Gemeinde auf anderweitiger Grundlage gemeinsamen Besitzes an einer Wasserleitung teil-3aben oder endlich, wenn an die Wasserleitung einer Gemeinde, einer. Ortschaft oder eines sonstigen Besitzers andere Ortschaften als Wassergäste angeschlossen sind. Die im Dienste der Mehrortsversorgung stehenden Wasserleitungsanlagen werden im folgenden der Kürze halber als „Mehrortsleitungen“ bezeichnet. Je nachdem es sich dabei um Wasserleitungsanlagen einer Gruppenversorgung oder einer sonstigen Mehrortsversorgung handelt, werden dieselben dann in „Gruppenleitungen“ oder in „Sonstige Mehrortsleitungen“ eingeteilt. Demgegenüber erscheinen die im Dienste der Einzelartsversorgung stehenden Wasserleitungsanlagen als „Einzelortsleitungen“. Bei den örtlichen Wasserleitungsanlagen, deren Versorgungsgebiet sich jeweils nur auf eine einzige Ortschaft beschränkt, also den Einzelortsleitungen, liegt es im Interesse besserer Würdigung der bestehenden Verhältnisse, die kleinen Anlagen als solche besonders kenntlich zu machen. Als „Kleinere Anlagen“ erscheinen bei der Einzelortsverzorgung hiernach solche örtliche Wasserleitungen, bei denen auf. die einzelne Anlage nicht mehr als 10 Hausanschlüsse entfallen. In weitaus den meisten Fällen konnten diese xleinen Leitungen ohne weiteres festgestellt werden. Da jedoch im Fragebogen die Hausanschlüsse für jede Ortschaft nur in einer Gesamtsumme aufgeführt sind, so konnte bei solchen Ortschaften, welche durch mehrere Örtliche Leitungen versorgt werden; mehrfach nur auf Grund einer durchschnittlichen Berechnung der Hausanschlüsse auf Versorgung durch kleinere Anlagen geschlossen werden. Soweit bei der Einzelortsversorgung Laufbrunnen mit selbständiger Wassergewinnung beteiligt sind, werden diese Laufbrunnenanlagen im ganzen stets nur als kleinere Anlagen behandelt. Die Zahl der einzelnen derartigen Laufbrunnenleitungen konnte jedoch nicht ermittelt werden, auch nicht die Zahl der Laufbrunnen selbst. Unter Laufbrunnen sind im Freien stehende, ständig laufende oder mitunter auch absperrbare‘ Brunnen zu verstehen, welche entweder eine. selbständige Wassergewinnung und Wasserzuleitung haben oder von einer mit Hausanschlüssen ausgestatteten Wasserleitung mitgespeist werden. Die Versorgung durch mitgespeiste Laufbrunnen ist jeweils bei der zugehörigen Wasserleitung berücksichtigt. Als kleinere Anlagen bei den einzelnen Ortsleitungen erscheinen ferner die Pumporunnen mit motorischem Kraftantrieb, soweit sie keine Feuerlöschhydranten speisen und die Wasserzuleitung aus ihnen nicht mehr als 100 m beträgt. Bei der Zahl der Leitungen bleiben jedoch diese Brunnenanlagen außer Ansatz. 1. Oberbayern. ; Die Bodenverhältnisse und damit die natürlichen Grundlagen der Wasserversorgung sind in Oberbayern außerordentlich mannigfaltig. Einen großen Teil des Gebietes nehmen m Süden die Alpen ein Die dem eigentlichen Gebirge stellenweise vorgelagerte F1yschınd Molassezone ist verhältnismäßig schmal. Anschließend folgen dann weitausgedehnte Moränengebiete und diluviale Schotterfelder. Nordwärts davon, von der ungefähren Linie Dachau-Mühldorf an, breitet sich das tertiäre Hügelland aus. Ganz im Norden greift Oberbayern mit Teilen des Bezirksamts Ingolstadt noch über die Donau auf den Frankenjura hinüber. Zahlreiche und zum Teil mächtige Flußläufe mit wechselnd wasserarmen und wasserreichen Alluvionen durchziehen das Gebiet. Oberbayern hat eine Flächenausdehnung von 16675, qg km. In seinem Bereich liegen 12787 Ortschaften mit 176167 Wohngebäuden und 1684766 Einwohnern. Was die durchschnittliche Bevölkerungsdichte anlangt, so steht Oberbayern unter den acht Kreisen Bayerns nach der Pfalz und Mittelfranken an dritter Stelle, Auf 1 qkm treffen im Durchschnitt 101 Einwohner. Die Erhebung zeigt für Oberbayern folgenden Stand der Wasserversorgung: