Harbours (Bearbeitung von Flußschiffahrtsangelegenheiten)

Kriegsmarineverwaltung (93 323 Offiziere und Mannschaften der Marine und 19 175 Offiziere
und Mannschaften des Marinekorps; Bestand der Kriegsflotte am 1.1.1927: 774 Schiffe
mit 2 257 955 Gesamttonnage). Bau und Unterhaltung von Krıegshäfen, Marineluftfahrt.
Die nichtmilitärischen Aufgaben liegen auf hydrographischem und observatorischem Gebiet
and auf dem Gebiete der Secpatrouillen zwecks Beseitigen von Wracks, Eisbergen und andeven
 Schilfsgefahren, Dem »Bureau of Aeronautics« ist dıe Unterstützung der Entwicklung
70n Drivater und Handelsluftfahrt übertragen.

Vahrnehmung der heimischen Interessen, öffentliche Wohlfahrt, insbesondere:
Nationalpark und Wohltätigkeitsinstitute (wie St. Elizabeth’s Hospital, Freedman’s
dospital, Howard University, Columbia Institute for the Deaf);
Erziehungswesen;
Verwaltung der Staatsländereien durch das General Land Office, Urbarmachung und
3esiedlung von Ödländereien durch das Bureau of Reclamation, Eisenbahnverwaltung in
Alaska, Aufsicht über die Territorien Hawaii und Alaska;
Kontrolle verschiedener Wirtschaftskommissionen, Schlichtungswesen in Wirtschafts-'ragen,
 geologische Studien, Pensionen (Bureau of Pensions);
Indianerangelegenheiten (Bureau of Indian Affairs) außer in Alaska

Der Generalstaatsanwalt vertritt die V. St. in allen Rechtsangelegenheiten, ist juristischer
Ratgeber und Gutachter für den Präsidenten, die Ministerien und das Veteranenbüro
Bundesgerichtsverwaltung und Strafvollzug, Unterstellt sind die Staatsanwälte (Attorıeys),
 in den verschiedenen Gerichtsbezirken des Bundes
Die Bundesgerichtsbarkeit lıegt bei folgenden Gerichtshöfen:
L Oberster Gerichtshof ist der Supreme Court in Washington (errichteß durch Verfassung)
 unter 1 Präsidenten und 8 vom Präsidenten der V. St. ernannten gleichgeordneten
 Richtern; en
2. 9 Appellationskreisgerichte (cireuit courts of appeals); je 3 oder mehr Staaten gehören
zu einem Bezirk; Besetzung: 2 bis 4 Richter; a .
8, 81 Bezirkagerichte (district courts); jeder Staat hat mindestens 1 Distriktgericht,
dıe größeren 2 und mehr, der Staat New York ıst in 4 Distrikte geteilt.
Dazu kommt als Sondergerichtshof der Court of Claims und der Court of Customs Appseals.
Bundesgerichte sind ferner die Gerichte des Distrikts von Columbia, Hawaii, Alaska und
die der Inselbesitzungen.
        <pb n="486" />
        — 612 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsaufbau .
Aufgaben .

m

Postministerium {Post Office De-„partment)
 unter einem Post-.
 master General

Der Postdienst ist auf Brief- und Paketpost und Postsparkassenwesen beschränkt: Der Betrieb
 bedarf eines jährlichen Zuschusses aus der Bundeskasse zur Deckung des Fehlbetrages
Gebunden an die Zusthnmung des Präsidenten schließt der Generalpostmeister Postver
;räge mit fremden Mächten ab; er ist Leiter der Postsparkasse und ex-officıo Präsident des
Board of Trustees.
Mit Ausnahme der 4 Assistant Postmaster's General, des Purchasing Agent und des
Comptroller und der Postmeister erster, zweiter und dritter Klasse, die vom Präsidenten
der V. St. ernannt werden, ernennt der Generalpostmeister sämtliche Boamte seines Departments,


Landwirtschaftsministerium ({(Department
 of Agriculture}

örderung der Landwirtschaft einschl. des Forstwesens z. T. durch eigene Bundeseinrichtungen:
z. T. durch Subventionen an die Staaten mit Kontrolle ihrer Verwendung durch regionale
Bundesbehörden. Es kommen in Frage: landwirtschaftliche Forschunzs- und Versuchs
anstalten (z. BE. Wetterdienst, Bodenuntersuchungen, bakteriologische und chemische Unter
suchungen von Nahrungsmitteln, von Vieh und Pflanzen, Insokten und Pilzkunde, Quaral"
tänestationen für Fieiseheinfuhr), landwirtschaftlıches Schulwesen und Meliorationen
Förderung des öffentlichen Wegebaus, Subventionen an die Staaten und Kontrolle durcl
‚egionale Bundesbehörden,

Handelsministerium (Department
of Commerce)

Förderung von Handel, Gewerbe und Verkehr und allgemeine Wirtschaftsfragen, insbesondere
Census und Statistik — Maß- und Gewichtswesen — Patentwesen — Bergbau.
Handelsluftfahrt, Handelsschiflahrt, Fischerei und. Dampfbootinspektion.
Allgemeine Arbeitsfragen und Schlichtung in Lohnstreitigkeiten, insbesondere:
Arbeitsstatistik — Einwandererwesen, Naturalisation,
Jugendwohlfahrt — Mutter- und Säuglingspflege (Subventionen an die Staaten, Kon
trolle) — Arbeiferinnen{ürsorge,

Arbeitsministerium {Department of
Labor}

Unabhängige Verwaltungsbehörden
Unabhängig von den 10 Bundesministerien besteht eine Reihe von Verwaltungshehörden, organisiert als Board oder Kommissioh
leren Leiter meist nicht Kabinettsmitglieder, sondern häufig Mitglieder der gesetzgebenden Körperschaften bzw. Fachleute sind
Sie De vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats ernanat. Die hauptsäcnlichsien unabhängigen Verwaltungsbehörder
ind folgende:
General Accounting Office unter einem Comptroller General: Öberrechnungshof; Rechtsprechung in allen Finanzstreitigkeite
les Bundes, Kontrolle des äffentlichen Rechnungswesens, Berichterstattung an den Kongreß. — Interstate Commerce Commission be
ıteht aus 11 Miwliedern, die auf 7 Jahre ernannt werden: Entscheidungen in Streitigkeiten zwischen Transportunternehmern übe)
Preis und Arbeitsbedingungen im zwischenstaatlichen Handel, Einrichtung und Unterhaltung yeeigneter Verkehrsmöglichkeite?
Sorge für Leben und Eigentum der Passagiere. — Civil Service Commission. Es bestehen 13 Civil Service Distriete: Personalang®
‚egenheiten, insbesondere Tauglichkeitsprüfung von Bewerbern für den öffentlichen Dienst, ihre Einstellung und Zuteilung auf di
»inzelnen Ministerien. — Federal Reserve Board. Bestehend aus dem Schatzsekretär als Vorsitzendem, dom Gouverneur, Vicegouvel”
neur und 4 anderen Mitgliedern, verantwortlich dem Kongreß: Kontrolle der 12 Bundes-Reserve-Banken. — Board of Tax Äpneals
bestehend aus 12 Mitgliedern: Öffentliche Entscheidungen über Steuerberufungen. — Tariff Commission bestehend aus 7 Mitglierler®
aus deren Kreis der Vorsitzende und sein Stollvertreter vom Präsidenten ernannt werden. Die Kommission hat dem Präsidenten, we
Ways and Means Committee des Repräsentantenhauses und der Finanzkommission des Senats alle Informationsorgebnisse auf Wunst!
zur Verfügung zu stellen und Bericht zu erstatten. Studienkommission für Exporthandel, insbesondere für: Zolltarife, Handelsver
träge, Überprüfung der Zollgesetzgebung und ihrer Einwirkung auf die Wirtschaft. — Federal Power Commission, bestehend aus de
Staatssekretären des Kriegs-, Innen- und Landwirtschaftsministeriums. Die Durchführung ihrer Boschlüsse liegt in Händen eines BX*
zutive Secretary, Förderung des Wasserkraftsystems, — Shipping Board, bestehend aus einem Vorsitzenden, einem Vizevorsitzend®®
und 5 Mitgliedern. Förderung der Handelsschiffahrt zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Territorien und Besitzungen un?
jem Ausland, Hilfskreuzerdienst im Kriegsfalle. — Shipping Board Fleet Corporation, bestehend aus dem Präsidenten und dem Viz®
&amp;gt;räsidenten, dem Generaldirektor, Treasurer, General Comptroller und General Counsel. Erworb, Bau, Ausrüstung, Verpachtung
Verfrachtung, Unterhaltung und Verwendung der Handelsschilfe, — Bureau of Efficiency unter dem Chief und dem Assistent Chin
jer Behörde: Büro für Wırtschaftlichkeit in der Verwaltung; Feststellung des persönlichen Bedarfs der versehiedenen Ministerl®
und unabhängigen Büros und der Geschäftsmethoden in den verschiedenen Verwaltungszweıgen. — Federal Board for Voeationt
Education, bestehend aus den Ministern für Arbeit, Landwirtschaft und Handel, dem Commissioner of Education und 3 rs
Präsidenten ernannten Vertretern der Arbeits-, Landwirtschafts- und Handelsinteressen. Förderung der Berufsschulen in LandWir“
‚chaft, Handel und Industrie; Ausbildung der Berufslehrer. Der Bund gewährt hierfür den Staaten Subventionen, — Smithsont%,
[nstitution, verwaltet durch einen Board of Regents, bestehend aus 3 Mitglıedern des Senats, 3 Mitgliedern des Ropräsentantenhauf,
and 6 vom Senat ernannten Bürgern der V. St. und dem Generalstaatsanwalt als Kanzler. Direktor ist der Sekretary of the Smitk
Inst. Institut zur Förderung der Wissenschaften. Unter der Direktion des Instituts stehen: U. St. Natıonal Museum, National Galle)?
f Arts, International Exchange Service, Bureau of American Ethnology, Astrophysıcal Observatory, National Zoological Park, Inte
1atıonal Catalogue of Scientific Literature. — National Advısory Committee for Aeronautics, Bestehend aus einem Vorsitzendoh
2 Heeres- und 2 Marineoffizieren, je einem Vertreter des Smith. Inst., des Wetterbüros und des Standardbüros zusammen mit 5 Tal
leuten auf dem Gebiete der Flugtechnik und der verwandten technischen Wissenschaften. Studium der Flugprobleme und praktiönl
Versuche. — National Home for Disabled Volunteer Soldiers unter einem Direktorium, bestehend aus dem Präsidenten, dem Chef }
Kriegs- und Justizministeriums und sieben vom Kongreß gewählten Mitgliedern. Heim-Unterstü.zung der dienstunfähigen und mie
losen Truppenangehörigen einschließlich Milız und Nationalgarde. — Federal Trade Commission, bestehend aus 5 Mıtglıedern, die it
7 Jahre vom Präsidenten mıt Zustimmung des Senats ernannt werden. Rechtsprechung in Fragen betreifend den unlauteren W® hbewerb
 im Handel, ausgenommen Transportunternehmungen und Banken. — Board of MeJliatıon bestehend aus 5 Mitgliedern. Spru®®%
und Schlıchtungsinstanz in Arbeitsfragen, — Veterans’ Bureau unter einem Direktor. Unterstützung der Weltkriegsveteranen UP
ihrer Angehörigen durch geldliche Zuwendungen, medizinische und Anstaltspfiege, Versicherung und Überführung ın Berufe. st
The Joint Board, bestehend aus Genoralstabsoffizieren, Strategische Fragen. — World War Foreign Debt Commiss on. Vorsitzender
ler Schatzsekretär. Die 7 Mitglieder werden vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats ernannt, darunter als Ex offcio-Mitglied {6
Staatssekretär als Außenminister. Fundierung oder Konvertierung von Sch uldverschreibungen framder Regierungen. — American Bat ME
Monuments Commission, bestehend aus einem Vorsitzenden, Stellvertreter und 5 Mitgliedern. Kriegsdenkmülerfürsorge in Euro
Staatliche und private Mittel. — Commission on Navy Yards and Naval Stations, bestehend aus 8 Mitghedern, Verwaltung der Werf® 2”
Schiffsstationen und Unterseeboot- und Flıegerstützpunkte. — Joint Committoe on Printing. Unabhänrige Binriehtung unter dem TS r
zreß, bestehend aus je 3 Mıtgliedern des Senats und des Repräsentantenhauses. Kontrolle und Drucklegung der Regierungs- und Ai
lamentsdrucksachen. — Court of Claims unter einem Chief Justice of the Court. Der Gerichtshof sotzt sich zusammen aus 4 Richter
Absolute Mehrheit entscheidet; der Sitz ist Washington, Oberstes Rechtsprechungstribunal über Ansprüche amerikanischer Be
oder der Departements gegenüber dem Bund auf Grund der Verfassung, eines Gesetzes, einer Ministerialverordnung oder eines
;rages mif der Regierung, Mit einigen Eınschränkungen ist Berufung an den Supreme Court zulässie,
        <pb n="487" />
        613 —
„Vereinigte ‚Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsaufbau
Staaten

Allgemeides .........

Staatsoberhaupt. .....

Gesetzgebung. .......

Rechtsprechung. NO

Terwaltung eeeanen
(Exekutive)

&amp;gt;
Staatsoberhaupt. .....

Für die 48 Einzelstaaten ist von der Bundesverfassung die republikanische Staatsform vorgeschrieben.
Gewaltentrennung wie beim Bund, Kompetenz: Alle Angelegenheiten hinsichtlich Gesetzgebung und
Verwaltung, die nicht ausdrücklich dem Bund vorbehalten sind, insbesondere Beaufsichtigung der Lokalverwaltung.


Gouverneur, direkt vom Volke, nicht durch Wahlmänner gewählt. Amtsperiode 1 bis 4 Jahre; er hat keinen
Sitz im Parlament.
Rechte: Inu der Regel bedingtes Veto-Recht gegenüber Gesetzesbeschlüssen (außer in Nord-Carolina);
Rechtskraft erhält ein Gesetz über das Veto hinweg gewöhnlich nur durch mehr als einfache Majorität;
Amnestie; Befehlshaber der Miliz; Beamtenernennung (in den meisten Staaten Zustimmung des Staatssenats
 erforderlich); Begnadigung; praktisch auch Gesetzesinitiative-und in einigen Staaten Vorlage der
Voranschläge, In den meisten Staaten gibt es einen Vize-Gouverneur, der analog dem Vize-Präsidenten
im Bund gewöhnlich gleichzeitig Senatspräsident ist. .
Yolk (Volksbegehren, . Volksentscheid) und Volksvertretüng. U

2 Kammern: Senat und Repräsentantenhaus; die Mitglieder werden vom Volke gewählt, ihre Zahl ist in
den einzelnen Staaten verschieden. Beide Kammern besitzen zum großen Teil die gleichen Rechte.
Gesetzesinitiative steht beiden Häusern zu, Finanzgesetze gehen jedoch tatsächlich in den meisten Staaten
vom Repräsentantenhause aus, der Senat hat das Recht auf Ablehnung bzw. Änderung. Die Erledigung
ler Arbeit erfolgt in überwiegendem Maße in Kommissionen,
L. Der Senat (Senate): Wahlperiode in den Staaten verschieden, schwankt zwischen 1 und 4 Jahren.
Richterliche Befugnisse des Senals bei Prozessen gegen Staatsbeamte,
2. Das Repräsentantenhaus (House of Representatives oder auch Assembly): Wahlneriode beläuft sich
gewöhnlich auf 2 Jahre.

Die Richter werden zumeist vom Volke gewählt. Die Instanzenorganisation ist folgende: Oberster und
Appellationsgerichtshof, Obergerichte und Ortsgerichte. Daneben gibt ea noch eine Reihe von Sondergerichten,
 wie Landgerichte (Land Court: Grundbuchwesen), Ehescheidungsgerichte (Divorce Court),
Jugendgerichte (Juvenile Court) usw.

Die Exekutive liegt in allen Staaten bei dem Gouverneur, dem mehr oder minder von ihm abhängige
Departementschefs zur Seite stehen. Diese werden zumeist bei den allgemeinen Staatswahlen vom Volke,
mitunter auch vom Parlament gewählt oder vom Gouverneur mit Zustimmung des Parlaments ernannt,
ar verfügt meist über das Recht zur Entlassung.
Die Zahl der Departements ist nach der Größe der Staaten verschieden. In allen Staaten gibt es einen
Staatssekretär (Secretary of State) und einen Schatzsekretär (Treasurer), daneben zumeist einen Generalstaatsanwalt
 (Attorney General), der zugleich auch Staatasekretär des Justizdepartements ist, einen
Staatssokretär für das Rechnungswesen (Auditor) und für das Unterrichtswesen (Education). Außerdem
bestehen Kommissariate für verschiedene Verwaltungsaufgaben, wie z.B. für Eisenbahnen, Kanäle,
Gefängnisse und Einwanderungswesen.
Mehr und mehr gehen die Staaten in Angleichung an das Verwaltungssystem des Bundes dazu über, die
Unzahl der obersten Regierungsämter zu beschränken und ein sogenanntes +»Kabinettssystem« einzuführen.
Ein typischer Staat mit »Kabinettssystem« ist der Staat New-York.

3

Beispiel: Staat New York, Zentralverwaltung

Gouverneur, vom Volke gewählt und dem Volke verantwortlich. Voraussetzung der Wahl: Bürger der
Vereinigten Staaten, 80 Jahre alt und 5 Jahre vor der Wahl im Staate wohnhaft, Amtsperioda: 4 Jahre,
kein Sitz im Parlament.

Rechte und Pflichten: bedingtes Veto-Recht; (ein Gesetzbeschluß wird über sein Veto hinweg Gesetz, wenn
er nicht innerhalb von 10 Tagen — Sonntag ausgenommen — vom Gouverneur an das Parlament zurückverwiesen
 oder wenn er von beiden Häusern ein zweites Mal mit */, Mehrheit angenommen wird); Beamtenernennung
 und »absetzung in Verbindung mit dem Senat; Einberufung beider Häuser oder des Sonats
allein zu außerordentlichen Sitzungen; jährliche Vorlage des Voranschlags vor dem Parlament; Begnadieung,
 Strafanfschuh und Urteilsänderung.

desetzgebung, Beer ane

\usgeübt durch 2 Kammern: den Senat (Senate) und das Haus (Assembly). Die Mitglieder der Kammern
werden vom Volke gewählt. Wählbar sind alle Bürger des Staates über 21 Jahre, ausgenommen Kongreßnitglieder
 oder öffentliche Beamte. Wahlberechtigt sind Männer über 21 Jahre, die 90 Tage Staatsjürger
 und mindestens ein Jahr vor der Wahl Einwohner im Staate gewesen sind, Beide Kammern
zesitzen gleiche Rechte, Finanzgesetze erfordern */, Mehrheit. Die verabschiedete Vorlage wird durch
Jie Zustimmung des Gouverneurs Gesetz; bedingtes Veto-Recht des Gouverneurs, Die Legislative hat
las Recht auf Erweiterung bzw. Einschränkung der Befurnisse der durch die Verfassung geschaffenen
Departements und Behörden. . .
Neben seinen legislativen Rechten hat das Parlament auch Exekutiv- und richterliche Befugnisse, 80 z. B.
der Senat das Recht auf Bewilligung oder Ablehnung von Beamtenernennungen; die Volksvertreiung
das Recht auf Anklage von Staatsbeamten; der Senat bildet zusammen mit den Richtern des Court
»M Appoalse einen Sondergerichtshof, en .
Senat (Sonate): besteht verfassungsmäßig aus 50 Mitgliedern, Wahlperiode 2 Jahre, Senatspräsident ist.
ler Vize-Gouverneur, ) . ee
Volksvertretung (Assembly): besteht verfassungsmäßig aus 150 Mitgliedern, Wahlperiode 1 Jahr. Präsi-Jantk
 ist der yvewählte a8neaker of the Assemblvy«.
        <pb n="488" />
        — 614 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltunegsaufbau

Beispiel: Staa* W-= York, Zentralverwaltung

Rechtsprechung. .....

Verwaltung .........
(Exekutive)

Das Staatsgebiet ist in 4 Gerichtsdepartements (Judicial Departments) und 8 Gerichtsbezirke (Judieial
Districts) geteilt. Die Richter werden mit wenigen Ausnahmen vom Volke gewählt, und zwar in den
ET dr rn Die Funktionen der Rechtsprechung liegen bei verschiedenen Gerichtshöfen-Olche
 sind:
\, Der »Court of Trial of Impeachment«, verhandelt gegen die von der Volksvertretung angeklagten
Staatsbeamten. Das Gericht setzt sich zusammen aus dem Senatspräsidenten, Senatsmitglieder?
und Richtern des »Court of Appealsı. Die Verurteilung erfordert 2), Mehrheit,
Der »Court of Appealse, Appellationsgerichtshof für »State Statute Law« (gesetztes Recht) im Gegöp“
satz zum »Common Law« (gemeines Recht), bestehend aus 1 Chefrichter und 6 beigeordnete®
Richtern, die vom Volke auf 14 Jahre gewählt werden. Im Bedarfsfalle werden außerdem vom
Gouverneur zeitweilig fungierende Richter ernannt,
Der »Supreme Court«, Oberster Gerichtshof in Zivil- und Strafsachen des »Common Law« sowohl
als Appellations- wie als erste Instanz, bestehend aus 16 Richtern, die vom Volke in den 8 Gericht“
bezirken auf 14 Jahre gewählt werden.
Der »Court of Claimse, Entscheidung über Rechtsansprüche «Privater gegenüber dem Staat, be
stehend aus 3 Richtern, die auf 6 Jahre vom Gouverneur mit Zustimmung des Senats ernannt
werden. Der Generalstaatsanwalt vertritt die Interessen des Staates,
Li. Die Exekutive liegt beim Gouverneur, der vom Kabinett unterstützt wird, dessen gesetzliche Grund
Jage der des Bundeskabinetts ähnelt.
3. Das Kabinett besteht aus 14 Departementschefs; die Departements sind folgende;
Exekutivdepartment . Arbeit (Labour)
Finanz und Steuer (Taxation and Finance) ! Erziehung (Education)
‚nneres (State) ; Gesundheit (Health)
)ffentliche Arbeiten (Public Works) ' Geisteskrankheiten (Mental Hygiene)
3Zauten (Architecture) * Wohltätigkeitswesen (Charities)
Wirtschaft (Conservation) Strafvollzug (Correction)
uandwirtschaft (Agriculture and Markets) Zivildienst (Civil Seryice)
Diese 14 Departementschefs werden überwiegend vom Gouverneur für 4 Jahre ernannt und sind ihm ver“
antwortlich,. Ausgenommen hiervon ist der »Commissioner of Education«, der von der sich aus den »R®“
zenten der Universität des Staates New-York« zusammensetzenden Leitung des »Department of Ed“
Sal ernannt wird, Die Ernennung des Staatssekretärs für Landwirtschaft ist gesetzlich besonder®
geregelt, rn
Nicht zum Kabinett gehörig sind der »Comptroller« als Leiter der Rechnungskontrolle (Department of Audit
and Control) und der »Attorney-Generale als Chef des Justizdepartements (Department of Law). Beid?
werden wie der Gouverneur und Vize-Gouverneur bei den allgemeinen Staatswahlen auf 4 Jahre gewählt
Ebenso gehören nicht zu den politischen Ressorts des Kabinetts die Fachressorts für Versicherung“
wesen (Department of Insurance), für Bankwesen (Department of Banking) und das »Department ©
Publie Services unter der »State Publie Service Commission«. M
Die »Departments« gliedern sich in »Divisionse und »Bureauss, Nach einem im November 1927 angenom”
menen Budget-Amendment haben die Departementschefs jährlich dem Gouverneur sowie dem Bowillf
gungskomitee des Parlaments einen Voranschlag für den Verwaltungsbedarf ihres Ressorts zu unter“
breiten.

Lokalverwaltung
7 AH AA

Allgemeines. .......

Die Organisation im einzelnen in den Staaten verschieden, folgende einheitliche Grundzüge lassen sich fe8%
stellen: ®
Eine regionale Untergliederung der staatlichen Verwaltung besteht in der Regel nicht, niemals als allgemein‘
innere Staatsverwaltung, dagegen häufiger auf einigen Sondergebieten, besonders auf dem der Steuß,
verwaltung. Die gesamte regionale und örtliche Verwaltung liegt in den Händen von Selbstverwaltung”
körperschaften, die in bestimmten Angelegenheiten als »Ägentse des Staates tätig werden (Aufirag®
verwaltung). Ihre Aufgaben sind ihnen bis ins Detail durch staatliche Gesetze erlaubt oder vorf
schrieben.
Als Selbstverwaltungskörperschaften treten auf: „gie
1) die Grafschaft (County), Towns bzw. Townships (ländliche bzw. städtische Distrikte) und St
(Cities) umfassend; es gibt annähernd 3 000 Grafschaften;
b) die Städte (Cities) verschiedenen Ranges;
6) die Dörfer (Villages) und
d) Spezial-Zweckverbände (Special Civil Divisions). . a uD0
Die Graftschaft als Gemeindeverband höherer Ordnung umschließt mehrere Towns bzw. Townships %
gegebenenfalls auch Städte,
Viele große Städte bilden zugleich eine Grafschaft oder wie z.B, Now-York mehrere Grafschaften.
Die Towns bestehen aus nicht-inkorporierten Siedlungen und gegebenenfalls aus Dörfern, } +oh6
Jede Verwaltungseinheit, bis hinunter zur kleinsten, besitzt beschlußfassende, exekutive und richterlit
Befugnisse und Organe. Aynaton
Die Grafschaftsverwaltung und die der Towns ist im großen und ganzen in den verschiedenen Sta% a8
einheitlich organisiert (vgl. unten New-York). In den Neuenglandstaaten ist zu Gunsten der TOW
ihr Aufgabenkreis beschränkter als in den übrigen Staaten,
Ainsichtlich der Stadtverwaltung sind drei Typen zu unterscheiden: alte
1. Der »Mayor- and Councile-Typ: Stadtoberhaupt ist der von den städtischen Wählern gow
Bürgermeister (Mayor). ” uch
Beschlußfassung: Liegt beim Gemeinderat (Council), meist aus einer Kammer, bisweilen *
8us 2 Kammern bestehend, deren Mitglieder für 1 bis 4 Jahre gewählt werden. in
Verwaltung: Die kommunale Exekutivgewalt liegt beim Bürgermeister, die Durchführung
Händen von Beamten und Ausschüssen, die unabhängig vom Gemeinderat sind. 496j0Dr
Der »Commissions-Typ: Exekutive und Beschlußfassung liegen in Händen einer Komm ar
bestehend aus 5 von den städtischen Wählern für 2 oder 4 Jahre gewählten Mitgliedern. die
Vorsitzende der Kommission trägt meist den Titel »Mayor« er hat selten größere Rechte als
übrigen 4 Kommissionsmitglieder. soneB-Der
 »City-Manager«-Typ: Trennung der beschlußfassenden und administrativen Funkt
Die Bestimmung der Verwaltungsrichtlinien erfolgt durch einen Gemeinderat oder eine Tiegt
mission, die von den städtischen Wählern gewählt wird; die Verwaltung im engeren Sinne
in Händen des von dem Gemeinderat gewählten »City-Manarer«.
        <pb n="489" />
        Öinheitend.Lokalverwaltung


‚County......

City 1. bis 3, Klasse
fin der Regel nachzeordnet
 der Graf-$Chafl..........4


New York City ....

- Town (nachgeordnet
 der Grafschaft)

615 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsaufbau
Beispiel: Staat New York, Lokalverwaltung
Organe und Aufgaben

Beschlußfassung: Durch einen »Board of Supervisorse, bestehend aus je 1 »Supervisore jedes städtischen
bzw. ländlichen Bezirks (Townships bzw. Town) und jeder Stadt (City), die auf 2 Jahre gewählt werden.
Sie vertreten die Interessen ihres Bezirks im »Boarde. Ihre Befugnisse erstrecken sich auf Beschlüsse
iber: Grafschaftsvermögen, Polizei, Steueraufbringung, Bewilligung des Finanzbedarfs der Grafschaft, Einrichtung
 von Schulbezirken, Brücken- und Straßenbau und -Unterhaltung, Wohlfahrtspflege und Krankenanstalten
 im Grafschaftsgebiet. Bei allgemeinen Staatswahlen fungiert der +»Board« als Wahlprüfungsorgan.
Zechtsprechung: Durch den Grafschaftsrichter und seinen Stellvertreter (Surrogate). Sie werden auf
6 Jahre gewählt; die Judicatur ist auf die Grafschaft, in der sie gewählt werden, beschränkt.
Das Gerichtssystem umfaßt 3 Arten von Gerichtshöfen:
1. den »County Court« (Zivil- und Strafgerichtsbarkeit) unter dem Grafschaftsrichter. In New-York
County ist Zivil- und Strafgerichtsbarkeit getrennt und dem »County Courte bzw. dem »Court of
General Sessions« übertragen. .
2, den »Surrogate’s Court« (Erbstreitigkeiten, Rechnungsprüfung usw.).
3. die »Grand Jury« (Schwurgerichtsbarkeit).
Terwaltung: Liegt in Händen der auf 3 Jahre gewählten Grafschaftsbeamten, die zumeist ähnliche Bezeichnungen
 wie die Beamten des Staates führen, nämlich »Sheriff« (Polizei, Gefängniswesen), »Distriet
\ttorney« (öffentliche Anklage, Rechtsangelegenheiten), »Treasurer« (Verwaltung der öffentlichen Gelder,
Zechnungsführung), »County Clerk« (Personenstandsregister und Protokollwesen), »Coroners«e (Leichen-;chau
 und Stellvertretung des »Sheriff«), »Superintendent of the Poore (Armenpflege und Hospitäler)
ınd »Sehool Commissioner« (Schulwesen)

Beschlußfassung: Durch ein »Common Council«, oder einen »Board of Aldermen«, dessen Mitglieder durch
alle städtischen Wähler gewählt werden. Über Zuständigkeit vgl. unter Verwaltung.
Rechtsprechung: An lokalen Gerichtshöfen, und zwar: Strafprozesse am »Police Courte, Zivilprozesse an
Gerichten mit lokal verschiedenartigen Bezeichnungen (+Justice’se, 0City«, »Municipale, »Recorder’s«
oder »Mayor’s Courte). Berufung an den »County Court« und den »Supreme Courte,
Verwaltung: Liegt in Händen des Bürgermeisters (Mayor), der von den städtischen Wählern gewählt wird.
Er hat das Veto-Recht gegenüber der städtischen Ratsversammlung, Die übrigen Exekutivbeamten
xerden entweder von den stimmberechtigten Wählern gewählt oder vom Bürgermeister allein bzw, vom
Zürgermeister in Verbindung mit dem Rat ernannt. Die Durchführung der Verwaltungsaufgaben liegt
len verschiedenen »Departmentse, »Commissions« und »Boards« ob, So gibt es, je nach der Größe und
Zugehörigkeit zu einer der Stadtklassen Verwaltungsressorts für Finanzen und Steuer, Recht und Polizei,
?euerwehr, öffontliche Gesundheitspflege, Hospitäler und Besserungsanstalten, Schulwesen, Armenpflege,
 öffentliche Arbeiten und Parkanlagen. .
lgemeines: Die Großstadt, seit 1898 als »Greater New Yorke« ein einheitliches städtisches Gemeinwesen,
amfaßt die 5 Grafschaften New York, Bronx Queens, Kings und Richmond, die nur formale Bedeutung
ıaben und als Sprengel für bestimmte Behörden fungieren, Aus verwaltungstechnischen Gründen ist
je in die 5 »Boroughs« Bronx, Manhattan, Brooklyn, Queens (Long Island) und Richmond (Staten Island)
seteilt. An der Spitze der 5 »Boroughs« steht ein »Borough President«, der von den Wählern der »Borough«
rewählt wird. Jeder »Borough« ist in »Local Improvement Distrietse mit je einem »Local Improvement
Board« eingeteilt. Dieser »Board« besteht aus dem »Borough President« und den im Distrikt wohnhaften
Stadträten (Aldermen). .
Beschlußfassung: Durch den »Board of Aldermen«, bestehend aus dem von der City gewählten »Presidente,
den 5 von den »Boroughs« gewählten »Borough Presidents« und den von den Stadtratsbezirken (Aldemanic
BE gewählten Stadträten. Jede Vorlage erfordert einfache Majorität aller Stadträte, Finanzvorlagen
„Mehrheit.
Rechtsprechung: Durch den »Munieipal Court« und den »Court of Special Sessionss. Der »Munieipal Court«
ist der unterste Gerichtshof für Zivilgerichtsbarkeit, die ganze City ist in »Municipal Court Districts«
Jeren jeder einen Richter für 10 Jahre wählt, untergeteilt. Der »Court of Special Sessions« ist der unterste
Gerichtshof für Strafgerichtsbarkeit und die ganze City ist außerdem in 2 »Divisions« untergeteilt, deren
arste die »Boroughs4 Bronx und Manhattan, die zweite die »Boroughs« Brooklyn, Queens und Richmond
umfaßt und deren Richter vom Bürgermeister auf 10 Jahre ernannt werden, Berufung an den Court of
General Sessionse der Grafschaft New York,
Terwaltung:
‘. Exekutive liegt beim Bürgermeister (Mayor), der auf 4 Jahre von den städtischen Wählern gewählt
wird. Rechte und Pflichten: Ernennung aller Ressortchefs, außer des vComptroller«, der von den
ztädtischen Wählern gewählt wird, und der Commissions-Mitglieder; Überwachung der Ressort
‚Ätigkeit; jährliche Vorlage des Finanz- und Verwaltungsberichts und von Verbesserungsvorlagen vor
lem »Board of Aldermene; Veto-Recht gegenüber städtischen Verordnungsvorlagen. Die Vorlage
wird über sein Veto hinweg Verordnung im allgemeinen bei %/; Majorität, in Steuer- und Ausgabezewilligungsfällen
 nur bei %/; Mehrheit aller Mitglieder des Stadtrates,
Die Durchführung der Verwaltung erfolgt durch die verschiedenen formell z. T. als Grafschafts-, z. T.
als Borough-, z. T. als Citybehörden mit vielfach sich. überschneidenden Wirkungskreisen tätig
werdenden Verwaltungsressorts, nämlieh für Finanzen, Recht, Polizei, Parks, Gebäude, Wohlfahrt,
Zefängniswesen, Feuerwehr, Docks, Fähren, Schul- und öffentliches Gesundheitswesen, Die Funk-Äonen
 der Grafschaftsbehörden liegen insbesondere hauptsächlich auf den Gebieten Polizei, Gefängnisvesen,
 Zivil- und Strafgerichtsbarkeit und Wohlfahrtspflege. Straßenreinigung und -pflasterung und
’arkanlagen werden in der Hauptsache von den Boroughs betreut, während der City - Verwaltung
3jia übrigen und z. T, viele gleichartige Aufraben zufallen.

Beschlußfassung: Durch den »Town-Meetinge«, die Gesamtvertretung der Wähler, Die Mitglieder werden
auf 2 Jahre gewählt, Aufgaben: Festsetzung der Zahl der Polizeibeamten {nicht mehr als 5), Prozeßführung,
 Errichtung von Pfandhäusern, Hygiene, städtische Vermögensverwaltung und andere gesetzlich
zulässige Aufgaben. vs . .
Rechtsprechung: Durch gewöhnlich 4 Friedensrichter, die für 4 Jahre in den »Justice’s Courte, einen rein
lokalen Gerichtshof in Zivil- und Strafsachen, gewählt werden. E
Verwaltung: Durch den »Town Boarde, der aus dem »Supervisore, dem »Town Clerke und den »Justices
» the Policee (Friedensrichtern) besteht. Die Beamten sind der »Supervisore (Finanzen außer für
3traßen- und Armenwesen, Rechnungslegung), der Town Clerk« (städtische Protokolle und Dokumente),
| bis 8 »Highway Commissioners« (Bau und Reparatur von Brücken und Straßen), 1 oder 2 »Ovoerseers
a the Poor« (Armenunterstützung), nicht mehr als 5 »Constables« (Sicherheit und Ordnung), 3 »Assessors«
Steuereinschätzung), der »Collector« (Steuererhebung) und 4 »Inspectors of Election« (Wahlvorsitzende
bei städtischen Wahlen). Die Exekutivbeamten werden von den Wählern zumeist auf 2 Jahre gewählt,
        <pb n="490" />
        — 616 —
Vereinigte Staaten von Amerika
Noch: Verwaltungsaufbau
Einheiten d.Lokal- ' Beispiel: Staat New York. Lokalverwaltung
verwaltung Organe und Aufrahben

4. Village (nachgeordnet
 der Town). ...

Allgemeines: Jede Siedlung, sofern sie nicht inkorporiert ist, bildet einen unselbständigen Teil einer »TowD'
ohne jegliche eigene Rechte. Inkorporierte »Village« wird sie auf Ansuchen beim zuständigen *Supervisor*
wenn das Gesuch von qualifizierter Mehrheit gestützt wird. Voraussetzung für die Anerkennung de)
»Village« ist die gesetzliche Bestimmung, daß die Fläche der nachsuchenden Ansiedlung nicht größer il
als eine Quadratmeile oder eine ganze »Town« nicht weniger als 200 Einwohner und nicht einen Teil
siner »City« oder »Village« umfaßt. Die Entscheidung über die Bewilligung der Anerkennung liegt beim
»Supervisore; eine inkorporierte »Village« bleibt ein Teil der »Town« erwirbt nur zusätzliche Recht“
für ihre eigenen Zwecke. .
Beschlußfassung: Durch den »Board of Trusteese, bestehend aus 1 Präsidenten und 2 bis 8 »Trustees“
Die Beschlußfassung darf sich erstrecken auf die Finanzen, Marktwesen, Straßen, Bürgersteige, Wasser
systeme, Beleuchtung, öffentliche Sicherheit, Rechnungsprüfung usw.
Rechtsprechung: Durch den »Village Police Justicee, der von den Wählern für 4 Jahre gewählt wird (vet
handelt über Übertretungen der. städtischen Verordnungen und über innerhalb des Gemeinwesen‘
begangene Vergehen),
7erwaltung: Durch den »Village Boarde, bestehend aus dem »Village Presidente, dem »Treasurer« un
»Village Clerke. Neben diesen Beamten bestehen eine Reihe von Kommissionen und Ausschüsse?

Bundesdistrikt von Columbia, Territorien und Einflußsphären

1. Bundesdistrikt von
Columbla. ........

a, Territorien ........

3. Einflußsphären See

—— SEE MEET
1. Unter direkter Kontrolle der Bundesregierung, aber ohne die Eigenschaften eines Staates oder ein#
Territoriums steht der Distrikt of Columbia,
Die Verwaltung erfolgt durch einen aus 3 Kommissaren bestehenden Board, 2 Kommissare werde?
vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats für 4 Jahre ernannt -— der dritte ist ein vom Ingenieu”
corps der Armee abkommandierter höherer Offizier, dem ein Stab von Offizieren des IngenieuroorPt
zur Seite steht. Die Funktiomen des Board bestehen in der Ernennung der Gemeindebeamten, d*
Überwachung der Straßen und Wasserwerke, Polizei, Feuerwehr, Schule und Wohlfahrt.
Die Gesetzgebung liegt beim Kongreß, die Kommission hat das Initiativrecht. Die Ausgaben d®
Distrikta werden zur Hälfte vom Bund, zur anderen durch Steuern des Distrikta vedeekt.

2. Territorien im engeren Sinne, a. h, noch nicht zum Staat erhobene Gebietsteile sind Alaska und Hawsll
Bundesgebiete kolonialen Charakters, mit eigener Selbstverwaltung unter der Autorität des Bunde®
kongresses, aber ohne Staatscharakter sind Porto Rico, die Philippinen, Amerikanisch-Samoa, GusP
die Virginisehen Inseln und die Panama-Kanal-Zone. An der Apitze jedes Territoriums steht NN
Gouverneur, der vom Präsidenten der V.St, mit Zustimmung des Senats ernannt wird, und in Sam!
und Guam ein vom Staatssekretär des Marineamtes ernannter Befehlshaber (Commandant)- )
)ie Gesetzgebung wird in eigenen Kammern, meist einem Senat und einem Ropräsentantenbalf
(auf den Philippinen von *Senate« und +Assembly«}) ausgeübt, deren Mitglieder vom Volke gew
werden. Der Gouverneur hat das Voto-Recht, das bei */, Mehrheit überstimmt werden kann.
Die Territorien besitzen eigene Gerichtsbarkeit,
Die Exekutiva wird vom Gouverneur und den Departementschefs ausgeübt,
3. Einflußsphären der V.St. im völkerrechtlichen Sinne sind ferner Nicaragua, Cuba, Panama ımd Heft

C. Internationaler Vergleich)
1, Die Struktur der öffentlichen Verwaltung
a) Organisation und Aufgaben der Zentralverwaltung
Der Vergleich der beobachteten Länder ist durch die Tatsache erleichtert, daß sie
sämtlich Einheitsstaaten sind.

Besonderheiten der einzelnen Zentralorganisationen
Die große Zahl der Ministerien in England ist auf die kontinuierliche historische Entwicklung
 der Zentralverwaltung zurückzuführen, die bei Bedarf neue Ämter schuf,
ohne sie mit den schon für ähnliche Aufgaben bestehenden zu verschmelzen. Die Leitung
eines überseeischen großen Reiches mit staatsrechtlich sehr verschieden gestellten Teilen)
brachte drei Kolonialministerien zur Entstehung. Die eigenartige Struktur Großbritanniens
 als führenden Staatsgliedes des Vereinigten Königreiches und weiterhin des
Britischen Reiches erklärt auch die verschiedene Reichweite der Kompetenzen der Zentralministerien.
 Die Sonderstellung Schottlands im Bereich. der inneren Verwaltung
nötigte zur Einrichtung eines besonderen‘ Staatssekretariats für Schottland, ©
daß Schottland als einziger Teil Großbritanniens noch eine besondere »Provinziglverwaltung«
 als Zwischenglied zwischen Staat und Grafschaften besitzt. In
den Ministerien für Unterricht, Ackerbau und Selbstverwaltung sind auch die gesamten
ministeriellen Aufgaben für Wales jeweils in Sonderdenpartements zusammengefaßt.

1) Der Verwaltungsaufbau der Vereinigten. Staaten von Amerika wird in X: Der Finanzausgleich in ausländische?
Rundesstaaten behandelt. — 2} S. Sondertabelle: Britischea Reich. 8. 566— 569.
        <pb n="491" />
        — 617 —
Nordirland besitzt für den größten Teil der Staatsaufgaben Autonomie, die nordirische
Regierung ist der nordirischen Volksvertretung verantwortlich. Die starke Stellung des
Kabinetts als Regierung und. zugleich als Parteiführung macht eine große Zahl von
Ministern und Ministern ohne Portefeuille, die nicht mit Verwaltungsaufgaben belastet
sind, erforderlich und brachte die Aufrechterhaltung von Ämtern wie das des Lordsiegelbewahrers
 und des Kanzlers von Lancaster mit sich, die schon lange in der modernen
Verwaltung überflüssig wurden.
In Frankreich wechselt die Zahl der Minister aus politischen Gründen von
jeher sehr stark. Seit 1920 ist zwar zur Neuschaffung eines Ministeriums ein Gesetz
erforderlich, das aber beim Regierungswechsel gewöhnlich durch Schaffung von Ministerien
 mittels Dekretes des Präsidenten und nachträglicher Genehmigung der Kammern
amgangen wird. Gegenwärtig bestehen 18 Ministerien. Eine solche Umorganisation ist
sehr leicht, da die einzelnen Abteilungen sehr selbständig sind und nicht durch einen
ständigen obersten Beamten zusammengehalten werden (außer im Ministerium -für -aus-Wwärtige
 Angelegenheiten). Auch die politischen Unterstaatssekretäre werden gewöhnlich
in das Kabinett gezogen. Soweit die Rechtsverhältnisse Elsaß-Lothringens
aoch nicht den französischen angeglichen sind, erledigt eine besondere Generaldirektion
deim Ministerpräsidenten zentral die elsaß-lothringischen Angelegenheiten.
In Italien führte die Ergänzung der territorialen Gliederung durch eine Gliederung
aach Berufsständen zur Schaffung eines Korporationsministeriums, das zugleich die Aufzaben
 eines Arbeitsministeriums erfüllt. Neuerdings wurden die nicht die Landwirtschaft
 betreffenden Aufgaben des Wirtschaftsministeriums ‚an das  Korporationsministerium
 übertragen. Bemerkenswert ist die starke Durchsetzung der Zentralverwalsung
 mit besonderen Beiräten von Fachleuten, die als Ersatz für die Zurückdrängung
des Parlaments ‘und der Selbstverwaltung dienen sollen. Das diktatorische‘ Regime
erlaubt die Häufung von Ministerien in der Hand des Regierungschefs (Capo del Governo),
so daß ein großer Teil der Zentralverwaltung straff bei einer Person zentralisiert
werden kann.

Oberste Staatsorgane und die Finanzen
Für die Gestaltung des Haushaltes ist die Kompetenzverteilung unter den obersten
Organen und ihre praktische Handhabung, außerdem die Stellung des Finanz-Ninisteriumsals
 Organder Gesamtexekutive gegenüber den sonstigen
Zentralbehörden von großer Bedeutung. Das Schwergewicht in Finanzangelegenheiten
liegt in Großbritannien und Italien bei der. Regierung, und zwar in der Hauptsache
beim Finanzminister. Die Regierungsvorlagen werden meist unverändert vom Parlament
angenommen. In Frankreich nimmt besonders die Kammer fast immer bedeutende
Abänderungen vor, wobei die einzelnen Minister unabhängig vom Kabinett mit ihren
Ausschüssen verhandeln.‘ In Großbritannien ist die Stellung des Finanz-Ministers
 außerordentlich stark, ebenso in Italien. In beiden Staaten enthält
las Finanzministerium eine Reihe wichtiger Ämter, die an sich nichts mit den besonderen
Aufgaben des Finanzministeriums zu tun ‚haben. Auch in Frankreich: gilt das
Finanzministerium traditionell als Zentralministerium, in seinem Etat sind.auch die
Ausgaben für den Präsidenten der Republik und die Kammern untergebracht. Hier ist
% oft, wie in Großbritannien immer, mit mehreren Ministern besetzt, seine Befugnisse
nd aber weit schwächer als die des englischen. Ein finanzielles Kontrollrecht über die
Anzelnen Minister existiert nicht.

Verschiedene Bedeutung der Kabinettsregierungen
‚Es fällt auf, daß in Belgien und Frankreich Kabinettskanzleien im Etat
ülcht erscheinen, im Gegensatz zu Großbritannien und Italien. Hier sind diese Kanzleien
M Finanzministerium bzw. seinem Etat untergebracht. Diese Erscheinung mag auf
lie verschiedene Stellung der Regierung in diesen Ländern zurückzuführen sein. In
Großbritannien ist die kollektive Verantwortlichkeit des Kabinetts besonders ausgeprägt;
ler Prime Minister pflegt kein Sonderressort zu haben. Das Kabinett hat zahlreiche
Funktionen, besonders seit der Zeit des Reichskrieeskabinetts. In Italien hat der
        <pb n="492" />
        — 618 —
Regierungschef eine überragende Stellung in der gesamten Staatsleitung und benötigt
infolgedessen ein entsprechendes Büro (die Präsidentschaft des Ministerrates). Dagegen
sind die Kabinette Frankreichs und Belgiens im wesentlichen beratende Körperschaften
ohne starke Führung durch den Ministerpräsidenten, die Einzelminister sind jeder .für
sich dem Staatsoberhaupt und dem Parlament verantwortlich; der Vorsitz im Ministerrat
ist einem der Fachminister übertragen.

Die Verteilung der wichtigsten Aufgabengebiete auf die Ministerien

Aufgabengebiet

[nnere Verwaltung


Polizei. .........

JUusli ver u

Auswärtige AngelJegenheiten


Finanzen ..-Landesverteidi-




Kolonialwesen...

Unterricht ......

Kirchenwesen ...

Soziale Verwaltung


Landwirtschaft ..

Industrie und
Handel

Verkehr ........

Öffentliche Arbeiten


Ausgaben auf
Grund des
Krieges

Belgien

Ministerium für Inneres
und Hygiene

Gendarmerien
Ministerium für Nationale
Verteidigung
Justizministerium

Ministerium für Auswärtige
Angelegenheiten

Finanzministerium

C

Ministerium für |
Nationale &amp;gt;
Verteidigung

Müiz
bei
Ministerium

des
Tnnern

Kolonialministerium

Ministerium dür Kunst
und Wissenschaft (ohne
Fachschulen)

Justizministerium

Ministerium für Inneres
Justizministerium
Ministerium für Industrie,
Arbeit und soziale Für-307g


Ministerium für Landwirtschaft


Ministerium für Arbeit,
Industrie und soziale
Fürsorge

Ministerium für Eisenbahn,
Marine, Post, Telegraphie,
 Telephonie und
Luftfahrt

Ministerium für öffentliche
Arbeiten

 Finanzministerium

Frankreich | Großbritannien

VENEN EEE
Italien
AAAATAEREN

Ministerium des Innern

Polizeiministerium (Home
Office)
Ministerium für Gesundheit
 und ‘Selbstverwaltung


Ministerium des Innern

Ministerium des Innern
Gendarmerie bei Kriegs
ministerium
Justizministerium

Polizeiministerium

Ministerium des Innern

Lordkanzler
Polizeiministerium und
Spezialämter im Finanzministerium


Justiz- und Kultus
nisterium

Ministerium für Auswärtigt
Angelegenheiten

Ministerium des Äußern

Ministerium für Auswärtif‘
Angelegenheiten

Finanzministerium

Schatzamt ı Finanzministerium

3 Ministerien für Heer-Marine
 und Luftfahrt

3 Ministerien für Heer, ;3 Ministerien für Ho
Marine und Luftfahrt Marine und Luftiahr
Miliz beim Präsidium 91
Ministerrates. Kolon!
heer beim Kolonial®
nisterium

Kolonialministerium
Ministerium des Innern
Ministerium des Äußeren

3 Ministerien für Kolonien,
Dominien und Indien

Kolonialministerium

Ministerium für Unterricht
und schöne Künste (ohne
Fachschulen)

Unterrichtsministerium
{ohne Landwirtschaftssehulen)


Ministerium für öffen
lichen Unterricht (Su
ventionierung der Fa“
schulen)

Ministerium des Innern
Generaldirektion für El
82ß-Lothringen

Besondere Kommission

Justizministerium

Polizeiministerium (Home
Office) )
Ministerium für Gesundheit
 und Selbstverwaltung

Arbeitsministerium
Ministerium für Ackerbau | Landwirtschaftsministerium

Handelsministerium

Ministerium des Innert
Korporationsministeriu”
Wirtschaftsministerium

Ministerium für LandwWi"
schaft und Forste®
Kornporationsministeriu®

Ministerium für Handel
und Gewerbe

Ministerium für Luftfahrt
Ministerium für öffentliche
Arbeiten

Verkehrsministerium
Luftfahrtministerium
Handelsministerium für
Handelsschiffahrt}

Verkehrsministerium
Luftfahrtministerium

Ministerium für öffentliche
Arbeiten
Ministerium des Innern

1andelsministerium
Jauverwaltung bei Zentralverwaltung
 für fientliche
 Bauten im Finanzministerium


jen
Ministerium für öffen®
Arbeiten

Ministerium für öffentliche
Arbeiten und Pensions
ministerium

Handelsministerium
Pensionsministerium

Finanzministerium *
Ministerium des INT m
K orporationsminister
        <pb n="493" />
        — 619 —
Die Hoheitsverwaltung im allgemeinen
Die Aufgabengebiete sind in den einzelnen Ländern im großen und ganzen gleichmäßig
 unter die einander entsprechenden Ministerien verteilt; besonders sind die alten
überlieferten Hoheitsaufgaben, nämlich die Verwaltung der auswärtigen Angelegenheiten,
 die allgemeine innere Verwaltung und Polizei, die Justizverwaltung, die
Finanzverwaltung, die Verwaltungen der Kolonien im allgemeinen (mit Ausnahme von
England) und die Wehrmachtsverwaltung streng voneinander abgegrenzt und fast überall
einem einzigen Ministerium zugewiesen. Anders ist es bei jenen meist jüngeren Zweigen
öffentlicher Tätigkeit, z. B. auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge, des Bildungswesens,
auch des Verkehrswesens usw., die unter der Bezeichnung Leistungsverwaltung
zusammengefaßt werden sollen.
Wehrmachtsverwaltung und Kolonialverwaltung sind Aufgabengebiete des Staates,
die unter den übrigen Hoheitsaufgaben insofern eine besondere finanzpolitisch bedeutsame
Stellung einnehmen, als sie mit eigentlichen Verwaltungsdiensten gegenüber den An-Zehörigen
 des Staates selbst nichts zu tun haben. Deshalb sind für ihren Aufbau und
ihre Größe andere Faktoren maßgebend, was zu einer großen internationalen Verschie-Jenheit
 und Unvergleichbarkeit des gesamten staatlichen Finanzbedarfs führt 1).
Aber auch der Umfang der staatlichen Tätigkeit auf dem Gebiete der anderen,
eigentlichen staatlichen Hoheitsverwaltung ist keineswegs gleich, sondern in vielen
Fällen von dem verschiedenen Verhältnis zwischen Staat und nachgeordneten Verbänden
und jenem zwischen Individuum und Staat in bezug auf die rechtlich oder traditionell
bedingte Größe der persönlichen Freiheitssphäre abhängig.

Auswärtige Angelegenheiten
Jedes Land besitzt ein Ministerium, das die auswärtigen Anzelegenheiten
 regelt und im Ausland über eine verschieden große Zahl von
Botschaften, Gesandtschaften und Konsulaten verfügt. Die Aufgaben des Ministeriums
Sind verschieden weit gespannt; die Handelsverträge werden in Frankreich vorwiegend
vom Handelsministerium, in Italien vom Korporationsministerium immer unter Mit-Wirkung
 des Auswärtigen Amtes bearbeitet. In Großbritannien besteht außerdem eine
jem Außenministerium und dem Handelsministerium gemeinsame »Abteilung für den
überseeischen Handel« unter einem politischen Unterstaatssekretär, der in beiden
Ministerien fungiert. Ihr sind die Handelsattach6s bei den diplomatischen Vertretungen
Sowie die Handelskommissare in den Dominien ‘unterstellt. Die Abteilung ist zugleich
Studienabteilung für die Wirtschaftsbeobachtung der fremden Länder und die Exportörderung,
 Aufgaben, die mit geringerer Intensität auch von den andern Staaten versehen
werden. In Belgien ist allein das Auswärtige Amt zuständig. In Frankreich und
Großbritannien ist das Außenministerium und nicht das Kolonialministerium für die
Angelegenheiten einzelner abhängiger Reichsteile die Aufsichtsbehörde. In Großbritannien
 versiceht es die Aufsicht über Ägypten und die Straits Settlements, in
Frankreich über die Protektoratsländer Tunis und Marokko.

Allgemeine innere Verwaltung und Polizei
Die Polizeiverwaltung und die allgemeine innere Verwal-“ung,
 das ist die Verwaltung, welche vor allen Dingen die Kommunalaufsicht und
lie Erledigung kommunaler und individueller Wünsche zu erfüllen hat, sind in Frank-"ich
 und den anderen Kontinentalstaaten unter dem Innenministerium verschmolzen.
Die Polizei ist dabei als Sicherheits- und Ordnungspolizei immer diesem Ministerium
ünterstellt. In Sachen der Verwaltungspolizei (Bau-, Gesundheits-, Wohnungspolizei)
Wirkt fast immer das entsprechende Fachministerium mit. In Belgien und Frankreich
Intersteht aber die ebenfalls Polizeiaufgaben versehende Gendarmerie dem Kriegs-Ministerium.
 Die Miliz in Belgien ist wiederum dem Innenministerium untergeordnet,

= 1) In C2: Der öffentliche Finanzbedarf nach Ausgabezwecken werden diese Ausgabeposten zusammen mit den
Sgaben auf Grund des Krieges und dem Schuldendienst im Verlauf der Untersuchung ausgeschieden. S. 650.
        <pb n="494" />
        — 620 —

In Italien untersteht die. faschistische Miliz nicht dem Kriegsminister, sondern dem
Präsidium des Ministerrates (d.h. dem Regierungschef als Parteihaupt). Das Innenministerium
 benutzt in allen drei Kontinentalstaaten' zur unmittelbaren Erfüllung der
polizeilichen Aufgaben und Erledigung der kommunalen sowie der vielen die Mitwirkung
des. Staates. verlangenden persönlichen Angelegenheiten einen verschieden stark ausgebauten
 regionalen staatlichen Verwaltungsapparat, dessen Leitung und Kontrolle die
sigentliche Hauptaufgabe des Innenministeriums bildet. In Frankreich ist in dieser
Beziehung. Algerien dem übrigen Frankreich gleichgestellt. Polizeiliche und allgemeine
Verwaltungsaufgaben sind weit ausgedehnter in den Kontinentalstaaten als in Großbritannien
 *).
In England und Wales gibt es eine allgemeine innere Staatsverwaltung nicht und
deshalb auch kein Innenministerium im kontinentalen Sinne. Es bedarf dieser Institution
kaum, weil keine staatlichen allgemeinen Bezirksverwaltungsinstanzen vorhanden sind.
Dem Home Office obliegen die Aufgaben, die der Materie nach die staatliche Hoheitsverwaltung
 oder den Schutz der öffentlichen Sicherheit betreffen und nicht in den
Bereich eines anderen Fachministers gehören. Deshalb werden hier alle Sicherheits- und
kriminalpolizeilichen Angelegenheiten, Begnadigungen usw. bearbeitet, und auch die durch
Subventionen gesicherte, nicht auf einer staatlichen Aufsichtsgewalt beruhende Kontrolle
über die Grafschafts- und. städtische Polizei wird hier ausgeübt. Die gesamte Ver:
waltungspolizei ist in überwiegendem Maße, soweit sie nicht Verkehrspolizei ist und
dem Transportministerium untersteht, dem. Gesundheitsministerium anvertraut, das auch
als allgemeine kommunale Aufsichtsbehörde fungiert. .
Innerhalb des großbritannischen Verwaltungssystems vereinigt das Staatssekretariat
für Schottland in sich alle Aufgaben, die für England und Wales. Home Office, Gesundheitsministerium
 und Unterrichtsministerium erfüllen,
Im allen Staaten werden Verfassungs- und Wahlangelegenheiten, Ausländerfragen und
Standesamtswesen vom Innenministerium bzw. Home Office bearbeitet; in England und
Wales ist das Gesundheitsministerium für das Standesamtswesen zuständig.

Justiz
Auffallend ist, daß England und Wales nicht wie sämtliche übrige Staaten ein
Justizministerium in unserem Sinne kennt. Das Home Office erfüllt diese
Aufgabe nur zum geringen Teil. Hauptsächlich gehören die Angelegenheiten der Justizverwaltung
 in das Ressort des Lord Chancellors, dem auch zusammen mit Parlamentsrat
 die juristische Redaktion der Gesetzesvorschläge obliegt. Hypotheken, Handelsregister,
 Grundbuch, Patentwesen usw. ressortieren in Großbritannien und den kontinentalen
 Staaten oft verschieden. Die Regel ist, daß das Ministerium, das die wirtschaftlichen
 Angelegenheiten bearbeitet, zuständig ist.
In der‘ Organisation der Rechtsprechung weicht Großbritannien von üen
Kontinentalstaaten ab. Im Verhältnis zu Deutschland ist der Grad der öffentlichen Betätigung
 auf diesem Gebiet in sämtlichen hier behandelten Staaten verhältnismäßig gering-Die
 Erklärung hierfür liegt einmal in dem seltenen obligatorischen Eingreifen der öffentlichen
 Anklage (in Großbritannien nur bei Verbrechen), dann in der verschiedenen Beanspruchung
 des staatlichen Rechtsapparates auf dem Gebiete der Zivilrechtspflege, was durch
den verschiedenen Landesbrauch bedingt ist. In Großbritannien wird nämlich weit mehr
als etwa im Deutschen Reich von der Rechtsprechung durch private Schiedsgerichte,
die natürlich bei einem Vergleich der Kosten berücksichtigt werden müßten, Gebrauch
gemacht. Innerhalb der staatlichen Gerichtsorganisation nimmt der Oberste Gerichtshof
eine einzigartige überragende Stellung ein. Durch seine Richter spricht er auch in
der Provinz (in den Assisen) Recht. Als zweites und letztes Glied einer fachjuristischen
staatlichen Rechtsprechung bestehen die Grafschaftsgerichte (County Courts). Insgesamt
gibt es aber in Großbritannien sehr wenig Gerichte mit wenigen und hochbezahlten
Richtern. Die Friedensgerichte. die in dieser Form das kontinentale Euron&amp;amp;

2) Aus Rechtslage und Organisation darf nicht ohne weiteres auf die praktische Auswirkung geschlossen werden, da je nich
den Landesgewohnheiten die Staatsgewalt sich eine größere (Frankreich) oder geringere (Italien) Zurückhaltung auferlegt-
        <pb n="495" />
        621 —

aicht kennt, werden, soweit sie nicht städtische, mit Einzelrichtern besetzte Polizei- oder
Recorder-Gerichte sind, von ehrenamtlichen Richtern (Laien) gebildet; sie erfordern
infolgedessen einen nur geringen Kostenaufwand. Demgegenüber haben Frankreich und
lie beiden anderen Staaten eine Rechtsprechung, die mindestens bis zur 2. Instanz hinlurch.
 staatliche besoldete Fachjuristen beschäftigt und in der 1. Instanz ebenfalls noch
staatlich besoldete Beamte verwendet. Die französischen Richter werden weitaus
niedriger besoldet als die englischen. Die Verwaltungsrechtsprechung ist in Großbritannien
 Sache der ordentlichen Gerichte, während sie im kontinentalen Europa besonderen
 Verwaltungsgerichten obliegt. Einheitlich ist in sämtlichen Ländern die‘ Kompetenz
 der Gemeinden und Gemeindeverbände auf diesem Gebiete gering. Häufig sind
ihnen entweder die Lasten der Gerichtsgebäude oder die gesamten Ausgaben zur
Last gelegt. Das Notariatswesen ist nur in Italien verstaatlicht, in den anderen
Ländern vrivat.

Finanzen

Das Finanzministerium als Fachministerium (nicht als
Zentralministerium) bearbeitet grundsätzlich überall die Haushalts- und die
Rechnungsangelegenheiten, das Kassenwesen, die allgemeinen Vermögensangelegenheiten,
lie Steuern und die Staatsschuld. In Frankreich, Belgien und Italien unterstehen auch
die staatlichen Domänen unmittelbar dem Finanzministerium. In Großbritannien obliegt
ihre Verwaltung einer besonderen Kommission in loser Abhängigkeit vom Schatzamt.
Die Verwaltung des Kassenwesens wird, wenn es die politische Lage erfordert,
N Frankreich jeweils einem besonderen Minister anvertraut. Während in Frankreich
das Ministerium bzw. der Tresor als Zentralbankier des Staates sämtliche Aufgaben der
Kassenverwaltung bzw. Leitung der Kassenoperationen, der Rechnungsführung, die
Kassenführung und Kassenhaltung erfüllt, sind die beiden letzten Funktionen in Belgien
ınd Italien nicht dem dem Ministerium unterstellten Schatzamt, sondern der betreffenden
Notenbank anvertraut. In Großbritannien beschränken sich die Aufgaben des Pay
Office (Zahlamt) auf die Leitung der Kassenoperationen, die übrigen Aufgaben versieht
die Bank. Eine nachgeordnete Kassenverwaltung in den Provinzen und Gemeinden besteht
 als Sonderverwaltung, der gleichzeitig auch die Einhebung der direkten Steuern
obliegt; in Frankreich, Belgien und Italien besorgen die Steuerämter die Verwaltung
der Einnahmen, Zahlstellen bei den Behörden, die Vollziehung der Ausgaben, beides
für Rechnung des Schatzamtes durch Vermittlung der Notenbanken. In Großbritannien
liegen ähnliche Verhältnisse vor.
Für die Verwaltung der ganzen oder nur eines Teiles der Staatsschuld be-Stehen
 oft mehr oder weniger der Gewalt des Finanzministeriums entrückte Sonderörgane:
 In Großbritannien die National Debt Commissioners, in Frankreich die autonome
Amortisationskasse, in Belgien der Fonds d’amortissement de la Dette publique, in
[talien einer besonderen Generaldirektion (Direzione Generale del Debito Pubblico).
Die Steuerverwaltung hat in allen Staaten einen großen nachgeordneten
Verwaltungsapparat. Zwischen Ministerium und Bezirkssteuerbehörde schieben sich in
Frankreich und Großbritannien zentrale Steuerbehörden ein, ein im Deutschen Reich
unbekanntes System. Ihre Anzahl und die dadurch bedingte Differenziertheit der
örtlichen Steuerverwaltung ist abhängig vom Steuersystem und deshalb verschieden.
Großbritannien scheidet nur zwischen der Verwaltung der Inland Revenue, zu der
lie Steuern von Einkommen, Ertrag und Vermögen gehören, und der der Customs
ind Exeise, die sämtliche Verbrauchsteuern, Stempelsteuern und Zölle umfassen, Frankteich
 kennt vier getrennte Steuerverwaltungen und entsprechende viergliedrige Bezirksbehörden.
 Italien besitzt drei Steuerverwaltungen (direkte Steuern, indirekte Steuern und
Zölle, Stempelsteuern), aber nur unselbständige Abteilungen in der einheitlichen Provinzinstanz
 (der Finanzintendanten); Belgien drei getrennte Verwaltungen (direkte Steuern,
Zölle und Verbrauchsabgaben, Enregistrementsgebühren und Domänen) in der Zentrale
ünd den örtlichen Instanzen. Die Anzahl der Instanzen in den verschiedenen Steuerverwaltungen
 ist ebenfalls länderweise verschieden. Frankreich steht im allgemeinen mit
        <pb n="496" />
        — 622 —

drei örtlichen Instanzen an der Spitze. Großbritannien hat zwei regionale Verwaltungsstufen
 aufzuweisen, ebenso Italien und Belgien. In Italien besteht für einen Teil der
Steuern noch das System der Verpachtung für die Einhebung; die Veranlagung erfolgt
durch staatliche Organe.
Bauverwaltung
Eine zentrale staatliche Hochbauverwaltung kennen — etwa im preußischen
Sinne, wenn auch bei weitem nicht so stark ausgebaut — Frankreich, Großbritannien
und Belgien. Sie ist in Frankreich dem Ministerium für Künste und Unterricht angegliedert,
 in Belgien dem Ministerium für öffentliche Arbeiten, in Großbritannien
dem Schatzamt, allerdings unter einem eigenen Kabinettsminister.

Landesverteidigung
In sämtlichen Ländern außer Belgien wird die gesamte Wehrmacht entsprechend ihren
Zweigen durch die drei Ministerien für Heer, Marine und Luftfahrt geleitet. Durch
besondere Beiräte (Nationalverteidigungskomitees bzw. Kabinettskomitees) sind sie
wiederum einheitlich zusammengefaßt. Viele aus dem Heeresetat bezahlte Institute
(karto- und hydrographische, meteorologische Institute usw.) dienen auch allgemeinen
Zwecken. Das Ministerium für Luftfahrt verwaltet überall außer der militärischen auch
Jie zivile Luftfahrt.
Kolonialverwaltung
Das Kolonialministerium umfaßt in allen Ländern die gesamten öffentlichen. Aufgaben,
die sich auf Kolonien beziehen. Es kommt also in der Kolonialverwaltung das Provinzialsystem
 anstatt des Fachsystems zur Anwendung. Eine Ausnahme bildet die Verwaltung
 der Kolonialtruppen, die, Italien ausgenommen, überall zum Heeresministerium
ressortiert. Gewisse abhängige Landesteile unterstehen in einigen Ländern jedoch nicht
dem Kolonialministerium, sondern — immer als Ganzes — anderen Ministerien. Bei
Großbritannien und Frankreich stellen sich mit Rücksicht auf die Größe und die verschiedene
 Stellung der Reichsteile zum Mutterlande die kolonialen Aufgaben unter
folgende Zentralämter:

Ämter

Reichsteile

Großbritannien:
! Dominien, Südrhodesien und die
anderen südafrikanischen Gebiete
Sämtliche übrigen Reichsteile außer
Indien
Indien
Ägypten und Straits Settlements
Frankreich:
Innenministerium Algier
Auswärtiges Amt Marokko, Tunis
Kolonialministerium Übrige Kolonien

Italien und Belgien mit ihren kleineren Kolonialreichen kennen Kolonialsonderverwalsungen
 außerhalb ihrer Kolonialministerien nicht. Bei der Beurteilung der Staatsausgaben
 ist zu beachten, daß sie nur den Etat des Kolonialministeriums, aber nicht
die eigentlichen Kolonialetats berücksichtigen. Der französische Etat enthält jedoch entsprechend
 der rechtlichen Stellung dieses Landes zu Frankreich den Etat von Algier.

Die Leistungsverwaltung im allgemeinen
Die einzelnen Verwaltungsaufgaben, die aus dem aktiven Eingriff des Staates in
Wirtschaft und Gesellschaft entstanden sind, sind in den verschiedenen
Ländern weit weniger einheitlich als die Aufgaben der Hoheitsverwaltung in den ent-
        <pb n="497" />
        — 623 —
sprechenden ‘Ministerien zusammengefaßt. Zu diesen Aufgaben, als Aufgaben der
Leistungsverwaltung, gehören vor ‚allen Dingen folgende Gebiete: ; :
\. Bildungswesen, Kunst, Kirche, wobei letztere eine Sonderstellung einnimmt *);
3, Soziale Aufgaben, Arbeiterangelegenheiten, Gesundheitswesen;
3. Wirtschaftsfragen, besonders Industrie, Handel, Bergbau, Geld- und Bankwesen,
Landwirtschaft; ;
Verkehrswesen, Verkehrspolizei, Wege, Brücken, Gewässer, Schiffahrt, Eisenbahnen,
 Postwesen.
Außerhalb der Reihe dieser Aufgaben, die den Charakter einer der Allgemeinheit
lienenden öffentlichen Betätigung tragen, für die der Staat kein der Leistung
antsprechendes Entgelt einnimmt, steht die Erwerbsbetätigung der Staaten,
die ebenfalls verschieden ist und besonders auf dem Gebiet der Eisenbahnen, des
Postwesens, und gelegentlich auch des Bergbaues, außerdem auf dem der Steuermonopole
 vorkommt. Die verschiedene Größe der Länder, die ungleichartige historische
Entwicklung und die Unterschiede in der ‚wirtschaftlichen sozialen Struktur führten
zur verschieden starken Betätigung des Staates auf diesen einzelnen Gebieten, deshalb
auch zur unterschiedlichen Ausbildung von Organen, denen diese Aufgaben anvertraut
wurden. Weil aber der moderne Staat international einheitlich alle genannten Aufgabenkreise
 — wenn auch jeden einzelnen in verschiedener Ausdehnung und mit verschiedener
Intensität — in seinen Tätigkeitsbereich gezogen hat, bestehen in allen Ländern für
diese Fragen zentrale Bearbeitungsinstanzen, nur sind diese oft in verschiedenen
Ministerien tätig.

Unterricht

In den Ministerien für Unterricht werden in Belgien und Frankreich
die allgemein bildenden Unterrichtsanstalten, in Frankreich auch die Maschinenbauund
 ähnliche technische Schulen verwaltet. Das Fachschulwesen ist den entsprechenden
Fachverwaltungen angegliedert. In Großbritannien ressortiert nur der landwirtschaftliche
Unterricht nach der Fachverwaltung des Ministeriums für Ackerbau und Fischerei. Alle
übrigen Zweige unterliegen der Aufsicht des Unterrichtsministeriums. Ebenso ist es in
[talien, wo als Sonderfall die Erwachsenenschulen der Aufsicht des Kornarationsministeriums
 unterstellt sind.
Das Unterrichtswesen ist hinsichtlich der Durchführung des Unterrichts in keinem
der Länder eine reine Domäne des Staates. Es liegt teilweise in den Händen der nachgeordneten
 Selbstverwaltungsverbände oder sogar in Händen Privater, Nur die Universitäten
 sind meist staatlich, in Großbritannien sind viele durch ihre Stellung als Korpovationen
 mit eigenen Einnahmen und eigenem Vermögen auch finanziell vom Staat unabhängig.
 Staatsanstalten für den höheren und Elementarunterricht fehlen in Großbritannien
 überhaupt, dafür unterstützt der Staat die Schulen der Gemeinden und Gemeindeverbände
 mit Subventionen. Die eigentliche unmittelbare Unterrichtsverwaltung
ist den kommunalen Unterrichtsbehörden übertragen. Das Ministerium ist nur für die
Gestaltung der Unterrichtspläne zuständig und kontrolliert den Unterricht durch staatliche
 Schulinspektoren. In Frankreich sind die höheren Schulen meist Staatsanstalten, bei
den Volksschulen trägt der Staat die Personallasten, während die Unterhaltung der Gebäude
 den Gemeinden obliegt. Zu der Finanzierung der Privatschulen trägt er nicht bei.
Das Ministerium Jeitet selbst mit Hilfe eines besonderen regionalen Unterbaues der
17 Akademien das gesamte Schulwesen. Für die Zweige des Volksschulwesens besteht eine
weitere Regionalbehörde beim Departement; die wirtschaftliche Verwaltung liegt mehr
in Händen der Gemeinden. In Italien herrscht eine Aufgabenteilung zwischen dem
Staat, der die höheren öffentlichen Schulen betreut, und Gemeinden, die vorzugsweise
(zusammen mit Privaten) den Elementarunterricht unter Staatsaufsicht in Händen
haben. In Belgien teilen sich Staat, Provinzen, Gemeinden und Private (Kirche) in die
Leitung und Handhabung des Unterrichts. Bei den höheren Schulen überwiegen die
1) Vgl. Anm. S. 624.
        <pb n="498" />
        624 —

Staats- und ‚Gemeindeanstalten, bei den Volksschulen ist der Staat verhältnismäßig unzeteiligt.
 Die Aufsicht der Schulen liegt beim Staat, der sie entsprechend den Schulzattungen
 durch. getrennte lokale Schulinspektorate ausüben läßt.

Kultus
Die Kultusfragen bedeuten in verschiedenem Grade, je nach den Beziehungen zwischen
Staat und Kirche, eine Arbeits- und Finanzlast für den Staat. Nur in England ist eine
snge Verbindung von Staat und Kirche vorhanden, dem Staat erwachsen jedoch aus der
Verbindung keine finanziellen Lasten, weil die Kirche genügend eigenes Vermögen besitzt.
 Die Ernennung der Bischöfe der Staatskirche erfolgt durch den König auf den
Rat des. Ministerpräsidenten. In Frankreich beschränken sich die staatskirchlichen Beziehungen
 positiver Art auf Elsaß-Lothringen. Zuständig für Kirchenfragen ist
jas Innenministerium. In Belgien und Italien, in denen vertraglich geregelte (Italien)
»der nur faktische (Belgien) engere Beziehungen zwischen den beiden Mächten bestehen,
werden alle Kultusangelegenheiten im Justizministerium behandelt *). Beide Länder sind
lurch Zahlung eines großen Teiles der Kirchengehälter belastet.

Künstlerische und wissenschaftliche Einrichtungen
Museen, Bibliotheken, künstlerische und wissenschaftliche Einrichtungen aller Art
anterstehen gewöhnlich in allen Staaten dem Ministerium, das für das Bildungswesen zuständig
 ist, karthographische und hydrographische Anstalten meist den Wehrministerien.
Verhältnismäßig am zahlreichsten und verschiedenartigsten sind diese Einrichtungen in
Frankreich, das z.B. zur Durchführung des Schutzes der historischen Bauwerke auch
über Konservatoren in der Provinz verfügt. Großbritannien besitzt als einziger Staat
zein Staatstheater. Bedeutend sind seine Bemühungen für wissenschaftliche, besonders
zewerbliche Forschungszwecke, die unter einem Ausschuß des Kronrates vom Departement
 of Scientific and Industrial Research geleitet und zum Teil in eigenen Forschungsanstalten
 durchgeführt werden. Diese Organisation steht im Gegensatz zu der der
leutschen Kaiser Wilhelm-Gesellschaft und ferner des unbedeutenderen französischen
Difice National des Recherches Scientifiques et Industrielles et des Inventions, die außer-1alb
 des Staates stehen und lediglich von ihm subventioniert werden.

Soziale Verwaltung
Die sozialen Aufgaben und das Gesundheitswesen sind in dem
verhältnismäßig kleinen Belgien dem Innen- und dem Justizministerium angegliedert.
Arbeitsfiragen und Gewerbepolizei obliegen dem Wirtschaftsministerium (Ministerium für
Arbeit, Industrie und soziale Fürsorge), das demnach im großen und ganzen eine gemeiname
 Bearbeitung sämtlicher sozialer, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Fragen mit
Ausnahme der landwirtschaftlichen Fragen ermöglicht. In Großbritannien ist die
ımfangreiche soziale Verwaltung geteilt zwischen dem Home Office, das besonders die
allgemeinen Arbeiterschutzfragen bearbeitet und dem die örtlichen Gewerbeinspektoren
anterstellt sind, um dem sehr vielgestaltigen Ministerium für Gesundheitswesen sowie
dem im Kriege geschaffenen ebenfalls großen Apparat des Arbeitsministeriums. Das
Gesundheitsministerium, dessen wesentliche Aufgaben auf dem Gebiet des
Armen-, Gesundheits-, Wohnungs- und Bauwesens (Kanalisation, Stadtplanung, Straßen-‚einigung,
 Gesundheitspolizei) der Gemeinden liegen, das vor allen Dingen die allgemeine
&amp;lt;ommunalaufsicht ausübt und besonders durch Bezirkskontrolleure das kommunale
Zechnungswesen prüft, verwaltet außerdem die Krankenversicherung (mit vielen lokalen
Zweigstellen), die im Gegensatz zu Deutschland nicht einer besonderen Körperschaft mit
zigenem Beamtenstab anvertraut ist. Das Wohnungswesen wird im Interesse der weniger
oemittelten Bevölkerung und des Gesundheitszustandes in den »Elendsvierteln« vom
Staat durch Zuschüsse an die Gemeinden besonders gefördert.

!) In den statistischen Ausführungen 8. 623 ff wurden wegen der engen traditionell begründeten Beziehungen der
Kultusverwaltung zur Hoheitsverwaltung noch die Ausgaben für das Kirchenwesen — trotz evtl. vorliegender Staatsausgaben
 für Kultuspersonal — unter dieses gezählt, es erscheint jedoch bei der im allgemeinen vorliegenden Trennung
‚on Staat und Kirche richtiger sie hier in der systematischen Darstellung unter Leistungsverwaltung einzureihen und
ıla kulturelle Aufeaba mn behandeln,
        <pb n="499" />
        — 625 —
Das Arbeitsministerium bearbeitet alle Arbeitsangelegenheiten, besonders
intensiv die Fragen der. Arbeitslosenversicherung, der Arbeitsvermittlung und der Lohnstreitigkeiten
 mit behördlicher Lohnfestsetzung in bestimmten Industrien. Für die letzten
drei Aufgaben besitzt es getrennte, ausgedehnte Stäbe von örtlichen Behörden. Frank -
reich hat als einziger Staat eine fast vollständige Vereinigung fast aller Zweige der
Verwaltung gesondert von den Aufgaben des Wirtschaftsministeriums vorgenommen. Im
Iranzösischen Ministerium für Arbeit und Hygiene liegt im Gegensatz zum
‘ndustriellen Großbritannien, wo Arbeiterfragen und die Versicherungsfragen im Vordergrunde
 stehen, das Schwergewicht der Tätigkeit auf bevölkerungspolitischen
Maßnahmen: Säuglingsschutz, Kinder- und Waisenfürsorge, Geburtenprämien, Unterstützung
 kinderreicher Familien. Erst in zweiter Linie kommen andere Zweige sozialer
Tätigkeit, z.B. Armenfürsorge, Wohnungswesen und Arbeiterfragen in Betracht. Aus-:ührung
 und ein Teil der Lasten dieser Aufgaben obliegen vor allem Gemeinden und
Departements. Ein umfassendes Sozialversicherungsgesetz ist kürzlich in. Kraft geireten,
 bisher bestand nur eine beschränkt ‚obligatorische Teilversicherung (retraites
yuvrieres et paysannes) mit einem unmittelbar staatlichen, z. T. regionalen Verwaltungsıpparat.
 Staatliche Kontrollorgane in den Departements überwachen die Durchführung
ler sozialpolitischen Maßnahmen bei den Unterverbänden. Die Gewerbeinspek-‚ion
 obliegt vollkommen dem Staat, er hat in Anbetracht der Arbeiternot der Handarbeiter
 auch örtliche Vermittlungsstellen durch das Arbeitsministerium eingerichtet. Zur
3eschaffung von landwirtschaftlichen ausländischen Handarbeitern besteht infolge der
Arbeiternot eine besondere Stelle beim Ministerium für Ackerbau. Alle diese Maßnahmen
’eichen in ihrer. Intensität und Ausdehnung nicht an die Großbritanniens heran, weil
aicht dieselben Voraussetzungen vorliegen. Eine besondere Fürsorge wendet der französische
 Staat dem Sparwesen durch staatliche Sparkassen und dem Genossenschaftswesen
lurch Unterstützung und Förderung von den verschiedensten Vereinen auf Gegenseitig-Keif
 zu.
Die staatliche Hygiene-Verwaltung, soweit sie nicht Gesundheitspolizei ist, hat keinen
Unterbau in den Präfekturen, jedoch sind staatliche Departementsveterinäre vorhanden.
Die regionale und lokale Leitung der gesundheitspolizeilichen Dienste liegt beim Präekten
 bzw. beim Bürgermeister.
In Italien hat zwar das Korporationsministerium, das als Hauptaufgabe alle
Zweige der Wirtschaft außer der Landwirtschaft betreut, ebenfalls einen großen Teil der
sozialen Verwaltung übernommen, in der Hauptsache liegt jedoch die Bearbeitung der
sozialen Fragen (außer Arbeiterangelegenheiten) und die des Gesundheitswesens, wie in
Belgien, beim Innenministerium. Bevölkerungspolitische Fragen bestimmen auch stark
lie Richtung der italienischen öffentlichen Tätigkeit. Eine obligatorische Sozialversiche-‘ung
 ist vorhanden. Ein Armenunterstützungswesen außerhalb der Versicherung besteht
licht. Zuständige Ministerialbehörde ist das Korporationsministerium, das ebenfalls die
allgemeinen Arbeiterfragen bearbeitet. Ein Unterbau der staatlichen Sozial- und Hygieneverwaltung
 besteht auch in den Provinzen. Für die Leitung des Gesundheitsdienstes sind
Provinzärzte bestellt.

Wirtschaft
Von den wirtschaftlichen Angelegenheiten wird in allen Ländern die Landwirtschaft
von einem besonderen Ministerium verwaltet. Das eigentliche Wirtschaftsministerium
ımfaßt überall folgende Arbeitsgebiete: Industrie (Kartellwesen), Handwerk, Handel (oft
n Verbindung mit Ministerium für Auswärtiges), Bank- und Geldwesen, Maße und Ge-Wichte,
 Markenschutz und Patentwesen und gewisse statistische Aufgabengebiete,
In Italien und Belgien ist im Gegensatz zu den anderen Ländern hier fast die ganze
Statistik zentralisiert). In Großbritannien, Belgien und Italien wird auch das Bergbauwesen
 von ihm betreut, während dieser Zweig in Frankreich dem, Ministerium für
fentliche Arbeiten zugewiesen ist. Frankreich und Italien verfügen auch über regionale
Bergbauinspektionen.

Finanzen und Steuern
        <pb n="500" />
        — 626 —
Verkehr
Wegen der engen Verflechtung von Wirtschaft und von Verkehrswesen ist im übrigen
lie Abgrenzung der Aufgabengebiete zwischen diesen Ministerien in den Ländern sehr
ıneinheitlich. Besondere Verkehrsministerien bestehen in allen vier Staaten. In
Frankreich führt es die Bezeichnung »Ministerium für öffentliche Arbeiten«. Dem Verxehrsministerium
 unterstehen überall, mit Ausnahme Italiens, allgemeines Verkehrswesen,
Verkehrspolizei, Wege und Brücken, Gewässer (in Frankreich nur schiffbare) und die
Schiffahrt; nur in Großbritannien ressortiert diese nach dem Board of Trade. Das Eisenbahn-,
 Post-, Telegraphen- und Fernsprechwesen wird im allgemeinen international einseitig
 von den Verkehrsministerien verwaltet, sofern nicht der Staat eigene Unteraehmungen
 auf diesen Gebieten besitzt und die einzelnen Betriebszweige besonderen
Ministerien anvertraut hat.
Das italienische Verkehrswesen ist wegen der besonderen Bedeutung, die hier augenblicklich
 die Wege-, Brücken- und besondere Wasserbauten sowie wasser- und forstwirtschaftliche
 Arbeiten im Interesse der Wasserversorgung oder zur Beseitigung der
Yberschwemmungsgefahr haben, auf zwei Ministerien verteilt. Die gesamten öffentlichen
Arbeiten unterliegen einem entsprechenden Ministerium, während das Verkehrsministerium
 für die Überwachung des Verkehrswesens auf den verschiedenen Gebieten (Post,
Telegraph, Telephon, Schiffahrt, Häfen, Automobilwesen, Eisenbahnen) zuständig ist.
In Großbritannien untersteht dem Transportministerium auch das Elektrizi-Lätswesen,
 in Frankreich wurde es dagegen mit Rücksicht auf seine landwirtschaftliche
 Bedeutung dem Ministerium für Ackerbau angegliedert,
Den größten regionalen Verwaltungsapparat besitzt Frankreich, das über ein
straff organisiertes Straßenbau-Ingenieurkorps mit zwei bis drei regionalen Instanzen
und eine besondere Fachschule verfügt. Auch die neuere äußerst intensive Betätigung der
italienischen Regierung auf den verschiedenen Gebieten hat zu einem stark ausgebauten
[ngenieurkorps geführt. In Großbritannien ist unter dem Transportministerium
nur ein verhältnismäßig kleiner Stab von lokaltätigen Straßenbaubeamten vorhanden.
Die finanziellen Lasten, die in einem Lande der Staat besonders für Wege, Brücken
ınd Flußbau zu tragen hat, hängen außer von der Intensität seiner Tätigkeit auf diesem
xebiete von der Lastenverteilung zwischen ihm und seinen nachgeordneten Verbänden
ab (S. 636).
Landwirtsechaftund Forsten

Der Bereich der Tätigkeit des Landwirtschaftsministeriums ist wohl in Frankreich am
umfassendsten, wie sich aus der landwirtschaftlichen Struktur des Landes ergibt. Es verwaltet
 die nicht schiffbaren Gewässer, ebenso wie das italienische und belgische Wirtschaftsministerium
 auch die Forsten (mit Hilfe von 32 Forstdirektionen) und besitzt für
landwirtschaftliche Kulturbauarbeiten und das Meliorationswesen besondere Fachbehörden,
die zum Teil von dem Ingenieurkorps des Wege- und Brückendienstes abgezweigt
sind. Eine ähnliche Einrichtung besteht in Großbritannien und Belgien nicht, in Italien
werden derartige Arbeiten von dem Ingenieurkorps des Ministeriums für öffentliche Arveiten
 versehen. In Großbritannien liegt die Verwaltung der Forsten bei der unabhängigen
 Forestry Commission. Das Ministerium für Ackerbau und Fischerei bearbeitet
zuch, wie schon der Name sagt, das gesamte Fischereiwesen und schenkt seine besondere
Aufmerksamkeit den landwirtschaftlichen Siedlungs- und Schrebergärtenbestrebungen-Die
 Durchführung letzterer Aufgaben ist für die Gemeinden obligatorisch. Italien leistet
zegenwärtig ebenfalls sehr viel auf land- und forstwirtschaftlichem Gebiete. Der Staat
übernimmt einen Teil der landwirtschaftlichen Meliorationskosten, fördert das Siediungswesen
 und hat eine nationale Forstmiliz; im Interesse der Seuchenbekämpfung sind
Provinztierärzte vorhanden. Alle Länder, mit Ausnahme Großbritanniens, wo die Staatstätigkeit
 sich immer nur auf die zentrale Erforschung der Probleme und die oberste Leijung
 beschränkt, besitzen landwirtschaftliche Unterrichtsanstalten und landwirtschaftüche
 Aufklärungsstellen in der Provinz. Es scheint jedoch, daß auch darin Frankreich
 an der Spitze steht. Beim Departement bestehen besnndere landwirtschaftliche
        <pb n="501" />
        — 627 —

Direktorien, ein besonderer Departementsveterinär für den Seuchendienst und Stellen
für die Durchführung der Schädlingsbekämpfung und der Unterdrückung des Lebensmittelbetrugs
 neben dem allgemeinen Polizeiapparat.
Die selbständigen öffentlichen Einrichtungen, das Institut de recherches agronomiques
und die die regionalen der landwirtschaftlichen Produktionsförderung dienenden Offices
agricoles erhalten ebenso wie Jandwirtschaftliche Versicherungsgenossenschaften be-Jeutende
 Subventionen.

Öffentliche Erwerbswirtschaft
Die Ausdehnung der öffentlichen Erwerbswirtschaft auf die verschiedenen
Wirtschaftszweige ist nicht überall gleich. Der Unterschied zwischen Frankreich und
Großbritannien fällt am meisten auf. Er liegt zum Teil historisch darin begründet, daß
in Frankreich, dem Lande der starken zentralen Staatsgewalt, die Idee des Polizei- und
Merkantilstaates stärker zum Durchbruch gekommen ist, als es in Großbritannien mit
zeiner liberal-rechtsstaatlichen Tradition, seiner starken Volksvertretung und seiner
starken lokalen Selbstverwaltung jemals der Fall sein konnte. Belgien und Italien ähneln
in ihrer Struktur mehr Frankreich, ohne allerdings an die Vielfältigkeit seiner erwerbswirtschaftlichen
 Betätigung heranzureichen. Am Gesamtvolumen erwerbswirtschaftlicher
Betätigung gemessen, tritt Frankreich allerdings hinter diesen Staaten zurück. weil die
Verstaatlichung der großen Privatbahnnetze noch aussteht.
Fast ausschließlich Staatsbahnen besitzt Italien; Frankreich bislang nur zwei allerdings
 bedeutende Netze. In Belgien sind die Hauptbahnen einer besonderen selbständigen
Betriebsgesellschaft anvertraut, während Großbritannien sich überhaupt nicht auf diesem
Gebiet betätigt. Die Verwaltung der staatlichen Eisenbahnen liegt in Frankreich beim
Ministerium für öffentliche Arbeiten, in Italien beim Verkehrsministerium. Staatliche
Post und Telegraphie besitzen alle Staaten. In Italien ist beim Telephon wieder das Verpachtungssystem
 an staatliche Konzessionäre eingeführt. Zuständig für diesen Erwerbszweig
 sind in Großbritannien das Post-Office, das als Einnahmedepartement in loser Beziehung
 zum Schatzamt steht, in Frankreich das Ministerium für Handel und Gewerbe,
 in Italien — ebenso wie in Belgien — das Verkehrsministerium. Domänen und
Forsten besitzen ebenfalls alle Staaten, ebenso wie eine meist unabhängige Staatsbank, an
deren Gewinn der Staat beteiligt ist. Kunstgewerbliche Staatsbetriebe (Porzellan-,
 Gobelinmanufaktur), sodann eigene Staatshäfen besitzt nur Frankreich. Über
staatliche Versicherungskassen und Sparkassen verfügt Belgien, Italien auch über Waffen,
fabriken; Frankreich besitzt alle Arten der genannten Unternehmungen, außerdem noch,
wie auch Großbritannien, staatliche Werften.
Die Steuermonopole ressortieren in den Ländern zum Finanzministerium. Die anderen
Betriebe sind, soweit sie nicht als Heeresbetriebe das Kriegsministerium hetreut, verschiedenen
 Ministerien unterstellt.
Zu den französischen Monopolen gehören das Pulver-, Tabak- und Streichholzmonopol;
Italien hat ein Tabak- und ein Salzmonopol. Die anderen Staaten haben keine Monopnolbetriehe
 ausgebildet.

b) Organisation und Aufgaben der regionalen Verwaltung
Der Aufbau der allgemeinen staatlichen Bezirksverwaltung und der Selbstverwaltung
Die behandelten Länder weisen trotz ihrer gleichartigen Struktur als Einheitsstaaten
3toße Unterschiede in der regionalen Untergliederung der Verwaltung auf, so daß auch
hier der Finanzbedarf der Staatshaushalte verschieden bewertet werden muß, je nachdem
der Staat öffentliche Anfgaben selber erfüllt oder sie anderen öffentlichen Körnerschaften
überläßt.
Besonderheiten der regionalen Organisationen
Großbritannien verzichtet im großen und ganzen auf eine allgemeine staatliche
Bezirksverwaltung. In der Übersicht über die Bezirksverwaltung Großbritanniens wurden
infolge der eigenen Zentralverwaltung für Schottland und seiner abweichenden lokalen
Organisation nur die lokalen Einheiten von Englandund Wales dargestellt; groß
        <pb n="502" />
        — O8 —

sind die Unterschiede nicht. Die vom Staate ernannten Bezirksorgane haben im wesentüchen
 repräsentative Aufgaben. Die ausschlaggebenden Organe der regionalen Verwaltung
sind gewählt, Das Gemeinwesen schichtet sich in Selbstverwaltungsverbänden (in drei Stufen}
auf bis zur zentralen Organisation, dem Staate als dem Selbstverwaltungskörper der
ganzen Nation. Allerdings gibt es keinen freien Wirkungskreis der Selbstverwaltungsverbände.
 Ihre Aufgaben sind ihnen durch Gesetz einzeln vorgeschrieben bzw. erlaubt.
In keinem Falle können von ihnen selber neue Aufgaben in Angriff genommen werden.
Die ganze umfassende Selbstverwaltung ist also im Grunde genommen eine Art Auf-Iragsverwaltung.

Dagegen ist die regionale Verwaltung Italiens durch und durch verstaatlicht. Die
Gebietskörperschaften der Provinzen und Kommunen haben zwar eigene Haushalte und
eigene Einnahmen — entsprechend der Verschiedenheit der lokalen Bedürfnisse —
sind aber gänzlich der zentralen Gebietskörperschaft, dem Staate, untergeordnet. Man
kann sie am treffendsten mit der Bezeichnung »Zwangslastenverbände« belegen.
 Die früher dreistufige Staatsverwaltung ist durch Wegfall der Unterpräfekturen
der bisher zweistufigen Selbstverwaltung angeglichen; ihre Organe sind sämtlich ernannt.
In der obersten Unterstufe, der Provinz, besteht eine Personalunion des staatlichen
Organes des Präfekten mit dem Präsidenten’ des Provinzialorganes, Dieser, der Provinzialverwaltungsrat,
 fungiert eigentlich nur als Beiratdes Präfekten für die Selbstverwaltung
 der Provinz. Sämtliche bezahlte Beamte der Selbstverwaltungskörper sind
verstaatlicht. Auch der Bürgermeister (Podestä) ist ernannt, gilt aber noch als
Ehrenbeamter der Kommunen und ist gewöhnlich unbezahlt.
Zwischen diesen beiden gegensätzlichen Formen der Beziehung von Zentral- und
Regionalverwaltung steht die französische und belgische Organisation. Neben
der straff zentralisierten Staatsverwaltung mit drei Verwaltungsunterstufen in Belgien
und in Frankreich baut sich die zweistufige Selbstverwaltung (Provinz und Kommunen
in Belgien — Departement und Kommune in Frankreich) auf. In den Departements ist
der Präfekt sowohl die bürokratische Spitze der staatlichen allgemeinen Departementsverwaltung
 mit weitgehendem Einfluß (einschließlich Beamtenernennung) bei den verschiedenen
 Spezialverwaltungen als auch Exekutivbeamter des Departements als Selbstverwaltungskörperschaft
 (vgl. die Stellung des preußischen Landrats). Die Arrondissements
 sind weder in Frankreich noch in Belgien Selbstverwaltungskörper. Das
Tätigkeitsgebiet der Kommunalverwaltungen umschließt alle dem Interesse der Kommunen
 dienenden Aufgaben. Die französischen und belgischen Formen der Selbstverwaltung
 nähern sich somit der deutschen. In Frankreich ist die Selbstverwaltung
in den letzten Jahren sogar bewußt gestärkt worden. Hier werden die Häupter der
staatlichen Bezirksverwaltung auf Vorschlag der Bezirksvertretungen ernannt, während
in Belgien dies nicht der Fall ist. Der Bürgermeister wird hier vom König sogar aus
der Mitte des Gemeinderats ernannt. In Frankreich wird der Bürgermeister vom Gemeinderat
 gewählt, ohne daß eine Bestätigung durch die Aufsichtsbehörde notwendig ist;
jedoch besteht ein Suspendierungsrecht ihm gegenüber, genau so wie ein Auflösungsrecht
bezüglich des Gemeinderats. Die Verzahnung von staatlicher Bezirks- und Selbstverwaltung
 wird durch das Aufsichtsrecht des Gouverneurs bzw. des Präfekten (und des
Chefs der Arrondissements) hergestellt, in Frankreich durch die Mitwirkung von
lokalen Organen, wie Generalrat und Arrondissementsrat bei der Staatsverwaltung.
 Die Gouverneure und die Präfekten führen auch den Vorsitz der entsprechenden
Selbstverwaltungsorgane. Doch geht das System der bel gischen Selbstverwaltung
insofern weiter als das französische, als auch eigentliche staatliche Funktionen an den
Provinzialrat bzw. seine ständige Deputation übertragen werden.
Die Kommunalaufsicht ist in allen drei Kontinentalstaaten sehr stark ausgebildet.
 Die Gemeindeaufsicht übt in den unteren Instanzen der französische Unterpräfekt
 und der Präfekt, der belgische Provinzialrat und der italienische Präfekt aus.
Als oberste Staatsaufsichts- und als Provinzaufsichtsbehörde fungieren die zuständigen
Minister, die Kontrolle ist in Frankreich und Belgien zum größeren Teil Rechts-, zum
zeringeren Ermessenskontrolle. Beschlüsse der Selbstverwaltungsorgane werden erst nach
        <pb n="503" />
        _— 629 —

Ablauf der Einspruchsfrist der Aufsichtsstellen rechtskräftig.. In Großbritannien unterjegen
 die Verordnungen der Lokalbehörden der Genehmigung des Gesundheitsministers
bzw. dem Einspruch der Home office; im übrigen ist die Grafschaftsaufsicht über die
Gemeinden bzw. die Staatsaufsicht. über alle Selbstverwaltungsverbände beschränkt,
Anordnungen können nur auf dem Umweg über ein gerichtliches Urteil erzwungen werden.
Eine unmittelbare Einflußnahme ohne ein solches ist möglich, wenn sie sich der Staat —
wie es auf vielen Gebieten der Fall ist — mittels finanzieller Subventionen gesichert hat.
In allen Staaten wird das Rechnungswesen der Selbstverwaltungen durch den
Staat bzw. durch eine von ihm delegierte Instanz geprüft. Ebenso ist (mit Ausnahme von
Großbritannien) die Budgetaufstellung der Genehmigung bzw. Kontrolle der
übergeordneten staatlichen Verwaltungsstufe unterworfen. Überall ist Zwangsetatisierung
vorgesehen, falls, obligatorische Aufgaben nicht erfüllt werden,

Verschiedene Bedeutung der Verwaltungsstufen
Bei einem Überblick über den Stufenbau der Staats- und Selbstverwaltung
 ist zu bedenken, daß die-einzelnen Stufen der Selbstverwaltung international
nicht ohne weiteres vergleichbar sind. Auffällig ist die Verschiedenheit der

Überblick über den Aufbau von Staats- und Selbstverwaltung

Verwaltungsstufen
- 5.
Staatsverwaltung
Oberbau

1. Unterstufe .....

3. Unteretuie .....

3. Unterstufe .....

Selbstverwaltung
1. St .........

2, Stufe v...000000

8, Stufe s..0.0.000

England und Wales

18 Ministerien und Zentralämter

31, Verwaltungsgraf- Grafen
 BR schafts-37
 Stadtgrafschaften rat
1 Grafschaft London a
räte

i. 253 Municipal Boroughs
 ;
28 hauptstädtische
Bezirke, 1 City |
von London
2, 779 städtische Bezirke

649 ländliche Be- |
zirke

Statutarstädte-



städtische
bzw. ländliche

Distriktsräte


2801 Kirchspiele unter Kirchspielräten
 bzw. -Versammlungen

Frankreich

14 Ministerien (Zahl
schwankend)

9 Departements:
Präfekt ernannt auf
Vorschlag des Generalrates
 mit Präfek-Surbüros
 und Sonderverwaltungen

und Seinedepartement
 (Paris)

279 Arrondissements:
Unterpräfekt und
Arrondissementsrat

37 987 Gemeinden
‘Bürgermeister als
Organ der staatlichen
 Auftragsveryaltung)


39 Departements
Generalrat (Vorsitzender
 der Präfekt)


37 987 Gemeinden;
Gemeinderat
Bürgermeister
‚Maire}

|

Belgien

11 Ministerien

‘ Provinzen: Gouverneur.
 und Provinzialgreffer


1 Arrondissements:
Arrondissementkommissar


0 Kommunen
Bürgermeister als
Irgan der staatlichen
 Auftragsverwaltung,
 - ernannt
vom König aus der
Mitte des Gemeinderates


9 Provinzen
Provinzialrat:(Vorsitzender:
 Gouverneur}


2320 Gemeinden; Gomeinderat;
 Schöffenkollegium
 und
Bürgermeister (ernannt)


Italien

13 Ministerien

92 Provinzen: Präfekt
mit ernannten Beiräten:
 Präfekturrat
und Provinzialwirtschaftsrat

Rom und Neapel

ı 672 Gemeinden (PodestA
 ernannt, Ehronbeamter)


D .) Als Beirat des Podastä fungiert für die gemeindeeigenen Angelegenheiten der ernannte Gemeinderat. — ) Zn Beirat für den
prifekten für die provinzialeigene Verwaltung fungiert der Provinzialrat (ernannt), dessen Präsidium durch Personalunion mit.
Täfektenamt verknüpft ist.
        <pb n="504" />
        -_ 630 —

Formen, die Großbritannien Iür seine Unterverbände, je nach ihren verschiedenen
 Bedürfnissen historisch bedingt, entwickelt hat. Das Kirchspiel hat so wenig
Aufgaben, daß es kaum als selbständige Einheit gelten kann und deswegen keineswegs
mit den Gemeinden der anderen Länder vergleichbar ist, am ehesten könnte man es mit
den selbständigen Ortsteilen und Ortschaften, auch »Köge« oder Kirchspielgemeinden
in einigen preußischen Provinzen vergleichen. Als unterste Selbstverwaltungskörperschaften
 sind in Großbritannien vielleicht besser die ländlichen und städtischen
 Distrikte und die Städte (Boroughs) anzusehen. Zwischen Städten und Stadtdistrikten
 besteht dabei kein Stufenunterschied, sondern nur ein Rangunterschied. Den
Städten kommt deshalb auch besonders bei größerer Einwohnerzahl ein größerer Aufgabenkreis
 zu (vor allem Polizei). Als sehr bedeutsame obere Stufe der Selbstverwaltung
 Großbritanniens sind die Grafschaften bzw. Stadtgrafschaften (Grafschaftsfreie
Städte zugleich also auch Unterstufen) ausgebildet; seit dem Wegfall der besonderen
Armenfürsorgeverbände (unter den gewählten Boards of Guardians) sind sie auch mit
deren Rechten ausgestattet, Diese Stufe der englischen Verwaltung ähnelt in der Größe
des Aufgabengebietes der entsprechenden Stufe der italienischen Provinz, die
aber auf einem ganz anderen politischen Prinzip beruht, der völligen Zurückdrängung
der Selbstverwaltung bzw. ihrer undurchsichtigen Vermischung mit der Staatsverwaltung.
Als Form der untersten Selbstverwaltungsstufe kennen alle drei Kontinentalstaaten
nur die grundsätzlich mit gleichen Rechten ausgestattete Gemeinde.
Mit Ausnahme von Belgien gewähren alle Staaten ihren Hauptstädten eine besondere
 Rechtstellung, die teilweise auf eine Beschränkung der Selbstverwaltung zielt.
Die Londoner hauptstädtischen Bezirke. (Metropolitan Boroughs) sind zur Grafschaft
 London zusammengefaßt. Die Polizei ist im Gegensatz zu anderen Städten mit
Ausnahme der City-Polizei verstaatlicht. Die City von London hat noch alte Rechte
bewahrt und ist in vielen verschiedenen Aufgaben unabhängig von der Londoner Grafschaftsverwaltung.
 Rom steht unter Sonderregime eines Gouverneurs, der größere Be-[ugnisse
 als der Podestä besitzt und direkt dem Innenministerium als Staatsbeamter
untersteht. Neapel steht unter einem Sonderkommissar; außerdem besitzt das Finanz-Ministerium
 besondere Befugnisse für den Umbau der Stadt.
In Frankreich sind die hauptstädtischen Bezirke zum Seine-Departement verbunden,
 dessen Präfekt als Bürgermeister (maire) der Hauptstadt fungiert. Auch die
Bürgermeister der Bezirke sind vom Präsidenten der Republik ernannt. Die Polizeiaufgaben,
 die sonst von den Selbstverwaltungskörpern versehen werden, sind einem
staatlichen Polizeipräfekten übertragen.
Außer den Hauptstädten haben auch andere Städte eine besondere Rechtstellung:
 Die belgischen Städte über 5000 Einwohner sind von der Aufsicht
der unteren staatlichen Verwaltungsstufe, dem, Arrondissement, befreit; die Hauptstadt
besitzt darüber hinaus keine weiteren Vorrechte.
In Frankreich unterstehen die Departementshauptstädte direkt dem Präfekten,
gehören also keinem Arrondissement an. Wie Paris, bildet auch Lyon ein eigenes
Departement, hat aber einen eigenen Maire neben dem Präfekten, der aber die städtische
Polizeigewalt ausüht.

In Großbritannien können durch Parlamentsgesetz (früher durch Verfügung
des Gesundheitsministers, die das Parlament umstoßen konnte) größere Städte (seit 1926
solche über 75 000 Einwohner) von der Unterordnung unter die Grafschaften befreit
und zu Stadtgrafschaften erhoben werden. Der drei- bis vierstufige Verwaltungsaufbau
Großbritanniens verengt sich also zu einem zweistufigen: Staat und Stadtgrafschaft,
Größere städtische Bezirke können auf Antrag zu Municipal Boroughs erklärt
werden, wodurch. sie in einigen Verwaltungszweigen unabhängig von der Grafschaft
werden, z.B. dem Unterrichtswesen, in verwaltungspolizeilichen Aufgaben und in der
Friedensgerichtsharkeit.
        <pb n="505" />
        — 631 —
Die städtischen Bezirke selber sind wiederum eximiert vom ländlichen Distrikt,
vereinigen in sich also die Funktionen des letzteren sowie die des Kirchspiels, und haben
aoch besondere Vollmachten.
Setzt man in den Ländern die Zahl der Verbände mit der Bevölkerungszahl in Beziehung,
 so zeigt sich bei den Verbänden der oberen Stufe zwischen Frankreich, England
ınd Wales und Italien eine erhebliche Übereinstimmung. Die Durchschnittsbevölkerung
äegt überall zwischen 400 000 und 450 000 und entspricht etwa der eines preußischen
Regierungsbezirks; die belgischen Provinzen haben im Durchschnitt doppelt soviel Einwohner.

Zahl und Bevölkerung der Selbstverwaltungsverbände
Frankreich
Durch- *
mn |
rung

Gebietskörperschaft

Italien

— Durchschnitts-

 bevölkerung


Durchschnitts-


 _

jelbstverwaltungsverbände höherer
Ordnung (in England nur Grafachaften)......


2

406 5965

29 | 419119

a

B81 348

92

447 530

jemeinden, die zugleich Selbstverwaltungsverbände
 höherer Ordnung
 sind..... SP

B3

154 105

2 [1721 134

Ybrige Gemeinden (in England ohne
Kirchepiele) ....

Städte und
städtische
Distrikte:
1 036
dazu
648
ländliche
Distrikte:
nit 12801 '
&amp;lt;Zirchspielen

25 112 |!

37 987

382

2 290

3 419

3672 | 4100

12116 |

Ein auffälliger Unterschied besteht zwischen der Zahl der Gemeinden in
Frankreich und Italien. Das politische System des Faschismus, die straffe Zentralisierung
 und der Wegfall der Unterpräfekturen haben zwangsläufig zur Übersichtlichkeit
ınd Vereinfachung der Verwaltung und damit zu einer ständigen Verringerung sowohl
der Provinzen wie der Gemeinden geführt. Die Ortsgemeinde fällt in Italien nicht
immer mit der politischen zusammen. Es bilden oft erst mehrere Ortsgemeinden zusammen
 eine politische Gemeinde. Daraus erklärt sich auch der große Aufrabenkreis
 der Gemeinden. Dies System nähert sich bereits dem englischen an, wo die
aufgabe-entleerten ländlichen Kirchspiele zu ländlichen Distrikten zusammengefaßt sind,
woraus sich dann die hohe Durchschnittseinwohnerzahl von etwa 12 000 ergibt.
Organisation, Aufgaben und Lastenverteilung in den einzelnen Verwaltungszweigen
Gemeinde bzw. Gemeindeverband sind auf vielen Gebieten die letzten Mittelsstellen,
durch die Staat und Individuum miteinander in Verbindung treten. Die Gemeinde
gelangt zu dieser Stellung einmal dadurch, daß sie die meisten Gesetze und Verordnungen
des Staates zur Durchführung bringt und ihnen Wirksamkeit verleiht, weiterhin aber
zuch dadurch, daß vielfach sie es ist, die Anträge und Wünsche des Publikums ın
Empfang nimmt und an die staatlichen Stellen weiterleitet. Diese Funktionen erfüllen
die Gemeinden ohne Rücksicht auf die Verschiedenheit ihrer sonstigen Organisation
in allen Ländern, Sie werden schwächer ausgeübt dort, wo die Polizeiverwaltung voll
in den Händen eigener staatlicher Organe liegt. .
Die Gemeindeverbände sind dagegen als Durchgangskanäle weniger belastet,
wenn regionale staatliche Instanzen vorhanden sind, die sich zwischen Gemeinde und
Staat einschieben. Auf dem Gebiete der allgemeinen Verwaltung liegt also international
nicht so sehr eine Verschiedenheit des Umfangs und der Intensität der Tätigkeit der
Gemeinden als der Betätigung der Selbstverwaltungsverbände höherer Ordnung vor. Sie
        <pb n="506" />
        — 632 —
ist zurückzuführen auf die in manchen Staaten fehlende Tätigkeit, letzterer, im Sinne
einer prüfenden bzw. verteilenden und Einzelheiten regelnden Instanz auf dem Gebiete
der allgemeinen Hoheitsverwaltung. Wenn staatliche Bezirksverwaltungen
vorhanden sind, beschränkt sich der Aufgabenkreis des höheren Gemeindeverbandes auf
die Gebiete der Leistungsverwaltung, bei denen er als Lastenträger zu fungieren hat: so
in Frankreich, Italien und Belgien, wo Wohlfahrtspflege, Wegewesen und Unterricht so
ziemlich die Hauptaufgaben der Provinzen bzw. Departements als Selbstverwaltungsbzw.
 Lastenverbände bilden. Allgemeine Verwaltung und Finanzverwaltung sind nur
insoweit vorhanden, als sie notwendig sind, um den Leistungsapparat selbst zu finanzieren
 und zu leiten. In den kontinentalen Staaten, besonders in Italien und in zweiter
Linie auch in Frankreich, sind die Leitungs- und Büroorgane für diese Zweige der Verbandstätigkeit
 so mit den Organen der allgemeinen regionalen Staatsverwaltung verschmolzen,
 daß eine Trennung kaum möglich ist. Nicht ohne Grund trägt -z. B. der
Departementsverband in Frankreich in Höhe von 33!/s vH der Kosten zur Finanzierung
der allgemeinen Präfekturverwaltung bei.
Ganz anders ist die Stellung der Selbstverwaltungskörper höherer Ordnung in Großbritannien;
 hier sind die Grafschaften Hoheitsverwaltungsinstanz, z.T. als unterste.
z. T. als Durchlaufsinstänz.
Bei den Gemeinden liegt strukturell eine größere internationale Verschiedenheit auf
dem Gebiete dieser allgemeinen und Hoheitsverwaltung nicht vor. Soweit sie in Ansätzen
 da ist, beruht sie nicht auf einem wesentlich verschiedenen Verhältnis von Staat
zu Gemeinde und umgekehrt, sondern auf dem bereits gekennzeichneten‘ anderen Staatsprinzip,
 das (wie in Großbritannien) überhaupt weniger staatshoheitliche Aufgaben zur
Entstehung gelangen läßt und ihrer entraten kann, ohne das reibungslose Abrollen
des privaten Lebens zu gefährden, (z. B. Fehlen eines polizeilichen Anmeldungszwanges).
Im übrigen gibt es aber auch in Großbritannien derartige Aufgaben zu erfüllen; und
in allen Ländern sind somit beschlußfassende und oberste ausführende Organe, allerdings
mi, mehr oder weniger stark ausgebildeten Büros, vorhanden. Das Schwergewicht der
Entscheidung in hoheitlichen und allgemeinen Verwaltungssachen ‚liegt, wie überhaupt
in der kommunalen Wirtschaft in den kontinentalen Ländern, beim Bürgermeister als
gewähltem bzw. ernanntem Organ: und dessen Büros; in Großbritannien, wo fast alle
Angelegenheiten die Tendenz in sich tragen, als Fachangelegenheiten behandelt zu werden,
bei dem Rat bzw. den Fachausschüssen des‘ Rates. Deshalb auch ist .die allgemeine
und Hoheitsverwaltung hier weniger stark ‚ausgebildet. Das zentrale Sekretariat des
Bürgermeisters steht — besonders in den kleineren und mittleren Gemeinden — der
Kompetenz und vermutlich auch der Größe nach in den kontinentalen Ländern mehr im
Vordergrund der Verwaltung als das Büro des Clerks, des Stadtsyndikus in Großbritarnien,
 der durch die Kompetenz der unmittelbar den Fachausschüssen unterstehenden
 anderen obersten Fachbeamten stark in seiner Macht beschränkt wird.

Die polizeilichen Aufgaben werden in den Kontinentalstaaten von den
staatlichen Bezirksorganen ausgeübt und liegen nur in der ‚untersten ‘ Gebietseinheit
 in Händen des Bürgermeisters bzw. bezüglich der Sicherheitspolizei in den Händen
des ihm unterstellten Polizeikommissars (letzterer in Frankreich bei Gemeinden von
5 000 Einwohnern ab. obligatorisch) als Auftragsangelegenheit. In Großbritannien allerdings
 üben die Selbstverwaltungsorgane der höheren Stufen infolge des Fehlens einer
staatlichen allgemeinen Bezirksverwaltung diese polizeilichen Funktionen als eigene Aufgaben
 aus; die unteren Einheiten, die Distriktsräte und die kleineren Städte (Boroughs)
unter 20 000 Einwohner haben keine Aufgaben auf dem Gebiet der Sicherheitspolizei
und Kriminalpolizei; ihre Hauptaufgaben liegen auf: dem Gebiet des Wohnungswesens,
der Gesundheit, der Ortsplanung, der Kanalisation, Straßenreinigung usw.; ihr ganzes
Gebiet wird von der Polizeigewalt der Grafschaft erfaßt. In dieser obliegt die Verfügung
über die Sicherheits- und Kriminalpolizei einem aus Friedensrichtern, Gemeinde- und
Grafschaftsratsmitgliedern bestehenden Ausschuß. In den selbständigen- Polizeistädten
handhabt der Stadtrat die Sicherheitspolizei.
        <pb n="507" />
        zo 3 as
Die Gesundheits- und die sonstige Verwaltungspolizei untersteht dem Grafschafts- bzw.
Stadtrat oder Distriktsrat, und zwar direkt den dafür bestimmten Kommissionen und dem
leitenden .Beamten. des Medical Officer of Health bzw. dem. Inspector of Nuisances, der
den ganzen, besonders gesundheitlichen polizeilichen Außendienst, Wohnungen, Kanalisation,
 Beseitigung gesundheitsschädlicher Zustände auf Straßen usw. besorgt. Die Verwaltungspolizei
 untersteht in Frankreich und den Kontinentalstaaten trotz teilweiser
Bearbeitung durch fachliche Instanzen — bei der geringen Durchschnittsgröße der
französischen Gemeinde gegenüber dem englischen Distrikt ist die fachliche Organisation
 kaum durchführbar — viel unmittelbarer dem Bürgermeister bzw. dem Präfekten
als Staatsorgan, der eine staatliche Kontrolle über die Tätigkeit der Gemeinden in
dieser Richtung ausübt. Die Verhältnisse in Italien und Belgien ähneln den Iranzösischen.

An den Lasten der Rechtspflege und des Strafvollzuges sind
die Gemeinden und Provinzen aller Länder beteiligt, meist in der Art, daß sie die
Gebäude zu stellen und zu erhalten haben. Den englischen Gemeinden und Gemeinderverbänden
 erwachsen auch personale Lasten.

Zuständigkeit und Lasten auf dem Gebiete der Polizeiverwaltung

z——
Angland u, Wales

Land

Frankreich .....

italien .........

a
Belgien .........

Stant

Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Tohe Subventionierung der kommunalen Polizei. Da- I
durch sichergestellt: Aufsicht über diese durch
Home Office
‚ondoner Polizeiverwaltung mit Ausnahme der Polizei
 der City, vollkommen staatlich

}3rafschaften für das Grafschaftszebiet
 mit Ausnahme der eximierten
Städte
Stadtgrafschaften
Städte (Boroughs) über 20000 Einwohner


Kommunale
Polizei

‚eitung der Polizei durch Innenministerium, Präfekten
 und Unterpräfekten, in Kriminalsachen auch
durch Staatsanwaltschaft
ögatliche Kriminalpolizeikommissariate in der Provinz

;tantliche Polizei in 6 größeren Städten Frankreichs
jubventionierung der kommunalen Pariser Polizei
!pndarmerie

+emeinden: Kommunale Polizei bzw. Feldhüter,
Leitung in Händen des Bürgermeisters, bzw. bei Geneinden
 über 5000 Einwohner eines diesem unterıtellten
 Polizeikommissars in ihrer Eigenschaft als
nittelbare Staatsbeamte

-eitung durch Innenministerium und Präfekten
n den meisten größeren Städten staatliche Polizei
jendarmerie und Miliz
bventionen an Gemeinden für die Unterbringung
der Polizei

Gemeinden: Kommunale Polizei bzw. Feldhüter.
Leitung: Podestä als mittelbarer Staatsbeamter

Leitung durch Innenministerium Gemeinden: Kommunale Polizei, Leitung: Bürgerni
 bzw. Polizeikommissar als mittelbarer Staatsgamter


In den Übersichten über die Lokalverwaltung der einzelnen Länder ist die Tätigkeit
der Selbstverwaltungsverbände in den verschiedenen Aufgabengebieten der Leistungsverwaltung
 leicht ablesbar. Bei einem zusammenfassenden Vergleich
ist festzustellen, daß Wohlfahrtswesen, Unterricht, Wegebau, Wohnungsbeschaffung den
breitesten Raum in der Selbstverwaltung einnehmen. :: -
Der Volksschulunterricht lastet in Großbritannien ganz, in den übrigen
Staaten nur z. T. auf den Gemeinden. Das höhere Schulwesen obliegt gewöhnlich den
Verbänden der höheren Stufe, den Gemeinden nur bei einer beträchtlichen Einwohnerzahl,
wenn der Staat das Schulwesen nicht ganz oder größtenteils sich selbst reserviert hat,
In Großbritannien als einzigem Staat ist die Unterrichtsleitung Kommunalaufgabe.
In Belgien haben die Provinzen und Gemeinden Zuschüsse für den Kultus zu leisten.
Der Wegebau obliegt in Großbritannien fast ausschließlich den Grafschaften,
weniger den ihnen nachgeordneten Verbänden. Für die Zwecke der Lastenverteilung
sind hier wie in den anderen Staaten die Wege in Klassen eingeteilt. In Frankreich,
Belgien und Italien sind die Wege I. Klasse Staatswege, wenn auch in Italien die Provinz
zu ihren Kosten beitragen muß. Die Wege der mittleren Klasse hat in diesen Ländern
die Provinz zu unterhalten, ‘in Großbritannien werden die Wege der I. und der mittleren
Klasse von den Grafschaften verwaltet. Die untersten Klassen liegen überall in den
        <pb n="508" />
        — 634 —

Land

England u. Wales

Zuständigkeit und Lastenvertellung auf dem Gebiete der Rechtspflege
Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Staat

Yberster Gerichtshof
57 Grafschaftsgerichte

Friedensgerichte mit ehrenamtlich tätigen unbesoldeten Richtern, aber
besoldeten Fachjuristen als Sekretär
Aufgabengebiet: staatlich; Lasten: lokal
)bere Friedensgerichte (Quarter Sessions) haben Grafischaften, Stadtgrafschaften
 und größere Städte auf Grund besonderer Verleihung
In Städten können an ihrer Stelle auf Grund besonderer Verleihung
Einzelrichter (Recorder) treten
Untere Friedensgerichte (Petty Sessions), mehrere im Bezirk jeder
Quarter Session. Auch kleinere Städte besitzen meist eine Petty
Session. An ihre Stelle können auf Grund besonderer Verleihung in
allen Städten Polizeieinzelrichter (Stipendary Maristrates) treten

Frankreich .....

Strafanstalten
Kassationshof

27 Appellationsgerichtshöfe
142 Tribunale I. Instanz
2108 Friedensrichter

Aufgabengebiet; staatlich; Lasten:
Gebäude mit Ausnahme der friedensrichterlichenDepartements;
 friedensrichterliche
 Gebäude: Gemeinden,
übrige Staat

Amtsgerichte in Elsaß-Lothringen
29 Strafanstalten

Italien .........

Departementsvefängnisse, Leitung:

Kassationshof

Staat: Lasten:

( Gebäude: Departement
* Personal: Staat

Aufgabengebiet: staatlich; Lasten:
22 Appellationsgerichtshöfe Unterhalt der Gebäude bzw. Be-116
 Schwurgerichte und Zivil- schaffung der Räumlichkeiten Last
tribunale der Gemeinde, in der das betreifend®
1018 Bezirksgerichte Gericht seinen Amtssitz hat
Übrige Lasten: Staat

Gerichtsgefängnisse

Belgien ........

Kassationshof
3 Appellationsgerichtshöfe

26 Tribunale I. Instanz
14 Handelsgerichte
210 Friedensriehter

Aufgabengebiet: - staatlich; Lasten:
Unterhalt der Gebäude bzw. Räum”
lichkeiten bei Gericht I. Instanz:
Provinz, Friedens- und Polizeig®”
richte: Gemeinden

Strafanstalten

Provinzialgefängnisse, Leitung: Staat; Lasten: Je a Räume: Provinz

Händen der Gemeinden. Das System der gegenseitigen Lastenbeteiligung ist in allen
Staaten ausgebildet, wobei der Grad der Beteiligung des höheren Verbandes an den
Wegelasten der unteren Verbände in Frankreich z.B. von der Steuerkraft der
letzteren abhängt. Die Wegbauverbände in Großbritannien erhalten bedeutende Subventionen
 vom Staat, die bei weitem die Leistungen des Staates für Wegebauzwecke
der Gemeinden in den anderen Ländern übertreffen,
Gemeindliche Straßen- und Wegebaubehörden sind überall ausgebildet: der Surveyor
in Großbritannien, der Agent Voyer in Frankreich. Die Übertragung der Wegebauarbeiten
 an das staatliche Ingenieurkorps ist hier Departements und Gemeinden frelgestellt.
        <pb n="509" />
        — 635 —
Zuständigkeit und Lastenverteilung auf dem Gebiete des Unterrichtswesens

Land

äroßbritannien ..

Frankreich......

Belgien .........

Aalien..........

Staat

J)berste Leitung und Kontrolle durch das Ministerium
Keine Staatsschulen; Subventionen an die Lokalzsehulbehörden
 (auch Privatschulen) in Höhe von
etwa 50 vH der Ausgaben der Lokalbehörden
Aufsicht durch Inspektoren
&amp;gt;ansionen der Lehrer

‚eitung und Durchführung durch das Ministerium
und dessen Organe; Staatsschulen in allen Unter-‚ichtszweigen.
 Übernahme der Gehälter der Lehrerschaft
 bei Gemeinden bis zu 150 000 Einwohnern,
n größeren Städten Übernahme des größten Teiles;
Ernennung der Lehrer durch die Präfekten

"eitung durch das Ministerium, Verwaltung einiger
höherer Schulen (Athenäen). Zuschüsse an Komnunalschulen
 und der staatlichen Kontrolle unterworfene
 Privatschulen in Höhe der Lehrergehälter

Leitung und Durchführung durch das Ministerium;
Ernennung der Lehrer, Staatliche Prüfungskomnissionen
 für alle Schulen; die höheren Schulen
n der Regel Staatsschulen, bei den übrigen Überı1ahme
 der Lehrergehälter. Für Elementarschulen
3eteiligung an Lasten der Gemeinden (40 bis 80 vH)

Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Träger des Elementar- und höheren Unterrichts (Leitung
und Durchführung): Grafschaiften und Stadtgrafischaften

Fräger des Elementarunterrichts auch Distrikte und
Städte mit mehr als 20 000 Einwohner
Srnennung der Lehrer
Aufsicht und Gestaltung der Lehrpläne der höheren
Schulen durch die Universitäten)

Unterhalt der Gebäude der Lehrerseminare und der Volksschulaufsichts-
 und Verwaltungsbehörden durch die
Departements
Errichtung und Unterhalt der Volksschulgebäude, Zahlung
von Wohnungsgeld an Lehrer durch die Gemeinden
Zuschüsse der Departements zu den Lyzeen (staatliche
höhere Schulen), Verpflichtung der Departements-Hauptstädte
 und der größeren Gemeinden zur Errichtung
 höherer Schulen

Die Gemeinden Durchführung und Lasten des Elementarunterrichts

Ernennung der Lehrer
Zuschüsse der Provinzen an höhere Gemeindeschulen,
Provinzeigne Anstalten, Bereitstellung von Gebäuden,
Materialien und Beteiligung an den Staatsausgaben für
Athenäen

Gemeinden: Beschaffung und Unterhalt von Gebäuden
aller öffentlichen Schulen, Lasten des Elementarunterrichts.
 soweit nicht durch Staatszuschüsse gedeckt

Auf dem Gebiete der Verwaltung der Gewässer und des Schutzes
der Meeresküsten vereinigen die Funktionen der Leitung und des Lastenträgers
aur die Grafschaften in Großbritannien. Die Lasten in Frankreich und Italien trägt
last ausschließlich der Staat, in dessen Händen auch die Leitung und Ausführung der
Arbeiten liegt.
An den Kosten der land-orst- und allgemein-wirtschaftlichen
Aufgaben sind in allen Staaten neben dem Staat auch die Gemeinden beteiligt.
Sie erfüllen in unterster Instanz die allgemeinen polizeilichen Aufgaben, Flurschutz, Jagd
and Fischereipolizei und unterstützen unter Beteiligung der Provinzen Meliorationen,
Schädlingsbekämpfung, beteiligen sich an den Kosten der Aufforstung in Italien, an den
Arbeiten für Überschwemmungsschutz in Frankreich und der Elektrizitäts-, Trinkwasserusw.
 -versorgung in sämtlichen Ländern. In England fehlen für die meisten Gebiete staatliche
 Organe, es wirken aber überall die Grafschaften verstärkt mit, die entsprechend den
landwirtschaftlichen Abteilungen bei der französischen Departementsverwaltung besondere
 Grafschaftsbehörden für landwirtschaftliche Zwecke ausgebildet haben. Das land-Wirtschaftliche
 Siedlungswesen erfährt hier von den Gemeinden eine besondere Förderung.
Die Betätigung und die vorhandenen Organe der nachgeordneten Gebietskörperschaften
auf dem Gebiet der sozialen Verwaltung weichen in den einzelnen Ländern stark
voneinander ab. Dies hängt außer von der verschiedenen wirtschaftlichen Struktur weltgehend
 davon ab, ob der Staat einzelne Zweige ganz oder teilweise von eigenen Staatsorganen
verwalten läßt oder sie mit oder ohne staatliche Subventionen den nachgeordneten Verbänden
 zur obligatorischen oder fakultativen Erfüllung überläßt. Je nach dem Umfang
des zu bekämpfenden Übelstandes trägt der weitere oder engere Verband die Hauptlasten.
Allgemein geht die Tendenz dahin, eine möglichst gesunde Lastenverteilung durch die
Betrauung einer nicht zu kleinen Gebietskörperschaft mit der betreffenden Aufgabe zu er-‘eichen.
        <pb n="510" />
        — 636 —

Zuständigkeit und Lastenverteilung auf dem Gebiete des Wegewesens (Bau u. Unterhaltung)

Großbritannien ..

Frankreich ......

Ataa

Leitung des Wegebaues, soweit Finanzierung aus dem
De Ministerium unterstellten Wegebaufonds statt
findet.
Subventionen an nachgeordnete Verbände und dadurch
 gesicherte Aufsicht über deren Wegewesen.
Jubventionen an Grafschaften bzw, Stadtgraischaften
für Wego I. Klasse 50 vH der Kosten
X » IL * 925 4

Leitung und Durchführung bei Staatsstraßen
Zum Teil beauftragt mit Leitung und Durchführung
bei Departementsstraßen
Lastenbeteiligung an Departementsstraßen in Höhe
von 17 bis 67 vH, abgestuft nach der Höhe des
Steuerwertes

Nachgeordnete Gebietskörperschaften -

Leitung und Durehführung:
Wege I.u.II. Klasse: Grafschaften bzw. Stadtgrafschaften
Nicht klassifizierte Wege: Städte (boroughs) bzw.
städtische und ländliche Distrikte
asten: I, Klasse 50 vH, Staat
1I. Klasse 25 vH, Staat
Nicht klassifizierte Wege ausschließliche Last der städtischen
 und ländlichen Distrikte

7

Departements
Leitung und Durchführung bei Departementsstraßen und
großen Vizinalverbindungswegen
Lasten: Departementsstraßen unter Beteiligung des
Staates. (Staat 17 bis 67 vH)
3roße Vizinalverbindungswege unter Beteiligung der Ge“
meinden in Höhe von höchstens 2/3
Beteiligung bei gewöhnlichen Vizinalwegen 1/2 von 15
bis 90 vH.

Gemeinden
Leitung und Durchführung bei gewöhnlichen Vizinal“
verbindungswegen
wästen: Beteiligung an großen Vizinalverbindungswege»
bis zur Höhe von 2/3
3ei gewöhnlichen Vizinalwegen Restausgaben nach Abzuf
der Beteiligung des Departements

Belgien .........

Leitung und Durchführung bei Staatsstraßen
Subventionen für Provinzialstraßen und Vizinalwege

Provinzen
Leitung und Durchführung bei Provinzialstraßen
‘Lasten der Provinzialwege nach Abzug der staatlichen
Subventionen, Subventionen an (Gemeinden f
Viz nalwege

Gemoinden
Leitung und Durchführung bei Vizinalwegen .
Lasten: Ausgaben für Vizinalwege nach Abzug der Pr”
vinziellen und stagtlichen Subventionen

na

Halieh .........,

Leitung und Durchführung bei Staatsstraßen
(Straßen I. Ordnung)
Lasten: Staatsstraßen !/2 der Ausgaben, Rest Last
der Provinzen

Provinzen
Leitung und Durchführung bei Straßen II, u. II. Ordnung
Lasten: Bei Staatsstraßen 50 vH der Ausgaben
Bei Straßen II. Ordnung 75 vH der Ausgä)en
Bei Straßen II. Ordnung 50 vH der Ausg®

Gemeinden

‚ Leitung und Durchführung bei Straßen IV. Ordnung n
Lasten: Bei Straßen II, Ordnung 25 vH der Ausg2Den
Bei Straßen III. Ordnung 50 vH der Aue an
Bei Straßen IVY. Ordnung 100 vH der Ausg#

Auf dem Gebiet des gewöhnlichen Arbeiterschutzes erwachsen den Gemeinden
kaum in einem Staat wesentliche Ausgaben, da überalll staatliche Gewerbeinspektionen
für diesen Zweck vorhanden sind. Der Schutz jugendlicher Arbeiter verlangt jedoch SOwohl
 in Großbritannien wie in Frankreich ihre Mitarbeit. Gewisse andere Zweige der ATbeitsverwaltung,
 z. B. Arbeitsvermittlung und Schlichtung von Lohnstreitigkeiten, die
eine größere Rolle nur in Großbritannien spielen, werden hier vom Staat ausgeübt, evtl.
unter Beteiligung von lokalen Kommissionen mit Gemeindevertretern; in Frankreich
unterhält der Staat zentrale Arbeitervermittlungsstellen (auch im Ausland) und hat Departements
 und größere Gemeinden zur Errichtung von unentgeltlichen Arbeitsnachweisen
 verpflichtet. Die gemeindlichen Arbeits- und Finanzlasten sind gering.
Bei der eigentlichen Sozialen- und Gesundheitsfürsorge tritt in allen
Ländern der Staat zurück und beschränkt sich auf die Aufsicht und die Suhventionierung-
        <pb n="511" />
        — 637 —
Großbritannien
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen. Verwaltung
nm.: Dem Staat und den übrigen Gebietskörperschalten nicht unmittelbar unterstehende öffentliche Einrichtungen und Organe
sind durch Umrahmung [__]} gekennzeichnet

Für-1OTge-



Staat ;

Arbeiterschutz: Vorschriften über Arbeitszeit, Nachtarbeit,
Ladenschluß, Unfallverhütung, Haftpflicht, Kontrolle durch
staatliche Gewerbeinspektoren. Sanitäre Einrichtungen in
Fabriken, bzw. Gesetze für die Bergwerke. Keine Bezschäftigung
 von Kindern unter 12 Jahren; Beschränkung
der Beschäftigung von Kindern zwischen 12 und 14 Jahren
Lohnfragen: Schaffung von »Lohnämtern« (Trade Boards)
für Schwitzindustrien zur Feststellung von Mindestlöhnen.
Lasten trägt das Arbeitsministerium
Lohnstreitigkeiten können vom Arbeitsminister dem
Arbeitsgericht (Industrial Court) zur Entscheidung zugewiesen
 werden. Kosten trägt das Arbeitsministerium
Arbeitsvermittlung: Staatliche Arbeitsämter (zugleich
Ämter für die Arbeitsloseriversicherung) besetzt mit dem
Arbeitsministerium unterstehenden Beamten
Subventionierung lokaler oder privater Arbeitsvermitilungsstellen


D
€
a
&amp;amp;

|
)

2

Armenfürsorge: Aufsicht durch das Gesundheitsministerium.
 Besondere Zuschüsse abgelöst durch eine allzemeine
 Schatzamtsüberweisung (General Exchequer Contrizution)


Altersfürsorge (Old Age Pensions): Zahlung der Renten
Jurch die Postämter, Lokale Beamte untergeordnet dem
Zentralamte für Zölle und Verbrauchsabgaben; Aufsicht
und letzte Entscheidung beim Gesundheitsminister. Rentenbezüge
 beginnen grundsätzlich mit dem Alter von 70 Jahren.
Unterstützungsberechtigt alle Personen mit jährlichem Einkommen
 unter £ 49 178 6 d, die nicht unter die Alters-7ersicherung
 fallen

k
a
&amp;gt;

Fürsorge für Kriegsteilnehmer und ihre Angehörigen
(War Pensions): Lasten beim Staat. Leitung und Kontrolle
Aurch besonderes Pensionsministerium

=
a

Schutz der Kirder unter 7 Jahren: Aufsicht beim Gesundheitaminister
 bzw. beim Staatssekretär des Polizeiministeriums.
 Mutter- und Kinderwohllahrt, Aufsicht beim
esundheitsministerium (General Nursing Council), Gesundheitaministerium
 stellt Register sämtlicher Ammen auf mit
Bedingungen für die Zulassung
Wohnungswesen: Förderung des Baues von billigen Wohnungen;
 zuständig Gesundheitsministerium. Zuschüsse an
die lokalen Behörden und andere Körperschaften
Siedlungswesen: Unter Aufsicht des Ackerbauministers,
Zuschüsse an die lokalen Behörden

Krankenversicherung: obligatorisch für alle Personen
im Alter von 16 bis 70 Jahren mit einem Gehalt unter
250 £ im Jahr, die nicht anderweitig versorgt werden
© Wöchentliche Beiträge (außer den Staatszuschüssen)
Arbeitgeber Arbeitnehmer Zusammen
Männer .... 4), d 41, d 9 d
Frauen .... 4 d 41/2 d 81, d
| Verwaltung durch das Gesundheitsministerium (durch die Behörde
 der Versicherungskommissare und ihren Beirat) und
lurch das Schatzamt. Regionaler ärztlicher und zahnirztlicher
 Beamtenstab. Erhöhung der Bezüge und der
„eistungen unter Berücksichtigung dar Familienlasten

x

Nachgeordnete Gebietskörperschaften ;

Mitwirkung der Selbstverwaltungskörper, insbesondere der
Grafschaften :
Durchführung bestimmter gewerbepolizeilicher Maßnahmen

Durchführung durch besondere Komitees der Selbstverwaltungsverbände


Unter den staatlichen Arbeitsämtern können »lokale
Arbeitskomitees«, bestehend aus Arbeitgebern,
Arbeitnehmern und neutralen Personen ‚zur örtlichen
 Durchführung eingerichtet werden

Grafschaften und Stadtgrafschaften sind "Träger der
Armenfürsorge (an Stelle der früheren Boards of Guarlians).
 Kosten getragen durch die allgemeine Lokal-;teuer
 und die allzemeine Schatzamtsüberweisung,
Verwaltung durch obligatorische Ausschüsse der Räte
und durch vom Rat ernannte Distriktsausschüsse

Antscheidung bei den lokalen Pensionskomitees, ernannt
durch die Grafschaften, Stadtgraischaften, Munizipalstädte
 und städtische Distrikte mit über 20 000 Kinxohnern


Örtliche Verwaltung durch Komitees, ernannt durch
das Ministerium aus Mitgliedern der Lokalbehörden,
len Unterstützungsempfängern, Arbeitgebern und
OR freien Vereinigungen für den genannten
ZWECK

Jurchführung und Lasten bei den lokalen Behörden bzw.
ihren obliratorischen Komitees

Durchführung bei den lokalen Behörden (mit Ausnahme
der Kirchspiele)

jämtliche Lokalbehörden und ihre obligatorischen Ausschüsse
 zuständir

nA LE
Örtliche Verwaltung durch anerkannte Gesellschaften,
oder die lokalen Versicherungskomitees in Grafschaften,
 Stadtgrafschaften, Städte (Boroughs)
über 40 000 Einwohner, der städtischen Distrikte
‘über 20000) teils ernannt durch die Lokalräte
bzw. durch die Zentralbehörde in London, teils
zewählt aus den Versicherungspflichtigen, unter Mitwirkung
 von Beamten des Gesundheitsministeriums
Besondere Aufwendungen für ärztliche und Sanatoriumspflege,
 die die Leistungspflicht der Versicherung
 übersteigen, sollen von der Lokalbehörde
selber getragen werden

Möglichkeit der freiwilligen Versicherung und des Beitritts
zu einer »anerkannten Versicherungsgesellschaft«
{approved society) «Ersatzkassan.
        <pb n="512" />
        638 —
Noch: Großbritannien
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung

Für-Borge-



Staat

Witwen-, Waisen- und Alterszwangsversicherung
Wirksam seit 4, Januar 1926, Verwaltung durch das Gesundheitsministerium;
 Zahlungen durch die Postämter.
Versicherungspflichtig und zur freiwilligen Versicherung berechtigt
 der Personenkreis der Krankenversicherung

Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Örtliche Verwaltung durch die Lokalbehörden (Graf
schaften, Stadtgrafschaften bzw. Städte über 10 000,
städtische Distrikte über 20 000 Einwohner) unter Mitwirkung
 von Beamten des Gesundheitsministeriumt

Beiträge:
Arbeitgeber Arbeitnehmer Zusammen
Männer .... 412 d 4, d 9d
Frauen ‚... 21 d 2d 4 d
jammlung der Beiträge durch »anerkannte Gesellschaften
(approved societies)., Die weiteren Kosten trägt der Staat
tentenbezüge der Altersversicherung beginnen grundsätzlicl
mit 65 Jahren. Zusätzliche Familienleistungen. Waisen
yelder bis zum 14. oder bei nicht vollendeter Ausbildung bi
zum 16. Lebensjahr

Arbeitslosenversicherung: Verwaltung durch das Arbeits
ministerium und die Arbeitsämter (siehe oben)
7ersicherungspflichtig alle Werktätigen vom 16. Lebensjahre
ab, mit Ausnahme der in Staats- und anderen öffentlichen
Betrieben tätigen Land-, Garten- und Forstarbeiter, Haus:
angestellten und der Angestellten der öffentlichen Verkehrs-3etriebe,
 Befreit von der Versicherungspflicht sind Arbeituehmer,
 die nicht Handarbeiter sind und mohr als 250 £
im Jahre verdienen, Beiträge und Leistungen laufen über
zinen nicht im Etat erscheinenden Arbeitslosenfonds, zu
dem der Staat Zuschüsse gibt
Wochenbeiträge zum Arbeitslosenfionds

|

. I
»Lokale Arbeitskomitees« unter den staatlichen Arbeitsämtern
 (siehe oben: Arbeitsvermittlung)

vom vom dazu
Arbeit- Arbeit- zu- vom
geber nehmer sammen Staat
Männer ab 18 Jahren 8 d 7d 1530 8%, d
Frauen » 18 » 7d 6d 151d 6'440
Jünglinge
zw.18 u. 19 Jahren 4d 31 d 7 d 4513 €
Mädchen
zw.16u.18 » 3. d 8d 61% d 43/8 d
Leistungen beginnen nach dem 3. Tage der Arbeitslosigkeit,
wenn 20 Beiträge gezahlt worden sind, auf die Dauer von
21 Wochen, bzw. mit besonderer Bewilligung des Arbeitsministers
 auf 41 Wochen: Männer 18 S, Frauen 15 8.
Jugendliche (16 —18 J.) 68—7 5 6d wöchentlich. Da:
Arbeitsministerium kann Gewerkschaften und Vereinigungen
 — die an ihre Mitglieder Arbeitslosenunterstützunger
gewähren, Zahlungen iür die dadurch entstandenen Aus:
gaben in bestimmter Höhe leisten, ebenso Vereinigungen
privater Art, deren Leistungen höher als die staatlicher
sind, falls die Mitglieder sowie das Ministerium Kontroll‘
über die Verwaltung haben

Krankenhilfe soweit nicht durch die Krankenversicherung
durchgeführt. Kontrolle durch das Gesundheitsministerium
und seine Inspektoren

| Bekämpfung von Seuchen und Volkskrankheiten
besonders von Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten
Aufsicht beim Gesundheitsministerium

Fürsorge für Irre und Anormale, unter eigener Behörde
(Board of Control) unter dem Gesundheitsministerium
Staatsanstalten

Fürsorge für Taubstumme und Blinde: Zuschüsse zu
Taubstummen- und Blindenfürsorge der Lokalbehörden
und Privater, Renten an Blinde durch die Altersfürsorge
[siehe oben)

Örtliche Durchführung und Übernahme der Kosten dur
die Organe der Lokalbehörden für die Armenfürs®: Se
[siehe oben), sowie durch private Fürsorge, Ernennure
eines ärztlichen Beamten mit Stab für die Dutchführt tr
der Gesundheitsgesetze obligatorisch. Errichtung V'
Krankenhäusern

Örtliche Durchführung zahlreicher Gesetze (Tuberkulte
Geschlechtskrankheiten, Nahrungsmittel) hauptsät ge
von den Grafschaften und Stadtgrafschaften; den
schlossene Tuberkulosefürsorge (gemeinsam mi® für
Organen der Krankenversicherung). Vorsorge, gen“
allgemeines Gesundheitswesen, Wohnungs-, St eeadt
hygiene usw. Hauptsächlich durch Gemeinden (
bzw. Distriktsärzte) i
af-Träger
 der örtlichen Lasten: (irafschaften und d
schaften, vernflichtet zur Einrichtung von Ansta

an gie BF”
Pflicht der Grafschaften und Sieden le haften Er ins
ziehung und Unterhalt der Blinden und S Doit mit
besondere in Anstalten und Zusammenär
Privaten
        <pb n="513" />
        639 —
Frankreich
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung
Dem Staat und den nachgeordneten Gebietskörperschaften nicht unmittelbar unterstehende öffentliche Einrichtungen und: Organe
sind durch Umrahmung [|$—J gekennzeichnet

Für-Sorge-



Atant

Arbeiterschutz: Vorschriften über Arbeitszeit, Nachtarbeit,
Unfallverhütung; Durchführg. staatl. Gewerbeinspektion
Keine Beschäftigung von Kindern unter 13 Jahren, besondere
| Vorschriften für Jugendliche, staatliche Kontrolle
‚ Lohniragen:

s

E

[Arbeitsvermittlung: Staatliche Zentralarbeitsvermitt
‚ lungsstellen, besonders für Landarbeiter, auch im Ausland‘,
Subventionierung kommunaler Einrichtungen

Für sämtliche Zweige der sozialen Fürsorge besteht beim Arbeitsministerium
 ein Beirat (conseil sup6rieur de l’assistance
publique). Die Aufsicht über sämtliche Fürsorgezweige
von seiten des Staates wird durch Generalinspektoren (inspecteurs
 generaux de service administratif) beim Innenministerium,
 die in dieser Beziehung jedoch dem Arbeits
ministerium unterstellt sind, ausgeübt
Armen- und Altersfürsorge?) (assistance aux vieillards, infirmes
 et incurables): Staatsaufsicht unter den Generalinspektoren
 ausgeübt durch von Staat und Departement
gemeinsam besoldete Departementskontrolleure*),
Beteiligung an den Ausgaben der Departements: 50 bis 95 vH
z. T. direkte Subventionen an die Gemeinden,
Die Unterstützungsrente je Kopf schwankt zwischen 30 fr und
80 fr monatlich, außerdem staatliche Sonderzulage 20 fr monatlich.
 Unterstützte, die dauernd der Hilfe einer dritten Person
bedürfen, erhalten darüber hinaus eine besondere Rente in Höher
von etwa 1530 Ir jährlich. Der Staatsanteil (Sonderzulagt
nicht mitgerechnet) wird auf 36 vH der Ausgaben veranschlagt.

A
Bm
Ss Waisenfürsorge: (services des enfants assist6a) Staatsauf-H
 sicht, staatlich besoldete Departements-Waiseninspektoren.
Beteiligung an den Lasten zu ?%/%

Kriegswaisenfürsorge: Staatliche Leitung durch office
| national des pupilles de la nation mit Beirat, in den Departements
 (regionale Staatsbehörden). Volle Lasten
Unterstützung kinderreicher Familien?) (jedes Kind
zwischen 3 und 13 Jahren, vom dritten Kinde ab): 3. Kind:
120 fr, 4. Kind: 360 fr, jedes folgende 540 fr, wenn beide Eltern
leben; andernfalls 3. Kind: 360 fr, 540 fr jedes folgende vom
ersten Jahre ab; Staatsanfsicht. Geburtsprämien je nach
Beschluß der Departements oder Gemeinden. Beteiligung des
Staates zwischen 34 und 65 vH. falla Prämie zwiseben 100 fr
und 1000 fr liegt
Wöchnerinnenfürsorge und Stillprämien?): Wöchnerinnen
 pro Tag, je nach Beschluß der Gemeinde®), 2,50 fr bis
7,50 fr; besondere Stillprämien 0,50 fr bis 1,50 fr täglich und
Teuerungszuschlag von 45 fr monatlich ‘zunächst 1 Monat,
auf besonderen Antrag 12 Monate). Staatsaufsicht ausgeübt
durch Kontrolleure unter der Generalinspektion, Lastenbeteiligung
 des Staates: Allgemeine Wöchnerinnenfürsorge, Still
prämien vgl. S. 585.
Schutzderin Pflego gegebenen Kinderunter2 Jahren:
{Beirat comit6 superieur de protection des enfants du ler
äge) beim Innenministerium; Staatsaufsicht; Beteiligung an
den Lasten 50 vH
Wohnungswesen: Beirat (conseil superieur des habitations
a bon march6) beim Arbeitsministerium, Förderung der
Baues billiger Wohnungen
Verschiedenes: Dotierung eines Arbeitslosenunterstützungs-Ionds,
 Subventionierung privaterArbeitslosigkeitskassen, Sub:
ventionen an gemeinnützige Gesellschaften usw., Unterstützung
 der Familien von zum Heereadienst Einberufenen?
3,50 ir je Tag, dazu Kinderzuschläge von 3 ir bis 4,50 fr
| vom 4. Kinde ab.
Anmerkungen 8. nächste Seite.

Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Gemeinden: ÜGelegentliche Mitwirkung des Bürgermeisters
 bzw. zuständigen Dezernats
Departement: Durchführung
Gemeinden: Mitwirkung des Bürgermeisters bzw. zuständigen
 Dezernats
Departement: Departementsarbeitsvermittlungsämter
unter Mitwirkung einer paritätischen Kommission
Gemeinden: Errichtung gemeindlicher Arbeitsvermittlungsstellen,
 Mitwirkung paritätischer Kommission

Für jedes Departement besteht als Beirat die commisslon
d’assistance publique et de bienfaisance priv6e d@-Dartementala


Departement: Leitung; Lasten bei Personen ohne gemeindlichen
 Unterstützungswohnsitz Beteiligung an den
dureh außerordentliche Einnahmen zu deckenden
Lasten der Gemeinden 30 bis 90 vH
Jemeinden: Allgemeine Verwaltungsarbeiten ev. unter
Beteiligung der bureaux de bienfaisance; Lasten der
offenen oder geschlossenen Fürsorge, soweit nicht durch
autonome Einrichtungen und Staats- bzw. Departementsbheteiliegung
 redeackt

Durchführung durch die bureaux d’assistance und
die in vielen Gemeinden bestehenden autonomen
Wohltätigkeitseinrichtungen (bureaux de
bienfaisance), geleitet durch Kommissionen mit gemeindlichen
 Vertretern, Bürgermeister Vorsitzender
Finanzierung durch staatliche Subventionen, gesetzlich
 bestimmte kommunale Einnahmequellen und
private Mittel. Außerordentliche Zuschüsse der
Gemeinden nur notwendig, falis die genannten
Mittel nicht ausreichen. Oft auch Mitwirkung und
Lastenhaeteilieung der Hospize und Hospitäler

Departement: Leitung und Durchführung. Beteiligung
an den Lasten zu 2/5. Departementswaisenanstalten und
Erziehungshäuser
Gemeinden: Mitwirkung. Lasten zu 1/%
Departement:
Gemeinden:

Departement: Leitung und Kontrolle durch Waiseninspektoren;
 Beteiligung an den Lasten
Gemeinden: Durchführung: Lasten 10 bis 70 vH

Departement: Leitung, Lastenbeteiligung
Gemeinden: Durehführune, Lasten 10 bis 70 vH

Departement: Leitung, besondere ärztliche Inspektoren
(mö6decins inspecteurs); Lasten 50 vH
Gemeinden: Beanspruchung durch Registrierungs- und
andere Büroarbeiten
Departement: f Subventionierung gesetzlich gestattet;
Gameinden: Wohnungsämter in größeren
{ Gemeinden
Departement: Einrichtung von Bettilerheimen (d6pöt
de mendieit6), Zwangserziehungsanstalten für schwer
erziehbare Kinder .
Aameinden: Kommunale Leihämter
        <pb n="514" />
        — 640 ——
Noch: Frankreich
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung
Staat . Nachgeordnete Gebietskörperschaften

FF

‚nvaliden- und Altersversicherung (l’assurance contre
‘isque de la vieillesse): bisher nur obligatorisch für einzelne
Jesonderegefährdete Wirtschaftszweige bei einem Arbeitslohn
»is zu 10000 Fr. Rentenbezüge beginnen grundsätzlich
nit 60 Jahren, staatlicher Zuschuß in Höhe von durech-‚chnittlich
 etwa 100 Fr. pro Jahr zu jeder Rente. Staatsuufsicht
 und staatliche Behörden in den Departements, besondere
 Subventionen an Knappschaftskassen. In Elsaß-„‚Othringen
 staatliche Sozialversicharungsämter

3ue (noch nicht in Kraft getretene) Sozialversiche-"ung
 (ab 1. Juli 1930): Sie umfaßt: Kranken-, Invaliditäts-,
Nöchnerinnen-, Alters-, Hinterbliebenen- und Arbeitslosenrersicherung;
 Beiträge: 10 vH des Lohnes (Arbeitnehmer
ınd Arbeitgeber je !/2), Versicherungsgrenze 18 000 Fr.
‘eistungen: Krankenunterstützung bis zu 6 Monaten. (Heraniehung
 der Versicherten zu den Kosten von Arzt und Heilnitteln).
 Mutterschaftsgeld, Invalidenrente bei 2/3 Arbeitsınfähigkeit.
 40 bis 50 vH Altersrente mit 60 Jahren. 40 vH
les Durchschnittslohnes Hinterbliebenenrente. Arbeitslosenanterstützung
 10 vH des Lohnes bis zu 4 Monaten. HErhöhung
 der Bezüge unter Berücksichtigung der Familienlasten.
ährliche Subventionen des Staates in Höhe der Budgethewilligung
 im Jahre 1926 für die Altersversicherung, etwa
540 Mill. fr. dazu !/a der Budgetersparnisse, die jährlich
durch die Entlastung des pesamten sozialen Etats eintreten
an den zentralen Ausgleichsfonds*)
Altersfürsorge und Altersversicherung treten nach Einführung
außer Kraft,
Staatsaufsicht; Arbeits- und Finanzministerium
Leitung und Kontrolle des Sozialversicherungsdienstes durch
Arbeitsministerium mit einem Beirat, regionale Behörden
in den Departements

Departement:
Jemeinden: Durchführung durch Bürgermeister bzw
zuständires Dezernat

NS. NN
Kassenoperationen durch die staatliche autonome
eaisse des denöts et caonsienations

Departements- und Gemeindebeiträge zur neuen Sozial
versicherung in Höhe der Hälfte der dureh ihre Eirführung
 an Wohlfahrtslasten arsnarten Summen

Örtliche Kassenverwaltung durch autonome Departementskassen
 und örtliche Kassen

Verwaltung der zentralen Fonds durch eine autonome
Ganeralgarantiekasse

Krankenhilfe für Arme (assistance möedicale gratuite):
Staatsaufsicht; Kontrolleure; Außerordentliche Lasten;
Beteiligung an den Kosten der Devartements zwischen
10 und 70 vH

Departement: Beteiligung an den außerordentliche?
Lasten der Gemeinden zwischen 10 und SO vH

Gemeinden: Durchführung unter Beteiligung der aU$
besonderen Kommissionen bestehenden bureaux d’a®”
sistance. Lasten der offenen und geschlossene?
Krankenfürsorge, soweit diese nicht durch autonom®
Tärnerschniften hrzw. Danartamante vadankt warden

In vielen Gemeinden autonome Krankenanstslten
 (höpitaux) und Versorgungsheime (hospices)
geleitet durch Kommissionen mit gemeindlicheß
Vertretern. Finanzierung wie bei bureanx de hienfaisancea:
 vel. oben

u

Tuberkulosebekämpfung: Staatsaufsicht, Beteiligung an
den Lasten wie bei Krankenhilfe

(rren-, Taubstummen- und Blindenwesen: Staatsaufsicht;
 mehrere Staatsanstalten; Beteiligung an den Kosten
der Departementsirrenanstalten; Subventionen an andere
Hilfsesinrichtungen

Sonstige hygienische Maßnahmen: Allgemeine” Gesundheitsfürsorge,
 staatliche Kreisärzte in Elsaß-Lothringen; Bezämpfung
 von ansteckenden Krankheiten, insbesondere von
eschlechtakrankhaiten: Staatliche Hafensanitätsbehörden

Departement: Leitung, Einrichtung von Tuberkulose“
sanatorien, Lasten wie bei Krankenhilfe .
Gemeinden: Verwaltungsmäßige Durchführung, Ei?“
richtungen von ärztlichen Untersuchungsstellen bei be
sonders hoher Sterblichkeit
Departement: Einrichtungen von Irrenanstalten
Gemeinden: Beteiligung der Gemeinden an den Unte”
haltskosten für Gaistaskranka

Departement: Allgemeiner Gesundheitsdienst un
Mitwirkung des Conceil departemental d’hygiöne, er
AHygieneinspektionen mit besonderen Departemen n
ärzten. Schutz gegen ansteckende Krankheiten, Impfurf
Desinfektion “@
Gemeinden: In größeren Gemeinden allgemeiner €
aundheitsdienst., Imofung, Desinfektion uaw.

1) In die Gehaltsausgaben dieser Kontrolleure (contrölleurs d’assistance publique) teilen sich Staat und Departement im di
hältnis der Teilung der übrigen Lasten. — *) Es sind hier die von der Kammer angenommenen Sätze des noch nicht ende ro
verabschiedeten Finanzgesetzes 1930 eingesetzt. — 3) Die. Gemeinden können diese Sätze überschreiten, der Staatsbeitrag bereC der“
;ich aber immer auf Grund des hier genannten Höchstsatzes. — 4%) Von 1932 ab weitere Staatsleistungen auf (Grund von Som
bestimmungen über die Versichesrung von Angehörigen landwirtschaftlicher Berufe,
        <pb n="515" />
        641 —
Belgien
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung
Jem Staat bzw. den nachgeordneten Gebietskörperschaften nicht unmittelbar unterstehende öffentliche Einrichtungen und Organe
sind durch Umrahmung I 7 gekennzeichnet

"Ya

Für-‚Orge-



Staat

Arbeiterschutz: Gesetzgebung über den Schutz der Arbeiter
in gefährlichen und ungesunden Betrieben und in Bergwerken;
 über Frauen- und Kinderarbeit, Achtstundeniag,
Arbeitsunfälle
Durchlührung der Industrieinspektion, Arbeitsinspektion, der
gewerbeärztlichen Aufsicht, Bergbauinspektion und der Inspektion
 von Explosivstoffbeirieben
Überwachung der Kinder- und Frauenarbeit
Arbeitsvermittlung: Anteil des Staates an den Kosten
der amtlichen Arbeitsvermittlungsstellen und Subventionen
an die genehmigten Arbeitsvermittlungsstellen
Staatsaufsicht

MM
w
&amp;lt;
za

Armen- und Altersfürsorge:; Beteiligung an den Unterhaltskosten
 für Bettler und Landstreicher
Subventionen an die in den Provinzen bestehenden Fonds
speciaux d’assistance publique
3Zubventionen an Unterstützungskassen auf Gegenseitigkeit
Yonseil sun6rieur de l’assistance publique

X | Kinder-und Mütterfürsorge: Staatliches Amt für Kinderze
 schutz; staatreigene Anstalten, Subventionen an das Natio-®
 nale Kinderwerk. Subventionen an das nationale Werk
f der Kriegwaisen, Subventionen an Mütterversicherungen
5 [nspektion von Kinderkrippen

+

Wohnungswesen: Boteiligung des Staates an der Soci6te
Nationale des habitations et logements &amp;amp; bon march6 und
len von ihr genehmigten regionalen Gesellschaften. Subventionen
 und Darlehen an diese Gesellschaften, Beteilizung
 an dem Anleihedienst der Soci6t6 Nationale des ha-3itations
 et logeements &amp;amp; bon march6

Soci6t6 Nationale des habitations et logements &amp;amp; bon march6

Alters- und Hinterbliebenenversicherung:

Obligatorische Alters- und Hinterbliebenenversicherung für
Arbeiter und Angestellte. Öffentlich-rechtliche Versicherungsanstalt.
 Arbeiter: Jahresbeitrag mindestens 12 fr.
lür weibliche und unverheiratete männliche Arbeitnehmer
 unter 18 Jahren; 36 fr, für männliche Arbeitnehmer
iiber 18 Jahren. Der Arbeitgeberbeitrag ist dem des
Versicherten gleich. Angestellte: Beitrag 8 vH des
Zehalts (3 vH zu Lasten des Arbeitnehmers und 5 vH
11 Toten daq Arheitgahars}

3taatebeitrag 50 vH der Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
 zusammen.. Außerdem Zusatzrente in Höhe der
ursprünglichen, Diese (complöment de pension) wird zu
i/g vom Staat, zu 1/g von den Provinzen und zu 2/2 von den
Kommunen getragen
Für die Übergangszeit — bis 1971 -—, die dadurch entsteht,
daß sich die Versicherung streng genommen nur auf die
Personen bezieht, die am 1. Januar 1926, dem Tage des
Inkrafttretens des Versicherungsgesetzes noch nicht 21 Jahre
alt waren, ergänzt der Staat durch einen besonderen Beitrag
Jie sogenannte Erhöhung (majoration), die zur Zahlung
der normalen Pension erforderliche Summe

$

Nachrgeordnote Gebietskörperschaften

Provinz: Gewerbepolizeiliche Funktionen ‚bei gefährlichen
 und ungesunden Betrieben ;
Jemeinden: Gewerbepolizeiliche Maßnahmen in gefährliehen
 und ungesunden Betrieben

jemeinden: Stellen unentgeltlichen paritätischen Arbeitsvermittlungsstellen
 Räume und Personal zur Verfügung


Provinz: Provinzieller Fonds sp&amp;amp;ial d’assistance
publique. Subventionen an Kommunen für Arme, die
in Landarmenhäusern untergebracht sind. Im Bedarfsfalle
 Subventionen an die Commissions d’assistance
 publique
3emeinde: Armenfürsorge in der Regel durch die
Sommission d’assistance publique; sie beschließt, über
Zewährung von Unterstützungen und die Zulassung
Armer in Wohlfahrtsanstalten, Subvenlionen an pri-7ata
 Ten - -Inmslahiungan

Die Wohlfahrtskommissionen (5 bis 10 Mitglieder
vom Kommunalrat gewählt) sind in weitem Umfang
 unabhängig, sie besitzen Sondervermögen
und z, T, eigene Einnahmen
Provinz: Beiträge zu den Unterhaltskosien für Findelkinder

Gemeinde: Unterstützung der Kinderkrippen und Entbindungsanstalten
 durch die Commission d’assistance
ublique, gegebenenfalls unter Beteiligung einer anderen
zommunalen Kommission oder dem Leiter: einer pri-‚aten
 Anstalt. Unterstützung von Frauen, die allein
ür ein oder mehrere Kinder unter 16 Jahren zu sorgen
ıaben. Die Kommission zahlt Subventionen an Waisenaäuser,
 sorgt für die Findelkinder, verlassene Kinder
and Waisenkinder und übergibt sie einem Hospiz
oder einem Pfleger
Provinz: Beteiligung an der Soci6t6 Nationale und den
von ihr genehmigten Gesellschaften.
Gemeinde: Beteiligung der Commission d’assistance
publique an den von der Soci6t6 Nationale genehmigten
Baugesellschaften, Die Commission d’assistance darf
ıhre Kapitalien zum Ankauf oder zum Bau von Häusern
mit billizen Wohnungen verwenden

Regionale Gesellschaften der Soci6t6 Nationale

Provinz: 1/; der Zusatzrente. ‚Subventionen an Untergtützungskassen
 auf Gegenseitigkeit
Gemeinde: ?/2 der Zusatzrente

Finanzen und Steuern
        <pb n="516" />
        642 —
Noch: Belgien
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung
Staat

Für-BOTgO-



Nachgeordnete Gebietskörperschaften

HH

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Ka
rn

Die Staatssubventionen an etaatlich zugelassene Invaliditätsversicherungskassen
 (für bestimmte Betriebe
obligatorisch) und Arbeitslosenversicherungskassen

=

Bildung eines Arbeitslosenfionds (fonds de crise), Subventionierung
 ' von privaten Versicherungsanstalten auf
Gegenseitigkeit

Krankenhilfe;

Hygienische Maßnahmen: Conseil superieur d’hygidne
Ddublique, Kontrolle der Lebensmittelfabrikation und des
“‚ebensmittelhandels. Sanitätsdienst der Häfen und Grenzen.
 Desinfektionsdienst, Subventionen an Antituberzulosenkassen.
 Inspektion des Gesundheitsdienstes und
ler Apotheken. Staatlicher Impfdienst. Prämien für
aygienische Verbesserungen und prophylaktische Maßnahmen.


rren-, Taubstummen-, Blinden- und Krüppelfür-;orge,
 Fürsorgao für anormale Kinder: #/4 der kommunalen
 Ausgaben für Unterhalt und Erziehung anormaler
Kinder, unbemittelter Taubstummer, Blinder und Krüppel,
die in Spezialanstalten untergebracht sind, sowie der Unterhaltskosten
 für unbemittelte Geisteskranke

Provinz: Subventionen an Arbeitslosenkassen und 22
den Fonds de erise
7emeinde: Kommunale Fonds de chömage zur Kontrolle
 der vom Staat subventionierten Arbeitslosenkassen
 und zur Verteilung der kommunalen Subventionen

Provinz: Subventionen an Sanatorien
3emeinde: Die Commission d’assistanee publique ge“
währt unentgelilich medizinische Hilfe an Arme in
aigenen, interkommunalen oder privaien Hospizen oder
in offener Krankenpflege, organisiert den Hospital
dienst und schließt sich nötigenfalls mit benachbarten
Kommunen zu einer Union interrommunsle zusammen
&amp;gt; sl zn
Wohlfahrtskommission in weitem Umfang unabhängig;
 vgl. Armen- und Altersfürsorge

Provinz:
Gemeinde: Präventivmaßnahmen gegen Seuchen. Lebensmittelkontrolle,
 Untersuchung des Trinkwassers
äurch kommunale Polizei

Provinz: 1!/, der kommunalen Ausgaben für Unterhalt
und Erziehung anormaler Kinder, unbemittelter Taubstummer,
 Blinder und Krüppel, die in Spezialanstalten
ıntergebracht sind, sowie der Unterhaltskosten für u}
bemittelte Geisteskranke
+emeinde: Fonds commun, von den Gemeinden d0-Liert,
 trägt die Hälfte der Unterhalts- und Erziehungs”
zosten für anormale Kinder, unbemittelte Taubstum”
ne, Blinde und Krüppel, die in Spezialanstalte”
untergebracht sind, sowie der Unterhaltskosten für
anbemittelte Geisteskranke

In Frankreich sind für die Leitung fast des ganzen Bereichs, insbesondere für die
Alters- und Armenfürsorge, die Waisenfürsorge, die Wöchnerinnenfürsorge und die Kranxenhilfe
 die Departements mit ihren Fürsorge-Dezernaten und Gesundheits- und Unterstützungsbeiräten
 zuständig. Außer den Kosten der Verwaltungsleitung tragen sie nur die
Unterstützungskosten für diejenigen Personen, die zwar keinen gemeindlichen, aber deparjementalen
 Unterstützungswohnsitz besitzen. Personen ohne Departements-Unterstützungswohnsitz
 gehen zu Lasten des Staates. Den Gemeinden obliegt in letzter Linie die
Hauptlast der Verwaltung, besonders die Listenführung, Begutachtung und Erledigung
der Anträge usw. und die Unterstützungslasten der Personen mit Gemeinde-Unterstützungswohnsitz.
 Unmittelbare Träger der Unterstützungseinrichtung sind jedoch nicht sie,
sondern autonome Körperschaften. Auf dem Gebiete der Armen- und Altersfürsorge sind
3 die Bureaux de Bienfaisance, an deren Spitze eine nicht nur aus Gemeindevertretern
bestehende Kommission steht, mit dem Bürgermeister als Vorsitzendem, auf dem Gebiete
 der Krankenpflege, Hospitäler von einer ähnlichen auch unabhängigen Kommission
geleitet, wobei sich zwischen Kommission und Gemeinde noch die Bureaux d’Assistance
einschieben. Diesen Anstalten und Einrichtungen fließen gesetzlich bestimmte Gemeindeeinnahmen,
 außer staatlichen Subventionen, der Armensteuer und großen privaten Mitteln
zu. Die Fehlbeträge ihrer Haushalte, die nicht durch diese genannten Mittel gedeckt werden
 können, müssen unter obligatorischer Beteiligung des Departements, manchmal auch
jes Staates durch die Gemeinden gedeckt werden. An der Irrenfürsorge sind die Gemeinden
 in geringem Maße beteiligt, sie obliegt dem Departement, das für diese Zwecke
        <pb n="517" />
        — 6483 —
Italien

Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung ‘
Jem Staat bzw. den nachgeordneten Gebietskörperschaften nicht unmittelbar unterstehende öffentliche Einrichtungen und Organe
sind durch. Umrahmung [|_— 7] gekennzeichnet

Dür-Orge-



Staat

Nachgeordnete Gebietskörperschaften

Arbeiterschutz: Vorschriften über Arbeitszeit (8-Stundentag)
 Unfallverhütung (Durchführung dureh staatliche Gewerbeinspektioen
 einschließlich Landwirtschaft), Verbot der
Kinderarbeit bis zum vollenleten 12. Jahr, Verbot der
Nachtarbeit im allgemeinen für Frauen und Jugendliche
| unter 13 Jahren, Beschränkung der Frauen- und Kinderi
 arbeit (außer in Familienbetrieben)
7 Gewarbaanfsichtsbezirke

zi

Lohnfragen: Festsetzung des »zerechten« Lohnes durch die
staatlichen Syndikate (Korporationsministerium}
Arbeitsvermittlung: Paritätisch unter Kontrolle der
staatlichen Korporativorgane (entgeliliche private Ver
mitilung ist untersagt}

Provinzielle und Zonenarbeitsnachweise, erlorderlichenfalls
 auch kommunale

Produktive Erwerbslosanfürsorge

A

Armen- und Altersfürsorge ist grundsätzlich Aufgabe
der staatlichen Berufsverbände (Syndikate). Staatsaufsicht
über alle privaten Wohlfahrtsinstitute, insbesondere ihre
Kassengebarung. Staatliche Fürsorgekassen für verschiedene
 Berufszweige als Erränzung zur Sozialversicherung

Mutter- und Jugendschutz: sNationalstätung für den
Schutz von Mutter und Kinde

Mutterschaftsversicherung vgl. Sozialversicherung

———

Alle Wohlfahrtsausgaben sind grundsätzlich fakultativ
Gemeinden: Leitung und Beaufsichtigung durch die
kommunale Wohlfahrtekongregation, der alle Wohlfahrtseinrichtungen
 unterstehen
Armenfürsorge durch den Unterstützungswohnsitz

Private Einrichtungen mit z. T. großem Vermögen

Unterstützung kinderreicher Familien: Steuerermäßigungen
 für besonders große Familien

Wohnungswesen: Förderung durch Staat und Gemeinden mittels Bankkredite und Steuernachlässe

Zentralkasse für die Sozialversicherungen
Staatskontrolle über alle Zweige der Sozialversicherung mit
autonomer Kassengebarung

Arbeits- und Invalidenversicherung, gleiche Beiträge von
Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Versicherungsgrenze
15 bis 65 Jahre, Altersgrenze nach 65. Jahr, Invalidenrente
 bei */, Erwerbsunfähigkeit steigt bis zu
'/g des Arbeitslohnes, je nach Dauer der Versicherung,
Namhafte Staatszuschlisse

z

Arbeitslosenversicherung: Gleiche Beiträge von
Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach I1öhe des Lohnes
n 3 Klassen. Leistungen vom 8. Tage ab, Höchstdauer
‚20 Tage, je nach dem Beitrag in 3 Klassen gestaffelt.
Die Versicherung ıäßt frei die Landwirtschalt uud Gewerbezweige,
 in denen Kontrolle der Arbeiter erschwert
erscheint. Besondere Arbeitslosenionds als Reserve
Hir besondere Beanspruchung der Versicherung, Staatszuenhfiese


Unfallversicherung: Leistungsgrenze 12 bis 65 Jahre,
Beiträge allein durch Arbeitgeber
Leistungen: Kanitalehfindungen oder Renten

Mutterschaftsversicherung: Versicherungsgrenze 15
bis 50 Jahre, Jahresbeitrag: 3 Lit, Arbeiterin, 4 Lit.
Arbeitgeber. Leistung: 100 Lit. je Niederknnft in
2 Raten: Staatszuschüsse
        <pb n="518" />
        — 644 —
Noch: Italien
Verteilung der Zuständigkeit und der Lasten in den wichtigsten Zweigen der sozialen Verwaltung
Nachreordnete Gebietskörperschaften

Für-BOTge-



Tuberkuloseversicherung ala Vorstufe zur Krankenversicherung
 gedacht, Beitr ge in 2 Lohnklassen 26
bzw. 52 Lit. jährlich, Landarbeiter 26 Lit. Arbeitgeber
und -nehmer je !/,. Leistungen: Heilstättenbehandlung
und Familienzeld (4 bis 6 Lit. wöchentlich)

Versicherung gegen Berufskrankheiten (Vergiftungen):
 Geldleistungen und Anstaltspflege bei wenigstens
 50 vH Erwerbsunfähirkeit

Krankenversicherung in den neuen Provinzen:
Fortbestehen der alten österreichischen und ungarischen
Gesetze

er
af
Bi
lan

Krankenhilfe: Btaatszuschüsse an Krankenhäuser und
Sanitätspersonal

zekämpfung von Seuchen und”Volkskrankheiten:
Staatszuschüsse zur Bekämpfung von Tuberkulose, Malaria
(kostenfreies Chinin), Pollagra (staatliche Maiskontrolle),
Tuberkulose, Tracoma und Geschlechtskrankheiten

Fürsorge für Anormale: Zuschüsse zur Irren- und Blinden
fürsorge

Staatliche Zuschüsse an Gemeinden im Erdbebengebiet.
; Übernahme von Zinsen und Tilgung auf an betroffene Ge:
meinden gewährte Anleihen!)

Krankenhäuser und Sanitätepersonal; Unterhalt und
Pflege unbemittelter Kranker, soweit karitative Eir
richtungen nicht ausreichen
Provinzialärzte, die erforderlichenfalls durch Kreisärzt
unterstützt werden

Provinzialärzte, geschlossene Tuberkulosenfürsorge in vo}
Provinzen und Gemeinden gemeinsam unterhaltene”
Krankenhäusern: Wohnungshygiene

Durchführung durch die Gemeinden und Provinze®
Provinzial-Irrenanstalten

|
1) In allen Ländern vorhanden, jedoch in Italien besonders bedeutsam.

ebenso wie für die Unterbringung von Waisen, Tuberkulosekranken, Bettlern, schwer erziehbaren
 Kindern über eigene Anstalten verfügt. Für die Kontrolle der einzelnen Fürsorgezweige
 sind Kontrolleure und Inspektoren, die zum Teil ärztlich vorgebildet sind
und deren Gehälter bei manchen Fürsorgezweigen gemeinsam vom Staat und Departement
getragen werden, vorhanden. Die französische Gesundheitspolizei ist ebenso wie in Belgien
 und Italien eine Nebenaufgabe der allgemeinen Verwaltungsorgane, wenn auch beim
Departement meist Departementsärzte vorhanden sind und die größeren Städte über
Gesundheitsdezernate verfügen,
In Belgien ähnelt die Verteilung der Aufgaben und die Organisation des sozialen
Dienstes, was das Vorhandensein besonderer autonomer Körperschaften anbelangt, der
französischen. Eine Kostenbeteiligung des Staates besteht ebenfalls auf manchen Gebieten.
 In Italien gibt es obligatorische Fürsorgezweige bei den Gemeinden überhaupt
nicht. Die Leitung der vorhandenen Wohltätigkeitsanstalten, Krankenhäuser usw. wie des
gesamten Wohltätigkeitswesens obliegt der sozialen Wohlfahrtpflege. Private Einrichtungen
 überwiegen. Der allgemeine Gesundheitsdienst wird von Staats- und Provinzärzten
 besorgt. Die obligatorische Irrenfürsorge wird von den Departements, die obligatorische
 Tuberkulosefürsorge von diesem und den Gemeinden gemeinsam ausgeübt.
In Großbritannien bestanden bis zum Jahre 1929 neben den übrigen Selbstverwaltungsverbänden
 besondere Armenverbände unter besonders gewählten Boards of
Guardians, die nur die Aufgabe hatten, sämtliche Zweige der Armenverwaltung zu betreuen.
 Finanziert wurden ihre Ausgaben aus der Armensteuer (Poor Duty). Neuer-
        <pb n="519" />
        — 645 —
dings sind diese Verbände aufgelöst und ihre Aufgaben den politischen Verbänden, zum
großen Teil den Grafschaften übertragen worden. Die britische Armenfürsorge umfaßt
offene und geschlossene Armen- und Waisenfürsorge, Kranken- und Wochenhilfe, d.h.
fast alle Zweige außer den bevölkerungspolitisch orientierten, die auch in Frankreich
vorhanden, aber dort einzeln organisiert sind. Die übrige Krüppel-, Blinden- usw. Fürsorge
 liegt bei den Grafschaften bzw. Grafschaftsstädten, der schon mehrfach erwähnte
allgemeine Gesundheits- und Hygienedienst beim Distrikt bzw. den Städten. Nahrungsmittelchemiker,
 die verschiedenen polizeilichen Sonderinspektorate und Registrierungsbüros,
 zum Teil für Kanalboote, Bäckereien, Molkereien und ähnliche andere Zweige,
vervollständigen den gesundheitlichen Verwaltungsstab,
Das kommunale Wohnungswesen wird unter allen Staaten in Großbritannien,
 und zwar besonders von Städten und städtischen Distrikten aus Gründen der
Gesundheitsfürsorge am meisten gefördert. Der Staat unterstützt weitgehend diese obligatorischen
 Aufgaben durch große Subventionen. Die dem Medical Officer of Health bzw.
den Gesundheitsinspektor unterstehende Wohnungspolizei entfaltet, bedingt durch das
großstädtische Wohnungselend, eine äußerst starke Tätigkeit. Eine präventive Baupolizei
besteht hier nicht, dagegen. in den größeren Städten in Frankreich. Eine vorbedachte
Stadtplanung (Fluchtlinienplanung) wird in England und Frankreich von den größeren
Gemeinden, die städtische Bauämter besitzen, verlangt.
Auf dem Gebiet der Sozialversicherung besteht eine gewisse Tätigkeit der
Gemeinde und Gemeindeverbände in Frankreich und in Großbritannien. Der französische
Bürgermeister bzw. sein Büro versehen bei der Altersversicherung gewisse Verwaltungsdienste,
 in Großbritannien bestehen — außer bei der Witwen-, Waisen- und Altersversicherung,
 deren lokale Administration die Lokalbehörden selber leiten — lokale Versicherungsausschüsse,
 zu denen die Gemeinden in loser Beziehung stehen. Die ganze örtliche
 Verwaltungsarbeit liegt hier bei den staatlich besoldeten Dienststellen, nicht bei
lokalen Unterabteilungen autonomer Körperschaften.
Die kommunale erwerbswirtschaftliche Betätigung ist in Großbritannien
 am intensivsten und vielgestaltigsten, obwohl das großbritannische Selbstverwaltungsrecht
 Betätigung auf diesen Gebieten meist an besondere gesetzliche Ermächtigung
 knüpft und dadurch die großbritannische kommunale Erwerbswirtschaft, gegenüber
den in dieser Beziehung freieren anderen Staaten, in ihrer Entwicklung gehemmt wird.
Gas, Wasser, Elektrizität, Straßenbahn usw. sind in Großbritannien vorwiegend kommunale
 Betriebe, während in Frankreich das System der Vergebung durch Konzession vorherrscht.
 Die Konzessionäre zahlen eine Vergütung; oft erhalten sie aber auch eine kommunale
 Subvention, wodurch sie überhaupt erst zur Übernahme des Risikos veranlaßt
werden. Die französischen und belgischen Gemeinden haben großen Grundbesitz und ausgedehnte
 Forsten, aus denen ihnen reiche Erträge zufließen. Die Departements in Frankreich
 und die Grafschaften in England befassen sich gewöhnlich nur mit Verkehrsbetrieben,
 bei denen jedoch in Frankreich mehr als in Großbritannien eine sozialpolitisch
orientierte Betriebsführung und Tarifgestaltung vorherrscht, so daß sie hier nur geringe
Überschüsse liefern. Ein kommunales Bankwesen gibt es in England nicht. Die französischen
 Kommunalsparkassen sind ebenso wie die belgischen und italienischen mehr als
sozlalpolitische Einrichtungen zu betrachten.
Die Finanzwirtschaft der machgeordneten Gebietskörperachaften
 ist durch enger oder weiter gespannte staatliche Rahmengesetze geregelt und
unterliegt einer mehr oder weniger wirksamen Staatsaufsicht.
Die Steuerhoheit beschränkt sich in allen Staaten auf enumerativ aufgeführte
eigene Abgaben oder auf Zuschläge zu gesetzlich bestimmten Staatssteuern, wobei nicht
viel mehr als die Freiheit der Tariffestsetzung in den Händen der Selbstverwaltungsverbände
 liegt. In Großbritannien ruht das finanzielle Schwergewicht auf eigenen, in der
Tarifhöhe nicht durch den Staat beschränkten Abgaben, in Frankreich, Belgien und
Italien auf Zuschlagsteuern mit einem staatlich festgesetzten Höchsttarif; Höchstsatzüberschreitungen
 sind in diesen Ländern meist an die Genehmigung der Aufsichtsbehörde ge-
        <pb n="520" />
        646 —
bunden. Ertragsanteile an staatlichen Steuern sind in allen Staaten vorhanden. Nirgends
erlangen sie eine größere Bedeutung.
Eine obligatorische Beteiligung an den Ausgaben bestimmter Verwaltungen
 kennen besonders die drei Kontinentalstaaten. Großbritannien bevorzugt das
System einer sehr hoch bemessenen obligatorischen Dotation, verbunden mit Einzelsubventionen
 für bestimmte Zweige. Diese betragen oft bis zu 50 vH der Lasten und
werden gesperrt, wenn bestimmte von seiten des Staates den Gemeinden auferlegte
Bedingungen nicht erfüllt werden.
Anleiheaufnahmen sind in Großbritannien fast immer genehmigungspflichtig;
 in Frankreich, Belgien und Italien nur, wenn der Anleihebetrag eine bestimmte Höhe
übersteigt, seine Laufzeit eine bestimmte Höchstspanne von Jahren überschreitet und die
Mittel zur Verzinsung und Amortisation aus genehmigungspflichtigen Steuern aufgebracht
werden müssen.
Eine Genehmigungspflicht bezüglich der kommunalen Budgets,
besonders der in diesen enthaltenen Ausgaben kennt Großbritannien im Gegensatz zu den
kontinentalen Staaten nicht. Die Genehmigung muß in diesen Ländern allerdings erteilt
werden, wenn zur Deckung aller Ausgaben nur nicht genehmigungspflichtizge Einnahmen
verwendet werden. Sind obligatorische Ausgaben in den Haushalt nicht eingesetzt, so
findet in diesen Staaten eine Zwangsetatisierung durch die Aufsichtsbehörde statt. In
Großbritannien liegt in einem solchen Falle ebenfalls die Möglichkeit zu einem Eingriff
vor, wirksam werden kann allerdings ein entsprechendes Verlangen in der Regel nur auf
dem Umwer über ein richterliches Urteil.

Die Prüfung der kommunalen Rechnung erfolgt in Großbritannien
durch besondere Inspektoren, in den drei Kontinentalstaaten durch den Präfekten bzw.
Innenminister. In manchen Staaten, z.B. Frankreich sind kommunale Vermögensoperationen,
 z.B. Verkäufe von öffentlichem Eigentum, ebenfalls genehmigungspflichtig.
Alles zusammen genommen, läßt sich sagen, daß die kommunale Finanzwirtschaft in
Großbritannien noch am wenigsten, in Italien am meisten eingeengt wird. Dazwischen
liegen Frankreich und Belgien.

2. Der öffentliche Finanzbedarf nach Ausgabezwecken
Die Entwicklung des staatlichen Finanzbedarfs
In allen Staaten ist, selbst wenn man bei den Inflationsländern die Geldentwertung ausschaltet,
 der Finanzbedarf von 1913 bis 1925 und dann noch weiter bis 1928 ganz
bedeutend gestiegen. Diese Erscheinung ist überall in den Kriegsfolgen begründet.
In Frankreich, Belgien und Italien ist die Steigerung nicht so stark wie in Großbritannien
 erfolgt, weil die Entwicklung der inneren Kaufkraft mit der der äußeren nicht
gleichen Schritt gehalten hat.
Durch Umrechnung der Beträge in Mark Vorkriegskaufkraft ist versucht
worden, diesem Umstand Rechnung zu tragen. Die Vergleichsschwierigkeiten konnten dadurch
 naturgemäß nur unvollkommen behoben werden, da die Umrechnung über Indizes,
abgesehen von ihrer internationalen verschiedenen Zusammensetzung, niemals zu vollkommener
 Kaufkraftparität führt. Wohl deshalb erscheinen besonders in Frankreich
und Belgien die Gehälter und zahlreiche andere Posten im Staatshaushalt erheblich gedrückt.
 Im Rechnungsjahr 1928 zeigt sich indessen beispielsweise in Frankreich bereits
eine gewisse Angleichung der Gehälter an die seit der Stabilisierung wieder konsolidierten
 Kaufkraftverhältnisse, Bei einem Vergleich der Aufwendungen Italiens sind
auf Schritt und Tritt die Wandlungen zu berücksichtigen, die in Italien mit der Einführung
 des faschistischen Regimes eingetreten sind.
Was den internationalen Vergleich der Aufwendungen für einzelne Ausgabenzwecke anı1angt,
 so lassen sich für die bearbeiteten Länder einige einheitliche Entwicklungstendenzen
        <pb n="521" />
        —— 647 —
beobachten... Überall sind nach dem Kriege die Aufwendungen für den staatlichen
Schuldendienst ganz erheblich gestiegen. Sie stiegen allerdings in.den Inflationsländern
 Frankreich, Belgien und Italien infolge der Entwertung der inneren Schuld
weniger als in Großbritannien, Die Steigerung in Italien bleibt jedoch hinter der in
Frankreich zurück, und in Belgien ist sie noch geringer. 1928 tritt hier der seit Errichzung
 der Amortisationskasse betriebene Tilgungsfonds in Erscheinung.
Die Aufwendungen für soziale Zwecke zeigen nach dem Kriege allgemein eine
starke aufwärtsgerichtete Entwicklung. In Großbritannien tritt diese Tendenz besonders
stark hervor. Der letzte Grund hierfür, liegt in der nach dem Kriege einsetzenden und
‚ange anhaltenden Arbeitslosigkeit. In Frankreich, wo das Problem der Arbeitslosigkeit
auch nach dem Kriege keine Rolle spielt, sind die Aufwendungen für soziale Zwecke nach
dem Kriege nicht gestiegen. Nach Umrechnung in Mark-Vorkriegskaufkraft lassen sie im
Gegensatz zu den anderen hier bearbeiteten Ländern sogar einen Rückgang erkennen. In
Belgien steigen die Ausgaben für soziale Zwecke nach dem Kriege. Die von Frankreich
abweichende Entwicklung erklärt sich aus der Struktur des belgischen Staates als Industriestaat.
 In Italien erfuhr die allgemeine Tendenz zur Steigerung der sozialen Aufwendungen
 nach dem Kriege ‘noch einen besonderen Antrieb durch die Bestrebungen des
Faschismus, der zahlreiche, bisher vernachlässigte Aufgaben auf dem Gebiet der öffentlichen
 Hygiene und der Sozialversicherung neu in Angriff nahm.
Die Ausgaben zur Förderung der Wirtschaft sind nach dem Kriege ebenfalls in
den Ländern mehr oder weniger gestiegen. Hierin spiegeln sich zunächst die Fortschritte
wieder, die der Protektionismus in der Wirtschaftspolitik der meisten Staaten nach dem
Kriege gemacht hat. Daneben tragen die gesteigerten Ausgaben zur Förderung der
Wirtschaft aber auch vielfach sozialpolitischen Charakter. Das trifft insbesondere für
viele Ausgaben auf dem Gebiet der öffentlichen Arbeiten zu, die z. T. auf die Bestrebungen
 der produktiven Erwerbslosenfürsorge zurückgehen. Aber auch außerhalb der öffentlichen
 Arbeiten haben die Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft durch die Arbeitslosigkeit
 einen starken Antrieb erfahren. Das gilt insbesondere für die Steigerung der
Ausgaben zur Förderung der Wirtschaft in Großbritannien. In Belgien hat die während
des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren eingetretene Vernachlässigung der zahlreichen
 Wasserstraßen die Ausgaben für die öffentlichen Arbeiten erheblich anwachsen
lassen. Die Steigerung der Wirtschaftsausgaben in Italien beruht in erster Linie wiederum
 auf dem Einfluß der faschistischen Politik, In erster Linie sind die Ausgaben zur
Förderung des Verkehrs (Schiffahrtsubventionen) und auf dem Gebiet der öffentlichen
Arbeiten stark erhöht worden, daneben lassen aber auch die staatlichen Aufwendungen
zugunsten der Landwirtschaft und der Industrie eine Steigerung erkennen.
Die Kosten der staatlichen Rechtspflege sind in Großbritannien gegenüber der
Vorkriegszeit zurückgegangen. Eine Erklärung hierfür liegt in der Tatsache, daß die
Richtergehälter nach dem Kriege nicht erhöht worden sind, da sie oberhalb der Grenze
lagen, bis zu welcher in Großbritannien Teuerungszulagen gewährt werden. In den
anderen Ländern erklärt sich der Rückgang der Kosten des Aufwandes für die staatliche
Rechtspflege aus der verhältnismäßig geringen Besoldung der richterlichen Beämten,
 deren Gehälter, wie in allen Zweigen der Verwaltung, mit der Kaufkraftmindefung
 der Landeswährung nicht Schritt gehalten hat. Das trifft auch für Italien zu,
dessen Aufwendungen nicht in dem Maße zurückgegangen sind, wie in den anderen
Ländern, da hier der Gebietszuwachs eine stärkere Erweiterung der Verwaltungstätigkeit
Mit sich brachte, als es.in Frankreich und Belgien durch den Erwerb von Elsaß-Lothrin-Sen
 bzw. Eupen-Malmedy der Fall war.
Die Ausgaben für Unterricht, Kunst und Wissenschaft zeigen ebenfalls fast in
allen Ländern eine aufwärts gerichtete Tendenz. In Frankreich findet diese Erscheinung
ihre Erklärung in dem Ausbau des Unterrichtswesens, insbesondere in der Entwicklung
des Fachunterrichts nach dem Kriege. In Belgien hatte die zunehmende Unent-Seltlichkeit
 des Unterrichts erhöhte Aufwendungen hierfür im Gefolge. In Italien
Spiegeln sich in der Steiverunge der Ausvahen für Unterricht. Kunst und Wissenschaft
        <pb n="522" />
        — 648 —
die Bestrebungen des Faschismus wider, durch Verbesserung des Unterrichtswesens, insbesondere
 durch Einrichtung von Erwachsenenschulen das italienische Bildungsniveau zu
arhöhen und den Analphabetismus zu bekämpfen.
Die Ausgaben auf Grund des Krieges zeigen naturgemäß in allen Ländern bereits
 eine fallende Tendenz. Besonders sind von 1925 zu 1928, abgesehen von dem Wegfall
 der Besatzungskosten, die Ausgaben für Wiederaufbauarbeiten in Frankreich und Belgien
 erheblich zurückgegangen. Andererseits sind in diesen Ländern in derselben Zeit die
Ausgaben für Kriegspensionen bzw. -renten noch gestiegen, so daß im Gesamtergebnis
 die Ausgaben auf Grund des Krieges in Belgien sogar noch eine Steigerung erkennen
 lassen. Der Rückgang der Ausgaben für die obersten Staatsorgane in
[talien erklärt sich aus den Maßnahmen des Faschismus, die zu einer Zentralisierung der
Aufgaben und einer Reduzierung der Abgeordneten führten. Auch auf dem Gebiet der
inneren Verwaltung wäre an sich in Italien bei der radikal durchgeführten Zentralisierung
 ein Ausgabenrückgang zu erwarten gewesen. Der Grund für die trotzdem eingetretene
 Ausgabensteigerung liegt darin, daß unter dieser Rubrik die Kosten für die dem
Präsidium des Ministerrates unterstellte faschistische Miliz erscheinen. Die Ausgaben für
die Landesverteidigung sind — ebenfalls im Gefolge der faschistischen Politik — von
1925/26 auf 1928/29 stark gestievren.

Die Struktur des staatlichen Finanzbedarfs
Ein Vergleich der Struktur des Finanzbedarfs, d.h. seine anteilmäßige
Verteilung auf die einzelnen Aufgabengebiete, zeigt in den einzelnen Ländern trotz gewisser
 Unterschiede, die auf die verschiedene Staatsorganisation und den verschiedenen
Umfang staatlicher Betätigung auf den einzelnen Gebieten zurückzuführen sind, viele
gemeinsame Grundzüge. Nur die Vergleichsergebnisse für das Jahr 1925 bzw. 1925/26
sollen hier kurz erläutert werden.
Es dominiert in allen Ländern der Anteil des Finanzbedarfs für den Dienst der
inneren Staatsschuld, die zum allergrößten Teil Kriegsschuld ist. In
Großbritannien beansprucht der innere Schuldendienst mit 48,1 vH fast die Hälfte der
Staatsausgaben. In Frankreich dagegen reichen !/s, in Belgien und Italien ein knappes Drittel
 zu seiner Deckung aus. Bei diesen 3 Kontinentalstaaten hat nämlich die Entwertung der
Währung zu einer Erleichterung der Lasten des inneren Schuldendienstes geführt, eine
Entwicklung, die Großbritannien nicht zu verzeichnen hatte. An zweiter und dritter
Stelle stehen nicht ganz gleichmäßig, aber auch nicht sehr voneinander abweichend, der
Bedarf für die Landesverteidigung bzw. der Bedarf für ein zweites großes kriegsbedingtes
Ausgabengebiet, das Gebiet derinnerenundäußeren Kriegslasten, u.a, besonders
 Kriegspensionen und -renten, Wiederaufbaukosten usw. Die Landesverteidigung
 beansprucht mit etwa 19 vH in Großbritannien und Italien einen sehr viel
höheren Anteil als in Frankreich und Belgien. In diesen beiden Staaten beläuft er sich
auf etwa 13 vH. Der höhere großbritannische Anteil ist zum Teil auf das britische Soldsystem
 zurückzuführen, das bedeutend höhere Personalkosten bedingt. In Frankreich
stehen die Anteile der inneren Kriegslasten mit 31 vH und in Belgien mit 29 vH bedeutend
 über jenen Großbritanniens und Italiens, weil in den ersten beiden Ländern die nur
hier größeren Umfang annehmenden Wiederaufbaukosten erhebliche Mittel erfordern.
Die Verteilung des Finanzbedarfs auf die übrigen Zweige der Staatsverwaltung zeigt bei
Großbritannien die schon früher betonte stärkere Begünstigung von entscheidenden Zweigen
 der Leistungs verwaltung. Die sozialen Aufgaben erscheinen in Großbritannien
 mit einem Anteil von 7,52 vH, in Frankreich und Italien dagegen nur mit
1,90 bzw. 2,58 vH. Der belgische Anteil reicht dagegen auf Grund der starken Industrialisierung
 des Landes und der sich daraus ergebenden sozialen. Probleme dichter an
Großbritannien heran. Beim wichtigsten Zweig der Hoheitsverwaltun g, der
inneren Verwaltung, steht Großbritannien auf Grund des Fehlens eines allgemeinen
 regionalen Verwaltungsapparates hinter sämtlichen Staaten zurück (innere Ver-
        <pb n="523" />
        — 649 —
waltung Großbritanniens 0,54 vH, Frankreichs 1,73 vH, Beligens 1,76 vH). Italien mit
seinen allgemeinen regionalen Verwaltungsinstanzen, deren Stellung mehr und mehr gestärkt
 wird, marschiert mit einem Anteil von 4,36 vH an der Spitze. Dieobersten
Staatsorgane, denen in der großbritannischen Staatsorganisation eine besondere
Bedeutung zukommt, und deren besondere fachliche Aufgaben sich nicht immer
auf die einzelnen Fachverwaltungen‘ aufteilen lassen, verfügen in Großbritannien über
einen größeren Anteil als in sämtlichen übrigen Ländern. In der Rechtspflege
Jlominiert Italien mit 2,44 vH; es folgt Belgien mit 1,53, Großbritannien mit 0,78;
Frankreich hat mit 0,60 vH den geringsten Anteil aufzuweisen. Das Hervortreten des
ıtalienischen Anteils auf diesem Gebiet wie auf dem der allgemeinen inneren Verwaltung
3eruht darauf, daß dieser Staat, je Kopf der Bevölkerung gerechnet, verhältnismäßig nur
äber geringe Einnahmen verfügt und gezwungen ist, diese Einnahmen zunächst einmal
für die unbedingt notwendigen Zweige der staatlichen Verwaltung, vor allen Dingen also
lür den allgemeinen staatlichen Verwaltungsapparat und die Rechtspflege zu verwenden.
Bei der Pflege seiner auswärtigen Beziehungen gelingt es Großbritannien, mit einem An-'eil
 von 0,39 vH auszukommen, bei der Finanz-und Steuerverwaltung mit
dem verhältnismäßig niedrigen Anteil von 1,77 vH, was einmal für seine gut durchorganisierte
 Steuer- und Finanzverwaltung spricht, aber auch Ausdruck der Tatsache
ist, daß die steuerliche Erfassung in wohlhabenderen Ländern leichter durchzuführen
ist als in ärmeren!). Sämtliche übrigen Staaten stehen zum Teil weit darüber. Auf dem
Gebiet der Steuerverwaltung und der auswärtigen Angelegenheiten beansprucht
 den größten Anteil Italien mit 3,66 vH bzw. 0,51 vH, Frankreich steht auf dem
Gebiet der auswärtigen Angelegenheiten nur wenig, dagegen auf dem Gebiet der Steuerverwaltung
 schon bedeutend über Großbritannien.
Aus den Anteilziffern für den Unterricht spricht vor allem die verschiedene Aufgabenverteilung
 zwischen Staat und nachgeordneten Verbänden auf dem Gebiet des
Schulwesens. Deshalb steht hier Großbritannien mit 1,09 vH hinter Frankreich mit
6,27 vH und den anderen Staaten, die sämtlich über ein zentralisiertes Schulwesen verfügen.
 Die Subventionen, die Großbritannien den nachgeordneten Verbänden gewährt,
sind bei diesen Ziffern nicht berücksichtigt. Ähnlich liegen die Verhältnisse auf dem Gebiete
 des Wegewesens. Hier ergibt sich deshalb für das gesamte Gebiet der Wirtschaft
 und des Verkehrs folgende ansteigende Anteilsreihe: Großbritannien 1,05 vH,
Frankreich 3,75 vH, Belgien 7,25 vH und Italien 12,17 vH. Im Verhältnis zu seinen
Mitteln gibt Italien bedeutende Wirtschaftssubventionen auf den verschiedensten Gebieten
 aus. Daher rührt seine hohe Anteilsziffer,
Vergleicht man die Staatsausgaben (ohne Überweisungen an nachgeordnete Verbände)
je Kopfder Bevölkerung, und zwar zur Ausschaltung der größten inneren
Kaufkraftdifferenzen in Mark Vorkriegskaufkraft, so ergibt sich im großen und ganzen
das gleiche bereits gekennzeichnete strukturelle Vergleichsbild. Es treten hervor die
außerordentlich hohen Ausgaben für soziale Zwecke mit 13,41 Mark Vorkriegskaufkraft
 in Großbritannien gegen 6,74 Mark Vorkriegskaufkraft in Belgien, 3,29 in Frankreich
 und 1,68 in Italien; dagegen tritt zurück: Großbritanniens innere Verwaltung mit
0,97 Mark Vorkriegskaufkraft hinter Belgien mit 1,71, Italien mit 2,84 und Frankreich
mit 2,99. Auf dem Gebiet der Landesverteidigung dominiert auch hier mit
34,18 Mark Großbritannien vor Frankreich mit 22,58 Mark Vorkriegskaufkraft, auf dem
Gebiete der Ausgaben auf Grund des Krieges mit 54,30 Mark Vorkriegskaufkraft Frankteich
 vor Belgien und Großbritannien mit rund 30 Mark.

Die Struktur des gesamten Finanzbedarifs der eigentlichen öffentlichen Verwaltung
Ein Vergleich des Finanzbedarfs nach einzelnen Ausgabezwecken unter Einbeziehung
der Ausgaben der nachgeordneten Verbände scheitert, wie bereits erwähnt wurde, an der
Unzulänglichkeit der verfügbaren Quellen. In der folgenden Tabelle wird deshalb lediglich

EEE
!) Besonders maßgebend ist hierfür die Schichtung der Einkommen und Vermögen; je stärker die oberen Einkommönsünd
 Vermögenstufen besetzt sind, desto weniger kostspielig ist der steuerliche Veranlagungs- und Erhebungsapparat,
        <pb n="524" />
        650 —

der Finanzbedarf der nachgeordneten Verbände in seiner Gesamtheit dem Finanzbedarf
des Staates gegenübergestellt: -

Staats- und Kommunalausgaben in Millionen der Landeswährung und in vH des gesamten öffentlichen
Finanzbedarifs im Rechnungsjahre 1925 (1925/26)

Land

MR EA

Großbritannien ......... ....
Frankreich .......0.0...0.0.00000
Belgien ee een een ek
ET N

Staatsausgaben

absolut linvHv. Sp. 6
BL

668 61,74
38 971 78,78
49%6 : . 59,61
16.095 72,19

Ausgaben der
Gemeinden und
Gemeindeverbände

absolut Jin vH v. Sp. 6

a

414 ‘ 38,26
10500 ; 21,22
3365 ı 40,39
6200 27.81

Gesamter ölfentlicher
Finanzbedarf

Sp.2+4 | ,
„absolut | in vH
=

1082 100,00
49471 | 100,00
8331 | 100,00
22295 * 100.00

In dem Anteil der Staatsausgaben an den gesamten öffentlichen Ausgaben spiegelt
sich deutlich das unterschiedliche Gewicht von Staatswirtschaft (ohne Überweisungen)
and Kommunalwirtschaft wider. Während die Staatsausgaben in Frankreich 1925 fast
30 vH der gesamten öffentlichen Ausgaben betragen, erreichte dieser Anteil in Großöritannien
 1925/26 nur etwa 60 vH des Finanzbedarfs.
Wegen der besonders großen Verschiedenheit der öffentlichen Tätigkeit und
der entsprechenden Ausgaben auf den Gebieten der Landesverteidigung, des Kolonialwesens,
 der Ausgaben auf Grund des Krieges und des zum größten Teil kriegsbedingten
staatlichen Schuldendienstes, empfiehlt es sich, diese Posten aus dem Finanzbedarf der
sinzelnen Länder auszuscheiden, und den Vergleich auf die eigentliche
öffentliche Verwaltung zu beschränken, deren internationaler Vergleich
dann erleichtert wird. Die folgende Tabelle läßt erkennen, daß nach der Ausscheidung
nur ein ziemlich geringer Teil des gesamten staatlichen Finanzbedarfs der hier behandelten
 Staaten übriebleibt:

Die gesamten Staatsausgaben und die Staatsausgaben für die eigentliche öffentliche Verwaltung
ın Millionen der Landeswährung

Land und Jahr

Großbritannien ....

1912/13
1925/26
1928/29

Frankreich ....

‚wwun 19d u.
1925 ..
1928 ..

Belgien .

1913 ..
1925 ..
1928 ..

Italien .....

1913/14
1925/26
1928/29

Staatsausgaben
insgesamt

143
668
671

4669
38 971
55 9672

450
4 966
8 470

1826
16 095
16 907

Staatsausgaben }
ohne die nicht Sp. 3
vergleichbaren in vH von Sp. 2
Posten

10
92
108

27,97
13,77
16,10

1570
7776
10 644

33,63
19,95
19,02

184
i 359
2 497

40,89
27,37
29,48

731
5384
5 980 |

40,03
33,45
35,37
        <pb n="525" />
        —— 651 -

Dieser restliche staatliche Finanzbedarf zusammen mit den gesamten Kommunalyusgaben
 ergibt den Finanzbedarf für die eigentliche öffentliche Verwaltuneg:


Die Staats- und Kommunalausgaben für die öffentliche Verwaltung im engeren Sinne
in Millionen der Landeswährung

Land

N

Großbritannien ..............
Frankreich .....00.00000000004
Belgien a0. ee
Italien ... .

Staatsausgaben

Ausgaben
der Gemeinden und
Gemeindeverbände

absolut | in
v. 5p.6

absolut

in vH
% Sp. 6

+

x

92
7776
1.359
5 294

18,18 414 | 81,82
42,55 * 10500 * 57,45
28,77 3.365 71,23
46,48 6200 | 53,52

Gesamter öffentlicher
Finanzbedarf
Sp.2+4 m
absolut | Mm vH

‚6

7
Su

506 | 100,00
18276 |! 100,00
4724 | 100,00
11584 | 100,00

Die Anteile des Staates und der nachgeordneten Gebietskörperschaften an diesem
eigentlichen Verwaltungsbedarf geben eine Vorstellung von der Bedeutung der
Staatlichen im Verhältnis zur Bedeutung der kommunalen
Verwaltungssphäre in den einzelnen Ländern. Zunächst ist einheitlich für
alle Staaten festzustellen, daß der Umfang der kommunalen Verwaltung in allen Staaten
überwiegt; er überwiegt in Großbritannien, dem Lande der Selbstverwaltung, mit einem
Anteil von rund 80 vH allerdings in viel höherem Maße als in Italien, wo fast ein Gleichgewicht
 zwischen beiden Mächten besteht, (lediglich ein finanzielles Gleichgewicht bei
sehr geringem tatsächlichem kommunalem Einfluß). Frankreichs und Belgiens Selbstverwaltungsanteil
 liegt mit 60 vH zwar über dem Italiens, aber noch bedeutend unter
dem großbritannischen Anteil.
Ein zahlenmäßiger Überblick über die Finanzhoheitsbereiche
 und die Lastenverteilung wird nicht mit dieser, sondern erst mit der folgenden
 Übersicht geboten. Besonders in Großbritannien stammt ein großer Teil der Mittel,
der für Kommunalaufgaben und kommunale Behörden verausgabt wird, aus staatlichen
Subventionen oder Dotationen, zum ganz geringen Teil aus staatlichen Steuerüberweisungen;
 bei Frankreich, Belgien und Italien sind die Subventionen unbedeutend,
die Steuerüberweisungen spielen eine etwas größere Rolle. Insgesamt werden in Großbritannien
 rund 25 vH, in Belgien 21 vH, in Frankreich 13 vH und in Italien nur
10,6 vH des kommunalen Verwaltungsbedarfs aus staatlichen Mitteln gedeckt.

Die staatlichen Überweisungen im Rahmen der gesamten Staats- und Kommunalausgabein
in Millionen der Landeswährung

Land

“A
Großbritannien ..............
Frankreich ...........00.00.
Belzien 2er
Italien ..

Subventionen

und Dokationen


‘in vH
der Ausgaben des
über- | empweisenden
 | fangender
Varhandes

90 13,49 | 21,55
528 - 1,36 | 472
301 6,08 | z15
655 "407 | 10,56

Steuerüber-



18

841
413

in vH
der Ausgaben des
über- | empweisenden
 | fangenden
Verhandes

2,70 4,35
2,16 8,00
8,14 | 12,27
        <pb n="526" />
        — 652 —
Die gesamten Staatsausgaben und die Beteiligung des Staates an den Ausgaben der Gemeinden
in Millionen der

Großhrite tor

Ausgabezweck

Staat (einschl,
Überweisungen)

berweisungen an Gemeinden On X
Gemei Gemeindeverbände
emeinden und (ausschl
jemeindeverbände Überweisungen)

ı., Oberste StaatsorgaNe .....00.00000000000000
&amp;gt; Rechtspfle®® .......0000000000000 01000 anae
Innere Verwaltung ......0.0000000400000040
Auswärtige Angelegenheiten ...............
Colonialwesen insgesamt!) „..........000044
‚andesverteidigung insgesamt .............
'inanzverwaltung insgesamt ........0..0.00
‘Jnterricht, Kunst und Wissenschaft insgesamt
„SIG WRONG ur HK RNRG
Joziale Ausgaben insgesamt...............
‘. Wirtschaft insgesaMb......0..0.000000000000
Öffentliche Betriebe insgesamt ...........
. Ausgaben auf Grund des Krieges insgesamt
Nicht aufteilbare Posten.................4

38

am

43 (61)
46

&amp;gt;

1

105
61
13
308
1) Die Überweisungen an die Kolonien sind ebenfalls in den Ziffern für den Staat enthalten. — *) Einschließlich Steuer-‚Ur
 die verschiedenen Zwecke ausgegeben; der Einfachheit halber wurde der Gesamtbetrag bei den Finanzverwaltungsich
 Steuerüberweisungen an (jemeinden und Gemeindeverhbände.

57
25
118

+ €

Ist eine ziffernmäßige Aufteilung des gesamten Verwal-;ungsbedarfs
 nach einzelnen Aufgabengebieten wegen des Mangels an kommunalen
Finanzstatistiken nicht für alle Länder möglich, so läßt sich doch auf Grund eingehenler
 Überlegungen eine ungefähre Trennung nach den großen Aufgabenkreisen, Hoheitsverwaltung
 und Leistungsverwaltung, durchführen. Dann kommen aber die charakteristischen
 Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern schon zur Geltung.
Unter Hoheitsverwaltung sind folgende Posten des Aufarbeitungsschemas
zezählt worden: Oberste Staatsorgane, Rechtspflege, Innere Verwaltung, Auswärtige Anzelegenheiten,
 Kirchenwesen, Zoll- und Steuerverwaltung, mit Ausschluß der Schuldenverwaltung.

Unter Leistungsverwaltung: Die Aufwendungen für Unterricht, Kunst
ınd Wissenschaft, Schuldenverwaltung der nachgeordneten Körperschaften, soziale Aufzaben
 und Wirtschaft.
Bei dieser Aufgliederung ergibt sich für den Finanzbedarf der Hoheits- und Leistungsverwaltung
 folgendes Bild: s. gegenüberstehende Übersicht.
Danach tritt in Großbritannien der Anteil der Hoheitsverwaltung gegenüber den drei
"omanischen Ländern an Bedeutung zurück, während die Aufwendungen für die
Leistungsverwaltung hier mit etwa 85 vH über dem Niveau der drei anderen Länder
liegen, Frankreich 70 vH, Belgien 79 vH, Italien 68 vH. Der Grund hierfür liegt in
ler — z.T. historisch bedingten — verschiedenen Struktur der Verwaltung, die im
Kapitel Verwaltungsaufbau bereits dargestellt wurde. Die dort gemachten Ausführungen
lassen sich kurz dahin zusamenfassen:
In Italien und besonders in Frankreich stehen die staatshoheitlichen und polizeilichen
Funktionen noch ziemlich stark im Vordergrund der öffentlichen Betätigung, während
in Großbritannien im merklichen Gegensatz zu diesen Staaten die Leistungsfunktionen,
bedingt durch immer dringender werdende öffentliche Aufgaben auf sozialem Gebiet, die
zusschlaggebende Rolle spielen!). In der englischen Staatsentwicklung hatte sich
nämlich, getrieben durch die frühzeitige Industrialisierung, die wachsende Bevölkerung®-1)

 Vgl. Anm. 8. 620.

— 653 —
und Gemeindeverbänden nach Ausgabezwecken (Unterlagen zur. Lasten . lung)
Landeswährung
Alrrpich "talien
Über- Gemeinden
weisungen an We
Gemeinden verbände
und Ge- . (ausschl.
meinde- Überverbände
 |! weisungen)

45
232
748
155
773
5094
14862
500
45
4%

45
393
766
81
351
3.045
625
245
107
416
959
17
‚3
16 749

64

.C
Fo

ne

&amp;gt; 5546

654 | 5 546

39 199

-.

663

aa

überweisungen an die Gemeinden und Gemeindeverbände. — 2?) Die Steuerüberweisungsbeträge werden von den Empfängern
Ausgaben der Gemeinden in Abzug gebracht: in ( ) ist der tatsächlich dafür aufgewandte Betrag angegeben. — *) Ausschließ-Der

 Finanzbedarf der Hoheits- und Leistungsverwaltungin Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien
im Rechnungsjahre 1925 (1925/26)

Großbritannien
(1925/26)
Toheits- we
Verwal-  yarwaltung
 tung

Frankreich?) Belgien | Italien?)
(1925) (1925) (1925/26)
Toheits-| gertrg. Hohoite-| ggrtg. | Hoheite-| sag
verwal- | yorwal- | verwal- | yorwal- | Verwal- | verwaltung
 tung tung tung tung tung

Bezeichnung

in Mill, der Landeswährung:
A
Gemeinden und Gemeindeverbände
Staat, Gemeinden und Gemeinde-Verbände
 s...0.00r00000000000004
a Mill. X Vorkriegskaufkraft:
A PA
Gemeinden und Gemeindeverbände
Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände
 ....0..0.000000.0000000
1 vH des Finanzbedarfs der Hoheits-
 und Leistungsverwaltung:
Iemeinden und Gemeindeverbände :
Staat, Gemeinden und Gemeinde-Verbände
 vs... ra nr ea ran
® Kopf der Bevölkerung in AM Vor-'
kriegskaufkraft:
Dlda rer n anne EKG
Gemeinden und Gemeindeverbände
Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände
 viEn . „.. J

2913 | 4863 | 374 | 985 | 2135| 3249
2625| 7875 618 2747] 1624| 4576
427 | 5538 | 12738 I 902 | am | a7 | 7825
324 | 715 524 | 876 57 | 151 | 2346| 526
605 | 4373 473 | 1417 94 | 1420| 2262| 742
90 | 518] 97] 2231 ası | 571 | 608 1.268

| 70,52 | 62,57 zu 72,60 | 39,68 60,32
12,15 | 87,85 ı 25,001 75,00 18,29 | 81,71 } 26,10 1 78,90
15,29 | 84,71 | 30,30 | 6,70 | 20,91 | 79,09 1 32.41 | 67,59

7,20 | 17,22 | 12,91 | 21,56 | 7,33 | 19,26 8,64 | 13,13
13,44 | 97,08 | 11,64 | 34,90 | 12,03 | 53,76 6,54 | 18,52
20,64 | 114,30 | 24,55 | 56,46 | 19,36 | 73,02 | 15,18 | 31,65

1) Das Verhältnis von Hoheits- und Leistungsverwaltung bei den Gemeinden und ihren Verbänden ist an Hand der Etats
‚Ypischer Gemeinden geschätzt worden. — %) Das Verhältnis von Hoheits- zur Leistungsverwaltung bei den Gemeinden und
ren Verbänden ist, soweit brauchbares Material der Gemeinden vorlag, an Hand dieses für alle Gemeinden geschätzt worden.
gl. im einzelnen »Wirtschaft und Statistike, 9, Jahrg. 1929, Nr. 19, S. 794ff. und 10. Jahrg, 1930, Nr. 3, 5,628,
        <pb n="527" />
        _— 654 -

dichte und die allgemeine wirtschaftliche und soziale Entwicklung des letzten
Jahrhunderts — trotz der starken Betonung der Selbstinitiative — der Gedanke des Hoheitsstaates
 schon früh mit dem des Sozialstaates verschmelzen müssen. Diese Verschmelzung
hat, vollzogen auf dem Boden der Selbstverwaltung, die einzelnen Zweige der
Leistungsverwaltung mit eigenen, verhältnismäßig selbständigen Organen ins Leben
gerufen. In Frankreich mit seiner überwiegend agrarischen Bevölkerung und seiner nur
iangsam fortschreitenden Industrialisierung, in Italien außerdem aus klimatischen
Gründen wird das Problem der öffentlichen sozialen Fürsorge erst viel später bedeutsam.
Deshalb haben sich diese Staaten lange mit vorbeugenden Maßnahmen begnügt und haben
diese Funktionen dem bestehenden, regional stark ausgebauten zentralistischen Staatsand
 Polizeiapparat übertragen oder ihm doch in der Hauptsache angelehnt.
Mit diesen Ausführungen sind nur Tendenz- und Strukturverhältnisse angedeutet, die
sowohl für den Staat als auch die Gemeinden gelten.
Sollen Ausdehnung und Intensität der öffentlichen Betätiyung
 auf diesen beiden Gebieten ermittelt werden, so führen die Ziffern des Finanzbedarfs
 infolge der Unterschiede der Wirtschaftlichkeit, der Kaufkraft (trotz Umrechnung
in M Vorkriegskaufkraft) usw. nur zu nominellen Ergebnissen. Es ergibt sich daher
die Notwendigkeit, diese Ergebnisse vorerst durch Heranziehung realer Beurteilungsgrundlagen
 zu ergänzen und aus der Verbindung von beiden erst Schlüsse zu ziehen. In
der Statistik des im Öffentlichen Dienst beschäftigten Personals sowie für die
Leistungsverwaltung in der Statistik der einzelnen Fachgebiete (Straßen- und Wegebau,
Schulwesen, Soziale Fürsorge usw.) steht derartiges Material zur Verfügung, das allerdings
 mit Vorsicht zu verwenden ist.
Legt man als Maßstab für den Umfang und die Intensität der Betätigung auf
polizeilichem Gebiet das Personal der Sicherheitspolizei zugrunde, so ist ein
Unterschied zwischen Großbritannien und Frankreich nicht feststellbar. Es ist jedoch
in Rechnung zu stellen, daß Großbritannien gegenüber Frankreich ein Land mit starker,
in Großstädten massierter Bevölkerung ist, ein Umstand, der eigentlich starke polizeiliche
Maßnahmen bedingen solite.
Auf dem Gebiet der Rechtspflege ist in Großbritannien von allen Ländern
las geringste besoldete Personal tätig (vgl. die Bemerkungen über die Gerichtorganisa-;;onen
 S. 620), auch wenn man in Rechnung stellt, daß die staatlichen Richter und die
von den Gemeinden und Grafschaften besoldeten Polizeirichter und Recorders (insgesamt
atwa 300) sowie das gesamte besoldete Personal der Friedensgerichte in der Ziffer von
3 500, d.h. 0,5 vT der Erwerbstätigen nicht inbegriffen sind. Dafür sind aber sämtliche
Beamten des: Home Office, die eigentlich der inneren Verwaltung zugehören, darin
anthalten. Eine Berichtigung würde vermutlich an der Gesamtziffer nicht viel ändern.
Frankreich verwendet an in der Rechtspflege tätigem Personal 1 vT der Erwerbstätigen,
Belgien 1 und Italien 1,1 vT; groß sind die Unterschiede also nicht. Es zeigt sich hier,
wie bereits in vielen Fällen, international eine gewisse Zwangsläufigkeit der öffentlichen
Betätigung in dem modernen Staat. die der willkürlichen Organisation nur wenig
Spielraum läßt.
Das Personal der obersten Staatsorgane und der eigentlichen
inneren Staatsverwaltung läßt sich leider nicht feststellen; infolgedessen
ist mit derartigen Ziffern das stärkere Überwiegen der Hoheitsverwaltung in den kontinentalen
 Ländern gegenüber England nur schwer zu belegen. Die unter übriger
Verwaltung in der beiliegenden Statistik des Personalstandes (vgl. S. 576) zusammenzefaßten
 Zweige umfassen das Personal der gesamten sozialen und Gesundheitsverwaltung,
jes Verkehrs, besonders des Wegebauwesens, des auswärtigen Amtes und das der obersten
Staatsorgane und der allgemeinen inneren Verwaltung. Vergleichbar sind hier nur Großoritannien
 und Frankreich, und zwar auch nur bis zu einem gewissen Grade. Es übercascht,
 daß Frankreich trotz seiner stark ausgebauten, regionalen inneren und Verkehrsverwaltung
 mit 2,7 vT der Erwerbstätigen ein geringeres Personal hierzu verwendet
als Großbritannien. Bedingt wird die verhältnismäßig hohe großhritannische Ziffer von
        <pb n="528" />
        — 655 —
3 vT der Erwerbstätigen durch das sehr ins Gewicht fallende örtliche Personal des
englischen Sozialversicherungssystems, das nicht einer autonomen Körperschaft untersteht,
 sondern vom Staat besoldet wird und unmittelbar in den Etats des Gesundheits+
bzw. Arbeitsministeriums erscheint. Bringt man dieses Personal in Abzug, so würde
sich die Ziffer vielleicht auf 2vT der Erwerbstätigen verringern. Das ‚Personal der
{ränzösischen staatlichen. Sozialverwaltung ist gering, dagegen beschäftigt der französische
Staat unter dem Ackerbauministerium bzw. dem Ministerium für öffentliche Arbeiten ein
großes Ingenieurkorps und ein umfangreiches Forst- und Domänenpersonal, Einrichtungen,
 die in diesem Umfang der großbritannische Staat nicht ausgebaut hat. Die staatliche
 innere Verwaltung zusammen mit der Verwaltung der äußeren Angelegenheiten und
den obersten Staatsorganen würde in Großbritannien etwas unter 1 vT liegen, während
Frankreich mehr als 1 vT der Erwerbstätigen .in diesen Verwaltungszweigen beschäftigen
 dürfte.
Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden, für die nur
Gesamtziffern, und zwar für den großen Kreis der übrigen Verwaltung zur Verfügung
stehen — Großbritannien 5 vT (1928), Frankreich 9,5 vT (1913) — dürfte sich ebenfalls
in Frankreich ein höherer Anteil der inneren Verwaltung als in Großbritannien ergeben:
Die französische Ziffer von 9,5 vT erscheint mit Rücksicht auf den verhältnismäßig
geringeren Aufgabenkreis der Selbstverwaltung gegenüber Großbritannien hoch. Es wäre
möglich, daß gewisse Zweige kommunaler Erwerbsbetriebe in den Ziffern berücksichtigt
sind, während sie in Großbritannien nicht darin erscheinen. Aber selbst wenn man dieser
Möglichkeit Rechnung trägt, würde der Eindruck einer etwas großzügigeren Verwendung
von Arbeitskräften in der kommunalen Verwaltung bei Frankreich nicht verschwinden:
Die staatliche Finanz- und Steuerverwaltung beansprucht in Frankreich
mit 2,8 vT ein erheblich größeres Personal als in Großbritannien mit 1,1 vT; damit
stehen die Ziffern im Einklang, die beim Finanzbedarf dieser Verwaltung für Großbritannien
 einen geringeren Anteil am Gesamtfinanzbedarf als in Frankreich ausweisen.
Mit Rücksicht auf die geringe Bedeutung der gemeindlichen Finanz- und Steuerverwaltung
 in beiden Ländern läßt sich dieses Urteil auch auf die Finanz- und Steuerverwaltung
in ihrer Gesamtheit erweitern.
Die Ziffern des Personalstandes für Sicherheitspolizei, Finanz- und Steuerverwaltung
und übrige Verwaltung in Belgien und Italien erscheinen in den Originalstatistiken zur
Berufszählung so hoch gegenüber den beiden anderen Ländern, daß eine methodische
Verschiedenheit hier vorliegen dürfte. Ein größerer Umfang der betreffenden öffentlichen
Verwaltung in diesen Ländern bei einem noch geringeren Finanzbedarf je Kopf der
Bevölkerung ist nicht anzunehmen und eine anormale unwirtschaftliche Personalverwendung
 scheint mit Rücksicht auf die sonst international vorhandene strukturelle Einheitlichkeit
 kaum zu bestehen.

Diese Bemerkungen genügen, um die verschiedene Ausdehnung der Hoheits- und
Leistungsverwaltung, vom Standpunkt des Personalbestandes aus gesehen, zu erläutern.
Der Finanzbedarf der Hoheitsverwaltung je Kopf der Bevölkerung
verglichen zeigt die Tendenz zu einem international einheitlichen Niveau. Zwar prägen
sich auch noch in Frankreich der hier vorhandene größere Verwaltungsapparat und die
ihnen übertragenen Aufgaben in etwas größeren Je-Kopf-Ziffern aus, aber die Unterschiede
 sind nicht sehr bedeutend. Großbritannien rückt mit 20,6 Mark Vorkriegskaufkraft
je Kopf der Bevölkerung, Frankreich mit 24,6 Mark Vorkriegskaufkraft erheblich nahe.
Italien, das mit 32,4 vH einen so hohen Anteil des Hoheitsbedarfs am gesamten Finanzbedarf
 aufzuweisen hatte gegenüber Großbritannien, das nur 15,3 aufwies, fällt hier im
Je-Kopf-Bedarf auf 15,2 Mark Vorkriegskaufkraft unter das großbritannische Niveau.
Dieses Mißverhältnis ist zunächst auffallend, es überrascht allerdings wiederum die
immerhin noch international einheitliche Ebene, die selbst bei 15,2 Mark Vorkriegskaufkraft
 je Kopf noch für Italien vorliegt. Dieses im großen und ganzen einheitliche Niveau
läßt darauf schließen, daß die allgemeinen Hoheitsverwaltungsausgaben in allen Ländern
zum starren öffentlichen Bedarf, gewissermaßen zum öffentlichen Existenzminimum ge-
        <pb n="529" />
        — 656 —

hören und deshalb auch in den Ländern in einer bestimmten Mindesthöhe ausgegeben
werden müssen, wo sie einen unverhältnismäßig hohen Teil des gesamten Finanzbedarfs
beanspruchen. Der mehr oder weniger große Ausbau, den man nun dem Hoheitsverwaltungsapparat,
 der gemäß seiner eigentlichen Aufgabe nur begrenzt ist, zuteil werden läßt,
kann große Niveauunterschiede im Je-Kopf-Bedarf kaum herbeiführen.
Bei der Leistungsverwaltung gibt es neben den spärlichen Personalstandszifern
 noch andere Beurteilungs- und Schätzungsgrundlagen, die einen ungefähren Vergleich
 der tatsächlichen Leistungen ermöglichen *).
Bei der Vielfältigkeit der Aufgabengebiete, den dieser große Rahmen umschließt,
empfiehlt es sich, tatsächliche Leistungen und Finanzbedarf, soweit wie möglich, nach
einzelnen Gebieten gesondert zu betrachten.
Für die Aufteilung und Wertung des auf die einzelnen Zwecke entfallenden Finanzbedarfs
 sollen für Frankreich und z. T. auch für Belgien allerdings nur ganz rohe Angaben
 gemacht werden. Sie sind gegriffen auf Grund einer Aufarbeitung der Etats
sinzelner Großstädte unter Berücksichtigung des international ziemlich gleichen Verhältnisses,
 in dem die Ausgaben großer und kleiner Gemeinden für die einzelnen Ausgabezwecke
 zu ihrem Gesamtfinanzbedarf stehen. Es läßt sich nämlich an Hand der
Gemeindefinanzstatistiken anderer Länder zeigen, daß mit sinkender Gemeindegröße
der Anteil der Ausgaben für das Wegewesen und in geringerem Maße auch jener für
das Bildungswesen am gesamten Finanzbedarf steigt, während der Anteil des sozialen
Bedarfs erheblich sinkt. Diese statistische Gesetzmäßigkeit wurde auch bei Frankreich
vorausgesetzt.
Es scheint so, als ob die gesamten französischen Ausgaben für Wirtschaft und
Verkehr auf Grund des sehr .viel größeren Wegenetzes als in Großbritannien im
Rahmen des Verwaltungsbedarfs einen geringfügig höheren Anteil ausmachen würden.

Straßen und Wege!)

Gebietskörperschaft

Staab 00.0.0000. ..
Provinzen sei eererk rennen
Gemeinden ........... _-Großbri-


 1925
{je1 000
km | Einwohner


Frankreich | Belgien Italien
1924 1927 1928
[202 000, je 1000 ; je 1000
km Ein- ı km | Ein- | km | Kinwohner
 wohner wohner

—- 39 334 9,7 8735
62813! 13,9 12922 3,0 1572
222315 | 49,4 557002 137,2 33951
i RL SS 149,9 | 44.258

11,2
„20

20778 | 5,2

| ——

Man kann annehmen, daß in Frankreich mehr als die Hälfte dieser Ausgaben von
den Departements und Gemeinden vollzogen werden und daß sie der bedeutendste Posten
(mindestens 25 vH. gegen 15 vH in Großbritannien) in ihrem Haushalt sind, während die
sozialen Ausgaben in dem der großbritannischen Selbstverwaltungsverbände den größten
Anteil ausmachen (etwa 40 vH). Die Deckung der gemeindlichen Verkehrsausgaben erfolgt
 in Großbritannien zu einem bedeutenden Teil aus staatlichen Überweisungen, in
Frankreich, ist die Beteiligung des Staates gering. Je Kopf der Bevölkerung betrachtet,
rückt der französische Finanzbedarf für Wirtschaft und Verkehr ziemlich an die Kopflast
in Großbritannien heran.
Die sozialen Ausgaben Großbritanniens rühren her von der großen Zahl der
unterstützten Arbeitslosen und Armen, von denen die meisten infolge Fehlens der Subsistenzmittel
 einer vollen Unterstützung, nicht lediglich einer Teilunterstützung, wie in
Frankreich bedürfen.

1) Infolge der vielfach verschiedenen methodischen Grundlagen ist die Vergleichbarkeit auch dieser Ziffern sehr beschränkt.
        <pb n="530" />
        — 557 —
Unterstützte Arme, Kranke und Arbeitslose
Arme ' je 10 000 ' Krank ' je 10.000 | Arbeits- | je 10 000
u. Greise Sinwohner! NK inwohner! lose Einwohner

Land und Jahre

Großbritannien 1925,..,.....
Frankreich 1924 ...........0.
Belgien 1927 ‚s..000000000000
alien 19283) ..

3 441 139 764 1) —
1.304 000°) 319 ?) 895 000 | 220
34 000 43,5

1 432 000 / 318
97237 23.6

Unterstützte Arbeitslose gibt es in Frankreich kaum. Die Zahl der Armen ist im
Verhältnis zu Großbritannien gering. Nur die Zahl der unentgeltlich behandelten
Kranken ist bedeutend. Die gesamten kommunalen Unterstützungsausgaben, nicht
mitgerechnet gewisse Ausgaben der Hospitäler und der Bureaux de Bienfaisance betrugen
einschließlich der staatlichen Subventionen im Jahre 1923 etwa 750 Mill. fr,
Rechnet man zu diesen Unterstützungsausgaben den Finanzbedarf für das ganze
allgemeine Gesundheitswesen hinzu, so können die Gesamtausgaben für soziale Fürsorge
und Gesundheitswesen immerhin bis 20 vH des Selbstverwaltungsfinanzbedarfes und
15 vH des gesamten Verwaltungsbedarfs ausmachen. In Großbritannien beträgt der
Anteil dagegen fast 40 vH. ‚Je Kopf der Bevölkerung gerechnet, ist die großbritannische
Last um ein Vielfaches höher als die entsprechende Last in Frankreich.
Das öffentliche Bildungswesen erfaßt in Großbritannien sehr viel mehr
Schüler als in Frankreich und erfordert deshalb auch mehr Unterrichtskräfte. Frankreich
wiederum mit seinen vielen kleinen Gemeinden bedarf einer größeren Anzahl von
Schulanstalten.

Unterrichtswesen %)

Bezeichnung

Großbritannien ! Frankreich
1925 - 1926

Belgien
1927

Italien
1928
je 1000
AnFaHl ' Einwohner

je 1000
Anzahl | Kinwohner

Anzahl | 2° 1.000
_____ | Einwohner

Anzahl

je 1 000
Einwohner

Höhere Schulen
Anstalten .....
Lehrer .......
Schüler .......
Elementarschulen
Anstalten ..... 23 656 5,33 119538 29,4 8350 10,7 | 32954 8,2
Lehrer ‚...... 180 913 | 40,2 68 899 17,0 | 30 548 39,1 92 535 23,1
Schüler ....... | 5542261 123.1 | 3 061 000 753,8 | 803620 1.028,6 | 3690 698 921,2

201 ı 0,3 390 | 0,1
28 104 | 36,01 74453 | 18,6

Die Anteile des Bildungswesens am gesamten öffentlichen Verwaltungsbedarf dürften
sich mit 20 bis 25 vH etwa gleichen. Der größere Teil dieser Ausgaben fällt in Frankreich
 auf den Staat, in Großbritannien auf die Selbstverwaltungsverbände; gedeckt
werden jedoch die Schulausgaben der Lokalbehörden auch in Großbritannien etwa zur
Hälfte durch staatliche Subventionen. Je Kopf der Bevölkerung gerechnet, übersteigt
der großbritannische Finanzbedarf für das Bildungswesen den französischen um mehr
als das Doppelte. Diese größere Last in Großbritannien ist auf die hier sehr viel
höhere Zahl der Lehrer und ihre höheren Gehälter zurückzuführen.
Belgien dürfte in der Aufteilung des Leistungsbedarfes zwischen Großbritannien und
Frankreich stehen. Bei ihm tritt der Finanzbedarf für soziale Fürsorge und das Gesundheitswesen
 stärker in den Vordergrund. Die Ausgaben für das Bildungswesen werden
vermutlich einen stärkeren Anteil als in Frankreich ausmachen, jene für das Wegewesen
aber zurücktreten. .
Vergleicht man den gesamten Finanzbedarf der Leistungsverwaltung
 der Gemeinden und Gemeindeverbände je Kopf der
Bevölkerung sämtlicher Staaten, so steht Großbritannien mit 97 Mark

1) Die unterstützten Kranken sind in Großbritannien in der Zahl der von den Armenbehörden Unteratülaben nEREn,
— ?) Die Ziffer setzt sich aus unterstützten Greisen und dauernd Arbeitsunfähigen (547 000) oben Sddition nicht unwes
de bienfaisance unterstützten Armen (757000) zusammen. Es besteht die Möglichkeit, Si S aD U TaSsOn manchmal Klsaßsentliche
 Doppel-ählungen unterlaufen. — ?) Jahresdurchschnitt, — *) Die Zahlen für Frankreic
Lothringen, manchmal nicht.

Finanzen und Steuern
        <pb n="531" />
        — 658

Vorkriegskaufkraft an erster Stelle; es folgen Belgien mit 54, Frankreich mit 35
und Italien mit 19 Mark Vorkriegskaufkraft, Die Tendenz nach einem international
sinheitlichen Niveau wie bei den Gesamtausgaben der Hoheitsverwaltung besteht also
nicht. Die großen Unterschiede, die zwischen diesen Ziffern bestehen, sind nur zum
Teil auf Leistungsunterschiede zurückzuführen, Leistungsunterschiede liegen zweifellos
vor auf dem Gebiet der sozialen Verwaltung, ebenso auf dem des Unterrichts, Auf
dem Gebiet von Wirtschaft und Verkehr treten sie nicht eindeutig in Erscheinung. Es
fällt auf, daß das große französische Wegenetz mit geringeren Kosten als das entsprechende
 in Großbritannien unterhalten werden kann. Diese Erscheinung kann auf
die trotz Umrechnung in Vorkriegskaufkraft noch in den Ziffern erhalten gebliebene
Verschiedenheit der inneren Kaufkraft der Währung zurückzuführen sein. Es ist aber
auch‘ möglich, daß in Großbritannien mit einer überwiegenden städtischen Bevölkerung
weit kostspieligere Straßen- und Tiefbauanlagen durchzuführen sind als in den übrigen
Ländern. In Frankreich mit seiner kleinbäuerlichen Wirtschaftsstruktur werden zahlreiche
 Aufgaben auf dem Gebiete des Wegebaues durch Naturleistungen (Prästationen)
durchgeführt, laufen also nicht über die Geldwirtschaft.
Zusammenfassend läßt sich wohl sagen, daß das großbritannisehe
Verwaltungssystem vom Standpunkt des Personalstandes aus gesehen, besonders wirtschaftlich
 zu sein scheint. Es rührt vielleicht daher, daß es den arbeitvermehrenden
Instanzenzug auf das notwendigste einschränkt. Anderseits ist die großbritannische Verwaltung
 »teuer«, weil der Umfang, besonders ihrer sozialen Leistungen, sehr viel größer
ist als in den anderen Staaten. Die Unterschiede der Ausgaben, die auf tatsächlich
unwirtschaftliche Arbeit des Verwaltungssystems und nicht auf die besonderen Landesverhältnisse
 zurückzuführen sein werden, sind international wahrscheinlich gering. In
den meisten Positionen zeigte gerade die internationale Gegenüberstellung, wie verhältnismäßbig
 zwangsläufig sich die Ausgaben in einem öffentlichen »Betrieb« entwickeln
und wie international typisch die Konten der Gewinn- und Verlustrechnung sind.
Die Ersparnisse, die auf dem Gebiet der eigentlichen öffentlichen Verwaltung durch eine
Umorganisation erzielt werden können, dürften, wenn nicht Leistun gen
ausfallen sollen, innerhalb verhältnismäßig enger Grenzen liegen; abschließende
Urteile lassen sich jedoch ohne Betrachtung der Ausgaben nach Ausgabearten nicht fällen.
3. Der öffentliche Finanzbedarf nach Ausgabearten
Zur besseren Orientierung über die Verbindung, die zwischen Aus gabezwecken
 und Ausgabearten besteht, ist es zweckmäßig, an einem Schema die
Zusammenhänge, die zwischen diesen Betrachtungsgesichtspunkten bestehen, zu zeigen;
an ihm soll die hier vorgenommene Gliederung der öffentlichen Wirtschaft in ihrer
Bedeutung sowohl für die Verwaltung wie für die Volkswirtschaft deutlich
sichtbar werden. Öffentliche Wirtschaft
Staatswirtschaft Kommunalwirtschaft
Staatsverwaltung Staatsbetriebe
Eigentliche Ver- "Wehrmacht Kolonialwesen Kriegslasten Kriegswaltung
 (Hoheits- bedingter
und Leistungsver- Schulden--
 waltung) dienst
Verwaltungseigene Ausgaben i erweltungshemäe Ausgaben
/meist Einkommensbindung) ‚meist Einkommensverschiebung
bzw. -minderung)
Personalbedarf ; Sachbedarf Schuldendienst Renten : Sub- Äußerer Über-Sn
 (Ein- dr A AL und Unter- ventionen Sechulden- weisungen
Gehälter Pensionen Kommens- . Innerer ‚Außerer stützungen dienst an die
(Ein- {Einkom- bindung) (Einkommens- {(Einkommens- (Ein- Kommunal-&amp;lt;OMMENS-
 Mensver- verschiebung) bindung) *ommens- wirtschaft
bindung) _ schiebung) WE Bates STEHEN minde- {noch ee
‚Unter- Investie- a (Einkommens- rung) Drama
WE ER Ca Kr den möglich)
Vom Standpunkt der Verwaltung aus empfiehlt es sich, die Ausgaben in »Verwaltungseigene«
 und »verwaltungsfremde« zu scheiden. Verwaltungseigene
 Ausgaben sind solche, die für den Verwaltungsanparat selbst als Sach- und
        <pb n="532" />
        659

Personalbedarf benötigt werden, verwaltungsfremde aber solche, die entweder Zuwendungen
 des Staatshaushaltes an Private mit der volkswirtschaftlichen Wirkung der Einkommensverschiebung
 (Renten und Wirtschaftssubventionen) bzw. Einkommensbindung
(übrige Subventionen) oder Zahlungen an ausländische Staaten mit der Wirkung der
Finkommensminderung (Kriegsschulden und Reparationen) oder Überweisungen an
andere öffentliche Körperschaften aus der Staatswirtschaft darstellen. Diese Überweisungen,
 die in ihrer Wirkung für die Volkswirtschaft als Einkommensbindung
behandelt wurden*), können eigentlich erst wieder beim Verbrauch der Mittel in der
bedachten Kommunalwirtschaft in ihre volkswirtschaftlichen Wirkungen von Einkommensbindung
 und -verschiebung zerlegt werden.
Eine Sonderstellung nimmt der Schuldendienst ein. Die Ausgaben hierfür
treten in der Regel als verwaltungseigene und -fremde auf. Je nachdem, ob innerer
oder äußerer Schuldendienst vorliegt, sind sie als Einkommensverschiebung oder als Einkommensbindung
 anzusprechen. Nur die verwaltungsfremden Ausgaben für Reparationen
oder (nicht ganz korrekt) auch für andere äußere Kriegsschulden bedeuten volkswirtschaftlich
 eine Einkommensminderung. Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der
einzelnen Verwaltungszweige spielen ebenso wie die Investitionen diese verwaltungseigenen
 Schuldendienstteile eine besondere Rolle. Sie erhöhen die »Kosten« der entsprechenden
 Verwaltung nur deshalb, weil eine andere als die Steuerfinanzierungsmethode
angewandt wird; bei einem Vergleich zweier Staaten, die verschiedene Finanzierungsmethoden
 anzuwenden gezwungen sind, scheint derjenige Staat, der in weiterem Umfange
 seine verwaltungseigenen Ausgaben durch Schuldenaufnahme deckt, unter sonst
gleichen Verhältnissen die kostspieligere Verwaltung zu besitzen. Diese größere Kostspieligkeit
 ist jedoch nicht in einer Fehlorganisation ‚der Verwaltung als in den volkswirtschaftlichen
 Verhältnissen begründet und wird volkswirtschaftlich dadurch wettgemacht,
 daß diese durch den Schuldendienst bedingten zusätzlichen Ausgaben wieder
in die Volkswirtschaft zurückfließen.

Ausgabearten und Verwaltung

Die Verteilung der Staatsausgaben auf die einzelnen Arten: Personalbedarf, Sachbedarf,
 Renten und Unterstützungen, Subventionen usw. ermöglicht es, weitere Anhaltspunkte
 zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und der Leistungen der Staatsverwaltung
and ihrer Sonderzweige zu gewinnen, da hier die verwaltungseigenen Ausgaben (die
wirklichen »Kosten« der Staatsverwaltung) aus den Ausgabezwecken herausgeschält umd
von den verwaltungsfremden Ausgaben getrennt werden können.
Ein Vergleich der Entwicklung der Staatsausgaben nach Ausgabearten zeigt, daß
allenthalben die verwaltungseigenen Ausgaben gegenüber der Vorkriegszeit
zwar absolut gestiegen, in ihrem prozentualen Verhältnis zum Gesamthaushalt aber
zurückgegangen sind. Gegenüber 55 vH des Gesamthaushalts vor dem Krieg betrugen
die verwaltungseigenen Ausgaben 1928/29 22,65 vH in Großbritannien, in Frankreich
sind die Ziffern 66,21 vH im Jahre 1913 gegenüber 36,6 vH im Jahre 1928. Das
liegt an dem Anwachsen der Posten für Renten und Unterstützungen, d.h. der weiteren
Entwicklung zum Sozial- und Wirtschaftsstaat, die sich bei der Untersuchung der Ausgabezwecke
 in der Steigerung der Ausgaben für die Leistungsverwaltung zeigt, weiterhin
an dem beträchtlichen Anwachsen des inneren Schuldendienstes. Das Anschwellen der
Haushalte ist hauptsächlich auf die genannten Posten zurückzuführen. Bei der Umrechrechnung
 in Mark Vorkriegskaufkraft zeigt sich, daß trotz erheblicher Vergrößerung
der Verwaltungsaufgaben durch Ausbau der Leistungsverwaltung die verwaltungseigenen
Ausgaben (ohne den inneren Schuldendienst) gegenüber der Vorkriegszeit sehr wenig
zewachsen sind (nur in Italien um die Hälfte). Gegenüber 1925/26 zeigen die Personalausgaben
 wieder eine Steigerung im Prozentverhältnis zum Gesamthaushalt, die
Sachausgaben dagegen einen Rückgang.
21) Mit Rücksicht darauf, daß sie von den Empfängern (Gemeinden und Gemeindeverbänden) vorwiegend mit derartiger
volkswirtschaftlicher Wirkung verausasabt werden.
        <pb n="533" />
        660

Verwaltungseigene und verwaltungs
{in Mill. der
Verwaltungseigene Ausgaben

Land und Jahr

P. 1 Sächlich Verzinsung und
ersonal- | ächlicher | gpalte 1-2 | Tügung öffentlicher
ausgaben Bedarf Schulden

Frund- | in vH
zahl von
Sp. 10 |

Grund- | in vH | Grund- | imvH Grund- | in vH
zahl yon zahl von  , zahl von
Sp. 10 Sp. 10 Sp. 10

4

jroßbritannien. ......0.00..
1912 /Serrer
192/260 000000000 00000
U

50 | 29,91
2 14,47
112! 14,26 !

43
81
66

25,42
10,46
8.29

93 55,88
193 | 24,93
178 22,65 |

27 | 16,12
319 41,11
240 | 43.16

7rankreich
CE
ODE G ra
LS

1465 | 380,81
7188 | 18,34
1697 | 20,82

1 683
6 284
8 863

35,40
16,30
15,78

3148
‚3 472
20 560

66,21
34,37
36.60

910 |
13 075
19883

19,14
28,36
35,39

3elgien
110 uk REF
1925/26. 0.000000000000
VOB/B ka ı 64

\47 30,68 106
759 18,39 | 967
1555 | 16,87 929

22,08
17,08
9.79 |

253
„726
7 484

52,66
80,47
28.36;

145 30,22
1383 24,43
2530 | 26,65

talien
1913/14. 0000000000000 542 28,10 637 33,04 1179 61,14 443 22,98
ET | 22,68 4 185 24,98 7975 47,61 4818 | 28,77
1 N 4218 23,80 4521 25,52 8739 | 49,32 4714 26,94

In allen Ländern zeigt sich, wenn man die Ausgaben für die Wehrmacht (auch in den
Kolonien) ausschaltet, eine verhältnismäßig einheitliche Aufteilung der verwaltungs-3igenen
 Ausgaben (ohne Schuldendienst) auf Sach- und Personalbedarf. Auf
len Sachbedarf der Staatsverwaltung entfällt überall, wenn man das Jahr 1928 dem
Vergleich zugrunde legt, etwas weniger oder etwas mehr als ein Drittel, auf den Personaloedarf
 rund zwei Drittel der Summe, ausgenommen in Italien, wo der Personalbedarf mit
56 vH auf einem etwas tieferen Niveau liegt.
Verwaltungseigene Ausgaben der Zivilverwaltung ohne Schuldendienst
Summe

Landund Jahr

Yersonalausgaben

" ohlicher
Bedarf

in Mill. in vH
er U von Sp. 6 |
währung
3

in_Mill. in vH in Mill.
‚er Landes-| on Sp. 6 Jder Landes-/ in vH
währung währung
4 | 5 6 17

Äroßbritannien ... ...... 1925/26
1928/29
Frankreich „..........00.0000.01. 1925
1928
Belgien... 0.0.00000000000000000000 1925
1928

36
36 |

62,07
69,23

22 | 87,98
16 | 80,77

58
52

100,00
100.00

4828 ) 62,96
7408 | 72,72
472 44,82
1057 | 64,22
2789 56,56
2763 | 67,78 1

2840 | 87,04
2719 | 27,28
581 | 55,18
589 | 85,78
2142 | 43,44
2019 | 42,28 |

7668 100,00
10187 100,00
1.053 100,00
1 646 100,00
4931 100,00
4782 | 100,00

ÜDeseererer ner 1925/26
[talien 4

fremde Ausgaben nach Ausgabearten
Landeswährung)
Verwaltun“ “remde Aussaheran
 Private an ausländische
Staaten

‚61

an öffentliche
Körperschaften

Subventionen, Prämien
z.B N reearenten | und Zuschüsse an
—— and private On
i Gewerbetreibende un
Unterstützungen) BMentliche Betriebe

Verzinsung i
und Tilgung | Spalte 4 bis
auswärtiger
kriegsbedingter |
Schulden

Insgesamt
(Spalte 3
+8 + 9}

Überweisungen an
andere öffentliche
Verbände

Grund- in vB
zahl 90.10

in vHı Grund- in vH |Grund-| in vb
Grundzahl von | zahl von | „ahl | vom
Sp.10 Sp.10 Sp. 10

Grund- | in vH | .
von in vH
zahl | Sp.10 zahl
a]

nz

15 8,81
106 13,74
108 | 28,77

7
7
10

3,86
0,91
| 2,20

42
35

— 49 | 28,79
| 474 | 61,14
4,43 | 493 | 62,66

27
108
116

15,88
13,98
14,79

169 | 100,0
775 | 100,0
787 | 100,0

246 5,18
4611 11,76
6057 10,79

337 1 7,09 = — 1493| 31,41
5602 14,29 2177 5,55 |25465 | 64,96
6365 a 3071 | 5,47 135376 | 62,98

113 2,38 | 4754 | 100,0
264 | 0,67 |39201 | 100,0
239 | 0,42 Y56175 | 100,0

27 5,61
512 9,04
1075 | 121,88

25
892
910

5,06
5,76
9,58

ANE
ı 468

_— 197 | 40,89
7,70 3223 66,98
15,46 | 5993 | 63,02

31 6,45 | 481 | 100,0
13 | 2200 5663 | 100,0
1027 | 120,82 | 9493! 100,0

831,43 | 143 | 7,481 1929 100,0
&amp;gt;" 8120 | 48,48 655 | 3,91 |16750 | 200,0
09 | 7793 | 48,99 1185 | 6,69 jr 100,0
Schließt man die Landesverteidigung ein, so bewegen sich die Sachausgaben zwischen
37 (Großbritannien) und 52 vH (Italien) der entsprechenden gesamten Ausgaben. In
[talien sind in jedem Falle die Sachbedarfsanteile besonders hoch. Die Einbeziehung
jer Heeresausgaben bewirkt überall also ein Steigen des Sachbedarfsanteils, da die Sachausgaben
 für das Heer fast in allen Ländern größer sind als die für die Zivilverwaltung
ınd in Frankreich und Italien noch dazu größer als die Personalausgaben der Wehrmacht.

Verwaltungseigene Ausgaben einschlieBlich Landesverteidigung (ohne Schuldendienst)

Personalausgaben | Sichlicher Summe
Bedarf
in Mil. 3 in Mill, £ . in Mill.
ler = von en glder Landes von SE 6 [der Landos-| in vH
währung währung währung
—

Land und Jahr

Großbritannien ...... . ..... 1912/13 50
1925/26 112
. 1928/29 112
Frankreich .........0....000 00.0.0. 1914 1 465
1925 7188
| . 1928 | 11697
Belgien 0...0.0.00000000000000000400 1913 147
1925 | 759
. 1928 | 554
WE 542
1925/26 3 790
1928/99 1 4218

53,76 416,24 93
58,03 81 41,97 | 193
62,92 66 87,08 178
46,54 1683 68,46 | 3148
53,36 6284 46,64 13 472
56,89 8863 43,11 20 560
58,10 106 41,90 253
43,97 967 66,08 | 1726
62,59 929 87,41 | 2483
45,97 637 54,08 1179
47,52 | 4185 | 52,48 | 7975
48,27 4521 | 51,78 8739

100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
        <pb n="534" />
        662 —

Betrachtet man die Entwicklung von 1925—1928, so zeigt sich, daß die Personalausgaben
 in allen Staaten steigen, der Sachbedarf sich jedoch in rückläufiger Bewegung
befindet.
Berechnet man die verwaltungseigenen Ausgaben je Kopf der
Bevölkerung in Mark Vorkriegskaufkraft und weist sie für die. gesamte Zivilverwaltung
 und das Heer gesondert aus, so ergeben sich allerdings erhebliche
Unterschiede.
Verwaltungseigene Ausgaben je Kopf der Bevölkerung in Mark Vorkriegskaufkraft ;

Bezeichnung

Personalausgaben .............
davon Verwaltung ..........
» Heeres
Sächlicher Bedarf ............
davon Verwaltung ..........
+ Heer

Großbritannien
1925/26 | 1928/29

29,92 33,12
9,65 10,78
20,27 22,34
21,63 19,48
5,87 | 4,62
15,76 14.86

Frankreich
1925 | 1928

31,86 40,73
21,40 25,80
10,46 14,93
27,85 30,86
„759 | 9,68
15.26 21.18

Belgien

1925 | 1928

14,84
9,24
5,60
‘8,92
1,36
“56

19,31
13,13
6,18
1,55
732
23

Italien
1925/26 | 1928/29

15,32
11,27
4,05
16,92
8,66
8.26

17,74
11,62
6,12
19,02
8,49
10,53

Die gesamten staatlichen Personalausgaben Großbritanniens betragen je Kopf der
Bevölkerung im Jahre 1928/29 33 MVK, die Sachausgaben 19 MVK; sie liegen in beiden
Fällen unter den französischen Ziffern, aber über denen der beiden anderen Staaten.
Von den britischen Personalausgaben beansprucht die Landesverteidigung allein 22 MVK,
ein Zeichen für die Kostspieligkeit des englischen Söldnersystems; die Sachausgaben des
Heeres betragen rund 15 MVK, die der Zivilverwaltung rund 5 MVK. Großbritannien
hat also die höchste Ziffer für die personalen Heeresausgaben aufzuweisen. Es ist bei
den Wehrmachtsausgaben Großbritanniens allerdings zu berücksichtigen, daß die Wehrmacht
 nicht nur die Landes-, sondern auch einen großen Teil der Reichsverteidigung
umfaßt, die Zivilverwaltung aber sehr wenig Reichsverwaltung in sich schließt. Auch
im belgischen Heere sind die Personal- größer als die Sachausgaben je Kopf; dagegen
entfallen in Frankreich auf den Kopf der Bevölkerung rund 15 MVK an Personalausgaben
 gegenüber 21 MVK an Sachbedarf; in Italien liegt das Verhältnis ähnlich. Die
geringe Höhe der Heerespersonalausgaben ist in den Kontinentalstaaten bedingt durch
die allgemeine Dienstpflicht; außer in Großbritannien betragen in den behandelten Ländern
 die personalen Heeresausgaben nur rund die Hälfte des Personalverwaltungsbedarfs
der Zivilverhaltung.
Hinsichtlich der staatlichen Zivilverwaltungsausgaben befindet sich Frankreich sowohl
in der Höhe seiner Personal- als seiner Sachausgaben in der Zivilverwaltung an der
Spitze der Länder. Bei einem Vergleich mit Großbritannien ist allerdings zu bedenken,
daß der staatlichen Zivilverwaltung durch die starke Ausdehnung der Selbstverwaltung
große Ausgaben erspart werden, während natürlich Landes- und Reichsverteidigung
fast ausschließlich dem Staatshaushalt zur Last fallen.

Personal des Staates und der nachgeordneten Gebietskörperschaften in Großbritannien und Frankreich !)

Land

tan

in vH

Nachgeordnete
Gebietskörnersechaften


in vH

Summe

in vH

A

Großbritannien. ........

Frankreich (1913). ......

113 200

280800

24,6 349 300
52.9 250 400

75.4

| 47a

463100 |

700.0

\ 531200 | 100.0

In Großbritannien umfaßt das Personal des Staates nur etwa 24,6 vH des gesamten
Personals der öffentlichen Verwaltung gegenüber 75,4 vH in der Selbstverwaltung: in

; 3) Ohne das Porsonal der öffentlichen Erwerbsbetriebe und der Landesverteidizung.
        <pb n="535" />
        _— 663 —

Frankreich sind dagegen 52,9 vH in Diensten des Staates und nur 47,1 vH in denen
der nachgeordneten Gebietskörperschaften. Frankreich beschäftigt also in seinem Staatsdienst
 2,15 mal soviel Personal wie Großbritannien.
Frankreich gibt nun pro Kopf der Bevölkerung rund 26 MVK für sein Staaispersonal
aus. Denkt man sich den Kreis der englischen Staatstätigkeit so erweitert, daß England
ebensoviel Personal in seiner Staatsverwaltung wie Frankreich (und dann aber weniger
in seiner Selbstverwaltung) benötigte, dann müßte man die englische Ziffer von rund
10,78 MKV mit 2,15 entsprechend der Personalstandsproportion multiplizieren; es ergibt
sich dann für Großbritannien die Zahl von 23,18 gegenüber den tatsächlichen Ausgaben
von 25,80 MVK in Frankreich. Dies ist natürlich eine sehr rohe Berechnung ohne Berücksichtigung
 der funktionellen Verschiebungen in der Größenordnung der Ausgaben
der Staatswirtschaft und in.der Belastung der Volkswirtschaft, die bei einer Umänderung
des Verhältnisses zwischen Staats- und Kommunalwirtschaft eintreten würden. Bei der
Beurteilung des Ergebnisses ist zu bedenken, daß allgemein die gesamte öffentliche Verwaltung
 Großbritanniens je Kopf der Bevölkerung mehr ausgibt als die Frankreichs,
und deshalb dürfte ein ungefähr gleiches Niveau der personalen Zivilverwaltungsausgaben
trotz der hohen Gehälter in Großbritannien dafür sprechen, daß sein’ staatliches Zivilbehördensystem
 verhältnismäßig »billiger« als das Frankreichs arbeitet.
Um den Niveauunterschied der Ausgaben je Kopf des verwendeten Personals zu erkennen.
 giht folgende Aufstellung einige Anhaltspunkte:

Durchschnittlicher Personalbadarf je Kopf des staatlichen Personals in Mark Vorkriegskaufkraft
Großbritannien Frankreich

;

Personalausgaben des Heeres ..........0.0000000010000 |
ET
Personalausgaben je Kopf des Heerespersonals .........
Personalausgaben der Zivilverwaltung ............0..004
Personal der Zivilverwaltung .....0.0.0.00000000000000044
Personalausgaben je Kopf des Personals der Zivilverwaltung

917 641 000
295 000
3.110,65
580 225 000
113 800
5 098.64

535 340 000
533 000
1.004,39
1132726000 .
318 100
3560,91

|

|
4 I
Großbritannien gibt das Dreifache je Kopf seines Heerespersonals gegenüber Frankreich
 und knapp das 1‘/fache je Kopf seines Verwaltungspersonals aus. Immer ist aber
bei diesen Ziffern die verschiedene Struktur des gesamten öffentlichen Verwaltungsapparates,
 des Aufbaues des Personalkörpers, die Größe des Landes zu beachten.
Wie sehr die Beurteilung der Kostspieligkeit des Verwaltungsapparates allein nach
den Ausgabezwecken des Finanzbedarfs irreführen kann, zeigt die Ausgliederung der
verwaltungseigenen und verwaltungsfremden Ausgaben (ausgenommen den gesamten
Schuldendienst und die Überweisungen) nach Hoheits- und Leistungsverwaltung; sie
läßt erkennen, wie stark besonders die Zweige der Leistungsverwaltung durch verwaltungsiremde
 Ausgahen belastet sind.

Renten und Unterstützungen sowie Subventionen in Mark Vorkriegskaufkraft
je Kopf der Bevälkerung

Großbritannien ..

Frankreich...

Belgien. .....

{italien ...

Land

Rechnunegsiahr

1925/26
1928/99

1925
F998

925
1998

1925/26
1928/29

Renten und
IIntearestütznnegan

28,42
32 00

20,44
71 09

10,01
13.236

5,30
7.992

NEWS

Subventionen

1,87
2.80

24,83
9917

17,46
11,30

2,20
358
        <pb n="536" />
        — 664 —
Die Aufstellung zeigt, daß im Gebiete der Hoheitsverwaltung fast nichts
an Subventionen und Renten, die hier als »Zuwendungen an Private« zusammengefaßt
 werden sollen, geleistet wird; dagegen sind im Gebiete der Leistungsverwaltung
 beträchtliche Zuwendungen zu verzeichnen. Bemerkenswert ist das Verhältnis
 der beiden Zweige der Verwaltungsapparate zueinander in den verschiedenen
Ländern. Der Apparat der Leistungsverwaltung ist gegenüber dem der Hoheitsverwaltung
 in England 1925/26 verhältnismäßig klein und erfordert lediglich etwas mehr als
die Hälfte der Kosten des letzteren, ist aber im Jahre 1928 um 48 Millionen Mark Vorkriegskaufkraft
 »teuerer« geworden, der der Hoheitsverwaltung um rund 52 Millionen.
Den unmittelbaren Ausgaben des englischen Behördenapparates der Leistungsverwaltung
 stehen aber weitaus die größten »Zuwendungen an Private« absolut und im Verhältnis
 zu den ganzen »Kosten« dieses Zweiges gegenüber. Im Jahre 1928 betrugen
die verwaltungseigenen Ausgaben rund 23 vH des Bedarfs gegenüber den Zuwendungen
in Höhe von rund 77 vH.
Die Zuwendungen gegenüber denen von 1925 sind hier beträchtlich mehr gestiegen
als der verwaltungseigene Bedarf von rund 76 vHM auf rund 78 vH. In Frankreich
fand dagegen ein starkes Steigen des verwaltungseigenen Bedarfs der Hoheitsverwaltung
von rund 63 vH auf rund 70vM und ein Sinken der Zuwendungen innerhalb der
Leistungsverwaltung von rund 37 vH auf rund 30 vH statt. Die verwaltungseigenen
Ausgaben auf dem Gebiet der Leistungsverwaltung sind in Frankreich gegenüber Großbritannien
 weitaus geringer als die Ausgaben für die Zuwendungen. In Belgien sind
innerhalb der Leistungsverwaltung die Zuwendungen nur wenig höher als der verwaltungseigene
 Bedarf im Jahre 1925, rund 53 vH gegen rund 47 vH; letzterer zeigt
ine sinkende, ersterer eine steigende Tendenz. Innerhalb der Hoheitsverwaltung steigen
beide Ausgabekategorien (nach den Grundzahlen). Italien weist in der Struktur eine Ähnlichkeit
 mit Frankreich auf; innerhalb der Leistungsverwaltung überwiegt im Jahre 1928
mit 62 vH gegenüber 38 vH der verwaltungseigene Bedarf, In der Entwicklung der
italienischen Leistungsverwaltungsausgaben zeigt sich für Renten und Subventionen
eine stark aufwärts gerichtete (von 23 vH auf 38 vH des Bedarfs), für den verwaltungseigenen
 Bedarf eine leicht absteigende Bewegung (von 76 vH auf 62 vH).
Der große Niveauunterschied im Finanzbedarf der Leistungsverwaltung in den einzelnen
Ländern, der in der Betrachtung der Ausgabezwecke festgestellt wurde, ist, wie die Ausführungen
 dieses Abschnitts zeigen, sicherlich besonders auf die verschiedene Höhe
der Zuwendungen zurückzuführen. Bei einer getrennten Ausgliederung der Renten (einschließlich
 der Kriegsrenten) und Unterstützungen gegenüber den Subventionen wird
Klarheit über die Motive der staatlichen Zuwendungspolitik geschaffen und die Be-Verwaltungseigene

 Ausgaben und „Zuwendungen an Private“ (Renten
{in 1000 4 Vor
Frank

"nn

Verwaltungsgrunpe

Großbritannien
1925
MYK | vE  MVK
824165 | 200,00 | 882789 | 100.00 '

1925
MVYVK | vH
524250 | 100.00

Hoheitsverwaltung (insgesamt)........
davon:
verwaltungseigene Ausgaben (ohne
Schuldendienst)......0.000000000 0
Renten und Subventionen (Zuwendungen
 an Private)..........!
„eistungsverwaltung (insgesamt) ......
davon:
zerwaltungseigene Ausgaben (ohne'
Schuldendienst)..........0.0000044
Renten und Subventionen (Zu
wendungen an Private)..........

321 606 |
1559
775 367

99,21 373374 |
0,79 | 9415 2,46
100.00 1049318 200,00

97,54 N

524 197

99,99

53
875 494

0,01
100,00

{

179 555 23,16
595 812 76,84

227 560 21,69
821 753 78,81 |

552 837
322 657

68,15
| 36,85

B6R

dingtheit des öffentlichen Haushalts durch die verschiedene soziale Struktur des Landes
ınd seine traditionelle Wirtschafts- und Sozialpolitik ‚etwas deutlicher sichtbar.
Großbritannien zahlt je Kopf der Bevölkerung die größten Renten und Unterstützungen,
Frankreich %/s, Belgien sogar ’/s weniger, Italien endlich wendet nur knapp !/a der
englischen Ziffer auf. Bedeutend ist auch der Unterschied bei den Subventionen:
lie französische protektionistische Wirtschaftspolitik beansprucht fast das Achtfache
les Je-Kopf-Betrages, den Großbritannien aufwendet, Belgien das Vierfache, in beiden
Ländern nimmt aber der Betrag ab; bemerkenswert ist die geringe Aufwendung
[taliens; sie ist nur wenig höher als die Englands, zeigt aber ebenfalls eine
steigende Linie.
Renten, Unterstützungen und Subventionen erschöpfen nicht die »Leistungen«
ler Leistungsverwaltung. Sie erfassen nur die Zuwendungen, die als Geldleistungen an
Private gehen, sie berücksichtigen nicht die generellen oder individuellen Leistungen,
die in Form von naturalen Diensten oder Leistungen entweder der Allgemeinheit (Wegeau
 usw.) oder Individuen (geschlossene Fürsorge, stellt naturale Einkommensverschiebung
 dar) zugute kommen. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit wäre aber
zerade die Kenntnis der gesamten Leistungen nach Höhe und Art und die Kenntnis
ihrer Bedingtheit durch die volkswirtschaftliche und soziale Struktur erforderlich,
Forderungen, denen vor der Hand noch nicht genügt werden kann.
Ausgabearten und Volkswirtschaft
In der folgenden zusammenfassenden Übersicht werden die Staatsausgaben der Verzleichsländer
 nach drei Gruppen von Ausgabearten: Einkommensverschiebung, Einkomnensbindung
 und Einkommensminderung international gegenübergestellt*).
Es ergibt sich daraus, daß die Einkommensverschiebungen, also diejenigen
 öffentlichen Ausgaben, die keine Belastung der Volkswirtschaft bedeuten, in den
einzelnen Ländern eine recht verschiedene Bedeutung haben. In Großbritannien machen
1928/29 die Einkommensverschiebungen 60,65, die Ausgaben für den inneren Schuldendienst
 allein 43,16 vH der gesamten Staatsausgaben aus. Für Frankreich lauten die entsprechenden
 Ziffern 1928 62,57 bzw. 35,39 vH. Danach ist die sich aus den Staatsausgaben
 ergebende öffentliche Belastung in ihrer volkswirtschaftlichen Wirkung für
diese Länder anders zu beurteilen als für Belgien und Italien, wo die gesamte Einzommeanevarschiebung
 nur etwa 44 vH. der innere Schuldendienst allein nur etwa 26 yH

1) Zur Einkommensverschiebung wurden hierbei außer dem inneren Schuldendienst und den Ruhegehältern (vgl. S. 559}
von den Subventionen nur die Wirtschaftssubventionen gezählt. Die Subventionen für die übrigen Ausgabezwecke wurden
hier der Einkommensbindung zugerechnet, da sie den sächlichen bzw. den Personalausgaben nahe verwandt erscheinen.
Auch die Überweisungen wurden hier unter Einkommensbindung erfaßt, obgleich nicht feststeht, unter welche der drei
Ausgabearten sie endgültig fallen,
md Subventionen) im Bereiche der eigentlichen Staatsverwaltung
xriegskaufkraft)
reich
1928
MVK vH
724 719 | 200,00 |
723 097 | 99,78 '
1622| 0,22
870 283 | 100,00 |

1925. 1928
Zn A
MVE vH MVK vH
845869 ' 100,00 | 466 462 ] 100,00
95,56 | 462289 99,11
4,44 4173 0,89
100.00 559843 | 100,00
76,73 345 745 / 61,76
23,27 | 214098 38,24:

608 167 69,88 |
262 116 830,12 |

70.748 | 47,02 | 74409 | 46,22 | 403 861
79725 |] _ 86587 | u | 122 461
        <pb n="537" />
        666 —
Staatsausgaben nach Ausgabearten ‘)

Landund Jahr

Einkommens-




davon:
innerer
Schuldendienst


” in Mill. Mark Vorkriegskaufkraft

Großbritannien
1912/13 .....
1925/26 ...
1928/29 ...
Frankreich
1914 ...-1925
 ..
1928 .
Belgien
1914...
1928 u
1928. .
[talien
1913/14 ...
1925/26 ...
1928/90

. WOMEN 8 a 8 Wa

.......
AU

865
5 369,1 ;
623715

555
3 828,2
45242

10.0.0. ......
WM

1204
4584,7
50125

787
2.353,6 |
928352

1.0.0. ......

143
415,3
417.6

28
2114
247.5 |

474
11716 |
13460 !

359
780,6 |
819.2

Fin.

tommenshindung


2 581
3 442,8
3 6685

2 647
2 079,5
2 560.5

247
383,4
267.5

1.088
1.347,5 |
1 615.7

Finkommens-


(Kriegsbediugter
 aus
wärtiger
Schuldendienst)


Insgesamt

501,5
465.8

3446
9313,4
19 505.8

391,9
437,9

3 851
7 056,1
8 010,9

66,7
1426

390
865,4
228.7

- 1562
1944 | 27135
78.6 } 3 040.3

in vH der gesamten Staatsausgaben

Großbritannien
1912/13 ....
1925/26 ...
1928/29 .
Frankreich
i914..
1925...
1928...
Belgien
1914...,
1925.00
1928.....
talien
1913/14 ......-1925/26
 ....-1928/29


0000000000052 2002ER

ewi 3 0M
.......

25,10
57,65
60 65

31,26
64,97
62.57

36,67
47,99
44.97

30,35
43,18
44.27

K

16,12
41,10
43.18

19,14
38,36
35.39

30,22
24,48
26.65

22,98
28,77
2694

74,90
36,97
34.92

68,74
29,47
31.97

63,33
44,30
2395”

69,65
49,66
5214

5,38
443 |

5,56 |
5.46

an |
15,46

7,16 ]
2.59

100,00
100,00
100.00

100,00
100,00
190.00

100,00
100,00
100.00

100,00
100,00
100.00

in Mark Vorkriegskaufkraft je Kopf der Bevölkerung

Großbritannien
1912/13 ...
1925/26 ...
1928/29...
Frankreich
1914...
1925...
1928er
Belgien
DMdcen.
1925.....
TOR ae ren
talien
41671 1. DAN
1925/26 ..
1928/29 _..

19,13
119,21
140.90

30,72
112,90
15938

19,24 |
53,16 |
5% 02

13,68
29,24
33.00

12,29
85,00
100.21

18,81
57,96
69 99

15,85
27,06
31.43

10,35
19,48 ]
20.08

57,08
76,44
81.13

67,54
51,20
62.51

33,32
49,08
46,67

31,38
33,64
239 60

11,13
10.30

9,65
10.69

8,54 |
IR O4

4,85 |
1,93 |

76,21
206,78
532.33

98,26
173,75
195.58

52,46
110.79
117.04

45,06
67,73
74,53

1} Vel. Fußnote 8. 865.
        <pb n="538" />
        der gesamten Staatsausgaben beträgt. Bei Italien fällt die im Verhältnis zu den anderen
Ländern geringe Einkommensminderun g (auswärtiger kriegsbedingter Schuldendienst)
 ins Auge, die nach dem Voranschlag für 1928/29 1,93 Mark Vorkriegskaufkraft
 je Kopf der Bevölkerung ausmacht. In Belgien stellt sich die Einkommensminderung
 1928 auf 18,24, in Frankreich 1928 auf 10,69 und in Großbritannien auf 10,30 Mark
Vorkriegskaufkraft je Kopf der Bevölkerung.
Die Einkommensbindung Großbritanniens ist in Mark Vorkriegskaufkraft je
Kopf der Bevölkerung von 57,08 im Rechnungsjahr 1912/13 auf 81,13 im Rechnungsjahre
 1928/29 gestiegen, während sie in Frankreich von 67,57 (1914) auf 62,51 (1928)
gefallen ist. Die Gründe hierfür dürften im wesentlichen in der Geldentwertung liegen,
deren Nachwirkungen sich im inneren französischen Preisniveau selbst heute noch bemerkhar.machen.
 Die Einkommensbindung des belgischen Staates ist auffallenderweise
im Gegensatz zu Frankreich von 33,22 im Jahre 1914 auf 46,67 im Jahre 1928 gestiegen,
ebenso die Italiens von 31,38 (1913/14) auf 39,60 (1928/1929). In vH der gesamten
Staatsaufgaben ausgedrückt, ist die Einkommensbindung in allen Ländern gefallen, was
auf das stärkere Hervortreten des inneren und äußeren Schuldendienstes und die in allen
untersuchten Ländern — wenn auch in verschiedenem Maße — eingetretene Steigerung
der Aufwendungen für Renten und Unterstützungen zurückzuführen ist.

— 667 —

Für die weitere Auswertung des Vergleichs der Staatsausgaben ist es wichtig, festzustellen,
 in welchem Verhältnis Volkseinkommen und öffentlicher Finanzbedarf in den
einzelnen Ländern zueinander stehen. Hierdurch wird gleichzeitig deutlich, in welcher
Weise sich die Staatswirtschaft in die Marktwirtschaft eingliedert. Es ist indessen
zu berücksichtigen, daß die Volkseinkommensziffern der einzelnen Länder auf verschiedene
Weise errechnet sind, so daß sie nicht ohne Einschränkungen miteinander verglichen
werden können. Die hier zugrunde gelegten Volkseinkommensziffern sind entsprechend
der Umrechnung der öffentlichen Ausgaben in Mark-Vorkrieeskaufkraft ‘umgerechnet
worden:

Bereinigtes Volkseinkommen')?)

Land

Großbritannien? .......

Frankreich .......

Belgien) ........

Italien?) 0000er

Rechnungsjahr 1913/14
bzw. 1914

in Mrd. der
Landeswährung

in Mrd..X Vorkrierskaufkraft


2,2
36,0

44,9
29,2

|
|
20,0 ' 16,2

6.5

5,3

Rechnungsjahr 1925
bzw. 1925/26

in Mrd. der
Landeswährung

in Mrd. VorkKriegskaufkraft


3,8

45.9

160,0

28,8

an“

1.6

90,0 {

14,6

1) Volkseinkommen nach Ausschaltung der Doppelzählungen infolge von Einkommensübertragungen (vgl. auch oben
8.538). — *) Für .1928 (1928/29) liegen noch keine Volkseinkommensziffern vor, — *%) Nach Bowley und Stamp, 1925.
unter Abzug von 0,4 Milliarden £ für Schuldendienst, Kriegs- und Sozialrenten. -— *) 1913 nach Pupin, 1925 nach Michel
unter Abzug von 10 Milliarden fr. für Schuldendienst, Kriegs- und Sozialrenten. — 5) Nach Baudhuin, 1925 unter Abzug von
0,6 Milliarden fr. für Kriegsschuldendienst. — %) 1913 nach Gini, 1925 nach Mortara’s Ziffer für 1927 unter Abzug von 5 Miljarden
 Lit. für Sehuldendienst, Kriegs- nnd Sozialrenten: auf Kanfkraft von 19925 umgerechnet.

Die Einkommenverschiebungen, bezogen auf das Volkseinkommen, haben in Frankreich,
 wo sie 1925 15,92 vH ausmachten, im Vergleich zu den anderen Ländern
eine noch erheblichere Bedeutung, als in den anderen Übersichten zum Ausdruck kommt.
        <pb n="539" />
        B68 —

Sie sind hier höher als in Großbritannien, wo sie trotz der erheblichen Aufwendungen
{ür den Schuldendienst nur 11,69 vH des Volkseinkommens erreichen (vgl. folgende
Übersicht).
Die Ergebnisse dieser Übersicht sind insofern unbefriedigend als nur die Staatsausgaben,
 gegliedert nach Ausgabearten, dem Volkseinkommen gegenübergestellt
werden können.

Staatsausgaben nach Ausgabearten in vH des Volkseinkommens

Land und Jahr

Großbritannien
1912/13 ...
1925/26 ....

Einkommens-




1,93

11,69

davon:
innerer
Schuldendienst


1,23
8,33

Einxommens


bindung

5,74
749 |

Einxommen8-


‚Kriegsdedingter

‚uswärtiger
Schuldendienst)


1.09

[nsyresamt

7,67
20,27

Frankreich

914.
1925 ....

Belgien
1914 .
1925 .

[talien
I
1925/26 ......

* WE

4,13
5,92 |

2,72
2,00

2,92
8.04

2,53
8,17

9,08
7,22

1,36

2,24
458 |

4,69
8,31

1.44 |

2,22 6,72 nie
5,35 9,24 1,33

13,21
24,50

ZA
18,75

9,64
18,61

Im Gegensatz zu den für Deutschland (S. 548) gegebenen entsprechenden Übersichten
fehlen hier die Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der Träger der
Sozialversicherung. Der Finanzbedarf der Gemeinden und Gemeindeverbände kann in
seiner Gliederung nach Ausgabearten nicht ermittelt werden. In der folgenden Tabelle
wird deshalb der gesamte öffentliche Finanzbedarf (ohne Sozialversicherung) für das
Rechnungsjahr 1925 bzw. 1925/26 ohne Spezifizierung nach Ausgabearten zum Volkseinkommen
 in Beziehung-gesetzt.

Gesamter öffentlicher Finanzbedarf
(Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände)

|
Land und Jahr

Großbritannien 1925/26 .......,

Frankreich 1925 .

..

Belgien 1925.....

..0..090.00002000 00008

Italien 1925/26 .

....

In Mill. 4
Vorkriegskaufkraft


12 994

8899
1270
3.967

in vH des Volkseinkommens


28,29
30,90 ;
24.06

27,21
        <pb n="540" />
        669 —
Der gesamte öffentliche Finanzbedarf im Deutschen Reich stellt sich (ohne Sozialversicherung)
 im Rechnungsjahre 1925/26 auf 26,7 vH des Volkseinkommens (vgl. S. 548).
Davon entfallen 5,7 vH auf Einkommensverschiebungen. Die Einkommensverschiebung
beträgt allein innerhalb der Staats ausgaben in Großbritannien 11,69 vH, in Frankreich
 15,92, in Belgien 9,00 und in Italien 8,04 vH des Volkseinkommens. Im Deutschen
Reich entfallen also auf Einkommensbindung und Kinkommensminderung
 21,0 vH des Volkseinkommens, während sich für die übrigen Länder bei Berücksichtigung
 der allein auf den Staatshaushalt entfallenden Einkommensverschiebungen folgendes
 Bild ergibt:

Der gesamte öffentliche Finanzbedarf in vH des Volkseinkommens

in vH des Volkseinkammens
Einkommensbindung

und Einkommensminderung


Land

Gesamter
öffentlicher
Finanzbedarf

Großbritannien ».........
Frankreich ....
Belle Gr kr HEHE

28,29
30,90
24,0€

11,69
15,92

17,60

14,98
15,06
19,17

32 3 4 an a 2.2

Italien v0.0..00000000.

27,21

.u4

Diese Ziffern wären erst dann mit dem für Deutschland genannten Vom-Hundert-Satz
vergleichbar, wenn sie noch um die in den Haushalten der Gemeinden und sonstigen nachgeordneten
 Körperschaften enthaltenen Einkommensverschiebungen vermindert werden
könnten. Es ergibt sich aber bereits jetzt daraus, daß Einkommensbindung und
Einkommensminderung bezogen auf das Volkseinkommen, in Deutschland erheblich
höher liegen, als in den übrigen Ländern. Mithin ist bei Würdigung der volkswirtschaftlichen
 Bedeutung der unter »Einkommensverschiebung« zusammengefaßten Ausgaben die
Finanzbelastung im Deutschen Reich, bezogen auf das Volkseinkommen, wesentlich höher
als in den anderen untersuchten Ländern.
Zu dem internationalen Vergleich der öffentlichen Ausgaben auf der Basis des jeweiligen
 Volkseinkommens ist noch eine einschränkende Bemerkung zu machen. In den Vergleichsländern
 ist einmal die Schichtung und die quellenmäßige Zusammensetzung (Unternehmer,
 Vermögens-, Renten- und reines Arbeitseinkommen) des Einkommens unterschiedlich?),
 und dann sind auch die Existenzminima, auf welche letzten Endes ein Vergleich
der öffentlichen Belastung abzustellen wäre, verschieden, da ihre Faktoren, z. B. klimatische
 Verhältnisse, ökonomischer und gesellschaftlicher Durchschnittsstandard, Bevölkerungsarfbau
 usw., in den Vergleichsländern erheblich voneinander abweichen. Die beiden
 Extreme dürften in dieser Hinsicht Großbritannien und Italien sein. Es wäre an sich
wünschenswert, von den Volkseinkommen zunächst den existenznotwendigen Teil abzusetzen
 und nur’ den darüber hinausgehenden Volkseinkommensteil zu den öffentlichen Ausgaben
 in Beziehung zu setzen. Für eine derartige Berechnung fehlt es indessen noch an
zahlenmäßigen Unterlagen.

1) vgl. S. 728.
        <pb n="541" />
        — 670 —

Zweiter Abschnitt
Steuer- und Zolleinnahmen

A. Steuerrechtlicher Überblick über die Steuersysteme Belgiens,
Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Österreichs
I. Die Steuern vom Einkommen, Ertrag und Vermögen
a. Allgemeiner Überblick über das System der Steuern vom Einkommen,
Ertrag und Vermögen

Ein Überblick über die Steuergesetzgebung der einzelnen Staaten läßt zwei Typen
eines Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystems hervortreten:
1. Die Einkommensquellenbesteuerung mit ergänzender Besteuerung der höheren
Gesamteinkommen und
2. die Globaleinkommenbesteuerung mit ergänzender Besteuerung der fundierten
Einkommen durch Ertrag- und Vermögensteuern.
Bei der Einkommensquellenbesteuerung werden die verschiedenen Einkommensarten in
ein System von selbständig nebeneinander bestehenden, zum Teil überwiegend Objektcharakter
 tragenden Schedulensteuern eingeordnet, während das Gesamteinkommen, das
sich aus der Zusammenfassung der.aus den einzelnen Einkommensquellen fließenden Einkommensarten
 ergibt, durch eine im Wesentlichen nur die höheren Einkommen treffende
Ergänzungsteuer erfaßt wird. Die Einkommensarten erfahren sowohl hinsichtlich der
Ermittlung der Steuerbemessungsgrundlage als auch hinsichtlich des Steuertarifs eine
unterschiedliche, der verschiedenartigen Einkommensfundierung Rechnung
tragende Behandlung.
Im Gegensatz hierzu liegt bei dem zu zweit genannten System das Schwergewicht bei
einer zusammenfassenden Besteuerung des Gesamteinkommens einer Person dürch eine
überwiegend subjektive Momente aufweisende Globaleinkommensteuer, deren Charakteristika
 grundsätzlich gleichartige Ermittlung der Steuerbemessungsgrundlage
und im Wesentlichen einheitlicher Steuertarif für alle Einkommenskategorien
sind. Zur Höherbelastung der fundierten Einkommen treten ergänzend Ertrag- und Vermögensteuern
 hinzu.
Die Erbschaft- und Schenkungsteuern, die einmal den zufälligen Vermögenszuwachs
und die hieraus sich ergebende erhöhte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Person
besteuern wollen, sodann sich aber auch als eine wichtige kontrollierende und ergänzende
Besteuerung der den Einkommen- und Ertragsteuern entgangenen Erträgnisse auswirken
können, weisen naturgemäß in denjenigen Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystemen
 niedrigere Steuertarife auf, in denen das sich nicht in Bewegung befindende
 Vermögen jährlich durch eine Vermögenbesitzsteuer getroffen wird.
Einkommensquellensteuern sind die Einkommensteuern Frankreichs, Belgiens und
Italiens, während die österreichische Einkommensteuer und Körperschaftsteuer dem Typ
der globalen Einkommensteuer entsprechen. Die britische Income Tax knüpft zwar durch
ihre Gliederung in fünf ihrem Veranlagungsverfahren nach selbständige Schedulensteuern
an die einzelnen Einkommensquellen an, summiert dann aber die in den einzelnen Schedulen
 ermittelten Einkommensarten zu einem von einem einheitlichen Steuertarif getroffenen
 Gesamteinkommen; die Sur-Tax ist nicht als eine neben den fünf Schedulen selbständig
 bestehende Steuer, sondern nur als ein progressiver Zuschlagstarif zur proportionalen
 Income Tax aufzufassen.
Zu den hohen, überwiegend proportionale Steuersätze aufweisenden Einkommensquellensteuern
 Frankreichs, Belgiens und Italiens tritt jeweils eine nur die mittleren, hohen und
höchsten Einkommen mit progressiven Sätzen erfassende Krgänzungsteuer auf das
        <pb n="542" />
        671 —

Gesamteinkommen. In Österreich erfährt dagegen die globale Einkommensteuer, welche
bereits die unteren Einkommen mit progressivem Tarif erfaßt, durch Ertragsteuern, die
verhältnismäßig niedrige, überwiegend ‚proportionale Steuersätze aufweisen und durch
eine auf den kapitalisierten Veranlagungsergebnissen der Einkommensteuer basierende
Vermögenbesitzsteuer ihre Ergänzung. Außer in Österreich enthält noch das Einkommen-,
 Ertrag- und Vermögensteuersystem Italiens eine Vermögenbesitzsteuer in der
außerordentlichen Vermögensteuer, die auf 10 bzw. 20 Jahre verteilt, als. periodische
Vermögensteuer in Erscheinung tritt. Mit Rücksicht auf das Bestehen. von Vermögensbesitzsteuern
 ist sowohl in Österreich als auch in Italien die Erbschaftsbesteuerung eine
mäßige. In Österreich ist der Tarif der Erbschaftsteuern verhältnismäßig niedrig gehalten,
 während in Italien die nahen Verwandten des Erblassers der Erbschaftsbesteuerung
überhaupt nicht unterliegen.
Neben den in das jeweilige Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystem sich einardnenden
 Steuern bestehen in den einzelnen Staaten Sondersteuern, die in der Mehrzahl
der Fälle den staatlichen Unterverbänden zufließen und überwiegend das Gewerbe oder
len Haus- und Grundbesitz vorbelasten.
Nachfolgende Tabelle gibt einen international vergleichenden Überblick über das Einkommen-,
 Ertrag- und Vermögensteuersystem in Belgien, Frankreich, Großbritannien,
Italien und Österreich.

Übersicht 1

Das Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystem

Steuerart

Belrien

Trankreich

Großbritannien

Italien

Österreich

5

\. Ertrag- und
partielle Einkommensteuern

L, Einkommens -
quellensteuern

ı) Grund- und Gebäudesteuer*?)

{Contribution fonci8re)
 ;
b)Kapitalertrag»-steuer!)

(Taxe mobilidre)
6) Erwerbsteuer
{Taxe profession- |
nelle}

a}

Steuer auf bebaute
und unbebaute
Grundstücke?)
Contribution fon
citre des propriet6s
 bäties ou nor
bäties)
dergwerksabgabe?)
(Redevance des
mines)
Steuer auf die Einkommen
 aus beweglichen
 Kapitahen

'Impöt sur les revonus
 des valeurs
et capitauxX mobiliers)

Steuer auf die Einkommen
 ausSchuldforderungen,
  Depots
 und Kautinen

'Impöt sur les revenus
 des oer6-ances,
 depöts et
cautionnements}
Steuer auf die Geinne
 aus Handel
ınd Industrie
Impöt sur les
ben6fices industriela
 et commereciaux)}

Steuer auf das landwirtschaftliche
 Arbeitseinkommen

Impöt sur les bene:
fices de l’exploi
tation agricole)

b)

a

1)

Hinkommensteuer,
Schedula A—-E
Income Tax)

ı) Grundsteuer*)
(Imposta sul reddito
 di terreni)
b) Gebäudesteuer
(Imposta sul reddito
 dei Iabbricati)

e) Mobiliarertragsteuer

'Imposta sui red:
diti di ricchezza
mobile)

Kr Zu-{
 hränktem Umfange ü
il können in besc . ) A
x ind am Ertrage der Staatssteuer Een Chen Zuschläge hob a Zuschläge zur Staaten
1x0 zur Stantentonr heben. Di En Pa Provinzen und Gemeinden erheben Zus
z en. rt .
jchläre zur Staatssteuer er rt A ae
Gemeinden sınd am Ertrage
3teuer.
        <pb n="543" />
        Noch: Übersicht 1
Noch: Das Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystem

— 672 —

Steuerart

Belgien

Frankreich

Großbritannien

Italien

Österreich

a
DA

a

Noch:
1. Einkommens;
quellensteuern

g) Steuer auf die Gewinne
 nichtkaufmännischer
 Berufe
(Impötsur les b6n6-fices
 des profes-8i0n8
 non commercialos)

h) Steuer auf Löhne
Gehälter, Pensionen
 und Lebens:
renten
Impöt sur les traitements,
 salaires,
pensions et rentes
viageres}

Die.die Globalainkommen-

 ergänzenden
 Ertragsteuern


a) Grund- und Gebäudesteuer®)

b) Allgemeine. Erwerbsteuer”)

8) Rentensteuer”)

B. Gesamteinkommensteuern

i, Ergänzungsteuern
 auf
das Gesamt
sinkommen
2. Globaleinkommen-



„rgänzungsteuer
auf das Gesamteinkommen

(Supertaxe)

Ergänuzungsteuer auf
das Gesamteinkommen

Impöt g6n6ral sur le
tTavenu}

Zuschlagsteuer
(Sur-tax)

Ergänzungsteuer
auf das Gesamteinkommen*)

Imposta ecomplementare
 Dprogre8-siva
 sul rTeddito

a) Einkommenateuer”)

b) Körperschaftgieurr?7}


C. Vermögensbesitzsteuern


Außerordentliche
Vermögensteuer
Imposta straordi
naria sul patri
mania)

Vermögensteuer vom
ertragbringenden
Vermögen

D, Erbschaff- und
Schenkungsteuern,
 Wertzuwachssteuern


a) Erbschaftsteuern
aa) Erbanfiallsteuer

{Droit de suc-Ccessi0n)

bb) Erbschaftzteuer
 für in
Belgien gedegene
 Immobilien,
 die
Aus dem
Nachlaß von
Personen mit
ausländisch.
Wohnsitz
stammen
(Droit de
mutation)
&amp;gt;} Schenkungsteuer
"Droit d’enregistrement
 des donations‘


ı) Erbschaftsteuern
aa) Erbanfallsteuer

(Droit de mutation
 par d6-c&amp;amp;8)

bb) Nachlaßsteuer
(Taxe 81Cc88:
sorale}
5) Schenkungsteuer
(Droit de mutatior
entre vifs)
Steuer auf die unbeweglichen
 Güter
der toten Hand
[Taxe de mainmorte)


a) Erbschaft-Steuern

aa) Nachlaßsteuer(Estate

duty)
bb) Erbanfallsteuern

(Legacy duty,
 Suecession
 duty)
b) Schenkungsteuer
(Stampdutyupon
volontary disposition
 being a
Conveyance OT
transfer operating
 as a volon:
tary dispositior
inter vivos)

a) Erbschaftsteuer
(Tasse di guccossione,
 KErbanfallsteuer)

Steuer auf die
tote Hand
{Tasse di manomorta)

3} Wertzuwachssteuer®)

(Contribute dd:
miglioria)

a) Erb- und Nach
laßgebühren”)
b) Schenkungsgebühr”)

ce) Gebührenäquivalent?)

d) Wertzuwachsabzabe


E, Sondersteuern

Zergwerksabgabe!)
Redevance sur les
mines)

a) Gewerbesteuer?)
(Contribution des
patentes)
») Lehrlingssteuer
(Taxe d’apprentissage)

Wegebauabgaben?)
"Prestations, Taxe
vieinale)

a) Landsteuer
‚Land tax)
b) Steuer auf Bergwerksrechte

‘Mineral righ
duty}
e) Local Rates

a) Ledigensteuer
{(lmposta sui ce
lb)
0) Gewerbesteuern
aa) Neue Gewerbe-


(Imnposta
industrie €
Drofessioni)

a) Tantiemensteu€
b) Börsenbesuchsabgabe
 .
6) Lohn- (Fürsorg0"
Abgabe®)
d) Konzessionssteuer“)

e) Gemeindever
mögensteuer®,
” Bodenwertabgabe®)


1) Die Provinzen und Gemeinden sind am Ertrage der Staatssteuern beteiligt und können in beschräuktem Umfange
Zuschläge zur Staatssteuer erheben. — *) Es werden nur noch die Zuschlägo zugunsten der Departements und Gemeinden
erhoben. — *) Gemeindliche Abgaben. — *) Die Gemeinden erheben einen Zuschlag zur Staatssteuer. — *) Abgabe der
Provinzen und Gemeinden. — *} Abgabn der Länder und Gemeinden, — 7} Die Länder und Gemeinden sind am Ertrag®
der Stantasteuer beteiligt. — %) Gemeindliche Abgaben,
        <pb n="544" />
        ET
Steuerart

PL
— 678 — Noch: Übersicht 1
Noch: Das Einkommen-, Ertrag- und Vermögensteuersystem
1
Belgien Frankreich | Großbritannien ! Italien

6

Noch :
E. Sondersteuer

d) Oktroiersatzabgahen
 (Steuern vom
Teinertrag, Miet-,
2acht- oder Verkaufswert
 von bebauten
 und unbebauten
 Grund:
stücken)!)
Personalmobiliarsteuer?)

(Contribution personnelle
 mobiliere‘

bb) Alta Gewerbe-


{Esercizio €
rivendita)
Patentsteuer!)

IImposta di
patente)
1d) Viehsteuer!)
(Imposta gu]
bestiame)
se) Steuer at
Ladenschilder!)

'Imposta
aulle Aotografie
 8 im
segne)
ce) Familien- unc
Herdsteuer!)
(Imposta di famiglia
 e fuocatico.
d) Straßenerhaltungsbeitrag?)

‘Contributo di
manutenzione
stradale}

g) Untermieteabgabel)


?) Gemeindliche Abgaben. — ?) Es werden nur noch die Zuschläge zugunsten der Departements und Gemeinden erhoben.
 — 2%} Abeabe der Provinzen und Gemeinden.

Für die Belastungsintensität einer Steuer sind in erster Linie die Steuerbemessungsgrundlage
 und die Tarifbestimmungen ausschlaggebend. Die zunächst folgenden Übersichten
 haben die Aufgabe, unter gleichzeitiger Gruppierung der Steuern unter dem Gesichtspunkte
 ihrer Bemessungsgrundlage einen allgemeinen Überblick über die Einordnung
der verschiedenen Einkommensarten in das System der Steuern vom Einkommen und
Ertrag zu geben. Es folgen dann Übersichten über die Tarifgestaltung der wichtigsten
Steuern des einzelnen Einkammen-, Ertrag- und Vermögensteuersystems.

b. Die Bemessunagsgrundlagen

Als Bemessungsgrundlage dient bei den Einkommen- und Ertragsteuern teils der Rohertrag,
 teils der durchschnittliche bzw. tatsächliche Reinertrag, teils das Einkommen.

Als Rohertrag wird der Gegenwert der Arbeitskraft und Vermögensnutzung ohne
Kürzung für den zu dieser Erzielung gemachten Aufwand angesehen. Aus dem Rohertrage
örgibt sich der Reinertrag durch Abzug aller derjenigen für die Erzielung des Rohertrages
 gemachten Aufwendungen und mit der Nutzung des Vermögens und der Arbeitskraft
 in Verbindung stehenden Passivposten, deren Ersatz für die Erhaltung der verwerteten
 Substanz notwendig ist. Ist der Rohertrag nach den steuerrechtlichen Bestimmungen
nach seiner tatsächlichen Höhe zu ermitteln und sind die zur Erwerbung, Sicherung und
Erhaltung gemachten Aufwendungen in der tatsächlichen Höhe abzugsfähig, so sprechen
wir vom »tatsächlichen« Reinertrag; gestattet das Gesetz dagegen die Ermittlung
 des Rohertrages nach einem Durchschnittsbetrag mehrerer Jahre oder nach
3nem bei normalen wirtschaftlichen Verhältnissen als durchschnittlich anzusehenden
Betrage und schreibt es ferner einen pauschalen Kostenabzug vor, so sprechen wir von
einem »lurchschnittlichen« Reinertrag. Während der Begriff des Rein-Finanzen

 und Steuern
        <pb n="545" />
        — 674 —

ertrages an die Quelle anknüpft und infolgedessen eine Rücksichtnahme auf das den
Ertrag beziehende Subjekt ausschließt, stellt der Begriff des Einkommens eine Beziehung
 zwischen Einzelerträgen und Wirtschaftssubjekt her, so daß eine Berücksichtigung
 aller die individuelle Leistungsfähigkeit beeinflussenden Momente (Familienstand,
persönliche Verschuldung usw.) ermöglicht wird.
Die Vermögensbesitzsteuern Italiens und Österreichs sowie die Erbschaftsteuern aller
fünf Länder sind Steuern vom Reinvermögen. Unter Reinvermögen sei das steuerpflichtige
Vermögen, vermindert um die auf dieses Vermögen sich beziehenden Schulden und Lasten,
verstanden.

Übersicht 2

Belgien !)

Einkommensart

I. Arbeitseinkommen
a) aus nicht selbständiger Tätigkeit

b}) aus selbständiger Tätirkeli

Rohertras

Aurehschnittlicher

Reinertrag
tatsächlicher

Taxe professionnelle

Taxe professionnelle

Einkommen

I. Gewerbliches Einkommen

a) aus gewerblich genutzten bebauten
 und unbebauten
Grundstücken
b) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und gewerbliche:
Tätigkeit

JE. Landwirtschaftliches Einkommen

a) aus landwirtschaftlich ge:
nutzten bebauten und unbe
bauten Grundstücken
b}) aus beweglichem Betriebs
vermögen und landwirt
schaftlicher Tätigkeit

V, Einkommen aus beweglichem
Kapital
a) Gewinne aus Beteiligunge?
mit Wertpapiercharakter
b) Gewinne aus Beteiligunge:r
ohne Wertpapiercharakter

3) Zinsen aus Obligationen und
Anleihen jeder Art der Erwerbsgesellschaften,
 öffentlichen
 Körperschaften und
des Staates, aus Schuldlorderungen,
 Depositen und
sonstigen Kapitalerträgen

V. Einkommen aus Wohnhäusern

Taxe mobiliere (Quel
{enbesteuerung)

"axe mobiliere (soweit
durchführbar Quellenbesteuerung)


Yontribution foneiere

Jontribution foneiere

Contribution foneikrı

Taxe professionnelle (Verlustvortrag
 bis einschl.
zum 2, dem Verlustjahr
'olgenden Jahr steuer-‚echtlich
 statthaft)

Taxe professionnelle

Erfaßt bei der Gesellschaft
durch die taxe profession-„nelle)


Supertaxe?)

3) Siehe Nachtrag. — ?) Die juristischen Personen sind von der Supertaxe befreit.
        <pb n="546" />
        Einkommensart

Rohertrag

— 675 —
Großbritannien

Reinertrag

durechschnittlicher

tatsächlicher

Übersicht 3

Einkommen

3

I. Arbeitseinkommen

a} aus nicht selbständiger Tätirkeit


ncome Tax, Sch, E, (bei
Beamten und Eisenbahnangestellten
 Quellenbezteuerung)
 (Sur-Tax) !})

b) aus selbständiger Tätigkeit
(freie Berufe)

income Tax, Sch, D, Case
II (Sur-Tax)} 1}

IX. Gewerbliches Einkommen

a) aus gewerblich genutzten bebauten
 oder unbebauten
Grundstücken einschl. des
mit ihnen fest verbundenen
Inventars

b) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und gewerblicher
Tätigkeit

aa} Hates,
bb) Income Tax, Sch.
A. (bei verpachteten
 Grundstücken
 Quellenbesteuerung)

Sur-Tax 21

ncome Tax, Sch. D, Case I
(Verlustvortrag bis einjchließlich
 zum 6. dem
Verlustjahr folgenden Jahr
steuerrechtlich statthaft)
/‘Sur-Tax) 1)

IT. Landwirtschaftliches Einkommen


ı) aus landwirtschaftlich genutzten
 bebauten und unbebauten
 Grundstücken

b) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und landwirtsehaftlicher
 Tätirkeit

aa) Rates,
5b) Income Tax, Sch.

ncome Tax, Veranlagung nach Wahl des
Steuerpflichtigen nach Sch. B oder nach
Sch, D, Case I (Sur-Tax) 11)

(V, Einkommen aus beweglichem
Kapital

a) Gewinne aus Beteiligungen
mit Wertpapiercharakter

&amp;gt;) Gewinne aus Beteiligungen
öOhne Wertpapiercharakter

;) Zinsen aus Industrieobligationen


1) Zinsen, die im Inlande aus
Öffentlichen Kassen des Inund
 Auslandes zahlbar sind

») Zinsen aus Schuldforderungen,
 Depositen und sonstigen
Kapitalerträgen

V. Einkommen aus Wohnhäusern

Erfaßt bei der Gesellschaft
 durch In-3ome
 Tax, Sch. D,
Sur-Tax} 1}

Erfaßt bei der Gesellschaft
 durch Insome
 Tax, Sch. D,
Sur-Tax) 1}
ncome Tax, Sch. C,
Quellenbesteuerung
Sur-Tax} 1}

ncome Tax, Sch. D,
Case III, in der Regel
 Quellenbesteuerung
 (Sur-Tax) 11}

aa) Rates,
bb) Income Tax, Sch,
A. (Sur-Tax} 2)

‘Erfaßt bei der Gesellschaft
durch Income Tax, Sch.
D, Case I, (Sur-Tax) 4}

E ?) Basis der Sur-Tax; die 2 000 £ übersteigende Gesamtsumme der in den einzelnen Schedulen festgestellten Einkommen und
riräge; Erfassung stets beim Einkommenbezieher; die juristischen Personen sind von der Sur-Tax befreit.
        <pb n="547" />
        Übersicht 4

Einkommensart

J. Arbeitseinkommen
a) aus nicht selbständiger Arbeit

b) aus selbständiger Tätigkeit
(freie Berufe)

MX, Gewerbliches Einkommen
a) aus gewerblich genutzten
bebauten und unbebauten
Grundstücken einschließl.des
mit ihnen fest verbundenen
EInventars
aus sonstigem Betriebsvermögen
 und gewerblicher Tätigkeit


{IE. Landwirtschaftliches Einkommen

a) aus landwirtschaftlich genutzten
 bebauten und unhebauten
 Grundstücken

Rohertrag i

— 676 —
Frankreich

Beinertrag

durchschnittlicher |

tatsächlicher

\mpöt sur les traitements,
 salaires etc
mpöt sur les benefices
 des professions
NON GCOMMEATCciaUX

Contribution fonciere
des provriet6s bäties

‚mp6% sur les benefces
 industriels et
30ommerciaux ®) bzw.
Redevance des mines
(Verlustvortrag bei
der ersteren Steuer
bis einschl. zum 3
dem Veorlustjahr fol
zenden Jahr steuerrechtlich
 statthaft}

Jontribution fonciere
des propriötes non
bäties (Basis: der um
75 vH erhöhte durchschnittliche
 Noettopachtwert
 1907/13)

Einkommen

mpöt g6n6ral sur le
revenu
impöt gö6ne6ral sur le
revenu

Impöt general sur
le revenu!)

Impöt general sur
le revenu

5) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und landwirtsehaftlicher
 Tätiorkeit

‚7, Einkommen aus hbeweglichem
Kapital
ı) Gewinne aus Beteiligunger
mit Wertpaniereharalkter

i. Gewinne aus Beteiligungen
 ohne Wertpapiercharakter
 ausschl. der
Gewinne der Kommanditisten
 einer einfachen
Kommanditgesellschaft
Gewinne der Kommanditisten
 einer einfachen
Kommanditgesellschaft

») Zinsen aus Obligationen und
Anleihen jeder Art der Erwerbsgesellschaften,
 Ööffentlichen
 Körperschaften und
des Staates
;) Zinsen aus Sehuldforderungen,
 Depositen und Kautionen


V, Einkommen aus Wohnhäuserr

(mpöt sut les revenus
des valenrs et eapitaux
 mobiliers ( Quelıenbesteuerung)


mpöt sur les revonus
des valours et capi-;aux
 möbiliers ( Quel-‚onbesteuerung)

'mpöt sur les revenus
les valeurs et capi-‘aux
 mobiliers 2)
Soweit durchführbar
Juellenbesteuerung)
mpöt sur les revenus
des cröances, depöts
et cautionnements

'mpöt sur les bö6nöfices de Vexploitation
agricole (Basis: nach Wahl des Steuerpflichtigen
 der durchschnittliche oder tatsächliche
Reinertrag)

Impöt sur les beEn6-fices
 industriels et
commereiaux (Erfassung
 beim Anteil
hahber‘

Nontribution foneidre
des proprietes bhäties

impöt general sur le
revenu

Impöt geöngral sur le
TEeVENL

(mpöt general sur le
revenu

Impöt general sur 18
reveanu

'mpöt göngral sur le
revanu

Impöt g6neral sur le
TevenK

*) Die juristischen Personen sind von dem Impöt general sur le revenu befreit. — ?*) Die Zinsen von inländischen Staatselfekten
sind steuerfrei, dsgl. die Zinsen aus den von den inländischen öffentlichen Körperschaften, französischen Kolonien, Protektorat- und
Mandatländern nach Verkündung des Gesetzes vom 29, Dezember 1929 emittierten Eifokten. — %} Die Gewinne der Prrsonalvesellschaften
 werden beim einzelnen Anteilhaber erfaßt. Vel. IVb.
        <pb n="548" />
        Einkommensart

Rohertrag

— 07T —
Italien

Reinertra

durchschnittlicher

tatsächlicher

Übersicht 5

Einkommen

ki

[. Arbeitseinkommen
a) aus nicht selbständiger Tätigkeit


'mposta sui redditi di
ricehezza mobile,
Kat. C und D

b} aus selbständiger Tätigkeit

H, Gewerbliches Einkommen
2} aus landwirtschaftlich genutzten
 bebauten und unbebauten
 Grundstücken
b) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und gewerblicher
Tätiekeit

(I, Landwirtschaftliches Einkommen

a) aus landwirtschaftlich genutzten
 bebauten und unbebauten
 Grundstücken
b) aus beweglichem Betriebsvermögen
 und landwirtsechaftlicher
 Tätigkeit

[V, Einkommen aus beweglichem
Kapital
a) Gewinne aus Beteiligungen
mit Wertpaniercharakter

b) Gewinne aus Beteiligungen
ohne Wertnapiercharak
tar

c) Zinsen aus Staatsellekten
und Industrieoblirationen?)

1) Zinsen aus Schuldforderungen
 in Verbindung mit
Industrie-, Handels- oder
Bankunternehmungen

2} Sonstige unter a-—d nicht
genannte Kapitalerträge

V. Einkommen aus Wohnhäusern

Erfaßt bei der Gesellschaft
 durch die Imzosta
 sui redditi di
icchezza mobile,
Kat, B}

'mposta sul redditi
li ricchezza mobile,
Kat. A
‚Quellenbesteuerung)
mposta sul redditi
li ricchezza mobile,
Kat. B
In der Regel Quellenbesteuerung)

'mposta sul redditi
di ricchezza mobile
Kat A

mposta sul terreni (Basis:
durchschn. Nettopachtwert
 vom 1. Januar 1914)

[mposta sui fabbricati
(Steuerbasis: Durechzschnittlicher
 Mietwert zuzüglich
 50, 150, 250 bzw.
300 vH je nach dem Zeit-„unkt
 der ursprünglichen
Veranlagung vom 1.1.1921
„is 31. 12, 1922, vom 1. 1,
1919 bis 31, 12. 1920, vom
11.11. bis .31.12. 1918
bzw. vom 1.1.1891 bis
31. 12. 1910)

mposta sui redditi di
ricchezza mobile,
Kat. C

mposta sul redditi
di ricchezza mobile,
Kat. B

"mposta s8ui redditi
di ricchezza mobile,
Kat. B

Erfaßt bei der Gesellschaft
 durch die
Imposta gsui redditi
di riochezza mobile,
Kat. B)

“mposta complementare

arogressive sul
teddito 2}

._ 7) Steuerfrei sind die Zinsen der auf Grund des Gesetzes vom 8. März 1855 aufgenommenen Anleihe sowie die Zinsen aus Obliga-‘ionen,
 die nach Veröffentlichung des Dekrets vom 20, September 1926 von. Provinzen, Gemeinden und sonstigen ölfentlichen Körperschaften
 sowie von Aktien- und Aktienkommanditgesellschaften ausgegeben werden. Dosgleichen können die Zinsen von durch
Gesellschaften, Gomeinden, Provinzen im Auslande aufgenommenen Anleihen und Obligationen, falls es sich nicht um eine Um-“ormung
 dem Auslande gegenüber bereits bestehender Verpflichtungen handelt, steuerfrei erklärt werden,soweit sie bis zum 31. Dez.1928
Allrenommen werden. — 2} Die juristischen Personen sind von der Imposta complementare progressive sul reddita hafrait.
        <pb n="549" />
        Übersicht 6

Einkommensart

I. Arbeitseinkommen
a) aus nicht selbständiger
Tätigkeit
b} aus selbständiger Tätigkeit
‘freie Berufe)

MI. Gewerbliches Einkommen
a) aus gewerblich genutzten
bebanten und unbebauten
Grundstücken

») aus sonstigem Betriebsvermögen
 und gewerblicher
Tätigkeit

I. Landwirischaftliches Einkommen

a) aus landwirtschaftlich genutzten
 bebauten und unbebauten
 Grundstücken
5) aus sonstigem Betriebsvermögen
 und landwirtschaftlicher
 Tätiekeit

[V. Einkommen aus beweglichem
Kapital
a) Gewinne aus Beteiligungen
mit Wertpapiercharakter
&amp;gt;») Gewinne aus Beteiligungen
ohne Wertpapiercharakter

2) alle Kapitalerträge, soweit
nicht durch die Körperschaftsteuer
 erfaßt

V. Einkommen aus Wohnhäusern

Rohertrar

Gebäudesteuer

Renteasteuer 1

Gebäudesteuer

— 678 —
Österreich

durchschnittlicher


Reinertrag
tatsächlicher

Allgemeine Erwerbsteuer

| a) Physische Personen
und Personalgesellachaften:
 allgemeine
Erwerbsteuer,
b} Juristische Personen:
 Körperschaftsteuer


Grundsteuer

Dei Pachtbetrieben: all-”
 gemeine Erwerbsteuer

Einkommen

Einkommensteuer
(Quellenbesteuerung)
Binkommensteuer

‚Physische Personen:
Einkommensteuer

\ Einkommensteuer

Einkommensteuer

Einkommensteuer

; Einkommensteuer

‚ Einkommensteuer

?) Im Wege des Abzugs wird die Rentensteuer erhoben von den Kassen des Bundes, der Länder, Bezirke, Gemeinden und
’Mfentlichen Fonds und von allen physischen und juristischen Personen, die gewerbsmäßig Bankiergeschäfte betreiben, ferner von der
”ostsparkasse, den Landeskreditansialten, den Sparkassen und Kreditzenossenschaften,

c. Die Tarifbestimmungen
2, Die Tarifbestimmungen bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag
Für die Errechnung der reellen Steuersätze sind Bestimmungen dreifacher Art zu be-‘ücksichtigen:

- Die Bestimmungen, welche die Abzüge vom veranlagten Einkommen zugunsten
eines steuerfreien Existenzminimums und eventueller Familienlasten (Sozialabzüge)
 oder zur Entlastung des Arbeitseinkommens betreffen;
die eigentlichen Tarifbestimmungen, welche die nominellen Steuersätze (Steuertarife)
 enthalten und das Steuererrechnungsverfahren (Durchstaffelungs- oder
Durchrechnungsverfahren) !) mittelbar oder unmittelbar erkennen lassen;
die Bestimmungen, die sich auf Kürzung (beispielsweise zugunsten von Familien-‚asten)
 bzw. auf Erhöhung des Steuerbetrages (beispielsweise zur Erfassung der
ıöheren Steuerfähigkeit der Junggesellen) beziehen.

*) Unter Durchstaffelungstarife werden diejenigen Tarife verstanden, bei denen die jeweils der Besteuerung zu
unterziehenden Besteuerungsmengen für die Errechnung der reellen Steuersätze derart in Stufen aufgeteilt werden, daß jeder
einzelnen Stufe ein verschiedener von unten nach oben aufsteigender Steuersatz zugeteilt wird, Von einem Durchrechaungstarif
 wird gesprochen, wenn in den einzelnen Steuersätzen das Verhältnis des Gesamtsteuerbetrages zum Gesamtbetrag
 der Besteuerungsmengen zum Ausdruck kommt,
        <pb n="550" />
        Art der
Ermäßigung

— 679 — Übersicht 7
mäßigungen für Arbeitseinkommen, Existenzminima und Sozialabzüge
Belgien *)
Sunertaxe für SrenerpFlÄiige i
Einkommen
die nicht das | die das 4fnche, aber
4 fache nicht dns Sfache
des Existenzminimums (5 000 bzw.
7500) übersehreiten

)ster-:eich


Bincom-




impöt Impöt | Tmpöt *
sur les ÖT 108 | ar les
" Yend- . Impöt
bene Äices | traite- 4 ;
x xeneral
‚1008 non ments, i
4 com- Mt sur le
agri- salaires
8 MP Tevenu
zoles Cianx eto,
| fe | tr fr
= SE EEE
ve

unecarncd
 | car-ı
ned
income
R Tg

fr „Lit.
; 10 3, le RO

PR

In Landeswährung

Ermäßigung
für Arbeitseinkommen
 .1

{I Existenzminimum

}renzminimum?)
Einzelperson ed
Verheirateter ..

\bzugsminimum®)}
Einzelperson ..
Verheirateter
I. Sozialabzüge :
Ehefrau ......1
L.Kind .......
2,Kind .......
3. Kind .......
1, Kind .......

1 =
400

2 500| 10 = 10 — 10 =
2 500] 10 000| 10 000| 10 000
3000| 5000
= 4 000
3000| 5 000
4000| 6 7
4000| 7.000

“lg des
eranlag-|
en Rein-| __
"nkommens

edoch
5ehtens

250

135 Mel
i{35| 135

20 90]
50! 50!
39| 50}
&amp;gt; 501
sol 50!

in Gemeinden
unter über
5 000 60 000
Einwohner

3.333:
3750|

5 000
5 625

1000| 1 500!
L000| | 500
1500| 1500
2000| 2000
2000| 2000

in Gemeinden ' in Gemeinden
unter über unter über
5 000 60000 | 5000 | 60000
Kinwohner Kinyohner

{5 000! 15 000| 15 000 15 000°
(5 000] 15.000. 15000 15 000

6000
9.000
nach Abzug
iaigerFami-Lenermälli-

 gemäß
2
1000| 15001 500 750 _
000 —_. 500) 75011. 17 des
] a0 des
1000| 1500 500 750 veranlagten
2.000 2000| 1000| 1000} /Keinsinkem-2000!
 2000| 1000| 1000) 3.000

5.000 7500|
5000! 7500!

In MX Vorkriegskaufkraft

Ermäßigung
für ArbeitssAinkommen
 .

IL. Existenz-,
 minimum
7renzminimum?)
Winzelperson ..
Verheirateter ..!

\bzugsminimum®
Einzelperson ..
Verheirateter ..
11. Sozialabzüge
Ehefrau ......
1. Kind ........
2. Kind .......
3. Kind .......:
4. Kind .... |

743 |
743

14 1457|
364! 1457

73|

in Gemeinden
unter über
5.000 | 60.000
Kinwohner

/n des
eranlagm
 Reininkom-


‚doch
Öchstuns

3116

1 7
| 457

1 457
1 457

682| 1682|
. 68211682

309 |
347

162
521

729) ı22])1122
583. 748| 748]
z29| 2623| 623| 9
3” 874) 6283| 623 el 185
583! 1020| 623| 623/ 185 ra

in Gemeinten in Gemeinden
unter über unter über
&amp;gt; 000 | 60000 | 5000 | 60 000
Yinwohner Kinwaohner

|

1309 1389| 1 389!
L 2389| 1389| 1 3891

1 389!
1 389!

967
1 451 naclı
Abzug etwaizer
 Familienarmäßigungen

gemäß 11

163
16

605
695

232}
32]

|
247

39}
ns

CE

je 1/ag des
veranlagten
‚Reineinkom-|
 mens, jedoch
höchstens454

188
185]

m

‘) Das Grenzminimum gibt die untere Grenze an, bis zu welcher das Einkommen überhaupt besteuert wird; übersteigt das ver-\nlagte
 Einkommen diese untere Grenze, so kommt das Grenzminimum nicht in Abzug, sondern der Steuertarif wird anf das gesamte
veranlapte Einkommen angewandt, so daß das Grenzminimum auf die Gestaltung des reellen Steuersatzes keinen Einfluß ausübt, —
‘) Das Abzugsminimum wird stets ohne Rücksicht auf die Höhe des veranlagten Einkommens von diesem abgezogen und ermäßigt
Mfolgedessen den nominellen Steuersatz. —*) Die angeführten Abzüge werden derart durchgeführt, daß der auf Grund des Steuer-‘arifes
 (vgl. Übersicht 10) zu errechnende Steuerbeirag um die Beträge gekürzt wird, die sich durch Anwendung des proportionalen
Steuersatzes der Income tax (4s je £ = 20vl) auf die angeführten Abzugsbeträge ergeben. Der um diese Posten gekürzte
Steuerbetrag wird weiterhin um 50 vH. höchstens jedoch um 22,5 £ gekürzt. — *) Siehe Nachtrag.
        <pb n="551" />
        u GE

Am höchsten sind die Sozialabzüge und das Abzugsminimum in Großbritannien; sie
erreichen insgesamt für einen Verheirateten mit zwei Kindern den Betrag von
4175 4 Vorkriegskaufkraft. Desgl. ragt Frankreich mit dem bei dem Impöt sur les
traitements, salaires usw. und dem Impöt g6n6ral sur le revenu für einen Verheirateten
mit zwei Kindern steuerfreien Gesamtbetrage über die anderen Staaten weit hinaus.
Der steuerfreie Gesamtbetrag beläuft sich bei dem Impöt sur les traitements, salaires usw.
auf 2768 4 Vorkriegskaufkraft, bei dem Impöt general sur le revenu auf 3498 AM
Die nominellen
Bel
Landwirtschaft

Arbeitseinkommen aus

Gewerbliches
Einkommen

Der Steuer
zu unterwerfendes
Einkommen
‘Nach Abzug des eventl.
Existenzminimums
der event]. Sozialabzüge)

nichtselbständiger | selbständiger
Arbeit Arbeit

bewegl, Betriebsvermögen
 und
Arbeitstätigkeit

Taxe professionnelle1
— Steuerbasis: m Ban .
b: : Tatsächli rt;
Jurehschnittlicher Reinertrag Ds 3005 Tate Chen Keine En
|! darunter Ertrags- ® darunter
beteiligungen der rtrags- | x
Insgesamt | Pro- | Ge- Insgesamt beteiligungen Zuschläge
vinzen !meinden der Provinzen (a) und Gemeinden (b)
{a) ! (b) (nach dem Budget 1929)
n

in Ir

1 bis 5000.....
5001 » 10000 .....
10001 » 15000.....
15001 » 20000 .....
20001 » 25000.....

100 0,20
3,00 0,30
4,00 | 0,40
5,00 | 0,50 |
6,00 * 0,60

D
7,40
2,60
2,80
1,00
1,20

3,10
. 4,65
6,20
7,75
9,30

8 b
0,20 9,40
0,30 3,60
0,40 0,80
0,50 | 1,00
0.60 1.20

3,20 | 0,90
0,30 1,35
0,40 1,80
0,50 | 2,25
0,60 2,70

30000 .....
35.000.....
10000.,..,
530000.....
30.000...
70000.....
30000.....
30000.....
100000.....
10000...
120000.....
130000.....
140000.....
150000.....
160.000 .....
170000.....
180000.....
190000.....
200000.....
210000 .....
210001» 220000...,..
220001 » -230000.....
230001 » 240000....,
240001 » 250000.....
250001 » 1000000....
über 100065”

7,00 | 0,70 | 1,40 10,85
3,00 | 0,80 | 1,60 | 12,40
9,001 0,901 1,80; 13,95

0,70 1,40 0,70 3,15
0,80 1,60 0,80 3,60
2,90 1.80 0.90 4,05

10.00

1090

7.00

„00

2.00 IC 1,0014 4,50

?) Durehstaffelungstarif, — ?) Davon 2 vH Zuschlag des Staates, 2 vH Ertragsbeteiligungen der Provinzen und 4 vH
Zuschlag des Staates, 1 vH Zuschlag der Provinzen, 4,5 vH Zuschlag der Gemeinden (nach dem Budget 1929). — *) Siehe

— 681 —

Vorkriegskaufkraft, ein Betrag, welcher dadurch noch an Bedeutung gewinnt, daß in
Frankreich über die für die zwei Kinder steuerfreien Einkommensbeträge hinaus auch
aıoch die Steuerbeträge prozentuale Kürzungen für die zwei Kinder erfahren. Das österreichische
 Einkommensteuerrecht kennt neben einem Grenzminimum in Höhe von
743 4 Vorkriegskaufkraft nur noch bis zu einer Einkommenshöhe von 5412.44 Vorzrievskraft
 statthafte Sozialabzüge vom Steuerbetrax

Steuertarife
zien *)
nn x
ches Tinkommen | Einkommen |
aba aus Wohnhäusern
und unbebauten | und Fabriken
Grundstücken

Übersicht 8

Einkommen aus beweglichem Kapital

Schuldforderungen,
Wertpapieren Depositen oder sonstigen
An Kapitalerträgen
Taxe mobiliere

Gesamtänkommen


Contribution fonciere

Supertaxe!)

Steuerbasis: Durchsechnittlicher Reinertrag

Steuerbasis: Rohertrag

Steuerbasis:
+eineinkommen

FT

3 H—

Inländische Wertpapiere:

1,00
1,50
2,00

\Ktion .......0... 22,00%
)bligationen ‚.... 16,50
(davon 1,5vH staatlicher
 Zuschlag)
\nleihen des
Staates und der
5ffentlich-recht- 2,00
lichen Körperschaften


shuldforderungen,
Depositen ‚...... 16,50 x
davon 1,5vH staaticher
 Zuschlag}

ı der Industrie, .
Landwirtschaft | f
ınd Handel in- $ 16,508)!”
vestierte Kapialien


3,00
4,00
5,00

m Ausland investierte
 Kapi-;alien
 (davon 6,00
LvH staatlicher
Zuschlag)

6,00
7,00
8,00
9,00
10.00

19 00

davon
10 vH Hauptsteuersatz einschl. der Ertragsbeteiligungen
 der Provinzen
„in Höhe von 1vH und der Gemeinden
 in Höhe von 4 vH,
3,5 vH Zuschlag des Staates,
1,0 vH » der Provinzen,
4.5 vH » der Gemeinden
{nach dem Budget 1929}

\usländische
Wertpapiere ...... 6,00
davon 1 vH staatlicher
 Zuschlag)

11,00
12,00
13,00
14,00
5 00

6,00
7,00
„8,00
19,00
20.00

21,00
22,00
23,00
24,00
25,00
30 00

i 1 ; 1 vH
il Provinzen und Gemeinden;
Gemeind. 3) Davon 1 vH bzw. 2 vH Ertragsbeteiligungen der
ürtragsbeteiligung der Gemeinden, —
Nachtrag.
        <pb n="552" />
        — 682

Arbeitseinkommen
ang

Frank
Landwirtschaftliches
Einkommen aus

Gewerbliches
Einkommen

Der Steuer
zu unterwerfendes
Einkommen
‘Nach Abzug des eventl.
Existenzminimums
der event]. Sozialabzüge)

nicht - selbständiger
elbständiger | Arbeit (freie
Arbeit Berufe)

bebauten und
unbebauten
Grundstücken

bewegl.
Betriebsvermögen

und Arbeitstätirkait


Impöt sur
les traitenents,
 salaires |
ete.?)

Impöt sur
les benöfices |
des
professions
non commereiaux?)


Impöt sur les
bönefices
industriels et
COMMEercIAUX

Ampöt
foncier des
proprietes
non bäties

LIDO Sur
les benefices
de V’exploitaon
 agricolel)

u reuerbasis : Steuerbasis:
durchschnitt], tatsächlicher
Vettopachtwert | oder durch-1907/13
 schnittlicher
+ 75 vH Reinertrag

Steuerbasis: tatsächlicher Reinertrag
in vH

a &amp;lt;T

in fr

1 bis 800.......
801 » 2 DOOR ı a
1501 » 3000........
3001 » 5000........
3001 « 5500........
5501 » 7000........
7001 » 10000........
0001 » 15000........
15001 » 20000........
20001 » 25000........
25001 » 30000........
30001 » 35000........
35001 » 10000........
140001 » 45000........
15001 » 350000.......,.
30001 » 30000........
50001 » 70000.,......
70001 » 30000........
30001 » 90000........
90001 » 115000.,......
"15001 » 140000........
140001 » 165000........
165001 » 190000........
190001 » 215000........
215001 » 240000........
240001 » 265000........
265001 » 290000........
290001 » 315000........
315001 » 340000........
340001 » 365000........
365001 » 390000........
390001 » 440000........
1440001 » 490000.......
490001 ».540009...
über 540 000

22,5
45,0
150,0
300,0

-

so |

Bf

750,0

050,0
- 500,0
2.250,0
3 000,0
} 750,0
4 500,0
5250,0
000,0
5 750.0

em

37,3
‚davon
zugunsten der
Departements
ınd Gemeinden
1928: 19,3}

MÄ

i5.0 vH

2) Durehstaffelungstarif, — ?}) Durch Art. 7 und 9 des Gesetzes vom 31. Juli 1929 wurde der Steuersatz für die in von der

— 683 -—

Übersicht 9

reich
Einko .
ne . mnen MS } Einkommen aus
beweglichem Kapital

Gesamt-Schuld-



Depositen und
sonstige
Kapitalerträge
Mmpöt sur les &amp;lt;mpöt sur les
revenus des revenus des
valeurs et erdanees,
;apitaux mo- | d6pöts et
biliers cautionnementes

ein-Der

 Steuer
u unterwerfendes
Einkommen
(Nach Abzug des eventl.
Existenzminimums
oder event... Sozialabzüge)

Wohnhäusern | Fabriken

kommen

Contribution fonciere
des proprietes bäties

ımpöt general
sur le revenu |
Gesetz
vom
30. 12, 28

Steuerbasis:
durchschnittlicher
Nettonachtwert '

Steuerbasis: Rohertrag

Steuerbasis:
Reineinkommen


m fr

1 bis 800
801 » 1500
‚501 » 3 000
3001 » 5 000
5001 » 5 500
5501 » 7 000
7001 » 10000
[0001 » 15000
15001 » 20000
20001 » 25000
25001 » 30000
30001 » 35000
35001 » 40000
40001 » 145000
45001 » 50000
50001 » 60000
60001 » 70000
70001 » 30000
80001 » 90000
90001 » 115000
15001 » 140 000
‚40001 » 165 000
‚65001 » 190000
190001 » 215000
15001 » 240 000
240001 » 265000
265001 » 290000
290001 » 315000
315001 » 340 000
340001 » 365000
365001 » 390 000
390001 » 440000
140001 » 490 000
190001 » 540 000
‘ber 540 000

„Q

5.3

‚ranzösiche
 Werte,
/aleurs
;trangeres
ıbonn&amp;amp;es, 18,0
Rückzahungsprä-



„7

ı

ichuldfor- &amp;gt;
'erungen,
Jepositen, 18,04.
&amp;lt;autionen,
Fantiemen
08 1.0.0.0. 36,0

37,8
davon zusunsten
 der
Departenents
 und |
emeinden
1928:
9,8)

42,6
davon zu- |
unsten der |
Departe- 4!
nents und © '
3ameinden
1928: |]
24,61

8,0
9,3
0,7
12,0
13,3
14,7
16,0
17,3
18,7
20,0
21,3
22,7
14,0
5,
26,7
28,C
29,3
30,7
32,0
33,3

\uslänlische

Staats-)aplere,
 25,0
Valeurs
trangöres
on
ibonnfas2}

Verwaltung genehmigten Bankinstituten devonierten Valeurs 6trangeres non abonnses auf 18 vH ermäßigt.
        <pb n="553" />
        — 684 —

Groß
Einkommen
aus Industrieanlagen
Rates;
durchschnittlicher
in

Der Steuer zu unterwerfendes Einkommen (nach
Abzug des eventl. Existenzminimums oder eventl.
Sozialabzüge)

va

„ Dis
2001 »
2501 +
* 001
L001
„001
3 001
3001
10 001
15.001
20001 »
über 20”

\
........0000000E
0010000020050 000

16,5
(25 vH von 13 s 21/2, dje£
= Durchschnittssatz der
nicht landwirtschaftlich genutzten
 Grundstückein England
 und Wales 1928/29)

F

1) Durchstaffelungstarif

Ita

Arbeitseinkommen aus

nicht selbständiger
selbständiger Arbeit
Arbeit (freie Berufe)

Gewerbliches Ein-&amp;lt;ommen
 einschl, des
Einkommens aus -gewerblich
 genutzten
Grundstücken

Der Steuer
zu unterwerfendes
Einkommen
nach Abzug des eventl.
Existenzminimums oder
event]. Sozialabzüre)

Imposta sui redditi di ricchezza mobile

Steuerbasis: Steuerbasis:
Rohertrag Tatsächlicher Reinertrag

in Lit.

ir

— 685 — Übersicht 10

britannien
EEE | | Gesamteinkommen
aus Wohnhäusern | Ineome- und Sur-Tax.?) Steuerbasis bei Binkommer
Steuerbasis: aus beweglichem Kapital: Rohertrag; im übrigen:
Nettopachtwert teils durchschnittlicher,teilstatsächlicher Reinertrag
vH

rei _—

Ö

23,75
25,00
27,50
31,25
35,00
37,50
10,00
12,50
45,00
47,50
50.00

66,0
(13 s 2’ d je £
= Durchschnittssatz deı
nicht landwirtschaftlich genutzten
 Grundstücke inEngland
 und Wales 1928/29}

lien
» s . Ainkommen
Landwirtschaftliches Einkommen aus | boweglichem Ks
nn  pital: Öffentlicht
beweglichem Anleihen, Private
Betriebsvermögen Ede —.
EA era chuldscheinkreund
 _Arbeitstätigkeit dite, Prämien auf
Selbstbewirt- öffentliche unc
schaftender Pächter private Anleihe-Eigentümer
 titel jeder Art

Einkommen
aus
Wohnhäusern

Imposta sui
terreni
Steuerbasis:
Durchschnittlicher
Nettopachtwert
vom 1. Januar 1914

Imposta sui
redditi di ricchezza mobile

[mposta sui
fabhricati

Steuerbasis:
Tatsächlicher
Beinertrag

Steuerbasis: »._ Steuerbasis:
Rohertrag Durchschnittlicher
Nettomietwert !)

Übersicht 11

Gesamteinkommen


mposta complementare
 sui
redditi?)
Steuerbasis:
Reineinkommen


an

"A

AO erereeenn
N AERO
N addatr a

Hauptteil der
Arbeiter
4,0
Öffentl. Beamte
8,0
Sonstige Gehaltsund

Lohnempfänger
306

XL
af

(davon 3,6 vH
Höchstsatz der gewerblichen
 Zuschlagsteuer
 der Provinzer
und Gemeinden}

15,6

(davon 4,5 vH
Höchstsatz der
statthaften Zuschläge
der Provinzen und
Gemeinden)

f
°p

I
»E7 —
+0” .
;5( "
00€
500 0
CO...
300 QuU „....
300000 ......
über 1000 000

4 k

1) Zuzüglich 50 vH, 150 vH, 250 vH bzw. 300 vH je nach dem Zeitpunkt der ursprünglichen Veranlagung vom 1. Januar
1891 bis 31, Dezember 1910. — *%) Durchrechnungstarif; zu den Vonhundertsätzen kommt ein Zuschlag in Höhe von 20 vH

1,00
1,61
2,12
49
9

45,0
(davon 37,5 vH
Höchstsatz der gewerblichen
 Zuschlagsteuer
 der
Provinzen und
(emeinden)

18,75
davon 11,25 vH
Höchstsatz der
statthaften Zuschläge
 der Provinzen
 und
Gemeinden)

7,

9,5
9,59
10.00

1921 bis 31, Dezember 1922, 1. Januar 1919 bis 81. Dezember 1920, 1. Januar 1918 bis 31. Dezember 1918 bzw. vom 1. Januar
als Höchstsatz der statthaften Gemeindezuschläge.
        <pb n="554" />
        Der Steuer
‚u unterwerfendes
Einkommen

Ask W

I1bis 1400........
L401 » 1500........
1501 » 3000........
3001 » 3400.......
3401 » 4500........

4501 » 4800........
4801 » 5300........
5301 » 6000........
5001 » 7200........
7201 » 10000........

10001 » 10200........
10201 » 10800........
10801 » 14400........
14401 » 18000........
18001 » 19200.......

19201 » 24000........
24001 » 30000........
30.001 » 36000........
36.001 » 48000........
18001 » 60000...:....

?hysische
Personen

Einkommensteuer?}


3asis:
Einkommen

nn vH

8,0
11,0
(4,0
18,0
22.0

— 686

Öster

Gesamteinkommen

Juristische Personen

Körperschaftssteuer ?)

Normalsatz Sparkassen

Begünstigte Erwerbsund
 Wirtschaftsgenossenschaften

und gemeinnützige
Bauvereinigungen

Basis: Reinertrag

RA
in vH

1 in vH

—— vi ———
in vH

8.0

AN

25,0
mindestens
aber 3,6 vT
des Anlagekapitals


687

reich!)
a ' Gewerbliches Einkommen | Land-Arbeitseinkommen
 „einschl, des Einkommens: Wwirtaus
 selbständiger Arbeit zus gewerblich genutzten | schaftund
 Erwerbsbetriebe Grundstücken (physische | liches
mit einem Reinertrag Personen oder Personal- Pächter
4 yesellschaften) mit einem einvicht
 über 8 400 5 Aeinertrag über 8 400 5 | kommen

Allyzemeine Erwerbsteuer?)

Basis: Tatsächlicher Reinertrag
in vB

nn

Übersicht 12

Einkommen aus
beweglichem Kapital

Rentensteuer

Basis: Rohertrag
Bekenntnisrentensteuer: 10,0 vH
Abzugsrentensteuer:
Für Spareinlagen bei Sparkassen und
Landeskreditanstalten, für Zinsen
der in der Zeit vom 1. Jan. 1898 bis
31. Dez. 1923 ‘ ausgegebenen Teilschuldverschreibungen.
 der Anleihen
der Länder, Bezirke und Gemeinden,
für Zinsen der Pfandbriefe und der
auf Grund gewährter Darlehen ausgegebenen
 Obligationen der Zentralbank
 der deutschen Sparkassen und
Zinsen der durch das Österreichische
Kreditinstitut für öffentliche Unternehmungen
 und Arbeiten ausgegebenen
 Teilschuldverschreibungen 5,0vH
Für die Zinsen der Spareinlagen bei
den körperschaftsteuerfreien oder
-begünstigten Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
 und für
Zinsen der Pfandbriefe und der auf
Grund gewährter Darlehen ausgegebenen
 Obligationen derLandeskreditanstalten
 sowie der Pfandbriefanstalten
 der Sparkassen 3,0vH
Für alle übrigen Fälle 10.0 vH

Pay L

60001 »120000........
120 001 »180000........
180 001 »240000........
ab 240001........0000

27,0
32,0
38,0
45,0

2) Die dem Ertrag der bebauten Grundstücke treifenden Gebäudesteuern der Länder werden als Mietzins-, Areal- und
3tücke erfassenden Grundsteuern der Länder in der Regel ein Vielfaches der Bemessungserundlage 1914, — ?) Durchrechnungs

Hausklassensteuern eingehoben. Die Tarife der Mietzinssteuern betragen ebenso wie die den Ertrag der unbebauten Grundtarif.
 — 2%) Bis 14 400 S Durchrechnungstarif, ab 14 401 S Durehstaffelungstarif.
        <pb n="555" />
        Übersicht 13

Sozialabzüge bzw. -zuschläge zum Steuerbetrag
Belgien!) | Frankreich G roß- Italien | Österreich
britannien |- 1

— 688 —

I. Abzüge

A. Supertaxe:
5 vH für die Ehefrau, je
Kind und sonstige in der
Versorgung des Haushaltungsvorstandes
 stehende
 Person, ohne daß
jedoch der Abzug je
Person 1000 ir Üübersteigen
 darf; diese Grenze
wird auf 1300, 1700,
2 200, 2 800 usw. für das
4., 5., 6., 7, und jedes
weitere Kind erhöht
2. Taxe )
professionnelle:
5 vH je Kind über” das’
zweite hinaus mit denselben
 Maximalgrenzen
wie unter 1

iImpöts cödulaires
ainschl, contribution fonsiere)
 und Impöt g6n6-ral
 sur le revenu:
'8 10 vH für die zwei
arsten und je 20 vH für
jedes weitere Kind oder
tonstige in der Versorgung
les Haushaltungsvorztandes
 stehende Person
bei einem Einkommen bis
zu 30 000 Ir;
e 5 vH für die drei ersten
und
ı 10 vH für jede weitere
derartige Person bei -ei-19m
 Einkommen von
iber 30000 fr. Jedoch
larf der Abzug bei den
Schedulensteuern 500 fr,
dei dem Impöt göngral sur
le revenu 3 000 Ir je Per-30N
 nicht übersteigen

Einkommensteuer:

; VE für die Ehefrau,
 je Kind und
zonstige in der
Versorgung des
Taushaltungszorstandes
 ste-2ende
 Person bei
nem Einkomnen
 von nicht
mehr als 102008.

II. Zuse“

[mpöt göngral sur le
revenu:
25 vH für Unverheiratete
über 30 Jahre, die keine
Person zu ihren Lasten
haben,
(0 vH Iür Steuerpflichtige
 über 30 Jahre, die
seit 2 Jahren verheiratet
sind, aber keine Kinder
haben

Ledigensteuer
[Imposta ui
redditi):
a) Kopisteuer:
70 Lit,
51 50 vH der Imposta
 complementare
 gui
redditi, jedoch
wenigstens 15
75%

5. Die Tarifbestimmungen der‘ Vermögensbesitz- und Erbschaftsteuern


Die außerordentliche Vermögensteuer (Imposta straordinaria sul patrımonio)} Italiens

Der Steuer unterliegen diejenigen Steuerpflichtigen, deren Vermögen 50 000 Lit.
arreicht. Die Höhe der Steuersätze, die in 20 Jahren zu zahlen ist, ergibt sich aus der folgenden
 Tabelle:
über
50 000 Lit. 4,5: vH — 0,225 v7T*- Th
100000 » 5,61 » = 0,28
200000 » 6,98 » -:0,349
500000 » 9,33 » 0,227
1000000 » 11,62 » 0,5)"
23000000 » 14.48 \7:

Für die dazwischenliegenden Vermögen ergibt sich der Steuersatz aus folgender Formel:

9 014608092 . x 05167978

Besteht das Vermögen zu wenigstens %s aus mobilen Gütern, so muß die Steuer innerhalb
 von 10 Jahren entrichtet werden; zugrunde gelegt werden die genannten Sätze, doch
erfolgt ein Abzug von 5 vH für die verkürzte Zahlung. Bei Vermögen zwischen 50 000
und 100 000 Lit. werden Teilbeträge von 100 bis 500 Lit. einschließlich außer Betracht
gelassen. Beträge über 500 Lit. werden auf 1000 Lit. abgerundet. In gleicher Weise

1) Siehe Nachtrag
        <pb n="556" />
        - 689 — Übersicht 14
Die Besteuerung der Erbschaften
durch Nachlaß- und Erbanfallsteuern, errechnet für bestimmte
Nachlaßsummen und Verwandtschaftserade

Gesamtnachlaß
in ZA)
bzw. in der entsprechenden
 Finheit
der Landeswährung

10 000000004 a0

20000.......-40000.....



60000......00 +.

S0000...........

100000..... 2.2...

150000.......

200000.......0...

300000...

400 000...

500000.

L000000.........0.

Verwandtschaftsgrad

und Zahl
der Erbanfälle?2)


u
II
IV

I}
IV

&amp;lt;A
I
IV

ıV

UL
IV

11
IN
FV

ı
Ir

1.1
IV

lı
UI
IV

T

‚aq

i Sr i Österreich
Belgien | Frankreich | britannien | Italien |

In vH des Gesamtnachlasses
n RA infr lin A.M\ infr in AA|_in £ ]in RA in Lit. lin AA) in 8

0,91 0,75
3,63 2,00
6,67 6,67
14,95 14,00
1,16 | 0,75
4,32 2,00
6,67 6,67
15,97 14,00
1,33 0,75
4,80 2,75
7,80 6,67
16,93 14,00
1,39 0,88
5,20 3,88
8,20 6,67
17,95 14,50
1,49 0,94
5,55 3,75
8,40 6,67
18,90 16,18
1,59 1,00
5,84 14,00
8,52 6,67
19,72 15,50
1,77 1,17
6,31 4,88
9,21 6,67
21,08 16,00
1,95 1,25
6,74 4,50
9,57 7,25
22,31 16,25
218 21,88
7,25 4,88
10,47 7,88
23,81 17,00
2,39 1,88
7,68 5,18
10,93 8,18
25,11 17,75
2,51 1,40
7,95 6,30
11,51 8,80
25,88 18,20
2,98 1,70
9,11 6,15
13,06 9,07
2934 20.60

3,22 | 2,07
12,43 8,35
25,41 21,82
40,00 36,78
3,78 2,48
15,05 10,88
27,93 23,68
40,00 89,24
4,83 3,09
18,49 12,18
30,88 24,89
40,00 1410,00
5,67 3,41
20,23 13,25
32,83 26,27
10,00 140,00
6,26 3,65
21,84 14,40
34,33 27,38
40,00 40,00
6,61 3,79
22,81 15,08
35,00 27,96
40,00 20,00
7,80 4,48
25,00 17,84
35,00 29,78
40,00 140,00
8,43 4,84
25,00 18,53
35,00 30,93
40,00 40,00
12,27 6,69
25,00 20,29
35,00 22,89
40,00 40,00
13,09 6,28
25,00 21,89
35,00 34,89
40,00 40,00
13,90 6,68
25,00 22,85
35,00 35,00
40,00 40,00
15,83 8,45
25,00 25,00
35,00 35,00
40,00 | 40.00

2,00 4,00
2,00 14,00.
2,00 8,80
2,00 | 13,60
3,00 | 8,92
3,00 8,92
7,85 12,60
2,70 17,20
3,00 12,88
3,00 12,88
7,85 16,40
12,70 20,80
3,00 16,84
3,00 16,84 )
7,85 20,20
12,70 24,40
3,00 18,82
3,00 178,82
7,85 22,10
12,70 26,20
4,00 19,81
4,00 19,81
8,80 283,05
13,60 27,10
4,00 22,78
4,00 22,78
8,80 25,90
3,60 29,80
5,00 28,77
5,00 28,77
9,75 26,85
14,50 30,70
7,93 26,75
7,93 25,75
11,65 28,75
16,30 32,50
8,92 26,74
8,92 26,74
12,60 29,70
17,20 38,40
10,90 27,73
10,90 27,73
14,50 30,65
19,00 34,80
15,85 29,71
15,85 29,71
19,25 32,65
23.50 | 36.10

4,20 14,20
4,20 4,20
17,00 17,00
26,60 26,60
5,20 ! 4,70
5,20 4,70
18,00 17,50
27,60 27,10
5,20 5,20
6,00 6,00
18,00 18,00
30,80 30,80
7,80 65,20
7,80 6,00
19,00 18,00
35,00 380,80
8,00 7,00
8,80 7,80
23,20 19,00
36,00 35,00
8,00 7,00
8,80 7,80
23,20 22,20
36,00 85,00
9,80 8,00
9,80 8,80
24,40 23,20
37,00 36,00
10,08 9,80
10,08 9,80
27,68 24,20
37,28 37,00
10,80 10,80
11,60 10,80
28,40 28,40
41,20 38,00
10,80 10,80
11,60 11,60
28,40 28,40
41,20 41,20
11,60 10,80
{2,40 11,60
28,40 28,40
44,40 41,20
13,40 11,60
. + 13,40 12,40
— — 32,60 | 81,60
| 37.79 | 30.80 | 45,40 | 44,40

„*) Zur Anwendung der Landessteuertarile wurden die in AA ausgedrückten Gesamtnachlässe mittels des Durchschnittes
zwischen Großhandels- und Lebenshaltungsindex 1929 in X-Vorkriegskaufkraft, sodann über die ‚entsprechenden Goldparitäten
 in die Vorkriegskaufkraft der betreffenden Landeswährungen und diese wiederum mit Hilfe der Durchschnitte
zwischen Großhandels- und Lebenshaltungsindiees der Länder in die Nachkriegskaufkraft 1929 umgerechnet. Die auf der
Au sich international einheitlichen Basis des Gesamtnachlasses in.AZ.X% errechneten reellen Steuersätze sind gleichwohl
nur bedingt vergleichbar, da das Verfahren bei der Bewertung des Nachlasses in den einzelnen Staaten nicht in allen
Punkten übereinstimmt. Dies gilt vor allem für die französische Erbschaftsbesteuerung, bei der die tatsächlichen Sätze
infolge von Unterbewertungen der Nachlässe in der französischen Verwaltungspraxis etwas tiefer liegen dürften als die ertechneten.
 — *) I = 2 Erbanfälle in direkter absteigender Linie 1. Grades, II = 1 Erbanfall zwischen Ehegatten.
111 = 2 Erbanfällo zwischen Brüdern oder Schwestern, 1 Erbanfall zwischen Onkeln oder Tanten und Neffen oder
Nichten. IV = 1 Erbanfall zwischen Verwandten über den 4. Grad hinaus.

Finanzen und Steuern
        <pb n="557" />
        — 690 —
erfolgt zwischen 100000 Lit. und 200000 Lit. eine Abrundung nach Einheiten von
5 .
2000 Lite, zwischen 200000 und 500 000 Lit. auf 5 000 Lit
500000 - 1000000 » „0 000
100 000 ? 000 000 20 000
20 000 600 000 30 000
5 200 000 90 000
20 000 000 :90 000
50 000 000 500 000
darüber 000 000

Die österreichische Vermögensteuer vom ertragbringenden Vermögen
Das Gesetz nimmt eine feste Relation zwischen dem Ertrage, welcher der Einkommen-;teuerveranlagung
 zugrunde gelegt wird, und dem Vermögenswert an, und zwar gelten als
steuerpflichtiges Vermögen: das 10fache des Ertrages aus Land- und Forstwirtschaft im
Falle der eigenen Bewirtschaftung, das 20 fache bei Verpachtungen; das 20 fache des Reinartrages
 bei sonstigen ertragbringend verwerteten unbebauten Grundstücken und bei
xebäuden samt dazugehörigem Grund und Boden; das 10fache bei Erwerbsunterıehmungen
 und das 20fache bei Kapitalvermögen aller Art.
Der Steuersatz beträgt 3 vT des steuerpflichtigen Reinvermögens. Steuerfrei sind Rein-7/ermögen
 bis zu 36 000 S. Der Satz ermäßigt sich, wenn das steuerpflichtige: Reinvermögen
 120 000 S nicht übersteigt, auf 1. vT, wenn es 240 000 S nicht übersteigt, auf
1 vT und, wenn es 360 000 S nicht übersteigt, auf 2 vT.

2. Die Steuern vom Vermögensverkehr und Umsatz
Die Steuern vom Vermögensverkehr und Umsatz umfassen auf der einen Seite unter
den Vermögensverkehrsteuern alle diejenigen Steuern, die unter der Bezeichnung. von Eintragungsabgaben,
 Stempelabgaben oder Gebühren das Vermögen erfassen, das sich im
Zustand einer einen Austausch von Vermögensteilen zwischen zwei Wirtschaftseinheiten
darstellenden Bewegung befindet, im Handels-, Geld- und Bankgeschäft arbeitet und in
Wertpapieren des Börsenverkehrs angelegt ist oder sich in Urkunden irgendwelcher Art
als nur vorhanden zeigt. Unter den Vermögensverkehrsteuern sind demnach zum Teil Abyaben
 enthalten, die als Vermögensbesitzsteuern anzusprechen sind oder die in gewissem
Ausmaße ein Gebührenelement in sich tragen; zum andern sind in die Gruppe der Steuern
vom Vermögensverkehr und Umsatz die allgemeinen Geschäftsumsatzsteuern (Frankreich,
Italien, Österreich) bzw. die im Gesamtsystem eine allgemeine Umsatzbesteuerung bewirkenden
 speziellen Umsatzsteuern (Belgien) eingereiht, die mit den eigentlichen Vermögensverkehrsteuern
 den Umsatz als Bemessungsgrundlage gemeinsam haben, im weiten
Waße jedoch den Charakter einer Verbrauchs- und Aufwandbesteuerung in sich tragen.

a. Die Steuern vom Vermögensverkehr
Die Steuern vom Vermögensverkehr weisen in allen Staaten teils feste, teils graduiert
este, teils proportionale Sätze auf.
Die den Umsatz von Immobilien und Mobilien feststellenden Urkunden unterliegen
überwiegend proportionalen Eintragungsabgaben. Diese betragen für den Umsatz von
{mmobilien in Belgien 7,8 vH, in Frankreich 12 vH, für den Umsatz von Mobilien
 in Belgien 4,2 vH und in Frankreich 8 vH. Falls in Frankreich bei Übertragungen
von Immobilien und Mobilien der Verkaufspreis 300 000 fr übersteigt, wird eine Zuschlagsteuer
 erhoben, die für den Teil des Verkaufspreises von 300 000 bis 500 000 fr 1,2 vH,
tür den über 500 000 fr 2,4 vH beträgt. Außerdem wird die Übertragung erster Hand
von Immobilien, Grundeigentum, Betriebsvermögen, von Mündelgeldern nach dem
14. August 1926 von einer außerordentlichen Abgabe von 5 vH getroffen. In Italien
findet bei Eigentumsübertragungen immobiler Güter ein progressiver Tarif Anwendung,
der bei Überlassung von Immobilien bis zu einem Werte von 200 Lit. 4 vH, bei einem
Werte über 200 Lit. bis 400 Lit, 5,2 vH und bei einem Werte über 400 Lit. 8 vH be-:;räst.
 Bei der Übertragung von Immobilien beläuft sich der Steuersatz je nach der Art
        <pb n="558" />
        — 691 —

der übertragenen Güter auf 1 bis 4 vH. In Österreich wird für die Übertragung des
Eigentums an unbeweglichen Sachen eine Immobiliargebühr erhoben, die bei Überiragungen
 auf Grund eines entgeltlichen Rechtsgeschäfts unter Lebenden an Dritte, sofern
diese nicht mit dem Eigentümer verwandt sind, folgende Sätze aufweist:
bei einem Werte von nicht mehr als 12000 5 3 vH
über 12 000 bis 48 000 Sı...........0...0.. 35,5 vH
und bei einem Werte über 48 000 S.......... 4 vA
des Wertes. Zu den genannten Sätzen wird ein staatlicher Zuschlag in Höhe von 50 vH
erhoben. Die Steuer für Übertragungen von Immobilien und Mobilien mit Ausnahme von
Wertpapieren beträgt in Großbritannien bei einem Verkaufspreis

bis SR iwimrmen über 150 £bis 175 £ .. .
über 5£ bis 10£ 175£ » 200£ .......
10£ » 15£.. 200£ » 2235£ ....... 1ı
15£ » 20£... 225£ » 250£....... 1
20£ » 25£... 250£ » 275£....... 1
25£ » 50£.... 275£ » 300£ ....... 1
50£ » 75£... 300£ » 500£ für je 50£
75£ » 100£ ....... au und jeden Bruchteil von 50£
L00£ » 125£...... -- 12 6 » 500£ für je 50£ und jeden
» 125£ » 150£ ....... — 15 — Bruchteil davon ..........
Bei Übertragungen von marktfähigen Sicherheiten beträgt der Steuersatz bei einem Verkaufspreis
) E s d
10 —
15 —

d

bis GE mama.
über 5£ bis 10£...
10£ » 15£.... .
15£ » 20£....
20£ » 25£....
25£ » 50£....
50£ » TB 000000
75£ » 100£ .......
100£ » 125£ .......

über 125 £bis 150£ .......
150£ » 175£ 0.0.0.
175£ » 200£ .... ..
200£ » 225£ .......
225£ » 2350£ .......
250£ » 275£ 0.0.0.0.
275£ » 300£ ....... 3
300£ für je50 £u. jedenBruchteil
 von 50£ des Betrages 10 -

Bo
10 —
15 —

Übersicht 15

nr nn
Land
A ——
l. Belgien

Die Börsenumsatzsteuern
Steuerbefreiungen

Steuerobjekt
ti. Jeder Umsatz von Wertpnapieren
 innerhalb oder au-Berhalb
 einer inländisehen
3örse, sofern der Umsatz
son Maklern, Kommissioıären
 oder anderen Personen
setätigt wird, die sich geverbsmäßig
 mit dem Anınd
 Verkauf von Wertjapieren
 befassen;
‚ede Aushändigung an den
Zeichner von Wertpapieren,
lie auf dem Wege der Emission
 oder Subskription erlolgt;

alle nicht an der Börse ge-“ätigten
 Reportgeschäfte;
Jarlehen gegen Verpländung,
 welche über einen 20
Taze nicht überschreitenden
Termin gewährt werden.

Tarif
Bei Verkauf- und Kaufgeschäften 1 fr für
1.000 fr;
rei Reportgeschäften über Wertpapiere, die
an der Börse unter Vermittlung von Bankiers,
 Wechselagenten und Kommissionären
retätigt werden
%) 50 eentimes für 1 000 fr oder ein Bruchteil
 von 1000 Ir, wenn das Geschäft für
einen 20 Tage nicht überschreitenden
Termin abgeschlossen ist,
b) 1 fr für 1000 fr, wenn das Geschäft für
einen längeren Termin abgeschlossen ist,
Jer Steuersatz auf nicht an der Börse ge-‘ätigte
 Reportgeschäfte wird auf 10 cenjmes
 für 1000 fr ermäßigt, wenn es Sich
am Reportgeschäfte handelt, die für einen
20 Tage nicht überschreitenden Termin
zwischen einem Bankier und Makler abzeschlossen
 werden. Der letzte Tarif findet
auch Anwendung auf Darlehen gegen Ver-»fändung,
 die für einen nicht über 20 Tage
lauernden Zeitraum gewährt oder veräncgart
 warden

1. Alle auf die belgische Staatsschuld
 sich erstreckenden
Zeschäfte, welche die Veryaltung
 des Tresors an der
3örse unter Vermittlung
ıines Maklers ‚ausführen
läßt;
Jarlehen gegen Verpfändung,
welche für eine nicht über
20 Tage dauernde Frist gewährt
 oder verlängert werlen,
 sofern das Darlehen für
Waren gegeben wurde, bei
lenen der Schuldner nachweist,
 daß die Waren von
hm aus dem Auslande im:
portiert worden sind und
durch ihn wieder ins Ausland
 zurückverkauft werden.

Ze Frankreich

lieder Börsenumsatz an einer
inländischen Börse, der einen
Kauf oder Verkauf von Werten
‘eder Art zum Gezenstand hat.

1 vT bei Umsätzen von Wertpapieren;
0,3 vT für Umsätze von Waren an der
Warenbörse;
2,5 vT für Reportgeschäfte;
0,025 vT für Kassa- und Termingeschälte
über französische Rententitel;
100625 vT für Reportgeschäfte über französische
 Rententitel. Jeder Bruchteil eines
centimes wird bei der Erhebung der Abyabe
 auf einen vollen centime aufrerundet,
        <pb n="559" />
        Noch: Übersicht 15

— 692
Noch: Die Börsenumsatzsteuern
Steuerobjekt Steuerbefreiungen Tarif
Sofern das Entgelt der Wertpapiere oder
markifähigen Sicherheiten übörsteigt V
€

Land

3. Großbritannien

Schlußnoten, die sich auf den
Kauf oder Verkauf von Wert-»apieren
 oder marktfähigen
Sicherheiten beziehen. Der
auf einer Schlußnote angegebene
 Verkauf oder Kauf verschiedener
 Arten von Wertpapieren
 gilt als besonderes
Geschäft, das gesondert zu
versteuern ist,

5 £ bis 100 £
100, — 500 ,,
500 , — 000 ,,
1000 ,, — 500 ,,
500, — 7500
500 „„ — "000 ,, 6
“000 ,, — 7500 8
500 ,, — „7000 ,, 10
)000 ,, — 12500 ,, 12
500 „ — 15000 ,, 14 6
5000 ,, — 17500 ,, 16 0
7500 ,, — 20000 ,, 18 0
20.000 £ und darüber 1 0 9
die Stempelabgabe beträgt jedoch nur die
Hälfte der Abgabe, wenn es sich um eine
„double option‘ handelt, d. h., wenn man
sich das Recht vorbehält, an einem gewissen
 Termin die betreffenden Effekten
zu einem bestimmten Preise nach Belieben
antwader zu liefern oder zu beziehen.

4. Italien

;chlußnoten, die sich auf den
Kauf oder Verkauf von Wertpapieren
 per Kasse oder auf
Termin beziehen.

i. Bei Kassa- und Termingeschäften
 zwischen Personen,
die an öffentlichen Märkten
handeln dürfen
bei Kassageschäften
a) direkt zwischen Kontrahenten
 ........ 120
b) zwischen Banken und
Privaten ....... 0,60 „
2) durch Vermittlung zuge-JassenerPersonen(Makler)
 0,60 ‚,,
bei Termingeschäften
a) direkt zwischen Kontrahentan
 ......,. 240 ,
b) zwischen Banken und
Privaten ....... 1,20
bei Reportgeschäften bis zu
40 Tagen
A) direkt zwischen Kontrahenten
 ........ 600
b) direkt zwischen zugelasgenen
 Personen (Makler) 0,50 ,,
©) durch Vermittlung zuge-JassenerPersonen(Makler)
 3,00 ,,
Die Steuersätze betragen bei Kassageschäften
 über Staatsanleihen die Hälfte
Aar vocawöähnlirhen Stanarsätrea

5. Österreich

Der Umsatz von Effekten
(Wertpapieren) innerhalb oder
außerhalb einer inländischen
Börse.

I. Der Umsatz der Schuldverschreibungen
 der österreichischen
 Kriegsanleihen
sowie der _deutsch-österreichischen
 Staatsanleihen;
die Ausgabe neuer Wertpapiere
 durch deren Aussteller
 an den ersten Erwerber
 und der Umtausch
von zur Konvertierung gelangenden
 Wertpapieren gegen
 die neuen Stücke;
lie Übertragung neu bege-5ener,
 von einem Syndikat
(Konsortium) als ersten Nehner
 erworbenen Wertpa-»%ere
 an seine Mitglieder
:Syndikatteilnehmer, Kon-;orten),
 soweit der Abschluß
des Syndikatvertrages dem
Abschlusse des Bemessungsvertrages
 zeitlich vorangeht
ınd die Übertragung zum
Anschaffungspreise statt-Endet;

alle außerhalb der Börse
geschlossenen Umsatzge-;chäfte
 (mit Ausnahme der
Vorschuß- und Kostge-;chäfte),
 sofern hierbei kein
Kaufmann, der gewerbsmäßig
 den Effektenhandel
betreibt, tätig ist.

L

Bei Umsätzen von Dividendenpapieren,
Prämienschuldverschreibungen und zahl“
reichen. anderen festverzinslichen Schuldverschreibungen
 4 ,g für 100 S des Preises;
bei Geschäften mit Schuldverschreibungen
des Bundes, der Länder, Bezirke und Ge“
meinden und mit gewissen, diesen Schuldverschreibungen
 gleichzustellenden Wertpapieren
 0,3 g je 100 S des Preises;
bei Geschäften mit anderen Wertpapieren
0,7 g des Preises;
bei Prämiengeschäften jeweils das doP“
Delte der Sätze unter 1 bis 2.

2

&amp;amp;
        <pb n="560" />
        — 693 —
b. Die Steuern vom Geschäftsumsatz‘)
Objektive Steuerpflicht (Steuerobjekte)

Übertragungen im

Land

Frankreich

Belgien

Italien

Österreich

Lieferungen |

ä

Xobilien, Immobilien
 sowie
Rechte

ı Nur Mobilien

Mobilien, Immobilien
 sowie
Rechte

Alle körperlichen
beweglichen Sachen
 außer Geld

Inlandsverkehr

Leistungen

Der Kommissionäre,
 Vermittler,
Banken, Geldwechsler;
 Dienstund
 Sachvermietung


Der freien Berufe,
Makler und Handelsbeauftragten

außer den Waren-,
 Beförderungs-
 und Zollkommissionären;

Leistungen auf
Grund von Werkverträgen,
 von
Mietverträgen
über bewegliche
Sachen und Safes,
 auf Grund
von Transportverträgen
 und
Verträgen, die
sich auf mit
dem Transport
zusammenhängende
 Leistun:
yen beziehen

Der Kommissionäre


Jede entgeltliche
Dienstleistung

Eigenverbrauch

Entnahme von
Gegenständen
aus dem eigenen
Betriebe zur Verwendung
 außerhalb
 der gewerblichen
 oder beruflichen
 Tätigkeit


Einfuhr

Reine Einfuhr

Reine Einfuhr

Reine Einfuhr

Reine Einfuhr

Auslandsverkehr

Ausfuhr

b

Antiquitäten, Raritäten,
 Sammlungen,
 Gemälde,
 Skulpturen,
Radierungen und
Stiche

Durehfe}-Aktiver

 Veredelungaver-



1} Das britische Steuerrecht kennt keine allzemeine Geschäftsumsatzsteuer.
        <pb n="561" />
        Frankreich

Belgien

[talien

Österreich:

Land

&amp;amp;
——————
Frankreich

Zeigien

Atalien
Österreich

99°

-  Bemessungs
B. Sonderbestandteile des Entgelts
Losten für Beförderung, Versieherung,
 Verpackung, Steuern und
Zölle

A. _
1. Der steuerrechtliche Bruttour:--A.
 Leistungsentgelt

b} Solleinnahmen
Ketrag der in Rechnung gestellten
Einnahmen bei Großhaändelsbeırieben
 und auf Grund besonderer
Ermächtigungen im Verordnungswege
 bei Kleinhandelsbetrieber
esamtbetrag des gezahlten Gesamtbetrag des auf Grund
Kaufpreises. } oder des Lieferungsvertrages zu
ei Transportleistungen der | entrichtenden Kaufpreises
Gesamtbetrag der Einnahmen
des Transporteurs

\osten für Verpackung und Steuern
 (bei Importwaren auch Kosten
für Beförderung, Versicherung,
£infuhrzoll, Provisionen und alle
sonstigen Nebengebühren).
}ei Transportleistungen auch Standgelder
 und Transportsteuer
‚erpackungs- und Transportspesen,
Steuern, Zölle und Gebühren

jetrag der Verkaufsrechnung, wenı
Menge und Preis der Ware ersicht
lich ist,
Vert der Ware bei der Einfuhr
e dem Abnehmer der Lieferung
ıder Leistung in Rechnung getellten
 Beträge, sofern ordentliche
3Zücher nach kaufmännischen
Grunsätzen geführt werden (Kannrorschriffen)


Jas für dıe steuerpllichtigen Lief.
rungen oder Leistungen gezahlt,
Entgelt, Bei steuerpflichtigen Privatentnahmen
 aus dem eigenen
Betriebe, bei nicht in Geld entrichteten
 Gegenleistungen, bei
nicht schätzbarem Entgelt der gemeine
 Wert

nie Kosten der Verpackung, Versendung
 und Versicherung, Zölle,
Steuern und Gebühren( Verbrauchs-‚bgaben,
 Rechnungsstempel, die
Warenumsatzsteuer selbst), die
ür Stundung des Entgelts geleiteten
 Zinsen

Steuerbefreiungen
Objektive

Lebens- und R
Genußmittel ] OBEN

Düngemittel

Brennstoffe

irot (auch Kıinfuhr); zur
Brotherstellung bestimm-;jer
 Weizen oder Roggen
auch Einfuhr); Mehl,
trieß und Kleie (auch
infuhr); unverarbeitete
Tilch (auch Einfuhr);
Jchlachtvieh (auch Einuhr};
 frisches Fleisch,
Zaffee und Tee, Erzeugnisse
 des Tabakmonopols

Arster Umsatz nach der
Einfuhr von rohen Häuten,
roher Seide, Getreide,
Reis, Ölfrüchten, Kaffee,
&amp;lt;akao, Rohgummi, unseschnittenen
 Hölzern,
Baumwolle, Flachs, Hanf
and Phosphaten und Jute;
Schwefel im rohen oder
gereinigten Zustande
/msätze in Rohwaolle (auch
Einfuhr}

)üngemittel aller Art
(auch Einfuhr)

—-—”.
Kohle im Falle des Ver
kaufs durch die Berg
werke an die Bergleute,
zwischen Steuerpflichtigen
 und an eine Kokerei,
 Einfuhr von Kohle
für Bergwerke und zur
Koksgewinnung. Einfuhr
von Teer für die Brikettherstellune


rot, Kartoffeln, frische
Früchte und Frischgenüse,
 Eier, Butter,Milch,
Käse, Margarine, Sehweiı1eschmalz,
 Rindertalp.
Gefrierfleisch, zahme
Caninchen, zahmes Ge-Jügel
 außer Brieftauben
iyrup, Wasser

ılle Lebensmittel erster
Notwendigkeit
Die Lieferung; von Leitungswasser,
 Naturalleistungen
 an Angestellte
und Arbeiter auf Grund
des Anstellungsvertrages

Als Waren in Verarbeitung
gekennzeichnete Rohstoffe

Gas und Elektrizität, Ben“
zin, Petroleum

695

Übersicht 18

zrundlage
= TE EEE 5 sn
“ S+ayerrechtlich abzugsfähige Ausgaben bzw. abzugsfähige Teile des Entgelts
kg Sr eb
R, Transport und Versicherung | C. Steuern und Zölle | D. Sonstige Kosten

A, Verpackung

Bei Rückgabe der Verpackung,
deren Einzelwert 5 Ir nicht
übersteigt

;ei der Besteuerung der Spediteure
 ihre Auslagen für die
Beförderung selbst

;ei der Besteuerung der Spediteure
 ihre Auslagen für Verzollung


gei Verkauf ins Ausland alle
außerhalb der französischen
Grenze entstehenden Kosten

3ei Rücksendung der Ver
packung oder der beim Trans
port verwendeten Behälter

jei Transportleistungen divom
 Spediteur geleisteten, ir
einzelnen ausgewiesenen Vor:
schüsse für die Umsatzsteuer
7ölle und Verbrauchsteuern

3ei Transportleistungen durehlaufende
 Posten wie Auslagen
Dritter

Umsatzsteuer selbst

Jie nachweisbaren Kosten de:
Versicherung und Versendung
bleiben für die Steuerberechnung
 außer Betracht

iei der Versteuerung der Umsätze
eines Sachwalters (Spediteur,
Rechtsanwalt, Hausverwalter
usw.) bleiben die ihm erstatteten,
von ihm ausgelegten Beträge an
Frachten, Prozeßgebühren usw.
bei der Feststellung der Besteuerungsgrundlage
 außer Ansatz


(Steuerprivilegien)
Privilegien

Übersicht 16

Vermögensverkehr | Besondere Lieferungen Außenhandel

Bigenverbrauch

2
äntnahme aus dem
eigenen Betrieb

Waren- und Miffektenbörsen €
schäfte. Die stempelsteuerpflichtigen
 Geschäfte der Finanzierungs:
gesellschaften. Die stempel- unı
registrierungssteuerpflichtigen Ge
schäfte der Versicherungsgesell:
schaften und ÄKEinzelversicherer
Die Geschäfte der Warenkommis
sionäre, der vereidigten Wechsel
agenten, Schilfs- und Seever
sicherungsmakler, sofern für si‘
vusschließlich durch Gesetz ode.
»ehördlicherseits Gebühren fest
resetzt sind
t+egen Zahlung einer Registrierungsıbgabe
 zur Eintragung verpflich-;ete
 Transaktionen

Aeferungen an Verbände aller Art
zum Zwecke der Errichtung von
Gefallenen- und Siegesdenkmälern
auch Einfuhr), Die der Verznügungs-
 und Glücksspielsteuer
ınterworfenen Geschäfte, Die
;ransportsteuerpflichtigen Lei-;tungen.
 Der Zeitungsverkauf im
Abonnement oder im einzelnen,
wenn der Preis je Nummer 50
Jentimes nicht übersteigt
Imsätze in Ölkuchen für Vieh
lütterung

Einfuhr der in dieser Tabelle im
einzelnen aufgeführten Waren.
"Ausfuhr. Die Ausfuhrumsatzsteuer
ist durch Dekret vom 4. Jan. 1927
zorläufig für alle Waren [mit gewissen
 Ausnahmen], die nach dem
31. Dez. 1926 ausgeführt werden,
aufgehoben)

Betriebsentnahme

jeschäfte beim Bau von See- und , a) Ausfuhr (Ausland und Kolonien)
Flußschiffen; Bauausführung von mit gewissen Ausnahmen;
billigen oder Arbeiterwohnungen; | b) Umsätze zur Ausfuhr (Vorum-See-
 und Fährtransporte; Trans- sätze);
porte auf der Eisenbahn, zu |re Einfuhr von Reisegut (ein-Wasser
 oder in der Luft für den schließlich Waren und Pferde),
nicht im Inland zurückgelegten Umsatzgut, von Metallen aus
Teil des Weges len Kolonien in Barren und
3löcken;
a Aktiver Veredelungsverkehr;
ei Wiedereinfuhr nicht abgenammener
 Waren
‘usfuhr; Einfuhr von Schlachtvieh;
”*üe-chiuhr

Untnahme aus dem
Betrieb
re
rzeugnisse einer
Kleingartenwirt-Schaft
 oder Klein
’iehzucht von ge
vingem Umfane

Zum Kirchenkult bestimmte Ge
Täte

\usgabe oder Umsatz von Wert
papieren mit Ausnahme jener,
leren Erwerb den Übergang des
Eigentumsrechts an Waren in
sich schließt, Abtretung von Geld:
Forderungen, Kreditgewährungen

/wangsweise Verkäufe, Enteignungen,
 Beförderung von Personen
&amp;gt;der Sachen durch die Eisenbahn
ınd im Donauschiffsverkehr, Lei
;tungen auf Grund von Versiche
sungsverträgen sowie solche vo
Sozialversicherungsanstalten, Lex
;tungen von Totalisator- und Buck
macherunternehmungen, Ent
nahmen aus eigenem Betriebe zu
Erfüllung eines Naturalausgedinge:
(Auszugsleistungen), Leistunger
wohltätigen Charakters, Umsatz
geschäfte an Produkten- und
Warenbörsen ohne physische Besitzübertragung


Lieferungen im zollfreien Warenverkehr
 bei der Einfuhr; erste
Umsätze nach der Einfuhr an
Händler bzw. gewerbliche Verarbeiter;

.) Ausfuhr;
:\ Lieferungen von Waren im ungebrochenen
 Durchfuhrverkehr
        <pb n="562" />
        Frankreich

Belgien

‚talien

jsterreich

Irnroduzent

Landwirtschaft

)hne Inanspruchnahme
sines Kommissionärs ge-Atigter
 Verkauf des Erzeugnisses
 an Private zum |
5ersönlichen oder Famiijenbedarf


— 696

Hersteller oder
Großhändler

7abrikanten und Importeure
 von pharmazeu-*ischen
 und ähnlichen
7abrikaten, sofern diese
70n der Sonderver-5rauchstener
 getroffen
werden, Fabrikanten oder
Großhändler von Branntwein,
 Likören, Ayanitifs |
und Likörwein, falls diese
ler Alkoholzuschlagsteuer
unterliegen (auch Einfuhr).
:jeferung von Stein- und
3raunkohle, Koks, Brixetts,
 Teer und Zucker
iurch alle Händler außer
ien Produzenten. Liefeung
 von Wein und Apfel- |
vein außer durch die Ver-)rauchsteuerpflichtiyen,

fabrikanten und Großändler
 von Parfümerien.
Toilettegegenständen und
"uxusartikeln entrichten
ıtatt der erhöhten die
ainfache Umsatzsteuer

t
Kleinhändler 1

‘ädeferer von Stein- und
Braunkohle, Koks, Brikette,
 Teer und Zucker.
Lieferer von Wein und
Apfelwein mit Ausnahme
terVerbrauchsteuerpflichigen.


)hne Beanspruchung eines |
Kommissionärs getätigter
Verkauf an Private zum |
yersönlichen oder Famijenbedarf


Jmsätze an Private zum
pigenen Konaum

Subjektive
Genossenschaft

‘8 von der Steuer auf
Handel- und Industriezewinne
 befreiten landwirtschaftlichen
 (Genossenschaften
 u. Genossenichaftsverbände
 hinsichtich
 des Verkaufs von
Zegenständen, die zur
Ausübung der Landwirtschaft
 notwendig sind
Jandwerkergenossenschaften
 mit weniger als 10 Mitzliedern,
 die den Kleinhandwerkskredit
 in Anıpruch
 nehmen

"ieferungen durch Einkaufsgenossenschaften
 an
ihre Mitglieder

Varenlieferungen von
ainem Unternehmerverband
 an seine Mitglieder”
verbände ohne Zwischen“
rewinn

’rivilegien

Vermittler

Commissionäre (unierhegen
 der Fak-.
turensteuer}

’ermittler von Rohstoffen,
 welche die-3elben
 nicht auf
igene Rechnung
ibernommen ha-&amp;gt;ön;
 eigene Ver-Teter
 einer Firma
im Warenbezug
70Nn dieser

*reie Berufe

.rzte, Notare, Anwälte,
 Schriftsteller,
 Architekten,
 Künstler
SW.

Ärzte usw.

3ildende Künstier,
 Tonkünstler |
und Schriftzteller
 für den
sAigenhändigen
Verkauf ihrer Erzeugnisse
 und für
den KEigenverhrauch
 derselben |

— 697

Öffentlich-rechtliche und
;taatlich konzessionierte
Körperschaften

;taatlich Kkonzessionierte |
und an behördlich festgolegte
 Tarife gebundene
Internehmungen, öffentehe
 Verkehrsunternehnungen,
 Staatsmonopole
Tabak, Tabakerzeugısse,
 Zündhölzchen,
Feuerzeuge, Schießpulver,
Postwertzeichen usw.) '

taat, Provinzen, Gemeinlen
 und öffentliche Anstalten
 als Käufer, sofern
Je Konsumenten sind

Staatsmonopole

)jer Bund, seine Behörden,
Ämter und Anstalten
inschließlich der ‚Bunlesbetriebe.
 Veräußerung:
on Gegenständen der
Bundesmonopole durch
lie amtlichen Verkaufstellen.
 Beförderung von
Personen oder Sachen
Jlurch öffentlich-rechtliche
Verkehrsunternehmungen

Exterritoriale

jesandte und Beamte
 ausländizeher
 Mächte
hinsichtlich der
Importgüter

Bedürftige Berufe

Cleine Fuhrwerksınternehmer,
 kleine
AJandwerker, Hauszewerbetreibende,

Seeleute und Fischer,
Straßenhändler usw.
Studentenküchen.
Gemeinnützige und
mildtätige Unternehmungen
 hinsichtlich
les Verkaufs ihrer
laufenden- oder
Jahresberichte

Übersicht 17

Sonstige

Nichtgewerbliche
Lehranstalten
        <pb n="563" />
        Cbersicht 19

Land

Frankreich

Belgien

Tarifart

Pro-Dortional-



Proportional-
 |
tarıf

a) einheitlicher

Satz

Tarifbestimmungen
Steuersat:

— 698 —

b) differenzierter Satz

6) Pauschalsatz

Allgemeiner und Einfuhrsteuersatz
2 vH
‘teuersatz für Umsätze der Zeizungsunternehmungen
 sowie für
Papierverkauf an sie und für die
ihnen geleisteten Dienste 1,3 vH
‚Jmsätze in:
a) Getreide, das keine %
Steuerfreiheit genießt. . |
»\ Beeren, Körnern und Samen,
 Stroh und Heu,
Apfeltrestern...........
Rahm, Butter und Käse,
die nicht von der Steuer
efreit Sind se cur Ka
Kartoffeln .........0.04
Champignons .........
Gemlis® eur a Kr
Früchte ‚...0.000000000
Gewürz- u. Duftkräutern.
%iegenlämmern, Geflügel,
&amp;lt;aninchen und Wildbret
[512 EN
Meer- und Süßwasserfischen
 as00000000000000
n) Austern und Muscheln...
n) Hummern, Langusten und
Schaltieren ......00..0000
0) Pferden, Eseln und Maulfire
 eeseee een
Pension in Häusern 2, Range: PA vH
Pension in Häusern 1. Range essen BG 9
„‚uxusgegenstände einschl. Seife auf Grund ihres Preises ,.... 3 »
uuxXusgegenstände auf Grund ihrer Beschaffenheit ........... 6 »
‘uxusgeyenstände bei Einfuhr an Nichtkaufleute..... 3 bzw.6 »
Zarfümerieerzeugnisse und Toilettegegenstände außer Seifen
und Artikeln für die Zahnpflege „ee 12
ersonenautomobile samt Chassis, Karosserien und Zubehörteilen,
Cycle-Cars, Side-Cars, Zyklonetten, deren Preis 7 500 fr
ÜbersSteigt sr rr rennen 6
\utomobile für den Warentransport, die gleichzeitig dem Personenverkehr
 dienen sollen, nebst Zubehörteilen.......... 3
Verkäufe von Kraftfahrzeugen an öffentliche Verkehrsunternehmungen
 und Gelegenheitskäufe dieser Art unterliegen
dem allgemeinen Satz
Antiquitäten, Raritäten, Sammlungen, Gemälde, Radierungen,
Stiche, Skulpturen bei der Ausfuhr auf Grund ihres Preises
Yasol, anf Arund ihrer Beschaffenheit .

Stein- und Braunkohle, Koks, Briketts und
Teer bei Verkauf durch die Bergwerke und
Fabriken, bei Belieferung von Hochöfen
durch angeschlossene Kokereien und bei
Einfuhr seen B,65VH
Wein (auch Einfuhr)................ 5,50 Ir je hl
Obstwein (auch Einfuhr)............ 2,75 fr je hl
Kaffee bei Einführ.......0...00000040.000 8 vB
Tee Bel FIIR ea ua ra ea Ka Ka DT 8
Zucker (auch Einfuhr‘ BB x

Allgemeiner Steuersatz ..... 1 vH
iteuersatz für Rechnungen über
steuerfreie Umsätze, und zwar
Übertragungen von Waren und
anderen von Natur beweglichen
Gütern, desgleichen für Rechnungen
 ausgestellt an und von
Kommissionären ‚......... 1vT
Steuersatz für Rechnungen über
ausgeführte Werkverträge zum
eigenen oder Familienbedarf 2 vT
Steuersatz für Vermietung‘ von Material
 und Zubehör, welches bei
Hochzeiten, Festlichkeiten und
Banketten Verwendung findet
10 vF

Alle Umsätze bis zum Verbraucher bzw, industriellen
Verarbeiter bei nachstehenden Waren:
Pflanzenerzeugnisse außer Obst und Gemüse,
 als Gerste, Hafer, Buchweizen,
Mais, Grünfutter, Heu, Stroh und Spreu,
Hopfen, Tabak und Zichorienwurzeln ... 2 vH
Yesgleichen bei Einfuhr und Ausfuhr
"(außer Zichorienwurzeln) .........0..,. 2
\usfuhr von Zichorienwurzeln .......... 0,5 *
Veizen, Spelz, Roggen und Mengkorn (einschließlich
 Verarbeitung derselben zu
Mehl), auch bei Einfuhr .............. 10
Xristall- und Raffinadezucker (auch bei
Ef) de Ki Zi GE KR pr Kae ke
leischkonserven, Fleischextrakte, Weichund
 Schaltiere, Fleisch in Büchsen, eingemachte
 Früchte, konservierte Gemüse
und Gemüsefrüchte, getrocknete Tafelfrüchte,
 konservierte Milch, Sirup zur Getränkebereitung, Gewürze, Rauchund
 Pökelfleisch, Stärkemehl, Kindernährmehl, feine Kochmehle, Teigwaren,
zebrannte Zichorie und Zichorienersatz, Konfitüren, Gelees, Marmelade und
Fruchtsäfte, gereinigtes Salz, Oliven-, Erdnuß- und Sesamöl, Konsumessig.. 2
Yesgleichen bei Einfuhr s..0000000000r ra EEK RER K ARE RK Ann 3
Roh- u. gebrannter Kaffee, Reis, Bohnen, Erbsen, Wicken und Linsen, aueh Einfuhr 2
Aethyl-Alkohol und Branntweine, deren Verwendung keine Steuerbegünstigung
im Gefolge hat, auch bei Einführ v...0.0000000000000000r ara 2
Wein und ihm gleichgestellte Getränke, Trauben- und Fruchtsäfte, Aperitifs
usw., auch bei Einfuhr 20..00000000004000101 00ER KERNEL AUG AG Bi
Kohlensaures Natron, Toilette-, Haushalt- oder medizinische Seifen, Bohnerwachs,
 Pomade, Wichse, Cremes und sonstige Putzmittel aus Wachs, Fett
oder Öl, Streichhölzer, auch bei Einfuhr ........ KR
Futter- und Düngemittel. auch bei Einfuhr ...... „.

2
        <pb n="564" />
        — 699 — Noch: Übersicht 19
Noch: Tarifbestimmungen
 Ateuersatz

Lanı)

Noch: Beision]

Italien *)

ACER CE

a) ein- |
Tarifart keilicher i b) differenzierter Satz
atz

Pro- | er
portionaltarlı
 |

Stufentarif,
und zwar
Steuerhetrags-



1 Rohstoffe, Metall in Blöcken,
Zement, Gips, Baumaterialien-,
chemische Produkte, sowie unverarbeitete
 Agrarprodukte.
dei einem Wert
von 10 bis 20 Lit,..... 0,10 Lit.
» 20 » 40 d..... 0,20 »
‚40 » 60 » ..,.. 0,30 »
‚60 » 80 9» ..... 0,40 »
» 80 »100 » ..... 0,50 »
»100 »200 » ..... 1,00 »
usw. 50 centesimi für je 100 Lit.
oder einen Teil davon
2. Andere Waren, Produkte usw.,
Vieh
bei einem Wert
von 10 bis 20 Lit., .... 0,20 Lit
20 9» 40 2.0... 0,40 »
40 » 60 » ..... 0,60
60 » 80 8 .,... 0,80
+ 80 »100 » ..... 1,00
»100 2200 » ..... 2,00
asw. 1 Lit. für je 100 Lit.

NE Ha

e) Pauschalsatz

Drogen- und medizinische Präparate, auch
bei Einfuhr v......0000000000000040440 2 vH
Kohle, Briketts und Koks, auch bei Einfuhr 1 &amp;gt;»
Baustoffe aller Art mit gewissen Ausnahmen,
auch bei Einfuhr .......0..0000000000000 Z 9
Handelsübliches Eisen und Stahlin Blöcken,
Balken, Blechen usw., auch bei Einfuhr 1 »
Textilabfälle, ungesponnen oder versponnen,
ausgenommen Leinwerg, auch bei Einfuhr 1
Alteisen, Abfälle sonstiger unedler Metalle,
auch bei Einfuhr und Ausführ......... I
„umpen, Altpapier, altes Tauwerk, alte
Felle, Abfälle von solchen und von gegerbten
 Häuten, Glasscherben, Knochen,
auch bei Einfuhr ......0.000000000000000 Z 8
Desgleichen bei Ausfuhr ............,... 0,5»
Leinsamen, auch bei Einfuhr ‚.......... 2° »
Desgleichen bei Ausfuhr ...........0.... 0,5»
‚jieferungen von Gas und Elektrizität an die
VETDIÄHCROF are Kaas Ra re a en A 8
Zeitungen und periodische Zeitschriften, die
Mindestens einmal in der Woche erscheinen 1
Schlachttiere und zwar Rindvieh, Schweine,
Schafe und Ziegen: sämtliche Umsätze bis
zur Schlachtung 10 centimes je kg Lebendgewicht,
 bei Einfuhr ......0.00.0.00000000000
*risches Rind-, Schweine-, Schaf- und Ziegen-Geisch:
 sämtliche Umsätze nach der
Schlachtung einschließlich der Häute und
nicht eßbaren Teile: 1 centime je kg Lebendgewicht,
 bei Einfuhr ..........0000000004
erde, Maulesel, Esel: Sätze von 2,50 bis
60 Ir je Stück je nach Gattung und Verwendung
 als Zug-, Reittier usw., zum
Schlachten und für den Export bei einem
Preise bis zu 15 000 Ir je Tier. Bei einem
Preise von über 15000 fr .....0.00000004
Bei Einfuhr, bei frischem Fleisch dieser Tiere
jehechelter Flachs und Werg daraus: Umsätze
 bis zu dieser Verarbeitungsphase und
bei Einfuhr ......... ...............o1 %
AUS ke KK KK Ka k OD
Nicht gesponnene Wolle und Kratzwolle:
alle Umsätze bis zur Lieferung an Spinnerei
oder Weberei .,....0.00.00.000040000000 12
an andere industrielle Verarbeiter und bei
Bi Kr BE WE RB #
7erkäufe in Markt- und Fischhallen einschließlich
 der Lieferungen an diese ...... 1

‘\ Siehe Nachtrag
        <pb n="565" />
        Noch: Übersicht 19

Noch: Tarifbestimmungen
T Steuersat?

00 —

Land

| a) ein-Tarifart
 heitlicher
Satz

h)} differenzierter Satz

Österreich

Pro- 2 vH
portionaltarif


ce) Pauschalsatz

Die wichtigsten sind:
DUCK ehr Br ke KH Bekk HER Kabel aG 4 AM
Mehl aus Getreide, Reis und Hülsenfrüchten 4,8 »
DDSb eier rkrrerkn bern ennn Ken nhmnnnn kung $ BP
Lebende Schlacht-, Nutz- und Zuchttiere .. 4,5 »
Geflügel und Wildbret ................... 4
DISCBE ae Karren ER kB Er Ka SDR
Milch 2..00000000 Peeeana nennen BD
BCE a ae ı Ka a2 Zi Ka Er BF
Margaril® ....0000000000: 00000000 BZ
Speiseöle ..... KO Ka Ke Sf
Bier ereeere een ..0. 4,5»
35°/,iger Weingeist .. „9 #
Weil eerereene ‚. 5,5%
SCHAUMWOR a Hi HR HG KR Kr kn A
Kakao s.....0...0. 4
SchOökolade: . aa... are Lara: de 3 #
Stein- und Braunkohle .. eenen nn BB
Baumwollgewebe........ 000000000 ‚. 6,5»
Wirk- und StrickwareB...............000. 5,6 7
Leinengewebe .,... KK ara Ka Dal P
Wollgewebe ........... .. 5,6 »
Seide und Halbseide .... vn OF
Papier s....0.0000 ..........5 »
DO er Ka vr KE KR CR 0 #
Schnittholz........ W00wn0hennn 4 9
ME. OR RE DER DE RER KEN EEE en BD
Eisen und Stahl...... .. v....00 B4—3,3
Aluminium ..... a. cn a BD &amp;gt;
Blei errerren een 3
"andwirtschaftliche Maschinen ............ 3,4 *
Kfz De kr rk nr ke a Bf 8
A EA
A A
Zündhölzer .........0..0.0.00000000057 00000 SD?
Spielwaren ...... 4x kn ww DS
Bücher. . Sees 247

3. Die Steuern’ vom Verbrauch und Aufwand
einschl. der. Transportsteuern
a. Steuerrecht

Die weitaus wichtigste Rolle unter den Verbrauchsteuern der untersuchten Länder
spielen die Getränkesteuern, unter ihnen in erster Linie die Alkoholsteuer, in Großbritannien,
 Belgien und Österreich auch die Biersteuer und in Frankreich die Weinsteuer.
Nächst ihnen erschließt unter den versteuerten Verbrauchsgütern dieser Staaten der
Tabak die ergiebigste Steuerquelle. Ihm reiht sich der Zucker als ertragreichstes Steueröbjekt
 an. Alle übrigen Verbrauchsgüter treten hinter diesen Massenkonsumgütern als
Steuerquelle in den Hintergrund,
Mit Ausnahme von Italien und Österreich nimmt unter den Aufwandsteuern die Kraftlahrzeugsteuer
 die bedeutungsvollste Stellung ein. An ihre Stelle tritt in Italien der
Ertrag des Lottospieles, während in Österreich die gemeindlichen Lustbarkeitsteuern im
Vordergrund stehen. Auch in Belgien sind die Verenügunegsteuern nicht ohne Bedeutung.
        <pb n="566" />
        O1 -

Als hauptsächlichste Transportsteuer kommt in sämtlichen in die Darstellung einbezogenen
 Ländern eine Steuer von den Eisenbahntransporten zur Erhebung. In Großbritannien
 wurde diese Steuer mit Wirkung von 1. April 1929 aufgehoben.

Die Getränkesteuern
Die Alkoholsteuer

In Belgien beträgt die Branntweinakzise 1.350 fr je hl Alkohol von 50° nach dem
Gay-Lussac-Alkoholometer bei einer Temperatur von 15° Celsius. Für Trinkbranntwein
wird eine Zuschlagsteuer in Höhe von 400 fr je hl Alkohol von 50° erhoben, die für
Branntweine in Flaschen und Liköre auf 800 fr je hl Flüssigkeit bemessen ist. In
Frankreich beträgt der Steuersatz für Alkohol aus Trauben- und Apfelwein, frischen
Früchten und Wacholder 1.320 fr je hl von 100° nach dem Gay-Lussac-Alkoholometer
bei einer Temperatur von 15° Celsius. Für Trinkbranntwein kommt außerdem noch eine
Zuschlagsteuer in Höhe von 30 vH des Großhandelspreises zur Erhebung. Der Staat hat
sin Handelsmonopol von Alkohol aus Rüben, Melasse, Getreide und sonstigen außer den
zuvor genannten Rohstoffen. In Großbritannien werden 72s 6d je proof gallon
Branntwein (2,61 Liter 100teiligen Weingeistes) erhoben. In Italien wird der Alhohol
durch zwei Steuern erfaßt, eine Hersteller- und eine Kleinverkaufsteuer. Die Herstellersteuer
 beträgt 1.800 Lit. je hl Weingeist bei einer Temperatur von. 15,56° Celsius, Die
Kleinverkaufsteuer ist nach der Ortsgröße und nach dem Weingeistgehalt abgestuft und
steigt von 20 Lit. für Branntwein in Gebinden mit bis zu 25 vH Weingeist bis auf
100 Lit. für solchen mit mehr als 75 vH Gehalt an Weingeist, während sie für geistige
Getränke in Flaschen 1 Lit. je Flasche beträgt. In Österreich beträgt der Steuersatz
 für Alkohol aus Trauben-, Beeren- und Obstwein 2,40 S je Alkoholgrad und hl. Für
Alkohol aus Rüben, Melasse, Getreide usw. besteht wie in Frankreich ein Handelsmonopol
des Staates.

Die Biersteuer

Die Biersteuer ist in Belgien eine Rohstoffsteuer; der Steuersatz ist 1,20 fr je kg
des zur Bierherstellung verwendeten Rohmaterials. In Großbritannien beträgt die
Biersteuer 100 s je standard barrel zu 36 Gallonen (= 163,57 Liter) Bierwürze mit einem
spezifischen Gewicht von :1,055° (Stammwürzegehalt von 13,48 Ballinggraden), unter
Abzug von 20 s für jeden barrel steuerpflichtigen Bieres, gleichgültig welchen Stammwürzegehalts.
 Bemessungsgrundlage für die Biersteuer in Österreich ist die Bierwürze.
 Bis zu einem Stammwürzegehalt von 14 vH sind für jeden Hundertsatz und hl
0.50 S. bei über 14 vH 0.70 S zu entrichten.

Die Weinsteuer
InBelgien erfaßt die Weinsteuer inländische und ausländische Weine mit 15 vH des
Hersteller- bzw. Einfuhrpreises; von größerer Bedeutung ist der Weinzoll, der nach Maßyabe
 des Alkoholgehaltes zur Erhebung kommt. In Frankreich ruht auf dem Wein
eine Verbrauchsabgabe von 15 fr je hl, die bei Weinen mit einem Alkoholgehalt von
15 bis 21 vH verdoppelt wird.

Die Tabakbesteuerung
In Belgien bestehen die Tabaksteuern aus einer Material- und einer Fabrikatsteuer.
Die Materialsteuer trifft ausländischen und einheimischen nicht verarbeiteten Tabak mit
80 fr je 100 kg. Die Fabrikatsteuer wird nach Maßgabe der Kleinverkaufspreise in Höhe
von 5 bis 30 vH erhoben. In Großbritannien wird der Tabak durch einen Zoll erlaßt.
 Der Zollsatz für unverarbeiteten entrippten Tabak mit einem Feuchtigkeitsgehalt von
LO vH oder mehr betrug bis 12. April 1927 8 s 2 d je 1b. (englisches Pfund = 453,6 g),
Fortsetzung des Textes S. 70618.
        <pb n="567" />
        — 702 —
b. Mengen- und Belastungsziffern
Bel
Von der Steuer getroffener Steuer- für -Einnahmen |! Zoll
Verbrauch in 1000 fr in
925 | 1926 | 1927 |1928ı 1925 | 1926 | 1927 [1928| 1925 | 1926
- Us TU

Warengattung

4
Nein!) in hl.............] 528017| 592731! 390 979877 asalı) 59 185/°) 81 665°) 73 335| 85 000]
. a ! 3)(59185)| $2)(60463)
Schaumwein in hl........ 36 166 36174' 24778 . 416/ 13470 16 704| 20 350
)bstwein in hl........... 23066 42345 56 A 5 234 1051| 1817) 1500
Alkohol in hl............! 145776! 143478 180712 , 172 147| 200 981| 273 521/260 000
RE | |
Bier in hl .............,. 114796 512:14 073 979113 363 258 36 150| 121 755| 185 922180 000
“ssig MM hl...........0444 |] | i 1
Nat 191 392/ 5 198 055|* 253 203 | . 160 192 165/+ 150[}
Sssigsäure in hl.......... : .
Zucker?) in 1000kg......1 91006 186737| "90 = „|! 68977| 66517/ 69196 67000
Margarine in 1000 kg..... 30897| 32257 238989 . 1335 1460| 1933| 1700
Tabak (Rohtabak)in1000kg! 24127/ 22449) 2499 . 85 567] 122463| 150 046/138 000
Kaffee in 1000kg........ 39536| 39735/ 41 105| 39 005| .
"ee in 1000kg .......... 11 238 2541 242 .
Kakao und Kakaoprodukte
in 1000 Kg........00.000. + 6980| s ; Eon 1672| 5034
streichhölzeri.MillionenStek. 20685) . 10508! 11 a 10 “ 9 000| 4 606
Mineralwasser usw.in 1000 kg | 8477 11718! 9000| A14 930
Quellen: Tableau Annuel du Commerce, Annee 1925, 1926 und 1927. Annuaire Statistique de la Belgique 1925/26. Budget des recettes
1} Inländischer Wein ist erst seit 1926 der Verbrauchsteuer unterworfen, für 1925 fehlen deswegen noch Angaben über die
teuern gerechnet; die eingeklammerten Zahlen geben den entsprechenden Zollhbetrag wieder: in diesem Betrag ist auch der Zoll für

Frank

Von der Steuer getroffener | Steuer- für -Einnahmen
Verbrauch Sn 1000 fr

Warengattung

1925 | 1926 | aba?

1925 | 1026 | 1927

Alkohol in hl Weingeist ............
Liköre in Messern
Wein in 1000 H......000000000000
)bstwein in 1000 hl .........0.000
Bier in 1000 HM...
Zucker in 1000 kg Raffinade .......
Tabak (Fertigfabrikate) in 1000 kg.,
Salz in 1000 KK 0.000000000000040044
Zichorie (gemahlen und Kaffeeersatzmittel)
 in 1000 K...0..0.0.000040 45 288 42 288 32 935 47 588 63 574
Kaffee in 1000 Kg ....0.0.000000000004 154 100 158924 | *) 185964| 4) 328 325| *) 45998
Tee in 1000 K8..000000000004004400 1571 1349 | *) 2189 *) 3513| 4) 5113
Xakao und Schokolade in 1000 kg.. | 41075 | 28815 | *) 29188 *) 35000 *) 46424
Streichhölzer in Millionen Stück..... 58 820 | 57841 | %) 86526! %) 113 = s) 135156
;pielkarten in 1000 Spielen ........ | 2403 1694 4 222 5.892! 9557
a Quellen: Bulletin de Statistique et de Legislation Com--r6e, 1926, 1927 und 1928. — Tableau GEn&amp;amp;ral du Commerce et de En
Ze euleprechenägr Getränkesteuern. — ?) Verbrauchsteuern ılr Kolonialzucker und Zoll für ausländischen Zucker in einer Summ®-zur

 Verbrauchsbesteuerung
zien
„——— ——— &amp;gt; ZA
erträge Steuer- und Zollerträge | Steuer und Zollertrag Steuer Di Dee
1000 fr insgesamt in 1000 fr je Einheit in fr B Wülkerung in fr
1927 | 1928 | 1925 | 1926 | 1927 | 1000| Mr 1925 | 1926 1927 | 1928 | 1925 [1006 1007]008
IB UTU  s , a6“ „ln as LE SC
janız0) . 59 185| 81 ws 73 we 85000| 1 hl | 112,09 | 137,78 187,57 | 225,24 7,58 je 9,25 [10,63
#16! 13 470 16 704 20350) 1 hl 11,50 | 372,37 674,15 £ 0,05 | 1,71 | 2,11 | 2,55
73 371 243 u 18% 1537| 1hl 10,53 25,25 | 33,73 s 0,03 0,14 | 0,24 | 0,19
32812} 39 504|196 7061227 7 333.299 504| 1 hl |1349,37 |1 582,87 * 695,14 25,18 0 38,62 137,46
10505| 13600| 41 a751129 Ho 600l 1 hl 2,83 9,22 14,70 | 5,36 116,47 |24,76 |24,21
|
al} ass]} aı9|} au] a} | 1hl U n.04 0,04 jo0s Jos
J 7
644 '721| 71 466| 67051 69840 6772i| 1 kg | 0,37 1 0,8 0,37 5 9,15 | 8,51 | 8,80 | 8,47
2318/ 1192| 2393 3888 4251| 2892| 1 kg 0,08 ! 0,12 11 1, 0,31 | 0,49 | 0,54 | 0,36
49451| 50 128|110 291 155802199 47100 128| 1 kg 4,57 7,08 | 7,98 Ü 14,12 |20,17 125,15 |23,53
15 21 19 17 15 21] 1 kg A 0,0004| 0,0004! 0,0008} none! 0,002! 0,002] 0,003
800 74% 199 u 8000 749 1 kg 18,09 1,94 3.15 | 3,10 1 0,031 0,06 | 0,10 | 0,09
8158! 102041 1672 zes vu 10204/ 1 kg | 0,21 0,64 1,80 | 1,46 | 0,21 | 0 1,03 | 1,28
72 57| 10512 12085 wm 9 0571 MilLSt.! 520.19 | 532,14 | so2,83 1,35 | 1.53 | 1,31 | 1,13
1039| 1110[ 2614| 9407 12757 10110) 1 kg Dee
» des döpenses pour l’exercice 1927, 1928 und 1929, Bulletin mensuel Commerce Special, Dezemberhefte 1926, 1927 und 1928.
"roduktion. — *) Ohne Melasse und denaturierten Sirup. — *) Der Zoll für ausländischen Wein wird zu den inländischen Verbrauch-‚üsländischen
 Schaumwein einheeriffen

708

Übersicht 20

eich

Übersicht 21

Zollerträ | Steuer- und Zoll- | Se 4 Zollerträ [Steuer und an)
ollerträge Ra euer- und Zollerträge erträge je Kop
in 1.000 fr Ari Ans esam je Einheit in fr ; der Bevölkerung
in 1000 fr in fr

1925 | 10996 | 1927 |

1925 | 1926 | 1927
TEE

Mengen-/ 4995 | 1926 | 1927
einheit
15

. 1925 [1926 | 1927
SEE

3
—

9

40

16,

» 17647 } 38 580 } 32981 'k2021 g6s|L2201 a7 L2 207 84a] 1hM k1 900,28 b2 127,47 |\2 320,36 La90 Lens 404
Hr FE
34.390 | 50159 | 139367 807253 1070080 791361| 1 hl 15,66 19,28 18,80 19,88 26,23; 19,37
2 3 136 43035 46786 46616| 1 hl 7,50 9,92 7,67 | 1,06) 1,15 1,14
1.498 1219 | 1578 119512| 138924 130585| hl 10,09! 12,09 11,30 | 2,94 3,41 3,20
dem a 2(191 958) 459713| 721427 1072392| 1 kg 0,68 1,13 1,69 1182 17,69 26,25
2.298 508 | 2610 7998001 2315834! 2954648| 1 kg 33,41 ws 58,53 ]*) 46,34 m 72,32
9898! 116876! 217094' 1 ko 0,10 0,32 0,60 0,9] 2,87 5,31
32963 47689 63681, 1 kg , 0,75 1,05| .1,50| 0,81 1,17 1,56
orz 582052| 815492| 1 kg | 2,42 3,78 5,13 in 14,27 19,96
5255 698 8903| 1 kg | 3,12 4,45 6,60} 0,13 0,17 0,22
zi 119 80989 85462 1 ke 1,63 1,97 2,97| 1,75 1,99! 2,09
0% 114440 136697] 4 Mill. St. * 1321,51 1945,60 2.363,32 2) 2240 2,93%) 3,50
422° 5891 9557| 1 Spiel 146 945 5,64! 0.101 0.14) 0,23
Navigation, Ann6es 1925, 1926 ‚1927, 1. vol. Paris 1926, 1927, 1928. — 2) Einschl. der Ertragsbeteiligungen der Gemeinden an
Der Betrag ist bereits in dem Verbrauchsteueraufkommen enthalten. — ®%) Ohne Elsaß-Lothringen. — *) Einschl. der Umsatz-
        <pb n="568" />
        Groß

Von der Steuer getroffener
Verbrauch

Steuer- in -Einnahmen
in 1000 £

Warengattung

925/26 | 1926/27 | 1927/98

1925/26 | 1926/27 | 1927/98

a
5 6 7

Alkohol in 1000 proof gallons ......
3ier in 1000 standard barrels zu
SO Or
Nein in 1000 gallons..............
Mineralwasser in 1000 gallons ......
Tee in 1000 Ib. 0er
Kakao in 1000 We. .0000000000004
Kaffee und Surrogate in 1000 ewt...
Zucker?) in 1000 6Wt....0.0000000004
jetrocknete Früchte in 1000 ewt....
abakfabrikate in 1000lbs. ........
Zündhölzer in Millionen Stück ......
Mache und Kunstseide in 1000
Spielkarten in Dtzd. Spielen........ |

{4 188 | 12454 ‘ 13500

41990 | * 37059 |

A0 BAQ

22034 |*) 22518 !*) 22265
6017 18 721 14054 |
12446 12034 ° 11623
06 194 415 786 402 302
220 1.247 1177
385 387 382
18.905 39 524 39 694
2.388 2432 2549
34 800 137 010 37 908
31 815 140 805 ‚31 806

76320 | 78763

77 800

383

369

353

HH

3
1.354 '

2
1 703

119
ı 456
608 | 707 ]
51 | 55

123
1 745

25 928 45 825
429532 | 401 858 |

64511
444 182

1225
63

Quelle: Seventeenth, Eighteenth and Nineteenth Report of the Commissioners of Customs and Excise for the Year ended 31st
) Ausschließlich Zolleinnahmen für dio Insel Man. — %) Einschließlich Melasse, Glykose und Saccharin, — *) Verbrauch bzw.

- Von der Steuer
retroffener Verbrauch

Steuererträge
in 1000 Lit.

Warengattung

925/26 | 1926/27 ! 1927/28

1925/96 | 1926/97 | 1927/98

3

-

rm

E-Bier

 I Ye HRG AHRER E* Ben
Branntwein in Alosseeseeeren ee
Salz IM Desererereereeknen nenn Le
Tabak (Rohtabak) in dZ...........,
Künstliches Mineralwasser in hl..... |
Kaffee in dd v....0004000 00 kb bh ebmn
Kalfee-Ersatz in AZ.....00000000004
Zucker in dBeseseeserereee nenn |
3lykose in dZ...0000000000 000000
Zssigsäure IN dZ....0..000000000 00004
Sprengstoffe in dZ .......0000000000
sämereien MM da-.-1.00r rt rrs ur
Jlektrische Glühbirnen in Stück ....

1208017! *)1 280 137
251 190 259 223
«490689 | 3604053
297 467 308 518
) 414756 | *) 436 746 |
484510 | *) 434 412 |
89 390 83.738 !
2856 737 | 1862521 ]
00 466 36.547 |
16 340 12 628 '
23 994 22.069
315 195 550 004
0081203! 2288887 |

) 965 428
244 948°
3559 927 '
310 112
#) 434 600
\ 435 899
89 968
2528 135
106.330
16.119
21 886
13 379 143

80 000 82 000 73 100
5384001 533400 515 100
121 040 119 068 110 128
286 539 1446 109 | 2460 137
6.307 6672 *%) 6000
250 133 250 133 329 235
37 559 35189 | *) 36000
137101 136319 | 1000 295
10.089 9678| °) 10000
578 ' 460 —
5638 4981 | °) 5000
7985 / 8360| °) 8000
11325 8958| %) 9000

Quellen: Statistica delle inycoste di fabbrieaeione, Roma 1928, Conto riassuntivo del tesoro. Stato di previsione dell’entrata 1927/28.
amtverbrauch dar. — 3) Voranschlar,

705

Übersicht 22

aritannien!)
Steuer-Zollerträge?)
 und Zollerträge
; £ insgesamt
im 1000 5m 1000£

] Steuer- und Zollertrag insgesamt
Sr je Kopf der
je Einheit in d | Bevölkerung in d
1925/26 |1926/27 1927/28 Lamachon Tree N de |1925/26 1926/27 1927/28l1925/26|1926/2711927/28
14 | 15 | 16 177 .

U m | —
7 . 9

7938 | 6494| 67991 49928| 43553 | 47 368 |1 proof | 844,57 | 839,31 | 842,10 |
gall,
stand. b.| 897,55 | 897,37 | 898,11 439,09 | 446,88 | 440,13
A gall. | 56,13| 55,50| 70,85| 19,96| 22,98| 21,92
1 gall. 8,00 8,00 8,01 2,21 2,13 2,05
1b. 3,42 3,34 3,45 | 30,80 | 31,60 | 30,54
ı 6wt. ‚44,59 | 145,12 | 142,12 3,92 4,00| 3,68
cwt. ‚28,42 | 129,61 | 129,42 1,10 1,11 1,09
: owt. 119,50 | 114,06 | 113,32 03,22| 99,69| 99,00
ll cwt. | 36,78| 58,03| 57,91 3,01 3,12| 3,25
A 1b. 95,46 | 94,55 101 285,69 | 286,49 | 307,57
* Mill. St. 4 090,35 '4 100,35 |7 199,671 17,82| 19,00| 20,89
17,05 | 30,08! 31,65
1.36] 0,32! 0,35

6083 | 5433‘ 5518! 82403| 8419| 83318
3746 ) 4329 | 4149 | 3746| 4329 4149
32 32 35 415 401 388
5780 5953 5781 \ 5780| 5953| 5781
735 754 697 735 754 697 |
204 206 204 206 209 206
:8395 | 17429 | '7039 | 19371 | 18783! 18742
565 588 615 565 588 615
53494 | 53858 | 58102 | 53614' 53977 | 58225 |
171 2123 2209 | 3345! 3579| 3954
2591 | 4 9%0 4767 | 3199)
%* 6 | 4 68 |

5667 5992} 1 lb. 29,61 |
61 6r| 1 Dizd.| 37,99
Spiele

March 1926, 1927 und 1928. — ?) Die Angaben beziehen sich auf das Rechnungsjahr, das jeweils vom 1, April bis 31. März läuft,
steuer für 13 Monate Brauzeit.

ien !)

Übersicht 23

Steuerertrag
je Einheit in Lit,

Steuerertrag
je Kopf der
Bevölkerung in Lit.

Warengattung

ie v6] 26/27 | 1927/28
Sengen- | 1995/26 | 1926/
Ma

ı [925/26 | 1926/27 |1927/28

'o

18

E

hl
4 hl
1t
‘ dz
.„M
RS

66,22 64,06 75,72 2,02 2,05 1,81
2143,40 | 2057,69 | 2102,90 * 13,56 13,31 12,75
34,68 33,04 30,94 3,05 2,97 2,73
7686,70 | 7928,58 | 7933,06 | 57,60 61,06 60,90
15,21 15,28 13,81 0,16 0,17 0,15
516,26 | 575,80 | 755,30 6,30 6,24 8,15
420,17 | 420,23 | 400,14 0,95 0,88 0,89
398,04 | 2396,96 | 395,67 | 28,65 28,36 24,76
100,42 "00,24 94,05 0,25 | 0,24 0,25
35,37 36,43 -» 0,01 901 | —
134,98 225,70 | 228,46 0,14 0,12 0,12
15,50 15,20 , 0,20 0,21 | 0,20
1,12 | 0,73 0,67 0,29 0,22 0,22

Bier in hl
3ranntwein in hl Ä ,
Salz in € ;
Tabak (Rohtabak) in dz
Sünstliches Mineralwasser in hl
&amp;lt;affee in dz
Caffee-Ersatz in dz
lucker in dz ;
Glykose in dz en
Zssigsäure in dz
3prengstoffe in dz
5lsämereien in dz |
Alektrische Glühbirnen in Stück

dz
Im
Am
dz
dz
Az
St.

1) Die Angaben beziehen sich auf das Rechnungsjahr, das jeweils vom 1. Juli bis 30. Juni läuft. — *) Die Zahlen stellen den Ge-Finanzen

 und Steuern
        <pb n="569" />
        706

Öster

Warengattung

Von der Steuer |
zetroffener Verbrauch
1925 | 1926 } 1927

Steuer- in -Einnahmen
in 1000 8 ;
1925 | 1926 | 1927
5000028 | 7

Branntwein in Bl...0.0..0.00000000000
Wein iM Alessi
A UA
Zucker in 1000 KK, ,..0.000000000000
Tabakfabrikate in 1000kg .........
Zündhölzer in Millionen Stück .,....

99 829 | 109 236 | 109 074
559812 | 992105 813000
65068 | 5450152 | 5063276
60004 | 168776 | 165 412
10 634 10930 ; 10917 -
22 862 22422 | 19512

24977, 29605; 28797
17610 | 14176‘ 10327
31190 | 33232 32797
87% 9280| 11160
153463 | 173694 | 182165
1542 ! 1644 ; 1577

Quellen: Statistisches Handbuch für die Republik Österreich 1925, 1926 und 1927, Bundesrechnungsabschluß der Republik

1707 —

‘eich
Steuerertrag | Steuerertrag je Kopf der
tongen je Einheit in 8 Bevölkerung in 8
ainheit
19% ] 1926 | 1927 LS | 1926 | 1927
* 9 10° a 12 18

250,20 © 271,02
26,69 14,29
6,04 6,10
0,05 0,05 |
14,43 15,89
67,45 73,32

264,01 3727| 445 43
12,70 266! 213 1,5
648 4,71! 2500| 4,92
0,07 1,331 1,40 | 1,67
16,69 | 23,18 | 26,11 | 27,31
80,82 0,23 0,25 0,24 '

mp

„5
Stück

Isterreich für die Verwaltungsjahre 1925, 1926 und 1927

Übersicht 24

Warengattung .

Branntwein in hl
Wein in hl
3ier in hl
Zucker in 1000 kg
Tabakfabrikate in 1000 kg
7ändhölzer in Millionen Stück

Noch: Übersicht 25

danach 8 s 10 d. Dieser Zollsatz ist maßgebend für die übrigen Sätze. In Frankreich,
 Italien und Österreich besteht ein staatliches Fabrikations- und Handelsmonopol
 von Tabak. Der Reingewinn beläuft sich in Frankreich auf rd. 80 vH, in
[talien auf rd. 75 vH und in Österreich auf rd. 60 vH des Bruttogewinnes.

Die Zuckersteuern
In Belgien betrug die Zuckersteuer bis zum 1. Januar 1930 40 fr. je 100 kg netto
für Roh- oder Raffinadezucker aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben und 20 fr je 100 kg für
den bei der Zuckerherstellung anfallenden Sirup; von diesem Zeitpunkte an sind die Sätze
auf die Hälfte ermäßigt. In Frankreich betrug die Zuckersteuer 125 fr für Raffinade,
Kristallzucker und Rohzucker zum unmittelbaren Verbrauch, 133,75 fr für Kandiszucker,

Steuer- und Zollerträge je Mengeneinheit und je Kopf der Bevölkerung für die wichtigsten besteuerten
Verbrauchsgüter in den Vergleichsländern
Übersicht 25 ‘In .# Vorkriegskaufkraft und in Goldmark)

£ . Steuer- und Zollertra;
Steuer- g . EOS
teuer- und Zollertrag je hl ie Kopf der Bevölkerung
in A Vorkriegs- . | in A Vorkriegs- | . ®
kaufkraft in Goldmark Kaufkraft in Goldmark
1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927 1925 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927
Wein
Zelgien!)...........| 16,88/ 16,39/ 18,61| 22,43/ 18,97/ 21,97] 1,14| 1,23| 0,92| 1,52] 1,43| 1,08
Frankreich ......... 2,52 2,43 2,55 3,15 2,64 3,.10[ 3,19 3,31! 2,63 | 4,00 3,59| 3,20
Hroßbritannien ‚....| 62,76/ 64,96! 285,95| 104,85! 103,93! 132,85| 1,01 | 1,22) 1,21 | 1,691..1,96| 1,87
‚talien .............) — | — ' — — — — — | — 1. — — | —
Jaterreich ..... 13.17| 7,471 26,291 15,79| 8,47! 7,53] 1311. 1.11! 0,771. 1,57] 1.261 0,92
Alkohol
203,21| 188,28| 168,22| 270,01| 217,96| 198,53} 3,79. 3,43] 3,83 E04: 3,97] 4,52
305,06 268,09 915,87| 381,72! 291,17| 384,05] 7,99 | 6,80! 7,36 | 10,00 | 7,39| 8,95
544,02] 1 710,34| 1 778,24| 2 746,35! 2 736,16! 2 748,62] 13,52 | 12,29 | 13,79 | 22,58 | 19,67 21,32
293,04| 286,30| 349,17| 352,59! 377,59| 472,52] 1,85 1:85 | 2,12 | 2,23| 2,44| 2,86
123,42! 141.63! 130,73] 148.04! 160,59 156,511 1.86! 2,33! 2141| 2931 964! 22.56

Bier
Belgien ............ „43 1.101 .,46[ 0,57/ 1,27! 1,72] 0,81 1,9%| 2,46| 1,07| 2,27| 2,9
Frankreich ...:..... 1,62 L's2 1,53 2,02 1,65 1,871 0,471 0,48| 0,43] 0,59| 0,47 0,59
Großbritannien .....1 27,88/| 29,18! 30,26] 46,57| 46,68| 46,77| 22,31 | 23,77 | 24,26 | 37,27 | 38,02 | 37,50
Italien ...0000.000000 9,05 8,91| 12,57| 10,89| 11,76 17,01 0,28| 0,29| 0,30| 0,33! 0,38! 0,41
Österreich..........| 2,98| 3,.19/ 3,21| 3,57 3,62| 3,84] 2,32| 2,61] 2,44| 2,79 2,96! 2,92
1} Inländischer Wein ist erst seit 1926 der Verbrauchsteuer unterworfen

Steuer- und Zollertrag je kg
in X Vorkriegs- ] : ın X Vorkriegs- :
kaufkraft in Goldmark Kantkraft in Goldmark
1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927 {1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1926 | 1927

Steuer- und Zollertrag
je Kopf der Bevölkerung

Land

Zucker
3elgien DA 0,06| 0,04 0,04 0,07 0,05 2,04] 1,38: 1,01 | 0,87 | 1,83 | 1,17: 1,03
‘rankreich!)........ 11 0,14 0,23 0,14 0,15 0,28° 1 *° 2,22| 3,56' 2,27| 2,41 | 4,33
Aroßbritannien?) .... 0,12 0,12 0,12 0,20 0,19 0,19 5-11 5,30| 5,46 8,76| 8,48] 843
falien ...00.0.0.000 0,541 0,55 0,66 0,65 0,73 00 x 3,95 An] 4,71 | 5,20| 5,56
Österreich .......... 0,02| 0,03 0,03 0,03 0,03 0,04] 0.66 | 0,731 0,83] 0,79 | 0,831 0,99
N Raffinade. — 2) Einschl. Melasse, Glykose und Sacharir

Tabak
Belgien!) ......,....] 0,69] 0,84 0,79] 0,91| . 0,97| . 0,93] 2,13| 2,40| 2,50 | 2,83 | 2,78 | 2,95
Frankreich?)........| 5,35 6,20) 7,95| 6,70 6,74| 9,66[5) 7,43 °) 7,13 |) 9,82 [*) 9,29 *) 7,75 (*) 11,94
*roßbritannien?)....| 10,69 11,09] 12,31 17,86| 17,74/ 19,03] 14,51 | 15,24 | 16,95 | 24,25 | 24,38 | 26,20
talienY)............4 10,51| 11,03|° 13,17 12,65| 14,55/ 17,83] 7,88 | 8,50 | 10,11 | 9,48 | 11,20] 13,68
)sterreich?). ........ 7,12 8,30 8,26 8,54 9.42 9,89| 11,43 | 13,64 | 13,52 | 13,72 | 15.48 | 16.19
1 Rohtabak. — %*\ Fertiefabrikate. — 2 Ohne Elsaß-Lothringen.

5,25 fr für Melasse und 33,60 fr für Glykose, alles je 100 kg. Diese Sätze wurden ab
1. August 1929 auf 100, 107, 5 und 27fr und ab 1. Januar 1930 auf 85,00, ‘90,95,
4,25 und 23,00 fr ermäßigt. Da in Großbritannien der Zucker zum größten Teil imsortiert
 wird, liegt das Schwergewicht der steuerlichen Erfassung bei dem Zoll. Der
maßgeblichste Zollsatz ist 11.s 8 d für ein cwt. (== 112 Ib. = 50,8 kg) bei einer Polari-3ation
 über 98°, Für einheimischen sowie aus dem Imperium eingeführten Zucker beträgt
der entsprechende Steuer- bzw. Zollsatz 7 s 4*/sd. In Italien wird für Zucker erster
Qualität eine Fabrikatsteuer in Höhe von 400 Lit. und für solchen zweiter Qualität in
Höhe von 384 Lit. je 100 kg erhoben.

Die Kraftfahrzeugsteuern
Der Steuersatz für Kraftfahrzeuge und andere Motor- und Dampffahrzeuge beträgt in
Belgien 40 fr je PS und Jahr bis zu 24 PS und 60 fr je Jahr und für jede PS, die
24 PS übersteigt. Außerdem ist für die der Personenbeförderung dienenden Kraftfahrzeuge
 mit einem Steuerwerte von mindestens 40.000 fr eine Zuschlagsteuer von 312,50 fr
is 1.250 fr zu entrichten In Frankreich ist die Steuer nach Maßgabe der Pferde-&amp;lt;räfte
 gestaffelt und beträgt mindestens 360 fr jährlich, um bis auf 144 fr für jede über
        <pb n="570" />
        708

30 PS hinausgehende PS zu steigen. In Großbritannien ist für Personenfahrzeuge
mit einem Gewicht bis zu 12 cwt. eine jährliche Steuer von 10 £ zu entrichten, die bis auf
18 £ bei Fahrzeugen mit einem Gewicht von über 5 tons (1 ton = 20 cwt. = 1.016 kg)
steigt. Für Transportfahrzeuge mit einem Gewicht bis zu 25 cwt. beträgt die Steuer 6 £
und steigt bis auf 24 £ bei einem Gewicht von über 5tons. In Italien knüpft die
Kraftfahrzeugsteuer an die Zahl der Pferdekräfte an und steigt von 88 bis 12.237 Lit. im
Jahre. Dazu tritt ein Straßenerhaltungsbeitrag in Höhe von %/, des jährlichen Steuerbetrages,

Die Transportsteuern

In Belgien beträgt die Transportsteuer 2 vH des Bruttoerlöses für sämtliche Transporte
 im Binnenlande mit Ausnahme der von den Eisenbahnen bewirkten, für die der
Steuersatz ab 4. Oktober 1928 2 vT beträgt. In Frankreich erfaßt die Transportsteuer
 den Personen- und Gepäckverkehr mit 32,5 vH des Fahrpreises und den Güterverkehr
 mit 10 vH bzw. auf Lokalbahnen mit 6 vH des Beförderungspreises einschließlich
sämtlicher Zuschläge und Nebengebühren, Standgelder usw. In Großbritannien
wurde als Transportsteuer von den Eisenbahnen nur eine Personenverkehrsteuer erhoben.
Der Steuersatz betrug bei Stadtbahnen 2 vH und bei den sonstigen Bahnen 5 vH der den
normalen (d.h. für die unterste Klasse geltenden) Fahrpreis übersteigenden Fahrpreise.
In Italien wird die Transportsteuer als Stempelsteuer von sämtlichen Transporten erhoben.
 Der Steuersatz beträgt im Personenverkehr der Eisenbahnen 0,05 Lit. zuzüglich
1'/ vH des Fahrpreises in der 3. Klasse und 0,25 Lit. zuzüglich 3 vH des Fahrpreises in
der 1. und 2. Klasse. Im Güterverkehr stellt sich der Steuersatz auf 0,15 bis 1,05 Lit,
zuzüglich 0,8 vH des Beförderungspreises. In Österreich kommt als Transport-1,
 steuer eine KEisenbahnverkehrsteuer zur Erhebung, die 5 vH des Beförderungspreises
im Personen- und Güterverkehr ausmacht.
. !

B. Das Steuer- und Zollaufkommen des Staates und der staat-'
 “lichen Unterverbände in Belgien, Frankreich, Großbritannien,
He ‚Italien und Österreich (einzeln und gruppenweise)

Hinsichtlich des Aufteilungsverhältnisses der Steuer- und Zollerträge
zwischen Bund bzw. (Einheits-) Staat einerseits und Gliedstaaten und staatlichen
Unterverbänden andererseits steht Österreich als Bundesstaat den drei romanischen
 Staaten und Großbritannien insofern gegenüber, als bei Österreich das Aufteilungsverhältnis
 zwischen Bund einerseits und den Gliedstaaten und Gemeinden (Gemeindeverbänden)
 andererseits sich dem Verhältnis 1:1 nähert, während bei den Einheitsstaaten
Belgien, Frankreich, Italien und Großbritannien der Anteil der staatlichen Unterverbände
an den Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen gegenüber dem Anteil des Staates in den Vordergrund
 tritt. Die Finanzwirtschaft der Einheitsstaaten im Verhältnis zu der ihrer nachgeordneten
 Selbstverwaltungskörperschaften ist demnach, soweit sich aus den Steuereinnahmen
 Schlüsse ziehen lassen, bei weitem größer als die Finanzwirtschaft des bundesstaatlich
 organisierten Österreichs im Verhältnis zu der ihrer nachgeordneten Gliedstaaten
 und Selbstverwaltungsverbände. ;
Aber auch innerhalb der Gruppe Einheitsstaat läßt sich wiederum je nach der zentralistischen
 oder dezentralistischen Struktur des gebietskörperschaftlichen Aufbaues eine
größere oder geringere Bedeutung der Finanzen der nachgeordneten Verbände feststellen.
Bei den in die Untersuchung einbezogenen Einheitsstaaten war der Anteil des Staates an
den Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen in dem zentralistisch organisierten Frankreich in
        <pb n="571" />
        — 7109 —
den Jahren 1925, 1926, 1927 und 1928 mit 88,02 vHI bzw. 86,97 bzw. 86,58 bzw.
86,37 vH am höchsten, in Großbritannien mit seiner stark ausgebauten lokalen Selbstverwaltung
 in den Rechnungsjahren 1925/26, 1926/27,.1927/28 und 1928/29 mit 79.20
bzw. 77,36 bzw. 77,43 bzw. 77.19 vH. am niedrigsten.
Hinsichtlich der Aufgliederung der Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen nach
den Hauptsteuergruppen stehen sich Großbritannien einerseits und die drei
romanischen Staaten und Österreich andererseits gegenüber.
In Großbritannien liegt das Schwergewicht der Besteuerung bei den Steuern
vom Einkommen, Ertrag und Vermögen, deren Anteil am Gesamtsteuer- und Zollaufkommen
 sich in den behandelten Jahren auf 66,86 bzw. 65,86 bzw. 65,74 bzw. 64,72 vH
belief. Die Income Tax und Sur-Tax allein machte 57,34 bzw. 53,59 bzw. 53,91 bzw.
51,90 vH der Steuern vom Einkommen, Ertrag und Vermögen und 38,34 bzw. 35,30
bzw. 35,44 bzw. 33,59 vH der Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen aus. Die Anteile der
Steuern vom Verbrauch und Aufwand einschließlich der Zölle betrugen dagegen in den
antsprechenden Jahren nur 30,13 bzw. 31,13 bzw. 31,18 bzw. 31,79 vH der Gesamtsteuerund
 Zolleinnahmen. Eine allgemeine Geschäftsumsatzsteuer fehlt im britischen Steuerrecht.

In Österreich, Frankreich, Belgien und Italien treten die Steuern
vom Einkommen, ‚Ertrag und Vermögen hinter den Steuern vom Umsatz, Verbrauch und
Aufwand einschließlich der Zölle an Bedeutung zurück, und zwar in Belgien und Frankreich
 in. einem geringeren Maße als in Italien und Österreich:

Staat und Jahr

Österreich

Leere
192600

Frankreich

1925...
1926....
1927, .
19922

nn.
Een

Belgien

1925. ,000000 4
1927

; Italien
1925. ....

Steuern. vom
Einkommen, Ertrag
und Vermögen

Steuern vom
Umsatz, Verbrauch
und Aufwand,
einschließlich Zölle
In vH des Gesamtsteuer- und Zollanfkommens


38,19
238.65

56,29
55.88

x ©

47,79
37,59
39,89 1
28.06

1

36,76
44,79
44,19
A458

18,83
X7 59

37,51
24.06

37.84

51.44

Die Anteile der Steuern vom Einkommen, Ertrag und Vermögen liegen, abgesehen von
denjenigen Belgiens und Frankreichs im Jahre 1925, ungefähr auf der gleichen Höhe.
Während aber in Frankreich, Belgien und Italien innerhalb der Steuern vom Einkommen
und Ertrag das Schwergewicht bei einem System von Schedulensteuern mit hohen,
überwiegend proportionalen Steuersätzen liegt, zu dem zur stärkeren Belastung der hohen
Einkommen eine Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen hinzukommt, tritt in Österreich
 innerhalb der Einkommen- und Ertragsteuern die progressive Globaleinkommensteuer
 vor den Ertragsteuern, die verhältnismäßig niedrige, überwiegend proportionale
Steuersätze aufweisen, an Bedeutung hervor. So bestritt die Ergänzungsteuer auf das
Gesamteinkommen in Frankreich 1925 18.63 vH. 1926 20.85 vH. 1927 12,20 vH und
        <pb n="572" />
        Übersicht 26

710 —
Belgien

Proan
 zen Anzen
inzen] inzen | ims- a
and | DS” | Staat und | Staat! ©
hl 8 25° Ge- igegamt en
in.  50samt mein- mein.
"den den den
den |

Steuerart

insresamt!


Staat

Proinzen
 |
und ‘ Ins-Ge-
 gesamt
meinden


in Millionen fr

[. Steuern vom Einkommen, Ertrag
 und Vermögen ..
1. Erwerbsteuer.............
2. Kapitalertragsteuer .......
3. Grund- und Gebäudesteuer
4. Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen
 ..........
5. Bergwerksabgabe .........
3. Kriegsgewinnsteuer!)......
7. Spezialsteuer auf anußerordentliche
 Gewinne) .....
3. Erbschaftsteuer...........
9. Verschiedenes ............)
‚0. Zuschläge der Provinzen und
Gemeinden (centimes addi-)
tionnels) zu Staatssteuern. .
IX. Steuern vom Vermögensverkehr
 und Umsatz ....
1. Register- und Grundwechselabgaben?).....0.0000000000

2, Stempelabgaben. und Um-SatzsteueIN
 +...0.0000000000)
3. Gebühren, Strafen und sonst
nicht aufteilbare Steuern ..!|

III. Transportsteuern?). ........
IV. Steuern vom Verbrauch und!
Aufwand ...........!
L. Verbrauchsteuern (Akzisen).
auf:
a) Ausländische Weine.....
b) Inländische Schaumweine|
2) Gegorene Getränke aus'
Öbstsaft oder -most....
Inländische Branntweine!
Bier areeeeeeeene nennen
Essig und Essigsäure...
Zucker und Sirup......
AN4\ SA
Margarine .............
Ausländischen Tabak...
[nländischen Tabak....
Zündhölzer und Feuer-ZEUBE
 ae0sere er ereni
2. Proportionalverbrauchsteuer
auf Tabak..........00000-3.
 Spezialverbrauchsteuern auf:
a) GegoreneSchaumgetränke
b) Mineralwasser..........
©) Alkohol und Branntwein|
2 Nichtsehäumende Weine

2

925
$

1926 1927 1928
AT ea 8 9 TU IT ‚42 | 233

558,5 669,4/2 227,9‘ 2 035,7! 677,6/2 713,2! 2 408,8! 875,6| 8 284,4
293,0 170,8
359,8| 90,5
83,4| 113,3|

2 757,7 1 136,5| 3 894,2

463,7| 160,4| 624,1
687,5! 114,4 8019| |
243,2] 122,7 365,91%2 157,7 (502,41

754,4
929,7
413,7

129,2 . ]
0,0) |
30

429,2 405,2 . ı 405,2
0,0| 22 0,9) 31
80] 3,4 3,4

395,2|
14,2 5,81

395,2]) ] }
20,0 0,4

0,2!

562,3
0,6

124.
42,2 .
308 —

12,1
142,2
230.8

7,9|
169,8
531.0

7,9
169,8:
231.0)

338,2
266.8

338,2
266,8

38,7]
280,9

318,7
280.9

294,81

294,8}

350.11 350,11

472,3| 472,3|

633,9 633,9

‚040,8 .

1 040,9] 1 986,4

1.986,4[3 144,9, . ]3144,9l

3 ea7,0/ . 13637,0

323,0) . |

323.01 423.11

423,1] 556,9) „556,9

850.7!

| 850,7

596,1| . 1 696,111 539,8] . \539,8|2554,2| . 25542
28. | zu] 235 . | 235] 338 .. 3838| 40,el

2745,51 .

2 745,5

40.8

521.5! 221.0) 742,51

8379 518

889.7' 1 015.5! 408.0| 1 423.5)

1 136.8

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58,1] 59,1| . \ 59,1 + .
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02 . 0,2
73,2. 1782
34,8 . 34,8
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1,0 . 1,0| 1,8
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121,8/ . ; 121,8] 185,9
02 | 0,21 0,2
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? 139,6

22.6

}

Quellen: Moniteur belge 1926, 1927, 1928, 1930 und Budget des recettes et des depenses 1927, 1928, 1929; für die provinz- und kommunaleigenen
 Steuern: Baudhuin »Finances Belges, La Stabilisation et ses Cons6quences«, Louvain 1928, 8. 243/45 — 1) Die auszewiesenen
 Beträge sind Steuerrückstände. — *) Einschließlich Schenkungsteuer. -- %) Unter Ziffer I1/2 mit enthalten,
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        Steuerart

— 1 —
Noch: Belgien

Provinzen
 | ,
Staat | und Ins-Gc-
 . gesamt
meinden


Staat

Provinzer

und
Gemein-



insgesamt
 |

Staat

Proinzen

und
(Gemein

den

Noch: Übersicht 26

| Staat
gesamt

Provinzen

und
Gemein-



| insgesamt


in Millionen fr

4. Mobiliarsteuer .......
5. Personalsteuer .......
6. Kraftfahrzeugsteuer ..

7. Steuer auf gewöhnliche
Fahrzeuge ..........

8, Hundesteuer .........
9. Vermögensteuer......
10. Spiel- und Wettsteuer
11. Ausschanksteuer .....
12. Verschiedenes........

13, Provinz- u. kommunaleigene
 Steuern....:..

19925

1927 1928
3 , 120 | 11 _ | a2 | 18

10,5

De

12,1
21

16,4] 19,5| „| 195
!
2.2] „4 22 &amp;gt; „| 22
49,3| 23,8 783.11 51,2| 25,71 76,9

| 5

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2.1}

5 Di

927

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66.6) 319 98,5

9,21
10,51
46,4 19,91 66,31
35,41

96
\ „1 10,5
sg 242 80,5'
34 „1 814 54,9 .
20,2) 19,5) . | 19,5) 224 .
5,9 Wi . 5,61 9,31 .

9,61

7

9,7

9,3

31,8!

18.9

50,7]
18,21 35,4) .
m .
3.9

57,51
| 23,8

80,8
54,9
22,4
9,3

18,2!

50

180.0] 180.0]

In.

13

-1 360.9

260.01

\

5.

V. Zölle............. 5511| . ! 551,1} 108 14 901.41 097,1) . |1097,1
Summe Ibis V .... 3 672,0) a 562.45 568,61 729.416 298.017 470,6| I 283,6! 8 754.2 8 628,6| Z 185,519 814,7

') Für die Jahre 1926 und 1928 liegen keine Angaben vor.

1928 12,10 vH, in Belgien 1925 20,58 vH und 1927 13,41 vH sowie in Italien 1925
2,12 vH des Aufkommens der Steuern vom Einkommen und Ertrag, während die Globalsinkommensteuer
 Österreichs (einschließlich der Körperschaftsteuer) 1925 42,05 vH und
1926 45,14 vH des Aufkommens der Steuern vom Einkommen und Ertrag ausmachte.
Das Schwergewicht innerhalb der Steuern vom Umsatz, Verbrauch und Aufwand einschließlich
 der Zölle liegt vor allem in Italien, im abgeschwächten Maße auch in Österreich
 und Frankreich bei den Steuern vom Verbrauch und Aufwand (Italien 65,03 vH der
Steuern vom Umsatz, Verbrauch und Aufwand einschließlich Zölle und 33,45 vH der Gesamtsteuer-
 und Zolleinnahmen; Frankreich 54,49 bzw. 20,03 vH im Jahre 1925, 50,28 vH
bzw. 22,52 vH im Jahre 1926, 49,43 bzw. 21,84 vH im Jahre 1927 und 47,62 vH bzw.
21,23 vH im Jahre 1928; Österreich 43,93 bzw. 24,73 vH im Jahre 1925 und 45,51 bzw.
25,48 vH im Jahre 1926). In Belgien dagegen blieb 1927 der Anteil der Steuern vom
Verbrauch und Aufwand hinter dem Anteil der Umsatzsteuern ein wenig zurück.
Die Steuersysteme der drei romanischen Staaten werden ferner durch einen verhältnismäßig
 hohen Anteil der Vermögensverkehrsteuern an den Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen.
 charakterisiert. Dieser betrug für Frankreich in den behandelten Jahren 13,50
bzw. 14,65 bzw. 12,01 bzw. 13,58 vH, für Belgien 13,66 bzw. 18,42 vH sowie für Italien
10,20 vH. In Großbritannien und Österreich ist der Anteil der Vermögensverkehrsteuern
dagegen nur von untereeordneter Bedeutung.
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        — 112 —

Frank
Staat ES / mein- / as | Staat | ar be | ins-___|ments
 | den _ zes ments | den | gesamt
in Mil

Steuerart

1925

K 5
£ 5
SZ

1996

„ Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen .......
.. Steuer auf die Gewinne aus
Handel und Industrie.......
2, Steuer auf das landwirtschaftliche
 Arbeitseinkommen .....
„ Steuer auf Löhne, Gehälter,
Pensionen und Lebensrenten
Steuer auf die Gewinne nichtkaufmännischer
 Berufe......
„ Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen
 ............
Steuer auf bebaute Grundstücke
Steuer auf unbebaute Grundst.
Gewerbesteuer ........0..0....
3. Personalmobiliarsteuer.......
‚0. Tür- und Fenstersteuer......
11. Bergwerksabgabe ...........
{2. Bürgersteuer!)..........0...
13, Steuer auf Immobilien der
toten Hand s.....0000007000
14, Steuer auf die Einkommen aus
beweglichen Kapitalien......
15. Steuer auf die Einkommen aus
Schuldforderungen, Depots und
Kautionen s..00000000000000
16. Kriegsgewinnsteuer..........
17, Wegebauabgaben ...........
‘8, Oktroisersatzabgaben (Steuer
vom Reinertrag, Miet-, Pachtıder
 Verkaufswert v. bebauten
a. unbebauten Grundstücken)
‚9. Loucheursteuem ...........,
X. Erbschaftsteuern...........,
21. SchenkungsteueT .,..........
X. Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz ‚.......
Besteuerung des Umsatzes von
IMMObilie. 0000er
2. Besteuerung des Umsatzes von
MoObiliel vererbt
3. Loucheursteuern ............
t. Außerordentl. Zuschlagsteuer
v. Übertragungen erster Hand
&amp;gt;. Abgabe v. Urkundenregistrierg,
5. Wertpapierstempel..........
7, Stempel auf Wechsel und BankanwWeEISUNBEN
 .s 0000000000000 10,3 . 10,3 11,2 ' . 11,2
3. Stempel a. Quittung. u. Schecks .15,9 . 115,9; 14,9 ; $ 14,9
9. Sonstige Stempelabgaben.... 550,0| . 650,0 324,7| . . 1 324,7
‚0. Börsenumsatzsteuer ......... 148,3| . . 148,3! 386,8] . 8 386,8
1. Allgem. Geschäftsumsatzsteuer , |543,9 97,8 | 195,6 | 4837,3 | 7479,7 | 114,6| 229,1| 7823,4
‚2, Steuer auf Luxuswarenumsätze )
zwischen Nichtkaufleuten.... | 199] . 199] 20,61

3

9m

5087,9 | 1 245,2 | 1 788,8 | 18 121,9 |12625,5 | 1 705.4 | 2 220.7 | 16 560.6

2 365.5

229.1 | 14 209,1

1 683,4
F 14177

203,5
134,7
89

?) Die Bürgersteuer (taxe civique) ist eine einmalig für das Rechnungsjahr 1926 erhobene Steuer, die für die Bezieher
Gjesamteinkommen zu kennzeichnen ist,

— 713 -

Übersicht 27

'eich
De- | Ge | 1m. 17 77] De- | Ge |;
Staat parte- | mein- samt | Staat parte- | Mein- / ins- ;
ments |_den !8 | ments | den | %%aM
ionen fr
LM
10 | a1 | a2 ‘ as , &amp;amp;?

Steuerart

X. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen
1; Steuer auf die Gewinne aus
Handel und Industrie
Steuer auf das landwirtschaftliche
 Arbeitseinkommen
Steuer auf Löhne, Gehälter,
/ensionen und Lebensrenten
Steuer auf die Gewinne nichtzaufmännischer
 Berufe
Ergänzungsteuer. auf das Gezamteinkommen

Steueraufbebaute Grundstücke
Steuer auf unbebaut. Grundst,
Gewerbesteuer
Zersonalmobiliarsteuer ;
Für- und Fenstersteuer
Bergwerksabgabe
Bürgersteuer*?) ;
Steuer auf Immobilien der
‚ofen Hand
Steuer auf die Einkommen aus
eweglichen Kapitalien
Steuer auf die Einkommen aus
Schuldforderungen, Depots und
Zautionen
Zriegsgewinnsteuer
Wegebauabgaben .
)ktroisersatzabgaben (Steuer
som Reinertrag, Miet-, Pachtoder
 Verkaufswert v, bebauten
ı. unbebauten Grundstücken)
19. Loucheursteuern
20. Erbschaftsteuern ;
21. Schenkungsteuer
I. Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz
L. Besteuerung des Umsatzes von
Immobilien
}, Besteuerung des Umsatzes von
‘Tobilien
Loucheursteuern
Außerordentl, Zuschlagsteuer
7. Übertragungen erster Hand
‚ Abgabe v. Urkundenregistrierg.
5, Wertpapierstempel
”, Stempel auf Wechsel und Bankınweisungen

Stempel a. Quittung, u. Schecks
Sonstige Stempelabgaben
Börsenumsatzsteuer
\llgem. Geschäftsumsatzsteuer
Steuer auf Luxuswarenumsätze
zwischen Nichtkaufleuten

‚5 768,4 ] 2182,5 | 2862,3 | 20 813,2 l16 017,8 | 2457,7

5220,6| 21 695,9
„| 40841
v | 201,5
832,1
164.0

377,3 |

4377,3 | 4 084,1

268,4 '

268,4 |
656,1 |
1
153 7

201,5

56,1)
153.7 1

832,1

164.0

1 261,3 ]
125,2
540,4
136,0
28,1
192,9
3,1
191,5
32836

127,4
295,2
020,4
439,4
0,1 |

393,3
153,8
146,9
408,6
30,8

2261,3 2318,33
1945,9 | 1146,41! 461,9] 427,1
989,4 | 542,3 326,8| 182,6
2403,3 25,5 | 1 182,9 | ı 314,0
876,1 | 39,11 486,0| 454,5
223,8 167,2] 04 =
8,1 2,8
191,5 |
3283,6 | 3400,51

2318,83 |
2035,4
1051,7
2742,4 |
979,6
193,8
28
200,8 }
1
3.400,5

101,5
63.0 |

ne]

101,5
263,0 |
467.6

102,2 |
238,5

102,2
238,5
313,3

13.3

261.31

261,3 |

302,6 |

302,6
„| 21793
, 153,0

. 941,5
139.8

1323 |

941,5 | 2179,83
139.8 ! 153,01

ua115 1

2848

15.308,4 '17055,9 |
{159,9 | va
Ta

120,1 |

240,3 | 17 416,8
„1 14129
| 1 296,4

| 159,9)

070.2 |

462,5
328,0
337,7

462,5
328,0
337,7

565,7
654,9
347.9

565,7
654,9
2479

12,8 '
15,3
533,5
347,7
26907

,
E

u.

7,4
BERL

49

A

23,1

23,1

ler unteren Einkommen als Kopfsteuer, für die übrigen Einkommensbezieher als Zuschlag zur Ergänzungsteuer auf das
        <pb n="575" />
        714

Noch:
De- Ge- : De- Ge- :
Staat | pazte- mein- | ae t | Staat |parte- mein- | _1n8-_
 _ ments |_den | 5% m | ments | den | S%amt
in Mil

Steuerart

1925

1906
Ve“

I. Transportsteuern ....
L. Eisenbahntransportsteuer ....
2. Steuer auf Transporte anderer
3. Wassertransportsteuer vi.

739,4 |
135.6

739,4 | 1 307,2 |
735,6 | 1 295,7

1807,2
1 295.7

zn

&amp;gt;55

4,3
72

4,3
72

.V. Steuern vom Verbrauch und
Aufwand ‚.........
. Wein- und Obstweinsteuer...
2, BIOS er
3. Alkoholsteuer...............
it. Luxussteuer auf Spirituosen .
5. Mineralwassersteuer ‚........
j. Zuckersteuer ‚,....0.....0.000
7. SalzsteuleT......0.00000000000
3. Essig- und Essigsäuresteuer. .
3. Kolonialwarensteuer. ........
10. Steuer auf Zichorie und Kaffee-CE
 EN
11. Vanillinsteuer ..............
12, Steuer auf pharmazeutische
Spezialitäten ...............
‚3. Steuer auf Parfümerien .....
‚4. Steuer auf Kerzen und Stearin-Säle
 eeerererre nennen
‚5. Steuer auf Benzol ..........
‚6. Steuer auf Essenzen und PetroleM
 aesasere nenn ak
‚7. Steuer auf Schweröle .......
8. Oktroisabgaben auf
a) Getränke, Speiseöle,
Essig USW. 20.0.000.00000 |
9) EßWarel es sereene nen es
2) Brennstoffe. ...........:.
I) Futtermittel.............
) Rohstoffe. .......00000000
‘) Verschiedenes. ...........
"onstige Verbrauchsteuern...
0. teinertrag des Tabakmonopols
‘. ’einertrag d. Zündholzmonop.
”, Reinertrag des Pulvermonopols
2, LIZENZEN sera
. Kraftfahrzeugsteuer .........
75. Fahrradsteuer .,............
Steuer auf Wagen und Pferde
m, Billardsteuer ‚.............,
26. „ustbarkeitsteuer ...........
29. Glückspielsteuer ............
30. Hundesteuer ...........0,.404
31. Sonstige Aufwandsteuern ...
Y. Zölle ..........
summe I bis V....

yası,6 |

34.8 ı 11797

7 596.1

z 4628

9 922,5

598,4
88,5
158,
80,2
28,0
159,7
39,6
10,5
95,5

816,0
118,0.
224,1
180,2
28,3
159,7
39,9
10,5
85,5

1,5 | 1408,4 '
233,5,
28,7
258,7 |

217,6
29,5 |
265,2
|

833,2
109,0
019,0
885,1
38,4
721,4
116,9
12,3
215,2

066,7
137,7
277,7
985,1
38,4
“21,4
16,9
12,3
25,2

13,4
39

33,4 |
3,2

47,8
4.2

{7,8
22

Ko .4

9,4 |

45,6
46.1 |

15,6
16,1

47
6,3

4,7
6,3

7,1
21.0

7,1
21.0

123,7 |

23,7 |

619,3
71,1 |

19,3
71.1

10,4
09,0 |
25,1
23,2 '
09,0
34.4

13,2
309,0
125,1
23,2
109,0
34,4
87,6
366,3
14,8
35,0
2
350,6
13,4
4 £
en

14,7
46,7 T
49,0
24,4
41,0}
43,3 |

14,7
346,7
49,0
24,4
141,0
43,3
338,3
313,2
150,1
6,6
76,C
16,5
147
un

87,6 '
866,3
114,8 1
55,0 |
59,2 °
‘6 |
34
23,2
2,0
86,5
16,1
44,3

338,3
313,2
150,1
66,6
73,4
164,7
44,7
22,6
2,0
38,5
205

34,8

2,0
3,2 ]
10
A

‚1

af

C
00,5
720,5
25,9
191,5

22,0
A

2)
77

Er

14884| . 1486,4 | ı 967,7 vr7
[33378,8 13778) 3 164,1 | 37 920,7 ERS 1e75| 3867,2 | 440571

Quellen: Bulletin de Statistique et de L6gislation Comparge, Paris, 1926, 1927, 1928, 1929. Rapport du Comit6 des Experts,

715 —

Noch: Übersicht 27

Frankreich
De- Ge- 2 | De- Ge- ;
Staat | parte- | mein- 1085- | Staat | parte- mein- ine
/ ve den gesamt . | ments | den gesamt
ionen fr
1927 Eee
10, a2 | 38

Steuerart

1928
‚2 as ! 16 | a7

2087,0
‚006,8 |

2037,0 | 2 152,7 | . { 2152,7
2006,8 | 2 119,8 | : 2 119,8
| 29
30,0}

Ill. Transportsteuern
L. Eisenbahntransportsteuer
?, Steuer auf Transporte anderer
Art *
3. Wassertransportsteuer
IV. Steuern vom Verbrauch und
76,4 | 1 654,1 | 12101,8 Aufwand ;
; 195,6 732,2 Wein- und Obstweinsteuer
; | 32,6 130,3 Biersteuer
% 271,9! 1435,5 ? Alkoholsteuer
; 1 045,5 Luxussteuer auf Spirituosen
| 31,0 Mineralwassersteuer
* 238,4 Zuckersteuer
212,6 Salzsteuer
18,4 8. Essig- und Essigsäuresteuer
366,6 9, Kolonialwarensteuer
.0. Steuer auf Zichorie und Kaffee-71,4
 Ersatzmittel
5,51 11. Vanillinsteuer
12, Steuer auf pharmazeutische
52,2 Spezialitäten
6,9 {| 13. Steuer auf Parfümerien
„14. Steuer auf Kerzen und Stearin-1
 säure
;15, Steuer auf Benzol
16, Steuer auf Essenzen und Petroleum

‚7. Steuer auf Schweröle
‚8. Oktroisabgaben auf
a) Getränke, Speiseöle,
Essig usw. ;
9) Eßwaren
c) Brennstoffe
d) Futtermittel
3) Rohstoffe
i) Verschiedenes
5onstige Verbrauchsteuern
Reinertrag des Tabakmonopols
Reinertrag d. Zündholzmonop.
"einertrag des Pulvermonopols
Äzenzen
Craftfahrzeugsteuer
"ahrradsteuer
Steuer auf Wagen und Pferde
3illardsteuer
ustbarkeitsteuer
Glückspielsteuer
y. Hundesteuer
31. Sonstige Aufwandsteuern
V. Zölle
Summe I bis V

34
6.8

) 834,4 |
521,1
96,71
012,0
926,4 |
24,8
72,4
217,1
16,0.
142,7
54,3
15

89,5 | 1490,7 | 11 394,8 110370,8 |

|

177,4| 698,5 536,6 |
32,3| 129,0: 97,7
236,4 | 1248,4 I ı 163,6 |
926,4 * 1.045,5
24,8 31,0
072,4.‘ 238,4
217,1 212,6
16,0 | 18,4
342,7 366,6
64,3 °
4,5

71,4 |
5,5
52,2
106,9 |
12,4
25,9
543,0
63,9 |

4,3
33,8
10,1
25,9

43,
33,8

591

366,1
75,5

366,1 1
75,5 1

16,5 16,5 ı
43,5] 413,5
180,6 | 180,6
25,9 25,9
133,8 | 133,8
56,7 56,7
131,9
2 952,0
156,8
78,5
138,6
591,3
18,2
En

131,9!
‚952,0 |
156,8 |
78,9
135,8
521,6 '
„18,8
23,1
4,9
113,4
26,7
66,8

150,2
163,2
171,1
4,1
131,0
584,7
119,5
26
4,7
29,8
28,3

69,5}
0.0]

2,8
2
10
14

;

4
L5

28,
182

ad

19

2617,6 . 2617,6 | 3 629,5 . &amp;amp; 039,5
15 168,9 25) 4617,6 | 52 170,8 |49 226,5 26542] 5 115,0| 56 995,7

’aris, 1926. Projet de loi portant fixation du budget g6n6ral de l’Exereice 1927, 1928, 1929, 1930.
        <pb n="576" />
        Steuerart

— 716° —

Groß

| . [alt ins Selbstver- &amp;gt;
Staat |waltungs- n | Staat valtungs- ne
verbände | 8°%4mt verbände gesamt

ir 1]

1995/98

Le

—— 717

britannien
- {Selbstver-| ‘ Selbstver-/| .
Staat e- 1n8- | Staat braltuns Tas
verbände gesamt | verbände gesamt
lionen £ a
1927/28 .

Übersicht 28

Steuerart

ü

|. Steuern vom Einkommen, Ertrag und
Vermögen .............
1. 8) Zuschlagsteuer ‚..............
b) Einkommensteuer ...........
2, Körperschaftsteuer!).............
3. Kriegsgewinnsteuer!) ............
4. Landsteuer s...00.000000000000000
5. Steuer auf bewohnte Häuser!) ...
6. Steuer auf Bergwerksrechte......
7. LOcal TabeS o.000000000000000 000
8, Erbschaftsteuer .......0..0.00.0004

305,85 | 172,58

568,38
67,83
258,07
11,71
2,38
0,67
0,03
0,26
166,10
61,33

367,26

185,87 |

553,18

67:83

66,30
230,14
3,87
4,58
0,63
0,01
0,22 | ;
% 179,95
61,51 | 5,92

258,07 |

66,30
230,14

11,71
2,38

3,87
4,58
2,63

0,67

0,03

3,01

0.26

166,10
5490 | 643

9,22
179,95
67.43

IL Steuern vom Vermögensverkehr unf
Umsatz ..............
Stempelsteuern. ee

25,18
25,13

25,13
25,13

24,87
24,87

24,87
24.87

1. Transporisteuern .......
Eisenbahnverkehrsteuer ... .. a.

0,41

0,41

0,89

0.39

41

0,41

0,39 |

2,39

(V. Steuern vom Verbrauch und Aufwand
1. Biersteuer ......0000000000000000
2, Branntweinsteuer ........0...000.0:
3. Steuer auf britische Weine (Obst-WEiNSfEUET)
 . 0000000
4, Tafelwassersteuer .........0.....
5. Zuckersteuer (einschl.Melassesteuer)
ö. Glykosesteuer.............1.....
7. Saccharinsteuer .....0.0.0..00.00004
8. LizenzsteleN....0.0.0.0000000040004
9. Steuer auf patentierte Heilmittel, .
10. Zündholzsteuer .........0.00000044
11. Steuer auf Kunstseide...........
12. Sonstige Verbrauchsteuern .......

148,38

4,14
0,37
0,73

152,52
76,32 ı
41,99

149,97 4,14 |
78,39 0,37
36.33 | 073

154,11
78,76
3706 -

75,95

41,26

0,38
D,60
7,29
9,06
1,57
1,29
1,63
0,61 |
0,13

38

9,37

50
9

0,37
1,00
0,27
0,08
4,75
1,29

‚00

“27
1,08
1

ne

3,04

1,45
3,71

13

0,14

0,14

Quellen: Finance Accounts 1925/26, 1926/27, 1927/28, 1928/29. Financial Statement 1925/26, 1926/27, 1927/28, 1928/29,
Finanzgesetzes 1924, die Kriegsgewinnsteuer gemäß Finanzgesetz 1921; die ausgewiesenen Beträge sind Rückstände.

I. Steuern vom Einkommen, Ertrag und
Vermögen ,
1. a) Zuschlagsteuer 8
b) Einkommensteuer „2
2, Körperschaftsteuer!) ua
3. Kriegsgewinnsteuer!) ;
4. Landsteuer .
5. Steuer auf bewohnte Häuser!)
6. Steuer auf Bergwerksrechte
7. Local rates
8. Erbschaftsteuern

386,25 ‘ 195,44

581,66
60,05
253,50
1,79

370,46

195,068

565,52

60,05
253,50
1,79

56,21
237,27
0,82

56,21
237,27
0,82
1,20
0,62
0,00
4 0,21
188,17 | 188,17
6,89 81,02

1,20

0,62
0,00
0,20

0,62

0,62
0,00
0,21

D, 0
0,20

188,40
70,09 | 7,01

188,40
77.10

74.13

II. Steuern vom Vermögensverkehr und
Umsatz
Stempelsteuern
IH. Transportsteuern
Eisenbahnverkehrsteuer

26,89
26.89

26,89 ;
26,89

30,18
30,13

80,18
30,13

0,38

0,38

0,37

0,37
0,37

09.38

0,38

0,37

159,41

4,14
0,37
0,73

163,55
77,80
40,57

154,86

159,00
0,37 ! 70,85
0,73 | 39,00

IV, Steuern vom Verbrauch und Aufwand
1. Biersteuer
2, Branntweinsteuer
8. Steuer auf britische Weine (Obstweinsteuer)

4, Tafelwassersteuer
5. Zuckersteuer (einschl.Melassesteuer)
6. Glykosesteuer ,
7. Saccharinsteuer
8, Lizenzsteuern .
9, Steuer auf patentierte Heilmittel
10. Zündholzsteuer
11. Steuer auf Kunstseide
19, Sonstige Verbrauchsteuern

77,43
39,84 |

70,48
28,27

0,12
0,35
1,31

0,12 0,20 0,20
0,35 0,35 0,35
4,31 1 1,06 1,06
0,81 0,25 0,25
0,08 0,06 0,06
4,91 2,386 4,63
1,25 1,33 2,33
1,74 1,88 1,88
1,22 1,47 | „| 1
0,18 0,12 0,12

0,31
0,08

1,87

3,04

1,25
1,74
1,22
0.18

S
de
d
|
u
Gr
£
u
a
Tr
6:
Ss
Au:
ä
H
te
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0
WW
be
1
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8
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u
te
Ss
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di
d
n
u
T
6:
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ha;
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8:
PD
ör
K
ie
di
r
a
Wi
Z
d
N
u:
N,
be
ho
€.
fg
U.
a
d
in
si
Im
6
U
to
8
8
8
ie:
1) DD
        <pb n="577" />
        718

Noch: Groß
Selbstver-| + Selbstver-| W
) Staat valtunge, 2ER | Staat valtunze. gesamt
Steuerart verbände verbände

1926/26

‚in Mil
RE

13. Vereinsteuer....................
14. Vergnügungsteuer ...............
15. Wettsteuer .........0..0..0000.0000
16. Kraftfahrzeugsteuer .............
17. Sonstige Aufwandsteuern ........
L8. Petroleumsteuer..............1..
19. VerschiedeneS. ............0.0..00..
V. Zölle..............
1. Branntwein....... EUR A EEE
A DT TTIT
3. FE er ru kı NEEE
4. Weil er ea N E
5 ZUCKET are Ee
6. Kaffee ..0...0000000000000 00040000
7. Kaka0 0000er ee
A
9. Getrocknete Früchte und Frucht-KONSEI
 VEN ars
10. Tabak 0.00.0000
11. Petroleum .......00000000000004
12, Streichhölzer .............0.0.0000.
13. Roh- und Kunstseide ...........
14. Handschuhe ............0...0000.
L5. Stand-, Wand- und Taschenuhren. .
L6. Kinematographische Filme.......
17. Musikinstrumente ........ 2....
18, Packpapier s....0.0.00000000000000
19. Kraftwagen und Motorräder .....‘
20. Schlüsselindustriewaren ..........'
21. Sonstige Artikel ............0....
Summe Ibis V....

0,17
5,72

1.17

0,17

0,17

5,72

5,73

5,73

0,63

0,63
21,53

18,46

18,46
0.17

21,53

0,17

0,17

0,17

0,07

1.07

103.45

0.15

103,60

107.15

0.18 |

10731

7,94
5,93
0,12
3,75
18,40
0,20
0,74
5,79

0,00.
0.15

7,94
6,08

6,50
5,27
0,17
4,33

0,00
0,16

6,50
5,43
0,17
1,33
17,43
0,20

2.12

3,75
18,40
0,20
0,74
5,79

17,43
0,20

0,76
5,96

0,76
5,96

0,56
53,59

0,56
53,59

0,59
53,95

0,59

53,95

1,71
2,60

LZ1
2,60
0,09
0,18
0,10 |
9.14

2,13
4,97
0,61
d,42
0,22
3,24
1,49
1,84
1

2,13
4,97
0,61
0,42
0,22
0,24
0,49
1,84
151
(56

0,09
0,18
0,10
0,14

0,66
0,46

56

3,46

2,49 49
673,22 | 176,82 | 850,04

0.56
649,64 | 190,17 | 839,81

719

britannien
Selbstver-| | Selbstver-|
} ins- ins-Staa
 Sale gesamt | 7790 lung gesamt
jonen £
1927/28
nn En

1928/29
8

17

17

6,12

„1

0,17
6,00
2.24
25,53
0,18
3,62
0,06

5,12
2,45
24,74
0,17
0,06

0,17
6,00
2,24

2,45
24,74
0,17

24,93 | 0,60 |
0,01 | 0,17 |

3,62 .
0,06 | — |

0,06

112,14 | 016 ! 112,80 |

11864 | 0,16

118 80

6,80 | 0,00 6,80 |
5,36 | 0,16 | 5,52 |
0,32 0,32
4.16

6,51 | 0,00 6,51
4,98 / 0,16 | 5,14
0,29 0,29
4,26 4,26
13,91
0,20
0,71
5,75

‚7,04
3,20
9,70
5,79

17,04
0,20
0,70
5,79

0,64
59,20
9,38 9,38
2,21 2,08 2,08
4,78 | 4,61 4,61
0,58 | 0,59 0,59
0,56 ı 0,62 0,62
0,22 | 0,19 &amp;gt; 0,19
0,24 0,24 0,24
0,52 2,52 0,55 0,55
2,55 2,55 2,47 ; | 2,47
1,63 I,63 0,63 | 0,62
0,67 0,67 0,83 | — | 08
685,07 ! 199,71 | 884,78 674,46 | 199,36 | 873,82

Noch: Übersicht 28

Steuerart

13. Vereinsteuer
14. Vergnügungsteuer ;
15. Wettsteuer
16. Kraftfahrzeugsteuer
17. Sonstige Aufwandsteuern
18. Petroleumsteuer
19. Verschiedenes

V. Zölle
auf:
1. Branntwein
2, Bier
3. Hopfen
4. Wein
5. Zucker
6. Kaffee
7, Kakao
3, Tee
3. Getrocknete Früchte und Fruchtkoönserven

10. Tabak
11, Petroleum ; ;
12, Streichhölzer
13. Roh- und Kunstseide
14. Handschuhe .
15. Stand-, Wand- und Taschenuhren
L6. Kinematographische Filme
L7. Musikinstrumente
18. Packpapier |
19. Kraftwagen und Motorräder
20. Schlüsselindustriewaren
21. Sonstige Artikel ;
Summe I bis V
        <pb n="578" />
        Übersicht 29

720 —

Italien!)

Staat

Provinzen


TBmein-



insresamt


Staat

Staat

Staat

Steuerart

in Mill. Lit.

1925/96

‚926/27 | 1927/28 | 1928/29

Fr

8

Tl. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen .........

1. Grundsteuer........
2. Gebäudesteuer...
3. Mobiliarsteuer
a) Deklarationen.............
b) Einbehaltungen ...........
Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen
 ......... ...
5. Ledigensteuer ‚....... ib.
6. Gewerbesteuer ;
a) Neue Gewerbesteuer.......
b) Alte Gewerbesteuer .......
c) Patentsteuer..............
d) Viehsteuer................
8) Steuer auf Ladenschilder ..
7. Familien- und Herdsteuer ...
8. Straßenerhaltungsbeitrag .....
9. Erbschaftsteuer und Steuer auf
die Tote Hand ........... ..
10. Außerordentliche Vermögen-SteUEr
 „......
11. Wertzuwachssteuer...........
12. Verschiedene Kriersteuern ...'

(X, Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz ..........

1. Registersteuern?).............
2. Stempelsteuern ... ER 4
3. Effektensteuer . m
4. Hypothekensteuer. ..........,
5. Notensteuer ...
6. Geschäftsumsatzstener. .......

IX. Transporisteuern ......

5 722,0 | 674,6

1480,5 | 78774 |

5624,8 | 53714

147,5 .
586,5 N 888,9 ı$ 1915,8
292.9

143,0 |
288,7 |

113,5 |

229.8

2 474,5
521.9

2 474,5
521,9 ı

2935,6 |
398,5

2 958,4
448,1 |

139,6 |

3.4

143.0 |

194,2

242,9 |

35

63.3 |

58.5

26,9 85,4
157,1 157,1
12,3 | 12,3
‘46,3 | 146,3
8,3 8,3
228,9 | 228,9
7.9 37.1

a

11,3

1,3 |

111,3

76,8

| 009.0

1 009.0 |

921.6

827.8 |

N 4

r

09

10253

‚025,3 1

628,4 |

390.8 |!

20134

3 013.4

3 048.8

24768

. 006.2

| 006,2 |

1 054,7 |
625,0 |

766,0 |
606.4

578.0

578,0

273,7

273,7
196,4
59,7
189.4

315,1
210,8

297,1

‚96.4

164.6

An
4

60,0 |

3

783.2 |

42.7

107.£

107,8 | 55,8

55

5 092,6

112,4
217,5

2 853,4
463,2

266,3
76,5

32,9

89,3

729,5

251,6

2 588.2

792,4
601,4
309,8
172.8

706,8

118,5

Quellen: R6sum6 du Compte du Tr6sor 1927, 1928, Conto Riassuntivo del Tesora 1929. — 1) Hinsichtlich der staatlichen
Unterverbände liegen Zahlen nur für das Jahr 1925/26 vor. — ?) Einschließlich Schenkungsteuer.
        <pb n="579" />
        — 721 —
Noch: Italien?)

Staat

Provinzen
 |

Gemein-



ins- |
vesamt

Noch: Übersicht 29

Staat | Staat |

Staat

Steuerart

1925/26

1

Mill. Lit.

1926/27 1 1927/28 11928/29

2

[V. Steuern vom Verbrauch und|
Aufwand ....

i. Herstellungsteuern auf
a) ZUCKe 00.0.0000000000000004
b) Alkohol s..000000000000000
0) BIC rc EHER E RE
d) Verschiedenes?) ...........

2. Verbrauchsakzisen auf
a) Alkoholische Getränke.....
b) Kaffee .....0..0000000000000
5) Mineralöle.......- ..
3. Spielkartensteuer ............ |
4. Aufenthaltsteuern............ |
5. Zündholzsteuer ..........0.0000
6. Kraftfahrzeugsteuer ..........
7. Steuer auf Wagen und Pferde
8. Hundesteuer ..........00.00.004
9. Klavier- und Billardsteuer....
LO. Steuer auf Schaustellungen ...
L1. Lizenzsteuern...-.
12. Verschiedenes ....

V. Zölle 0.......0...
1. Zöll® vesererene ne
2. Goldzollaufgeld ........0..0.0.004
Summe I bis V....

Außerdem Monopole (Bruttoerträge)
Tabak ıı sk kkkkn ke ren hen ber
Alk HER LESER KEKENERR EN
LE re SHE EER
1

2898.22 |

1 137,2

385,2

61,7
261.5

296,7
229,3
76,4

90.6

127.3

116.9

76.3

118,1

9 855 1

2855.41

14 594.5

3 739,3
3.048,7
211,8
462,8
16.0

8,7 |

87

ART |

14204

| 335,3

13,7

15,8

22,4 '
6.1

27,1

2 900,9

4 325,8

2 957,5 |

2 947,0 | 3 300,5

1 137,2
385,2
61,7
261,5

1132,99 1000,3 1200,2
369,1 350,2 387,3
60,5 | 50,2 54,3
305,8! 318,8 | 329,7

. 1.937,7

267,2 243,0 | 344,5
250,2 ' 329,2 | 325,1
76,3! 97,7 107,9

2.6

9.4

10,0 | 8,8

13,7

127,3] 132,1 |
116,91 10141 131,5] 106,2
15,8 |
22,4
6.1

76,3

28.2

94.7 |

90.7

118,1

1644

160.9 | 203,3

35,8

2 9551

2747.38

26271) 2991,9

2 855.1

820,5

1 893,9
} 2991,9
733.2

1 926.8

E8 178,7

144337 | 13427,8 | 14 086,7

3739,83 1 3974,6
3048,7 | 3261,5
211,8 208,4
462,8 485,3
16,0 | 19,4

3941,7 |

3031,4
3280,2 22852,9
192,7 252,6
. 525,9

z gl Wi
rträ;
go
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ersch
ied
628.
S&amp;lt; b:
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8
und
El
okt
Tizitä
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        722 —

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der den ins Bund der |
Wien ‚mit ‘gesamt ohne | zit
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Steuerart

in Millionen S
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(. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen .........
+ Bekenntnis-Einkommensteuer.
1. Abzugseinkommensteuer .....
}. Allgemeine Erwerbsteuer (einschließlich
 der Erwerbsteuer
vom Hausier- und Wander-ZeWETDE).
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. Körperschaftsteuer..........
» Vermögensteuer............,
), Bekenntnis-Rentensteuer. ....
/. Abzugs-Rentensteuer .,......
3. Besoldungsteuer ............
I. Tantiemensteuer ............
.0. Börsenbesuchsabgabe........
„1. Vermögensabgabe...........
:2, Kriegsteuer .........0..00.000.
.3. Hundesteuer bezw. Zuschläge
.4. Gebäudesteuer » »
‚5. Arealsteuer » »
.6.. Mietenaufwandsteuer bezw.
-Zuschläge ...0..000000000000
17. Untermietabgabe ...........
(8, Bodenwertabgabe ...........
19. Lohn- (Fürsorge-) Abgabe ...
20. Konzessionsteuer, ...........
21. Gemeindevermögensteuer ....
22. Wertzuwachsabgabe,........
23. Schenkungs-, Erb- und Zuschlagsgebühren
 ......,.....
24. Verschiedene Nebeneinnahmen

202,9 | 86,2 | 224,8 ' 513,4
|
55,4 | 83 | 30,5 | 94,2
30.1! 2235| 176 512

229,2 | 89,8 |
52,3 | 8,0 |
31,1 43

7
|
241,2 | 559,7
29,6 | 89,9
18.0 53.4

30,5
30,0
10,7
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45 16,9
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1,6 0,4 0,8 |
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0,2 021 . . 1,2 1,2
00.| o0| . . 0,0 0,0
7,6 27| . 0,1 8,6 8,7
2,7 27,5 | 25,9 2,5 | 1,7 30,1
1,8 64 5,6 0,5 2,5 8,6

25,8
|
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22,9 | 1,0
4.2 94

X. Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz BakR
Stempel- und Rechtsgebühren?)
Zuschläge zu den Immobiliarzebühren
 und zum Gebühren-Äquivalent
 .................
Effektenumsatzsteuer........
Valutenumsatzsteuer ........
. Bankenumsatzsteuer ........
3. Warenumsatzsteuer ‚......:.
?. Verschiedene Nebeneinnahmen

210,1 | 25,6 |
49,1 29

58,9

ws | 4 6 62,2 | 302,2
57,8 48.4 44 7 595

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53,€
49

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19.

XII. Transportsteuern .....
|. Eisenbahnverkehrsteuer. ..... |
2, Fahrkartenstener ...........

2,
22

2 | 3,4
2,1
1,3 | 1,3

WE:

Quellen: Statistisches Handbuch für die Republik Österreich 1926, 1927, 1928, 1929. Nachweisungen des Bundesministe-5000
 Einwohner. Vgl. Anm. 2 der Üuersicht 31 — ?}) Ertragsanteile der Länder und Gemeinden, Rechnungs-, selbständige
nicht enthalten.) — %) Ausschließlich Gerichts-, Patent-, Konsular- und Punzierungsgebühren.

— 723

Übersicht 30

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insgesamt


Steuerart

in Millionen S

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5 | 16 | 7

I. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen
L Bekenntnis-Einkommensteuer
} Abzugs-Einkommensteuer
3. Allgemeine Erwerbsteuer (einschließlich
 der Erwerbsteuer
vom Hausier- und Wandergewerbe)
 .
Körperschaftsteuer
Vermögensteuer ;
Bekenntnis-Rentensteuer
Abzugs-Rentensteuer
Besoldungsteuer
Tantiemensteuer
}örsenbesuchsabgabe
7ermögensabgabe
Kriegsteuer
Hundesteuer bzw. Zuschläge
Gebäudesteuer » »
15. Arealsteuer &amp;gt;» »
16. Mietenaufwandsteuer bezw.
-Zuschläge
7. Untermietabgabe
18. Bodenwertabgabe
19. Lohn- (Fürsorge-) Abgabe
*). Konzessionsteuer
21. Gemeindevermögensteuer
29, Wertzuwachsabgabe
23. Schenkungs-, Erb- und Zuschlagsgebühren

94. Verschiedene Nebeneinnahmen

235,7 940 216,8 '
55,1 8,4 | 34,2 |
32.0 50 19,7

546,3 245,8.! 101,0 ° 228,4! 575,2
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56,5 5,4 | 226 636
72,9 671] 31,51 86,9
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5,3 06 21| 62
11,7 1 2 10,3
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0,0 | 0,0 | # $ 0,0
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68,0 | 93,2 - 26,2] 690 ; 95,2
. 0,3 0,3 . % 0,5 0,5
‚91 6,5 661 . 04 | 65 6,6
37,7 2,6 | 2,8 43,1 | 34,5 2,7 | 2,61 39,8
55 05 26 8,6 5.6 0,4 | 23 8,3

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Il. Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz
Stempel- und Rechtsgehühren*)
Zuschläge zu den Immobiliarzebühren
 und zum Gebühren-\quivalent

‚Mfektenumsatzsteuer
Valutenumsatzsteuer
Bankenumsatzsteuer
3. Warenumsatzsteuer
7 Verschiedene Nebeneinnahmen

38.

54

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N]. Transportsteuern
„. Eisenbahnverkehrsteuer
O9 Fahrkartensteuer

‚Jjums für Finanzen 1925, 1926, 1927, 1928. — 1) Ausschließlich der selbständigen Steuereinnahmen der Gemeinden unter
Steuern der Länder und Wiener Voranschlagszahlen. (Die selbständigen Einnahmen der Gemeinden sind mangels Unterlagen
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Steuerart

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1. Biester 4000 nr
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3. WeinsteleT .....0.000000000004
4. Schaumweinsteuer ..........
&amp;gt;. Mineralwassersteuer .........
3. Essigsäuresteuer ............
?, Zuckersteuer ........0....00.
3, Süßstoffsteuer .........0...0.
), Zündmittelsteuer............
0. Verbrauchsabgaben
a) allgemeine. ............0..
9) vom Bier veeeseeeeeeren
UL. Luxusverbrauchsabgaben®) ...
.2. Energieverbrauchsabgaben ...
.3, Ankündigungs- und Anzeigen-SfEUEL
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|4. Spielkartensteuer ...........
15. Reinertrag des Tabakmonopols
L6, Reinertrag des Salzmonopols
‚7. Reinertrag des Schieß- und
Sprengmittelmonopols .......
‚8. Reinertrag der Staatslotterie .
.9. Steuern auf Totalisator- und
Buchmacherwetten..........
20. Zuschläge der Steuer auf Tota-Jisator-
 und Buchmacherwetten
21. Steuer auf die Gewinne aus
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22. Lustbarkeitsteuern ..........
23. Fremdenzimmerabgaben .....
24. Hauspersonalabgabe.........
15. Kraftwagensteuer ...........
26. Jagd- und Fischereiabgaben ..
27. Mautgebühren .........0.0.0.
8. Verschiedene Nebeneinnahmen

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7,3
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9,7

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0,3
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19,4
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V. Zölle ..........
L. Zölle eeeeeeren ernennen
2. Ein- und Ausfuhrabgaben ,..
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200,0 213,7
196,5 211,3
35, 081 4,4 ZEN 2,4
860,7 | 128,2 | 355,4 | 1 344,3 | 931,7 | 137,3 | 3793 14483

Quellen: Statistisches Handbuch für die Republik Osterreich 1926, 1927, 1928, 1929, Nachweisungen des Bundes-000
 Einwohner. Vgl. Anmerkung 2 der Übersicht 31. — *) Ertragsanteile der Länder und Gemeinden, Rechnungs-, selbständige
‚agen nicht enthalten). — *) Ausschließlich Gerichts-, Patent-, Konsular- und Punzierungsgebühren. — *) Voranschlagzahlen.

725

Noch: Übersicht 30

)sterreich
Län- | 0% Länmein-
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. 0,3
, 0,1
13,6
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16

IV. Steuern vom Verbrauch und
Aufwand
1. Biersteuer
3. Branntweinsteuer
3. Weinsteuer
x. Schaumweinsteuer
5. Mineralwassersteuer
3. Essigsäuresteuer
7. Zuckersteuer
3. Süßstoffsteuer
J. Zündmittelsteuer
0. Verbrauchsabgaben
a) allgemeine
b) vom Bier
Luxusverbrauchsabgaben®)
Energieverbrauchsabgaben
Ankündigungs- und Anzeigenteuer

Spielkartensteuer
Reinertrag des Tabakmonopols
Reinertrag des Salzmonopols
Reinertrag des Schieß- und
jprengmittelmonopols
Reinertrag der Staatslotterie
Steuern auf Totalisator- und
3Zuchmacherwetten
Zuschläge der Steuer auf Totawsator-
 und Buchmacherwetten
Steuer auf die Gewinne aus
Z,ahlenlotto und andere Lotterien

32. Lustbarkeitsteuern
33. Fremdenzimmerabgaben
°4. Hauspersonalabgabe
95. Kraftwagensteuer
26. Jagd- und Fischereiabgaben
27. Mautgebühren
28. Verschiedene Nebeneinnahmen
V. Zölle
l. Zölle
&amp;gt;, Ein- und Ausfuhrabgaben
jumme I bis V

32,9 | 69,1
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10,3 | 28,0
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„19 133
1,1 |) 0,8 . n N 0,8
11,3 |9) 10,3 „19 10,3
6 ; 1,6
2.7 00] 0,6 0,6

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369,7 | 1 563,5

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1.0

240,0
37,6
2,4 3,0
378,4 | 158,1 | 355,4 | 1491,9 |

022,6 | 171,2 |

ainisteriums für Finanzen 1925, 1926, 1927, 1928. ?) Ausschließlich derselbständigen Steuereinnahmen der Gemeinden unter
;teuern der Länder und Wiener Voranschlagszahlen. (Die selbständigen Einnahmen der Gemeinden sind mangels Unter-)
 Zechschuld, Speisen und Getränke, Luxusgaststätten- und Luxuswarenabgaben,
        <pb n="582" />
        1 ZU

Internationale
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und Ge- Sosamt
meinden

uliedstaat
 ‚Staaten, .
bzw. SE ins-*
 verbände
Bund | und Ge- Sekamt
meinden

Glied-Staat
 staaten, | .
bzw. Gemeinde- 1068-B
 verbände | gesamt
und | und Gemeinden
 |
ST

Belgien (fr)
ER RE FREE
De ee
“rankreich (fr)
1928er 3034,0 18 121,9
LO a KR RE 3935,1 16 560,6
OO ee 500 | ME |
ODE an EEE 5678,3 | 21 695,9
+roßbritannien (£):
LO20/20 485 ı a na 395,85| 172,53! 568,38 25,13
1926/27 00000000 167,26! 185,87/ 553,13} 24,87
92728 ......0000,  386,25/ 195,41| 581,66 26,89
1928/29 0.000.000 1 370,46! 195,06! 565,52 30,13
‚talien (Lit.) i .
1925/26 ..........1 5722,0 | 2155,1 | 7877,1 2124,0 889,4 | 2. |] 889,4
Ssterreich (S)
"9800000000000 202,9 310,5 513,4 | 56,5 153,6 | 69,7 | 223,3
LO 26ee0eeeeeee en 229,2 330,5 559,7 56,5 154,9 | 72,4 | 227,3
1) Unter Ziffer II mitenthalten. — *} Einschließlich der geschätzten Gesamteinnahmen der Gemeinden mit weniger als
wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Zahlen der Anmerkung ?) berücksichtigt.

In MM Vorkriegs

141

Übersicht 31

Übersichten
Landeswährung
HI

IV
Steuern vom Verbrauch
 und Aufwand
Glied-3taaten,

Ge- insmeinde-
 |
verbände| gesamt
‘und Ge- |
‚meinden),
ax "n

7

Ibis V
Gesamtsumme

Transportsteuern

Zälle

Gliedwon
 [|
Ge insbzw.
 | meinde-Bund
 !verbände gesamt
und Gemeinden

11 1?

Glied- Glied
staaten, Sea
Staat Ger ; Staat staaten,
bzw. |meinde- BR bzw, TemuinEe- in8-g
 vorbände| gesamt * verbände
und “nd Ges Bund | und Ge- gosmmt
meinden meinden '

A
22

2) |

1) ,
1)

521,5 221,0 | 742,5
1015,5 | 408,0 | 1 423,5

511 | .
90141

551,1
9014

36720 | 890,4 | 4 562,4
74706 | 12836 | 87542

739,4 ‘ 739,4
. 307,2 „1, 1307,2
2 037,0 „ 12037,0
»152.7 . 2 152,7

6381,6 |1214,5 | 7596,1 1 486,4
8 462,6 | 1 459,9 9922,5 1967,7
9834,4 | 1 560,2 | 11 394,6 2617,6
10.370,8 | 1 730,5 | 12 101,3 "3 629,5
148,38 4,14 152,52 2,151 103,60 673,22 176,82 | 850,04
149,97 4,14 154,11 0,16/ 107,31 649,64! 190,17 839,81
159,41 4,14 163,55 0,16| 112,30; 685,07) 199,71 | 884,78
154,86 4,14 159,00 0,16| 118,80 674,46 199,36 873,82
5535,2 |1429,1 | 6964,3 78551 . 2 855,1 3584,2 | 20817,7
|! 483,6 1344,3
245,5 86,9 332,4 | 200,0 0,9 | 200,9 860,7 | Teer In 525,5))
{ 516,6 ı 448,3
1 K 3
2,1 | 131 34 | 275,7 | 92,6 368,3 | 213,3 0,4 | 213,7 931,7 | be in 6295
‚000 Einwohner und Bazirke in Höhe von 125,8 bzw. 55,4 Mill. S. — 2?) Da eina Schätzung für 1926 nicht vorhanden war,

1 486,4 | 33 378,8 4541,9
1967,7 | 38318,4 , 5 738,7
2617,6 | 45 168,9 | 7 001,9
| 3.629,5 | 49226,5 | 7769,2

37 920,7
44 057,1
52 170,8
56.905 7

zaufkraft

Übersicht 32

m. A

x
‘euern vom | Einkommen, | Steuern vom Ver- |
Ertrag undVermögen mögensverkehr
Glied- Gliedstaaten,
 Staat staaten,
‘emeinde- ins- | bezw. A ins-‚erbände
 * verbände
und Ge- gesamt Bund | und Ge- gesamt
meinden meinden

Steuern vom Umsatz

Staat
and Jahr

Glied-Staat
 staaten,
bzw 3emeinde-| ins-*
 verbände t
Bund | und Ge- | 5%
meinden
; 10

I

Belgien
LSB
Alam]
'rankreich
LO 517,6 | 3091,3
6er 527,7 | 2220,6 |!
CH ms 2980,7 |
198er esee re 806,9 |! 3 083,1
sroßbritannien
1925/26 2100000004 2151,9 | 7089,2 313,5 313,5
926/27 2000000004 2382,5 | 7 090,1 318,8 318,8
‚927/28 2000000000 ' 2603,4 ° 77495 | 358,2 358,2
1928/29 0000000001 2610,9' 7569,5! 403,3 403,3
‘talien I
1925/26 ee 294,6 1076,9° 290,4 290,4 | 121,6
Österreich ;
1925............. | 100,11 153,1 | 258,2 27,9 zal as2l 7571 2344| 110,1
1926, ...0.00.0.000.0 0 119,8 | 172,7 292,5 29,5 | 10,1 39,6 ] 81,0 | 37,8 | 118,8

=

62,9
152,1

HI
Transportsteuern

IV
Steuern vom Verbrauch
 und Aufwand |!
Glied- “Mied-Staat
 | Staaten, \ Staat staaten,
bzw Gemeinde-| ins- — Gemeinde-| ins-»
 | verbände »  verbände
Bund | und Ge- gesamt | Bund | und Ge- goknmm
meinden meinden
A rt WE ln
14 15 16 17 18 19 | 20

Ibis V
Gesamtsumme
Gliedstaaten,

Gemeinde- insverbände

und Ge- gesamt
' meinden
21 22
el

Glied-Staat
 staaten,
bzw SE ins-»
  verbände
Bund | und Ge- gesamt
meinden
— . x 19

78,5 33,3 , 111,8
100,8 | 40,5 | 141,3

83,0 |
89,4 |

a3 | 553,0 | 1361 | 687,1
294] 24131 1274| 868,7

{26,1 .
175,3 .
291,7 .
305,9

714,8 | 6 468,7
769,5 | 5 907,5
1 002,8 7471,6
1104,01] 8099,4
1 290,3 ‚9 1292,2 839,9 2205,4 10 602,3
1373,5 „0 ,13755 8327,2 24376 107648
1494,1 2.1 ‘149,2 9127,38 26607 | 11 788,0
. 588,0 2,2 15902 9027,7 ) 2668,51 11 696,2
‘471 756,8 390,4 | 300,41 2356,2° 49,0] 2846,2
11] 204 15] 1211 42,9 | 164,0 7 4246} £ 2585| f 66321
| | ; ’ d | Es 0,4) 91 » (327,9)l 1 (752,5)
1,1 0,7] 1218| 1441 48.4 | 192,5 | 111,4 021 111,6] 486,9 { 2000 { 756,8
A| 25] un, 21 m, a

5,1
5,0 .
5,1 .
5,0 ,

14,7
        <pb n="583" />
        798

Noch: Internationale
: in vH der

teuern vom Einkommen,
Ertrag und Vermögen

Steuern vom Vermögensverkehr


Steuern vom Umsatz

Staat
und Jahr

Staat
bzw.
Bund

Glied-Staaten,
 X
temeinde-‘ Insverbände
 gesamt
und Gemeinden


Glied-Staat
 staaten, 7
bzw. Gemeinde-| Ins-*
 | verbände gesamt
Bund und Gemeinden


Staat
bzw.
3und

Gliedstaaten,

Ge- insmeinde-

 | gesamt
und Gemeinden

10

3elgien
LOB
iO E Tereee
‘rankreich
9 Bere
rare eben
LE Deren
Beeren
Aroßbritannien
1925/26 „000000000
1926/27 200000000
1927/28 000er
1928/29 000er
ctalien
1925/26 20000000001
Österreich
19B5....0.000000000 ] 15,09 23,10 | 38,19 4,77 - az“ 5,18 | 16,61
:192%6............. | 15,83 | 22,82 u) 3,90 | 1,34 | 5,24 | 10,69 | 5.00 | 15.69

9,15
17,50

12,81
17,80
17,33
16,98

C. Steuersystem und Einkommens-. sowie Vermögens- -
verteilung in Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden
und den Vereinigten Staaten von Amerika
Der durch das Steuerrecht und das Steueraufkommen charakterisierte Aufbau der
Steuersysteme mit der staatenweise verschiedenen Betonung und Ausgestaltung der einzelnen
 Steuern wird maßgebend bestimmt durch die jeweilige wirtschaftliche Struktur der
verschiedenen Staaten, insbesondere durch die Einkommensverteilung nach Quellen und
nach Einkommensklassen. Staaten mit starker Besetzung der hohen und höchsten Einkommensklassen
 können sich ohne Gefahr für die Aufbringung der notwendigen Deckungsmittel
 die Ausbildung von Einkommen- und Ertragsteuern gestatten, welche die unteren
and mittleren Einkommen, insbesondere die Arbeitseinkommen, durch hohe Sozialabzüge
sowie durch niedrige Steuersätze schonen und nur die hohen und höchsten Einkommen
progressiv besteuern; ärmere Länder müssen dagegen schon die unteren und mittleren
Einkommen, sei es durch niedrige Ansetzung der Sozialabzüge und durch proportionale
Steuersätze ohne Degression in den unteren Stufen bei den Einkommen- und Ertragsteuern
 oder durch scharfe Anspannung der Verbrauchsbesteuerung belasten. Weiterhin
‘ührt beispielsweise der verschiedene Grad der Industrialisierung, der verschieden hohe
Anteil des fundierten und unfiundierten Einkommens am Volkseinkommen, die verschiedene
 Größe des reinen Zins- und Renteneinkommens innerhalb des fundierten Einkommens
u.a. m. zu Strukturunterschieden in den Steuersystemen der einzelnen Staaten, die beispielsweise
 in dem Überwiegen des Objekt- oder Subjektcharakters eines Steuersystems, in
der Bevorzugung der Verbrauchsbesteuerung oder der Einkommens-, Ertrags- und „Vermögensbesteuerung
 zum Ausdruck kommen. Rückschlüsse auf die Einkommensverteilung

— 729 —

Übersicht 33

jbersichten
Gesamtsumme
31
Transportsteuern

IV -
Steuern vom Verarauch
 und Aufwand
Glied-Staat
 | A ze Staat
bzw. | meinde- bzw.
Bund | verbände | Sesamt | gung
und Ge-‚
 meinden |

En

1—V
Gesamtsumme

Zölle

Gliedı
 staaten.
Staat Ges , in
bzw. | meinde-Bund
 | verbände gesamt
und Ge-{
 meinden
11

Gliedstaaten,

Ge- ins- |
meindeserbände
 | esamt
und Gemeinden

19

ı  Glied- |
Staat a, z
insbzw.
 Mmeinde- |
Bund Verbände gesamt
und Gemeinden


0

»S
—

11,43 |
11,60

4,85
4,66

16,28 |
16,26

12,08 „I 12,08 1 80,48 | 10,8 | 100,00
10,30 . 10,30 85.34 14,686 | 100,00

‚95 |
2,97 .
3,91 | :
3.78

4,95
2,97
3,91
3.78

16,83
19,20 |
18,85 |
18,19
(7,45
17,86
18,02
17,72
26,58

3,20
3,32
2,99
3,04

20,03
22,52
21,84
21,23

3,92 ;
4,47 .
5,02
6,37

3,92 !
4,47
5,02 |
6,37

88,02
86,97
86,58
86,37

11,98
13,03
13,42
13.63

100,00
100,00
100,00
100.00

12,19 |
12,78
12,69 |
13,60
„| BZ | 82.78 | 17.22 | 100,00
| 64,03 35,97 |f 100,00
0.16 | 0,06 / 0,22 18,27 | 646 | 24,73 | 14,88 m 14,95 (en {{ (43,58) { (100,00)
| 64,33 35,67 If 100,00
9,14 0,99 | 0,23 19,04 | 6,39 | 25,43 | 14,73 0,03 | 14,76 { 6718) {4 (42:82) P—
1ach Einkommensklassen und Quellen erlauben die in einzelnen Staaten veröffentlichten
Veranlagungsergebnisse?), in erster Linie die der Einkommen- und Ertragsteuern.
Eine kurze zusammenfassende, auf den Originalstatistiken aufbauende Darstellung über
lie Einkommenschichtung und die Verteilung der Steuerpflichtigen und des Einkommensteuersolls
 auf die einzelnen Klassen bietet die folgende Übersicht 34?).

+) Der Umfang der von den einzelnen Staaten veröffentlichten Statistiken der Veranlagungsergebnisse ist außerordentlich
‚erschieden. Nur wenige Staaten geben ausführliche und regelmäßig erscheinende Steuerstatistiken heraus, Die Original-;tatistiken
 der Veranlagungsergebnisse für Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten sind in Band 9 der Einzel-‚chriften
 zur Statistik des Deutschen Reichs: »Die Staatseinnahmen aus Steuern und Zöllen im Deutschen Reich und im
Auslande« veröffentlicht. — %) Quellen: Frankreich: Die Statistik der Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen (Impöt
zöngral sur le revenu) 1927 und 1928; Großbritannien: Die Statistik der Einkommen- und Zuschlagsteuer 1919/20 (letzte
zollständige Veröffentlichung), Statistik der Super-Tax 1926/27 und 1927/28 (nur Einkommen über 2 000 £); Niederlande:
Zinkommensteuerstatistik 1926/27 und 1927/28; Vereinigte Staaten: Die Statistik der Einkommensteuer 1926 und 1927.
Die verwendeten Statistiken beziehen sich auf die Einkommen folgender Jahre: Frankreich: 1926 und 1927; Groß-&amp;gt;ritannien:
 1919/20, 1925/26 und 1926/27 bzw. den Durchschnitt mehrerer vorhergehender Jahre, Niederlande: 1925
ınd 1926; Vereinigte Staaten: 1926 und 1927. Die den Statistiken zugrunde liegenden Veranlagungen erstrecken sich
n der Mehrzahl auf natürliche Personen, Soweit ausnahmsweise auch nichtnatürliche Personen der Einkommensteuer untervorfen
 sind, blieben diese aus Gründen der Vergleichbarkeit unberücksichtigt, Aus der Einkommensteuerstatistik ist nicht
lie Zahl sämtlicher Einkommensbezieher sowie der Gesamtbetrag der privaten Einkommen zu ersehen, Diese umfaßt, von
Ausnahmefällen abgesehen, nur die steuerpflichtigen Personen. Ebenso erstreckt sie sich lediglich auf die die Steuerfreigrenze
bzw. Veranlagungsgrenze überschreitenden Einkommen, Die Grenze liegt in den betreffenden Jahren für Frankreich bei
7000 fr für Unverheiratete (= 939 bzw. 1002 .4 Vorkriegskaufkraft; dieser Betrag erhöht sich für die Ehefrau und
Xinder um je 3000 fr), für Großbritannien bei 130 £ 1919/20 (= 1576 4 Vorkriegskaufkraft), für ‚die Niederlande
 bei 800 hfl, (= 878 bzw. 928 A Vorkriegskaufkraft) und für die Vereinigten Staaten von Amerika bei 1500 $ für
Unverheiratete (= 3850 bzw. 3996 ‚4 Vorkriegskaufkraft) und 3500 $ für Verheiratete (= 8 984 bzw. 9 324 A Vorzriegskaufkraft),
 Existenzminimum sowie soziale Abzüge sind von dem Einkommen nicht abgesetzt, Hinsichtlich der
nethodischen Grundlagen der Originalstatistiken vgl. auch die Ausführungen in Band 9. der Einzelschriften zur Statistik des
Deutschen Reichs 8. 142ff. — Als Basis für die Umrechnung sowohl der Einkommen wie des Steuerbetrages wurde jeweils
las Jahr des tatsächlichen Anfalles des Einkommens, nicht das Steuerjahr, genommen. Eine Ausnahme wurde nur bei der
Umrechnung der Zahlen von Großbritannien von 1919/20 gemacht, Dieses Jahr war ein Krisenjahr für die britische Wirtschaft,
was u. a. in der außerordentlichen Höhe des Lebenshaltungs- und Großhandelsindexes zum Ausdruck kommt (1919: 208 bzw.
242, 1920: 255 bzw. 307). Das Preisniveau nahm in den folgenden Jahren bis 1922/23 wieder einen annähernd normalen Stand
an. Die Einkommensentwicklung ging mit dieser Preisentwicklung nicht parallel, in den Einkommen ist in den folgenden
Jahren vielmehr nur ein ganz geringfügiger Rückgang eingetreten, Da eine Umrechnung der Einkommen mit dem Index
von 1919/20 diesem Umstand nicht Rechnung getragen und ein gänzlich falsches Bild ergeben hätte, wurde die Umrechnung
mit dem Index von 1922/23 vorgenommen, Die abweichenden Einkommensklassen der Originalstatistiken wurden vereinheitlicht
 und zu 6 Hauptklassen zusammengezogen. Die auf die neugebildeten Einkommensklassen entfallende Zahl der Steuerpflichtigen
 sowie die Einkommen- und Steuerbeträge wurden durch Interpolation gefunden. Die Tatsache, daß die
Verteilung der Einkommen bei doppelter logarithmischer Darstellung in der Regel eine Punktreihe ergibt, deren Verlauf
sich annähernd einer geraden Linie anpaßt, gestattet os, von der Statistik nicht gegebene Zwischenwerte mit einer
gewissen Genauigkeit zu errechnen.
        <pb n="584" />
        — 720

Internationale Übersicht über die Verteilung der steuerpflichtigen Einkommen, der
a = Zahl der Steuerpflichtigen; b = Einkommen in 1000.4% Vorkriegs
Vinkommens

bis 1800 4
Vorkriegskaufkraft |

1.800. bis. 4 000 bis
4000 A | 12000 A
Vorkriesskaufkraft ! Vorkrieeskaufkraft

Steuerjahr!)


Land

\bsolute |
Zahlen

Steuerbetrag

in vH
des Einkommens,

*) in vH der
Gesamtsumme


Absolute |
Zahlen

Steuerbetrag

in vH
des Einkommens,

\in vH der
Gesamtaumme


Steuerbeitrag

in vH
des Einkommens,

Yin vH der
Gesamtsumme


Absolute
Zahlen

Frankreich ....... al
b f 1927
6

!) 7212 201
{ 2) 1722 975
5.458 0,3
* 2,1

922 646
) 2 405 297
13 082

*) 288 844 |
2) 1 802 246
37 758 | 2,1
*) 142

0,5
&amp;lt; 49

al: 2) 1202644|
b | 1928 [11779 öl
5 {] 5542 0,3
*) 19

‘) 7 178 320
‘) 3 091 472
15 716 0,5
. #3

*) 364228
?} 2 226 626
40 855 1,8
*) 173,8

Großbritannien .... a |») 2 459 223
b V 1919/20 | * 3 948 054
a 18031 0,5
*) 05

4364 883 ı
10 156 070
189 901

739 771 |
| 4683 495
1,9 511 451 | 10,9
\ 4,8 *) 172,9

a
b | 1926/27 |

&amp;amp;
h U 19977081

Niederlande ....... a }| )) 926 226
b \ 1926/27 | ?) 1 297 346 |
ol 7319 0,6
*) 67
ar *) 878785
b A 1927/28 |» 1 167 206
: 6609 0,6
xx A”

602 888
| 467 003
20 833

139 918 |
335 719
22 680 2,7
*) 20.9
[51 246
106 058
23.983 2,6
*\ 207

1,4
1*) 192
661 532
en |
21 808 1,4
*\ 788

EL

Vereinigte Staaten a]
von Amerika b |

1926

) I 562 8465 ) 4999 124
\ 5072 471 33867041 | .
143 0,0 30 726 0,1
0,0 *) 2,6
) 1570 077 3) 4864797
15277 625 | 8)33 609 911
106 | 0,0 | 26 686 0,1
*\ 0.0 *\ 72

1927

*) Vgl. Text Anm, 2. — °) Die unterhalb der Steuerfreigrenze bzw. der Veranlagungsgrenze (Vgl. Text, Anm. 2) liegenden
1927 sind grundsätzlich erfaßt die Einkommen von Unverheirateten über 1500 $ und von Verheirateten über 3 500 $. „Die
&amp;lt;lassa von 4000 bis 12000 .4 Vorkriegskaufkraft sind enthalten die Einkommen von: 1 500 $ an (= 3850 MM YVorkriegs-Übersicht

 34
Einkommensteuerpflichtigen und der Einkommensteuerbeträge nach Einkommensklassen
kaufkraft; c= Steuerbeträge in 1000.,X% Vorkriegskaufkraft
klassen —

es Tal ——

12000 bis
25.000 MX
Vorkrierskaufkraft

25 000 bis
50000 MA |
Vorkrierskaufkraft

über 50000 X
Vorkriegskaufkraft

Summe
er Klassen
über
„800 A
Vorkriegs-Taufkraft


Gesamtsumme


Steuerbetrag

in vH
des Einkommens,

\in vH deı
Gesamtz3umme


Steuerbetrag

in vH
Absolute | des Einhlen
 kommens,
Bafle *)in vH der
(Gesamtsumme


Steuerbetrag

in vH
Absolute des Ein-Zahlen
 kommens,
*) in vH deı
Gesamtsumme


Absolute |
Zahlen

9

— 4“

43 964
719 797
43 732 ' 6,1
*) 16,5

13 738
460 430
49 542

5316 2) 1274508 *) 2486 709
532881 | ?) 5920 652 | 2) 7643 627
116254 | 21,8 260 368 265 826
1*) 4237

10,8
*\ 186

47 069
778 927
43 931 5,6
*) 14.9

14570 |
495 304 !
51 321 | 10,4)
*) 174

6259
646 189
138 126

‘) 1610446 *) 2813090
‘) 7288518 |?) 9018256
289 949 295 491

214
46.7

kN

150 371
2 486 009
543 577 |

51 322
| 755 338
54B 479 |

31,2 |
*\ 139°

34 430
4 707 467 |
7 145 034

5340777 '*) 7800 000
23 788 379 * ?) 27 736 433
3.938442 3 956 473.
iber 25 000 A
Vorkriegskaufkraft

96974 ,?®) 97 248.
5 836 598 | 2) 68343 618

21,9
*) 13,7

45,6
k\ 542

2) 274 |
X 7020

58 781
2031 674

38 193
4 804 924

2?) 56 720 |
2) 1995662

38 872
A 8123 291

2) 95592 |) 95592
2) 6808953 |?) 6808 953

4,0
in 10,8
18732
308 907 | |
12.195 3,9 ;
&amp;amp;\ 10.5

5314
179 989 | ,
10.114 | 5,6 |
*\ 93

2 749
326 332 |
36 452

11,2
“\ 838,6

767823 |[*) 1694 049
3087082 | 2%) 4284 428
101 292 108 611

„1
5967
202 417
11.067 5,5
*\ 95

3114
368 308
40 407

840591 ]®) 1719 376-400324
 |?) 4561 620
109 460 116 069

11,0
*\ 348

über 4000 .#
Vorkriegszaufkrait

) 6025196 *)') 7 588 041
3 69 504 419 | 2)2)74 576 890
1 820 (77 1 880 220-678

 167 |
1192965 |
52 49% 0,5
*) 2,8
737 299
12 120 244 |
52 643 | 0,4
*\ 924

221 064
7.529 293 |
118 230° 1,6
*) 6,38
237846 |
3116271 | |
120 609 | 2,5
*)y 55

126 841
16 915 120
1.678 625 9,9
ı*) 89,8
141 477
19836 192
2012816 | 10,1
I*y 90.9

3 5981419 | *)*) 7 551 496
3) 73 682 618 | 2)°)78 960 243
2212754 2212 860-Zinkommen

 sind nicht erfaßt, die ausgewiesenen Zahlen deshalb nicht vollständig. — %) Nach den Statistiken von 1926 und
Zahlen wurden ergänzt nach der Statistik von 1923. Die Veranlagungsgrenze lag in diesemJahr bei 1000 $ bzw. 2000 $, Inder
raufkraft bzw. 3996 .4 Vorkriegskaufkraft) mit Ausnahme der Einkommen von Verheirateten von 1500 bis 2000 $.
        <pb n="585" />
        Übersicht 35
Anteil der einzelnen Klassen an der Gesamtsumme der Steuerpflichtigen und Einkommen über
1800 ./ Vorkriegskaufkraft sowie (kursiv gedruckt) an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen
und der Volkseinkommen

MB

a = Steuerpflichtige b = Einkommen

Land

steuerjahr!)


Frankreich

L927

A
3:9

1928

Großbritannien a

h

1919/20 |

a

Ö

1926/27

3
4

a:

1927/28 |

Niederlande

A

Sl

1926/27

a
|
p |

1927/28 |

Vereinigie Staaten a.
von Amerika %

1926

h

Einkommensklassen
12 000 25000 | über
bis bis 50 000
25 000 50 000 M
A M Vor-Vor-
 Vor- .
kriegs- | kriegs- | Kriegskaufkraft
 | kaufkraft | kaufkraft

1800
bis
4 000
M
Vorkriegs-



Insyesamt


5%

7

8

) 22,7
1,3
2 30,4 |
6,7
2 732 Im 226 | 29
| 51 ] 1,6 | 0,2
#) 42,7 I) 30,8 10,8
121.5 8.3 29

1,1
0,1
|
17

0,4 100,0
0,0 5,6
9,0 |. 100,0
2,0 22,0

0,9
0,1
6,8
78

0,4
0,0
8,9
24

100,0
7,0
100,0
26.9

81,7
22,2
42,7
290.2

13,9
8,8
19,7
9,80

2,8
0,8
10,4
50

1,0 0,6
0,8 0,1
7,4 19,8
85 94
über 25 000 A
Vorkriegskaufkraft
50,6 39,4
0,3 0,2
9,7 70,3
‘9 9,6
53 40,7
3 0,2
9,3 70,7
40 96

100,0
27,2
100,0
47.4

160,0
0,5
100,0
13,6
100,0
0,5
100,0
13.6

78,5
20,5
47,5
25,5

2,2
0,6
0
4,8
18,0 + 22 0,7 0,4
ö,1 0,6 0,2 0,1
26,6 9,1 6,0 10,8
15,7 5.4 3.5 6.4

18,2
4,7
27,1
14,6

0,7
0,2
5,8
8,1

0,4
0,1
106
57

100,0
26,1
100,0
583,7

78,7
22,1
47:5
28.1

100,0
28,1
100,0
59.1

)

über
33,0
20,9
48,7
15,4

000 „7
1,2
1,4
16,1
5.1

Vorkrierskaufkraft
3,7 2,1
0,5 | 0,8
10,8 . 24,4
3,4 7.8

100,0
13,1
100,0
31,7

81,3
10,4
45,6

12,3
16 |
16,5 |
52

4,0
0,5.
11,0
45

2,4 100,0
0,8 12,8
26,9 100,0
84 | 31,4

1) Vgl. Text Anm. 2. — *) Vgl. Anm, 2 zu Übersicht 34. — Vgl. Anm. 3 zu Übersicht 34
        <pb n="586" />
        Die gewonnenen Verhältniszahlen geben zwar einmal wegen der im Steuerrecht, insyesondere
 in der engeren oder weiteren Abgrenzung der subjektiven und objektiven
Steuerpflicht liegenden, auf die Ergebnisse der Statistik sich auswirkenden Verschieden-‚eiten,
 sodann auch wegen der durch gewisse Umrechnungsmethoden wohl abzuschwächenden,
 aber nicht auszuschaltenden Kaufkraftverschiedenheit der Währungsainheiten
 kein unbedingt zutreffendes Bild, bieten aber gewisse Anhaltspunkte für die
tatsächliche Einkommenstruktur und die Steuerverteilung in den einzelnen Staaten.
Da die Grenze, bei der die Einkommensteuer beginnt, in den einzelnen Staaten gänzlich
 verschieden ist, läßt sich nur eine Gegenüberstellung der Veranlagungsergebnisse der
Klassen von 1 800.4 Vorkriegskaufkraft — für die Vereinigten Staaten von 4000 .4
Vorkriegskaufkraft (vgl. Anm. 3 zu Übersicht 34) — an vornehmen, Die für Frankreich
vorliegenden Ergebnisse sind auch für diese Klassen noch nicht vollständig (vgl. Übersicht
 34), was bei der Beurteilung der sich ergebenden Verhältniszahlen zu beachten ist.
Der Anteil der einzelnen Klassen an der Gesamtsumme der Pflichtigen sowie der Einzommen
 über 1800 .4 Vorkriegskaufkraft (bzw. 4 000.4 Vorkriegskaufkraft für die
Vereinigten Staaten) ist aus Übersicht 35 zu entnehmen.
Da die unterste Stufe der Einkommen bis 1 800.4 Vorkriegskaufkraft nicht erfaßt
ist, bringen die angegebenen Verhältniszahlen die wirkliche Bedeutung der einzelnen Einkommensklassen
 noch nicht zum Ausdruck. Um ein zutreffendes Bild zu erhalten, ist es
nötig zu berücksichtigen, welchen Anteil die oben erfaßten Klassen über 1800 A
Vorkriegskaufkraft an dem Gesamteinkommen bzw. der Gesamtzahl der Erwerbstätigen
überhaupt in den einzelnen Ländern ausmachen. Gewisse Anhaltspunkte in dieser Richtung
 bietet folgende Zusammenstellung.

_—_ 733

Übersicht 36

Der Anteil der Steuerpflichtigen mit Einkommen über 1800 4 Vorkriegskaufkraft an den
Erwerbstätigen und der Einkommen über 1800 MM Vorkriegskaufkraft am Volkseinkommen

Land

Frankreich, ............ |
Großbritannien ......... |

Niederlande ............

Vereinigte Staaten von!
Amearika |

|

Jahr

1926
1927 |

19920 |

1926
9927

1925
1926

1926
19927

„flichtige
mit Einkommen über
1800 4 Vorkrierskaufkraft


Erwerbs- |
tätigel)

1
\

in vH der
absolut Erwerbstätigen


22 775 838
29 874.980

21274508 | 5,6
11610446 | 7,0
aan AR

19646157 1

über 25 000 MA Vorkriegskaufkraft
20 483 754 ' 96 974 0,5
20.582055 |* 95592 | 0,5
767 823 | 26,1
840 591 28.1

über 4000 4 Vorkriegskaufkraft®)
46 151 584 | 6 025 196 13,1
46 739 4372 5 981 419 122.8

Volkseinkommen

in
1000 AM
Vorkriegszaufkrait


'26 877 204
(1925)

50 150 100
1924/25)

5 752 350 |
(1927)

219 475 080
534 968 328

Einkommen über
1800 A Vorkriegskaufkraft


n 1000 M
Vorkriegs-Iaufkraft


in vH des
Volkseinkommens


) 5.920 652 | 22,0
') 7238518 26,9
47,4
über 25 000 A
Vorkriegskaufkraft
6 836 598 13,6
N 6808 953 13,8
3.087 082 53,7
3 400 324 59,1

iiber 4000 4
Vorkriegskaufkaft
59 504 419 | 31,7
„2 6R2618 | . 31,4

1) Geschätzt nach den Ergebnissen der letzten Volkszählung unter Zugrundelegung‘ fortgeschriebener Bevölkarungszahlen.
 — 2) Vel. Anm. 2 zu Übersicht 34. — %) Vgl. Anm. 3 zu Übersicht 34.

Unter Berücksichtigung der Gesamtzahlen der Einkommen und Einkommensbezieher
argeben sich für die Klasse über 1800 A Vorkriegskaufkraft ungefähr die in Übersicht
 35 angegebenen umgerechneten Vonhundertsätze (kursiv gedruckt). ;
Die vorhergehenden Übersichten lassen die Unterschiede, die in der Einkommenschichtune
 der einzelnen Staaten bestehen, erkennen. In Frankreich konzentrieren sich
        <pb n="587" />
        is Tal a

Einkommen und Einkommensbezieher hauptsächlich in der unteren Klasse. Daneben
kommt noch den Klassen von 1800 bis 12 000.4 Vorkriegskaufkraft eine gewisse
Bedeutung zu. Ein hoher Vonhundertsatz der Einkommensbezieher entgeht der Ergänzungsteuer
 auf das Gesamteinkommen ebenso wie der Schedulensteuer auf Löhne und
Gehälter usw. infolge der hohen Existenzminima und Sozialabzüge, wird dagegen auf der
anderen Seite durch eine auf eine Unzahl von Verbrauchsgegenständen (vor allem Wein,
Bier, Alkohol, Zucker, Tabak) ausgedehnte starke Verbrauchsbesteuerung belastet, Bei
Berücksichtigung dieser nicht von der Statistik erfaßten Einkommen würden die Klassen
über 1 800.4 Vorkriegskaufkraft eine nicht unerhebliche Zunahme erfahren. Ein klares
Bild des KEinkommenaufbaues Frankreichs wird allerdings erst zu erlangen sein, wenn
sich die Einkommensverhältnisse, die durch die jahrelang andauernde Währungskrisis
 verschoben worden sind, mit der Stabilisierung des Franc wieder konsolidiert
haben. Die Verteilung des Aufkommens der Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen
auf die einzelnen Einkommensklassen ergibt — entsprechend dem Charakter des Impöt
zEneral sur le revenu als progressive Ergänzungsteuer auf die höheren Gesamteinkommen
 — den höchsten Vonhundertsatz für die höchsten Einkommen. Bei Einbeziehung
ler Schedulensteuern verschiebt sich das Bild naturgemäß erheblich zuungunsten der
mittleren und unteren Stulen.

Internationale Übersicht über die Verteilung des der Einkommensteuer
Anteil des besteuerten Einkommens am
a) Der Einkommensteuer unterworfenes
(in Millionen /

Arbeitseinkommen
Nichtselbständige y Selbständige Berufstätigkeit
Berufstätigkeit __. Landwirtschaft . Handel, Gewerbe‘)
| in vH von in vH von | in vH von
Absolute Sp. 15, Absolute | Sp. 15, Absolute | Sp. 15,
Zahlen | *a in vH‘ Zahlen *a in vH | Zahlen | *a in vH
| vonb _ von b von b
4 6 a

Land

Steuerjahr?)


+
SEE
8 | :
3478,4 | 30,4 ‘ n1,4 1262 1% 236411 20,7
*30,6 *5,9 * 19,7
TE
42,4 12 015,7
37,2 2 6244 | 4,9 |5 228320] 17,6
*47,3 *% 418,6
mn
42,4 12 015,7
837,2 360,2 | 2,2 |) 11060,0 | 38,0
#26,8 *2.3 * *69,6
a ll
29 493,0 58,8 5) 15880,9
12 633,8 410,6 i,.1 |) 1069,4 34,5
42,8 +2,2 *67 4
SE
29 493,0 58,8 3 152880,9
- ET
| *) 25 655,0 39,5 9)29) 13 619,0 | 20,8
*20,1 *14,8
127577,9 858,1 ©
1°) 272224 39,0
*19,9
136 825,1 58,2
+) Frankreich, Statistiken der Schedulensteuern 1927 und 1928; Statistik der Steuern von bebauten und unbebauten Grundstücken
Großbritannien, die Statistik der Einkommensteuer 1926/27 und 1927/28; Vereinigte Staaten von Amerika, Statistik der Einkommen
jroßbritannien 1926/27 und 1927/28 bzw. den Durchschnitt mehrerer vorhergehender Jahre, Vereinigte Staaten von Amerika 1926
) Vgl. Anmerkung *). —- *) Einschließlich der freien Berufe. — *) Großbritannien einschließlich Gewinne der Gesellschaften; Frankjerechnet
 unter Zugrundelegung des Ertrages der Steuer auf die Einkünfte aus beweglichen Kapitalien sowie Schuldforderungen USW.
12 000 000 000 fr; der Anteil der natürlichen Personen hieran wurde mit 9000 000 000 fr angenommen). — 7) Vgl. Anmerkung
% Unternehmereinkommen (einschließlich Grundrente); Gesamtbetrag der Einkommen von natürlichen Personen aus Landwirtschaft
ung). — 1) Von der Binkommensteuer befreit sind die Zinsen von Schuldverschreibungen des Bundes, der Einzelstaaten und der
jungen. — 1) In der Gesamtsumme der steuerpflichtigen Einkommen sowie in den Einkommen aus Vermögensbesitz und Arbeit
lie keiner der einzelnen Einkommensquellen zugerechnet worden sind. Die Summe der auf die einzelnen Quellen entfallenden

2

Großbritannien ..... N 63

Ver. Staaten von
Amerika .........

AR _

Wesentlich mehr nach der Richtung der mittleren Einkommen ist das Schwergewicht
bei Großbritannien und den Niederlanden verschoben. Zwar entfällt auch
aier noch der größere Teil der Einkommensbezieher (über 70 vH) auf die unterste Klasse
is 1800.44 Vorkriegskaufkraft; das Verhältnis ist jedoch ein anderes, wenn man die
Zinkommen betrachtet. Der Anteil der untersten Klasse an dem Gesamteinkommen beträgt
 nur rd. 50 vH. Innerhalb der Klassen über 1800 A Vorkriegskaufkraft liegt
natürlich das Hauptgewicht bei den mittleren Einkommen von 1800 bis 12000 4
Vorkriegskaufkraft. In Großbritannien weisen neben den mittleren auch die hohen und
höchsten Einkommen eine stärkere Besetzung auf. Diese Tatsache gestattet es Groß-»ritannien,
 die unteren Einkommen größtmöglichst zu schonen und dafür die hohen und
höchsten Einkommen mit stark progressiven Steuersätzen zu belasten. Die nur schwache
Zelastung bzw. die völlige Steuerfreiheit der unteren Einkommen, die hauptsächlich
Arbeitseinkommen umfassen, läßt in Großbritannien Raum für eine nicht niedrige Ver-»rauchsbesteuerung,
 vor allem für eine nicht unerhebliche, für sich genommen, gegenüber
Trankreich, höhere Bier- und Branntweinsteuer.
In noch höherem Maße als in Großbritannien sind die Einkommen in den Vereinigten
Itaaten‘ in den mittleren und oberen Einkommenklassen konzentriert, ein Moment, auf

ınterworfenen Einkommens!) und des Volkseinkommens?) nach Einkommensquellen:
/olkseinkommen in den einzelnen Quellen.
%nkommen b) Volkseinkommen
Vorkriegskaufkraft)
EEE EEE EEE EEE zn ——
Einkommen aus Vermögt ensbesitz | Einkommen aus Vermögens- | (esamleumme
£ ; besitz und Unternehmertätigkeit
Renteneinkommen aus | m: es . — 1
N GrGEEENEN Zinsen und Dividenden (Sp. 5 bis 11) 00

mi

in vH von
Absolute | Sp. 15,
Zahlen *a in zw“
von
|
9
NEE
|
1139,2 9,9 [9 3754,4 | 82,8
9,6 * 8) 207,9
DA
‚44,7 1 3 478,2 12,9
1227,5 9,7 3 866,7 30,6
*j0,2 A |* m zın2
Di ZZ AL 4
44,7 | 3478,2 12,9
2.977,1 ! . 10,2 8) 3 897,0 13,4
| *18,7 *81,6
A
. 81,7 8) 4 776,2 | 9,6
31784 | 103° |9. 41119 173,8
*20,0 ) U *86,1
LS OS
81,7 ) 4 716,2 9,5
3 724,0 | 5,7 | 9) 12) 15363,2 28,5
*4 1 *16,7
91 897,2 ; 41,9
u) 3 469,3 | 5,0 | 9) 12) 16 861,3 2“ 1
*3.5 +72
Di —&amp;gt;— A — a
98 143.2 418

Absolute *a in vH
Zahlen von b
BTL
z— 2
11 447,5 | 100,0
*42.6
26 877,2 100,0
12 657,2 100,0
*47 1
26 877,2 100,0
29.147,4 | 100,0
k58,1
100,0
100,0
*61,7
100,0
100,0
*99.8
100,0
100,0
*29,7
100,0
9 x vor
TO Statistik der Steuern auf dıe £inkünfte aus beweglichen Kapıtalien sowie Schuldforderungen usw. 1926 und 1927;
nd 1927 und 1927, — Die verwendeten Statistiken beziehen sich auf die Einkommen folgender Jahre: Frankreich 1926 und 1927,
cn 1927. — °) Volkseinkommen: Frankreich 1925, Großbritannien 1924/25, Vereinigte Staaten 708 Amerika 1926 und 1927. —
\ußerden ®inschließlich der nicht verteilten Gewinne der Gesellschaften. — °) Das der Steuer unterworfene Einkommen wurde
um Sn wurden hierunter einbezogen Zinsen von Staatspapieren, die der Ergänzungssteuer unterliegen (insgesamt ungefähr
ber eo . — *) Ausschließlich der von den Gesellschaften ausgeschütteten Gewinne (unter Sp. 7 enthalten). — ?) Bruttoeinkommen, —
al 008: 1926 84 435 186 $, 1927 103 212 791 $. — 1) Reines Renteneinkommen (Einkommen aus Vermietung und Verpach-Sp
 Be öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie der auf Grund des Federal Loan Act ausgegebenen Schuldverschrei-Seilei
 (ar die Gewinns aus dem Verkauf von Vermögenswerten sowie die aus Treuhandvermögen (ließenden Einkommen enthalten ,
inkünfte stimmt deshalb nicht mit der Gesamtsumme bzw. dem in Sp. 13 angegebenen Betrag überein.
        <pb n="588" />
        — 736 —

Grund dessen die Vereinigten Staaten, obwohl der überwiegende Teil der Lohnempfänger
der Einkommensteuerpflicht durch eine sehr hohe Steuerfreigrenze entzogen wird, in
ainem nur geringen Maße auf die Verbrauchsbesteuerung zurückzugreifen brauchen.
Die Zusammensetzung des von der Einkommensteuer bzw. den Schedulensteuern
 erfaßten Einkommens nach Quellen ist aus Übersicht 37 zu ersehen.
 Es ergibt sich daraus, daß das Verhältnis von Arbeitseinkommen zu fundiertem
Einkommen innerhalb des zur Steuer herangezogenen Einkommens in sämtlichen drei
Staaten annähernd übereinstimmt, wobei im Gegensatz zu Deutschland das fundierte
Einkommen überwiegt, das etwa 60 bis 70 vH des gesamten besteuerten Einkommens
ausmacht. Innerhalb der einzelnen Finkommensquellen ziehen die genannten Staaten das
Einkommen jedoch in ganz verschiedenem Maße — dem Anteil, nicht der Höhe der
Belastung nach — zur Steuer heran, was durch Inbeziehungsetzung des steuerlich erfaßten
Einkommens zum Volkseinkommen?) deutlich gemacht wird. In weitestem Umfange wird
das Einkommen, besonders das aus Vermögensbesitz, von der Einkommensteuer in Großbritannien
 erfaßt. Über 80 vH des fundierten Einkommens unterliegen hier der Besteuerung,
 während die übrigen Staaten nur ungefähr die Hälfte dieses Satzes erreichen.
Wesentlich niedriger als bei dem fundierten Einkommen liegt — besonders bei Großbritannien
 und den Vereinigten Staaten — der Anteil des der Einkommensteuer unterworfenen
 Arbeitseinkommens. In den Vereinigten Staaten werden die Arbeitseinkommen
nur zum geringsten Teil, etwa 20 vH, erfaßt.
Bezieht man das steuerlich erfaßte Einkommen der einzelnen Quellen auf das gesamte
Volkseinkommen, so lassen sich gewisse Schlüsse auf die steuerliche Reserve ziehen, die
den einzelnen Staaten zur Verfügung steht.
Übersicht 38
Das der Einkommensteuer unterworfene Einkommen, innerhalb des Volkseinkommens gegliedert,
nach unfundiertem und fundiertem Einkommen

Einkommen aus

Nichtselbständiger Berufstätigkeit

Vermögensbesitz
und Mnternehmertätiekeit a

Gesamtyolks-



(Sp. 3 + 6)

Land

Steuerjahr

Der Ein-Volks-
 kommenein-
 steuer unterzommen|
 worfenes
Einkommen

Steuerliche

Reserve
{Sp. 3-4)

Der Ein-Volks-
 kommenein-
 steuer unterkommen|
 _worfenes
Binkommen

Steuerliche

Reserve
(Sp, 6-7)

Frankreich ‚........
Großbritannien .....
Vereinigte Staaten
von Amerika .... |

g

9

29,7 27,9
29,6 28,0
36,55 | 47
366 46
18,1 23,8
18.1 | 237 |
Hauptsächlich kommt in dieser Hinsicht dem fundierten Einkommen Bedeutung zu.
Es zeigt sich dabei, daß sowohl bei Frankreich wie bei den Vereinigten Staaten ein
erheblicher Teil des Einkommens aus Vermögensbesitz, der etwa 28 vH bzw. 23 vH
des Gesamtvolkseinkommens beträgt, von der Einkommensbesteuerung noch nicht in
Anspruch genommen ist. Bei Großbritannien dagegen ist das fundierte Einkommen
steuerlich nahezu vollständig erfaßt. Auf das einkommensteuerfreie fundierte Einkommen
entfallen hier nur ungefähr 5 vH des Volkseinkommens. Erst in zweiter Line kommt
als steuerliche Reserve das Arbeitseinkommen in Frage. Mit Ausnahme von Frankreich
entfällt bei diesem auf das noch nicht steuerlich beanspruchte ein höherer Teil des Volke-1)

 Da die Volkseinkommenzahlen auf Schätzungen beruhen, sind die sich ergebenden Verhältniszahlen mit gewissen
Vorbehalten zu verwenden, Eine — wahrscheinlich nur unbedeutende — Fehlerquelle liegt z. B. darin, daß für Frankreich
und Großbritannien mangels neuerer Schätzungen die Volkseinkommenzahlen etwas zurückliegender Jahre verwendet wurden.
Es ist ınfolgedessen einer eventuellen Steigerung des Volkseinkommens in den folgenden Jahren nicht Rechnung getragen,
was sich in der Wesse auswirken dürfte, daß die für das Verhältnis des besteuerten Einkommens zum Volkseinkommen angezebenen
 Vonhundertzahlen gleichmäßig etwas zu hoch erscheinen. Die Schätzung des französischen Volkseinkommens für
1925 erscheint besonders unsicher, da 8i6 kaum auf neueren Untersuchungsergebnissen, sondern wahrscheinlich hauptsächlich
auf einer Umrechnung der Vorkriegsziffern beruht, so daß die Verschiebung der wirtschaftlichen Verhältnisse seit der Vorkriegszeit
 kaum genügend berücksichtigt sein dürfte,
        <pb n="589" />
        — 1737 —

inkemmens als bei dem fundierten Einkommen. Der Unterschied gegenüber dem Einkommen
 aus Vermögensbesitz ist vor allem erheblich bei Großbritannien, wo das steuerfreie
 Arbeitseinkommen etwa 35 vH des Volkseinkommens ausmacht. Noch höher liegt
lieser Prozentsatz bei den Vereinigten Staaten. Das nicht der Steuer unterliegende
Arbeitseinkommen beträgt hier ungefähr 45 vH des Volkseinkommens.
Die übrige Ausgestaltung der Steuersysteme paßt sich der quellenmäßigen Verteilung
des Einkommens und der verschiedenen Inanspruchnahme der einzelnen Quellen durch
lie Einkommensteuer in gewissem Umfange an. Das endgültige Verhältnis der Inanspruchnahme
 dürfte trotzdem in den einzelnen Ländern verschieden bleiben.
In Frankreich spielen innerhalb des Gesamtsteuersystems eine wichtige Rolle die
Verbrauch- und Aufwandsteuern, die in der Hauptsache (dem Aufkommen nach) auf der
yreiten Schicht der von Einkommensteuer größtenteils nicht erfaßten Arbeitseinkommen,
in zweiter Linie auf den kleinen gewerblichen und landwirtschaftlichen Einkommen ruhen.
Das Unternehmereinkommen wird außerdem (unter der strittigen Voraussetzung der
Nichtüberwälzung) noch von der allgemeinen Geschäftsumsatzsteuer . getroffen.
Die Besteuerung des fundierten Einkommens durch die Erbschaftsteuer ist mit
zunehmender Angleichung der bisher stark unterbewerteten Nachlässe an die tatsächlichen
 Werte im Wachsen. Ebenso wie Frankreich greift Großbritannien zur Ergänzung
 der Einkommensteuer zur Erfassung der von dieser freigelassenen Einkommen,
die hauptsächlich dem Arbeitseinkommen angehören, zu einer Besteuerung des Verbrauchs.
 Im Gegensatz zu Frankreich ist hier die zusätzliche Sonderbesteuerung des
‘undierten Einkommens stärker entwickelt. Trotz ihrer schen weitgehenden Heranziehung
 zur Einkommensteuer werden der Vermögensbesitz bzw. die Einkommen daraus
1ochmals durch die nicht unerheblichen Erbschaftsteuern, die Einkommen aus Grundbesitz
 außerdem durch die ertragsteuerartigen Lokalsteuern belastet. In den Vereinigten
Staaten entgehen die unfundierten Einkommen zum großen Teil der Einkommensteuer
ınd werden deshalb von den sich in mäßigen Grenzen bewegenden Verbrauchsteuern
arfaßt. Das fundierte Einkommen wird dagegen außerdem von der allgemeinen Vermögensteuer,
 verschiedenen Ertragsteuern und in geringerem Umfange von Erbschaftsteuern
 getroffen.
Die Darstellung der Vermögenschichtung und der Verteilung der
a das Vermögen anknüpfenden Steuern ist insofern mit größeren
Schwierigkeiten verbunden, als eine Vermögensteuerstatistik für die Mehrzahl der
Staaten nicht vorhanden ist, sondern nur auf die Statistik der Nachlaßsteuerveranlagungen!)
 zurückgegriffen werden kann. Es ist auch nicht möglich, auf Grund der Erbschaftsbesteuerung
 unmittelbar ein Bild der steuerlichen Belastung des Vermögens zu
erhalten. Zu diesem Zweck ist es nötig, die Erbschaftsteuerlast auf die ganze durchschnittliche
 Besitzdauer, während der eine Vermögensmasse in ein und derselben Hand
vuht und die wesentlich von den in den verschiedenen Ländern geltenden Erbrechten
und Erbsitten abhängig ist, zu verteilen”). Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der
Nachlaßsteuerveranlagung für Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten
ist in Übersicht 39 enthalten ?).

?) Quellen: Frankreich : Die Nachlaßstatistik 1926 und 1927, Großbritannien : Statistik der Nachlaßsteuer (estate duty)
L927/28 und 1928/29, Vereinigte Staaten : Statistik der Nachlaßsteuer 1925 und 1928. — *) Die Besitzdauer kann, allerdings
aur roh, für Großbritannien etwa auf 26, für Frankreich auf etwas über 30 Jahre geschätzt werden. — 3) Die im Wege der
Schenkung übertragenen Vermögen und der Betrag der dafür geleisteten Steuern sind, da eine Statistik der Schenkungsteuerveranlagung
 in den behandelten Staaten nicht zur Verfügung steht, nicht bekannt und konnten aus diesem Grunde nicht
berücksichtigt werden. Die Untergrenze der statistischen Erfassung ist in den einzelnen Ländern verschieden. Um eine wenigtens
 annähernde Angleichung zu erreichen, wurden bei Frankreich die Klassen bis 10 000 fr (Reinnachlaß) und bei Großoritannien
 die unterste Klasse mit Rohnachlässen bis 300 £ weggelassen. Die Nachlaßsteuerstatistik der Vereinigten Staaten
bietet vollständige Zahlen erst für Reinnachlaßbeträge über 50 000 $ (1925) bzw. 100 000 $ (1928). Bei Frankreich wurde das
Steueraufkommen der Erbschaftsteuern, dessen Verteilung auf die Nachlaßklassen in der Statistik nicht angegeben wird,
mit Hilfe von für beide Steuertarife gebildeten Durchschnittstarifen auf die Nachlaßklassen verteilt; hierbei wurde angenommen ,
daß die Erbanfälle und Schenkungen durchschnittlich halb so groß sind wie die Nachlässe aus denen sie entstammen,
Da boi Großbritannien statistische Angaben über die Verteilung der legacy duty und suecession duty auf die einzelnen Klassen
licht vorhanden sind, wurde das Aufkommen dieser Steuern proportional den Nachlaßbeträgon auf die Klassen umgelegt.
Die für die Vereinigten Staaten von der Statistik ausgewiesenen Zahlen sind nur unter Einbeziehung der sehr hohen Freistelungen
 (1925: 50 000 $, 1928: 100 000 $) mit denen der anderen Staaten, die solche Freistellungen nicht kennen, vergleichbar,
Es war deshalb notwendig, diese in der obigen Übersicht zu berücksichtigen. Die Übersicht enthält für die Vereinigten
Staaten den Gesamtbetrag der Bundesnachlaßsteuer, also vor Abzug der an die Finzelstaaten zu entrichtenden Krbschaftsteuern
 — Hüöchstgrenze bis Februar 1926 25 vH., nachher 80 vH. der Bundesnachlaßsteuer — und stellt also wenigstens für
„928 annähernd die gesamte Belastung der amerikanischen Vermögen durch Erbschaftsteuern dar.

Finanzen und Steuern
        <pb n="590" />
        Land und
Jahr

Frankreich
'&amp;amp;
1926) .........9 D
6
a
KOST) are D
6
Großbritannien
@&amp;amp;
1927/28 ........&amp;lt;9 b
6
a
1928/29 ........&amp;lt; b
C
Vereinigte Staaten von
Amerika
a
19252) .........9 1
|
19281) 20.00.0004
!e

Land und
Jahr

Frankreich
a
19261) .........9 b
C
%
1927) .........4 D
C
Großbritannien
a
1927/28 ........4 b
f .
1928/29 ........4 b
1e
Vereinigte Staaten vor
Amerika
a
19259 .........4 b
SE.
SE / U c
1) Jahr der Deklaration.

Internationale Übersicht über die Verteilung der Nachlässe nach Größenklassen
a = Zahl der Nachlässe, b = Nachlaßbetrag in 1000 der
Klas-—

 738 —

Währung


‘ Nachlässe | Absolute
von Zahlen

Steuer- | in vH
betrag der
in vH Summe
von b Ibis VI

Nachlässe | Absolute
von Zahlen

fr

10 001 bis
50 000 fr

110 4097
2277 881
231 869
107 206
&amp;gt; 259 780

74,7
22,2
12,8
73,2
19,9

50 001 bis
250 000 fr

31 156
2873 562
387 379
32 533
1039 231

10,2

£

über 250 rund
bis 1 000 £

44 736
26 891
857
47 088
18.225
391

50,8
18
1,1
52,0
5,4
11

über 1.000
bis 5000£ f

28.960
77 082
3562
28 800
75 950
5546

Klaqcocn

Währung


Nachlässe
van

Absolute
Zahlen

Steuerbetrag | in vH der
in vH Summe
von b I bis VI

fe

über 2 Mill,
his 10 Mill. ir

390
\ 360 197
391 337
446
620 284

0,3
13,3
20,8
0,3
14.3

90 Q

über 50000
bis 250 000 £

1.147
111923
23 312
1.191
117 644
24 643

1,3
22,0
30,3
1,3
22,7
30.5

20 RR

20 9

in vH der
Summe IV bis VI
18,7
36,1
24,6
41,7
40,4
18,1

über 200 000
ıs 1050 000 $
über 200 000
bis 1 100 000 $

2011
786 545
24 048
| 2590
1.045 282
7573

3,1
-

; Übersicht39
und die Heranziehung der einzelnen Klassen zur Erbschaftbesteuerung.
Landeswährung, c = Steuerbetrag in 1000 der Landeswährung.
ze IT
Steuer- | in vH
betrag der
in vH | Summe
von b | Ibis VI

Klasse IV
Steuer-. in vH
betrag der
in vH | Summe
von b | Ibis VI

21,1
28,1
20,6
22,2
26.7

250 001 bis
500 000 fr

3559
120 890
190 994
3 700
224 715

Ö,£
10,9
10,2
2,6
10,8

500 001 bis
2Mill.fr -

2278
"928 820
412 599
2507
2 200 848

1,5
18,8
22,0
2,7
19,4

27,0 |

21,4 |

32,9
15,0
4€

über 5000
bis
10.000 £

6 548
51331
2875
6612
16 206
s

“4
10,2
&amp;gt;38
‚3
6
35

7,4
29,1
20,1
7,4
28,0
| 20,6 19,0
in vH deı
Summe
IV his VI
über 50 000 ı 8 489 79,0
bis 779116 35,7
200 000 8 4794 | 0,6 4.
“über 100 000 3261 52,5
bis 450 504 12,4
| 200 000 $ 584 0,1 1.4

5,6

ur

6

bo

Klasse

Gesamtsummen

Absolute
Zahlen

Steuer- in vH
betrag der
in vH Summe
van h T hie V?

Absolute Steuerbetrag
Zahlen in vH von b
der Klassen , der Klassen
F his VI I bis VI

Nachlässe |
von

in vH
der Summe
I bis VI

über
10 Mill. fr

30
688 356
265 226
46
1.017 877

0,0
6,7
14,1
0,0
8.9

147 822
10 249 706
1879 404
146 438
11 362 735

38,5: |

18,3

100,0
200,0
100,0
100,0
100,0

über
250 000 £

134
91 244
30 846
156
102 395
33 567

0,2
18,1
40,1
0,2
19,7
41,6

88 005 100,0
505 350 100,0
76 852 15,2 100,0
90 588 100,0
519 497 100,0
80 801 15.6 100,0
Zinagser TYW+VI

88,8

82,8 |

über 251
1.050 000 $ | 614 821
69071
über 359
1.100 000 $ | 1 091 795
33 623

2,8 10 751
28,2 2 180 482
21,2 70,5 97 913
5,8 6210
42,2 2587581
| 8,1 80,5 41 780

u |
16

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0
100,0
        <pb n="591" />
        — 740 —

Die unterschiedliche Bedeutung der Vermögen besitzenden Schichten in den einzelnen
Ländern kommt aus den bereits an anderer Stelle angegebenen Gründen (vgl. S. 733) in
»biger Übersicht nicht zum Ausdruck. Sie ist in gewissem Umfange zu erfassen, wenn
man die Gesamtzahl der in der Übersicht ausgewiesenen Nachlaßfälle zu der Bevölkerungszahl
 in Beziehung setzt.

Übersicht 40

Zahl der Nachlässe auf je 10000 Einwohner

Zahl der Nachlässe

Land

Frankreich ..

Großbritannien ‚.........

Vereinigte Staaten von
Amerika ...

Jahr

1926
1927 |

1927/28
1928/29 |

1925
1928 |

Bevölkerung

40 743 897
40 920 000 |
45 435 000
45625000 .
115378 000
{20 000 013

Klasse I bis VI

auf je
Send 1000 Einzahl
 | wohner

47822
46 438

38 005
a

Klasse IV bis VI

_ | auf Je
Grund 10000 Einzahl
 wohner

2.698
2.999

0,7
0,7
1,7
1,8
0,9
0,5

7 761
3088

0 751
A210

Es ergibt sich hieraus, daß — die annähernde Übereinstimmung der vorgenommenen
Klassenabgrenzung vorausgesetzt — die Zahl der auf die gegenübergestellten Klassen
{I bis VI) entfallenden Nachlässe bei Frankreich verhältnismäßig höher ist als bei Großbritannien.
 Diese Tatsache steht in engem Zusammenhange mit der Verteilung der Nachlässe
innerhalb der erfaßten Stufen, wie sie aus Übersicht 39 hervorgehen. Bei Frankreich konzentrieren
 sich die Nachlässe hauptsächlich in den unteren Klassen — KlasseI und II
aımfassen rund 95 vH der Nachlaßfälle und über 45 vH des Nachlaßbetrages — während
in Großbritannien die oberen Stufen stark hervortreten. Besonders deutlich tritt dieser
Unterschied bei den Nachlaßbeträgen in Erscheinung, die in Großbritannien nur zu rund
20 vH auf die ersten beiden Klassen entfallen. Danach ist eine gewisse Übereinstimmung
in der Einkommensgliederung und dem Vermögensaufbau der beiden Staaten festzustellen.
 Die Verteilung der Nachlässe Jäßt darauf schließen, daß in Frankreich entsprechend
 der Lagerung der Einkommen eine breite Schicht kleiner und mittlerer Vermögen
 vorhanden ist. Nicht so groß ist diese in Großbritannien; dafür besitzen die hohen
Vermögen in Übereinstimmung mit dem starken Hervortreten der großen und größten
Einkommen hier eine erhebliche Bedeutung. Die Vereinigten Staaten sind mit den
beiden vorhergenannten Staaten wegen der verschiedenen Klassenabgrenzung nur schwer
vergleichbar. Stellt man den Anteil der Nachlaßfälle der Klassen IV bis VI an der Bevölkerungszahl
 dem entsprechenden Frankreichs und Großbritanniens gegenüber, so
ergibt sich, daß in den Vereinigten Staaten die hohen Vermögen verhältnismäßig keine
zo bedeutende Rolle spielen wie in Großbritannien.
Die Momente, die für die Verteilung der Erbschaftsteuerbelastung maßgebend sind,
stimmen im wesentlichen mit denen überein, die auch für die Einkommenbesteuerung
vestimmend waren. Die Tatsache, daß die hohen Vermögensklassen sehr stark besetzt
sind, gestattet es Großbritannien, die kleineren Vermögen steuerlich weitgehend zu
schonen und die Erbschaftsteuersätze dafür in den oberen Klassen stark anzuziehen,
Entsprechend entfällt auch der größte Teil des Betrages der Erbschaftsteuern auf die
oberen Klassen (Klasse IV bis VI etwa 90 vH). Frankreich ist dagegen genötigt, bereits
die unteren Nachlaßklassen in höherem Maße zur Erbschaftsteuer heranzuziehen.
Diese bringen infolgedessen auch einen größeren Anteil an dem Gesamtsteuerbetrag
(Klasse I bis III etwa 40 vH) auf. Am niedrigsten ist die Belastung der Vermögen durch
die Erbschaftsteuern in den Vereinigten Staaten. Auch hier wird die Steuer überwiegend
 von den hohen Vermögen (Klasse V und VI rund 95 vH des Gesamtsteuerbetrages)
 getragen.
        <pb n="592" />
        741 —

Dritter Abschnitt
Staatsschulden

Ein internationaler Vergleich der Staatsschulden verschiedener Mächte
muß auf die amtlichen Schuldennachweisungen zurückgreifen, die von den in die Untersuchung
 einbezogenen Mächten veröffentlicht werden. Aus diesen Nachweisungen wäre
ein einheitliches Schema zu gestalten, das die Eingliederung aller Schuldkategorien
 an entsprechender Stelle ermöglicht.
Es machen sich jedoch schon in der Terminologie der amtlichen Ausweisungen Abweichungen
 geltend, die es unmöglich erscheinen lassen, in das Schema eines Landes
die Ausweisungen der anderen einzugliedern. Diese Abweichungen erklären sich sowohl
aus der geschichtlichen Entwicklung der Finanzwirtschaft als auch aus den besonderen
Erfordernissen der Finanzverwaltung der einzelnen Mächte. Die in den Schuldenausweisungen
 der Vergleichsländer jeweils maßgebenden Einteilungsgrundsätze ergeben sich
aus der folgenden Darstellung der Entwicklung und Zusammensetzung der Staatsschulden
der untersuchten Mächte, der eine zusammenfassende Schilderung angegliedert wurde.

1. Die Staatsschulden Großbritanniens
Die britischen Schuldenausweisungen in den »FinanceAccounfts« unterscheiden
im wesentlichen folgende drei Kategorien der Staatsschuld:
I. Funded Debt (fundierte Schuld),
II. Unfunded Debt (unfundierte Schuld),
III. External Debt (auswärtige Schuld).

In der »Funded Debt« sind nur die Konsols zu 2!/z, 2% sowie die 4prozentige
Nachkriegstype, die »Conversion Loan« und die Schulden an die Banken von England
und Irland enthalten, die teilweise bis auf die Gründung dieser Banken zurückgehen.
Die »Unfunded Debt« umfaßte vor dem Weltkriege nur die kurzfristigen
Schatzwechsel und länger befristete Exchequer Bonds. Zwischen der Funded und
Unfunded Debt stehen ihrem Charakter nach die »Terminable Annuities«, Diese Ver-Pflichtungen
 des britischen Staates — jeweils im geschätzten Kapitalbetrage angegeben —
ergeben sich aus den Leibrenten, die der Britische Staat an Personen zahlt, die sich
durch die Übergabe von Schuldtitres‘) an die »National Deht Offiee« ein Anrecht auf
den Bezug dieser Renten erworben haben.
Die gesamte Vorkriegsschuld Großbritanniens belief sich auf 649,8 Mill. £.
Im Laufe des Weltkrieges wurde die unfundierte Schuld durch die Kriegsäanleihen,
 mittel- und kurzfristigen Anweisungen, die auf Grund der War Loan Acts
begeben wurden, außerordentlich vergrößert. Alle während des Krieges aufgenommenen
Kredite, soweit sie nicht in fundierte Schuld konvertiert wurden, sind in der unfundierten
Schuld heute noch enthalten. Der Gesamtbetrag der britischen Staatsverschuldung ist
dadurch um mehr als das Zehnfache gestiegen. Die Gesamtkreditbewilligung auf Grund
der »Votes of credit« während der Zeit vom 7. August 1914 bis 13. November 1918 belief
sich auf 8,7 Mrd. £, jedoch wurde dieser Betrag infolge Unterzeichnung der anfgelegten
Summen durch die +ateächlichen Fmissianen nicht erreicht.

1 Bzw. Bareinzahlungen.
        <pb n="593" />
        742

Als hauptsächlichste Kreditquelle während des Krieges dienten die »War Loanse,
deren erste am 7. November 1914 ausgegeben wurde. Die Anleihe erbrachte nur
331,8 Müll. £, obwohl mehr als ein Viertel der gezeichneten Beträge als Bankzeichnungen
anzusprechen waren und die Bank von England zur Unterstützung langfristige Kredite
in Höhe der zur Zeichnung erforderlichen Beträge zu günstigstem Zinssatz einräumte.
Die Einzahlungsfristen waren über die Zeit vom November 1914 bis April 1915 verteilt
und der Zinssatz bei einem Zeichnungspreis von 95% auf 31/2 °/o festgesetzt worden.
Die Anleihe wurde an ihrem planmäßigen Fälligkeitstermine im Jahre 1928 zurückgezahlt,


Die am 11. Juni 1915 angebotene zweite Kriegsanleihe war mit einem höheren Zins-‚uß:
 4*/2 % ausgestattet und wurde zu pari begeben. Die Barzeichnungen ergaben etwa
590 Mill. £ einschließlich Bankzeichnungen, die etwa ein Drittel‘ dieses Betrages ausmachten.
 Neben der Barzeichnung war aber auch die Zeichnung durch Einreichung von
Stücken der 2*/sprozentigen Konsols, der 2%- und 2*/sprozentigen »Annuities« sowie der
arsten 3*/sprozentigen War Loan — letzterer gegen ein besonderes Aufgeld von 5% —
vorgesehen. Der Erfolg der zweiten Kriegsanleihe wurde insbesondere neben einer verstärkten
 Pressepropaganda durch ein Zugeständnis gesichert, das allen Zeichnern das
Recht der Konvertierung der Stücke der zweiten Kriegsanleihe in jede spätere Kriegsanleihe
 — auch wenn sie mit höherem Zinssatz ausgestattet sein sollte — zum Parikurse
zubilligte. Den größten Erfolg erzielte die dritte Kriegsanleihe, die am 11. Januar 1917
in zwei Tranchen zur Zeichnung angeboten wurde. Die erste Tranche trug 5%. Zinsen,
war der Einkommensteuer unterworfen und wurde zum Preise von 95%, aufgelegt. Die
zweite 4prozentige Tranche war von der Einkommensteuer befreit und hatte einen Ausgabekurs
 von 100%. Die Steuerbefreiung der zweiten geringer verzinslichen
Tranche sollte besonders zur Zeichnung anreizen, erbrachte jedoch im Verhältnis zur
steuerpflichtigen Tranche nicht den erhofften Erfolg. Am deutlichsten geht dies aus folgender
 Übersicht hervor:

"ana

In 1000 £

Barzeichnung ......
Konversionen............ 4.
davon:
1.41/,% War Loan.........00.0..
2. Treasury Bills ... .............
3, Exchequer Bonds ‚............0

Summe....

59 War Loan 4°/, War Loan
844 802,0 | 22 046,0
1231012,0 | 30 372.0

820 346,0 23 199,0
130 205,0 | 612,0
280 461,0 | 65610 ;
2075 814,0 | 524180 |

Zusammen
866 848,0

1.261 384,0

843 545,0

130 817,0
287 022,0
2.128 232,0

Als bemerkenswert ist ferner bei dieser Anleihe die Schaffung eines Fonds zu Kursstützungszwecken!)
 zu erwähnen, der monatlich mit !/s */a des ausstehenden Betrages einer
jeden der beiden Tranchen beschickt werden sollte. Aus diesen Mitteln waren Rückkäufe
vorgesehen für den Fall, daß der Marktpreis der Anleihe unter den Ausgabekurs sinken
würde,
Die außerordentliche Höhe der schwebenden Schuld Großbritanniens (Höchststand:
 1,55 Mrd. £ am 31. Dezember 1918), die schon durch Emission mittelfristiger Titel
im Januar 1919 zum Teil prolongiert worden war, im Zusammenhang mit dem Defizit
des Finanzjahres 1919/20 in Höhe von etwa 330 Mill. £, zwangen zur Emission der

1) Depreciation Fund.
        <pb n="594" />
        — 743 —

tprozentigen Funding Loan und Vietory Bonds im Juni 1919. Die Funding Loan wurde
nit 80° zur Zeichnung angeboten. Sie wurde mit einem speziellen Tilgungsfond auszestattet
 und wird erst in der Zeit von 1960 bis 1990 fällig. Die Vietory Bonds hingegen
wurden zu 85 % begeben, sollten aber ab 1. September 1920 durch jährliche Ziehungen
zetilgt werden. Die Barzeichnungen der Funding Loan beliefen sich auf 289 Mill. £,
während die Victory Bonds 288 Mill. £ Barzeichnung erbrachten. Die Konversionen waren
nit insgesamt 191 Mill. £ weniger erfolgreich.

In der Nachkriegszeit traten zu den langfristigen Kriegsanleihen noch mehrere
der Konversion dienende Anleihen hinzu. Die Conversion Loan von 1921 hatte die besondere
 Aufgabe, 632 Mill. £ in den folgenden drei Jahren fällig werdender National War
Bonds zu ersetzen. Das außerordentlich günstige Umtauschverhältnis (mindestens 160 £
für 100£ National War Bonds) rief jedoch beim Publikum Mißtrauen hervor, so daß
der Erfolg nur gering war. Im Januar 1927 kam eine weitere Konversion durch die Consalidated
 Loan zustande, die insgesamt 215,1 Mill. £, davon 81,3 Mill, £ Barzeichnung
arbrachte.
Neben den während des Krieges begebenen langfristigen Anleihen wurden als un -
‘undierte Schuld ferner mittelfristige Kredite mit Hilfe der Exchequer Bonds,
deren — mit wirksamerem — Titel neu geschaffener Type: »National War Bonds« und
später auch der Treasury Bonds aufgenommen.

Während die »Exchequer Bonds« in den ersten Kriegsjahren als einzige mittelfristige
Anweisung neben den kurzfristigen Schatzwechseln und den »Temporary Advances on
‘he credit of ways and means« das hauptsächlichste Kreditbeschaffungsmittel dieser
Art darstellten, traten in den späteren Kriegsjahren die obengenannten, in der Folgezeit
sehr populären »National War Bonds« hinzu, deren erste Serie im Oktober 1917 auf dem
Markt erschien. Die »Treasury Bonds« wurden erst nach dem Kriege geschaffen. Der
Unfunded Debt ist ferner eine Schuldenkategorie zuzurechnen, die im Jahre 1915/16 erstmalig
 in Erscheinung trat: die »War saving certifcates«, die im Februar 1916 erfolgreich

Übersicht 1
Die britischen Kriegs- und Nachkriegsanleihen

Erläuterung

A.

Jahr vasesesi
Zinsfuß 9%. ..... .]

TYDasass..s,

Emissionspreis ..

Rückzahlbar ...

Zezeichnet
durch

Barzeichnungen!)


Konversionen?).
 ‚|

Summe. . .]

| am | IL |

IV. Ivy | vn | vo
In

&amp;gt;

=

1914 / 1915 | 1917
831% 41%

1917

1919

1919

1921 | 1924 | 1927

317 |

41%

4

Var Loan | War Loan |! War Loan | War Loan |

Funding
Loan

Victory
Bonds

Sonversion | Conversion| Consoli-Loan
 Loan datedLoan

| 85
925—1928[1925-—194511929—1947!1929-—1942|1960—1990| ab 1920 11 Anril1961|1940-—1944| ab 1957

100 | 8

n 1000 £

350 000 ı

5387 196

966 659 |

29 658

288 967

287919

31 300

313 635

11005601 29%60 |

120 144 |

71613 |

264 900

210587 ! 133 800
210 587 | 215 100

350 000 | 900831 . 2067219! 52418 | 409111 | 359532 |

264 900

') Nettobeträge aus Mallet and George, British Budgets 1918/1921, London 1929.
        <pb n="595" />
        „ 144

Angeführt wurden, Sie hatte die Aufgabe, die Sparanlagen der kleinen Zeichner für
lie Zwecke der Kriegsfinanzierung zu mobilisieren. Der Zeichnungspreis dieser Sparscheine
 belief sich auf 158. 6 d., wofür nach fünf Jahren 1 £ zurückgegeben wurde.
Die Unfunded Debt enthält ferner die als schwebende Schuld zu charakterisierende
Treasury Bills« (Schatzwechsel) und die Temporary Advances (Zeitliche Vorschüsse),
lie von der Bank von England und Public Departments gewährt wurden, um als kurz-'ristige
 Kredite die Spanne zwischen Geldbedarf und Eingang der Mittel aus langfristigen
Anleihen bzw. Steuern zu überbrücken.
Die äußere Schuld (External Debt) Großbritanniens ist in die politische
ınd kommerzielle Schuld zu unterteilen, Unter der politischen Schuld werden Verpflichungen
 an auswärtige Regierungen und unter der kommerziellen Schuld solche an den
'reien Markt des Auslandes verstanden.

Die politische Auslandschuld Großbritanniens ist während des Krieges entstanden,
als Großbritannien bei fremden Regierungen Kredite zur Kriegsfinanzierung aufnahm.
Jer erste Kredit dieser Art wurde im Jahre 1915 von der Canadischen Regierung in
Töhe von 45 Mill. $ eröffnet. Die kommerzielle Auslandschuld wurde durch die Anglo-French-Loan,
 die in Höhe von 500 Mill. $ im Oktober 1915 gemeinsam von Großbritannien
ınd Frankreich in New York aufgelegt wurde, begründet. Diesen beiden ersten Krediten

—— TAB

tolgten umfassende Neuaufnahmen auf dem privaten Markt der Vereinigten Staaten von
Amerika wie auch nach dem Kriegseintritt Amerikas bei der Regierung der Vereinigten
Staaten von Amerika selber. Diese letzten Kredite sind ihrem Umfange nach (4,6 Mrd. $)
ler Hauptbetrag der Auslandschulden Großbritanniens wie der interalliierten Verschullung
 überhaupt. Durch das Abkommen vom 18. Juni 1923 (Baldwin-Mellon-Abkommen)
wurde die Rückzahlung dieser politischen Schuld an die Vereinigten Staaten von Amerika
Jurch 62 Annuitäten geregelt.
Sonstige politische Schulden verpflichten Großbritannien noch an Frankreich, Rußland‘)
und Italien aus der Gestellung von Golddepots dieser Mächte als Garantie für gewährte
Kredite,
Im Jahre 1928 betrug die gesamte Staatsschuld Großbritanniens 7 527,8 Mill. £, wovon
1097,0 Mill. £ auf die äußere Verschuldung entfielen. Als charakteristisch für die gezamte
 Bewegung der britischen Staatsschuld ist ein ständiges schwaches Sinken der
Gesamtschuld seit dem Jahre 1923 festzustellen, wobei zu bemerken ist, daß sich diese
Verminderung jeweils mehr auf die Auslandschuld als die Inlandschuld erstreckt. Die
'aufende Veränderung gegenüber den Vorjahren läßt dies deutlich bei beiden Schuldzategorien
 erkennen.
Ye Die Golddepots Frankreichs und Rußlands können durch gleich hohe Forderungen Großbritanniens als ausgeglichen
relten.

Übersicht 2

Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanzijahrs: 31. März

Die innere und äußere Staats-1

 |
W914 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1928

schuld Großbritanniens?)
1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1098 ! 1999

Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanziahrs: 31. März

7

A. Innere Schuld
.„. in Millionen £ ......0.00000000
2. in vH der Gesamtschuld......
3, Veränderung gegenüber dem Vorjahr

ı) in Millionen £......0.0000004
DM YHosseeeeereeeereneees
5) in vH der Gesamtveränderung

649,8 | 6142,6 659,5 | 6442,4 | 6567,2 6584,8
100.0 82.6 34,3 85.1 85.8 85,1

*) +5492,8 | + 453,9 | — 154,1 |+ 124,8 |+ 17,6
+ 845,3 | + 741— 281+ 191+ 0,8
— 24 81014+ MI531-— 606 14 15801 4 900

3. Äußere Schuld
A. in Millionen £ .............0.
2. in vH der Gesamtschuld......
3. Veränderung gegenüber dem Vorjahr

a) in Millionen £..........00.
pr FR RER
2) in vH der Gesamtveränderung

1 292,4 |
4

1 232,3 | 11320 | 1087,2 / 1157,4
157 14,9 | 14,2 14,9

;+12924 |— 60,1 |— 100,3 |— 44,8 |+ 70,2
) — 47|— 81 = 401 + 65
£ 19,0 I 158,3 1— 8389.41 — 5601 + 80,0

3. Gesamtschuld*)
., in Millionen £ .....0.0000010000
Veränderung gegenüber dem Vorjahr
 |
a) in Millionen £........0400.  — 1’) + 6785,2 | + 393,8 -— 254,4 |+ 80,0 |+4+ 87,8
A EA — 24 11441 4 58 [— 3821+ 11i+ 11
” l
} Quelle; Finance Accounts. — ?) Veränderung gegenüber dem Vorkriegsstande. — *) Ist rechnerisch nicht zu ermita


———

Ti

6513,5 ] 64745 | 6446,1 | 6451,4 / 6 430,8 6413,
85.2 | 35.2 | 85.3 Rö ‚4 85.4 | 85,

- 21,3|— 39,0|-— 284|+ 5,3|— 20,6 — 16,9
= l1|— 06) — 041+ 0,081— 08|— 038
— 205|— 908 |— 72,831 + 138,5 |— 76,9 |— 61,5

!
1 127,6 1 123,4 1112,5 1 103,2 1 097,0 1 086
14.8 14,8 14,7 14,6 14,6 14,

» 29,8 | — 4:22 | — 10,9 | — 9,3 | — 6,2 — 107
2,3 | — 0,4 | — 2,0 | — 0,8 | — 0,6 — 2,0
. 298 1 — 97 1. 27.7 1— 288.5 |— 23,1 1— 38,5

76411 | 75979 | 7558,6 | 7 554,6 | 7527,8 ] 7 500,3}

— 101,1 1 2 39,3 — 40|— 26,8 |— 275
— 1381 — 06|— 05|— 0,0681— 0,4 |— 0

teln. — *) Ohne Capital Liabilities.

A. Innere Schuld
1. in Millionen £
2. in vH der Gesamtsehuld
3. Veränderung gegenüber dem
Vorjahr
D in Millionen £
b) in vH
c) in vH der Gesamtveränderung

B. Außere Schuld
1. in Millionen £
2. in vH der Gesamtschuld
3. Veränderung gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen £
b) in vH
c) in vH der Gesamtveränderung

C.

Gesamtschuld*)
1. in Millionen £
2. Veränderung gegenüber dem
Vorjahr .
a) in Millionen £
b) in vH
        <pb n="596" />
        746 —

2. Die Staatsschulden Frankreichs

Der Stand der Staatsschulden Frankreichs, wie er im »Budget g6n6ral« angegeben
wird, ist in folgende Abschnitte eingeteilt:
A. Dette interieure (innere Schuld):
1. Dette perpötuelle et &amp;amp; long terme (ewige und langfristige Schuld),
2. Dette &amp;amp; court terme (kurzfristige Schuld),
3. Dette flottante (schwebende Schuld);
B. Dette exterieure (äußere Schuld):
1. Dette envers les gouvernements alli6&amp;amp;s (Schuld an die alliierten Regierungen),
2, Dette commerciale (kommerzielle Schuld).
Die innere Schuld ist demnach nach dem Gesichtspunkt der Laufzeit unterteilt, während
lie äußere Schuld nach Gläubigern getrennt ausgewiesen wird.
Die ewige und langfristige Schuld (Dette perpetuelle et a long terme) umfaßte in der
Vorkriegszeit die ewige und die amortisable 3prozentige Rente und die 3'/2prozentige
 amortisable Rente. Etwa 75 vH der gesamten Vorkriegsschuld Frankreichs ist mit
diesen Emissionen erfaßt. Bis zum Jahre 1928 ist der Anteil dieser Schulden an der gBsamten
 inneren Schuld auf 8,1 vH zurückgegangen, was überwiegend auf die Neuaufnahme
von Krediten während des Krieges zurückzuführen ist.
Im November 1915 wurde, nachdem sich das französische System der Kriegsfinanzierung
 durch Vorschüsse seitens der Bank von Frankreich an den Tresor
infolge der Dauer des Krieges als unzureichend erwiesen hatte, die erste Kriegsanleihe
in Form der 5 prozentigen Rente aufgelegt, die einschließlich Konversionen 13 307,8 Mill. fr
erbrachte; an Barzeichnungen kamen 6284,7 Mill. fr auf. In fast regelmäßigen jährlichen
Abständen erfolgten die Emissionen weiterer Kriegsanleihen, für die, wie aus der nachfolgenden
 Übersicht ersichtlich wird, insbesondere der niedrige Emissionskurs charakteristisch
 ist. In die Übersicht wurden die beiden großen Anleihen des Jahres 1920 mit
einbezogen, da diese zu einem erheblichen Teil der Konsolidation bzw. Konvertierung unmittelbarer
 Kriegs- und Demobilisationsschulden dienten. Der Anteil der Kriegsanleihe
an der gesamten inneren Staatsschuld Frankreichs ist für das Jahr 1928 mit 31.12 vH
anzugeben.
Im Rahmen der langfristigen Schulden sind ferner die 5- und 6 prozentigen
Serien der besonders privilegierten »Obligations du Credit National« zu erwähnen, die
als Wiederaufbauschulden mit einer Laufzeit von 25, 50 und 75 Jahren in
der Zeit von 1919 bis 1924 begeben wurden. Die Tilgung erfolgt durch Auslosung unter
teilweiser Gewährung eines Aufgeldes, Als langfristige Wiederaufbauschulden haben fernerhin
 die 6prozentige Rente von 1927 und die 5prozentige Rente von 1928 zu gelten, die
insgesamt 39,8 Mrd. fr erbrachten und überwiegend der Konversion kurzfristiger
Titres zugeführt wurden. Im Jahre 1928 waren etwa 18,3 vH der inneren Schulden
Wiederaufbauschulden (zuzüglich kurzfristiger Obligations und Bons). Unter den langfristigen
 Nachkriegsanleihen nimmt die 4 prozentige Rente von 1925, die ausschließlich
zur Konversion von »Bons de la Defense Nationale« bestimmt war, eine Sonderstellung
ain. Diese Anleihe ist mit einer Goldgarantie für den Jahreszinssatz auf der Basis
1£= 59fr ausgestattet. Da die Tilgung nur zum Mindestsatz des 50fachen Wertes des
Halbjahreskupons erfolgen darf, ist damit auch für die gesamte Anleihe eine Goldgarantie
yeboten. Der Gesamtertrag dieser Anleihe stellte sich auf 5933,6 Mill. fr. Im Jahre
1926 wurden die 6vprozentigen Obligationen (Tabakanleihe) von der im August 1926
        <pb n="597" />
        „ TAT

antstandenen »Caisse autonome de gestion des Bons de la Defense Nationale et d’amor-;issement
 de la dette publique« ausgegeben, um die Durchführung ihrer speziellen Tilgungsaufgaben
 zu ermöglichen. Die folgende 6 prozentige Rente von 1927 und die 5prozentige
Rente von 1928 sind die beiden größten Fundierungsanleihen im Rahmen der französischen
 Finanzsanierung. Die außerordentlich stark angehäuften Fälligkeitstermine einer
Reihe kurzfristiger Schuldverschreibungen zwangen bei der Emission dieser Anleihe zur
Tinräumung äußerst günstiger Bedingungen, von denen das 50prozentige Tilgungsagio

Übersicht 3
Die französischen Kriegsanleihen
LO m IE mM | vw
el Si
1918 | 1920 ' 1920
4 5 ‚8
Rente | rückzahlbar | Rente
70,80 | 100 100
1.1.1944 RN

Erläuterung

Jahr.....
Zinsiuß %a ..

1915 | 1916 | 1917 '
5 5
Rente Rente
87,25 87,50
1. 1.1931 ! 1.1.1931

UYD 000000000
ZmissiONSpreiß ..........
Rückzahlbar. .....0.000004002

6

7

Gezeichnet durch:
BarzeichnungeN ...........00000700
Konversionen.. ..

Millionen fir

6 284,7

5 425,3

5 174,2 7 246,0
50349 '! 14917,2

11 278,4
89053 ! 16810,5

7023.1

4. 657.2

lavon:
Bons du Trösor.....- ...
Bons D.Nasss0000er care
Obligations D.N.........00000
Russische Coupons............J
Soupons der Kriegsrente ......
39% Renten s...0.0. 00000000000
31/,0/, Renten rückzahlbar.....
Si 15, 16004 una k er
Ey KO re a——_-49/9
 19 Serreeeeeerenen nenn
50/9 190 res c000000 0000
Verschiedene ...

7,6

0,6
8226,1
612,3 |
61,9

15,4
4 136,2
354,9
2,7
3 606,5
1.786,0
4 165,6
2 738,6
45

2 244,4
3316,9

3 693,1

956,3

4 582,7
449,2

13 255,1
L 412,1
239,4 |

| 439,5
22,3

3,0

3,1

7,8

4,4

Summe...} 13307,8 | 10 082,5

}

10 209,1 | 22 163,2 | 15940,7 | 28 088,9

„Quelle; Expos6 des motifs Budget gön6ral 1921. Bulletin de Statistique ei de L6gislation Compar6e, Mai 1922
5. 864, — 1) Rückzahlbar in Serien (50 %/ Prämie) in 60 Jahren.

besonderer Erwähnung bedarf. Allein die Konversionen der 6prozentigen Rente von 1927
machten 18,2 Mrd. fr aus. Die Zeichnungsbedingungen der Rente von 1928 lagen infolge
les Ertrages der im Vorjahre emittierten Rente weit ungünstiger, insofern als nur 5%
Verzinsung und kein Tilgungsagio geboten wurde. Trotzdem war auch ihr Ergebnis ein
voller Erfolg; etwa 20,8 Mrd. fr konnten konvertiert werden.
{m Jahre 1927 wurde überdies noch eine weitere Konversionsaktion durch Begebung
der 6prozentigen Obligationen von 1927 durchgeführt, die insbesondere auf die Konsoıldierung
 schwebender Schuld abzielte und etwa 4,6 Mrd. fr erbrachte. Der Anteil
der gesamten langfristigen Nachkriegsanleihen an der äußeren Staatsschuld weist in der
Nachkriegszeit eine steigende Tendenz auf und erreichte im Jahre 1928: 16,3 vH.
        <pb n="598" />
        7AS8 —_

Die »Detteäcourt terme« besteht im wesentlichen aus mittelfristigen Bons du
Trösor, die überwiegend in der Nachkriegszeit emittiert wurden, Der Höhepunkt der
Emissionstätigkeit fällt in das Jahr 1928, das mit 16,2 Mrd. fr die gegebenen Beträge
ıller übrigen Jahre weit übersteigt (geringste Emission 1926: 1,4 Mrd. fr). Die Fälligzeitstermine
 dieser mittelfristigen Bons liegen zwischen 6 und 25 Jahren, während der
Zinssatz zwischen 5 und 6 °% schwankt. Ohne die mittelfristigen Wiederaufbauschulden
sind im Jahre 1928: 3 vH der gesamten inneren Staatsschuld Frankreichs als mittelfristige
Schatzanweisungen anzusprechen. Hierzu muß jedoch bemerkt werden, daß nur infolge
ımfangreicher Konsolidierung während des Vorjahres sich der Anteil dieser Kategorie an
ler inneren Gesamtschuld um etwa die Hälfte gesenkt hat. Als mittelfristige Schatzanweisungen
 sind ferner mehrere Emissionen des »Credit National« und die »Öbligations
de la Defense Nationale« zu bezeichnen, die unter die Wiederaufbauschulden fallen und
zum größten Teil den Kriegsbeschädigten ausgehändigt werden.
Die weitaus größte Bedeutung unter den schwebenden Schulden kommt den »Bons
delaDefense Nationale« zu, deren Ausgabe zur Deckung der durch die laufenjen
 Einnahmen lang- und kurzfristiger Anleihen nicht ausgeglichenen staatsfinanziellen

740 .

Erfordernisse erfolgte. Der größte Umlaufsbetrag der Bons de la Defense Nationale wird
im August 1922 mit 62,7 Mrd. fr ausgewiesen. Mit der Verzinsung und Tilgung des
Ende September 1926 noch ausstehenden Betrages von 46,9 Mrd. fr wurde die »Caisse
zutonome de gestion des bons de la defense Nationale et d’amortissement de la dette
publique« beauftragt, die daneben auch den Dienst kurzfristiger Bons du Tresor zu übernehmen
 hatte.
Unter den sonstigen schwebenden Schulden Frankreichs sind weiterhin die
Schulden an die Bank von Frankreich besonders zu erwähnen, die am 31. Dezember
1926 infolge der Finanzierungspolitik in den ersten Kriegsmonaten auf rund 34 Mrd. fr
angestiegen waren. Durch systematische Tilgung aus Mitteln der Aufwertung von Valutaposten
 sowie aus Erträgnissen gewisser Anleihen wurde diese Schuld auf 3,2 Mrd. fr
vermindert. Diese Restschuld ist als Dauerkredit anzusehen und kommt ihrem Charakter
nach der Schuld Großbritanniens an die Bank von England nahe.
Von den Auslandschulden Frankreichs fällt insbesondere der politischen Schuld
an die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien eine besondere Bedeutung
zu. Die Entstehung dieser politischen (interalliierten) Schulden geht

Übersicht 4

Die innere und äußere

Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanzjahrs: 31. Dez.

191441 | 1919 | 1920 | 191 1 1922

*
wa

A. Innere Schuld
1, in Millionen ff o..000he00000r en
3. in vH der Gesamtschuld.......
3. Veränderungen gegenüber dem‘
Vorjahr
1) in Millionen ir .......0.0000
Drake ker
2) in vH der Gesamtveränderung
3, Äußere Schuld
1. in Millionen Massen
2, in vH der Gesamtschuld.......
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
ı) in Millionen fr 0..0..0.0000000
DE Ye ER EG LEE
et) in vH der Gesamtveränderung
0. Gesamtschuld
1. in Millionen ass0000000000004
2. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen fr .....0000.000

34 388,0 181435,3 | 222204,0 | 243 We 250 084,0
100,0 73,9 74,7 | 76,5 68,1

[2)4147.047,3 | + 407687 | + 20904,0 | + 6976,0
[+ 427,6 |+ 22,5 1+ 9,4 | + 2,9
BL 697 |+ 986 + 1014|+ 142

54008,9 | 75 164,0
26.1 25.3

74 876,0 | 117 037,0
23.5 831.9

[2) + 64 008,9 | + 11 155,1
+ 274
21,5

- 288,0 | + 42 161,0
04 |+ 56,8
14|+ 85,8

30,3 | +

34388,0 | 1245 444,2 | 297 368,0

317 984,0 | 367 121,0

_ Ma + 51 923,8
— Ih4 61827 |+ 212

+ 20616,0 | + 49 137,0
+ 6,9 |+ 15,5

-) Quellen: Annuaire statistique; 1926, 1927, 1928 Budrget göneral. — ?) Veränderung gegenüber dem Vorkriegsstande

Staatsschuld Frankreichs!)

1923 | 1924 | 1925

1926 |

1927 | 1028 1

5

9

„Ar

270 708,0 | 282 075,0 | 292915,0 |
66.1 | 67.50 59,9

290 079,4 } 296670,8| 283 188,7
62,0! 82.4 61,1

+ 20 624,0 | + 11.367,0 [+ 10840,0 — 2835,6 |4+ 6 591,4 |— 13 482;!
F 8,2 |+ x 8,8|— 12,0 |+ 2,8 |— el
- 4841+ 135914 1583 1— 137]+ 989 — 211,3

139.000,0 | m 196000,0 | 178 136,4 178567,7 | 179 937,
88,9 | 82,5 40,1 38,0 37,6 | 38,5

- 21 963,0 | 30000 [+ 60 000,0 — 17863,6 |+ 431,3 |}+ 1369,6|
FE 18,8 7 224 441 — 9,.11+ 0 0,6
1 516l— 35,9 | 847 |— 8631+ 686114 m.

409 708,0 | 418075,0 | 488915,0 | 468215,8 | 475238,5| 463 126,0)

+ 42587,0 [+ 8 367,0 |+ 70 840,0 |— 20 699,2 |+ 7 022,7 |— 12 112,5
. 21,6 |+ 2,0|+ 16,9 |— 4,2 |+ 1,5 |— 2

— 3) Ist rechnerisch nicht zu ermitteln. — 4) Stand am 321. Juli.

Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanzjahrs: 31. Dez.

A. Innere Schuld
1. in Millionen fr
2, in vH der Gesamtschuld
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen fr
b) in vH
c) in vH der Gesamtveränderung
3. Äußere Schuld
1. in Millionen fr
2. in vH der Gesamtschuld
83. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen fr
b) in vH
€) in vH der Gesamtveränderung

C. Gesamtschuld
1. in Millionen fr
2. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen fr .
b) in vH
        <pb n="599" />
        750 —
zuf Staatskredite zurück, die von den Bundesgenossen an Frankreich zu Zwecken der
Ariegsfinanzierung eingeräumt wurden.
Von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wurden an Frankreich insgesamt
 3404,8 Mill. $ Kredite gewährt; hiervon entfallen 2997,5 Mill. $ auf Barvorschüsse
 zum Ankauf von Nahrungsmitteln und Kriegsmaterialien während des Krieges
in den Vereinigten Staaten von Amerika und 407,3 Mill. $*) auf einen speziellen Kredit
zwecks Ankauf von amerikanischen Heeresmaterialien, Depots und militärischen Anlagen
.n Frankreich nach dem Waffenstillstand. Die Tilgung beider Kredite wurde in einem
Abkommen vom 29. April 1926 (Mellon-Berenger-Abkommen), das erst im Jahre 1929
catifiziert wurde, gemeinsam geregelt.

An Großbritannien ist Frankreich ebenfalls aus zur Verfügung gestellten Staatskrediten,
 die zum Ankauf von Rohmaterialien und Heeresgut dienten, verschuldet. Diese
Schuld belief sich bei Kriegsende auf 434 Mill. £, stieg aber infolge Nichtzahlung fälliger
Zinsen und geringer Restkredite bis 1926 auf 647 Mill. £ an. Im Abkommen vom 12. Juli
1926 (Caillaux-Churchill-Abkommen), das ebenfalls erst im Jahre 1929 ratifiziert wurde,
wurde die Rückzahlung dieser Schulden geregelt. Die Regelung beider politischen Schuldverpflichtungen
 durch langfristige Tilgungspläne erbrachte für Frankreich einen erhebıichen
 Nachlaß. Die Verpflichtungen aus den beiden obengenannten Abkommen werden
aus den deutschen Leistungen an Frankreich auf Grund des Youngplans und gewissen Einaahmen
 von kriegsverschuldeten Mächten voll bestritten.
Die kommerzielle Schuld Frankreichs an das Ausland hat seit Ende des Krieges
beachtlich abgenommen. Der Hauptanteil der kommerziellen Auslandschuld Frankreichs
wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika durch Begebung langfristiger Anleihen
auf dem freien Markte aufgenommen. Die ungünstigen Bedingungen dieser teilweise
zu Stabilisierungszwecken aufgenommenen Anleihen ergaben späterhin umfangreiche
konversionsähnliche Transaktionen, in deren Verlauf die ungünstigeren Anleihen durch
günstigere Neuemissionen ersetzt wurden. Die zahlreichen Bankkredite, die während des
Krieges und in der ersten Nachkriegszeit in den Niederlanden, Spanien, Argentinien,
Uruguay, Schweiz, Kanada, Ägypten, Schweden und Norwegen von Frankreich aufgenommen
 wurden, sind am 31. Dezember 1928 bis auf einen geringen Restposten an
Argentinien getilgt. Der argentinische Restkredit wurde durch ein Kontokorrent-Abkommen
 Frankreichs mit Argentinien, auf Grund dessen Argentinien in Höhe des Kredites
Ankäufe von Material zu Rüstungszwecken in Frankreich vornehmen soll, endgültig
glattgestellt.
Während am 1. Januar 1919 die kommerziellen Auslandschulden Frankreichs noch
etwa 1196,2 Mill. $ ausmachten, sind am 31. Dezember 1928 nur noch 682,6 Mill. $ zu
Lasten Frankreichs zu verbuchen, die ausschließlich langfristigen Charakter tragen.
Die Entwicklung der inneren und äußeren Staatsschuld in Frankreich in den Jahren
L919 bis 1928 zeigt eine beträchtliche Steigerung gegenüber dem Vorkriegsstande, die
sich jedoch zum größten Teil aus der Entwertung des französischen Franken erklärt. Das
Bild der Veränderung der gesamten inneren Schuld läßt erst vom Jahre 1925 eine Verninderung
 feststellen. Die geringe Steigerung im Jahre 1927 ist den Kosten der Konsolidierungsaktion
 dieses Jahres zuzuschreiben.
Der Anteil der äußeren Schuld an der Gesamtschuld ist bis zum Jahre 1925 erheblich
gestiegen, zeigt aber von diesem Zeitpunkt ab sinkende Tendenz. Die geringe Aufwärtsbewegung
 des Anteils der äußeren Schuld im Jahre 1928 dürfte auf die Aufnahme der
5 prozentigen Kreuger-Anleihe zurückzuführen sein, die die Aufgabe hatte, Mittel für die
vorzeitige Einlösung der ungünstigen 8prozentigen USA.-Anleihe von 1920 zu beschaffen.
Auch in der laufenden Veränderung der inneren und äußeren Schuld gegenüber den
Vorjahren macht sich seit der Stabilisierung der französischen Währung das Bestreben
veltend, die ausgedehnte Schuldenkontrahierung in der Nachkriegszeit einzudämmen.

1) Diese Schuld erscheint in der französischen Ausweisung als kommerzislle Schuld an dia Vereinigten Staaten von
\ marika.
        <pb n="600" />
        751 —

3. Die Staatsschulden Belgiens
Die Staatsschulden Belgiens werden in den amtlichen Ausweisungen nach Gesichtspunkten
 unterteilt, die den Kategorien der französischen Staatsschulden etwa entsprechen.
Im einzelnen werden folgende Gruppen unterschieden:
I. Dette interieure (innere Schuld):
a) Dette ä long terme (langfristige Schuld),
b) Dette ä court terme et a moyen terme (kurz- und mittelfristige Schuld),
e) Dette A moins d’un an (Schuld mit Laufzeit von weniger als einem Jahr);
II. Dette ext6rieure (auswärtige Schuld).
Die äußere Schuld kann in dieselben Unterabteilungen zerlegt werden, wie sie die innere
Staatsschuld aufweist; da jedoch zur Zeit nur noch langfristige Auslandschulden Belgiens
bestehen, wird keine mittel- und kurzfristige Auslandschuld ausgewiesen.
Die langfristige Schuld wird wiederum unterteilt in
1. Dette consolidee ancienne (alte konsolidierte Schuld),
2, Dette consolidee nouvelle (neue konsolidierte Schuld),
3. Dette indirecte (indirekte Schuld).

Die »konsolidierte alte Schuld« enthält die Vorkriegsschulden Belgiens,
lie sich aus mehreren Renten und langfristigen Annuitäten zusammensetzen. Ihre Entstehung
 geht teilweise bis auf die Unabhängigkeitserklärung Belgiens zurück. Neben der
inneren Schuld ist auch eine konsolidierte äu Bere alte Schuld festzustellen: die 4. Serie
der 3prozentigen Schuld, die, auf £ lautend, im Jahre 1914 begeben wunde.
Die »konsolidierte neue Schuld« setzt sich aus den staatlichen Wiederaufbauanleihen
 und den den Kriegsgeschädigten ausgehändigten Namensanweisungen (Titres
nominatifs) zusammen. Als staatliche Wiederaufbauanleihen sind die S5prozentige
Restaurationsanleihe von 1919 sowie die 5prozentige Prämienanleihe von 1920 zu bezeichnen;
 ebenso fallen die Titres nominatifs und die Konsolidierungsanleihe von 1921
hierher. Die Konsolidierungsanleihe von 1921 hatte die besondere Aufgabe. sechsmonatige
5- und 4*/2prozentige Bons du Tresor zu konsolidieren.
Die »indirekte Schuld« umfaßt neben sonstigen Verpflichtungen überwiegend
zu Wiederaufbauzwecken durch die »F6deration des cooperatives pour dommages de guerre«
und die »Association nationale des industriels et commercants pour la rö@paration des
dommages de guerre (A. N. I. C.)« begebene Anleihen, die aber praktisch auch als Staatsanleihen
 zu gelten haben, da der Dienst für diese Anleihen in den Voranschlägen jährlich
eingesetzt wird. Die drei Anleihen der Federation, die in den Jahren 1921 bis 1923 im
Betrage von je 1 Mrd. ir begeben wurden, haben den Typ der Losanleihen. Sie sollten
die Mittel zur Einlösung der vom Staat an die Kleingeschädigten begebenen &amp;gt;»Titres
nominatifs« beschaffen. Diese Titres waren ursprünglich durch die Federation beliehen
worden; später wurde diese Beleihung jedoch als definitive Abgeltung der Inhaber der
Titres behandelt, so daß die entsprechenden Titres als annulliert zu gelten haben. Den
Interessen der Großgeschädigten, die sich die ihnen zugeteilten Titres nominatifs ebenfalls
hatten beleihen lassen, diente die Emission der drei Bprozentigen Serien der Anleihe von
1927 durch die A.N.I.C., die insgesamt 2,8 Mrd. fr erbrachten, die zur Einlösung der
Titres nominatifs Verwendung finden sollten. Diese A.N.I.C.-Anleihen laufen über
30 Jahre und werden durch Rückkauf und Ziehung zu pari bis 1954 getilgt. ;
Die mittelfristige und die kurzfristige Schuld setzen sich aus Verpflichtungen
 auf Grund mehrerer Sonderemissionen von »Bons du Tresor« zusammen, die
zu besonderen Zwecken begeben wurden, sowie aus Vorschüssen der belgischen Nationalbank
 zwecks Zurückziehung von Markbeträgen, die während der Besatzungszeit mit
Zwangskurs in Umlauf gesetzt waren.
        <pb n="601" />
        —— 290 —

Die »äußere Schuld« Belgiens kann ebenfalls in politische und kommerzielle Ver-»flichtungen
 zerlegt werden. Die politischen Schulden, die ursprünglich aus den
Kriegsvorschüssen*) der Bundesgenossen: Großbritannien, Frankreich und Vereinigte
Staaten von Amerika bestanden, sind durch Überwälzung der britischen und französischen
Anteile auf Grund des Artikel 232 des Versailler Vertrages auf Deutschland bis auf die
Schulden an die Vereinigten Staaten. von Amerika, die im Abkommen vom 18. August
L925 geregelt wurden, nicht mehr zu Lasten Belgiens zu verbuchen. Die Verpflichtungen
Belgiens an die Vereinigten Staaten von Amerika im ursprünglichen Betrage von
379,1 Mill. $ sollen in Form der »Netto-Außenzahlungen« durch die Regelung im Younglan
 auch aus Deutschlands Leistungen an Belgien abgedeckt werden. Als sonstige politische
 Schulden sind noch die Schuld an die Niederlande aus den Kosten für die Internjerung
 belgischer Truppenteile während des Krieges (ursprünglicher Betrag
14,6 Mill. hfl.) und die Wiederaufbauschuld an Großbritannien (9 Mill, £) zu erwähnen.
Die kommerziellen Auslandschulden Belgiens enthalten neben der bereits obenarwähnten
 Vorkriegs-Auslandschuld überwiegend die in den Vereinigten Staaten von
Amerika zu Stabilisierungszwecken aufgenommenen Anleihen, die sich von 50 Mill. $ im
Jahre 1920 auf 177,3 Mill. $ im Jahre 1927 erhöhten. Im November 1926 trat hierzu die
im Rahmen der Finanzsanierung aufgenommene internationale Stabilisierungsanleihe im
Betrage von 100 Mill. $, die tranchenmäßig auf Dollar, Pfund, schweizer Franken und
schwedische Kronen lautend, in den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien,
len Niederlanden, der Schweiz und Schweden begeben wurde. Endlich ist hier noch die
m Jahre 1923 auf dem französischen Markt aufgenommene Anleihe von 400 Mill. französische
 fr zu erwähnen, die vom August 1928 ab durch Auslosung getilgt wird.
1) Innere Kriegsanleihen hat Belgien im Gegensatz zu den übrigen Vergleichsländern nicht aufzuweisen.

_ ZAR2

Die schwebende Auslandsschuld Belgiens, der insbesondere in der ersten Nachkriegszeit
zrößere Bedeutung zukam und die auf Bons du Tr6sor in französischer, englischer, amerlzanischer,
 schweizerischer und niederländischer Währung lautete, ist vollständig getilgt
worden.
Über die Bewegung der inneren und äußeren Staatsschuld Belgiens in den Jahren 1919
is 1929 gegenüber der Vorkriegszeit gibt die nachfolgende Übersicht Aufschluß. Sie läßt
arkennen, wie die gesamte Staatsschuld Belgiens bis zum Abschluß der Finanzsanierungsaktion
 im Jahre 1926 eine ständig steigende Tendenz aufweist.
Erst vom Beginn des Jahres 1927 ab, nach Abschluß der Sanierungsaktion, ist der
Rückgang der Staatsschuld deutlich erkennbar. Während die innere Schuld bereits in
'hrem Stande vom Ende des Jahres 1926 eine Verminderung gegenüber dem Stande des
Vorjahres erkennen läßt, setzt bei der äußeren Schuld erst nach dem Jahre 1926 die Verninderung
 ein. Die Steigerung der äußeren Schuld zwischen den Terminen 1925 und 1926
ergibt sich im wesentlichen aus der Aufnahme der Stabilisierungsanleihe im Betrage von
L00 Mill. $. Im Jahre 1928 zeigt die innere Schuld eine geringe Aufwärtsbewegung, die
'edoch infolge stärkerer Verminderung der Auslandschuld zu keiner Steigerung der Gesamtschuld
 geführt hat. Im Stande des Jahres 1929 drückt sich eine stärkere Tilgung
ler inneren Schuld aus, während sich die äußere Schuld nicht in demselben Maße verängert
 hat.
Die Anteile der inneren und äußeren Schuld an der Gesamtschuld zeigen seit 1922 eine
tetige Verminderung der Inlandschuld, der eine entsprechende Steigerung der Anteile
4er Auslandschuld gegenübersteht. Da jedoch die Bewegung der absoluten Zahlen der
Auslandschulden stark rückläufig ist, ist diese Entwicklung nicht als ungünstig zu bezeichnen.


Übersicht 5

Die innere und äußere

Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanzilahrs: 31. Dez.

a]

1914 | 1919 ; 1920 ‚1 1921 | 1922 | 199238

| —————————.——
4
A

= ı KM,
SEE

7
ze

A. Innere Schuld
1. in Millionen belgische fr .......
2. in vH der Gesamtschuld.......
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen belgische fr ....
b) in Ye kr REG
8) in vH der Gesamtveränderung
3. Äußere Schuld
ı. in Millionen belgische fr .......
2. in vH der Gesamtschuld.......
3. Veränderungen gegenüber dem!
Vorjahr .
a) in Millionen belgische ir ....
HM Ver rer RK HR
c) in vH der Gesamtveränderung |

4 688,1 | 18 267,3 |
941 849

22 925,4 | 27 464,8 / 29 827,8 | 31 189,6
78,1 82,5 82,6 76,3

-  {*)+14079,2 | + 4.158,1! + 4539,4 | + 23634 | + 1361,8
7 9+ 8008| 4 222 4 za + 864 46
— 4 82,214 67,814 115,8 4+ 888 + 28,6

294,3 | 3337,4 | 6 438,7 5 840,3 | 6 280,1 9 680,1
5,9 15.1 21.9 Peg 17.4 283,7

‘)+ 3043,1 | + 3.101,3 | — 598,4 | +4 439,8 | + 3 400,0
)+ 1084,0 | +4 92,9|— 9,3|+ 754+ 654,1
Up 178 4 4271 — 1524 1571 214

O. Gesamtschuld
in Millionen belgische fr .......
}, Veränderungen gegenüber dem |
Vorjahr
1) in Millionen belgische fr .... +17 | + 7259,4 | + 3941,0 | + 2802,8 | + 4 761,8
EU ..... + 348714+ 32,8|+ 183,41 + 84|+ 18,2
— ‚ 1
'\ Quelle: Annuaire statistique de la Belgique; 1929: Moniteur des Interets Materiels 12. XI. 1929. —

Staatsschuld Belgiens?)

1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 19928 1929 ! Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanzjahrs: 31. Dez.

A a
en To

Zn ' 13 | 8
EL“

EA

25 774,0 | 25 832,0 | 24 637,0
47,3 47,8 47,1
+ 844|+ 657,4 | — 4 786,6 | — 1370,8 | + 58,0 |-— 1 195,0
KR 0814+ 21|— 150/— 514|+ 02/— 46
- 10|+ 841 — 5721— 71,51+ 120,61— 68,4

A, Innere Schuld

l. in Millionen belgische £r
2. in vH_der Gesamtschuld
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen belgische fr
b) in vH
2) in vIE der Gesamtveränderung
Außere Schuld
L. in Millionen belgische fr
2. in vH der Gesamtschuld”
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen belgische fr
b) in vH
c) in vH der Gesamtveränderung
Gesamtschuld
| in Millionen belgische fr
} Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen belgische fr
b) in vH

v&amp;gt;478| 16132,7| 29 283,7 2700| 202190 27 668,0
22,2 33,6 51,9 62,7 52,2 52,9 |
- 732,3 | + 7184,9 | 413 151,0 | — 545,4|— 519,3|— 551,0
- 761+ 8081+ 8161— 19|— 18\— 2,0
— 118,0|+ 9161+4+ 1572|— 28,6|— 112,6|— 381,6

40221,8 } 48 064,1 | 6420] sus2| 54.051,0| 52 305,0

C.

— 6479 | + 70420 | + 6664| — 19102 — 461,3 | — 1.746,0
—  16l4+ 196|+ Dal— 834|— 20,91— 32

‘) Veränderung gegenüber dem Vorkriegsstande.
Finanzen und Steuern
        <pb n="602" />
        — 755 —

4. Die Staatsschulden Italiens
Die Staatsschulden Italiens sind auf Grund der amtlichen Ausweisungen in drei Hauptgategorien
 zu zerlegen:
I. Debiti perpetui (ewige Schuld),
IL. Debiti redimibili (rückkaufbare Schuld),
HIT. Debiti fluttuanti (schwebende Schuld).
Eine weitere Einteilung der italienischen Staatsschulden ist nach den Gesichtspunkten
möglich, die sich aus den Aufgaben der sie verwaltenden Behörden ergeben. Der Hauptteil
 der Staatsschulden Italiens wird von der Generaldirektion der Staatsschuld (»Direzione
 generale del debito pubblico«) und der Generaldirektion des Schatzamtes (»Direzione
generale del tesoro«) verwaltet. Als dritte Schuldenkategorie, die keiner dieser beiden
Institutionen unterstellt ist, werden sonstige schwebende Schulden (»altri debiti fluttuanti«)
 ausgewiesen. Von den der Verwaltung der Generaldirektion der Staatsschuld unterliegenden
 Schuldtiteln werden die im Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen gesondert
 ausgewiesen.
Am 30. Juni 1914 beliefen sich die gesamten Staatsschulden Italiens auf 15 766,0
Mill. Lire, die sich, wie folgt, auf die einzelnen Gruppen verteilen:
I. Ewige Schuld ............. ‚0.00... + 9922 Mill, Lire,
II. Rückkaufbare Schuld .......... 200000000000 4918 » 5»
II. Schwebende Schuld ....0000eer ee 926 &amp;gt; 2.
Die ewige Schuld setzt sich aus Renten zusammen, die in ihrer Entstehung teilweise bis
auf die Einigung Italiens zurückgehen.

dd
Stand der Staatsschuld am Ende
des Finanziahrs : 30. Juni

Die innere und äußere
N
1914 | 1920 1921 | 1922 | 1923

m

A
EEE.“

A. Innere Schuld
l. in Millionen Lite...........0..
2, in vH der Gesamtschuld.......
3. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen Lire ...........
%) in vH der Gesamtveränderung

B

4
15766,0 | 74880,0* 86611,0 !
100,0 56.2 | 544

92 971,0
517

95 522,0
49.1

|
2)+ 59114,0 | +11731,0 |! + 6360,0
+4 874,9 | + 02187 + 7,8
nn 50,31 + 455° + 307

+ 2551,0
+ 0227
- 17,5

8. Äußere Schuld
l. in Millionen Lire..............
2. in vH der Gesamtschuld.......
* Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr .
a) in Millionen Lire ‚..........
bi VHorsserereeeerrereenenn
°) in vH der Gesamtveränderung
5, Gesamtschuld
L. in Millionen Lite ........000..000
2. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen Lire ..........,
b) in vH..... Eee

58421,1 | 72491,6 | 86834,3
13,8 45.6 48.3

98 891,7
50.9

24 58421,1 | +14070,5 | +14342,7 +4 120574
8) + 24,1 19,8 |+ 2,9
UL 497 + 545 | © 693 825

15 766,0 ! 133 301,1 | 159 102,6 | 179 805,3 | 194 413,7

— |9+117535,1 | + 25801,5 | +20 702,7 + 14 608,4
194 745,6 | + 19,4 13,0 8,1

‘) Quellen: Conto riassuntivo del Tesoro, R6sume du Compte du Tr6sor, Bolletino mensile di Statistica. — ?) Veränderung

Im Laufe der Kriegs- und Nachkriegszeit hat sich die Staatsschuld Italiens
gegenüber dem Vorkriegsstande beträchtlich vergrößert. Bereits vor dem Eintritt Italiens
in den Weltkrieg wurde vorsorgend die erste Emission der nach Kriegseintritt Italiens
fast jährlich wiederkehrenden Nationalanleihen begeben. Die gesamten Zeichnungen auf
die Nationalanleihen ergaben in der Zeit von 1914 bis 1920 folgende Beträge*):

Datum der Emission

Emissions- | Zinssatz | Mill. Lire
kurs

Dezember 1914 .....0.0.000000000 u
Juni 191.000 rin HELEN
Dezember 1915 v.0..00000000000001 000
Jan LT kr GH RR EERERRN
Januar 1918. ....00000000000 000000000
‚Januar 1920. ...0..000.000000000000 0000
Summe... |

97 4,5 ! 881
95 | 45 | 1124
97,5 | 5 i 2637
90 \ 5 3.700
86,5 | = 5 5926
87,5 | 5 | 18 385
— 1 32.653

Neben dieser langfristigen Kreditaufnahme ging die Inanspruchnahme der Notenbanken
tür kurzfristige Kredite, und zwar in einem derartigen Umfange, daß der Anteil der
schwebenden Schuld, der 1914 etwa 6 vH der Gesamtschuld ausmachte, im Jahre 1919
auf etwa 40 vH anstieg. In den folgenden Jahren blieb bis zum Jahre 1922 dieses ungezunde
 Verhältnis der schwebenden Schuld zur Gesamtschuld bestehen, wenngleich die Bestrebungen
 des neuen Regimes, die schwebenden Schulden durch Emissionen von siebenınd
 fünfjährigen Schatzanweisungen zu konsolidieren, nicht zu verkennen sind. Vom
Jahre 1922 ab prägt sich die Tendenz zur Konsolidierung der schwebenden Schulden,
1) MeGuire: Italy’s international economie position; New York 1926,

Staatsschuld Italiens!)
1924 | 1925 / 1926 | 1927 | 1928 | 1929 *

Übersicht 6
Stand der Staatsschulden am Ende
des Finanziahrs: 30. Juni

ir | nt ——
7 3
nel

a UN U

A. Innere Schuld
A. in Millionen Lire .
2. in vH der Gesamtschuld
3. Veränderungen . gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen Lire
b) in vH
€) in vH der Gesamtveränderung
Äußere Schuld
1. in Millionen Lire
3. in vH der Gesamtschuld .
3, Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen Lire
b) in vH ;
c) in vH der Gesamtveränderung
Gesamtschuld
i. in Millionen Lire ;
2. Veränderungen gegenüber dem
Vorjahr
a) in Millionen Lire
b) in vH

1
a

93 116,0 / 90 809,0 | 91 236,0 | 83 663,0 | 86 446,0 | 87 124,0
47,7 89,8 48,6 | 57,3 57,0 57,6
. | |
— 2406,0 |— 2307,0|+ 427,0 |— 7573,0 + 2783,0|4+ 678,0
- 225 226 |+ 05 E 401+ Gel 0,8
— 260,8 |— 6,51+ 10|—  1821+ 49.814 252,6

102221,9 | 140 200,5 | 96 334,3 | 62377,5| 65178,2 64 768,6 |
52,3 60,7 51,4 42,7 43,0 42,6

+ 3.330,2 | + 37 978,6 |-— 43 866,2 |—33 956,8 | + 2800,7 |— 409,6
3,4|+ 872|— 31,3 |— 35,3 |+ 45)— 0,6
360,34 106,5|— 101,0\— 818|+ 508— 162,6

195 337,9 | 231 009,5 | 187 570,3 | 146 040,5 | 151 624,2 151 892,6 |
+ 924,2 4 35 671,6 L- 43 439,2 |— 41 529,8 } 5 583,7 | . 268,4
F 0,5]+ 18,31— 18,8|— 22,1 |+ 3,8 [+ 0,6
ı }
gegenüber dem Vorkriersstande. — ®) Ist rechnerisch nicht zu ermitteln.
        <pb n="603" />
        — 756 —

deren sich überstürzende Fälligkeiten bedrohlich wurden, durch Konversion in mittelfristige
 Schatzanweisungen (»Buoni del tesoro«) immer deutlicher aus. Diese Politik
setzte sich bis zum Jahre 1928 fort und erreichte dadurch einen Rückgang des Anteils
der schwebenden Schuld an der gesamten inneren Schuld auf 2 vH. Eine besondere umfassende
 Konversion wurde durch die Begebung der Sprozentigen »Liktoren-Anleihe« im
Jahre 1926/27 bewirkt. Es wurden insgesamt etwa 20 Mrd. Lire an Schatzbons in
23,7 Mrd. Lire 5% langfristige Konsols konvertiert. Von den konvertierten Stücken entfielen
 allein 15,5 Mrd. Lire auf die schwebende Schuld (einjährige Buoni del tesoro). Neben
der Verminderung der schwebenden Schuld durch Konsolidierung lief eine laufende Verminderung
 der Bankvorschüsse durch Rückzahlungen.
Neben der inneren Schuld hat Italien eine Vers chuldung an das Ausland
aufzuweisen, die vorwiegend politischen Charakter trägt und sich aus den Vorschüssen
 Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Amerika an die italienische
Regierung zur Bestreitung von Heeresmaterial- und Rohstoffankäufen herleitet. Die
ersten Kredite dieser Art wurden vom britischen Schatzamt im Juli 1915 in Höhe von
50 Mill. £ eingeräumt. Zur Sicherstellung dieses Kredits errichtete Italien bei der Bank
von England ein Golddepotin Höhe von 562,36 Mill. Goldlire. Der Gesamtbetrag
der von Italien in Großbritannien aufgenommenen Kredite belief sich am 31. März 1919
auf 412,5 Mill. £. Dieser Betrag stieg bis zum Abschluß des Fundierungsabkommens vom
27. Januar 1926 in London (Volpi-Churchill-Abkommen) auf 610,8 Mill. £ an. Die Rückzahlung
 dieser Schuld wurde unter für Italien außerordentlich günstigen Bedingungen
in dem obengenannten Abkommen geregelt, das auch Bestimmungen über die Rückerstattung
 des von Italien errichteten Golddepots enthält.
Die Kredite der Vereinigten Staaten von Amerika an Italien setzten im Mai 1917
ein und wurden in monatlichen Raten bis zum Mai 1920 gewährt. Die gesamten
Kredite der Vereinigten Staaten von Amerika an Italien sind mit 1640,0 Mill. $
anzugeben. Die Rückzahlung dieser Verpflichtungen ist durch das Abkommen vom
14. November 1925 in Washington (Volpi-Mellon-Abkommen) unter Bedingungen
geregelt worden, die für Italien einen Nachlaß von etwa 80%. der ursprünglichen
Schuld bedeuten. Neben der politischen Schuld an das Ausland weist Italien noch die im
November 1925 aufgenommene Morgananleihe in Höhe von 100 Mill.$ aus. Die Anleihe
 ist mit 7° zu verzinsen und läuft bis zum 1, Dezember 1951.
Die Tilgung der politischen Auslandschuld Italiens wird durch eine speziell zu diesem
Zwecke gegründete Amortisationskasse‘) besorgt, die ihre Mittel aus den Reparationsleistungen
 Deutschlands an Italien bezieht.
Die Bewegung der gesamten inneren und äußeren Staatsschulden Italiens läßt die Steigerung
 der Verschuldung bis zum Jahre 1925 erkennen. An diesem Zeitpunkt wirken
sich die außerordentlich günstigen Abkommen mit den politischen Auslandsgläubigern
derart aus, daß 31,3 vH der gesamten Auslandschuld des Vorjahres verschwindet, Die
Verminderung der Auslandschuld im folgenden Jahre um 35,3 vH ergibt sich mehr aus
Revalorisierung der italienischen Währung als aus einer tatsächlichen neuen Verminderung
 der Schuld. Ebenso erklärt sich die geringe Steigerung im daranffolgenden Jahre
aus einer geringen Abschwächung des Lirakurses.
Die innere Schuld Italiens zeigt bereits seit dem Jahre 1922 auf Grund der oben geschilderten
 Konversionspolitik eine absteigende Tendenz, die lediglich durch die Emission
der Liktorenanleihe im Jahre 1925 durch eine geringe Aufwärtsbewegung unterbrochen
wird.
Die Anteile der inneren und äußeren Schuld an der Gesamtschuld in den einzelnen
Jahren lassen deutlich die großen Operationen erkennen. Die Steigerung des Anteils der
äußeren Schuld im Jahre 1924/25 ergibt sich aus der Aufnahme der 7prozentigen Morgananleihe.
 Die Steigerung des Vom-Hundert-Anteils der inneren Schuld an der Gesamtschuld
 im Jahre 1926/27 unter gleichzeitigem Sinken der absoluten Zahlen dürfte
das Ergebnis der Liktorenanleihe widerspiegeln.

') Diese Amortisationskasse ist gegenüber der mit der Tilgung der inneren Schuld betrauten Kasse autonom.
        <pb n="604" />
        757

5. Internationaler Schuldenvergleich
Aus der Darstellung der Struktur der Staatsschulden der untersuchten Mächte ergibt
sich, daß infolge der Uneinheitlichkeit der Ausweisungsmethoden eine vergleichende Darstellung
 auf der Grundlage eines von den Vergleichsländern gegebenen Schemas nicht
durchführbar ist. Es wurde daher im folgenden der Versuch gemacht eine neue Einteilung
 der gesamten Staatsschulden der in die Untersuchung einbezogenen Mächte zu
finden.
Als Einteilungsprinzip wurde zunächst bei der inneren Schuld der Gesichtspunkt der
Laufzeit der Schuldtitres gewählt. Die erste und in jedem Falle ausschlaggebende
Gruppe der Inlandschulden wird durch die langfristigen Anleihen bzw. Renten verkörpert.
 Hierauf folgen die mittelfristigen und endlich die kurzfristigen, den schwebenden
 Schulden gleichzusetzenden Verbindlichkeiten. Abschließend wurden die »sonstigen
Schulden« als Zusammenfassung spezieller Verpflichtungen ohne besondere Kennzeichaung
 als Jangfristige oder kurzfristige Schulden ausgewiesen.
Die langfristigen Schulden wurden wiederum nach ihrer zeitlichen Entstehung
unterschieden, so daß sich die Gruppen der Vorkriegsschulden und der Kriegs- und
Nachkriegsanleihen ergaben. Besonders ausgegliedert wurden aus den Nachkriegsanleihen
die Wiederaufbauschulden, soweit sie als Spezialemissionen gekennzeichnet waren. Eine
Aufteilung. der Gruppe Kriegs- und Nachkriegsanleihen in Kriegsanleihen einerseits und
Nachkriegsanleihen andererseits würde ein falsches Bild ergeben, da ein großer Teil der
Nachkriegsemissionen, soweit sie nicht als typische Wiederaufbauschulden anzusprechen
sind, Jediglich als Konversionen von Kriegsanleihen gelten und daher keine ausschließlich
selbständige Bedeutung haben. Bei Italien kam als Schwierigkeit weiter hinzu, daß die
Kriegs- und Nachkriegsanleihen in einer Summe ausgewiesen werden. Die im Auslande
während des Krieges und in der Nachkriegszeit bzw. als Wiederaufbaukredite aufgenommenen
 Anleihen und Kredite politischen Charakters erscheinen lediglich unter der entsprechenden
 Gruppe der Auslandschulden.
Die Auslandschulden wurden in drei Gruppen zerlegt, von denen die zwei
ersten die politischen Schulden und die letzte die kommerziellen Verpflichtungen umfassen.
 Die politischen Schulden wurden wiederum getrennt in solche Schulden, die bei
Ermittlung der »Netto-Außenzahlungen«*) berücksichtigt wurden und in »Sonstige politische
 Schulden«. Auf die bei der Ermittlung der »Netto-Außenzahlungen« berücksichtigten
 politischen Schulden wird später noch eingegangen werden.
Der Vergleich wurde durch Gegenüberstellung der aufgegliederten Schuldenstände der
untersuchten Mächte in drei Vergleichsjahren vorgenommen. Da hierbei nur spezifizierte
Ausweisungen Verwendung finden konnten und die spezifizierten Ausweisungen zum Teil
unregelmäßig erfolgen, mußten in einigen Fällen Termine gewählt werden, die von dem
bisherigen Prinzip der Ausweisung am Ende des Finanzjahres zeitlich und daher auch in
den Angaben in geringem Umfange abweichen. Als Vorkriegsstand mußten die vOrliegenden
 zum Teil ungegliederten Ausweisungen aus den Jahren 1914 benutzt werden.
Die spezifizierten Nachweisungen für die drei Stichjahre wurden sowohl in der Landeswährung
 als auch in Reichsmark und in Vom-Hundert-Sätzen, bezogen auf die Gesamtschuld,
 gegeben. In einer besonderen zusammenfassenden Übersicht wurden, da die Angaben
 in Landeswährung und Reichsmark kein vergleichbares Bild ergeben, die absoluten
Beträge in Mill. Mark Vorkriegskaufkraft, nach einer bereits an anderer Stelle
gekennzeichneten Methode errechnet und im Zusammenhang damit der Anteil je Kopf
der Bevölkerung an den einzelnen Schuldenkategorien, ausgedrückt in Mark Vorkriegskaufkraft,
 ermittelt.
Hierbei ergibt sich die Feststellung, daß in der Vorkriegszeit die französische Bevölkerung
 mit 710,7 Einheiten die höchste Schuldenkopflast der Vergleichsländer aufweist,
während für Großbritannien mit 293,5 die geringste Belastung zu vermerken ist. Da-1)

 Eingehendere Behandlung der »Netto-Außenzahlungen« erfolgt weiter unten.
        <pb n="605" />
        Übersicht 7

758

Die Staatsschuld Großbritanniens!) in drei Vergleichsjahren
Stand am 31. März

Bezeichnung

1914”) 1926‘) 1929% 1914| 1926 |1929
in in in in nn | in
in. | Mill. | Mil.| Mil. Mill | Mil |
£ MM £ AM ss £&amp;amp; | PM

A. Vorkriegsanleihen ;
1. 21/2 9% Consol8.............
Ya aD rereen nn
fg Ua P  rpaneewareee
Schulden an Bank of England
und Bank of Ireland .......
Summe A....

539,4
3,8
29,8

11 020,1.
78,2
609,11
13,7! 278,8!
11 986,2]

276,31
24
21,1]

5642,6| 276,2] 5 651,6
49,0) 24 49,1 |
431,5| 21,1 432,1

83,0 8,7 | 3,7
0,6 0,0 | 0,0
£6| 0,8 | 0,3
02 | 0,2
90,3, 42| 4,2

113,7]
313,51

278,6| 13,71 279,2
6401,7| 313,4| 64120

386.7

B. Kriegs- und Nachkriegsanleihen
31/, % Kriegsanleihe 1925—28. .
412 90 » 1925—45. .
5% 1929—47. .
4° 1929—42. .
4% Funding Stocks-Bonds
1960— 00. .00000000004
4'/,° I; Conversion Stocks-Bonds
19404 ren
4% Victory Bonds.........
31/, °/, Konvertierungsanleihe . .
19 ConsOls 20.0.0. 00000004
: Summe B ....
Durehschnittlicher Zinsfuß.....

62,7|
12,8
2044,0
—

12000 —
261,5! 12,8
41 739,61 2 104
1325,61 79,7

262,0
4 6942
1 630,4

08 2 —
0,11 0,1
| 29,1
/ 0,9 | 1,1
5.1

390,41

7971.4l

380,6!

7 786,2

) 521

210,6
291,9
760.0

4 300,2
5 0.
155195

223,1
246,8
811,0
353,9

4 565,0
5 050,3
16 593,8
7 240,0

2,8
8,9
10.1

3,0
3,3
10,8
4,7
508 | 57,8

— 9887,38
— |} 4,455

78 358,5
4.455}

4 2900
4.442

87 821,9
4.442

C. Mittelfristige Schatzanweisungen
National War Bonds..........
Exchequer Bonds.............
Treasury Bonds ..........0004
Summe O....

20,5

705,7
15,6
481,41
418,8| 1 202,7]

14 410,4
8094
9.830.8

Sl 320,0
680,61 13 925,0)
14 245 01

8,2

8
22 02
541 9,1
15,9 | 9,8

2095

24 560.8:

696.2

22

» Lf0 000000000000
Durchschnittlicher Zinsfuß.....

davon zu ?% .....
x

15,6)
203,6!
145,6"
672,5
04
4.813

319,4
4.158,4
2972,5
13 733,3
3377,0
4.813}

15,6
64,6
336,5
114,6
164,9
4738

320,0!
1 321,41
&amp;amp; 884,61
2344,9
3 374,0
4,738

0,2| 0,2
27) 0,9
1,9| 4,6
8,9 | 1,5
221 2,2

D. Schwebende Schulden
Schatzwechsel .............0.4
Vorschüsse . ..
SummaD ....

13,0} 265,6]

564,9] us
139,4! 2847,4
—_—_ 14 381,7]

700,3| 14 328,0
37,0| 758,01
787,3 15 086,0]

20

7A

9,8
0,5
9,8

13,0 | 265,6

2,0 | 90

E. Sonstige Schulden
Saving Bonds and Certificates
Annuitäten ses etirer er ere
Sonstige Verbindlichkeiten.....
Summe E....
Summe A bisE ....'

5 4,8
01] 02
' PO.
388.2| 7927,31 374.5 100 45. 6121| 5,0
649,8 | 13.274.316 446,1] 131 629.816 413,9 131 228.41 200,0 | 85,8 | 85,5
L112,5| 22 717,71 1086,4| 22228,51 — | 14,7] 14,5
1) SAU 106] 202280 — | 24,7 | 386
649,8 | 13 274,3! 7558,6| I54 3475| 7500.3° [53 456,91 200.0 | 100.0 | 700.0

375,6]
12.6

362,0 7 407,0
12,5‘ 2564

F. Auslandsschulden .............
Summe A bis F....

?} Quelle: Finanee Accounts. — *) Umrechnungskurse: 1914: 1£ = 20,4293 A, 1926: 1£ = 20.42 AA, 1929: 1£
= 20,46 AA,
        <pb n="606" />
        — 759 — Übersicht 8
Die Staatsschuld Frankreichs!) in drei Vergleichsjahren
81.7. 1914%) | 30. 4, 19252) | 31.12. 1928%) 11914/1925[1928

Bezeichnung

A. Vorkriegsschulden
3% Rente .....00..0000001
3%, amortisierbare Rente ..
31/, 9/. amortisierbare Rente

Summe A ....

B. Kriegsanleihen
5 9% Renten 1915—1916 ....
4% Rente 1917 ...........)
10/, Rente 1918 ‚..........]
‚o amortisierbare Rente1920
‚9% Rente 1920 ‚„...00.00004
Summe B ....ı

5, Wiederaufbauschulden °)
D. Nachkriegsanleihen
4 °/, Rente 1925 .......,0.-6
 % Obligationen 1926, Tabak-AnleLHG
 0er eens ken en
6%, amortisierbare Rente 1927
6 %, amortisierbare Obligationen
 1927 ......0000004
5% Rente 1928 .........0.
SummeD ....

E. Mittelfristige Schatzanweisungen

2) »Obligations de la Defense
Nationale«:
5Jährige ....0.00000000000
LÖjährige 1915—1925 ....
3% 6jährige von 1919 ...
5%, 10jährige von 1919
bis 1929............
5 % 10jährige von 1922
bis 1982. ....0.000000
Summe 3a)....:
b) »Bons du Tr6esor«
2jährig® ....0..0..00000000
6%, 3- bzw. 5jährige von
LSB een HE
5% 3- bzw. 6- bzw. 10-jährige
 von1923, 1. Ser.
5% 3- bzw. 6- bzw. 10-Jährigevon
 1923, 2. Ser.
3% 10jährige von 1924 ..
7%, 15jährige von 1927 ..
Summe b)....
Summe E....}

in in in
Mill. ] Mill. | Mill. ] Mill. | . Mill. | Mill.
fr M fr RAM ir RM

in vH der
Gesamtsumme

26 096.0) 21 137,8]

{9 740,4
2 740,6
12.4

4 323,1
600,2
2,7

19 735,2/ 3 242,5, 47| 4,2
2515,9 413,4] | 19 0,6| 0,5
10,0 1,6 0.003| 0,0
22 261,1| 83657,5| 75,9) 5,81 “.“

26 096,0 21 137,8'

22 493,4

4 926,0]

18 850,7| 4 128,91
9003,0| 1 971,7
20 612,8| 4514,2
11 265,2| 2467,0
27 448,2) 6011,2

18 872,4! 3 100,7‘
8.993,2] 1 477,6!
20 579,8/ 3381,38
11 035,3 1 813,1
27 691,0 4 549,6

4,1
1,9
4,4
2,4
ı 86,0
20,7| 18,8

87 179.9i 19 092.4!

87 171,7| 14 322,3)

41 097.9]

9 000.4]

49.783,50 8 179,41

— | 97) 10,7

5 973 973,91

{,3

2 344.0
18 100,0

385,1
2973,8]

0,5
3,9
1,0
4,7
74

40150 758,7
21 546.8 35401

592526 14) 8631.81 — |

342,0) 277,01

17,0 3,7
571,0] 125,1

— — — | 0,0| —
1,0 0,1] — | 0,1) 00
— | 002 —

118,01 25,8]

{
AT 2540) 556) 253,0 41,6] — | 0,06 0,0
342,0, 270 960,0) 2102| “ 41,7| 2,0) 9,2 0,0
De | 00 —
l 25 0,0

8237,01 1 803,9]

20 0,3

10 090.0! 2 209,7]

2,4| —
|
24) —
1,2 1,0
0,8
a 7,8
|
2,8

61090 1.355,4'
4912.0l 1 075,7]

4 633,0!
3406"

761,2
EZ

29 430,0 6 445,1

. a

20 390.0) 6 655,3]

1) Quelle: Annuaire statistique; Budget g&amp;amp;n6ral, — ?) Umrechnungskurse: 1914: 1 ir = 0,81 A, 1925: 1 Ir = 0,219 AM,
‚928: 1 fr == 0.1643 ZA .—3) Vorwierend Anleihen des Credit National und konvertierte Obligationa de la Defense Nationale,
        <pb n="607" />
        Noch Übersicht 8

Die Staatsschuld Frankreichs!) in drei Vergleichsjahren
19142) T 30.4 1925% ! 21. “9, 1928%) ‘1914 1925] 1928

760

Bezeichnung

in in
Mill, | Mill. | Mill, ] Müll.
fr M fr RM

ın
— Mill. | in
ir PM

| in vH der
| Gesamtsumme

F. Schwebende Schulden
Gewöhnliche »Bons du Tresor«
»Bons de la Defense Nationale«
Sonstige schwebende Schuld
(D6pöt de Fonds etc.) ....
Summe F....
Schulden bei der Bank von
Frankreich
Vorschüsse der Bank von
Frankreich. ..............
Kredite der Bank von Frankreich
 an die alte russische
Regierung ....

26770 -
599460 114419

364,0. 59,8
35.665,05 859,8]

0,6) 0,1
124 7,7

1609,01 303,3]
1609.01 308.3}

8471,90 1 855,31 8624,3/ 1417,0| 4,7| 1,8
63 394.0 138835. 44053.8 73366) 47 15.0 9.6

200.01 162.0]

23 250.0. 5 091.8)

|
3200,0° 525,8] 0.6 5,5 0,7

5 930,0 1 298,7!
29 180.0) 6 930.5}

— 14 13
06 6,9) 2,0
7.8 2.4) 1.4

Summe G....
H. Sonstige Schulden
Eisenbahnschulden .........
Schulden von Elsaß-Lothrin-Annuitätenschuld
 an die
»Caisse des depöts et Con-3ignations«
 für von diesem
Institut übernommene
.»Bons du Tresor« von 1922
Übrige Schulden ..... ..
SummeH....
Summe A bis H....
J. Äußere Schuld
Politische Schuld...........
Kommerzielle Schuld .......
Summe J....
Summe A bis J...

200.0) 182.0]

5930,0. 974,3]
u 7
9 130.01 _-.

6141.0l 4974,2] 11881.9 2602.11

67042) 1 101,5]

73,5 16,1

71,71 11,8!

n.0| 0.02

1021,4' 223,7
12976,8| 2 841.9'

L
574,6 94,41 — ı — | 0,7
1925,5 316,4] =. 0,2, 0,4
200 1524,11 27,8 3,0 2,0
283 188,7] 46 527,9| 700,0. 68,0 61,1

8 141,0 4 974,2]
34 388.0! 27 854.

286 712.91 62 790.0]

115 281,3! 25 246,6| 162 449,6/ 26 690,5| — a 35,1
19 807,2| 4337,8| 17487,7 2873,2 4,7| 3,8
135 088,5 29 854,4| 179 937,3 29 563,71 — = 38,9
M4 388.0 27 854,3] 421 801.41 92 374,4| 463 126,01 76 091,6] 200,0\ 100,0| 200,0
‘1 Quelle: Annuaire statistique; Budget g6ön&amp;amp;ral. — 2) Umrechnungskurse; 1914: 1fr — 0.81%. 1925: 1ft' =
0.219,77... 1928: 1fr — 01643 ,% 4

Übersicht 9 Die Staatsschuld Belgiens!) in drei Vergleichsjahren
Stand am 31. Dezemher

Schulden

A, Vorkriegsanleihen
Le Def geek
2, 3%, (Serie 1.2.3) ........
3, 3%, 1874 und 1893 .......
4. Militärdienst ER
Summe A ....
B. Sonstige Nachkriegsanleihen
1, 6% Konsolidierungsanleihe
LOL ereeeeee een
2. Staatsbahn-Vorzugs-Aktien .
Summe B....

19282)%) | 1914| 1925| 1928
in in in in | in in .
Mill. Mill. ! Mill. | Mi. ML Ma 1 in vH der
elg.frl „A helg.frl AM bhele,frl .A.W Gesamtsumme

&amp;amp; ‘9 10
be

220,0
3 616,5
1,7
1m

178,2
2929,41
1,4'
1

220,0!
3419.41

41,9!
651,1

2200 256] 44| 0,6| 0,4
3287,81 383,31 72,6| 7,1) 5,9
— 006 0,0 —
4 m 0,061 0,0) 0,0
8508.91 409.0! 77.11 76 a3

4 3

3889.9l 3 110.4

Or
693 2!

2 640 5!

on 238,1] — | 48| 3,7
— 4981,41 580,8| — | — 9,0
— | ZI 20860 a034l 70288) a180l a m
        <pb n="608" />
        16l — Noch: Übersicht 9
Noch: Die Staatsschuld Belgiens!) in drei Vergleichsjahren
Stand am 831. Dezember

Schulden

1914?) 19255)
in in in in
Mill. ] Mill | Müll, |) Mill
„elg. fr MM belg.fr|_ AM
; ,

19282) ?)
in in
Mill. Mill.
belg. fr| AM

1914! 1925| 1928

in vH der
Gesamtsumme
Al 9 110

3. Wiederaufbauschulden
1. 5%, Restauration nationale
Kr EA
2, 5°, Prämienanleihe 1920 ..'
3, 4%, Federation 1921 ......
4. 5% » 1922 ......
5. 5% » 1938 2.0 u
6, 6% A.N.IL. 1924 ......
7. 6% » 14:
3. 6% » 1927 ......
9, 5%, Obligations au porteur
1925—1954 ‚0.0.0000
LO. 5%, Titres nominatifs .....
11. 5%, Bons interprovinciaux .
12. Dette interprovinciale .....
13. Annuite Credit-Communal . .
14. 6%, Anleihe des Credit-Communal
 ......

1686,5| 321,11
2445,11 465,5
399,6| 190,3
999,4 190,3
999,1| 190,2
„2204,4| 419,7%

1629,11 189,91
2428,2| 283,1}
799,2 116,5]
998,8| 116,5
997,8| 116,3

3,51 2,9
5,11 4,4
2,1| 12,8
2,11 1,8
2,11 2,8
&amp;amp; 46] 83,8

51819,6| ZH] —_

598,9] 114,0
168,9| 89,3
547,5) 123,3
480,01 91,4
510.9 116.3

1 350,0 157,4
30,0 3,5
513,9! . 59,9) —
133,6) 15,6| —
505,8| 70,6| -
299,1 34,9 —
11 805.1 1 876,8 —

1,2| 2,4
1,0! 0,1
1,8| 0,9
1,0| 0,8
18| 1,1

Summe C....
0. Mittelfristige Schulden
1. Bons du Tresor, 5%, 1922
bis 10882 vers ierne ee nk
2. Bons du Tresor 1928 ......
3, 5%, Bons du Tresor, special
1926 serien
4. Bons du Tresor 5%, 1921
bis 1925 2000000000000 nee
5. Bons du Tresor, Eupen-Malmedy,
 10 Jahre .......
Summe D....
Kurzfristige und schwebende
Schulden
Li. Bons du Tr6sor, kurzfristig
2, Bons du Tresor, special....
3. Bons du Tresor, special. ...
4. 7%, Bons du Tresor, special
5. Vorschüsse der Nationalbank
6. Vorschüsse der Nationalbank
weniger als ein Jahr)... ...
Summe E....
F. Sonstige Schulden
1. Annuitäten für Rückkauf
von Eisenbahnen .........
2. 4% und 6%, Anleihen des
Lloyd Royal Belge ‚......
Summe F....
Summe A bis F

0,5
ı 25,3| 21,8

‚9 140,8]

2 3114|

1692] 146,6
10,0 1,9|

769,7 x
10,0 1,2

26
0,01

1,4
0.0

18794 ws — 3,9 —
45,01 86) 45,0 5,2 — ‘ 01 0,1
27041| 514,9 1117,5/ 180,2 — | 5,6| 2,9

292,8
© | 34,1] —

— | 05

504,4|

408,6]

56571} 1077.11

ı 1021 71,7| —
26) — 02— 0,0
29,1) — ı — 0,5
120,0] — | — | 29
201,7| — | 10,91 8,1
60.0ol 708 -- I — | 04
3.090,8| 360,4 20,1| 22,6 5,6

_ N
x | 520,0 990,11

504.4! 408,6 10 857.1} 2 067,2!

343,9| 278,5) 4272| 81,31
_ 96,21 18,31
343.9) 278,5] 523.4) 99,6l

404,6| 47,2} 6,9) 0,9) 0,7

94,1 11,0] — | ll 02
498,7 58,2) 6,9| 10) 0,9
27 044,8! 3153,21] 94,1| 66,4| 48,8.
G. Auslandsschulden
1. Kommerzielle Schuld ...... 11 HM 1 5,9 213 20,8
2. Politische Schuld ......... 16842,6 1963,71 — | 22,8 30,
&amp;lt; 5 33.6. 512
Summe G....* 28 321,7! 3 302,0] 5,9 33,6 51,
Summe A bis a] 4.982,5| 4 035,9| 48 064,0] 9 151,3| 55 366,5| 6 455,2] 200,0| 200,0 100,0:
) Quellen: Budget general; Annuaire statistique. — 2) Umrechnungskurse: 1914: 1 belg. ir = 0,81 X, 1925: 1 belg.dir.
= 0.1904 ZA, 1928: 1 bels. Ir — 0,11686 ZA .— 3%) Stand am 30. September,
        <pb n="609" />
        Übersicht 10 762 —
Die Staatsschuld Italiens!) in drei Vergleichsjahren
Stand am 30, Juni

Schulden

A. Vorkriegsanleihen
1. Konsolidierte Schuld ....
2, Rückkaufbare Schuld....
Summe A....

B. Kriegs- und Nachkriegsanleihen

/. 5%, Nationalanleihe .....
2, 5%, Liktorenanleihe .....
3, 3,5%, Venetische Obliga-GONE)
 er
4. 4,75%, Obligationen mit
25 Jahren Laufzeiß......
5. Exösterreichische Schuld,
Summe B....
Durchschnittlicher Zinsfuß

C. Mittelfristige Schatzanweisungen

110) Sn
2. jährige ...0000000000000
3, 3- und 5jährige.........
4. 5jährige.. Cena
Summe C....

D. Schwebende Schulden
1. Gewöhnliche Schatz-Ed
 TE
2, Vorschüsse in Banknoten
3. Staatlicher Notenumlauf
4. Zinstragende Einlagen
a) Cassa Depositi e Pre-Stille
 nes0000000000400
b) WohlfahrtsorganisafiONeN
 .....0.0.000000H
6) Banco di Napoli .....
SummeD....

Summe A bis D...

E. Äußere Schuld
1. Kriegsschuld an U.S.A. .
2. Kriegsschuld an Groß-Britannien
 ........0.0.0.000.
3. 7% Morgan-Anleihe.....
SummeE....

Summe Abis E...

19149)
in ın
Mill. | Mill.
Lire| A

1926 1929) in vH der
in nm m in | Gesamtsumme
Mill.‘ Mill. | Mill, | Mill.
Lire ı AM | Lire | RAM | 1914 | 1926 | 1929

9 22 8.036,
4918! 3983,

10 094
2349

1531,35
356,7

9907
2211
12 118

En] x 5,4 | 6,5
485,6) 31,2 1 1,2 | 1,6
28661.7| 94,71 | 6,6 | 8,0

{4 840! 12 020 /

19 443

1 887,6

35 997

5 460,7!

34 754
28 287

7 ea
6 213,2

19,2

22,9
18,6

1075

163,1!

1.276

280,3}

0,6

0,8

1420 215,4|
10 1,5
38502 5840,7
4,95 °°| 4,95 9,

539
10
64 868
4,97 9] 4.97%

— 118,41
2,21
14 247,8

0,8
0,005)
20.6

0,4
0,007
427

6 836
4.000
1599

3,6
2,7
2309
18864 7640 | 167841 — | 66 |

5,0

12 435

5.0

‚7 832
6729
” 100

2705,11
1 en
318,6'

‚—® |

zul

3,5
3,6
1,1

0,06

171,11
67 | 10,2}
27856 | 42258

2038 |

447,6)

0,6

13

— a . ] 0,04 | —
366 | z . — | 0,3
2500 549,1 5,9 | 14,8 1,7

926! 750.1

— 15 766! 12 770,5)

Ol 276

13 840,5

87124 | 191367! 700.0 ı 48.6

57,4£

56 504.9 85718

38 624.6)

8 482 0

30.1

| 25,4

37 055,5) 5621,3
27739 420:

24 325,9] San — 129,8 | 16,0
1818, 399,89 — 15 ° 12
84 768.6] 14 226.41 . | 514 1.426

OR 284 8! 14612 C

15 766| 12 770.81 187 570.3! 20 a54.4l 151 892.6! 37 263.11 700.0 100.0 !|100.0

1) Quellen: Conto Riassuntivo del Tesoro, Resume du Compte du Tr6sor. — *) Wiederaufbauschuld. — 3%) Umrechnungskurse:
 1914: 1 Lire = 0,81 A, 1926: 1 Lire = 0.1517 AA, 1929: 1 Lire = 0.219665 AH.
        <pb n="610" />
        763 —
zwischen liegen die für Belgien und Italien ermittelten Beträge; jedoch ist bei Belgien besonders
 festzustellen, daß von der Gesamtkopflast von 543,6: 32,1 auf äußere Schulden
antfallen. Die übrigen Vergleichsländer haben in der Vorkriegszeit keine äußere Schuld
aufzuweisen.
Im Jahre 1925 haben sich unter der Auswirkung der Schuldenaufnahmen im Weltkriege
 die errechneten Kopflasten so verändert, daß Großbritannien mit 2 016,7 Mark
Vorkriegskaufkraft an der Spitze steht; hierauf folgen Frankreich mit 1 869,6, Belgien
mit 940,3 und Italien mit 758,4 Mark Vorkriegskaufkraft je Kopf der Bevölkerung. Die
Vom-Hundert-Anteile der absoluten Werte der inneren und äußeren Schuldenlast ergeben
sich für das Jahr 1925 aus der folgenden Zusammenstellung:

Kopflast aus

innerer Schuld .. .....
Äußerer Schuld ........
Gesamtschuld. ..

Großbritannien

Frankreich | Belgien

Italien

68,0
32,0 33,6
100,0 ] 100,0 | 100,0 | 100,0

Der Vergleich der Werte des Jahres 1928 mit denen aus der Vorkriegszeit zeigt, daß sich
die Gesamtschuldenlast in Großbritannien je Kopf der. Bevölkerung etwa auf das 7,5fache
orhöht hat; bei Frankreich ist nur eine 2,3fache, bei Belgien eine 1,3fache und bei Italien
eine 1,7fache Steigerung festzustellen. Da nur Belgien vor dem Kriege eine Auslandschuld
 hatte, kann nur bei Belgien eine Veränderung der Auslandschuldenlast, und zwar
sine Erhöhung um mehr als das 10fache, festgestellt werden. Die innere Schuldenlast der
Vergleichsländer ist gegenüber dem Vorkriegsstande?) bei Großbritannien auf das 6,5fache,
bei Frankreich nur auf das 1,4fache gestiegen; die belgische innere Schuldenlast hat sich
auf 7/,, verringert und die italienische ist gleich hoch geblieben, so daß als zusätzliche Belastung
 gegenüber dem Vorkriegsstande bei Italien und Belgien?) nur die Auslandschulden
zu gelten haben und auch diese, wie später, nachzuweisen sein wird, nur mit Einschränkungen.
 Gegenüber dem Jahre 1925 hat sich im Jahre 1928 die Reihenfolge der untersuchten
Mächte nach der Höhe der Belastung nicht geändert; lediglich die Vom-Hundert-Aufteilung
 der Gesamtlast nach innerer und äußerer Schuld hat sich verschoben:

Konflast aus

Großbritannien

Frankreich

Belgien

Italien

1

Innerer Schuld s.nn..0
Äußerer Schuld ........
Gesamtschuld. ..

85,5
14,5
100,0

61,1
38,9 42,6
100.0 | 100.0 | 100,0

48,9
51,1

57,4

Der Anteil der Kopflast Belgiens an der äußeren Schuld ist gegenüber 1925 von 33,6
auf 51,1 vH der Gesamtschuld gestiegen, während sich der Anteil an der inneren Schuld
antsprechend verringert hat?). Die entgegengesetzte Bewegung ist bei Italien festzustellen,
wo der Anteil der inneren Schuld an der Kopflast gegenüber 1925 beträchtlich zugenommen
 hat und der der äußeren Schuld entsprechend reduziert wurde.
Die absoluten Beträge der Kopflasten haben sich mit Ausnahme der für Großbritannien
ermittelten Werte verringert. Bei Großbritannien ist sowohl die Kopflast der inneren
als auch der äußeren Schuld gestiegen. Belgiens Lasten zeigen auch in den absoluten
Werten eine Verminderung der Last aus Inlandschuld und eine Steigerung der Auslandschuldenlast.
 Während die italienische innere Schuldenlast gegenüber 1925 etwa die

. „5 7 "rn - italian tsprechend zu heachten, — *) Die
1) Hierbei it die Entwertung der französischen, belgischen und italienischen Valuten entsp €
000 Zunahme der Auslandeeheld Belgiens fndet z. T. ihre Erklärung in der Unmöglichkeit einer inneren Schuldenaufnahme
während der deutschen Besetzung.
        <pb n="611" />
        — 764 —

Die Staatsschulden Großbritanniens, Frankreichs
19143

Bezeichnung

Groß- | ; ; | i
aritannien Frankreich | Belgien | Italien

A
“x

&amp;gt;
1. In Millionen Mark

. Innere Schulden
A. Vorkriegsschulden ......0.000000000000000 |
B. Kriegs- und Nachkriegsanleihen ........
Ä. Wiederaufbauschulden .........0....0..0.
D. Mittelfristige Schatzanweisungen ........
E. Schwebende Schulden ........ ‚4
F. Sonstige Schulden .. .
Summe I.... ı

; . 1
11986,2 | 211378 | 3110,4 | 120204
a. _ —_
418,8 277,0 _
265,6 1 465,3 | 408,6 | 750,1
503,7 4 974,2 278,5 -
182748 | 278543 | 37975 | 1205

iI. Äußere Schulden
A, Politische Schuld (bei der Ermittlung der
Nettoaußenzahlungen berücksichtigt) ....
B, Sonstige politische Schuld ‚............
5. Kommerzielle Schuld -......00000000000
Summe X....

238,4 | —
238.4 ee

Summe I und II....

13 274.3 | 27 854.3 4 035,9 | 12 770,5
2. In Mark Vorkrierskaufkraft

/. Innere Schulden
A. Vorkriegsschulden ‚.......00000000000000
PB. Kriegs- und Nachkriegsschulden ........
C, Wiederaufbauschulden ...............004
D. Mittelfristige Schatzanweisungen ........
E. Schwebende Schulden ..........0000000
F, Sonstige Schulden .......... 000000000
Summe I....

\
265,0 | 539,3 | 419,0 | 346,7
9,3 7,1 = m
5,9 37,4 55,0 21,6
3,3 126,9 37,5 -
as * mer 511,5 868.3

II. Äußere Schuld
A. Politische Schuld (bei der Ermittlung der
Nettoaußenzahlungen berücksichtigt) ....
B. Sonstige politische Schuld ........ 1...
GC. Kommerzielle Schuld „..... een en En
Summe 11...

30

RC

U E — BE
| 293,5 | 710,7 | 543.6 | 368,3
1
1) Am 30. April 1925. — *) Am 80, September 1928. — %) Ohne Berücksichtigung von Terminverschiebungen.

Summe I und 11....

zleiche geblieben ist, ist die äußere Schuldenlast nicht unbeträchtlich gesunken. Bei
Frankreich hat sich sowohl die äußere als auch die innere Schuldenlast dem Jahre 1925
gegenüber erhöht. Hierbei ist jedoch folgende beachtenswerte Feststellung zu machen:
Die amtlichen Ausweisungen, die von Frankreich über die politische Verschullung
 an die Vereinigten Staaten von Amerika dargeboten werden, trennen die im
Washingtoner Abkommen (Mellon-Berenger-Abkommen) zu einer Schuld zusammengefaßten
 Verpflichtungen an die Vereinigten Staaten von Amerika in eine »Dette envers le
zouvernement des Etats Unis« (Avances de la Tr6sorerie americaine) und eine »Dette
sommerciale« (Obligations remises en prix des stocks), deren Entstehung bereits oben geschildert
 wurde. Durch das Mellon-Berenger-Abkommen wurde die Rückzahlung dieser
Schulden durch Tilgungsleistungen im Gesamtbetrage von 4025Mrd.$ zuzüglich

Übersicht 11
19282)
— Groß- | Frankreich| np... U 5 . .
bri tannion | a | Belgien | Italien | Man Frankreich | Belgien?) | Italien
6 Ta 1” ' ' "
Verkriees” afkraft

Belgiens und Italiens in drei Vergleichsjahren
19253)

3767,5
46 115,3
14 453,6 |
8 464,0
4 665,3
77 465,7 | 51608,3 | 4880,1 | 14 780,3 |

4 184,8
57 316,2
9 296,3
9 845,1
2006 7

3174,6
'9.923,1
7099,4
1 194,6
7 669,8
12778

343,3
687,1
| 154,8
109,3
302,4
aß

; 20796
| 10912,7
) 219,0
1811,1
429,0

fl

35643.1 | 40 384.3

; 28457 |

14 951.4

11452,8 | 221539 | 1409,5 | 15156,8 | 125117 24 650,9 ' 1 446,3 10 802,9
1 364,0 231,9 — \ 114,2 — | 201,4 —
552,8 | 824,2 | 449,4 480,7 | 10091 | __1123,0 312,0
243159 | 24656 | 415 606.2 | 14 506.6 | 25 660.0 2 770.7 11 114,9

13 369.6

90 835,3 | 75 924,2 7345,6 | 30 386.4 / 100 149,7 ] 66 044,4 | 5 416,3 | 26 066,4
ie Kopf der Bevölkerung

83,6
023,9

|

99,7
386,4
182,2
134,7

71,2
40,4
237,6
52,9
176

50,3
151,3
4,4
50,3
112,6
Q

92,6 77,5 51,0
1 267,7 486,4 267,5
— 173,3 5,4
205,6 29,7 32,1
217,7 187,2 | 10,5
ne 32,3 6,2
} 5
18942 98 9 ' 336.0 | 366,5

320,9
187,9
103,6
| 719.9

| OMt

254,3
30,2

264,8
7,7
272,5
——————
687.8 ] 639,0

of

20167 | 18696 |

Ür

x

7

2 822 Mrd. $ Zinsleistungen vorgesehen. Nachdem dieses Abkommen am 26. Juli 1929
seitens des französischen Staates ratifiziert und die vor der Ratifizierung geleisteten Zah-‚ungen
 auf Grund eines Provisoriums auf die unter normalen Umständen fälligen Annuitäten
 verrechnet wurden, erscheint es angebracht, in den Vergleich die Schuld so einzujeziehen,
 wie sie sich unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Fundierungsabzommens
 ergibt, — nicht die von Frankreich ausgewiesene ursprüng liche Verschuldung
 von nur insgesamt 3,3 Mrd. $ —, zumal da die Schuld vom Gläubiger, den Vereinigten
 Staaten von Amerika, bereits seit Abschluß des Abkommens im Jahre 1926 nach
dem Stande des Fundierungsabkommens ausgewiesen wird. In der amtlichen französischen
 Ausweisung erscheint nur die nominale Summe der tatsächlich gewährten Kredite
 ohne Berücksichtigung der inzwischen aufgelaufenen nicht geleisteten Zinsen, für die
        <pb n="612" />
        766 —

im Fundierungsabkommen ein bestimmter, wenn auch reduzierter Betrag eingesetzt
wurde. Unter Berücksichtigung dieser nichtgezahlten Zinsen, d.h. der Erhöhung der
Schuldsumme nach Maßgabe des Mellon-Berenger-Abkommens sowie der inzwischen
geleisteten Tilgungen ergibt sich eine bedeutend höhere Schuld Frankreichs. Dasselbe
trifft für die Verpflichtung Frankreichs an die britische Regierung auf Grund des ebenfalls
 im Juli 1929 ratifizierten Caillaux-Churchill-Abkommens zu. Hier entsteht jedoch
eine Schwierigkeit, da die Verpflichtungen aus diesem Abkommen nur in Pauschannuitäten
 ausgedrückt sind, somit Zins- und Tilgungszahlungen nicht getrennt festgesetzt
 wurden. Da jedoch Großbritannien als Gläubiger grundsätzlich den Gesamtbetrag
 der Forderungen an interalliierte Schuldner ausweist, so scheint auch in diesem
Falle die Belastung mit der vom Gläubiger ausgewiesenen Zahl haltbar. Unter Berücksichtigung
 dieser Zuschläge beträgt die politische Auslandschuld Frankreichs im Jahre
1928: 197,9 Mrd.{fr statt bisher 172,9 Mrd. fr. Die gesamte Auslandschuld ist also
mit 205,0 Mrd. fr statt mit 179,9 Mrd. fr anzugeben. In der Übersicht »Die Staatsschulden
 Großbritanniens, Frankreichs, Belgiens und Italiens in drei Vergleichsjahren«
würden sich damit für Frankreich im Jahre 1928 folgende Zahlen gegenüberstehen:

l.In Mill. Mark Vorkriegskaufkrait

vw Din —

Art der Schulden

Laut
Budget z6neral

Bei Berücksichtigung
der Abkommen Mellon-Berenger
 und Caillaux-Churchill


A. Politische Schuld (bei der Ermittlung der Nettoaußenzahlungen
 berücksichtigt) .
B. Sonstige politische Schuld..
6. Kommerzielle Schuld. .

24 650,9 28 220,1
1.009,1 / 1.0091
25 660,0 29 229.2

Summe... |
2. In Mark Vorkriegskaufk:aft je Kopf der Bevölkerung

689,0
247
| 713,7
6. Schuldenlast und Reparationen
In der vorhergehenden Übersicht »Die Staatsschulden Großbritanniens, Frankreichs,
Belgiens und Italiens in drei Vergleichsjahren« wurden die äußeren Schulden in drei
Gruppen unterteilt, deren erste die Bezeichnung trägt »Politische Schuld (bei der Ermittlung
 der Netto-Außenzahlungen berücksichtigt)e. Zahlungen und Forderungen der
Mächte, die sich auf Grund der politischen Verschuldung ergeben, stehen bekanntlich in
gewissem Zusammenhange mit den Reparationen.
Den Abschluß des Berichts des Pariser Sachverständigen-Ausschusses, der auf Grund
der Genfer Entschließung der sechs Mächte Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
 Italien und Japan zusammengetreten war, um den beteiligten Regierungen
Vorschläge für eine vollständige und endgültige Regelung des Reparationsproblems zu
unterbreiten, bildet das sogenannte »Gleichzeitige Memorandum«. Während
in einem Annuitätenplan des — als Youngplan bezeichneten — Sachverständigenberichts‘)
 die Jahresleistungen Deutschlands aufgeführt sind, die jeder einzelnen
Gläubigermacht zufallen sollen, sind in dem obengenannten »Gleichzeitigen
Memorandum« die Annuitäten ausgewiesen worden, die von den gesamten deutschen
Jahresleistungen zur Deckung der Verpflichtungen aus interalliierter Verschuldung in
den einzelnen Jahren abgezweigt werden sollen.
"y Val. hierzu den Abschnitt »Die äußeren Krierslastene S. 255 If.

Politische Schuld (bei der Ermittlung der Nettoaußenzahlungen
 berücksichtigt) .....
B. Sonstige politische Schuld...
C. Kommerzielle Schuld. ....

601,8
24,7
6265
        <pb n="613" />
        — 767 —

Sie ergeben sich aus folgender Berechnung:
Für jede beteiligte Macht wurde ein Fälligkeitskalender, abgestimmt auf deutsche
Rechnungsjahre, konstruiert, in dem die Verpflichtungen der verschuldeten Mächte an
reparationsberechtigte Gläubigerstaaten — umgerechnet in AM — eingetragen wurden,
Den Verpflichtungen wurden die Einnahmen dieser verschuldeten Mächte von anderen
reparationsberechtigten Staaten aus interalliierten Schulden in dem entsprechenden
Jahre gegenübergestellt und hieraus jährlich eine Bilanz gezogen. Die Addition der
jeweils mit einem Unterschuß ausgehenden Jahresbilanzen für alle Mächte ergibt die im
»Gleichzeitigen Memorandum« angeführten jährlichen »Netto-Außenzahlungen«. Da die
Fälligkeitstermine der einzelnen Abkommen verschieden geregelt sind, mußten bei der
Berechnung die entsprechenden auf die neuen Zeitabschnitte abgestimmten Zins- und
Tilgungszahlungen festgestellt und auf das deutsche Rechnungsjahr abgestimmt werden‘).
Von den Forderungen und Verpflichtungen der einzelnen in der vorliegenden Unterzuchung
 behandelten Mächte waren unter Zugrundelegung der Auffassung der Pariser
Sachverständigen die folgenden zu berücksichtigen:

Großbritannien

il. Verpflichtungen
a) an die Vereinigten Staaten von Amerika (Abkommen vom 18, Juni 1923,
Baldwin-Mellon),
b) an Italien (Abkommen vom 27. Januar 1926, Volpi-Churchill);
2. Forderungen
a) an Frankreich (Abkommen vom 12. Juli 1926, Caillaux-Churchill),
b) an Italien (Abkommen vom 27. Januar 1926, Volpi-Churchill),
c) an Rumänien (Abkommen vom 19. Oktober 1925),
d) an Jugoslavien (Abkommen vom 9. August 1927),
e) an Portugal (Abkommen vom 31. Dezember 1926),
{) an Griechenland (Abkommen vom 9. April 1927).

Frankreich:

1. Verpflichtungen
a) an die Vereinigten Staaten von Amerika (Abkommen vom 29. April 1926,
Mellon-Berenger),
b) an Großbritannien (Abkommen vom 12. Juli 1926, Caillaux-Churchill);
2. Forderungen
a) an Rumänien (Abkommen vom 17. Januar 1930; Zusatzabkommen zum Abkommen
 vom 28. März 1928),
b) an Jugoslavien (Abkommen vom 20. Januar 1930),
c) an Griechenland (Abkommen vom 20. März 1930).

Belgien
1. Verpflichtungen
a) an die Vereinigten Staaten von Amerika (Abkommen vom 18. August 1925).
Forderungen im Rahmen der interalliierten Schulden hat Belgien nicht aufzuweisen.

]talien

1. Verpflichtungen
a) an die Vereinigten Staaten von Amerika (Abkommen vom 14. November 1925,
Volpi-Mellon), . m.
b) an Großbritannien (Abkommen vom 27. Januar 1926, Volpi-Churchill);.
2. Forderungen . .
a) an Großbritannien (Abkommen vom 27. Januar 1926, Volpi-Churchill).
Die Forderungen Italiens an Rumänien wurden nicht in die Berechnung einbezogen.

a 2) Vgl. die eingehende Darstellung der Berechnungsmethode in der Einzelschrift Nr. 11 zur Statistik des Deutschen
gichs; »Die interalliierten Schulden. Ihre Entstehung und ihre Behandlung im Youngplan«,
        <pb n="614" />
        768 —

Die Gegenüberstellung der aus diesen interalliierten Abkommen sich ergebenden jährichen
 Verbindlichkeiten und Einnahmen ergibt für die untersuchten vier Mächte die
Annuitätenreihen der »Netto-Außenzahlungen«, deren Deckung aus den deutschen
Leistungen auf Grund des Youngplans gleichsam also durch ein » Außenzahlun gS-Aquivalent«
 vorgesehen ist. Unter diesen »Netto-Außenzahlungen« sind also nach
len Bestimmungen des einschlägigen Haager Abkommens vom 20. Januar 1980 diejenigen
Annuitäten zu verstehen, die nach Auffassung der Pariser Sachverständigen erforderlich
sind, um per Saldo die Verpflichtungen der reparationsberechtigten Mächte auf Grund
derjenigen interalliierten Schulden abzudecken, deren Fundierungsabkommen im obenyenannten
 Haager Abkommen zitiert werden, Die folgende Übersicht »Die Anteile der

Jbersicht 12
Die Anteile der Außenzahlungsäquivalente an den Young-Annuitäten
in Mill. AM

Jahre,
andend
31. März

7oung-*nnul-


&amp;gt;hne |
Zahlungen

ın Amerika


Davon
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 jahre
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Jahre,
andend
31. März

'9gung-‚nnul-
 Davon Verbleiet
 Außen- ende
Zah zahlungs- Indemjungen
 äqui- | nite
an Ame-| valente | nette«
tika

Anaui-




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1930 ....... |
1981 .......
1982 .......
„933 .......
19384 .......
„935 .....0..
‚936 ....... |
1937 |
„938 1.0...
„939 .......
‚940 .......

941 2.0000.
MB ee
„943 1.000000
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‚945 .......
2046 are
947 ....... |
‚948 ....... |
949 .......
950

W951 20.0000
1952 0
1958 |
1954
1955
956 1.
“957
1958
1959 1.
m
1961 2...
1962

676,9

541,6
518,9
672,1
744,9
°07,5
333,5
380,3
919,8
938,1
983.4

&amp;gt;096,1
&amp;gt;114,6
131,9
&amp;gt; 128,2
1141,4
»137,7
133,4
1 149,1
2 143,9
MAC 7

»283,1
&amp;gt; 267,1
1270,1
\277,2
288,5
3283,7
2278,1
2285,7
2317,7
2 294.5

2304,4
2322,2

265,1
142,3
195,4
136,4
199,0
224,9
271,8
334,0
352,5
2750

487,6
437,9
455,1
451,5
464,7
460,9
456,5
472,3 |
467,1 |
„4616 |

503,9
187,9
191,0
198,1
109,4
504,5
499,1
506,7
538,6
5154

ı 525,4
| 543.2

676,9

576,5
576,6
576,7
508,5
508,5
308,6
508,5
385,8
585,6
608.4

3
10
'

608,5
676,7
576,8
576,7
576,7
576,8
576,9
676,8
676,8
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17
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779,2
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779,1
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779,2
779,0
779,0
779,1
779 1

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5

7
8
29
30
31

779,0 ; 32
779.0 | 33

963 0.0000
1964 .......
‚965.......
1966 .......
Summe
1930/1968

1967 .....0.
1968 |
L969 10.0.0.
1570

a
1972 2.0...
978 nn
974 0000000
OB eu
1976 .......
1977 0.0.0...
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1981 .......
088
1983 .......
1984 .......
985 .......
LO50 aan
1987 .......
1988 .......
Summe
1967/1988
Insgesamt
1930/1988

2314,1
2 326,5
2.326,0
535697

535,0
547,4
546,8
573.7

779,1
779,1
779,2
779.0

76 925.86

50 737.7

28 187.9

ı 566,9
566,1
575,9
| 589.0

1 566,9
| 566,1
i 575,9
1 589,2

602,9
613,1
521,5
624,9
627,6
634,2
637,9
644,6
654,7
6506

' 602,9
613,1
621,5
524,9
527,6
634,2
ı 637,9
| 644,6
; 654,7
ı 659.6

670,5 670,5
687,6 687,6
691,8 691,8
703,3 | . 703,3
683,5 | 1.683,5
725,1 925,1
31,4 931,4
397,8 297,8

38 810,1 | 38 810.1

10735,7 | 84547,8 | 26 187,9

34
35
36
vr

38
39
40
11

12
14
15
16
47
8
19
50
41

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        — 769 —

Außenzahlungsäquivalente an den Young-Annuitäten« gibt sowohl über die Jahresleistungen
 Deutschlands an die reparationsberechtigten Mächte als auch über die erforderlichen
 »Netto-Außenzahlungen« in den einzelnen Jahren Aufschluß. Zieht man die so
ermittelten Außenzahlungs-Äquivalente von den Gesamtleistungen Deutschlands an die
Gläubigermächte ab, so verbleibt zu Gunsten der Gläubigermächte ein gewisser Überschuß,
der als »Netto-Entschädigung« (Indemnite nette) bezeichnet sei. In der Regel
ist diese Nettoentschädigung nur bei den Leistungen bis 31. März 1966 festzustellen,
lediglich bei Frankreich laufen die Nettoentschädigungen in geringen Beträgen noch
bis zum 31. März 1969. Diese Überschüsse errechnen sich aus der Abänderung der
französischen Außenzahlungs-Quote nach dem Stande zur Zeit des Abschlusses des
Pariser Sachverständigenberichtes (7. Juni 1929) gegenüber dem Stande auf Grund der
im Januar 1930 im Haag abgeschlossenen Fundierungsabkommen Frankreichs mit
Rumänien, Jugoslawien und Griechenland, insbesondere aber aus dem an Rumänien
im Zusatzabkommen vom 17. Januar 1930 gewährten Nachlaß.

Übersicht 13

Young-Annuitäten und Netto-Außenzahlungen Großbritanniens
in Mill. AM

Rechnungsjahr,

endend
31. März

L930........
L981........
1938. .......!
1938...
L934........
085.
L936........
1937.00.
1938...
L939........
'"940........)
L941........
L942,.......
L948........
“944........
‘“945........
1946........
W947...
1948. 0.0.0
1949. .......
L950........1
Et
1952,.......
DT FG
1954........
988.0
1956........
OO Lu
1958,.......
‚959........
1960........
1961........
1962...

Außen- ; Ver-Young-
 | Al © gg bleibende
Annuität 7 an ung Indemnite
äquivalente nette

53.1

53.1

366,8
362,0
364,5
154,8
450,1
444,9
438,1
152,6
447,1
1455

313,3
308,8
311,3
407,0
402,3
397,1
390,3
406,6
401,2
304.7

53,5
53,2
53,2
47,8
47,8
47,8
47,8
46,0
45,9
478

457,1
156,3
46,0
139,8
150,5
439,1
132,4
146,6
139,1
139,6
140,5
141,1
U1.4
445,6
453,6
144,2
47 |
107,3
410,2
108,3 |
406,1
412,0

409,2
403,1
392,8
386,6
397,3
385,9
379,1
393,4
385,9
378,4
379,3 ]
379,9
380,2
384,4
392,4
383,0
373,6 ]
346,1
348,9
347,0
344,8 ]
350.7

47,9
53,2
53,2
53,2
53,2
53,2
53,3
53,2
53,2
61.2

61,2
61,2
61,2
61,2
61,2
61,2
61,1
61,2
61,3
61.3

61,3
61.3

Rechnungsjahr,

endend
31. März

1963.......
O6 er
‚9658.......0
‚66.000000
L967........
“968........1
L969........
L970........
(97...
97.0000.
Da ka a
Mr
5
y(
1977.....0..]
978........1
979...
"980.0...
‘981........|
982........]
988........
984.......|
985........
„986.0...
198 7.000000.
"988...

Summe!)
1930/1988]

davon:
1930 1966. . |
1967/1988. .

Young-Annuität


400,5
410,1
406,3
410.6

„57,2
346,7
349,4
355.7

361,2
361,8
366,1
365,4
364,1
366,4
363,8
364,8
365,1
364.7

363,5
365,7
362,9
372,0
346,2
414,1
414,1
372.1

2} 157,9

15 495,5
5 662.4

Außenzahlungs-



Verbleibende

ndemnite
nette

339,3
348,8
345,0
349,3
357,2
346,7
349,4
255,7

61,2
61,3
61,3
61.2

361,3
361,9
366,1
365,4
364,1
366,5
363,9
364,9
365,2
364.7

363,5
365,8
363,0
372,0
346,3
414,1
414,1
2790

19 100,3

2 057,6

15 487,0 | 2.058,5
5663.28 —09

1) Unterschiede in den Summen sind durch Verwendung der Originalzahlen entstanden

Finanzen und Steuern
        <pb n="616" />
        Übersicht 14

Rechnungs
Jahr,
endend
31. März

1930........

1931.....00.
Berk k
933.0...
OB
„935........
L936........
(93 700000
1938. .......
1939. .......
'940:.......

L941........
Ba ae
948.000
944.000.
„945........
946.0...
DE Da ke en
948. .......
kA
‚950........

L951........
(92
1958...
1954........
958.004]
1956........
L9587.....00.
4958........
959........
L960........
1961...

770 —

Young-Annuitäten und Netto-Außenzahlungen Frankreichs
in Mill. AA

sek ar Ei

Außen- Ver-Young-
 | zahlunes- | bleibende
\innuitäten | _ 77“ 8 Indemnite
äquivalente| nette

Rechnungs
jahr,
endend
31. März

Young-\nnuitäten


Außenzahlungs-



Verbleibende

Indemnite
nette

418,8

418,8

964.0...
ARR See

278,2
278,1
278,0
277,9
297,5

794,9
794,7
794,6
794,5
149

483,3
483,4
483,4
483,4
483,3

900,7
338,4
879,8
879,1
941,8
962,8
| 004,1
031,8
052,4
‚087,3

479,8
418,7
459,9
501,7
564,3
585,2
526,7
568,2
689,1
710.0

420,9
419,7
419,9
377,4
377,5
377,6
377,4
363,6
363,3
377,3

967........
968........
‚969...
970...
Mass
ee
378.0...
7
Ve
076.0...
977...
978. .......
979.0...
0901 ..0 0.
981........
"989...
983........
984........
986........
987.0...
Summe!)
1930/1988]

794,2
794,1
790,9
877

790,9
788,0
787,8
787,7

3,3
6,1
31

787,5
787,3
787,1
786,9
786,8
786,6
786,3
786,1
785,9
785.7

787,5
787,3
787,2
787,0
786,8
786,6
786,4
786,2
785,9
785,7

179,9
71,2
191,4
90,8
90,7
90,8
88,1
85,2
185,1
248.6

302,5
751,3
771,5
770,9
770,9
770,8
768,1
765,2
765,2
765 1

377,4
419,9
419,9
419,9
419,8
420,0
420,0
420,0
419,9
483.5

785,5
785,2
785,0
784,7
784.4
784,1
783,9
753.3

785,5
785,2
785,0
784,7
784,4
784,2
783,9
7534

277,9
248,5
248,3
248,2
248,1
248,2
248,1
278,6
302,8
278,4
29789

794,4
765,0
765,0
764,9
764,8
164,7
764,6
195,2
319,4
795,1
„9350 |

483,5
483,5
483,3
483,3
183,3
483,5
183,5
483,4
483,4
483,3
483.9

59513,0 |

43 253,7

16 259,3

davon:
19301966 . 7
19671988 ..

42 233,8 |
17 279,2

25 986,5 | 16 247,8
17 267.2 B 12.5

1) Unterschiede in den Summen sind durch Verwendung der Originalzahlen entstanden. — 2) Geringe Unterschiede
zwischen Außenzahlungsäiquivalenten und den Annmnuitäten während der letzten 22 Jahre erklären sich aus Aufrundungen.

Aus der folgenden Übersicht »Die Gesamteinnahmen der Vergleichsländer aus den
Jeutschen Young-Annuitäten und Außenzahlungs-Äquivalenten«!) wird insbesondere aus
den vH-Sätzen die Bedeutung klar, die den Außenzahlungs-Äquivalenten im Rahmen der
jüngsten Reparationsregelung im Youngplan zukommt. Die Forderungen Großbritanniens
aus dem Youngplan sollen zu 90,28 vH der Abdeckung der Nettoaußenzahlungen zugeführt
 werden; ein fast gleicher Anteil ist von den Forderungen Italiens zu demselben
Zwecke abzuzweigen. Frankreich und Belgien weisen mit 72,70 und 52,00 vH geringere
Anteile auf, jedoch ist hierbei zu bedenken, daß die restlichen Beträge zur Bestreitung
anderweitiger Ausgaben den Gläubigermächten zur Verfügung stehen.
Aus diesen in den deutschen Leistungen enthaltenen Außenzahlungs-Äquivalenten wird
praktisch der Schuldendienst — Tilgung und Zins — der politischen Schuld, die in der
vorhergehenden Übersicht ‚als »bei der Ermittlung der Nettoaußenzahlungen berücksichtigt«
 bezeichnet. wurde, gedeckt. . Ükonomisch betrachtet wäre daher die Kopflast der
Reparationsgläubiger Dentschlands aus ihren Staatsschulden zurzeit wesentlich verringert.
1) Val, Übersicht 17.
        <pb n="617" />
        Übersicht 15
Young-Annuitäten und Netto-Außenzahlun gen Belgiens
in Mill AM

Rechnungs-|
jahr,
endend
31. März

4 |

981...
982........1
935...
29387....0.0.
938...
L939........
1940. .......

„941.........
L942........
1943........
1944........
OB
1946........
L947........
L948,........
ka
L950........

951....000.
982.000.
958..00000
öde
9BBesse
856.0...
957...
958.0...
959...
960........
(9611...

Young- | Außen-‚nnuitäten
 | zahlungs-7
 a =
) iquivalente!

5

IT

98,2
102,6
105,3
106,3
102,8
10,0
116,9 |
14,7
14,8
17.0

Wii
31,7
34,4
36,5
39,0
46,2
53,1
53,3
53,4
53,2

17,1
23,9
24,1
24,2
23,9
24,0
24,1
24,1
24,2
‘34,6

53,3
53,0
53,2
53,3
53,0
58,1
53,2
53,2
33,3
52.9

34,7
34,7
34,7
34,7
34,7
134,7
134,9
134,9
134,8
‚34,8

33,0
33,0
53,0
53,0
53,0
53,0
53,3
53,3
53,2
33,1
53.0

134,7

Verbleibende

Indemnite
nette

70,7

7,1
70,9
70,9
63,8
63,8
53,8
53,8
51,4
61,4
63,8

63,8
70,9
70,9
70,9
70,9
70,9
710,9
70,9
70,9
81.7

81,7
31,7
81,7
81,7
31,7
31,7
31,6
31,6
31,6
31,7
81,7 1

Rochnungs-| Young- | Außenoder
 a Annuitäten‘ zahlungs-31.
 März ) äquivalente

3

SV

lea nr nn
eu
964.0...
DD cr kr a
966........

134,5
34,8
34,6
134,9
134.5

52,8
53,1
52,9
53,2
599

Where
51
969........
970...

5,1
52,8
53,0
53.1

33,1
52,8
53,0
33,1

BL... 0
970000
978.000...
974.000.
97 Baus
9760.00
977.0...
978.0...
979.0...
BA.

33,2
52,8
52,8
52,8
52,8
53,2
53,5
53,3
53,2
52,9

33,2
52,8
52,8
52,8
52,8
53,2
53,5
53,3
33,2
32,9

981.......0
988........
984. .......
985........
986........
987...
1988........
Summe!)
1930/1988

53,1
53,3
53,4
33,4
53,0
53,0
33,3
50.6

53,1
53,3
53,4
53,4
53,0
53,0
53,3
30.6

5 718,7

2 973,7

davon;
1930/1986. . |
1957/1988. .

4 553,1 |]
1 165,6

1808,2 |
11656

Veroleibende

Indemnite
nette

5

81,7
81,7
81,7
81,7
81.6

2 745,0

2 745,0

1) Unterschiede in den Summen sind durch Verwendung der Originalzahlen entstanden. — 2) Ohne Berücksichtigung
ler Marklorderungen Belgiens.

Eine Zusammenstellung der Kopflast aus innerer Schuld und der nicht bei der Ernittlung
 der Außenzahlungen berücKsichtigten politischen Schuld ergibt folgende Werte:
Übersicht 18
Die Kopflasten aus innerer und äußerer Staatsschuld ohne Berücksichtigung interalliierter Schulden‘)
in Mark Vorkriegskaufkraft

DE

Kopflast aus

Großbritannien
‚914| 1925 | 1928
5 TUT

. _ Frankreich _! Belgien Italien
1914' 1925 | 1928 *1914|1925|1928 194109 1928
FO wol lau

5
TE

nlandsschuldensumme . .\ 293,5| 1 719,9 | 1 894,2; 710,7. 1270,8] 985,9 | 511,5 624,7! a a
Sonstige Politische Schuld! — | 30,3 DS] a _ n 7, Nee 1426) — | 11,2) 27
Kommerzielle Schuld ...) — 12,21 10,71 — 53,3| 24,71 32,1 105,51 12,060 TE 7
Summe „| 295,5) 1 762,4 | 1 958,4 | 710,7 | 324,1 | 1 010,6 | 543,6 759,9 504,1] 368,3 380,11 374,2
4) Ohne Berücksichtieung von Terminverschiebungen.

m
        <pb n="618" />
        Übersicht 16

Rechnungsjahr,

endend
31. März

Young-Annuität


— 778 —
Young-Annuitäten und Netto-Außenzahlungen Italiens
in Mil. AM

Außenzahlungs-


laut Sachverstän-




Verbleibende

[ndemnite
nette

Rechnungs
jahr,
endend
31. März

Außenzahlungs-


laut Sachverstän-


bericht

Young-Annuität


Verbleibende

{ndemnite
nette

8

1930........

L931........
1932........
a
1934........
(OS
1936........
L937..000000
LSB a
‚939.....00.
MO... 0000

L941........
11: N
Ka
L944........
1945.......0.
1946........
W947 0.000
ES er
1949........
(Baar

OB Lira
LOB Deren 1
L958......00
A:
195800000000
1956........
KO Take
L958.....00.
KO
‚960........
1961....

42.5

156,0
190,8
196,3
192,4
193,6
195,2
197,2
198,6
200,2
204,1

211,5
223,1
225,5
227,8
230,5
233,3
235,6
237,1
239,4
248.1

260,1
272,8
275,6
278,5
281,3 |
285,4
289,0
292,6
296,7
299,8

310.8

113,1
148,2
153,6
154,0
155,2
156,8
158,8
161,7
163,3
165,7

173,1
180,4
182,8
185,1
187,9
190,6
192,9
194,4
196,7
199,0

211,0
223,7
226,6
229,4
232,3
236,3
240,0
243,6
247,6
250,7

261,7

42 5

42,9
42,6
42,7
38,4
38,4
38,4
38,4
36,9
36,9
38.4

38,4
42,7
42,7
42,7
42,6
42,7
42,7
42,7
42,7
49,1

49,1
49,1
49,0
49,1
49,0
49,1
49,0
49,0
49,1
49,1

49.1

5.)
1963........
öde sıu0
965.0...
966...

5
DO Say ci
969........
970........
6
972....00.0.
973........
"hs er es
197 5.000.000.
„97 8....040.
5
978.00...
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ep
982........
8a ewen
984.......
“9850..00000.
1986........
"987...
1988. ......

jumme?) ..
1930/1988

davon:
1930/1966, .
1987/1988. .

321,5
324,8
327,8
331,0
23340

290,1
295,1
302.3

309,3
317,6
327,7
332,0
336,3
340,5
344,6
350,8
356,9
367,1
372.9

385,1
400,1
407,2
409,8
416,5
418,8
425,0
382.6

16 948,8

9060,5 |
7T38388.3

272,5
275,7
278,8
281,9
285.0

290,1
295,2
302,3

309,3
317,6
327,7
332,0
336,3
340,5
344,7
350,8
356,9
367,1
373,0
385,1
400,1
407,2
409,9
416,5
418,8
425,1
382.6

15 299,1

7 410,3
788889

49,0
49,1
49,0
49,1
49,0

1 649,7

1 650,8

1) Unterschiede in den Summen sind durch Verwendung der Originalzahlen entstanden.

Ein Vergleich der auf diese Weise gewonnenen Schuldenkopflasten in der Vor- und
Nachkriegszeit zeigt, daß Großbritanniens Last sich nur um das 6,6fache gegenüber der
Vorkriegszeit erhöht hat. Frankreich hätte nur eine Zunahme von */,, gegenüber der
Vorkriegszeit zu tragen; die belgische Schuldenkopflast ist sogar als um etwa ?/,, verringert
 anzusehen, während sich die Kopflast Italiens nur unwesentlich verändert hat.
        <pb n="619" />
        Übersicht 17
Die Gesamteinnahmen der Vergleichsländer aus den deutschen Young-Annuitäten
und Außenzahlungsäquivalenten
Außenzahlungsäquivalente
Bei Abschluß der
9. Haager Konferenz

— TB  —

Bei Abschluß der '
Dariser Verhandlungen

Vergleichsländer

davon zahlbar

Zur Bestreitung

der Netto-Außen-

 1980781 1966/67
erforder- | bis bis
lich 1965/66 | 1987/88

Zur Bestreitung

der Netto-Außen-

 1930/81 1006/57
— bis bis
Jich 1965/66 | 1987/88

Ge-3amt-





1929/80 | 1966/67
bis | bis
1965/66 | 1987/88

Fa

8

Oo

10

in Mill. AM

Großbritannien .........
Frankreich .....0.......
Belgien ........0.40044 1 57187] 4553,31 1165,61 2973,7 |
| 16 wel 9060,5| 7888,81 152991 1 7410,21) 788801 15 299,1

21 157,0 15 = 5 gez
59 513,0) 42 233,8 17 270,2

19 100,3 | 13 437,0) 5663, 19 100,3

13437,0| 5 663,3
43 253,7 ' 25 986,5| 17 267,2
1808,2| 1 165,5

2973,77

7 410.2) 7 888,9

Außenzahlungsäquivalente in vH der Young-Annuitäten

Großbritannien .........
Frankreich .............
Belgien .......00.0000000
Italien ...............0. 1 1200 | 200 | 100 | 90,87 | 82,79 | 100,01 | 90,87 | 81,79 | 200.01

90,28

86,72

100,02

90,28

86,72

100,02

Betrachtet man abschließend die Gesamtschulden-Kopflast der untersuchten Mächte
unter dem Gesichtspunkt der aus ihr erwachsenden Belastung der Volkseinkommen, 80
ist festzustellen, daß sich die innere Schuldenlast — da sie als Forderung des Inlandes
an das Inland zu gelten hat — nicht als Quelle einer Minderung des Volkseinkommens
auswirkt. Hierbei muß jedoch die Tatsache unberücksichtigt bleiben, daß geringe Teile
der inneren Staatsschuld infolge Veräußerung an ausländische Besitzer in auswärtige
Schulden umgewandelt werden und ebenso auch Schuldtitel auswärtiger (kommerzieller)
Schulden in inländischen Besitz übergehen.
Lediglich aus der Belastung durch Verschuldung an das Ausland erwächst eine Minderung
 des Volkseinkommens, da der Tilgungs- und Zinsendienst an das Ausland geleistet
werden muß. Da weiterhin, wie soeben nachgewiesen, auf Grund des gegenwärtigen
Standes der Reparationsfirage der Dienst großer Teile der »Politischen Schuld« der untersuchten
 Mächte an das Ausland aus deutschen Leistungen an dieselben vier Mächte in
ihrer Eigenschaft als Reparationsgläubiger bestritten werden, verbleiben nur die
»Sonstigen Politischen Schulden« und die »Kommerziellen Schulden« als diejenigen Anteile
 an der Gesamtschuld, die eine Einkommensminderung hervorrufen könnten.
Die internationalen Abkommen, die die Deckung interalliierter Schuldverpflichtungen
aus Reparationsleistungen Deutschlands geregelt haben, sind größtenteils erst im Jahre
1930 ratifiziert worden. Es mußte daher im Rahmen des vorliegenden internationalen Ver-
        <pb n="620" />
        7A

zleichs auf die für das Jahr 1928 gegebenen Zahlen zurückgegriffen werden. Aus diesen
Zahlen würde sich ergeben, daß von der Gesamtschuldenkopflast!) folgende Anteile als
Quellen einer Einkommensminderung zu gelten haben:
2,0 vH bei Großbritannien,
1,53 vH bei Frankreich,
24,44 vH bei Belgien und
1,21 vH bei Italien.

Der auffallend hohe Betrag des Anteils der belgischen Schuldenkopflast erklärt sich aus
der außerordentlich hohen kommerziellen Auslandschuld Belgiens, die im absoluten Betrage
 in Mark Vorkriegskaufkraft ausgedrückt höher ist als die kommerziellen Auslandsverpflichtungen
 der übrigen untersuchten Mächte. Den geringsten Anteil hat, absolut und
relativ, Italien aufzuweisen, das nur eine kommerzielle Auslandsanleihe, die Morgananleihe
 von 1925, ausweist.

Stellt man diesen Zahlen den entsprechenden Anteil der deutschen Schuldenlast gegenüber,
 so ergibt es sich, daß 83,2 vH der gesamten deutschen Staats- und Länderverschuldung,
 einschließlich Reparationsverpflichtungen, als Quelle für Einkommensminderungen
zu gelten haben. Während die absoluten Schuldenkopflasten der Vergleichsländer aus
kommerzieller Auslandschuld und derjenigen politischen Schuld, die nicht durch die Auslandszahlungen
 gedeckt wird, im Jahre 1928 sich belaufen auf:
44,2 Mark Vorkriegskaufkraft bei Großbritannien,
24,7 » » Frankreich,
168,1 &amp;gt;» » Belgien,
7.7 Italien,

ist die entsprechende Schuldenkopflast aus der Auslandschuld
403,7 Mark Vorkriegskaufkraft anzugeben.

Deutschlands mit

\ Vel, “Übersicht 11.
        <pb n="621" />
        X. Der Finanzausgleich
in ausländischen Bundesstaaten
        <pb n="622" />
        — 776 —
A. Übersichten zur rechtlichen Regelung
1. Oster
a. Die rechtlichen Grund
Die Verteilung wichtiger finanzwir;schaftlicher Kompetenzen,
(Als Beispiel durchgeführt

Gebietaskörnerschaft

Finanzresetzgebungskompetenz

Bund ............

SE &amp;gt;&amp;gt;
Originäre unbeschränkte ausschließliche Gereizgebungskompetenz
über ausschließliche bzw. gemeinschaftliche Abgaben (siehe
Anhangtabelle}

Land (Niederösterreich) ...........00000000000 01000010
Landeshauptstadt Wien ebenfalls Kompetenz eines Landes

|. Delegierte beschränkte Gesetzgebungskompetenz über enumerierte
 Abgaben zur Erhebung für das Land, und zwar über:
2) Zuschläge zu Bundessteuern
1. Zuschläge zu den Immobiliargebühren
2. Zuschläge zum Gebührenäquivalent
3. Zuschläge zu den Totalisator- und Buchmacherwettgebühren

7) Eigene Steuern
1. Grundsteuer
2. Gebäudesteuern, und zwar
a) Mietzinssteuer
b) Arealsteuer
3) Hausklassensteuer
Fürsorgeabgabe (Lohn- und Gehaltsabgabe)
Abgabe vom Gas- und Stromverbrauch
Kraftfahrzeugabgabe
5, Fischereiabgabe
7, Feuerversicherungsabgabe
3. Sparkassenabgabe
9, Verwaltungsabgaben
Delegierte beschränkte Gesetzgebungskompetenz zur Ordnung
der Finanzwirtschaft der Gemeinden hinsichtlich der dem
Land delegierten Abgaben

Gemeinden (Niederösterreich) .,......0.0...0.10000000010 00004
38 bestehen in Österreich:
1. Städte mit eigenem Statut (hinsichtlich Gemeindeaufsicht |
direkt der Landesregierung unterstellt)
2, Ortsgemeinden
rt, Bezirksstraßenverbände
=. Bezirksfürsorgeverbände
3. Konkurrenzen (Zweekverbände)
Bezirke als Selbstverwaltungsverbände höherer Ordnung nur
a der Steiermark

Jelegierte beschränkte Beschlußkompetenz über enumerierte Ab
gaben, und zwar über:
1, Grundsteuerzuschläge
Gebäudesteuerzuschläge
Untermietabgabe
Fremdenzimmerabgabe
. Wertzuwachsabgabe
Jagdabgabe
‚ Abgabe vom Gas- und Stromverbrauch
8, Lustbarkeitsabgabe
9. Ankündigungs-, Anzeigen- und Steckschilderabgaben
+0. Abgabe für das Halten von Hunden (und Einstellung von
Pferden)
11. Abgabe von freiwilligen Feilbietungen
12 Feuerwehrabgabe
13. Straßen-(Gemeinde-)grundbenutzungsgebühren
14. Verwaltungsabrgaben

Anhang
Die Bundes

", Ausschließliche Bundesabgaben Zündholzsteuer
L. Ertragsteuern . Essigsäuresteuer
a) Abzugsrentensteuer Süßstolfstener
b) Tantiemensteuer Spielkartensteuer .
©) Börsenbesuchsabgabe . Fahrkartensteuer
. hı Frachtensteuer
IM Vermögensteuern j} Gepäcksteuer
a) Erhgebühren 5) Totalisator- und Buchmachergebühren
Verkehreteuern 1) Monopolabgaben
a) Stempel- und Rechtsgebühren?) &amp;gt; Zölle
b} Effekten- und Valutenumsatzeteuer a) Ein- und Ausfuhrzölle
0) Bankenumsatzeteuer b) Ausfuhrabgaben (mit Ausschluß jener auf Holz)
ı. Verbrauchsteuern "I. Gemeinschaftliche Abgaben, d.h. (zum größten Teil) aus“
a) Zuekersteuer schließliche Bundesabgaben mit Ertragsanteilen der Länder
1) Mineralwassersteuer nnd Gemeinden
Quellen: Finanzverfassungsgesetz des Bundes vom 3, 3. 1922 in der Fassung vom 4. 9. 1925 (B. G. Bl. 1925 Nr. 347); Abgabe“
jsterreich vom 31, 3. 1864 in der Fassung vom 9. 10, 1924 (L. G. Bl. 1925 Nr. 135). Über Gemeindeordnung und über Steuergesetz®
österreichische Gemeindegesetzgebung und das Abgaberecht der Länder und Gemeinden, 2. Auflage, Wien 1922, — In bezug auf die
1) Soweit nicht als Landes- bzw. Gemeindegebühren erwähnt. — *%) Die Vermögensteuer ist seit 1926 gemeinschaftliche Abgabe;

— 177 —
und zur Statistik des Finanzausgleichs ;
reich .
'agen des Finanzausgleichs
insbesondere der Steuerhoheit, auf die einzelnen Gebietskörperschaften
eim Land Niederösterreich)

Wichtige Beschränkungen der legislativen Kompetenz
lureh dritte bzw. zugunsten von dritten Gebietskörperschaften

E ——————— TE —— RE
Kompetenz zum Vollzug der Gesetze und zur Verwaltung der
. einzelnen Abgaben einschließlich der Handhabung des Rechtsmittelverfahrens

„A
1. Vollzug der Gesetze und Verwaltung der der eigenen Gesetzkompetenz
 unterliegenden Abgaben
2. Verwaltung sämtlicher Steuern an Gemeinde übertragbar.
Städte Wien und Graz besorgen Einhebung der Bundessteuern
 in ihrem Bereich gegen 3prozentige Entschädigung

L. Verpflichtung zum Ersatz von Einnahmen, die Ländern
gegenüber dem Stande vom 10. 3. 1922 entzogen worden sind
oder entzogen werden ohne gleichzeitige Ausgabenminderung
*. bisherige ausschließliche Landes-(Gemeinde-Jabgaben sollen
nur zu geteilten Abzaben des Bundes gemacht werden können

Durch den Bund
Materielle Beschränkungen
L. Unbedingte Widerruflichkeit der Delegation von Abgaben
{durch einfaches Bundesgesetz entziehbar)
&amp;gt;. Grundsatzgesetzgebungsrecht über delegierte Abgaben, insbesondere
 über Höchsttarife
Grundsatzgesetzgebungsrecht über die landesgesetzliche
Regelung der Gemeindeabgaben, insbesondere
-V Verpfliehtung zum Erlaß von generell detaillierten Abgabegesetzen
 mit Höchsttarif
Verpflichtung zur Erklärung der Landessteuern vom
Geobäudebesitz und Wohnungsaufwand zu geteilten Ab:
gaben oder Zuschlagsabgaben der Gemeinde
Verpflichtung zum Ersatz von Einnahmen, die den
Gemeinden gegenüber dem Stand vom 10.3. 1922 ohne
gleichzeitige Ausgabeminderung entzogen werden
Tormelle Beschränkungen
1. Qualifiziertes Vetorecht der Bundesregierung gegen Abgabegesetze
 und Darlehensaufnahme, Bei wiederholtem Landtagabeschluß
 Veto hinfällig oder Entscheidung durch 26-oder
 10gliederigen Ausschuß
z. Antrag auf Entscheidung durch Verf. Gerichtshof beiin Kraft
befindlichem, als verfassungswidrig angesehenem Landes-Yasctio


8) Vollzug der eigenen Gesetze und Verwaltung der dem Land
delegierten Abgaben, soweit nicht durch Gesetz oder freiwillige
 Vereinbarung Verwaltung dem Bund oder Gemeinden
übertragen
‚bgabenerhebung durch Bund bei:
1. Zuschlägen zu den Immobiliargebühren
2. Zuschlägen zum Gebührenäquivalent
3, Zuschlägen zu den Totalisator- und Buchmacherwettgebühren

4. Grundsteuer
5. Mietzins- und Hausklassensteuer
durch Gemeinden bei:
L. Fürsorgeabgabe (Lohn- und Gehaltsabgabe)
2. Abgabe von Gas- und Stromverbrauch
3) Rechtsmittelinstanz für Gemeindeabgaben: Landesregierung
2) Gemeindeaufsicht: 1. Instanz: Bezirksrat, 2, Instanz:
Landesregierung, ferner gewisse Aufsichtsrechte der Bundesregierung

1} Rechnungskontrolle (Gesetzmäßigkeits- und Ermessenskontrolle)
 bei allen Gemeinden über 20 000 Einwohner durch
Rechnungshof im Auftrag der Landesregierung

Jurch Bund
Materielle Beschränkungen
1. Erschöpfende Detailregelung bei Zuschlägen zu Bundessteuern
2, Detailregelung (Höchsttarif) bei einigen eigenen Gemeindeabgaben
 (Vergnügungsteuer) . ”
3, rahmengesetzliche Regelung bei einigen eigenen Gemeindeabgaben
 (besondere Steuer auf Jagdhunde, Rennpferde,
Luxustiere) . .
t. Darlehensaufnahme nur durch landesgesetzliche Ermächtigung
Durch das Land
Materielle Beschränkungen .
*. in der Regel Detailregelung mit Höchsttarif, in Einzelfällen
sohöpfende Regelung und obligatorische Erhebung einzelne:
teuern
Formelle Beschränkungen Ve
1. Einzelne Gemeindesteuern genehmigungspflichtig
%. bedingtes Zwangsetatisierungsrecht der Aufsichtsbehördt
1. Instanz: Bezirksrat, 2. Instanz: Landesregierung
tabelle
Abgaben
aaa

1. Verwaltung der delegierten Abgaben, soweit nicht durch
Bundes- oder Landesgesetz andere Regelung stattfindet
%, Verwaltung der Zuschlagsabgaben grundsätzlich durch die
delegierende Körperschaft
\bgabenerhebung durch
1. Bund
bei a} Grundsteuerzuschlägen
b) Zuschlägen zu der Mietzins- und Hausklassensteuer

3. Land
bei Zuschlägen zur Arealsteuer

Ertragsanteile von Ertragsanteile von
Ge- Ge-Bund
 Land „oinden Bund van meinden
1. Einkommensteuern * “7 wi 4. Verkehrsteuern 3 Y
a) Einkommensteuer ‚.......... 50 25 25 a) Immobiliargebühren?) ........ 20 40 40
b) Körperschaftsteuer ........... 50 25 25 b) Gebührenäquivalent ......... 20 40 40
3 Bekennteisrentensteuer ....... 50 25 25 c) Warenumsatzsteuer .......... 60 20 20
riragsteuern /erbrauchsteuern
a) Allgemeine Erwerbsteuer und a) Branntweinabgabe ..........; 70 15 15
Hauserwerbsteuer ............ 50 25 25 b) Biersteuer...........0.1:0.:+ 70 15 15
&amp;gt; Vermögensteuern 6) Weinsteuer.,.........00000::0 70 215 15
» Vermögensteuer®) SA . . . d) Schaumweinsteuer ........... 20 — 80
) Erbgebührenzuschläge ........ nach den Bestimmun- | 6. Zölle
gen des Gesetzes vom 2. 6. 1919 a) Holzausfuhrabgabe .....:.«« 62a 371 —
elungsgesotz des Bundes vom 3, 3. 1922 in der Fassung vom 26. 4. 1925 (B. G. Bl. 1925 Nr. 346); Gemeindeordnung für Niederiur
 änder und Gemeinden, insbesondere Niederösterreichs, vgl. Handausgabe der österreichischen Gesetze und Verordnungen: . Die
©lnen Steuergesetze des Bundes vgl. die Literaturangaben. *
die Ertragsverteilung ist gesetzlich nicht geregelt. — 3) Konkurrieren mit den Zuschlägen der Länder zu diesen.
        <pb n="623" />
        71718 —

Österreich

Zuständigkeits- und Lastenverteilung zwischen Bund und Ländern
Wichtigste Zuständirkeiten des Bundes

Aufgabezweir

Allgemeines

Der Bund besitzt die Gesetzgebung und Verwaltung in denjenigen Angelegenheiten, die ihm ausdrücklich
 durch Bundesverfassung übertragen, das Land über diejenigen, die ihm nicht ausdrüeklich
 durch die Bundesverfassung entzogen sind
Es können unterschieden werden:
ı. Angelegenheiten, die in Gesetzgebung und Verwaltung ausschließlich dem Bund zustehen;
die Länder sind nach Genehmigung durch die Bundesregierung ermächtigt, zu genau bezeichneten
 einzelnen Bestimmungen der Gesetze Ausführungsgesetze zu erlassen, Delegation
der Verwaltung an die Länder kann, in einzelnen Fällen muß sie stattfinden (mittelbare
Bundesverwaltung)
Angelegenheiten, die hinsichtlich der Gesetzgebung und Aufsicht dem Bund, hinsichtlich
der Verwaltung den Ländern zustehen
Angelegenheiten, für die dem Bund eine Grundsatzgesetzgebungskompetenz mit einem.
Aufsichtsrecht zusteht
4. Angelegenheiten, in denen als dem selbständigen Wirkungsbereich der Länder angehörend
sowohl Gesetzgebung als auch Verwaltung ausschließlich Landessache sind
5. Die Rechtsprechung ist ausschließlich Bundessache

([nnere Verwaltung .,.....

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung hinsichtlich: Münz-, Währungs-, Banknoten-,
Maß- und Gewichtswesen, Paßwesen, Ein- und Auswanderung, Vereins- und Versammlungsrecht,
 Ruhe, Ordnung und Sicherheit (ausschließlich örtliche Sicherheitspolizei, aber Aufsicht
über diese und evtl. Vorstellungen an die Landesregierung), Organisation und Leitung von
Bundespolizei und -gendarmerie, Regelung der Organisation anderer Wachtkörper
Ausschließliche Gesetzgebung: Staatsbürgerschaft und Heimatrecht, Porsonenstandsangeliegenheiten,
 Fremdenpolizei, berufliche Vertretungen (ausgenommen land- und forstwirtschaftliche),
 Verwaltungsrechtsprechung, Schieß- und Sprengmittelwesen
Grundsatzgeseizgebung und Aufsicht über die Organisation der Verwaltung in den Ländern.
Dienstrecht der behördlichen Angestellten der Länder
Beteiligung des Bundes an den Ausgaben der Länder für die politische Verwaltung

Auswärtige Angelegen-55.417
 AA

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung

Ausschließliche Gesetzgebung und Rechtsprechung auf allen Gebieten, mit geringer Einschränkung
auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts, soweit es den selbständigen Wirkungskreis der Ländet
betrifft

Wohlfahrts- und GosundheitswWesen
 ec.......0.0.0.

Ausschließliche Gesetzgebung

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung: Arbeiterrecht, Arbeiter- und Angestelltenschutz
(mit Ausnahme der land- und ({orstwirtschaltlichen), Sozialversicherung (Lasten der Notstandsaushilfe
 und der Altersfürsorge: !/, Bund, '/, Land, !/2 Beiträge), Gesundheitswesen, mit
geringen Ausnahmen Veterinärwesen, Krnährungswesen einschließlich Nahrungsmittelkontrolle
Ausschließliche Gesetzgebung: Volkswohnungswesen
Grundsatzgesetzgebung und Aufsicht: Arbeiterrecht, Arbeiter- und Angestelltenschutz hinsichtlich
 land- und forstwirtschalftlicher Arbeiter und Angestellten, Armenwesen, Bevölkerungsnolitik.
 Fürsoroenwesen

Bildungswesen
Schulwesen ......

Kunst, Wissenschaft, Kultus

Wirtschaft
Landwirtschaft, ...........
Industrie, Handel .........

FerKEhrE- aRd BaLwoRGn

?inanz- und Schulden-VOrWÄLELTE
 Ka Ki Ha kr
Kriegslasten .............

Zuständigkeit noch nicht endgültig geregelt
Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung: Hochschulwesen und Gehälter der Bundeslehrpersonen

Für die übrigen Schulangelegenheiten sind übereinstimmende Gesetze von Bund und Ländern
notwendig, Oberste Leitung, Schulaufsicht und Mittelschulyerwaltung: Bund, Volksschulverwaltung:
 Land
Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung: Archiv- und Bibliotheksdienst!), wissenschaftlichet
Sammlungen und Einrichtungen!), Deankmalaschutz. Kultus

Grundsatzgesetzgebung und Aufsicht: Forstwesen, Schutz der Pflanzen gegen Krankheiten und
Schädlinge, Bodenreformn
Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung: Angelegenheiten des Gewerbes und der Industrie
Patentwesen, Marken- und Musterschutz, Ingenieurwesen, Bergwesen, Dampi{kessel- und Kraft
mMaschinanwasen, (ield-. Rank-. Kredit- und Börsenweser

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung: Eisenbahn, Schiffahrt, Luftfahrt, Post-, Telegraphund
 Fernsprechwesen, Angelegenheiten der Bundesstraßen, Strom- und Schilfahrtspolizel,
Regulierung und Instandhaltung der schiff- und flößbaren Gewässer, Wasserkraft- und Elek:
trizitätswesen {mit geringen Einschränkungen)
Grundsatzgesetzgebung und Aufsicht: Über das gesamte Gebiet des Wasserrechts, des Elekrizitäts-
 und des Bauwesens

Vgl. besondere Tabelle
Ausschließliche Gesetzgebung

Quellen: Bundesverfassungsgesetz vom 1. 10. 1920 (St. G. Bl. Nr. 54) in der Fassung des B. G. Bl. Nr. 367 von 1925 und Bundes:
verfassungsgesetz vom 7, 12.1929 (B. 6. Bl. 1929 Nr. 392).

1) Verwaltung nur soweit Bundeseinrichtungen in Frase kommen.
        <pb n="624" />
        Österreich
d. Übersichten zur Statistik des Finanzausgleichs
Steuerhoheit und Steuerertragsverteilung (R. 1926)

119 —

AT

Bundessteuer

Rund

davon: Ertrarsanteile an
Überweisungsteuern
der Länder | der
inschl Wiens‘ Garmryeinden

LÄälnder mMIt
Wien

Länderstenern


Gemeinden ?

Gemeindesteuern


Insresamt

Steuerart

le,

I. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und VErMÖRSIE € u. 0 KR DR Ba
‚Davon:
". Überweisungsteyern ..........
a) Bekenntnis-Kinkommensteuer
b) Abzugseinkommensteuer ‚...
ec) Allg. Erwerbsteuer (einschl,
der Erwerbsteuer von Hausier-
 und Wandergewerbe)...
31) Körperschaftsteucr .........
e) Bekenntnisrentensteuer ‚....
f) Erbgebührenzuschläge ‚.....
g) VerzugszinseN......0...0.....
2, Zuschüsse zu Bundessteuern:
Erbgebührenzuschläge ......
3. Zuschläge zu Landessteuern:
Grundsteuerzuschläge bzw.
Gebäudesteuerzuschläge .,..
(I. Steuern vom Vermögensverkehr
und Umsatz ‚.............00.
„Davon:
ı Überweisungsteuern ...........
a) Immobiliargebühren und Gebührenäquivalent
 ..........
b) Warenumsatzsteuer.........
2. Zuschläge zu Bundessteuern
Zuschläge zu den Immobiliargebühren
 und zum Gebührenäquivalent............0.0.004

{IL Transportsteuern ................
{V. Steuern vom Verbrauch und Auf-Wand
 erkennen nn
„Davon:
L Überweisungsteuern ...........
a) Biersteuer a.........0.0.000.
b) Branntweinabgabe?) ........
©) Weinsteuer®) „......0.0.000.0
4) Schaumweinsteuer..........
2. Zuschläge zu Bundessteuern
Zuschläge zu Totalisateuru.
 Buchmacherwettgebühren.

Ya ZöllO rer
Davon: Überweisungsteuern
Holzausfuhrabrabe .........
Summer bis.

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Mills

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Mill. !  ems
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S Steuer! S Steuer
erträer layer

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&amp;amp; vr
AB der
MilLS (708.
Steuerlerträge


853.8! 230.56

1008| 28.49

23,8 '

6,73 1 181,8! 71,64 | 24,1 | 65,04!
23,8 | 8,08
80) 8:94|
43) 8112

559,7] 38,65
204,5] 20,33

204,5 25,43
39,9| 777,
53.4 461

100,8] 34,23
29°6| 32.91
18.01 33:72

53,6| 4,63 18,2| 33,93
35,1 7,35 29,3! 34,42
28| 0,241 0,8! 29.13
2,4 0,20 | 2,41100.00
731 0.63| 25| 34,88

4,2 7,91
5,33 7,43
0,4 12,72
051 6,96!

19 0.13

19

0.74

11.1

30.06 | 11.1] 0,77

294,9] 25,48
242.91 20,98
15,6 1,34
292773 19.64

59.7]

20,25 '
2459

23,9] 8,08
23,91 9,81
4,4| 28,39 |
195 | “854

75

2951 0.8| 2416

303,2! 20,98
2429) 1677

59 7]

6,0 43,45
5291 2330

29 018

7 5i

2.95 1

0,8 2,16
12) 322

8,3l
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0,57
0,23

992.9 25.31

10 |

4A 230

A F

1.57

645

25.41

10.9 | 29.48

368,3| 25.48
770) 5,32

77,0| 6,66
33;2| 2,87
29,1| 2,52
13,9] 120 |
08) 0.07

2,6
5,3
4,7
2,2
04

16,36
15,98
15,98
15,98
53.39

5,99
5,86
5,86
5,86
(841

213,7) 18,47] 6*'
10) St] en _ .
1 157.5 100.00 | 173.4) 14991523: 4sı

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2437)

0,06
14.76

tn tt ng 12 0,06
nz el ra 37.0 | 0.00 | 184881 10.00

ni Quellen: Bundesrechnungsabschluß; Drucksachen des Bundesministeriums für Finanzen: Die Haushalte der Töne, A
Gerptstädte, Statutarstädte und Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern im Jahre 1926; die Abgabenertragsanteile der Länder um
©Meinden für das Jahr 1926: die Landechanshalte nach den Veranschläsen 1997.

eur Nur Gemeinden mit mehr als 5 000 Einwohnern. -— 2), Ausschließlich Kontrollgebühr für abgabefreien Branntwein und Lizenz-Ühren.
 — 5) Ausschließlich Kontrolleehühr

x Anmerkung zur 2, Tabelle folgende Seite N
zeset2t Es ist zugesetzt, die Beteiligung des Bundes an den Ausgaben für die politische Verwaltung in den Ländern, — *) Es ist ab-Ist.
 ei ein Darlehen an den Verband deutscher Sparkassen in Höhe von 55,5 Mill, 5. Die Überweisung des Bundes an die Gemeinden
Zür Ba Entschädigung für die Erhebung der Bundessteuern durch die Gemeinden Wien und Graz, die an die Länder eine Subvention
siche estreitung des Schuldendienstes der Valutaschulden der Länder Niederösterreich und Wien. — 8) Es ist abgesetzt bei Sozialverine
 Tung der nur durchlaufende Beitrag der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Höhe von 116 Mill, S, 12,3 Mill. S sind, weil noch nicht
abe engen, vorläufig für deren Rechnung vom Bund verauslagt, die gesetzliche Beteiligung des Bundes beträgt nur 12,9 Mill. S; ferner
Teil az ‚die Lastenbeteiligung der Länder mit 4,8 Mill. S, die der Gemeinden mit 4,4 Mill, S. Wien ist hierbei zum Teil als Land, zum
Yin; DE Gemeinde behandelt. — *) Die eingeklammerten Zahlen beim Bund unter Aufteilung der Ausgaben für die eigentlichen
für Berien zwecks Angleichung an Länder und Gemeinden schätzungsweise errechnet. — *) Ausschließlich 51 Mill. S Pensionen
Undesbahnen und Betriebe. — % Ziffern für die Überweisungen der Länder an die Gemeinden standen nicht zur Verfügung
        <pb n="625" />
        780

Österreich
Aufgliederung der Steuererträge nach der endgültigen Steuerverteilung (R. 1926)
Gemeinden \ Insgesamt

Steuerar

invH!
der
in | Ge
Mill. kam
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Lu

davon Br-}nvH
 tragsanteile invH
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 steuern der
in | Ge- 7 m ] Ge- in vE
Mill. samt- in vH Mill. |samt- der ein.
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davon Krtragsanteile

an Bundesgteuern


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Gezamt-
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in |der ein-3um-
 | zelnen
me Mill. |Stouer-}
 8 | grup-Den


davon überwiesene
 Ertragsanteile

des Bundes

I. Steuern vom Einkommen, Ertrag
und Vermögen .............,... 229,2/15,82[282,6|19,52/100,8| 35,66 47,9] 3,31] 23,8] 49,701 559,7| 38,65|124,6| 22,26
[I. Steuern vom Vermögensverkehr
und UmsatZ............0....... 211,3114,59| 67,2| 4,64| 59,7! 88,87 24,7| 1,70| 23,9| 96,74] 303,2| 20,93| 83,6| 27,56
II. Transportsteuer................ x 2,2) 0,14} . . . . 1,2] 0,09 . 3,41 0,231 . x
V. Steuern vom Verbrauch u. Aufwand 275,7/19,04} 77,1| 5,32| 12,6 16,35| 15,5! 1,07! 4,6! 29,70| 368,3| 25,43| 17,2] 4,67
7 78110 „4.441 213,4|14,74| 0,3! 0,02| 0,3! 100,00f . 4 " ‚| 213,7'_14,76|_0,3| 0,16
Summe I bis V .... [931,8/64,83|427,2 29,501172,4| 40,60 39,3 6,17| 52,3| 58,52|1 448,2| 100,001225,7| 15,58
Richtziffern zur Lastenverteilung und zum Lastenausgleich zwischen Bund, Ländern und Gemeinden

Bund (R. 1926)

Länder mit Wien als Lane’
und Gemeinde ®) (V, 1927)

Gemeinden über 5 000
minw. ohne Wien (R. 1926)

Übrige
Gemeinden

{R.1926)

Ausgabezwecke

invH
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Summe
 in |invE
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Sp. 1 ) [80.1
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des p.5 Sp.5 "änder Sp. 9 "7 Sp.9
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davon Überweisungen


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12

13

Auswärtige Angelegenheiten ......
Allgemeine Verwaltung ..........
Finanzverwaltung ..... 2010000004
Rechtspfleg® .........000000r00 00
Wehrmacht o.....0000000000 00000
Wohlfahrtszwecke ‚.....0....0...01
3ildungswWe8eN ....000.00000100040
Wirtschaft .......000000000000000
a) Landeskuliur v........0.0.0.04
b) Industrie und Handel .......
0) Verkehrswesen, Bauten .,....
PERSICNEN re Kr KRREE KU k
Schuldendienst ........00.00.00000
Kriegslastenl ......0000000000400000
Dei ru Ka KK KEN BE
Verschiedenm Ausgaben ..........
Insgesamt ..,.
Davon: AONEN
er Betriebe ........ ZE
Se ee | 30,: JS 10,5 | 1,0 29.3 | 224] — |— | —
L badeutet Überweisung an Länder, GO = an (Gemeinden. B = an Bund. — Weitere Anmerkungen 8. 8. 779.

‚195.1

1051

TE — AN

Die Ausgaben der österreichischen Länder (Voranschläge 1927)
Wien als Land und Gemeinde
in 10008 | in vH

Ausgaben

Übrige Länder
in1000 8 in vH

Allgemeine Landesverwaltung .......0.000000000 0000000
Gesundheits- und Fürsorgewesen .......0.0.0.000000000000
Jnterricht, Kunst und Kultü8 0.......0..00000000000000
DAandeskultur.., 000, Kr KEE KK FE EEE KK EEE
Gewerbe, Handel und Bergbau .....0..0..00000000000000
Verkehrswesen und öffentliche Bauten .......0...000000
Schuldendienst.. ... 17044 44 HER EREE EEE RE KR KR KR ER
Landesvermögen ...... RE
Verschiedene Ausgaben . em
Summe .... |
ı) Hierunter 5000 S Rücklayze für unvorhergesehene Ausgaban.

50 290
113 389
68 506
4 485
2344
185 902
15 466
2876
5124
442 °9P2

11,22
25,29
15,28
1,00
0,52
41,46
3,45
0,64
1.14
—
I 1CC 00

41 105 15,2
59 677 22,0
32812 34:3
12.992 48
369 0.1
34 564 12,8
20511 7,6
7 968 2°
zur ‘
270 715

497 6
        <pb n="626" />
        781 —
2. Schweiz
a. Die rechtlichen Grundlagen des Finanzausgleichs
Die Verteilung wichtiger finanzwirtschaftlicher_Kompetenzen, insbesondere der Steuerhoheit
Wichtige Beschränkungen Kompetenz zum Vollzug der Gesetze
der Finanzgesetzgebungskompetenz| und zur Verwaltung der einzelnen
durch dritte bzw. zugunsten von Abgaben einschl. der Handhabung
dritten Gehietskörperschaften des Reichsmittelverfahrens
Vollzug der Bundesabgabengesetze
und Verwaltung der der Bundeszesetzgebungskompetenz
 unterstehenden
 Abgaben, soweit nicht
durch Verfassung oder Gesetz
an die Kantone delegiert (s, unter
Kantone)
Jienstaufsicht und oberste Entscheidung
 im Rechtsmittelverfahren
 auf jeden Fall vorbehalten

ie

Gebietskörperschaften|

Bund

Origmäre Gesetzgebungskompetenz
über enumerierte Abgaben und
Einnahmequellen, z. T. ausschließlich,
 z. T. konkurrierend ._ _
Ausschließlich
Li. mit ausschließlicher Nutznießung des Bundes: Zölle?), Post
und Telegraph, Münz- und Schießpulverregal
2. mit Eriragsbeteiligung der Kantone:
Kantonaler Ertragsanteil
Militärpflichtersatzsteuer........... 50 vH 5)
Bundesstempelsteuern ............. 20 vH
Branntweinmon0pol.........,0.000. 50 vH
Gewinn der Nationalbank ......... 30 Rappen je Kopf der
Bevölkerung, *3 der
dann noch verbleibenden
Überschüsse
100 vH

Patenttaxen der Handelsreisenden ,.
Konkurrierend
|, mit ausschließlicher Nutznießung des Bundes: —
2, mit Ertragsbeteiligung der Kantone:
I. außerordentliche Kriegsteuer (Einkommen- und Vermögensteuer),
 Kantonaler Ertragsanteil 20 vH

Kanton Zürich?)

Originäre, grundsätzlich unbeschränkte
 Gesetzgebungskompebenz
 über alle nicht ausdrückich
 dem Bund vorbehaltene
&amp;gt;der durch die Bundesverfassung
‚erbotene Abgaben. B.V.Art.3%)
Steuern des Kantons Zürich:
ı) Einkommensteuer,
») Ertrassteuer (von Körperzohafte:),

3) Vermögensteuer,
Y Erbschaftsteuer
3) Wertpapierumsatzateuer
") Hundesteuer und «onstige Aufwandsteuern,
 zum Teil mit Gemeindeertragsanteilen:
 Hundesteuer
 u. Jagdpatente jeS0v H,
Wirtschaftsabgaben und Kleinverkaufspatente
 für Branntwein
 25 vH. Ferner Beteilizung
von Zürich und Winterthur am
Kraftfahrzeugsteuerertrag
Verbotene Abgaben:
Sonderabgaben bei Niederlas
sung, Brauteinzugsgebühren
Vom Kanton delegierte beschränkte
Beschlußkompetenz über enumerierte
 Abgaben
Steuern der Gemeinden des
Kantons Zürich:
Zuschläge zu Kantonalsteuern:
Einkornmensteuer,
Ertragsteuer (von Körperschaften),

Vermögensteuer,
Hundesteuer,
Eigene Steuern:
Liegenschaftensteuer,
Zrundstücksgewinnsteuer,
; Handänderungsteuer,
x. Jeuerwehrersatzsteuer,
3. Verwaltunszsabgaben.

Durch den Bund
Materielle Beschränkungen
L. Grundsatzgesetzgebungsrecht
des Bundes über Kleinverkauf
von Branntwein,
Doppelbesteuerungsgesetzgyebung
 des Bundes,
Verbot der Besteuerung der
Nationalbank
Irundsatzgesetzgebungsrecht
des Bundes überWasserrechtsabraben


|. Verwaltung der der kantonalen
Gesetzgebungskompetenz unterstehenden
 Abgaben
der vom Bund zur Verwaltung
an den Kanton überwiesenen
Abgaben, i.e. Militärpflichterjatzstouer,
 Patenttaxen der Hanjelsreisenden,
 Kriegsteuer,
Verwaltung einzelner Gemeindeabgaben,

4, Staatliche Rechtsmittelinstanz
für Gemeindeabgaben,
a) 1. Instanz: Kantonale Finanzdirektion

b) 2. Instanz: Regierungsrat
Gemeindeaufsicht
a) 1. Instanz: Bezirkerat
b) 2. Instanz: Direktorium des
Innern

Gemeinden (Kanton
Zürich)
Es bestehen in
der Schweiz
2) Politische Ge-Mmeinden,

b) Zivilgemeinden,
6) Kirchgemeinden,
d) Schulkreise,
6) Schulgemeinden,
{) Bezirksarmenverbände

Bezirke als allge-Meine
 Selbstverwaltungsverbände
 höheter
 Ordnung bestehen
nur in Graubünden
und Schwur

Yurch den Kanton
Materielle Beschränkungen
Li. in der Regel Detailregelung
a) Umlage einzelner Steuern
obligatorisch zu einem Mindeststeuersatz,

b) Umlage einzelner Steuern
in einem landesgesetzlich
bestimmten Verhältnis zu-3inander,
 ——
Bindung der Veranlagungsergebnisse einzelner Gemeindesteuern
 an die entsprechenden Staatssteuern,
d) Vereinbarung über ausnahmsweise Besteuerung Steuerpflichtiger
 unstatthaft, . .
in einzelnen‘ Fällen nur rahmengesetzliche Vorschriften
(außerordentliche Steuern)
Formelle Beschränkungen x
Einzelne Steuern (außerordentliche Steuern) genehmigungspflichtig,
 2
bedingtes Zwangsetatisierungsrecht des Kantons, ausgeübt
von Gemeindeaufsichtsbehörde, ” . .
Veräußerung und Verteilung von Gemeindegütern nur mit
Genehmigung des Bezirksrats, Ve
4. Schuldenanfnahme genehmigungspflichtig ;
K Quellen: Bundesverfassung, Verfassungszusatz vom 14. 2. 1919, Verfassungszusatz vom 7.4. 1930; Kantonsverfassungsgesetz des
Seaatons Zürich vom 18. 4. 1869; Gesetz betreffend das Gemeindewesen (Kanton Zürich) vom 27.6.1875. In bezug auf die einzelnen
6 Buer- und Subventionsgesetze vgl. die Literaturangaben.
ei 1!) In vielen Kantonen bestehen verfassungsmäßige Schranken für die Finanzgosetzgebung, 2. B. bezüglich Höchsttarif, Neu-Heführung
 von Steuern. — %) Aus den Zöllen erhalten die Kantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis einen subventionsartigen
be ragsanteil für die Instandhaltung der Alpenpässe in Höhe von 530 000 Fr (1926), in den leizten Jahren höher. — 3) Seit. 1930,
is dahin 100 vH. — 24) An den Handels- und Güterrechtsgebühren ist der Bund zu !/ beteiligt.

.. Verwaltung sämtlicher der Finanzhoheit
 der Gemeinden delerierten
 Steuern
Erhebung (nicht Veranlagung) bestimmter
 Kantonsteuern. durch
Zemeindebehörden als mittelbare
 Kantonsbehörden so Einkommen-,
 Ertrag-, Vermögenand
 Kraftfahrzeugsteuer.
        <pb n="627" />
        Schweiz
Zuständigkeits- und Lastenverteilung zwischen Bund und Kantonen
Aufgabezweig Wichtienta Zuständieksiten Ass Raade
Allremeines ...... .

752

para. A EEE. ra = Ben as seseru——sa——. 08 ER EC e 8 A FE EENEANEL
Der Bund besitzt die Gesetzgebung und Verwaltung in denjenigen Angelegenheiten, die ihm ausdrücklich
durch Bundesverfassung übertragen, der Kanton über diejenigen, die ihm nicht ausdrücklich durel
die Bundesverfassung oder durch auf Grund ihrer Bestimmungen erlassene Bundesgesctze entzogen
sind. Den Kantonen verbleibt bei gegebener Kompetenz des Bundes zur Gesetzgebung oder
Verwaltung das Maß von Zuständigkeit, das noch nieht vom Bund in Anspruch genommen wird
Es können unterschieden werden:
1. Angelegenheiten, die in Gesetzgebung und Verwaltung ausschließlich dem Bund zustehen
2. Angelegenheiten, über die Gesetzgebung und Aufsichtsrecht dem Bund, die Verwaltung und
die vom Bund nicht in Anspruch genommene Gesetzgebung dem Kanton zustehen unter obligatorischer
 Lastenbeteiligung des Bundes
3. Angelegenheiten, über die dem Bund ein Grundsatzgesetzgebungs- und Aufsichtsrecht be:
konkurrierender Gesetzgebung und ausschließlicher Verwaltung durch den Kanton zusteht
a) mit freiwilliger Subventionierung des Bundes
b) ohne Subventionierung des Bundes
4. Angelegenheit,, über die die Rechtsprechung ausschl. dem Bund zusteht, sonstimmer konkurrieren“
5. Angelegenheiten, die ausschließlich den Kantonen verblieben sind
Der Art. 2 B. V.: »Der Bund hat zum Zweck: Behauptung der Unabhängigkeit des Vaterlandes
zegen außen, Handhabung der Ruhe und Ordnung im Innern, Schutz der Freiheit und der Rechte
der Bidgenossen und Brlörderung ihrer gemeinsamen Wohlfahrt« wird als Generalklausel benutzt,
ım im Bedarisfalle weitere Kompetenzen abzuleiten (Judikatur und Lehrmeinung nicht einheitlich‘
Der Bund subventioniert die Durchführung verschiedener Aufgaben der Kantone auf Grund des
Art. 2 B, V. oder Art. 23 B. V. und sichert sich dadurch ein Aufsichtsrecht über kantonale Verwaltungszweige,
 das ihm durch die Verlassung nicht unmittelbar gegeben ist
Die tatsächlichen Anfyraben und ‘Leistungen gehen über die verfassungsmäßigen vielfach hinaus
Ausschließliehe Gesetzgebung und Verwaltung: Münz- und Banknotenwesen, Währung (mit Einschränkungen
 Fremdenpolizei)
Ausschließliche Gesetzgebung: Maß- und Gewichtswesen
Grundsatzgesetzgebung: Niederlassung, Wohnsitz, Bürgerrecht, Zivilstandswesen, Auswanderung
Garantie der Verfassung der Kantone, Recht zum Einschreiten bei verfassungswidrigen Zuständen
Ausschließliche Gesetzgehnng und Verwaltung mit geringen Einschränkungen
Gesetzgebung auf den Gebieten der persönlichen Handlungsfähigkeit, des Obligationenrechts, des
Handels- und Wechselrechts, Patentrechts, Marken- und Musterschutzes, Konkurstechts, der Zwangsvollstreckung,
 des Grundbuchwesens (mit Aufsichtsrecht) und des übrigen Zivilrechts
Von der Gesetzgebungskompoetenz auf dam Gebiete des Strafrachts hat der Bund bisher nur geringer
tebrauch gemacht
Rechtsprechung des Bundesgerichts besonders in:
A. Streitigkeiten zwischen Bund und Kanton
2, Streitigkeiten zwischen Bund und Privaten, wenn Streitgegenstand eine die Bundesgesetzgebun®
berührende Bedeutung hat
3. Streitigkeiten zwischen Kantonen unter sich
4. Streitigkeiten zwischen Kantonen und Privaten auf Verlangen einer Partei, wenn Streitgegenstand
 eine die Bundesverfassung berührende Bedeutung hat
5 Angelegenheiten der HMeimatlosigkeit und in Bürgerrechtstreitigkeiten zwischen Gemeinden
verschiedener Kantone
1.—5, ausschließliche Zuständigkeit auf staats- wie zivilrechtlichem Gebiet als einzige Instanz
6. verschiedenen strafrechtlichen Fällen als einzige Instanz
7. allen von kantonalen Gerichten abzeurteilten Fällen als Revisionsinstanz
Ausschließliche Gesetzgebung und mit geringer Einschränkung auch ausschließliche Verwaltung und
Kommandogewalt; Ausgaben für Bekleidung, Ausrüstung und Unterhalt obliegen zunächst dem
Kanton, sind jedoch vom Bund zu erstatten
+osetzgebung über Arbeiterschutz, Armenpflege bezüglich Kantonsfiremder, Versicherungswesen (mil
Versicherungsgericht); gemeingefährliche Epidemien und Viehseuchen, Subventionen!) für Arbeitsosenkassen
 (30—40 vH der Unterstützungen) u. Arbeitsnachweise der Kantone und Gemeinden
Grundsatzgesetzgebungsrecht und Aufsichtsrecht des Bundes über: Verkehr mit Nahrungs- und
Genußmittein, Verkehr mit anderen gesundheitsgefährlichen Ge- und Verbrauehsgegenständen,
obligatorische Beteiligung an den Verwaltungsausgaben der Kantone (bis zu 50 vH). Kontrolle an
der Landesgrenze Sache des Bundes
Jund konkurrierend zur Errichtung bzw. Unterhaltung einer technischen Hochschnle, einer Universität.
anderer höherer Unterrichtsanstalten sowie zu ihrer Subventionierung befugt
Aufsicht über die Durchführung des obligatorischen unentgeltlichen Volksschulunterrichts in den
Kantonen. Obligatorische Beteiligung des Bundes an den Volksschulausgaben der Kantone zum
KEinheitssatz von 60 Rappen je Kopf der Wohnbevölkerung der Kantone; Zulage für bestimmte
Gehirsskantone 20 Rannven ie Konf. Zahlraiehe wiesenschaftliche Rındesinatitnta

innere Verwaltuns ...

Auswärtiges,..,.. EEE
Rechtspflege .........

Wehrmacht ....

Woh lahrtswesen a N N

Bildungswesen...... .

Wirtschaft n
Landwirtschaft .......

Grundsatzgesetzgebungs- und Aufsichtsrecht über: Wasserbau- und Forstpolizei. Gesetzliche Beteiligung
 an den Ausgaben für Wildbachverbauung und Aufforstung (40—50 vH)
Grundsatzgesetzgebungsrecht über Fischerei und Jagd, Subventionen?!) für landwirtschaftliche‘*
3ildungswesen, Tierzucht, Bodenverbesserung, Wildhut und Fischerei
Grundsatzgesetzgebungsrecht auf dem Gebiete des Gewerbewesens, besonders Gewerbepolizei
Subventionierung!) des gewerblichen Unterrichtswesens
Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung auf dem Gebiet des Eisenbahnwesens, des Post- und
Pelegraphenwesens und der Lulftschiliahrt
Grundsatzgeseizgebungs- und Aufsichtsrecht über die Wasserbaupolizei, unter obligatorische!
Beteiligung an den Ausgaben der Kantone für Flußkorrektionen (40—50 vH). und über das Wasser“
kraft- und Elekirizitätswesen, auch Schilfahrt
Aufsichtsrecht über die Straßen, an deren Erhaltung der Bund ein Interesse hat. Subventionierung
(obligatorisch) der Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis für Instandhaltung der Paßstraßen
Vgl. besondere Tabelle ”
Dem Bund steht das Recht zu, im Interesse der Eidgenossenschaft oder eines Teiles derselben öffent
liche Werke zu errichten oder die Errichtung zu unterstützen. Subvention nach Raschluß dar Rundes’
{ versammlung 80-90 vH der Kostensumme
1 Von der Verfassung nicht vorgesehen

Industrie, Handel usw..

Verkehrswesen ........

Finanzverwaltung ....
X 5 oa Aufgoahen
        <pb n="628" />
        N . Schweiz
b. Übersichten zur Statistik des Finanzausgleichs
Steuerhoheit und Steuerertragsverteilung (R. 1925)

— 783 —

Bundessteuern


davon Ertragsanteile

der Kantone
in vH
in der ein-Müll.
 | zelnen
Fr |Steuer-'
erträre

„Cne I
davon KErtragsanteile

ler Gemeind.
in vH in vH
in |der ge- im der ein-Mill.
 'samten‘ Mill. | zelnen
Fr ‚Steuer-] Fr |Steuer-!
ATtiräge eriräge

Gemeinden
Gemeindesteuern


Insgesamt

Steuerart

in vH
in derge-Mill.
 ‘samten
Fr |Steuer-|
arıräoe

in vH
in |derge-Mill.
 \samten
Fr |Steuererträg:


in vH
in der ge“
Müll. samten
Fr | Bee
erträge
468,1 | 59,72
232,3 29,63

I. Steuern v.Einkomm., Ertr. u.Vermög.
Davon Überweisungsteuer ..........
1. KIOPSICHET aa Ka &amp;gt; Kine wem
Neue außerordtl. Kriegst. (II)
Eidgenöss. Kriegsgowinnsteuer
Militärpflichtersatzsteuer.....
Grund-, Vermögen-, Einkommen
 und Erwerbsteuern
Kopf-, Person,- u. Haushaltgst.
Nachsteuern und Bußen ‚...
Erbschaft- und Schenkungst.
EM. Steuern v. Vermögensverk. u.Umsatz
Davon Überweisungsteuem.........
Stempelsteue!............,
Handänderungsabgaben .....
El. Transportsteuern,.........0.000.
[V. Steuern vom Verbrauch u. Aufwand
Davon Überweisungsteuemn.......,.
Alkoholmonop0l.........400
Salzregal ‚..0.0.00.00000000004
Wagen-, Velo- u. Autosteuern 1,46
Hundesteuern ............040 27,4)
Wirtschafts- u. Kleinverkfspat. 7,5
Wasserzins- u. Wasserwerkst. 422
Reklamesteuemn ............ ‚06
Vergnügungsteuern ......... . . 0,85 .
V. Zöll® eeeeeereere rer 1 218,2 | 69,78 RE Er bt
Summe I bis V.... { 305,7 | [00,00 | 30,2 | 9,87 | 236,4| 100,00 | 3,6 | 1,52 37 100.00 | 783,8 | 100,00
Quellen: Schweizerische Statistische Mitteilungen X. Jahrgang 1928, 6. Heft.
Aufgliederung der Steuererträge nach der endgültigen Steuerverteilung (R. 1925)
Bund Kantor“ Gemeinden Insgesamt
li ı ; dav.Ertrags- li dav.Ertrags- dav.überwies,
a. bi © | anieile an Sn | Anteile an \invH |Ertragsant, der
in „607 ind. Ge- Bundesst. in d. Ge Kantonst. in ‘qerGe- übergeordn. N
Man, | SAME apa Samt Tin vE ae, [mt Tin vH. rin, {same „SietSkörpersch.
sum- sum- der ein- 7 | sum 1 | der ein- summel in © At
Fr Fr Mill. | zelnen‘ Fr Mill, zelnen Fr © einzeln.
Pu! Pr | Kan- ee Fr Gemein | 1 vl Mill.} Steuer-_
 LT 4 - "kein Fr „gruppen
244 3,111207,5:26,47| 10,3] 4,97 236,2130,14 Dyl | 0,88 | 59,72] 12,4 2,65
34.7 4,43| 20,3| 2,59| 8j5| 41,93 | 3,2 0,41| 01 | 351 ' 58,21 7,43| 8,6| 14,81
3,2] 0.41] 35,2) 4.49! 11,4! 3231 | 5,9. 0/75] 1,4 | 2364 | 44,3| 5,65 12,8| 28,78
2 N
'975,5135.151283,0 33,551 30.2) 11,48 las or 3,6 | 1,46 | 783,8 1100,00 33,8 4,31
_Richtziffern zur Lastenverteilung und zum Lastenausgleich zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden
N : aa —— ey
meinden
Mill. Fr
(o.kantonale

Überweisung.}


234.11

96,86

7,43
7,04

iin vH davon Überder
 weisungen
Summe ! an die Kantone?)
von Mill. | in vH v
Snalte 1 Fr Spalte 1

Mill. Fr | invEH | davon Über-(ohne
 der weisungen an
Bundes- Summe |_die Gemeinden
über- von Mill, [invHv.
veisung.) Spalte5 Fr Spalte&amp;amp;

N naegn mm.
Auswärtige Angelegenheiten .....0.00.0000
Allgemeine Verwaltung... ..00000rr nee
Rechtspflege v........HN
LANdesverteidig ug ou
Bildungswesen, Kireho......ee
Soziale Fürsorge, Arbeit. —_—
‚SSundheitswesen ..... Sa
Wirtschaft:
a) Industrie, Handel............0..00002 3,0
b) Land- und Forstwirtschaft ,.......... ö,
6) Öffentliche Arbeiten .....0.....00111) AM
Ü) Post und Eisenbahn. .........000040 0x
„6) Versicherungswesen (ohne Sozialversich.) 2,
Finanzen: und StOHELT ei eK EEE EEE 20,2
Schuldendienst. .......... UN 111,9
Verschiedene AUSFabEeN sera enG 46
Summe .... | 383,1
Quellen und Anmerkungen siehe folgende Seite

6,2
6,9
3,8
86,4
7,6
33,7
78

17 | 05
06 02
25 0,8
137 42
59 0:3
2,0
47
20
Z | = 7 | 32,2
% Z = } 168,3 | ne
141 — = A le ac
100.0 zZ — | 100.0 | 50,9 96 1 380

1,9
21
1.2
26.7
24 |
10.4
ne

25,9
52,8
10,5
$) 112,0
5,3;
549

5,0
10.1
2,0
21,5
1,0
10.5

486.0
        <pb n="629" />
        784 —

3. Vereinigte Staaten von Amerika
a. Die rechtlichen Grundlagen des Finanzausgleichs
Die Verteilung wichtiger finanzwirtschaftlicher Kompetenzen, insbesondere der Steuerhoheit, auf die
einzelnen Gebietskörperschaften
{Als Beispiel durchgeführt beim Staat New York}

Wichtige Schranken! Wichtige Beschränkungen :
der der
eigenen Verfassung Finanzgesetzgebungskompetenzi
in bezug auf die durch dritte bzw.
eigene | zugunsten von dritten
Finanzwirtschaft Gebietskörnerschaften

Kompetenz zum: Vollzug
der Gesetze und zur Verwaltung
 der einzelnen Abgaber
xinschließlich der Handhabung
. des
Rechtsmittelverfahrens

nt | Finanzgesetzgebungsschaften
 kompetonz

3und

Originire grundsätzlich beschränkte
 Gesetzgebungskompetenz
 über Abgaben,
unbeschränkt nur über indirekte
 Steuern (die Erbschaftsteuer
 gilt als indirekte
 Steuer) und die Einkommensteuer

‚usschließliche Bundesabgaben:
 Zölle

Abgabeerhebung nur
zestattet zur Schuldendeckung,
 Verteidigung
 und Wohlfahrt
 der Vereinigten
Staaten

1. Gleichmäßigkeit der Steuer
in allen Staaten
Direkte Steuern mit Ausnahme
 der Einkommensteuer
 nur im Verhältnis zur
Konfzahl gestattet

Vollzug der Gesetze und Verwaliung
 der Abgaben, die der
eigenen Gesetzgebung unterstehen


Staat
(New York)

Öriginäre ‘ grundsätzlich unbeschränkte
 Gesetzgebungsxompetenz
 über alle nicht
zusdrücklich dem Bund vorjehaltene
 Abgaben (Zölle),
und zwar über
Lt. Einkommensteuer für natürliche
 Personen !),
Körperschaftsteuern und
-Jizenzen?)
3. Allgemeine Vermögensteuer
 ,
A. Erbanfall- und Nachlaß-Steuer

5. Hypotheken- und Aktienverkehrstauer

3. Kraftfahrzeugsteuern und
-lizenzen? )
7. Sonstige Lizenzen‘)

Materielle Beschränkungen

., Sondergesetze zur
Befreiung von
Steuerpflichtigen
von der Vermögzensteuer
 nicht
gestattet
4. Jedes Steuergesetz
 muß Art und
Zweck der Steuer
genau bezeichnen
?ormelle Beschränkungen

Bei namentlicheı
Schlußabstimmung
muß ?/; des Hauser
anwesend sein

Inbeschränkt, soweit nicht die
durch die Bundesverfassung
verbürgten Vor- und Freiheitsrechte
 der Bürger der
Vereinigten Staaten betroffen
 werden.

Vollzug der Gesetze und Verwaltung
 der der eigenen Gesetzgebung
 unterstehenden,
durch Gesetz nicht den Gemaeinden
 delegierten Abgaben

{m Gegensatz zur stark ausgehildeten
 »egislativens Kontrolle
 (vgl. nebenstehend
unten) besieht eine »administratives
 Kontrolle des Staater
über die Selbstverwaltung nur
in Ansätzen

Gemeinden °}
(New York)
.. Grafschaften,

2. towns,
(townships)

Städte
arster
bis driter

Klasse
\., Dörfer
„, Spezialverbände
 ı
bes.Schul-ı
distrikte)
Quellen: Bundesverfassung mit Zusatzartikeln, Verfassung des Staates New York ‚Tax Law, Report of the State Tax Commission
1927. Für die übrigen Staaten vgl. Digest of State Laws Relating to Taxation and Revenue 1922 (Washington 1924}.

Verwaltung sämtlicher delegierter
 Abgaben
Verwaltung einzelner staatlicher
 Abgaben
Veranlagung und Erhebung
 der staatlichen allgemeinen
 Vermögensteue!
unter Aufsicht staatliche!
Organe

1) Ertragsbetejligung der Städte, Towns und Dörfer nach Vorabzug von 250 000 $ für den Staat in Höhe von 50 vH. — *} Ertrags“
oeteiligung der Städte, Towns und Dörfer an der Körperschaftsteuer für Handelsgesellschaften (Business Corporations) in Höhe von
331/ vH, an der Körperschaftsteuer für innerstaafliche Banken, Finanzgesellschaften und Trusts 100 vH, an der Einkommensteuel
:ür Nationalbanken 100 vH. — *%) */ vH entfällt auf die Grafschaften und wird durch die Supervisors verteilt. — *) Beteiligung der
Gemeinden an den Gebühren der Grundstücksmakler und den Billardlizenzen. — °) In den übrigen Staaten erstreckt sich; die
Steuerhoheit dor Gemeinden meist auf mehr Objekte,
Quellen und Anmerkungen zu Seite 783 _
Quellen: Statistisches Jahrbuch der Schweiz 1927, Schweizerisches Finanzjahrbuch 1927,
*) Geschätzt auf Grund der gegebenen Steuereinnahmen sämtlicher Gemeinden und des Verhältnisses zwischen Gesamtausgaben
and Steuern bei den 64 größeren Gemeinden (1926), die dem schweizerischen Städteverband angehören. — *)Nur auf Kantone auf”
;eilbare Überweisungen. — *} Nur Subventionen für gewerbliche Fachschulen; die Ausgaben für die Fachschulen sind bei den Kantonen
wahrscheinlich in den Bildungsausgaben enthalten. Die Subventionen werden daher dort in Abzug gebracht, — *) Davon Subveutionell
für Fachschulen 0,9 Mill. Fr. — *) Siehe Anm. 3.-— °%) Enthalten Schuldendienst einer konsolidierten Schuld von 1 548 Mill. Fr — etw&amp;amp;
75 Mill. Fr, vermutlich auch Amortisationsbeträge für Gebäude, Investiorungen usw.‘-— 7) Geschätzt an Hand der Ziffern für 1912
nach J. Steiger: Der Finanzhaushalt der Schweiz, Bern 1916.
        <pb n="630" />
        “a

Aufgabezweir

Allgemeine8...........

Innere Verwaltungs ...

Auswärtiges,........ en
Rechtspflege..........

Wehrmacht ...........
Wohlfahrts- und Ge-Sundhaitsawasen
 .....

Vereinigte Staaten voh Amerika
Zuständigkeits- und Lastenverteilung zwischen Bund und Staaten

785

Wichtirste Zuständigkeiten des Bundes

Der Bund besitzt die Gesetzgebung und Verwaltung in denjenigen Angelegenheiten, die ihm ausdrücklich
lurch Bundesverfassung übertragen, der Staat über diejenigen, die ihm nicht ausdrücklich durch die
Rundesverfassung entzogen sind. Es können unterschieden werden:
Li, Angelegenheiten, die in Gesetzgebung und Verwaltung ausschließlich dem Bund zustehen
2. Angelegenheiten, die hinsichtlich der Gesetzgebung ausschließlich dem Bund zustehen
3. Angelegenheiten, die hinsichtlich Gesetzgebung und zum Teil auch Verwaltung konkurrierend
Bund und Staaten zustehen, wobei dem Staat das Maß an Zuständigkeit verbleibt, das vom
Bund mit in Anspruch genommen ist
4. Angelegenheiten, in denen die Rechtsprechung ausschließlich dem Bund zusteht
5. Angelegenheiten, die hinsichtlich Rechtsprechung konkurrierend Bund und Staaten zustehen
3. Angelegenheiten, die ausschließlich den Gliedstaaten vorbehalten sind
Die Verfassungsbestimmung des $ 8 Abs.3: »Der Kongreß soll die Befugnis haben: ... 3. den
Tandel mit fremden Nationen und zwischen den einzelnen Staaten und mit Indianerstämmen zu
'egeln« dient als Generalklausel, um im Laufe der Entwicklung sich als notwendig erweisende Zutändigkeiten
 des Bundes verfassungsmäßig zu begründen.
Eine weitere Möglichkeit, die nach dem Wortlaut der Verfassung eng begrenzten enumerierten
Zuständigkeiten des Bundes zu erweitern, bietet die sog. »Implied Powers Theory«, die davon auszeht,
 daß in den dem Bund übertragenen Zuständigkeiten ohne weiteres verschiedene andere, nich
zusdrücklich genannte, vernünftigerweise stillschweigend mitgegeben sind
Der Bund subventioniert auf vielen Gebieten die Tätigkeit der Staaten und sichert sich dadurch
R in der Verfassung nicht gegebenes Aufsichtsrecht über die Erfüllung bestimmter Aufgaben durch
jese
Die Intensität der Tätigkeit des Bundes geht auf den einzelnen Gebieten weit über den aus der
Verfassung zu entnehmenden Rahmen hinaus

jesetzgebung und zum Teil Verwaltung: Münz-, Währungs-, Banknoten-, Maß- und Gewichtswesen;
Einwanderung, Naturalisation
Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung im Bundesdistrikt von Columbia
Recht zum Einschreiten bei verfassungswidrigen Verhältnissen in den Gliedstaaten
Durchführung der Prohibitionsgesetze

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung
Gesetzgebung auf den Gebieten des Urheber-, Patent- und Konkursrechte
Rechtsprechung sowohl in staats- wie straf- und zivilrechtlichen Fällen auf folgenden Gehiaten
A, Seegerichtsbarkeit
* Streitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und einem Gliedstaat
Streitigkeiten zwischen Staatsbürgern verschiedener Gliedstaaten
_. Streitigkeiten zwischen einem Gliedstaat und Bürgern eines anderen Gliedstaates
5. Streitigkeiten zwischen einem Gliedstaat oder dessen Untertanen mit fremden Staaten oder
Stantsangehörigen

Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung hinsichtlich Heer und Marine
Konkurrierende Gesetzgebung über die Miliz, Freiwillige Subventionierung der Miliz

Nach der Verfassung: —
Tatsächlich: Statistik, Forschung, Beratung und Subventionierung der Gliedstaaten durch weitverzweigte
 Bundesbehörden. besonders Unterstützung der Gesundheitsfürsorge für Mütter und
Kinder

A N *
Bildungawesen........

Nach der Verfassung: — .
Tatsächlich: Statistik. Forschung, Beratung der Gliedstaaten durch weitverzweigte Bundesbehörden

Besondere Suhventionierung des Unterrichta und Fachmnterrichte in den Staaten

nn _—
Wirtschaft............
Landwirtschaft ........
Industrie, Handel usw.
Verkehis- und Bauwasen

°inanz- und Sehulden-Verwaltung...


Nach der Verfassung: —
in Statistik, Forschung, Beratung der Gliedstaaten durch weitverzweigte Bundesehörden

Vergebung von Land an die Staaten. Subventionierung der Land- und Forstwirtschaft; Fachzohulen,
 Forschungsinstitute, land- und forstwirtschaftliche Aufklärung und Produktionsförderung
Gesetzgebung über den Handel mit fremden Nationen zwischen den einzelnen Staaten. Außerdem:
3tatistik, Forschung usw. (vgl. Landwirtschaft) .
Gesetzgebung und Verwaltung über das Postwesen (Einrichtung von Postämtern und Poststraßen),
Verkehr zwischen fremden Nationen und zwischen den Gliedstaaten; ohne verfassungsmäßige Vernfichtung
 Subventionierung dea Warahanes in den Gliedstanten. Außerdem: Statistik. Forschung
saw. (vel. Landwirtschaft)

Vel. besondere Tahelle

Kriegslas fen .......... | Gesetzgebung und Verwaltung
a Se x Er BL nt
Kolonien.............. | Ausschließliche Gesetzgebung und Verwaltung

? Quellen: Bundesverfassung mit Zusatzartikeln. Über Subventionen und zugrunde liegende Bundesgesetze vgl. Austin F. Macdonald:
Sderal Aid. New York 1928, sowie Literaturangaben.

.

Finanzen und Steuern
        <pb n="631" />
        — 786 —
Vereinigte Staaten von Amerika
b. Übersichten zur Statistik des Finanzausgleichs
_Steuerhoheit und endgültige Steuerertragsverteilung (R. 1926/27)
Einzelsiaaten Gemets ses tt

un in
vX ‚ vH
der {in Mill.‘ der
Ges.- "Ges.-|
Sum-[ $ ‚Summe
 | me
1—VI 1-VI

davon:
Ertragsinteile
 an
Bundessteuern


davon:
in ErtragsvH
 anteile an
5 x Bundesin
 Mill! der |), Staats
$ Ges. steuern?)
Me .
7 ın
VI] Mill. in vH

Steuerart

n Mill.

®

$

ın
Mill. | in vH

in Mill.

Insgesam BO n

in
| davon:
ir Ertrags-SCT
 | anteile an
Sn Bundes-UM
 bzw. Staats
HA | stenern

I. Steuern vom Einkommen,
Ertrag und Vermögen......
IL, Steuern vom Vermögensverkehr
 und Umsatz ..........
[II. Transportsteuern ...........
IV. Steuern vom Verbrauch und
Aufwand ...........040.... 501,3} 5,56 980,9] 10,87] - —
VA 505,71 6,71 605,71 6,71) — | *—
VI. Nicht aufteilbare Posten,... 2,51 0,03. . 2,5| 0,03] — —
An — EI 552 a Da
Summe I bis VI... |3471,4/38,47| 1 855,1|15,01! — ı — |4197,8|46,52| [9.024,3| 100,00 — | —
Quellen: Treasury Report 1926/27; Financial Statistics of States 1927, Washington 1928, Financial Statistics of Cities 1927,
Washington1929, TaxesCollected1922, Washington1924; Report on Wealth, Debt and Taxation 1913 (Bureau of Census), Washington 1915.
Richtziffern zur Lastenverteilung und zum Lastenausgleich zwischen Bund, Staaten und Gemeinden?)
Gemeinden
über 30 000
Einwohner
1925/26)
lin vB
ı der
in |Sum-Mill.$
 | me
von
Sp.9
10

I. Allgemeine Verwaltung
A. Überste Staatsorgane ......0.00000000000
B. Staatsparlamente und Wahlen hierzu....
C. Innere Verwaltung. .....0000000000000000
D. Auswärtige Angelegenheiten ..,. ......
Staats- und Rechtssicherheit -
4. Wehrmacht eerereeeeererr
B. Polizei. ...1 -00007 kr Here
CC. Rechtspflege „.......... an
HI. Wohlfahrtswesen
A, MS a ze Ei RE KR WR RE man
B, Wirtschaftliche Fürsorge ...............
CC. Jugendwohlfahrt. ee
D. GesundheitsweseN....0.0000000000 0er
E, Wohnungs- und Siedlungswesen.....,...
F. Naturkatastrophen,.......... Sn
IV, Bildungswesen
A, Ministerium see
B. Schulwesen see
J. Wissenschaft und Kunst ...............
D. Kirche..... 5 wa erkan
V. Wirtschaft
A. Landwirtschaft .....00ere er
B, Gewerbe, Industrie und Handel...,.....
C, Verkehrswesen und Bauten.............
D. Sonstige Maßnahmen zur Wirtschaltsförderung
 esse rer rk
VI. Finanz- und Schuldenverwaltung
A, Ministerium 0000er
B. Finanz- und Steuerverwaltung ,.........
OÖ. Schuldenverwaltung..... “4 GP EEE
VII. Kolonialwesen...... ...
VI. Kriegslasten
A, Innere Kriegslaston*) .......0....0.000.00
B. Äußere Kriegslasteh.........0..000000000
1X. Steuerüberweisungen an dritte öffentliche Körper-SCHIEN
 ek Kr SE KK RÜCK ...
X. Öffentliche Betriebe .......... w
KI. Sonstige Ausgaben
A. Anstalten u. Einrichtungen verschiedener Art
B. Sonstiges und nicht aufteilbare Posten ..
Summe I bis XI....
Quellen: Bundesanschlag, im übrigen wie oben.
Anmerkungen siehe folgende Seite.

0,8 7,0
14,6 54
36,3 11
10,91 0.3l

28,81 18

5 ga] 22

793,2
3,4
268

24,1
0,1
0.8

66,9 ] 4,2
3261 20

1 sl 99

0,4 20]
16 00 ;
319 9 5 &amp;gt; 32,4
0 ol

259.9] 16.2 1281

49 4663) 17.0

24,4
6.4

"0,8!
0,8 {
SB han] 37,3

471.5 |

29 4|

84.7 | 18.01

783.0 | 28,5

135,4
15,4
1145

4,1] 8,7| 6,4
DS — | —
3.51 81.01 70.7

x 557.1 |

34.7

63 OD | 942

2,3

9.17

2,9
179,0
ı 362,8 |

D,11
5,5;
41,5{

26,4| 29
78,71 49

60,0 | 21
404.0 | 147
12.21 05

463,3

14

5351| 383

46,1

10,0 ce; ., . ;
05 U - SE ef 4 09
; 3284,8 | 100,0 112,8) 3,4 | 1605,38 100,0 97,5 öl 2 744,9 | 100,0
        <pb n="632" />
        787 —

B. Internationaler Vergleich
Ein Finanzausgleichssystem ist durch die Anzahl der übereinandergeschichteten Gebietsgörperschaften
 und die Art der Lösung von folgenden Finanzproblemen bedingt:
1. die Verteilung der Aufgaben und Lasten,
2, die Verteilung der einzelnen Einnahme-, insbesondere Steuerquellen hinsichtlich Steuerhoheit
 und Steuerertrag
auf die vorhandenen Gebietskörperschaften.
Sowohl das Problem der Aufgaben- und Lastenverteilung wie das der Kinnahme- und
Steuerverteilung führen zu verschieden angelegten Überweisungsbeziehungen zwischen den
Gebietskörperschaften, die nach Maß und Art zusammen mit dem System der Aufsichtsund
 Kontrollrechte, die den übergeordneten Gebietskörperschaften eingeräumt sind, ein
Winanzausgleichssystem erst endgültig charakterisieren.
Wegen der verschiedenartigen und von den deutschen Verhältnissen abweichenden Regelung
 des Finanzausgleichs in den ausländischen Bundesstaaten sei hier zum besseren
Verständnis eine Übersicht über die möglichen Formen des Finanzausgleichs eingeschaltet.

Der Verwaltungsaufbau
Die Zahl der Selbstverwaltungsstufen, die in den Gliedstaaten vorhanden sind, wechselt
nach den Landesverhältnissen.
Österreich kennt ebenso wie die Schweiz bei durchschnittlich geringerer Größe der Länder
bis zum Bund hinauf grundsätzlich nur drei Stufen: Gemeinde, Land, Bund. Nur in der
Steiermark schieben sich zwischen Gemeinde und Gliedstaaten als Selbstverwaltungsverbände
höherer Ordnung die Bezirke, die nach der Bundesverfassung zwar in allen Ländern einzurichten,
 aber bisher noch nicht ins Leben gerufen worden sind.
In der Schweiz haben die Kantone Graubünden und das kleine Schwyz Bezirke als
Selbstverwaltungsverbände höherer Ordnung aufzuweisen, Die Einzelstaaten der Vereinigten
 Staaten, die territorial viel ausgedehnter sind und im allgemeinen eine größere
Bevölkerung besitzen als die Gliedstaaten der europäischen Bundesstaaten, haben die Grafschaften
 (Counties) und vielfach noch die Towns bzw. Townships (Bezirke ländlichen oder
städtischen Charakters) als mittlere Selbstverwaltungsverbände ausgebildet. Sie sind hier
insofern eine Notwendigkeit, als die staatliche Verwaltung eine regionale Gliederung, wie
sie die Schweizer Kantone und die österreichischen Länder in ihren Bezirkshauptmannschaften
 besitzen, nicht kennt. In den Gliedstaaten der U. 8. A. fällt die regionale Verwaltung
 den sehr unabhängigen Selbstverwaltungsverbänden als eigene Aufgabe bzw. als
Aufgabe in übertragenem Wirkungskreis, in dem sie als »Agent« des Staates handeln, zur Last.
Die Aufgabeverteilung zwischen Bund, Staat und Gemeinde ist also einmal durch die
Art des Verwaltungsaufbaues und die Anzahl der Verbandsstufen wesentlich bedingt. Andererseits
 ist das Maß der Komnetenz der einzelnen Stufen maßgebend.

Das System der Aufgabeverteilung und des Lastenausgleichs
Die Aufgabeverteilung zwischen Zentralstaat und Gliedstaaten
Es ist zu unterscheiden zwischen verfassungsmäßiger Kompetenz und dem Umfange der
tatsächlich vollzogenen Aufgaben, In allen hier behandelten Bundesstaaten erstreckt sich
die verfassungsmäßige Kompetenz des Bundes auf die Aufgaben, die ihm durch die Ver-Anmerkungen

 zu Seite 786. N inden üb
1) Es bestehen für 1926/27 nur statistische Angaben für die Gemeinden über 30 000 Einwohner, de ad a
2 500 Einwohner und Gemeindeverbände bezichen sich dio letzten verfügbaren Zahlen auf das Jahr 1922. a N enehiden
Angaben wurden die obengenannten Ziffern schätzungsweise ermittelt. Die darin nicht enthaltenen BE a er Ge enden
unter 2500 Einwohner dürften kaum ins Gewicht fallen. Der Industrial Conference Board schätzt Sn AO U
aller Gemeinden und Gemeindeverbände 1926 auf 4125 Mill. $, 1927 auf 4382 Mill, $ (V8l. Cost 95 Een best ht
United States 1926/27, New York 1925). — *) Das System der Ertragsbeteiligung der Gemeinden A 5 N B SAD
in manchen Staaten, jedoch fehlen ziflernmäßige Angaben. — *) Die Ziffern für den Bund stellen DE en re N En N
Ergebnisse einer Aufarbeitung des Etats nach dem Schema der deutschen Reichsfinanzstatistik We ab der tadtischen
gegebenen nicht aufgegliederten Schemen der Ausweisungen der beiden anderen Staaten wu le Po ai Renten. und
Anstalten und Einriehtungen verschiedener Art auf Wohlfahrtswesen bzw. Wirtschaft vertel ee Dr Beben Werd nn
Unterstützungszahlungen für Kriegsbeschädigte usw. bestehen Fonds, die jährlich mit sehr ho N de Sn Teil di -  n -
Da jedoch die augenblieklichen Leistungen der Fonds nicht die Höhe der Dotation erreichen, wir ale 4 et Er diet
gaben von der Treasury tatsächlich vollzogen. Für den Rest werden der Fondsverwaltung Schatzwechsel usw. ausgehändigt.
        <pb n="633" />
        788

Schema für die verschiedenen Formen

Gebietskörperschaften: Zentralstaat, Gliedstaaten.

in SET
Verteilung der Hoheit über die Einnahmequellen
nn

Od
A” nn
Steuerhoheit über die Hoheit über nichteinzelnen
 Steuern (eigene Steuern) steuerliche Quellen

u.

ausschließlich Konkurrierend
“Trennsystem) (Mischsystem)

Untergliederung ebenso
wie bei Steuerhoheit

Entrichtung von
Matrikularbeiträgen
bzw. Umlagen

\usschließliche Ertragsbeteiligung
Nutznießung (Überweisungssystem)

7ROQ _—

les Finanz- und Lastenausgleichs
bzw. Einheitsstaat), Gemeindeverb ände, Gemeinden

EEE
Verteilung der Aufgaben
Ta

Aufgabentrennung——Aufgabenkon-(Ausschließliche
 Aufgaben) kurrenz (Konkurrierende
 selbständig.Aufgaben)


—— Aufgabengem einschaft
(Gemeinschaftliche Aufgaben)

Übertragung Selbstvollzug |
ın einen ande- (Ausschließliche
ren Verband Last)
Formen des
TLastenausgleichs:

Gemeinschaft- Getrennte
liche Lasten Lasten für Teilaufgaben
 (z. B.
Volksschulaufsicht
 gegenüber
Volksschulunterricht)


Entschädi- Vergütung(Pausung
 (Ersatz der schalzahlung für
xtsächlichen Auf- Aufwendungen)
wendungen)

Dotation (Allgeneine
 nichtzweck-‚edingte
 Überwei-‚ungen)
 Form des
usgabebedingten
Lastenausgleichs

Spezial- (zweckbedingte)
 überweisungen,

(Subventionen im
weiteren Sinne)
Formen des
Lastenausgleichs:

Da

Steuerüberweisung
ach dem Aufkommen

Steuerüberweisung
auf Grund anderer
Schlüssel zum Zweck
des Lastenausgleichs
Formen des einnahmeedingten
 Lastenausgleichs
— Steuerausegleichs:

Nichtzweckbedingte Zweckbedingte Sonderüberweisungen
;teuerüberweisungen Steuerüberweisungen (meist nicht zweckbedingte
(ohne Kontrolle des (mit Kontrolle des Überweisungen an
iberweisenden Verhandes) üherweisenden Verbandes) einzelne Verbände)

in Finanzausgleich im weiteren Sinne liegt vor bei Vorhandensein mehrerer Gebietskörperschaften mit finanzwirtschaft-Decken
 sich die Einnahmen auf Grund der Quellenhoheitsverteilung und die Ausgaben auf Grund der Auigabeverteilung nicht,
io eine Deckung herbeiführen könnte, nicht eintreten soll, kann es gelöst werden:
L, durch eine Verteilung der Erträge gewisser Einnahmequellen, insbesondere Stouererträge, die der Steuerhoheit nach eine"
halb ihres Gebietes;
3, durch eine Verteilung der Quellenerträge nicht nach dem Aufkommen, sondern nach einem anderen Schlüssel (Bevölkerung, Ar“
nahme- bzw. Steuerausgleich;
3. durch eine Beteiligung der höheren Gebietskörnerschaft an den Kosten von Aufgaben, deren Durchführung der nacheanrdneten
= Lastenausgleich; ,
t. durch eine Umlage der mit oder ohne Durchführung von Maßnahmen nach Ziffer 1, 2 oder 3 nicht gedeckten Ausgaben auf die
Die genannten Lösungen können, jede für sich allein (alternativ) oder in Kombination mit einer, mehreren oder allen andere»
Die Tatsache, daß nach Maß der vorhandenen Überweisungsbeziehungen die entsprechenden Ausgaben und Einnahmen mehr“
as andere Mal bei den empfangenden Verbänden, erfordert eine Darstellung der verschiedenen Stadien der Einnahme- bzw. Ausgabe“
Die Verteilung der Hoheit über Steuern und andere Einnahmequellen bzw. die Verteilung der auf Grund dieser Regelung
;teuerüberweisungen) und sinngemäß vor Hinzuzählung irgendwelcher empfangener Überweisungen ist das erste Stadium der Ver
Nach Durchführung der (einnahmebedingten) Überweisungen auf der Einnahmeseite ergibt sich das zweite Stadium: die
‚edingten Ausgleich, insbesondere Steuerausgleich (vgl. Ziffer 2) zum Ziel haben oder nicht (vgl. Ziffer 1).
Auf der Ausgabeseite hezeichnet die Finanzbedarfsverteilung, die die geleisteten Überweisungen berücksichtigt, die emP”
aben vom Standpunkt des Lastenträgers (Belastungsprinzip).
Die Ausgabeverteilung ohne geleistete (ausgabebedingte) Überweisungen mit empfangenen Überweisungen stellt die AUS“
Die endgültige Einnahmeverteilung, die sich nach Durchführung der einnahme- oder ausgabebedingten Überweisung?®®
ler letzten Verwendung der Einnahmen,
Der Fall, daß die Übernahme eines ganzen Aufgabenzweiges durch die übergeprdnete Gebietskörperschaft eine Form des Lasten“
*) Obligatorische !Beteilirung an der Last einer obligatorischen Aufgabe. — ®*) Beitrag zu den Ausgaben für eine fakultative

Lastenbeteili- Subvention?)
gung!) (obligato- (fakultative) auf
ische) auf Grund Grund von Übervon
 Verfassung einkunit oder
der Gesetz (mit Gesetz (mit
Kontrolle) Kontrolle)

Bann
Bemessen durch Bemessen nach
Aufteilung der anderen
‚asten nach dem Schlüsseln (z.B.
Gegenstand Bevölkerung,
(z. B. Personal- Steueraufkommen,
bedarf: Staat; Arbeitslose)
Jachbedarf: Gemeinde)

‘hem Eigendasein auf demselhen Staatsgebiet. . „
'ann entsteht das Problem des Finanzausgleichs im engeren Sinne. Wenn eine andere Aufgaben- und Quellenhoheitsverteilung,
stimmten Gebietskörperschaft zukommen, auf mehrere Gebietskörperschaften, und zwar nach dem Aufkommen inner-'eitelosen
 usw.), der einen Auszleich der Lasten auf der Kinnahmeseite ermöglicht: einnahmebedingter Lastenausgleich = Einiebietskörperschaft
 obliegt, zum Zwecke einer zweckentsprechenderen Verteilung der Lasten: ausgabebedingter Lastenausgleich
'achgbordneten Gebietskörperschaften: Matrikularbeiträge, Umlagen,
Kumulativ) angewendet werden, \ N mlich ei i den Überwei I
en En den Haushaltsplänen und Rechnungen der einzelnen Gebietskörperschaften erscheinen, nämlich einmalbei den Überweisungen,
’erteilung und der Beziehung zwischen ihnen. . &amp;amp; m
Ser Febenden Steuereinnahmen usw, vor Absetzung irgendwelcher zu leistender (einnahmebedingter) Überweisungen (insbesondere
ng auf der Einnahmeseite, : " x
Juellenartrags-, insbesondere Steuerertragsverteilung. Die einnahmebedingten Überweisungen können einen einnahmeangenen
 außer acht läßt, das erste Stadium. Dieses gibt Aufschluß über die Lastenverteilung, d.h, die Verteilung der Ausrabeverteilung
 vom Standpunkt des letzten Ausgebers und der letzten Verwendung dar (Verwendungsprinzip). .
70m Standpunkt der empfangenden Verbände aus ergibt, ist ziffernmäßig gleich der en dgültigen Ausgabeverteilung zur Zeit
Visgleichs bedeuten kann, ist aus dem Schema nicht zu entnehmen.
ıufgabe (Subvention im engeren Sinne).
        <pb n="634" />
        790 —

fassung ausdrücklich zugewiesen sind. Dem Gliedstaat steht dagegen ausdrücklich die Gesetzgebung
 und Vollziehung in bezug auf alle Angelegenheiten zu, die durch Bestimmung
der Bundesverfassung nicht ausdrücklich dem Bund vorbehalten sind.
Der Katalog der Zuständigkeiten des Bundes ist am umfangreichsten in Österreich,
am spärlichsten im den Vereinigten Staaten von Amerika, die Kompetenz der Schweizerischen
 Eidgenossenschaft steht in der Mitte. In Österreich ist kaum eine Materie den Ländern
 zur ausschließlichen Regelung überwiesen. Der Bund ist entweder zur ausschließlichen
Gesetzgebung und Verwaltung befugt oder er hat sich in den übrigen Fällen wenigstens die Regelung
 durch Grundsatzgesetzgebung vorbehalten, eine Einrichtung, die wohl die Schweiz,
nicht aber die Vereinigten Staaten kennen. Die Vollziehung erfolgt in einem die beiden
anderen Bundesstaaten weit übertreffenden Maße ebenfalls durch Bundesbehörden. Den
Ländern vorbehalten, zum größten Teil als landeseigene Verwaltung, zum geringeren als mittelbare
 Bundesverwaltung, sind hier nur wenige Verwaltungszweige, während in der Schweiz
die Durchführung der Bundesgesetze auf fast allen Gebieten den Kantonen und ihren Behörden
 obliegt. Eine bundeseigene regionale Verwaltung besteht hier außer auf dem Gebiet
des Militärwesens nur als Steuer- und Zollverwaltung und als Kontrollinstanz für die Durchführung
 der eidgenössischen Arbeiterschutzgesetzgebung (eidgenössische Fabrikinspektorate).
In gewisser Hinsicht könnte noch das eidgenössische Oberbau-Inspektorat, das die Durchführung
 der mit eidgenössischen Subventionen in den Kantonen unterstützten Arbeiten überwacht,
 angeführt werden; als den Kantonen delegierte Verwaltung ist die Durchführung der
Gesetze über den Verkehr mit Nahrungsmitteln und mit gesundheitsschädlichen Gebrauchsgegenständen
 aller Art anzusprechen. Die Vereinigten Staaten haben eine bundeseigene Vollverwaltung
 für die wenigen Zweige, in denen die Gesetzgebungskompetenz dem Bund zusteht
 (das sind ebenso wie in der Schweiz vor allem Auswärtige Angelegenheiten, Wehrmacht,
 Steuer- und Zollverwaltung), ausgebildet und außerdem zentrale und regionale
Kontrollinstanzen für die von ihnen subventionierten einzelstaatlichen Verwaltungszweige
eingerichtet. Das System der Delegation an sich dem Bund zustehender Verwaltungsfunktionen
 an die Gliedstaaten kennen sie nicht.
Der tatsächliche Rahmen der Tätigkeit der Zentralstaaten wird sowohl in den Vereinigten
 Staaten wie in der Schweiz durch die Verfassung nur unvollkommen bezeichnet.
Der Bund hat in diesen beiden Bundesstaaten das ihm überlassene Tätigkeitsfeld in einer sehr
in die Breite und Tiefe gehenden Weise ausgeschöpft und verfolgt auf den ihm vorenthaltenen
Gebieten die ihm nicht versagte Politik, zu seiner eigenen Information lediglich forsehende,
die staatliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beobachtende Fachorgane
einzurichten, um stets in der Lage zu sein, neue Aufgaben zu übernehmen, den Gliedstaaten
Rat und Anregung zuteil werden zu lassen und ohne eigentliche Kompetenz dahin zu wirken,
daß diese ihre Aufgaben sachgemäß und auf eine die kulturelle und wirtschaftliche Einheit
des Bundesgebietes nicht störende Weise erfüllen. Auf Grund dieser überall geübten Bundespolitik
 hat sich die Sachlage ergeben, daß trotz scharfer Trennung der Aufgabenkreise laut
Verfassung in Wirklichkeit doch sowohl beim Bund wie bei den Staaten mit geringen Ausnahmen
 immer Organe für die gleichen Aufgaben vorhanden sind, eine Tatsache, die zu
einer Erhöhung der öffentlichen Ausgaben führt. Der den Gliedstaaten vom Bund erteilte
»Rat« kommt fast der tatsächlichen Leitung gleich, die Gliedstaaten sind dagegen die eigentlichen
 Verwaltungsträger, Immerhin zeigen die Finanzbedarfsziffern, daß die Behördenanhäufung
 in denjenigen Bundesstaaten, bei denen verfassungsmäßig konkurrierende Kompetenzen
 vorliegen, höher ist als in den anders organisierten Bundesstaaten. Das System
der Kompetenztrennung mit Verlagerung des Schwergewichts nach dem Zentralstaat scheint
geringere staatliche Ausgaben zu bedingen als ein Misch- und Gleichgewichtssystem von
Zuständigkeiten. Österreich dürfte trotz seiner zentralistischen bundesstaatlichen Struktur
entweder die optimale Zentralisation noch nicht erreicht haben oder leidet noch so sehr an
seiner unorganischen Struktur und den Folgeerscheinungen der Erbschaft eines großen
Reiches (z. B. Pensionen, umfangreicher Beamtenstab), so daß dadurch seine verhältnismäßig
 hohen Finanzbedarfsziffern eine Erklärung finden. Diese verschiedenen wirtschaftlichen
Auswirkungen verschiedener staatlicher Strukturtypen sind in der Anzahl der mit öffentlicher
 Gewalt ausgestatteten Verbandsstufen und der Verteilung der öffentlichen Gewalt
nach Gesetz und öffentlicher Meinung auf diese Stufen begründet.
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        a)

7 AZ Weiten
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A Pe a 5A zn
X

Der Lastemausgleich zwischen Zentralstaat und Gliedstaaten
Das Problem des Lastenausgleichs entsteht, wie schon dargelegt (siehe 5. 788/789), wenn
die Einnahmen aus eigenen Einnahmequellen und Steuerüberweisungen bei durchschnitticher
 Anspannung nicht ausreichen, um die Lasten der Durchführung der durchschnittlich
aotwendigen oder von anderen Gebietskörperschaften verlangten oder anempfohlenen Aufzaben
 zu decken. Es sind vor allem folgende. Formen des Lastenausgleichs zu erwähnen:
1. Die mit überschießenden Quellenerträgen ausgestattete Gebietskörperschaft ist durch
Verfassung oder Gesetz gehalten, sich an den obligatorischen Lasten anderer Gebietskörperschaften
 obligatorisch nach einem festen Schlüssel zu beteiligen;
2. Die übergeordnete: Gebietskörperschaft empfiehlt die Durchführung neuer oder die
Erweiterung alter fakultativer Aufgaben und unterstützt im Falle der Durchführung dieser
Aufgaben die untergeordnete Gebietskörperschaft mit Subventionen (im engeren
Sinne), vorausgesetzt, daß die von der übergeordneten. Gebietskörperschaft zu kontrollierende
 Einhaltung bestimmter Verpflichtungen gewährleistet ist;
3. Die übrigen Formen des Lastenausgleichs wie Dotation, Entschädigung und Vergütung
(vgl. Tabelle) spielen eine geringere Rolle. .
Die Form einer in der Verfassung vorgesehenen obligatorischen Lastenbeteiligung, verbunden
mit einem großzügigen freiwilligen Subventionierungssystem, findet sich in der Schweiz.
Laut verfassungsmäßiger Verpflichtung beteiligt sich der Bund an den kantonalen Volksschullasten,
 ohne mehr als ein Aufsichtsrecht über das Vorliegen der unentgeltlichen Durchführung
 des Volksschulunterrichts zu besitzen. An den Lasten der Flußkorrektion, der Aufforstung,
 der Jagd-, Forst- und Fischereipolizei sowie der Durchführung der. Gesetze über
den Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln und mit gesundheitsgefährdenden Gebrauchsand
 Verbrauchsgegenständen beteiligt er sich ebenfalls obligatorisch; die Verfassung hat
ihm aber in diesen Verwaltungszweigen ein umfassendes Aufsichtsrecht über die kantonale
Verwaltung gesichert. Von der Verfassung nicht vorgesehene Subventionen gewährt er für
landwirtschaftliche undgewerbliche Fachschulen, für Arbeitslosenunterstützung, für dasArbeitsnachweiswesen
 und soziale Fürsorge, für Förderung‘ der Landwirtschaft und der Viehzucht,
zur Bekämpfung von Seuchen und Anstellung von kantonalen Tierärzten, zur Förderung des
Verkehrs, von Handel und Gewerbe und die Errichtung der verschiedensten öffentlichen
Werke und Anlagen, z. B. Hafenanlagen, Elektrizitätswerke usw. Auf allen diesen Gebieten
hat der Bund die Gewährung der Subventionen von der Erfüllung besonderer Bedingungen
durch die Kantone abhängig gemacht.
Die Vereinigten Staaten kennen das System einer obligatorischen Lastenbeteiligung
nicht. Der Bund hat aber im Laufe der Jahre, besonders in der letzten Zeit, eine ausgedehnte
treiwillige Subventionierung bestimmter staatlicher Aufgaben, an deren Förderung
ihm gelegen war, entwickelt. Es handelt sich in der Hauptsache um folgende Subventionen,
die in der Regel dann gegeben werden, wenn der Staat eine gleiche Summe für den entsprechenden
 Aufgabezweck bewilligt:
1. Landschenkung an die Staaten aus den im Eigentum des Bundes befindlichen Ländereien,
wenn die Bedingungen des Bundes hinsichtlich Verwendung des Landes (z. B. Schulbauten),
 hinsichtlich Urbarmachung oder hinsichtlich der Verwendung der Gelderlöse
aus dem durch die Staaten bewerkstelligten Landverkauf erfüllt werden.
2. Wegebausubventionen.
Der Bund hat Bestimmungen über Baumaterial und Dauerhaftigkeit der Wege aufgestellt.
 Er macht die Subventionen von der Einhaltung dieser Bestimmungen, von der
Aufstellung eines ihm vorzulegenden Wegebauplanes und der Verpflichtung der Staaten
zur Unterhaltung der mit Bundesbeiträgen erbauten Wege abhängig. Zur Beaufsichtigung
der Durchführung der Bundesbestimmungen ist das Bundesgebiet in elf Distrikte mit je
einem Chefingenieur an der Spitze eingeteilt. Oberste Behörde ist das Bundeswegeamt
(Bureau of Public Roads).
3. Subventionen für die Nationalgarde (Miliz).
Sie stehen nach ihrer Höhe an zweiter Stelle. Der Bund hat die Organisation der
Nationalvarde vorseschriehen und beaufsichtigt sie durch das Bundesmilizbüro (Militia
        <pb n="636" />
        792

Office) und die unterstehenden Inspektoren des Bundesheeres. Der größte Teil der
Milizausgaben (etwa 2/,), insbesondere die Ausgaben für die gesamte Ausrüstung, werden
vom Bund bestritten. Die Subventionen betrugen 1921 16,7 Mill. $. 1927 bereits
31,4 Mill. $.
Subventionen für Fachschulwesen.
Der Bund gewährt diese Subventionen für landwirtschaftliche, hauswirtschaftliche,
Handels- und Gewerbefachschulen, Zwecks Kontrolle der Erfüllung der Bundesbestimmungen
 ist das Bundesgebiet in vier Bezirke mit je einer Bundesbehörde für die
landwirtschaftlichen bzw. gewerblichen Fachschulen eingeteilt. Oberste Verwaltungsbehörde
 ist das Board for Occasional Education.
Die Bundessubventionen betrugen im Jahre 1921 3,36 Mill. $, im Jahre 1927 7.18 Miül$.
Für Berufsumschulung der Kriegsverletzten wurden 1927 außerdem 0,88 Mill. %
ausgegeben,
Subventionen für Mütter- und Säuglingshygiene.
Die Subventionen bezwecken, durch Anstellung von Säuglingspflegerinnen, die durch
Heimbesuche Aufklärung vermitteln sollen, und durch Schulkurse für Mütter, der Säuglingssterblichkeit
 vorzubeugen. Die vom Children Bureau durchgeführte Bundesaufsicht
wird mit großer Zurückhaltung ausgeübt,
Die Bundessubventionen betrugen 1922 0,32 Mill. $, 1927 0,90 Mill. $.
6. Subventionen zur Waldbrandverhütung; sie spielen eine untergeordnete Rolle,
7. Subventionen zur landwirtschaftlichen Produktionsförderung, besonders durch Anstellung
 von landwirtschaftlichen Regierungssachverständigen in den Grafschaften. Sie
werden vergeben durch ein Bundesamt für landwirtschaftliche Produktionsförderung
(Office for Agricultural Extension Work). Das Bundesgebiet ist in vier Bezirke mit
regionalen Aufsichtsbehörden eingeteilt,
Die Bundessubventionen betrugen 1922 4,97 Mill. $, 1926 5,88 Mill. $.
Nicht sämtliche Staaten haben sich geneigt gezeigt, durch Annahme der Bundesbedingungen
in den Genuß der Subventionen zu kommen. Die Anzahl der Staaten, die die Verpflichtungen
eingingen, ist auf den einzelnen Gebieten verschieden groß.
In Österreich besteht ein (ausgabebedingter) Lastenausgleich nur in Ansätzen. Der Bund
beteiligt sich obligatorisch in Höhe von 20 Mill. S an den Ausgaben für die politische Verwaltung
 der Länder mit Ausnahme von Wien und an dem Dienst für die Valutaschulden
Wiens und Niederösterreichs mit 6,3 Mill. S. Den Städten Wien und Graz zahlt er für die
Einhebung der Bundessteuern eine Pauschalvergütung von 2,3 Mill, S.
Eine gemeinschaftliche Last ist die Beteiligung sämtlicher Gebietskörperschaften an den
Lasten der Sozialversicherung. Zu diesem Zweck überweisen die Länder 4,4 Mill. S, die
Gemeinden 4,8 Mill. S jährlich an den Bund.

Das System der Aufgabeverteilung und des Lastenausgleichs zwischen
Gliedstaaten und Gemeinden
Die Aufgabeverteilung zwischen Gliedstaaten und Gemeinden liegt in den beiden europäischen
 Bundesstaaten, der Schweiz und Österreich, so, daß meist beide Verbände konkurrierend
auf den gleichen Verwaltungsgebieten tätig werden. Man könnte also von einer Aufgabenkonkurrenz
 sprechen. In beiden Bundesstaaten sind gliedstaatliche regionale Instanzen für
die allgemeine innere Verwaltung ausgebildet, die die Gemeindeaufsicht in unterster Instanz
ausüben und insofern besonders mit den im eigenen Wirkungskreis der Gemeinden liegenden
örtlichen polizeilichen Zuständigkeiten konkurrieren. In beiden sind ferner Gliedstaat und
Gemeinden an der Verwaltung und an den Lasten, vor allem des Straßen- und Wege- und des
Schulwesens, beteiligt, Dem Staat ganz oder in der Hauptsache vorbehalten sind vor allem die
Rechtsprechung (in Österreich dem Bund), die Kriminalpolizei, die Wasserbauverwaltung,
das landwirtschaftliche Meliorationswesen, die Forstaufsicht u. a. Die Gemeinden werden
überwiegend auf dem Gebiete des Gesundheits- und Wohlfahrtswesens und der spezifischen
Aufgaben von geschlossenen Siedlungen (Anstalten und Einrichtungen aller Art) tätig, in der
Schweiz wirkt außerdem die Gemeinde in ausgedehntem Maße an der Erhebung der Staatssteuern
 mit.
        <pb n="637" />
        —— 198 —

Im schweizerischen Kanton Zürich findet ein Lastenausgleich in der Weise statt,
Jaß der Staat auf dem Gebiete des Volksschulwesens sich obligatorisch an der Zahlung der
Lehrergehälter beteiligt und außerdem Subventionen für die übrigen Volksschullasten der
Gemeinden zahlt; auf dem Gebiete des höheren Schulwesens trägt er in den meisten Gemeinden
lie Hauptlasten; in Zürich und Winterthur zahlt er Subventionen für die städtischen Anstalten.
 Hinsichtlich des Wegewesens teilen sich Staat und Gemeinden derart in die Lasten,
daß dem Staat die Bau- und Unterhaltspflicht für die Straßen 1. Klasse obliegt, während die
Gemeinden unter Beteiligung des Staates die Lasten für die übrigen Wege zu tragen haben.
Für polizeiliche Zwecke, für das Gesundheits- und besonders das Armenwesen leistet der Staat
lreiwillige Subventionen, Die Gemeindearten, unter die sich die entsprechenden Aufgaben
teilen, sind Armen-, Bürger-, Schul- und vor allem politische Gemeinden, Die Kirchgemeinden
 mit ihren Lasten sind im Gegensatz zu den anderen Ländern ebenfalls in die
ffentliche Wirtschaft einbezogen.
In Österreich ist auf dem Gebiete des Wegewesens in den meisten Ländern eine getrennte
Wegebau- und -unterhaltspflicht für die verschiedenen Straßen- und Wegegattungen vorgesehen,
 Es gibt Landesstraßen, die vollkommen dem Land zur Last fallen, Bezirks- und
Ortsstraßen deren Lasten von Straßenbezirksverbänden bzw. den Gemeinden oft unter
Beteiligung des Landes getragen werden. Die Volksschullasten sind nach ihrem Gegenstand
auf Länder und Gemeinden in der Weise verteilt, daß in der Regel die Gemeinde den sächlichen,
 das Land den Personalbedarf zu decken hat. Die Länder gewähren außerdem für die
verschiedensten Verwaltungszweige Subventionen; oft sind auch nichtzweckbestimmte
Dotationen vorgesehen. In einigen Ländern bestehen für Wohlfahrtszwecke besondere
Fürsorgeverbände.
In den Vereinigten Staaten besteht dagegen, ebenso wie im Verhältnis von Staat zu
Bund, zwischen Staat und Gemeinden grundsätzlich eine Trennung der Aufgaben und Lasten,
Auf Grund der weitausgedehnten Selbstverwaltung liegt in den Händen des Staates nur die
Gesetzgebung und in gewissen Fällen eine ziemliche beschränkte Verwaltungskontrolle. Auf
dem Gebieteder Rechtsprechung konkurrieren wie schon Bund und Staat, so auch Staat und
Gemeinden miteinander. Der Staat beteiligt sich in vielen Staaten nach einem gesetzlich
bestimmten Schlüssel obligatorisch an den Schul- oder Wegebaulasten und zahlt oft für
Armenfürsorge, Krankenhäuser und. Wohlfahrtseinrichtungen Subventionen, Mit diesen
Subventionen verbindet er die sonst schwer zu realisierende Kontrolle über die entsprechenden
Betätigungsgebiete der Gemeinden und Gemeindeverbände. Gegenüber den Verhältnissen in
den beiden anderen Bundesstaaten lassen sich innerhalb der amerikanischen Gliedstaaten in
der Regel drei Selbstverwaltungsstufen unterscheiden: die Grafschaften, die towns, die mit
den Städten (cities) auf gleicher Stufe stehen, und die Dörfer (villages), die den towns untergeordnet
 sind. Neben den genannten Verbänden bestehen Zweckverbände verschiedener Art,
unter denen die Schuldistrikte eine besondere Rolle spielen. Die Überschneidung der Aufgabekreise
 dürfte zu gewissen Doppelungen der Behörden führen. Eine Trennung in der Zuatändigkeit
 liegt nicht vor; immerhin liegt bei der Grafschaft das Schwergewicht der Tätigkeit
auf rechtlichem bzw. polizeilichem Gebiet und auf dem des Wegebaues, bei den nachgeordneten
Verbänden treten zu diesen auch vorhandenen Aufgaben in höherem Maße Schul-. Geaundheites.
 und Anstalteswesen aller Art hinzu.

Die Verteilung des Finanzbedarfs auf die einzelnen Gebietskörperschaften
Ein zahlenmäßiger Überblick über die Verteilung des Finanzbedarfs der gesamten öffentüichen
 Verwaltung läßt sich wegen der unvollständigen Unterlagen nur schwer geben. Trotzdem
soll (unter Zuhilfenahme von Schätzungen) eine Zusammenstellung versucht werden, Da
Österreich wegen des Überwiegens der Finanzen Wiens, das zugleich Land und Gemeinde
ist, zu einem Vergleich mit den anderen organischer zusammengesetzten Bundesstaaten
nicht ohne weiteres geeignet ist, erscheint eine Korrektur der österreichischen Zahlen, was
Wien anbetrifft, erforderlich. Die Korrektur muß unter dem Gesichtspunkt vorgenommen
werden: Wie würde sich der Finanzbedarf unter Bund, Ländern und Gemeinden in Österreich
verteilen, wenn Wien nicht eine derartige den Rahmen eines kleinen Staates sprengende
Großstadt sein würde und nicht Land und Gemeinde zu gleicher Zeit wäre? Es wurde
        <pb n="638" />
        — 794 -
angenommen, der Finanzbedarf Wiens als Land verhielte sich zum Finanzbedarf Wiens als
Gemeinde wie der Finanzbedarf der übrigen österreichischen Länder zum Finanzbedarf der
ibrigen Gemeinden,
Stellt man die auf dieser Grundlage gewonnenen Ziffern einander gegenüber, dann tritt die
Struktur der Verteilung des Finanzbedarfs verhältnismäßig klar hervor. Die Verteilung wird
sowohl nach der Lastenverteilung (vor Durchführung des ausgabebedingten Lastenausgleichs)
wie nach der letzten Verwendung (nach Durchführung des ausgabebedingten Lastenausyleichs)
 dargestellt.

Die Verteilung des Finanzbedarfs nach Gebietskörperschaften

Vereinigte Staaten

Österreich

Schweiz

Gebietskörperschaft

ın vH des Gesamtfinanzbedaris


in vH des Gesamtfinanzbedarfs


in vH des Gesamtfinanzbedarfs


nach der nach der
Lasten- letzten
verteilung | Verwendung

nach der
Lastenverteilung


nach der
letzten
Verwendung

nach der
Lastenzerteilung


nach der
letzten
Verwendung

BÜRO a Kr
Gliedstaaten ..........
Gemeinden ‚..........
Summe.... |

49,7 48,9 | 24,3 207 32,2 31,1
21,9 226 | 39,2 39,0 | 15,8 14,9
28,4 28,5 36,5 40,3 52,0 54,0
100,0 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0

Zunächst zeigt sich, wenn man die Steuerüberweisungen nicht in die Betrachtung einvezicht,
 daß die Betätigung des Lastenausgleichs im Endergebnis keine sehr abweichende
Verteilungsstruktur begründet.
In den Vereinigten Staaten zeigt sich das Überwiegen der gemeindlichen Finanzwirtschaft
in einem die europäischen Bundesstaaten weitaus übersteigenden Verhältnis. Mehr als die
Hälfte der gesamten öffentlichen Ausgaben wird von den Gemeinden und Gemeindeverbänden
getätigt, wobei ein verhältnismäßig geringer Teil durch staatliche Kostenbeiträge und
Subventionen gedeckt wird. In den übrigen Anteil teilen sich Bund und Staaten so, daß auf
den Bund immerhin ein etwa doppelt so großer Anteil entfällt. In Österreich haben wie in
den U. S. A. dagegen die Gliedstaaten den schwächsten Finanzbedarf aufzuweisen; er ist
allerdings trotzdem immer noch höher als der Staatsanteil in den Vereinigten Staaten. Der
Bund bestreitet nahezu die Hälfte der gesamten öffentlichen Ausgaben und steht damit weit
über dem Niveau des Zentralstaates in der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Die Gemeinden
 nehmen unter allen Staaten mit etwa 28 vH die schwächste Stellung ein; ihr Anteil am
yesamten Finanzbedarf liegt jedoch nicht unbedeutend über dem der österreichischen Länder.
In der Schweiz halten sich Kantone und Gemeinden mit 36,5 bzw. 40,3 vH nahezu das
Gleichgewicht und lassen dem Bund nur einen geringen Entfaltungsraum.
Der Lastenausgleich im Verhältnis zwischen Gliedstaat und Bund spielt hier die größte
Rolle. Die gesamten Bundesbeiträge an die Kantone beliefen sich im Jahre 1926 auf etwa
25 Mill. ZA. Sie machten 14,7 vH der gesamten Bundesausgaben aus — wenn man die
Bundessteuerüberweisungen an Kantone nicht als Bundesausgaben rechnet — und deckten
etwa 10 vH der Lasten der eigenen Ausgaben der Kantone (ausschließlich ihrer Überweisungen
an die Gemeinden).
Der Hauptanteil von den gesamten Bundesbeiträgen entfällt an erster Stelle auf die
Förderung der Landwirtschaft und an zweiter Stelle auf die soziale Fürsorge. Sie nehmen
zusammen fast */, der gesamten auf die Kantone verteilbaren Bundessubventionen 1.w.5, in Anspruch.
 Den höchsten Anteil an den Bundesausgaben für einen bestimmten Ausgabezweck
beanspruchen die landwirtschaftlichen Subventionen (fast 100 vH). Es folgen die Bundesbeiträge
 für Handel und Industrie (etwa 80 vH) und weiterhin jene für die verschiedenen
öffentlichen Arbeiten der Kantone, die etwa 50 vH ‘der entsprechenden Bundesausgaben
erfordern. Es wird durch diese Ziffern deutlich. daß die eigenen Ausgaben des Bundes-
        <pb n="639" />
        795 —

verwaltungsdienstes einen verhältnismäßig sehr geringen Teil der Gesamtausgaben für den
aänzelnen Ausgabezweck ausmachen.

Die Bedeutung der nichtsteuerlichen Überweisungen im Haushalt der überweisenden und der
empfangenden Gebietskörperschaften

EV

Gebietskörperschaft


3Zund
an bzw. von Gliedstaaten
an bzw. von Gemeinden ...

zliedstaaten?)
an bzw. von Gemeinden ...
an bzw. von Bund ........

zemeinden?)
an bzw. von Bund ........ '
an bzw. von Gliedstaat ....

Österreich

Schweiz

Vereiniete Staaten

geleistete | empfangene
Über- Überweisungen
 | weisungen

geleistete | empfangene
Über- Über-,
weisungen | weisungen

geleistete : empfangene
Über- Überweisungen
 ! weisungen

Mill. | in , Mill. | in Mm. in Mi. | in
8 I yH| SS | vH Fr [vH Fr | vE

Mill. | in Mill. | in
$ I1yHı $ vH

20,7 | 2] 4,8 | 0,5
631 06 44) 0.4

|
47,5 14,7 |

112,8 | 341 —

48

1.1

20,7

4:

50,0

26. .
Aral sı

200,01 12,5 ] .
— 1281| 70

4-7

Is:

6,3

15

. 160 170 | } . 200.6] 3,8

1) Mit Wien als Land. — ?) Mit Wien als Gemeinde.

Vom Standpunkt der Kantonalverwaltung kommt in absteigender Rangordnung den
Bundesbeiträgen für soziale Fürsorge, Landwirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe eine
mehr oder minder große Bedeutung zu; sie decken auf diesen Gebieten 75 bis 25 vH der
antsprechenden eigenen Kantonalausgaben.
Etwas weniger bedeutend ist der Lastenausgleich in den Vereinigten Staaten, ziemlich
bedeutungslos in Österreich, wo sich die Überweisungsbeziehungen nichtsteuerlicher Art in
der Hauptsache auf eine geringe Beteiligung des Bundes an den Kosten der politischen
Verwaltung der Länder beschränken.
In den Vereinigten Staaten stellt für deh Bund die Subventionslast im Verhältnis zu seinem
zroßen Finanzbedarf nur den geringen Bruchteil von 3,4 vH dar, Es ist jedoch zu beachten,
daß auf bestimmten Gebieten, z. B. auf dem des Verkehrswesens und der Bauten, weitaus
der größte Teil der Bundesausgaben auf Subventionen entfällt. Vom Gesamtfinanzbedarf
ler Staaten aus betrachtet, ist die Entlastung, die ihnen durch die Bundessubventionen
zuteil wird, nicht zu unterschätzen, Sie betrugen im Jahre 1926 etwa 7 vH des gesamten
staatlichen Finanzbedarfs. Auf einem einzelnen Gebiet, dem von Wirtschaft und Verkehr.
arreichen sie über 15 vH der Staatsausgaben.
In Österreich betragen die Lastenausgleichsüberweisungen des Bundes an die Länder
aur 2,1 vH der Bundesausgaben; vom Standpunkt der empfangenden Länder aus betrachtet,
decken sie den auch nur geringen Anteil von 4,6 vH ihres Finanzbedarfs. Dabei sind im
Gegensatz zu den beiden anderen Staaten die Lastenausgleichsüberweisungen an die Gemeinden
 bei der Berechnung des Finanzbedarfs mangels greifbarer Ziffern nicht abgesetzt.
Aufschlußreicher wird das Bild, wenn man sich auf die Darstellung des Bedarfes der
aigentlichen Verwaltung (unter Ausschluß der Ausgaben für die Landesverteidigung,
das Kolonialwesen, der Ausgaben auf Grund des Krieges sowie der Ausgaben für den Bundesschuldendienst)
 vom Standpunkt der letzten Verwendung beschränkt. Dann zeigt
sich klar, in allen Ländern die überragende Verwaltungssphäre der Gemeinden. In den Vereinigten
 Staaten wächst ihr Anteil auf 75 vH an und ist damit doppelt so groß wie jener
der österreichischen und 1/. mal größer als jener der schweizerischen Gemeinden,
        <pb n="640" />
        — 796 —

Der bundes- und gliedstaatliche Finanzbedarf der eigentlichen Verwaltung, gegliedert nach Hoheitsund
 Leistungsverwaltung, vom Standpunkt der letzten Verwendung
a) in Millionen der Landeswährung

Ausgabezweck

Österreich

| Bund u,
Bund | Länder | Länder
insges.

Bund

Schweiz

Bund u.
Kan- Kantone|
tone?) jinsges.1)

Vereinigte Staaten

Bund u.
Bund | Staaten | Staaten
ı insges,

Hoheitsverwaltung ......... ' 231,11 55,4! 286,5 35,4 | 110,4 | 145,8 ! 274,7 | “. 445,4
Leistungsverwaltung ....... | 240,5 | 406,2 | 646,7 | 376 | 447,7 | 485,6 | 221,4 | 1 205,3 | 1 426,7
nn : (397,7) (435,6)
Eigentliche Verwaltung ..... | 471,6 | 461,6 | 832 | 73,3 |1) 508,1 |*) 581,4

b) in vH des gesamten Finanzbedarfs der eigentlichen Verwaltung (einschließlich Gemeinden)

3,21 98 13,0} 37 2,3 | 6,0
3,3 40,1| 434| 30| 164| 194
. (35,6) | (39,0)
Eigentliche Verwaltung .:... | 32,2 | 31,5| 637] 65| 44| 51,91

;) invH des gesamtstaatlichen (bundes- und gliedstantlichen) Finanzbedarfs der eigentlichen Verwaltung
Hoheitsverwaltung .........
Leistungsverwaltung .......

83,5
(74,9)
100.0

Eigentliche Verwaltung .....

100.0

100,0

1) Die Kantonalüberweisungen an die Gemeinden in Höhe von 50 Mill. Fr sind nicht aufteilbar, In der Annahme,
daß sie auf die Leistungsverwaltung entfallen, sind sie nur in den Klammerziffern abgesetzt,
Die Gliedstaaten, unter sich verglichen, nehmen die hervorragendste Stellung in der Schweiz
ein. Sie lassen mit einem Anteil von 45,4 vH die österreichischen (31,5 vH), vor allem aber
die amerikanischen (18,7 vH) weit hinter sich, Der Bund spielt in Österreich die bedeutendste
 Rolle (32,2 vH). Sein Anteil.steht hier weit über dem Bundesniveau in der Schweiz
and in den Vereinigten Staaten, die beide ihrem Zentralstaate lediglich den sehr geringen
Anteil von 6 bis 7 vH zuweisen,
Faßt man bundes- und gliedstaatliche Verwaltungssphären zusammen als staatliche Verwaltungssphäre
 im weiteren Sinne und stellt sie der gemeindlichen gegenüber, dann ergibt
sich ein staatlicher Anteil in Österreich von über 60 vH, während die Schweiz etwa 50 vH,
die Vereinigten Staaten nur 25 vH für die staatliche Verwaltungssphäre beanspruchen.
Eine Aufteilung des gesamten Finanzbedarfs auf Hoheits- und Leistungsverwaltung
 gibt einen Aufschluß darüber, auf welchen großen Verwaltungsgebieten die
Hauptaufgaben und Hauptlasten der einzelnen Gebietskörperschaften gelegen sind. Zunächst
fällt bei einer internationalen Gegenüberstellung auf, daß Hoheits- und Leistungsbedarf des
Zentralstaates zwarin den verschiedenen Ländern auf einer verschieden hohen, aber — beide
Bedarfsarten unter sich verglichen — immer auf fast gleich hoher Stufe gelegen sind. In
Jieser Erscheinung der gleichen Höhe kommt (anscheinend strukturgesetzlich) zum Ausdruck,
daß die Tätigkeit des Bundes überall die Funktionen der hoheitlichen wie der Leistungsverwaltung
 in gleichem Maße in sich schließt. Insofern als gewöhnlich die Leistungsverwaltung
 nicht nur Ausgaben, die durch den reinen Behördendienst bedingt sind, umfaßt,
sondern in erhöhtem Maße Ausgaben, die als tatsächliche Leistungen zu werten sind (z. B.
Renten und Unterstützungen, Schulunterricht, Wegebau), überwiegt bei sämtlichen Gliedstaaten
 der Anteil der Leistungsverwaltung erheblich. Wenn dies bei der bundesstaatlichen
Verwaltung nicht der Fall ist, so liegt es darin begründet, daß der Bund sich in der Regel
auf den Behördendienst in der Leistungsverwaltung beschränkt, die Leistungen selbst aber
        <pb n="641" />
        197 —

von den Gliedstaaten. und nachgeordneten Verbänden, eventuell mit Unterstützung des
Bundes, verausgabt werden.
Auf Grund der zentralistischen bundesstaatlichen Struktur Österreichs liegen beide Anteile
 — Hoheitsverwaltung mit 15,8 vH, Leistungsverwaltung mit 16,4 vH — auf einem sehr
hohen Niveau. In den dezentralistisch organisierten beiden anderen Bundesstaaten bewegen
sich sowohl die Hoheitsverwaltung wie die Leistungsverwaltung nur in Höhe von 3 bis 4 vH
des gesamten eigentlichen Verwaltungsbedarfs, ,
Die gliedstaatliche Verwaltungssphäre ist in sämtlichen Bundesstaaten strukturgesetzlich
 durch ein Überwiegen der Leistungsverwaltung ausgezeichnet. Die Spannungsunterschiede,
 die zwischen Leistungs- und Hoheitsverwaltungsanteil bestehen, sind allerdings
bedeutend. Die österreichischen Länder und die amerikanischen Einzelstaaten besitzen mit
3,8 bzw. 2,3 vH eine mehr extensive!) Hoheitsverwaltung, in Österreich bedingt durch die
Abgabe der wesentlichen Hoheitsfunktionen an den Bund, in den Vereinigten Staaten durch
die Beschränkung der staatlichen Tätigkeit auf Gesetzgebung bzw. oberste Leitung und
Abtretung der eigentlichen Durchführung der Verwaltung an die Gemeinden, In den Kantonen
der Schweiz, in der weder die Tendenz zur Zentralisierung der Aufgaben beim Bund noch die
zur Dezentralisierung bei den Gemeinden vorliegt, ist eine mehr intensive Hoheitsverwaltung
der Kantone gegeben, bezeichnet durch einen Anteil, der auf einem 2 bis 4fach so hohen
Niveau liegt wie jene der anderen Gliedstaaten. In den amerikanischen Gliedstaaten ist auch
Jderen Leistungsverwaltung mit 16,4 vH extensiv. In Österreich und der Schweiz liegt dagegen
 eine verhältnismäßig ausgedehnte (also mehr intensive) gliedstaatliche Leistungsverwaltung
 vor, wobei die Schweizer Kantone auch auf diesem Gebiet eine gewisse Vorrangstellung
 einnehmen (Österreich 27,7 vH, Schweiz 40,1 bzw. 35,6 vH).
Die Sphäre der eigentlichen Verwaltungen beider staatlichen Verbände als Einheit
genommen, zeigt Österreich als einen mehr verwaltungsintensiven, die Schweiz und noch
mehr die Vereinigten Staaten als einen mehr leistungsintensiven Gesamt-Staat.
Die Lasten sind in den verschiedenen Bundesstaaten auf die einzelnen Gebietskörperschaften
 demnach so verteilt, daß sie in der Leistungsverwaltung überall überwiegend
auf die Gliedstaaten bzw. Gemeinden entfallen, Nur in Österreich beteiligt sich der Bund an
Jen Leistungsausgaben in erheblichem Maße. Die Lasten der Hoheitsverwaltung ruhen
in Österreich vorwiegend auf dem Bund, in der Schweiz vorwiegend auf den Kantonen;
in den Vereinigten Staaten sind dagegen die Gemeinden in einem besonderen Maße an
ihnen beteiligt.
Vergleicht man den Komplex der Zuständigkeiten und Aufgaben der einzelnen
Gebietskörperschaften in diesen Bundesstaaten mit dem Finanzbedarf und seiner an-;eilsmäßigen
 Verteilung, so ergibt sich bei einer internationalen Gegenüberstellung je
aachdem der Eindruck einer größeren oder geringeren Angemessenheit dieses Verhältnisses.
Auf Grund der‘ verfassungsmäßigen Kompetenzverteilung müßte der Bund in den Veraäinigten
 Staaten einen geringeren Anteil an den Gesamtausgaben für die eigentliche Verwaltung
 ausweisen, als die Schweiz es tut. Daß dies nicht der Fall ist, dürfte dafür sprechen,
daß der Bund in den Vereinigten Staaten in erhöhtem Maße großzügig Aufgaben
erfüllt, die entweder nicht ohne weiteres verfassungsmäßig begründet sind (wie die oben
erwähnten Forschungsaufgaben) oder aber die verfassungsmäßig begründeten in einer besonders
 tief angelegten Weise bearbeitet. Die österreichischen Länder mit ihren Aufgaben
erscheinen im Verhältnis zu den Gliedstaaten der Vereinigten Staaten und deren Aufgaben
in der Hoheitsverwaltungssphäre nicht angemessen besetzt. Die Leistungsverwaltung der
schweizerischen Kantone erscheint im Verhältnis zur Aufteilung des Leistungsbedarfs in den
übrigen Bundesstaaten unverhältnismäßig stark ausgebaut. In den Vereinigten Staaten ist
endlich der gegenüber der Schweiz und Österreich außerordentliche Unterschied des Gemeindeanteils
 durch die anders geartete Aufgabeverteilung und die andersgearteten wirtschaftlichen
 Verhältnisse allein nicht zureichend begründet. Hier liegen sicherlich gewisse

_2) Hier werden aus Mangel an geeigneten Begriffen in bewußter Anlehnung an die betriebswirischaftliche Terminogie
 die Ausdrücke intensive und soxtensiv« angewandt, obgleich sie dem Sachverhalt nur unvollkommen gerecht werden.
        <pb n="642" />
        ‚37%

Der Finanzbedarf im
vom Standpunkt
4) im Bun

Bezeichnung des, Finanzbedarfs

Österreich 19271)
me | al. Ay | ie Konl
in vH | Mill. MVK MVE

Mill. S

Gesamter Finanzbedarf (einschl. Gemeinden) ..,
Javon eigentliche Verwaltung (einschl. Gemeinden)
davon:
I. Bund: a) Hoheitsverwallung ....0000000000
b) Leistungsverwallung ....0.0.000000
2. Gliedstaaten; a) Hoheitsverwaltung ........
b) Leistungsverwaltung .......
Finanzbedarf der eigentlichen Verwaltung
1. Gesamt-Staat (Bund und Gliedstaat) .....
a) Hoheitsverwallung ...00000000000000 000
b) Leistungsverwaltung ....0000000000000004
2, Gemeinden .............

2 036,2
1 465,0

200,0 1068,4 |
720 768,7

180,8
115,5

1,4 | 13
8 | 26,
2,7 28,6
{
398.6 | 9.6) 209.2

18,2
19,0
4,3
814

924,6 ] 45,5 | 485,2 72,9
/
286,5 | 14,1 / 150,4 22,6
638,1 | 31,4 334,8 50,3
540.4 26.5 | 283.5 42.6

; Der Finanzbedarf Wiens wurde auf Gemeinden und Länder aufgeteilt: Wien als Land 195,0 Mill. S, Wien als Gemeinde
Posten. Dieser wurde in den nicht eingeklammerten Ziffern beim Finanzbedarf der eigentlichen Verwaltung nicht berücklie
 Hoheitsvorwaltung, der Rest auf die Leistungsverwaltung entfallen. — Die hier schätzungsweise eingesetzten 50 Mill, Fı
Kantonalausgaben in den nicht eingeklammerten Zillern nicht in Abzug gebracht; in den eingeklammerten Ziffern wurde
der Einzelstaaten == 78,7 Mill. $ == 0,8 vH des (jesamtfinanzbedarfs ist im Bedarf der eıgentl. Verwaltung, abweichend von
200 Mill, $ eingesetzt; sie liegen möglicherweise etwas höher (vgl. Mabel Newcsmer, s. Anmerkung S, 805). — *) Dio Ge
und der gesamte öffentliche Finanzbedarf auf 11.132 Mill, $ geschätzt. In dieser Ziffer sind jedoch sicherlich die öffenttistischen
 Materials über die Gesamtausgaben der (;emeindeverbände und der Gemeinden über 2500 Einwohner (netto)
ausgaben (netto) der Gemeinden über 30000 Einwohner geschätzt. In W,u, St. 1929 Nr. 19 8.797 ist irrtümlich der
hoch angegeben worden; der Finanzbedarf der Grafschaften beläuft sich auf über 1000 Mill.$. (Vgl. Quellen und
b) im Ein
Großbritannien 1925 | Frank
aL£ | im vr | Mil [je Kopf| a gr |
Mal. | in vH | MVE | ie Kop | Mill. fr | in vH
288,8 | 49471,0 | 700,0
134,9 ! 18278,0 ! 36,9
7,2 2918,0 5,9
17,2 | 4868,0 | 98

Gesamter Finanzbedarf (einschl. Gemeinden) ...
Javon eigentliche Verwaltung (einschl. Gemeinden)
1. Zentralstaat a) Hoheitsverwaltung ........
b) Leistungsverwaltung .......
2, Gliedstaat a) Hoheitsverwaltung ........
h) Leistungsverwaltung .......
Finanzbedarf der eigentlichen Verwaltung
1. Staat (ohne Gemeinden) .......000000000 92,0 | 8,5 | 1099,0 | 24,4 | 7776,01 15,7
a) Hoheitsverwallung .....0000000000000000 28,0 2,6 | 324,0 7,2 | 2913,0 | 5,9
b) LeistungsverWaltUng ......0.00000000 004 64,0 5,9 775,0 |. 17,2 | 4868,0 9,8
2. Gemeinden .......0.00000000001 0000er | 414,0 | 38,2 | 4978,0 110,5 | 200 21,2
finanzwirtschaftliche Folgen der manchmal sich überschneidenden Wirkungskreise verschiedener
 Stufen innerhalb der Selbstverwaltung vor.
Vergleicht man nicht die auf Grund der Staatsstruktur sich ergebende Verteilung
des Finanzbedarfs, sondern die Finanzbedarfsziffern für die einzelnen gebietskörperschaftlichen
 Verwaltungssphären je Kopf der Bevölkerung und rechnet die sich
ergebenden Ziffern in Mark Vorkriegskaufkraft um’), dann ergeben sich weitere Ausblicke
auf die finanzwirtschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Bundesstaatssysteme.,
Zunächst hat jeder Staat auf Grund des Krieges, durch den er mehr oder weniger in Mitleidenschaft
 gezogen wurde, Lasten zu tragen, die nicht ohne weiteres vergleichbar

ı) Über die Berechnungsmethode vgl. S. 556.

— 799 —
Bundes- und Einheitsstaat
der letzten Verwendung
Jdesstaat
Schweiz 1926?)
am ; je Kopf
Mill. Fr in vH | Mill. MVK | "AV

Vereinigte Staaten von Amerika 19273)
; Ta | am MvE | ie Kopf
Mill. $ in vH | Mill. MVK |

vr EEE “——

1.830,8
949.1
1 117,4)
35,4
7.9
80,4
(210,4)
309,4
1397.71

100,0
71,8
(84,0
2,7
2,8
6,0
(8,3)
(29,9)

701,9 177,8
500,6 | 126,4
589,8) | (248,9)
18,7 47
20,0 | 5,1
42,4 | 10,7
(58,2) (14,7)
163,28 41,2
1209.27) | (53,0)

1
10 190,14). | 100,0
73721 72.4

26021,3 | 2225
18 957,4 | 162,1
274,7 Sr 706,4 | 6,0
221,4 | 2,2 569,3 4,9
|
170,7 1,7 439,0 3,8
11,8 | 30994 26,5

12053

413,1 81,0 217,9 55,0
581,4) 143,7) 306,6) (77,5)
115,8 8,7 61,1 15,4 445,4
145,8) (22,0) (76,9) (19,4)
347,3 26,1 183,2 46,3 | 14267
435,6) | (32,7) (229,7) | (58,1) |
536.0 20.3 282.7 71.4 5 500,0

1 872,1

18,4 | 4814,1 41,2
44 11458 9,8
;
14,0 | 3 668,8 31,4
}
| SL0 | 14 143 3 120.9

245,4 Mill, S. - ?) Die Kantonalausgaben enthalten unter Finanzverwaltung in Höhe von 168,3 Mill. Fr einen vieldeutigen
sichtigt. In den eingeklammerten Ziflern wurde er derartig aufgeteilt, daß 30 Mill. Fr als Steuerverwaltungsausgaben auf
Überweisungen der Kantone an die Gemeinden wurden von den nach Hoheits- und Leistungsverwaltung aufgegliederten
von der Voraussetzung ausgegangen, daß diese 50 Mill. Fr auf die Leistungsverwaltung entfallen. — *) L’er Schuldendienst
den übrigen Ländern, nicht enthalten. An Überweisungen der Einzelstaaten an die Gemeinden wurden schätzungsweise
samlausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände werden vom Industrial Conference Board 1926/27 auf 6.141 Mill. $
lichen Betriebe (Publie utilities) mit Bruttoziffern enthalten. Die nben eingesetzten Ziffern wurden auf Grundlage des sta-1913,
 die Gesamtsteuereinuahmen der Gemeindeverbände und der Gemeinden über 2 500 Einwehner 1922 und der Gesamt-Finanz-
 und Zuschußbedarf der amerikanischen Grafschaflten zu niedrig und dementsprechend jener der Gemeinden zu
Anmerkung S, 786 u. 737.)
heitsstaat
reich 1925 | Belgien 1925 Italien 1925
Mill. | je Kopf | Mut | my | Mil je Kopf | Mm. Lie | im Mill. | je Kopf
Aa | Kopf 1 Mind | nv | Mi, AS | ai, Lt, | inya | Min, I

8 905,0 219,8 '
8 290,0 81,0
524,0 12,9
876,0 21,6 |

8 331,0 100,0 ‘ 1273,0 | 162,9 | 22295,0 | 200,0 | 3611,0 | 99,2
1
4 724,0 56,7 722,0 | 92,4 ' 11584,0 52,0 | 1876,0 | 46,8
374,0 4,5 57,0 7,8 ] 2.135,0 | 9,6 346,0 8,7
985,0 11,8 | 151,0 | 193 | 3249,0 | 14,6 | 526,0 13,1
i

1 400,0 | 34,5
524,0 12,9
876,0 21,6
1 890,0 46,5

f ' !
! 1359,0 ] 16,8 208,0 ! 26,6 5 384,0 ! 24,29 | 872,0 21,8
374,0 | 4,5 57,0 | 7,3 2 135,0 i 9,6 | 346,0 | 8,7
| 985,0 | 11,8 151,0 | 19,3 3249,0 | 14,6 ; 526,0 18,1
33650 | 40.4 514,0 65,8 6 200,0 | 27,8 | 1004,0 25,0

sind. Dasselbe gilt von den Wehrmachtslasten, Diese Ausgaben fallen überall den Zentralstaaten
 zur Last und könnten, wenn man sie in den Vergleich einbezieht, selbstverständlich
ganz verschieden hohe Je-Kopf-Lasten begründen. ‚Die höchsten Je-Kopf-Lasten haben die
Vereinigten Staaten aufzuweisen (222,5 MVK); in weitem Abstande folgen die Schweiz mit
177,3 und Österreich mit 160,6 MVYK. Wenn man diese unvergleichbaren Lasten nun ausschaltet
 und nur die eigentlichen Verwaltungsausgaben betrachtet, dann zeigt sich jedoch,
daß in fast allen diesen Staaten die eigentliche Verwaltung mit rund 72 vH denselben
 Anteil an den Gesamtausgaben ausmacht. Der Unterschied in der Höhe der Je-Kopf-Aüsgaben
 liegt also in gleicher Weise in den Wehrmachts- und kriegsbedingten wie in den
eigentlichen Verwaltungsausgaben begründet.
        <pb n="643" />
        — 800 —

Die gesamtstaatlichen Hoheitsverwaltungsausgaben je Kopf sind, wie sich aus der Staatsstruktur
 ergibt, mit 22,6 MVK am höchsten in Österreich, am niedrigsten mit 9,8 MVK in den
Vereinigten Staaten; in der Mitte steht mit 15,4 (19,4) MVK die Schweiz, Die Kumulierung
zweier Staatsgewalten führt also in Österreich zu den höchsten Hoheitsverwaltungsausgaben;
ihre Höhe dürfte vermutlich von den anderen Staaten nicht erreicht werden, auch wenn
man die gemeindliche Hoheitsverwaltung in den Vergleich einbezieht.
In der Leistungsverwaltung steht Österreich mit 51 MVK!) gegenüber der Schweiz
mit 46,3 MVK und den Vereinigten Staaten mit 31,4 MVK auch erheblich im Vordergrund;
jedoch dürfte eine Einbeziehung des gemeindlichen Leistungsbedarfs besonders gegenüber
den Vereinigten Staaten und der Schweiz ein erhebliches Zurückbleiben hervorrufen. In
den Vereinigten Staaten wird die sicherlich sehr hohe Gesamtziffer bedingt durch diegroße Verwaltungssphäre
 der Gemeinden, die ihrerseits durch die Art der Aufgabeverteilung und
-Überschneidung und fernerhin durch die vielen Großstädte mit ihren größte Anforderungen
und umfangreiche Aufgaben stellenden Problemen begründet ist, in der Schweiz durch eine
ausgedehnte und größere Wirksamkeit der Gemeinden auf den Gebieten der öffentlichen
Bauten, der Wirtschaft und des Verkehrs, Aufgaben, die in Österreich von der mit Ausnahme
 Wiens überwiegend in kleineren Gemeinden wohnenden ärmeren Bevölkerung in
diesem Umfange nicht durchgeführt werden können, Innerhalb der gesamtstaatlichen Verwaltung
 ist jedenfalls in den Vereinigten Staaten die Betätigung auf wegebaulichem und die
wirtschaftliche Entwicklung förderndem Gebiet ausschlaggebend; in der Schweiz dürften
Wohlfahrtswesen, Bildungswesen und Wirtschafts- und Verkehrsförderung mit steigenden Anteilen
 beteiligt sein; in Österreich sind ebenfalls am bedeutungsvollsten die Wirtschafts- und
Verkehrsausgaben, Bildungs- und vor allem Wohlfahrtsausgaben stehen jedoch nicht weit
zurück. Die Stellung der Vereinigten Staaten gegenüber den beiden europäischen Ländern
ist jedenfalls dadurch gekennzeichnet, daß dort die Wohlfahrtsausgaben bei Bund und
Staaten stärker in den Hintergrund treten; bei Gemeinden dürfte dies nur gegenüber
Österreich nicht gegenüber der Schweiz gelten.
Bei einer Wertung der hier vorgenommenen ziffernmäßigen Gegenüberstellung ist zu
bedenken, daß es sich einmal nur um Richtziffern handelt und daß fernerhin die verschiedenen
wirtschaftlichen, sozialen und sonstigen Standortsverhältnisse in den einzelnen Staaten schon
von sich aus Unterschiede in der Staats- und Finanzstruktur bedingen. Ein territorial ausgedehntes
 Land bedarf z. B. eines stärkeren Hoheitsverwaltungsapparates als ein räumlich sehr
begrenztes Land. Die Ausgaben für diesen Apparat müssen infolgedessen je Kopf der Bevölkerung
 auch höher sein. Andererseits wirkt die zunehmende Größe der Bevölkerungsziffer
eines Landes in entgegengesetzter Richtung. Die Hoheitsverwaltungsausgaben gehören, wie
schon betont, zum starren Verwaltungsbedarf, sind also von Anfang an auch bei Staaten
mit kleiner Bevölkerungsziffer in einem die großen Staaten nicht weit unterschreitendem Maße
vorhanden. Sie bleiben infolgedessen, je Kopf der Bevölkerung berechnet, bei steigender Bevölkerung
 verhältnismäßig konstant, nehmen aber wegen des stärkeren Wachsens des Leistungsbedarfs
 des Staates einen immer geringeren Bruchteil des gesamten eigentlichen Verwaltungsbedarfs
 ein. Schon aus diesen beiden Gründen müßten sich bei Vorliegen eines gleichen
Verwaltungseffektes und gleicher Leistungsfähigkeit verschiedene Finanzbedarfsziffern unabhängig
 von der Staatsorganisation ergeben. Viel bedeutungsvoller aber ist die verschiedene
Abgrenzung von Verwaltung und Privatwirtschaft. Die Struktur der staatlichen Organisation
ist demnach nur einer unter vielen Faktoren, die einen verschiedenen Finanzbedarf zur
Folge haben. Dies ist besonders zu beachten, wenn man zu einer Gegenüberstellung von
Bundes- und KEinheitsstaaten schreitet; das Staatsgefüge, das sich ein Volk gibt, pflegt
nämlich nicht lediglich von wirtschaftlichen Erwägungen bestimmt zu sein, sondern hat
sich oft nach Zielsetzungen politischer und kultureller Art zu richten.
Betrachtet man unter diesen Vorbehalten die Bundesstaaten und die Einheitsstaaten,
dann zeigt sich, daß die Bundesstaaten, die in ihrem Verhältnis zu den Gemeinden über

?) Es ist zu badenken, daß die unvergleichbar hohen Investierungsausgaben der Hauptstadt Wien im Wohnungsbau
die Leistungsausgaben Österreichs sehr in die Höhe drücken. — *) Vgl, z, B. Statistische Mitteilungen des Kantons Zürich,
Heft 163: Gemeindeflnanzstatistik 1927.
        <pb n="644" />
        — 801 —

einen ähnlichen gebietskörperschaftlichen Aufbau verfügen (d. h. also Österreich und die
Schweiz, höhere Finanzlasten für den eigentlichen Verwaltungsbedarf tragen als die ähnlich
 organisierten Einheitsstaaten,
Bundesstaaten?) Einheitsstaaten?)
MVK je Kopf MVK je Kopf
1400 Frankreich .... 44,5
. 55,0% Belgien . 6
(77,0)3) Italien... 21,8

Diese Erscheinung dürfte jedenfalls bis zu einem gewissen Grade in der Verdoppelung
der Staatsgewalten und der dadurch sich ergebenden Behördenverdoppelung begründet
jiegen. Die Behördenanhäufung erscheint weniger groß in dem Bundesstaat mit eindeutiger
Schwergewichtsverlagerung (Schweiz), größer da, wo die an sich vorhandene Tendenz noch
nicht zu einem ausgeprägten (finanzwirtschaflichen) Übergewicht geführt hat (Österreich).
Überwiegend ist die Hoheitsverwaltung, weniger die Leistungsverwaltung, an den höheren
 Ausgaben des Bundesstaates beteiligt. Das stark hoheitsverwaltungsintensive Frankreich
 ist in der auf den Hoheitsverwaltungsbedarf entfallenden Kopfquote (12,9 MVK)
immer noch unter der Schweiz, die doch immerhin eine mehr leistungsintensive Verwaltung
 besitzt, gelegen. Österreichs Hoheitsverwaltung übertrifft mit 22,6 MVK die anderen
 Staaten in einem hohen Grade, Jedoch dürfte diese Erscheinung zum großen Teil
in dem bereits angedeuteten unorganischen Aufbau des österreichischen Staatskörpers bezründet
 liegen. Auf dem Gebiete der Leistungsverwaltung lassen sich derartige Schlußfolyerungen
 nicht ohne weiteres ziehen, weil hier eine größere Verschiedenheit der Leistungen
 selbst vorliegt, also weniger die Organisation des Behördendienstes die Ursache der
verschiedenen Höhe des Je-Kopf-Bedarfs ist. Die Einheitsstaaten befinden sich jedoch
auch auf diesem Gebiet weit unter dem bundesstaatlichen Niveau.
Eine besondere Stellung nehmen die Vereinigten Staaten und Großbritannien ein, Hier
ist wegen der überragenden Bedeutung der Selbstverwaltung die staatliche Verwaltungssphäre
 von vornherein sehr beschränkt, die Je-Kopf-Lasten müssen infolgedessen verhältnismäßig
 niedrig liegen. Es zeigt sich jedoch auch hier das gleiche Ergebnis: Bedeutend höherer
Finanzbedarf in den Vereinigten Staaten (41,2 MVK) als in Großbritannien (24,4 MVK).
Sowohl Hoheitsverwaltung wie Leistungsverwaltung liegen in Großbritannien tiefer, obgleich
auch dieser Staat gewisse bundesstaatliche Strukturelemente enthält.

1) Österreich 1927, Schweiz 1928. — ?} Sämtliche Länder 1925; bei einer Angleichung an die Jahre 1926 und 1927 wäre
mit einer geringen Erhöhung zu rechnen. — %) Vgl. Übersicht S. 798/99.

Der staatliche Finanzbedarf der eigentlichen Verwaltung im Einheitsstaate, gegliedert nach Hoheitsund
 Leistungsverwaltung vom Standpunkte der letzten Ausgabeverwendung
a) in vH des öHentlichen Finanzbedarfs für die eigentliche Verwaltung

Ausgabezweck

Großbritannien


Frankreich

Belgien

Italien

Aoheitsverwaltung ...........
Leistungsverwaltung .........-Rigentliche
 Verwaltung .....

5,6 15,9 7,9 18,5
12,6 26,6 20,9 28,0
18,2 825 28,8 46,5

„.J

b) in vH des Staatsbedarfs für die eigentliche Verwaltuns

Ausgahezweck

Großäritannien


Frankreich

Belgien |

Italien

Hoheitsverwaltung .........  2.0000000000 000
Leistungsverwaltung ........00000000000000 HE
Eigentliche Verwaltung ..... er

29,5 37,4 27,4 41,1
70,5 62,6 72,6 58,9
100,0 100,0 100,0 100,0

Finanzen und Steuern
        <pb n="645" />
        — 802 —

Die Anteilsziffern für die einzelnen Verwaltungssphären im Bundesstaat wie im Einheits-;taat
 bestätigen im großen und ganzen das gegebene Bild.
Großbritanniens Hoheitsverwaltung liegt mit 5,6 vH unter den Vereinigten Staaten mit
5,0 vH. Österreich liegt mit 19,6 vH über Frankreich mit 15,9 vH und Italien mit 18,5 vH.
Die Schweiz liegt mit 13,0 vH unter diesen Staaten, was jedoch nur eine Folge davon ist,
daß es absolut schon erheblich höhere Summen je Kopf ausgibt und die Ausgaben für die
Hoheitsverwaltungen, wenn ein gewisser Sättigungsgrad erreicht ist, selbst bei Vorliegen
bundesstaatlicher Struktur nur schwer gesteigert werden können.

Das System der Steuerhoheits- und Steuerertragsverteilung
Die Finanz- und Steuerhoheit der einzelnen Gebietskörperschaften ist in den Bundesstaaten
 verschieden geregelt. Eine Gebietskörperschaft besitzt entweder eine originäre
öder von einem übergeordneten Verband delegierte Befugnis zur Erhebung von entweder
ainzelnen der Zahl nach festgelegten (Enumerationsprinzip) oder der Zahl und Art nach
anbeschränkten Einnahmen, insbesondere Steuern (Generalprinzip). Das Enumerationsprinzip
 gilt beim Bund in der Schweiz, bei den Ländern in Österreich und der Form kaum
aber der Sache nach, beim Bund in den Vereinigten Staaten; das Generalprinzip findet bei
den Schweizer Kantonen und den amerikanischen Einzelstaaten Anwendung, Die Gemeinden
dürfen in allen Staaten nur nach dem Enumerationsprinzip ihre Einnahmen, insbesondere
Steuern, erheben.
In den einzelnen Bundesstaaten findet sich eine verschieden abgestufte Beschränkung der
sinzelnen Gebietskörperschaften hinsichtlich der freien Ausgestaltung der ihnen an sich laut
Znumerations- oder Generalprinzip zustehenden Abgaben:
A) Bei einer nur in flüchtigen Grundzügen eine bestunmte Ausgestaltung bezweckenden
Beschränkung, die eine gewisse Einheitlichkeit einer Abgabe innerhalb einer umfassenden
Gebietskörperschaft gewährleisten soll, liegt eine Beschränkung durch Grundsatzgesetzgebung
 der übergeordneten Gebietskörperschaft vor.
Bei einer die selbständige Regelung einer Abgabe durch die nachgeordnete Gebietskörperschaft
 stark einschränkenden Beschränkung durch den übergeordneten Verband
äjegt eine Beschränkung durch Detailgesetzgebung vor. Die Steuerhoheit des
aachgeordneten Verbandes erstreckt sich in diesem Fall meist nur auf technische Momente
 und die Tarifhöhe innerhalb eines gewissen Spielraums.
Das System der Beschränkung durch Grundsatzgesetzgebung besteht im Verhältnis von
Bund zu Gliedstaaten nur in Österreich, in bezug auf das Verhältnis von Gliedstaaten zu
Gemeinden in allen Staaten, soweit den Gemeinden nicht ein größeres Maß von Beschränkung
Jurch Detailgesetzgebung auferlegt ist, wie in bezug auf sämtliche Gemeindeabgaben in den
Vereinigten Staaten und auf einige in der Schweiz und Österreich, In Österreich liegt außerdem
 der gegenüber den anderen Bundesstaaten eine Ausnahme bedeutende Fall vor, daß
jer Bund Grundsatzbestimmungen für einzelne Gemeindeabgaben trifft.
Es kann sein, daß auch den übergeordneten Gebietskörperschaften durch ihre eigene Verlassung
 Beschränkungen auferlegt sind; sie sind entweder bedingt durch die Forderungen
ler nachgeordneten Verbände (so beim Bund in den Vereinigten Staaten und in Österreich)
oder bedeuten eine Einschränkung des einfachen Gesetzgebungsverfahrens mit Rücksicht auf
lie Individualinteressen der Staatsangehörigen (so in den Staaten der U. S. A. und Schweizer
Kantonen).
Die Verteilung der Hoheit über die einzelnen Einnahmegquellen, insbesondere die
ler Steuerhoheit auf die Gebietskörperschaften, kann so erfolgen, daß ihnen einander ausschließende
 Steuer- bzw. andere Quellenhoheitsbereiche zur Verfügung stehen. Ist dies der
Fall, dann liegt ein Trennsystem in der Steuerhoheitsverteilung vor. Teilen sich dagegen
mehrere Gebietskörperschaften in ein und dieselben Steuerhoheiten, dann ist ein Misch-;ystem
 gegeben. Ein Trennsystem ist entweder durch die Verfassung bedingt oder lediglich
las Ergebnis freiwilliger Ausgestaltung der Stenersysteme in dieser Richtung, $

7}
        <pb n="646" />
        — 803

Ein ausgesprochenes Trennsystem liegt weder im Verhältnis von Bund zu Gliedstaaten,
noch in dem von Gliedstaaten zu Gemeinden, in irgendeinem Bundesstaat vor. Ansätze
dazu befinden sich im Verhältnis von Bund zu Gliedstaaten sowohl in den Vereinigten Staaten,
wo der Bund formell, aber kaum faktisch gewissen Einschränkungen auf dem Gebiete der
direkten Steuer unterliegt und in stärkerem Maße in der Schweiz, wo die Eidgenossenschaft
im wesentlichen bis zum Kriege auf die Hoheit über die Zölle angewiesen war. Erst in der
Kriegszeit hat dieses Prinzip eine Durchbrechung erfahren.
Im Verhältnis von Staaten zu Gemeinden besteht grundsätzlich in allen Staaten ein Mischsystem.

Je nach dem Schwergewicht der Verteilung der öffentlichen Gewalt auf die
einzelnen Gebietskörperschaften und der dadurch bestimmten mehr zentralistischen oder
dezentralistischen Struktur des Bundesstaates, hat das Bestreben nach einer möglichst planmäßigen
 und zweckentsprechenden Bewirtschaftung der einzelnen Einnahme- bzw. Steuerquellen
 zu einer größeren oder geringeren Zentralisation der Steuerhoheit beim Bund
geführt. Führt das Maß der Zentralisation zu einem Unvermögen der nachgeordneten Gebietskörperschaften,
 ihre Aufgaben aus den ihnen zur Verfügung bleibenden eigenen Steuern
zu erfüllen, dann entsteht die Notwendigkeit der Beteiligung dieser Gebietskörperschaften
an den Erträgen gewisser Quellen, die der Steuerhoheit nach anderen, in der Regel übergeordneten
 Gebietskörperschaften unterstellt sind.

Ein derartiges Ertragsbeteiligungssystem oder Steuerüberweisungssystem besteht
vor allem im Verhältnis von Bund zu Gliedstaaten in Österreich und in geringerem Maße
auch in der Schweiz. In Österreich erstreckt es sich sogar bis auf die Gemeinden. Die Vereinigten
 Staaten kennen dagegen Bundessteuerüberweisungen an die Gliedstaaten nicht,
Steuerüberweisungen der Gliedstaaten an die Gemeinden kommen dagegen vor,
Das umgekehrte Verfahren, daß nachgeordnete Gebietskörperschaften Steuerüberweisungen
an übergeordnete entrichten, kommt im Verhältnis von Gemeinden zu Gliedstaaten vor, ist
jedoch selten.
In der Regel bestehen in allen Bundesstaaten, bei Bund und Gliedstaaten für ihre eigenen
Abgaben getrennte Steuerverwaltungen. Nur im Verhältnis zwischen Gemeinden und
Gliedstaaten besteht meist ein Zusammenwirken beider Verbände. Das Schwergewicht in
diesem Verhältnis liegt jedoch in den einzelnen Bundesstaaten verschieden, meist verwalten
die Gemeinden mehr staatliche Steuern oder sind an ihrer Verwaltung beteiligt, als umgekehrt;
dies gilt für die Vereinigten Staaten, weniger für die Schweiz und Österreich.
Der Mangel der Einheitlichkeit einer alle Gebietskörperschaften umfassenden Finanzgesetzgebung
 kann dadurch ausgeglichen sein, daß die Verwaltung (eventuell durch Delegation)
 in den Händen der umfassenderen Gebietskörperschaft liegt. Andererseits kann die
an sich vorhandene Zentralisation der Gesetzgebung Anpassung an die anders gearteten
gliedstaatlichen Verhältnisse finden, dadurch, daß den Gliedstaaten die Verwaltung bestimmter
 Steuern übertragen wird und sich dadurch die dezentralistischen mit den zentralistischen
 Tendenzen ausgleichen. Der erste Fall liegt bei manchen Landessteuern in
Österreich, der zweite bei manchen Bundessteuern in der Schweiz vor. .
Eine der planmäßigen Bewirtschaftung der Einnahmequellen dienende Beschränkung der
legislativen — oder Verwaltungskompetenzen gewisser Gebietskörperschaften braucht nicht
auf dem Wege der Limitierung von Gesetzgebungs- bzw. Beschlußfassungskompetenzen
oder auf dem Wege der Übernahme der Verwaltung bestimmter an sich anderen Verbänden
delegierter Steuerobjekte zu erfolgen. . Es genügt für den übergeordneten Verband sich eine
Kontrolle über die finanzrechtlichen Beschlüsse der untergeordneten Gebietskörperschaften
dadurch zu verschaffen, daß er sich ein Genehmigungsrecht oder ein irgendwie qualifiziertes
Vetorecht vorbehält. Diese Kontrollrechte können entweder nach Ermessen (Krmessenskontrolle)
 ausgeübt werden oder lediglich in dem Recht zur Prüfung der Gesetzmäßigkeit
der Beschlüsse bestehen (Rechtskontrolle). Derartige Rechte besitzt gegenüber den Gliedstaaten
 lediglich der Bund in Österreich, gegenüber den Gemeinden die Gliedstaaten in
Österreich und der Schweiz.
        <pb n="647" />
        804

Durch die gliedstaatliche Institution der Gemeindeaufsicht verbindet sich in diesen beiden
zuropäischen Bundesstaaten mit der Kontrolle der Beschlußfassung noch eine weitergreifende
Verwaltungskontrolle und außerdem liegt im Rechtsmittelverfahren über Gemeindeabgaben
die letzte Entscheidung bei gliedstaatlichen Instanzen.
In den Vereinigten Staaten ist eine Möglichkeit zu direktem Einschreiten des Gliedstaates
in der Mehrzahl der Einzelstaaten, gering; es bestehen zahlreiche gesetzliche Einzelbeschränkungen
 der gemeindlichen Finanzhoheit, eine »administrative« Kontrolle von
Steuer- und Finanzverwaltung bzw. Budgetgebarung ist jedoch bis jetzt nur in einem
kleineren Teil der Staaten vorhanden. Streitfragen zwischen Gemeinden und Staat werden
nicht durch Verwaltungsgerichte, sondern auf dem ordentlichen Rechtswege entschieden.

Die Verteilung der Steuerhoheit und der Steuererträge auf Grund der Statistik
Eine ziffernmäßige Darstellung der gesamten Einnahmen der einzelnen Gebietskörperzchaften
 aus den verschiedenen Quellen nach Einnahmehoheit und Einnahmeverteilung
ist nicht möglich, da ausreichendes Material für Gliedstaaten und Gemeinden nicht zur Verjügung
 steht. Die Darstellung muß sich deshalb auf Ziffern zur Steuerhoheits- und Steuerartragsverteilung
 beschränken.
Die Verteilung der Steuerhoheit ist im allgemeinen der Struktur des Bundesstaates, wie sie
ın der Darstellung der Aufgabenverteilung zum Ausdruck kam, angepaßt.
Die anteilsmäßige Steuerverteilung nach Steuerhoheit und Steuerertrag
(in vH)

Gebietskörperschaft

Österreich

Steuerhoheits-



Steuerertrags-



Schweiz

Steuer- |
hoheitsverteilung


Steuerertrags-



Vereiniete Staaten

Steuerhoheits-
 |
verteilung

Steuerertrags-



A 76,7 61,8 39,0 35,2 38,5 38,5
üliedstaaten .......... | 10,3 18,1 30,2 | 33,5 ' 15,0 15,0
Jemeinden .....0....00. 13,0 | 20,1 30,8 31,3 46,5 46,5
Summe | 100,0 100,0 100,0 100,0 | 100,0 100,0

Die Steuerüberweisungen in vH der Steuern des überweisenden und des empfangenden Verbandes

Österreich

Nahe

' Vereinigte Staaten?)

Gebietskörperschaft

überweisenden! empfangenden} überweisenden! empfangenden! überweisenden| empfangenden
Verbandes | Verbandes Verbandes Verbandes Verbandes | Verbandes

Bund......... v..
Äliedstaaten ..........
Gemeinden ........

9.5

43,3
254

93,9

3,6

3,3
11,5
15

\

1) In den Ziffern kommen zum Ausdruck nur die Überweisungen des Bundes an Länder und Gemeinden. —- ?) In den
Ziffern kommen zum Ausdruck nur die Überweisungen des Bundes an die Kantone und die der Kantone an die Gemeinden. —
’) Überweisungen des Bundes an die Staaten bestehen nicht; die der anderen Verbände sind nicht zu ermitteln, vgl. Armerkung
 3 SS, 798/799.

Österreich, der Bundesstaat mit der am meisten zentralisierten bundesstaatlichen Struktur,
 beansprucht für den Bund etwa 76,7 vH der gesamten Steuerhoheit; nur 10,3 vH entjallen
 auf die Länder, 13,0 vH auf die Gemeinden. Bei der Berechnung des Länder- bzw.
Gemeindeanteils ist hier wiederum der Versuch gemacht worden, Wien zum Teil als Land,
zum Teil als Gemeinde zu behandeln (über Methode vgl. S. 794).
        <pb n="648" />
        — 805 —

Es zeigt sich in diesen Ziffern noch viel stärker, als die Darstellung der Verteilung der
Ausgaben erkennen ließ, das Übergewicht des Bundes, Dies liegt darin begründet, daß die
Länder und besonders die Gemeinden in größerem Maße als der Bund über bedeutende nicht-;teuerliche
 Einnahmequellen verfügen, was hier nicht zum Ausdruck kommt und infolgedessen
len Bund besonders stark hervortreten läßt.
Die Steuerertragsverteilung weicht von der Steuerhoheitsverteilung nicht unbedeutend
ab. Der Anteil des Bundes fällt infolge der bedeutenden Steuerüberweisungen an Länder
ınd Gemeinden auf 61,8 vH, der Anteil der Länder steigt auf 18,1 vH, der der Gemeinden
auf 20,1 vH. Von dem Steueraulkommen nach der Steuerhoheit gibt der Bund also nicht
weniger als nahezu 20 vH an Gliedstaaten und Gemeinden ab. Die Gliedstaaten decken 43,3 vH
ihres Steuerbedarfs aus Bundessteuerüberweisungen, Etwas geringer ist die Rolle der Bundessteuerüberweisungen
 unter den Steuereinnahmeg der Gemeinden, Bei diesen werden etwa
65 vH durch eigene Steuereinnahmen gedeckt und nur 35 vH entfallen auf Bundessteueräüberweisungen.


In der Schweiz ist im Gegensatz zu Österreich die Verteilung der Steuerhoheit so geregelt,
 daß Kantone und Gemeinden je etwas weniger als */, des gesamten Hoheitsbereiches
n Anspruch nehmen und dann dem Bund mit etwa 39 vH ein nicht bedeutend größerer
Anteil verbleibt. Die Steuerüberweisungsbeziehungen zwischen Bund und Staaten sind auch
bei weitem nicht so stark ausgebaut, nur 9,9 vH des Bundessteueraufkommens fließen
als Ertragsanteil den Kantonen zu. Die endgültige Steuerverteilung weicht infolgedessen
aur wenig von der Steuerhoheitsverteilung ab. Immerhin entfallen 11,5 vH der gesamten
kantonalen Steuereinnahmen auf Bundessteuerüberweisungen, Innerhalb der Steuereinnahmen
 der Gemeinden spielen mit 1,5 vH die Ertragsanteile an Kantonalsteuern eine nur unbedeutende
 Rolle.

Die Vereinigten Staaten nehmen insofern — wenigstens im Verhältnis von Bund zu
Sliedstaaten — gegenüber den beiden anderen Bundesstaaten eine Sonderstellung ein, als sie
das Steuerüberweisungssystem nicht kennen und infolgedessen sich die Verteilung der Steuern
nach der Steuerhoheit mit jener nach dem Steuerertrag deckt. Im Verhältnis zwischen
Gliedstaaten und Gemeinden bestehen zwar, wie schon dargelegt wurde, Steuerüberweisungen;
;ie konnten jedoch nicht festgestellt werden und fehlen deshalb in der hier gebotenen Darstellung.
 Die Gemeinden verfügen mit einem Anteil von 46,5 vH über einen höheren Anteil
als der Bund (38,5 vH), die Staaten bleiben ähnlich wie die österreichischen Länder mit
hrem Anteil von 15,0 vH weit gegenüber den anderen Gebietskörperschaften zurück, nur
Jaß hier ihr Zurückbleiben zugunsten der Gemeinden, in Österreich zugunsten des Bundes
vor sich geht.
Die ziflernmäßige Darstellung erweist, daß ein rein durchgeführtes Trennsystem in der
Verteilung der Steuerhoheit bzw. der Steuererträge in keinem der drei Bundesstaaten besteht.
 Trotzdem ist eine verschiedene Lagerung der Schwergewichte des Steuersystems
der einzelnen Gebietskörperschaften zu erkennen und in der Schweiz ist sie bei der Ertragsverteilung
 im Verhältnis von Bund zu Gliedstaaten so ausgesprochen, daß praktisch fast
von einem Trennsystem gesprochen werden kanrl. Von dem Anteil in Höhe von 35,2 vH,
der auf den Bund entfällt, machen die Zolleinnahmen nicht weniger als 27,2 vH aus. In
Österreich liegt das Schwergewicht bei der Steuerertragsverteilung auf den Steuern vom
Verbrauch und Aufwand, den Zöllen und den Steuern vom Vermögensverkehr und Umsatz.
Demgegenüber sind Länder und Gemeinden in erster Linie auf die Steuern vom Einkommen,
Ertrag und Vermögen und unter diesen besonders auf die Ertragsteuern angewiesen, die sie
als eigene, gegenüber dem Bund ausschließliche Steuern in Anspruch nehmen. In den Vereinigten
 Staaten liegt das Schwergewicht der Steuereinnahmen bei allen gebietszörperschaftlichen
 Stufen auf den Steuern vom Einkommen, Ertrag und Vermögen;
beim Bund treten jedoch noch erhebliche übrige Steuern hinzu, während die Einzelstaaten
ınd Gemeinden fast ausschließlich auf diese Steuergruppe angewiesen sind. Betrachtet
man nicht die Steuerquellen, aus denen Bundes- und gliedstaatliche bzw. Gemeindesteuern
Aiaßan eandern die Steuerohiekte im enesten Sinne. dann zeigt sich in den Vereinigten Staaten
        <pb n="649" />
        — 806 —

jeutlich die Tendenz zur Trennung der Steuerobjekte. Die Steuererträge der Einzelstaaten
and Gemeinden rühren vorwiegend her aus der allgemeinen Vermögensteuer, die vom Bund
nicht in Anspruch genommen wird,
Im Verhältnis zwischen Gliedstaaten und Gemeinden ist kaum die Tendenz zu einer verschiedenen
 Lagerung der Schwergewichte der Steuersysteme zu erkennen.

Die Schuld des Bundes und der Gliedstaaten in der Schweiz und den
Vereinigten Staaten von Amerika

Anhangsweise sei für zwei Bundesstaaten die Verteilung der Schuld mitgeteilt:
Schuld des Bundes und der Kantone in der Schweiz
(in Mill, Fr.)
(Stand am Jahresende)

[924

1928

Gebietskörperschaft

Bund .......

Kantone ...

Summe. ....

S0N80-idierte

Schuld

Schwebende |
Schuld

Gesamtschuld


KOonNso-‚idierte

Schuld

Schwebende | Gesamt-Sehuld
 schuld

2 200,5

103,9 | 2304,4

1 987,3

165,4  2152,7

| 488,7

106,6 | 1595,3

1 574,4

66,9 ı 1641,3

3689,2 | 210,5 | 3899,7 } 35617 | 232,3 | 379,0

in vH

BUN bie

Kantone .........

Fa
au

59,65

49,35

59,09

55,80

71,19

56,74

.... 40,35 40,91 44,20 28,81 43,26
.- —_ —_ LI
| 1 ;
Summe.....| 100,00 | 100,00 | 100,00 | 400,00 | 100,00 100,00

50,65

Schuld des Bundes- und der Einzelstaaten in den Vereinigten Staaten von Amerika
(in Mill. $)

‘924

1927

Gebietskörperschaft

Bund ....

Einzelstaaten ....-.

&amp;gt;

....

Summe.....

n$

in vH der
Summe

in $

in vH der
Summe

|
21 251,1 | 92,44
1 738,6 / 7,56 19954
229897 | 100,00 | 205056 | 200,00

Auch die Schuldenverteilung zeigt die geringere Bedeutung der Gliedstaaten, die größere
les Bundes in den Vereinigten Staaten, das umgekehrte Verhältnis dagegen in der Schweiz.
Die Art der Schuldenverteilung bestätigt damit von einer neuen Seite das Strukturbild, das
bisher von der Ausgabe- und der Einnahmeseite her entworfen wurde.
        <pb n="650" />
        — 807 —
XI. Material zur Entwicklung der Finanzen ausländischer Staaten
1. Staatseinnahmen und -ausgaben
in enger Anlehnung an die Originalausweise (Staatsrechnungen bzw. Voranschläge)
R = Rechnung, B. V.= bewilligter Moranc he ann yon der Regierung entworfener Voranschlag

Belgien
in Millionen fr
Textliche Erläuterungen s. S. 834

Einnahme- und Ausgabearten

| 1912 | 1925 | 19026 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930
R3) | RA) [RO RO |BV.1BV RN

A. Staatseinnahmen

Irdentliche Einnahmen .......0.0.0000000000110000L ..
Direkte Steuern und verschiedene Einnahmen ......0..0.000000 000000
Davon Scheduleneinkommensteuern und Ergänzungsteuer auf das Ge-Saiten
 KOM pr EEE KR KK KK
Zölle, Verbrauchsteuern und verschiedene Einnahmen .,.......0..000-Davon
 Zölle... .0000000.n Kern nen en RE BE
Verbrauchsteuet v0... KLEE REF DRK KR KR EEK
Register- und Stempelgebühren (einschl. Erbschaftsteuer) .............
Brückengelder ı......0000.010000 10000 0L EEE EEE ERRKENETENE RE LUELENEE
Sonstige ordentliche Einnahmen... ER 4 S2H0 HERE
Zxzeptionelle EinnahmeN .......0...0.000.0000000 010 n EEE R ARE N ET
Kompensatorische Einnahmen....... 2..0.00000007004rK 0 EEE KENNT
ReparationseinnahmeN.........0...0.00 02000000 KREERRE
Außerordentliche Einnahmen ......... een nAnE
Davon Konsolidierte Anleihen ‚.... 2... Ka a
Einnahmen der Eisenbahnen, Marine, Post und Telegraphie?) ‚..........
Budgetäre Einnahmen insgesamt .... /
Finnahmen des Fonds zur Tilgung der öffentlichen Schuld,.............
Davon Zusätzliche Einnahmen außerhalb des Budgets (freiwillige Beiträge,
Zinseinnahmen, Verkauf von Wertpapieren und Staatseigentum;
Außerordentliche Dotation aus Budgetüberschüssen ...........

382
23 79

‘) an
161
7
R

4) 372

_x7

4 652
1 899

LC49
98
&amp;amp;-4s:


78
208
"MM
Ag

fe

6 489 | 8 408
2436| 2641

9176
812

8 729
821

9 159
3 000

2405 2460
1874 2210
1000 1330
2er 870
5353 3100
5 19
&amp;amp;' 8380
x 1
813, 936
1181 | 901
47| 56
.
- 930! %) 616 739 |) 508
gro © na9 1617 | 1510 | 11561
41, 1935 ı 0] .
z6| 1178| 96| 638| .
pl 200e| u 1200| .

B. Staatsausgaben

)rdentliche Ausgaben ‚......0.000000000000n 0ER EAU
Öffentliche Schuld ......0.0.000.00-00400 IE a E
Dotationen ........ DemAae 8
Auswärtige Angelegenheitel.........00000000r nn rer nEE EEK REHNE
:nneres und Hygiene....... FE KR OR RE RU KR KK FRE KR BE
Kunst und Wissenschaft .......-- AR HC RR EL Ka
„andwirfschaft .....0 0er nun AO KIM mim an BER KA
Öffentliche Arbeiten ‚...0...0.0..000000010K0rEnEEL Urn E nA nn NERNEEAEUEN
{ndustrie, Arbeit und soziale Fürsorge .......... BE REN
KOlOnieN rer ee Kl KÜCHE KER KKERKER FEDER BR KR KRK TEE ER Ka
Nationale Verteidigung ......0..- N
GendarmeriekorpS.....0...0.0.000. nun KORB
Finanzen. ....0.0.0.0.000 004 EHER RE WERE Kiki Mn
Wirtschaft „.....000000000000 000000 Ka here KERN KEEE
Steuerausfälle und Rückerstattungen ........0.0000000n. 0
\ußerordentliche Ausgaben...........-- ZU KA BER ER
Finanzen und öffentliche Schuld ......... KEREA RUHE
Ölfentliche Arbeiten ......00000000000000 anne
Sonstige außerordentliche Ausgaben ........ RE
Ausgaben zur Beparation von Kriegsschäden ........0..000000000000 0000
Ausgaben der Eisenbahnen, Marine, Post und Telegraphie?) .............
Davon Betriebsausgaben........... ....
Außerordentliche Ausgaben , Re
Ausgaben insgesamt ....

Ausgaben des Fonds zur Tilgung der öffentlichen Schuld,...............
Davon Zusätzliche Ausgaben außerhalb des Budgets (Außerordentliche
Tileungen und sonstige Ausgaben) ...

175
203
S
3
£
{
AL
32
27
1
91
2€
S
147

€

5 276
2526
15
165
39
5
42
%
zZ
1
59%
72
205
2
799
1 519
' 180
204
135
Dee

9 755
4 121
BE
340
96
154
997
98
464
667
13
SR: 1.189
105 144
274 374
915 1063
. 225 300 681: 570
4005 1.1 17 167
161 2 447. 350
59 55 217 | 53
640 577 397] 3438
226 2 799 900 %) 845
894 |?) 640 795) 701
232 | 3) 159 195 | 5) 144
"3076| 9533 | 10026 ' 10 F90 © 11513
321 2513 1597, 1849
1212| 2118 306 zer £

2
p Quellen: Annuaire statistique de la Belgique et du Congo beige 1914 und 1927/28, Budget des recettes et des depenses pour
exereice 1929 und 1930 und Moniteur belze vom 8. April 1927, 4. April 1928, 18./19. März 1929 und vom 30,/31. März 19380.

1) Vorläufiger Rechnungsabschluß. -— ?) Die ertragreichsten Steuern, die später durch die Scheduleneinkommensteuern orsetzt
wurden, waren: die Grundsteuer (30 Millionen Fr.), Personalsteuer (26 Millionen Fr.) und die Patentsteuer (20 Millionen Fr). —
) Die Einnahmen und Ausgaben der Staatseisenbahnen beziehen sich auf den Staatsbetrieb, der am 31. 8. 1926 durch die Gründung
ler Nationalgesellschaft der belgischen Eisenbahnen beendet wurde. — 4) In der Ausweisung unter Pages (Benutzungsgebühren)
ausgewiesen, die in der Nachkriegszeit nur Fluß-, Kanal- und Hafengebühren enthalten. -— 5) Telegraph und: Telophon sind im
Budget {ür 1930 nicht mehr enthalten. -— % Davon 3200 Millionen Fr. als Tilgungsrate für die Darlehen der Banque Nationale
de Belgique an den Staat.
        <pb n="651" />
        SOR

Bulgarien
in Millionen Leva

Textliche Erläuterungen 8. S. 834

. - = 1913 | 1925/26 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/30 | 1930/31
Einnahme- und Ausgabearten - — - ——
RR. OR | Roll RR Ü ®R [By law

A. Staatssinnahmen

GTUNdSteer ee KH E EEEKER ER KEG Ka min Ver
Steuer auf das Gesamteinkommen .. ka
Gewerbepatentsteuer ....... A
Gesellschaltsteuer .......... # KÄKOM KERN REREO HER
Gebäudesteuer......00.00000000 00000 RR RL rar
Hammel- und Ziegensteuer ....0000000000 ER RRE
Steuer für die Befreiung von der Arbeitspflicht................
I[mmobilienumsatzsteuer „............. B4 EG RE
Verschiedene direkte Steuern .. ———
Direkte Steuern ZUsamMeN .....0000000
Känfuhr zellen 4 ar a LEE ER ERS KERE Darren MER Ma mn Bine
Ausfuhrgebühren ‚0.000000
Gebühren für Lagerung, Statistik USW. 0.000000
Tabaksteuern ...0...000000 0ER KR RRRA
Akzisen auf Wein seen RER
Zuwendungen der Gemeinden ...0.0000000 rk
Vergnügungs- und Spielsteuer ....00000000r re
Patente auf Erzeugung von Verbrauchswaren ‚................
Akzisen auf Salz und verschiedene andere Waren .............
Akzisen auf diverse Getränke ......0000000 re
Zündholzmonop0l 0000ER RER
Monopol auf Zigarettenpapier und Spielkarten ................
{ndirekte Steuern zusamM®eN ..... 00er RL 5... _8i.,-_ 758383,9 619;
Gebühren vers see e REKEN E EEE EEE ı 6,4 623,6 590,9 6573
Davon: Stempelmarken 2.0.00 dd 407,2 375,6 406,C
Strafen und Konfiskationen ‚0er RR RR 1,2 72,2 75,0 87,4
Eisenbahn und Häfen .0eeeer ra S 954,4 | 1 071,4 097,5
Post, Telegraph, Telephon ....,......000000000000001011100000 26,6 | 234,1 227,1 2667
Domänen und Erwerbsvermögen.............. 2040040 12,7 580,8! 661,5 581,
Davon Staatsforsten s......0.0.0.0000000000 00 je PN 0,£ 49,9 61,2 60,5 »
SteinkohlenbergwWerke ...0eee ae E ö 9,5 25,° 90,3 £
Beiträge der Kommunalverbände zu Lehrergehältern .......... £) 247,8 “a 495,4 449,4 |
Diverse Einnahmen ‚00.000 10,4 166,8 114,0 102,6
Nachträgliche Einnahmen früherer Rechnungsjahre.... ...... 9,7" 539,9! 433.9 478,3 } 554,0
Ordentliche Einnahmen zusammen ............. ....00.0000000 168,7 | 6 647,7 | 6 574,8 6 954,1 | 7580,0
Außerordentliche Einnahmen zusammen ..,.........0.000000000 . 43,9 | 360.1 | 252,9 | | 054,2
Einnahmen insgesamt .... | 168,7 | 6691.6| 6945| 7207,0| 8 634.2 | PO

163,1! 157,8 156,9
82,0 4,9 28,8
127,4 1982
11,8 72 177
16,8 |" 202 9”
598) 63,7 | 61,6
398‘ 36,0! 4514
254) 293 427%
90 Gl 1

779,3 | 920,0} 942,0

2731,0
759°0

89,0
126,0
306,0
530.0

477,0 485,0
587,0 | 806,0
1 200,0! 226,0
6740.0| 7000.0

B. Staatrausgzaben

Öberste Staatsorgane ‚...0.0000000000 EEE 55,0 75,0
Staatsschuld....000rr0 REBEL 2107,01 2 290,0
EP 22,0 22,0
Außen- und Kultusministerium.....0000000000 rer ee 136,0 144,0
Davon Ministerium ...0.00000000 ER R KK 92,0 96,0
Bulgarische orthodoxe Kirche ......0.00000000000000000 44,0 48,0
Ministerium des Innern und des Gesundheitswesens ........... 431,0 442,0
Davon Verwaltung und Polizei ssesere ee 275,0 280,0
GesundhoitsweßeN ı....000e eek 156,0 162,0
Ministerium für ölfentlichen Unterricht .....00000000000000000 393,0 899,0
Finanzministerium .....00000000100ER ER RRRRERE RR "93,0 192,0
Justizministerium 2.0.0.000000EE LE Le era 184,0 207,0
Kriegsministerium. 0.0.0000 RR 120,01 1 087,0
Ministerium für Handel, Industrie und Arbeit .,,............., 129,0 135,0
Ministerium für Landwirtschaft und Domänen .........0..0000 200,0 201,0
Ministerium für öffentliche Arbeiten ....000000r 368,0 394,0
Davon öffentliche Bauten. oe 207,0 233,0
Arbeitspflieht ıııeer er RER 161,0 161,0
Ministerium für Kisenbahn, Post und Telezraph ............... 271,0 283,0
Davon Direktion der Eisenbahn und Häfen ................. 55,0 55,0
Direktion der Post, Telegraph, Telephon ............. 276,0 228,0
Luftfahrt!) oo.0000000000 0ER 3001| 37,0
Ausführung des Friedensvertrages®) ‚..ı0ee 37,0 37,0
Zur Tilgung der Staatsschuld gegenüber der National-Bank von
DBUlgArON ı er Kr a KERLE EEE RER RR RE na ren FM —
Fonds, die im ordentlichen Haushalt enthalten sind............ 554,0
Ordentliche Ausgaben zusammen ...............,. 2.00... 359,2 | 6 483,7 | 6 339,6 | 6 399,2 | 6 502,8 6 999,0
Außerordentliche Ausgaben zusammen........... Ba ‚851,8 660.4 532,2 ) 566,0 .
Ausgaben insgesamt ..., | 359,2 | 7335,5 | 7000,0 | 6 931,4 | 8068,8| . |
Quellen: Für 1913: Annuaire statistique du Royaume de Bulgarie 1913—1922, TeilC, S. 12—29, Für 1925/26 — 1928/29: Banque
Nationale de Bulgarie, Februar 1930, Nr. 1 8.30. Zur Aufgliederung einzelner Posten: Annuaire statistique du Royanme de Bulgarie
1928, S. 380/337, 344/345. Für 1929/380—1930/31: Banque Nationale de Bulearie. Mai 19230 Nr 84 a no

*) 1925/26-—1928/29 unter Eisenbahnministerium, — *) 1925/26 — 1928/29 unter Finanzministerium, — %) Die Gesamtsummen
für diese beiden Ministerien betragen It, Banque Nationale de Bulgarie, 1980, Nr.1, 5.30 für 1925/265:1 550.0 und für 1927/28:
( 457.4 Millionen Leva.
        <pb n="652" />
        — 809 —
Dänemark
in Millionen Kr.

Textliche Erläuterungen s. S. 834

Einnahme- und Ausgabearten

1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/80

R.

| KR. | &amp;amp;.

RR.

BR. HB. Y.

A. Staatseinnahmen

Domänen (Übersehuß).....0.000000000000040E EEE ERERRK REKEN — 2,1 — 21 — 17 — 16
Betriebe (Überschuß).......0.00000000001 00000 SRG —25,1 —36,55 —32,33 —23,7
Zinsen (für die Nachkriegsjahre Saldo} .......... TER nk — 4.0 83 — 2,8 2,0
Steuern und Abgaben. ee. eier eekrkKERLER HREEEKE 405,9 362,0 | 342,4 340,4
Grund- und. GebäudeSteUeF . . 420 44a FE DEE FEN EEK BEE KR EHE KK 11,6 11,4 | 11,4 11,4
Steuern vom Einkommen und Vermögen ......0000000000000001 000 rer 146,5 102,1 | 96,5 92,5
Davon Einkommensteuer „....... KAFIRKECK ECK ER KR KR ER 101,1 64,5 62,8 62,5
Vermögensteuer.......,,.. ROCK KR KO KR 45,8 37,38 33,7 30,0
Vermögenverkehrssteuern ............ RE URN ER KRRRERKERA RER ARG 22,2 20,3 158,9 14,6
Verbrautehsteu0tE a cas kr eu KR EEE EEE KERR EEE WR RER BE 209,4 205,6 202,6! 210,4
Davon Zölle. s.000rer en er RER 79,7 88,5 89,6 | 89,9
Branntweinsteuer ...... Ei &amp;amp; RO RE 33,0 28,7 087,6. 277
Biersteuer su. a0. 0 Kur CR KRORREEKEREKE HERE 29,6 26,2 25,2 26,0
BewirtungssteU@r ‚......01000.1.0004000E 0A KELLER 19," 15,0 14,6 14,8
Fabaksteuer ......000000000 04ER LER KER KR KER ER KEEKER RE 28,1 22,4 23,5) 29,5
Schokoladen- und Zuekerwarensteuer ...0.0.0.0.0.0000000100000 72,0 10,2 10,0 0,7
Gebühren USW. ....0000000000000001 000 Wwe 16,2 13,5 13°0 | 11,5
Überschuß aus dem Valutafonda ........ ‚.. RR E — "st —
Überschuß aus der Klassenlotferie. .........000. 00er 2,5 7 2,6
Verschiedene Einnahmen ...... We4n W000 3,5 3,3
Laufende Einnahmen zusammeN ......000100000000000 KR REKKA A 382,7 323,0
Kapital-Einnahmen Zusammen .... 284,8 43,9
Davon Einnahmen aus Vermögel s...0.0000.0000000r 0ER 7,6 1,3
AbschreibungeN ‚...0.00000 ern enrEHn AREA EEN — | 16,0 17,6
Rückerstattung von Guthaben ‚.....0...000000000 000000 EHRE 0,5 6,4 4,0
Aufnahme von Anleihen „........0.0000001 2 20rEEr LE aR AL 2,8 185,8 4,0
Verkauf von Wertpapieren ......000000007 000er KAR 0,9 8,3 3,3
ErbschafieleMeL a Kr a Ka KR RE RER RER GERA RER — 12,8 13,0
Steuereinnahmen des ValutafondsS .....0.0000000000000 000 — 23,6 | bg usa u.a —
Abnahme der Finnahme-, Zunahme der Ausgaberückstände.. .  * 3,9 | BR 291 —
Einnahmen insgesamt ....] {28,11 667,5| 471.4} 520,1 | 744.6 | 366,9

B. Staatsausgaben

Yherste Staatsorgane.......... Ka KE KEEE Be game ni FR
Ministerium für Auswärtiges ........... SA
Landwirtschaft ......... # FOYER PERL RNGE
[NNATES ser
Gesundheit (und Soziales) .........00000000000 000000
jffentliche Arbeiten ‚......0...00000000000000001 00444
"ndustrie, Handel und Schiffahrt. . A
JS a a Dear +
Bir rr pr rer rer HAARE KAHN
2.08 + Unterricht (einschließlich Kunst und Wissenschaft) ...
Kriegsministerium ... 2 KA
Marineministerium
Militärischer Teil ........0.0..0.0004 Sn
„‚Ziviler Teil (Handelsschiffahrt) ..... HA EHRE HE
“1Nanzministerlum .......0.0..0.- PER RR K EEK
ATÖRLENC, 40 € KU RE k EEE ee Alk KORB
Pensionen, ...- . Ans mm Sn
Laufende Ausgaben ZUsamM®eD ‚....000000100010 0ER TEAK
Bewegung des Kassenbestandes der lfd. Rechnung .. KEN
Tilgung der Staatsschuld ............04- 26 RR WR HE BR
Investitionen .......0000000001 400 4 HEHE KORK RE
Privatbahnen ..........,00000 BERN REN HERE EHE EM EI
Üarlehen und Vorsehüsse..........0.0.0.000001 10010 10ER EEE
Verschiedenes „.....0000000000 10 RR EEE ER EEEE RR ER RER R A KELEE HN
Zunahme der Einnahme-, Abnahme der Ausgabe-Rückstände .... .. K
Kapitalausgaben A DEE * . 6
Bewegung des Kassenbestandes der Kapitalrechnung ..0000.000000000000 Sm 8 BL IL
Ausgaben Insgesamt ....| 123,6] 672,1] 474,4| 5264| 726,1 | 377,8
„Quellen: Statistisk Aarbog: Bd. 20 (1915) Tab. 143; Bd.33 (1928) Tab. 162; Bd.34 (1929) Tab. 162: Statsregnskab for
Finansaaret, 1928—29: für 1920/31 Foreirn Offiee Journal 1929, S. 182.

1) Bis 1918 auch Island. Für Grönland Netto-Ausgaben, die ab 1926/27 durch einen Sonderfonds gedeckt werden. — ?) Davon
1927/28: 63,4 Millionen Kr., durch einen Kassenkredit bei der National-City-Bank, New York, gedeckt, für die vorübergehende
Errichtung einer Dollarrechnung bei der Landmansbank; 1928/29 wurde die Dollarrechnung aufgehoben, der Kassenkredit ab-Zedeckt
 und statt dessen das in der Landmansbank festgestellte Bilanzdefizit mit Hilfe von Anleihemitteln in Höhe yon 136,1 Milonen
 Kr. gedeckt. Außerdem wurden 1926/29 59,7 Millionen Kr. zum Ankauf von Wertpapieren verwandt, — 3) Ohne Nach
-ragsbowilligungen, Die Zalılen des Regierungsvoranschlages 1930/31 lauten für Laufende Einnahmen: 321,7, für Laufende Ausz7äDen:
 311.1 Mill Kr
        <pb n="653" />
        — 8S10 ——

Finnland
in Millionen Fmrk.

Textliche Erläuterungen s. S. 834

Einnahme und Ausrabearten

1914 | 1025 | 1926 | 1927 | 1028 | 1929 | 1930
RR | R&amp;amp; RR R. Pan

A, Staatseinnahmen

Ordentliche Einnahmen zusammen .........,....,
Staatsbesitz ®) ........0.... KEEP KE
Davon Staateforsten ‚........ HER KR WR
Staatseisenbahnel 2eeeeeeee rer Ark S
Staatliche Industrien .,.... zB HE kr lle nnek
Zinsen und Dividenden SHISHA KE
Dirokte: StOLCPIE rk Kr KEE ZU BEE EN Klee eat aa
Davon Einkommen- und Vormögensteuernt ..............
Erbschaft- und Sechenkungsteuer.... xx

DONE ver eenr EE WE ESCHE BE
Verbrauchsteuem ..... LEO WER
Verschiedene Steuern....... . FA
Davon Stempelabgabon.......0000000004000 00ER
Abgaben bei Benutzung gewisser Staatsanstalten ..........
Davon Post und 'Telegrapi eesser sera E
Verschiedene Einnahmen ........ EA
Außerordentliche Einnahmen ZUSAMMeR 1.00
Davon Rückerstattung von Darlehen .... FOL GRER
Aufnahme von Anleihen ..,.... +.
Außerbudgetäre Einnahmen zZusammMeN ................. 0...
Einnahmen insgesamt ‚...
Aus den Üherschüssen früherer Jahre ...

167,8 1)3316,2 11)3 424,0 4475,7 4198,8 4371,6
79,4 1170,21 291,9 1655,6 1640,5 1719,8
16,3 287,6 | 248,3 407,2 328,0 | 241,0
585. 726.2 786.5 891,9! 954,8 | 968,8
—” | 1086. 185,8 2080| 2373| 3814
19° u 943 618) 710
6,9 370,0 428,1 566,5 500,7 562,0
2.4 365,4 423,7 562,9 500,0 560,0
I 8 8°0 _
175,2 ‘021,5 389,6 214,6 ‘210,1
178,5 , 184,4 215‚C 2020 215.0
164,9! 1933 306,4 251,0, 261,5
1510| 179,8 290,1 285,0 260,0
1436 1780 209,9 222,8! 2502
105,8 | 188.1 156,4 1714 1842
)113,8 | 1) 126,8 ' 132,7 165,2' 153,0
354,2 587,6 561,9 26,0% 97,7
9 19 15,7 24,0 15,8
11, 368,6 | 686,4 8350 -
0,7| 126 284} 136 348 -
169,0 | 5683,0 | 3.970,0 | 3.986,1 | 5072,4 4222,8; 4469,53
„| 269,61 1067| 23 — | 495 12642

B. Staatsausgaben

Ordentliche Ausgaben zusammen ‚...... v
Obörste Stantsorgan® var kr KE KRRRERE BERKER EL RC
Unter der Kanzlei des Staatsruts stehende Verwaltungszweige
Ministerium des ÄUßerelesesenrreerr nenne
Justizministerium .......00000101000000 0000ER EEK K
Ministerium des Inneren 2eserere rer EEK KREE
Finanzminist@ri aa. e. a ku Kr HA KEG BER KEG
Wehrministerium ‚.0eereere rk
Unterrichtsministerium ‚00.000000 Ley
Landwirtschaftsministerium ..,.- 2000:
Davon Forstwirtschaft ...0..0.0000er re RER RE KE
Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten .........
Davon Straßen, Kanäle USW. veererrr ee en
Post: ad TOleRTaDi ea a KERRE BEE EEE DEE
Staatseisenbahnen ....00000000000000 ...
Ministerium für Handel und Industrie ......00.00.0000000000
SozialministeriumM .....00.00000000h0r ra rar Laer es
Verschiedene allgemeine Ausgaben ..., 2.000 eek
Pensionen und Unterstützungen ‚000er
Staatsschuld”)..z 0er KEEKEER RER TE EA ER HR RR SR BE Hi
Staatliche Industrien ...... - AS BEE
Davon Alkoholindustrie ..
Außerordentliche Ausgaben ZUsamMAN ‚ie een
Davon Wehrministerium ‚0.0.0000
Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten...
Stantsschuld........0..00.000000 Bern ak
Außerhudgetäre Auszaben ..... ....... lH KAREL VE
Ausgaben insgesamt ....

157.0

1,7

A
an
U
11,
5,
52.4

{3

U
in

{ 185

22204

33,6
11,7
25,t
B6,°
182,5
53;F
DO
350,
326,4
131,7
773,0
6?,*
97,2
14,7
51,5
38,
Sa

5 900 5

18,4
10,7
29;
94,5
226,6
Be

31
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1137
367 8
E£n
54
60,3
431
591

7
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n7

Fa

© 329,2
22,7
115
30,5
103,0
233,1
57,2
4111
426,0
278,3
153,1
309,8
63,0
101,3
857,6
57,
47,1
4871
86,7

8 567,7
20,2
12,5
31,7
107,5
243,2
65,6
433,0
462,6
324,6
1992
976,6
80,6
112,4
592,9
62,7
94,
33;
95,4
443,1
160,8
57,9
478.0
186"
ae”
AAN.

3501, 3797,4
19,8 20,7
13,4 14,7
34,7 54,4
109,6 112,4
253,2 272,2
69,7 68,8
432,9 | 456,0
464,7 | 495,8
338,4 | 357,7
196,8 | 143,7
1015,5 1084,2
93,7 116,0
2112 119,8
709,7 734,1
64,0 70,7
107,1 107,2
28,7. 42,8
106,2 / 112,2
257,3 259,7
186,3 287,9
AR 52,2
770,&amp;amp; 798,1
146,7 188,5
282,6; 309,8
10.0‘ 10,0

4272.31 \ 595,5

Quellen: Statistisk Ärsbok för Finland 1915, Tabelle 334; 1926, Tabelle 209: 1927. Tabelle 213 : 1928. Ta helle 218; 1929, Tabelle 217°
Suomen Asetuskokoelma (Finanzeesetz), Nr. 6. 1930. S. 9—86.

1) Rückerstattung von durch den Staat gewährten Darlehen (1925: 9,9, 1926: 19,5 Mill. Fmk.) wurde bis 1926 unter Ordentlichen
 Einnahmen gebucht. — 2) Betriebe brutto, — 3) Unter dem Posten »verschiedene Steuern« 1914 ist eine Nachlaßabgabe
antbalten, — 4) Die Einnahmen aus Staatsanleihen werden in der Vorkriegszeit nicht in der Haushaltsrechnung ausgewiesen —
5 Darunter 15.0 Mill. Fmk. Militärbeitrag an Rußland. — 6) Einschl, Tilgune.
        <pb n="654" />
        u. SI

Frankreich
in Millionen fr
Textliche Erläuterungen s. S. 835
' 1918 | 1925 ] 1926 | 1927 1008| 1000 [1800
; © RO RR |RY Ru lBvO RD
A. Staatseinnahmen?)

Einnahmearten

Direkte Steuern ... . u Kam]
P’axes aesimil6es 00.400 442020 HKEREER EEE EEE Kraaa
Registrierungsabgaben ....0.000000000000 000000000220 010RELER LEERE
Stempelabpaben +. 02. ar HRR KEANE KEREER KEEEKEKKEEG
ZUFrSEH UMNBELZSECHONT kr Krk KA RERE re Wale HA RE Wa EEG
Steuer auf das Einkommen aus mobilen Kapitalient ....0..0000000000 0000
TS TZEtCHER RR HE KR RREEE KORREKT EEK
Steuer vom Umsatz zwischen Nichtkaufleuten ......0.000000.000000 ne
Zölle (ohne Zuekerz0ll) aa..00 00: HEHE KEEF EREKE EERFFER KEE KREE
Zuckersteuer einschließlich Zoll ........ ER CE KO E
indirekte SteuemM ....000000000 1000000000 en. EEE.EEN
Monopole und staatliche Erwerbsbetriebe*).... GR RM KEG
Domänen und Forsten (brutto). .......0.000..0000044 0001000 AK
Recettes d’ordre und verschiedene Budgeteinnahmen.........0.00000.0000
Ixzeptionelle Einnahmen (ohne Kriegsentschädigungszahlungen).........
Zinnahmen aus Algier ..... .. nk 8
Einnahmen des Budget göNETAl sc.000000000004000000 0ER KEE
Bewilligte Einnahmen (nach dem FinanzgesetZ} ı......0000000000000 1000
3Zareinnahmen des Trösor aus Reparationen “)......000.00000000 00000000
B. Staatsausrah:n

9134 278
503 525
3709 4258
1893 2019
347 629
3524 3623
8509 9755
24 19
5460 3936
1081 1103
7169, 7682
)' 557 2) 566
445 |" 487
45] 4766 | 4568
42 288 { 250
23 22° 24
5.092 |21 816 | £1 337 | 45297 | 47.294 | 45431 (48722
— 133151 E7 409 ; 39728 42497 | 45 431 | 50 465
| 1268| 2422 3243.93 571 "4 550 53 977

215€
63 390
234 5123
241 1072
10, 14€
138 | 1.939
— 454
778 46
191 4
698 47
1035 7f
62
212
256
al

Ausgabearten

R. | B.V.5) | B.V.5) | B.V.S) | B.V.S) | B.V.9 | R.V.

ANaDZMiISCETEHE ae KERNE KR HERR KR FE FE KERN
Davon Schuldendienst und Pensionen ..........0000000001001 000
Oberste Staatsorgan® .....00000000000000r 00ER
Justizministorium ae r4 KERERER KHRRERKRKEE KEEER KKKERKECHE
Ministerium des Auswärtigen „........... nah KR RE KR CH EEE
Ministerium des Innern ‚......- GO RI EHI A HH N
Criegsministerium ‚... EHRE KEEGG
MarineministeriumM .......0.000000000 0000000 Kenank Be
Ministerium für Unterricht und Kunst,... -
Ministerium für Handel und Industrie’) .... #8
ftfnhrirministeriulE ran rear EEE EEE HER KEE KRREEE EN BER
Ministerium für Arbeit, Hygiene, Wohlfahrt und soziale Fürsorge.......
Xolonialministerium ...00.0.0000000000 00000 RE KENN
LandwirtschaftsministeriumM ‚......0.0.000004000 HEERES
Ministerium für öffentliche Arbeiten ....... +
P&amp;gt;ensionsministerium... ve.

1 681 | 22764
1284‘ 18 562
20 45
62! 148
21 132
150 342
262 3467
53 155%
328 72€
'\ 363
85 Dh 811
103 254 269
70; 227 247
389 | 1900 65
" 2 m49)} Ba0

24 888] 24959 25279 ' 25226 72°
20288 21727 21690 22157 28 580
47 70 74 79 98
153 206 246 298‘ 307
166 185 236 259° 279
361 532° 73€ 1000’ 1212
*297 5075 6031 5746 6069
A433 °79° 0" 72483 2683
778 267 31C* 3250
7% 210 &amp;amp;% 49
= "1779 71 996
8387 7959 2:4 1769
370 2157| 515, 546
"1 el 2403 548
107 | 934 ‘ 2539
ßRA| 792 1.066
7177 39541 | 42445 ' 45 366 | 48 666
1297 42673 | 45 152 4999| -
„1 163600 |53 325 Is)3 361

Ausgaben des Budget gön6ral (nach dem Finanzgesetz)..........0..0..0
» » v9 » Finanzgesetz und Nachtragsbewilligungen).
Schuldentilgung einschl. Entischädigungszahlungen an Kriegageschädigte
auf Grund der Reparationseinnahmen ....

3 0€7

.

Autonome Tilgunrfs”asse
Rrutta

Gesamteinnahmen „.......
Gesamtausgaben .........0000004000
Yberschuß (+) bew. Fehlbetrag (—)........
Netto
Vettoeinnahmen aus Steuern und dem Tabakmonopol .......0.0.0000044
freiwillige Beiträge EERREKAKRRRERKERLKKERLARNLEREKREN VERA ERKENNEN HEG
Jberschuß der Emissionseinnahmen über die Tilgungsausgaben .........
Budgetüberschuß ‚......00000000.004- na a ER ERENERE
Sonstige Einnahmen ... HP a
Vettoeinnahmen Insgesamt ..........

29 104
25 686
+3418

56 983
63 729
4.3254

25095
26.262
— 1167

838. 5355: 6009
202 28 2
3030 | 1663| —
— _ 490
15] 21 18
; 185 | 7067

6519 + | +.
D die Emissionseinnahmen 5 703 [*)3 000 153 500
Überschuß der Tilgun ausgaben über die Emissionseinna VEKOMUHG GE
Äntoil an dem Zinsen“ und Tilgungsdienst der 6% tilgbaren Renten, der ') 663 ] °) 660
6% tilgbaren Obligationen und der 5% Renten .......000000000000000 331617 /)1 421
Zinsausgaben ......000000 2er .
Sonstige Ausgaben ..... we: 167, 8813 7686 ; —
Nettoausgaben A .. * 5 . _ 1418 A AS | ; ;
Srschuß (+) bzw. Fehlbetrag {—) .....0.- Werte Ö A028 una 14. Fon ,
 Qustionr Journal offieiel de la R6publique francaise:; Lois ot dierets: a! Wa Mr er S. 15351; 8. B. 1929
Documents parlementaires, Chambre des deputes, S. 0.1928 Annexe Nr. 604. S, 142211. “ Dr 1098 Annexe Nr. 742 S. 796 ff. Budget
Annexe Nr. 2245 S. 74 ff. und Annexe Nr. 2247 8. 153. Documents parlementaires, Senat, Eee Anndo 1927 Nr, 455, 5. 439416
yen6ral de ’exereice 1926, 1927, 1928, 1929 und 1930. Bulletin des lois de la R6epublique Ir: 1

_.}) Vorläufige Abrechnung; Situation r6sum6e A la date du 30, avril 1926, 1927, 1928, 1929 du montant des recouvrements hudge-;aires
 de P’exercice 1925, 1926, 1927, 1928. — *) Ohne Ertragsanteile der Departements und Gemeinden, — *) Die wichtigsten Be-;riebe,
 die Monopole werden netto ausgewiesen, die Überschüsse und Fehlbeträge der Staatseisenbahnen, der Eisenbahnen von Elsaß--othringen,
 der nationalen Sparkasse werden in Sonderkassen geregelt. Seit Errichtung der Autonomen Tilgungskasse fließen die
Sinnahmen des Tabakmonopols dieser zu. — *) Diese Zahlungseingänge machen nur einen Bruchteil der tatsächlich erfolgten
Sachlieferungen aus, da den Empfängern von Sachlieferungen eine Bonifikation von 10 bzw. 7,5 vH gewährt wird und die Bezahlung
ler Sachlieferungen an den Tresor auf der Basis langfristiger Kreditgewährung erfolgt. — 5) Von der Finanzkommission geschätzt,
= %) Durch Finanzgesetz bewilligte Kredite, also ohne Nachtragskredite. — Abrechnungen werden erst viele Jahre später ausgewiesen-—
 *) Einschließlich Post und Telegraphie. — ®) Bisher im Handelsministerium und Kriegsministerium enthalten, — *) Voranschlag.
- WW) Tatsächliche Einnahmen von Januar bis Dezember 1929 ohne Recettes d’ordre und Einnahmen aus Algier; 47314 Millionen fr.
        <pb n="655" />
        812 —
Großbritannien
in 1000 £ ;
Textkhche Erläuterungen s. 8. 835

Einnahme- und Auszabearten

1913/14 | 1925/26 | 1026/27 |1927/28 | 1928/29 | 1929/80 | 1930/31
RO RR | R&amp;amp; ‘RR RR

A, Staatseinnahmen?)
A EEE | 35450 | 103 487 ' 107 515 | 121620 | HS9721 119805
Davon Tabak ........ „4 RC RG ER EL 18290| 53592 63946‘ 58 207 59 195 | 62 794
7erbrauchsteuern ....0.000.0000000 104 SA 39 590 | 134560 132978' 139200 134000 | 127 500
Davon Bier, Spirituosen, Wein .... SEHE ER Br LEE 33 1263| 118311 115822 118 488 110 046‘ 124 804
Kraftfahrzeugsteuer usw. ‚.... PETER EEK E EEK EN x 18056 21393] 24518 25357! 26802
Örbschaftsteuern .... EFE HES DE KK HRS kn 27359 61200 67320 | 77310 80570! 7977C
Stempelsteuern 2.00.00 EEE REKEN 9966| 24700 24750 | 27030 30060 | 25670
Grund-, Haus- und Bergwerksteuegr .....0.0.0.000000000000000 2700 950 880 780 840 880
ZinkOMMeNnsSleuer . 04004 rk RER ARE KER ee EREL KR EEE HE 47249 | 259411 234717 | 250 583 237 620 | 237 426
Zuschlagsteuer ..0..0000000010700 0ER KRAGEN " 685101 65910| 60600| 56150} 56390
Vermögenzuwachs8teuer ‚.......0..1000000000000 00 HERE E EN 715} &amp;amp;
XrioegsgewinnsteUer ........0.00000000104 00ER ara KR EE . 2000
Xörperschaftsteuer .............0.0.00. 4 HRS IR KR “ 11 670
POS rear WR Ka EHE 30800 | 57350
Domänen und Forsten vier erer eek A HE 530 950
Einkünfte aus verschiedenen Anleihen {an fremde Staaten und |
Dominien). .............4,.. ‚ 1580' 14945 22854 23953 28111
Verschiedenes. ....... .. . Ve 2304 54273 59054 61381, 56545
Davon Zinsgewinne des Reservefonds der Schatzamtsnoten 5960| 6810‘ 6660| 4442
Gewinn aus der Liquidierung dieses Reservefonds .. — - 13423 .
Postsparbank esse ee rer RR 1579 | 2812 2922 2990 .
Verwaltungseinnahmen, Gebühren u8W............ 1943 ‘ 8194 2777 8365| 3405 . s
Jberweisungen aus dem Wegefonds an den Haushalt ».,) 7000 12000 | ® : .
Liquidierung von Kriegsgeschäften..........,.... 7194 3108 | 3 134 2024 . s
Liquidierung feindlicher Vermögen. ............ 11807 9216| 4288 | 4820 | .
Reparationseinnahmen (einschl, Recovery act) .... 10 150 9608 14 500° 19950 ‘ .
Einnahmen insgesamt .... 198243 | 812062 | 805 701 | 842 825 | 836 435 | 814 971 ! 823 570

B. Staatsausgaben!)
i 24500 | 358 229
. 50 000
1395| 17455
. 780
9734| 14454
. 4 860
16M' 2372
37323 | 898150
786 | 3.253
1651 9375
767 1282
884° 6111
. 116
4743 12184
251 382
325 405
2448 1945
19450 48596
21093 39000
. 13 370
1599| 25320,
341 298
877
283 289
3238; 9072
. 96 463
1341

Staatsschuld. 0.0.0000
Davon TÜÄSURE a: Hi ER ERROR ED KCE RE HR
WegebaufondS ......000000000r 00ER KERNE RK EN
Änsiedhing ...00.00000000000 00ER RR E EEE
Überweisungen an Lokalbehörden ........ WAR am BR
Zahlungen an Nord-Irland ...0000ee rer n EN ENE
Andere Leistungen aus dem Konsolidierten Fonds .......
Leistungen aus dem Konsolidierten Fonds zusammen ‚......
Zentralregierung (Parlament, Kabinett und Schatzamt) ....
Reichs- und Auswärtige Angelegenheiten ‚.........0000000
Davon Ministerium des ÄUßerent s...0000rerr rer EG
Ministerium für Dominien und Kolonien .........
Ministerium für Indien ‚.........- 4 Die HE
Rechtspflege und Inneres ‚.,.,,. we al
Davon Polizeiministerium ‚0.0.0000
Oberste Gerichtshöfe und Grafschaftsgerichte .....
Irland (seit 1922 nur Nord-Irland)..............0
ÜUnterrichtswesel, ...000.000000000r rk 00ER ER REREREI
3esundheit, Arbeit und Versicherung .........00000000000
Davon Arbeitsministerium ....... u.
dandel und Industrie v....0000r er
Davon Handelsministerium und Transportministerium ...
Abteilung für Überseehandel ................000.
Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei ‚..,
Allgemeine Dienste (Bauten, Druckerei, Bürobedarf) .......
PSRSIODED akt r ER EEE HENE FE TN fe en ME GR eime WR Mad m
Verschiedenes (künftig wegfallende Posten) ......,........
Überweisungen des Schatzamts an Lokalbehörden..........
Zivilverwaltung (Civil Services) Zusamman ................

53901
28346 4*25
48833: 59657
„ij 1547
4 483 11 360
40T SB
106 289 ' 124 €P7
ı 197493| 826 100 |

247 963

HO8P ......... Kae Ka
Marine essen een AAN
DURFTE dark air KERN TEE EEE TER DEE Banane nen
Verwaltung der Steuern, Zölle und Verbrauchsabgaben .....
Post .... . '
Sonstige Verwaltungen zusammen ,...... PN
Ausgaben insgesamt ....

378 584 355000 355 000
60 000 50400 50 400
17 373 22600 23650
14'172 | 15369 15203 | 15000.
5767| 5277, 5100 5400° 5700
2869 3657 2807 3500 3300
418 765 ' 9° 785 413241 401500 3887650
1949' 1993 2038 1922 2066
“AI9 7681 5580 6186 5890
v8 1210 1237 .1807 12%
°5 #129 1722 2154 16505
% 212 18 10 IB
‘“ "38 12625 12124 12415 15896
406 420 418 431 462
101 361 2. .
122 2033 2049 2127 2106
53175 53258 49456 50110 55138
40313 72867 75905 86948 96996
11081 10702 ı 11480 19812 26591
15401 9948| 9145 10634: 12320
493 631 294 3830| 416
322 880 311 3791 508
1994 1892 2062 | 2954! 28312
8573 488 8231| 8260| 38486
100118 ı 6z 290 58 661 | 56357; 54244
665 1353! 995! 142
15660! 44508
295 686
40500 41105 40500
56920 55865 | 51739
“050, 16960! 17850
537° 11998! 12134
0! 591051 60275
182307 . 185.033 | 182 495
O7 TERM ARE
842 Z0E | 835 FR5 ' 818 04] | 836 020 | 365 834

Quellen: Finance Accounts 1913/14 und 1925/26 bis 1928/29, Civil Estimates, Army, Navy and Air Estimates, Estimates 107
gevenue Departments für 1929,30 und 1930/31. Financial Statement 1929/30 und 1930/31 (für die Einnahmen und für die Lei
;stungen aus dem Konsolidierten Fonds).
*) 1929/30 in den Ausgaben bewilligter Voranschlag (Schlußsumme der Abrechnung: 829,49 Mill. £). — 1930/81 in den Einnahmen
&amp;gt;hne die vom Finanzminister vorgeschlagenen Tarifveränderungen usw., die einen Mehrertrar von 48.6 Mill. £ schaffen sollen.
        <pb n="656" />
        — 8183 —

Australischer Bund
Finanzen des Bundes in 1000 £
Textliche Erläuterungen 8. S. 835

£innahme- und Ausgabearten

1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29
IR OR R.

1
im!

Fe x. -

A. Bundeseinnahmen
AU BEER | 12 652,7 |
U ET .. 2.325,3
Davon Bier ac...00.00000000000000 EEE EG Ban 792,2
DPIFITHOSSEE era Kr KK HE KORK KIM Bar Sn 421,5 |
"TADAE kr BE 4 KR WERKE DE EFO RR RE FRE DE KR E RH 927,2
Landsteuer ........ auf EHER HER 609,9
Erbschaftsteuer ............ SA
Einkommensteuer .......0.0.00.0000 —_—
VergnügungsteueT .......0.00.000004 FT
Kriegsgewinnsteuer .. Kr Da
Steuerliche Einnahmen zUsamMeN ....000.0000000040441 rer
Bisenbalhn. a.....0.00) + kt Kar ame ne Anm mem klein KA RRR R KR RE
Öffentliche Betriebe zusamMeN ..........000000000401 EEE
Andere Einnahmen ............... Banır Hk
Davon. ZÄNSCR | ka Ka KK KK &amp;gt; RER KÜRUKR KOHER HIN EDEN
MÜBZE | 4: SEE DE DES KR BEE die 5 KORK RE RE HE
Reingewinn aus Notenausgabe ..... 4 HERE KO KR
Konsolidierter Einnahmen-Fonds zusammen ...........000000400000
Reservefonds zum Budyetausgleich (4- = Entnahme aus dem Fonds)
Ungedeckter Fehlbetrag ........0.0.000P.000000000 00ER
Erfordernis für die laufenden Ausgaben ............0..000000000004
Einnahmen des Anleihefonds ..........0...00000000100E KK KK
Kassenbewegung des Anleihefonds (4 = Entnahme aus dem Fonds)
Bundeselnnahmen insgesamt ....

27 839,9
11 359,0
5 847,9
2 026,4
3 4571
2521,9
1 411,3
10 858,1
460,3
ae

31 832,6
117199
6 103,0
2 061,6
3 534,0
2615,9
1.362,3
'1.126,2
366

29 848,4
11 598;3
6 155,7
1 881,0
35446
3 027,2
1 752,1

29 502,8
11 555,8
6 190,7
1 757,0
8 597.1
2 988,9
&amp;gt; 080,1
841,5
358,7
24.3

54 373,0
10 771,7
349€

58 ©
11 606,8
A777

‚6 627,5
12 304,1
503.7

56 303,5
12 813,4
591,0

13 404,4
9 276,7
7 611,6
92,9
8170
"6946
78 084,6
2358,9
28 160,7 81 348,5
2 100,0 15 659,4
+55,8 —.1 520,7
25 316.0 | 105 123.6 | 86 376,6 | 113 626,2 | 95 482,3

Überste Staatsorgane ...... 4 KACER ER EEE BEE BE RE 596,9
Ministerpräsident ....0..0000000000000 REEL REG 515,7
Davon Beitrag zum Schuldendienst .,......000.000000000k ru 40 994,6
Inneres und Territorien .......0.... „KR KK KR E, 648,2
Generalanwalt (Justizminister) .......00.00.0.00000r HERE EEEE 246,7
SCHÜEZEME ds Ak KA KA KR FE DEE DEN EEE BE BF ER RO RAR 11 502,4
Davon Invaliditäts- und AlterspensioneN .........0.0.0100000100000 10 124,2
Handel und Zölle ..... WERE CHE RG CF FR TOD KR KEG ER 1 634,1
Verteidigung ...... Bere ae EHRE KEE 4 104,5
POS erreer ern ee rEKEEKAKRR EEE K KK KE RER K EEE 2 680,7
Sonstigo ordentliche Ausgaben ....0.0.0000000001 1ER 1 968,0
Davon Eisenbahnen .......000000000000 0ER EN EEREE 1087,7
Andere öffentliche Betriebe ...........0000000401000 nr rn 140,1
GesundheitsweseN ‚.....0...000100000010 KL Leer 291,2
x Markt- und WanderungsweseNn ......0.0.000000r 00 Lkr 449,2
SOUDEEbe 2 ur KREE FRE EDEN BER FAR KEN ER BEE RE KK KR 274,7
Ausgaben auf Grund des Krieges .........0.0. HÜN E HECE 30 097,8
Davon Zinsen ....00..000.00000004 een 17 885,7
Tilgung a.....00000000H —— 3 185,8
Kriegsrenfeh.....0.0..0000000000400 1100ER REEG 7 755,8
Zahlungen zugunsten der und an die Staaten‘) .............0000 2.036,6
Zinsen für zugunsten der Staaten aufgen, Anleihen .............. 4 089,6
Außerordentliche Maßnahmen zur Landesverteidigung ............ 947,6
Sonstige außerordentliche Ausgaben ............ SA 3} 2 000,0
Laufende Ausgaben zusammen ............ 75 632,6 31 343,5
Eisenbahnbau ....0....0000000000000000 0 FA 1 907,3 1 553,7
Post und Telegraph ............00004 Beer 3 945,3 3 003,4
Landerwerb a...00.000000000r0 Krk SEHE 14,1 ;
Verteidigungsorganisationen ......0.0.000000004 Vera EEE 153,9 .
Schiffsbat e...0.0rrr rer EEK E AL HERREN _ — 86,8
ATSODAT. 05 BEN RO BEER DEE BEE KR BORN ER RAD ME EEK 70,9 .
Luftflotte ....ıeer rer rer Ser e er 139,8 40,5
Verschiedenes 2.0.0000 rer RRE GER E RR EG 819,8 | 464,1
Inrestitionsausgabenaus dem Anleihefondszusammen 7 051,1 5974,9
Ausgaben auf Grund des Krieges vom Kriegsanleihe-OT
 Se ers ER RER LEBE BER BES KR KO KEN EEG 324,2 697,3 660,5
Schuldentilgung e0...0.000000000101 EEE Kae em 22011,1 2995,6 503,4
Ausgaben aus dem Anleihefonds zusammen ...............1.1. | 21553 | 30.014,2 10744 * 138,8
Bundesausgaben Insgesamt ‚... / 25316,0 | 105 123,6 | 86376,6 | 113 626,2 | 95 482,3
Quellen: Official Year Book of the Commonwealth of Australia — No.13 — 1920, S. 754/756, 765, 776. No. 22 — 1929,
8. 347/349, 353/356, 365: Finance. Bulletin Nr. 20. Summary of Australian financial statistics 1918/19—1928/29,

B. Bundesausgaben
261,0
82,8

21} Ausgaben aus Trust Funds, die in den offiziellen Ausweisungen der Nachkriegsjahre, nach Zwecken aufgeteilt, den Aussaben
 aus dem Konsolidierten Einnahmefonds zugeordnet werden. — *) Davon 1,0 Mil, £ außerordentliche Schuldentilgung,
0,75 Mill, £ für Straßenbauten. — %) Bundeszuschüsse zu Straßenbauten. — %) Vorwiegend für den Schuldendienst der Staaten.
        <pb n="657" />
        — S14 —

Britisch Indien
Finanzen der Zentralregierung in Millionen Rs,
Textliche Erläuterungen s. S. 836

Einnahme- und Auseahearten

) 1918/14 | 1925/26 ] 1926/27 | 1927/28

RB.

RR

R.

RR.

A, Laufende Staatseinnahmen

AÖölle ‚...... FRERKRRERANERRERERER RER
EiNkOomMMeNSLEUEL vereeie eer re
Salzmonopol (brutto). ..0.0000.0000000000
)piummonopol (brufto) ...............

00,8
26,0
45,9
21.7

477,8
158,6
63,3
41,5
3,9
42
27
1,9
0.1
84

473,8
156,5
67,0
43,3
4,1
4.1
27

482,1
150,6
66,3
39:5

|

DES TOM dee ir KE EF ERR BE
Verbrauchsabgaben ...
Stempelsteuern .....

285,2
118,6
70.9

|
|
!

4,1
52
27

Forsten .........
ORTS EEE nk Kann KR EG €
Beiträge indischer Staaten.....

29,8
6,9
8.2

2,4
0,2
83

2,5
0,2
8.4

2,4
501,9
62,8
48,0 |
18,0 |
es 22,8 9,0 86 : 9,9
See = 4 46,4 41,5 | 27,7
era 4,0 1,3 1,6 | 1,6
Verschiedene$ „0... eek 10,8 5,4 6,0 5,2
Militärdienst ‚1.000000 r er e ee re 4. 18,2 | 44,0 49,5 15,5
Provinzbeiträge USW. .......... ” = 60,8 51,3 0,3
Außerordentliche Posten... - eK .. - | 6,4 | 6,0 23,6
lt 1 SS
Einnahmen insgesamt ....| 1402,9 | 1331,7 | 13165 | 12723

Provinzsteuern ‚...0.000000.-.0000
Eisenbahnen .........00....
Bewässerung USW. .....
Post und Telegraphen,....-ZÄNSEN
 ser ee
Schuldendienst

B. Staatsausgaben (aus laufenden Einnahmen zu decken)

Steuerverwaltung ...........4.
Davon Salzmonopol......
Oniummononol

EEE
Se AN
-nvestitionen für Salzgewinnung und andere ZWecKe,....000 er e en
EN EHE WÜRSE KRE E
Davon Schuldzinsen ‚erererrer EEE
Verzinsung des von Gesellschaften eingebrachten Kapitals ,........
an den Reservelonds überführter Überschuß...... SE

Bewässerung usw. (vorwiegend Schuldendienst).............. 0000000004000
Investitionen für Bewässerung USW. v..00.000 000er RER RRRRERREEER
2ost und Telegraphen (vorwiegend Schuldendienst) ‚.............. 000000.
‚nvöstitionen für Post und Telegraphen .......... Keane

ichuldendienst ........00.0.00.0000040
NN
Zinsen ...

Zivilverwaltung ıeeek een vo
Davon Zentralverwaltung und RechnungsweseN.......0e ee
Grenzwache, Beziehungen zu Großbritannien, Eingeborenenstaaten usw.
Polizei und Rechtswesen ‚............. AT
WIrESCRE bee k er ra RER KRR HR ERR NEL SEELE an Ran na
Kirche, Unterricht, Wissenschaft .. KEMEKR KR WR HE
Gesundheitswesen ‚..... FF

Währung und Münze ......
Sitentliche Arbeiten... .
Verschiedenes ‚.........0.00..000
Militärdienst ....00..000000000-Davon
 Marine ...000...0000-Außerordentliche
 Posten, ............... a
Crovinzüberschuß oder -fehlbetrag..............,. Sera rn A.
Ausgaben insresamt ....

66,7
12,5
15,7
41,3
438,0

50,8
125
212

38,8
12,0
10.0

36,8
12,7
8,7
3,1
0,0
1,3
324,0
2441
15:2
45,7

'3,0
0,0
0,7

3,2
0,0
0,7
280,6
243,0
157
148

289,1
231.4
16:7
37.9

47,1
43,6

1,9
0.1
5,1
— 153

1,5
0,0
57
1.9

{
{

1,6
0,2
6,0
1.8

20,2

183,4
497
1327

167,5
497
1178
111,3
25,0
83:2
14,5
157
117
48
7,6
19,0
39,6
609,2
5
29.g

156,1
50,4
105,7
112,1
26,1
407
119
87
12:2
47

2031 |

107,7
23,9
38,7
15:5
14,6
11,2
42

{
N

8,8
15,8
37,5
563,4
7,7
1,8
1372,1 | 12986 | 131655 | 12723

7,0
16,0
rg

Quellen: Für 1913/14: Statistios of British India, Vol. II, Financial Statistics, 1929. Seite 10/11 , Für 1925/26 bis 1927/28:
Statistical Abstract Ior British India 1918/19 to 1927/28, Seite 123/129, 132/133, 136/137, 140—145.
        <pb n="658" />
        — 8SI]15 —

Kanada‘)
Finanzen des Bundes in 1000 $

Textliche Erläuterungen 8. S. 836

Einnahme- und Ausgabearten

! !
; | 1913/14 1925/26 | 1926/27 | 1927/28

R,

m

RP

RR.

A, Staatseinnahmen

ZOLL va rer He
Verbrauchsabgaben „....
Banken e...000000000 0000ER LER
Frusts und Leihgesellschaften ‚........
Versicherungsgesellschaften, ..... ...
Handelsgewinn® .............
ZinkomMMenstel6efı 040 4 LEE EA Krk KA EM
Umsatz-, Scheck-, Verkehrsteuer usw. ...
Steuerliche Einnahmen zusammen ...

Fisenbahnen ...... 4 KR
Staatsländereien ......00.0000000000r KA SO
Inspektion der Erntevorräte (Getreidegesetz) .... HE MR ER
Zinsen aus Kapitalsanlagen ............0... HK
DO8BE arereeeneee Sn
Sonstiges .... .. &amp;gt; EE
Nichtsteuerliche Einnahmen zusammen .......... BEKLKZRINER HN
Gesamteinnahmen des’ konsolidierten Fonds ..... SE
Sondereinnahmen (vorwiegend Reparationsleistungen Deutschiands) ......
Einnahmen Insresamt ....

‚04 691
21 452

ww.

755

41 969
21513
1175
335
948
710
47 386
95 613
348 649

156 986
57 401
1225
345
999
956
56 571
90 223
384 706

&amp;lt;£
27
50
„173
55 572
38 na

(26 4423 ı

DOM BEME

13.394 — —
3.036 2804 3.327 3.689
510 2.686 2583 2678
1.965 8535 8 559 10.938
‚2.955 31 024 29.379 30.529
5171 3122 3.199 10.178
37 031 53111 52 047 58 012
163174 | 380746 | 398 696 422 718
= | „2148 | 1757 | 6 925
163174 | 3%82894 | 400453 | 429 643

B. Staatsausgaben

Allgemeine Verwaltung .......000000001u 0er r ER EKEERE
UinwanderungsWeseN .......00...0. MR ER ©
\ndianerangeleyenheiten ‚........0.00000000000000 ;
Landesverfeidigung v...00..00.00000 Hr ran EEN wa w
DONE KL SE KICKER EM
Gefängnisse usw. .. 20ER RER E KK EA EEG
N AA
Gesundheitswesen. ... zn En
ATDEiterfTAREN 200er ne KK KEE KO BR KEAKR
Wissenschaltliche AnstalteB..........00.0000004 30 EEE KEERON G
ndustrie und Landwirtschaft ........0.0000000000000 00ER
TISCHETCE: aacrır Kar &amp;amp; en an am 20 RE GE RE SE KER RRGH
Torstverwaltung ........- nn mm
3ergwerksverwaltung ..... Pam ak . HE HH
NA &amp;amp; KR HE DEF
See-, Küsten- und Flugdienst.........00....004+ SA
Mfentliche Arbeiten ......000000000000 0000er Er KK RE
Cisenbahnen und Kanäle..... 5 EEE
Schuldendienst .......0000000 Para E Gen
Dayon ZiESOD ra a HE SER KR DER ER FE KILHE ERS
Verwaltung der Zölle und Verbrauchsabgaben ......0.0..0000000000 004000
Postzuschüsse und DampfschiffsubventioneN ......0000.0010000 0ER
Jberweisungen an Provinzen .... 0 EEE
Pensionen Leere HL Se
Zivilversorgung für Kriegsteilnehmer........- KR
Siedlungswesen für Kriegsteilnehmer .. BE Kama
USE dk kr Kar KORK EN KR
Sonstiges ..... 7 HE HE
Ausgaben der Konsolidierten Fonds zusammen... Se

SöNderausgabeB..........0...0..0000000000044
Davon Krieg und Demobilisierung .......
Kosten von Anleiheauflegungen ......
Kapitalauszaben .... _—_
Davon Kanäle...
Darlehen und Vorschüsse (nicht aktiv?) .........
Davon Vorschüsse an Kisanhahnen

Ausgaben ioszresamt .... |

7015
‚893
2182
3.157
. 083
910
399
27
80
491
3225
i 230
3286
471
1 805
3 540
9787
5667
3.353
12 894
3 849
2.384
‚1 280
312

5357
2329
3685
2598
2 062
1621
2160
195
272
008
5771
| 450
3.639
551
4.078
4 754
14 347
5 158
‚31 576
130 691
3718
1.078
12.375
37 199
7 706
1.237
30 500
7236
3920 660

5 781
2 339
3 869
2.936
2.098
1 686
2.201
207
. 452
ZEN

437
‘252
559
2692
5 031
2.097
3734
130 663
29 675
0130
1 009
12 517
37 903
6977
1 251
31 008
7920
0109 548

12 822
5886
(97 384

6 521 7880
191 64
— 3524 3.278
37 180 16 799 19 559
2830 12 024 13 848
21 677 11 206 11 569
79 036 10 000 10 0090
186241 | 355186 * 358556 ı

14 0097
2705
4 200
‚5 746
2.300
1 756
2191
261
1411
1 004
5488
1 751
4 083
624
3517
6520
14 980
8.373
129 830
128 903
11 801
845
12517
39 778
6 959
1334
31 783
9 402
3.16 168
3.361
1 656
13
20 638
13 763
18 493

378 658

Quellen: Einnahmen: The Canada Year Book 1916/17, 8. 5C6 ff.; The Carada Year Book 1829, 5.726 ff, 1628/29 Canada
Monthly Review 1929. H. 12 8.28 Ausgaben: The Canada Year Book 1929, 8. 796 ff.

De RA inslos
5 gerechnet, weil gewöhnlich zins!
Provi %) D.h. nicht dem Aktivvermögen des Bundes zu
1) Ohne die Finanzen der Provinzen. — „bh.
\usceliehen.
        <pb n="659" />
        — 816 =

Südafrikanische Union
Finanzen des Bundes in 1000 £
Textliche Erläuterungen 8. 8. 836

I 1918/14 | 1925/26 | 1026/27 | 1927/28
Winnahme- und Ausgabearten + » % —_x«rz«
R. BR. BR.

A. Staatseinnahmen

ZÖöHE seen
Verbrauchsabgaben ......00000010 00 8 ara Re
Bergwerkseinkünfte aus Registration und Lizenzen ...-.
Iandels- und Gewerbelizenzen .............

}

4733
2374

3.141 8 595
1 803 1.945
1627 1.965
146 | 161

SC EEE
Stempelsteuern und Gebühren ...... 2.0 0000000000 Karen ann
Einkommensteuer ...00.. 2er A EHE HEE
ürbschaftsteuer .... HERR Wen

858
&amp;gt; 425
510

|

910
6834
621

Zingeborenensteuer „.............
PADEODÜRTOR ars Ra ea ı a k 4 Ed
LANdSteUCT aeeree rk
Kinnahmen aus der Forstwirtschaft ....

21
53
; 174
3873 88

962
48
123
90

Hinnahmen aus Regierungsbesitz.....
Zi er een RL
Verwaltungseinnahmen ..........
Strafen und Bußen..........

216
184
654
257

194
1329
708
252
340
1 718
1 778

U
OS are ke re EEK RER RER EL
Telegraphen und Fernsprecher .............
Nriegsgewinnsteuer ..... .

Einnahmen insgesamt ....

260
1 892
1646

8.975
1978
1 740
159

940
5.904
731
952
44
124
98
189
662
742
276
| 803
1857
1913
-

15980 | 26987 | 28577 30.094

B, Staatsausgaben

Allgemeine Verwaltung............
Davon Oberste Staatsorgane ......... Garn
JENOFOS. | er ar a 4 SE
Schatzamb 0.0.0000 0 EEE LE LEHRER RER RR RR
Verwaltung der direkten Steuern und Abgaben .................0..
Verwaltung der Zölle und Verbrauchssteuem ‚..........0.0.0000.000.-Druckerei
 und Bürobedarf ,........,... Kar KR RE En
Pensionen und Gnadengelder..... ee
Rechts- und Staatssicherheit...
Davon Rechtspflege .........
POLE ak ar KR RR WERE
Landesverteidigung. .......

Höherer Unterricht, Wissenschaft u8W. ....0.....0.00.0000
Gesundheitswesen, Lepra- und Geisteskranke.............
Domänen und Landwirtschaft ‚........... BR KEG
Bergwerke und Industrien...

Handelskommissare .........
Öffentliche Arbeiten................
KingeborenenangelegenheiteN......000000000 rer
Arbeiter und Fabriken, soziales und Gesundheitsfürsorge.....

Arbeitslosen- und Bedürftigenunterstützung .........
Verschicdene8 .................
Post, Telegraph und Telephon
Mfentliche Schuld ..............04.
A AA Kine man m milie #
Tilgung v.000000000e RER IE BER M ACH
Eigne Ausgaben zusamMeD 1... HERR
Üharweisungen an die Provinzen .... Ru BER RER a
Ausgaben Insgesamt ....

3412

4 016

| 3738
312
142
72
144
217
314
2376
5534
1040
2598
1028
789
945
567
341
24
921
330
82

269
90
70
139
222
284
» 183

300
104
71
146
222
317
2 654

5. 362

5 391

7790 |

935
2639
966

922
2 585
895

592
844
741 |
87

677
898
| 534
315

15
772
320
68

22
813
330
1

284 171 196
193 260 193
2.788 2908 + 983
4.336 4434 5.198
3786 3863 | 4068
496 524 7083
14 290 21014 ı 21850 | 2284
2193 | 25300 | 5171 | 5129
16483 | 26314 | 27021 | 27970

Quellen: Official Year Book of the Union of South Africa, No. 5, 1922/23, S. 814—861; No. 9, 1926/27, 8. 772-—794: No. 10
1927/29, 8. 769—830.

1) Bewilligter Voranschlag,
        <pb n="660" />
        817 _

Italien
in Millionen Lire
Textliche Erläuterungen s. S. 836

Einnahme- und Ausgabearten

1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1028/29 | 1929/80
RN ı RHY 0 RM 0 89 2: Ry.

A, Staatseinpahmen

N AA
Überschuß von Eisenbahn, Post U8W.....0000000000000 0000
Direkte Steuer s000.0.0000010000000 00ER REF ELRKENREREREN
Vermögensverkehr- und Umsatzsteuern... HR Ka
ÄKZiISCD ee 0aerree rk n N n N E Wenn ann
Zölle und Seefahrtsabgaäben..........00.00000000000 000er
Getreideeinfuhrzoll..0....00000000000 00000 EE EEE
Zollaufgeld ....00.00.000000000000 iR WERE EEE KR
Sonstige Verbrauchsteuern. . Fr
Monopole „.......4.- sen. .]...E
DE Gaakrr ar RE DR RE HI HERR HE DES BEL EEE CE BEE
Einnahmen verschiedener Anstalten u. dgl.........00.0.000.000
Rückzahlungen ....0.0000000000 000 kann KEET EG
Verschiedene Einnahmen ....00000000 ehe ee RK ERE ER
Irdentliche Einnahmen zusammen. . n...] U]...
Rückzahlungen USW. ..0..00000 a KR HR KH
Sonstige BILNEÄRIEN ia 2 HR Ze RE Ka DEF BRFEER | REE
Außerordentliche Einnahmen zusammen ..........0000000000
Wirkliche Einnahmen zusammen ..... 408 Ex KO
Verkauf von Staatseigentum. ... Hacke
Schuldenaufnahme .........,0. vs
Rückzahlung von Vorschüssell ve.
Schuld an die Tilgungskasse für die inneren Schulden......
EL N
Aus dem Überschuß vorhergehender Rechnungsjahre.......
Verschiedene8........0..00...00. ....
Kapitalbewegung zusammen... BE Or
Staatseinnahmen insgesamt ....

16,7
98/5
540.7
338,3
230.0
2591 |
836
52,6
550,3
41,0
87,9
91.1
2.4895
4,8
‘) 79,2
84.0
2 573,8
8,4
254.4
225

101,2
401,2
5 330,5
3 309,0
1 893,2
2087,38
921.3

109,5
252,3
4 623,0
3 357,1
|. 029,6

5 672,9
3 618,0
1 790,0
FA

307,6
5 974,0
3 734,9
1.841,0
645,0
174,7
929,9
621,4
1072,6
75,9
939,1
662,9
20 979,0
14,5
343,4
357,9
-r 336G

182,0
5 616,0
3 138,0
1 659,2
466,9
483,9
721,9
20,2
42,6
"95,8
53,9
320,6
832;!
19 623,2
26,6
186,1
2127
‚5 935,”
Se
47
cn

2 934,0
510,0
146,7
807,1
690,9
‚184402
32,0 22,7
197,5 2) 1080
229 180,7
&amp;gt;98, 18 570,9
26 22,1
7 2,0 679,9
92,0 56 103,3
sm 41 —
= 737,6 261 —
— — 1 585,6 ; —
230,8 | 59,9 | 26,7 | 21,0 80,3 78,8
516,1 | 3827,9 |) 4906,5 | _24 392,0 |_1 329.2 | 884.1
3.089,9 | 24 468,2 |5)26 243,4 | 44 227,9 | 21 427,9 | 19 455,0

"71,9
2 792,8
522,8
162,7
668,5
907,1
Ip QRO

Finauzministerium ...0.0..00000000000 0000ER Lese
Davon Zinsen und Tilgung der Staatsschuld ............
Justiz- und KultusministeriuM,...0.0.00000000r nr rk E rer
Ministerium des Äußeren ..... ERERERE ER ERKEREKUEG
Kolonialministerium......0.000.000000000004041 0000000000000
Ministerium für nationale Erziehung....... SC
Ministerium des InnemM......0.000000040001 EEE RR EEE
Ministerium der öffentlichen Arbeitell..........00.0.00000000
Verkehrsministerium ‚0.0.0.0. 2000000000000 EEE EG
XriegsministeriuM......0..0000.00 bERER  EER KE
Marineministerium ...... 2..... KannnananG
Luftfahrtministerium „..0...0...000000 GH KR
Wirtschaftsministerium .......0..00000. gas a
Korporationsministerium. ......0.000000000 0010000 r EEE EEE
Ordentliche Ausgaben ZUSAMMEN 2......00.0.0001000010004000
Finanzministerium ......... 41. eömiem Kalb Mach
Justiz- und Kultusministerium, . eennens
Ministerium des Äußeren ....... 4 HA DE
Kolonialministerium..........000000040 se 000
Ministerium für nationale Erziehung..........0000000000000
Ministerium des InnerM.....0.0.00000r00r0 rer LEHE
Ministerium der öffentlichen Arbeiten...... ...00000000000
Verkehrsministerium +.......0100000000- SEE aan
Kriegsministerium .............. TAN
Marineministerium ..... 0... nR EEE RRKERR
Luftfahrtministerium .....0.0..000: 2000er nr KEEEER
Wirtschaftsministerium ......... - Ann Knh GH Bi
Korporationsministerium........000000000000 0100000 r ER KEG
Außerordentliche Ausgaben zusamMe@D..........000000001000
Wirkliche Ausgaben zusammen .... VER ERR RER E KERNE EEE
ANANZMINISTETIUM +000040. 000.0 4440 0400080000 00KEELEETEN
ee r era Kerr eK RER RER K RER LER EREAEG
Wirtschaft ..... Gene EnEn
SONS Wk KERLE Kahn al
Kapitalbewegung zusammM6N.........0... 1000000000 000000
Staatsausgaben Insgesamt ....

€425,2 6445,6
44214 43701
469,9 531,1
91,5 157,5
7,9 7,9
1 261,1 1 338,1
666,6 662,4
326,8 338,7
375,7 419,9
2571,8 2633,5
993,2 1 007,2
690,1 630,9
148,5 ®) 132,9
1,1 %) 35,6
14.029,4 14341,3
2 835,3 2135,6
30,8 , 11,3
122,2 34,9
485,9 512,7
135,0 118,9
155,4 126,2
081,0 1 143,5
215,7 ı 215,8
264,3 | 205,5
250,8 | 229,7
471 76,1
64,3 | °) 231,3
0,1 | 2») 13,6
5 687,4 5 055,1
19 716,8 | 19 396,4
1.141,7 1 081,8
24,9 23,0
—"” |) 610
„1 106,1 396
wa. Lk 5 230,1 1.2727 1 205,4
| 3.058,9 | 20 660,6 | 24 162,2 | 29 187,3 ° 20 989,5 | 20 601,8
Ren Zueon: Annuario Statistico Italiano 1915, 9. 318—320; Summarised Treasury Statement on June 30 1926, S, 10/11;
del ON du Compte du Trösor au 30 Juin 1927, 8. 10/11; R6sum6 du Compte du Tresor au 30 Juin 1928, 8. 10/11; Conto Riassuntivo
es0ro al 20 Giueno 1926 und 1929. 8.30/31: Stato di Previsione 1929/30, S. 224/25.

B. Str

"ansgyaben
18) 988,
514,2
58,2
27,5 |
139,1
140,1
46,1
136,7
395,5
242,3
;}y 284
2 202,7
26,9
0,4
44

1) Einnahmen und Ausgaben während der 12 Monate des jeweiligen Rechnungsjahres (also ohne die nachträglichen Einnahmen
und Ausgaben). — ?) Darunter 50 Mill, Lire für Bau von Eisenbahnen. — *) Darunter 10 Mill, Lire Reparationseinnahmen seitens
der ehemals feindlichen Länder, außer Deutschland und Österreich, — *) Darunter 5,0 Mill. Lire einer zugunsten der Regierung von
Albanien aufgenommenen Anleihe. -— *) Bei 1926/27 wurden die nur für dieses eine Jahr unter Kapitalbewegung ausgewiesenen Einnahmen
 verschiedener Fonds in Höhe von 443,6 Mill. Lire ausgeschaltet. — °) 1913/14 Schatz- und Finanzministerien, — *) Ministerium
für Post und Telegraph. — *) Ministerium für Ackerbau, Industrie und Handel, — *) Ministerium für Landwirtschalt und Forsten, —
) Einschließlich der vom aufgelösten Wirtschaftsministerium abgezweigten Dienste.

Finanzen und Steuern
        <pb n="661" />
        — 818 —.
Noch: Italien
Autonome Kasse zur Tilgung der Kriegsschulden
Mill. Lire

Textliche Erläuterungen s. S. 836

Einnahme- und Ausgabearten

März 1926 | 1. 1. 1927 |! 1. 1. 1928 | 1.7. 1928 | 1.1. 1929 | 1. 7. 1929
bis | bie | bis | bis | bis | bis
kai 48. 606l0t, un anorg. 6. 1998 |31. 12. 1998! 30. 6. 1999 31. 12. 1999

Einnahmen

L, Reparationen „.......0.0
a) Sachlieferungen, ..
b) Bartransfer...........
2, Zinsen aus 5%/4igen Konsols........

3. Sonstige...

Zusammen.... |

579.9

104.2

684.1

| 605,7 ]

315,5 17
95,7 | 126,4
0.7 OR

605,7 | 411,9 | 1349 |

317,6 167,8
161,2. | 117,9
7.9 37

486,7 | wa

Ausgaben

17 Kriegsschuldzahlungen
a) an US. A... Bere 104,1 95,0 = 95,5 —
b) an Großbritannien .......000000rr er EEE 403,6 | 181,5 197,1 | 196,9 | 197,1
2. Aukauf von 5% igen Konsols .,....0000e rer re rer 207 0,7 0,8 0,8
3. Verwaltungskosten....- Serra Ke RK 90 ! 0,0 , 0,0 | 0,0
Zusammen... | 6505 | 507,7 | 272 | 1978 | 295,2 | 1979

Autonome Kasse zur Tilgung der inneren Schuld
Mill. Lire

Textliche Erläuterungen s. 8. 836

Einnahme- und Ausgabearten

Einnahmen
1. Haushaltsüberschuß 1926/27 0... 0er
2. Opfer von Privaten... HRG KR
3. Zinsen auf Staatspapiei® ss..rerre rennen
4. Erlös für 5%/,ige Obligationen der Kasse .........,
5. Sonstiges „... Ki
Zusammen, ...

1.7. 1928

1.1.1929

bis
3.6.1928 | 20 192 1998

hi-20

 8 1920

435,8
0,2
7,7
783

0,2 0,4
0,1 39,4

108,9) _
| 148,7

522.0

1.7.1929

his

31.12.1929

0,1
9.9

3,3
An

Ausgahen

1. Erwerb von Staatspapierol.....0.000000000000 0000
2. Zinsen auf Obligationen der Kasse................
3. Verwaltungskosten.........
4. Kommissionen und Spesen u. a. ..... F
Zusammen...

336,0 85,7 14,5 0,2
— 4,0 en 4,0
0,0 0,0 0,0 0,0
nn 17 02 0”
6x | 91,8 | 14,7 | 3

Quelle: Conto riassuntivo del Tesoro 1927—1930.

‘) 98,8 vom Ausland für Materialabtretungen.
        <pb n="662" />
        819 _—_

Japan
in Millionen Yan

Textliche Erläuterungen 8. S. 837

| 1913/44 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929—1930
Einnahme- und Ausgabearten EA)
 ROOR Rn By Tl ar

A. Staatseinnahmen

U
Davon Grundsteuer ,........0000002 »
Einkommensteuer ‚.,....0.0000000 Ka DE
3jewerbesteu0r e....0.00000000.200001100000002000000
jewerbeertragsSteuer ‚.....0.0..0000100000En EEE AEEE
Kapitalertragsteuer ...........- z.......]..
Jetränkesteuef.......... KR RE
Zuckorsteuer ......0.000.000 100011
Fextilwarenverbrauchsteuer ‚......0.0000.0.0000000000
Börsenumsatzsteuer ‚.........0001..00001110nanEnnEr
Zölle .. kn a
Stempelsteuern .. KR
Staatsbetriebe und -VerMÖögeN .....00000000000001 LEEREN
Davon Post, Telegraph und Telephon .......000000000040
DOFSÜOTE aaa100 00006 00 Ran em pike EEE
Mononole?} .' .

887,0 898,7
6827 Pf
2096 215,1
62:1 0:4
00 48,0
=. 123 15:4
93,2 E68 Zr
21,0 82'4 vn
20,0 “5,9 5
35 149 17
737 "06 406
30,8 73 81,4
49,0 427,6 451,4 471,5
57,9 2096 92283,2 236,6
106 430 885. 415
69,3 | 153,0 167,4‘ 173,3
26,11 29,3‘ 317) 33,2
575,4 | 1448,2 ; 1452,4| 14848
146.6 | 628,2! 6040| 578,0

915,9 897,6‘ 909,4
67, 2636 67,8
206, 202,7 202,7
0% — =
7 68,8 61,4
16; 15,8 158
235, 23£6 934,6
832 82,8 82,8
40,3 399 39,9
106 1158 113
150,8 150,8 160,8
86,6 86,3 86,2
474,2 490,7 478,5
233,4 249,6 287,8
42,9 46,3 46,8
172 12715 9715
28,31 32,1 30,6
a
500,7] 266,91. 176,4

Verschiedene. ........00000000000
Ordentliche Einnahmen zusammen ....-Außerordentliche
 Einnahmen zusammen ‚....

Davon Lokale Beiträge zu Ausgaben des Staates zu Gunsten ; . 1
gewisser Präfekturen ............00000000 00er — J3,1| 120,4 ER 10,9 | 11,2 | 6,2
Einnahmen aus Anleihen ‚...... KR RER 12,9 | 46,6 | 34,0 61,1 187,1 | . 91,2 | 52,0
Übertrag des Überschusses des Vorjahres..........- 93,8 502,4 546,4 477,5‘ 297,0 | 89,8 | 55,6
Finnahman insgesamt.... | 722,0 | 2071.4 | 2 056.4 | 2 062,8 | 2 005,7 | 1 773,6 | | 681,1

B. Staatsausgaben

Kaiserlicher Haushalt ........00000000000 0a n anna vi
Auswärtige Angelegenheiten ......- „le Da EEE
‚.nnere Verwaltung ..... KREKEA Kn
“inanzverwaltung .......000000000 0000 KR Ka
Davon Oberste Staatsorgane®).....000000010000000n nr H En
Üherweisungen an den Schuldenfonds .............

Teer ....
Marine ‚....
N
Unterricht, Kunst und Wissenschaft ....-Land-
 und Forstwirtschaft ........
Handel und Industrie ......
VOrkehr ver reeeen era r en R A
Überseeische Angelegenheiten ...
Ordentliche Ausgaben zusammen ... 2......

Auswärtige Angelegenheiten ........... 0-...000000....E
‚Nnere Angelegenheiten ......... EL KEFR
FÄLANZOR | ea are En Hm « nen nah HRG
oe eereee ee en Nee A nenn EE KEN
MaLine eeeere rer OR Ka k Elle KA KH
A MA SA
Untorricht, Kunst und Wissenschaft ‚... —_—
Land- und Forstwirtschaft .......... Kre zen
dandel und Industrie ...... ....000. ..
VOrkeRr een R EN #
Jberseeische Angelegenheiten ... -
Außerordentliche Ausgaben zusammel ‚.....0.0000000000100000
Ausgaben insgesamt ....

3,9
4,5
12,6
187,9
22
1426
77,4
38,9
20
9,6
70
61,L

445 @

2,9
078
15
3,3
7. 6

15°
577 6

4,9
:5,4
425
271,1
4)
291,5
"DE
Da
+7

= 016%

4,5
‚80,0
38,4
a

Pe
br

4,0
15,5
44,9
286,1
£,4
72
' 67,”

Ar.

262,8

10520

3,7
161,6
52,0
29“

4,5 4,5
16,5 16,5
475 47,1
338,7 334,9
48 4,8
284,6 282,4
180,9 180,9
149,8 148,0
35,7 35,2
123,7 121,9
31,4 30,9
5,7) 5,3
"97,5. 296,1
0,9 2,4
41718 11842 | 12323 11 223.7

6,1
223,3
55,0
43,9
37,0
70

4,2 | 4,7, 4,4
251,0! 176,4‘ 156,9
59,4 | 521 13,9
81,5 54,5 41,0
125.1 12193 13,1
4,2 2,0 .
5,7 23,3 15
* 32,1 26,7
6,3
4 473
$ 30,9
» 457,4
1 681.1

“7, UAlAn

„Quellen: The Sixteenth Financial and Economic Annual of Japan 1916, Seite 14/15, 26/27. The Twentv-Ninth Financial and
4eonomie Annual of Japan 1929, Seite 30/31, 56/57.

+9ßli ürtrag kmonopols. — %) Ohne den
1) Vorläufiger Abschluß, Stand am 31.7.1929. — *} Netto; fast ausschließlich Ertrag des Tabakmonop
orläufiger Abschluß, Sta „7. }
Kaiserlichen Haushalt

Z0%
        <pb n="663" />
        890

Jugoslavien
in Millionen Dinar

Textliche Erläuterungen 8. S. 837

Einnahme- und Ausgabearten

1926/27 | 1927/28 | 1928/29 1929/30 | 1980/81
m | |
B. V. BY. BAY. 5 B.V. ' ROY

A, Staatseinnahmen

Direkte Steuern (allgemeine) .......000000000000 rk 1X 1 848.4
Direkte Steuern (besondere) ....0....0.0.0000.00000000000 Er kkr
Steuerrückstände ........... EHER RE HA REE
Verzehrungssteuer ......... 2.
TAX ers ee Wa Br
Monopole (Überschüsse) „............... 5 FE DEE EPG EN
Reparationen von Deutschland ..... een
Staatsbetriebe (Überschüsse) ............... N
Davon Ministerium für Unterricht .......00000000000000040440
Ministerium für Finanzen ee
Ministerium für Verkehr ......0000000000 ers
Ministerium für Post und Telegraphie................
Ministerium für Landwirtschaff................000000
Forsten und Bergwerke ‚0.00
Handel und Industrie 20.0
Geldinstitute .....0..00.00000000000000001100 Wem am mn
Kapitalien und Fonds e...er ee
Verschiedene Rinnahmen (vorwiegend Gebühren)...............
Einnahmen Insgesamt .... .

1543,0 ! 1630,0
221.0 | 281,0
100,0 | 100,0
903,0 * 903,0
199,5 ‘ 12452
14746 | 15644
769,7 | 816,5
162,4 -) 426,1
434,4 426,0 ' 4285
27,9 3,1 3,9
49,1 49,8 44,0
70,0 99,7 93,8
134,9 134,1 155,3
k— — 14,2 7,2 —
218,8 98,0 132,7 114,2 111,5
1, | 17,3 | 16,6 ] 17,9 17,5
30,0 30,0 | 30,0 | 30,0 30,0
— = 4,9 | 4,6 4,6
148.5 1251 a5n 240 85,4
80174 | 77076 ! 7669,0 |*)7947,7 |')8534.6

1 706,3 {|

658,6
23,1
10,4
u 314,9
71,3

B. Staatsausgaben

Öberste Staataverwaltung ......0.000000000000000000 x.
Pensionen und Invalidenbezüge ............ .
Staatsschulden............... WER Kar wc Kan rm
Ministerium für Justiz ........ KR K RK EEE KR
Ministerium für Unterricht ....00000 re
Ministerium für Kultus .... HR ER BF Fa
Außenministerium. .......... BEE acc ern am mn
{nnenministerium ‚............, KORK KR KR HE
Finanzministerium »..10000001 00 HE RER
Heeresministerium ..... rer
Bautenministerium .... wi CAR Klin nam sn
Verkehrsministerium ............ 6ER KR BR CE RR
Landwirtschaftsministerium .......... EN
Handels- und Industrieministerium ...... HR HR EEE
Sozialpolitisches Ministerium v....0.000000000000000 en
ÄgrarreforM .......0000000 HH HE
GesundheitsministeriuM. 0.0.0000
Reservekredite des Budgef8 .....00.00000 00er ee
Ausgaben laut Gesetz 1928/29 Art. 2 ...,..... Se
Gestüte (Defizit)..............- a
Autamobildienst (Defizit) ....,.

Ausgaben insgesamt ....

131,8
898,0
571,0
311,7
754,7
138,5
173,8
639,9
461,0
2 413,0
430,1
87,2
206,2
59,8
61,7
69,1
286,9
319,7 |

122,2
926,0
602,1
292,8
827,3
139,4
161,4
602,4
414,1
2 349,0
368,1
95,5
214,7
55,4
41,9
50,7
255,5
181,0

119,8
916,4
868,3
273,6 |
806,3 |
111,0
167,6
562,8
348,4
2 428,6
295,0
70,0
137,3
48,8
30,2
41,7
189,6
74,0
179.3

298,2
127,3
895,4
413,7
826.9

332,1
| 100,0
016,9
446,5
872.2

159,5
671,9
411,3
2522,9
398,7
109,3
102,9
72,9
243,4
74,0 |] 74,0
| 80174 | 77076 | 76690 | 79457 | 05346

|

Quellen: Societe des Nations, Memorandum sur les Finances Publiques 1926--28, 8, 273/277; La Revue Economique de Bel
grade 1929, Mai 1929 No 5 8. 120/21 für 1928/29: Der Österreichische Volkswirt No 30. v. 26/4. 20 S. 895 für 1929/20 u 1920/21.

?) Nur Eisenbahnen. — *) Unter verschiedene Einnahmen, — 3) Die Addition der ausgewiesenen Posten ergibt nur eine Ein
nahmensumme von 7 918,7 für 1929/30 und 8 514,7 für 1930/31.
        <pb n="664" />
        891

Niederlande

in Millionen hfl.
Textliche Erläuterungen 8. 8. 837
11913 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 " 1930
"RR. RR. | RR. | RR. | R. |R.V./B.Y.

Yinnahme- und Ausgsabearten

A. Staatseinr- br -

Grundsteuer ‚....... |} Bi Rn
Dividendensteuer ......0..0.0.00000000000 000 R a Lee GR REF
Realsteuern zUSaMM ED eerreereien eK K KANN
Einkommensteuer (vor 1915 Steuer auf die Berufseirkommen) .........
Verteidigungssteuer ......-. BE ER
VerMÖZENSTOTET Gh a0 4 0 WERK DE KÜES B KORRER KROE SFR KERNE KR BI
Verteidigungssteuer Ia und Ib v...0.00000000000 000 K0 nn ARE EEENEEKEKET
Srbschafts- und Schenkungsteuer .....0000000000000011 EEK
Steuern auf Einkommen und Vermögen zusammen..........
Sog. Persönliche Steuer ‚......0...0.01000 PP
Einfuhrzölle ‚....000000000070r0 RER EEE KK K KK K RER KK EHRE ENT
Schlacht ViehSteH0E 4. &amp;gt; 54: Er HL EEE HE TEE REN BE KR RER WE HEN DEE
Branntweinsteuler ‚.. ...00000000000100 00ER KK KRFEN
Ziersteuer „.......... GRNCR RER BEE RR RR MI RO KR
Zuckersteuer ‚......... ER REFREE
Tabaksteuer .....0.0..00000000 000 E KK KKRHRKEKEKKER EEE EN
Sonstige Verbrauchsteuem .....0..0..000000r1 1000ER EEE NEE
Fahrradstetet ......0000 24 DKL FELL Ka ER RER DE ER KEN ER BL REG
Wegesteuer (Kraftfahrzeugsteuer)............00.000000-0000 Er LEERE EE
Verbrauchsteuern zusammMeN ............. 44 Pas Ha
Stempelabyaben .......0.000.00000000 Wk ER Ka
Registerabgaben ..........0.0.00001004 DA
Steuereinnahmen Zusammen ......00..0.0000000004 VER KEEP EEEG
Davon Steuereinnahmen der Haushaltsrechnung ........0.00.000000000
Steuereinnahmen des Anleihefonds ‚..... 200000000000 er
Steuereinnahmen des Wegefonds ‚.....0000000000000 00010 K RR
Nichtsteuerliche Einnahmen der Haushaltsrechnung - &amp;amp; % ARME HER Ham
Davon Zinsen für gewährte Darlehen .......... PA
Rückzahlung von gewährten Darlehen .. nn Ken Keen dns
Domäneneinkünfte .......00.0..01.00000 KR CHKER WE KR
Reingewinn des Post-, T., T.-betriebes „HAN CK KR
Staatsbergwerk® ....000000000000000 &amp;gt; ER ni
Nichtsteuerliche Einnahmen des Anleihefonds,.. KORG HR HE
Nichtsteuerliche Einnahmen des Wegefonds .... Kamm EEE
Nichtsteuerliche Einnahmen zusammM61l .......0000000000 0er Re R LEG
Einnahmen Insgesamt ....

Gesamteinnahmen der Haushaltsrechnung .....
Gesamteinnahmen des Anleihefonds ........
Gesamteinnahmen des WegefondsS ....0.00000000

n
154° 23,1! 23,7'
— 240 25/1
15,4 471 488
137 108,7 111,7
— 2233 247
11,0 153. 161
— 161 175
16,8 452 477
415 2086 217,7
12,9 30.7 31,6
17,0 44" 572 587
59 99 97 163
289 521 51,0 507
55 126 127 135
26,9 | 50,8 526 53,2
— , 18,9 225 228
4,1 | 10%6 10,9 10,7
Sn 65 66 68
— 20 65
97,2 236,6 254,8 267,7
6,7 | 25,0 26,0 275
8:8 223 213 23,1
169,6 | 539,6 568,6 580,3
169,6 | 4422 464,3 4805
97.4 1023 892
- 2,0 10,6
238,53 264,6 185,8
57,0 56,8 486
38'2 35,9 27,7
9 4467| 45
5 89 45
56,1 | 17
45 | 210
5

26,1 | 25,7 25,7
23,2 ° 26,6 . 26,6
49,3 52,3: 523
86,7 | 80,0 ;| 80,0
27,0 | 26,5 | 27,1
22,1 21,1 | 21,9
15,£ 140 ' 15,0
39,5 36% 42,0
191,1 179,6 186,0
31,5 27,0} 33,0
62,9! 62,0 65,5
11,0 | 11,0 12,0
49,5 | 495 40,7
14,7 14,0 15:
57,2 566° 574
‚ 23,2, 23,5} 26,0
10.8 ) 10,7 105
‘ 6:2 55° 60
7,9 7,3 8,0
274,9 267,1 274,1
28,8 27,1 27,8
27,2 27,0 30,0
571,3 553,1 570,2
475,4 461,3 ı 474,8
82,4 79,0 81,4
13,5 12,8 14,0
228,5 | 184.6 . 174.1

451 44) 45
ae ea a 5831 5131
57,8 248.2 9001 538,8 | 194.1 | 181,7
227,4 | 782,8 | 857,7 | 790,1 | 809,6 | 747,2 | 751,9
227.4 | 680,7 728,9 666,3 | 703,9 | 645,9 648,9
| 102,1 | 106,8 | 110,2 86,9 83,4 85,9
Zn 29. 186 1881| Ira ırı

B. Staatsausgaben
Ordentliche Ausgaben:
Öberste Staatsorfane..........0.00..+.0.04 + . en
Ministerium des Äußeren ......... FERN MR Ka KR BER CHE RR
Justizministerium ‚...0.0.0.00004000441 00ER KREER KR ERKRANKEN
Innen- und Landwirtschaftsministerium ........00000001: 000 E EEE
Ministerium für Unterricht, Kunst und Wissaneshetk —_
„Davon Volksschulen ... KR RKRRK RR EKEEE
Staatsschuld ............ EHE REK RE DES RE RREKEEERKKE
Davon Zinsen eeeererere NENNEN
; Ordentliche TilEunE ai ki Kr KK RER KES K RK KR KR BE
PEST 2 kb BIER REN Kr RER KECHR DER KA ER DER ER kn
. Davon Kosten der Steuerverwaltung ‚....0.00000000000000 REKEN
Andesverteiigung ur ra DEE ER KR CE ER KEG KR FKKIE EE KR
Davon Heete.eererererre nern eK K KR RR RER KA EEK EBK ER KURT NER
Marine a4 HE HEHE KR KEN KR KR KR EEE RE BE WR WR A
Verkehrswesen und Öffentliche Bauten ........0.0.0000000000000 0000ER EEE
Davon Bergwerke und Schillahrt........0..00000000000r rer er er
Ministerium für Arbeit, Handel und Industrie .......... 2000 0000000
Davon Arbeiterversicherung......0....0.0000000000 &amp;gt; HH
Kolonialministerium .......0.00000000rE1 re EERLEKEELRE RER ERG
Unvorhergesehene Ausgaben „......000000000 4 A
Ordentliche Ausgaben zusammen ..........0.000000000001 RER HE
Außerordentliche Ausgaben:
Innen- und Landwirtschaitsministerium ........... Fa 0,0 0,0 0,1: 0,4
Staatsschuld (außerordentliche Tilgung) ERRERER ER KERRRNEKRKE 7,2 187,5 ı 107,2! 7,0
Pinanzministerium .....0..00000000t4rrr1rCE EEE EEEEET LEE E EEE EEE 25,9 64,0 * 45.4‘ 34,6
; Davon Vorschüsse ......000000000000K000 KR AR ET Kan R KERNE Aal
Landesverteidigung ....00.0.0001000r0t hr REEL "a a} ns
Verkehrswesen und öffentliche Bauten .............30000 u ran ner . 4,5
Ministerium für Arbeit, Handel und Industrie .......00000000000000000 nn LI
Außerordentliche Ausgaben ZUsamMeR ........0.0000000000411E EEE LEG 1896 96,7
Ausgaben der Haushaltsrechnung insgesamt .... 783,2 , 708,7
Anleihefonds ... 00000000 34 82,5 | 97,5
Davon Zinsen ....00000 0000er ... © . {94 48,0
Tilgung .......... "O SA Ay 8, 29,6 | 46,0
Wegefonda ee are la LT Zi 15,6. 1 15,1 1 30,6; 17,1
Ausgaben insgesamt .... | 238,7 | 750,2 | 770,4 | 704.4 | 932,0 ! 896,3 | 623,3
„Quellen: Statistiek der Rijksinkomsten over het Jaar 1926, Seite 2—9 und 1927, Seite 2—10. Jaareijfers voor Nederland 1915,
Seite 336/387; 1925/26, Seite 312-—317; 1928, S. 328/333; 1929, S. 310/311, 330/31. Monatsbericht der Rotterdamschen Bank-Vereenigine,.
 November 1928. Nr. 11. Seite 251: November 1929. Nr.11. Seite 265.
        <pb n="665" />
        8292 _—_

Norwegen
in Mülionen Kr.

Textliche Erläuterungen 8. S. 8283

Einnahme- und Ausgabearten

1913/14 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 1929/30 | 1930/81
R. | 8. BR. 1 RR. BY. x

A, Staatseinnahmen

Einkommen- und Vermögensteuell sc.0.0..000000000040404007
Davon Ordentliche Einkommen- und Vermögensteuer ., .
Außerordentliche Vermögensteuer ......0.....1 2.04
N
Dokumentenstempelsteuer....... # WÜRIKER KRÄMER ER
Lade- und Leuchtfeuerabgabe ... Kan
ZÖLE erre  R E er nn.
VerbrauchsteuerN ‚,.0s..0000000: ea kka 0ER EEE
Davon Branntweinsteuer ‚... see A EN
Biersfelel sreereeerern nern EEK KERNE
TADAESÜEROT ı dar ra ES KEN KR ER KERLE
Bewirfungsteler. rs. ...0040000000 0000ER
Wegeabgaben ....... KR EEN
Sonstige Steuern, Gebühren ... We
Steuern und Abgaben zusammen .....

Einnahmen aus Vermögen und Betrieben ‚........0....00.0000
5 ZiNSED rerkeke nn EG 5 HERE SE
DE A
©) aus gewissen Grundstücken und Gebäuden ‚............
1) Überschuß der Staatsbefriebe .....0.0..0000000000040000 0
Davon Staatseisenbahnen „reerereeeeen arena ken
Post und Telegrapll ae.s0.reee rer eG
Staatliche Kraft- und Stauggerke..............
Sonstige Einnahmen .............. RM
Laufende Einnahmen zusammen . E00 BE De Rd

Aus dem StaatsvermögeN aeesreree rer EE
Angewandte Anleihemittel ............ 6ER EEK
„ Davon Haushaltsfehlbetrag ....... BACH kB BE
Kapitaleinnahmen zusammen .... NER RAS KA BR
Einnahmen == Ausgaben ‚...

12,8
128

L26,F
107

124,2
106,
16,4
85
6
1
67,4
3,e
176
1675
77
8,4
3248

37,7 79,2 | 77,7
5 68,0 | 66,5
“2 anal ng
5,1 4,0 | 4,0
6,8 6,55 6,7
3,8 35 3,5
‘06,2 95,5 | 107,0
39,1 33,3 89,8
; 20 7,0 9,5
186,4 1,8 | 18,5) 14,0
15,7 15,8 | 15,5 16,0
6,8 | 69 6,5 6,5
= 1) 48 1) 40 1) 5,0
8.4 1 87 8,2 8,2
338,7 | 310.4 290.2 206,9

1,6 ;
2,4 70
3,3 3,2
52,4 111,0
12,8 70,9
6,6, 21
3,7 | 18,8
_ 17,7
v— 1 9,1
2,9 1 *%
88.2 |

12,1 34,2
9,4 16,7
0,7 0,3
0,0 0,2
20 17,0
„0,4 _
0:9 11,3
5,9
Ba ‚73
102,2 350,8 ) 338,4
1,2 | 8 4,4 12,2 4,4 4,0
20,0 35,0 330 26,4. 354 157
20, a Ts am Su
21,2 | 73,6 36,8 274 | 386 | 39,8 | 19,7
212 | 73,6 368 374 | 38,6 | 39,8 | 197
| 123,4 | 444,9 | 399,3 | 400,7 | 389,4 | 371,9 | 358,1

B. Staatsausgaben

Politische Organe ............
Auswärtige Angelegenheiten ....
Landesverteidigung.....0..00000000004000 01 4001ER ee
Rechts-, Polizei- und Gefängniswesen ... 4 EHER IE HE
Sonstige Rechtspflege ... | ER KENEE
Kirchen Wesel. ....00000000400000 00000 Sn
Unterricht, Kunst und Wissenschaft ‚.... see rer
Soziale Aufgaben ....0000000000001 000 FREE Kane kann ach
Gesundheitspfleg® .....000.00000r ee E RER AR RR K AT
Öffentliche Arbeiten ‚0... re
Landwirtschaft .eeeeereeerk een RKE RR R ERROR
Handel, Seefahrt, Industrie und Fischerei .........0..0000000
Steuerverwaltung ......... KK Ka BEE
Schuldzinsen ........- een ELARK EHER
Staats-Pensionen ... Eee
Sonstige Ausgaben .. va
Wirkliche Ausgaben zusammen... wer
Betriebsinvestitionen und Überweisungen an Fonds ..........
Schuldentügung............. WE EEE HE
Darlehen „..000.000000: Anznnn Hmm
Haushaltsüberschuß .........00.00004- EM
Kapitalausgaben zusammen .........

Ausgaben = Einnahmen ....

4,7
0,3
1,2

'
„&amp;gt;

24

m

KK

VA
8
9
2
Po A

4,0
3,4
39,6
13,9
0,7
CR
0,8
f6,4
4,9
71
5,2
; 13,8
13,0 : 121
30,9 | 83,7
6,3 | 6,5
10.0240
344,7 ı 341.9
24,7 26,2 20,8
15 17,6 26,7
6,55 16| 3,0
3 2
56.0 475 50,5 | 547
399.3 | 400,7 | 389,4 | 371,9 | 2581!

Quelle: Den norske Statskasses Finanser, i budvettärene 1913/14—1930/31 (Norees Offisielle Statistikk. VIIT 114) 8. 8—31.

‘) Zum Unterhalt von Hauptwegen; früher nicht im Budget aufgeführt.
        <pb n="666" />
        — 8283 —

Österreich

Finanzen des Bundes in Millionen 5
Textliche Erläuterungen 8. 5. 833 ”
1925 | 1926 1927 | 1928 1929 1930
R. | &amp;amp; ı RR BR. | B.V.

Einnahme- und Ausgyabearten

U —
A, Bundestir- ="

N
Davon Verzinsung und Amortisation der Investitionen
der Bundesbahnen. ....000.000000000000 HE
der Monopole und Bundesbetriebe ...... an.....]..
Soziale Verwaltung ‚40.00.00 00h KHK KENESKEEERNEEEL EEE EEREEE
Davon Beiträge für Sozialversicherung .......00000000000ELrn ELLE
ÜRANTEN 2 ka Kr BR KR HE KR
Direkte Steuern !)........0.00000000 | RE EHE
Davon Allgemeine Erwerbsteußf,......0.00000000010000rE Kenn nEE
Körperschaffsieu®r ı...... 004 KH EEE ER KEETE EEE
Rentensteuer .......000..0.000.0.00nELEEEAEHNE EEE
DiNKOMMEUSIOUGT © er KH HC KR KR KR KR KR HR KB
Vermögensteuer .... 4: RAR
Tantiemenabsahe ROM OHM EREEEKEEKER
ZU ara Kr RE Wa 5 0 DR ER RR KE
Verbrauchsteuern !} ......... EEE RE KR KA HE EA
Davon Branntweinsteulel......00...00 . ar. 0nn EEE
N BCE RE
Wein- und SchaumweinsteueT vas..0.0000000 Kern EEE
ZuekerstelP" aaa nk HR HEHE BER KR REEKEE KR EEE
Gebühren !)....,000.000005 004r KKLk Kar Ar KelRnER RER KER EEE
Davon Stempel- und Rechtsgebühren .....0..0000000000 00a en
Eisenbahnverkehrsteuer .... 2 RER ECKE
Warenumsatzsteuer.......000.0.0000000H .x KO
Ölfentliche Abgaben insgesamt!) .......0000000000 Er rer EHEN
A En der Länder (Gemeinden) an den gemeinschaftlichen
gaben erereesarerensnneern En RKELENNERRKREFERENEEE HER
„ Anteil des Bundos an den öffentlichen Abgabell...... 2..0.00000n
S0nstige Einnahmen ......0.0.....--+ &amp;amp; HEERES
Hoheitsverwaltung zusammen ... KO en An eh
Monopole?)..... .. SC RC BR ER 0 iO WO
Tabak ,., EN
Stantslotterie ...........00000 | an
Pulver und Sprengstoff. .....000000 ET
Bundesbetriebe?) .........000000000000000 44 Kern EHEN
Davon Post- und Trlesranhananstalt HC
Eisenbahnen . es

m
22.1 |

35.3 45,8' 60,0 108.41 93.6

22,1
107,9
100,3 |
697,1 |
285,4
51,9
56,9
18%
(LE 4
Ir

16,2
5,7
129,9
128,4
742,7
325,5
FRE
95.1
769

23,8
119
142,7
239.1
957

30,8
20,4
160,6
156,2
900,8
352,6
6? L
Een
16€;
158

87,5 49,9
272 328
174,4 | 169,7
169,7 | 1638
934,5 | 904,7
385,1 366,3
592 58,0
96,1 80,0
165 17,0
1822 1785
14,5
50
279,7
103,6
30,9
325
113
26,5
379;1
2130
5,5
252,0
1 1987

200,
ENT
25
31,
18,2
8:8
330,7
96,3
28
223;3
909 5

5,7
213,”
89,4
29,6
83:2
14:9
OR
337,
9
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Q66 4

N
DM
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£,
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DEF
22 a
11,5
20,5
391,2
226°
€,
25579
1 16379

or

ST a
023.6

251,1
085.6

263,0
865,7
43,0
12110
450,7
360.0
32,2
49,2
9,3
a8‘ 313,4
Mo, de - 236, 259,5
07. 03 17 57 0. 92
Einnahmen insgesamt .... | [477,4 | 1568,8' | 750,4! | 892,4 | 2010.0° 1 975,3
B. Bundesausgaben
Öberste Volksorgane, Gerichte öffentl. Rechts und Rechnungshof ...... 5,2
Staatsschuld ‚..0..0000000000- EREERREE ARE EEERERER ERREGER 200,5
Davon Völkerbundanleihe ...... are vu Ha Een 103,0
. Kronenschulden ..........00000 RR 10,2
Leistungen an Länder und Gemeinden ...... Sn 27,1
Pensionen ......... KLEE WEL RE KELLER DE KK OK 221,9
3Zundeskanzleramt „....0000000001000001KEE ERKENNE ARE EEN 174,0
Davon Bundeskanzleramt. .......00..0.00000020000 00ER EEK 7,6
Äußeres ....... HR R 6,8
JERCPOE a ar KR am an a Senna eR 104,9
JULI Ki WER LER EEE HERE E 4 ER $ERGE  AO KRFOR kn 54,7
Unterricht, Kunst, Kultus .......00000 2 ar0er nee AKA EREEE EEK 90,9
Soziale Verwaltung .....0.0...0..000:00 VE RER EKEN RER EKEE LER EEE 322,7
Davon Bundesministerium . KR RICH RES 2,6
. Sozialversicherung ..... KERLE 187,0
VÄRADEBN EG KR SER HE EEE HR Ce EREEE KEG 77,8
Land- und Forstwirtschaft... a WER WE 52,1
Handel und Verkehr „....0.00.0. 20000 Ara a RER R KERNE 96,7
ÜBTE nk Hr rt HA IE BE FRE BEN HET HE EEE KEN FRE OR E 103,€
Staatsvertrag von St.-Germain ......0.. 0 © 5 a 5
Zuschuß an die Postsparkasse ‚.....0000000.00000 1000ER KEN 5,5
Pauschalmehrerfordernis ,..0.0..00000 1204104404 E EEE EA KEN EEEKEKE 15,1
Hoheitsverwaltung zusammen I KEG RR RO BIER RE RE KR BR 1 398,4
Monopole?), ., Ser e anne 227,0
Tabak ,... 2... HE 163,3
HS akt SAGE RE EEE BEN Wenn ar 18,5
Staatslotierie ........0. 1.1100 Kerk  KERKHR EEE ER ER KE 36,9
Pulver und Sprengstoff, ....00.00000400000 00ER EN EREEREN 8,
Zundesbetriebe *) .......0.0.1011110N 380,6
&amp;amp; Davon Investitionen der Post- und Telegranhonanstalt 3) ‚... ...... 61,6
ÄSONbahNeN vera rree ker r tere bee KEG WE 124,0
Davon Investitionen bzw. Darlehen ....0.0.00. 000000 e Erna EAHE _ a u tina „200
Ausgaben insgesamt .... | 1426,7 | I 565,2 | 1835,0 | 1 973,3 | 1 990,3 | 2129,9
Quellen: Bundesrechnungsabschluß der Republik Österreich für das Verwaltungsiahr 1925, 1926, 1927, 1928. 1929: Bundesvoranschlag
 (Bundesfinanzgesetz) 1980.
n 1) Einschließlich der (von der untenstehenden Gesamtsumme der Abgaben abgesetzten)Ertragsanteile der Länder und Gemeinden. —
Y Monopole und Betriebe, die bis 1926 netto ausgewiesen wurden, sind hier der Vergleichbarkeit halber einheitlich brutto ausgewiesen. —
\ Die Investitionen der übrigen Betriebe betragen jährlich nur 2 bis 5 Mill. S
        <pb n="667" />
        894 —

Polen
in Millionen Zl.

Textliche Erläuterungen s. S, 838

Einnahme- und Ausrabearten

19251) {1926/27 | 1927/28 : 1928/29 | 1929/30 | 1930/81!)
R. | RO! RR | 8. TB. vAJB. v2)

A, Staatseinn-hmen
Finanzministerium ).r000eeer ee I 1174,6 ' 1177,6! 1580,5
Direkte Steuern). ........0.0.0000 Sn 362,7 512,8 615,0
Indirekte Steuer s0ıser eek ES HE RE 107,5 147,9 166,9
Öl are renn ern nER EEE EE ER RRAGG rk 284,7 213,4 372,0
Stempelgebühren und ähnliche Abgaben .... . .. w 114,3 ; 140,2 178,7
Ordentliche Einnahmen aus Steuern und Gebühren zusammen... 369,2 1014,33 1332,6
VermögenNateUer...0ı0eer rer RER LERNEN 59,5 66,0 66,0
10%, Zuschlag auf öffentliche Abgaben ..... % CE GE 6 — 46,0 96,5
Außerordentliche Einnahmen aus Steuern und Gebühren zusammen 59,5 | 112,0 162,5
Verwaltungseinnahmen des Finanzministeriums ....... 207,9 |. 51,3 85,4
Ministerium des Äußeren sarerer ee 8,6 12,3 13,5
Kriegsministerium „......., RR EEG ER Wbnaeeuun 10,0 18,8 13,4
Innenministerium ........... k KEHKIEHE 18,9 17 17,0
Justizminister. ...0..00.000.0000. 40 Pe 33,4 36,5 431
Gewerbe- und Handelsministerium ........ WAR e......... 5,3 4, 142
Landwirtschaftsministerium .......0000. 0400ER EEE RA 13,9 14,9 17,4
KultusministeriumM 0..000000000r0 00ER EEE F ERS RERRRR A 5,8 7 Ay
Ministerium für öffentliche Arbeiten .....000000000 0400000000000 13,8 32,0 36,“
davon : außerordentliche Einnahmen *) ‚00000000 rare - 28,3 27,
Ministerium für Agrarreform......... era nnn 5,6 11,0 ' 2,
Renten und Pensionen ............. ER FG 23,9 0 277
Sonstige Verwaltungseinnahmen ........ 4: 2 1.*
Verwaltungseinnahmen zusammen .... A 1277,0 ı 1358,83 | 1 771,1
Stantsbetriebe ........ .... SA
Davon Staatsbahnen ......00000 ee FRE KEN
Post und Telegraphie ............... Ver RERKEE
Staatswälder .. ......0000 . RR RE ©
Einnahmen Insgesamt ‚...

1810,6 | 1 706,7
766,2 620,9
181,7; 172,2
425,2 © 425,0
198,9} 195,6
1 572,0 1 413,7
48,9 | 90,0
116,9! 980
165,8! 188,0
72,8! 105,0
13,8
8,2
18,7
427
16
6,7
12,9
326
Ca

668,0
186,3
386,0
195,8
436,1
76,0
100,9
176,9

12,2
37
15;
43%
124
IT
10:
35,7
22.
5
%,

” 288,4

9

2013,5' 1885,9.
151,9 | 200,6. 104,8 | 164,6
838,3 2810 68,4
22,9 213, 129,0| 181
8931 1190] 2806| 804
627,9; 796,8| 890,3 | 904,5
291,0; 372,1| 384,5 | 405,0
279,7 | 360,8 4332 426.5
x’ 86) a1 87

1 901,4

180.4

956,9
133,1 | 2 768,5 3008,6| 2 955,0 | 3038,7

B. Staatsausgaben 1\

)bherste StaatsorganO....000.0000000110000 0100
Ministerium des ÄUßEreN s0000erere rer eRRARKE
Kriegsministerium s....000000000 0ER KEEP A KK RRE
A DE N
Finanzministerium 2...0000000000004 040000000 R ER RE EL EREAR N ER
JustizministeriuM...0000000r00000 000400000004 04ER ARENA KEG
Gewerbe- und Handelsministerium .....- Wann.
Verkehrsministerium ......... u KR HE
Landwirtschaltsministerium .. KOREA man
Kultusministerium v..00.000000000000000 02 WIN RN HERD HE RE
Ministerium für öffentliche Arbeiten .....000000000000000 00 re re
Ministerium für Arbeit und soziale Fürsorge .....0.0.000000000000 0
Ministerium für Agrarreforf.s.00ee rer rr kA
Ministerium für Post und Tolegraphie .....0.000000e rer
Renten und Pensionen ....... enEn nn...
Staatsschulden VE Ka E
Stantsbetrieh We...

16,7
26,1
575,2
199,3
132,5
84,0
Sr
2
26,7
309,?
71,5
51,1
25,7
66,6
41,4
Am

14,8
36,7
501,7
179,
947
35;

*
Bl
IE
*1
81,4
47,3
An

24,2
42%
7.7.8
206,5
122,6
103,5
12°

21,2
31,9
167
241;
36

30

68,1
227
243,8
126,8
A

is

Al F
51,7
177,7
228,6
120,6
120,3
WE

&amp;lt;
x
66,
246
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AR

29,4
52:3
327,1
252,9
145,2
133,2
54,4
18,2
59,8
471,6
161,3
81,1
61,7
27
274,3
296,8
180

Ardentliche Ausgaben zUsSAMMEN .ıer rer Ne
Kriegsministerinm v...0000000000 00ER RER RER RER EA AG
Gewerbe und HandelsministeriumM ...000000000 rear e
Ministerium für öffentliche Arbeiten ..... ER KT nn
Ministerium für Agrarreiom.e..00000r0 0ER EEE
Sonstige außerordentliche Verwaltungsausgabenl..................
Stan te betricbe a euer er KEE DE MR HERE EEE u
Außerordentliche Ausgaben zusammen ....... KEREKUR ER E Fan
Ausgaben Insgesamt ‚... } 188%,
] l : .
Quelle: Rocznik statystyki Rzeczypospolitei Polskiej 1925/26, 1927. 1928 und 1929, Wiadomopsei statyetyerne Mai 1980.

?) In dem Ausweis für die Jahro 1925 und 1930/31 ist keine Trennung der ordentlichen von den außerordentlichen Ausgaben
vorgenommen worden. — %} Bewilligter Regierungsvoranschlag ohne nachträgliche Ergänzungskredite, — *%) Ohne Ertragsanteile der
Selbstverwaltungsverbände, — *) Nahezu ausschließlich Einnahmen aus der Waldabgaba und den Zuschlägen zu den Postgebühren
und Eisenbahntaritfen.
        <pb n="668" />
        RO

Rumänien
in Millionen Lei
Textliche Erläuterungen 8. 8. 838

Einnahme- und Ausgabearten

1913/14 | 1925 ; 1926 | 1027 | 1928 | 1929 | 1930
Ve TUR Bar.

A, Staatseinnahmen

Äärundsteuer ........0.0 1 0000000000
Sebäudesteuer...........
Kapitalertragstener........... 2e0
Steuer auf Handel und Industrie....... ERBE
LONDSEOUOE ka EEE RR KER «KR ER HER I WE
Steuer auf freie BeIlfe.....0.0.0000000000000000044
Steuer vom Gesamteinkommen. ......0..0.0000000070
Verschiedene Steuern..,... ERRANG
Direkte Steuern zusammen ... KK
ZU CE RR ER OR RE FR KR KR RE RE RE KE
Steuer auf Alkohol und alkoholische Getränke. ....
Steuer auf andere Verbrauchsartikel,.............
Jmsatzatouer .........0..00. nn.
Vergnügungssteuer .......... ven
‚ndirekte Steuern ZusammMeN ........0.0.00000011000
Stempel- und Registerabgaben ................040000
Wonopole und Unternehmungen .,................
Verschiedenes ....

Einnahmen insgesamt.,..

156,5
200,8 211,1
639,7 735,7
112,0 ! 1172,38
342,6 143,5
62,6 211,4
429,7 552,4 |
413,1 418,0 |
4228,9 4900,98 |
7324,33 8852,5
1 502,4 708,9
526,3 544,2
1213,22 1 686,8
101,5 151
115,0 10667,7 12907,5
39,5 | 2112,9 2569,4
91,2 | 48587 6 310,6
3146 | 12115,2 45358
608,5 | 33 978,4 | 31 224,2

43,2

1350,8 1186,1 ‘ 1205,9
731,0 733,2 703,1
992,0 . 1004,6 1111,6
„461,1 12771 1346,5
‚524,7! 1690,1 1844,2
249,0 ; 237,2 228,7
963,9 ° {108,8 397,2
227,2 316,5 419,2
7499,7 75536 82564 9487,0
9252,4 6889,7 5722,8 7 360,0
1877,4 827,8 897,2 330,0
1505,6 16244 2117,77 2566,0
21296 1516,6 1754,3 72200,0
122,8 115,4 112,6 150,0
14887,8 10973,9 10604,6 13 608,0
8217,77 84585 | 4298,7 4 500,0
6708,3 7184,6 6826,4 ° 5981,7
3.694,0 | 3597,29 | 37528 | 5477,38
36 007,5 | 32 767,8 | 33 738,9 !2)37450,0

B. Staatsausgaben

Kriege nis tOTlU a ke ER KL BR Ka REFE BE EEE
Pia EFÄU: 10 ı 1 RK RR A RR KR RR
Ministerium für öffentlichen Unterricht............
KXultusministerium ....... Fr DEE
Ministerium des Innem............ Se
Ministerium für öffentliche Arbeiten ..........00040
Justizministerium .........0.000000 REEL HR O
Landwirtschaftsministerium ‚........ 2000000000
Ministerium für Handel un] Industrie ..........0.
Ministerium des Äußeren ........ Seanee
Ministerium für Gesundheitspflege ............00000
Ministerium für Arbeit und Sozialversicherung.....
Verkehrsministerium. ..... SA
Ministerrat ,........ +#k CH
Fonds für Ergänzungs- und außerordentliche Kredite
3ezahlung der Forderungen aus den bis 1928 abgeschlossenen
 Rechnungsjalren ........0.0.0.0000- 0,
Ausgaben Insgesamt....

81,0 |
220.0 |

4753,33 5626,7
7093,8 10 424,5
2516,8 3591,5
611,2 832,6
376,2 971,3
373,7 459,5
510,7 375,5
331,8 980,5
467,0 477,6
265,5 76,0
1054,33 1269,0
115,0 166,0
3366,4 1741,0
43 | 7,6

7.249,1 ı
2 601,6
4411,1 |
137,1
2 303,9
392,7
„029,3
1 234,2
513,4
113,0
169,1
196,6
763,4
22

7 589,2
13 312,7
4 941,3
1 314,7
2278,6
397,7
1 078,7
417,4
534,2
108,6
203,5
325,0
706,1
15,9 !

6 791,6
10 710,5
4 449,8
1 195,9
1 831,3
260,1

9 092,7
' 12 104,2
L 6 846,3

55,9

54,9
02,3
11,8
11,5
5,2
35

2 004,1
151,6
1 403,7
{167,8
571,2
345,5
\ 1580,2
8
114,2
300,0

1 074,2
279,8 |
401,0 |
100,8 |
4 019,3
215,8
445,9 |
12,2 |

91

1 768,5
ra6.2 | 29 240.0 | 28499,3 | 33 136,7 | 35 223,6 | 29 788,2 | 37 450,0

&amp;gt; x i i t. Royaume de Roumanie 1929,
uellen: Für 1925—1929 Bulletin d’Information de l’Office d’Etudes Financidres. Bucares € mania 1927
A) $. 13 und 1930, Heft 1/2, 8, 50, 54, 55. Für 1913/14 Annuaire Statistique de la Roumanie 1915/16, Seite 252/58, 256, Für
1930 Bursa, Nr. 1327, 20. Anril 1930: 8. 418.

2) Vorläufiges Ergebnis (Einnahmen und Ausgaben der 12 Monate) also ohne nachträgliche Einnahmen und Ausgaben, — *) Die
Addition ereibt 39052 Mill. Lei. — *) Im Ministerium für öffentliche Arbeiten enthalten,
        <pb n="669" />
        RB

Schweden
in Millionen Kr

Textliche Erläuterungen 8. S. 838

Zinnahme- und Ausrabearten

1913 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1920/30 | 1920/81
BR. | 8. RR rar.

A. Star*:einnahmen

dinkommen- und VermögensteueIln ‚ec.
Davon Einkommen- und Vermögensteuer .........0.0.0..000
Stempelsteuern .,... FE ER Kl Kar
Konisteuer ... ER aaa

/erbrauchsteuern ...
Davon Zölle...........
Zuckersteuer, , .
Tabaksteuer ,........
Alkoholstener ..
an

getriebe (NettO) aeeseeerrrer ER LE era
Davon Post und Telegraph or.sererreeee era
Staatseisenbahnen v..0000..0000000 0000ER EEG
Kraftwerke und Kanäle ‚.....000.00000000000004400
Staatsdomänen ‚..... 00a SA
Reichsbank *) .. a
Wirkliche Einnahmen zusamMeN +... re rer

Kraftfahrzeugsteuer ...
Gebühren ......
Verschiedenes ...

Zinsen USW. .........
m. Davon Aktien veeeeeeererereen ne
Darlehnsfonds (Übersehuß) ......

In Anspruch genommenes EigenvermögeN „............0.00000
Anleihen .........- VREF HELGE DE
7nnahmen insgesamt ....

92,2
39.5
18:7
99

200,3
148,1
43:8
10

202,2
147,3
465
10

213,2
145,7
590
10

212,9
145,3
59,0
10

208,6
153,8
‚81,6
1,0
320,0 318,7
154,0 153,0
8,8 1,6
62,4 | 660
953 981

221,0
160,0
52,0
HI
307,5
142,0
63,0
102,5

293,8 315,8
124,6 | 140,5
25,6 | 17,4
52,1 | 58,0
91,5 * 999
220 24,5
10,9 115
26' —79
101,0 | 104,1 16,9 119,8 | 121,4
30,8 352 38:2 8355 36,2
35,6 31,2 40,9 10,0 | 36,0
12,0 11,8 15,9 © 15,8 | 16,0
7.1 | 98 13,0 12,0 | 14,2
15,5 160 1379 17,0 19,0
7,4 2227| 227° 244 25,7 330 39,3
25 102 | 88 9.0 91 2162 211
408,9 | 928° 105 11 227 139
264,3 653,3 672,9 | 707,3 722,3 7402 | 755,9
1,2 ?) 48,0 |!) 54,7 ‚!) 4,9 52,0) 47T | 07,7
40.4 | 50.6 | 483 | 376 | 50,0 | 344 | 498
ZA 900) 48,5 | 37,6 | 50,0 | 34,4 ;_ 49,8
305,9 | 751,9 | 775,9 | 749,8 | 787,5 | 779,3 | 813.4

B. Staatsausgaben

Hofstaat und Schlösser...... wm
SZENE er 0 REG KREIEREN EEE
Ministerium des Äußeren 2.0.0. 00er eer a ea Ark a
Wehrministerium .. ..

Sozialministerium ‚.. &amp;amp; 0 an
VerkehrsministeriumM .....000000r0r ER L KERNE
FInanminisieriu essen er ra E 44H HAAR RRR KT RR EÄ Anne
Ministerium für Kultus und öffentlichen Unterricht .........

Reichstag (einschl. seiner Verwaltungskontrolle) ...............
Zinsen der Staatsschuld USW. .rıereer rer RER RR EL
Außerordentliche Ausgaben für Landesverteidigung ..........
Wirkliche Ausgaben zusammen. ...... Pa

Landwirtschaftsministerium .
Handelsministerium ‚... .
PeNSIONSWESCN 2r00rere ren
Unvorhergesehene Ausgaben ...

Wr
5,3
2,0
32.4

9
13,2
6,9
146,4
90,6 ! 95,8 98,3
12,1 , 684 426
44,3 | 42,9 | 47,0
132.5 ! 1325 1310 |

1,8 1,8 1,8
136 | 130 13:3
57] 56 5:8
132,4 | 132,9 182,5
100,7 | 107,1 111,3
87,9 | 63,4. 74,2
454 | 45,7 464
135,8 | 1434 1533

20,5
4,4
15:3
30.9

6,3 30,4 ı
31 127 .
90 | 384 |
— 13

31,2 25,1
126! 122
40,4 | 41,2
01 09
41 41
87,1 86,6
23 _ 10
653.9 | 7012

28,8
12,1
43.4
1.0

35,7
13,9
43,1
1.0

1,5 |
22,7 I

4,3
81,1
16
625,9

4,5
83,4
23
882,5

4,3
86,8

4,3
82,9
719.5

205,3 |

689.3

35,8. 242 247} 345
27,7 ı 24,5 28,6; 27,2
12,4 17,6 15,5 | 175
7,0 5,0 5,0 5,0
. 0 Il | 16,2 |___ 97
;__ 58,8 , 132,1 127,4 85,9 | 90,4 | 90,0 | 93,9
rk a
| 259,1 | 758,0 | 809,9 | 759,8 | 791,6 | 779.3 | 813,4
4 1 4
‚Quellen: Statistisk Arsbok för Sverige 1929, Tabellen 243 und 261. Budget-Redovisning för Budgetäret 1928/29, Seite 8
bis 8 und 10 bis 11. Riksräkenskapsverketis revisionsberättelse för är 1927 (= 1926/27) und 1928 (= 1927/98).

&amp;gt;) Nach Abzug der als Betriebsausgaben betrachteten Neubauten und Inventarkäufe. — *) 1928/29 5%2 Mill, Kr. für Aktienkauf
und 8,1 Mill, Kr. zur Deckung einer Forderung der Staatsbıhnen gegen den Staatsschatz, 1930/31 4,0 Mill, Kr. für Kontrollstationen
 für Butter und Käse. Im übrigen Iast ausschließlich Leistungen an einem Fonds zur Deckung von Verlusten bei dor
A, G. Kreditkasse von 1922.
        <pb n="670" />
        — 827 —
Schweiz

Finanzen des Bundes in Millionen Fr.

Textliche Erläuterungen 8. 8. 539

Einnahme- und Ausgabearten

'C13

1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1030
R. ı RR. BY. | BY.

A, Bundeseinnahmen

Irtrag der Kapitalien ...........
Allgemeine Verwaltung .......0.0...0000000000000040 .*:
Politisches Departement (Auswärtige Angelegenheit@N).............00.7,0«
Jepartement des Innern ....0.00000000000 EEE EHE EEE KENKKES
Davon Abteilung für Kultur, Wissenschaft und Kunst ,..........0.000+
Tustiz- und Polizeidepartement .... 4x
Ailitärdeparternent .........0.. AN
Davon Reingewinne der Reg „&amp;lt; (Ertrag des Pulverregals; Militärwerkstätten
 USW.) ‚....0.00000000000004000411000 0ER
“inanz- und Zolldepartement .,.....0...00000000 —_—
Davon Finanzverwaltung (Liegenschaften) ..... Ks
Steuerverwaltung!) ....000000000000n0 00 vn ann
Darunter Halbe Militärpflichtersatzsteuer.............0.00.00+0010000
Stempelabgaben gem, Gesetz v.4.10./22.12.27 ,.........-Stempelabgaben
 auf Coupons gem, Ges. v. 25.6.21/22.12.27
Außerordentliche Stempelabgaben ......... x
Zollyerwaltung ........ Ki
Darunter Ertrag der Zölle , KR a
3} Einiuhrzölle ... REN
&amp;gt;) Benzinzölle .. ; ER AREKERERREEREANDEEN
e) Ausführzöll® ......0..00000000000 001000 0r ne NERAEG
Artrag aus der fiskalischen Belastung des Tabaks ........
Ubrige EÄNDAhMOB Ge war € Er KR HEERES EEE EEE
Tolkswirtschaftsdepartement ............ EEK REEE
Davon Bundesamt für Sozialversicherung ..., en nnE nn R].AEG
&amp;gt;ost- und Eisenbahndepartement........0..000000000 0ER nenn EHE EEE
Davon Finnahmeüberschüsse der Post-, Teleeraphen- u. Telephonverwaltg.

1,5
0,1
0
2,6
7,5
11
23

21,0
0,3
1:4
11
2

23,3
0,3
0,8
1,2
ht

25,1
0,4
D,8
1”

27,3
0,6
10
1s
W

25,0 |
0,6
dz
1,7
1,’
EN

27,0
0,6
0,2
12
10
24
D4

0,9
39,1
21
22
272
©

€
26]
&amp;amp;

27

C
37

308
5

0,1
337,1
18
68,3
4,9
39,0
20,1
12
269,7
233,9
211,0
22:6
0,8
21,4
14:4
2,2
1,5
11,3
172

y:
5

219
a

228
Y

257,9
05
20.

24.
Qi

30 ı

m

Jepartemente zusammen ‚....
Tersehiedenes .......

. 354,8
Sn 2. 00 Ob Ge ' 08
Einnahmen insgesamt ....| 99,9 | 299,0 | 313,8 | 331,5 | 383,1 | 352,6 | 383,0

B. Bundesausgaben

Zerzinsung und Tilgung .......0..0000000000000 0
Davon Verzinsung und Provisionen....-Tiügung
 .......0.-Allgemeine
 Verwaltung .......0...0000000000 00ER HE
Dolitisches Departement (Auswärtige Angelegenheiten).... GES KIM
Yepartement des Innern ....00000000000400K EEE KANNE ERAEEKNEKANS
Abteilung für Kultur, Wissenschaft und Kunst .....0...000000000000E
Iberbauinspektoraß ......0.0.0.0000000000 000000 0E EEK EEENEEEN
Direktion der eidgenössischen Bauten ‚.....0...000000000 Erna HnEFEHE
Inspektion für Forstwesen, Jagd und Fischerei ..........00000000 000
Amt für Wasserwirtschaft ‚........ FIR KR ED
Gesundheitsamt ..........000000000 sn ne HR
ıstiz- und Polizeidepartement ..... - HE DEE RE RR
Davon Justizabteilung ....... „4 BE RE a De
Polizeiabteilung ..... an... .]....NEE
. Versicherungsamt ....... DER
£ilitärdepartement ‚.......0.000000007 KERLE RER EEE me a EEE
Davon Ausbildung der ArmM0® s..00000000000004 110 nn Anna KEEEKENEENE
5 Ausrüstung der Armee einschl. Pferde ........0.0...000000000 00
“inanz- und Zolldepartement ....... FRE KR
‚Davon Zollverwaltung ........... Se
Olkswirtschaftsdepartement ........ IT ar
Davon Handelsabteilung........0..000000000000 00ER KFEHENN
Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit ......0.0000000
Bundesamt für Sozialversicherung ...0..00.000000r 00a
5 Abteilung für Landwirtschaft; Veterinäramß ......0000000re rt
Ost- und Eisenbahndepartement.......-..0.00.00000 00011 nL EEE
Davon Personalausgaben „......0.00.00000 Kenn Ke
Beiträge für den Lultverkehr ... —_—

‚16,6
(13,2

3
109.5

112,0
(08

128,3
109,0
193
5,8
6,7
1

114,6
10777
69
55
6,9
32,2
8,3
132
4,0
2,7
0
2

118,9
105,5
184
6,0
7,3
38.9
8
1

Fr
\

Ad
Ar

{

C
ve

5
Pe
BR

96.
51,9
26
24,5
20,9
67,5
11
123
383
15,8
12
08
0,4
Departemente zusammen . „} 233,4
Srschiedenes ......0.00.0000000000 000001 RKe EEE AKEEFENEKEAREEHCG 24,5
Davon Sicherung der Getreideversorgung des Landes (BB. v. 22. 6. 29). \ 27,8
darunter Ertrag der statistischen Gebühr im Warenverkehr der
Schweiz mit dem Anslande ...- «“ 12,0
Mahlprämie?) .. 2 5,2
Personalversicherung . SER 8,70 41,58 E 6a! 2
LE m
Ausgaben insgesamt .... | 105,3 | 308,0 | 323,1 | 332,9 | 359,4 | 350,9 | 382,8
Quellen: Voranschlag der Schweizerischen Eidgenossenschaft für das Jahr 1927, Seiten 2—97; 1928, Seiten 2—95; 1929,
Seiten 2-—196: 1930, Seiten 2—90. Schweizerische statistische Mitteilungen, VII. Jahrgang 1925, 5. Heft. Tabelle 2* und Seiten 2—12, 24.

&amp;amp;,
Fr
37.1
555
267
212
4
623
Br
112
36,9
142
19

*y
2
2,
86,7
51,4
26,E
22,7
19,
Fig
4,6
16°
35,
18,
*£

„ *) Steuereinnahmen ohne Kantonale Ertragsanteile, Die Militärersatzsteuer war 1913 unter dem Militärdepartement aUsgEwiesen,
 ist hier unter Steuerverwaltung eingesetzt. — *) Inbegriffen ein Teil der Personalausgaben sowie die V erwaltungs- und
‚üVentaranschaffungskosten. der Justizabteilung und der Bundesanwaltschaft, — ?) Bis 1929 in der Summe der Abt, für Land-Virtsechaft
 enthalten.
        <pb n="671" />
        — SD

Spanien
in Millionen Pesetas

Textliche Erläuterungen 8. 8. 839

Einnahme- und Ausgabearten

. 1913 | 1925/28 | 1927 ! 1928 ! 1029 | 1080
4 Vorl. R. { Vorl. R. | VorL.R.; VorLR.| B.V. | B.V.

A. Staatseinnahmen
Direkto Steuern ..0eee RR RAALRd
N EEE
Steuer auf Handel und Gewerbe ...0.0000 ee
Steuer auf Einkommen aus Arbeit und Kapital ............
Nachlaß- und Erbanfallsteuer ......00000000 ke
Berg WOrkStO0leE a. Lau E04 HL KR KERKE m Baker Faire mr nn AR Rn
Verschiedene i. d. baskischen Prov, u. Navarra erhobene Steuern
AUTWANRÄSÜCUOT a 04h ee BEER KRR HE KR Er
Anteil am Gewinn der Bank von Spanien uSW..............
Indirekte Steuern ....000000000 EEE RER KR
Davon Zölle....0.000.0000000 00 LIE SLR ERR RR RRRKRRE RK N
Varunter Einfuhrzölle ‚.ı0ser KK
ER DA
A EEE
Alkoholatener 2er
Transportsteuern 20... RRR RK R RAR RRRREKKHKG
Kraftfahrzeugsteuer v.....00000000000 0ER KERLE
SVEIDARADON: ke var 0 KLEE EEE SE HK EPE WEE BEE DEE
Steuer auf Elektrizität und Karbid ......0.0.0.0.000000000000H
Monopole und Staatsbetriebe ............. k KR HRG Ra
Davon Tabak (netto)..,....0.0....0.04000 „7ER
Zündhölzer (brutto)!®).......0.0.0.0.000 44 SA
Gotterje (BrUthOLEH. ı aakr 5  ERG ERE E KR RC KR RK RE K
Post, Telephon, Telegraph, Giro usw. (brutto)®) .............
Petroleum {netto) ............. # ak a
Stats DOsitg USW dr Ce KEN SEE KK RE HE KREE CE RE RER Bar KA BE
Davon Bergwerk6 (n6tfO) ‚.0..0.00000000 000000
Einnahmen des Schatzamts ........0.00000000400001 RR
Davon aus Schuldenaufnahm® se...
Ordentliche Einnahmen zusammen ..........,..- WERE
Außerordentl. Einnahmen (Schuldenaufnahme) ..............
Steueranteile und Zuschläge für Selbstverwaltungskörper..........

1 035,4
285,6
157,6
358,5
146,2
11,9
12,0
14,2
24,7
478,3 | 1 120,4
2246, 588,6
192,9 533,0 |
27,2 | 41,4
44,0 92,11
18,5] 45,4) ;
28,7 67,2 N
99,3 252,0)
9,6 29,6 |
311,6 669,9
150,6 260,4
21,5 43,8
132,1; 351,1
2.6 12,8

ı 207,1
334,0
174,3
393,3
204,8
10,5
37,4
16,7
29)
186,9
586,8
528,8
44,2
102,3
36:9
69,6
12,4
311,9
31,8
700,6
278,7
39,8
370,1
10,6

1 .269,8
355.9
183.3
102.6
216,6
20:6
3879
23:2
22.1
308,4
6347
565,8
48:5
106,8
398
67
47,
344,4
3276
826,0
288.1
412
387,9
115)
v1
57,9
125,
€9.7

1 228,3 . 1 277,8
352,0 859,0
178,0 | 185,0
382,0 | 410,0
215,0 | 217,0
12,0} 12,0
45,8 45,8
20,0; 20,0
20,0‘ 25,6
225,3 | 1358,8
572,7) 660,0

104,0! 112,5
39,0} 39,0
66,0| 66,0
45,0 52,0
330,0 | 356,0
320° 340
829,2 890,2
286,4 293,4
41,0, 41,0
390,0} 410,0
127 187
960 130,0
551 58,0
15,0 15,0
619 84,9
3522,3 | 3 399,8 | 3 669,7
. 2,5, 4848, . 0.
. 84,9 | 950 1003| 1}
Einnahmen insgesamt .... | ‚ |3420,7|3315,7|410714| . | .

B. Staatsausgaben

Ybersie Staatsorgane.... 12,4, 12,3
Staatsschuld?) .... 2 354,1 | 899,3
PENSIONEN er rr RR Kar 138,3 141,3
Ministerpräsidium und Auswärtige Angelegenheiten ‚.........00.0.004 45.0 40,8
Ministerium für Justiz 200000000 ra KERNE # 38,9
A U 67,0
Kriegsministerium .ı.ee ee BERKER 418,2
Marineministerium .....00000000000 00ER een ae &amp;gt;») 244,4
Ministerium des Innern essen 267,1
Ministerium für Unterricht, Wissenschaft und Kunst ................ 195,6
Ministerium für Verkehr, öffentl. Arbeiten, Landwirtschaft und Bergbau 368,5
Ministerium für Arbeit, Handel und Industrie‘) .....0.0.00.0000000400000 63,3
Finanzministerium ........00.00000 SE 40,1
Verwaltung der Steuern und Monöpo0l® ‚..r.ceeer ren 128,7
Auszahl, v. Lotteriegewinnen, Überweis, an Unterverbände usw.®)..... 416,8
Marokko®) ......0.000000000 „ER KR RER DA 255,9
A EEE 39,5
Ordentliche Ausgaben zZUusamMeN ‚ee. 8.637,7
Außerordentliche Ausgaben zusammen®) ‚..,.......- Wenn 445,1
Davan Kriegsministerium .....0.00.00000000400 RO EUER 65,0
MarineminisberÄüit ao. au 004 040 SELLER EEE TEE RE nen 100,0
Ministerium für Unterricht, Wissenschaft und Kunst ....... 28,5
Ministerium für Verkehr, öffentl, Arbeiten, Landwirtsch. u.Bergb. 222,6
Sonstiges: Ministerpräsidium und Auswärtige Angelegenheiten,
Justiz, Inneres, FiNnanZ seeeerrr rer 28,4 29,1
Steueranteile der Gemeinden, Zuschläge zu Staatssteuern.............., 176 89,4 an —_
Ausgaben insgesamt .... | | 3602,53 | 3 644,1 | 3 884,9 Ki
'
Quellen: Anuario Estadistico de Espafia 1921—22, Seite 211/212, 213, 215, 219; 1925-—26, Seite 354—859; 1927, Seite 326—329,
333; 1928, Seito 363-—371, 372—373. Gaeceta de Madrid vom 4.1.1929, 4.1.1930.

1; Negociaciön de la Deuda, Obligaciones y Bonos del Tesoro. — %) Zinsen und Tilgung. — %) Davon 68,9 Mill. für die Handels“
marine. — *) Ministerium für Soziale Angelegenheiten; bis 1928 als Ministerium für Arbeit, Handel und Industrie bezeichnet, verwaltet
vor allem Fachschulen und soziale Versicherungen. Seit 1929 getrennt in: Ministerium für Arbeit und Versicherung und Ministerium
‘ür Nationale Wirtschaft; für letzteres waren für das Jahr 1929 == 22,9, 1930 == 25,6 Mill. Ausgaben veranschlagt. — °) Entschädizungen.
 für durch den Staat aufgehobene Steuern, — °) Enthält jährlich rund 3,0 (1913 = 1,9) MilL Pesetas für die Westafrikanischen
Kolonien, — 7?) Ausgaben für personal excedente, personal a amortizar und personal a extinguir. — ®% Teile des 10jährigen
Investititionsplanes. — ®) Ohne die als Stempelabgaben aufgeführten Einnahmen aus Verkauf von Briefmarken (1928 83,7 Mill. Pes.}
15W. — 16) Die Reinerträge betrugen 1927 16.7 bzw. 112.3 Mill. Pes
        <pb n="672" />
        829 —_

Tschechoslowakei
in Millionen K6

Textliche Erläuterungen s. S. 839

1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1980
RO BO | BAY BAY. | BAY.

Einnahme- und Ausrabearten

A, Staatseinnahmen
DeNsions- und Versorgungsgenüsse..........00.00000004 —_—-“inanzministeriuml}
 ...0.0.0.0000000000 En ERREEKEEL vll ER
Öffentliche Abgaben Zusammen ‚.. 2.4 00 0rer ee HERREN
Direkte: BICROID ı KR HE HE GE KR EEE BECK DR KH BO HE
Davon Grund- und Gebäudesteuern .........0.000000000000 000
Allgemeine Erwerbsteuef........00.0000000000r0 01er EE
Besondere Erwerbsteuer ........000000000 00001010 0EE
Einkommensteuer ........ PU KAR RER KR ERERKAN KO
Kriegssteuer ............. 4 RR HS KR E
Yerbrauchsteuern .....0.0.000000000- SA
Davon Branntweinsteuer ......... HRS MEERE KEG
Zuckersteuel. u. 044 04h k Ka Wer KK KEL KERKEE ERN
Allgemeine Getränkesteuer .......000.0.00000000000 0000
Fleischsteuer ........... &amp;amp; HH RE KT RE
Kohlenabgabe ........... 5 KA KEN Kt KERLE R
Umsaitz- und. LUXUSSteReT a k0ı ka KR KRER KR KRLER KK RE EEE
Stempel, Gebühren usw. .... SA
Davon Stempel ......... ER BE SEE
Rechtsgebühren ..... eK
VorKkohFstetleIf . ua. 100 4400 € KEE REK KR RE HR KR HRE
Abgabe vom Fahrpreise für den Eisenbahntransport ..
Monopole?) und Finanzverwaltung. ... Wen
Kassenverwaltung.........0..00.00. BR RO
KreditoperationeN.............07 EA
Ministerium für Handel .......0.0..0000000000 00ER EEG
Ministerium für öffentliche Arbeiten .......000000000001k nr Kane
Einnahmen der übrigen Ministerien und Behörden
Unternehmungen und Finanzmonopole®) v.....0000000000000 rare ree
Staatseinnahmen insgesamt!) ....

97,8! 110,5 91,0\ 95,5 96,5
3666,81) 8 $51%| 7 2248 78381 7740,1
7362,82) 7 741,6 7392,4) 7455,22 7 365,9
2.3980 2494,5| 1 770,9! 1747,99 15975
171,2 208,5 96,2| 90,7 79,4
220,9 87.1} 180,8! 1754 1272
2977| 229» 2200) 221 5 150.0
18817 26f 00')| 1050,0) 1 050,0
158,2 316 188 09
339,3 ‚687,1 1689,11 ‚771,6
4073 4216| 4110| 421,0
178.3 590.0| 590,01 620,5
264.4 2778| 2934| 320.0
109,9 1200| 115,0) 116,0
290.7 200.01 190,0| 200.0
797,7, 125,8) 1076,8! 1147,09
347,7) 100,0) 11692 12176
od 7086| 1 Zi 1 632,2
180.1 195,0) 212.11 2499
643,9| 650,0 683,0) 794.1
216,1) “10,0 7164| 5) 4225
308 90.0 900 * 96,0
59,9| be, „4, 494 50,3 547
73,4 207,3 54,2 3525| 3326| 319,5
570,71 1891| 17221 — —
39,8 28,41 22,5 93 71 69
46,3 48,2| 56,31 98/1 1101 1172
2008 285,0] ‚3482 2659 2608 235,2
507.21 1421.11 12087] 1203,7| 1258,83! 12040
‚‘) JO 648,5[!) 10 844,8| [1 159,8! 9562,3! 9569,9| 9419.9

B. Staatsausgaben

Uberste Staatsorganb..........0.00000010 001 „ 51,0 59,0 56,0 73,3] 73,2! 73,9
Ministerratspräsidium ‚.....0..0.0.0.0.000000 VER RRR RR EE 31,7 29,2 32,2 31,4 32,7 48,0
Staatsschuld!) ......0.00200000000E EEE ELEEKEREER LEER EEE E RER AR 968,8 2100,7 985,6 976,1; 831,1} 1 803,9
Pensions- und Versorgungsgenüss@..............« KR Ea RER EEE 512,4 567,5 609,5 650,3 732,4 762,9
Ministerium für auswärtige Angelegenheiten ........0..0000000000004 230,0| 219,4 193, 165,0 167,6 167,6
Ministerium für nationale Verteidigung ......0.0000000000011 00000 E 058,6‘ 1 SOC ; 463,0 400,0 . 400,01 1 400,0
Ministerium des Innern ve..00r000 era n RE EREK RK RR ER KEKKRRR RR 600,2’ 596,4 606,2 548,3 709,9 691,3
Tustizministerium samt dem Obersten Gerichte ........00000000-40 298,1 303,6 298,7 299,7 309,0 305,1
Winisterium für Schulwesen und Volkskultur ... W... 336,1 502,0 433,1 393,91 923,9 955,7
Ministerium für Landwirtschaft ........0.000000010000000 00ER E 211,31 217,9) 209,6| 216,1 245,6| 242,6
Ministerium für öffentliche Arbeiten .........0.00000000100000E EEE 313,8) 325,4 395,3) 170,9 479,7! 495,2
Sisenbahn- und Postmimisterium .......0.0000000 nn rn eKn KA KEG 51,2 155,6! 46,3 45,6 41,01 38,7
Ministerium für soziale Fürsorge ........0.00000000r 01000 ar ar EEE EEEG 739,5! 931,2! 869,0 365,8 835,3| 824,1
Ministerium für öffentliches Gesundheitswesen ... LER ae 136,11 144,4 131,4 140,8 144,8 146,8
Finanzministerium +......0.0.0.0000000000 10ER REEL 380,9! 1003,6| 1228,6 073,3! 995,0 993,1
‚ Davon Fonds für Sachbedarf der Wehrmacht .............000014 nm 815,0 8315,0| 315,0| 315,0
Sonstige Behörden‘). .......... VER eK KKERR ER EG 109,5| 81,6| 84,6 82,7 86,5| 88,0
Repatriierung ....... DEEP Dar km 201,8, 50,1 1192 — 0,81 —
Unternehmungen”) . Sutiben 207,5 105’1 4298 204 293,4/ °) 102,0
Laufende Ausgaben zusammen .............. WR KG 10 648,5| 10 916.4' 10 201,3| 9292,6| 9301,9| 9 138,9
Ministerium für nationale Verteidigung ......... SA 62,1 5 — | _ m —
Yinisterium für Schulwesen und Volkskultur... BIKE HERE EHE 108,5 1 121,0| 96,9 89,4 741
Ministerium für öffentliche Arbeiten .... HR RR EA 216,9 18° 0,5 0,5 0,3 0,6
Sonstige Ausgaben .....00..000.01010000EEE FE KL EEK EEEEKEERE RK E 98,0 E90 260,57 146,1 142,8 _ 153,3
Administrative Investitionsausgaben zusammen®})..............0...0. 485,5| 433,6! 382,0) 2435| 2325| 228,0
Staatsausgaben insgesamt‘) .... ı') |] 134,0[*) 11 350,0] 10 583,3] 9536,1| 9534,4| 9 188,9
Quellen: Statistisches Handbuch der C'ochoslovakischen Republik III, Prag 1928, Seiten 384/387, 396—399;  Finanzgesetze
N en DS 1930 in: Sammlung der Gesetze und Verordnungen des Cechoslovakischen Staates. Österreichischer Volkswirt 1930,
8:

+) Zur Vereinheitlichung wurden die Überweisungen an die Selbstverwaltungsverbände, die nur 1925 und 1926 in der Staats-Schnung
 aufgeführt werden, auch für diese Jahre abgesetzt; in den Beträgen für Einzelsteuern und Steuergruppen 1925 und 1926
ind dagegen die Anteile der Selbstverwaltungsverbände mitenthalten, — *) Ohne die »Finanzmononole«: Tabakrogie und Lotterie, —
} Vorwiegend Überschüsse. — *) Ohne die von den staatlichen Unternehmungen zum Schuldendienst beigesteuerten Summen, die
(9258, 330, 404, 417, 380, 358, 345 Mill. K6. betragen. — *) Ab 1930 ist ein durchlaufender Posten, nämlich der Anteil der Eisenbahn-“erwaltung
 an der Verkehrsteuer (1929: 175,6, 1930: 327,5 Mill, Ke), aus dem Haushalt sowohl in Einnahmen wie Ausgaben aus-Zoschieden,
 Daher ist auch der Einnahmen- und Ausgabenrückgang nur ein scheinbarer, — °) Ministerien für Vereinheitlichung, für
industrie, Handel und Gewerbe, für Volksverpfleguung sowie das staatliche Bodenamt. — 7) Einschließlich Tabakregie und Staats-Öfterie,
 Enthält: Zinsen von den transitorischen Überschüssen, die die staatlichen Unternehmungen an die Staatskasse abgeführt
1aben, Refundierung des Mehraufwandes für die Ruhe- und Versorgungegenüsse nach dem Gesetz 287/1924, Ersatz des Wertes der
Portogebühren für portofreie Sendungen, eine Quote der Verkehrsteuern als Beitrag zur Deckung der Investitionen der Staatsbahnen
nd dergl. — ®) Errichtung von Gebäuden und Ankauf von Realitäten.
        <pb n="673" />
        830 —

Türkei
in Millionen £ tq.
Textliche Erläuterungen 8. S. 839

Einnahme- und Ausgabearten

ı 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1029/30
BY. BY. BY. '‘ Bw | Rr.

A, Staatseinnahmen

Direkte Steuern ....
Davon Grund- und Gebäudesteuer .....000er er rG
Gewerbe- und Lohnertragsfeuer .....0.0.00000000000000000
Steuer für Befreiung vom Militärdienst ........0.0000000000
Viehsteuer, ..,...... . HE KR BEE
Indirekte Steuern .. SAN
DET Dakar BEE RE FRE SE KA BR KR EEE FE LE ei ar
Verbrauchs- und Umsatzsteuern ......00000000000 00000
Stempelsteuern und Gebühren .. ne
Davon Stempelsteuern ...... 5 KR EBEN
Rechtsgebühren ‚.......... . mt an na
Eintragungsgebühren . WKO KR
Monopol ........ Hr
Davon Tabak USW. ....00000000040000 N
Salz o....0.0..0. ww kN
BUBEN der kp KA EEE RE een En nn
Petroleum und Benzin eesereee ee rare
Branntwein und alkoholische Getränke.............0..0.0
Sonstige Warenmonopole ................ na an
Post, Telegraphie, Telephon .. Fu
Anstalten, Betriebe u8W. ......-.- BEE gm KEN ERS RR KEES
Eisenbahnen ........000000000 RR Wk EEE Ka KR RE
Einnahmen aus Grundbesitz ..ı0.00e RR
Zinsen von Aktiven und Obligationen „1000er
StaatsfOrsteN sa00.0000rE ET HERE ER KR ER ERROR EEE R RR EK EG
Pensionskasse .........0...0040. N N
Verkauf von Grundbesitz ....-. A
Maßnahmen des Schatzamts ...... a

7
)
)
51

Sonstire Einnahmen ...

Einnahmen insgesamt ....

23,8
10,7
42
25
51
51,3
30,0
213
5,5
52

39,2
18,9
93
4,0
9,5
78,7
39,8
87,1
6,7
4,2
165
10
46,0
In

45,3
16,3 15,2
10,5 18:3
4,0 2,5
12,5 ‚180
70,0 | 71,9
34,4 831,4
34,2 38,9
9,3 | 10,8
4,5 5,6
2,9 2,4
1,9 2,8
52,0 58,0
17,5 22,0
9,0 10,0
45 FR

i

50,8
17,8
13,3
2:0
15,5
75,1
35,4
88,1
15,0
8,5
3,5
80
61,2
24,0
9,0
60

1,4
0:9
30,8
10,5
873

3,0
14
7,6
41,7 20,1 | 18,5
2,3 0,2 0,3
. 79 31
. a 1,0
2,3 19 2,0
. 2,5 0,2
. | 0,7 0,7
0,2 0,1 0,1
_38,4 5,7 10,7 | 10,4
153,1 ‚ 190,2 | 194,6 | 207,2 | 220,6

B. Staatsausgaben

Yberste Stantsorgane...... 2.
Kultuspräsidium ......... SHE KR EE
Finanzministerium ‚,...0.0.0.00000004 FRE R Kl mn
Direktion der Zölle .......000004 KERKEKR RR
Direktion des Katasters ....000000000 0000 REES
Sta lSE0RUlE ae ba Wir We ER RE RE KR RE Klemmen Bike kn mm
Ministerium des Innern , ... KUREE KR KK EE
POS ererbeenen nenn FE
Öffentliche Sicherheit ..
PONZEeL 2er rer
Flüchtlingswesen „....
Ministerium des AUSWÄrtigeN 2vıereer rer EEE RER LEER
Ministerium für Gesundheitswesen und Soziales....................
Justizminisferium ‚....0000000 00ER EEE ERE BERKER EKKER
Ministerium für Öffentlichen Unterricht .......00000000001101111
Ministerium für Öffentliche Arbeiten ‚..00.0reee
Wirtschaftsministerium ........0.0.000 5 KAFE KA LEE KEN HEN EEE
Landwirtschaftsministerium ‚.......00...00 ... ..
Handelsministerium ‚........0000000000000044 Barren u» He
Wehrministerium und militärische Betriebe..... ...... 2...
Marineministerium ‚..... 6 RÖMER RI KH WR
Statistik ....... ws KRFKKEO HERE aM
Preßse a.......001 7 TAT | AA
Hafen verwaltung ‚.....0.0000-- 0-4. SO KOORER RK R Kr
Kartographisches Institut. nr 8
Ausgaben insgesamt?),... |

5

et

5 5

+.
Em

£
24.2

Dal

PP

Ü
2

4,1
1,7
15,4
4,9
1,4
32,2
4,1
6,0
13,5
1,4
3,8
AA
7,2
8,1
37
8,4
62,4
6,2
0,1
0,4
0,3
‘ 0,7
; 194.5 | 207,2 | 220,4

Je

Quollen: Annuaire Statistique: Prem, Vol, 1928, S. 156—158. Annuaire Statistique: Deux. Vol. 1929, S. 236 und 244.

1) Sind in Sonstige Einnahmen enthalten, — %) In der Budgetrede für das Jahr 1930/31 wurden folgende Ziffern für die Ab
rechnungen der Jahre 1926/27 ff. gegeben: 233,8; 224,2; 233,0: 255,7 Mil. £ ta.
        <pb n="674" />
        8831

Ungarn
in Millionen Pengö

Textliehe Erläuterungen s. S. 840

A Wie
1 4926/27 | 1927/28 | 1928/29 | 1929/30 | 1980/81
Einnahme- und Ausgabearten I a
BY. BY. B. Y. R.YV.

Direkte Steuern ‚......--Davon

 Grundsteuer ......-Haussteuer
 ........0000000
Gesellschaltsteuer „.....0....000000000
Einkommen- und Vermögensteuer .,
Sonstige Einnahmen .....

/msatzsteuern....
z6bühren ........
/erbrauchsteuern ‚....
AU
Sacharin- und Klassenlotterie .....
jalzmonopal ...

Davon Überschuß ..

abakmonopol.....

Davon Überschuß s....0.000.00.00.00.

A. Staatseinnahmen
158,0

160,2

46,4
35,3
12:8
619
16

39,0
50,0
12:7
580
O5

120,2 {14,1
52.6 55,8
65,0 64,9
57,0 102.2
0,7 1,4
20,6 21,6
14,0 15,1
136,0 | 137,0
71.6 | 72,4

1715 | 1810 * 1768

39,0
60,0
13,0
38,0
15

|

35,0
68,0
18,0
58,0
20

31,0
68:0
20,0
56.0
18

19,8
86,1
82,7
28,6
16
22,9
16,0
150,0

114,8
101,5
101.6
128.6
2,0
24,2
16,6
158.0 |

111,4
103;4
101,0
108,1
20
24,2
16,6
158,0
86,9

80.2

832

Brutto .... | 630,1 | 657,2 | 763,2 | 811,7 | 784,9
Einnahmen insgesamt | ;
Netto „.... 559,1 * 586,1 686,55 729,3 706,2

B. Staatsausgaben

Jberste Staatsorganß......0......
Ministerpräsidium ........00-Staatsschuldendienst
 „.......0.0.0.000000
*riedensvertragslasten ...........0000
Ministerium für Landesverteidieung ...

7,1
2,1
92,1
7,7
79,3
49,9
70,0 |
57,1
24,0
87,9
55,2
41,3
7,9
i7,4
19,0
56,0
50,6
36,2 |
28,4
41,4
84,9
39
724,2 |

7,0
21
30,0
5,8
32,3
51,0
71,6
58,1
26,9
89,7
59,1
(3.0

3,1 8,0
4,0 4,5
32,7 92,7
6,4 8,7
39,5 99,1
56,6 68,4
33,7 89,6
59,0 71,4
136,8 136,7
95,0 95,2
79,8 81,4
50,5 62,38
9,8 10,9 10,8
— 0,0 0,0
22,7 25,1 21,6
24,5 26,2 25,7
57,7 71,6 59,2
61,5 65,4 63,1
42,2 43,4 41,7
33,7 | 34,9 33,7
53,9 55,2 55,6
16,1 121,7 125,6
30,0 30,0 _ 248
861,9 | 920,8 | 895,7

Davon Personalausgaben .... kann EEE
inisterium des Innern ....... AR KR
Davon Personalausgaben ... EHER
“inanzministerium „......-- DA
Davon Sachausgaben.....00..00.0.0000010 00ER ERDE NR EEN
Linisterium für Kultus und Unterricht ...... OH
Davon Personalausgaben .... wer €
Ainisterium des Äußern....
WVirtschaftsminister ‚...
Tandelsministerium „.........
\ckerbauministeriuM 20..0.000000000n re
/olkswohlfahrts- und Arbeitsministerium ....
Davon Sachausgaben...
ustizministerium ......... a EG
Davon Personalausgaben .. bewans
Jeitrag zu den Personalausgaben der Selbstverwaltungskörper,......
Auhegehälter .. ee...
-NVvestitionen , KK EN KR EEE
Bruttoausgaben insgesamt ....

8,6
19,5
19,7
58,9
58,4
87,4 |
29,2
45,8
34,9
„39
753.5 |

‚bzüglich
RessorteinnahmMeN..0.0000u0.0000 000101 E a
Ausgaben des Tabakmonopol..........0.0.0..1.
Ausgaben des SalzmonopO0l® a.....0ere rer ee
Einnahmen aus der Transportgebühr „............. ga
Jberschuß der Betrieh- . WANNE
Nettoausgaben insgesamt „...

95,3 | 95,8
748 | zu1
zn 7,6
. 16,0 16,0
0,0 13 20.
558,5 | 585,9 684,1 | 725,8 | 703,2
06 0.2 24 3,5 3.0

Überschuß ....

X Quellen: Berichte über die finanzielle Lage Ungarns, hrer. vom Königlich ungarischen
eft VII), Januar 1928 (Hoft XIX), Februar 1929 (Heft XXXII), Februar 1930 (Heit XLIV)

Finanzminister: Januar 1927
        <pb n="675" />
        832 —
UdSSR (Rußland)
in Millionen Rbl.

Textliche Erläuterungen 8. S. 840

Einnahme- und Ausgabearten

1925/26 | 1926/27 | 1927/28 8 1928/29 ' 1929/30
R. | RR | RR | Ry | By

A. Staatseinnahmen

Steuerliche Einnahmen ZusammMeN.......00000000000400K REEL RL
Direkte SCHEN ara We KREE KERE x 4 RER DE KR EEE ni
Davon Landwirtschaftsteuer ‚.......0000000000r00 00 Eee ne
GeWEerbeStell0. Kar . ri E00 € KR RE ER KR EFE RER Kr
Einkommenstfeuet ....0.0.0000000000001 00ER RER NER ARE R RER HEM
Indirekte SteuerM....0.0000000040000000E EEE KERN KERPEN
AKISEN kr ar KR 6 ER RE 5 BF DS RE RR KIRCHEN EI ER LK LE
Davon Getränke .....0...000..00 EERRREFER RER KR EEE RER KERN
DUCK di Hr PR KR Ka HR BE b EEE ER EEE
TORE VE KEN EREE KO br nl mm mr SA
Zündhölzer und Naphthaprodukte ................ 4ER ECHO RES HAN
DOLIO ka KR CHR ER KR RER RI KEG EEK E E KE K K KR BAG
Gebühren. .......0.000.00 SA RAR
Davon Stempel ........ GER KOR KR KR MORE KR VOR Ba pa
Nichtsteuerliche Einnahmen zusammen....... Senna
Verkehr
Post, Telegraphie, brutto........00.000000000 DEF &amp;amp; HRS KEEECHES DA DEF
Verkehr, brutfo ....0.0000000000rr EEK REREREEKERE KR EHRE RAR EN
Ataatsbetriebe.......00000000000100 EEE LER RR EEE
1 AAN A
Handel serie rer nern ER 5 HR WO
FOrStEN »rr Ka KR KLEE Kr HF VeRE RN ERE NK RERG
Bodenschätze ...0.000000000r EEE REKEN
Verschiedene Einnahmen 1... .004 000 Ha EEE ek KR EEE KH RE KARE ER LER KR KA
Davon Rückzahlung von Darlehen 2.00.0000 KEN
Anleiheaufnahm® ......0.0.00000000000004001000000E “N
Resteinnahmen früherer Haushaltsrechnungen. ... „
Einnahmen insgesamt ....

i 1787,3' 2484,9 3255,7 30960,0
641,2, 914,9 1,5093 ı 907,9
2517 357,9 3542 430.1
229,2 | 348,9 901,0 11731
151,4 | 192.6‘ 231,4 283,5
992,1 ' 1339,3 16260 19171
8416 12098 1366,3 16631
364,2 | 587,0 | 7746 9877
1775| 2468 2816 3018
1288 | 1547| 1665 2104
54,7 | 56.8, 2675 868
150,5 | 18951 2597! 2540
154,0 | 170,7 120.4, 135,0
131,9 | 1465 744 | 715
19872 ' 924154 29186 1 3323492

5 378,0
2 627,3
415,0
18144
369,4
2 589,2
2217,2
15425
230,0
285,4
112,0
372,0
161,5
80,0
4908 1

136,5 156,7 198,1 260,6
{306,7 1554,1 ı 2188,7 2799,0
434,5 1 693,9 | 812,5 1 750,0
93,4 198,9 269,7 854,0
28,0 38,8 32,4 212,2
46,9 67,6 108,5 117,0
214,7 221,2 303,8 450,3
20,7 42,5 65,5 79,3
1095 1015 136,9 98,5
51,9. 86, 39,2 | 28,9
146,0; 319,2 726,3 | 703,2 | 12885/0
275! 1531 5231 11300' —
3.948,0 | 5 234.8 | 6 950,9 | 8 112,4 | 11 621.1

B. Staatsausgaben

Finanzierung der Volkswirtschaft .......000000000004100 rer Ho
Davon RegulierungsfaktOren ......00000000 00ER - u.
Landwirtschaft .........00000000004 041000 K EHER
Darunter Sowjetwirtschaften ......000000000 00ER
Forstwirtschaft ..........,. ERTEE AANA
Wasserwirtschaft, ......... DEREK KRRRRRTER EEKER LEERE K EHER
USE KR RE KR KSEER KR ER EEE RK ER KR Kl RE KR KR
Zahlungen auf Wiederaufbauanleihen ....000000 ern e
Elektrifizierulg ....0000000000000 040000 EKEEKEKRREERREERERRRKENREEN
| AA
KooperativO...0.00000r ER Hr SA
Wohnungsbatl ......0.000000000000400 Fa DR KEN
Bau neuer Eisenbahnen ..... ww.
VETKOÄT dr pi Kal FASER WE HER RR Ka DR KR KK KR HE 1 784,1
Davon Allg. Verwaltungs- und Betriebsausgaben ......- er Ra KE 121,1
Eisenbahnen veeseeerereer nenne ER RER ERE ER RRKEKEN 1 523,7
Wassertransport, Chausseen, Luftfahrt ..... 200000 97,6
Post, Telegraphie, Telefon, Radio .....0000000010000 eG s 150,0
Soziale und kulturelle ZWECKE 20.000000 RR HERR 364,0 | 460,9
Davon Volksbildung, Kunst 00000000000 Se 150,4 239,9
Arbeitsschutz, Sozialversicherung .,...........0. 10. «NR KR 119,6 149,0 |
Gesundheits WER... pi ae DEF DEE ARE DER BEER KT RE an EEE BO 48,3 60,9
A EEE 275,7 290,E
Davon Statistik und Wirtschaftsplän® Lasse RAR 18,5 30,1
Rechtswesen und öffentliche Ördnung 2000er 72,3 87,
Heer, Flotte, Spezialtruppen.......... UN RRRERERRRRRERKRRKEREERRERE 592,4 675,2
Anleihen. ........0....0. ee0 REEL Ka N Ka EEE 117,6 101,5
Davon Emissionen se.serer rer EEE RER RR SER £,S ex
Schuldendienst einschl. Amortisation der Staatssehwd 000000000 115,9 98,
Überweisungen an Lokaletats....0.0.00000000 000er kr Knkeenbeum 4105| 582,
Davon Überweisungen von Staatseinnahmen ....00.re rer 295,9 525
Besondere Fonds und nicht aufteilbare sonstige Ausgabeh..........0.00000000000 74,0 | 194
Bildung des staatlichen GetreidefondsS s.0...000000000000000 RER EN . &amp;amp;
Zur Deckung der Defizits der Unionrepubliken bestimmte Beträge .............. 3} 84,0 | 3) 56 =
Ausgaben insgesamt .,..ı 3980,7 | 5 185,7 | 6 747,6 | 7864,t | 11 621:
Quellen: Für 1925/26: Statistitschoski Eschegodnik NK Fin sa (Statistisches Jahrbuch des Volkskommissariats für Finanzen)
1925/26 Seite 36, 37, 56, 57. Für 1926/27: Statistitscheski Eschegodnik sa 1926/27 Seite 10/12, 46/47. Für spätere Jahre: Vestnik
Finansow (Finanzboste) 1930 Nr.i S.1484, 154.

*) Für Ausgaben bewilligter Voranschlag,. — *) Außer den ausgegliederten Posten sind hierin enthalten: Allgemeine Ausgaben fü!
Verwaltung (darunter auch die Ausgaben der obersten Staatsorgane: Zentralvollzugskommitte, Rat der Volkskommissare, Politische
Verwaltung. usw.) 83,9 Mill. Rubel, Auswärtige Beziehungen 3,0 Mill. Rubel, »Operationsauszaben für die Finanzwirtschaft«
35,3 Mill. Rubel (davon 27,0 Mill. für Ankäufe von Gold und Platin). — 3%) Diesa zur Deckung des Defizits der Teilrepubliker
bestimmten Beträge sind bereits in den übrigen Posten enthalten und daher nicht nochmals in die Endsumme einbezoren,
        <pb n="676" />
        533

Vereinigte Staaten von Amerika
Finanzen des Bundes in Milionen $
"Textliche Erläuterungen 8. S, 840
1912/18 | 1925/26 | 1926/27 | 1927/28 | 1928/20 | 1929/80 | 1930/31
R. | 8. Ol RO ® RR IR RW
A. Bunde--*"nahmen
Böll verereneeeeen A BEN 605,5 | 569,0 602,3 582,0 602,0
Einkommensteuer ...... VE Kabel zn . 1982,0 2225,0' 2174,0 2330,7 2175,0 | 2 460,0
Sonstige SteueM.....00000000000 FERN BE KERE R WR 344,4 855,6 644,4 621,0 594,2 559,0 640,0
Davon Nachlaßstener ............. AT a 116,0 100,38 ‚60,1 61,9 r ®
Alkoholsteuer .....0000000000 een 230,1 26,5 21,2 | 15,8 128 #
Tabaksteuer ......... See 76,8| 370,7 | 376,8 8965 434,4 . .
Stempelsteuer?) . EEE KA 0,7 54,0 87,3 48,E 64,2 | x .
Sonstige Einnahmen 2ererrre rer era 1,3 326,3 | 429,8 705,2 "95.2 ' *) 525,3 | *) 523,7
Davon Zinsen aus Schuldversehreibungen ausländischer
Regierungen und an diese gewährten Anleihen ..... 19,6\ 20,6 1
Zinsen aus fundierten Schuldverschreibungen auslän- } 151,8 | 184,6
. discher Regierungen „eseseresrreeee nern Er 140,0 | z
Sonstige Zins- und Dividenden-Einkünfte ‚......... 10,3 75,9 69,7
Einkünfte aus dem Panama-Kanal .,.. 2 ......0..00 27,7 | 28,1 28,1
Wirkliche Einnahmen zusammen ‚....ee en re 3 822.4 1?)3 841,3. *)4225,7
Von Deutschland erstattete Besatzungskosten (Pariser Abkom—an
N 8;9 13,6 135 10,6 6,0
Rückzahlungen europäischer Regierungen auf unfundierte Anleihe 10,0 11,7 0,0 . .
Rückzahlungen europ. Regierungen auf fundierte Schuldverschr, 35,7 36,1 38,8 97,6 51,6
Sonstige Rückzahlung®N. res ererk ee Een 61,£E “156,2 °) 18,3,°% 6,3|9 12,1
Verkauf von öffentlichen Ländereien und Staatseigentum, .... "9,6 11,0 10,7 | 6,7 4,6
FondseinnahmMeN 0r.err eek r ER EE EEE REER REES KERNE 95,4' 105,1 96,7 . .
Davon Lebensversicherungsfonds der Regierung aa..0.000000 61,3 81,8 79,9 79,0 78,5
Bezirk von Columbien.....000.0.0.04 n... 97,9 30,3 33,51. 35,8 36,5
Kapitaleinnahmen usw. ZUSAMMEN &amp;gt;. rer 3! 4“ 992,9 371,8! 211,4 . ®
Ausgleich zwischen Zahlungs- und Anweisungs-Gebarung ..... 70,2 — 17 +08| +1,9| —0,51 — —
Ordentliche Einnahmen (ohne Einnahmen der Post).... | 724,1 | 3962,8 | 4 129,4 | 4042,3| 4 033,3 | 3 841,3 | 4 225,7
B. Bundesausgaben
183,8 | 1826,7
13,3: 15,8
0,6 0,4
5,0 16,
62,1 136,0
162,6 355,1
10,4 238
2,2 0,1
134,1 312,7
42,7 301,5
20,5 1553
13 291
6 85
404,7
20°
S
Ar

ar

Allgemeine Ausgaben „.......... 4
Gesetzgebende Körperschaften ., ......
Exokutiv-Bül0.sese rer Wine al
Staatsministerium (Ministerium des Äußeren) ..........0...
FinanzministeriumM ‚ers eeerer ee E RER EEEEREKREREG
Kriegsministerium®) ‚1. 00er E EG
Justizministerium ,, RR ER
Postministerium ...... PRTIRES HIMM WLNU
Marineministerium 7), © IE FF BE FF DE KA A
Innenministerium ®). .,., 2 CE ER Khan an
Landwirtschaftsministerium Ki ER
Handelsministerium ,, HR
Arbeitaministerium , 0 ann. .].n.E].]G
A
Andere unabhängige Büros und Ausschüsse ...............
Bezirk von Columbien,, era
Abzüglich nichtklassifizierter Posten .a....0..0.00.000010100
3esondere AUSgabeN vesseeeer er e en rs AR WE
Zinsen auf die öffentliche Schuld ‚..,.., zur KR
Erstattung von Zöllen und Steuern . en E NEE EERNEN
Fohlbetrag der Post ........... REES KR KR ER
Panama-Kanal........... BE Ka CHR
Sonderrochnungele ee eree re re er reekeTTTTT
Pensionsfonds für Militär- und Zivildienst®) ........0000.1
(nvestierungen rare BAHR HR aA Kalkan
Ordentliche Ausgaben zusammen .. ..

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192,4 1140,5 1304,8
678,2 640,0} 619,0
212,6 168,0 162,5
047 71,21 78,5
9 10,1 118
2 Str: —
13177 1325| 132,6
52,0 _ 118,7 _ 300,4
208,9 ' 4 3 467,6
370,3 ı - 379,51 395,6
35) 131 8,0
175,6 | 160,2| 231,5
0,2 0,2 0,2
540 R 553.0 635,3

IA

724.

TO EN
Ti Ugung aus ausländischen Rückzahlungen, aus Steuermitteln
‚und aus Überschüssen der Bundesreservebanken ...........
Tilgung aus Schuldenrückzahlungen ausländischer Regierungen!)
“eldstrafen, Schenkungen USW.r...0000rrre erstere rer EEG
Schuldentilgung aus ordentlichen Einnahmen zusammen ‚.....
Gesamtsumme der Ausgaben. ;
zahlbar aus ordentlichen Einnahmen!*).... | 724,5 | 3585,0 | 3493,6 | 3 643,5 | 3 en i 37867 ! : 2
Quellen: Annual reports of the Secretary of the-Treasury: 1914 (8. 48/49 u.52/53), 1925/26 (S. 450/51 u. 489 ff.), 1926/ „ AA7 ET,
2, 494 ff.), 1927/28 {S. 409 ff. u. 453 ff.), 1928/29 (S. 306 ff. u. 439 ff.). The Message of the President of the United States transmitting
the Budpet für 1929/80 und 1o80/a7

G74.U
333,5
20,5
160.0
36
519.6

.. 2) Einschl, Spielkartensteuer; für das Jahr 1912/13 nur Spielkartensteuer. — ?) Einschl. Kapital-Einnahmen usw, — %) Haupt-‘öchlich
 aus Kisenbahnanleihen. — *) Hauptsächlich aus Tandwirtschaftlichen Anleihen, — *) Einschl. Military Establishments, inc}
River and Harbar. — %) Einschl. 43,0 Mill $ Gehaltsnachzahlungen. —”) Einschl. Naval Establishment. — *) Einschl. ‚Indian servicet. —
) Zwecka Unterstützung und Versorgung von Kriegsteilnehmern und Hinterbliebenen. für Ruhegehälter für Beamte. Lehrer USW.
Ind einige andere Zwecke leistet der Bund jährlich Einlagen in Sonderfonds, meist sogenannte Trust Funds. Diese Finlagen sind
Alm großen Teil in Staatspapieren anzulegen und bedeuten in diesem Umfange keine effektive Zahlung. — *°) Einachl. 9,0 Mill. $
“ehaltsnachzahlungen. — 4) Enthält: Lebensversicherungsfonds, general railroad contingent, Ruhegehälter für im Ausland Bedienstete
Ind Lehrerruhegehälter für den Distrikt von Columbia. — 1?) Rückzahlungen in amerikanischen Staatspapieren. — *) Die sehr
"heblichen Überschüsse werden zur Schuldentilzung verwandt

Finanzen und Steuern
        <pb n="677" />
        — 834 —

Textliche Erläuterungen
{zu den Übersichten: Staatseinnahmen und -ausgaben, S. 80711.)

Allgemeines
Es wurde: keine internationale Vereinheitlichung der Originalausweisungen versucht, vielmehr wurden die Übersichten
in der Anordnung der in den Quellenverzeichnissen‘ angegebenen Ausweisungen gegeben; nur wenn diese Ausweisungen
in ihrer Anordnung während der Berichtszeit Änderungen erfahren hatten, wurde eine Angleichung, gewöhnlich an die
neuere Ausweisungsart, durchgeführt. Umfangreiche oder nur formell bezeichnete Posten wurden, soweit möglich, durch
Untergliederung erläutert. Die Übersetzungen halten sich so eng wie möglich an die Bezeichnungen der Quelle; vor allem
blieb auch die Bezeichnung der Ausgabetitel (nach Behörden oder nach Zwecken) unverändert, und nur in wenigen Fällen
an statt der wörtlichen eine sinngemäße Übersetzung gewählt werden. Die in den Tabellenköpfen gebrauchten Abkürzungen
sind 8.807 erklärt.

Belgien

Die belgische Frankenwährung (Parität : 100 Fr = 81,0 ZA) wurde in der Nachkriegszeit stark entwertet, so daß
der Devisenkurs im Jahresdurchschnitt auf 20,01 ZA im Jahre 1925 und auf 13,77 AA im Jahre 1926 sank, Im Jahre 1926
erfolgte die Stabilisierung der Währung durch Schaltung einer neuen Münzeinheit: des Belga, der 5 belgischen Papierfranken
entspricht. Der Kurs dieser neuen Währungseinheit (Parität: 100 Belga = 58,37 AM) ist seit ihrer Einführung ziemlich
fest geblieben. Der Haushalt wird weiterhin in Franken aufgestellt. Das Finanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.
Die kompensatorischen Einnahmen bestehen vor allem aus zweckgebundenen Einnahmen (Entschädigungen für Leistungen
des Staates usw.); die Hauptposten sind im Voranschlag 1930: Die Dividende der Vorzugsaktien und der Anteil am Gewinn
der Nationalen Eisenbahngesellschaft mit 300 Mill.; der für den Schuldendienst gegenüber den U. S. A. bestimmte Teil der
deutschen Reparationszahlungen mit 232 Mill.; Einnahmen aus der Mark-Konvention mit 197 Mill; Beiträge der Regiebetriebe
 zum Schuldendienst 85 Mill‚; Überweisungen der Belgischen Nationalbank mit 105 Mill. Fr.
Die außerordentlichen Ausgaben enthalten Aufwendungen für den Bau von Gebäuden, Straßen, Kanälen und Häfen,
Darlehen und Subventionen an Kommunen und interkommunale Gesellschaften für den Bau von Wasserleitungen und
Kanalisationsanlagen. Die außerordentlichen Einnahmen im Jahre 1926 enthalten neben der Anleiheaufnahme eine
‚Steigerung des Äktivums» in Höhe von 1916 Mill, Fr. infolge der Aufwertung des Kassenbestandes der Nationalbank
Die Betriebe werden einschließlich Investitionen unter den Ausgaben und Einnahmen der Eisenbahnen, der Marine,
der Post und Telegraphie brutto ausgewiesen. In der Ausweisung für 1912 waren die Einnahmen aus Eisenbahnen, Post,
Telegraph und Telephon sowie der Marine unter den »P6ages« (Benutzungsgebühren) enthalten. Die Eisenbahnen sind nur
bis zum 31. August 1926, Telegraph und Telephon nur bis 1929 einschließlich in der Aufstellung enthalten; die Eisenbahnen
sind seitdem verselbständigt; der Staat, der Verzinsung und Tilgung ihrer Vorzugsaktien übernommen hat, ist an ihrem
Reingewinn beteiligt. Für Telegraph und Telephon wurde 1930 eine eigene Regieverwaltung geschaffen,
Die ordentlichen Ausgaben für Schulden umfassen auch einen Teil der Pensionen, z. B. im Voranschlag 1930 341 Mill. Fr,
Der eigentliche Schuldendienst wird bestritten einerseits durch unmittelbare Leistungen des Haushalts für Verzinsung und
Tilgung, die in den Abrechnungsausweisen nicht ausgliederbar sind, andererseits besteht ein besonderer Schuldentilgungs-Jonds
 (Fonds d’Amortissement de la Dette Publique), der aus laufenden Zuweisungen von Haushaltsmitteln, aus Budgetüberschüssen
 und aus unerheblichen eigenen Einnahmen gespeist wird.
In den Rechnungsabschlüssen sind die Anleiheerträge enthalten, während die Voranschläge keine Einnahmen aus Anleihen
 vorsehen.

Bulgarien

Die Vorkriegsparität des bulgarischen Lev betrug 0,81.4, die Parität des neuen, Dezember 1928 geschaffenen Lev ist
0,03033 AA. Der Kurs des Lev hielt sich bereits seit 1925 auf dieser Höhe, Das Finanzjahr Bulgariens deckte sich vor
dem Kriege mit dem Kalenderjahr, in der Nachkriegszeit läuft es vom 1. April bis zum 31. März.
Besondere Fonds mit teilweise eigenen Einnahmen sind vorgesehen für die Ausgaben für Pensionen, Sozialversicherung,
Wohlfahrtspflege, kulturelle und wirtschaftliche Zwecke, Eisenbahnneubauten usw. In den Nachkriegsjahren, für die
die hier gebotene Ausweisung das seit 1928/29 angewandte Einheitsschema wiedergibt, sind diese Fonds, die beiden erstgenannten
 ausgenommen, vollständig oder doch größtenteils enthalten,
Die Staatsbetriebe werden brutto ausgewiesen, jedoch die Eisenbahnen seit 1929/30 netto, wodurch der Umfang des
Haushaltsplans erheblich vermindert wird; seit 1930/31 bilden die Eisenbahnen mit den Häfen zusammen eine autonome
Verwaltung mit Sonderbudget. ,
Die Reparationsleistungen (einschließlich Besatzungslasten) betrugen 1925-1928 jährlich rund 10 Mill, Goldfr, (rund
250 Mill. Leva).

Dänemark
Das Finanzjahr läuft vom 1. April bis 31. März, Der Devisenkurs der dänischen Krone (Parität: 1 Kr = 1,125 AM) betrug
im Jahresdurehschnitt für 100 Kr 1925: 88,8, 1926: 110,2 AA, 19271930 war keine erhebliche Abweichung von der Parität
festzustellen.
Der Haushaltsplan ist in der in den skandinavischen Ländern üblichen Art in laufende und Kapitalrechnung
gegliedert; der Inhalt der Kapitalrechnungen geht größtenteils aus der Aufgliederung hervor; u. a. sind darin sämtliche Investitionen,
 auch die der Staatsbetriebe, sämtliche Kapitaleinnahmen und -ausgaben der Schuldengebarung sowie neben
der eigentlichen Kapitalgebarung auch die Erträge einiger zweckbestimmter Steuern, z. B. seit 1925/26 die Erbschaftsteuer.
enthalten,
Nicht nur die Staatsbetriebe, sondern auch die Verwaltung sind zur Verzinsung der bei ihnen angelegten Kapitalien
verpflichtet. Diese und andere Zinseinnahmen werden in den neueren Haushaltsausweisungen gegen die Zinsverpflichtungen
des Staates, vorwiegend für Zinsendienst der Staatsschuld, für den z. B. 1929/30 50,6 Mill. Kr vorgesehen waren, aufgerechnet.
 Für 1913/14 sind dagegen die Schuldzinsen im Betrage von 12,4 Mill. Kr unter den Ausgaben des Finanzministeriums
enthalten.
Die für die Betriebe ausgewiesenen Nettoergebnisse entstehen durch Abzug der Betriebsausgaben, der Zinsen und Tilgungsbeträge
 von den Betriebseinnahmen; dagegen werden Ausgaben für Betriebsinvestitionen aus Kapitaleinnahmen gedeckt,
Gegen Ende des Rechnungsjahres werden durch Nachtragsbewilligungen die ursprünglichen Ansätze der Einnahmeund
 Ausgabeposten der tatsächlichen Gebarung angepaßt, so daß diese endgültigen Ansätze fast einer Abrechnung gleichkommen.


Finnland
Parität und Kurswert der Landeswährung, der finnischen Mark, betrug vor dem Kriege für 1 Fmk — 0,81 AZ. ; während
und nach dem Weltkriege wurde die Währung erheblich entwertet. Den Stabilisierungskurs von 1926, 100 Fmk = 10,57 2.4,
erreichte sie bereits einige Jahre vorher. Das Finanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen,
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        A

Die Einteilung in ordentliche und außerordentliche Ausgaben entspricht etwa der Gliederung der übrigen nordischen
Haushaltspläne in laufende und Kapitalrechnung. Die außerordentlichen Ausgaben bestehen also vorwiegend aus Betriebsand
 sonstigen Investitionen und Darlehen (daneben aus Prämien für Rodungen, Unterstützung von Flüchtlingen und anjeren
 Posten), die außerordentlichen Einnahmen vor allem aus Anleikeaufnahme und Rückerstattung gewährter Darlehen,
Die Betriebe werden brutto ausgewiesen; unter ordentlichen Ausgaben sind nur die eigentlichen Betriebsausgaben ent-1alten.
 Der aus ordentlichen Einnahmen und Ausgaben sich ergebende Saldo der Betriebe würde also das Reinergebnis einschließlich
 der für Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals erforderlichen Beträge enthalten, Entsprechend der Auf-ES
 für die Jahre 1927ff. wurden die Betriebe auch für frühere Jahre in der Gruppe »Staatliche Industrien« zusammenzefaßt.
 ;
Die von den Nachkriegsausweisungen stark abweichende Aufstellung für 1914 wurde auf die in der Nachkriepszeit für
lie entsprechenden Sachgebiete zuständigen Verwaltungszweige usw. aufzeteilt,

Frankreich
Die Vorkriegsparität des Franken betrug 0,81.4/. Der Devisenkurs für 100 Fr sank 1925 auf 20,05 AZ und 1926 auf
13,65 7.4. Die im Jahre 1926 erfolgte Sanierung hatte zunächst eine mäßige Steigerung des Frankenkurses zur Folge,
Zeit dem Jahre 1927 (Jahresdurehschnitt: 100 Fr = 16,51 AA) ist der Franken relativ fest geblieben und wurde im Juni
1928 gesetzlich stabilisiert (Parität: 1 Fr = 0,1645 AA). Das Finanzjahr deckt sich in der Berichtsperiode mit dem Ka-'enderjahr.

Abrechnungszahlen für die Ausgaben werden erst viele Jahre nach Ablauf des betreffenden Rechnungsiahres auszewiesen,
 Zur Erleichterung des Vergleichs mit den durch das Finanzgesetz bewilligten Ausgabekrediten sind daher auf der
Zinnahmeseite unter den vorläufigen Abrechnungen die bewilligten Einnahmen eingesetzt worden.
Im Haushaltsplan werden die Staatsdomänen brutto, viele andere Betriebe, z. B. die Saargruben und die elsässischen
Kalibergwerke, die Post, Münze usw., netto ausgewiesen. Dagegen werden die Überschüsse anderer Betriebe, z. B. der nationalen
Sparkasse, der Eisenbahnen des Staates und von Elsaß-Lothringen, an Spezialfonds überwiesen und ihre Fehlbeträge aus
3iesen Fonds oder mit Hilfe von Kreditoperationen gedeckt. Die Bruttobudgets aller dieser Unternehmen, mit Ausnahme
ler zwei letztgenannten, sind in den »Budgets annexese enthalten, die wie die Sonderrechnungen (comptes speciaux) in der
ıier gebotenen Aufstellung keine Berücksichtigung fanden; die Zahl dieser Sonderrechnungen ist infolge von Liquidierungen
n ständiger Abnahme begriffen,
Einige Posten des Budgets bedürfen einer besonderen Erläuterung:
Die Recettes d’Ordre (1930: 2 359 Mill, Fr) enthalten großenteils zweckbestimmte Einnahmen (meist Entschädigungen
für Leistungen des Staates usw.), z. B. (Voranschlag 1930) den Anteil der Autonomen Tilgungskasse am Schuldendienst
les allgemeinen Haushalts mit 660 Mill., die Abzüge für Militär- und Zivilpensionen mit 523 Mill., außerdem Einnahmen
zus Geldstrafen, Zinsen, Darlehens- und Unkostenrückerstattung. Die verschiedenen Budgeteinnahmen (1930: 2208 Mill.Fr)
anthalten den Anteil des allgemeinen Haushalts an den Reparationseinnahmen mit 1 000 Mill., den Reingewinn der Postverwaltung
 mit 234 Mill., den Reingewinn der Caisse des Depöts et Consignations mit 100 Mill., den Ertrag der Steuer
vuf Spiellokale mit 107 Mill, verschiedene zufällige Einnahmen mit 400 Mill, Gebühren usw. Die exzeptionellen Ein-1ahmen
 bestehen (1930) zu 200 Mill. aus dem Anteil des allgemeinen Haushalts an der außerordentlichen Kriegsgewinnsteuer
ınd zu 50 Mill, aus dem Ertrag der Liquidierung von Kriegsvorräten.
Der Posten: Schuldendienst und Pensionen enthält auch die vom Staat gezahlten Pensionen (dette viagere), die z. B.
1ach dem Voranschlag 1930 9 028 Mill, Fr betrugen.
Der eigentliche Schuldendienst erfolgt auf Grund der im Budget G6n&amp;amp;ral enthaltenen Kredite, außerdem durch die
autonome Tilgungskasse (Caisse Autonome d’amortissement) mit ihren eigenen Einnahmen (Ertrag des Tabakmonopols,
Besitzwechselabgabe, Erbschaftssteuer) und hinsichtlich der an Kriegsgeschädigte zu leistenden Entschädigungszahlungen
nit Hilfe der Reparationseinnahmen, die im Haushaltsplan nur zu einem geringen Teil erscheinen. Zu dem vom Budget
Sn geleisteten Schuldendienst der 6°/, und 5°/, Renten und der 6°/, tülgbaren Obligationen liefert die Caisse Autonome
eitrige.

Großbritannien
Das Pfund Sterling hat seit einigen Jahren die Vorkriegsparität: 1£ = 20,429 4 (AM) unter kleinen Schwankungen
wieder erreicht. Das Finanzjahr läuft vom 1. April bis zum 31. März.
Nordirland hat ein eignes Budget; die Zentralregierung erhebt aber in Nordirland gewisse Steuern und leistet arı NordiTland
 gewisse Zahlungen, die in den hier vorliegenden Ausweisungen enthalten sind. Der Regierungsvoranschlag wird meist
unverändert vom Parlament angenommen. Er besteht aus dem Finanzgesetz, das die Einnahmen festsetzt und dem »Approariationsgesetze,
 das die Ausgabeetats zusammenfaßt. Die ständigen Ausgaben (die Consolidated Fund Services, z.B. die
Zivilliste, die Ruhegehälter, der Schuldendienst) werden durch die Gesetzgebung auf mehrere Jahre hinaus geregelt, die
Ausgaben der Ergänzungsdienste (Supply Services, z. B. der Etat der Zivilämter, der Einnahmeämter und der drei Wehr-»tats)
 werden jährlich neu bewilligt.
Post und Wegebaufonds wurden bis zum Jahre 1928/29 brutto in die Voranschläge und in die Rechnungsabschlitsse
ingesetzt. Von da an wird nur der Überschuß der Post und nur der nicht vom Wegebaufonds beanspruchte Teil der Kraft-'ahrzeugsteuern
 unter den Staatseinnahmen ausgewiesen. Die für Betriebs- und Investitionsausgaben der Post und des
Wegebaufonds benötigten Beträge erscheinen als Sonderrechnung unter »Selfbalancing Revenue and Expendituree, In der
»bigen Aufstellung wurde aus Zweckmäßigkeitsgründen die alte Ausweisung noch beibehalten. Dagegen wurde für die Zivilimier
 die neue 1927/28 durchgeführte Gliederung nach Hauptausgabezwecken angewandt.
Sämtliche für Zinsen und die meisten zur Tilgung dienenden Beträge sind im Haushalt aufgeführt, jedoch erscheinen
die letzteren nur mit dem vom Schatzamt an die selbständigen Fondsverwaltungen abzuführenden Beträge und erfassen
laher nicht die tatsächliche Gebarung dieser Dienststellen. In den Abrechnungen sind auch die Einnahmen aus Schuldenyufnahme
 sowie die sonstigen Kapitalbewegungen enthalten, nicht aber im Voranschlag,
Besonders zu beachten ist, daß weder auf der Ausgabe- noch auf der Einnahmeseite die »Appropriations in Aide, das
‚ind die nicht über das Schatzamt (Exehequer) gehenden Verwaltungseinnahmen und Verrechnungsposten, enthalten sind.
Diese belaufen sich auf jährlich 40 bis 50 Mill. £. von denen etwa die Hälfte wirkliche Einnahmen sind.

Australischer Bund (Bundesfinanzen) .
. . - x 2 x a 4 ; ität wi lische, san
Das Finanzjahr läuft vom 1. Juli bis 80. Juni. Das australische £ hat die gleiche Parität wie das englische, £
aber 1980 infolge der australischen Wirtschaftskrise auf 94 vH der Parität. Der Haushalt gliedert sich in drei Fonds:
1. den Konsolidierten Einnahmefonds (Consolidated Revenus Fund), in den die Einnahmen aus Steuern, Zöllen, Gedühren
 und Betriebsverwaltungen fließen, 5
2. die Sonderfonds (Trust Funds), die teils dem Budgetausgleich, teils Sonderzwecken dıenen und aus den Über-;chüssen
 bzw. Zuweisungen gefüllt werden, ” . &amp;amp;
3. die Anleihefonds (Loan Funds), die durch Anleihen gespeist werden: Der Allgemeine Anleikefonds und der Kriegsınleihefonde,
 ® Ska x
Gemäß der Eintelung der Einnahmen sieht der australische Etat folgende Ausgabeneim te lung vor Gmmten
i, Die Einnahmen, die in den Konsolidierten Einnahmefonds fließen, und die für gewisse Zwecke bestimmten Einıahmen
 der Sonderfonds werden in erster Linie zur Deckung der laufenden Ausgaben verwandt; wenn diese Einnahmen
nicht ausreichen, wird der Ausgleichsfonds in Anspruch genommen.
        <pb n="679" />
        — 836 —

2; Die Einnahmen aus den Loan Funds werden, soweit sie nicht nominelle, durch Konvertierungen entstehende Beträge
darstellen, in der Hauptsache zur Deckung des außerordentlichen Bundesbedarfs (Betriebsinvestitionen, Schiffsbauten, Gewährung
 von Anleihen an die australischen Kinzelstaaten sowie von gewissen Kapitalausgaben auf Grund des Krieges)
verwandt. ;
Von dem Bestand :des Anleihefonds Ende des Rechnungsjahres 1928/29 (5,8 Mill. £) wurden 5,0 Mill. £ zur einstweiligen
 Deckung des aufgelaufenen Budgetdefizits benutzt.
Die Betriebe sind brutto in den Haushalt eingestellt. Sämtliche aufgewendeten Schuldzinsen sowie ein bedeutender
Teil der Tilgungsbeträge sind im Konsolidierten Fonds enthalten, und zwar hauptsächlich unter dem Posten »Ausgaben auf
Grund des Krieges« (war services); außerhalb der oben genannten 3 Fonds besteht ein eigener Tilgungsfonds (National Debt
sinking Fund), in den neben Zuweisungen aus dem Konsolidierten Emımnahmefonds auch außerbudgetäre, in der gebotenen
Ausweisung nicht enthaltene Einnahmen in Höhe von jährlich 1*/2 bis 2'/y Mill, £ fließen...
Der Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben durch Abführung an bzw. Entnahme aus den Kassenfonds der laufenden
und der Kapitalrechnung ist hier netto durchgeführt, nicht, wie in den Originalausweisungen, brutto (d.h. unter Weiterführung
 der angehäuften Kassenbestände bzw. Fehlbeträge).

Britisch-Indien (Zentralregierung)
Die Parität der Rupie stieg infolge der Zunahme des Silberwertes im Vergleich zum Goldwert von 16 d vor dem
Kriege auf 18 d in der Nachkriegszeit (100 Rps = 153,22 ZA); ihr Devisenkurs war in den Berichtsjahren vollwertig.
Das Finanzjahr läuft vom 1. April bis 31, März.
Seit 1920 sind die Finanzen der Provinzen von denen.der Zentralregierung abgetrennt; daraus erklärt sich die Verminderung
 der Haushaltsziffern in den Nachkriegsjahren; die Kinnahmen und Ausgaben der Provinzen erreichten in den
etzten drei Berichtsjahren je efwa 900 Mill. Rps. Die Beiträge der Provinzen zu den Ausgaben der Zentralregierung
werden seit 1927/28 nicht mehr eingefordert.
Der indische Haushaltsplan trennt die Ausgaben nach ihrer Deckung durch laufendo oder Kapitaleinnahmen. Ein
yeringer Teil der Investitionen wird aus laufenden Einnahmen gedeckt, die sonstigen, aus Anleihemitteln getätigten und
Äaher in der gebotenen Ausweisung nicht enthaltenen Investitionen (vor allem für den Ausbau des Verkehrswesens, ein-;chließlich
 der Eisenbahnen) werden in der Kapitalrechnung mit folgenden Beträgen aufgeführt: 1925/26 275,3; 1926/27
316,6; 1927/28 350,6 Mill. Rps. Der Haushalt der Staatseisenbahnen ist seit 1925 unabhängig vom allgemeinen Haushalt.
[hr Betriebsüberschuß, der sich durch Abzug der‘ Betriebsunkosten, Reparaturen, Überweisungen. an den Absechreibungsfonds
 usw. von: den Bruttoeininahmen ergibt, wird im allgemeinen Haushalt aufgeführt. Aus diesen Beträgen wird dann
der Zinsendienst für das Eisenbahnkapital geleistet und der Rest derart geteilt, daß dem allgemeinen Haushalt Beträge
;n Höhe von 1 vH des Anlagekapitals der wirtschaftlichen Eisenbahnlinien (offenbar als Beitrag zum Tilgungsdienst}
and !/, des endgültigen Reingewinns der Eisenbahnen zufällt, während die restlichen */, des Reingewinnes dem
Reservefonda der Eisenbahnverwaltung zufließen, Der Anteil des allgemeinen Haushalts (z. B. 1925/26 54,9 Mill. Rps.)
ergibt sich aus dem. Unterschied zwischen dem in der vorliegenden Übersicht ausgewiesenen Einnahme- und Ausgabebeträgen
 der Eisenbahnen. In der Vorkriegszeit wurden Eisenbahnen, Post und Bewässerung brutto ausgewiesen, in der
Nachkriegszeit netto. '

Kanada (Bund)
Der kanadische Dollar hat die gleiche Parıtät wie der U. 8. A.-Dollar. Das Finanzjahr läuft vom April bis März.
Die Einhahmen des Dominion fließen in den Consolidated Fund, aus dem in erster Linie die ordentlichen Ausgaben bezahlt
 werden. Der Rest wird für die Sonderausgaben (auf Grund des‘ Krieges und Kosten von Anleiheauflegungen),
Kapitalausgaben (vorwiegend Kanalbau) und Darlehen verwendet. Die dann etwa noch verbleibenden Überschüsse des Conzolıdated.
 Fund, wie sie sich seit 1924/25 stets ergeben haben, werden zur Schuldentilgung verwandt; dagegen bestehen.ordentüiche
 Ausgaben für Schuldentilgung wie in den Vorkriegsjahren (z.B. 1913/14 1,4 Mill. $) gegenwärtig nicht mehr. Es
zind Tilgungsionds, vor allem für die äußere Schuld, vorhanden (Bestand 381, März 1928: 49,0 Mill. $).
Die Post und Kanäle (bis 1919 auch die Bundeseisenbahnen) sind brutto im Etat enthalten. Die Bundeseisenbahnen
sind seit 1923 verselbständigt und haben einen selbständigen Etat; dieser wies bis in die letzten Jahre z. T. hohe Fehlbeträge
auf; zu ihrer Deckung sowie für Zinsleistungen mußte der Bund bisher hohe zinslose Vorschüsse gewähren. Doch erzceheint
 auch im Bundeshaushalt für die Bundesbahnen ein mäßiger Posten für Betriebsausgaben und Reparaturen zusammen
 mit den Ausgaben für die Kanäle.
Die Ausgaben für Schuldendienst umfassen nicht den Schuldendienst der Bundesbahnen, der allein an Zinsen 1926/27
73 Mill. $ beifrug. Die Einnahmen aus Schuldenaufnahme werden nicht unter Einnahmen des Konsolidierten Fonds
ader unter Sondereinnahmen geführt.

Südafrikanische Union (Bund)
Das südafrikanische £ hat die gleiche Parität wie das englische £. Das Finanzjahr läuft vom 1. April bis 31, März.
Das Finanzsystem der Union unterscheidet zwei Fonds: den Konsolidierten Einnahmefonds (Consolidated Revenue
Fund), der sich aus einem Einnahmekonto und einem Anleihekonto zusammensetzt und den Fonds der Eisenbahnen
und Häfen, In der obigen Aufstellung sind nur die Einnahmen und Ausgaben des Einnahmekontos wiedergegeben (also
Jer ordentliche Haushalt), da nur dieser in den vorhandenen Quellen genügend ausgegliedert ist, während die Kapitalausgaben
 aus dem Anleihekonto mit den Kapitalausgaben der Provinzen und der Bundesbahnen, die keine eigenen Anleihen
aufnehmen dürfen, sondern vom Unionschatzamt (aus dem Anleihefonds) Darlehen erhalten, verquickt sind. Diese
Kapitalausgaben, vor allem Investitionen für das Verkehrswesen und für lokale Zwecke (Elektrifizierung, Schulen usw.),
betrugen 1925/26 und 1926/27 jährlich 12 bis 13 Mill. £ und werden vor allem aus Anleiheaufnahme und Rückzahlungen
von Darlehen gedeckt. Der Etat der Staatsbahnen und Staatshäfen ist seit 1909 vom allgemeinen Haushalt gänzlich als
Railways and Harbours Fund losgelöst. Ihre Zinsleistungen (jährlich 3 bis 4 Miil. £) für die ihnen vom: Schatzamt ge.
währten Kredite werden seit 1923/24 direkt an die Stanisschuldenkommission gezahlt, erscheinen also seitdem nicht mehr
im allgemeinen Haushalt. Post. Telegradh und Telephon sind hrutfto im Haushalt enthalten.

Italien
Die Vorkriegsparität betrug 1 Lira = 0,81 .4%/. Die Nachkriegsparität nach der im Jahre 1927 erfolgten Stabilisierung
beträgt für 1 Lira 0,22094 A.X. Der Durchschnitt der Devisenkurse für 100 Lire belief sich für 1925 auf 16,72, 1926 auf
16,35, 1927 auf 21,68, 1928 auf 22.03 und 1929 auf 21,98 AA, Das Finanziahr Huft vom 1. Juli bis 30. Juni,
Die italienischen Voranschläge wie auch Abrechnungen sind gegliedert nach ordentlichen und außerordentlıchen Einnahmen
 und Ausgaben sowie Kapitalbewegungen. Die außerordentlichen Ausgaben umfassen in der Hauptsache Investitionen
 und einmalige Ausgaben. Die Kapitalbewegungen enthalten zum weitaus überwiegenden Teil Schnldenaufnahme
bzw. Schuldentilgungen (einschließlich Konvertierungen).
; Seit 1928/29 sind die Monopole, die bis dahin brutto ausgewiesen wurden, mit Ausnahme der Lotterie, kommerzialisiert,
Der eigentliehe Monopolgewinn wird ads Steuer abgeführt, im übrigen erscheint in der Haushaltsrechnung nur noch der Betriebsgewinn
 der Monopole.. Die Eisenbahnen hatten bereits in der Vorkriegszeit einen besonderen Etat, während ein solcher
für die Postverwaltung erst in der Nachkriegszeit geschaffen wurde. Betriebsinvestierungen werden teils aus den Überschüssen
 der.Betriebe, teils aus Mitteln der Haushaltsrechnung gedeckt. So sind z. B. die aus Haushaltsmitteln getätigten
Tnvastiorungen der Staatshahnen im Etat des Finanzministeriums aufgeführt.
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        us BET

Der Schuldendienst wird größtenteils aus Haushaltsmitteln getätigt. Außerdem bestehen für die Schuldentilgung
zwei besondere Fonds, die Tilgungskasse für die innere Schuld und die autonome Tilgungskasse für die ausländische Kriegsschuld.
 In letztere fließen vorwiegend die deutschen Reparationsleistungen. Aus den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln
werden die Schuldverpflichtungen Italiens an Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika gedeckt, Die
Amortisationskasse für die innere Schuld soll lt. Gesetz vom 5, August 1927 außer den in der Ausweisung gebotenen Be-(rägen
 eine jährliche Überweisung von 500 Mill. Lire aus Haushaltsmitteln erhalten, die aber bisher in ihren Ausweisungen nicht
erschienen ist. Die einzelnen Ministerien leisten außerdem aus Haushaltsmitteln den Schuldendienst für gewisse Darlehen
bei der Depositen- und Leihkasse (Cassa Depositi 6 Prestiti).
Der Haushaltsplan enthält auch die Einnahmen aus Schuldenaufnahme, aus der Rückzahlung von gewährten Krediten usw,

Japan

Der Kurs der Währungseinheit, der Yen (Parität: 1 Yen = 2,09 .Z.4), betrug im Jahresdurchschnitt 1925 1,72 ZA,
n den Jahren 1926 -— 1929 bei geringen Schwankungen durchschnittlich 1,98 ZA. Das Finanzjahr läuft von April bis März.
Die hier gebotene Ausweisung bietet nur einen Teil der Staatsausgaben Japans. So führt z. B. die Eisenbahn völlig
getrennte Rechnung mit eigenem Schuldendienst; ihre Investitionen werden aus dem Reingewinn oder aus den für Sonderrechnung
 aufgenommenen Anleihen gedeckt. Sonderrechnungen bestehen außerdem für die Post, die Nebenländer, z, B,
Korea und Formosa, und für viele andere Zwecke; der »Einheitsvoranschlag« für die allgemeinen und die Sonderrechnungen
beläuft sich für 1929/30 nach Aussonderung aller durchlaufenden Posten auf 3963 Mill. Yen in den Einnahmen und
3339 Mill. Yen in den Ausgaben,
Die zweite, mit »A. V.e bezeichnete Ausweisung für den Voranschlag 1929/30 enthält den Arbeits-Haushaltsplan der
im Juli 1929 gebildeten Regierung und stellt einen Versuch dar, zwecks Besserung der Finanzverhältnisse und Vorbereitung
der Rückkehr zur Goldwährung mit gegenüber dem bewilligten Voranschlag verminderten Ausgaben unter entsprechender
Beschränkung der außerordentlichen und gewisser ordentlicher Einnahmen auszukommen,
Die plötzliche Abnahme der aus den vorhergehenden Rechnungsjahren angesammelten Überschüsse in den Jahren
1928/29 ff. ist. darauf zurückzuführen, daß von da an große Teile dieser aufgesammelten Überschüsse zur Schuldentilgung
verwendet werden. Einnahmen und Ausgaben der Rechnungsabschlüsse gleichen sich aus, wenn man den jeweiligen, unter
den Einnahmen ausgewiesenen Überschuß der Vorjahre auch in den Ausgaben des Vorjahres einsetzt.

Jugoslawien

Die Währung (Parität : 100 Dinar = 81,00 AA) wurde in den Nachkriegsjahren stark entwertet, erreichte dann 1925
einen Wert von (für 100 Dinar) 7,16 AA und hielt sich. seit 1926 auf durchschnittlich 7,39 ZA. + Das Finanzjahr läuft seit
1924 vom 1. April bis zum 31. März.
Auf eine Wiedergabe von Vorkriegszahlen wurde angesichts der starken, seitdem erfolgten Ausdehnung des. Staatsgebietes
 verzichtet. Die Bedeutung der »besonderen direkten Steuern«, die nur in einzelnen Landesteilen erhoben werden,
hat nach dem am 1, Januar 1929 erfolgten Inkrafttreten eines Steuervereinheitlichungsgesetzes Stark abgenommen; die
Vereinheitlichung der Finanzverwaltung ist noch nicht abgeschlossen. .
Seit 1928/29 ist der Haushaltsplan in zwei Teile geteilt; jedoch umfaßt der erste Teil (das allgemeine Budget) die Überschüsse
 des zweiten Teiles, der die Brutiogebarung der Monopole und Unternehmungen enthält. Diese neuere Ausweisungsart
 ist hier zwecks Vergleichbarkeit auch für die früheren Jahre angewandt, wobei auf die Wiedergabe des zweiter
Haushaltsteils verzichtet wurde. Seit 1928/29 hat der Staat verschiedene soziale, Gewerbe- und Landeskulturaufgaben
auf die Selbstverwaltungsverbände übertragen.
In den ausgewiesenen Überschüssen der Monopole und Betriebe sind noch die Annuitäten der für sie. aufgenommenen
Anleihen und die Pensionen für das Personal der Monopole und Betriebe enthalten; ‚anderseits umfassen die Betriebsausgaben
ainige kleinere Kapitalausgaben, Der Überschuß der Monopole ist in erster Linie für den Dienst gewisser Auslandsschulden
bestimmt; die Monopole unterstehen daher einer autonomen Verwaltung, in deren Verwaltungsrat auch Vertreter der ausländischen
 Gläubiger sitzen,
In den letzten 10 Jahren wurden in Jugoslawien etwa 1350 km neue Bahnen gebaut. Die Baukosten wurden zu mehr
als der Hälfte aus Betriebsüberschüssen der Staatseisenbahnen gedeckt,

Niederlande
Die holländische Guldenwährung (Parität: 100 hfl = 168,739 AA} war in den Berichtsjahren vollwertig. Das Finanzjahr
 fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.
In der Haushaltsrechnung ist eine Aufgliederung näch ordentlichen und außerordentlichen Posten üblich; letztere
wird seit der 1927 erfolgten Reform des Rechnungswesens auch als Kapitaldienst bezeichnet; jedoch enthalten auch die
ordentlichen Ausgaben Kapitalausgaben, z. B. für ordentliche Tilgung.
Neben der allgemeinen Haushaltsrechnung bestehen: Sonderrechnungen. 1914 wurde der Anleihefonds geschaffen
für den Schuldendienst gewisser in den Kriegsjahren und bis 1920 aufgenommener Anleihen mit einem Nominalbetrage von
etwa 1,3 Mrd, hfl, die zur Begleichung der nicht durch Kriegssteuern gedeckten Kriegsausgaben dienten. Das Vermögen
dieses Darlehensfonds stieg allmählich auf 242 Mill. hfl Ende 1929. Der restliche Schuldendienst wird aus der Haushaltsrechnung
 geleistet. 1926 wurde der Wegebaufonds geschaffen für Bau und Unterhalt von Hauptverkehrswegen, Diese
beiden Fonds werden aus nicht über die Haushaltsrechnung laufenden Steuereinnahmen gespeist, der Wegebaufonds erhält
außerdem noch kleinere Zuweisungen aus der Haushaltsrechnung.
Das große Defizit der Haushaltsrechnung in den Jahren 1928 und 1929 erklärt sich aus der hohen, für diese Jahre vorgesehenen
 außerordentlichen Tilgung im Gesamtbetrage von fast 300 Mill hfi, die meist aus eigenen Mitteln und nur zum
zeringen Teil durch Aufnahme von Konvertierungsanleihen geschieht. Das Defizit erscheint dadurch so hoch, daß die An-‚eiheaufnahme
 — wie allgemein in der holländischen Haushaltsgebarung üblich — gar nicht und die erwähnten eigenen Mittel
nur zum Teil unter den Einnahmen der Haushaltsrechnung aufgeführt werden, Das Defizit des Voranschlages für 1930
beruht großenteils auf der vorsichtigen Einschätzung der Steuereinnahmen.
1927 wurde für die staatlichen Bergwerke ein Sonderbudget in der Art, wie es für die übrigen Betriebe besteht, aufgestellt,
 und dadurch fielen der bisherige hohe, aus dem Rohertrage nach Abzug der Transport- und Verkaufsunkosten sich
ergebende Einnahmebetray und die entsprechenden Ausgabeposten aus der allgemeinen Haushaltsrechnung heraus, Die
Betriebe, unter denen die Postverwaltung am wichtigsten ist, führen an die Haushaltsrechnung ab: Zinsen und Rückzahlungen
der ihnen von der Staatskasse geliehenen Kapitalien, Beiträge zur Pensionsversicherung des Personals und zur Brandversicherung
 und den eventuellen Reingewinn, 1913 wurden die Betriebe brutto ausgewiesen; So betragen für dieses Jahr
die Einnahmen aus der Post- und Telegraphenverwaltung 24,2 Mill, hfl. Die Staatseisenbahnen sind seit 1890 verpachtet
gegen einen festen Pachtbetrag und Anteil am Gewinn, wenn, dieser über 4 vH des eingezahlien Gesellschaftskapitals
beträgt, ” war
Unter Zinsen und Rückzahlungen von gewährten Darlehen sind vor allem Zinsen und Tilgung für Wohnungsbaudarlehen
und Zinszahlungen der Unternehmungen (ohne die Eisenbahnen) enthalten. 1931 tritt eine Neuregelung der bisher nach
der Kopfzahl bemessenen Zuweisungen: des Staates an die Gemeinden ein, die eine erhebliche Mehrbelastung der Haushaltsrechnung
 verursachen wird.
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        838 —
Norwegen ;

Der vorliegenden tabellarischen Übersicht liegt eine offizielle Bearbeitung der Haushaltsausweisungen zugrunde, in der
die Ausgaben nach sachlichen Gesichtspunkten aufgeteilt sind; so sind z.B. die Ausgaben für Seezeichen, Lotsen- und
Rettungswesen aus den Ausgaben des hierfür zuständigen Marineministeriums herausgenommen und den Ausgaben für
Handel, Seefahrt usw. zugerechnet.
Die norwegische Währung (Parität: 100 Kr = 112,5 7.4) stieg ab 1924 nach starker Inflation und wurde 1928 auf
ihrer Vorkriegsparität stabilisiert. Die Devisenkurse (für 100 Kr) betrugen im Jahresdurchsechnitt 1925: 75,1, 1926: 93,8,
1927: 109,6, 1928: 111,8, 1929: 112,1 ZA. Das Finanzjahr umfaßt die Zeit vom 1. Juli bis 30. Juni.
Von den laufenden Einnahmen und Ausgaben ıst die Kapitalrechnung getrennt; sie enthält u.a. die Betriebsinvestitionen,
 nicht dagegen die Verwaltungsinvestitionen, die in der laufenden Rechnung aufgeführt werden.
Die Staatsbetriebe werden mit Zinsen oder Tilgungsdienst der in ihnen arbeitenden Kapitalien nicht belastet; außerdem ist
lie Trennung zwischen Betriebs- und Investitionsausgaben der Betriebe nicht vollkommen durchgeführt, so daß der wirkliche
Betriebserfolg nicht feststellbar ist,
Der Schuldendienst wie auch die benötigten Anleihemittel sind im Haushaltsplan enthalten.

Österreich (Bund)
Die Währung (Parität: 100 Schilling = 50,070 AA) war in den Berichtsjahren stabil. Das Finanziahr des Bundes
'st das Kalenderjahr.
Bundesbetriebe sind die Post- und Telegraphenanstalt, die Forst- und Domänenbetriebe, die Montanbetriebe, das Kartographische
 Institut, die Staatsdruckerei, das Hauptmünzamt, die Bundestheater, die Wiener Zeitung und die Bundesapotheken,
Die Bundesbahnen sind auf Grund des Friedensvertrages verselbständigt worden, Die Bundesbahnen werden netto, Mono-Jole
 und Betriebe seit 1927 brutto ausgewiesen, Der Vergleichbarkeit halber wurden für die hier gebotene Aufstellung die
Monopole und Betriebe auch für 1925 und 1926 brutto berechnet. Monopole, Betriebe und Bundesbahnen leisten für
Verzinsung und Amortisation der ihnen gewährten Investitionsdarlehen über den Haushalt laufende Beiträge. Der in den
Haushaltsplan eingesetzte Schuldendienst umfaßt Verzinsung und Tilgung der Bundesschulden der Republik und des Anteila
 der Republik an den Staatsschulden Alt-Österreichs und Alt-Ungarns. Zum Dienst der Staatsschuld Alt-Österreichs
tragen auch die Bundesbahnen bei. Bemerkenswert ist, daß die Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Beiträge zur Sozialversicherung
 über den Etat laufen,

Polen

Nach dem Währungsverfall der Polen-Mark schuf Polen im Jahre 1924 die Zioty-Währung (Parität: 100 Z1 = 81,0 2.4),
die allerdings bald durch eine neue Inflation in Verfall geriet, so daß die ursprüngliche Parität aufgegeben werden mußte.
Der Devisenkurs fiel (im Jahresdurchschnitt) auf 73,9 AM im Jahre 1925 und 47,1 AM im Jahre 1926. Seit dieser Zeit
war die polnische Währung ziemlich fest und wurde am 1. Januar 1928 auf der neuen Parität: 100 ZI = 47,09 AA gesetzlich
 stabilisiert. Die Angaben für das Jahr 1925 beziehen sich auf das Kalenderjahr, die Angaben für die folgenden Jahre
auf die heutige Budgetperiode, d.h. auf den Zeitraum vom 1, April bis 31, März des folgenden Jahres.
Die außerordentlichen Ausgaben umfassen vorwiegend Ausgaben für Bauten, Reserveausrüstungen (beim Heere), Erwerb
 von Grundstücken, Dotierung von Fonds (Agrarministerium). Für die Betriebe wird das Nettoergebnis ausgewiesen,
das an den Staatsschatz abgeführt oder vom Staatsschatz gedeckt wird. So erscheint z. B. bei der Eisenbahn als Reingewinn
der Rohertrag, abzüglich Betriebsausgaben, Zuwendungen an Spezialfonds, Verzinsung der Anleihen, Zuwendungen aus
Staatsmitteln, Verpflichtungen, die das übernommene Staatsvermögen belasten, und Zinsen des Staatsvermögens, dessen
Verwaltung dem Unternehmen anvertraut ist, Ebenso werden bei Post und Telegraphie Neubauten, Annuitätenzahlungen,
Abschreibungen und der Erwerb von Grundstücken zur Errechnung des Reinertrages in Abzug gebracht. .
Die für Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld verwendeten Beträge sind im Haushaltsplan enthalten. Sonderfonds
oder -kassen zum Zwecke der Schuldentilgung bestehen nicht. Einnahmen aus Schuldenaufnahmen werden nicht in den
Haushaltsplan aufgenommen.

Rumänien

In der Nachkriegszeit erfuhr der Leu (Parität: 100 Lei = 81 X) eine Entwertung auf etwa !/,, der Goldparität, Der
Kurs für 100 Lei betrug 1925: 2,03, 1926: 1,94, 1927: 2,55, 1928: 2,57 und 1929: 2,50 AK. Seit dem 8, Februar 1929
st, der Leu zu 3,1 vH der früheren Goldparität stabilisiert worden {neue Parität: 100 Lei = 2,511 AA). Die Budgetperiode'umfaßte
 bis zum Jahre 1923 die Zeit vom 1. April bis 31. März. Seit 1924 fällt das Finanziahr mit dem Kalenderjahr
zusammen.
Auf eins Wiedergabe von Vorkriegszahlen wurde angesichts der starken, seitdem erfolgten Ausdehnung des Staatsgebiets
verzichtet. In den Staatsbudgets bis 1925 sind die Bruttoausgaben und -einnahmen der Staatsbetriebe enthalten.
Durch Gesetz vom 13. Juni 1925 wurde die Eisenbahn autonom. Ihre Ausgaben und Einnahmen sind daher ab 1926
im Budget nicht mehr enthalten. Da ihre Überschüsse für die folgenden zehn Jahre zu Investitionen verwandt werden, führt
sie ab 1926 keine Überschüsse an das Budget ab. In gleicher Weise kamen im Jahre 1927 die Roheinnahmen und -ausgaben
der Post-, Telegraphen- und Telephonverwaltungen in Fortfall. Ab 1930 sind schließlich alle Teilbudgets der übrigen
Staatsbetriebe aus dem Staatsbudget herausgenommen und erscheinen nur mit ihrem Überschuß bzw. Fehlbetrag im Budget.
Ebenso sind seit 1926 unter den Einnahmen des Finanzministeriums die Gehaltsabzüge für die Pensionen nicht mehr enthalten,
 während unter den Ausgaben seit 1926 an Stelle der Pensionen nur die staatlichen Subventionen an die 1926 verselbständigte
 Generalpensionskasse ausgewiesen werden.
Die Monopole haben ihren eigenen Schuldendienst zu übernehmen, ebenso trägt die Eisenbahn den Zinsen- und Tilgungs-Jienst
 für die von ihr aufgenommenen Anleihen.

Schweden

Die Währungseinheit, die schwedische Krone, hat die Vorkriegsparität: 100 Kr, = 112,5 4 (ZA) beibehalten und
wies in den Berichtsjahren feste Kurse auf. Das Finanzjahr war bis 1922 einschließlich das Kalenderjahr; von da an umfaßt
as den Zeitraum vom 1. April bis 31. März.
Anleihebeträge und der Deckung von Ausgaben dienende Eigenvermögensteile einerseits, Betriebsinvestitionen, Darlehen,
 Überweisungen an Fonds und Schuldentilgung anderseits, werden, getrennt von den »wirklichens Einnahmen und
Ausgaben, in der Kapitalrechnung aufgeführt. Dagegen sind Ausgaben für Verwaltungsbauten, Bau und Ausbesserung von
Wegen usw. in den »wirklichen Ausgaben« unter außerordentlichen Ausgaben enthalten. Die Ausgaben des Verkehrsministeriums
 bestehen seit 1925/26 vorwiegend aus Aufwendungen für den Wegebau (größtenteils durch die Automobilsteuern
gedeckt), die bisher erhebliche Schwankungen aufwiesen. Die ausgewiesenen Betriebsüberschüsse, die an die Staatskarse
abgeführt werden, entstehen durch Abzug der Betriebsausgaben und der Überweisung an den Erneuerungsfonds von den
Betriebseinnahmen; sie enthalten also noch die für die Verzinsung des investierten Kapitals nötigen Beträge, die wohl die
ausgewiesenen Betriebsüberschüsse aufzehren würden. 1926/27 und 1927/28 hatten die wichtigsten Betriebe folgende Verzinsung
 (Betriebsüberschüsse in vH des Anlage- und Betriebskapitals) aufzuweisen: Staatseisenbahnen 2,55 bzw. 3,36 vH,
Telegraph 6,57 bzw. 6,48 vH, Wasserkraftwerke 5,59 bzw. 5.27 vH, Domänen 3.05 bzw. 3.46 vH.
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        — 839 —
Schweiz (Bund)

In den ersten Nachkriegsjahren war der Schweizer Frank (Parität: 100 Fr = 81 A.) geringfügigen Schwankungen unterworfen,
 die in einem Disagio des Papierfrank zum Goldfrank ihren Ausdruck fanden, war aber in den Berichtsjahren vollwertig.
 Das Bundesfinanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.
Der Bundeshaushalt enthielt bisher nur ordentliche (laufende) Einnahmen bzw. Ausgaben. Die einmaligen außerordentlichen
 Ausgaben für gewisse Zwecke werden außerhalb der Haushaltsrechnung aus Kapitaleinnahmen (Anleihemitteln) getätigt
 und erreichten in den Jahren 1925 — 1929 Beträge von: 41,4; 27,1; 17,8; 14,4 und (Voranschlag) 11,6 Mill. Fr. Nach
der Botschaft des Bundesrates zum Voranschlag 1930 sind jedoch in diesen erstmalig auch alle einmaligen Ausgaben aufgenommen.
 Die mäßigen administrativen Investitionen werden nicht getrennt ausgewiesen, Die Steuereinnahmen enthalten
nicht die Anteile der Kantone; weiter sind in ihnen nicht enthalten die Einnahmen aus der II, außerordentlichen Kriegssteuer,
 die 1925 bis 1928 folgende Nettoerträge brachte: 18,9; 119,3; 27,5; 15,1. Diese Einnahmen dienen bisher vorwiegend,
 ab 1930 ausschließlich dem Schuldendienst für die Kosten des Truppenaufgebots in der Kriegszeit, und die Steuer
soll bis zur Deckung dieser Kosten in 4jährigen Abschnitten erhoben werden,
Die Nettoüberschüsse der Bundesbetriebe (mit Ausnahme der Bundesbahnen) erscheinen im Staatshaushalt; sie ergeben
sich durch Abzug der Verzinsung des Schuldkapitals, der Rücklagen wegen Entwertung der Betriebsanlagen usw. vom Betriebsüberschuß.
 Die wichtigsten Bundesbetriebe sind Postverwaltung, Telegraphen- und Telephonverwaltung, Getreideverwaltung,
 Pulververwaltung, landwirtschaftliche Versuchsanstalten, Münzstätte. Die Bundesbahnen stellen einen eigenen,
von der Bundesrechnung ganz getrennten Haushalt auf. Auch das Alkoholmonopol, dessen Reinerträge den Kantonen
zufließen, hat eine vom Bundeshaushalt getrennte Rechnung, Der Zinsendienst der übrigen Bundesbetriebe geht über den
Bundeshaushalt (z. B. 1930: 18,2 Mill. Fr unter: Ertrag der Kapitalien). .
Ausgaben für Tilgung und Verzinsung der Bundesschuld finden sich auf der Ausgabenseite des Bundesetats. Einnahmen
aus Schuldenaufnahme, Gewährung und Rückerstattung von Darlehen an Dritte usw. gehen nicht über den Bundeshaushalt.

Spanien

Die Währung (Parität: 100 Posetas = 81,00( Z)A) erholte sich in den Berichtsjahren bis 1928, um dann wieder erheblich
abzusinken (Jahresdurchschnitt des Devisenkurses für 100 Pes. 19251f. in AA; 60,19; 62,52; 71,75; 69,53; 61,68). Das
Finanzjahr Hef 1924/25 und 1925/26 vom 1. Juli bis zum 30. Juni, Seit 1927 fällt es, wie schon vor 1918, mit dem Kalenderjahr
 zusammen,
Seit 1925 bestehen neben dem eigentlichen Haushaltsplan der außerordentliche Haushaltsplan für aus Anleihen zu deckende
Investitionen, eine Kasse für außerordentliche Tilgung der Staatsschuld und ein Eisenbahnfonds. Der außerordentliche
Haushaltsplan ist für 10 Jahre: 1926 -— 1936 bewilligt mit einem durch Anleihen zu deckenden Betrage von etwa
3,2 Mrd. Pes. Der Tilgungskasse fallen verschiedene, meist über den Etat laufende Einnahmen zu, darunter auch der
eventuelle Überschuß des ordentlichen Haushalts. Der Eisenbahnfonds, dem Generalrat der Eisenbahnen unterstehend,
erhält vom Staat jährlich Subventionen, außerdem den Anteil des Staates am Gewinn der Eisenbahngesellschaften, den
bisher geringen Mehrertrag der Eisenbahnverkehrsteuern gegenüber dem Ertrage von 1923; weiter fließen in den Fonds die
Rückzahlungen der vom Staat an die Eisenbahngesellschaften gewährten Vorschüsse und Darleben und der Ertrag einer
in Raten zu erhebenden Anleihe in Höhe von 2,6 Mrd, Pes., die vorwiegend für Verbesserungen und Erweiterung der Eisenbahnanlagen
 dienen soll. Die Eisenbahnen sind meist vom Staat gebaut und größtenteils an Konzessionsgesellschaften
vergeben, die der Staat durch Anleihegarantien, Vorschüsse und Subventionen unterstützt.
Die Tabak-, Zündholz- und Petroleummonopole sind verpachtet. Die Monopole und Unternehmungen scheinen nicht mit:
dem Sehuldendienst der auf sie entfallenden Anleihebeträre belastet zu sein.

Tschechoslowakei

Die Währung (Parität: 100 Kö = 85,062 Z.X) wurde in den Nachkriegsjahren stark entwertet, war aber in den Bevichtsjahren
 stabil auf einem Stande von 100 Ke = 12,44.2.4. Das Finanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen,
Die Ausweisungsart der Haushaltsrechnung wurde ab 1927 geändert; in der vorliegenden Übersicht wurden die früheren
Ausweisungen an diese neuere soweit wie möglich angeglichen, u.a. durch Aussonderung der Überweisungen an die Selbstverwaltungsverbände
 und durch Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben für Unternehmungen, die bis 1926 unter
den zuständigen Ministerien ausgewiesen wurden,
Zu den Betriebsausgaben der Monopole und Unternehmungen rechnen auch Pensionen, Beiträge zur Sozialversicherung,
der Schuldendienst für das Anlage- und Betriebsvermögen. Von dem Betriebsüberschuß werden erhebliche Beträge für
Investitionen und Tilgung von Investitionsschulden verwandt oder an Reservefonds überwiesen, nur der Rest (der vorwiegend
aus dem Überschuß der Tabakregie besteht) wird zugunsten der Haushaltsrechnung an die Staatskasse abgeführt. Der
Staatsbahnverwaltung wird der gesamte Betriebsüberschuß und ein bestimmter Teil der Verkehrsteuer zu Investitionszwecken
belassen, Reichen die auf diese Weise beschafften Mittel für die Investitionen der Unternehmungen und Monopole nicht
aus, so können mit Einwilligung des Finanzministeriums weitere Mittel durch Anleiheaufnahme beschaiit werden.
* Die Erträge aus den für die Haushaltsrechnung getätigten Anleiheoperationen werden in den Rechnungsabschlüssen
am Schluß der Einnahmen außerhalb der Kapiteleinteilung aufgeführt; sie sind in der vorliegenden Übersicht unter die Einnahmen
 des Finanzministeriums oingereiht.
Zum Schuldendienst finden außer Haushaltsmitteln die Beiträge der Unternehmungen und Monopole Verwendung;
daneben besteht noch die Kasse zur Tilgung der Notenschuld, der die nicht im Haushaltsplan aufgeführten Erträge der Vermögen-
 und Vermögenzuwachssteuer zufließen. 1927 wurde zur Tilgung der schwebenden Schuld eine Sonderkasse geschaffen,
 der die Mehrerträge gewisser Steuern und die budgetären und außerbudgetären Überschüsse zulließen sollen.
Ebenfalls 1927 wurde ein Wegebaufonds geschaffen, dem die damals eingeführten Kraftfahrzeuesteuern sowie Anteile an
den Einfuhrgebühren für Mineralöle und Autobereifung zufallen.

Türkei

Das Ltq hat nach der Parität einen Wert von 18,45492 .A.%. Sein durchschnittlicher Kurswert betrug 1925: 2,23 AM,
u 2,26 RA, 1927: 2,17 AM, 1928: 2.14 RAM und 1929: 2,02.XM. Das Finanziahr läuft vom 1.Juni bis zum
Mai.
In den verwendeten Unterlagen sind nur ordentliche Einnahmen und Ausgaben nach den Voranschlägen ausgewiesen.
Die eigentlichen Monopole sowie die Eisenbahnen werden netto ausgewiesen, Post, Telegraph, Telephon dagegen brutto,
Der Zinsendienst der auswärtigen Schuld erfolgt auf Grund des Abkommens von Lausanne 1927, das die Wiederaufnahme
 des Schuldendienstes nach dem Kriege brachte. .Die Zahlungen erstrecken sich vorläufig nur auf Zinsen, nıcht auf
Amortisationen. Zur Sicherung der Währung sah das Abkommen einen Transferschutz vor. Die Türkei verlangt eine
erneute Herabsetzung für die ausländischen Schulden (die Anleihe für die anatolische Bahn ausgenommen); Verhandlungen
sind im Gange. Eine besondere Regelung wurde für die Eisenbahnanleihen vorgesehen, insbesondere für die Anleihen der
anatolischen Eisenbahnen (ohne Transferschutz). Der Rückgang des veranschlagten Eisenbahnüberschusses von 1927/28
auf 1928/29 dürfte auf die Aufnahme des Schuldendienstes für die verstaatlichten Eisenbahnen (vor allem die anatolische)
zurückzuführen sein. Die Aufwertung der Vorkriegsschuld betrug im allgemeinen 50 vH,
Aus den verfügbaren Unterlagen ist nicht ersichtlich, ob unter die Einnahmen aus »Maßnahmen des Schatzamtes«
vegebenenfalls auch Einnahmen aus Schnldenanfnahme einhezogen werden.
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        S40 —.

Ungarn

Die neue ungarische Währung (Parität: 1 Pong = 0,73421 AA) ist bei Schaffung der Goldwährung im Jahre 1925 einge-:ührt
 worden und war im Laufe der Berichtsperiode stabil. Das Finanzjahr läuft vom 1. Juli bis 30. Juni.
Der vorliegenden Übersicht liegt eine vom ungarıschen Finanzministerium gebotene Ausweisung der bewilligten und
Regierungsvoranschläge zugrunde, die mit den gewöhnlich veröffentlichten Zahlen nicht vergleichbar ist. Die Rechnungsıbschlüsse
 ergeben gegenüber den Voranschlägen stets erhebliche Mehreinnahmen bei oft gleichbleibenden Ausgaben. Daher
arbrachten die Jahre seit 1925 — 1928/29 ausgenommen -— erhebliche Überschüsse, z.B. 1927/28 94,8 Mill, Pengö.
Die Staatsbetriebe besitzen außerhalb des Verwaltungsbudgets ein eigenes Bruttobudget; ihre Betriebsüberschüsse
werden in erster Linie für Betriebsinvestitionen benutzt, die großenteils auf diese Weise finanziert werden; daher erscheinen
nur niedrige »Überschüsse« im allgemeinen Haushalt. Die Ausgaben der Eisenbahnen, des größten Staatsunternehmens
Ungarns, enthalten neben den erheblichen Ausgaben für Pensionszahlungen auch die Ausgaben für den Schuldendienst der
Hisenbahnen. Während letztere Ausgaben bis zum Jahre 1927/28 als Einnahmen im Verwaltungsbudget erschienen, weil
der Dienst der öffentlichen Schuld auch den Sechuldendienst der öffentlichen Unternehmen umfaßte, wurde dieses System
1927/28 geändert. Der Haushaltsplan enthält neben den Zinszahlungen auch die Tilgungsbeträge. Die Budgetüberschüsse,
Anleiheerträge, Tilgungs- und Zinseinnahmen aus staatlichen Darlehen werden außerhalb des Budgets zu Darlehensgewährung,
[nvestitionen und Dotierunrz des Betriebafonds verwendet.

UdSSR (Rußland}
Der Devisenkurs des Tscherwonez (10 Rubel) in Berlin wies in den Berichtsjahren 1925—1929 nur geringe Abweichungen
von der Parität (1 Tscherwonez = 21,601 AA) auf; die innere Kaufkraft des Rubels ist jedoch niedriger, Das Finanz-'ahr
 läuft vom 1. Oktober bis 30. September.
Der hier gebotene Gesamthaushalt umfaßt die Gebarung des Bundes und der Teilrepubliken. Außerdem verfügen die
Zentralbehörden noch über Spezialfonds, die 5 bis 10 vH des Umfanges des Gesamthaushaltes erreichen. Den Teilrepubliken
lallen nach dem Gesamtvoranschlag von 1929/30 der Gesamtertrag der Landwirtschafts- und Einkommensteuern, sowie
lie Hälfte der Gewerbesteuer und rund *%/, der (Netto-)Einnahmen aus den öffentlichen Unternehmungen (ohne Verkehrsdetriebe)
 zu. Sie tragen die Ausgaben für die sozialen und kulturellen Zwecke und für Rechtswesen (außer für »öffentliche
Ordnung«) ganz, dazu etwa !/, der Finanzierung der Volkswirtschaft. Den Rest (fast die Hälfte) ihrer Einnahmen überweisen
 sie jedoch an die Lokalverbände. Die Endsumme des Voranschlages 1929/30 verteilt sich folgendermaßen: Bund
3 625,2, Teilrepubliken 3153,4 Mill. Rubel. Von letzterem Betrage entfallen auf Großrußland 2078,7, Ukraine 507,1.
der Rest auf 5 weitere Teilrepubliken,
Der Haushaltsplan enthält eine Aufteilung der Ausgaben nach laufenden und Investitionsausgaben; letztere werden
als »Finanzierung der Volkswirtschafte« bezeichnet. Aber gewisse Betriebsinvestitionen werden zusammen mit den Verwaltungsinvestitionen
 unter »laufende Ausgaben« aufgeführt. Die Finanzierung der Volkswirtschaft wird zum größten
Teile aus laufenden Mitteln, nur zum geringeren Teile aus Anleihen bestritten. Die Verkehrsunternehmungen sind brutto,
Jie sonstigen Staatsbetriebe netto ausgewiesen. Der Haushaltsplan enthält sowohl die Einnahmen aus Schuldenaufnahme
wie auch, da keine Sonderkassen hierfür bestehen, die gesamten Ausgaben für den Schuldendienst. Die sonstige Kapitalzebarung,
 z.B. die der Darlehensgewährung, spielt eine geringe Rolle. Ein Vergleich der Einnahmearten und Ausgabezwecke
 zeirt den stetig zunehmenden Umfang der wirtschaftlichen Betätigung der Sowietreoubliken.

Vereinigte Staaten v. Amerika (Bund) +
Die Dollarparität beträgt 4,19792 ZA. Für die Berichtsiahre ist eine Stabilität der Währung festzustellen. Das
"inanzjahr läuft vom 1, Juli bis zum 30. Juni.
Im Etat werden auf der Ausgabeseite den eigentlichen sordentlichen Ausgaben« (Ordinary Expenditures) diejenigen
‚Ausgaben für Schuldentilgung« (Public Debt Retirements) gegenübergestellt, die aus ordentlichen Einnahmen gedeckt
werden. Die Verwaltungsausgaben des eigentlichen Postministeriums werden getrennt von den durch das Schatzamt
zu deckenden Fehlbeträgen und Investitionen des Postbetriebes ausgewiesen. Die Verzinsung und reguläre Amortisation
ler Staatsschuld wird im Haushaltsplan eingesetzt. Einen Teil der Schuldentilgung leisten der zur Tilgung der »Liberty
uo0an Bonds« geschaffene und hierfür durch Annuitäten aus Haushaltsmitteln gespeiste Sinking Fund und die aus ausländischen
 Schuldenrückzahlungen sowie aus Sondersteuern fließenden Einnahmen; zur Tilgung von kurz- und langfristigen Schuldverschreibungen
 wird vorwiegend der Überschuß der Jahreseinnahmen über die Jahresausgaben benutzt. Die Bilanzierung
der letztgenannten Kategorien erfolgt in besonderen Public Debt (Loan) Funds, Für eine Reihe bestimmter Zwecke, besonlers
 zur Unterstützung und Versorgung von Kriegsbeschädigten und -hinterbliebenen sowie für Pensionsfonds seiner Beamten
usw., leistet der Bund jährlich Einlagen in Sonderfonds, meist sogenannte Trust Funds, Diese Einlagen sind zum großen
Teil in Staatspapieren anzulegen und bedeuten in diesem Umfange vorläufig keine effektive Zahlung.

Erläuterungen und Quellen zu S. 841

In Großbritannien und den Vereinigten Staaten spiegelt sich die gesamte Gebarung des Staatshaushaltes in der Staats-‚echnung
 wider. Außerbudgetäre Operationen, die sich in Sonderrechnungen niederschlagen, gibt es in diesen Ländern
ıicht, dagegen wohl in Frankreich und Italien. Bei den letztgenannten Staaten muß bei Errechnung des Gesamtabschlusses
jes Staaishaushalts die außerbudgetäre Gebarung mit berücksichtigt werden; sie enthält allerdiugs bei Frankreich u. a.
len Verkehr des Schatzamts mit öffentlichen Körperschaften und Privaten in laufender Rechnung (Depositen),
Die mit Schuldengebarung bezeichneten Operationen der Schatzämter enthalten meist nur einen Teil der Schuldentilgung
in Italien auch der Schuldenaufnahme), und zwar meist nur denjenigen, der auf die kurzfristige Schuld entfällt; ein weiterer
Teil wird aus Haushaltsmitteln entweder vom Budget direkt (so in Frankreich, Italien, U, S, A.) oder (bei U. S. A.: zugleich)
lureh mit solchen Mitteln gespeiste Tilgungsfonds getätigt (so in Großbritannien u, U. S. A., in ersterem nur budgetmäßige
Überweisungen — der Fonds bezieht außerdem geringfügige eigene Einnahmen —, in U, 5. A. Überweisungen und Hausaaltsüberschüsse);
 in manchen Staaten (so in Frankreich und Italien) wird ein Rest von autonomen Schuldentilgungszassen
 vollzogen. Diesen Schuldentilgungskassen . stehen beträchtliche Sondereinnahmen sowie die Budgetüberschüsse
zur Verfügung. (Vgl. die Haushaltsausweisungen usw. dieser Länder oben $. 811, 812, 817/18 und 8833).
Es ist nicht gesagt, daß die für Schuldentilgung im Budget eingesetzten oder vom Schatzamt dafür verausgabten Beträge
lamit schon tatsächlich zu diesem Zwecke verwandt worden sind. ebensowenig wie das mit anderen Staatsausgaben, die
zunächst in Fonds fließen, der Fall zu sein braucht.
Die Geldbeschaffung des Schatzamts bei Aufnahme von schwebenden Schulden erfolgt nicht immer auf dem privaten
Geldmarkt. Zum großen Teil werden die noch nicht verfügten Gelder anderer staatlicher Stellen (insbesondere Fondsgelder)
zreditweise als Buchkredite oder gegen Aushändigung von Schatzwechseln dem Schatzamt wieder überlassen; dies trifit
besonders für Großbritannien und die Vereinigten Staaten zu.
Quellen:
Für Frankreich: Proijet de loi ... du budget göngral de l’exercice 1927 ff,, z. B. 1930, S.185 .; für Großbritannien:
Aeonomist, April 1926 bis 1930; für Italien: Compte re&amp;amp;sum6 du tresor Juni 1926 bis Juni 1930; für Vereinigte Staaten:
Message of ... Budget, für 1927/28 ff.
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        — 841 —
2. Staatshaushalt und Kassengebarung
in Frankreich, Großbritannien, Italien und den Vereinigten Staaten (1925/29)

Überschüsse des Staatshaushalts +, Fehlbeträge —. Bei Ausgleichs operationen des Schatzamts bedeutet — Mehr-Geldanlage
(in Kassenbestand, Bankguthaben usw.) oder -Verwendung (zur£chuldentilgung) gegenüber Geldentnahme (aus Kassenbestand, Bankguthaben)
 oder Geldbeschaffung (durch Schuldenaufnahme), + bezeichnet das umgekehrte Verhältnis zwischen Geldanlage oder
-verwendung und Geldentnahme oder -beschaffung.

Art der Einnahmen und Ausgaben |

1925 1926 | 1927 | 1928 1929
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Frankreich (in Mill. fr.)
Gebarung des Staatshaushalts (ohne Tilgungskasse vgl. S, 811).
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Salden der Ausgleichsoperationen des Schatzamts
Schuldengebarung (ohne die in Anmerk, 1 genannten Schulden) |- 1787 | — 2466 | — 10 863 /?)—30 715 : — 45 831
Kassenbestandsgebarung .. 5 BE RE KO EE {+ 41 + 145] + 694 | — 6786 . — 6418
Ausgleichssaldo ..... „1. ı— 2258| — 2321 |— 10.169 |—37501| 2. | -—52249
Großbritannien (in Mill. £)
Gebarung des Staatshaushalts
ernennen] 8172,06 805,70 | 842,82 836,43 814,97 | 4111,98
Ser eeer Eee E here r Er | 826,10 82200 838.09 | 818,04 | 829,49 | 4154,62
rien bremen nm 50,00 60,00 65,00 57,51 47,75 280,26
{-— 14,04 | — 36,70 | + 4,23 |-, 18,39 | —14,52) — 42,64
Salden der Ausgleichsoperationen des Schatzamts
Guthabengebarung bei Bank v. England u. Bank v. Irland.... | + 0,001 + 0,101+ 0,14' + 0.121+ 0,483
Schuldengebarung v...0.0.00 000r0art eK eere ee Im 1,68 + 36,265 | — 4,56 + 24,19 | + 58,20
Davon: Saldo der Treasury Bills .. Wernau nrennnEn u 8,783 + 36,51 — 68,88 — 111,37‘ + 23,49
Saldo der Advances®) .. eikeneeeunn — 27,14 — 2284 + 45,25 + 11,49 | — 118,04
Saldo der schwebenden Schuld insgesamt .......0..0000000000+ — 85,87 + 21 57 — 923,68 — 99,88 — 94,55
Saldo der mittleren u, langfristigen Schuld ..........0010.00000 + 34,19 - 1.69 - 19,67 +124,07 + 152,75
Sonstiges, .......... sek &amp;amp; 15,721 4+ 0,34‘ + 0,19 € —_ 4 i— 15,99
Ausgleichssaldo ...... 260000000 5 + 14,04 | + 36,70 | - 2,23 | 18,39 | + 14,52 | + 42,64
Italien (in Mill. Lit)
Gebarung des Staatshaushalts (ohne Tilgungskassen vgl. S. 817/18)
Laufende Einnahmen ..........000. .. [4 |-+20280 | + I9 064
Laufende Ausgaben ....00000000 128698 —19527 —20 094
Saldo der laufenden Rechnung. .....0.001000000000 er  Z801| 4 58 580
Saldo der Kapilalrechnung ... TE Si - 'M
Saldo der gesamten Budgetgebarung ...............0.0004000 + D553 1 G47 | 731
Saldo der außerbudgetären Gebarung.. ...0— 3. PL 95
Abschlußsaldo ...... er44404004 {+ 5540| + [759 +17206 |-Salden
 der Ausgleichsoperationen des Schatzamts
eeekereen rs K— R7Z1IA 2954|+ 81 |+ 1046| — 1177| + 133
Denn ‘5 — 6411 —15534|— 228 | + 1192| — 21 024
CL 26 + 1698|— 1753!— 646|+ 9|— 2418
Berker eK LERNT EEE KE4G A 3540 | — 1759| —17206|+ 1721 +: 1 024 | — 23 309
Vereinigte Staaten von Amerika (in Mill, $)
Gebarung des Bundeshaushalts
2.4.0000 1. 8.962,7 | 4129,4' 4042,83 | 4033,8 | . | 16 167,7
‚.. 3585,0 | 3493,6 3.643,5 3848,56 L_ 14 570,6
eu VE SIT + 635,814 ©) 1848| 2. I+ 15971
Salden der Ausgleichsoperationen des Schatzamts.
Schuldengebarung +....0..00000000000 kr EL *— 385,5 1 — 6°1.7 .
Kassenbestandsgebarung ........ 0000er eek mrr OH BL en
Ausgleichssaldo ... 577,7 | — 635,8!

Ordentliche Einnahmen v0
Ausgaben aus ordentlichen Einnahmen .....
Abschlußsaldo ...

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12 . — 1089
84,8 | | —1 597,1

1) Davon in laufender Rechnung (Depositen) mit öffentlichen Körperschaften und Privaten 1925 ff (in Mil, fr.): + 9175;
— 19405; + 6900; + 3316; insges. — 14. — *?) Davon Rückzahlung von Vorschüssen der Bank von Frankreich in Höhe von
23551 Mill. fr., zu dieser Tilgung wurde u.a. der in der außerbudgetären Gebarung enthaltene Betrag von 16 639 Mill. fr,
Einnahmen aus der Aufwertung der Edelmetall- und Devisenbestände der Bank von Frankreich (auf Grund dor Konvention des
Staates mit der Bank von Frankreich vom 23. 6. 1928) verwandt. — °) Kredite anderer staatlicher Stellen an das Schatzamt. —
‘) Davon 22,62 Mill. £ Überweisung des Haushaltsüberschusses der Jahre 1927/23 u. 28/29 an den Fonds zur Steuerlinderung, —
“ Darunter + 4227 Mill® Lire durch Erhöhung des Guthabens bei der Bank von Italien infolge Aufwertung ihres Reservefonds,
Erläuterungen und Quellen siehe S. 840.
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3. Die Steuer- und Zolleinnahmen ausländischer
„Absolute Zahlen (in Millionen der Landeswährung)
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Als Quellen wurden lediglich amtliche Veröffentlichungen /Statistische Jahrbücher. Staatsrechaungen, Voranschläge) verwandt.
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1) Nur die staatlichen Steuer- und Zolleinnahmen, jedoch gegebenenfalls einschließlich der Ertragsbeteilizungen der staat
mononole und Staatslotterien. — 4) 1913/14: England u. Wales, Schottland, Irland: in den anderen Jahren: England u. Wales,

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Übersicht 34
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1,1
1,1
11

0,1
0,1
0.1

— 0,3
B— | 0,3
En 0,3

1,1
1,2
12

2,6
2,7
2,7

28,6
21,1
1°
20;

3

22,6
6,6
„7,9
30,7

100,0 8,2
100,0 169,0
100,0 148,7
100,0 ] 147,2 ı
190.06 173.3

2,5
‚07,1
107,8
100,8
107.7

12,.
233,2
249,1
244,6
2Ä6 1

6,7
294,3
275,3
218,1
MARS

29,5
803,6
780,9
710,7
ES O

00

16°
52

35,0
126,7
119,3
103,7
100,3
99 1

= 7
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«ze
a

„ä 5

07)
100,0

35,
332

A

Sa

ichen Unterverbände an den Staatssteuern. — ?) Einschließlich Erbschaftsteuern. — %) Einschließlich der Reinerträgs der Steuer-Schottland,
 Nord-Irland. = ®) Bundesstaat: die Zahlen umfassen nur die Steuer- und Zolleinnahmen des Zentralstaates,
        <pb n="686" />
        — 844 —
Noch: 3. Die Steuer- und Zolleinnahmen ausländischer
————————— A ——
Absolute Zahlen (in Millionen der Landeswährung)
LO m 1a | mM OO ML | LNL
Steuern | Steuern steuern
N vom vom
Ein- Ver- Trans- Ver-Strap”
 mögen8- pori- ‚, brauch
und va steuern | and
Ver- Umsatz | wand?)
nögen?)

Länder

Währung


u

Finnland
{925 Endgültiges Ergebnis........
1926 » A
‚927 » ® mare
1928 Voranschlag ..........0.000-1929
 » EEE EEE
1980 Ver RK K KEG
Frankreich
1912 Endgültiges Ergebnis........
1925 A HERAR RE
1926 » ®  rwneeennn
1927 » % OO KRAMMEM G
1928 » DO wekneren
1929 Voranschlag?) ..........0.000
1980 8 A
Italien
1913/14 Endgültiges Ergebnis..... '
1925/26 » » een
1926/27 » » .en7
1927/28 » » W000
„928/29 » » W....
1929/30 Voranschlag ........000000
Niederlande
‘913 Endgültiges Ergebnis........
‚925 » Ta EEE
‚926 » Kt SEHE EEE
„927 » Winner eb nk €
1928 Voranschlag ................
1929 HAARE RE mm
Norwegen
‚913/14 Endgültiges Ergebnis.....
„925/26 » » KEG
‚926/27 » dw
‚927/28 » » KH
‚928/29 » » e600n
‚929/30 Bewilligtes Budget.......
1930/31 Voranschlag .............
Österreich 5)
925 Endgültiges Ergebnis........
1926 » # obemanneb
1927 » Deere
1928 » $) * wgwervik
1929 Voranschlag?)..........0...00.
1930 &amp;gt; free e sum kt
Polen
1925 Endgültiges Ergebnis.....
1926/27 » » Yes.
‚927/28 » » 7)...
‚928/29 » » De
„929/30 Voranschlag ........7)...

’mk
»
x

370,1
428,1
185,3
502,7
500,7 |
562.0

161,4
190,2
241,1
212,1
248,5
259,0 |

176,5
184,4
197,0
194,0
202,0
215,0

ı 175,1 |
1 021,5 |
1227,2
1 113,7
1214,6
1 210,1

3
3,0
2,9
3,3
2,C
”5

| 888,6
1827,2
2 153,5
2025,8
2 168,3
22486

1 067,8 700,8 83,0 1201,1
‚5108,3 | 9 976,9 739,4 69333
2647,0 | 14 299,1 1307,2 9036,7
‚5799,3 | 15308,4 | 2037,0 | 10 351,6
‚6044,2 | 17416,3 | 2152,7 | 10. 949,3
‚3236,9 | 14342,7 | 2037,0 | 67293
13512,6 | 16526,5 ! 1984,7 | 7314,6

740,8
486,4 ]
967,7
2617,6
3 629,5
3 459,6 |
3 935,2

3 793,5
34 244,3
19 .257,7
16.113,9
50 192,0
39 805,5
43.273.6

}

Lit.

597,1
5722,0
5 624,8
5 371,4
5218,8°
4 739,0

216,1 43,4 | 304,0 342,7
3013,4 107,8 ° 289,2 2855,1
3 048,8 55,33 29575 27473
2 510,8 28,0 ; 2930,0 | 2 627,1
2 638,0 162,4 | 3 335,1 3 055,8
2 574,5 125,3 | 3453.11 | 2182,6

1 503,3
‚4 594,5
‚4433,7
3 467,3
‚4 410,1
13 074,5

hi

56,9
256,0
266,8
261,6
239,0
231,9 |

15,6
47,3
47,3
51,0
50,6 -
54.1

84,7
187,6 |
193,1
204,6
194,7
200,6

17,0
48,7
61,4
63,1
61,0
66,5

(74,2
539,6
568,6
580,3
545,3
553.1

Ar
»
X

14,6
130,9
‚28,2
09,6
33,1
83,5
32,0 |

2,4.
7,0
6,6
6,7
6,5
6,5
6,7 |

12,7
0,9
57,3
38,2
33,0
79,3 ]
34,8

52,4
111,0
111,3
118,4
106,2
105,5
107,0 |

54)
319,8
313,4
27,0
198,2
178,8
385 5

&amp;gt;

4,1
1
4,0
5,0

110,7
153,8
168,8
190,6
523,0
366,3 |

288,6
294,9
312,1
326,1
347,3 '
371,8

261,4
292,9
301,1
302,8
316,8
332,9 |

200,9
213,7
240,6
263,1
256,6
279.7

. 063,8
157,4
224,5
285,3
245,8
| 356,2

\E

125,3 107,5 507,9
578,8 140,2 | 715,7
681,1 178,7 | 963,7
&amp;gt; 815,0 | 1989| — 10721 |
,» | 20,91 195,61 — 1.076,7

284,7
213,4 46,1
372,0 96,5
425,2 116,9
425,0 98,0 |

1 328,9
1 754,2
22920
2 628,1
2 506,2

. 1), 2), %) siehe Anm. !), *) bzw. ?) auf 8. 842/43. — 4) Ausschließlich der Ertragbeteiligunge- der staatlichen Unterverbände. —
\taatelotterien stellen Voranschlarszahlen dar. — 71 Die Erbschaftsteuern befinden sich in dpalte II, da sie auf Grund des ZU}

— 845 — Noch: Übersicht 34
Staaten!) nach Hauptsteuergruppen ;
DE ——————
vH des Gesamtsteueraufkommens }
LO 9 am | Ivy. | V. | VL |L-VE
Steuern. | Steuern Steuern 5
Vom vom | Trans-| vom | Nicht
Ein- Ver- ort- | Ver- | aufteil- Ins-‘OMMEeN,
 | mögens- P brauch | Zölle | „bare
Ertrag | verkehr | Steu- | und Steuer- | gesamt
und und ern Auf- ein-Ver-
 | Umsatz wand?) | nahmen
mögen‘) la
{t 141213359 A | 15 16

3
a2

19,6
23,4
22,5
24,8
23,1
25,0‘

8,551 — 9,5
10,4 | — | 104
11.2) — | 92
10,4 | — | 96
1,5 | — | 98
1,5] — | 96

62,2 |
55,9
57,0
55,0
56,0
53,8

0,2
0,2
0,1
0,2
0,1
0.1

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0
‘100,0 |

105,9 46,2 ı — 51,1 | 336,2 1,0 540,4
121,4 540 — 52,3 289,7 9,9 518,3
136,4 67,8 — 55,4 | 344,9 0,8 605,3
140,3 59,2 | — 54,2 | 310,9 0,9 565,5
139,8 4 — | 56,4 | 339,0 0,7 605,3
156,9 23 — 60,0 | 337,8 0,7 | 627,7

28,1 18,5 2” 31,7 55 2— 100,0 27,2
44,1 291 2,2 20,2| 44 — 100,0 372,0 |
32,2 36,5 33 23,0 | 50 — 100,0 309,6
34,3 33,2 | 441 2225| F6| — 100,0 386,1
32,0 34,7 | 4,3] 21,8| Z2| — 100,0 391,1 /
33,3 36,0 | 5,1 16,9 | 87| — 100,0 322,7
31,2 38,2 4,6 16,9 | 91 — 100,0 329,4

17,9 Zul
245,7 18,2
350,0 32,0
374,1 49,8
424,6 52,5
349,7 | 49,7
402,9 | 48,4

30,6 18,9
170,7 36,6
221,2° 48,2
253,0 | 63,9
266,9 | 88,5
164,0 U .
178,3 | 95,9 |

36,7
843,2
961,0
1 126,9
1 223,6
970,4
1.054,9

39,7 14,4 2,9
39,2 20,7 0,7
39,0 211 0,4
39,9 18,6 | 0,2.
36,2 18,3 | 110
36.2 19.7 1.0

20,2
19,8
20,5
21,8
23,2
264

22,8 ı
19,6
19,0
19,5
21,2
16,7.

100,0 16,8
100,0 142,8
100,0 139,2
100,0 131,7
100,0 | 126,8
100,0 115,1 «|

o,l 1,2
75,2 27
755 1,4
61,6 0,7
64,1 3,9 |
62,5 3,1

53 361
23
73,2 68,0
71,9 64,4 |
81,0 | 74,2 |
83.9 | 53,0

+2,2
364,3
357,3
330,3
350,0
317,6

32,7
17,4 |
46,9
45,0
43,8
41,9

8,9
8,8
8,3
8,8
9,3 |
9,8

18,6 | 9,8
34,8 | 9,0
24,0 10,8
3a | 10,9
35,7 n2| -
26.3 | 1201 —

100,0 9,2 ‚oo
100,0 | 34,5 64 —
100,0 35,4 63 —
100,0 34,3 67 —
100,0 | 30,9 | 65 | _
100,0 1. 29,8! 701 —

13,6 2,7
25,3 | 66 —
25,6 | 82} —
26,8 | 8,38 —
25,2| 791 —
25,8] 851 —

28,0
72,8
75,5
76,1
70,5
71,1

17,8
40,9
40,9
33,5
21.2

2,9
2,2
2,1
nn

Dad

3,6
34,7
35,5
36,2
35,6.
37,9
3m 5

100,0
100,0 |
100,0 |
{00,0
100,0
100,0
100.0

5,9
47,2
46,0
39,2
33,1
29,7
29.2

41V
25
24
2,4

DJ
25,6
24,1
31,5
29,5
28,2
30,1

21,3
40,0
39,9
42,3
37,8
37,6
38.1

33,4
115,3
112,4
116,9
106,1
99,2
101,6

‘5

1,8

8,
ot

100,0
00,0
00,0
100,0
100,0
100,0

46,9
53,2
55,3
58,4
48,3
54,7

43
44
46)

0,3
0,7
0:
9

39,5
44,0
45,1
5,3
47,3
49.7

40,4
32,2
36,0
39,3
38,3, —
48) —

160,7
174,0
183,5
192,2
186,1
202,6

An

ac

100,0
100,0
3 100,0
4 | 100,0
3,9 | 100,0 |

29
3

46,1
6 60,0
a3 | 728
9 | 876
2 824

18,4

a

16,9 !

3
34

Ju ,4

{1

) 8, Anm, *) auf S, 842/48, — Ce unter dem Jahre 1928 in Spalte IV enthaltenen Reinerträge der Steuermonopole und
/erfügung stehenden amtlichen Materials nicht ausgegliedert werden können.
        <pb n="687" />
        Länder

Schweden
1913 Endgültiges Ergebnis.....
1925/26 » -
1926/27 »
1927/28 &amp;gt;» 5 VEERM
1928/29 ‚Voranschlag .............
1929/30 YEKKEREM
Schweiz‘)
‚913 Endgültiges Ergebnis .......
995
5 2 CC Cru
7 BO» A TTITT M
‚928 DE ke
1929 Voranschlae" KREMEKERES
Spanien,
1914 Endgültiges Ergebnis*)..... ”
1924/25 „A I
1925/26 Abi DO» 000
1927 3m a
1928 Voranschlag£)....2...0000004
1929 #5 ak kr rar aalrnren
1930 A
Tschecho&amp;gt;Slowakei
1926 Endgültiges Ergebnis........
1927 A
1928 » HL EEE
1929 Voranschläg..... 0.000000
1930 REG
Vereinigte Staaten v. Amerika”)
i913/14 Endgültiges Ergebnis ....
1925/26 ». Kam
1926,27 Ka ; A» ....
1927/28 » 2» m.
1928/29 » ....

Japan
‚913/14 Endgültiges Ergebnis.....
1925/26 2 W000
‚926/27 » 3 wre
‚927/28 » Bee
‚928/29 Vorläufiges : 0» 2.4...
1929/30 Voranschla” ............

— 346
Noch: 3, Die Steuer- und Zolleinnahmen ausländischer
Absolute Zahlen (ir ""illionen dr Landeswährung)
„a9 EL MONO ME L-VL
Steuern | Stonern Steuern
Nom vom vom
oe Ver- Ver-C
 :  mögens- rauch | Z6N
Ertrag verkehr und ©
und und Auf-Ver-,
 ) Umsatz vand?)
nögen?)

Kr
»
w

42,7 18,6 0,8
155,9! 43,8 | 0,6
155,1 464 0,7 |
153,5 | 59,0 | 0,7 /
149,9 | 55,0 0,7
15701 516

66,0
191,2
199,8
206,3
192,6
907.7

68,9
124,6
140,5
142,0
145,0
1530 |

197,0
516,1
542,5
561,5
543,2
369,3

)
X

Fr
»
»
»
»
&amp;gt;

5,0
34,7
60,0
45,4
30,9
424

43,2
524
59,8
86,0
543

6,7
6,0
7,2
7.1
| 7,3

84,6
213,2
226,3
234,2
257,9
293.0

96,5
297,1
445,9
346,0
382,1
2197

Pes.
&amp;gt;
"

403,2 169,1 27,8 413,7 196,4 1 210,2
833,9 ' 395,9 66,4 792,4 586,8 11,9 26873
823,1 398,2 67,7 832,9 588,6 12,0 2722,0
912,6 519,4 69,5 891,2 586,8 40,8 3020,3
892,2 516,5 68,0 | 1 003,8 547,7 49,0 ; 3077,2
924,0 545,3 / 66,0 | 1051,0 572,7 | 49,0 3 208,0
966,0 573,3 66.0! 1131,7.1! 660.0 49,0 | 3 446,0

Kt

2494,1 2 831,0
2545,4 3071,9
837,6 2 066,6
747,9 | 1 972,6 |
ss | a i63s

738,5 32479
820,9 3470,9
856,8 3242,6
806,4 ' 3.038,0
5175 | 230051

1078,33 0 —
485,2 = —
1483,5 02—
11922 | — |
121761 —

10 389,7
11.394,3
9 487,1
8757,1
85302

71,4 . -
2.195,0 | 49,8 | —
2329,3 326 —
22433 «438 —
2399.11 58.8 _

308,3 292,3 0,3
589,9 579,7 1,2
501,3 605,7 2,5
500,9 | 568,2 2,5
479,9 | 602,8 1,3

672,3
3415,7
3471,4
3.358,7
35419

Yen
„
»

143,9 | 35,9 £
398,0 110,8 „Er
376,4 | 100,5 | 4
373,2 101,9 15
383,6 102,9 1,6
379,3 102.4 22

210,2
505,4
506,3
506,2
540,7
532,9

73,7
111,1
150,6
140,6
150,9 *
150.3

3,5
20,8
20,7
22,1
18,2
18.5

472,8
I 160,1
1 157,4
1 145,5
1 197,9
1 185,6

— 847

Noch: Übersicht 34

Staaten‘) nach Hauptsteuergruppen
I —————————— D——————————&amp;gt;————————
vH des Gesamtsteueraufkomm = - * Je Kopf der Bevölkerung (in der Einheit der Landeswährung)
LM Im ayN| VE |IVE LO) m | av, lv WE ILL
Steuern Steuern steuern | u Steuern | Steuern steueru
MS vom |Trans- vom Nicht VOM vom |Trans- vom
Ein- Ver- port- ' , Ver- | aufteil- —_- Ein- Ver- port- Ver |
"OMMEN, | mügens- brauch ‘ Zölle | ‚bare kommen, | mögens- hrauch | Zölle
Ertrag | verkehr | steu- und | Steuer- | gesamt | Ertrag | verkehr | SteU- | und
und und ern Auf- Ei- . und und ern Auf-Vor,
 Umsatz wand?) | | nahmen Ver- Umsatz ‚ wand?)
mög) | L | en) | nn] —_
10 7. 14 | 15 16 17 18 16 as

Nicht
aufteil-|
 bare Ins-Steuer-
 ! gesamt
ı  ein-|
 nahmen |!
228

21,7, 95° 04
30,2 85 01
28,6 | 8,6. 0,1
27,3 | 10,5 | 0,1
276 | 10,1 | 04
27,6 | 91,

33,5
37,1
36,8
36,8
35,5
236.5

34,9
24,1
25,9
25,3
26,7 ı
26,8 |

100,0
100,0
100,0
100,0
100,0 ]
100.0

7,6 33° 0,1' 11,7 12,2
25,8 7,2 0,1, 31,6 20,6
25,5 7,71 0,1 | 329 231
25,2 9,7] 04! 33,9 ] 28
24,6 90] 01 | 31,5 | 23,8 |
25,7 asl . 34,0 | 25,1

34,9
— 85,3
&amp;gt;» 89,3
— / 92,2
— | 890
93,3

5,2
11,7
35,9
13,1
8,1
13,3

7,2 87,6
4,6 — 20 271,7
17 — 1,6 50,8
17,1002— | 21 67,7
225 — | 1,9 | 67,5
1701 — 1 697

100,0 1,3
100,0 „8,8
100,0 40,4
100,0 11,4
100,0 77
100,0 10,5 |

11,0 —
Ba
14,9 | —
214 | —
35) —

1,8
1,5
1,8
1,8
1,8

21,8
54,2
57,2
58,7
64,2
55.2

24,9
75,5
112,6
86,8
95,1
79,2

33,3 14,0 2,3 34,2 16,2 100,0 20,2 84 1,4
31,0 14,7 25 295 21,8 9,5 100,0 39,1 185 3,1
30,2 14,6 25 306 21,6 0,5 100,0 36,7 17,8 20
30,2 17,2 | 23| 295 194 1,4 100,0 40,0 22,8 | 3,1
29,0 16,8 | 2,2 | 326 | 17,8 1,6 100,0 | 39,8 23,0 | 3,0 /
28,8; 1720| 21 | 32,8] 17,8 1,5 100,0 40,9 24.1 | 2,9
28,0 | 16,61 1,91 32,9 | 19,2 1,4 | 100,0 | 42,7 254 | 2,9

20,7 9,8
37,1 27,5 Dt
37,1 26,3 0
39,1 25,7 1,
44,7 244 A
46,5 25,8 2,2
501! 2992 22

60,5
125,9
121,4
132,5
137,1
141,9
152,5

24,0
22,3
19,4 |
20,0
18,7 |

27,2
27,0
21,8
22,5 ]
257

ZU 31,3 10,4
72 30,5 13,0
9,0] 34,2 | 15,6
9,2 / 34,7 | 13,6
6.11 35,21 143

100,0
100,0
100,0
100,0 |
100,0

173,8
176,3
127,3
121,1 |
110,6 |

197,2 51,5
212,7 56,8
143,1 | 59,3
136,6 | 55,8
151,9 | 35,9

226,3 75,1
240,4 102,9
224,6 102,7
210,4 | 82,6
208.1 | 84,3

723,9
789,1
657,0
606,5
590,8

10,6
64,3 1,4
67,1 0,9
66,8 1,3
627} 17

45,9 43,5 0,0 100,0
17,3 17,0 0,0 100,0
14,4 17,5 0,1 100,0
14,9 | 16,9! 0,1 100,0
13,6) 17,0 ' 0,0! 100,0

0,7
19,0
19,9
19,0 |
20,0

05 —
0.2
CA a
08%

3,2
5,4
4,3
4,2
| 401

3,0 0,0
5,0 0,0
5,2 0,0
4,8 | 0,0
5,1 0,0

6,9
29,6
29,7
28,4
29,6

30,4
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Sn
32,8
32,0
32.0

1,
1,

44,5 15,6
136 96
43,“ 13,0
44,7. 12,3
45,2 12,6
449 1 12,7!

1,8
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100,0
100,0
100,0
100,0
100,0
100,0

4,6
6,3

0,7

0,

3,9
8,0
a

1,3 0,1 8,7
1,8 0,3 18,4
+ 03 181
2 0,3 17,9
} 0,3 18,8
Al 031 186

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8,61 0,2

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£tq 34,4 | 5,4
&amp;gt; 28,7 6,7 0,7
» 31,8 9,3 0,6
» 32,5 10,8 0,6 |
5 | 34,2 | 15,0 0,7
+), *), ®) siehe Anm. 1), *) bzw. %} auf S, 842/43, — *) siehe Anm, 7) auf S, 844/45. — ®} siehe Anm, %) auf S. 842/43

100,4
164,1
169,5
179,8
195,6

34,3 29,7 30,6
17,5 | ‘ 04 531 245
18,8 5 | 0,4 54,6 20,7
18,1 6,0 0,3 57,7 / 17,9
17,5 76| 0,41 56,0 | 18,5 |

100,0 5 07
100,0 ‚1 0,
100,0 3 0,7
100,0 „4 0,8 un
100,0 2,5 ] 1,1 | 0,1

7,4
12,0
12,4
13,2
14,3
        <pb n="688" />
        343

4. Innere und äußere Schuld
; {in Millionen der

u

Mächte

1912

414995

Landeswährung


Stand
am

x | Gesamte | x | Gesamte
Innere | Außere | Schuld Inneres Äußere | Sehuld

A. Roparationsberechtigte Mächte
Frankreich?) 8) ....00
Großbritannien®) ........00000000000
TOR) kr ki KEN ECKE
Belgien®) 0000er
Rumänien?) 1%) ee
Jugoslawien?) 1°) 12) HEFLREE BR Kmrne
Griechenland?) 18) ‚es
Sapal rer
PO) EEE Sen ne HR nme
Vereinigte Staaten von Amerikal®)

31.12.
£ 31.3.
Lit. 30.6.
31.12.
Leu 31.13.
Dinar 30.6.
Yrachme 31.12.
Yen 81.12.
Zr 0 A
3 30.6. | 2916,0| — | 29160

: %) 34 388,0!
656,5
15 125,0 !
42773 |

3) 24.388,0 \286712,9 *) 135 088,5 |*) 421 801,4
656,5 | 6524,8 | 1121,6| 7646,4
—  15125,0* 90847,0; 140,200,5! 231.047,5
| 42773! 319314 16132,7' 4806411

|
3525,9 8
181,6
20 516.3

1500,2
2 688,6 '

5026,1
2 870,2
20516823

B. Sonstige Mächte
Argentinien ®)®) ee
Australischer Bund®)..............
Bräsilien®) 2) aaa
Britisch Indien .......000000000000
Bulgarien?) AA
ÜBi025) dr par 2 EE BER SEE RUE KR ER
DÄROMATkK an EEK EM
Finnland ser
Kanada?) 7). re
Niederlande ®®) ....0eeere ers
NOrwWOgON seen er EEG
Österreich ®) ....00e
Schweden ‚....0.0000000000140104000
1 a SA
Spanien?) Gere
Südafrikanische Union®) ..........
Unger a) aaa
UdSSR (Rußland) ......00000000004

min
2

31.12. |!) 785,0 | 12) 710,0 2) 1495,0 1390,0! 833,2 2223,2
80.6. N 134 | 37) 17,1 *) 284,8! 146,1 430,9
31.12. |®) 1 028,3 #12 148,1 is te 2137,41 41201,6 6339,1
31.3.1, . . 375,9 | 341,2 217,1
31.12. | 146,7 813,2 959,9 | 5266,6 395475 44 814,1
31. 12. | 501,7 | 1 356,5 | 1 858,2 12491 | 1975,5
31.3. |2%) 88,4 %) 272,5 2) 360,9 670,6 | 541,3| 1211,9
31. el —* 4 m 172,9 za 1714,0. 24753
31.8. 224,5 258,7! 483,2| 2242,7| sz5,3 | 2 818,0
1.1... 1158,8 | 31588} 3276,0: — 3.276,0
4.12. 2) 20,9 2M 336.5 29\ 2574 | 30\ 1] 005.4 | 3) 726.7 ] 30\ 1 731.6
31.12.
81.12. *
31.12.

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78,1 ° 570,2 648,3 | 1394,5 | 339,1! 1733,6
146,3 ° 0— 146,3 | 1 856,6 398,5 | 2255,1
29937° 10779 93216 1515728 | 107 } 16.0635

141

]

&amp;amp; 31.3.
P ] 30.8.
Rbl. | 1.10.
'

„1 14828
366.3 | — | 366,3

) Ohne »Dette viagerer, — ?) In der äußeren Schuld sind die Zinsen der Kriegssehulden an U. S. A. und Großbritannien nicht
Zahlen. — *) Einschließlich Terminable Annuities. — ?) In der äußeren Schuld sind enthalten: Kriegsschulden an U. S. A, (Kapital-Morgan-Anleihe
 (Kapitalbetrag). — *) In der äußeren Schuld sind die Zinsen der Kriegsschulden an U. S. A. nicht berücksichtigt.
Äußeren Schuld sind enthalten: Kriegsschulden an U, 5, A, (Kapital und Zinsen), Kriegsschulden an Großbritannien und Frankreich
») In der äußeren Schuld sind die Kriegssehulden an U. S, A, und Großbritannien mit den Barwerten eingesetzt, — 2) Ausweisung
vertragsschuld von 325 Millionen Zloty enthalten, Ohne die Schuld bei der Bank Polski. — !®) Ohne Staatenschuld. —- 1) Aus“
— %) Ausweisung per 31.12. 1915, — *%) Ohne 1,7 Milliarden Goldfranes Reparationsobligationen, für die bis 1953 ein Moratorium
{Summe der Annuitäten). — 2) Ohne Staatsgarantien. — 2%) Ausweisung per 31.3. 1914. — *7) Groß Liabilities, — **) Dio äußere
weisung per 30, 6. 1925, — %) Ohne Reparationsschuld, die — auf der 2. Haager Konferenz bestätigt — Anfang 1930: 163 Millionen
als »ereances spieialese zu zahlen. — *%) einschl, 75,9 Mill. Bankvorschüsse. — 3%) Bundesschuld einschließlich übernommener

8.1.9

ausländischer Staaten
Landeswährung)

1929
| x Gesamte
Innere | Außere | Schuld

10998

m
1927

1928

Innere ‘ Äußere | Tante

| x ] Gesamte - ° Gesamte
Innere | Äußere Sehuld | Innere | Äußere | Schuld

290 079,4|. 178 136,4| 468 215,£ 196 670,8| 178 567,7 475 238,
6 6 1110,8% 7615,99 6521,5] 1101 sl 7623,0
91.309,0 96 334,3 187643,3 93675,0) 62 75 146 052,5
27144,8! 29283,7| 56428,5 25774,0 28 738,3 54 512,3
26 06 157 564,2 183 703,8 25 832,0| 151 543,1 177 375,1
50840 31.126,91 36210,9| 7549,2| 31070,1! 38 619,3
. N 30621,8| . „436 713,7
5 &amp;gt; 1477,9| 5162,3| 3 zn 1460,22! 5 =
—_ 3249,8| 34983) 268,9) 38623! 4131,2
19 643.2) — | 1964321 18 s10.2) — | 185810.2

83 188,7 179 937,3 463 126,0[5)265 078,0|*)169 330,6/ 434 408,6
55 1095,21 7610,9/ 6510,81 10847 7595,5
36446,0 65 178,2| 151 624,2‘ 87 124,0 64768,0 151 892,6
25 a 28219,0! 54051,01 24 = 27 668,0 52 305,0
11494,5/ 167 875,6. 179 370, fm 387,2 1)168408,0.11)179795,2
6295,5' 29 - 35 733,9 Gem 31 0823 37 659,3
. 367839 . . | 38 691,6
43465 ‚ sch dd v5 5 890,0
335,2‘ 3809,5, 4144,7| 357,2] 3690,8, 4 048,0
176043 02— | 17 il wasral — | 16002

1652,9 6084) 25412] ı 500,1! 1 100,8 26037 1 609,1! 1 111,7 2 720,7|%) 1 589,8/%) 1 118,6;#°) 2 708,4
n .“. 171 . 458,4/%) 292,8! 168,3! 461, . | 288,0; 206,1 494,1|#) 923,3! 218,71 542,0
23921 5 760,6. 81527 2 8687 6 m 9842,2° 2 449,9 6853,9 93038] 2. + 4
384,4! 342,4 726,8) 3923 3894) 71,7 399,1 344,6. 743,7! 327,5; 353,3. 680,8
49444 29 a2 34 366,9) 5211,8| 31 754,6! 36 966,4] 4904,9 35 958,6. 40863,5| 5532,2' 35649,8 41 182,0
172,7 1 5 1 769,0] 104,6 1758,2| .1 862,8) 2569 2 138,5 2 395,4/2) 398,8: 2 289,3 2 688,1
un Sat 1 - 6344 528,7! 1 1660 626,3 545,8 1 172,1 650,8 722,4 1 373,2
496,9 2349,9 2846,8| 491,9. 2 203,1] 2 695,0 a6 2592 dl 2939,6| 353,8. 2 669,8) 3.023,6
2216,9) 551 9 2768,8° 2232,8; 493,5| 27263] 2 a 490,1! 267711 „ |) 2 702,0
31828 — | 3182,81 3075,8 — | 3075,81 29%,21 — | 2990,2° 28243 — 28243
900,0 vn 1608,0| 889,9 702,5! 15924| 791,4 808,4 15998 0, 1 582,0
222,8 2184,7/ 24075 1658 278,7 2545) 159,2) 22045 2363,71 154.4 18329) 19873
14066 332,5 17391] 15004 316,0] 1816,4 1526,9/ 305,01 1 ng 0, 1798,6
1 788,0 ww 2i758l 1 796,8 387,3 2184,11! 1782,0 a 21527] 170,3 276,8 2072,6
15 9 910,7! 16550,61 16543,3' 910,7 17454,0| 17 824,1 910,9, 18 435,0] 178434 917,6! 18 761,0
778 144.90 222 | 83,7 147,8| 281,5 87,4, 151,5 = WO ) 244,0
14251 | ; 1 a . . | 1577 +0 1 516,2
| = 933,7; — 933,7| 14221 — 14221 26138 — | 2 613,3

berücksichtigt, da im Etat nicht ausgewiesen. — ?) Ausweisung per 31.7. 1914. — *) Ausweisung per 30, 4. 1925. — 5) Vorläufige
betrag), $ 365 677 500 Zinsen sind nicht berücksichtigt. Kriegsschulden an Großbritannien (Gesamtbetrag der Annuitäten),
— ®) Infolge Fehlens ausreichender amtlicher Unterlagen wurden auch private Veröffentlichungen herangezogen. — *°) In der
(Gesamtbetrag der Annuitäten), — 11) Ausweisung per 1.10. 1929. — **) Ohne Anteil an der ehem. österr. ung. Vorkriegsschuld. —
per 31,7. 1927. — 2) Ausweisung per 31. 12. 1914. — 71°) Ausweisung per 31. 8. 1929. — 17) In der äußeren Schuld ist die Friedens-Weisung
 por 31.12. 1914. — *°) Äusweisung per 30. 6. 1929. — %) Einschließlich Transferred properties. — %) Nur Bundesschuld.
zewährt wurde. Auf der 2, Haager Konferenz ist die Reparationsschuld neu geregelt und beträgt Anfang 1930: 420 243 808 Goldfranes
Schuld ist fast vollkommen durch Rückkauf in inländischen Besitz übergegangen. — 29) Ausweisung per 30. 6. 1914. — 5%) Aus-Goldkronen
 (Gesamtbetrag der Annuitäten) ausmacht. Außerdem hat Ungarn jährlich 13,5 Millionen Goldfranes von 1944 bis 1967
dhemaliger Provinzsechulden.

Finanzen und Steuern
        <pb n="689" />
        8350

Ergänzungen und Berichtigungen

Während der Drucklegung sind im Steuerrecht einiger ausländischer Staaten wesentliche Änderungen eingetreten. die hier. soweit
zie die Darstellung S. 670 bis 700 berühren, in den Grundzügen nachgetragen werden sollen,
In Belgien brachte das Gesetz vom 13. Juli 1930 Ahänderungen des Einkoammen- und Ertragsteuersystemes

Grund- und Gebäudesteuer (contribution foncidre)
Bis zum 1. Januar nach Vollendung der vor dem 1. Januar 1932 in Angriff zu nehmenden Katasterrevisionen, bleibt der bisher gültige
Hauptsteuersatz (einschließlich der Ertragsbeteiligungen der Provinzen und Gemeinden) bestehen. Ist jedoch der Katasterertrag
auf Grund einer nach dem 1. April 1926 festgesetzten Pacht oder Miete oder auf Grund des Verkaufswertes an diesem Oder einem
späteren Zeitpunkt ermittelt worden, dann wird eine Ermäßigung in Höhe von 1 vH gewährt, Nach Abschluß der Katasterrevisionen
wird der Steuersatz einschließlich der Ertragsbeteiligungen der Provinzen und Gemeinden allgemein auf ? vH ermäßigt. Der auf
Srund dieses Satzes ermittelte Steuerbetrag kann bei Wohnhäusern, die gänzlich vom Eigentümer selbst bewohnt werden, auf
Antrag um ein Viertel herabgesetzt werden, wobei jedoch voraussesefzt wird. daß
Li. der Katasterertrag höchstens beträgt:
a) in Gemeinden unter 5000 Einwohnern .0.i.0000000000100 kenn
b) &amp;gt;» » mit 5000 bis unter 30 000 Einwohnern ...... 000000 0044
e) » » mit 30 000 Einwohnern und mehr ‚.......0000000
2. der Eigentümer weitere Häuser nicht besitzt;
3. in den Häusern keine Schankwirtschaft betrieben wird.
Die Herabsetzung umfaßt nicht die Provinzial- und Kommunalzuschläge, es sei denn, daß die beteiligten Provinzen und Gemeinden
n. diesem Sinne Beschlüsse gefaßt haben,
Dar Zuschlag der Gemeinden zur contribution fonciere ist für das Rechnungsjahr 19380 von 45 vH auf 60 vH erhöht worden.

Kapitalertragsteuer (taxe mobiliere)
Die bisher von der taxe mobilidre in Höhe von 10 bzw. 20 vH erhobenen staatlichen Zuschläge werden als solche aufgehoben,
jedoch hinsichtlich der Einkünfte aus inländischen Aktien, aus allen ausländischen Werten und im Ausland investierten Kapitalien
in den Hauptsteuersatz einbezogen. Somit ergibt sich für die genannten Einkünfte letztgenannter Art zwar keine Veränderung des
Gesamtsteuersatzes, wohl aber für die Einkünfte aus Obligationen, Depositen und Schuldiorderungen eine Ermäßigung des Gesamtsteuersatzes
 von 16,50 vH auf 15,0 vH sowie für dio Einkünfte aus in der Industrie, Landwirtschaft und Handel investierten Kapitalien
eine Ermäßigung des Gesamtsteuersatzes (Hauptsteuersatz einschließlich Ertragsbeteiligungen der Provinzen und Gemeinden +-provinzielle
 und kommunale Zuschläge) von 16,50 auf 15,50 vH. Der letztere Satz ermäßigt sich für das Rechnungsjahr 1930 durch
Herahsetzunge der Gemeindezuechläga weiterhin anf 15 v4.

Erwerbsteuer (taxe professionnelle)
Bei der taxe professionnelle werden die Tarifbestimmungen durch das Gesetz vom 13. Juli 1930 mit Wirkung vom 1. Januar 1930
grundlegend umgestaltet.
Zunächst wird ein nach Ortsgröße und Familienstand abgestuftes Grenzminimum eingeführt. Die Steuerpflicht entfällt, wenn
Jan veranlagte Einkommen
in Gemeinden unter 5000 Einwohnern ......0.0000000044 „. 4800 fr
. mit 5000 bis unter 30 000 Einwohnern ‚..........0. 00. „0000000 5,600 »
» » mit 30 000 Einwohnern und Mehr eeerererre ren E ACKER 7200 »
nicht erreicht. Maßgebend ist nach Wahl des Steuerpflichtigen entweder sein Wohn- oder Aufenthaltsort oder die (Gemeinde, in welcher
er seinen Beruf ausübt,
Das angegebene Grenzminimum erhöht sich für jedes am 1. Januar des Steuerjahres vom Pflichtigen unterhaltene Familienmitglied
um je ein Fünftel. Gehören zur Familie mehr als 2 unterhaltene Kinder, wird die Erhöhung ohne Rücksicht auf die Einwohnerzahl
der Gemeinde gleichmäßig festgesetzt, und zwar auf 2 500 ir für das dritte und vierte Kind, 4000 fr für das fünfte und sechste
und 5 000 fr für jedes weitere Kind. Die Erhöhung für die Ehefran des Pflichtigen soll derienigen des letzten Kindes gleichgesetzt
werden,
Als Familienmitglieder zu Lasten des Steuernflichtiren galten unter dar Voranssetzung, daß sie zum Hanshalt gebören. folgende
Personen:
1. die Ehefrau,
2, die Aszendenten des Pflichtigen und seiner Ehefrau,
3. die Deszendenten oder Seitenverwandten bis zum zweiten Grade einschließlich.
4. die angenommenen Waisen,
Verfügen die unterhaltenen Personen über eigene Einnahmen, so werden die vorgesehenen Erhöhungen um diese Einnahmen gekürzt.
Der eigentliche Tarif ist bei Erwerbseinkommen unter 50 000 fr ein durchzurechnender progressiver Steuerbetragstarif, bei Erwerbseinkommen
 von 50 000 fr ab ein durchzurechnender progressiver Steuersatztarif,
Bei einem Erwerbseinkommen unter 50 000 fr schwankt die Steuer zwischen 12 fr und 2 256 fr je nach der Höhe des in Stufen
zu je 1000, 2 500 und 5000 fr gestaffelten Einkommens. In jeder Stufe werden Abzüge für unterhaltene Familienmitglieder
zewährt, die mindestens den unten angegebenen Sätzen entsprechen sollen.
Bei Pflichtigen, deren Erwerbseinkommen mindestens 50 000 fr beträgt, gilt folgender Tarif:
Reineinkommen
:on 50000 fr bis 60000 fir ausschließlich... E
60000 » »%* 70000 *
70000 » » 90000
90000 * » 110000
.10000 » 130 000
130000 » 150 000
.5C 000 + 175 000
„7/2000 » + 200 000
200000 » und darüber ....., FH 4ER Hr . ... V 1
Diese Sätze vermindern sich um 5 vH für jedes am 1. Januar des Steuerjahres unterhaltene Familienmitglied. Der abzuziehendeBetrag
 beträgt vom dritten Kinde an 7 vH. Der Abzug darf jedoch für jede unterhaltene Person 700 fr nicht übersteigen.
Bei den Gewinnen aus kaufmännischen, gewerblichen und landwirtschaftlichen. Betrieben wird der nach den obigen Bestimmungen
zu errechnende Steuerbeirag um ein Zehntel, mindestens aber um 18 fr erhöht. Liegen die Gewinne zwischen einem Betrag in Höhe
von zwei Dritteln des nach dem oben Gesagten anzuwendenden Grenzminimums und dem Gesamtbetrag des Granzminimums. 80 wird
aine Pauschaleteuar von 10 hia 95 fr erhohen.
        <pb n="690" />
        S$5l —

Der nicht unwesentlichen Ermäßigung des Hauptsteuersatzes (einschließlich der Ertragsbeteiligungen der Provinzen und Gemeinden}
;teht eine — diese Ermäßigung allerdings nicht aufwiegende — Erhöhung der gemeindlichen Zuschläge zur taxe professionnelle,
zoweit sie nicht die Löhne, Gehälter usw, trifft, von 45 bis 60 vH für das Rechnungsjahr 1930 gegenüber.
Eine Änderung hat ferner die Einfügung der Erwerbsgesellschaften anderer Art als die Aktiengesellschaften in das Einkommenınd
 Ertragsteuersystem erfahren, Während die Gewinne dieser Gesellschaften bisher in ihrem Gesamtbetrage bei der Gesellschaft
ıls solcher durch die taxe professionnelle erfaßt wurden, werden jetzt die Gesellschaftsgewinne zerlegt und jeder Gesellschafter getrennt
‘ür seinen Gewinnanteil besteuert, und zwar, wenn es sich um »associ6s actifs« handelt, durch die taxe professionnelle, in den anderen
Tällen durch die taxe mobiliere. Durch diese Zerlegung des Gesellschaftsgewinnes ergibt sich eine Vermeidung oder Abschwächung
ler hohen Progressionssätze des Erwerbsteuertarifs, Ferner wird nach dem neuen Gesetz die Verzinsung des Eigenkapitals, die bisher
jem Anwendungsbereich der taxe professionnelle entzogen und dem höheren Satz der tax$ mobiliere (16,50 vH einschließlich der staat-90cm
 provinziellen und kommunalen Zuschläge) unterworfen war, hinfort in den der taxe professionnelle zu unterwerfenden Gewinn
sinbezogen.

Ersetzung der Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen (supertaxe) durch den impöt complömentaire personnel
Die Ergänzungsteuer auf das Gesamteinkommen (supertaxe) wird durch das Gesetz vom 13. Juli 1930 aufgehoben und durch den
ımpöt complementaire personnel ersetzt, Bei dieser Steuer wird das Einkommen der physischen Personen nach der Höhe des Mietsertes
 der Wohnung und des Mobiliars, nach der Höhe der für Dienstboten und sonstige Hausangestellte, für Liebhaberpferde,
Kraftfahrzeuge, Motorboote, Segelboote und Flugzeuge vom Steuerpflichtigen aufgewandten Ausgaben mit Hilfe einer von 1,5 bis
2 vH ansteigenden Koeffizientenreihe geschätzt. Der Koeffizientenreihe liegt die Annahme zugrunde, daß bei größeren Einkommen
die genannten Ausgaben einen kleineren Bruchteil dieses Einkommens ausmachen als bei kleineren Einkommen. Wenn die Steuerbasis
in Gemeinden unter 5000 Einwohnern .........0.0000000000 00er ZnnnanEnn 0.00 4« 20000 fr
von 5000 bis unter 30 000 Einwohnern ......... . .....0000 24000 »
» ) von 30 000 Einwohnern und Mehr 2.....00000004000040 0060 R LEERE AR ECKE EEG NEL ELEAEEEETCGn 30000 »
nicht übersteigt, entfällt die Steuer. Hat das Familienhaupt mindestens 3 Kinder, wird das vorgenannte Grenzminimum für jedes
ım 1. Januar des Steuerjahres unterhaltene Kind je nach der Ortsgröße um 2 000 bzw. 2 400 bzw. 3 000 fr erhöht.
Übersteigt der Gesamtbetrag der den Schedulensteuern unterliegenden Einkommen 300 000 fr und ist er höher als der Betrag der
zuf der Grundlage der Indexausgaben ermittelten Steuerbasis des impöt complömentaire personnel, so wird die letztgenannte Steuer
vom Durchschnitt der beiden genannten Beträge erhoben, Beläuft sich der Gesamtbetrag der den Schedulensteuern unterworfenen
MMnkommen auf mehr als 1 Million fr, so sind mindestens zwei Drittel desselben, beläuft er sich auf mehr als 2 Millionen fr, so sind
nindestens drei Viertel desselben als Steuerbasis für den impöt complömentaire personnel herauzuzichen.
Bei einer Steuerbasis unter 60 000 fr beträgt der Satz des impöt complömentaire personnel 1 vH, von 60 000 fr ab erhöht sich
ler Satz für je 20 000 ir oder Teilbetrag hiervon um 1 vH bis zum Höchstbetrag von 15 vH.
Der Steuerbetrag, der von einem Familienhaupt mit mindestens 3 Kindern zu zahlen ist, wird für jedes am 1. Januar des Steuerahres
 unterhaltene Kind um 7 vH ermäßigt.
Tin Krosinaen und Gemeinden dürfen keine Zuschlageentimes oder ähnliche Steuern von der Basis des impöt complömentaire perjonnel
 erheben,
In Italien wurde durch Dekret vom 29. Juni 1930 der Satz der Umsatzsteuer für sämtliche: Umsätze ab 1. Juli 1930 einheitlich
ıuf 1.5 vH festgesetzt.

{n den Übersichten auf 8. 574/5, 586/7, 596/7 und 606/07 sind zwecks Vermeidung von Doppelzählungen bei den Staatsausgaben
Jie Überweisungen an nachgeordnete Gebietskörperschaften (vgl.dort Fußnote 1) ausgeschaltet worden, nicht aber die Überweisungen
in Kolonien. In den Übersichten auf den S. 576, 588, 598 und 608:0ben sind unter VII (Überweisungen an andere öffentliche Verdände)
 sowohl die Überweisungen an nachgeordnete Gebietskörperschaften wie an Kolonien enthalten. Daraus erklärt es sich, daß die
Zeile VII dieser Tabellenserie (der staatliche Finanzbedarf nach Ausgäbearten ohne Überweisungen an andere öffentliche Verbände)
mit dm An der anderen Tabellenserie (Der öffentliche Finanzbedarf nach Ausgabezwecken) für den Staat ausgewiesenen Ausgabeziffern
nicht übereinstimmt.

Fe

Die Übersichten auf S. 668 unten und auf 8. 669 sind durch folgende zu ersetzen:
Gesamter öffentlicher Finanzbedarf
(Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände) :

; ı
Land und Jahr.

Großbritannien 1925/26 ........0.00000000 4
Frankreich 1925 ....0.00000000000 00000
Belgien 1925......0.000000000000000000000 |
‚talien 1925/26 ... + |

In Mill. X
Vorkriegskaufkraft


13 008

8.905
1273
3611

in vH des Volkseinkommens


28,32
30,92
27,58
2477

Der gesamte öffentliche Finanzhbadarf in vH des Volkseinkommens

Land und Jahr

Großbritannien 1925/26 .......
Srankreich 1925 .........
3elgien 1925 ...
Italien 1925/26 ...

in vH des Volkseinkommens

Einkommensbindung

und Binkommensminderung
 !)

Gesamter
öffentlicher ‚
Finanzbedarf

Einkommensverschiebungen

im Staatshaushalt

28,32
30,92
27,58
24.77

11,69
15,92
| 9,00:
8,04

17,638
15,00
18,58
16,78

\ Für die nachreordneten Gebietskörperschaften: gesamter Finanzbedarf.
        <pb n="691" />
        S52 —

Anhang
A. Die finanz- und steuerstatistischen Veröffentlichungen
 des Statistischen Reichsamts
nach dem Stande vom 31. 8. 1930

Aufgeführt sind nur diejenigen Veröffentlichungen, die endgültige Ergebnisse enthalten. Es bedeuten : Einzelschrift == Einzelschriften
 zur Statistik des Deutschen Reichs; Vj.-Heite == Vierteljahreshefte zur Statistik des Deutschen Reichs; WußSt =
Halbmonatsschrift Wirtschaft und Statistik; StdDR Bd. ‚., == Statistik des Deutschen Reichs Band .... Nicht aufgeführt
sind die im Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich (Absehnitt XVII) enthaltenen Übersichten.

lL. Reichsfinanzstatistik

Verwaltungsaufbau, Steuerverteilung und Lastenverteilung im Deutschen
Reich: Berlin 1929 ...

Einzelschrift
Nr. 6

Die Ausgaben und Einnahmen der öffentlichen Verwaltung im Deutschen
Reich für die Rechnungsiahre 1913/14, 1925/26 und 1826/27: Berlin 1930

Einzelschrift
Nr. 10

Die öffentliche Verschuldung im Deutschen Reich am 31. März 1928 und
am 31. Dezember 1929: Berlin 1930 ..

Einzelschrift
Nr. 13
Einzelschriften

im
Erscheinen
begriffen

Der Finanzausgleich im Deutschen Reich ........ . ...
Die deutsche Finanzwirtschaft vor und nach dem Kriege ...............
Die kommunalen Erwerbsbetriebe im Rechnungsjahr 1927/28 00.000000.
Der Personalstand der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich am
31. März 1927 und 31. März 1928 .

Der Umlauf deutscher Schuldverschreibungen .

‚ Vi-Hefte 1930 Heft II
A 187

Die kassenmäßigen Steuereinnahmen der deutschen Länder, Gemeinden
nnd Gemeindeverbände von April 1926 bis März 1929 .... Vi.-Hefte 1930 KErgänzunesheft
 III

Die Ausgaben und Einnahmen der öffentlichen Verwaltung im Deutschen
Reich für das Rechnungsiahr 1927/28 . Vi.

Der Finanzbedarf und der Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im
Deutschen Reich für die Rechnungsjahre 1925/26, 1926/27 und 1927/28
Die Deckung des Reinen Finanzbedarfs des Reichs, der Länder und der
Gemeinden (Gemeindeverbände) in den Rechnungsiahren 1925/26 bis
1927/28 ‚.......
Die Einnahmen und Ausgaben des Reichs
im Rechnungsjahr 1927/28 ..
im Rechnungsjahr 1928/29 ‚.... .. TA
Die Einnahmen und Ausgaben der Gemeindeverbände und der Gemeinden
für 1913/14 und 1925/26 gegliedert nach Gemeindegrößenklassen
Teil A: Die Einnahmen aus Steuern und Umlagen....
Teil B: Die Ausgaben und der Zuschußhedarf. .......

WuSt
1930 Sonderheil
 zu Nr. 8

1930 S. 517

1930 SS. 551

1928 SS. 445
1929 8. 596

1928 8. 718
1928 S. 810
        <pb n="692" />
        853 —

Die Steuereinnahmen des Reichs im Rechnungsjahr 1926/27 ........-Die
 Steuereinnahmen des Reichs im Rechnungsjahr 1927/28 .. ®
Die Steuereinnahmen des Reichs im Rechnungsjahr 1928/29 ... .....
Die Entwicklung der Reichssteuern in den Rechnungsjahren 1924/25
bis 1928/29 ...- semahe . en.
Die Steuereinnahmen des Reichs im Rechnungsjahr 1929/30 ‚........
Die Erträge des Reichs und der Länder aus dem Erwerbsvermögen in den
Rechnungsjahren 1913/14 und 1925/26 bis 1927/28 ...........0.004
Die Steuereinnahmen des Reichs im September und in der ersten Hälfte
des Rechnungsjahres 1928/29 .........0.00000000 0 ..0000
Die Steuereinnahmen des Reichs in den Monaten April bis Dezember. 1928
Die monatlichen Steuereinnahmen und Steuerüberweisungen der deutschen
 Länder vom April 1928 bis Juni 1929 .....
Desgl. vom April bis September 1929 ....... .
Die monatlichen und vierteljährlichen Steuereinnahmen der deutschen
Länder, ihrer Gemeinden und Gemeindeverbände vom Oktober bis Dezember
 1929 .......- bh
Die monatlichen und vierteljährlichen Steuereinnahmen der deutschen
Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände vom April 1929 bis März
LOBU ak raw rk a...
Die vierteljährlichen Steuereinnahmen der Länder sowie ihrer Gemeinden
 mit mehr als 5 000 Einwohnern und ihrer Gemeindeverbände vom
April bis September 1928 ........
Die Reichssteuern seit der Währungsstabilisierung ..... _-Die
 Steuereinnahmen des Reichs in der ersten Hälfte des Rechnungsjahres
 1929/30 ...... - KAMEN
Yber die monatlichen Steuereinnahmen des Reichs wird fortlaufend in
„Wirtschaft und Statistik« berichtet
Statistische Übersichten zum Reichshaushalt
für die Rechnungsjahre 1925 bis 1929 ........
desgl. für die Rechnungsjahre 1926 bis 1930 ...

Über die Einnahmen und Ausgaben des Reichs wird monatlich sowie unter Zusammenfassung
größerer Zeiträume in »Wirtschaft und Statistike berichtet
Die deutschen Anleihen im Auslande 1924 bis 1926 ....... ..
Die deutsche Auslandsverschuldung ....... .
Die Reichsschuld im Rechnungsjahr 1928/29 .. ee...
Die Schulden der Länder und der Großstädte im Deutschen Reich am
30. September 1929 .......0.0.000000000 en... EEE
Die Sehulden von Reich, Ländern und Großstädten am 31. Dezember 1929
Die Schulden der Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern (ohne
Hansestädte) und der Gemeindeverbände am 30. September 1929 .....
Der Umlauf deutscher Schuldverschreibungen ........ Cam ankR En“
Die Schulden von Reich, Ländern und Großstädten am 31. März 1930 ..
Die Schulden der Gemeinden mit mehr als 10000 Einwohnern (ohne
Hansestädte) und der Gemeindeverbände am 30. September 1929 ...
Die öffentliche Verschuldung im Deutschen Reich am 31. März 1928
und am 31. Dezember 1929 ........... ....
Die Schuldverschreibungen (Anleihen) von Reich, Ländern und Gemeinden
 am 31. Dezember 1929 (Umlaufsbeträge und Bedingungen) .....
Außerdem wird in »Wirtschaft und Statistike fortlaufend berichtet über die Schulden des Reichs,
der Länder und der Großstädte (monatlich) und über, die Schulden der Gemeinden über
10000 Einwohner und der Gemeindeverbände (vierteljährlich).

WuSt
1927 SS. 881
1928 $S. 292
1929 $S. 377

1929 5. 549
1930 S. 380

1930 SS. 419

1928 S. 761
1929 8. 57

1929 S. 722
1929 8. 956

1930 5. 203

1930 S. 509

1929 8. 110
1927 S. 91

1929 .5S. 887

1929 Sonderoeil.
 zu Nr. 15
1930 Sonderbeil.
 zu Nr. 9

1927 S. 251
1927 S. 1026
1929 S. 425

1929 S. 1006
1930 S. 199

930° S. 289
1930 S. 243
1930 S. 636

1930 S. 679
1930 S. 438

1930 S. 589
        <pb n="693" />
        854

Der Personalstand der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich am
31. März 1927
I. Teil. Personalstand der Hoheitsverwaltungen des Reichs und der
Länder ... ..

WuSt
1929 Sonderheil.
 zu Heft 16

II. Teil. A, Gesamtüberblick über den Personalstand der Hoheitsverwaltungen
 des Reichs und der Länder sowie der Kämmereiverwaltungen
 der Gemeinden und Gemeindeverbände.
Personalstand der Kämmereiverwaltungen der Gemeinden
mit mehr als 2 000 Einwohnern und der Gemeindeverbände

Der Personalstand der öffentlichen Verwaltung am 31. März 1928 ....
Die Entwicklung der Dawes-Anleihe (1924 bis 1927) ... Da

1930 Sonderoeil.
 zu Heft 6
L930 S. 650
1927 S. 440

Il. Steuerstatistik _ SDR
Die deutsche Einkommensbesteuerung vor und nach dem Kriege; Berlin 1925 Band 312
Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung für 1925; Berlin 1929.. Band 348
Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlagung für 1926 und 1927 (im Erscheinen.
 begriffen). ....0..0000000000r 00er E #8
Der Steuerabzug vom Arbeitslohn im Jahre 1926; Berlin 1929...........
Die deutsche Vermögensbesteuerung vor und hach dem Kriege; Berlin 1927
Statistik der Vermögensteuerveranlagung 1925; Berlin 1929 ............
Statistik der Einheitswerte für den ersten Hauptfeststellungszeitraum 1925/27;
Berlin 1930 ........ PET A
Statistik der Vermöge: „1 ng 1527 (im Erscheinen begriffen)...
Die deutsche Erbsehaftsbesteuerung vor und nach dem Kriege unter besonderer
 Berücksichtigung der 1927 und 1928 erfolgten Veranlagungen;
Berlin 1930 .............. DE
Die deutsche Umsatzbesteuerung nach dem Kriege unter besonderer Berücksichtigung
 der im Jahre 1925 erfolgten Veranlagungen; Berlin 1928
Umsatz und Umsatzsteuer in den Kalenderjahren 1925 bis 1927 (Ergebnisse
der Umsatzsteuerveranlagungen 1926 bis 1928) (im Erscheinen begriffen)
Die deutsche Verbrauchsbesteuerung 1926/27 mit vorläufigen Angaben für
1927/28, mit einem Rückblick auf die letzten 20 Jahre ; Berlin 1928...
Die deutsche Verbrauchsbesteuerung 1927/28 und 1928/29: Berlin 1930.

Band 350
Band 364

Besteuerung und Rentabilität gewerblicher Unternehmungen; Berlin 1928 .

Kinzelschrift
Nr. 4
Einzelschrift
Nr. 7
Einzelschrift
Nr. 12

Die Steuerkraft der Finanzamtsbezirke; Berlin 1929...
Die Besteuerung der Landwirtschaft, 1. und 2. Hauptteil, „Deutsches Reich“;
Berlin 1930 ..... Seen

Die Reichsergebnisse der Einkommensteuerveranlagung für 1926 ‚.....
Die Reichsergebnisse der Einkommensteuerveranlagung für 1927 ‚....
Die Reichsergebnisse der Körperschaftsteuerveranlagungen für 1926 u. 1927
Vorläufige Hauptergebnisse der Lohnsteuerstatistik 1928 ............
Vorläufige Ergebnisse der Statistik der Einheitswerte für den zweiten
Hauptfeststelluneszeitraum 1928/29

WuSt
329 5. 422
1929 5S. 719
1930 SS. 107
1930. S. 470

1930 S. 548

Reichserbschaftsteuerstatistik für das Kalenderjahr 1924 ‚...........

Yj.-Hefte 1926
Ergänzungsıeft
 zu Heft I
        <pb n="694" />
        — 855 — .
Umsatzsteueraufkommen und Umsatzentwicklung im Deutschen Reich
1924 bis 1928 ....... ) | ,
Der vierteljährliche Umsatz im Jahre 1928 und im 1. Vierteliahr 1929 ..
Der Umsatz im 2. Vierteljahr 1929 ...
Der Umsatz im 3. Vierteljahr 1929 ...
Der Umsatz im 4. Vierteljahr 1929 .......0..0.0.00000000000 000
Umsätze und Bilanzzahlen deutscher Aktiengesellschaften 1926 und 1927
Der Umsatz im 1. Vierteljahr 1930 ..... ..s
Die Reichseinnahmen aus Verbrauchssteuern und Zöllen im Rechnungsjahr
 1928/29 (Herstellung und Absatz verbrauchsteuerpflichtiger
Erzeugnisse) (vgl. Bd. 364) ......... u
‘Jber die Erträge der Zuckersteuer wird monatlich, über jene der Bier- und Tabal’s*2uer sowie des
Branntweinmonopols wird vierteljährlich in »Wirtschaft und Statistike berichtet. Außerdem
erfolgen regelmäßige Berichte über die Jahreserträgnisse aller Verbrauchsteuern
Die Steuerleistung einer industriellen Unternehmung in 38 preußischen
Groß- und Mittelstädten ..........0000000000 Sn nE EEE
Vermögen, Umsatz und Einkommen der deutschen Landwirtschaft 1924
Die Steuerzuschläge der preußischen Gemeinden mit mehr als 25 000 Einwohnern
 in den Rechnungsjahren 1926 und 1927 .........00000004
Landwirtschaftliche Betriebe ohne einkommensteuerpflichtigen Reinertrag
 ....... E00 EEE EEE KREE NER KENE
Die Einkünfte aus Land- und Fortswirtschaft nach der Einkommensteuerveranlagung
 1925 .......

WuSt
929 S. 382
1929 53. 682
1929 S. 766
1930 SS. 24
1930 S. 294
1929 S. 928
1930 S. 598

1930 5. 424

1927 S. 599
1927 SS. 632

1928 S. 441
1929 S. 159

1929 Sonderbeilage
 zu Nr. 2

Realsteuerzuschläge in den deutschen Städten mit mehr als 20 000 Einwohrern
 in den Rechnungsjahren 1926 bis 1929 ,.

‚... 1930 Sonderheft
 8
Die Besteuerung des Einzelhandels im deutschen Steuersystem ........ 1930 Sonderheit
 8

Il. Ausland

Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in
der Vor- und Nachkriegszeit: Berlin 1927 .. .

Die Staatseinnahmen aus Steuern und Zöllen im Deutschen Reich und im
Auslande (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Vergeinigte
 Staaten von Amerika) in den Jahren 1925, 1926, 1927 und 1928;
Berlin 1929 ...

Die interalliüierten Schulden, ihre Entstehung und ihre Behandlung im Young-Plan:
 Berlin 1930. . .

Die Besteuerung der Landwirtschaft; 3. Hauptteil: Die Besteuerung der
Landwirtschaft in Großbritannien, Frankreich, Dänemark und Polen;
Berlin 1930 .

Einzelschrift
Nr. 2

Einzelschrift
Nr. 9

Einzelschrift
Nr. 11

Einzelschrift
Nr. 12

Die monatlichen Steuereinnahmen im Deutschen. Reich, in Belgien,
Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und den Vereinigten Vj.-Hefte
Staaten von Amerika in den Kalenderiahren 1928 und 1929 ........ 1930 Heit II
&amp;amp; 145

Die interalliierten Schulden: .
1. Die Guthaben der Vereinigten Staaten von Amerika ..........;
2.» » Großbritanniens ..-3
 Frankreichs -

WusSt
1927 SS. 37
1927 8. 247
1927 8 518
        <pb n="695" />
        856 ——

Die staatlichen Einnahmen aus Verbrauchsteuern und Zöllen in Großbritannien
 und Irland in den Rechnungsjahren, 1913/14, 1924/25 und
1925/26 eeeeree en
Der. Finanzausgleich im Deutschen Reich, in Österreich,. in den Vereinigten
 Staaten von Amerika und in der Schweizerischen Eidgenossenschaft
 ..... 7.
Der Finanzbedarf der öffentlichen Verwaltung nach Gebietskörperschaften
im Deutschen Reich, in den Vereinigten Staaten von Amerika, England
 und Wales, Schweden, Belgien und Polen 2...0.0000000000000
Die Getränkesteuern im Verbrauchsteuersystem Frankreichs 1913 und
Der Finanzbedarf der Gemeinden und Gemeindeverbände im Deutschen
Reich, in den Vereinigten Staaten von Amerika, England und Wales,
Schweden, Belgien und Polen ..... RER
Die Getränkesteuern und die Getränkesteuerbelastung im Deutschen
Reich, in Frankreich und Großbritannien ........- 5. HEMER
Die Verpflichtungen aus interalliierten Schulden und ihre Deckung auf
Grund des Sondermemorandums zum Youngplan ..........0..0.00000
Die Tabak- und Zündholzbesteuerung im Deutschen Reich, Frankreich
und Großbritannien .......... RR er ben HERREN
Die Einkommenschichtung und*die Heranziehung der einzelnen Einkommenklassen
 zur Einkommensteuer im Deutschen Reich, in Frankreich,
Großbritannien, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten von
Die Übertragung und Verwendung der deutschen Youngannuitäten ....

WuSt
1927 8. 291

1928 S. 624

1929 S. 794

1929 .8S. 962

1930 S: 62

1930 58. 150
1930 58. 295

1930 -S. 350

1930 SS. 592
1930 8S. 654

B. Quellen und Literatur für das Ausland
Die Übersicht beschränkt sich auf eine Auswahl der wichtigsten Veröffentlichungen !)

I. Internationale Darstellungen

Verwaltungsaufbau und allgemeine Finanzen
Bryce, James, Moderne Demokratien, 3 Bände, München 1923
Dareste, F. R., Les constitutions modernes. Europe, Afrique, Asie, Oc6anie, Amö6rique
4. Auflage, Paris 1928
Harris, G. M., Local Government in many Lands, London 1926
J&amp;amp;ze, Gaston, Th6orie G6nerale du Budget, Paris 1922, s. Literatur Frankreichs
Kaufmann, Richard von, Die Kommunalfinanzen ( Großbritannien, Frankreich,
Preußen), Leipzig 1906
Posener, Paul, Die Staatsverfassungen des Erdballs, Charlottenburg 1909
Schwarz, O., Die Finanzen der europäischen und der wichtigeren außereuropäischen
Staaten, in: Finanz-Archiv, 46. Jahrgang Band I, S. 225 ff., Stuttgart 1929
Woytinski, Wladimir, Die Welt in Zahlen, besonders Band VI und VIT, Berlin
1927 .
Das öffentliche Recht der Gegenwart, Einzeldarstellungen des Verfassungs- und Verwaltungsrechts
 nach Ländern, Tübingen; der fortlaufende Teil besteht in einem » Jahrbuch
des öffentlichen Rechts«, herausgegeben von L. Elster, Ad. Weber, Tübingen. (jährl.)
Handbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart in Monographien, Freiburg i. B., später
Tübingen 1883—1907
Staatslexikon, Herder, Freiburg 1925 £.

?) Umfassende Werke über die gesamte Finanzwirtschaft (Ausgabenwirtschaft, Steuern und Staatsschulden) der einzelnen
Länder sind nur einmal, und zwar unter den Veröffentlichungen über den Verwaltungsaufbau und die allgemeinen Finanzen
aufgeführt.
        <pb n="696" />
        857

Handwörterbuch der Staatswissenschaften, herausgegeben von L. Elster, Ad. Weber und
Fr. Wieser, 4. Auflage, Jena 1923/29 ;
Handbuch der Finanzwissenschaft, herausgegeben von Wilhelm Gerloff und Franz. Meisel,
Tübingen 1926/29
Gothaisches Jahrbuch für Diplomatie, Verwaltung und Wirtschaft (jährl.)
Annuaire General, Paris (jährl.)
The Statesman’s Yearbook, London (jährl.) * .
L’Annuaire Statistique International, Genf (jährl.) |
The Europa-Yearbook, London (jährl.)
Societe des Nations:
Memorandum sur les Finances Publiques 1922—1926, Genf 1927
Memorandum sur les Finances Publiques 1926—1928, Genf 192%
Annuaire Militaire, Genf (jährl.)
Sonstige Literatur s. »Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und
Italien in der Vor- und Nachkriegszeit« (Einzelschriften zur Statistik des Deutschen
Reichs Nr. 2), Berlin 1927
Staatsschulden und Reparationen
Calmette, Germain, Les Dettes Interalliges, Paris 1926
Delattre, Augustin, La Liquidation Financiere de la Guerre, Paris 1928
Dexter and Sedgwick, The War Debts, New York 1928
Fisk, Harvey, The Inter-Ally Debts, New York — Paris 1924
Francois-Marsal, Fr6derice, Les Dettes Interalliges, Paris 1927
Gerould-Turnbull, Selected Articles on Interallied Debts and Revision of the
Debts Settlements, New York 1928
MacKenna, Reginald, La Crise Economique Anglaise et le Probleme des Reparations
(Revue polit. et parlam.), Paris 1922
Matsushita, Shutaro, The Economic Effects of Public Debts, New York 1929 .
Mautner, Wilhelm, Die Verschuldung Europas. Das Problem der interalliierten
Schulden und die Versuche zu seiner Lösung, Frankfurt a. M. 1923
Nonu, Jean Mircea, Le Reglement des Dettes Interalliges et le Plan Dawes, Paris 1929
Pepy, Andre, Le Plan Young, Paris 1930
Sveistrup, Hans, Die Schuldenlast des Weltkrieges (Quellen- und Literaturnachweis),
 Berlin 1929
Volpi,. Giuseppe, I Debiti Internazionali per la Guerra, Rom 1926
Combined Annual Reports of the World War Foreign Debt Commission, 1922—1926,
Washington 1927
Förente Staterna och de interallierade Krigskulderna, Les Etats-Unis et les Dettes Interalliees,
 Stockholm 1926
Gesetze über die Haager Konferenz (1929/30) und das deutsch-amerikanische Schuldenabkommen
 (R. G. Bl. II 1930 5. 39 ff.)
The Inter-Ally-Debts and the United States (Studies of European Industrial Conditions,
published by the National Industrial Conference Board), New York 1925
IL Übersichten nach Ländern
1. Belgien
Literatur

Verwaltungsaufbau und allgemeine Finanzen \ .
Baudhuin, Fernand, Finances Belges. La Stabilisation et ses consequences, Paris
1928
Chlepner, B. S., Les Finances Publiques, in: La Belgique restaur6e, herausgegeben
vom Institut de Sociologie Solvay, Brüssel 1926 .
Errera, Paul, Das Staatsrecht des Königreichs Belgien, in: Das öffentliche Recht der
Gegenwart. Band VII. Tübingen 1909
        <pb n="697" />
        358

Fournier, Henri, La Reforme Financiere et Monetaire en Belgique, Paris 1927
Aranck, Louis, La Stabilisation Mon6taire en Belgique, Paris 1927
Matton, Henri, Traite de Science Financiere et de Comptabilit&amp;amp; Publique Belge et Coloniale,
 Tome 1, Paris-Brüssel 1919; Tome 2, Paris-Lüttich 1928
Speyer, H., La Reforme de l’Etat en Belgique, Brüssel-Paris 1927
Vauthier, M., Das Staatsrecht des Königreichs Belgien, in: Handbuch des Öffentlichen
 Rechts, 4. Band, 1. Halbband, 5. Abteilung. Freiburg i. B. 1892
Ders., Precis du Droit Administratif de la Belgique. Brüssel 1928

Steuern
B6eatse, Georges, Impöts sur les Revenus. Commentaire Pratique des Lois Coordonnees
... Brüssel 1925
Schnock, Louis, Les Droits de Succession. Coordination et Commentaire des Lois en
Vigueur. Brüssel, Paris 1924

Quellen
Moniteur Belge (amtliches Gesetzblatt) (1fd.)
Codes Edmond Picard, Les XV Codes, Brüssel 1927, enthält:
Constitution, Code eivil,. Code de proc&amp;amp;dure civile, Code de commerce, Code penal,
Code d’instruction eriminelle, Code penal militaire, Code de procedure penale mili-;aire,
 Code forestier, Code rural, Code de la route, Code de air, Code des droits
intelleetuels, Code du travail et de l’industrie, Code fiscal. Code de 1a guerre et de
l’apres-guerre
Bulletin des Contributions Directes et du Cadastre, herausgegeben vom Ministere des Finances,
 Brüssel (1fd.)
Annuaire Statistique de la Belgique et du Congo Belge, herausgegeben vom Ministöre de
l’Interieur et de ’Hygiene, Brüssel (jährl.)
Annuaire Administratif de Belgique et de la Capitale du Royaume, Brüssel (jährl.)
Budget des Recettes et des Depenses, Brüssel (jährl.)
Situation du Tresor public au ler janvier, deposse par le Ministre des Finances, Brüssel
(jährl.).

2. Frankreich
Literatur

Verwaltungsaufbau und allgemeine Finanzen
Berthelemy, H., Trait6 Elementaire de Droit Administratif, Paris 1930
Block, Maurice, Dietionnaire de l’Administration Francaise. bearbeitet von Maguero,
Edouard, Paris-Nancy 1905
Chardon, Henri, L’Administration de la France, Paris 1908
Curtius, E. R. und Bergsträßer, A., Frankreich, 2 Bände, Stuttgart 1930
Esmain-Nezard, Elements de Droit Constitntionnel Francais et Compare, Paris.
Tome I 1927, Tome II 1928
Girault, Arthur, Manuel de L6gislation Financitre,
Premiere Partie: Les Budgets et le Tresor, Paris 1928
Troisieme Partie: Les Depenses Publiques; ’Emprunt, Paris 1927
Guyon, Etienne-Felix, L’Organisation de la Police en France, Paris 1923
Haig, Robert M., The Public Finances of Post-War-France, New York 1929
Mauriou, M., Preecis de droit constitutionnel, Paris 1923
Ders., Precis de droit administratif et de droit public, Paris 1927
Hdippel, Ernst von, Der französische Staat der Gegenwart, Breslau 1928
Ders., Die Entwicklung des öffentlichen Rechts in Frankreich seit 1914, in: Jahrbuch des
öffentlichen Rechts, Band XV, S. 149 ff., Tübingen 1927
        <pb n="698" />
        859 —

J&amp;amp;ze, Gaston, Das Verwaltungsrecht der französischen Republik, in: Das öffentlıche
Recht der Gegenwart, Band XXUIIT, Tübingen 1913
Ders., Cours de Science des Finances et de Legislation Financiere Francaise, 6 6d., Paris
enthält:
ı. Th6orie Generale du Budget, 1922
2. Depenses Publiques, Theorie Generale du Credit Public, 1922
3. La Technique du Credit Publie, 1925 ;
14. La Date de Remboursement de la Dette Publique. Histoire de l’Amortissement en
France, 1926 ;
Ders., Les Principes Generaux du Droit Administratif, Paris 1926
Ders., Les Depenses de Guerre de la France (Publication de la Dotation Carnegie pour
la Paix Internationale), Paris 1926
Ders., Les Finances de Guerre de la France, Paris 1920
Lebon, Andr6, Das Verfassungsrecht der Französischen Republik, in: Das öffentliche
Recht der Gegenwart, Band VI, Tübingen 1909
Picard, Roger, Les Assurances Sociales, Paris 1930
Poincare, Raymond, La Restauration Financiere de la France, Paris 1928
Rolland, Louis, Precis de droit administratif, Paris 1926
Sauvard, H., et Huet, M., Nouveau Guide des Maires, Paris 1926

Steuern
Allix, Edgard und Lecercl6, Marcel, L’Impöt sur le Revenu. Trait6 Theorique
et Pratique, Paris 1926
Boissonet, J.-B., Reforme des Finances Locales. De l’Adaption des‘ Centimes Additionnels
 aux Impöts sur les Revenus, Paris 1926 )
Lemeke, Joachim, Die Vorgeschichte und gegenwärtige Gestaltung des französischen
Steuersystems. Finanzwissenschaftliche und volkswirtschaftliche Studien, Heft 8, herausgegeben
 von Karl Bräuer, Jena 1927
Regelsperger, Yves, L’Impöt sur le Chiffre d’Affaires , Paris 1926
Rosier, Camille, Traite Th6orique et Pratique de L6gislation Fiscale, Paris 1926

Staatsschulden und Reparationen
Dubois, Louis, Les Accords Francais de Washington et de Londres et le Plan Dawes,
Paris 1929
Jaze, Gaston, Le Remboursement des Emprunts Publics d’Etat, Paris 1927
Moulton-Lewis, The French Debt Problem (Publication of the Institute of EKconomies),
 New York 1925
Petit, Lucien, Histoire des Finances Exterieures de la France pendant la Guerre
(1914—1919), Paris 1929

Quellen
Journal Officiel de la Republique Francaise (1fd.):
1. Lois et Decrets (Gesetzblatt)
2, D6bats Parlementaires (Parlamentarische Verhandlungsberichte)
3. Documents Parlementaires (Parlamentsdrucksachen)
Bulletin des Lois de la Republique Francaise (1fd.)
Bulletin de Statistique et de L6gislation Compar6e (1fd.)
Code Administratif, von Bourdeaux, Henri. Petite Collection Dalloz, Paris 1928
Code du Travail et de la Pr6vovance Sociale von Bourdeaux. Henri. Petite Collection
Dalloz, Paris 1927
Annuaire Statistique de la France,
Annuaire General, \ Paris (jährl.)
Budget General,
Rapport du Comite des Experts (Deeret du 31 mai 1926), Paris 1926
        <pb n="699" />
        860
3. Großbritannien
Literatur
Verwaltungsaufbau und allgemeine Finanzen
Anson, Sir W. R., Law and Custom of the Constitution. Oxford, Vol.I Parliament.
1922, Vol. II The Crown, Part 1: 1907, Part 2: 1908
Ölarke, John, The Local Government of the United Kingdom (and the Irish Free
State), London 1927 .
Ders., Outlines of Central Government, London 1925
Ders., Social Administration, including the Poor Laws, London 1922
Dewey, The Dominions and Diplomacy, The Canadian Contribution. Vol. I, London
1929 .
Finer, Herman, Die neuen Entwicklungstendenzen in der englischen Lokalverwaltung,
 in: Jahrbuch des öffentlichen Rechts, Band 16 S. 92, Tübingen 1928
Ders., The British Civil Service, London 1927
Griffith, Ernest, The modern development of. City Government in the United Kingdom
 and the United States, 2 Bände. London und Oxford 1927
Hatschek, Julius, Englisches Staatsrecht mit Berücksichtigung der für Schottland
und Irland geltenden Sonderheiten; Tübingen 1905/06
Heyer, F., Das britische Finanzsystem, Jena 1930,
Keith, Berriedale, The Constitution, Administration and Laws of the Empire, London
1924 ;
Loewenstein, Karl, Das heutige Verfassungsrecht des britischen Weltreichs, in:
‚ Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart, Band 13, Tübingen 1925
Malletand George, British Budgets 1913/14 to 1920/21, London 1929
Redlich, Joseph, Englische Lokalverwaltung, Leipzig 1901
Wrightand Hobhouse, An Outline of Local Government and Local Taxation in
England and Wales, London 1928 ;
The Whitehall Series, Edited by Sir James Marchant, London, ab. 1925 ff..
enthält:
Troup, Edward, The Home Office
Newsholm, Arthur, Ministry of Health
Malcolm, C. C., The India Office ; ;
Fiddes, George V., The Dominions and Colonial Offices
Murray, Evelyn, The Post Office
Selby-Bigge, Lewis Amherst, The Board of Education
Heath, Thomas L., The Treasury
Floud, Francis L. C., The Ministry of Agriculture and Fisheries
Smith. Hubert Llewellyn. The Board of Trade

Steuern
Dowell, Stephan M. A., The Acts Relating to the Income Tax. 9. Ed. von P. M.
Smyth, London 1926 .
Highmore, J. Nathaniel und Denniss, G. H., The Exeise Laws. A. Praetica]
Arrangement of the Laws relative to the Excise in Great Britain .... London 1923
Picken, Charles H., Handbook to Stamp Duties, London 1923
Scholefield, Joshua und Crouch, Leonard J., The Law of Rating and Valuation,
London 1928

Quellen
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Besonders erwähnt seien:
Government of Ireland Act, 1920 (Gewährung der Autonomie für Süd- und für Nordirland);
 für Südirland nicht wirksam geworden, an seiner Stelle; The Irish Free State
(Agreement) Act, 1922 (Verfassung Südirlands, Irischer Freistaat als Dominion). .
        <pb n="700" />
        81

Local Government Act, 1929 (Neuordnung der Lokalverwaltung)
Door Law Act, 1927 (Konsolidierung der Armengesetzgebung für England und Wales)
Rating and Valuation Acts, 1924 und 1928 (Neuordnung der Lokalsteuern)
The complete Statutes of England. Classified and annotated, London, ab 1929 lfd.
Board of Trade, Statistical Abstract of the United Kingdom. London, Stat. Off, ( jährl.)
The Constitutional Year Book, London (jährl.)
The Municipal Year Book, London (jährl.)
The Whitackers Almanack, London (jährl.) ;
Financial Statement, London, Stat. Off, (jJährl.)
Ministry of Health, Annual Local Taxation Returns, England and Wales, London, Stat.
Off. (jährl.)
Vational Debt, Command Paper, London (jährl.)
Report of the Commissioners of His Majesty’s Inland Revenue, London (jährl.)
Report of the Commissioners of His Majesty’s Customs and Exeise, London (jährl.)
Report of the Royal Commission on Police Powers and Procedure, London 1929
Ministry of Reconstruction, Report of the Machinery of Government Committee, London 1928
Royal Commission on Local Government, Reports and Minutes of Evidence, London, Stat.
Off., 1923—1925
Report of the Royal Commission on the Income Tax, London 1920
Minutes of Evidence taken before the Committee on National Debt and Taxation, London
L927

Report of the Committee of National Debt and Taxation (““Colwyn Report‘), London 1927
Civil Estimates and Estimates for Revenue Departments. London, Stat. Off. (jährl.)
Army Estimates, London, Stat. Off. (jährl.)
Navy Estimates, London, Stat. Off, (jährl.)
Air Estimates, London, Stat. Off. (jährl.)
Tinanece Accounts of the United Kingdom, London, Stat. Off. (jährl.)

4, Italien

Literatur
Verwaltungsaufbau und allgemeine Finanzen
Arduino, Ettore, Manuale del Podestä, Brescia 1927 ;
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Literatur

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Wirtschaftsstatistisches Jahrbuch, Wien (jährl.) ;
Bundesvoranschlag der Republik Österreich (jährl.)
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Literatur
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Schweizerische Statistische Mitteilungen, herausgegeben vom Eidgenössischen Statistischen
 Büro (1fd.)
Voranschlag der Schweizerischen Eidgenossenschaft (jährl.)
Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung zum Voranschlag der Schweizerischen
 Eidgenossenschaft (jährl.)
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 des eidgenössischen Standes Zürich (1fd.)
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Statistischen Büro (1fd.)
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        365

Sachregqister

(Soweit Angaben, die sich nur auf das Ausland beziehen, nicht als solche kenntlich sind, ist ein *
beigefügt. In gewissen Fällen wurden aus Raumgründen folgende Abkürzungen für ausländische
Staaten angewandt: B.= Belgien, Fr. = Frankreich, Gr. = Großbritannien, I.== Italien, Ö. = Österreich,
Schw. = Schweiz, U. S. A. = Vereinigte Staaten.)

A Seite
Abgeordnetenhaus s. Parlament.
Abkommen
—* Baldwin-Mellon ................ 745, 767
Deutsch-am rikanisches ‚......... 258/59
Jaager (1920) ...............,. 258,* 768,
‚ondoner (1924) s. Dawesplan
Mellon-Bırenger........ 750, 764, 766 67
Volpi-Churchill .................. 756/57
—* Volpi-Mellon ...........0.0.00.... 756/57
Ablösungsverpflichtungen auf Grund
des Anleihe-Ablösungsgesetzes.......... 278
Ägypten (s. auch Kolonialverwaltung)... 622
Stellung im Britischen Reich........ 566.
Aktiengesellschaften u, dgl.
Einkommen .......... ..000.+ 352/53
Einkommensschichtung........... 354/55
Aufkommen an Gesellschaftsteuer.... 434
Umsatz nach Wirtschaftsgruppen.. 418/19
Algier (s. auch Kolonialverwaltung)..... 622
Alkoholabgaben
Isteinnahme des Reiches ............ 441
Zollerträge insgesamt und je Kopf.... 452
Alkoholsteuer* (s. auch Branntwein)
Eingliederung in die Getränkebesteue-4

Ürträg® ..e0000000 ...w.0..0+ TORE,
Rechtsgrundlage. ................... 701,
Verbrauchsmengen u. Belastungsziffern 7024.
Alkoholzölle* s. Alkoholsteuern.
Altersfürsorge* (s, auch Soziale Aufgaben)
und Wohlfahrtspflege
Großbritannien .... rn 637
Frankreich.... 0:5 630,
Belgien ......... ....0... 641
Ftalien ......... .......x 643
Altersversicherung* (s. auch Sozialversicherung)

Großbritannien ..............0....0.., 565
Frankreich......- 4ekammm.« OdO
Belgien ...... „0.0.0... 641
Hallen a...000x © Ur uren ann BB
Altverschuldung (s. Verschuldung) .... 2781.
Amortisationskasse für die innere und
äußere Schuld*
Frankreich...- ..... 747, 749
Italien ...... ............. GO0, 756
Angestellte der öffentlichen Verwaltung
(s. auch Personal) ;
nach Besoldungsgruppen ............ 18,
ebietskörperschaften .......... 17
ebietskörperschaften und Verwaltungszweigen
 19, 22ff., 29, 32/33
» Ländern und Gemeinden ... 20f., 30f
Anglo-French-Loan. ; 744

Anhalt
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
0 364H,

Seite

Einheitswerte ....; .. ....
Einkommensteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebniss ... 329, 338/59
Einkommen- und Körperschaftsteuer,
Einnahmen aus .......... 236/37, 240£,
Erwerbvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Steuer
vom bebauten Grundbesitz}
Rechtsgrundlagen. .......... 92, 484f.
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 4851,
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Gewerbeertragsteuer .............. 490£,
Gewerbekapitalsteuer ........ 486, 492
firundwertsteuer, Gebäudesteuer
Rechtsgrundlagen ............ 482/83
Einnahmen ........... 236f., 240/41
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile. ................ 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche 499
Einkünfte .......... „... 500£,
Lastenverteilung
Ortspolizei..... .... 44
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer ... 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches .......... 20f., 30£
Schüler, Anzahl.,... ........... 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 196.
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ............0..... 2368
je Kopf as..000000000000000004 0 BEL
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde .................... 244
Umsatzsteuer ..... 236f., 240f., 420, 423
Jermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSS@
 v.....0...0004+1. 384/85, 392/93
Znschußbedarf
je Kopf a...0.000000000000000+ 186
desgl. nach Verwaltungszweigen 188ff.
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei vıı40nsc..00wuens nr MM
Wohlfahrtswesen ........... 59
Schulwesen .......0..0...0..0. 79
Verkehrswesen ............. 83
Jesgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85

Finanzen und Steuern
        <pb n="705" />
        566 —

Seite
Anleihen, 6prozentige, des »Credit Communal«
 (Belgien) ..............00000,. 761
Genehmigungspflicht nachgeördneter
Verbände* ...00000000000000000000 646
Ablösung ........- er... wux 78
Auslands — 2er 289
— des Lloyd Royal Belge* ‚........ 761
Anliegerbeiträge als Wegebaukosten... 82
Annuite Credit-Communal (Belgien) ..... 761
Annuitäten (s. auch Dawes- und Youngannuitäten)
 ..... ... 255f., 261£.
Annuitätentabelle (Youngplan) ....... 258
Anormale*; Fürsorge für Blinde, Taubstumme,
 Irre
Großbritannien ............. „. 638
Frankreich................00000.00, 640
Belgien ....... .....4. 642
(AO. ea rear une 644
Anstalten und Einrichtungen (s. auch
Verwaltungsaufbanu)
AUSgabEl a e00reree ee 195
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 170/71
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaffen
 v...........0..0.0,.. 118.
in den Ländern je Kopf ..... 190/91
Anstalten, Stiftungen u. dgl.
Einkommen ......0.0..0000.000,, 359/53
\nzeigensteuer (s. auch Reklamesteuer) 407
Arbeiteriragen s. Soziale Aufgaben.
Arbeiterschutz* (s, auch Soziale Aufgaben,
 method.)
Allgemeiner .................,. 558, 636
Großbritannien .......... Kae BET
Frankreich........ sa 689
Belgien ....... ..... 641
Wale ‚0... 643
Arbeiterwohngemeinden............. 90
Arbeitseinkommen ..... 316ff., 334/35, 588f.
Veranlagtes ................... 331, 336ff
Besteuerung*, ............... 674ff., 6801
Arbeitsgerichte* s, Soziale Aufgaben.
Arbeitslosenfonds (Belgien, Großbritannien)
 s. Soziale Aufgaben.
Arbeitslosenfürsorge ........ 56, 59, 291
Arbeitslosenversicherung
Deutsches Reich................. 57, 59
Großbritannien . „000.00. 638
alien. ....0000000000 0000000000404, 643
Arbeitslosigkeit“, Ausgaben..... 565, 647
\rbeitsvermittlung (s. anch Soziale Aufyaben).

Deutsches Reich... ‚.. 56f.
Großbritannien ....... 0000..0..040. 687
Frankreich. ..........0.. 000000040, 639
Belgien ......... ‚0... 641
Italien...... +. 643
\rgentinien:
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Restkredit (Frankreich) ............. 750
Armenfürsorge s. Soziale Aufgaben.
Armenpflege s. Wohlfahrtspflege ......x 49.
Armenunstener (Großbritannien) ......... 644

Seite
Arrondissements ;
Belgien ............ 382 nam ODB
Frankreich. .........0.00.000000000., 580
Assembly (Staat New York)........... 613
Association nationale des industriels et
commercants pour la reparation des dommages
 de guerre (A. N. J. C.)
Belgien v......0000..0000.000440 751, 761
Attorney General
US Arserererer es zn04 ua OLL
Staat New York .........000.00.001 614
\ufgabenverteilung (s. auch Lastenverteilung)

zwischen Staat und Gemeinden in Großhritannien,
 Frankreich, Belgien, Italien
Bildungswesen. ....... ‚.... 635
Polizei. .....00000002 „0.004, 633
Rechtspflege ..... „0.0044 634
Soziale Verwaltung .. .. wu; 8370
Wegeball ......0.00000000000000+ 636
zwischen Bund und Gliedstaat in den
Vereinigten Staaten, Schweiz, Österreich
 (internat.) .................. 7878
zwischen Gliedstaat und Gemeinden
in U. S, A,, Schw., Ö, (intern.) .... 792€,
Aufwandsteuern (s. auch Verbrauch- und
Aufwandsteuern) 224{f., 2341f,, 240/41, *700£f
Aufwertungsverpflichtungen a. Grund
des Aufwertungsgesetzes............... 278
Aufsichtsratsteuer................... 434
\usgabearten, method.
Großbritannien ...... ..00.000000000 576
Frankreich... ...........000000000041 0 588
Belgien 20.0.0000000500 ‚0... 598
(talien......... „0.000000 608
internationale................ 6601, 665
usgaben (s. auch Finanzbedarf u. einzelne
 Staaten)
Aufgliederung nach Aufgaben-SCHIEN
 aber e er nraaue re nen TREO
Aufgliederung insgesamt............. 126
Ar DAT
Finanzwirtschaftl. Gesamtüberblick
über die Ausgaben des Reichs 1913
und 1925 bis 1930............. 112/13
- und spezielle Deckungsmittel in den
Gebietskörperschaften nach Aufgabengebieten
 (Grundtabelle) ...... 130ff
Ausgabezwecke, method.
Großbritannien .......0.....0.0...00000 574,
Frankreich....... 2200000000 BS6H,
Belgien ......... 1.0.0... 596,
Italien..........- 200000000000 606.
Österreich. v...0000.0000.000000004444 780
Schweiz ... 4... 783
DS Arzere er kur san. 0000 7806
internationale... .. .......... 646f., 787ff
usgleichungsbeträge an das Reich für
Post- und Telegraphenverwaltung (Bayern
und Württemberg)............... 200, 203
Ausländische Schuld- und Rentenverschreibungen,
 Aktien, Genußscheine

Aufkommen an Wertpapiersteuer ... 434
\usländisches Vermögen
Steuerpflichtige und Betrag ....... 378/79
        <pb n="706" />
        367

\uslandsschulden (Auswärtige, äußere
Schulden) .........0.0004000000+ 7571, 764,
Großbritannien .......... 7414., 758, 7634.
Frankreich ........ ..... 7461, 760, 7634,
Belgien ....... .-- ... 7511, 7611, 763£.
Italien .......0..0....0000041. 7541., 762,
\uslandsverschu: vug (deutsche) (s.
auch Verschuldung 2.007 +. 2818.
ustralien:
Bundesfinanzen nach Originalausweisen
813, 835
(s. auch Britisches Reich)
Bundessteuer- und Zolleinnahmen
ZTUPPENWEISE 20.000.00000000000000 SIE,
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Stellung im Britischen Reich........ 566f.
Auswärtige Angelegenheiten, *method. 557
Zuständiges Ministeriums. Verwaltungsaufbau

International .................. 619, 649
Ausgaben s. Ausgabezwecke
Außenzahlungen (s. Netto-Außenzahlunzen)

Nettokriegsschuldzahlungen .......... 262
außenzahlungsäquivalente, *Anteile
an den Young-Annuitäten
Allgemeines .......0.00000.000000000+ 768.
Großbritannien ..........0.000000000+ 769
Trankreich..i0.0.000000..0 anna rn PO
Zelgien .....- a....0040 771
ET A
\ntonome Amortisationskasse (Frank-Teich)
 .................. 621, 747, 749, 811
Autonome Amortisationskassen (Italien) 818

Seite

Baden
Bevölkerungs- u, Wirtschaftsstruktur 186/87
Bierstener-Sonderüberweisungen ...... 443
Einheitswerte .......0..0.... ‚... 364.
Einkommensteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse... 329, 338/39
Zinkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ‚.. 474/75
Erwerbsvermögen u. Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Gebäudezondersteuer)

Rechtsgrundlagen ......... 92, 484/85
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf................. 472
Gemeindesteuern (s. auch Landes- und
Gemeindesteuern) ................ 99
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen ............ 485/86f.
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Kreis- und Gemeindeumlagen in
Städten über 50 000 Einwohner 497
Gewerbeertragsteuer ....... 486, 488/89
Gewerbekapitalsteuer ......... 492, 497
ärundsteuer
Rechtsgrundlagen ............ 480/81
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913.... 474/75
Kreis- und Gemeindeumlagen in
Städten über 50 000 Einwohner 497

er

Seite
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile ‚............... 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landes- und Gemeindesteuern ....... 99
Landwirtschaft
Betriebszählung ... „... 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche. ........ „442m 400
Einkünfte ........- „0... 5008,
Lastenverteilung
Ortspolizel......0..0.00000000 24
POlZ@L..0..0400000000000000000 00 IB
Armen- und Wohlfahrtspflege.... 54
Fürsorgeerziehung .............. 57
Volksschulen „.............i., 66/67
Fortbildungs- und Fachschulen... 72
Mittelschulen. .............0.0..0+ 75
Höhere Schulen ................ 78
Wegebau ...- ‚xx SO
Lehrkräfte, Anzahl................ 60/61
Lohn(einkommen)steuer.. 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Realsteuern
Anteil an den Gesamtsteuerein-Nahmen
 s0...0000000000000000 471
Schulden ........0.0000000000040+ 296, 300
Schüler, Anzahl ..............0.... 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ..- n0000000404+ 235
je KOPt aaarcrır ka pa kr ka DI
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde ern rn ee BO
Umsatzsteuer 234/35, 240/41, 420,423, 428ff.
Vermögensteuer
Veranlagungsergebnisse 382/83, 392/93
Volkseinkommen ‚........0.00.0..0. 545
Zuschußbedarf
je KOpf ces ee.nnuet teuren 100
nach Verwaltungszweigen........ 1881.
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizel......0.00000000000000000 04
Wohlfahrtswesen ............. 59
Schulwesen ...........000001+ 79
Verkehrswesen ............... 83
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete . 184f.
Baldwin-Mellon-Abkommen...... 745, 767
3Zanco di Napoli-Kredite (Italien) ....... 762
3Zank für internationalen Zahlungsausgleich
(B.LZ.) 0.0.0.0. 40- 200004 262
3Zanken, öffentliche
» Überschüsse und Zuschüsse der Länder 206£.
Zauernvereine, Vereinigung d, deutschen 503
Zauverwaltung (internat.)* ....... „.. 622
3ayern .
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Biersteuer-Sonderüberweisungen ...... 443
Einheitswerte ...0.00.00. 000000000001 364,
Einkommensteuer
Schlüsselantelle. ......0......... 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39

+ a ı

La
        <pb n="707" />
        Seite

Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen, ......... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ‚.. 474/75
Ertragsteuern ı......00..0.....0..,4.. 477
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungstener (Wohnungsbauabgabe
 und Mietzinssteuer)
Rechtsgrundlagen ........... 92, 484f.
Einnahmen. ‚234 f., 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf................. 472
Gemeindesteuern s. Landes- und GemeindesteuemM
 .................. 95/96
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 485ff,
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Xreis- und Gemeindeumlagen in
Städten mit mehr als 50 000 Einwohne
 ......... 020000000000 495
Gewerbeertragsteuer ‚..... 486, 488/89
Gewerbekapitalsteuer ..... 486/87, 492
Gewerbliche Betriebe
Auswirkung des Steuersystemsnach
arbeits- und kapitalintensiven
Betrieben ..................., 513,
Grundsteuer, Haussteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913... 474/75
Kreis- und Gemeindeumlagen in
Städten über 50 000 Einwohner 495
Haussteuer 's. Grundsteuer,
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile. ................ 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landes- und Gemeindesteuern ..... 95/96
Landwirtschaft
Betriebszählung und Einkommensteuerstatistik................
 498
Kinkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche. ......0..0000000000000 499
Einkünfte ..........00..00000., 500,
Lastenverteilung
Ortspolizei.... .
Pol Zee
Armen- und Wohlfahrtspflege. ...
Fürsorgeerziehung .... 2......0.
Volksschulen .....0.0..000000000004
Fortbildungs- und Fachschulen...
Mittelschulen. ............0.0.0 74
Höhere Schulen ‚............... 7
Wegebau ...... ......... &amp;amp;
„ehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
uohn(einkommen)steuer 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden ...................... 296, 300
Schüler, Anzahl .... peccr.1 = OUfGL
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
esamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarfen ............,..... 234
je Kopf areas 240
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde v1. 9492

368

Seite
Imsatzsteuer 234/35, 240/41, 420, 423, 498
7ermögensteuer
Veranlagungsergebnisse , 382/83, 392/93
Volkseinkommen .„........ -. 545
Zuschußbedarf
je Kopf ..........0. vens.«0m 186
nach Verwaltungszweigen........ 1881
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei ....00000 00.00 h ss AA
Wohlfahrtswesen ............. 59
Schulwesen .................0 79
Verkehrswesen ‚.............. 83
insgesamt und für die wichtigsten
Aufgabengebiete ......... 184/85
3eamte (s. auch Personal)
nach Gebietskörperschaften .......... 17
» Besoldungsgruppen ............ 18ff
» Verwaltungszweigen 19, 22ff,, 29, 32f,
in Ländern und Gemeinden ..... 20f, 30£.
beförderungsteuer (s. auch Transport-3teuer
 ), ee 044 202, 255
Einnahmen des Reiches.....:.. 224, 432
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen. . 228/29
Anteil an der Deckung der äußeren
Kriegslasten ................. 255, 257
3cherbergungsteuer ................. 407
3Zelegenheitsgemeinde .. 87
Zelgien
Anteil an den Reparationszahlungen
Deutschlands. .........0..0....0.01 256
Tilgung der belgischen Kriegsschuld
durch Deutschland ‚.............. 255
Zahlungen Deutschlands auf‘ Grund der
Markforderungen ‚......... 259f., 263
Finanzausgleich (rechtl.)............. 593
Verwaltungsaufban ............ 589, 616.
Steuersystem ................. 671, 674
Schuldenwesen ,.................... 751
Staatsausgaben nach Aufarbeitungs-SCHEMB
 are DIE,
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
807, 834
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
+ gTuppeNWeiSe.........0.00.0.0.000. SIBf,
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Jergbau*, Zuständiges Ministerium s. Verwaltungsaufbau,
 Ausgaben s. Ausgabezwecke.
 ;
3erggewerkschaften u, dgl.
Einkommen... 3ER,
Aufkommen an Gesellschaftsteuer .... 434
Zergwerke und Hütten i
Überschüsse und Zuschüsse der Länder 206 ff.
Bergwerksabgabe
Großbritannien
Era 716,
Stellung im Steuersystem ....... 672
Frankreich
Bemessungsgrundlage ‚.......... 676
Ertrag. ee seen IQ,
Stellung im Steuersystem ....... 671
Belgien... wu.u; 7ER
Zerlin
Besteuerung kapital- bzw. arbeitsintensiver
 Gewerbebetriebe. ............ 522
Besteuerung von Einzelhandelsbetrieben 524
        <pb n="708" />
        Seite

869

Berufe, freie
Besteuerung (s. auch Arbeitseinkommen)
331, 486, *6744., *680£.
Berufskrankheiten, Versicherung (Ital.) 644
Besatzungskosten
Rückständige, laufende.............. 258
nach Deutsch-amerikanischem Ab-KoOMMe
 erkranken DOSE,
Besetzte Gebiete (Behörden)
AUSZAÖCN ya rr ı ra 22 rer s aaa as DOLE
Besitzsteuern, sonstige Einnahmen .... 224ff.
Besoldung des staatlichen Personals
(Großbritannien und Frankreich) .... 621
Besoldungsgruppen
Verteilung der Beamten u. Angestellten 18€,
Besoldungsordnungen
Reich „................ 18, 28, 34, 36/38
DRder ws asien mm 8,
Preußel....0..0.0.0.00000000010+ 34, 39/40
Hamburg ......... ....... 35, 41
Gemeinden. .......000000000000000000 35
Betriebe, öffentliche (s. auch Erwerbsvermögen)
 .................. 199/222, *558
Zuständiges Ministerium s. Verwaltungsaufbau,

Ausgaben, Bedeutung in den einzelnen
Staaten................... *627, *645
Betriebsvermögen
Steuerpflichtige‘ und Beträge 378/79, 396/97
Vermögenschichtung ............. 394/95
Bevölkerungspolitik*
Frankreich..... W....0000 625
Ätalich....0....00000000000000000000 + 625
Bevölkerungszahl, veredelte .......... 90
Bevölkerung
— und Wirtschaftsstruktur bzw. Fläche
der deutschen Länder (Übersicht) 186/87
Britisches Reich, Großbritannien. .... 562f,
Frankreich. .... „0.0.0. 577
Belgien „......... aka mm. DE9
Italien........-. .........s 599
US Ar er « O0D
Bezirksfürsorgeverband............. 49
Bezirkshilfsbedürftfige............... 56
Bezirksverwaltung, staatliche?
Großbritannien . .
Frankreich......
Belgien ......
{talieN.....00.00000000
Vereinigte Staaten....
internat. ..

a42 uam DTM,
20000000000 580,
Kerka kann. DODE
We00000000 + 603
.. 614€.
‚ 6274.

3ler
Besteuerung und Verzollung... 441#., 452
Überweisungen an die Länder ....... 443
Isteinnahmen „.............. 441, 452/53
Eingliederung in die Getränkesteuern* 700
Erträge*, ......... 0.00. 702,
Rechtsgrundlagen*. ,................ VOLL
Verbrauchsmengen und Belastungs-An
 kenn VORM,
3Zildungswesen (s. auch Schulwesen und
Schüler)
AUSgabeN ve.s.eeeeee ee 124
Spezielle Deckungsmittel ........... 127
‚Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 152/53
Zuschußbedarf
Entwicklung We.00000404 116/17

Seite
Verteilung nach Gebietskörperschaffen
 ........00....0,00.000 118,
Verteilung auf Land und Ge-Meinde
 ‚.......0.000000010+ 184/85
in den Ländern je Kopf...... 190/91
Großbritannien .......... 564, 571
Frankreich.......... 579, 581, 583
Belgien ................. 590, 5924.
ftalien ........000.0040+ 600, 604
Vereinigte Staaten ....... 611, 613,
Internationales ............... 657
Ausgaben s. Ausgabezwecke
3Zodenwertabgabe (Österreich)
Ertrag see 0000000000 00000000041 722/23
Stellung im Steuersystem ‚„.......... 672
Bons de la Defense Nationale (D. N.)
Frankreich .................. 7461, 7598,
Bons du Tresor
Frankreich ..................74718., 7591.
Belgien (auch speciaux, interprovincauX)
751, 753, 761
Eupen-Malmedy ............0.0.0..... 761
Boroughs (Großbritannien) Aufgaben.... 632
Zörsenbesuchsabgabe (Österr.)
Wr. es 0er ROM,
Stellung im Steuersystem ........... 672
3Zörsenumsatzsteuer
Deutsches Reich.................... 434
Rechtsgrundlage* ................. 6911.
Erträge* ...... ...0. 710,
3Zranntwein
Einnahmen aus dem Monopol 441, 443, 445
Verzollung ...........0.0....... 444, 452
(s. auch »Alkoholabgaben bzw.
Steuern«)
Brasilien
Innere und äußere Schuld,.......... 848f.
3Zraunschweig
Bevölkerungs- und Wirtschafts-Sr
 were ea nen 1856/87
Einheitswerte .................,.... 3641.
Einkommensteuer
Schlüsselanteile .,................ 89
Veranlagungsergebnisse ....... 329, 338f.
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......0..0.0.0000000. 236/37
Bedeutung gegenüber 1913 ........ 474f.
Erwerbsvermögen u. Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Hauszins- '
steuer)
Rechtsgrundlagen........... 92, 484f.
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf..... ... 47
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 485f.
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gewerbeertragsteuer ........... 490/91
Geawerbekapitalsteuer......... 487, 493
Grundsteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 482/83
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ‚.. 474/75
verschaftsteuer
Schlüsselanteile ................ 89
Veranlagungsergebnisse,,. 350£f, 356/57
        <pb n="709" />
        — 870
Seite

Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und veranlagtelandwirtschaftliche
 Fläche 499
Einkünfte .... .. 500
Lastenverteilung
Ortspolizei .... ‚44
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches .. -. 20f. 30£
Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schüler, Anzahl ................,, 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ..... ...... 236
1 KOPE erkenne DE
Anteil der Steuerarten in
Land und Gemeinde.......... 244
Umsatzsteuer. ...... 236. 240/41, 420, 423
Vermögensteuer
Veranlagungsergebnisse 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
je Kopf s....0000000000000074 00 186
desgl. nach Verwaltungszweigen.. 188ff,
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei .....0.000000000000004000 44
Wohlfahrtswesen ............. 59
Schulwesen. .........0......,.. 79
Verkehrswesen ............... 83
desgl. insgesamt für die wichtigsten
 Aufgabengehiete, .. 184/85
Bremen
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur 186/87
Finheitswerte, .,.... ..0000000000 + 364,
Einkommensteuer
Schlüsselanteile ..,............. 89
Veranlagzungsergebnisse ,.. 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ............. 238, 240/41
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Mietsteuer)
Rechtsgrundlagen .........92, 484/85
Einnahmen... 238, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf ................. 472
Gewerbesteuer (Repartitionssteuer)
Rechtsgrundlagen. ........... 485/86
Einnahmen... 238, 240/41, 474/75, 478
Grund- und Gebäudesteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 482/83
Einnahmen... 238, 240/41, 474/75, 478
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile „............... 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und veranlagte
 landwirtschaffliche Fläche 499
Einkünfte....................,. 5008
Lastenverteilung
Ortspolizel . „.... 44
Lehrkräfte ........0000000000000001 60/61
Lohn(einkommen)steuer 316/17, 320, '326
Personal, öffentliches........... 20£. 30f.

Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden ..................... 297, 301
Schüler, Anzahl ...... ........... 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ‚...........0...... 238
I SE
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde .............. 245
Umsatzsteuer. . 238, 240/41, 420, 423, 428 #.
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NISSE
 vr0sı000000000004. 384/85, 392/93
Volkseinkommen................,... 545
Zuschußbedarf .
JE KO a ra 6. 180
desgl. nach Verwaltungszweigen.. 188ff
Britisches Reich (s. auch Großbritannien)
56618, 616
Britisch-Indien
(s. auch Britisches Reich)
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
814, 836
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
ZTruppeN Weise .................... B42f,
Innere und äußere Schuld........... 848f
Brückengelder ......... u....m 38
Bulgarien
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
808, 834
Staatssteuer- und -zolleinnahmen, grup-PENWEISE.
 20000 dee SUB,
Innere und äußere Schuld........... 8484£,
Bundesstaaten*
Finanzausgleich allgemein ........... 787ff.
Ausgaben und Steuereinnahmen nach
Gebietskörperschaften
Österreich. ..... ........w 780
Schweiz .... zu 7858
|: 8. .....00. 786
International ‚.......... 794, 8034,
Kompetenzverteilung und Finanzhoheitsverteilung
 (Bund und Gliedstaaten)

Schweiz ......... 0.4. 7818
Österreich, ... -... ..u.. 7768,
U.S.A.... ‚. 7844.
International................... 787%.
Bundesdistrikt von Columbia (U.S.A.) 616
Buoni del tesoro (Italien). ......:..... 756
Bureaux, verschiedene s. Verwaltungsaufbau

Bürgermeister
Frankreich. -
Belgien .....
Italien......
TS A

Seite

. ....... 582
.„.... 628
615

Caillaux-Churchill-Abkommen.. 750, 766£.
Caisse autonome de gestion des Bons de
la Defense Nationale et d’amortissement de
la dette publique (Frankreich) 621, 747, 749, 811
Oaisse des D6pöts et cönsignations
(Frankreich) ‚...0.0..000.00000000000000+ 760
Capo del Governo (Italien) ....... 599. 617
        <pb n="710" />
        871 —

Seite
Cassa Depositi e Prestiti (Italien) 600, 762
Dassa autonoma di amortamento dei debiti
di guerra (Italien).................,.. 818
Dassa autonoma di amortamento del debito
pubblico interno (Italien)............. 818
Centimes additionels (Frankreich) .... 584
Chausseegelder .............00....... 82
Chief Clerk (U.SA)......0000000000+ 610
Chile, Innere und äußere Schuld......... 8481
Clerk, Stadt- bzw. Gemeindesekretär
Großbritannien ........... 571, 632, 672
N AN
Clerk of the Peace, Grafschaftssekretär
 (Großbritannien) .............0.00. 570
Donseils, versch., 8. Verwaltungsaufbau
(Frankreich, Belgien)
Conversion Lo0an ............... 743, 758
Counties
Großbritannien. .......0..0.00.00.000001 787
5 AA
Courts, versch., s. Verwaltungsaufbau und
Rechtspflege
Credit National (Frankreich) 746. 748, 759

A

Dänemark
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
809, 834
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppen Weise. /...............,... 842.
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Dawesanleihe
U
Zahlungen für den Schuldendienst ... 263
Anteil an ausländischer: NeuverschuldUNg
 e.0000000000000 0000000000004 BEL
Dawesplan (Annuitäten) ........... 255/58
Deckungsmittel, allgemeine
Begriffs ...0..0000000000000000000 0004 103
— nach Gebietskörperschaften .......... 104ff,
— der einzelnen Länder ................ 196.
— der Gemeinden (Gemeindeverbände)... 196ff,
4380 KÜP eek rer Hr UOME
— und Zuschußbedarf ..... 110£., 192£., 196f.
Deckungsmittel, spezielle
Begrill chi ke kr MEERE EEE AUB
Aufgliederung nach Arten (insgesamt) 129
-- Gliederung nach Aufgabengebieten ... 127/28
— und Ausgaben nach Aufgabengebieten in
den Gebietskörperschaften ......... 130/83
— des staatlichen Finanzbedarfs (Frankreich,
 Belgien, Italien) ............... 609
Departments, verschiedene, (Großbr.,
U. 8. A.) s. Verwaltungsaufbau
Departements (Frankr.)
Finanzwirtschaft (rechtlich).......... 584ff.
Verwallulg e.......0. 0000000000, ur OS
Depreciation Fund (Großbritanniem)... 742
Deutsche Werke, A.G. .
. Zuschüsse des Reichs........... 202, 204
Devisenbeschaffungsstelle........... 203
Domänen (International)* (s.auch ErwerbsvermögeN)
 ..........000000.0000++ 621
Dominion, Stellung im Britischen Reich 622
Dominions Office (Großbritannien)...... 564
Duce, Stellung in der Regierung* (s. auch
Capo del Governo} 599

E
Ehrenlegion (Frankreich). ............. 578
Kigentliche Verwaltung, Begriff*..... 6494,
Leistungs- und Hoheitsverwaltung, Begriff
 und Bedeutung... 6191f., 6324f., 653
Gegenüberstellung des Finanzbedarfs.. 798
Ausgaben in Großbritannien, Frankreich,
 Belgien, Italien............. 653f.
Ausgaben in U. S. A., Schweiz, Österreich
 (International) ........ 796f., 801
Gegenüberstellung von Bundes- und
Einheitsstaat ..............0..17+ 798
Einflußsphären (U.S. A). ............ 616
Zinfuhrscheine..................... 463/64
Zinheitsabgabe (als Form der Gewerbesteuer
 in Thüringen) ...........0.0.0.1 487
Einheitswerte, Statistik der......... 358/76
Rechtsgrundlagen. .................. 3581.
— nach Betriebsarten............... 361
— in Reich, Ländern und Landesfinanzämtern
 1925.............. 364/65
— in Reich, Ländern und Landesteilen
 1928...........00.00.0000101 368/69
— — nach Betriebsgrößen ........ 366/67
— — Schichtung................. 372/73
Zinheitsstaaten, Finanzbedarf im Ver-‘
hältnis zu Bundesstaaten. ............. 801
Zinkommen (s. auch Einkommensteuer)
veranlagtes ................. 331, 539/40
unter der Veranlagungsfreigrenze..... 540
aus Lohn und Gehalt... 316ff., 334/35, 539
aus Kapitalertrag.....-- ‚... 540/41
steuerlich nicht erfaßte.............. 541
als Steuerbemessungsgrundlage* ‚.... 673
Eingliederung der Einkommensarten in
das Steuersystem
Großbritannien ......... .. 675
Frankreich........0....0.0.00..00..01 676
Belgien ........0.00000.000000000 + 674
[talien.........- .......0«00 677
Österreich. .......0.0.00.00000.0.04+ 678
Steuerrechtlicher Begriff*, ........... 674
Verhältnis des fundierten Einkommens
zum unfundierten, statistisch (Inter-National)®.......000.00000r0
 000 00r 736
Einkommensbindung*........., 559, 658ff.
Einkommenergänzungstener (Italien)
Rechtsgrundlagen. . . . 677.
Erträß....00.0.0000000000 00000000 ‚. 720
Stellung im Steuersystem ........- 672
Steuertarif ........0.00.04 22. SD
Binkommensquellen
Deutsches Reich, ............331£., 543
Frankreich, Großbritannien, U. S. A. 734ff.
Zinkommenschichtung
Deutsches Reich..............3321., 547
Großbritannien, Frankreich, Nieder-Jande,
 US. Arcıc000000000000000 DEM,
Einkommensminderung (International)*......0.0.0.00000000
 555, 560, 6594.
Einkommensteuer s. auch Lohnsteuer,
Schlüsselanteile (Finanzausgleich) 89, 239
(JarantiebestimmungeN ‚.......,..... 239
Rechtserundlagen für veranlagte —.. 3131.

Seite
        <pb n="711" />
        372 —

Seite
Veranlagungsergebnisse............ 329/48
— Nach Gemeindegrößenklassen.. 330
— nach Einkommensquellen ‚... 3314.
Einkommensbesteuerung der Ausländer
 in Deutschland......... 348
Veranlagung nach dem Verbrauch
313, 348
Einnahmen aus — einschl. Körperschaftsteuer
 ........ 224ff., 474/75
— des Reichs, der Länder und
Gemeinden (getrennt)...... 226/27
— der einzelnen Länder und ihrer
Gemeinden. ................0., 234,
der einzelnen Länder einschl.
Gemeinden. ........0...... 474/75
- je Kopfos.s...0.000000000 + 240/41
Verteilung (Finanzausgleich) ..... 239
Hedeutung gegenüber 1913... 474/75
Bemessungsgrundlagen und Tarif
Großbritannien ............. 675
Frankreich. ...........0..... 676
Belgien s.00.000000000000000 674
Ätalien......... „0. 677
Anteil am Steueraufkommen
224, 228/29, *709,
Aufkommen nach Gebietskörperschaften

Großbritannien ............. 716ff.
Frankreich................, 712.
Belgien ....... €* sWazm« 710
Italien........0...00.0000,0. 790,
Internationale Übersicht
N 670£f., 726, 728
Österreich
Allgemeines .......... .... 670
Rechtsgrundlagen. .......... 678€,
Ertraß.c0.00000000000040440 7221,
Stellung im Steuersystem.... 672
Frankreich
Rechtsgrundlagen. .......... 67618
A A
Stellung im Steuersystem.... 672
Großbritannien
Schedula A—E.,........... 675
Rechtsgrundlagen. , 670, 679, 685
Ertraß..0..00.00000000000000 7168,
Quellenbesteuerung ......... 675
Stellung im Steuersystem ... 671
Typen: Einkommenquellensteuer.
 ........... 670.
Globaleinkommensteuer
 ‚.......... 670.
Einkommensteuerbeträge
nach Einkommensklassen . 730ff.
Einkommensverschiebung (International)®*.............0000..44,.
 555, 559,
Einrichtungen (s. auch Anstalten) .. 352/53
Einwohnerzahl und Fläche s. Bevölkerung.

Eisenbahn (s. auch Reichsbahn)
Zuständiges Ministerium
Großbritannien ................. 565
Frankreich..................... 579
Belle 2..0000000000 5000040000 591
Italen.......... 207
MS A. Dr

. Seite
Eisenbahnanleihen, Übernahme durch
das Reich. ......00000.00000000000000000 267
Eisenbahnen, Übergang auf das Reich195, 206
Elektrizitätswesen
Zuständiges Ministerium
Großbritannien ................. 565
Frankreich. ........00.00..00000.0 579
International.... .......... 626
Elektrizitätswerke
Überschüsse und Zuschüsse der Länder
206/07, 209
— der Gemeinden....... 3211, 213, 214/15
-— nach Gemeindegrößenklassen,.. 216/17
Reinüberschüsse ............. 220/21, 222
Elementarschulen*, Statistik (International)
 (s. auch Volksschulen)........ 657
Zlsaß-Lothringen......... 200, *578, *617
ingland und Wales, Lokalverwaltung. 5704
Stellung im Britischen Reich...:.... 566ff
Enumerationsprinzip bei der Steuerhoheitsverteilung.,
 .......- Eu: SAD
Srbanfallsteuer
(Frankreich und Belgien)
Ertrag. ....0.00.00000000000000040040 712/13
Reelle Steuersätze für bestimmte NachläSSE
 veseeeerenennn nn 689
Stellung im Steuersystem ........... 672
Erbgebühren (Österreich)
Erträge... .0nur 000 nnu anne r0n TORIES
Reelle Steuersätze für bestimmte Nach-5:
 A
Stellung im Steuersystem ....,...... 672
Srbschaftsteuer
Rechtsgrundlagen. ............:.. 400/01
Einnahmen. aus —......00000000000401 2241
— in Reich und Ländern ........ 226/27
— in den einzelnen Ländern (1913)
234ff., 2404.
Steuerfälle nach Steuerklassen .. 401, 404
— nach Wertstufen................. 403
Veranlagungsergebnisse 1914 ımd 1928 406
International*.............671, 689, 720
N
Stellung im Steuersystem (int.)* .... 672
Reelle Steuersätze für bestimmte Nachlässe
 res rereanen nn GB89
Stellung im Steuersystem* „.......;. 6708.
Srgänzungsteuern*
Stellung im Steuersystem ........... 672
Großbritannien
Allgemeine8 .........0..00..., 670
Rechtsgrundlagen. ..... 675, 685
VA
Stellung im Steuersystem.... 672
Frankreich
Rechtsgrundlagen. .......... 676
A
Stellung im Steuersystem.... 672
Belgien
Rechtsgrundlagen. ..... 674, 679f,
Ertrag. ... “kenn Lawun TIOT:
[talien
Rechtsgrundlagen. .......... 677
Ertrag. .00.000000000000004 00 790
Stellung im Steuersystem.... 672
Ermessenskontrolle, staatliche, bei Beschlüssen
 der nachgeordneten Gebietskörperschaften.
 .... 543
        <pb n="712" />
        873 —

Ertragsteuern s. auch Realsteuern ;
Bayerische .............0000000000000 477
Stellung im Steuersystem (int.) ..... 670.
Bemessungsgrundlagen (int.)........ 673€.
Steuereinnahmen .............0.... 7UI0K,
Erwachsenenschulen (Italien)......... 623
Erwerbseinkünfte, öffentliche
Anteil am Volkseinkommen ........... 543
Erwerbsgesellschaften: &amp;gt;
Einkommen. ..........1....... 349, 352
Aufkommen an Gesellschaftsteuer .... 434
Erwerbslosenfürsorge s. auch Arbeitslosenfürsorge

— produktive................. 56, 291
Lastenverteilung 1925 bis 1927 56, 58/59
einschl. Arbeitsvermittlung
Ausgabel.............,00000000 124
Spezielle Deckungsmittel ........ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
 der Gebietskörperschaften
158/59
Zuschußbedarf
Entwicklung ‚........... 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaffe
 ................. 118ff
in den Ländern je Kopf ... 190/91
Zrwerbstätige in der öffentlichen Verwaltung
 und der Privatwirtschaft*
576, 588, 598, 608
\nteil der Einkommensteuerpflichtigen*
an den — 2.000000000000000000000 738
Erwerbsteuer, allgemeine (Österreich)
Rechtsgrundlagen. ...- 0... 678, 686
Erträge. 0000000000000 rn 792
Stellung im Steuersystem ........... 672
Erwerbsvermögen
Einnahmen und Zuschußbedarf
— in Reich, Ländern und Gemeinden 192
— in den einzelnen Ländern und ihren
Gemeinden. ........0.00000000000000 194,
Einnahmen aus — nach Arten (Bebriebe,
 Grund- und Kapitalvermögen)
des Reichs...........0.0.00.0400.0.01 200,
der Länder.............0.0..0.00.. 206,
der Gemeinden (nur Betriebe)... 211ff,
Erwerbswirtschaft, öffentliche* .. 627, 645
(s. auch »Gebietskörperschaften, Übersicht«)

Essiysäuresteuer..,.... ..... 452/53, 456f.
Steuer und Zollerträge* ............. 702,
Verbrauchsmengen und Belastungsziffern*
 .......... „0000. TORE,
Etatzanlel.. une ann wes4n0am 11
Eupen-Malmedy, Bons du Tr6sor*..... 761
Exchequer Bonds (Großbritannien)
7411., 758
Existenzminimum bei Steuern vom Einkommen
 und Ertrag. .......3813, *679, *729
— bei Vermögensteuern ....... ....377. 690ff *

Seite

"achschulen s. Schulwesen,
Fahrzeugsteuer (Zugtiersteuer) ........ 81
“aschistischer Rat, Großer*.......... 599
7amilien- und Herdsteuer (Italien)
ErtfaS era erereenhunn 720
Stellung im Steuersystar ......:6B

Seite
F6deration des cooperatives pour dommages
 de guerre (Belgien). ....... 751, 761
Festwert- und Valutaschnlden ... 280/81
Finanzausgleich .. „+... 87/102
Überweisungsteuern ............0..0 87
Gesamtanteil von Land und Ge-MORE
 ade rer + SU
Schlüsselanteile der Länder für Einkommen-
 und Körperschaft-SiCHET
 ver in knena rer nG SD
Aufteilung auf Land und Gemeinde
in den einzelnen Ländern. ....90/91
Geldentwertungsausgleich bei bebauten
Grundstücken (Hauszinssteuer) 91f., 484,
Landes- und Gemeindesteuern ...... 92ff,
(s. auch Realsteuern 470—497)
3. auch Lastenverteilung, Bezirksverwaltung,
 Finanzbedarf, Lastenverteilung
und Steuerüberweisungen*
Begriff. ....0000000
Rechtsgrundlagen*
Großbritannien ................, 571
Frankreich. ..................., 584
Belgien.... . z0.0..5w 508
Ätalien.........0. 0.00000000000+ 605
Statistik, international, Großbritannien,
 Frankreich, Belrien, Italien... 650.
Rechtsgrundlagen und Statistik ..... 7761.
Österreich. ...... 20000004 776,
SCHWEIZ ...000000000 z0nn002m TOLE,
US Aue . 7844,
internat. ... eEE.aMkn e.4#anner ABA
Finanzbedarf s. auch Ausgabearten und
zwecke
Begriff. .......- ..02xz#= 308
Deckung. ................0....., 103/113
Entwicklung und Struktur des staatlichen
 Finanzbedarfs (international),
 Großbritannien, Frankreich,
 Belgien, Italien ... 6464, 801
Gesamter öffentlicher Finanzbedarf*
in U. S. A., Schweiz, Österreich... 7878.
in Großbritannien, Frankreich, Belgien,
 Italien................00 643
Gesamtgegenüberstellung von
Bundes- und Einheitsstaaten* 798,
Verteilung auf die einzelnen Gebietskörperschaften
 (international)* ..... 793
in U. S. A., Schweiz, Österreich... 793
in Großbritannien, Frankreich, Belgien,
 Italien..........0.0.0000000 649.
Finanzbelastung (Begriff).......... 548/49
— und Volkseinkommen ............ 549
Finanzkontrolie s. Finanzausgleich
Finanzministerabkommen, Paris..... 256
Finanzstatistik............0.0000000000 10
Finanz- und Steuerverwaltung
Ausgaben.......0.0.000000000010000000 125
Spezielle Deckungsmittel ........ ee... 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ‚..... 172/73
Zuschußbedarf
Entwicklung. ................ 116/17
Verteilung . nach Gebietskörperschaffen
 .....0..0.0.0.0..00.000.,+ 118,
in den Ländern je Kopf ..... 190/91
        <pb n="713" />
        374 —

Seite
Methodisch”. %........ ...... 557
International* ,,............... 621, 649
Organisation* s. Verwaltungsaufbau
Ausgaben* s. Ausgabezwecke
Personalstand (International)* ....... 655
finanz- und Steuerstatistik ;
AUfZDe ausser 9%
Veröffentlichungen des Statistischen
Reichsamt8................... 10, 850.
Zahlenmaterial ‚.........0.000.00.0.1+ 10€,
Finanzwirtschaft des Reichs
___Gesamtüberblick................. 106/07
Finnland
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
810, 834
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppen Weise ........0.0...0..0.4., 8441,
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Fonds de crise (Belgien) .............. 642
Forsten und Domänen s, Verwaltungsaufbau
 )
Forstwirtschaftliche Betriebe (s. auch
land- und forstwirtschaftliche)
Einheitswerte ............ 361/69, 372/73
Fortbildungs- und Fachschulen ..... 61
Lastenverteilung ..... „.. 68/73
Jrankreich
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands............0.0.0...0., 256
Verwaltungsaufbau......... 5771, 616£..
Finanzausgleich (rechtlich)........... 584
Steuersystem ................. 671, 676
Schuldenwesen ............0......, 746
Ausgaben nach Gebietskörperschaften
(nach Aufarbeitungsschema) ....... 586
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
811, 835
Kassengebarung .................... 841
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
KrUppeNWEiSE........0..00000000401+ 844.
Innere und äußere Schuld .......... 8481.
Freie Berufe, Besteuerung
331, 486, *6741f., *680f,
Friedensrichter (Großbritannien und
Frankreich) ................. 570, 580, 620
Fürsorge, allgemeine .................. 49
— g6BObelE az0r- erkenne DO
Sonder-.......0.0.000 49
wirtschaftliche
ÄAUSZÄDEN ver, ran REF DM
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 154/55
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaften
 ......0......0......, 118.
in den Ländern je Kopf ..... 190/91
(Ausland) s. Soz. Aufgaben
Fürsorge- (Lohn-) abgabe ss. »Lohn«-(Fürsorge)
 -abgabe
Fürsorgeaufwand, spezieller. .......... 56
Fürsorgeberechtigte................. 56
Fürsorgeerziehung
Lastenverteilung 1925—27........... 57
Fürsorgepflichtverordnung.......... 49
Fundierte Schuld s. Verschuldung

Seite
"undierungsabkommen
Allgemeines ........0.0.0.000000000001 767
A CN
Frankreich.............. 750, 7641f., 769
riechenland ,.......0..0...0.. 767, 769
Sroßbritannien ................ 745, 767
„Cie ki arr rar 000, 7OF
JugoslawieN.....1............. 767, 769
Rumänien .... . 767. 769

zxarantiebestimmungen (Finanzausgleich).
 .........0....0......... 228,229, .233
zärtnerische Betriebe
Einheitswerte ‚........0........... 372/783
Vermögen... „.. 378/79, 394/95
3aswerke
Überschüsse und Zuschüsse der Qe-MeiNdeN
 14 Faaker DIE,
Desgl. nach Gemeindegrößenklassen.. 216f.
Reinüberschüsse ‚................... 220ff
zebäudeentfschuldungsteuer s. Hauszinssteuer
 ;
üjebäudesteuer*
Frankreich
Rechtsgrundlagen, ....... 676, 682, 688
Ertraß.....00.0.0.0000000000000000004 712
Stellung im Steuersystem ......... 671
italien
Rechtsgrundlagen. ............677, 685
Ürtfag 0000000000000 000000000000 PRRE
Stellung im Steuersystem ......... 671
Österreich ;
Rechtsgrundlagen ............678, 686
Ertrag (int.)......0.000000000000004 7221
Stellung im Steuersystem (int.).... 672
ebiete, besetzte (Behörden)........... 251
Ausgaben für ......... 2..000002404 + 252
Gebietskörperschaften, nachgeordnete,
s. Verwaltungsaufbau und Gemeinden
Gjebührenäquivalent (Österreich)
a
Reelle Steuersätze für bestimmte Nach-JäsSe
 een 689
Stellung im Steuersystem ........... 672
Jeldentwertungsausgleich bei bebauten
Grundstücken s. Hauszinssteuer
Jemeindeaufsicht*. .............. 619, 6281f
(s. auch Verwaltungsaufbau) ......... 793
3emeindebiersteuer ................. 442
jemeindegrößenklassen .
Betriebsüberschüsse und -zuschüsse ;
210/11, 2164f.
Schulden nach Art und Form der Ver-WENdUNB.....00000000000000000
 0 + 306/07
Veranlagte Einkommensteuer ........ 330
Körperschaftsteuer............... 306/57
3emeinden (Gemeindeverbände)
BesoldungsordnungeN ‚.............. 35
Betriebsüberschüsse und -zuschüsse
210/11, 214/15
Personalstand ................ 26, 30H.
Reinüberschüsse (Zuschüsse)......... 220£,
Schulden s. Kommunalschuld ........ 304ff.
Steuereinnahmen nach Steuerarten... 226f.
Desel, nach Ländern......... 2341. 2424.

GÖ
        <pb n="714" />
        375 —

Beite
Steuersysteme (rechtlich)... 92/102, 470/97
Zuschläge zu den Realsteuern.... 487/497
Organe und Aufgaben* s, Verwaltungsaufbau,

Ausgabezwecke* s, dort
Regelung der Finanzwirtschaft*,. 650, 662
Steuer- und Zollerträge s. dort
Gemeinderat (Frankreich) ............. 581
Gemeindevermögensteuer (Österreich)
ey
Stellung im Steuersystem ........... 672
Generalagent für Reparationszahlungen 257
General Exchequer Contribution
(Großbritannien) ..,..... yarkas am SWL
Generalstaatsanwalt (U.S. A.) ....... 611
Generalzahlmeister (Großbritannien) .. 562
Genossenschaften
Einkommen ..........
Einkommenschichtung
Umsatz ...........
Genußscheine, ausländische,
Aufkommen an Wertpapiersteuer ...... 434
Gerichte s. Verwaltungsaufbau und Rechtspflege.

Gerichtsbezirke (Italien) ............. 604
Gesellschaften m. b. H.
Einkommen „.......0...00000000040+ 352/53
Einkommenschichtung ........... 354/55
Tal vr kr ke a ae 418/19
Aufkommen an Gesellschaftsteuer ..... 434
Gesellschaftsteuer................... 434
Gesetzgebung s. Parlamente.
Gesundheitswesen s. Wohlfahrtswesen
und Jugendwohlfahrt (s. auch Soziale
Aufgaben)
Großbritannien .............00.00.1.1 638
Frankreich.........0........... 579, 640
Belgien ........- Ki gab aaa GE
Italien.......... 4.0.0000 603, 644
International..... .. 624
Getränkesteuern
Einnahmen ........0.0.0.0.0..0000000000, 224.
Bedeutung im Steuerrecht*,......... 700
Erträge re. 00.000000hn .. 702.
Rechtsgrundlage* .................+. 701,
Gewässer und Meeresküsten (s. auch Verkehrswesen)
 International* ............ 635
Gewaltschädenverordnung
Zahlungen auf Grund der........... 2521.
Gewerbeaufsicht*
Methodisch* ..
International*. ,.
Gewerbebetrieb
Einkommen, veranlagtes aus —....331, 540
KEinkommenschichtung ........... 336/37
Besteuerung*, ................ 6741, 680,
Einheitswerte ...................... 3721
\uswirkungen des Steuersystems nach
arbeits- und kapitalintensiven Betrieben
 in Preußen, Bavern und
Sachsen .... . „... 513/22
Gewerbeertragsteuer s. Gewerbesteuer
Gewerbeförderung (s. auch Landwirtschaft)
 116/17, 118ff,, 190/91, 125, 128, 164f£.
Geawerbekapitalsteuer s. Gewerbesteuer

Seite
Gewerbesteuer (Gewerbeertragsteuer, Gewerbekapitalsteuer,
 Lohnsummensteuer)
Rechtsgrundlagen. ................,. 485,
Einnahmen aus —......... 224ff., 474/75
Einnahmen der Länder und Gemeinden
(getrennt) ........0..0...0..10.1+ 226/27
der einzelnen Länder und ihrer
Gemeinden ............0..... 2341.
der einzelnen Länder einschließlich
Gemeinden ‚............... 474/75
je Kopfo...........0..., 240/41, 478
Zuschläge in Groß- und Mittelstädten 496/97
Frankreich s. Schedulensteuer
Belgien
Rechtsgrundlage . . ‚sr 8m GTA
Ertrag. ..0.00000000000000000000+ 710
Stellung im Steuersystem ....... 671
Italien
Erregern erkenne E Ken TRO
Stellung im Steuersystem ....... 672
Gewerbetreibende, selbständige
Anteil am Volkseinkommen. ...... 544/45
Gewerkschaften, bergrechtliche s. Berggewerkschaften
 ................. 35211., 434
Sliedstaat, Kompetenzverteilung zwischen
Bund und Gliedstaaten* 778, 782, 785, 788£,
Zwischen Gemeinden und Gliedstaaten
(international)*............0...0... 7928.
SGolddepots bei der Bank von England
Frankreich .....0.0.00..00000000000000 745
Jtalien,........- 0000440 745, 756
N
Goldindex (Dawesplan)................ 256
zZouverneur
Belgien ..........0.
Stadt Rom ‚... ....-US.
 A 0.0...
+rafschaften
Großbritannien ....... ........ 517, 570
A A
ärafschaftsgerichte
Großbritannien . . ze.uhıknenes GZD
US Arerereeee ee 615
Grand Jury (Lokalverwaltung New York) 615
Griechenland: Innere und äußere Schuld* 848£.
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands ....... ..... 256
Jroßbritannien
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands. ...............+.+1. 256
Staatsfinanzen nach Originalausweisen*
812, 835
Kassengebarung .........00000.000++ 841
Ausgaben nach Gebietskörperschaften 5748.
Finanzausgleich ........00000000 04000 571
Verwaltungsaufball ........00010000 5621.
Steuersystem ....... ‚+. 670. 675
Sechuldenwesen ...........0.00.0...+ 741
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppenweise ‚..0....000000000 er 0n 842£.
[nnere und äußere Schuld .......... S48£.
Großstädte
Betriebsüberschüsse (Zuschüsse) ...211, 216 ff,
Einheitswerte@ ...........00....... 370/71
£inkommensteuer, veranlagte
330. 332/33. 342.
        <pb n="715" />
        Q76

Seite
Körperschaftsteuer.......... 356/57, 359
Lohneinkommensteuer. ...... 322/23, 327
Realsteuerzuschläge ............... 496/97
Schulden (Auslands- und Inlandsschulden).............
 281/89, 302, 306
Umsatzsteuer. ..............0...... 426/27
Vermögensteuer ..... „.... 399/400
Zuschußbedarf je Kopf.............. 188
Grunderwerbsteuer (einschl. Wertzuwachssteuer)

Einnahmen .......... „0... 224f8,, 433
Grundsatzgesetzgebung .............*790
Grund- und Gebäudesteuer
Rechtsgrundlagen. .......0...0.0...... 4791
Bedeutung gegenüber 1913 ‚...... 474/75
Einnahmen, aus — ....00000000000000 2041
der Länder und Gemeinden (getrennt)
226/27
der einzelnen Länder und ihrer Ge-MEINdeN
 v.0...0.00.000000000040,« Q3UMM
der einzelnen Länder einschl. Gemeinden
 ...0......0..00...0000..474/75
je Kopf v...000.0000004.1. 240/41, 478
Zuschläge in Groß- und Mittelstädten 496/97
Grundsteuer
Belgien
Rechtsgrundlagen. .......... 674, 681
Ertrag s..0.000000000000000000000 710
Stellung im Steuersystem....... 671
Italien
Rechtsgrundlagen. .......... 677, 685
Eriragsesarnırk ker nnrhnnnanrers FRÜ
„Stellung im Steuersystem....... 671
Österreich
Bemessungsgrundlage ........... 678
Ertraß.....000000000000000004001 VORM
Stellung im Steuersystem....... 672
Grundstücke, bebaute und unbebaute
Einheitswerte ..........0..00.00000.,. 372/73
Grund- und Kapitalvermögen
Einnahmen des Reichs.............. 202
— der Länder ..........0 00 0.000044 208
Grundvermögen
Deutsches Reich
Steuerpflichtige und Betrag... 378/79
Vermögenschichtung .......... 394/95
Frankreich
Steuern auf den Reinertrag ..... 584

Haager Abkommen (1930)...... 258, *768ff.
Halbfabrikate und Rohstoffe
Zolleinnahmen . ‚+... 466f., 469
Hamburg
BeamtenbesoldungsgesetZ............ 35
Besoldungsplan .......0..0000000010044 41
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte,.................0.00, 364.
Einkommensteuer
Schlüsselanteile ................ 89
Veranlagungsergebnisse. ..... 329, 3381.
Einkommen- und Körperschaitsteuer
Einnahmen .............238, 240/41
Krwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97

Seite
Gebäudeentschuldungssteuer (Grundsteuerzuschlag
 zur Durchführung des
Geldentwertungsausgleichs)
Rechtsgrundlagen. ........... 92, 484f
Einnahmen .. 238, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf................. 472
Gemeindestenern s. Landes- und Gemeindesteuern,.....
 1.0.0.0... 1008
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 485ff
Einnahmen .. 238, 240/41, 474£., 478
Gewerbeertragsteuer ............ 490/91
Lohnsummensteuer ............... 487
ärundsteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen ...238, 240/41, 474£., 475
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 389
Veranlagungsergebnisse ... 350f., 356f.
Landes- und Gemeindesteuern ....... 100ff
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und veranlagtelandwirtschaftliche
 Fläche 499
Einkünfte....... ...00000 5008
Lastenverteilung
Örtspolizei .....00.0000000000
POlZCla4 4:0 He
Wohlfahrtspflege. .........000004
Fürsorgeerziehung ..........0.0.00
Volks- und Mittelschulen........
Fortbildungs- und Fachschulen .. 75
Höhere Schulen .., 76
Wegebatll ......... .. 86
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer .... 316 £., 320, 326
Personal, öffentliches........... 20% 30f
Realsteuern.
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden ...................,. 297, 301
Schüler, Anzahl ...... „2.044 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 196f
Gesamteinnahmen gegliedert
nach Steuerarten ............. 238
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ......0....... 244£.
je Kopf a..0.000000000000000,0 240/41
Umsatzsteuer... 238, 240f., 420, 423, 428,
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSE
 v000000000000001444, 3828, 392.
Volkseinkommen. ................... 545
Zuschußbedarf
je Kopf o.....000000000000000000 186
desgl. nach Verwaltungszweigen.. 18811
dand- und Spanndienste (Wegebau).. 82
Handel, Förderung von (s. auch Landwirtschaft)........
 116/17, 1181f., 125, 128,
164/65, 190/91
UmsatZ......00 0.0000 000 040004 413
Handel und Gewerbe s. Verwaltungsaufbau

Einkommen aus -— ........0...00000 543
Handelsschiffahrt s. Verkehr.
        <pb n="716" />
        377

Hannover (Stadt)
Besteuerung kapital- bzw. arbeitsintensiver
 Gewerbebetriebe ... 519, 521
Realsteuerzuschläge ................. 520
HMansestädte s. Hamburg, Bremen,
Lübeck
Hauptstädte, Sonderstellung*. ......... 630
Haushalt, außerordentlicher........ 264
Haushalt, methodisches ............... 9
Beitrag zur Deckung der äußeren
Kriegslasten (Dawes- und Young-Dal)
 cr. eurer a new DD, OR
Haushaltsanweisungen .............. 11
Haushalts-Ist und -Soll ............. 247
Haushalts- und Rechnungswesen s.
Verwaltungsaufbau
Hauszinssteuer
Rechtserundlagen.......... 91/92, 484/85
Einnahmen .......0.000000000004000000 ZU,
Länder und Gemeinden (getrennt) ... 2261.
Einzelne Länder und ihre Gemeinden 234ff,
Einzelne Länder einschließlich Gemeinden
 ......0.0.....0000000040 474/75
je Kopf a.0..0.00000000000000 240/41 , 478
Verwendung für den allgemeinen Fi-Nanzbedatf........00000000000000&amp;gt;
 478
Heeresfriedenskommission .......... 251
Heeres- und Flottenstärke
Deutsches Reich.......... ........ 24
Großbritannien ..................0.. 565
Frankreich. ........ »: kw DT8
Belgien ............ 500 590
[talien. ... 601
Hessen
Bevölkerungs- uhd Wirtschaftsstruktur
 .....0.....0..0.,0000000 186/87
Einheitswerte ..,.. ...... 364.
dinkommensteuer
Schlüsselanteile ‚............... 89
Veranlagungsergebnisse .,. 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Bedeutung gegenüber 1913 ...... 4741,
Einnahmen ............. 234f., 240£.
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196f,
ebäudeentschuldungsteuer (Sonderebäudesteuer)

Rechtsgrundlagen. ........,. 92, 484f.
Einnahmen 284f., 240£f., 4741, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf, ........ ..... 472
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 486
Bedeutung gegenüber 1913 ...... 474f.
Einnahmen 234f., 240f., 4741., 478
Gewerbeertragsteuer ......... 486, 490£.
Gewerbekapitalsteuer. ........ 487, 492
irundsteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 480f,
Bedeutung gegenüber 1913 ...... 474f.
Einnahmen. .. 234f., 240£f., 4741, 478
Körnerschaftsteuer
Schlüsselanteile ................ 89
Veranlagungsergebnisse .... 3501, 356f.
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige u, veranlagtelandwirtschaftliche
 Fläche 499
Zinkünfte. .. 500

Seite

Lastenverteilung
Ortspolizei.......... 0.00.0000... 44
Lehrkräfte, Anzahl .............. 60/61
Lohn(einkommen)steuer ... 316f., 320, 326
Personal, öffentliches... ....... 20£, 30f£.
Realsteuern
Anteil an den GesamtsteuereinnahmeN..........0....0...,.
 471
Schüler, Anzahl ‚..........,..... 60/61
Schulden ...... ...... 297, 301
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ............ 196f,
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ‚...........0..0...100 235
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde............... 242/43
je Kopf ucccıai ren nserıumwnrııın E00
Jmsatzsteuer .... 234/35, 240/41,
420, 423, 428/29
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-USE
 rk k ri enankkerarmnerEs SORT, DOT.
Volkseinkommen. ......... „... 545
Zuschußbedarf
je Kopf os0.0000000000000000000 186
desgl, nach Verwaltungszweigen.. 188.
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei. ...000000..000 000000 Ad
Wohlfahrtswesen.............. 59
Schulwesen ......0.0....0...0.00 79
Verkehrswesen. .........:..... 83
desegl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete.. 184f,
Hoheitsverwaltung: Begriff (s. auch
Eigentliche Verwaltung).............. 664ff.
Home Office (Großbritannien)..... 564, 620
Touse of Commons* (s. auch Parlamente) 562
Touse of Lords* (s, auch Parlamente) ... 562
Täouse of Representatives (I. 5. A.) (8.
auch Parlamente). ... „ v0, u 610
Ädundesteuer... 000000 ZU4E,
Aygienische Maßnahmen s. Soziale Aufgaben

Iypotheken
Gesetz über Aufwertung u. dgl....... 278
Anteil an’ der öffentlichen Verschuldung 268{ff.

Seite

indemnite nette* ‚......0.....000..000 7601,
‘ndependant Establishments (U.S.A.) 610
ndia Office (Großbritannien).......... 564
Miele „0.0.04. 567, 569, 622
Irischer Freistaat. „. 568
"ndustrie
Staatliche Förderung ..... 116/17, 118/19,
125, 128, 164/65, 190/91
Umsatz. .........04 ....... 4134
(ndustrieschuldverschreibungen
Sonderleistungen in Erfüllung des Londaner
 Abkommens
224, 226, 251, 255, 257
(nhaberpapiere als öffentliche
Schuldform v.00...000000 0.000000. BOB
Inlandsschuld (s. auch Verschuldung) 286,
Anteil an der Gesamtschuld......... 286
Anteil von Reich, Ländern und Gemeinden
 . 0... 286%.
        <pb n="717" />
        878 —

Seite
Gliederung nach Gläubigern und Zins-Sale
 rear erehnenn nn 88
Verwendung nach Art und Form ‚... 289
Innere und äußere Schuld (s. auch
Verschuldung)
Verhältnis vor und nach dem Kriege*
757, 763f,
[nteralliierte Schulden s. Politische
Schulden,
Interalliierte Schuldenabkommen s.
; Fundierungsabkommen,
{nternationaler Schuldenvergleich* 757,
Internierungskosten belgischerTruppen-VA
 A
Invaliden- und Alıtersversicherung,
8. Sozialversicherung.
Irrenfürsorge s. Anormale,
isteinnahmen (s. auch Kassengebarung*}
Steuern insgesamt .................. 2981
aus Verbrauchsteuern und Zöllen (Über-Sicht
 .....000.000.000000000004 1, 452/58
der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden
 nach Steuerarten ........ 234{ff,
des Reichs aus Beförderung-, Kraftfahrzeug-
 und Vermögenverkehr- .
steuern... Sa 432.
Istrechnungen
Abschluß der — ‚... .. .... 247.
Begriff ........ .....0. 11
[talien
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands. ............0........ 256
Verwaltungsaufbau und Finanzausgleich of
599ff.
Steuersystem ........... 671ff,, 677, 692ff,
Schuldenwesen.......... 754ff., 762, 772
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
‚817£., 836
Kassengebarung ...... ..0n0000 BEl
Ausgaben nach Gebietskörperschaften 606
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
ZTUppeNWEISE s..0sıereeee nen BIIE,
Innere und äußere Schnld,.......... R48%.

Japan
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands. .......0....00...0.... 256
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
819, 837
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
ZTUpPeN WEISE, v0r0000000000000000 40 8461
Innere und äußere Schuld........... 848f
Joint Exchequer Board (Nordirland) 562
Judicial Committee of the Privy
Connsil . 562. 568

Jugendwohlfahrt (s. auch Verwaltungsaufbau
 und Soziale Aufvaben)
Ausgaben ‚..0.0000..000 2000000404 194
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben u. spezielle Deckungsmittel 156/57
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung nach Gebietskörper-Schaffen
 .........0.00.0......0. 118ff
in den Ländern je Kopf ..... 190/91

Seite
Jugendwohlfahrtspflege.......... 49, 56
Yugoslawien
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands. ..........000..0..0.4,: 2356
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
820, 837
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Juristische Personen
Nichtverteilte Überschüsse........... 542
Aufkommen an Gesellschaftsteuer .... 434
Justiz s. Rechtspflege

Kabinett s. Verwaltungsaufbau
Kabinettsregierungen,ihre verschiedene
Bedeutung” see 617
Kabinettsystem (U. S. A., Staaten) .... 613
Kaffee und Kaffeeersatz
Zollerträge und verzollte Mengen. 452, 469
Steuer- und Zollerträge* „........... 702.
Verbrauchsmengen und Belastungsziffern*
 .,.... „00004. 7028.
Kakao
Zollerträge und verzollte Mengen 452, 469
*702.
Kanada, Stellung im Britischen Reich
Bundesfinanzen nach Originalausweisen
815, 836
Bundessteuer- und -zolleinnahmen,
ZTUppeNWEiSE. .....0.0.0.0.00.000400. S4Q8,
Innere und äußere Schuld........... 848£.
Kanalinseln, Stellung im Britischen Reich 5664f,
Kantone
Schweiz ........., „0.0.0. 7818
Frankreich .......0.0.0.000000000000000+ 580
Kapitalertrag, Besteuerung 331, 333, *674f,,
680.

K

Kapitalgesellschaften
Aufkommen an Gesellschaftsteuer .... 434
Kapitalverkehrsteuern ........... 433/34
Kapitalvermögen
Veranlagtes Einkommen........ 331, 540
Einkommen insgesamt .............. 543
Schichtung........ „-... 336/37
Kassengebarung .
KassennachwWeis® ......0...0........0 9
Großbritannien, Frankreich, Italien,
A A
Kassenzahlen ........... 2. ....... 12
Kinderreiche Familien
Unterstützung in Frankreich ........ 639
Unterstützung in Italien ‚........... 643
King in Council (Großbritannien) ...... 562
King in Parliament (Großbritannien) 562
Kirchenwesen
Zuschußbedarf
Entwicklung ,............0.0.000 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaften
 ........... 00000000400 118,
in den Ländern ie Kopf........ 190/91
AUSSabeN. 00.0000000000000000000000 124
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 150/51
Ausgaben s. Ausgabezwecke (internat.)* 624
ZuständigesMinisterium*s. Verwaltungsanfhan
        <pb n="718" />
        379 —

Seite
Kolonialgesellschaften s. Aktiengesellschaften
 ........ 2000000. 352/58
Kolonien
Zuschußbedarf „................. 116/17
N
Spezielle Deckungsmittel ‚........... 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
176/77
intern.* (s, auch Verwaltungsaufbau
u. Ausgabezwecke)........... 557, 622
Kommanditgesellschaften s. Aktiengesellschaften
 und offene Handelsgesellschaften...
 ; ..«... 352/53, 418/19
Kommerzielle Schulden* ‚.. 744, 757, 778
äroßbritannien ‚......... 744, 76418, 7718,
Frankreich..... 746, 750, 760, 764{f., 7714£,
Belgien. ........... 752f., 761, 764ff., 7714.
Jtalien..2...0............ 756, 7641., 7718.
Kommunalaufsicht*s, Gemeindeaufsicht;
(s. auch Personal)*
Kommunalbeamte und -angestellte
(s. auch Personal) ........ 26, 30/31, 32/833
Kommunalbetriebe s. Erwerbsvermögen 2114.
international ,......0.00000.000000010 645
Kommunales Wohnungswesen (GroßbritannienN)
 s....0000e rer. 645
Kommunalschuld
Gesamtsumme. .......0..,.0.000.00010 304
Gegliedert nach Gläubiger, Zinssatz und
Laufzeit in den Gemeindegrößenklassen
 undin Gebietsteilen 302£., 308/09
desgl. nach Art und Form der Verwendung.
 .............. 306/07, 310/11
Kommunalsteuern (s. auch Gemeinden
und Steuer- und Zollerträge, Finanzausgleich*)
 92 ff., 226/27, 2341f., 242 f,, 4704.
Kompetenzverteilung* (s. auch Aufgabenvertelung)*
 „....0000000000004000440 609
Kongress (U. S. A.) (s. auch Parlament) 610
König* s. Verwaltungsaufbau
Konsolidierungsanleihe von 1921
(Blei)... sven rer hm VOL, 760
Konsumvereine (Besteuerung)......... 486
Kontokorrentkredit ;
Anteil an der öffentlichen Verschuldung
268/69
Konvertierungsanleihe (Großbrit.)
s. Conversion Loan ;
Kopfsteuern (U.SıA).......0.000000,, 784
Kopfzahlen (notwendige Vorbehalte bei) 189
Körperschaften, insgesamt
Einkommenschichtung. ........... 354/55
Xörperschaftsteuer(s. auch Einkommensteuer)

Schlüsselanteil der Länder....... 89, 239
Garantiebestimmung (Finanzausgleich) 239
Rechtsgrundlagen. ............0...., 314
Veranlagungsergebnisse ........... 348/58
Einkommen nach Arten......... 349ff
Einkommenschichtung ‚......... 354ff.
Durchschnittsbeträge an‘ Ein-„„.
 kommen und Steuer... ..... 356,
N EN
Rechtsgrundlage .................. 678
0
Stellung im Steuersystem .... 372

Seite
Korporationsministerium (Italien)
602, 617, 625
KraftfahrzeugsteueT................. 83
Rechtsgrundlagen........... 432/33, *707
Einnahmen ..............,., 224ff,, 432
Verteilung ....... .... 233
Ertrag. erkennen ALLE.
Zuschläge der nachgeordneten Gebietskörperschaften*
 .........0.....,., 707
Kraftverkehrsgesellschaften des Reichs
Überschüsse und Zuschüsse..... 202, 204
Krankenhilfe s. Soziale Aufgaben*
Krankenversicherung* (s. auch Soziale
Aufgaben) ..........0.000 0000000000000 604
Verwaltungsaufbau”* ..........000... 637,
Kreditaufnahme, öffentliche, s. Versehuldung.
 %
Kreditmarktmittel
Schulden aus — 0.0.000000000000000+ 265
Kreditunternehmungen
Überschüsse und Zuschüsse der Gemeinden
 ................. 213, 214/15
Überschüsse und Zuschüsse nach Gemeindegrößenklassen
 ........... 218/19
Reinüberschüsse .................... 930.
Kreuger-Anleihe (Frankreich) ......... 750
Kriegsanleihen und Nachkriegsanleihen*
Deutsches Reich s. Verschuldung
Großbritannien .......... 741ff., 758, 764ff.
Frankreich............. 746ff., 759, 764.
Belgien ................ 7511f,, 760, 7648
Xriegsbeschädigte...... ... 254
&amp;lt;riegshinterbliebene ... .. 254
Zriegslasten
Entwicklung ............ 116/17, 252/53
AUSgabeN v0..000000000000000000000 125
Spezielle Deckungsmittel‘ ........... 128
Ausgaben und spezielle Deckungs-1

Innere und äußere (Sonderabhand-JüN
 )e rer Gr SOLO
Deckung der äußeren (Haushaltsbeitrag,
Beförderungsteuer, Reichsbahnbe-Jastung,
 Industriebelastung)........ 257
methodisch” .....00000000000000000 559
zuständ. Ministerien* (s. auch Verwaltungsaufbau)

Ausgaben s. Ausgabezwecke* .. 648, 795
Kriegslastenkommission........... 251
Xriegsministerium ss. Landesverteidigung

Kriegsschäden
Abwicklungsstelle....... ........... 22
Reichsentschädigungsamt............ 251
Kriegsschädenschlußgesetz.......... 253
Kriegsschädenschuldbuchforderungen...

Kriegsschuld
belgische, Tilgung durch Deutschland 255
Italien an Großbritannien ...... 756, 762
Italien an U.S. A. 0. ........, 756, 762
Interalliierte ....... ........x 262
Kriegsversorgung..... ..:... 251, 254/55
KrisenfürsOrg®......000.0000.000000000 49
Kronkolonien und Protektorate (GroßbritannieN).
 0.0.0.0 000000000000000000 B67E
Kronrat (Großbritannien) . . .... 562
        <pb n="719" />
        Seite
Kultus s. Kirchenwesen
Kunstseide* (s. auch Seide)
Steuer- und Zollerträge ............. 704f.
Verbrauchsmengen und Belastungs-Ziele
 ereeeees TO4E,
Kunst (s. auch Bildungswesen, Wissenschaft
 und Kunst) 116/17, 1181, 124,
127, 148/49, 190/91

Landarmenverband ................,. 49
Länder in Österreich s. Österreich
Landesfürsorgeverband.............. 49
Landeshilfsbedürftige ............... 56
Landesschulkasse.................... 17
Landessteuern (System) ........... 92/102
* Realsteuern ‚...........0.0000,.. 470/97
Landesverteidigung* (s. auch Wehr»
macht)
U
Zuständiges Ministerium s. Verwaltungsaufbau

Ausgaben s. Ausgabezwecke
Internationaler Vergleich ‚.. 622, 649, 661
Durchschnittsbesoldung ............. 663
Land tax (Großbritannien)
Ertraß ee eerrer een 7168,
Stellung im Steuersystem ........... 672
Land- und Forstwirtschaft
Veranlagtes Einkommen 331, 336/37, 540
Überschüsse und Zuschüsse der
CS
desgl. der Gemeinden nach Gemeindegrößenklassen
 ‚................ 218/19
Internationaler Vergleich* ‚..... 626, 635
Landwirtschaft
Ausgaben für Förderung ........... 125
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
 der Gebietskörnerschaften 164/65
Zuschußbedarf
Entwicklung ‚...... 00.00... 116/17
Verteilung ‚..........000000000000 118,
in den Ländern je Kopf ........ 190/91
UMSBbZeeeerere ee AUBE,
Wirtschaftslage und Besteuerung 498/513
Betriebszählung ............0.., 498
Einheitswerte ......... 361ff.,, 372/73
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte Fläche ............ 499
Einkünfte .............. 500/02, 540
Vermögen. ........... 378/79, 394/95
Verschuldung ................,. 505,
Zinsbelastung .„.............. 509/10
Steuerbelastung ............. 510/138
Einkommen .....0000000000004440000 543
Anteil am Volkseinkommen.......... 546
Bundessubventionen U.5S.A.792,Schweiz 794
zuständige Ministerien und deren Anfgaben*

Großbritannien ..........-Frankreich.....

Belgien .... -
Italien....
Ausgaben s. Ausgabezwecke
Besteuerung“. ............... 6741f,, 6804,
Einkommen* (steuerpflichtiges) und Anteil
 am Volkseinkommen -......... 734ff

580

Beite
Langfristige Schulden* (Vorkriegs-,
Kriegs- und Nachkriegsanleihen s. Verschuldung

Lastenverteilung (Preußen, Bayern,
Sachsen, Württemberg, Baden, Hamburg)
 für: .. «4 ww. 178,
POli2eh era reerre Gene k Ka00m MOM,
Armen- und Wohlfahrtspflege. ..... 50/55
Fürsorgeerziehung ........0...0..0 56/57
Erwerbslosenfürsorge.......... 56, 58/59
Volksschulen .................... 60, 621,
Fortbildungs- und Fachschulen ... 61, 68ff,
Mittelschulen. ........0.00..0.0000000000  7BE,
Höhere Schulen ... „... 74, 76,
Wegeball ......0.000000000000400+ 80, Bf,
International: Großbritannien, Frankreich,
 Belgien, Italien
Begriff (Schema) ............... 788.
Bildungswesen, ..1.............. 635
Polizel.......... 20000400, 633
Rechtspflege ................0.. 634
Soziale Verwaltung ........ . 6378,
Straßen- und Wegebau....... .. 636
Rechtsgrundlagen
Großbritannien, Frankreich,
Belgien, Italien
571, 584, 595, 603, 631££.
U. 8. A., Schweiz, Österreich
 ...... 7781f., 782ff., 7851f.
Lehrkräfte, Anzahl in deutschen Ländern
8. Personal .:........0.0..00000000000 60/61
“Lehrlingsteuer (Frankreich) .......... 672
Leibesübungen (s. auch Jugendwohlfahrt)
“‚eistungsverwaltung* (s, auch KEigentliche
 Verwaltung)* ‚.... „0.00. 664
Leuchtmittel
Besteuerung und Verzollung .... 451, 454
Liköre s. Alkoholsteuern
Liktoren-Anleihe (Italien) ...... 756, 762
„imonadesteuer . 457
ippe
Bevölkerungs- und Wirtschafts-SirUKtUr
 v0.0000000000000000000 186/87
Einheitswerfe ‚.........0...0.0.00000. 364,
Einkommensteuer
Schlüsselanteile ................ 89
Veranlagungsergebnisse.., 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ‚......... 236/37, 240/41
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer
Rechtsgrundlagen „....... 92, 484/85
Kinnahmen ‚.....,... 236/37, 240/41
Gewerbesteuer
Einnahmen ‚......... 236/37, 240/41
Grundsteuer
Einnahmen ‚......... 236/37, 240/41
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile ......:......... 89
Veranlagungsergebnisse .. 350/51, 357
Landwirtschaft
Betriebszählung ..........0...... 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
1
Einkünfte . ROOF$.
        <pb n="720" />
        — 881 —
Seite

Lastenverteilung
Ortspolizel......... 10.000 44
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Schüler, Anzahl.... 0.0000. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 196.
Gesamteinnahmen, gegliedert nach
Steuerarten ...........0.0..... 237
Et DA
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde.................... 244
Umsatzsteuer ... 236/37, 240/41, 420, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NISSE
 vo00000000000000001+ 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
N
desgl. nach Verwaltungszweigen 188.
Anteil von Land und Gemeinde für
POoliZ@i....0.0000000000000000 MM
Wohlfahrtswesen ........... 59
Schulwesen ................ 79
Verkehrswesen ............. 83
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85
Liquidationsschädengesetz
Zahlungen ‚.......0..000..0000000+ 252/53
Local Rates s. Rates (Großbritannien).
Lohn und Gehalt
Einkommen aus.............. 3161, 543
Einkommenschichtung 321/22, 325, 334/35
international* Gr., Fr., U.S.A, .. 734f.
Lohn(einkommen)steuer, Statistik 315/328
Pflichtige, Zahl und Geschlecht 1926
und 1928 ..0.00000000000000104444 316
Pflichtige, belastete Einkommen und
„Steuer 1926 und 1928 .... 316M., 326
Einkommen- und Steuerkopfzahlen... 320
Lohn- (Fürsorge-) Abgabe (Österreich)
I ...00004 DE,
Stellung im Steuersystem ........... 672
Lohnfragen* s. Arbeiterfragen
Lohnsummensteuer (s. auch Gewerbesteuer)

Rechtsgrundlagen. ..........0........ 487
Zuschläge in Groß- und Mittelstädten 496/97
Lokale Aufgabenverteilung in Großbritannien,
 Frankreich, Belgien, Italien 631£.
Lokalverwaltung s. Gemeinden,
London
Allgemein. ...... ‚0... 630
(Ya rn ‚.. 57
Grafschäfß ..........0.000000000000000 570
Londoner Abkommen (Sonderleistungen)
224, 226, 252/53, 257
Londoner Ultimatum .... ........... 255
Lord Chancellor (Großbritannien) 562, 620
Lord Lieutenant (Großbritannien) ..... 570
Lardsiegelbewahrer (Großbritannien)
564, 617
Lotterie
Überschüsse der Länder........ 206, 209
—— steuer .... ... 438

Lübeck
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte ...........0.......... 364H.
Einkommensteuer
Schlüsselanteile..............1.. 39
Veranlagungsergebnisse,. 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .....,...... 238, 240/41
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Aufwerfungsteuer)

Rechtsgrundlagen. .........92, 484/85
Einnahmen .. 238, 240/41, 474/75, 478
Verwendung‘ für den allgemeinen
Finanzbedarf . . - 2.000400 402
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 485.
Einnahmen 238, 240/41, 474/75, 478
Gewerbeertragsteuer ...... 486, 490/91
Lohnsummensteuer ............... 487
Grundsteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 482/83
Einnahmen 238, 240/41, 474/75, 478
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse
350/51, 356/57

Seite

Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche 499
Einkünfte, ..........0.. -.... 5008.
Lastenverteilung
Ortspolizel........ 000000000000 MM
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer.. 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Realsteuern
Anteil an den, Gesamtsteuereinnahmen
 ..........0.00000000000 471
Schulden ................ 296/97, 300/01
Schüler, Anzahl.................. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten .........0. .....1. 238
je Kopf ascanerner er eernrertnn BAl
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ..............« 245
Umsatzsteuer... 238, 240/41, 420, 423, 428 ff.
Vermögensteuer, Veranlagungsergebnisse..............
 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
je Kopf......00000000000001 04 186
desgl. nach Verwaltungszweigen. . 188.
Luftfahrt*s. Landesverteidieung und Verkehrswesen

Lustbarkeitsteuern* s. Vergnügungs-SfCUEE
 0000er ernennen H00000 700, TUE,
Luxusumsatzstaher ee00nne en 407
Maire (Bürgermeister), Frankreich,...... 582
Malta .....0.0.0.0000000 WaRELe mn DO
Margarine® .....00000000000 0000000000 7028,
Marine* s. Verwaltungsaufbau

Pinanzen und Steuern.
        <pb n="721" />
        882

Markabkommen
Leistungen Deutschlands an Belgien
258, 263
Marokko (Frankreich) ‚................ 622
Maß- und Gewichtswesen s. Verwaltungsaufbau

Matrikularbeiträge
ungedeckte Überweisungen der Länder
an das Reich insgesamt........ 226/27
-— der einzelnen Länder............. 234{ff
Kopfbeträge in den einzelnen Ländern
240/41
Mayor (Großbritannien) „............... 570
Mayor (Lokalverwaltung New York) 615
Mecklenburg-Schwerin
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur .
186/87
Einheitswerte ‚..............0...... 364
Einkommensteuer
Schlüsselanteile. ................ 89
Veranlagungsergebnisse ,, 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Mietzinssteuer)

Rechtsgrundlagen...... 91/92, 484/85
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf................. 472
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen .............. 485ff
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 .,. 474/75
Gewerbeertragsteuer ........... 490/91
Gewerbekapitalsteuer ..... 486/87, 493
Grundsteuer
Rechtsgrundlagen. ,.......... 482/83
Einnahmen 286/37, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landwirtschaft
Betriebszählung ‚............... 498
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche 499
Einkünfte. .......... . 500£
Lastenverteilung
Ortspolizei..... .... 4
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer.. 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21. 30/31
Realsteuern
Anteil an den Gesamtsteuerein-NahMEN
 ver rreer kn kku QTL
Schüler, Anzahl ...... .......... 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 194ff.
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten „.. ww. 280
je Kopf rear 240
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ...........,... 948

Seite

Seite
Umsatzsteuer .. 2836/37, 240/41, 420, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergebnisse..............
 382/83, 392/93
Zuschußbedarf
je Kopf areerereeeeen 186
desgl. nach Verwaltungszweigen,. 188ff
Anteil von Land und Gemeinde für
U
Wohlfahrtswesen. ........... 59
Schulwesen ...,............ 79
Verkehrswesen. ,............ 83
lesg]. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85

Mecklenburg-Strelitz
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte .............00.00.00.. 364
Einkommensteuer
Schlüsselanteile. ................ 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ........... 236/37, 240/47
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungstener (Hauszinssteuer)

Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Gewerbesteuer
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Grundsteuer
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
„andwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche errzerrrn JOD
Einkünfte... ...... ‚.. 5001
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer. . 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Schüler, Anzahl .................. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 194{ff
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten . 4.0 0m: D87
je Kopf acer 941
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde. ................... 244
Umsatzsteuer. .,. 236/37, 240/41, 421, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSe.000000000000004,,.
 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
a DA
desgl. nach Verwaltungszweigen.. 188£f
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei. ....000000000000000, 44
Wohlfahrtswesen, ........... 59
Schulwesen ...... ......... 79
Verkehrswesen. ............. 83
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85
Melasse, Verzollung ................... 449
Meliorationswesen*.. , ........ 635. 799
        <pb n="722" />
        83 —

Seite
Mellon-Berenger-Abkommen*
; ; 750, 764, 766.
Memorandum, Gleichzeitiges, zum Sachverständigenbericht*
 „.........0:...... 7661.
MetropolitanBoroughs (Großbritannien) 572
Militärpersonen (s. auch Personal)
Anzahl in Reichsheer und Reichsmarine
17, 23
Miliz s. Verwaltungsaufbau.
Mineralöle
Besteuerung und Verzollung ...... 458/59
Mineralwasser
Besteuerung. ........0...0....0... 457/58
3teuer- und Zollerträge* ............ VOR.
Verbrauchsmengen und Belastungsziffern*
 .... 200544404. 702.
Ministerien*
Großbritannien .........0....000000.0. 562.
Frankreich. .......00.0.0.000.0.0000000000 STE.
Belgien ......000000000000 0000000000 589,
[talien.......... .. 599ff.
TS Ar zrerere ee 609,
Winisterpräsident*(s. auch Verwaltungsaufball)
 ....0.00000000000 „0.000404 617
Ministerrat* s, Kabinett.
Mittelfristige Schatzanweisungen*
Großbritannien ......... 7411€., 758, 7644.
Frankreich..........- ... 748, 759, 764ff.
Belgien ....- 751, 761, 7644.
italien....... 756, 762, 764,
Mittelschulen.... „42 78
Lastenverteilung. . . .. 74/75
Wittelstädte
Betriebe, Überschüsse und Zuschüsse
211, 216 €
Einkommensteuer (veranlagte)
330, 332/33, 342/43, 346/47
Körperschaftsteuer.......... 356/57, 359
Lohn(einkommen)steuer ... 322, 324, 328
Realsteuerzuschläge .........,.... 496/97
Schulden ................ 302/03, 306/07
Zuschußbedarf je Kopf ............. 188
Mixed Claims nach deutsch-amerikanischem
 Abkommen .,............... 258/59
Monopole*...... ..0000004 627
Morgan-Anleihe (XItalien)......... 756, 762
Municipal Boroughs (Großbritannien)
572 630

München
Besteuerung kapital- bzw. arbeitsintensiver
 Gewerbebetriebe ....... 519
Realsteuerzuschläge .... ..... 520
Münze* s, Finanzverwaltung
Münzwesen
Überschüsse des Reichs ........ 201, 204
Überschüsse der Länder.../.......... 209
Mutterschaftsversicherung (Italien) .. 643
Mutter- und Jugendschutz s. Soziale
Verwaltung *

Nachlaß (s. auch Erbschaftsteuer)
Nachlaßfälle und Bevölkerungszahl*,. 740
Steuerbetrag* ‚..........00000000000+ 7388.
Verteilung der Nachlaßfälle nach
Größenklassen*. .....-. Ve00000 7388,

Seite
Nachlaßgebühren (Österreich)......... 672
ErtIäß...0000000010000000000004+ 722/23
Reelle Steuersätze für bestimmte Nach-I

Stellung im Steuersystem ........... 672
Vachlaßsteuer (Großbritannien und
Frankreich)
N
Reelle Steuersätze für bestimmte Nach-JÄSSE
 ri akema re kt ‚0... 689
Stellung im Steuersystem ........... 672
Nationale Erziehung (Italien) ........ 600
Naturkatastrophen, staatliche Zuschüsse
(Italien) .........0000-- ......... 644
Neapel...... .....04« 630
Verwaltung . .... 604
Neckar A.-G.
Zuschüsse des Reichs ........... 202, 207
Netto-Außenzahlungen
N
Ausland ................, 752, 757, 7661,
Großbritannien .............0..0.0..+ 760
Frankreich..... 0.0.0.0.00.00000000000 770
Belzielt 00.000.000 ... 752, 771
Italien. .......0..000 2 000000000004044 772
Vetto-Entschädigung (Indemnite nette)* 769 ff.
Neue Provinzen Italiens, Krankenversicherung
 ‚......00.00000000000000 00 644
Veufundland (Stellung im Britischen
RCICM)E HR EEE EEE ERS ER SE aa OO
Veuseeland (Stellung im Britischen Reich) 566
Neuverschuldung -
ausländische ............0...0000000+ 2811.
inländische. ..... 2.0... 2868,
New York
Stab. .......0.00.200 0000000000004 44 613
Stadt ..0..0.000000 ce.400 G10
Viederlande ;
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
821, 837
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppen WEiSE, .......000400000 re 844.
Innere und äußere Schuld........... 848£.
Vordirland
Stellung im Britischen Reich 566, 568, 617
Finanzausgleich zwischen Nordirland
und Großbritannien. . .... 566
Vorwegen ,
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
822, 838
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
ZTUPPENWEISE 2.0..0.0000 001000 844 £.
Innere und äußere Schuld........... 848f.

©
Oberhaus (Großbritannien) (s. auch
Parlament) .....0...00.000000 00000 562
Jberrechnungshof (U.S.A).......... 612
Yberster Gerichtshof (Großbritannien)
(s. auch Rechtspflege).......00000+0+00 620
)bligations de 1a Defense Nationale
(Frankreich) .......0.00002000100000 747, 759
— du Crödit National (Frankreich) ...... 746
— remises en prix des stocks (Frankreich) 764
)bstwein, s. Weinsteuer
)ffene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften
 .
Umsatz .... ..wwm..0 dIBO
56*
        <pb n="723" />
        8384

Seite
Öffentliche Arbeiten (Zuständiges Ministerilum
 s, Verwaltungsaufbau)
Oktroiersatzabgaben (Frankreich)
Ertrag ers eeeree ae ZU,
Stellung im Steuersystem .... ..... 673
Oldenburg
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte ............0.0.0....0.0. 364H.
Einkommensteuer
Schlüsselantele................. 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungssteuer (Steuer
vom bebauten Grundbesitz)
Rechtsgrundlagen ........ 92, 484/85
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf, ..............., 472
Gebäudesteuer s. Grundsteuer
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. ‚.......... 485/86ff.
Einnahmen 236/37, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gewerbeertragsteuer ........... 490/91
Grundsteuer, Gebäudesteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 482/83
Einnahmen 286/87, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile, ..............,. 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche 499
Einkünfte. ..........0.0.0000... 500ff
Lastenverteilung, Ortspolizei......... 44
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer. . ‚316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Realsteuern ;
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schüler, Anzahl .................. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ......... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten . ..... 236
je Kopf arsesrrrrer een 241
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde. ....00.0.00000000000000441 243
Umsatzsteuer. ... 236/37, 240/41, 420, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSE
 s0000000000000244 384/85, 392/93
Zuschußbedar£
je KOPf 2er 186
desgl. nach Verwaltungszweigen ‚., 188f
Anteil von Land und Gemeinde für
PoliZel....000000000000004404 44
Wohlfahrtswesen............ 59
Schulwesen ................ 79
Verkehrswesen ............. 83
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85

z Seite
Ölsämereien*
Steuererträße.........0.0..0.00000000, 704,
Verbrauchsmengen und Belastungs-Ze
 een OLE,
Ortsklassenverzeichnis .............. 41
Ortspolizei, Kostenverteilung {s. auch
Polizei) .......... . ‚0. 44
Österreich
Ausgaben und Einnahmen nach Gebietskörperschaften..
 779/80, 793if,, 804 ff,
Finanzausgleich und Zuständigkeitsverteilung.......
 776ff., 787ff., 802, 804
Bundesfinanzen nach Originalausweisen
823, 838
Bundessteuer- und -zolleinnahmen,
EruppeNWEiSe...............0.,00. 8448,
„Innere und äußere Schuld.,......... 848f.
Österreichische Schuld s. altösterreichische
 Schuld...................,. 762

Paris und Seine-Departement, Ver-Waltung
 ......0000000000 000 000000 580
Pariser Finanzministerabkommen... 256
Parlament* (s, auch Verwaltungsaufbau)
Großbritannien. .............0....... 562
Frankreich........ van nı u DPF,
Belgien. ....... 00000000, 5898,
Italien............, Ka kan DO
U. 5. A., Bund ....... 000.00 610
U. S. A., Gliedstaaten............... 613
Patentamt* (s. Verwaltungsaufbau) ..... 565
Patentsteuer
Ertrag
Frankreich....., ..000044 IQ,
N
Stellung im Steuersystem
Frankreich. ... me OT
Tl sr KR RERLEFEN REG OTTO
Pensionen s, Ausgabearten
Personal, öffentliches................. 17/42
nach Gebietskörperschaften........... 17
nach Verwaltungszweigen........... 19, 22
Personalstand in Reich, Ländern und
Gemeinden. ........ 2..0..0..... 20/21
Insgesamt nach Verwaltungszweigen... 23
in einzelnen Gebietskörperschaften .... 24ff,
Großbritannien .... u Ö7G
Frankreich. ... 0.0040. 588
Belgien..... . ‚0... 598
Italien... ....x... 608
Personalbedarf................ 1241f,, *658
Verhältnis zum Sachbedarf*......... 660ff
Zivilverwaltung*, , xx su ww 000
Wehrmacht” „ee 661
Verhältnis zwischen Staat und nachgeordneten
 Verbänden (Großbritannien,
 Frankreich)................. 662
Durchschnittsbesoldung, Wehrmacht
und Zivilverwaltung (Großbritannien,
Frankreich) ‚..... ..00000 663
Personenvereinigungen, ”SONSLIBE« ..
Einkommen ......0.000000000000 0. 359/53
Podestä, Bürgermeister (Ifalien).... 604, 698
        <pb n="724" />
        885

Polen N
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
824, 838
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppen Weise .........00.0.00000+ SM4f,
Innere und äußere Schuld........... 848f.
Politische Schulden
Großbritannien ....... 7441£., 758, 764, 771€.
Frankreich....... 748ff., 760, 764, 766 7714.
Belgien .......... 7521,, 761, 764, 771.
[talien,.......... 756, 762, 764, 7711.
Interalliierte ..... 744. 757, 766f., 7718.
Poli2el o...0.000000000110000 ‚0000000 Ol
Beamte und Angestellte............. 22
Begriffs ....0.0.000000004 sea MB
Lastenverteilung...... AA.
Zuschußbedarf
in den Gebietskörperschaften .... 43
Vergleich des Länder- und Gemeindeanteils.
 ....... ....... 44
Entwicklung „....0...0000.++ 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaft, 118ff.
in den Ländern je Kopf ...... 188/89
Ausgaben ........0.00000000000000000 124
spezielle Deckungsmittel, ............ 127
Ausgaben und spezielle Deeckungsmittel
 der Gebietskörperschaften 138/39
‚nternational Gr., Fr., B., I. (s. auch
Verwaltungsaufbau*) ..... 619, 629, 6321
Portugal
Anteil an Reparationszahlungen
Deutschlands. ..................0,. 256
Post (s. auch Reichspost), Einnahmen
der Länder .......00.00000000000000+ 206,
Postwesen, zuständige Ministerien
Großbritannien ......0..00.0000000000 0 564
Frankreich... GEREREA HH SE
Belgien ...... 0000000044 591
[talien...... zawcn«« OU
DS Ave ‚... 612
Oräfekt .
Frankreich... 0... 580
Ätalich......00000000000000000000000 628
Prämienanleihe (Belgien) ......... 751, 761
Präsident der Republik s. Verwaltungsaufbau

Prestations (Frankreich)
Ertrag. 000000000000 00 000er 71RE,
Stellung im Steuersystem ........... 672
Preußen
BesoldungsgesetZ ‚......-: ...... 34
Besoldungsordnung ............... 39/40
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruk-ÜÜT
 vesreresenk Chun nn nr 180/87
Zinheitswerte .......0...0.0..0.00.101+ 364.
Einkommensteuer ;
Schlüsselanteile.................° 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ........... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 .,.. 474/75
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Hauszinssteuer)

Rechtsgrundlagen. ......... 92, 484/85
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Terwendung für den allgemeinen
Finanzbedarfi.. ‚.. 47

Saite

Seite
Gemeindesteuern s., Landes- und Gemeindesteuern
 ................. 94/95
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen ............. 485ff,
Einnahmen 234,35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913... 474/75
Gemeindezuschläge in den Städten
mit mehr als 50000 Einwohnern 493/94
Gewerbeertragsteuer
Rechtsgrundlagen. ...... 486, 488/89
3teuerkopfzahlen und - GrundbefräRe
 v.00000000 000 0r ern 473
Bevölkerung, Steuerpflichtige,
Steuerbelastete und Steuergrundbeträge
 nach Gemeindegrößen-Klasse
 ....0..000000000000000 476
Gemeindezuschläge in Städten über
50000 Einwohner.......... 493/94
Gewerbekapitalstener 486/87, 492, 493/94
Steuerkopfzahlen und Grundbefräßg@
 o.0.0.0000000 nn en nr EL HAN 473
Lohnsummensteuer ........ 487, 493/94
Steuerkopfzahlen und Grundbefräge
 0000000000000 000000 473
Gewerbliche Betriebe
Auswirkung des Steuersystems nach
arbeits- und kapitalintensiven
Betrieben ...........000000000+ 5138.
Grundvermögensteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gemeindezuschläge in Städten mit
mehr als 50 000 Einwohnern 493/94
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landes- und‘ Gemeindesteuern .... 94/95
Landwirtschaft .
Betriebszählung „..........&amp;lt;...« 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche... ax00-Einkünfte.
 ..........
Lasten verteilung
Ortspolizei ....0.....0000011t ht 44
POliZeL..00.0000000000001000 10000 456
Wohlfahrtspflege. ........000+11t 50
Fürsorgeerziehung ......0000000t 57
Volksschulen ....0....000000000+ 62
Fortbildungs- und Fachschulen, . 68/69
Mittelschulen. .........5.....00+ 74
Höhere Schulen ..........+.::++ 76
Wegeball .......0.0 00H ‚84
Lehrkräfte, Anzahl ........0.0.00000 60/61
Lohn(einkommen)steuer .. 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches.....- 20/21. 30/31
Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden .......+.4« „0.0... 296, 300
Schüler, Anzahl.........000000000 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .. 195, 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ..... ........... 234
je Kopf o...00000000 00H nr Her 240
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde .- ....... 242

„0.0000 499
= 5008.
        <pb n="725" />
        386

Seite
Umsatzsteuer 234/35, 240/41, 420, 423,428 ff.
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSE
 ...0000.000010011 382/83, 392/93
Volkseinkommen. ..... ......0...... 545
Zuschußbedarf
je Kopf 186
desgl. nach Verwaltungszweigen,. 188,
Anteil von Land und Gemeinde für
Polieren rn na
Wohlfahrtswesen............
Schulwesen .....000ere es
Verkehrswesen. .............
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengzebiete
Privateinkommen 184/85
Anteil am Volkseinkommen.......... 543
Privy Council (Großbritannien) ........ 562
Provinzen s.nachgeordnete Gebietskörper-SCHafteN
 ser
Provinzial-Wirtschaftsbeirat (Italien) 603

Quellenbesteueruneg“

sn au GT,

Realsteuern (s. auch Ertragsteuern)
Stellung im Steuersystem........ 470/73
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen der
N
Einnahmen der Länder ‚.... 474/75, 478
Rechnungsergebnisse.............. 11/12
Rechnungswesen (International) (s.auch
Verwaltungsaufbau*).................. 629
Ausgaben s. Ausgabenzwecke
Rechtspflege
Ausgaben ........... 1:3 194
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ‚..... 140/41
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaften
 ...................,. 118ff.
in den Ländern je Kopf ..... 188/89
methodisch (s. auch Verwaltungsauf-Deren
 pr RR EHE KEEE MER EGEM DOT
International Gr. Fr. B. I. 620, 633f,, 654
Ausgaben* s. Ausgabenzwecke
Rechtssicherheit s. Staats- und Rechtssicherheit

Regierung s. Verwaltungsauflbau
Registergebühren (Belgien)
BEE A
Stellung im System ...........0004.. 690
Regionale Verwaltung (International)* 627
Reichsangestelltentarif........... 35, 42
Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und
Arbeitslosenversicherung. ... .. ....... 57
Reichsausgaben (s. auch Ausgaben) nach
Aufgabengebieten für 1913 und 1925 bis
1930 (Gesamtüberblick) ............ 112/13
Reichsausgleichsamt................ 251
Reichsausgleichskasse .. ...000. 56

Seite
Reichsbahn
Vorzugsaktien................. 200, 202
Sonderleistungen in Erfüllung des
Londoner Abkommens
224, 226, 251, 255, 257
Sondersteuer nach dem Youngplan... 262
Reichsbank
Überschüsse .................. 200, 205
Schuld des Reiches bei der —.. 280, 293
Reichsbesoldungsgesetz (Besoldungs-Ordnung)
 .................., 18, 28, 34, 36 ff
Reichsbetriebe
Überschüsse, Zuschüsse......... 199, 205
ReichsbewertungsgesetZ............. 358
Reichsbiersteuek................0.... 441ff
Reichsbranntweinmonopolverwaltung.
 ............ „0... 443
Reichsdruckerei, Überschüsse.... 200, 204
Reichsgetreidestelle, Überschüsse 201, 205
Reichshauptkasse....... saw. 208
Reichshilfsbedürftige....... ....... 56
Reichskanzlei (Großbritannien) ........ 562
Reichskommissariatfür Reparationslieferungen......
 zer BD
Reichspost, Überschüsse. ......... 200, 203
Ausgleichungsbeträge an das Reich von
Bayern und Württemberg für Postund
 Telegraphenverwaltung (1913)
200, 203
Reichsschuld (s. auch Verschuldung) 293/95
Reichssteuern
Ausschließliche .. . .u..+ 858
Statistik ......00.00.000000000000, 313/461
Reichsverteidigungsrat (Großbritan-NiCN)
 veeseereree ee wenn 562
ReichswasserschutZ.................. 43
Reichswechselkontingent.., ‚0... 295
ReichsWelhr a....0.0000000000004000044000 94
Reinertrag als Bemessungsgrundlage
. 313£,, *673
Reinvermögen als Bemessungsgrundlage
83771., *674
ReittiersteNe@k..........0.00...0000040, 407
Reklameschilder und Photographie,
Steuer (Italien)
Ertrag. ...0000000000 er000000000400 720
Stellung im Steuersystem ........... 673
Rennwettsteuer........ ‚0... 433
Rente als Schuldform*
Frankreich...-. wem; TOOL, 760
Belgien 20..0.0000000000000000000040 0 746
Renteneinkommen
veranlagtes..... „0.0.0. 540
iNnsgesaMt...........0.0.00.000000001, 543
Renten und Unterstützungen*
Methodische8..........0.000.00000000 663
International (s. auch Ausgabearten) .. 665
Rentenbank, Deutsche ............... 293
Schuld des. Reiches bei der —.. 280, 293
Rentenempfänßger...........0..0.,..... 354
Rentensteuer (Österreich)
Rechtsgrundlagen. .........,...... 678
Bar rrr  KEEKK ARE TED
Stellung im Steuersystem ........... 672
Rentenverschreibungen
Aufkommen an Wertpapiersteuer .... 434
        <pb n="726" />
        387

Reparationen (s. Dawes- und Youngplan)
Gesamtbelastung Deutschlands....... 263
Reparationskommission.............. 255
Verteilungsschlüssel ................. 256
— und Schuldenlast* ............... 7661,
Repräsentantenhaus (s. auchParlamente)
US. Ar len ame er G10, GIS
Restauration, nationale (Belgien) 751, 761
Rhein-Main-Donau A.-G. Zuschüsse des
Reichs .....0..0.00000 4 210000000444 202, 207
Rohertrag* als Bemessungsgrundlage. ... 673
Rohstoffe und Halbfabrikate (Zolleinnahmen)
 ..... „... 466 £., 469
Rohtabak, Verzollung .. 440, 452
Rohvermögen
Begriff. ........ „... 390
Steuerpflichtige und Betrag....... 378/79
der beschränkt Steuerpflichtigen (Ausländer)
 02.0.0000 2000000000000000 308
Rom, Verwaltung....... „0.00. 604, 630
Rumänien
Anteil an AReparationszahlungen
Deutschlands. ................-... 256
Staatsfinanzen nach Originalausweisen*
825, 838
Innere und Äußere Schuld* ......... 848 f
RuralDistricts(s.auch Bezirksverwaltung)
(Großbritannien)............0.00000000 nt 572
Russische Coupons .... 2... 747
Rußland, UdSSR .
Staatsfinanzen nach Originalansweisen
832, 840
Kredite der Bank von Frankreich an die
alte Regierung ...........00.01«++ 760
Innere und äußere Schuld .......... 8481

Seite

X

Sachlieferungen (s. auch Reparationen) 258
Sachsen (Land)
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte ..... ee0000040000 DOM
Einkommensteuer
Schlüsselanteile.............0... 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 .... 474/75
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf 196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Anfwertungsteuer)

Rechtsgrundlagen........ 92, 484/85
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf..........0.00... 472
Gemeindesteuern s. Landes- und. GemeindesteuemM...........0..0.0.0..
 97
Gewerbesteuer ,
Rechtsgrundlagen. ........;.. 485/86
Einnahmen insgesamt und je Kopf
234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gemeindezuschläge in den Städten
mit mehr als 50000 Einwohnern 496
Gewerbeertragsteuer ........... 488/89
Gewerbekapitalsteuer. ...... 486/87, 492

Seite
Gewerbliche Betriebe
Auswirkung des Steuersystems nach
arbeits- und Kapitalintensiven
Betrieben .... - 513€.
Grundsteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gemeindezuschläge in Städten mit
mehr als 50000 Einwohnern.... 496
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile ................ 89
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landes- und Gemeindesteuern ....... 97
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 408
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche
Einkünfte... .. ;
Lastenverteilung
Ortspolizei ..- I ERRE @
PoliZeL...000000000000 nun r are
Wohlfahrtspflege. .........0. +
Fürsorgeerziehung ............0.
Volksschulen ........0.00000.000000
Fortbildungs- und Fachschulen... ff
Mittelschulen. ...............05+ 1
Höhere Schulen ......0....0... 7€
Wegebau ........ „0.004 85
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer . 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches........ 20/21, 30/31
Realsteuern
Anteil an. Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden ..........0010.0.0..4+ 296, 300
Schüler, Anzahl..... ............ 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten .. eaw000004+ 234
je Kopf as. .0.00000000 nr 240
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ..........-.... 242
Umsatzsteuer 234/35, 240/41, 420, 423, 428 E.
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSS@
 2.......  .....0.. 382/83, 392/93
Volkseinkommen . ... 545
Zuschußbedarf
je Kopf. 0....0000000000 00H 186
desgl. nach Verwaltungszweigen. . . 188ff,
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei .........00000000004 040 44
Wohlfahrtwesen .............. 59
Schulwesen ...........-.++.++ 79
Verkehrswesen. .............1+. 83
desgl. insgesamt und für die
chtiesten Aufgabengebiete 184/85

Salz
Zollerträge .... ..... 4562
Steuererträge*....., une KE kam TUR
Sanktionsabgabe, englische........... 253
Saving Bonds and Certificates* .... 758
Schatzamt
Großbritannien .......0000000000000+ 562
Frankreich..........000000000000000 578
alien......0.0.00000000 000000000 600
SA... - an
        <pb n="727" />
        88

Seite
Schatzkanzler (Großbritannien) ....... 562
Schaumburg-Lippe
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitswerte ....... ...00..0.000.... 364,
Einkommensteuer
Schlüsselantelle................. 89
Veranlagungsergebnisse ... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ‚......... 236/37, 240/41
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Hauszinssteuer)

Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Tewerbesteuer
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Grund- und Gebäudesteuer
Einnahmen .......... 2836/37, 240/41
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse ... 350/51, 357
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige ünd
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche.......... ea«.2s 490
Einkünfte... ‚.... 5001
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer.. 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches ....... 20/21, 30/31
Schüler, Anzahl ...............0.. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf .......... 194ff
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ................., 237
18 KO rer 941
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ‚.............. 245
Umsatzsteuer ... 236/37, 240/41, 421, 424
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSE
 v0...0.0...0...... 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
je Kopf eereeeeeeee 186/87
desgl. nach Verwaltungszweigen 188/91
Anteil von Land und Gemeinde für
Polizei... ..0000000000400 14
Wohlfahrtswesen. ........ ‚. 59
Schulwesen ......... . . 79
Verkehrswesen. ............... 83
desgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete 184/85

Schaumwein
Besteuerung und Verzollung 446f,, 452/53
(s. auch Weinsteuer, Weinzölle)
Schedulensteuern (Frankreich) ... 670, 709
(auf landwirtschaftliche, nicht kaufm,,
gewerbl. u. kaufm. Gewinne auf Einkommen
 aus Forderungen, Depositen
usw., auf mobile Kapitalien, auf
Löhne, Gehälter usw.)
Rechtsgrundlagen... ......... 676,
ET
Schenkungsgebühr (Österreich)
Br er ae syn ri TODDS
Stellung im Steuersystem ........... 672

Seite
Schenkungsteuern (s. auch. Erbschaft. -
StEHET) 2000000, 2Q4ff,, 400,
Bedeutung im Steuersystem* ‚....... 670
Ki
Internationale Übersicht*, .... ...... 672
Schlacht- und Viehhöfe
Überschüsse und Zuschüsse der. Ge-MEINdEN
 save 18,
desgl. nach Gemeindegrößenklassen 216/17
Reinüberschüsse ‚......... ... 2201.
Schokolade*
Steuer- und Zollerträge ‚............ 702f,
Verbrauchsmengen u. Belastungsziffern 702£,
Schottland. ................0..1, 564, 616
Schulden s. Verschuldung
Schuldendienst 116ff., 125, 128, 174f., 190f,
SCHÜ WESEN ee 60/80
Beamte und Angestellte............. 922
Anzahl der Schüler und Lehrkräfte 60/61
Lastenverteilung . . 0.0.0.4. 62/78
Ausgaben. ............ a 6.04 124
Spezielle Deckungsmittet ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 146/47
Zuschußbedarf. ..... .. sauna. 79
Entwicklung ................... 116
Verteilung auf Gebietskörper-Schaffen
 ......0..0..0.0.00000000 118,
Vergleich des Länder- und Gemeindeanteils
 ..............., 79
in den Ländern je Kopf....... 190
Schutzstaaten (Großbritannien) ....... 566£.
Schwebende Schulden
Deutsches Reich ................... 267,
Großbritannien. ......... 742%, 758, 764£f.
Frankreich.... ‚.5.. 746f£,, 760, 7644,
Belgien .............. 571, 753, 761, 7644,
Italien............ .... 7541. 762, 764.
5;chweden
Staats-Finanzen nach Originalaus-WEiSEl
 ers r0 0444 826, 838
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gTUppeN WEISE. ........0.0..0...0.. 8468,
Innere und äußere Schuld........... 848f,
Schweiz
Ausgaben und Einnahmen nach Gebietskörperschaften
 .... 783, 793ff., 8044.
Finanzausgleich und Zuständigkeitsverteilung........
 781f, 787/93, 802/04
Bundesfinanzen nach Origeinalausweisen
827, 839
Bundessteuer- und -zolleinnahmen,
gruppeNWeiSe..........0000..0000..0 846,
Innere und äußere Schuld........... 848%.
Seide, natürliche*
Steuer und Zolltarife® ‚............. 704,
Verbrauchsmengen und Belastungs-ZifeM
 arer ee ee 704,
(s. Kunstseide)
Seine-Präfekt (Frankreich)............ 580
jelbstverwaltung* ;
Ausgaben s, Ausgabezwecke und Ausgabearten

Organisation und Aufgaben in U, 8. A,
Schweiz, Österreich... 649ff., 6551f., 792ff,
ANrganisation und Aufgaben in Großbritannien,
 Frankreich, Belgien,
Italien, . 627€.
        <pb n="728" />
        589 —

Seite
Stufenbau, internat. vergleichend 527, 629
(s. auch Verwaltungsaufbau, nachgeordnete
 Gebietskörperschaften, ;
Finanzbedarf und Finanzausgleich)
Selbstverwaltungskolonien (GroßbritannienN)
 s..........00001 1 4.000004 569
Senat* (s. auch Parlamente)
Frankreich. ...........- .. 577
122 1:47 ‚.... 589
Itallen...:.... ‚z4s:0 390
DS Arsen 610, 613
Seuchenbekämpfung*, zuständiges Ministerlum,
 s. Verwaltungsaufbau
Sitzgemeinde
(Sehlüsselanteil für Einkommensteuer) 87
Sozialabzüge bei Steuern
Inland.............. 321/22, 3401£., 377
Ausland ................ 679, 688, 729
Soziale Aufgaben (s. auch Fürsorge, Gesundheitswesen,
 Wohnungswesen, Sozialversicherung,
 Arbeiterfragen), methodisch* 558
Zuständigkeit s. Verwaltungsaufibau.
Ausgaben 8. Ausgabearten
International ............ 624, 6371, 6471.
50ziallasten, Verhältnis zum Volksein-Kommen.
 .....0000000000000000000 044 550
Sozialversicherung (s. auch Soziale Aufgaben*
 und Reichsanstalt)
Renten und Rücklagen.............. 542
Sozialverwaltung................... 694
Ausland allgemein ............0.,0.. 545
Großbritannien .........0.00000000 44 587
Frankreich. ...... 2. 0. 0.00.2000 ++ 589
Belgien....... 00000000 6dl
TEAM er REES RE KR EReawa ONO
Sozialzuschläge bei Steuern*.......... 688
Spa-Abkommen... vewwn 206
Spanien
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
828, 839
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gTUppeNWEISE ....0.0.000000000400 SI6
Innere und äußere Schuld........... 848 {,
Spielkarten
Steuer- und Zollerträge
Inland.......... - ........., 455/56
A
Verbrauchsmengen und Belastungs-Ze
 a RER rm TUREE
Sprengstoffe*
Steuererträge.........0...0.....4.. 704/05
Verbrauchsmengen und Belastungs-Zi
 eek Ken TUE 0D
Staatsaufgaben, Verteilung „........ 17/86
Staatsbahn-Vorzugs-Aktien (Belgien) 760
Staatsbanken, Überschüsse .... 206/07, 209
Staatsbetriebe s. öffentliche Betriebe
Staatsdepartement (U. S. A)......... 610
Staatseisenbahnen (1913)
Überschüsse und Zuschüsse....... 206/07
Staatsfinanzen nach Originalaus-WOlSON*
 ara ua SOTEE,
Staatsforstverwaltungen
Überschüsse. .,.......00000000000000 306,
Ausland .......0.0.000000000000000000 626
Staatsgerichtshof* s, Verwaltungsaufbau
und Gerichte

Staatsoberhaupt
Großbritannien ...........0..0000040. 562
Frankreich ........0..00.00000000 2004 577
Belgien ......-. +... oem Ku DO
Italien........ 0.0... 599
IR. En Km aaa mm OO
U. S. A. (Staaten) .................. 613
U. S. A. (Staat New York) .......... 613
jtaatsorgane, oberste und auswärtige
Angelegenheiten
Ausgaben .......... 124, *617, 648f., 654
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 130/31
Zuschußbedarf.
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung nach Gebietskörperschaften
 ........0.0.0..0....000 118.
in den Ländern je Kopf..... 188/89
Ausland (s. auch Verwaltungsaufbau
 und Ausgabezwecke) ..... 557
Staatsrat s. Verwaltungsaufban*
Staatsschuld s. Verschuldung
Staats- und Rechtssicherheit (s, auch
Landesverteidigung und Polizei)
Ausgaben.........0000000000000040+ 124
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften...... 144/45
Zuschußbedarf
Entwicklung „............... 116/17
Verteilung in Gebietskörperschaffell
 er.rereee er USE,
Verteilung auf Land und Ge«-meinde
 .....0..0.....0...... 184/85
in den Ländern je Kopf ..... 188/89
Stabilisierungsanleihe
Belgien .......0.00000000000000000000 TÖRE,
Frankreich..........:- aan OO
Standesamt*
s. Verwaltungsaufbau (Innen- bzw. Gesundheitsmin.)

International.........4.....0.... 620
Statistik* (International) (s. auch Verwaltungsaufbau)..............0..0000.+
 625
Statistische Abgabe......... 452/53, 457
Statistisches Reichsamt
Art der finanz- und steuerstatistischen
Veröffentlichungen .........0...0.++ 10
Verzeichnis der finanz- und Ssteuerstatistischen
 Veröffentlichungen ‚.. 852.
Stempelsteuern (s. auch Vermögenverkehrsteuern)

Großbritannien .......00000000000000+ 716£,
3teuerabzug vom Arbeitslohn. ...... 314/15
Steuereinnahmen (Istzahlen) .
_— und Zuschußbedarf in den Gebietskörperschalten.......000.0001000
 000 1924,
— in den einzelnen Ländern...... 196/97
iNsgesaMb......00.000000rr ann HEE 223
Aufgliederung nach Arten........... 224
der einzelnen Gebietskörperschaften 226{f,
der einzelnen Länder und ihrer Gemeinden
 v.4...0.000000000000000 Z3LE,
je Konf. .. 232, 240/41

Seite
        <pb n="729" />
        390 —

Seite
Bedeutung der einzelnen Steuerarten
 in Land und Gemeinde 244/45
nach Gebietskörperschaften und
Hauptsteuergruppen* ......... 709
Österreich. ...............1. 780
SCHWEIZ ....000.000000000244+ 783
US Ar ar were nu TOD
International (Großbritannien,
Frankreich, Belgien, Italien
und Österreich) .........708, 726.
Steuer- und Zolleinnahmen des Staates,
gruppenweise* ,........0.....000000000 SEIE,
Steuerhoheit der Gemeinden im Einheitsstaat
 (s. auch Finanzausgleich), internatio-Mr
 Era akute ED
der Gebietskörperschaften im Bundesstaat
 (s. auch Bundesstaat), inter-National
 .......0..0.0000000000001, 3021
Steuerlast, Verhältnis zum Volksein-1400011

Steuerkraftverteilung in Deutschland 525/37
Steuermonopole*,...... 627, 701, 706, 721
Steuernotverordnung, dritte ,........ 91
Steuerstatistik s. Finanz- und Steuerstatistik
 (für einzelne Steuern s. Einzelangaben
 unter besonderem Stichwort).
Steuer- und Katasterwesen s. Verwaltungsaufbau
 und Finanzausgleich,
Steuerüberweisungen s, Finanzausgleich.

Steuervereinheitlichungsgesetz ..... 358
Steuerverwaltung s. Verwaltungsaufbau
und Finanz- und Steuerverwaltung.
Stiftungen (s. auch Anstalten)....... 352/53
Strafvollzug* (s. auch Rechtspflege). .... 633
Straits Settlements*,................ 622
Straßen s. Wegebau.
Straßenbahnen
Zuschüsse und Überschüsse der Länder
207, 209
der Gemeinden s. Verkehrsunternehmungen.

Straßenerhaltungsbeitrag (Italien)
Ertraßseseseeereeeeeenen nenn 720
Stellung im Steuersystem ........... 673
Tarif eseeeeereer een 708
Streichhölzer* (s. auch Zündwaren)
Steuer- und Zollerträge ............. 702,
Verbrauchsmengen und Belastungs-ZUCI
 v area TORE,
Subventionen* (s. auch Ausgabearten,
Finanzausgleich und Lastenverteilung)
methodisch ...........0..0.00000440+ 559
Bedeutung, Internationale........... 658ff,
Südafrikanische Union
Bundesfinanzen nach Originalausweisen
816, 836
Bundessteuer- und zolleinnahmen,
gruppeNWelS@.........0..0..0..0.011 842
Innere und äußere Schuld........... 848f
Stellung im Britischen Reich........ 566
Südirland: Stellung im Britischen Reich 566
Süßstoffsteuer.. ‚. 452/53, 457

Seite
Tabakanleihe (Frankreich) ....... 746, 759
Tabak und Tabakerzeugnisse
Tabakfabrikatsteuer..... 437, 439, 452/53
Material- und Ausgleichsteuer..... 439/40
Nachsteuer............. 437, 439, 452/53
Tabakersatzstoffabgabe...... 437, 452/53
Rohtabakzoll.................. 437, 440
Einfuhr und Verzollung ............. 440
Hergestellte und versteuerte Erzeugnisse,
 Steuersoll, Kleinverkaufspreise 438
Tabakfeinschnitt................. 437/38
Tabaksteuer im Ausland
Rechtsgrundlagen. ..,. ..........,. 701
Erträge .0.0.000000000000000000000000 ORT
Stellung im Steuersystem ...... 700, 706
Tantiömensteuer (Österreich)
ES
Stellung im Steuersystem ........... 672
Taubstummen- u. Blindenfürsorge*
Zuständigkeit und Lastenverteilung
Belgiel s0..0.0...0000000000000000 0 642
Frankreich. ............00000,10, 640
Großbritannien .,.............., 638
[talien.... „0. 644

6

Tee
Zollerträge insgesamt und je Kopf.... 452
Steuer- und Zollerträge* ‚........... 7092
Verbrauchsmengen- und Belastungs-ZU
 ker ER» VURM
Territorien (U. S. A.) ... „0... 616
Thüringen °
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur
186/87
Einheitsabgabe (als Form der Gewerbe-StEUCK)
 200er nenn 487
Einheitswerte ‚........0...00000000000 364H
Einkommensteuer
Schlüsselanteile,................ 89
Veranlagungsergebnisse .. 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .....:.... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungssteuer (Aufwertungssteuer)

Rechtsgrundlagen......... 92, 484/85
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf . , „.... 472
Gewerbesteuer
Rechtsgrundlagen............... 485ff
Einnahmen ... 235, 240, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Einheitsabgabe ............0.0.0.0.. 487
Gewerbeertragsteuer ‚.......... 490/91
Gewerbekapitalsteuer ‚.... 486/87, 492
Grundsteuer
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen ‚... 235, 240, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ‚.. 474/75
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile ................ 89
‘ Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
„astenverteilung
Ortspolizei .
        <pb n="730" />
        591 —

Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige u. veranlagte
 landwirtschaftl. Fläche 499
Einkünfte..... „0.000000 5008,
Lehrkräfte, Anzahl „.............. 60/61
Lohn(einkommen)steuer 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches. ....... 20/21, 30/31
Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden .......0000000000404+ 296, 300
Schüler, Anzahl...............,., 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ... 2.......0..0.... 235
je Kopf .... z......... 240
Anteil der Steuerarten in Land
und Gemeinde ............... 243
Umsatzsteuer ......... 235, 240, 420, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergebnisse
 ......... 382/83, 392/93, 428.
Volkseinkommen ‚.....000.00.000000001 545
Zuschußbedarf
je Kopf orc00000000000000000000 186
desgl. nach Verwaltungszweigen.. 188,
Anteil von Land und Gemeinde
PoliZ@l....000.00000000004000 44
Wohlfahrtswesen ........... 59
Schulwesen ..........0...... 79
Verkehrswesen ............. 83
Jesgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
184/85

Seite

Tonnage der Kriegsflotten
Frankreich. ........000. 00000000000 578
Großbritannien ............000...00.. 565
Italien, ...0.00000000000000 000000004 601
USA alba N!
Totalisatorsteuer...... 2.....- 7
Tote Hand, Besteuerung ;
Frankreich
Cr U
Stellung im Steuersystem ....... 672
Italien...... nkmanan nn BR
Ertrag. ......, see 7
Stellung im Steuersystem ....... 672
Towns (s. auch Selbstverwaltung)
U.S. A ...... 2... 615, 787
TransferschutZ....".................« 261
Transportsteuern, Erträge* (s. auch Beförderungswesen)

Frankreich......00...0000000. 000044 714,
Großbritannien ....... .00.0500000000 7168
Italien...... .........W20
Österreich. ...........0..0....0.... 722/28
Internationale Übersichten, .......... 726ff
Rechtsgrundlagen. ... yauane. TOS
Treasury oe.....00.0000000000400000000 DE2
Treasury Bills (Großbritannien). ....... 742ff
Trennsystem in der Aufgaben- und
steuerverteilung* ................. 803, 805
Tschechoslowakei
Staatsfinanzen nach Origmalausweisen
829, 839
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
gruppenweise .

Beite
Tuberkuloseversicherung (Italien)... 644
Tunis (Frankreich). ..........0.0.0.0..0.0.0... 622
Türkei
Staatsfinanzen nach Originalausweisen
830, 839
Staatssteuer- und -zolleinnahmen,
SrUPPENWEISE .....00.. ..4000000, 8468

U

Überweisungen (s. auch SteuerüberweisungeN)....................
 89, 2264,
methodisch*. ..- 240000000 560
nichtsteuerliche*.................... 659
im Bundesstaat* ............... 795
im Einheitsstaat* (s. auch Finanzausgleich
 nach Ausgabearten) 652
Überweisungsteuern s, Finanzausgleich.
UdSSR s. Rußland.
Umsatzsteuer
Steuergarantie (Finanzausgleich) .. 224/25
Sondergarantie (Finanzausgleich) ..... 229
Verteilungsschlüssel .... ....... 233, 239
Einnahmen ...... 20.0 0000000000000 + 204
nach Ländern.................. 234
je Kopf o..0.00000000000000001 240/41
Belgien ....... „. 710
Frankreich. ... aaa DLR,
Großbritannien ................. 7168
Internationale Übersichten ..... 726f.
Italien, .......- sa.0000000 720
Österreich ............0000.00000 7228
Bedeutung gegenüber 1913 ....... 474/75
Rechtsgrundlagen. ............... 407/09
Steueraufkommen und steuerpflichtiger
 UmsatZ..........00.0000000+ 4108,
Anteil aus Steuer- bzw. Gesamtaufkommen”
 .......0.00..00000000 709, 711
Bemessungsgrundlage* .............. 604
Allgemeine* ... - 200000 690
Ta are aa ES
Infallversicherung (Italien).......... 643
Ungarn, Staatsfinanzen nach OriginalaUSWEISEN
 .....0.0.00000000000004++ 831, 840
Innere und äußere Schulden......... 8481
Untermietabgabe (Österreich)
ER ber era Er u DORIS
Stellung im Steuersystem ........... 673
Unterricht; Kunst und Wissenschaft
s. Bildungswesen.
Unterrichtswesen (internationales)..... 657
Zuständigkeit und Lastenverteilung .. 635
Unterverbände* (Staatliche) internationale
 Übersichten (s. auch Gebietskörperschaften,
 Gemeinden, Selbstverwaltung) 726
Urban Districts (Großbritannien)...... 572
U. S. A. s. Vereinigte Staaten von Amerika

Valutaschulden (s. auch Festwert- und
Valutaschulden) ..........0.0..+0,.++ 280/81
Venetiansche Obligationen, 3,5prozeNtige*
 „....0000000000 nr ennnn rn 762
Veranlagungsergebnisse (methodisch)
12, *7294,
Verbrauchsbesteuerung*, Mengenziffern
Zur. v..04. 702

y
        <pb n="731" />
        3902 —

Verbrauchsteuern
Isteinnahmen des Reichs............ 436
desgl. nach Steuerarten .......... 452/53
Steuerrückstände ................... 453
Anteil am Steuer- bzw. Gesamtaufkommen
 ........ 228/29, 436, *709, 711
Bedeutung im Steuersystem*........ 737
Belastungsziffern je Kopf (international)*............
 2.0000 TORE,
Beträge*
Belgien. .... ; .... 7108,
Frankreich..................... 7148,
Großbritannien ................. 716€
Wale ee were re e ee 01
Österreich. .................. 724/25
Internationale Übersichten*....... 727/29
Rechtsgrundlagen*. ............ 701, 706.
Verbrauchsteuerpflichtige Erzeugnisse

Herstellung in LandesfinanzamtsbezirkeN
 s...0..000000000000000000 454
Verbrauch-uAufwandsteuern, sonstige
Einnahmen aus —....00000000000000 204.
Vereinigte Staaten von Amerika
Abkommen mit Deutschland (Zahlungsverpflichtungen)..............
 259
Gesamtzahlungen nach dem Young-Plan
 erereeeree nennen ann 63
Zahlungen Deutschlands nach. dem
Young-Plan nach Annuitätsjahren 259/60
Ausgaben und Einnahmen nach Gebietskörperschaften*..
 786, 7931f., 804%
Finanzausgleich und Zuständigkeitsverteilung
 ........ 784, 791/93, 802/04
Bundesfinanzen nach Originalaus-WEiSeN.......
 . „... 833, 840££.
Kassengebarung .................... 841
Steuern nach Gebietskörperschaften 786
Verwaltungsaufbau ........ 609, 787, 793
Bundessteuer- und -zolleinnahmen,
ZTUpPeNWEISE .....0.00000000000000 8468.
Innere und äußere Schuld........... 848 f,
Vergnügungsteuern
Einnahmen aus — ... ...0.....,.. 224ff.
ea tea ae TIGE
Stellung im Steuerrecht* ............ 700
Verkehrsteuern ............ 2241f., *708.
Verkehrsunternehmungen
Überschüsse und Zuschüsse nach
Gemeindegrößenklassen............ 216
Verkehrswesen (Häfen, Eisenbahn, Schifffahrt,
 Straßenwesen, Verkehrsbetriebe)
Ausgaben, s. Ausgabenzwecke
Zuschußbedarf ....... 82, 116/17, 118/19
Vergleich des Landes- und Gemeindeanteils.......
 .. 82/83
Ausgaben .....0.0.000000. ... 125
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 166/67
International* ‚,. 626, 633, 636, 647, 656
Zuständiges Ministerium und Aufgaben
der nachgeordneten Gebietskörperschaften
 s. Verwaltungsaufban

Seite

Seito
Vermietung und Verpachtung
Veranlagtes Einkommen. ....... 331, 540
Einkommensschichtung. .......... 336/37
Einkommen insgesamt .............. 543
Vermögensbesitzsteuern*
Anteil am Gesamtsteuer- und -zollaufkommen....
 0.0.0004 709
Erträge ;
Italien. ......0.00.0000000000000004 720
Österreich................... 722/28
Stellung im Steuerrecht............. 670
Tall, ur GZLE.
Österreich. .........0...000000000 6718,
TR a ek ee RER ER OSB
Vermögensschichtung
61
Ausland .....0...0..0000000040000+ 737, 748
Vermögenstener
Rechtsgrundlagen. ............... 377/378
Einnahmen aus — ......0.00000000000 204.
Veranlagungsergebnisse .......... 378/400
Pflichtige und Beträge nach Vermögens-Alters
 eeeeeee een 378/79
desgl.für natürliche und nichtnatürliche
Personen .........0.0.0.0.00000000, 382.
Auslandsvermögen der Inländer...... 398
Vermögensteuer, außerordentliche
(Italien)
Ertrag. .00000000000 01000 0r0 00000000 720
Stellung im Steuersystem............ 672
Steuertarf........00.00000000100000 688
Vermögensteuer vom ertragbringenden
Vermögen (Österreich)
Erler erkennen TORIDS
Stellung im Steuersystem ........... 672
Steuerbefreiungen....... ........... 690
N
Vermögens- und Schuldenverwaltung
s. Verwaltungsaufbau
Vermögensverkehrsteuern (einschl.
Stempelsteuern) (s. auch Kapitalverkehrsteuern)

Einnahmen aus ..........00.
Anteil am Gesamtaufkommen
224, 228/29, *711
Börsenumsatzsteuern.......... 434, *691ff,
Allgemeine*, ... -.. 690
Erträge
Belgien s..0..0000.00000000000000 0, 710
Frankreich. ......0....0...0.0001 7128,
Großbritannien .., ............. 716.
Italiel.......0...0.00000000044+ 720
Österreich. .................. 722/23
Stellung im Steuersystem* .... 726, 728
Tarife” esse 90H,
Zuschläge* ,..........0.00000000000+ 6900.
Vermögenszuwachs* ,. ......... 670
Versailler Vertrag ................ 253/54
Verpflichtungen aus — ............. 255
Art. 232 (Belgien) .................. 752
Verschuldung, öffentliche ......... 264/312
Entwicklung seit 1881 .............. 266
Gesamtschuldenstand 31. März 1928 266/275
Art der Schulden............... 267
Formen der Schulden........ 268/69
Verzinsung. ........0...00.000,. 270
Verwendung .....0.......... 271/72
Territoriale Aufteilung ....... 273/74
        <pb n="732" />
        893

Seite
Gesamtschuldenstand 31. Dez. 1929... 274,
Art der Schuldell............... 274
Entwicklung vom 31. März 1928
bis 31. Dezember 1929 ........ 276£.
Altverschuldung ...........0...... 278/79
Festwert- und Valutaschulden .... 280/81
Neuverschuldung
ausländische .............0.0000.,. 281
inländische. ..... . aa cı DOOM
insgesamt ................, 281, 287
nach Schuldarten.......... 281, 286
nach Geldgeberländern (bzw. Gläubigern)
 und Zinssätzen... 282, 288
Jach Art und Form der Verwenderer
 ern BIN
Schulden aus öffentlichen Mitteln ..... 290f£.
nach GläubigerNn................ 290
nach Verwendungsform ......... 291
nach Bestimmungszwecken ...... 292
des Reichs ................... 293/95
Aufgliederung nach Arten....... 294
der Länder und Hansestädte 296 ff, 304
nach Gläubigern, Zinssatz und
Laufzeit ................4. 296/97
aach Art und Form der Verwendu
 ec0.00000000001004444 +0 3800/01
der Gemeinden (nach Größenklassen
und Gebietsteilen) und der Gemeindeverbände
 ........... 302/12
nach Gläubigern, Zinssatz und Lauf-Zeit
 .......0....4. 302/03, 308/09
nach Art und Form der Verwendung.............
 306/07, 310/11
Innere und äußere Schulden* ... 741, 74°
Großbritannien ................. 7
Frankreich ...........0.0..0.0.00.000 7
Belgien ......0.0000- we km DE
[talien .........- „. 754
Int. Vergleich.................. 764
Innere und äußere Schuld weiterer aus-Jändischer
 Staaten*.. ‚........... 848,
Versicherungsteuer.................. 433
Versorgungsbetriebe
Überschüsse, Zuschüsse ...... 211, 214/15
Versorgungsempfänger (Kriegsversorgung)
 (s. auch Kriegslasten) ‚.......... 254
Versorgungsgebührnisse.......... 254/55
Verteilungsschlüssel (Einkommen- und
Körperschaftsteuer)........... 87, 89, 233
desgl. für Reparationszahlungen...... 256
Verwahrungssteller.s........0......., 407
Verwaltung, allgemeine bzw, innere
Ausgaben. ........0..00.0.0.+ 1.01 124
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften 134/35, 136/37
Beamte und Angestellte. . 22
Zuschußbedarf
Entwicklung ................' 116/17
Verteilung nach Gebietskörperschaftell
 s..........00.000.0007 1188,
Verteilung auf Land und GemMeinde
 .........i......... 184/85
in den Ländern je Kopf..... 188/89
international* ‚....... 619, 627, 631. 648
Ausgaben s. Ausgabezwecke

Seite
Staatliche Bezirksverwaltung, (international)
 (s. auch Bezirksverwaltung) 627f
Stufenaufbau der allgemeinen inneren
Staatsverwaltung (international)
Zuständiges Ministerium und Aufgaben
der nachgeordneten Gebietskörperschaften
 s. Verwaltungsaufbau
Verwaltungsaufbau
— u. Lastenverteilung (Inland)...... 17.
Belgien ......0.000000000000000000000+ BS0E,
Frankreich. ........00.00000000000000 5778,
Großbritannien ........0.0..00000000., 562,
International.................. 787, 616.
5998,
U. 8.4. (Bund) .......000000000000. 609,
Schweiz, Österreich, U. 8. A. intern. 787/93
Verwaltungseigene und -fremde Ausgaben
 (international) ................. 6591
Verwaltungsrat, Provinzial- (Italien)... 604
Vie (Vereinigte Industrieunternehmungen
_ Überschüsse und Zuschüsse.. 200/01, 204
Victory Bonds (Großbritannien) .. 743, 758
Viehsteuer (Italien)
a
Stellung im Steuersystem ........... 673
Völkerbundsmandate (Großbritannien)
567. 569
Volkseinkommen
Berechnungsgrundlagen, ............. 538
der deutschen Länder............... 545
nach Berufsgruppen ............. 545/46
» Einkommensquellen .... 543, 734/36*
» Nominal- und Realwert........ 544
Schichtung ...............0. 547, 729/33*
— Steuerlast und Soziallast ........ 550
— und Finanzbelastung............. 5149
— und öffentliche EinkommensverschiebungeN.................
 548, *666
—— und öffentlicher Finanzbedarf 548, *668£
Volkskrankheiten, ihre Bekämpfung.
s. Soziale Verwaltung
Volksschullasten.................., 60/67
7olksschulunterricht* (international)
s. auch Bildungswesen ... - 0.0.4. 633
7olksvertretung
Ausgaben o.....0..0.00.0040 000004044 124
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
nach Gebietskörperschaften..... 132/33
Zuschußbedarf .
Entwicklung ........00000..+ 116/17
Verteilung nach Gebietskörperschaffen
 .........00000000000+ 118.
in den Ländern je Kopf ......... 188/89
Volkswirtschaftsrat
Großbritannien ..... HG Guam DD
Frankreich. ........0..000000000000000 078
Volpi-Churchill-Abkommen* .......... 756 £,
Volpi-Mellon-Abkommen* .. . 756.
Vorkriegseinkommen*
Aufgliederung nach Einkommensklassen. 732
Anteil des besteuerten Einkommens, . 734/35
Anteil der Einkommen über 1 890 ./-Vorkriegskaufkraft.......
 „733
internationale ......0...00.0.0000000.0. 667
inderung durch Schuldverpflichtungen 773
Verteihme nach Finkommensauellen 734/35
        <pb n="733" />
        894

Seite
Vorkriegskaufkraft ....... 544, *646, 7571,
Vorkriegsverschuldung (s. auch Verschuldung)

Belgien ............0..... 751, 760 7644.
Frankreich............... 746, 759, 7648,
Großbritannien ........... 741, 758, 764£,
Italien. ... ....... 754, 762, 7644

Waisenfürsorge s. Soziale Aufgaben
Waldeck
Bevölkerungs- und Wirtschaftsstrukt0r.......
 4 pa na a LOOPST
Einheitswerte ... 2.000000 0 B64E,
Einkommensteuer
Veranlagungsergebnisse... 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen ‚......... 236/37, 240/41
Erwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer (Hauszinssteuer)

Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Gewerbesteuer
Einnahmen ...... 236/237, 240/241
Grundsteuer .
Einnahmen .......... 236/37, 240/41
Körperschaftsteuer
Veranlagungsergebnisse .. 350/51, 357
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche........ . 499
Einkünfte...... ... 500£
Lohneinkommensteuer. , ..316/17, 320, 326
Personal, öffentliches ....... 20/21, 30/31
Schüler, Anzahl..... „0.000404 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert
nach Steuerarten............, 237
je Koplerrrernkerrnr kb SE
Anteil der Steuerarten in Land und
Gemeinde .........0......0..., 245
Umsatzsteuer ... 236/37, 240/41, 421, 423
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NiSSE
 vo0reerenn0404.. 384/85, 392/93
Zuschußbedarf
je Kopfaeseeseseeene nen 186/87
desgl. nach Verwaltungszweigen 1884{f,
insgesamt und für die wichtigsten
Aufgabengebiete ........... 184/85
Wales ...- wur... um GIB
War Loans (Kriegsanleihen Großbritannien)................
 7411, 758, 764
War saving certificates(Großbritannien)
7431f., 758
Wasserbauverwaltung (internationale)* 626
(s. auch Verwaltungsaufbau)
Wasserwerke.
Überschüsse und Zuschüsse der Gemeinden
 ‚............,... 212, 214/15
desgl. nach Gemeindegrößenklassen 216/17
Reinübersechüsse ..... .... „220€,

Seite
Wasserwirtschaftliche Unter- °
nehmungen
Überschüsse und Zuschüsse des Reichs
202, 204
Überschüsse und Zuschüsse der Länder
207, 209
.. 433

Wechselsteuer .........
Wegebau
Lastenverteilung................ 80, S4{f.
Zuschußbedarf in den Gebietskörper-SchafteNl
 .....0.0.0...0000.0.00000000 82
Vergleich des Länder- und GemeindeaNteilS
 vaeeeee0eee nennen 83
Zuständigkeit und Lastenverteilung*
633, 636
{s. auch Verwaltungsaufbau, Verkehrswesen)

Wegebaustock ....................... 83
Wegegelder... - uw BB
Wegesteuer
— und Vorausleistungen 1925 und 1927
(Übersicht)...............0004..1 81/82
"Zugtier- oder Fahrzeugsteuer ........ 83
°n Frankreich .... su0auu. 714
ErtraS.seeeeere 712
Stellung im Steuersystem ....... 672
Wehrbeitrag ............... 193, 247, 379
Wehrmacht (s. auch Landesverteidigung)
Ausgaben 2...0.000000001 00 004400014 194
Spezielle Deckungsmittel ............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
142/43
..... 116/17

Zuschußbedarf ... --Wein

Besteuerung (bis 1926)...... 448, 452/53
VErZOl er e een sa ADD
Besteuerung in Frankreich und Belgien
Eingliederung in die Getränkesteuern* 700
Irträge® ee ere re TORE,
Internationale Darstellung*.......... 701
Tarif rer 701
Verbrauchsmengen u.Belastungsziflern* 702f,
Erträge ® sc 00000000 een 702
Verbrauchsmengen und Belastungs-Ze
 ee TORE,
Weinbaubetriebe
Einheitswerb .........0..0......,. 372/73
Verzollung in Belgien ............... 708
WertpapiersteueT..... ...0....0....,, 434
Wertzuwachssteuer.................. 93
(s. auch Grunderwerbsteuer)
— Italien
Erträge. ....0...... 0.000000 70,
Stellung im Steuersystem ....... 672
Wiederaufbauschulden*
ANgemeine .........00000000000 757, 764,
Frankreich............... 746, 759, 764ff.
Belgien .................. 751, 761, 7648,
/talien. 0.00.00 20000000000000004040 4 764,
Wirtschaftsbeirat, Provinzial- (Ital.) 608
Wirtschaftsrat (Frankreich)........... 578
Wirtschaftsstruktur der deutschen
Länder (Übersicht)...............,. 186/87
Wirtschaft und Verkehr
Ausgaben ......0..... .. 125
Spezielle Deckungsmittel ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 168/69
        <pb n="734" />
        395

Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörperschaffte
 ....0.00.00...0000005+ 11811.
Verteilung auf Land und Gemeinde184/85
in den Ländern je Kopf ..... 190/91
Method. een nes 008
Zuständiges Ministerium s. Verwaltungsaufbau*

Ausgaben s. Ausgabezwecke*
Internationale* ................ 647, 656
Wissenschaft und Kunst
Ausgaben .......0.000000 10000040404 124
Spezielle Deckungsmittel............ 127
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 148/49
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörper-SCHAStOR
 vause rer eeean ner eure 1I8H.
in den Ländern je Kopf ..... 190/91
Wöchnerinnenfürsorge s. Soziale Aufgaben

Wohlfahrtspflege . -.. 49/60
Begriff ......... Wen.4 49
Lastenverteilung .................. 50/55
Wohlfahrtswesen* (s. auch Soziale Aufgaben)
 ;
Beamte und Angestellte............. 22
Ausgabe. v...0000.0000000000000000 124
Spezielle Deckungsmittel............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ..... 160/61
Zuschußbedarf
Entwicklung ............... 116/17
Verteilung nach (Gebietskörperschaftenl...................0.
 118ff
Verteilung auf Land und Ge-MEeiNde
 so..0..0000000.000+ 184/85
in den Ländern je Kopf...... 190/91
Wohlstandsindex (Dawesplan) ........ 256
Wohnhäuser
Besteuerung des Einkommens aus —*
6741, 6818.
Wohnungsgeldzuschuß nach Orts- und
A
Nohnungswesen (8. auch Soz. Aufgaben)
Beamte und Angestellte....... ..... 22
Ausgaben .......... . 125
Spezielle Deckungsmittei ............ 128
Ausgaben und spezielle Deckungsmittel
der Gebietskörperschaften ...... 162/63
Zuschußbedarf
Entwicklung ................ 116/17
Verteilung auf Gebietskörper-1101

in den Ländern je Konft ..... 190/91

Seite

Württemberg
Bevölkerungs- u. Wirtschaftsstruktur 186/87
Biersteuersonderüberweisungen ....... 443
Sinheitswerte „.........0.000000000000 364,
Einkommensteuer
Schlüsselanteile................. 89
Veranlagungsergebnisse.. 329, 338/39
Einkommen- und Körperschaftsteuer
Einnahmen .......... 234/35, 240/41
Bedeutung gegenüber 1913 ....474/75

Seite
Arwerbsvermögen und Zuschußbedarf
196/97
Gebäudeentschuldungsteuer
Rechtsgrundlagen......... 92, 484/85
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Verwendung für den allgemeinen
Finanzbedarf......
Gebäudesteuer s. Grundsteuer
Zemeindesteuern (s. auch Landes- und
Gemeindesteuern) ................ 98
'jewerbesteuer
Rechtsgrundlagen. .............. 4851
Einnahmen 235/36, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Gewerbeertragsteuer ........... 488/89
rundsteuer, Gebäudestener
Rechtsgrundlagen. ........... 480/81
Einnahmen 234/35, 240/41, 474/75, 478
Bedeutung gegenüber 1913 ... 474/75
Körperschaftsteuer
Schlüsselanteile ................. 939
Veranlagungsergebnisse 350/51, 356/57
Landes- und Gemeindesteuern ....... 98
Landwirtschaft
Betriebszählung ................ 498
Einkommensteuerpflichtige und
veranlagte landwirtschaftliche
Fläche... -
Einkünfte. ...
Lastenverteilung
Ortspolizel......0......0.4.
a 1 AA
Wohlfahrtspflege. ...........0.04
Fürsorgeerziehung .........00.0000
Volksschulen v......0.0.0.0000000004
Fortbildungs- und Fachschulen ...
Mittelschulen. .........000000000 dı
Höhere Schulen .... 7
Wegebau ...... .... 85
Lehrkräfte, Anzahl ............... 60/61
Lohn(einkommen)steuer 316/17, 320, 326
Personal, öffentliches. . . 20/21, 30/81
Realsteuern
Anteil an Gesamtsteuereinnahmen 471
Schulden ........0000...0000+ 296, 300
Schüler, Anzahl.................. 60/61
Steuereinnahmen
— und Zuschußbedarf ....... 196/97
Gesamteinnahmen gegliedert nach
Steuerarten ..... .......... 235
je Kopf ass..00000000 040000004 240,
Anteil der Steuerarten in ;
Land und Gemeinde.......... 242
Umsatzsteuer 235/36, 240/41, 420, 423, 4281.
Vermögensteuer, Veranlagungsergeb-NISSE
 2000000000000404:4+ 382/83, 392/93
Volkseinkommen .......- .. 545
Zuschußbedarf
je Kopf o....00000 0000 Herrn are 186
desgl. nach Verwaltungszweigen,. 188ff.
Anteil von Land und Gemeinde für
Poliz@l......000000000000000 44
Wohlfahrtswesen ........... 59
Schulwesen ................ 79
Verkehrswesen ............. 83
lesgl. insgesamt und für die
wichtigsten Aufgabengebiete
1847/85
        <pb n="735" />
        Seite

Young-Annuüifäten................... 261.
Aufteilung nach geschützten und ungeschützteN
 ................... 261/62
Gesamteinnahmen der Vergleichsländer
BUS — ee 768, 773
— und Außenzahlungen*
Großbritannien .......0....0000.0,00 769
Frankreich.......... 00000000000000 770
Belieer 1.002004 771
Hallen. ...000000000 2000000000000 772
Young-Plan.............. 258/63, *752, 766
Zahlungen Deutschlands nach Annui-TäbeN.000.0000000000000000004
 0 259/60
Gesamtzahlungen Deutschlands ...... 263

fı

Zahlenmaterial, finanz- und steuerstatistisches
 ... ‚..  10ff
Zigaretten
Herstellung in Landesfinanzamtsbezirkell.......00000000,00000,
 456/57
versteuerte Mengen .............. 458/59
Zigarettenkontingentierung......... 440
Zigarettenhüllen
Besteuerung und Verzollung ...... 437/38
Zigarren
Besteuerung und Verzollung ...... 437/38
Herstellung in Landesfinanzamtsbezirken
 ... ..... 456/57
Zichorie*
Steuer- und Zollerträge ‚........... 702.
Verbrauchsmengen und Belastungsziffern
 .. A.00000000 7028,
Zölle
Einnahmen aus ............... 9224, 461#.
Anteil an Gesamtsteuer- und Zolleinnahmen
 ‚......00000000.000, 228/29
Rechtsgrundlagen. .................. 461
Zollerträge seit 1834 ............. 462/63
» nach Hauptabschnitten des
Zolltarifs ...0000000000000000000 00 465
Zollerträge nach einzelnen Waren .... 466ff
» insgesamt und je Kopf... 452
Rückstände v......000000000000000000 453
Anteil an den Staatseinnahmen* 709, 711
Erträge aus Verbrauchsgütern*
7024, 706£.

Erträge in
Belgien .0eeee ee IL
Frankreich ..........0.0. 0.0... 714£-396



Beite
Großbritannien ...,............ 7188,
Dal ee TBB
Österreich „............0....0., 7248
Internationale Übersichten ......... 727.
Zuckersteuer (Inland)....... 448ff,, 452/53
Erträge* im Ausland ............... 702.
Internationale Darstellung* , ......... 706
Stellung im Steuerrecht*,...,....... 700
Tarif een 706/07
Verbrauchsmengen und ‚ Belastungsziffern®*
 .......... 000. 702.
Zuckerzölle
Inland. ........,......... 449ff,, 452/53
Erträge in Großbritannien... 702f£., 707
Verbrauchsmengen und Belastungsziffern*
 .... ees00044 702.

Zündwaren (s. auch Streichhölzer)
Besteuerung und. Verzollung 450/51, 452/53
Zürich (Kanton) Finanzausgleich. ,...... 793
Zuschläge zu Staats- bzw. Bundessteuern*
(s. auch Finanzausgleich und Steuerainnahmen)

der Provinzen (Departements) Frankreichs,
 Belgiens..... 6711f.,, 680ff., 710,
der Gemeinden Frankreichs, Belgiens
6711., 680ff., 710£.
Staatszuschläge:
Zu den Kinkommen-, Ertrag- und
Vermögensteuern, international 6714f,
zu den Getränkesteuern......... 701
» » Vermögenverkehrsteuern.. 690ff.
zur Kraftfahrzeugsteuer ......... 707
Zuschußbedarf
(s.auch Polizei, Wohlfahrtswesen, Schulwesen,
 Wegebau)
Begtiff essen Wear 103
— nach Gebietskörperschaften...... 104ff.
— und Deckungsmittel .......... 110/11
— nach Aufgabengebieten........ 116/17
— nach Aufgabengebieten und Gebietskörperschaften
 ................. 118,
— desgl. der einzelnen Länder je Kopf 188£f,
— Anteil von Land und Gemeinden in
den einzelnen Ländern.......,. 184/85
Zwangsetatisierung* (s. auch Gemeinde-Aufsicht)
 esse 646
Zweckverbände (Großbritannien) ...... 572
Zwickau
Besteuerung kapital- bzw. arbeitsintensiver
 Gewerbebetriebe. ....... 519
Realsteuerzuschläge .. ......... 590

5 18334. 30. Ha 5
        <pb n="736" />
        Alta allein
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        RR
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— 839 —
Schweiz (Bund)

‚[{n den ersten Nachkriegsjahren war der Schweizer Frank (Parität: 100 Fr = 81 A.) geringfügigen Schwankungen unteren,
 die in einem Disagio des Papierfrank zum Goldfrank ihren Ausdruck fanden, war aber in den Berichtsjahren vollig.
 Das Bundesfinanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen.
Der Bundeshaushalt enthielt bisher nur ordentliche (laufende) Einnahmen bzw. Ausgaben. Die einmaligen außerordentm
 Ausgaben für gewisse Zwecke werden außerhalb der Haushaltsrechnung aus Kapitaleinnahmen (Anleihemitteln) geıt
 und erreichten in den Jahren 1925 — 1929 Beträge von: 41,4; 27,1; 17,8; 14,4 und (Voranschlag) 11,6 Mill. Fr. Nach
Botschaft des Bundesrates zum Voranschlag 1930 sind jedoch in diesen erstmalig auch alle einmaligen Ausgaben aufimmen,
 Die mäßigen administrativen Investitionen werden nicht getrennt ausgewiesen, Die Steuereinnahmen enthalten
% die Anteile der Kantone; weiter sind in ihnen nicht enthalten die Einnahmen aus der II. außerordentlichen Kriegs-Er,
 die 1925 bis 1928 folgende Nettoerträge brachte: 18,9; 119,3; 27,5; 15,1. Diese Einnahmen dienen bisher vorend,
 ab 1980 ausschließlich dem Schuldendienst für die Kosten des Truppenaufgebots in der Kriegszeit, und die Steuer
bis zur Deckung dieser Kosten in 4jährigen Abschnitten erhoben werden.
Die Nettoüberschüsse der Bundesbetriebe (mit Ausnahme der Bundesbahnen) erscheinen im Staatshaushalt; sie ergeben
‚durch Abzug der Verzinsung des Schuldkapitals, der Rücklagen wegen Entwertung der Betriebsanlagen usw. vom Be-»überschuß.
 Die wichtigsten Bundesbetriebe sind Postverwaltung, Telegraphen- und Telephonverwaltung, Getreideraltung,
 Pulververwaltung, landwirtschaftliche Versuchsanstalten, Münzstätte. Die Bundesbahnen stellen einen eigenen,
der Bundesrechnung ganz getrennten Haushalt auf. Auch das Alkoholmonopol, dessen Reinerträge den Kantonen
oßen, hat eine vom Bundeshaushalt getrennte Rechnung. Der Zinsendienst der übrigen Bundesbetriebe geht über den
deshaushalt (z.B, 1930: 18,2 Mill, Fr unter; Ertrag der Kapitalien). .
Ausgaben für Tilgung und Verzinsung der Bundesschuld finden sich auf der Ausgabenseite des Bundesetats. Einnahmen
Schuldenaufnahme, Gewährung und Rückerstattung von Darlehen an Dritte usw. gehen nicht über den Bundeshaushalt.

Spanien

Die Währung (Parität: 100 Pesetas == 81,00{ Z).A) erholte sich in den Berichtsjahren bis 1928, um dann wieder erheblich
sinken (Jahresdurchschnitt des Devisenkurses für 100 Pes. 1925ft. in AM : 60,19; 62,52; 71,75; 69,53; 61,68). Das
nzjahr lief 1924/25 und 1925/26 vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Seit 1927 fällt es, wie schon vor 1918, mit dem Kalenderzusammen,

Seit 1925 bestehen neben dem eigentlichen Haushaltsplan der außerordentliche Haushaltsplan für aus Anleihen zu deckende
stitionen, eine Kasse für außerordentliche Tilgung der Staatsschuld und ein Eisenbahnfonds. Der außerordentliche
Shaltsplan ist für 10 Jahre: 1926 -— 1936 bewilligt mit einem durch Anleihen zu deckenden Betrage von etwa
Ard. Pos. Der Tilgungskasse fallen verschiedene, meist über den Etat laufende Einnahmen zu, damınter auch der
Kuelle Überschuß des ordentlichen Haushalts. Der Eisenbahnfonde, dem Generalrat der Eisenbahnen unterstehend,
ut vom Staat jährlich Subventionen, außerdem den Anteil des Staates am Gewinn der Eisenbahngesellschaften, den
'r geringen Mehrertrag der Eisenbahnverkehrsteuern gegenüber dem Ertrage von 1923; weiter fließen in den Fonds die
szahlungen der vom Staat an die Eisenbahngesellschaften gewährten Vorschüsse und Darlehen und der Ertrag einer
aten zu erhebenden Anleihe in Höhe von 2,6 Mrd. Pes., die vorwiegend für Verbesserungen und Erweiterung der Eisenanlagen
 dienen soll. Die Eisenbahnen sind meist vom Staat gebaut und größtenteils an Konzessionsgesellsehaften
»ben, die der Staat durch Anleihegarantien, Vorschüsse und Subventionen unterstützt,
Die Tabak-, Zündholz- und Petroleummonopole sind verpachtet. Die Monopole und Unternehmungen scheinen nicht mit
Schuldendienst, der auf sie entfallenden Anleihebeträge belastet zu sein.
Tschechoslowakei

Die Währung (Parität: 100 K6 = 85,062 .7.X} wurde in den Nachkriegsjahren stark entwertet, war aber in den Besjahren
 stabil auf emem Stande von 100 K&amp;amp; = 12,44.7.4. Das Finanzjahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen,
Die Ausweisungsart der Haushaltsrechnung wurde ab 1927 geändert; in der vorliegenden Übersicht wurden die früheren
76lsungen an diese neuere soweit wie möglich angeglichen, u. a. durch Aussonderung der Überweisungen an die Selbst-‘altungsverbände
 und durch Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben für Unternehmungen, die bis 1926 unter
zuständigen Ministerien ausgewiesen wurden,
Zu den Betriebsausgaben der Monopole und Unternehmungen rechnen auch Pensionen, Beiträge zur Sozialversicherung,
Schuldendienst für das Anlage- und Betriebsvermögen. Von dem Betriebsüberschuß werden erhebliche Beträge für
stitionen und Tilgung von Investitionsschulden verwandt oder an Reservefonds überwiesen, nur der Rest (der vorwiegend
dem Überschuß der Tabakregie besteht) wird zugunsten der Haushaltsrechnung an die Staatskasse abgeführt, Der
tsbahnverwaltung wird der gesamte Betriebsüberschuß und ein bestimmter Teil der Verkehrsteuer zu Investitionszwecken
sen, Reichen die auf diese Weise beschaflten Mittel für die Investitionen der Unternehmungen und Monopole nicht
80 können mit Einwilligung des Finanzministeriums weitere Mittel durch Anleiheaufnahme beschafft werden.
Die Erträge aus den für die Haushaltsrechnung getätigten Anleiheoperationen werden in den Rechnungsabschlüssen
Schluß der Einnahmen außerhalb der Kapiteleinteilung aufgeführt; sie sind in der vorliegenden Übersicht unter die Eingen
 des Finanzministeriums eingereiht.
Zum Sehuldendienst finden außer Haushaltsmitteln die Beiträge der Unternehmungen und Monopole Verwendung;
'ben besteht noch die Kasse zur Tilgung der Notenschuld, der die nicht im Haushaltsplan aufgeführten Erträge der Ver-9-
 und Vermögenzuwaechssteuer zufließen. 1927 wurde zur Tilgung der schwebenden Schuld eine Sonderkasse gefien,
 der die Mehrerträge gowisser Steuern und die budgetären und außerbudgetären Überschüsse zufßießen sollen.
falls 1927 wurde ein Wegebaufonds geschaffen, dem die damals einzeführten Kraftfahrzeugsteuern sowie Anteile an
Hinfrhrgebühren für Mineralöle und Autobereitung zufallen.

Türkei

4

+ 9
3

un.
Po

Das Ltq hat nach der Parität einen Wert von 18,45492 AA. Sein durchschnittlicher Kurswert betrug 1925: 2,23 AA,
: 2,26 RA, 1927: 2.177. 1928; 2.14 AM und 1929: 2.02.7.A4. Das Finanziahr läuft vom 1.Juni bis zum
al.
In den ‚verwendeten Unterlagen sind nur ordentliche Einnahmen und Ausgaben nach den Voranschlägen ausgewiesen.
©igentlichen Monopole sowie die Eisenbahnen werden netto ausgewiesen, Post, Telegraph, Telephon dagegen brutto.
Der Zinsendienst der auswärtigen Schuld erfolgt auf Grund des Abkommens von Lausanne 1927, das die Wiederaufne
 des Schuldendienstes nach dem Kriege brachte. Die Zahlungen erstrecken sich vorläufig nur auf Zinsen, nıcht auf
irtisationen. Zur Sicherung der Währung sah das Abkommen einen Transferschutz vor. Die Türkei verlangt eine
ute Herabsetzung für die ausländischen Schulden (die Anleihe für die anatolische Bahn ausgenommen); „Verhandlungen
im Gange. Eine besondere Regelung wurde für die Eisenbahnanleihen vorgesehen, insbesondere für die Anleihen der
olischen Eisenbahnen (ohne Transferschutz). Der Rückgang des veranschlagten Eisenbahnüberschusses von 1927/28
1925/29 dürfte auf die Aufnahme des Schuldendienstes für die verstaatlichten Eisenbahnen {vor allem die anatolische)
ckzuführen sein. Die Aufwertung der Vorkriegsschuld betrug im allgemeinen 50 vH.
Aus den verfügbaren Unterlagen ist nicht ersichtlich, ob unter die Einnahmen aus »Maßnahmen des Schatzamtesc
benenfalls auch Einnahmen aus Schuldenaufnahme einbezogen werden.

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